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Islamischer Kalender

Islamischer Kalender

Kategorie:Kalender Der islamische Kalender rechnet nach Mondjahren; er ist ein reiner Mondkalender. Die islamische Zeitrechnung beginnt mit dem 1. Muharram, (16. Juli 622), dem Datum der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Muhammad aus Mekka. Weil das Mondjahr kürzer als das Sonnenjahr ist, wandern die Monate im Laufe mehrerer Jahrzehnte durchs Sonnenjahr, bis sie wieder zur gleichen Zeit, gemessen am Sonnenjahr, stattfinden. Der Fastenmonat Ramadan kann deshalb in jeder Jahreszeit zu liegen kommen. Für religiöse Zwecke ist in einigen islamischen Ländern ausschließlich die Beobachtung des Mondes entscheidend, andere Länder verwenden verschiedene astronomische Rechenweisen, um den Kalender im Voraus festlegen zu können. Daher kann der islamische Kalender in verschiedenen islamischen Ländern teilweise um 1 bis 2 Tage voneinander abweichen. Der neue Monat beginnt, wenn die Mondsichel nach Neumond wieder sichtbar ist (= Neulicht). Nach Angaben des Astronomen Al-Biruni wurde der islamische Kalender im Jahr 638 vom zweiten Kalifen Umar Ibn al-Chattab eingeführt. Als Beginn der Datierung legte man den Tag der Ankunft des Propheten Muhammad in Medina fest. Nach astronomischer Chronologie war das der 15. Juli 622, aufgrund kleiner Abweichungen der Mondphasen gegenüber dem Kalender setzte man in späterer Zeit den 16. Juli als Datum der Hidschra an. Lange Zeit offizielle Zeitrechnung in islamischen Ländern, wird der islamische Kalender im Wirtschaftsleben von der westlichen Zeitrechnung zunehmend verdrängt. Da sich die religiösen Feiertage im Islam nach ihm bestimmen, spielt er jedoch als Festkalender immer noch eine bedeutende Rolle. Die wichtigsten Monate sind der Fastenmonat Ramadan und der Monat der Pilgerfahrt (Haddsch), dhu l-hidschdscha. Das Opferfest (Id al-adha) am 10. dhu l-hidschdscha ist der höchste Feiertag der Muslime, gefolgt vom Fest des Fastenbrechens (Id al-fitr) am Ende des Ramadan. Am 12. rabi' al-auwal feiern die Muslime den Geburtstag des Propheten (Mawlid an-Nabi). In den ersten zehn Tagen des Monats muharram begehen die Schiiten ihr höchstes Fest, die Aschura-Riten, in denen sie mit Prozessionen, Passionsspielen und Geißelungen des Todes des Imams Al-Husain in der Schlacht von Kerbela gedenken.

Monate

:muharram, محرم :safar, صفر :rabi' al-auwal, ربيع الاول :rabi' ath-thani, ربيع الثاني :dschumada al-auwal, جمادى الاولى :dschumada ath-thani, جمادى الثانية :radschab, رجب :scha'ban, شعبان :Ramadan, رمضان :schauwal, شوال :dhu l-qa'da, ذو القعدة :dhu l-hiddscha haddsch, ذو الحجة Ein islamischer Monat beginnt immer mit der Sichtung der jüngsten Mondsichel (hilal). Besonders wichtig ist dies für den Fastenmonat Ramadan. Die Länge jedes Monats ist je nach Mondstellung 29 oder 30 Tage.

Wochentage

Sie werden (wie auch im Judentum und in vielen westlichen Ländern, z. B. in den USA, Portugal und früher auch in Deutschland üblich) beginnend mit Sonntag und endend mit Samstag gezählt. Der Freitag ist also zwar der wöchentliche Feiertag, aber nicht der letzte Wochentag im islamischen Kalender! :Sonntag: yaum al-ahad يوم الأحد :Montag: yaum al-ithnayna يوم الإثنين :Dienstag: yaum ath-thalatha يوم الثُّلَاثاء :Mittwoch: yaum al-arba`a يوم الأَرْبعاء :Donnerstag: yaum al-hamis يوم خَمِيس :Freitag: yaum al-dschum`a يوم الجُمْعَة :Samstag: yaum as-sabt يوم السَّبْت

Umrechnungsformel

Mit den folgenden Näherungsformeln lassen sich islamische Jahreszahlen in gregorianische umrechnen und umgekehrt: C \approx \frac + 622 H \approx \frac C (Jahr nach christlicher Zeitrechnung), H (Jahr nach der Hidschra) Der Editor Emacs kann in seinem Tagebuch islamische Datumsangaben konvertieren.

Siehe auch


- Zeitrechnung, Kalender, Jüdischer Kalender, Christlicher Kalender, Chinesischer Kalender, v. u. Z., v. d. Z., v. Chr., n. u. Z., n. d. Z., n. Chr.

Weblinks


- [http://www.ori.unizh.ch/hegira.html Online-Umrechner des Orientalischen Seminars der Universität Zürich] Kategorie:Islam Kategorie:Kalender ja:ヒジュラ暦 ms:Takwim Hijrah th:ปฏิทินฮิจญ์เราะหฺ

Kategorie:Kalender

Hauptartikel dieser Kategorie: Kalender, Jahreskalender, Historische Jahrestage, Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende Diese Kategorie ist, unter anderem, Teil der Grundsystematik Astronomie, wo auch Tipps zum Kategorisieren von Artikeln und Anlegen neuer Kategorien im Bereich Astronomie gegeben werden. Kategorie:Astronomischer Zeitbegriff Kategorie:Geschichte nach Zeitabschnitten Kategorie:Zeitbegriff ja:Category:暦法 ko:분류:달력 th:Category:ปฏิทิน

Mondkalender

Bei einem Mondkalender ist das Jahr in Perioden eingeteilt, die gleichen Mondphasen entsprechen. Die gleiche Mondphase tritt nach jeweils ca. 29,5 Tagen wieder auf. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, haben Mondkalender meist Monate mit abwechselnd 29 und 30 Tagen. Das ergibt für ein Mondjahr mit 12 Monaten eine Länge von 354 bis 355 Tagen. Deshalb ist das Mondjahr ca. 10 bis 12 Tage kürzer als das Sonnenjahr.

Mondkalender zur Zeitmessung

Es gibt zwei Formen des Mondkalenders: Freie Mondkalender versuchten nur eine Übereinstimmung zwischen Tagen und Monaten herzustellen, gebundene oder Lunisolarkalender versuchten darüber hinaus, Monate und das Sonnenjahr in Einklang zu bringen. In einem freien Mondkalender wandern die Jahreszeiten kontinuierlich durch das ganze Jahr. Das stellte für Nomadenvölker kein Problem dar, aber sesshafte Völker, die ihre Pflanz- und Erntezeiten planen mussten, konnten damit nur schlecht leben. Dies führte schließlich zur Entwicklung von Sonnenkalendern. Beispiele für den freien Mondkalender sind der ursprüngliche Römische Kalender und der Islamische Kalender. Beispiele für den Lunisolarkalender sind der Jüdische Kalender, der Chinesische Kalender und teils der Griechische Kalender.

Volksglaube

Schon seit Jahrhunderten finden bestimmte Mondphasen (zu- und abnehmend, auf- und absteigend) bei den land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten in und mit der Natur Beachtung. Nach alter Überlieferung sollte man die bestimmte Arbeiten stets zum „richtigen Zeitpunkt“ erledigen, denn es gibt sowohl „gute“ wie auch „schlechte“ Zeitpunkte. So soll beispielsweise das Ernten und Einlagern von Getreide generell bei abnehmendem Mond geschehen. Das Getreide sei dann haltbarer und nicht so anfällig für Käfer- und Schimmelbefall. Die Aussaat von Halmfrüchten (Getreide) solle dagegen generell bei zunehmendem Mond erfolgen, und zwar bevorzugt dann, wenn der Mond in einem Feuerzeichen (Fruchtzeichen) stehe. Dies ermögliche rasches und sicheres Auflaufen, schnellen Bodenschluss und dadurch verringerte Erosionsanfälligkeit. Auch verschiedene magische Gemeinschaften richten sich für Feiern oder Rituale nach dem Mondkalender.

Landbauliche Mondkalender

Seit etwa den 1980er Jahren erfährt die Beachtung dieser „Zeitqualität“ über die im Handel erhältlichen „Mondkalender“ eine neue Renaissance. Diese Werke sind hinsichtlich der Beachtung der Mond-Konstellationen teilweise sehr detailliert ausgearbeitet. Hier ein [http://www.forstverein.it/download/18v18d455.pdf Beispiel] für den forstlichen Mondkalender. Während in der Wissenschaft ein Einfluss der Mondphasen (synodischer Mondumlauf) nur auf die Gezeiten und daran gekoppelte Rhythmen von Meereslebewesen nachgewiesen ist, sind Einflüsse auf die menschliche Psyche nicht nachzuweisen, der Glaube daran aber weit verbreitet. Zu einen eventuellen Einfluss des anomalistischen Mondrhythmus (Abstand des Mondes zur Erde) und den tropischen (auf- und absteigenden Mond) gibt es keine sichere Bestätigung. Folgende Mondrhythmen sind jedoch nach Volksglauben und Astrologie – nach unter abnehmend – für das Pflanzenwachstum relevant: # Phasen der Zu- und Abnahme des Mondes (= synodischer Mondrhythmus) # Unterschiedliche Erdentfernung des Mondes zur Erde (=anomalistischer Mondrhythmus) # Auf- und absteigender Mond im Tierkreis (= tropischer Mondrhythmus) # Mondstände in den Tierkreiszeichen (= siderischer Mondrhythmus)

Verschiedene Methoden

Innerhalb der astrologischen bzw. astronomischen Agrarforschung gibt es erhebliche Unstimmigkeiten in der Methodik. Auf der einen Seite stehen die Erfahrungen von Thun (2001), auf der anderen Seite Untersuchungen, die überwiegend die Thun’schen Versuchsergebnisse nicht nachvollziehen konnten. Spiess (1994) konnte in seinen mehrjährigen Versuchen die Thun’schen Aussaat-Empfehlungen zu lunaren Rhythmen nicht bestätigen. Er führt dies darauf zurück, dass Frau Thun sich nach den Sternbildern, er hingegen – wie auch Paungger & Poppe (1991) – sich nach den Tierkreiszeichen ("Sternzeichen") richtet. Zwischen Sternbildern und Tierkreiszeichen besteht aber derzeit ein Unterschied von etwa 30 Bogengraden, was beim Mondumlauf einen Zeitunterschied von durchschnittlich 2,3 Tagen ausmacht. Innerhalb der mondbezogenen Agrarforschung gibt es also zwei widersprüchliche Betrachtungsweisen. Thun beispielsweise orientiert sich an der indischen Astrologie (sog. „siderischer“ Tierkreis), Paunnger & Poppe dagegen am Analogieprinzip der westlichen Astrologen und damit an den Tierkreiszeichen (sog. „tropischer“ Tierkreis). Ein Beispiel aus dem Mondkalender 2001: Nach Paungger & Poppe stünde in Deutschland ein zunehmender Mond vom 4. April 20 Uhr bis 6. April 23 Uhr (also gut 2 Tage lang) im Zeichen Jungfrau, wogegen er nach Thun in dieser Zeit noch im Löwen stünde und erst am 6. April 12 Uhr in das Jungfrau-Zeichen einträte (bezogen auf mitteleuropäische Sommerzeit). Die jeweils empfohlenen Termine liegen bis zu drei Tage auseinander.

