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James Watson

James Watson

James Dewey Watson (
- 6. April 1928 in Chicago) ist ein US-amerikanischer Biochemiker und Entdecker der Molekularstruktur der Desoxyribonukleinsäure. Watson war eine Art "Wunderknabe", denn bereits 1950 hatte er in den USA mit einer Arbeit über Bakteriophagen promoviert. 1951 kam er nach England, um sich der Erforschung des DNA-Moleküls zu widmen, zunächst noch ohne großen Erfolg. Zusammen mit Francis Crick und unter Einbeziehung der Ergebnisse der Röntgenstrukturanalyse von Rosalind Franklin und der Basenkomplementarität von Erwin Chargaff entwickelte er dann aber am Cavendish-Laboratorium der Universität Cambridge ein Doppelhelix-Modell der DNA, welches 1953 der Öffentlichkeit präsentiert und in der Zeitschrift Nature, 1953, 171, 737-738 unter dem Titel "A structure for deoxyribose nucleic acid" publiziert wurde. Diese denkwürdige Publikation endete mit dem Satz "It has not escaped our notice that the specific pairity we have postulated immediately suggests a possible copying mechanism for the genetic material" (Es ist unserer Aufmerksamkeit nicht entgangen, dass die speziellen Paarungen, die wir als gegeben voraussetzen, unmittelbar auf einen möglichen Vervielfältigungsmechanismus für die genetische Erbsubstanz schließen lassen.) Dafür erhielt Watson zusammen mit Crick und dem Londoner Röntgenkristallographen Maurice Wilkins 1962 den Nobelpreis für Medizin. Das Time-Magazine zählt Watson zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sein Buch Die Doppelhelix, in dem er die Entdeckung der DNA-Struktur aus seiner persönlichen Sicht schildert, wurde zum internationalen Bestseller. Watson ist auch Mitinitiator des Human Genome Project. In die Schlagzeilen geriet er in jüngerer Zeit, weil er nicht nur für die Kartierung des menschlichen Genoms, sondern auch für die Tötung behinderten ungeborenen Lebens (s. Eugenik) plädiert.

Literatur


- James D. Watson: Die Doppelhelix. Rowohlt, Reinbek 1997. ISBN 3499602555
- James D. Watson: Gene, Girls und Gamow. Erinnerungen eines Genies. Piper Verlag, München 2003. ISBN 349204428X
- Ernst Peter Fischer: Am Anfang war die Doppelhelix. James D. Watson und die neue Wissenschaft vom Leben. Ullstein-Verlag, München 2003, ISBN 3-550-07566-9

Weblinks


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- [http://www.referaty.sk/tlac.php?referat=4603 James D. Watson: biographie]
- [http://www.die-leselust.de/buch/watson_james_doppelhelix.htm James D. Watson - Die Doppel-Helix] (Buchbesprechung)
- [http://www.nobel.se/medicine/laureates/1962/watson-bio.html James Watson - Biography] (engl.)
- [http://www.nature.com/genomics/human/watson-crick/ letters to nature: Molecular structure of Nucleic Acids] (Originalveröffentlichung von Watson und Crick zur DNA-Struktur 1953) Watson, James Watson, James Watson, James Watson, James Watson, James Watson, James ja:ジェームズ・ワトソン ko:제임스 왓슨

6. April

Der 6. April ist der 96. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 97. in Schaltjahren) - somit bleiben 269 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 402 - Schlacht bei Pollentia - die Römer unter Stilicho schlagen die Westgoten unter Alarich
- 1320 - Mit der Declaration of Arbroath erklärt Schottland seine Unabhängigkeit von England.
- 1652 - Gründung von Kapstadt als Versorgungsstation für Segelschiffe am Kap der guten Hoffnung auf ihrer Handelsroute nach Indonesien.
- 1782 - Rama I. besteigt als König den Thron von Siam.
- 1841 - John Tyler wird 10. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
- 1869 - Der Kunststoff Zelluloid wird patentiert.
- 1909 - Robert Edwin Peary, Matthew Henson und vier Inuit sollen als erste Menschen den Nordpol erreicht haben.
- 1917 - Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen 3 Tage zuvor erklären die Vereinigten Staaten dem Deutschen Reich den Krieg.
- 1941 - Invasion der deutschen Wehrmacht in Jugoslawien und Griechenland.
- 1948 - Finnland. Freundschafts- und Beistandsvertrag mit der UdSSR.
- 1973 - Neun europäische Staats- und Regierungschefs beschließen in Paris eine Wirtschafts- und Währungsunion, die 1980 vollendet sein soll
- 1980 - Einführung der Sommerzeit in der Bundesrepublik Deutschland.
- 1992 - Anerkennung der Republik Bosnien und Herzegowina durch die USA und die EU
- 1994 - Der Völkermord in Ruanda beginnt mit dem Abschuss eines Flugzeuges mit dem Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsidenten Cyprien Ntaryamira an Bord.
- 1994 - Frankreich. Einweihung es Eurotunnels unter dem Ärmelkanal durch Königin Elizabeth II. und Staatspräsident François Mitterrand.
- 1999 - Deutschland. Drei Flugzeuge mit insgesamt 600 Kosovo-Albanern an Bord treffen in Nürnberg ein.
- 2002 - Dr. José Manuel Durão Barroso wird Ministerpräsident von Portugal.

Wirtschaft


- 1865 - Im badischen Mannheim wird die BASF gegründet.
- 1965 - Der erste kommerzielle Nachrichtensatellit, Early Bird, wird auf der Spitze einer Delta-D-Rakete gestartet.
- 1999 - Die Pharmakonzerne Astra AB aus Schweden - an der die Wallenberg-Dynastie gut 20 % hält - und Zeneca Group PLC aus Großbritannien fusionieren unter dem neuen Namen AstraZeneca zu einem der größten Pharmakonzerne der Welt.

Wissenschaft, Technik


- 1973 - Die Raumsonde Pioneer 11 startet mit einer Atlas-Centaur-Rakete zur Erforschung der Planeten Jupiter und Saturn ins All.

Kultur


- 1327 - Der italienische Dichter Francesco Petrarca sieht nach eigenen Angaben in der Kirche von St. Claire in Avignon zum ersten Mal die verheiratete Laura. Die Liebe zu ihr lässt ihn in den Folgejahren 317 Sonette schreiben.
- 1813 - Uraufführung der Oper Les Abencérages, ou L'Étendard de Grenade (Das maurische Fürstengeschlecht der A. oder Die Standarte von Granada) von Luigi Cherubini an der Grand Opéra Paris.
- 1837 - Uraufführung der romantischen Oper Die Höhle bei Waverley von Conradin Kreutzer am Josephstädter Theater in Wien.
- 1867 - Uraufführung der Oper Dózsa György von Ferenc Erkel in Budapest.
- 1960 - Die Oper "Die sieben Todsünden des Kleinbürgers" von Kurt Weill wird in Frankfurt am Main uraufgeführt.
- 1974 - Die Musikgruppe ABBA gewinnt mit Waterloo den Grand Prix Eurovision de la Chanson.

Religion


- 1830 - Joseph Smith gründet die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (meist besser bekannt als "Die Mormonen").

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1896 - Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit - 295 Männer aus 13 Nationen nehmen daran teil - werden in Athen durch König Georg I. eröffnet.

