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Jeffrey Amherst

Jeffrey Amherst

Jeffrey Amherst, 1. Baron Amherst of Holmesdale (
- 29. Januar 1717 in Sevenoaks, England; † 3. August 1797 Sevenoaks, England) war ein britischer General, Militärgouverneur von Kanada, Gouverneur von Virginia und Oberbefehlshaber der britischen Armee.

Leben

Virginia] Jeffrey Amherst wurde am 29. Januar 1717 in Sevenoaks (England) geboren. Schon als Vierzehnjähriger in die Armee eingetreten, nahm er am Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748) teil, während dem er die Schlachten von Dettingen und Fontenoy erlebte und zeitweilig die Funktion eines Adjutanten des späteren Armeeoberkommandierenden General John Ligonier innehatte. Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) kämpfte er zunächst unter dem Kommando des Herzogs von Cumberland in Deutschland, u.a. in der Schlacht bei Hastenbeck. Danach wurde er 1758 auf Empfehlung Ligoniers von Premierminister William Pitt nach Amerika geschickt - wo diese Auseinandersetzung als Franzosen- und Indianerkrieg bezeichnet wird - und zu seiner völligen Überraschung und über die Köpfe zahlreicher anderer Offiziere hinweg zum Kommandeur einer gegen die französische Festung Louisbourg auf Cape Breton geschickten Armee befördert. Nach deren Kapitulation wurde er zum Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte in Kanada befördert, befehligte 1759 einen Vorstoß den Lake Champlain hinauf, der James Wolfes Angriff auf Québec unterstützen sollte, vertrieb die Franzosen aus Fort Ticonderoga und zwang am 8. September 1760 die Garnison von Montréal zur Kapitulation, mit der die französische Herrschaft in Kanada de facto endete. Von 1760 bis 1763 war Amherst Militärgouverneur von Kanada, seit 1763 Gouverneur von Virginia, später von Guernsey. Wegen der Misserfolge der Briten während des für die britische Herrschaft im Ohiotal sehr gefährlichen Pontiac-Aufstands von 1763-1764 berief man ihn aus Amerika ab. Trotzdem wurde er 1776 als Baron Amherst, of Holmesdale in den Adelsstand erhoben. Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs lehnte er ein Feldkommando ab, da er enge Beziehungen zu zahlreichen Persönlichkeiten der Gegenseite hatte. 1778 erhielt er das Oberkommando der britischen Armee, im selben Jahr den Rang eines Feldmarschalls. 1797 starb er auf seinem Landsitz in Sevenoaks

Bedeutung

Als Offizier fehlte Amherst die Brillanz seines Kampfgefährten Wolfe. Charakteristisch war für ihn eine sorgfältige Planung und ein methodisches, vorsichtiges Vorgehen bei seinen Operationen. Zu zweifelhaftem Ruhm ist er dadurch gekommen, dass er während des Pontiac-Aufstands die Verteilung von mit Pockenerregern infizierten Decken an die aufständischen Indianer empfahl. Inwieweit dieser Vorschlag tatsächlich umgesetzt wurde, ist unter Historikern umstritten. Amherst - der für sein ritterliches Verhalten gegenüber den Franzosen bekannt war - zeigte sich damit als typischer Vertreter seiner Zeitgenossen, die in ihrer Mehrheit die Indianer als unzivilisierte Barbaren betrachteten, denen gegenüber die sonst gängigen Regeln zivilisierter Kriegsführung keine Geltung hatten. Nach ihm benannt wurden die Städte Amherst im US-Bundesstaat Massachusetts und Amherstburg in Ontario, Kanada.

Weblinks


- [http://www.blupete.com/Hist/BiosNS/1700-63/Amherst.htm Historical Biographies: Jeffrey Amherst]
- [http://www.nativeweb.org/pages/legal/amherst/lord_jeff.html Amherst und die Kriegsführung mit Pocken (engl.)] Amherst, Jeffrey Amherst, Jeffrey Amherst, Jeffrey Amherst of Holmesdale, Jeffrey Amherst, 1. Baron Amherst, Jeffrey Amherst, Jeffrey Amherst, Jeffrey

29. Januar

Der 29. Januar (in Österreich: 29. Jänner) ist der 29. Tag des Gregorianischen Kalenders.

