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Isländisches Hochland

Isländisches Hochland

Begriff

Das isländische Hochland muss begrifflich in zwei Bereiche unterteilt werden:
- Heiði - das eigentliche Hochland
- Háls - worunter man einen breiten Gebirgssattel versteht, der die Höhe von ca. 400 m überschreitet und unbewohnt ist. Ein Beispiel für letzteren wäre etwa die Gegend um den Langavatn nördlich von Borgarnes.

Hálendið

Das eigentliche Hochland (isl. "hálendið" oder "heiði") umfasst den Großteil des Landesinneren von Island, d.h. 56% der Fläche der Insel. Es liegt auf Höhen ab etwa 500 m und ist charakterisiert u.a. durch seine Unbewohnbarkeit. Es handelt sich um eine durch das vulkanische Gesteinsmaterial der Insel meist grau-schwarz gefärbte edaphische Inlandswüste, in der zwar Niederschläge niedergehen, diese jedoch meist spurlos im Boden versickern. Zum Hochland zählen im Grunde auch die zahlreichen Gletscher wie der Großteil des Vatnajökull, der Langjökull oder der Hofsjökull. An den Gletscherflüssen findet man auch etwas Vegetation. Andererseits sind die Flüsse wegen der immer wieder auftretenden Gletscherläufe, Flutwellen, die durch vulkanische Tätigkeit ausgelöst werden, auch recht gefährlich. Einige ausgesprochen reizvolle Gegenden mit vulkanischer Aktivität liegen im Hochland wie Landmannalaugar oder die Gegend um Askja und Herðubreið.

Befahrbarkeit

Das Hochland kann nur während des isländischen Sommers (Juni - August) mit geländegängigen Fahrzeugen durchquert werden. Ansonsten sind die Hochlandpisten gesperrt. Die bekanntesten dieser Pisten sind die Kaldidalur, die Kjölur und die Sprengisandur-Route. Sprengisandur Für den Kfz-Verkehr im Hochland gilt generell, dass die Pisten nicht verlassen werden dürfen. Von Zerstörungen erholt sich die karge Vegetation erst nach vielen Jahren. Auf manchen Routen existieren nicht überall Brücken, sodass Flüsse in Furten zu durchqueren sind.

Energiegewinnung

Im Nordwesten des Hochlandes wurde in den achtziger Jahren der Blöndulón-Stausee erbaut. Auch in der Gegend nahe Landmannalaugar existieren einige Stauseen wie der Sigöldulón. Zur Zeit wird nördlich der Vatnajökull um den Berg Kárahnjúkar ein neuer Stausee angelegt.

Weblinks


- [http://www.skandinavien.de/Laender-Regionen/Island/Hochlandstr.htm Informationenen über Hochlandpisten]
- [http://www.islandsmyndir.is/html_skjol/halendid/forsida_halendid.htm Photos]
- [http://www3.vegag.is/faerd/island1e.html Aktuelle Befahrbarkeit der Straßen] (englisch)
- [http://www.iceland.de/index.php?id=129 Das isländische Hochland] Kategorie:Landschaft in Europa Kategorie:Geographie (Island)

Borgarnes

Die kleine Stadt Borgarnes liegt am Borgarfjörður auf Island und zählt ca. 1800 Einwohner. Die Stadt wird aus Richtung Reykjavík auf der Ringstraße über die zweitlängste Brücke des Landes erreicht. Die Brücke misst 520 m und führt über den Ausläufer des Fjords. Mit seinen Geschäften und Einkaufspassagen bildet der Ort das Zentrum des umgebenden Distrikts. Andererseits ist die Gegend sehr von der in den Sagas teilweise festgehaltenen Geschichte geprägt. So gilt Borgarnes als Heimatort des Sagahelden Egill Skallagrímsson, dem man auch in mehreren bildhauerischen Werken Denkmäler gesetzt hat. Das bekannteste wurde von Ásmundur Sveinsson geschaffen und steht vor dem Weiler Borg á Mýrum, denn dort soll Egill gelebt haben. Egills Abenteuer sind in der Egills-Saga festgehalten. Für Touristen bietet der Ort ein gutes Sprungbrett für Ausflüge nach Snæfellsnes oder in das Reykholtsdalur.

Siehe auch:


- Liste der Städte in Island

Weblinks


- http://www.borgarfjordur.com allgemeine Informationen in Englisch und Isländisch
- http://www.fva.is/~harpa/forn/english/e_egils/e_egils.html englische Informationen zur Egilssaga Kategorie:Ort in Island

Vulkanisch

Ein Vulkan ist eine geologische Struktur, die entsteht, wenn Magma (geschmolzenes Gestein) bis an die Oberfläche eines Planeten (z. B. der Erde) aufsteigt. Alle Begleiterscheinungen, die mit dem Austritt der glutflüssigen Gesteinsschmelze verbunden sind, bezeichnet man als Vulkanismus. Der Begriff "Vulkan" leitet sich von der italienischen Insel Vulcano ab. In der römischen Mythologie galt diese Insel als die Schmiede des Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers. In einer Tiefe ab 100 km, in der Temperaturen zwischen 1000 und 1300 Grad Celsius herrschen, schmelzen Gesteine zu zähplastischem Magma, das sich in großen, tropfenförmigen Magmaherden in 2 bis 50 km Tiefe sammelt. Wenn der Druck zu groß wird, steigt das Magma über Spalten und Klüfte der Lithosphäre auf. Magma, das auf diese Weise an die Erdoberfläche gelangt, wird als Lava bezeichnet. Bei einem Vulkanausbruch werden nicht nur glutflüssige, sondern auch feste oder gasförmige Stoffe freigesetzt (Vulkanismus).