Literatur


- Briemle, G. (2002): Der Unterschied zwischen Sternzeichen und Sternbildern. - Oberösterreichischer Volkskalender 2002: 71-78, Verlag Oberösterr. Bauernbund, Linz.
- Paungger, J. & T. POPPE (1993): Vom richtigen Zeitpunkt. Die Anwendung des Mondkalenders im täglichen Leben. – Hugendubel-Verlag, München
- Spiess, H. (1994): Chronobiologische Untersuchungen mit besonderer Berücksichtigung lunarer Rhythmen im biologisch-dynamischen Pflanzenbau. – Schr. R. f. Biologisch-Dynamische Forschung, Bd. 3, Darmstadt
- Thun, M. & M.K. Thun (2001): Aussaattage. – M. Thun-Verlag, Biedenkopf, 60 S.

Links


- http://vrz.net/mond/ Mondkalender sowie nützliche Hintergrundinformationen zum Thema
- http://www.der-mondkalender.at/ Mondkalender in 4 Designvarianten mit Informationen rund um dem Mond Kategorie:Kalender ja:太陰暦

16. Juli

Der 16. Juli ist der 197. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 198. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 168 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 622 - Ende der Flucht des Propheten Mohammed aus Mekka, Ankunft in Medina; dieses Datum markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung.
- 1050 - Erste urkundliche Erwähnung der Stadt Nürnberg in der sog. Sigena-Urkunde
- 1054 - Morgenländisches Schisma - Trennung von Ost- und Westkirche (Vorlegung der Exkommunikationsbulle für Patriarch Michael I. in der Hagia Sophia in Konstantinopel).
- 1212 - Bei Las Navas de Tolosa (Andalusien, Spanien) besiegen die Truppen der verbündeten Königreiche von Kastilien, Aragon und León unter Alfons VIII. die maurischen Almohaden unter Kalif Muhammad an-Nasir; eine der entscheidenden Schlachten im Verlauf der "Reconquista".
- 1519 - Beendigung der Leipziger Disputation
- 1782 - Mozarts Oper "Die Entführung aus dem Serail" wird im Wiener Burgtheater uraufgeführt.
- 1918 - Die russische Zarenfamilie mit vier Bediensteten wird in Jekaterinburg von den Bolschewiki ermordet.
- 1918 - Haiti erklärt Deutschland den Krieg.
- 1935 - In Oklahoma City wird die erste Parkuhr der Welt aufgestellt.
- 1942 - Auf Anordnung der Vichy-Regierung unter Pierre Laval treibt die französische Polizei 13.000 bis 20.000 Juden in einem Stadion zusammen.
- 1945 - Trinity-Test: Der Welt erste Atombombe wird in New Mexico (USA) gezündet.
- 1965 - Eröffnung des Mont-Blanc-Tunnels (Frankreich/Italien).
- 1969 - Start von Apollo 11 zur ersten Landung auf dem Mond.
- 1976 - Suriname wird Mitglied in der UNESCO.
- 1978 - Weltwirtschaftsgipfel in Deutschland.
- 1979 - Saddam Hussein wird irakischer Präsident.
- 1981 - Bulgarien. Grischa Filipov wird Regierungschef.
- 1990 - Helmut Kohl besucht Michail Gorbatschow in Russland und verhandelt mit ihm über die deutsche Wiedervereinigung.
- 1994 - In Ruanda endet der Bürgerkrieg.
- 2001 - Die beiden Staatspräsidenten Wladimir Putin, Russland, und Jiang Zemin, Volksrepublik China, unterzeichnen in Moskau einen neuen Freundschafts- und Kooperationsvertrag.
- 2005 - Bei einem Anschlag auf einen Touristenbus im türkischen Kuşadası sterben 4 Menschen, 14 werden verletzt.

Katastrophen


- 1865 - Eisenbahnunglück in Magdeburg-Buckau. Ein Sonderzug mit Eisenbahnmitarbeitern fährt am späten Abend auf einen stehenden mit Kohle beladenen Güterzug auf. 29 Tote und 50 Schwerverletzte.
- 1934 - In Kummersdorf sterben bei der Explosion eines mit Wasserstoffperoxid betriebenem Raketentriebwerk Dr. Kurt Wahmke und 2 Techniker.
- 1935 - Erdbeben der Stärke 6,5 auf Taiwan ca. 2.700 Tote
- 1940 - Im Nebel kollidiert der britische Zerstörer "Imogen" im Pentland Firth mit einem anderen Schiff und sinkt. 18 Tote
- 1955 - In San Bernardo, Chile ereignet sich ein schweres Zugunglück.
- 1956 - Rio Cuarto, Argentinien. Eine Douglas DC-3 der argentinischen Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas machte ein Bruchlandung. Alle 18 an Bord befindlichen Personen starben.
- 1961 - Azul, Brasilien. Absturz einer Boeing 707 der Argentine Airlines.
- 1990 - Erdbeben der Stärke 7,8 auf Luzon, Philippinen, 1.621 Tote.
- 2001 - Volksrepublik China. Wassereinbruch in einer Mine in der Provinz Guangxi. Über 200 Tote.

Sport


- 2005 - das deutsche Team Gerolsteiner gewinnt durch Georg Totschnig ihre erste Etappe in der Geschichte der Tour de France.
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik-Weltrekorde.

Geboren


- 1486 - Andrea del Sarto, italienischer Maler
- 1550 - Matthia Ferrabosco, italienischer Komponist
- 1660 - Jakob Prandtauer, österreichischer Architekt
- 1715 - Charles de Rohan, Prince de Soubise, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich
- 1723 - Joshua Reynolds, britischer Maler
- 1746 - Giuseppe Piazzi, italienischer Astronom, Mathematiker und Theologe
- 1746 - Peter Villaume, deutscher Theologe und Pädagoge
- 1773 - Josef Jungmann, Tschechischer Philologe und Dichter
- 1784 - Jacopo Ferretti, italienischer Librettist
- 1798 - Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender
- 1805 - Johann Christoph Blumhardt, deutscher Pfarrer und evangelischer Theologe
- 1805 - Julius Fröbel, deutscher Politiker
- 1811 - Benjamin Franklin Baker, US-amerikanischer Komponist
- 1816 - Antoine François Marmontel, französischer Komponist
- 1821 - Mary Baker Eddy, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1822 - Luigi Arditi, italienischer Komponist und Violinist
- 1824 - Ludwig Friedländer, deutscher Altphilologe
- 1828 - Ludwig Gabillon, Burgschauspieler und Regisseur
- 1832 - Camille du Locle, französischer Librettist
- 1834 - Franz Adolf Eduard Lüderitz, deutscher Begründer der Kolonie Deutsch-Südwestafrika
- 1846 - Friedrich Paulsen, Pädagoge und Kant-Forscher
- 1850 - Carl Roman Abt, schweizer Ingenieur und Erfinder
- 1858 - Eugène Ysaye, belgischer Violinist und Komponist
- 1860 - Otto Jespersen, dänischer Sprachwissenschaftler
- 1872 - Roald Amundsen, norwegischer Polarforscher
- 1873 - Sándor Ferenczi, ungarischer Psychoanalytiker
- 1883 - Franz Nabl, österreichischer Schriftsteller
- 1887 - Karl Uhle, deutscher Fußballspieler
- 1888 - Frits Zernike, niederländischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1890 - Theodor Hetzer, deutscher Kunsthistoriker
- 1896 - Gottlob Berger, deutscher General, SA- und SS-Mitglied
- 1896 - Otmar Freiherr von Verschuer, deutscher Mediziner und Humangenetiker
- 1896 - Trygve Lie, norwegischer Politiker, erster Generalsekretär der Vereinten Nationen
- 1900 - Robert Stamm, deutscher Politiker und Opfer des NS-Regimes
- 1901 - Leon Shamroy, US-amerikanischer Kameramann und Regisseur
- 1902 - Alexander Romanowitsch Luria, russischer Psychologe
- 1902 - Georg Schwarz, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Fritz Bauer, deutscher Richter und Staatsanwalt
- 1904 - Goffredo Petrassi, italienischer Komponist
- 1907 - Barbara Stanwyck, US-amerikanische Schauspielerin
- 1911 - Ginger Rogers, US-amerikanische Tänzerin und Schauspielerin
- 1911 - Peter van Eyck, deutscher Schauspieler
- 1919 - Hermine Braunsteiner-Ryan, Aufseherin in den KZs Ravensbrück und Majdanek
- 1921 - Alexander Hegarth, deutscher Schauspieler
- 1924 - Stanislaw Rózewicz, polnischer Regisseur
- 1926 - Alfred Pfaff, deutscher Fußballspieler
- 1926 - Heinrich Kwiatkowski, deutscher Fußballspieler
- 1926 - Irwin Rose, US-amerikanischer Biochemiker
- 1927 - Serge Baudo, französischer Dirigent
- 1928 - Jim Rathmann, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1933 - Heinz Dürr, deutscher Unternehmer und Manager
- 1934 - Jean-François Leuba, Schweizer Jurist und Politiker
- 1938 - Frank Hoffmann, Schauspieler
- 1939 - William Bell, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Anthony Jackson, britischer Musiker
- 1941 - Dag Solstad, norwegischer Autor
- 1941 - Desmond Dekker, jamaikanischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - John Arthy, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Margaret Smith Court, australische Tennisspielerin
- 1943 - Reinaldo Arenas, kubanischer Schriftsteller
- 1944 - Jörg Fauser, deutscher Schriftsteller und Journalist
- 1947 - Assata Shakur, US-amerikanische Menschenrechtlerin
- 1947 - Thomas Boggs, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Angelica Schwall-Düren, deutsche Politikerin und MdB
- 1948 - Pinchas Zukerman, israelischer Geigenvirtuose
- 1949 - Ray Major, britischer Musiker und Sänger
- 1951 - Esther Friesner, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1952 - Stewart Copeland, britischer Musiker
- 1953 - Andrea Wolfmayr, österreichische Schriftstellerin und Politikerin
- 1955 - Wolfgang Reisinger, österreichischer Schlagzeuger
- 1956 - Lutz Eigendorf, deutscher Fußballspieler
- 1956 - Tony Kushner, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1957 - Alexandra Marinina, russische Krimi-Schriftstellerin
- 1958 - Michael Flatley, US-amerikanischer Tänzer und Choreograph
- 1959 - Gerd Wessig, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1962 - Natalja Lisowskaja, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1962 - Thomas Arslan, Regisseur
- 1962 - Uwe Hohn, deutscher Leichtathlet
- 1964 - Miguel Induráin Larraya, spanischer Radrennprofi, Gewinner der Tour de France
- 1964 - Nino Burdschanadse, georgische Parlamentspräsidentin
- 1965 - Claude Lemieux, kanadischer Eishockeyspieler
- 1965 - Udo O. Reinwald, deutscher Politiker
- 1966 - Karl Kahn, deutscher Politiker
- 1968 - Larry Sanger, US-amerikanischer Philosoph
- 1968 - Olga de Souza, brasilianischen Sängerin
- 1969 - Sahra Wagenknecht, deutsche Politikerin, Autorin
- 1971 - Michael Jelden, deutscher Geiger und Sprachwissenschaftler
- 1973 - Katherina Reiche, deutsche Politikerin und MdB
- 1973 - Stefano Garzelli, italienischer Radrennfahrer
- 1975 - Grietje Bettin, deutsche Politikerin und MdB
- 1978 - Evi Allemann, Schweizer Nationalrätin
- 1980 - Swetlana Jewgenjewna Feofanowa, russische Leichtathletin
- 1986 - Florence Joy, deutsche Nachwuchssängerin (Star Search 2)

