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Iuliu Hossu

Iuliu Hossu

Iuliu Hossu (
- 30. Januar 1885 in Milasul Mare, Rumänien; † 28. Mai 1970 in Moara Saraca) war griechisch-katholischer Bischof von Gherla, ab 1930 von Klausenburg-Gherla.

Leben

Iuliu Hossu studierte in Klausenburg (rum. Cluj), Budapest, Wien und Rom die Fächer Philosophie und Katholische Theologie. 1906 promovierte er in Philosophie, 1908 in Theologie, 1910 empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Ab 1911 nahm er verschiedene Aufgaben in Diensten des Bischofs von Gherla wahr, von 1914 bis 1917 war er Militärkaplan der rumänischen Soldaten in der österreichisch-ungarischen Armee. 1917 wurde er zum Bischof von Gherla für die Gläubigen des byzantinisch-rumänischen Ritus ernannt. Der Sitz des griechisch-katholischen Bistums Gherla wurde am 5. Juni 1930 nach Klausenburg verlegt. Da sich Iuliu Hossu entschieden gegen Pläne der rumänischen Regierung wehrte, die auf die Trennung der byrantinisch-rumänischen Kirche von Rom abzielten, wurde er zum Verlassen seiner Diözese gezwungen. Über viele Jahre hinweg war er inhaftiert oder stand unter Arrest. Papst Paul VI. ernannte ihn 1969 in pectore zum Kardinal. Die Verkündigung fand drei Jahre nach Iuliu Hossus Tod 1973 statt. Hossu, Iuliu Hossu, Iuliu Hossu, Iuliu Hossu, Iuliu Hossu, Iuliu Hossu, Iuliu

30. Januar

Der 30. Januar (in Österreich: 30. Jänner) ist der 30. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1018 - Frieden von Bautzen zwischen Polen und dem Heiligen Römischen Reich.
- 1835 - Attentat auf US-Präsident Andrew Jackson.
- 1879 - Frankreich. Jules Grévy wird neuer Staatspräsident.
- 1933 - Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler (Machtergreifung)
- 1945 - Untergang der Wilhelm Gustloff
- 1948 - Neu-Delhi, Indien. Mahatma Gandhi wird erschossen.
- 1953 - Spanien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1968 - Nordvietnamesische und Vietcong Einheiten beginnen die Tet-Offensive
- 1972 - Am so genannten Blutsonntag werden in Nordirland mindestens 14 proirische Demonstranten erschossen (Bloody Sunday).
- 1972 - Pakistan tritt aus dem Commonwealth aus
- 1980 - Deutschland. Die rechtsextremistische Wehrsportgruppe Hoffmann wird vom Bundesinnenministerium verboten.
- 1981 - Erste Großdemonstration gegen Atomkraftwerke in der BRD in Brokdorf nahe Itzehoe
- 1982 - Große Proteste um die geplante Startbahn West des Frankfurter Flughafens
- 1992 - Kasachstan wird Mitglied in der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 1994 - Die deutschen Blauhelme beenden ihren humanitären Hilfseinsatz in Somalia
- 1994 - Algerien. Liamine Zéroual wird neuer Staatspräsident.
- 1996 - Ottawa, Kanada. Die Regierung erlässt ein Gesetz über den Sonderstatus der Provinz Quebec.
- 2003 - Der Weltsicherheitsrat verabschiedet eine Resolution, die die sofortige Befreiung aller Kindersoldaten fordert
- 2003 - Madagaskars Staatspräsident Marc Ravalomanana besucht Deutschland

Kultur


- 1667 - Uraufführung des musikalischen Dramas Atalanta von Johann Caspar Kerll in München.
- 1827 - Uraufführung der komischen Oper L'Artisan von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1838 - Uraufführung der Oper Maria de Rudenz von Gaetano Donizetti am Teatro La Fenice in Venedig.
- 1914 - Uraufführung der Operette Endlich allein von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 2005 - Die 1000. Folge der TV-Serie Lindenstraße wird ausgestrahlt

Wirtschaft


- 1962 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dänemark
- 1965 - Investitionsschutzabkommen zwischen Taiwan und Deutschland

Katastrophen


- 1974 - Absturz einer Boeing 707 der PanAm
- 2000 - Dammbruch einer Absetzanlage in Baia Mare (Rumänien), der eine schwere Umweltkatastrophe zur Folge hat

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1948 - Eröffnung der V. Olympischen Winterspiele in Sankt Moritz, Schweiz
- 1998 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Alben Belinski in München, Deutschland, durch KO

Geboren


- 58 v. Chr. - Livia, Frau des römischen Kaiser Augustus
- 133 - Didius Julianus, römischer Kaiser
- 1517Johann Aurifaber, Theologe
- 1543 - Tokugawa Ieyasu, japanischer Feldherr, Shōgun und einer der "drei Reichseiniger"
- 1573 - Georg Friedrich (Baden), Markgraf von Baden-Durlach
- 1599 - Hans Georg von Schleinitz, deutscher Verwaltungsbeamter und Gelegenheitsdichter
- 1687 - Johann Balthasar Neumann, Baumeister des Barock
- 1697 - Johann Joachim Quantz, deutscher Komponist
- 1721 - Bernardo Bellotto, italienischer Maler
- 1723 - Christian Gottlieb Kratzenstein, deutscher Professor und Naturforscher
- 1736 - Michael Ignaz Schmidt, deutscher Theologe
- 1767 - Ulrich Jasper Seetzen, Arzt, Gelehrter, Naturforscher, Reisender und deutscher Orientalist
- 1775 - Walter Savage Landor, englischer Schriftsteller
- 1781 - Adelbert von Chamisso, deutscher Dichter und Botaniker
- 1789 - Heinrich Julius Holtzmann, Shakespeareübersetzer
- 1789 - Wolf Heinrich Graf von Baudissin, deutscher Diplomat, Schriftsteller und Übersetzer
- 1814 - Ferdinand Schichau, Ingenieur und Werftbesitzer
- 1827 - Wilhelm Heine, deutscher Maler und Reisender
- 1832 - Karl von Thielen, deutscher Politiker
- 1833 - Marie Wilt, österreichische Sängerin
- 1841 - Félix Faure, 7. Präsident Frankreichs
- 1841 - Samuel Loyd, US-amerikanischer Spiele-Erfinder und Rätselspezialist
- 1844 - Otto Leßmann, deutscher Komponist und Musikkritiker
- 1845 - José Domingo de Obaldía, zweiter Staatspräsident von Panama
- 1846 - Francis Herbert Bradley, englischer Philosoph
- 1846 - Max Fürbringer, Anatom, Ornithologe, Mediziner
- 1849 - Josef Anton Schobinger, Schweizer Politiker
- 1877 - Sigfús Einarsson, isländischer Komponist
- 1882 - Franklin D. Roosevelt, US-amerikanischer Politiker, 32. Präsident der USA
- 1883 - Hildegard Burjan, deutsche Ordensgründerin und Politikerin
- 1885 - Iuliu Hossu, Bischof von Fagaras und Kardinal
- 1889 - Antonio Caggiano, Erzbischof von Buenos Aires und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1889 - José Garibi y Rivera, Erzbischof von Guadalajara und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1890 - Emy Roeder, deutsche Bildhauerin und Malerin
- 1891 - Max Drischner, deutscher Komponist, Oragnist und Cembalist
- 1893 - Albert Hochleitner, österreichischer Politiker
- 1894 - Boris III. (Bulgarien), König von Bulgarien
- 1895 - Wilhelm Gustloff, deutscher Nationalsozialist und Landesgruppenleiter der NSDAP-Auslandsorganisation
- 1897 - Georg Hann, österreichischer Kammersänger
- 1899 - Max Theiler, südafrikanischer Bakteriologe (Medizinnobelpreis 1951)
- 1900 - Isaak Ossipowitsch Dunajewski, ukrainischer Musiker und Komponist
- 1901 - Hans Erich Nossack, deutscher Schriftsteller
- 1901 - Rudolf Caracciola, deutscher Autorennfahrer
- 1902 - Nikolaus Pevsner, deutschstämmiger Kunsthistoriker
- 1903 - Slátan Dudow, bulgarischer Regisseur
- 1904 - Fritz Duda, deutscher Maler und Grafiker
- 1906 - Carl Merz, österreichischer Kabarettist und Schriftsteller
- 1908 - Otto Heinrich Greve, deutscher Politiker und MdB
- 1910 - Carola Höhn, deutsche Schauspielerin
- 1911 - Roy Eldridge, US-amerikanischen Jazztrompeter
- 1912 - Barbara Tuchman, US-amerikanische Reporterin und Autorin
- 1915 - Horst Feistel, deutscher Kryptologe
- 1915 - Joachim Peiper, Obersturmbannführer der Waffen-SS
- 1915 - John Profumo, britischer Politiker
- 1917 - Paul Frère, ehemaliger belgischer Rennfahrer
- 1919 - Ernst Gutting, emeritierter Weihbischof von Speyer
- 1920 - Delbert Mann, US-amerikanischer Regisseur
- 1923 - Alexander Brändle, Kinderbuch- und Science-Fiction-Autor, Dichter
- 1924 - Hans Künzi, Schweizer Politiker
- 1924 - Lloyd Alexander, US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller
- 1925 - Douglas C. Engelbart, US-amerikanischer Erfinder deutsch-norwegischer Herkunft
- 1927 - Olof Palme, schwedischer Sozialdemokrat und Premierminister
- 1928 - Ruth Brown, US-amerikanische Sängerin
- 1930 - Alfred Herrhausen, deutscher Bankier und Vorstandssprecher der Deutschen Bank
- 1930 - Egon Klepsch, deutscher Politiker und MdB
- 1930 - Usko Meriläinen, finnischer Komponist und Dirigent
- 1931 - Gene Hackman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1934 - Giovanni Battista Re, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1935 - Richard Brautigan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1936 - Horst Jankowski, deutscher Jazzpianist und Bandleader
- 1937 - Boris Spasski, russischer Schachweltmeister
- 1937 - Boris Wassiljewitsch Spasski, russischer Schachspieler
- 1937 - Vanessa Redgrave, britische Theater- und Filmschauspielerin
- 1938 - Islam Karimow, usbekischer Politiker und Staatspräsident
- 1941 - Gregory Benford, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 1941 - Richard Cheney, US-amerikanischer Politiker, Vizepräsident der USA
- 1942 - Heidi Brühl, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 1943 - Günter Hirsch, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 1943 - Marty Balin, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Wolfgang Spanier, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Steve Marriott, britischer Rockmusiker
- 1949 - Peter Agre, US-amerikanischer Chemiker
- 1951 - Phil Collins, britischer Rock/Pop-Sänger, Schlagzeuger, Komponist und Schauspieler
- 1952 - Christa Moog, deutsche Schriftstellerin
- 1952 - Lorenz-Günther Köstner, deutscher Fußballtrainer
- 1954 - Jochen Kowalski, deutscher Countertenor
- 1957 - Payne Stewart, US-amerikanischer Golfspieler
- 1961 - Ulrike Dietmann, deutsche Autorin
- 1961 - Richard Reichensperger, österreichischer Journalist und Literaturkritiker
- 1962 - Abdullah II., König von Jordanien
- 1963 - Pam Fletcher, US-amerikanische Skirennläuferin
- 1963 - Thomas Brezina, österreichischer Kinder-und Jugendbuchautor, Fernsehmoderator
- 1967 - Sergei Wladimirowitsch Tschepikow, russischer Biathlet
- 1968 - Felipe von Spanien, spanischer Thronfolger
- 1969 - Alexei Drejew, russischer Schachspieler
- 1974 - Christian Bale, britischer Schauspieler
- 1981 - Dimitar Berbatov, bulgarischer Fußballspieler

