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Ish (Unternehmen)

Ish (Unternehmen)

Die ish NRW GmbH ist ein regionaler Kabelnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Köln. Das Unternehmen ist Entwickler und Betreiber des ehemaligen Telekom-Kabelnetzes in Nordrhein-Westfalen, des größten zusammenhängenden Breitbandnetzes in Deutschland. Das ish-Produktangebot umfasst analoges und digitales TV via Kabel, Highspeed-Internetzugang und Telefonie. Das Unternehmen wurde am 12. Oktober 2001 auf dem Markt eingeführt. Im Jahre 2002 geriet es in finanzielle Schwierigkeiten. Schließlich führte ish eine drastische Gebührenerhöhung durch, die im Frühjahr 2002 von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) geprüft und gebilligt wurde. Eine Übernahme durch Kabel Deutschland wurde im September 2004 vom Bundeskartellamt abgelehnt. Zwei Jahre lang gehörte ish einem internationalen Bankenkonsortium, bevor das Unternehmen im Juni 2005 von der iesy Hessen unter Genehmigung des Bundeskartellamtes erworben wurde. Anfang des Jahres 2005 versorgte ish vier Millionen Haushalte. Im Unternehmen arbeiten insgesamt 900 Mitarbeiter. Im Call-Center in Bochum sind weitere 250 Mitarbeiter beschäftigt.

Weblinks


- [http://www.ish.de Offizielle Website von ish]
- [http://www.tividi.de Informationsseite für das digitale Angebot von ish]
- [http://www.huelsmann.name/geschichte_ish.htm Geschichte der Domäne ish] Kategorie:Provider Kategorie:Unternehmen (Köln)

Kabelnetz

Als Kabelnetz bezeichnet man ein elektrisches Netzwerk bei dem alle Leitungen als isoliertes Kabel, meist als Erdkabel ausgeführt sind. In den meisten Städten sind die Stromnetze überwiegend als Kabelnetze ausgeführt. Im engeren Sinn bezeichnet man als Kabelnetz ein wegegebundenes Breitbandverteilnetz, das ursprünglich ausschließlich als Distributionsmedium konzipiert war. Im engeren Sinne besteht das Kabelnetzwerk selbst i. d. R. aus Koaxialkabeln; das Gesamtsystem des Kabelnetzes umfasst außerdem noch Verstärker im Abstand von ca. zwei Kilometern sowie Netzabschlüsse an beiden Endpunkten. Die Kabelkopfstationen können, müssen jedoch nicht rückkanalfähig sein; Rückkanalfähigkeit ist die Voraussetzung für Zweiwegekommunikation, beispielsweise wenn das Kabelnetz gleichzeitig als Telekommunikationsnetz, beispielsweise für die Internet-Anbindung mittels Kabelmodem genutzt werden soll (siehe Zweiwegekabelnetz).

Kabelnetze in Europa

Über das dichteste Fernsehkabelnetz verfügten bereits 1997 die Benelux-Staaten. Es erreicht etwa 90 % aller Haushalte (Belgien: 98 %, Niederlande: 92 %, Luxemburg: 81,4 %). In Dänemark und Deutschland können rund 70 % Kabelfernsehen empfangen. Während es in Dänemark jedoch bereits 6.500 Betreiber von Kabeldiensten gibt, herrschte in Deutschland noch bis Ende der 90er Jahre das Monopol der Deutsche Bundespost. Daten für die Länder Bulgarien, Griechenland, GUS und Italien liegen derzeit leider nicht vor (Vgl. Cable & Satellite Europe Magazine, Jan. 1994).

Deutsches Kabelnetz

Ausbau und Anschlussdichte

Insgesamt besteht das deutsche Kabelnetz für das Kabelfernsehen aus 1.200 Einzelnetzen mit mehr als 4.500 zentralen Verstärkerstellen, etwa 240.000 Verstärkerpunkten, 7,3 Millionen Signal-Übergabepunkten und über 440.000 Kilometer Kupfer-Koaxialkabel. Das Kabelnetz ist in vier Netzebenen unterteilt. Das von der Deutschen Telekom verlegte und betriebene Breitbandverteilnetz endet i. d. R. an einem definierten Übergabepunkt (Local Loop); dieser befindet sich in der Regel im Keller des Gebäudes, wo das private Hausverteilnetz beginnt. Mit einer Verkabelungsrate von cirka 70 Prozent belegt Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Staaten einen Mittelfeldplatz. Die Zahl von 22 Millionen angeschlossenen Haushalten zeigt allerdings, dass Deutschland zum bedeutendsten europäischen Markt für Kabelempfang avanciert ist; 1994 belief sich die Anzahl der Teilnehmer noch auf nur rund 15 Millionen. Am 31. Dezember 1995 meldete die Deutsche Telekom 15,8 Millionen Nutzer von Kabelanschlüssen; die Kabeldichte lag damit bundesweit bei 65,3 %, der Versorgungsgrad bei 64,7 %. Die höchste Anschlußdichte aller Bundesländer verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern (75,1 %) und Brandenburg (74,4 %), der höchste Versorgungsgrad konnte in Hamburg (99,4 %) und Bremen (98,0 %) erreicht werden. Die niedrigste Anschlussdichte haben demnach Sachsen-Anhalt (56,9 %) und Schleswig-Holstein (61,4 %), den niedrigsten Versorgungsgrad haben Thüringen (32,4 %) und Sachsen-Anhalt (27,6 %), gefolgt von Brandenburg (39,5 %) und Mecklenburg-Vorpommern (39,6 %). Die meisten an das TV-Kabelnetz angeschlossenen Wohnungen gibt es in Nordrhein-Westfalen (3,7 Mio.), Baden-Württemberg (2,0 Mio.) und Bayern (2,3 Mio.). Anfang 1997 forderte die Monopolkommission, die Deutsche Telekom müsse ihr Kabelnetz verkaufen. Die Bundesregierung lehnte diese Forderung noch im März 1997 mit der Begründung ab, ein solcher Zwangsverkauf verstoße gegen Grundgesetz und Aktienrecht (vgl. Telekom darf Netz behalten in: Die Welt vom 4. März 1997).

Genutzte Frequenzbereiche

Seit nicht mehr nur der Frequenzbereich von 42 bis 302 MHz zur Übertragung von Hörfunk und Fernsehen genutzt wird, sondern auch das Hyperband (302 bis 446 MHz), können über Kupfer-Koaxialkabel derzeit maximal 34 analoge Fernsehprogramme und bis zu 30 UKW-Stereoprogramme für den Hörfunk übertragen werden. Das Hyperband wird außerdem für die Übertragung digitaler Fernseh- und Radioprogramme im DVB-C-Standard genutzt. Bis Januar 1999 wurden in Deutschland auf 118 MHz auch noch 16 digitale Hörfunkprogramme im DSR-Verfahren verbreitet. Zahlreiche, überwiegend private, unabhängige Kabelnetzbetreiber rüsten ihr Netz für Frequenzen bis zu 862 MHz auf, um neben zusätzlichen analogen und digitalen Programmen auch eigene Dienste wie einen Internetzugang (Rückkanalfähigkeit) mittels Kabelmodem oder Video on Demand anbieten zu können.

Regulierung

Die Regelungskompetenz für die Verbreitung von Programmen über Kabelnetze liegt bei den Bundesländern, d. h. die Einspeisung von Satellitenprogrammen erfolgt nach Maßgabe der Bewilligungen durch die jeweils zuständige Landesmedienanstalt. Bildet der Betreiber von Kabelnetzen ein Grundprogrammpaket, muss dieses in jedem Fall die öffentlich-rechtliche Grundversorgung sicherstellen, das heißt ARD, ZDF und das jeweilige Dritte Programm enthalten. Darüber hinaus ist keine Mindestgröße des Grundpakets vorgeschrieben. Alle weiteren Kanäle werden nach inhaltlichen Belegungskriterien, Vielfalt, Nachfrage, lokalem Bezug und medienwirtschaftlichem Engagement belegt.

Besonderheiten

Eine Besonderheit des deutschen Kabelmarkts stellt die Tatsache dar, dass nicht wie in anderen Staaten die Kabelnetzbetreiber eine Gebühr für das Weiterverbreiten der Programme an die Bezahlfernsehsender entrichten, sondern die Sender für das Einspeisen ihrer Programme, das sie in Anspruch nehmen, auch bezahlen müssen, und ihre Abonnementsgebühren selbst bei den Kunden beitreiben müssen. Diese Regelung soll dem Wettbewerb im deutschen Kabelnetz dienen, den große Medienkonzerne naturgemäß gerne verhindern wollen.

Siehe auch


- Kabelkommunikation
- Fiber In The Loop
- Fiber To The Neighborhood
- Fiber To The Curb
- Fiber To The Basement
- Glasfaserkabel
- Digitales Fernsehen
- Interaktives Fernsehen
- Funknetze
- Richtfunkstrecken
- Stromnetz
- Powerline Communications (PLC)
- asiatische TV-Programme (Kabel und Satellit)
- Kabelnetzbetreiber in Deutschland
- Satellitenfernsehen

Weblinks


- http://www.cablemodem.ch - Informationen zu Breitbandinternet über das Kabelnetz
- http://www.kefk.net/Research/Kabelnetze/index.html - Kabelnetze als Telekommunikationsnetze. Entwicklungen in den USA, Großbritannien und Deutschland Kategorie:Nachrichtentechnik Kategorie:Telekommunikation Kategorie:Kabelfernsehen

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen liegt im Westen Deutschlands und ist mit über 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik Deutschland, flächenbezogen mit 34.080 km² das viertgrößte. Die Landeshauptstadt ist Düsseldorf, die größte Stadt ist Köln.