Gestorben


- 1216 - Innozenz III. (Papst), gilt als der bedeutendste Papst des Mittelalters
- 1324 - Go-Uda, 91. Kaiser von Japan
- 1546 - Anna Askew, englische protestantische Märtyrerin
- 1557 - Anna von Kleve, Frau des Königs Heinrich VIII. von England
- 1664 - Andreas Gryphius, deutscher Barockdichter
- 1720 - Johann Gottfried von Bequerer, Priester und Offizial des Erzbistums Köln
- 1729 - Johann David Heinichen, deutscher Komponist und Musiktheoretiker
- 1732 - Woodes Rogers, englischer Freibeuter, Gouverneur der Bahamas und Vorlage für 'Robinson Crusoe'
- 1851 - Enne Heeren Dirksen, deutscher Professor der Mathematik
- 1857 - Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter
- 1861 - Ludwig Wilhelm Anton Pernice, deutscher Rechtsgelehrter
- 1868 - Oskar Becker, deutscher Attentäter
- 1895 - August Reichensperger, deutscher Jurist und Politiker sowie Förderer des Kölner Doms
- 1896 - Selmar Bagge, deutscher Komponist
- 1902 - Heinrich Hofmann, deutscher Komponist
- 1910 - Albert Anker, Schweizer Maler
- 1915 - Ellen Gould White, Mitbegründerin und Prophetin der Siebenten-Tags-Adventisten
- 1916 - Sir Victor Alexander Haden Horsley, britischer Physiologe und Neurologe
- 1918 - Nikolaus II., Zar von Russland
- 1930 - Juan Luis Sanfuentes Andonaegui, chilenischer Politiker
- 1935 - Annie Smith Peck, US-amerikanische Bergsteigerin
- 1935 - Käthe Paulus, erste deutsche Berufsluftschifferin, Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms.
- 1940 - Alexander Koenig, deutscher Zoologe
- 1943 - Helga Deen, Jüdin, Holocaust-Opfer
- 1950 - Herman Felhoelter, US-amerikanischer Franziskanerpater und 'Kriegsheld'
- 1950 - Reinhold Wulle, deutscher Politiker und Publizist
- 1960 - Albert Kesselring, deutscher Offizier im Ersten und Zweiten Weltkrieg
- 1962 - Lene Voigt, sächsische Schriftstellerin
- 1962 - Theodor Litt, Pädagoge, Philosoph
- 1967 - John Coltrane, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist
- 1969 - Max Gablonsky, deutscher Fußballspieler und Leichtathlet
- 1979 - Alfred George Deller, britischer Sänger und Dirigent
- 1979 - Georg Paucker, deutscher Kurzschrifttheoretiker und -praktiker
- 1979 - James Francis McIntyre, Erzbischof von Los Angeles und Kardinal
- 1980 - Friedrich Behrens, Wirtschaftswissenschaftler der DDR
- 1981 - Harry Chapin, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1982 - Charles Robert Swarts, südafrikanischer Politiker
- 1982 - Patrick Dewaere, französischer Schauspieler
- 1985 - Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger
- 1989 - Herbert von Karajan, österreichischer Dirigent
- 1991 - Robert Motherwell, US-amerikanischer Maler
- 1994 - Julian Schwinger, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1995 - Stephen Spender, britischer Schriftsteller
- 1996 - Adolf von Thadden, deutscher Politiker
- 1999 - Erich Deisler, deutscher Tischtennisspieler
- 1999 - John F. Kennedy Jr., US Jurist und Verleger
- 2000 - Paul Young (Mike and the Mechanics), britischer Sänger und Musiker
- 2001 - Beate Uhse, deutsche Pilotin und Günderin des gleichnamigen Sex-Shops
- 2001 - Maurice de Bévère, belgischer Comic-Zeichner
- 2001 - Morris, belgischer Comic-Zeichner und Autor (Lucky Luke)
- 2003 - Carol Shields, kanadische Schriftstellerin
- 2003 - Celia Cruz, kubanisch-amerikanische Sängerin
- 2004 - Alois Niederalt, deutscher Politiker
- 2004 - Billy Mo, deutscher Jazz-Trompeter und Schlagersänger
- 2004 - Hubertus Falkner von Sonnenburg, deutscher Kunsthistoriker und Restaurator
- 2005 - Pietro Consagra, italienischer Künstler
- 2005 - Dieter Wellershoff, deutscher Offizier
- 2005 - Camillo Felgen, luxemburger Sänger, Texter sowie Radio- und Fernsehmoderator

Feier- und Gedenktage

Siehe auch

:15. Juli - 17. Juli :16. Juni - 16. August :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0716 ja:7月16日 ko:7월 16일 simple:July 16 th:16 กรกฎาคม

622

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 16. Juli Tag der Hedschra, der Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina, Beginn der islamischen Zeitrechnung als Freitag, der 1. Muharrem 1.
- 20. September, Mohammed trifft in Medina ein und bildet dort eine politisch-religiöse Gemeinschaft, denen Mohammed Regeln gibt und die sich auch militärisch gegen äußere Widerstände verteidigt
- Oströmisch-persischer Krieg: Beginn der oströmischen Gegenoffensive unter Kaiser Herakleios.

Geboren


- Uqba ibn Nafi, bedeutender muslimischer Feldherr während der Eroberung des Maghreb im 7. Jahrhundert († 683)

Gestorben


- 8. April - Shotoku Taishi, japanischer Kulturheld (
- 574) ko:622년

Hidschra

Die Hidschra () bezeichnet die Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina im Jahre 622 und markiert damit den Beginn des Mondkalenders der islamischen Zeitrechnung. Auch der iranische Kalender beginnt mit der Hidschra, dessen Jahre entsprechen unseren Sonnenjahren. Schon im Jahre 615 waren Anhänger Mohammeds in einer ersten Welle aus dem heidnischen Mekka ins christliche Äthiopien emigriert. Mohammeds Flucht nach Medina 622 - die "eigentliche" Hidschra - war somit genaugenommen der zweite derartige "Auszug". Mit der Ankunft in Medina wurde der zuvor recht einsame, verfolgte und gehasste Prophet Mohammed sehr schnell zu einem geachteten Staatsmann und Begründer eines Islamischen Großreiches, das in wenigen Jahrzehnte große Gebiete erobern und kolonialisieren sollte. Dieses zentrale Ereignis schlägt sich u.a. darin nieder, dass in der islamischen Heiligen Schrift, dem Koran, alle Suren als "vor" oder "nach der Hidschra (offenbart)" gekennzeichnet werden. Siehe auch: Qibla (Gebetsrichtung der Muslime) Kategorie:Geschichte des Islam ja:ヒジュラ

Mekka

Mekka (arabisch مكة Makka, in neuerer Zeit meist مكة المكرّمة Makka al-Mukarrama) ist eine Stadt mit 1.294.168 Einwohnern (2004) im westlichen Saudi-Arabien, knapp 100 km vom Roten Meer entfernt. Mekka gilt wegen der Heiligen Moschee in ihrem Zentrum als die heilige Stätte des Islams. Sie ist das Ziel der jährlichen Pilgerfahrt (Haddsch), die für Muslime, die sie sich gesundheitlich und finanziell leisten können, eine religiöse Pflicht ist. Nicht-Muslimen ist der Aufenthalt in Mekka nicht gestattet.

Geographie

Mekka liegt eingeschlossen zwischen zwei Bergketten. Der tiefer gelegene Teil der Stadt um die Kaaba ist der ältere Siedlungkern; die Oberstadt liegt im Norden. Einige Seitentäler bieten auch Wohnquartiere. Die Heilige Moschee mit den sieben Minaretten, in deren Mitte die Kaaba steht, gilt als das wichtigste Heiligtum der islamischen Welt. Alleine während der Haddsch versammeln sich Jahr für Jahr um die 3 Millionen Muslime aus der ganzen Welt in Mekka.

