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Jacques Marquette

Jacques Marquette

Jacques Marquette (
- 10. Juni 1637 in Laon; † 18. Mai 1675 nahe Luddington (Michigan, USA) war französischer Jesuit und Entdecker französischer Jacques Marquette wurde am 10. Juni 1637 in Laon (Frankreich) geboren. Im Alter von 17 Jahren trat er als Novize in den Jesuitenorden ein, wo er Universitätsstudien absolvierte und 1666 der Jesuitenmission in der französischen Kolonie Kanada zugeteilt wurde. Nach seiner Ankunft unternahm er zunächst Reisen in das Landesinnere, um Indianersprachen zu erlernen. 1668 verließ er Québec endgültig, um sich in der Mission Sault Sainte-Marie im Gebiet der Ottawa-Indianer niederzulassen und dort Missionsarbeit zu leisten. Da die Mission an einem günstigen Punkt zwischen dem Huronsee und dem Oberen See lag, kamen dorthin viele durchreisende Indianer, die Marquette von einem Fluss namens „Missispi“ erzählten. Im Herbst 1669 gründete Marquette am westlichen Ende des Oberen Sees die Mission „Pointe du Saint-Esprit“, von der aus er die Ottawa-Indianer und die Wyandot erreichen wollte. Hier lernte Marquette auch Indianer des Illinois-Stammes kennen, die mit einem Teil des „Missispi“ vertraut waren. Zur Vorbereitung einer Reise dorthin begann er, ihre Sprache zu lernen. Wahrscheinlich im Sommer 1671 traf Marquette in Sault Sainte-Marie mit dem Pelzhändler Louis Joliet zusammen. Dieser war dort am 4. Juni anwesend, als Simon Daumont de Saint-Lusson offiziell für die französische Krone von den westlichen Territorien Besitz ergriff, während Marquette am selben Ort am 2. Juli zum Priester geweiht wurde. In der Folge betrieben sie die Erforschung des Mississippi als gemeinsames Vorhaben, das durch einen Krieg unter den Indianern verzögert wurde. Während Joliet nach Québec zurückkehrte, ließ sich Marquette auf der Insel Manitoulin im Lake Huron nieder und gründete dort im Juli 1671 die Mission Saint-Ignace. 1673 konnten Joliet und Marquette ihr gemeinsames Vorhaben beginnen. Ersterer hatte einen offiziellen Auftrag der Krone erhalten, mit dem Missionar nach den Quellen des Mississippi zu suchen. Am 17. Mai brachen die beiden mit fünf Begleitern und zwei Kanus von Saint-Ignace aus auf. Sie überquerten die Straße von Michillimakinac und berührten dann die heutige Green Bay am westlichen Michigansee. Auf dem Fox River setzten sie ihre Reise nach Westen fort und erreichten am 17. Juni als erste Europäer den Mississippi. Auf der Reise in den Süden entdeckten sie noch den Missouri und den Ohio. Sie gewannen die Überzeugung, dass der Fluss in den Pazifik fließen würde, und beschlossen nach einer Reise von 450 km auf dem Mississippi im heutigen Arkansas die Umkehr, um nicht den Spaniern in die Hände zu fallen. Die Rückreise begann Mitte Juli. Für Marquette war die Entdeckung des Mississippi ein wichtiger Schritt, um die Einflussmöglichkeiten der Missionare nach Westen und Süden auszudehnen. Im Oktober 1674 verließ er Green Bay, um unter den Illinois-Indianern eine Mission zu gründen. Er überwinterte im Bereich des heutigen Chicago und gründete am 8. April 1675 in einem Indianerdorf die Mission zur „Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau“. Am 18. Mai starb der von den vorangegangenen Strapazen entkräftete Missionar im Alter von 38 Jahren auf der Reise nach Norden „mitten im Wald“ nahe dem heutigen Luddington (Michigan, USA) an Amöbenruhr. Ein Jahr später wurden seine Gebeine exhumiert und in Saint-Ignace beigesetzt.

Weblinks


- The Virtual Museum of New France: http://www.civilization.ca/vmnf/explor/marqu_e1.html
- The Catholic Encyclopedia: http://www.newadvent.org/cathen/09690a.htm
- Discoverer Web: Joliet and Marquette: http://www.win.tue.nl/~engels/discovery/jolmar.html
- Marquette-Statue im Kapitol (Washington DC): http://www.aoc.gov/cc/art/nsh/marquette.htm Marquette, Jacques Marquette, Jacques Marquette, Jacques Marquette, Jacques Marquette, Jacques Marquette, Jacques

