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Johann Buxtorf Der Jüngere

Johann Buxtorf der Jüngere

Johann Buxtorf, genannt der Jüngere (
- 13. August 1599 in Basel; † 16. August 1664 in Basel) war reformierter Theologe und Orientalist. 1630 folgte er seinem Vater Johann Buxtorf dem Älteren auf den Lehrstuhl der hebräischen Sprache an der Universität Basel. Er war Herausgeber der More Nevochim des Maimonides (Basel 1629) sowie von Werken seines Vaters und verfasste viele Abhandlungen, Kommentare und Übersetzungen. Bekannt wurde er wegen seines Streites mit Louis Cappel über das Alter der hebräischen Vokalzeichen.

Siehe auch


- Buxtorf

Weblinks


- [http://www.bbkl.de/b/buxtorf_d_jue_j.shtml Artikel im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D10560.html Artikel im Historischen Lexikon der Schweiz] Buxtorf der Jungere, Johann Buxtorf der Jungere, Johann Buxtorf der Jungere, Johann Buxtorf der Jungere, Johann Buxtorf der Jungere, Johann

13. August

Der 13. August ist der 225. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 226. in Schaltjahren) - somit bleiben 140 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 900 - Zwentibold von Lotharingen fällt in einer Schlacht gegen die aufständischen Grafen.
- 1521 - Die Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan - das heutige Mexiko-Stadt - fällt an Hernán Cortés.
- 1704 - In der Schlacht von Höchstädt unterliegen im Spanischen Erbfolgekrieg Franzosen und Bayern alliierten Truppen unter dem Kommando von John Churchill, 1. Herzog von Marlborough und Prinz Eugen von Savoyen.
- 1727 - Abendmahlsfeier in der Kirche zu Berthelsdorf; Zusammenschluss der Einwohner Herrnhuts zur Herrnhuter Brüdergemeine.
- 1809 - Tiroler Schützen unter Freiheitskämpfer Andreas Hofer bezwingen französische Truppen am Bergisel.
- 1905 - Norwegen wird unabhängig. In einer Volksbefragung wollten nahezu 100 Prozent der Stimmberechtigten die Auflösung der Personalunion mit Schweden.
- 1923 - Gustav Stresemann bildet die erste Große Koalition in Deutschland.
- 1934 - Adolf Hitler besucht zum 300jährigen Jubiläum die Passionsspiele in Oberammergau. Diese christlichen Mysterienkultspiele dienen damit der antijüdischen Propaganda.
- 1940 - Im Zweiten Weltkrieg beginnt die Luftschlacht um England.
- 1942 - Walt Disneys TrickfilmBambi“ hat Premiere.
- 1944 - Rumänien löst sich im Zweiten Weltkrieg aus dem Bündnis mit Deutschland und verbündet sich mit der Sowjetunion.
- 1948 - Österreich wird Mitglied in der UNESCO.
- 1952 - Deutschland und Japan werden Mitglied im Internationalen Währungsfond (IWF).
- 1960 - Die Zentralafrikanische Republik erlangt ihre Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1961 - In der Nacht vom 12. auf den 13. August beginnen NVA, Angehörige der Deutschen Grenzpolizei und der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei sowie Betriebskampfgruppen der DDR die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln. Dies führt letztlich zum Bau der Berliner Mauer.
- 1979 - Die Cap Anamur erreicht das Südchinesische Meer und nimmt die ersten vietnamesischen Flüchtlinge auf. Es ist der Beginn einer 7-jährigen Rettungsaktion, bei der über 11.000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken und dem Hungertod gerettet werden.

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik

Kultur


- 1821 - Uraufführung der Oper Adele von Budoy von Conradin Kreutzer in Königsberg.
- 1876 - Bei den ersten Bayreuther Festspielen wird bis zum 17. August "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner erstmals aufgeführt.

Religion

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - In Athen werden die XXVIII. Olympischen Sommerspiele eröffnet.

Katastrophen


- 1935 - Die Staumauer Alla Sella Zerbino bei Ovada in den Ligurischen Apenninen, Italien bricht bei einem Hochwasser. Die Flutwelle richtet in Molare und Ovada großen Schaden an; es gibt 100 oder mehr Tote.
- 2002 - In Sachsen überschwemmt die Jahrhundertflut weite Gebiete.

Geboren


- 1514 - Joachim Mynsinger von Frundeck, deutscher Jurist der Humanistenzeit
- 1614 - August von Sachsen-Weißenfels, deutscher Herrscher
- 1617 - Johann Andreas Quenstedt, Vertreter der lutherischen Orthodoxie
- 1651 - Balthasar Permoser, österreichischer Barock-Bildhauer
- 1662 - Charles Seymour, 6. Herzog von Somerset, Master of the Horse und Lord President of the Council
- 1671 - Jean-Alphonse Turrettini, schweizerischer reformierter Theologe
- 1700 - Heinrich Graf von Brühl, sächsischer Premierminister
- 1740 - Iwan VI., russischer Zar von 1740 bis 1741
- 1743 - Marie Elisabeth, österreichische Äbtissin
- 1757 - James Gillray, britischer Karikaturist
- 1802 - Nikolaus Lenau, österreichischer Schriftsteller
- 1814 - Anders Jonas Ångström, schwedischer Astronom und Physiker
- 1815 - Eduard von Regel, deutscher Gärtner und Botaniker
- 1816 - Rudolf von Gneist, deutscher Jurist und Politiker
- 1819 - George Gabriel Stokes, irischer Mathematiker und Physiker
- 1836 - Nikolai von Japan, russischer Mönch und orthodoxer Erzbischof von Tokio und Japan
- 1842 - Albert Sorel, französischer Schriftsteller
- 1844 - Otis Bardwell Boise, US-amerikanischer Komponist
- 1844 - Friedrich Miescher, deutscher Mediziner und Professor für Physiologie
- 1852 - Christian Krohg, norwegischer Maler
- 1860 - Annie Oakley, US-amerikanische Kunstschützin
- 1863 - William I. Thomas, US-amerikanischer Soziologe
- 1867 - Arthur Eichengrün, deutscher Chemiker
- 1867 - George Luks, US-amerikanischer Maler
- 1867 - Rudolf Georg Binding, deutscher Schriftsteller
- 1869 - Tony Garnier, französischer Architekt
- 1871 - Karl Liebknecht, sozialistischer deutscher Politiker
- 1872 - Richard Martin Willstätter, deutscher Chemiker
- 1884 - Guus Lutjens, niederländischer Fußballspieler
- 1888 - John Logie Baird, britischer Techniker und Fernsehpionier
- 1888 - Walter Jauch, deutscher Versicherungskaufmann
- 1891 - Reinold von Thadden-Trieglaff, deutscher Theologe
- 1894 - Paul Blobel, deutscher Architekt und SS-Standartenführer
- 1899 - Alfred Hitchcock, englischer Filmregisseur und Produzent
- 1902 - Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler
- 1902 - Felix Wankel, deutscher Maschinenbauer und Erfinder des Wankelmotors
- 1902 - Sergej Artenjewitsch Balassanjan, turkmenischer Komponist
- 1906 - Hans Schaefer, deutscher Mediziner und Mitbegründer der Max-Planck-Gesellschaft
- 1907 - Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, deutscher Industrieller
- 1908 - Willi Beuster, deutscher Politiker und MdB
- 1909 - Werner Otto, deutscher Unternehmer
- 1912 - Ben Hogan, US-amerikanischer Golfspieler
- 1912 - Salvador E. Luria, US-amerikanischer Mikrobiologe, Nobelpreisträger
- 1913 - Makarios III., Theologe und Erzbischof von Zypern, Staatspräsident
- 1913 - Richard Stone, britischer Ökonom
- 1918 - Frederick Sanger, britischer Biochemiker, 2-facher Nobelpreisträger
- 1920 - George Shearing, britischer Musiker
- 1920 - Jean-Marcel Honoré, emeritierter Erzbischof von Tours und Kardinal
- 1921 - Engelbert Niebler, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1921 - Jimmy McCracklin, US-amerikanischer Musiker
- 1926 - David Tudor, US-amerikanischer Pianist und Pionier für elektronische und experimentelle Musik
- 1926 - Fidel Castro, kubanischer Revolutionär
- 1928 - Johannes Poethen, deutscher Schriftsteller
- 1935 - Michael A. Roth, deutscher Teppichgroßindustrieller und Fußballvereinspräsident
- 1936 - Günther Heyenn, deutscher Politiker der SPD
- 1937 - Felicia Weathers, US-amerikanische Opernsängerin
- 1939 - Alfred Mechtersheimer, Friedensforscher und Sozialwissenschaftler
- 1939 - Erika Berger, deutsche Fernseh-Moderatorin und Sexberaterin
- 1939 - Joe Scott Hill, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Paul Eßling, deutscher Attentäter
- 1940 - Sean James Stokes, britischer Musiker und Sänger
- 1941 - Craig Douglas, britischer Sänger
- 1941 - Henning Voscherau, deutscher Notar und Politiker, von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister Hamburgs
- 1941 - Knut Kiesewetter, deutscher Sänger, Liedermacher und Posaunist
- 1941 - Ambrogio Fogar, italienischer Abenteurer und Autor
- 1942 - Son Seals, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1942 - Sheila Armstrong, englische Sopranistin
- 1943 - Wolfgang Engel, deutscher Theaterregisseur
- 1948 - Kathleen Battle, US-amerikanische Sopranistin
- 1949 - Bartholomäus Kalb, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1949 - Cliff Fish, britischer Musiker und Sänger
- 1950 - Krzysztof Kolberger, polnischer Schauspieler
- 1951 - Dan Fogelberg, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1955 - Mulgrew Miller, US-amerikanischerJazzpianist
- 1958 - Sean Feargal Sharkey, britischer Sänger
- 1959 - Thomas Ravelli, schwedischer Fußballspieler
- 1964 - Ian Haugland, schwedischer Musiker
- 1966 - Uta Glaubitz, deutsche Autorin
- 1967 - Amelie Nothomb, belgische französischsprachige Schriftstellerin
- 1968 - Jutta Nardenbach, deutsche Fußballspielerin
- 1968 - Uwe Bindewald, deutscher Fußballspielere
- 1969 - Urs Wehrli, Schweizer Komiker und Kabarettist
- 1969 - Midori Ito, japanische Eiskunstläuferin
- 1970 - Alan Shearer, englischer Fußballspieler
- 1971 - Heike Makatsch, deutsche Schauspielerin
- 1971 - Moritz Bleibtreu, deutscher Schauspieler
- 1977 - Michael Klim, australischer Schwimmer
- 1978 - Kai Schmitt, deutscher Musiker

