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James Lee BurkeJames Lee Burke ( - 12. Dezember 1936 in Houston, Texas ) ist ein US-amerikanischer Kriminalautor.
Nach Abschluss seines Studiums und zahlreichen Aushilfsjobs, u.a. als Journalist und Lehrer, veröffentlichte er bereits Mitte der 1960er seine ersten Bücher. Richtig erfolgreich wurde er aber erst ab Ende der 1980er mit seinen Kriminalromanen.
Am bekanntesten ist seine Krimiserie um den Südstaaten-Polizisten Dave Robicheaux. Neben einer Buchverfilmung mit Alec Baldwin in der Hauptrolle erhielten zwei weitere Bücher renommierte Krimi-Preise für den besten Roman des Jahres. Wie der Autor lebt auch Robicheaux in Louisiana und hatte mit einem schweren Alkoholproblem zu kämpfen, wie seine Figuren überhaupt einen sehr starken Bezug zu Burkes eigenem Leben haben. Das gilt auch für seine zweite Serie um Billy Bob Holland aus Montana, Burkes zweitem Wohnsitz.
Ein Kuriosum aus Burkes Karriere: Obwohl er damals schon mehrere Romane veröffentlicht hatte, bekam er in den 1970ern für sein Werk The Lost Get-Back Boogie nur Absagen (angeblich rekordverdächtige 111 Ablehnungen in neun Jahren). Als schließlich ein Verleger zur Veröffentlichung einer nachgebesserten Version bereit war, erhielt das Buch sogar eine Nominierung für den Pulitzer-Preis.
Werke
Dave Robicheaux
- The Neon Rain. 1987 (deutsch: Neonregen)
- Heaven's Prisoners. 1988 (deutsch: Mississippi Delta - Blut in den Bayous), verfilmt
- Black Cherry Blues. 1989 (deutsch: Black Cherry Blues), Edgar Award (Bester Roman 1990)
- A Morning for Flamingos. 1990 (deutsch: Flamingo)
- A Stained White Radiance. 1992 (deutsch: Weißes Leuchten)
- In the Electric Mist with Confederate Dead. 1993 (deutsch: Im Schatten der Mangroven)
- Burning Angel. 1995 (deutsch: Im Dunkel des Deltas)
- Cadillac Jukebox. 1995 (deutsch: Nacht über dem Bayou)
- Sunset Limited. 1998. (deutsch: Sumpffieber), Golden Dagger 1998
- Purple Cane Road. 2000 (deutsch: Straße ins Nichts)
- Jolie Blon's Bounce. 2002 (deutsch: Die Schuld der Väter)
- Dixie City Jam. 1994 (noch nicht auf Deutsch erschienen)
- Last Car to Elysian Fields. 2003 (noch nicht auf Deutsch erschienen)
Billy Bob Holland
- Cimarron Rose. 1997 (deutsch: Cimarron Rose), Edgar Award (Bester Roman 1998)
- Heartwood. 1999 (deutsch: Feuerregen)
- Bitterroot. 2001 (deutsch: Die Glut des Zorns)
In the Moon of Red Ponies. 2004 (noch nicht auf Deutsch erschienen)
Weitere Werke
- Two for Texas. 1982, verfilmt
- The Lost Get-Back Boogie. 1986, Pulitzer-Preis-Nominierung
Weblinks
-
- [http://jamesleeburke.com/index.html Offizielle Webseite des Autors] (englisch)
- [http://www.krimi-couch.de/krimis/james-lee-burke.html James Lee Burke auf Krimi-Couch.de] - Porträt, Bibliographie, Rezensionen.
- [http://www.merbold.de/krimis/burke.html Weitere Biografie - merbold.de]
Burke, James Lee
Burke, James Lee
Burke, James Lee
Burke, James Lee
Burke, James Lee
Burke, James Lee
12. DezemberDer 12. Dezember ist der 346. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 347. in Schaltjahren) - somit bleiben 19 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1787 - Pennsylvania wird der zweite US-Bundesstaat, der die Verfassung der USA ratifiziert.
- 1870 - Joseph H. Rainey aus South Carolina wird der erste Afroamerikaner, der in den US-Kongress gewählt wird.
- 1916 - Der deutsche Reichskanzler von Bethmann-Hollweg bietet den Alliierten Friedensverhandlungen an. Das Angebot wird abgewiesen.
- 1940 - Der "Ewige" ungarisch-jugoslawischer Freundschaftsvertrag wird geschlossen.
- 1956 - Japan tritt den Vereinten Nationen bei.
- 1958 - Guinea tritt den Vereinten Nationen bei.
