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Jäger

Jäger

Ein Jäger ist: #jemand, der die Jagd ausübt #ein Teil der Kultur der Jäger und Sammler #im Militär, siehe Jäger (Militär) #Kurzform für ein Jagdflugzeug #der Familienname von #
- Adolf Jäger (1889-1944), deutscher Fußballspieler #
- Albert Jäger (1801-1891), Historiker #
- Gottfried Jäger (
- 1937), deutscher Fotograf #
- Hans Henrik Jaeger (1854-1910), norwegischer Literat und Anarchist #
- Heino Jaeger, (1938-1997), deutscher Maler, Dichter, Kabarettist #
- Johann Jäger (1667-1706) hingerichteter Anführer des bayerischer Volksaufstandes #
- Lorenz Jaeger (1892-1975), deutscher Kardinal #
- Margarete Jäger (
- 1951), Sprachwissenschaftlerin #
- Peter Jäger (
- 1968), deutscher Arachnologe #
- Richard Jaeger (1913-1998), deutscher Politiker #
- Siegfried Jäger (
- 1937), deutscher Sozial- und Sprachwissenschaftler #
- Stefan Jäger (1877-1962), Maler #
- Willigis Jäger (
- 1925), deutscher Benediktinermönch und Zenmeister #
- Harald Jaeger (
- 1955), deutscher Konstrukteur Kategorie:Familienname

Jagd

Jagd bezeichnet das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen, Erlegen und Aneignen von Wild. Wo die Jagd gesetzlichen Reglungen unterliegt oder die Jagdgebiete nur von bestimmten Personenkreisen genutzt werden dürfen, wird die unerlaubte Jagd als Wilderei bezeichnet.
Unter "Erlegen" versteht man das gezielte Töten von Wildtieren. Wilderei

Aufgaben und Motive

Die Jagd erfolgte ursprünglich aus verschiedenen Gründen:
- Nahrungsgewinnung
- Gewinnung von Tierteilen aller Art (wie zum Beispiel Felle, Hörner, Geweihe, etc.)
- Freizeitgestaltung In neuerer Zeit kam als weiterer angeblicher Grund hinzu:
- Ökologische Gründe (beispielsweise Bestandsregulierung, um Wildschäden in der Forst- und Landwirtschaft zu verhindern, und auch Seuchenbekämpfung) Auch heute sind die genannten Motive weiterhin nebeneinander zu finden. Jedoch ist darüber hinaus ein wesentlicher Bestandteil der Jagd die Hege. Dazu gehören beispielsweise auch Fütterungen von Wildtieren in Notzeiten und die Anlage von Wildäckern, womit der natürliche Nahrungsengpass im Winter und somit der Verbiß im Wald verringert wird. Diese Vorgehensweise bleibt nicht ohne Kritik (s. Absatz: Kritik). Weiterhin werden im Rahmen der Hege jedoch auch Maßnahmen ergriffen die allgemein den Zielen des Naturschutzes dienen, wie etwa Maßnahmen zum Schutz wertvoller Biotope, Biotopverbesserungen (etwa durch Anlage von Hecken) und Renaturierungen. Seit die Jagd nicht mehr Teil der Schaffung der Nahrungsgrundlage ist, wird sie als Hobby angesehen (Jagdsport).

Geschichte und Tradition

Jagdsport Jagdsport

Ursprung

Schon in der Altsteinzeit wurde von Menschen gejagt - "Jäger und Sammler" ist die gängige Bezeichnung für Menschen dieser Zeit. Die Jagd diente hauptsächlich zur Nahrungsversorgung und lieferte neben Fleisch wertvolle tierische Nebenprodukte wie Knochen und Felle. Mit der zunehmenden Sesshaftigkeit und damit verbundenen Domestizierung von Tieren trat die Jagd als Lebensgrundlage in weiten Teilen der Bevölkerung zunehmend in den Hintergrund. Schon in den antiken Hochkulturen wurde die Jagd als Freizeitvergnügen betrachtet. Sie wurde zunehmend nur noch von einem kleinen Teil der Gesamtbevölkerung ausgeübt. Bis im Mittelalter wurde die Jagd immer mehr zum Privileg des Adels, sowie staatlicher und kirchlicher Würdenträger. Aus dem Mittelalter stammt auch die Unterscheidung in "hohe Jagd" - die dem Adel vorbehaltene Jagd auf Hochwild - und "niedere Jagd" auf kleinere Tiere wie Hasen und Federwild (Niederwild). Bezirke in denen das Jagdrecht alleine dem König zustanden werden als Wildbann bezeichnet. Heute wird die Jagd in Deutschland vorrangig von privaten Jägern ausgeübt. Das Jagdrecht ist fest mit dem Grundbesitz verknüpft, so dass in Jagdgenossenschaften zusammengeschlossene Grundbesitzer das Jagdausübungsrecht an Dritte auf Zeit verpachten. Daneben existiert auch ein reger Jagdtourismus ins Ausland. In den Staats- und Landesforsten wird das Jagdrecht durch die Forstämter ausgeübt und zum Teil ebenfalls weiterverpachtet.

Brauchtum - Jäger in Märchen und Geschichten

Auch in Deutschland existiert ein jagdliches Brauchtum mit verschiedenen jagdlichen Bräuchen, u. a. wird eine Jägersprache gepflegt. Die traditionelle grüne Bekleidung ist jedem bekannt und kaum mehr wegzudenken. Die jagdlichen Traditionen werden in der Jägerschaft aktiv gepflegt und finden sich auch häufig in der Praxis. Wie wenige andere Berufsgruppen sind die Jäger in zahlreichen Märchen und Geschichten mystifiziert worden. In den (nord- und mitteldeutschen) Märchen und Geschichten treten sie vor allem als edele Gestalten auf. In Märchen sind sie es oft, die am Ende die Wende zu guten herbeiführen oder besiegeln (z.B. Rettung vor dem "bösen Wolf"). Auch in den Heimatfilmen der 50er Jahre traten Jäger oft als edle Kavaliere auf und traten damit die Nachfolge der Rittersgestalt in mittelalterlichen Geschichten an. Dagegen werden die Jäger oder Jager in süddeutschen, besonders in bayerischen Volkserzählungen oft negativ dargestellt. Der Wald gehörte im Empfinden des Volkes allen. Somit wurde das Wildern als legitim angesehen. Dies gilt vor allem für Lieder und Geschichten aus der Zeit des Absolutismus. Dort wird oft der Konflikt zwischen den "Wildschützen" (Wilderer) und den Jägern als Gehilfen der verhassten absolutistischen Obrigkeit beschrieben. Während die Wildschützen als mit den Armen teilende, tapfere Männer dargestellt werden, werden die Jäger als feige und hinterrücks beschrieben. Besonders deutlich kommt das in dem bayerischen Lied vom Schützen Jennerwein zum Ausruck (Vgl. [http://www.br-online.de/land-und-leute/thema/jennerwein/index.xml Die Legende Jennerwein]).

Jagdarten

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedenste Jagdarten entwickelt, welche jeweils in speziellen Situationen bzw. bei der Jagd auf bestimmte Tierarten am geeignetesten sind. Die wichtigsten sind:

Einzeljagd


- Suche: Mit Hilfe eines Hundes "durchsucht" man Felder oder Waldabschnitte um flüchtendes Wild erlegen zu können. Diese Jagdart findet meist auf Hasen, Kaninchen oder Federwild statt. Sie wird von einem einzelnen oder einer kleineren Gruppe von Jägern ausgeübt. Dafür benötigt man kurzjagende Hunde oder Vorstehhunde.
- Ansitz: Beim Ansitz wartet ein Jäger still an einer Lichtung o.ä., häufig auf einem Hochsitz. Wild, welches vorbeizieht, kann so in Ruhe beobachtet werden, bevor entschieden wird, ob geschossen wird. Die Beunruhigung ist minimal. Beim Ansitz wird hauptsächlich auf Rehwild, Raubwild und Hochwild gejagt.
- Pirsch: Hierbei begeht der Jäger vorsichtig und leise das zu bejagende Gebiet, er "pirscht". Dabei kann Spuren gefolgt werden, um Wildtiere aufzuspüren. Besonders erfolgsversprechend ist diese Jagd bei Neuschnee, da hier die frischen Spuren besonders gut zu sehen sind.

Gemeinschaftsjagd


- Treibjagd: Eine Gemeinschaftjagd, bei der mehrere Treiber und Hunde das Wild hoch flüchtig machen. Treibjagden werden meist auf offenen Flächen auf Hasen und anderes Niederwild, außer Rehwild ausgeübt.
- Drückjagd: Bei einer Drückjagd gehen mehrere Treiber - meist ohne Begleitung von Hunden - durch das zu bejagende Gebiet um die Wildtiere in Bewegung zu bringen und aus den Einständen zu "drücken". Das Wild wird im Gegensatz zur Treibjagd nicht durch laute Geräusche und Hundegebell aus ihren Einständen getrieben. Das Wild kommt auf den natürlichen Wechseln auf die wartenden Jäger zu. Diese Art der Gemeinschaftsjagd erzeugt weniger Stress bei den Wildtieren. Die Jäger warten in der Nähe dieser Einstände an zuvor festgelegten Ständen auf das Wild. So wird zumeist Schwarzwild und Reh- und Rotwild bejagt.
- Bewegungsjagd: Bei dieser Jagdform, ähnlich der Drückjagd, wird weiträumiger abgestellt. Das Wild wird nur soweit beunruhigt, dass es seine Einstände verlässt und möglichst vertraut und langsam auf den Schützen zuzieht. Das erleichtert den Jägern die gezielte Selektion und das Wild wird weniger beunruhigt. Diese Jagdart wird in großen Revieren oder revierübergreifend auf alle Hochwildarten, Rehwild und Raubwild genutzt.

Weitere Jagdarten

Hochsitz um 1415. Es zeigt den Ausritt einer eleganten Gesellschaft zur Falkenjagd. Die lange Stange, die der Falkner mit sich führt, diente zum Aufschrecken der Vögel]]
- Fangjagd: Die Jagd mit Fallen. Diese wird in den Fang durch Lebendfallen und durch Totschlagfallen unterschieden. In Deutschland gibt es strenge Gesetze, die diese Jagdform regeln. In den meisten Bundesländern muss der Jäger eine zusätzliche Prüfung für einen Fallenschein ablegen. In anderen Ländern wie Russland sind die Regelungen anders. Professionelle Fallensteller unternehmen oft große Touren und kommen erst nach Tagen wieder an den Ort. Falls das Tier schon länger tot ist, ist nur noch das Fell - um das es meist primär geht - brauchbar.
- Hetzjagd: In Deutschland verboten. Auch in England wurde diese sehr umstrittene Jagdart nach Protesten im Juni 2004 per Gesetz verboten.
- Beizjagd: Die Jagd mit Greifvögeln durch Falkner. In verschiedenen Regionen haben sich darüber hinaus unterschiedliche Jagdtraditionen herausgebildet:
- In England gab es bis zum Verbot im Juni 2004 die traditionelle Fuchsjagd zu Pferd, in Schottland wurde diese bereits früher abgeschafft. In Deutschland sind Hetzjagden generell verboten.
- In Afrika wird seit Kolonialzeiten die Großwildjagd (Safari) betrieben.
- In Stadtgebieten (z.B. auf Friedhöfen, aber auch auf Privat- oder Firmengrundstücken oder Flughäfen) wird zudem zur Schädlingsbekämpfung Tauben oder Niederwild nachgestellt. Dies geschieht oftmals im Auftrag von Grundstückseigentümern oder der Stadtverwaltung und muss von der Jagdbehörde genehmigt werden.