Gestorben


- 1181 - Takakura, 80. Kaiser von Japan (1168 - 1180)
- 1629 - Carlo Maderno, italienischer Baumeister
- 1649 - Karl I. (England), König von Großbritannien und Irland
- 1652 - Georges de la Tour, französischer Maler des Barock
- 1729 - Lothar Franz von Schönborn, Bischof des Bistums Bamberg und Erzbischof des Bistums Mainz
- 1771 - Franz Martin Kuen, deutscher Maler
- 1837 - Gottfried Daniel Krummacher, reformierter protestantischer Theologe
- 1843 - Friedrich von Adelung, war ein deutscher Jurist und Philosoph
- 1867 - Komei, 121. Kaiser von Japan
- 1880 - Paul Devaux, belgischer Staatsmann
- 1881 - Jacques-Nicolas Lemmens, belgischer Organist und Komponist
- 1889 - Maria von Vetsera, österreichische Adlige
- 1895 - Hermann August Jacques Gruson, Erfinder, Wissenschaftler und Unternehmer
- 1898 - Jules Péan, französischer Chirurg
- 1903 - Ernst Mey, Unternehmer in Paris und Leipzig
- 1928 - Johannes Fibiger, dänischer Bakteriologe, Pathologe und Medizinnobelpreisträger
- 1928 - Karl Bleibtreu, deutscher Schriftsteller
- 1944 - Willy Jaeckel, deutscher Maler
- 1948 - Mahatma Gandhi, geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung
- 1948 - Orville Wright, US-amerikanischer Flugpionier und Flugzeugbauer
- 1951 - Ferdinand Porsche, österreichisch-deutscher Autokonstrukteur
- 1953 - Ernst August von Hannover, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, letzter regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg
- 1958 - Ernst Heinrich Heinkel, deutscher Flugzeugkonstrukteur
- 1958 - Remshalden, deutscher Ingenieur und Luftfahrtpionier
- 1963 - Francis Poulenc, französischer Pianist und Komponist
- 1969 - Dominique Georges Pire, belgischer Theologe, (Friedensnobelpreis 1958)
- 1969 - Fritzi Massary, österreichische Sängerin und Schauspielerin
- 1969 - Georges Pire, belgischer Mönch
- 1972 - Karel Boleslav Jirák, tschechischer Komponist
- 1974 - Frida Hockauf, Weberin im 'VEB Mechanische Weberei Zittau'
- 1975 - Boris Blacher, deutscher Musikwissenschaftler und Komponist
- 1976 - Arnold Gehlen, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1978 - Mindru Katz, israelischer Komponist
- 1980 - Professor Longhair, US-amerikanischer Musiker
- 1982 - Lightnin' Hopkins, US-amerikanischer Musiker
- 1986 - Iwan Dmitrijewitsch Papanin, sowjetischer Polarforscher
- 1991 - John Bardeen, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger.
- 1991 - Kurt Bittel, deutscher Archäologe
- 1995 - Fritz Buri, Pfarrer und Professor für Theologie
- 1997 - Ulrich Kiesow, deutscher Fantasy-Schriftsteller
- 1998 - Ferdy Mayne, deutscher Schauspieler
- 1998 - Samuel Eilenberg, polnischer Mathematiker, gilt er als Begründer der Kategorientheorie
- 2001 - Jean-Pierre Aumont, französischer Schauspieler
- 2002 - Bernt von Kügelgen, Journalist
- 2002 - Inge Morath, österreichisch-US-amerikanische Fotografin
- 2003 - Michael Geyer, deutscher Publizist
- 2005 - Josef Gräßle-Münscher, deutscher Jurist
- 2005 - Wolfgang Becker, deutscher Filmregisseur

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Drei Hierarchen (orthodox)
  - Aldegundis von Maubeuge, Äbtissin (katholisch)
  - Martina, Märtyrin (katholisch)
  - Bathilde, Königin und Nonne

Siehe auch

:29. Januar - 31. Januar :30. Dezember - 30. Februar :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0130 ja:1月30日 ko:1월 30일 simple:January 30 th:30 มกราคม