- 1963 - Die Kronkolonie Kenia wird von Großbritannien unabhängig.
- 1979 - Die NATO verabschiedet den NATO-Doppelbeschluss. Es werden weitere Atomraketen in Europa stationiert und gleichzeitig die Bereitschaft zur Rüstungsbegrenzung gezeigt.
- 1980 - Ausbruch schwerer Unruhen um Flächensanierung in Berlin.
- 1984 - In Mauretanien wird Mohamed Khouna Ould Haidalla durch den Militärputsch von Oberst Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya gestürzt.
- 1993 - Erste freie Wahlen in Russland.
- 1994 - Südafrika wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 1999 - Erste Kommunalwahlen in Aserbaidschan.
- 2000 - Friedensvertrag von Algier zwischen Äthiopien und Eritrea.
- 2002 - Beschluss des Europarats in Kopenhagen über die Mitgliedschaft Estlands in der EU zum 1. Mai 2004.
- 2003 - Paul Martin wird Premierminister Kanadas.
- 2004 - Schweiz. Die 1. Etappe des Eisenbahn-Grossprojekts Bahn 2000 wird eingeführt.
Wirtschaft
- 1900 - Die United States Steel Corporation (US Steel), für längere Zeit der größte Stahlkonzern der Welt, wird gegründet.
- 1955 - Christopher Cockerell meldet das erste Luftkissenfahrzeug ("Hovercraft") zum Patent an.
Wissenschaft, Technik
- 1901 - Guglielmo Marconi gelingt die erste Funkbrücke über den Atlantik
Kultur
- 1880 - Uraufführung der Oper Don Rodrigue von Georges Bizet in Paris
- 1897 - Inspiriert von "Max und Moritz" erscheint der Cartoon "The Katzenjammer Kids" von Rudolph Dirks, in der Folge einer der langlebigsten Zeitungscartoons, erstmals im "New York Journal".
- 1930 - Uraufführung der Operette Les Aventures du Roi Pausole von Arthur Honegger am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
Religion
- 1254 - Neun Kardinäle wählen in einem Konklave in Neapel Rinaldo dei Conti di Segni (Papst (Alexander IV.) zum Nachfolger von Innozenz IV..
Katastrophen
- 1985 - Eine gecharterte Douglas DC-8 mit US-Soldaten der Sinai-Friedenstruppe auf dem Flug nach Hause in die Weihnachtsferien stürzt unmittelbar nach dem Start in Neufundland ab. 256 Menschen kommen ums Leben.
- 1986 - Ost-Berlin, DDR. Eine Tupolew Tu-134 der Aeroflot landet im Nebel auf der falschen Landebahn und verunglückt. 70 der 82 an Bord befindlichen Personen sterben dabei.
- 1992 - Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in der Region Flores, Indonesien, fordert ca. 2.500 Todesopfer.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1298 - Albrecht II., Herzog von Österreich
- 1712 - Karl Alexander von Lothringen, Hochmeister des Deutschen Ordens, Generalfeldmarschall und Gouverneur der Niederlande
- 1731 - Erasmus Darwin, britischer Dichter, Wissenschaftler und Arzt
- 1745 - John Jay, Politiker der USA
- 1753 - Wilhelmine von Lichtenau, Geliebte von Friedrich Wilhelms II. von Preußen
- 1772 - Bertrand Clausel, französischer General und Marschall von Frankreich
- 1773 - Robert Surcouf, französischer Marineoffizier und Korsar
- 1784 - Christian Krafft, deutscher Theologe
- 1791 - Marie-Louise von Habsburg, Ehefrau Napoleons I.
