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Italien
Italien (italienisch Italia) ist ein Staat in Europa am Mittelmeer. Angrenzende Staaten sind Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien, sowie die Enklaven San Marino und die Vatikanstadt (in Rom). Zu Italien gehören die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba.
Italien ist unter anderem bekannt für seine Küche, Mode- und Designerartikel, Bekleidungsindustrie, Architektur, Kunst, Musik und Touristenziele.
Geografie
Die Form des Landes erinnert an die eines Stiefels. Diese Halbinsel wird vom einem Gebirgszug, dem Appenin, in der Längsachse durchzogen. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden u. a. die Italienische Riviera in Ligurien, die Etruskische Riviera in der Toskana sowie der Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet. Siehe auch Riviera.
Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien.
Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane: der Ätna und der Stromboli (und weitere kleinere um Sizilien herum).
Neben der Hauptstadt Rom sind die bedeutendsten Städte Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Bologna, Florenz, Bari, Catania und Palermo.
Der höchster Berg Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur 4.748 m.
Bevölkerung
Italien hat eine Einwohnerzahl von 58.462.375 Einwohnern und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 22, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem 4. Rang hinter Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Stadt- und Landbevölkerung
Rund 67% der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt.
Größte Städte
(Einwohner 31. Dezember 2004)
Lebenserwartung
Italien ist nach Japan das Land mit der höchsten Lebenserwartung der Welt. Sie beträgt bei Männern 78 Jahre, bei Frauen rund 83. Rund 19 % der Italiener sind älter als 65 Jahre. Die Italiener führen somit in Europa vor den Griechen und den Schweden die Liste der "langlebigsten" Bevölkerung an. Als Grund wird häufig die italienische Küche, also die mediterrane Ernährung,angeführt.
Religiöse Zugehörigkeit
Mit 83,2 % Katholiken und 16,2 % Konfessionslosen ist Italien ein katholisch geprägtes Land. Nur 0,6 % der Einwohner gehören anderen Religionen an, darunter 231.226 Zeugen Jehovas und 35.000 Juden sowie Protestanten und Muslime. Die Katholische Kirche ist traditionell sehr stark in Italien, was sich in einer hohen Zahl an Priestern (25,823) und Kardinälen (38) wiederspiegelt [http://www.nationmaster.com/red/country/it/Religion&b_cite=1].
Sprachen
Neben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch. Darüber hinaus stehen weitere Minderheitensprachen unter besonderem Schutz (durch die Verfassung und ein präzisierendes Gesetz aus dem Jahr 1999): Albanisch, Katalanisch, Griechisch, Kroatisch, Franko-Provenzalisch, Furlanisch, Okzitanisch und Sardisch. Zum Teil streben die jeweiligen Gemeinschaften einen Ausbau ihrer Sprache zur Amtssprache an.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Italiens
Italien, vor allem Mittel- und Süditalien, ist schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und war Zentrum des Römischen Reichs. Nach dem Einfall der Goten zersplitterte das Land in viele kleine Staaten und wurde so zu einem „politischen Spielball“ der umliegenden Großmächte.
In der Risorgimento-Epoche, Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde Italien unter Vorherrschaft des Königreichs Piemont-Sardinien, vor allem durch die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi, zum Königreich Italien vereinigt. Da Italien sich zu Beginn des ersten Weltkriegs aus dem Dreibund gelöst hatte und der Entente beigetreten war, konnte das Königreich auf der Seite der Siegermächte das österreichische Südtirol annektieren.
Im Oktober 1922 übernahmen Benito Mussolini und seine Fascii genannten Gefolgsleute durch den Marsch auf Rom die Macht in Italien.
Schritt für Schritt wandelte Mussolini das Königreich in einen totalitären Staat um und setzte sich, ähnlich wie später Hitler, selbst als "Duce" an die Spitze von Volk und Staat.
Noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges überfiel Italien Abessinien, diese völkerrechtswidrige Besetzung war Teil von Mussolinis erklärtem Ziel, das alte (antike) Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Durch verschiedene Abkommen band sich Mussolini an das Deutsche Reich und Adolf Hitler. Schließlich trat Italien auf der Seite der Achsenmächte, nach merklichem Zögerns des Duce, in den Zweiten Weltkrieg ein. Mit dem Rückzug der italienischen Truppen vor den anrückenden Alliierten und dem Sturz der faschistischen Regierung in Rom im Herbst 1943, wechselte Italien die Fronten und erklärte nunmehr seinem vormals Verbündeten den Krieg. Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde mit dem Widerstand der Resistenza beantwortet. Als sich die deutschen Verbände im Juni 1944 bis zur „Gotenlinie“ im Apennin zurückzogen und italienische Partisanen ihre Überfälle auf deutsche Soldaten verstärkten, kam es zu Massakern an der Zivilbevölkerung und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer. Am 28. April 1945 kapitulierten die Wehrmachtsverbände in Italien vor den Westalliierten . Durch den Frontwechsel blieb Italien nach Kriegsende von größeren Gebietsabtretungen verschont. (Umland von Triest an Jugoslawien bzw. Slowenien und Kroatien, Dodekanes an Griechenland, kleinere Grenzberichtigungen zugunsten von Frankreich).
Die jüngste Geschichte Italiens zeichnet sich durch häufige Regierungswechsel und hohe Inflation aus. Italien ist Gründungsmitglied der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (Vorläufer der EU) und hat 2001 seine Währung „Lira” durch den Euro abgelöst.
Politik
Hauptartikel: Italienische Politik
Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, das Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat), die alle fünf Jahre gewählt werden und absolut gleichberechtigt sind. Regierungschef ist der Ministerpräsident, seit 2001 Silvio Berlusconi.
Zudem ist Italien Mitglied in mehreren überstaatlichen Organisationen. Mit dem 4. April 1949 erfolgte der Eintritt in die NATO. Seit dem 14. Dezember 1955 gehört Italien den Vereinten Nationen an. Zudem ist das Land als Gründungsmitglied der Europäischen Union am 1. Januar 1958 ein bedeutender Ansprechpartner in Europa.
Siehe auch: Liste der italienischen Premierminister
Schulwesen und Bildung
Hauptartikel: Schulsystem in Italien
Das Schulwesen Italiens ist - vor allem im Pflichtschulbereich - durch große Einheitlichkeit gekennzeichnet. Die wesentlichen Bestimmungen für Unterricht und Erziehung sind in Mailand nicht anders als in Palermo. Unterschiede gibt es lediglich im Bereich der beruflichen Bildung, die zum Kompetenzbereich der einzelnen Regionen gehört.
Das Schulsystem gliedert sich in folgende drei Bereiche: Kindergarten (scuola dell' infanzia, 3-6), Pflichtschule (scuola elementare, 6-11; scuola media 11-14) , Oberstufe (Liceo: classico, scientifico, linguistico, artistico, economico, tecnologico, musicale, delle scienze umane; 14-19). Die früheren Fachoberschulen (istituti tecnici),
die auch schon früher zur allgemeinen Hochschulreife führten, werden in Gymnasien umgewandelt.
Italien hat in der Fremdsprachenausbildung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte
gemacht: Englisch wird bereits in der Grundschule unterrichtet, eine zweite lebende
Fremdsprache kommt in der Sekundarstufe I dazu. Die 5-jährigen Gymnasien sehen daneben
i.d.R. Lateinunterricht vor, beim altsprachlichen Liceo Classico kommt noch Griechisch dazu.
Die Schulpflicht ist 2004 von 9 Jahren (6-15) auf 12 Jahre (6-18) verlängert worden.
Wer bereits nach der 12. Klasse das Gymnasium ohne Abitur (Diploma di Maturitá, 13. Klasse) verlässt, erhält automatisch eine Zugangsberechtigung zu einer Art Fachhochschule.
Wer mit 14 nicht auf das Gymnasium gehen will, muss eine Ausbildung an einer regionalen
Berufsfachschule machen (die u.U. mit einer Staatsprüfung und dem beruflichen Abitur abgeschlossen werden kann). Nach dem ersten Ausbildungsjahr kann alternativ eine betriebliche Ausbildung durchgeführt werden. Wer vor Vollendung des 18. Lebensjahres einen ersten
berufsqualifizierenden Abschluss erreicht, wird von der zwölfjährigen Schul- und Ausbildungspflicht freigestellt.
Gesundheit und Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem in Italien ist wie in GB als nationaler Gesundheitsdienst stukturiert. Die Hausärzte erhalten eine Kopfpauschale für die Patienten, die in einer Liste registriert wurden. Negativ wird die lange Wartezeit auf stationäre Behandlung gesehen. Trotzdem hat die WHO in einem Ranking der Gesundheitssysteme Italien nach Frankreich auf den 2. Platz gestellt.
Die statistisch etwas längere Lebenserwartung wird mit einer sog. mediterranen Kost erklärt. Diese enthält z.B. viel Fisch und Olivenöl.