Recht

Deutschland

Jagdrecht

Nach Art. 75 Abs. 1 Nr. 3 des Grundgesetzes hat der Bund das Recht zur Rahmengesetzgebung auf dem Gebiet der Jagd. In Ausübung dieser Gesetzgebungskompetenz hat der Bund das Bundesjagdgesetz (BJagdG) erlassen. Daneben existieren in allen Bundesländern Landesjagdgesetze. Auch das Europarecht hat indirekten Einfluss auf das bundesdeutsche Jagdrecht, z.B. durch die Vogelschutzrichtlinie oder die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Das Bundesjagdgesetz ist zwar das Nachfolgegesetz des Reichsjagdgesetzes von 1934, die jagdfachlichen Inhalte jedoch gehen viel weiter zurück: Die Grundlagen stammen aus dem preußischen Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten zur Amtszeit des Sozialdemokraten und Jägers Otto Braun als Minister (1918-1921). Weitere Vorbilder waren die reformierten Jagdgesetze von Polen, Rumänien und das stark auf Naturschutz ausgerichtete britische Kolonial-Jagdrecht. Konkret veranlasst und durchgesetzt - durchaus auch gegen den Widerstand von Adolf Hitler und Joseph Goebbels - hat das Reichsjagdgesetz dann der preußische Ministerpräsident und spätere Reichsjägermeister Hermann Göring. Eigentlicher Spiritus rector des Gesetzeswerkes, mit dem die Jagd in Deutschland erstmals einheitlich geregelt wurde, war jedoch der Jagdfunktionär Ulrich Scherping (1889 - 1958), der seit 1933 als Jagdreferent in der preußischen Staatsforstverwaltung wirkte. Im Vorwort des Reichsjagdgesetzes waren die "ideologiegeprägten, teils von Hermann Göring selbst beigesteuerten Passagen konzentriert", so der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages, der sich mit der Herkunft des Bundesjagdgesetzes eingehend beschäftigt hat. Deshalb sei das Vorwort im BJG komplett gestrichen worden. Weitere Einzelheiten zur Entstehung des Reichsjagdgesetzes und seiner Bedeutung für das heutige Bundesjagdgesetz finden Sie in der entsprechenden Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. ([http://www.bundestag.de/bic/analysen/2004/2004_10_01.pdf]) 1952 wurde das RJG nach formellen und redaktionellen Änderungen in bundesdeutsches Recht überführt. Die Tatsache, dass das Bundesjagdgesetz das Nachfolgegesetz des Reichsjagdgesetzes ist, dient Jagdgegnern häufig als Angriffspunkt. Wie die Auswertung des Wissenschaftlichen Dienstes belegt – zu Unrecht. Nach deutschem Recht ist das Jagdrecht unmittelbar mit dem Grundeigentum verknüpft. Die Ausübung der Jagd ist jedoch nur in Jagdbezirken erlaubt und auch dort, mit Ausnahme der Jagd zur Schädlingsbekämpfung, nur außerhalb von "befriedeten Bezirken" (z.B. Wohngegenden, Gärten, etc.) Alle Grundflächen innerhalb eines Jagdbezirks gehören diesem an. Die Jagdbezirke sind entweder Eigenjagdbezirke, oder gemeinschaftliche Jagdbezirke. In letzteren sind mehrere Grundstücke zu einem genügend großen Jagdbezirk zusammengeschlossen. Die zugehörigen Grundbesitzer sind zwangsläufig Mitglieder in Jagdgenossenschaften (einer Körperschaft öffentlichen Rechts). Ein gemeinschaftlicher Jagdbezirk ist üblicherweise mindestens 150 ha groß. Besteht ein solcher, so steht das Jagdausübungsrecht der Jagdgenossenschaft, also der Körperschaft, zu, die die Ausübung anderen per Verpachtung überlassen kann. Dies geschieht immer für den gesamten Jagdbezirk. Verpachtet wird also nicht etwa ein Grundstück, sondern ausschließlich das Recht zur Jagdausübung innerhalb eines Jagdbezirks. Im Bundesjagdgesetz und den Landesjagdgesetzen sowie weiteren Gesetzen (Waffengesetz) und Verordnungen sind darüber hinaus vielfältige Regeln und Beschränkungen zur Jagdausübung festgehalten. Dies umfasst u.a. Vorschriften zu Jagd- und Schonzeiten, jagdbaren Tieren und erlaubten Jagdmethoden. So darf beispielsweise bis auf einige Ausnahmen (Ländergesetze), wie z.B. für die Jagd auf Schwarzwild, nicht nachts gejagt werden. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, daß zahlreiche Wildarten seit vielen Jahren ganzjährig geschont sind oder keine Jagdzeiten haben. Sie werden dennoch nicht dem Jagdrecht entzogen, um sie in der aktiven Hegepflicht der Jäger zu belassen. Wilderei bezeichnet die illegale Jagd auf Tiere, also Jagd, die das Jagdrecht eines anderen verletzt.

Jägerprüfung

Wilderei Die Jagd ausüben dürfen nur Personen, welche zuvor einen Jagdschein erworben haben. Dieser setzt eine Prüfung voraus, die sich aus den Fachbereichen Jagd- und Waffenrecht, sowie dem Schießen zusammensetzt - auch Inhalte von Ökologie und Naturschutz fließen ein. Die Prüfung unterteilt sich in einen mündlichen, einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Die Ausgestaltung der Prüfungen ist in den jeweiligen Landesjagdgesetzen geregelt und obliegt zum Beispiel in Schleswig-Holstein und Niedersachsen den Kreisjägerschaften in Zusammenarbeit mit der Unteren Jagdbehörde bei den Kreisverwaltungen. Neben Multiple-Choice-Fragen können dies auch Fragen mit frei zu formulierenden Antworten sein. Hinzu kommt eine Schießprüfung. Die praktische Prüfung ist in der Regel ein Reviergang, bei dem Fragen mündlich beantwortet werden und jagdliche Situationen eingeschätzt werden müssen. In allen Bundesländern ist gesetzlich ein vorausgehender 1-jähriger Lehrgang bzw. ein in der Dauer verkürzter Intensivkurs vorgeschrieben. Dieser Lehrgang mit abschließender Prüfung wird unter Jägern als "grünes Abitur" bezeichnet.

Österreich

In Österreich gilt das germanische Jagdrecht(Revierjagd). Es besagt, dass das Ausüben der Jagd untrennbar mit dem Besitz von Grund und Boden verbunden ist. Jagdgesetze werden auf Landesebene beschlossen und geändert. Es gibt demnach neun verschiedene Jagdgesetze, die sich aber größtenteils decken. Das mit dem Jagdrecht eng verbundene Waffengesetz ist hingegen Bundesgesetz. Mit Ausnahme von Flächen zur "landwirtschaftlichen Wildtierhaltung" sind alle Gebiete bejagbare Flächen. Es sind jedoch auch Flächen vorhanden, auf denen "die Jagd ruht", wie z.B. in Umgebung von Häusern bzw. Dörfern, auf Friedhöfen, öffentlichen Straßen usw.). Bejagbare Flächen teilen sich in Eigenjagden, (mindestens 115 ha Fläche)zusammenhängende Gemeindejagden (mindestens 500 ha Fläche) und Sonderjagdgebiete (Gemeindejagden unter 500 ha Fläche). In Eigenjagden ist der Eigentümer von Grund und Boden üblicherweise auch Jagdausübungsberechtigter. Gemeindejagden werden meist durch öffentliche Versteigerung an Jagdgenossenschaften oder Jagdgesellschaften (=Verein zum Zwecke der Ausübung der Jagd) vergeben, auch eine Vergabe an Einzelpersonen oder juristische Personen ist möglich, aber selten.

Schweiz

Das Jagdrecht der Schweiz wird durch die Kantone geregelt und ist uneinheitlich. Es gibt neben dem Revierjagdsystem, das in Deutschland und Österreich angewandt wird, auch das Lizenzjagdsystem (z.B. im Wallis). Im Kanton Genf ist (aufgrund der hohen "Diplomatendichte") die Jagdausübung ganz untersagt; dort wird die Bestandsregulierung von staatlichen Wildhütern durchgeführt.