- 1792 - Alexandros Ipsilantis, griechischer Freiheitskämpfer
- 1801 - Johann von Sachsen, deutscher Politiker, regierte nach dem Tod seines Bruders Friedrich August II
- 1805 - William Lloyd Garrison, US-amerikanischer Schriftsteller und Vorkämpfer für die Abschaffung der Sklaverei in den USA
- 1806 - François Blanc, französischer Mathematiker und Finanzier
- 1815 - Isabella Braun, deutsche Jugendbuchautorin
- 1821 - Gustave Flaubert, französischer Schriftsteller
- 1822 - Johann Anton Wilhelm von Carstenn, deutscher Unternehmer und Stadtplaner
- 1845 - Fanny Churberg, finnische Malerin
- 1857 - Max Devrient, österreichischer Schauspieler
- 1863 - Edvard Munch, norwegischer Maler und Graphiker
- 1866 - Alfred Werner, schweizerischer Chemiker
- 1872 - Bruno Cassirer, deutscher Verleger und Galerist
- 1872 - Heinrich Vogeler, deutscher Künstler
- 1882 - Akiba Rubinstein, polnischer Schachspieler
- 1884 - John Heijning, niederländischer Fußballspieler
- 1886 - Mirko Jelusich, österreichischer Schriftsteller
- 1887 - Kurt Atterberg, schwedischer Komponist
- 1889 - Otto Scheff, österreichischer Freistil-Schwimmer
- 1890 - Theodor Neubauer, deutscher Widerstandskämpfer, operative illegale Leitung der KPD
- 1892 - Herman Potocnik, slowenischer Raumfahrttheoretiker
- 1892 - Joseph Suder, deutscher Komponist und Dirigent
- 1892 - Liesl Karlstadt, deutsche (bayerische) Schauspielerin
- 1893 - Edward G. Robinson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1902 - Howard Koch, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1903 - Rosette Anday, ungarische Mezzo-Sopranistin
- 1903 - Yasujiro Ozu, japanischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 1905 - Manès Sperber, österreichisch-französischer Schriftsteller
- 1905 - Mulk Ráj Ánand, indischer Schriftsteller
- 1906 - Liselott Baumgarten, deutsche Schauspielerin
- 1906 - Pamela Wedekind, deutsche Schauspielerin Chansonsängerin
- 1907 - Ilse Fürstenberg, deutsche Schauspielerin
- 1907 - Rose Renée Roth, österreichische Schauspielerin
- 1910 - Henri Challan, französischer Komponist
- 1910 - René Challan, französischer Komponist
- 1910 - Emanuel Nobs, ostschweizer Maler
- 1910 - Helene Mayer, deutsche Fechterin
- 1911 - Stanley Bate, englischer Komponist
- 1912 - Henry Armstrong, US-amerikanischer Boxer
- 1912 - Thorbjørn Egner, norwegischer Kinderbuchautor
- 1914 - Patrick O'Brian, britischer Autor
- 1915 - Frank Sinatra, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Entertainer
- 1919 - Fritz Muliar, österreichischer Schauspieler
- 1919 - Hermann Neuberger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes
- 1921 - George Frankl, österreichischer Psychoanalytiker, Philosoph und Autor
- 1924 - Edward I. Koch, Bürgermeister von New York
- 1928 - Tschingis Aitmatow, kirgisischer Schriftsteller
- 1929 - John James Osborne, englischer Dramatiker
- 1933 - Makoto Iwamatsu, japanisch-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Christa Stubnick, deutsche Leichtathletin
- 1936 - Iolanda Balas, rumänische Hochspringerin
- 1936 - James Lee Burke, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1938 - Connie Francis, US-amerikanische Sängerin
- 1940 - Dionne Warwick, US-amerikanische Sängerin und TV-Moderatorin
- 1942 - Declan Clusky, britischer Musiker und Sänger
- 1942 - Hannelore Rönsch, deutsche Politikerin
- 1942 - Mike Heron, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1943 - Dickey Betts, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1943 - Gertraud Jesserer, österreichische Film- und Burgschauspielerin
- 1943 - Grover Washington Junior, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1943 - Mike Smith, britischer Musiker und Sänger
- 1943 - Renate Schmidt, deutsche Politikerin
- 1945 - Allan Ward, britischer Musiker
- 1945 - Tony Williams, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Clive Bunker, britischer Musiker
- 1946 - Emerson Fittipaldi, brasilianischer Autorennfahrer
- 1948 - Ray Jackson, britischer Musiker
- 1949 - Beat Sterchi, schweizerischer Schriftsteller
- 1949 - Franz Fuchs, österreichischer Briefbombenattentäter
- 1949 - Marc Ravalomanana, Staatspräsident von Madagaskar
- 1949 - Paul Rodgers, britischer Rockmusiker
- 1949 - Tom Verlaine, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1950 - Barry Blue, britischer Sänger und Songschreiber
- 1950 - Heiner Flassbeck, deutscher Ökonom
- 1952 - Peter Haber, schwedischer Schauspieler
