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Issyk-Kul (See)

Issyk-Kul (See)

Der Issyk-Kul (kirgisisch: Yssyk-Köl = "heißer See") ist der größte See in Kirgisistan (Zentralasien). Nach dem südamerikanischen Titicacasee ist der im Tienschangebirge liegende See mit 6.236 km² Fläche der zweitgrößte Gebirgssee der Erde. Er befindet sich im Oblast Yssyk-Köl, ist 178 km lang, 60 km breit, bis 702 m tief und liegt 1.608 m über dem Meeresspiegel. Der Issyk-Kul gefriert trotz einer Lufttemperatur von bis zu -40 °C im Winter nie. Dies liegt an der großen Tiefe, warmen Quellen am Seegrund und der Salinität des Salzsees (eher geringer Salzgehalt). Der See besitzt mehrere Zuflüsse, aber keinen Abfluss. Über längere Zeiträume schwankt der Wasserspiegel durch lokale Klimaveränderungen stark, deshalb nennt man den See auch das Herz des Tienschan. Das fischreiche Stillgewässer ist sowohl Naturschutzgebiet als auch Erholungsgebiet. Am Ufer des Sees befinden sich die Städte Scholpon-Ata und Karakol. Der See ist auch Schauplatz der Romane Tschingis Aitmatows. Am Ufer bei Scholpon-Ata wurden prähistorische Felszeichnungen entdeckt, außerdem hat man Reste einer alten versunkenen Stadt im Issyk-Kul gefunden.

Weblinks


- [http://www.issyk-kul-info.kg Issyk-Kul Tourism Information Centre]
- [http://www.uni-graz.at/franz.koelbl/kirgisien/kirgisien.php?bild=10 Issyk-Kul See] Kategorie:See in Asien Kategorie:Geographie (Kirgisien) Kategorie:Naturschutzgebiet ja:イシク・クル

Kirgisische Sprache

Die kirgisische Sprache (Eigenbezeichung Кыргыз тили (kyrillisch) oder Kyrgyz tili beziehungsweise Kırgız tili) oder kurz Kirgisisch (Kyrgyzça beziehungsweise Kyrgyzca) ist eine der nordwestlichen Turksprachen. Sie ist die Amtssprache in Kirgisistan. Als Alternativbezeichung ist aus der türkischen Turkologie Kırgız Türkçesi (Kirgiso-Türkisch) bekannt. Die kirgisische Sprache, vor allem das West-Kirgisische, ist dem Kasak-Kirgisischen (einem kasachischen Dialekt) recht ähnlich; sie weist aber im Gegensatz zum eigentlichen Kasachisch starke Eigenschaften einer Mischsprache auf. Das heutige Kirgisisch hat starke Bezüge zu den südlichen Dialekten der altaischen Sprache. Als weitere Alternativbezeichnungen ist auch Kara Kyrgyzça/Kyrgyzca (Kara-Kirgisisch) bekannt. altaischen Sprache Die kirgisische Sprache gehört sprachgeschichtlich zum östlichen Zweig der Kyptschak-Gruppe.
- siehe auch: Vergleichende Betrachtung der Turksprachen

Sprecherzahl

Kirgisisch wird von über fünf Millionen Menschen in Kirgisistan (2,3 Millionen), Kasachstan (14.112), China (113.000 in,Ost-Turkestan]), Afghanistan (25.000), Tadschikistan (63.832), der Türkei (1.137) und Usbekistan (174.907) gesprochen. Bei der Volkszählung (1989) gaben von den 2,5 Millionen Kirgisen der damaligen UdSSR 2,4 Millionen Kirgisisch als Muttersprache und 5.261 als Zweitsprache an. In der Nacht vom 22. auf den 23. September 1989 wurde Kirgisisch zur Staatssprache ernannt, während Russisch weiterhin Arbeitssprache blieb.

Alphabete

Im 15. bis 20. Jahrhundert diente den Kirgisen das Tschagataische als Schriftsprache. Als eigenständige Schriftsprache ist Kirgisisch seit Anfang der 1920er Jahre anzusehen, als es im persisch-arabischen Alphabet niedergeschrieben wurde. 1926 wurde auch für die kirgisische Sprache das einheitliche türkische Alphabet verbindlich, das jedoch 1940 wieder abgeschafft wurde. Es wurde das heutige modifizierte kyrillische Alphabet eingeführt, während die Kirgisen in Ost-Turkestan nun wieder die arabischen Schriftzeichen einführten. 1990 wurde von der kirgisischen Regierung beschlossen, bis spätestens 2005 erneut ein lateinisches Alphabet auf der Basis des neuen türkischen Alphabetes einzuführen. Dieses wurde bis 1995 entwickelt. Es entspricht dem Lateinalphabet der Kasachen. Doch in der Praxis wird dieses lateinische Alphabet, wegen der großen Anzahl Russen im Lande, nur sehr sporadisch angewandt.

ISO-Code


- ISO 639-1: ky
- ISO 639-2: kir

Modifizierung des kyrillischen Alphabets

Dem kyrillischen Alphabet wurden in Kirgistan drei Zeichen hinzugefügt (Lautschrift entsprechend den SAMPA-Transkribierungscodes):

Weblinks


- [http://www.ethnologue.com/show_map.asp?name=Kyrgyzstan&seq=1 Kirgisisches Sprachgebiet]
- [http://www.omniglot.com/writing/kirghiz.htm Kirgisische Alphabete und Sprachbeispiele]
- [http://ky.wikipedia.org/ Kirgisische Wikipedia] Kategorie:Turksprachen ja:キルギス語

Kirgisistan

Kirgisistan (auch Kirgisien oder Kirgistan; kirgisische Selbstbezeichnung Кыргызстан/Kyrgysstan; offiziell Kirgisische Republik, kirgisisch Кыргыз Республикасы / Kyrgys Respublikasy, russisch Киргизская Республика / Kirgisskaja Respublika) ist ein Staat in Zentralasien. Es grenzt im Norden an Kasachstan, im Südosten an China, im Süden an Tadschikistan und im Westen an Usbekistan. Die Hauptstadt ist Bischkek. Im allgemeinen Sprachgebrauch und in den Medien herrscht eine gewisse Unklarheit über den genauen Landesnamen. Die Bezeichnungen Kirgisien und Kirgistan oder Kirgisistan enthalten jeweils unterschiedliche politische Untertöne. Der Name Kirgisien stellt eine Eindeutschung des russischen Namens Киргизия dar, der während der Zarenzeit und der Sowjetzeit galt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion versuchten die Kirgisen, ihre nationale Identität durch die Rückbesinnung auf ihre turksprachige Kultur zu stärken und wählten als Landesnamen Кыргызстан/Kyrgysstan. Dieser Name mit der ursprünglich persischen Endung für Region oder Land "-stan" unterstreicht die kulturelle Beziehung zu anderen turksprachigen Ländern wie z.B Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan.

