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| Istres |
IstresIstres ist eine Stadt im französischen Departement Bouches-du-Rhône in der Provence-Alpes-Côte d'Azur. Die im 10. Jahrhundert gegründete Stadt hat etwa 40.300 Einwohner.
Ihre deutsche Partnerstadt ist Radolfzell am Bodensee.
Kategorie:Ort in Provence-Alpes-Côte d'Azur
ja:イストル
Frankreich
Frankreich (franz.: La France) ist ein demokratischer, noch immer stark zentralistischer Einheitsstaat im Westen Europas. Es grenzt an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra, an den Atlantik mit dem Ärmelkanal und an das Mittelmeer. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der Karibik (u. a. Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Marteen aufweist), Südamerika (Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu Brasilien und Surinam hat), vor der Küste Nordamerikas, im Indischen Ozean und in Ozeanien.
Geographie
Hauptartikel: Geographie Frankreichs
Insgesamt hat das „französische Mutterland” in Europa eine Fläche von 543.965 km². Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist gebirgig, Hauptgebirge sind die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs und höchster Berg Europas ist der Mont Blanc (4.808 Meter). Aufgrund seiner Form wird Frankreich auch als l'Hexagone (Sechseck) bezeichnet.
Mit Abstand wichtigste und größte Stadt in Frankreich ist die Hauptstadt Paris mit rund 12 Millionen Einwohnern im Großraum Paris (Region Île-de-France). Die Großräume um Marseille, Lille und Lyon haben ebenfalls mehr als eine Million Einwohner.
Siehe auch: Städte in Frankreich, Nationalparks in Frankreich
Geschichte
Nationalparks in Frankreich
Hauptartikel: Geschichte Frankreichs
Durch die Französische Revolution 1789 wurde die mehr als 1.200 Jahre währende Monarchie gestürzt. So begann eine Periode des Umbruchs, in der wechselnd republikanische, napoleonisch-imperiale und monarchistische Staatsformen herrschten. Seit der Niederlage Napoleons III. 1870 ist Frankreich endgültig Republik.
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war Frankreich einer der Hauptgegner Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich seine größten Kolonien, Vietnam und Algerien, nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit 1958 (Fünfte Republik) hat der Präsident umfassende Exekutivgewalt. Beim europäischen Einigungsprozess spielt Frankreich heute gemeinsam mit Deutschland eine tragende Rolle.
Politik
Politisches System
Frankreich ist eine zentralistisch organisierte Demokratie mit einem semi-präsidentiellen Regierungssystem. In der Verfassung der V. Republik nimmt der direkt durchs Volk gewählte Staatspräsident eine starke Stellung ein. Er ernennt den Premierminister und das Kabinett, hat gegenüber Gesetzbeschlüssen des Parlaments ein Veto-Recht und kann die Nationalversammlung auflösen. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, der Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 577 vom Volk gewählten Abgeordneten und dem indirekt gewählten Senat mit 331 Mitgliedern.
Siehe auch:
Politisches System Frankreichs, französische Regierung, Francophonie, französische Präsidenten, französische Premierminister, Cohabitation, Finanzministerium
Aktuelle politische Lage
Finanzministerium
Momentan stellt die Partei UMP unter Führung des früheren Wirtschaftsministers und aktuellen Innenministers Nicolas Sarkozy mit 363 Sitzen die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung.
Am 29. Mai 2005 wurde die neue EU-Verfassung mit 54,87% Gegenstimmen von der Bevölkerung abgelehnt. Darauf trat die Regierung des seit 2002 amtierenden Premierministers Jean-Pierre Raffarin zurück. Als neuer Premierminister wurde Dominique de Villepin eingesetzt.
Seit dem 27. Oktober 2005 wird Frankreich von einer Welle gewalttätiger Ausschreitungen heimgesucht. Angefangen in der Pariser Banlieue, griffen die Unruhen inzwischen auf viele, über das gesamte Land verteilte, Großstädte wie Lille, Rouen, Nizza oder Marseille über. Auslöser war der Tod zweier Jugendlicher im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois, welche sich vor der Polizei in einem Starkstromhaus verstecken wollten.
Die Regierung hat zwischenzeitlich den Notstand ausgerufen und es somit den Präfekten der Départements ermöglicht, in besonders stark betroffenen Gebieten Ausgangssperren zu verhängen.
Bisher haben die Ausschreitungen einem Menschen das Leben gekostet und viele Schwerverletzte hervorgebracht.
Außen- und Sicherheitspolitik
Frankreich war 1949 Gründungsmitglied des Nordatlantikvertrages (NATO) und erhielt militärischen Schutz durch die USA. Mit der Machtübernahme von de Gaulle 1958 änderten sich die Beziehungen zu den USA und zu der von den USA dominierten NATO. Unter de Gaulles Führung entwickelte sich Frankreich 1960 zu einer Atommacht und verfügte ab 1965 mit der Force de Frappe über Atomstreitkräfte, die zunächst 50 mit Atombomben (Kernwaffen) ausgestattete Flugzeuge in Dienst stellte. 1968 hatte Frankreich bereits 18 Abschussrampen für Mittelstreckenraketen aufgestellt, die 1970 und 1971 mit Atomsprengköpfen ausgestattet wurden. 1968 verlässt Frankreich den militärischen Teil der NATO, bleibt aber im politischen Teil des Bündnisses integriert. In den 1970er Jahren erweiterte Frankreich ihre Atommacht auch auf See. Vier Atom-U-Boote verfügten über jeweils 16 atomar bestückten Mittelstreckenraketen.
In der aktuellen Außenpolitik bemüht sich Frankreich um ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn Deutschland (siehe auch „Kerneuropa“) und steht mit diesem gemeinsam der Vormachtstellung der USA mit einer gewissen Skepsis gegenüber.
Dies führte zu einem Austritt Frankreichs aus der militärischen Organisation der NATO und vielen Eigeninitiativen Frankreichs in weltpolitischen Entscheidungen.
Hinzu kommt ein Engagement auch nach Ende der Kolonialherrschaften in Afrika, wo Frankreich bis heute in vielen Ländern die bestimmende Ordnungsmacht geblieben ist.
Frankreich ist zudem ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat mit Vetorecht.
Die Todesstrafe wurde in Frankreich 1981 abgeschafft.
Siehe auch: Fremdenlegion, Gendarmerie Nationale
Administrative Gliederung
Frankreich ist in 26 Regionen aufgeteilt, welche sich ihrerseits in 100 Départements untergliedern. Zweiundzwanzig dieser Regionen befinden sich im europäischen Kernland (France métropolitaine), darunter auch die Mittelmeerinsel Korsika, welche allerdings als collectivité territoriale einen Sonderstatus hat. Die übrigen vier Regionen bestehen aus jeweils nur einem Département und werden daher Départements et régions d'outre-mer (D.R.O.M.) genannt (bis zur Verfassungsänderung 2003 Départements d'outre-mer, Abk. D.O.M.). Im Deutschen spricht man von Überseedépartements. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Guadeloupe (971), Martinique (972), Französisch-Guayana (973) und La Réunion (974).
Abgesehen davon gibt es
- die Départementskörperschaft (Collectivité départementale, Abk. C.D.) Mayotte (976)
- die Gebietskörperschaft (Collectivité territoriale, Abk. C.T.) Saint-Pierre und Miquelon (SPM)
- die vier Überseeterritorien (Territoires d'outre-mer, Abk. T.O.M.) Französisch Polynesien (P), Neukaledonien (NC), Wallis und Futuna (WF) und die Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises, T.A.A.F.)
- die Îles éparses und die Insel Clipperton
Die D.R.O.M. sind wie das französische Kernland Teil der EU, für die T.O.M. gilt das nicht. Auch in Frankreich erlassene Gesetze gelten in den TOM nur, wenn dies ausdrücklich erwähnt ist.
Siehe auch: Liste der französischen Regionen, Liste der französischen Départements (nach Regionen geordnet)
Demographie
Zum 1. Januar 2004 wurde die Bevölkerung, einschließlich der Menschen in den Überseegebieten, auf 61,9 Millionen geschätzt. Nach Deutschland nimmt Frankreich in der EU den zweiten Platz bei der Bevölkerungszahl ein. Innerhalb der EU hat Frankreich einen Bevölkerungsanteil von 13 %.