Bekannte Vulkane

Vulkanausbruch Die bekanntesten (aktiven) Vulkane in Europa sind:
- der Ätna auf Sizilien;
- der Vesuv nahe Neapel
- die Campi Flegrei - ("Brennende Felder") an der anderen Seite als Vesuv bei Neapel, Europas aktivste Vulkanzone mit zahlreichen Fumaroli;
- der Stromboli - eine Insel nördlich von Sizilien (Liparische Inseln);
- der "Santorin
- " in Griechenland, im 17. vorchristlichen Jahrhundert (1628 v. Chr.) durch eine gewaltige Explosion weitgehend zerstört - wahrscheinlich erloschen (
- wir kennen den antiken Vulkannamen nicht mehr, "Santorin" oder "Santorini" heißt heute eine der drei übrig gebliebenen Inseln aus der zusammengestürzten Caldera.);
- der Pico del Teide auf der kanarischen Atlantikinsel Teneriffa ist zwar Spaniens höchster Berg, gehört jedoch nur politisch, nicht aber geologisch zu Europa.
;
- die Hekla auf der ohnehin von zahlreichen Vulkanen beherrschten Insel Island; sie bricht ziemlich regelmäßig alle 10 Jahre aus. Einige bekannte Vulkane außerhalb Europas sind: Island
- der Kilimandscharo in Afrika
- der Popocatépetl in Mexiko,
- der Krakatau in Indonesien,
- der Fujisan in Japan,
- der Aso-san in Japan,
- der Mauna Loa auf Hawaii,
- der Mauna Kea auf Hawaii,
- der Mount Saint Helens in den USA,
- der Pinatubo auf den Philippinen,
- der Soufriere auf Montserrat,
- der Pico de Fogo auf Fogo, Kap Verde
- der Arenal in Costa Rica. Costa Rica Erloschene Vulkane in Deutschland:
- der Kaiserstuhl nahe Freiburg (18 Mio. Jahre bis 13 Mio. Jahre)
- im Hegau nahe dem Bodensee, Baden-Württemberg (14 Mio. Jahre bis 7 Mio. Jahre)(z. B. der Hohentwiel)
- der Schwäbische Vulkan in Baden-Württemberg (ca. 17 bis 16 Mio. Jahren)
- in der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz / Nordrhein-Westfalen (Beginn vor 700.000 Jahren, letzter Ausbruch vor 11.000 Jahren)
- der Vogelsberg
- der Drachenfels im Siebengebirge
- der Otzberg und der Katzenbuckel im Odenwald
- in der Rhön
- die Amöneburg im Marburger Land
- die Limburg in Baden-Württemberg Ob die deutschen Vulkane als erloschen bzw. ruhend gelten, ist derzeit noch umstritten. Zwar scheint es wenig wahrscheinlich, dass sie innerhalb der nächsten Jahrhunderte wieder aktiv werden, doch mehren sich die Anzeichen für Größenzunahme des Magmaplumes beispielsweise unter der Eifel. Kohlendioxidbläschen, die z.B. in den Maaren aufsteigen, werden in jüngster Zeit nicht mehr als Symptom verklingender Tätigkeit gedeutet, sondern als Zeichen zunehmender Aktivität. Eindringendes Wasser (Grundwasser, Oberflächenwasser) verleiht den Eifelvulkanen zudem besondere Gefährlichkeit, da durch den enormen Druckaufbau ein hochexplosives Gemisch entsteht und es zu Phreatomagmatischen Explosionen kommen kann. Bereits beim letzten Ausbruch vor 11.000 Jahren wurden dadurch ungeheure Mengen an Magma, Asche und Schlacke an die Erdoberfläche befördert. Der nördlichste Vulkan der Welt ist der 2277 m hohe Vulkan Haakon VII Toppen/Beerenberg auf der Insel Jan Mayen, er wurde 1970 nach langer Ruhe wieder aktiv. Der südlichste Vulkan der Welt ist der 3794 m hohe Mount Erebus auf der Ross-Insel in der Antarktis, er ist ständig aktiv. Der höchste Vulkan der Welt ist nach neuesten GPS-Messungen der 6882 m hohe Monte Pissis in Argentinien. Der höchste Vulkan des Sonnensystems (allerdings bereits erloschen) ist der Olympus Mons auf dem Mars. Er ist mit 26,4 km Höhe der höchste bekannte Berg unseres Sonnensystems, was für einen ehemaligen Schildvulkan außerordentlich bemerkenswert ist. Auf der Venus gibt es ebenfalls zahlreiche erloschene Vulkane, während aktive Vulkane außer auf der Erde bislang nur noch auf dem Jupitermond Io bekannt sind. Weitere Vulkane auf der Erde und in unserem Sonnensystem sind unter Liste der Vulkane zu finden.

Vulkantypen

Vulkane kann man nach ihrer äußeren Form und nach der Art ihres Magmenzufuhrsystems unterteilen.
- Unterteilung nach der äußeren Form:
  - Schicht-Vulkane (auch Strato-Vulkane genannt)
  - Schild-Vulkane Ca. 95% der Vulkane auf der Erde sind Schicht-Vulkane. Andererseits sind ca. 90% aller aktiven Vulkane Schild-Vulkane.
- Unterteilung nach der Art des Magmenzufuhrsystems:
  - Zentral-Vulkane
  - Spalten-Vulkane Eine besondere Form ist der Super-Vulkan ([http://www.sueddeutsche.de/,tt2m2/wissen/artikel/41/48992/ Süddeutsche - Supervulkane])

Magmatypen

Eine andere Möglichkeit, Vulkane zu klassifizieren, ist, sie nach dem Typ des Magmas zu beschreiben, das sowohl die entstehende Form des Vulkans als auch das Ausbruchsverhalten entscheidend bestimmt:
- Rote Vulkane
- Graue Vulkane Zusammenfassend kann man sagen, dass "graue Vulkane" "Schichtvulkane" bilden, während "rote Vulkane" "Schildvulkane" hervorbringen. Viele Vulkane folgen allerdings nicht einem "reinen" Ausbruchsmuster, sondern zeigen variierendes Verhalten entweder während einer Eruption oder während der Millionen Jahre ihrer Aktivität. Ein Beispiel dafür ist der Ätna auf Sizilien.

Verteilung von Vulkanen

Weltweit gibt es etwa 1900 Vulkane, die als aktiv betrachtet werden. Ihre Verteilung kann man mit Hilfe der Erkenntnisse der Plattentektonik verstehen:
- Vulkane der Spreizungszonen liegen mit wenigen Ausnahmen auf dem Meeresgrund, wo die Erdplatten auseinanderdriften.
Das dort vorkommende Magma ist basaltisch. Hierzu gehören hauptsächlich rote Vulkane oder Schildvulkane.
- Vulkane der Subduktionszonen sind die sichtbarsten Vulkane. Sie treten auf, wo Erdplatten aufeinander treffen und die eine Erdplatte unter die andere geschoben wird. Das abtauchende (oft SiO2-reiche) Gestein wird in der Tiefe geschmolzen und steigt, da es eine geringere Dichte hat, nach oben, wo es zu Eruptionen kommt. Hierzu rechnet man hauptsächlich graue Vulkane oder Schichtvulkane. Schichtvulkan
- Vulkane über Hot Spots oder Plumes sind selten, da es weltweit zurzeit nur etwa 40 "Hot Spots" gibt. Ein "Hot Spot" ist ein über lange Zeit (meist über 100 Mio. Jahre) ortsfester Aufschmelzungsbereich im Erdmantel unter der Lithosphäre. Da sich die Lithosphärenplatten während dieser langen Zeiträume im Verlauf der Plattentektonik über einen "Hot Spot" hinweg schieben, bilden sich perlenschnurartig hintereinander neue Vulkane. Ein bekanntes Beispiel sind die Hawaii-Inseln: die Hauptinsel Hawai'i, die als jüngste Vulkaninsel über dem "Hot Spot" liegt, ist erst 400 000 Jahre alt, während die älteste der 6 Vulkaninseln Kauai im Nordwesten bereits vor etwa 5,1 Millionen Jahren entstanden ist. Ein weiteres Beispiel für diese seltene Art des Vulkanismus findet sich in der deutschen Vulkaneifel.