Geographie

Usbekistan Kirgisistan liegt im Hochgebirge Tienschan; die höchsten Erhebungen erreichen 7.439 m und 7.134 m. Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem im Tschutal im Norden und dem Ferganatal im Süden sowie in geringerem Maße in Bergtälern wie dem um den großen See Issyk-Kul (kirgis. Yssyk-Köl/Ысык-көл). Den südlichen Abschluss des Landes bildet die Gebirgskette des Alai. Zu den bedeutendsten Flüssen des Landes gehören der Naryn, der Tschu und der Talas. Bis in eine Höhe von 1.500 m besteht das Land aus Steppe, die allerdings durch weitläufige Bewässerungssysteme urbar gemacht worden ist. Ab 1.500 m herrschen alpine Wiesen und Weiden vor, die bis an die Schneefelder und Gletscher heranreichen. In den Wäldern leben Reh, Bär, Marder, Wildschwein und Luchs. In den Hochlagen gibt es die höchst seltenen Schneeleoparden und Marco-Polo-Schafe. Murmeltiere sind in den Hochwiesen weit verbreitet, und seit dem Zusammenbruch der sowjetischen Massenweidetierhaltung dringen Wölfe wieder in wachsender Zahl in die Gegend ein.

Bevölkerung

Die Kirgisen sind ein Turkvolk und bekennen sich überwiegend zum sunnitischen Islam. Außerdem leben Russen, Usbeken, Tadschiken, Dunganen (chinesische Muslime), Ukrainer, Uiguren, Tataren und Angehörige weiterer Ethnien, wie etwa 57.000 Mescheten, im Lande. Anfang der 1990er Jahre lebten noch ca. 100.000 Deutsche dort; sie sind inzwischen mehrheitlich nach Deutschland ausgewandert, aber es gibt noch kleine deutsche Gemeinden in Dörfern wie Luxemburg und Rotfront. Siehe auch: Liste der Städte in Kirgisien

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Kirgisiens Das Gebiet des heutigen Kirgisistan wurde im 8. Jahrhundert von turkstämmigen Kirgisen bevölkert. Den nächsten Eckpunkt der Geschichte markiert das Jahr 1291, als das Land von Dschingis Khan erobert wurde. Das Gebiet blieb mongolisch, bis es im 18. Jahrhundert von den Chinesen unterworfen wurde. Ein gutes Jahrhundert später, 1875, übernahmen die Russen das Land und gliederten es ins Zarenreich ein. Nach 1918 wurde es schrittweise in die Sowjetunion eingegliedert und errang erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 seine Unabhängigkeit. Das Parlament wählte Askar Akajew zum neuen Staatspräsidenten und gab sich 1993 eine Verfassung.

Politik

1993 Die Verfassung von 1993 ist an westlichen Vorbildern orientiert und sieht ein gewaltenteilendes Regierungssystem mit einer starken Stellung des Staatspräsidenten sowie eine weite Palette an Grundrechten vor. Durch Referenden zur Verfassungsänderung im Februar 1996 und Oktober 1998 wurde die ohnehin starke Stellung des Präsidenten zu Lasten des Parlaments weiter ausgebaut und der Trend zur autoritären Präsidialdemokratie bestätigt. Ein erneutes Verfassungsreferendum im Februar 2003 änderte daran wenig. Der Präsident konnte das Parlament auflösen, er bestimmte den Regierungschef, die Minister, Richter und Gouverneure der Oblaste. Die Exekutive besteht aus dem Regierungskabinett, den Ministerien und staatlichen Komitees, den Oblasten (Verwaltungsbezirken) und der lokalen Administration. Nach dem Wahlgesetz hat jeder kirgisische Staatsbürger ungeachtet seiner Herkunft, Rasse, Geschlecht, Ethnie, religiösen oder politischen Überzeugungen ab 18 Jahren das Recht zu wählen und kann ab 25 Jahren selbst gewählt werden. Als erstes Land in Zentralasien hat Kirgisistan im Dezember 2001 Wahlen auf Ebene der Lokalverwaltungen abgehalten. Seit 2003 unterstützt die Weltbank die ländlichen Gemeinden bei der Erstellung und Durchführung ihrer eigenen örtlichen Investitionspläne, und ein deutsches Projekt, von der KfW finanziert, wird sich voraussichtlich 2005 ebenfalls an dieser Aufgabe beteiligen. Bis März 2005 bestand das Parlament (Dschogorku Kenesch) aus zwei Kammern mit insgesamt 105 Sitzen, der ständig tagenden Gesetzgebenden Kammer (60 Sitze) und der Volkskammer (45 Sitze). Die Verfassungsänderung vom Februar 2003 führte dann ein Einkammersystem mit 75 Abgeordneten ein, was mit der Parlamentswahl von 2005 wirksam wurde. Im Februar 1995 wurde erstmals in der kirgisischen Geschichte in demokratischen Wahlen ein Parlament gewählt. Die regierungsnahen Parteien erhielten damals rund 55 % der Stimmen. In den zweiten, von Wahlmanipulationen überschatteten Parlamentswahlen im Februar/März 2000, wurden 15 der 105 Sitze beider Kammern nach Parteilisten vergeben. Stärkste Partei wurde die oppositionelle Kommunistische Partei mit 27,7 % der Stimmen. Auf die vier regierungsnahen Parteien "Union Demokratischer Kräfte", "Demokratische Frauenpartei", die "Partei der Afghanistan-Veteranen" sowie die Partei "Mein Land" entfielen zusammen rund 40 %. Die übrigen fünf zur Wahl zugelassenen Parteien scheiterten an der 5%-Klausel. Es gibt in Kirgistan mehr als 30 registrierte politische Parteien, deren Status durch das "Gesetz über politische Parteien" geregelt ist. Davon sind ca. neun Parteien der Opposition zuzuordnen. Genaue Abgrenzungen der Oppositionsparteien von Regierungsparteien und der Regierung nahestehenden Parteien sind nur in wenigen Fällen eindeutig möglich, da sich politische Bündnisse und Allianzen schnell ändern. Der erste Präsident Askar Akajew wurde 1990 vom kirgisischen Obersten Sowjet in das Amt des Staatspräsidenten gewählt und im Dezember 1995 in den ersten freien Wahlen mit 70 % der Stimmen wiedergewählt. Obwohl die Verfassung nur zwei Amtszeiten vorsah, entschied das Verfassungsgericht im Sommer 1998, dass der Präsident sich im Jahr 2000 erneut zur Wahl stellen konnte, da bei seiner ersten Wahl die erst 1993 in Kraft getretene Verfassung noch nicht galt. Sowjet Das in den ersten Jahren der Unabhängigkeit als "Insel der Demokratie" bekannte Land sah sich seitdem mit zunehmender internationaler Kritik im Menschenrechtsbereich konfrontiert. Sowohl die Parlamentswahlen im Februar/März 2000 wie auch die Präsidentschaftswahl am 29. Oktober 2000 wurden von der OSZE, die Beobachtermissionen entsandt hatte, als nicht den Kriterien der OSZE entsprechend kritisiert. Die Verurteilung des ehemaligen Vizepräsidenten, Sicherheitsministers und Bischkeker Bürgermeisters, Felix Kulow, im März 2001 wegen Amts- und Machtmissbrauchs zu sieben Jahren Gefängnis, die Verhaftung des Parlamentariers Beknasarow im Januar 2002, ebenfalls wegen Machtmissbrauchs, und der Tod von fünf Demonstranten durch Polizeischüsse in der Stadt Aksy im März 2002 löste im In- und Ausland Proteste aus. Zwar herrschte im Land insgesamt noch immer ein im Vergleich zu anderen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion eher liberales Klima mit einer aktiven und starken Zivilgesellschaft, aber positive Reformschritte wie Ansätze zu Reformen im Justizwesen und der Gefängnisverwaltung, Einführung von Wahlen auf Ebene der Lokaladministration u. a. waren begleitet von anhaltenden Einschüchterungsversuchen gegenüber unabhängigen Stimmen aus Presse und Opposition. Bei weitgehender Gewährleistung der Religionsfreiheit ging die Regierung besonders nach dem Einbruch von Freischärlern im Südwesten des Landes in den Jahren 1999 und 2000 und infolge der Ereignisse vom 11. September 2001 konsequent gegen fundamentalistisch-islamische Gruppen vor, die sie als eine Gefahr für die säkulare Struktur und Stabilität des Landes betrachtete. 11. September 2001 Kirgistan ist den wichtigsten Menschenrechtsabkommen beigetreten und hat sich dem OSZE-Wertekanon unterworfen. Die kirgisische Verfassung garantiert eine weite Palette von Grundrechten, deren Durchsetzbarkeit aber selten von den Bürgern getestet wird. Es gibt weder eine rechtsstaatliche Tradition noch eine unabhängige Justiz. Aus Anlass des 50. Jahrestages der Erklärung der Menschenrechte verkündete Präsident Akajew am 5. Dezember 1998 ein zweijähriges Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe (von 1996 bis 1998 wurden 82 Todesurteile vollstreckt). Das Moratorium wurde seitdem alljährlich erneuert und ist weiterhin gültig. Ende 2002 trat der erste Ombudsman des Landes seinen Dienst an.
- Mitgliedschaften: OATCT, Shanghai Cooperation Organization (SCO), Rat für kollektive Sicherheit, Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft, GUS, Economic Cooperation Organization (ECO), Organisation der Islamischen Konferenz (OIC)
- Nationalfeiertag: 31. August

