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Isabella D'Este

Isabella d'Este

Isabella d'Este (
- 18. Mai 1474 in Ferrara; † 13. Februar 1539 ebenda) war eine der wichtigsten Personen in der Kultur und Politik der italienischen Renaissance. Renaissance Sie war die Tochter von Ercole I. d'Este, Herzog von Ferrara, und Leonora von Neapel, der Tochter von König Ferdinand I. von Neapel. Ihre jüngere Schwester war Beatrice d'Este, Herzogin von Mailand als Ehefrau von Ludovico Sforza, ihre jüngeren Brüder waren der Herzog Alfonso I. d'Este von Ferrara, Modena und Emilia und der Kardinal Ippolito I. d'Este. Isabella d'Este hatte – wie ihre umfangreiche Korrespondenz aus Mantua zeigt – eine sehr gute Bildung erfahren. Dafür sorgte schon ihre gebildete Mutter, die nicht nur die Harfe spielen konnte und mit großer Leidenschaft die Bilder der bekanntesten Maler sammelte, sondern auch eine kleine Bibliothek besaß. Unterrichtet wurde Isabella wie ihren Geschwistern in Latein, Musik - sie konnte perfekt die Laute und die Flöte spielen und soll eine herrliche Singstimme besessen haben -, in Tanz, in der griechischen und römischen Geschichte und in der klassischen Literatur. Mit besonderem Interesse studierte sie Landkarten und beschäftigte sich mit der Astrologie. Ihre Zeitgenossen beschrieben sie schließlich als äußerst redebegabt, hochintelligent, sehr belesen, schlagfertig, sehr temperamentvoll und als eine leidenschaftliche Schach- und Kartenspielerin. Sie konnte sich fließend in Latein unterhalten. Sie wird als ausgesprochen schön beschrieben, neigte aber wie ihre Mutter zur Korpulenz. Sie wurde später eine leidenschaftliche, fast gierige Sammlerin römischer Skulpturen und Auftraggeberin für moderne Skulpturen in antiken Stil. Im Alter von 16 Jahren, am 12. Februar 1490, wurde sie mit Gianfrancesco II. Gonzaga, Markgraf von Mantua verheiratet. Sie verstand sich sehr gut mit der Familie ihres Mannes, jedoch nicht so gut mit ihm selbst. Am 31. Dezember 1493 brachte Isabella ihr erstes Kind auf die Welt, eine Tochter, die sie nach ihrer kurz davor verstorbenen Mutter Eleonora nannte. Ihre Enttäuschung, dass sie keinen Sohn geboren hatte, war sehr groß, die Beziehung zu ihr, dem späteren Liebling ihres Vaters, blieb stets kühl. Seine zweite Tochter, Margherita, verstarb nach zwei Monaten. Am 17. Mai 1500 gebar sie ihren ersehnten Sohn Federico II. Gonzaga, der nach dem Großvater benannt wurde. 1502 kam Livia (starb als Kind) und 1503 Ippolita zur Welt, zu denen sie ebenfalls gefühlsmäßig keinen Zugang fand. Im November 1505 und im Januar 1507 gebar sie ihre Söhne Ercole (ab 1527 Kardinal) erhoben wurde) und Ferrante (Feldherr unter Kaisers Karl V. und Begründer der Herzöge von Guastalla). 1508 wurde ihr letzes Kind Livia (nach ihrer Schwester, die in diesem Jahr starb) geboren. Ihre Söhne liebte sie über alles, aber böse Zungen behaupten, dass bei ihr noch ihre Hunde vor ihren Töchtern kamen. Ihre älteste Tochter musste aus politischen Gründen Francesco Maria della Rovere heiraten, den Neffen des Papstes Julius II., Ippolita und Livia mussten Nonnen werden. Erst im Alter versöhnte sie sich mit ihren Töchtern und bedachte sie auch in ihrem Testament. Vor allem das unglückliche Leben ihrer ältesten Tochter ging ihr sehr nahe.

Wirken als Mäzen

Beide Ehepartner waren Ludovico Ariostos Mäzene, während er seinen Orlando Furioso schrieb, und beide wurden stark von Baldassare Castiglione, dem Autor von Il Cortigiano (Der Höfling), als Vorbild für aristokratisches Verhalten für die nächsten 200 Jahre, beeinflusst. Auf Castiglione ist es auch zurückzuführen, dass Giulio Romano nach Mantua gerufen wurde, um das Castello und andere Bauwerke zu erweitern. Unter ihrer Schirmherrschaft wurde der Hof zu Mantua einer der kultiviertesten in ganz Europa. Unter den Künstlern, Autoren, Gelehrten und Musikern, die angezogen wurden, waren Raffael, Andrea Mantegna und die Komponisten Bartolomeo Tromboncino und Marchetto Cara. Tizian malte sie zwei Mal, Leonardo da Vincis Porträtzeichnung von ihr hängt im Louvre. Ihr Studierzimmer (studioli) ließ sie mit Zyklen von Mantegna, Perugino, Lorenzo Costa und Correggio ausmalen.

Wirken als Regentin

Während der Abwesenheit ihres Ehemanns als Militärkommandeur in Diensten Venedigs (1489 bis 1498) regierte Isabella Mantua für ihn, desgleichen während seiner venezianischen Gefangenschaft (1509/1510), die sie erfolreich mit diplomatischen Mitteln beendete, sowie nach seinem Tod am 29. März 1519 für ihren Sohn Federico II. Gonzaga. Sie begann, eine wichtige Rolle in der italienischen Politik zu spielen, in der sie ständig Mantuas Position verbesserte. Ihren Fähigkeiten ist es auch zu verdanken, dass Mantua 1530 zum Herzogtum erhoben wurde sowie ihre jüngeren Söhnen Ercole und Pietro 1527 zu Kardinälen ernant wurden. Sie bewies großes diplomatisches Geschick in ihren Verhandlungen mit Cesare Borgia, der den Ehemann ihrer Freundin und Schwägerin Elisabetta Gonzaga, Guidobaldo da Montefeltro, den Herzog von Urbino 1502 enteignet hatte.

Literatur


- Le studioli d'Isabelle d'Este. Ausstellungskatalog, Paris 1975
- V. Brosio: La rosa e la spada. Isabella d'Este e Francesco Gonzaga. Turin 1980 Kategorie:Frau Kategorie:Regent Kategorie:Este (Familie) Kategorie:Kunstmäzen oder Sammler Kategorie:Renaissance Kategorie:Geboren 1474 Kategorie:Gestorben 1539 ja:イザベラ・デステ

18. Mai

Der 18. Mai ist der 138. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 139. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 227 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1291 - Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
- 1337 - Krönung der böhmischen Königin Beatrice von Bourbon in Prag.
- 1804 - Frankreich. Napoléon Bonaparte proklamiert das „Französische Kaiserreich“.
- 1848 - Die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt am Main tritt erstmals zusammen, somit existiert zum ersten Mal ein demokratisch gewähltes Parlament für Deutschland.
- 1943 - Die erste internationale Konferenz zu Fragen der Welternährung findet statt.
- 1944 - Das italienische Kloster Monte Cassino wird nach langen, verlustreichen Kämpfen von polnischen Truppen eingenommen.
- 1947 - Durch eine Volksabstimmung wird die Verfassung des Landes Rheinland-Pfalz angenommen.
- 1966 - Ein Weißwal verirrt sich 400 km stromaufwärts in den Rhein.
- 1973 - Deutschland. Staatsbesuch vom Staats- und Parteichef der UdSSR, Leonid Breschnew.
- 1974 - Indien führt unter dem Decknamen Smiling Buddha seinen ersten unterirdischen Atombombenversuch durch. Es wird sechste Atommacht.
- 1980 - In Gwangju (Südkorea) wird eine Demonstration für mehr Demokratie von der Regierung gewaltsam unterdrückt. Bei diesem Vorfall, der heute Gwangju-Massaker genannt wird, sterben nach offiziellen Angaben 207 Menschen, rund 1000 werden schwer verletzt.
- 1990 - Theo Waigel und Walter Romberg unterzeichnen den Deutsch-Deutschen Staatsvertrag zur Bildung einer Wirtschaft-, Sozial- und Währungsunion.
- 1992 - Turkmenistan erhält eine neue Verfassung.
- 1995 - Bulgarien. Regierungschef Wiktor Tschernomyrdin, Russland, zu Besuch in Sofia.
- 1996 - Italien. Romano Prodi wird neuer Ministerpräsident.
- 1999 - Italien. Carlo Azeglio Ciampi wird neuer Staatspräsident.
- 2005 - Estland und Russland unterzeichnen in Moskau den seit 1999 ausverhandelten Grenzvertrag. Die Verzögerung geht auf Putins Weigerung zurück, die estnische Sichtweise einer Annexion 1940 (Estnische Sowjetrepublik) zu akzeptieren.

