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Jacques-Yves Cousteau

Jacques-Yves Cousteau

Jacques-Yves Cousteau (
- 11. Juni 1910 in Saint-André-de-Cubzac bei Bordeaux; † 25. Juni 1997 in Paris) war ein französischer Meeresforscher. In seinen Filmen war eine rote Wollmütze sein Markenzeichen.

Leben

Meer Zwei Dinge faszinierten den jungen Jacques: das Meer und die Fliegerei. Schon bald zeichnete sich der Berufswunsch des Piloten ab. 1930 besuchte er die Marineschule in Brest und trat 1933 in die Kriegsmarine ein, in der er bis 1950 diente und die er im Rang eines Korvettenkapitäns verließ. Seinen Berufswunsch Pilot musste er nach einem schweren Autounfall aufgeben. 1937 heiratete er Anna-Sophie Brouneur, mit der er zwei Söhne hatte, Jean-Michel Cousteau und Philippe Cousteau. Nach deren Tod heiratete er 1991 Francine Triplet, mit der er bis zu seinem eigenen Tod verheiratet war. Während des Zweiten Weltkriegs war Cousteau Mitglied der Résistance und erhielt 1943 das Ehrenkreuz der Legion. Schon vor, während und vor allem nach dem Krieg ist Cousteau auch von der Welt unter Wasser fasziniert und beschäftigt sich mit der Neu- und Weiterentwicklung von technischen Geräten. So entwickelt er ein wasserdichtes Gehäuse für Filmkameras und dreht 1936 seinen ersten Unterwasserfilm. Mit Emile Gagnan, einem Ingenieur, entwickelt er den vom Taucher & Froschmann Hans Hass vorgedachten Lungenautomaten weiter und für die Taucher der Marine den ersten Scooter, ein motorisiertes Fortbewegungsmittel unter Wasser. Es folgen U-Boote für die Unterseeforschung, darunter die berühmte tauchende Untertasse, sowie Gerätschaften für die Unterwasserfotografie, darunter eine tiefseetaugliche Kamera. 1950 erhält er vom irischen Bierbrauer Guinness ein ausgemustertes Minensuchboot und baut dieses zu einem Forschungsschiff aus, das er Calypso nennt. Dieses Schiff ermöglicht ihm fortan seine Expeditionen zur Erforschung der See. Er wird Präsident der französischen ozeanografischen Gesellschaft und Leiter des ozeanographischen Instituts von Monaco. Zeit seines Lebens dreht er über 100 Filme und schreibt mehrere Bücher. 1973 gründet er die Cousteau-Gesellschaft zur Erforschung und zum Schutz der Meere. Für sein Engagement erhält er zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. 1996 sinkt die Calypso vor Singapur. Das wieder flott gemachte Schiff schenkt Cousteau der Universität Marseille. Im Jahr darauf stirbt Jacques-Yves Cousteau. Heute ist die Calypso in La Rochelle beheimatet.

Auszeichnungen


- 1956 Oscar und Goldene Palme für seinen Film Silent World
- 1959 Oscar (Bester Kurzfilm) für The Golden Fish
- 1965 Oscar für The World Without Sun
- 1970, 1972 Bambi
- 1977 Internationaler Umweltpreis der UNO
- 1985 Presidential Medal of Freedom (USA)
- 1986 Windstar Award
- 1987 Aufnahme in die Hall of Fame der Televison Academy

Weblinks


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- http://www.cousteau.org/ Cousteau, Jacques-Yves Cousteau, Jacques-Yves Cousteau, Jacques-Yves Cousteau, Jacques-Yves Cousteau, Jacques-Yves Cousteau, Jacques-Yves Cousteau, Jacques-Yves Cousteau, Jacques-Yves Cousteau, Jacques-Yves ja:ジャック=イヴ・クストー ms:Jacques-Yves Cousteau

11. Juni

Der 11. Juni ist der 162. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 163. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 203 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1157 - Gründungsdatum der Mark Brandenburg: Albrecht gelingt mit Jaxas Vertreibung die Rückeroberung der Burg Brandenburg.
- 1770 - James Cooks Schiff, die HMS Endeavour, in der Nacht am Great Barrier Reef auf Grund gelaufen, kommt leckgeschlagen wieder frei.
- 1798 - Napoleonische Truppen landen auf Malta, der Malteserorden der Johanniter verlässt darauf die Insel und geht nach Russland.
- 1919 – Der deutsche Lyriker Rainer Maria Rilke lässt sich in der Schweiz nieder, wo er seine Schaffenskrise überwindet.
- 1962 - John und Clarence Anglin und Frank Morris gelingt die Flucht aus Alcatraz
- 1964 - Mit selbstgebautem Flammenwerfer und Lanze läuft der Frührentner Walter Seifert an einer Kölner Grundschule Amok. Er ermordet acht Kinder und zwei Lehrerinnen.
- 1985 - Auf der Glienicker Brücke bei Berlin findet der größte Agentenaustausch der Geschichte statt.
- 1988 - Tribute-Konzert zum 70. Geburtstag von Nelson Mandela im Londoner Wembley Stadium. Mitwirkende sind u.a. Peter Gabriel, Tracey Chapman, The Eurythmics, Stevie Wonder und die Simple Minds.
- 1989 - France Albert René wird als Staatspräsident auf den Seychellen in seinem Amt bestätigt
- 1994 - Mit Veröffentlichung des Neunundzwanzigsten Strafrechtsänderungsgesetzes im Bundesgesetzblatt tritt in Deutschland der § 175 StGB, der die männliche Homosexualität unter 18 Jahren unter Strafe gestellt hatte, außer Kraft.
- 1996 - Bombenanschlag auf die Moskauer Metro - vier Menschen werden getötet und zwölf verletzt.
- 2001 - Hinrichtung von Timothy McVeigh, einem der Attentäter des Anschlages auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City vom 19. April 1995, durch die Giftspritze.

Wirtschaft


- 1974 - Der Bundestag beschließt die Erhöhung der Beamtengehälter um 11% (rückwirkend ab dem 1. Januar 1974).

Wissenschaft und Technik


- 1973 - Wissenschaftler der Universität Delaware feiern die Fertigstellung von Solar One, dem ersten durch Sonnenenergie versorgten Haus der Welt.

Religion


- 1997 - Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Thüringen

Kultur


- 1914 - Uraufführung der Oper "Don Juans letztes Abenteuer" von Paul Graener in Leipzig.
- 2005 - Unter dem Titel "Winning Alternatives" findet in Salzburg eine Konferenz anlässlich 25 Jahre Alternativer Nobelpreis statt. Zur Veranstaltung finden sich neben Jakob von Uexküll auch 70 Preisträger ein.