1885

Ereignisse


- 23. April: Der belgische König Leopold II. erklärt sich zum Eigentümer des Kongo: ein völkerrechtlich einzigartiger Vorgang, dass eine Einzelperson sich zum Eigentümer eines Landes ernennt
- 15. Oktober: Die Marshallinseln erhalten den Status eines Deutschen Schutzgebietes
- 7. November: In Craigellachie (Kanada) wird der Bau der ersten kanadischen Pazifik-Eisenbahnlinie mit der feierlichen Eröffnung abgeschlossen
- 10. November: erste Fahrt eines Motorrads, gebaut von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach
- 12. Weltausstellung in Antwerpen, Belgien
- Hiram Maxim erfindet das Maschinengewehr
- Ernst Mach macht Schallwellen sichtbar
- Johann Jakob Balmer veröffentlicht seine empirische Formel zu den möglichen Frequenzen des Wasserstoffspektrums (in: Annalen der Physik und Chemie N. F. 25 (1885), 80–87), siehe (Balmer-Serie)
- Philipp III. Krementz wird Erzbischof von Köln
- Pastor Friedrich von Bodelschwingh gründet die erste Bausparkasse in Deutschland
- serbisch-bulgarischer Krieg
- Albert Boehringer gründet Boehringer Ingelheim

Kultur


- 14. März: Uraufführung der Oper István király (König Stephan) von Ferenc Erkel in Budapest
- 28. März: Uraufführung der Operette Don Cesar von Rudolf Dellinger am Carl Schultze Theater in Hamburg
- 5. April: Uraufführung der Oper Noé von Georges Bizet in Karlsruhe
- 28. April: Erstmals wird die Internationale Buddhistische Flagge anlässlich des Vesakh Tages in Colombo, Ceylon, gehisst
- April: Vincent van Gogh malt Die Kartoffelesser
- 30. November: Uraufführung der Oper Le Cid von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris
- Gründung der Leipziger Baumwollspinnerei
- Das Home Insurance Building, der erste „Wolkenkratzer“ der Welt, wird in Chicago gebaut

Geboren


- 2. Januar: Eddy de Neve, niederländischer Fußballspieler († 1943)
- 15. Januar: Lorenz Böhler, österreichischer Chirurg († 1973)
- 16. Januar: Wladyslaw Raczkiewicz, Polnischer Beamter und Politiker († 1947)
- 21. Januar: Umberto Nobile, italienischer Luftschiffpionier († 1978)
- 22. Januar: Eugène Christophe, französischer Radrennfahrer († 1970)
- 24. Januar: Christian Ingerslev Baastrup, dänischer Radiologe
- 27. Januar: Eduard Künneke, deutscher Operettenkomponist († 1953)
- 27. Januar: Jerome David Kern, US-amerikanischer Komponist († 1945)
- 30. Januar: Iuliu Hossu, Bischof von Fagaras und Kardinal († 1970)
- 6. Februar: Jo Eshuijs, niederländischer Fußballspieler († 1979)
- 7. Februar: Harry Sinclair Lewis, US-amerikanischer Schriftsteller († 1951)
- 7. Februar: Hugo Sperrle, deutscher Generalfeldmarschall im Dritten Reich († 1953)
- 7. Februar: Michael Gamper, Priester und Publizist († 1956)
- 7. Februar: Sinclair Lewis, US-amerikanischer Schriftsteller († 1951)
- 9. Februar: Alban Berg, österreichischer Komponist († 1935)
- 12. Februar: Julius Streicher, NS-Politiker und Herausgeber des Stürmer († 1946)
- 17. Februar: Emmy Hennings, deutsche Schriftstellerin, Kabarettistin und Lebenskünstlerin
- 17. Februar: Ernst Altstaedt, deutscher Internist († 1953)
- 17. Februar: Romano Guardini, Philosoph und katholischer Theologe († 1968)
- 21. Februar: Sacha Guitry, französischer Schauspieler, Filmregisseur und Dramatiker († 1957)
- 24. Februar: Chester W. Nimitz, Oberbefehlshaber der alliierten Marine im Pazifikkrieg († 1966)
- 24. Februar: Stanislaw Ignacy Witkiewicz, polnischer Maler und Schriftsteller († 1939)
- 25. Februar: Alice von Battenberg, († 1969)
- 26. Februar: Aleksandras Stulginskis, Präsident Litauens († 1969)
- 1. März: Jürgen Fehling, deutscher Theaterregisseur und Schauspieler († 1968)
- 1. März: Lionel Atwill, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler († 1946)
- 10. März: Pierre Boulanger, französischer Ingenieur und Citroën-Vorstand († 1950)
- 17. März: Ralph Rose, US-amerikanischer Leichtathlet († 1913)
- 22. März: Eugen Fürst zu Oettingen-Wallerstein, deutscher Politiker
- 25. März: Siegfried Handloser, Chefs des Wehrmachts-Sanitätswesens
- 27. März: Heinrich Mohn, deutscher Verleger († 1955)
- 1. April: Wallace Beery, US-amerikanischer Schauspieler († 1949)
- 6. April: Carlos Salzédo, Harfenist und Komponist († 1961)
- 8. April: Alexander Rüstow, deutscher Philosoph, Sozialwissenschaftler und Volkswirt († 1963)
- 12. April: Fritz Schuler, deutscher Politiker († 1955)
- 12. April: Hermann Hoth, Offizier der Reichswehr und der Wehrmacht († 1971)
- 12. April: Robert Delaunay, französischer Maler († 1941)
- 13. April: Georg Lukács, jüdisch-ungarischer Philosoph, Literaturwissenschaftler und -kritiker († 1971)
- 14. April: Adolf Uzarski, deutscher Schriftsteller, Maler und Graphiker († 1970)
- 17. April: Tania Blixen, dänische Schriftstellerin († 1962)
- 17. April: Toine van Renterghem, niederländischer Fußballspieler († 1967)
- 25. April: Aloys Feldmann, deutscher Politiker († 1965)
- 26. April: Carl Einstein, deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller († 1940)
- 29. April: Egon Erwin Kisch, Journalist und Reporter († 1948)
- 29. April: Wallingford Riegger, US-amerikanischer Komponist († 1961)
- 6. Mai: Rudolph Valentino, italienischer Schauspieler († 1926)
- 10. Mai: Fritz von Unruh, deutscher Schriftsteller und Dichter († 1970)
- 14. Mai: Otto Klemperer, deutscher Dirigent und Komponist († 1973)
- 22. Mai: Julio Fonseca, costaricanischer Komponist († 1950)
- 22. Mai: Hans Lukaschek, deutscher Politiker († 1960)
- 28. Mai: Hellmuth Felmy, deutscher General im Zweiten Weltkrieg († 1965)
- 31. Mai: Alois Hudal, Bischof und Fluchthelfer diverser Naziverbrecher († 1963)
- 31. Mai: Alter Kacyzne, jiddischer Schriftsteller und Fotograf († 1941)
- 2. Juni: Hans-Gerhard Creutzfeldt, deutscher Neurologe († 1964)
- 3. Juni: Jakow Michailowitsch Swerdlow, sowjetischer Politiker († 1919)
- 4. Juni: Colin Ross, österreichischer Journalist und Reiseschriftsteller († 1945)
- 17. Juni: Oscar Funcke, deutscher Politiker und Fabrikant († 1965)
- 17. Juni: Richard Ermisch, deutscher Architekt und Oberbaurat in Berlin († 1960)
- 19. Juni: Stevan Hristić, jugoslawischer Komponist († 1958)
- 22. Juni: Milan Vidmar, slowenischer Schachmeister († 1962)
- 26. Juni: Billy Jenkins, Kunstschütze, Lassowerfer und Greifvogeldresseur († 1954)
- 30. Juni: Viktor Schauberger, österreichischer Förster, Forscher und Erfinder († 1958)
- 4. Juli: Louis B. Mayer, US-Amerikanischer Filmproduzent († 1957)
- 6. Juli: Ernst Busch (GFM), deutscher Generalfeldmarschall († 1945)
- 8. Juli: Ernst Bloch, deutscher Philosoph († 1977)
- 8. Juli: Paul Leni, Bühnenbildner und Regisseur († 1929)
- 9. Juli: Caius Welcker, niederländischer Fußballspieler († 1939)
- 13. Juli: Adolf Behne, Architekt, Kunstpolitiker und Wissenschaftler († 1948)
- 24. Juli: Hermann Clausen, dänisch-deutscher Politiker († 1962)
- 24. Juli: Paul von Hase, deutscher General und Widerstandskämpfer († 1944)
- 9. August: Philip van Dijk, niederländischer Fußballspieler († 1937)
- 21. August: Wilhelm Schmidt (Bayern), deutscher Politiker und MdB († 1962)
- 27. August: Georg Wilhelm Pabst, österreichischer Regisseur († 1967)
- 29. August: Hans Jahn, deutscher Politiker († 1960)
- 31. August: Herbert Westren Turnbull, englischer Mathematiker († 1961)
- 4. September: Antonio Bacci, katholischer Geistlicher († 1971)
- 5. September: Useir Gadschibekow, aserbaischanischer Komponist († 1948)
- 9. September: Paul Henckels, deutscher Schauspieler († 1967)
- 10. September: Dora Pejačević, kroatische Komponistin († 1923)
- 11. September: David Herbert Lawrence, britischer Schriftsteller († 1930)
- 13. September: Robert Robinson, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1975)
- 13. September: Wilhelm Blaschke, österreichischer Mathematiker und Autor († 1962)
- 15. September: Grete Beier, eine deutsche Mörderin († 1908)
- 15. September: Ina Seidel, deutsche Schriftstellerin († 1974)
- 16. September: Karen Horney, deutsch-US-amerikanische Psychologin († 1952)
- 17. September: Josef Escher, Schweizer Politiker († 1954)
- 21. September: Elisabeth Müller, schweizerische Jugendschriftstellerin († 1977)
- 21. September: Gilbert Rahm, († 1954)
- 22. September: Albert Walter, deutscher Politiker († 1980)
- 22. September: Erich von Stroheim, österreichisch/US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler. († 1957)
- 25. September: Hanna Ralph, deutsche Schauspielerin († 1978)
- 1. Oktober: Max Henny, niederländischer Fußballspieler
- 7. Oktober: Niels Bohr, dänischer Physiker, Nobelpreisträger († 1962)
- 10. Oktober: Walter Anderson, deutscher Folklorist († 1962)
- 11. Oktober: Alfréd Haar, ungarischer Mathematiker († 1933)
- 11. Oktober: François Mauriac, französischer Schriftsteller († 1970)
- 15. Oktober: James Francis Hurley, australischer Fotograf und Kameramann († 1962)
- 15. Oktober: Jóhannes Sveinsson Kjarval, isländische Maler († 1972)
- 15. Oktober: Ulrich Leman, deutscher Maler († 1988)
- 28. Oktober: Per Albin Hansson, schwedischer Politiker und Premierminister († 1946)
- 28. Oktober: Gustav Sack, deutscher Schriftsteller Lyriker und Dramatiker († 1916)
- 30. Oktober: Ezra Pound, US-amerikanischer Dichter († 1972)
- 31. Oktober: Karl Radek, russischer Politiker und Journalist († 1905)
- 1. November: Anton Flettner, deutscher Ingenieur und Wissenschaftler († 1961)
- 1. November: Pierre Dupong, luxemburgischer Politiker († 1953)
- 2. November: Harlow Shapley, US-amerikanischer Astronom († 1972)
- 5. November: Martin Wagner, deutscher Architekt und Stadtplaner († 1957)
- 6. November: Zhu De, chinesischer Politiker († 1976)
- 7. November: Frank Knight, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler († 1972)
- 8. November: Emil Fahrenkamp, Architekt, Professor Leiter der Düsseldorfer Kunstakademie († 1966)
- 8. November: Jorgo Busianis, griechischer Maler († 1959)
- 9. November: Hermann Weyl, deutscher Mathematiker († 1955)
- 9. November: Welimir Chlebnikow, russischer Dichter († 1922)
- 11. November: George S. Patton, Viersterne-General der US-Army († 1945)
- 14. November: Sonia Delaunay-Terk, französische Malerin († 1979)
- 18. November: Josef Kentenich, Gründer der internationalen Schönstatt-Bewegung. († 1968)
- 18. November: Phog Allen, US-amerikanischer Basketballtrainer († 1974)
- 21. November: Walter Le Coutre, Professor, Betriebswirtschaftler und Bilanztheoretiker († 1965)
- 24. November: Christian Wirth, deutscher Beamter der Kriminalpolizei († 1944)
- 26. November: Heinrich Brüning, deutscher Politiker und Reichskanzler († 1970)
- 30. November: Albert Kesselring, deutscher Offizier im Ersten und Zweiten Weltkrieg († 1960)
- 2. Dezember: George Richards Minot, US-amerikanischer Arzt, Nobelpreisträger († 1950)
- 6. Dezember: Albrecht Schaeffer, deutscher Schriftsteller († 1950)
- 8. Dezember: August Babberger, deutscher Maler (Expressionismus) († 1936)
- 15. Dezember: Hans Wehberg, deutscher Völkerrechtslehrer
- 17. Dezember: Theodor Steltzer, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein († 1967)
- 20. Dezember: Miel van Leijden, niederländischer Fußballspieler († 1949)
- 21. Dezember: Hermann Heimerich, Politiker († 1963)
- 25. Dezember: Albert Betz, deutscher Physiker und Pionier der Windkrafttechnik († 1968)