Wirtschaft


- 1999 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kuwait

Wissenschaft und Technik


- 1974 - Das bis heute höchste Bauwerk der Welt, der (am 10. August 1991 eingestürzte) 648 Meter hohe selbststrahlende Sendemast in Konstantynow, Polen wird fertig gestellt.

Kultur


- 1768 - Uraufführung der komischen Oper "Die Liebe auf dem Lande" von Johann Adam Hiller
- 1894 - Uraufführung der Oper "Raffael" (Orig.: Rafael') von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1940 - Uraufführung der Oper "Volo di notte" von Luigi Dallapiccola am Teatro comunale in Florenz.
- 1972 - Uraufführung des Theaterstücks "Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf in Halle

Religion


- 2005 - Der Diözesanbischof von Linz, Maximilian Aichern tritt zurück, weil er über Jahre beim Papst in Rom denunziert worden sei.

Katastrophen


- 1935 - Moskau, Russland. Ein Kunstflieger kollidiert mit einem am Boden befindlichem Flugzeug. 49 Tote.
- 1958 - Casablanca, Marokko. Absturz einer DC-6B der Sabena Airlines.
- 1980 - Der Vulkan Mount Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus, wobei 57 Menschen sterben.
- 2004 - Urumqi autonome Region Xinjiang Uygur, Volksrepublik China, eine aserbaidschanische Iljuschin Il-76 stürzt kurz nach dem Start ab. 7 Tote

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1988 - Bayer 04 Leverkusen gewinnt als dritte deutsche Mannschaft den UEFA-Pokal gegen Español Barcelona mit 0:3 (0:1), nV 3:0 (0:0) Elfmeter: 2:3.
- 2005 - ZSKA Moskau gewinnt als erste russische Mannschaft den UEFA-Pokal gegen Sporting Lissabon mit 3:1.

Geboren


- 1774 - Gaetano Rossi, italienischer Librettist
- 1777 - Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons
- 1778 - Andrew Ure, war ein englischer Mediziner und Professor für Naturgeschichte und Chemie
- 1782 - Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow, preußischer General, Gründer des Lützowschen Freikorps
- 1783 - Jabbo Oltmanns, Mathematiker, Astronom und Professor der Angewandten Mathematik
- 1799 - Alexander I., russischer Zar
- 1809 - William Wilson, englisch-deutscher Maschineningenieur (1. deutscher Lokomotivführer)
- 1810 - Francesco Maria Piave, italienischer Librettist für Giuseppe Verdi
- 1824 - Wilhelm Hofmeister, deutscher Botaniker und Professor
- 1850 - Oliver Heaviside, britischer Mathematiker und Physiker
- 1851 - Itzhok Lejb Perez, jiddischer Schriftsteller
- 1865 - Traugott von Jagow, Polizeipräsident von Berlin
- 1868 - Nikolaus II. (Russland), letzter russischer Zar
- 1872 - Bertrand Russell, englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreisträger
- 1874 - Jérôme Tharaud, französischer Schriftsteller
- 1876 - Hermann Müller, deutscher Politiker und Reichskanzler
- 1883 - Walter Gropius, deutscher Architekt, Gründer des Bauhaus
- 1884 - Martin Elsaesser, deutscher Architektur-Professor und Kirchenarchitekt
- 1887 - Ernst Wiechert, deutscher Schriftsteller
- 1889 - Jakob Levy Moreno, Begründer des Psychodramas
- 1889 - Thomas Midgley, amerikanischer Chemiker und Erfinder
- 1893 - Friedrich Sieburg, deutscher Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker
- 1895 - Kurt Löwenstein, deutscher Politiker
- 1901 - Robert Ochsenfeld, deutscher Physiker
- 1901 - Vincent du Vigneaud, US-amerikanischer Biochemiker
- 1907 - Carl Mydans, US-amerikanischer Fotograf
- 1907 - Sir Clifford Curzon, britischer Pianist
- 1909 - Fred Perry, britischer Tischtennisspieler und Tennisspieler
- 1911 - Joe Turner, US-amerikanischer Blues Sänger
- 1912 - Hermann Langbein, Schriftsteller
- 1912 - Perry Como, US-amerikanischer Sänger
- 1912 - Richard Brooks, US-amerikanischer Regisseur
- 1912 - Walter Sisulu, Antiapartheid-Kämpfer und südafrikanischer Politiker
- 1913 - Nicolás Gómez Dávila, kolumbianischer Philosoph
- 1913 - Charles Trenet, französischer Sänger
- 1913 - Neelam Sanjiva Reddy, indischer Politiker und Staatspräsident
- 1914 - Emmanuel de Graffenried, schweizerischer Rennfahrer
- 1915 - Heinz Funk, deutscher Filmkomponist
- 1918 - Massimo Girotti, italienischer Schauspieler
- 1919 - Boris Christoff, russisch-italienischer Opernsänger
- 1919 - Margot Fonteyn de Arias, englische Tänzerin
- 1920 - Johannes Paul II., Papst der katholischen Kirche
- 1922 - Adrian Hoven, österreichischer Schauspieler
- 1922 - Kai Winding, Jazzposaunist
- 1925 - Justus Dahinden, Schweizer Architekt und Hochschullehrer
- 1927 - Egon Monk, deutscher Regisseur
- 1928 - Pernell Roberts, US-amerikanischer Schauspieler (Bonanza)
- 1931 - Don Martin, amerikanischer Karikaturist
- 1932 - Alma Cogan, britische Sängerin
- 1937 - Jacques Santer, Premierminister von Luxemburg
- 1938 - Erich Arndt, deutscher Tischtennisspieler
- 1939 - Hark Bohm, deutscher Regisseur
- 1940 - Anita Kupsch, deutsche Schauspielerin
- 1941 - Miriam Margolyes, britische Schauspielrin
- 1942 - Albert Hammond, britischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - Rodney Dillard, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1943 - Helmut Haussmann, deutscher Politiker, MdB und Bunndesminister
- 1943 - Willy Wimmer, deutscher Politiker und MdB
- 1944 - Justus Frantz, deutscher Pianist und Dirigent
- 1944 - Winfried G. Sebald, deutscher Schriftsteller
- 1947 - John Bruton, irischer Politiker und Regierungschef
- 1948 - Feliciano Taveres, US-amerikanischer Sänger
- 1949 - George Weyman, britischer Musiker
- 1949 - John Wetton, britischer Musiker
- 1949 - Rick Wakeman, britischer Musiker
- 1949 - Uschi Eid, deutsche Politikerin und MdB
- 1949 - William Wallace, kanadischer Musiker
- 1950 - Mark Mothersbaugh, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Sänger
- 1950 - Thomas Gottschalk, deutscher Fernsehmoderator
- 1952 - George Strait, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1952 - Jeana Yeager, US-amerikanische Testpilotin
- 1953 - Renée Schröder, österreichische Biochemikerin
- 1954 - Erik Gerets, belgischer Fußballtrainer
- 1954 - Reinhold Heil, deutscher Musiker
- 1954 - Rolf Bietmann, deutscher Politiker
- 1954 - Wreckless Eric, britischer Sänger und Songschreiber
- 1955 - Chow Yun-Fat, Schauspieler (Anna und der König)
- 1957 - Frank Plasberg, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 1958 - Toyah Willcox, britische Sängerin und Schauspielerin
- 1959 - Ranga Yogeshwar, luxemburger Redakteur und Moderator
- 1957 - Michael Cretu, Komponist und Musik-Produzent (Enigma)
- 1960 - Yannick Noah, ehemaliger französischer Profi-Tennisspieler
- 1962 - Christiane Vera Felscherinow, deutsche Ex-Drogensüchtige (Christiane F. in Wir Kinder vom Bahnhof Zoo)
- 1962 - Sandra Cretu, deutsche Pop-Sängerin »Sandra«
- 1965 - Ingo Schwichtenberg, Ex-Schlagzeuger der deutschen Band Helloween
- 1967 - Heinz-Harald Frentzen, deutscher Rennfahrer
- 1969 - Dennis Bergkamp, niederländischer Fußballspieler
- 1972 - Nordin ben Salah, niederländischer Boxer
- 1975 - Jack Johnson (Surfer), US-amerikanischer Sänger

