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Israelisch-ägyptischer Friedensvertrag

Israelisch-ägyptischer Friedensvertrag

Der Israelisch-ägyptische Friedensvertrag wurde am 26. März 1979 in Washington, USA zwischen Israel und Ägypten unterzeichnet. Er folgte dem Camp-David-Abkommen (auch Camp David I genannt). Der Vertrag bestimmte neben der gegenseitigen Anerkennung die Beendigung des seit 1948 bestehenden Kriegszustandes. Außerdem wurde in ihm bestimmt, dass Israel die Sinaihalbinsel zusammen mit den dortigen Erdölquellen und strategischen Punkten zurückgibt, die israelischen Siedlungen abbaut und die jüdische Bevölkerung dieser Gebiete (auch unter Anwendung von Gewalt, wie in Jamit) entfernt. Auch wurde für die freie Passage israelischer Schiffe durch den Suezkanal gesorgt und die Straße von Tiran und der Golf von Akaba als internationale Wasserwege anerkannt. Ägypten war mit diesem Vertrag der erste arabische Staat, der Israel offiziell anerkannte. Jordanien folgte im Jahre 1994 mit dem Israelisch-jordanischen Friedensvertrag, für den es mit hohen Geldzahlungen der USA entschädigt wurde. Mit diesem Erfolg war jedoch auch eine Niederlage verbunden. Jimmy Carter, der zwischen den beiden Parteien vermittelt hatte, strebte zunächst eine umfassende Lösung des Nahostkonflikts auch unter Einbeziehung der Sowjetunion an. Israel suchte jedoch den direkten Kontakt zu Ägypten für die schließlich erreichte separate Lösung. Da Carter diese Bemühungen öffentlich unterstützte, verhinderte er eine umfassende Lösung und verprellte darüber hinaus die Sowjets, die sich von ihm hintergangen fühlten.

Siehe auch


- Camp David II
- Ablehnungsfront

Weblinks


- [http://www.mfa.gov.eg/getdoc.asp?id=45&cat=02 Text des Friedensvertrags], auf der Seite des ägyptischen Außenministeriums
- [http://www.mfa.gov.il/MFA/Peace%20Process/Guide%20to%20the%20Peace%20Process/Israel-Egypt%20Peace%20 Text des Friedensvertrags], auf der Seite des israelischen Außenministeriums Kategorie:Friedensvertrag Kategorie:Nahostkonflikt Kategorie:Israelische Geschichte Kategorie:Geschichte (Ägypten) Kategorie:1979

Israel

Israel (hebr.: מדינת ישראל Medinat Jisra′el, arab.: دولة إسرائيل Daulat Isrā′īl) ist ein Staat im Nahen Osten, der an Syrien, den Libanon, Ägypten, Jordanien und an die staatenlosen israelisch besetzten Gebiete und palästinensischen Autonomiegebiete grenzt.

Geographie

In der Länge misst das Land vom Norden bis zum Süden 470 km. Die breiteste Stelle des Landes misst 135 km. Obwohl Israel nur ein kleines Land ist, hat es mehrere Klimazonen. Im Norden gemäßigt und bewaldet, ist Israel im Süden heiß und wüst. 50 % des Landes sind Wüste, wobei die Negev-Wüste die größte Fläche darstellt. An der Küste zum Mittelmeer und im Jordantal herrscht subtropisches Klima. Im Jordantal teilt Israel mit Jordanien den tiefsten Punkt der Erdoberfläche, die Seeoberfläche des Toten Meeres, eines extrem salzhaltigen und abflusslosen Sees.

Bevölkerung

Mit seinen nicht ganz sieben Millionen Einwohnern gehört Israel zu den kleineren Staaten (94. Stelle). Israel hat etwas weniger Einwohner als die Schweiz, aber schon deutlich mehr als Dänemark. In Flächengröße und Bevölkerungsdichte lässt es sich auch mit dem Bundesland Hessen vergleichen. Etwa 91 Prozent der israelischen Bevölkerung lebt in Städten. Die israelische Gesellschaft setzt sich aus verschiedenen Religionen, Kulturen und gesellschaftlichen Traditionen zusammen. Die Staatsangehörigkeit wird durch Geburt oder Einbürgerung erworben. Doppelte Staatsangehörigkeit ist möglich. Die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel garantiert religiöse Freiheit und macht Religionsausübung und Glaubenszugehörigkeit zur Sache der persönlichen Entscheidung. Die Religionsgemeinschaften verwalteten ihre eigenen heiligen Stätten selbst. Gesetzliche Regelungen garantieren den freien Zugang und schützen vor Entweihungen. Im Jahre 2001 waren 81 Prozent der israelischen Bevölkerung jüdischen Ursprungs (In dieser Rechnung ist nicht die Bevölkerung der besetzten Gebiete enthalten). Die jüdische Bevölkerung gliedert sich in
- Watikim, das sind Bewohner des Jischuw, der alten jüdischen Siedlung, und solche, die vor der Staatsgründung eingewandert sind
- Olim, nach der Staatsgründung Eingewanderte
- Tzabarim, im Land Geborene Unter der israelischen Bevölkerung haben 26 Prozent wenigstens einen in Israel geborenen Elternteil, 37 Prozent sind Israelis der ersten Generation, 27 Prozent sind Einwanderer aus dem Westen, und 42 Prozent stammen aus Asien oder Afrika einschließlich der arabischen Länder. [http://www.cbs.gov.il/shnaton53/st02_21x.pdf] Sechs Prozent der israelischen Juden bezeichnen sich als Charedim (ultra-orthodox religiös), weitere 9 Prozent als "religiös", 34 Prozent bezeichnen sich selbst als "Traditionalisten" (die sich nicht strikt an die jüdische Halacha halten), und 51 Prozent als "säkular". Etwa 2,1 Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Zahl der nicht-arabischen Christen beträgt 25.400 und die der Christen arabischer Herkunft 113.100. Von den zusammen 138.500 Christen sind ca. 75.000 Katholiken. Israelische Araber stellen etwa 18 Prozent der israelischen Bevölkerung. Innerhalb dieser Gruppe befindet sich die oben erwähnte Minderheit von 10 Prozent arabischer Christen. Die Mehrheit israelischer Araber sind sunnitische Muslime (etwa 14,6 Prozent der Gesamtbevölkerung des Staates Israel).[http://www.cbs.gov.il/shnaton53/st02_01.pdf] Weitere kleinere Minderheiten sind die Drusen (1,5 Prozent), eine sehr kleine armenische Gemeinde, die Bahai, die Alawiten, die Achmediten und zwei Dörfer mit Tscherkessen. Aus der früheren Sowjetunion sind über eine Million jüdische Einwanderer ins Land gekommen (ein Sechstel der Bevölkerung), davon alleine in der Zeit von 1989 bis 1999 mehr als 750.000. In Israel gibt es eine kleinere Anzahl von 150.000 Kurden die hauptsächlich aus der Türkei oder Syrien eingewandert sind. Hier leben auch etwa 25.000 Karäer (2002); dort werden sie als nichtreligiöse Juden eingestuft. Außerhalb Israels wird die Zahl der Karäer auf 20.000 geschätzt. Die weltweit einzige Gemeinde von Samaritanern ist aufgeteilt zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten (ca. 800). Mehr als die Hälfte der 170.000 arabischen Beduinen des Landes haben einen festen Wohnsitz. Andere halten an ihrer traditionellen Lebensweise fest, halten sich jedoch meist in den selben Gebieten auf. Am 31. Dezember 2003 lebten etwa 224.200 israelische Bürger in Gemeinwesen im Westjordanland; in dieser Zahl sind die Israelis von Ost-Jerusalem nicht enthalten. Etwa 7500 Israelis lebten bis August 2005 in den Siedlungen des Gazastreifens. Amtssprachen waren bereits in der Mandatszeit Arabisch und Hebräisch. Die in dieser Zeit wiederbelebte hebräische Sprache wird heute von der Mehrheit der Israelis gesprochen. Arabisch ist daneben die Muttersprache von etwa einer Million arabischer und drusischer Staatsbürger Israels. An arabischen Schulen in Israel wird auf arabisch gelehrt. An hebräischen Schulen wird Arabisch neben Englisch als zweite Fremdsprache angeboten. Alle Rechtstexte liegen in Hebräisch und Arabisch vor. Ein bedeutender Arbeitgeber ist der öffentliche Dienst, wo 33 Prozent der israelischen Arbeitnehmer beschäftigt sind. In der Industrie arbeiten 17 Prozent, in Tourismus, Handel und Finanzen 20 Prozent. 28 Prozent sind in anderen Bereichen (Dienstleistungen usw.) tätig. Die Lebenserwartung in Israel gehört mit zu den höchsten der Welt und beträgt für Frauen 80,9 Jahre und für Männer 76,7 Jahre. (Zahlen 2003)

Etymologie

Die Volksetymologie des Alten Testaments deutet "Israel" als "Gottesstreiter" (vergleiche Gen 32,29). Der Name entspricht einer weit verbreiteten semitischen Namensform, die ein Verb im Imperfekt und das theophore Element אֵל (Gott) als Subjekt enthält. Das verbale Element wird in dieser Deutung als von der Wurzel שרה (streiten, kämpfen) abgeleitet angesehen. Möglich ist allerdings auch eine Ableitung von der Wurzel שרר (herrschen). Das hebräische Imperfekt kann mit dem deutschen Präsens oder der deutschen Wunschform wiedergegeben werden, so dass sich als mögliche Übersetzungen ergeben: "Gott streitet (für uns)" oder "Gott möge (für uns) streiten" und "Gott herrscht" oder "Gott möge herrschen".