Ereignisse


- 1728 - Uraufführung von Die Bettleroper, ein komisches Singspiel von John Gay im Lincoln's Inn Fields Theatre in London.
- 1887 - Carl Friedrich Benz erhält das erste Patent auf ein benzinbetriebenes Kraftfahrzeug.
- 1906 - Dänemark. König Christian IX. stirbt im Alter von 88 Jahren.
- 1919 - Den Frauen in Deutschland ist erstmalig die Teilnahme an einer Wahl zum deutschen Reichstag erlaubt.
- 1930 - Das Deutsche Reich vergibt das Zündwarenmonopol auf 53 Jahre an den schwedischen Industriellen Ivar Kreuger
- 1938 - Der deutsche Chemiker Paul Schlack entdeckt das Polyamid 6, aus dem die synthetische Textilfaser Perlon entwickelt wird.
- 1939 - Karl Bode erreicht mit seinem Hubschrauber 3.427 m Höhe. - Weltrekord
- 1942 - Ecuador verliert fast die Hälfte seines Landes an Peru. (Protokoll von Rio de Janeiro)
- 1954 - Der britische Außenminister Robert Anthony Eden unterbreitet auf einer alliierten Außenministerkonferenz den Eden-Plan zur Wiedervereinigung Deutschlands
- 1955 - Mehrere deutsche Politiker verabschieden anlässlich des westdeutschen NATO-Beitritts in der Frankfurter Paulskirche das Deutsche Manifest aus Sorge um die in weite Ferne rückende deutsche Wiedervereinigung
- 1957 - Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und Schweden
- 1963 - Kuwait. Erste Wahlen zur Nationalversammlung
- 1972 - das Kernkraftwerk in Stade geht ans Netz
- 1981 - Spanien. Ministerpräsident Adolfo Suárez tritt zurück
- 1986 - Yoweri Kaguta Museveni wird Staatsprädident von Uganda
- 1989 - Bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus schaffen die rechtsextremen "Republikaner" den Einzug ins Parlament.
- 1990 - Kanada. Ramon J. Jnatyshyn wird neuer Generalgouverneur.
- 1998 - Kanada, Japan, Russland, USA sowie die Mitgliedsstaaten der europäischen ESA schließen den Vertrag über den Bau der internationalen Raumstation ISS.
- 2001 - Chile. Erneut Hausarrest für Ex-Diktator Augusto Pinochet Ugarte.
- 2002 - Albanien. Regierungschef Ilir Meta tritt rurück.
- 2002 - Japan. Außenministerin Makiko Tanaka wird entlassen, Nachfolgerin wird die bisherige Umweltministerin Yoriko Kawaguchi.
- 2004 - Taiwan. Ein Wal explodiert in der Stadt Tainan. Ein Gasstau im Inneren des Pottwales wird dafür verantwortlich gemacht.

Kultur


- 1770 - Uraufführung der komischen Oper Die Jagd von Johann Adam Hiller in Weimar.
- 1772 - Uraufführung der Oper La Fiera di Venezia von Antonio Salieri am Burgtheater in Wien.
- 1781 - Uraufführung der Oper Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart in München.
- 1811 - Uraufführung der Oper Demophoon von Peter Joseph von Lindpaintner in München.
- 1896 - Uraufführung der Oper Kudrun von Hans Huber in Basel.
- 1899 - Uraufführung der Oper Ihre Exzellenz von Richard Heuberger am Theater an der Wien in Wien.
- 1956 - Das Bühnenstück Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt wird in Zürich uraufgeführt.
- 1987 - Uraufführung der Oper Habemeajaja von Boris Blacher an der Akademie der Künste in Berlin.

Katastrophen


- 1966 - Bremen, Deutschland. Eine Convair CV-440 der deutschen Lufthansa verunglückt beim Landeanflug wegen Schlechtwetter und geringer Sichtweite. Alle 46 Menschen an Bord sterben.
- 1973 - Nikosia, Zypern. Eine Ilyushin der Egypt Air prallt beim Landeanflug gegen einen Berg. Alle 37 Menschen an Bord sterben.

