Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Israelische Kultur

Israelische Kultur

Israels Kultur ist untrennbar verbunden mit der Jüdischen Kultur. Der am 14. Mai 1948 gegründete Staat Israel ist aufgrund seiner jüdischen Bevölkerungsmehrheit wesentlich von diesen deutlich älteren kulturellen Traditionen geprägt. Der folgende Artikel beschäftigt sich trotz der engen Verbindung nur mit kulturellen Aspekten des modernen Staates Israel.

Allgemeiner Überblick und Besonderheiten

Die heutige Bevölkerung Israels stammt aus mehr als 100 Ländern auf 5 Kontinenten. Dadurch ist die israelische Gesellschaft reich an kultureller Vielfalt und künstlerischer Kreativität. Kritiker dieser Ansicht halten dem entgegen, dass Israel vor allem ein Staat von und für die Aschkenasim sei; die Kultur der diskriminierten Sephardim und Falascha-Juden (sogenanntes "zweites" und "drittes" Israel, ohne die sowieso diskriminierten Palästinenser) hätte dagegen nur eine Alibi-Funktion. Im Land finden Künstler gute Rahmenbedingungen vor und werden auch von der Regierung unterstützt. Eine große Rolle spielt die Musik. Das Philharmonische Orchester Israels tritt im ganzen Land auf und reist auch oft für Konzertreisen ins Ausland. Das Jerusalemer Symphonieorchester, das Orchester des Israelischen Rundfunks und andere Ensembles gehen ebenfalls auf Konzertreisen. Fast jede Gemeinde hat ein Kammerorchester oder -ensemble. Viele Musiker kamen erst in den letzten Jahren aus den Staaten der früheren Sowjetunion. Von großer Bedeutung ist der Volkstanz, der vom kulturellen Erbe vieler Immigrantengruppen profitiert. Israel hat mehrere professionelle Ballett- und Modern Dance-Kompanien. Für das Theater besteht großes Interesse; das Repertoire umfasst die ganze Bandbreite des klassischen und zeitgenössischen Dramas in Übersetzungen, außerdem Stücke einheimischer Autoren. Ha-Bimah, eine der drei wichtigsten Theaterkompanien, wurde bereits 1917 gegründet. In Israel sind viele Künstler ansässig; aktive Künstlerkolonien bestehen in Safed, Jaffa und Ein Hod. Israelische Maler und Bildhauer stellen ihre Werke weltweit aus und verkaufen sie auf dem internationalen Markt. Bemerkenswert vielfältig ist Israels Museumslandschaft. Haifa, Tel Aviv und Jerusalem haben bekannte Kunstmuseen, in vielen Städten und Kibbuzim besteht eine Vielzahl kleinerer Museen, die sich einer großen Bandbreite von Themen widmen. Zu den bekanntesten Museen zählen das Israelmuseum in Jerusalem, das die Schriftrollen aus Qumran am Toten Meer sowie eine umfangreiche Sammlung jüdischer religiöser Kunst und Volkskunst beherbergt, das Holocaust-Museum Yad Vashem in Jerusalem und das Diasporamuseum auf dem Campus der Universität von Tel Aviv. Sehr vielfältig ist Israels Zeitungsmarkt. Israelis gelten als interessierte Zeitungsleser; insgesamt wird eine durchschnittliche Auflage von 600.000 Stück erreicht. Die wichtigsten Tageszeitungen erscheinen in Hebräisch, allerdings sind auch Zeitungen in vielen anderen Sprachen, unter anderem Arabisch, Englisch, Polnisch, Französisch, Jiddisch, Russisch, Ungarisch und Deutsch erhältlich.

Literatur

siehe: israelische Literatur

Bildhauerei

Insbesondere in Israels Künstlerkolonien sind viele Bildhauer ansässig. Bekannte Künstler sind
- Yigal Tomarkin,
- Dani Karavan,
- Yaakov Agam,
- Doron Rubin und
- Menashe Kadishman.

Musik

Die israelische Musik ist sehr vielseitig; sie kombiniert Elemente westlicher und östlicher Musik. Erkennbar sind eine Tendenz zum Vermischen verschiedener Stile, Einflüsse aus der Diaspora und von neueren Musikstilen wie Hassidic-Liedern, asiatischer und arabischer Popmusik, hip hop oder heavy metal.

Volksmusik

Israelische Volksmusik wird auf Hebräisch häufig mit שירי ארץ ישראל היפה ("Lieder des schönen Landes Israel") bezeichnet. Volkslieder werden hauptsächlich öffentlich oder bei gesellschaftlichen Gelegenheiten gesungen. Bei einigen handelt es sich um Kinderlieder, andere kombinieren europäische Volksweisen mit hebräischen Texten. Wieder andere stammen von Militärmusik ab oder wurden von Dichtern wie Naomi Shemer and Chaim Nachman Bialik geschrieben. Diese Lieder beziehen sich oft auf zionistische Vorstellungen und handeln von dem Aufbau des neuen israelischen Staates. Tempo und Inhalt variieren recht stark. Einige Lieder spiegeln linke oder rechte politische Einstellungen, andere sind z.B. Liebeslieder oder Wiegenlieder. Teilweise kommt auch der Sozialismus als Thema vor, was sich auf Erfahrungen vieler Juden in der Diaspora zurückführen lässt. Patriotische Lieder sind ebenfalls verbreitet; sie wurden meist während der Kriege, in die Israel involviert war, verfasst. Bekannte Sänger:
- Yehoram Gaon
- Arik Lavi
- Yafa Yarkoni
- Shoshana Damari
- Sarale Sharon
- Nahal
- Ha-Givatron

Klassische Musik

Israel ist bekannt für seine klassischen Orchester. Besonders das Israeli Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta hat weltweite Berühmtheit erlangt.
Da Israel für Christen als Heiliges Land gilt, findet man hier außerdem viele alte Kirchen und Kirchenmusik aller Arten einschließlich ligathorica und Gregorianischen Gesängen. Bekannte Künstler:
- Daniel Barenboim (
- 1942)
- Amir Katz (
- 1973)
- Zubin Mehta (
- 1936)

Rock

Israelische Rockmusik ist weicher und ruhiger als amerikanischer oder britischer Rock und tendiert eher zur zurückhaltenden Vokalmusik als zu Bass- und Gitarrenvirtuosen. Bekannte Bands:
- Kaveret
- Machina
- The Jews / HaYehudim
- Arik Einstein
- Ethnix "Soft Rock"-Musiker:
- Aviv Geffen
- Rita & Rammi Kleinstein
- Shlomo Artzi

Pop


- Tsvika Pik (Liedermacher)
- Dana International (Eurovisions-Gewinner)
- Ronnie Duani
- Hi-Five

Heavy Metal und alternativer Rock

Seit den 80er Jahren hat Israel eine aktive Underground-Szene von alternativen Künstlern, die Death Metal, Doom Metal, Black Metal, Punk und Gothic Rock spielen. Am bekanntesten sind die Bands Salem und Orphaned Land; beide kombinieren Gothic und orientalische Elemente mit harten Gitarrenriffs und Texten, die sich auf israelische Themen Holocaust und den Israelisch-palästinensischen Konflikt konzentrieren. Die Überblendung von orientalischer jüdischer Musik und Doom Metal wird Oriental Metal genannt. Bands:
- Salem (band)
- Orphaned Land
- Sleepless
- Eternal Grey
- Substance For God
- Lehavoth

Ethnische Musik


- Ofra Haza
- Gali Atari
- Ahinoam Nini, bekannt auch unter dem Kurznamen "Noa"
- Yeuda Poliker
- Shirel

Orientalische Musik

Die mediterrane Musik, auf Hebräisch "Misrachit" מיזרחית ("Oriental") genannt, ist ein orientalischer Musikstil, der vor allem bei den orientalischen Juden (Sephardim) beliebt ist, die aus arabischen Ländern nach Israel kamen. Dieser Stil ist von einer modernisierten Adaption arabischer Musik und vom San-Remo-Stil gekennzeichnet, der traditionelle Instrumente wie die Oud verwendet, aber gleichzeitig auch Violinen und elektronische Musikinstrumente einsetzt. Vor allem der Gesang dieser Stilrichtung ist bekannt (Silsulim). Vertreter:
- Zohar Argov
- Eyal Golan
- Sarit Hadad
- Haim Moshe
- Amir Benayoun Bis in die 80er Jahre war diese Musik ein Underground-Stil und von der dominanten europa-orientierten Elite (Aschkenasim) nicht akzeptiert. Der große Durchbruch gelang Zohar Argov. Danach wurde die Musik populär.