Kritik

Kritik an der Jagd in Deutschland und Österreich

Jagdgenossenschaft]] Verstärkt wird eine stärkere Ausrichtung der Jagd an ökologischen Kriterien gefordert. So wird von einigen Gegnern der Jagd beispielsweise argumentiert, durch Wildfütterung, Wildäcker und andere Hegemaßnahmen werde massiv in das Ökosystem eingegriffen und dadurch ein unnatürliches Wachstum der Wildpopulationen begünstigt (Populationsdynamik). Dagegen wenden Jäger ein, tatsächlich sei die Natur eben nicht unberührt, da sie besonders in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft ständigen menschlichen Eingriffen unterliege. Daher müsse der Mensch regulierend eingreifen und das natürliche Gleichgewicht künstlich erhalten. Jäger und auch die Forstwirtschaft sind z.B. der Meinung, dass (unter anderem) durch die Nahezu-Ausrottung des Wolfes in großen Teilen Europas der Rot-, Reh- und Damwild-Bestand so stark angestiegen ist, dass die Populationen durch gezielte Bejagung kontrolliert werden müsse. Die Jagdgegner halten dagegen, dass der Populationsanstieg durch gezielte Fütterungen gefördert wurde, um besonders kapitale Trophäen erzielen zu können. Über mögliche ökologische Kriterien herrscht jedoch zwischen und auch innerhalb der sich zudem teilweise überschneidenden Gruppen der Jäger, Waldbesitzer, Landwirte sowie der Tier- und Naturschützer heftiger Streit. Ernsthafte Jagdgegner und - kritiker distanzieren sich jedoch i.d.R. zudem ausdrücklich von gewaltsamem Aktionismus gegen Jäger und Jagdeinrichtungen, da ein Ablehnen der Gewalt gegen Tiere in keinem Fall Gewalt gegen Menschen rechtfertigen würde. Dennoch kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Jagdgegner nicht nur den Jagdbetrieb stören bzw. unterbinden oder jagdliche Einrichtungen zerstören, sondern etwa Leitern oder Kanzeln so präparieren, dass sie erst beim Besteigen zusammenbrechen. Jagdgegner verweisen zudem darauf, dass die Jagd im allgemeinen oder zumindest bestimme Jagdarten seien mit dem Tierschutz nicht vereinbar sind. In Deutschland steht der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz, andererseits genießt das Jagdrecht als Teil des Eigentumsgrundrechts besonderen grundgesetzlichen Schutz, was aber einen Grundeigentümer nicht gesattet die Jagd auf seinen Eigenen Grund und Boden zu verbieten. Vielmehr wird er in einer Jagdgenossenschaft gezwungen, womit nach einem Luxemburgischen Urteils des Verfassungsgerichtes die gängige Praxis gegen geltendes Menschenrecht verstößt. Nach Auffassung der Jägerschaft stellt dies jedoch gerade keinen Widerspruch dar, da eine weidgerechte Jagd den Anforderungen des Tierschutzes genügt. Dementsprechend ist in der Rechtsprechung allgemein anerkannt, dass eine nach den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit ausgeübte Jagd nicht den Straftatbestand der Tierquälerei erfüllt, wie von manchen Jagdkritikern behauptet wird. Die so genannte „Weidgerechtigkeit“ ist nicht etwa Auslegungssache eines jeden Jägers, sondern vielmehr genaustens festgelegt und gesetzlich anerkannt. Über Verletzungen dieser „Weidgerechtigkeit“ von Jägerseite urteilt der Jagdbeirat, der von jeder Kreisverwaltung bestellt wird und aus Vertretern der Forst- und Landwirtschaft, der Naturschutz- und Jägerverbände und Mitgliedern der kommunalen politischen Verwaltung (Untere Jagdbehörde) besteht. Er hat u.a. das Recht Jagdscheine zu entziehen. Nähere Informationen über den Begriff Weidgerechtigkeit und dessen Inhalt finden sich unter dem Link "Position des ÖJV zur Weidgerechtigkeit". Auffällig sind jedoch bis zu über 800 (Jagd-)Unfälle pro Jahr, bei denen Menschen ernsthaften Schaden erleiden, oder sogar getötet werden. Die Dunkelziffer dürfte indes noch wesentlich höher liegen. Die oft von Jägerseite gebrachte Argumentation im Sinne der 'nachhaltigen' Jagd ist nicht völlig unumstritten, denn der auf das Werk von Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1645 – 1714) zurückgehende Begriff aus dem Sylvicultura Oeconomica „Die Naturmäßige Anweisung zur Wilden-Baum-Zucht“ (1713) lässt sich in seinem Grundsatz nicht ohne weiteres auf Wildtiere übertragen. Soweit der formulierte Gedanke der „nachhaltigen Nutzung“ auf heutige Wildtierbestände einschließlich der Vögel Anwendung finden soll, so muss das Jagdwesen eine grundsätzliche Änderung erfahren. Ferner wird die Jagd von vielen Menschen als „Blutsport“ abgelehnt, da die Freude am Töten von Tieren, bzw. der Spaß am Töten von leidensfähigen und schmerzempfindlichen Lebewesen als Hobby und Freizeitbeschäftigung nicht (mehr) mit den Grundsätzen unserer Zivilisation und Kultur zu vereinbaren sei. Die Jagd erfülle keinen praktischen Nutzen, da die moderne Wissenschaft bereits die meisten Argumente der Jäger widerlegt habe. Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung, dass die Jagd angewandter Naturschutz sei, schade diese der Natur wesentlich mehr, als dass sie dem Naturschutz in irgendeiner Weise dienlich wäre - wobei hierüber in der sehr heterogenen Gemeinde der Umwelt-, Tier-, Arten- und Naturschützer keine Einigkeit besteht. Aber auch in den verschiedenen Jagdverbänden gibt es keine Einigkeit, so stehen sich ÖJV und DJV ebenso mit unvereinbaren Positionen gegenüber. Die Jagd stellt für gläubigen Christen nicht unbedingt ein Paradoxum dar. Auch wenn, einigen Quellen zufolge, der Schutzheilige der Jäger, der Heilige Hubertus (Gedenktag 3. November), der Jagd nach einer Erscheinung abschwor und vom überzeugten Jäger zum Nichtjäger wurde. Andere Quellen berichten, dass der vorher wilde und zügellose Hubertus nachdem ihm ein Kruzifix zwischen dem Geweih eines weißen Hirschen erschien, sich zum christlich-gemäßigten (er war vorher Heide und ließ sich nach der Erscheinung taufen), zum weidgerechten Jäger wandelte. Daher dient er noch heute allen Jägern, Christen wie nicht Christen als Vorbild der Mäßigung und zum Ansporn, gemäß der jägerlichen Losung, "...dem Schöpfer im Geschöpfe [zu] ehren."

Jagdtourismus

Berühmte Jagdgebiete waren und sind z. B. bei Rominten oder in der Schorfheide. Der Jagd-Tourismus in die oft naturbelassenen Jagdgebiete in der Slowakei, in Polen(vorallem südliches Ostpreußen und Pommern), im Baltikum(Kurland), in Rumänien oder in Russland, aber auch in die entferntesten Regionen der Welt, hat viele Freunde, so dass die Kommerzialisierung der dortigen Jagd zwar einerseits Gelder beschafft, andererseits aber in vielen Gebieten durch Übernutzung die Wildbestände stark reduziert wurden und so zunehmend die Erwartungen der Jagdtouristen nicht in vollem Umfang erfüllt werden. Anders sieht das jedoch auf so genannten Jagdfarmen in Afrika aus. Diese meist ehemaligen Rinderfarmen dehnen sich auf für Europäer unvorstellbare Flächen aus, sind regelmäßig eingezäunt, und garantieren dem Jäger den gewünschten Jagderfolg. Mit den Geldern wird dort meist staatlich geregelt der Wildschutz auch für nicht freigegebene Wildarten finanziert.

Literatur


- Kalchreuter, Heribert : Die Sache mit der Jagd. Franckh-Kosmos Verlag 2003, ISBN 3-44-009323-9
- Krebs, Herbert : Vor und nach der Jägerprüfung. BLV Verlagsgesellschaft, München 2003, ISBN 3-405-16372-2
- Nüßlein, Fritz : Das praktische Handbuch der Jagdkunde. BLV Verlagsgesellschaft, München 2002, ISBN 3-405-16456-7
- Ortega y Gasset, José : Meditationen über die Jagd. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-01262-8
- von Raesfeld, Ferdinand : Das deutsche Weidwerk. Unveränderter Reprint der Erstausgabe von 1914, Verlag Paul Parey, Hamburg 1996, ISBN 3490144120
- Winter, Thomas : Jagd - Naturschutz oder Blutsport?. Winter-Buchverlag, Passau 2003, ISBN 3-00-012219-2

Siehe auch


- Deutscher Jagdschutz-Verband, Halali, Wiederladen
- Wild, Wildschaden, Wildfolge, Weidgerechtigkeit,

Weblinks

Die hier aufgeführten Web-Links stellen nur einen kleinen Ausschnitt der im Internet verfügbaren Informationen dar. Weitere Web-Links befinden sich beim [http://dmoz.org/World/Deutsch/Freizeit/Outdoor/Jagd/ Open Directory Project].

Verbände


- [http://www.face-europe.org/ Zusammenschluss der Verbände für Jagd und Wildtiererhaltung in der E.U.] (FACE)
- [http://www.jagd-online.de/ Deutscher Jagdschutz-Verband] (DJV)
- [http://www.oejv.de/ Ökologischer Jagdverband] (ÖJV, Deutschland)

Zeitungen & Zeitschriften


- [http://www.anblick.at Der Anblick]
- [http://www.artenschutzbrief.de Artenschutzbrief - Zeitschrift für Vogel- und Artenschutz]
- [http://www.pirsch.de Die Pirsch]
- [http://www.djz.de/ Deutsche Jagd Zeitung]
- [http://www.jww.de/ Jagen Weltweit]
- [http://www.oekojagd.de ÖkoJagd]
- [http://www.wildundhund.de Wild und Hund]

Ausbildung


- [http://www.filemaker-4-you.de/jaegerpruefung-bw/ Programm für Jägerprüfung in Baden-Württemberg]

Jagdkritiker und Jagdkritik


- [http://www.ijh.de/ Initiative jagdgefährdeter Haustiere]
- [http://vogelschutz-komitee.de VsK Vogelschutz-Komitee e.V.]
- [http://homepages.compuserve.de/JuergenAndresen/antijagd.htm Pferd, Jagd und Wild - Dichtung und Wahrheit]
- [http://www.wir-fuechse.de Wir Füchse]
- [http://www.die-tierfreunde.de/inhalte/info/schutz/jagd/jagd.htm Die Tierfreunde "Die Jagd ...und die Lust am Töten"]
- [http://www.papernews.de/pdf/2004/2004_10/rotenhan.pdf ...damit keiner mehr sagen kann, er habe es nicht gewusst - Kritik der Hege überhöhter Wildbestände, nicht der Jagd an sich]

Geschichte und Geschichten


- [http://www.br-online.de/land-und-leute/thema/jennerwein/index.xml Die Legende vom Schützen Jennerwein] !Jagd Kategorie:Naturschutz ja:狩猟 nb:Jakt

Jäger und Sammler

Der Ausdruck Jäger und Sammler oder Wildbeuter bezeichnet in der anthropologischen Entwicklung bestimmter menschlicher Gesellschaften die Nutzung wilder Pflanzen und Tiere. Durch diese Bedingungen waren die Jäger und Sammler recht mobil; Gruppen von Jägern und Sammlern bewegten sich innerhalb fließender Grenzen und Reviere. Vorwiegend (jedoch nie ausschließlich) gingen die Männer der Jagd nach; die Frauen sammelten (daher hat sich in der modernen Matriarchatsforschung der Ausdruck "Jäger und Sammlerinnen" eingebürgert, um die üblichere Rollenverteilung in diesen Kulturen zu betonen). Die Sammlerinnen können bei ihrer Tätigkeit bequem ihre kleineren Kinder mitnehmen, während die Knaben ab einem bestimmten Alter die Männer beim Fischen und Jagen begleiten. Die ursprünglichen Jäger- und Sammlergesellschaften wandelten sich - beginnend in Kleinasien etwa 10.000 v.Chr. - zu sesshaften Gesellschaften, die Ackerbau und Viehzucht betrieben. In Europa fand dieser Übergang von etwa 6.000 v.Chr bis 4.500 v.Chr. statt (vgl. Neolithische Revolution). Auch heute noch trifft man auf Gemeinschaften von Jägern und Sammlern in den arktischen Gebieten, dem tropischen Regenwald oder in den Wüsten, wo andere Formen des Nahrungserwerbs nicht entwickelt wurden oder unmöglich sind. Manche Gemeinschaften halten über sehr lange Zeiträume an ihrer Siedlungsregion fest, bleiben über Hunderte von Jahren im gleichen, relativ kleinen Gebiet oder ändern ihre Wirtschaftsform in Abhängigkeit vom Klima (z.B. khoisanide Völker in der Kalahari, die zwischen Wildbeuter- und Viehzüchter-Ökonomie möglicherweise mehrfach wechselten).

