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Issos

Issos

Issos (auch Issus) ist eine alte Seestadt in Kilikien/Kleinasien. Issus liegt am Golf von Iskenderun. Sie wurde bekannt durch die von Alexander dem Großen gewonnene Schlacht bei Issos gegen den persischen König Darius III. 333 v. Chr.. Dabei kamen an einem Tag Hunderte von Griechen und Tausende von Persern ums Leben. Als Eselsbrücke lernt man in der Schule den Spruch: "Drei - drei - drei, bei Issos Keilerei". Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)

Kilikien

Kilikien (lat. Cilicia) ist eine antike Landschaft im Südosten Kleinasiens. Sie entspricht in etwa den heutigen türkischen Provinzen Adana und Mersin.

Grenzen

Im Westen und Norden war es vom Taurusgebirge begrenzt, durch das Pässe nach Isaurien, Lykaonien und Kappadokien führten, darunter die berühmte Kilikische Pforte (Pylae Ciliciae) zwischen Tyana und Tarsos, durch welche Alexander der Große von Kappadokien her eindrang. Im Osten wurde es nur durch das niedrige Amanosgebirge von Syrien getrennt, mit dem es stets kulturell zusammenhing.

Untergliederung

Der Natur des Bodens nach zerfiel in das „ebene“ Kilikien (Kilikia Pedias), die damals dicht bevölkerte und äußerst fruchtbare Küstenlandschaft, und das „gebirgige“ oder „raue“ Kilikien (Kilikia Tracheia) im Westen, das, von vielen Zweigen des Taurus durchzogen, namentlich für die berühmten kilikischen Ziegen gute Weideplätze darbot und später wegen seines vortrefflichen Schiffbauholzes lange ein Zankapfel zwischen den Seleukiden und Ptolemäern war, bis es von Antiochos dem Großen erobert wurde. Die bedeutendsten Gebirgsströme waren außer dem eben genannten der Pyramos (Ceyhan), Saros (Seyhan) und Kalykadnos (Göksu).

Geschichte

Kilikien war eine assyrische Provinz, dann (seit 607 v. Chr.) unter der Dynastie des Syennesis selbständig. Dessen Nachfolger wurden Vasallen der Perser. Nach mannigfachem Wechsel der Herrschaft zwischen einheimischen Fürsten, persischen Satrapen, makedonischen, syrischen und ägyptischen Königen und zuletzt Mithridates IV. und Tigranes wurde Kilikien durch Pompeius, der die kilikischen Seeräuber besiegte, in seinem östlichen Teil eine römische Provinz, während die Bewohner des Hochlandes noch lange Zeit ihre Unabhängigkeit behaupteten. 51/50 v. Chr. war Cicero Statthalter der Provinz. Im 7. Jahrhundert, im Zug der islamischen Expansion kam Kilikien an die Araber und wurde meist von Syrien aus regiert, wobei das Taurusgebirge die Grenze zum Byzantinischen Reich bildete. 1080, neun Jahre nach der Schlacht von Manzikert, die Kleinasien für die Seldschuken öffnete, wurde in Kilikien von armenischen Flüchtlingen ein Reich gegründet, das meist Königreich Kleinarmenien genannt wird und sich bis Mitte des 14. Jahrhunderts halten konnte. Hauptstadt war Sis (heute Kozan).

Städte

Hauptstadt des Landes war Tarsos. Andere namhafte Orte:
- Adana
- Anazarbos
- Elaiussa Sebaste
- Issos
- Korykos
- Mopsuestia
- Seleukia am Kalykadnos
- Selinus oder Trajanopolis (Selindi)

Volkscharakter

Die Kiliker, aramäische Semiten hatten bei den Griechen einen sehr üblem Ruf. Siehe auch: Cilicium, Isaurien, Königreich Kleinarmenien Kategorie:Historische Landschaft

