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Ismaning

Ismaning

Ismaning (alt: Yserrain) ist eine kreisangehörige Gemeinde im Norden des Landkreises München (Oberbayern). Der Ort liegt etwa sieben Kilometer nordöstlich von München auf dem rechten Hochufer der Isar. Die ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Gemeinde ist seit Mitte der 1990er Jahre als bedeutender Medienstandort bekannt. Nordöstlich des Ortes befindet sich seit 1932 ein Großsender des Bayerischen Rundfunks. Ismaning ist Mitglied der Nordallianz.

Nachbargemeinden

Im Norden und Osten bildet die Gemeindegrenze von Ismaning die Grenze des Landkreises München. Der Ort grenzt im Norden an die Gemeinden Eching und Hallbergmoos (beide Landkreis Freising), im Osten an die Gemeinden Moosinning und Finsing (beide Landkreis Erding), im Süden an die Gemeinden Aschheim und Unterföhring (beide Landkreis München) und im Westen an die Stadt München sowie an die Stadt Garching b.München (ebenfalls Landkreis München).

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Ismaning stammt aus dem Jahr 1929 und steht für die über Jahrhunderte währenden Bindungen zu der Stadt Freising. Im oberen Teil des Schildes ist ein Mohr mit roter Krone zu sehen, welcher ursprünglich aus dem Wappen des Hochstiftes Freising stammt. Bischof Otto von Freising soll sich das Recht, einen Mohren im Wappen zu tragen, mit seiner Teilnahme am zweiten Kreuzzug verdient haben. Im unteren Teil des Schildes finden sich drei nebeneinander stehende silberne Rauten (Wecken genannt). Sie stammen aus dem Familienwappen des Fürstbischofs Johann Franz Eckher, welcher das Schloss Ismaning erbaute.

Geschichte

Schloss Ismaning
- 6./7. Jahrhundert: erste bajuwarische Besiedelung
- 809 erste urkundliche Erwähnung bezüglich einer Rechtsstreitschlichtung durch Bischof Atto
- 1319 Verkauf der Ortschaften Ismaning, Unterföhring, Englschalking und Daglfing an das Freisinger Hochstift durch den Herzog von Bayern und späteren deutschen Kaiser Ludwig dem Bayern gegen "hundert March lotrings silber". Damit entsteht die "Grafschaft auf dem Yserrain" als geschlossenes Herrschaftsgebiet der Freisinger Bischöfe.
- 1530 übernimmt Bischof Philipp von Freising von den Haushaimern, einem Freisinger Domherrengeschlecht, deren Ismaninger Landsitz und erbaut ein Renaissanceschloss mit vier Türmen. Aus der "Grafschaft Yserrain" wird die "Reichsgrafschaft Ismaning".
- 1632 fallen im Dreißigjährigen Krieg schwedische Truppen plündernd und brandschatzend in Ismaning ein. Mehr als die Hälte der Bewohner stirbt in der darauffolgenden Zeit an der Pest.
- 1678 - 1902 Bau der barocken Johanniskirche.
- 1716 - 1724 Barocke Umgestaltung des Ismaninger Schlosses unter Fürstbischof Johann Franz Eckher, unter entscheidender Mitwirkung von Johann Baptist Zimmermann.
- 1802/1803 beendet die Säkularisation die fast 500jährige Ära der Freisinger Fürstbischöfe. Das Schloss und seine Einrichtung werden teilweise zerstört.
- 1816 übernehmen der Stiefsohn Napleons, Eugen Beauharnais, und seine Gattin Auguste Amalie, Tochter des bayerischen Königs Maximilian I., das Ismaninger Schloss und lassen es durch Leo von Klenze klassizistisch umgestalten.
- 1851 Tod von Auguste Amalie. Das Schloss wechselt mehrmals die Besitzer.
- 1899 - 1919 Das Ismaninger Schloss ist Eigentum der Stadt München.
- 1932 - Inbetriebnahme des Senders Ismaning
- 1983 - der schon längst außer Betrieb befindliche hölzerne Sendeturm in Ismaning, der letzte seiner Art in Deutschland, wird wegen Baufälligkeit abgerissen

Politik

Bürgermeister der Gemeinde ist seit Mai 1990 Michael Sedlmair von der Freien Wähler-Gemeinschaft Ismaning. Seine Vorgänger in diesem Amt waren:
- 1818: Franz Schweinhamer
- 1833-1838: Johann Sellmayr
- 1839-1841: Andrä Jungbeck
- 1842-1844: Koloman Stor
- 1845-1853: G. Schweinhammer
- 1854-1876: Nikolaus Zacherl
- 1877-1881: Josef Dax
- 1882-1887: Michael Reisinger
- 1888-1896: Anton Reisinger
- 1896-1906: Johann Sellmayr
- 1906-1919: Georg Kraus
- 1919-1922: Josef Reisinger
- 1922-1933: Benno Hartl
- 1933-1945: Korbinian Huber
- 1945-1946: Kaspar Deimel
- 1946-1952: Andreas Schweiger
- 1952-1990: Erich Zeitler

Wirtschaft

1990
- 7.000 Privathaushalte
- 2.048 Gewerbebetriebe
- 84 Landwirtschaftliche Betriebe
- 11 Hotelbetriebe Stand: 31. Januar 2005

Verkehr

Durch seine Lage im Norden ist Ismaning gut erschlossen. Die Münchner Innenstadt ist somit ebenso gut zu erreichen wie die Autobahn und der Flughafen. Ismaning liegt an der A99, B471, B388 und der Staatsstraße 2053 (Unterföhring-München). Die S-Bahn-Linie S8 verbindet Ismaning im 20-Minuten-Takt mit jeweils etwa 20 Minuten Fahrzeit mit München und dem Flughafen. Außerdem verfügt Ismaning über recht gute Busverbindungen zur Studentenstadt (Bus 231), zur Messe (Bus 228), nach Garching (Bus 230) und nach Erding (Bus 531).

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Flughafen
- Schloss Ismaning
- Schlosspavillon
- Pfarrkirche St. Johann Baptist
- Bildstock für die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 25. August 1918
- Goldachhof
- Kapelle des Zacherlhofes
- Kriegerdenkmal auf dem Kirchplatz
- Kriegerdenkmal an der Schlossstraße
- Pestsäule
- Wasserturm (Der Wasserturm wurde am 15. Oktober 2005 erstmals sehr phantasievoll und künstlerisch beleuchtet).
- Gedenkstein für die Opfer des Floßunglücks vom 21. Mai 1907
- Großsender des Bayerischen Rundfunks für UKW und Mittelwelle (ca. 2 km nordöstlich von Ismaning), mit 171,5 Meter hohen, gegen Erde isolierten selbststrahlenden Sendemast, der in 56 Meter und 112 Meter Höhe mit Hilfe eines Trennisolators elektrisch unterteilt ist.
- Großsendeanlage des International Broadcasting Bureau für die Voice of America und Radio Free Europe/Radio Liberty

Einrichtungen

In Ismaning gibt es eine Waldorfschule. Sie war ursprünglich in der Oskar-Messter-Str. 14a ansässig. Im Sommer 2002 zog sie in den Neubau in der Dorfstraße 77. Der Bau besteht aus einem Hauptgebäude mit großem Saal für bis zu 800 Besucher. Daneben zueinandergerichtet stehen die Mittelstufen- und Oberstufengebäude. Außerdem gibt es eine Ganztagsbetreuung (Hort). Ein Werkgebäude, eine Turnhalle, sowie ein extra Haus für den in der Schule ansässigen Waldorfkindergarten sind geplant. Ebenfalls ist ein Schulbauernhof geplant. [http://www.waldorfschule-ismaning.de Homepage] Außerdem gibt es eine Realschule, zwei Grundschulen, vier Kindergärten sowie ein Hallenbad (Freisingerstr. 4, [http://www.gwi.ismaning.de/gw-hallenbad]).