Noch existierende Jäger-und-Sammler-Völker

Afrika


- Hadzabe (Kenia)
- San (Südafrika und Botswana)

Asien


- Tasaday (Philippinen)
- Mlabri (Thailand)
- Orang Kubu (Indonesien)

Südamerika


- Ache

Sonstige


- Ogiek
- Aweer
- Watha Kategorie:Anthropologie Kategorie:Ethnologie ja:狩猟採集社会

Jäger (Militär)

Ursprünge der Jägertruppe

Im alten deutschen Heer wurde der Begriff Jäger für leichte Infanterie-Einheiten benutzt. Ihre Verwendung setzte sich vor allem im Rahmen der preußischen Heeresreform durch. Im Kampf gegen die Truppen des revolutionären Frankreich und später Napoleons hatte sich herausgestellt, dass diese mit ihrer Kampfesweise im Stil der Tirailleure den herkömmlich vorgehenden Linientruppen deutlich überlegen waren. Die Aufstellung der Jägertruppe war ein Versuch, die Stärken der gegnerischen Einheiten zu kopieren. Dazu wurde der Drill, der für die bisherigen Linientruppen galt, weniger streng angewendet. Bei den Jägern stand nicht das möglichst "automatenhafte" Ausführen von Schieß- und Ladeabläufen in dichten Formationen im Mittelpunkt. Die Jäger sollten vielmehr in lockerer Aufstellung und kleineren Einheiten operieren, die weniger stark an geschlossenen Formationen gebunden waren, dafür aber insbesondere bewachsenes und durchschnittenes Gelände sowie Deckung aller Art besser ausnutzten. Jägereinheiten operierten vergleichsweise unabhängig, Befehlshierarchien wurden verflacht, Entscheidungen auf untere Ebenen verlagert. Der einzelne Jäger sollte in der Lage sein, selbstständig Ziele anzuvisieren, im Gegensatz zur Linientruppe, bei deren Kampf es vor allem darum ging, den Gegner aus der dichten Formation mit einem weitgehend ungezielten Kugelhagel einzudecken. Dieser Ansatz schlug sich auch in der Ausrüstung nieder: Jäger kämpften mit Gewehren, die sich aus Jagdwaffen entwickelt hatten und ein genaueres Zielen ermöglichten als die üblichen Infanteriegewehre der Zeit. Jägereinheiten verfügten außerdem über eine weitaus geringere Menge an Ausrüstung, was einerseits den weitgehenden Verzicht auf Bagagewagen ermöglichte und damit die Bewegungsfähigkeit in unwegsamen Gelände erhöhte, andererseits Probleme bei Unterbringung und Versorgung der Truppe aufwarf. Eine Vielzahl der frühen Jäger rekrutierte sich tatsächlich aus den Reihen der Forstleute und Jäger. Deshalb trugen sie grüne Uniformen und Jagdhörner als Signalinstrumente.

Die Jägertruppe in der Bundeswehr

In der heutigen Bundeswehr werden die Aufgaben der "klassischen" Infanterieverbände (also auch der Jäger) teilweise auch von Panzergrenadieren übernommen, die durch ihre Ausrüstung und Ausbildung allerdings besser auf den Kampf mit und gegen gepanzerte Fahrzeuge ausgelegt sind. Der Grund dafür liegt im Wandel des Schlachtfelds. Die Jäger waren als reine Infanterie nur begrenzt zum Kampf gegen gepanzerte Fahrzeuge und zum Kampf im Verbund mit eigenen gepanzerten Fahrzeugen in der Lage. Eigentliche Jäger (also Soldaten, die das goldene Eichenlaub als Abzeichen tragen) stellen heute nur noch in drei Bataillonen in Hammelburg (Jägerlehrbataillon 353), Donaueschingen (Jägerbataillon 292) und Marienberg (Jägerbataillon 371) annähernd die Gesamtheit der Mitglieder. Die Angehörigen des Jägerbataillons in Donaueschingen gehören zwar der Deutsch-Französischen Brigade an und tragen das Brigade-Abzeichen, sind aber Jäger. Des Weiteren gehören zahlreiche Jäger den Sicherungseinheiten der Großverbände an und sind im Wachbataillon vertreten. Nach dem derzeitigen (Frühjahr 2005) Planungsstand der Bundeswehr-Reform werden einige dieser Jägereinheiten aufgelöst, umgruppiert oder in andere Truppengattungen überführt. Demnach ist in der heutigen Form lediglich der Fortbestand des Jägerbataillons in Donaueschingen, der Sicherungseinheiten und des Wachbataillons gesichert. Die Aufstellung eines (neuen) luftbeweglichen Jäger-/Infanterieregimentes in Schwarzenborn ist in Planung. Die Jägerbrigade 37 in Frankenberg/Sa. wird zwar weiterhin diesen Namen führen, allerdings werden ihr keine eigentlichen Jägerverbände mehr unterstehen. In verschiedenen Verbänden werden zudem auch weiterhin einzelne Jägerkompanien weiter bestehen. Neben der Jägertruppe besteht die heutige deutsche Infanterie aus
- Fallschirmjägern (luftbewegliche Infanterie vorwiegend für den Kampf hinter den feindlichen Linien) und
- Gebirgsjägern (für den Kampf im Gebirge). Außerdem haben folgende Truppengattungen bzw. Verwendungen die nicht der Infanterie angehören den Begriff "Jäger" mit in ihre Bezeichnung aufgenommen
- Feldjäger ist die Bezeichnung der Militärpolizei der Bundeswehr. Sie gehören nicht zu den Kampftruppen
- Panzerjäger: ausgestattet mit Jagdpanzern ist ihre Hauptaufgabe die Bekämpfung feindlicher Panzer auf weite Entfernung.

Dienstgrad

Heutzutage bezeichnet man in der deutschen Bundeswehr einen Soldaten im niedrigsten Dienstgrad der Truppengattungen Fallschirmjäger, Gebirgsjäger und der Jägertruppe als Jäger (Jg). Bis in die 60er Jahre war in diesen Truppengattungen die Bezeichnung für den niedrigsten Unteroffizierdienstgrad Oberjäger.

Bundesgrenzschutz

Auch in der Geschichte des Bundesgrenzschutzes (heute: Bundespolizei) ist eine "Variante" des Jägers bekannt, die Grenzjägerlaufbahn mit mehreren Dienstgraden. Sie wurden infolge der Anpassung an die Dienstgrade der Polizei abgeschafft. Siehe auch: Dienstgrade im Bundesgrenzschutz.

Die Jägertruppe im Österreichischen Bundesheer

Im Österreichischen Bundesheer trägt die Waffengattung, die infanteritisch kämpft (Infanterie), die Bezeichnung Jäger. Die Jägertruppe stellt mit ca. 33 000 Mann die meisten Soldaten aller Kampftruppen des Bundesheeres. Besonders hervorzuheben sind die im Gebirgsdienst ausgebildeten
Gebirgsjäger sowie die Garde, die ausschließlich in Wien stationiert ist und vorwiegend Repräsentationsaufgaben wahrnimmt.

Weblinks

[http://www.deutschesheer.de/C1256B6C002D670C/CurrentBaseLink/N25CSBAU714SWINDE Das deutsche Heer, Truppengattungsprofil der Infanterie]
[http://www.jaegerseiten.de Jägerseiten - Die deutsche Infanterie der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft] Kategorie:Truppengattung Kategorie:Mannschaftsdienstgrad


Jagdflugzeug

Ein Jagdflugzeug ist ein in erster Linie zur Bekämpfung anderer Flugzeuge eingesetztes Militärflugzeug. Jagdflugzeuge haben meist eine Besatzung von ein oder zwei Mann. Militärflugzeug

Moderne Typen von Jagdflugzeugen

Abfangjäger

Ein sehr schnelles Flugzeug mit hoher Steigleistung und großer Reichweite. Seine Aufgabe ist es, eindringende gegnerische Bomber und Aufklärer abzufangen. Wendigkeit kann bei diesem Typ vernachlässigt werden. Typische Beispiele: Messerschmitt Me 163, Lockheed F-104, Mikojan-Gurewitsch MiG-31,

Luftüberlegenheitsjäger

Jäger, die in der Lage sein sollen, die Luftüberlegenheit zu erkämpfen, wenn erforderlich auch tief in feindlichem Territorium. Die dafür nötige Reichweite wird heute oft durch Luftbetankung oder auch durch abwerfbare Zusatztanks erreicht. Beispiel: McDonnell Douglas F-15, Grumman F-14 (Tomcat), Lockheed F/A-22, Mikojan-Gurewitsch MiG-29, Suchoi Su-27, EADS Eurofighter Typhoon, Dassault Rafale

Jagdbomber

Fast alle Jagdflugzeuge lassen sich durch Anbringung von Bombenschlössern als Jagdbomber einsetzen. Häufig wurden Flugzeuge, die als Jagflugzeug nicht mehr die geforderte Leistung brachten, als Jagdbomber eingesetzt (Hawker Typhoon, Bell P-39, Messerschmitt Bf 110). Andere Beispiele für Jagdbomber: Panavia Tornado, Suchoi Su-24, SEPECAT Jaguar

Trägergestütztes Jagdflugzeug

SEPECAT Jaguar Diese Jagdflugzeuge sind speziell für den Einsatz auf Flugzeugträgern ausgelegt. Besondere Konstruktionsmerkmale umfassen: verstärktes Fahrwerk, um die harten Landestöße abzufangen; ein Fanghaken, um sich in das quer über die verkürzte Landebahn gespannte Landeseil einzuhaken; (oft) Klappflügel, da der Raum in einem Flugzeugträgerhangar beschränkt ist. Große Reichweite ist für ein Flugzeug mit beschränkter Landeplatzauswahl ebenfalls von Vorteil. Die Briten waren in den 1930ern und Anfang der 1940er sogar der Ansicht, dass ein zweites Besatzungsmitglied als Navigator für den Einsatz auf See unabdingbar ist (Fairey Fulmar, Fairey Firefly). Mit der Weiterentwicklung der Funk- und Peilgeräte konnte aber der Pilot auch allein nach Hause finden. Seit der Entwicklung von Senkrechtstartern gibt es bei den Briten spezielle, kleinere Träger für Jagdflugzeuge wie die Hawker Siddeley Harrier. Typische moderne Jagdflugzeuge der USN (United States Navy) sind die Grumman F-14 Tomcat sowie die F/A-18 Hornet.

Historische Jagdflugzeugtypen

Allwetterjäger

Im 2. Weltkrieg wurden konventionelle Jagdeinsitzer durch eine verbesserten Avionik-Ausrüstung (Fluginstrumente, Funknavigation, Autopilot) zu Allwetterjägern. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Allwetterjäger mit Radar ausgerüstetet, so dass diese Flugzeugklasse mit der der ebenfalls radarbestückten Nachtjäger verschmolz. Solange es noch reine Tagjäger gab, bezeichnete der Begriff Allwetterjäger auch mit verbesserter Avionik und Bewaffnung für den Schlechtwettereinsatz nachgerüstete ehemalige Tagjäger. Da heute jedes Jagdflugzeug über die für Schlechtwetter- und Nachjagd erforderliche Avionik verfügt, ist die Bezeichnung Allwetterjäger veraltet.

Nachtjäger

Tagjäger Die Versuche der Deutschen, im Zweiten Weltkrieg die nächtlichen britischen Bomberströme mithilfe von durch Bodenradarstationen geführten konventionellen Jäger wie der Messerschmitt Bf 109 nach Sicht zu bekämpfen, waren zuerst nur mäßig erfolgreich. Die Flugunfallquote war höher als die Kampfverluste. Die ersten Bordradargeräte (und die benötigten Antennen) waren groß und benötigten ein eigenes Besatzungsmitglied für die Bedienung. Deshalb waren die ersten mit Radar ausgestatteten Nachtjäger meistens zweimotorige Maschinen mit mindestens zwei Mann Besatzung (diese verfügten normalerweise auch über die nötige größere Reichweite). Zuerst wurden Modifikationen an vorhandenen Baumustern vorgenommen (Bristol Beaufighter, De Havilland D.H.98 Mosquito, Messerschmitt Bf 110, Junkers Ju 88); die Änderungen umfassten normalerweise den Einbau eines Bordradargeräts, Flammendämpfer (als Blendschutz für die Besatzung und als Sichtschutz gegenüber feindlichen Flugzeugen) für die Triebwerke und meistens eine modifizierte Bewaffnung. Gegen Ende des Krieges wurden speziell konstruierte Flugzeuge eingesetzt (Heinkel He 219, Northrop P-61). Mit der Weiterentwicklung des Radars verschwamm die Grenze zwischen »normalen« und Nachtjägern, da fast jedes Kampfflugzeug inzwischen in der Lage war, nachts oder bei schlechtem Wetter zu fliegen und zu kämpfen.