Im Jahre 2003 kamen auf 792.600 Geburten 560.300 Sterbefälle, das entspricht einem Überschuss von 232.300 Personen. 2004 betrug die Geburtenrate 1,9.
Am Stichtag 1. Januar 2004 waren 16,2 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre, gegenüber 14,6 % im Jahre 1994. Im selben Zeitraum ist der Anteil der unter 20-Jährigen von 26,7 % auf 25,3 % gesunken.
2003 wurden 280.300 Ehen geschlossen, das sind 6.000 (-2,1 %) weniger als 2002, wobei das Durchschnittsalter bei den Männern 30,4 Jahre und bei den Frauen 28,3 Jahre betrug.
Die Kindersterblichkeit beträgt zur Zeit 4,28 ‰.
Der durchschnittliche männliche französische Staatsbürger hat eine Lebenserwartung von 76,7 Jahren, während die Frauen auf 83,8 Jahre kommen.
Ethnische Gruppen
- Franzosen
- Bretonen
- Basken
- Italiener (einschließlich Korsen)
- Elsässer/Alemannen, Rheinfranken/Franken
- Flamen (Niederfranken)
- 4,5 Millionen Araber
- Katalanen
- Flamen
- Polen
- andere Ausländer
Neben der (einzigen) Amtssprache Französisch gibt es zahlreiche Minderheitssprachen, über deren Sprecherzahlen aber keine auch nur halbwegs gesicherten Daten vorliegen:
- Bretonisch,
- Deutsch in den Dialekten
- Elsässisch (Elsass)
- Rheinfränkisch bzw. Lothringisch (nördliches und östliches Lothringen),
- Niederfränkisch bzw. Flämisch (Flandern, an der Grenze zu Belgien),
- Baskisch (in den zentralen und östlichen Pyrenäen),
- Katalanisch (im Roussillon),
- Korsisch,
- Italienisch (an der französischen Riviera),
- Okzitanisch (in Südfrankreich) mit dem Dialekt
- Provenzalisch (nur noch wenige Sprecher)
- Polnisch
Daneben existieren in Nordfrankreich mehrere enger mit dem Französischen verwandte romanische Oïl-Sprachen, die teilweise als französische Dialekte angesehen werden: Picard, Normannisch, Gallo, Poitevin-Saintongeais, Champanois und Morvandiau.
Religionen
Frankreich ist offiziell ein laizistischer Staat, das heißt, Staat und Religionsgemeinschaften sind vollkommen voneinander getrennt. Da von staatlicher Seite keine Daten über die Religionszugehörigkeit der Einwohner erhoben werden, beruhen alle Angaben über die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung auf Schätzungen oder den Angaben der Religionsgemeinschaften selbst und weichen deshalb oft erheblich voneinander ab, weshalb auch die folgenden Zahlen mit Vorsicht zu behandeln sind.
85 % der Franzosen sind katholisch (also etwa 51 Mio.) und etwa 8 % Muslime (etwa 4,8 Mio.). Daneben gibt es protestantische und jüdische Minderheiten, die zusammen etwa 3 % ausmachen. 4 % gehören keiner Religion an, Tendenz davon steigend. Das sind jedoch Schätzungen.
Bildungswesen
Wie in fast allen europäischen Staaten (Ausnahme: z. B. Deutschland) herrscht eine Bildungspflicht, die im Ggs. zur Schulpflicht auch durch Hausunterricht (Homeschooling) oder durch selbstständiges Lernen abgegolten werden kann. Die Zahl der unbeschulten Kinder und Jugendlichen wird gegenwärtig auf etwa 10.000 geschätzt.
Der Staat bietet folgende Schulformen an:
Lernen
- Vorschule: Maternelle
- Grundschule: école élémentaire
- weiterführende Schulen: collège (das mit dem brevet abgeschlossen wird), gefolgt von
- lycée
- lycée professionnel
- oder CFA für Auszubildende in Betrieben
- Hochschulreife:
- baccalauréat nach insgesamt 12 Schuljahren; nach elf Schuljahren wird je nach Schulzweig (naturwissenschaftlich, wirtschaftlich oder literarisch) schon ein Teil der Prüfungen bewältigt
- baccalauréat professionnel nach 13 Schuljahren für Abgänger des lycée professionnel oder des CFA
- Studium (1. und 2. Jahr):
- Normalweg: DEUG
- Eliteweg: classe préparatoire (zur Vorbereitung auf Grande école)
- Studium (3. und 4. Jahr):
- Normalweg: licence und maîtrise oder école d'ingenieur oder école de commerce
- Eliteweg: Grande école (ENS, ENA etc.)
- Studium (5. Jahr):
- DESS oder DEA. Letzteres dient auch zur Auswahl für eine eventuell sich anschließende Doktorarbeit (thèse)
Im Zuge der europaweiten Harmonisierung der Studienabschlüsse im Rahmen des Bologna-Prozess wird auch an französischen Hochschulen das System LMD eingeführt. LMD bedeutet, dass nacheinander die Licence bzw. Bachelor (nach 3 Jahren), der Master (nach 5 Jahren) und das Doktorat (nach 8 Jahren) erworben werden können. Die bisherigen nationalen Diplome (DEUG, Maîtrise, DEA/DESS) werden an manchen Universitäten übergangsweise noch bescheinigt, fallen ab Ende 2006 aber weg.
Siehe auch: Schulsystem in Frankreich, Liste der Bildungsminister von Frankreich, Liste der Universitäten in Frankreich, École Polytechnique (Paris), Kindergeld
Wirtschaft
Traditionell ist in Frankreich die Wirtschaftspolitik von vergleichsweise starken staatlichen Eingriffen gelenkt. Hier spielt die historische Rolle des Merkantilismus – im Speziellen des Colbertismus – im Land eine Rolle.
Frankreich ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die Schlüsselindustrien, besonders Energiewirtschaft, sind bislang unter staatlicher Kontrolle; Frankreich ist ein bedeutender Produzent von Atomstrom, und Deutschland sein wichtigster Kunde. In Frankreich wird ca. 80 Prozent der Elektrizität mit Atomkraftwerken produziert. Damit hat Frankreich neben Litauen momentan (Anfang 2005) den höchsten Prozentsatz an Atomstromproduktion der Welt. (Siehe auch: Liste der Kernkraftanlagen)
Wein steht in der französischen Ausfuhrliste an fünfter Stelle: nach Autos, Flugzeugen, pharmazeutischen Produkten und Elektronik. (Siehe auch: Weinbaugebiete in Frankreich)
- Tourismus (z. B. Logis de France)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im 1. Quartal 2004 um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im 4. Quartal 2003 waren es 0,6 Prozentpunkte.
Die Erwerbstätigenstruktur hat sich gegenüber früher grundlegend gewandelt, so arbeiteten 2003 nur mehr 4 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, in der Industrie waren es 24 %, wohingegen 72 % im Dienstleistungsbereich tätig waren.
Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Frankreichs (2003): Es exportiert 14,9 % seines Exportvolumens nach Deutschland, das seinerseits am Import mit 19,1 % beteiligt ist.
Die Inflationsrate betrug 2,1 % (2004).
Die Arbeitslosenzahl belief sich im Januar 2005 auf 10 %, das sind 2.716.000 Erwerbslose.