Gestorben

Jack Johnson (Surfer) Jack Johnson (Surfer) Jack Johnson (Surfer)
- 1406 - Balthasar von Thüringen, Markgraf von Meißen, Landgraf von Thüringen
- 1410 - Ruprecht I., römisch-deutscher König und Kurfürst von der Pfalz
- 1450 - Sejong, König der koreanischen Joseon-Dynastie
- 1551 - Domenico Beccafumi, italienischer Maler und Bildhauer
- 1574 - Albert Ritzaeus Hardenberg, deutscher Theologe und Prediger der Reformationszeit
- 1635 - Levin Ludwig von Hahn, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft
- 1675 - Jacques Marquette, französischer Mönch und Entdecker des Mississippi
- 1708 - Arvid Axel Mardefelt, schwedischer Offizier
- 1733 - Georg Böhm, Komponist
- 1793 - Timur Shah Durrani, der zweite König Afghanistans der Dynastie der Durrani.
- 1795 - Christlieb Ehregott Gellert, deutscher Metallurge und Mineraloge
- 1795 - Robert Rogers, britisch-amerikanischer Offizier
- 1799 - Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, französischer Schriftsteller
- 1837 - Hans Christian Lyngbye, dänischer Pfarrer, Botaniker und Herausgeber des ersten Buchs in färöischer Sprache
- 1843 - Friedrich Christoph Perthes, deutscher Buchhändler und Verleger
- 1853 - Lionel Kieseritzky, französisch-polnischer Schachmeister
- 1871 - Eduard Friedrich Weber, deutscher Physiologe und Arzt
- 1884 - Heinrich Göppert, deutscher Botaniker, Paläontologe und Professor
- 1909 - George Meredith, britischer Schriftsteller
- 1909 - Isaac Albéniz, spanischer Pianist und Komponist
- 1910 - Franz Skarbina, deutscher Maler
- 1910 - Pauline Viardot-Garcia, französische Opernsängerin und Pianistin
- 1911 - Gustav Mahler, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1912 - Eduard Strasburger, polnisch-deutscher Botaniker
- 1918 - Louis Leitz, deutscher Industrieller und Erfinder
- 1922 - Alphonse Laveran, französischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1931 - Remmer Janssen, evangelisch-lutherischer Pastor, ostfriesischer Erweckungsprediger
- 1941 - Werner Sombart, deutscher Soziologe und Volkswirt
- 1945 - Oskar Picht, Erfinder der der Blindenschreibmaschine
- 1949 - James Truslow Adams, Historiker Schriftsteller
- 1951 - Gaspar Agüero y Barreras, kubanischer Komponist und Pianist
- 1952 - Rosetter Gleason Cole, US-amerikanischer Komponist
- 1953 - Rudolf Nadolny, deutscher Diplomat
- 1965 - Willy Westra van Holte, niederländischer Fußballspieler
- 1966 - Paul Althaus, protestantischer Theologe (Lutherischer Dogmatiker)
- 1969 - Ludwig Berger, deutscher Filmregisseur
- 1975 - Leroy Anderson, US-amerikanischer Komponist
- 1980 - Ian Curtis, englischer Rockmusiker
- 1981 - William Saroyan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1983 - Alfred Nau, deutscher Politiker
- 1986 - Peter Wehle, österreichischer Komponist, Autor und Kabarettist
- 1987 - Heðin Brú, Färöischer Schriftsteller
- 1989 - Hermann Höcherl, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1990 - Jill Ireland, britische Schauspielerin
- 1991 - Rudolf Nierlich, österreichischer Skirennläufer
- 1992 - Marshall Thompson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1993 - Heinrich Albertz, deutscher Politiker und Theologe
- 1995 - Alexander Godunov, russischer Ballett-Tänzer
- 1995 - Gustav Lübbe, Gründer des Bastei-Lübbe Verlags
- 1995 - Sabine Sinjen, deutsche Schauspielerin
- 1999 - Elizabeth Robinson, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2002 - Wolfgang Schneiderhan, österreichischer Geiger
- 2004 - Francesco Caroli, italienischer Artist und Clown
- 2004 - Heinz Maria Oeftering, Präsident der Deutschen Bundesbahn und des Bundesrechnungshofs

Feier- und Gedenktage

Siehe auch


- 17. Mai - 19. Mai
- 18. April - 18. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0518 ja:5月18日 ko:5월 18일 simple:May 18 th:18 พฤษภาคม

1474

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Isabella I. (die Katholische) wird Königin von Kastilien
- Die Universität Saragossa wird gegründet
- Erlass des 1. Patentgesetzes in Venedig (siehe auch Patent)
- Karl der Kühne belagert Neuss
- 31. März: Vertrag der ewigen Richtung mit Habsburg

Geboren


- 21. März: Angela Merici, Gründerin des Ursulinen-Ordens († 1540)
- 7. April: Bernhard III. von Baden, Markgraf von Baden-Baden († 1536)
- 18. Mai: Isabella d'Este, eine der wichtigsten Personen in der Kultur und Politik der italienischen Renaissance († 1539)
- 8. September: Ludovico Ariosto, italienischer Renaissancedichter († 1533)
- 13. Oktober: Mariotto Albertinelli, italienischer Maler († 1515)

Gestorben


- 5. Juli: Erich II. (Pommern-Wolgast), war Herzog von Pommern-Wolgast, Hinterpommern und Stettin (
- 1425)
- 27. November: Guillaume Du Fay, Komponist, Sänger, Musiktheoretiker (
- 1397)
- Peter von Hagenbach, burgundischer Vogt im Elsass/Breisgau (hingerichtet) ko:1474년

Ferrara

Ferrara ist eine italienische Stadt in der Region Emilia-Romagna und Hauptstadt der Provinz Ferrara. Die Stadt liegt am Po di Volano, einem Arm des Po. Sie wird heute noch von vielen Bauwerken aus dem Mittelalter und der Renaissance geprägt (z.B. Kathedrale San Giorgio, Palazzo Giulio d'Este).

Geschichte

Renaissance Ferrara wurde wahrscheinlich als Siedlung der Einwohner der Lagunen an der Po-Mündung gegründet. Es wird erstmals in einem Dokument von Aistulf von 753 oder 754 erwähnt und war ein Teil des Exarchats Ravenna. Nach 984 war es ein Lehen von Tedalda, Graf von Modena und Canossa, einem Neffen des Kaisers Otto I.. Danach wurde Ferrara selbständig, und 1101 nach einer Belagerung von Markgräfin Matilda eingenommen. Zu dieser Zeit wurde die Stadt von einer kleinen Gruppe bedeutender Familien dominiert, darunter die Adelardi. 1146 starb Guglielmo, der letzte der Adelardi. Sein Eigentum ging wie die Mitgift seiner Nichte Marchesella an Azzolino d'Este über. Es gab eine Feindschaft zwischen der neu dazugekommenen Familie und den Sailinguerra, aber nach ausgedehnten Kämpfen wurde Azzo Novello 1242 zum ständigen Podestà ernannt. 1259 nahm er Ezzelino da Romano von Verona in einer Schlacht gefangen. Sein Enkel Obizzo II. (1264-1293) folgte ihm nach, und der Papst ernannte ihn zum Generalkapitän und Verteidiger des Kirchenstaats. Das Haus Este war von da an in Ferrara eingenistet. 1391 wurde die Universität von Ferrara gegründet. Niccolò III. (1393-1441) empfing mehrere Päpste mit großem Prunk, insbesondere Eugen IV., der hier 1438 ein Konzil abhielt. Sein Sohn Borso erhielt 1452 (in diesem Jahr wurde Girolamo Savonarola hier geboren) von Kaiser Friedrich III. als erster Herzog die Lehen Modena und Reggio. 1470 wurde er von Papst Paul II. zum Herzog von Ferrara gemacht. Paul II. Ercole I. (1471-1505) führte Krieg mit Venedig und trug sehr zur Blüte der Stadt bei. Sein Sohn Alfonso I. heiratete Lucretia Borgia und setzte den Krieg gegen Venedig erfolgreich fort. 1509 wurde er von Julius II. exkommuniziert und griff die päpstliche Armee 1512 außerhalb Ravennas an, das er dann einnahm. Gaston de Foix fiel in der Schlacht, in der er Alfonso unterstützte. Mit den nachfolgenden Päpsten konnte Alfonso Frieden schließen. Er war ab 1518 der Patron Ariostos. Sein Sohn Ercole II. heiratete Renata, eine Tochter Ludwigs XII. von Frankreich. Auch er verschönerte während seiner Regierungszeit (1534-1559) die Stadt. Sein Sohn Alfonso II. heiratete Barbara, eine Schwester von Kaiser Maximilian II.. Unter ihm erreichte Ferrara seinen Höhepunkt, und er war ein Patron von Tasso und Guarini. Wie die Fürsten seines Hauses es immer getan hatten, förderte er Kunst und Wissenschaften. Er hatte keinen legitimen männlichen Erben, 1597 wurde Ferrara daher von Clemens VIII. als vakantes Lehen beansprucht, ebenso Comacchio. An der Stelle der Burg Tedalfo an der Westseite der Stadt baute er eine Festung. Die Stadt blieb Teil des Kirchenstaates, auch als zwischen 1832 und 1859 eine österreichische Garnison die Festung besetzte. Danach wurde die Stadt Teil des Königreichs Italien.

