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Ivittuut
Ivittuut oder Ivigtut ist eine weitgehend verlassene Stadt im Südwesten Grönlands. Sie liegt direkt an der Küste des Arsuk Fjordes.
Berühmt wurde die kleine Stadt vor allem durch den Fund von Kryolith (Eisstein - ) im Jahre 1806. Im Jahre 1865 wurde mit dem Abbau des Minerals begonnen. Nach über 100 Jahren stetigem Abbau waren die Vorräte schließlich im Jahre 1987 erschöpft und der Tagebau wurde aufgegeben. Dies war der wirtschaftliche Ruin von Ivittuut.
Ivittuut gilt als weltweiter einziger Fundort von Kryolith. Heutzutage wird dieser synthetisch hergestellt.
Kategorie:Ort in Grönland
KryolithKryolith (Eisstein) ist ein Mineral, dessen einziges bekanntes Vorkommen der Welt in Ivittuut (Ivigtut) in Grönland war. Abgebaut wurde es dort zwischen 1865 und 1987. Chemische Formel bzw. genauer .
Synthetisch erzeugtes Kryolith findet Verwendung in der Hülle von Schweißelektroden, allgemein als Flussmittel und als sogenannte schleifaktive Substanz in Kunstharz-gebundenen Schleifmitteln und in Schleifmitteln auf Unterlagen. Die Vorstellung ist, dass Kryolith bei den Temperaturen, die an der Spitze eines Schleifkornes während des Schleifens herrschen, schmilzt, der geschmolzene Kryolith den abgeschliffenen Stahlspan korrodiert und auf diese Weise ein Zusetzen des Schleifkörpers verhindert.
Eine weitere großtechnische Anwendung von Kryolith ist die Schmelzflusselektrolyse zur Gewinnung von Aluminium. Dort wird die Eigenschaft des relativ niedrigen Schmelzpunktes von Kryolith genutzt. Aluminiumoxid (Korund), der Ausgangsstoff der Elektrolyse, hat eine Schmelztemperatur von 2015 °C, gelöst in Kryolith sinkt diese Temperatur auf ca. 950 °C. Erst diese relativ niedrige Arbeitstemperatur ermöglicht die großtechnische Anwendung der Schmelzflusselektrolyse.
Siehe auch
- Kryolithglas
Kryolith wird ausserdem in einem wichtigen Zubehörteil der Giessereiindustrie eingesetzt.
Speiser für Eisengiessereien enthalten als Grundbestandteile Wasserglas, Aluminiumpulver und Kryolith.
Literarisches Vorkommen: Peter Hoeg: "Fräulein Smillas Gespür für Schnee"
Weblinks
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Kryolith Mineralienatlas - Kryolith]
Kategorie:Mineral
1806
- München wird Hauptstadt des Königreichs Bayern
- 1. Januar: Bayern und Württemberg werden zu Königreichen
- 1. Januar: Kurfürst Friedrich II. wird als Friedrich I. König von Württemberg
- 27. Februar: Preußen proklamiert die Besetzung Hannovers
- 10. Mai Steins Denkschrift an Luise
- 12. Juli: Gründung des Rheinbundes
- 6. August: Ende des Heiligen Römischen Reiches. Kaiser Franz II. aus dem Hause Habsburg-Lothringen legt die Kaiserkrone nieder
- 26. August: Johann Philipp Palm wird in Braunau am Inn auf Befehl Napoleons hingerichtet
- 2. September: Ein Bergsturz verschüttet das Schweizer Dorf Goldau; 457 Menschen kommen dabei ums Leben
- 9. Oktober: Friedrich Wilhelm III. erklärt Frankreich den Krieg
- 14. Oktober: Napoleon I. schlägt in der Schlacht bei Jena und Auerstedt die preußische Armee. [http://www.jena1806.de/]
- 20. Oktober: Napoleon zieht mit seinen Truppen in Berlin ein
- 28. Oktober: Kapitulation des preußischen Heeres unter Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen an Napoleon Bonaparte bei Prenzlau
- 21. November: Napoleon erlässt das Berliner Dekret und errichtet damit die Kontinentalsperre gegen England
- 11. Dezember Frieden von Posen, Sachsen schließt Frieden mit Frankreich
- Der Walfänger Bristow entdeckt die Gruppe der Auckland-Inseln
- Napoléon Bonaparte ernennt Andorra zur Republik
Kultur
- 25. Februar: Uraufführung der Oper Faniska von Luigi Cherubini am Theater am Kärntnertor in Wien
- 14. April: Uraufführung der Oper Die Sylphen von Friedrich Heinrich Himmel an der Hofoper in Berlin
- 4. Oktober: Uraufführung der komischen Oper Philoclès von Victor Dourlen an der Opéra-Comique in Paris
- 23. Dezember: Uraufführung des Violinenkonzerts von Ludwig van Beethoven in Wien
- Goethe veröffentlicht Faust 1. Teil
- 1. Januar: Karl von Weber, deutscher Historiker († 1863)
- 1. Januar: Lionel Kieseritzky, französisch-polnischer Schachmeister († 1853)
- 3. Januar: Henriette Sontag, Opernsängerin († 1854)
- 13. Januar: Michel Chevalier, französischer Ökonom und Freihändler († 1879)
- 14. Januar: Matthew Fontaine Maury, US-amerikanischer Marineoffizier und Hydrograph († 1873)
- 19. Februar: Johannes von Kuhn, deutscher Theologe († 1887)
- 3. März: Emil Adolf Roßmäßler, deutscher Naturforscher und Volksschriftsteller († 1867)
- 10. März: Eduard Friedrich Weber, deutscher Physiologe und Arzt († 1871)
- 21. März: Benito Juárez, mexikanischer Staatsmann und Präsident († 1872)
- 28. März: Hans Victor von Unruh, Politiker und Regierungsrat († 1886)
- 2. April: Giacomo Antonelli, römischer Kardinal und Staatssekretär († 1876)
- 2. April: Friedrich Halm, österreichischer Dichter und Dramatiker († 1871)
- 6. April: Friedrich Wilhelm Ritschl, deutscher Sprachwissenschaftler († 1876)
- 9. April: Isambard Kingdom Brunel, britischer Ingenieur († 1859)
- 11. April: Alexander Graf von Auersperg, österreichischer Dichter und Politiker († 1876)
- 15. April: Emile Souvestre, französischer Roman- und Bühnendichter († 1854)
- 29. April: Ernst von Feuchtersleben, österreichischer Popularphilosoph († 1849)
- 8. Mai: António José de Ávila, portugiesischer Politiker († 1881)
- 8. Mai: Johann Friedrich Kittl, tschechischer Komponist († 1868)
- 20. Mai: John Stuart Mill, englischer Philosoph und Ökonom († 1873)
- 26. Mai: Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio, bergischer Schriftsteller und Dichter († 1876)
- 9. Juni: Ernst von Bibra, Naturforscher und Schriftsteller († 1878)
- 12. Juni: John August Roebling, Ingenieur († 1869)
- 18. Juni: Julius Köbner, Mitbegründer der deutschen Baptistengemeinden
- 21. Juni: Emile de Girardin, französischer Verleger († 1881)
- 27. Juni: Augustus de Morgan, englischer Mathematiker († 1871)
- 19. Juli: Lorenz Diefenbach, deutschnationaler Schriftsteller und Sprachwissenschaftler († 1883)
- 22. Juli: Johann Kaspar Zeuß, deutscher Philologe († 1856)
- 2. August: Alexander von Soiron, Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung († 1855)
- 10. August: Carl Franz Wilhelm Edel, deutscher Jurist und Politiker († 1890)
- 10. August: Julius Weisbach, deutscher Mathematiker und Ingenieur († 1871)
- 16. September: Fjodor Fjodorowitsch Andresen, Russischer Maler
- 17. September: Guillaume-Benjamin Duchenne, franzoesischer Physiologe († 1875)
- 18. September: Heinrich Laube, deutscher Schriftsteller und Dramatiker († 1884)
- 19. September: Fabre Geffrard, haitianischer Politiker († 1879)
- 19. September: William Dyce, britischer Maler († 1864)