Gestorben


- 5. Januar: Adolf Carl Daniel Fürst von Auersperg, Ministerpräsident von Österreich-Ungarn (
- 1821)
- 25. Januar: Alois Emanuel Biedermann, reformierter Theologe aus der Schweiz (
- 1819)
- 26. Januar: Charles George Gordon, britischer General (
- 1833)
- 29. Januar: Franz Rieger, Orgelbaumeister (
- 1812)
- 1. Februar: Sidney Thomas, britischer Metallurg (
- 1850)
- 7. Februar: August Reinsdorf, Freiheitskämpfer (
- 1849)
- 14. Februar: Jules Valles, französischer Publizist, Revolutionär und Journalist (
- 1833)
- 12. März: Ysaac Brons, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung (
- 1802)
- 28. März: Ludvig Norman, schwedischer Dirigent und Komponist (
- 1831)
- 31. März: Franz Abt, deutscher Komponist und Kapellmeister (
- 1819)
- 17. April: Emmy von Rhoden, deutsche Schriftstellerin (
- 1829)
- 20. April: Gustav Nachtigal, deutscher Afrikaforscher (
- 1834)
- 30. April: Jens Peter Jacobsen, dänischer Schriftsteller (
- 1847)
- 5. Mai: Lauro Rossi, italienischer Komponist (
- 1812)
- 12. Mai: Ferdinand Hiller, deutscher Komponist (
- 1811)
- 19. Mai: William Huntington Russell, Mitbegründer der Yale-Geheimgesellschaft Skull and Bones (
- 1809)
- 22. Mai: Victor Hugo, französischer Schriftsteller (
- 1802)
- 27. Mai: Friedrich Johannes Jacob Cölestin von Schwarzenberg, Erzbischof von Prag (
- 1809)
- 30. Mai: Jakob Fürchtegott Dielmann, Maler (
- 1809)
- 30. Mai: Paul de Noailles, französischer Staatsmann und Historiker (
- 1802)
- 5. Juni: Julius Benedict, britischer Komponist und Kapellmeister (
- 1804)
- 22. Juni: Muhammad Ahmad, islamisch-politischer Führer (
- 1844)
- 7. Juli: Christoph Theodor Äby, Anthropologe (
- 1835)
- 14. Juli: Ernst Hello, französischer Schriftsteller und Philosoph (
- 1828)
- 15. Juli: Rosalía de Castro, galicische Lyrikerin (
- 1837)
- 23. Juli: Ulysses Simpson Grant, Unions-General und 18. Präsident der USA (
- 1822)
- 25. Juli: Ernst Laas, deutscher Pädagoge und Philosoph (
- 1837)
- 28. Juli: Henri Milne-Edwards, französischer Naturforscher (
- 1800)
- 28. Juli: Moses Montefiore, britischer Unternehmer und jüdischer Philanthrop (
- 1784)
- 21. August: Helen Hunt Jackson, US-amerikanische Autorin (
- 1831)
- 6. September: Edme Charles Philippe Lepère, französischer Staatsmann (
- 1823)
- 6. September: Narcís Monturiol spanischer Ingenieur und Erfinder (
- 1819)
- 13. September: Friedrich Kiel, deutscher Komponist der Spätromantik (
- 1821)
- 23. September: Carl Spitzweg, Maler des Biedermeier (
- 1808)
- 5. Oktober: Wilhelm Heine, deutscher Maler und Reisender (
- 1827)
- 29. Oktober: George B. McClellan, Oberkomandierender der Unionsstreitkräfte im Amerikanischen Bürgerkrieg (
- 1826)
- 31. Oktober: Topete y Carballo, spanischer Admiral und Politiker (
- 1821)
- 3. November: Adele Muzzarelli, italienische Soubrette, Sängerin und Tänzerin (
- 1816)
- 13. November: Anselmo José Braamcamp, portugiesischer Politiker (
- 1819)
- 16. November: Louis Riel, kanadischer Métis-Führer (
- 1844)
- 25. November: Alfons XII. (Spanien), spanischer König (
- 1857)
- 25. November: Nicolás Avellaneda, Präsident von Argentinien (
- 1837)
- 26. November: Thomas Andrews, irischer Physiker und Chemiker (
- 1813)
- 6. Dezember: Robert Gerwig, deutscher Bauingenieur (
- 1820)
- 9. Dezember: Hermann Heinrich Becker, deutscher Politiker (
- 1820)
- 14. Dezember: Ernst Falkbeer, österreichischer Schachmeister (
- 1819)
- 15. Dezember: Ferdinand II. (Portugal), König von Portugal (
- 1816)
- 21. Dezember: Eduard Hölzel, österreichischer Buchhändler und Verleger (
- 1817)
- 22. Dezember: Louis René Tulasne, Französischer Botaniker und Mykologe (
- 1815)