10. Juni

Der 10. Juni ist der 161. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 162. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 204 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1190 - Friedrich I. Barbarossa ertrinkt während des Dritten Kreuzzugs im Fluss Saleph.
- 1770 - James Cooks Schiff, die HMS Endeavour, läuft am Great Barrier Reef auf Grund.
- 1829 - Auf der Themse wird erstmals das Achterrennen zwischen den Universitätsmannschaften von Oxford und Cambridge ausgetragen.
- 1924 - Der italienische Oppositionspolitiker Giacomo Matteotti, ein erbitterter Gegner Mussolinis, wird erschossen.
- 1935 - Gründung der Selbsthilfegruppe "Anonyme Alkoholiker"
- 1942 - Vernichtung des tschechischen Dorfes Lidice und Tötung und Deportation seiner erwachsenen Einwohner durch Nationalsozialisten als „Vergeltung“ für das Attentat auf Reinhard Heydrich.
- 1944 - Als „Vergeltung“ für Aktionen der Résistance ermorden Einheiten der Waffen-SS alle 642 Bewohner des Dorfes Oradour-sur-Glane.
- 1955 - Der Grundstein für das europäische Kernforschungslabor CERN wird gelegt.
- 1982 - Die NATO-Gipfelkonferenz tagt erstmals in Bonn und fordert eine effektive Entspannung. Spanien nimmt als neues, 16. Mitglied teil.
- 1985 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Volksrepublik China
- 1999 - Mazedonien nimmt den Stabilitätspakt für Südosteuropa in Köln, Deutschland, an.
- 1999 - Einstellung der NATO-Luftschläge in Jugoslawien
- 2003 - Deutschland. Hans Martin Bury wird zum Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit ernannt.

Kultur


- 1825 - Uraufführung der Oper Pharamond von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1838 - Uraufführung der Oper Le Comte de Saint-Mégrin (La Duchesse de Guise) von Friedrich von Flotow in Royaumont.
- 1865 - Im Königlichen Hof- und Nationaltheater in München wird Wagners Tristan und Isolde uraufgeführt.
- 1966 - Paperback Writer, die 12. Single der Beatles, erscheint.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1990 - Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewann ihr Auftaktspiel zur Weltmeisterschaft in Italien mit 4:1 gegen Jugoslawien im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion. Dieser Sieg gilt als Grundstein für den späteren Titelgewinn.