Die Stadt Ferrara

Ferrara ist heute Universitätsstadt, Krankenhauszentrum und beliebtes Ziel für Touristen. Seine Renaissance-Altstadt, umgeben von einer neun Kilometer langen Stadtmauer, kann nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad besucht werden. Mehr als 30 Prozent der Wege werden in Ferrara mit dem Fahrrad zurückgelegt, dieser Wert ist vergleichbar mit dem Amsterdams. Ferrara ist damit vielleicht die fahrradfreundlichste Stadt Italiens.

Söhne und Töchter der Stadt


- Alfonso I. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio Emilia|Reggio
- Michelangelo Antonioni, italienischer Filmregisseur, Autor und Maler
- Lorenzo Costa, italienischer Maler
- Francesco del Cossa, italienischer Maler
- Ercole I. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio Emilia
- Ercole II. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio Emilia, und der Lucrezia Borgia
- Girolamo Frescobaldi, bedeutender Barockkomponist und Organist
- Ippolito I. d'Este, Erzbischof und Kardinal
- Ippolito II. d'Este, Erzbischof von Mailand, Kardinal
- Isabella d'Este, eine der wichtigsten Personen in der Kultur und Politik der italienischen Renaissance
- Olympia Fulvia Morata, italienische Dichterin und humanistische Gelehrte
- Giovanni Riccioli, italienischer Theologe, Astronom und Philosoph
- Girolamo Savonarola, ital. Dominikaner und Bußprediger
- Tito Vespasiano Strozzi, italienischer Humanist

Literatur

Birgit Emich: Territoriale Integration in der Frühen Neuzeit. Ferrara und der Kirchenstaat, Köln/Weimar/Wien : Böhlau 2005, 1178 S. ISBN 3-412-12705-1 (=Habilitation Freiburg 2002) Kategorie:Ort in der Emilia-Romagna Kategorie:Weltkulturerbe ja:フェラーラ

1539

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Mai: Hernando de Soto landet bei Tampa Bay an der Küste Floridas und beginnt seine vierjährige Expedition durch den nordamerikanischen Südosten
- Der französische König Franz I. erlässt die „Ordonnance de Villers-Cotterêt“, in der verfügt wird, dass jedes offizielle Dokument in Französisch verfasst werden muss

Geboren


- 17. April: Tobias Stimmer, schweizer Maler († 1584)
- 22. Oktober: Luigi Gonzaga, Italienischer Adliger († 1595)
- 20. Dezember: Paul Melissus, neulateinischer humanistischer Schriftsteller († 1602)

Gestorben


- Marco Palmezzano, italienischer Maler (
- 1459 oder 1463 in Forlì)
- 6. Februar: Johann III. (Kleve), Regent der Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg (
- 1490)
- 6. Februar: Ogimachi, 106. Kaiser von Japan (1557–1586) (
- 1517)
- 13. Februar: Isabella d'Este, eine der wichtigsten Personen in der Kultur und Politik der italienischen Renaissance (
- 1474)
- 11. März: Johannes Baptist Righi, franziskanischer Einsiedler (
- 1469)
- 17. April: Georg der Bärtige, Herzog von Sachsen (
- 1471) ko:1539년 simple:1539

Renaissance

Das französische Wort Renaissance [] bedeutet Wiedergeburt. Bezogen auf seinen Ursprung meint der Begriff die „kulturelle Wiedergeburt der Antike“. Der Begriff wurde um 1820/30 von den Franzosen zunächst aus dem italienischen rinascimento [] abgeleitet und dann im deutschsprachigen Schrifttum um 1840 aus dem Französischen entlehnt, um eine kulturgeschichtliche Epoche Europas während des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit zu benennen. Die Epoche der Renaissance wird deshalb so bezeichnet, weil die Wiedergeburt der Antike eines der Ideale jener Zeit war. Diese Wiedergeburt des antiken Geistes schlug sich besonders in den Künsten und ihren neuen, als fortschrittlich empfundenen Prinzipien nieder. Der Renaissance voraus ging die kunstgeschichtliche Epoche der Gotik, der Renaissance folgte der Barock. Neben der Epoche der Renaissance, die als geistige Bewegung im 14. Jahrhundert einsetzt und sich seit dem 15. Jahrhundert im europäischen Abendland vor allem in der Kunst manifestiert, unterscheiden manche Experten auch noch die so genannten mittelalterlichen Renaissancen:
- die Karolingische Renaissance des 8. und 9. Jahrhunderts,
- die Ottonische Renaissance des 10. und 11. Jahrhunderts,
- die Protorenaissance in der Toskana und im Südfrankreich des 11. bis 13. Jahrhunderts sowie
- die süditalienischen Renaissancen unter dem Stauferkaiser Friedrich II. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. 13. Jahrhundert Dies zeigt, dass die antike Tradition auch im Mittelalter noch wenigstens teilweise präsent gewesen und niemals ganz abgerissen ist. Allgemein wird der Begriff Renaissance auch verwendet, um die Wiedergeburt der Werte, Bauwerke usw. eines vergangenen Zeitalters oder einer Werteordnung zu bezeichnen.

Wiedergeburt des antiken Geistes

Die Epoche der Renaissance wird so bezeichnet, weil ihr wesentliches Charakteristikum die Wiedergeburt des antiken Geistes war. Der Humanismus ist die wesentliche Geistesbewegung der Zeit. Diese „Wiedergeburt“ manifestierte sich darin, dass zahlreiche Elemente des Gedankenguts der Antike neu entdeckt und belebt wurden (Schriften, Baudenkmäler, Skulpturen, Philosophen, etc.). Eine Voraussetzung für die neue Geisteshaltung der Renaissance waren die Gedanken selbstbewusster italienischer Dichter des 14. Jahrhunderts wie Francesco Petrarca, der durch seine ausgiebige Beschäftigung mit antiken Schriftstellern und durch seinen Individualismus den Glauben an den Wert humanistischer Bildung förderte und das Studium der Sprachen, der Literatur, der Geschichte und Philosophie außerhalb eines religiösen Zusammenhangs - als Selbstzweck - befürwortete. Das theozentrische Weltbild des Mittelalters wurde abgelöst durch eine stärker anthropozentrische Sicht der Dinge. Auch der Einfluss von Griechisch sprechenden Gelehrten war beachtlich. Manche kamen im 13. und 14. Jahrhundert aus Byzanz nach Italien. Besonders nach der Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 kamen verstärkt Gelehrte nach Venedig und in andere italienische Städte, die das Wissen über die Kultur der Antike mitbrachten, welches im Byzantinischen Reich nach dem Untergang Westroms nahezu 1000 Jahre lang konserviert worden war. In Byzanz waren noch im Jahre 1400 beispielsweise Homer, Herodot, Platon und Aristoteles in aller Munde. Bereits einige Jahre vor dem Untergang von Byzanz war der Italiener Giovanni Aurispa nach Konstantinopel gegangen und hatte 1423 über 200 Codizes mit Texten antiker profaner Literatur nach Italien gebracht. Im weiteren Sinne nennt man Renaissance daher die Wiedergeburt des klassischen Altertums in seinem Einfluss auf die Wissenschaft, die Literatur, die Gesellschaft, das Leben der vornehmen Kreise und die Entwicklung der Menschen zu individueller Freiheit im Gegensatz zum Ständewesen des Mittelalters. Im engeren Sinne versteht man unter der Renaissance eine kunstgeschichtliche Epoche. Die italienische Bezeichnung rinascita im Sinne eines Epochenbegriffs findet sich bereits bei Giorgio Vasari, der eine der wichtigsten Lebensbeschreibungen von Renaissance-Künstlern verfasst hat. Vasari unterscheidet in der Entwicklung der Kunst drei Zeitalter: # das glanzvolle Zeitalter der griechisch-römischen Antike; # ein Zwischenzeitalter des Verfalls, das etwa mit der Epoche des Mittelalters gleichgesetzt werden kann; # das Zeitalter des Wiederauflebens der Künste und der Wiedergeburt des antiken Geistes im Mittelalter seit etwa 1250. So hätten bereits die italienischen Bildhauer, Architekten und Maler der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, darunter Arnolfo di Cambio, Niccolò Pisano, Cimabue oder Giotto, „in dunkelsten Zeiten den Meistern, die nach ihnen kamen, den Weg gewiesen, der zur Vollkommenheit führt“.