Geboren


- 1420 - Georg von Podiebrad, böhmischer König
- 1483 - Raffaelo Santi (Raffael), italienischer Maler
- 1664 - Arvid Horn, schwedischer Politiker und Premierminister
- 1725 - Pascal Paoli, korsischer Freiheitskämpfer
- 1740 - Chamfort, französischer Schriftsteller
- 1806 - Friedrich Wilhelm Ritschl, deutscher Philologe
- 1812 - Aaron Bernstein, deutscher Schriftsteller
- 1812 - Alexander I. Herzen, russischer Publizist
- 1815 - Robert Volkmann, deutscher Komponist
- 1860 - Carl Miller, Kommunalpolitiker in Magdeburg
- 1870 - Oskar Vogt, deutscher Hirnforscher
- 1874 - Harry Houdini, österreichisch-US-amerikanischer Magier
- 1878 - Erich Mühsam, deutscher Dichter
- 1883 - Vernon Dalhart, US-amerikanischer Sänger und Country-Musiker
- 1884 - Walter Huston, kanadischer Schauspieler
- 1885 - Carlos Salzédo, französischer Komponist
- 1888 - Dan Andersson, schwedischer Arbeiterdichter und Lyriker
- 1888 - Gerhard Ritter, deutscher Historiker
- 1888 - Hans Richter, deutscher Künstler
- 1890 - Anton Herman Gerard Fokker, niederländischer Flugzeugbauer
- 1892 - Donald Wills Douglas, US-amerikanischer Flugzeugbauer und Industrieller
- 1892 - Hermann Schäfer, deutscher Politiker
- 1893 - Robert Noorduyn, Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1895 - Dudley Nichols, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1897 - Fritz Erpenbeck, deutscher Schriftsteller
- 1903 - Harold E. Edgerton, US-amerikanischer Ingenieur (Erfinder des Stroboskops)
- 1904 - Erwin Komenda, Automobildesigner
- 1904 - Kurt Georg Kiesinger, deutscher Politiker und Bundeskanzler
- 1909 - Hermann Lang, deutscher Rennfahrer
- 1913 - Carmen Cavallaro, US-amerikanische Musiker und Filmschauspieler
- 1914 - Thor Heyerdahl, norwegischer Anthropologe und Abenteurer
- 1915 - Tadeusz Kantor, polnischer Theaterkünstler
- 1918 - Hans Hürlimann, schweizerischer Politiker
- 1918 - Oskar Kusch, deutscher U-Boot-Kommandant im 2. Weltkrieg
- 1921 - Andrew Imbrie, US-amerikanischer Komponist
- 1921 - Arnold Marquis, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1921 - Heinrich Schmid, schweizerischer Sprachwissenschaftler
- 1925 - Helga Deen, Holocaust-Opfer
- 1926 - Gil Kane, Cartoonist
- 1926 - Ian Paisley, Politiker Großbritanniens
- 1927 - Gerry Mulligan, US-amerikanischer Musiker
- 1928 - Hermann Ebeling, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1928 - James Watson, US-amerikanischer Biochemiker
- 1929 - André Previn, US-amerikanischer Dirigent und Komponist
- 1932 - Günter Herburger, deutscher Schriftsteller
- 1932 - Helmut Griem, deutscher Schauspieler
- 1934 - Ingo Insterburg, deutscher Musikkabarettist
- 1937 - Merle Haggard, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Richard Heß, deutscher Künstler
- 1937 - Billy Dee Williams, Schauspieler
- 1938 - Hedy West, US-amerikanische Musikerin
- 1938 - Paul Daniels, Zauberkünstler
- 1941 - Hans W. Geißendörfer, deutscher Regisseur, Autor und Produzent
- 1942 - Barry Levinson, hat 1988 für Rain Man den Oscar für die beste Regie gewonnen
- 1943 - Julie Rogers, britische Sängerin
- 1944 - Bernd Spier, deutscher Schlagersänger
- 1944 - Christine Lucyga, deutsche Politikerin und MdB
- 1944 - Michelle Gilliam Phillips, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Tony Connor, britischer Musiker
- 1947 - John Ratzenberger, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - Christel Riemann-Hanewinckel, deutsche Politikerin
- 1948 - Friederike Roth, deutsche Schriftstellerin
- 1949 - Horst Ludwig Störmer, deutscher Physiker
- 1952 - David Hanselmann, deutscher Sänger
- 1952 - Patrick Hernandez, belgischer Sänger
- 1953 - Christopher Franke, Musiker und war Mitglied der erfolgreichen Gruppe Tangerine Dream
- 1957 - Maurizio Damilano, italienischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1963 - Derrick May, Mitbegründer des Detroit Techno
- 1964 - Juliet Cuthbert, jamaikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1965 - Frank Black, US-amerikanischer Musiker
- 1965 - Theresia Bauer, deutsche Politikerin
- 1967 - Chantal Bournissen, Schweizer Skirennläuferin
- 1970 - Olaf Kölzig, deutscher NHL-Eishockeyspieler
- 1973 - Niels Annen, deutscher Politiker
- 1980 - Tanja Poutiainen, finnische Skirennläuferin

Gestorben


- 885 - Method von Saloniki, Slawenapostel
- 912 - Notker I. Balbulus, Dichter und Gelehrter
- 1147 - Friedrich II. (Schwaben), Herzog von Schwaben
- 1199 - Richard I., Herzog von Aquitanien, Herzog von Poitiers, englischer König
- 1520 - Raffael, Maler und Baumeister der Hochrenaissance
- 1528 - Albrecht Dürer, deutscher Maler und Grafiker
- 1551 - Joachim von Watt, Schweizer Humanist, Mediziner und Gelehrter
- 1590 - Francis Walsingham, begründete den britischen Geheimdienst
- 1732 - Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, Erzbischof des Bistums Trier und des Bistums Mainz
- 1762 - Hermann Werner von Bossart, Priester, Diplomat und Domherr in Köln
- 1790 - Ludwig IX., Gemahl der Henriette Karoline von Pfalz-Zweibrücken
- 1829 - Niels Henrik Abel, norwegischer Mathematiker
- 1833 - Adamantios Korais, griechischer Gelehrter und Schriftsteller
- 1838 - Friedrich Lennig, Dialektdichter
- 1842 - Johann Anton André, deutscher Komponist und Musikverleger
- 1856 - Adolphe Monod, Schweizer reformierter Erweckungsprediger
- 1884 - Emanuel Geibel, deutscher Lyriker
- 1906 - Alexander Lange Kielland, norwegischer Autor
- 1907 - Bernhard Hammer, Schweizer Politiker
- 1910 - Michael Rua, zweiter Generaloberer der Salesianer Don Boscos
- 1912 - Giovanni Pascoli, italienischer Dichter
- 1913 - Adolf Slaby, erste Ordinarius für Elektrotechnik an der TH Berlin
- 1919 - Johann Knief, deutscher Lehrer, Redakteur und Politiker
- 1923 - Michel de Klerk, niederlande Architekt aus den niederlanden
- 1943 - Johannes Wüsten, bildender Künstler, Schriftsteller
- 1944 - E. O. Plauen, deutscher Zeichner
- 1944 - Isolde Kurz, Schriftstellerin und Übersetzerin
- 1947 - Herbert Backe, deutscher Reichsminister für Ernährung in der Endphase des Dritten Reichs
- 1947 - Václav Kaprál, tschechischer Komponist
- 1951 - Halfdan Cleve, norwegischer Komponist
- 1958 - Reinhold Schneider, deutscher Schriftsteller
- 1959 - Anton Diel, deutscher Politiker
- 1961 - Jules Bordet, belgischer Biologe und Immunologe
- 1962 - Wilhelm Schmidt (Bayern), deutscher Politiker und MdB
- 1963 - Karl Scharnagl, Oberbürgermeister von München
- 1963 - Otto von Struve, russisch-amerikanischer Astronom
- 1966 - Emil Brunner, Schweizer reformierter Theologe
- 1970 - Sam Sheppard, Arzt, Justitzopfer
- 1971 - Igor Fjodorowitsch Strawinski, Russisch-US-amerikanischer Komponist
- 1971 - Igor Strawinsky, russisch-US-amerikanischer Komponist
- 1972 - Heinrich Lübke, deutscher Politiker und Bundespräsident
- 1974 - James Charles McGuigan, Erzbischof von Toronto und Kardinal
- 1974 - Willem Marinus Dudok, niederlande Architekt aus den niederlanden
- 1983 - Lutz Heck, Biologe und Zoodirektor
- 1984 - Ral Donner, US-amerikanischer Sänger
- 1990 - Alfred Sohn-Rethel, deutscher Volkswirtschaftler und Industriesoziologe
- 1991 - David Lean, britischer Filmregisseur
- 1991 - Heinrich Draeger, deutscher Politiker und MdB
- 1992 - Isaac Asimov, US-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller
- 1993 - Inge von Wangenheim, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin
- 1994 - Cyprien Ntaryamira, Präsident von Burundi
- 1994 - Dieter Oesterlen, deutscher Architekt und Hochschullehrer
- 1994 - Juvénal Habyarimana, Staatspräsident von Rwanda
- 1996 - Greer Garson, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1997 - Stephan Hermlin, deutscher Dichter
- 1998 - Tammy Wynette, US-amerikanische Country-Sängerin
- 2000 - Bernardino Echeverría Ruiz, Erzbischof von Guayaquil und Kardinal
- 2000 - Habib Bourguiba, Präsident Tunesiens
- 2002 - Martin Sperr, niederbayerischer Dramatiker und Schauspieler
- 2003 - Anita Borg, US-amerikanische Computerwissenschafterin und Frauenrechtlerin
- 2003 - Hans Ringier, schweizerischer Unternehmer
- 2004 - Axel Dünnwald-Metzler, deutscher Unternehmer
- 2005 - Konrad F. Reiss, deutscher Manager
- 2005 - Rainier III., Fürst von Monaco regierte 55 Jahre

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Methodius, Bischof, Glaubensbote bei den Slawen (orthodox)

Siehe auch


- 5. April - 7. April
- 6. März - 6. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0406 ja:4月6日 ko:4월 6일 simple:April 6 th:6 เมษายน

Chicago

Chicago [] ist eine Stadt im US-Bundesstaat Illinois in den Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer Einwohnerzahl von 2.862.000 (2004) ist sie die drittgrößte Stadt der USA. Der Name leitet sich aus dem Wort Checagou ab, mit dem die Potawatomi-Indianer das Marschland beschrieben, wo später die Stadt gegründet wurde. Das indianische Wort bedeutet sowohl wilde Zwiebeln wie auch Stinktier. Frei übersetzt bedeutete Checagou also soviel wie „Land, das nach Zwiebeln stinkt“. Die Stadt liegt im Bundesstaat Illinois, am Südwestufer des Michigansees. Im Volksmund wird Chicago auch the windy city genannt.