Geboren


- 1469 - Gian Galeazzo Sforza, Herzog von Mailand
- 1493 - Anton Fugger, deutscher Kaufmann und Bankier
- 1509 - Johannes Calvin, schweizer Kirchenreformator, Begründer des Calvinismus
- 1613 - Johann Georg II. (Sachsen), Fürst aus dem Hause Wettin
- 1637 - Jacques Marquette, französischer Mönch und Entdecker des Mississippi
- 1706 - John Dollond, Teleskopbauer
- 1741 - Joseph Warren, wurde bekannt als erster amerikanischer Soldat, der im Unabhängigkeitskrieg starb.
- 1762 - Georg Friedrich Benecke, deutscher Gelehrter
- 1805 - Victor Baltard, französischer Architekt
- 1815 - Matthäus Friedrich Chemnitz, schrieb im Jahre 1844 den Text für das Schleswig-Holstein-Lied
- 1818 - Hubert Ferdinand Kufferath, deutscher Komponist
- 1819 - Gustave Courbet, französischer Maler des Realismus
- 1835 - Ferdinand IV. (Toskana), Großherzog von Toskana
- 1836 - August Overweg, war ein deutscher Politiker und Sohn von Carl Overweg
- 1842 - Adolf Stoltze, deutscher Journalist und Lokaldichter
- 1843 - Heinrich von Herzogenberg, österreichischer Komponist
- 1844 - Carl Hagenbeck, Tierhändler und Zoodirektor
- 1851 - Anton Matosch, österreichischer Bibliothekar und Mundartdichter
- 1861 - Pierre Duhem, französischer Physiker und Wissenschaftstheoretiker/-historiker
- 1863 - Louis Couperus, niederländischer Autor
- 1880 - André Derain, französischer Maler
- 1881 - John Sol, niederländischer Fußballspieler
- 1884 - Walther Schreiber, deutscher Politiker
- 1887 - Wladimir Iwanowitsch Smirnow, russisch-sowjetischer Mathematiker
- 1888 - Giorgio de Chirico, italienischer Maler
- 1888 - Leo Weismantel, deutscher Schriftsteller
- 1894 - Pavel Bořkovec, tschechischer Komponist
- 1894 - Oskar Karlweis, österreichischer Schauspieler
- 1895 - Hattie McDaniel, amerikanische Schauspielerin
- 1895 - Immanuel Velikovsky, war Arzt, Psychoanalytiker und Autor
- 1897 - Friedrich Lorenz, Priester und NS-Opfer
- 1899 - Anita Berber, deutsche Tänzerin
- 1903 - Antonio Luigi Gaudenzio Giuseppe Cremona, italienischer Mathematiker und Politiker
- 1903 - Theo Lingen, deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor
- 1904 - Frederick Loewe, US-amerikanischer Komponist
- 1904 - Willi Agatz, deutscher Politiker und MdB
- 1905 - Hanns Ludin, SA-Obergruppenführer und Botschafter der Slowakei
- 1906 - Arseni Grigorjewitsch Golowko, Sowjetischer Admiral
- 1907 - Artur Stegner, deutscher Politiker und MdB
- 1907 - Fabio Metelli, Psychologe
- 1907 - Hanna Nagel, deutsche Künstlerin (Grafikerin)
- 1910 - Howlin' Wolf, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1910 - Lady Diana Mosley, britische Faschistenwitwe
- 1911 - Hubert Ehrengut, deutscher Arzt
- 1911 - Nikolai Dmitrijewitsch Kusnezow, sowjetischer Triebwerkskonstrukteur
- 1911 - Ralph Kirkpatrick, US-amerikanischer Cembalist
- 1911 - Terence Rattigan, britischer Dramatiker
- 1913 - Tichon Nikolajewitsch Chrennikow, russischer Komponist
- 1914 - Oktay Rifat, Schriftsteller
- 1915 - Josef Bauer, deutscher Politiker und MdB
- 1915 - Saul Bellow, US-amerikanischer Schriftsteller und Nobelpreisträger
- 1915 - Terence Young, britischer Filmregisseur
- 1921 - Jean Robic, französischer Radrennfahrer