Iskenderun

İskenderun (auch Alexandretta oder Alexandrette; arab. إسكندرون Iskandarūn) ist eine Stadt in der Südtürkei, in der Provinz Hatay am Mittelmeer. Früher war diese Stadt ein Hafen für Aleppo in Nordsyrien. Heute ist sie das Handelszentrum einer Region, in der Getreide, Tabak und Zitrusfrüchte angepflanzt werden. Sie ist aber auch ein wichtiges Industriezentrum und der Endpunkt einer langen Ölpipeline aus dem Nordirak. Außerdem ist İskenderun einer der wichtigsten Mittelmeerhäfen der Türkei und einer der bedeutendsten und truppenstärksten US-Luftwaffenstützpunkte in der Region. irak İskenderun wurde von Alexander dem Großen 333 v. Chr. als Alexandreia gegründet. Nach dem Sieg über Dareios III. und die Perser in der Schlacht bei Issos wollte Alexander damit Myriandros als Schlüssel zur kilikisch-syrischen Pforte ablösen. İskenderun liegt ungefähr 37 Kilometer südlich von der Stelle seines Sieges. Um 1160 wurde die Stadt von den Armeniern eingenommen, Reinhold von Châtillon, der zweite Gatte der Konstanze von Antiochia, eroberte die Stadt im Auftrag Kaiser Manuels I. (1143 - 1180) zurück und übergab Alexandrette den Templern, welche die Burgen von Gastun und Baghras erbauten, die die Kilikische Pforte bewachten. Nachdem Manuel Reinhold das versprochene Geld verweigerte, schloß er mit Billigung der Templer ein Bündnis mit Thoros von Armenien. Von 1920 bis 1938 gehörte der Sandschak Alexandrette, die spätere türkische Provinz Hatay, einschließlich İskenderun zu Syrien, das französisches Mandatsgebiet war. Vom 2. September 1938 bis 23. August 1939 war İskenderun Hauptstadt der kurzlebigen Republik Hatay, die seither einen Bestandteil der Türkei bildet. Es wohnen ca. 174.000 Menschen in der Stadt. Viele Bewohner sprechen Arabisch als Muttersprache, haben aber die türkische Staatsbürgerschaft. Iskenderun

Schlacht bei Issos

Die Schlacht bei Issos im Jahr 333 v. Chr. war das erste Aufeinandertreffen der Kriegsherren Alexander dem Großen auf makedonischer und Dareios III. auf persischer Seite. Die Griechen wollten mit ihrem Feldzug jahrzehntelange Demütigungen den Persern vergelten. Der Ruhm dieser Alexanderschlacht ist im Altertum so groß, dass noch vier Jahrhunderte später im römischen Pompeji ein Mosaikbild ("Alexandermosaik") angefertigt wird, das eine Kampfszene des jungen makedonischen Königs mit dem persischen Großkönig nachstellt.

Ausgangslage

In der vorausgegangenen Schlacht am Granikos (334 v. Chr.) waren persische Kräfte aus den Satrapenstaaten und deren Söldner den in Kleinasien eingedrungenen Griechen unterlegen. Das Heer Alexanders rückte über die westlichen Küstenstädte tiefer in persisch beherrschtes Gebiet vor. Die ihm beim weiteren Vormarsch hinderliche Flotte löste Alexander nach Einnahme Milets auf. Er wollte zu Lande zu seinem Ziel Persepolis, der Hauptstadt des persischen Reiches, vorrücken, dessen Großkönig Dareios III. war.

Schlachtverlauf

Alexander schickte Parmenion, seinen Heerführer der Fußtruppen und peloponnesischer Reiterei voraus. Er sollte zunächst mit seinen 15.000 Leuten die syrischen Grenzpässe vor den Persern erreichen, blockieren und wieder zu ihm stoßen. Alexander selbst zog mit seinem Heer zunächst nach Issos und dann auf der Küstenstraße weiter. Hier erwartete er irgendwann auf den Feind zu treffen. Dareios wiederum hatte sich ebenfalls entschlossen, den anrückenden Griechen auf der ihm günstig erscheinenden Ebene nahe Issos Paroli zu bieten. Mit seiner großen Armee marschierte er allerdings auf einer östlich gelegenen Straße zur Stadt Issos. Ohne es zu ahnen passierten die beiden Heere, durch einen Gebirgszug getrennt, einander. Als Dareios in Issos von dort zurückgelassenen, maladen griechischen Soldaten hörte, dass sein Widerpart die Küstenstraße genommen hatte, verfolgte er ihn mit seinen Truppen. Alexander seinerseits beorderte nach Erhalt der Kunde, dass der Feind in seinem Rücken stand, die Heeresteile in Eilmärschen zurück nach Issos. Das Schlachtfeld war topografisch auf der einen Seite durch das Gebirge, auf der anderen Seite durch das Mittelmeer begrenzt. Die gewaltige persische Übermacht an Menschen war deshalb in ihrer Wirkung gehandicapt. Alexander postierte das Gros seiner Kavallerie auf den rechten Flügel und gesellte sich zu ihr. In der Mitte befand sich die makedonische Phalanx. Auf den linken Flügel zum Meer hin bewegten sich Reiter und Infanterie unter Parmenion vorwärts. Dareios stellte seine starke Kavallerie rechts zum Meer hin auf. Das flache Gelände war dort für Reiterattacken geradezu ideal. Die Mitte der Front war mit schwer bewaffneten griechischen Söldnern bestückt. Links sollte das persische Fußvolk agieren. Der König wartete mit seiner Garde hinter der Frontmitte auf den Gang der Dinge. Alexander erteilte den Einheiten den Angriffsbefehl. Sein tollkühner Vorwärtsdrang war beispielgebend für die Kavalleristen und führt deshalb zum Erfolg. Das persische Fußvolk wich zurück. Alexander kämpfte sich durch die Feinde bis in die Nähe von Dareios III. durch. Dieser bemerkte die ihm drohende Gefahr und ergriff die Flucht. Alexanders Phalanx musste unterdessen den Fluss Pinaros mit seiner starken Strömung überqueren, was Lücken in die Reihen der Griechen riss. Dies nutzten im Dienste von Dareios stehende griechische Söldner aus und bereiteten den Angreifern deutliche Verluste. Auch an der Seite zum Meer hin setzte die persische Kavallerie der griechischen Infanterie und den peloponnesischen Reitern kräftig zu. Durch sichelförmiges Einschwenken seiner Kavallerie half Alexander den bedrängten Griechen aus der Patsche. Anschließend ging er daran, die Flanken des gegnerischen Zentrums anzugreifen. Durch die nicht unbemerkt gebliebene Flucht ihres Befehlshabers waren die persischen Einheiten aber mutlos geworden. Trotz einer keineswegs aussichtslosen Situation zogen sich die Perser einschließlich ihrer Hilfstruppen zurück und überließen den Griechen den Sieg. Dem flüchtenden Dareios III. jagten die Griechen nach, konnten ihn aber nicht einfangen. Der griechische Heerführer Parmenion rückte nach der Schlacht bis nach Damaskus weiter vor.

