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Johann Wolfgang Döbereiner

Johann Wolfgang Döbereiner

Johann Wolfgang Döbereiner (
- 13. Dezember 1780 in Hof; † 24. März 1849 in Jena) war Chemiker, der als Vordenker für die Entstehung des Periodensystems gilt und mit der Untersuchung von Platin den Weg zur Katalyse ebnete.

Leben

Als Sohn eines Kutschers wuchs Johann Wolfgang Döbereiner in ärmlichen Verhältnissen auf einem Rittergut bei Weißdorf auf und erhielt nur mäßigen Schulunterricht. Er begann 1794 in Münchberg eine Lehre als Apotheker, nach der eine fünfjährige Wanderschaft erfolgte. Er arbeitete in Apotheken in Dillenburg, Karlsruhe und Straßburg, und eignete sich nebenbei autodidaktisch Kenntnisse in Chemie, Botanik und Mineralogie an. 1802 kehrte er nach Jena zurück; allerdings schaffte er es nicht, sich als Apotheker selbständig zu machen. Auf sich aufmerksam machte Döbereiner durch Untersuchungen von praktischen chemischen Problemen. So erhielt er schließlich 1810 von Herzog Carl August von Sachsen-Weimar auf Vermittlung von Johann Wolfgang von Goethe eine außerordentliche Professur für Chemie, Pharmazie und Technologie an der Universität Jena. Da er kein akademisches Diplom vorweisen konnte, wurde ihm der Titel eines Dr. phil. erteilt, da seine bisherigen Veröffentlichungen "bereits unverkennbar den Stempel der Genialität und Vollendung in sich trugen". Für die Fakultät war die Auswahl von Döbereiner ein Glücksgriff, denn in seiner Person verbanden sich Genialität als Forscher, ein sehr starkes Interesse an technischen Vorgängen und eine hervorragende Lehrbefähigung. Seine Vorlesung waren sehr praktisch geprägt mit vielen Experimenten zur anorganischen und organischen Chemie. Zusätzlich gab es zahlreiche Ausflüge zu chemischen Farbriken in der Umgebung von Jena um seinen Studenten chemische Technologie und pneumatische Chemie in der Praxis zu zeigen. Einer seiner später ebenfalls sehr erfolgreichen Schüler war Rudolf Christian Böttger, Erfinder von Sicherheitszündhölzern und Weiterentwickler der Galvanoplastik. Als chemischer Berater von Herzog Carl August beschäftigte er sich mit der Verbesserung von Fabrikationsverfahren und dem Aufbau verschiedener Betriebe, die sich gewinnbringend nutzen ließen. Er wirkte mit an der Errichtung einer Schwefelsäurefabrik, entwickelte Verfahren zur Gewinnung und Verwertung von Indigo anstelle des Färberwaids. Färberwaid Weiterhin wurde zur Zeit der Kontinentalsperre unter Döbereins Mitwirkung in Tieffurth eine Fabrik zur Zuckergewinnung aus Stärke erbaut und auch die Herstellung von Essigsäure nach dem Schnellessigverfahren durch Oxidation von Alkohol wird erwähnt. Dazu kommen noch Brennereien und Brauereien. Um 1818 unternahm er auf Anregung Goethes und des Großherzogs Versuche zur Gaserzeugung für Beleuchtungszwecke, dabei fand er, "daß Kohle und Wasser bei ihrer Wechselwirkung in hoher Temperatur das wohlfeilste und reinste Feuergas ergeben." 1828 führte er Schmelzversuche zur Herstellung von Cölestin-Barytglas durch und untersuchte auch Gärungsprozesse. Seine wichtigsten und bekanntesten Entdeckungen machte er im Bereich der katalytischen Wirkung von Platinmetallen und in der Feststellung von Ähnlichkeiten bei den Eigenschaften der damals bekannten Elemente. Weniger bekannt ist Döbereiner als ein Wegbereiter der chemischen Praktika im Lehrbetrieb an deutschen Universitäten. Noch vor Justus von Liebig in Gießen hielt Döbereiner 1820 in Jena ein chemisch-praktisches Kollegium ab, das sich bei den Studenten größter Beliebtheit erfreute. Goethe unterstützte dies durch den Ankauf eines Hauses in Jena sowie mit der Beschaffung von Laborgeräten. Döbereiner ist aus Dankbarkeit, trotz finanzieller Probleme, der Jenaer Universität treu geblieben, obwohl er ehrenvolle Berufungen an andere Universitäten erhalten hatte. Er starb am 24. März 1849 in Jena und wurde auf dem Johannisfriedhof am Philosophenweg beigesetzt. Die Inschrift auf seinem Grabstein lautet: Berater Goethes, Schöpfer der Triadenlehre, Entdecker der Platinkatalyse.