- 1921 - Philip Mountbatten, Herzog von Edinburgh, Ehemann der britischen Königin Elisabeth II.
- 1922 - Judy Garland, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1923 - Robert Ian Maxwell, britischer Zeitungs-Zar
- 1923 - Georg Moser, katholischer Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart
- 1923 - Sergiu Samarian, rumänischer Schachspieler, Schachschriftsteller und Bundestrainer des Deutschen Schachbundes
- 1924 - Friedrich Ludwig Bauer, deutscher Pionier der Informatik
- 1925 - Don Costa, US-amerikanischer Komponist
- 1927 - Ladislao Kubala, ungarischer Fußballspieler
- 1928 - Carl Dahlhaus, deutscher Musikwissenschaftler
- 1928 - Maurice Sendak, US-amerikanischer Illustrator und Kinderbuchautor
- 1929 - Edward Osborne Wilson, Entomologe und Biologe
- 1929 - Harald Juhnke, deutscher Entertainer, Film- und Bühnenschauspieler
- 1930 - Theo Sommer, deutscher Journalist
- 1931 - Dan Constantinescu, rumänischer Komponist
- 1931 - Johann Friedrich Henschel, Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 1932 - Philipp Jenninger, deutscher Politiker und Botschafter
- 1934 - Alois Mock, österreichischer Politiker, Vizekanzler und Außenminister
- 1936 - Wjatschaslau Kebitsch, weißrussischer Politiker
- 1937 - Luciana Paluzzi, italienische Schauspielerin
- 1938 - Alexander von Stahl, deutscher Jurist
- 1941 - Horst Kubatschka, deutscher Politiker und MdB
- 1941 - Jürgen Prochnow, deutscher Schauspieler
- 1941 - Shirley Alston, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1942 - Herwig van Staa, ist Landeshauptmann des österreichischen Bundeslandes Tirol
- 1942 - Janet Vogel, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Rick Price, britischer Musiker
- 1945 - Kurt Neumann, deutscher Politiker
- 1945 - Regula Schmidt-Bott, deutscher Politiker und MdB
- 1949 - Jan Brokken, niederländischer Schriftsteller
- 1949 - Perry Kibble, US-amerikanischer Musiker
- 1953 - Jan Mosley, britischer Musiker
- 1953 - John Edwards, US-amerikanischer Politiker, Senator von North Carolina
- 1955 - Annette Schavan, deutsche Politikerin, Kultusministerin in Baden-Württemberg
- 1956 - Laima Baikauskaite, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 1956 - Rolandas Paksas, ehemaliger Präsident Litauens
- 1958 - Nikolaus Utermöhlen, deutscher Musiker und Künstler
- 1959 - Carlo Ancelotti, italienischer Fußballspieler
- 1961 - Ingo Reidl, deutscher Komponist und Produzent
- 1962 - Brigitte Oertli, Schweizer Skirennläuferin
- 1962 - Ralf Schumann, deutscher Sportschütze
- 1963 - Jeanne Tripplehorn, US-amerikanische Schauspielerin
- 1964 - Jürgen Augustinowitz, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Elizabeth Hurley, britische Schauspielerin
- 1965 - Veronica Ferres, deutsche Schauspielerin
- 1967 - Charnett Moffett, US-amerikanischer Jazzbassist
- 1968 - Jim Shea, US-amerikanischer Sportler und Olympiasieger
- 1971 - Joel Hailey, US-amerikanischer Sänger
- 1975 - Marius Ruhland, deutscher Filmkomponist
- 1975 - Risto Jussilainen, finnischer Skispringer
- 1979 - Hasse Pavia Lind, dänischer Bogenschütze
- 1982 - Leelee Sobieski, US-amerikanische Schauspielerin
- 1982 - Madeleine von Schweden, schwedische Prinzessin
- 1982 - Tara Lipinski, US-amerikanische Eiskunstläuferin