Machtwechsel 2005

Im Februar und März 2005 fanden in zwei Runden Wahlen zum kirgisischen Parlament statt, zu denen die OSZE, GUS und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) Wahlbeobachter entsandten. Präsident Askar Akajew warf der Opposition im Vorfeld der Wahlen vor, sich "Technologien der samtenen Revolution" zu bedienen. Seine Aussage bezog sich auf die kurz vorher stattgefundenen Ereignisse in Georgien und der Ukraine, bei denen die jeweiligen Demokratie-Bewegungen dieser Länder einen Machtwechsel herbeiführen konnten. Aufgrund der durch internationale Beobachter gestützten Vermutung, Akajew habe die Abstimmung zu seinen Gunsten manipuliert, kam es ab Mitte März 2005 zu teilweise gewalttätigen Protestdemonstrationen, vor allem im wirtschaftlich rückständigen Süden des Landes. Am 24. März 2005 wurde die Regierung gestürzt. Eine Menschenmenge stürmte den Regierungssitz in Bischkek. Der Präsident floh nach Kasachstan und von dort nach Moskau. Die neuen Machthaber, eine lose Zweckkoalition aus Akajewgegnern ohne eindeutige Führung und klares Programm, erkannten zuerst das noch bestehende alte Parlament an und kündeten Neuwahlen für den Herbst 2005 an. Am Abend des 24. März 2005 wurde Ischenbai Kadyrbekow vom Oberhaus des alten Parlaments zum Übergangspräsidenten gewählt, dann aber nicht vom Unterhaus bestätigt. Am Morgen des 25. März 2005 teilte der frühere Premierminister Kurmanbek Bakijew mit, er sei zum amtierenden Staats- und Regierungschef gewählt worden. Innerhalb der folgenen Tage wurde dann das neue Parlament doch anerkannt, und beide Häuser des alten lösten sich auf. Felix Kulow, erst am 24. März aus der Haft befreit und zum Sicherheitskoordinator ernannt, trat bereits fünf Tage später von diesem Posten zurück und kündigte seine Kandidatur bei den nächsten Präsidentschaftswahlen an. Am 3. April erklärte Askar Akajew im russischen Fernsehen seinen Rücktritt als Präsident, und am 4. April unterschrieb er in der kirgisischen Botschaft in Moskau die entsprechende Erklärung. Danach befasste sich das kirgisische Parlament mehrfach mit dieser Angelegenheit, akzeptierte den Rücktritt aber erst am 11. April, nachdem es erst eine Reihe der mannigfachen Privilegien (Immunität, finanzielle und wirtschaftliche Vergünstigungen, Grundbesitz usw.) annulliert hatte, die dem ehemaligen Präsidenten und seiner Familie in den letzten Jahren zugeschanzt worden waren. Neue Präsidentschaftswahlen wurden für den 10. Juli angesetzt. Übergangspräsident Kurmanbek Bakijew gewann diese mit sehr großem Vorsprung und ernannte nach seinem Amtsantritt Felix Kulow zu seinem Ministerpräsidenten. Siehe auch: Parlamentswahlen in Kirgisien 2005

Verwaltungsgliederung

Parlamentswahlen in Kirgisien 2005 Kirgistan ist in 7 Provinzen ("Oblasten") und das zu keiner Oblast gehörende Gebiet der Hauptstadt Bischkek gegliedert. Die Oblaste untergliedern sich wiederum in 40 Rajone (Landkreise). Die Stadt Bischkek ist in 4 Rajone untergliedert. Die Rajone wiederum untergliedern sich in insgesamt 470 ländliche Lokalverwaltungen (Gemeinden, Aiyl Okmotu) und 22 Städte.

Infrastruktur

Hochgebirge trennen den Norden und den Süden Kirgistans; die Verkehrsverbindungen sind mangelhaft. Das Schienennetz hat eine Länge von nur 370 km, daher spielt das Straßennetz die Hauptrolle. Auf dem See Issyk Kul besteht geringer Schiffsverkehr.