Vorhersage von Vulkanausbrüchen

Vulkaneifel Ob ein Vulkan endgültig erloschen ist oder vielleicht wieder aktiv werden kann, interessiert besonders die Menschen, die in der Umgebung eines Vulkans leben. In jedem Fall hat ein Vulkanausbruch weitreichende Konsequenzen, denn über das persönliche Schicksal hinaus werden Infrastruktur und Wirtschaft der betroffenen Region nachhaltig beeinflusst. Daher ist es das vorrangige Forschungsziel, Vulkanausbrüche möglichst präzise vorhersagen zu können. Fehlprognosen wären allein unter Kostengesichtspunkten verheerend (Evakuierung Tausender von Menschen, Stilllegung des gesamten Wirtschaftslebens u.v.m.). Trotz gewisser Gemeinsamkeiten gleicht kein Vulkan in seinem Ausbruchsverhalten dem anderen. Demnach sind Beobachtungen über Ruhephasen oder seismische Aktivitäten eines Vulkans kaum auf einen anderen übertragbar. Verstärkt auftretende leichte Erdbeben oder einen verstärkten Gasausstoß deutet man zwar als vage Anzeichen einer bevorstehenden Eruption, diese kann aber auch erst 50 Jahre später erfolgen. Aussagefähiger sind Formveränderungen der Erdkruste unmittelbar über dem Magmaherd. Mit Lasermessung werden die geringsten Distanzveränderungen erfasst. So hat sich sowohl unmittelbar vor dem Ausbruch des Mount Saint Helens 1980 als auch vor dem Ausbruch des Pinatubo 1991 die Erde über dem Magmaherd aufgewölbt. Dadurch konnten die Vulkanologen die Ausbrüche schon wenige Tage zuvor voraussagen. Dennoch muss man feststellen, dass trotz intensiver Forschung und Einsatz modernster technischer Hilfsmittel die verlässliche exakte Vorhersage eines Vulkanausbruchs zur Zeit noch nicht in jedem Fall möglich ist.

Weblinks


- http://www.parautochthon.com/100584/190915.html Vulkane und magmatische Gesteine
- http://survival.4u.org/vulkane/index.htm Vulkan-Monitor
- http://www.uni-muenster.de/MineralogieMuseum/vulkane/Vulkan-2.htm
- http://www.schlaufuchs.at/list/l_vulkan.htm Aktive Vulkane der Welt
- http://volcanoes.usgs.gov/Products/Pglossary/volcano.html (englisch)
- http://volcano.und.edu/ (englisch)
- http://www.swisseduc.ch/stromboli/ Information über Stromboli, Ätna und andere Vulkane
- http://www.swvrc.org/cerupt.htm current eruptions (englisch)
- [http://www.naturgewalten.de/vulkan.htm Vulkanseite von naturgewalten.de]
- [http://www.vulkanschule.de/ Welt der Eifelvulkane für Schüler]
- [http://www.vulkanarchiv.de Reportagen und Bilder zum Thema Vulkane] Kategorie:Geologie Kategorie:Vulkanismus ! ja:火山 ms:Gunung berapi simple:Volcano th:ภูเขาไฟ

Gletscher

]] Ein Gletscher ist eine bis zu mehrere hundert Meter dicke Eismasse, die sich durch das Eigengewicht in langsamem Fluss talwärts bewegt.

Etymologie

Das Wort Gletscher ist entlehnt aus Westalpen-romanisch glatscharju „Gletscher, [eigentlich:] Eisbehälter“. Dieses wiederum ist abgeleitet aus dem lateinischen glacies („Eis“). In den Ostalpen ist vom Oberinntal bis zum Zillertal (Zamser Grund) die Bezeichnung Ferner (vgl. Firn) üblich; damit wurde also zunächst der Schnee von fern, d. h. aus dem letzten Jahr bezeichnet. Östlich des Zillertals (Venedigergruppe, Hohe Tauern) verwendet man die Bezeichnung Kees, die wahrscheinlich aus einer prä-indogermanischen Sprache stammt.

Gletscherentstehung

Ein Gletscher entsteht durch die Ansammlung von Schnee, der nicht schmilzt, sondern sich immer weiter ansammelt. Frisch gefallener Neuschnee bildet eine Schicht aus nur leicht verdichteten Schneekristallen und mit Luft gefüllten Hohlräumen. Fällt erneut Schnee, so legt er sich über diese bereits existierende Schicht und drückt die mit Luft gefüllten Hohlräume so zusammen, dass sie kleiner werden. Dieses Eis ist halb durchsichtig blau oder grün gefärbt. Gletschereis hat eine Dichte von bis zu 0,918 g/cm³, während die Dichte von Pulverschnee nur 0,06 g/cm³ beträgt. Der Luftgehalt von Pulverschnee beträgt also 90%, der von Gletschereis nur noch 2%. Der Luftgehalt von Firn bzw. Firneis, die Zwischenstufen im Entstehungsprozess von Gletschereis, beträgt 60 respektive 30%. Es tritt daher im Verlauf der Gletschereisbildung eine sehr starke Verdichtung auf. Verdichtung Je nach Entstehungsweise und Entwicklungsstadium unterscheidet man heute im Allgemeinen folgende Arten von Gletschern:
- Hanggletscher
- Talgletscher: Eismassen, die ein deutlich begrenztes Einzugsgebiet besitzen und sich unter dem Einfluss der Schwerkraft in einem Tal abwärts bewegen. Sowohl der Umfang des Schmelzwassers als auch die Fließgeschwindigkeit des Gletschers variieren im Jahresverlauf mit einem Maximum im jeweiligen Sommer. Obwohl Talgletscher nur etwa 1% der vergletscherten Gebiete der Erde ausmachen, sind sie wegen ihres imposanten Aussehens der bekannteste Gletschertyp (z.B. Aletschgletscher).
- Inlandeis oder Eisschild: Die größten Gletscher überhaupt. Eismassen, die so mächtig werden, dass sie das vorhandene Relief fast vollständig überdecken und sich auch weitgehend unabhängig von diesem bewegen. Einige Wissenschaftler unterscheiden jedoch zwischen den kleineren Gletschern und den großen Inlandeismassen, die sie deshalb nicht als Gletscher bezeichnen.
- Auslassgletscher:
- Plateaugletscher: Ein "kleines" Inlandeis, begrenzt auf Hochplateaus.
- Eisstromnetz: Wachsen Talgletscher so stark an, dass das Gletschereis die Talscheiden überfließen kann, spricht man von einem Eisstromnetz. Die Bewegung des Eises wird aber dennoch vor allem vom vorhandenen Relief gesteuert. Die Alpen bildeten auf dem Höhepunkt der jüngsten Vereisung solch ein Netz.
- Pultgletscher
- Kargletscher: Eismassen geringer Größe, die sich in einer Mulde, dem sogenannten Kar, befinden. Kargletscher besitzen keine deutlich ausgebildete Gletscherzunge. Bei Kargletschern handelt es sich um Überreste von Talgletschern, die ihre Zunge verloren haben.