Entdeckungen

Triaden-Regel

Döbereiner gilt als Vordenker für den Aufbau des Periodensystems der Elemente. 1816 entdeckte er einen Zusammenhang zwischen den Elementen Calcium, Strontium und Barium. Sie hatten sehr ähnliche Eigenschaften und die Atommasse des mittleren Elementes war gerade der Mittelwert der Atommassen der beiden anderen Elemente.
Diese Erkenntnis wurde 1829 in seiner Arbeit Versuch zu einer Gruppierung der elementaren Stoffe nach ihrer Analogie veröffentlicht. Döbereiner ordnete dabei 30 von damals 53 bekannten Elemente in Dreiergruppen, den "Triaden" an. Durch die Triadenregel konnten Vorhersagen über noch nicht bekannte Elemente gemacht werden. So sagte Döbereiner das Atomgewicht des Broms vorher. Die Döbereinersche Triadenregel bildete eine wichtige Grundlage für das um 1870 entwickelte Periodensystem der Elemente (siehe hierzu Entwicklung des Periodensystems der Elemente).

Katalyse und das Döbereiner-Feuerzeug

Einen großen Anteil seiner Forschung machte die Untersuchung der katalytische Wirkung der Platinmetalle aus. Bereits 1816 gelang ihm mit Hilfe von Platinmoor die Oxidation von Alkohol zu Essigsäure. Einige Jahre später gelang ihm mit der Entzündung eines Knallgasgemisches unter dem Einfluss von Platinschwamm eine der wichtigsten Entdeckungen der frühen Katalysechemie. Sie führte zur Erfindung des Döbereinerschen Platinfeuerzeugs, das zu einem begehrten Handelsobjekt wurde. Mit der Beobachtung, dass Knallgas auch mittels eines Iridium-Osmium-Gemisches zur Explosion gebracht werden konnte, entdeckte Döbereiner 1824 das Prinzip der später in der chemischen Großindustrie eingesetzten Mischkatalysatoren.

Ehrungen

Ihm zu Ehren trägt ein Hörsaal der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena den Namen Döbereiner-Hörsaal, welcher sich nur wenige hundert Meter von seinem Grab entfernt befindet.

Weblinks


- Dobereiner, Johann Wolfgang Dobereiner, Johann Wolfgang Dobereiner, Johann Wolfgang Dobereiner, Johann Wolfgang

1780

Ereignisse


- 12. Januar: Die Neue Zürcher Zeitung erscheint zum ersten Mal
- 16. April: Die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster (Westfalen) wird gegründet
- 19. April: Dark Day in New England
- 18. September: Schwerer Stadtbrand in Gera, dem so gut wie die gesamte Altstadt zum Opfer fällt
- 20. November - England erklärt den Niederlanden den Krieg.
- Gründung der ersten Sonntagsschule in Gloucester durch den Journalisten R. Raikes
- Gotthold Ephraim Lessing veröffentlicht „Die Erziehung des Menschengeschlechts
- Ausbruch des größten Indianeraufstandes unter José María Condorcanquí, der den Titel des letzten Inkaherrschers Túpac Amaru annimmt. Der Aufstand erfasst große Teile des heutigen Peru, Ecuador, Bolivien und Nordargentinien

Kultur


- 4. Juni: Uraufführung der Oper La finta Amante von Giovanni Pacini in Mohilew am Dnjepr
- 23. September: Uraufführung der Oper Adelheit von Veltheim von Christian Gottlob Neefe in Frankfurt am Main