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Israels Der Staat Israel existiert seit 1948, seine geschichtlichen Wurzeln liegen allerdings deutlich früher. Im 13. Jahrhundert v. Chr. wird das Land Israel durch verschiedene halbnomadische Stämme der Israeliten besiedelt. Einige Städte werden dabei erobert. Jerusalem wird nach biblischer Überlieferung etwa 1000 v. Chr. Hauptstadt von Davids Königreich. Im Jahre 332 v. Chr. beginnt die griechisch-römische Oberherrschaft, die bis 636 n. Chr. andauert. Die jüdische Eigenstaatlichkeit mit den Königreichen Juda und Israel ist zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahrhunderten Vergangenheit. Zwischen 636 und 1099 n. Chr. folgt die arabische Herrschaft. Seit dieser Zeit wird Palästina mehrheitlich von Arabern bewohnt. Die Kreuzfahrer regieren von 1099-1291 das Land unter dem Namen "Lateinisches Königreich Jerusalem". Es folgen die Mameluken von 1291 bis 1517 und dann die Osmanische Herrschaft 1517–1918. Seit der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer wurde das Land "Palästina" genannt und war Teil verschiedener Reiche. Diesen Namen (der auf das seinerzeit bereits verschwundene Volk der Philister zurückgeht) erhielt das Land aufgrund eines Erlasses von Kaiser Hadrian, um die Erinnerung an die judäischen Bewohner, deren Aufstand er niederschlagen musste, zu tilgen. Keine dieser Obrigkeiten hatte für Palästina eine eigene Verwaltung vorgesehen oder das Gebiet als selbstständige geografische Einheit betrachtet. Auch für die Türken ist das Areal ein Teil Südsyriens. Das Land, das später wieder "Palästina" heißen sollte, wird in drei Distrikte eingeteilt. Während der osmanischen Herrschaft ist Palästina nur dünn bevölkert und stagniert wirtschaftlich. Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gehen von der Ankunft der ersten jüdischen Einwanderer in den Achtzigerjahren des 19. Jahrhunderts aus. In den folgenden Jahrzehnten wandern – auch deshalb – viele weitere Menschen, Juden wie Araber, in Palästina ein. Die erste Masseneinwanderung (Alija) von Juden nach Palästina erfolgt um 1882. Diese Einwanderer waren in erster Linie Juden, die vor politischer und religiöser Unterdrückung aus ihren Herkunftsländern geflohen waren. Theodor Herzl beruft 1897 den ersten Zionistenkongress in Basel ein und legt damit einen wichtigen Grundstein für die spätere Gründung eines jüdischen Staates. Erst bei der zweiten Einwanderungswelle spielte der Gedanke des Zionismus eine Rolle. Nach Angaben der "Jewish Colonization Association" für das Jahr 1903 lebten im Jahre 1898 5200 Juden in Palästina in landwirtschaftlichen Mustersiedlungen (Siehe auch "Altneuland", 1904 Heft 11, Seite 339). 1898 Im religiösen und historischen Bewusstsein der Juden (und abgeschwächter Weise im Bewusstsein des Okzidents) war Israel immer das "Heilige Land" geblieben, das mit der Bibel und der Geschichte des jüdischen Volkes verbunden ist. Die Bedürfnisse der arabischen Bevölkerung spielten in dieser Tradition kaum eine Rolle. Führende Zionisten waren sich der Problematik allerdings bewusst und strebten neben einer internationalen Legitimation, die zweifelos von der Denkweise des Kolonialismus geprägt war, auch eine Einigung mit den Arabern an. Zwischen 1904 und 1914 erfolgt die zweite Alijah. Bereits im Jahre 1909 wird mit Tel Aviv die erste moderne jüdische Stadt gegründet.

Mandatszeit

Durch den Sieg der Briten im 1. Weltkrieg wird 1917 die osmanische Herrschaft beendet. 1922 überträgt der Völkerbund auf der Friedenskonferenz von Paris Großbritannien das Mandat für Palästina mit dem Gebiet, das heute gemeinsam von Israel und Jordanien eingenommen wird. Zu den Mandatsbedingungen gehört, dass die Briten die Verwirklichung der Balfour-Deklaration ermöglichen sollen, in der sie am 2. November 1917 die "Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk" versprochen haben, deren Grenzen jedoch nicht bestimmt waren. Hierzu wird die Mandatsmacht aufgefordert, die jüdische Einwanderung zu ermöglichen, diese jüdischen Einwanderer geschlossen anzusiedeln und hierfür auch das ehemalige osmanische Staatsland zu verwenden. Es sollte dabei ausdrücklich dafür Sorge getragen werden, dass "nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und die religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und die politische Stellung, deren sich die Juden in irgendeinem anderen Lande erfreuen, präjudizieren könnte". Im Juli 1922 teilen die Briten Palästina in zwei Verwaltungsbezirke. Juden ist es im Folgenden nur noch erlaubt, sich westlich des Jordan anzusiedeln (das heißt in 22 % des Gesamtareals). Dies machte die Hoffnungen nach einem Israel in den Grenzen der Zeit des Königs David und Salomon zunichte. Im östlichen Teil, der Transjordanien genannt wird (das heutige Jordanien), setzen die Briten einen haschemitischen Herrscher namens Abdullah ein, der von der arabischen Halbinsel vertrieben worden war. Zwischen 1924 und 1932 folgt die vierte Immigrationswelle, von 1933 bis 1939 die fünfte, wodurch die jüdische Bevölkerung in Palästina stark wächst. Zunächst werden Transjordanien und Palästina noch als Verwaltungseinheit mit einheitlichen Mandatsgesetzen, der gleichen Währung und gleichen Mandatspässen betrachtet (siehe auch: Weißbuch von 1939). Mit der Unabhängigkeit Transjordaniens im Jahre 1946 ist das Palästina der britischen Mandatszeit allerdings endgültig geteilt. Bereits 1937 legt die britische Pell-Kommission einen Teilungsplan vor, der, gemäß der prozentualen Bevölkerungsverteilung, Galliläa und einen Küstenstreifen als israelischen und den größeren Rest als arabischen Teil vorsieht. Die neu eingewanderten Juden sind sofort begeistert, die hiesig stämmigen Araber reagieren ablehnend. Der Plan scheitert. Am 29. November 1947 stimmt die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit für den Teilungsplan, der Westpalästina in einen jüdischen und arabischen Staat teilen soll. Mit dem Ziel, tatsächlich einen unabhängigen jüdischen Staat zu gründen und den Überlebenden der Schoa eine Heimat zu schaffen, akzeptiert die jüdische Bevölkerung den Plan. Die Araber lehnen den Plan dagegen ab. Kurz darauf beginnt im Zusammenhang mit dem Angriff der arabischen Staaten auf den neuen Staat Israel die Flucht bzw. Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus den nun Israel zugeteilten Gebieten, teilweise begleitet von der Zerstörung ihrer Dörfer, Bauten und Dokumente; oft ging damit der Nachweis der Existenz der palästinensischen Bevölkerung und somit ihres Rechtanspruchs verloren. Siehe auch: Geschichte der Region Palästina für die Zeit vor der Staatsgründung.