Geografie

Räumliche Lage

Nordrhein-Westfalen ist im Norden geprägt durch das Westfälische Tiefland. Sauerland, Bergisches Land und Siegerland im Süden sind dicht bewaldet mit beachtlichen Höhenzügen von 500 bis über 800 Metern. Im Westen schließen sich die Eifel und der Niederrhein daran an. Im Zentrum Nordrhein-Westfalens liegt das Ruhrgebiet mit den Städten Bottrop, Gelsenkirchen und Herne am Nordrand, Dortmund, Hamm und Hagen im östlichen Teil, Bochum, Essen und Mülheim an der Ruhr an der Südseite sowie Duisburg und Oberhausen im Westen. Weitere große Städte sind im Norden Münster, im Osten Bielefeld und Paderborn, im Süden Siegen und im (Süd-)Westen Bonn, Köln, Aachen, Mönchengladbach und Krefeld und die bergischen Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen sowie die von Köln rheinabwärts, südlich des Ruhrgebiets liegende Landeshauptstadt Düsseldorf.

Nachbarländer

Nordrhein-Westfalen grenzt im Norden an das Land Niedersachsen, im Osten an Hessen und im Süden an Rheinland-Pfalz sowie im Westen an Belgien und an die Niederlande.

Regionen

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern (z.B. Baden-Württemberg) gibt es in Nordrhein-Westfalen keine einheitlichen Verwaltungsstrukturen mit der Bezeichnung "Region". Das Land ist als politisches Kunstgebilde durch die Britische Militätverwaltung 1946 zur Verhinderung einer Viermächteaufteilung des Ruhrgebiets ähnlich Berlins gebildet worden. Nordrhein-Westfalen unterteilt sich grob in die drei Landesteile: Nordrhein, steht für das nördliche Rheinland, dazu kommen Westfalen und Lippe (seit 1947). Darunter wird naturräumlich und sozio-kulturell in weitere Regionen mit landschaftlichen Bezügen unterteilt.

Landschaften

siehe: Liste der Landschaften in Nordrhein-Westfalen

Berge

Höchster Berg ist der Langenberg (843,1 m) :Weitere Berge siehe: Liste der Berge und Erhebungen in Nordrhein-Westfalen

Verwaltungsgliederung

Liste der Berge und Erhebungen in Nordrhein-Westfalen]

Landesverwaltung

In Nordrhein-Westfalen besteht die Landesverwaltung aus den
- Landesministerien
- Landesoberbehörden
- Landesmittelbehörden und den
- Unteren Landesbehörden.

Bezirksregierungen

Landesministerien Schon seit einiger Zeit wird diskutiert, die Zahl der Regierungsbezirke auf drei zu reduzieren. Alle Kommunen im Ruhrgebiet, die im Regionalverband Ruhr organisiert sind, sollen danach in einem Regierungsbezirk zusammengefasst werden. Die übrigen Teile des Landes sollen dann den Regierungsbezirken Rheinland und Westfalen zugeteilt sein. Die Landschaftsverbände sollen hierbei aufgelöst werden. Die Umsetzung dieser Idee ist von der 2005 gebildeten CDU / FDP-Landesregierung bis 2012 angekündigt worden. Danach soll es künftig drei Regionalpräsidien Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen geben, die die noch aus preußischer Zeit übernommenen Regierungsbezirke anpassen sollen. Diese Planungen berühren allerdings auch historische und staatsrechtliche Fragen, da sowohl der betroffene Regierungsbezirk Detmold als auch der bisherige Landschaftverband Westfalen-Lippe im Rahmen des Beitrittes des ehemaligen Freistaates Lippe nach Nordrhein-Westfalen 1947 in den [http://de.wikisource.org/wiki/Lippische_Punktationen Lippischen Punktationen]
- 1)
mit klaren Zusagen an Lippe geregelt wurden. Daneben gibt es regionale Widerstände, welche die angesprochenen Verwaltungseinheiten als zu groß und zentralistisch kritisieren.
- 1) über die staatsrechtliche Bedeutung gibt es gegenläufige Rechtsauffassungen

Kommunale Selbstverwaltung

Die Kommunale Selbstverwaltung wird in Nordrhein-Westfalen wahrgenommen von den Kreisen, den kreisangehörigen Gemeinden und Städten, den kreisfreien Städten, den verschiedenen Zweckverbänden, z.B. dem Regionalverband Ruhr, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg sowie den beiden Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe.

Kreise

Das Land Nordrhein-Westfalen gliedert sich in 31 Kreise. Nicht zu den Kreisen gehören die kreisfreien Städte. Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe (Kfz-Kennzeichen)

Städte und Gemeinden

Das Land Nordrhein-Westfalen ist in 396 Städte und Gemeinden gegliedert. Davon sind 23 kreisfreie Städte und 373 kreisangehörige Städte und Gemeinden. Größte Städte siehe
- Liste der Orte in Nordrhein-Westfalen Kreisfreie Städte (Kfz-Kennzeichen)

Landschaftsverbände

In Nordrhein-Westfalen gibt es im Rahmen der Kommunalen Selbstverwaltung auf der staatlichen Mittelinstanz die Landschaftsverbände Rheinland in Köln und Westfalen-Lippe in Münster.

Bevölkerungsentwicklung

(jeweils am 31. Dezember d.J.)







Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen

Gründung

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhält Nordrhein-Westfalen seine rechtlichen Grundlagen mit der Verordnung Nr. 46 der britischen Militärregierung vom 23. August 1946 „Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbständige Länder“. Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz und der preußischen Provinz Westfalen wird das neue Land Nordrhein-Westfalen gebildet. 1947 muss der bisherige Freistaat Lippe auf Betreiben der Briten seine Selbstständig aufgeben und entscheidet sich nach Verhandlungen mit beiden benachbarten Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (beide britische Verwaltungszone) für den Anschluss nach Nordrhein-Westfalen. Am 21. Januar 1947 tritt durch die britische Militärverordnung Nr. 77 die Vereinigung in Kraft. Nordrhein-Westfalen hatte seinerzeit 11,8 Millionen Einwohner.

Historische Eckdaten


- 8. Mai 1949: Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wird verabschiedet. Nordrhein-Westfalen wird Bundesland.
- 10. Mai 1949: Der Parlamentarische Rat bestimmt Bonn zur vorläufigen Bundeshauptstadt.
- 18. Juni 1950: Annahme der Verfassung durch Volksentscheid.
- 10. März 1953: Das Landesgesetz über die Landesfarben, -flagge und wappen wird verabschiedet.
- 12. Mai 1953: Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe werden gegründet.
- 11. Mai 1954: Die Gründung des Westdeutschen Rundfunks wird beschlossen.
- 30. Juni 1965: Die Landesregierung eröffnet die Ruhr-Universität in Bochum.
- 12. Dezember 1968: Die Landesregierung eröffnet die Universität Dortmund.
- 1. Juli 1969: Die erste Stufe der Neugliederung der Gemeinden und Kreise tritt in Kraft. Hierdurch wird zunächst die Zahl der Gemeinden im Land reduziert.
- 1. August 1971: Das Bildungsangebot in Nordrhein-Westfalen wird um 15 Fachhochschulen in Aachen, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Hagen, Köln, Krefeld, Lemgo, Münster, Paderborn, Siegen und Wuppertal erweitert.
- 16. Mai 1972: Es folgen die Gesamthochschulen in Duisburg, Essen, Paderborn, Siegen und Wuppertal sowie
- 1975 die einzige deutsche Fernuniversität in Hagen.
- 1. Januar 1975: Die zweite Stufe der Neugliederung der Gemeinden und Kreise tritt in Kraft. Hierdurch wird nochmals die Zahl der Gemeinden reduziert und alle Kreise im Lande neugeordnet.
- 17. Oktober 1994: Die neue Kreisordnung und die neue Gemeindeordnung treten in Kraft, nach der die kommunale Doppelspitze abgeschafft wird. Gleichzeitig wird die Direktwahl der Landräte und der Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister eingeführt.
- 6. Juli 1999: Der Verfassungsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen erklärt die Fünf-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen für verfassungswidrig. Die Klausel wird daraufhin im Kommunalwahlgesetz gestrichen.
- 1. Januar 2003: Alle Gesamthochschulen werden in ausschließliche Universitäten überführt.
- 22. Mai 2005 Die SPD verliert bei der Wahl des 14. Landtages nach 25 Jahren den Status als stärkste Fraktion und wird nach 39-jähriger Regierung (seit 1995 mit den Grünen) von den Wählern in die Oppositon geschickt. Die bisherige Opposition aus CDU und FDP tritt in Koalitionsverhandlungen ein.
- 22. Juni 2005 Knapp 39 Jahre nach dem Sturz von Franz Meyers durch ein konstruktives Misstrauensvotum am 8. Dezember 1966 wird mit Jürgen Rüttgers erstmals wieder ein CDU-Politiker zum Ministerpräsidenten gewählt.

Politik

Siehe Hauptarikel: Politisches System Nordrhein-Westfalens

Ministerpräsidenten

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen ist Jürgen Rüttgers. Er wurde am 22. Juni 2005 der Nachfolger von Peer Steinbrück, nachdem die CDU am 22. Mai 2005 die Landtagswahl gewonnen hatte.

Wahlergebnis am 22. Mai 2005

Das amtliche Endergebnis der Wahl ist: Siehe auch Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005 Siehe auch Landtagswahlergebnisse aus Nordrhein-Westfalen seit 1947 Weitergehende Informationen beim [http://www.im.nrw.de/bue/75.htm Landeswahlleiter NRW]

Wappen und Flagge

Das Landeswappen spiegelt die räumliche Zusammensetzung des Landes wider. Es besteht auf der linken Seite aus dem Symbol für den Rhein, auf der rechten Seite aus dem Pferd, dem Symbol für die Region Westfalen, und im unteren Winkelfeld aus der Lippischen Rose für das Lipperland. Wegen häufiger Anfragen hat das Land ein Wappenzeichen entwerfen lassen, das dem Wappen ähnelt aber im Gegensatz zu ihm von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden kann. Die Benutzung des Landeswappens hingegen ist genehmigungspflichtig und grundsätzlich nur den Behörden gestattet. Die Landesflagge ist den Farben des Wappens entsprechend grün-weiß-rot; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das Landeswappen.

Sprache


- Dialekte in Nordrhein-Westfalen.