Hip hop

Subliminal & the Shadow (Kobi Shimoni und Yossi Eliasi), die bekanntesten israelischen Hip-Hop-Künstler, vertreten nationalistische und rechte Ideen. Sie blieben populär, obwohl sie von vielen abgelehnt werden. Weitere Vertreter dieser Musik sind der israelische Araber NWR und politisch links einzuordnende Künstler wie Hadag-Nahash und Muki.

Film und Theater

Filmemacher


- Ephraim Kishon - Kein Wort zu Morgenstein (Af Milah L`Morgenstein), Sallah, Erwinka, Der Blaumilchkanal (Te`alat Blaumilch), Schlaf gut Wachtmeister (HaShoter Azulai), Der Fuchs im Hühnerstall (HaSha´al B`lool Hatarnagalot)
- Amos Gitai - Kadosh, Kedma, Alila
- Dover Kazawashwily - Late Wedding
- Boaz Davidson
- Assi Dayan - Givat Halfon Eina Ona, The life according to Agfa, A Whale in Sharton beach.
- Uri Zohar - Lul, Metzitzim, Hor BaLevana

Dramenautoren


- Hanoch Levin -Bathtub Queen, Hefetz
- Edana Mazie - Herodes
- Avraham Shlonsky - Utz Li Gutz Li
- Anat Gov
- Joshua Sobol

Schauspieler


- Haim Topol - Salah Shabati, James Bond
- Yael Abekasis - Kadosh, Alila
- Gila Almagor
- Natalie Portman - Leon, Star Wars - Episode I & Episode II
- Mili Avital
- Arik Einstein - Lul, Metzitzim
- Raz Dagan - The Mummy, Alexander (the Great)

Kabarettisten


- Hagashash Hachiver - הגשש החיוור.
- Ephraim Kishon
- Efraim Sidon
- Orna Banay
- Eli Yatzpan
- Tuvya Tzafir
- Tal Fridman
- Shaike Ofir siehe auch: Klezmer, Liste israelischer Künstler, Liste israelischer Komponisten klassischer Musik, Jüdische Küche Kategorie:Israel

Judentum

Unter Judentum versteht man die Gesamtheit aus Kultur, Geschichte, Religion und Tradition des sich selbst als Volk Israel (he. am jisrael, bnei jisrael) bezeichnenden jüdischen Volkes. Mit dem Begriff können auch gezielt die jüdische Religion oder, als Gruppe, die sowohl ein Volk als auch eine Glaubensgemeinschaft darstellenden Juden (he. jehudim) angesprochen werden. Das Judentum zählt zu den Weltreligionen; Christentum und Islam haben viele ihrer Überlieferungen aus ihm übernommen.

Geschichte des jüdischen Volkes

Islam Nach der Tora, der jüdischen Bibel, beginnt die Geschichte des jüdischen Volkes mit dem Bund, den Gott mit Abraham schließt (1.Mose 12). Die jüdische Tradition sieht Abraham als den Begründer des monotheistischen Glaubens an einen einzigen, unsichtbaren Gott. Diesen Bund setzt Gott mit Abrahams Sohn Isaak und dessen Sohn Jakob fort, der seit dem Ringkampf am östlichen Ufer des Flusses Jabbok (1.Mose 32) Jisrael genannt wurde. Jakob hatte zwölf Söhne, die zu den Stammvätern der Zwölf Stämme Israels (Israeliten) wurden: Ruben, Simeon, (Levi), Juda, Issaschar, Sebulon, Benjamin, Dan, Naphtali, Gad, Asser und Joseph (mit seinen Söhnen Ephraim und Manasse). Diese ziehen von Kanaan, dem heutigen Palästina bzw. Israel nach Ägypten, wo ihre Nachfahren (die Hebräer) vom Pharao versklavt werden. Aus dieser Sklaverei werden die von Mosche (Moses) angeführten Hebräer durch Gott befreit, der ihnen am Berg Sinai die (schriftliche und mündliche) Tora offenbart. Nach 40jähriger Wüstenwanderschaft siedeln sich die zwölf Volksstämme in Kanaan an. Sie bildeten nach der Bibel in ihrer Gesamtheit das Volk Israel, das erwählte Volk Gottes. Die Erwählung bedeutet dabei die Aufgabe, durch Einhaltung der Mizwot (der in der Tora festgelegten Ge- und Verbote) der Menschheit ein Beispiel für ein ethisches Leben zu geben. Obwohl das jüdische Volk an dieser Aufgabe häufig scheitert, was die späteren Propheten immer wieder beklagen, bleibt der Bund mit Gott ungebrochen. Die Bezeichnung "Juden" bedeutete ursprünglich "Judäer" und geht auf das Königreich Juda zurück, das seinen Namen wiederum von den darin lebenden Angehörigen des Stammes Juda hatte. Der Name "Judentum" bezieht sich ursprünglich nur auf diesen einen von den Stämmen Gesamtisraels. Nach der so genannten babylonischen Gefangenschaft wurden alle Bewohner der Region von den umliegenden Völkern als "Judäer" bezeichnet und damit der Name "Juden" auf alle Israeliten ausgedehnt. In der Diaspora wurde der Name "Juden" dann zu ihrer Selbstbezeichnung. Bereits in hellenistischer Zeit fanden Auswanderungsbewegungen aus Palästina statt: Das so genannte Hellenistische Judentum entstand. Spätestens seit der Zerstörung des jüdischen Staates im 1. Jhd. nach Christus und der Zerstörung Jerusalems unter Hadrian (der Jerusalem in Aelia Capitolina umbenannte) zerstreuten sich die Juden als regional greifbares und geschlossenes Volk endgültig, wobei jedoch die große Mehrheit innerhalb des Römischen Reiches siedelte. In der Spätantike und dem frühen Mittelalter verschob sich der Schwerpunkt nach Babylonien, damals Teil des Reiches der Sassaniden. Die übrigen Anhänger des Judentums verteilten sich im Hochmittelalter auch in andere Teile Europas, im Spätmittelalter, im Zuge der Pestpogrome und der Ausweisung beispielsweise aus Frankreich, besonders nach Osteuropa, ferner in die islamische Welt und im Anschluss (Vertreibung aus Spanien 1492) wieder ins heutige Palästina sowie auch in die Neue Welt. Juden wurden oft verfolgt und ghettoisiert, konnten sich stellenweise aber auch unter Beibehaltung von Glaube und Tradition als integraler Bestandteil der lokalen Gesellschaften etablieren. Siehe auch: Geschichte des jüdischen Volkes

Jüdische Religion

Die jüdische Religion basiert auf den religiösen Überlieferungen des jüdischen Volkes. Diese Überlieferungen teilen sich auf in eine schriftliche (Thora) und eine mündliche Lehre (Mischna, Talmud, Schulchan Aruch usw.). Siehe: Jüdische Religion, Jüdischer Glaube

Aktueller Kontext

Der Begriff Jude bezeichnet nach dem jüdischen Recht des rabbinischen Judentums seit der modernen Zeitrechnung einen Menschen mit einer jüdischen Mutter und jene, die rechtmäßig zum jüdischen Glauben übergetreten sind (siehe Gijur). Das Judentum ist seit Jahrtausenden häufig religiösen, ideologischen und politischen Anfeindungen und dabei Pogromen und Verfolgungen ausgesetzt. Einmalig in der Geschichte ist dagegen der Versuch der planmäßigen und quasi-industriellen Ausrottung des jüdischen Volkes durch das nationalsozialistische Deutschland. Im Jahre 1934 wurden 17 Millionen jüdische Menschen auf der Welt gezählt. Sechs Millionen davon, mehr als ein Drittel, fielen dem Holocaust zum Opfer. Dies beschleunigte nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs die Umsetzung der zionistischen Bestrebungen und führte 1948 zur internationalen Anerkennung des Staates Israel als jüdische Heimstätte. Der heutige Staat Israel, eine Demokratie nach westlichem Vorbild, begründet seine territoriale Außen- und Innenpolitik staatlich-souverän, seine Innenpolitik ist jedoch in einigen Feldern auch stark religiös geprägt. So ist eine bürgerliche Heirat in Israel nach wie vor nicht möglich, da das Familienrecht den jeweiligen Religionsgruppen unterstellt ist. Dies kann zum Beispiel bei Scheidung zu Problemen für Frauen führen, wenn sich der Ehemann weigert, der Frau den Scheidungsbrief (Get) zu überreichen. Solche Scheidungsverweigerer können zwar vom Rabbinatsgericht in Erzwingungshaft gesteckt werden, doch ohne einen Get bleibt nach traditionellem jüdischen Recht die von ihrem Mann getrennte Frau "gebunden" und kann nicht wieder heiraten. Aufgrund der besonderen Geschichte und Tradition des Judentums ist das Verständnis einer jüdischen Identität ausgeprägt, die sich auf ein gemeinsames Schicksal bezieht und nicht notwendigerweise religiös begründet wird. Viele Juden betrachten sich gleichzeitig z.B. als Briten oder US-Amerikaner, bis 1933 auch als patriotische Deutsche, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben für ihre europäische Heimat riskierten oder opferten.