Wirtschaft

Das 1991 unabhängig gewordene Land übernahm eine vollkommen auf den Markt der Sowjetunion ausgerichtete Wirtschaftsstruktur. Die Restrukturierung derselben und die Privatisierung der Betriebe wurden zwar in Angriff genommen, auch mit Hilfe internationaler Organisationen wie des IWF und der Weltbank, gerieten aber immer wieder aufgrund Korruption, politischer Opposition und mangelndem Investoreninteresses ins Stocken. Dennoch bekam die Regierung ein ökonomisches Grundproblem postsowjetischer Staaten, hohe öffentliche Ausgaben bei gleichzeitigem Einbruch der Staatseinnahmen, relativ gut in den Griff. Das Haushaltsdefizit nahm im Laufe der 1990er stetig ab, sodass 2001 sogar ein kleiner Überschuss vermeldet werden konnte. Dennoch bleibt die Haushaltsplanung problematisch. Naturkatastrophen in den darauffolgenden Jahren erhöhten die öffentlichen Ausgaben und sorgen für ein Haushaltsdefizit 2002 und 2003. Ein großer Schwarzmarkt (geschätzte 40-50 % des BIP), korrupte und inkonsequente Steuereintreibung und niedrige Steuersätze sorgen für sehr beschränkte Haushaltsmittel; Maßnahmen wie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 20 % im Jahre 2004 wurden ergriffen. Mit 35 % des BIP ist die Landwirtschaft die Basis kirgisischer Wirtschaft. 75 % des Ackerlandes wurden an die ländliche Bevölkerung verteilt, der Rest wurde den ländlichen Gemeindeverwaltungen unterstellt, damit sie durch Pachteinnahmen eine eigene Finanzquelle haben. 85 % der landwirtschaftlichen Produktion stammen mittlerweile aus Privatbetrieben. In der kirgisischen Landwirtschaft sind nach dem starken Rückgang im Zuge des Zusammenbruchs der UdSSR seit einigen Jahren wieder Zuwächse zu verzeichnen, und die Gesamtproduktion liegt heute deutlich über der der letzten Sowjetjahre. Angebaut werden in den Tälern vorwiegend Weizen, Kartoffeln, Zuckerrüben und Gemüse, im Süden außerdem Tabak und Baumwolle. Problematisch für die Landwirtschaft sind das unbeständige Wetter, zahlreiche Naturkatastrophen und die Knappheit von Düngemitteln, Maschinen und Treibstoff. Mit über 35 % trägt der Dienstleistungssektor seit einiger Zeit mehr zum BIP bei als die dominierende Landwirtschaft. Die Liberalisierung der kirgisischen Wirtschaft führte zum Erstehen unzähliger Familienbetriebe im Einzelhandels- und Nahrungsmittelgewerbe. Die landschaftliche Schönheit Kirgistans birgt ein gewisses touristisches Potenzial, das zur Realisierung aber eine entsprechende, noch nicht vorhandene Infrastruktur voraussetzt. So beschränkt sich der Fremdenverkehr bisher größtenteils auf die jährlich etwa 400.000 Besucher aus den alten Sowjetrepubliken und auf junge Abenteuertouristen. Weitere 15 % des BIP bildet die Industrie, vorrangig die Gewinnung von Gold und in geringerem Ausmaß Antimon aus Minen in den abgelegenen Bergregionen des Landes. Die staatseigene Gesellschaft Kyrgysaltyn überwacht die Tätigkeiten aller Minen. Es wird mit der Erschöpfung der betriebenen Minen im Jahre 2009 gerechnet; es gibt nur wenig Fortschritt im Entdecken und Erschließen neuer Vorkommen. Die zum größten Teil ebenfalls staatlich kontrollierte Förderung von Gas, Öl und Kohle ist im Vergleich zu den anderen zentralasiatischen Republiken marginal. Das ohnehin beschränkte Potenzial kann aufgrund mangelnder und mangelhafter Anlagen nicht optimal genutzt werden. Kirgistan besitzt Uranvorkommen; eine Anlage zur Herstellung von angereichertem Uran ist in Planung. Diese soll von einem russisch-kasachisch-kirgisischem Joint Venture erstellt und betrieben werden; die Gelder kommen zum Großteil aus Russland. Ein erhebliches Problem, das dringend gelöst werden muss, sind die vielen ungesicherten nuklearen Abfalllager aus sowjetischer Zeit; die Weltbank hat 2004 mit einem ersten Projekt diese Problematik in Angriff genommen. Mit Ausnahme der Textil- und Nahrungsmittelindustrie können andere Industriebranchen kein oder kaum Wachstum seit den frühen 1990er Jahren nachweisen; sogar im Vergleich zu den anderen GUS-Staaten war der Rückgang der Industrieproduktion um 70 % sehr dramatisch. Kaum Investitionen und Umstrukturierungen lassen darauf schließen, dass es in näherer Zukunft keine Basis für eine grundlegende Erholung der kirgisischen Industrie geben wird. Eine strenge Währungspolitik konnte die Inflation von über 700 % (1993) und 200 % (1994) auf Werte zwischen 2 % und 3 % im Jahre 2004 drücken.

Regionale Disparitäten

Während zu Sowjetzeiten im Norden moderne urbane Zentren gegründet wurden, blieb der Süden mit seiner großen usbekischen Minderheit ländlicher geprägt. Ethnische Konflikte im Süden sowie eine Unterrepräsentanz des Südens in der kirgisischen Politik bergen weiter ein Spannungspotenzial. Diesem wird versucht zu begegnen mit präsidentaler Kontrolle über die Provinzgouverneure einerseits sowie Investitionsprogrammen für den Süden andererseits.

Wirtschaftliche Außenbeziehungen

Als erster GUS-Staat wurde Kirgistan 1998 Mitglied der WTO. Geschichte und isolierte Lage des Landes binden es aber weiterhin eng an die anderen ehemaligen Sowjetrepubliken. Die Auslandsverschuldung beläuft sich auf 1 Mrd. Euro (das entspricht 85 % des BIP) und ist vor allem auf schlecht geplante und durchgeführte Investitionsprogramme zurückzuführen, die mit ausländischen (insbesondere russischen und türkischen) Krediten in den ersten Jahren der Unabhängigkeit finanziert wurden. Ziel der Regierung war es daher, ausländische Direktinvestitionen ins Land zu bekommen sowie den Exportsektor jenseits des traditionellen Goldexports auszubauen. Dieser sorgt für 40 % der Exporteinnahmen und sogar für über zwei Drittel der Einnahmen aus Exporten in Nicht-GUS-Staaten. Importiert wird immer noch hauptsächlich aus den GUS, vor allem Kasachstan bildet sich als Haupthandelspartner in der Region heraus, zuungunsten des anderen Nachbarn Usbekistan, mit dem es wiederholt zu Grenzstreitigkeiten gekommen ist.

Kultur

Literatur

Das zentrale Werk der kirgisischen Literatur is das große Manas-Epos, erheblich länger als die Odyssee und seit etwa 1000 Jahren durch mündlicher Überlieferung bewahrt und weitergeformt. Es besingt die Taten des mythologischen Helden Manas und seiner Nachkommen, die im 10. Jahrhundert im Kampf mit den benachbarten Uiguren die kirgisische Freiheit bewahrten. Der wohl bekannteste moderne kirgisische Autor ist der in russischer Sprache schreibende Tschingis Aitmatow.