Geografie

Michigansee

Geografische Lage

Chicago liegt im Nordosten Illinois. Laut Daten des United States Census Bureau hat die Stadt eine Fläche von 606,1 km². Gewässer bedecken davon 2,94% (17,8 km²). In Chicago mündete einst der Chicago River in den Michigansee. Allerdings fließt das Wasser des Chicago River seit 1900 nicht mehr in den zur Trinkwassergewinnung genutzten Michigansee, sondern wird über den „Chicago Sanitary & Ship Canal“ in den Illinois und letztendlich in den Mississippi abgeleitet. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 6 Grad Celsius.

Klima

Das Klima in Chicago ist sehr kontinental. Im Sommer ist es sehr heiß, und im Winter extrem kalt. Da die vorherrschenden Winde im Winter aus Alberta kommen, und nicht vom Michigansee, der für die Gebiete in Michigan einen mildernden Einfluß hat, ist die Durchschnittstemperatur in Januar niedriger als etwa in Anchorage (Alaska). Wer bei -20 Grad in der Schlucht zwischen den Hochhäusern der Lasalle Street gestanden hat, wird schnell erkennen, weshalb die Stadt den Spitznamen "The Windy City" hat.

Ausdehnung des Stadtgebiets sowie der nicht eingemeindeten Agglomeration

Seit der Stadtgebieterweiterung von 1960 um den großzügigen Ausbau des Flughafen O’Hares zu ermöglichen, gliedert sich die City of Chicago in 77 Community Areas. Ein Bild zur räumlichen Aufteilung findet sich hier [http://en.wikipedia.org/wiki/Image:4550393.gif|1] Darüber hinaus gibt es noch dutzende Vorstädte in neun verschiedenen Counties welche mit dem Stadtgebiet von Chicago verflochten sind, und daher als Agglomeration gelten. Diese Counties sind in Illinois Cook, DuPage, Kane, Kendall, Lake, McHenry und Will County, in Indiana Lake County und in Wisconsin das Kenosha County. Mit mehr als 9,4 Millionen Einwohnern liegt die Metropolregion Chicago an 28. Stelle der Liste der größten Metropolregionen der Welt (Stand 1. Januar 2005). Da die Vorstädte politisch unabhängig sind, fließen keine Steuergelder aus diesen Enklaven, um die zentrale Infrastruktur der Großstadt zu finanzieren. Dies ist insbesonders bei den Schulen wichtig, weil ihre Finanzierung auf den lokalen Grundsteuern zu einem großen Teil erfolgt, mit landesweiten Zuschüssen pro Schüler als Ergänzung. Greater Chicago beziehungsweise Chicagoland oder Chicago Metropolitan Area stand bei der Entwicklung des Modells der städtischen Zonen des renommierten Stadtgeographen Ernest Burgess um einen Central Business District (CBD) Pate. Den Kern des CBD bildet der sogenannte, von den Hochbahnschleifen umschlossene Loop (Chicago), die Community Area 32 und angrenzende Gebiete.

Geschichte

In den 70er-Jahren des 18. Jahrhunderts errichtete Jean Baptiste Point du Sable - Sohn eines Québecer Kaufmanns und einer schwarzen Sklavin - einen Handelsposten am Tauschplatz der ortsansässigen Indianerstämme Miami, Fox, Sac und Potawatomi. „Der erste weiße Mann der sich hier niederließ, war ein Schwarzer“, werden sie zitiert.

Vom Handelsposten zur Stadt

Dank der verkehrsgünstigen Lage an den Wassertransportwegen des Michigansees, einem der Großen Seen, und des Chicago Rivers gewann der Handelsposten bis Anfang des 19. Jahrhunderts zusehends an Bedeutung. Als Illinois 1818 den USA beitrat und deshalb verkehrstechnisch besser erschlossen werden sollte, erlangte Chicago nach dem Bau der Ost-West Eisenbahnstrecke daher schnell den Ruf als „Tor zum Westen“. Chicago war nun der wichtigste Handelsplatz für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte weit und breit. Holz kam mit Schiffen aus dem Norden und wurde vor Ort weiterverkauft oder mit der Bahn weitertransportiert, und Lebensmittel brachten die Farmer auf die Märkte, von wo sie dann wiederum problemlos auf Schiffe oder Züge umgeladen und verfrachtet werden konnten. Werkzeuge und sonstige Materialien die (vorerst) nicht oder in unzureichender Menge vor Ort produziert wurden, kamen wiederum aus dem Osten. So wurde aus dem Handelsposten ein Dorf. Am 12. August 1833 wurde Chicago offiziell gegründet und bereits vier Jahre später, 1837, wurde Chicago mit seinen 4200 Einwohnern zur Stadt erhoben.

Rasante Expansion

1837 Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Immer mehr Menschen zogen in die Stadt, und der ohnehin bereits ausgeprägte Handel wurde weiter angetrieben, was noch mehr Zuwanderer anlockte. Die Grundstückspreise stiegen rasant an. Drei Jahre lang sollen sie sich täglich verdoppelt haben. Als der 1836 begonnene Bau des „Illinois & Michigan Canals“ zwischen dem Chicago River und dem in den Mississippi mündenden Illinois 1848 fertig gestellt wurde, gab es eine weitere äußerst attraktive Verkehrsroute. Sechs Staaten südlich entlang des Mississippi, sowie drei nördlich, und Regionen entlang des in den Mississippi mündenden Missouri waren nun zusätzlich durch eine breite Wasserstraße erschlossen. Ebenfalls 1848 wurde zudem die erste Eisenbahnstrecke eröffnet, die auch Chicago anfuhr - die „Galena & Chicago Union Railroad“. Seit der Fertigstellung des „Chicago Sanitary Canals“ im Jahr 1900 mündet der Chicago River nicht mehr in den Michigansee, sondern durch den „Illinois & Michigan Canal“ und in weiterer Folge den Illinois in den Mississippi. 1850 hatte Chicago bereits 30.000 Einwohner, und ein Ende des Zustroms war nicht absehbar - zu günstig waren die Rahmenbedingungen am Verkehrsknotenpunkt der USA. 1855 kam es zum „Lager Beer Riot“. Deutsche Siedler kämpften in diesem Aufstand um ihr Recht auch am Sonntag Bier ausschenken zu dürfen. Zwischen dem 8. und dem 10. Oktober 1871 wütete der Große Brand von Chicago, der den Großteil der Stadt zerstörte. Doch rasch wurde die Stadt wieder aufgebaut. Architekten wie Louis Sullivan und später auch Frank Lloyd Wright kamen in die Stadt, die nun als Experimentierfeld für urbane Innovationen diente. 1880 zählte die „wiedergeborene“ Stadt bereits 500.000 Einwohner.

Geburtsstunde des Hochhauses

1880 Zwischen 1880 und 1890 verdoppelte sich die Einwohnerzahl und Chicago zählte nun über eine Million Einwohner. Zwar erlebten die Grundstückspreise in der Innenstadt schon seit der Ernennung zur Stadt immer wieder extreme Anstiege, doch dieses Mal drang man in eine neue Preisdimension vor. Kostete 1m² im Jahr 1880 noch 130 US-Dollar, versiebenfachte er sich bis zum Jahr 1890 fast bis auf 900US-$/m². Um rentabel zu wirtschaften, begannen Grundstückseigner ihre Grundfläche maximal zu nutzen - d.h., es musste höher gebaut werden. Dank neuer Erfindungen wie elektrischer Aufzüge, feuerfesterer Baustoffe, aber vor allem durch die Verwendung von Stahlskeletten im Gebäudebau, wurde dies möglich. Das Home Insurance Building von 1885 (1931 abgerissen), war das erste Bauwerk, das die neuen technischen Errungenschaften vereinte, und gilt mit seinen zehn Etagen als das erste Hochhaus der Welt. Das 1889 von Dankmar Adler und Louis Sullivan errichtete Auditorium Building wies zudem - neben seiner fast perfekten Akustik - als Neuheit eine Klimaanlage auf. Zwischen 1890 und 1894 wurde das Reliance Building erbaut, welches als Vorläufer der gläsernen Vorhangwandkonstruktion gilt, die später den „internationalen Stil“ bestimmen sollte. Es gilt als Meisterwerk der Ersten Chicagoer Schule.

