Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Ivar Giaever

Ivar Giaever

Ivar Giaever (ursprüngliche Schreibweise: Ivar Giæver), geb. am 5. April 1929 in Bergen/Norwegen, ist ein norwegisch-amerikanischer Physiker. Giaever absolvierte von 1948 bis 1952 ein Ingenieursstudium am Norwegischen Institut für Technologie in Trondheim. 1954 wanderte er nach Kanada aus, wo er in einem Architekturbüro und danach als Ingenieur bei General Electrics arbeitete. 1956 siedelte er in die USA über. Von 1958 bis 1969 arbeitete Giaever am Rensselaer Polytechnical Institute in Troy (New York) auf dem Gebiet der Supraleitung (verlustfreie Leitung des elektrischen Stroms) und des Tunneleffekts. Für diese Forschungen erhielt er 1964 den Doktortitel. Während eines Forschungsaufenthalts in England beschäftigte er sich mit biophysikalischen Problemen und entwickelte eine Methode zum Nachweis von Immunreaktionen. Seit 1988 ist Giaever Professor am Rensselaer Polytechnical Institute, zusätzlich am Institut für Physik der Universität Oslo. Giaever erhielt 1973 zusammen mit Leo Esaki den Physik-Nobelpreis für seine experimentellen Entdeckungen betreffend das Tunnel-Phänomen in Halb- bzw. Supraleitern. Im gleichen Jahr erhielt auch Brian Davon Josephson für seine theoretische Vorhersage von Eigenschaften bei einer Supraströmung durch eine Tunnel-Barriere, insbesondere jene Phänomene, die allgemein als Josephson-Effekt bekannt sind, den Nobelpreis für Physik. Seit 1970 arbeitet Giaever auch als Biologe. Die Natur ist für den Menschen wie der Kühlschrank für einen Hund: Er weiß, dass Futter drin ist, aber er wird nie verstehen, wie der Kühlschrank funktioniert (Ivar Giaever)

Weblinks


- Giaever, Ivar Giaever, Ivar Giaever, Ivar Giaever, Ivar Giaever, Ivar Giaever, Ivar

5. April

Der 5. April ist der 95. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 96. in Schaltjahren) - somit bleiben 270 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1167 - Nachdem Kaiser Friedrich Barbarossa über die Stadt Salzburg die Reichsacht verhängt hat, wird sie von kaisertreuen Adeligen niedergebrannt.
- 1242 - Schlacht auf dem Peipussee: Das Heer des Deutschen Ordens wird auf dem zugefrorenen See von Russen unter Alexander Newski besiegt.
- 1355 - Krönung der Anna von Schweidnitz zur Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
- 1614 - In Virginia heiratet Pocahontas den englischen Kolonisten John Rolfe.
- 1621 - Die Mayflower setzt die Segel zur Rückfahrt von Plymouth nach Großbritannien.
- 1654 - Der Vertrag von Westminster beendet den ersten Englisch-Niederländischen Krieg.
- 1722 - Die Osterinsel wird von dem niederländischen Seefahrer Jakob Roggeveen entdeckt.
- 1795 - Friedensschluss zwischen Frankreich und Preußen im Frieden von Basel.
- 1818 - Mit der Niederlage in der Schlacht bei Maipú gegen kreolische Patrioten unter der Führung von San Martin und Bernardo O´Higgins endet die spanische Herrschaft in Chile.
- 1848 - Ludwig Leichhardt bricht zu seiner letzten Australien-Expedition auf, von der er nicht wiederkehren wird.
- 1862 - Julius Meinl I. gründet sein erstes Lebensmittelgeschäft in der Wiener Innenstadt Am Fleischmarkt, das später zu Julius Meinl werden sollte.
- 1896 - Athen, Griechenland. König Georg I. eröffnet die I. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit.
- 1923 - Die "Firestone Tire and Rubber Company" (Firestone) beginnt mit der Produktion von Gummireifen.
- 1930 - Mahatma Gandhi erreicht auf seinem Salzmarsch die Küste bei Dandi und beginnt mit der durch das britische Salzmonopol verbotenen Gewinnung von Meersalz.
- 1951 - In den USA werden Ethel und Julius Rosenberg, die alle Vorwürfe bestreiten, Atomgeheimnisse an die UdSSR verraten zu haben, zum Tode verurteilt.
- 1953 - Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht als erster deutscher Regierungschef die USA.
- 1955 - Winston Churchill tritt aufgrund gesundheitlicher Probleme als Premierminister von Großbritannien zurück.
- 1969 - Kriegsgegner demonstrieren in New York City, San Francisco, Los Angeles, Washington, D.C. und anderen Städten der USA gegen den Vietnamkrieg.
- 1972 - Vietnamkrieg: Nordvietnamesische Streitkräfte dringen in die Provinz Binh Long ein und bilden dadurch eine zweite Front in der Nguyen Hue Offensive.
- 1973 - Pierre Messmer wird Premierminister von Frankreich.
- 1989 - Die mit der Verhängung des Kriegsrechtes 1981 verbotene Gewerkschaft Solidarność wird in Polen wieder zugelassen.
- 1994 - Kenia. Staatspräsident Daniel arap Moi verhängt über die Provinz Rift Valley den Ausnahmezustand.
- 1999 - Die mutmaßlichen Attentäter von Lockerbie werden an die Niederlande ausgeliefert und die Sanktionen des Sicherheitsrats gegen Libyen damit ausgesetzt.
- 2000 - Großbritannien. David Durie wird neuer Gouverneur der Kolonie Gibraltar.
- 2004 - Das Auswärtige Amt unterstützt das Minensuchhunde-Zentrum (MDC) in Afghanistan mit 1,9 Millionen Euro.

Wirtschaft


- 1962 - Die Blaupunkt Werke GmbH erhält ein Patent zur Chipherstellung - ein "Verfahren zur Bestückung von sogenannten gedruckten Schaltungen mit Schaltungselementen".

Wissenschaft und Technik


- 1973 - Die NASA startet mit "Pioneer 11" ihre zweite Jupiter-Sonde .
- 1998 - Die Akashi-Kaikyo-Brücke, die Hängebrücke mit dem längsten frei tragenden Mittelstück der Welt, wird für den Verkehr freigegeben.

Kultur


- 1773 - Uraufführung der komischen Oper Die Jubelhochzeit von Johann Adam Hiller in Berlin.
- 1874 - Die Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß (Sohn) wird im Theater an der Wien uraufgeführt.
- 1885 - Uraufführung der Oper Noé von Georges Bizet in Karlsruhe.

Religion

Katastrophen

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1908 - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert ihr allererstes Spiel - gegen die Schweiz in Basel mit 3:5.