Jüdische Gemeinden in der Welt

Heute gibt es etwa 14 Millionen Juden in der Welt, von denen die meisten in den USA und in Israel leben. Durch verschiedene Emigrations- und Imigragtionswellen hat sich die Verteilung der Juden in der Welt in den letzten Jahren sehr verändert. Vor 15 Jahren lebte noch ein Großteil der Juden in der ehemaligien Sowjetunion. Nach ihrer Auflösung wanderten viele Menschen nach Israel (siehe Alijah), in die USA und nach Deutschland aus. Heute leben die meisten Juden in:

Die religiösen Strömungen des Judentums der Gegenwart

In der Gegenwart können verschiedene kategorisierende Gruppierungen der Strömungen des religiösen Judentums vorgenommen werden. Dabei betreffen die Unterschiede nicht primär, aber auch die Gottesvorstellungen und den Glauben. Es werden orthodoxe und nicht-orthodoxe jüdische Strömungen unterschieden. Hierbei ist wichtig, dass für das Adjektiv nicht-orthodox synonym auch progressiv, reformiert oder liberal (wobei hier liberal nicht vom politischen Liberalismus abgeleitet ist, sondern den Schwerpunkt auf verstärkte Assimilation setzt) in einem weiteren Sinne genommen wird. Konservativ ist hingegen mit dem Begriff konservatives Judentum belegt, einer seit dem 19. Jahrhundert sich entwickelnden Strömung des Judentums, die eine Stellung zwischen Orthodoxie und dem liberalen Judentum einnimmt. Der grundlegende Unterschied zwischen orthodoxem Judentum und den nicht-orthodoxen Strömungen beginnt beim Verständnis der Offenbarung am Berg Sinai (Mosche empfängt die Tora). Das nicht-orthodoxe Judentum versteht diese Offenbarung nicht als absolut, sondern als einen progressiven (= fortschreitenden) Prozess des Dialoges Gottes mit seinem Volk, in der Zeit und in den Kulturen. Im Kontext dieser historisch-kritischen Auslegung der Offenbarung entstanden alle nicht-orthodoxen Strömungen des Judentums. Da sie alle die Entwicklung betonen, gehören diese alle zum progressiven Judentum im weitesten Sinne. Im engeren Sinne bestimmt der Begriff progressives Judentum jedoch alle Gruppen des Reform-Judentums, die sich im Verband Weltunion für progressives Judentum zusammengeschlossen haben. Zwei Drittel des religiös geprägten Judentums sind nicht zur Orthodoxie gehörend, ein Drittel zählt sich zum orthodoxen Judentum mit seinen verschiedenen Unterströmungen. Alle religiösen jüdischen Strömungen der Gegenwart haben ihren Ausgang in den Impulsen der Geistesgeschichte vor allem Deutschlands und Europas ab Ende des 18. Jahrhunderts. - Der Fokus der Entwicklung des Judentums liegt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. - Aus Deutschland sind die Beiträge zur Entwicklung jüdischen Denkens und Geistesleben nach der Shoa unbedeutend. Langsam entwickelt sich dieses aber zunehmend unter der Zuwanderung jüdischer Menschen aus der ehemaligen UdSSR, aus der Diaspora Osteuropas und Asiens. Hauptströmungen des Judentums der Gegenwart: : Orthodoxes Judentum : Liberales Judentum : Konservatives Judentum : Rekonstruktionismus Andere, kleinere religiöse Strömungen des Judentums der Gegenwart: : Ultraorthodoxes Judentum : Neoorthodoxes Judentum : Jüdische Mystik (siehe: mittelalterliche Kabbala) : Chassidismus : Jewish Renewal, oder Neo-Chassidismus Andere laizistische Strömungen des Judentums der Gegenwart: : Säkulares Judentum : Humanistisches Judentum Siehe auch: Strömungen des Judentums, Säkularismus

Aufteilung in ethnische Gruppen

In der Geschichte wurden Juden in vier größere Gruppen eingeteilt:
- Die Aschkenasim, deren Vorfahren in Deutschland oder Frankreich lebten, bevor sie nach Osteuropa und teilweise später in die USA auswanderten,
- die Sephardim, deren Vorfahren auf der iberischen Halbinsel (Spanien, Portugal) lebten,
- die orientalischen Juden (Misrachim), die im Nahen Osten und in Nordafrika lebten, aber auch nach Mittel- und Südasien wanderten (orientalische Juden werden oft auch als sephardisch bezeichnet, da ihre Traditionen weitgehend übereinstimmen) und
- die jemenitischen Juden (Teimanim), die lange von den übrigen Juden isoliert waren und dadurch eigene Riten entwickelten, aber auch alte Traditionen länger bewahrten (Hebräische Sprache,Kabbalah). Die sephardischen Juden flohen 1492 vor der spanischen Inquisition, und siedelten sich überwiegend im Mittelmeerraum, teilweise aber auch in Mittel- und Westeuropa an (z.B. in Hamburg und Altona). Ihre gemeinsame Sprache ist das Ladino, das unterschiedliche regionale Ausprägungen hat. Kleinere Gruppen sind
- die äthiopischen Juden (Eigenbezeichnung Beita Israel, andere Bezeichnung Falascha,
- die Bene Israel aus Bombay in Indien,
- die Bnei Israel (auch Shinlung in Nordostindien und Burma, sie stammen angeblich vom jüdischen Stamm der Menaseh (Manasse) ab),
- die Romanioten, griechischsprechende Juden des Balkan,
- die Tat sprechenden Bergjuden des Kaukasus (Dagestan, Aserbaidschan),
- die turksprachigen Krimtschaken auf der Krim und
- die Religionsgemeinschaft der Karaiten, die eine wesentliche Rolle bei der Bekehrung der Chasaren gehabt haben soll. Umstritten ist die Stellung
- einer afghanischen Gruppe, die auf den antiken Stamm Ephraim zurückgehen soll,
- der Lemba in Simbabwe, sowie
- der messianischen Juden (Eigenbezeichnung) oder modernen Judenchristen – zum Christentum, meist evangelikaler Prägung, konvertierte Juden, die an ihrer jüdischen Identität festhalten sowie ein paar jüdische Traditionen pflegen und hauptsächlich in den USA zu finden sind. "Messianische" Juden sind nach dem Verständnis aller anderen Strömungen des Judentums (orthodox, konservativ, liberal, reformiert) im religiösen Sinn keine Juden, da ihre Interpretation der Tradition christlich ist. Hier unterscheiden sich Selbstwahrnehmung und Außenwahrnehmung. Die Samaritaner sind eine frühzeitige Abspaltung von den Juden im engeren Sinne, die dennoch gewollt oder ungewollt lange deren Schicksal teilten: Aufstände der Juden zogen oft auch die Samaritaner in das Geschehen ein, da die Römer Probleme hatten, diese zu unterscheiden. Wie es in Rom jüdische Synagogen gab, so gab es auch samaritanische. Heute gibt es nur noch sehr wenige Samaritaner.

Religiöse Führung

Jüdische Gemeinden werden geistlich und rechtlich von einem Rabbiner geleitet. Sephardische Juden sowie die Karäer bezeichnen ihren geistlichen Leiter auch als Chacham (Weiser). Im Jemen bei den Teimanin ist der Begriff Mori (mein Lehrer) gebräuchlich. Die Gottesdienste werden im allgemeinen von einem Kantor, Chasan, oder allgemeiner gesagt von einem Vorbeter geleitet; zu ihrer Durchführung wird ein Quorum bzw. (hebräisch) Minjan, d.h. die Versammlung zehn jüdischer Männer, benötigt. Die allgemeine, weltliche Leitung einer jüdischen Gemeinde hingegen liegt bei einem von den Gemeindemitgliedern zu wählenden Gemeindevorstand.