Beute

Erbeutet wurden von den Griechen unter anderem:
- sowohl Mutter wie Ehefrau des Dareios (die Alexander fortan wie Königinnen behandeln ließ) und drei Kinder des Königs (1 Sohn, 2 Töchter)
- persische Adlige, darunter Barsine, die Alexander später ehelichte
- Wagen, Königsmantel, Schild und Bogen des Dareios
- 3.000 Talente Bargeld und die gesamte Reichskasse in Damaskus, ausreichend alle alten Soldschulden Alexanders und das Heer ein weiteres halbes Jahr lang zu bezahlen.

Folgen

Durch den Sieg fiel dem Makedonier der gesamte Westteil des Perserreiches zu. Das Ego Alexanders als prophezeiter "Herrscher über Asien" (siehe auch Gordischer Knoten) wurde nachhaltig gestärkt. Sein Ansehen bei den Griechen stieg rapide. Ein Angebot des Dareios III., gegen Freilassung seiner Familienangehörigen Alexander die Herrschaft über die Gebiete bis zum Euphrat zu überlassen und ein Bündnis mit ihm abzuschließen, lehnte Alexander brüsk ab. Die Niederlage des persischen Großkönigs gestattete Alexander die Fortsetzung seines Feldzugs über Syrien, Phönizien und Palästina nach Ägypten.

Literatur


- Johann Gustav Droysen: Die Schlacht bei Issos, Junker & Dünnhaupt, Berlin 1936
- A. Janke: Die Schlacht bei Issus, in: Klio 10 (1910), S. 137-177

Weblinks


- [http://www.gottwein.de/grep/his_0336.htm Begründung des makedonisch-persischen Weltreichs]
- [http://www.alexanderdergrosse.de/kgd.php Aufstieg eines jungen Königs]
- [http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,2124842,00.html ZDF: Sturm über Persien]
- [http://www.zdf.de/ZDFde/mediathek/ZDFde_video_cont/0,1912,VI-2052349,00.html ZDF-Video: Die Schlacht bei Issos] Siehe auch: Liste von Kriegen, Liste der Schlachten, Liste der Schlachten von weltgeschichtlicher Bedeutung, Schlacht am Granikos, Schlacht von Gaugamela, Schlacht am Hydaspes Issos Issos Issos Kategorie:4. Jahrhundert v. Chr.

333 v. Chr.