Staatsoberhäupter

Amerika


- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (18841911)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident der Schweiz, (1885) ko:1885년 simple:1885 th:พ.ศ. 2428

Rumänien

Die Republik Rumänien (rumänisch România) ist ein Staat in Südosteuropa, der 700 km von der Pannonischen Tiefebene bis zum Schwarzen Meer reicht. Der Name Romania war im Latein der Spätantike eine verbreitete Kurzbezeichnung für das Römische Reich.

Geographie

Die Topographie des Landes ist sehr abwechslungsreich. Im Zentrum Rumäniens liegt das Siebenbürgische Hochland, das fast vollständig vom Bogen der Karpaten umgeben ist. An die Südkarpaten schließt im Südwesten Rumäniens das Banater Gebirge an. Westlich davon befindet sich die weite Banater Ebene, die zum Pannonischen Becken überleitet. Der Süden des Landes wird von der flachen Walachei geprägt, die bis auf bulgarisches Staatsgebiet reicht. Im Osten Rumäniens leiten die Ausläufer der Ostkarpaten zum Hochland der Moldau über. Rumänien grenzt (von Süden im Uhrzeigersinn) an Bulgarien, Serbien, Ungarn, Ukraine und Moldawien. Es besteht aus den Landesteilen Walachei, Siebenbürgen (Transsilvanien) und Moldau sowie aus Teilen des früheren Banat, der Bukowina und der Dobrudscha. Dobrudscha Rumänien hat überwiegend ein gemäßigt kontinentales Klima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Die Niederschläge betragen im Bereich der Schwarzmeerküste im Durchschnitt 400 mm pro Jahr, in den höheren Gebirgsgegenden der Karpaten über 1.500 mm. Bodenschätze: Erdöl (Vorkommen sinken), Erdgas, Kohle (v. a. Braunkohle), Salz, Gold, Wasserkraft Landnutzung: Ackerland 41 %, permanente Saat 3 %, Weide 21 %, Wald 29 %, Rest 6 % (geschätzt) Bewässertes Land: 28.800 km² (geschätzt 1998) Naturgewalten: Erdbeben, kräftiger im Süden und im SW, geologische Struktur und das Klima ermöglichen Erdrutsche.

Bevölkerung

Wasserkraft 22,355 Millionen Einwohner (geschätzt für Juli 2004)

Ethnische Gruppen

Neben 89,5 % Rumänen, früher von den benachbarten Völkern auch Walachen genannt (ungarisch oláh, slawisch vlah oder vlak), leben Minderheiten von Ungarn (6 %) und Roma (2,5 %). Die deutsche Minderheit (Siebenbürger Sachsen, Siebenbürger Landler, Donauschwaben) sank seit 1940 von 5 % auf 0,3 %, hat aber die Westhälfte des Landes durch eine 250- bis 800-jährige Präsenz entscheidend geprägt. In der Bukowina gibt es kleine slowakische und polnische Minderheiten. Weiterhin machen Türken 0,67 %, Ukrainer 0,3 %, Russen 0,2 %, Tataren 0,1 % und Andere 0,3 % der Bevölkerung aus. (Alle Angaben nach der Volkszählung 2002.) Die Sprachanteile entsprechen in etwa der ethnischen Aufteilung. Amtssprache ist allein das Rumänische (limba română). Daneben sind als offizielle Sprachen Ungarisch und Deutsch anerkannt. Der Anteil der Rumänen steigt langsam. Die mit ca. 6 % größte Minderheit sind die Magyaren (Ungarn). Sie stellen in vielen Ortschaften der Siebenbürgener Bezirke Harghita, Mureş und Covasna die Mehrheit, ebenso auch in Teilen des Banat. Die Roma sind wirtschaftlich am schwächsten bei hoher Arbeitslosigkeit (s. unten). Die deutschen Minderheiten (1940 noch rund 5 %) nahmen durch Diskriminierung (1944-1950) und drei Auswanderungswellen (die letzte begann 1990) stark ab. Ein umstrittenes Kapitel ist das "Kopfgeld", welches Deutschland lange – für hunderttausende Emigranten – an Ceauşescu zahlte. Die stärksten deutschsprachigen Gruppen sind weiterhin die Siebenbürger Sachsen und die Donauschwaben (Banat und Nordwesten bei Satu Mare) mit je etwa 30.000 Menschen. Letztere werden auch Banater Schwaben und Sathmarer Schwaben genannt. Die Banater - im Dreiländereck mit Serbien und Ungarn - sprechen meist seit Generationen mehrere (zwei bis drei) Sprachen, weshalb die offiziellen Zählungen zu tief liegen dürften. Ein Faktum ist aber die Überalterung, weil es eher die Jungen nach Deutschland und Österreich zieht. Heute wohnen die meisten Deutschen in den Bezirken Timiş, Sibiu und Braşov, gefolgt von drei westlichen Bezirken und Satu Mare. Im Banat siedeln auch Minderheiten der Serben und Kroaten, in der Dobrudscha (im südöstlichen Grenzland zu Bulgarien) Griechen, Tataren und Türken, und in der Bukowina örtlich starke Minderheiten der Ukrainer und Russen.

Altersstruktur und Tendenzen (2004)


- 0-14 Jahre: 16,2 % (männlich: 1.861.801, weiblich: 1.770.746)
- 15-64 Jahre: 69,4 % (männlich: 7.712.612, weiblich: 7.761.900)
- 65 und mehr Jahre: 14,4 % (männlich: 1.330.994, weiblich: 1.887.498)
- Bevölkerungswachstum (2004:) - 0,11 % p. a.
- Geburtenrate: 10,69 Geburten/ 1000 Einwohner
- Sterberate: 11,69 Todesfälle/ 1000 Einwohner
- Einwanderungsrate: - 0,13 Einwanderer/ 1000 massive Auswanderung und saisonale Arbeitsmigration
- Säuglingssterblichkeit (2004): 27,24 Todesfälle/1000 lebend Geborene
- Lebenserwartung: Männer 68 Jahre, Frauen 75 Jahre.