Geboren


- 1288 - Go-Fushimi, Kaiser von Japan
- 1472 - Bianca Maria Sforza, Tochter des Herzogs Galeazzo Maria Sforza von Mailand
- 1479 - Guru Amar Das, dritter Sikh Guru
- 1568 - Urban VIII., Papst 1623-1644
- 1588 - Thomas Hobbes, englischer Philosoph
- 1604 - Karl IV. von Lothringen
- 1692 - Adrienne Lecouvreur, französische Schauspielerin
- 1769 - Thomas Masterman Hardy, britischer Marineoffizier
- 1784 - Louis Spohr, deutscher Violinvirtuose und Komponist
- 1804 - Matthias Jacob Schleiden, deutscher Naturforscher
- 1812 - Jules Dupré, französischer Landschaftsmaler
- 1816 - Samuel Freeman Miller, Richter im U.S. Supreme Court Samuel Freeman Miller
- 1820 - Nadar, französischer Fotograf
- 1827 - Joseph Lister, britischer Mediziner
- 1837 - Algernon Swinburne, englischer Dichter
- 1846 - Michael Georg Conrad, deutscher Schriftsteller
- 1846 - Henry Wellesley, 3. Duke of Wellington, britischer Offizier
- 1848 - Ulrich Wille, schweizerischer General
- 1869 - Albert Roussel, französischer Komponist
- 1871 - Mirco Seljan, Forscher aus Kroatien
- 1873 - Jeannine Mistinguett, französische Varietékünstlerin
- 1875 - Blumepeter, Mannheimer Lokallegende
- 1878 - Carl Ehrenberg, deutscher Komponist
- 1878 - Georg Misch, deutscher Philosoph
- 1884 - Hans Ewers, deutscher DP-Politiker
- 1889 - Mestre Pastinha, brasilianischer Sportler
- 1896 - Robert Tillmanns, deutscher CDU-Politiker
- 1897 - Hans Schuberth, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1900 - Herbert Bayer, Grafikdesigner, Typograph, Ausstellungsarchitekt, Maler
- 1900 - Jorge González von Marées, chilenischer Politiker
- 1900 - Spencer Tracy, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1901 - Curt Bois, deutscher Schauspieler
- 1901 - Melvyn Douglas, US-amerikanischer Schauspieler
- 1903 - Frank Warner, US-amerikanischer Musiker
- 1908 - Bette Davis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1908 - Herbert von Karajan, österreichischer Dirigent
- 1909 - Albert R. Broccoli, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1910 - Effi Biedrzynski, deutsche Lektorin und Publizistin
- 1911 - Jussi Björling, schwedischer Tenor
- 1912 - John Le Mesurier britischer Schauspieler
- 1916 - Gregory Peck, US-amerikanischer Schauspieler
- 1917 - Robert Bloch, US-amerikanischer Autor
- 1920 - Arthur Hailey, britischer Schriftsteller
- 1922 - Gake Storm, US-amerikanische Sängerin
- 1923 - Ernest Mandel, belgischer Trotzkist
- 1923 - Günther Szewierski, deutscher Fußballspieler
- 1923 - Nguyen Van Thieu, Präsident Südvietnams
- 1926 - Roger Corman, Independent-Filmproduzent in Amerika
- 1928 - Tony Williams, US-amerikanischer Sänger
- 1929 - Hugo Claus, belgischer Schriftsteller und Maler
- 1929 - Ismat T. Kittani, irakischer Diplomat
- 1929 - Ivar Giaever, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger 1973
- 1929 - Joe Meek, britischer Musikproduzent
- 1929 - Nigel Hawthorne, britischer Schauspieler
- 1931 - Philipp Müller, deutscher Arbeiter
- 1932 - Billy Bland, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Larry Felser, Sportjournalist, Autor
- 1934 - Roman Herzog, Verfassungsgerichtspräsident und Bundespräsident
- 1937 - Colin Powell, US-amerikanischer Politiker
- 1940 - Tommy Cash, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1941 - Allan Clarke, britischer Sänger
- 1941 - Dave Swarbrick, britischer Musiker
- 1941 - David LaFlamme, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Irmgard Adam-Schwaetzer, deutsche FDP-Politikerin
- 1942 - Pascal Couchepin, schweizerischer Politiker
- 1942 - Peter Greenaway, britischer Experimentalkünstler und Filmemacher
- 1943 - Werner J. Egli, Schweizer Schriftsteller
- 1944 - Chrisian St. Peters, britischer Sänger
- 1947 - Gloria Macapagal Arroyo, 14. Präsidentin der Philippinen
- 1949 - Judith A. Resnik, US-amerikanische Astronautin
- 1950 - Hans Zimmer, schwedischer Motorbauer
- 1950 - Agnetha Fältskog, schwedische Pop-Sängerin (ABBA)
- 1954 - Stan Ridgway, US-amerikanischer Sänger
- 1955 - Akira Toriyama, japanischer Mangaka (Comic-Zeichner)
- 1956 - Pia Zadora, US-amerikanische Sängerin
- 1964 - Bertrand Cantat, französischer Sänger der Rock-Gruppe Noir Désir
- 1966 - Hans Martin Bury, deutscher SPD-Politiker
- 1973 - Pharrell Williams, Musiker und Produzent (The Neptunes)
- 1973 - Élodie Bouchez, französische Schauspielerin
- 1974 - Josef Philip Winkler, deutscher Politiker und MdB
- 1976 - Fernando Morientes, spanischer Fußballspieler
- 1976 - Kim Collins, Leichtathlet aus St. Kitts und Nevis
- 1976 - Patrick Dama, deutscher Fußballspieler
- 1978 - Franziska van Almsick, deutsche Schwimmerin
- 1978 - Dwain Chambers, britischer Leichtathlet
- 1979 - Timo Hildebrand, deutscher Fußballspieler
- 1982 - Lacey DuValle, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 1982 - Thomas Hitzlsperger, deutscher Fußballspieler

Gestorben


- 1078 - Richard von Capua, normannischer Fürst in Unteritalien
- 1258 - Juliana von Lüttich, Chorfrau und Mystikerin
- 1432 - Carmagnola, italienischer Feldherr
- 1680 - Shiwaji, Anführer der Marathen
- 1693 - Christian Scriver, deutscher Theologe des 17. Jh. und Kirchenliederdichter
- 1723 - Johann Bernhard Fischer von Erlach, österreichischer Architekt
- 1751 - Friedrich I. (Schweden), König von Schweden 1719-1751
- 1794 - Camille Desmoulins, Führer der Französischen Revolution
- 1794 - Georges Danton, französischer Revolutionär
- 1794 - Marie-Jean Hérault de Séchelles, Politiker während der Französischen Revolution
- 1804 - Jean-Charles Pichegru, französischer General der Revolutionskriege
- 1808 - Johann Georg Wille, Kupferstecher
- 1828 - Georg Joachim Göschen, deutscher Verleger
- 1845 - Friederike Ellmenreich, deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin
- 1852 - Felix Fürst zu Schwarzenberg, österreichischer Politiker und Diplomat
- 1865 - Jan Kaňka, tschechischer Komponist
- 1894 - Friedrich Wilhelm Weber, deutscher Epiker
- 1911 - Daniel Chwolson, russischer Orientalist und Altertumsforscher
- 1929 - Francis Aidan Gasquet, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1933 - Earl Derr Biggers, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1941 - Nigel Gresley, britischer Dampflokomotivkonstrukteur
- 1945 - Karl Otto Koch, SS-Standartenführer, Lagerkommandant des KZ Buchenwald
- 1949 - Erich Zeigner, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Leipzig
- 1954 - Claude Delvincourt, französischer Komponist
- 1960 - Rudolf Brunngraber, österreichischer Schriftsteller, Journalist, Maler
- 1964 - Aloïse Corbaz, schweizerische bildende Künstlerin
- 1964 - Douglas MacArthur, US-amerikanischer General
- 1965 - Erwin Jacobi, deutscher Staats- und Kirchenrechtler
- 1965 - Hermann Senkowsky, österreichischer Finanzexperte
- 1966 - Peter Rohland, deutscher Liedermacher und Sänger
- 1966 - Svend Fleuron, dänischer Schriftsteller
- 1967 - Hermann Joseph Muller, US-amerikanischer Biologe und Genetiker;Nobelpreisträger
- 1967 - Hans Sachtleben, deutscher Zoologe und Entomologe
- 1970 - Karl Graf von Spreti, deutscher Politiker und Diplomat
- 1975 - Chiang Kai-shek, chinesischer Politiker, Präsident der Republik China
- 1976 - Howard Hughes, US-amerikanischer Unternehmer und Luftfahrtpionier
- 1977 - Luperce Miranda, brasilianischer Mandolinist und Komponist
- 1981 - Bob Hite, US-amerikanischer Bluessänger
- 1983 - Danny Rapp, US-amerikanischer Sänger
- 1984 - Arthur Harris, Luftmarschall der britischen Royal Air Force
- 1984 - Herbert Fleischmann, deutscher Film- und Fernsehschauspieler
- 1989 - Karel Zeman, tschechischer Filmregisseur
- 1991 - Friederike Mulert, deutsche Politikerin
- 1994 - Kurt Cobain, US-amerikanischer Musiker
- 1997 - Allen Ginsberg, US-amerikanischer Dichter der Beat Generation
- 1998 - Cozy Powell, Gelegenheitsschlagzeuger, zum Beispiel für Black Sabbath
- 2002 - Layne Staley, US-amerikanischer Musiker (Alice In Chains)
- 2004 - Siegfried Trotnow, deutscher Frauenarzt und Reproduktionsmediziner
- 2005 - Saul Bellow, US-amerikanischer Schriftsteller