Gestorben


- 587 - Radegundis, Tochter König Berthachars und dessen Frau Amalberga
- 1191 - Philipp I. von Heinsberg, Erzbischof des Erzbistums Köln und Erzkanzler von Italien
- 1447 - Filippo Maria Visconti, Regent von Pavia und Herzog von Mailand
- 1523 - Gerard David, niederländischer Maler
- 1749 - Johann Elias Schlegel, deutscher Dichter und Dramatiker
- 1755 - Francesco Durante, italienischer Komponist und Musikpädagoge
- 1809 - Marc Antoine Berdolet, französischer katholischer Priester und Bischof von Aachen
- 1816 - Pehr Hilleström, schwedischer Maler
- 1826 - René Théophile Hyacinthe Laënnec, französischer Mediziner und Erfinder des Stethoskops
- 1863 - Eugène Delacroix, französischer Romantiker, gilt als Wegbereiter des Impressionismus
- 1865 - Ignaz Semmelweis, österreichischer Arzt und Hygiene-Pionier
- 1884 - Arthur Wellesley, 2. Duke of Wellington, britischer General
- 1895 - Ludwig Abel, deutscher Violinist und Komponist
- 1896 - John Everett Millais, britischer Maler
- 1896 - Philipp Ludwig von Seidel, deutscher Mathematiker und Astronom
- 1899 - Gustav von Mevissen, deutscher Politiker und Unternehmer
- 1907 - Hermann Karl Vogel, deutscher Astronom und Physiker
- 1908 - Emil Gött, deutscher Schriftsteller
- 1910 - Florence Nightingale, englische Krankenpflegerin und Erfinderin des Kriegslazaretts
- 1912 - Jules Massenet, französischer Opernkomponist
- 1913 - August Bebel, deutscher sozialistischer Politiker
- 1916 - Pierre de Ségur, französischer Schriftsteller
- 1917 - Eduard Buchner, deutscher Chemiker
- 1927 - Hermann Abert, deutscher Musikgelehrter
- 1927 - Árpád Doppler, ungarisch-deutscher Komponist
- 1943 - Jakob Gapp, österreichischer Priester im Widerstand gegen das Nazi-Regime
- 1946 - Herbert George Wells, englischer Schriftsteller
- 1952 - Wilm Hosenfeld, Wehrmachtsoffizier im Zweiten Weltkrieg
- 1953 - Paul Kemp, deutscher Schauspieler
- 1955 - Lois Welzenbacher, österreichischer Architekt
- 1955 - Wilhelm Kreis, deutscher Architekt
- 1969 - Jacob do Bandolim, brasilianischer Mandolinist und Komponist
- 1971 - King Curtis, US-amerikanischer Musiker
- 1972 - Hans von Benda, deutscher Dirigent, Musikredakteur und Offizier
- 1974 - Ernst Forsthoff, deutscher Staatsrechtler
- 1977 - Henry Williamson, britischer Schriftsteller
- 1982 - Joe Tex, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1984 - Tigran Petrosjan, armenischer Schach-Großmeister
- 1994 - Elias Canetti, deutschsprachiger Schriftsteller, Nobelpreisträger
- 1994 - Manfred Wörner, deutscher Politiker, siebter NATO-Generalsekretär
- 1996 - António de Spínola, portugiesischer General und Politiker
- 1996 - António Sebastião Ribeiro de Spínola, portugiesischer General und Politiker
- 1996 - David Tudor, US-amerikanischer Pianist
- 1998 - Julien Green, französisch-britischer Schriftsteller
- 1999 - Ignatz Bubis, ehemaliger Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland
- 2000 - Ria Deeg, deutsche Widerstandskämpferin
- 2003 - Lothar Emmerich, deutscher Fußballspieler
- 2004 - Josef Paul Kleihues, deutscher Architekt
- 2005 - David Lange, neuseeländischer Politiker
- 2005 - Francy Boland, belgischer Jazz-Pianist und Arrangeur

Feier- und Gedenktage

Francy Boland
- Der Jahrestag des Mauerbaus ist in Deutschland ein wichtiger politischer Gedenktag.
- Internationaler Linkshändertag
- Katholischer Gedenktag: Marco d'Aviano
- regionaler katholischer Gedenktag (Diözese Lüttich): Zwentibold

Siehe auch


- 12. August - 14. August
- 13. Juli - 13. September
- August - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0813 ja:8月13日 ko:8월 13일 simple:August 13 th:13 สิงหาคม

Basel

Basel (franz. Bâle, ital. Basilea) ist eine Stadt in der Schweiz am Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich. Sie bildet zusammen mit den Gemeinden Riehen und Bettingen den Halbkanton Basel-Stadt. Basel wird unterteilt in Kleinbasel auf der rechten und Grossbasel mit dem Münsterhügel auf der linken Rheinseite. In die Stadt eingegliedert ist das frühere Fischerdorf Kleinhüningen. Das eigentliche Zentrum Basels ist die Altstadt in Grossbasel rund um den Marktplatz und das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert. Mit ihren engen Strassen und Gassen lädt die Altstadt auf beiden Seiten der Mittleren Rheinbrücke zum Flanieren ein. In die vom Autoverkehr befreite Innenstadt gelangen die Besucher mit dem Tram. Basel ist nach Zürich und Genf die drittgrösste Stadt der Schweiz und Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie. Sie bildet einen Eisenbahnknotenpunkt mit einem der grössten Rangierbahnhöfe Europas im benachbarten Muttenz. Mit den Frachthäfen der Region Basel, den einzigen der Schweiz, besteht über den Rhein eine Verbindung zur Nordsee. Der Flughafen Basel Mulhouse Freiburg wird gemeinsam mit den französischen Nachbarn betrieben. Er liegt auf französischem Territorium, ist jedoch durch eine exterritoriale Strasse von der Schweiz aus erreichbar. Innerhalb des Flughafen-Areals verläuft daher eine Zollgrenze. Basel wird manchmal als deutschsprachiger Teil der Romandie bezeichnet. Wie diese ist Basel eher liberal und europafreundlich, währenddessen der Rest der Deutschschweiz eher konservativ und europakritisch eingestellt ist. Entsprechend auch das Motto von Basel Tourismus: "Basel tickt anders".