Die größten französischen Unternehmen 2003 (ohne Banken und Versicherungen)
# Total – Umsatz 104,7 Mrd. € – 11.000 Beschäftigte
# Carrefour – Umsatz 70,5 Mrd. € – 419.000 Beschäftigte
# PSA Peugeot Citroën – Umsatz 54,2 Mrd. € – 200.000 Beschäftigte
# France Télécom – Umsatz 46,1 Mrd. € – 222.000 Beschäftigte
# EDF – Umsatz 44,9 Mrd. € – 167.000 Beschäftigte
# Suez – Umsatz 39,6 Mrd. € – 171.000 Beschäftigte
# Les Mousquetaires – Umsatz 38,4 Mrd. € – 112.000 Beschäftigte
# Renault – Umsatz 37,5 Mrd. € – 140.000 Beschäftigte
# Publicis Groupe – Umsatz 32,2 Mrd. € – 35.000 Beschäftigte
# Saint-Gobain – Umsatz 29,6 Mrd. € – 172.000 Beschäftigte
# Groupe Auchan – Umsatz 28,7 Mrd. € – 156.000 Beschäftigte
# Veolia Environnement – Umsatz 28,6 Mrd. € – 257.000 Beschäftigte
# Centres Leclerc – Umsatz 27,2 Mrd. € – 84.000 Beschäftigte
Kultur
Frankreich leitet seinen Rang in Europa und der Welt auch aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich insbesondere über die Sprache definiert (Sprachschutz- und -pflegegesetzgebung). In der Medienpolitik wird die eigene Kultur und Sprache durch Quoten für Filme und Musik gefördert. Frankreich verfolgt in der Europäischen Union, der UNESCO und der WTO mit Nachdruck seine Konzeption der Verteidigung der kulturellen Vielfalt („diversité culturelle“): Kultur ist keine Ware, die schrankenlos frei gehandelt werden kann.
Landesweite Pflege und Erhalt des reichen materiellen kulturellen Erbes wird als Aufgabe von nationalem Rang angesehen. Dieses Verständnis wird durch staatlich organisierte oder geförderte Maßnahmen, die zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins beitragen, wirksam in die Öffentlichkeit transportiert. Im jährlichen Kulturkalender fest verankerte Tage des nationalen Erbes, der Musik oder des Kinos beispielsweise finden lebhaften Zuspruch in der Bevölkerung. Großzügig zugeschnittene kulturelle Veranstaltungen entsprechen dem Selbstverständnis Frankreichs als Kulturnation und von Paris als Kulturmetropole. Die Förderung eines kulturellen Profils der regionalen Zentren in der Provinz wird verstetigt.
Siehe auch: Liste französischer Schriftsteller, Liste französischer Komponisten, Burgen und Schlösser in Frankreich
Nationalparks
Die heutigen Nationalparks haben eine Gesamtfläche von 992.000 ha. Die Kernbereiche, die rund 371.000 ha ausmachen, stehen unter strengem Schutz.
Es gibt 30 regionale Naturparks, die eine Fläche von 5.020.000 ha haben.
- Naturreservat Cap Sizun
- Regionalpark Armorique
- Naturreservat Les Sept lles
- Naturreservat Cap Frehel
- Naturreservat Pointe d' Arcay
- Naturreservat Golfe du Morbihan
- Regionalpark Briere
- Naturreservat Baie de Bourgneuf
- Naturreservat St. Denis-du-Payre
- Naturreservat Baie de l' Aiguillon
- Naturreservat Banc d' Arguin
- Vogel-Naturreservat Marquenterre
- Naturreservat Vallee de La Grande Pierre et de Vitain
- Naturreservat Le Lac de La Foret d'Orient
- Pyrenäen -Nationalpark
- Regionalpark Vosges du Nord
- Regionalpark Volcans d'Auvergne
- Nationalpark Cevennen
- Naturreservat und Vogelschutzpark Villars-les-Dombes
- Regionalpark Pilat
- Regionalpark Vercors
- Naturreservat Aiguilles Rouges
- Naturreservat Marais du Bout du Lac d' Annecy
- Nationalpark Vanoise
- Nationalpark Ecrins
- Regionalpark Luberon
- Nationalpark Mercantour
- Naturreservat und Regionalpark Camargue
- Nationalpark Port-Cros
- Korsischer Regionalpark
- Scandola Naturreservat
- Korsischer Nationalpark
Sport
Die populärste Sportart Frankreichs ist der Fußball. Als identitätsstiftendes Band gerade zwischen den verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen Frankreichs gilt die französische Fußball-Nationalmannschaft, die so genannte équipe tricolore (siehe auch: Fußball in Frankreich). Aktuell stellt Lyon den französischen Fussballmeister.
Weitere populäre Sportarten sind der Radsport (insbesondere im Juli, während der dreiwöchigen Tour de France), Rugby, Leichtathletik, Formel 1 (Großer Preis von Frankreich in Magny Cours) und Tennis (French Open in Paris).
In Frankreich fanden bereits mehrmals Olympische Spiele statt: Sommerspiele 1900 und 1924 in Paris, Winterspiele in Chamonix 1924, Grenoble 1968 und Albertville 1992.
Siehe auch: Skigebiete in Frankreich
Medien
Die wichtigsten französischen Printmedien sind die nationalen Tageszeitungen:
- Le Monde und Libération (linksorientiert, Druckauflage 2003 ca. 500.000 bzw. 200.000 Exemplare)
- Le Figaro (konservativ, Auflage: 450.000 Exemplare)
- Les Echos, La Tribune (Wirtschaft, 180.000 bzw. 125.000 Exemplare)
- L'Humanité (kommunistisch, 74.000 Exemplare)
- La Croix (katholisch, 114.000 Exemplare)
- L'Equipe (Sport, 485.000 Exemplare und damit die meistgelesene Zeitung überhaupt mit sieben Lesern pro Ausgabe)
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine in Frankreich:
- Le Nouvel Observateur (400.000 Exemplare)
- L'Express (400.000 Exemplare)
- Le Point (400.000 Exemplare)
- L'événement du Jeudi
Größte Regionalzeitung ist die Ouest France mit einer Druckauflage von 900.000 Exemplaren.
Bedeutend ist auch das jeweils mittwochs erscheinende Investigations- und Satireblatt Le Canard enchaîné mit einer Auflage von 550.000 Exemplaren.
Feiertage
Militär
Frankreich hat eine Berufsarmee mit 300.000 Soldaten.
Siehe auch
- Chronologie französischsprachiger Zeitungen und Zeitschriften
- Französische Küche
- Nachrichtendienste Frankreichs
- Liste bedeutender Franzosen
- Liste der Präsidenten Frankreichs
- Die schönsten Dörfer Frankreichs
- Weinbaugebiete in Frankreich
Literatur
- Alfred Pletsch: Länderkunde Frankreich. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 2. Auflage 2003, ISBN 3534116917
- Wilfried Loth: Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, 1995 ISBN 3-596-10860-8
- Bernhard Schmidt, Jürgen Doll, Walther Fekl, Siegfried Loewe und Fritz Taubert: Frankreich-Lexikon. Schlüsselbegriffe zu Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Kultur, Presse- und Bildungswesen. 2. überarbeitete Auflage 2005, 1224 Seiten, ISBN 3-503-06184-3
- Ralf Nestmeyer: Französische Dichter und ihre Häuser. Insel Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-458-34793-3
Weblinks
20px Portal:Frankreich
- [http://www.diplomatie.gouv.fr/index.de.html Website des französischen Außenministeriums]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=46 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.frankreich-forum.de/ Frankreich Forum]
- [http://www.lesvilles.de/ Lokalportal für alle französischen Regionen und Städte]
- [http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanistik/ Romanistik im Internet: Kultur, Literatur und Politik]
Kategorie:Staat
!Frankreich
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Mittelmeer
als:Frankreich
fiu-vro:Prantsusmaa
ja:フランス
ko:프랑스
ms:Perancis
simple:France
th:ประเทศฝรั่งเศส
zh-min-nan:Hoat-kok
Bouches-du-Rhône
Das französische Departement Bouches-du-Rhône [] (Nummer 13) liegt an der Mittelmeerküste. Präfektur ist Marseille, Unterpräfekturen sind Aix-en-Provence, Arles und Istres.
Im Département liegt der Flughafen Marseille.
Klima
Messstation: Marseille-Marignane
Tage pro Jahr mit
- Regenfällen über 1 mm: 57
- Frost: 30
- Erster Frost: 19. November
- Letzter Frost: 11. März
- Schnee: 2
- Gewitter: 21
- Hagel: 1
Bei Mistral kann die Wassertemperatur bis zu 5 Grad niedriger liegen.