Gestorben


- 323 v. Chr. - Alexander der Große, mazedonischer König und Feldherr
- 1190 - Friedrich I. Barbarossa, deutscher Kaiser
- 1424 - Ernst der Eiserne, Herzog von Österreich
- 1525 - Florian Geyer, deutscher Ritter, Diplomat und Bauernführer im deutschen Bauernkrieg 1525
- 1556 - Martin Agricola, deutscher Musiktheoretiker, Musikpädagoge und Komponist
- 1588 - Valentin Weigel, deutscher mystischer Schriftsteller
- 1642 - Franz Albert von Sachsen-Lauenburg, bedeutender Feldherr im Dreißigjährigen Krieg
- 1654 - Alessandro Algardi, italienischer Bildhauer und Baumeister
- 1669 - Konrad Post, evangelischer Geistlicher
- 1698 - Gerrit Berckheyde, niederländischer Maler
- 1705 - Michael Wigglesworth, US-amerikanischer Theologe, Prediger und Dichter
- 1777 - Johann Gerhard Hasenkamp, protestantischer Pädagoge
- 1800 - Johann Abraham Peter Schulz, deutscher Musiker und Komponist
- 1806 - Peter Villaume, deutscher Theologe und Pädagoge
- 1811 - Karl Friedrich von Baden, Großherzog von Baden
- 1824 - Johann Kaspar Coqui, Fabrikant und Magdeburger Kommunalpolitiker
- 1831 - Hans Karl von Diebitsch-Sabalkanski, russischer Feldmarschall
- 1831 - Nathaniel Pryor, US-amerikanischer Entdecker
- 1836 - André Marie Ampère, französischer Physiker und Mathematiker
- 1849 - Alois von Beckh-Widmanstätten, österreichischer Drucker
- 1849 - Thomas-Robert Bugeaud, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1858 - Robert Brown, schottischer Botaniker
- 1877 - Friedrich August Gottreu Tholuck, deutscher protestantischer Theologe
- 1879 - Alexander Konstantinowitsch Solowjew, russischer Revolutionär
- 1883 - Atto Vannucci, italienischer Geschichtsschreiber und Professor
- 1918 - Arrigo Boito, italienischer Schriftsteller und Komponist
- 1923 - Georg von Struve, Astronom
- 1923 - Pierre Loti, französischer Marineoffizier und Schriftsteller
- 1926 - Antoni Gaudí i Cornet, spanischer Architekt
- 1930 - Adolf von Harnack, protestantischer Theologe und Kirchenhistoriker
- 1934 - Frederick Delius, englischer Komponist
- 1934 - Georg Groddeck, Baden-Badener Arzt
- 1942 - Gustav Gull, schweizer Architekt
- 1949 - Carl Vaugoin, österreichischer Politiker
- 1949 - Sigrid Undset, norwegische Romanautorin, Novellistin und Essayistin
- 1951 - Jean-Jacques Waltz, elsässischer Grafiker und Heimatforscher
- 1962 - Rudolf Hermann, deutscher Theologe und Religionsphilosoph
- 1965 - Georg Misch, deutscher Philosoph
- 1967 - Spencer Tracy, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1971 - Michael Rennie, britischer Schauspieler
- 1971 - Otto Heinrich Schindewolf, deutscher Paläontologe
- 1973 - Erich von Manstein, deutscher Generalfeldmarschall im dritten Reich
- 1976 - Robert Bach, deutscher Politiker und MdB
- 1982 - Addie Harris, US-amerikanische Sängerin
- 1982 - Gala Dalí, Ehefrau und Muse von Salvador Dalí
- 1982 - Rainer Werner Fassbinder, deutscher Regisseur, Filmproduzent und Bühnenautor
- 1989 - Richard Quine, US-amerikanischer Schauspieler und Filmregisseur
- 1991 - Vercors, Schriftsteller, Karikaturist
- 1993 - Arleen Augér, US-amerikanische Sopranistin
- 1994 - Edward Kienholz, Objektkünstler
- 2000 - Hafiz al-Assad, Präsident von Syrien
- 2003 - Bernard Williams, britischer Philosoph
- 2003 - Donald Regan, US-amerikanischer Politiker (Schatzminister)
- 2003 - Hans Friedrich Elsässer, deutscher Astronom
- 2003 - Karl Fruchtmann, deutscher Regisseur und Filmemacher
- 2004 - Alfred Stögmüller, österreichischer Theaterindentant
- 2004 - Martin Greiffenhagen, deutscher Politikwissenschaftler
- 2004 - Ray Charles, US-amerikanischer Soul-Musiker

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag Portugals (Todestag des Nationaldichters Camões)

Siehe auch

:9. Juni - 11. Juni :10. Mai - 10. Juli :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0610 ja:6月10日 ko:6월 10일 simple:June 10 th:10 มิถุนายน

Laon

Die französische Stadt Laon [] ist die Hauptstadt (préfecture) des Départements Aisne. In Laon wohnen ungefähr 26.000 Menschen. Aisne Die Stadt verfügt über viele mittelalterliche Bauwerke, darunter die berühmte Kathedrale von Laon. Sie ist eine der bedeutendsten frühgotischen Kathedralen Frankreichs. Der weitreichende Einfluß ihrer Architektur ist nicht nur in der englischen Gotik nachweisbar, sondern auch am Bamberger und Naumburger Dom.