Nährgebiete und Zehrgebiete

Talgletschern]] Auf einem Gletscher gibt es immer ein Nährgebiet und ein Zehrgebiet. Im Nährgebiet bleibt der Schnee auch während der warmen Jahreszeit erhalten, so dass er sich durch Temperaturwechsel und Druck im Lauf mehrerer Jahre zu Gletschereis umformt, was in den Alpen etwa zehn Jahre in Anspruch nimmt. Durch das Fließen des Eises gelangt es mit der Zeit in tiefere und für die Sonnenstrahlung exponiertere Regionen, in denen das Gletschereis zu schmelzen beginnt und in Form von Gletscherabflüssen, meist Sturzbächen, talwärts abfließt. Diese Region wird als Zehrgebiet (Gletscherzunge) bezeichnet. Die Größe des Nähr- und Zehrgebietes variiert jedes Jahr in Abhängigkeit der Schneemenge im Winter und des sommerlichen Witterungsverlaufs. Dadurch wird der Gesamthaushalt des Gletschers bestimmt, sprich ob er sich vergrößert oder verkleinert.

Gletscher und Klima

Obwohl Gletscher nur einen geringen Teil der Erdoberfläche ausmachen, ist weitgehend unumstritten, dass sie das lokale wie weltweite Klima sehr stark beeinflussen. Dabei sind zwei physikalische Eigenschhaften von Bedeutung:
- Die Albedo der Erdoberfläche erhöht sich massiv. Das heißt, eintreffendes Sonnenlicht wird zu nahezu 90% zurück gespiegelt, wodurch es seinen wärmenden Energieeintrag in die Biosphäre nicht entfalten kann. Ein einmal ausgedehnter Gletscher hat daher die Tendenz, weiter abzukühlen und durch das über ihm entstehende Hochdruckgebiet in Verbindung mit tiefen Temperaturen sich weiter auszudehnen.
- Der Gletscher wirkt als Massespeicher. Wasser wird in Form von Eis in den Gletschern gespeichert und so dem Wasserreservoir vorübergehend entzogen. Dadurch werden Wassermassen oberhalb in fester Form gehalten, die sonst weltweit zu einem Ansteigen des Meeresspiegels führen würden. Dies gilt im Besonderen für den süd-polaren Bereich. (Das Nordpoleis schwimmt und ragt nur soweit aus dem Wasser, wie es seiner Verdrängung entspricht. Durch das Abschmelzen des Nordpolareises kann also der Wasserspiegel der Meere nicht ansteigen.) Die Wirkung des vermehrten Eintrags von Schmelzwasser auf die Meeresströmungen, insbesondere auf das Golfstromsystem, ist derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Heute schmelzen viele Gletscher in den Gebirgen aufgrund der Globalen Erwärmung. Sie sind ein Indikator für das Langzeitklima.

Gletscher als Landschaftsformer

Langzeitklima]] Gletscher sind bedeutende Landschaftsformer; insbesondere während der Eiszeiten wurden viele Gebirge umgeformt und das abgetragene Gestein an anderer Stelle als Moränen wieder aufgehäuft. Gletscher stellen auch eine sichere Wasserversorgung vieler Flüsse in der niederschlagsarmen Sommerzeit dar. In den Polargebieten münden viele Gletscher direkt ins Meer. Das von ihnen abbrechende Eis (Kalben des Gletschers) wird zu Eisbergen. Tafeleisberge haben einen anderen Entstehungsmechanismus. 10 % (15.000.000 km²) der Erdoberfläche werden zurzeit von Gletschereis bedeckt, während der letzten Eiszeit waren es 32 %. In Gletschern wird 75 % des Süßwassers gespeichert. Bei einem Abschmelzen des gesamten Gletschereises würde sich der Meeresspiegel weltweit um 70 m anheben. Das Eis in der Antarktis ist zum Teil über 40 Millionen Jahre alt. Ohne den schweren Eispanzer würden sich Teile der Antarktis aufgrund der Isostasie um bis zu 2.500 Meter anheben. Wird das Eis durch den Eigendruck stark komprimiert, verkleinern sich die Lufteinschlüsse in der Kristallstruktur. Dadurch werden alle Farben absorbiert, lediglich der blaue Anteil wird reflektiert: das Eis schimmert bläulich. Das letzte markante Gletscherwachstum fand während der „kleinen Eiszeit“ statt und endete vor etwa 150 Jahren. Seitdem verkleinert sich die Gletschermasse kontinuierlich, mit einem jedoch stark erhöhten Abschmelzen in den letzten Jahrzehnten. Die Vorstellung, dass Gletscher die Landschaften dieser Erde wesentlich geformt haben, ist jedoch noch nicht sehr alt: Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein hielten die meisten Gelehrten daran fest, dass die Sintflut die Gestalt der Erde prägte. Die Schweizerische Naturforschende Gesellschaft schrieb jedoch 1817 einen Preis für ein Thesenpapier zu dem Thema aus "Ist es wahr, dass unsere höheren Alpen seit einer Reihe von Jahren verwildern?" Und spezifizierte weiterhin, dass " eine unpartheyische Zusammenstellung mehrjähriger Beobachtungen über das teilweise Vorrücken und Zurücktreten der Glescher in den Quertälern, über das Ansetzen und Verschwinden derselben auf den Höhen; Aufsuchung und Bestimmung der hier und da durch die vorgeschobenen Felstrümmer kenntlichen ehemaligen tiefern Grenzen verschiedener Gletscher" gesucht sei. Ausgezeichnet wurde 1822 eine Arbeit von Ignaz Venetz, der auf Grund der Verteilung von Findlingen und Moränen schloss, dass einst weite Teile Europas vergletschert waren. Seine These fand jedoch nur Gehör bei Jean de Charpentier, der wiederum 1834 diese These in Luzern vortrug und dem es gelang, Louis Agassiz davon zu überzeugen. Dem rhetorisch begabten Agassiz, der in den nachfolgenden Jahren intensive Studien zur Gletscherkunde betrieb, gelang es schließlich diese Auffassung als allgemeine Lehrmeinung durchzusetzen.

Gefahren durch Gletscher

Die von Gletschern ausgehenden Gefahren werden nach der Ursache in 3 Kategorien eingeteilt: Gefahren durch Längen- und Geometrieänderungen, Gefahren durch Gletscherhochwasser, Gefahren durch Gletscher- und Eisstürze. Durch Geometrieänderungen können Bauwerke, die sich unmittelbar am Gletscherrand befinden, gefährdet sein. Nach Gletscherrückgang freigelegte Moränen und Felswände können instabil werden, so dass es zu Rutschungen und Hangabstürzen kommt. Gletscherhochwasser sind nicht niederschlagsbedingte Hochwasserereignisse, die durch plötzliche Entleerung von durch den Gletscher aufgestaute Seen oder im Gletscher gespeicherten, verborgenen Wassertaschen entstehen. Diese Ausbrüche verursachen oft verheerende Flutwellen, die zu großen Schäden im Tal führen. Bei Hängegletschern kommt es regelmäßig zu großen Eisabbrüchen. Dadurch ausgelöste Eislawinen können eine Gefahr für Siedlungen und Verkehrswege darstellen.