- 29. September: Friedrich Feuerbach, Philologe und Philosoph († 1880)
- 9. Oktober: Anton von Stabel, Regierungschef von Baden († 1880)
- 13. Oktober: Otto Unverdorben, Kaufmann und Apotheker († 1873)
- 25. Oktober: Max Stirner, deutscher Philosoph († 1856)
- 20. November: Adolf Harless, deutscher protestantischer Theologe († 1879)
- 12. Dezember: François Blanc, französischer Mathematiker und Finanzier († 1877)
- 17. Dezember: Johann Christian Friedrich Tuch, deutscher Orientalist († 1867)
- 16. Januar: Nicolas Leblanc, französischer Arzt, Chemiker und Fabrikant ( - 1742)
- 23. Januar: William Pitt der Jüngere, Premierminister von Großbritannien ( - 1759)
- 22. Februar: James Barry, britischer Maler ( - 1741)
- 3. März: Heinrich Christian Boie, evangelischer Theologe ( - 1744)
- 2. April: Werner Marx, war Generalvikar in Köln ( - 1746)
- 27. April: Amalie von Gallitzin, Mitbegründerin des 'romantischen' Katholizismus ( - 1748)
- 8. Juni: Johann Joseph La Roche, österreichischer Schauspieler ( - 1745)
- 10. Juni: Peter Villaume, deutscher Theologe und Pädagoge ( - 1746)
- 10. Juli: Georg Stubbs, britischer Maler ( - 1724)
- 26. Juli: Karoline von Günderode, deutschsprachige Schriftstellerin ( - 1780)
- 10. August: Johann Michael Haydn, österreichischer Komponist ( - 1737)
- 22. August: Jean-Honoré Fragonard, französischer Maler ( - 1732)
- 23. August: Charles Augustin de Coulomb, französischer Physiker ( - 1736)
- 10. September: Johann Christoph Adelung, deutscher Bibliothekar ( - 1732)
- 13. September: Charles James Fox, britischer Politiker ( - 1749)
- 10. Oktober: General Louis Ferdinand Prinz von Preußen fällt bei Saalfeld ( - 1772)
- 17. Oktober: Jakob I., Kaiser von Haiti seit 1804 ( - etwa 1760)
- 26. Oktober: John Graves Simcoe, Vizegouverneur von Oberkanada (Upper Canada) ( - 1752)
- 31. Oktober: Sophie Mereau, deutsche Schriftstellerin ( - 1770)
- 10. November: Claude-Nicolas Ledoux, französischer Architekt ( - 1736)
- 10. November: Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, preußischer Feldmarschall ( - 1735)
- 11. November: Josef Gottlieb Koelreuter, deutscher Botaniker und Professor für Naturgeschichte ( - 1733)
- 11. November: Fra Diavolo, Straßenräuber und Widerstandskämpfer ( - 1760)
- 9. Dezember: Franz, Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld ( - 1750)
ko:1806년
simple:1806
Mineral
Als Mineral (Mehrzahl Minerale, auch Mineralien) definieren Mineralogen natürlich vorkommende Feststoffe mit einer einheitlichen chemischen Zusammensetzung und einem auch auf mikroskopischer Ebene gleichförmigen Aufbau. Die meisten Minerale sind kristallin.
Die Mehrzahl der heute bekannten ca. 4000 Minerale sind anorganisch, es sind aber auch wenige organische Minerale bekannt. Die Lehre von den Mineralen ist die Mineralogie.
Alle Gesteine der Erde und anderer Himmelskörper sind aus Mineralen aufgebaut. Am häufigsten kommen etwa dreißig Minerale vor, die so genannten Gesteinsbildner. Der spezifische Mineralinhalt eines Gesteins liefert Informationen über die Bildung und Entwicklungsgeschichte eines Gesteins und trägt damit zur Kenntnis des Ursprungs und der Entwicklung des Planeten Erde bei.
Nach ihrer Entstehung lassen sich Primärminerale und Sekundärminerale unterscheiden: Erstere entstehen zur selben Zeit wie das Gestein, dessen Teil sie sind, letztere werden dagegen erst durch chemische Verwitterung oder Metamorphose aus den Primärmineralen gebildet.
Struktur und Form
Metamorphose
Fast alle Minerale treten in der Natur als kristalline Feststoffe auf, sehr wenige dagegen als amorphe Stoffe, die dem Glas vergleichbar sind. Gediegenes, das heißt elementares, Quecksilber und Wasser, die flüssige Modifikation des Eises, stellen die einzigen Flüssigkeiten dar, die zu den Mineralen gezählt werden.
Frei kristallisierte Minerale zeigen äußerlich eine feste geometrische Form mit wohldefinierten natürlichen Flächen, die in festen Winkeln zueinander stehen. Dies wird auch als Gesetz der Winkelkonstanz bezeichnet. Die symmetrische Anordnung der Flächen ist Ausdruck der inneren Struktur eines kristallinen Minerals: Es zeigt eine wohlgeordnete Atomstruktur, die durch vielfach wiederholte Aneinanderreihung so genannter Elementarzellen entsteht, die die kleinste Struktureinheit des Minerals ausmachen.
Man unterscheidet aufgrund der inneren Symmetrie sechs bis sieben Kristallsysteme, nämlich das kubische, das hexagonale, das trigonale, das tetragonale, das orthorhombische, das monokline und das trikline System. Hexagonales und trigonales System werden von manchen Mineralogen gelegentlich zusammengefasst.
Durch ungleichmäßiges Kristallwachstum können so genannte Zwillinge entstehen, das sind zwei aus einem Urkristall hervorgegangene miteinander verwachsene Kristalle, die sich, bestimmten Gesetzen gemäß, symmetrisch zueinander verhalten.
Mineral-Erkennung und Eigenschaften
Die Erkennung eines Minerals kann in vielen Fällen auf Grund einiger weniger Eigenschaften wie Kristallform, Härte, Farbe, Bruchverhalten usw. erfolgen.
In manchen Fällen sind jedoch weitergehende chemische Analysen, optische Tests oder Röntgenstrukturuntersuchungen zur Identifikation eines Minerals notwendig.
Eine wichtige Analysemethode der Mineralogie ist die Durchleuchtung eines Mineral-Dünnschnitts im Polarisationsmikroskop, wo sich die unterschiedlichen chemischen und strukturellen Eigenschaften des Minerals im optischen Verhalten zeigen.
Wichtige Eigenschaften eines Minerals sind:
- die Farbe: Sie wird durch die chemische Zusammensetzung eines Minerals, insbesondere durch kleinere Verunreinigungen oder Fehlordnungen im Gitter, beeinflusst. So lässt sich beispielsweise Zinnober an seiner blutroten Färbung erkennen.
- die Strichfarbe: Sie ist die Farbe des pulverförmigen Minerals, die sich oft von der Färbung seiner Oberfläche unterscheidet. Hämatit lässt sich immer an seiner eisenroten Strichfarbe erkennen. Der Strich wird üblicherweise an einem unglasierten Keramikplättchen geprüft.
- der Glanz: Durch die Art, wie Licht an der Oberfläche eines Kristalls reflektiert oder absorbiert wird, ergibt sich sein Glanz. Beim metallisch glänzenden Bleiglanz ist er sogar namensgebend.
- die Transparenz: Manche Minerale sind für Licht vollkommen durchlässig wie die Bergkristall genannte Quarz-Varietät. Viele metallische Erze wie z.B. der Kupferkies sind dagegen undurchsichtig, was auch als opak bezeichnet werden kann.
- die Dichte: Sie hängt von der chemischen Zusammensetzung und Struktur ab. So lässt sich Zinnober von Realgar durch seine durch den Gehalt an schwerem Quecksilber wesentlich höhere Dichte unterscheiden. Wird die Dichte auf die Dichte von Wasser bezogen, so wird sie relative Dichte genannt und ist dann einheitenlos.