Stand 1991
Verwaltungsgliederung
Kategorie:Provence-Alpes-Côte d'Azur
Kategorie:Französisches Département
ja:ブーシュ=デュ=ローヌ県
Provence-Alpes-Côte d'Azur
Provence-Alpes-Côte d'Azur [] (abgekürzt PACA) ist eine Region im Südosten Frankreichs, die grob durch das Mittelmeer im Süden, Italien im Osten sowie das Tal beziehungsweise das Mündungs-Delta der Rhône im Westen begrenzt ist. Im Norden grenzt sie an die Region Rhône-Alpes. Hauptstadt ist Marseille.
Die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur besteht aus folgenden Départements:
- 04 Alpes-de-Haute-Provence
- 05 Hautes-Alpes
- 06 Alpes-Maritimes
- 13 Bouches-du-Rhône
- 83 Var
- 84 Vaucluse
Abgesehen von den Alpen gliedert sich die Landschaft der Region in die Provence sowie die Küste, die als Côte d'Azur bzw. als Französische Riviera bezeichnet wird.
Die Provence ist vor allem wegen des Kräuteranbaus dort sehr bekannt.
Siehe auch
- Liste der Präsidenten des Regionalrates von Provence-Alpes-Côte d’Azur seit 1986
Kategorie:Provence-Alpes-Côte d'Azur
ja:プロヴァンス=アルプ=コート・ダジュール地域圏
PartnerstadtEine Städtepartnerschaft ist eine Partnerschaft zwischen Städten verschiedener Staaten mit dem Ziel, sich kulturell und wirtschaftlich auszutauschen und sich gegenseitig zu informieren.
Geschichte der Städtepartnerschaften
Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs wurden ab 1947 erste Städtepartnerschaften gegründet, um Völkerverständigung an der Basis zu praktizieren. Ein Beispiel ist etwa Bonn mit Oxford (Vereinigtes Königreich).
Die gleiche Intention verfolgten 1951 in Genf auch 50 Bürgermeister deutscher und französischer Städte, als sie den Rat der Gemeinden Europas (seit 1984 Rat der Gemeinden und Regionen Europas RGRE) gründeten. Dieser hat sich u.a. zur Aufgabe gemacht, die Aussöhnung zwischen den Völkern Europas und die kommunale Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg zu fördern. Damit war eine internationale Grundlage zum Aufbau von Städtepartnerschaften gegeben. Seit 1955 hat der "Rat" eine deutsche Sektion, die von einem Präsidenten geleitet wird (seit 2003 Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister von Stuttgart)
Eine Vorreiterrolle bei der Entstehung solcher partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Kommunen hatte vor allem das Land Baden-Württemberg. Hier wurde beispielsweise 1951 die erste Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Frankreich besiegelt. Die Stadt Ludwigsburg nahm seinerzeit mit der französischen Stadt Montbéliard eine Städtepartnerschaft auf. Dabei spielte die Geschichte eine besondere Rolle. Montbéliard (deutsch Mömpelgard) war lange Zeit eine württembergische Exklave in Frankreich. In der Folgezeit nahmen immer mehr Städte in Deutschland freundschaftliche Beziehungen zu Städten anderer Staaten auf.
Historisch betrachtet wurde zwar bereits 836 die älteste europäische Städtefreundschaft zwischen Paderborn und Le Mans (Frankreich) urkundlich erwähnt, aber diese Freundschaft wurde erst 1967 zu einer offiziellen Städtepartnerschaft.
In den 1980er Jahren erlaubte auch die Lockerung des "Eisernen Vorhangs" partnerschaftliche Beziehungen zwischen westdeutschen und ostdeutschen Gemeinden. In diesem Rahmen wurde am 25. April 1986 die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft aufgenommen, und zwar zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt. Diese war vor allem auf die Vermittlungen des damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine und des Vorsitzenden des Staatsrats Erich Honecker zurück zu führen.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden Städtepartnerschaften zwischen Ost- und Westkommunen beziehungsweise Ost- und Westkreisen geschlossen, die in erster Linie zur Unterstützung der ostdeutschen Kommunen beziehungsweise Kreise bei den Veränderungen in Politik und Wirtschaft dienten.
Seit der politischen Wende in Europa wurden viele Partnerschaften zwischen deutschen und polnischen Städten geschlossen - oft hervorgegangen aus Städtepatenschaften, die westdeutsche Städte nach dem Zweiten Weltkrieg für Vertriebene aus Städten östlich der Oder-Neiße-Grenze übernommen haben.
Heute pflegen mehrere Tausend Städte und Gemeinden in Deutschland partnerschaftliche Beziehungen mit Städten im "anderen Teil" Deutschlands oder im Ausland. Dabei wurden inzwischen vermehrt auch außereuropäische Städte einbezogen.
Sinn und Zweck sowie Aufbau einer Städtepartnerschaft
Sinn und Zweck von Städtepartnerschaften ist das freiwillige Zusammenfinden von Menschen über Grenzen hinweg. In der Vergangenheit haben sich daher Städte nach entsprechenden Partnerstädten umgesehen. Dabei spielt die Größe der Stadt, die Struktur der Stadt (zum Beispiel ländlich geprägt oder Industriestadt) sowie beispielsweise auch das Vereinsleben eine besondere Rolle.
Im Vorfeld wird dabei meist geprüft, ob es evtl. bereits private Kontakte von Bürgern, örtlichen Kommunalpolitikern oder aber auch von Schulen zu einer Kommune im Ausland gibt, die ggf. intensiviert werden könnten und dann in eine Städtepartnerschaft münden könnten. Sind solche Kontakte nicht vorhanden, werden "partnerschaftswillige" Kommunen auch von überörtlichen Organisationen vermittelt. Viele Städte, die eine internationale Partnerschaft eingehen wollen werden auch auf der Webseite des "Rates der Gemeinden und Regionen Europas" veröffentlicht. Hier werden etwa auch Musterverträge für Partnerschaften veröffentlicht.
Stimmen verschiedene Kriterien überein, nicht unerheblich dabei ist auch die Entfernung, kommt es zu einem Besuch der Verwaltungsspitze (Bürgermeister, Gemeinderat) und einem entsprechenden Gegenbesuch. Ein positives Echo führt dann meist zur formellen Aufnahme einer Städtepartnerschaft, die mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde besiegelt wird.
In der Folgezeit werden dann je nach Engagement der Städte oftmals jährliche Besuche organisiert. Die Initiative hierzu geht entweder von der Stadtverwaltung, gelegentlich auch von Vereinen aus. Die Besucher sollen dann meist bei privaten Gastgebern untergebracht sein, was das Zusammenwachsen der Völker fördert. Nehmen Vereine an einem solchen Austausch teil, so werden nicht selten gemeinsame Veranstaltungen, etwa Spiele (bei Sportvereinen) oder Konzerte (bei Musikvereinen oder Chören) veranstaltet.
Das tatsächliche Engagement ist jedoch sehr unterschiedlich. Je mehr Partnerstädte vorhanden sind, desto weniger scheint dabei auch der tatsächliche Austausch stattzufinden.
Gemeinden, die intensive europäische Partnerschaftskontakte unterhalten, können sich auch um Auszeichnungen des Europarats bewerben. Hierbei gibt es folgende Formen von Ehrungen: "Europadiplom", "Europaplakette", "Ehrenfahne" und "Europapreis". Diese werden stufenweise vergeben, das heißt zunächst muss eine Bewerbung um das Europadiplom erfolgen. Wird dieses gewährt, kann sich die Kommune später um die Europaplakette etc. bewerben.
Eine schwächere Form der Städtepartnerschaft ist die Städtefreundschaft. Sie ist meist zeitlich begrenzt oder bezieht sich nur auf bestimmte Projekte einer Beziehung. Eine noch schwächere Form ist der Städtekontakt, welcher nur eine lose Beziehung zwischen zwei Städten oder Gemeinden darstellt (Beispiele sind hier etwa die zahlreichen Kontakte deutsch-deutscher Kommunen nach der Wende).