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Vinzenz Ferrer, Mönch, Bußprediger (katholisch)
  - Hl. Maria Crescentia Höss, Oberin, Mystikerin (katholisch)
  - Hl. Juliana von Lüttich, Priorin, Mystikerin (katholisch)

Siehe auch


- 4. April - 6. April
- 5. März - 5. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0405 ja:4月5日 ko:4월 5일 simple:April 5 th:5 เมษายน

1929

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Robert Haab wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: José María Moncada wird neuer Staatspräsident von Nicaragua
- 1. Januar: Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erscheint erstmals als Berliner Ausgabe
- 6. Januar: Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wird ausgerufen
- 11. Februar: Der Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano) wird nach den Lateranverträgen ein unabhängiger Staat
- 7. März: Blutnacht von Wöhrden. Beim Zusammenstoss zwischen NSDAP und KPD werden drei Menschen erschlagen
- 14. Juni: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen
- 24. Juni: Erneuerung des ausgelaufenen Neutralitäts- und Nichtangriffsvertrages zwischen der UdSSR und Afghanistan (Laufzeit 5 Jahre)
- 1. August: Preußisches Gesetz zur kommunalen Neuordnung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets. Die Städte Essen und Dortmund erhalten großzügige Gebietszuwächse. Aus den Städten Elberfeld und Barmen entsteht der neue Stadtkreis Barmen-Elberfeld, der 1930 in Wuppertal umbenannt wird. Duisburg und Hamborn vereinigen sich zum neuen Stadtkreis Duisburg-Hamborn. Bereits am 29. Juli 1929 wird aus den Stadtkreisen Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade die neue Stadt Oberhausen gebildet
- 3. Oktober: König Alexander I. lässt während einer Staatskrise das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen in Jugoslawien umbenennen

Wirtschaft


- 17. April: Inbetriebnahme der Nord-Süd-Leitung, der ersten mit einer Spannung von 220kV betriebenen Hochspannungsleitung in Deutschland und der ersten Verbundleitung der Welt
- 25. August: In den Morgenstunden ereignet sich eines der größten Zugunglücke der 20er Jahre: kurz vor dem Bahnhof Buir entgleist der Schnellzug Paris-Warschau. Es sterben 13 Menschen, 40 werden verletzt
- 24. Oktober: Schwarzer Donnerstag an der New Yorker Börse, Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 25. Oktober: Schwarzer Freitag
- 26. Oktober: Durch ein Abkommen zwischen dem Unternehmer Ivar Kreuger und der Weimarer Republik wird das 53 Jahre dauernde Zündwarenmonopol begründet
- 29. Oktober: Die Deutsche Bank, die Disconto-Gesellschaft, die Rheinische Creditbank und der Schaafhausen'sche Bankverein schließen sich zur Deutschen und Disconto-Bank (DeDi-Bank) zusammen. Diese Fusion ist die bis dahin größte Bankenfusion in der deutschen Wirtschaftsgeschichte
- 29. Oktober: Schwarzer Dienstag
- Durch die Hilfskasse der NSDAP wurde der Deutsche Ring Versicherungspartner der NSDAP und hatte eine Sterbegeldversicherung für NSDAP-Mitglieder und deren Angehörige vereinbart

Wissenschaft und Technik


- Irving Langmuir erforscht die kollektiven Schwingungen in der Gasentladung und führt den Begriff des Plasmas ein
- Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli erweitern die Quantenmechanik zur Quantenelektrodynamik (Zur Quantendynamik der Wellenfelder. In: Zeitschrift für Physik 56(1929),1)
- 3. Juni: Dem Zeppelin LZ 126/ZR-3 „USS Los Angeles“ der US-Marine gelingt als erstem Luftschiff das Absetzen und die Aufnahme eines Flugzeuges in der Luft
- 16. Juni 1929: der Schnelldampfer „Bremen“ des Norddeutschen Lloyd Bremerhaven sticht unter Kommodore Leopold Ziegenbein in See. Am 22. Juli 1929: nach 4 Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten läuft der Dampfer als neuer Inhaber der Blauen Bandes im New Yorker Hafen ein
- 5. November: Werner Forßmanns Arbeit über seine Selbstversuche zur Herzkathetisierung erscheint
- 23. Dezember: Uraufführung des ersten, in Deutschland gedrehten Tonfilms (Spielfilm) „Die Nacht gehört uns“ in Berlin (Regisseur: Carl Froelich,
- 1875 in Berlin; † 1953 ebendort)

Kultur


- 10. Januar: Die Comicfiguren Tim und Struppi des belgischen Zeichner Hergé werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt
- 9. Februar: Uraufführung der komischen Oper Der Tenor von Ernst von Dohnányi in Budapest
- 22. Februar: Uraufführung der Operette Rosen aus Florida von Leo Fall in Wien
- 27. April: Uraufführung der Oper Jürg Jenatsch von Heinrich Kaminski an der Staatsoper in Dresden
- 15. Mai: Uraufführung der Oper Persée et Andromède ou Le Plus Heureux des trios von Jacques Ibert
- 8. Juni: Uraufführung der lustigen Oper Neues vom Tage von Paul Hindemith an der Kroll-Oper in Berlin
- 25. Juni: Uraufführung der Oper Judith von Eugène Goossens im Covent Garden in London
- 28. Juli: Uraufführung der Oper Lehrstück von Paul Hindemith in Baden-Baden
- 21. September: Uraufführung der Oper Engelbrekt von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- 24. Oktober: Der feministische Essay Ein eigenes Zimmer von Virginia Woolf erscheint
- 7. November: Eröffnung des Museum of Modern Art
- Der Roman „Schall und Wahn“ von William Faulkner erscheint

Organisationen


- 1. November: Gründung der „Deutschen autonomen Jungenschaft vom 1. November 1929“ („dj.1.11“) durch Eberhard Koebel in Stuttgart
- Gründung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im bergischen Altenberg (Dhünn)