Rekorde und andere Infos

Louis Agassiz Größe:
- der größte Gletscher der Erde (ohne Inlandeis) ist der Lambert-Gletscher (Antarktis)
- der größte außerpolare Gebirgsgletscher der Erde ist mit 4.275 km² Fläche der Malaspina (Alaska)
- der größte europäische Gletscher ist mit 8.200 km² Fläche der Austfonna (Svalbard/Norwegen)
- der größte europäische Festlandgletscher ist mit ca. 500 km² Fläche der Jostedalsbreen (Norwegen)
- der größte und längste Alpen-Gletscher ist der Aletschgletscher (117,6 km² / 23,6 km)
- der größte Gletscher in Deutschland ist der Schneeferner an der Zugspitze
- der größte Gletscher in Österreich ist die Pasterze am Großglockner
- der größte Gletscher Südamerikas ist das Campo de Hielo Sur in Chile Talhöhe:
- der in den Alpen am tiefsten in ein Tal reichende Gletscher ist mit bis etwa 1.400 m ü. NN der Glacier des Bossons am Mont Blanc Äquatornähe:
- die äquatornächsten Gletscher befinden sich auf dem Mount-Kenya-Massiv (Afrika)
- der äquatornächste Gletscher, der sogar ins Meer kalbt, ist der Ventisquero San Rafael, ein Teil des Campo de Hielo Norte (Chile) nahe des 45. südlichen Breitengrads (entspricht auf der Nordhalbkugel etwa der Lage von Mailand) Fließgeschwindigkeit:
- der am schnellsten fließende Gletscher der Erde ist der Kutiah Gletscher (Pakistan); 1953 wurde eine Fließgeschwindigkeit von 12 km in drei Monaten gemessen, das entspricht im Durchschnitt 112 m pro Tag.
- Alpen-Gletscher bewegen sich mit 30 bis 150 m pro Jahr
- Himalaya-Gletscher fließen mit 500 bis 1.500 m im Jahr, also 2 bis 4 m am Tag
- Grönland-Gletscher bewegen sie sich 3 bis 10 km pro Jahr bzw. zirka 10 bis 30 m am Tag

Literatur


- Erich Obst, Josef Schmithüsen, Friedrich Wilhelm: Lehrbuch der Allgemeinen Geographie, Bd.3/3, Schneekunde und Gletscherkunde; Gruyter Verlag; 1974; ISBN 3110049058

Siehe auch


- Gletscherschmelze - Das durch den Klimawandel verursachte Abschmelzen der Gletscher
- Exaration - Prozes der Gletschererosion
- Glazialmorphologie - Aufbau der Gletscher
- Gletschermilch - Endmoräne - Mittelmoräne - Gletscherzunge - Gletscherspalte - Bergschrund - Randkluft - Toteis - Nunatak - Glaziale Serie
- Gletscherforscher: Louis Agassiz
- Verschiedene Gletscher (siehe Kategorie Gletscher): Wildspitze - Schneeferner - Malaspinagletscher - Liste der Schweizer Gletscher

Weblinks


- [http://www.awi-bremerhaven.de/GPH/eLEARN/Gletscher.html Glaziologie für Anfänger beim Alfred Wegener Institut]
- [http://www.glaciers-online.net/ Glaciers-online: Grosser Gletscherkunde-Site, derzeit nur auf Englisch]
- [http://www.gletscherarchiv.de/ Dokumentation des Gletscherrückgangs] ! ! Kategorie:Geologie Kategorie:Geomorphologie Kategorie:Physische Geographie

Langjökull

Der Langjökull ist mit ca. 940 km² der zweitgrößte Gletscher Islands. Er liegt im westlichen Teil des Isländischen Hochlands. Man kann ihn deutlich vom Haukadalur aus sehen, wo an trüben Tagen die Horizontlinie kaum von seinem Eis zu unterscheiden ist. Haukadalur Mindestens zwei Vulkansysteme liegen unter diesem Gletscher, ein westliches und ein östliches. Das westliche befindet sich unter dem Prestahnúkur, das andere unter dem Þjófadalur. Der vom Haukadalur aus zu sehende Gebirgszug, der zum Gletscher gehört, Jarlhettur ist ein Tuffsteinrücken. Manchmal werden die Vulkansysteme des Langjökull und des benachbarten Hofsjökull als eigener Vulkangürtel gesehen, der sog. Mittelisländische Gürtel. Ein Zugang zum Langjökull besteht z.B. auch über die Kaldidalur-Hochlandpiste. Die Hochlandpiste Kjölur führt zwischen ihm und dem Hofsjökull hindurch.

Siehe auch


- Gletscher Islands
- Vulkane Islands
- Geographie Islands

Weblinks


- http://www.isafold.de/langhof97 Bericht über eine Trekkingtour mit Photos Kategorie:Gletscher in Island

Vegetation

Die Vegetation ist die Gesamtheit der Pflanzengemeinschaften, die in einem Gebiet oder auch in einem Teilraum wachsen. Die Vegetation wird geprägt durch Klima, Boden, Relief, Gestein, Wasserhaushalt und durch die Einflüsse von Feuer, von Tieren und Menschen. Die durch das Großklima beeinflussten Vegetationsformationen sind auf der Erde zonal angeordnet (Vegetationszonen). Kategorie:Geobotanik

Landmannalaugar

Landmannalaugar (isl. ="die warmen Quellen der Menschen vom Land") ist ein Gebiet nahe dem Vulkan Hekla im Süden von Island. Die Gegend gilt als eine der schönsten der Insel, was sie vor allem den zahlreichen vulkanischen Erscheinungen und nicht zuletzt den sehr farbigen Bergen zu verdanken hat. Graublaue Ascheströme färbten den Vulkan Bláhnjúkur. Rötlich-braune Hänge (Rhyolithgestein) findet man z.B. an dem Vulkan Brennisteinsalda, die aber auch graublau gestreift erscheinen. Und außerdem setzen grüne Moose und weiße Schneereste, die selbst im Hochsommer vorhanden sind, weitere Farbakzente. Ein Obsidianlavafeld reicht von den Solfataren an der Brennisteinsalda bis zum Fluss, wo eine Hütte des Isländischen Wandervereins steht und man in einem dampfenden Bach baden kann. Isländischen Wandervereins In der Nähe von Landmannalaugar liegt der reizvolle See Frostastaðavatn. Berühmt ist der Trekkingweg Laugavegur, der von hier über Þórsmörk weiter bis nach Skógar an die Küste führt.