Geboren


- 3. Januar: Johann Christian Woyzeck, Vorlage für die Hauptfigur in Georg Büchners Drama 'Woyzeck' († 1824)
- 11. Februar: Karoline von Günderode, deutschsprachige Schriftstellerin († 1806)
- 18. Februar: Johann Georg Daniel Arnold, Jurist und Schriftsteller († 1829)
- 19. Februar: Friedrich Heinrich von der Hagen, Germanist († 1856)
- 26. Februar: August Thieme, deutscher Dichter († 1860)
- 17. März: Thomas Chalmers, Schriftsteller und Begründer der Freien Kirche Schottlands († 1847)
- 26. März: Julius Eduard Hitzig, deutscher Schriftsteller und Kammergerichtsrat († 1849)
- 10. April: Heinrich Luden, deutscher Historiker († 1847)
- 29. April: Charles Nodier, französischer Schriftsteller († 1844)
- 1. Mai: Philip Marheineke, deutscher Theologe († 1846)
- 20. Mai: Bernardino Rivadavia, argentinischer Staatsmann und erster Präsident von Argentinien († 1845)
- 21. Mai: Elizabeth Fry, britische Reformerin des Gefängniswesens († 1845)
- 2. Juni: Heinrich Leonhard Heubner, Lutherischer Theologe des 19. Jahrhunderts († 1853)
- 1. Juli: Carl von Clausewitz, preußischer General und „Kriegsphilosoph“ († 1831)
- 18. Juli: Bartolomeo Ferrari, italienischer Bildhauer († 1844)
- 25. Juli: Christian Theodor Weinlig, Musiklehrer, Komponist und Chordirigent († 1842)
- 17. August: Ignaz Paul Vitalis Troxler, Schweizer Arzt, Politiker und Philosoph († 1866)
- 19. August: Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter († 1857)
- 29. August: Jean-Auguste-Dominique Ingres, Vertreter der offiziellen französischen Kunst im 19. Jahrhundert
- 3. September: Heinrich Christian Schumacher, dänisch-deutscher Astronom († 1850)
- 24. September: Hendrik Tollens, niederländischer Schriftsteller vlämischer Herkunft († 1856)
- 1. Oktober: Göran Wahlenberg, schwedischer Botaniker († 1851)
- 14. Oktober: Wilhelm Ernst Weber, deutscher Pädagoge und Philologe († 1850)
- 29. Oktober: Carl Friedrich Emil von Ibell, Regierungspräsident des Herzogtums Nassau († 1834)
- 3. November: Victor Dourlen, französischer Komponist († 1864)
- 12. November: Pieter Retief, burischer Voortrekker († 1838)
- 22. November: Conradin Kreutzer, deutscher Komponist († 1849)
- 28. November: Karl Wilhelm Ferdinand Solger, Ästhetiker († 1819)
- 13. Dezember: Johann Wolfgang Döbereiner, deutscher Chemiker († 1849)
- 20. Dezember: John Wilson Croker, Englischer Parlamentsredner, Dichter und Journalist († 1857)

Gestorben


- 31. Januar: Jonathan Carver, englischer Entdecker (
- 1732)
- 22. Februar: Francesco III. d'Este, Herzog von Reggio, Modena (
- 1698)
- 3. März: Joseph Highmore, britischer Maler (
- 1692)
- 21. April: Ferdinand Zellbell, schwedischer Komponist (
- 1719)
- 23. April: Maria Antonia Walpurgis, Kunstmäzenin und Komponistin, Malerin und Dichterin (
- 1724)
- 30. Juni: Karl Paul Ernst von Bentheim-Steinfurt, deutscher Adliger (
- 1729)
- 4. Juli: Karl Alexander von Lothringen, war Hochmeister des Deutschen Ordens, (
- 1712)
- 15. September: Jacob Rodrigues Péreire, spielte eine wichtige Rolle in den Auseinandersetzungen um die Niederlassungsrechte im französischen Bordeaux zwischen Avignoner und portugiesischen Juden um 1750 (
- 1715)
- 6. Oktober: Ignaz Sichelbarth, in China tätiger deutsch-böhmischer Jesuiten-Missionar und Maler
- 17. November: Bernardo Bellotto (Canaletto), italienischer Maler (
- 1721)
- 29. November: Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen, römisch-deutsche Kaiserin (
- 1717)
- 24. Dezember: Kristijonas Donelaitis, Schriftsteller (
- 1714) ko:1780년

24. März

Der 24. März ist der 83. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 84. in Schaltjahren) - somit bleiben 282 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1794 - Unter der Führung des Freiheitshelden Tadeusz Kosciuszko beginnt in Polen ein Aufstand, der Russland, Preußen und Österreich den Vorwand zur dritten Teilung Polens geben wird.
- 1932 - Ein unblutiger Umsturz beendet die absolutistische Monarchie in Thailand
- 1933 - Das "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" tritt als sog. Ermächtigungsgesetz mit seiner Verkündigung in Kraft. Damit können die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze nun auch von der Reichsverfassung abweichen.
- 1976 - Militärputsch in Argentinien und Beginn einer sechs Jahre andauernden Militärdiktatur, unter welcher mehrere tausend Menschen verschwanden.
- 1980 - Oscar Romero, katholischer Erzbischof von El Salvador wird ermordet.
- 1982 - Bangladesch. Hussain Mohammed Ershad wird Präsident.
- 1990 - Islam Abduganiewitsch Karimow wird Staatspräsident in Usbekistan
- 1992 - Georgien und Slowenien werden Mitglieder der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 1996 - Taiwan. Lee Teng-hui wird Staatspräsident.
- 1999 - Beginn der NATO-Luftangriffe gegen serbische Militärziele .
- 1999 - Volksrepublik China. Die Führung in Peking verurteilt die Intervention der NATO in Jugoslawien (Kosovo-Konflikt) .
- 1999 - Der EU-Rat einigt sich auf Romano Prodi als neuen EU-Kommissionspräsidenten.
- 2003 - Gegen (4 Uhr 15 MESZ) erklärte US-Präsident George W. Bush der amerikanischen Bevölkerung in einer nur vier Minuten langen Rede den Beginn des Krieges gegen den Irak.