Leider ist auch in Italien Übergewichtigkeit auf dem Vormarsch.
Politische Gliederung
WHO
Italien ist politisch in 20 Regionen (regioni) mit jeweils eigener Regierung gegliedert, die allerdings weniger Kompetenzen haben als etwa die deutschen Bundesländer oder gar die Schweizer Kantone. Diese Regionen sind in insgesamt 108 Provinzen (province) und diese in Gemeinden unterteilt. Fünf Regionen haben einen Sonderstatus (statuto speciale), das ihnen eine größere Autonomie gewährt; diese sind in der folgenden Liste mit einem Stern markiert.
- Abruzzen (Abruzzo)
- Aostatal (Valle d'Aosta) -
- Apulien (Puglia)
- Basilikata (Basilicata)
- Emilia-Romagna
- Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia) -
- Kalabrien (Calabria)
- Kampanien (Campania)
- Latium (Lazio)
- Ligurien (Liguria)
- Lombardei (Lombardia)
- Marken (Marche)
- Molise
- Piemont (Piemonte)
- Sardinien (Sardegna) -
- Sizilien (Sicilia) -
- Toskana (Toscana)
- Venetien (Veneto)
- Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige) -
- Umbrien (Umbria)
Siehe: Liste der italienischen Regionen, Liste der italienischen Provinzen
Wirtschaft
Italien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die italienische Wirtschaft ist die sechstgrößte der Welt (2003) und ist bezüglich ihres BIP mit der Frankreichs und Großbritanniens vergleichber.
Italien besitzt, bis auf einige Erdgasvorkommen in der Poebene und in der Adria kaum natürliche Ressourcen wie Eisen, Kohle oder Öl. Die Stärke der italienischen Wirtschaft liegt im verarbeitenden Gewerbe, vor allen in kleinen und mittelständischen familiengeführten Unternehmen. Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinenbau, Autos, Chemie, Pharmaprodukte, elektronische Produkte, Mode und Kleidung.
Seit 2002 ist der Euro in Italien gesetzliches Zahlungsmittel. Dieser löste die italienische Lira ab.
Italien ist mit ca. 52 Millionen Hektolitern der zweitgrößte Weinproduzent der Welt (nach Frankreich, Stand: 2000). Siehe hierzu Weinbau in Italien
Zu den wichtigsten italienischen Exportgütern zählen Maschinenbauerzeugnisse, Textilien/Bekleidung, Kraftfahrzeuge und Erzeugnisse der chemischen Industrie
Italien hatte bis 1990 einige Atomkraftwerke. Ausgelöst durch die Tschernobyl-Katastrophe führte Italien ab 1987 einen schrittweisen Atomausstieg durch. 1990 wurde das letzte italienische Atomkraftwerk abgeschaltet. Heute importiert Italien seinen Strom überwiegend aus Frankreich und der Schweiz.
Nord-Süd-Gefälle
Charakteristisch für Italien ist die Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden mit seinen großen Wirtschaftzentren und Metropolen Mailand, Turin und Genua verfügt über einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und ist somit wirtschaftlich mit den nördlichen Nachbarländern vergleichbar. Der Süden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, ist eine der strukturschwächsten Regionen der EU-15 und ist noch immer stark landwirtschaftlich geprägt. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenraten, die für die Jugend Extreme annimmt, eine erhöhte Kriminalitätsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kalabrien und auf Sizilien die Macht über viele Wirtschaftszweige ausübt.
Kultur
Italien hat in Europa schon sehr früh eine entscheidende Rolle in Kunst und Kultur gespielt. Die römische Antike war in der Zeit des Römischen Reiches Vorbild aller Bauwerke Europas. Auch im Mittelalter und in der Zeit der Renaissance war Italien das Ausgangsland der europäischen Kunst, Kultur und Forschung. Auf dem Gebiet der Malerei, Bildhauerei und Architektur brachte Italien eine Fülle bedeutender Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Botticelli, Raphael, Fra Angelico und Michelangelo hervor.
Italien ist weltbekannt für seine Kunst und Kultur, für seine Gebäude wie das Kolosseum und der schiefe Turm von Pisa, genauso wie für sein Essen (Pizza, Pasta, etc.), Wein, Lebensart, Eleganz, Design, Film, Theater, Literatur, Poesie, Malerei, Musik (insbesondere die Oper) und allgemein gesprochen, für guten Geschmack.
Bedeutende Personen Italiens
Hauptartikel: Liste berühmter Italiener
Feiertage
Medien
Italien verfügt über ein sehr großes Netz an Massenmedien. Neben der traditionellen Zeitung und dem Fernsehen setzt sich immer stärker das Internet durch. Das Mobiltelefon hat einen sehr großen Erfolg in Italien erlebt, der immer noch anhält. Dabei haben Prepaid-Karten die Überhand, da die Tarife im Vergleich mit anderen Staaten der EU, vor allem aber mit Postpaid-Tarifen billig sind. Die Organisation Freedom House stufte die italienischen Medien 2004 von "frei" auf "teilweise frei" herab. Dies lässt sich mit dem zunehmenden und großen Einfluss Silvio Berlusconis auf das italienische Fernsehen und Teile der italienischen Presse zurückführen.
Presse
Die italienische Tagespresse hat ein Angebot aus überregionalen Zeitungen und vielen regional sehr bedeutsamen Blättern. Sie unterscheiden sich weniger in ihrem Inhalt als viel mehr in ihrer Verbreitung und Prestige. Neben den großen Tageszeitungen La Repubblica aus Rom, Il Corriere della Sera aus Mailand und La Stampa aus Turin existieren viele bedeutsame Lokalzeitungen, z. B. La Nazione aus Florenz oder Il Mattino aus Neapel. Sowohl die Zeitungen regionalen als auch überregionalen Charakters haben inhaltlich Nachrichten aus In- und Ausland, regionale und lokale Geschehnisse werden ebenfalls in den großen Tageszeitungen erwähnt.
Die meisten Tageszeitungen nennen sich zwar quotidiano indipendente, also "täglich unabhängig" sind jedoch mehr oder weniger von politischen und kommerziellen Interessen beeinflusst. Die Bezeichnung stammt daher, weil sie sich von den reinen Parteizeitungen wie der kommunistischen L'Unita oder der christlich-demokratischen Il Popolo unterscheiden, welche ihre Parteizugehörigkeit nicht leugnen.
Die meisten Tageszeitungen sind in einer relativ anspruchsvollen Aufmachung und Gestaltung, es wird sehr bewusst nach einem qualitativen und intellektuellen Schreibstil gestrebt. Dennoch wird im europäischen Vergleich in Italien wenig Zeitung gelesen, Italien rangiert dabei relativ weit unten.
Die Bandbreite der italienischen Wochenzeitschriften ist vergleichbar mit der des deutschsprachigen Raumes. Dabei kann man auch die Unterscheidung zwischen Klatschpresse und anspruchsvollen Magazinen erkennen. Doch auch populäre Wochenzeitschriften, z. B. Oggi, Gente oder La Domenica del Corriere, bemühen sich um sehr hohe Qualität. Einige Tageszeitungen geben ebenfalls Sonntagsausgaben heraus.
Rundfunk und Fernsehen
Die drei nationalen Radioprogramme sowie die Fernsehsender RAI Uno, RAI Due sowie RAI Tre sind unter der staatlich kontrollierten Organisation RAI-TV zusammengefasst. Daneben existieren eine große Menge verschiedener Privatsender, die ihre Stationen in fast jeder größeren Stadt haben. Diese finanzieren sich durch einen sehr hohen Anteil an Werbung, das Programm besteht zu großen Teilen aus Musik und Shows.
Dennoch ist die Qualität der Privatanstalten sehr differenziert. Einige wenige etablierte Sender schlossen sich zu einem großen Sendernetz zusammen, andere hingegen beschränken sich auf die Ausstrahlung von Filmen, deren Qualität teilweise fraglich ist. Insgesamt existieren in Italien rund 1.700 Fernsehanstalten, die rund 30 Millionen Zuschauer erreichen.
Unbestritten ist dabei der große Einfluss des amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf die Medien. Seit seiner Präsidentschaft nimmt er auch zunehmend Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Medien, etwa auf die Organisation RAI.
Weiterhin sind drei italienweit terrestrisch empfangbare Sender im Privatbesitz Berlusconis. Unter dem Namen Mediaset sind die Privatsender Canale 5, Italia 1 und Rete 4 zusammengefasst. Berlusconi hat diese Sender in den Jahren 1980-1984 aufgekauft und sie erreichen täglich ein Millionenpublikum und strahlen populäre Sendeformate wie Reality Shows und Sportübertragungen aus. In die Kritik gerieten die Sender vor allem durch die einseitige innenpolitische Berichtserstattung während der letzten Präsidentschaftswahlen in Italien.