Nach der Unabhängigkeit

Am 14. Mai 1948 kam es zur formellen Gründung des Staates Israel; noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgte der Israelische Unabhängigkeitskrieg (1. Israelisch-Arabischer Krieg; siehe auch: Jom Haazmaut), der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauerte und der Israel gegenüber dem Teilungsplan erhebliche Gebietsgewinne - vor allem im westlichen Galiläa um Akko und im nördlichen Negev - brachte. 1949 wurden mit den arabischen Angreifern Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, außer mit dem Irak, der sich damit de jure selbst heute noch im aktiven Kriegszustand mit Israel befindet. Die nach dem Teilungsplan für die Palästinenser vorgesehenen Gebiete gelangten unter jordanische (Westjordanland einschließlich Ostjerusalem) beziehungsweise ägyptische Verwaltung (Gazastreifen). Im Jahre 1967 kam es zum Sechstagekrieg, bei dem Israel dem befürchteten gemeinsamen Angriff Ägyptens, Syriens und Jordaniens durch einen Präventivschlag zuvorkam. Die dabei eroberten Gebiete sollten an die Nachbarstaaten zurückgeben werden. Ägypten jedoch wollte den Gaza-Streifen nicht mehr zurück, genauso wenig wie Jordanien das Westjordanland, denn beide Staaten wollten mit den dort ansässigen Arabern nichts zu tun haben. Ägypten deshalb nicht, weil man von den Arabern des Gazastreifens Anschläge auf das Königshaus befürchtete, Jordanien deshalb nicht, weil die Palästinenser des Westjordanlandes selbst vom jordanischen Herrscherhaus in das Gebiet vertrieben worden waren; folglich fürchtete man in den dortigen Flüchtlingslagern einen Unruheherd. Daher erschien es Jordanien und Ägypten nur recht, dass Israel ausgerechnet diese Gebiete durch den Sechs-Tage-Krieg eingenommen hatte. Laut Völkerrecht war Israel als Besatzungsmacht dazu verpflichtet, für das Funktionieren des öffentlichen Lebens in den besetzten Gebieten zu sorgen - somit hatte sich Israel das Westjordanland und den Gazastreifen aufgebürdet, ohne die Gebiete eigentlich zu wollen. Da auch die Israelis in diesen Regionen Unruheherde befürchteten, versuchten sie, durch Ansiedlung von Israelis die Gebiete unter Kontrolle zu bringen - so entstanden die heute so vielfach diskutierten jüdischen Siedlungen. Bereits 1973 kam es erneut zu einem Krieg, dem so genannten Jom-Kippur-Krieg (der Name kommt daher, dass er am Tage Jom Kippur, dem jüdischen Versöhnungstages, begann). Mehrere arabische Staaten griffen das Land an. Dieser Tag wurde von den Angreifern gewählt, da man glaubte, am höchsten jüdischen Feiertag, an dem das öffentliche Leben in Israel weitgehend stillsteht, erhebliche Erfolge erzielen zu können. Dies stellte sich jedoch als Trugschluss heraus, und Israel gelang es, die arabischen Armeen zu schlagen. 1979 wurde auf Initiative des ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat ein Friedensprozess in Gang gesetzt und der israelisch-ägyptische Friedensvertrag unterzeichnet, der unter anderem die Rückgabe des Sinai bis 1982 vorsah. Ab den 1980er Jahren nahmen die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern immer mehr zu. Im Jahre 1987 brachen schließlich gewalttätige Unruhen aus, die sogenannte 1. Intifada. Die Folgejahre standen im Zeichen dieser Auseinandersetzung, aber auch von Friedensverhandlungen, die zur Einführung einer palästinensischen Selbstverwaltung für die Gebiete des Gazastreifens und des Westjordanlandes führten. Zwischenzeitlichen Fortschritten standen Rückschritte und schwere Krisen - zum Beispiel die Ermordung Jitzhak Rabins durch einen jüdischen Extremisten sowie wiederholte Selbstmordattentate palästinensischer Terroristen - gegenüber. Den vorerst größten Stillstand erreichte der Friedensprozess, nachdem sich 1999 der israelische Ministerpräsident Ehud Barak und der PLO-Chef Jassir Arafat in Camp David unter der Vermittlung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton nicht einigen konnten. Strittige Punkte waren vor allem die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, die Teilung Jerusalems und die Aufgabe von Gebieten, die Israel im Sechstagekrieg erobert hatte. Auch relativ weitreichende Zugeständnisse der Israelis wie der Verzicht auf 95% der umstrittenen Gebiete konnten ein Scheitern der Verhandlungen nicht verhindern. Über eine Beurteilung der Verhandlungen und die Hauptursache für ihr Scheitern gibt es unterschiedliche, kontrovers diskutierte Ansichten (siehe Camp David II). Nur wenige Monate später kam es zu einer dramatischen Verschlechterung der Situation. Im September 2000 brach die al-Aqsa-Intifada aus, in deren Verlauf die Friedensverhandlungen abgebrochen wurden. Palästinensische Selbstmordattentate und israelische Gegenreaktionen wie der Einmarsch in arabische Städte kosteten bis Anfang 2005 mehrere tausend Menschen beider Seiten das Leben. Mit dem Abkommen von Sharm El-Sheikh, das am 8. Februar 2005 von Ministerpräsident Ariel Scharon, dem Chef der palästinensischen Autonomie Mahmud Abbas, dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und König Abdullah II. von Jordanien unterzeichnet wurde, endete die al-Aqsa-Intifada. Siehe auch: Nahostkonflikt, Israelisch-palästinensischer Konflikt (Chronologie)

Politik

Hauptartikel: Politisches System Israels Der Staat Israel ist eine parlamentarische Demokratie nach westlichem Vorbild. Das Parlament, die Knesset, wurde am 25. Januar 1949 zum ersten Mal gewählt. Sie wählt den Staatschef, den Präsidenten für eine siebenjährige Amtszeit. Der Präsident hat die Aufgabe, den Ministerpräsidenten zu ernennen. Der Ministerpräsident bildet die Exekutive. Ministerpräsident ist seit 2001 Ariel Scharon, sein Stellvertreter in einer großen Koalition war bis 2002 Schimon Peres von der Arbeitspartei. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Ernsthaftigkeit palästinensischer Friedens- und Waffenstillstandsvorschläge verließ die Arbeitspartei Ende 2002 die Koalition. Aus den Neuwahlen vom Januar 2003 ging Likud als stärkste Fraktion im Parlament hervor.

Parteien und politische Organisationen

Israel besitzt ein Mehrparteiensystem. Traditionell stehen sich die zwei großen Parteien, der nationalistische Likud-Block und die eher links eingestellte Arbeitspartei, gegenüber. Entscheidend für die Mehrheitsbildung sind jedoch oft die kleineren Parteien, beispielsweise die religiöse Schas, oder die Nationalreligiöse Partei. Weitere Parteien sind Meretz und Schinui (laizistisch), zudem existieren mehrere arabische Parteien. Aus den stark sozialistischen Anfängen des israelischen Staates erklärt sich die bedeutende Rolle, die die Histadrut, der Allgemeine Verband der Arbeiter Israels, im politischen Leben spielt. In Deutschland sind die bekanntesten Gruppen der israelischen Friedensbewegung Gusch Schalom und Peace Now. Daneben gibt es viele weitere wichtige unabhängige Menschenrechtsorganisationen wie B'Tselem und MachsomWatch. Siehe auch: Liste der israelischen Premierminister, Kibbuz, Alija (Immigration)

Militär

Hauptartikel: Israelische Streitkräfte In Israel gelten für Frauen 24 Monate und für Männer 36 Monate Wehrpflicht. Ausgenommen von der Wehrpflicht sind nur orthodoxe Juden, israelische Araber sowie alle nichtjüdischen, schwangeren oder verheirateten Frauen. Rechtlich ist es nur Frauen gestattet, der Wehrpflicht aus Gewissensgründen nicht nachzukommen und einen zivilen Ersatzdienst von ein oder zwei Jahren zu leisten. Auf die Wehrpflicht folgt ein Monat Reservedienst pro Jahr, bei Männern bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres (oder des 51. bei Offizieren) und bei Frauen bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres. Israel verfügt über eine überregional einzigartige Streitmacht. Die bis zu 200.000 regulären Wehrdienstleistenden werden von über 800.000 hervorragend ausgebildeten Reservisten unterstützt, welche auch außerhalb ihrer Wehrpflichtszeit in häufiger Kooperation mit Armeen der NATO-Staaten (insbesondere die der USA) an den Übungen teilnehmen und innerhalb kürzester Zeit mobilisiert werden können. Israel verfügt über 4000 moderne Panzer und Panzerfahrzeuge, über 2000 Kampfflugzeuge und Hubschrauber sowie über eine U-Boot-gestützte Seestreitmacht. Des weiteren ist Israel als einziger Staat auf der Erde entlang seiner gesamten Grenzen durch ein effizientes Raketenabwehrsystem geschützt. Israel besitzt vermutlich seit 1967 Atomwaffen. 1986 hat Mordechai Vanunu, ein ehemaliger Techniker des Atomforschungszentrums von Dimona, in England Fotos dieser Atomanlage an die Presse weitergegeben, die die Vermutung stützen. Israel hat den Besitz von Atomwaffen seitdem weder bestätigt noch bestritten (die sogenannte Politik der "atomaren Zweideutigkeit"), Ende Juli 2004 hat Premierminister Ariel Sharon indirekt den Besitz von Atomwaffen zugegeben. Israel gehört mit Indien und Pakistan zu den einzigen Staaten, die den Atomwaffensperrvertrag nie unterzeichnet haben.