Katastrophen


- 1981 - Ein Erdbeben der Stärke 6,9 im Iran fordert ca. 3.000 Todesopfer.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1955 - Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans sterben in der größten Katastrophe des Motorsports der Fahrer Pierre Levegh und 79 Zuschauer.
- 1982 - Larry Holmes verteidigt seinen Boxweltmeistertitel im Schwergewicht gegen Gerry Cooney im Ceasars Palace, Las Vegas, durch technischen KO.
- 2005 - Amsterdam Admirals gewinnen den World Bowl XIII im American Football gegen den Titelverteidiger Berlin Thunder mit 27:21

Geboren

Berlin Thunder Berlin Thunder Berlin Thunder) Berlin Thunder
- 1519 - Cosimo I. Medici, Herzog von Florenz
- 1572 - Benjamin Jonson, englischer Bühnenautor und Dichter
- 1653 - Matthias Klotz, deutscher Geigenbauer
- 1672 - Francesco Antonio Bonporti, italienischer Priester und Komponist
- 1681 - Colley Cibber, britischer Theaterleiter, Impressario, Dramatiker und Dichter
- 1776 - John Constable, britischer Landschaftsmaler
- 1779 - Bernhard von Lindenau, deutscher Astronom, sächsischer Minister, Kunstsammler
- 1799 - Ludwig Wilhelm Anton Pernice, deutscher Rechtsgelehrter
- 1815 - Julia Margaret Cameron, britische Fotografin
- 1818 - Alexander Bain, schottischer Philosoph und Pädagoge, Mitbegründer der englisch-schottischen Schule der Assoziationspsychologie
- 1833 - Jules Valles, französischer Publizist, Revolutionär und Journalist,
- 1842 - Carl von Linde, deutscher Ingenieur und Erfinder, Gründer der Linde AG
- 1847 - Millicent Garrett Fawcett, britische Frauenrechtlerin
- 1854 - Alfred Müller, Ethnologe, Autor, Realschuldirektor
- 1864 - Richard Strauss, deutscher Komponist und Dirigent
- 1867 - Charles Fabry, französischer Physiker
- 1875 - George Herbert Walker, US-amerikanischer Bankier
- 1879 - Max Schreck, deutscher Schauspieler
- 1880 - Jeanette Pickering Rankin, US-amerikanische Politikerin
- 1880 - Willem Janssen, niederländischer Fußballspieler
- 1882 - Alvin Langdon Coburn, US-amerikanischer Fotograf
- 1893 - Karl Weissenberg, niederländischer Physiker und einer der ersten Rheologen
- 1895 - Nikolai Alexandrowitsch Bulganin, sowjetischer Staatsmann
- 1897 - Alexandre Tansman, polnisch-französischer Komponist
- 1899 - Yasunari Kawabata, japanischer Schriftsteller
- 1902 - Ernst Wilhelm Nay, deutscher Maler
- 1904 - Clarence Smith, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- 1904 - Emil František Burian, tschechischer Komponist
- 1905 - Ladislaus Winterstein, deutscher Politiker und MdB
- 1908 - Francisco Marto, portugisiescer Seliger, Zeuge einer Marienerscheinung
- 1910 - Carmine Coppola, US-amerikanischer Musiker und Komponist
- 1910 - Jacques-Yves Cousteau, französischer Meeresforscher
- 1913 - Vince Lombardi, US-amerikanischer Football-Coach
- 1921 - Waltrud Will-Feld, deutsche Politikerin und MdB
- 1922 - Alberto Bovone, italienischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1925 - Elfriede Ott, österreichische Kammerschauspielerin, Sängerin und Regisseurin
- 1925 - William Styron, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1928 - Fabiola, Königin von Belgien
- 1929 - Ellen Schwiers, deutsche Schauspielerin
- 1932 - Athol Fugard, südafrikanischer Schriftsteller
- 1932 - Gert Prokop, deutscher Schriftsteller
- 1933 - Gene Wilder, US-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Harald Szeemann, schweizerischer Ausstellungsmacher
- 1933 - Josef Paul Kleihues, deutscher Architekt
- 1933 - Walther Zügel, deutscher Bankmanager
- 1935 - Jack Huston, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Jud Strunk, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Wolfgang Römer, Richter am Bundesgerichtshof
- 1937 - J. Robin Warren, australischer Pathologe
- 1938 - Peter Eigen (Jurist), deutscher Jurist
- 1939 - Herbert Knoblich, deutscher Politiker
- 1939 - Jackie Stewart, britischer Formel 1-Rennfahrer
- 1940 - Joey Dee, US-amerikanischer Songschreiber und Sänger
- 1941 - Helmut Krauss, deutscher Schauspieler, Kabarettist und Synchronsprecher
- 1942 - Peter Blusch, deutscher Fußballspieler
- 1943 - Johann Kurzbauer, österreichischer Politiker
- 1943 - Walter Zuber, deutscher Politiker
- 1944 - Gunther Gabriel, deutscher Sänger und Songschreiber
- 1945 - Ernst Bahr, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Roger Schawinski, schweizerischer Medienpionier und Fernsehmoderator
- 1946 - Jan Petersen, norwegischer konservativer Politiker, Jurist und Diplomat
- 1946 - John Lawton, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - Glenn Leonard, US-amerikanischer Sänger
- 1948 - Sumaya Farhat-Naser, palästinensische Politikerin
- 1949 - Ingrid Newkirk, englische Aktivistin, Mitbegründerin und Präsidentin der militanten Tierschutzorganisation PETA.
- 1949 - Tom Pryce, britischer Autorennfahrer
- 1950 - Bjarne Stroustrup, dänischer Informatiker
- 1950 - Lynsey de Paul, britischer Songschreiber und Sänger
- 1952 - Bronislaw Wildstein, polnischer Journalist und Schriftsteller
- 1952 - Helmut Reitze, Intendant des Hessischen Rundfunks
- 1952 - Wolfgang Bosbach, deutscher Politiker
- 1953 - Wera Komissowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1954 - Gerhard Grandke, deutscher Politiker
- 1956 - Joe Montana, US-amerikanischer Footballspieler
- 1956 - Simon Plouffe, kanadischer Mathematiker
- 1957 - Martin Wimmer, deutscher Motorradrennfahrer
- 1960 - Sissy Raith, deutsche Fußballspielerin und Fußballtrainierin
- 1963 - Johan Nijs, belgischer Komponist und Dirigent
- 1964 - Gunnar Sauer, deutscher Fußballspieler
- 1964 - Jean Alesi, französischer Formel 1-Rennfahrer
- 1964 - Kim Gallagher, US-amerikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1964 - Georg Andreas Christian von Holst alias Kuddel, deutscher Musiker
- 1977 - Pamela Großer, deutsche TV-Moderatorin und Schauspielerin
- 1978 - Joshua Jackson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1982 - Diana Taurasi, US-amerikanische Basketballspielerin
- 1985 - Petter Tande, norwegischer Skisportler
- 1987 - Gonzalo Castro, spanischer Fußballspieler
- 1988 - Daniel Kramer, Poet und Schülersprecher