Sport
Die beliebteste italienische Sportart
ist der Fußball (Calcio). Der italienische Fußball verfügt über sehr bekannte Fußballvereine, die bei internationalen Turnieren viele Erfolge errangen. Diese Vereine sind Juventus Turin, Inter Mailand, AC Mailand, Lazio Rom, AS Roma, AC Parma.
Vor allem in den nördlichen Landesteilen, im Aostatal, im Veltlin und in Südtirol hat der Skisport große Beliebtheit erlangt. Viele Touristen verbringen ihren Urlaub in der Nähe einer dieser italienischen Skigebiete. Zwei der heutzutage bekanntesten Skifahrer bei den Herren ist Giorgio Rocca und bei den Damen Isolde Kostner. Der im Ausland vermutlich berühmteste italienische Skifahrer ist Alberto Tomba.
Italien gilt als ein Radsportland. Der Giro d'Italia gilt nach der Tour de France als zweitbedeutendstes Radrennen der Welt. Wichtige Eintagesrennen, die zu den Klassikern gerechnet werden, sind Mailand-San Remo und die Lombardei-Rundfahrt. Zu den wichtigsten Radsportlern gehören unter anderem der verstorbene Marco Pantani und Mario Cipollini bzw in der Radsportgeschichte Fausto Coppi und Gino Bartali.
Daneben gehören Basketball und Volleyball in Italien zu den beliebtesten Sportarten.
Weblinks
20px Wiki-Portal Italien
- [http://www.infoitalien.de/ Seite der ENIT, des Staatlichen Italienischen Fremdenverkehrsamts]
- [http://www.italien-inseln.de/italia/index.html Italien - Inseln & Regionen]
Kategorie:Staat
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Mittelmeer
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ja:イタリア
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simple:Italy
th:ประเทศอิตาลี
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Italienische Sprache
Italienisch ist eine Sprache aus dem romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen.
Innerhalb der romanischen Sprachen gehört das Italienische zur Gruppe der italoromanischen Sprachen. Unter den großen romanischen Sprachen steht die italienische Sprache dem Lateinischen in Lautung, Vokabular und Grammatik am nächsten.
Es wird von etwa 70 Millionen Menschen als Muttersprache oder zweite Muttersprache gesprochen, von denen der größte Teil in Italien lebt. Als zweite Muttersprache oder als nah verwandte Fremdsprache sprechen es unter anderem die Sarden, die Friauler, die Südtiroler und Trentiner Ladiner. Für die deutschsprachigen Südtiroler, die albanische Minderheit und andere Volksgruppen, wie die Slowenen im Hinterland von Monfalcone und Triest, ist es eine Fremdsprache.
Italienisch ist Amtssprache in folgenden Staaten:
- Italien (etwa 55 Mio. Muttersprachler)
- Schweiz (etwa 350.000 Muttersprachler)
- San Marino
- Vatikanstadt
Außerhalb der Landesgrenzen wird die italienische Sprache beziehungsweise italienische Mundarten in folgenden Regionen gesprochen:
- Kanton Tessin
- Graubünden
- Korsika
- Istrien
- Dalmatien, insbesondere in Split, dem ehemaligen Spalato. Insbesondere alte Menschen sind hier noch häufig zweisprachig.
- Nizza (Anmerkung: Obwohl Nizza historisch viele Verbindungen zu Italien hat, gehört die dort gesprochene Sprache zum Okzitanischen. Gleichwohl leben in Nizza viele Italiener bzw. Italienischstämmige.)
- Fürstentum Monaco (Anmerkung: die Monegassen sprechen wie die Bewohner San Remos eine romanische Sprachvariante, die dem Provençalischen näher steht als dem "florentinischen" Italienisch.)
- in Somalia und Eritrea dient Italienisch neben dem Englischen als Handelssprache.
Es existieren auch mehrere italienisch-sprachige Enklaven in Amerika, vor allem in den USA und Argentinien.
Zudem flossen italienische Wörter in verschiedene Terminologien ein, z.B. in die Musikersprache oder die Bankensprache.
Geschichte
Wie alle romanischen Sprachen stammt das Italienische vom Lateinischen ab. Zu Beginn des Mittelalters, nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches, blieb in Europa das Lateinische die Amtssprache und die Sprache der Kirche. Das Lateinische behauptete sich überdies als Schriftsprache. Gesprochen wurde allerdings – auch, als das Römische Reich noch bestand – eine vom Schriftstandard abweichende Sprachform, die man auch als Vulgärlatein oder Sprechlatein bezeichnet. Hieraus entwickelte sich die protoromanische Volkssprache und schließlich die romanischen Einzelsprachen.
So entstanden in Italien und seinen Nachbarländern neue Sprachen, z.B. die Oïl-Sprachen in Nordfrankreich, die Oc-Sprachen in Südfrankreich und die Sì-Sprachen in Italien, so benannt von Dante Alighieri nach der jeweiligen Bezeichnung für „ja“.
Die ersten schriftlichen Zeugnisse des italienischen volgare stammen aus dem späten achten oder frühen neunten Jahrhundert. Das erste ist ein Rätsel, das in der Biblioteca Capitolare di Verona gefunden wurde und als Indovinello veronese bezeichnet wird:
:Se pareba boves, alba pratalia araba, versorio teneba et negro semen seminaba.
:[Sie] schob Rinder, bebaute weiße Felder, hielt einen weißen Pflug und säte schwarzen Samen.
:(Gemeint ist die Hand; Rinder = Finger, weiße Felder = Seiten, weißer Pflug = Feder, schwarzer Samen = Tinte)
Die Verbreitung des volgare wurde durch praktische Notwendigkeiten begünstigt. Dokumente, die Rechtsangelegenheiten zwischen Personen betrafen, die kein Latein beherrschten, mussten verständlich abgefasst werden. So ist eins der ältesten Sprachdokumente des Italienischen das Placito cassinese aus dem 9. Jahrhundert. Das Konzil von Tours empfahl 813, die Volkssprache statt des Lateinischen bei der Predigt zu verwenden. Ein weiterer Faktor war das Aufkommen der Städte um die Jahrtausendwende, denn die Stadtverwaltungen mussten ihre Beschlüsse in einer für alle Bürger verständlichen Form abfassen.
Jahrhundertelang lebten sowohl die italienischen Volkssprachen als auch das Lateinische, das weiterhin von den Gebildeten benutzt wurde, nebeneinander fort. Erst im 12. Jahrhundert beginnt eine eigenständige italienische Literatur, zunächst in Sizilien am Hof Friedrichs II (Scuola siciliana). Schriftsteller prägten die weitere Entwicklung des Italienischen entscheidend, da sie erst einen überregionalen Standard schufen, um die Sprachdifferenzen zwischen den zahlreichen Dialekte zu überwinden. In erster Linie ist hier Dante Alighieri zu nennen, der eine leicht veränderte Form des florentinischen Dialekts in seinen Werken verwendete. Großen Einfluss auf die italienische Sprache im 14. Jahrhundert hatten weiterhin Francesco Petrarca und Giovanni Boccaccio, die man zusammen mit Dante als die tre corone der italienischen Literatur bezeichnet.
Im 16. Jahrhundert wurde in der Questione della lingua über Form und Status der italienischen Sprache diskutiert, massgeblichen Einfluss hatten hier Niccolò Machiavelli, Baldassare Castiglione und Pietro Bembo. Es setzte sich schließlich eine historisierende Form der Sprache durch, die auf das Toskanische des 13./14. Jahrhunderts zurückgeht.
Die wirkliche Vereinheitlichung, besonders der gesprochenen Sprache, erfolgte allerdings erst infolge der nationalen Einigung.
Dialekte und Sprachen
Die einzelnen Dialekte des Italienischen unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander, in einigen Fällen ist ihr Status als Dialekt oder eigenständige Sprache auch unter den Linguisten umstritten. Alle italienischen Dialekte und in Italien gesprochenen romanischen Sprachen gehen unmittelbar auf das (Vulgär-)Lateinische zurück. Insofern könnte man - etwas überspitzt - auch alle romanischen Idiome Italiens als "lateinische Dialekte" bezeichnen. Die italienischen Dialekte stellen also nicht etwa degenerierte Formen des Italienischen dar, sondern verfügen über eine eigene Sprachgeschichte. Man unterschiedet nord-, mittel- und süditalienische Dialekte. Die Dialektgrenzen liegen entlang einer Linie zwischen den Küstenstädten La Spezia und Rimini sowie Rom und Ancona. Einige italienische Dialekte wie das Sizilianische oder Venezianische können zudem auf eine eigene literarische Tradition verweisen (die sogenannte Scuola siciliana zur Zeit Friedrichs II), weshalb gelegentlich auch eine Einordnung dieser (und weiterer Dialekte) als eigenständige Sprache postuliert wird. Auch in Lautbildung und Wortschatz weist das Sizilianische so viele Eigentümlichkeiten auf, dass es eher eine dem Italienischen nah verwandte Sprache ist.