Erste Städtepartnerschaften Deutschlands
(Die Liste könnte für andere Länder ergänzt werden; soweit frühere Städtepartnerschaften mit einer Stadt in den folgenden Staaten bekannt werden, bitte berichtigen!)
- erste deutsch-amerikanische Städtepartnerschaften
- 1947: Crailsheim - Worthington, Minnesota
- 1952: Coburg - Garden City, New York
- 1952: Passau - Hackensack, New Jersey (USA)
- 1952: Wesel - Hagerstown, Maryland
- erste deutsch-argentinische Städtepartnerschaft
- 1981: Sigmaringendorf - Rafaela
- erste deutsch-bulgarische Städtepartnerschaft
- 1966: Rostock - Warna
- erste deutsch-chinesische Städtepartnerschaft
- 8. Oktober 1982: Duisburg - Wuhan (Volksrepublik China)
- erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaften
- 25. April 1986 Saarlouis - Eisenhüttenstadt (damals DDR)
- 1987 Erlangen - Jena (damals DDR)
- 1987 Saarbrücken - Cottbus (damals DDR)
- 28. September 1988: (West-)Berliner Bezirk Spandau - Nauen (damals DDR)
- erste deutsch-englische Städtepartnerschaften
- 1947: Bonn - Oxford (Vereinigtes Königreich)
- 1947: Düsseldorf - Reading
- 1947: Hannover - Bristol
- erste deutsch-finnische Städtepartnerschaften
- 1954: Bad Segeberg - Riihimäki
- 1959: Greifswald - Kotka
- 1959: Rostock - Turku
- 1959: Wismar - Kemi
- erste deutsch-französische Städtepartnerschaft
- 1950: Ludwigsburg - Montbéliard (Frankreich)
- erste deutsch-georgische Städtepartnerschaft
- 1975: Saarbrücken - Tiflis (damals noch Sowjetunion)
- erste deutsch-griechische Städtepartnerschaft
- 1988: Köln - Thessaloniki
- erste deutsch-israelische Städtepartnerschaften
- 1970: Berlin-Tempelhof - Nahariya
- 29. September 1977: Wuppertal - Beerscheba (Israel)
- erste deutsch-italienische Städtepartnerschaft
- 1952: Kassel - Florenz
- erste deutsch-ivorische Städtepartnerschaft
- 2004: Reutlingen - Bouaké
- erste deutsch-japanische Städtepartnerschaften
- 1959: Augsburg - Amagasaki und Nagahama
- erste deutsch-kroatische Städtepartnerschaft
- 1966: Rostock - Rijeka
- 1967: Mainz - Zagreb
- erste deutsch-namibische Städtepartnerschaft
- 1997: Trossingen - Windhoek
- erste deutsch-niederländische Städtepartnerschaft
- 1950: Castrop-Rauxel - Delft
- erste deutsch-österreichische Städtepartnerschaft
- 1930: Wiesbaden - Klagenfurt
- erste deutsch-polnische Städtepartnerschaft
- 1957: Rostock (damals DDR) - Stettin
- 12. April 1976: Bremen - Danzig (erste westdeutsch-polnische Städtepartnerschaft)
- erste deutsch-russische Städtepartnerschaft
- 1957: Hamburg - Leningrad (St. Petersburg)
- erste deutsch-schottische Städtepartnerschaft
- 1954: München - Edinburgh
- erste deutsch-schwedische Städtepartnerschaft
- 1958: Eckernförde - Hässleholm
- erste deutsch-schweizerische Städtepartnerschaften
- 1952: Sindelfingen - Schaffhausen
- 1953: Wiesbaden - Montreux
- erste deutsch-spanische Städtepartnerschaft
- 1978: Mainz - Valencia
- erste deutsch-tschechische Städtepartnerschaft
- 1962: Plauen - Aš
- erste deutsch-tunesische Städtepartnerschaft
- 1963: Köln - Tunis
- erste deutsch-ungarische Städtepartnerschaften
- 1971: Erfurt - Győr
- 1986: Fellbach - Fünfkirchen/Pécs (Ungarn)
Zwischen Frankreich und Deutschland sind oft Nachbargemeinden eines Landes mit Nachbargemeinden des Partnerlandes verbunden. Dies gründet auf der wirtschaftlichen Ähnlichkeit beider Bezirke.
Gründe für Städtepartnerschaften
In vielen Fällen beruht die Städtepartnerschaft auf gemeinsamen Eigenschaften der Städte.
Ähnliche Geschichte
- zum Beispiel Pforzheim und Guernica, die beide durch Luftangriffe völlig zerstört wurden.
- zum Beispiel Dresden und Coventry, vergleichbar mit dem ersten Beispiel
Geographische Nähe
- zum Beispiel Frankfurt (Oder) - Słubice oder Görlitz - Zgorzelec
Namensgleichheit oder -ähnlichkeit
- zum Beispiel Coburg in Deutschland und Cobourg in Kanada
- zum Beispiel Bocholt in Deutschland und Bocholt in Belgien
- zum Beispiel Eppingen in Deutschland und Epping im Vereinigten Königreich
- zum Beispiel Dresden (Elbflorenz) und Florenz
- zum Beispiel Städte mit Namen "Neustadt" in Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei [http://neustadt-in-europa.de]
Persönliche Beziehungen
- zum Beispiel Dinslaken und Agen
- zum Beispiel Paderborn und Belleville/Illinois
Religiöse Beziehungen
- zum Beispiel Paderborn und Le Mans über den gemeinsamen Bistumspatron Liborius
Wirtschaftliche und geographische Ähnlichkeit
- zum Beispiel die Hafenstädte Hamburg und Marseille
- zum Beispiel die Chemiestandorte Leverkusen und Schwedt/Oder
- zum Beispiel die Universitätsstädte Heidelberg und Cambridge
Historische Affinitäten
- zum Beispiel die Krönungsstädte Aachen und Reims oder die Königs- und Kaiserstädte Frankfurt am Main und Krakau
Lokale Agenda 21
- zum Beispiel Cajamarca/Peru und Berlin-Treptow-Köpenick -> http://www.staepa-cajamarca.de
Kritik
"'[...] zu teuer und zu aufwändig' [...] Mitunter müssten solche Partnerschaften sogar künstlich am Leben gehalten werden [...] Und da das eigentliche Ziel dieser internationalen Begegnung auf zwischenmenschlicher Ebene angesiedelt sei, könne es dort auch viel besser umgesetzt werden." [Gemeint sind hier die sonstigen internationalen Kontakte der Bürger bzw. Vereine, ein Bürgermeister in den Westfälischen Nachrichten am 17.8.05.]
- Aire-sur-la-Lys -- Menden-Lendringsen
- Ardres -- Menden-Halingen
- Auchel -- Iserlohn-Letmathe
- Beuvry -- Hemer-Ihmert
- Béthune -- Schwerte
- Bruay-La Buissière -- Schwerte-Westhofen
- La Buissière -- Fröndenberg
- Laventie --Iserlohn-Sümmern
- Liévin -- Hagen-Hohenlimburg
- Steenwerck -- Hemer
- Violaines -- Schwerte-Wandhofen
Weblinks
- [http://www.rgre.de Rat der Gemeinden und Regionen Europas]
- [http://www.rgre.de/rgre-partnerschaften/ Datenbank der Städtepartnerschaften]
- [http://www.neustadt-in-europa.de Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa]
Kategorie:Kommunalpolitik
Kategorie:Politische Geographie
ja:姉妹都市
Radolfzell am Bodensee
Radolfzell am Bodensee ist eine Stadt am Westufer des Bodensees etwa 18 km nordwestlich von Konstanz. Sie ist nach Konstanz und Singen (Hohentwiel) die drittgrößte Stadt des Landkreises Konstanz und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Die Einwohnerzahl Radolfzells überschritt 1974 im Rahmen der Gebietsreform die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1975 beschloss.
Radolfzell ist Kurstadt (Mettnau) und Eisenbahnverkehrsknotenpunkt.