Gestorben


- 323 v. Chr. - Alexander der Große, nach babylonischer Quelle am 29. Aiaru, zwischen Morgen und Abend des 11. Juni
- 190 - Seimu, 13. Kaiser von Japan (131 - 190)
- 999 - Everger, Erzbischof von Köln
- 1051 - Erzbischof Bardo von Mainz
- 1183 - Heinrich der Jüngere, Mitkönig von England
- 1216 - Heinrich, Zweiter Kaiser des Lateinischen Kaiserreichs
- 1488 - Jakob III., von 1460 bis 1488 König von Schottland
- 1557 - Johann III., König von Portugal aus dem Hause Avis
- 1568 - Heinrich der Jüngere, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel
- 1661 - Georg II., Landgraf von Hessen-Darmstadt
- 1698 - Balthasar Bekker, deutsch-niederländischer, protestantischer Theologe, Philosoph, Prediger
- 1727 - Georg I., Kurfürst von Hannover
- 1749 - Johann Bernhard Bach d. Ä., deutscher Komponist
- 1811 - Adolf Müllner - deutscher Schriftsteller
- 1816 - Pierre-François-Charles Augereau, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1847 - John Franklin, englischer Kapitän und Polarforscher
- 1853 - Johannes Cornelis de Jonge, niederländischer Geschichtsschreiber
- 1856 - Friedrich Heinrich von der Hagen, deutscher Germanist
- 1859 - Klemens Wenzel Lothar von Metternich, österreichischer Staatsmann
- 1867 - Karl Otto Weber, deutscher Chirurg und Pathologe
- 1868 - August Sicard von Sicardsburg, österreichischer Architekt
- 1868 - James Brooke, britischer Seefahrer und Entdecker
- 1877 - Johann Heinrich Fierz, schweizerischer Unternehmer und Nationalrat
- 1897 - Carl Remigius Fresenius, deutscher analytischer Chemiker
- 1902 - Otto Eckmann, deutscher Maler und Grafiker
- 1919 - Hermann Lietz, deutscher Pädagoge
- 1924 - Théodore Dubois, französischer Komponist
- 1933 - Hildegard Burjan, österreichische Ärztin, Ordensgründerin, Politikerin
- 1934 - Lew Semjonowitsch Wygotski, russischer Psychologe
- 1936 - Robert Howard, US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller
- 1937 - José María Lacalle, spanischer Komponist
- 1942 - Joakim Bonnier, schwedischer Formel-1-Rennfahrer
- 1944 - Gertrud Grunow, deutsche Opernsängerin und Pianistin
- 1944 - Vojtěch Preissig, tschechischer Maler und Grafiker
- 1953 - Marcel Herrand, französischer Schauspieler
- 1955 - Pierre Levegh, französischer Rennfahrer
- 1959 - Grantly Dick-Read, britischer Mediziner
- 1963 - Friedrich Wagner, deutscher Archäologe
- 1964 - Phibul Songkhram, thailändischer Feldmarschall, Premierminister und Militärdiktator
- 1967 - Ernesto Ruffini, italienischer katholischer Geistlicher, Bischof und Kardinal
- 1967 - Wolfgang Köhler, deutscher Mitbegründer der Gestaltpsychologie bzw. der Gestalttheorie
- 1968 - Otto Heinrich Greve, deutscher Politiker und MdB
- 1970 - Alexander Fjodorowitsch Kerenski, russischer Politiker
- 1970 - Earl Grant, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 1974 - Julius Evola, italienischer Kulturphilosoph
- 1978 - Ernst Paul, deutscher Politiker
- 1979 - John Wayne, US-amerikanischer Schauspieler
- 1980 - Gregory Bateson, britischer Anthropologe
- 1984 - Enrico Berlinguer, italienischer Politiker und Antifaschist
- 1984 - Siegfried Balke, deutscher Chemiker, Manager, Politiker und Bundesminister
- 1988 - Giuseppe Saragat, italienischer Politiker
- 1990 - Oldřich Nejedlý, tschechoslowakischer Fußballspieler
- 1996 - Brigitte Helm, deutsche Schauspielerin
- 1999 - DeForest Kelley, US-amerikanischer Schauspieler
- 2003 - Georg Henrik von Wright, finnischer Philosoph
- 2004 - Egon von Fürstenberg, Schweizer Modedesigner
- 2004 - Mario Jeckle, deutscher Informatiker
- 2005 - Vasco Gonçalves, portugiesischer General und Politiker

Feier- und Gedenktage


- Barnabas-Tag

Siehe auch


- 10. Juni - 12. Juni
- 11. Mai - 11. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0611 ja:6月11日 ko:6월 11일 simple:June 11 th:11 มิถุนายน

1910

Ereignisse


- 1. Januar: Robert Comtesse wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neue 100- und 1000-Franc-Scheine werden in Frankreich eingeführt
- 21. Februar: Ermordung des ägyptischen Ministerpräsidenten Butros Ghali: Pascha
- 14. April: Gründung der Odenwaldschule
- 23. April: Die Weltausstellung in Brüssel wird eröffnet
- 11. Mai: Gründung des Glacier-Nationalparks in Montana (USA)
- 13. Juli: Das LuftschiffErbslöh“ explodiert in der Luft und stürzt ab. Die Besatzung stirbt
- 22. August: Korea wird von Japan annektiert (Ilje Sidae)
- 29. August: Das bisherige Fürstentum Montenegro wird zum Königreich
- 13. September - In Danzig plädiert der Deutsche Juristentag gegen die Abschaffung der Todesstrafe.
- 5. Oktober: Ende der Monarchie in Portugal. Endgültige Trennung von Staat und Kirche
- 25. Oktober: Offizielle Gründung des ersten Kibbuz, Degania
- Demonstration gegen das Dreiklassenwahlrecht in Berlin
- Gründung des Reichsverbands Deutscher Städte
- Wyk auf der Nordseeinsel Föhr erhält die Stadtrechte

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 15. Mai: Gründung des Vereins FC St. Pauli

Kultur


- 8. Januar: Uraufführung der Operette Zigeunerliebe von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien
- 19. Februar: Uraufführung der Oper Don Quichotte von Jules Massenet in Monte Carlo
- 27. Februar: Uraufführung der Oper Die Hauptmannstochter von César Cui am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg
- 2. April: Uraufführung der Operette Der letzte Jonas von Rudolf Dellinger am Residenztheater in Dresden
- 18. September: Uraufführung der Oper Liebelei von Franz Neumann in Frankfurt am Main
- 19. November: Uraufführung der Operette Die schöne Risette von Leo Fall in Wien
- 20. November: Uraufführung der Oper Semirama von Ottorino Respighi in Bologna
- 30. November: Uraufführung der Oper Macbeth von Ernest Bloch an der Opéra-Comique in Paris
- 10. Dezember: Uraufführung der Oper La Fanciulla del West (Das Mädchen aus dem goldenen Westen) von Giacomo Puccini an der Metropolitan Opera in New York