Töchter und Söhne der Gemeinde


- 1900, 28. September - Otto Braun, † 15. August 1974, Schriftsteller

Literatur


- Therese Risinger: Ismaning - Geschichte eines Dorfes. Ismaning 2004 Eine ausführlich und umfassend recherchierte Dokumentation dieses schönen Ortes.

Weblinks


- [http://www.ismaning.de www.ismaning.de] Die Ismaninger denken aber auch weit über ihre Gemeindegrenzen hinaus. Seit 1989 wird die Gemeinde Kitandililo in Südtanzania unterstützt.
- [http://www.tanzaniahilfe-ismaning.de.tt www.tanzaniahilfe-ismaning.de.tt] Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:München (Landkreis)

Gemeinde

Der Begriff Gemeinde (von althochdeutsch gimeinida) bezeichnet ein gesellschaftliches Gebilde ähnlich einer Gemeinschaft. Meist hat aber eine Gemeinde einen höheren Organisationsgrad. In früheren Zeiten war darunter eine Personalkörperschaft zu verstehen. Zur Gemeinde gehörte eine Person, wo auch immer sie gerade ansässig war. Deshalb sind Kopfzahlen einer Gemeinde vor etwa 1800 nicht mit den heutigen Einwohnerzahlen vergleichbar. Gemeinde wird heute gebraucht:
- als allgemeine Bezeichnung für Ortschaft, Stadt, Großgemeinde oder Dorf.
- für die unterste Verwaltungseinheit (Gebietskörperschaft) eines Staates (für Deutschland siehe hierzu auch Gemeindearten in Deutschland) oder die Gesamtheit ihrer Einwohner.
- in der Schweiz als allgemeine Bezeichnung für die unterste politische Organisationsebene im Gegensatz zu Eidgenossenschaft, Kanton und Bezirk. Man spricht dann von der Politischen Gemeinde (auch Munizipalgemeinde, Einwohnergemeinde). Daneben existieren noch vereinzelt Zivilgemeinden als Träger der Dorfgerechtigkeiten. Sie werden auch Ortsgemeinden, Ortsbürgergemeinden bzw. Burgergemeinden oder Korporationen genannt. Die Schulgemeinden und Kirchgemeinden erfüllen spezielle Zwecke und verfügen zwar über einen Einflusskreis, nicht jedoch über ein Territorium. In früheren Zeiten waren die Armengemeinden von den Politischen Gemeinden getrennt.
Siehe auch: Gemeinden der Schweiz
- in Österreich als Bezeichnung für die kleinste politische und auch verwaltungstechnische Einheit. Rechtlich ist eine kleine der großen Gemeinde gleichgestellt (Prinzip der abstrakten Einheitsgemeinde). Ausgenommen davon sind lediglich die Städte mit eigenem Statut (Statutarstädte). Neben der Staatsbürgerschaft ist nur der Wohnsitz in einer bestimmten Gemeinde maßgebend für das Wahlrecht. Es gibt auch Vereinigungen mehrerer politischen Gemeinden zu Zweckverbänden, die dann teilweise auch als Gemeinde bezeichnet werden, beispielsweise eine Schulgemeinde.
Siehe auch: Gemeinde (Österreich)
- als Bezeichnung für die Einwohnerschaft eines lokal begrenzten Gebietes, dem keine politische Verwaltungseinheit direkt entspricht, insbesondere in ihrer Organisationsform als Gesellschaft oder Verein (Beispiel: Stadtteilgemeinden in Marburg)
- als Bezeichnung für eine lokal tätige Religionsgemeinschaft wie beispielsweise die christliche Kirche als Kirchengemeinde, Kirchgemeinde oder die Gesamtheit ihrer Mitglieder.
- als Bezeichnung für die Anhängerschaft eines Künstlers (Gemeinde des Dichters).

Siehe auch


- Gemeinde (Frankreich)
- Gemeinde (Österreich)
- Kommune
- Gemeindeordnungen in Deutschland
- Ortsfamilienbuch
- Gemeindedualismus
- Kommunalverwaltung

Literatur


- Georg Weber, Renate Weber (Hrsg.): Zugänge zur Gemeinde. Böhlau, Köln 2000, ISBN 3-412-05798-3

Weblinks


- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D10261.html Artikel Gemeinde] im Historischen Lexikon der Schweiz
- Kategorie:Politische Geographie Kategorie:Kommunalpolitik Kategorie:Körperschaft des öffentlichen Rechts ja:政令指定都市 zh-cn:直辖市 zh-tw:直轄市

Landkreis München

Der Landkreis München ist mit über 300.000 Einwohnern der nach Einwohnern größte Landkreis in Bayern. Er liegt in der Mitte des Regierungsbezirks Oberbayern und umschließt im Norden, Osten und Süden die kreisfreie Stadt München. Seine Nachbarkreise sind im Norden die Landkreise Dachau, Freising und Erding, im Osten der Landkreis Ebersberg, im Süden die Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen und im Westen der Landkreis Starnberg sowie kurz der Landkreis Fürstenfeldbruck.

Geografie

Der Landkreis liegt im wesentlichen in der Münchner Schotterebene, welche im Süden vom Hochufer der Isar durchschnitten wird.

Politik

Landrat ist Heiner Janik von der CSU. Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis München-Land-Nord ist derzeit Ernst Weidenbusch (CSU); für den Wahlkreis München-Land-Süd sitzt Engelbert Kupka, der auch Präsident der SpVgg Unterhaching ist, im Landtag. Direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis München-Land (der aber nicht mit dem Landkreis München deckungsgleich ist) für den Bundestag ist Georg Fahrenschon, CSU. Über die Zweitstimmen sitzen auch noch Innenminister Otto Schily (er ist seit 1990 SPD-Kandidat für München-Land), Toni Hofreiter (Grüne) und Martin Zeil (FDP) im Bundestag.

Wappen

Die linke Hälfte des Wappens zeigt das weiß-blaue Rautenmuster, das vom ehemaligen Landkreis Bad Aibling, dessen westlicher Teil im Rahmen der bayerischen Gebietsreform 1972 dem Landkreis München zugeschlagen wurde, übernommen wurde. Das Schwarz-Gelb in der rechte Hälfte sind die Stadtfarben von München. Darüber gelegt ist ein silberner Wellenbalken. Er symbolisiert den Fluss Isar, der den gesamten Landkreis durchzieht.

Städte und Gemeinden

(Fläche in km² am 31. Dezember 2001, Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

Weblinks


- [http://www.landkreis-muenchen.de/ Offizielle Website] Munchen

Oberbayern

Oberbayern ist einer von 7 Regierungsbezirken von Bayern und nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Bezirk Oberbayern.
Der Regierungsbezirk liegt im Südosten des Bundeslandes und grenzt im Süden und Osten an Österreich, im Norden an Niederbayern und im Westen an Mittelfranken und an Schwaben. Teile des heutigen Oberbayern sind fränkisch: Durch die Gebietsreform in den 1970er Jahren wurde der Landkreis Eichstätt dem Bezirk Oberbayern zugeordnet. Der Landkreis Eichstätt war zwar früher teilweise fränkisch regiert, die Bewohner sprechen aber einen bairischen Dialekt.

Verwaltungsgliederung

Kreisfreie Städte


- Ingolstadt
- München
- Rosenheim

Landkreise

Oberbayern hat 20 Landkreise:
- Altötting
- Bad Tölz-Wolfratshausen
- Berchtesgadener Land
- Dachau
- Ebersberg
- Eichstätt
- Erding
- Freising
- Fürstenfeldbruck
- Garmisch-Partenkirchen
- Landsberg am Lech
- Miesbach
- Mühldorf am Inn
- München
- Neuburg-Schrobenhausen
- Pfaffenhofen an der Ilm
- Rosenheim
- Starnberg
- Traunstein
- Weilheim-Schongau. Vor der Kreisgebietsreform am 1. Juli 1972 gliederte sich der Regierungsbezirk Oberbayern in drei Stadtkreise und 27 Landkreise.
siehe: Verwaltungsgliederung des Regierungsbezirks Oberbayern vor der Kreisreform

Planungsregionen

Die oberbayerischen Städte und Landkreise werden vier verschiedenen Planungsregionen zugeordnet: Ingolstadt, München, Oberland und Südostoberbayern.