Geografie
Mettnau
Radolfzell liegt am westlichen Teil des Bodensees, am Nordwestufer des Unteren Sees, an der alten Straße Konstanz-Radolfzell-Engen. Im östlichen Stadtgebiet auf der Gemarkung Möggingen liegt der etwa 2 km lange und 600 m breite Mindelsee.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Radolfzell am Bodensee. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Südwesten genannt:
Moos (am Bodensee), Singen (Hohentwiel), Steißlingen, Orsingen-Nenzingen, Bodman-Ludwigshafen und Allensbach (alle Landkreis Konstanz)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Radolfzells besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Böhringen, Güttingen, Liggeringen, Markelfingen, Möggingen und Stahringen.
Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben. Ferner gibt es auch Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen ist hier zu nennen:
- zu Böhringen: Am Kreuzbühl, Bei der Sandgrube, Haldenstetten, Pachthof, Reutehöfe, Rickelshausen, Weiherhof und Ziegelfabrik
- zu Güttingen: Buchhof, Neubuchhof, Säckle und Ziegelhof
- zu Liggeringen: Hirtenhof, Mühlsberg und Röhrnang
- zu Markelfingen: Jugendherberge
- zu Möggingen: Dürrenhof, Schloss mit Schlosshof Möggingen, Ziegelhof
- zu Stahringen: Bendelhof, Benzenhof, Hinterhomburg, Neuweilerhof, Porthöfe, Schloßhöfe, Unterhöfe und Weilerhof
Raumplanung
Radolfzell am Bodensee bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Hochrhein-Bodensee, zu dessen Mittelbereich die Städte und Gemeinden Gaienhofen, Moos und Öhningen des Landkreises Konstanz gehören. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit den Kantonen Schaffhausen und Thurgau in der Schweiz.
Geschichte
Radolfzell wurde 826 von Bischof Radolf von Verona, von dem die Stadt ihren Namen erhielt, gegründet. Die lateinische Bezeichnung lautete "Cella Ratoldi". Um 1100 erhielt der Ort das Marktrecht und wohl auch das Münzrecht. Gleichzeitig wurde die Siedlung erweitert. 1267 erhielt Radolfzell die Stadtrechte. In der Folgezeit erhielt die Stadt eine Ummauerung mit vier Toren. Drei Türme und Reste der Mauer sind heute noch erhalten. 1415 wurde Radolfzell Reichsstadt, doch musste sie sich 1455 Österreich unterwerfen. Sie gehörte dann zur Landgrafschaft Nellenburg. Zur Stadtherrschaft gehören auch einige umliegende Orte.
1609 wurde Radolfzell Sitz des Ritterkantons Hegaus. Die Kanzlei befand sich in einem ehemaligen Adelshof, der 1810 Sitz des Bezirksamtes wurde.
1806 fiel die Stadt an Württemberg und kam 1810 im Tausch an das Großherzogtum Baden. Hier wurde die Stadt Sitz eines Bezirksamtes, das 1872 aufgelöst wurde. Seither gehört Radolfzell zum Bezirksamt Konstanz, aus dem 1939 der Landkreis Konstanz hervorging.
1928 wurde in Radolfzell die Süddeutsche Vogelwarte als private Vogelwarte eingerichtet. Doch musste diese 1938 wieder schließen. Nach dem 2. Weltkrieg siedelte die Vogelwarte Rossitten in das Schloss Bodman im heutigen Radolfzeller Stadtteil Möggingen um. Seither beherbergt die Stadt wieder eine Vogelwarte.
Infolge der Eingliederung von sechs Nachbargemeinden überschritt die Einwohnerzahl Mitte der 1970er Jahre die Grenze von 20.000. Daher wurde Radolfzell 1975 zur Großen Kreisstadt erhoben.
1990 war Radolfzell Bundesumwelthauptstadt.
Auch die Stadtteile Radolfzells haben eine lange Geschichte:
Böhringen wurde 1125 als "Peringen" erstmals erwähnt. Der Ort gehörte dem Kloster Reichenau und war ab 1420 dem Ammanamt Radolfzell unterstellt, dann zum habsburgischen Amt Aach und schließlich ganz zur Stadt Radolfzell. Die Landeshoheit lag somit bei Österreich, der Blutbann bei den Landgrafen von Nellenburg. 1805 fiel der Ort mit Radolfzell an Württemberg, kam 1810 an Baden und wurde dem Bezirksamt Radolfzell zugeordnet.
Güttingen wurde 860 als "Chutininga" erstmals erwähnt. Besitzungen hatte das Kloster St. Gallen. Im 12. Jahrhundert tauchen die Herren von Güttingen auf, zwei Burgen sind im 16. Jahrhundert erwähnt. Im 15. Jahrhundert gehörte das Niedergericht den Herren von Bodman und der Konstanzer Familie Blarer. Letztere verkauften ihren Besitz 1504 an die Herren von Bodman, die ihn an Homburg veräußerten und dann wieder zurückkauften. Bei den Herren von Bodman verblieb Güttingen als Hegauer ritterschaftlicher Ort, kam 1806 an Baden und wurde dem Bezirksamt Konstanz zugeordnet.
Liggeringen wurde 806 als "Lütteringen" erstmals erwähnt. Schon früh gehörte der Ort zum Kloster Reichenau, doch gab es bis 1135 die Herren von Liggeringen als Edelfreie. Das Niedergericht war teilweise an die Herren von Bodman verpfändet, die den Ort und die Vogtei ab dem 16. Jahrhundert endgültig besaßen. 1744 bis 1774 war der Ort vorübergehend an das Heilig-Geist-Spital Konstanz verpfändet. 1806 kam der Ort an Baden und wurde 1807 dem Bezirksamt Konstanz zugeordnet.
Markelfingen wurde 724 als "Marcolfinga" erstmals erwähnt. Schon früh gehörte der Ort zum Kloster Reichenau und wurde im 16. Jahrhundert von Ministerialen verwaltet und kam mit Reichenau schließlich an das Hochstift Konstanz. 1803 fiel der Ort an Baden und gehörte bis 1809 zum Amt Reichenau, seither zum Bezirksamt Konstanz.
Möggingen wurde 860 als "Mechinga" erstmals erwähnt. Besitzungen hatte das Kloster St. Gallen sowie der Konstanzer Bischof. Eine örtliche Herrschaft und eine Burg ist bis ins 15. Jahrhundert belegt. Im 14. Jahrhundert gelangte der Ort an die Herren von Bodmann, die ihn vorübergehend an die Herren von Homburg verkauften, dann aber wieder zurückkauften. 1806 kam Möggingen an Baden und wurde dem Bezirksamt Konstanz zugeordnet. 1924 wurde der Nachbarort Dürrenhof eingemeindet.
Stahringen wurde 1127 als "Stalringen" erstmals erwähnt. Besitzungen hatte der Konstanzer Bischof. Die Konstanzer Ministerialien verkauften den Ort 1565 an die Herren von Bodman. 1614 gelangte er an das Kloster St. Gallen und 1744/49 fiel er wieder an den Konstanzer Bischof. Den Blutbann hatte Nellenburg inne. 1805 fiel der Ort an Baden, die nellenburgischen Rechte waren mit Württemberg strittig. Bis 1810 war Stahringen Sitz eines Unteramtes innerhalb des Amtes Bohlingen, bevor es zum Amt Stockach kam, aus dem 1939 der Landkreis Stockach hervorging. Bei dessen Auflösung 1973 kam der Ort zum Landkreis Konstanz.