Kulinarisches


- Nordrheinische Küche
- Westfälische Küche

Literatur

Hartmann, Jürgen (Hrsg.): Handbuch der deutschen Bundesländer. Bonn 1997

Siehe auch


- Portal:Nordrhein-Westfalen

Weblinks


- [http://www.nrw.de Website des Landes Nordrhein-Westfalen]
- [http://www.nrw-tourismus.de Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V.]
- [http://www2.stadtplandienst.de/nordrheinwestfalen.asp Nordrhein-Westfalen im Deutschen Stadtplandienst]
- [http://www.im.nrw.de/bue/75.htm# Wahlergebnisse (Innenministerium)]
-
als:Nordrhein-Westfalen ja:ノルトライン=ヴェストファーレン州 ko:노르트라인베스트팔렌 주 simple:North Rhine-Westphalia

Köln

Köln (bis 1919 auch Cöln) ist die viertgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Kölns Rheinhafen zählt zu den wichtigsten Binnenhäfen Europas. Die Metropole zählt zu den großen Universitätsstädten mit einem Studenten-Anteil von ca. 8,5 % (85.183). Köln war in den 1970er Jahren kurzzeitig Millionenstadt: im Zuge der letzten Eingemeindungen zum 1. Januar 1975 wurde die Einwohnerzahl von einer Million erreicht. Nachdem die Stadt Wesseling jedoch zum 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert wurde, sank die Einwohnerzahl erneut unter die Millionengrenze. In letzter Zeit zählt man bei der Stadtverwaltung alle Einwohner, die mit einem Zweitwohnsitz gemeldet sind, mit. So kommt die Stadt auf 1.022.627 Einwohner (2004) und eine Bevölkerungsdichte von 2.524 Einwohner/km². Nach der offiziellen Berechnung (nur mit Erstwohnsitz) waren Mitte 2005 975.907 Personen in Köln gemeldet, dies ist somit die amtliche Einwohnerzahl. Die Stadt gilt als wirtschaftliche, kulturelle und historische Hauptstadt des Rheinlandes. Mit einem Ausländeranteil von 17,2 % (175.515 Menschen, Stand: Ende 2004) gilt Köln als multikulturelle Hochburg. Außerhalb der Türkei ist Köln die zweitgrößte türkische Gemeinde in Europa, nach Berlin und vor Hamburg. Grund für die wirtschaftliche Bedeutung Kölns ist die Lage der Stadt am Schnittpunkt des Rheins mit einem der Haupthandelswege zwischen Ost- und Westeuropa. Köln ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt (mit Köln Hauptbahnhof, dem Rangierbahnhof Gremberg und dem größten Container- und Umschlagbahnhof des Binnenlandes Köln-Eifeltor).

Geografie

Geografische Lage und Klima

Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,15 km² (linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Köln liegt 50° 56′33" nördlicher Breite und 06° 57′32" östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter (im Königsforst), der niedrigste 37,5 Meter (im Worringer Bruch) über dem Meeresspiegel. Landschaftlich betrachtet liegt Köln am Niederrhein. Der weite Talkessel zwischen den Steilstufen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge wird Kölner Bucht genannt. Diese günstige Lage verschafft Köln ein Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:
- Durch die Eifelbarriere liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil im Schutz und Regenschatten von Westwinden.
- Gleichzeitig wird eine Lufterwärmung durch geringen Luftaustausch mit dem Umland begünstigt. Die Innenstadt von Köln, in der zusätzlich innerstädtische Überwärmung auftritt, gilt als der wärmste Ort von ganz NRW.
- Damit verbunden ist aufgrund der Wasserführung des Rheins regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist. Klimatisch liegt Köln im gemäßigten Übergangsklima ozeanischer Prägung mit milden Wintern (Januarmittel: 2 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 18 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 676 mm und liegen damit relativ niedrig.
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Köln-Panorama von der Deutzer Brücke aus gesehen.

Geologie

Köln liegt zum größten Teil im Bereich der Niederterrassen, die vom Rhein aus wie breite Treppen leicht ansteigen. Der Untergrund ist größtenteils im Tertiär, teilweise erst im Quartär entstanden und besteht aus verschieden geschichteten Flusssedimenten. Eine Ausnahme bildet der äußerste Osten des Stadtgebietes, der bereits zum Sockel des rheinischen Schiefergebirges zählt. Die Bodenbeschaffenheit ist geprägt durch die fruchtbaren Böden der Schwemmlandebene am Rhein und der Lössgebiete im Westen sowie der eher minderwertigen Böden (Heide, Wald) im Osten des Stadtgebietes, das bereits in das Bergische Land übergeht. Die Verschiedenheiten in Mikroklima und Bodenbeschaffenheit sind dadurch erklärbar, dass das Stadtgebiet von Köln zu den flächengrößten Städten Deutschlands zählt.

Köln und der Rhein

flächengrößten Städten Deutschlands flächengrößten Städten Deutschlands Der Rhein tritt bei Godorf in die Stadt ein und verlässt sie bei Worringen. Das Gefälle des Rheins beträgt etwa 0,2 Promille. Somit liegt der Rheinspiegel in Godorf 8 Meter höher als in Worringen. So sehr der Rhein der Stadt Wohlstand und Lebensqualität gebracht hat, so gefürchtet ist sein Hochwasser. Der aktuelle Wasserstand lässt sich an der „Uhr“ des Kölner Pegels ablesen. Das schlimmste jemals verzeichnete Hochwasser ereignete sich im Februar 1784, als nach einem extrem langen und kalten Winter ein Temperatursprung einsetzte. Der Rhein war zu diesem Zeitpunkt fest zugefroren und die Schneeschmelze sowie das aufbrechende Eis sorgten für einen Rekordpegel von 13,55 m (zum Vergleich: der Normalpegel beträgt 3,48 m). Die Fluten, auf denen schwere Eisschollen trieben, verwüsteten weite Teile der Uferbebauung und alle Schiffe. Einzelne Gebäude, darunter auch Befestigungsbauten, stürzten aufgrund des Schollengangs ein. 65 Tote waren zu beklagen. Das rechtsrheinische Mülheim wurde vollständig zerstört. Im 20. Jahrhundert erreichten die drei Jahrhunderthochwasser 1926, 1993 und 1995 Pegelstände bis 10,69 Meter. Weite Teile der Altstadt wurden überflutet. In neuerer Zeit sieht ein Hochwasserschutzkonzept die Errichtung von Spundwänden vor, die die Altstadt bis zu einem Pegelstand von 10 Metern vor Überschwemmungen schützen. Bei einem Wasserstand von 6,20 Meter wird die Hochwassermarke I erreicht. Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und nur auf dem mittleren Stromdrittel fahren. Beim Erreichen der Hochwassermarke II (8,30 m) wird der Schiffverkehr komplett eingestellt. Erreicht der Pegel die Marke von 10,70 Meter sieht der Hochwasserplan der Stadt Köln vor, Katastrophenalarm auszulösen. Bei einem Rheinpegel von 11 Metern werden mehr als die Hälfte der Stadtfläche überflutet. Jedoch zeigte der Rhein bereits mehrfach auch das genaue Gegenteil: das Niedrigwasser. Am 20. September 2003 um 8.00 Uhr erreichte der Rheinpegel die Rekordmarke von 0,80 m. Damit wurde der Niedrigwert aus dem Jahr 1947 unterschritten. Jedoch bedeutet der Pegel 0,00 Meter, dass die 150 m breite Fahrrinne in der Mitte des Flusses noch 1 Meter Wassertiefe hat. Die Binnenschifffahrt musste starke Einschränkungen hinnehmen, wurde aber nicht wie auf der Elbe ganz eingestellt. Welche Wassermengen sich je nach Pegelstand durch die Stadt bewegen, macht folgende Aufstellung deutlich: 0,80 m (niedrigster Wasserstand): 630 /sek; 3,48 m (Normalwasserstand): 2.000 /sek; 6,20 m (Hochwassermarke I): 4.700 /sek; 8,30 m (Hochwassermarke II): 7.200 /sek; 10,00 m (Hochwasserschutz in Altstadt, Rodenkirchen und Zündorf): 9,700 /sek; 10,69 m (Hochwasser im Januar 1995): 11.500 /sek.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Köln. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten genannt: Leverkusen (kreisfreie Stadt), Bergisch Gladbach und Rösrath (Rheinisch-Bergischer Kreis), Troisdorf und Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis), Wesseling, Brühl, Hürth, Frechen und Pulheim (alle Rhein-Erft-Kreis), Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) Monheim (Kreis Mettmann).