Weblinks

Vgl. z.B. D. Graser:
- http://www.isafold.de/strutsstigur02/mg_landmannalaugar.htm (Fotos von Trekkingtour)
- [http://www.iceland.de/index.php?id=126 Landmannalaugar] Weitere Fotos:[http://www.isafold.de/sprengisandur96/img_bogi.htm] [http://www.isafold.de/sprengisandur96/img_laugahraun.htm] [http://www.isafold.de/sprengisandur96/img_landmannalaugar.htm]
- [http://gis.bofh.is/ornefnaskra/ (Suchmaschine m. Islandkarte)] Kategorie:Geographie (Island) Kategorie:Naturschutzgebiet

Askja

Der Begriff meint zweierlei: 1) Das Vulkansystem Askja; 2) den Berg Askja (s. Photo).

Das Vulkansystem Askja

Das Vulkansystem der Askja liegt im isländischen Hochland und erstreckt sich vom Berg Askja selbst, der in ca. 40 km Entfernung südwestlich vom Tafelberg Herðubreið und der Oase Herðubreiðarlindir liegt, bis zur Halbinsel Malrekkaslétta. Damit handelt es sich um das längste Vulkansystem im Nordosten Islands. Die Hauptkrater sind die Dingjufjöll. Der höchste Berg ist mit 1510 m der Þorvaldstindur.

Der Berg Askja

Der Berg Askja besteht aus einer großen Caldera (ca. 45 km²), in der zwei Seen liegen, darunter der Öskjuvatn, der mit 220 m als der tiefste See Islands gilt. Er entstand ebenso wie der kleinere Víti-Krater bei einer gewaltigen Eruption im Jahre 1875. Der Aschenregen war besonders in den Ostfjorden so heftig, dass Weideland auf längere Zeit hinaus vergiftet wurde und zahlreiche Menschen auswanderten. Der Vulkan war vorher praktisch gar nicht bekannt gewesen. Im Jahre 1907 verunglückten auf dem Öskjuvatn zwei deutsche Forscher, Walter von Knebel und Max Rudloff, auf einer Expeditionsfahrt. Die Verlobte Knebels, Ina von Grumbkow startete ihrerseits in den nächsten Jahren zwei Expeditionsfahrten, um etwas über ihr Schicksal zu erfahren, was ihr aber nicht gelang. An den Fahrten nahm sie selber teil, eine sehr ungewöhnliche Tat für eine Frau der damaligen Zeit, und schrieb ein Buch darüber: vgl. [http://isafold.de/klassiker/grumbkow/default.htm]. Auf dem Weg zur Askja kommt man an der Drekagil, der Drachenschlucht, vorbei, die ihren Namen nicht zu Unrecht trägt. Nicht weit entfernt von der Askja liegt ein weiteres vulkanisches Gebirge, die Kverkfjöll.

Der Begriff Askja

Er gilt in der nordischen Mythologie als Asgard, als Heimat der Asengötter und Hochsitz Odins. Der Name der Gegend bezieht sich aber auf das isländische Wort askja, das in allgemeiner Sprache "Schachtel", in der Geologensprache jedoch "Caldera (Krater)" bedeutet.

Siehe auch


- Vulkane Islands

Weblinks


- [http://www2.norvol.hi.is/page/ies_askja Beschreibung] (englisch)
- [http://volcano.und.edu/vwdocs/volc_images/img_askja.html zum Vulkanismus der Gegend] (englisch)
- [http://www.iceland.de/index.php?id=118 Die Askja (deutsch)] Photos: [http://isafold.de/panorama/panorama.htm Panorama] [http://www.bildungsservice.at/faecher/geo/Staaten%20und%20Landschaften/Island/Island%202/Island%202000-0010%20-%20Askja%20-%20Kratersee%20Víti.JPG Víti-Krater][http://www.island-photogalerie.de/pDrekagil.htm Drekagil] Kategorie:Geographie (Island) Kategorie:Vulkan

Herðubreið

Die Herðubreið (1682 m) gilt mit ihrer auffälligen Form eines Tafelbergs als die Königin der Berge Islands. Sie liegt im isländischen Hochland in der Wüste Ódáðahraun (= Missetäterwüste), nicht weit entfernt von der Askja. Die Wüste besteht aus sehr ausgedehnten, meist schwarz-grau gefärbten Lavafeldern, die unter anderem auf Ausbrüche des Schildvulkans Trölladyngja zurückzuführen sind. Da der Berg sehr steile und gleichzeitig brüchige Hänge hat, wurde er erst 1908 zum ersten Mal bestiegen. Am Fuß des Berges liegt die Oase Herðubreiðarlindir, von der aus man Wanderungen starten kann. [http://isafold.de/bruarjokull03/img_herdubreidarlindir.htm] In früheren Zeiten lebten hier Geächtete, die wegen Verbrechen aus der Gesellschaft ausgeschlossen waren. So auch Islands gekanntester Verstoßener Fjalla Eyvindur mit seiner Frau Hella.

Siehe auch

Vulkane Islands

Weblinks


- [http://www.iceland.de/index.php?id=117 Die Herðubreið - Beschreibung und Bilder] - Bilder:
- http://isafold.de/lonsoraefi98/img_herdubreid.htm (Photo)
- http://isafold.de/panorama/panoram.htm (über Askja)
- http://www.listasafn.is/safn_asgrims/as_staekkanir/herdubreid.htm (Gemälde v. A. Jónsson) - Zum Vulkanismus:
- http://volcano.und.nodak.edu/vwdocs/volc_images/img_herdubreid.html (engl.) Kategorie:Vulkan Kategorie:Berg in Island

Kjölur

Der Hochlandweg Kjölur genauer der Kjalvegur ist mit etwa 160 km die zweitlängste und mittlere der Hochlandpassage von Island. Sie beginnt im Haukadalur kurz hinter dem Wasserfall Gullfoss, verläuft zwischen den Gletschern Langjökull, der seinen Namen nicht zu Unrecht trägt, und Hofsjökull. Schließlich endet sie in der Nähe von Blönduós im Norden der Insel. Dieser Weg ist jetzt mit Nummer 35 (früher F37) in den Karten gekennzeichnet, ist also keine Hochlandpiste Fjallavegur mehr Die Route ist vermutlich schon seit der Frühzeit der Besiedelung bekannt gewesen. Westlich der heutigen Piste verläuft der alte Kjalvegur und wird immer noch von Trekkingfreunden und Reitern benutzt. Nachdem im Oktober 1780 fünf Reiter mit ihren Pferden und über 150 Schafen hier (Beinahóll/Knochenhügel) in einem Schneesturm umgekommen sind, geriet die Route für ca. 100 Jahre in Vergessenheit. Sie wurde allerdings gegen Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und neu gekennzeichnet. 19. Jahrhunderts Heute erfreut sich die Route auch bei Touristen zunehmender Beliebtheit, weil keine Flüsse oder großen Bäche mehr gefurtet werden müssen. Die Piste ist planiert oder aus Schotter das Fahren braucht also seine Zeit. Die Flussdurchfahrten waren hauptsächlich im Teil nördlich von Hveravellir. Das muß man heute nicht mehr, aber wenige Flußdurchfahrten sind für Allradfahrzeuge noch möglich. Im nördlichen Teil wurde der Fluss Blanda zu einem Wasserkraftwerk aufgestaut. Ungefähr in der Mitte der Strecke liegt Hveravellir, der Ort der heißen Quellen, der sich gut für Pausen und ein heißes Bad anbietet. (Photos) [http://isafold.de/langhof97/img_hveravellir2.htm] [http://volcano.und.edu/vwdocs/volc_images/img_hveravellir.html][http://www2.fht-esslingen.de/~kerler/island/tn/hveravellir2.jpg.html] Wenn man aus Süden kommt, biegt kurz vor Hveravellir die Piste zu den Kerlingarfjöll nach Nordosten ab, ein sehenswertes Gebirge mit vulkanischen Erscheinungen. Besonders imposant ist dabei eine Flusspassage oben neben dem Wasserfall Gýgjarfoss. Weitere auch schwierigere Flussdurchfahrten folgen. In etwa parallel zur Kjölur verläuft die Sprengisandur-Piste östlich des Hofsjökull durch das isländische Hochland.