Wappen

Basel Tourismus Das Wappen der Stadt Basel sowie des Halbkantons Basel-Stadt ist ein nach links (heraldisch rechts) gerichteter schwarzer Krummstab auf weissem Feld, Baselstab genannt. Drei Querbalken unterbrechen diesen Stab, der nach unten breiter wird und in drei Zacken ausläuft. Das Sinnbild des Baselstabs ist der gekrümmte Hirtenstab der Bischöfe. Wappenschildhalter sind Löwen, wilde Männer, Engel und seit dem 15. Jahrhundert auch Basilisken - das sind Drachen mit einem Hahnenkopf und einem Schlangenschwanz.

Geographie

Lage

Die im äussersten Nordwesten gelegene und gleichzeitig drittgrösste Stadt der Schweiz liegt zu beiden Seiten des Rheins. Dieser macht zwischen den Vorhöhen des Schwarzwaldes und des Schweizer Jura eine 90°-Biegung, die man Rheinknie nennt. An dieser Stelle endet der Rheinabschnitt Hochrhein und es beginnt der Oberrhein. Am höher gelegenen südlichen Rheinufer fliesst die Birs in den Rhein und bildet die Grenze zum Kanton Basel-Landschaft. Auf dem flacheren nördlichen Ufer dehnen sich grosse Industriegebiete aus. Dank dieser Lage wurde Basel schon früh zum Knotenpunkt wichtiger Verkehrswege und damit ein bedeutender Handelsplatz. Die Stadt zählt deshalb zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Europas und verfügt dennoch über 320 ha Grünfläche und 71 ha Wald. Die Stadt Basel und die zwei Landgemeinden Riehen und Bettingen weisen einschliesslich ihrer Wasserflächen 3694 ha auf und sind damit der flächenmässig kleinste Schweizer Kanton. Dennoch sind innerhalb dieses verhältnismässig kleinen Landstücks beträchtliche Höhenunterschiede vorhanden. Den tiefsten Punkt im Kanton Basel-Stadt misst man am Rheinhafen in Kleinhüningen mit 245 m, der Münsterplatz im Zentrum liegt 270 m über dem Meeresspiegel und die höchste Erhebung liegt oberhalb Bettingen bei St. Chrischona mit 522 m. Dort befindet sich auch der Fernsehturm St. Chrischona, das höchste Gebäude der Schweiz.
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Blick vom Basler Münster auf Kleinbasel und das Rheinknie. In der Mitte erkennt man den Messeturm.

Klima

Die Stadt Basel hat durch die von der Burgundischen Pforte einströmende mediterrane Luft ein äusserst mildes und sonniges Klima. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 9,4° C. Pro Jahr misst man 785 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Im Winter liegt Basel meist nur unter einen dünnen Schneedecke. Durchschnittlich liegt in Basel an 30 Tagen im Jahr Schnee. Die Winde sind relativ schwach und wehen bei gutem Wetter von Osten, bei schlechtem von Westen.

Quartiere

Die Stadt Basel kennt keine Bezirke oder Stadtteile, sondern gliedert sich nach Wohnvierteln, den sogenannten Quartieren. Es gibt insgesamt 19 dieser Quartiere, die sich links und rechts des Rheins verteilen.
- Die linksrheinischen Quartiere: Altstadt (Grossbasel), Vorstädte, Am Ring, Breite, St. Alban, Gundeldingen, Bruderholz, Bachletten, Gotthelf, Iselin, St. Johann.
- Die rechtsrheinischen Quartiere: Altstadt (Kleinbasel), Clara, Wettstein, Hirzbrunnen, Rosental, Matthäus, Klybeck und seit 1893 Kleinhüningen. Die zwei Landgemeinden Riehen und Bettingen gehören nicht dem Stadtgebiet Basels an. Bettingen

Bevölkerung


- Einwohner:
  - Stadtgemeinde Basel: 166'000 Einwohner (2004)
  - Trinationale Agglomeration Basel (TAB, mit Frankreich und Deutschland): rund 731'000 Einwohner (2004; Quelle: TAB)
  - Kanton Basel-Stadt: 188'000 Einwohner (2004)
- Auto-Kennzeichen (Kanton Basel-Stadt): BS

Wirtschaftsleben

Trinationale Agglomeration Basel Basel kommt aufgrund seiner zentralen Lage in Mitteleuropa eine besonders wichtige und bevorzugte handelgeografische Bedeutung zu. Der Lebens- und Wirtschaftsraum am Dreiländereck umfasst über 2,3 Millionen Einwohner und über 1 Million Erwerbstätige (Stand 2001). Basel ist Standort und teilweise Hauptsitz vieler chemischer Betriebe. Zusammen mit den Fabriken im benachbarten Schweizerhalle stellt Basel 20% des Schweizer Exports und erwirtschaftet ein Drittel des Sozialproduktes. Neben der Chemie sind ebenfalls die Industriezweige der Maschinen- und Metallproduktion, Textilien und der Nahrungs- und Genussmittel angesiedelt. Die jahrhunderte lange Tradition im Buchdruck und in der Papierherstellung hat dazu geführt, dass mehrere Verlage in Basel beheimatet sind. Seit 1917 hat sich aus der Schweizer Mustermesse, einer nationalen Leistungsschau, ein europaweit bedeutender Messestandort entwickelt. Die Messe Basel trägt jedes Jahr zahlreiche Fachmessen und Kongresse aus, unter anderem die "Art Basel", die weltweit wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst und die BASELWORLD, die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse. Ebenfalls traditionell begründet ist die starke Bedeutung Basels als Kapital- und Bankenzentrum. Seit dem späten Mittelalter war Basel ein bedeutender Bankenplatz. Neben vielen Banken und Versicherungen hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hier ihren Sitz. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat in Basel eine Niederlassung.

In Basel ansässige Unternehmen

Die folgenden bedeutenden Unternehmen haben ihren Sitz in Basel:
- Novartis AG (vorm. Ciba-Geigy AG und Sandoz AG)
- Roche Holding AG (F. Hoffmann-La Roche & Co. AG)
- Die Stadt ist Hauptsitz der UBS AG, einer Schweizer Grossbank.
- Die SWISS International Air Lines AG (vorm. Crossair)
- Die mch Messe Schweiz AG, mit den weltbekannten Messen Art Basel (Kunst) und Baselworld (Uhren und Schmuck)
- Der deutsche Bayer-Konzern errichtet seine Europazentrale der rezeptfreien Medikamente nach der Übernahme der Roche-Consumer Health (RCH) ab 2005 in Basel.

Verlagswesen und Medien

Die Gründung der Universität Basel im Jahr 1460 brachte der Stadt und auch dem Druckgewerbe und Verlagswesen grossen Aufschwung. Zu den Papiermachern kamen über 50 Drucker, darunter so berühmte wie Petri, Amerbach und Froben. 1468 erschien eine lateinische Bibel, welche mit beweglichen Lettern von Bertold Ruppel gesetzt wurde. 1488 gründete Petri seinen Verlag, der heute das älteste bestehende Druck- und Verlagshaus ist (heute: Schwabe & Co.). Mit dem berühmtesten aller Basler Drucker, Johann Froben, wurde nach 1500 Basel zum führenden Verlags- und Druckort Europas. Heute zählt Basel über 15 Buchverlage, darunter beispielsweise der namhafte Birkhäuser Verlag. Medien der Stadt Basel Die Basler Zeitung (baz) ist die grösste Tageszeitung der Nordwestschweiz. Daneben gibt es die kleinere Basellandschaftliche Zeitung, die in Liestal erscheint. Regionale Nachrichten erscheinen auch in den Gratiszeitungen 20 Minuten und Baslerstab. Neben der Sendung Regionaljournal des Radiosenders DRS gibt es in der Region Basel eigene Radiosender wie Radio Basilisk, Radio Basel 1 und Radio X Basel. Ausserdem bedienen die Fernsehsender Telebasel und NW1 die Stadt und die Nordwestschweiz mit eigenen Programmen, die aber auf zahlreiche Wiederholungen angelegt sind.

Verkehr

Rheinschifffahrt und Rheinhafen Basel

NW1 Seit dem Mittelalter ist Basel ein bedeutender Handels- und Umschlagplatz für den Warenverkehr zwischen dem Mittelmeer und der Nordsee. Die Fahrt auf dem Rhein zwischen Basel und Rotterdam beträgt 832 km und dauert für heutige Motorschiffe bergab zwischen 3 und 4 Tagen, bergauf etwa eine Woche. Die Fahrt zwischen Basel und Strassburg wird durch den Rheinseitenkanal erleichtert. Durch diesen Kanal umgehen die Schiffe die gefährlichen Stromschnellen von Istein. Die Mannheimer Akte aus dem Jahr 1868 gewährleistet der Schweiz die vollen Verkehrsrechte. Der Rhein gilt bis zur Mittleren Rheinbrücke in Basel als Internationales Gewässer. Rund 15% des gesamten schweizerischen Exports werden in den Rheinhäfen umgeschlagen, das sind jährlich etwa 9 Millionen Tonnen. Basel besitzt insgesamt vier Häfen, zwei davon liegen auf dem Stadtgebiet von Basel (Rheinhafen Kleinhünigen und St. Johann). An den vier Häfen sind beide Kantone Basel-Stadt und Basel-Land beteiligt. #Der rechtsrheinische Rheinhafen Kleinhüningen #Der linksrheinische Rheinhafen St. Johann ist der älteste von allen vieren. #Der linksrheinische Hafen Birsfelden #Der linksrheinische Auhafen Muttenz Siehe auch: Rheinhäfen beider Basel

Eisenbahn und Luftfahrt

Auf dem Stadtgebiet befinden sich drei Fern-Bahnhöfe. Der Bahnhof Basel SBB (Centralbahnhof) mit den nationalen Linien nach Zürich, Bern/ Luzern und Delémont und den internationalen Linien (Deutschland/ Italien). Zum selben Gebäudekomplex gehört auch der Französische Bahnhof Basel SNCF (Elsässerbahnhof) mit den Linien nach Mulhouse - Paris/ Brüssel. Der Badische Bahnhof (Basel Bad Bf) befindet sich im Norden der Stadt und wird von der Deutschen Bahn betrieben. Hier halten sämtliche Züge von und nach Deutschland, hier beginnt auch die Hochrheinstrecke in Richtung Waldshut und die mittlerweile durch die Schweizerische Bundesbahnen bediente Wiesentalbahn nach Zell im Wiesental. Daneben existieren die beiden Regionalbahnhöfe St. Johann (an der Bahnlinie Basel SNCF-St. Louis) und St. Jakob (an der Linie Basel SBB-Muttenz, wobei diese Station normalerweise nur von Extrazügen während Veranstaltungen im Stadion St. Jakob-Park bedient wird). Der internationale Flughafen EuroAirport befindet sich nordwestlich der Stadt in Frankreich; es führt eine exterritoriale Strasse von Basel aus zum Flughafen. Es ist der weltweit einzige binationale Flughafen (betrieben von Basel und Mulhouse, mitbenutzt von Freiburg im Breisgau).

Automobil

Die Stadt Basel ist Knotenpunkt wichtiger Strassenverbindungen nach Deutschland und Frankreich. Aus Luzern bzw. Zürich verbindet die A2 bzw. die A3 die deutsche A 5 Richtung Karlsruhe und die französische A 35 Richtung Mulhouse. Fünf Strassen- und eine Eisenbahnbrücke verbinden die beiden Teile Basels über den Rhein. In Flussrichtung sind das die Schwarzwaldbrücke (Autobahn- und Eisenbahnbrücke), die Wettsteinbrücke, die Mittlere Rheinbrücke, die Johanniterbrücke sowie die doppelstöckige Dreirosenbrücke. Siehe auch: Basler Brücken Insbesondere in Grossbasel durchziehen drei Strassenzüge in konzentrischer Ringform das Stadtgebiet. Viele Strassen in den Quartieren sind im rechtwinkligen Karomuster angeordnet. Der Stadtkern ist weitestgehend als Fussgängerzone vom Autoverkehr befreit.

Nahverkehr - Tram/Bus

Basel ist im Tarifverbund Nordwestschweiz und wird im Nahverkehr durch die Basler Verkehrsbetriebe und den Baselland Transport erschlossen. Eingesetzt werden Trams und Busse. Zur Zeit findet eine Kontroverse über die Abschaffung der Trolleybusse statt; die BVB plant, diese abzuschaffen und sie durch Erdgasbusse zu ersetzen. Eine Volksinitiative wurde eingereicht, sodass in nächster Zeit das Stimmvolk darüber befinden kann. Das Nahverkehrssystem im Baseler Stadtgebiet ist gut konzipiert, die Tramlinien verkehren im Fünf- bis Zehnminutentakt.

Bildung

Basel ist eine humanistisch geprägte Universitätsstadt. Bedeutende Angebote für die höhere Ausbildung:
- Die Universität Basel mit 8720 Studierenden und Doktorierenden (WS 03/04) in verschiedenen Fakultäten (Rechtswissenschaften, Medizin, Geisteswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Psychologie). Weitherum bekannt ist unter anderem das Biozentrum der Universität Basel.
- Die Fachhochschule beider Basel mit etwa 2500 Studierenden (Departemente: Industrie, Bau, Wirtschaft, Gestaltung und Kunst)
- Die Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit beider Basel (HPSA-BB)
- Die Musik-Akademie mit etwa 10'000 Unterrichteten, davon über 400 in der Musikhochschule (2000/2001)
- Die Volkshochschule (Erwachsenenbildung)

Kunst und Kultur

Basel geniesst den Ruf, eine Stadt der Musik und der Museen zu sein. Paul Sacher gründete bereits in den 1930er Jahren die Schola Cantorum Basiliensis, was zum Zentrum der Erforschung und Pflege alter Musik wurde. Das Angebot an Konzerten ist überaus reichhaltig und hochstehend. Die Knabenkantorei Basel (KKB) gilt als bester Knabenchor der Schweiz. Das Musical Theater Basel an der Messe bietet regelmässig Vorführungen an und gilt als eine der modernsten Bühnen Europas. Basel hat viele kleinere und grössere Kinos im gesamten Stadtgebiet verteilt. Die grösste Ansammlung an Kinos findet sich entlang der Steinenvorstadt an der Heuwaage. Viele der Filme werden im Originalton mit Untertitel gezeigt. Über 30 Museen prägen das Kulturleben in Basel. In Basel findet jährlich eine der weltweit bedeutendsten Kunstmessen, die Art Basel, statt.

Archäologie

Die [http://www.archaeobasel.ch/index.php Archäologische Bodenforschung] ist eine kantonale Fachstelle, die sich um das archäologische Erbe des Kantons bemüht. Lebensumstände und Stadtentwicklung

Architektur

Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Basel vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 1996 den Wakkerpreis. Auf dem Münsterberg erhebt sich das 1019 von den Stiftern Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde geweihte Basler Münster als Denkmal romanischer und gotischer Baukunst in rotem Sandstein. Basel beherbergt viele interessante architektonische Preziosen. Nebst Zeugnissen der frühen Moderne mit Bauten von Karl Moser (Betonkirche St. Antonius 1925-27), Hans Bernoulli, Hannes Meyer oder Hans Schmid, sind in den 80er und 90er Jahren Bauten der Basler Büros Herzog & de Meuron, Diener und Diener oder Morger und Degelo dazugekommen. Auch international bekannte Architekten wie Renzo Piano oder Donald Judd haben in Basel gebaut. Der 105 Meter hohe Messeturm mit 31 Etagen ist das höchste Nutzgebäude der Schweiz. Er wurde von der Architektengemeinschaft Morger & Degelo konzipiert und zwischen Juli 2001 und Oktober 2003 erbaut. Die Grundstückfläche beträgt rund 1230 Quadratmeter Das Gesamtgewicht beträgt circa 50'000 Tonnen. Das höchste Gebäude der Schweiz ist der 250 Meter hohe Fernsehturm auf St. Chrischona bei Basel.

Museen

Basel gilt als eine der europaweit bedeutendsten Museumsstädte. Das Kunstmuseum Basel ragt dabei als die älteste städtische Kunstsammlung der Welt überhaupt heraus. Schwerpunkte des Museums liegen bei Künstlern der Renaissance sowie des 19. und 20. Jahrhunderts. Werke ab etwa 1960 werden im Museum für Gegenwartskunst ausgestellt. Weitere bedeutende Kunstsammlungen sind unter anderem das Tinguely-Museum Basel und die private Fondation Beyeler, die in einem von Renzo Piano entworfenen Haus Bilder und Plastiken vor allem der klassischen Moderne zeigt. Das Schaulager wurde 2003 eröffnet und ist vom Konzept her eine Mischung zwischen öffentlichem Museum, Konservatorium und Kunstforschungsinstitut. Sehenswert sind auch die anderen Museen, wie etwa das Antikenmuseum, das Architekturmuseum, das Naturhistorische Museum und das Museum für Völkerkunde. Daneben gibt es eine Vielzahl kleinerer Sammlungen und Museen, wie beispielsweise die Anatomische Sammlung der Universität, die im Anatomischen Museum zu sehen ist, das Pharmaziehistorische Museum, das Jüdische Museum (Kornhausgasse) oder das Spielzeugmuseum sowie das Puppenmuseum am Barfüsserplatz. Auf deutscher Seite in Weil am Rhein unweit der Grenze befindet sich ausserdem das von Frank O. Gehry entworfene Vitra Design Museum. Tipp für alle Baselbesucher: Städtische Museen gewähren am ersten Sonntag im Monat freien Eintritt. Siehe auch: Die Liste der Basler Museen

Theater und Musik

Basel hat eine Fülle musikalischer Angebote wie kaum eine andere Stadt in der Schweiz. Das Sinfonieorchester Basel gehört zu den renommierteren Orchestern Europas. Daneben haben sich in jüngster Zeit einige spezialisierte Orchester einen Namen gemacht wie Capricio, und das Ensemble Phoenix oder das Kammerorchester Basel[http://www.kammerorchesterbasel.com/], das mit Christopher Hogwood einen reputierten ersten Gastdirigenten hat. Auch die vielen Chöre stehen für eine herausragende Chorkultur in Basel. Bekannt sind vor allem der Basler Gesangsverein und die Knabenkantorei Basel (KKB). Alle drei Jahre findet das Europäischen Jugendchorfestival (EJCF) statt. Als gösstes Mehrspartentheater der deutschsprachigen Theaterlandschaft tat sich das Theater Basel mit vielbeachteten modernen Schauspiel-Inszenierungen, mit Tanztheater, Opernaufführungen und -uraufführungen hervor (Macbeth, Zauberflöte, La Traviata). Basel verfügt über eine Musikakademie mit weltbekannten Unterabteilungen wie Schola Cantorum Basiliensis und Musikhochschule. Auch die Paul-Sacher-Stiftung hat ihren Sitz in Basel. Die Basler Musikszene bringt immer wieder national und international bekannte Bands hervor, z. B. Lovebugs, Cloudride, oder The Glue. Seit 2001 ist das jährliche Festival Imagine fester Bestandteil der regionalen Musikszene, wie auch im Sommer das Stimmenfestival.

Basler Fasnacht

Stimmenfestival Siehe Hauptartikel: Basler Fasnacht Basel ist weit über seine Grenzen hinaus bekannt für seine Fasnacht. Beginn und zugleich Höhepunkt der Basler Fasnacht ist der Morgestraich, der in der Nacht von Sonntag auf Montag nach Aschermittwoch um vier Uhr beginnt. Aktive beim Morgestraich sind ausschliesslich Trommler, Pfeifer (Piccoloflötenspieler), sowie Vorträbler. Ganz wichtig sind die hell erleuchteten Laternen, die die aktiven Fasnächtler auf ihrem Kopf tragen. Jede Clique (Fasnachtsgesellschaft) hat zudem eine grosse Laterne mit dabei, auf der das Sujet (das Thema), das während der Fasnacht ausgespielt wird, auf künstlerische Art und Weise abgehandelt wird. Die Laternen erzeugen eine ganz spezielle Atmosphäre, da in der Innenstadt während dieser Zeit kein anderes Licht brennt. Blitzfotografie ist ebenfalls unerwünscht. Zur Fasnacht gehören auch die kabarettistischen Schnitzelbänke in Baseldeutscher Sprache. Traditionelle Speise zur Fasnacht ist die Mehlsuppe und die Zwiebelwähe. Nach 72 Stunden endet die Basler Fasnacht am Donnerstag Morgen um vier Uhr.

Gastgewerbe

Basel hat eine Vielzahl geschichtsträchtiger Gastbetriebe und Hotels. Das Hotel Drei Könige, im Grossbasel neben der Mittleren Brücke, ist eines der ältesten verbrieften Hotels Europas, in dem schon zahlreiche Persönlichkeiten der Geschichte abgestiegen sind. Weitere bekannte Lokale sind das Restaurant Atlantis am Klosterberg, die Hasenburg und das Gifthüttli in der Grossbasler Altstadt.

Sport


- Basel war einer von sechs Spielorten der Fussball-Weltmeisterschaft 1954.
- Hier fand die 5. Gymnaestrada 1969 statt.
- Die St. Jakobshalle war 1986 einer der Austragungsorte der Handball-Weltmeisterschaft und ist 2006 einer von fünf Austragungsorten der Handball-Europameisterschaft.
- Das Stadion St. Jakob Park ist einer von acht Austragungsorten der Fussball-Europameisterschaft 2008.
- Basel ist Schauplatz der Swiss Indoors (Tennis).
- Der Ski-Club Basel ist der älteste Skiclub der Schweiz.
- In Basel wurde die UEFA gegründet.
- Basel ist Sitz der International Handball Federation.
- FC Basel: 11x Schweizer Meister im Fussball.
- Herausragende Sportler aus Basel sind oder waren:
  - Murat und Hakan Yakin, Fussballer
  - Marco Streller, Fussballer
  - Alexander Frei, Fussballer
  - Karl Odermatt, ehem. Fussballer
  - Gottfried Dienst, ehem. Fussballschiedsrichter
  - Emil Handschin, ehem. Eishockeyspieler
  - Roger Federer, Tennisspieler
  - Patty Schnyder, Tennisspielerin
  - Gianna Hablützel, Fechterin

Geschichte

Gianna Hablützel] Gianna Hablützel
- ab 500 v. Chr. - Die Kelten lassen sich am Rheinknie nieder
- 44 v. Chr. - Gründung von Augusta Raurica (Kaiseraugst) rund 10 Kilometer rheinaufwärts durch die Römer. Bau eines Kastells auf dem Münsterhügel
- 374 - Der Ortsname Basilia wird erstmals urkundlich erwähnt
- um 450 - Zusammenbruch des Römischen Reiches, die Alemannen siedeln sich in Basel an
- Ende des 5. Jahrhunderts - Basel fällt an die Franken
- 740 - Basel wird Bischofsstadt
- 912 - Basel gehört zu Burgund
- 917 - Zerstörung der Stadt durch die Ungarn
- 1000 - Basel ist freie Reichsstadt
- 1019 - Beginn des Münsterbaus durch Kaiser Heinrich II.
- 1032 - Basel gehört zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
- 1080 - Bau der ersten Stadtmauer (weitere folgen ca. 1230 und im 14. Jh.
- 1225-1226 - Bau der ersten Basler Rheinbrücke durch den Bischof Heinrich von Thun und Gründung der Stadt Kleinbasel zur Brückensicherung
- 1291 - Gründung der Eidgenossenschaft
- 1348 - die Hälfte der Bevölkerung stirbt während einer Pestepidemie
- 1356 - Basler Erdbeben, das bis heute schwerste Erdbeben Mitteleuropas
- 1392 - Die Bürgerschaft von Grossbasel erwirbt von Bischof Friedrich von Blankenheim die Stadt Kleinbasel für 29.800 Gulden
- 1397 - Juden werden aus der Stadt verbannt
- 14. Jahrhundert - die Stadt befreit sich von der bischöflichen Herrschaft, behält aber den Bischofsstab als Baselstab im Wappen
- 1431-1449 - Konzil von Basel (1439 Wahl von Gegenpapst Felix V.)
- um 1433 Beginn der Papierfabrikation in Basel
- 1440 - Der Basilisk wird zum Wappenhalter des Basler Stadtwappens
- 1444 - Schlacht bei St. Jakob - die Eidgenossen unterliegen dem französisch-österreichischen Heer
- 1460 - Stiftung der Universität durch Papst Pius II., Basel hat damit die älteste Universität der Schweiz; Einführung des Buchdrucks; Neben dem Humanisten Erasmus von Rotterdam weilen auch Paracelsus und Hans Holbein der Jüngere in Basel
- 1471 - Kaiser Friedrich III. verleiht der Stadt das Messeprivileg
- 1499 - Schwaben- bzw. Schweizerkrieg; Basel löst sich vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und wendet sich der Eidgenossenschaft zu
- 1500 - der Bau des Münsters ist vollendet
- 1501 - 13. Juli Basel tritt als 11. Ort der Eidgenossenschaft bei; Bau des Rathauses
- 1529 - Übertritt Basels zur Reformation nach einem Zunftaufstand
- 1543 - in Basel erscheint das erste komplette Lehrbuch der menschlichen Anatomie De Humanis Corporis Fabrica (Über den Bau des menschlichen Körpers) von Andreas Vesalius (1514 - 1564)
- 1563-1564 - Pest, "Grosser Sterbendt" (ca. 4'000 Tote auf 12'000 Einwohner)
- 1576-1578 - Pest, (ca. 800 Tote)
- 1582-1583 - Pest, (ca. 1'200 Tote)
- 1589 - Gründung des Gymnasiums oder der lateinischen Stadtschule (heute: Gymnasium am Münsterplatz
- 1593-1594 - Pest, (ca. 900 Tote)
- 1609-1611 - grosse Pestepidemie, (ca. 3'600 Tote)
- 1662 - Ankauf der Amerbachschen Kunstkabinetts, Grundstock des heutigen Kunstmuseums
- 1758 - Gründung des Handelshauses Johann Rudolf Geigy
- 1795 - der Frieden von Basel beendet den Krieg zwischen Frankreich, Spanien und Preussen
- 1815 - der Wiener Kongress anerkennt die ewige bewaffnete Neutralität der Schweiz; der Jura wechselt vom Basler Bischof zum Kanton Bern
- 1833 - Landgemeinden wehren sich gegen die Dominanz der Stadt und konstituieren sich als eigener Halbkanton Baselland
- 1844 - Erster Bahnverkehr in der Schweiz in Basel
- 1849 - Bau der Museen an der Augustinergasse
- 1860 - die Stadtmauern werden geschleift; nur einige der grösseren Tore wie das Spalentor bleiben erhalten
- 1897 - 26. - 29. August Theodor Herzl organisiert den 1. Zionistischen Weltkongress in Basel. Auf dem Kongress wurde die "Schaffung einer öffentlich und gesetzlich gesicherten Heimat für das jüdische Volk in Palästina" beschlossen. Zu diesem Zweck wurde ein Fonds und eine jüdische Bank gegründet. (siehe auch: [http://www.lgd.de/projekt/judentum/herzl.htm])
- 1901 - Renovation und Neuanbau des Rathauses
- 1953 - Einweihung des ersten binationalen Flughafens der Welt: Basel-Mülhausen
- 1960 - Basel feiert seine zweitausendjährige Stadtgeschichte
- 1963 - Gründung der Regio Basiliensis für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
- 1966 - Frauen erhalten das kantonale Stimmrecht
- 1969 - die Wiedervereinigung von Basel-Stadt und Baselland scheitert am Nein der Stimmberechtigten in Baselland
- 1986 - Chemieunglück am 1. November bei Schweizerhalle
- 1989 - Das Basler Übereinkommen zur Kontrolle der grenzüberschreitenden Abfallwirtschaft wird in Basel zur Unterschriftreife gebracht.
- 1993 - der Flughafen Basel-Mulhouse wird zum trinationalen Flughafen Basel Mulhouse Freiburg
- 1990er - Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy zu Novartis, sowie des Schweizerischen Bankvereins (SBV) und der Schweizerischen Bankgesellschaft zur UBS; die Biotechnologie hält Einzug
- 2001 - Basel-Stadt und Baselland feiern 500 Jahre Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft
- 2004 - Basel wird rotgrün. Erstmals seit 1950 gibt es wieder eine linke Regierungsmehrheit.

Persönlichkeiten


- Lucius Munatius Plancus (87 v. Chr.-15 v. Chr.), legendärer Stadtgründer
- Burkhard von Fenis (um 1040-1107), Bischof von Basel
- Konrad von Würzburg (zwischen 1220 und 30-1287), einer der zwölf Meister des Meistersanges
- Johann Froben (um 1460-1527), Buchdrucker und Verleger
- Hans Holbein der Ältere (1465-1524), Maler
- Erasmus von Rotterdam (1469-1536), Humanist
- Pamphilus Gengenbach, (um 1480-1524/25), Buchdrucker und Schriftsteller
- Johannes Oekolampad (1482-1531), Reformator von Basel
- Paracelsus (1493-1541), Naturforscher und Philosoph, 1527-1528 Stadtarzt in Basel
- Hans Holbein der Jüngere (1497-1543), Maler
- Theodor Zwinger (1533-1588), Gelehrter, Kritiker von Paracelsus, in Basel geboren und Mitglied der medizinischen Fakultät in Basel
- Caspar Bauhin (1560-1624), Botaniker und Universitätsprofessor, siehe auch die Familie Bauhin.
- Felix Platter (1536-1617), Arzt und Schriftsteller
- Thomas Platter (1574-1628), Arzt und Schriftsteller
- Johann Rudolf Wettstein (1594-1666), Basler Bürgermeister, verhandelte 1648 beim Westfälischen Frieden für die Eidgenossenschaft
- Johann Bernoulli (1667-1748), Mathematiker (Bruder von Jakob Bernoulli und Vater von Daniel Bernoulli)
- Jakob Bernoulli (1654-1705), Mathematiker und Physiker
- Daniel Bernoulli (1700-1782), Mathematiker, lehrte an der Universität Basel
- Leonhard Euler (1707-1783), Mathematiker
- Jacob Burckhardt, Philosoph, Mathematiker und Historiker, lehrte an der Universität Basel
- Peter Ochs, arbeitete 1798 an der helvetischen Verfassung mit
- Christoph Merian, Grossgrundbesitzer und Initiant der Christoph Merian Stiftung
- Arnold Böcklin (1827-1901), Maler, Zeichner, Graphiker und Bildhauer, geboren in Basel
- Friedrich Nietzsche (1844-1900) deutscher Philosoph, lehrte von 1869 bis 1879 an der Universität Basel
- Heinrich Altherr (1878-1947), Maler
- Karl Barth (1886-1968), Theologe
- Paul Sacher (1906-1999), Dirigent und Kulturmäzen
- Alfred Rasser (1907-1977), Kabarettist und Schauspieler
- Max Kämpf, (1912-1982), Künstler, Maler und Zeichner
- Arthur Cohn (
- 1927), Filmproduzent und Gewinner von 6 Oscars
- Hans Rémond (
- 1932), Künstler
- Urs Widmer (
- 1938), Schriftsteller
- Beat Raaflaub (
- 1946), Dirigent
- -minu (
- 1947), Kolumnist
- Michael Koch (
- 1982), Schauspieler Siehe auch: Basler Persönlichkeiten, Söhne und Töchter von Basel

Siehe auch


- Baseldeutsch
- Basler Läckerli
- Basler Dybli
- Universität Basel

Weblinks


- [http://www.basel.ch/ Offizielle Website der Stadt Basel]
- [http://www.geo-bs.ch/stadtplan_stadtplan_karte.cfm?&Zoom=2000 Interaktiver Stadtplan von Basel]
- [http://www.mybasel.ch/ My Basel - Umfangreiche und aktuelle Stadtinformationen]
- [http://www.museenbasel.ch/ Museen - Museen und Ausstellungen in Basel und Umgebung]
- [http://www.baseltourismus.ch/ Basel Tourismus - Offizielle Website von Basel Tourismus]
- [http://www.altbasel.ch/ Website über die Geschichte Basels]
- [http://www.faehri.ch/ Website der vier Basler Rheinfähren, einzigartige Tourismusattraktion der Stadt] Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Basel-Stadt Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz) Kategorie:Reichsstadt als:Basel ja:バーゼル

1664

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 1. August: Graf Raimund von Montecuccoli besiegt in der Schlacht bei Mogersdorf ein türkisches Heer unter Achmed Köprülü
- Nordamerika: Die Briten übernehmen Nieuw Amsterdam von den Niederländern und benennen es in New York um
- Robert Hooke schlägt den Schmelzpunkt von Eis als Nullpunkt der Thermometerskala vor

Geboren


- 6. Februar: Mustafa II., Sultan des Osmanischen Reiches von 1695 bis 1703
- 30. März: Johann Christoph von Naumann, deutscher Ingenieur, Offizier und Architekt († 1742)
- 6. April: Arvid Horn, vom 21. März 1710 bis 1738 Premierminister von Schweden († 1742)
- 18. Juli: Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, Erzbischof des Bistums Trier (1716–1729) und des Bistums Mainz (1729–1732) († 1732)
- 26. Dezember: Johann Melchior Dinglinger, Hofgoldschmied bei Kurfürst August dem Starken von Sachsen in Dresden († 1731)

Gestorben


- 8. Januar: Moyse Amyraut, Theologe aus Frankreich (
- 1596)
- 26. Februar: Anna Silvia Carretto, Ehefrau des kaiserlichen Feldmarschalls Leopolod Wilhelm von Baden (
- 1607)
- 28. Februar: Francisco de Zurbarán, spanischer Maler (
- 1598)
- 7. Juli: Hans Ernst von Wied-Runkel, deutscher Soldat und Hofbeamter (
- 1623)
- 16. Juli: Andreas Gryphius, Dichter des Barock (
- 1616)
- 31. Juli: Goswin Nickel, Ordensgeneral (
- 1582)
- 13. September: Johann Jacob von Königsegg-Rothenfels, Domherr in Köln (
- 1590)
- Juan de Gutiérrez Padilla, spanisch-mexikanischer Komponist (
- um 1590) ko:1664년 simple:1664

Reformierte Kirche

Die Reformierte Kirche (Reformierter Bund, gelegentlich auch Evangelisch-Reformierte Kirche) ist eine vor allem auf das reformatorische Wirken von Huldrych Zwingli in Zürich und Johannes Calvin in Genf zurück gehende Kirche.

1522: Fastenbrechen als "Urdatum"

"Urdatum" ist das Wurstessen bei dem Züricher Bürger Christoph Froschauer, einem Druckereibesitzer, an Invokavit 1522 (9. März), also dem ersten Sonntag der vorösterlichen Fastenzeit. Zwingli soll an dem Wurstessen zwar nicht teilgenommen haben, aber anwesend gewesen sein. Als Priester verteidigte er den Fastenbruch: Das Fastengebot sei ein menschliches Gesetz und deshalb nicht unbedingt gültig. Nur göttlichen Gesetzen müsse der Mensch unbedingten Gehorsam leisten. Die göttlichen Gesetze aber findet Zwingli in der Bibel (zum Ganzen vgl. den folgenden Link [http://www.zwingli.ch/a-z/wurst.htm]). :Die Invokavit-Woche 1522 stellt zugleich auch für die lutherische Reformation ein wichtiges Datum dar. Luther hielt in dieser Woche seine berühmt gewordenen "Invokavitpredigten", in denen er sich mit Bildersturm und radikalen Wendungen der Reformation in Wittenberg auseinandersetzte.

1529: Marburger Religionsgespräche

Ein Zusammenschluss mit dem lutherischen Zweig der Reformation gelang nicht, vor allem weil in der Abendmahlsfrage keine Einigung erzielt werden konnte (Marburger Religionsgespräch 1529 zwischen Luther und Zwingli). Luther hielt an der wirklichen Gegenwart (Realpräsenz) von Leib und Blut Christi in den Gestalten des Mahls fest.

1563: Heidelberger Katechismus

Das wichtigste reformierte Dokument des 16. Jahrhunderts in Deutschland stellt der Heidelberger Katechismus dar. Zugleich dokumentiert dieser Katechismus die innerreformierte Spaltung: Während sich im Gefolge von Zwinglis Theologie in Zürich, Bern, Basel und anderen Orten eine sehr enge Verzahnung von politischer und geistlicher Führung herausbildete, arbeitete Calvin in seiner Institutio eine biblisch begründete Kirchenordnung heraus, die die Ämter von Presbyter und Pfarrer als Gemeindeleitung sowie daneben die Ämter des Diakons und des Lehrers kennt; zudem wird die Kirchenzucht betont, die den Presbytern obliegt ([http://www.ubf-net.de/heidelberg/hdkat/hdkat2f.htm#82 Heidelberger Katechismus Frage 82-85]; bedeutende Folgen bei Paul Schneider).

Ausbreitung

Während sich in den deutschen und niederländischen Gebieten die Genfer Richtung durchsetzte, war Bullinger mit seinen Bemühungen in England mehr Erfolg beschieden. - Das Waadtland nahm eine Zwischenstellung ein. Die Reformation in diesem Berner Untertanengebiet wurde von Bern und Zürich her angestoßen; später geriet es aber - als vor allem französischsprachiges Territiorium - unter starken Genfer Einfluss. So behielt es zwar im Wesentlichen die zwinglische Theologie bei, führte aber unter Genfer Druck das calvinische Kirchenmodell ein. Reformierte Kirchen und Gemeinden sind heute außer in der Schweiz vor allem in den Niederlanden und in Schottland verbreitet, in Deutschland auf dem Hunsrück, am Niederrhein, im Bergischen Land wie z.B. in Wuppertal, im Siegerland, in Nordwestdeutschland (vor allem Grafschaft Bentheim und Ostfriesland), im Ravensberger Land, an der Plesse, in Bayern (siehe Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) und in Lippe (siehe Lippische Landeskirche). Ihr äußeres Charakteristikum ist in vielen Fällen die Sparsamkeit der Kirchenausstattung, liturgisch fällt die Vorrangstellung des Wortes auf; so kannte der Gottesdienst in Zürich zur Zeit Zwinglis keine Gesänge, Calvin führte den Psalmengesang ein, was zum weit verbreiteten "Genfer Psalter", einer Sammlung von Nachdichtungen der biblischen Psalmen, führte. In Sachsen wurde 1601 der ehemalige Kanzler Nikolaus Krell als des Kryptokalvinismus Beschuldigter auf Betreiben der sächsischen Kurfürstin-Witwe Sophie von Brandenburg hingerichtet. Sein Ziel war eine europäische Union aller Protestanten und die Beendigung des Bruderkrieges zwischen den beiden Kirchen der Reformation, der "lutherischen" und der "reformierten" Kirche. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es in Deutschland (Preußen) – dessen Herrscherhaus, die Hohenzollern, reformierten und dessen Bevölkerungsmehrheit lutherischen Glaubens war – und anderen Teilen der Welt zahlreiche Kirchenunionen unter Beteiligung reformierter Kirchen und Gemeinden. In der Leuenberger Konkordie von 1973 wird erklärt, dass und inwiefern der innerprotestantische Dissens in der Abendmahlslehre nicht mehr kirchentrennend sei. Zu den reformierte Kirchen gehören auch Presbyterianer und Kongregationalisten. Besonders bedeutende reformierte Theologen des 16. Jahrhunderts waren: Zürcher Richtung:
- Ulrich Zwingli
- Heinrich Bullinger Genfer Richtung:
- Johannes Calvin
- Theodor Beza
- Guillaume Farel (auch: Wilhelm Farel) Schottland:
- John Knox

Lehre

der Mensch ist von Natur aus ein Sünder und kann nur durch Jesus Christus errettet werden. Man soll eigenes Glück nicht völlig vor Gott stellen. Nur die Heilige Schrift und der Katechismus sind als Gottes Wort zu verstehen. Alles was nicht in der Bibel steht ist nicht Gottes Wort.

Weblinks

Internationale Seiten


- [http://www.warc.ch/de/index.html Reformierter Weltbund]
- [http://www.reformiert-online.net Reformiertes Internetportal für den deutschsprachigen Raum]
- [http://www.reformed.org was "reformiert historisch wirklich bedeutet]
- [http://www.berg-giessen.de ausgezeichnete reformierte Theologie]

Deutschland


- [http://www.reformierter-bund.de Reformierter Bund (Deutschland)]
- [http://www.altreformiert.de Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen]
- [http://www.reformiert.de Evangelisch-reformierte Kirche (Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland)]
- [http://www.lippische-landeskirche.de Lippische Landeskirche]
- [http://www.berg-giessen.de Bekennende Evangelisch-reformierte Gemeinde Giessen]

Österreich


- [http://www.reformiertekirche.at Evangelische Kirche H.B. in Österreich]
- [http://www.reformed.org Was "reformiert" wirklich bedeuted]

Schweiz


- [http://www.ref.ch Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz]
- [http://www.sek-feps.ch Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund] !

1630

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Gründung von Cambridge in Massachusetts in den späteren USA
- Erste Erwähnung einer Allongeperücke

Geboren


- 29. Mai: Karl II., König von England, Schottland und Irland († 1685)
- 17. September: Ranuccio II. Farnese, Sohn von Herzog Odoardo I. Farnese von Parma und Piacenza († 1694)
- 27. September: Michael Willmann, deutscher Barockmaler († 1706)
- 14. Oktober: Sophie von der Pfalz, auch bekannt als Sophie von Hannover, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg, Kurfürstin von Hannover, Erbprinzessin von Großbritannien, seit 1701 die Stammmutter des heutigen Königshauses von Großbritannien und (Nord-)Irland († 1714)
- 18. November: Eleonora Magdalena von Mantua-Nevers-Gonzaga, dritte Ehefrau Kaiser Ferdinands III. († 1686)
- 27. November: Sigismund Franz, von 1662 bis 1665 Landesfürst von Tirol († 1665)
- 28. Dezember: Ludolf Backhuysen, gilt als populärster Marinemaler Hollands neben Willem van de Velde, obwohl von ihm auch biblische Themen existieren († 1708)

Gestorben


- 26. Januar: Henry Briggs, britischer Mathematiker und Astronom (
- um 1556)
- 26. Februar: William Brade, dänischer Komponist (
- 1560)
- 18. September: Melchior Khlesl, war Bischof von Wien und Kanzler des Kaisers Matthias (
- 1552)
- 24. September: Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (
- 1576)
- 25. September: Ambrosio Spinola, spanischer Heerführer, Ritter, spanischer Grande, Fürst und Herzog (
- 1571)
- 8. November: Heinrich von Krage, Bischof (
- um 1580)
- 15. November: Johannes Kepler, deutscher Mathematiker, Astronom und Optiker (
- 1571)
- 19. November: Johann Hermann Schein, deutscher Komponist (
- 1586)
- 30. Dezember: Matthias Martinius, deutscher Theologe (
- 1572)
- Rambold XIII. von Collalto (
- 1575) ko:1630년

Johann Buxtorf der Ältere

Johann Buxtorf, genannt der Ältere (
- 15. Dezember 1564 in Kamen, Westfalen; † 13. September 1629 in Basel), war reformierter Theologe und Begründer der hebräischen und aramäischen Sprachwissenschaft in Deutschland. Er studierte in Marburg, Heidelberg, Basel und Genf, wurde 1591 Professor der hebräischen Sprache in Basel und starb dort im Alter von 64 Jahren an der Pest. Sein wichtigstes Werk ist das Lexicon chaldaicum talmudicum et rabbinicum, das von seinem Sohn Johann Buxtorf dem Jüngeren vollendet wurde und 1640 in Basel erschien.

Weblinks


- [http://www.bbkl.de/b/buxtorf_d_ae_j.shtml Artikel im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D10451.html Artikel im Historischen Lexikon der Schweiz]

Siehe auch


- Buxtorf Buxtorf der Altere, Johann Buxtorf der Altere, Johann Buxtorf der Altere, Johann Buxtorf der Altere, Johann Buxtorf der Altere, Johann Buxtorf der Altere, Johann Buxtorf der Altere, Johann

Hebräische Sprache

Hebräisch gehört zum nordwestlichen Zweig der semitischen Sprachen und damit zur afro-asiatischen Sprachfamilie. Die heilige Schrift der Juden, die Torah, wurde vor Tausenden von Jahren in dieser Sprache kodifiziert und den folgenden Generationen weitergegeben. Nach der Zerstörung des Ersten Tempels zu Jerusalem durch Nebukadnezar II. im Jahre 586 v. Chr. und dem darauffolgenden babylonischen Exil kam die dortige Amtssprache Aramäisch unter den Juden in Umlauf; späte Teile der Bibel enthalten deshalb aramäische Bestandteile. Auch die Muttersprache von Jesus von Nazaret war möglicherweise Aramäisch. Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels zu Jerusalem im Jahre 70 verlagerte sich das Zentrum jüdischer Siedlung von Judäa nach Galiläa. Damit verbunden nahm auch das hebräischsprachige Element in der Bevölkerung ab. Etwa ab dem Jahre 200 hörte Hebräisch auf, als Muttersprache zu fungieren. Es blieb indessen eine Sakralsprache, wurde jedoch nie ausschließlich zu liturgischen Zwecken benutzt, sondern stets auch zur Abfassung von philosophischen, medizinischen, juristischen und poetischen Texten, so dass sich das Vokabular im Laufe der Jahrhunderte erweitern konnte. Es ist ebenfalls bezeugt, dass sich die verstreuten jüdischen Gemeinden zur Verständigung untereinander des Hebräischen bedienten. Die Erneuerung des Hebräischen als Muttersprache begann im späten 19. Jahrhundert. Trotz der jahrtausendelangen Entwicklung sind die Unterschiede zwischen Althebräisch und Neuhebräisch viel weniger bedeutend als zum Beispiel zwischen Altgriechisch und Neugriechisch (siehe griechische Sprache). In Israel wird gar nicht zwischen Alt- und Neuhebräisch unterschieden, in beiden Fällen ist von "Iwrit" die Rede. Von David Ben Gurion, dem ersten Ministerpräsidenten des neuzeitlichen Staates Israel, ist der Ausspruch überliefert: "Wenn Moses heute zurückkäme und um ein Stück Brot bitten würde, würde man ihn verstehen."

Geschichte

Man unterscheidet drei Entwicklungsstufen: Alt-, Mittel- und Neuhebräisch.

Frühgeschichte

Der Gezer-Kalender stammt aus dem Jahre 925 v. Chr., das heißt aus der Amtszeit des Königs Salomo, und gilt als die bisher älteste bekannte hebräische Inschrift. Es handelt sich um einen landwirtschaftlichen Kalender aus sieben horizontal geschriebenen Zeilen und einer achten vertikalen Zeile, in denen das phönizische Alphabet verwendet wird. Das berühmteste Werk in hebräischer Sprache ist die jüdische Bibel, der Tanach (im christlichen Sprachgebrauch Altes Testament genannt). Die genauen Daten ihrer Abfassung sind umstritten (siehe dazu Bibelkritik). Die ältesten Exemplare von biblischen Texten wurden 1947 in Qumran gefunden und stammen aus der Zeit zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem späten 1. Jahrhundert n. Chr.

Spätere Geschichte

Die Juden im Perserreich benutzten Aramäisch, das für die folgenden 700 Jahre zur Umgangssprache wurde und vor allem in der Bibelübersetzung Targum und in Teilen des Talmuds literarisch verwendet wurde. Aramäisch gehört ebenfalls zum nordwestlichen Zweig der semitischen Sprachen und ist somit dem Hebräischen sehr nahe verwandt. In der mittelhebräischen Phase wurden zahlreiche aramäische Ausdrücke und Redewendungen ins Hebräische übernommen, vor allem aber das aramäische Alphabet, das als Quadratschrift bis heute in Gebrauch ist. Während etwa zwei Jahrtausenden war Hebräisch keine gesprochene Sprache. In der traditionellen jüdischen Ausbildung, beginnend im Cheder und fortgesetzt in den Talmud-Hochschulen, wurde jedoch viel Zeit darauf verwendet, um Torah, Mischna, Gemara und rabbinische Kommentare im Original lesen zu können. Der wichtigste Beitrag zur Erhaltung des traditionellen Hebräisch stammt von den Masoreten, die vom 7. bis zum 10. nachchristlichen Jahrhundert zum ursprünglich rein konsonantischen Text Vokale, Akzente und so genannte Teamim hinzufügten, das heißt Angaben zum liturgischen Gesang im Gottesdienst. In der Biblia Hebraica Stuttgartensia ist der masoretische Text abgedruckt.

Hebräische Schrift

Siehe dazu den Artikel Hebräisches Alphabet sowie die Einträge unter den einzelnen Buchstaben, beginnend mit Aleph.

Grammatik

Hauptartikel: Hebräische Grammatik In der hebräischen Grammatik werden zur Unterscheidung von Subjekt und Objekt keine Fälle verwendet, sondern Präpositionen. Flexion spielt jedoch eine wichtige Rolle bei der Bildung und Ableitung von Verben, Substantiven, der Genitivkonstruktion Status constructus, der auf Hebräisch Smichut ("Stützung") genannt wird, und dem Besitzverhältnis. Beispiele für Smichut: báyit = Haus; lechem = Brot; béit lechem = Haus des Brotes (Bethlehem). In der Smichut steht der Artikel, im Gegensatz zu den Indogermanischen Sprachen, vor dem Objekt: aliyá = Einwanderung; nó`ar = Jugend; aliyát hanó`ar = die Einwanderung von Jugendlichen. Das Besitzverhältnis kann auf hebräisch durch eine Kurzform und eine längere Form wiedergegeben werden. Die Kurzform besteht in der Anhängung einer persönlichen Nachsilbe, die längere Form durch Ableitungen der Präposition schel ("von"). Beispiel: Sohn = ben mein Sohn = bni bzw. habén schelí (wörtlich "der Sohn von mir"). Dass die Hebräische Schrift eine Konsonantenschrift ist, kommt nicht von ungefähr: in der hebräischen Sprache besteht ein Wortstamm nur aus Konsonanten. Die verschiedenen abgeleiteten Formen entstehen durch Hinzufügung unterschiedlicher Vokale sowie mit Hilfe von Vor- und Nachsilben. Zum Beispiel: der Wortstamm G-N-W bezeichnet die Idee des Stehlens. Daraus werden unter anderem folgende Wörter abgeleitet: ganáw = Dieb; daraus abgeleitet das deutsche Wort "Ganove" (aní) gonéw = (ich) stehle gniwá = Diebstahl Zum Thema Wortstamm siehe außerdem den Abschnitt "Grammar" im englischen Artikel über die semitischen Sprachen, :en:Semitic languages. Die hebräische Sprache kennt zwei