Religion

Offiziell gehörten 2002 87 Prozent der Bevölkerung der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an. Calvinisten, Unitarier und Lutheraner sind laut amtlicher Statistik 6,8 % (hauptsächlich Ungarn), und Katholiken insgesamt 5,6 % (hauptsächlich Ungarn, sowie Moldauer Csángós/Ungarn in Moldova sowie wenige der verbliebenen Donauschwaben). Die unierte Kirche hat noch etwa 195.000 Gläubige, darunter etwa 160.000 Rumänen. Die mit Rom unierte Griechisch-Katholische Kirche hat offiziell nur noch wenige Gläubige, weil der starke Druck seitens der Kommunisten ab 1945 viele zur "orthodoxen Konfession" veranlasste (siehe oben, Politik). Ähnliches war in der Ukraine der Fall, wo aber seit einigen Jahren zahlreiche Kirchengebäude an die Unierten zurückgegeben werden. Auffällig für ein lange von der Kommunistischen Partei (KP) regiertes Land ist hingegen der mit nur 0,2 % geringe Anteil an formalen Atheisten und Konfessionslosen. Dem Islam gehören 0,3 % der Bevölkerung an. Islam

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Rumäniens

Ethnogenese

Das Gebiet des heutigen Rumänien war einige Jahrhunderte v. Chr. von Dakern und Geten bewohnt. Erstere wurden 106 n. Chr. durch Trajan in das Römische Reich eingegliedert. Im kulturellen Selbstverständnis der Rumänen ist das rumänische Volk aus der Vermischung der Daker mit den römischen Kolonisten der Zeit von Kaiser Trajan hervorgegangen. In der Tat ist die rumänische Sprache eindeutig der romanischen Sprachfamilie zuzurechnen, auch wenn im rumänischen Wortschatz zahlreiche slawische und auch einige griechische, türkische und ungarische Einflüsse aufzuweisen sind. Die Ethnogenese der Rumänen fand in Siebenbürgen, Banat und Oltenien aber auch südlich der Donau im Raum des heutigen Ostserbien und Nordbulgarien statt, wo noch heute zahlreiche Rumänen leben. WEB-LINKS
- [http://www.people.freenet.de/Transsylvania/Kontinuitaet.html - Stellungnahme zu einer INet-Debatte aus dem Jahr 2002 mit dem Thema "Kontiunität der Rumänen"]

Entstehung der Fürstentümer

Seit etwa 500 besiedelten Slawen große Teile des heutigen rumänischen Siedlungsgebietes. Im 14. Jahrhundert entstanden die beiden Fürstentümer Moldau und die Walachei. Im 16. Jahrhundert gerieten sie unter Osmanischer Oberhoheit, konnten jedoch ihre Selbstständigkeit, ethnisches und religiöses Eigenleben bewahren. Im 18. Jahrhundert verschlechterte sich die politische Lage der rumänischen Fürstentümer: die Fürsten und Herrschergeschlechter wechselten oft und waren dem Gutdünken der osmanischen Kaiser ausgeliefert. Herausragende Fürsten der rumänischen Geschichte waren Mircea der Alte (Mircea cel Batrân, 1386-1418), Michael der Tapfere (Mihai Viteazul, 1593-1601) in der Walachei und Alexander der Gütige (Alexandru cel Bun, 1400-1432) und Stephan der Große (Stefan cel Mare, 1457-1504) in der Moldau.

Der Einfluss der großen Reiche

Nach dem Rückgang der türkischen Macht im 19. Jh. lagen beide Fürstentümer im Spannungsfeld zwischen Österreich-Ungarn und Russland. Österreich hatte bereits im 18. Jahrhundert weite Teile des Donauraumes von der Hohen Pforte erobert, besiedelte das Banat mit mehrheitlich katholischen Kolonisten, die vorwiegend in süddeutschen Ländern angeworben wurden (siehe den Artikel Banater Schwaben), und übernahm 1690 die Herrschaft über Siebenbürgen (welches bereits seit dem Mittelalter traditionell zu Ungarn gehörte). Die Bindung Siebenbürgens und des Banats an den ungarisch-deutschen dominierten Kulturkreis blieb bis 1920 bestehen. Die anderen Gebiete des heutigen Rumänien blieben bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts unter Abhängigkeit des Osmanischen Reiches. 1859 wurde Alexandru Ioan Cuza (Alexander Jouan I.) zum Fürsten der Fürstentümer Walachei (Tara Româneasca, wörtl. "rumänisches Land") und Moldau (Moldova) gewählt und proklamierte am 24. Dezember 1861 den souveränen Staat Rumänien. Wegen seiner Reformen wurde er 1866 durch Großbojaren und Liberale zur Abdankung gezwungen. Die Unabhängigkeit Rumäniens wurde im Russisch-Türkischen Krieg 1877-78 erreicht, als die Rumänen die Russen bei ihrem Sieg über das Osmanische Reich unterstützten.

Deutsche auf dem Königsthron

Die vollständige Unabhängigkeit des Landes erwirkte erst Karl von Hohenzollern-Sigmaringen (als König Carol I. genannt) am 10. Mai 1877; der Berliner Kongress bestätigte 1878 das Königreich, das Carol I. von 1881 bis 1914 regierte. Spannungen mit Russland trieben Rumänien an die Seite Österreichs und des Deutschen Reiches, doch konnte Carol I. die Kriegsteilnahme an der Seite Deutschlands nicht durchsetzen.

Erster Weltkrieg

Unter seinem Neffen Ferdinand von Hohenzollern (Ferdinand I. 1916-1927) trat Rumänien der Entente bei und von 1916-1918 in den 1. Weltkrieg ein. Der Kriegserklärung vom 27. August 1916 an Österreich-Ungarn waren Geheimverhandlungen mit Russland vorausgegangen. Das Zarenreich akzeptierte darin rumänische Gebietsansprüche auf die Bukowina, Siebenbürgen und das Banat. 1916 konnten die rumänischen Truppen vorübergehend den Südosten Siebenbürgens erobern, wurden aber von der deutschen Armee schnell zurückgedrängt. Binnen weniger Wochen waren große Teile Rumäniens (Klein- und Großwalachei) besetzt. In zahlreichen Fällen gab es eine weitgehende Kooperation und Kollaboration weiter Teile der rumänischen Eliten mit den Besatzern. Das Königshaus, die Regierung und einige Behörden mussten sich in die nordöstliche Provinz Moldau zurückziehen, wo die rumänische Armee durch französische Hilfe neu organisiert wurde. Eine lokale deutsche Offensive in Richtung Moldau wurde im Juli 1917 gestoppt.

Zwischenkriegszeit

Im Friedensvertrag von Versailles 1919 und Friedensvertrag von Trianon 1920 wurde das wilsonsche Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker umgesetzt. So konnte auch Rumänien sein Staatsgebiet mit den Gebieten vergrößern, wo die Rumänen zwischen 49 % und 90 % der Wohnbevölkerung darstellten. So erhielt es Gebiete von Russland (Bessarabien) und Österreich-Ungarn (Siebenbürgen), sowie einen Streifen Oberungarns mit den Städten Arad, Oradea und Satu Mare, zwei Drittel des Banats und die südliche Bukowina, außerdem die südliche Dobrudscha von Bulgarien. Staatsfläche und Bevölkerung verdoppelten sich, aber Rumänien wurde in den neuen Grenzen von einem relativ einheitlichen Nationalstaat zu einem Vielvölkerstaat. So war 1920 jeder vierte (rund 24 Prozent) rumänische Staatsbürger nicht-rumänischer Nationalität, wobei die Ungarn, Deutschen, Juden und Ukrainer die größten Minderheitengruppen bildeten. Dem wilsonschen Grundsatz des Selbstbestimmungsrechts der Völker folgend, wurden die neuen Grenzen nach dem Prinzip der demographischen (rumänischen) Mehrheit gezogen, jedoch ohne Volksabstimmung, ohne Rücksicht auf zusammenhängende Wirtschaftsräume und auf die Ausdehnung der ethnischen Siedlungsgebiete. Vielerorts war eine Trennung auch einfach nicht möglich. Somit wurde 1920 bereits die Grundlage für die späteren ethnischen Konflikte mit den Ungarn gelegt, die 1940 durch den Wiener Schiedsspruch noch einmal massiv aufflammen sollten. Die deutsche Elite Siebenbürgens und des Banats sprach sich aber mehrheitlich für einen Anschluss an Rumänien aus, da ihr seitens der rumänischen Regierung ein später nicht eingehaltenes Versprechen auf Autonomie und Selbstverwaltung gegeben wurde. Wie andere Staaten Europas war auch Rumänien in der Zwischenkriegszeit von politischer Instabilität und Unruhe gekennzeichnet. 1925 wurde Kronprinz Carol zum Thronverzicht gezwungen und Mihai I. übernahm die Regierung. Carol II. kehrte jedoch 1930 zurück und regierte bis 1940. Er lehnte sich zunächst an die "kleine Entente" an, ab 1934 jedoch aus wirtschaftlichen Gründen auch an Hitlers Drittes Reich. Ende Juni erzwang die Sowjetunion im Gefolge ihrer Annexion der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen auch von Rumänien durch ein Ultimatum die sofortige Abtretung der Nordbukowina sowie Bessarabiens. Unmittelbar darauf meldeten ihrerseits Bulgarien und Ungarn Gebietsansprüche an: Mit Bulgarien einigte sich Rumänien relativ rasch auf die Abtretung der Süddobrudscha, doch endeten die Verhandlungen mit Ungarn schnell in einer Sackgasse. Da ein Krieg unvermeidlich schien und überdies ein erneutes Eingreifen der Sowjetunion Richtung der rumänischen Ölfelder drohte, diktierte Hitler am 30. August 1940 den Zweiten Wiener Schiedsspruch. Durch den Wiener Schiedsspruch im August 1940 unter dem "Schutz" des Dritten Reiches und Italiens musste Rumänien den nördlichen Teil Siebenbürgens wieder an Ungarn abtreten, die südliche Dobrudscha wurde wieder bulgarisch. Mit diesem Schiedsspruch und der sowjetischen Besetzung von Bessarabien verlor Rumänien 30 % seines Staatsgebietes und 25 % der Bevölkerung von 1939. Um den Einmarsch Ungarns und der Sowjetunion und damit den völligen Kollaps des rumänischen Staatswesens zu verhindern, sah sich König Carol II. gezwungen, all diese Gebietsabtretungen zu akzeptieren; an ein Weiterregieren war jedoch nicht mehr zu denken. So berief er Kriegsminister Ion Antonescu am 4. September 1940 zum neuen Ministerpräsidenten, dankte am 6. September 1940 ab und ging wieder ins Exil. Die Berufung von Antonescu war die einzige Möglichkeit, den Staat vor der Machtübernahme durch die Eiserne Garde zu schützen. Rumänien suchte verzweifelt eine Schutzmacht, England lehnte ab. Nun schloss Rumänien mit Hitler einen Beistandspakt und trat der "Achse" bei. Aufbau und Ausrüstung der rumänischen Streitkräfte wurden vertraglich geregelt, und deutsche Truppen durften als Schutzmacht gegen die Sowjetunion in Rumänien einrücken. Stalin protestierte zwar energisch, doch ohne militärisch einzugreifen.