Siedlungspolitik

Atomwaffensperrvertrag Atomwaffensperrvertrag Die jüdischen Siedlungen wurden in den besetzten Gebieten errichtet und dürfen nur von jüdischen Israelis bewohnt werden. Etwa 250.000 Israelis leben derzeit in diesen Siedlungen; im Gaza-Streifen lebten bis zum August 2005 etwa 7500 Israelis zwischen mehr als einer Million Palästinensern. Die Siedlungen sind oft großzügig nach amerikanischem Vorbild gebaut. Die Siedlungen werden von einem massiven Sicherheitsapparat gegen Angriffe militanter palästinensischer Gruppen geschützt. Ein Netz von Straßen, die nur von israelischen Bürgern genutzt werden dürfen, bietet eine gute Verkehrs-Infrastruktur zwischen den Siedlungen und dem israelischen Territorium. Zugleich erschwert es die Entwicklung in den palästinensischen Autonomiegebieten. Der Siedlungsausbau wie auch die ständige Militärpräsenz machen jährlich einen erheblichen Teil der israelischen Staatsausgaben aus. Im August 2005 räumte die Regierung Scharon in einer Koalition mit der Arbeitspartei sämtliche Siedlungen im Gaza-Streifen sowie vier kleinere Siedlungen im Westjordanland. Hierbei handelte es sich um einen einseitigen und weltweit anerkannten Schritt Israels, der nicht im Rahmen der 'Road-Map' erarbeitet wurde. Aus dem Umfeld Scharons war jedoch auch zu vernehmen, dass angestrebt werden soll, die größten Siedlungen im Westjordanland auszubauen. Im Gegenzug sollen den Palästinensern territoriale Zugeständnisse gemacht werden. Die palästinensische Seite empfand diesen Schritt der Israelis in die richtige Richtung als eine Bestätigung ihrer Politik des Terrorismus gegen israelische Zivilisten und bemühte sich, den Rückzug Israels als einen Sieg der sogenannten Freiheitskämpfer darzustellen. Schon wenige Wochen nach dem Abzug der Israelis waren Provokationen von palästinensischer Seite aus an der Tagesordnung. Von der internationalen Staatengemeinschaft werden die jüdischen Gemeinden und Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten zumeist als völkerrechtswidrig verurteilt. Das Völkerrecht gestattet die vorübergehende Beschlagnahmung von Land in besetzten Gebieten ausschließlich für militärische Zwecke, nicht jedoch für die dauerhafte Niederlassung eigener Staatsbürger, Landwirtschaft und andere zivile Nutzungen. Israel hat eine eigene Beurteilung der juristischen Lage, steht damit allerdings bis auf die Tolerierung durch USA international isoliert da. In verschiedenen Resolutionen haben die Vereinten Nationen Israel vergebens wiederholt aufgefordert, den Siedlungsbau einzustellen. Bei einem großen Teil der Siedler handelt es sich um Einwanderer, vor allem rechtsgesinnte orthodoxe Juden aus den USA, aber auch aus Frankreich und anderen Staaten.

Wirtschaft

Israel hat eine technologisch hochentwickelte Marktwirtschaft mit hohem Staatsanteil. Israel ist bei fossilen Energieträgern (Rohöl, Erdgas, Kohle), bei Getreide, Rindfleisch, Rohstoffen und militärischer Ausrüstung von Importen abhängig. Trotz begrenzter natürlicher Ressourcen hat Israel seinen landwirtschaftlichen und industriellen Sektor in den letzten zwanzig Jahren intensiv entwickelt. Mit Lebensmitteln versorgt sich Israel, abgesehen von Getreide und Rindfleisch, weitgehend selbst. Israel besitzt bedeutende Kapazitäten bei Erdölraffinerien, Diamantenschleifereien und in der Fabrikation von Halbleitern. Bedeutende Exportartikel sind geschliffene Diamanten, Hochtechnologie, militärische Ausrüstung, Software, Arzneimittel, Feinchemikalien und landwirtschaftliche Produkte (Früchte, Gemüse und Blumen). Israel steht meist im Leistungsbilanzdefizit, das durch große Transferzahlungen aus dem Ausland und durch Anleihen ausgeglichen wird. Etwa die Hälfte der staatlichen Auslandsschulden hat Israel bei den USA, seiner Hauptquelle für politische, wirtschaftliche und militärische Unterstützung. Ein verhältnismäßig großer Anteil der israelischen Auslandsschulden wird in Form von Israel Bonds von Privatinvestoren gehalten. Die Kombination von amerikanischen Kreditgarantien und direkten Anleihen bei Privatinvestoren ermöglicht Israel, zu günstigen Zinssätzen zu leihen, manchmal unterhalb der marktüblichen Zinssätze. Diese Politik wird auch von der Bundesrepublik Deutschland geduldet und unterstützt, um das strategische Ziel der Existenzsicherung des einzigen jüdischen Staates zu erreichen und dem durch die Arabische Liga erzwungenen Wirtschaftsboykott gegen Israel entgegenzuwirken. Durch Einwanderungen aus der ehemaligen Sowjetunion kamen Wissenschaftler und Akademiker ins Land, die für Israels Zukunft von beträchtlichem Wert sind. Der Zustrom, verbunden mit der Öffnung neuer Märkte nach dem Ende des Kalten Krieges, belebte Israels Wirtschaft und sorgte während der 1990er Jahre für ein rasches Wachstum. Doch ab 1996 begann sich das Wachstum zu verlangsamen, als die Regierung eine straffere Steuer- und Geldpolitik verfolgte und der Einwandererstrom sich verlangsamte. Dafür sank die Inflation 1999 auf ein Rekordminimum.

Verkehr

Wichtigster Verkehrsträger ist die Straße, und von besonderer Bedeutung sind die Überlandbusse der Buskooperative Egged. Von untergeordneter Bedeutung ist dagegen das Eisenbahnnetz der Israel Railways, das nach jahrzehntelanger Vernachlässigung seit einigen Jahren modernisiert und ausgebaut wird. Wichtigster Flughafen ist der Ben-Gurion-Flughafen bei Lod im Großraum Tel Aviv. Weitere Flughäfen: Flughafen Atarot in Jerusalem, Flughafen Sde-Dow in der Stadt Tel Aviv, Flughafen Haifa, Flughafen Eilat, Flughafen Owda 40km von Eilat entfernt, Flughafen Machanajim bei Rosch Pina. Israel ist über Landgrenzen nur von Jordanien und Ägypten aus erreichbar. Die Grenze mit Syrien und dem Libanon ist für Zivilisten geschlossen. Haifa, Aschdod und Eilat sind die drei Hafenstädte des Landes. In Chadera, Tel Aviv und Aschkelon gibt es ebenfalls kleinere Häfen, die jedoch nur Kohle, Erdgas oder Erdöl für naheliegende Elektrizitätskraftwerke löschen.

Bildungssystem

Die Verwaltung und Finanzierung des israelischen Bildungssystems wird vom Erziehungsministerium, vom Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Sport und von den Städten getragen. In Israel besteht für Kinder im Alter von fünf bis sechzehn Jahren Schulpflicht. Bis zum 18. Lebenjahr ist der Schulbesuch kostenfrei. In der Regel besuchen Drei- bis Vierjährige einen kostenpflichtigen Vorschulkindergarten. Das Schulsystem ist auf die multikulturelle Bevölkerung abgestimmt. Es gibt unterschiedliche staatliche Schulen, deren Lehrplan an spezielle Gesichtpunkte, wie Sprache und Religion der Schüler, angepasst sind. Der kleinere Teil der israelischen Schüler besucht Privatschulen, die unter der Schirmherrschaft religiöser und internationaler Organisationen arbeiten. In der Oberstufe können die Schüler zwischen einer akademischen, technologischen, agrarwissenschaftlichen oder militärischen Fachrichtung wählen. Etwa 216.000 Studenten sind an einer der Hochschulinstitutionen des Landes immatrikuliert. Die acht Universitäten Israels bieten eine breites Lehrangebot in natur- und geisteswissenschaftlichen Fächern. Universitäten: - Hebräische Universität (HUJI) in Jerusalem - Universität Tel Aviv (TAU) - Universität Haifa - Technion - Israelische Technologiehochschule in Haifa - Bar-Ilan Universität (BIU) in Ramat Gan - Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU) in Beerscheba - Weizmann Institut für Wissenschaften (WIS) in Rechovot - Offene Universität Zehntausende nutzen Erwachsenen-Bildungsprogramme. Für Neueinwanderer stehen spezielle Sprachschulen zur Verfügung, in denen Hebräisch in Intensivkursen angeboten wird.