Weiterführende Literatur


- Wassilios Klein, Das nestorianische Christentum an den Handelswegen durch Kyrgyzstan bis zum 14. Jh., Turnhout 2000 (Silk Road Studies 3)

Weblinks


- [http://www.osteuropa-netzwerk.de/kirgistan/index.htm Linksammlungen zu Kirgisistan des Osteuropa-Netzwerks]
- [http://www.uni-graz.at/franz.koelbl/kirgisien/ Bilder und Erlebnisse einer Reise durch das Bergland Kirgisiens]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19769/1.html Revolution, die dritte ...]
- [http://www.radventure.de/index.htm?/touren/kirgistan/index.htm Sehr guter Radreisebericht Kirgistan]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=80 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.uni-graz.at/geowww/geo/geoweb_magazin_artikel_detail.php?recordID=36 Geographischer Überblick über Kirgisien] geoWEB Graz - Institut für Geographie und Raumforschung, Uni Graz Kategorie:Staat als:Kirgisistan ja:キルギスタン ko:키르기스스탄 ms:Kyrgyzstan th:ประเทศคีร์กีซสถาน zh-min-nan:Kyrgyzstan

Titicacasee

Der Titicaca-See ist Südamerikas größter Süßwassersee, mit einer Fläche von 8.288 Quadratkilometern ist er fast 13 Mal so groß wie der Bodensee. Er befindet sich auf dem Altiplano, der Hochebene der Anden; der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche zu Bolivien. Der Titicaca-See ist das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Erde. Er liegt auf einer Höhe von 3821 m über dem Meeresspiegel, ist 194 km lang, 65 km breit und hat eine mittlere Tiefe von 140 bis 180 m, eine maximale Tiefe von 280 m (obwohl einige Einheimische behaupten, er wäre bodenlos). Mehr als 25 Flüsse fließen in den See Titicaca. Es gibt eine Vielzahl großer und kleiner Inseln, von denen einige Relikte der Inka-Kultur beherbergen, z.B. die Isla del Sol. Eine wichtige Nahrungsquelle für die Bevölkerung am Titicaca-See stellt der Fischreichtum dar. Die Herkunft des Namens Titicaca ist nicht sicher bekannt. Er soll auf zwei Aymara-Wörter beruhen: titi heißt Große Katze und kak heißt Felsen. Frei übersetzt bedeutet es "Puma-Felsen". Der Legende nach ist der erste Inka, Manco Cápac, über einen Felsen auf der Sonneninsel auf die Erde gestiegen. Dieser Felsen hat (mit genügend Fantasie betrachtet) die Form eines Kopfes einer Wildkatze. Eine liegende Katze ist aber auch zu erkennen, wenn die Landkarte mit dem See auf den Kopf gestellt wird.

Klima

Trotz der mit 10-12° sehr niedrigen Jahresdurchschnittstemperatur des Wassers stellt der Titicaca-See einen großen Wärmespeicher dar, so dass um den See Kartoffeln, Gerste, Mais und Quinoa gedeihen. Die Region um den Titicaca-See wird als das Ursprungsgebiet des Kartoffelanbaus angesehen.

Das Leben am Titicaca-See

Zu einen der Attraktionen des Titicaca-See gehören die schwimmenden Inseln der Uros. Ursprünglich begannen die Uros schwimmende Inseln zu bauen, um sich z.B. vor den kriegerischen Inkas zu schützen bzw. zu verbergen. Die Inseln bestehen aus kreuzweise aufgebrachten Lagen Totora-Schilf. Immer wenn ein Angriff drohte, wurde die Verankerung gelöst und die Uros zogen sich mit den Inseln auf das Innere des Sees zurück. Das Totora-Schilf wurde zu einer wichtigen Lebensgrundlage. Die Boote für den Fischfang und Matten für den Bau der einfachen Hütten bestehen daraus. Auch in der Ernährung spielt es eine Rolle. Die Uros sind sehr stolz auf ihr traditionelles Lebensweise und lehnen es strikt ab, auf das Festland überzusiedeln. Allerdings haben sie den Tourismus als Einnahmequelle entdeckt und erlauben heute Besuchern die nachgiebig-schwankenden Inseln zu besuchen. Auf der zu Peru gehörenden Insel Taquile leben heute etwa 1600 Quechua. Das Volk auf der 5,5 km langen und 1,6 km breiten Insel wurde erst spät entdeckt, weil sie sich bei Ankunft von Fremden versteckten. Berühmt sind die Inselbewohner heute wegen ihrer strickenden Männer. Sie wird deshalb auch liebevoll "Insel der strickenden Männer" genannt. Auf der bolivianischen Seite des Titicaca-See liegen die heiligen Inseln Isla del Sol (Sonneninsel) und die Isla de la Luna (Mondinsel). Der Legende nach war es auf der Isla del Sol, das Viracocha, der weisse bärtige Gott auf mystische Weise erschien und die ersten Inkas, Manco Cápac und seine Schwesterfrau Mama Oclla, erschuf. Und tatsächlich sind auf beiden Inseln zwischen kleinen traditionellen Dörfern viele uralte Ruinen zu entdecken. bild:Taquile.jpg|Fest auf der Insel Taquile Bild:Peru-titicacasee-1.jpg|Kinder der Insel Taquile

Weblinks


- [http://www.bolivialine.de/ Bolivialine - Reiseinfos zum Titicacasee]
- [http://www.li.lu.free.fr/Suedamerika/SAII/ Fahrradreise zum Titicaca-See] Kategorie:See in Südamerika Kategorie:Geographie (Bolivien) Kategorie:Geographie (Peru) ja:チチカカ湖 ms:Tasik Titicaca



Winter

Der Winter (v. althochdeusch: wintar = feucht; eigentl.: feuchte Jahreszeit) ist eine der vier Jahreszeiten der gemäßigten Zone der Erde. Je nachdem ob der er auf der Südhalbkugel oder der Nordhalbkugel herrscht, unterscheidet man zwischen Nordwinter und Südwinter. Aufgrund des wandernen Zenitstandes der Sonne zwischen südlichem und nördlichem Wendekreis, wiederholt sich der Winter in jeder Hemisphäre mit einem jährlichen Turnus. Es ist daher auch möglich aus einem Südwinter einen Nordsommer zu folgern und umgekehrt. Astronomisch beginnt er mit der Wintersonnenwende - der Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis steht und die Tage am kürzesten sind:
- auf der Nordhemisphäre am 21. oder 22. Dezember bzw.
- auf der Südhemisphäre am 21. Juni. Danach werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer, und der Winter
- endet mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche am 20. März oder in der Nacht zum 21. März auf der Nordhalbkugel,
- bzw. am 22. oder 23. September für die Südhalbkugel. Da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 % von einer idealen Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang. Außerdem sind die Nordwinter wegen der Sonnennähe (Perihel am 3. Januar) etwas kürzer und milder als die Südwinter. Phänologisch kann der Winterbeginn vom astronomischen erheblich abweichen und wird neben der Land-Meer-Verteilung (maritimes vs. kontinentales Klima) oft durch den Beginn einer dauerhaften Schneedecke markiert. Die Zu- oder Abnahme von Gletschern hängt aber weniger von der winterlichen Schneelage als vom ersten Neuschnee im Herbst ab, der die Ablation hemmt. In den Alpen ist Maria Lichtmess ein statistischer „Lostag“ für das Wetter des Spätwinters. Bekannt ist der Spruch „Wenn's zu Lichtmess stürmt und schneit, ist das Frühjahr nimmer weit.“ In Salzburg trifft auch oft (zum Beispiel 2004) das Gegenteil zu: „Sonnt der Dachs sich in der Lichtmesswoch', bleibt er noch 4 Wochen in sei'm Loch!“ Genähert teilt man dem Winter die Monate Dezember, Januar und Februar zu bzw. in der Südhemisphäre den Juni, Juli und August. An den geografischen Polen herrscht ein halbes Jahr die „Polarnacht“; nahe den Polarkreisen dauert sie einige Tage bis Wochen. Wie im Sommer gibt es auch im Winter alte Bräuche, die teilweise überlebt haben: zum Beispiel die Sonnenwende als Weihnachten, Karneval/Fastnacht/Fasching, Maskenball und Perchtenlauf. Der Begriff Winter wird aber auch in Bezeichnungen verwendet, die über ein halbes Jahr dauern, wie z.B. Winterhalbjahr, Winterfahrplan, Wintertarif, Winterschlaf (bei Tieren), Winterzeit o.a. Winterzeit