Religion


- 14. Juni: Die freie Ausübung des katholischen Glaubens in Preußen wird zwischen Preußen und dem Heiligen Stuhl in einem Konkordat vereinbart

Katastrophen


- 4. April: Die Briseis-Talsperre auf Tasmanien in Australien versagt nach schweren Regenfällen. Die daraus entstehende Flutwelle verwüstet die Stadt Derby, wobei ca. 14 Menschen ums Leben kommen
- 1. Mai: Erdbeben der Stärke 7,4 im Iran, ca. 3.300 Tote
- 25. August: In den Morgenstunden ereignet sich eines der größten Zugunglücke der 20er Jahre: kurz vor dem Bahnhof Buir entgleist der Schnellzug Paris-Warschau. Es sterben 13 Menschen, 40 werden verletzt
- 6. November: Surrey, Großbritannien. Eine Junkers G24 der deutschen Lufthansa explodiert über Surrey. 6 Tote
- 24. Dezember: Im Westflügel des Weißen Hauses in Washington wütet ein Feuer

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

1. Halbjahr


- 2. Januar: Ulrich Dübber, Journalist und Politiker († 1985)
- 3. Januar: Sergio Leone, italienischer Filmregisseur († 1989)
- 3. Januar: Gordon Moore, Mitbegründer der Firma Intel und Urheber des Mooreschen Gesetzes
- 4. Januar: Günter Schabowski, deutscher Politiker
- 4. Januar: Herbert Vorgrimler, katholischer Theologe und Schüler von Karl Rahner
- 4. Januar: Amitai Etzioni, US-amerikanischer Soziologe und bekannt für seine Arbeiten zum Kommunitarismus
- 4. Januar: Arik Brauer, österreichischer Maler, Sänger und Dichter
- 6. Januar: Babrak Karmal, afghanischer Politiker († 1996)
- 6. Januar: Dietrich Knothe, deutscher Dirigent († 2000)
- 6. Januar: Wilbert Harrison, US-amerikanischer Musiker († 1994)
- 8. Januar: Wolfgang Peters, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 9. Januar: Heiner Müller, deutscher Dramatiker, Schriftsteller, Regisseur und Intendant († 1995)
- 9. Januar: Brian Friel, irischer Dramatiker
- 10. Januar: Wilhelm Hankel, deutscher Ökonom und Währungsfachmann
- 10. Januar: Klaus Kammer, deutscher Schauspieler († 1964)
- 11. Januar: Rafael Eitan, israelischer General und Mitglied der Knesset († 2004)
- 13. Januar: Joe Pass, US-amerikanischer Jazzgitarrist († 1994)
- 16. Januar: Pilar Lorengar, spanische Sopranistin († 1996)
- 20. Januar: Jo Miard, deutscher Bildhauer († 1982)
- 21. Januar: Bibi Johns, schwedische Schlagersängerin und Schauspielerin
- 22. Januar: Max Peter Ammann, Schweizer Filmregisseur
- 22. Januar: Petr Eben, tschechischer Komponist
- 23. Januar: Harald Metzkes, deutscher Maler
- 23. Januar: Hannelore Valencak, österreichische Schriftstellerin († 2004)
- 25. Januar: Michael Michai Kitbunchu, Erzbischof von Bangkok und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 25. Januar: Robert Faurisson, französischer Professor für Literatur, Revisionist (Holocaustleugner)
- 25. Januar: Benny Golson, US-amerikanischer Jazz-Tenorsaxophonist, Komponist und Arrangeur
- 27. Januar: Hans Berliner, Schachspieler
- 28. Januar: Claes Oldenburg, Künstler (Pop Art)
- 31. Januar: Jean Simmons, Filmschauspieler
- 31. Januar: Rudolf Mößbauer, Nobelpreisträger für Physik
- 31. Januar: Kurt Bretterbauer, österreichischer Geodät
- 2. Februar: Reiner Bredemeyer, deutscher Komponist († 1995)
- 3. Februar: Camilo Torres, kolumbianischer Priester und Befreiungs-Theologe († 1966)
- 3. Februar: Kurt Eisenblätter, Schauspieler
- 4. Februar: Walther Tröger, deutscher Jurist und Sportfunktionär
- 4. Februar: Eduard Zimmermann, Fernsehmoderator und Sicherheitsexperte
- 4. Februar: Friedhelm Busse, gehört zu den führenden Köpfen der militanten Neonaziszene in der BRD
- 4. Februar: Neil Johnston, US-amerikanischer Basketballspieler († 1978)
- 5. Februar: Luc Ferrari, französischer Komponist, Klangkünstler und Hörspielmacher († 2005)
- 5. Februar: Fred Sinowatz, Politiker, österreichischer Bundeskanzler
- 5. Februar: Hal Blaine, US-amerikanischer Musiker
- 6. Februar: Pierre Brice, französischer Schauspieler
- 6. Februar: Manfred Roeder, Rechtsanwalt und Holocaust-Leugner
- 7. Februar: Alejandro Jodorowsky, chilenischer Regisseur, Schauspieler und Autor
- 7. Februar: Wilhelm Rawe, deutscher Politiker
- 9. Februar: Willem Kersters, belgischer Komponist und Professor († 1998)
- 9. Februar: Taiji Kase, japanischer Karate-Großmeister († 2004)
- 10. Februar: Arne Benary, deutscher Wirtschaftswissenschaftler in der DDR († 1971)
- 10. Februar: Jerry Goldsmith, Filmmusikkomponist († 2004)
- 14. Februar: Vic Morrow, US-amerikanischer Schauspieler († 1982)
- 16. Februar: Christian Meier, deutscher Historiker
- 16. Februar: Gerhard Hanappi, österreischischer Fußballspieler († 1980)
- 16. Februar: Bernhard Luginbühl, Schweizer Künstler
- 17. Februar: Chaim Potok, amerikanisch-jüdischer Schriftsteller und Rabbi († 2002)
- 18. Februar: Len Deighton, britischer Fotograf und Autor
- 18. Februar: Günther Schramm, deutscher Schauspieler, Fernsehmoderator und Sänger
- 19. Februar: Jacques Deray, französischer Regisseur († 2003)
- 20. Februar: Uriella, geistige Führerin des Ordens Fiat Lux
- 20. Februar: Toshiro Mayuzumi, japanischer Komponist und Professor († 1997)
- 20. Februar: Amanda Blake, US-amerikanische Schauspielerin († 1989)
- 21. Februar: Gert Günther Hoffmann, deutscher Synchronsprecher († 1997)
- 23. Februar: Herbert Mies, deutscher Politiker
- 23. Februar: Wolfgang Junker, Minister für Bauwesen der DDR († 1990)
- 23. Februar: Alexius II., Patriarch von Moskau und ganz Russland
- 24. Februar: André Gunder Frank, deutschstämmiger Ökonom († 2005)
- 24. Februar: Zdzisław Beksiński, polnischer Maler und Grafiker († 2005)
- 26. Februar: August Lang, deutscher Politiker († 2004)
- 28. Februar: Frank Gehry, kanadisch-US-amerikanische Architekt und Designer
- 1. März: Georgi Markow, Schriftsteller († 1978)
- 4. März: Heinz Kuhrig, Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR († 2001)
- 4. März: Bernard Haitink, niederländischer Dirigent
- 6. März: Günter Kunert, deutscher Schriftsteller
- 6. März: Nicolas Bouvier, Schweizer Schriftsteller († 1998)
- 9. März: Arnulf Zitelmann, deutscher Autor von Kinder-, Jugend- und Sachbüchern
- 9. März: Hugh Desmond Hoyte, Premierminister von Guyana († 2002)
- 11. März: Theo Sorg, evangelischer Theologe
- 12. März: Hans Müllejans, Dompropst in der Domkirche zu Aachen
- 13. März: Zbigniew Messner, polnischer Politiker und Ökonom, Ministerpräsident
- 17. März: Peter L. Berger, österreichisch-amerikanischer Soziologe
- 18. März: Christa Wolf, eine deutsche Schriftstellerin
- 19. März: Johannes Poigenfürst, österreichischer Unfallchirurg
- 20. März: Rudi Glöckner, deutscher Fußballschiedsrichter († 1999)
- 20. März: Josef Reding, deutscher Schriftsteller
- 21. März: Robert Lebeck, deutscher Fotograf
- 23. März: Roger Bannister, britischer Leichtathlet und Neurologe
- 23. März: Jürgen von Woyski, deutscher Bildhauer und Maler († 2000)
- 24. März: Franz Krienbühl, Eisschnelläufer († 2002)
- 24. März: Johannes Chemnitzer, SED-Funktionär in der DDR
- 26. März: Heinz Staab, 1984 bis 1990 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
- 26. März: Toshio Akiyama, japanischer Komponist und Professor
- 26. März: Thakar Singh, Vertreter der Sant Mat Lehre († 2005)
- 27. März: Žarko Petan, slowenischer Autor
- 29. März: Hans Elsässer, deutscher Astronom († 2003)
- 29. März: Lennart Meri, estnischer Politiker
- 31. März: Helmut Rothemund, deutscher Politiker († 2004)
- 1. April: Milan Kundera, tschechischer Schriftsteller
- 2. April: Hans Koschnick, deutscher Politiker und MdB
- 3. April: Ralf Paulsen, deutscher Sänger