Geschichte

Kreis Mettmann Hauptartikel siehe Geschichte Kölns. Dieser Artikel enthält auch zwei Tabellen zu den Eingemeindungen und zur Einwohnerentwicklung der Stadt. Köln ist die älteste der deutschen Großstädte: Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ "Oppidum Ubiorum" (Ubiersiedlung) im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben. In der Römerzeit war es Statthaltersitz der Provinz Germania Inferior. Um 80 n: Chr. erhielt Köln mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt. Auch im Frühmittelalter war Köln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken die zuvor römische Stadt. Bis Anfang des 6. Jhs. Hauptort eines selbständigen fränkischen Teilkönigreiches, ging es anschließend im Reich Chlodwigs auf, bewahrte aber starke Eigenständigkeit im Gebiet der "Ribuarier". Die "romanische" Bevölkerung lebte lange Zeit parallel zu den fränkischen Eroberern in der Stadt. Im Lauf des 6.-8. Jhs. kam es zu einer vollständigen Akkulturation zwischen den beiden Bevölkerungsteilen. Die Franken übernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbevölkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Gegen Ende der Merowingerzeit war Köln Residenzstadt. Spätestens ab karlischer Zeit war der Bischof bzw. Erzbischof von Köln eine der bedeutendsten Personen im Reich. Unter den Ottonen spielte Köln eine wichtige Rolle bei der Annäherung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und dem Byzantinischen Reich, seit die Kaiserin Theophanu, gebürtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Ab dem 10. Jahrhundert setzte eine Serie von Stiftsgründungen ein, die den romanischen Kirchenbau einläuteten. In der Folge errang Köln unter der Führung bedeutender, auch politisch versierter Erzbischöfe einen unangefochtenen Rang als geistliches Zentrum. Die Überführung der Gebeine der heiligen drei Könige durch den Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 machten die Stadt zu einem Pilgerziel ersten Ranges. Köln wurde im Hochmittelalter größte Stadt Deutschlands, so dass auch die Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten: Ab dem Jahre 1180 (Urkunden vom 27.7. und 18.8.1180) wurde die damals weiträumigste Stadtmauer Deutschlands gebaut und etwa 1225 fertig gestellt. Die 12 Tore (7 gewaltige Doppelturmtorburgen, 3 riesige Turmtorburgen und zwei kleinere Doppelturmpforten (s. Ulrepforte)) - in die halbkreisförmige Stadtmauer integriert - sollten an das heilige Jerusalem erinnern. Seit dem 12. Jahrhundert hat Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung "Sancta" im Stadtnamen: "Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia" — Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Es wurde beschlossen, ein unerreicht großes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, um den Reliquien einen angemessenen Rahmen zu geben. Die Grundsteinlegung des Kölner Domes erfolgte 1248. Rom] Im Jahre 1259 erhielt Köln das Stapelrecht, das den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht aller auf dem Rhein transportierten Waren sicherte und so zu dem Wohlstand der Kölner Bürgerschaft beitrug. Die jahrelangen Kämpfe der Kölner Erzbischöfe mit den Patriziern endeten 1288 vorläufig durch die Schlacht bei Worringen, bei der das Heer des Erzbischofs gegen das des Grafen von Berg und der Kölner Bürger unterlag. Fortan gehörte die Stadt nicht mehr zum Erzstift und der Erzbischof durfte sie nur noch zu religiösen Handlungen betreten. Die offizielle Erhebung zur freien Reichsstadt dauerte allerdings noch bis 1475. Seit 1500 gehört Köln zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Der Dreißigjährige Krieg lässt die Stadt unversehrt. Dies liegt zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. Köln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel prächtig. Mit der Besetzung durch die französischen Truppen 1794 während der Französischen Revolution endet die Geschichte des "Heiligen Köln". Wie das ganze linksrheinische Gebiet wird sie von Frankreich annektiert und 1798 in das Roerdepartement eingegliedert, dessen Hauptstadt jedoch Aachen ist. Im Jahre 1815 wird die Stadt Köln und das Rheinland dem Königreich Preußen einverleibt. Köln wird im Laufe der folgenden Jahrzehnte neben Berlin zur größten und wichtigsten Stadt in Preußen. Im Jahre 1880 wird nach 632 Jahren der Bau des Kölner Doms endlich abgeschlossen - zumindest vorübergehend, denn auch heute noch sind Reparaturarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg und wegen Umweltschäden am Gestein erforderlich.
Zweiten Weltkrieg Ende des 19. Jhdt. konnte sich die übervolle Stadt nach dem Bau des äußeren Festungsringes durch Kauf und Schleifen der Stadtmauer, Wälle und Bastionen in den Rayon erweitern. Die Besiedlung der „Neustadt“ (Köln-Neustadt_Nord, Köln-Neustadt_Süd) stellte den Kontakt zu den schnell wachsenden Umlandgemeinden her und schuf die Voraussetzung für die Eingemeindungen. Vom Abriss der alten Stadtmauer blieben nur wenige exemplarische Bauwerke aufgrund einer Intervention des preußischen Kulturministeriums verschont. Im Zweiten Weltkrieg wird die Stadt durch Flächenbombardements zu über 90 % zerstört; die Einwohnerzahl sinkt von ehemals 800.000 auf 40.000. Von Januar bis März 1945 wurden in Köln 1800 in- und ausländische Widerstandskämpfer in Kriegsendphasenverbrechen von den Faschisten ermordet. Erst 1959 erlangt Köln wieder die Einwohnerzahl der Vorkriegszeit. Im Jahr 1975 erreicht Köln durch die Gebietsreform eine Einwohnerzahl von mehr als einer Million und ist für einige Zeit neben Berlin, Hamburg und München die vierte Millionenstadt Deutschlands. Mit der Ausgliederung Wesselings 1976 sinkt die Einwohnerzahl jedoch wieder unter die Millionengrenze. Bis auf Deutz gehörten die rechtsrheinischen Stadtbezirke Kölns bis 1802 zum Herzogtum Berg; sie waren daher überwiegend reformierter Konfession. Die Köln-Altstadt_Nord und Köln-Altstadt_Süd bildeten die freie Reichsstadt Köln, die übrigen Stadtbezirke waren Teil des Kurfürstlichen Erzstifts Köln; beide blieben katholisch.

Das Kölner Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Köln zeigt den doppelköpfigen Reichsadler, der Schwert und Zepter hält. Er erinnert daran, dass die Stadt im Mittelalter seit 1475 offiziell als Freie Reichsstadt zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte. Der Adler hat zwei Köpfe, weil der römische Kaiser zugleich der deutsche König war. Der Schild hat die Farben rot und weiß, die Farben der Hanse. Köln gehörte als bedeutende Handelsmetropole nicht nur diesem Bund der Kaufleute und Städte an, sondern war - zusammen mit Lübeck - Mitbegründerin der deutschen Hanse und damit eine der ältesten Hansestädte in Deutschland. Die drei Kronen sind seit dem 12. Jahrhundert das Hoheitszeichen der Stadt; sie erinnern an die „Heiligen Drei Könige“, deren Reliquien 1164 der Kölner Erzbischof Reinald von Dassel aus Mailand mitbrachte und in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Doms aufbewahrt werden. An den sehr populären Kult der heiligen Ursula erinnern die elf schwarzen Flammen, die seit dem 16. Jahrhundert im Kölner Stadtwappen auftauchen. Ursula war der Legende nach eine bretonische Prinzessin, die auf der Rückfahrt von einer Pilgerreise nach Rom mitsamt ihren Gefährtinnen von den Hunnen ermordet wurde, die damals gerade Köln belagerten. Die elf oder 11.000 legendären Jungfrauen werden im Stadtwappen durch die elf tropfenförmigen Hermelinschwänze symbolisiert, die wiederum an das Wappen der Bretagne — der Heimat Ursulas — erinnern könnten, das aus Hermelinfell besteht.

Religion

Christentum

Historisch ist Köln wie das gesamten Rheinland, abgesehen von Bergischen Land und vom Niederrhein, katholisch geprägt; so sind ca. 40 % der Einwohner katholisch, 20 % evangelisch, 10 % (vorwiegend Einwanderer) muslimisch, restliche 30 % anderer oder ohne Religion. Spätestens seit 313 ist Köln Bischofssitz (Erzbistum Köln). Die Bischofskirche dieser Zeit ist nicht bekannt. Der Kölner Dom gilt erst seit der Gotik als das Wahrzeichen der Stadt. Die romanische Kirche des Benediktinerklosters Groß St. Martin und der Rathausturm bestimmten bis zur Fertigstellung des Domes im deutschen Kaiserreich die Silhouette der Stadt maßgeblich mit. Köln hatte nach der Überführung der Gebeine der "Heiligen Drei Könige" (der Weisen aus dem Morgenland) am 23. Juli 1164 schnell den Rang als eine der wichtigsten Pilgerstädte im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation inne. Die erste Reise der frisch gekrönten Kaiser und Könige führte von Aachen an den Schrein der Heiligen Drei Könige. Die Pilgermassen brachten viel Geld mit in die Stadt, was sich auch zu einer verstärkten Ansiedlung und einem sprunghaften Anstieg der Stadtbevölkerung führte. (Im Mittelalter war Köln die größte Stadt Europas.) Der Erzbischof Philipp I. von Heinsberg ließ einen kostbaren vergoldeten Schrein anfertigen, seine Nachfolger ab 1248 einen neuen Dom bauen, der aufgrund von Streitigkeiten mit dem Stadtrat und der darauf folgenden Vertreibung des Fürstbischofs aus seiner Residenzstadt immer langsamer voran kam und schließlich völlig zum Erliegen kam (mehr Informationen zum Bau unter Kölner Dom). Nicht um den Handel verlegen, entwickelte sich Köln auch zum Zentrum des Reliquienhandels, da die mittelalterlichen Menschen hofften, durch den Besitz eines heiligen Gegenstandes oder Knochen einer/eines Heiligen der Erlösung näher zu kommen. Diese Bedeutung der Stadt brachte ihr den Namen "heiliges Köln" ein. Die Bedeutung der Religion zeigt sich auch im Stadtwappen, auf denen die 3 Kronen der Heiligen Drei Könige und die 11 Tränen der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen, die in Köln den Märtyrertod erlitten haben sollen. Als einen der zahlreichen Höhepunkte des "Heiligen Kölns" in der jahrtausendlangen christlichen bzw. katholischen Geschichte ist sicherlich der XX. Weltjugendtag vom 15. August bis 21. August 2005 zu erwähnen. Rund 26.000 Freiwillige aus 160 Staaten begrüßten Gäste aus 196 Staaten in den Städten Köln, Bonn und Düsseldorf. Zu diesem Großereignis der "jungen katholischen Kirche" waren bis zur Abschlussmesse auf dem Marienfeld, einem stillgelegten Tagebau nahe dem Vorort Frechen, über 1.000.000 Menschen im Kölner Großraum. Papst Benedikt XVI. unternahm zu diesem Anlass seine erste Pontifikalreise nach seiner Inthronisation und besuchte die Stadt vom 18. August bis 21. August. Bei dieser Gelegenheit, bestätigte er noch einmal den Titel: Heiliges Köln.

Judentum

Die jüdische Gemeinde in Köln ist die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen und wurde schon 321 erwähnt. Die heutige Synagogengemeinde Köln verfügt über 4857 Mitglieder. Sie besitzt eine Mikwe, einen Friedhof, eine Grundschule, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen Sportverein (Makkabi), ein koscheres Restaurant, ein Jugendzentrum und einen Seniorentreff. Die Gemeinde wird von zwei Rabbinern geleitet.

Islam

Wegen des hohen Anteils von Einwanderern aus der Türkei und ihren Nachkommen, sowie wegen der zentralen Lage in der alten Bundesrepublik, richteten die wichtigsten türkisch-islamischen Organisationen Deutschlands ihren Sitz in Köln und Umgebung (Kerpen) ein.