- die Härte: Sie wird durch die Stabilität der chemischen Bindungen im Mineral bestimmt und durch ihre Ritzbeständigkeit ermittelt. Angegeben wird sie in der Mineralogie durch ihren Wert auf der Mohs-Skala, die von eins (sehr weich, Beispiel Talk) bis zehn (sehr hart, Beispiel Diamant) reicht.
- die Spaltbarkeit: Sie beschreibt Kristallebenen, zwischen denen nur schwache Kräfte bestehen und an denen daher der Kristall gespalten werden kann. Beispielsweise hat Kalzit drei Spaltebenen und ist so sehr vollkommen spaltbar. Quarz besitzt dagegen gar keine Spaltebene.
- das Bruchverhalten: Bricht ein Mineral nicht entlang seiner Spaltebenen, treten oft charakteristische Bruchstrukturen auf. Beispiele sind der muschelige Bruch von Dolomit und der faserige Bruch von Kyanit.
- die Lumineszenz: Sie ist ein Sammelbegriff für die verschiedenen Arten des Aufleuchtens einer Substanz unter Einwirkung irgendeiner Strahlung mit Ausnahme der reinen Wärmestrahlung (z. B. Fluoreszenz, Phosphoreszenz).
- der Magnetismus: Das magnetische Verhalten von Mineralen ist verschieden: Es gibt selbst anziehende Minerale (z. B. Magnetit), von Magneten angezogene Minerale (z. B. Magnetkies) und magnetisch neutrale Minerale. Bestimmt wird diese Eigenschaft mittels einer Kompassnadel.
- die Zähigkeit: Fachsprachlich auch Tenazität genannt versteht man darunter bei Mineralen die Sprödigkeit, Dehnbarkeit und Elastizität. Für einzelne Minerale kann die Zähigkeit ein Bestimungsmerkmal sein, ist jedoch meist dem Spezialisten vorbehalten.
- die Flammenfärbung: Einige Elemente verfärben eine Flamme. Diese Eigenschaft wird in der Flammenprobe verwendet, um auf die chemische Zusammensetzung eines Minerals zu schließen. Gasbrenner sind in abgedunkelten Räumen dazu am Besten geeignet.
- die Radioaktivität: Dies ist die Eigenschaft, hochenergetische Strahlung ohne Energiezufuhr auszusenden. Man unterscheidet traditionell drei Arten von Strahlen: Alpha-, Beta- und Gammastrahlen. Die Strahlenmessung erfolgt mit einem so genannten Geigerzähler. Radioaktivität ist auch in niedrigen Dosen potentiell gesundheitsschädlich.
- der Pleochroismus: Bei einigen durchsichtigen Mineralen sind die Farben und Farbtiefen in verschiedenen Richtungen unterschiedlich. Erscheinen zwei Farben nennt man dies Dichroismus, bei drei Farben Trichroismus bzw. Pleochroismus. Die Bezeichnung wird auch als Sammelbezeichnung für beide Arten der Mehrfarbigkeit verwendet.
- die Schmelzbarkeit: Sie beschreibt das Verhalten vor dem Lötrohr, d.h. die Schmelzreaktion.
Gesteinsbildende Minerale
Die meisten Gesteine setzen sich zum Großteil aus einer nur relativ kleinen Anzahl von Mineralen zusammen, den etwa dreißig Gesteinsbildnern, enthalten daneben aber noch kleinere Mengen an selteneren Bestandteilen.
So werden mehr als neunzig Prozent der Erdoberfläche von Silikatmineralen wie Olivin, Pyroxen, Amphibol, Feldspat oder Quarz gebildet. Sie finden sich in magmatischen, metamorphen und auch in tonreichen Sedimentgesteinen. Weitere bedeutende Mineralgruppen sind die Karbonate, die ebenfalls in wichtigen Sedimentgesteinen wie beispielsweise Kalkstein enthalten sind und die Oxide, darunter z. B. Hämatit.
Erzlagerstätten
Mineralablagerungen, die zur Metallgewinnung wirtschaftlich abgebaut werden können, bezeichnet man als Erze. Der Begriff ist somit ökonomisch, nicht wissenschaftlich geprägt: Ob eine gegebene Lagerstätte kommerziell ausgebeutet werden kann, hängt von den Abbaukosten und dem Marktwert des enthaltenen Metalls ab - während der Eisenanteil von Mineralablagerungen bei bis zu 50 % liegen muss, um einen finanziellen Gewinn zu erzielen, reichte im Jahr 2003 bei dem wesentlich wertvolleren Platin bereits ein Anteil von 0,00001 % dazu aus.
Erzlagerstätten können auf sehr verschiedene Weise entstehen:
- Riesige Ablagerungen von Eisenerz, die so genannten gebänderten Eisenerzformationen, wurden vor 3650 bis 1800 Millionen Jahren in der Zeit des Archaikums und frühen Proterozoikums vermutlich durch den Einfluss von Bakterien als Sedimente abgelagert.
- Durch Verwitterungsprozesse können Minerale aus ihrem ursprünglichen Entstehungsgebiet verbracht werden und sich konzentriert als Sedimente (Seifen) am Grund von Flüssen, Seen oder flacher Meere absetzen. Ein Beispiel sind Ablagerungen von so genanntem Seifengold, das traditionell durch Waschen aus Flusssand gewonnen wird.
- Wenn heißes Grundwasser, das sich in der Tiefe beim Kontakt mit magmatischer Schmelze mit Mineralen angereichert hat, durch Risse und Spalten zur Oberfläche vordringt, lagern sich mit sinkender Temperatur und sich veränderndem pH-Wert im umgebenden Gestein nacheinander verschiedene Mineralformationen ab, die auf diese Weise die so genannten Hydrothermaladern bilden.
- Auf ähnliche Weise, nur oberirdisch, entstehen Erze, wenn das mineralreiche Wasser an Thermalquellen zu Tage tritt.
Verwendung
Minerale als Schmuck
pH-Wert
Seltene Minerale, die aufgrund ihrer Härte, Färbung oder ihres Glanzes als schön empfunden werden und deshalb als Schmuck dienen, sind als Schmucksteine, umgangssprachlich auch als Halbedelsteine bekannt. Mit ihnen befasst sich wissenschaftlich die Gemmologie. Die wertvollsten Schmucksteine wie zum Beispiel Diamant, Rubin, Smaragd oder Saphir heißen auch Edelsteine. (Unter diesen Begriff fallen allerdings auch Nicht-Minerale wie Bernstein.) Aufgrund ihres hohen Preises werden Edelsteine heute teilweise synthetisch hergestellt.
Um die durch Farbe und Glanz beeinflusste Schönheit eines Schmucksteins zur Geltung zu bringen, muss er geschliffen und poliert werden. Dazu existieren zahlreiche verschiedene Schliffformen: Durchsichtige oder durchscheinende Varietäten werden in der Regel mit Facettenschliffen versehen, bei denen meist in festen Winkelbeziehungen zueinanderstehende Flächen, die so genannten Facetten, die Lichtreflexion maximieren. Undurchsichtige Minerale erhalten hingegen glatte, einflächige Schliffe. Der Asterismuseffekt eines Sternsaphirs beispielsweise lässt sich nur durch den so genannten Cabochonschliff erzielen. Das Feuer eines im Brillantschliff geschliffenen Diamanten hängt in der Hauptsache von der Einhaltung bestimmter Winkelverhältnisse der einzelnen Facetten sowie von seinen Proportionen ab.
Minerale als Reinigungsmittel
Das gemahlene Tonmineral Lavaerde aus dem marokkanischen Atlasgebirge wird bereits seit der Antike als Körper- und Haarreinigungsmittel verwendet.