- 1955 - John Anderson, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1957 - Cy Curnin, britischer Musiker und Sänger
- 1957 - Robert Lepage, kanadischer Theaterregisseur
- 1957 - Susanna Tamaro, italienische Schriftstellerin
- 1957 - Tom Gerhardt, deutscher Comedian
- 1960 - Volker Beck, deutscher Politiker
- 1962 - Tracy Austin, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1965 - Else Buschheuer, deutsche Schriftstellerin
- 1966 - Maurizio Gaudino, deutscher Fußballspieler
- 1970 - Jennifer Connelly, US-amerikanische Schauspielerin
- 1972 - Wilson Kipketer, kenianisch-dänischer Leichtathlet
- 1976 - Jana Ina, brasilianische Moderatorin, Schauspielerin und Model
Gestorben
- 1766 - Johann Christoph Gottsched, deutscher Gelehrter und Schriftsteller
- 1799 - František Xaver Dušek, tschechischer Komponist
- 1870 - August von Voit, deutscher Architekt
- 1889 - Robert Browning, britischer Dichter
- 1889 - Wiktor Jakowlewitsch Bunjakowski, russischer Mathematiker ( - 16. Dezember 1804)
- 1912 - Prinzregent Luitpold, Prinzregent von Bayern
- 1913 - Menilek II., Kaiser von Äthiopien
- 1924 - Luis Emilio Recabarren, in Santiago de Chile; chilenischer kommunistischer Politiker ( - 6. Juli 1876)
- 1937 - Alfred Abel, deutscher Schauspieler und Regisseur ( - 12. März 1879)
- 1939 - Douglas Fairbanks sen., US-amerikanischer Schauspieler
- 1946 - Renée Falconetti, in Buenos Aires; französische Schauspielerin ( - 21. Juli 1892)
- 1948 - Franjo Dugan, kroatischer Komponist
- 1952 - Max Laeuger, deutscher Künstler
- 1955 - Antun Dobronić, kroatischer Komponist
- 1956 - Edwald André Dupont, in Los Angeles; deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor ( - 25. Dezember 1891)
- 1958 - Milutin Milanković, in Belgrad; jugoslawischer Mathematiker, Astronom und Geophysiker ( - 28. Mai 1879)
- 1962 - Ekaterina Wasiljewna Gelzer, in Moskau; russische Tänzerin ( - 4. November 1876)
- 1963 - Theodor Heuss, erster deutscher Bundespräsident
- 1963 - Yasujiro Ozu, japanischer Regisseur
- 1968 - Dante Alderighi, in Rom; italienischer Komponist und Pianist ( - 7. Juli 1898)
- 1971 - Max Mell, in Wien; österreichischer Dramatiker und Lyriker ( - 10. November 1882)
- 1976 - Jack Cassidy, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger ( - 5. März 1927)
- 1976 - Hans Krämer, in Leipzig; deutscher Opernsänger ( - 20. Mai 1906)
- 1980 - José Artigas, in Gallifa, Barcelona; spanischer Kunstkeramiker und -töpfer ( - 16. Juni 1892)
- 1983 - Wilhelm Karl Arnold, in Würzburg; deutscher Psychologe ( - 14. Oktober 1911)
- 1985 - Anne Baxter, New York City; US-amerikanische Schauspielerin ( - 7. Mai 1923)
- 1985 - Ian Stewart, britischer Musiker
- 1987 - Clifton Chenier, in Lafayette, Louisiana; US-amerikanischer Zydeco-Musiker ( - 25. Juni 1925)
- 1988 - Rudolf Schündler, in München; deutscher Schauspieler, Kabarettist und Regisseur ( - 17. April 1906)
- 1990 - Conchita Piquer, in Madrid; spanische Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin ( - 8. Dezember 1908)
- 1991 - Gustav Schäfer, Ruder-Olympiasieger
- 1992 - Robert Rex, niueanischer Politiker und Premierminister
- 1993 - Jószef Antall, in Budapest; ungarischer Historiker und Politiker ( - 7. April 1932)
- 2000 - Götz Friedrich, deutscher Opernregisseur
- 2002 - Dee Brown, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2002 - Orlando Villas Bôas, brasilianischer Forscher (Vater der Indios)
- 2003 - Heydär Äliyev, russisch-aserbaidschanischer Politiker
- 2003 - Fadwa Tukan, palästinensische Dichterin
- 2004 - Herbert Dreilich, in Berlin; deutscher Rockmusiker ( - 5. Dezember 1942)
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Johanna Franziska von Chantal, Ordensgründerin (katholischer Gedenktag im deutschen Sprachgebiet, sonst am 12. August)
- Nationalfeiertag Kenias
- Verfassungstag Russlands
Siehe auch
- 11. Dezember - 13. Dezember
- 12. November - 12. Januar
- Dezember - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1212
ja:12月12日
ko:12월 12일
simple:December 12
th:12 ธันวาคม
Houston
Houston ist eine Stadt im US-Bundesstaat Texas in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie wird von Einheimischen auch „Bayou City“ genannt und liegt im Südosten von Texas im Harris County. Sie ist die viertgrößte Stadt der USA und die größte Stadt im Bundesstaat Texas. Zudem ist sie eine der beiden größten Wirtschaftsregionen in Texas. Houston hat 2,01 Millionen Einwohner, in der Metropolregion leben mehr als 5 Millionen Menschen.