Geschichte

Schon vor Muhammad besaß Mekka eine wirtschaftliche Bedeutung: es lag an der Weihrauchstraße vom Süden kommend nach Ägypten und es gab Abzweigungen für die Handelskarawanen nach Schuaiba (Dschidda) sowie nach Osten zum Persischen Golf und nach Mesopotamien. Im Jahr 630 unterwirft sich die Stadt Muhammad, der seit 623, nach seiner Auswanderung nach Yathrib (Medina), mehrfach kriegerische Auseinandersetzungen mit Mekka hatte. ---- Im Zuge der Verehrung Mekkas als heilige Stadt hat sich die Verwendung des Namens als Synonym für besondere, herausragende Anlässe und Orte eingebürgert. So kann man Las Vegas als Mekka des Glückspiels, Ballermann 6 als das der Biertrinker bezeichnen. Kategorie:Islam Kategorie:Nahost ja:マッカ ko:메카 ms:Makkah al-Mukarramah simple:Mecca th:มักกะหฺ

Ramadan

Der Ramadan, رمضان (arabisch „der heiße Monat“), ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der islamische Fastenmonat.

Grundlagen

In diesem Monat des Fastens (arabisch صوم saum) sind gemäß dem Koran tagsüber, das heißt zwischen Anbruch der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang, leibliche Genüsse wie die Aufnahme von fester und flüssiger Nahrung, das Trinken von Wasser, der Geschlechtsverkehr und auch das Rauchen verboten. Des Weiteren hat die fastende Person darauf zu achten, dass sie keinen Streit mit ihren Mitmenschen beginnt, nicht lügt, lästert usw. Die Sufis (islamische Mystiker) kennen noch weitere Stufen, wie beispielsweise darauf zu achten, dass man keine schlechten Gedanken hat und dass man an nichts anderes als an die Wahrheit denkt. Außerdem sehen sie im Fasten ein besonders wirkungsvolles Instrument im Kampf gegen die „niederen Triebe“ (siehe auch: nafs). Da der islamische Kalender ein reiner Mondkalender ist, wandert der Ramadan allmählich durch die Jahreszeiten und beginnt nach westlichem Kalender jedes Jahr ungefähr elf Tage früher als im vorhergehenden. Nach etwa 33 Jahren ist er einmal durchs ganze Sonnenjahr gewandert. Die Festlegung der Daten für Beginn und Ende des Fastenmonats und somit auch die Umrechnung auf den Gregorianischen Kalender wird bei manchen Rechtsschulen nicht nur von der astronomischen Rechnung, sondern auch von der tatsächlichen Sichtung des Neumonds abhängig gemacht. Dies führt dazu, dass nicht alle Muslime den Ramadan genau gleichzeitig beginnen und beenden, und dass die genaue Festlegung für manche Muslime oft erst am Vorabend des Beginns oder Endes des Monats möglich ist. Das Ende des Ramadan wird mit dem Fest des Fastenbrechens (arab.: عيد الفطر Id al-fitr, türk.: Şeker Bayramı - Zuckerfest bzw. Ramazan Bayramı - Ramadanfest) zelebriert, das Millionen Muslime in aller Welt feiern. Das Fastenbrechenfest und das Opferfest sind die beiden Hauptfeste im Islam. Sie sind für alle islamischen Rechtsschulen und Völker verbindlich und richten sich nach dem islamischen Mondkalender. Geographische oder wetterbedingte Gegebenheiten können bewirken, dass die Festlegung global gesehen um einen, manchmal auch um zwei Tage variiert. Beispielsweise lässt sich der Neumond in der Arabischen Wüste leichter beobachten als in Nordeuropa, in flachem Gelände leichter als in stark gebirgigem, bei wolkenlosem Himmel leichter als bei starker Bewölkung, und im westlichen Marokko oft schon einen Tag früher als im östlichen Indonesien.

Auslegung

In der Nacht, nach dem Fastenbrechen, können Festlichkeiten begangen werden, und das geschieht auch meist. Auch werden nachts oft besonders üppige Speisen serviert. Insgesamt unterscheidet sich der Charakter des islamischen Fastens sehr stark vom christlichen, buddhistischen und hinduistischen Fasten, die einander eher ähneln. Täglich findet eine Koranlesung statt und es werden religiöse Andachten gehalten, der gesamte Koran wird in seinen 30 Teilen auf die 29 bis 30 Tage des Monats verteilt und so während des Ramadan einmal komplett rezitiert. Den Höhepunkt bilden die letzten Nächte des Ramadan, in denen die „Nacht der Vorherbestimmung“ – arabisch Lailatul Qadr – liegt, in der Muhammad die ersten Verse des Koran empfangen haben soll (deren genaues Datum ist allerdings nicht überliefert). Die Fastenzeit wird mit dem Fest des Fastenbrechens am 1. und 2. Schauwal, dem Ramadan nachfolgenden Monat, beendet. Die Begehung des Fastenmonats Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islam. Frauen, die ihre Menstruation haben, fasten nicht. Menschen auf Reisen sowie Personen, die Medikamente einnehmen müssen, ist es frei gestellt, ob sie fasten oder nicht. Gänzlich vom Fasten befreit sind Kinder und Menschen mit schweren körperlichen Gebrechen. Stillenden Müttern, Schwangeren, Alten sowie Behinderten ist das Fasten sogar strengstens untersagt. Da während des Fastens ein besonders religiöses Leben geführt wird, machen sich das in islamischen Ländern einige Leute zunutze, um auf ihre angebliche Bedürftigkeit hinzuweisen. Beispielsweise reisen eigens zu diesem Zweck Ausländer in die Vereinigten Arabischen Emirate ein, um bei den Bewohnern an der Haustür oder an belebten Plätzen Geld zu erbetteln. Die Regierung versucht das allerdings durch strenge Grenzkontrollen, eine zweiwöchige Haftstrafe mit anschließender Abschiebung und Einreiseverbot, sowie Informationskampagnen in der Bevölkerung zu unterbinden. Während der Zeit des Ramadan wird in arabischen Ländern deutlich mehr an Lebensmitteln gekauft und zubereitet als gegessen werden kann. Die Folge daraus ist ein durchschnittlich doppelt so hohes Müllaufkommen mit erhöhtem Einsatz der Müllabfuhr. Die Lebensmittelpreise steigen in der Regel während des Ramadan, was von einigen Händlern durch geschickte Verknappung des Angebotes weiter angetrieben wird. Von islamischen Geistlichen wird diese Entwicklung oft kritisiert.

Vorschrift im Koran

Der Koran äußert sich folgendermaßen zum Ramadan: Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt wurde als Rechtleitung für die Menschen und als deutliches Zeichen der Rechtleitung und der Unterscheidungsnorm. Wer von euch nun in dem Monat anwesend ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, für den gilt eine Anzahl anderer Tage. Gott will für euch Erleichterung, Er will für euch nicht Erschwernis, und dass ihr die Zahl (der Tage) vollendet und Gott dafür hochpreiset, dass Er euch rechtgeleitet hat, und dass ihr wohl dankbar werdet. (Der Koran, Übersetzung von Adel Theodor Khoury, 2. Sure, Vers 185) Zur Dauer des täglichen Fastens steht im Koran: […] Und eßt und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen Faden von einem schwarzen Faden unterscheidet. Dann haltet das Fasten streng bis zur Nacht. […] (Der Koran, Übersetzung von Max Henning, Überarbeitet von Murad Wilfried Hofmann, 2. Sure, Vers 187) Der weiße und schwarze Faden sind nicht wortwörtlich zu nehmen, sondern stellen vielmehr eine bildliche Umschreibung des Beginnes der Morgendämmerung dar. Die Horizontlinie ist die Grenze an der Himmelsgewölbe und Erdenrund scheinbar einander berühren. Zu Beginn der Dämmerung zeichnet sich die dunkle Erde gegen den dahinter liegenden, leicht erhellten Himmel ab. Da die Dämmerung sich anfangs in einer schmalen Linie horizontal ausbreitet, kann man diese als weißen Faden über dem schwarzen Faden, der die Erde repräsentiert, darstellen.

Beginn und Ende des Ramadan

Wie das Gebet (arabisch salat) oder die islamische Pilgerfahrt (arabisch hadsch) beruht der Beginn und das Ende des Monats Ramadan auf festgelegten Zeiten. In der Sunna findet sich folgende Überlieferung: `Abdullâh Ibn `Umar berichtet: Der Prophet (Friede sei mit ihm) erwähnte den Ramadan und sagte: Fastet nicht, bevor ihr die Mondsichel [arabisch Hilâl] seht, und brecht das Fasten nicht ab, bevor ihr sie [die Mondsichel] seht. Und wenn sie [von Wolken] bedeckt ist, sollt ihr sie berechnen. (nach al-Buchari).

Berechnete Termine

Die Daten können je nach Land um ca. 1 Tag variieren.

Literatur


- Adel Th. Khoury (Übers.): Der Koran Gütersloher Verlagshaus, mehrere Ausgaben, zum Beispiel ISBN 3579021540
- Klaus Lech: Geschichte des islamischen Kultus. Rechtshistorische und hadit-kritische Untersuchungen zur Entwicklung und Systematik der 'Ibâdât. Bd. I. Das ramadân-Fasten. Erster Teil. Otto Harrassowitz. Wiesbaden 1979. ISBN 3-447-01943-3
- K.G. Jacob: Der muslimische Fastenmonat Ramadan. In: VI. Jahresbericht der Geographischen Gesellschaft zu Greisfwald 1893-1896. 1.Teil, S.1-33.