Geboren


- 1. Januar: Alois Grillmeier, katholischer Theologe und Kardinal († 1998)
- 6. Januar: Kurt Fischer, deutscher Bürgermeister († 1969)
- 7. Januar: August Dickmann, Kriegsdienstverweigerer, Zeuge Jehovas († 1939)
- 8. Januar: Galina Ulanowa, russische Primaballerina († 1998)
- 11. Januar: Trygve Bratteli, norwegischer Politiker († 1984)
- 16. Januar: Walter Schellenberg, Chef der militärischen Geheimdienste im Dritten Reich († 1953)
- 20. Januar: Lauritz Lauritzen, deutscher Politiker († 1980)
- 23. Januar: Django Reinhardt, belgisch-französischer Jazzmusiker († 1953)
- 25. Januar: Henri Louveau, französischer Rennfahrer († 1991)
- 30. Januar: Carola Höhn, deutsche Schauspielerin († 2005)
- 31. Januar: Emmy Diemer-Nicolaus, deutsche Politikerin und MdB
- 31. Januar: Giorgio Perlasca, italienischer Faschist und Retter tausender Juden in Budapest († 1992)
- 31. Januar: Ludwig von Moos, Schweizer Politiker († 1990)
- 2. Februar: August Berlin, deutscher Politiker († 1981)
- 6. Februar: Elfriede Seppi, deutsche Politikerin und MdB († 1976)
- 6. Februar: Vera Brühne, mutmaßliche Doppelmörderin († 2001)
- 7. Februar: Elisabeth Reichelt, deutsche Kammersängerin und Koloratursopranistin († 2001)
- 7. Februar: Max Bense, deutscher Philosoph, Schriftsteller und Publizist († 1990)
- 8. Februar: Raph, französisch-argentinischer Rennfahrer († 1994)
- 9. Februar: István Arató, ungarischer Komponist († 1980)
- 9. Februar: Jacques Lucien Monod, französischer Biochemiker († 1976)
- 10. Februar: Dominique Pire, belgischer Mönch und Theologe († 1969)
- 10. Februar: Georges Pire, belgischer Mönch († 1969)
- 10. Februar: Maria Cebotari, moldawische Opernsängerin († 1949)
- 12. Februar: Gunnar Höckert, finnischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1940)
- 13. Februar: Elsa Barraine, französische Komponistin († 1999)
- 13. Februar: William Bradford Shockley, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger. († 1989)
- 16. Februar: Walter Fisch, deutscher Politiker († 1966)
- 22. Februar: Spade Cooley, US-amerikanischer Country-Musiker und Bandleader († 1969)
- 27. Februar: Joan Bennett, US-amerikanische Schauspielerin († 1990)
- 1. März: Archer John Porter Martin, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 2002)
- 2. März: Franz Ott, deutscher Politiker († 1998)
- 4. März: Tancredo Neves, brasilianischer Politiker († 1985)
- 5. März: Ennio Flaiano, italienischer Schriftsteller († 1972)
- 5. März: Jozef Marcinkiewicz, polnischer Mathematiker († 1940)
- 9. März: Samuel Barber, US-amerikanischer Komponist († 1981)
- 11. März: Jacinta Marto, Selige, Zeugin einer Marienerscheinung († 1920)
- 11. März: Konstantin Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot († 1990)
- 11. März: Robert Havemann, deutscher Chemiker, Kommunist und Regimekritiker in der DDR († 1982)
- 13. März: Karl Mommer, deutscher Politiker († 1990)
- 14. März: Helmut Knochen, im Dritten Reich Kommandeur des Sicherheitsdienstes in Paris († 2003)
- 16. März: Yank Rachell, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1997)
- 18. März: Chiang Ching-kuo, taiwanesicher Premierminister († 1988)
- 20. März: Helmut Bertram, deutscher Politiker († 1981)
- 23. März: Akira Kurosawa, japanischer Regisseur († 1998)
- 23. März: Jakob Bender, deutscher Fußballspieler († 1981)
- 24. März: Jacques Chailley, französischer Musikwissenschaftler und Komponist († 1999)
- 1. April: Sergei Nikolajewitsch Anochin, sowjetischer Testpilot († 1986)
- 5. April: Effi Biedrzynski, deutsche Lektorin und Publizistin († 2004)
- 10. April - Abu-Bakr Khairat, ägyptischer Komponist († 1963)
- 11. April: António de Spínola, portugiesischer General und Politiker († 1996)
- 11. April: Klaus-Joachim Zülch, deutscher Neurowissenschaftler († 1988)
- 13. April: Walter Bargatzky, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes († 1998)
- 15. April: Miguel Najdorf, Schachgroßmeister († 1997)
- 18. April: Rudolf Lange, deutscher SS-Standartenführer und Kommandeur († 1945)
- 20. April: Brigitte Mira, deutsche Schauspielerin, Kabarettistin und Chanson-Sängerin († 2005)
- 23. April: Simone Simon, französische Schauspielerin († 2005)
- 28. April: Nicolas Rossolimo, französisch-US-amerikanischer Schachspieler († 1975)
- 29. April: Fritz Kühn, deutscher Fotograf, Bildhauer und Kunstschmied († 1967)
- 1. Mai: Roland Rainer, österreichischer Architekt († 2004)
- 5. Mai: Leo Lionni, Grafiker, Maler und Buchautor († 1999)
- 7. Mai: Heinz Winkler, Minister für Aufbau in der DDR († 1958)
- 8. Mai: Mary Lou Williams, US-amerikanische Jazz-Pianistin, -komponistin († 1981)
- 10. Mai: Eric Berne, kanadischer Arzt und Psychiater († 1970)
- 12. Mai: Dorothy Mary Hodgkin, englische Biochemikerin († 1994)
- 12. Mai: Johan Ferrier, Gouverneur und 1. Staatspräsident von Suriname
- 15. Mai: Hans Kilb, deutscher Jurist († 1984)
- 15. Mai: Wolfgang Becker, deutscher Filmregisseur († 2005)
- 16. Mai: Ernst van Aaken, deutscher Sportmediziner († 1984)
- 19. Mai: Nathuram Godse, Mörder von Mahatma Gandhi († 1949)
- 23. Mai: Artie Shaw, US-amerikanischer Jazzmusiker († 2004)
- 23. Mai: Franz Kline, US-amerikanischer Maler († 1962)
- 23. Mai: Scatman Crothers, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler († 1986)
- 24. Mai: Nils-Eric Fougstedt, finnischer Komponist und Dirigent († 1961)
- 26. Mai: Laurance Rockefeller, US-amerikanischer Milliardär († 2004)
- 30. Mai: Hermann Hilber, deutscher Arzt und Medizinprofessor († 1979)
- 30. Mai: Inge Meysel, deutsche Schauspielerin († 2004)
- 30. Mai: Ralph Metcalfe, US-amerikanischer Leichtathlet, Olympiasieger und Politiker († 1978)
- 4. Juni: Christopher Cockerell, britischer Ingenieur und Erfinder des Hovercrafts († 1999)
- 4. Juni: Sergio Pignedoli, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1980)
- 7. Juni: Maria Terwiel, Widerstandkämpferin gegen den Nationalsozialismus († 1943)
- 8. Juni: Erich Mückenberger, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR († 1998)
- 8. Juni: Johannes Caspers, deutscher Politiker und MdB († 1986)
- 9. Juni: Paul Dickopf, Präsident des Bundeskriminalamtes 1965 bis 1971 († 1973)
- 10. Juni: Howlin' Wolf, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1976)
- 10. Juni: Lady Diana Mosley, britische Faschistenwitwe († 2003)
- 11. Juni: Carmine Coppola, US-amerikanischer Musiker und Komponist († 1991)
- 11. Juni: Jacques-Yves Cousteau, französischer Meeresforscher († 1997)
- 13. Juni: Gonzalo Torrente Ballester, spanischer Schriftsteller († 1999)
- 17. Juni: Red Foley, US-amerikanischer Country-Musiker († 1968)
- 18. Juni: Günther Serres, deutscher Politiker und MdB († 1981)
- 20. Juni: Arthur Lloyd Eshbach, ist amerikanischer SF-Autor und Herausgeber († 2003)
- 21. Juni: Charles Jones, US-amerikanischer Komponist († 1997)
- 22. Juni: Axel von Ambesser, deutscher Regisseur († 1988)
- 22. Juni: Herbert Quandt, deutscher Industrieller († 1982)