Texas
Politik
Städtepartnerschaften
Houston hat 16 Partnerstädte. In Klammer das Jahr in dem die Zusammenarbeit gestartet wurde.
- Taipei, Taiwan, China (1963)
- Huelva, Spanien (1969)
- Chiba, Japan (1973)
- Nizza, Frankreich (1973)
- Baku, Aserbaidschan (1976)
- Grampian Region, Schottland (1979)
- Stavanger, Norwegen (1980)
- Perth, Australien (1983)
- Istanbul, Türkei (1986)
- Shenzhen, China (1986)
- Guayaquil, Ecuador (1987)
- Leipzig, Deutschland (1993)
- Tyumen, Russland (1995)
- Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate (2001)
- Luanda, Angola (2003)
- Tampico, Mexiko (2003)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
In Downtown Houston gibt es in nächster Nähe zueinander zahlreiche bedeutende Kulturinstitutionen: das Schauspielhaus Alley Theatre, das Wortham Center (die Heimstätte der Houston Grand Opera), Jones Hall (Konzerthalle des Houston Symphony Orchestra) und das Hobby Center for the Performing Arts (ein Kulturzentrum für Gastspiele u.a. von Shows, Musicals und für Konzerte).
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Bekannt für seine Ölindustrie und das Lyndon B. Johnson Space Center, besitzt Houston aber auch einen der größten Seehäfen der USA, sowie drei Flugplätze:
- George Bush Intercontinental Airport
- William P. Hobby Airport
- Ellington Field (wird hauptsächlich für regionale Flüge und das Militär genutzt)
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Paul Neal Adair, US-amerikanischer Feuerwehrmann
- Wes Anderson, US-amerikanischer Filmregisseur
- James Baker, US-amerikanischer Politiker
- Clay Blaker, US-amerikanischer Country-Musiker
- Alexis Bledel, US-amerikanische Schauspielerin und Fotomodell
- Derrick Brew, US-amerikanischer Leichtathlet
- James Lee Burke, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- Mark Calaway, US-amerikanischer Wrestling|Wrestler
- Lois Chiles, Schauspielerin, Dozentin
- Rodney Crowell, US-amerikanischer Country-Sänger, Songwriter und Produzent
- Michael Dell, Unternehmer
- Hilary Duff, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- Shannon Elizabeth, US-amerikanische Schauspielerin
- Donald Louis Evans, Politiker, Wirtschaftsminister, Republikaner
- Jennifer Garner, US-amerikanische Schauspielerin
- John Gray (Therapeut), US-amerikanischer Paar- und Familientherapie|Familientherapeut
- Howard Hughes, US-amerikanischer Unternehmer und Luftfahrtpionier
- Jack Ingram (Country-Musik), US-amerikanischer Country-Sänger
- Beyoncé Knowles, US-amerikanischer Sängerin (Destiny's Child)
- Richard Linklater, US-amerikanischer Filmregisseur Richard Linklater
- Barbara Mandrell, US-amerikanische Country-Sängerin
- Ann Miller, US-amerikanische Schauspielerin und Tänzerin
- Jason Moran, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- Billy Preston, Keyboard-Spieler
- Dennis Quaid, US-amerikanischer Schauspieler
- Randy Quaid, US-amerikanischer Schauspieler
- John Shirley, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller, Autor, Punk-Musiker und -texter sowie Drehbuchautor
- Brent Spiner, US-Amerikanischer Schauspieler
- Matt Stone, Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur
- Patrick Swayze, US-amerikanischer Schauspieler
- Teagan Presley, US-amerikanische Pornodarstellerin
- Sippie Wallace, US-amerikanische Blues-Musikerin
- Monte Warden, US-amerikanischer Country-Musiker
- Robert Woodrow Wilson, US-amerikanischer Physiker
Weblinks
- [http://www.houstontx.gov/ Webseite der Stadt Houston (auf Englisch)]
Kategorie:Ort in Texas
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:ヒューストン
Texas
Texas (The Lone Star State) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Texas liegt im Südwesten der USA und grenzt im Norden an Oklahoma, im Nordosten an Arkansas, im Osten an Louisiana, im Südosten an den Golf von Mexiko, im Südwesten an Mexiko und im Westen an New Mexico.
Texas ist, nach Alaska, flächenmäßig der zweitgrößte Staat der USA. Auch bevölkerungsmäßig ist es der zweitgrößte Staat, nach Kalifornien.