Weblinks


- [http://isafold.de/kjolur97/default.htm Skitour über den Kjalvegur, Beschreibung mit Photos]
- [http://www.skandinavien.de/Laender-Regionen/Island/Hochlandstr.htm Beschreibung der Hochlandpisten]
- [http://www3.vegag.is Befahrbarkeit der Straßen/ engl.u.isl.]
- [http://www.iceland.de/index.php?id=98 Die Kjölur-Hochlandpiste]
- [http://www.vegagerdin.is/vefur2.nsf/pages/fu_umf_myndir_hveravellir.html Webcam in Hveravellir]
- [http://www.riding.is Hestasport | Island im Sattel]
- [http://www.hveravellir.is/thyska/forsida.html über Hveravellir] Kategorie:Geographie (Island)



Furt

Als Furt bezeichnet man eine flache Stelle in einem Bach- oder Flusslauf, an denen das Gewässer zu Fuß oder mit Fahrzeugen überquert werden kann. An Furten von Flüssen entstanden unter anderem im Mittelalter zahlreiche Städte. Das Durchqueren dieser Stelle wird auch furten genannt. Mittelalter Als Furten wurden auch die Flussquerungen bezeichnet, die sich dadurch auszeichneten, dass sie leicht zu erreichen waren. Dies trifft besonders auf sumpfige Gebiete in der norddeutschen Tiefebene zu. Ein Beispiel ist die sumpfige Flussaue der Randow, die nur an einer Stelle einen "trockenen" Uferzugang bot, an dieser Stelle wurde Löcknitz angelegt. In englischsprachigen Ortsbezeichnungen wird auf denselben Umstand mit der Namensergänzung "-ford" hingewiesen, siehe z.B. Oxford, Stratford. Beispiele:
- Bad Salzdetfurth
- Erfurt
- Frankfurt (beispielsweise Frankfurt am Main, Frankfurt an der Oder)
- Ochsenfurt
- Schweinfurt Siehe auch: Furth Kategorie:Gewässer

Blöndulón

Beim Blöndulón handelt es sich um einen ziemlich großen Stausee (57 km2) an der Kjölurroute im isländischen Hochland. Er liegt ca. 25 km nördlich von Hveravellir. Seine Tiefe beträgt 39 m. Um den See zu schaffen, wurde der Fluss Blandá bei Reftjarnarbungu, etwa in der Mitte zwischen Quelle und Mündung aufgestaut. Ein weiterer Staudamm wurde an den Quellen der Kolkukvíslar errichtet und das Wasser von dort über eine 25 km lange Zuleitung, die auch andere Zuflüsse aufnimmt, in den Stausee geleitet. Das dazugehörige Kraftwerk ist etwas ungewöhnlich. Es liegt in 200 m Tiefe in einer künstlichen Höhle und ist nur über einen Lift und einen 800 m langen befahrbaren Tunnel zugänglich. Das Kraftwerk wurde 1991 in Betrieb genommen. Um einen Ausgleich für das unter dem Stausee verschwundene Land zu schaffen, hat Landsvirkjun, die zuständige Firma, Wiederbepflanzungsprojekte in der Umgebung finanziert. Der See eignet sich gut zum Lachsfischen.

Siehe auch


- Liste der Seen in Island

Weblinks


- [http://www.lv.is/EN/category.asp?catID=295 Landsvirkjun, engl.] Blondulon Blondulon

Vatnajökull

Allgemeines

Der Vatnajökull (gesprochen vat'najö'küdll), dt. "Wassergletscher", ist der größte Gletscher Islands und liegt im Südosten der Insel. Der Vatnajökull ist gleichzeitig der volumetrisch größte Gletscher Europas. Mit seiner Fläche von rund 8.100 km² (etwa 8% der Fläche Islands) ist er jedoch nach dem Austfonna in Norwegen nur der flächenmässig zweitgrößte Gletscher Europas. Beide werden trotz ihrer Topographie, die eher derjenigen einer "Eiskappe" entspricht, als Gletscher bezeichnet. Die Mächtigkeit der Eisschicht beträgt bis zu 1.000 Meter. Einige der aktivsten Vulkane der Insel liegen unter dem Gletscher und zwischen ihnen ein ca. 500 - 800 m tiefes Tal. Seit dem 12. September 2004 liegen über 50 % des Vatnajökull im Skaftafell-Nationalpark, der bedeutend vergrößert wurde.

Vulkanische Aktivität

Die höchste Erhebung Islands mit 2.119 Meter ü.d.M., der Vulkan Hvannadalshnjúkur, befindet sich im Süden des Vatnajökull. Unter dem Gletscher gibt es abgesehen von diesem Berg noch einige andere aktive Vulkanzentren. Die Bárðarbunga ist zuletzt im September/Oktober 1996 ausgebrochen. Am bekanntesten sind jedoch die Grímsvötn, die auch der Ursprung des Gletscherlaufs der Skeiðará 1996 waren. Dort fand zudem am 1. November 2004 der neueste Ausbruch statt. Die Region mußte während dieser Eruption jedoch nicht evakuiert werden. Lediglich der Flugverkehr wurde teilweise umgeleitet. Bereits am 3. November waren in Finnland Aschepartikel der Eruption nachweisbar.

Geschichte des Gletschers

Entstehen und Wachsen

Wie viele andere Gletscher Islands entstand der Vatnajökull vor etwa 2.500 Jahren. Zur Zeit der Landnahme war der Gletscher bedeutend kleiner als heute. So lagen etwa die Esjufjöll (nicht zu verwechseln mit der Esja bei Reykjavík) außerhalb des eigentlichen Gletschers, während sie sich heute in dessen Mitte befinden. Reykjavík Im 13. Jahrhundert begann die sog. Kleine Eiszeit, die bis zum 20. Jahrhundert andauerte. Der Vatnajökull vergrößerte sich infolgedessen.