Eingemeindungen
In die Stadt Radolfzell am Bodensee wurden folgende Gemeinden bzw. Gemeindeteile eingegliedert:
- 1. Januar 1974: Liggeringen, Markelfingen, Möggingen (mit dem 1924 eingegliederten Dürrenhof) und Stahringen
- 1. Januar 1975: Böhringen (mit dem 1892 eingegliederten Rickelshausen) und Güttingen
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
Radolfzell gehörte anfangs zum Bistum Konstanz. Unweit der von Ratold gegründeten Zelle entstand eine Kirche, die den Heiligen Senesius und Theopont geweiht wurde. Im 11. Jahrhundert kam noch der Hl. Zeno dazu. Die drei Stadtpatrone nannte man auch die "Hausherren". Die Kirche wurde 1436 bis 1531 durch das heutige Münster, das Unserer Lieben Frau geweiht wurde, ersetzt. Diese Kirche blieb über Jahrhunderte die einzige Pfarrkirche der bis ins 19. Jahrhundert katholisch gebliebenen Stadt. Doch gab es auch einige Klöster und Kapellen. So wurde im 14. Jahrhundert das Franziskaner-Tertiarierinnen-Kloster St. Ursula gegründet, das aber bereits 1525 abging. Die zugehörige Kapelle wurde im 17. Jahrhundert neu errichtet, im 19. Jahrhundert jedoch wieder abgebrochen. Ein Kapuzinerkloster wurde 1625/27 errichtet und 1826 aufgehoben. Die dazugehörige Kirche St. Georg aus dem Jahr 1660 wurde zu einem Wohnhaus umgebaut. Eine Kapelle St. Anna wurde 1727 gestiftet, eine weitere (St. Wolfgang) auf der Mettnau 1784 abgebrochen. Im Heilig-Geist-Spital von 1343 wurde später ein Altenheim eingerichtet.
Die Kirchengemeinde Radolfzell kam 1821/27 zum neu gegründeten Erzbistum Freiburg. Durch starken Zuwachs der Bevölkerung wurde 1937 die Kuratie St. Meinrad errichtet, die 1957 bis 1959 eine eigene Kirche erhielt, an der 1964 eine Pfarrei errichtet wurde.
Auch in den Radolfzeller Stadtteilen gibt es jeweils katholische Gemeinden, die schon eine lange Tradition haben. In Böhringen wurde bereits 1426 ein Bartholomäuskapelle erwähnt, doch wurde die ursprüngliche Filiale von Radolfzell erst 1728 zur Pfarrei St. Nikolaus erhoben. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1958. Dabei wurde die alte Kirche von 1730 in die Vorhalle einbezogen. In Güttingen wurde 1155 eine Kirche erwähnt. Die Pfarrei wurde wohl bereits im 13. Jahrhundert errichtet. Die heutige Kirche St. Ulrich wurde 1795 auf älteren Resten erbaut und 1884 bis 1896 erweitert und im 20. Jahrhundert nochmals umgebaut. In Liggeringen wurde 1360/70 eine Pfarrei genannt. Die heutige Pfarrkirche St. Georg wurde aber erst 1905 im neoromansichen Stil erbaut. Dabei dient die 1711 bis 1717 erbaute alte Kirche als Nordquerhaus. In Markelingen gibt es ebenfalls seit dem 14. Jahrhundert eine Pfarrei. Die Pfarrkirche St. Laurentius wurde 1612 erbaut. Die ehemalige Wallfahrtskapelle St. Anna aus dem 17. Jahrhundert wurde 1816 zu einem Wohnhaus umgebaut. In Möggingen wurde die dortige Pfarrei 1275 erwähnt. Die Pfarrkirche St. Gallus stammt aus dem Jahr 1749, die Innenausstattung ist neoromanisch, der Turm wurde erst 1839 angebaut. Stahringen hat seit 1740 eine eigene Pfarrei, doch wird bereits 1482 eine Kapelle genannt. Die heutige Pfarrkirche St. Zeno wurde 1836 erbaut. Alle genannten katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Östlicher Hegau des Erzbistums Freiburg. Sie bilden die beiden Seelsorgeeinheiten St. Radoltus Radolfszell (Münster ULF) und St. Meinrad Radolfzell.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Protestanten nach Radolfzell. 1869 wurde eine eigene Gemeinde gründet, die zunächst von der Pfarrei Singen, dann von Stockach aus betreut wurde. 1904 wurde Radolfzell eine eigene Pfarrei, nachdem 1898 eine Kirche erbaut worden war. Diese wurde jedoch 1963 abgebrochen. Die heutige Christuskirche entstand 1965 bis 1967. Zur Gemeinde Radolfzell gehörten bis 1970 auch die Protestanten der heutigen Stadtteile. Doch wurde in Böhringen 1970 ein Vikariat und 1972 eine eigene Pfarrei errichtet. Die Paul-Gerhardt-Kirche war bereits 1958 erbaut worden. Zur Gemeinde Böhringen gehören auch die Protestanten der Stadtteile Güttingen, Liggeringen, Markelfingen, Möggingen und Stahringen sowie weitere Nachbarorte. Beide evangelischen Kirchengemeinden im Radolfzeller Stadtgebiet gehören zum Dekanat Konstanz der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Radolfzell auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-methodistische Gemeinde (Methodisten), eine Freie Evangelische Gemeinde und eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) in Stahringen. Ferner sind die Jehovas Zeugen und die Neuapostolische Kirche in Radolfzell vertreten.
Politik
Gemeinderat
Seit der Kommunalwahl setzt sich der Gemeinderat von Radolfzell am Bodensee wie folgt zusammen:
- CDU 10 Sitze
- SPD 5 Sitze
- Freie Wähler 5 Sitze
- Freie Grüne Liste 4 Sitze
- FDP/DVP 2 Sitze
Oberbürgermeister
An der Spitze der Stadt stand zunächst der reichenauische Vogt, dem der Ammann und der Rat unterstanden. 1421 erwarb die Stadt das Amt des Ammanns von der Reichenau. Daneben gab es einen kleinen Rat und einen großen Rat. Nach dem Übergang an Baden 1810 leitete ein Bürgermeister die Stadtverwaltung.
Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1975 trägt das Stadtoberhaupt von Radolfzell am Bodensee die Amtsbezeichnung "Oberbürgermeister". Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister von Radolfzell am Bodensee seit 1793
- 1793-1808: Anton Leibes
- 1808-1814: Josef Hermanuz
- 1815-1816: Max Frey
- 1817-1822: Peter Mayer
- 1823-1825: Josef Grüner
- 1825-1838: Anton Spachholz
- 1838-1851: Johann Baptist Mohr
- 1851-1852: Josef Spachholz
- 1852-1864: Johann Häusler
- 1864-1865: Johann Drescher
- 1866-1867: Dominik Noppel
- 1867-1880: Josef Anton Vogt
- 1880-1891: Konstantin Noppel
- 1891-1894: August Sommer
- 1894-1902: Franz Mattes
- 1902-1911: Heinrich Riedlinger
- 1911-1934: Otto Blesch
- 1934-1935: Eugen Speer
- 1935-1942: Josef Jöhle
- 1942-1945:August Kratt, kommissarisch als 1. Beigeordneter
- 1945: Otto Blesch
- 1945-1955: Wilhelm Gohl
- 1955-1958: Hermann Albrecht
- 1958-1976: Fritz Riester
- 1976-2000: Günter Neurohr
- 2000-heute: Dr. Jörg Schmidt
Wappen
Das Wappen von Radolfzell am Bodensee zeigt in gespaltenem Schild vorne in Gold einen golden gekrönten, golden bewehrten und rot gezungten roten Löwen, hinten in Silber ein durchgehendes, halbes rotes Kreuz am Spalt. Die Stadtflagge ist rot-weiß-gelb.
Die Wappensymbole tauchen erstmals in einem Siegel aus dem Jahr 1483 auf. Dabei handelt es sich um den habsburgischen Löwen und das Reichenauer Kreuz. 1526 wurde der Löwe mit einer Krone versehen. Das Stadtbanner ist seit 1388 überliefert.
Städtepartnerschaften
Radolfzell unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Amriswil, Kanton Thurgau, Schweiz, seit 1945
- Istres en Provence, Frankreich, seit 1974
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Stadt liegt an den Bahnstrecken (Karlsruhe - ) Singen—Radolfzell—Konstanz ("Schwarzwaldbahn", Nahverkehrslinie "Seehas" der SBB GmbH) und (Basel — Singen —) Radolfzell — Friedrichshafen — Lindau ("Bodensee-Gürtelbahn", Nahverkehrslinie "Seehänsele" der DB ZugBus RAB) und gehört dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee an. In Stahringen zweigt die vor einigen Jahren reaktivierte Strecke nach Stockach ab (Nahverkehrslinie "Seehäsle" der SBB GmbH).