Siehe auch


- Ramadan-Krieg
- Ramadan-Revolte

Weblinks


- [http://www.weltzeituhr.com/laender/feiertage/multi_3285.shtml www.weltzeituhr.com] Information zum Beginn des Ramadan
- [http://www.feste-der-religionen.de/feste/Ramadan.html www.feste-der-religionen.de] Erläuterungen zum Fastenmonat Ramadan
- [http://www.mondsichtung.de www.mondsichtung.de] Eine islamisch-astronomische Seite zur Mondsichtung.
- [http://www.islam-basis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=142&Itemid=52 www.islam-basis.de] Grosse Linksammlung rund um den Monat Ramadan. Kategorie:Feste & Brauchtum (Islam)
- [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21231/1.html „Ramadan, der Monat des Konsums“], Telepolis, 30.10.2005 ja:ラマダーン ko:라마단 ms:Puasa

Neumond

Der Begriff Neumond (lat. Interlunium) bezeichnet die Mondphase, in der sich der Mond in seinem Phasenzyklus, der Lunation, gleichsam „erneuert“, weil von der Erde aus nur seine Nachtseite zu sehen ist. In dieser Position steht der Mond zwischen der Erde und der Sonne, was astronomisch auch als Konjunktion bezeichnet wird. Am Nachthimmel kann also prinzipiell kein Neumond stehen. In den seltenen Fällen, in denen der Mond zur Konjunktion genau die Verbindungslinie zwischen Sonne und Erde passiert, kommt es je nach der Position des Beobachters auf der Erde zu einer totalen oder einer partiellen Sonnenfinsternis. Im Gegensatz zum Neumond steht der Vollmond von der Erde aus gesehen in Opposition zur Sonne, ist dann also nur vom Abend bis zum Morgen sichtbar. Passiert der Mond dabei im exakten Fall den Erdschatten, kommt es zu einer Mondfinsternis. Da bei Neumond und auch bei Vollmond Sonne und Mond mit der Erde auf einer Achse liegen, führen ihre vereinten Gezeitenkräfte auf der Erde zu der sogenannten Springflut. Die Zeit, die seit dem letzten Neumond vergangen ist, wird als Mondalter bezeichnet. Siehe auch:
- Erstes Viertel
- Vollmond
- Letztes Viertel
- Erdlicht Kategorie:Erdmond Kategorie:Himmelsmechanik ja:朔

638

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Februar - Kalif Umar ibn al-Chattab zieht in das eroberte Jerusalem ein. Die meisten syrischen und palästinensischen Stützpunkte von Byzanz fallen in diesem Jahr an die Araber, lediglich Caesarea Maritima kann sich dank der Flotte zwei weitere Jahre halten.
- Infolge der arabischen Eroberung Jerusalems bleibt der dortige Patriarchensitz bis etwa 650 unbesetzt.
- 4. Juni - Kaiser Herakleios erhebt seinen Sohn Heraklonas zum Mitkaiser.
- 15. Oktober - Nach dem Tod von Papst Honorius I. wählt der römische Klerus Severinus zu dessen Nachfolger. Er weigert sich, die monotheletische Glaubensformel Ecthesis, die der byzantinische Kaiser Herakleios vorgeschlagen hatte, anzuerkennen, woraufhin dieser ihm zunächst die Bestätigung der Wahl verweigert; sie wird 640 nachgeholt, sodass dieses Jahr als offizielles Beginn des Pontifikats des Severinus gilt.
- Einführung der Islamischen Zeitrechnung durch Kalif Umar ibn al-Chattab; der Beginn der Zeitrechnung wird auf die Hidschra des Propheten Mohammed 622 gelegt.
- Pyrrhos I. wird Patriarch von Konstantinopel als Nachfolger von Sergios I.

Geboren


-

Gestorben


- 12. Oktober - Honorius I., Papst ko:638년

Umar ibn al-Chattab

Umar ibn al-Chattab bzw. Omar ibn al-Khattab (
- 592; † 3. November 644) war der zweite "rechtgeleitete" Kalif der Sunniten (634-644). Umar wurde 592 in Mekka geboren. Am Anfang war er ein erbitterter Feind der Muslime und Muhammads. Jedoch wurde er später von seiner Schwester zum Islam bekehrt und schloss sich von nun an dem Propheten Muhammad an. Nach dem Tod von Abu Bakr (634) und seiner Ernennung zum Kalifen stieg das Kalifat in wenigen Jahren zur Großmacht im Nahen Osten auf. So wurden Palästina (634) und Ägypten (639-642) unter Amr ibn al-As, Syrien unter al-Walid und der Irak unter al-Waqqas (636) erobert. 636 gelangen den Muslimen am Yarmuk in Syrien und bei Qadisiyya im Irak entscheidende Siege über die Byzantiner bzw. Perser. Um 640 wurde mit Istachr die Residenz der Sassaniden von den Muslimen erobert und zerstört. Mit dem Sieg über die Perser bei Nehawend in Medien (642) brach das Reich der Sassaniden im Iran endgültig zusammen. Byzanz konnte sich aber nach dem Verlust von Syrien und Ägypten in Anatolien gegen die weiteren Angriffe der Muslime behaupten. Diese gewaltigen Eroberungen, die oft durch den Abschluss von Verträgen mit der unterworfenen Bevölkerung erleichtert wurden, machten bald Regelungen über die Organisation und Verwaltung des Reiches notwendig. Auf der Tagung von al-Gabiya legte Umar deshalb mit den Heerführern die Organisation des Reiches und die Verteilung der Kriegsbeute fest. Ebenfalls wurde der Beginn der islamischen Zeitrechnung auf die Hedschra (622) gelegt. Nach den vielen Überlieferungen über Umar ist das Bild eines sehr gerechten Kalifen entstanden. Er soll sich immer wieder für das Recht der schwächeren Bürgern gesetzt und Gleichheit der Bürgern gefordert haben. Im Gedächtnis der Muslime gibt es zahlreiche Geschichten über die Gerechtigkeit Umar's. So hat er beispielsweise von seinen Herrführern verlangt, dass sie mit und wie die Soldaten sitzten sollen und sich nicht auf weichen Kissen lehnen. Als er einmal kurz nach dem Sterben eines Freundes in desen Haus war, hat er von den andern anwesenden verlangt, dass sie die Kerzen auslöschen, weil diese nun Besitz der kleinen Kindern des verstorbenen sind und nicht verschwendet werden sollen. Oft berichteten Gesandte der Könige überrascht, dass Umar trotz der gewaltigen Ausbreitung des Reiches in einem bescheidenen Haus wohnt. Umar wurde 644 von einem persischen Sklaven in Medina ermordet. Zum neuen Kalifen wurde Uthman ibn Affan gewählt. Wie sein Vorgänger Abu Bakr, wird auch Omar von den Schiiten nicht als Kalif anerkannt. Die offene Feindschaft zwischen Umar und Muhammads Tochter Fatima (schiitischen Überlieferungen zufolge wurde die schwangere Fatima von Umar ermordet) war der Anfang der Aufspaltung des Islam in die zwei Hauptkonfessionen: Schiiten und Sunniten. Siehe auch: Geschichte des Islams, Islamische Expansion, Kalifat, Geschichte Persiens

Literatur


- Ulrich Haarmann: Geschichte der Arabischen Welt. 4. Auflage. C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47486-1
- Claude Cahen, Jean Bollack (Hrsg.): Vom Ursprung bis zu den Anfängen des Osmanenreiches. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1991 (Fischer Weltgeschichte, Band 14), ISBN 3-596-60014-6 al-Chattab, Umar ibn al-Chattab, Umar ibn al-Chattab, Umar ibn al-Chattab, Umar ibn ja:ウマル・イブン=ハッターブ ms:Saidina Umar Al-Khatab th:อุมัร

Haddsch

Haddsch (), auch Hadschdsch, Hadjdj, Hajj oder Hagg, ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka. Sie zählt zu den fünf Säulen des Islam und findet jährlich während des Monats Dhu al-hijja statt.

Wortverwandtschaft

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das arabische Wort Haddsch mit dem hebräischen Wort חג "Chag" = "Fest" verwandt, das im biblischen Kontext für die drei jüdischen Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot und Sukkot verwendet wird. In gleicher Bedeutung existiert die Wurzel auch im Aramäischen und seinen späteren Ausläufern.

Allgemein

Jeder freie volljährige Muslim, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Eine Person, die die Haddsch auf sich genommen hat, trägt den Ehrentitel «Haddschi ()». In ärmeren Ländern, in denen sich kaum einer die Reise nach Mekka leisten kann, ist zur Erfüllung der Glaubenspflicht auch ein Besuch bestimmter einheimischer Wallfahrtsstätten möglich, zum Beispiel des tunesischen Kairouan; dies entspricht aber nicht dem Islam, sondern ist ein Auswuchs eines verklärten Volksglaubens. Für den, der sich die Haddsch nicht leisten kann, ist diese auch nicht verpflichtend. In manchen islamischen Gegenden findet man die Eigenheit, dass eine Dorfgemeinschaft Spenden zusammenlegt, um wenigstens einem für würdig und geeignet angesehenen Mitglied stellvertretend für alle die Haddsch zu ermöglichen. Die "große" Pilgerfahrt, der Haddsch, kann nur während bestimmer Tage im Jahr (8.–12. Dhu'l Hidscha) durchgeführt werden, die kleine Pilgerfahrt (ʿUmrah) aber zu jeder beliebigen Zeit erfolgen.

Kleidung

Die Pilger hüllen sich während der Pilgerfahrt in zwei weiße, ungesäumte Tücher (so werden die Totentücher symbolisiert) und dürfen sich während der Wallfahrt weder rasieren, noch kämmen noch Haare oder Nägel schneiden. Dieser Weihezustand wird im Arabischen als ihrâm () bezeichnet.

Verlauf

Die Haddsch beginnt am 8. Dhul al-Hidscha in Mekka mit dem Anziehen des Ihrams, eines Pilgergewands und dem Gang nach Mina. Dort bleibt man bis zum nächsten Morgen und bricht dann in Richtung Arafat auf. Zu den Höhepunkten der Wallfahrt gehört das Stehen im Bereich des Berges Arafat am 9. Dhu al-Hidscha, der auch der "Berg der Vergebung" genannt wird (25 km östlich von Mekka). Dort wird Gott um Vergebung gebeten was bei den Pilgern der emotionalste Teil der Wallfahrt ist. Man hält sich in diesem Ort bis Sonnenuntergang auf und begibt sich anschließend nach Muzdalifa, wo man übernachtet und dann kurz vor Sonnenuntergang (am 10. Dhu al-Hidscha) nach Mina geht. In Mina vollzieht man den Ritus der symbolischen Steinigung des Teufels, indem man sieben kleine Steine auf eine große Säule wirft. Nun schneidet man sich die Haare. Danach (am 10. Dhu al-Hidscha) werden die Opfertiere geschlachtet, wobei die Pilger nur einen kleinen Teil für sich behalten und den Rest den Armen überlassen. Dieser Tag, das Opferfest, ist der höchste islamische Feiertag und wird genauso auch von den daheimgebliebenen Muslimen überall auf der Welt begangen. Danach ist der Zustand des Ihrams aufgehoben und die verbotenen Dinge während des Ihramzustandes sind wieder erlaubt (mit Ausnahme des Geschlechtsverkehrs mit dem Ehepartner). Nun kehrt man nach Mekka zur Kaaba, ein würfelartiges Gebäude mit einem schwarzen Stein, zurück und vollzieht den sogenannten Tawaf. Man umschreitet dabei siebenmal die Kaaba. Unweit von der Kaaba erfolgt der siebenmalige Lauf zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa, mit der die Suche nach Wasser, wie Hagar sie erlebte, symbolisiert werden soll. Man bricht wieder nach Mina auf, wo man nun die nächsten 2 oder 3 Tage verbringt. Dort findet wieder der Ritus der symbolischen Steinigung des Teufels statt, wobei nun aber drei Säulen mit jeweils sieben Steinen beworfen werden. Die Haddsch wird mit dem Abschiedstawaf bei Rückkehr in die Heimat abgeschlossen.