Zweiter Weltkrieg

Im 2. Weltkrieg stand Rumänien auf Seite des Deutschen Reiches, seine Truppen beteiligten sich 1941 am Feldzug gegen die Sowjetunion. Bessarabien wurde wieder eingegliedert. Juden und Zigeuner hatten unter der Verfolgung der Eisernen Garde und deutschen SS zu leiden. Auch im nunmehr ungarisch besetzten Nordsiebenbürgen kam es zu Pogromen und Deportationen. Anfang 1944 bereitete König Mihai I. gemeinsam mit Iuliu Maniu in Geheimverhandlungen mit den Westmächten und später der Sowjetunion den Abfall vom deutschen Bündnis und den Sturz Antonescus vor. Nachdem die am 20. August 1944 begonnene Sommeroffensive der Roten Armee unter der Bezeichnung Operation Jassy-Kischinew in wenigen Tagen gewaltige Fortschritte machte, wechselte Rumänien am 23. August 1944 die Fronten. Binnen weniger Wochen wurde es vollständig von der Roten Armee eingenommen und besetzt. Für das kriegführende Deutschland bedeutete der 23. August 1944 den Totalverlust der rumänischen Erdölzufuhr und machte einen raschen Rückzug der Wehrmacht vom gesamten Balkan erforderlich, um einem Abschneiden der Truppenteile in Griechenland und Jugoslawien durch den Feind zuvorzukommen. Nun geriet Rumänien - entgegen der Hoffnungen und früherer Aussagen Stalins - völlig unter sowjetischen Einfluss. Die bürgerliche Elite des alten Systems und politisch Andersdenkende wurden verfolgt und ermordet. Der nach dem Krieg im Land verbliebene Teil der deutschen Minderheit wurde bis Anfang der 1950er Jahre entrechtet und enteignet. Zudem verschleppte die sowjetische Besatzungsmacht den größten Teil der erwachsenen deutschen Bevölkerung im "arbeitsfähigen Alter" (Frauen bis 33, Männer bis 45 Jahre) auf mehrere Jahre zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion. Das nördliche Siebenbürgen wurde wieder eingegliedert. Der nördliche Teil des mehrheitlich rumänisch besiedelten Bessarabien blieb dagegen dauerhaft unter sowjetischer Herrschaft und bildet heute den eigenständigen Staat Moldawien. Der Südteil Bessarabien (Budschak) kam zur Ukraine.

Nachkriegszeit und Übergang zum Kommunismus

Schließlich wurden am 10. Dezember 1947 alle bürgerlichen Parteien und die Monarchie abgeschafft und der König ins schweizerische Exil verbannt. (Dort blieb er bis 1992 wo er das erste Mal wieder Rumänien betreten durfte. Ihm wurde aber ein paar Stunden später für eine Zeitspanne von 4 Jahre -auf Empfehlung der damaligen Regierung Ion Iliescu/Petre Roman- befohlen, Rumänien nie wieder zu betreten. ) Die Rumänische Kommunistische Partei, vor dem Krieg nur eine politisch völlig unbedeutende Splittergruppe ohne intellektuelles Potenzial, wurde mit den traditionsreichen Sozialdemokraten zwangsvereinigt und übernahm die Staatsmacht. KP-Chef Gheorghe Gheorghiu-Dej entpuppte sich als rumänischer Stalin. Unter ihm wurden politische Gegner inhaftiert und gefoltert. Staat und Wirtschaft wurden durch systematische Enteignung und Kollektivierung der Landwirtschaft kommunistisch "geordnet". Nach Kriegsende kooperierten Kommunisten und orthodoxe Kirche um die rumänischen Angehörigen der Unierten Kirche zu zwingen, zur rumänisch-orthodoxen Kirche überzutreten - obwohl Religion in einem kommunistischen Staat grundsätzlich Schikanen ausgesetzt war. Die katholische Kirche, deren Würdenträger in der Stalinzeit noch verfolgt worden waren, wurde fortan geduldet, doch gab es wegen dieser Zwänge starke Spannungen, die bis in die postkommunistischen 1990er nachwirkten. In der poststalinistischen Ära der 1960er Jahre erlebte Rumänien eine gewisse Konsolidierung und eine Phase relativer Liberalität. Das kommunistische Regime arrangierte sich mit dem entmachteten bürgerlichen Lager und mit seinen parteiinternen Gegnern. Politische Gefangene wurden entlassen, der Repressionsdruck nahm deutlich ab. Auch die Entrechtung und Totalenteignung der deutschen Minderheit nahm ein Ende. Der ungarischen Minderheit wurde im Siedlungsgebiet der Székler sogar eine autonome, zweisprachige Selbstverwaltung zugestanden. Eine vorsichtige Opposition zu Moskau (z. B. keine militärische Beteiligung an der Niederschlagung des Prager Frühlings durch die Truppen des Warschauer Pakts) und eine Öffnung Richtung Westen bestimmten die Außenpolitik des ansonsten fest im kommunistischen Block integrierten Landes. In dieser Zeit begann der Exodus der ethnischen Minderheiten. Immer mehr Deutsche wanderten nach Deutschland aus, die meisten Juden gingen nach Israel und in die USA. Später kehrten auch immer mehr Ungarn dem Land dauerhaft den Rücken.

Amtsantritt Ceauşescus

Im März 1965 übernahm Nicolae Ceauşescu das Amt des Präsidenten. Er plante, Rumänien zu einer Großmacht zu machen. Mit ausländischen Krediten wurde ein vollkommen überdimensioniertes Industrialisierungsprogramm auf die Beine gestellt, um das agrarisch geprägte Land schnell auf westliches Niveau zu hieven. Gesetze zur Förderung von Kinderreichtum und das Verbot der Abtreibung sollten die Bevölkerungszahl steigern. Ab fünf Kindern wurden Mütter als "Heldenmütter" geehrt. Ausgesetzte, aber auch kranke und behinderte Kinder wurden in Waisenheime verbracht. Die schlimmen Zustände, wie im Kinderheim Cighid, wurden erst nach der Wende 1990 bekannt. Das sog. "Programm zur Systematisierung der Dörfer" (sistematizarea satelor) sah vor, etwa 8.000 der kleinsten Dörfer des Landes komplett einzuebnen und deren Bevölkerung in "agroindustriellen Zentren" aus primitiven Plattenbauten ohne Kanalisation umzusiedeln. Ziel war die "effizientere Ausnutzung der vorhandenen Agrarflächen". Beabsichtigter Nebeneffekt war die Zerstörung der kulturellen Vielfalt und der regionalen Eigenheiten der ländlichen Regionen.