- 22. Juni: Konrad Zuse, Bauingenieur und Erfinder des ersten funktionstüchtigen Computers († 1995)
- 23. Juni: Annemarie Böll, deutsche Übersetzerin († 2004)
- 23. Juni: Gordon Bitner Hinckley, 15. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
- 23. Juni: Jean Anouilh, französischer Dramatiker († 1987)
- 23. Juni: Milton Hinton, Jazz-Musiker († 2000)
- 27. Juni: Pierre Joubert, Künstler, Pfadfinder († 2002)
- 2. Juli: C. C. Bergius, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 2. Juli: Erich Deuser, Psysiotherapeut der deutschen Fußballnationalmannschaft († 1993)
- 4. Juli: Govan Mbeki, Führer der Anti-Apartheidsbewegung († 2001)
- 5. Juli: Robert K. Merton, amerikanischer Soziologe († 2003)
- 7. Juli: Monika Mann, deutsche Schriftstellerin († 1992)
- 11. Juli: Ludwig Stumpfegger, Nazi-Arzt († 1945)
- 14. Juli: William Hanna, US-amerikanischer Zeichentrickfilmer und Produzent († 2001)
- 27. Juli: Rajzel Zychlinski, jiddische Dichterin († 2001)
- 28. Juli: Erich Kuby, deutscher Journalist und Schriftsteller († 2005)
- 28. Juli: Gerhard Stöck, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger († 1985)
- 1. August: Gerda Taro, deutscher Fotograf († 1937)
- 8. August: Hans Baur, deutscher Schauspieler († 1986)
- 9. August: Robert van Gulik, niederländischer Krimi-Schriftsteller († 1967)
- 12. August: Bruno Max Leuschner, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR († 1965)
- 12. August: Heinrich Sutermeister, schweizer Komponist († 1995)
- 14. August: Hermann Diebäcker, deutscher Politiker und MdB († 1982)
- 14. August: Pierre Schaeffer, französischer Komponist († 1995)
- 15. August: Josef Klaus, österreichischer Politiker († 2001)
- 20. August: Eero Saarinen, finnsischer Architekt und Designer († 1961)
- 23. August: Alfons Maria Stickler, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 23. August: Giuseppe Meazza, italienischer Fußballspieler († 1979)
- 27. August: Agnes Gonxha Bojaxhio, Mutter Theresa, Gründerin einer Hilforganisation († 1997)
- 27. August: Max Weiler, österreichischer Maler († 2001)
- 28. August: Wolfgang Kimmig, deutscher Prähistoriker († 2001)
- 1. September: Pierre Bézier, französischer Mathematiker († 1999)
- 3. September: Franz Jachym, Weihbischof von Wien († 1984)
- 3. September: Maurice Papon, französischer Politiker
- 8. September: Irmfried Eberl, Leiter verschiedener Vernichtungslager († 1948)
- 8. September: Jean-Louis Barrault, französischer Schauspieler, Pantomime und Regisseur († 1994)
- 8. September: Rudolf-Ernst Heiland, deutscher Politiker († 1965)
- 9. September: Fritz Dorls, deutscher Politiker († 1995)
- 10. September: Franz Hengsbach, Bischof von Essen († 1991)
- 11. September: Gerhard Schröder, deutscher Politiker († 1989)
- 12. September: Donald Hamish Cameron of Lochiel, Schottischer Clanchef († 2004)
- 12. September: Erich Brehm, deutscher Kabarettautor und -leiter († 1965)
- 16. September: Karl Kling, Fahrer der Silberpfeil-Ära († 2003)
- 18. September: Josef Tal, deutsch-jüdischer Komponist, Dirigent und Pianist
- 19. September: Curt Meyer-Clason, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 19. September: Nellie Halstead, britische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin († 1991)
- 21. September: Ilse Middendorf, Begründerin einer Atemlehre
- 21. September: Meinrad Schütter, Schweizer Komponist
- 25. September: Georg Paucker, Kurzschrifttheoretiker und -praktiker († 1979)
- 27. September: Elimar Freiherr von Fürstenberg, deutscher Politiker († 1981)
- 1. Oktober: Max Vehar, deutscher Politiker und MdB († 1992)
- 8. Oktober: Rudolf Abderhalden, Schweizer Physiologe und Pathologe († 1965)
- 11. Oktober: Albert Hößler, deutscher Widerstandskämpfer († 1942)
- 13. Oktober: Eduard Orth, deutscher Politiker der CDU († 1968)
- 14. Oktober: Erich Ehrlinger, SS-Brigadeführer († 2004)
- 14. Oktober: John Wooden, US-amerikanischer Basketballspieler und -trainer
- 15. Oktober: Sybille Schloss, deutsche Schauspielerin
- 19. Oktober: Subrahmanyan Chandrasekhar, US-amerikanischer (Astro-)Physiker († 1995)
- 22. Oktober: Maurice Zermatten, Schweizer Schriftsteller († 2001)
- 23. Oktober: Richard Mortensen, dänischer Maler († 1993)
- 25. Oktober: William Higinbotham, amerikanischer Physiker († 1994)
- 26. Oktober: Eva Hoffmann-Aleith, deutsche Pastorin und Schriftstellerin († 2002)
- 29. Oktober: Alfred Jules Ayer, britischer Philosoph († 1989)
- 29. Oktober: Aurélie Nemours, französische Malerin († 2005)
- 30. Oktober: Thyra Hamann-Hartmann, deutsche Textilkünstlerin († 2005)
- 2. November: Friedrich Brünner, deutscher Politiker († 2004)
- 3. November: Karel Zeman, tschechischer Filmregisseur († 1989)
- 6. November: Erik Ode, deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher († 1983)
- 7. November: Edmund Leach, englischer Naturwissenschaftler und Elektrotechniker († 1989)
- 7. November: Heinrich Dathe, deutscher Zoologe († 1991)
- 8. November: Elfriede Brüning, deutsche Schriftstellerin und Fernsehspielautorin
- 9. November: Schorsch Meier, deutscher Rennfahrer († 1999)
- 12. November: Kurt Hoffmann, deutscher Regisseur von Unterhaltungsfilmen († 2001)
- 14. November: Eric Malpass, englischer Schriftsteller († 1996)
- 14. November: Silvio Angelo Pio Oddi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 2001)
- 15. November: Stanislaus Kobierski, deutscher Fußballspieler († 1972)
- 16. November: Jane Tilden, österreichische Schauspielerin († 2002)
- 18. November: Friedrich Weinreb, jüdisch-chassidischer Weiser, Erzähler und Schriftsteller († 1988)
- 25. November: Willie Smith, US-amerikanischer Altsaxophonist († 1967)
- 28. November: Karl-Heinz Hoffmann, SED-Funktionär und Verteidigungsminister der DDR († 1985)
- 29. November: August Lenz, deutscher Fußballspieler († 1988)
- 1. Dezember: Alicia Markova, englische Primaballerina des klassischen Balletts († 2004)
- 4. Dezember: Hans Kies, deutscher Bildhauer und Politiker († 1984)
- 4. Dezember: Thelma White, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 12. Dezember: Henri Challan, französischer Komponist († 1977)
- 12. Dezember: René Challan, französischer Komponist († 1978)
- 12. Dezember: Emanuel Nobs, ostschweizer Maler († 1985)
- 12. Dezember: Helene Mayer, deutsche Fechterin († 1953)
- 13. Dezember: Van Heflin, US-amerikanischer Schauspieler († 1971)
- 19. Dezember: Jean Genet, französischer Romanautor, Dramatiker und Poet († 1986)
- 23. Dezember: Kurt Meyer, General der Waffen-SS († 1961)
- 24. Dezember: Max Miedinger, Schweizer Grafiker und Typograf († 1980)
- 26. Dezember: Imperio Argentina, spanische Sängerin und Schauspielerin († 2003)
- 29. Dezember: Ronald Coase, britischer Wirtschaftswissenschaftler
- 30. Dezember: Paul Bowles, US-amerikanischer Schriftsteller und Komponist († 1999)
- Ruth Hughes Aarons US-amerikanische Tischtennisweltmeisterin († 1980)