Söhne und Töchter der Stadt


- Bertrada die Ältere, die Stifterin der Abtei Prüm, sowie deren Tochter
- Bertrada die Jüngere, auch Bertrada von Laon genannt, die Ehefrau Pippins des Jüngeren und Mutter von Karl dem Großen
- Désiré Dondeyne, französischer Komponist und Dirigent
- Heribert von Laon, Graf von Laon in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts, und seine Ehefrau
- Jacques Marquette, Mönch und Entdecker des Mississippi (1637-1674)
- Pierre Méchain, französischer Astronom

Wirtschaft

Verkehr

Der ÖPNV wird durch die Verkehrsbetriebe der Stadt, die Transports Urbains Laonois, kurz TUL, abgewickelt. Sie betreiben neben verschiedenen Buslinien auch eine Standseilbahn, den Funiculaires Laon, zwischen dem Bahnhof und dem Rathaus in der Altstadt.

Partnerstädte


- Soltau in Deutschland

Weblinks


- [http://www.ville-laon.fr Offizielle Website] Kategorie:Ort in der Picardie ja:ラン (フランス)

18. Mai

Der 18. Mai ist der 138. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 139. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 227 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1291 - Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
- 1337 - Krönung der böhmischen Königin Beatrice von Bourbon in Prag.
- 1804 - Frankreich. Napoléon Bonaparte proklamiert das „Französische Kaiserreich“.
- 1848 - Die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt am Main tritt erstmals zusammen, somit existiert zum ersten Mal ein demokratisch gewähltes Parlament für Deutschland.
- 1943 - Die erste internationale Konferenz zu Fragen der Welternährung findet statt.
- 1944 - Das italienische Kloster Monte Cassino wird nach langen, verlustreichen Kämpfen von polnischen Truppen eingenommen.
- 1947 - Durch eine Volksabstimmung wird die Verfassung des Landes Rheinland-Pfalz angenommen.
- 1966 - Ein Weißwal verirrt sich 400 km stromaufwärts in den Rhein.
- 1973 - Deutschland. Staatsbesuch vom Staats- und Parteichef der UdSSR, Leonid Breschnew.
- 1974 - Indien führt unter dem Decknamen Smiling Buddha seinen ersten unterirdischen Atombombenversuch durch. Es wird sechste Atommacht.
- 1980 - In Gwangju (Südkorea) wird eine Demonstration für mehr Demokratie von der Regierung gewaltsam unterdrückt. Bei diesem Vorfall, der heute Gwangju-Massaker genannt wird, sterben nach offiziellen Angaben 207 Menschen, rund 1000 werden schwer verletzt.
- 1990 - Theo Waigel und Walter Romberg unterzeichnen den Deutsch-Deutschen Staatsvertrag zur Bildung einer Wirtschaft-, Sozial- und Währungsunion.
- 1992 - Turkmenistan erhält eine neue Verfassung.
- 1995 - Bulgarien. Regierungschef Wiktor Tschernomyrdin, Russland, zu Besuch in Sofia.
- 1996 - Italien. Romano Prodi wird neuer Ministerpräsident.
- 1999 - Italien. Carlo Azeglio Ciampi wird neuer Staatspräsident.
- 2005 - Estland und Russland unterzeichnen in Moskau den seit 1999 ausverhandelten Grenzvertrag. Die Verzögerung geht auf Putins Weigerung zurück, die estnische Sichtweise einer Annexion 1940 (Estnische Sowjetrepublik) zu akzeptieren.

Wirtschaft


- 1999 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kuwait

Wissenschaft und Technik


- 1974 - Das bis heute höchste Bauwerk der Welt, der (am 10. August 1991 eingestürzte) 648 Meter hohe selbststrahlende Sendemast in Konstantynow, Polen wird fertig gestellt.

Kultur


- 1768 - Uraufführung der komischen Oper "Die Liebe auf dem Lande" von Johann Adam Hiller
- 1894 - Uraufführung der Oper "Raffael" (Orig.: Rafael') von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau.
- 1940 - Uraufführung der Oper "Volo di notte" von Luigi Dallapiccola am Teatro comunale in Florenz.
- 1972 - Uraufführung des Theaterstücks "Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf in Halle

Religion


- 2005 - Der Diözesanbischof von Linz, Maximilian Aichern tritt zurück, weil er über Jahre beim Papst in Rom denunziert worden sei.