Wallfahrtsorte

Die Stadt Köln ist nicht nur Wallfahrtsort für die heiligen drei Könige, sondern auch für den heiligen Albertus Magnus, in St. Andreas. Zudem kommen noch die Seligen Adolph Kolping, der Vater der Gesellen, in der Minoritenkirche, der Selige Johannes Duns Scotus (ein wichtiger Philosoph) in der Minoritenkirche ebenfalls, die Selige Edith Stein (Theresia Benedicta a Cruce), eine Philosophin und Nonne im 3. Reich, die schwarze Mutter Gottes in der Kupfergasse, die Maria des hl. Hermann Josef im Kapitol und des hl. Pantaleon. Gleichzeitig ist der Dom die Erinnerung zahlreicher katholischer Christen, welche von den Gründungen (Missio, Miserior, Ostpriesterhilfe) lebenswichtige Beihilfen erfahren haben.

Politik

Edith Stein In römischer Zeit leitete der Admiral der Rheinflotte die städtische Verwaltung. Später wurde die römische Munizipalverfassung eingeführt. Als Sitz des Erzbistums erlangte der Erzbischof später die vollständige Machtausübung in Köln. Doch versuchte die Stadt, sich vom Erzbischof zu lösen, was ihr schließlich im 13. Jahrhundert gelang (ab 1288 de facto Freie Reichsstadt). Bereits ab 1180 ist auch ein Rat der Stadt nachweisbar. Ab 1396 waren die 22 Gaffeln das politische Rückgrat der Stadtverwaltung. Sie wählten den 36köpfigen Rat, der wiederum 13 Personen hinzuwählen konnte. Die Zusammensetzung des Rates wechselte halbjährlich, in dem jeweils die Hälfte der Mitglieder ersetzt wurde. Der Rat wählte jährlich 2 Bürgermeister. Nach der französischen Besatzung 1794 wurde 1798 die Munizipalverfassung eingeführt. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde Köln 1816 eine kreisfreie Stadt und gleichzeitig Sitz eines Landkreises, der erst bei der Kreisreform 1975 aufgelöst wurde. An der Spitze der Stadt stand seit 1815 ein Oberbürgermeister, ferner gab es weiterhin einen Rat. 1856 wurde die preußische Städteordnung der Rheinprovinz eingeführt. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Dem Oberbürgermeister stehen drei weitere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zur Seite, die von den stärksten Fraktionen des Rates gestellt werden. Siehe auch Liste der Oberbürgermeister von Köln.

Rat der Stadt Köln

Liste der Oberbürgermeister von Köln Im Kölner Stadtrat sitzen 90 Ratsfrauen und Ratsherren. Der direkt gewählte Oberbürgermeister hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Derzeit sitzen im Kölner Rat die CDU (29 Mitglieder), SPD (28 Mitglieder), Bündnis 90/Die Grünen (15 Mitglieder), FDP (7 Mitglieder), die Bürgerbewegung pro Köln (4 Mitglieder), die PDS (3 Mitglieder), das Kölner Bürger Bündnis (2 Mitglieder), REP (1 Mitglied) sowie die Liste "gemeinsam gegen Sozialraub" (1 Mitglied). Der Rat besitzt 19 Ausschüsse, eine Seniorenvertretung und einen Ausländerbeirat. Dass der Kölner Klüngel im Dunstkreis des Kölner Rathauses erfunden wurde, lässt sich nur schwer belegen, obwohl es in der Kölner Politik zahlreiche Beispiele für seine Anwendung gegeben hat.

Bezirksvertretungen

Parallel zu den Wahlen des Stadtrates wird in jedem der neun Stadtbezirke nach den Vorgaben der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalens je eine Bezirksvertretung gewählt. Diese vertreten die Interessen der Bezirke und der dazu gehörenden Stadtteile gegenüber dem Stadtrat. In Fragen geringerer Bedeutung, die nicht über die Bezirksgrenzen hinaus wirken, haben sie Entscheidungsbefugnis. Näheres regelt die Hauptsatzung der Stadt Köln.

Städtepartnerschaften

Durch die eingemeindeten Städte und Gemeinden übernahm Köln auch deren partnerschaftliche Beziehungen und zwar mit den Städten Benfleet/Castle Point (England), Igny (Frankreich), Diepenbeek (Belgien), Brive la Gaillarde (Frankreich), Dunstable (England), Eygelshoven (Niederlande) und Hazebrouck (Frankreich).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Frankreich] Im Mittelalter wurde Köln zu einem bedeutenden kirchlichen und zu einem wichtigem künstlerischen und edukativen Zentrum. Der Kölner Dom ist die größte gotische Kirche in Nordeuropa und beherbergt den Dreikönigsschrein, in dem die Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt werden, daher die drei Kronen im Stadtwappen. Der Kölner Dom - 1996 zum Weltkulturerbe erklärt - ist das Hauptwahrzeichen der Stadt und dient als inoffizielles Symbol. Köln wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört. Heute ist Köln auch eine kulturelle Metropole mit vielen wichtigen Museen, Galerien, Kunstmessen sowie lebendigen Kunst- und Musikszenen. Darüberhinaus gilt Köln, zusammen mit Hamburg und Berlin als Hochburg der Homosexuellen-Szene. In Köln findet der größte GayPride (ehemals: Christopher-Street-Day) Deutschlands statt.

Theater

In Köln sind zahlreiche Theater ansässig. Die Stadt ist Träger der "Bühnen der Stadt Köln" mit Schauspielhaus und Opernhaus (gegründet 1822). Weitere bekannte Bühnen sind: Arkadas-Theater, Artheater, Atelier-Theater, Casamax-Theater, Cassiopeia-Theater, Comedia, Freies Werkstatt-Theater, Gloria-Theater, Hänneschen-Theater (Puppenspiele der Stadt Köln), Horizont-Theater, Kölner Künstler-Theater, Klüngelpütz Kabarett-Theater, Musical Dome, Piccolo-Theater, Puppentheater Lapislazuli, Senftöpfchen-Theater, Studiobühne Köln, Theater am Dom, Theater am Sachsenring, theater Der Keller, Theater im Bauturm, Theater im Hof, Theater Tiefrot, Theaterhaus Köln und das Volkstheater Millowitsch.

Musik

Volkstheater Millowitsch In Köln sind berühmte Sinfonie- und Kammerorchester zuhause. Das Gürzenich-Orchester wurde 1857 anlässlich der Einweihung des gleichnamigen Kölner Konzertsaals als Nachfolgeorganisation der „Musikalischen Gesellschaft“ gegründet. Seit 1888 ist die Stadt Träger des Orchesters. Es spielt in der Oper Köln und gibt auch zahlreiche Konzerte, zum Beispiel in der Kölner Philharmonie. Bekannte Musikdirektoren des Orchesters waren Conradin Kreutzer, Hermann Abendroth und Günter Wand.
Das zweite berühmte Sinfonieorchester ist das „WDR-Sinfonie-Orchester“. Dieses Orchester wurde 1945 als Nachfolgeeinrichtung des 1926 gegründeten Orchesters des Reichssenders Köln gegründet. An Kammerorchestern sind zu nennen: „Camerata Köln“ (gegründet 1976), Capella Clementina (gegründet 1964 als „Kölner Kammerorchester“), „Cappella Coloniensis“ (in Trägerschaft des WDR), „Collegium Aureum“ (gegründet 1964), „Concerto Köln“ (gegründet 1985) und „Musica Antiqua Köln“ (gegründet 1973). An berühmten Chören sind zu erwähnen: Philharmonischer Chor Köln, gegründet 1947 von Philipp Röhl, Kölner Dommusik, besteht aus 4 Chören (Kölner Domchor (Knabenchor), Mädchenchor am Kölner Dom, Domkantorei Köln, Vokalensemble Kölner Dom). Der Domchor wurde 1863 wiedergegründet, Kölner Kammerchor, gegründet 1970 von Peter Neumann, der Kölner Rundfunkchor, gegründet 1955, und die Kölner Kantorei, gegründet 1968 von Volker Hempfling. Die Hochschule für Musik Köln als Europas größte Musikhochschule trägt zum musikalischen Leben der Stadt erheblich bei. Eine wichtige Spielstätte für Musik ist die Philharmonie mit einem breiten Spektrum von Klassischer Musik über Musik der Gegenwart bis hin zu Jazz und populärer Musik. Die Kölnarena, das E-Werk in Köln-Mülheim, das Palladium und die Live Music Hall sind neben dem Tanzbrunnen im Rheinpark (Freilichtbühne) weitere vielbesuchte Veranstaltungsorte. In den Sendesälen von Westdeutschem Rundfunk (WDR) und Deutschlandfunk finden außerdem regelmäßig Konzerte statt. Der WDR unterhält nicht nur das oben erwähnte Sinfonieorchester, sondern auch eine Big Band, die im allgemeinen als eine der besten Big Bands Europas gilt. Das Jazzhaus im Stadtgarten hat ein reichhaltiges Programm aller Spielarten des Jazz. Und selbst im alten Ballsaal des mittelalterlichen Köln, dem Gürzenich, wird noch Musik aufgeführt. Eine feste Größe in Köln ist die durch den Karneval geprägte Volksmusik. Dabei ist Volksmusik nur bedingt in Anlehnung an allgemeine Volksmusik zu sehen. Sie wird fast durchgängig in Mundart gesungen also in Kölsch. Dabei variieren die Stilrichtungen von Schlager über Pop und Rock. Es gibt in Deutschland vermutlich keine zweite Region die jährlich so viele regionale Lieder hervorbringt und kaum eine andere Stadt die häufiger besungen wird. Dabei handelt es sich nicht immer nur um Karnevalslieder. Einige Gruppen halten sich eher zum Karneval distanziert andere betätigen sich nur teilweise in diesem Feld. In jüngerer Vergangenheit hat sich auch eine A-cappella-Szene gebildet. Als einige Größen die sich um die Kölner Musik Szene verdient gemacht haben sind in der Vergangenheit zum Beispiel Willi Ostermann und Willi Schneider oder gegenwärtig die Bläck Fööss, die Höhner, BAP, Brings, Wise Guys usw.