Begleitjäger

Ein Typ, der vor allem im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Die Bomber der Alliierten benötigten auf ihren Einsätzen über Europa Begleitmaschinen, die in der Lage waren die Bomber auf der gesamten Strecke vor gegnerischen Jägern zu schützen. Die damaligen Standardmodelle (Messerschmitt Bf 109, Focke-Wulf Fw 190, Supermarine Spitfire) hatten eine normale Reichweite von weniger als 1.000 km. Erst Typen wie Lockheed P-38, Republic P-47 und P-51 Mustang waren in der Lage, effektiven Jagdschutz zu bieten. In den 1930er wurden in der Sowjetunion (Projekt "Sweno") und den 1950er Jahren in den USA sogar Versuche unternommen, Begleitjäger »an Bord« mitzuführen. Die Probleme beim Wiederandocken ließen sich jedoch kaum lösen.

Zerstörer

Die Flugzeuggattung Zerstörer wurde von der deutschen Luftwaffe vor dem Zweiten Weltkrieg geschaffen und umfasste schnelle, zweimotorige Mehrzweckflugzeuge mit besonderer Eignung zum Jäger. Der Zerstörer zeichneten sich durch große Reichweite und hohe Feuerkraft aus und waren daher zum Langstreckenbegleitjäger und zum gegen feindliche Bomber einzusetzende Abfangjäger geeignet. In der Praxis waren die eingesetzten Zerstörertypen aufgrund ihres relativ hohen Gewichtes leistungsmäßig modernen einmotorigen Jagdflugzeugen unterlegen und erlitten schwere Verluste, wenn sie gegen solche Typen eingesetzt wurden. Gegen feindliche Bomber bewährten sich die Zerstörer im Kampf, aber feindliche Langstreckenbegleitjäger machten im späteren Kriegsverlauf ihren Einsatz trotzdem unmöglich. Die Zerstörer wurden daraufhin überwiegend als Jagdbomber und als Nachtjäger eingesetzt.

Geschichte

Erster Weltkrieg

Zweiten Weltkrieg Die ersten Jagdflugzeuge wurden im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Ihre Aufgabe war es zunächst, gegnerische Aufklärungsflugzeuge abzuwehren. Während die ersten Luftkämpfe der Geschichte mit improvisierten Waffen bestritten wurden, war das erste ausdrücklich zur Bekämpfung von Luftzielen gedachtes Flugzeug ein französischer Einsitzer, der mit einem durch den Propellerkreis feuernden Maschinengewehr ausgerüstet war. Das Unterbrechergetriebe, das die Beschädigung des eigenen Propellers verhindern sollte, arbeitete so schlecht, dass es außer Funktion gesetzt wurde. Stattdessen schützten stählerne Abweisbleche den Propeller. Mit dieser Maschine zerstörte der französische Pilot Roland Garros mehrere deutsche Flugzeuge. Als er am 18. April 1915 von Infanteriefeuer abgeschossen wurde und hinter den deutschen Linien notlanden musste, führte das zur Entwicklung eines funktionssicheren Unterbrechergetriebes durch die Firma Anton Fokkers. Der mit Fokkers Unterbrechergetriebe ausgerüstete Fokker E-I wurde zum ersten serienmäßigen Jagdflugzeug der Welt.

Zwischen den Weltkriegen

Das Standardjagdflugzeug am Ende des 1. Weltkriegs war ein einmotoriger, einsitziger Doppeldecker mit zwei Maschinengewehren und starrem Fahrgestell. Die Umlaufmotoren hatten das Ende ihrer Entwicklungsfähigkeit erreicht; wassergekühlte Reihen- und V-Motoren und die neu entwickelten Sternmotoren mit 160 bis 220 PS wurden zum Standard. Daran änderte sich bis in die 1930er Jahre kaum etwas. Als einen Höhepunkt dieser Entwicklung könnte man die Gloster Gladiator betrachten: ein einsitziger Doppeldecker mit einem 840 PS starken Sternmotor, starrem Fahrgestell und vier 7,7-mm-Maschinengewehren. Er wurde noch (mit anderen Doppeldeckern von Fiat und Polikarpow) im Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Die wichtigste Entwicklung dieser Zeit war aber wahrscheinlich die Vervollkommnung der trägergestützten Flugzeuge. Landehaken, stabile Fahrwerke und die Fortschritte in der Avionik ließen eine ganz eigene Klasse von Jagdflugzeugen entstehen. Bei landgestützten Flugzeugen führte erst die Entwicklung von schnellen Bombern in Eindecker-Auslegung zur Entwicklung von schnellen Eindecker-Jägern, die in der Lage sein sollten, auch moderne Schnellbomber abzufangen. Die Polikarpow I-16, die Messerschmitt Bf 109 und die Hawker Hurricane waren typischen Jagdflugzeuge der ersten Generation der Ganzmetalleindecker. Als »Übungsfeld« diente da vor allem der Spanische Bürgerkrieg 1936-39.

Zweiter Weltkrieg

Spanische Bürgerkrieg Schon zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zeigte sich, dass der Kampf um die Luftüberlegenheit von den schnellen, einmotorigen, einsitzigen Jägern neuen Typs entschieden wurde. Bis auf wenige Ausnahmen entsprachen alle erfolgreichen Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkriegs dieser Auslegung. Versuche mit Mehrzweckflugzeugen, die noch im 1. Weltkrieg eine wichtige Rolle gespielt hatten (z. B. der Bristol Fighter), hatten in Deutschland zur Entwicklung der Zerstörer geführt. Die Messerschmitt Bf 110, die diese Klasse begründet hatte, erwies sich aber (wie verschiedene andere Mehrzweckflugzeuge des Zweiten Weltkriegs auch) wegen der in der Auslegung notwendigen Kompromisse als ungeeignet für die geplante Rolle als schwerer Jäger. Die Entwicklung der ersten brauchbaren Bordradargeräte führte zur Entwicklung spezieller Nachtjägertypen. Die schweren Jäger boten dem Bordradar und dem für die Bedienung des Radars erforderlichen zusätzlichen Besatzungsmitglied den nötigen Platz und waren aufgrund ihrer großen Flugdauer gut für die langwierige Abfangjagd bei Nacht geeignet. Neben als Mehrzweckflugzeugen konzipierten Typen wie der Messerschmitt Bf 110 und der Bristol Type 156 Beaufighter wurden auch ursprünglich für andere Rollen entwickelte Flugzeuge wie z. B. die De Havilland D.H.98 Mosquito (ursprünglich ein Schnellbomber) erfolgreich als Nachtjäger eingesetzt. Der Zweite Weltkrieg brachte auch die Höhenpunkte in der Entwicklung der konventionellen Jäger: Maschinen mit über 2.000 PS, über 700 km/h schnell, mit sehr schwerer Bewaffnung und einer strategischen Reichweite (North American P-51, Republic P-47, Supermarine Spitfire, Hawker Tempest, Focke-Wulf Fw 190). Doch alle diese Spitzenmodelle wurden von den neuen Strahlflugzeugen deklassiert.

Warbird

Mit dem englischen Begriff Warbird werden in der Regel propellergetriebene Jagdflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Manchmal wird der Begriff auch auf historische Jagdflugzeuge aus anderen Epochen sowie historische Bomber und Düsenflugzeuge ausgedehnt. Warbirds sind heutzutage ein gewohnter Anblick an den meisten Flugtagen. Die Maschinen werden von Enthusiasten sorgsam gepflegt, wobei darauf geachtet wird, dass der Zustand möglichst genau demjenigen während des zweiten Weltkriegs entspricht. Verbreitete Warbirds sind unter anderem die North American P-51, Chance Vought F4U oder die Supermarine Spitfire.

Düsenjäger

Supermarine Spitfire Die ersten strahlgetriebenen Jäger gab es bereits im 2. Weltkrieg - die Deutschen setzten ab 1944 die Messerschmitt Me 262 ein, die Briten folgten mit der Gloster Meteor. Doch es war der Korea-Krieg, in dem die Düsenjäger die Herrschaft am Himmel endgültig übernahmen. Vor allem das Auftreten der sowjetischen MiG-15 - eines relativ kleinen, aber sehr leistungsfähigen Musters (dessen Triebwerk pikanterweise eine Lizenzversion des britischen Nene-Triebwerks war), versetzte den Amerikanern einen Schock. Der schwerbewaffnete Jäger konnte höher steigen und war schneller als alles, was sie aufbieten konnten. Erst mit der North American F-86 war in etwa ein gleichwertiges Muster verfügbar. Das Design der beiden Kontrahenten - Pfeilflügel, im Rumpf eingebettetes Triebwerk, schwere Kanonenbewaffnung - war für die ganze Generation der nachfolgenden Muster beispielhaft (Hawker Hunter, North American F-100 Super Sabre, Fiat G.91, Saab Lansen).

Die modernen Jagdflugzeuge

Saab Lansen Reine »Jäger« im ursprünglichen Sinne lassen sich kaum noch finden. Das moderne Kampfflugzeug ist inzwischen eher ein fliegendes Waffensystem, bei dem die Computer, die Funkmesstechnik und die Waffen wichtiger sind als Höchstgeschwindigkeit, Wendigkeit oder die Steigrate. Flugzeuge wie die F-16 können eine Bombenlast tragen, die höher ist als die der meisten schweren Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg; die Lockheed F-117 ist nur noch dem Namen nach ein »Fighter«. Deshalb und durch die stete Weiterentwicklung »intelligenter« Abwehrwaffen wurde das Jagdflugzeug schon oft totgesagt – trotzdem gibt es noch Flugzeuge wie die McDonnell Douglas F-15 und die MiG-29, die sich vor allem im Luftkampf mit gegnerischen Flugzeugen bewähren müssen.