Wirtschaft

Die Arbeitslosen-Quote in Oberbayern betrug im Mai 2005 6,5 Prozent.

Weblinks


- http://www.regierung.oberbayern.bayern.de/
- http://www.landkreisnetz.de/OBERBAYERN/ (Karte) Kategorie:Regierungsbezirk (Deutschland) !

München

München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Nach Berlin und Hamburg ist München die drittgrößte Großstadt Deutschlands und gilt als eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren der Bundesrepublik.

Geografie

Deutschland)]] München ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands. München bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Höchster Punkt der Stadt ist der Warnberg mit 579 m über NN, der tiefste Punkt liegt mit 482 m über NN im nördlichen Schwarzhölzl im Stadtteil Feldmoching. Die Isar durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von 13,7 km von Südwest nach Nordost. Bekannte Flussinseln sind die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum und die in unmittelbarer Nähe gelegene Praterinsel. Im weiteren Umland liegen zahlreiche große Seen, wie z. B. der Ammersee, Wörthsee oder der Starnberger See. Weitere Fließgewässer sind die Würm, die, aus dem Starnberger See kommend, den Westen Münchens durchfließt, der Hachinger Bach, der im Südosten bei Perlach in das Stadtgebiet eintritt und nördlich von Neuperlach versickert, sowie etliche von der Isar abzweigende Stadtbäche wie der Eisbach, der Auer Mühlbach, der unmittelbar nach seiner Ableitung aus dem Isarkanal als erstes den Münchner Tierpark Hellabrunn durchfließt, sowie der Brunnbach. Die Stadtbäche wurden größtenteils entlang der Isar angelegt, einige durchfließen auch die Innenstadt, wobei die Bäche im Zentrum heute größtenteils unterirdisch durch Röhren geführt werden oder seit dem Bau von S- und U-Bahnlinien teilweise trockengelegt wurden. Seen im Münchener Stadtgebiet sind der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, der See im Olympiagelände sowie der Lerchenauer, Fasanerie- und Feldmochinger See, allesamt im Norden von München.

Ausdehnung

Die Gesamtfläche der Stadt München beträgt 31.043 ha; München ist damit nach Berlin, Hamburg, Köln, Dresden und Bremen die flächenmäßig sechstgrößte Großstadt Deutschlands. Von den gut 310 km² entfallen 44 % auf Gebäude und zugehörige Freiflächen, 16,9 % auf Landwirtschaftsflächen, 16,5 % auf Verkehrsflächen, 14,7 % auf Erholungsflächen, 4,4 % auf Waldflächen, 1,2 % auf Wasserflächen und weitere 2,2 % auf Flächen anderer Nutzung. Die Grenze der Stadt umfasst 117,4 km. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 20,9 km und von Ost nach West 26,8 km. (Stand 31. Dezember 2000)

Bezirke und Nachbargemeinden

2000 Mit der Neugliederung des Stadtgebiets im Jahr 1992 wurde die Zahl der Stadtbezirke in München von 41 auf 25 verringert. Sie heißen (in alphabetischer Reihenfolge): Allach-Untermenzing (23), Altstadt-Lehel (1), Aubing-Lochhausen-Langwied (22), Au-Haidhausen (5), Berg am Laim (14), Bogenhausen (13), Feldmoching-Hasenbergl (24), Hadern (20), Laim (25), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (2), Maxvorstadt (3), Milbertshofen-Am Hart (11), Moosach (10), Neuhausen-Nymphenburg (9), Obergiesing (17), Pasing-Obermenzing (21), Ramersdorf-Perlach (16), Schwabing-Freimann (12), Schwabing-West (4), Schwanthalerhöhe (8), Sendling (6), Sendling-Westpark (7), Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (19), Trudering-Riem (15) und Untergiesing-Harlaching (18). Im Bereich des Bezirks 22 entsteht derzeit der neue Stadtteil Freiham. Folgende Gemeinden und gemeindefreien Gebiete grenzen an die Stadt München (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt): Oberschleißheim, Garching, Ismaning, Unterföhring, Aschheim, Feldkirchen, Haar, Putzbrunn, Neubiberg, Unterhaching, Perlacher Forst, Oberhaching, Grünwald, Pullach, Forstenrieder Park, Neuried, Planegg und Gräfelfing (alle Landkreis München), Germering, Puchheim und Gröbenzell (alle Landkreis Fürstenfeldbruck) sowie Karlsfeld (Landkreis Dachau) Landkreis Dachau

Klima

Die Stadt München liegt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen kontinentalen Klima. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der Föhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung unregelmäßig warme, trockene Luftströmungen nach München. Damit verbunden ist eine sehr gute Fernsicht - und insbesondere auch der berühmte bayerisch-blaue Himmel - so dass auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind. Die bisher höchste offiziell vom Deutschen Wetterdienst gemessene Temperatur in der offiziellen DWD-Wetterstation in München-Nymphenburg war 37,2 Grad Celsius im Juli 1983. München wurde auch schon durch seine Lage im gewitterintensivsten Bundesland Bayern von heftigen Unwettern betroffen. Am bemerkenswertesten ist hier das Hagelunwetter vom 12. Juli 1984, bei dem Schäden in Höhe von umgerechnet 1,5 Mrd. Euro entstanden. München ist durch die Nähe zu den Alpen auch die schneereichste Großstadt Deutschlands. Eine Auswertung der Wetterstatistiken hat ergeben, dass der südliche Teil der Stadt am sonnigsten ist. Der nördliche hat mehr Nebel. Der westliche ist trockener als der östliche. Dies ist grundsätzlich auch eine Folge der Höhenunterschiede innerhalb der Stadt, die ein entsprechendes Kleinklima generieren, sowie eine Trennung der Stadt in Ost-/Westrichtung durch die Isar.

Bevölkerung

München hat ca. 1,28 Millionen Einwohner, die Arbeitslosenzahl liegt bei etwa 82.000 (Stand Mitte 2005). Der Ausländeranteil liegt derzeit bei etwa 23 % (293.386 in absoluten Zahlen, Stand 31. Dezember 2004). Die größten Gruppen darunter stellten Türken (43.110), Kroaten (25.104), Serben (24.086) und Griechen (22.781) dar.