Minerale als Reaktionspartner und Reaktionsprodukte
Die Mineralogie hat entscheidend zum besseren Verständnis von Reaktionsabläufen beigetragen. Dies gilt vor allem für die chemischen und mikrobiellen Reaktionen im Wasserkreislauf, bei der Trinkwasseraufbereitung und bei der Korrosion.
Im Wasserkreislauf kommt das Wasser mit zahlreichen Mineralen in Kontakt. Als Reaktionspartner spielen vor allem Kalzit, Pyrit und Tonminerale eine größere Rolle: Ersteres ist Reaktionspartner bei der Neutralisation von Säuren einschließlich Kohlensäure unter Bildung von Wasserhärte, zweiteres wirkt als Reduktionsmittel bei der Elimination von Nitrat (Denitrifikation), während Tonminerale Neutralisationsreaktionen bei niedrigen pH-Werten und Ionenaustauschreaktionen bewirken können.
Bei der Trinkwasseraufbereitung entstehen als Reaktionsprodukt bei der Elimination von Eisen(II)- und Manganionen Goethit und
δ-MnO2, Kalzit kann bei Enthärtungsreaktionen (Entkarbonisierung) gebildet werden.
Bei der Abwasserbehandlung können bei ausreichend hohen Phosphatkonzentrationen in den Abwasserbehandlungsanlagen wasserklare Kristalle von Struvit, einem Ammonium-Magnesiumphosphat, entstehen. Diese können den Querschnitt von Leitungen verengen.
Bei der Korrosion von Stahl und Gusseisen im Kontakt mit Wasser können je nach Wasserbeschaffenheit Goethit, Magnetit und Lepidokrokit, bei höherer Karbonathärte auch Siderit, in phosphathaltigen Wässern Vivianit, in sulfathaltigen WässernTroilit und in schwefelwasserstoffhaltigen Wässern Greigit gebildet werden. Aus Kupfer kann sich dagegen Cuprit, Malachit oder Azurit bilden, während aus Blei hauptsächlich Hydrocerussit entsteht.
Biomineralisation
Mineralbildungen spielen auch in der belebten Natur eine wichtige Rolle. Weil die entstehenden Produkte manchmal sehr gut, oft aber nur schlecht oder gar nicht kristallisiert sind, werden einige anorganische Komponenten mit ihrer chemischen Bezeichnung aufgeführt; der Mineralname ist gegebenenfalls in Klammern hinzugefügt.
- Calciumcarbonat ist in Form von Kalzit oder Aragonit in der belebten Natur ein Vielzweck-Werkstoff und dient als mineralische Komponente von Eier- oder Muschelschalen. Auch einige Mikroorganismen wie die Kammerlinge (Foraminifera) bilden kalkhaltige Schalen.
- Calciumfluorid (Fluorit) ist Hauptkomponente des Zahnschmelzes von Säugetieren.
- Calciumphosphat (Hydroxylapatit) ist die anorganische Komponente von Knochen.
- Magnetit dient Lebewesen als Kompass zur Orientierung im Erdmagnetfeld. Dies hat man zunächst bei magnetotaktischen Bakterien festgestellt. Auch bei Insekten, Weichtieren, Vögeln und Fischen hat man jedoch inzwischen Magnetit nachgewiesen.
- Siliziumdioxid wird in amorpher Form als Gerüstsubstanz in Pflanzen eingebaut; Kieselalgen bauen aus dieser Substanz ihr Kieselskelett.
Minerale in der Esoterik
Vielen Mineralen wird in der Esoterik eine Bedeutung als Heilstein zugesprochen.
Systematik der Minerale
Minerale können beispielsweise nach ihrer chemischen Zusammensetzung klassifiziert werden:
Gediegene Elemente:
Gediegene Elemente sind Minerale, die nur aus einem einzigen chemischen Element gebildet werden. Hierzu zählen etwa zwanzig Minerale, davon zehn geologisch signifikant.
- Beispiele: Kupfer (Cu), Silber (Ag), Gold (Au), Eisen (Fe), Schwefel (S), Graphit (C), Diamant (C)
Sulfide:
Sulfide bestehen aus einer Verbindung von Schwefel mit Metallen oder Halbmetallen. Zu den Sulfiden zählen etwa 600 Mineralien. Mineralogisch rechnet man auch die selenhaltigen Selenide und die tellurhaltigen Telluride zu dieser Gruppe.
- Beispiele: Bleiglanz (PbS), Pyrit (FeS2), Zinkblende (ZnS), Zinnober (HgS)
Halogenide:
Die etwa 140 Halogenide bestehen aus einer Verbindung von Fluor, Chlor, Brom oder Iod mit Kationen wie Natrium oder Kalzium.
- Beispiele: Fluorit (CaF2), Steinsalz (NaCl)
Oxide und Hydroxide:
Aus der Verbindung von Metallen oder Nichtmetallen mit Sauerstoff oder Hydroxylgruppen (OH-
-Gruppen) entstehen die etwa 400 Oxide bzw. Hydroxide (auch Oxyde genannt).
- Beispiele: Spinell (MgAl2O4), Hämatit (Fe2O3), Magnetit (Fe3O4), Korund (Al2O3), Pechblende (UO2), Goethit (FeO(OH))
Karbonate:
Die mehr als 200 Karbonate sind Sauerstoffsalze mit dem Anionenkomplex [ CO3]2-.
- Beispiele: Dolomit (CaMg(CO3)2), Kalzit (CaCO3), Malachit (Cu2CO3(OH)2)
Phosphate, Arsenate, Vanadate:
Phosphate sind Sauerstoffsalze mit dem Anionenkomplex [ PO4]3-. Hier werden meist auch Arsenate und Vanadate [VO4]3- eingeordnet. Die Gruppe umfasst etwa 400 Mineralien.
- Beispiele: Apatit (Ca5(PO4)3(F,Cl,OH)), Türkis (CuAl6(PO4)4(OH)8 · 5H2O), Carnotit (K2(UO2)2(VO4)2 · 3H2·)
Nitrate:
Nitrate sind leicht lösliche Salze mit dem Anionenkomplex [ NO3]-, der meist mit Natrium oder Kalium verbunden ist.
Sulfate:
Die etwa 300 Sulfate sind Sauerstoffsalze mit dem Anionenkomplex [ SO4]2-. Hierher sortiert man auch die Chromate.
- Beispiele: Anhydrit (CaSO4), Gips (CaSO4 · H2O)
Molybdate und Wolframate:
Die eng verwandten Molybdate und Wolframate sind Verbindungen eines Metalls mit dem Anionenkomplex [MoO4]2- bzw. [WO4]2-.
- Beispiele: Wulfenit (PbMoO4), Wolframit ((Fe,Mn)WO4)
Borate:
Zu den etwa 125 Boraten zählen jene Minerale, die den Boratkomplex [BO3]3- enthalten.
- Beispiel: Borax (Na2B4O5(OH)4 · 8 H2O), Sassolin (H3BO3)
Silikate:
Die Silikate sind etwa 500 Verbindungen, in denen der [ SiO4]4--Tetraeder einen wesentlichen Baustein darstellt.
- Beispiele: Olivin ((Mg, Fe)2SiO4), Zirkon (ZrSiO4), Andalusit (Al2SiO5), Topas (Al2SiO4(OH,F)2), Beryll (Be3Al2Si6O18), Quarz (SiO2)
Organische Minerale:
Hierzu zählen Salze der Mellithsäure und der Oxalsäure.
- Beispiele: Bernstein, Honigstein, Kleesalz
Eine Übersicht über alle Mineralartikel findet sich in der
Liste von Mineralen; die verwandte Liste der Gesteine deckt Artikel zu individuellen Gesteinen ab.
Literatur
- Deer, W.A., Howie, R.A., und Zussman, J.: Orthosilicates, Band 1 aus: Rock-forming minerals. Longman, London, 2. Ausgabe, 1982.