Siehe auch


- Kampfflugzeug
- Erdkampfflugzeug
- Luftkampf
- Liste der Flugzeugtypen Jagdflugzeug

Albert Jäger

Albert Jäger (
- 8. Dezember 1801 in Schwaz, † 10. Dezember 1891 in Innsbruck) war ein Benediktiner und Historiker. Er war der Begründer des Instituts für österreichische Geschichtsforschung. Der Sohn eines Bäckermeisters ging als im Zuge der bayerischen und französischen Fremdherrschaft in Tirol 1809 ein Brand Schwaz zum Großteil vernichtete und auch das Elternhaus Albert Jägers zerstörte, zu einem Onkel nach Bozen in die Lehre. Er sollte das Bäckerhandwerk erlernen, brach die Lehre aber ab und besuchte im Alter von 18 Jahren das humanistische Franziskanergymnasium in Bozen. 1825 trat er in das Benediktinerstift Marienberg im Vinschgau ein, ein Jahr später nahm er sein Theologiestudium in Brixen auf. Die Priesterweihe empfing Albert Jäger 1829. Von seinem Stift als Professor an das Benediktinergymnasium in Meran berufen, begann er seine ersten eigenständigen Forschungen zur Tiroler Heimatgeschichte. Sein erstes Hauptwerk "Tirol und der bayerisch - französische Einfall im Jahre 1703" machte Albert Jäger mit einem Schlag berühmt. Er wirkte in der Folge als Professor für Universal- und österreichische Staatengeschichte in Innsbruck und Wien. 1854 wurde das "Institut für österreichische Geschichtsforschung" gegründet, das mit Albert Jäger als Vorstand und alleinigem Lehrer 1855 seinen Betrieb aufnahm. Das Institut genoss großes Ansehen, und Albert Jäger begann eine glänzende Karriere an der Universität. Sein Amt als Institutsdirektor legte er allerdings nieder, als er in den Tiroler Landtag und als Abgeordneter der konservativ - kirchlichen Fraktion in den Wiener Reichsrat gewählt worden war. Mit hohen Auszeichnungen u.a. von Papst Pius IX. und Kaiser Franz Joseph geehrt, kehrte er in den 70-er Jahren des 19. Jahrhunderts nach Innsbruck zurück und vollendete sein Lebenswerk, die "Geschichte der landständischen Verfassung Tirols". Albert Jäger wurde in seinem Heimatort Schwaz begraben. Jäger, Albert Jäger, Albert Jäger, Albert Jäger, Albert Jäger, Albert Jäger, Albert

Hans Jaeger

Hans Henrik Jaeger (
- 2. September 1854 in Drammen, Norwegen; † 8. Februar 1910 in Oslo) war ein norwegischer Literat und Anarchist. Jaeger arbeitete als Stenograph bei Storting, dem norwegischen Parlament. Nach der Veröffentlichung seines Romanes „Kristiania-Boheme“ am 11. Dezember 1885 wurde er zu einer Arreststrafe verurteilt und entlassen. Das Buch, mit dem er eine größere Bekanntheit erlangte, wurde als sittenverderblich beschlagnahmt und verboten. Eine weitere Strafe folgte, als er das Buch heimlich in Schweden unter dem Titel „Hans Jägers Weihnachtserzählungen“ herausbrachte. 1893 erschien „kranke Liebe“, das ebenfalls auf Ablehnung der Obrigkeit stieß. 1889 wurde er von Edvard Munch porträtiert. Nachdem er als Seefahrer tätig gewesen war (er erwarb das Steuermannspatent), blieb er ab 1892 für 16 Jahre in Paris, wo er bei einer Versicherung arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Norwegen gründete er die Zeitschrift "Korsaren", die jedoch erfolglos blieb. Auch sein letztes Werk „Die Bibel der Anarchie“ fand keine weite Verbreitung. 1910 starb er, vermutlich an Magenkrebs.

Weblinks


- http://recollectionbooks.com/bleed/Encyclopedia/JaegerHans.htm
- http://home.att.net/~emurer/texts/jaeger.htm

Literatur


- Hans Jaeger: Die Bibel der Anarchie(=Anarkiets bibel). Gifkendorf, Merlin-Verlag, 1997 ISBN 3-926112-73-5
- Hans Jäger: Kranke Liebe. Kiepenheuer, 1920
- Hans Jäger: Kristiania-Boheme. Hamburg, A. Harms, 1921
- Hans Jäger: Olga. Hamburg, A. Harms, 1921 Jaeger, Hans Jaeger, Hans Jaeger, Hans

Heino Jaeger

Heino Jaeger (
- 1. Januar 1938 in Hamburg-Harburg, † 7. Juli 1997 in Bad Oldesloe, auch "Jäger" geschrieben), war Maler, Graphiker und Satiriker. Seine Gabe, einen weitgespannten Kreis höchst unterschiedlicher ('kleiner') Leute in Monologen dichterisch wiederzugeben, ist uneingeholt und meisterhaft.

Leben

Nach einem Hamburger Kunststudium 1956 - 1959 lebte er viel von Gelegenheitsarbeiten, entwarf z.B. Szenarios für das Harburger Helms-Museum, wurde dann aber durch seine Rezitationen in Rollenprosa zumal im Radio, vor allem mit seine vom Saarländischen Rundfunk produzierten Serie "Lebensberatungspraxis Dr. Jaeger", zu einer Kultfigur; Schallplattenaufnahmen folgten. Nachdem ein Brand 1983 sein Atelier vernichtete, war er nicht mehr künstlerisch aktiv. 1987 erkrankte er und starb zehn Jahre später in einem psychiatrischen Hospital an einem Schlaganfall.

Zitate


- Wie konnte es geschehen, dass Heino Jaeger 25 Jahre ein Geheimtipp blieb. Wir haben ihn wohl nicht verdient. Loriot

Veröffentlichungen

Sprechplatten


- Wie das Leben so spielt... "Dialektische" Spinnereien aus deutschen Landen, PHILIPS 6306 066

CDs


- Alkoholprobleme in Dänemark, CD, Kein & Aber, ISBN 3-906547-11-6
- Lebensberatungspraxis Dr. Jaeger, CD, Kein & Aber, ISBN 3-906547-72-8

Literatur


- Christian Meurer, Heino Jaeger - Ein Nachruf zu Lebzeiten, in: Titanic 10/1992, S. 51 ff.
- Ralf Busch (Hg.), Heino Jaeger, Hamburg: Christians 1998
- Joska Pintschovius, Heino Jaeger - Man glaubt es nicht. Leben und Werk, Zürich: Kein & Aber Verlag, 2005, ISBN 3-0369-5140-7
- Doja Hacker, "Ironie dritten Grades", in: Der Spiegel, 2005, Nr. 44, S. 162 f.

Siehe auch

Olli Dittrich

Weblinks


- [http://www.netplanet-harburg.netsamurai.de/jaeger-info.htm Heino Jaeger] Bildergalerie, Kurzbiografie, zwei Texte, ein Kurzfilm u .a. Jaeger, Heino, Jaeger, Heino Jaeger, Heino Jaeger, Heino Jaeger, Heino Jaeger, Heino

1667

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Antigua und Barbuda werden britische Kolonie
- London, Großbritannien. Die Pest fordert fast 100.000 Tote

Kultur


- 30. Januar: Uraufführung des musikalischen Dramas Atalanta von Johann Caspar Kerll in München
- 9. April: Paris, Frankreich. Die welteit erste Kunstausstellung wird im Salon du Louvre eröffnet
- 6. November: Uraufführung des musikalischen Dramas Le pretensioni del sole von Johann Caspar Kerll in München

Geboren


- 3. März: Jakob Heinrich Graf von Flemming, brandenburgischer Heerführer und Staatsmann († 1728)
- 29. April: John Arbuthnot, britischer Mediziner und Schriftsteller († 1735)
- 16. Mai: Germain Boffrand, Baumeister († 1754)
- 26. Mai: Abraham de Moivre, französischer Mathematiker († 1754)
- 6. August: Johann Bernoulli, schweizerischer Mathematiker († 1748)
- 2. November: Jakob Louis Heinrich Sobieski, Kronprinz von Polen († 1734)
- 30. November: Jonathan Swift, anglo-irischer Schriftsteller († 1745)
- Anna Maria Louisa de Medici

Gestorben


- 23. Januar: Hieronymus Bauhin, schweizerischer Arzt mit französischen Vorfahren (
- 1637)
- 22. Mai: Alexander VII., Papst von 1655–1667 (
- 1599)
- 4. Juli: Johann von Anhalt-Zerbst, anhaltinischer Regent (
- 1621)
- 7. Juli: Nicolas Sanson, französischer Kartograph (
- 1600)
- 23. Juli: Justus Henricus Heidfeldt, reformierter Theologe und Philologe (
- 1606)
- 2. August: Francesco Borromini, italienischer Baumeister (
- 1599)
- 31. August: Johann Rist, war Dichter und evangelisch-lutherischer Prediger (
- 1607)
- 3. Oktober: Alonso Cano, spanischer Maler, Bildhauer und Architekt (
- 1601)
- 21. Dezember: Hans Ernst aus dem Winckel (der Austeilende), Stallmeister, Mitglied der „Fruchtbringenden Gesellschaft“ (
- 1585) ko:1667ë…„ ms:1667

1706

Ereignisse


- 12. Mai: Die letzte totale Sonnenfinsternis in Deutschland vor 1999. Sie ist in der Schweiz sowie in der heutigen Bundesrepublik Deutschland südöstlich der Linie Freiburg im Breisgau: Würzburg: Leipzig: Frankfurt/Oder zu sehen
- 24. September: Altranstädter Friede
- Das dänische Sklavenschiff Kron-Printzen sinkt in einem Sturm mit 820 Sklaven an Bord

Kultur


- 18. Februar: Uraufführung der Oper Alcione von Marin Marais an der Grand Opéra Paris
- 6. Juli: Uraufführung der Oper Endimione von Giovanni Bononcini im Palazzo di Belfonte bei Wien

Geboren


- 7. Januar: Johann Heinrich Zedler, Buchhändler und Verleger in Leipzig († 1751)
- 17. Januar: Benjamin Franklin, nordamerikanischer Politiker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Naturphilosoph († 1790)
- 28. Januar: John Baskerville, englischer Schriftentwerfer, Schreibmeister, Drucker († 1775)
- 12. Februar: Johann Joseph Christian, deutscher Bildhauer und Holzschnitzer († 1777)
- 7. März: Johann Leonhard Dober, Missionar der Herrnhuter Brüdergemeinde
- 24. April: Giovanni Battista Martini, italienischer Komponist und Musiktheoretiker († 1784)
- 10. Juni: John Dollond, Teleskopbauer († 1761)
- 16. August: Florian Bahr, Deutscher Jesuit und China-Missionar

Gestorben


- 29. Januar: Johann Georg Aberle, bayerischer Soldat
- 1. März: Heino Heinrich Graf von Flemming, Heerführer, Generalfeldmarschall und Gouverneur von Berlin (
- 1632)
- 3. März: Johann Pachelbel, deutscher Komponist (
- 1653)
- 19. Mai: Simon Rettenpacher, neulateinischer Schriftsteller (
- 1634)
- 26. August: Michael Willmann, deutscher Barockmaler (
- 1630)
- 2. Dezember: Johann Georg Ahle, deutscher Komponist, Organist, Dichter und evangelischer Kirchenmusiker (
- 1651)
- 9. Dezember: Peter II. (Portugal), Regent König von Portugal (
- 1648)
- 28. Dezember: Pierre Bayle, französischer Philosoph und Gelehrter (
- 1647) ko:1706ë…„

Lorenz Jaeger

Lorenz Kardinal Jaeger (
- 23. September 1892 in Halle (Saale); † 1. April 1975 in Paderborn) war Erzbischof von Paderborn und bedeutender Ökumeniker.