Geschichte

Isar Hauptartikel: Geschichte Münchens München wurde 1158 zum ersten Mal als Villa Munichen urkundlich erwähnt, nachdem der Herzog von Bayern und Sachsen Heinrich der Löwe nahe dieser schon bestehenden Mönchssiedlung am Platz der heutigen Ludwigsbrücke bei den Isarinseln eine Brücke über die Isar errichtet hatte. Durch einen Gewaltstreich hatte Heinrich dabei die bestehende Brücke des Bischofs von Freising bei Unterföhring zerstört, um selbst vom reichen Salzhandel zu profitieren. Mit der Brücke, und damit dem Salzhandel, erhielt München durch einen Schiedsspruch das Markt-, Münz- und Zollrecht von Kaiser Friedrich Barbarossa zugesprochen. Bereits knapp zwanzig Jahre später, im Jahre 1175, wurde München der Stadtstatus gewährt und die erste Befestigungsanlage errichtet. Als Heinrich 1180 vom Kaiser geächtet wurde, fiel Bayern an die Wittelsbacher und München an den Bischof von Freising. 1240 kam auch München in wittelsbachischen Besitz und wurde bereits 1255 nach der ersten Landesteilung herzogliche Residenz. Seit 1314 war Herzog Ludwig IV. deutscher König, seit 1328 auch Kaiser und München wurde als seine Residenz durch einen zweiten Mauerring erheblich erweitert. Seit dieser Zeit sind die Farben Münchens die Farben des alten Reiches: Schwarz und Gold. Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts kam es wiederholt zu Aufständen der Bürgerschaft gegen die Herzöge, die daraufhin ihren Regierungssitz vom Alten Hof in die neue Residenz am Stadtrand verlegten. 1442 wurden die jüdischen Bürger aus der Stadt vertrieben. Nachdem München in der Spätgotik eine neue kulturelle Blütezeit erlebt hatte, wurde die Stadt 1506 mit der Wiedervereinigung des Landes Hauptstadt von ganz Bayern. Danach ging der Einfluss der Bürgerschaft mehr und mehr zurück, die Wittelsbacher bestimmten fortan die Entwicklung der Stadt. München wurde ein Zentrum der Renaissance aber auch der Gegenreformation. Unter Herzog Maximilian I. von Bayern wurde München 1623 kurfürstliche Residenzstadt, musste aber 1632 die Besatzung schwedischer Truppen erdulden. München musste ein hohes Lösegeld bezahlen und Geiseln stellen um seiner Zerstörung zu entgehen. Nachdem der Dreißigjährige Krieg 1648 beendet war öffnete sich die Stadt dem italienischen Barock. 1704 kam München im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre unter habsburgische Besatzung, da sich Kurfürst Maximilian II. mit Frankreich verbündet hatte. Ein Aufstand der Bürger und Bauern wurde in der Sendlinger Mordweihnacht blutig beendet. Nach der Kaiserkrönung von Kurfürst Karl VII. Albrecht besetzten habsburgische Truppen 1742 erneut die Stadt. Obwohl München bereits 1328 kaiserliche Residenzstadt war, begann der Aufstieg zur Großstadt erst 450 Jahre später. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs München rapide, was 1806 noch beschleunigt wurde, als München die Hauptstadt des napoleonischen Königreichs Bayern wurde. Hatte München 1700 gerade einmal 24.000 Einwohner, so verdoppelte sich die Bewohnerzahl bald alle 30 Jahre, so dass 1871 170.000 Menschen in München lebten und 1933 840.000. 1933 Unter der Regierung von Ludwig I., König von Bayern (18251848) wurde München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Die Klassizisten Leo Klenze und Friedrich von Gärtner gestalteten die Ludwigstraße, den Königsplatz und die Residenz. Max II. (1848 - 1864) förderte insbesondere die Geisteswissenschaften, trat aber ebenfalls als Bauherr hervor, im neuen an die englische Gotik erinnernden "Maximilianstil", entstanden unter anderem die Bauten an der Maximilianstraße, heute eine der exklusivsten Einkaufstraßen des Kontinents. Unter seinem Bruder Prinzregent Luitpold (18861912) erlebte München einen gewaltigen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Es entstanden unter anderem die Prinzregentenstraße und das Prinzregententheater. Schwabing erlebte um die Jahrhundertwende eine Blüte als Künstlerviertel, in dem zahlreiche bedeutende Literaten und Maler der Zeit verkehrten. 1896 wurde die Münchner Kulturzeitschrift Jugend erstmals herausgegeben, die namensgebend für den Jugendstil wurde. In seiner Erzählung Gladius Dei hat Thomas Mann für diese Epoche das geflügelte Wort "München leuchtet" geprägt. Nach dem Ersten Weltkrieg scheiterte1919 kurz nach dem Ende der Monarchie auch in München die kommunistische Revolution (siehe: Münchner Räterepublik) und in den folgenden Jahren wurde München zunehmend die „Hauptstadt der Bewegung“ Hitlers. 1923 scheiterte der Hitlerputsch vor der Feldherrnhalle, 1933 wurde auch München gleichgeschaltet. 1938 wurde das Münchner Abkommen abgeschlossen. Bezahlt hatte die Stadt so wie die meisten deutschen Großstädte mit umfangreichen Zerstörungen durch Flächenbombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Zweiten Weltkrieg Nach dem weitgehend am historischen Stadtbild orientierten Wiederaufbau entwickelte sich München nach dem Zweiten Weltkrieg zum High-Tech-Standort, außerdem siedelten sich zahlreiche Unternehmen der Dienstleistungsbranche an, so zum Beispiel Medien, Versicherungen und Banken. Auch der Tourismus erlebte in der an bedeutenden Museen (z. B. Alte, Neue und Pinakothek der Moderne, Deutsches Museum) und Sehenswürdigkeiten reichen Stadt einen Aufschwung. Im Jahre 1972 war München Gastgeber der XX. Olympischen Sommerspiele, die durch ein Attentat palästinensischer Terroristen überschattet wurden. Für die Spiele wurde die Stadt mit einer zusätzlichen U-Bahn-Linie ausgestattet. Im Jahre 1992 wurde der vor den Toren Münchens gelegene neue Flughafen eröffnet, der alte Flughafen München-Riem wurde geschlossen und zur Messestadt Riem umgebaut. Am Messegelände wurde das Gelände der Bundesgartenschau 2005 (BUGA 2005) angelegt.

Politik

Als Landeshauptstadt ist München der Sitz des Landtages und der bayerischen Staatsregierung. Ferner ist die Stadt München Sitz der Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern und des Landkreises München. Traditionell dominieren in München die Mitte-Links-Parteien, was in Bayern eher selten ist. So war das einzige von der SPD gewonnene Direktmandat in Bayern bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 der Wahlkreis München-Nord. Seit 1993 wird München von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) regiert. Derzeit wird der Münchner Stadtrat von einer Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Rosa Liste geführt.

Wappen

SPD Das Wappen der Stadt München zeigt in Silber einen Mönch mit goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb. Bei dem heutigen Stadtwappen handelt es sich um das so genannte „kleine Wappen“, das 1957 vom Stadtrat festgelegt wurde. Das so genannte „große Wappen“ zeigt in Silber ein offenes rotes Stadttor zwischen zwei roten Zinnentürmen mit von Schwarz und Gold mehrfach zickzackartig gebänderten Dächern; oben ein wachsender, golden gekrönter und bewehrter goldener Löwe; im Tor der Mönch des kleinen Wappens. Im amtlichen Verkehr wird das große Wappen nicht mehr verwendet. Aus dem Mönch im Wappen entwickelte sich im Laufe der Zeit das Münchner Kindl.

Städtepartnerschaften


- 25px seit 1954: Edinburgh (Schottland)
- 25px seit 17. März 1960: Verona (Italien)
- 25px seit 30. Mai 1964: Bordeaux (Frankreich)
- 25px seit 28. August 1972: Sapporo (Japan)
- 25px seit 18. September 1989: Cincinnati (USA)
- 25px seit 6. Oktober 1989: Kiew (Ukraine)
- 25px seit 1996: Harare (Simbabwe), zwischen 1999 und April 2002 wegen der Menschenrechtsverletzungen der simbabwischen Regierungspartei auf offizieller Ebene eingefroren

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kultur

Menschenrechtsverletzung München ist international bekannt für seine Sammlungen der alten und klassischen Kunst. So gehören zum Beispiel die Alte- und die Neue Pinakothek, sowie die Pinakothek der Moderne und das Lenbachhaus zu den weltweit renommiertesten Kunstmuseen. Das Deutsche Museum mit zum Teil einmaligen technischen Exponaten gehört mit über 1 Million Besucher pro Jahr zu den meistbesuchten Museen Europas. Aber auch weitere Kultureinrichtungen gehören zu den bekanntesten in Deutschland, so das Völkerkundemuseum, die Archäologische Staatssammlung, das Münchner Stadtmuseum im ehemaligen Zeughaus am St.-Jakobsplatz. Weiter gibt es im Innenstadtbereich die Bayerische Staatsoper, das Bayerische Staatsschauspiel, das im ehemaligen Residenztheater seine Hauptbühne hat und die Münchner Kammerspiele, die zu den führenden Ensembles im deutschen Sprachraum gehören. Überregional bekannte kulturelle Veranstaltungen sind unter anderem die Opernfestspiele und das Filmfest. Das berühmte Münchener Oktoberfest auf der Theresienwiese ist das größte Volksfest dieser Art und wird von Touristen aus aller Welt besucht. Theresienwiese Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in München