- Rösler, H. J.: Lehrbuch der Mineralogie, Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1991 ISBN 3342002883
- Kleber, W.: Einführung in die Kristallographie, Oldenbourg, 18. bearb. Aufl. 1998, ISBN 3486273191
- Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
Weblinks
- [http://www.mineralienatlas.de Deutscher Mineralienatlas]
- [http://www.petrefaktum.de/ PETREFAKTUM] - Erdgeschichte Fossilien Mineralien -
- [http://www.minlex.de Mineralienlexikon]
- [http://web2.donzampano.com MinMax Mineralien-Information-System]
- [http://home.arcor.de/geologie-mineralogie/mineralogie-einf.htm#spalt Mineralogie&Geologie]
- [http://www.mindat.org mindat.org - The Mineral Database] - nur englisch, riesige Datenbank mit viel Input der Benutzer
- [http://www.mineralien-sammeln.de/ Datenbank mit Kenndaten der 380 häufigsten Mineralien]
- [http://www.johnbetts-fineminerals.com/jhbnyc/bestgall.htm John Betts Fine Minerals (englisch) - Mineraliengalerie]
Kategorie:Mineralogie
Kategorie:Bergbau
ja:鉱物
simple:Mineral
th:แร่
1987
Jahreswidmungen
- 1987 ist „Internationales Jahr zur Beschaffung von Unterkünften für Obdachlose“
- Das Braunkehlchen (lat. Saxicola rubetra) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- 1. Januar: Pierre Aubert wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Radio Moskau sendet in Russland die Neujahrsansprache des US-Präsidenten Ronald Reagan an das sowjetische Volk
- 16. Januar: Michel Camdessus, Frankreich, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 25. Januar: Bei der Bundestagswahl in Deutschland wird die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP in ihrem Amt bestätigt
- 23. Februar: Die Supernova 1987A wird entdeckt. Sie ist die erste Supernova seit 1604, die mit bloßem Auge beobachtet werden kann
- 12. März: Der EuGH verurteilt die Bundesrepublik Deutschland das Inverkehrbringen von Bier, das in einem anderen EG-Mitgliedstaat rechtmäßig gebraut wurde, zuzulassen, auch wenn dieses nicht dem deutschen Reinheitsgebot entspricht. (EuGH, Rs. 178/84; Klage der EG-Kommission vom 6. Juli 1984)
- 23. März: Willy Brandt gibt seinen vorzeitigen Rücktritt als SPD-Parteivorsitzender bekannt
- 26. März: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bosnien und Herzegowina sowie zwischen Deutschland und Kroatien
- 8. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Venezuela. In Kraft seit dem 2. März 1988
- 20. April: Antrag der Türkei auf EG-Mitgliedschaft (Europäischer Rat bestätigt diesen Antrag aber erst 1997)
- 4. Mai: Papst Johannes Paul II. weilt in Augsburg, besucht die Basilika St. Ulrich und Afra zum Gebet und nimmt die Benediktion des Priesterseminars vor
- 5. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Uruguay
- 21. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kenia. In Kraft seit dem 29. Juni 1988
- 28. Mai: Mathias Rust landet am Tag der Grenzstreitkräfte mit einer Cessna auf dem Roten Platz in Moskau, daraufhin werden einige altgediente, hohe Militärs vorzeitig pensioniert und die Perestrojka auch in der Armee vorgetrieben
- 2. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bulgarien
- 3. Juni: Erster Staatsbesuch von Erich Honecker, (DDR), in den Niederlanden
- 19. Juni: Bei einem Bombenanschlag der ETA auf ein Kaufhaus in Barcelona kommen 18 Menschen ums Leben
- 22. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Uruguay. In Kraft seit dem 8. Mai 1989
- 1. Juli: Die Einheitliche Europäische Akte zur Schaffung des Europäischen Binnenmarkts tritt in Kraft
- 14. Juli: Der Antrag von Marokko auf Beitritt zur EG wird abgelehnt
- 28. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Benin. In Kraft seit dem 13. Mai 1988
- 31. August: Dschibuti wird Mitglied in der UNESCO
- 3. September: Das erste Konzert der Musikgruppe Fugazi findet statt im Wilson Center, Washington, D.C. (USA)
- 3. September: Burundi. Militärputsch
- 6. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Marokko. In Kraft seit dem 15. Januar 1990
- 11. Oktober: Barschel-Affäre erregt die deutsche Öffentlichkeit: Uwe Barschel wird in einem Hotel in Genf tot aufgefunden
- 15. Oktober: Burkina Faso. Blaise Compaoré wird Staats- und Regierungschef
- 17. Oktober: Die Cookinseln werden Mitglied in der UNESCO
- 20. Oktober: Aruba wird assoziiertes Mitglied in der UNESCO
- 24. Oktober: Kiribati wird Mitglied in der UNESCO
- 1. November: Afghanistan. Loja Dschirga verabschiedet die Verfassung der „Republik Afghanistan“ und wählt Generalsekretär Nadschibullah zum Staatspräsidenten
- 5. November: Spanien unterzeichnet den Atomwaffensperrvertrag
- 7. November: Tunesien. Zine El Abidine Ben Ali wird Staatspräsident
- 8. Dezember: Michail Gorbatschow und Ronald Reagan unterzeichnen den INF-Vertrag über den vollständigen Abbau aller nuklearen Mittelstreckenwaffen
- 8. Dezember: Bilaterales Umschuldungsabkommen zwischen Deutschland und Ägypten
- 8. Dezember: Beginn der ersten Intifada
- 11. Dezember: Ein Anschlag der ETA auf eine Kaserne der Guardia Civil in Saragossa fordert 11 Todesopfer
- 23. Dezember: Die Kinder des Drogerieketten-Besitzers Anton Schlecker werden entführt
- 31. Dezember: Robert Gabriel Mugabe wird zum Staatsoberhaupt in Simbabwe
- Mai: Der Privatsender Eureka TV beginnt den Sendebetrieb; aus ihm wird am 1. Januar 1989 ProSieben
- Backnang feiert das 750-jährige Jubiläum
Kultur
- 29. Januar: Uraufführung der Oper Habemeajaja von Boris Blacher an der Akademie der Künste in Berlin
- 22. Oktober: Uraufführung der Oper Nixon in China von John Adams an der Grand Opera an Houston, Texas
Katastrophen
- 6. März: Das Fährschiff Herald of Free Enterprise (Großbritannien) kentert vor dem Hafen von Zeebrugge. 188 Tote
- 10. März: Erdbeben der Stärke 7,0 in Kolumbien und Ecuador, über 1.000 Tote
- 9. Mai: Warschau, Polen. Eine gecharterte Verkehrsmaschine Iljuschin Il-62 der polnischen LOT, auf dem Weg nach New York, USA, stürzte kurz nach dem Start ab. 183 Menschen starben
- 7. Juli: In Herborn rast ein Tanklastzug in eine Eisdiele. Sechs Menschen sterben in den Flammen
- 16. August: Detroit, Michigan, USA. Eine McDonnell Douglas MD-80 der Northwest Airlines, auf dem Weg nach Phoenix stürzte kurz nach dem Start ab und kracht in eine belebte Straße. 156 Menschen starben, ein Kind wurde gerettet
- 15. November: Denver, Colorado, USA. Absturz einer Douglas DC-9 der Continental Airlines kurz nach dem Start wegen vereister Tragflächen. 28 von 82 Passagieren starben
- 28. November: Mauritius. Eine Boeing 747 der South African Airways, auf dem regulären Flug von Taiwan nach Südafrika, versuchte nach einem Feuerausbruch im Frachtraum eine Notlandung auf Mauritius. Dies missglückte und die Maschine stürzte ins Meer. Alle 160 Menschen an Bord starben
- 29. November: Burma. In einer Boeing 707 der Korean Air explodierte eine vorher an Bord gebrachte Bombe. Alle 115 Menschen an Bord starben
- 7. Dezember: Nähe Paso Robles, Kalifornien, USA.Eine BAe 146 der Pacific Southwest Airlines stürzte ab, nachdem ein ehemaliger Mitarbeiter der USAir seinen früheren Vorgesetzten an Bord erschossen hatte. Alle 43 Personen an Bord starben
- 20. Dezember: Nähe Mindoro, Philippinen. Beim Untergang der philippinischen Fähre Dona Paz nach einer Kollision mit dem Tanker „Vector“ sterben 4.375 Passagiere und Besatzungsmitglieder der „Dona Paz“ und 11 Besatzungsmitglieder der „Vector“. Es gibt insgesamt nur 26 Überlebende. Es handelt sich damit um das schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Das Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen gewinnt der Deutsche Andreas Bauer
- 7. März: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen James (Bonecrusher) Smith im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 30. Mai: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Pinklon Thomas im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch K. o.