Hingegen ist die Einordnung beispielsweise des Sardischen oder Ladinischen (Dolomiten, Friaul) als Einzelsprache in der Sprachwissenschaft mittlerweile anerkannt. Das Friaulische steht anders als seit Mussolini offiziell dargestellt dem Französischen näher als dem Italienischen.
Phonetik
Die italienische Rechtschreibung spiegelt den Lautstand ähnlich wie die spanische oder die rumänische einigermaßen genau wider. Das heutige Italienisch gebraucht 21 Buchstaben des lateinischen Alphabets. Die Buchstaben k, j, w, x, y kommen nur in Latinismen, Gräzismen oder Fremdwörtern vor. Das j findet sich in historischen Texten zuweilen für ein (heute nicht mehr geschriebenes) doppeltes i. Anders als im Spanischen kennt das Italienische keine durchgehende Kennzeichnung der betonten Silbe. Lediglich bei endbetonten Wörtern wird ein Gravis (`) (Beispiel: martedì, città, ciò, più), bei e je nach Aussprache ein Akut (´) oder Gravis (`) gesetzt. (Beispiel: perciò, perché). In sehr seltenen Fällen wird auch bei a und o der Akut gesetzt. Der Zirkumflex findet sich zuweilen in Texten um die Verschmelzung zweier i anzuzeigen, Bsp. i principi (die Fürsten, von principe) vs. i principî (die Prinzipien, aus principii, von principio). Zur Klarheit wird der Akzent hin und wieder zur Bedeutungsunterscheidung gebraucht, teilweise auch in Wörterbüchern oder auf Landkarten.
Die Buchstaben g, c und Buchstabenkombinationen mit sc
Folgende Buchstabenkombinationen der italienischen Rechtschreibung sind besonders zu beachten:
- Folgt auf den Buchstaben g ein e oder ein i, so wird dieses g wie dsch (IPA: []) ausgesprochen
- Folgt auf den Buchstaben c ein e oder ein i, so wird dieses c wie tsch (IPA: []) ausgesprochen
- Sollte auf das i direkt ein weiterer Vokal folgen, bleibt es stumm - es führt zu der oben beschriebenen Veränderung des g bzw. des c, wird aber selbst nicht gesprochen
- Das h bleibt immer stumm, dadurch kann z. B. die beschriebene Wirkung von e oder i aufgehoben werden: d. h. Spaghetti wird // ausgesprochen. Spagetti (ohne h) würde wie // ausgesprochen werden.
- g und c vor a, o, u werden wie [] bzw. [] ausgesprochen.
- Die angeführten Regeln gelten auch im Falle der Doppelkonsonanten (siehe dort) gg und cc: bocca //, baccello //, bacchetta //, leggo //, leggio //
- Ähnlich verhält es sich mit der Buchstabenkombination sc(h): scambio //, scopa //, scuola //, schema //, schivo //, aber: scienza //, sciagura //. [] entspricht der deutschen Buchstabenkombination sch.
- Die Buchstabenfolge gl entspricht einem mouillierten "l", einer engen Verschmelzung der Laute [] und [] (IPA: [] ), etwa wie in "brillant", "Folie".
- Die Buchstabenfolge gn entspricht einem mouillierten "n", einer engen Verschmelzung der Laute [] und [] (IPA: []), etwa wie in "Kognak".
Vokale
Konsonanten
Allophone in Klammern
Doppelkonsonanten
Doppelkonsonanten werden im Italienischen als langer Konsonant ausgesprochen:
"mm" ist deutlich länger als "m", "rr" hat (im Bühnenitalienisch) vier Zungenanschläge gegenüber zwei bei "r". Bei den Verschlusslauten beginnt man die Aussprache des Konsonanten, verweilt kurz darauf und löst dann den Verschluss.
Bei Kombinationen mit Zischlauten // und // verweilt man zunächst kurz auf dem Verschluss und löst den Verschluss zusammen mit dem zweiten Bestandteil, dem Zischlaut: //,//.
Grammatik
Siehe Italienische Grammatik.
Literatur
Italienisch ohne Mühe heute, Assimil, ISBN 2700501136
Weblinks
- [http://www.italienisch-online.ch italienisch-online.ch] Italienische Grammatik, Vokabeln und Übungen
- http://bilder.pauker.at/pauker/DE/IT/wb - Deutsch ↔ Italienisch: Wörterbücher (incl. online Vokabeltrainer)
- http://www.italdict.de/ -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch (Open Source/Erweiterungen willkommen)
- http://pons.de/ -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch und Italienisch-Deutsch (auch in anderen Sprachen!)
- http://infoportal-deutschland.aus-stade.de/Italienisch/italienisch-deutsch.htm -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch und Italienisch-Deutsch
- [http://academic.brooklyn.cuny.edu/modlang/carasi/site/index.html Online-Kurs mit Soundausgabe]
- http://www.italienisch-online-lernen.de Grammatikaufgaben und Wortschatzübungen zur Italienischen Sprache
- http://www.vokabelheft.net Deutsch Italienisch Wörterbuch
Kategorie:Romanische Sprache
Kategorie:Italien
Kategorie:Schweizer Sprache
als:Italienische Sprache
ja:イタリア語
ko:이탈리아어
simple:Italian
Staat
Max Weber definiert in seiner Herrschaftssoziologie Staat als einen solchen politischen Anstaltsbetrieb, dessen Verwaltungsstab erfolgreich das Monopol legitimen physischen Zwanges (also das Gewaltmonopol) für die Durchführung der Ordnungen in Anspruch nimmt (Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, [http://www.textlog.de/7321.html Kap. 1, § 17]). In der Ökonomie wird der Staat oftmals als Summe aller Zwangsverbände betrachtet. Zur Unterscheidung oder Kongruenz von Staat und Gesellschaft siehe Staat und Gesellschaft.
Ein Staat (aus lat. status Zustand, Verfassung) ist ein ein Gebilde, das laut der Konvention von Montevideo folgende Eigenschaften aufweist:
- eine mehr oder weniger stabile Kernbevölkerung (Staatsvolk);
- einen klar abgegrenzten oder definierten Landbesitz (Staatsgebiet, Territorium);
- eine Regierung, die eine Staatsgewalt ausüben kann;
- die Fähigkeit, mit anderen Staaten in politischen Kontakt zu treten, d. h., ein Völkerrechtssubjekt zu sein.
Die klassische Staatsrechtslehre nennt nur die ersten drei Merkmale (Drei-Elemente-Lehre Jellineks). In diesem Sinne sind die Glieder eines Bundesstaates, wie die deutschen Länder auch "Staaten" (übrigens auch beschränkt Völkerrechtssubjekte, da sie auf Grund ihrer "Kulturhoheit" z. B. mit dem Heiligen Stuhl unabhängig von der Bundesrepublik Deutschland Konkordate abschließen können). Der klassische Ausnahmefall eines Staates ohne Staatsgebiet ist - seit der Annexion Maltas durch Napoleon I. - der "Souveräne Malteserorden".
Die Souveränität ist kein definierendes Merkmal des Staates. Staaten können rechtlich auch dann fortbestehen, wenn sie unter Besatzung stehen (okkupiert sind); oder (in der älteren Staatsrechtslehre), wenn sie nur "souverän" sind (z. B. Samos im Osmanischen Reich). Jedoch muss faktisch eine Teilsouveränität gegeben sein.
Wie denn überhaupt das Völkerrecht mangels einer Welt-Legislative von Entscheidungen von Fall zu Fall abhängt (case law) und mithin ein sehr nachgiebiges Recht ist, wenn Völkerrechtssubjekte "Fakten setzen".
Völkerrechtliche Anerkennung
Ein Staat bedarf zu seiner Gründung keiner juristischen Legitimation (er wird 'ausgerufen', vgl. den Rütli-Schwur bei der Begründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Mittelalter - die neuzeitliche Schweizerische Konföderation besteht aber durchaus aus einzelnen Staaten, den Kantonen). International hat es sich eingebürgert, einen Staat anzuerkennen, sobald mehrere andere Staaten seine Existenz anerkannt haben.
Einige Gebiete wie Taiwan oder Nordzypern auf Zypern, die zwar die Merkmale eines Staates aufweisen, wurden dennoch, meist aus politischen Gründen, nicht allgemein anerkannt; diese werden als Stabilisierte De-Facto-Regime bezeichnet.
Die Konvention von Montevideo regt häufig zu Diskussionen an, ob es möglich ist, durch Kauf einer staatenlosen Insel oder Bohrinsel quasi eine Mikronation zu gründen. Die Anerkennung durch andere Staaten ist das Hauptproblem solcher Vorhaben.