- 3. April: Miyoshi Umeki, japanische Schauspielerin
- 3. April: Ernest Callenbach, Journalist und Schriftsteller
- 3. April: Gerhard Behrendt, Regisseur
- 3. April: Klaus Hemmerle, Theologieprofessor und Bischof von Aachen († 1994)
- 4. April: André Darrigade, französischer Radrennfahrer
- 5. April: Hugo Claus, flämischer Schriftsteller
- 5. April: Ismat T. Kittani, irakischer Diplomat († 2001)
- 5. April: Ivar Giaever, US-amerikanischer Physiker
- 6. April: Nancy MacKay, kanadische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 6. April: André Previn, Pianist, Komponist und Dirigent
- 7. April: Bob Denard, Söldner
- 8. April: Jacques Brel, Chansonnier und Schauspieler († 1978)
- 8. April: Hans Korte, deutscher Schauspieler
- 8. April: Walter Berry, österreichischer Sänger († 2000)
- 9. April: Hans-Eberhard Urbaniak, Gewerkschaftssekretär, langjähriger SPD-Bundestagsabgeordneter
- 10. April: Hanns Lothar, deutscher Schauspieler († 1967)
- 10. April: Mike Hawthorn, Formel-1-Rennfahrer, Formel-1-Weltmeister († 1959)
- 10. April: Liz Sheridan, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. April: Waldemar Regele, Mariannhiller Missionar und Seelsorger am Wallfahrtsort Maria Beinberg († 2001)
- 13. April: Norbert Burger (1929), österreichischer Politiker
- 14. April: Bendjedid Chadli, algerischer Präsident (1978–1992)
- 14. April: Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR († 1978)
- 14. April: Josef Ratzenböck, österreichischer Jurist und Politiker
- 15. April: Roland Cardon, belgischer Komponist und Professor († 2001)
- 17. April: James Last, deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent
- 17. April: Józef Pińkowski, polnischer Politiker und Ministerpräsident von Polen von 1980 bis 1981 († 2000)
- 18. April: Mario Francesco Pompedda, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 18. April: Jean Jülich, Mitglied der Kölner Edelweißpiraten, Gerechter unter den Völkern
- 19. April: Arthur Maurer, deutscher Heimatforscher
- 19. April: Hans R. Beierlein, Medienmanager und Musikverleger
- 19. April: Edward Crook, US-amerikanischer Boxer († 2005)
- 22. April: Michael Francis Atiyah, Mathematiker
- 22. April: Guillermo Cabrera Infante, spanischsprachiger Schriftsteller und Filmkritiker († 2005)
- 23. April: George Steiner, Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Kulturkritiker
- 23. April: Max Bolliger, Schweizer Schriftsteller
- 27. April: Willi Hoss, deutscher Politiker († 2003)
- 29. April: Kurt Böwe, deutscher Schauspieler († 2000)
- 30. April: Klausjürgen Wussow, deutscher Schauspieler
- 1. Mai: Ralf Dahrendorf, deutsch-englischer Soziologe, Politiker und Publizist
- 2. Mai: Édouard Balladur, französischer Politiker und Premierminister
- 2. Mai: Link Wray, US-amerikanischer Musiker
- 3. Mai: Hans Stadlmair, Dirigent und Komponist
- 4. Mai: Audrey Hepburn, Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft († 1993)
- 6. Mai: Paul Christian Lauterbur, US-amerikanischer Chemiker und Radiologe
- 8. Mai: Hanne Wieder, deutsche Kaberettistin, Diseuse und Schauspielerin († 1990)
- 8. Mai: Fernand Hoffmann, Luxemburger Pädagoge, Schriftsteller und Sprachwissenschaftler († 2000)
- 8. Mai: Günther Wyschofsky, Minister für chemische Industrie der DDR
- 8. Mai: Gillian Dobb, US-amerikanische Schauspielerin († 2001)
- 9. Mai: Dieter Medicus, deutscher Rechtswissenschaftler
- 9. Mai: Wolfgang Gress, Wirtschaftsfunktionär der DDR († 2000)
- 10. Mai: Mel Lewis, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1990)
- 10. Mai: Helga Schmedt, deutscher Politiker und MdB
- 11. Mai: Gerhard Klingenberg, österreichischer Theaterregisseur und Intendant
- 12. Mai: Heino Falcke, deutscher evangelischer Theologe
- 12. Mai: Heinrich Segur, Leiter des deutschen Dienst von Radio Vatikan († 2005)
- 12. Mai: Samuel Shafishuna Nujoma, Staatspräsident von Namibia
- 13. Mai: Johannes Gründel, katholischer Theologe und Priester
- 15. Mai: Harald Puchelt, deutscher Mineraloge († 2004)
- 16. Mai: Friedrich Nowottny, deutscher Journalist und ehemaliger Intendant des WDR
- 17. Mai: Branko Zebec, jugoslawischer Fußballspieler und -trainer († 1988)
- 21. Mai: Hans Traxler, deutscher Illustrator und Cartoonist. Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule
- 23. Mai: Marvin J. Chomsky, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 25. Mai: Werner Zeyer, deutscher Politiker († 2000)
- 27. Mai: Péter Szondi, berühmter Literaturwissenschaftler ungarischer Herkunft. († 1971)
- 29. Mai: Peter Higgs, britischer Physiker
- 29. Mai: Harry Frankfurt, US-amerikanischer Philosoph
- 30. Mai: Oskar Brüsewitz, evangelischer Pfarrer († 1976)
- 1. Juni: Paul Markowski, Funktionär der SED in der DDR († 1978)
- 2. Juni: Frédéric Devreese, belgischer Komponist und Dirigent
- 2. Juni: Friedrich Vogel, deutscher Politiker
- 3. Juni: Werner Arber, Schweizer Mikrobiologe und Genetiker
- 4. Juni: Günter Strack, deutscher Schauspieler († 1999)
- 4. Juni: Karolos Papoulias, griechischer Staatspräsident
- 5. Juni: Hermann Josef Unland, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 7. Juni: Antonio Carbajal, ehemaliger mexikanischer Fußballspieler
- 8. Juni: Viktor Josef Dammertz, Bischof emeritus von Augsburg
- 9. Juni: Johnny Ace, US-amerikanischer Musiker. († 1954)
- 10. Juni: Harald Juhnke, deutscher Entertainer, Film- und Bühnenschauspieler († 2005)
- 10. Juni: Edward Osborne Wilson, Entomologe und Biologe
- 10. Juni: James McDivitt, US-amerikanischer Astronaut
- 12. Juni: Eva Pflug, deutsche Schauspielerin
- 12. Juni: Anne Frank, jüdisches deutsches Mädchen, bekannt durch ihr Tagebuch († 1945)
- 12. Juni: Klaus Steilmann, Textilunternehmer in Bochum-Wattenscheid
- 14. Juni: Alexander Böhm, deutsche Rechtswissenschaftler
- 14. Juni: Rupert Lay, deutscher Philosoph und Theologe, Unternehmensberater und Psychotherapeut
- 14. Juni: Cy Coleman, US-amerikanischer Komponist († 2004)
- 15. Juni: Fakir Baykurt, Pädagoge und Schriftsteller († 1999)
- 15. Juni: George Barlow, US-amerikanischer Professor, Zoologe, Ichthyologe
- 17. Juni: Tigran Petrosjan, armenisch-sowjetischer Schach-Schach-Großmeister († 1984)
- 18. Juni: Jürgen Habermas, deutscher Soziologe und Philosoph
- 18. Juni: Menachem Ariav, Oberbürgermeister von Nazerat Illit
- 18. Juni: Ernst Gottfried Mahrenholz, Richter und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 20. Juni: Eugen von der Wiesche, deutscher Politiker und MdB
- 21. Juni: Gottfried Gruben, Bauforscher und Professor an der Technischen Universität München († 2003)
- 21. Juni: Traugott Buhre, deutscher Schauspieler
- 23. Juni: Henri Pousseur, belgischer Komponist
- 23. Juni: Bart Carlier, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 23. Juni: Claude Goretta, Schweizer Filmregisseur und Fernsehproduzent
- 23. Juni: Bert Carlier, NiederländerFußballspieler
- 23. Juni: June Carter Cash, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin († 2003)
- 25. Juni: Francesco Marchisano, katholischer Kardinal, Erzpriester der Vatikanischen Basilika
- 25. Juni: Eric Carle, US-amerikanischer Kinderbuchautor
- 26. Juni: June Bronhill, australische Opernsängerin († 2005)
- 26. Juni: Milton Glaser, US-amerikanischer Grafikdesigner, Illustrator und Lehrer
- 28. Juni: Barthel Hrouda, deutscher Archäologe
- 29. Juni: Eberhard Jäckel, deutscher Zeithistoriker
- 29. Juni: Oriana Fallaci, italienische Widerstandskämpferin, Journalistin und Schriftstellerin
- 29. Juni: Michio Mamiya, japanischer Komponist