- 26. Juli bis 2. August: Deutschland (mit Steffi Graf und Claudia Kohde-Kilsch) gewinnt das Fed Cup-Finale gegen die USA (in Vancouver, Kanada)
- 1. August: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tucker im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 16. Oktober: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tyrell Biggs in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen K. o.
- 2. Januar: Sören Halfar, deutscher Fußballspieler
- 13. Januar: Radosław Wojtaszek, polnischer Schachspieler
- 8. Februar: Carolina Kostner, italienische Eiskunstläuferin
- 11. Februar: Robert Fleßers, deutscher Fußballspieler
- 19. Februar: Martin Büchel, Fußballspieler
- 6. März: Hannah Taylor-Gordon, britische Filmschauspielerin
- 6. März: Kevin-Prince Boateng, deutscher Fußballspieler
- 12. März: Teymur Rəcəbov, aserbaidschanischer Schachgroßmeister
- 20. März: Nizamettin Çalışkan, türkischer Fußballspieler
- 31. März: Humpy Koneru, indische Schachspielerin
- 9. April: Jesse McCartney, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 11. April: Joss Stone, britische Soulsängerin
- 19. April: Maria Jurjewna Scharapowa, russische Profi-Tennisspielerin
- 4. Mai: Francesc Fabregas, spanischer Fußballspieler
- 3. Juni: Rafael Nadal, spanischer Tennisspieler
- 3. Juni: Lalaine Vergara-Paras, US-amerikanische Schauspielerin
- 4. Juni: Christiane Stenger, deutsche Gedächtnissportlerin
- 11. Juni: Gonzalo Castro, spanischer Fußballspieler
- 29. Juni: Marc-André Kruska, deutscher Fußballspieler
- 7. August: Sidney Crosby, kanadischer Eishockeyspieler
- 14. August: Rosalie Thomass, deutsche Schauspielerin
- 22. August: Dan Weekes-Hannah, neuseeländischer Schauspieler
- 5. September: Pierre Casiraghi, Tochter von Prinzessin Caroline von Hannover
- 6. September: Anna Anatoljewna Pawlowa, russische Turnerin und Olympiateilnehmerin
- 7. September: Evan Rachel Wood, US-amerikanische Schauspielerin
- 22. September: Tom Felton, britischer Schauspieler
- 26. September: Zlatko Junuzovic, österreichischer Profifußballspieler
- 28. September: Hilary Duff, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 24. Oktober: Anthony Vanden Borre, ist ein belgischer Fußballnationalspieler
- 25. Oktober: Fabian Hambüchen, deutscher Gerätturner
- 3. November: Gemma Ward, australisches Mannequin
- 13. November: Rina Thieleke, deutsche Eiskunstläuferin
- 7. Dezember: Angel Carter, Model
- 7. Dezember: Aaron Carter, Sänger
- 9. Dezember: Hikaru Nakamura, US-amerikanischer Schachgroßmeister
- 23. Dezember: Daniela Götz, Schwimmerin
- 31. Dezember: Jan Smit, niederländischer Sänger
- 5. Januar: Jesco von Puttkamer (Publizist), deutscher Politiker und Diplomat ( - 1919)
- 14. Januar: Douglas Sirk, erfolgreicher Bühnenregisseur und später Filmregisseur der UFA ( - 1897)
- 14. Januar: Johann Cramer, deutscher Politiker ( - 1905)
- 14. Januar: Rauli Somerjoki, finnischer Rockmusiker und Sänger ( - 1947)
- 17. Januar: Hugo Fregonese, ehemaliger Regisseur argentinischer Herkunft ( - 1908)
- 22. Januar: Fabio Metelli, Psychologe ( - 1907)
- 23. Januar: Elly Linden, deutsche Politikerin ( - 1895)
- 26. Januar: James Barnes, US-amerikanischer Komponist und Professor ( - 1949)
- 28. Januar: Grete Rehor, österreichische Politikerin ( - 1910)
- 30. Januar: Joe Lederer, österreichische Journalistin und Schriftstellerin ( - 1904)
- 31. Januar: Benno von Wiese, deutscher Germanist ( - 1903)
- 1. Februar: Christian Broda, österreichischer Politiker ( - 1919)
- 1. Februar: Gustav Knuth, deutscher Schauspieler ( - 1901)
- 2. Februar: Alistair MacLean, schottischer Schriftsteller ( - 1922)
- 2. Februar: Jakow Borissowitsch Estrin, russischer Schachspieler ( - 1923)
- 4. Februar: Liberace, US-amerikanischer Entertainer ( - 1919)
- 4. Februar: Carl Rogers, US-amerikanischer Psychologe und Jugend-Psychotherapeut ( - 1902)
- 9. Februar: Costante Girardengo, italienischer Radrennfahrer ( - 1893)
- 10. Februar: Anton Donhauser, deutscher Politiker ( - 1913)
- 10. Februar: Hans Rosenthal, deutscher TV-Showmaster ( - 1925)
- 12. Februar: Rudolf Henz, österreichischer Schriftsteller; Programmdirektor des österr. Rundfunks ( - 1897)
- 16. Februar: Alois Brems, katholischer Bischof von Eichstätt ( - 1906)
- 19. Februar: Kirsten Walther, dänische Schauspielerin ( - 1933)
- 20. Februar: Joseph Parecattil, Erzbischof von Ernakulam und Kardinal ( - 1912)
- 20. Februar: Adrian Cruft, britischer Komponist und Professor ( - 1921)
- 20. Februar: E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics. ( - 1904)
- 22. Februar: Hildegard Domizlaff, deutsche Bildhauerin, Holzschnitt- und Schmuckkünstlerin ( - 1898)
- 22. Februar: Andy Warhol, Begründer und der bedeutendste Künstler der Pop-Art ( - 1928)
- 23. Februar: José Afonso, portugiesischer Sänger und Komponisten ( - 1929)
- 28. Februar: Anny Ondra, deutsch-tschechische Schauspielerin ( - 1903)
- 28. Februar: Karl Emerich Krämer, deutscher Schriftsteller ( - 1918)
- 3. März: Danny Kaye, US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Sänger ( - 1913)
- 5. März: Josef Gregor, deutscher Volksliedpädagoge ( - 1903)
- 13. März: Bernhard Grzimek, Tierarzt, Tierfilmer, Autor und Herausgeber von Tierbüchern ( - 1909)
- 17. März: Georg Lammers, deutscher Leichtathlet ( - 1905)
- 18. März: Karl Heinz Robrahn, kath. Lyriker ( - 1913)
- 19. März: Louis-Victor de Broglie, französischer Physiker ( - 1892)
- 21. März: Jacob Taubes, Judaist, Religionssoziologe, Philosoph ( - 1923)
- 21. März: Robert Preston, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1918)
- 26. März: Eugen Jochum, deutscher Dirigent ( - 1902)
- 26. März: Georg Muche, Maler, Graphiker, Bauhausstil ( - 1895)
- 27. März: Max Spangenberg, Mitglied des Politbüros des ZK der SED inn der DDR ( - 1907)
- 28. März: Maria Augusta von Trapp, US-amerikanische Sängerin und Schriftstellerin ( - 1905)
- 2. April: Buddy Rich, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger ( - 1917)
- 4. April: C. L. Moore, Science Fiction und Fantasy Autorin ( - 1911)
- 10. April: Berta Drews, deutsche Schauspielerin ( - 1901)
- 11. April: Erskine Caldwell, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1903)
- 11. April: Primo Levi, italienischer Schriftsteller und Chemiker ( - 1919)