Anzahl
Insgesamt gibt es 192 vollständig anerkannte souveräne Staaten. Darunter fallen die 191 Mitglieder der UNO sowie die Vatikanstadt. Weitere Staaten sind nur von einer Minderheit der weltweiten Staaten anerkannt, dies sind u. a. Taiwan, Westsahara (DARS), die Cookinseln und Niue.
Literatur
- Michail Bakunin, Gott und der Staat, Berlin: Karin Kramer 1995
- Karl Held (Hrsg.): [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm Der bürgerliche Staat]. Die Staatsableitung. München, 1999. 138 Seiten ISBN 3-929211-03-3
- Stefan Breuer: Der Staat. Entstehung, Typen und Organisationsstadien, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1998.
- Heide Gerstenberger, Die subjektlose Gewalt. Theorie der Entstehung buergerlicher Staatsgewalt, Münster: Westfälisches Dampfboot 2005
- Wolfgang Reinhard, Geschichte der Staatsgewalt. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart, Sonderausgabe, München: C.H. Beck 2002
- Franz Oppenheimer: [http://www.opp.uni-wuppertal.de/oppenheimer/st/staat0.htm Der Staat], 3. überarbeitete Auflage von 1929
- OVG Münster, Urteil vom 14.02.1989, Az. 18 A 858/87, in: NVwZ 1989, S. 790.
Siehe auch
- Staatstheorie
- Liste unabhängiger Staaten
- Liste der Staatsformen souveräner Staaten
- Staatliche Souveränität
- Territoriale Integrität
Kategorie:Politische Geographie
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ja:国家 simple:State
Mittelmeer
Das Europäische Mittelmeer (meist nur Mittelmeer bzw. auch Mittelländisches Meer genannt), das etwa 2,5 Mio. km² groß und bis zu 5.267 m tief ist, ist ein Mittelmeer zwischen Europa, Afrika und Asien das von einem eigenen schmalen Klimagürtel umschlossen und von einer eigenen Flora und Fauna geprägt wird.
Geographie
Das Europäische Mittelmeer, das auch ein Binnenmeer des Atlantiks ist, liegt als am stärksten von Festländern umgebenes bzw. vom Ozean getrenntes Mittelmeer zwischen den eben genannten Kontinenten. Im Westen ist es durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden, im Nordosten über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer und im Südosten über den Sueskanal (seit 1869) mit dem Roten Meer, einem Binnenmeer des Indiks.
Zu diesem großflächigen Mittelmeer, das zu den ozeanischen Nebenmeeren gezählt wird, gehören neben zahlreichen kleinen Inseln, großen und kleinen Inselgruppen und Eilanden die großen Inseln Korsika, Sardinien, Sizilien, Kreta, Rhodos und Zypern; in das Europäische Mittelmeer ragt von Norden her die Apenninenhalbinsel mit dem Großteil Italiens; sie trennt das eigentliche Meer von der Adria.
Daten
Das Europäische Mittelmeer bedeckt etwa 2,5 Mio km² Fläche. Seine größte Meerestiefe liegt bei 5.267 m (siehe Meeresboden).
Römischer Name
In der Antike wurde das Europäische Mittelmeer von den Römern Mare Nostrum genannt, was Unser Meer bedeutet. Diese Namensgebung resultiert daraus, dass das Römische Reich (Imperium Romanum) zeitweise das gesamte Mittelmeer umschloss.
Geschichte / Geologie
Das Europäische Mittelmeer ist ein Überrest des Tethysmeeres des Erdmittelalters. Vor 6 Millionen Jahren schloss sich die Straße von Gibraltar aufgrund der plattentektonischen Kollision Afrikas mit Europa. Teile des Mittelmeeres trockneten wiederholt aus, so dass sich am Meeresboden mächtige tertiäre Gips- und Salzlager finden. Zuletzt war das Nebenmeer des Atlantiks während der Eiszeiten zumindest teilweise ausgetrocknet. Daher fand Henry Cosquer, ein französischer Taucher, 1985 nahe Marseille eine später nach ihm benannte Höhle mit prähistorischen Felszeichnungen, deren Eingang 36 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.
Im 2. Weltkrieg war das Europäische Mittelmeer Kriegsschauplatz (siehe hierzu unter Mediterranean Theatre of Operations).
Salinität
Der Salzgehalt des Europäischen Mittelmeeres liegt mit rund 38 Promille höher als der des Atlantiks. Dies ist eine Folge der starken Verdunstung, die nicht durch den Süßwasserzufluss der großen Flüsse und Ströme ausgeglichen wird. Daher fließt am Grund der Straße von Gibraltar ein kräftiger Salzwasserstrom in den Atlantik ab, während an der Oberfläche eine entsprechend zum Netto-Wasserverlust noch stärkere Gegenströmung salzärmeres und daher leichteres Ozeanwasser in das Mittelmeer transportiert.
Meereswelt
Meeresboden
Innerhalb des Europäischen Mittelmeeres bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich Schwellen, Tiefseebecken und ein Meerestief.
Im Westteil des Meeres liegt das Algerisch-Provenzalische Becken, das bis zu 3.255 m tief ist. In seinem westlichen Mittelteil befindet sich das Tyrrhenische Becken im Tyrrhenischen Meer, das bis zu 3.758 m tief ist. In seinem östlichen Mittelteil liegt das Ionische Becken im Ionischen Meer, das in der Calypsotief - der tiefsten Stelle des Europäischen Mittelmeers - bis zu 5.267 m tief ist. Im Osten befindet sich das Levantische Becken im Levantischen Meer, das bis zu 4.517 m tief ist.
Horizontale Gliederung
Das Europäische Mittelmeer ist durch zahlreiche Nebenmeere, Golfe, Buchten und Meeresstraßen gegliedert; an seinem West- und Ostrand stößt es jeweils an eine Meerenge, die zum Ozean bzw. zu einem Binnenmeer überleiten.
Im Westen ist das Europäische Mittelmeer durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden. Im Nordosten ist es über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer verbunden und im Südosten über den 1869 fertiggestellten Sueskanal auch mit dem Roten Meer, ein Binnenmeer des Indischen Ozeans. Das Marmarameer - nicht aber das Schwarze Meer - wird häufig noch zum Mittelmeer gezählt.
Während sein Westteil keinen besonderen Namen trägt, ist das Europäische Mittelmeer durch eigene Nebenmeere und Buchten stark untergliedert: Im Norden liegt das Ligurische Meer mit dem Golf von Genua, im Mittelteil befinden sich das Tyrrhenische Meer, die Straße von Messina, das Ionische Meer, die Straße von Sizilien, die Kleine Syrte (Golf von Gabès), die Straße von Otranto, das Adriatische Meer, die Große Syrte, die Ägäis und im Ostteil das Levantische Meer.
Küsten
Bekannte Küstenabschnitte sind beispielsweise:
- Côte d’Azur
- Costa del Sol
- Riviera
- Sahel
Inselwelt
Die bedeutendsten Inseln, Inselgruppen und Halbinseln im Europäischen Mittelmeer sind (von West nach Ost): Balearen, Korsika, Sardinien, Sizilien, Malta, Peloponnes, Kreta, Dodekanes (Rhodos), Zypern.
: Für weitere Inseln im Europäischen Mittelmeer siehe hier.
Zuflüsse
In das Europäische Mittelmeer bzw. in dessen Randmeere münden unter anderen diese Flüsse und Ströme, die bis auf den Muluja, einige kleinere Bäche bzw. Flüsse und insbesondere den Nil alle aus nördlichen Himmelsrichtungen einmünden:
- Arno - Ligurisches Meer
- Drin - Adria
- Ebro - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Ebros (Ewros) - Ägais
- Etsch - Adria
- Großer Mäander - Ägais
- Júcar - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Kleiner Mäander - Ägais
- Muluja (Wadi al-Muluyah) - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Nil - Levantinisches Meer
- Piave - Adria
- Po - Adria
- Rhône - Ligurisches Meer
- Segura - Westteil des Europäischen Mittelmeers
- Seman - Adria
- Strymon - Ägäis
- Tiber - Tyrrhenisches Meer
Staaten & Abhängige Gebiete
Anrainerstaaten sind:
- Im Norden: Gibraltar, Spanien, Frankreich, Monaco, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Griechenland und die Türkei
- im Osten Syrien, der Libanon, Israel und der Gazastreifen
- im Süden Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko, sowie die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla.