Siehe auch


- Olympische Winterspiele

Weblinks

! Kategorie:Jahreszeit Kategorie:Kalender ja:冬 simple:Winter

Salinität

Als Salinität (von lateinisch: salinitas) bezeichnet man die Kochsalzhaltigkeit eines Gewässers, Wasserkörpers bzw. Wassers. Die Salinität wird üblicherweise als Konzentration in g/l, Prozent oder Promille angegeben. Durch Wetter und klimatische Faktoren kann sich die Salinität ändern. So steigt in tide pools im Felswatt sowie in abgeschnittenen Senken im Wattenmeer, aber auch im Sandwatt die Salinität bei Ebbe an, da Wasser verdunstet. In Salzwiesen kann dies durch längere Sonnenperioden nach Sturmfluten geschehen, so dass sich - bei Vorliegen einer wasserundurchlässigen Schicht - sogar stark salzhaltiges Grundwasser bilden kann, das auf Laesoe in Dänemark mehr als 10 Prozent Salinität erreicht. Umgekehrt kann durch Regen oder Süßwasserströmungen die Salinität herabgesetzt werden. Nach der Salinität unterscheidet man aquatische Biotope in
- Salzwasserbiotope,
- Brackwasserbiotope,
- Süßwasserbiotope. Der durchschnittliche Salzgehalt der Ozeane ist fast identisch:
- Atlantik: 3,54 %
- Indischer Ozean: 3,48 %
- Pazifik: 3,45 % Weitere Gewässer:
- Ostsee: 0,8 %
  - Kieler Bucht: 1,5 %
  - Finnischer und Bottnischer Meerbusen: 0,1 %
- Nordsee:
  - Flussmündungen: 1,5-2,5 %
  - Nördliche Nordsee: 3,2-3,5 %
- Schwarzes Meer: 1,5-1,8 %
- Mittelmeer: 3,74 %
- Golf von Biafra: 2,5 %
- Rotes Meer: 4 %
  - Golf von Sues: 4,3 %
- Persischer Golf: 4 %
- Golf von Panama:
- Golf von Thailand: 3,05-3,25 % Bei den anderen Nebenmeeren liegt die Salinität zwischen 3 und 4 %. Binnenseen:
- Kaspisches Meer: 1,3 %
- Totes Meer: 27 % Süßwasser weist eine Salinität von unter 0,1 % auf. Jedoch haben bereits geringe Unterschiede in der Salinität, neben der Temperatur, Einfluss auf die Dichte von Wasser. Sie wirkt sich somit auf die Schichtung in einem Gewässer aus. In der Ozeanographie wird Salinität als Kenngrösse bei der Bestimmung von Wassermassen eingesetzt und mit Salinometern manuell oder automatisch gemessen. Zusammen mit anderen Wassermasseneigenschaften lassen sich mit ihrer Kenntnis Aussagen über die Entstehung und Ausbreitung von Wassermassen treffen. Siehe auch: Ökologie, Abiotische Faktoren, Ozeanographie, Wasserhärte Kategorie:Ozeanologie Kategorie:Limnologie Kategorie:Gewässer Kategorie:Salz

Stillgewässer

Stillgewässer (auch stehende Gewässer) gehören zu den Oberflächengewässern. Oberflächengewässer Oberflächengewässer In der Hydrologie beschäftigt sich die Limnologie mit stehenden Süßwasser-Gewässern. Danach sind sie im Gegensatz zu Fließgewässern geschlossene Ökosysteme. Kriterien zur Unterscheidung von Stillgewässern sind deren Größe und Tiefe, nach denen man unterscheidet:
- Tümpel sind flache temporäre Süßwasseransammlungen mit stark schwankenden Wasserständen
- Weiher sind Flachwasserseen mit geringer Tiefe. Schwimmpflanzen erreichen mit ihren Wurzeln in der Regel den Grund.
- Seen die über eine ausreichende Tiefe verfügen, damit sich eine Temperaturschichtung entwickeln kann.
- Sölle sind eiszeitlich bedingt entstandene Gewässer aus ehemaligem Toteis.
- Lachen sind episodische Gewässer, auch Pfützen. Werden nur durch Regen gespeist, sonst aber trocken.
- Teiche sind dauerhafte Gewässer mit Zu- und Abfluß. Sonderformen sind künstlich angelegte Teiche, Weiher oder Seen, die in der Regel einem besonderen Nutzungszweck wie der Fischzucht, dem Bergbau oder Badezwecken dienen. Auch geflutete Kiesgruben, Lehmgruben und Tagebaurestlöcher zählen dazu. Sie alle weisen aber stark veränderte Ökosysteme auf, insbesondere die Kiesgruben- und Tagebauseen haben aufgrund des mineralischen tertiären Bodens pH-Werte zwischen zwei und sechs, bei denen nur sehr eingeschränkt Leben möglich ist. Auch unterirdische Höhlenseen und heiße Süßwasserseen zählen zu den Sonderformen der Stillgewässer. Die biologische Qualität von Stillgewässern wird anhand des Trophiensystems in Trophiestufen eingeteilt. Das bei Fließgewässern angewandte Saprobiensystem ist aufgrund der unterschiedlichen biologischen Zonierung nicht geeignet. Siehe auch: Söll (Teich), Woog, Pfuhl Kategorie:Gewässer Kategorie:Limnologie Kategorie:Biotop

Naturschutzgebiet

Ein Naturschutzgebiet ist nach mitteleuropäischer Auffassung ein streng geschütztes Gebiet zur Erhaltung von Ökosystemen. Dies beinhaltet der Schutz von Pflanzen- wie auch von Tierarten. Als Naturschutzgebiete können Flächen auch ausgewiesen werden, wenn sie aus wissenschaftlichen oder naturgeschichtlichen Gründen, sowie wegen ihrer Seltenheit oder besonderen Schönheit schützenswert sind. Dies können unter anderem Biotope, Moorlandschaften, Heideflächen (siehe auch Heidekrautgewächse), Gebirgslandschaften oder Wälder sein. In Naturschutzgebieten ist die landwirtschaftliche Nutzung, das Betreten von Wegen abseits von öffentlich gekennzeichneten wie auch das Entfachen von Feuer meistens untersagt.