Historische jüdische Sekten

Fast alle Juden der Neuzeit folgen dem in Mischna und Talmud enthaltenen mündlich überlieferten Gesetz; sie werden als Rabbinisches Judentum bezeichnet. Innerhalb des rabbinischen Judentums gibt es verschiedene Richtungen, wie etwa das Orthodoxe oder das Reformjudentum.
- Die kleine Gruppe der Karäer stellt eine Abspaltung von der Mehrheit der Juden dar. Sie lehnt die in Mischna und Talmud enthaltenen Lehren ab.
- Die Samariter haben als heilige Schriften eine Version der Torah, die Memar Markah sowie eine eigene Liturgie, Gesetze und Auslegungsschriften. Ein Großteil des Tanach (jüdische Bibel) gilt ihnen nicht als inspiriert. Die Autorität von Mischna und Talmud lehnen sie ebenfalls ab. Es gibt nur noch wenige Anhänger der samaritischen Religion.

Jüdische Kultur

Die jüdische Kultur steht in starker Wechselwirkung zu den Kulturen, in denen die jeweilige jüdische Gemeinschaft ihr kulturelles Leben entfaltet, so dass sie kaum isoliert betrachtet werden kann. Dabei spielt die Religion eine unterschiedlich große Rolle. Durch die Aufsplittung des Europäischen Judentums in die Aschkenasim und Sephardim haben sich hier zwei auch durch die Sprache unterschiedene Kulturräume entwickelt. Siehe auch: Jüdisches Brauchtum, Jüdische Feste, Jüdischer Kalender, Jüdische Küche

Jüdischer Humanismus

Die Verarbeitung von Pogromerfahrungen geben den jüdischen Einflüssen in der Kultur nicht selten eine stark humanistische und egalitäre Prägung (bzw. wird hier der jüdische Einfluss am ehesten offensichtlich). Viele Künstler bekennen sich zum Judentum als Nation und begreifen sich gleichzeitig als Atheisten.

Sprache

Hebräisch ist die Sprache der ältesten jüdischen Schriften und war Umgangssprache der Juden in der antiken Periode ihrer Unabhängigkeit. Es wurde als Umgangssprache nach Jahrhunderten vom Aramäischen verdrängt, blieb aber bis in unsere Tage hinein Gottesdienstsprache, z.T. auch Gelehrtensprache. Das Aramäische ist eine zum Hebräischen sehr ähnliche Sprache, die auch das schriftliche Hebräisch späterer jüdischer Schriftwerke beeinflusst hat. Einige Passagen in den Schriften des Alten Testamentes wurden schon auf aramäisch verfasst. Jesus und seine jüdischen Landsleute sprachen aramäisch. In der Diaspora nahmen die Juden die Sprachen der Länder an, in denen sie lebten (siehe Jüdische Sprachen). Einige Sonderfälle sind Sprachen, die jüdische Gemeinschaften aus verschiedenen Gegenden der Welt übernommen haben und aufgrund der historischen Umstände zu selbständigen Sprachen (wenn man will, zu Dialekten) weiterentwickelt haben. Siehe dazu: Jiddisch (die Sprache der Aschkenasim), Ladino (oder Sephardisch) (die Sprache der Sephardim), Judeo-Berberisch (die Sprache jüdischer Berber in Marokko), Tat (auch: Judeo-Tat, die Sprache der Bergjuden des Kaukasus (Dagestan, Aserbaidschan)). Im Alltag sprechen Juden die Sprache des Landes, in dem sie leben. Das Iwrith, welches heute in Israel gesprochen wird, stellt eine gelungene Wiederbelebung des antiken Hebräisch dar, das um einen modernen Wortschatz erweitert wurde und auch in der Grammatik einige Anpassungen erfuhr. Es entwickelt sich heute im lebendigen Gebrauch weiter wie andere Sprachen auch.

Siehe auch


- Portal:Judentum
- Haskala, Haggada, Kabbalah, Schma Israel
- Israel, Israeliten, Zentralrat der Juden in Deutschland, Zionismus
- Jewish Encyclopedia,
- Kawwana, Tachles
- Proselyt, Judenmission
- Zarathustrismus, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus, Judenchristen
- Davidstern

Literatur


- Jonathan Magonet: Einführung ins Judentum, Jüdische Verlagsanstalt Berlin (JVB), 2003, ISBN 3-934658-43-1
- Max Dinemann: Liberales Judentum, Jüdische Verlagsanstalt Berlin (JVB), 2000, ISBN 3-934658-13-X
- Jonathan A. Romain/Walter Homolka: Progressives Judentum, Knesebeck, 1999, ISBN 3-89660-046-X
- Gilbet S. Rosenthal/Walter Homolka: Das Judentum hat viele Gesichter, Knesebeck, 1999, ISBN 3-89660-045-1
- Hans Küng: "Das Judentum", Piper Buchverlag, ISBN 3492228275
- Meyer, Hajo: Das Ende des Judentum, Neu-Isenburg 2005, ISBN 3-937389-58-X
- Paul Spiegel: "Was ist Koscher?", Ullstein 2003, ISBN 3-550-07575-8
- Arthur Herzberg: Wer ist Jude? Hanser 2000, ISBN 3-446-19760-5
- Jens J. Schreiner: Vom "Gelben Flicken" zum "Judenstern"? Genese und Applikation von Judenabzeichen im Islam und christlichen Europa (841-1941), Frankfurt am Main/Berlin/Bern u.a. : Peter Lang Verlag 2004, 169 S., 12 Tab., ISBN 3-631-52553-2
- Monika Grübel: Judentum. DuMont Buchverlag, Köln 1997, ISBN 3770134966
- Dominique Aubier Der Jüdische Fall Le Cas Juif, die ontologische Kraft der hebräischen Sprache, die jüdische spezifische Besonderheit, Verlag Mont Blanc, Genf"1970".
- Dominique Aubier Antwort auf Hitler, der jüdische Auftrag Erklärung der Shoa, Verlag Qorban, 1979. [http://www.dominique-aubier.org]

Weblinks


- aus jüdischer Sicht
  - [http://www.hagalil.com www.hagalil.com] - deutschsprachiges jüdisches Internetportal
  - [http://www.talmud.de www.talmud.de] - Jüdisches Leben in Deutschland -heute
  - [http://www.papdam.net www.papdam.net] - praktisches Judentum mit viel Hintergrundinfos, Zielgruppe: Juden
  - [http://www.jinfo.org Bedeutende jüdische Persönlichkeiten aus Naturwissenschaft, Philosophie, Musik etc.]
  - http://www.zadoq.com deutschsprachiges jüdisches Religionsportal
  - [http://www.synagoge.de/ jüdische Gemeinden in Deutschland]
  - [http://www.jewfaq.org Online-Lexikon Judaism 101 - englisch]
  - [http://www.juedisches-recht.de/ Quellen und Prinzipien des jüdischen Rechts]
- Über das Judentum aus nichtjüdischer Sicht
  - [http://www.buchklub.at/gorilla/hoffnungsreich/cybertour/judentum.htm Judentum - kurze Einführung]
  - [http://www.politische-bildung-brandenburg.de/publikationen/pdf/juedische_kultur_und_geschichte.pdf Peter Ortag: Jüdische Kultur und Geschichte. Hrsg: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. 5. Auflage 2003] ja:ユダヤ教 ko:유대교 ms:Yahudi nb:Jødedom simple:Judaism th:ยูได zh-min-nan:Iu-thài-kàu