Wissenschaft und Technologie

Die Notwendigkeit, ein relativ unfruchtbares, unterentwickeltes Land in den modernen Industriestaat von heute zu verwandeln, war seit der Gründung Israels bestimmend für dessen wissenschaftliche und technologische Entwicklung. Wasserknappheit, wüstenartige Landschaft und Mangel an Arbeitskräften führten auch zur Entwicklung neuartiger landwirtschaftlicher Methoden. Israel investiert heute gemessen am Weltmaßstab überdurchschnittlich viel in Forschung und Entwicklung. Achtzig Prozent der Forschungsergebnisse werden dabei von den Universitäten erbracht, die eng mit der Industrie zusammenarbeiten. Zum Teil gründeten Universitäten sogar Firmen zur Vermarktung der praktischen Anwendungen ihrer Forschungsergebnisse. Mehr als die Hälfte aller wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind in den Bereichen der Biotechnologie, der Bio-Medizin und der klinischen Forschung angesiedelt. Israelische Wissenschaftler waren maßgeblich an der Entwicklung von Interferon und dem Medikament Copaxone beteiligt. Die Gentechnologie brachte diagnostische Verfahren hervor, welche auf geklonten Antikörpern und anderen mikrobiologischen Produkten basieren. Hochentwickelte medizinische Diagnose- und Behandlungsgeräte werden entwickelt und weltweit exportiert. Darunter befinden sich Geräte für Computertomografie und Magnetresonanztomografie, Ultraschall-Scanner, nuklearmedizinische Kameras, chirurgische Laser und eine Miniaturkamera, welche als eine schluckbare Kapsel zur Untersuchung des Verdauungstraktes verwendet wird. Ein Schwerpunkt der iraelischen Forschung liegt auf Elektronik und Kommunikationstechnik. Israel ist eines der führenden Länder in der Forschung und Entwicklung von Glasfasern, elektro-optischen Kontrollsystemen und von wärmeempfindlichen Nachtsichtgeräten. Neben Software für Groß- und Bürocomputer werden Roboter für verschiedenste Anwendungbereiche entwickelt. 1983 wurde die Israel Space Agency gegründet. Seit 1988 ist Israel in der Lage, mit Hilfe einer eigenen Rakete Satelliten ins All zu befördern. Darüber hinaus wurden verschiedene Displaysysteme, aeronautische Computer, Instrumente und Flugsimulatoren entwickelt. Ilan Ramon war 2003 innerhalb der STS-107-Mission der erste Israeli im Weltraum. Er verunglückte zusammen mit seinen sechs NASA-Kollegen beim Wiedereintritt des Space-Shuttles Columbia tödlich. Die Wasserknappheit trieb die Entwicklung von computergesteuerten Bewässerungssystemen voran. In diesem Zusammenhang wurde auch die Tropfmethode entwickelt, bei der das Wasser direkt zu den Wurzeln der Pflanzen geleitet wird. Intensiver Forschung ist es zu verdanken, dass das riesige unterirdische Reservoir an Brackwasser unter dem Negev nutzbar gemacht werden konnte. Die Nichtverfügbarkeit von konventionellen Energiequellen machte die intensive Entwicklung von alternativen Energiequellen wie Solar-, Wärme- und Windenergie erforderlich. Ein Teil des Energiebedarfs wird durch Kernkraft gedeckt.

Kultur

Hauptartikel: Israelische Kultur

Sport

Sportvereine (Auswahl):
- Maccabi Tel Aviv (Europapokal 1977, 1981, 2001 (SL), 2004 und 2005 im Basketball gewonnen)
- Hapoel Tel Aviv
- Hapoel Petach-Tikva
- Maccabi Netanya
- Maccabi Haifa
- Beitar Jerusalem
- Hapoel Haifa
- Hapoel Jerusalem (2004 den ULEB-Cup gewonnen (ULEB = Union of European Basketball Leagues))

Bibliothekswesen

Das frühe israelische Bibliothekswesen entstand durch die 1892 gegründete Jüdische National- und Universitätsbibliothek (JNUL), die auch bis in die 1930er Jahre die einzige Ausbildungseinrichtung für Bibliothekare war. Erst danach bildeten sich weitere Bibliotheksschulen, doch JNUL konnte ihre Position als eine der ersten Ausbildungseinrichtungen für Bibliothekare durch andere Vorgehensweisen insbesondere in der Sacherschliessung behaupten. Die vorherrschende Mehrsprachigkeit durch Einwanderung von Juden aus Europa und der ganzen Welt resultierte in zwei Amtssprachen: Hebräisch und Arabisch. Hebräisch als neu oder wiedereingeführte Landessprache für alle in Israel lebenden Juden und Arabisch für die Palästinenser. Dazu kommt noch Englisch als Sprache der ehemaligen Kolonisatoren, der Briten, und nach dem Zerfall der Sowjetunion vermehrt Russisch durch Einwanderer der Russischen Förderation. Die Verwendung einer künstlichen Zahlensprache statt einer natürlichen Sprache erleichterte die Sachkatalogisierung und war eine ideale Lösung, mehrsprachige Literaturbestände zu erschliessen und sie den Bibliotheksbenutzern zugänglich zu machen. Die Universitätsbibliothek Haifa war dann die erste, die sich aus Arbeits- und Kostengründen entschloss, die schon vorhandenen Schlagwörter der Library of Congress (LoC) zu verwenden, der sich infolge andere Universitätsbibliotheken anschlossen, mit denen die Jüdische National- und Universitätsbibliothek verbunden ist. Das Bibliothekswesen in Israel entwickelte sich verstärkt unter Einwanderung deutscher Buchexperten nach 1933. Der erste Direktor der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek war Hugo Shmuel Bergmann, der ehemals an der deutschsprachigen Karlsuniversität in Prag tätig war. Bergmann baute die Sammlungen dementsprechend auf und beauftragte für die einzelnen Bereiche Spezialisten. Für die Hebraica-Sammlung konnte er den jungen Gershom Scholem gewinnen. Auch der zweite Direktor war ein Deutscher, Gotthold Weil, der seine Stellung in der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin verlor. Ab 1949 übernahm die Position der ebenfalls aus Deutschland stammende Curt Wormann. Er prägte das israelische Bibliothekssystem nachhaltig, wurde aber dafür kritisiert, dass es zu unflexibel auf die Bedürfnisse der Neueinwanderer und die Anforderungen der Masseneinwanderungen nach der Staatsgründung reagierte. Dabei sollte jedoch zwischen den einzelnen Bibliotheken und ihrem Zweck unterschieden werden. Für die für die Öffentlichkeit gedachten Stadtbibliotheken Tel Avivs mag das zutreffend sein, die National- und Universitätsbibliothek musste jedoch an den internationalen wissenschaftlichen Standard anschließen. Ein Pflichtexemplargesetz bestand seit 1953, welches im Jahre 2001 erneuert wurde. Die alte Regelung bezog sich lediglich auf Bücher, Zeitschriften und Zeitungen; nun aber auch auf CDs, Videos, Audiokassetten usw.. Netzressourcen sind weiterhin ausgeschlossen. Das Pflichtexemplargesetz legt die Abgabe an insgesamt fünf Institutionen fest. Diese sind die State of Israel Archives, die Library of the Knesset, die Ministry of Education und die Jewish National and University Library/ JNUL, die zwei Exemplare erhält. Das Israeli Center for Libraries (ICL) gibt jährlich einen Katalog registrierter Periodica auf CD-ROM und als Online-Version heraus. Bislang sind um die 4800 ISSN in Israel vergeben worden. Der israelische Staat verfügt über ein dichtes Netz von Bibliotheken in Grossstädten sowie auf dem Land, die alle durch das Internet miteinander verbunden sind.

Weitere Themen


- Geschichte Israels
- Portal:Israel/Palästina
- Naher Osten
- Road Map
- Liste der Städte in Israel
- Liste der Städte in den palästinensischen Autonomiegebieten
- Portal:Judentum

Literatur


- Geschichte
  - Glasneck, Johannes/Timm, Angelika: Israel. Die Geschichte des Staates seit seiner Gründung, Bonn 1992. ISBN 3416027531
  - Brenner, Michael: Geschichte des Zionismus, München 2002. ISBN 3406479847
  - Wolffsohn, Michael, Douglas Bokovoy: Israel Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft 1882-1996, ISBN 3-8100-2721-9
  - Benny Morris: The birth of the Palestinian refugee Problem 1947 -1949; 1. Auflage 1987
- Kontroverse
  - Moshe Zuckermann: Zweierlei Israel, Hamburg 2003. ISBN 3930786397
  - Hans Rauscher: Israel, Europa und der neue Antisemitismus, ISBN 3-85485-122-7
  - Norman G. Finkelstein: Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, Mythos und Realität, Kreuzlingen/München 2002, ISBN 3-7205-2368-3
  - Alan M. Dershowitz: Plädoyer für Israel. Warum die Anklagen gegen Israel aus Vorurteilen bestehen. ISBN 3-203-76026-6
  - Michael Warschawski, Mit Höllentempo. Die Krise der israelischen Gesellschaft, Hamburg 2004, ISBN 3-89401-448-2
  - Wolffsohn, Michael: Wem gehört das Heilige Land?. Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, München 1997. ISBN 349223495X
- Roman
  - Leon Uris:Exodus, Roman über die Entstehung Israels, 1958.