Verringerung der Eisfläche

Seit einigen Jahren verliert der Vatnajökull aber wie die meisten Gletscher an Größe. Als Gründe werden verschiedene angeführt: a) die Klimaveränderung: vgl. auch Treibhauseffekt. b) Anhebung des Landes: Dies hängt allerdings mit dem Abschmelzen zusammen. Die Schwere der Eiskappe, die auf dem Land lastet, verringert sich. Infolgedessen hebt sich das betroffene Land. Nach wissenschaftlichen Berechnungen geschieht dies beim Vatnajökull in folgender Grössenordnung (bzgl. der letzten 100 Jahre): in der Mitte ca. 100m, an den Kanten ca. 50 m, in Höfn í Hornfirði immer noch um 20 m und in einer Entfernung von 50 km vom Gletscher um ca. 5 m. c) vulkanische Aktivität in den letzten Jahren: Immerhin gehören die unter dem Gletscher liegenden Vulkane Grímsvötn und Bárðarbunga zu den aktivsten der Insel.

Siehe auch

Bárðarbunga
- Gletscher Islands
- Vulkane Islands
- Jökulsárlón
- Breiðárlón

Weblinks


- [http://www.isafold.de/vatnajokull04/img_vatnajokull.htm Bericht und Photos einer Gletscherüberquerung]
- http://www.iceland-forum.com/viewtopic.php?t=48
- [http://www.iceland.de/index.php?id=121 Vatnajökull (Island)]
- [http://isafold.de/panorama/panorama.htm Panoramabild] Kategorie:Gletscher in Island nb:Vatnajökull

Kárahnjúkar

Die Kárahnjúkar sind Vulkane (Hnjúkur = Berggipfel, Einzahl) im isländischen Hochland nördlich vom Vatnajökull mit 838 und 760 m Höhe. Dort wird derzeit ein großes Wasserkraftwerk gebaut, mit dessen Hilfe ein geplantes Aluminiumwerk am Reyðarfjörður arbeiten soll. Östlich und westlich der Gipfel werden zwei der drei riesigen Staumauern errichtet, die zur Elektrizitätserzeugung aus dem Stausee benötigt werden. Durch den Bau gehen große Naturflächen verloren, auf denen z.B. die Rentiere in Island den Winter verbringen. Durch den Stausee werden die Wassermengen des Flusses Jökulsá á Brú aufgestaut und durch einen langen Tunnel in den Fluss Lagarfljót geleitet. Von dem nächsten Gipfel, dem nur 682 m hohen Sandfell, wird nur noch die Spitze als Insel aus dem See ragen. Das Kraftwerk soll Energie für ein ebenfalls im Bau befindliches Aluminiumwerk der Firma Alcoa liefern. So sollen in dem Gebiet Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Bau des Kraftwerks erfolgt jedoch größtenteils mithilfe von ausländischen Firmen, darunter auch dem Hochtief-Konzern aus Essen. Der Betreiber ist das isländische Energieversorgungsunternehmen Landsvirkjun. Auch die politischen Entscheidungen, die zum Bau geführt haben, sind nicht unumstritten. Es ist geplant das Kraftwerk bis Oktober 2007 fertig zu stellen. Bis dahin werden geschätzte 1.000.000.000 Euro in den Bau geflossen sein. Hinzu kommen noch weitere Kosten für die Infrastruktur. Der Hauptstaudamm wird rund 730 m lang und 193 m hoch werden. Die Wasserzuleitungen für das Kraftwerk sind insgesamt rund 53 Kilometer lang und haben einen Durchmesser zwischen 7,2 - 7,6 m. Der Haupttunnel, Headrace-Tunnel, wird aufgrund seiner Länge von circa 39,6 Kilometern von drei Stellen aus gebaut. Ein weiterer, nur 13,3 Kilometer langer Tunnel, der Jökulsá-Tunnel, führt vom Ufsar zum Kraftwerk. Der Höhenunterschied zwischen dem Stausee und dem Kraftwerk beträgt fast 600 m. Das Kraftwerk ist auf 690 MW bei 4.600 GWh pro Jahr ausgelegt. Es gibt bereits zwei Aluminiumwerke in Island: in Straumsvík auf der Halbinsel Reykjanes nahe Hafnarfjörður und in Grundartangi am Hvalfjörður. Beide planen ihre Produktion in den nächsten Jahren auszuweiten.

Weblinks


- [http://www.karahnjukar.is/En/category.asp?catID=393 Seite von Landsvirkjun]
- [http://www.taz.de/pt/2003/07/30/a0134.nf/text Bericht in der TAZ]
- [http://www.guardian.co.uk/weekend/story/0,3605,1094541,00.html Ein englischer Bericht]
- [http://www.inca.is/show/ Photos der Umgebung vor dem Bau des Kraftwerks]
- [http://www.esri.com/mapmuseum/mapbook_gallery/volume19/images/large/elec_2a.jpg Karte] Kategorie:Berg in Island

Stausee

] Ein Stausee ist ein künstlich angelegter Wasserspeicher, der sich in einem Tal hinter einem Absperrbauwerk - zum Beispiel einer Talsperre oder Staustufe bzw. einem Wehr - befindet. Ein kleiner Stausee wird auch als Staubecken bezeichnet. Ein Stausee ist ein Teil einer Stauanlage.
Als Stausee wird teils auch ein auf natürliche Weise entstandener See hinter einem Bergsturz, einer Gletscherzunge oder einem Lavastrom bezeichnet.

Allgemeines

Beide zuvor genannte Arten - künstlich oder natürlich - hindern das Wasser von Fließgewässern und den direkt auf die Wasseroberfläche auftreffenden Niederschlag am Weiterfließen, bis es wegen Hochwasser bzw. zum Zweck der Elektrizitätsgewinnung an der Talsperre abgelassen werden muss oder auf natürliche Weise zum Beispiel über den Lavastrom überläuft. Während eine Talsperre mit ihrem Kraftwerk zum Zweck der Energieerzeugung errichtet wird, dient der Speicherraum eines Stausees dem Hochwasserschutz sowie der Trink- und Brauchwassergewinnung. Der eigentliche Stausee ist meist als Freizeit- und Erholungsgebiet ausgewiesen, so dass Wassersport der verschiedensten Art betrieben werden kann. Auch die Umgebung vieler Stauseen - Berge, Wälder und Orte - dient oft solchen Zwecken.

Siehe auch


- Liste der größten Stauseen der Erde
- Liste der Stauseen in Österreich
- Liste der Speicherseen in der Schweiz
- Liste der größten Talsperren der Erde
- Liste von Talsperren in Deutschland
- Liste der Talsperren der Welt ! Kategorie:Stausee

Kategorie:Geographie (Island)

Hier sollen alle Artikel eingeordnet werden, die die Geographie Islands oder einzelne in Island gelegene geographische Objekte behandeln. Eine Ausnahme bilden Artikel zu Ortschaften, die in die :Kategorie:Ort in Island gehören, und Artikel zu administrativen Einheiten. Artikel, die einzelne geographische Objekte behandeln, sollten gleichzeitig in die entsprechende Unterkategorie der :Kategorie:Geographisches Objekt eingeordnet werden. Island Geographie Island ko:분류:아이슬란드의 지리

Kategorie:Úmrtí 1899

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