Sport


- 1898: Gründung der Deutschen Sportbehörde für Athletik
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1455 - Johannes Reuchlin, deutscher Philosoph und Humanist
- 1499 - Katharina von Bora, deutsche Reformatorin und Ehefrau von Martin Luther
- 1584 - Friedrich Heinrich (Oranien), Statthalter der Vereinigten Niederlande
- 1586 - Ludwig Friedrich von Württemberg-Mömpelgard,
- 1602 - Amalie Elisabeth, Landgräfin von Hessen
- 1632 - Johann Georg Graevius, deutscher klassischer Philologe und Textkritiker
- 1688 - Emanuel Swedenborg, schwedischer Wissenschaftler, Mystiker und Theologe
- 1715 - Georg Christoph Wagenseil, österreichischer Komponist
- 1717 - Jeffrey Amherst, britischer General, Eroberer von Montréal
- 1737 - Thomas Paine, US-amerikanischer Publizist und Politiker
- 1749 - Christian VII. (Dänemark), König von Dänemark und Norwegen
- 1756 - Henry Lee, US-amerikanischer Kavallerieoffizier, Generalmajor und Politiker
- 1761 - Albert Gallatin, US-amerikanischer Politiker und Diplomat
- 1763 - Johann Gottfried Seume, deutscher Schriftsteller und Dichter
- 1767 - Anne-Louis Girodet-Trioson, französischer Maler
- 1773 - Friedrich Mohs, deutscher Mineraloge
- 1780 - Marianne von der Mark,
- 1782 - Daniel-François-Esprit Auber, französischer Komponist
- 1810 - Ernst Eduard Kummer, deutscher Mathematiker
- 1829 - Tommaso Villa, italienischer Abgeordneter und Minister
- 1836 - Ferdinand Dessoir, deutscher Schauspieler
- 1838 - Edward Williams Morley, US-amerikanischer Wissenschaftler
- 1841 - Henry Morton Stanley, britisch-amerikanischer Journalist, Afrikaforscher und Buchautor
- 1842 - Alfred Friedrich Bluntschli, Schweizer Architekt
- 1843 - William McKinley, 25. Präsident der USA
- 1846 - Ella Adaïewsky, russische Pianistin und Komponistin
- 1851 - Richard Reverdy, deutscher Baumanager und Beamter
- 1856 - Aleksander Brückner, polnischer Slawist
- 1860 - Anton Tschechow, russischer Dramatiker
- 1862 - Frederick Delius, englischer Komponist
- 1865 - Carl Sartorius, deutscher Jurist
- 1866 - Romain Rolland, französischer Schriftsteller (Literaturnobelpreis 1915)
- 1867 - Elisabeth Büchsel, deutsche Malerin
- 1867 - Vicente Blasco Ibánez, spanischer Schriftsteller
- 1868 - Albin Egger-Lienz, österreichischer Maler
- 1873 - Luigi Amadeo von Savoyen, italienischer Marineoffizier und Forschungsreisender
- 1874 - Björg Thorlaksdottir, isländische Philologin und Philosophin, gest. 1934
- 1874 - John D. Rockefeller II., Philanthrop
- 1876 - Ludolf Nielsen, dänischer Komponist
- 1877 - Georges Catroux, französischer General und Diplomat
- 1877 - Hugo Obermaier, Archäologe
- 1880 - Philibert Jacques Melotte, britischer Astronom
- 1880 - W. C. Fields, US-amerikanischer Schauspieler
- 1881 - Alice Catherine Evans, us-amerikanische Mikrobiologin, gest. 1975
- 1887 - August Wilhelm von Preußen, preußischer Prinz
- 1889 - Leadbelly, US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1889 - Rudolf Mauersberger, deutscher Komponist, Kreuzkantor
- 1891 - Archie Mayo, Bühnen- und Filmschauspieler
- 1893 - Marţian Negrea, rumänischer Komponist
- 1898 - Angel Ortíz de Villajos Cano, spanischer Musiker und Komponist
- 1899 - Heinrich Blücher, Autodidakt und Philosoph
- 1899 - Gerhard Moritz Graubner, deutscher Architekt
- 1901 - Heinrich Anacker, schweizerisch-deutscher Schriftsteller
- 1901 - Mary Eaton, US-amerikanische Schaspielerin
- 1903 - Bernhard Reismann, deutscher Politiker
- 1904 - Arnold Gehlen, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1905 - Barnett Newman, US-amerikanischer Maler
- 1906 - Heinrich Bredt, deutscher Arzt
- 1911 - Peter von Siemens, deutscher Industrieller
- 1913 - Peter von Zahn, deutscher Rundfunk- und Fernsehjournalist
- 1915 - Victor Mature, US-amerikanischer Filmdarsteller
- 1918 - John Forsythe, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 1919 - Konrad Hesse, deutscher Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1923 - Paddy Chayefsky, US-amerikanischer Autor
- 1924 - Luigi Nono, italienischer Avantgarde-Komponist
- 1926 - Abdus Salam, pakistanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1926 - Ernst Träger, deutscher Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1926 - Ivo Robic, kroatischer Schlagersänger
- 1930 - Derek Bailey, englischer Gitarrist und Improvisationskünstler
- 1931 - Ferenc Mádl, ungarischer Jurist und Staatsoberhaupt
- 1932 - José Ayala Lasso, ecuadorianischer Politiker
- 1933 - Frank Virtue, US-amerikanischer Musiker
- 1933 - Sacha Distel, französischer Chansonnier und Komponist
- 1934 - Kassian Lauterer, Abt von Wettingen-Mehrerau
- 1937 - Bobby Scott, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Jeff Cylme, britischer Musiker
- 1938 - James Jamerson, US-amerikanischer Bassist
- 1939 - Germaine Greer, australische Intellektuelle, Autorin und Publizistin
- 1939 - Hans-Joachim Hecht, deutscher Schachspieler
- 1940 - Katharine Ross, US-amerikanische Schauspielerin und Kinderbuchautorin
- 1942 - Claudine Longet, französische Sängerin und Schauspielerin
- 1942 - Karen Susman, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1943 - Mark Wynter, britischer Sänger
- 1944 - Andrew Loog Oldham, Musiker und Manager der Rolling Stones
- 1944 - Miloš Zeman, tschechischer Ministerpräsident
- 1945 - Manfred Lehmann, deutscher Schauspieler
- 1945 - Tom Selleck, US-amerikanischer Schauspieler
- 1946 - Günter Ohnemus, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 1947 - David Byron, britischer Musiker (Uriah Heep)
- 1947 - Jochen Sanio, Präsident der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- 1947 - Linda B. Buck, US-amerikanische Neurophysiologin
- 1948 - Guido Knopp, deutscher Historiker, Publizist und Moderator
- 1949 - Tommy Ramone, Schlagzeuger der Ramones
- 1949 - Vincent Klink, deutscher Koch
- 1950 - Jody Scheckter, Formel-1-Weltmeister 1979
- 1951 - Larry Schuba, deutscher Countrysänger & Bandleader von Western Union
- 1951 - Peter Cornelius, österreichischer Musiker
- 1952 - Peter Baumann, deutscher Rockmusiker
- 1952 - Tommy Ramone, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Oprah Winfrey, US-amerikanische Talkmasterin
- 1956 - Jan Jakub Kolski, polnischer Regisseur
- 1957 - Alexander Büchel, deutscher Musiker
- 1959 - Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit
- 1962 - Olga Tokarczuk, polnische Schriftstellerin
- 1962 - Radovan Vlatkovic, kroatisch-französischer Hornist
- 1963 - Roddy Frame, britischer Musiker
- 1965 - Dominik Hašek, tschechischer NHL-Torhüter
- 1965 - Julia Stemberger, österreichische Schauspielerin
- 1966 - Romário, brasilianischer Fußballer
- 1967 - Khalid Skah, marokkanischer Leichtathlet
- 1968 - Edward Burns, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1968 - Susi Erdmann, deutsche Rodlerin und Bobpilotin
- 1969 - Lara Magoni, italienische Skirennläuferin
- 1970 - Heather Graham, US-amerikanische Schauspielerin
- 1978 - Martin Schmitt, deutscher Skispringer
- 1979 - Sarah Kuttner, deutsche Fernsehmoderatorin
- 1980 - Ivan Klasnić, kroatischer Fußballspieler
- 1980 - Jason James Richter, US-amerikanischer Schauspieler (Free Willy) und Musiker
- 1984 - Athina Onassis, Enkelin und Erbin des Vermögens von Aristoteles Onassis
- 1984 - Yukio Peters, nauruischer Gewichtheber
- 1990 - Jessica D. Stone, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 969 - Peter I. (Bulgarien), Zar von Bulgarien
- 1430 - Andrei Rubljow, russischer Ikonenmaler
- 1696 - Iwan V., Zar von Russland von 1682 bis 1696
- 1706 - Johann Georg Aberle, bayerischer Soldat
- 1814 - Johann Gottlieb Fichte, deutscher Philosoph
- 1820 - Georg III., englischer König
- 1824 - Joachim Nettelbeck, war Seefahrer und Schriftsteller
- 1828 - Paul-François-Jean-Nicolas de Barras, französischer Politiker
- 1829 - Timothy Pickering, US-amerikanischer Außenminister
- 1838 - Sigismund August Wolfgang von Herder, deutscher Geologe und Mineraloge
- 1844 - Ernst I. (Sachsen-Coburg-Gotha), Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld
- 1848 - Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist
- 1859 - William Cranch Bond, US-amerikanischer Astronom
- 1859 - William Hickling Prescott, US-amerikanischer Historiker
- 1860 - Ernst Moritz Arndt, deutscher Gelehrter und nationaler Dichter
- 1860 - Stéphanie de Beauharnais, Adoptivtochter von Napoléon Bonaparte
- 1881 - Nikolaus München, Kölner Dompropst
- 1882 - Alfred von Henikstein, österreichischer Feldmarschallleutnant
- 1885 - Franz Rieger, Orgelbaumeister und Firmengründer
- 1899 - Alfred Sisley, französischer Maler des Impressionismus
- 1905 - Hermann Landois, deutscher Zoologieprofessor
- 1906 - Christian IX. (Dänemark), König von Dänemark
- 1912 - Herman Bang, dänischer Schriftsteller
- 1919 - Franz Mehring, deutscher Politiker
- 1919 - Sven Richard Bergh, schwedischer Maler
- 1920 - Johann Desch, Mitbegründer der industriellen Bekleidungsfertigung
- 1928 - Douglas Haig, britischer Generalfeldmarschall
- 1934 - Fritz Haber, deutscher Chemiker und Pionier der chemischen Kriegsführung
- 1940 - Nedo Nadi, Säbel- und Florettfechter
- 1941 - Ioannis Metaxas, war General und Politiker in Griechenland
- 1945 - Hans Conrad Leipelt, deutscher Student und Mitglied der Weißen Rose
- 1946 - Harry Lloyd Hopkins, US-amerikanischer Politiker
- 1956 - Henry Louis Mencken, US-amerikanischer Publizist
- 1962 - Fritz Kreisler, österreichischer Komponist
- 1963 - Robert Frost, US-amerikanischer Dichter und und Pulitzerpreisträger
- 1964 - Alan Ladd, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1966 - Josef Winckler, deutscher Schriftsteller
- 1968 - Tsuguharu Foujita, japanischer Maler und Grafiker
- 1969 - Allen Welsh Dulles, Direktor der CIA und ein Mitglied der Warren-Kommission
- 1970 - Wiktor Fjodorowitsch Bolchowitinow, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1974 - Klaus Dieter Arndt, deutscher Politiker und MdB
- 1976 - Jesse Fuller, US-amerikanischer Musiker
- 1979 - René Deltgen, luxemburgischer Schauspieler
- 1981 - Cozy Cole, US-amerikanischer Musiker
- 1982 - Hironori Otsuka, Begründer der Karate-Stilrichtung Wado-Ryu
- 1984 - Max Güde, deutscher Jurist und Politiker
- 1986 - Jörg Mauthe, österreichischer Journalist, Schriftsteller und Kulturpolitiker
- 1986 - Leif Erickson, US-amerikanischer Schauspieler
- 1991 - Yasushi Inoue, japanischer Schriftsteller
- 1992 - Willie Dixon, bedeutender US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1993 - Walter Kolbenhoff, deutscher Schriftsteller, Journalist, Rundfunkredakteur
- 1994 - Ulrike Maier, österreichische Skirennläuferin
- 1998 - Bruno Goller, deutscher Maler
- 2000 - Hannes Schmidhauser, Schweizer Filmschauspieler, Drehbuchschreiber und Regisseur
- 2003 - Leslie A. Fiedler, US-amerikanischer Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
- 2004 - Janet Frame, neuseeländische Schriftstellerin
- 2004 - O. W. Fischer, österreichischer Schauspieler
- 2004 - Walter Jansen, Weihbischof
- 2005 - Alois Derfler, österreichischer Bauernbundpräsident
- 2005 - Ephraim Kishon, ungarisch-israelischer Schriftsteller und Journalist
- 2005 - Jean Hengen, Erzbischof von Luxemburg
- 2005 - Karen Lancaume, französische Schauspielerin
- 2005 - Karl Heinz Jacoby, Weihbischof von Trier
- 2005 - Toni Berger, deutscher Volksschauspieler

Feier- und Gedenktage


- Paula von Rom, Klostergründerin und Begleiterin des Hieronymus - katholischer Gedenktag (auch am 26. Januar)
- Valerius von Trier, zweiter Bischof von Trier - katholischer Gedenktag (orthodox am 10. November)

Siehe auch

:28. Januar - 30. Januar :29. Dezember - 29. Februar :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0129 ja:1月29日 ko:1월 29일 simple:January 29 th:29 มกราคม

3. August

Der 3. August ist der 215. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 216. in Schaltjahren).

Ereignisse


- 178 - Kaiser Marcus Aurelius und sein Sohn Commodus brechen von Rom aus zum zweiten Markomannenkrieg auf.
- 1492 - Christoph Kolumbus bricht zu seiner ersten Entdeckungsreise auf.
- 1596 - Erster Bericht über einen veränderlichen Stern durch David Fabricius
- 1645 - Dreißigjähriger Krieg: Die Zweite Schlacht von Nördlingen sieht französische Truppen als Sieger über die kaiserlichen.
- 1704 - Gibraltar wird durch einen Handstreich unter der Führung von Georg von Hessen-Darmstadt englisch.
- 1804 - Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland kehren von ihrer großen Amerikareise zurück.
- 1808 - In Preußen wird per königlichem Erlass Nichtadeligen der Zugang zum Offiziersberuf gestattet. Körperstrafen wie Prügel und Spießrutenlaufen werden abgeschafft und die allgemeine Wehrpflicht eingeführt.
- 1914 - Deutschland erklärt Frankreich den Krieg: siehe Erster Weltkrieg.
- 1951 - Ivar Rooth, Schweden, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 1954 - Jungfernflug des ersten britischen Senkrechtstarters VTOL.
- 1958 - Die USS Nautilus erreicht als erstes Wasserfahrzeug den geographischen Nordpol.
- 1960 - Niger wird von Frankreich unabhängig.
- 1975 - Komoren. Staatspräsident Ahmed Abdallah wird gestürzt. Neuer Präsident wird Prinz Said Mohammed Jaffar
- 1979 - Äquatorialguinea Militärputsch, Verurteilung und Hinrichtung des gestürzten Präsidenten
- 1990 - Souveränitätserklärung Armeniens
- 2002 - In Bolivien wird Sánchez de Lozada zum Präsidenten gewählt.
- 2005 - In Mauretanien stürzt ein Militärputsch unter Führung von Ely Ould Mohamed Vall die Regierung.

Kultur


- 1777 - Uraufführung der Oper Il mondo della luna (Die Welt auf dem Monde) von Joseph Haydn in Esterház.
- 1778 - Das Opernhaus Teatro della Scala wird in Mailand eröffnet.
- 1816 - Uraufführung der Oper Undine von E. T. A. Hoffmann am Staatstheater am Gendarmenmarkt in Berlin.
- 1829 - Uraufführung der Oper Guillaume Tell (Wilhelm Tell) von Gioacchino Rossini an der Grand Opéra Paris.
- 1837 - Uraufführung der romantischen Oper Die Schatzkammer des Ynka von Albert Lortzing am Stadttheater in Leipzig.
- 1860 - Uraufführung der komischen Oper La Colombe von Charles Gounod in Baden-Baden.
- 1909 - Uraufführung der Operette Miß Dudelsack von Rudolf Nelson am Kleinen Schauspielhaus in Berlin.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1770 - Friedrich Wilhelm III., König von Preußen
- 1811 - E. G. Otis, Erfinder des (sicheren) Aufzugs
- 1817 - Albrecht, Erzherzog von Österreich
- 1832 - Ivan Zajc, kroatischer Komponist und Dirigent
- 1833 - Auguste Schmidt, deutsche Frauenrechtlerin
- 1836 - Greene Vardiman Black, US-amerikanischer Professor der Zahnheilkunde
- 1847 - Emil Ferdinand Fehling, Lübecker Bürgermeister
- 1856 - Alfred Deakin, australischer Premierminister
- 1865 - Carl Dorno, deutscher Naturforscher (Strahlungsklimatologie)
- 1867 - Stanley Baldwin, britischer Politiker
- 1872 - Haakon VII., König von Norwegen
- 1878 - Constantino Gaito, argentinischer Komponist
- 1882 - Louis Biester, deutscher Politiker
- 1884 - Constant Feith, niederländischer Fußballspieler
- 1898 - Herbert Behrens-Hangeler, deutscher Maler und Grafiker
- 1899 - Louis Chiron, monegassischer Rennfahrer
- 1900 - John Thomas Scopes, US-amerikanischer Lehrer
- 1902 - Martin Noth, Alttestamentler
- 1903 - Habib Bourguiba, Herrscher von Tunesien
- 1905 - Franz König, österreichischer Kardinal
- 1905 - Dolores del Río, mexikanisch-amerikanische Schauspielerin
- 1908 - Ernesto Geisel, brasilianischer Politiker und Staatspräsident
- 1912 - Otto Siffling, deutscher Fußballspieler
- 1916 - Hertha Feiler, deutsche Schauspielerin
- 1917 - Rudolf Gnägi, Schweizer Politiker
- 1923 - Shenouda III., Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhles vom Heiligen
- 1924 - Leon Uris, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1926 - Tony Bennett, US-amerikanischer Sänger
- 1926 - Anthony Sampson, britischer Journalist und Schriftsteller
- 1928 - Irene Koss, erste Fernseh-Ansagerin in Deutschland
- 1938 - Ingrid Caven, deutsche Schauspielerin
- 1940 - Martin Sheen, US-amerikanischer Schauspieler
- 1941 - Beverly Lee, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Christel Frese, deutsche Leichtathletin
- 1947 - Sean Tyla, britischer Musiker
- 1948 - Jean-Pierre Raffarin, französischer Politiker
- 1949 - B. B. Dickerson, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Fritz Egner, deutscher Moderator
- 1950 - Waldemar Cierpinski, deutscher Marathonläufer
- 1951 - John Graham, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Osvaldo Ardiles, argentinischer Fußballspieler
- 1952 - Axel Schäfer, deutscher Politiker
- 1952 - Wojciech Fibak, polnischer Tennisspieler
- 1953 - Ian Bairson, britischer Musiker und Songschreiber
- 1956 - Ian Crichton, kanadischer Musiker
- 1959 - Koichi Tanaka, japanischer Chemiker
- 1960 - Greg Osby, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist
- 1963 - James Hetfield, US-amerikanischer Hard-Rock-Sänger (Metallica)
- 1965 - Beatrice Weder di Mauro, schweizerische Wirtschaftswissenschaftlerin
- 1966 - Svenja Pages, deutsche Schauspielerin
- 1967 - Mathieu Kassovitz, französischer Schauspieler
- 1969 - Ingo Oschmann, deutscher Comedian und TV-Entertainer
- 1982 - Robert Stadlober, österreichischer Schauspieler

Gestorben


- 1460 - Jakob II., war von 1437 bis 1460 König von Schottland
- 1616 - Hans Meinhard von Schönberg, Feldobrister und Hofmeister
- 1632 - Josua Stegmann, deutscher Theologe und Kirchenliederdichter
- 1645 - Franz von Mercy, Feldherr in Diensten der Katholischen Liga
- 1693 - Willem Kalf, niederländischer Maler
- 1702 - Antonio della Porta, italienischer Baumeister, Architekt und Bauunternehmer
- 1715 - Conrad von Rosen, General, Marschall von Frankreich
- 1784 - Giovanni Battista Martini, italienischer Komponist und Musiktheoretiker
- 1792 - Richard Arkwright, britischer Industrieller und Erfinder
- 1797 - Jeffrey Amherst, britischer General
- 1800 - Carl Friedrich Christian Fasch, Musiker
- 1800 - Friedrich Gilly, preußischer Baumeister
- 1800 - Karl Fasch, deutscher Musiker
- 1802 - Heinrich Prinz von Preußen, 13. Kind Königs Friedrich Wilhelm I. in Preußen
- 1827 - Lorenz Leopold Haschka, österreichischer Lyriker
- 1859 - Eugène Sue, französischer Schriftsteller
- 1866 - Friedrich Karl Hermann Kruse, Historiker
- 1872 - Karl August Devrient, deutscher Theaterschauspieler
- 1884 - Paul Abadie der Jüngere, französischer Baumeister und Restaurator
- 1898 - Charles Garnier, französischer Architekt
- 1902 - August Klughardt, deutscher Komponist und Dirigent
- 1911 - Reinhold Begas, deutscher Bildhauer und Maler
- 1916 - Roger David Casement, irischer Unabhängigkeitskämpfer
- 1922 - Minna Cauer, deutsche Pädagogin und Frauenrechtlerin
- 1924 - Joseph Conrad, britischer Schriftsteller
- 1927 - Emil Ferdinand Fehling, Lübecker Bürgermeister
- 1929 - Emil Berliner, deutsch-US-amerikanischer Erfinder (Schallplatte und Grammophon)
- 1929 - Thorstein Bunde Veblen, US-amerikanisch-norwegischer Ökologe und Soziologe
- 1942 - Richard Martin Willstätter, deutscher Chemiker
- 1954 - Sidonie Gabrielle Colette, französische Schriftstellerin, Kabarettistin und Journalistin
- 1956 - Albert Finck, deutscher Politiker
- 1958 - Peter Collins, englischer Rennfahrer
- 1961 - Nicola Canali, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1966 - Lenny Bruce, US-amerikanischer Comedian
- 1967 - Paul Löbe, deutscher Politiker
- 1968 - Konstantin Konstantinowitsch Rokossowski, sowjetischer und polnischer Marschall
- 1974 - Joachim Ritter, deutscher Philosoph
- 1977 - Makarios III., zypriotischer Geistlicher und Politiker
- 1979 - Alfredo Ottaviani, römisch-katholischer Kardinal
- 1979 - Angelos Tersakis, griechischer Schriftsteller
- 1986 - Beryl Markham, britische Flugpionierin
- 1987 - Bruno Heusinger, zweiter Präsident des Bundesgerichtshofs
- 1997 - William S. Burroughs, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1998 - Arnim Dahl, deutscher Stuntman
- 1998 - Alfred Schnittke, russischer Komponist und Pianist deutscher Abstammung
- 2002 - Dietmar Schlee, deutscher Politiker
- 2003 - Peter Safar, US-amerikanischer Anästhesist
- 2004 - Hans Josef Horchem, deutscher Politiker
- 2004 - Henri Cartier-Bresson, französischer Fotograf und Maler
- 2005 - Gert Fritz Unger, deutscher Schriftsteller

Feier- und Gedenktage

Siehe auch

:2. August - 4. August :3. Juli - 3. September :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0803 ja:8月3日 ko:8월 3일 simple:August 3 th:3 สิงหาคม

1797

Ereignisse


- 14. Februar: Großbritannien. Admiral Horatio Nelson besiegt die spanische Flotte
- 26. Februar: Die Bank von England wird von ihrer Verpflichtung befreit, ihre Banknoten gegen Gold einzutauschen; Beginn der bank-restriction (bis 1821)
- Madagaskar: Antananarivo wird Hauptstadt des Merina-Stammes
- Richard Trevithick baut sein erstes Dampfwagenmodell
- Quito, Ecuador. Ein schweres Erdbeben fordert ca. 40.000 Tote
- Russische Hilfstruppen unter General Suworow ziehen durch Schrattenthal in Niederösterreich

Kultur


- 13. März: Uraufführung der Oper Médée (Medea) von Luigi Cherubini am Théâtre Feydeau in Paris
- 15. März: Uraufführung der Oper Ponce de Léon von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 10. November: Uraufführung der Oper Le Dénouement inattendu von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 1797 gilt als das Balladenjahr der Klassik: Friedrich Schiller schreibt unter anderem Der Taucher, Die Bürgschaft, Der Handschuh, Die Kraniche des Ibykus, Der Ring des Polykrates und Der Gang nach dem Eisenhammer. Unter Goethes Feder entstehen Der Schatzgräber, Der Zauberlehrling, Die Braut von Korinth, Legende sowie Gott und die Bajadere.

Geboren


- 10. Januar: Annette von Droste-Hülshoff, deutsche Schriftstellerin († 1848)
- 11. Januar: Carl Rottmann, deutscher Landschaftsmaler († 1850)
- 14. Januar: Wilhelm Beer, Deutscher Bankier und Astronom († 1850)
- 22. Januar: Maria Leopoldine von Österreich, Erzherzogin von Österreich, Kaiserin von Brasilien († 1826)
- 31. Januar: Franz Schubert, österreichischer Komponist († 1828)
- 6. Februar: Joseph von Radowitz, preußischer General und Politiker († 1853)
- 15. Februar: Heinrich Steinweg, Klavierbauer († 1871)
- 22. März: Wilhelm I., König von Preußen und deutscher Kaiser († 1888)
- 30. März: Heinrich Wilhelm Krausnick, Oberbürgermeister von Berlin († 1882)
- 2. April: Jean Louis Marie Poiseuille, französischer Mediziner und Physiker († 1869)
- 5. April: Karl August Devrient, deutscher Theaterschauspieler († 1872)
- 9. April: Carl Justus Heyer, forstlicher Praktiker, Lehrer und Wissenschaftler († 1856)
- 9. April: Per Ulrik Kernell, schwedischer Schriftsteller der Romantik († 1824)
- 16. April: Adolphe Thiers, französischer Staatsmann und Historiker († 1877)
- 20. April: Heinrich von Wittgenstein, deutscher Unternehmer und Politiker († 1869)
- 12. Mai: Johann Hermann Kufferath, deutscher Komponist († 1864)
- 30. Mai: Carl Friedrich Naumann, deutscher Geologe und Kristallograph († 1873)
- 20. Juni: Karolina Gerhardinger, Ordensschwester und Kongregationsgründerin († 1879)
- 25. Juni: Paul Wilhelm, Herzog von Württemberg, Naturforscher und Entdecker († 1860)
- 23. Juli: Charles Jules Labarte, französischer Kunsthistoriker († 1880)
- 28. August: Franz Duschek, Finanzminister während der ungarischen Revolution († 1873)
- 30. August: Heinrich Marr, Schauspieler († 1871)
- 30. August: Mary Shelley, englische Schriftstellerin († 1851)
- 30. August: Mary Wollstonecraft Shelley, englische Schriftstellerin († 1851)
- 31. August: James Ferguson, schottischer Ingenieur und Astronom († 1867)
- 10. September: Carl Gustav Mosander, schwedischer Chemiker und Chirurg († 1858)
- 19. September: Bernhard Sökeland, Philologe und Historiker († 1845)
- 29. September: Fjodor Petrowitsch Lütke, russischer Marineoffizier und Entdeckungsreisender († 1882)
- 4. Oktober: Jeremias Gotthelf, Schweizer Schriftsteller († 1854)
- 5. Oktober: John Gardner Wilkinson, britischer Ägyptologe († 1875)
- 6. Oktober: Joseph Othmar Ritter von Rauscher, Erzbischof von Wien († 1875)
- 9. Oktober: Philippe Suchard, Besitzer einer Confiserie/Chocolaterie († 1905)
- 14. Oktober: Ida Pfeiffer, österreichische Entdeckerin und Reiseschriftstellerin († 1858)
- 16. Oktober: James Thomas Earl of Cardigan, britischer General († 1868)
- 30. Oktober: Henriette von Nassau-Weilburg, Ehefrau Erzeherzog Karls von Österreich († 1829)
- 14. November: Charles Lyell, britischer Geologe († 1875)
- 29. November: Gaetano Donizetti, italienischer Komponist († 1848)
- 13. Dezember: Heinrich Heine, deutscher Dichter und Journalist († 1856)
- 17. Dezember: Joseph Henry, US-amerikanischer Wissenschaftler und Professor († 1878)
- Mangas Coloradas, Häuptling der Mimbreno-Apachen († 1863)
- Ehregott Grünler, deutscher Maler

Gestorben


- 13. Januar: Elisabeth Christine, Tochter des Herzogs Ferdinand Albert von Braunschweig-Wolfenbüttel (
- 1715)
- 8. Februar: Johann Friedrich Doles, deutscher Komponist und Thomaskantor (
- 1715)
- 22. Februar: Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen, der „Lügenbaron“ (
-  1720)
- 23. Februar: Gustav Ludwig von der Marwitz, preußischer General des 18 (
- 1730)
- 2. März: Horace Walpole, britischer Schriftsteller (
- 1717)
- 3. März: Yves Joseph de Kerguelen de Trémarec, französischer Seefahrer und Entdecker (
- 1734)
- 19. März: Sophie von Kühn, Verlobte von Novalis (
- 1782)
- 26. März: James Hutton, britischer Geologe (
- 1726)
- 12. April: Johann Georg Bach, Sohn von Johann Ernst Bach (
- 1751)
- 27. Mai: François Noël Babeuf, französischer Agitator und Journalist (
- 1760)
- 1. Juli: Johan Christian Wentzinger, Bildhauer, Maler und Architekt (
- 1710)
- 1. Juli: Johann Friedrich Flattich, evangelischer Pfarrer und Erzieher (
- 1713)
- 9. Juli: Edmund Burke, britischer Staatsphilosoph und Politiker (
-  1729)
- 3. August: Jeffrey Amherst, britischer General, Eroberer von Montréal (
- 1717)
- 25. August: Thomas Chittenden, US-amerikanischer Politiker und 1. Gouverneur von Vermont (
- 1730)
- 22. August: Dagobert Sigmund von Wurmser, österreichischer Feldmarschall (
- 1724)
- 28. August: Joseph Wright, britischer Maler (
- 1734)
- 10. September: Mary Wollstonecraft, britische Frauenrechtlerin und Schriftstellerin (
- 1759)
- 18. September: Lazare Hoche, französischer General der Revolutionszeit (
- 1768)
- 16. November: Friedrich Wilhelm II., König von Preußen (
- 1744)
- 27. November: Carl Christian Agthe, deutscher Komponist und Organist (
- 1762)
- 23. Dezember: Friedrich Eugen, Herzog von Württemberg (
- 1732) ko:1797년 simple:1797

Großbritannien

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland. __TOC__ Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen. Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.

Geographie

Bretagne Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne. Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste. Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen. Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry. Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien

Klima und Vegetation

Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden. Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut. Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.

Bevölkerung

Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner. Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.

Sprachen

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel. Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language. Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall). Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:
- United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
- Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
- An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
- Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
- An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
- Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)

Minderheiten

Es gibt mehrere ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich, die ca. 7,9 % der Bevölkerung ausmachen. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil dieser Minderheiten erklärt sich aus der Einwanderung einer großen Anzahl von Bewohnern ehemaliger britischer Kolonien in der Karibik und des indischen Subkontinents, vor allem in den 1950ern und den 1960ern. Es gibt folgende Hauptminderheiten: Karibischer oder afrikanischer Abstammung („Black Caribbean“ bzw. „Black African“ - über 1,1 Millionen) Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950ern, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Trinidad und Tobago und Dominica. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Inder (über 1 Million - 2001) Die Inder stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, nach Großbritannien auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle. Pakistaner (747.285 - 2001) Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern nach Großbritannien und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben in Großbritannien. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam. Bengalen (283.063 - 2001) Die Bengalen gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime. Chinesen (247.403 - 2001) Ein Großteil der chinesischen Einwanderer in Großbritannien wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen in Großbritannien, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern Großbritanniens. Sinti & Roma (ca. 120.000) Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Heutzutage werden aber auch Einwanderer aus Osteuropa, etwa aus Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei dazugezählt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate. Nach Schätzungen der UNO leben in Großbritannien mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft.

Religion

Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion. Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man in Großbritannien gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden. Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in
- England die
  - Church of England (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert)
- Schottland die
  - Church of Scotland (Reformiert/Presbyterianisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert) (in Schottland entstanden aus der Congregational Union bzw. Church und anderen reformierten Gemeinden)
  - Methodistische Kirche
- Wales die
  - Church in Wales (Anglikanisch)
  - United Reformed Church (Reformiert)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
- Nordirland die
  - Church of Ireland (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Verschiedene Presbyterianische Kirchen Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an (Agnostiker, Atheisten und Heiden). Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte. Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wird seit 1927 verwendet. Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Großbritannien war gezwungen, sich mehr Europa (Kontinentaleuropa) zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wales und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente. Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005

Politik

Hauptartikel: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Britische Monarchie Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie (Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.), Premierminister ist Tony Blair. Hort der Souveränität ist das Parlament, das aus Oberhaus (House of Lords: Adel, heute größtenteils nichterblicher Verdienstadel, und einige anglikanische Bischöfe) und Unterhaus (House of Commons: nach Mehrheitswahlrecht gewählte Abgeordnete) besteht. Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Charta). Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, es gibt allerdings Gesetze mit Verfassungsrang. Schottland und Wales haben seit den 1990er Jahren eigene Landesparlamente und -regierungen. In Schottland und Wales gilt schon die Europäische Menschenrechtserklärung, in England steht sie vor der Einführung. Das Vereinigte Königreich ist eines der Gründungsmitglieder der NATO und des Commonwealth of the Nations. Es ist außerdem ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates sowie Teil der Europäischen Union.

Militär

Das Vereinigte Königreich hat die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär mehr auf die Kriegsmarine, Royal Navy, und die Luftwaffe, Royal Air Force, als auf das Heer, die British Army. Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird. Das Vereinigte Königreich unterhält zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Großbritanniens und Nordirlands Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question). Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties). Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet. Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):
- Anguilla
- Bermuda
- Britische Jungferninseln
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