Rechtsgrundlage in Deutschland

Das Naturschutzgebiet gehört zu den Möglichkeiten des gebietsbezogenen Naturschutzes, den das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bereitstellt. In §23 des BNatSchG wird festgelegt, dass Naturschutzgebiete dem besonderen Schutz von Natur und Landschaft dienen sollen und dort existierende Biotope wild lebender Arten erhalten, entwickelt und wiederhergestellt werden sollen. Als Naturschutzgebiete können Flächen auch ausgewiesen werden, wenn sie aus wissenschaftlichen oder naturgeschichtlichen Gründen, sowie wegen ihrer Seltenheit oder besonderen Schönheit schützenswert sind. Naturschutzgebiete wurden in den alten Bundesländern durch das abgebildete grüne Schild mit dem Adler, in den neuen Bundesländern bzw. in der DDR mit dem untenstehenden gelben Schild mit der Eule gekennzeichnet. Das Schild mit der Eule gilt inzwischen im gesamten Deutschland. Das Schild mit der Eule wurde von Kurt Kretschmann aus Bad Freienwalde erfunden. In Naturschutzgebieten sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes in Teilen oder im Ganzen führen können. Es gilt ein so genanntes absolutes Veränderungsverbot. Sie sind aus Schutzgründen grundsätzlich nicht zugänglich, wenn es der Schutzzweck aber ermöglicht kann der Allgemeinheit ein Zugang ermöglicht werden. Im übrigen gilt für jedes bauliche oder sonstige Vorhaben die Eingriffs-Ausgleichs-Regelung des Bundesnaturschutzgesetzbuches. Naturschutzgebiete sind bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen und müssen in Bebauungsplänen dargestellt und beachtet werden. Man spricht hier von einer nachrichtlichen Übernahme. Sie sind verbindlich und können nicht etwa aufgrund eines übergeordneten Allgemeinwohls in der Abwägung überwunden werden. Abwägung Ein Beispiel vom 14. April 2003 für eine entsprechende Verordnung gibt es für das Naturschutzgebiet Oberes Pfefferfließ, Brandenburg, hier wird der "Schutzzweck" des Gebietes ausführlich wiedergegeben. 1995 bestanden in Deutschland 5.314 Naturschutzgebiete auf einer Fläche von 6.845 km2, die größten Flächen fallen dabei auf Bayern mit 1.416 km2 und Niedersachsen mit 1.275 km2. Die Zahl der Naturschutzgebiete ist seitdem weiter gewachsen. Neben dem Naturschutzgebiet kennt das Bundesnaturschutzgesetz weitere Schutzmöglichkeiten, die mehr oder weniger rigide sind und unterschiedliche Zweckbestimmungen haben:
- Besonderer Gebietsschutz: Nationalparke, Landschaftsschutzgebiete, Biosphärenreservate, Naturparke,
- Schutz einzelner Landschaftsteile: Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile
- Schutz von Arten und Biotopen: Biotopschutz
- Europäische Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Bildung eines europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000

Rechtsgrundlagen in der Schweiz

Der rechtliche Rahmen für Naturschutzgebiete wird auf Bundesstufe durch das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) vom 1. Juli 1966 gegeben. In diesem Gesetz wird der Begriff Naturschutzgebiet allerdings nicht explizit erwähnt oder gar definiert. Im diesem Gesetz heisst es u.a.:
- (Art 1) Dieses Gesetz hat zum Zweck,...
- (Art 1.a) das heimatliche Landschafts- und Ortsbild, die geschichtlichen Stätten sowie die Natur- und Kulturdenkmäler des Landes zu schonen, zu schützen sowie ihre Erhaltung und Pflege zu fördern;...
- (Art 1.d) die einheimische Tier- und Pflanzenwelt sowie ihre biologische Vielfalt und ihren natürlichen Lebensraum zu schützen;...
- (Art 13.1) Der Bund kann Naturschutz, Heimatschutz und Denkmalpflege unterstützen, indem er an die Kosten der Erhaltung, des Erwerbs, der Pflege, Erforschung und Dokumentation von schützenswerten Landschaften, Ortsbildern, geschichtlichen Stätten oder Natur- und Kulturdenkmälern Beiträge bis höchstens 35 Prozent gewährt....
- (Art 13.3) Die angeordneten Schutz- und Unterhaltsmassnahmen bilden öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen (Art. 702 ZGB37). Sie verpflichten den jeweiligen Grundeigentümer und sind auf Anmeldung des Kantons im Grundbuch anzumerken... . biologische Vielfalt Aus diesen Ausführungen kann abgeleitet werden, dass staatliche Naturschutzgebiete die Gebiete mit öffentlichen-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen zum Erhalt der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt, der biologischen Vielfalt und ihrem natürlichen Lebensraum darstellen. Viele schützenswerte Gebiete und Biotope sind bisher allerdings nicht mit solchen öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen belegt. Diese Gebiete werden in Inventaren aufgeführt. Inventargebiete bezeichnen unter anderem Hochmoore, Übergangsmoore, Flachmoore, Amphibienlaichgebiete, Auen, Trockenwiesen und Trockenweiden, etc. oder ganze Naturlandschaften (Moorlandschaften, Auenlandschaften) und klassieren diese nach bestimmten Kriterien in national, kantonal, regional oder kommunal bedeutende Objekte. Inventare sind i.d.R. behördenverbindlich. Daneben gibt es auch noch eine Vielzahl nichtstaatlicher Naturschutzgebiete. Dies sind in der Regel Gebiete, in denen private Naturschutzorganisationen Land zum Schutze der Natur erwerben und als Eigentümer bewahren. So ist z.B. ProNatura Schweiz in der ganzen Schweiz an über 600 Naturschutzgebieten beteiligt. Naturschutzgebiete werden in der gesamten Schweiz meist mit dem Symbol der Eule markiert. Unter diesem Symbol werden national bis kommunal bedeutende öffentlich-rechtlich geschützte Gebiete sowie die Naturschutzgebiete von ProNatura beschildert. Damit ist das grüne Eulensymbol zum schweizweit bekannten gemeinsamen Kennzeichen für Naturschutzgebiete aller Arten geworden.

