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Java (Indonesien)

Java (Indonesien)

Java ist eine der vier Hauptinseln der Republik Indonesien (neben Sumatra, Kalimantan und Sulawesi, zusammen Große Sunda-Inseln). Java liegt südlich von Kalimantan (Borneo) und östlich von Sumatra im Indischen Ozean. Die Insel hat eine Fläche von 132.107 km², sie hat etwa 120 Millionen Einwohner, mehr als jede andere Insel der Erde. Mit über 900 Einwohnern je km² ist die Bevölkerungsdichte eine der höchsten der Welt. Auf Java befindet sich die Hauptstadt der Inselrepublik Indonesien, Jakarta, mit über zehn Millionen Einwohnern. Jakarta dehnt sich in der Fläche immer weiter aus und wächst mit den Nachbarstädten Bogor, Tangerang und Bekasi zusammen, wofür inzwischen der Kunstbegriff "Jabotabek" gebräuchlich wurde. Die Insel ist außerordentlich fruchtbar. Im Westen finden sich noch kleinere Dschungelflächen, während es nach Osten zu allmählich trockener wird. Freie Flächen sind weitgehend kultiviert, wobei von Kaffee über Tabak und Mais zahlreiche Ackerbauprodukte gewonnen werden. Beherrschend aber ist der Reisanbau mit großen Feldern und Reisterrassen. Neben den zu beobachtenden unterschiedlichsten Erscheinungsformen der Natur (Dschungel, Savannen, Mangrovensümpfen, einer Reihe teils noch aktiver Vulkane und Kraterseen), zeugen zahlreiche Tempelanlagen auf Java von einer wechselvollen Kulturgeschichte vor der Kolonialzeit. Die bedeutendsten sind der buddhistische Tempel von Borobudur sowie der hinduistische Tempel von Prambanan. Eingeteilt ist es in die Provinzen Banten, Jawa Barat (Westjava), Jawa Tengah (Mitteljava), Jawa Timur (Ostjava) und das autonome Fürstentum Yogyakarta. Die Stadt Jakarta untersteht unmittelbar der Zentralregierung

Geschichte

Prähistorische Zeit

Das die Insel Java bereits in prähistorischer Zeit besiedelt war beweist der Fund des "Java Menschen", ein Subspezies des Homo erectus, der vom niederländischen Anthropologen Eugene Dubois 1891 am Brantas in der Provinz Jawa Timur gefunden wurde.

Vorkoloniale Zeit

Java bestand aus mehreren buddhistischen und hinduistischen Reichen von denen die mächtigsten Padschadsiran und Madschapahit (Madschaput) waren. Letzteres wurde zwar 1304 vom Sultan von Ternate erobert, kam jedoch 1359 wieder in den Besitz des eingebornen Monarchen Hayam Wuruk, der in der Folge längere Zeit als Kaiser die ganze Insel beherrschte. Anfang des 15. Jahrhunderts kamen moslemische Händler auf die Insel und eine Konversion zum Islam begann.

Kolonialzeit

Zwar hatten die Portugiesen bereits 1579 erste Handelsverbindungen geknüpft, sie wurden aber bald von den erstmals 1594 gelandeten Holländern verdrängt. Mithilfe der Niederländischen Ostindien-Kompanie bemächtigten sich die Kolonialherren bis zum Ende des 17. Jahrhunderts der ganzen Insel. 1825-1830 kam es zu einem Volksaufstand gegen die Holländer wegen einer Abgabe, die die Einheimischen in einem aliquoten Betrag der Reisernte abzugeben hatten. Den Kämpfen fielen über 200.000 Javaner und 8.000 Europäer zum Opfer. 1830 wurde die sogenannte cultuurstelsel. Statt Pacht zu zahlen, sollten die Bauern nunmehr ein Fünftel ihres Bodens zur Verfügung stellen, um auf diesem Land von der Regierung bestimmte Gewächse anzubauen. Zu diesem System gehörte auch, dass sie ihre Arbeitskraft 66 Tage im Jahr zugunsten der Regierung einsetzten. In der Praxis gingen die Belastungen für die Bauern häufig weit über die offiziellen Vorgaben hinaus. Die Waren wurden nach Europa verschifft und dort gewinnbringend verkauft. Dieses System kritisierte der niederländische Schriftsteller und ehemalige Kolonialbeamte Eduard Douwes Dekker in seinem 1860 unter dem Pseudonym Multatuli veröffentlichten Buch Max Havelaar.

Religion

Wie auf Sumatra (90 %) stellen Muslime auch in Java die Mehrheit. Java wurde im 15. und 16. Jahrhundert islamisiert, so dass heute rund 91 % der Javaner Muslime sind. Um 1815 schickten die Niederländer erstmals christliche Missionare nach Java. Viele Chinesen traten zum Christentum über, ebenso einige wenige Javaner die noch nicht islamisiert waren. Im Süden von Zentraljava gibt es einige christliche Gemeinden, die jedoch zum großteil von Angehörigen der chinesischen Minderheit bewohnt sind. Auch in Java gibt es Konflikte zwischen Muslimen und der christlichen Minderheit. 58 % der muslimischen Javaner bezeichen sich als Abangan, d.h. sie verstehen die Scharia symbolisch-mystisch, nicht als unmittelbar gültiges Gesetz.

Städte auf Java


- Jakarta etwa 11 Millionen Einwohner (Hauptstadt Indonesiens)
- Surabaya etwa 2,5 Mill. Einwohner
- Bandung etwa 1,7 Mill. Einwohner
- Semarang etwa 1,3 Mill. Einwohner
- Bogor etwa 800.000 Einwohner
- Malang etwa 750.000 Einwohner
- Surakarta etwa 550.000 Einwohner
- Yogyakarta 650.000 Einwohner

Geografie

Yogyakarta]] Die geografischen Lage beginnt bei etwa 6° Süd/105° Ost und erstreckt sich bis ca. 9° Süd/115° Ost. Die Insel folgt mit der größeren (nordwestlichen) Insel Sumatra und den kleineren östlich gelegenen Inseln dem so genannten Sundarinne bzw. Sundagraben. Der Sundagraben wiederum stellt die Verschluckungszone nördlich der Indisch-Australischen Platte dar. Auch wenn die Inseln auf der Kontinentalplatte liegen, dürfte dieser Bereich im erdgeschichtlichen Sinn nicht mehr lange das Antlitz der Erdoberfläche prägen.

Literatur


- Mochtar Lubis: Dämmerung in Jakarta
Mochtar Lubis entwirft in kräftigen Bildern das Panorama einer Großstadt - die Welt der Händler, Beamten, Journalisten, Rikschafahrer und debattierenden Intellektuellen. Der Autor arbeitete als Journalist für indonesische Zeitschriften, 1956 bis 1965 verbrachte er im Gefängnis oder unter Hausarrest, seine Haltung blieb ungebrochen. Nach seiner Rehabilitierung wurde er Chefredakteur der Literaturzeitschrift "Horison". ISBN 3-293-20098-2
- Levelink/Mawdsley/Rijnberg: Vier Spaziergänge Botanischer Garten Bogor
Umfassende Angaben zur Geschichte, Systematik der Anlage und etliche Abbildungen. ISBN 979-95078-3-9.
- Spektrum der Wissenschaft, 1/1984: Der Ausbruch von Krakatau
- Astronomie heute 3/2004: Der Schrei. Ausbruch des Krakatau und sein Einfluss auf das gleichnamige berühmte Gemälde
- Hofmann, Norbert: Der islamische Festkalender in Java und Sumatra. ISBN 3-88347-000-7

Weblinks


- http://nikswieweg.colibri-reisen.de/reisen/indones/java.htm Klaus Polak: umfangreicher Reisebericht, Anfahrten, Übernachtungen etc. Kategorie:Indonesische Insel ja:ジャワ島 ko:자와 섬 ms:Jawa

Indonesien

Die Republik Indonesien (indon. Indonesia) wurde am 17. August 1945 proklamiert und am 27. Dezember 1949 unabhängig. Der Name Indonesien setzt sich aus dem lateinischen Wort indus für Indien und dem griechischen Wort nesos für Insel zusammen.

Geografie

Die äquatoriale Inselkette ist bezüglich Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens und der größte Inselstaat sowie mit etwa 240 Millionen Einwohnern die viertgrößte Nation der Welt. Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 17.508 Inseln (von denen rund 6.000 bewohnt sind). Indonesien erstreckt sich in nord-südlicher Ausdehnung von etwa 6° nördlicher Breite bis 11° südlicher Breite über rund 1.875 km, in west-östlicher Ausdehnung von 95° bis 141° östlicher Länge über mehr als 5.000 km. Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, das Südchinesische Meer, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea, südlich Australien und der Indische Ozean, letzterer liegt auch westlich von Indonesien. Gegen West-Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt, gegen die Philippinen durch die Celebes See. Zu Indonesien gehören die Großen (außer dem Nordteil Borneos) und die Kleinen Sunda-Inseln (außer Timor-Leste) sowie die Molukken, und damit der größte Teil des Indonesischen Archipels, außerdem gehört die Westhälfte Neuguineas (West-Papua, ehemals Irian Jaya) zu Indonesien. Damit liegt Indonesien nicht nur in Asien, sondern hat auch Anteil an Australien. Die Hauptstadt Jakarta hat etwa 11 Mio. Einwohner und liegt auf der Hauptinsel Java, auf der mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes lebt. Flächenmäßig größer als Java sind Kalimantan (Borneo, im Norden liegen Ost-Malaysia und Brunei), Sumatra und Sulawesi. Weitere bekannte Inseln sind das touristisch interessante Bali sowie Komodo, die Heimat des Komodowarans. Durch das umstrittene Projekt Transmigrasi (siehe Literaturhinweis) wurde versucht, das Problem der Bevölkerungskonzentration auf der Insel Java zu lösen, was vor allem auf Borneo und Sulawesi zu schwerwiegenden Zusammenstößen mit der heimischen Bevölkerung führte. Das Klima Indonesiens ist tropisch mit relativ gleichbleibenden Temperaturen um 27 °C in Meereshöhe. Geringfügige Abweichungen von diesem Wert werden vom Zenitdurchgang der Sonne verursacht. Die Niederschläge werden vor allem durch Monsunwinde hervorgerufen; dabei fallen im westlichen Teil des Archipels ganzjährig hohe Niederschläge, während im östlichen Teil der Südwest-Monsun relativ trocken ist, da die herangeführten Luftmassen aus dem trockenen Australien stammen und dort nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen konnten. Am 26. Dezember 2004 kam es zu einem der stärksten Seebeben der letzten hundert Jahre vor der Küste Indonesiens (bei Banda Aceh), wodurch viele der angrenzenden und benachbarten Staaten betroffen waren und über 300.000 Menschen ihr Leben verloren. Indonesien ist vulkanisch geprägt und dadurch sehr gebirgig. Trotz der Bedrohungen durch die häufig noch aktiven Vulkane (zuletzt waren am 8. Juni 2004 der Mount Bromo sowie einen Tag später der Mount Awu ausgebrochen – zwei Tote, fünf Verletzte) sind viele der Inseln, allen voran Java, dicht besiedelt, da die Böden sehr fruchtbar sind und eine intensive landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Flora und Fauna Indonesiens sind tropisch. Quer durch das Land läuft die Wallace-Linie, die biologisch Asien und Australien trennt. Siehe auch: Liste der Städte in Indonesien Karte Indonesiens.

Bevölkerung

Sprache

Amtssprache ist Bahasa Indonesia, die zur Gruppe der malaiisch-polynesischen und damit den austronesischen Sprachen gehört. Da jede ethnische Gruppe ihre eigene Sprache besitzt, werden ca. 250 Sprachen und Dialekte gesprochen; hinzu kommen noch etwa 100 Papuasprachen und Dialekte, die in Papua Barat gesprochen werden. Wegen der Überbevölkerung auf Java siedelt die Regierung seit Jahrzehnten Menschen auf andere Inseln um (siehe auch: Transmigrasi. Familienplanungsprogramm Indonesiens).

Religion

87 % der Indonesier sind Muslime (1998: 88 %), die große Mehrheit davon Sunniten. Mehr als 30 % bezeichen sich als Abangan (das heisst, sind sie nur nominell Muslime, etwa vergleichbar mit den Alewiten in der Türkei). Auf Java stellen die Abangan die Mehrheit. Durch Einwanderung findet man aber in allen Teilen des Landes Abangan. Mit über 208 Millionen Moslems ist Indonesien der größte islamische Staat (Anzumerken ist jedoch, dass manche Völker in Indonesien aufgrund der Staatsideologie den Islam zwar als ihre offizielle Religion angeben, jedoch Animismus praktizieren.)
Etwa 10 % der Bevölkerung sind Christen. Jedoch beschränken sie sich meistens nur auf einige Gebiete, sie zum Beispiel Nordsulawesi, Nordsumatra (um den Toba-See), Flores, Sumbawa, Westtimor, Papua, Maluku und viele Christen leben auch in Jakarta und anderen Großstädten.
In letzter Zeit werden Christen (und christliche Einrichtungen) in Indonesien immer mehr zum Ziel von islamistischen Angriffen. So werden in Indonesien immer wieder Anschläge auf öffentliche Einrichtungen verübt, Gottesdienste werden durch Randalierer gestört, auch Anti-westliche und Anti-Christliche Demonstrationen sind nicht selten. Christliche Missionare sind in Indonesien erlaubt; sie arbeiten vornehmlich auf Kalimantan (Borneo), Nusa Tenggara Timur und West Papua (Irian Jaya), wo die meisten Indigénas leben. Die christliche Kirche in Indonesien ist jung, da das Christentum erst im 17. Jahrhundert (durch niederländische und portugiesische Missionare) auf Indonesien Fuß fasste. Teile von Nordsumatra, Nusa Tenggara Timur, Nordsulawesi und Teile von Maluku sind fast rein christliche Gebiete. Java und Sumatra blieben lange von der Missionierung ausgeschlossen. 2 % der Bevölkerung sind Hindus (Bali, Lombok) und 1 % Buddhisten (und gehören meist zu der chinesischen Minderheit).

Islam in Indonesien

Der Islam erreichte Indonesien erstmals im 10. Jahrhundert. Um 930 wurde in der Region Aceh das erste Sultanat gegründet. Lange Zeit blieb es dabei. Erst im 15. Jhd breitete sich der Islam durch Indische und Arabische Händler erst in Sumatra aus und erreichte Anfang des 16. Jahrhunderts auch Java. Viele damalige Fürsten - und mit ihnen die Bevölkerung - konvertierten daraufhin zum sunnitischen Islam . Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte der Islam auch die übrigen indonesischen Inseln (z.B Sulawesi). Auf Java wurde der Islam durch die neun Gesandten Gottes, den Wali Songo (Wali= Oberhaupt, Songo= jav. Neun), verbreitet. Obwohl erwiesen ist, daß sie tatsächlich gelebt und auf Java gewirkt haben, dürfte das Meiste der über sie überlieferten Geschichten in das Reich der Sage fallen. Die Wali Songo gründeten überall auf Java Moscheen und islamische Schulen, die Pesantren oder Pondok Pesantren. Diese Wirkungsstätten der Wali sind bis heute das Ziel von jährlichen Pilgerfahrten indonesischer Muslime.
Obwohl die Wali Songo reinen Islam, getreu den Buchstaben des Korans, lehrten, haben sich mit ihrer Duldung auch Traditionen auf Java erhalten, die eigentlich der Lehre des Islam widersprechen. Bestes Beispiel hierfür ist das „Wayang“, das berühmte indonesische Schattenspiel. Eigentlich untersagt der Islam die Nachbildung von Menschen, ob als Zeichnung, Foto oder Skulptur. Für das Wayang haben die Wali offenbar eine Ausnahme gemacht.
Insgesamt kann man sagen, daß es den Wali Songo zu verdanken ist, daß der in Indonesien praktizierte Islam liberaler ist als der in vielen arabischen Ländern. Die Mehrheit der indonesischen Muslime akzeptiert die verschiedenen Religionen und Kulturen in ihrem Land, und es gibt zahlreiche christlich-muslimische Vereine, die sich für eine Verständigung zwischen den beiden Religionen einsetzen.
Viele haben kein Verständnis für islamisch-fundamentalistische Gruppen wie die Jemaah Islamiya. Sie sind auch nur eine kleine Minderheit in Indonesien. Dennoch ist in den letzen Jahrzehnten besonders aber seit Ende der Ära Suhartos eine - wenn auch langsame - Islamisierung zu beobachten. Viele Indonesier nehmen die islamischen Regeln ernster. Dennoch wählen die meisten nach wie vor säkuläre Parteien beziehungsweise solche, die sich auf die Pancasila berufen und nicht auf den Islam).
Besonders in den Slums der Großstädte und allgemein bei der ärmeren Bevölkerung, gewann der Islam seither an Bedeutung. Radikale Prediger konnten sich bisher jedoch nicht durchsetzen, was zum Teil auch mit der javanischen Mentalität zusammenhängt. Neben den Wali Songo gab es noch einen zehnten Prediger des Islam, Sheikh Siti Jenar. Siti Jenar war ursprünglich ein Schüler der Wali Songo, begann aber, den Islam völlig neu auszulegen und begründete eine eigene Lehre. Nachdem die Wali vergeblich versucht hatten, Siti Jenar zu bekehren, wurde er zum Tode verurteilt und enthauptet. Offiziell gehört Siti Jenar nicht zu den Wali, dennoch sind etwa 30 % der indonesischen Muslime Anhänger seiner Lehre. Diese bezeichnen sich als Abangan. Die beiden größten moslemischen Organisationen Indonesiens sind die modernistische Nadhlatul Ulama und die traditionelle Muhammadiyah. Die Nadhlatul Ulama ist mit über 40 Millionen Mitgliedern die größte moslemische Organisation der Welt. Bekanntestes Mitglied ist der frühere Präsident Indonesiens und Mitbegründer der Nadhlatul Ulama, Abdurachman Wahid (Gus Dur). Durch religiöse Konflikte kamen auf den Molukken mehr als 9.000 Menschen um; die meisten davon waren ambonesische Christen. In Zentral-Sulawesi kamen durch ähnliche Konflikte bisher mehr als 1.000 Menschen ums Leben. Teile von Zentral-Sulawesi (darunter der Poso Bezirk) sind von streng islamisch. Früher war der Islam in ganz Indonesien ausgesprochen liberal, heute ist er es meist nur noch auf Java und in Teilen von Sumatra.

Demografie von Indonesien

In Indonesien ist ein Vielvölkerstaat mit über 300 verschiedenen Völkern; die größten sind die Javaner (39 %), die Sundanesen (14 %) , Malaien (12 %) und Maduresen (4 %). Danaben gibt es noch die Acehnesen, die Balinesen, die Minagakbau, die Dayak, die Wewewa, die Alfuren, die Minahasa, die Batak usw. Daneben gibt es noch Minderheiten von Chinesen (etwa 3 %), Arabern, Niederländer, sowie Einwanderer aus verschiedenen südostasiatischen Ländern.

Chinesische Minderheit

In Indonesien leben insgesamt etwa 6 Mio. Chinesen, die meisten davon auf der Hauptinsel Java.

Geschichte

bis zum 16. Jahrhundert

Dayak Den Grundstock der indonesischen Bevölkerung bilden mongolisch-kaukasische Völker, die vor Beginn unserer Zeitrechnung in mehreren Einwanderungswellen ins Land gekommen sind.
- 5. Jahrhundert: Früheste Einflüsse des Buddhismus auf Indonesien.
- ab 7. Jahrhundert: Buddhistisches Königreich von Srivijaya auf Sumatra.
- ab 8. Jahrhundert: Buddhistische Sailendra-Dynastie. Errichtung des Borobudur, des weltweit größten buddhistischen Baudenkmals, auf Java.
- ab Ende des 13. Jahrhunderts : Das letzte große Hinduimperium Majapahit herrschte auf Java und später den umliegenden Inseln.
- ab 15. Jahrhundert: In Indonesien setzt sich der Islam durch. Die damaligen Stammesführer übernahmen diese Religion von arabischen Kaufleuten und konvertierten. Die Bevölkerung tat es ihnen gleich. Der Islam war eine Revolution zum vorherigen System. Im Islam war jeder Mensch gleich. Hinduismus und Buddhismus überleben bis heute nur auf den Inseln Bali (siehe beispielsweise: Besakih) und Lombok, wo sich eine indigene (mehrheitlich aber hinduistisch geprägte) Mischkultur herausbildet hat. 1487 umfuhr der Portugiese Bartolomeo Diaz erstmals das Kap der Guten Hoffnung und fand damit den Seeweg nach Indien. In der Folge stießen die Europäer in den indonesischen Raum vor, um den bislang von Orientalen betriebenen Gewürzhandel zu übernehmen. Nach fast 100-jähriger portugiesischer Dominanz setzten sich um 1600 die Niederländer als Kolonialherren durch.

17. bis 19. Jahrhundert

Als Niederländisch-Indien war Indonesien die erste holländische Kolonie. Mithilfe ihres Rohstoffreichtums erlangte die Kolonialmacht einen großen Wohlstand. Nach der Auflösung der Vereinigten Handelskompanie im Jahre 1799 übernahm der Staat Niederlande die Kolonie. In der Zeit, in der Napoleon I. in den Niederlanden herrschte, waren die niederländischen Kolonien in Südostasien von den Briten besetzt worden. 1816 erhielten die Niederländer die Herrschaft über das indonesische Inselreich zurück, mussten allerdings im Vertrag von London auf Ceylon und das Kapland verzichten).
- 18251830: Volksaufstand auf Java gegen die niederländische Kolonialherrschaft. Den Kämpfen fallen über 200.000 Javaner und 8.000 Europäer zum Opfer. Nach 1816 zogen die Niederländer zunächst, wie vor ihnen die Engländer, eine Pacht von den einheimischen Bauern ein: In jedem Dorf hatte der Vorsteher dafür zu sorgen, dass ein Geldbetrag abgeliefert wurde, der zwei Fünfteln des Wertes der örtlichen Reisernte entsprach. General-Gouverneur Johannes van den Bosch erwirkte, dass um 1830 ein neues System eingeführt wurde, das so genannte cultuurstelsel. Statt Pacht zu zahlen, sollten die Bauern nunmehr ein Fünftel ihres Bodens zur Verfügung stellen, um auf diesem Land von der Regierung bestimmte Gewächse anzubauen. Zu diesem System gehörte auch, dass sie ihre Arbeitskraft 66 Tage im Jahr zugunsten der Regierung einsetzten. In der Praxis gingen die Belastungen für die Bauern häufig weit über die offiziellen Vorgaben hinaus. Die Waren wurden nach Europa verschifft und dort gewinnbringend verkauft. Dieses System kritisierte der niederländische Schriftsteller und ehemalige Kolonialbeamte Eduard Douwes Dekker in seinem 1860 unter dem Pseudonym Multatuli veröffentlichten Buch Max Havelaar. 1870 wurde das cultuurstelsel schließlich nach einer Entscheidung im Parlament des niederländischen Mutterlandes abgeschafft. Fortan war es für niederländische Privatleute möglich, Land von den einheimischen Bauern zu pachten, um hierauf Plantagen anzulegen.

Anfang 20. Jahrhundert


- 1908: Die Niederlande dehnen, von Java ausgehend, ihren Machtbereich auf den gesamten indonesischen Archipel aus. Lediglich die Provinz Aceh (Atjeh) im Norden Sumatras vermag zu widerstehen, wird aber nach einem über dreißigjährigen Krieg ebenfalls unterworfen.
- 1912: Mit der Gründung der Sarekat Islam („Islamische Vereinigung“) erwächst der indonesische Nationalismus zu einer Massenbewegung.
- 1926: Die Kommunistische Partei (PKI) ruft zum revolutionären Befreiungskrieg auf. Die Erhebung scheitert an der überlegenen niederländischen Kolonialmacht.
- 1927: Nach der Zerschlagung der PKI übernimmt die von Achmed Sukarno (1901–1970) gegründete Partai Nasional Indonesia den Kampf gegen die Niederländer auf.

Japanische Besatzung


- Februar/März 1942: Im Zweiten Weltkrieg erobert Japan Niederländisch-Indien.
- März 1943: Unter japanischer Besatzung erklärt sich Indonesien (erstmals) als von den Niederlanden unabhängig. Ende 1941 begannen die Japaner, die indonesischen Inseln zu besetzen. Ihr Interesse galt kriegswichtigen Rohstoffreserven und der Verbesserung ihrer strategischen Position. Von Stützpunkten auf den indonesischen Inseln wurden die australischen Städte Darwin und Broome bombardiert. Im März 1942 kapitulierten die Niederländer. Die fast 350-jährige Zeit ihrer Kolonialherrschaft war vorüber. Die meisten Indonesier begrüßten die Japaner als Befreier vom Joch der Europäer. Die Begeisterung verflog allerdings rasch, als die asiatischen Nachbarn ein Schreckens- und Willkürregime aufbauten. Die Herrschaft der Japaner endete mit deren Kapitulation am 15. August 1945.

Unabhängigkeit und Kampf um den Staatserhalt

Am 17. August 1945 rufen Sukarno und Mohammed Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens aus (Staatsname: Indonesia). Mit den Grundsätzen der Pancasila gibt sich der Staat eine eigentümliche Verfassung. Der Einfluss der Republik Indonesien erstreckt sich zunächst auf die Inseln Java, Sumatra und Madura. Die übrigen Inseln werden von den Niederländern gehalten. Erster Präsident der Republik Indonesien wird Achmed Sukarno. Von Juli 1947 bis Dezember 1948 besetzen die Niederländer weite Territorien der aufständischen Republik. Deren Gebietshoheit beschränkt sich nur noch auf Zentraljava und das Hochland von Sumatra. Die aufständischen Indonesier antworten mit Guerillakrieg. Am 18. Dezember 1948 gelingt es den Niederländern, Sukarno und fast die ganze Regierung zu verhaften. Da die USA bei Ausweitung der Kämpfe eine kommunistische Machtübernahme befürchten, drängen sie die Niederlande zum Nachgeben. Am 25. April 1949 wird die bis 1956 bestehende Niederländisch-Indonesische Union gebildet, am 27. Dezember wird die Unabhängigkeit der Republik Indonesien (neuer Staatsname: Republik Indonesia Serikat) von den Niederlanden anerkannt, der niederländische Teil von Neuguinea West-Papua bleibt jedoch unter niederländischer Verwaltung.
- 17. August 1950: Das seit der Unabhängigkeit föderal strukturierte Indonesien wird in einen Einheitsstaat umgewandelt (neuer Staatsname: Republik Indonesia). Der christliche Teil der Bevölkerung der Molukken proklamiert die unabhängige Republik Maluku Selatan. Der Sezessionsversuch wird von der indonesischen Armee jedoch mit Waffengewalt unterdrückt. Indonesische Truppen besetzen im November die Hauptstadt Ambon und erobern bis 1955 die gesamte Republik Maluku Selatan.
- 15. Februar 1956: Indonesien kündigt die 1949 geschlossene Union mit den Niederlanden.
- 1. Mai 1963: West-Papua (Irian Barat) gerät de facto vollständig unter indonesische Kontrolle.
- 16. September 1963: Die Gründung Malaysias und die Eingliederung von Sabah und Sarawak in die malaysische Föderation führt zu ernsthaften Spannungen mit Indonesien. Bis 1966 kommt es immer wieder zu Kämpfen auf Borneo. Malaysia wird dabei von Großbritannien und Australien mit Truppen unterstützt.
- 30. September 1965: Die zunehmende Willkürherrschaft des Sukarno-Regimes provoziert einen angeblichen kommunistischen Umsturzversuch. Dieser scheitert an einem Gegenputsch der Armee, in dessen Verlauf zwischen 100.000 und einer Million Menschen umgebracht werden, vor allem tatsächliche oder vermeintliche Anhänger der kommunistischen Partei Indonesiens (PKI). Dies gilt als einer der größten politisch motivierten Massenmorde der jüngeren Geschichte. Die Vorgänge sind bis heute nur unzureichend untersucht, daher sind genaue Angaben zur Zahl der Opfer nicht möglich.
- 1. Januar 1966: Währungsreform: 1000 alte Rupiah = 1 neue Rupiah = 100 neue Sen.
- 11. März 1966: General Hadji Mohamed Suharto (
- 1921) erzwingt von Sukarno die Vollmacht zur Regierungsbildung.
- 12. März 1967: Suharto wird „geschäftsführender Staatspräsident“; Sukarno bleibt nominelles Staatsoberhaupt.
- 27. März 1968: Suharto übernimmt auch formal das Amt des Staatspräsidenten.
- 1969: West-Papua (Irian Barat) wird indonesische Provinz und erhält den Namen „Irian Jaya“.
- 21. Juni 1970: Tod des Staatsgründers Achmad Sukarno.
- 5. August 1973: Anhaltende soziale Spannungen entladen sich in Rassenkonflikten, die sich gegen die chinesische Minderheit richten.
- 28. November 1975: Portugal zieht sich aus seiner Kolonie Ost-Timor zurück. Die „Revolutonäre Front für die Unabhängigkeit von Timor-Leste“ (FRETILIN) ruft die Unabhängigkeit aus (wirksam erst am 20. Mai 2002).
- 2. Dezember 1975 überfallen in den Niederlanden extremistische Mitglieder der 35.000 dort lebenden Ambonesen (Süd-Molukken) einen Zug und am 4. Dezember das indonesische Generalkonsulat in Amsterdam und nehmen Geiseln mit dem Ziel, dass sich die niederländische Regierung für die Ambonesen in Indonesien einsetzt. Vier Geiseln werden erschossen. Die niederländische Regierung bleibt hart, die Ambonesen geben am 19. Dezember auf.
- 7. Dezember 1975: Staatschef Suharto befiehlt die militärische Invasion Osttimors. In den folgenden Wochen werden 60.000 Menschen getötet, 10 % der Bevölkerung.
- 17. Juni 1976: Osttimor wird dem indonesischen Staatsverband eingegliedert. Auf Sumatra wurde die Wiederstandsbewegung ASNLF gegründet.
- 11. November 1981: Die UN-Generalversammlung fordert für Osttimor das Selbstbestimmungsrecht.
- 19981999: Nach der Entmachtung von General Suharto übernimmt Bacharuddin Jusuf Habibie (
- 1936), bis dahin Vize-Präsident, das Amt des Staatspräsidenten.
- 19. April 1999 Bombenanschlag auf die mit 600 Gläubigen vollbesetzte Hauptmoschee in Jakarta (3 Verletzte); 20. Oktober: Abdurrahman Wahid (
- 1940) wird erster frei gewählter Staatspräsident.
- 31. Oktober 1999: Die letzten indonesischen Soldaten verlassen Osttimor nachdem sie das Land in Schutt und Asche gelegt haben und eine internationale Friedenstruppe im September in Dili landete.
- 1. August 2000 Eine Bombe explodiert vor der Residenz des philippinischen Botschafters in Jakarta (2 Tote, 23 Verletzte); (13. September) In der Tiefgarage der Börse von Jakarta detoniert eine Autobombe (15 Tote, 27 Verletzte); (24. Dezember) 15 Bombenanschläge auf christliche Kirchen (16 Tote, mehr als 100 Verletzte).
- 1. Januar 2001: Irian Jaya erhält innere Autonomie.
- Juli 2001: Megawati Sukarnoputri (
- 1944), Tochter des Staatsgründers Sukarno, wird neue Staatspräsidentin; (23. September) In einem belebten Einkaufszentrum in Jakarta explodieren zwei Bomben (mehrere Verletzte)
- 20. Mai 2002: Osttimor erhält die Unabhängigkeit (República Democrática de Timor-Leste).
- 12. Oktober 2002: Islamistischer Terroranschlag auf der Touristeninsel Bali (202 Tote und mehr als 300 Verletzte).
- 18. Mai 2003: Verhängung des Kriegsrechts in der nach Unabhängigkeit strebenden Provinz Aceh (Atjeh) im äußersten Norden der Insel Sumatra – Großoffensive mit 40.000 Soldaten. Mehr als 1.000 Menschen sterben, 20.000 sind auf der Flucht; (5. August) Ein Selbstmordattentäter sprengt sich vor dem Marriott-Hotel in Jakarta in die Luft (12 Tote, 150 Verletzte).
- 10. Januar 2004: In einem Café auf der Insel Palopo explodiert eine Bombe (vier Tote); Abschaffung der indirekten Wahl des Staatspräsidenten; (5. Juli) Erstmals direkte Präsidentschaftswahlen, bei der kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht; (9. September) ein Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Hauptstadt Jakarta forderte 11 Tote und über 150 Verletzte; (20. September) Der Herausforderer und frühere General Susilo Bambang Yudhoyono siegt in der Stichwahl gegen die bisherige Amtsinhaberin Megawati Sukarnoputri.
- 26. Dezember 2004: Bei einem Seebeben westlich vor der Insel Sumatra werden (neben zehntausenden Menschen in anderen Ländern) auch über 200.000 Einwohner Indonesiens getötet (Stand: Mitte März 2005).
- 1. Oktober 2005: Erneut Terroranschlag auf Bali: Im Abstand weniger Minuten explodieren gegen 19 Uhr Ortszeit 3 Bomben in Jimbaran und Kuta. Bei den Explosionen kommen 23 Menschen ums Leben, einschließlich dreier Selbstmordattentäter.

Politik

Die ehemalige niederländische Kolonie ist heute eine Präsidialrepublik. Die Verfassung von 1945 sieht die Gewaltenteilung vor. Nach dem Sturz Suhartos 1998 wurden umfangreiche Reformen umgesetzt. Das Einkammerparlament (Abgeordnetenhaus) hat 500 auf fünf Jahre gewählte Abgeordnete (bis 2004 waren 38 davon vom Präsidenten ernannte Militärs). Die beratende Volksversammlung, die früher den Präsidenten wählte und übergreifende politische Themen berät, besteht aus dem Abgeordnetenhaus, 135 Vertretern der Provinzen sowie 65 Vertretern von Standesorganisationen und kommt damit auf 700 Mitglieder. Seit 2004 ist der Majelis Permusyawaratan Rakyat (MPR) ein Zweikammerparlament. Dieses hoechste Legislativorgan besteht aus den 550 DPR (Dewan Perwakilan Rakyat) Abgeordneten und 128 Regionalvertretern (DPD). Der DPD (Dewan Perwakilan Daerah) ist somit eine im Rahmen der Dezentralisierungspolitik neu geschaffene 2. Kammer.

Präsident

Seit 2004 wird der Präsident direkt vom Volk gewählt. Erster direkt gewählter Präsident wurde der frühere General Susilo Bambang Yudhoyono. Der ehemalige Sicherheitsminister erhielt bei der Stichwahl am 20. September 2004 fast 61 Prozent der Stimmen. Er löst damit die bisherige Staatschefin Megawati Sukarnoputri ab, die nur auf gut 39 Prozent kam. Schon beim ersten Wahlgang am 5. Juli 2004 hatte der Ex-General die meisten Stimmen erzielt, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Deshalb war eine Stichwahl gegen die zweitplatzierte Megawati nötig geworden. Die Tochter von Republikgründer Sukarno war im Sommer 2001 an die Staatsspitze gerückt, nachdem ihr Vorgänger Abdurrahman Wahid aus dem Amt gedrängt worden war.

Parteien

Indonesien hat ein Mehrparteiensystem mit einer großen Anzahl von Parteien. Vorherrschende Partei unter Suharto war Golkar. Ihr Einfluss ist weiterhin groß, aber nicht mehr dominant. Der derzeitige Präsident Yudhoyono kandidierte bei der Präsidentschaftswahl 2004 für die neu gegründete Demokratische Partei, seine Vorgängerin und Kontrahentin Megawati für die PDI-P.

Islam

Die weit überwiegende Mehrheit der Muslime in Indonesien grenzt sich deutlich von den Terroristen ab. Der Islam in Indonesien ist im internationalen Vergleich ausgesprochen liberal. Es bestehen beträchtliche Freiräume für reformislamische Diskurse. International angesehene Intellektuelle wie der ehemalige Staatspräsident Abdurrahman Wahid oder Nurcholish Majid, der eine Zeit lang als Präsidentschaftskandidat im Gespräch war, stehen repräsentativ für einen toleranten und aufgeklärten Islam. Terroranschläge islamistischer Gruppen, etwa gegen Touristenziele auf Bali in den Jahren 2002 und 2005 werden von der großen Mehrheit der Bevölkerung verurteilt. Obwohl das größte islamische Land der Welt seit langem als Brutstätte von Terrornetzwerken gilt, begegnete die indonesische Regierung dieser Gefahr bislang eher halbherzig. Die Kritik aus den ASEAN-Nachbarländern sowie aus den USA und Australien, vor allem aber die sich langsam durchsetzende Erkenntnis nach dem Anschlag von Bali 2002, dass man es im eigenen Land mit Terroristen zu tun hat, veranlassten die Regierung und einige Fraktionen im Militär und der Polizei, entschlossener gegen die islamistischen Milizen vorzugehen und sich daranzumachen, in einer groß angelegten Ermittlungs- und Strafverfolgungsaktion das Netzwerk der Jemaah Islamiyah zu zerschlagen. Außerdem wurden ein Geldwäsche- und ein weit gefasstes Antiterrorgesetz verabschiedet.

Armut

Über 30 % der insgesamt 241 Mio. Indonesier leben in Armut, 9 % davon in extremer Armut. Besonders in Großstädten wie Jakarta gibt es ausgedehnte Slums. Auf Java gibt es etwa 1,7 Mio. Straßenkinder. Zahlreiche Slums in denen viele Menschen unter erbärmlichen Bedingungen leben müssen, sind Zentren von radikalen Islamisten die ein Teil der dortigen Bevölkerung für ihre Ideen gewinnen konnten, was sich hin und wieder in anti-amerikanischen Demostrationen äußert. Straßenkinder (vornehmlich Jungen) werden häufig von Radikalislamistischen Gruppen aufgegriffen und landen in (illegalen) Schulen.

Administrative Gliederung

Siehe: Administrative Gliederung Indonesiens. Indonesien ist derzeit in 33 Provinzen unterteilt, darunter zwei (Aceh und Jogjakarta) Sonderregionen und die Stadt Jakarta als Hauptstadtdistrikt. Die jüngste Provinz, Sulawesi Barat wurde erst im Oktober 2004 errichtet und die indonesische Regierung plant die Gründung weiterer Provinzen.

Wirtschaft

Indonesien Wirtschaft basiert auf dem Prinzip der Marktwirtschaft, wird an vielen Stellen aber von der Regierung beeinflusst. Einige große Unternehmen sind in Staatsbesitz. 1997/1998 erschütterte eine Wirtschaftskrise verschiedene Staaten in Ost- und Südostasien, wovon auch Indonesien stark betroffen war (Asienkrise). Derzeit ist die indonesische Wirtschaft aber einigermaßen stabil und hat eine Wachstumsrate von etwa 5 Prozent. Die indonesische Währung ist die Rupiah. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2004 3.500 USD pro Kopf [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/id.html#Econ], jedoch lebt ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Fast die Hälfte der Beschäftigten ist in der Landwirtschaft tätig. Einige Exportprodukte sind Holzprodukte, Agrarprodukte (Reis, Erdnüsse, Kakao, Kaffee, Palmöl, Fleisch), Textilien und Mineralien. Außerdem gibt es einige attraktive Ziele für den Tourismus, etwa auf Bali oder Flores. Indonesien ist Mitglied in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), ist aber mittlerweile zu einem Netto-Importeur von Erdöl geworden, da die eigenen Vorkommen fast erschöpft sind. Weitere Mitgliedschaften: Internationaler Währungsfond, Welthandelsorganisation, ASEAN.

Kultur

Die Nationalhymne Indonesia Raya wurde von Wage Rudolf Soepratman komponiert. Typische indonesische Musikinstrumente sind das Gamelan und Angklung. Ein traditioneller Zeitvertreib ist das indonesische Schattenspiel Wayang. Die Indonesische Kultur (Musik, Literatur, Malerei) wurde im 9. und 10. Jahrhundert zuerst vom Buddhismus, und ab dem 13. Jhd zunehmend vom Hinduismus geprägt. Eine weitere hochentwickelte Kunst ist die Batik, die in Indonesien seit Jahrhunderten beheimatet ist. In aufwendiger Technik werden reiche Muster mit Blumen und Vogelmotiven, Spiralen und phantasievoller Struktur entwickelt. Heute ist die Batik ein Exportprodukt Indonesiens. Reis ist ein Grundnahrungsmittel, das bis zu dreimal am Tag gegessen wird. Überall durchziehen Reisterrassen das Land. Viele Mythen erzählen, daß der Reis ein Geschenk des Himmels ist.

Umwelt

Der Regenwald Indonesiens gilt als der artenreichste weltweit. Dennoch werden die Regenwälder Indonesiens so schnell vernichtet wie in keinem anderen Land der Welt. Etwa 88 % des Holzes stammen aus illegalem Einschlag. Dieser dramatische Trend spiegelt sich auch im Zustand des Artenbestandes wider: Indonesien hat derzeit die längste Liste an vom Aussterben bedrohten Arten. Die Holzwirtschaft ist nur für einen Teil der Urwaldzerstörung verantwortlich. Große Flächen werden gerodet und/oder abgebrannt, um Bodenschätze zu gewinnen oder um Agrarwirtschaft zu betreiben, vor allem Papier- oder Ölpalmen-Plantagen. Beim Abbrennen der Wälder, insbesondere in Gebieten mit viel Torf, entsteht starker Rauch der sich zeitweise auch auf die Nachbarländer Malaysia, Singapur und Brunei erstreckt und gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden anrichtet und zu politischen Konflikten führt. Besonders stark und monatelang anhaltend war der Rauch in den Jahren 1983/84, 1997/98 und 2005. Die Humusschicht der gerodeten Flächen ist jedoch zu dünn, als dass sie langfristig agrarwirtschaftlich genutzt werden könnte. So wird auf dem ehemaligen artenreichen Regenwaldboden nur einige Jahre angebaut, bevor er nutzlos und ausgelaugt brachliegt. Meist siedelt sich dort dann das hartnäckige Elefantengras an, das das Areal in eine ökologische Wüste verwandelt. Den Bauern bleibt keine andere Möglichkeit, als Regenwald für neue Anbauflächen zu roden.

Siehe auch


- Portal:Indonesien

Literatur


- GEO Magazin, 6/86: Der Millionen-Umzug im Wettlauf mit der Zeit (zum Transmigrasi-Problem)

Weblinks


- [http://www.indonesia-berlin.de/mixed/govermentlink.htm Indonesische Botschaft in Berlin] – Links zu indonesischen Regierungsstellen (englisch)
- [http://www.aseannewsnetwork.com/indonesia.html Asean News Network] (englisch, indonesisch)
- [http://www.deutschebotschaft-jakarta.or.id/de Deutsche Botschaft in Jakarta]
- [http://mandela.inwent.org/v-ez/lis/indones Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung]
- [http://home.snafu.de/watchin Watch Indonesia!]
- [http://users.powernet.co.uk/mkmarina Website by Peter Loud] (Kartenmaterial) (englisch)
- [http://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/Schulprojekt/Lernen/Kolonialzeit/zeitleiste.html Haus der Niederlande] – Die niederländische Kolonialzeit
- [http://nikswieweg.colibri-reisen.de/reisen/indones/indones.htm Klaus Polak: umfangreiche Reiseberichte aus dem Inselstaat, Biodiversität, Kultur]
- [http://www.fotos.indonesia-forum.de Indonesien-Fotos] (Bali, Java, Flores, Sulawesi, etc.)
- [http://www.sunda-islands.com/lexikon.php Umfangreiches Indonesien-Lexikon] Kategorie:Indonesien Kategorie:Staat Kategorie:Südostasien ja:インドネシア ko:인도네시아 ms:Indonesia simple:Indonesia th:ประเทศอินโดนีเซีย zh-min-nan:Ìn-nî

Borneo

Borneo, das in Indonesien Kalimantan genannt wird, ist die drittgrößte Insel der Welt (nach Grönland und Neuguinea). Sie liegt inmitten des Indonesischen Archipels.

Daten


- Fläche: 743.122 km²
- Einwohner: 15.721.384 (Januar 2005)
- Einwohnerdichte: 16 E./km²

Landschaft

Die Küste der Insel ist durch Mangrovensümpfe relativ unzugänglich, woraus auch die schwache Besiedlung resultiert. Selbst die Flüsse sind infolge der Aufschüttungen vom Meer her nicht zugänglich. Die Oberfläche ist wenig gegliedert. Weite Teile sind mit dichtem Urwald bewachsen. Es gibt eine lange Bergkette, die vom Nordende der Insel, dem Kap Sampanmangio, bis zu ihrer nordwestlichen Spitze, dem Kap Datu, erstreckt. Eine zentrale Massenerhebung mit mehreren Gebirgsgruppen, die von Niederungen umgeben ist, findet sich ebenfalls. Die höchste Erhebung ist jedoch im Nordosten der Insel zu finden: der Vulkan Kinabalu (4.101 m). Granit und Schiefergebirge findet man insbesondere im Westen Borneos. Die Küste ist insgesamt 4.971 km lang und besitzt wenig Buchten. Im Westen liegen die Anamba-Inseln.

Klima

Das Klima von Borneo ist ausgesprochen tropisch. Die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen 27,7° C im Mai und 26,7° C im Dezember. Die größere südliche Hälfte Borneos hat eine ausgeprägte Trocken- und Regenzeit. Der Norden hat zwei Trocken- und Regenzeiten.

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich aus den malaiischen Dayak, aus Malaien und Chinesen zusammen. (Die Mehrheit der Malaien sind sog. Deutero-Malaien, sie kamen stammesgeschichtlich "als zweite" aus Asien über die Halbinsel Malaya.) Im Inneren von Borneo finden sich auch sammelnde und jagende Gruppen der Penan, die ethnologisch zu den sog. Proto-Malaien gehören, Einwanderern der ersten malaiisch-indonesischen Besiedlungs-Welle. In einigen Küsten-Randbereichen sind auch Ansiedlungen der Orang Laut zu finden, Meeres-Menschen, malaiisch-stämmiger sogenannter See-Zigeuner. Weiterhin gibt es den Volksstamm der Iban welcher im Landesinneren der Insel Borneo lebt. Die Zahl der Angehörigen wird auf 240 000 geschätzt. Die Mehrheit der Bevölkerung in Kalimantan ist entweder Muslimisch oder praktiziert noch Animismus. Minderheiten von Christen gibt es auch. Etwa 15 % der Dayaks sind durch Missionierung im 19. Jhd heute zumindest offiziell Christen.

Wirtschaft

An Bodenschätzen gewinnt man Kohle und Erdöl. Die Landwirtschaft gibt Kopra, Sago und Kautschuk her. Im Südosten wird zudem Pfeffer gewonnen. Von großer Bedeutung ist die Holzwirtschaft (Tropenhölzer). Die wenig kontrollierte Abholzung hat dazu geführt, dass die indonesische Regierung auf internationaler Ebene in die Kritik geraten ist.

Politische Verwaltung


- Sultanat Brunei
- Malaysia (Teilstaaten Sarawak und Sabah)
- Indonesien (Provinzen Kalimantan Barat, Kalimantan Tengah, Kalimantan Selatan und Kalimantan Timur

Weblinks


- http://kaltim.go.id/beranda.html
- http://bilder.fernweh.com/kategorie8.htm Bilder aus Sarawak und Borneo Kategorie:Indonesische Insel Kategorie:Insel (Malaysia) ja:ボルネオ島 ko:보르네오 섬 ms:Kepulauan Borneo th:เกาะบอร์เนียว

Große Sunda-Inseln

Die Großen Sunda-Inseln sind eine Inselgruppe im indonesischen Archipel. Zusammen mit den Kleinen Sunda-Inseln bilden sie die Sunda-Inseln. Zu den großen Sunda-Inseln gehören Borneo (indonesisch Kalimantan), Sumatra, Java und Sulawesi. Außer dem Norden Borneos bilden die Inseln den Hauptteil Indonesiens. Auf Borneo befinden sich Ost-Malaysia und Brunei. Die Inseln bilden die Grenze zwischen dem Pazifischen Ozean beziehungsweise dessen Nebenmeer Südchinesisches Meer und dem Indischen Ozean. Mit 1,5 Millionen km² und etwa 180 Millionen Einwohnern handelt es sich um die größte Inselgruppe der Welt (nur Grönland ist flächenmäßig größer). Kategorie:Inselgruppe Kategorie:Geographie (Indonesien) ja:大スンダ列島

Kalimantan

Borneo, das in Indonesien Kalimantan genannt wird, ist die drittgrößte Insel der Welt (nach Grönland und Neuguinea). Sie liegt inmitten des Indonesischen Archipels.

Daten


- Fläche: 743.122 km²
- Einwohner: 15.721.384 (Januar 2005)
- Einwohnerdichte: 16 E./km²

Landschaft

Die Küste der Insel ist durch Mangrovensümpfe relativ unzugänglich, woraus auch die schwache Besiedlung resultiert. Selbst die Flüsse sind infolge der Aufschüttungen vom Meer her nicht zugänglich. Die Oberfläche ist wenig gegliedert. Weite Teile sind mit dichtem Urwald bewachsen. Es gibt eine lange Bergkette, die vom Nordende der Insel, dem Kap Sampanmangio, bis zu ihrer nordwestlichen Spitze, dem Kap Datu, erstreckt. Eine zentrale Massenerhebung mit mehreren Gebirgsgruppen, die von Niederungen umgeben ist, findet sich ebenfalls. Die höchste Erhebung ist jedoch im Nordosten der Insel zu finden: der Vulkan Kinabalu (4.101 m). Granit und Schiefergebirge findet man insbesondere im Westen Borneos. Die Küste ist insgesamt 4.971 km lang und besitzt wenig Buchten. Im Westen liegen die Anamba-Inseln.

Klima

Das Klima von Borneo ist ausgesprochen tropisch. Die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen 27,7° C im Mai und 26,7° C im Dezember. Die größere südliche Hälfte Borneos hat eine ausgeprägte Trocken- und Regenzeit. Der Norden hat zwei Trocken- und Regenzeiten.

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich aus den malaiischen Dayak, aus Malaien und Chinesen zusammen. (Die Mehrheit der Malaien sind sog. Deutero-Malaien, sie kamen stammesgeschichtlich "als zweite" aus Asien über die Halbinsel Malaya.) Im Inneren von Borneo finden sich auch sammelnde und jagende Gruppen der Penan, die ethnologisch zu den sog. Proto-Malaien gehören, Einwanderern der ersten malaiisch-indonesischen Besiedlungs-Welle. In einigen Küsten-Randbereichen sind auch Ansiedlungen der Orang Laut zu finden, Meeres-Menschen, malaiisch-stämmiger sogenannter See-Zigeuner. Weiterhin gibt es den Volksstamm der Iban welcher im Landesinneren der Insel Borneo lebt. Die Zahl der Angehörigen wird auf 240 000 geschätzt. Die Mehrheit der Bevölkerung in Kalimantan ist entweder Muslimisch oder praktiziert noch Animismus. Minderheiten von Christen gibt es auch. Etwa 15 % der Dayaks sind durch Missionierung im 19. Jhd heute zumindest offiziell Christen.

Wirtschaft

An Bodenschätzen gewinnt man Kohle und Erdöl. Die Landwirtschaft gibt Kopra, Sago und Kautschuk her. Im Südosten wird zudem Pfeffer gewonnen. Von großer Bedeutung ist die Holzwirtschaft (Tropenhölzer). Die wenig kontrollierte Abholzung hat dazu geführt, dass die indonesische Regierung auf internationaler Ebene in die Kritik geraten ist.

Politische Verwaltung


- Sultanat Brunei
- Malaysia (Teilstaaten Sarawak und Sabah)
- Indonesien (Provinzen Kalimantan Barat, Kalimantan Tengah, Kalimantan Selatan und Kalimantan Timur

Weblinks


- http://kaltim.go.id/beranda.html
- http://bilder.fernweh.com/kategorie8.htm Bilder aus Sarawak und Borneo Kategorie:Indonesische Insel Kategorie:Insel (Malaysia) ja:ボルネオ島 ko:보르네오 섬 ms:Kepulauan Borneo th:เกาะบอร์เนียว

Sumatra

Die Insel Sumatra (gesprochen Sumátra) oder Sumatera gehört zu Indonesien und ist mit 473.000 km² die sechstgrößte Insel der Welt. In diese Fläche sind mehrere vorgelagerte Inseln mit 50.000 km² eingerechnet.

Geografie

Die Insel erstreckt sich 1.700 km in Nordwest-Südost-Richtung und ist bis zu 370 km breit, der Äquator überquert genau die Mitte der Insel. Das Barisangebirge (Peg Barisan) begleitet die Westküste und wird südwärts immer höher. Der Mount Kerinchi (Gunung Kerinci) ragt bis auf 3.805 m, es gibt aber noch andere Dreitausender. Vulkanische Aktivität in diesem Gebirge statteten die Insel mit fruchtbarem Land und malerischen Landschaften (zum Beispiel um den Tobasee) aus. Die östliche Hälfte der Insel ist flach; die bis 300 km breite Ebene ist fast zur Hälfte mit Sümpfen bedeckt. Sumátra stellt den äußersten Westen des bevölkerungsreichen Staates dar, der mit seinen Hauptinseln in einer 5.000 km langen Kette über Java, Bali und Flores bis zu den Molukken vor Neuguinea reicht. Südöstlich von Sumatra liegt - durch die 40 km breite Sundastraße getrennt - die Zentralinsel Java. In der südlichen Sundastraße befinden sich einige Inselchen, darunter aber der gefürchtete Vulkan Krakatau (816m, siehe 1883 und 1930). Jenseits des östlichen Meeres, das 600 km breit ist, liegt die riesige, aber menschenleere Insel Borneo, und im Norden - durch die verkehrsreiche, enge Straße von Malakka getrennt, die Malaiische Halbinsel und Singapur. Von der Landspitze Aceh im Nordwesten kommt man nach 200 bis 1.000 km zur Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren, die aber trotz großer Distanz zu Indien gehören. Große Teile Sumatras waren früher mit Regenwald bedeckt und boten einer Vielzahl von Tieren (zum Beispiel, Tigern, Gibbons, Orang-Utans, Schabrackentapiren) und Pflanzen Heimat. Großflächige Waldrodungen, durch Korruption und mangelnde Überwachung selbst in Reservaten gefördert, gefährden jedoch dieses Ökosystem.

Verwaltung

rodung Sumatra (und die umliegenden Inseln) sind in insgesamt 10 Provinzen eingeteilt, wobei Aceh als Sonderregion Vorrechte genießt:
- Aceh (äußerster Nordwesten, mit der Insel Simeuluë), Hauptstadt Banda Aceh
- Bangka-Belitung (2 Ost-Inseln Richtung Borneo), Hauptstadt Pangkalpinang
- Bengkulu (südliche Küste), Hauptstadt Bengkulu
- Jambi (Mitte-Ost), Hauptstadt Jambi
- Lampung (Südostspitze Richtung Java), Hauptstadt Bandar Lampung
- Riau Kepulauan (Riaui-Inseln), Hauptstadt Tanjungpinang
- Riau (Ebene der Mitte, an Meerenge zu Singapur), Hauptstadt Pekanbaru
- Sumatera Barat (mittlere Westküste), Hauptstadt Padang
- Sumatera Selatan (Südost-Sumatra), Hauptstadt Palembang
- Sumatera Utara (Nordwest-Sumatra, mit der Insel Nias), Hauptstadt Medan

Bevölkerung

Medan Rund 47 Millionen Einwohner (Stand 2004) leben auf der Insel, die Bevölkerungsdichte liegt bei rund 100 Einwohner/Quadratkilometer und ist damit deutlich - nämlich 10-fach - niedriger als im benachbarten Java. Die bevölkerungsreichsten Regionen liegen um die Städte Medan und Palembang. Die Zentralregierung fördert(e) die Übersiedlung von Millionen Javanern im Rahmen des Transmigrasi-Programmes, was das politische Klima anheizt. Einige Regionen sind nahe am Bürgerkrieg. Die Bevölkerung ist großteils malaiischen Ursprungs, sie teilt sich auf über 50 verschiedene Sprachen, die einander jedoch recht ähnlich sind. Die Malaiische Sprache dominiert im Osten, im gebirgigen Westen finden sich zum Beispiel, die Minangkabau, die durch ihre matrilineare Gesellschaftsordnung besonders bekannt sind, daneben die Lampung, die Batak und die Achinesen. In den Städten leben zum Teil Chinesen. Die Mehrheit der Bevölkerung (etwa 90 %) bekennt sich zum Islam, 8 % Christen, der Rest verteilt sich auf die kleinen buddhistischen, hinduistischen und animistischen Gemeinden.

Wirtschaft

In Sumatra finden sich bedeutende Erdölvorkommen. Eine wichtige Rolle spielt der Bergbau, gefördert werden unter anderem Kohle, Gold, Bauxit und Zinn. An landwirtschaftlichen Produkten spielen unter anderem Kautschuk, Pfeffer, Kaffee, Palmöl und Tabak eine Rolle. Einen gewissen Stellenwert der nimmt auch der Fremdenverkehr ein - insbesondere im Gebiet des Tobasees.

Geschichte

Der ursprüngliche Name Sumatras war Swarna Dwipa ("Insel des Goldes"), er stammt vom Goldexport, der schon in frühen Zeiten aus dem Hochland Sumatras kam. Mit seiner Lage an der Seehandelsroute von Indien nach China begannen bald Handelsstädte zu blühen, die bekannteste war Srivijaya an der Stelle des heutigen Palembang. Im 11. Jahrhundert fielen Teile der Insel unter javanischen Einfluss und gleichzeitig begann sich der Islam auszubreiten. Es entstanden kleinere Sultanate, am bekanntesten war Aceh im Norden. 1596 landeten die Niederländer auf der Insel und eroberten nacheinander alle Sultanate, wobei Aceh erst 1905 völlig unterworfen werden konnte. Im Zweiten Weltkrieg war die Insel japanisch besetzt und wurde danach Teil der Republik Indonesien. Unruhepol Sumatras ist jedoch weiterhin die nach Unabhängigkeit strebende Region Aceh im Norden.

Seebeben vom 26. Dezember 2004

Große Teile der Nordwest-Provinz Aceh wurden durch das verheerende Seebeben im Indischen Ozean und der folgenden Flutwelle vor Sumatra am 26. Dezember 2004 zerstört. Behörden sprachen Anfang 2005 von mehr als 150.000 Opfern. Nach offiziellen Angaben kommen allein auf der besonders schwer getroffenen Insel Sumatra mehr als 94.000 Menschen ums Leben.
Doch einige Tage lang wurde die Schwere der Katastrophe von den javanischen Behörden vertuscht, weshalb die schwer zugängliche Westküste erst sehr spät von Hilfskräften erreicht wurde.

Literatur


- Jürgen Alex: Sumatra - Samosir im Tobasee - Insel auf der Insel, in: mtv (Medical Tribune) 4/1980, ISSN 0343-5237
- Schubart, Inge: Ärztin im Dschungel von Sumatra. Der biographische Roman spielt zwischen 1950-60 und schildert das ereignisreiche Leben der Ärztin Inge Schubart im Dschungel von Sumatra. ISBN 3-7987-0327-2
- Pfeiffer, Ida: Abenteuer Inselwelt. Reise 1851 einer bekannten österreichische Reiseliteratinn durch Borneo, Sumatra und Java, (Ed. Frauenfahrten), ISBN 3-900478-70-8
- Max Dauthendey: mehrere Veröffentlichungen. Auf der letzten Weltreise wird der zu seiner Zeit bekannte deutsche Reiseschriftsteller vom Weltkrieg überrascht und auf Java interniert, wo er u.a. über die Batak in Sumatra schreibt.
- Hofmann, Norbert: Der islamische Festkalender in Java und Sumatra. ISBN 3-88347-000-7

Siehe auch

Westsumatra Kategorie:Indonesische Insel ja:スマトラ島 ko:수마트라 섬 ms:Sumatera th:เกาะสุมาตรา zh-min-nan:Sumatra

Größenordnung (Fläche)

Dies ist eine Zusammenstellung von Flächen verschiedener Größenordnungen zu Vergleichszwecken. Die von der Grundeinheit Meter abgeleitete Einheit der Fläche im SI-Einheitensystem ist 1 Quadratmeter (1 m²). Weitere im folgenden verwendete Einheiten:
- 1 cm² (Quadratzentimeter) = 0,0001 m² : (10.000 cm² = 1 m²)
- 1 ha (Hektar) = 10.000 m²
- 1 km² (Quadratkilometer) = 1.000.000 m² = 100 ha Siehe Flächenmaß, Vorsilben für Maßeinheiten, Wissenschaftliche Notation

Kleinere Flächen als 1 mm²


- 0,50 nm² - Hülle eines Kohlenstoffatoms
- 1 nm² - Sichtbarkeitsgrenze Elektronenmikroskop 1 μm² (Quadratmikrometer) entspricht = 1.000.000 nm² (Quadratnanometer)
- 0,05 μm² - Oberfläche eines Grippevirus
- 0,20 μm² - Sichtbarkeitsgrenze Lichtmikroskop
- 500 μm² - Oberfläche einer Bakterie 1 mm² (Quadratmillimeter) entspricht = 1.000.000 μm² (Quadratmikrometer)
- 0,01 mm² - kleinstes mit bloßem Auge sichtbare Partikel
- 0,15 mm² - Oberfläche einer menschlichen Eizelle
- (weitere Beispiele gesucht)

1 mm² bis 100 mm² (1 cm²)


- 1 mm² - Kästchen auf Millimeterpapier
- 25 mm² - Kästchen auf normalkariertem Papier (5-mm-Raster)
- 33 mm² - Pupille eines Menschen
- 49 mm² - Kästchen auf großkariertem Papier (7-mm-Raster)
- (weitere Beispiele gesucht)

1 cm² bis 10 cm²


- 2,07 cm² - 1-Eurocent-Münze
- 3,89 cm² - 20-Eurocent-Münze
- 4,25 cm² - 1-Euro-Münze
- 5,21 cm² - 2-Euro-Münze
- 6,4516 cm² = 1 square inch (Quadratzoll)
- (weitere Beispiele gesucht)

10 cm² bis 100 cm²


- 11,40 cm² - Mittelloch einer Single (Musik) (Schallplatte/7")
- 46,75 cm² - normale Visitenkarte
- 50,27 cm² - Oberfläche eines Tischtennisballs
- 53,70 cm² - Spielkarte (Skatspiel, Normalformat)
- 54,60 cm² - iPod mini
- 74,40 cm² - 5-Euro-Banknote (120 × 62 mm)
- 77,70 cm² - Personalausweis (D)
- 85,09 cm² - 10-Euro-Banknote (127 × 67 mm)
- 95,76 cm² - 20-Euro-Banknote (133 × 72 mm)

100 cm² bis 1000 cm²


- 107,80 cm² - 50-Euro-Banknote (140 × 77 mm)
- 113 cm² - Größe einer Compact Disc
- 120,54 cm² - 100-Euro-Banknote (147 × 82 mm)
- 125,46 cm² - 200-Euro-Banknote (153 × 82 mm)
- 126,68 cm² - Oberfläche eines Tennisballs
- 131,20 cm² - 500-Euro-Banknote (160 × 82 mm)
- 248,29 cm² - Single (7")
- 312,5 cm² - Blatt Papier (Format A5)
- 625 cm² - Blatt Papier (Format A4)
- 729 cm² - Langspielplatte
- 895 cm² - Bildfläche eines 17-Zoll-Computermonitors (errechneter Wert bei einer Bildschirmdiagonale von 17 Zoll [entspr. 43,18 cm] und einem Seitenverhältnis von 4:3)
- 929,0304 cm² = 1 square foot (Quadratfuß)

1000 cm² bis 10.000 cm² (1 m²)


- 1090 cm² - Oberfläche eines Handballs
- 1250 cm² - Bogen Papier (Format A3)
- 1560 cm² - Oberfläche eines Fußballs
- 2500 cm² - Bogen Papier (Format A2)
- 2827 cm² - Oberfläche eines Globus Ø 30 cm
- 4070 cm² - "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci
- 5000 cm² - Bogen Papier (Format A1)
- 6270 cm² - abgerollte Tesafilmrolle (19 mm × 33 m)
- 8361,2736 cm² = 1 square yard

1 m² bis 10 m²


- 1 m² - DIN-A-0-Blatt, 841 mm × 1189 mm, das Seitenverhältnis beträgt \frac
- 1,5 bis 2 m² - Hautoberfläche des Menschen
- 2,23 m² - Eishockeytor
- 3,5 m² - Papier einer Klopapierrolle (10cm × 14cm × 250 Blatt)
- 4,16 m² - Tischtennistisch
- 6 m² - Handballtor
- 9 m² - typischer Gartenpavillon (3 × 3 m)

10 m² bis 100 m²


- 17,86 m² - Fußballtor
- 37,16 m² - Boxring
- 62,43 m² - Squashbox
- 81,74 m² - Badminton-Spielfeld
- 25-80 m² - typischer Wohnraum einer Stadtwohnung
- (Beispiele gesucht)

100 m² (1 a) bis 1000 m²


- 100,34 m² - Fläche des Torraums (Fußball)
- 123 m² - Flügelfläche des Airbus A-320
- 162 m² - Volleyball-Spielfeld
- 260,87 m² - Tennis-Spielfeld (Doppel)
- 362 m² - Flügelfläche des Airbus A-340-200/300
- 420 m² - Basketball-Spielfeld
- 525 m² - Flügelfläche des Jumbo-Jet (Boeing 747-400)
- 622,21 m² - Fläche des Strafraums (Fußball)
- 800 m² - Hallenhandball-Spielfeld
- 845 m² - Flügelfläche des Airbus A-380

1000 m² bis 10.000 m² (1 ha)


- 1722 m² - Bauernkriegspanorama von Werner Tübke, größtes Ölgemälde der Welt
- 1800 m² - Eishockey-Spielfeld
- 4000 m² - Grundfläche der Alten Oper in Frankfurt/Main
- 4046,8564224 m² = 1 acre
- 5027 m² - Feldhockey-Spielfeld
- 7350 m² - Fußballplatz, Normalmaß (variiert zwischen 4050 und 10.800 m²)

10.000 m² (1 ha) bis 100.000 m² (10 ha)


- 1,90 ha - Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin)
- 2,00 ha - Innenhof des Pentagon
- 2,68 ha - Passagierdecks der RMS Queen Mary II
- 5,29 ha - Grundfläche der Cheops-Pyramide
- (Beispiele gesucht)

100.000 m² (10 ha) bis 1 km² (100 ha)


- 11,7 ha - Grundfläche des Pentagon
- 28 ha - flächenmäßig kleinste Gemeinde der Schweiz, Ponte Tresa TI
- 44 ha - Vatikanstadt
- 45 ha - Insel Mainau, Bodensee
- 68 ha - die Insel Lindau (Bodensee), die Altstadt auf der Insel
- 90 ha - Helgoland, Hauptinsel

1 km² bis 10 km²


- 1,30 km² - Titisee, Schwarzwald
- 1,95 km² - Monaco
- 2,02 km² - Bürgerpark, Bremen
- 2,40 km² - Wiener Zentralfriedhof
- 2,50 km² - Hyde Park, London
- 2,589988110336 km² = 1 square mile (Quadratmeile)
- 2,70 km² - Wannsee, Berlin
- 3,40 km² - Central Park, New York City
- 5,21 km² - Königssee, Bayern
- 7,50 km² - Müggelsee, Berlin
- 8,90 km² - Tegernsee, Bayern

10 km² bis 100 km²


- 16,4 km² - Walchensee, Bayern
- 19,7 km² - Langeoog, Insel (Nordsee)
- 26,3 km² - Norderney, Insel (Nordsee)
- 29,1 km² - Steinhuder Meer, Niedersachsen
- 33,0 km² - Federsee, Baden-Württemberg
- 38,7 km² - Plauer See, Mecklenburg
- 45,9 km² - Attersee, Österreich
- 47,0 km² - Manhattan, New York City
- 57,2 km² - Starnberger See, Bayern
- 60,6 km² - San Marino
- 80,0 km² - Chiemsee, Bayern
- 88,7 km² - Zürichsee, Schweiz
- 99,0 km² - Sylt, Insel (Nordsee)

100 km² bis 1000 km²


- 160 km² - Liechtenstein
- 185 km² - Fehmarn, Insel (Ostsee)
- 205 km² - Hannover
- 246 km² - Malta, Insel Malta (ohne Nebeninseln)
- 310 km² - München
- 370 km² - Gardasee, Italien
- 445 km² - Usedom, Insel (Ostsee)
- 414 km² - Wien
- 468 km² - Andorra
- 570 km² - Isle of Man
- 571 km² - Bodensee, Deutschland/Österreich/Schweiz
- 581 km² - Genfersee, Schweiz/Frankreich
- 668 km² - Menorca
- 755 km² - Hamburg
- 795 km² - Madeira
- 892 km² - Berlin
- 926 km² - Rügen, Insel (Ostsee) Siehe auch: Liste der flächengrößten Städte Deutschlands

1000 km² bis 10.000 km²


- 1085 km² - Inarisee, Finnland
- 1399 km² - Färöer
- 1579 km² - London, England
- 1860 km² - Mauritius
- 2569 km² - Saarland
- 2586 km² - Luxemburg
- 2766 km² - Manitoulin, die weltweit größte Insel in einem Süßwassersee
- 3140 km² - Gotland (Insel), Schweden
- 3640 km² - Mallorca
- 4400 km² - Großer Salzsee, USA
- 4925 km² - Grand Canyon National Park
- 5650 km² - Vänern (See), Schweden
- 7105 km² - Graubünden (Kanton), Schweiz
- 8261 km² - Kreta
- 8682 km² - Korsika
- 8983 km² - Yellowstone-Nationalpark
- 9251 km² - Zypern
- 9536 km² - Kärnten

10.000 km² bis 100.000 km²


- 10.458 km² - Hawaii (Insel)
- 10.991 km² - Jamaika
- 15.761 km² - Schleswig-Holstein
- 16.251 km² - Thüringen
- 17.363 km² - Swasiland
- 17.530 km² - Regierungsbezirk Oberbayern
- 18.413 km² - Sachsen
- 20.273 km² - Slowenien
- 49.030 km² - Slowakei
- 20.445 km² - Sachsen-Anhalt
- 23.170 km² - Mecklenburg-Vorpommern
- 25.709 km² - Sizilien
- 29.475 km² - Brandenburg
- 32.900 km² - Tanganjikasee, Zentralafrika
- 35.742 km² - Baden-Württemberg
- 38.000 km² - Asowsches Meer
- 41.284 km² - Schweiz
- 45.253 km² - Einzugsgebiet der Weser
- 51.100 km² - Costa Rica
- 57.994 km² - Michigansee, USA
- 65.610 km² - Ceylon (Insel)
- 68.330 km² - Tasmanien (Insel)
- 70.552 km² - Bayern
- 76.480 km² - Hispaniola (Insel)
- 83.871 km² - Österreich
- 90.000 km² - Weißes Meer
- 93.039 km² - Ungarn

100.000 km² bis 1.000.000 km²


- 102.819 km² - Island
- 114.489 km² - Neuseeland, Nordinsel
- 151.971 km² - Neuseeland, Südinsel
- 230.000 km² - Great Barrier Reef
- 236.800 km² - Laos
- 301.301 km² - Italien
- 312.685 km² - Polen
- 322.000 km² - Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste)
- 357.022 km² - Deutschland
- 373.000 km² - Japan
- 385.000 km² - Ostsee
- 386.400 km² - Kaspisches Meer
- 410.000 km² - Kalifornien
- 424.000 km² - Schwarzes Meer
- 437.072 km² - Irak
- 440.000 km² - Rotes Meer
- 449.964 km² - Schweden
- 505.992 km² - Spanien
- 551.500 km² - Frankreich (ohne Überseedépartements)
- 587.041 km² - Madagaskar
- 652.225 km² - Afghanistan
- 676.552 km² - Myanmar (Birma)
- 695.776 km² - Texas
- 779.452 km² - Türkei
- 800.000 km² - Neuguinea
- 923.768 km² - Nigeria

1.000.000 km² bis 10.000.000 km²


- 1.001.450 km² - Ägypten
- 1.284.000 km² - Tschad
- 1.380.000 km² - Einzugsgebiet der Wolga
- 1.566.500 km² - Mongolei
- 1.648.195 km² - Iran
- 1.717.854 km² - Alaska
- 2.130.800 km² - Grönland
- 2.218.000 km² - Saudi-Arabien
- 2.500.000 km² - Europäisches Mittelmeer
- 2.766.890 km² - Argentinien
- 3.166.414 km² - Indien
- 3.248.000 km² - Einzugsgebiet des Mississippi-Missouri
- 3.975.000 km² - Europäische Union
- 7.050.000 km² - Einzugsgebiet des Amazonas
- 7.682.300 km² - Australien
- 8.547.404 km² - Brasilien
- 9.538.167 km² - USA mit Puerto Rico
- 9.572.900 km² - China
- 9.970.610 km² - Kanada

Größere Flächen als 10.000.000 km² (1 · 1013m²)

1 · 1013 m² bis 1 · 1014


- 10,53 Millionen km² - Europa
- 12,36 Millionen km² - Arktischer Ozean
- 14,20 Millionen km² - Antarktika (Kontinent)
- 17,08 Millionen km² - Russland
- 17,84 Millionen km² - Südamerika
- 17,95 Millionen km² - Oberfläche des Pluto
- 23,02 Millionen km² - Oberfläche des Triton, größter Neptunmond
- 24,23 Millionen km² - Nordamerika
- 30,24 Millionen km² - Afrika
- 37,96 Millionen km² - Oberfläche des Mondes
- 44,60 Millionen km² - Asien
- 73,43 Millionen km² - Indischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 74,76 Millionen km² - Oberfläche des Merkur
- 82,40 Millionen km² - Atlantischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 83,32 Millionen km² - Oberfläche des Titan, größter Saturnmond
- 87,18 Millionen km² - Oberfläche des Ganymed, größter Jupitermond

1 · 1014 m² bis 1 · 1015


- 144,6 Millionen km² - Oberfläche des Mars
- 149,0 Millionen km² - Landfläche der Erde
- 165,0 Millionen km² - Pazifischer Ozean (ohne Nebenmeere)
- 361,1 Millionen km² - Wasserfläche der Erde
- 460,2 Millionen km² - Oberfläche der Venus
- 510,1 Millionen km² - Oberfläche der Erde

1 · 1015 m² bis 1 · 1016


- 7,620 Milliarden km² - Oberfläche des Neptun
- 8,083 Milliarden km² - Oberfläche des Uranus

1 · 1016 m² bis 1 · 1017


- 42,61 Milliarden km² - Oberfläche des Saturn
- 61,42 Milliarden km² - Oberfläche des Jupiter

1 · 1017 m² bis 1 · 1018


- 463,2 Milliarden km² - Fläche der Umlaufbahn des Mondes um die Erde

Über 1 · 1018


- 6,087 Billionen km² (6,09 · 1018 m²) - Oberfläche der Sonne
- 70,31 Billiarden km² (7,03 · 1022 m²) - Fläche der Umlaufbahn der Erde um die Sonne
- 108,2 Trillionen km² (1,09 · 1026 m²) - Fläche der Umlaufbahn des Pluto um die Sonne
- 42993201346803365 Quadrilliarden km² (4,30 · 1050 m²)- Fläche unserer Galaxie

Weblinks


- [http://micro.magnet.fsu.edu/primer/java/scienceopticsu/powersof10/ Interaktive Veranschaulichung von Ansichten der Welt in verschiedenen Distanzen] (englisch) Kategorie:Physik Kategorie:Geometrie

Jakarta

Jakarta (früher Batavia, auch Djakarta) ist die Hauptstadt der Republik Indonesien und hat 8.540.306 Einwohner in der eigentlichen Stadt und ist mit 17.593.429 Einwohnern in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005) eine der größten Metropolregionen der Erde. Die Hauptstadt hat den Status einer Provinz und wird von einem Gouverneur regiert. Jakarta ist die bevölkerungsreichste Stadt und Hauptseehafen des Landes. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. Die Bevölkerung der Stadt ist verschiedenster Herkunft. So leben in Jakarta Menschen malaysischer, arabischer, indischer, niederländischer und chinesischer Abstammung.

Geografie

Geografische Lage

Metropolregion Die Stadt liegt in der Jakarta-Bucht an der Nordwestküste der Insel Java, an der Mündung des Ciliwung durchschnittlich acht Meter über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet ist flach und hat eine Fläche von 661,52 Quadratkilometer. Die Umgebung Jakartas wird landwirtschaftlich genutzt. An günstigen Stellen ist tropischer Regenwald zu finden. Die geografischen Koordinaten der Stadt sind 6,18 Grad südlicher Breite und 106,83 Grad östlicher Länge. In der Bucht von Jakarta befinden sich die zum Stadtgebiet gehörenden „Tausend Inseln“ (Kepulauan Seribu). Die 105 Inseln, 45 Kilometer nördlich der Stadt gelegen, haben eine Fläche von 11,8 Quadratkilometer. Der dortige Meeresnationalpark dient der Erholung der Bevölkerung.

Geologie

Der geologische Aufbau der Insel Java, auf der Jakarta liegt, ist hauptsächlich durch das vulkanische Material bestimmt. Nur ein geringer Teil der Fläche besteht aus älteren Gesteinen, mehr als zwei Drittel sind von vulkanischen Ablagerungen bedeckt: Aschen, Tuffen und Lava jüngerer und älterer Ausbrüche. Der übrige Teil besteht aus tertiären Sedimenten. Die Insel liegt an der Stelle des Sundabogens, wo die Zertrümmerung der Erdkruste am intensivsten, der alte Untergrund am meisten zerstört war und heute zum großen Teil unter den Meeresspiegel der Javasee versenkt ist. Auch gegenwärtig sind noch zahlreiche Vulkane tätig. Ihre Aschen werden weit über das Land verweht und bilden eine stetig wirksame mineralische Düngung. Entweder ist direkter Aschenfall zu verzeichnen, oder die vulkanischen Lockermassen werden durch die Flüsse verfrachtet und abgelagert.

Stadtgliederung

Jakarta gliedert sich in fünf Stadtbezirke:
- Central Jakarta (Jakarta Pusat)
- East Jakarta (Jakarta Timur)
- West Jakarta (Jakarta Barat)
- North Jakarta (Jakarta Utara)
- South Jakarta (Jakarta Selatan)

Klima

mineral Die Stadt befindet sich in der tropischen Klimazone. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 26,5 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 1.815 Millimeter im Mittel. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 25,9 und 27 Grad Celsius, wobei die höchsten Temperaturen im Mai und September mit 27 Grad Celsius und die niedrigsten im Januar und Februar bei 25,9 Grad Celsius im Mittel liegen. Hauptregenzeit ist zwischen Dezember und März. Der meiste Niederschlag fällt im Januar mit etwa 342,9 Litern pro Quadratmeter, der wenigste im August mit 53,7 Litern pro Quadratmeter im Durchschnitt.

Geschichte

Erste Besiedlung und Königreich Pajajaran

Das Mündungsgebiet des Ciliwung-Flusses, an dem Jakarta liegt, ist schon seit Jahrtausenden besiedelt. Seit Ende des 12. Jahrhunderts regierte dort die westjavanische Hindu-Dynastie Pajajaran, die sich dauerhaft gegenüber dem weite Teile der Malaiischen Halbinsel, Sumatras und Borneos beherrschenden Hindu-Imperium Majapahit seine Unabhängigkeit bewahren konnte und sich zu einem hervorragend organisierten und durch den Pfefferhandel blühenden Staatswesen entwickelt hatte. Hauptstadt von Pajajaran war Pakuwan, in der Nähe des heutigen Bogor, 60 Kilometer südlich von Jakarta, gelegen. Ende des 15. Jahrhunderts entstand an der Mündung des Ciliwung-Flusses der Haupthafen des Pajajaran-Reiches. Damals hieß die Stadt Sunda Kelapa. Die Portugiesen landeten dort 1522, um mit dem Einverständnis des Hindu-Herrschers ein Fort zum Schutz des Hafens für den Gewürzhandel zu errichten. Der islamische Prinz Fatahillah aus dem Königreich Demak zerstörte mit seinen Truppen am 22. Juni 1527 die Stadt und errichtete an gleicher Stelle Jayakarta (Großer Sieg), in Anspielung an den doppelten Sieg über die Streitkräfte der Portugiesen und des Königreiches Pajajaran.

Niederländische Kolonialzeit

1527 Gegen Ende des 16. Jahrhunderts legten immer mehr niederländische Handelsschiffe dort an. 1619 nahm die niederländische Ostindien-Kompanie unter Leitung von Generalgouverneur Jan Pieterszoon Coen (15871629) die Hafenstadt in Besitz und machte sie zu dessen Hauptsitz. Schon bald wurde sie nach dem Fort Batavia genannt und Hauptstadt der Kolonie Niederländisch-Indien. 1699 wird die Stadt von einem Erdbeben zerstört. Mit der Zeit lockte sie immer mehr unternehmungslustige Chinesen an, die sich bis zum Pogrom im Jahre 1740 als Bankiers, Kaufleute, Konstrukteure und Schiffsbauer hier niederließen und von denen viele zu Wohlstand kamen. Von Batavia kontrollierten die Niederlande Anfang des 18. Jahrhunderts bereits ganz Java, Teile Sumatras und die Gewürzinseln (Molukken). Allerdings breiteten sich in der rasch wachsenden, tropischen Hafenstadt auch Krankheiten und Seuchen aus. Ein Mitreisender auf der Weltumsegelung des britischen Seefahrers James Cook (17281779) beschreibt das niederländische Batavia 1770:
„Es gibt in dieser Stadt wenig Straßen, durch welche man nicht einen ziemlich breiten Kanal geführt hätte; und außer diesen wird sie noch von fünf oder sechs Flüssen durchschnitten. Die Straßen sind durchgängig breit, und die Häuser groß; aus beiden Ursachen hat dieser Ort, nach Verhältnis der Zahl von Gebäuden, einen größeren Umfang, als irgend eine andere Stadt in Europa. … Die Kanäle, welche größtenteils ein stillstehendes, sehr verunreinigtes und faules Wasser enthalten, dünsten in der heißen Jahreszeit einen unausstehlichen Gestank aus, und die vielen Bäume hindern den freien Zufluss der Luft, wodurch jene schädlichen Ausdünstungen noch einigermaßen zerstreut werden könnten.
In der nassen Jahreszeit … schwillt das Wasser in diesen unreinen Kanälen dermaßen an, dass es aus seinen Ufern tritt und in den niedrigen Gegenden der Stadt die unteren Stockwerke überschwemmt. Ist es wieder abgelaufen, so findet man da, wo es stand, eine unglaubliche Menge von Schlamm und Kot. … Von hundert Soldaten, die von Europa hierher geschleppt werden, sollen, wie man uns versicherte, am Ende des ersten Jahres kaum noch fünfzig am Leben sein … In ganz Batavia ist uns nicht ein einziger Mensch vorgekommen, der recht frisch und gesund ausgesehen hätte.“
Die Bewohner, die es sich leisten konnten, siedelten sich außerhalb der Stadtmauern weiter im Süden an, wo das neue Batavia entstand. Im Jahre 1799 übernahm der niederländische Staat von der bankrotten Ostindien-Kompanie Batavia als Kolonie. Während der kurzen britischen Herrschaft zwischen 1811 und 1816 führte der Forscher Sir Thomas Stamford Raffles (17811826) eine Reihe progressiver Reformen durch, gründete den Botanischen Garten in Bogor und erforschte die Geschichte des Landes. Im Laufe des 19. Jahrhunderts festigten die Niederlande von Batavia aus ihre ökonomische und politische Macht über den Archipel. Mit der Eröffnung des Sueskanals am 16. November 1869 verkürzten sich die Transportwege; das Handelsvolumen stieg, und immer mehr Europäer kamen nach Batavia. 1876 wurde ein neuer Hafen in Tanjung Priok gebaut. 1880 hatte Batavia 100.000 Einwohner, bis 1915 verdoppelte sich diese Zahl. Im Jahre 1926 rief die Kommunistische Partei Indonesiens (PKI) zum revolutionären Befreiungskrieg auf. Die Erhebung scheiterte an der überlegenen niederländischen Kolonialmacht. Ein Jahr später nahm die nach der Zerschlagung der PKI von Achmed Sukarno (19011970) gegründete Partai Nasional Indonesia den Kampf gegen die Niederländer auf. Während des 2. Weltkrieges begannen japanische Streitkräfte im Dezember 1941 ihren Angriff auf Indonesien. Im März 1942 besetzten sie Batavia und zwangen die Niederländer zur Kapitulation. Die über dreihundertjährige Zeit ihrer Kolonialherrschaft war vorüber. Die meisten Einwohner Jakartas begrüßten die Japaner als Befreier vom Joch der Europäer. Die Begeisterung verflog allerdings rasch, als die asiatischen Nachbarn ein Schreckens- und Willkürregime aufbauten. Die Herrschaft der Japaner endete mit ihrer Kapitulation am 15. August 1945.

Unabhängigkeit

1945 1945 Der spätere Präsident des Landes Achmed Sukarno verkündete in Batavia 1945 die nationale Philosophie „Pancasila“ und erklärte zusammen mit Mohammed Hatta (19021980) am 17. August des gleichen Jahres die Unabhängigkeit Indonesiens. Die Stadt wurde in Jakarta umbenannt und im Jahre 1950 Hauptstadt der erst ein Jahr alten Republik Indonesien. An den früheren Namen erinnert das nach wie vor gültige Autokennzeichen „B“. Die gegenwärtige Schreibweise gilt seit dem Jahre 1972 und wurde im Verlauf einer allgemeinen Rechtschreibreform angenommen. Ende der 1940er Jahre überschritt die Stadt die Einwohnerzahl von einer Million, 15 Jahre später waren es schon 4,5 Millionen. Slums breiteten sich aus, gleichzeitig ließ Präsident Sukarno trotz ökonomischer Probleme kolossale Denkmäler, prachtvolle Boulevards und Prestigebauten errichten. Der 1967 an die Macht gekommene Hadji Mohamed Suharto setzte diese Politik überwiegend fort. Im Mai 1998 kam es in Jakarta und im ganzen Land zu den schwersten Unruhen seit dem missglückten kommunistischen Putschversuch im Jahre 1965, und sie stürzten das Land zum Teil in Chaos und Anarchie. In der Hauptstadt zogen zehntausende Menschen plündernd durch die Straßen, zündeten Häuser und Autos an, zahlreiche chinesische Frauen wurden vergewaltigt. Die Zahl der Opfer wird auf mehr als 160 Frauen geschätzt. Am 21. Mai des gleichen Jahres trat Suharto als Präsident des Landes zurück. Am 13. September 2000 detonierte in einer Tiefgarage der Börse in Jakarta eine Autobombe und löste einen Brand aus. 15 Menschen wurden getötet und 27 verletzt. Die Polizei nimmt an, das die Täter aus dem Umfeld von Suharto kommen und der Anschlag das Ziel hatte das Korruptionsverfahren gegen den früheren Präsidenten zu stören. Da sich in dem Gebäude ein Büro der Weltbank befand, wird aber auch internationaler Terrorismus nicht ausgeschlossen. Bei einem Sprengstoffanschlag auf das JW Marriott Hotel am 5. August 2003 starben zwölf M