Philosophie

Giotto Die Renaissance-Philosophie wendet sich vom scholastisch verchristlichten aristotelischen Denken ab und ist vor allem dem Platonismus verpflichtet. Sämtliche Schriften Platons wurden ins Lateinische übersetzt. Viele Denker der Renaissance hängen dem Neuplatonismus an, der durch Marsilio Ficino und Giovanni Pico della Mirandola verbreitet wird. Eine weitere große philosophische Richtung der Renaissance war der Humanismus. Vertreter des humanistischen Denkens sind unter anderen:
- Coluccio Salutati (1331-1406)
- Erasmus von Rotterdam (1466–1536)
- Niccolò Machiavelli (1469–1527)
- Thomas Morus (1478–1535)

Kunst

Thomas Morus In der Kunst waren Brunelleschi, Ghiberti und Donatello die Bahnbrecher der neuen Richtung, die schon im 13. und 14. Jahrhundert in den Pisani und in Giotto und anderen Künstlern ihre Vorläufer gehabt hatte (Protorenaissance). Grob kann man sagen: In Italien wird die Zeit etwa von 1420 bis 1600 als Renaissance bezeichnet, im übrigen Europa etwa die Zeit von 1500 bis 1600. Zur Nachahmung der antiken Kunst gesellte sich im 15. Jahrhundert die intensivere Beschäftigung mit der Natur, die einen wichtigen Aspekt in der Entwicklungsgeschichte der Renaissancekunst darstellt. Schon vor Vasari hatten Dichter wie Boccaccio den Maler Giotto dafür gerühmt, dass er die Dinge so naturgetreu wie niemand vor ihm abzubilden verstand. Die Tendenz, Gegenstände und Personen der Natur gemäß zu gestalten, war seitdem ein Hauptanliegen der Künstler. In nahezu perfekter Ausprägung gelang ihnen eine solche naturalistische Darstellungsweise allerdings erst seit dem 15. Jahrhundert. Daher beschränken Kunsthistoriker den Renaissancebegriff meist nur auf die Kunstäußerungen des 15. Jahrhunderts, des Quattrocento, und auf die des 16. Jahrhunderts, des Cinquecento. Eng mit der Forderung nach der Naturwahrheit in der Kunst hängt das Bekenntnis der Künstler zur Antike zusammen. Man bewunderte die antiken Kunstwerke als mustergültige Beispiele naturgemäßer Gestaltung und damit als nachzuahmende Beispiele dafür, wie man selbst die Natur darzustellen hatte. Der italienische Architekturtheoretiker Leon Battista Alberti forderte darüber hinaus, dass sich die Künstler darum bemühen sollten, „den antiken Meistern nicht nur gleichzukommen, sondern sie womöglich noch zu übertreffen“. Das heißt: Gute Kunst sollte das, was einem die Realität bietet, nicht getreu abbilden, sondern versuchen, das Naturvorbild zu verbessern und zu idealisieren. Neben der Neubestimmung des Verhältnisses der Kunst zur Natur und der Verehrung der Antike stellte die Renaissance also auch die Frage nach dem Wesen der Schönheit. Die Künstler versuchen z.B., den idealschönen Menschen darzustellen. Ideale Maße und Proportionen spielen sowohl bei der Darstellung des menschlichen Körpers in der Malerei und Skulptur als auch bei der Konzipierung von Gebäuden eine Rolle. Die Künstler entwickeln mit der Zentralperspektive eine Methode, mit mathematischer Exaktheit Verkürzungen in der Raumtiefe darzustellen. Üblicherweise teilt man die kunstgeschichtliche Epoche der Renaissance, vor allem die italienische Renaissance, in drei Perioden ein: # Frührenaissance # Hochrenaissance # Spätrenaissance oder Manierismus Manierismus Den ersten Abschnitt der Renaissance nennt man Frührenaissance (von etwa 1420 bis 1490/1500). Sie nimmt ihren Ausgangspunkt in Florenz mit den Skulpturen Donatellos, den Bronzereliefs Ghibertis, den Fresken Masaccios und den Bauten Filippo Brunelleschis. Die Zeit von ca. 1490/1500 bis 1520 bezeichnet man als Hochrenaissance. Zentrum dieser Periode, die sich durch das Streben nach höchster Vollkommenheit und Harmonie in der Kunst auszeichnet, ist das päpstliche Rom. In diese Zeit fallen Bramantes Zentralbau-Entwürfe für die neue Peterskirche in Rom, Leonardo da Vincis berühmteste Bilder („Abendmahl“; „Mona Lisa“, „Dame mit Hermelin“), Raffaels Ausmalung der „Stanzen“ (der Gemächer des Papstes) und sein berühmtestes Altarbild, die „Sixtinische Madonna“, Michelangelos Skulpturen („David“, „Moses“) und seine Fresken an der Decke der Sixtinischen Kapelle sowie Dürers Meisterstiche. Es folgt die etwa bis 1590 reichende Periode der Spätrenaissance oder des Manierismus, die durch unterschiedliche künstlerische Tendenzen gekennzeichnet ist. So neigt der Manierismus zu Übertreibungen des Formenrepertoires der Hochrenaissance (z.B. übertriebene Raumfluchten, überlange und verdreht dargestellte menschliche Körper in heftiger Bewegung). Ein Merkmal des Manierismus ist z. B. die Figura serpentinata, wie sie der Bildhauer Giovanni da Bologna in seinem „Raub der Sabinerin“ (1583) dargestellt hat. Menschliche Gestalten werden dabei als sich schlangenartig nach oben windende Körper wiedergegeben. Die letzte Phase der Spätrenaissance geht dann allmählich in den Barockstil über. Doch nicht überall in Europa läuft die Epoche der Renaissance nach einem identischen Muster ab. Während in Italien der Geist der Renaissance am frühesten einsetzte, besonders blühte und gleichermaßen Einfluss auf die Malerei, Bildhauerei und Architektur nahm, begann im Norden die Renaissance erst um oder nach 1500 und konnte sich hier nur bedingt und mit nationalem Einschlag durchsetzen. Auch sind in den Ländern außerhalb Italiens die Architektur und Bildhauerkunst stärker als die Malerei von der Antike beeinflusst worden. In Frankreich und Deutschland vermischte sich der antike Stil mit nationalen Elementen, welche in der ersten Epoche der Renaissance, der Frührenaissance, naturgemäß stärker hervortraten als in der Periode der Spätrenaissance, welche die antiken Formen üppiger und kräftiger ausbildete und so zu den Übertreibungen des Barockstils überleitete. Eine nationale Färbung hat die Renaissance auch in den Niederlanden, in Polen, in England und in Spanien erfahren.

wichtige Renaissancekünstler

Malerei

Spanien Die Mehrzahl der Gemälde der Renaissancekunst sind Altarbilder und Fresken religiösen Inhalts, die für Kirchen gemalt wurden. Die religiöse Gestalt wurde jedoch vermenschlicht, indem sie in einer irdischen Umgebung dargestellt wurde (Alltagskleidung). Außerdem entstanden Bilder mit weltlichen oder heidnisch-mythologischen Themen (z. B. Allegorien, antike Götter- und Heldensagen, antike Geschichte) und individuelle Bildnisse zeitgenössischer Persönlichkeiten. Daneben entwickelten sich auch erste Landschaftsdarstellungen und Sittenbilder, die das zeitgenössische Leben repräsentieren. Die Landschaftdarstellungen sollten jedoch nicht ein genaues Abbild der Wirklichkeit darstellen, vielmehr symbolisierten sie das Grundprinzip der Schönheit. Diese Schönheit wurde als Natur definiert. Die Raumtiefe wird mit den Mitteln der Zentralperspektive, also eines Fluchtliniensystems, geometrisch genau konstruiert. Hinzu kommen die Mittel der Luft- und Farbperspektive. Um eine dreidimensionales Bild auf zweidimensionalem Bildwerk herstellen zu können, musste sich der Künstler an optische und geometrische Regeln halten. Diese legten fest, dass der Horizont wagerecht auf Augenhöhe des Betrachtes liegt. Um eine Räumlichkeit zu erlangen, mussten nun jede verschiedene Linienschar eines Bildes einen Fluchtpunkt vorweisen. Hierbei liegt der Fluchtpunkt von parallel zum Erdboden verlaufenden Linienscharen auf dem Horizont. So wurde es ermöglicht, dem Bild räumliche Tiefe zu verleihen. In der Renaissance wurde immer mehr Wert auf die Anatomie des Menschen gelegt. Die Künstler erforschten Muskelzüge, Bewegungen, Verkürzugen und die Körperproportion an sich. Trotz dieser genauen Studien wurde der Mensch, wie bereits in der Antike, idealisiert. Der Künstler sah seine Aufgabe darin, dass er aus der Fülle der menschlichen Natur das Schöne herausfiltern und so ihre Vollkommenheit ausdrücken sollte. So kommt es auch, dass die Nacktheit als Symbol der Unschuld stand, da sie natürlich war und so Schönheit ausdrückte; dies ist wie andere Dinge aus der Antike übernommen. Die Künstler stellen den nackten menschlichen Körper als Akt in idealen Proportionen dar. Ein symmetrischer, harmonisch ausgewogener Bildaufbau, unterstützt durch innerbildliche Kreis-, Halbkreis- und Dreiecksformen, wird bevorzugt.