Wirtschaftlicher Niedergang

Die unverhältnismäßige und ineffiziente Wirtschaftspolitik mit unzähligen Fehlinvestitionen ließ das Land ab der Mitte der 1970er Jahre unaufhaltsam in den Bankrott treiben. 1981 galt Rumänien als nicht mehr kreditwürdig. Zur Tilgung der hohen Auslandsschulden ließ das Regime nun alles exportieren, was sich verkaufen ließ - auf Kosten der Grundversorgung der eigenen Bevölkerung mit Lebensmitteln und elementaren Bedarfsgütern. Eine eklatante Rohstoffkrise (Mangel an Kohle, Erdöl, Strom) verschärfte die Lage zusätzlich. Gleichzeitig wurde das Volk gezwungen, seinem Führer Ceauşescu in einem extremen Personenkult zu huldigen. Dieses totalitäre System wurde durch die Geheimpolizei "Securitatea Statului" (Staatssicherheit) mit Überwachung und Repression am Leben gehalten.

Beginn der Revolution

Nach dem Mauerfall und der Wende 1989 in der ehemaligen DDR und in anderen Staaten des Ostblocks brachen zunächst in Timişoara, später auch in Bukarest Aufstände aus. Andauernde Demonstrationen für mehr Freiheit und Demokratie führten zu einem weitgehend gewaltfreien Umsturz. Erst nun zeigte sich, dass ganz Bukarest mit Tunneln und Bunkern für die Geheimpolizei "Securitate" unterminiert war. Diktator Nicolae Ceauşescu und seine Frau Elena wurden auf der Flucht verhaftet, am 25. Dezember 1989 vor ein Militärgericht gestellt und nach einem Schnellverfahren standrechtlich erschossen.

Die "unvollendete Revolution"

In der postkommunistischen Zeit konnte sich das Land zunächst nur schwer von den Folgen jahrzehntelanger Diktatur und Misswirtschaft erholen. Außerdem nahm der ständige "Brain drain" durch Abwanderung von Wissenschaftlern und gutqualifizierten Arbeitskräften Richtung Westen direkt nach der Wende noch einmal zu. Mit den regierenden Sozialisten konnte lange Zeit die alte Machtelite am Ruder bleiben und unbequeme Reformen bremsen. Ein ausgewogenes Parteienspektrum mit einer stabilen politischen Mitte konnte sich bislang noch nicht herausbilden. Dennoch ist Rumänien heute eine stabile Demokratie mit allen nötigen freiheitlichen Grundrechten. Heute sorgt die direkte Nachbarschaft zur EU und die Aussicht auf eine Mitgliedschaft 2007 für einen Wirtschaftsboom.

Landesweite Überschwemmungen

Ein Viertel der Bevölkerung Rumäniens war in den Monaten April bis August 2005 von schweren Überschwemmungen betroffen. Dabei kamen mindesten 11 Menschen ums Leben. In mehreren Regionen wurde die Ernte vollständig vernichtet. Nach Angaben des rumänischen Innenministeriums sind 407 Orte überschwemmt und 4000 Häuser und 700 Brücken zerstört worden. Die verheerenden Folgen der heftigen Regenfälle sind vor allem auf die rücksichtslose Abholzung der Wälder in den unteren Mittelgebirgsregionen im 20. Jahrhundert zurückzuführen.

Politik

Hauptartikel: Politisches System Rumäniens Rumänien ist seit 2005 Beitrittskandidat zur Europäischen Union. Die Verhandlungen sind seit dem 25. April 2005 abgeschlossen. Als Termin für den Beitritt wurde der 1. Januar 2007 festgelegt, der sich aber bei Schwierigkeiten im Reformprozess auf 2008 verschieben könnte. Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Rumänien am 29. März 2004 Mitglied der NATO, so dass die rumänische Armee nun in die transatlantische Sicherheitstruktur eingebunden ist. 2004 und 2005 ist Rumänien nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat, im Juli 2004 und im Oktober 2005 führt es den Vorsitz. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen gemäß eigener Aussagen die Verpflichtungen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, den Drogen- und Menschenhandel, sowie gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Im Mittelpunkt stünden auch die Armutsbekämpfung und die nachhaltige Entwicklung als integraler Bestandteil der weltweiten Stabilität. Nach starken Verlusten der sozial-demokratischen Partei bei der Kommunalwahl Juni 2004 fiel die Umbildung der rumänischen Regierung just in die Endphase der EU-Beitrittsverhandlungen, die bis Dezember 2004 abgeschlossen sein sollten. Aus den Parlamentswahlen vom 28. November ging eine liberale Regierung hervor, die aus der Allianz D.A. (Gerechtigkeit und Wahrheit), UDMR (Partei der ungarischen Minderheit) und sozialliberaler PUR besteht. Bukarests ehemaliger Bürgermeister Traian Băsescu wurde in der Stichwahl vom 12. Dezember mit 52 % der Stimmen zum neuen Präsidenten Rumäniens gewählt.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Liste der Bezirke in Rumänien Liste der Bezirke in Rumänien Liste der Bezirke in Rumänien Derzeit ist Rumänien in 41 Bezirke ("judeţ", Pl.: "judeţe") und eine Hauptstadt (Bukarest = Bucureşti) unterteilt. Diese Verwaltungsgliederung wurde im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der französischen Départements vorgenommen. Nach 1950 änderte diese Gliederung in das sowjetische Modell, man kehrte aber 1968 zu dem gegenwärtigen System zurück. 1981 wurden die Bezirke Ilfov und Ialomita in die Bezirke Giurgiu, Calarasi, Ialomita and Ilfov neuorganisiert. Bis 1995 war Ilfov kein selbstständiger Bezirk, sondern von Bukarest abhängig. Eine neue Einteilung des Landes in Regionen wird im Zuge der Vorbereitung auf eine EU-Mitgliedschaft diskutiert, ist aber nicht vor 2007 zu erwarten.

Infrastruktur

Die Infrastruktur Rumäniens ist problematisch: Die großen Verkehrsachsen des Kontinents queren nicht das Land; Investitionen in den Eisenbahnverkehr sind nötig; der Straßenzustand ist notleidend. Flughäfen gibt es bei Bukarest, Sibiu, Constanta, Cluj-Napoca, Timisoara und Iasi.

Wirtschaft

Trotz der nun positiven volkswirtschaftlichen Gesamtentwicklung (BIP-Wachstum seit 2001 durchschnittlich 5 %) bedarf die rumänische Wirtschaft weiterer Reformen. Bürokratie, Korruption, immer noch geringe Rechtssicherheit und Zollprobleme behindern weiterhin den dringend benötigten Zufluss ausländischen Kapitals. Ein gewisser Reformerfolg zeigt sich an der Inflationsrate, die von 34 Prozent (2001) über 22 und 15 auf 9,2 Prozent (2004) sank. Für 2005 werden sechs bis acht Prozent erwartet. Die Indikatoren lassen eine Fortsetzung des starken Wachstums über 2004 hinaus erwarten, doch manche Experten fürchten eine Überhitzung der Konjunktur. Entscheidend sind Export und privater Sektor - Letzterer wuchs 2001-2002 von 49,4 auf 68,7 Prozent. Der Dienstleistungssektor lag 2002 bei 44,7 % des BIP, während der Industriesektor von noch 40 Prozent anno 1989 auf 29,1 % im Jahr 2002 zurückging - durch Umstrukturierung und Rückgang speziell in der Schwerindustrie. Der Landwirtschaftssektor machte 2002 11,7 % des BIP aus. Dagegen waren 2004 mit 22,6 % Rekordzuwächse im Landwirtschaftssektor zu verzeichnen.

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