Literatur
- Hofrichter, Robert: Das Mittelmeer, Bd. 1: Allgemeiner Teil. Spektrum Akademischer Verlag, 2002. - ISBN 3-82741-050-9
- Ders., Das Mittelmeer, Bd. 2/2 : Bestimmungsführer. Spektrum Akademischer Verlag, März 2006. - ISBN 3-82741-170-X
- Bergbauer, Matthias/Humberg, Bernd: Was lebt im Mittelmeer? Franckh-Kosmos Verlag, 1999. - ISBN 3-44007-733-0
- Bärtels, Andreas: Pflanzen des Mittelmeerraumes. Ulmer, 2003. - ISBN 3-80013-287-7
- Wagner, Horst-Günter: Mittelmeerraum. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik. Darmstadt 2001 (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 93 Abb., 29 Tab., 75 Bilder, 381 S. - ISBN 3-534-12339-5.
Weblinks
- [http://www.eckart-winkler.de/reise/specials/ins_mit.htm Die größten Mittelmeer-Inseln]
- [http://europa.eu.int/comm/research/rtdinfsup/de/sea1.htm Planet Ozean - Sonniges Mittelmeer] (Europäische Kommission)
Siehe auch
- Mittelmeerraum
- Nebenmeer
- Binnenmeer
- Mittelmeere
- Randmeer
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ja:地中海
ko:지중해
th:ทะเลเมดิเตอร์เรเนียน
zh-min-nan:Tē-tiong-hái
Frankreich
Frankreich (franz.: La France) ist ein demokratischer, noch immer stark zentralistischer Einheitsstaat im Westen Europas. Es grenzt an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra, an den Atlantik mit dem Ärmelkanal und an das Mittelmeer. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der Karibik (u. a. Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Marteen aufweist), Südamerika (Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu Brasilien und Surinam hat), vor der Küste Nordamerikas, im Indischen Ozean und in Ozeanien.
Geographie
Hauptartikel: Geographie Frankreichs
Insgesamt hat das „französische Mutterland” in Europa eine Fläche von 543.965 km². Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist gebirgig, Hauptgebirge sind die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. Der höchste Berg Frankreichs und höchster Berg Europas ist der Mont Blanc (4.808 Meter). Aufgrund seiner Form wird Frankreich auch als l'Hexagone (Sechseck) bezeichnet.
Mit Abstand wichtigste und größte Stadt in Frankreich ist die Hauptstadt Paris mit rund 12 Millionen Einwohnern im Großraum Paris (Region Île-de-France). Die Großräume um Marseille, Lille und Lyon haben ebenfalls mehr als eine Million Einwohner.
Siehe auch: Städte in Frankreich, Nationalparks in Frankreich
Geschichte
Nationalparks in Frankreich
Hauptartikel: Geschichte Frankreichs
Durch die Französische Revolution 1789 wurde die mehr als 1.200 Jahre währende Monarchie gestürzt. So begann eine Periode des Umbruchs, in der wechselnd republikanische, napoleonisch-imperiale und monarchistische Staatsformen herrschten. Seit der Niederlage Napoleons III. 1870 ist Frankreich endgültig Republik.
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war Frankreich einer der Hauptgegner Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich seine größten Kolonien, Vietnam und Algerien, nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit 1958 (Fünfte Republik) hat der Präsident umfassende Exekutivgewalt. Beim europäischen Einigungsprozess spielt Frankreich heute gemeinsam mit Deutschland eine tragende Rolle.
Politik
Politisches System
Frankreich ist eine zentralistisch organisierte Demokratie mit einem semi-präsidentiellen Regierungssystem. In der Verfassung der V. Republik nimmt der direkt durchs Volk gewählte Staatspräsident eine starke Stellung ein. Er ernennt den Premierminister und das Kabinett, hat gegenüber Gesetzbeschlüssen des Parlaments ein Veto-Recht und kann die Nationalversammlung auflösen. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, der Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 577 vom Volk gewählten Abgeordneten und dem indirekt gewählten Senat mit 331 Mitgliedern.
Siehe auch:
Politisches System Frankreichs, französische Regierung, Francophonie, französische Präsidenten, französische Premierminister, Cohabitation, Finanzministerium
Aktuelle politische Lage
Finanzministerium
Momentan stellt die Partei UMP unter Führung des früheren Wirtschaftsministers und aktuellen Innenministers Nicolas Sarkozy mit 363 Sitzen die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung.
Am 29. Mai 2005 wurde die neue EU-Verfassung mit 54,87% Gegenstimmen von der Bevölkerung abgelehnt. Darauf trat die Regierung des seit 2002 amtierenden Premierministers Jean-Pierre Raffarin zurück. Als neuer Premierminister wurde Dominique de Villepin eingesetzt.
Seit dem 27. Oktober 2005 wird Frankreich von einer Welle gewalttätiger Ausschreitungen heimgesucht. Angefangen in der Pariser Banlieue, griffen die Unruhen inzwischen auf viele, über das gesamte Land verteilte, Großstädte wie Lille, Rouen, Nizza oder Marseille über. Auslöser war der Tod zweier Jugendlicher im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois, welche sich vor der Polizei in einem Starkstromhaus verstecken wollten.
Die Regierung hat zwischenzeitlich den Notstand ausgerufen und es somit den Präfekten der Départements ermöglicht, in besonders stark betroffenen Gebieten Ausgangssperren zu verhängen.
Bisher haben die Ausschreitungen einem Menschen das Leben gekostet und viele Schwerverletzte hervorgebracht.
Außen- und Sicherheitspolitik
Frankreich war 1949 Gründungsmitglied des Nordatlantikvertrages (NATO) und erhielt militärischen Schutz durch die USA. Mit der Machtübernahme von de Gaulle 1958 änderten sich die Beziehungen zu den USA und zu der von den USA dominierten NATO. Unter de Gaulles Führung entwickelte sich Frankreich 1960 zu einer Atommacht und verfügte ab 1965 mit der Force de Frappe über Atomstreitkräfte, die zunächst 50 mit Atombomben (Kernwaffen) ausgestattete Flugzeuge in Dienst stellte. 1968 hatte Frankreich bereits 18 Abschussrampen für Mittelstreckenraketen aufgestellt, die 1970 und 1971 mit Atomsprengköpfen ausgestattet wurden. 1968 verlässt Frankreich den militärischen Teil der NATO, bleibt aber im politischen Teil des Bündnisses integriert. In den 1970er Jahren erweiterte Frankreich ihre Atommacht auch auf See. Vier Atom-U-Boote verfügten über jeweils 16 atomar bestückten Mittelstreckenraketen.
In der aktuellen Außenpolitik bemüht sich Frankreich um ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn Deutschland (siehe auch „Kerneuropa“) und steht mit diesem gemeinsam der Vormachtstellung der USA mit einer gewissen Skepsis gegenüber.
Dies führte zu einem Austritt Frankreichs aus der militärischen Organisation der NATO und vielen Eigeninitiativen Frankreichs in weltpolitischen Entscheidungen.
Hinzu kommt ein Engagement auch nach Ende der Kolonialherrschaften in Afrika, wo Frankreich bis heute in vielen Ländern die bestimmende Ordnungsmacht geblieben ist.
Frankreich ist zudem ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat mit Vetorecht.
Die Todesstrafe wurde in Frankreich 1981 abgeschafft.
Siehe auch: Fremdenlegion, Gendarmerie Nationale
Administrative Gliederung
Frankreich ist in 26 Regionen aufgeteilt, welche sich ihrerseits in 100 Départements untergliedern. Zweiundzwanzig dieser Regionen befinden sich im europäischen Kernland (France métropolitaine), darunter auch die Mittelmeerinsel Korsika, welche allerdings als collectivité territoriale einen Sonderstatus hat. Die übrigen vier Regionen bestehen aus jeweils nur einem Département und werden daher Départements et régions d'outre-mer (D.R.O.M.) genannt (bis zur Verfassungsänderung 2003 Départements d'outre-mer, Abk. D.O.M.). Im Deutschen spricht man von Überseedépartements. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Guadeloupe (971), Martinique (972), Französisch-Guayana (973) und La Réunion (974).
Abgesehen davon gibt es
- die Départementskörperschaft (Collectivité départementale, Abk. C.D.) Mayotte (976)
- die Gebietskörperschaft (Collectivité territoriale, Abk. C.T.) Saint-Pierre und Miquelon (SPM)
- die vier Überseeterritorien (Territoires d'outre-mer, Abk. T.O.M.) Französisch Polynesien (P), Neukaledonien (NC), Wallis und Futuna (WF) und die Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises, T.A.A.F.)
- die Îles éparses und die Insel Clipperton
Die D.R.O.M. sind wie das französische Kernland Teil der EU, für die T.O.M. gilt das nicht. Auch in Frankreich erlassene Gesetze gelten in den TOM nur, wenn dies ausdrücklich erwähnt ist.
Siehe auch: Liste der französischen Regionen, Liste der französischen Départements (nach Regionen geordnet)
Demographie
Zum 1. Januar 2004 wurde die Bevölkerung, einschließlich der Menschen in den Überseegebieten, auf 61,9 Millionen geschätzt. Nach Deutschland nimmt Frankreich in der EU den zweiten Platz bei der Bevölkerungszahl ein. Innerhalb der EU hat Frankreich einen Bevölkerungsanteil von 13 %.