Bildhauerei

Akt]] Die Bildhauer der Renaissance schaffen vor allem Standfiguren und Bildnis-Büsten. Auf den Plätzen der Städte werden Monumentalplastiken, beispielsweise in Form von Reiterstandbildern aufgestellt. Die Grabplastik für weltliche und geistliche Würdenträger verbindet - z. B. in Form eines Wandgrabmals - die Skulptur mit der Architektur zu einem Gesamtkunstwerk. Renaissancebildhauer orientieren sich bei ihrer Arbeit an antiken Vorbildern. Skulpturen werden allseitig durchmodelliert, der Mensch in seiner Nacktheit dargestellt, die Beinstellung erfolgt oft im klassischen Kontrapost. Anatomische Vorstudien dienen dazu, den menschlichen Körper wirklichkeitsgetreu wiederzugeben.

Architektur

Prinzipiell kann man in der Architektur der Renaissance zwei Tendenzen ausmachen. Die eine besteht darin, die Formensprache der Antike in voller Strenge wieder zu beleben. In Italien war dieses Ziel mit der Hochrenaissance durch Donato Bramante gegen 1500 erreicht und setzte sich von da an in ganz Italien durch. Italienische Renaissancebauten wurden klar, überschaubar und harmonisch ausgewogen konzipiert. Die Architekten orientierten sich bei den Grundrissen an einfachen idealen geometrischen Formen wie dem Quadrat oder dem Kreis. Man entlehnt Bauelemente wie Säulen, Pilaster, Kapitelle, Dreiecksgiebel etc. direkt der Antike. Daneben kommt es zu eigenen, von antiken Vorbildern abgeleiteten Entwicklungen, etwa der toskanischen Säule. Die einzelnen Bauglieder hatten unter sich und mit dem ganzen Gebäude in Übereinstimmung zu stehen. Man studiert die Architektur-Traktate des römischen Baumeisters Vitruv, um daraus Anhaltspunkte für idealschöne Proportionen zu gewinnen. Bild:Tempietto-1.jpg|Tempietto, Donato Bramante, Rom Bild:La Rotonda.jpg|La Rotonda, Andrea Palladio Bild:FlorenceSantaMariaNovella20020318.JPG|Santa Maria Novella, Florenz Bild:020904_rathaus-augsburg-elias-holl-platz_1-640x480.jpg|Renaissance-Rathaus in Augsburg von Elias Holl Bild:Aschaffenburg Schloss Johannisburg.jpg|Das Schloss Johannisburg (1605-1619) in Aschaffenburg Bild:Mespelbrunn 02.JPG|Schloss Mespelbrunn Image:Ratusz Poznan od Wielkiej.jpg|Giovanni Baptista di Quadro - Poznań Die zweite Tendenz besteht darin, der Antike entlehnte, aber auch neue formensprachliche Elemente im Sinne der mittelalterlichen Baukunst in analogischer Weise zu variieren, ohne eine streng gesetzmäßige Baukunst anzustreben. Auf der Seite der Architekturtheorie findet sich erstere Tendenz im Architekturtraktat wieder, letztere im Musterbuch. Generell kann gesagt werden, dass je stärker eine Kultur im nordisch geprägten Mittelalter verwurzelt war, desto beharrlicher wurde an der analogischen Form der Renaissance festgehalten, d.h. vor allem im mittel- und nordeuropäischen Raum. In Frankreich war die klassische Strenge der Hochrenaissance gegen 1550 eingeholt (vgl. Westflügel des Louvre 1550 - 1558 durch Pierre Lescot). Auf der iberischen Halbinsel bilden beide Tendenzen ein Nebeneinander, dass sich bis in die Barockzeit fortsetzt. Im germanischen Europa und Polen kam es teilweise zu einer Vermischung beider Tendenzen (z.B. Heidelberger Schloss oder Wawel Schloss in Krakau), jedoch blieb die analogische Form der Renaissance bis zum Schluss dominant. Entsprechend diesen beiden Tendenzen muss man auch unterschiedliche Stilkriterien ansetzen:

Antikische Renaissance


- Akademisch korrekte Säulenordnungen nach dem Vorbild Vitruvs.
- Betonung der Horizontalen
- Säulenschäfte nach dem Vorbild der Antike entweder kanneliert oder glatt.
- Arkaden statt Kolonnaden.
- Grundrisse und Fassaden mit Rücksicht auf Symmetrie und Regelmäßigkeit gestaltet.
- Der Architekt versteht sich als Künstler und gehört der gebildeten Oberschicht des Landes.

Analogische Renaissance (Früh- bzw. nordische Renaissance)


- Die Nachahmung antiker Bauelemente wie Gesimse, Kapitelle geschieht nicht in voller Strenge, sondern gemäß der mittelalterlichen Baupraxis nur imitatorisch-variierend.
- Häufig reiche Ornamentierungen durch Maßwerk, Arabesken, später durch Rollwerk, Beschlagwerk, Schweifwerk u.a.
- Vertikale in der Tradition der Gotik nach wie vor stark betont
- Soziologisch der Tradition mittelalterlicher Handwerksbetriebe verpflichtet. Die Baumeister waren in der Regel keine Intellektuellen wie in Italien.
- Säulenschäfte werden oft noch zusätzlich mit Ornament überzogen.
- Kolonnaden statt Arkaden.
- Oft asymmetrische Grundrisse und Fassaden. Zu den ältesten Renaissance-Bauten Deutschlands zählt Schloss Hartenfels in Torgau, hier erfolgten zwischen 1533 und 1544 Um- und Erweiterungsbauten im Stil der Frührenaissance. Der Schönhof in Görlitz wurde ab 1526 erbaut. Ältester Deutscher Sakralbau im Renaissance-Stil ist der Turm der Heilbronner Kilianskirche.

Dichter und Schriftsteller der Renaissance

In der Literatur leiten im 14. Jahrhundert Dante Alighieris „Göttliche Komödie“ (La Divina Commedia, 1307-21), Francesco Petrarcas Briefe, Traktate und Gedichte und Giovanni Boccaccios Il Decamerone (1353) das Zeitalter der Renaissance ein. Graf Baldassare Castiglione beschreibt in Il Cortegiano (1528) den Idealtypus eines Renaissancemenschen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Literatur nach der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg in der Renaissancezeit einen ungeheuren Aufschwung nahm. Zu den berühmten Dichtern und Schriftstellern der Renaissance zählen:
- Dante Alighieri (1265–1321)
- Francesco Petrarca (1304–1374)
- Giovanni Boccaccio (1313–1375)
- Angelo Poliziano (1454–1494)
- Ludovico Ariosto (1474–1533)
- Baldassare Castiglione (1478–1529)
- Andrzej Krzycki (1482–1537)
- Pietro Aretino (1492–1556)
- Torquato Tasso (1544–1595)
- François Rabelais (1494–1553)
- Sebastian Brant (1457–1521)
- Erasmus von Rotterdam (ca. 1466–1536)
- Thomas Murner (1475–1537)
- Philipp Melanchthon (1497–1560)
- Sebastian Franck (1500–1543)
- Andrzej Frycz Modrzewski (1503–1572)
- Mikołaj Rej (1505–1569)
- Łukasz Górnicki (1527–1603)
- Jan Kochanowski (1530–1584)

Musik

Die Musik der Renaissance war zunächst durch das Zeitalter der Franko-Flamen bestimmt, ab der Mitte des 16. Jahrhunderts kamen die wesentlichen Impulse dann aus Italien, besonders durch Komponistenströmungen wie die Florentiner Camerata, die Römische Schule und die Venezianische Schule. Auswahl von Komponisten der Renaissance:
- Guillaume Dufay (1400–1474)
- Johannes Ockeghem (1425–1497)
- Josquin Desprez (1440–1505)
- Heinrich Isaac (1450–1517)
- Jacob Obrecht (1450–1505)
- Paul Hofhaimer (1459–1537)
- Mateu Fletxa el Vell (1481-1553)
- Ludwig Senfl (1486–1543)
- Thomas Tallis (1505–1585)
- Hans Neusiedler (1508–1563)
- Giovanni da Palestrina (ca. 1525–1594)
- Orlando di Lasso (1532–1594) Siehe auch: Liste von Komponisten der Renaissance Besondere Eigenschaften und Stilmittel der Musik-Renaissance:
- Gegenüber der mittelalterlichen Musik geändertes Harmonie-Empfinden: Terzen und Sexten werden seit der Renaissance als konsonant empfunden.
- Verwendung des Neapolitaners als Schlusssequenz Instrumente der Renaissance waren Blockflöten, Orgeln,Traversflöte und viele mehr.