Bedeutende Bauwerke

Der Marienplatz gilt als der Mittelpunkt Münchens und liegt, umgeben von dem Neuen- und dem Alten Rathaus, mitten im Zentrum der Altstadt. Wenige Schritte davon liegt die Peterskirche, die älteste Kirche der Altstadt, deren erster Bau noch aus der Romanik stammte. Südlich davon liegt die Asamkirche, die im Inneren in prunkvollem Rokoko gestaltet wurde. Das Wahrzeichen der Stadt ist die nahe gelegene gotische Frauenkirche mit ihren zwei markanten Türmen. Viele Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu erreichen, so zum Beispiel die die Michaelskirche größte Renaissancekirche nördlich der Alpen, die Residenz, das Hofbräuhaus und der Viktualienmarkt. Südlich der Residenz, vor der Oper, beginnt die im 19. Jahrhundert als Paradestraße gestaltete Maximilianstraße. Sie führt von der Altstadt nach Osten über die Isar in Richtung des Maximilianeums, dem Sitz des bayerischen Landtages. Heute ist sie eine luxuriöse Einkaufsmeile. bayerischen Landtagesbayerischen LandtagesIm Norden des Stadtzentrums, direkt vor der Residenz, liegt der Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle und der barocken Theatinerkirche. Nach Norden führt von hier die zweite große Prachtstraße Münchens, die Ludwig-/Leopoldstraße, an der Ludwig-Maximilians-Universität und am Siegestor vorbei durch Schwabing aus der Stadt heraus. Unweit des Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig, befindet sich in der Au mit dem nach vierjähriger Bauzeit 1901 eröffneten und im Jugendstil ausgestatteten Müllerschen Volksbad das älteste öffentliche Hallenbad Münchens. Ein weiterer bedeutender Platz ist der nordwestlich der Altstadt gelegene Königsplatz mit Glyptothek, Propyläen und die Staatlichen Antikensammlungen. Etwas abseits vom Stadtzentrum im Westen liegt das Schloss Nymphenburg, das mit seiner einzigartigen Komposition aus Parkanlage und Bauwerk besticht und als Sommerresidenz der Wittelsbacher diente. An die Parkanlage schließt sich unmittelbar der botanische Garten mit seinen Treibhäusern an. Hinter den Mauern der Schlossanlage liegt auch das spätgotische Schloss Blutenburg. Im Norden der Stadt liegt das für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtete Olympiagelände. Das architektonisch sehenswerte Ensemble aus Olympiastadion, Schwimmhalle und Olympiahalle ist besonders wegen der gewagten Zeltdachkonstruktion, die sich in die Hügellandschaft des umgebenden Parks hervorragend einpasst, weltberühmt. Hier steht auch der bereits 1968 eröffnete, 291 m hohe Olympiaturm. Als weitere bedeutende Sportstätte wurde im Mai 2005 die am Nordende der Stadt gelegene Allianz Arena eröffnet, in der die Heimspiele der Fußballer des FC Bayern München und des TSV 1860 München stattfinden. In München finden sich ca. 1200 Brunnen, davon ca. 700 städtische. Der älteste ist der Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Ein weiterer markanter Brunnen ist der Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz von Adolf von Hildebrand.

Parks

Weltberühmt ist der Englische Garten, der München vom Zentrum bis an die nördliche Stadtgrenze durchzieht, und mit 3,7 km² Fläche sogar den Central Park in New York übertrifft. Bedeutend ist auch der Olympiapark, der neben mehreren Seen auch einen hervorragenden Blick über die Stadt vom Olympiahügel bietet. Daneben existieren zahlreiche weitere Parks und Grünflächen, wie zum Beispiel der Westpark oder der Schlosspark Nymphenburg, die München im Sommer zu einer äußerst grünen Stadt machen und im Winter sogar auf eigens gespurten Loipen das Langlaufen ermöglichen. Gleich drei barocke Schlösser befinden sich an der nördlichen Stadtgrenze im Park von Schloss Schleißheim. Die Isarauen sind eine lang gezogene, schmale Parklandschaft entlang des Gebirgsflusses, der anlässlich der Bundesgartenschau 2005 teilweise renaturiert wurde. Man kann die Stadt, von Nord nach Süd immer an der Isar, durchgehend im Grünen durchlaufen oder -radeln. Die eigentlichen Isarauen zwischen Deutschem Museum und der Isarinsel Flaucher sind beliebter Ort zum Grillen und Baden (auch FKK). Für die Bundesgartenschau 2005 wurde eine weitere, ausgedehnte Parkanlage im Osten Münchens errichtet.

Orchester und Chöre


- Bayerisches Staatsorchester
- Münchner Philharmoniker
- Philharmonischer Chor München
- Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- Münchner Symphoniker
- Münchner Rundfunkorchester
- Chor des Bayerischen Rundfunks
- Capella Antiqua
- Münchener Bach-Chor
- Münchener Kammerorchester
- Bayerische Kammerphilharmonie
- Sinfonietta München (Universitätsorchester)
- Abaco-Orchester (Orchester der Universität)
- Jugend Symphonie Orchester München
- Akademisches Symphonieorchester München

Regelmäßige Veranstaltungen


- Februar/März: Verschiedene Veranstaltungen während der "Starkbierzeit" (z. B. am Nockherberg)
- April: Frühlingsfest auf der Theresienwiese
- April/Mai: Auer Dult (Maidult)
- Mai-August: Münchner Bladenight Europas größte Nachtskate-Veranstaltung
- Mai/Juni: StuStaCulum Deutschlands größtes von Studenten organisiertes Musik und Theaterfestival
- Juni: Streetlife-Festival
- Juni/Juli: Tollwood-Festival
- Juli: Christopher Street Day
- Juli: Feierwerk-Festival
- Juli: Auer Dult (Jakobidult)
- Juli: Bell'Arte Musikalischer Sommer im Brunnenhof der Münchner Residenz
- August: Sommerfest im Olympiapark
- September: Streetlife-Festival
- Mitte September bis erster Sonntag im Oktober: Oktoberfest auf der Theresienwiese (Wiesn)
- September/Oktober: Auer Dult (Kirchweihdult)
- November/Dezember: SPIELART - Das Theaterfestival in München.
- November/Januar: Winter-Tollwood
- Dezember: Christkindlmärkte

Kulinarische Spezialitäten


- Auszogne (Schmalznudel)
- Weißwürste
- Leberkäse
- Brezn
- verschiedene Biersorten
- Obazda

Wirtschaft

Laut einer Vergleichsstudie (von den Zeitschriften WirtschaftsWoche, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Kölner IW Consult GmbH) hat München unter den 50 größten deutschen Städten die höchste Wirtschaftskraft und Lebensqualität.