Im Jahre 2003 kamen auf 792.600 Geburten 560.300 Sterbefälle, das entspricht einem Überschuss von 232.300 Personen. 2004 betrug die Geburtenrate 1,9.
Am Stichtag 1. Januar 2004 waren 16,2 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre, gegenüber 14,6 % im Jahre 1994. Im selben Zeitraum ist der Anteil der unter 20-Jährigen von 26,7 % auf 25,3 % gesunken.
2003 wurden 280.300 Ehen geschlossen, das sind 6.000 (-2,1 %) weniger als 2002, wobei das Durchschnittsalter bei den Männern 30,4 Jahre und bei den Frauen 28,3 Jahre betrug.
Die Kindersterblichkeit beträgt zur Zeit 4,28 ‰.
Der durchschnittliche männliche französische Staatsbürger hat eine Lebenserwartung von 76,7 Jahren, während die Frauen auf 83,8 Jahre kommen.
Ethnische Gruppen
- Franzosen
- Bretonen
- Basken
- Italiener (einschließlich Korsen)
- Elsässer/Alemannen, Rheinfranken/Franken
- Flamen (Niederfranken)
- 4,5 Millionen Araber
- Katalanen
- Flamen
- Polen
- andere Ausländer
Neben der (einzigen) Amtssprache Französisch gibt es zahlreiche Minderheitssprachen, über deren Sprecherzahlen aber keine auch nur halbwegs gesicherten Daten vorliegen:
- Bretonisch,
- Deutsch in den Dialekten
- Elsässisch (Elsass)
- Rheinfränkisch bzw. Lothringisch (nördliches und östliches Lothringen),
- Niederfränkisch bzw. Flämisch (Flandern, an der Grenze zu Belgien),
- Baskisch (in den zentralen und östlichen Pyrenäen),
- Katalanisch (im Roussillon),
- Korsisch,
- Italienisch (an der französischen Riviera),
- Okzitanisch (in Südfrankreich) mit dem Dialekt
- Provenzalisch (nur noch wenige Sprecher)
- Polnisch
Daneben existieren in Nordfrankreich mehrere enger mit dem Französischen verwandte romanische Oïl-Sprachen, die teilweise als französische Dialekte angesehen werden: Picard, Normannisch, Gallo, Poitevin-Saintongeais, Champanois und Morvandiau.
Religionen
Frankreich ist offiziell ein laizistischer Staat, das heißt, Staat und Religionsgemeinschaften sind vollkommen voneinander getrennt. Da von staatlicher Seite keine Daten über die Religionszugehörigkeit der Einwohner erhoben werden, beruhen alle Angaben über die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung auf Schätzungen oder den Angaben der Religionsgemeinschaften selbst und weichen deshalb oft erheblich voneinander ab, weshalb auch die folgenden Zahlen mit Vorsicht zu behandeln sind.
85 % der Franzosen sind katholisch (also etwa 51 Mio.) und etwa 8 % Muslime (etwa 4,8 Mio.). Daneben gibt es protestantische und jüdische Minderheiten, die zusammen etwa 3 % ausmachen. 4 % gehören keiner Religion an, Tendenz davon steigend. Das sind jedoch Schätzungen.
Bildungswesen
Wie in fast allen europäischen Staaten (Ausnahme: z. B. Deutschland) herrscht eine Bildungspflicht, die im Ggs. zur Schulpflicht auch durch Hausunterricht (Homeschooling) oder durch selbstständiges Lernen abgegolten werden kann. Die Zahl der unbeschulten Kinder und Jugendlichen wird gegenwärtig auf etwa 10.000 geschätzt.
Der Staat bietet folgende Schulformen an:
Lernen
- Vorschule: Maternelle
- Grundschule: école élémentaire
- weiterführende Schulen: collège (das mit dem brevet abgeschlossen wird), gefolgt von
- lycée
- lycée professionnel
- oder CFA für Auszubildende in Betrieben
- Hochschulreife:
- baccalauréat nach insgesamt 12 Schuljahren; nach elf Schuljahren wird je nach Schulzweig (naturwissenschaftlich, wirtschaftlich oder literarisch) schon ein Teil der Prüfungen bewältigt
- baccalauréat professionnel nach 13 Schuljahren für Abgänger des lycée professionnel oder des CFA
- Studium (1. und 2. Jahr):
- Normalweg: DEUG
- Eliteweg: classe préparatoire (zur Vorbereitung auf Grande école)
- Studium (3. und 4. Jahr):
- Normalweg: licence und maîtrise oder école d'ingenieur oder école de commerce
- Eliteweg: Grande école (ENS, ENA etc.)
- Studium (5. Jahr):
- DESS oder DEA. Letzteres dient auch zur Auswahl für eine eventuell sich anschließende Doktorarbeit (thèse)
Im Zuge der europaweiten Harmonisierung der Studienabschlüsse im Rahmen des Bologna-Prozess wird auch an französischen Hochschulen das System LMD eingeführt. LMD bedeutet, dass nacheinander die Licence bzw. Bachelor (nach 3 Jahren), der Master (nach 5 Jahren) und das Doktorat (nach 8 Jahren) erworben werden können. Die bisherigen nationalen Diplome (DEUG, Maîtrise, DEA/DESS) werden an manchen Universitäten übergangsweise noch bescheinigt, fallen ab Ende 2006 aber weg.
Siehe auch: Schulsystem in Frankreich, Liste der Bildungsminister von Frankreich, Liste der Universitäten in Frankreich, École Polytechnique (Paris), Kindergeld
Wirtschaft
Traditionell ist in Frankreich die Wirtschaftspolitik von vergleichsweise starken staatlichen Eingriffen gelenkt. Hier spielt die historische Rolle des Merkantilismus – im Speziellen des Colbertismus – im Land eine Rolle.
Frankreich ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Die Schlüsselindustrien, besonders Energiewirtschaft, sind bislang unter staatlicher Kontrolle; Frankreich ist ein bedeutender Produzent von Atomstrom, und Deutschland sein wichtigster Kunde. In Frankreich wird ca. 80 Prozent der Elektrizität mit Atomkraftwerken produziert. Damit hat Frankreich neben Litauen momentan (Anfang 2005) den höchsten Prozentsatz an Atomstromproduktion der Welt. (Siehe auch: Liste der Kernkraftanlagen)
Wein steht in der französischen Ausfuhrliste an fünfter Stelle: nach Autos, Flugzeugen, pharmazeutischen Produkten und Elektronik. (Siehe auch: Weinbaugebiete in Frankreich)
- Tourismus (z. B. Logis de France)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im 1. Quartal 2004 um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im 4. Quartal 2003 waren es 0,6 Prozentpunkte.
Die Erwerbstätigenstruktur hat sich gegenüber früher grundlegend gewandelt, so arbeiteten 2003 nur mehr 4 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, in der Industrie waren es 24 %, wohingegen 72 % im Dienstleistungsbereich tätig waren.
Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Frankreichs (2003): Es exportiert 14,9 % seines Exportvolumens nach Deutschland, das seinerseits am Import mit 19,1 % beteiligt ist.
Die Inflationsrate betrug 2,1 % (2004).
Die Arbeitslosenzahl belief sich im Januar 2005 auf 10 %, das sind 2.716.000 Erwerbslose.
Die größten französischen Unternehmen 2003 (ohne Banken und Versicherungen)
# Total – Umsatz 104,7 Mrd. € – 11.000 Beschäftigte
# Carrefour – Umsatz 70,5 Mrd. € – 419.000 Beschäftigte
# PSA Peugeot Citroën – Umsatz 54,2 Mrd. € – 200.000 Beschäftigte
# France Télécom – Umsatz 46,1 Mrd. € – 222.000 Beschäftigte
# EDF – Umsatz 44,9 Mrd. € – 167.000 Beschäftigte
# Suez – Umsatz 39,6 Mrd. € – 171.000 Beschäftigte
# Les Mousquetaires – Umsatz 38,4 Mrd. € – 112.000 Beschäftigte
# Renault – Umsatz 37,5 Mrd. € – 140.000 Beschäftigte
# Publicis Groupe – Umsatz 32,2 Mrd. € – 35.000 Beschäftigte
# Saint-Gobain – Umsatz 29,6 Mrd. € – 172.000 Beschäftigte
# Groupe Auchan – Umsatz 28,7 Mrd. € – 156.000 Beschäftigte
# Veolia Environnement – Umsatz 28,6 Mrd. € – 257.000 Beschäftigte
# Centres Leclerc – Umsatz 27,2 Mrd. € – 84.000 Beschäftigte
Kultur
Frankreich leitet seinen Rang in Europa und der Welt auch aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich insbesondere über die Sprache definiert (Sprachschutz- und -pflegegesetzgebung). In der Medienpolitik wird die eigene Kultur und Sprache durch Quoten für Filme und Musik gefördert. Frankreich verfolgt in der Europäischen Union, der UNESCO und der WTO mit Nachdruck seine Konzeption der Verteidigung der kulturellen Vielfalt („diversité culturelle“): Kultur ist keine Ware, die schrankenlos frei gehandelt werden kann.