1948

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Enrico Celio wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Enrico De Nicola wird erster italienischer Staatspräsident
- 1. Januar: Neuer Generaldirektor bei VW (Wolfsburger Volkswagenwerk) wird Heinrich Nordhoff
- 1. Januar: Das GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) tritt in Kraft
- 1. Januar: Verstaatlichung der Eisenbahnen in Großbritannien
- 1. Januar: Das Zollabkommen zwischen den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg tritt in Kraft
- 1. Januar: Die zuvor beschlossene republikanische Verfassung tritt in Kraft und macht Italien zur Republik
- 4. Januar: Myanmar (Birma, Burma) erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien
- 31. Januar: Hunderttausende von Menschen finden sich zur Verbrennung des Leichnams von Mahatma Gandhi und der anschließenden Versenkung der Asche im Ganges ein
- 4. Februar: Sri Lanka wird unabhängig
- 27. Januar: Italien wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Februar: Die Bank deutscher Länder wird Zentralbank für die Bizone
- 17. März: Der Brüsseler Pakt wird unterzeichnet
- 20. März: Der regierende Alliierte Kontrollrat kommt das letzte Mal zusammen. Sowjet-Marschall Sokolowski verlässt den Kontrollrat
- 31. März/1. April: Die Färöer erhalten eine weitgehende Autonomie innerhalb des Dänischen Königreichs
- 3. April: US-Präsident Harry S. Truman unterzeichnet den Marshall-Plan. 5,3 Milliarden Dollar werden für Europa freigegeben
- 7. April: Die Weltgesundheitsorganisation WHO wird gegründet
- 16. April: Gründung der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC)
- 7. April: Syrien wird Mitglied in der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
- 19. April: Birma, seit 1989 Myanmar, wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 23. April: Berliner Studenten fordern eine Freie Universität Berlin
- 28. April: El Salvador wird Mitglied in der UNESCO
- 14. Mai: Gründung des Staates Israel. Erster Ministerpräsident ist Ben Gurion. Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien erklären Israel den Krieg (siehe: Palästinakrieg)
- 19. Mai: Deutscher Schriftstellerkongress zur 1848-Jahrfeier in der Paulskirche zu Frankfurt
- 31. Mai: Die Israelische Armee Zahal wird gebildet
- 2. Juni: Einige Ärzte der NS-Zeit wurden nach dem Urteil des Nürnberger Ärzteprozesses hingerichtet
- 20. Juni: Währungsreform in den drei deutschen Westzonen. Gegen Vorlage von Kenn- und Lebensmittelkarten werden 40 Deutsche Mark pro Person ausgezahlt
- 23. Juni: Einführung einer eigenen Währung in der SBZ
- 23. Juni: Kommunistische Tumulte vor dem Berliner Stadthaus im Sowjetischen Sektor Berlins
- 24. Juni: Einführung der Westmark mit Aufdruck "B" in den drei Westsektoren von Berlin
- 24. Juni: Beginn der Berliner Blockade
- 26. Juni: Die erste Maschine der Berliner Luftbrücke, eine DC-4, landet in Berlin (Pilot: Jack O. Bennett)
- 28. Juni: Die britische Luftbrücke startet unter dem Namen „Plainfair“
- seit Mitte Juli: Bau des neuen Flughafen Tegel in nur 85 Tagen
- 28. Juni: Jugoslawien bricht die Partnerschaft mit Moskau
- 8. Juli-10. Juli: Auf der Rittersturz-Konferenz in Koblenz wird der Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen zur Bundesrepublik Deutschland beschlossen
- 13. August: Österreich wird Mitglied in der UNESCO
- 23. August: In Amsterdam wird der Ökumenische Rat der Kirchen gegründet
- 30. August: Costa Rica erlangt die endgültige Unabhängigkeit
- 1. September: Der Parlamentarische Rat wählt Konrad Adenauer zum Vorsitzenden
- 6. September: Die Islamische Republik Iran wird Mitglied in der UNESCO
- 9. September: Die Berliner Bevölkerung demonstriert zu Hundertausenden vor dem Reichstag in Berlin für die Freiheit
- 14. September: Ungarn wird Mitglied in der UNESCO
- 15. September: Argentinien wird Mitglied in der UNESCO
- 18. September: Luftbrückenrekord: 897 Flüge nach Berlin
- 2. Oktober: Die UdSSR beginnt in Sibirien mit dem Bau von Atomwaffen
- 13. Oktober: Der Bergmann Adolf Hennecke fördert in einer Schicht 24,4 m³ Kohle und überbietet damit das Tagessoll um 387 %. Er wird dadurch zum Auslöser der so genannten Hennecke-Bewegung in der DDR
- 19. Oktober: Der Wirtschaftsrat der Bizone nimmt gegen die Stimmen der KPD das Gesetz Notopfer für Berlin an
- 21. Oktober: Irak wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Oktober: Walter Ulbricht erklärt die Oder-Neiße-Grenze zwischen Deutschland und Polen für endgültig
- 4. Dezember: Gründung der Freien Universität Berlin in West-Berlin, Antwort auf die kommunistische Einflussnahme auf die Wissenschaft in der SBZ
- 10. Dezember: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
- 11. Dezember: Gründung der FDP in Heppenheim. 1. Vorsitzender: Theodor Heuss
- 31. Dezember: Die 100.000 Flugzeuglandung in Berlin seit Errichtung der Luftbrücke

Wissenschaft und Technik


- Die ersten Schallplatten aus Polyvinylchlorid kommen auf den Markt
- Beginn der Ausgrabungsarbeiten bei Eridu durch irakische Archäologen

Kultur


- 22. Februar: Uraufführung des musikalischen Dramas Die Nachtschwalbe von Boris Blacher in Leipzig
- 15. August: Uraufführung der Oper Le vin herbé von Frank Martin bei den Salzburger Festspielen
- 28. Oktober: Uraufführung der Oper Drei Haare des Väterchens Allwissend von Rudolf Karel am Nationaltheater in Prag
- 18. Dezember: Uraufführung der Oper Circe von Werner Egk in Berlin
- Gründung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

Katastrophen


- 28. Juni: Erdbeben der Stärke 7,3 in Fukui, Japan, 5.390 Tote
- 25. Juli: Absturz zweier Luftbrückenflugzeuge über Berlin
- 1. August: Atlantik, Afrika. Das französische Wasserflugzeug Latecoere 631 verunglückte über dem Atlantik mit 52 Menschen an Bord
- 5. Oktober: Erdbeben der Stärke 7,3 in Aschgabat, Turkmenistan

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 30. Januar bis 8. Februar: V. Olympische Winterspiele in St. Moritz
- 13. Februar: der Kölner BC und Köln-Sülz 07 fusionieren zum 1. FC Köln
- 29. Juli bis 14. August: XV. Olympische Sommerspiele in London
- 8. August: 1. Deutsche Fußballmeisterschaft nach dem Krieg. Meister: 1. FC Nürnberg

Sonstiges


- 16. Dezember: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Berlin-Tegel wird gesprengt, da er den Flugverkehr auf dem im Bau befindlichen Flughafen Berlin-Tegel gefährden würde