Ende 19. Jahrhundert

Am 1. Mai 1886 organisierten die Gewerkschaften Chicagos einen Streik, um die Arbeitszeiten von täglich 12 auf 8 Stunden zu reduzieren. Als die Polizei am 3. Mai hart durchzugreifen begann, und Streikende getötet wurden, kam es zu einem Aufstand, der als Haymarket Riot in die Geschichte einging. Das Ende des 19. Jahrhunderts war auch ansonsten keine ruhige Phase. Die Korruption erlebte seine erste Blütezeit. Viele Politiker der Stadt waren käuflich. Etwa ein Viertel der Stadträte besaßen Saloons und waren als „boodlers“ („Geschmierte“) verschrien. Hempstead Washburne, Bürgermeister von 1891 bis 1893 war für seine Wiederwahl mit dem Hinweis „klüger, für einen Mann zu votieren, der bereits genug gestohlen hat, als für einen neuen“. Auch Wahlbetrug stand an der Tagesordnung. Washburne gelang seine Wiederwahl jedenfalls nicht. 1893 bewarb sich Chicago für die Weltausstellung und gewann gegen seine Mitbewerber New York, Washington und St. Louis. Die „World Columbian Exposition“, so hieß die Veranstaltung, dauerte rund fünf Monate und hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Kunst und Architektur dieser Zeit. World Columbian Exposition

Weitere geschichtliche Ereignisse


- Juli 1918: Als weiße Polizisten sich weigern, bei einer Steinigung eines im See schwimmenden Schwarzen einzuschreiten, folgt ein sechstägiger Aufstand mit 38 Toten.
- ab 1920: Johnny Torrio und Al Capone übernehmen die Kontrolle über große Teile der Stadt.
- Ab 1922 Chicago wird zur Jazzmetropole. Größen wie Louis Armstrong, Earl Hines oder Jelly Roll Morton beleben die "schwarzen Clubs" und prägen den "Chicago Jazz"
- 1933 Weltausstellung des Fortschritts
- 1968 wird die Democratic National Convention von Ausschreitungen in der Stadt begleitet. Später werden die Chicago Seven dafür angeklagt.
- 1974 Fertigstellung des Sears Tower
- 1983 Harold Washington wird Chicagos erster schwarzer Bürgermeister; er kommt 1987 durch einen Herzinfarkt ums Leben
- 13. April 1992 Überflutung vieler Keller in der Innenstadt durch Wassereinbruch in einen stillgelegten U-Bahn-Tunnel

Einwohnerentwicklung

Laut der Volkszählung aus dem Jahr 2000 gibt es in der Stadt 2.896.016 Einwohner, 1.061.928 Haushalte und 632.909 Familien, die in der Stadt ansässig sind. Die Bevölkerungsdichte beträgt 4.923 Einwohner/km². Die Bevölkerung besteht zu 41,97% aus Weißen und zu 36,77% aus Afroamerikanern; 4,41% sind asiatischer Herkunft. Der Median des Einkommen je Haushalt liegt bei 38.625 US-Dollar, der Median des Einkommens einer Familie bei 42.724 US-Dollar. 19,6% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze.

Ethnischer Hintergrund von zahlreichen Einwohnern

Die Metropolregion Chicago besitzt eine der weltweit größten polnischen Gemeinden mit etwa 1,65 Millionen Einwohnern polnischer Herkunft. Damit gilt Chicago als zweitgrößte polnische Stadt nach Warschau (ca. 2 Mio. Einwohner), wobei diese Bezeichnung übersieht, dass die Vororte selbständige Kommunen sind und dass ethnische Herkunft für nachfolgende Generationen in Bedeutung abnimmt, besonders bei Kindern aus gemischten Ehen. Dies gilt auch für die zahlreiche Nachkommen deutscher Einwanderer, die in und um Chicago wohnen. Außerdem wohnen in Chicago etwa 150.000 Südslawen (insbesondere Kroaten). Da viele Einwohner irischstämmig sind, findet jedes Jahr im März eine riesige St. Patrick's Day Parade statt. Zur Feier dieses Tages wird auch der Chicago River grün gefärbt. Derzeit gibt es auch ein sehr großes Gebiet im Nordwesten der Stadt, die dadurch auffällt, dass die Schilder auf Geschäften koreanisch beschriftet sind. Ebenfalls gibt es ein Kongressbezirk in Chicago, dessen Zuschnitt eine hispanische Mehrheit im Bezirk sichert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

St. Patrick's Day St. Patrick's Day
- Brookfield Zoo
- Adler Planetarium
- John G. Shedd Aquarium
- Clarence Buckingham Memorial Fountain and Garden (gestaltet von Marcel Francois Loyau)
- Lake Shore Drive Apartments (entworfen von Ludwig Mies van der Rohe)
- Sears Tower (von 1974-1998 höchstes Gebäude der Welt) im Loop
- John Hancock Center, ein Hochhaus, zentral in 875 North Michigan Avenue gelegen
- Wrigley-Building, im Auftrag des gleichnamigen Kaugummikonzerns erbaut
- Standard Oil Building (heisst jetzt Aon Center, siehe Amoco Building)
- Green Mills (Stammkneipe des Gangsters Al Capone, noch immer im Stil der 20er Jahre eingerichtet)

Theater


- Drury Lane Water Tower Place
- Goodman Theatre
- Merle Reskin Theatre (ehem. Blackstone Theatre)
- The Second City
- Steppenwolf Theatre

Museen

Steppenwolf Theatre
- Art Institute of Chicago
- Chicago Historical Society http://www.chicagohs.org/
- Field Museum of Natural History
- Museum of Contemporary Art
- Museum of Science and Industry

Musik

Bei der Weiterentwicklung der genuin US-amerikanischen Musikstile von Jazz, Blues und Soul hat die Stadt eine bedeutende Rolle gespielt. Durch eine große wirtschaftlich bedingte Migrationsbewegung zu Beginn der 1920er Jahre sowie die Schließung des Vergnügungsviertels Storyville in New Orleans verlagerte sich das musikalische Zentrum des Jazz zusehends nach Chicago. Bedeutende Musiker wie Louis Armstrong, King Oliver und Jelly Roll Morton waren in der Stadt aktiv. In der Southside, dem Schwarzenviertel der Stadt entwickelte sich ein reges Jazzleben. Es entwickelte sich der sogenannte Chicago Jazz, welcher die Soloimprovisation gegenüber der Kollektivimprovisation stärker in den Vordergrund rückte, und eher zu einer kühlen Spielweise neigte. Der von Gitarre und Mundharmonika geprägte, ländliche Delta-Blues wurde in Chicago elektrifiziert. Es entwickelte sich der sogenannte Chicago Blues. Die Stadt entwickelte sich zu einem bis heute aktiven Zentrum des Blues, geprägt durch Musiker wie Howlin' Wolf, Muddy Waters und Willie Dixon. In den 1960er Jahren entwickelte sich der Chicago Soul, als dessen bekanntester Vertreter Curtis Mayfield gilt. Die Stadt gilt als Geburtsort der House-Music mit ihrer Untergattung Chicago House, und ist auch in der Hip-Hop-Musik einflussreich. Das Chicago Symphony Orchestra gehört zu den besten Orchestern der USA. Weitere bekannte Musiker und Bands der Stadt sind:
- AACM, Association for the Advancement of Creative Musicians, eine Vereinigung von Jazz-Musikern, die sich der Erneuerung der afrikanisch-amerikanischen Musik verpflichtet haben
- Art Ensemble Of Chicago, "Great Black Music, Ancient to the Future", wirkte stilbildend auf den Bereich der ethnisch beeinflußten Jazz-Musik
- Chicago (Band)
- Chevelle, Rockband, 'zweites Zuhause' des Jazz, Blues
- The Blues Brothers, Bluesband
- Kanye West, Rapper und Producer

Sport

Bild:Chicago_Millenium_Park2.jpg
- Chicago Bears (American Football)
- Chicago Blackhawks (Hockey)
- Chicago Bulls (Basketball)
- Chicago Cubs (Baseball)
- Chicago Fire (Fussball)
- Chicago White Sox (Baseball)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr


- Größter Eisenbahnknotenpunkt der Welt mit mehreren Rangierbahnhöfen
- Hochbahn ('El')
- U-Bahn
- Flughäfen
  - Meigs Field (2004 geschlossen aufgrund von schlechter Wirtschaftlichkeit)
  - Midway Airport
  - O'Hare International Airport
- Hafen (Fluss Chicago, über Sankt-Lorenz-Strom Verbindung zum Atlantik) Sankt-Lorenz-Strom

Medien


- Harold Washington Public Library (größte öffentliche Bücherei der Welt)

Bildung


- DePaul University
- [http://www.iit.edu Illinois Institute of Technology]
- Loyola University
- Northwestern University (Hauptcampus in Evanston, Illinois, einem Vorort Chicagos)
- Roosevelt University
- University of Chicago
- University of Illinois, Chicago
- Art Institute of Chicago

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Viele bekannte Persönlichkeiten sind in Chicago geboren, wie etwa die ehemalige First Lady der USA Hillary Clinton, der Schriftsteller Ernest Hemingway oder die Schauspielerin Gillian Anderson. Weitere Peronen, siehe: Liste der Söhne und Töchter von Chicago

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder gewirkt haben


- Nelson Algren (Schriftsteller)
- Ernie Banks (Chicago Cubs Baseballspieler: "Mr. Chicago Cub")
- Saul Bellow (Schriftsteller und Nobelpreisträger)
- Gwendolyn Brooks (Dichterin)
- Daniel Hudson Burnham (Stadtplaner und Architekt)
- Al Capone (berüchtigter Gangster)
- John Dillinger (berüchtigter Gangster)
- Jesse Jackson ( Politiker und Bürgerrechtler)
- Michael Jordan (Basketballspieler, lange Zeit Spieler bei den Chicago Bulls)
- Irv Kupcinet (Zeitungskolumnist: "Mr. Chicago")
- Ann Landers (Zeitungskolumnistin)
- Cyrus McCormick (Erfinder und Geschäftsmann)
- Carl Sandburg (Dichter, Sänger und Historiker)
- Georg Solti (Dirigent)
- Louis Sullivan (Architekt)
- Louis "Studs" Terkel (Schriftsteller, Historiker, Chronist)
- Dinah Washington (Bluessängerin)
- Kanye West (Rapper, Hip-Hop Produzent)
- Oprah Winfrey (TV-Moderatorin und Schauspielerin)
- Frank Lloyd Wright (Architekt)

Städtepartnerschaften

Chicago hat 25 Schwesterstädte, zu denen sie eine Städtepartnerschaft unterhält. siehe Schwesterstädte von Chicago

Literatur

Um die Zeit des Ersten Weltkriegs wurde Chicago auch zu einem Zentrum kultureller Kreativität, insbesondere im Bereich der Literatur. Knotenpunkt dieser Bewegung war die 1912 gegründete Literaturzeitschrift Poetry: A Magazine of Verse. Zu dieser Zeit traten Edgar Lee Masters mit (Spoon River Anthology 1915) und Carl Sandburg mit Werken hervor, die sich eingehend mit Illinois und Chicago auseinandersetzten. Weitere Chicagoer Schriftsteller, die sich ihrer Stadt und Kultur annahmen, waren Eugene Field, George Ade, Henry Blake Fuller, Hamlin Garland, Robert Herrick und William Vaughn Moody. Die Autoren Theodore Dreiser, Vachel Lindsey und Ring Lardner hoben sich von ihnen mit einem spitzzüngig mokanten Stil ab. Am bekanntesten wurde jedoch Upton Sinclair mit seinen sozialkritischen Büchern, vor allem über die Schlachthöfe von Chicago. Damit hatte er einen großen Einfluss auf die europäische Literatur und vor allem auf Schriftsteller, die der Arbeiterbewegung nahestanden wie etwa Bert Brecht. Sinclair lebte jedoch nur vorübergehend in Chicago. Spätere namhafte Literaten der Stadt waren James T. Farrell, Richard Wright, Nelson Algren, Gwendolyn Brooks und Saul Bellow.

Literatur zum Thema Chicago


- Marco d'Eramo: Das Schwein und der Wolkenkratzer. Chicago: Die Geschichte unserer Zukunft, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1998. ISBN 3499605201
- Hugh Dalziel Duncan: The Rise of Chicago as a Literary Center from 1885 to 1920: A Sociological Essay in American Culture, 1964.
- Dale Kramer: Chicago Renaissance: The Literary Life in the Midwest, 1900–1930 1968.
- Carl S. Smith: Chicago and the American Literary Imagination, 1880–1920, 1984. ISBN 0226763714

siehe Auch

Weblinks


- [http://www.ci.chi.il.us/ City of Chicago]
- [http://www.encyclopedia.chicagohistory.org Enzyklopaedie von Chicago]
- [http://www.orl.arch.ethz.ch/dl/Chicago/pages/goals.html Städtebaugeschichte Chicagos]
- [http://www.chicagopolice.org Polizei Chicago]
- [http://gapapk.tripod.com/ Deutsch-Amerikanischer Polizeiverband von Chicago]
- [http://www.goethe.de/ins/us/chi/pro/vtour/index2b.htm Deutsch-Amerikanische Sehenswürdigkeiten in Chicago]
- [http://www.germanday.com/ Vereinigte Deutsch-Amerikanische Vereine von Groß-Chicago]
- [http://www.germandankschool.org/ Deutsche Schule] ! Kategorie:Ort mit Seehafen ja:シカゴ ko:시카고 simple:Chicago, Illinois

Biochemiker

Die Biochemie (griechisch βιοχυμεία, wiochimía - die Chemie des Lebens) ist die Wissenschaft von den chemischen Reaktionen, die in lebenden Organismen stattfinden, und der Struktur und Funktion der Biomoleküle, besonders von Proteinen, Kohlenhydraten, Lipiden (Fetten) und Nukleinsäuren. Der überwiegende Teil der biochemisch interessanten Vorgänge spielt sich in den Zellen und somit in wässrigem Milieu ab.

Geschichte der Biochemie

Der Anfang der Biochemie war möglicherweise die Entdeckung des ersten Enzyms, Diastase, durch Anselme Payen im Jahr 1833. Die Entdeckung der Harnstoff-Synthese durch Friedrich Wöhler 1828, ein Meilenstein der organischen Chemie, zeigte die Verbindung von anorganischer Chemie und der Chemie von Lebewesen. Seitdem hat sich die Biochemie enorm entwickelt. Dr, med. Wilhelm Heinrich Schüssler (1821 - 1898) begründete als erster, anno 1874 seine 1. Auflage der "Abgekürzten Therapie, eine Anleitung zur Behandlung der Krankheiten". Mit der 25. Auflage 1898 endeten seine Aufzeichnungen. Durch neue Analyseverfahren wie Chromatographie, Röntgenstrukturanalyse und Elektronenmikroskopie. Dadurch wurde das Verständnis vieler Vorgänge in der Zelle möglich, zum Beispiel Glykolyse und Krebszyklus(Citratzyklus, Zitronensäurezyklus), aber auch von vielen Mechanismen der Regulation und Signaltransduktion. Viele dieser Erkenntnisse hatten großen Einfluss auf angrenzende Wissensgebiete wie Genetik, Entwicklungsbiologie und Zellbiologie; ebenso brachten neue Erkenntnisse auf diesen Gebieten wiederum die Biochemie voran. Alle diese Bereiche werden heutzutage oft unter dem Titel Molekularbiologie zusammengefasst. Auf einem Nebengebiet der Präventiv-Medizin lebt und entwickelt sich die Biochemie nach Dr. med. W. H. Schüssler der Naturheilkunde. Neue Resultate bestätigen die damals genialen Überlegungen von Dr. Schüssler, Rud. Virchow und Jac. Moleschott. In der Schweiz befasst sich der Biochemische Verein Zürich (gegründet 1930) seit über 75 Jahre als Organisation zur Information, Anwendung und Förderung mit dieser heilkundlichen Mineralsalzlehre. Regelmässige Vorträge, Einstiegskurse und Seminare bilden die Grundlagen der Vereinstätigkeit. Als Leitfaden dient das Lehrbuch "Kleines Kompendium der Biochemie. Mineralstofftehrapie nch Dr.med. Schüssler" www.biochemischer-verein.ch Forschungsinstitute im deutschsprachigen Raum, die im Bereich der Biochemie arbeiten, sind unter anderem das Biozentrum der Universität Basel, das Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried und das EMBL in Heidelberg.

Biochemiker

Studium der Biochemie

Der Facharzt für Biochemie

Es besteht auch die Möglichkeit, nach einem absolvierten Medizinstudium in Deutschland als Facharzt für Biochemie tätig zu werden. Hierfür bedarf es einer vierjährigen Weiterbildungszeit. Auf diese anrechenbar ist
- 1 Jahr Innere Medizin oder Pädiatrie Am 1. Januar 2001 waren 115 Fachärzte für Biochemie registriert, von denen einer niedergelassen war. 28 übten keine ärztliche Tätigkeit aus.

Struktur und Katalyse

Eine Klassifikation der Biomoleküle kann sich entweder nach ihrer Struktur oder nach ihrer Funktion richten. Diese beiden Eigenarten sind meist nicht oder nur künstlich zu trennen, da es so gut wie keine "überflüssigen" Strukturmerkmale gibt. Die wesentlichen Bausteine der Zellen, die Proteine, können allerdings sowohl rein stabilisierende, strukturbildende Rollen übernehmen, als auch wesentlich die Vorgänge des Stoffwechsels dynamisch beeinflussen. In der Regel katalysieren die nicht-strukturbildenden Proteine biochemische Reaktionen, das heißt sie setzen deren Aktivierungsenergie herab. Solche Proteine nennt man Enzyme. Die Reaktionsgeschwindigkeiten in der Biochemie sind meist deutlich langsamer als in der anorganischen Chemie. Für die Temperaturabhängigkeit gilt als Faustformel die RGT-Regel: Eine Erhöhung der Temperatur um 10 K verdoppelt etwa die Reaktionsgeschwindigkeit. Sie gilt allerdings nur näherungsweise und im Bereich physiologischer Temperaturen, also im Bereich zwischen ca. 280 K und 310 K. Bei höheren Temperaturen denaturieren viele Enzyme, so dass die Katalyse nicht mehr stattfinden kann. Enzyme haben meist auch ein Temperaturoptimum, bei dem die Katalysewirkung am höchsten ist. Viele Enzyme sind zudem in ihrer Wirksamkeit pH-Wert-abhängig. So wirkt Pepsin, ein Verdauungsenzym des Magens, ausschließlich im hier vorhandenen sauren Milieu, während die Proteasen des Zwölffingerdarms (Trypsin, Chymotrypsin) an das dort vorhandene neutrale bis leicht alkalische Milieu angepasst sind. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die quantitativen Grundprinzipien enzymkatalysierter Reaktionen erarbeitet, siehe Enzymkinetik.

Anmerkung

Auch die alternativmedizinische Heilmethode mit Schüßler-Salzen wird als Biochemie bezeichnet, hat aber mit wissenschaftlicher Biochemie nichts zu tun.

Literatur


- Mineralstoff-Therapie nach Dr. med. Schüssler" Kleines Kompendium der Biochemie. ISBN 3-9521411-3-5 3. Auflage 2005(Herausgeber: Biochemischer Verein Zürich)
- Held, Andreas: Prüfungs-Trainer Biochemie und Zellbiologie. Spektrum Akademischer Verlag, 2004 ISBN 382741542X :Lernhilfe
- Lechner, Konrad: Schülerbuch Biochemie. 4. Aufl. Bayerischer Schulbuch-Verlag, 1998 ISBN 3486742353 :Einführung in die Biochemie.
- Lehninger et al.: Biochemie. 3. Aufl. Springer-Lehrbuch, Berlin 2001 ISBN 354041813X :Standardlehrbuch, aus dem ein Teil der Gliederung dieses Artikels übernommen wurde.
- Stryer et al.: Biochemie. 5. Aufl. Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag, 2003 ISBN 3827413036 :Deutsche Übersetzung eines amerikanischen Titels.
- Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Karlson: kurzes Lehrbuch der Biochemie. 14. Aufl. Georg Thieme Verlag Stuttgart, 1994 ISBN 3133578146
- Florian Horn et. al. "Biochemie des Menschen - Das Lehrbuch für das Medizinstudium", 2., korrigierte Auflage, Thieme, ISBN 3-13-130882-6

Weblinks


- http://www.biochemischer-verein.ch
- http://www.biorama.ch/biblio/b20gfach/b35bchem/bchz99.htm - Kurze Übersicht
- http://www.foerstner.org/konrad/bco/grundlagen/index_grundlagen.html
- http://www.till-biskup.de/studium/material/bch/skript - Biochemie Script
- http://www.uni-giessen.de/~gf1020/Info/info.html - Biochemie Links
- http://www.gbm-online.de - Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie
- http://www.vobs.at/bio/vobs-x.htm - Geschichte der Biologie und Biochemie
- http://online-media.uni-marburg.de/chemie/bioorganic/index2.html - Online Grundkurs ! Kategorie:Teilgebiet der Chemie ja:生化学 ko:생화학 ms:Biokimia th:ชีวเคมี

Desoxyribonukleinsäure

Die Desoxyribonukleinsäure (DNS), meist nach der englischen Bezeichnung deoxyribonucleic acid mit DNA abgekürzt, ist ein Makromolekül, das in der Vererbung als Träger der Information dient. Anhand dieser Information, die in einer bestimmten Form, dem genetischen Code, in die DNA eingeschrieben ist, werden Proteine synthetisiert. Das Makromolekül ist aus den chemischen Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor und Stickstoff zusammengesetzt. Die DNA ist eine Nukleinsäure. Die deutsche Abkürzung DNS wird im wissenschaftlichen Sprachgebrauch und zunehmend auch in der Umgangssprache wegen der international gebräuchlichen englischen Abkürzung DNA seltener verwendet. Die internationale Abkürzung vermeidet zudem Verwechslungen mit dem Domain Name System (DNS) des Internets.

Der Aufbau der DNA

Die Struktur der DNA wurde 1953 von James Watson und Francis Crick aufgeklärt, die 1962 dafür mit Maurice Wilkins den Nobelpreis für Medizin erhielten. Rosalind Franklin, deren Röntgenbeugungsdiagramme wesentlich zur Entschlüsselung der DNA-Struktur beigetragen hatten, war zum Zeitpunkt der Nobelpreisverleihung bereits verstorben. Entdeckt wurde die DNA allerdings schon 1869 von Friedrich Miescher, der in Zellkernen das Nuklein vorfand, jedoch die Funktion dieser Substanz noch nicht sicher bestimmen konnte . Zellkern Die Desoxyribonukleinsäure ist ein langes Polymer, das heißt, ein Kettenmolekül aus vielen Einzelbausteinen, die man Desoxyribonukleotide nennt. Es gibt vier verschiedene Bausteine dieser Art: Jedes Nukleotid ist eine Verbindung aus dem Zucker Desoxyribose, einer heterozyklischen Nukleobase (Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) oder Cytosin (C) und einem Phosphorsäure-Molekül. (Siehe zu den üblichen Abkürzungen A, T, G und C auch: Nukleinsäure-Nomenklatur.) Die Desoxyribose- und Phosphorsäure-Untereinheiten sind bei jedem Nukleotid gleich; die vier verschiedenen Nukleotide unterscheiden sich nur durch ihre Base. Die fünf Kohlenstoffatome einer Desoxyribose sind von 1' (sprich Eins Strich) bis 5' nummeriert. Bei dem letzen in der DNA vorkommenden Nukleotid sitzen am 5'-Ende der Desoxyribose ein Triphosphat, am 3'-Ende eine OH-Gruppe. Letztere reagiert bei der Verknüpfung der Nukleotide mit der Phosphatgruppe des jeweils nächsten Nukleotids, so dass Pyrophosphat frei wird. Nach dem Modell von Watson und Crick ist die DNA insgesamt aus zwei gegenläufigen DNA-Einzelsträngen aufgebaut, die je ein 5'-Ende mit einer Phosphat-Gruppe und ein 3'-Ende mit einer OH-Gruppe besitzen. Die beiden Holme der Strickleiter werden aus Hunderttausenden sich abwechselnder Zucker- (Desoxyribose-) und Phosphat-Bausteine gebildet, die innerhalb jedes DNA-Einzelstrangs (Holms) über feste Atombindungen miteinander verknüpft sind. Diese beiden Einzelstränge sind außerdem nach Art einer Strickleiter miteinander verbunden, wobei die zwei Holme der Leiter zusätzlich um eine gedachte Achse schraubenförmig gewunden sind (Doppelhelixstruktur). Die Sprossen der Strickleiter bestehen aus je zwei organischen Basen (einem so genannten Basenpaar), die über Wasserstoffbrücken (schwächere Bindungskräfte) miteinander verbunden sind und so dafür sorgen, dass die beiden Holme auch im schraubenförmigen Zustand der Strickleiter verknüpft bleiben und im gleichen Abstand nebeneinander liegen. Normalerweise ist DNA rechtshändig gedreht. Neben dieser, auch B-DNA genannten, Konformation wurde 1979 von Alexander Rich und seinen Kollegen am MIT erstmals auch eine linkshändige sogenannte Z-DNA untersucht. MIT Die in der DNA vorliegenden Basenpaare werden von den jeweils komplementären Basen Adenin und Thymin sowie Guanin und Cytosin gebildet. Zwischen Adenin und Thymin bilden sich dabei zwei Wasserstoffbrücken aus; Cytosin und Guanin sind über drei Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft. Das Riesenmolekül DNA ist demzufolge aus einer Vielzahl von vier verschiedenen Nukleotiden „zusammengesteckt“, die in einem DNA-Einzelstrang in beliebiger Reihenfolge aneinander gebunden werden können und sich dadurch unterscheiden, dass sie jeweils nur eine von vier möglichen organischen Basen enthalten. Bestimmte Abschnitte der DNA, die so genannten Gene, kodieren genetische Informationen. Gene enthalten "Baupläne" für Proteine oder Moleküle, welche bei der Proteinsynthese oder Regulation des Stoffwechsels einer Zelle beteiligt sind. Die Reihenfolge der Basen bestimmt dabei die genetische Information. Diese Basensequenz kann mittels Sequenzierung z.B. über die Sanger-Methode ermittelt werden. Die Basenabfolge (Basensequenz) eines Genabschnitts der DNA wird zunächst durch die Transkription in die komplementäre Basensequenz eines so genannten Ribonukleinsäure-Moleküls überschrieben (abgekürzt RNA, selten auch deutsch RNS). RNA enthält im Unterschied zu DNA Ribose anstelle von Desoxyribose und die Base Uracil anstelle von Thymin. Organisiert ist die DNA in der eukaryotischen Zelle in Chromosomen. Ein Chromosom ist jeweils ein langer, kontinuierlicher DNA-Doppelstrang, der um eine Vielzahl von Histonen (Kernproteinen) herumgewickelt und mehrfach zu einer kompakten Form spiralisiert werden kann. Chromosomen liegen in verschiedenen Spiralisierungszuständen vor. Während der Zellkernteilung (Mitose) werden sie so kompakt verdichtet, dass sie anfärbbar und im Lichtmikroskop bereits bei geringerer Vergrößerung erkennbar sind. In prokaryotischen Zellen liegt die DNA dagegen zirkulär vor, d.h. das 5'-Ende ist mit dem 3'-Ende des DNA-Stranges verbunden. Diese werden je nach Länge der Sequenz als Bakterienchromosom oder Plasmid bezeichnet.

Verdopplung der DNA (DNA-Replikation)

Plasmid Die DNA ist in der Lage, sich mit Hilfe von Enzymen selbst zu verdoppeln. Sie wird nach dem so genannten semikonservativen Prinzip repliziert. Die doppelsträngige Helix wird zunächst durch das Enzym Helicase aufgetrennt. Ein Einzelstrang dient als Matrize (Vorlage) für den zu synthetisierenden komplementären Gegenstrang, d. h. die replizierte DNA besteht jeweils aus einem alten und einem neu synthetisierten komplementären Einzelstrang. Der Vorgang der DNA-Synthese, d. h. die Bindung der zu verknüpfenden Nukleotide, wird durch Enzyme aus der Gruppe der DNA-Polymerasen vollzogen. Ein zu verknüpfendes Nukleotid muss in der Triphosphat-Verbindung – also als Desoxyribonukleotidtriphosphat – vorliegen. Durch Abspaltung zweier Phosphatteile wird die für den Bindungsvorgang benötigte Energie frei. Im Bereich der durch das Enzym Helicase gebildeten Replikationsgabel (das heißt, zweier auseinander laufender DNA-Einzelstränge) markiert zunächst ein RNA-Primer, der durch das Enzym Primase synthetisiert wird, den Startpunkt der DNA-Neusynthese. An das RNA-Molekül hängt die DNA-Polymerase dann ein zum Nukleotid des alten DNA-Einzelstrangs komplementäres Nukleotid, daran wieder ein weiteres neues passendes Nukleotid usw., bis die DNA wieder zu einem Doppelstrang komplettiert wurde. Dies geschieht an beiden geöffneten Einzelsträngen. Dennoch entsteht dabei ein Problem: Die Verknüpfung der neuen Nukleotide zu einem komplementären DNA-Einzelstrang verläuft nur in 5'→3' Richtung, d. h. kontinuierlich den alten 3'→5'-Strang entlang (und dabei diesen ablesend) in Richtung der sich immer weiter öffnenden Replikationsgabel ohne Pause in einem Schritt durch. Die Synthese des zweiten neuen Stranges am alten 5'→3'-Strang dagegen kann nicht kontinuierlich in Richtung der Replikationsgabel, sondern nur von dieser weg ebenfalls in 5'→3' Richtung erfolgen. Die Replikationsgabel ist aber zu Beginn der Replikation nur ein wenig geöffnet, weshalb an diesem Strang – in 'unpassender' Gegenrichtung – immer nur ein kurzes Stück neuer komplementärer DNA entstehen kann. Da hier jeweils eine DNA-Polymerase nur ca. 1000 Nukleotide verknüpft, ist es notwendig, den gesamten komplementären Strang stückchenweise zu synthetisieren. Bei etwas weiter geöffnetem Zustand der Replikationsgabel lagert sich daher ein neuer RNA-Primer wieder direkt an der Gabelungsstelle an den DNA-Einzelstrang an, und die nächste DNA-Polymerase beginnt – sich von der Replikationsgabel entfernend – erneut ca. 1000 Nukleotide an den RNA-Primer zu hängen. Derselbe Vorgang wird laufend wiederholt, d. h. der komplementäre DNA-Strang entsteht nach und nach häppchenweise. Bei der Synthese des 3'→5'-Stranges wird also pro DNA-Syntheseeinheit jeweils ein neuer RNA-Primer benötigt. Primer und zugehörige Syntheseeinheit bezeichnet man als Okazaki-Fragment. Die für den Replikations-Start benötigten RNA-Primer werden enzymatisch abgebaut. Dadurch entstehen Lücken im neuen DNA-Strang, welche durch spezielle DNA-Polymerasen mit DNA-Nukleotiden aufgefüllt werden. Zum Abschluss verknüpft das Enzym Ligase die noch nicht miteinander verbundenen neuen DNA-Abschnitte zu einem einzigen, langen, komplementären Doppelstrang. Nach Abschluss der Replikation wurden also zwei DNA-Einzelstränge in etwas unterschiedlicher Weise jeweils wieder zu einem Doppelstrang ergänzt. Aus einem DNA-Molekül sind somit zwei entstanden.

Andere Funktionen der DNA

DNA-Moleküle spielen als Informationsträger und „Andockstelle“ eine wichtige Rolle für Enzyme, die für die Transkription zuständig sind. Weiterhin ist die Information bestimmter DNA-Abschnitte, wie sie etwa in operativen Einheiten wie dem Operon vorliegt, wichtig für Regulationsprozesse innerhalb der Zelle. Mutationen von DNA-Abschnitten – z. B. Austausch von Basen gegen andere oder Änderungen in der Basensequenz – führen zu Veränderungen des Erbgutes, die zum Teil tödlich (letal) für den betroffenen Organismus sein können. Gelegentlich sind solche Mutationen aber auch von Vorteil; sie bilden dann den Ausgangspunkt für die Veränderung von Lebewesen im Rahmen der Evolution. Mittels der Rekombination bei der geschlechtlichen Fortpflanzung wird diese Veränderung der DNA sogar zu einem entscheidenden Faktor bei der Evolution: Die eukaryotische Zelle besitzt in der Regel mehrere Chromosomensätze, d.h. ein DNA-Doppelstrang liegt mindestens zwei Mal vor. Durch wechselseitigen Austausch von Teilen dieser DNA-Stränge, dem Crossing-over bei der Meiose, können so neue Eigenschaften entstehen.

DNA-Schäden

DNA-Moleküle können durch verschiedene Einflüsse beschädigt werden. UV- oder γ-Strahlung, Alkylierung sowie Oxidation können die DNA-Basen chemisch verändern oder zum Strangbruch führen. Diese chemischen Änderungen beinträchtigen unter Umständen die Paarungseigenschaften der betroffenen Basen. Dieses Prinzip ist eine wesentliche Ursache für Mutationen während der Replikation. Einige häufige DNA-Schäden sind:
- die Bildung von Uracil aus Cytosin unter spontanem Verlust einer Aminogruppe durch Hydrolyse: Uracil ist wie Thymin komplementär zu Adenin.
- Thymin-Thymin-Dimerschäden (verursacht durch photochemische Reaktion zweier aufeinander folgender Thyminbasen im DNA-Strang durch UV-Strahlung, z.B. aus Sonnenlicht. Diese Schäden sind wahrscheinlich eine wesentliche Ursache für die Entstehung von Hautkrebs).
- die Entstehung von 8-oxo-Guanin durch Oxidation von Guanin: 8-oxo-Guanin ist sowohl zu Cytosin als auch zu Adenin komplementär. Während der Replikation können beide Basen gegenüber 8-oxo-Guanin eingebaut werden. Aufgrund ihrer mutagenen Eigenschaften und ihres häufigen Auftretens (Schätzungen belaufen sich auf 104-106 neue Schäden pro Zelle und Tag) müssen DNA-Schäden rechtzeitig aus dem Genom entfernt werden. Zellen verfügen dafür über ein effizientes DNA-Reparatursystem. Dieses beseitigt Schäden mit Hilfe folgender Strategien:
- Direkte Schadensreversion: Ein Enzym macht die chemische Änderung an der DNA-Base rückgängig.
- Basenexcisionsreparatur: Die fehlerhafte Base, z. B. 8-oxo-Guanin, wird aus dem Genom ausgeschnitten. Die entstandene freie Stelle wird anhand der Information im Gegenstrang neu synthetisiert.
- Nukleotidexcisionsreparatur: Ein größerer Teilstrang, der den Schaden enthält, wird aus dem Genom ausgeschnitten. Dieser wird anhand der Information im Gegenstrang neu synthetisiert.
- Homologe Rekombination: Sind beide DNA-Stränge beschädigt, wird die genetische Information aus dem zweiten Chromosom des homologen Chromosomenpaars für die Reparatur verwendet.
- Replikation mit speziellen Polymerasen: DNA-Polymerase η kann z. B. fehlerfrei über einen TT-Dimerschaden replizieren. Menschen, bei denen Polymerase η nicht oder nur eingeschränkt funktioniert, leiden häufig an Xeroderma Pigmentosum, einer Erbkrankheit, die zu extremer Sonnenlichtempfindlichkeit führt.

Packung (supercoiling) der DNA

Da die DNA als lange Kette betrachtet mehrere Meter lang sein kann, im Zellkern aber nur wenige µm Platz ist, muss die DNA „verpackt“ bzw. gepackt werden. Dies geschieht in Eukaryoten mittels basischer Proteine (Histone), um die die DNA herumgewickelt wird. Siehe: Chromatin. In Prokaryoten wird die DNA-Helix mit Hilfe von Enzymen (z.B. Topoisomerasen und Gyrasen) zu einfachen Supercoils aufgewickelt, die man sich wie eine verdrehte Telefonschnur vorstellen kann, also nochmals um sich selbst gedrehte Helizes.

Siehe auch


- Ikone (Medien)

Referenzen

# http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/17128/1.html

Literatur


- Chris R. Calladine et al.: DNA - Das Molekül und seine Funktionsweise. 3. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag 2005, ISBN 3-8274-1605-1
- Terence A. Brown: Moderne Genetik. 2. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag 1999, ISBN 3827403065
- Ernst Peter Fischer: Am Anfang war die Doppelhelix. Ullstein 2004, ISBN 3548366732
- Ernst Peter Fischer: Das Genom. Fischer-Taschenbuch 2002, ISBN 359615362X
- James D. Watson: Die Doppelhelix. Rowohlt-Taschenbuch 1997, ISBN 3499602555
- James D. Watson: Gene, Girls und Gamov. Piper 2003, ISBN 3-492-04428-X
- James D. Watson: Am Anfang war die Doppelhelix Ullstein 2003, ISBN 3-550-07566-9
- James D. Watson, M. Gilman, J. Witkowski und M. Zoller: Rekombinierte DNA. 2. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag 1993, ISBN 3860250728
- Thomas Lindahl: Instability and decay of the primary structure of DNA. Nature, 1993, 362, 709-715.
- W. Wayt Gibbs: Preziosen im DNA-Schrott. Spektrum der Wissenschaft, Februar 2004, S. 68 - 75,
- W. Wayt Gibbs: DNA ist nicht alles. Spektrum der Wissenschaft, März 2004, S. 68 - 75,

Weblinks


- [http://www.abi-bayern.de/bio/mol_01_dns.htm Ausführliche Erklärung auf www.abi-bayern.de]
- [http://biocrs.biomed.brown.edu/Books/Chapters/Ch%208/DH-Paper.html Watson/Crick: A structure for Desoxyribose Nucleic Acid]
- [http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/biologie/dna/ Deutsche Fassung von "DNA from the Beginning" des Dolan DNA Learning Center]
- [http://www.lebendiger-unterricht.de/BIOLOGIE/Experimente/DNA-Isolierung/dna-isolierung.html DNA-Isolierung "in der Küche"]
- [http://www.biokular.de/1999/DNA.html Das Leben hängt an einem Faden: Über den Aufbau und die Funktion der Desoxyribonukleinsäure]
- [http://www.dnai.org/index.htm DNA Interactive – Seite des Cold Spring Harbor Institute und des Howard Hughes Medical Institute: eine exzellente Einführung in die Thematik] (engl.) - siehe auch: [http://www.dnaftb.org/dnaftb/ DNA from the Beginning]
- [http://www.foerstner.org/konrad/bco/grundlagen/nukleinsaeuren.html Nukleinsäuren]
- [http://www.3sat.de/nano/bstuecke/45640/ 3sat: Nano: Die größte biologische Entdeckung: 50 Jahre DNA-Struktur]
- [http://sina.eetezadi.de/inhalt/referate/dna-replikation-pcr DNA – Aufbau und Vervielfältigung ] – Bestandteile & Aufbau der DNA, Replikation und PCR Kategorie:Nukleinsäure Desoxyribonukleinsäure (DNS) Kategorie:Chemische Verbindung ja:デオキシリボ核酸 ko:DNA ms:DNA simple:DNA th:ดีเอ็นเอ

England

England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.

Geografie

England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.

Politik

Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution). Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.

Heraldik

Liste der britischen Premierminister Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund. Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.

> Konstitutionelle Demokratie

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Englands

Sport

Siehe: Fußball in England, Rugby, Cricket, Snooker, Fernwanderwege (Vereinigtes Königreich) Können nicht Fußball spielen, obwohl sie es erfunden haben.

Verwaltungsgliederung

Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)

Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands

Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung

Traditionelle Grafschaften Englands Traditionelle Grafschaften Englands Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs) 1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung. Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar. Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.

Großstädte

Verwaltungsgrafschaften Englands In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet. Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town". Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann. Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands). Siehe auch: Greater London, Unitary Authority Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200) Kultur

Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.

Weblinks

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Francis Crick

Francis Harry Compton Crick OM (
- 8. Juni 1916 in Northampton, England; † 28. Juli 2004 in San Diego, USA) war ein englischer Physiker und Biochemiker und Mitentdecker der Molekularstruktur der Desoxyribonukleinsäure (DNS, engl.: DNA). Crick hatte 1937 am University College in London ein Physikstudium abgeschlossen. Er war zwischenzeitlich für die britische Marine tätig und arbeitete an magnetischen und akustischen Seeminen. Ab 1947 studierte er zusätzlich Biologie und widmete sich jahrelang, aber erfolglos am Cavendish-Laboratorium der Universität Cambridge seiner Promotion. Er beschäftigte sich mit der röntgenkristallographischen Untersuchung des Hämoglobinmoleküls, als 1951 der amerikanische Biochemiker James Watson zu ihm stieß und sich beide daran machten, die Struktur der DNA zu entschlüsseln. Am 28. Februar 1953 hatten es beide geschafft, der interessierten Wissenschaft ein räumliches Modell der DNA-Doppelhelix vorzustellen, das auf Röntgenbeugungsdaten von Rosalind Franklin und Maurice Wilkins beruhte. Dieses Modell erlange Weltberühmtheit und hat bis heute Gültigkeit. 1955 stellte Francis seine "Adapter Hypothesis" vor, die besagte, das eine bis dato unbekannte Struktur die Aminosäuren zu ihrem Zielort bringt und dort richtig verknüpft (heute wissen wir, dies ist die tRNA als Adaptermolekül). 1962 erhielten Crick, Wilkins und Watson für ihr räumliches Modell der DNA den Nobelpreis für Medizin. Rosalind Franklin, deren Forschungsergebnisse wesentlich zu der Entschlüsselung der DNA-Struktur beitrug, war bereits 1958 gestorben. Im hohen Alter versuchte sich Crick an seinem eigenen Institut im kalifornischen La Jolla an einer großen Herausforderung, dem Versuch, das Wesen des Geistes zu enträtseln und durch eine umfassende Theorie zu erklären. Ihm ist es auch zu verdanken, dass diese Frage zum legitimen Gegenstand der Naturwissenschaft wurde. So postulierte er 1990, dass nun die Zeit reif wäre, das Rätsel des menschlichen Geistes naturwissenschaftlich in Angriff zu nehmen. Die Menschen, „Ihre Freuden, und Leiden, Ihre Erinnerungen, Ihre Ziele, Ihr Sinn für Ihre eigene Identität und Willensfreiheit - bei alldem handelt es sich in Wirklichkeit nur um das Verhalten einer riesigen Ansammlung von Nervenzellen und dazugehörigen Molekülen“, formulierte er in seinem 1994 erschienenen Buch "Was die Seele wirklich ist". Er starb am 28. Juli 2004 im Alter von 88 Jahren an Darmkrebs.

Literatur


- James D. Watson, Die Doppelhelix, Rowohlt-TB, 1997, ISBN 3499602555 (anschaulich und spannend geschriebene Geschichte der Entdeckung der Doppelhelix)
- Francis Crick, Was die Seele wirklich ist, Rowohlt TB, 1997, ISBN 3499602571

Weblinks


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- [http://www.nature.com/genomics/human/watson-crick/ Letters to nature: Molecular structure of Nucleic Acids] (Originalveröffentlichung von Watson und Crick zur DNA-Struktur 1953)
- [http://www.wellcome.ac.uk/en/genome/geneticsandsociety/hg13f012.html The Crick papers - Explore an online showcase of papers from Francis Crick's archive] (englisch)
- [http://www.nobel.se/medicine/laureates/1962/ Nobel.se] Crick, Francis Crick, Francis Crick, Francis Crick, Francis