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Ereignisse


- Alexander der Große siegt in der Schlacht bei Issos über den persischen Großkönig Darius III.
Merksatz: "Drei Drei Drei bei Issos Keilerei"

Geboren


-

Gestorben

Memnon von Rhodos, griechischer Söldnerführer. 3-0333

Eselsbrücke

Ein Merkspruch (auch Eselsbrücke, Merkreim, Lernspruch oder Lernhilfe; auf Lateinisch pons asinorum) ist eine Gedächtnisstütze für das Erlernen oder Behalten von Fakten. Herkunft: Esel weigern sich normalerweise beharrlich, auch kleinste Wasserläufe zu durchwaten. Daher baute man oft kleine Brücken, um mit den Lasttieren doch ans Ziel zu kommen. Eine Eselsbrücke ist also ein kleiner Umweg, der ans Ziel führt. Oft handelt es sich dabei um einen leicht einprägbaren Satz, der sich reimt oder dessen Wort-Anfangsbuchstaben auf das hinweisen, was man sich merken will. Deshalb sollte man eigentlich von Fuchsbrücke sprechen, da es sich um eine clevere Merkhilfe und nicht um etwas Dummes, Störrisches handelt (womit man im Allgemeinen das Wort Esel assoziert). Das menschliche Gedächtnis ist assoziativ aufgebaut, das Erlernen von Faktenwissen ohne inneren oder logischen Zusammenhang fällt deshalb oft schwer. Etwas, das man nicht verstanden hat, kann man sich nur schwer merken. Ein Reim unterstützt das akustische Gedächtnis und nutzt es zur Erinnerung an die eigentlichen Fakten.

Beispiele

Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele. Eine umfangreichere Sammlung befindet sich in der Liste der Merksprüche.

Literatur


- Stefan Strixner: 7-5-3 Rom schlüpft aus dem Ei. Eselsbrücken für Schnellmerker, 2004, ISBN 3811224093

Siehe auch


- Mnemotechnik (Techniken zum Auswendiglernen)
- Liste der Merksprüche ja:記憶術 Kategorie:Gedächtnis

Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)

Antike Kategorie:Antike ko:분류:고대 그리스

Organization of American States

Die Organisation Amerikanischer Staaten (engl. Organization of American States – OAS, span. Organización de los Estados Americanos – OEA, port. Organização dos Estados Americanos – OEA, frz. Organisation des États Américains – OEA, ndl. Organisatie van Amerikaanse Staten – OAS) ist eine zwischenstaatliche Organisation auf dem amerikanischen Kontinent. Sie wurde am 30. April 1948 in Bogotá gegründet und hat ihren Hauptsitz in Washington DC. Mitglieder sind 35 unabhängige Staaten Nord- und Südamerikas. Am 2. Mai 2005 wurde der ehemalige chilenische Innenminister José Miguel Insulza zum neuen Generalsekretär gewählt. Er trat das zuletzt verwaiste Amt am 25. Mai 2005 offiziell an.

Ziele

Die Ziele sind laut OAS-Charta, Demokratisierung und Menschenrechte zu fördern, Kriminalität und Drogenhandel zu bekämpfen, den Frieden zu sichern und eine panamerikanische Freihandelszone zu schaffen. Die OAS will Streitigkeiten amerikanischer Staaten untereinander friedlich regeln. Bei Nichtanerkennung von Schlichtungsverfahren und anderen Verstößen kann sie Sanktionen verhängen. Ziel der OAS ist generell eine engere kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Staaten des Doppelkontinents. Zu einem wichtigen Instrument diesbezüglich sind inzwischen die regelmäßigen Gipfeltreffen aller demokratischen amerikanischen Staaten (Amerika-Gipfel) geworden. Die OAS beherbergt das Sekretariat des Gipfelprozesses und ist somit eng in seine Fortschreibung eingebunden.

Organe

Organe sind die Generalversammlung, der ständige Rat und der Generalsekretär. Hinzu kommen die Agentur für Zusammenarbeit und Entwicklung, die Kommission für Menschenrechte und diverse weitere Spezialagenturen und Kommissionen.

Geschichte

Die OAS ist hervorgegangen aus verschiedenen panamaerikanischen Konferenzen (erstmals 1826 und unter diesem Namen dann 1889). Am 30. August 1947 wurde ein kollektiver Sicherheitspakt in Rio de Janeiro unterzeichnet, der zunächst Rio-Pakt genannt wurde. Die endgültige Organisation unter dem heutigen Namen kam am 30. April 1948 in Bogotá zustande.

Mitglieder

Die Mitgliedstaaten nach Beitrittsjahr:
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948), derzeit suspendiert
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1948)
- (1967)
- (1967)
- (1969)
- (1975)
- (1977)
- (1979)
- (1979)
- (1981)
- (1981)
- (1982)
- (1984)
- (1990)
- (1991)
- (1991)

Weblinks


- http://www.oas.org/ Kategorie:Amerika Kategorie:Politische Organisation ko:미주 기구

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