Verkehr

Der 1992 eröffnete Flughafen München Franz-Josef-Strauß im Erdinger Moos (internationaler Flughafen-Code: MUC (IATA-Code) EDDM (ICAO-Code)), 29 km außerhalb Münchens, ist mit 26,8 Mio. Passagieren 2004 der zweitgrößte Flughafen Deutschlands und der achtgrößte Europas. Seit der Entscheidung der Lufthansa, München als zweites Drehkreuz neben Frankfurt zu etablieren, wird der Flughafen international immer besser angebunden. Wegen des gestiegenen Passagieraufkommens wurde ein neues Terminal gebaut und 2003 eröffnet. Umstritten ist die Entscheidung, bis 2011 eine dritte Start- und Landebahn zu errichten. Eine Anbindung des Flughafens an München durch den Transrapid wird vom Freistaat Bayern geplant, ist aber ebenfalls umstritten und wird auch vom Münchner Stadtrat mehrheitlich abgelehnt. Eine solche Verbindung soll die Fahrtzeit zum Flughafen auf neun Minuten verkürzen und eine Anbindung des Flughafens an das Fernbahnnetz der Deutschen Bahn sein. Deutschen Bahn Auch auf der Schiene ist München gut an das internationale Streckennetz angeschlossen. Vom Münchner Hauptbahnhof führen Bahnlinien in alle Himmelsrichtungen: ICE-Linien 11 Berlin-Frankfurt-München-Innsbruck und 25 Hamburg-Nürnberg-München-Garmisch-Partenkirchen; ferner beginnen hier die Linien 28 Augsburg-Nürnberg-Berlin, 41 Ingolstadt-Nürnberg-Frankfurt am Main und 42 Stuttgart-Frankfurt-Köln-Dortmund. Daneben gibt es mit Bahnhof München-Pasing und München Ost zwei weitere wichtige Bahnhöfe. Dem Eisenbahngüterverkehr dient der Rangierbahnhof München-Nord. Das Straßennetz von und nach München ist dicht. Folgende Bundesautobahnen führen von oder nach München: A 8 Stuttgart-Salzburg, A 9 Nürnberg-München mit Abzweigung A 93 nach Regensburg und A 92 Landshut-Deggendorf, A 94 (im Bau) Passau, A 95 Garmisch-Partenkirchen und A 96 Memmingen-Lindau (Bodensee). München ist fast vollständig von einem Autobahnring, der A 99, umgeben. Folgende Bundesstraßen führen durch München: B 2, B 2R (Mittlerer Ring), B 11, B 12, B 13 und B 304. B 304 Im Öffentlichen Personen-Nahverkehr bedient die S-Bahn München 10 S-Bahn-Linien und die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft, Tochter der Stadtwerke München) 8 U-Bahn-Linien, 12 Straßenbahnlinien sowie zahlreiche Buslinien. Weitere Buslinien werden von Privatunternehmen betrieben. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Münchner Verkehrsverbunds (MVV). Das U-Bahnnetz Münchens ist mit 85,6 km das drittlängste Deutschlands (unterirdisch mit 77,4 km sogar das zweitlängste) und befördert täglich 900.000 Menschen.

Ansässige Unternehmen

Wichtige Wirtschaftszweige in München sind Tourismus, Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektrotechnik und Softwareindustrie. München ist auch wichtiger Finanzstandort und das Versicherungszentrum Deutschlands. Weiter ist die Stadt ein wichtiger Standort für Biotechnologie, die sich allerdings im schon zur Nachbargemeinde Planegg gehörenden Ortsteil Martinsried konzentriert. Auch als Medienstandort ist die Stadt von deutschlandweiter Bedeutung. In München haben weltweit nach New York die meisten Verlage ihren Sitz. Fernseh- und Filmindustrie sind ebenfalls in der Stadt und im unmittelbaren Umland stark vertreten (Fernsehindustrie in Unterföhring und Filmindustrie in Geiselgasteig (zu Grünwald)). München ist mit der Messe München ein bedeutender Messestandort. In München haben zahlreiche Großunternehmen ihren Firmensitz. Besonders nach dem 2. Weltkrieg haben viele Firmen ihre Zentrale aus Berlin oder Ostdeutschland nach München verlegt.

Medien

München ist Sitz des Bayerischen Rundfunks. Ferner gibt es in München zahlreiche private Fernseh- und Hörfunkanbieter. München ist mit etwa 250 ansässigen Verlagen ein wichtiger Standort der Printmedien (beispielsweise Burda Verlag mit Focus, Deutscher Taschenbuch Verlag, Langenscheidt Verlag, Süddeutscher Verlag). Neben den zahlreichen Buch- und Zeitschriftenverlagen sind die Tageszeitungen Süddeutsche Zeitung (SZ), Münchner Merkur, Abendzeitung (AZ), Tageszeitung (TZ) das kostenlose Stadtmagazin In-München sowie die Online-Magazine munichx.de und munich-online.de zu nennen. Die Deutsche Journalistenschule bildet in München Journalisten für alle Medien aus. In den Landkreis-Gemeinden Grünwald (Ortsteil Geiselgasteig) und Unterföhring sind weitere zahlreiche Unternehmen der Film- und Fernsehbranche angesiedelt (beispielsweise Bavaria Filmstudios, PREMIERE, ProSiebenSat.1, RTL2).

Öffentliche Einrichtungen und Vereine

RTL2 RTL2] In München haben folgende Bundesbehörden, -einrichtungen und -institutionen sowie Körperschaften und überregional bekannte Vereine ihren Sitz (alphabetische Auflistung):
- ADAC e. V.
- Börse München
- Bayerischer Oberster Rechnungshof
- Bayerischer Rundfunk
- Bundesfinanzhof
- Bundespatentgericht
- Deutsches Patent- und Markenamt
- Erzbistum München und Freising
- Europäisches Patentamt
- Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
- FC Bayern München e.V.
- Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.
- Goethe-Institut Inter Nationes e. V.
- Hauptzollamt München
- Institut für Ostrecht München e. V.
- Institut für Städtebau und Wohnungswesen
- Max-Planck-Gesellschaft
- Oberfinanzdirektion des Bundes
- Prüfungsamt des Bundes München – eines von 9 Prüfungsämter des Bundes
- Russisch-orthodoxe Diözese des orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland (K. d. ö. R.)
- Sanitätsamt der Bundeswehr
- Verein für Sozialarbeit e. V. – Verbund sozialer Einrichtungen
- Verwaltungsamt für innere Restitutionen München – ehemals Zentralamt für Vermögensverwaltung
- Zollfahndungsamt München Die Verwaltung der Landeshauptstadt München selbst ist in 11 Fachreferate (Baureferat, Referat für Gesundheit und Umwelt, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Kommunalreferat, Kreisverwaltungsreferat, Kulturreferat, Personal- und Organisationsreferat, Schul- und Kultusreferat, Sozialreferat, Stadtkämmerei) sowie das Direktorium untergliedert.

Bildung und Forschung

Universitäten und Hochschulen


- Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU); gegründet 1472 in Ingolstadt, 1802 nach Landshut und von dort 1826 nach München verlegt
- Technische Universität München (TUM); gegründet 1868 als Polytechnische Schule München, 1872 um eine landwirtschaftliche Abteilung erweitert, 1930 wurde die Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei Weihenstephan eingegliedert. Seit 1970 trägt sie ihren heutigen Namen.
- Universität der Bundeswehr München; die Universität trägt zwar in ihrem Namen die Stadt München, doch befindet sich ihr Sitz im benachbarten Neubiberg; die Hochschule wurde 1973 gegründet als Ausbildungsstätte für Offiziere und Offiziersanwärter der Bundeswehr. Daher können im Regelfall nur Angehörige der Bundeswehr an dieser Universität studieren.
- Hochschule für Musik und Theater München; gegründet 1830 als Singschule, wurde sie 1867 auf Anregung Richard Wagners in die Königlich-bayerische Musikschule überführt, welche 1892 zur Staatlichen Akademie der Tonkunst erhoben wurde. 1924 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik München, 1946 wurde sie wiedereröffnet. Seit 1998 trägt sie ihren heutigen Namen.
- Hochschule für Fernsehen und Film München; gegründet 1966 als staatliche Einrichtung zur Ausbildung von Redakteuren, Regisseuren und Drehbuchautoren
- Akademie der Bildenden Künste München; gegründet 1808 als Königliche Akademie der Bildenden Künste, 1946 mit der Kunstgewerbeschule und der Akademie der Angewandten Kunst vereinigt, trägt sie seit 1953 ihren heutigen Namen
- Hochschule für Philosophie München; gegründet 1925 in Pullach, erhielt sie im selben Jahr die Anerkennung als Hochschule für Priesterausbildung. 1932 wurde sie zur Philosophischen Fakultät kanonischen Rechts erhoben, 1971 zog sie nach München um. Träger der Hochschule ist der Jesuitenorden.
- Hochschule für Politik München; gegründet 1950
- Fachhochschule München (FHM); gegründet 1971 durch Zusammenschluss von sieben Ingenieurschulen und Höheren Fachschulen
- Katholische Stiftungsfachhochschule München; gegründet 1971 aus vier höheren Fachschulen für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Sie ist eine Fachhochschule in Trägerschaft der katholischen Kirche, welche in Benediktbeuern eine weitere Abteilung hat.
- Munich Business School – private, staatlich anerkannte Fachhochschule
- Ukrainische Freie Universität München (UFU) ist eine private Exil-Universität, deren Sitz nach Aufenthalten in Wien und Prag sich jetzt in München befindet.