2. Halbjahr


- 1. Juli: Gerald M. Edelman, US-amerikanischer Mediziner
- 2. Juli: Edgar Ott, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1994)
- 4. Juli: Jean Desforges, britische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 4. Juli: Wolfgang Hundhammer, renommierter Szenenbildner und Filmarchitekt
- 4. Juli: Darío Castrillón Hoyos, Kardinal
- 4. Juli: Konrad Swinarski, polnischer Theaterregisseur († 1975)
- 5. Juli: Jacqueline Harpman, belgische Autorin französischer Sprache
- 6. Juli: Jean-Pierre Mocky, französischer Regisseur
- 6. Juli: Gerd Zacher, Komponist und Organist
- 7. Juli: Reinhard Baumgart, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker († 2003)
- 9. Juli: Hassan II., König von Marokko (1961–1999) († 1999)
- 11. Juli: Hermann Prey, deutscher Bariton († 1998)
- 15. Juli: Francis Bebey, französischer Musiker und Schriftsteller († 2001)
- 17. Juli: Sergei Konstantinowitsch Godunow, russischer Mathematiker
- 18. Juli: Leonhard Pohl, deutscher Leichtathlet
- 18. Juli: Jalacy Hawkins, US-amerikanischer Sänger († 2000)
- 19. Juli: Martin Grüner, deutscher Politiker
- 20. Juli: Hansjörg Sinn, deutscher Chemiker und Politiker
- 20. Juli: Jean Baudrillard, französischer Philosoph und Soziologe
- 26. Juli: Alexis Weissenberg, französischer Pianist bulgarischer Herkunft
- 26. Juli: Joseph Jackson, Vater der berühmten Jackson-Familie
- 27. Juli: Jack Higgins, erfolgreicher britischer Autor
- 28. Juli: Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy († 1994)
- 28. Juli: Fritz Vilmar, Politologe, Soziologe, Globalisierungskritiker
- 29. Juli: Avet Terterian, armenischer Komponist († 1994)
- 30. Juli: Günter Prinz, deutscher Journalist
- 30. Juli: Werner Tübke, deutscher Maler († 2004)
- 30. Juli: Karl-Heinrich Hansmeyer, Wirtschaftswissenschaftler, Finanzwissenschaftler, Umweltökonom
- 1. August: Josef Homeyer, deutscher Bischof
- 2. August: José Afonso, portugiesischer Sänger und Komponisten († 1987)
- 3. August: Zdzisław Krzyszkowiak, polnischer Leichtathlet († 2003)
- 5. August: Julinho, brasilianischer Fußballspieler. († 2003)
- 6. August: Kateb Yacine, algerischer Schriftsteller († 1989)
- 8. August: Ronald Biggs, englischer Posträuber
- 8. August: José Luis Borau, spanischer Filmregisseur
- 9. August: Albert Tocco, US-amerikanischer Mafia-Boss († 2005)
- 12. August: Buck Owens, US-amerikanischer Country-Sänger
- 13. August: Hellmut Diwald, deutscher Historiker und Publizist († 1993)
- 15. August: Eugene Braunwald, US-amerikanischer Kardiologe
- 16. August: Ina-Maria Greverus, deutsche Volkskundlerin und Kulturanthropologin
- 16. August: Helmut Rahn, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 16. August: Bill Evans (Jazzpianist), Jazzpianist († 1980)
- 18. August: Wolfgang Ullmann, deutscher Theologe, Kirchenhistoriker und Politiker († 2004)
- 19. August: Ion N. Petrovici, deutscher Neurologe
- 22. August: Ulrich Wegener, deutscher Polizeioffizier
- 22. August: Pauli Toivonen, finnischer Rallyefahrer († 2005)
- 23. August: Fritz Breuer, deutscher Fußballspieler
- 24. August: Paul Lendvai, österreichischer Journalist ungarischer Abstammung
- 26. August: Eva Bakos, österreichische Kulturjournalistin und Schriftstellerin. († 2004)
- 26. August: Karl Alfred Wolken, deutscher Schriftsteller
- 26. August: Yogi Bhajan, Kundalini-Yoga-Lehrer († 2004

Norwegen

Das Königreich Norwegen (
norwegisch: Kongeriket Norge/Noreg) ist ein Land in Nordeuropa. Das skandinavische Land grenzt im Osten an Schweden und im Nordosten an Finnland und Russland. Die Wirtschaftszone Norwegens in der Nordsee grenzt im Süden an die Dänemarks und im Westen an jene Schottlands. Norwegens Staatsform entspricht einer parlamentarischen Monarchie (Königreich mit parlamentarischer Legislative) und ist als Zentralstaat organisiert.