Geschichte

Die wichtigsten und größten Pilgerrouten nahmen lange Zeit in Kairo und Damaskus ihren Anfang. Die Pilger aus dem Maghreb schlossen sich der ägyptischen Karawane an, die dann in 30 bis 40 Tagen durch den Sinai nach Mekka zog. Ende des 15. Jahrhunderts umfasste sie dreißig- bis vierzigtausend Pilger. Die Muslime aus Anatolien, dem Iran, dem Irak und Syrien bildeten die andere große Karawane, die ebenfalls etwa dreißig bis vierzig Tage unterwegs war. Die ägyptischen Pilger brachten auch die Kiswa mit, ein kostbares golddurchwirktes Tuch, mit dem die Kaaba jährlich neu umhüllt wurde und das anschließend in kleinen Stücken an die Pilger als Souvenir verkauft wurde. In früheren Zeiten war der Haddsch ein gefährliches Unterfangen: Oft wurden Pilgerkarawanen auf ihrem Weg nach Mekka überfallen, zum Beispiel von der ismaelitischen Sekte der Qaramitah (Karmaten), die 930 sogar den schwarzen Stein aus Mekka raubten und unter den Pilgern ein Massaker verübten. Später übernahmen die Qarmaten gegen erhebliche Summen den Schutz der Pilgerkarawanen. So zahlten die ägyptischen Fatimiden jährlich 300.000 Dinar an die Qarmaten. Manchmal fiel eine der großen Pilgerkarawanen aufgrund der politisch unsicheren Situation auch komplett aus.

Sonstiges

Von Zeit zu Zeit kommt es während des Haddsch zu Massenpaniken, die Menschenleben fordern.
Der Haddsch ist an sich explizit friedlich und gewaltfrei konzipiert, was in der Regel einen ordnungsgemäßen Ablauf ermöglicht. Dass Extremisten oder Fundamentalisten den Haddsch für Gewaltakte nutzen, kommt selten vor. Der Zutritt zu dem Bereich rund um die Kaaba ist ausschließlich Muslimen vorbehalten. Als Hüter der Heiligen Stätten genießt der jeweilige Machthaber über Mekka, früher der Scherif von Mekka und heute das saudische Königshaus, eine herausgehobene Stellung im Islam. Die Pilgerfahrten stellen aufgrund der enormen Teilnehmerzahlen stetig wachsende Anforderungen an das Management des religiösen Großereignisses. So müssen Trinkwasser und Unterkünfte bereitgestellt werden, außerdem ist die Infrastruktur der Region während des Haddsch regelmäßig überlastet.

Weblinks

http://www.aseannewsnetwork.com/travel-information/saudiarabiahajj.html (Informationen zum Haddsch) Kategorie:Islam Kategorie:Nahost ms:Haji th:ฮัจญ์

Id ul-Adha

Das Opferfest () ist das höchste islamische Fest. Es wird zum Höhepunkt der Hadsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka, die jährlich im Monat Dhu al-hidscha stattfindet. 2005 fällt das Opferfest auf den 20. Januar, es kann aber wegen des islamischen Mondkalenders zu jeder Jahreszeit stattfinden. "Id ul-adha" bedeutet wörtlich übersetzt einfach "das große Fest". Von arabischsprachigen Christen wird auch das Osterfest mit diesem Namen bezeichnet. Hier soll es jedoch nur um das islamische Fest gehen. Vor dem id al-fitr, dem Fastenbrechen am Ende des Ramadan, ist es das wichtigere der zwei Eid-Feste. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismail Allah zu opfern. Als Allah seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt, und Ibrahim und Ismail opferten daraufhin voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder. Getreu der 22. Sure des Korans, Vers 38: :"Nimmermehr erreicht ihr Fleisch und ihr Blut (d.h. Fleisch und Blut der Opfertiere) Allah, jedoch erreicht ihn eure Frömmigkeit. Also hat er sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr Allah dafür preiset, dass er euch leitete; und verkündige Freude den Rechtschaffenen." ist es für alle gläubigen Muslime weltweit Pflicht, zur Feier des Opferfestes ein Tier zu schlachten, wenn sie es sich denn finanziell leisten können. Das Fleisch sollen sie auch unter den Armen und Hungrigen verteilen. Es ist guter Brauch, allen Freunden und Verwandten zum Opferfest die besten Wünsche zu versichern. Im Allgemeinen wird dabei ein Schaf geschlachtet, es wird rituell unter Gebeten und der Anrufung Allahs geschächtet.
- 2002: 23. Februar
- 2003: 12. Februar
- 2004: 1. Februar
- 2005: 21. Januar; 20. Januar in Saudi Arabien (siehe Anmerkung unten)
- 2006: 10. Januar, dann 31. Dezember
- 2007: 20. Dezember
- 2008: 8. Dezember
- 2009: 28. November
- 2010: 17. November
- 2011: 7. November Quelle: http://moonsighting.com/holy.html Anmerkung: The Saudi authorities have originally confirmed that Eid ul-Adha in 2005 would begin on Friday, January 21 ([http://www.saudinf.com/main/y7761.htm]), but subsequently moved up the date by one day to January 20, possibly for better crowd control by avoiding Hajj during the weekend ([http://www.guardian.co.uk/saudi/story/0,11599,1392816,00.html], [http://www.arabicnews.com/ansub/Daily/Day/050115/2005011511.html], [http://www.islamonline.net/English/News/2005-01/15/article01.shtml]). The official reason was that the new moon was sighted earlier than expected, starting the month of Dhul Hijja one day early. It is not known if other countries will follow and adjust their calendar accordingly.

Literatur


- Mohammed Rashed: Das Opferfest (cid-aladha) im heutigen Ägypten, Klaus Schwarz Verlag, Berlin 1998, ISBN 3879972672

Weblinks


- http://www.eiduladha.com/ (englisch) Kategorie:Islam Kategorie:Feste & Brauchtum (Islam) ms:Aidil Adha



Schiiten

Die Schia (von Schi'at Ali = "die Partei Alis") ist eine der drei ursprünglichen Glaubensrichtungen im Islam. Ihre Anhänger, die Schiiten, betrachten Ali ibn Abi Talib (), den Schwiegersohn des Propheten, als dessen rechtmäßigen Nachfolger (Kalifen). (siehe auch Sunniten und Kharidjiten) Heute stellen die Schiiten neben den Sunniten eine der beiden Hauptgruppen des Islam dar. Sie machen etwa 15 Prozent aller Muslime aus. Die Schiiten als eine große Richtung des Islam unterteilen sich in die so genannten
- Imamiten oder Zwölfer-Schiiten, als die bei weitem größte Gruppe der Schiiten, die heute hauptsächlich im Iran, Irak, Afghanistan, Aserbaidschan, Bahrain, Pakistan und im Libanon leben.
- Ismailiten oder Siebener-Schiiten, die heute vor allem in Syrien, Afghanistan, Pakistan und Indien leben.
- Zaiditen oder Fünfer-Schiiten, die fast ausschließlich im Nord-Jemen leben. Die Gruppen unterscheiden sich unter anderem in der Anzahl der anerkannten Imame. Schiitische Staaten in der Geschichte
- Bujiden-Reich im westlichen Iran und Baghdad
- Fatimiden
  - Kalifat der Fatimiden in Kairo (909-1117)
- (Ismailiten)
  - Bahrain und Oman im 9. Jahrhundert.
- Persien bzw. heutiger Iran (Staatsreligion seit 1501)

Ursprung und Entstehung

Die Schiiten haben ihren Ursprung in der Auseinandersetzung innerhalb des Islam bezüglich der Frage, wer nach dem Tod Mohammeds im Jahr 632 n. Chr. sein legitimer Nachfolger sein sollte. Während sich die Mehrheit der Muslime darauf einigte, einen Kalifen (arabisch khalifa: Nachfolger) zu benennen, der die religiöse und politische Führung der Muslime übernehmen, jedoch keine göttlich autorisierte Legitimität beanspruchen sollte, lehnte eine Minderheit der Muslime diese Entscheidung ab, in der Überzeugung, Gott selbst würde den rechtmäßigen Nachfolger auswählen. Mit Bezug auf den Koranvers „Von seiner Partei ist auch Abraham” (Sure 37, 83) waren sie der Ansicht, der Nachfolger Mohammeds müsse aus dessen Familie stammen, und glaubten, in Ali ibn Abi Talib, dem Vetter und Schwiegersohn des Propheten, den rechtmäßigen und von Gott erwählten Kalifen gefunden zu haben. Aus diesem Grund bezeichneten sich die Schiiten als Schi’at Ali. Nachfolger Muhammads wurde jedoch nicht Ali, sondern Abu Bakr. Der Nachfolgestreit verschärfte sich, als nach Abu Bakrs zweijähriger Amtszeit Ali erneut nicht gewählt wurde. Erst nachdem drei andere Kalifen vor ihm regiert hatten, wurde Ali 656 in der Moschee von Medina zum Kalifen proklamiert. Nach schiitischer Auffassung kam mit ihm der einzig legitime Nachfolger Mohammeds an die Macht. Ali wurde jedoch nicht allgemein anerkannt. Er musste sich aus Medina in den Irak zurückziehen, wo die Stadt Kufa seine Residenz wurde und wo er 661 ermordet wurde. Seither wird er von den Schiiten als geistiger Ahnherr und erster Märtyrer verehrt. Muawiya, der Begründer der Umayyaden-Dynastie, wurde der nächste Kalif. Hassan ibn Ali, einer von Alis Söhnen, der von den Schiiten als der zweite Imam angesehen wird, verzichtete auf eine Konfrontation mit Muawija und zog sich aus der Politik zurück. Als Muawiya 680 starb und seinen Sohn Yazid als Nachfolger einsetzte, stieß dieser Schritt auf Ablehnung unter einigen Muslimen. So führte Alis zweiter Sohn, Husain, im Jahr 680 seine Familie und seine Anhänger gegen die Armee des Kalifen Yazid, nachdem er von den in Kufa lebenden Muslimen zu einem solchen Aufstand gedrängt wurde. Husain wurde, nachdem ihn seine kufistischen Verbündete verraten hatten, bei Kerbela in der irakischen Wüste von Soldaten im Auftrag des omaijadischen Gouverneurs im Irak gestellt und am 10. Oktober 680 (10. Muharram 61 islamischer Zeitrechnung) ermordet. Die Schi’at Ali war politisch gescheitert.