Leben

Nach seiner Gymnasialzeit studierte Lorenz Jäger katholische Theologie und Philosophie in Paderborn und München. Im Jahre 1922 empfing er das Sakrament der Priesterweihe und war anschließend vor allem in der Schulpastoral als Religionslehrer tätig. Während des Zweiten Weltkriegs wirkte er zunächst als Divisionspfarrer. Ehe er im Jahre 1941 zum Erzbischof von Paderborn ernannt wurde. Jäger zeigte sich schon früh an Fragen der Ökumene interessiert und regte innerhalb der deutschen Bischofskonferenz zahlreiche Aktivitäten an, die den ökumenischen Dialog fördern sollten, u. a. die Gründung eines »Ökumenischen Seminars«. Noch zu Kriegszeiten erarbeitete er gemeinsam mit Karl Rahner und Romano Guardini Konzepte, um den ökumenischen Dialog und die Aussöhnung der Christen voranzubringen. Gemeinsam mit Wilhelm Stählin leitete er nach dem Krieg einen Arbeitskurs katholischer und evangelischer Theologen, den sogenannten »Jaeger-Stählin-Kreis«. Diese Arbeitsgemeinschaft besteht, wenn auch unter anderem Namen, bis heute fort. Im Jahre 1957 gründete Jäger das »Johann-Adam-Möhler-Institut für Konfessions- und Diasporakunde« http://www.moehlerinstitut.de/ Homepage, das heute eine international renommierte Einrichtungen zur Behandlung ökumenischer Fragen innerhalb der katholischen Kirche ist. Kurze Zeit später war er maßgeblich an der Einrichtung des Sekretariats für die Förderung der Einheit der Christen (»Einheitssekretariat«) beteiligt. Im Verlauf des zweiten Vatikanischen Konzils leistete Jäger durch die beharrliche Einbringung ökumenischer Perspektiven einen wichtigen Beitrag. Er wurde am 15. Januar 1965 als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Leone I. in das Kardinalskollegium aufgenommen. Kardinal Jaeger war Mitglied der K.D.St.V. Sugambria (Jena) zu Göttingen und der K.D.St.V. Guestfalo-Silesia zu Paderborn (beide CV).

Werke (Auswahl)


- Leben und Frieden, Paderborn 1956
- Das ökumenische Konzil, die Kirche und die Christenheit, Paderborn 1960.
- Einheit und Gemeinschaft. Stellungnahmen zu Fragen der christlichen Einheit (= Konfessionskundliche und kontroverstheologische Studien, Bd. 31), Paderborn 1972.

Literatur (Auswahl)


- Josef Johannes Link, Josef Alois Slominski: "Kardinal Jäger", Bonifacius-Druckerei Paderborn 1966, ISBN B0000BSDUX
- Paul W Scheele: "Paderbornensis Ecclesia : Beiträge zur Geschichte des Erzbistums Paderborn. Festschrift für Lorenz Kardinal Jaeger zum 80. Geburtstag am 23. September 1972. - 34 Aufsätze", Schöningh Verlag 1972, ISBN 350677624X
- Heribert Gruß: "Erzbischof Lorenz Jaeger als Kirchenführer im Dritten Reich. Tatsachen - Dokumente - Entwicklungen - Kontext - Probleme." Bonifacius-Druckerei Paderborn 1995. ISBN 3870888148
- Wolfgang Stüken: "Hirten unter Hitler. Die Rolle der Paderborner Erzbischöfe Caspar Klein und Lorenz Jaeger in der NS-Zeit.", Klartext Verlag Essen 1999, ISBN 3884747487

Weblinks


- [http://www.bautz.de/bbkl/j/Jaeger_l.shtml Eintrag im bbkl zu Lorenz Jaeger]
- [http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bjager.html Organigramm zu Lorenz Jaeger (en.)]
- Jäger, Lorenz Jäger, Lorenz Jäger, Lorenz Jäger, Lorenz Jäger, Lorenz Jäger, Lorenz Jäger, Lorenz

Margarete Jäger

Dipl. oec., Dr. phil.Margarete Jäger (
- 15. März 1951) - alternative Schreibweise (Kurzform) Margret Jäger - ist Sprachwissenschaftlerin sowie Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und dort beteiligt an Studien zu Politik-, Medien- und Alltagsdiskursen in der BRD mit den Schwerpunkten Gender, Rassismus, Migration und Rechtsextremismus. Sie ist verheiratet mit dem Germanistikprofessor Dr. Siegfried Jäger. Nach dem Studium der Ökonomie (Diplom) 1972-1977 und einem Zweitstudium der Germanistik 1985-1990, jeweils in Duisburg, promovierte sie 1995 am Fachbereich Literatur- und Sprachwissenschaften der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg. Zusammen mit Manfred Coppik, Karl-Heinz Hansen, Brigitte Kiechle, Herwart Achterberg, Harald Wolf, Marie Veit und anderen gehörte sie dem 1. Bundesvorstand (28. November 1982 bis 14. Januar 1984) der 1982 gegründeten Partei Demokratische Sozialisten an. Margret Jäger war außerdem Mitherausgeberin der Zeitschrift Revier, die zeitweilig im Duisburger Margret Jäger Revier Verlag erschien, den sie von 1977 bis 1985 leitete.

Publikationen


- Margret Jäger / Siegfried Jäger (Hg.): Baustellen. Beiträge zur Diskursgeschichte deutscher Gegenwart. ISBN 3-927388-56-4
- Margret Jäger / Siegfried Jäger / Ina Ruth / Ernst Schulte-Holtey / Frank Wichert (Hg.): Biomacht und Medien. Wege in die Bio-Gesellschaft. ISBN 3-927388-59-9
- Margret Jäger: Fatale Effekte. Die Kritik am Patriarchat im Einwanderungsdiskurs. ISBN 3-927388-52-1
- Siegfried Jäger / Margarete Jäger: Die Nahost-Berichterstattung zur Zweiten Intifada in deutschen Printmedien in: Siegfried Jäger / Franz Januschek (Hg.): Gefühlte Geschichte und Kämpfe um Identität. Edition DISS. ISBN 3-89771-730-1
- Margarete Jäger / Heiko Kauffmann (Hg.): Leben unter Vorbehalt. Institutioneller Rassismus in Deutschland. ISBN 3-927388-83-1
- Gabriele Cleve / Margret Jäger / Ina Ruth (Hg.): Schlank und (k)rank. Schlanke Körper - schlanke Gesellschaft. ISBN 3-927388-62-9
- Margret Jäger / Gabriele Cleve / Ina Ruth / Siegfried Jäger: Von deutschen Einzeltätern und ausländischen Banden. Medien und Straftaten. ISBN 3-927388-65-3 Jaeger, Margarete Jaeger, Margarete Jaeger, Margarete Jaeger, Margarete

Siegfried Jäger

Siegfried Jäger (
- 1937) ist ein deutscher Sprachkundler. Jäger war von 1965 bis 1971 Mitarbeiter des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim. Seit 1972 ist er Inhaber des Lehrstuhl für Germanistik mit dem Schwerpunkt sprachwissenschaft/Diskursanalyse an der ehemaligen Gerhard-Mercator-Universität GH Duisburg (heute: Universität Duisburg-Essen) und seit 1987 Leiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Sein Forschungsschwerpunkt ist die Kritische Diskursanalyse zu der er eine Einführung als Standardwerk verfasst hat.

Zitate über die Person

Dr. Rainer Diaz-Bone, "Historical Social Research/Historische Sozialforschung" Vol. 28, 2003, No 4: "JÄGER hat als erster im deutschsprachigen Raum ein Methodenbuch [ Siegfried Jäger: Kritische Diskursanalyse. Eine Einführung ] zur qualitativen Diskursanalyse vorgelegt. Er versucht über die dort entwickelte Analyse von 'diskursiven Strängen' hinausgehend die Analyse von Dispositiven zu entwerfen und dafür Zwecke der praktischen und soziologischen Diskursanalyse einer der wertvollsten des ersten Bandes dieses Handbuches. Er verzahnt theoretische Überlegungen mit methodologischen und leitet daraus eine detaillierte praktische Schrittfolge ab. Wie kaum ein anderer hat in Deutschland JÄGER (und seine Duisburger Mitarbeiter) so kontinuierlich die FOUCAULTsche Diskurstheorie aufgegriffen, methodisch in kritischen Diskursanalysen umgesetzt und die diskursanalytische interessierte Öffentlichkeit – auch in jeweils erste Entwürfe – Einblick nehmen lassen. Wie JUNG, ist Jäger ursprünglich Linguist, hat kritisch das Fehlen eines Sozialmodells in der Soziolinguistik untersucht und sich dann (beeinflusst durch Jürgen LINK) der FOUCAULTschen Diskursanalyse zugewendet. Im Unterschied zu JUNG integriert Jäger linguistische Analyseschritte, kann sie aber einer soziologischen Sichtweise unterordnen und trifft so die für die sozialwissenschaftliche Analyse bedeutsame diskursive Ebene, auf der sie erst eine Einheit als Aussagensystem hat und von der aus erst Aussagen als Elemente erkennbar werden können."

Buchveröffentlichungen u.a.


- (Hrsg. mit Christoph Butterwegge) Rassismus in Europa. 2. Aufl., Köln 1993;
- (Hrsg. mit Christoph Butterwegge) Europa gegen den Rest der Welt. Köln 1993;
- (Hrsg. mit Jürgen Link) Die vierte Gewalt. Rassismus und die Medien. Duisburg 1993;
- Der Großregulator. Analyse der Bildberichterstattung über den rassistisch motivierten Terror und die Fahndung nach der RAF im Sommer 1993. Duisburg 1993; Im Resümee dieser Anaylse sellt der Autor fest, dass die von der Zeitung "angeblich wachsende Armut und Zukunftsunsicherheit den Ausländern" zuschreibe und Handlungsbereitschaften gegen sie versucht zu entfachen. Das führt bei den LeserInnen zu einer Haltung, die man als "rebellierende Selbstunterwerfung" bezeichnen kann."
- (Hrsg. mit M. Jäger) Studien zu Rechtsextremismus und (Neo-)Konservatismus. Duisburg 1995;
- BrandSätze. Rassismus im Alltag. 4. Aufl., Duisburg 1996;
- Kritische Diskursanalyse. 4. erw. Aufl., Duisburg/Münster 2004; (gemeinsam mit Margarete Jäger). ISBN 3-89771-732-8
- Gefährliche Erbschaften. Die schleichende Restauration rechten Denkens. Berlin 1999;
- (Hrsg. mit Alfred Schobert) Weiter auf unsicherem Grund. Faschismus, Rechtsextremismus, Rassismus. Kontinuitäten und Brüche, Duisburg 2000.
- (Hrsg. mit Martin Dietzsch, Siegfried Jäger, Helmut Kellershohn, Alfred Schobert). Nation statt Demokratie. Sein und Design der »Jungen Freiheit«. 2. Aufl. 2004. ISBN 3-89771-733-
- (Hrsg. mit Alfred Schobert): Mythos Identität. Fikion mit Folglen. Duisburg/Münster 2004. ISBN 3-89771-735-2
- Wie die Rechten reden. Sprachwissenschaftliche und diskursanalytische Veröffentlichungen zu den Themen Faschismus, Rechtsextremismus und Rassismus. Eine kommentierte Bibliographie. ISBN 3-927388-50-5
- (Hrsg. mit Ursula Kreft, Hans Uske): Kassensturz. Politische Hypotheken der Berliner Republik. ISBN 3-927388-66
- (Hrsg. mit Franz Januschek). Gefühlte Geschichte und Kämpfe um Identität. 2004. ISBN 3-89771-730-1
- (Hrsg. mit Andreas Disselnkötter, Helmut Kellershohn, Susanne Slobodzian): Evidenzen im Fluss. Demokratieverluste in Deutschland. ISBN 3-927388-60-2

Weblinks


-
- [http://www.kommunisten-online.de/Diversanten/brief.htm/ Offener Brief von Günter Ackermann an Siegfried Jäger] Jaeger, Siegfried Jaeger, Siegfried Jaeger, Siegfried Jaeger, Siegfried Jaeger, Siegfried


Stefan Jäger

Stefan Jäger (
- 28. Mai 1877 in Tschene/Torontál; † 16. März 1962 in Jimbolia) war ein Maler des donauschwäbischen Lebens.