Katastrophen


- 1935 - Moskau, Russland. Ein Kunstflieger kollidiert mit einem am Boden befindlichem Flugzeug. 49 Tote.
- 1958 - Casablanca, Marokko. Absturz einer DC-6B der Sabena Airlines.
- 1980 - Der Vulkan Mount Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus, wobei 57 Menschen sterben.
- 2004 - Urumqi autonome Region Xinjiang Uygur, Volksrepublik China, eine aserbaidschanische Iljuschin Il-76 stürzt kurz nach dem Start ab. 7 Tote

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1988 - Bayer 04 Leverkusen gewinnt als dritte deutsche Mannschaft den UEFA-Pokal gegen Español Barcelona mit 0:3 (0:1), nV 3:0 (0:0) Elfmeter: 2:3.
- 2005 - ZSKA Moskau gewinnt als erste russische Mannschaft den UEFA-Pokal gegen Sporting Lissabon mit 3:1.

Geboren


- 1774 - Gaetano Rossi, italienischer Librettist
- 1777 - Auguste Charlotte von Kielmannsegg, geheime Agentin Napoleons
- 1778 - Andrew Ure, war ein englischer Mediziner und Professor für Naturgeschichte und Chemie
- 1782 - Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow, preußischer General, Gründer des Lützowschen Freikorps
- 1783 - Jabbo Oltmanns, Mathematiker, Astronom und Professor der Angewandten Mathematik
- 1799 - Alexander I., russischer Zar
- 1809 - William Wilson, englisch-deutscher Maschineningenieur (1. deutscher Lokomotivführer)
- 1810 - Francesco Maria Piave, italienischer Librettist für Giuseppe Verdi
- 1824 - Wilhelm Hofmeister, deutscher Botaniker und Professor
- 1850 - Oliver Heaviside, britischer Mathematiker und Physiker
- 1851 - Itzhok Lejb Perez, jiddischer Schriftsteller
- 1865 - Traugott von Jagow, Polizeipräsident von Berlin
- 1868 - Nikolaus II. (Russland), letzter russischer Zar
- 1872 - Bertrand Russell, englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreisträger
- 1874 - Jérôme Tharaud, französischer Schriftsteller
- 1876 - Hermann Müller, deutscher Politiker und Reichskanzler
- 1883 - Walter Gropius, deutscher Architekt, Gründer des Bauhaus
- 1884 - Martin Elsaesser, deutscher Architektur-Professor und Kirchenarchitekt
- 1887 - Ernst Wiechert, deutscher Schriftsteller
- 1889 - Jakob Levy Moreno, Begründer des Psychodramas
- 1889 - Thomas Midgley, amerikanischer Chemiker und Erfinder
- 1893 - Friedrich Sieburg, deutscher Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker
- 1895 - Kurt Löwenstein, deutscher Politiker
- 1901 - Robert Ochsenfeld, deutscher Physiker
- 1901 - Vincent du Vigneaud, US-amerikanischer Biochemiker
- 1907 - Carl Mydans, US-amerikanischer Fotograf
- 1907 - Sir Clifford Curzon, britischer Pianist
- 1909 - Fred Perry, britischer Tischtennisspieler und Tennisspieler
- 1911 - Joe Turner, US-amerikanischer Blues Sänger
- 1912 - Hermann Langbein, Schriftsteller
- 1912 - Perry Como, US-amerikanischer Sänger
- 1912 - Richard Brooks, US-amerikanischer Regisseur
- 1912 - Walter Sisulu, Antiapartheid-Kämpfer und südafrikanischer Politiker
- 1913 - Nicolás Gómez Dávila, kolumbianischer Philosoph
- 1913 - Charles Trenet, französischer Sänger
- 1913 - Neelam Sanjiva Reddy, indischer Politiker und Staatspräsident
- 1914 - Emmanuel de Graffenried, schweizerischer Rennfahrer
- 1915 - Heinz Funk, deutscher Filmkomponist
- 1918 - Massimo Girotti, italienischer Schauspieler
- 1919 - Boris Christoff, russisch-italienischer Opernsänger
- 1919 - Margot Fonteyn de Arias, englische Tänzerin
- 1920 - Johannes Paul II., Papst der katholischen Kirche
- 1922 - Adrian Hoven, österreichischer Schauspieler
- 1922 - Kai Winding, Jazzposaunist
- 1925 - Justus Dahinden, Schweizer Architekt und Hochschullehrer
- 1927 - Egon Monk, deutscher Regisseur
- 1928 - Pernell Roberts, US-amerikanischer Schauspieler (Bonanza)
- 1931 - Don Martin, amerikanischer Karikaturist
- 1932 - Alma Cogan, britische Sängerin
- 1937 - Jacques Santer, Premierminister von Luxemburg
- 1938 - Erich Arndt, deutscher Tischtennisspieler
- 1939 - Hark Bohm, deutscher Regisseur
- 1940 - Anita Kupsch, deutsche Schauspielerin
- 1941 - Miriam Margolyes, britische Schauspielrin
- 1942 - Albert Hammond, britischer Sänger und Songschreiber
- 1942 - Rodney Dillard, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1943 - Helmut Haussmann, deutscher Politiker, MdB und Bunndesminister
- 1943 - Willy Wimmer, deutscher Politiker und MdB
- 1944 - Justus Frantz, deutscher Pianist und Dirigent
- 1944 - Winfried G. Sebald, deutscher Schriftsteller
- 1947 - John Bruton, irischer Politiker und Regierungschef
- 1948 - Feliciano Taveres, US-amerikanischer Sänger
- 1949 - George Weyman, britischer Musiker
- 1949 - John Wetton, britischer Musiker
- 1949 - Rick Wakeman, britischer Musiker
- 1949 - Uschi Eid, deutsche Politikerin und MdB
- 1949 - William Wallace, kanadischer Musiker
- 1950 - Mark Mothersbaugh, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Sänger
- 1950 - Thomas Gottschalk, deutscher Fernsehmoderator
- 1952 - George Strait, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1952 - Jeana Yeager, US-amerikanische Testpilotin
- 1953 - Renée Schröder, österreichische Biochemikerin
- 1954 - Erik Gerets, belgischer Fußballtrainer
- 1954 - Reinhold Heil, deutscher Musiker
- 1954 - Rolf Bietmann, deutscher Politiker
- 1954 - Wreckless Eric, britischer Sänger und Songschreiber
- 1955 - Chow Yun-Fat, Schauspieler (Anna und der König)
- 1957 - Frank Plasberg, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 1958 - Toyah Willcox, britische Sängerin und Schauspielerin
- 1959 - Ranga Yogeshwar, luxemburger Redakteur und Moderator
- 1957 - Michael Cretu, Komponist und Musik-Produzent (Enigma)
- 1960 - Yannick Noah, ehemaliger französischer Profi-Tennisspieler
- 1962 - Christiane Vera Felscherinow, deutsche Ex-Drogensüchtige (Christiane F. in Wir Kinder vom Bahnhof Zoo)
- 1962 - Sandra Cretu, deutsche Pop-Sängerin »Sandra«
- 1965 - Ingo Schwichtenberg, Ex-Schlagzeuger der deutschen Band Helloween
- 1967 - Heinz-Harald Frentzen, deutscher Rennfahrer
- 1969 - Dennis Bergkamp, niederländischer Fußballspieler
- 1972 - Nordin ben Salah, niederländischer Boxer
- 1975 - Jack Johnson (Surfer), US-amerikanischer Sänger