Weblinks

Aktuell


- [http://www.jpost.com/ Jerusalem Post (engl.)]
- [http://www.haaretzdaily.com/ Ha-Aretz (engl.)]
- [http://www.germanemb.org.il/GermanEmb/en/botschaft/abteilungen/medienspiegel.asp Deutschsprachiger Pressespiegel israelischer Medien der Deutschen Botschaft in Israel]
- [http://www.israelnetz.de/ Israelnetz (Christl. Nachrichten)]

Weiterführende Informationen


- [http://www.israel.de/ Offizielle Netzpräsenz der Botschaft des Staates Israel in Berlin]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=66 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.bornpower.de/israel/ Magisterarbeit zur Israelischen Siedlungspolitik von 1967- 1997]
- [http://www.ipicture.de/daten/wirtschaft_israel.html Wirtschaft Israels, Kurzübersicht]
- [http://www.weltkarte.com/mosten/landkarte_israel.htm Landkarten und Stadtpläne von Israel]

Dossiers


- [http://www.nzz.ch/dossiers/nahost/gaza/2005/08/11/al/articleD0MCR.html Israels Identitätskonflikt im Streit um die Preisgabe von Siedlungen]
- Kategorie:Staat Kategorie:Judentum Kategorie:Nahost Kategorie:Mittelmeer ja:イスラエル ko:이스라엘 ms:Israel simple:Israel zh-min-nan:Í-sek-lia̍t-kok

Friedensvertrag

Ein Friedensvertrag ist eine Verpflichtungserklärung einer oder mehrerer Kriegsparteien zur Beendigung der bewaffneten Feindseligkeiten auf der Grundlage einer schriftlich niedergelegten Nachkriegsordnung. Im Gegensatz zum Waffenstillstand ist der Abschluss eines Friedensvertrages nur zwischen völkerrechtlich anerkannten Regierungen möglich. Wichtigste Bestandteile von Friedensverträgen sind schriftlich fixierte Regelungen zu Fragen der territorialen Souveränität und der politischen Verhältnisse, Absichtserklärungen zur künftigen Gestaltung der bi- bzw. multilateralen Beziehungen, Art und Umfang der Entschädigungsansprüche, Konsequenzen im militärischen Bereich etc. Ein Friedensvertrag führt zum Vertragsfrieden.

Bedeutende Friedensverträge


- Als erster dokumentierter Friedensvertrag gilt der Ägyptisch-Hethitische Friedensvertrag von 1259 v. Chr. zwischen dem ägyptischen Pharao Ramses II. und dem König Hattusili III. von Hatti. Dieser Vertrag enthielt nicht nur einen Nichtangriffspakt, sondern sogar einen Bündnisvertrag gegen Angriffe Dritter. Interessant ist, dass es zwei unterschiedliche Versionen dieses Friedensvertrags gab, eine hethitische und eine ägyptische. So konnten beide Seiten vor ihrem Volk als Sieger dastehen und ihre Ehre bewahren. Siehe auch: Liste bedeutender Friedensschlüsse - Allgemeiner Friede ! Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag

26. März

Der 26. März ist der 85. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 86. in Schaltjahren) - somit bleiben 280 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1027 - Papst Johannes XIX. krönt Konrad II. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1077 - Der am 15. März in Forchheim gewählte Rudolf von Rheinfelden wird in Mainz zum Gegenkönig gesalbt.
- 1971 - Bangladesch - das frühere "Ostpakistan" wird von Pakistan unabhängig.
- 1971 - Argentinien. General Alejandro A. Lanusse wird Staatspräsident.
- 1976 - Argentinien. Militärputsch: Präsidentin Perón wird gestürzt.
- 1979 - Unterzeichnung des israelisch-ägyptischen Friedensvertrages
- 1984 - Guinea. Tod des Staatspräsidenten Sékou Touré.
- 1989 - Laos. Wahl der obersten Volksversammlung
- 1992 - Deutschland. Der Paderborner Theologe Eugen Drewermann wird vom Priesteramt suspendiert.
- 1995 - Islam Abduganiewitsch Karimow wird als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt
- 1995 - Das Schengener Abkommen tritt in Kraft und verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, auf eine Kontrolle des Waren- und Personenverkehrs an ihren gemeinsamen Grenzen zu verzichten.
- 1996 - Zwei Tage nach den Wahlen in Taiwan beendet die Volksrepublik China ihre Militärmanöver, die der Einschüchterung der taiwanischen Wähler dienen sollten.
- 1997 - 39 Mitglieder der UFO-Sekte "Heaven's Gate" um den Guru Marshall Herff Applewhite, werden nach einem Massenselbstmord in San Diego tot aufgefunden.
- 2000 - Nachdem die Sicherheitsbedenken der Partnerstaaten ausgeräumt wurden, tritt das Schengener Abkommen nun auch für Griechenland in Kraft.
- 2003 - Unterzeichnung des NATO-Beitrittsprotokolls in Brüssel durch Estlands Außenministerin Kristiina Ojuland

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik


- 1791 - Das Urmeter - damals definiert als der 10.000.000 Teil eines Viertels des Erdmeridians (Erdquadrant) - wird in Paris als universelles Längenmaß eingeführt.

Kultur


- 1810 - Uraufführung der Oper Mathilde von Guise von Johann Nepomuk Hummel am Theater am Kärntnertor in Wien.
- 1821 - Die Trilogie "Das goldene Vlies", das umfangreichste Werk Franz Grillparzers, wird in Wien uraufgeführt.
- 1845 - Uraufführung der Operette Modehandlerskan (Die Putzmacherin) von Franz Berwald am Königlichen Theater in Stockholm.
- 1922 - Uraufführung der Oper Sancta Susanna von Paul Hindemith in Frankfurt am Main.
- 1952 - Uraufführung der Oper Leonore 40/45 von Rolf Liebermann in Basel.

Religion


- 1957 - Das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass das Reichskonkordat von 1933, abgeschlossen zwischen dem Vatikan und dem Deutschen Reich, weiter Gültigkeit hat.
- 1984 - Das Konkordat zwischen dem Vatikan und Nordrhein-Westfalen wird vom Ministerpräsidenten Johannes Rau und dem Apostolischen Nuntius Guido Del Mestri in Düsseldorf unterzeichnet.

Katastrophen


- 1812 - Ein Erdbeben zerstört Caracas (Venezuela)

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1974 - George Foreman gewinnt den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im El Poliedro, Caracas, durch technischen KO.