Leben

Stefan Jäger wurde als Sohn des Barbiers Franz Jäger und Magdalena Jäger geb. Schuller in Tschene/Torontal geboren. Mit 12 besuchte der die Privatschule Franz Wieszners in Temeswar, mit 16 die Mittelschule in Szeged, wo er seinen Hang zur Malerei erkannte. Mit 18 nahm er das vierjährige Kunststudium in Budapest auf. Nach Studienreisen durch Österreich, Deutschland und Italien ließ sich Stefan Jäger 1910 in Hatzfeld nieder, wo er bis zu seinem Tod 1962 lebte. 1930 wurde die erste Ausstellung seiner Bilder eröffnet. 1957 wurde ihm anlässlich seines 80. Geburtstags der rumänische Arbeitsorden II Klasse verliehen.

Werke


- Die Ansiedlung der deutschen im Banat (verschollen), ca. 1905, 300 cm breit
- Die Einwanderung der Deutschen in Ungarn, 1906-1910, 145 x 510 cm Jäger, Stefan Jäger, Stefan

Willigis Jäger

Willigis Jäger (
- 7. März 1925 in Hösbach), auch bekannt unter dem Namen Ko-un Roshi, ist ein deutscher Benediktinermönch und Zenmeister. Jäger wurde 1946 Benediktiner in der Abtei Münsterschwarzach und schloss sich an die mystische Tradition des christlichen Abendlands an, z.B. Meister Eckhart und Nikolaus von Kues. Nachdem er bereits in Deutschland erste Kontakte mit Zen hatte, schickte ihn der Orden nach Japan, wo Jäger dann sechs Jahre lang ein Zen-Training in Kamakura absolvierte. Wieder zurück in Deutschland, gründete er 1983 in Würzburg das Meditationszentrum St. Benedikt, das er bis 2002 leitete. Da für Jäger keine wesentlichen Unterschiede zwischen christlicher Mystik und buddhistischem Zen-Weg bestehen, geriet er in Konflikt mit der katholischen Kirche. Die Glaubenskongregation unter Leitung von Kardinal Joseph Ratzinger warf ihm vor, Glaubenswahrheiten der persönlichen Erfahrung unterzuordnen (Betroffene Artikel des neuen Katechismus der Katholischen Kirche: 199-301, 413-421, 436-440, 490-511). Im Januar 2002 untersagte ihm das Bischöfliche Ordinariat in Würzburg deshalb die Ausübung jeder öffentlichen Tätigkeit. Jäger wurde daraufhin auf eigenen Wunsch von der Abtei Münsterschwarzach exklaustriert ("beurlaubt"), ist aber nach wie vor Mitglied seiner Klostergemeinschaft. Seit Herbst 2002 baut er mit Hilfe des Vereins Spirituelle Wege e.V. - Zen und Kontemplation (siehe Weblinks) das Tagungszentrum Benediktushof-Holzkirchen bei Marktheidenfeld auf.

Literatur

Werke von Willigis Jäger (Auswahl)


- Das Leben endet nie: Über das Ankommen im Jetzt. Berlin: Theseus 2005. ISBN 3-89620-274-X
- Aufbruch in ein neues Land. Erfahrungen eines spirituellen Lebens. (Herder spektrum Bd 5381) Freiburg: Herder 2003. ISBN 3-451-05381-0 (mit Biographie, Lehrbriefen und Dokumentation des Konflikts mit Rom) :
- Zitat: Jede Religion hat heilige Schriften, Rituale und Gebote. Sie sollen dem Menschen helfen, das zu finden, was mit Gott, Gottheit, Wesensnatur, Sunyata usw. bezeichnet wird. Schriften und Rituale können immer nur auf Gott deuten. (...) Wer Gott erfahren will, muss Bücher, Rituale und alles mentale Begreifen übersteigen. Darum suchten alle Religionen Wege, die in die Erfahrung der letzten Wirklichkeit führen. Im Buddhismus entwickeln sich Zen, Vipassana und die tibetischen Wege. Bei den Hindus entstanden die verschiedenen Formen des Yoga. Im Islam entfaltete sich der Sufismus, im Judentum die Kabbala und im Christentum die Kontemplation. Es sind das spirituelle Wege, die in die Erfahrung dessen führen sollen, was die Heiligen Schriften und Gebote der verschiedenen Religionen lehren. (...) Eine gewissen Grundstruktur ist allen esoterischen Wegen gemeinsam: langes Sitzen, gesammeltes Gehen, ein Laut, ein Wort oder Mantra als Sammlungshilfe. Auch die christlichen Mönche der Tebais und Skytis saßen oft bis zu zehn Stunden am Tag auf einem Schemel und verrichteten einfache Körperarbeiten, in denen sie die Übung der Sammlung praktizierten. Man soll sich für einen Weg entscheiden und möglichst dabei bleiben. Auch das Ziel ist allen esoterischen Wegen gemeinsam: Sie wollen in die Erfahrung der Urwirklichkeit führen, die je nach Religion Gottheit, das Numinose, das Absolute, die Wesensnatur genannt wird. Die transzendentalen Erfahrungsräume zählen zur Grundbegabung unserer menschlichen Existenz, wenn auch viele Menschen davon nichts wissen. (Aufbruch..., S.24-26)
- Wohin unsere Sehnsucht führt: Mystik im 21. Jahrhundert - Ansprachen, Predigten, Inspirationen. Petersberg: Verl. Via Nova 2003. ISBN 3-936486-21-2
- Die Welle ist das Meer: Mystische Spiritualität. Freiburg: Herder 2000. ISBN 3-451-05046-3
- Suche nach dem Sinn des Lebens: Bewußtseinswandel auf dem Weg nach innen. Vorträge - Ansprachen - Erfahrungsberichte. Petersberg: Verl. Via Nova 1991. ISBN 3-928632-03-5

Sekundärliteratur


- Thomas Wittstadt: Diese kosmische Religion kennt keinen Erlöser. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Thesen von Willigis Jäger (3 Teile). In: Theologisches. Katholische Monatsschrift (Hrgs. von Dr. David Berger), Jg. 33 (2003) 387 ff. 461 ff., 601 ff.
- Peter Lengsfeld (Hg.): Mystik - Spiritualität der Zukunft: Erfahrungen des Ewigen. P. Willigis Jäger OSB zum 80. Geburtstag. Freiburg im Breisgau, Basel, Wien: Herder 2005. ISBN 3-451-28573-8

Weblinks


-
- [http://www.willigis-jaeger.de Webseite Jägers]
- [http://www.abtei-muensterschwarzach.de Abtei Münsterschwarzach]
- [http://homepage3.nifty.com/sanbo-zen/top_d.html Sanbo Kyodan - Die Zen-Schule der Jäger angehört]
- [http://www.spirituelle-wege.de/ Verein Spirituelle Wege e.V. - Zen und Kontemplation]
- [http://www.wsdk.de/ Würzburger Schule der Kontemplation, von Jäger gegründet]
- [http://www.benediktushof-holzkirchen.de/ Der Benediktushof-Holzkirchen]
- [http://www.christ-in-der-gegenwart.de/archiv/artikel_detail_html?k_beitrag=245905 Willigis Jäger: Symphonie des Einen und Ganzen. Zur Diskussion: Erlösungstheologie - Evolutionstheologie. In: Christ in der Gegenwart 19/2000] Jäger, Willigis Jäger, Willigis Jäger, Willigis Jäger, Willigis Kategorie:Zen

Kategorie:Familienname

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Collin County

Collin County is a county located in the state of Texas. As of 2000, the population is 491,675. Its county seat is McKinney6. This county is part of the Dallas Fort Worth Metroplex and lies just north of Dallas County. The primary cities in this fast growing county are McKinney, Plano, Allen, Frisco, and a small part of Dallas. Collin County, and its county seat of McKinney, are named after Collin McKinney, one of the five men who drafted the Texas Declaration of Independence and the oldest of the 59 men who signed it.

Geography

According to the U.S. Census Bureau, the county has a total area of 2,294 km² (886 mi²). 2,195 km² (848 mi²) of it is land and 99 km² (38 mi²) of it is water. The total area is 4.32% water.

Adjacent counties


- Grayson County (north)
- Fannin County (northeast)
- Hunt County (east)
- Rockwall County (southeast)
- Dallas County (south)
- Denton County (west)

Demographics

As of the census2 of 2000, there are 491,675 people, 181,970 households, and 132,292 families residing in the county. The population density is 224/km² (580/mi²). There are 194,892 housing units at an average density of 89/km² (230/mi²). The racial makeup of the county is 81.39% White, 4.79% Black or African American, 0.47% Native American, 6.92% Asian, 0.05% Pacific Islander, 4.26% from other races, and 2.11% from two or more races. 10.27% of the population are Hispanic or Latino of any race. There are 181,970 households out of which 40.60% have children under the age of 18 living with them, 62.10% are married couples living together, 7.50% have a female householder with no husband present, and 27.30% are non-families. 22.10% of all households are made up of individuals and 3.10% have someone living alone who is 65 years of age or older. The average household size is 2.68 and the average family size is 3.18. In the county, the population is spread out with 28.70% under the age of 18, 7.40% from 18 to 24, 37.90% from 25 to 44, 20.70% from 45 to 64, and 5.30% who are 65 years of age or older. The median age is 33 years. For every 100 females there are 99.80 males. For every 100 females age 18 and over, there are 97.80 males. The median income for a household in the county is $70,835, and the median income for a family is $81,856. Males have a median income of $57,392 versus $36,604 for females. The per capita income for the county is $33,345. 4.90% of the population and 3.30% of families are below the poverty line. Out of the total population, 5.10% of those under the age of 18 and 7.10% of those 65 and older are living below the poverty line.

Cities and towns


- Allen
- Anna
- Blue Ridge
- Carrollton
- Celina
- Dallas
- Fairview
- Farmersville

- Frisco
- Josephine
- Lavon
- Lowry Crossing
- Lucas
- McKinney
- Melissa
- Murphy

- Nevada
- New Hope
- Parker
- Plano
- Princeton
- Prosper
- Richardson

- Royse City
- Sachse
- St. Paul
- Westminster
- Weston
- Wylie
City extends into an adjacent county.

External links


- [http://www.co.collin.tx.us/ Collin County government’s website]
- [http://www.tsha.utexas.edu/handbook/online/articles/view/CC/hcc16.html Collin County in Handbook of Texas Online] at the University of Texas Category:Texas counties Category:Collin County, Texas Category:Dallas-Fort Worth Metroplex

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