Literatur


- Heinz Halm: Die Schia. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-03136-9
- Heinz Halm: Der schiitische Islam. Verlag C.H.Beck, München 1994, ISBN 3-406-37437-9

Weblinks


- [http://www.al-shia.de/ Shia Islamportal]
- [http://www.izhamburg.de/ Islamisches (Schiitisches) Zentrum Hamburg] Kategorie:Islam ja:シーア派 ko:시아파 ms:Syiah th:ชีอะหฺ



Muharram

Muharram (محرم) ist der erste Monat des islamischen Kalenders. Er umfasst 30 Tage. Da der islamische Kalender nach Mondjahren rechnet und das Mondjahr kürzer als das Sonnenjahr ist, wandert der Muharram, verglichen mit dem Gregorianischen Kalender im Laufe mehrerer Jahrzehnte durch das Jahr. In den ersten zehn Tagen des Muharram begehen die Schiiten ihr höchstes Trauerfest, die Aschura-Riten, in denen sie mit Prozessionen, Passionsspielen und Geißelungen des Tod des Imams Al-Husain in der Schlacht von Kerbela gedenken. Kategorie:Kalender ms:Muharram

Ramadan

Der Ramadan, رمضان (arabisch „der heiße Monat“), ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der islamische Fastenmonat.

Grundlagen

In diesem Monat des Fastens (arabisch صوم saum) sind gemäß dem Koran tagsüber, das heißt zwischen Anbruch der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang, leibliche Genüsse wie die Aufnahme von fester und flüssiger Nahrung, das Trinken von Wasser, der Geschlechtsverkehr und auch das Rauchen verboten. Des Weiteren hat die fastende Person darauf zu achten, dass sie keinen Streit mit ihren Mitmenschen beginnt, nicht lügt, lästert usw. Die Sufis (islamische Mystiker) kennen noch weitere Stufen, wie beispielsweise darauf zu achten, dass man keine schlechten Gedanken hat und dass man an nichts anderes als an die Wahrheit denkt. Außerdem sehen sie im Fasten ein besonders wirkungsvolles Instrument im Kampf gegen die „niederen Triebe“ (siehe auch: nafs). Da der islamische Kalender ein reiner Mondkalender ist, wandert der Ramadan allmählich durch die Jahreszeiten und beginnt nach westlichem Kalender jedes Jahr ungefähr elf Tage früher als im vorhergehenden. Nach etwa 33 Jahren ist er einmal durchs ganze Sonnenjahr gewandert. Die Festlegung der Daten für Beginn und Ende des Fastenmonats und somit auch die Umrechnung auf den Gregorianischen Kalender wird bei manchen Rechtsschulen nicht nur von der astronomischen Rechnung, sondern auch von der tatsächlichen Sichtung des Neumonds abhängig gemacht. Dies führt dazu, dass nicht alle Muslime den Ramadan genau gleichzeitig beginnen und beenden, und dass die genaue Festlegung für manche Muslime oft erst am Vorabend des Beginns oder Endes des Monats möglich ist. Das Ende des Ramadan wird mit dem Fest des Fastenbrechens (arab.: عيد الفطر Id al-fitr, türk.: Şeker Bayramı - Zuckerfest bzw. Ramazan Bayramı - Ramadanfest) zelebriert, das Millionen Muslime in aller Welt feiern. Das Fastenbrechenfest und das Opferfest sind die beiden Hauptfeste im Islam. Sie sind für alle islamischen Rechtsschulen und Völker verbindlich und richten sich nach dem islamischen Mondkalender. Geographische oder wetterbedingte Gegebenheiten können bewirken, dass die Festlegung global gesehen um einen, manchmal auch um zwei Tage variiert. Beispielsweise lässt sich der Neumond in der Arabischen Wüste leichter beobachten als in Nordeuropa, in flachem Gelände leichter als in stark gebirgigem, bei wolkenlosem Himmel leichter als bei starker Bewölkung, und im westlichen Marokko oft schon einen Tag früher als im östlichen Indonesien.

Auslegung

In der Nacht, nach dem Fastenbrechen, können Festlichkeiten begangen werden, und das geschieht auch meist. Auch werden nachts oft besonders üppige Speisen serviert. Insgesamt unterscheidet sich der Charakter des islamischen Fastens sehr stark vom christlichen, buddhistischen und hinduistischen Fasten, die einander eher ähneln. Täglich findet eine Koranlesung statt und es werden religiöse Andachten gehalten, der gesamte Koran wird in seinen 30 Teilen auf die 29 bis 30 Tage des Monats verteilt und so während des Ramadan einmal komplett rezitiert. Den Höhepunkt bilden die letzten Nächte des Ramadan, in denen die „Nacht der Vorherbestimmung“ – arabisch Lailatul Qadr – liegt, in der Muhammad die ersten Verse des Koran empfangen haben soll (deren genaues Datum ist allerdings nicht überliefert). Die Fastenzeit wird mit dem Fest des Fastenbrechens am 1. und 2. Schauwal, dem Ramadan nachfolgenden Monat, beendet. Die Begehung des Fastenmonats Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islam. Frauen, die ihre Menstruation haben, fasten nicht. Menschen auf Reisen sowie Personen, die Medikamente einnehmen müssen, ist es frei gestellt, ob sie fasten oder nicht. Gänzlich vom Fasten befreit sind Kinder und Menschen mit schweren körperlichen Gebrechen. Stillenden Müttern, Schwangeren, Alten sowie Behinderten ist das Fasten sogar strengstens untersagt. Da während des Fastens ein besonders religiöses Leben geführt wird, machen sich das in islamischen Ländern einige Leute zunutze, um auf ihre angebliche Bedürftigkeit hinzuweisen. Beispielsweise reisen eigens zu diesem Zweck Ausländer in die Vereinigten Arabischen Emirate ein, um bei den Bewohnern an der Haustür oder an belebten Plätzen Geld zu erbetteln. Die Regierung versucht das allerdings durch strenge Grenzkontrollen, eine zweiwöchige Haftstrafe mit anschließender Abschiebung und Einreiseverbot, sowie Informationskampagnen in der Bevölkerung zu unterbinden. Während der Zeit des Ramadan wird in arabischen Ländern deutlich mehr an Lebensmitteln gekauft und zubereitet als gegessen werden kann. Die Folge daraus ist ein durchschnittlich doppelt so hohes Müllaufkommen mit erhöhtem Einsatz der Müllabfuhr. Die Lebensmittelpreise steigen in der Regel während des Ramadan, was von einigen Händlern durch geschickte Verknappung des Angebotes weiter angetrieben wird. Von islamischen Geistlichen wird diese Entwicklung oft kritisiert.

Vorschrift im Koran

Der Koran äußert sich folgendermaßen zum Ramadan: Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt wurde als Rechtleitung für die Menschen und als deutliches Zeichen der Rechtleitung und der Unterscheidungsnorm. Wer von euch nun in dem Monat anwesend ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, für den gilt eine Anzahl anderer Tage. Gott will für euch Erleichterung, Er will für euch nicht Erschwernis, und dass ihr die Zahl (der Tage) vollendet und Gott dafür hochpreiset, dass Er euch rechtgeleitet hat, und dass ihr wohl dankbar werdet. (Der Koran, Übersetzung von Adel Theodor Khoury, 2. Sure, Vers 185) Zur Dauer des täglichen Fastens steht im Koran: […] Und eßt und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen Faden von einem schwarzen Faden unterscheidet. Dann haltet das Fasten streng bis zur Nacht. […] (Der Koran, Übersetzung von Max Henning, Überarbeitet von Murad Wilfried Hofmann, 2. Sure, Vers 187) Der weiße und schwarze Faden sind nicht wortwörtlich zu nehmen, sondern stellen vielmehr eine bildliche Umschreibung des Beginnes der Morgendämmerung dar. Die Horizontlinie ist die Grenze an der Himmelsgewölbe und Erdenrund scheinbar einander berühren. Zu Beginn der Dämmerung zeichnet sich die dunkle Erde gegen den dahinter liegenden, leicht erhellten Himmel ab. Da die Dämmerung sich anfangs in einer schmalen Linie horizontal ausbreitet, kann man diese als weißen Faden über dem schwarzen Faden, der die Erde repräsentiert, darstellen.

Beginn und Ende des Ramadan

Wie das Gebet (arabisch salat) oder die islamische Pilgerfahrt (arabisch hadsch) beruht der Beginn und das Ende des Monats Ramadan auf festgelegten Zeiten. In der Sunna findet sich folgende Überlieferung: `Abdullâh Ibn `Umar berichtet: Der Prophet (Friede sei mit ihm) erwähnte den Ramadan und sagte: Fastet nicht, bevor ihr die Mondsichel [arabisch Hilâl] seht, und brecht das Fasten nicht ab, bevor ihr sie [die Mondsichel] seht. Und wenn sie [von Wolken] bedeckt ist, sollt ihr sie berechnen. (nach al-Buchari).

Berechnete Termine

Die Daten können je nach Land um ca. 1 Tag variieren.