Ökonomie/Soziales

Ökonomisch kann die Renaissance charakterisiert werden durch die Durchbrechung des mittelalterlichen Zinsverbots und der Abschaffung der mittelalterlichen Brakteatenwährung. Dies ermöglichte einerseits den Aufstieg der frühneuzeitlichen Bankhäuser wie die der Fugger oder der Medici, andererseits bedeutete das für viele – insbesondere für die Landbevölkerung – einen beträchtlichen sozialen Abstieg. Die sich daraus ergebenden sozialen Spannungen entluden sich u. a. durch die Bauernkriege. Die Einführung der Doppelten Buchführung in Konten (Doppik) erlaubte eine sehr viel stärkere Kontrolle des Erfolges wirtschaftlicher Unternehmungen. Auch dies trug wesentlich zum Aufstieg von Medici und Fugger bei.

Literatur


- Jakob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien (1860). 2. Auflage Leipzig 1869.
- Hubert Janitschek: Die Gesellschaft der Renaissance in Italien und die Kunst. Stuttgart 1879.
- S. Harrison Thomson: Das Zeitalter der Renaissance. Von Petrarca bis Erasmus. Zürich 1969
- Heinrich Wölfflin: Die klassische Kunst. München 1898.
- Johan Huizinga: Das Problem der Renaissance. Tübingen 1953.
- Walter Paatz: Die Kunst der Renaissance in Italien. Stuttgart 1953.
- André Chastel: Italienische Renaissance. München 1965.
- André Chastel: Der Mythos der Renaissance. Genf 1969.
- Georg Kauffmann: Die Kunst des 16. Jahrhunderts. 1970.
- Jan Bialostocki: Spätmittelalter und beginnende Neuzeit. 1972.
- Paul Oskar Kristeller: Humanismus und Renaissance. 2 Bände. München 1976–1980.
- Richard Mackenney: Renaissances: The cultures of Italy, ca. 1300–ca. 1600, Basingstoke: Palgrave Macmillan 2005, 302 S., ISBN 0-333-62905-1 (neueste engl. Monographie)
- Manfred Wundram: Renaissance. München 1978. ISBN 3-423-03173-5
- Erwin Panofsky: Die Renaissancen der europäischen Kunst. Frankfurt am Main 1979. ISBN 3-5182-8483-5
- Leonid M. Batkin: Die historische Gesamtheit der italienischen Renaissance. Dresden 1979.
- Denys Hay: Die Renaissance. Die Rückwendung zur Antike. München 1980.
- Edgar Wind: Heidnische Mysterien in der Renaissance., Suhrkamp Frankfurt am Main 1987; ISBN 3-518-28297-2
- Ludwig H. Heydenreich: Studien zur Architektur der Renaissance. München 1981. ISBN 3-7705-1066-6
- Ernst Hans Gombrich: Die Kunst der Renaissance I–IV. Stuttgart 1985–1988.
- Michael Jäger: Die Theorie des Schönen in der italienischen Renaissance. Köln 1990. ISBN 3-7701-1739-5
- Peter Burke: Die europäische Renaissance. Zentren und Peripherien. München 1998. ISBN 3-406-44200-5
- Boris von Brauchitsch: Renaissance. DuMont Verlag Köln 1999 ISBN 3-7701-4710-3
- Schunicht-Rawe, Anne; Lüpkes, Vera (Hrsg.): Handbuch der Renaissance. Deutschland, Niederlande, Belgien, Österreich. Köln 2002.
- Jeffrey Chipps Smith: The Northern Renaissance. London, New York 2004.

Weblinks


- [http://www.marcheworldwide.org/html/renaissance1.asp?lingua=de Frührenaissance]
- [http://www.marcheworldwide.org/html/renaissance2.asp?lingua=de Hochrenaissance]
- [http://www.ibiblio.org/wm/paint/glo/renaissance/ Webmuseum Paris: La Renaissance] (engl.) Siehe auch:
- Irische Renaissance, Renaissance-Humanismus, Philosophie der Renaissance und des Humanismus, Neorenaissance ! Kategorie:Stilrichtung in der Malerei Kategorie:Kunststil ja:ルネサンス ko:르네상스

Ercole I. d'Este

Ercole I. d'Este (
- 26. Oktober 1431 in Ferrara, † 15. Juni 1505 daselbst) war eines der ehelichen Kinder des Niccolò III. d'Este, Markgraf von Ferrara, Modena und Reggio; er folgte seinem Halbbruder Borso d'Este am 20. August 1471 als Herzog der genannten Gebiete. Ercoles Leistung ist die wirtschaftliche und kulturelle Blüte seiner Herzogtümer. Er ließ Ferrara ab 1490 durch den Architekten Biagio Rossetti (1447-1516) befestigen, aber auch erweitern, wobei erstmals in Europa – bei einem mittelalterlichen Stadtkern – breite und gerade Straßen gebaut wurden. Ercole I. war seit dem 3. Juli 1473 mit Eleonora von Aragón (
- 23. Juni 1450; † 11. Oktober 1493) verheiratet, der Tochter des Königs Ferdinand I.. Mit seiner Frau hatte er sechs Kinder, von denen vier zu den wichtigsten Mitgliedern der Familie gehören, mindestens ein weiteres war außerehelich: # Isabella d'Este (1474-1539) ∞ 1490 Gianfrancesco II. Gonzaga (1466-1519) Markgraf von Mantua # Beatrice d'Este (1475-1497) ∞ 1491 Ludovico Sforza (1451-1508) Herzog von Mailand # Alfonso I. d'Este (1476-1534) Herzog 1505 ∞ 1) 1401 Anna Sforza (1473-1497) Tochter des Galeazzo Maria Sforza, Herzog von Mailand, ∞ 2) 1502 Lucrezia Borgia (14800-1519), ∞ 3) Laura Dianti († 1573) # Ferrante d'Este (
- 28. September 1477, † 22. Februar 1540) # Giulio d'Este (
- 15. Juli 1478, † 24. März 1561), unehelich # Ippolito I. d'Este (1479-1520) Kardinal 1493 – Nachkommen # Sigismondo d'Este (
- 8. September 1480, † 9. August 1524) Kategorie:Herzog (Ferrara) Kategorie:Herzog (Modena und Reggio) Kategorie:Este (Familie) Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1431 Kategorie:Gestorben 1505

Ferrara

Ferrara ist eine italienische Stadt in der Region Emilia-Romagna und Hauptstadt der Provinz Ferrara. Die Stadt liegt am Po di Volano, einem Arm des Po. Sie wird heute noch von vielen Bauwerken aus dem Mittelalter und der Renaissance geprägt (z.B. Kathedrale San Giorgio, Palazzo Giulio d'Este).

Geschichte

Renaissance Ferrara wurde wahrscheinlich als Siedlung der Einwohner der Lagunen an der Po-Mündung gegründet. Es wird erstmals in einem Dokument von Aistulf von 753 oder 754 erwähnt und war ein Teil des Exarchats Ravenna. Nach 984 war es ein Lehen von Tedalda, Graf von Modena und Canossa, einem Neffen des Kaisers Otto I.. Danach wurde Ferrara selbständig, und 1101 nach einer Belagerung von Markgräfin Matilda eingenommen. Zu dieser Zeit wurde die Stadt von einer kleinen Gruppe bedeutender Familien dominiert, darunter die Adelardi. 1146 starb Guglielmo, der letzte der Adelardi. Sein Eigentum ging wie die Mitgift seiner Nichte Marchesella an Azzolino d'Este über. Es gab eine Feindschaft zwischen der neu dazugekommenen Familie und den Sailinguerra, aber nach ausgedehnten Kämpfen wurde Azzo Novello 1242 zum ständigen Podestà ernannt. 1259 nahm er Ezzelino da Romano von Verona in einer Schlacht gefangen. Sein Enkel Obizzo II. (1264-1293) folgte ihm nach, und der Papst ernannte ihn zum Generalkapitän und Verteidiger des Kirchenstaats. Das Haus Este war von da an in Ferrara eingenistet. 1391 wurde die Universität von Ferrara gegründet. Niccolò III. (1393-1441) empfing mehrere Päpste mit großem Prunk, insbesondere Eugen IV., der hier 1438 ein Konzil abhielt. Sein Sohn Borso erhielt 1452 (in diesem Jahr wurde Girolamo Savonarola hier geboren) von Kaiser Friedrich III. als erster Herzog die Lehen Modena und Reggio. 1470 wurde er von Papst Paul II. zum Herzog von Ferrara gemacht. Paul II. Ercole I. (1471-1505) führte Krieg mit Venedig und trug sehr zur Blüte der Stadt bei. Sein Sohn Alfonso I. heiratete Lucretia Borgia und setzte den Krieg gegen Venedig erfolgreich fort. 1509 wurde er von Julius II. exkommuniziert und griff die päpstliche Armee 1512 außerhalb Ravennas an, das er dann einnahm. Gaston de Foix fiel in der Schlacht, in der er Alfonso unterstützte. Mit den nachfolgenden Päpsten konnte Alfonso Frieden schließen. Er war ab 1518 der Patron Ariostos. Sein Sohn Ercole II. heiratete Renata, eine Tochter Ludwigs XII. von Frankreich. Auch er verschönerte während seiner Regierungszeit (1534-1559) die Stadt. Sein Sohn Alfonso II. heiratete Barbara, eine Schwester von Kaiser Maximilian II.. Unter ihm erreichte Ferrara seinen Höhepunkt, und er war ein Patron von Tasso und Guarini. Wie die Fürsten seines Hauses es immer getan hatten, förderte er Kunst und Wissenschaften. Er hatte keinen legitimen männlichen Erben, 1597 wurde Ferrara daher von Clemens VIII. als vakantes Lehen beansprucht, ebenso Comacchio. An der Stelle der Burg Tedalfo an der Westseite der Stadt baute er eine Festung. Die Stadt blieb Teil des Kirchenstaates, auch als zwischen 1832 und 1859 eine österreichische Garnison die Festung besetzte. Danach wurde die Stadt Teil des Königreichs Italien.