Geographie

Zentralstaat Hauptartikel: Geographie Norwegens Die Geographie Norwegens ist von Gebirgsketten und kargen Hochebenen, den Fjells geprägt. Das "Land der Trolle und Fjorde" macht seinem Namen alle Ehre: Die etwa 20.000 km lange Atlantikküste wird unzählige Male von den schmalen und tiefen Buchten unterbrochen, die Meerwasser bis weit ins Landesinnere bringen. Die charaktervolle Landschaft lädt Naturliebhaber und Romantiker ein, ebenfalls an die kleinen Fabelwesen zu glauben, die jeder Norweger als Trolle kennt. Im Landesinneren gestalten hohe Wasserfälle und fischreiche Flüsse die Oberflächenstruktur. Die Bevölkerung ist nicht nur in den größten Städten konzentriert, sondern über das Land ausgebreitet - von Süd nach Nord nimmt die Bevölkerungsdichte allerdings ab. Außer Oslo hat Norwegen drei Städte mit über 100.000 Einwohnern, nämlich Bergen, Trondheim und Stavanger. Norwegen besitzt fünf überseeische Regionen:
- Svalbard (Spitzbergen und Bäreninsel) im Nordatlantik und Nordpolarmeer
- Jan Mayen im Nordatlantik
- Bouvetinsel im Südpolarmeer
- Peter-I.-Insel im Südpolarmeer
- Königin-Maud-Land in der Antarktis Siehe auch: Liste der Städte in Norwegen, Nationalparks in Norwegen

Bevölkerung

Nationalparks in Norwegen

Einwohnerzahl

Im Herbst 2004 ist die Zahl der Norweger auf über 4,6 Mio. gestiegen und sie steigt um ca. 30.000 Menschen jedes Jahr. Viele davon sind zugewanderte Flüchtlinge oder Einwanderer. Norwegen hat außerdem eine höhere Geburtenrate als andere Länder Europas.

Zusammensetzung

92,1 % der Bevölkerung sind Norweger, dazu zählen auch die Minderheiten der ca. 40.000 Saami (Lappen) und ca. 10.000 Finnen (Kvener). Am 1. Januar 2005 wohnten 364.981 Ausländer in Norwegen; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug 7,9%. Die nicht-norwegische Bevölkerung verteilt sich nach den folgenden Herkunftsländern: Pakistan (26.950), 0,6 %; Schweden (22.859), 0,5 %; Dänemark (19.197), 0,4 %; Irak (18.369), 0,4 %; Vietnam (17.864), 0,4 %; Somalia (16.765), 0,4 %; Bosnien (14.641), 0,3 %; Iran (13.983), 0,3 %; Türkei (13.504), 0,3 %; Serbien (12.455), 0,3 %. (Stand jeweils: 1. Januar 2005) 75 % der Norweger leben in Städten.

Größte Kommunen

Religion

Es gibt eine amtlich Evangelisch-lutherische Staatskirche: die protestantische, basierend auf der evangelisch-lutherischen Religion. Oberhaupt der protestantischen Staatskirche ist der König. Alle Einwohner Norwegens haben das Recht, ihre Religion frei auszuüben. Rund 10% nehmen regelmäßig an Gottesdiensten oder anderen religiösen Veranstaltungen teil. Verteilung nach Religionen:
- Mitglieder der lutherischen Staatskirche: 85,7 %
- andere Protestanten: 3,5 %
- Katholiken: 1,0  %
- Moslems: 1,7 %
- Buddhisten: 0,2 %
- ohne Religion: 5,6 % Stand: 1. Januar 2004