Literatur


- Adel Th. Khoury (Übers.): Der Koran Gütersloher Verlagshaus, mehrere Ausgaben, zum Beispiel ISBN 3579021540
- Klaus Lech: Geschichte des islamischen Kultus. Rechtshistorische und hadit-kritische Untersuchungen zur Entwicklung und Systematik der 'Ibâdât. Bd. I. Das ramadân-Fasten. Erster Teil. Otto Harrassowitz. Wiesbaden 1979. ISBN 3-447-01943-3
- K.G. Jacob: Der muslimische Fastenmonat Ramadan. In: VI. Jahresbericht der Geographischen Gesellschaft zu Greisfwald 1893-1896. 1.Teil, S.1-33.

Siehe auch


- Ramadan-Krieg
- Ramadan-Revolte

Weblinks


- [http://www.weltzeituhr.com/laender/feiertage/multi_3285.shtml www.weltzeituhr.com] Information zum Beginn des Ramadan
- [http://www.feste-der-religionen.de/feste/Ramadan.html www.feste-der-religionen.de] Erläuterungen zum Fastenmonat Ramadan
- [http://www.mondsichtung.de www.mondsichtung.de] Eine islamisch-astronomische Seite zur Mondsichtung.
- [http://www.islam-basis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=142&Itemid=52 www.islam-basis.de] Grosse Linksammlung rund um den Monat Ramadan. Kategorie:Feste & Brauchtum (Islam)
- [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21231/1.html „Ramadan, der Monat des Konsums“], Telepolis, 30.10.2005 ja:ラマダーン ko:라마단 ms:Puasa

Haddsch

Haddsch (), auch Hadschdsch, Hadjdj, Hajj oder Hagg, ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka. Sie zählt zu den fünf Säulen des Islam und findet jährlich während des Monats Dhu al-hijja statt.

Wortverwandtschaft

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das arabische Wort Haddsch mit dem hebräischen Wort חג "Chag" = "Fest" verwandt, das im biblischen Kontext für die drei jüdischen Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot und Sukkot verwendet wird. In gleicher Bedeutung existiert die Wurzel auch im Aramäischen und seinen späteren Ausläufern.

Allgemein

Jeder freie volljährige Muslim, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Eine Person, die die Haddsch auf sich genommen hat, trägt den Ehrentitel «Haddschi ()». In ärmeren Ländern, in denen sich kaum einer die Reise nach Mekka leisten kann, ist zur Erfüllung der Glaubenspflicht auch ein Besuch bestimmter einheimischer Wallfahrtsstätten möglich, zum Beispiel des tunesischen Kairouan; dies entspricht aber nicht dem Islam, sondern ist ein Auswuchs eines verklärten Volksglaubens. Für den, der sich die Haddsch nicht leisten kann, ist diese auch nicht verpflichtend. In manchen islamischen Gegenden findet man die Eigenheit, dass eine Dorfgemeinschaft Spenden zusammenlegt, um wenigstens einem für würdig und geeignet angesehenen Mitglied stellvertretend für alle die Haddsch zu ermöglichen. Die "große" Pilgerfahrt, der Haddsch, kann nur während bestimmer Tage im Jahr (8.–12. Dhu'l Hidscha) durchgeführt werden, die kleine Pilgerfahrt (ʿUmrah) aber zu jeder beliebigen Zeit erfolgen.

Kleidung

Die Pilger hüllen sich während der Pilgerfahrt in zwei weiße, ungesäumte Tücher (so werden die Totentücher symbolisiert) und dürfen sich während der Wallfahrt weder rasieren, noch kämmen noch Haare oder Nägel schneiden. Dieser Weihezustand wird im Arabischen als ihrâm () bezeichnet.

Verlauf

Die Haddsch beginnt am 8. Dhul al-Hidscha in Mekka mit dem Anziehen des Ihrams, eines Pilgergewands und dem Gang nach Mina. Dort bleibt man bis zum nächsten Morgen und bricht dann in Richtung Arafat auf. Zu den Höhepunkten der Wallfahrt gehört das Stehen im Bereich des Berges Arafat am 9. Dhu al-Hidscha, der auch der "Berg der Vergebung" genannt wird (25 km östlich von Mekka). Dort wird Gott um Vergebung gebeten was bei den Pilgern der emotionalste Teil der Wallfahrt ist. Man hält sich in diesem Ort bis Sonnenuntergang auf und begibt sich anschließend nach Muzdalifa, wo man übernachtet und dann kurz vor Sonnenuntergang (am 10. Dhu al-Hidscha) nach Mina geht. In Mina vollzieht man den Ritus der symbolischen Steinigung des Teufels, indem man sieben kleine Steine auf eine große Säule wirft. Nun schneidet man sich die Haare. Danach (am 10. Dhu al-Hidscha) werden die Opfertiere geschlachtet, wobei die Pilger nur einen kleinen Teil für sich behalten und den Rest den Armen überlassen. Dieser Tag, das Opferfest, ist der höchste islamische Feiertag und wird genauso auch von den daheimgebliebenen Muslimen überall auf der Welt begangen. Danach ist der Zustand des Ihrams aufgehoben und die verbotenen Dinge während des Ihramzustandes sind wieder erlaubt (mit Ausnahme des Geschlechtsverkehrs mit dem Ehepartner). Nun kehrt man nach Mekka zur Kaaba, ein würfelartiges Gebäude mit einem schwarzen Stein, zurück und vollzieht den sogenannten Tawaf. Man umschreitet dabei siebenmal die Kaaba. Unweit von der Kaaba erfolgt der siebenmalige Lauf zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa, mit der die Suche nach Wasser, wie Hagar sie erlebte, symbolisiert werden soll. Man bricht wieder nach Mina auf, wo man nun die nächsten 2 oder 3 Tage verbringt. Dort findet wieder der Ritus der symbolischen Steinigung des Teufels statt, wobei nun aber drei Säulen mit jeweils sieben Steinen beworfen werden. Die Haddsch wird mit dem Abschiedstawaf bei Rückkehr in die Heimat abgeschlossen.

Geschichte

Die wichtigsten und größten Pilgerrouten nahmen lange Zeit in Kairo und Damaskus ihren Anfang. Die Pilger aus dem Maghreb schlossen sich der ägyptischen Karawane an, die dann in 30 bis 40 Tagen durch den Sinai nach Mekka zog. Ende des 15. Jahrhunderts umfasste sie dreißig- bis vierzigtausend Pilger. Die Muslime aus Anatolien, dem Iran, dem Irak und Syrien bildeten die andere große Karawane, die ebenfalls etwa dreißig bis vierzig Tage unterwegs war. Die ägyptischen Pilger brachten auch die Kiswa mit, ein kostbares golddurchwirktes Tuch, mit dem die Kaaba jährlich neu umhüllt wurde und das anschließend in kleinen Stücken an die Pilger als Souvenir verkauft wurde. In früheren Zeiten war der Haddsch ein gefährliches Unterfangen: Oft wurden Pilgerkarawanen auf ihrem Weg nach Mekka überfallen, zum Beispiel von der ismaelitischen Sekte der Qaramitah (Karmaten), die 930 sogar den schwarzen Stein aus Mekka raubten und unter den Pilgern ein Massaker verübten. Später übernahmen die Qarmaten gegen erhebliche Summen den Schutz der Pilgerkarawanen. So zahlten die ägyptischen Fatimiden jährlich 300.000 Dinar an die Qarmaten. Manchmal fiel eine der großen Pilgerkarawanen aufgrund der politisch unsicheren Situation auch komplett aus.

Sonstiges

Von Zeit zu Zeit kommt es während des Haddsch zu Massenpaniken, die Menschenleben fordern.
Der Haddsch ist an sich explizit friedlich und gewaltfrei konzipiert, was in der Regel einen ordnungsgemäßen Ablauf ermöglicht. Dass Extremisten oder Fundamentalisten den Haddsch für Gewaltakte nutzen, kommt selten vor. Der Zutritt zu dem Bereich rund um die Kaaba ist ausschließlich Muslimen vorbehalten. Als Hüter der Heiligen Stätten genießt der jeweilige Machthaber über Mekka, früher der Scherif von Mekka und heute das saudische Königshaus, eine herausgehobene Stellung im Islam. Die Pilgerfahrten stellen aufgrund der enormen Teilnehmerzahlen stetig wachsende Anforderungen an das Management des religiösen Großereignisses. So müssen Trinkwasser und Unterkünfte bereitgestellt werden, außerdem ist die Infrastruktur der Region während des Haddsch regelmäßig überlastet.

Weblinks

http://www.aseannewsnetwork.com/travel-information/saudiarabiahajj.html (Informationen zum Haddsch) Kategorie:Islam Kategorie:Nahost ms:Haji th:ฮัจญ์

Ramadan

Der Ramadan, رمضان (arabisch „der heiße Monat“), ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der islamische Fastenmonat.

Grundlagen

In diesem Monat des Fastens (arabisch صوم saum) sind gemäß dem Koran tagsüber, das heißt zwischen Anbruch der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang, leibliche Genüsse wie die Aufnahme von fester und flüssiger Nahrung, das Trinken von Wasser, der Geschlechtsverkehr und auch das Rauchen verboten. Des Weiteren hat die fastende Person darauf zu achten, dass sie keinen Streit mit ihren Mitmenschen beginnt, nicht lügt, lästert usw. Die Sufis (islamische Mystiker) kennen noch weitere Stufen, wie beispielsweise darauf zu achten, dass man keine schlechten Gedanken hat und dass man an nichts anderes als an die Wahrheit denkt. Außerdem sehen sie im Fasten ein besonders wirkungsvolles Instrument im Kampf gegen die „niederen Triebe“ (siehe auch: nafs). Da der islamische Kalender ein reiner Mondkalender ist, wandert der Ramadan allmählich durch die Jahreszeiten und beginnt nach westlichem Kalender jedes Jahr ungefähr elf Tage früher als im vorhergehenden. Nach etwa 33 Jahren ist er einmal durchs ganze Sonnenjahr gewandert. Die Festlegung der Daten für Beginn und Ende des Fastenmonats und somit auch die Umrechnung auf den Gregorianischen Kalender wird bei manchen Rechtsschulen nicht nur von der astronomischen Rechnung, sondern auch von der tatsächlichen Sichtung des Neumonds abhängig gemacht. Dies führt dazu, dass nicht alle Muslime den Ramadan genau gleichzeitig beginnen und beenden, und dass die genaue Festlegung für manche Muslime oft erst am Vorabend des Beginns oder Endes des Monats möglich ist. Das Ende des Ramadan wird mit dem Fest des