Akademien


- Bayerische Akademie für Werbung und Marketing (BAW) gegründet 1949 als Ausbildungsinstitut für Berufe in Marketing, Kommunikation, PR und Medien.
- Bayerische Verwaltungsschule (BVS) mit dem BVS-Bildungszentrum München, Anbieter für Aus- und Fortbildung im staatlichen und kommunalen Bereich in Deutschland.
- Fachakademie für Augenoptik (Munich College of Optometry), Höhere Staatliche Fachschule für Augenoptik. Angebotene Ausbildung: staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister

Institute


- Max-Planck-Institut
  - Ausländisches und internationales Sozialrecht
  - Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht
  - Kognitions- und Neurowissenschaften (weiterer Sitz in Leipzig)
  - Physik (Werner-Heisenberg-Institut)
  - Psychiatrie
  - Psychologische Forschung
- Fraunhofer-Institut
  - Patentstelle für die Deutsche Forschung (PST)
  - Systeme der Kommunikationstechnik (ESK)
- Institut für Rundfunktechnik (IRT)
- Goethe Institut
- Spanisches Kulturinstitut Instituto Cervantes
- Sprachen & Dolmetscher Institut München

Weitere Informationsquellen

Wikipedia


- Portal:München Geografie
- Das Wetter in München
- Eingemeindungen in die Stadt München
- Liste der Stadtbezirke Münchens Geschichte
- Geschichte der Stadt München Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Grün- und Wasserflächen in München
- Kirchen und Schlösser in München
- Museen in München
- Olympiagelände in München
- Sehenswürdigkeiten in München
- Theater in München
- Liste Münchner Straßennamen Politik
- Liste der Stadtoberhäupter Münchens Sonstiges
- Liste der Söhne und Töchter der Stadt München
- Liste der Ehrenbürger von München

Literatur


- Lion Feuchtwanger: Erfolg (Roman über die Situation in München in den Anfangsjahren der Weimarer Republik)
- Bayerisches Städtebuch; Band V 2. Teilband Ober-, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1974
- Hubert Ettl / Bernhard Setzwein (Hrsg.): München. Reise-Lesebuch. Text-Bildband, Hardcover, 179 S., mit Texten von Herbert Achternbusch, Carl Amery, Bruno Jonas, Hermann Lenz, Gerhard Polt u.a. und Fotos von Volker Derlath, Heinz Gebhardt, Regina Schmeken u.a., edition lichtung, Viechtach 1999 (ISBN 3-929517-28-0)

Weblinks


- [http://www.geoinfo-muenchen.de/ Amtlicher Stadtplan der Stadt München]
- [http://www.muenchen.info/ Informationsportal der Münchner Stadtverwaltung]
- [http://www.mvg-mobil.de/netzplaene.htm U- und S-Bahn-Netzpläne von München]
- [http://www.leo.org/muenchen/ leo.org] Link Everything Online (München)
- [http://www.monacomedia.de/muenchenwiki/index.php/Hauptseite München Wiki] Stadtwiki: Weblinks, Veranstaltungen, Trivia, Stadtleben, Gastronomie etc...
- ! Kategorie:Bayerische Geschichte Kategorie:Ort in Bayern Kategorie:Deutsche Landeshauptstadt Kategorie:Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ja:ミュンヘン ko:뮌헨 simple:Munich th:มิวนิก

1990er

Ereignisse


- 1990: Namibia wird unabhängig, erster Präsident ist Sam Nujoma (SWAPO)
- 1990: Wiedervereinigung Deutschlands
- 1991: 2. Golfkrieg: Der Irak überfällt Kuwait; alliierte Kräfte unter der Führung der USA befreien den Golfstaat
- 19911995: Zerfall Jugoslawiens. Der durch Unabhängigkeitserklärungen der Teilrepubliken Slowenien, Kroatien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina und der damit verbundenen Problematik der ethnischen Vielfalt in den neu gebildeten Nationalstaaten aufbrechende Balkankonflikt zieht eine Reihe von Bürgerkriegen nach sich
- 1991: Mit der Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten wird der Zerfall der Sowjetunion eingeleitet. Die Auflösung des „Ostblocks“ setzt sich fort
- 19921995: UNOSOM-Einsätze in Somalia (UNOSOM I, UNOSOM II, Schlacht von Mogadischu am 3. Oktober 1993)
- 1993: Die Tschechoslowakei löst sich auf. Die Nachfolgestaaten Slowakei (Slowakische Republik) und Tschechien (Tschechische Republik) entstehen.
- 1993: Auf das World Trade Center wird von islamistischen Terroristen ein erster Terroranschlag verübt
- 1993: Eritrea wird als letztes afrikanisches Land unabhängig
- 1994: Krieg in Ruanda
- 1994: Nach dem Ende der Apartheid wird Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt
- 1995: Friedensabkommen von Oslo zwischen Israel und der PLO
- 1998: Regierungswechsel in Deutschland. Ende der 16 Jahre dauernden Ära Kohl. Neuer Bundeskanzler ist Gerhard Schröder
- 1999: Kosovo-Krieg. NATO fliegt Luftangriffe auf die Bundesrepublik Jugoslawien
- 1999: Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro (€) als Buchgeld

Kulturgeschichte


- 1990 findet das größte Rockkonzert in Berlin seit Öffnung der Mauer statt: Pink FloydThe Wall
- Generation X
- Das Internet wird populär
- Mobiltelefone finden weite Verbreitung
- Achtziger-Revival (ab 1998) in Deutschland, unter anderem ausgelöst durch das Comeback von Modern Talking
- bedeutende Musikrichtungen: Hip Hop, Techno, Grunge, Jungle, Drum'n'Bass, Eurodance

Persönlichkeiten (Auswahl)

ja:1990年代 ko:1990년대 simple:1990s zh-min-nan:1990 nî-tāi

1932

Ereignisse


- 1. März: Entführung und Ermordung des Säuglings von Charles und Anne Lindbergh
- 26. Oktober: In Nauru wird das erste Angam gefeiert

Politik


- 1. Januar: Giuseppe Motta wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Die Stadt Chinchow in der Provinz Mandschurei, Republik China, wird von japanischen Truppen besetzt
- 2. Februar bis 10. Dezember: Internationale Abrüstungskonferenz in Genf
- 25. Februar: Adolf Hitler erlangt die deutsche Staatsbürgerschaft
- 24. März: Ein unblutiger Umsturz beendet die absolutistische Monarchie in Thailand
- 10. April: Paul von Hindenburg wird im zweiten Wahlgang mit 53 % der Stimmen wieder zum Reichspräsidenten gewählt
- 17. Juli: Beim Altonaer Blutsonntag, einer Schießerei zwischen Kommunisten, Nationalsozialisten und der Polizei, kommen 18 Menschen ums Leben, 285 werden verletzt
- Mai: Irakischer König Feisal zum Staatsbesuch in Berlin
- 3. Oktober: Irak wird unabhängig von Großbritannien
- 12. Oktober: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Baden
- 18. September: Saudi-Arabien das Königreich Saudi-Arabien wird gegründet und Ibn Saud zum König ausgerufen

Wirtschaft


- 2. April: Der Barmer Bankverein und die Commerzbank AG fusionieren rückwirkend zum 1. Januar 1932

Wissenschaft und Technik


- 18. März: In Sydney wird die Hafenbrücke (Harbour Bridge), mit einer Spannweite von 495,6 m längste Bogenbrücke der Welt, eingeweiht
- 28. Mai: Die Fertigstellung des Abschlussdeichs macht die niederländische Zuidersee zum Binnengewässer
- 6. August: Der Wellandkanal zwischen Eriesee und Ontariosee wird eröffnet
- James Chadwick beweist die Existenz des Neutrons
- Sendeanlage Ismaning wird errichtet