Gestorben


- 5. Januar: Léon Walras, französischer Volkswirt (
- 1834)
- 17. Januar: Friedrich Wilhelm Georg Kohlrausch, deutscher Physiker (
- 1840)
- 29. Januar: Édouard Rod, Schweizer Schriftsteller (
- 1857)
- 1. Februar: Otto Julius Bierbaum, deutscher Autor und Schriftsteller (
- 1865)
- 7. Februar: Josef Schöffel, österreichischer Journalist und Politiker (
- 1832)
- 14. Februar: Ludwig Hartmann, Komponist und Musikkritiker (
- 1836)
- 19. Februar: Udo zu Stolberg-Wernigerode, Politiker und preußischer Staatsbeamter (
- 1840)
- 1. März: José Domingo de Obaldía, zweiter Staatspräsident von Panama (
- 1845)
- 10. März: Karl Lueger, österreichischer Politiker, Wiener Bürgermeister (
- 1844)
- 13. März: Robert Thallon, britischer Komponist und Organist (
- 1852)
- 21. März: Johannes Schilling, deutscher Bildhauer (
- 1828)
- 24. März: Joseph Maria Stowasser, österreichischer Altphilologe (
- 1854)
- 26. März: Auguste Charlois, französischer Astronom (
- 1864)
- 2. April: Friedrich von Bodelschwingh der Ältere, deutscher Pastor und Theologe, Pfarrer (
- 1831)
- 2. April: William Mactaggart, britischer Maler (
- 1835)
- 3. April: Richard Abegg, deutscher Chemiker (
- 1869)
- 6. April: Michael Rua, Generaloberer der Salesianer Don Boscos (
- 1837)
- 14. April: Julius Kühn, Begründer des Universitätsstudiums der Agrarwissenschaften (
- 1825)
- 21. April: Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller (
- 1835)
- 26. April: Bjørnstjerne Bjørnson, norwegischer Dichter und Politiker (
- 1832)
- 26. April: Garretson W. Gibson, ehemaliger Präsident Liberias (
- 1832)
- 4. Mai: Adolph Woermann, Hamburger Kaufmann, Reeder und Politiker (
- 1847)
- 6. Mai: Carl Ferdinand Otto Ludwig Udo III. von Alvensleben, Rittergutsbesitzer (
- 1823)
- 6. Mai: Eduard VII., britischer König und Prince of Wales (
- 1841)
- 10. Mai: Carl Reinecke, deutscher Komponist (
- 1824)
- 12. Mai: William Huggins, britischer Astronom (
- 1824)
- 16. Mai: Henri Edmond Cross, französischer Maler (
- 1856)
- 18. Mai: Franz Skarbina, deutscher Maler (
- 1849)
- 18. Mai: Pauline Viardot-Garcia, französische Künstlerin (
- 1821)
- 22. Mai: Jules Renard, französischer Schriftsteller (
- 1864)
- 27. Mai: Robert Koch, deutscher Bakteriologe und Nobelpreisträger (
- 1843)
- 28. Mai: Emil Zuckerkandl, österreichischer Mediziner (
- 1849)
- 29. Mai: Mili Alexejewitsch Balakirew, russischer Komponist, Pianist und Dirigent (
- 1837)
- 31. Mai: Elizabeth Blackwell, erste Ärztin mit Hochschulabschluss (
- 1821)
- 2. Juni: Eduard Locher, Schweizer Ingenieur, Erfinder und freier Unternehmer (
- 1840)
- 3. Juni: Julius Wolff, deutscher Dichter und Schriftsteller (
- 1834)
- 5. Juni: O. Henry, US-amerikanischer Schriftsteller (
- 1862)
- 1. Juli: Max Honsell, Wasserbauingenieur und Professor in Karlsruhe (
- 1843)
- 4. Juli: Giovanni Schiaparelli, italienischer Astronom (
- 1835)
- 4. Juli: Louis-Albert Bourgault-Ducoudray, französischer Komponist (
- 1840)
- 10. Juli: Johann Gottfried Galle, deutscher Astronom (
- 1812)
- 12. Juli: Charles Stewart Rolls, Mitgründer des Automobil-Unternehmens Rolls-Royce (
- 1877)
- 13. Juli: Oskar Erbslöh, Luftfahrtpionier (
- 1879)
- 5. August: Julius Petersen, dänischer Mathematiker (
- 1839)
- 13. August: Florence Nightingale, englische Krankenpflegerin und Erfinderin des Kriegslazaretts (
- 1820)
- 16. August: Pedro Montt Montt, chilenischer Politiker (
- 1848)
- 20. August: Otto Piltz, deutscher Maler (
- 1846)
- 20. August: August Robert Wolff, Warschauer Verleger und Buchhändler (
- 1833)
- 26. August: William James, US-amerikanischer Psychologe und Philosoph (
- 1842)
- 2. September: Henri Rousseau, französischer Maler (
- 1844)
- 6. September: Elías Fernández Albano, chilenischer Politiker (
- 1845)
- 7. September: William Holman Hunt, britischer Maler (
- 1827)
- 20. September: Josef Kainz, österreichischer Schauspieler (
- 1858)
- 8. Oktober: Maria Konopnicka, Dichterin (
- 1842)
- 17. Oktober: Kurd Laßwitz, deutscher Schriftsteller und Philosoph (
- 1848)
- 23. Oktober: Rama V., König von Siam (
- 1853)
- 30. Oktober: Henry Dunant, Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (
- 1828)
- 15. November: Wilhelm Raabe, deutscher Erzähler (
- 1831)
- 20. November: Lew Nikolajewitsch Tolstoi, russischer Schriftsteller (
- 1828)
- 23. November: Octave Chanute, US-amerikanischer Eisenbahningenieur und Luftfahrt-Pionier (
- 1832)
- 3. Dezember: Mary Baker Eddy, US-amerikanische Autorin und Religionsgründerin (
- 1821)
- 17. Dezember: Max Wilhelm Meyer, deutscher Astronom, Naturforscher und Schriftsteller (
- 1853)
- 29. Dezember: Reginald Doherty, englischer Tennisspieler (
- 1872)
- Michail Alexandrowitsch Wrubel, russischer Maler des Symbolismus
- Édouard Colonne, französischer Dirigent (
- 1838)

Nobelpreise


- Physik: Johannes Diderik van der Waals
- Chemie: Otto Wallach
- Universitätsstadt Bordeaux [] ist politisches, wirtschaftliches und geistiges Zentrum des französischen Südwestens. Ihre etwa 230.000 Einwohner nennen sich Bordelais. Berühmtheit hat die Stadt insbesondere durch ihren Wein und ihre Küche erlangt, aber auch durch ihr bauliches und kulturelles Erbe. Bordeaux ist Sitz der Präfektur des Département Gironde und Hauptstadt der Region Aquitaine, ferner Sitz eines Erzbischofs und eines deutschen Konsulats. Die Präfektur verwaltet auch das Arrondissement Bordeaux, das aus 33 Kantonen besteht. Gemeinsam mit 26 umliegenden Kommunen bildet Bordeaux die Communauté Urbaine de Bordeaux (CUB), einen Kommunalverband mit etwa 660.000 Einwohnern. Dieser Verband ist wiederum Teil der Agglomeration, die den weiteren Einzugsbereich mit insgesamt 51 Kommunen umfasst und so auf 754.000 Einwohner kommt. Die aire urbaine, vergleichbar mit einer Metropolregion, zählt sogar 925.000 Einwohner (alle Angaben basieren auf der letzten Zählung 1999). Bordeaux ist die größte Stadt im Département Gironde und der Region Aquitanien und die neuntgrößte Stadt Frankreichs. Die Agglomeration rangiert in Frankreich an sechster Stelle.

Geographie

Geographische Lage

Bordeaux liegt im südwestlichen Frankreich, etwa 45 Kilometer vom Meer entfernt, an der Garonne, die sich in einem weiten Bogen durch die Stadt zieht. Diese Form einer Mondsichel verhalf der Stadt zum Namen „Port de la lune“ (Hafen des Mondes). Einige Kilometer flussabwärts vereinigt sich die Garonne mit der Dordogne zum über 70 Kilometer langen Mündungstrichter der Gironde. Bis in das Stadtgebiet hinein sind daher die Gezeitenkräfte zu beobachten: Bei Flut drückt das einströmende Meerwasser den Fluss zurück und hebt den Pegel um etwa einen Meter. Die entstehenden Strömungen sorgen für Strudel und ein unruhiges Oberflächenwasser. Bisweilen kann sich auch eine regelrechte Welle dutzende Kilometer flussaufwärts bewegen: Dieses Phänomen wird in Bordeaux „mascaret“ genannt. Die Nachbarkommunen sind auf dem linken Garonne-Ufer von Nord nach Süd: Blanquefort, Bruges, Le Bouscat, Eysines, Mérignac, Pessac, Talence und Bègles; auf dem rechten Garonne-Ufer von Nord nach Süd: Bassens, Lormont, Cenon, Floirac und Bouliac.