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Pawel Sergejewitsch Gratschow, russischer Offizier
- 2. Januar: Kerry Minnear, englischer Musiker
- 3. Januar: Manfred Kokot, deutscher Leichtathlet
- 5. Januar: Giuseppe Impastato, italienischer Politiker und Anti-Mafia-Kämpfer († 1978)
- 5. Januar: František Václav Lobkowicz, tschechischer Weihbischof
- 7. Januar: Bernd Scheelen, deutscher Politiker
- 7. Januar: Kenny Loggins, US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter
- 9. Januar: Peter Strüber, deutscher Politiker
- 9. Januar: William Cowsill, US-amerikanischer Musiker
- 10. Januar: Bernard Thévenet, ehemaliger französischer Radrennfahrer
- 10. Januar: Donald Fagen, Sänger und Keyboarder
- 11. Januar: Wajima Hiroshi, japanischer Sumo-ringer und 54. Yokozuna
- 11. Januar: Madeline Manning, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 11. Januar: Helga Anders, österreichische Schauspielerin und Synchronspecherin († 1986)
- 14. Januar: Waleri Borissowitsch Charlamow, russischer Eishockeyspieler († 1981)
- 15. Januar: Ronald Wayne Van Zant, US-amerikanischer Musiker († 1977)
- 16. Januar: Gregor Gysi, deutscher Politiker
- 16. Januar: John Carpenter, US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Filmmusikkomponist
- 17. Januar: Mick Taylor, britischer Gitarrist
- 17. Januar: Davíð Oddsson, isländischer Ministerpräsident
- 20. Januar: Mel Pritchard, britischer Musiker († 2004)
- 20. Januar: Melvyn Prichard, britischer Schlagzeuger
- 22. Januar: Marianne Birthler, deutsche Politikerin
- 28. Januar: Heinz Flohe, deutscher Fußballspieler
- 28. Januar: Michail Barischnikow, US-amerikanischer Ballett-Tänzer, Choreograph und Schauspieler
- 29. Januar: Guido Knopp, deutscher Historiker, Publizist und Moderator
- 1. Februar: Rick James, US-amerikanischer Funk-Musiker († 2004)
- 2. Februar: Roger Williamson, britischer Formel-1-Rennfahrer († 1973)
- 2. Februar: Al McKay, US-amerikanischer Musiker
- 3. Februar: Carlos Filipe Ximenes Belo, Friedensnobelpreisträger und römisch-katholischer Bischof
- 4. Februar: Martin Hohmann, deutscher Politiker
- 4. Februar: Alice Cooper, US-amerikanischer Rockmusiker
- 5. Februar: Christopher Guest, anglo-amerikanischer Schauspieler, Autor, Regisseur, Komponist und Musiker
- 5. Februar: Sven-Göran Eriksson, schwedischer Fußballtrainer
- 5. Februar: Barbara Hershey, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. Februar: Stefan Baron, Chefredakteur der WirtschaftsWoche
- 6. Februar: Felix Mitterer, österreichischer Schauspieler und Dramatiker
- 7. Februar: Josef Ackermann (Bankier), Sprecher des Vorstands der deutsche Bank AG
- 11. Februar: Hannelore Conradsen, deutsche Film- und Fernsehregisseurin
- 11. Februar: Gerhard Wucherer, deutscher Leichtathlet
- 11. Februar: Fritz Raff, Intendant des Saarländischen Rundfunks
- 12. Februar: Clemens Bollen, deutscher Politiker
- 12. Februar: Bernd Franke (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 14. Februar: Bernd Pischetsrieder, deutscher Manager
- 15. Februar: Laurenz Meyer, deutscher Politiker
- 15. Februar: Holger Ellerbrock, deutscher Politiker
- 16. Februar: Eckhard Uhlenberg, deutscher Politiker und MdB
- 18. Februar: Georg Brunnhuber, deutscher Politiker
- 19. Februar: Hartmut Schulze-Gerlach, deutscher Sänger und Moderator
- 19. Februar: Tony Iommi, Gitarrist
- 19. Februar: Pim Fortuyn, niederländischer Politiker und Publizist († 2002)
- 21. Februar: Elmar Müller (Fußballtrainer), deutscher Fußballtrainer
- 25. Februar: Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart
- 27. Februar: Helmut Nerlinger, ehem. deutscher Fußballspieler
- 27. Februar: Reinhard Tramontana, österreichischer Journalist († 2005)
- 28. Februar: Mercedes Ruehl, US-amerikanische Schauspielerin
- 28. Februar: Steven Chu, US-amerikanischer Physiker
- 29. Februar: Rainder Steenblock, deutscher Politiker
- 29. Februar: Patricia A. McKillip, US-amerikanische Autorin
- 29. Februar: Karen Lafferty, US-amerikanische Sängerin und Musiklehrerin
- 2. März: Achim Vandreike, Bürgermeister und Dezernent für Sport und Wohnungswesen in Frankfurt am Main
- 2. März: Rory Gallagher, irischer Gitarrist († 1995)
- 2. März: Andrei Linde, russischer Kosmologe
- 3. März: Frank W. Abagnale, Hochstapler und Scheckbetrüger, Sachverständiger
- 4. März: Thomas Kossendey, deutscher Politiker und MdB
- 4. März: Chris Squire, englischer Musiker
- 5. März: Eddy Grant, Popmusiker, Sänger, Songwriter und Gitarrist
- 5. März: Leslie Marmon Silko, US-amerikanische Schriftstellerin
- 9. März: Chris Thompson, Sänger
- 10. März: Waldemar Hartmann, Journalist und Moderator
- 11. März: Franz Lambert, deutscher Komponist und Organist
- 11. März: Dominique Sanda, Schauspielerin
- 12. März: Ole Thestrup, dänischer Schauspieler
- 12. März: James Taylor, Folk/Pop-Künstler
- 13. März: Lillian Board, britische Leichtathletin und Olympionikin († 1970)
- 14. März: Bernd Stange, deutscher Fußballtrainer
- 14. März: Hans Georg Faust, deutscher Politiker
- 14. März: Jochen Schimmang, deutscher Schriftsteller
- 15. März: Gerhard Seyfried, deutscher Schriftsteller und Karikaturist
- 15. März: David Albahari, serbischer Schriftsteller
- 16. März: Margaret Weis, US-amerikanische Autorin von Fantasy-Literatur
- 17. März: William Gibson, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 20. März: Bobby Orr, kanadischer Eishockeyspieler
- 20. März: John de Lancie, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. März: Scott E. Fahlman, Professor für Computerwissenschaften und „Erfinder“ der Emoticon
- 22. März: Bernard Dietz, deutscher Fußballspieler
- 22. März: Andrew Lloyd Webber, englischer Komponist
- 24. März: Volker Finke, deutscher Fußballtrainer und Fußballspieler
- 24. März: Günter Bentele, Professor für Öffentlichkeitsarbeit und Public Relations
- 25. März: Walter Keim, Hochschullehrer
- 25. März: Rob Goorhuis, niederländischer Komponist
- 25. März: Bonnie Bedelia, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. März: Edgar Selge, deutscher Schauspieler
- 29. März: Joachim Stünker, deutscher Politiker und MdB
- 29. März: Johnny Dowd, US-amerikanischer Alternative-Country-Musiker
- 31. März: Thijs Van Leer, niederländischer Musiker und Sänger
- 31. März: Al Gore, US-amerikanischer Politiker, 45. Vizepräsident der USA
- 1. April: Jimmy Cliff, Reggaekünstler
- 1. April: Philippe Garrel, Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur
- 1. April: Urs Allemann, Schweizer Schriftsteller
- 2. April: Michael Gerhardt, Richter am Bundesverfassungsgericht seit Juli 2003
- 3. April: Hans Georg Schwarzenbeck, deutscher Fußballspieler
- 3. April: Oliver Grimm, deutscher Schauspieler
- 3. April: Carlos Salinas de Gortari, mexikanischer Politiker und Präsident
- 3. April: Jaap de Hoop Scheffer, niederländischer Politiker
- 3. April: Miguel Herz-Kestranek, Schauspieler und Buchautor
- 3. April: René Bardet, Schweizer Pressesprecher des Schweizer Fernsehens (SF DRS) († 2005)
- 4. April: Jacques Voigtländer, deutscher Politiker
- 4. April: Dan Simmons, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. April: Karin Gündisch, Schriftstellerin
- 6. April: Friederike Roth, deutsche Schriftstellerin
- 6. April: Jo Leinen, deutscher Europaabgeordneter
- 6. April: Bengt-Arne Wickström, ist Finanzwissenschaftler
- 7. April: Rudolf Hartung, deutscher Politiker
- 8. April: Dagmar Schmidt, deutsche Politikerin († 2005)
- 8. April: Danuta Hübner, polnische Politikerin und EU-Kommissarin
- 9. April: Bernhard-Marie Koltès, französischer Dramatiker und Theaterregisseur
- 9. April: Jaya Bachchan, indische Schauspielerin
- 10. April: Bernd Clüver, deutscher Schlagersänger
- 11. April: Anke Maggauer-Kirsche, deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin
- 11. April: Marcello Lippi, italienischer Fußballtrainer
- 12. April: Joschka Fischer, deutscher Politiker
- 13. April: Sonja Viola Senghaus, deutsche Schriftstellerin
- 13. April: Drago Jančar, slowenischer Schriftsteller
- 15. April: Michael Kamen, US-amerikanischer Komponist († 2003)
- 18. April: Ina Lenke, deutsche Politikerin
- 18. April: Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München
- 18. April: Catherine Malfitano, US-amerikanische Sopranistin
- 21. April: Claire Denis, französische Regisseurin
- 26. April: Herbert Landau, ab 1. Oktober 2005 Richter des Bundesverfassungsgerichts
- 26. April: Klaus Minkel, deutscher Politiker und MdB
- 26. April: Josef Bierbichler, deutscher Schauspieler
- 27. April: Josef Hickersberger, Fußballspieler, Fußballtrainer
- 28. April: Terry Pratchett, englischer Fantasy-Schriftsteller
- 4. Mai: Rolf Verres, Arzt
- 6. Mai: Caspar Einem, Politiker, Nationalratsabgeordneter
- 7. Mai: Ingrid Pieper-von Heiden, deutsche Politikerin
- 7. Mai: Holger Astrup, deutscher Politiker
- 8. Mai: Norbert Nigbur, deutscher Fußballspieler
- 8. Mai: Peggy March, US-amerikanische Schlagersängerin und Texterin
- 9. Mai: Astrid Höfs, deutsche Politikerin
- 12. Mai: Steve Winwood, Musiker
- 15. Mai: Irmingard Schewe-Gerigk, deutsche Politikerin und MdB
- 15. Mai: Peter Hussing, deutscher Schwergewichtsboxer
- 16. Mai: Rainer Stephan, deutscher Autor, Journalist und Regisseur
- 17. Mai: Winfried Kretschmann, deutscher Politiker und MdL
- 17. Mai: Horst Köppel, ehemaliger Fußballspieler und Trainer
- 17. Mai: Bill Bruford, Schlagzeuger
- 17. Mai: Thérèse Meyer, Schweizer Politikerin
- 18. Mai: Tom Udall, US-amerikanischer Politiker
- 19. Mai: Grace Jones, Sängerin, Fotomodell und Schauspielerin
- 20. Mai: Jon Amiel, britisch-amerikanischer Regisseur und Filmproduzent
- 21. Mai: Günter Zöller, deutscher Eiskunstläufer
- 24. Mai: Richard Dembo, französischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent († 2004)
- 25. Mai: Brian Eno, britischer Musiker
- 25. Mai: Klaus Meine, Sänger und Komponist der Hard-Rock Formation Scorpions
- 26. Mai: Leon Kieres, Präsident des Institutes für Nationales Gedenken (IPN)
- 26. Mai: Stevie Nicks, US-amerikanische Sängerin
- 27. Mai: Christina Emmrich, deutsche Politikerin
- 29. Mai: Peter Paziorek, deutscher Politiker und MdB
- 29. Mai: Günter Sebert, Fußball-Bundesliga-Spieler und jetziger Trainer
- 30. Mai: Dieter Kosslick, deutscher Leiter der Internationalen Filmfestspiele Berlin
- 31. Mai: Martin Hannett, Musikproduzent († 1991)
- 31. Mai: Jürgen Stark, Ökonom, Vize-Präsident der Deutschen Bundesbank
- 31. Mai: Paulinho da Costa, Perkussionist
- 31. Mai: John Bonham, Schlagzeuger († 1980)
- 1. Juni: Rolf Hempelmann, deutscher Politiker und MdB
- 3. Juni: Wolfgang Neskovic, deutscher Politiker und Richter am Bundesgerichtshof
- 4. Juni: Jürgen Sparwasser, deutscher Fußballer
- 4. Juni: Jim Wallis, US-amerikanischer Prediger, christlicher Geistlicher und Buchautor
- 5. Juni: Sergio Abreu, Gitarrist
- 6. Juni: Jürgen Marcus, deutscher Schlagersänger
- 6. Juni: Rocco Buttiglione, italienischer Politiker
- 7. Juni: Diethelm Sack, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn AG
- 8. Juni: Jürgen von der Lippe, Dt. Fernsehmoderator und Komiker
- 8. Juni: Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn
- 9. Juni: Gudrun Schyman, schwedische Politikerin und Feministin
- 11. Juni: Sumayya Farhat Nasir, palästinensische Friedensvermittlerin im Westjordanland
- 12. Juni: Jossi Beilin, pazifistischer israelischer Staatsmann
- 12. Juni: Lyn Collins, US-amerikanische Soulsängerin († 2005)
- 15. Juni: Doris Papperitz, deutsche Sportjournalistin
- 16. Juni: Hans-Werner Kammer, deutscher Politiker und MdB
- 17. Juni: Alpo Suhonen, finnischer Eishockeytrainer und Theaterdirektor
- 17. Juni: Hrafn Gunnlaugsson, isländischer Filmemacher
- 17. Juni: Joaquín Almunia, spanischer Politiker und EU-Kommissar
- 19. Juni: Nick Drake, britischer Gitarrist und Liedermacher († 1974)
- 19. Juni: Erik Schinegger, erfolgreiche(r) österreichische(r) Skirennläufer(in)
- 20. Juni: Ludwig Scotty, amtierende Präsident der Republik Nauru
- 20. Juni: Anne-Marie Barat, französische Organistin († 1990)
- 20. Juni: Johannes Friedrich, Landesbischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern
- 21. Juni: Ian McEwan, britischer Schriftsteller
- 21. Juni: Wolfgang Seel, deutscher Fußballspieler
- 21. Juni: Andrzej Sapkowski, polnischer Schriftsteller
- 21. Juni: Don Airey, Rockmusiker
- 22. Juni: Todd Rundgren, US-amerikanischer Musiker, Texter und Produzent
- 23. Juni: Margret Mönig-Raane, Vorstandsmitglied von Ver.di
- 24. Juni: Annemarie Lütkes, deutsche Politikerin
- 24. Juni: Georg Boomgaarden, deutscher Diplomat und Botschafter
- 24. Juni: Gerulf Pannach, deutscher Liedermacher und Texter vieler DDR-Rockbands († 1998)
- 24. Juni: Patrick Moraz, Schweizer Musiker
- 26. Juni: Sergej Wladimirowitsch Bodrow, russischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent
- 28. Juni: Ellen Wellmann, deutsche Leichtathletin
- 28. Juni: Ellen Kießling, deutsche Leichtathletin
- 28. Juni: Kathy Bates, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Juni: Ian Paice, Schlagzeuger der Gruppe Deep Purple