- 12. April: René Hardy, Mitglied der Résistance, vermutlich der Verräter von Jean Moulin ( - 1911)
- 13. April: Herbert Blumer, US-amerikanischer Soziologe ( - 1900)
- 14. April: Karl Höller, deutscher Komponist ( - 1907)
- 15. April: Lawrence Kohlberg, US-amerikanischer Psychologe und Professor ( - 1927)
- 17. April: Carlton Barrett, jamaikanischer Reggae-Schlagzeuger (The Wailers) ( - 1950)
- 19. April: Maxwell Taylor, General und Diplomat der Vereinigten Staaten ( - 1901)
- 21. April: Hermann Götz, deutscher Politiker ( - 1914)
- 21. April: Gustav Bergmann, österreichischer Wissenschaftstheoretiker ( - 1906)
- 27. April: Attila Hörbiger, österreichischer Schauspieler ( - 1896)
- 27. April: Walther Kauer, Schweizer Schriftsteller ( - 1935)
- 28. April: Emil Staiger, Professor der Germanistik an der Universität Zürich ( - 1908)
- 1. Mai: Walther G. Oschilewski, deutscher Publizist, Lyriker und Kulturhistoriker ( - 1904)
- 3. Mai: Dalida, Schlagersängerin und Schauspielerin ( - 1933)
- 4. Mai: Paul Butterfield, Musiker ( - 1942)
- 10. Mai: Hermann Glöckner, deutscher Maler ( - 1889)
- 14. Mai: Rita Hayworth, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1918)
- 17. Mai: Georgi Iwanowitsch Petrow, russischer Ingenieur ( - 1912)
- 17. Mai: Gunnar Myrdal, schwedischer Ökonom ( - 1898)
- 18. Mai: Heðin Brú, Färöischer Schriftsteller ( - 1901)
- 19. Mai: James Tiptree, Jr, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller ( - 1915)
- 21. Mai: Emmy Damerius-Koenen, Journalistin, Mitbegründerin des DFD ( - 1903)
- 24. Mai: Detlef Struve, deutscher Politiker ( - 1903)
- 24. Mai: Niklot Beste, Bischof in der ehemaligen DDR ( - 1901)
- 26. Mai: Norbert Kubat, Junger Berliner, der in Untersuchungshaft Selbstmord begann
- 29. Mai: Choudhary Charan Singh, Ministerpräsident Indiens ( - 1902)
- 1. Juni: Anthony de Mello, Jesuitenpriester und einer der bedeutendsten spirituellen Lehrer ( - 1931)
- 7. Juni: Clara Döhring, deutsche Politikerin und MdB ( - 1899)
- 12. Juni: Paul Janes, deutscher Fußballspieler ( - 1912)
- 13. Juni: Geraldine Page, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1924)
- 19. Juni: Ian Donald, britischer Gynäkologe ( - 1910)
- 23. Juni: Adrienne Gessner, österreichische Schauspielerin ( - 1896)
- 26. Juni: Henk Badings, niederländischer Komponist und Professor ( - 1907)
- 1. Juli: Philip Charles Lithman, britischer Rockgitarrist ( - 1949)
- 4. Juli: Bengt Strömgren, ein Bruce-Medailliengewinner ( - 1908)
- 7. Juli: Hannelore Schroth, deutsche Schauspielerin ( - 1922)
- 9. Juli: Rudolf Lenz, Schauspieler in Heimatfilmen ( - 1920)
- 10. Juli: John Hammond, US-amerikanischer Plattenproduzent, Musiker und Musikkritiker ( - 1910)
- 17. Juli: Jörg Fauser, deutscher Schriftsteller und Journalist ( - 1944)
- 17. Juli: Howard McGhee, US-amerikanischer Jazz-Trompeter ( - 1918)
- 18. Juli: Gilberto Freyre, brasilianischer Soziologe und Anthropologe ( - 1900)
- 24. Juli: Eugen Kogon, deutscher Publizist, Soziologe und Politikwissenschaftler ( - 1903)
- 1. August: Pola Negri, polnische Schauspielerin und ein Star des Stummfilms ( - 1894)
- 3. August: Bruno Heusinger, zweiter Präsident des Bundesgerichtshofs ( - 1900)
- 9. August: Jutta Balk, Malerin, Mitbegründerin des städtischen Puppentheaters in Magdeburg ( - 1902)
- 10. August: Patrick Aloysius O'Boyle, Erzbischof von Washington und Kardinal ( - 1896)
- 11. August: Alexander Ziegler, Schauspieler, Publizist und Schriftsteller ( - 1944)
- 14. August: Vincent Persichetti, US-amerikanischer Komponist und Professor ( - 1915)
- 16. August: Arthur Grundmann, deutscher Politiker ( - 1920)
- 17. August: Clarence Brown, US-amerikanischer Filmregisseur ( - 1890)
- 17. August: Rudolf Heß, nationalsozialistischer Politiker ( - 1894)
- 17. August: Carlos Drummond de Andrade, brasilianischer Lyriker ( - 1902)
- 21. August: Imre Reiner, ungarischer Maler, Grafiker und Typograf ( - 1900)
- 23. August: Siegfried Borris, deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge ( - 1906)
- 1. September: Gerhard Fieseler, Industrieller, Nationalsozialist, Flugzeugkonstrukteur, Kunst- und Jagdflieger ( - 1896)
- 2. September: William Borm, FDP-Politiker und DDR-Agent ( - 1895)
- 3. September: Morton Feldman, US-amerikanischer Komponist ( - 1926)
- 6. September: Richard Schneider, katholischer Geistlicher und im KZ Dachau inhaftiert ( - 1893)
- 8. September: Gordon M. Gollob, deutscher Jagdflieger und General der Jagdflieger ( - 1912)
- 8. September: Klaus Immelmann, deutscher Verhaltensbiologe ( - 1935)
- 9. September: Gunnar de Frumerie, schwedischer Pianist und Komponist ( - 1908)
- 11. September: Lorne Greene, kanadischer Schauspieler ( - 1915)
- 11. September: Peter Tosh, jamaikanischer Sänger ( - 1944)
- 13. September: Mervyn LeRoy, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent ( - 1900)
- 18. September: Américo Tomás, Admiral, portugiesischer Staatspräsident (1958 bis 1974) ( - 1894)
- 19. September: Einar Gerhardsen, norwegischer sozialdemokratischer Politiker ( - 1897)
- 21. September: Jaco Pastorius, US-amerikanischer Jazzmusiker und Komponist ( - 1951)
- 23. September: Bob Fosse, US-amerikanischer Filmregisseur ( - 1927)
- 23. September: Maria Müller-Gögler, deutsche Schriftstellerin. ( - 1900)
- 25. September: Mary Astor, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1906)
- 26. September: Herbert Tichy, Schriftsteller, Bergsteiger ( - 1912)
- 26. September: Ethel Catherwood, kanadische Leichathletin ( - 1908)
- 27. September: Jochen Steffen, Politiker ( - 1922)
- 28. September: Mario von Galli, Jesuit, theologischer Redaktor und Publizist ( - 1904)
- 29. September: Henry Ford II, Enkel von Henry Ford, Präsident der Ford Motor Company von 1945–1960 ( - 1917)
- 30. September: Alfred Bester, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor ( - 1913)
- 3. Oktober: Kalervo Palsa, finnischer Maler des Expressionismus ( - 1947)
- 3. Oktober: Jean Anouilh, französischer Schriftsteller ( - 1910)
- 3. Oktober: Hans Gál, österreichischer Komponist ( - 1890)
- 9. Oktober: William Parry Murphy, US-amerikanischer Arzt, Nobelpreisträger ( - 1892)
- 9. Oktober: Eugen Steimle, Chef des SD in Stuttgart ( - 1909)
- 11. Oktober: Uwe Barschel, CDU-Politiker, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein ( - 1944)
- 11. Oktober: Fritz Rößler, deutscher Politiker ( - 1912)