Geboren


- 1478 - Hieronymus Emser, Theologe und Gegenspieler Luthers
- 1516 - Conrad Gesner, Schweizer Naturforscher und Philosoph
- 1559 - Wolf Dietrich von Raitenau, Fürsterzbischof von Salzburg
- 1684 - Johann Graf, deutscher Komponist
- 1753 - Benjamin Thompson, britischer Physiker amerikanischer Abstammung
- 1773 - Nathaniel Bowditch, US-amerikanischer autodidaktischer Mathematiker, Astronom und Physiker
- 1780 - Julius Eduard Hitzig deutscher Schriftsteller und Kammergerichtsrat
- 1794 - Julius Schnorr von Carolsfeld, deutscher Maler
- 1815 - Gustav Rümelin, deutscher Pädagoge und Statistiker
- 1819 - Louise Otto-Peters, Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung
- 1850 - Edward Bellamy, US-amerikanischer SF-Autor
- 1851 - Julius Langbehn, deutscher Schriftsteller und Kulturkritiker
- 1858 - Luis Barros Borgoño, chilenischer Politiker
- 1859 - Adolf Hurwitz, deutscher Mathematiker
- 1868 - Fuad I., König von Ägypten
- 1874 - Elisabeth Altmann-Gottheiner, eine der ersten Hochschullehrerinnen
- 1874 - Oskar Nedbal, böhmischer Komponist und Dirigent
- 1874 - Robert Frost, US-amerikanischer Dichter
- 1875 - Max Abraham, deutscher Physiker
- 1875 - Syngman Rhee, Präsident von Südkorea
- 1876 - Wilhelm zu Wied, Fürst von Albanien
- 1879 - Othmar Ammann, schweizerisch-amerikanischer Ingenieur (Brückenbau)
- 1882 - Hermann Obrecht, Schweizer Politiker
- 1884 - Wilhelm Backhaus, deutscher Pianist
- 1886 - Al Jolson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1888 - Elsa Brändström, schwedische Philanthropin
- 1888 - Gustav Geierhaas, deutscher Komponist
- 1889 - Václav Kaprál, tschechischer Komponist
- 1890 - Franz Schauwecker, deutscher Schriftsteller
- 1893 - Palmiro Togliatti, italienischer Politiker
- 1896 - Léonide Fedorowitsch Massine, russischer Tänzer und Choreograph
- 1904 - Willy Fischer, deutscher Politiker
- 1905 - Viktor Emil Frankl, österreichischer Psychiater und Psychotherapeut
- 1908 - Franz Stangl, österreichischer Leiter der KZ Sobibor und Treblinka
- 1911 - Bernard Katz, britischer Biophysiker deutscher Abstammung, Medizinnobelpreisträger
- 1911 - John Langshaw Austin, englischer Philosoph und Linguist
- 1911 - Tennessee Williams, US-amerikanischer Dramatiker
- 1913 - Bruce Low, niederländischer Schlager- und Gospelsänger
- 1913 - Paul Erdös, ungarischer Mathematiker
- 1916 - Christian Boehmer Anfinsen, US-amerikanischer Biochemiker, Chemienobelpreisträger
- 1916 - Sterling Hayden, US-amerikanischer Schauspieler und Autor
- 1917 - Rufus Thomas, US-amerikanischer Musiker
- 1921 - Rudolf Noelte, deutscher Theaterregisseur
- 1923 - Gert Bastian, Bundeswehrgeneral und deutscher Politiker
- 1925 - Pierre Boulez, französischer Komponist, Dirigent und Musiktheoretiker
- 1929 - Thakar Singh, indischer Vertreter der Lehre des Sant Mat
- 1931 - Leonard Nimoy, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 1935 - Mahmud Abbas, palästinensischer Präsident
- 1936 - Fre Parris, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Ahmed Kurei, Regierungschef der Palästinensischen Autonomiegebiete
- 1937 - Albert Brülls, deutscher Fußballnationalspieler
- 1938 - Anthony James Leggett, britischer Physiker
- 1939 - James Caan, US-amerikanischer Schauspieler
- 1939 - Jens Reich, Wissenschaftler
- 1940 - Levon Helm, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Nancy Pelosi, US-amerikanische Politikerin
- 1940 - Rod Lauren, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Richard Dawkins, englischer Zoologe, Ethologe und Evolutionsbiologe
- 1942 - Erica Jong, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1943 - Bob Woodward, US-amerikanischer Journalist
- 1944 - Diana Ross, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Haim Saban, Medienunternehmer und Milliardär
- 1944 - Reinhold Andert, deutscher Liedermacher und Autor
- 1945 - Joachim Hörster, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Michail Woronin, russischer Turner
- 1946 - Fran Sheehan, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Richard Tandy, britischer Musiker
- 1948 - Steven Tyler, US-amerikanischer Sänger
- 1949 - Patrick Süskind, deutscher Schriftsteller
- 1949 - Uwe Beckmeyer, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Martin Short, Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent
- 1950 - Ronnie McDowell, US-amerikanischer Sänger
- 1950 - Teddy Pendergrass, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Carl E. Wieman, US-amerikanischer Physiker, Physiknobelpreisträger
- 1951 - Klaus Hoffmann, deutscher Liedermacher und Schauspieler
- 1952 - Didier Pironi, französischer Rennfahrer
- 1953 - René Weller, deutscher Boxer
- 1953 - William Lyall, britischer Musiker
- 1953 - Tatjana Prowidochina, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 1954 - Jutta Speidel, deutsche Schauspielerin
- 1954 - Udo Di Fabio, Richter am deutschen Bundesverfassungsgericht
- 1955 - Dean Dillon, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1955 - Ingo Wolf, deutscher Politiker
- 1955 - Verena Butalikakis, deutsche Politikerin
- 1959 - Axel Berg, deutscher Politiker und MdB
- 1962 - Falko Götz, deutscher Fußballtrainer
- 1962 - John Stockton, US-amerikanischer Basketballspieler der NBA
- 1963 - Susanne Sulley, britische Sängerin
- 1964 - Michael Frontzeck, Fußballspieler und Trainer
- 1965 - Violeta Szekely, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 1968 - Jutta Müller, deutsche Profi-Windsurferin
- 1973 - Larry Page, US-amerikanischer Informatiker und Mitbegründer der Suchmaschine Google
- 1981 - Mathieu Delpierre, französischer Fußballspieler
- 1982 - Andreas Hinkel, deutscher Fußballspieler
- 1985 - Keira Knightley, britische Schauspielerin

Gestorben


- 809 - Liudger, Bischof von Münster
- 922 - Al-Halladsch, islamischer Mystiker
- 1211 - Sancho I., König von Portugal
- 1238 - Heinrich I. von Müllenark, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1304 - Wigbold von Holte, Erzbischof von Köln von 1297-1304
- 1517 - Heinrich Isaac, frankoflämischer Komponist und Sänger
- 1605 - Jakob Ayrer, Schriftsteller
- 1675 - Ernst I. von Sachsen-Gotha, Sohn von Herzog Johann III. von Sachsen-Weimar
- 1685 - Go-Sai, 111. Kaiser von Japan
- 1700 - Heinrich Meibom, deutscher Mediziner und Gelehrter
- 1797 - James Hutton, schottischer Naturforscher und Geologe
- 1804 - Wolfgang von Kempelen, deutscher Schriftsteller und Erfinder
- 1805 - Gabriel Gruber, Ordensgeneral
- 1814 - Joseph-Ignace Guillotin, war französischer Arzt und Politiker
- 1827 - Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist
- 1829 - Karoline von Humboldt, Tochter des preußischen Kammerpräsidenten Karl Friedrich von Dacheröden
- 1835 - Karl Heinrich Ritter von Lang, deutscher Historiker und Publizist
- 1850 - Wilhelm Ernst Weber, deutscher Pädagoge und Philologe
- 1864 - Charles Sealsfield, mährischen Schriftsteller
- 1871 - Adalbert Heinrich Graf von Baudissin, deutscher Schriftsteller
- 1881 - Florian Ceynowa, Landwirt, praktizierte unerlaubt als Arzt und Schriftsteller
- 1889 - Wilhelm von Breithaupt, deutscher Offizier
- 1892 - Walt Whitman, US-amerikanischer Dichter und Journalist
- 1900 - Isaac Mayer Wise, US-amerikanischer Rabbiner
- 1902 - Cecil Rhodes, Gründer des Staates Rhodesien
- 1910 - Auguste Charlois, französischer Astronom
- 1918 - César Cui, russischer Komponist und Musikkritiker
- 1923 - Sarah Bernhardt, französische Theater- und Filmschauspielerin
- 1925 - Hugo Bettauer, österreichischer Schriftsteller
- 1926 - Konstantin Fehrenbach, deutscher Politiker und Reichskanzler
- 1940 - Juri Schokalski, russischer Ozeanograph
- 1940 - Spyridon Louis, griechischer Leichtathlet
- 1945 - Boris Michailowitsch Schaposchnikow, Marschall der Sowjetunion
- 1945 - David Lloyd George, britischer Politiker und Premierminister
- 1957 - Édouard Herriot, französischer Regierungschef
- 1957 - Max Ophüls, deutscher Filmregisseur
- 1959 - Franz Blücher, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1959 - Raymond Chandler, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1969 - B. Traven, deutschsprachiger Schriftsteller
- 1969 - Günther Weisenborn, deutscher Schriftsteller
- 1971 - Josef Hermann Dufhues, deutscher Politiker
- 1973 - Noel Coward, englischer Dramatiker, Komponist, Regisseur und Schauspieler
- 1974 - Werner Kohlmeyer, deutscher Fußballspieler
- 1975 - Herbert Warnke, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- 1976 - Ernst Albrecht, deutscher Fußballspieler
- 1980 - Roland Barthes, französischer Essayist und Literaturwissenschaftler
- 1983 - Anthony Blunt, britischer Kunsthistoriker und Spion
- 1984 - Sékou Touré, Staatspräsident von Guinea
- 1985 - Anders Cleve, finnischer Schriftsteller
- 1987 - Eugen Jochum, deutscher Dirigent
- 1987 - Georg Muche, deutscher Maler
- 1989 - Manfred Seipold, deutscher Schauspieler
- 1990 - Christian Meyer-Oldenburg, deutschsprachiger Science-Fiction-Autor
- 1991 - Jupp Schmitz, deutscher Unterhaltungskünstler, Schlager- und Krätzchensänger
- 1993 - Reuben Fine, US-amerikanischer Schachspieler und Psychoanalytiker
- 1994 - Manuel Vázquez Montalbán, spanischer Krimi-Schriftsteller und Journalist
- 1994 - Margaret Millar, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1995 - Eazy-E (eigentlich Eric Wright), amerikanischer Musiker
- 1996 - David Packard, Mitbegründer von Hewlett-Packard
- 1996 - Käte Strobel, deutsche Politikerin
- 1997 - Otto John, erster Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz
- 2000 - Alex Comfort, britischer Schriftsteller
- 2000 - Werner Zeyer, CDU-Politiker, früherer saarländischer Ministerpräsident
- 2001 - Piotr Sobociński, polnischer Kameramann
- 2003 - Daniel Patrick Moynihan, US-amerikanischer Politiker
- 2004 - Heinz Rox-Schulz, deutscher Globetrotter
- 2004 - Jan Sterling, US-amerikanische Bühnen- und Filmschauspielerin
- 2005 - James Callaghan, britischer Politiker und ehemaliger Premierminister
- 2005 - Paul Hester, australischer Popmusiker

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Liudger, Bischof von Münster, Glaubensbote (katholisch, evangelisch)
- Nationalfeiertage
  - Bangladesch (Proklamation der Unabhängigkeit von 1971)

Siehe auch


- 25. März - 27. März
- 26. Februar - 26. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0326 ja:3月26日 ko:3월 26일 simple:March 26 th:26 มีนาคม

Washington DC

Washington (D.C.) [] ist die Hauptstadt und der Regierungssitz der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Stadt ist benannt nach George Washington, dem Führer der Unabhängigkeitsbewegung und ersten Präsidenten der USA. Washington ist auch UN-Stadt (IWF, Weltbank).