Gesundheit, Soziales und Bildung

Sprachen

Norwegisch ist eine nordgermanische Sprache, z. T. stark geprägt vom Niederdeutschen. Die Schriftsprache teilt sich in zwei Varianten: Etwa 85-90 % der Einheimischen schreiben Bokmål (wörtlich: 'Buch-Sprache'). Das Bokmål ist sowohl vom Dänischen als auch von den verschiedenen Mundarten beeinflusst. Etwa 10-15 % schreiben Nynorsk ('Neu-Norwegisch'). Das Nynorsk, das bis 1929 als Landsmål bekannt war und 1885 als zweite offizielle Schriftsprache anerkannt wurde, ist eine künstliche, von Ivar Aasen aus den Dialekten des westlichen Teils des Landes geformte Sprache und wird heute vor allem an der Westküste, in der Fjordregion und in Telemark verwendet. Als gesprochene Sprache spielen heute Dialekte immer noch eine große Rolle.In der Schule müssen norwegische Schüler sowohl Bokmål als auch Nynorsk lernen. Zu den verschiedenen Sprachen siehe ausführlich Norwegische Sprache. Neben Norwegisch werden vor allem im Norden des Landes von den nationalen Minderheiten noch Samisch und Finnisch gesprochen. Norweger lernen wahlfrei Deutsch oder Französisch (die Mehrheit Deutsch) und obligatorisch Englisch als Fremdsprachen in der Schule. Deutsch war traditionell (bis etwa 1950) die erste Fremdsprache in Norwegen (wie auch im restlichen Skandinavien). Heute ist Englisch der Verbreitung nach die erste Fremdsprache, vor Deutsch als zweiter Fremdsprache und Französisch als dritter Fremdsprache. Englisch, Deutsch und Französisch haben einen offiziellen Status als Primärfremdsprachen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Norwegens Die menschliche Besiedlung Norwegens begann nach der letzten Eiszeit etwa im 8. Jahrtausend v. Chr., als Jäger und Sammler dem schmelzenden Eis nach Norden folgten. Die bisher ältesten Funde menschlicher Besiedlung sind rund 10.300 Jahre alt. Sie wurden bei Tunnelarbeiten unweit des Nordkaps gefunden. Der steinzeitlichen Megalithkultur Skandinaviens folgten in der Bronze- und Eisenzeit germanische Einflüsse. In der Zeit der Wikinger (800-1050) wurde Norwegen durch König Harald Hårfagre um das Jahr 900 geeint. In dieser Zeit erfolgte von Norwegen aus die Besiedlung Islands, der Färöer und Grönlands. Einige erreichten sogar Neufundland im heutigen Amerika. Aber auch die Normandie in Frankreich wurde von den 'Nordmännern' besiedelt. Normandie Ab 1380 in Personalunion mit Dänemark, trat Norwegen 1397 der Kalmarer Union bei und wurde darin ein relativ unbedeutendes Mitglied. Das Kalmarer Reich hielt formell bis 1523 (Ausscheiden Schwedens), mit Dänemark jedoch bis 1814. Wegen politischer Unterstützung Frankreichs musste Dänemark Norwegen nach den Napoleonischen Kriegen im Frieden von Kiel an den König von Schweden abtreten. Die Übergabe geschah allerdings nicht direkt, weshalb Norwegen für kurze Zeit unabhängig war und sich am 17. Mai 1814 in Eidsvoll seine Verfassung gab, die mit leichten Änderungen bis heute gültig ist. Der 17. Mai ist seitdem Nationalfeiertag. Es folgten 91 Jahre einer Personalunion mit Schweden, bevor sie nach einer Volksabstimmung am 13. August 1905, in der sich eine überwältigende Mehrheit der männlichen Norweger für die Beendigung der Zwangs-Union aussprachen, aufgelöst wurde. Neuer König wurde Prinz Carl aus dem Hause Glücksburg als Haakon VII. Im Ersten Weltkrieg erklärte Norwegen zusammen mit Dänemark und Schweden seine Neutralität. 1920 trat das Land dem Völkerbund bei. Im Zweiten Weltkrieg, im April 1940, wurde das neutrale Norwegen von Deutschland im Rahmen der Operation Weserübung besetzt. Als Reichskommissar für das besetzte Norwegen wurde Josef Terboven ernannt. Militärisch wurde die Okkupation mit den strategisch wichtigen Häfen an der norwegischen Küste und besonders auch mit dem Hafen Narvik zum Nachschub von Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna und einer bevorstehenden englischen Landung begründet. Die Bedeutung Narviks für die deutsche Kriegswirtschaft ist jedoch umstritten, denn das Dritte Reich war weniger auf die schwedischen Eisenerzlieferungen angewiesen als gemeinhin angenommen. Vielmehr galt es, durch die Besetzung des Hafens England von seinen schwedischen Erzzufuhren abzuschneiden. Dies findet seine Bestätigung in der Anweisung Hitlers, die Hafenanlagen für den Gegner und damit zwangsläufig auch für Deutschland unbrauchbar zu machen. Von größerer Bedeutung waren die norwegischen Rohstoffe für die deutsche Kriegswirtschaft, was die Besetzung des Landes vor dem Hintergrund der Schaffung eines "Europäischen Großwirtschaftsraumes" unter deutscher Hegemonie erforderlich machte. Als Hauptrohstoffe seien Eisenerz, Schwefelkies, Molybdän und Aluminium genannt. Gerade der Ausbau der Aluminiumindustrie wurde im "Leichtmetallausbau Norwegen" besonders gefördert. Es handelte sich hierbei um ein gigantisches Investitionsprojekt, durch das die Aluminiumproduktion verachtfacht werden sollte ("Koppenberg-Plan") und an dem auch die deutsche Großindustrie (IG-Farben) aktiv beteiligt war. Letztendlich führte der Kriegsverlauf bereits 1943 zu einer weitgehenden Einstellung der Vorhaben. Norwegen leistete zwar sechs Wochen lang militärischen Widerstand, war aber der deutschen Marine unterlegen. Außerdem gab es auch norwegische Nationalsozialisten (unter ihnen Vidkun Quisling), die sich mit den Deutschen verbündeten und dadurch schließlich an die Macht kamen. Da der größte Teil der norwegischen Bevölkerung ihnen aber ablehnend gegenüberstand, erlangten Widerstandsorganisationen einen hohen Stellenwert. In der Folge kam es immer wieder zu Gefechten der deutschen Truppen mit Großbritannien. Beim Rückzug der deutschen Truppen wandten diese die Politik der verbrannten Erde an. Viele Orte und Anlagen in Nord-Norwegen wurden vollständig niedergebrannt. Die moderne Geschichte seit 1969 ist geprägt von Wachstum und Reichtum durch das Erdöl. Siehe auch: Norwegische Kolonien

Politik

Verfassung

Norwegische Kolonien Das norwegische Grundgesetz vom 17. Mai 1814 ist von der französischen Verfassung Ende des 18. Jahrhunderts inspiriert. Das Prinzip der Gewaltenteilung von Montesquieu war wesentliches Vorbild. Trotz dieses liberalen Einflusses waren Juden und Jesuiten im Reich bis in die 1850er Jahre illegale Minderheiten. Die in der Verfassung festgeschriebene Gewaltenteilung führte zu mehreren Machtproben zwischen der Regierungsbürokratie (Exekutive), die wesentlich vom schwedischen Königshaus kontrolliert wurde, und dem Storting (der norwegischen Nationalversammlung; Legislative). Die Krone versuchte, ihre Privilegien als Exekutivmacht auszubauen und das Storting unter Berufung auf die Verfassung weitgehend von den Regierungsgeschäften auszuschließen. Der Konflikt spitzte sich weiter zu, als sich im Zuge der Industrialisierung die Klassenunterschiede zwischen der beamteten Machtelite und dem aufsteigenden Bürgertum auch in Norwegen verschärften. In der Gesellschaft wuchs die Ablehnung des königlichen Beamtenstaates. In der Kommunalpolitik war der nationale Regierungsapparat bereits 1837 durch die Einführung der lokalen Selbstverwaltung praktisch entmachtet. Entsprechend energisch bemühte sich der schwedische Adel um die Wahrung seines Einflusses auf nationaler Ebene. Die Spannungen eskalierten bis 1884, dem Jahr, das in Norwegen die Einführung des Parlamentarismus markiert. Der bürgerlich-liberale Stortings-Abgeordnete Johan Sverdrup setzte gegen den Widerstand des Königs Oskar II. von Norwegen das staatsrechtliche Prinzip durch, dass eine Regierung für den eigenen Machterhalt die Unterstützung des Storting benötigt. Durch diese Abhängigkeit war die durch die Gewaltenteilung festgeschriebene politische Souveränität der Monarchie zugunsten einer Stärkung des Parlaments faktisch aufgehoben. Der König musste Sverdrup als neuen Ministerpräsidenten mit der Regierungsbildung beauftragen. In Norwegen gilt das Prinzip des Parlamentarismus. Das Parlament, das aus 165 Abgeordneten besteht, besitzt die Macht. Alle vier Jahre werden neue Repräsentanten gewählt (bis 1936 jedes dritte). Das Parlament (Stortinget, buchstäblich übersetzt "Das große Thing") besteht aus zwei Teilen, Odelstinget und Lagtinget. Der Unterschied ist aber nicht sehr deutlich, so dass man es als Einkammer-System bezeichnen kann. Zudem gibt es die gemeindliche Selbstverwaltung. Die 437 norwegischen Kommunen wählen auch jedes vierte Jahr ihre Repräsentanten für die lokale Verwaltung. Norwegen ist jedoch ein Zentralstaat, in dem die lokalen Behörden immer mehr an Einfluss verloren haben. Traditionell ist aber das Prinzip von lokaler Macht wichtig. In Norwegen haben Große Koalitionen keine Tradition. Minderheiten mit Unterstützung des Parlamentes sind häufiger. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es nur zweimal eine Mehrheitsregierung. Die Sammlungsregierung von Einar Gerhardsen gleich nach dem Krieg, und die Arbeiterpartei-Regierung (Sozial-Demokraten) von 1959. In den letzten Jahren haben die Minderheitsregierungen zu "Stortingsregjering" (Parlamentsregierung) geführt und sind unter Druck geraten. Bei den Wahlen am 12. September 2005 konnte die "Arbeiderpartiet" (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) mit 32,8 % die meisten Stimmen erlangen, so dass zusammen mit der Senterpartiet (grüne Zentrumspartei) und der Sosialistisk Venstreparti (Sozialistischen Linkspartei) die bei den Wahlen angestrebte rot-grüne Regi