Kultur


- 14. Februar: Uraufführung der musikalischen Tragikomödie Der gewaltige Hahnrei von Berthold Goldschmidt in Mannheim
- 16. März: Uraufführung der Oper Maria Egiziaca von Ottorino Respighi an der Carnegie Hall in New York
- 17. März: Uraufführung der Oper La Donna Serpente (Frau und Schlange) von Alfredo Casella am Teatro Reale in Rom
- 6. September: Uraufführung der Oper La favola d'Orfeo (Die Geschichte von Orpheus) von Alfredo Casella am Teatro Goldoni in Venedig
- 29. Oktober: Uraufführung der Oper Der Schmied von Gent von Franz Schreker an der Deutschen Oper Berlin
- 23. November: Uraufführung der Operette Glückliche Reise von Eduard Künneke am Theater am Kurfürstendamm in Berlin
- 10. Dezember: Uraufführung der Operette Venus in Seide von Robert Stolz in Zürich
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Sissy von Fritz Kreisler am Theater an der Wien in Wien
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Ball im Savoy von Paul Abraham im Metropol Theater in Berlin
- Der Roman „Licht im August“ von William Faulkner erscheint

Katastrophen


- 2. Januar: Nähe Kazan, Russland, kostet ein Eisenbahnunglück 65 Menschen das Leben. 131 werden verletzt
- 26. Juli: Das deutsche Marine-Segelschulschiff Niobe kentert in Höhe der Ostseeinsel Fehmarn in einer Sturmböhe und reißt 69 Personen mit in die Tiefe
- 25. Dezember: Erdbeben der Stärke 7,6 in Gansu, Republik China, ca. 70.000 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 20. Mai: Amelia Earhart überfliegt als erste Frau im Alleinflug den Atlantik
- 18. Juni: Der Weltbasketballverband FIBA wird in Genf gegründet
- 30. Juli: X. Olympische Sommerspiele in Los Angeles, USA, beginnen
- 14. Oktober: Der EHC Basel wird gegründet

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Thomas Alder, deutscher Schauspieler († 1968)
- 3. Januar: Clifton Marlin, US-amerikanischer Rennfahrer († 2005)
- 4. Januar: Paul Virilio, Philosoph und Medienkritiker
- 5. Januar: Raissa Maximowna Gorbatschowa, russische Soziologin, Ehefrau von Michail Gorbatschow († 1999)
- 5. Januar: Umberto Eco, Schriftsteller, Medienwissenschaftler und Semiotiker
- 6. Januar: Max Streibl, bayerischer Politiker († 1998)
- 6. Januar: José Saraiva Martins, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 11. Januar: Klaus Stern, deutscher Rechtswissenschaftler
- 11. Januar: Alfonso Arau, mexikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 16. Januar: Dian Fossey, US-amerikanische Gorilla-Forscherin († 1985)
- 18. Januar: Robert Anton Wilson, US-amerikanischer Schriftsteller
- 19. Januar: George MacBeth, schottischer Dichter und Schriftsteller († 1992)
- 22. Januar: Piper Laurie, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. Januar: Mancur Olson, Wirtschaftswissenschaftler († 1998)
- 26. Januar: Clement Dodd, jamaikanischer Reggae-Musiker und Schallplattenproduzent († 2004)
- 27. Januar: Hans Rémond, Künstler
- 28. Januar: Parry O'Brien, US-amerikanischer Leichtathlet
- 29. Januar: José Ayala-Lasso, ecuadorianischer Politiker
- 31. Januar: Michael Degen, deutscher Schauspieler
- 2. Februar: Franz Kamphaus, Bischof der Diözese Limburg
- 4. Februar: Robert Coover, Schriftsteller
- 6. Februar: Heinz-Klaus Metzger, deutscher Musiktheoretiker und Musikkritiker
- 6. Februar: Ernst Herhaus, deutscher Schriftsteller
- 6. Februar: François Truffaut, französischer Regisseur, Filmkritiker, Schauspieler und Produzent († 1984)
- 7. Februar: Anton Schlembach, Bischof von Speyer
- 8. Februar: Horst Eckel, deutscher Fußballspieler
- 8. Februar: Cliff Allison, englischer Formel-1-Rennfahrer († 2005)
- 8. Februar: John Williams (Komponist), US-amerikanischer Komponist
- 11. Februar: Edwin Schwertner, Büroleiter des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- 14. Februar: Alexander Kluge, deutscher Filmemacher, Schriftsteller und Fernsehautor
- 15. Februar: Jonathan Adams, britischer Schauspieler († 2005)
- 15. Februar: Leoš Suchařípa, tschechischer Schauspieler, Übersetzer und Theatertheoretiker († 2005)
- 15. Februar: Josef Brukner, tschechischer Schriftesteller, Übersetzer und Filmszenarist
- 16. Februar: Aharon Appelfeld, israelischer Schriftsteller
- 18. Februar: Andreas Meyer-Hanno, deutscher Schwulenaktivist und Musikprofessor
- 18. Februar: Wolfgang Mitzinger, Minister für Kohle und Energie der DDR
- 18. Februar: Miloš Forman, tschechischer Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 19. Februar: Gerhard Richter, deutscher Maler
- 19. Februar: Jean-Pierre Ponnelle, französischer Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner († 1988)
- 22. Februar: Robert Opron, Architekt und Designer
- 22. Februar: Edward Kennedy, US-amerikanischer Politiker, Senator von Massachusetts
- 23. Februar: Hansheiri Dahinden, Dichter und Schweizer Liedermacher
- 23. Februar: Majel Barrett, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Februar: John Vernon, kanadischer Schauspieler († 2005)
- 24. Februar: Zell Miller, US-amerikanischer Politiker
- 25. Februar: Tony Brooks, britischer Formel-1-Rennfahrer
- 25. Februar: Hans Apel, deutscher Politiker
- 25. Februar: Faron Young, US-amerikanischer Country-Sänger († 1996)
- 26. Februar: Johnny Cash, US-amerikanischer Country-Musiker († 2003)
- 27. Februar: Roger Boutry, französischer Komponist und Professor
- 27. Februar: Ernst Hinterseer, österreichischer Skirennläufer
- 27. Februar: Elizabeth Taylor, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Februar: Noel Cantwell, irischer Fußball- und Cricketspieler († 2005)
- 28. Februar: Don Francks, kanadischer Schauspieler
- 29. Februar: Masten Gregory, Formel 1-Rennfahrer († 1985)
- 4. März: Ryszard Kapuściński, Reporter, Journalist und der am häufigsten übersetzte Autor Polens
- 4. März: Miriam Makeba, südafrikanische Sängerin
- 6. März: Hansjörg Häfele, deutscher Politiker
- 6. März: Bronisław Geremek, polnischer Historiker und Politiker
- 8. März: Erling Blöndal Bengtsson, dänischer Cellist
- 8. März: Franz Müller-Heuser, deutscher Konzertsänger
- 9. März: Rodolfo Quezada Toruño, Erzbischof von Guatemala und Kardinal
- 12. März: Barbara Feldon, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. März: Andrew Young, US-amerikanischer Bürgerrechtsaktivist
- 15. März: Jerzy Hoffman, polnischer Filmregisseur
- 15. März: Alan L. Bean, US-amerikanischer Astronaut
- 16. März: Kurt Diemberger, Bergsteiger
- 20. März: Jürgen Warnke, deutscher Politiker
- 21. März: Walter Gilbert, US-amerikanischer Physiker und Biochemiker
- 24. März: Helmut Lippelt, deutscher Politiker
- 24. März: Claus Peter Witt, deutscher TV-Regisseur und Drehbuchautor
- 29. März: Gerd Baltus, deutscher Schauspieler
- 31. März: Ōshima Nagisa, japanischer Regisseur
- 1. April: Debbie Reynolds, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 2. April: Siegfried Rauch, deutscher Schauspieler
- 2. April: Edward Michael Egan, emeritierter Erzbischof von New York und Kardinal
- 4. April: Andrei Arsenjewitsch Tarkowski, Regisseur († 1986)
- 4. April: Anthony Perkins, US-amerikanischer Schauspieler († 1992)
- 5. April: Jochen Ziem, deutscher Schriftsteller (†