- Fläche: 692.405 km²
- Einwohner: 20.851.820 (2000)
- Hauptstadt: Austin
Geographie
Austin
Texas besteht aus drei verschiedenen Klimagebilden. Von der Küste aus, die fast ihrer ganzen Länge nach von Lagunen eingefasst ist, erstreckt sich 50 bis 100 km landeinwärts ein relatives Flachland, das zum Teil sehr fruchtbar und für den Anbau von Baumwolle, Zuckerrohr und stellenweise auch Reis vorzüglich geeignet ist. Dahinter erhebt sich ein wellenförmiges hügeliges Land, welches, bis 320 km breit, den ganzen Nordosten des Staats umfasst, großenteils von Prärien bedeckt ist. Der nordwestliche Teil des Staatsgebiets ist Berg- und Hochland und besteht zum Teil aus einem 1.300 m hohen wüsten Sandsteinplateau (span. "llano estacado", engl. "staked plain"). Der Norden ist sehr fruchtbar und wird noch heute für die Viehzucht genutzt. Im gesamten Süden und Westen wurde bis Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts Erdöl gefördert. An Flüssen ist Texas reich, wenn auch die wenigsten während des gesamten Jahres schiffbar sind. Der Red River scheidet es von dem Indianergebiet, der Sabine von Louisiana und der Rio Grande von Mexiko. Das Klima gilt im Vergleich zu den übrigen südlichen Staaten der USA als gesund.
Die größte Stadt Houston liegt geografisch im Südosten des Landes. Dallas, die zweitgrößte Stadt, und Fort Worth liegen im Nordosten. El Paso liegt im äußersten Westen und Corpus Christi liegt im Südwesten.
Größte Städte
- Liste der Städte in Texas
- Liste der Countys in Texas
Geschichte
Die Geschichte von Texas (oder auch Tejas, von ind. Techas, Freunde) beginnt bereits 10.000 Jahre vor Christus. In dieser Zeitperiode erreichten die ersten Indianer das Gebiet am Golf von Mexiko. Im Jahre 1519 entstand durch den Spanier Pineda die erste kartografische Erfassung der texanischen Küste. Dies war auch der Beginn der spanischen Besitznahme des Territoriums. Neun Jahre später, im Jahre 1528 erreichte der Spanier Cabeza de Vaca die Gegend des heutigen Galveston. Er erlitt mit seinem Schiff Schiffbruch. Die kleine Gruppe Überlebender marschierte quer durch die Indianergebiete bis nach Mexiko-Stadt und sorgte später für die Verbreitung der Legende von den „Sieben Städten aus Gold“. Der spanische Abenteurer Coronado, angezogen durch die Geschichten über die sieben Städte, durchquerte den westlichen Teil von Texas und Teile des heutigen Neu-Mexiko bis hinauf nach Kansas. Er fand keine goldenen Städte. Das Gerücht hielt sich trotzdem über die Jahrhunderte.
In der Folgezeit wurden viele Ortschaften und vor allem Missionen im heutigen Staatsgebiet von Texas gegründet. 1621 gründeten spanische Einwanderer, beziehungsweise spanische Mexikaner, die Stadt Corpus Christi de la Isleta.
Corpus Christi
Zu einem französischen Kolonisierungsversuch auf dem Territorium von Texas kam es 1685. Der Abenteurer René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle erreichte per Schiff die Matagorda Bay und gründete dort das Fort St. Louis. Die Ansiedlung litt jedoch stark unter Indianerangriffen, Krankheiten und dem Verlust wichtigen Materials durch Schiffbrüche. Bereits zwei Jahre später wurde La Salle von seinen eigenen Leuten ermordet, als er versuchte, Hilfe zu holen. St. Louis wurde daraufhin aufgegeben. Texas war wieder spanisch. In den Besiedelungen im Delta des Mississippi jedoch konnten sich die Franzosen behaupten. 1718 wurde die Mission San Antonio de Valero gegründet. Über 100 Jahre später wird diese Mission in die Geschichte eingehen als The Alamo.
1821 wurde Texas ein Teil des von Spanien unabhängig gewordenen Mexiko. Schon während des mexikanischen Unabhängigkeitskampfes sammelten sich hier viele Abenteurer aus den Vereinigten Staaten an. Nachdem der nordamerikanische Oberst Stephen F. Austin 1823 die Genehmigung der Zentralregierung Mexikos erhalten hatte, mit 300 Familien im Staatsgebiet von Texas zu siedeln, gründete er die Stadt San Felipe de Austín. Die Vereinbarung mit Austin war sehr einfach. Er musste seine US-amerikanische Staatsbürgerschaft gegen eine mexikanische eintauschen. Er unterstand somit der mexikanischen Gerichtsbarkeit. Immer mehr Siedler aus dem Norden erreichen den Golf von Mexiko. Es ist der Beginn der angloamerikanischen Kolonisation. Bis 1835 siedelten etwa 45.000 Menschen aus dem Norden in Texas.