Gestorben

Jack Johnson (Surfer) Jack Johnson (Surfer) Jack Johnson (Surfer)
- 1406 - Balthasar von Thüringen, Markgraf von Meißen, Landgraf von Thüringen
- 1410 - Ruprecht I., römisch-deutscher König und Kurfürst von der Pfalz
- 1450 - Sejong, König der koreanischen Joseon-Dynastie
- 1551 - Domenico Beccafumi, italienischer Maler und Bildhauer
- 1574 - Albert Ritzaeus Hardenberg, deutscher Theologe und Prediger der Reformationszeit
- 1635 - Levin Ludwig von Hahn, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft
- 1675 - Jacques Marquette, französischer Mönch und Entdecker des Mississippi
- 1708 - Arvid Axel Mardefelt, schwedischer Offizier
- 1733 - Georg Böhm, Komponist
- 1793 - Timur Shah Durrani, der zweite König Afghanistans der Dynastie der Durrani.
- 1795 - Christlieb Ehregott Gellert, deutscher Metallurge und Mineraloge
- 1795 - Robert Rogers, britisch-amerikanischer Offizier
- 1799 - Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, französischer Schriftsteller
- 1837 - Hans Christian Lyngbye, dänischer Pfarrer, Botaniker und Herausgeber des ersten Buchs in färöischer Sprache
- 1843 - Friedrich Christoph Perthes, deutscher Buchhändler und Verleger
- 1853 - Lionel Kieseritzky, französisch-polnischer Schachmeister
- 1871 - Eduard Friedrich Weber, deutscher Physiologe und Arzt
- 1884 - Heinrich Göppert, deutscher Botaniker, Paläontologe und Professor
- 1909 - George Meredith, britischer Schriftsteller
- 1909 - Isaac Albéniz, spanischer Pianist und Komponist
- 1910 - Franz Skarbina, deutscher Maler
- 1910 - Pauline Viardot-Garcia, französische Opernsängerin und Pianistin
- 1911 - Gustav Mahler, österreichischer Dirigent und Komponist
- 1912 - Eduard Strasburger, polnisch-deutscher Botaniker
- 1918 - Louis Leitz, deutscher Industrieller und Erfinder
- 1922 - Alphonse Laveran, französischer Mediziner, Nobelpreisträger
- 1931 - Remmer Janssen, evangelisch-lutherischer Pastor, ostfriesischer Erweckungsprediger
- 1941 - Werner Sombart, deutscher Soziologe und Volkswirt
- 1945 - Oskar Picht, Erfinder der der Blindenschreibmaschine
- 1949 - James Truslow Adams, Historiker Schriftsteller
- 1951 - Gaspar Agüero y Barreras, kubanischer Komponist und Pianist
- 1952 - Rosetter Gleason Cole, US-amerikanischer Komponist
- 1953 - Rudolf Nadolny, deutscher Diplomat
- 1965 - Willy Westra van Holte, niederländischer Fußballspieler
- 1966 - Paul Althaus, protestantischer Theologe (Lutherischer Dogmatiker)
- 1969 - Ludwig Berger, deutscher Filmregisseur
- 1975 - Leroy Anderson, US-amerikanischer Komponist
- 1980 - Ian Curtis, englischer Rockmusiker
- 1981 - William Saroyan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1983 - Alfred Nau, deutscher Politiker
- 1986 - Peter Wehle, österreichischer Komponist, Autor und Kabarettist
- 1987 - Heðin Brú, Färöischer Schriftsteller
- 1989 - Hermann Höcherl, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1990 - Jill Ireland, britische Schauspielerin
- 1991 - Rudolf Nierlich, österreichischer Skirennläufer
- 1992 - Marshall Thompson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1993 - Heinrich Albertz, deutscher Politiker und Theologe
- 1995 - Alexander Godunov, russischer Ballett-Tänzer
- 1995 - Gustav Lübbe, Gründer des Bastei-Lübbe Verlags
- 1995 - Sabine Sinjen, deutsche Schauspielerin
- 1999 - Elizabeth Robinson, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2002 - Wolfgang Schneiderhan, österreichischer Geiger
- 2004 - Francesco Caroli, italienischer Artist und Clown
- 2004 - Heinz Maria Oeftering, Präsident der Deutschen Bundesbahn und des Bundesrechnungshofs

Feier- und Gedenktage

Siehe auch


- 17. Mai - 19. Mai
- 18. April - 18. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0518 ja:5月18日 ko:5월 18일 simple:May 18 th:18 พฤษภาคม

1675

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Philipp Jacob Speners Reformschrift „Pia Desideria“ erscheint in Frankfurt am Main

Geboren


- 31. März: Benedikt XIV. (als Prospero Lorenzo Lambertini), Papst 17401758 († 1758)
- 12. Juli: Evaristo Dall'Abaco, italienischer Violinist, Cellist und Komponist († 1742)
- 14. Juli: Claude Alexandre de Bonneval, französischer Abenteurer († 1747)
- 25. Juli: James Thornhill, britischer Maler († 1734)
- 15. September: Wachtang VI., georgischer König und Wissenschaftler
- 7. Oktober: Rosalba Carriera, venezianische Malerin († 1757)
- 10. Oktober: Peter Kolb, deutscher Lehrer und Völkerkundler († 1726)
- 21. Oktober: Higashiyama, 113. Kaiser von Japan († 1710)

Gestorben


- 26. März: Ernst I. von Sachsen-Gotha, Sohn von Herzog Johann III. von Sachsen-Weimar (
- 1601)
- 18. Mai: Jacques Marquette, französischer Mönch und Entdecker des Mississippi (
- 1637)
- 19. Mai: António Luís de Meneses, 1. Marquês de Marialva, war einer der bedeutendsten Feldherrn der portugiesischen Restauraçao (
- 1603)
- 13. Juni: Christian von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein, Hofbeamter und Politiker (
- 1627)
- 27. Juli: Henri de La Tour d'Auvergne, duc de Bouillon, französischer Heerführer und Marschall von Frankreich (
- 1611)
- 18. September: Karl IV. von Lothringen, Regent und Soldat (
- 1604)
- 29. Oktober: Christian Hoburg, Theologe, mystischer Spiritualist (
- 1607)
- 15. Dezember: Johannes Vermeer, niederländischer Maler (
- 1632)
- Emanuele Tesauro: italienischer Schriftsteller (
- 1592) ko:1675년

USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht. Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten. Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa. Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km. Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km² Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. deutscher Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen. Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig. Siehe auch:

- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten

Religion

Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen. Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen

Geschichte

Hauptartikel Geschichte der USA Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt. Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging. Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.

Indianerpolitik

Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.

Sklaverei und Rassentrennung

South Dakota]] Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob. Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen. Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.

Industrialisierung

1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan. Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.

Börsenkrach und New Deal

Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er

Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben. Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.

1980er

In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der USA Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive. Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit. Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer. Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt. An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat. In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner). Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA

Innenpolitik

In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (19932001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben. Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger. Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle. Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.

Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des