Geologie

Das linke Ufer der Garonne, auf dem sich der weitaus größte Teil des Stadtgebietes befindet, besteht aus weiten, sumpfigen Ebenen, aus denen niedrige Anhöhen („croupes“) ragen. Diese bestehen aus Geschiebesedimenten und weisen zum größten Teil Kies und Schotter als Untergrund auf. Die Böden sind mager, aufgrund der Wasserdurchlässigkeit und der Fähigkeit, Wärme zu speichern, für den Weinbau jedoch hervorragend geeignet. Die Stadt Bordeaux liegt zwischen dem flussabwärts gelegenen Médoc und dem sich flussaufwärts ziehenden Gebiet der Graves, die geomorphologisch sehr ähnlich sind. Berühmte Weingüter sind bis in das stark verstädterte Ballungsgebiet hinein keine Seltenheit. Das rechte Ufer geht fast unmittelbar in ein bis zu 90 Meter hohes Kalkplateau über, so dass dort eine markante Steilstufe besteht. Das Plateau beheimatet in etwa 20 Kilometern Entfernung weltberühmte Weinbaugebiete wie Saint-Emilion, Pomerol und Fronsac, in denen einige der teuersten Weine der Welt kultiviert werden.

Klima

Bordeaux liegt am Südrand der gemäßigten Klimazone. Die sehr milden Winter und die langen, warmen Sommer lassen bereits subtropisch-mediterranen Einfluss spüren. Niederschlag ist zu allen Jahreszeiten häufig; mit einer Niederschlagsmenge von etwa 900 mm/Jahr werden für französische Verhältnisse relativ hohe Mengen erreicht. Diese fallen hauptsächlich im Winterhalbjahr, im Sommer eher in Form von Wärmegewittern. Die höchste jemals in Frankreich gemessene Niederschlagsmenge innerhalb einer halben Stunde wurde im Juli 1883 aus Bordeaux gemeldet. Enorme Schäden verursachte auch ein „Doppelgewitter“ im Jahre 1982, als am 31. Mai innerhalb einer Stunde das komplette Monatssoll abregnete und drei Tage später in 50 Minuten nochmals ein halbes. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei etwa 14,5 °C mit einem durchschnittlichen Minimum von 3,5 °C im Januar und einem Maximum von 20 °C im August. Die nach hinten verschobenen Temperaturmaxima liegen im ozeanischen Klima begründet. Trotz des ausgeglichenen Temperaturgangs können bei entsprechenden Wetterlagen extreme Temperaturen auftreten: Während der Hitzewelle 2003 erreichten die Höchstwerte an zwölf aufeinander folgenden Tagen mindestens 35 °C, davon an einem Tag 41 °C. Die Stadt hat eine hohe Sonneneinstrahlung vorzuweisen. Mit etwa 2.000 Sonnenstunden pro Jahr übertrifft Bordeaux die meisten französischen Regionen mit Ausnahme des Mittelmeerraumes und einzelner Küstengebiete am Atlantik. Die Mikroklimate von Bordeaux und Umgebung sind mitentscheidend für die hervorragenden Weinbaubedingungen: Die Stadt und die umliegenden Anbaugebiete sind durch einen breiten Streifen Pinienwaldes (Forêt des Landes) vor den Seewinden geschützt. Zudem sorgt die Gironde für einen temperaturausgleichenden Effekt, da dieses Gewässer wie eine gigantische Batterie tagsüber gespeicherte Wärme nachts abgibt und außerdem breitflächig die Sonneneinstrahlung in das Umland reflektiert.

Stadtgeographie

Mikroklima Mikroklima Bordeaux ist formal in acht städtische Arrondissements aufgeteilt. Die Arrondissements 1–6 liegen auf dem linken Garonne-Ufer und sind von Norden nach Süden durchnummeriert, das siebte bezeichnet das rechte Garonne-Ufer und das achte den eingemeindeten Stadtteil Caudéran. Da hierbei historisch Gewachsenes zumeist nicht berücksichtigt wurde, hat dies dazu geführt, dass sich die Bewohner nicht – wie zum Beispiel in Paris – mit ihren Arrondissements identifizieren. Statt dessen ist es üblich, den Wohnsitz nach Vierteln beziehungsweise Stadtteilen zu benennen. Üblicherweise geben diese auch einen gewissen Aufschluss über den Lebensstandard.

Vieux Bordeaux (Altstadt)

Der historische Kern von Bordeaux ist das Gebiet innerhalb der ehemaligen Stadtmauer. Es wird durch die ringförmige Struktur der Cours und dem Garonne-Ufer begrenzt und von zwei Hauptachsen geteilt: Von Norden nach Süden verläuft die fast eineinhalb Kilometer lange, heute vollständig zur Fußgängerzone gestaltete Rue Sainte-Cathérine von der Place des Quinquonces bis zur Place de la Victoire, wo die alten Gebäude der Universität stehen. Hier und westlich davon liegt das Geschäftsviertel von Bordeaux mit Handels- und Dienstleistungsschwerpunkt, östlich bis zur Garonne überwiegt – teils sehr alte – Wohnbebauung. Die Ost-West-Achse wird durch den Pont de Pierre gebildet, die einzige Brückenquerung innerhalb des historischen Zentrums. Ihre Fortführung bildet der Cours Victor Hugo. Nördlich überwiegen Wohn- und Geschäftslagen gehobenen bis sehr hohen Standards, südlich einfache Lagen. Im Nordwestteil (Viertel: Quinconces, Hôtel de Ville) finden sich feine Restaurants und Cafés, repräsentative Niederlassungen von Banken und Finanzdienstleistern, Kinos und Einzelhandel für den gehobenen bzw. Luxusbedarf. Hier liegt das schon zu Zeiten der Intendanten so genannte Triangle d’or (Goldenes Dreieck), ein fast gleichseitiges Dreieck, das aus drei Alleen gebildet wird und als Schaufenster des feinen Bordeaux gilt. Im Nordostteil (Viertel: Saint-Pierre, Saint-Eloi) befinden sich Restaurants, Hotels und Kneipenviertel. Der ursprünglich alternative Charme weicht langsam einem gewissen Chic. Der Südwestteil (Viertel: Victoire) ist stark studentisch geprägt, aber auch bevorzugter Wohnort der Mittelschicht. Im Südosten (Viertel: Capucins, Saint-Michel, Sainte-Croix) überwiegen einkommensschwache Bevölkerungsschichten (Alte, Arbeiter, Arbeitslose, Immigranten).