Mexiko
Die Spannungen zwischen amerikanischen Siedlern auf der einen und den Mexikanern und der mexikanischen Regierung unter Präsident Santa Anna auf der anderen Seite wurden immer heftiger. Besonders religiöse, kulturelle und politische Probleme schienen unüberbrückbar. Stephen F. Austin wurde bei einem Besuch in Mexiko-Stadt sogar inhaftiert. Santa Anna entsandte kurz darauf Truppen (4.000 – 5.000 Mann) in den mexikanischen Bundesstaat. Am 2. Oktober 1835 kam es zur ersten Schlacht zwischen den Parteien. Die Schlacht von Gonzales ist der erste Kampf zur Unabhängigkeit Texas'.
Am 2. März 1836 erklärten sich die Texaner, im Vertrauen auf den Beistand der herrschenden Partei in den Vereinigten Staaten, welche eine Vermehrung der Sklavenstaaten wünschte, für unabhängig und ernannten den General Sam Houston (Namenspatron der Stadt Houston) zum militärischen Oberbefehlshaber. Das mexikanische Heer unter dem Präsidenten und General Santa Anna besetzte im Zuge der Feindseligkeiten die Hauptstadt von Texas, San Felipe de Austín.
San Felipe de Austín
Am 6. März 1836 wurde die Missionsstadt Alamo (bei San Antonio) von den Mexikanern nach dreizehntägiger Belagerung eingenommen. Dabei kamen alle Verteidiger (weniger als 190) ums Leben, unter ihnen waren auch David Crockett, Jim Bowie (der Erfinder des Bowie Messers) und William B. Travis.
Die mexikanischen Truppen (etwa 1.600 Soldaten) wurden am 21. April 1836 nahe dem Río San Jacinto River (heute östlich von Houston gelegen) von den Texanern unter Sam Houston überraschend geschlagen, wobei der mexikanische Präsident General A. L. de Santa Anna in Gefangenschaft der Texaner kam. Weitere Expeditionen der Mexikaner in den folgenden Jahren scheiterten ebenfalls.
Als unabhängige Republik wurde Texas von Frankreich und England am 23. November 1839 beziehungsweise am 14. November 1841 anerkannt. Erster Präsident der unabhängigen Nation und Republik Texas wurde der General Sam Houston. Mit Unterbrechung war er es bis kurz vor dem Zusammenschluss mit den USA. Von 1856 – 1861 war Sam Houston Gouverneur des US-Bundesstaates. Stephen F. Austin wurde Außenminister seines Staates, starb aber bereits zwei Monate nach Amtsantritt an einem Lungenleiden.
In Texas selbst aber verlangte die Mehrheit den Anschluss an die Vereinigten Staaten. Das Land wurde darauf am 19. Februar 1845 von den USA annektiert (Billigung durch den US-Kongress am 1. März 1845). Die förmliche Aufnahme in den Staatenbund erfolgte am 29. Dezember 1845. Hierüber entbrannte 1846 ein Krieg zwischen den USA und Mexiko, der am 2. Februar 1848 mit dem Friedensvertrag von Guadalupe Hidalgo endete. Mexiko verzichtete auf seine Ansprüche auf Texas und das Gebiet zwischen Rio Grande und Nueces River, doch schlug die Regierung der USA durch Beschluss vom 7. September 1850 einen Teil dieses Gebiets New Mexico zu, das inzwischen als Territorium an die Union angegliedert worden war. Texas erhielt hierfür eine Entschädigung von 10 Millionen Dollar.
New Mexico
Im amerikanischen Bürgerkrieg gehörte Texas zur der Südstaaten-Konföderation. Texas durfte erst als letzter Kriegsgegner als Bundesstaat zurück in die Union (15. Februar 1876).
Seit 1977 ist Chili con Carne offiziell das "State Food" des Bundesstaates, nachdem sich mehrere Hersteller von Chili (unter anderem der Hersteller des heute in den USA noch weit verbreiteten Wolf Brand Chilis) durch starke Lobbyarbeit vor der Regierung Texas' für dieses Gericht eingesetzt haben.