- 12. Oktober: Martin Ness, deutscher Tischtennisspieler ( - 1942)
- 12. Oktober: Fahri Korutürk, türkischer Politiker und Admiral ( - 1903)
- 12. Oktober: Heinz Vollmar, deutscher Fußballspieler ( - 1936)
- 13. Oktober: Walter H. Brattain, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger. ( - 1902)
- 13. Oktober: Gisela Andersch, deutsche Malerin, Graphikerin und Collagekünstlerin ( - 1913)
- 14. Oktober: Otto Bertram, Luftwaffenoffizier im Dritten Reich und Bundeswehr ( - 1916)
- 15. Oktober: Thomas Sankara, charismatischer, linksgerichteter Politiker in Burkina Faso ( - 1949)
- 16. Oktober: Joseph Höffner, deutscher Kardinal ( - 1906)
- 19. Oktober: Igor Newerly, polnischer Schriftsteller und Pädagoge ( - 1903)
- 19. Oktober: Jacqueline du Pré, englische Cellistin ( - 1945)
- 19. Oktober: Hermann Lang, deutscher Rennfahrer ( - 1909)
- 20. Oktober: Andrei Nikolajewitsch Kolmogorow, russischer Mathematiker ( - 1903)
- 23. Oktober: Diether Ritzert, Maler und Graphiker ( - 1927)
- 23. Oktober: Karlfranz Schmidt-Wittmack, deutscher Politiker, MdB ( - 1914)
- 28. Oktober: André Masson, französischer Maler ( - 1896)
- 29. Oktober: Jakob Bräckle, deutscher Maler ( - 1897)
- 29. Oktober: Woody Herman, US-amerikanischer Jazzmusiker, Klarinettist und Bandleader ( - 1913)
- 30. Oktober: Joseph Campbell, US-amerikanischer Professor und Autor ( - 1904)
- 4. November: Paulin Soumanou Vieyra, Pionier des afrikanischen Kinos ( - 1925)
- 6. November: Sydney Morris Cockerell, britischer Buchbinder, Buchrestaurator und Papierdesigner ( - 1906)
- 6. November: Jean Rivier, französischer Komponist ( - 1896)
- 10. November: Seyni Kountché, ehemaliger Präsident von Niger ( - 1931)
- 12. November: Maria Felchlin, erste praktizierende Ärztin des Kantons Solothurn ( - 1899)
- 12. November: Cornelis Vreeswijk, holländisch-schwedischer Troubadur, Komponist und Dichter ( - 1937)
- 18. November: Jacques Anquetil, französischer Radrennfahrer ( - 1934)
- 19. November: Wilhelm Käber, Politiker Landesminister ( -
SynthetischAls Synthese (spätlateinisch synthesis, von griechisch σύνθεση, sýnthessi - die Zusammensetzung, Zusammenfassung, Verknüpfung) bezeichnet man die Vereinigung von zwei oder mehr Elementen (Bestandteilen) zu einer neuen Einheit. Oftmals wird mit der "Synthese" auch das Ganze selbst, d.h. das Resultat der synthetischen Tätigkeit bezeichnet. Die Synthese ist untrennbar verbunden mit dem ihr entgegengesetzten Verfahren der Analyse.
Synthese in der Philosophie
Worauf sich diese Vereinigung bezieht, richtet sich je nach Philosoph. So ist bei Hegel die Synthese ein Prozess zum Erkenntnisgewinn, bei Kant dient es nur zur Kategoriesierung von Urteilen u.a. (z.B. "synthetisches Urteil").
Allgemein
Der Vorgang der Analyse endet in der Erkenntnis über das Wesen einer Erscheinung und deren innerer Zusammenhänge. Die Synthese kehrt diesen Vorgang um und versucht aus den Elementen, welche durch die Analyse gefunden wurden, ein neues Ganzes zusammen zu setzen. Dialektisch erhebt die Synthese das Einzelne auf die Stufe des Allgemeinen, das Konkrete auf die des Abstrakten, sie fasst das Mannigfaltige zu einer Einheit zusammen. Dadurch gelangt man mit elementareren zu komplexeren Begriffen.
Historisch
Im europäisch historischen Sinne sind erste Ansätze dazu sind bei Platon, Aristoteles und Pappos von Alexandria vorhanden, als man die Synthese nach einer Problemanalyse als Konstruktionsverfahren für geometrische Problemlösungen stellte . Die oben beschriebene Neuordnung der einzelnen Elemente führt zu logischen und wahren Sätzen der Geometrie (Euklidische Geometrie). In der neuzeitlichen Algebra wird darunter die Suche nach den hinreichenden Bedingungen für das Gleichungslösen verstanden. Newton schloß sich dieser von Pappos v. Alexandria maßgeblich bestimmten Methodik an und versteht unter der Synthese die Ableitung von physikalischen Prinzipien aus den mechanischen Prinzipien. Auch hier wird in der analytischen Mechanik die Suche nach hinreichenden Lösungsbedingungen von Bewegungsgleichungen verstanden. Nach Kant gibt es synthetische Sätze oder Urteile, in denen nicht analytisch erklärbare Teile hinzu kommen und ihnen somit scheinbar Neues hinzufügen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Erweiterungsurteilen. In der modernen Wissenschaftstheorie wird hierbei noch zwischen formal-synthetischen Aussagen und materiell-synthetischen Aussagen unterschieden. Erstere werden durch das Handeln mit bestimmten Symbolen und der Regeln für den Umgang mit diesen gerechtfertigt. Bei den materiell-synthetischen Aussagen wird mittels Rückgang auf die Elemente eine bestimmte ideale Form geschlossen. In der Hegelschen Dialektik bedeutet die Synthese die höhere Einheit von These und Antithese in dessen Zusammenhang man von der Negation der Negation (allg. Grundgesetze der Dialektik) spricht, in welcher sich aus Quantitäten in einer höheren Ebene neue Qualitäten entwickeln.
Kant
Der Philosoph Immanuel Kant geht davon aus, dass die Welt nicht ohne unsere eigenen so genannten synthetisierenden Leistungen gedacht werden kann. In der Erkenntnistheorie wird behauptet, dass jeder Erfahrung eine transzendentale Synthese zugrunde liegt.
Hegel
Bei Hegel bezeichnet Synthese das Abwägen einer These gegenüber deren Antithese mit dem Ziel der Aufstelllung einer neuen These, deren Wahrheitsgehalt die beiden Ausgangsthesen übertrifft und ihren gegenseitigen Widerspruch aufhebt. Diese erkenntnistheoretische Methode wird als Dialektik bezeichnet.
Synthese in der Technik
Gegenstand der Synthese von technischen Systemen ist das Problem, vorgegebene bzw. geforderte Verhaltensweisen durch technische Systeme zu realisieren. Gegenüber der empirischen Arbeitsweise oder der des Experimentes, wird bei der Synthese aus einem mathematisches Modell die Realisierung gewonnen. Aus Erfahrungen der Analyse ist bekannt, dass es oft mehrere Realisierungen gibt, die in mindestens einer ihrer Eigenschaften übereinstimmen. Daraus geht hervor, dass das Syntheseproblem und damit die speziellen Syntheseaufgaben nicht eindeutig lösbar sind. Die Teilaufgaben einer Sythese sind: 1. Mathematische Synthese, 2. Struktursynthese, 3. Äquivalenzetappe, 4. Realisierung
Spezielle Anwendungsgebiete
- der Entwurf neuer Stoffe | | |