Landesweite Pflege und Erhalt des reichen materiellen kulturellen Erbes wird als Aufgabe von nationalem Rang angesehen. Dieses Verständnis wird durch staatlich organisierte oder geförderte Maßnahmen, die zur Bildung eines nationalen kulturellen Bewusstseins beitragen, wirksam in die Öffentlichkeit transportiert. Im jährlichen Kulturkalender fest verankerte Tage des nationalen Erbes, der Musik oder des Kinos beispielsweise finden lebhaften Zuspruch in der Bevölkerung. Großzügig zugeschnittene kulturelle Veranstaltungen entsprechen dem Selbstverständnis Frankreichs als Kulturnation und von Paris als Kulturmetropole. Die Förderung eines kulturellen Profils der regionalen Zentren in der Provinz wird verstetigt.
Siehe auch: Liste französischer Schriftsteller, Liste französischer Komponisten, Burgen und Schlösser in Frankreich
Nationalparks
Die heutigen Nationalparks haben eine Gesamtfläche von 992.000 ha. Die Kernbereiche, die rund 371.000 ha ausmachen, stehen unter strengem Schutz.
Es gibt 30 regionale Naturparks, die eine Fläche von 5.020.000 ha haben.
- Naturreservat Cap Sizun
- Regionalpark Armorique
- Naturreservat Les Sept lles
- Naturreservat Cap Frehel
- Naturreservat Pointe d' Arcay
- Naturreservat Golfe du Morbihan
- Regionalpark Briere
- Naturreservat Baie de Bourgneuf
- Naturreservat St. Denis-du-Payre
- Naturreservat Baie de l' Aiguillon
- Naturreservat Banc d' Arguin
- Vogel-Naturreservat Marquenterre
- Naturreservat Vallee de La Grande Pierre et de Vitain
- Naturreservat Le Lac de La Foret d'Orient
- Pyrenäen -Nationalpark
- Regionalpark Vosges du Nord
- Regionalpark Volcans d'Auvergne
- Nationalpark Cevennen
- Naturreservat und Vogelschutzpark Villars-les-Dombes
- Regionalpark Pilat
- Regionalpark Vercors
- Naturreservat Aiguilles Rouges
- Naturreservat Marais du Bout du Lac d' Annecy
- Nationalpark Vanoise
- Nationalpark Ecrins
- Regionalpark Luberon
- Nationalpark Mercantour
- Naturreservat und Regionalpark Camargue
- Nationalpark Port-Cros
- Korsischer Regionalpark
- Scandola Naturreservat
- Korsischer Nationalpark
Sport
Die populärste Sportart Frankreichs ist der Fußball. Als identitätsstiftendes Band gerade zwischen den verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen Frankreichs gilt die französische Fußball-Nationalmannschaft, die so genannte équipe tricolore (siehe auch: Fußball in Frankreich). Aktuell stellt Lyon den französischen Fussballmeister.
Weitere populäre Sportarten sind der Radsport (insbesondere im Juli, während der dreiwöchigen Tour de France), Rugby, Leichtathletik, Formel 1 (Großer Preis von Frankreich in Magny Cours) und Tennis (French Open in Paris).
In Frankreich fanden bereits mehrmals Olympische Spiele statt: Sommerspiele 1900 und 1924 in Paris, Winterspiele in Chamonix 1924, Grenoble 1968 und Albertville 1992.
Siehe auch: Skigebiete in Frankreich
Medien
Die wichtigsten französischen Printmedien sind die nationalen Tageszeitungen:
- Le Monde und Libération (linksorientiert, Druckauflage 2003 ca. 500.000 bzw. 200.000 Exemplare)
- Le Figaro (konservativ, Auflage: 450.000 Exemplare)
- Les Echos, La Tribune (Wirtschaft, 180.000 bzw. 125.000 Exemplare)
- L'Humanité (kommunistisch, 74.000 Exemplare)
- La Croix (katholisch, 114.000 Exemplare)
- L'Equipe (Sport, 485.000 Exemplare und damit die meistgelesene Zeitung überhaupt mit sieben Lesern pro Ausgabe)
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine in Frankreich:
- Le Nouvel Observateur (400.000 Exemplare)
- L'Express (400.000 Exemplare)
- Le Point (400.000 Exemplare)
- L'événement du Jeudi
Größte Regionalzeitung ist die Ouest France mit einer Druckauflage von 900.000 Exemplaren.
Bedeutend ist auch das jeweils mittwochs erscheinende Investigations- und Satireblatt Le Canard enchaîné mit einer Auflage von 550.000 Exemplaren.
Feiertage
Militär
Frankreich hat eine Berufsarmee mit 300.000 Soldaten.
Siehe auch
- Chronologie französischsprachiger Zeitungen und Zeitschriften
- Französische Küche
- Nachrichtendienste Frankreichs
- Liste bedeutender Franzosen
- Liste der Präsidenten Frankreichs
- Die schönsten Dörfer Frankreichs
- Weinbaugebiete in Frankreich
Literatur
- Alfred Pletsch: Länderkunde Frankreich. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), 2. Auflage 2003, ISBN 3534116917
- Wilfried Loth: Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, 1995 ISBN 3-596-10860-8
- Bernhard Schmidt, Jürgen Doll, Walther Fekl, Siegfried Loewe und Fritz Taubert: Frankreich-Lexikon. Schlüsselbegriffe zu Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Geschichte, Kultur, Presse- und Bildungswesen. 2. überarbeitete Auflage 2005, 1224 Seiten, ISBN 3-503-06184-3
- Ralf Nestmeyer: Französische Dichter und ihre Häuser. Insel Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-458-34793-3
Weblinks
20px Portal:Frankreich
- [http://www.diplomatie.gouv.fr/index.de.html Website des französischen Außenministeriums]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=46 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.frankreich-forum.de/ Frankreich Forum]
- [http://www.lesvilles.de/ Lokalportal für alle französischen Regionen und Städte]
- [http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanistik/ Romanistik im Internet: Kultur, Literatur und Politik]
Kategorie:Staat
!Frankreich
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Mittelmeer
als:Frankreich
fiu-vro:Prantsusmaa
ja:フランス
ko:프랑스
ms:Perancis
simple:France
th:ประเทศฝรั่งเศส
zh-min-nan:Hoat-kok
Österreich
Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa mit der Staatsform einer parlamentarischen Demokratie. Das Land ist seit 1955 Mitglied in der UNO und seit 1995 in der Europäischen Union. Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein.
Geografie
Hauptartikel: Geografie Österreichs
Landschaft
Etwa 60 Prozent des Landes sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen (vor allem Tiroler Zentralalpen, Hohe Tauern und Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen, Südliche Kalkalpen und Wienerwald). In Ober- und Niederösterreich liegt - bereits nördlich der Donau - die Böhmische Masse, ein altes Rumpfgebirge, das auch nach Tschechien und Bayern hinüberreicht, und an der Ostgrenze die Kleinen Karpaten.
Die fünf Großlandschaften Österreichs:
- Anteil an den Ostalpen (52.600 km², 62,8 % der Staatsfläche)
- Anteil am Alpen- und Karpatenvorland (9.500 km², 12,3 %)
- Vorland im Osten, Anteil an Randgebieten des Pannonischen Tieflands (9.500 km², 12,3 %)
- Granit- und Gneisplateau, Anteil am Mittelgebirgsland der Böhmischen Masse (8.500 km², 10,1 %)
- Anteil am Wiener Becken (3.700 km², 4,4 %)
Von der Gesamtfläche Österreichs (rd. 84.000 km²) entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 m.
Gebirge
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Die sieben höchsten Berge Österreichs sind:
Ebenen
Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken mit dem Marchfeld, sowie in der südlichen Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit zur
Toskana auch oftmals Steirische Toskana genannt wird.
tiefster Punkt: Hedwighof (Gemeinde Apetlon - Burgenland) 114 m
Seen
Der größte See ist der Neusiedler See im Burgenland, der mit ca. 77 % seiner Gesamtfläche von 315 km² in Österreich liegt, gefolgt vom Attersee mit 46 km² und dem Traunsee mit 24 km² in Oberösterreich. Auch der große Bodensee mit seinen 536 km² im Dreiländereck mit Deutschland (Freistaat Bayern und Land Baden-Württemberg) und der Schweiz liegt zu einem kleinen Anteil auf österreichischem Staatsgebiet. Allerdings sind die Staatsgrenzen inne | | |