Die Stadt Ferrara

Ferrara ist heute Universitätsstadt, Krankenhauszentrum und beliebtes Ziel für Touristen. Seine Renaissance-Altstadt, umgeben von einer neun Kilometer langen Stadtmauer, kann nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad besucht werden. Mehr als 30 Prozent der Wege werden in Ferrara mit dem Fahrrad zurückgelegt, dieser Wert ist vergleichbar mit dem Amsterdams. Ferrara ist damit vielleicht die fahrradfreundlichste Stadt Italiens.

Söhne und Töchter der Stadt


- Alfonso I. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio Emilia|Reggio
- Michelangelo Antonioni, italienischer Filmregisseur, Autor und Maler
- Lorenzo Costa, italienischer Maler
- Francesco del Cossa, italienischer Maler
- Ercole I. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio Emilia
- Ercole II. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio Emilia, und der Lucrezia Borgia
- Girolamo Frescobaldi, bedeutender Barockkomponist und Organist
- Ippolito I. d'Este, Erzbischof und Kardinal
- Ippolito II. d'Este, Erzbischof von Mailand, Kardinal
- Isabella d'Este, eine der wichtigsten Personen in der Kultur und Politik der italienischen Renaissance
- Olympia Fulvia Morata, italienische Dichterin und humanistische Gelehrte
- Giovanni Riccioli, italienischer Theologe, Astronom und Philosoph
- Girolamo Savonarola, ital. Dominikaner und Bußprediger
- Tito Vespasiano Strozzi, italienischer Humanist

Literatur

Birgit Emich: Territoriale Integration in der Frühen Neuzeit. Ferrara und der Kirchenstaat, Köln/Weimar/Wien : Böhlau 2005, 1178 S. ISBN 3-412-12705-1 (=Habilitation Freiburg 2002) Kategorie:Ort in der Emilia-Romagna Kategorie:Weltkulturerbe ja:フェラーラ

Ferdinand I. (Neapel)

Ferdinand I. (
- 1423; † 25. Januar 1494 in Genua) war König von Neapel.

Leben

Ferdinand I. wurde als Sohn Alfons' V. von Aragón geboren, welcher sich, von der Königin Johanna II. adoptiert, 1421 des Throns von Neapel und Sizilien bemächtigt hatte. Er wurde 1443 zum Prinzen von Kalabrien und Thronfolger in Neapel erklärt und vom Papst als solcher bestätigt. Seit 1445 mit Isabella von Claremont, der Tochter des Grafen Tristan von Copertino, vermählt, besetzte er nach dem Tod seines Vaters (1458) Neapel und wurde vom Papst Pius II. mit diesem Königreich belehnt, hatte aber mehrere Jahre gegen den Prätendenten, den Herzog Johann von Kalabrien, Sohn Renés von Anjou, zu kämpfen. 1465 gelangte er dann in den Besitz des Reichs, und festigte seine Macht durch Vermählung seiner Tochter mit dem Neffen des Papstes Sixtus IV., Leonhard de la Rovere, und Vermählung seines Sohns Alfons mit der Tochter des Herzogs von Mailand. Ferdinand war ein staatskluger und energischer Fürst, der die Königsmacht besonders durch Schwächung des Adels stärkte und selbst dem Papst gegenüber seine Selbständigkeit wahrte. Auch für die materiellen Interessen (namentlich die Seidenzucht) sorgte er sehr eifrig, ebenso für die Wissenschaften, besonders die Jurisprudenz. Kurz vor seinem Tod verband sich, aufgereizt von ihm ungünstig gestimmten Adel, Herzog Lodovico Moro von Mailand mit Karl VIII. von Frankreich zur Geltendmachung der Rechte des Hauses Anjou auf den neapolitanischen Thron. Während seiner Bemühungen, dieses Bündnis wieder zu lösen, starb Ferdinand am 25. Januar 1494 in Genua. Sein Hof war ein Zentrum des Humanismus und der Renaissance.

Nachkommen

Mit seiner ersten Frau Isabella von Claremont hatte Ferdinand folgende Kinder:
- Alfons II. von Neapel (
- 4. November 1448; † 18. Dezember 1495)
- Eleonora von Aragón (22. Juni 1450; † 11. Oktober 1493), verheiratet mit Ercole I. d'Este, Herzog von Ferrara
- Friedrich IV. von Neapel (
- 19. April 1452; † 9. November 1504)
- Johannes von Neapel (
- 25. Juni 1456; † 17. Oktober 1485), Erzbischof von Tarent und später Kardinal.
- Beatrix von Aragón, (
- 14. September oder 16. November 1457; † 23. September 1508), verheiratet mit (1) Matthias Corvinus, König von Ungarn, Gegenkönig von Böhmen und (2) Vladislav II., König von Böhmen und Ungarn
- Franz von Neapel (
- 16. Dezember 1461; † 26. Oktober 1486), Herzog von Sant Angelo 1465 starb Isabella; Ferdinand heiratete seine Cousine Johanna von Aragón (
- 1454; † 19. Januar 1517), Tochter von Johann II., König von Aragón. Mit ihr hatte er zwei Kinder:
- Johanna von Neapel (
- 1478; † 27. August 1518), verheiratet mit ihrem Neffen Ferdinand II. von Neapel
- Karl von Neapel (
- 1480) Von seiner Mätresse Diana Guardato:
- Ferdinand d' Aragona, Herzog von Cajazzo
- Maria d'Aragona, Ehefrau von Antonio Todeschini Piccolomini d'Aragona, Neffe von Pius II. und Bruder von Pius III.
- Giovanna d' Aragona, Ehefrau von Leonardo della Rovere, Neffe von Sixtus IV. und Julius III. Von seiner Mätresse Eulalia Ravignano:
- Maria d'Aragona, Ehefrau von Gian Giordano Orsini Von seiner Mätresse Giovanna Caracciola:
- Ferdinand d'Aragona († 1549), Herzog von Montalto
- Arrigo d'Aragona
- Cesare d'Aragona
- Leonor d'Aragona sowie die Tochter
- Lucrezia d'Aragona, von Giovanna Caracciola oder Eulalia Ravignano, Ehefrau von Onorata III. Gaetani d'Aragona Kategorie:König (Neapel) Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1423 Kategorie:Gestorben 1494

Beatrice d'Este

Beatrice d'Este (
- 29. Juni 1475; † 2. Januar 1497) war die zweite Tochter des Herzogs Ercole I. d'Este von Ferrara, Modena und Reggio, die Schwester von Isabella d'Este (1474-1539), Alfonso I. d'Este (1476-1534) und Ippolito I. d'Este (1479-1520). Sie heiratete am 18. Januar 1491 den späteren (ab 1494) Herzog Ludovico Sforza von Mailand (
- 3. April 1451; † 27. Mai 1508) und wurde in ihrer Aufgabe als Mailänder Fürstin die Mäzenin Donato Bramantes und Leonardo da Vincis. In den sechs Jahren ihrer Ehe trieb sie darüber hinaus den Ausbau des Mailänder Kastells (Castello Sforzesco) und der Certosa von Parma voran. Sie ist die Mutter von:
- Massimiliano Sforza (1493-1530), Herzog von Mailand 1512-1515
- Francesco II. Sforza (1495-1535), Herzog von Mailand 1521-1535 Este, Beatrice de Beatrice d'Este Este, Beatrice de Este, Beatrice de

Ludovico Sforza

Ludovico Sforza, genannt il Moro, „der Dunkle“ (
- 27. Juli 1452 in Vigevano; † 27. Mai 1508 in Loches) aus der Familie Sforza, war der fünfte Sohn des Herzogs Francesco I. Sforza von Mailand; er wurde selbst Herzog und berühmt als Förderer