Museen

Wise Guys Wise Guys Wise Guys Wise Guys Unter den zahlreichen Kölner Museen mit hochkarätigen Sammlungen sind das Museum Ludwig (Moderne und Gegenwartskunst), das Wallraf-Richartz-Museum (Kunst des Mittelalters bis 19. Jahrhundert) sowie das Römisch-Germanische Museum (Kunst-, Schmuck und Alltagsgegenständen aus der römischen und merowingischen Epoche) hervorzuheben. Weitere Museen und Ausstellungsinstitute in Köln:
- Agfa-Photo-Historama (Historische Fotografie)
- Deutsches Sport & Olympia Museum
- Domschatzkammer Köln
- Duftmuseum im Farina-Haus
- Erzbischöfliches Diözesanmuseum
- Geldgeschichtliches Museum
- Imhoff-Stollwerck-Museum (Schokoladenmuseum)
- Käthe Kollwitz Museum
- Karnevalsmuseum
- Kölnischer Kunstverein (Gegenwartskunst)
- Kölnisches Stadtmuseum Zeughaus(Stadtgeschichte)
- Museum für Angewandte Kunst (Köln)
- Museum für Ostasiatische Kunst (Kunst und Kunsthandwerk aus Japan, China und Korea)
- Museum Schnütgen (Sakralkunst des Mittelalters)
- Rautenstrauch-Joest-Museum (Völkerkunde)

Karneval

Der Kölner Karneval - die „fünfte Jahreszeit“ - beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr auf dem Alter Markt. Nach einem kurzen, aber heftigen Auftakt legt der Karneval bis Neujahr eine Pause ein. Dann beginnt die eigentliche "Session" und geht bis zum Aschermittwoch mit dem traditionellen Fischessen. Dieser Abschied vom bunten Karnevalstreiben wird durch die sog. Nubbelverbrennung um Mitternacht von Karnevalsdienstag auf Aschermittwoch eingeläutet. Während der Karnevalssession, deren Länge im übrigen durch den Ostertermin bestimmt wird (40 Tage nach dem Aschermittwoch - ohne Sonntage mitzuzählen - ist Ostern), finden Sitzungen und Bälle mit ausgelassenem Karnevalprogramm und -treiben statt. Der „offizielle“ Sitzungskarneval findet seine Anhängerschaft überwiegend im älteren und konservativerem Publikum. Vor allem bei den "Prunk"-Sitzungen sitzt im Publikum die lokale Polit- und Geldprominenz. In den letzten Jahrzehnten etablierte sich eine Gegenbewegung zum traditionellen Sitzungskarneval, der überwiegend vom "Festkomitee Kölner Karneval" kontrolliert wird. Ihr Aushängeschild ist die Stunksitzung, mittlerweile die umsatzstärkste Veranstaltung des Kölner Karnevals mit über 40 Veranstaltungstagen im Kölner E-Werk. Dazu kommt noch die schwul-lesbische Rosa Sitzung und ihre verschiedenen Sprößlinge. Die Session gipfelt im Straßen- und Kneipenkarneval, wo auch die eher jüngeren Karnevalbegeisterten gerne die Nächte durchfeiern. Dieser beginnt an Weiberfastnacht, also dem Donnerstag vor Rosenmontag und versetzt die Stadt am Rhein für die nächsten 6 Tage in den Ausnahmezustand. In dieser Zeit finden auch die zahlreichen Karnevalszüge statt, deren größter der Rosenmontagszug in der Innenstadt ist. Allerdings gibt es von Karnevalssamstag bis Dienstag in fast jedem Stadtteil Kölns mindestens einen Zug, sodass der zugbegeisterte Karnevalsjeck nicht zu kurz kommt. Ein besonderer Zug ist der Geisterzug: Im Jahr 1991, als anlässlich des 2. Golfkriegs der offizielle Straßenkarneval ausfiel und somit auch der Rosenmontagszug, lebte eine alte Tradition wieder auf und zwar die des Geisterzugs. So folgen nichtorganisierte Gruppen dem Ääzebär, der die kalte Jahreszeit vertreiben soll. Seitdem findet jeden Karnevalssamstag der Kölner Geisterzug statt, der nachts durch verschiedene Viertel der Stadt zieht.

Bauwerke

Ääzebär Ääzebär Ääzebär Die Altstadt Kölns und angrenzende Bereiche wurden durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Beim Wiederaufbau wurden zwar der Straßenverlauf und die historischen Straßennamen häufig beibehalten, die Bebauung erfolgte jedoch in der Regel im Stil der Fünfzigerjahre. Somit sind weite Teile der Stadt von einfacher (mitunter auch schäbiger) Nachkriegsarchitektur geprägt; dazwischen befinden sich einzelne Bauten, die erhalten geblieben oder aufgrund ihrer Bedeutung rekonstruiert worden sind.
- Römisches Köln: Reste römischer Bauwerke finden sich im gesamten Innenstadtbereich, teilweise unterirdisch in Parkhäusern, Kellern oder, mit einem Aufzug erreichbar, unter dem Kölner Rathaus. Oberirdisch können Reste der römischen Stadtmauer, zum Beispiel der Römerturm, besichtigt werden.
- Mittelalterliches Köln: Bedeutende mittelalterliche Profanbauten sind erhalten bzw. wieder aufgebaut worden: Beispiele sind das Rathaus, das Stapelhaus, der Gürzenich und das Overstolzenhaus, ältestes erhaltenes Wohngebäude der Stadt. Teile der mächtigen mittelalterlichen Stadtmauern sind ebenfalls erhalten, darunter auch mehrere Stadttore wie das Eigelsteintor und die Stadtmauer am Hansaring (neben dem früheren Standort des Stadtgefängnisses Klingelpütz), das Severinstor, das Hahnentor oder die Ulrepforte samt der Stadtmauer am Sachsenring und die Weckschnapp. Die malerische Kölner Altstadt (Martinsviertel) besteht nur noch zum Teil aus mittelalterlicher Bausubstanz. Viele Gebäude wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mehr oder weniger stilgerecht wieder aufgebaut.
- Preußisches Köln: Der Festungsring liegt in den heutigen äußeren Stadtbezirken und diente der Stadtbefestigung der preußischen Zeit. Innerhalb des äußeren Grüngürtels können noch heute einige der Forts besichtigt werden. Die Neustadt ist eine ringförmig um die historische Altstadt angelegte Stadterweiterung, die sich von der abgebrochenen mittelalterlichen Stadtmauer bis zum inneren Festungsring erstreckt. Sie wurde ab 1880 bis ca. 1920 erbaut und war die größte ihrer Zeit in Deutschland. Einst war sie ein geschlossenes Ensemble mit allen Stilrichtungen vom Historismus über Jugendstil bis hin zum Expressionismus, konnte aber nach erheblichen Kriegsschäden und ungezügelter Abrisswut in der Nachkriegszeit nur noch teilweise ihren Charme erhalten. Heute ist sie kein reines Wohngebiet mehr, sondern Zentrum verschiedenster kultureller und geschäftlicher Aktivitäten (Mediapark, Galerien, Kneipenviertel etc.). Die ursprüngliche Gestalt lässt sich in einigen Straßenzügen noch gut nachvollziehen: Hierzu zählen die Südstadt (Ubierring, Alteburger Str. - hauptsächlich Jugendstil), das Universitätsviertel (Zülpicher Straße, Rathenauplatz - hauptsächlich historisierende wilhelminische Häuser) und einzelne Patrizierhäuser im Belgischen Viertel (Aachener Str., Lütticher Str.). - In der nördlichen Neustadt stellt die Kirche St. Agnes ein gelungenes Beispiel rheinische Neugotik dar.
- Zwischen den Weltkriegen:
  - Messegelände
  - Messeturm Köln
  - Hansahochhaus
  - Dischhaus
- Nachkriegs-Köln bis heute:
  - Fernmeldeturm Colonius
  - Colonia-Hochhaus (höchstes Wohngebäude Deutschlands)
  - Gürzenich-Erweiterung
  - Gebäudeensemble der Gerling-Versicherung
  - Ludwig Museum, Philharmonie und Rheinufertunnel
  - Wallraf-Richartz-Museum Fondation Corboud
  - Oper und Schauspielhaus
  - Kölnarena
  - MediaPark
  - Victoria-Ensemble
  - Kaufhausgebäude Schildergasse 65-67 in Köln („Weltstadthaus")
- Bedeutende Kirchen:
  - Kölner Dom mit Dreikönigsschrein (spätes 12. Jahrhundert/1. Hälfte 13. Jahrhundert)
  - zwölf romanische Kirchen im Innenstadtbereich: St. Severin, St. Maria Lyskirchen, Basilika St. Andreas, St. Aposteln, St. Gereon, St. Ursula, St. Pantaleon, St. Maria im Kapitol, Groß St. Martin, St. Georg, St. Kunibert und St. Cäcilien
  - die Barock-Kirche St. Mariä Himmelfahrt
  - die (ev.) Kartäuserkirche
  - die (ev.) Trinitatiskirche
  - St. Engelbert in Köln-Riehl als der erste moderne Kirchenbau Kölns.
- Rheinbrücken:
  - Hohenzollernbrücke (die beeindruckende Bogenbrücke über den Rhein ist die am meisten befahrene Eisenbahnbrücke Europas)
  - Rodenkirchener Brücke (Hängebrücke für die A 4)
  - Südbrücke (Bogenbrücke für Züge)
  - Severinsbrücke (Schrägseilbrücke für Stadtbahn, Autos und Fußgänger)
  - Deutzer Brücke (Balkenbrücke für Stadtbahn, Autos und Fußgänger)
  - Zoobrücke (Kastenträgerbrücke für Autos und Fußgänger)
  - Mülheimer Brücke (Hängebrücke für Stadtbahn, Autos und Fußgänger)
  - Autobahnbrücke Köln-Merkenich - Leverkusen der A 1 siehe auch: :Kategorie:Bauwerk in Köln