Allgemeine Daten

Washington hat eine Fläche von 179 km² und (2004) 553.523 Einwohner, die Metropolregion Washington-Baltimore hat etwa 7,6 Millionen Einwohner (Volkszählung 2000). Die Stadt gehört keinem Bundesstaat an, sondern hat als District of Columbia (D.C.) einen Sonderstatus. Sie befindet sich an der Ostküste des Landes etwa 35 km westlich der Chesapeake Bay, einer Bucht des Atlantischen Ozeans. Die geografischen Koordinaten sind 38° 53' 42" Nord und 77° 2' 12" West. Die Höhe über Normalnull beträgt teilweise gerade einmal 2 Meter.

Stadtanlage

Normalnull Die Stadt liegt an der Mündung des Anacostia River in den Potomac River an dessen linkem Ufer zwischen den Bundesstaaten Maryland im Nordosten und Virginia im Südwesten. Die erste Hauptstadt der USA war New York; der District of Columbia wurde aus von Maryland und Virginia abgetretenem Land gebildet, um die Regierung und den Kongress dem Zugriff der damals noch sehr mächtigen Einzelstaaten zu entziehen und um eine städtebaulich durchgeplante, moderne und repräsentative Hauptstadt der neuen Republik zu bilden. Das auf dem westlichen Ufer gelegene Gebiet wurde 1846 an Virginia zurückgegeben, da die Stadt weniger schnell gewachsen war als erwartet (heute Alexandria).

Bedeutung

Washington (D.C.) ist neben seiner Funktion als Hauptstadt der USA auch Sitz der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds. Von den fünf Universitäten sind die bekanntesten die Georgetown University (gegründet 1789), die George Washington University (gegründet 1821) und die Howard University (gegründet 1867 und eine der ältesten Universitäten für die afroamerikanische Bevölkerung).

Stadtbild

Internationalen Währungsfonds] Die bekanntesten Gebäude sind das Weiße Haus, das Kapitol und das (außerhalb der eigentlichen Stadt gelegene) Pentagon. Wie man auf dem Foto unten erkennen kann, gibt es in Washington keine Hochhäuser. Dies liegt daran, dass kein Gebäude höher sein darf als das Kapitol. Drei Gebäude verletzen dieses Gesetz jedoch: das Washington Monument, der Turm des Old Post Office und die National Cathedral. Der Grund hierfür liegt darin, dass diese Gebäude fertiggestellt / geplant wurden bevor das Gesetz Anfang des 20. Jahrhunderts verabschiedet wurde. Kurioserweise taucht im Stadtplan der Drudenfuß (umgedrehtes Pentagramm) auf, wobei das Weiße Haus die untere Spitze bildet. Der nächste Flughafen ist Ronald Reagan Washington National Airport. Er liegt am rechten (westlichen) Ufer des Potomac River in Virginia. Dieser Flughafen dient nur zu inländischen Flügen. Washington Dulles International Airport liegt 45 km westlich von der Stadt in Virginia und Baltimore Washington International Airport liegt 65 km nordosten von der Stadt in Maryland. Von den beiden letzteren starten sowohl nationale als auch internationale Flüge.

Politik

Washington untersteht direkt dem Kongress, der einmal pro Monat einen halben Tag lang praktisch als Stadtrat Washingtons tagt. Es gibt heutzutage auch einen eigenen gewählten Stadtrat und Bürgermeister, deren Beschlüsse aber vom Kongress jederzeit annulliert werden können. Die Einwohner Washingtons dürfen an den Wahlen zum Präsidenten teilnehmen, nicht aber an denen zum Kongress (Einzelheiten siehe District of Columbia).

Stadtgliederung

Washington ist in vier Distrikte eingeteilt: Northwest (NW), Southwest (SW), Northeast (NE) und Southeast (SE). Die Straßen sind überwiegend gerade angelegt und durchnummeriert, die rechtwinklig dazu verlaufenden Straßen alphabetisch geordnet, so dass die Orientierung sehr leicht fällt. Das Kapitol sitzt an den Grenzen der vier Distrikte.

Geschichte

Die erste Hauptstadt nach der Ratifizierung der Verfassung war New York. George Washington hat den Amtseid als erster Präsident der Vereinigten Staaten auf dem Balkon des alten Rathauses abgelegt. Eines der Themen, mit denen der Präsident sich beschäftigen musste, war, einen ständigen Regierungssitz zu finden. Als Kompromisslösung wurde beschlossen, Philadelphia 1791 für zehn Jahre zur Hauptstadt zu machen und sich dann nach einem permanenten Platz am Potomac River umzusehen. Präsident Washington wählte ein Gebiet, das sowohl Teile von Maryland als auch von Virginia umschloss. Zu jener Zeit bestand das Gebiet in erster Linie aus Wiesen- und Sumpfland. Es wurde geplant, dass der Kongress in der neuen Hauptstadt am ersten Montag im Dezember 1800 tagen sollte. Washington ist also eine Planhauptstadt. Planhauptstadt Der Bau der neuen Hauptstadt wurde mit dem künftigen Amtssitz der U.S. Präsidenten, dem Weißen Haus, im Jahre 1792 begonnen. Noch heute vermerkt dort eine Gedenktafel: "Dieser Grundstein des Hauses des Präsidenten wurde im 17. Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika am 13. Oktober 1792 gelegt. Präsident: George Washington, Kommissionäre: Thomas Johnson, Doktor Stewart, Daniel Carroll, Architekt: James Hoban, Baumeister: Collen Williamson. Vivat Republica" Pierre Charles L'Enfant wurde beauftragt, die "Federal City" zu gestalten. Am 11. Juni 1800 wurde Washington (D.C.) zur ständigen Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Am 24. August 1814, während des Britisch-amerikanischen Kriegs, wurde die Stadt von einer 4500 Mann starken britischen Streitmacht aus Armee- und Marineeinheiten erobert. Dabei wurde u. A. das Capitol zerstört und das Weiße Haus beschädigt. Präsident James Madison musste mit seiner Regierung nach Virginia fliehen. Die Washington-Kampagne der Briten vom 19. bis 29. August 1814 hatte eher symbolischen Charakter und sollte den Amerikanern verdeutlichen, sich nicht mit Großbritannien anzulegen ("Britain is not a country to mess around with").

Sehenswürdigkeiten


- Alte Post (Washington (D.C.))
- Arlington Cemetery
- Blair House
- Jefferson Memorial
- John F. Kennedy Center for the Performing Arts
- Holocaust Memorial Museum
- Korean War Veterans Memorial
- Library of Congress
- Lincoln Memorial
- National Air and Space Museum
- National Gallery of Art
- National Mall
- National Museum of the American Indian
- Smithsonian Institution
- United States Capitol
- Vietnam Veterans Memorial
- Washington Monument
- Washington National Cathedral
- Weißes Haus bild:Largewashington.jpg|Luftbild von Washington (D.C.) Bild:Whitehouse.jpg|Das Weiße Haus in Washington (D.C.) Bild:US Capitol.jpg|Das Kapitol in Washington (D.C.) Bild:Washington monument.jpg|Das Washington Monument in Washington (D.C.)

Trivia

Auch nach George Washington benannt wurde der Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA am Pazifik. Ansonsten hat er mit der Stadt Washington nichts zu tun.

Söhne und Töchter der Stadt


- Monta Bell, US-amerikanischer Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor
- Carl Bernstein, US-amerikanischer Journalist
- Pat Buchanan, Journalist und TV-Kommentator
- Jack Casady, Blues- und Rockmusiker
- Eva Cassidy, US-amerikanische Sängerin
- Michael Chabon, US-amerikanischer Schriftsteller
- Alonzo Church, Mathematiker und einer der Begründer der theoretischen Informatik
- Jimmy Cobb, Jazz-Schlagzeuger
- Raymond Davis Jr., Chemiker und Nobelpreisträger
- John Foster Dulles, US-Politiker und Außenminister
- Ronnie Dyson, US-amerikanischer Popsänger
- Marvin Gaye, Soul- und R&B-Sänger
- J. Edgar Hoover (1895-1972) Begründer des FBI und dessen langjähriger Direktor

Weblinks


- [http://www.washington.org Washington, D.C. -- The American Experience (Touristik-Auskunft)] Kategorie:Hauptstadt in Nordamerika !Washington D.C. ja:ワシントンD.C. ko:워싱턴 D.C.

USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht. Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten. Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa. Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km. Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km² Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. deutscher Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen. Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren s