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| Jean Frédéric Ostervald |
Jean Frédéric OstervaldJean[-]Frédéric Ostervald ( - 25. November 1663 in Neuenburg; † 14. April 1747 in Neuenburg) war ein reformierter Theologe aus der Schweiz.
Schweiz
Nach einer Grundausbildung in Zürich und einem ersten akademischen Abschluss in Saumur studierte Ostervald Theologie in Orléans bei Claude Pajon, in Paris bei Jean Claude und in Genf bei Louis Tronchin. 1683 wurde er in seiner Heimatstadt zum Pfarrer ordiniert. Er gewann zu Lebzeiten einen grossen Einfluss als Prediger, Seelsorger, Lehrer und Autor. Zusammen mit Jean-Alphonse Turrettini und Samuel Werenfels bildete er das sogenannte "theologische Triumvirat der Schweiz", das im Gegensatz zum strengen Calvinismus Gedanken der Aufklärung und des Pietismus vorbereitete. Theologisch zeigte er eine gewisse Neigung zum Sozinianismus und zum Arminianismus.
Unter seinen zahlreichen Werken wurde vor allem seine Revision der Bibelübersetzung von Pierre-Robert Olivetan bekannt.
Übrige Werke (in Auswahl)
- Traité des sources de la corruption qui règne aujourd’hui parmi les Chrétiens (1700)
- Catéchisme ou instruction dans la religion chrétienne (1702)
- Traité contre l’impureté (1707)
- Sermons sur divers textes (1722-1724)
- Theologiae compendium (1739)
Weblinks
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Ostervald, Jean Frederic
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25. NovemberDer 25. November ist der 329. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 330. in Schaltjahren)- somit bleiben noch 36 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1120 - Beim Untergang des White Ship stirbt Englands Kronprinz Wilhelm Atheling, Sohn Heinrichs I. von England.
- 1915 - Am Stone Mountain im US-Bundesstaat Georgia wird der Ku-Klux-Klan neu gegründet.
- 1918 - Paul von Lettow-Vorbeck ergibt sich - zwei Wochen nach dem offiziellen Waffenstillstand in Europa - mit den deutschen Schutztruppen in Deutsch-Ostafrika.
- 1945 - In Österreich gewinnt die ÖVP unter Leopold Figl die ersten Nationalratswahlen der Nachkriegszeit.
- 1945 - Operation Deadlight, die Versenkung erbeuteter deutscher U-Boote durch die britischen Streitkräfte, beginnt.
- 1960 - die drei Schwestern Mirabal werden in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert
- 1970 - Der japanische Schriftsteller Mishima Yukio nimmt sich per Seppuku das Leben.
- 1973 - Georgios Papadopoulos wird in Griechenland durch einen Militärputsch gestürzt und durch General Phaidon Gizikis ersetzt.
- 1975 - Suriname erlangt seine Unabhängigkeit; Johan Ferrier, der bisherige Gouverneur, wird erster Staatspräsident.
- 1975 - Richtungskämpfe in der Folge der Nelkenrevolution in Portugal: Offizier António Ramalho Eanes entmachtet die Fraktion um Hauptmann Otelo Saraiva de Carvalho im MFA.
- 1980 - In Obervolta stürzt Saye Zerbo in einem unblutigen Militärputsch Präsident Sangoulé Lamizana.
- 1986 - John Poindexter tritt aufgrund der Iran-Contra-Affäre als US-Sicherheitsberater zurück.
- 1988 - Rita Süssmuth wird als Nachfolgerin von Philipp Jenninger zur deutschen Bundestagspräsidentin gewählt.
- 1990 - Polens Dritte Republik: Im ersten Wahlgang der ersten freien Präsidentenwahl erreicht der polnisch-kanadische Geschäftsmann Stanisław Tymiński überraschend den zweiten Platz hinter Lech Wałęsa und damit die Stichwahl.
- 1992 - Das tschechoslowakische Parlament billigt die Auflösung der Tschechoslowakei zum 1. Januar 1993.
- 2001 - Bei einer Revolte inhaftierter Taliban-Kämpfer in der Stadt Masar-i-Scharif werden 600 Menschen getötet.
Wirtschaft
- 1973 - Das erste Sonntagsfahrverbot für den Individualverkehr in Deutschland und der Schweiz soll die Auswirkungen der ersten Ölkrise lindern helfen.
Wissenschaft, Technik
Kultur
- 1722 - Uraufführung der Oper Die betrogene und nachmals vergötterte Ariadne von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1766 - Uraufführung der romantischen und komischen Oper Lisuart und Dariolette oder Die Frage und die Antwort von Johann Adam Hiller in Leipzig.
- 1847 - Martha oder Der Markt zu Richmond, eine romantisch-komische Oper in 4 Akten von Friedrich von Flotow und Friedrich Wilhelm Riese wird im Theater an der Wien in Wien uraufgeführt.
Wien
- 1920 - Der Maler Paul Klee wird von Walter Gropius - zunächst als Formmeister - an das Bauhaus in Weimar berufen.
- 1952 - Uraufführung des Bühnenstücks Die Mausefalle (orig. The Mousetrap) von Agatha Christie im „Ambassadors Theatre“ in London, das in der Folge zum längstlaufenden Bühnenstück der Welt wird.
- 1984 - Auf Initiative von Bob Geldof und Midge Ure zustande gekommen, nimmt in London Band Aid Do They Know It's Christmas? auf, um Geld gegen die Hungerkatastrophe in Äthiopien zu sammeln.
- 2000 - Der Wiener Künstler Friedrich Hundertwasser eröffnet in Uelzen den neuen Hundertwasser-Bahnhof.
Religion
- 1185 - Urban III. wird in Verona als Nachfolger des am gleichen Tage verstorbenen Papst Lucius III. gewählt; sein Amt als Erzbischof von Mailand behält er gleichwohl bei.
Katastrophen
- 2000 - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 im Kaukasus fordert 31 Todesopfer.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1983 - Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Marvis Frazier im Caesars Palace, Las Vegas, durch technischen KO.
Geboren
- 1547 - Samuel Fischer (Pfarrer), deutscher Theologe
- 1562 - Lope de Vega, spanischer Dichter
- 1609 - Henriette Maria, Königin von England
- 1697 - Gerhard Tersteegen, Prediger und Dichter von Kirchenliedern
- 1738 - Thomas Abbt, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 1739 - Philipp Matthäus Hahn, Pfarrer, Konstrukteur und Erfinder
- 1752 - Johann Friedrich Reichardt, Komponist und Musikschriftsteller
- 1766 - Johann Maria Farina, italienischer Parfumeur
- 1787 - Franz Xaver Gruber, österreichischer Organist
- 1814 - Julius Robert von Mayer, deutscher Arzt und Physiker
- 1835 - Andrew Carnegie, US-amerikanischer Unternehmer
- 1838 - Elisabeth Werner, deutsche Schriftstellerin
- 1841 - Ernst Schröder, deutscher Mathematiker und Logiker
- 1844 - Carl Benz, deutscher Automobilentwickler
- 1847 - Philipp Biedert, deutscher Kinderarzt und Hochschullehrer
- 1878 - Georg Kaiser, deutscher Dramatiker
- 1881 - Peder Gram, dänischer Komponist
- 1881 - Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli), Papst
- 1895 - Wilhelm Kempff, deutscher Pianist und Komponist
- 1900 - Rudolf Höß, Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz
- 1901 - Arthur Liebehenschel, deutscher Nationalsozialist
- 1904 - Ba Jin, chinesischer Schriftsteller
- 1904 - Lillian Copeland, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1911 - Kurt Lütgen, deutscher Schriftsteller
- 1912 - Francis Durbridge, britischer Kriminalschriftsteller
- 1914 - Joe DiMaggio, US-amerikanischer Baseballspieler
- 1914 - Eddie Boyd, US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1915 - Augusto Pinochet, chilenischer General und Diktator
- 1917 - Luigi Poggi, Kardinal der katholischen Kirche
- 1920 - Ricardo Montalban, Mexico Schauspieler
- 1922 - Ilja Hurník, tschechischer Komponist
- 1923 - Mauno Koivisto, finnischer Politiker und Regierungschef
- 1924 - Paul Desmond, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Annemarie Düringer, schweizerische Schauspielerin
- 1926 - Poul Anderson, US-amerikanischer Schriftsteller († 2001)
- 1926 - Tsung-Dao Lee, US-amerikanischer Physiker
- 1930 - Jan Peder Syse, norwegischer konservativer Politiker
- 1931 - Nat Adderley, US-amerikanischer Musiker
- 1935 - Joseph Zoderer, österreichisch-italienischer Schriftsteller
- 1938 - Hans Brenner, deutscher Schauspieler
- 1940 - Reinhard Furrer, deutscher Wissenschaftsastronaut
- 1942 - Rosa von Praunheim, deutscher Regisseur
- 1943 - Dante M. Caputo, argentinischer Politiker
- 1943 - Roy Lynes, britischer Musiker
- 1944 - Ben Bevan, britischer Musiker (Electric Light Orchestra)
- 1944 - Bob Lind, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Maarten 't Hart, niederländischer Schriftsteller
- 1947 - Michael Albrecht, deutscher Politiker
- 1947 - Val Fuentes, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - Eckhard Cordes, deutscher Manager, derzeit bei Daimler-Chrysler
- 1951 - Del Bromham, britischer Musiker
- 1952 - Thomas Ledin, schwedischer Sänger und Songschreiber
- 1959 - Steve Rothery, britischer Musiker (Marillion)
- 1960 - John Fitzgerald Kennedy Jr., Sohn von John F. Kennedy
- 1964 - Armin Eiberger, deutscher Musiker, Esslingen
- 1964 - Mark Lanegan, US-amerikanischer Sänger und Songwriter
- 1966 - Stacy Lattisaw, US-amerikanische Sängerin
- 1971 - Christina Applegate, US-amerikanische Schauspielerin
- 1980 - Simon Grötz, deutscher Medienriese
Gestorben
- 1076 - Egbert von Münsterschwarzach, in Münsterschwarzach; Abt, Seliger der katholischen Kirche ( - um 1010)
- 1560 - Andrea Doria, in Genua; genuesischer Flottenführer und Staatsmann ( - 30. November 1466)
- 1755 - Johann Georg Pisendel, Violinvirtuose und Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle
- 1786 - Nathanael Gottfried Leske, deutscher Naturforscher
- 1865 - Heinrich Barth, in Berlin; deutscher Afrikaforscher ( - 16. Februar 1821)
- 1881 - Theobald Böhm, deutscher Flötenbauer und Erfinder
- 1884 - Mathilde F. Anneke, Herausgeberin einer der ersten deutschen Frauenzeitungen ( - 1817)
- 1884 - Adolph Wilhelm Hermann Kolbe, deutscher Chemiker
- 1885 - Nicolás Avellaneda, argentinischer Präsident
- 1887 - Johann Jakob Bachofen, in Basel; schweizerischer Anthropologe ( - 22. Dezember 1815)
- 1900 - Willibald Beyschlag, deutscher evangelischer Theologe
- 1901 - Joseph Rheinberger, liechtensteinischer Komponist ( - 1839)
- 1903 - Sabino Arana Goiri, spanisch-baskischer Autor und Politiker ( - 1865)
- 1916 - Eduard Züblin, schweizerischer Ingenieur und Unternehmer ( - 11. März 1850)
- 1925 - Rama VI., König von Siam
- 1927 - József Rippl-Rónai, in Kaposvár; ungarischer Maler, Graphiker und Kunsthandwerker ( - 23. Mai 1861)
- 1947 - Léon-Paul Fargue, in Paris; französischer Lyriker ( - 4. März 1878)
- 1956 - Alexander Dowschenko, in Moskau; ukrainischer Filmregisseur und Drehbuchautor ( - 11. September 1894)
- 1959 - Jean Grémillon, in Paris; französischer Filmregisseur und Komponist ( - 3. Oktober 1901)
- 1965 - Alfred Nissle, deutscher Arzt und Wissenschaftler
- 1967 - Ossip Zadkine, in Paris; weißrussischer Maler und Bildhauer ( - 14. Juli 1890)
- 1967 - Heinz Hilpert, deutscher Theaterregisseur ( - 1. März 1890)
- 1968 - Upton Sinclair, in Bound Brook, New Jersey; US-amerikanischer Schriftsteller ( - 20. September 1878)
- 1973 - Laurence Harvey, in London; britischer Filmschauspieler und Regisseur ( - 1. Oktober 1928)
- 1974 - Nick Drake, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1974 - Sithu U Thant, in New York City; 3. UN-Generalsekretär ( - 22. Januar 1909)
- 1975 - Yukio Mishima, in Tokyo; japanischer Schriftsteller ( - 14. Januar 1925
- 1981 - Morris Kirksey, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1983 - Lotte Eisner, deutsche Schriftstellerin und Filmkritikerin
- 1985 - Elsa Morante, in Rom; italienische Schriftstellerin ( - 18. August 1918)
- 1993 - Anthony Burgess, in London; britischer Schriftsteller ( - 25. Februar 1917)
- 1998 - Enrico Sabbatini, italienischer Kostüm- und Produktionsdesigner für Bibelfilme
- 1999 - Angelika Hurwicz, deutsche Schauspielerin
- 1999 - Pierre Bézier, französischer Mathematiker
- 2002 - Karel Reisz, englischer Regisseur
- 2003 - Anneliese Römer, deutsche Schauspielerin
- 2004 - Vladimir Rivero Hernandez, portugiesischer Handballspieler ( - 1971)
- 2005 - George Best, nordirisches Fußball-Idol ( - 22. Mai 1946)
- 2005 - Richard Burns, englischer Ralleyfahrer ( - 17. Januar 1971)
Feiertage und Gedenktage
- Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (UNO)
- In der katholischen, evangelischen, anglikanischen und orthodoxen Kirche Gedenktag für die heilige Katharina von Alexandrien
Siehe auch
- 24. November - 26. November
- 25. Oktober - 25. Dezember
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1125
ja:11月25日
ko:11월 25일
simple:November 25
th:25 พฤศจิกายน
1663
Politik und Weltgeschehen
- Umwandlung des Reichstags in den Immerwährenden Reichstag zu Regensburg
- 6. Januar: Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller († 1696)
- 26. Februar: Thomas Newcomen, englischer Erfinder († 1729)
- 6. März: Franz Atterbury, war englischer Bischof von Rochester († 1732)
- 7. März: Tommaso Antonio Vitali, italienischer Violinist und Komponist († 1745)
- 16. März: Christoph Hackner, schlesischer Architekt († 1741)
- 22. März: August Hermann Francke, deutscher Theologe und Sozialpädagoge († 1727)
- 27. März: Johann Andreas Eisenbarth, wandernder Chirurg und Augenarzt († 1727)
- 25. Mai: Johann Dientzenhofer, Bamberger Baumeister der Barockzeit († 1726)
- 31. August: Guillaume Amontons, französischer Physiker († 1705)
- 18. Oktober: Prinz Eugen von Savoyen, der edle Ritter, Feldmarschall des habsburgisch-kaiserlichen Heeres seit 1693 († 1736)
- 30. Oktober: Johann Ludolph Quenstedt, Buchhändler und erster Oberbürgermeister von Wittenberg († 1714)
- 25. November: Jean Frédéric Ostervald, schweizer reformierter Theologe († 1747)
- Guillaume Amontons, französischer Physiker
- 1. März: Adam Adami, Weihbischof von Hildesheim ( - 1610)
- 8. März: Hans Christoph Graf von Königsmarck, schwedischer Feldmarschall im Dreissigjährigen Krieg ( - 1600)
- 16. Juli: Wilhelm VI., Landgraf in Hessen-Kassel ( - 1629)
- 8. November: Christian Reichsgraf zu Rantzau ( - 1614)
- 28. Dezember: Francesco Maria Grimaldi, italienischer Physiker und Mathematiker ( - 1618)
ko:1663년
Neuenburg (Stadt)
Neuenburg (frz. Neuchâtel, früher Neufchâtel) ist eine Stadt in der Schweiz und Hauptstadt des gleichnamigen Kantons (siehe Kanton Neuenburg). Sie ist auch Hauptort des gleichnamigen Bezirks (siehe Neuenburg (Bezirk))
Geographie
Das Territorium der Stadt und Gemeinde Neuenburg erstreckt sich über 1745 Hektar. 36% davon sind bebaut. Neben der Stadt Neuenburg gehören auch die ehemals autonomen Ortsteile Serrières und Chaumont zur Gemeinde Neuenburg. Die unbebaute Fläche besteht hauptsächlich aus Wäldern und Wiesen. Seit 1512 gehört außerdem die Domaine forestier des Joux nordwestlich von Les Ponts-de-Martel der Stadt Neuenburg.
Südlich wird die Stadt vom Neuenburgersee begrenzt. Angrenzende Gemeinden sind Auvernier und Peseux im Westen, Valangin und Fenin-Vilars-Saules im Norden, Lignières, Saint-Blaise und Hauterive im Osten.
Geschichte
Die erste schriftliche Nennung von Neuenburg datiert aus dem Jahr 1011, als der Burgunderkönig Rudolph III. "Novum Castellum" (das neue Schloss) seiner Gattin Irmengarde zum Geschenk machte. Dieses "neue Schloss" befand sich vermutlich dort, wo heute das Gefängnis steht und war nicht viel mehr als eine kleine Garnison.
Die Stadt wuchs gemächlich. 1180 legten Ulrich II. von Neuenburg und seine Gattin den Grundstein für ein neues Schloss und die Eglise collégiale. Ulrichs Nachkommen gaben im Jahr 1214 den Neuenburgern den Status einer Freien Stadt. 1250 wurden die ersten Häuser auf der linken Seite des Flüsschens Seyon gebaut.
Das heute noch bestehende Quartier Neubourg und die Stadtmauer entstanden. 1349 wurde ein Drittel der Stadtbevölkerung von der Pest dahingerafft. Im Jahr 1530 trat der Fluss Seyon über die Ufer, zerstörte dabei alle Brücken der Stadt sowie das Rathaus und die darunter liegenden Stadtarchive.
Von 1707 bis 1805 und formal auch noch bis 1857 gehörte die Stadt zu Preussen.
Zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert wuchs die Stadt bis an die Ufer der Neuenburgersees und die Mündung des Seyons. Einige reiche Patrizier begannen, Häuser ausserhalb der alten Stadtmauer zu bauen. Es entstanden der Faubourg de l'Hôpital, der Faubourg du Lac, das Quartier du Lac und das erst später so genannte Quartier Universitaire. 1838 wird die Académie de Neuchâtel eröffnet, die 1910 zur Universität wird.
In den Jahren zwischen 1839 bis 1843 wurde der Fluss Seyon korrigiert, der die Stadt immer wieder überflutet hatte. Er wurde in Röhren umgeleitet und an der Stelle des alten Flussbettes entstand eine Geschäftsstrasse (die Rue du Seyon). Im 19. Jahrhundert wurde auch das Seeufer mehrmals "umgebaut". Nach dem Bau der Eisenbahnlinie und des Bahnhofs (1859) an der Flanke des Chaumonts, wuchs die Stadt weiter in Richtung Norden. Am Seeufer wurde die Strassenbahnlinie nach Boudry eröffnet.
Für die politische und allgemeine Entwicklung der Stadt, der Region und des Kantons, siehe bitte den Abschnitt "Geschichte" in Kanton Neuenburg.
Kultur und Freizeit
Für eine relativ kleine Stadt, verfügt Neuenburg über ein reiches kulturelles Angebot. Theater, Kinos, Museen, Galerien, Konzertsäle,...
Erwähnenswert sind das international bekannte Musée d'Ethnographie (Ethnographie-Museum) sowie das Musée d'Art de l'Histoire, in welchem die drei weltberühmten Automaten der Brüder Jacquet-Droz ausgestellt sind.
In Neuenburg finden alljährlich mehrere Festivals statt. Am bekanntesten ist wohl die Fête des Vendanges (Winzerfest), die jeweils über 100'000 Besucherinnen und Besucher anzieht. Erwähnenswert sind auch das Strassenmusik-Festival und das NIFFF (Neuchâtel International Fantastic Film Festival).
Literatur
- Neuchâtel, l'heure de vivre. Ed. G. Attinger, Neuchâtel, 1992.
- Oswald, Franz et al.: Helvéti-Cité: Das Projekt „Netzstadt Drei-Seen-Land“. Fallstudie zur urbanen Gestaltung des Territoriums, Zürich 2004 (Stadtplanung, gemeinsames Projekt der Städte Biel, Murten, Neuenburg und Yverdon-les-Bains zur Nachbereitung der Expo.02)
Weblinks
- [http://www.neuchatelville.ch Offizielle Website der Stadt Neuenburg (französisch)]
- [http://www.fete-des-vendanges.ch/ Fête des Vendanges]
- [http://www.nifff.ch Neuchatel International Fantastic Film Festival]
Brüder Jacquet-Droz
Brüder Jacquet-Droz
Brüder Jacquet-Droz
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Neuenburg
Kategorie:Schweizer Gemeinde
Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz)
1747
- 2. Juni: In der Schlacht bei Lauffeldt besiegen die Franzosen unter Moritz von Sachsen die verbündeten Österreicher, Briten und Niederländer, erleiden aber mehr als doppelt so hohe Verluste
- Gründung des ersten selbständigen Staates der Afghanen auch seit 1801 Afghanistan genannt durch Ahmad Shah Durrani
- Johann Sebastian Bach komponiert das Musikalische Opfer
Kultur
- 28. Januar: Uraufführung der Oper Die verlassene Dido von Niccolò Jommelli am Teatro Apollo in Rom
- 4. Januar: Johann Kaspar Coqui, Fabrikant und Magdeburger Kommunalpolitiker († 1824)
- 19. Januar: Johann Elert Bode, deutscher Astronom († 1826)
- 8. März: Johann Peter Melchior, Bildhauer († 1825)
- 31. März: Johann Abraham Peter Schulz, deutscher Musiker und Komponist († 1800)
- 5. Mai: Leopold II. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1790–1792 und Großherzog der Toskana 1765–1790 aus dem Haus Habsburg-Lothringen († 1792)
- 2. Juli: Rose Bertin, der wenigen Frauen des 18. Jahrhunderts aus der großen anonymen Gruppe der im Bereich der Mode tätigen Schneiderinnen, Hutmacherinnen und Modistinnen († 1813)
- 6. Juli: John Paul Jones (Seefahrer), Pirat, Seeheld, Marinepionier und Freiheitskämpfer im US-amerikanischen Unabhängigkeitskrieg († 1792)
- 22. Juli: Ernst Ludwig Heim, Arzt († 1834)
- 4. August: Henrich Becker, ostfriesischer Kunstmaler, der vor allem durch seine Portraitmalerei Bekanntheit und Anerkennung gefunden hat († 1819)
- 30. September: Friedrich Justin Bertuch, deutscher Unternehmer und Mäzen († 1822)
- 31. Oktober: Johann Karl Wezel, Dichter, Schriftsteller und Pädagoge der Sturm-und-Drang-Zeit. († 1819)
- 18. Dezember: Barthélemy-Louis-Joseph Schérer, französischer General († 1804)
- 31. Dezember: Gottfried August Bürger, deutscher Dichter aus der Zeit des Sturm und Drang († 1794)
- 16. Januar: Barthold Heinrich Brockes, deutscher Schriftsteller ( - 1680)
- 14. März: Johann Matthias von der Schulenburg, war Reichsgraf, Erbherr auf Emden und Feldmarschall im Dienste der Republik Venedig ( - 1661)
- 23. März: Claude Alexandre de Bonneval, französischer Abenteurer ( - 1675)
- 2. April: Johann Jacob Dillen, deutscher Botaniker ( - 1687)
- 9. April: Leopold I. (Anhalt-Dessau), war Fürst des Kleinstaats Anhalt-Dessau und einer der populärsten preußischen Heerführer und Militärreformer ( - 1676)
- 14. April: Jean Frédéric Ostervald, schweizer reformierter Theologe ( - 1663)
- 24. April: Johann Georg Fischer, deutscher Baumeister des Barock ( - 1673)
- 25. Mai: Heinrich Johann Friedrich Ostermann, russischer Diplomat und Staatsmann ( - 1686)
- 28. Mai: Luc de Clapiers, französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller ( - 1715)
- 31. Mai: Heinrich Johann Friedrich Ostermann, russischer Diplomat und Staatsmann ( - 1687)
- 9. Juli: Giovanni Battista Bononcini, Violoncellospieler und Komponist ( - 1670)
ko:1747년
Reformierte KircheDie Reformierte Kirche (Reformierter Bund, gelegentlich auch Evangelisch-Reformierte Kirche) ist eine vor allem auf das reformatorische Wirken von Huldrych Zwingli in Zürich und Johannes Calvin in Genf zurück gehende Kirche.
1522: Fastenbrechen als "Urdatum"
"Urdatum" ist das Wurstessen bei dem Züricher Bürger Christoph Froschauer, einem Druckereibesitzer, an Invokavit 1522 (9. März), also dem ersten Sonntag der vorösterlichen Fastenzeit. Zwingli soll an dem Wurstessen zwar nicht teilgenommen haben, aber anwesend gewesen sein. Als Priester verteidigte er den Fastenbruch: Das Fastengebot sei ein menschliches Gesetz und deshalb nicht unbedingt gültig. Nur göttlichen Gesetzen müsse der Mensch unbedingten Gehorsam leisten. Die göttlichen Gesetze aber findet Zwingli in der Bibel (zum Ganzen vgl. den folgenden Link [http://www.zwingli.ch/a-z/wurst.htm]).
:Die Invokavit-Woche 1522 stellt zugleich auch für die lutherische Reformation ein wichtiges Datum dar. Luther hielt in dieser Woche seine berühmt gewordenen "Invokavitpredigten", in denen er sich mit Bildersturm und radikalen Wendungen der Reformation in Wittenberg auseinandersetzte.
1529: Marburger Religionsgespräche
Ein Zusammenschluss mit dem lutherischen Zweig der Reformation gelang nicht, vor allem weil in der Abendmahlsfrage keine Einigung erzielt werden konnte (Marburger Religionsgespräch 1529 zwischen Luther und Zwingli). Luther hielt an der wirklichen Gegenwart (Realpräsenz) von Leib und Blut Christi in den Gestalten des Mahls fest.
1563: Heidelberger Katechismus
Das wichtigste reformierte Dokument des 16. Jahrhunderts in Deutschland stellt der Heidelberger Katechismus dar. Zugleich dokumentiert dieser Katechismus die innerreformierte Spaltung: Während sich im Gefolge von Zwinglis Theologie in Zürich, Bern, Basel und anderen Orten eine sehr enge Verzahnung von politischer und geistlicher Führung herausbildete, arbeitete Calvin in seiner Institutio eine biblisch begründete Kirchenordnung heraus, die die Ämter von Presbyter und Pfarrer als Gemeindeleitung sowie daneben die Ämter des Diakons und des Lehrers kennt; zudem wird die Kirchenzucht betont, die den Presbytern obliegt ([http://www.ubf-net.de/heidelberg/hdkat/hdkat2f.htm#82 Heidelberger Katechismus Frage 82-85]; bedeutende Folgen bei Paul Schneider).
Ausbreitung
Während sich in den deutschen und niederländischen Gebieten die Genfer Richtung durchsetzte, war Bullinger mit seinen Bemühungen in England mehr Erfolg beschieden. - Das Waadtland nahm eine Zwischenstellung ein. Die Reformation in diesem Berner Untertanengebiet wurde von Bern und Zürich her angestoßen; später geriet es aber - als vor allem französischsprachiges Territiorium - unter starken Genfer Einfluss. So behielt es zwar im Wesentlichen die zwinglische Theologie bei, führte aber unter Genfer Druck das calvinische Kirchenmodell ein.
Reformierte Kirchen und Gemeinden sind heute außer in der Schweiz vor allem in den Niederlanden und in Schottland verbreitet, in Deutschland auf dem Hunsrück, am Niederrhein, im Bergischen Land wie z.B. in Wuppertal, im Siegerland, in Nordwestdeutschland (vor allem Grafschaft Bentheim und Ostfriesland), im Ravensberger Land, an der Plesse, in Bayern (siehe Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) und in Lippe (siehe Lippische Landeskirche). Ihr äußeres Charakteristikum ist in vielen Fällen die Sparsamkeit der Kirchenausstattung, liturgisch fällt die Vorrangstellung des Wortes auf; so kannte der Gottesdienst in Zürich zur Zeit Zwinglis keine Gesänge, Calvin führte den Psalmengesang ein, was zum weit verbreiteten "Genfer Psalter", einer Sammlung von Nachdichtungen der biblischen Psalmen, führte.
In Sachsen wurde 1601 der ehemalige Kanzler Nikolaus Krell als des Kryptokalvinismus Beschuldigter auf Betreiben der sächsischen Kurfürstin-Witwe Sophie von Brandenburg hingerichtet. Sein Ziel war eine europäische Union aller Protestanten und die Beendigung des Bruderkrieges zwischen den beiden Kirchen der Reformation, der "lutherischen" und der "reformierten" Kirche.
Seit dem 19. Jahrhundert gibt es in Deutschland (Preußen) – dessen Herrscherhaus, die Hohenzollern, reformierten und dessen Bevölkerungsmehrheit lutherischen Glaubens war – und anderen Teilen der Welt zahlreiche Kirchenunionen unter Beteiligung reformierter Kirchen und Gemeinden. In der Leuenberger Konkordie von 1973 wird erklärt, dass und inwiefern der innerprotestantische Dissens in der Abendmahlslehre nicht mehr kirchentrennend sei.
Zu den reformierte Kirchen gehören auch Presbyterianer und Kongregationalisten.
Besonders bedeutende reformierte Theologen des 16. Jahrhunderts waren:
Zürcher Richtung:
- Ulrich Zwingli
- Heinrich Bullinger
Genfer Richtung:
- Johannes Calvin
- Theodor Beza
- Guillaume Farel (auch: Wilhelm Farel)
Schottland:
- John Knox
Lehre
der Mensch ist von Natur aus ein Sünder und kann nur durch Jesus Christus errettet werden.
Man soll eigenes Glück nicht völlig vor Gott stellen.
Nur die Heilige Schrift und der Katechismus sind als Gottes Wort zu verstehen.
Alles was nicht in der Bibel steht ist nicht Gottes Wort.
Weblinks
Internationale Seiten
- [http://www.warc.ch/de/index.html Reformierter Weltbund]
- [http://www.reformiert-online.net Reformiertes Internetportal für den deutschsprachigen Raum]
- [http://www.reformed.org was "reformiert historisch wirklich bedeutet]
- [http://www.berg-giessen.de ausgezeichnete reformierte Theologie]
Deutschland
- [http://www.reformierter-bund.de Reformierter Bund (Deutschland)]
- [http://www.altreformiert.de Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen]
- [http://www.reformiert.de Evangelisch-reformierte Kirche (Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland)]
- [http://www.lippische-landeskirche.de Lippische Landeskirche]
- [http://www.berg-giessen.de Bekennende Evangelisch-reformierte Gemeinde Giessen]
Österreich
- [http://www.reformiertekirche.at Evangelische Kirche H.B. in Österreich]
- [http://www.reformed.org Was "reformiert" wirklich bedeuted]
Schweiz
- [http://www.ref.ch Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz]
- [http://www.sek-feps.ch Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund]
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Zürich
Zürich (französisch/englisch: Zurich, italienisch: Zurigo, schweizerdeutsch: Züri, rätromanisch: Turitg, lateinisch: Turicum) ist mit knapp mehr als 340'000 Einwohner (als Agglomeration 1.08 Mio.) die grösste Stadt der Schweiz. Sie liegt an der Limmat am Ausfluss des Zürichsees und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons (Kanton Zürich). Seit 1989 fällt die Stadt Zürich mit dem Bezirk Zürich zusammen. Die Einwohner nennen sich Zürcher, in der Stadt leben 29% Ausländer (2004).
Wappen
Das von Silber und Blau schräg geteilte Wappen entstand im 14. Jahrhundert und wurde aus den blau-weiss gestreiften Bannern abgeleitet, welche seit 1315 verwendet worden waren. Der Kanton und die Stadt Zürich benutzen dasselbe Wappen. Der Löwe bzw. die Löwen werden nur im Vollwappen verwendet. Siehe auch: Wappen (Zürich)
Geographie
Wappen (Zürich)
Wappen (Zürich)
Zürich liegt am unteren Ende des Zürichsee am Ausfluss der Limmat. Beim Platzspitz mündet die Sihl in die Limmat. Die Stadt nimmt eine Fläche von 91.88 km² ein.
Bei klarem Wetter hat man von der Quaibrücke eine gute Sicht auf die 60 km entfernten Glarner Alpen. Die Stadt ist von bewaldeten Bergen umgeben, im Westen der Hausberg Uetliberg (873 m), auf den die Uetlibergbahn führt, im Osten Zürichberg (670 m) und Adlisberg (700 m) und im Norden Waidberg (650 m). Die Hänge sind zwar hoch hinauf bebaut, aber ein Viertel der Stadtfläche ist Waldgebiet, was zusammen mit den vielen Gärten und den Parkanlagen am See ein sehr grünes Stadtbild ergibt. Nach Nordwesten dehnt sich die Stadt ins Limmattal aus, im Norden schwappt sie zwischen Zürichberg und Waidberg über ins Glattal.
Einzelne Quartiere haben eine ausgeprägte Eigenart, z.B. die Altstadt beidseits der Limmat, das Villenquartier Zürichberg, das Geschäftsviertel um die Bahnhofstrasse und die alten Arbeiterquartiere in Aussersihl. Deutlich von der Innenstadt getrennt sind die Quartiere nördlich von Zürich- und Waidberg im Glattal (Oerlikon, Seebach, Affoltern und Schwamendingen). Die Stadt weist ausgedehnte Agglomerationsgebiete auf, die nur teilweise durch Eingemeindung Ende des 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts Teil der politischen Gemeinde Zürich geworden sind. Zürich ist in 12 Kreise aufgeteilt, die je zwei bis vier Quartiere umfassen.
siehe Stadtteile der Stadt Zürich
Stadtteile der Stadt Zürich
Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Zürich (nach dem Uhrzeigersinn, beginnend im Norden):
Regensdorf · Rümlang · Opfikon · Wallisellen · Dübendorf · Fällanden · Zollikon · Kilchberg · Adliswil · Stallikon · Uitikon · Schlieren · Oberengstringen
Bevölkerung
Offiziell leben in der grössten Schweizer Stadt rund 370'000 Personen (Stand 2005). Rund jeder dritte in Zürich registrierte Einwohner besitzt keinen Schweizer Pass. Den grössten Anteil an der ausländischen Bevölkerung stellt mit knapp 18'000 Personen Deutschland, gefolgt von Immigranten aus Italien und Serbien und Montenegro. Zudem leben auch viele zugezogene Personen aus anderen Kantonen in Zürich. Jedoch wird die tatsächliche Zahl Einwohner wohl höher liegen, da auch viele nicht registrierte Menschen in Zürich leben (z.B. Sans papiers).
In der Agglomeration Zürich leben gegenwärtig 920'000 Personen, im Grossraum (inkl. Winterthur, Baden/Brugg (Kanton Aargau), Uster/Wetzikon und Rapperswil-Jona) sind es rund 1,4 Millionen. Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Zürich beträgt 4.2 % (Stand: August 2005).Rund 4 % der Stadtbevölkerung bzw. 15'500 Personen leben direkt oder indirekt von Sozialhilfe (Stand: April 2005).
Politik
Sozialhilfe
Die Legislative ist der Gemeinderat mit 125 Mitgliedern, die nach dem Proporzverfahren gewählt werden. Stärkste Partei ist (Stand: 10. Juni 2002) die SP mit 49 Sitzen, zweitstärkste die SVP mit 31 Sitzen, die FDP hat 20 Sitze, die Grünen 10, die CVP 10, die AL 3 und die EVP 2. Der Gemeinderat trifft sich jeden Mittwochabend im Rathaus.
Die Exekutive der Stadt Zürich ist der neunköpfige Stadtrat. Aktuell sind in ihm vier Mitglieder der SP, drei der FDP sowie ein Mitglied der Grünen und eine Parteilose.
Stadtpräsident ist Elmar Ledergerber.
Wirtschaft
Elmar Ledergerber
Zürich ist das Zentrum der Schweizer Bankenwirtschaft und auch als internationaler Finanzplatz von Bedeutung. Neben den beiden Grossbanken (Credit Suisse und UBS) haben auch etliche kleinere Bankinstitute ihren Sitz in der Stadt. Die grössten Arbeitgeber der Stadt sind die Dienstleistungsbrache sowie die Verwaltung und die Hochschulen. Die früher sehr bedeutende Industrie ist grösstenteils verschwunden. Allerdings haben immer noch bedeutende Industriefirmen Niederlassungen in Zürich, so ABB und Siemens.
Medien
Das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehen SF DRS hat seinen Sitz in Zürich. Auch das Schweizer Radio DRS hat in Zürich ein Studio. Das Regionalfernsehen TeleZüri und verschiedene lokale Radiosender (Radio 24, Radio Energy Zürich, Radio LoRa, Radio Tropic. berichten vorwiegend aus der Stadt Zürich und Umgebung. Die Printmedien-Landschaft hat in den letzten fünfzig Jahren eine starke Konzentration erfahren. Momentan erscheinen noch die traditionell liberale Neue Zürcher Zeitung (NZZ) und der Tages-Anzeiger in grösserer Auflage. Das Tagblatt der Stadt Zürich ist zugleich städtisches Amtsblatt und wird als solches kostenlos an alle Haushalte geliefert.
Verkehr
Tagblatt der Stadt Zürich
Der Flughafen Zürich in Kloten ist ein wichtiges Drehkreuz im europäischen Luftverkehr und hat eine gute Anbindung an die Eisenbahn. Zürich ist ein Eisenbahnknotenpunkt von nationaler Bedeutung, zu dem auch der zwischen den Nachbarorten Dietikon und Spreitenbach gelegene Rangierbahnhof Zürich-Limmattal gehört. Innerhalb der Gemeindegrenzen betreiben die Schweizerischen Bundesbahnen 13 Bahnstationen, darunter den Hauptbahnhof, den grössten Bahnhof der Schweiz, und den für seine moderne Architektur preisgekrönten Bahnhof Zürich Stadelhofen. Der öffentliche Verkehr im Gebiet der Stadt wird in erster Linie durch Trams, Auto- und Trolleybusse sichergestellt. Betreiber sind die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ). Die VBZ sind Partner im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), zu der auch die S-Bahn Zürich gehört. Es verkehren aber auch Schiffe auf der Limmat und dem See, die durch die Zürichsee-Schiffahrtsgesellschaft (ZSG) betrieben werden. Mit zwei Standseilbahnen (Polybähnli, Seilbahn Rigiblick) und einer Zahnradbahn (Dolderbahn) können die Steigungen am Zürichberg schnell überwunden werden. Die nächsten Erweiterungen des Verkehrsnetztes um Zürich sind im Norden geplant. Die Glattalbahn wird Oerlikon mit Schwamendingen und Dübendorf sowie mit dem Flughafen verbinden. Die Eröffnung der ersten Etappe ist für 2006 vorgesehen. Diverse U-Bahn-Projekte sind vorwiegend aus finanziellen Gründen bisher gescheitert.
Bildung
U-Bahn
Die Stadt Zürich ist Sitz vieler Hochschulen und Bildungsinstitute. Im 19. Jahrhundert wurden über der Stadt auf der «Zürcher Akropolis» die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) und die Universität Zürich gegründet. Beide sind auch international von Bedeutung.
Weitere wichtige Hochschulen und Forschungsinstitute im Raum Zürich: Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich · Hochschule für Musik und Theater Zürich · Hochschule für Technik Zürich · Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung Zürich · Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich · Hochschule für Pädagogik Zürich· Hochschule für Heilpädagogik Zürich · Hochschule für Soziale Arbeit Zürich · Internationale Schule für Touristik AG · Universitätsspital Zürich · Psychiatrische Universitätsklinik Zürich («Burghölzli») · Freud Institut Zürich · Technopark Zürich
Geschichte
Technopark Zürich
Die Entstehung der heutigen Stadt Zürich geht auf die Gründung des Klosters Fraumünster im 9. Jahrhundert zurück. Der Name der Stadt leitet sich von einer römischen Zollstation Turicum ab. Zürich war eine bedeutende Stadt des Herzogtums Schwaben und stieg 1262 zur Reichsstadt auf. Die Regierung der Stadt lag seit 1336 in der Hand der Handwerkervereinigungen (Zünfte). Später entwickelte sich daraus eine Zunftaristokratie. 1351 trat Zürich der Alten Eidgenossenschaft bei und spielte als Vorort eine wichtige Rolle in der weiteren Geschichte der Schweiz. Ab 1519 wurde Zürich unter Huldrych Zwingli zu einem Zentrum der Reformation, zum «Rom an der Limmat». Die Stadt erwarb bis ins 18. Jahrhundert ein grosses Untertanengebiet aus dem nach der Ende der städtischen Vorherrschaft im 19. Jahrhundert der Kanton Zürich entstand. Nach der Industrialisierung stieg Zürich zu einem wirtschaftlichen Zentrum der Schweiz auf.
siehe Geschichte der Stadt Zürich, Liste der Zürcher Persönlichkeiten, Liste der Bürgermeister der Stadt Zürich
Sehenswürdigkeiten
Gebäude, Plätze und Stadtviertel
Liste der Bürgermeister der Stadt Zürich]]
Auf dem linken Limmatufer liegt ein Teil der Altstadt mit dem Sitz der Stadtverwaltung im Stadthaus beim Fraumünster und das Geschäftsviertel um die Bahnhofstrasse, die vom Hauptbahnhof zum Zürichsee führt. Neben vielen noblen Boutiquen und Bijouterien findet man an der eleganten Flaniermeile auch grosse Warenhäuser. Sie ist eine der bekanntesten Strassen der Welt und Magnet für viele Touristen. Auf halber Höhe der Bahnhofstrasse liegt der Paradeplatz, mit den Hauptsitzen der Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse. Am Paradeplatz befindet sich auch die berühmte Confiserie Sprüngli. Über der linken Seite der Limmat liegt der Lindenhof mit grossartiger Aussicht auf die Limmat und die Altstadt.
Auf der rechten Limmatseite befinden sich das Niederdörfli mit dem autofreien Limmatquai mit trendigen Boutiquen, Secondhand-Shops, Restaurants, Cafés, Bars etc. Über der Altstadt liegt das Universitätsviertel mit der Aussichtsplattform Polyterrasse und den dominiertenden Gebäuden der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) von Gottfried Semper und der Universität Zürich. An der Rämistrasse liegt das Rechtswissenschaftliche Institut der Universität, in deren Innenhof 2005 ein Bibliotheksbau von Santiago Calatrava eröffnet wurde.
Im Gegensatz zu anderen Städten gibt es in Zürich vergleichsweise wenige Hochhäuser, welche die Skyline prägen. Bis in die 1950er-Jahre gab es in Zürich kein einziges privates Hochhaus. Anschliessend wurden zurückhaltend einige Hochhäuser bewilligt. Hochhäuser in Zürich geniessen daher einen speziellen Status.
Kirchen
Hochhäuser in Zürich
Hochhäuser in Zürich
Das Grossmünster gehört zusammen mit dem Fraumünster und der St. Peter-Kirche zu den bekanntesten Kirchen der Zürcher Innenstadt. Der Bau begann um 1100 auf Anweisung von Kaiser Karl dem Dicken und war im Jahre 1220 vollendet. Die Kirche war Ausgangspunkt und Zentrum der deutschschweizerischen Reformation unter Huldrych Zwingli. Das Fraumünster ist vor allem berühmt für seine prächtigen Glasfenster von Marc Chagall. Die erste Kirche wurde um 874 durch Kaiser Ludwig den Deutschen gestiftet. Die St. Peter-Kirche ist die älteste Pfarrkirche Zürichs. Erstmals erwähnt wurde die Kirche 850, erbaut wurde sie aber vermutlich schon zweihundert Jahre früher. Seit 1360 befindet sich in ihr das Grab von Rudolf Brun, dem ersten Bürgermeister von Zürich. An der Kirchenmauer befindet sich der Grabstein von Johann Caspar Lavater, dem bekanntesten Vertreter der Physiognomie und Pfarrer von St. Peter. Die Kirche verfügt über das grösste Turmzifferblatt Europas (Durchmesser: 8,7 Meter).
Weitere sehenswerte Kirchen: Augustinerkirche (1270) · Predigerkirche (1230) · Liebfrauenkirche (1893)
Parks
Der Zoologische Garten bietet mit der neu eröffneten Masoala-Regenwald-Halle eine für Europa einmalige Attraktion. Von den diversen Stadtparks sind insbesondere der (neue) Botanische Garten und der Chinagarten, ein Geschenk der Partnerstadt Kunming sehenswert. Weitere Parks sind der Irchelpark mit einigen modernen Skulpturen sowie der Oerliker Park und der MFO-Park im neu entstehenden Stadtteil Zürich Nord. Der älteste Park der Stadt ist der Platzspitz beim Zusammenfluss von Sihl und Limmat. Entlang des Ufers des Zürichsees befinden sich ausgedehnte Parkanlagen aus dem 19. Jahrhundert.
Denkmäler
In Zürich gibt es einige beachtenswerte Denkmäler berühmter mit Zürich verbundener Personen, zum Beispiel das Alfred Escher-Denkmal auf dem Bahnhofplatz oder das Johann Heinrich Pestalozzi-Denkmal an der Bahnhofstrasse. Weitere Zürcher Denkmäler sind das Hans Waldmann-Denkmal beim Grossmünster und das Ganymed-Denkmal.
Kunst und Kultur
Die Stadt Zürich ist ein wichtiges Zentrum des Schweizer Kulturschaffens. Einen Teil ihres kulturellen Aufschwungs verdankt Zürich den zahlreichen Malern, Komponisten und Schriftstellern, die sich in der Stadt aufgehalten und ihre Prägung hinterlassen haben: unter anderen James Joyce, Thornton Wilder, Hermann Hesse und Thomas Mann. In Zürich, genauer im Cabaret Voltaire, entstand 1915 die künstlerische und literarische Strömung Dadaismus. Seit 2005 wird das Zurich Film Festival mit breiter Unterstützung der Medienbranche durchgeführt.
Theater und Konzerte
Zürich weist eine grosse Anzahl von Theatern und Konzertlokalen auf. International bekannt sind das Opernhaus Zürich das Schauspielhaus Zürich und die Tonhalle. Bekannte Konzertlokale sind die Rote Fabrik in Wollishofen und das Extra Limmathaus am Limmatplatz.
Museen
Tonhalle
Das Schweizerische Landesmuseum beim Hauptbahnhof zeichnet die Geschichte der Schweiz seit der Vorgeschichte nach und zeigt Hausgegenstände, Fresken, Waffen, Kleidungen, Gravuren, Goldschmiedekunst usw. Das Gebäude ist einem Schloss nachempfunden und vereinigt alle Stile der Schweiz nach dem Geschmack des 19. Jahrhunderts. Das Kunsthaus Zürich beherbergt eine Sammlung von Werken von Edvard Munch, Alberto Giacometti und anderer moderner und zeitgenössischer Künstler. Für historisch interessierte Touristen besonders interessant ist das kleine Museum des Stadtarchivs am Neumarkt, wo ein Modell der Stadt Zürich im 18. Jahrhundert zu sehen ist.
Weitere Museen:Zoologisches Museum Zürich · Völkerkundemuseum Zürich · Museum für Gestaltung Zürich · Helmhaus · Graphische Sammlung der ETH Zürich · Tram-Museum · Mühlerama Tiefenbrunnen · Museum Rietberg · Spielzeugmuseum · Migros-Museum · Money-Museum
Festivitäten
Bekannte Festivitäten in Zürich sind das Knabenschiessen, welches jeweils Mitte September stattfindet, wo rund 5'000 Jugendliche den Schützenkönig unter sich ausmachen, sowie das Sechseläuten jeweils Ende April. Der Mittelpunkt dieses Festes sind ein Umzug der Zünfte und das Abbrennen des «Bööggs», des personifizierten Winters. Beide Anlässe finden an einem Montag statt und sind in der Stadt Zürich offizielle Feiertage . Jeweils Anfang August findet die Streetparade, ein Technoevent, statt, an dem jedes Jahr rund eine Million Menschen zusammentreffen. Es ist das grösste derartige Ereignis weltweit. Ebenfalls im Sommer finden das Langstrassenfest und das Zürifest (alle drei Jahre) statt.
Nachtleben, Partys, Clubs
Das Nachtleben in Zürich ist im Vergleich zur Grösse der Stadt sehr vielfältig. War früher vor allem das Niederdörfli beliebt für den Ausgang (speziell wegen kleinen Insiderclubs und Bars), so zieht es heute die Jüngeren vermehrt nach Zürich West. In der Innenstadt liegt als bedeutender Club nur noch das Kaufleuten. Auf den früheren Industriegeländen wie dem Maag- oder dem Löwenbräuareal schossen die Clubs in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden. So zum Beispiel die Säulenhalle im ehemaligen Löwenbräugebäude, das werk21 oder der Code Club. Einer der grösseren Zürcher Clubs - das X-Tra (früher bekannt als Palais oder Limmathaus) - liegt ebenfalls ganz in der Nähe. Weitere bekannte Clubs in Züri West sind die Tonimolkerei, die Dachkantine oder das Moods, ein Jazzclub im Schiffbau.
Weitere bekannte Clubs: Abart · Dynamo · Indochine · Kanzlei · Laborbar · Oxa · Rote Fabrik · Club Q · Säulenhalle · Supermarket · Rohstofflager · UG
Aktionen
In unregelmässigen Abständen stellt die City Vereinigung von den Mitgliedern gesponserte Figuren in der ganzen Stadt auf. Die Mitglieder lassen ihre Figuren von Künstlern gestalten. Oft wird die Gestaltung an das Geschäftsfeld des Sponsors angepasst, manchmal werden auch Wortspiele umgesetzt oder mehrere Figuren als Serie gestaltet. Nachdem die Stadt Zürich bei der ersten Aktion 1986 mit Figuren ihres Wappentieres, dem Löwen, verziert wurde folgten 1999 Kühe, 2001 Sitzbänke und 2005 schliesslich Teddybären. Die Figuren stehen jeweils während des Sommers in der Innenstadt (und an Aussenstationen wie dem Flughafen Zürich). Nach Ende der Aktion werden jeweils diejenige Figuren, welche von den Sponsoren nicht behalten werden, in einer Auktion versteigert.
Sport
Zürich besitzt neben privaten sehr viele städtisch geförderte Sportanlagen, welche vom Sportamt unterhalten werden. Dieses ist dem Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich untergeordnet. Die Aufgabe des Sportamts ist die Sportförderung, die Bereitstellung von Sportanlagen öffentliche Publikum, die Durchführung des obligatorischen Schwimmunterrichts (Schulsport) und die Aufklärung der Bevölkerung über Sportmöglichkeiten, Sportanlagen, Sportvereine und Sportveranstaltungen.
Sportvereine
Sport, Stadien und Vereine
Das wohl berühmteste Stadion in Zürich ist das Hallenstadion in Oerlikon. Es steht unter Denkmalschutz und ist das Heimstadion des Eishockeyclubs ZSC Lions. Weitere Stadien sind der Hardturm, Heim des Fussballteams Grasshopper-Clubs Zürich (GC) und der Letzigrund, Heim des Fussballclubs Zürich (FCZ). Für beide Fussballstadien bewilligte das Stimmvolk im Hinblick auf die Europameisterschaft 2008 einen Neubau.
Für Aufsehen im Sport-Zürich sorgte zuletzt vor allem der sogenannte Stadion-Streit, der dazu führte, dass der Neubau des ursprünglich als Stadion für die Europameisterschaft 2008 vorgesehenen Hardturms, der auf dem Dach einer kommerziellen Überbauung Platz nehmen soll, wegen Einsprachen von Nachbarn und Umweltverbänden ins Stocken kam. Deshalb wurde im Oktober 2005 mit dem EM-konformen und fristgerechten Umbau des Letzigrundes, des zweiten grossen Zürcher Fussballstadions, in eine reine, luftige Sportanlage begonnen.
Die Stadt Zürich besitzt die grösste Dichte an Schwimmanlagen in Europa. 25 öffentliche Bäder, aufgeteilt in 7 Hallen-, 7 Frei-, 5 Fluss- und 6 See- bzw. Strandbäder, zählt Zürich innerhalb der Stadtgrenze. Hinzu kommen 17 weitere Schulschwimmanlagen. 1.7 Millionen (Stand: März 2004) Besucherinnen und Besucher benützen die öffentlichen Bädern jährlich.
Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) wie auch die International Ice Hockey Federation (IIHF) haben ihren Sitz in Zürich.
Internationale Turniere
Zürich war einer von sechs Spielorten der Fussball-Weltmeisterschaft 1954, es ist ausserdem als Spielort der Europameisterschaft 2008 vorgesehen (siehe unten). Von 1984 bis 1997 fand jeweils das Hallen-Tennisturnier «Zurich Open» für Frauen statt. Ursprünglich in der Saalsporthalle beheimatet, zog es von 1997 bis 2004 aufgrund des Platzmangels nach Kloten in den Schluefweg. Dort hiess das Turnier dann seit 1998 «Swisscom Challenge». 2005 kehrte die Veranstaltung unter dem Motto the girls are back in town nach Zürich, in das neu renovierte Hallenstadion zurück. Im Hallenstadion fanden 1935 und 1998 Spiele der Eishockeyweltmeisterschaft statt und 49 Mal (seit 1954) das «Sechstagerennen», bis dieses 2001 aufgrund von Zuschauermangel aufgegeben wurde. Seit 1928 wird alljährlich im August im Letzigrund die «Weltklasse Zürich», ein Leichtathletik-Meeting, der Serie der IAAF Golden League ausgetragen.
Lebensqualität
Zürich wurde 2005 in einem internationalen Städtevergleich der Unternehmensberatung W. M. Mercer zum vierten Mal in Folge als Stadt mit der höchsten Lebensqualität bewertet, punktgleich mit Genf und dicht gefolgt von Wien und Vancouver.
Partnerstädte
- San Francisco (ein privates, von der Stadt unterstütztes Projekt [http://www.sfzhinitiative.com])
- Kunming
Literatur
- Zürich by Mike von Mike van Audenhove, Cartoons über die Zürcher, wie sie wirklich sind. ISBN 3-907055-02-0
- Zürich: Reisen mit Insider-Tipps. Mit Cityatlas. Farbfotos, Karten, Pläne. 120 S., ISBN 3-8297-0315-5, Verlag: Marco Polo
Siehe auch
Weblinks
- [http://www.stadt-zuerich.ch/ Offizielle Website der Stadt Zürich]
- [https://data.statistik.zh.ch/infospc/geport/gemeinde.jsp?bfs=171 Statistische Daten Stadt Zürich]
- [http://www.gis.zh.ch/gb4/bluevari/gb.asp?BFS=261 Stadt Zürich] im [http://www.gis.zh.ch/ GIS des Kantons Zürich]
- [http://www.zurichtourism.ch/ Offizielle Website von Zürich-Tourismus]
- [http://swisstownguide.ch/zh/info/deu/hist100.html Stadtgeschichte in Kürze]
- [http://www.wirtschaftsfoerderung.stadt-zuerich.ch Wirtschaftsförderung der Stadt]
- [http://www.stadt-zueri.ch Geschichtlicher Rundgang durch das alte und neue Zürich]
Kategorie:Ort in der Schweiz
Kategorie:Ort im Kanton Zürich
Kategorie:Schweizer Gemeinde
Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz)
Kategorie:Reichsstadt
Zurich
als:Zürich
ja:チューリッヒ
ko:취리히
simple:Zürich
SaumurSaumur ist eine Stadt im Westen von Frankreich, im Département Maine-et-Loire, das Teil der Region Pays de la Loire ist.
Saumur, an der Loire gelegen, hat etwa 30.000 Einwohner. Die Spezialitäten von Saumur sind der Weißwein, der Sekt und die Champignons. Partnerschule des Saumur-College Honoré de Balzac ist das Emmericher Willibrord-Gymnasium.
In Saumur bestand von 1603 bis zur Aufhebung des Edikts von Nantes im Jahre 1685 eine von Philippe Duplessis-Mornay gegründete theologische Akademie der Hugenotten, an der etwa Moyse Amyraut und Louis Cappel wirkten. François Turrettini und Jean Frédéric Ostervald studierten hier, die Akademie stand in enger Verbindung zu dem in den Niederlanden tätigen Triumvirat von Isaac Casaubon, Joseph Justus Scaliger und Claudius Salmasius.
Sehenswürdigkeiten
- Das Schloss von Saumur (14./15. Jhd.)
- Die Kirche St.-Pierre (12.-17. Jhd.)
- Der Cadre Noir, die berühmteste französische Dressur- und Reitschule
- Museen: Militärfahrzeugmuseum, Pferdemuseum, Champignonmuseum
- Mehrere Sektkellereien
- in der Nähe von Saumur: Höhlendorf les Perrières
Städtepartnerschaften
Saumur unterhält Städtepartnerschaften mit
- Verden, Deutschland
- Warwick, Großbritannien
- Havelberg, Deutschland
- Asheville, North Carolina, USA
- Rusetu, Rumänien
Weinbaugebiet Saumur
Das Weinbaugebiet Saumur gehört zur Weinbauregion Anjou-Saumur und zum Weinbaugebiet der Loire (Siehe Loire (Weinbaugebiet)). Insgesamt 36 Gemeinden haben den Status der AOC Saumur. Auf insgesamt 2735 Hektar wurden im Jahr 2002 138.900 hl Wein eingebracht.
Die Weinberge befinden sich an den Hanglagen der Loire und des Flusses Thouet
Saumur Mousseux
Der Schaumwein ist der wichtigste Wein in Saumur. Von den 138.900 hl Wein in Saumur entfielen allein darauf 61.930 hl. Der meist recht preiswerte Wein wird aus den Rebsorten Chenin Blanc (als Leitrebe), Chardonnay und Sauvignon Blanc gekeltert. Die Erzeugerhäuser verfügen ähnlich wie in der Champagne über in Stein gehauene Keller. Das Tuffgestein war in der Umgebung als Baumaterial sehr beliebt. In den letzten Jahren dienen viele Grundweine der Produktion des Crémant de Loire, der sich international leichter vermarkten lässt.
Saumur Blanc
Der Weißwein wird im wesentlichen aus der Rebsorte Chenin Blanc gekeltert. Der Wein besitzt eine kräftige Säure und kann somit recht langlebig sein. Die Lagen aus den Gemeinden Turquant und Brézé haben den besten Ruf.
Saumur Rouge
Der Rotwein wird fast ausschliesslich aus der Rebsorte Cabernet Franc (die hier breton genannt wird) hergestellt. Zugelassen sind auch die Sorten Cabernet Sauvignon und Pineau d'Aunis. Weine aus den Gemeinden Puy-Notre-Dame, Montreuil-Bellay und Tourtenay haben sich einen guten Ruf erworben.
Saumur-Champigny
Der Wein aus dieser Region war in den 1970er und 1980er ein Modewein. Der aus Cabernet Franc gewonnene Rotwein ist leicht und fruchtig und wird daher manchmal als Beaujolais der Loire bezeichnet. Die Rebfläche beträgt ca. 1497 Hektar (Stand 2002). Den Namen hat das Gebiet von der kleinen Gemeinde Souzay-Champigny.
Bedeutendster Hersteller ist die Genossenschaft von Saint-Cyr-en-Bourg.
Coteaux-de-Saumur
Bezeichnung für einen Weißwein aus bestimmten Hanglagen. Sie wird jedoch fast nicht mehr gebraucht (Menge 505 hl im Jahr 2002)
Söhne und Töchter der Stadt
- Fanny Ardant, Schauspielerin
- Louis Cappel, reformierter Theologe aus Frankreich
- Coco Chanel, Modeschöpferinnen des 20. Jahrhunderts und die Begründerin des Chanel-Modeimperiums
- Dominique Pinon, französischer Filmschauspieler
Kategorie:Ort in Pays de la Loire Kategorie:Weinbaugebiet
Paris
Paris (dt. [], frz. []) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite „rechtes Seineufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche „linkes Seineufer“). Paris hat im separat verwalteten Stadtgebiet offiziell 2.138.551 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.564.680 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005).
Die außerhalb der Ringautobahn (französisch boulevard périphérique, umschließt die 20 arrondissements) liegenden Ortschaften der Banlieue sind selbständig verwaltet und zählen dadurch nicht zur Stadt Paris im verwaltungsrechtlichen Sinne. Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist auch UN-Stadt (UNESCO).
Geografie
Geografische Lage
UNESCO
UNESCO]
Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist umgeben von großen Wäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Butte Montmartre mit einer Höhe von 129 Metern.
Stadtgliederung
Im Jahre 1790 wurde Paris Verwaltungssitz des Départements Seine (75). Seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 ist Paris gleichzeitig Stadt und Département.
Die Stadt ist in 20 nummerierte Gebiete aufgeteilt, die Arrondissements genannt werden und die Postleitzahlen 75001 bis 75020 tragen. Jedes Arrondissement besteht aus vier Quartiers. Die Arrondissements von Paris sind:
Louvre, Bourse, Temple, l'Hôtel de Ville, Panthéon, Luxembourg, Palais Bourbon, l'Élysée, l'Opéra, l'Entrepôt, Popincourt, Reuilly, Gobelins, l'Observatoire, Vaugirard, Passy, Batignolles-Monceaux, Butte-Montmartre, Buttes-Chaumont und Ménilmontant.
Klima
Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,6 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 639 Millimeter.
Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,4 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 65 Millimeter im Mittel, der wenigste im Februar und April mit jeweils durchschnittlich 45 Millimeter.
Geschichte
April]]
Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutuhezi des Stammes der Parisier auf der Seine-Insel, die heute Île de la Cité heißt. Der erste Bestandteil des Namens stammt von der keltischen Wurzel luta „Sumpf“, so dass der gesamte keltisch-römische Name Lutetia Parisiorum, also „Sumpfebene der Parisier“ bedeutet. Der Hinweis auf den Sumpf ging im Laufe der Zeit verloren.
Nach der Eroberung der Siedlung durch die Römer im Jahr 52 v. Chr. brannten die Parisii ihr Inselfort nieder und überließen es den Römern. Diese bauten die Stadt als Lutetia wieder auf und dehnten die nunmehr befestigte Stadt auf das linke Seineufer aus. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.
52 v. Chr.
Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 ist Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466-511) geworden. Danach wurde sie unter einem seiner Söhne zu einem fränkischen Teilkönigreich Paris. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165-1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre.
1181 ist die erste überdachte Markthalle eröffnet worden und 1301 ist auf der Île de la Cité ein Königspalast gebaut worden. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338-1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 ist auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet worden. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt.
1436]
Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 sind in Paris Tausende von Hugenotten ermordet worden. Auf Veranlassung Ludwig XIV. (1638-1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Stadtmauern von Paris abtragen und an deren Stelle die „Großen Boulevards“ errichten. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war.
Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und ist mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt gewesen.
Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Nach dem Niedergang des 2. Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen erhob sich 1871 die so genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der belle époque. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III. und den U-Bahnstationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen.
1921 hatte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1968 kam es in der Stadt zu Studentenrevolten und Massenstreiks.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Kamen anfangs noch Italiener, so gibt es mittlerweile eine kulturelle Vielfalt, die in einigen Gegenden die Quartiers dominiert. Sehr bekannt sind vor allem das ostasiatisch-chinesisch geprägte 13. Arrondissement und das afrikanisch-maghrebinisch geprägte 18. Arrondissement. Darüber hinaus gibt es auch jüdisch, japanisch und tamilisch dominierte Viertel.
2005 kommt es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1784 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 1999 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
Ausschreitungen
Politik
Städtepartnerschaften
Paris unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Klammern das Jahr der Etablierung.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Paris
Theater
Sehenswürdigkeiten in Paris
Die wichtigsten Musical- und Theaterensembles des Landes haben ihren Sitz in Paris.
Die Comédie-Française oder Théâtre français ist ein Nationaltheater mit vorwiegend klasssischem Repertoire in der Tradition von Molière. Es entstand 1680; berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Weitere Theater sind das Moulin Rouge, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Théâtre des Champs-Elysées und das Théâtre Feydeau.
Museen
Die Vielzahl bedeutender Museen in Paris ist einzigartig.
Der 1793 eröffnete Louvre mit über 30000 Exponaten von der Antike bis zum Ende des 19. Jhds zählt zu größten und wichtigsten Museen der Welt.
In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer befindet sich seit 1986 das Musée d'Orsay, welches gemalte und plastische Werke von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg beherbergt.
Das 1977 eröffnete Centre National d’Art et de Culture Georges-Pompidou (Centre Pompidou) ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt.
Im Jahre 1985 ist das Picasso-Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers beherbergt, eröffnet worden. Es ist im Hôtel Salé untergebracht. Anfang des Jahres 1997 öffnete das Musée de la Musique seine Tore für die interessierte Öffentlichkeit.
Bauwerke
- Straßen und Plätze
Die Avenue des Champs-Élysées ist die wahrscheinlich berühmteste Straße der Welt. Der 71 Meter breite Boulev | | |