Parks und Grünflächen der Stadt

Köln besitzt linksrheinisch zwei Grüngürtel - den Inneren und den Äußeren. Der innere Grüngürtel ist sieben Kilometer lang, mehrere hundert Meter breit und hat eine Fläche von 120 ha. Der innere Festungsgürtel der Stadt musste nach dem Ersten Weltkrieg im Rahmen der Versailler Verträge abgerissen werden, so dass hier diese große städtische Grünanlage entstehen konnte. Durch Aufschüttung von Trümmern des Zweiten Weltkrieges entstand im inneren Grüngürtel der heute dicht bewachsene 25 Meter hohe Herkulesberg. Der innere Grüngürtel beherbergt 25 Baumarten, Wiesen und mehrere Wasserflächen. Der äußere Grüngürtel entstand ebenfalls nach dem Wegfall einer militärischen Anlage, des äußeren Festungsringes. Die zum Teil baumbestandene größte Kölner Grünanlage sollte ursprünglich fast die gesamte Stadt umschließen, was aus wirtschaftlichen Gründen nie realisiert wurde. Dennoch entstanden in den 1920er Jahren 800 ha Grünfläche. Der 5 ha (ursprünglich: 11 ha) große Stadtgarten ist der älteste und sicher auch einer der schönsten Parks in Köln. Die 175 Jahre alte Anlage wurde als Landschaftspark angelegt und besitzt seit über 100 Jahren auch ein Restaurant mit Biergarten. Dort ist heute auch ein Jazzclub zu finden. Im über hundert Jahre alten Volksgarten im Kölner Süden finden in der warmen Jahreszeit nächtelange Grill-Happenings statt, zu denen sich oft Trommler und andere Instrumentalisten einfinden. Auch Klein- und Straßenkünstler sind hier zu finden. Der Park ist außerdem Ort für viele kulturelle Veranstaltungen, so werden beispielsweise in der Orangerie Theaterstücke aufgeführt. Die auf einer Anhöhe gelegene Grünflache am Aachener Weiher ist insbesondere bei Studenten ein beliebter Treffpunkt. Der sanfte Hügel entstand - wie auch der Herkulesberg - durch Aufschüttung von Trümmern des Zweiten Weltkriegs. Seit dem 7. August 2004 erinnert ein neuer Name an die Opfer des Krieges: Hiroshima-Nagasaki-Park. Die Domstadt ist seit 1985 Mitglied des internationalen Städtebündnisses gegen Atomwaffen, dem so genannten "Hiroshima- Nagasaki-Bündnis". Zu den interessanten Parks in Köln gehören auch der Blücherpark im Stadtteil Bilderstöckchen und der Vorgebirgspark in Raderthal, die, obwohl beide sehr u

Telekom

Die Deutsche Telekom AG ist eine Aktiengesellschaft, die aus der Privatisierung des Telekommunikationsbereichs der staatlichen Deutschen Bundespost hervorgegangen ist. Die Bundesrepublik Deutschland hält direkt 15 % und indirekt, über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, weitere 22 % der Aktien. Die restlichen 63 % der Aktien befinden sich in Streubesitz (Stand Juli 2005). Die Deutsche Telekom mit Sitz in Bonn ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen. Sie betreibt technische Netze (ISDN, DSL, Satelliten, etc.) für den Betrieb von Informations- und Kommunikationsdiensten (IuK), z. B. Telefonen (Festnetz und Mobilfunk) oder Onlinediensten. Die Deutsche Telekom beschäftigt weltweit rund 245.000 Mitarbeiter (Stand Dezember 2004) und hat im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von 57,9 Milliarden € erzielt. Daneben ist die Deutsche Telekom AG, als Nachfolger der Deutschen Post der DDR und der Deutschen Bundespost, der wichtigste Betreiber von Rundfunksendern in Deutschland. So sind alle wichtigen Rundfunksendeanlagen in der ehemaligen DDR Eigentum der Deutschen Telekom AG. In den alten Bundesländern werden die Programme der privaten Rundfunksender (mit Ausnahme von Europe 1), die des Deutschlandfunks, des Deutschlandradios und des ZDFs über Anlagen der Deutschen Telekom AG verbreitet. Auch das AFN nutzt an manchen Standorten Sendeanlagen der Deutschen Telekom AG zur Verbreitung seiner Programme.

Börsenverlauf

Bei der Gründung der AG am 1. Januar 1995 war die Aktie nicht börsennotiert. Der Börsengang folgte am 18. November 1996. Die Aktie der Deutschen Telekom, kurz T-Aktie, wurde bei ihrer Einführung als Volksaktie bezeichnet. Sie löste einen bis dahin in Deutschland nicht gekannten Börsenaufschwung aus. Von einem im Bookbuilding-Verfahren ermittelten Ausgabekurs von EUR 14,57 stieg der Wert der Aktie nach zunächst verhaltener Entwicklung auf bis zu EUR 104,90 (6. März 2000) an, sank dann aber wieder auf einen Kurs, der zeitweise unter dem Ausgabekurs lag. Mit diesem Verlust wuchs die Unzufriedenheit der Aktionäre mit dem Konzern, insbesondere mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer. Nicht zuletzt auf Druck der Bundesregierung, insbesondere von Kanzler Gerhard Schröder (von vielen als politisches Manöver vor der bevorstehenden Bundestagswahl gewertet), trat Sommer am 16. Juli 2002 zurück. Für eine Übergangszeit von sechs Monaten wurde der 72-jährige Helmut Sihler zu seinem Nachfolger bestimmt. Seit dem 15. November 2002 ist Kai-Uwe Ricke, Sohn des Sommer-Vorgängers Helmut Ricke und bis dahin Chef der Mobil-Sparte des Konzerns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG.

Aktuelles

Im Vorfeld der IFA 2005 in Berlin ließ die Deutsche Telekom am 1. September 2005 verlautbaren, ein Investitionsprogramm von 3 Mrd. Euro bis 2007 aufzulegen. Das Geld soll dabei in moderne Glasfasernetze fließen, die Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit/sec ermöglichen. Das wäre mehr als achtmal schneller als der bisher schnellste DSL-Anschluss (Stand: September 2005) und ausreichend für die Übertragung von hochauflösendem Fernsehen in den Haushalt. Die 50 größten deutschen Städte sollen so versorgt werden. Damit zielt der Konzern auf die Übertragung von multimedialen Inhalten wie Filmen oder Fernsehsendungen in die Haushalte. So soll das in der Branche "Triple-Play" genannte Konzept ermöglicht werden. Triple Play ist die Kombination aus schnellem d.h. breitbandigem Internetzugang, Kommunikationsdiensten (z.B. Voice over IP, kurz VoIP) und individuell abrufbaren Unterhaltungsangeboten (z.B. TV over IP) über das Internet Protokoll (IP). Das Programm ist Teil einer übergreifenden Produkt- und Marketingoffensive. Am 3. November 2005 gab das Unternehmen ein Personalabbauprogramm für den inländischen Konzern bekannt. Bis Ende 2008 sollen beim Geschäftsfeld Breitband-/Festnetz, sowie beim Geschäftskundenvertrieb und den Verwaltungseinheiten ca. 32.000 Stellen abgebaut werden. Der Abbau soll sozialverträglich, d.h. ohne betriebsbedingte Kündigungen mit den Schwerpunkten Vorruhestand und Altersteilzeit abgewickelt werden. Mit Blick auf die Herausforderungen des Triple-Play sollen für den Ausbau des Glasfasernetzes und den damit verbundenen Dienstleistungen 5.000 neue Jobs geschaffen bzw. weitere Randaktivitäten mit ca. 7.000 Mitarbeitern der Beschäftigungsgesellschaft Vivento veräußert werden. Netto werden so ca. 19.000 Jobs bei der Deutschen Telekom verschwinden.

Gliederung des Konzerns

Gliederung bis 2004

Die Deutsche Telekom gliederte sich bis Ende 2004 in vier Hauptgeschäftsbereiche (die "4 Säulen"), die jeweils einen eigenen Vorstand hatten und weitgehend autonom agierten. Es handelte sich im Einzelnen um:
- T-Com, die Festnetzsparte. Sie bietet Sprachtelefonie über das digitale Telefonnetz (Markenname: T-Net) und T-ISDN (Markenbezeichnung der Telekom für ISDN) und Datendienste über T-DSL (Markenbezeichnung der Telekom für DSL) und das DTAG-IPnet (Hochleistungs-Internetbackbone auf Glasfaser-Basis, siehe Backbone) mit insgesamt 39 Millionen Telefonkanälen (2004: 2 Millionen davon vermietet).
- T-Mobile, die Mobilfunksparte. Sie bietet mobile Sprach- und Datendienste über das GSM-Netz, das GPRS-Netz und das UMTS-Netz.
- T-Online, die Internetsparte. T-Online bietet als Internetdienstanbieter Zugang zum Internet über Analogmodem, ISDN und DSL an. Eine neue Einnahmequelle soll im sogenannten Non-Access-Geschäft durch Anbieten von bezahlpflichtigen Inhalten erschlossen werden.
- T-Systems, das Systemhaus (aus ehemals debis Systemhaus und diversen Teilbereichen der Deutschen Telekom – zum Beispiel T-Nova, T-Data, DeTeCSM, etc.). T-Systems übernimmt die Betreuung der Großkunden der Telekom und realisiert Projekte. Weiterhin sind dort die konzernweite Forschung & Entwicklung (F&E) angesiedelt.

Gliederung ab 2005

Ab Anfang 2005 entstanden aus den "vier Säulen" der Telekom drei strategische Geschäftsfelder. Diese "strategische Neuausrichtung" ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Säulen "T-Com" und "T-Online" werden zum strategischen Geschäftsfeld Breitband/Festnetz zusammengeführt, wobei T-Online (International AG) ein eigenständiges, zurzeit noch börsennotiertes, Unternehmen bleibt. T-Mobile bildet das Geschäftsfeld Mobilfunk und T-Systems ist zuständig für das Geschäftsfeld Geschäftskunden, was zur Folge hat, dass die Geschäftskundenniederlassungen von T-Com zu T-Systems wechseln. Durch diese Umstrukturierung soll dem Kunden die Bereitstellung von Telefon und Internet erleichtert werden, da diese beiden Produkte nun aus einer Hand kommen und nicht wie bisher aus zwei verschiedenen. Neben den strategischen Geschäftsfeldern verbleiben unter dem Dach der Deutschen Telekom AG verschiedene Gliederungen, die als so genannte "shared services" zentrale Funktionen übernehmen. Hierzu gehören u.a. das Personalwesen und die konzerneigene Personalserviceagentur Vivento. An die Querschnittsbereiche angeschlossen sind auch einzelne Tochtergesellschaften wie DeTe Immobilien und DeTe Medien.