Die ehemaligen Faubourgs (Vorstädte)

Der Wohngürtel zwischen Cours und Boulevard ist aus ehemaligen Vorstädten außerhalb der Stadtmauer entstanden und ist mit Ausnahmen ähnlich aufgebaut: Im Norden überwiegen bevorzugte, im Süden einfache Lagen. Entlang der Garonne liegen im Norden die Viertel Chartrons und Grand Parc, ersteres der Sitz vieler Weinhändler und bürgerlich geprägt, letzteres eine Großsiedlung für einkommensschwache Schichten. Der Nordwesten rund um das Palais Gallien beherbergt das Viertel Saint-Seurin, eine gehobene Wohnlage und Sitz vieler Konsulate. Im Westen ragt das neue Einkaufs- und Verwaltungszentrum Mériadeck empor, das einzige innerstädtische Hochhausensemble. Für dessen Errichtung wurden großflächig einfache Viertel abgerissen, deren Zustand als marode und unhygienisch angesehen wurde. Obwohl zwischen den Handels- und Verwaltungsflächen hochwertige Wohnbebauung geplant war, ist es nicht zu einer verstärkten Ansiedlung der Oberschicht gekommen; die Bauten haben im Gegenteil bereits eine leichte Patina angesetzt. Die großzügige verkehrstechnische Erschließung führte aber zur Ansiedlung einiger Hotels höheren Standards. Rund um Mériadeck ist die ursprüngliche Bebauung für die untere bis mittlere Mittelschicht erhalten geblieben, die zumeist aus ein- bis zweigeschossigen Häuserzeilen mit kleinen Gärten besteht. Diese so genannten Echoppes sind bei der Bevölkerung heutzutage äußerst beliebt. St. Genès im Südwesten ist großbürgerlich geprägt, während der Süden bis heute Wohngegend der Armen ist. Industrie und Gewerbe, Bahnlinien und wenig ansprechende Infrastruktur wie die zentralen Schlachthöfe prägen das Bild. Das rechte Ufer ist nach Jahrzehnten der Vernachlässigung ins Blickfeld der Stadtplaner gerückt. Neben den traditionellen Vierteln Bastide und Benauge soll direkt gegenüber der Altstadtfassade ein vollständig neuer Wohnbezirk für die urbane Oberschicht gebaut werden. Jenseits des Boulevards liegt im Norden das Viertel Lac ohne nennenswerte Wohnbebauung, sowie Bacalan, traditionelles Revier der Hafenarbeiter und heute stark von Arbeitslosigkeit geprägt. Im Westen befindet sich Caudéran, ein 1964 eingemeindeter Vorort mit lockerer Bebauung und einigen repräsentativen Villen. Hier ist der Parc Bordelais gelegen, die größte öffentliche Grünfläche der Stadt. Im Südwesten schließt sich Saint-Augustin an, ein Viertel der mittleren bis oberen Mittelschicht; hier sind das Stadion und das Zentralkrankenhaus untergebracht.

Agglomeration

Caudéran Wie in fast allen französischen Ballungsräumen ist die Kernstadt Bordeaux von einem Gürtel eigenständiger Kommunen umgeben, die mit ihr untrennbar zusammen gewachsen, aber nicht eingemeindet worden sind. Während Bordeaux im 20. Jahrhundert insgesamt an Einwohnern eingebüßt hat, sind diese Vororte teilweise auf das zehnfache ihrer ursprünglichen Bevölkerung gewachsen. Die flächenmäßige Ausdehnung der Agglomeration ist insbesondere auf dem linken Garonne-Ufer bemerkenswert: Seit Jahrzehnten frisst sich die Stadt förmlich in den umgebenden Pinienwald hinein, immer wieder einen Gürtel aktuell bevorzugter Randwohnlagen vor sich herschiebend. Zum Flächenverbrauch trägt auch die fast durchweg niedrige Bebauung bei. Der hochverdichtete Teil des Ballungsraumes liegt etwa innerhalb des Autobahnrings. Die Schnittpunkte zwischen dem ringförmigen Boulevard und den Ausfallstraßen sind die so genannten Barrières. Diese bilden keineswegs deutliche Grenzen zwischen Bordeaux und der Vorstadt, sondern sind im Gegenteil auf Grund ihrer Verkehrslage zu kleinen Nebenzentren der Innenstadt geworden, deren eine Hälfte in Bordeaux liegt, die andere teils schon in den Nachbarkommunen, die außerdem über jeweils eigene Stadtzentren verfügen. Diese Orte weisen Bevölkerungsstärken zwischen 10.000 und 70.000 Einwohnern auf. Außerhalb dieser Städte bzw. jenseits des Autobahnrings wird die Bebauung locker, die Einwohnerdichte geringer und das Durchschnittseinkommen höher. Einige Großeinrichtungen (Flughafen, Industrieansiedlungen) unterbrechen das gleichförmige Bild. Die in diesem äußeren Gürtel gelegenen Kommunen verzeichnen zwischen 5.000 und 25.000 Einwohner. Auf der gegenüber liegenden Seite der Garonne ist auf Grund des geringeren Platzangebotes der Übergang unvermittelt: Während nahe der Stadtgrenze in Lormont und Cenon Hochhausbebauung im größeren Stil herrscht, beginnt unmittelbar östlich davon bereits der ländliche Raum.

Flora und Fauna

Das Stadtgebiet ist auf fast 90% der Fläche derart verdichtet, dass kein Platz für natürliche Lebensräume bleibt. Hier beschränkt sich die Vegetation auf Parks, Grünstreifen und leeren Baugrund. Auch die Tierwelt existiert nur insoweit, wie sie sich an fast geschlossen überbaute Flächen anpassen kann. Bordeaux hat insbesondere ein massives Problem mit seiner Rattenpopulation, das die Stadtverwaltung seit Jahren durch eine verbesserte Müllentsorgung und stärkere Kontrolle der gastronomischen Einrichtungen bekämpft. Naturnaher Raum findet sich im äußersten Norden des Stadtgebiets und vereinzelt an den Ufergestaden der Garonne gegenüber der Altstadt. Insbesondere im Norden, der als Naherholungsgebiet ausgewiesen wurde, sind einige Flächen bewusst nicht bewirtschaftet worden, so dass hier noch eine Flora und Fauna existiert, wie sie entlang der Gironde typisch ist: Eine Reihe von Zugvögeln hat hier seine Rastplätze, in den Gehölzen finden sich einige Arten von Niederwild und an sumpfigen Stellen sind auch Bewohner von Feuchtgebieten (Amphibien etc.) zu finden. Ein eigenes Biotop bilden die Rebflächen, die im Stadtgebiet von Bordeaux allerdings verschwunden sind. In einigen angrenzenden Städten wie Pessac oder Villenave-d’Ornon dagegen wird Wein kultiviert. Hier haben Rebhühner und Kaninchen sowie deren Fressfeinde (Raubvögel etc.) ihre Lebensräume. Relativ ungestört ist der aquatische Lebensraum. In der Garonne existiert eine Vielzahl von Organismen, die sich an die Verhältnisse in Brackwasserreservoiren angepasst haben (siehe hierzu Gironde). In den künstlich geschaffenen Seen leben vornehmlich Zier- bzw. Angelfische.

Geschichte

Siehe hierzu auch den Hauptartikel Geschichte von Bordeaux. Die Geschichte von Bordeaux erstreckt sich über einen Zeitraum von annähernd 2300 Jahren. Sie ist von Kelten, Römern, Franken und dem englisch-französischen Gegensatz geprägt, seit Mitte des 15. Jahrhunderts gehört Bordeaux ununterbrochen zu Frankreich. Im Laufe der Jahrhunderte erreichte die Stadt drei ökonomische Blütezeiten, die vor allem auf die strategische Lage, die Handels- und Verkehrsverbindungen zurückzuführen sind.

Antike

Die Stadt geht auf eine keltische Siedlung aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. zurück, die unter den Römern Burdigala getauft und zur Hauptstadt der Provinz Aquitania erhoben wurde. In dieser Zeit erlebte Bordeaux seine erste Blüte, die mehrere hundert Jahre andauerte; sowohl der schon damals praktizierte Weinbau als auch die günstige Lage als Seehafen waren Ursache dafür. Da das unmittelbare Umland sumpfig und von Malaria verseucht war und daher für eine Besiedlung eher ungeeignet erschien, ist Bordeaux ein Musterbeispiel für eine Stadtgründung aus rein strategischen Erwägungen. Das Stadtbild des antiken Burdigala muss beeindruckend gewesen sein; Reiseberichte r