2. Halbjahr


- 2. Juli: Jürgen Klimke, deutscher Politiker und MdB
- 3. Juli: Peter Ruzicka, Komponist, Intendant
- 4. Juli: Andreas von Schoeler, deutscher Politiker
- 6. Juli: Nathalie Baye, französische Schauspielerin
- 9. Juli: Robert Gratzer, österreichischer Schriftsteller, Journalist, Dramaturg und Verleger († 2004)
- 10. Juli: Michael Müller (Politiker), deutscher Politiker
- 10. Juli: Heinz Fromm, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz
- 12. Juli: Richard Dewes, deutscher Politiker
- 12. Juli: Elias Khoury, libanesischer Schriftsteller
- 12. Juli: Günter Freiherr von Gravenreuth, Rechtsanwalt und Verleger
- 12. Juli: Ben Burtt, US-amerikanischer Sounddesigner und Tontechniker
- 13. Juli: Catherine Breillat, französische Filmregiseurin
- 16. Juli: Angelica Schwall-Düren, deutscher Politiker und MdB
- 16. Juli: Pinchas Zukerman, israelischer Geiger und Dirigent
- 16. Juli: Lars Lagerbäck, Trainer der schwedischen Fußball-Nationalmannschaft
- 17. Juli: Luc Bondy, Schweizer Theaterregisseur
- 19. Juli: Jürgen Kerth, Blues-Gitarrist
- 19. Juli: Jobst Hirscht, deutscher Leichtathlet
- 21. Juli: Yusuf Islam, britischer Sänger und Songwriter
- 22. Juli: Otto Waalkes, deutscher Komiker, Cartoonist und Schauspieler
- 22. Juli: Ana de Palacio, spanische Außenministerin
- 22. Juli: Susan E. Hinton, US-amerikanische Schriftstellerin
- 23. Juli: Thomas Schäuble, Baden-Württembergischer Politiker
- 23. Juli: Ludger Stratmann, deutscher Kabarettist
- 23. Juli: Wilhelm Dietzel, deutscher Politiker
- 25. Juli: Peggy Fleming, US-amerikanische Eiskunstläuferin und Olympiasiegerin 1968
- 27. Juli: Brunhilde Irber, deutsche Politikerin und MdB
- 28. Juli: Herbert Henck, deutscher Pianist
- 30. Juli: Jean Reno, französischer Schauspieler
- 30. Juli: Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes
- 1. August: Ditmar Staffelt, deutscher Politiker
- 2. August: Inga Rumpf, deutsche Sängerin und Komponistin
- 2. August: Andy Fairweather-Low, walisischer Sänger und Gitarrist
- 3. August: Jean-Pierre Raffarin, französischer Politiker, Premierminister
- 3. August: Mirko Kovats, österreichischer Investor
- 5. August: Ray Clemence, englischer Fußballspieler
- 6. August: Nikolai Awilow, sowjetischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 7. August: Wolfgang Haas, liechtensteinischer Erzbischof
- 7. August: Hans-Jürg Fehr, Schweizer Politiker
- 8. August: Swetlana Jewgenjewna Sawizkaja, russische Kosmonautin
- 11. August: Jan Palach, sich selbst verbrennender Philosophie-Student in der Tschechoslowakei († 1969)
- 12. August: Sam Neely, US-amerikanische Country-Sänger
- 13. August: Kathleen Battle, US-amerikanische Sopranistin
- 16. August: Gisela Hilbrecht, deutsche Politikerin
- 16. August: Annemarie Huber-Hotz, Schweizer Bundeskanzlerin
- 18. August: Eleonore Weisgerber, deutsche Schauspielerin
- 18. August: Carsten Bohn, deutscher Musiker
- 18. August: Heiner Pudelko, deutscher Rocksänger († 1995)
- 19. August: Robert Hughes, australischer Schauspieler
- 20. August: John Noble, australischer Schauspieler und Theaterdirektor
- 20. August: Robert Plant, britischer Rockmusiker
- 20. August: Bernhard Russi, Schirennläufer, Olympiasieger
- 20. August: Barbara Allen Rainey, US-amerikanische Pilotin und erste Pilotin der US-Streitkräfte († 1982)
- 23. August: Jurij Jechanurow, ukrainischer Politiker
- 24. August: Jean Michel Jarre, französischer Vertreter der Elektronischen Musik
- 24. August: Nana Dschordschadse, georgische Filmregisseurin
- 24. August: Nana Djordjadze, georgische Filmregisseurin
- 25. August: Helga Zepp-LaRouche, deutsche Journalistin und Politikerin
- 26. August: Gertrud Gabl, österreichische Skirennläuferin († 1976)
- 30. August:

Sephardim

Sephardim (ספרדים, aus dem
Hebräischen für iberische Halbinsel, deutsch Sepharden) sind Juden, deren Vorfahren bis 1492 in Spanien und Portugal ansässig waren. Ihre gemeinsame Sprache ist das Sephardische, das sich vom mittelalterlichen Iberoromanischen ableitet. Der Abschluss der Wiedereroberung Spaniens durch Ferdinand II. und Isabella I., „Los Reyes Católicos“ (Katholische Könige) zog eine bis dahin nicht gekannte Verfolgung von Juden nach sich, denen die "Wahl" zwischen Inquisition, Auswanderung oder Bekehrung zum Christentum (Converso) blieb. Nach der Vertreibung der Juden von der Iberischen Halbinsel im Zuge der Reconquista ließ sich ein großer Teil von ihnen in Nordafrika und Südosteuropa, aber auch in den Niederlanden, Frankreich, deutschen Gebieten sowie in England und den USA nieder. Die ersten Menschen jüdischer Abstammung in Amerika landeten 1492 mit Christoph Kolumbus auf Kuba. (siehe auch den Artikel Judentum in Kuba) Lateinamerika bildete mit den Sepharden die größte jüdische Diaspora der Geschichte. Zugleich bot es damit der Inquisition ein weites Feld für die Vernichtung der jüdischen Identität der emigrierten Juden. Sie wird heute durch Familiennamenforschung und genetische Studien neu entdeckt. Allein 150.000 emigrierten in das Osmanische Reich, wo bis heute in der Türkei vereinzelte Gruppen ansässig sind. Heute versteht man unter den sephardischen Juden in erster Linie diejenigen Bewohner Israels, die aus Ländern wie Marokko, dem Jemen, Syrien oder Indien nach Israel einwanderten. Die religiöse Shas-Partei in Israel versteht sich insbesondere auch als Wahrer der sephardischen Glaubensausprägung. Neben den Aschkenasim stellen die Sepharden in Israel einen eigenen Oberrabbiner.

Siehe auch


- Judentum, Aschkenasim, Marranen
- Portal:Religion, Portal:Bibel, Portal:Judentum

Weblinks


- http://www.sephardicstudies.org/ ! Kategorie:Judentum ja:セファルディム

Ballett

Ballett (vom italienischen balletto, dem Diminutiv von ballo = Tanz), auch klassischer Tanz genannt, bezeichnet
- eine Tanzvorstellung auf einer Bühne zu Musikbegeleitung, wobei die Darbietung hauptsächlich aus Tanz bestehen oder Teil eines größeren Werkes (Oper, Operette, Musical) sein kann
- eine Kunstform/Sparte am Theater neben Oper, Schauspiel und Konzert
- ein Bühnenwerk, bei dem der Tanz im Mittelpunkt steht
- ein Musikstück, das als Begleitung für Bühnentanz geschrieben wurde (Ballettmusik)
- ein Tänzerensemble am Theater (Corps de Ballet). Im klassischen Ballett wird mit den Mitteln von Musik, Tanz, Körpersprache, Mimik, Kostümen und Bühnenbild eine Geschichte erzählt. Dabei unterstützen sich die einzelnen Elemente gegenseitig.

Geschichte des Balletts

Das Ballett entwickelte sich im 15. Jahrhundert und 16. Jahrhundert aus den an italienischen und französischen Fürstenhöfen aufgeführten Schauspielen. Zu dieser Zeit war es noch keine eigenständige Kunstform. Das älteste Ballett, dessen Partitur erhalten ist, ist Le Ballet comique de la Reine aus dem Jahr 1581. 1661 gründete Ludwig XIV. die Academie royale de la danse in Paris. In dieser Zeit erfuhr das Ballett ein enorme Weiterentwicklung. Ballett wird zum Bühnenstück, das zunehmend von Berufstänzern aufgeführt wird. Ab 1681 dürfen auch Frauen erstmals offiziell tanzen. Die Tanztechniken, Schritte und Positionen seiner Zeit beschrieb Raoul Feuillet um 1700 in seinem Buch Chorégraphie. Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden die ersten Handlungsballette. Zuvor waren die Tänze nur durch ein gemeinsames Motiv, nicht aber durch eine durchgängige Handlung verbunden. So spielen die einzelnen Teile von Jean-Philippe Rameaus Les Indes galante alle in exotischen Ländern, haben aber keinen inhaltlichen Zusammenhang. 1760 veröffentlichte Jean Georges Noverre seine Briefe über die Tanzkunst und das Ballett, die viele seiner Zeitgenossen beeinflussten. Seine Ideen setzte er in dem Ballett Medea und Jason um, das 1763 vom Pariser Opern Ballett uraufgeführt wurde. Die Zeit des romantischen Balletts began mit der Uraufführung von La Sylphide 1832. in der Folgezeit durchlief das Ballett eine Reihe von dramatische Veränderungen. Sowohl die Themen der Ballettproduktionen als auch die Kostüme und der Tanz selbst wurden verändert. Der Spitzentanz wurde erfunden und die Kostüme wurden so verändert, dass die Fuß- und Beinarbeit für die Zuschauer sichtbar wurde. Als erste Meisterin des Spitzentanz gilt Maria Taglioni. Eine Blütezeit erlebte das Ballett in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Russland. Unter der Leitung von Marius Petipa entstanden klassische Meisterwerke wie Schwanensee, Dornröschen und Der Nussknacker zur Musik Pjotr Iljitsch Tschaikowskis. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte in Westeuropa und Nordamerika eine Renaissance des Balletts ein. Unter anderem ausgelöst durch die Gründung des Ballets Russes, 1909, durch Sergei Diaghilev. Das Ballett des 20. Jahrhunderts war vor allem durch Künstler geprägt, die nach der Gründung der Sowjetunion ins westliche Exil gingen. Dazu gehören Michail Fokin, Wazlaw Fomitsch Nischinski und George Balanchine.

Ballettmusik

George Balanchine Zu allen Zeiten wurde zur Musik getanzt. Doch erst in der zweiten Hälfte des 17ten Jahrhunderts entstand Ballettmusik im heutigen Sinn. Besonders während der Blütezeit des Balletts in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Sankt Petersburg wurde die Komposition auf die Gegebenheiten des Theaters und die Größe und Zusammensetzung des Ensembles abgestimmt. Dabei arbeiteten der Komponist und der Choreograf oft eng zusammen. Erst im 20. Jahrhundert verwendeten Choreografen auch Stücke, die ursprünglich nichts mit Ballett zu tun hatten. Zu den ältesten klassischen Ballettmusiken gehören Coppélia von Léo Delibes und Giselle von Adolphe Adam, beide wurden zuerst Mitte des 19ten Jahrhunderts von dem Paris Opera Ballet uraufgeführt. In der Blütezeit des klassischen Balletts, Ende des 19ten Jahrhunderts schrieb Pjotr Iljitsch Tschaikowski für das Sankt Petersburger Mariinski-Theater Stücke die heute zum Repertoir einer jeden klassischen Ballettkompanie gehören, zum Beispiel Schwanensee, Dornröschen und Der Nussknacker. Die bekanntesten Ballettmusiken des beginnenden 20sten Jahrhunderts sind Sergej Prokofjews Romeo und Julia und Cinderella sowie Igor Strawinskys Feuervogel und Le sacre du printemps.

Bekannte Komponisten und ihre Ballette


- Adolphe Adam: Giselle, Le Corsaire
- Léo Delibes: Coppélia, Sylvia
- Léon Minkus: La Bajadere, Paquita
- Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, Cinderella
- Igor Strawinsky: Feuervogel, Petruschka, Le sacre du printemps</