Siehe auch


- Liste der Naturschutzgebiete in Deutschland
- Liste der Naturschutzgebiete weltweit

Weblinks

Deutschland


- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bnatschg_2002 bundesrecht.juris.de] - BMU/juris: Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege

Schweiz


- [http://www.admin.ch/ch/d/sr/45.html www.admin.ch] - Systematische Sammlung des Bundesrechtes zu Natur- und Heimatschutz
- [http://www.pronatura.ch www.pronatura.ch] - ProNatura Schweiz ! Kategorie:Verkehrszeichen

Karakol

Karakol (früher vorübergehend Prschewalsk) ist eine Stadt von etwa 75.000 Einwohnern am östlichen Ende des Issyk-Kul Sees in Kirgistan, etwa 150 km von der heutigen chinesischen Grenze entfernt. Sie ist administrative Hauptstadt der Provinz (oblast) Issyk-Kul. Karakol war seit 1860 eine vorgeschobene russische Militärbasis. Die Stadt entwickelte sich im 18. Jahrhundert, als Forschungsreisende in die Gegend kamen, um die Gebirgsregion zwischen China und Kirgisien zu erforschen. Nach 1880 wuchs die Stadt schnell, vor allem, weil chinesische Muslime (Dunganen) auf der Flucht vor religiöser Verfolgung in die Stadt kamen. Dunganen 1888, als der russische Militär und Geograph Nikolai Michailowitsch Prschewalski während der Vorbereitungen zu einer Forschungsreise nach Tibet in Karakol an Typhus gestorben und dort begraben war, wurde die Stadt zu seiner Ehre in Prschewalsk umbenannt. Sven Hedin besuchte das Grab von Nikolai Michailowitsch Prschewalski im Jahr 1891. Ein hartnäckiges Gerücht in Karakol behauptet, dass Prschewalski der Vater Stalins war - vermutlich weil er häufig in einer von Stalins Mutter geführten Pension wohnte und ein flotter Kerl war. Nach örtlichen Protesten wurde die Stadt 1921 wieder in Karakol umgetauft, dann aber bereits 1939 wiederum in Prschewalsk. Erst 1991, nach dem Ende der Sowjetunion, erhielt die Stadt den ursprünglichen Namen Karakol zurück. Die Stadt selbst enthält wenig, was den Besucher interessieren könnte, ausgenommen eine sehr hübsche hölzerne Moschee, die von örtlichen (Dunganen) zwischen 1907 und 1911 vollständig ohne metallene Nägel errichtet wurde, und eine ebenso attraktive kleine orthodoxe Kirche von 1895, die während der Sowjetzeit als Warenlager benutzt wurde, heute aber wieder hergerichtet und in Gebrauch ist. Karakol ist aber ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Trekkingtouren in den Tienschan-Bergen. Kategorie:Ort in Kirgisien

Tschingis Aitmatow

Tschingis Torekulowitsch Ajtmatow (kyrillisch Чингиз Торекулович Айтматов;
- 12. Dezember 1928 in Scheker/Kirgisistan) ist ein kirgisischer Schriftsteller, der hauptsächlich in russischer Sprache schreibt.

Leben

1946-1953 studierte Aitmatow zunächst an der Technischen Hochschule im kasachischen Dshambul und auf dem Landwirtschaftsinstitut von Kirgisistan Veterinärmedizin. Seine journalistische Tätigkeit begann 1951 mit Übersetzungen kirgisischer Prosa ins Russische; er arbeitete jedoch noch bis zum Erscheinen seiner ersten Erzählung am Wissenschaftlichen Forschungsinstitut von Kirgisistan. 1957 wurde er in den sowjetischen Schriftstellerverband aufgenommen. 1958 absolvierte er das Moskauer Gorki-Institut für Literatur und war 1988-1990 Vorsitzender des kirgisischen Autorenverbandes. In der Zeit der Perestroika war er als parlamentarischer Vertreter aktiv. Danach war er kirgisischer Botschafter in Luxemburg. Sein erstes und bekanntestes Werk ist die später auch erfolgreich verfilmte Erzählung Dshamilja, eine in Kirgisistan spielende Liebesgeschichte aus dem Sommer des Kriegsjahres 1943, die Louis Aragon ins Französische übersetzt hat, und der in seinem Vorwort über sie schrieb: "Ich schwöre es, die schönste Liebesgeschichte der Welt". Hannes Wader ließ sich von ihr zu seinem Lied "Unten am Fluss" inspirieren. In seinen Erzählungen spielen kirgisische Tradition und Kultur eine tragende Rolle. Den Kontrast zwischen dem harten, mit der Natur verbundenen Leben des ehemaligen Nomadenvolkes und dem Kolchosen-Alltag in der Sowjetunion unter Stalin, beschreibt Aitmatow gefühlvoll, poetisch und mit erzählerischer Kraft. In seinen neueren Werken kritisiert er konsequent die menschliche Ignoranz und die damit verbundene Zerstörung der Natur.

Werke

Erzählungen und Novellen


- Dshamilja (1958) (auch: Djamila)
- Aug in Auge (1958)
- Das Kamelauge (1961)
- Der Weg des Schnitters/Goldspur der Garben (1963)
- Abschied von Gülsary/Wirf die Fesseln ab, Gülsary (1967)
- Der weiße Dampfer (1970)
- Du meine Pappel im roten Kopftuch (1970)
- Frühe Kraniche (1975)
- Die Klage des Zugvogels (Erzählungen, 1990)
- Die weiße Wolke des Tschingis Khan (1990)

Romane


- Der erste Lehrer (1966)
- Der Junge und das Meer (anderer Titel: Scheckiger Hund, der am Meer entlangläuft) (1977)
- Ein Tag länger als das Leben (1981), in der DDR 1982 unter dem Titel Der Tag zieht den Jahrhundertweg erschienen. Später wurde der Roman um ein Kapitel erweitert und unter Ein Tag länger als ein Leben herausgegeben.
- Die Richtstatt (1987)
- Das Kassandramal (1994)
- Die Träume der Wölfin (1996)

Sonstiges


- Verantwortung für die Zukunft. Artikel (1967)
- Meinst Du, die Russen wollen Krieg? Sowjetische Schriftsteller über Krieg und Frieden. (Hrsg.) (1988)
- Begegnungen am Fudschijama. Ein Dialog mit Daisaku Ikeda (1992)
- Liebeserklärung an den blauen Planeten. Essays und Gespräche (1993)
- Kindheit in Kirgisistan. Erinnerungen (1998)

Literatur


- Boris Chlebnikov u. Norbert Franz: Cingiz Ajtmatov. München: Ed. Text und Kritik. 1993. ISBN 3-88377-409-X
- Irmtraud Gutschke: Menschheitsfragen, Märchen, Mythen. Zum Schaffen Tschingis Aitmatows. Halle u.a.: Mitteldeutscher Verlag. 1986. ISBN 3-354-00091-0
- Erika Haber: The myth of the non-Russian. Iskander and Aitmatov's magical universe. Lanham, Md. u.a.: Lexington Books. 2003. ISBN 0-7391-0531-0
- Michael Martens: Mein Lebensziel ist das Schaffen. Ein Gespräch zur Person und über die Zeit mit Tschingis Aitmatow. Winsen/Luhe u.a.: Boldt. 1998. ISBN 3-928788-26-4
- Robert Porter: Four contemporary Russian writers. Oxford u.a.: Berg. 1989. ISBN 0-85496-246-8 Ajtmatow, Tschingis Ajtmatow, Tschingis Ajtmatow, Tschingis Ajtmatow, Tschingis Ajtmatow, Tschingis Ajtmatow Ajtmatow

Kategorie:See in Asien

Seen in Asien Asien Kategorie:Geographie (Asien) ko:분류:아시아의 호수

Kategorie:Geographie (Kirgisien)

Kategorie:Kirgisien Kirgisien Kirgisien

Category:Willacy County, Texas

Category:Texas counties

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