Deutsche Einwanderer haben den US-Bundesstaat nicht unwesentlich geprägt. Die organisierte deutsche Einwanderung begann 1834 und ist vor allem dem "Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas" zu verdanken, auch bekannt als "Mainzer Adelsverein". Noch um die Wende zum 20. Jahrhundert waren etwa 100.000 Texaner deutschsprachig. Die meisten siedelten in Zentraltexas im sogenannten "Texas Hill Country" im Bereich von Austin und San Antonio. Vor allem der Einfluss des Ersten Weltkriegs führte zu einem rapiden Rückgang des deutschsprachigen Elements in Texas. Den Einfluss deutscher Einwanderer kann man heute an Ortsnamen wie New Braunfels (Neu-Braunfels – gegründet 1845 vom Prinzen Carl zu Solms-Braunfels) oder dem des Wasserparks "Schlitterbahn" ablesen. In New Braunfels, etwa 65 km südlich der Hauptstadt Austin, wird alljährlich das "Wurstfest" gefeiert. Im Ortsteil Gruene, gegründet 1872 von Henry D. Gruene, befindet sich die älteste erhaltene Dance Hall in Texas, die "Gruene Hall". Sie ist noch heute ein historischer Ort von Live-Musik und Tanzveranstaltungen. Auch bei Fredericksburg (Friedrichsburg – gegründet 1846 und zu Ehren des ranghöchsten Mitgliedes des Adelsvereins, des Prinzen Friedrich von Preußen (1794-1863), benannt) ist eine deutsche Kolonie. Die Homepage der Stadt begrüßt Besucher noch heute mit "Willkommen", die Speisekarten der Restaurants sind teilweise noch zweisprachig. Bekannt wurde hier auch die Ansiedlung Luckenbach, welche in einem Lied, interpretiert von Waylon Jennings und Willie Nelson mit dem Titel "Luckenbach, Texas" erwähnt wurde. Das Lied brachte es immerhin zur Nummer 1 der US-Country-Charts. Etwa 10-20.000 ältere Texaner sind heute noch deutschsprachig, weil sie in ihrer Kindheit mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind. (siehe auch: Texasdeutsch)
Liste der Gouverneure von Texas
Rechtsordnung
In Texas ist die Todesstrafe möglich. Sie wird von den Strafgerichten bei entsprechender Schwere des Vergehens verhängt und kann z.B. durch Begnadigung durch den Gouverneur wieder aufgehoben werden. Bei der Zahl der auf die Todesstrafe wartenden sowie bei der Zahl der Vollstreckungen nimmt Texas die Spitzenposition in den USA ein. Wie auch bei den einfachen Gefängnisinsassen sind in Texas die farbigen Menschen, gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil, bei weitem in der Überzahl.
Züchtigungen von Schülerinnen und Schülern durch das sogenannte Paddle sind erlaubt und werden praktiziert.
Nationalflaggen von Texas
Die erste Nationalflagge von Texas diente als "bürgerliche Flagge" seit November 1835. Sie zeigte die Nationalfarben von Mexiko mit der Aufschrift "1824" (Jahr der mexikanischen Verfassung).
Eine weitere angebliche Nationalflagge vom März 1836 - blau, mit weißem Stern und den kreisförmig angeordneten Buchstaben "T","E","X","A","S" - stellte sich als "Machwerk" heraus und wurde nie als Nationalflagge benutzt.
Weblinks
- [http://www.traveltex.com/ Travel Texas (Touristik-Auskunft des Fremdenverkehrsamts von Texas)]
- [http://www.germantexans.org German-Texan Heritage Society]
- [http://www.texasgermansociety.com Texas German Society]
- [http://www.usatourist.com/deutsch/places/texas/germany.html Deutschland in Texas]
- [http://www.texancultures.utsa.edu/publications/texansoneandall/german.htm The German Texans]
- [http://www.fredericksburg-texas.com/visitor/index.asp Fredericksburg (Touristik-Auskunft)]
- [http://www.friedrichsburg-texas.com Friedrichsburg]
- [http://www.nbcham.org/visitor/index.asp New Braunfels (Touristik-Auskunft)]
- [http://www.wurstfest.com/ New Braunfels Wurstfest]
- [http://www.gruenetexas.com/ Gruene]
- [http://www.luckenbachtexas.com Luckenbach]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:テキサス州
ko:텍사스 주
simple:Texas
th:มลรัฐเทกซัส
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten Contras verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt.
Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ (evil empire), das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes „Star-Wars-Programm“ (SDI-Projekt, Krieg der Sterne) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt.
Die Außenpolitik der Regierung Clintons
Präsident Clinton zeichnete verantwortlich für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA.
Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel "die Sozialarbeit der Welt" zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmere, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Warlords, besonders Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cedras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cedras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der Nato in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Milosevic zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschritt und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs Krieg gegen den Terrorismus der Fall war.
Die Außenpolitik der Regierung George W. Bush und die Terroranschläge am 11. September 2001
Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum U | | |