Tochtergesellschaften und Beteiligungen


- Die Deutsche Telekom AG hat Tochtergesellschaften und Beteiligungen auf allen Kontinenten. Hier eine aktuelle Auflistung der Beteiligungen: [http://devgdtag.sul.t-online.de/site/de/kf/deutsche_telekom_weltweit/index.php?tcfs=4935608c9197c6ffebc9ac91a8dfb4b8 Deutsche Telekom Weltweit] Vivento]

Beachtenswerte Anlagen

Als einer der Rechtsnachfolger der Deutschen Bundespost und der Post der DDR verfügt die Deutsche Telekom AG über zahlreiche sehr bemerkenswerte Bauwerke. Dies sind unter anderen: Fernmeldetürme/Fernsehtürme Bei den folgenden Bauwerken handelt es sich um freistehende Stahlbeton- oder Stahlfachwerktürme, teilweise mit einer für die Öffentlichkeit zugänglichen Aussichtsplattform.
- Berliner Fernsehturm
- Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg
- Fernmeldeturm Bremen
- Sendeturm Geyer
- Telemax, Hannover
- VW-Tower, Hannover
- Heinrich-Hertz-Turm, Hamburg
- Florianturm, Dortmund
- Rheinturm, Düsseldorf
- Fernmeldeturm Bungsberg, Eutin
- Fernmeldeturm Kiel, Kiel
- Colonius, Köln
- Sendetürme auf dem Brocken
- Fernsehturm Kulpenberg
- Fernsehturm Dresden
- Fernsehturm Schwerin-Zippendorf
- Europaturm, Frankfurt/Main
- Fernmeldeturm Nürnberg
- Fernmeldeturm Mannheim
- Fernsehturm Heubach
- Fernmeldeturm Münster
- Stuttgarter Fernmeldeturm
- Olympiaturm, München
- Fernmeldeturm Jakobsberg, Porta Westfalica
- Friedrich-Clemens-Gerke-Turm, Cuxhaven
- Nordschwarzwaldturm, Schömberg
- Richtfunkturm, Torfhaus
- Sendeturm Sonneberg-Bleßberg Abgespannte Sendemasten für UKW, Richtfunk und TV
- Richtfunkmast Berlin-Frohnau
- Richtfunkmast Gartow
- UKW- und TV-Sendemast Heidelstein
- UKW- und TV-Sendemast Torfhaus
- UKW- und TV-Sendemast Wesel
- UKW- und TV-Sendemast Treplin
- UKW- und TV-Sendemast Casekow Sendeanlagen für Rundfunk im LW- und MW-Bereich
- Sendeanlage Donebach (Sendeanlage für Langwelle, Programm: DLF)
- Sendeanlage Zehlendorf (Sendeanlage für Langwelle, Programm: DLR und Mittelwelle, Programm: Stimme Russlands)
- Sendeanlage Aholming (Sendeanlage für Langwelle, Programm: DLF)
- Sendeanlage Nordkirchen (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: DLF)
- Sendeanlage Thurnau (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: DLF)
- Sendeanlage Ravensburg (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: DLF)
- Sendeanlage Cremlingen (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: DLF)
- Sendeanlage Neumünster (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: DLF)
- Sendeanlage Mainflingen (Sendeanlage für Lang- und Mittelwelle)
- Sendeanlage Burg bei Magdeburg (Sendeanlage für Lang- und Mittelwelle)
- Sendeanlage Wilsdruff (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: MDR Info)
- Sendeanlage Wiederau (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: MDR Info)
- Sendeanlage Wachenbrunn (Sendeanlage für Mittelwelle, Programme: MDR Info und Stimme Russlands)
- Sendeanlage Wöbbelin (Sendeanlage für Mittelwelle, zur Zeit außer Betrieb)
- Sendeanlage Hirschlanden (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: AFN)
- Sendeanlage Reichenbach (Oberlausitz) (Sendeanlage für Mittelwelle, Programm: MDR Info) Sendeanlagen für Kurzwelle
- Sendeanlage Wertachtal
- Sendeanlage Jülich
- Sendeanlage Nauen Antennenmessplätze
- Antennenmessplatz Brück Erdfunkstellen
- Erdfunkstelle Raisting
- Erdfunkstelle Usingen

Weblinks


- [http://www.telekom.de/ Seite der Deutschen Telekom AG]
- [http://www.t-com.de/ Seite der T-Com]
- [http://www.t-mobile.de/ Seite der T-Mobile]
- [http://www.t-online.de/ Seite der T-Online]
- [http://www.t-systems.de/ Seite der T-Systems]
- [http://www.t-info.de/ Das Informationsportal der Telekom]
- [http://www.fh-telekom-leipzig.de/ Fachhochule der deutschen Telekom]
- [http://aktien.onvista.de/charts_historical.html?ID_OSI=181029&MONTHS=120&TYPE=HISTORICAL&PERIOD=5&DISPLAY=1&SCALE=1&GRID=1&VOL=1&SUPP_INFO=0&ID_EXCHANGE=#chart Chart] mit dem Kursverlauf der T-Aktie Kategorie:Telekommunikationsunternehmen Kategorie:Ehemaliger Staatsbetrieb Telekom AG Kategorie:Telekommunikationsanbieter Kategorie:Markenname zh-cn:德国电信

Kabelfernsehen

Kategorie:Wikipedia:Qualitätssicherung Die Diskussion über diesen Antrag findet auf der Qualitätssicherungsseite statt.
Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Der Artikel wurde wegen des Überarbeiten-Bausteins auf die QS-Seiten gestellt. Diskussionen über den Überarbeitungsstand des Artikels sollten auf der entsprechenden QS-Seite zwecks gemeinschaftlicher Überarbeitung geführt werden. Gruß -- Thomas S. QS-Mach mit! 23:32, 22. Nov 2005 (CET) ---- Beim Kabelfernsehen, auch als Kabelanschluss bezeichnet, werden Bild- und Tonsignale über ein Breitbandkabel bis in die Haushalte übertragen.

Kabelfernsehen im Privathaushalt

Zum Empfang benötigt man ein Antennenkabel, über das man die Antennensteckdose des Fernsehers oder anderer Empfangsgeräte wie Videorekorder oder Digitalreceiver mit der Kabelanschlussdose an der Zimmerwand verbindet. Diese wird gewöhnlich von einem Elektriker oder Fernsehtechniker installiert. Im Unterschied zum Antennen- und Satellitenfernsehen muss man für das Kabelfernsehen in der Regel Grund- beziehungsweise Anschlussgebühren und außerdem meist monatliche Abonnement-Gebühren bezahlen. Dazu kommt für den Kunden die Rundfunkgebühr (Deutschland: GEZ; Schweiz: Billag), so dass monatlich leicht bis zu 40 Euro und mehr für Radio und Fernsehen anfallen können.

Kabelfernsehen technisch

Das Kabelnetz ist dabei in mehrere Netzebenen aufgeteilt. In Deutschland gibt es eine klare Trennung der Netzebenen während dies in anderen Ländern wie der Schweiz anders ist. Moderne Kabelnetze bieten bidirektionale Netze, mit dessen Hilfe eine Rückkanalfähigkeit gegeben ist. Hierdurch lassen sich auch Mehrwertdienste und interaktive Dienste nutzen, wie zum Beispiel Breitband-Internetzugang mittels Kabelmodem über das Fernsehkabel, sofern sie vom Kabelnetzbetreiber angeboten werden. Darüber hinaus ist das Telefonieren über das Kabelnetz in Ausbaugebieten möglich. Diese Funktionen stehen aber in Deutschland noch ziemlich in ihren Anfängen. Die Schweizer Netze bieten diese Funktion, die österreichischen in größeren Städten. Damit kann per Kabel Fernsehen, Radio, Internet und Telefon genutzt werden. Neben dem analogen Fernsehsignal wird auch ein analoges UKW-Radioangebot im Band II über das Kabel übertragen. In den bis mindestens 450 MHz ausgebauten Netzgebieten wird im so genannten Hyperband (Sonderkanäle beginnend mit S 21) auch ein digitales Zusatzangebot in Form digitaler Senderpakete beziehungsweise Bouquets bereitgestellt. Zum Empfang der in den digitalen Angeboten übertragenen Fernseh- und Hörfunkprogramme wird ein Digitalreceiver benötigt -- in der Regel als Set-Top-Box, bei zukünftigen Fernsehern wohl zunehmend bereits eingebaut --, der die im DVB-C-Standard kodierten Signale für die Wiedergabe umsetzt. Zum Empfang von Bezahlfernsehen wie Premiere, Kabel Digital Home oder KabelKiosk wird zusätzlich eine Dekoder-Karte benötigt. Die vom Betreiber zur Verfügung stehende Signalstärke reicht von 60 dBµV - 80 dBµV, in den meisten Häusern befindet sich nahe dem eigentlichen Anschluss im Keller ein Verstärker, der idealerweise an jeder Anschlussdose 70 dBµV zur Verfügung stellen sollte. Die verfügbare Kabelbandbreite bietet Platz für mehr Kanäle als bei terrestrischer Ausstrahlung, aber weniger als per Satellit. Jedoch gelangt digitales terrestrische Fernsehen durch Komprimierung was die Kanalzahl betrifft in ähnliche Regionen wie analoges Kabelfernsehen, weshalb Kabel-TV-Anbieter verstärkt dazu gezwungen sind, ihrerseits ihre Netze durch Digitalisierung attraktiver zu machen.

Kabelfernsehen in Deutschland

Kabelfernsehen wird von verschiedenen Netzbetreibern gegen Gebühren bereitgestellt. Heute nutzen etwa 45% der Deutschen Kabelfernsehen, 45% nutzen die Parabolantenne und unter 10% emp