Ortsansässige Unternehmen
Große ansässige Industriebetriebe sind die
- [http://www.allweiler.de Allweiler AG] (Kreisel- und Verdrängerpumpen)
- [http://www.schiesser.com/schiesser.html Schiesser AG] (Tages- und Nachtwäsche)
- [http://www.trwauto.de/images/bcs_radolfzell_de.pdf TRW Automotive Body Control Systems GmbH] (Elektronikkomponenten für Automobilhersteller)
Behörden
Radolfzell hat ein Amtsgericht, eine Kammer des Arbeitsgerichtes Lörrach und ein Notariat.
Medien
In Radolfzell erscheint als Tageszeitung eine Lokalausgabe des in Konstanz erscheinenden "Südkurier".
Bildung und Forschung
Radolfzell ist Sitz der Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie, die in Andechs einen weiteren Sitz hat.
Die Stadt Radolfzell am Bodensee ist Träger eines Gymnasiums ([http://www.fhg-radolfzell.de/ Friedrich-Hecker-Gymnasium]), einer Realschule ([http://www.rsrzell.kn.bw.schule.de/start.html Realschule Radolfzell]), einer Förderschule (Radolfzeller Hausherren Schule), drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Böhringen, [http://www.ratoldusschule.de/ Ratoldusschule-Grund- und Hauptschule] und Tegginger-Grund- und Hauptschule) sowie sechs Grundschulen (Güttingen, Liggeringen, Markelfingen, Möggingen, Stahringen und der Sonnenrain-Grundschule).
Der Landkreis Konstanz ist Träger der Gewerblichen, Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schule Radolfzell und der Mettnau-Schule (Hauswirtschaftliche und Sozialpädagogische Schule).
Das private Abendgymnasium der VHS rundet das Schulangebot in Radolfzell ab.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Das ehemalige "Milchwerk" ist das Tagungs- und Kulturzentrum der Stadt. Es ist für bis zu 1650 Personen ausgelegt und wird für Tagungen, Seminare, Messen, Ausstellungen, Modenschauen, Bälle, Theaterveranstaltungen, Konzerte, Tanzveranstaltungen, Musicals und Kleinkunstdarbietungen genutzt. Das Gebäude umfasst mehrere Tagungsräume verschiedener Größe.
Ferner gibt es noch die "Villa Bosch" für Veranstaltungen wie Kleinkunst, Konzerte und Tagungen. Sie dient außerdem als städtische Galerie. Das Gebäude wurde von dem Apotheker Franz Karl Josef Bosch (1809 bis 1881) im Jahre 1865 erbaut.
Museen
Das Stadtmuseum Radolfzell wurde Ende 2003 geschlossen. Ein neues Museum wird in der ehemaligen Stadtapotheke voraussichtlich 2006 eröffnet werden.
Bauwerke
2006
Das heutige Rathaus wurde 1847 anstelle des alten Rathauses von 1421 erbaut. Das Münster ist ein spätgotischer Bau, der wahrscheinlich eine ältere spätromanische Basilika ablöste. Weitere Kirchen in der Kernstadt sind die katholische Kirche St. Meinrad von 1957/59 und die evangelische Christuskirche von 1965/67.
In den Stadtteilen gibt es meist alte katholische Kirchen und zwar in Güttingen (St. Ulrich, erbaut 1795, 1884 1896 erweitert), in Markelingen (St. Laurentius, erbaut 1612) und in Möggingen (St. Gallus 1749 erbaut, Turm von 1839)
Die Kirche St. Zeno in Stahringen wurde erst 1836, die Kirche St. Georg Liggeringen 1905 im neoromansichen Stil und die Kirche St. Nikolaus in Böhringen erst 1958 erbaut. Aus dem gleichen Jahr stammt auch die evangelische Paul-Gerhardt-Kirche in Böhringen.
Das Österreichische Schlößchen wurde ab 1609 begonnen, doch zog sich der Bau soweit hin, dass der Bau bis ins 18 Jahrhundert als Fruchtschütte, Weinlager und Speicher genutzt wurde. Erst dann wurde er fertiggestellt und war zunächst Rathaus (1734 ff.) und dann Schulhaus. Heute befindet sich hier die Stadtbibliothek.
Der Stadtgarten wurde 1924 eröffnet. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Stadtgraben.
Das Kapuzinerkloster wurde 1625-27 errichtet, doch bereits 1632 abgerissen, aber 1659/60 wieder aufgebaut. 1826 wurden die Wohngebäude abgerissen und die Klosterkirche zu einem Wohnhaus umgebaut. Heute sind hier städtische Dienststellen untergebracht.
Der Pulverturm und der Höllturm sind Teile der ehemaligen Stadtbefestigung. Die Alte Domprobstei war von 1485 bis 1631 ein Pfleghof der Domprobstei Konstanz sowie Amtssitz der Verwaltung.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Januar: Bodensee-Hochzeitsmesse
- Juli: "Hausherrenfest"
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Radolfzell am Bodensee hat u. a. folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- Robert Gerwig, Bauingenieur
- Karl Wolf, Generaldirektor der Pumpenfabrik Gotthard Allweiler AG
- Gustav Troll, Bürgermeister (1974)
- Werner Messmer, Unternehmer
- Monsignore Friedrich Wilhelm Werber
Söhne und Töchter der Stadt
- 1540, Markus Tegginger, Weihbischof, Professor und Stifter
- 1742, Johann Georg Wieland, Bildhauer und Stukkator
- 1908, 15. Mai, Emil Joseph Diemer, Schachspieler
- 1956, 16. September, Josef "Seppo" Eichkorn, Fußballtrainer
- 1961, 24. März, Jörg Baberowski, Historiker
Literatur
- Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
Weblinks
- [http://www.radolfzell.de/ Internetpräsenz der Stadt Radolfzell]
Kategorie:Landkreis Konstanz
Kategorie:Ort in Baden-Württemberg
Kategorie:Ort in Provence-Alpes-Côte d'AzurKategorie:Provence-Alpes-Côte d'Azur
Kategorie:Ort in Frankreich
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Wanci
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- janari leutik kira-kira tabuh 01.30
- janari gedé kira-kira tabuh 02.00
- disada rorongkéng (kongkorongok hayam sakali) kira-kira tabuh 02.30
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Formula
Rumus (Ing. formula) nyaéta jalan ringkes keur méré gambaran informasi (saperti dina matematik atawa rumus kimia) atawa "hubungan umum antar kuantitas". Salah sahiji nu kawentar nyaéta rumus Albert Einstein E = m × c 2 (tempo Special relativity).
Tempo ogé
- WikiMath: how to write mathe
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Regression
Sacara umum, regresi nyaeta pindah ka arah tukang. Sacara husus:
- Watesan keur eksplorasi, with the assistance of a therapist, of (possibly unpleasant) past memories as part of the treatment for mental illnesses. See psychotherapy, hypnotherapy.
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Rao-Blackwell theorem
Dina statistik, téoréma Rao-Blackwell ngagambarkeun hiji téhnik nu bisa ngarubah bentuk estimator nu teu jelas jadi hiji estimator nu optimal ku kriteria mean-kasalahan kuadrat atawa kriteria sejen nu ampir sarupa. (Pronunciation: Rao rhymes with "cow".)
Sababaraha harti prasarat
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Lehmann-Scheffé theorem
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Sunda mangrupa idéntitas pikeun hiji séké sélér nu nyicingan utamana bagian kulon pulo Jawa (katelah Tatar Sunda atawa Pasundan, ngawengku propinsi Jawa Kulon, Banten, jeung bagian kulon Jawa Tengah), nyaéta psikologis nu ngajalankeun éstimasi statistis atawa inferensi statistis. Harti ieu dibédakeun tina nu disebut panalungtikan psikologi kualitatif; tapi, loba ogé psikolog nu teu pati ngabédakeun antara panalungtikan kuantitatif jeung kualitatif. Sohéh h
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