Wirtschaft


- 1967 - In Großbritannien wird beschlossen, die Währung 1971 auf das Dezimalsystem umzustellen.

Wissenschaft und Technik


- 1882 - Robert Koch berichtet von seiner Entdeckung des Erregers der Tuberkulose.
- 1894 - der Asteroid (390) Alma wird von Guillaume Bigourdan entdeckt.

Kultur


- 1881 - Die Oper "Simon Boccanegra" von Giuseppe Verdi wird an der Mailänder Scala in ihrer endgültigen Fassung uraufgeführt.
- 1918 - "Herzog Blaubarts Burg", die einzige Oper Béla Bartóks, wird in Budapest uraufgeführt.
- 1941 - Das Drama Native Son wird uraufgeführt.
- 1995 - Quedlinburg in Sachsen-Anhalt wird von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.
- 2002 - Zum ersten Mal erhalten zwei afro-amerikanische Schauspieler den Oscar für die beste Hauptrolle: Halle Berry und Denzel Washington.

Religion


- 1994 - In Lübeck wird der erste Brandanschlag auf eine Synagoge seit 1938 ausgeführt.

Katastrophen


- 1923 - Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in der Volksrepublik China, ca. 5.000 Tote.
- 1980 - Die seit mehr als 9 Monaten defekte mexikanische Ölförderanlage Ixtoc II im Golf von Mexiko kann endlich abgedichtet werden. Nach unterschiedlichen Angaben sind 170.000 bis 1 Million Tonnen Erdöl ausgelaufen.
- 1989 - Der Öltanker Exxon Valdez läuft vor Alaska auf ein Riff. 40.000 Tonnen Rohöl laufen aus.
- 1998 - Bangladesch. Ein Zyklon vernichtet mehrere Dörfer. Über 250 Tote, etwa 3.000 Verletzte.
- 1999 - Brandkatastrophe im Mont Blanc-Tunnel mit 39 Todesopfern
- 1999 - Kenia. Im Tsavo-Nationalpark entgleist ein Personenzug. 36 Tote, über 200 Verletzte.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1975 - Muhammad Ali verteidigt den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Chuck Wepner im Richfield Coliseum, Cleveland, durch technischen KO
- 2001 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Derrick Jefferson in der Rudi-Sedlmayer-Halle in München, durch technischen KO

Geboren


- 1494 - Georgius Agricola, deutscher Naturforscher
- 1607 - Michiel de Ruyter, niederländischer Admiral
- 1621 - Johann von Anhalt-Zerbst, anhaltinischer Regent
- 1634 - Kurt Christoph Graf von Königsmarck, schwedischer Heerführer
- 1693 - John Harrison, englischer Uhrmacher und Erfinder des Schiffschronographen
- 1739 - Christian Friedrich Daniel Schubart, deutscher Schriftsteller und Publizist
- 1762 - Marcos António Portugal, portugiesischer Komponist
- 1811 - Fanny Lewald, deutsche Schriftstellerin
- 1820 - Alexandre Edmond Becquerel, französischer Physiker
- 1830 - Robert Hamerling, österreichischer Schriftsteller
- 1834 - William Morris, britischer Kunsthandwerker und Schriftsteller
- 1835 - Josef Stefan, österreichischer Mathematiker und Physiker
- 1837 - Horace Parnell Tuttle, amerikanischer Astronom
- 1874 - Harry Houdini, ungarischer Entfesselungs- und Zauberkünstler
- 1875 - Johanna Tesch, deutsche Frauenrechtlerin
- 1877 - Alexej Silytsch Nowikow-Priboj, russischer Schriftsteller
- 1879 - Neyzen Tevfik, türkischer Dichter und Flötensänger
- 1884 - Petrus Josephus Wilhelmus Debye oder Peter Debye, niederländischer Physiker und theoretischer Chemiker (Nobelpreis für Chemie 1936)
- 1884 - Viktor Geramb, österreichischer Volkskundler
- 1889 - Albert Hill, britischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1969)
- 1893 - Walter Baade, deutscher Astronom und Astrophysiker
- 1894 - Alice Rühle-Gerstel, deutsche Schriftstellerin
- 1896 - Franz Blücher, deutscher FDP-Politiker
- 1897 - Wilhelm Reich, österreichischer Psychoanalytiker, "Vater" der sog. Körperpsychotherapien
- 1901 - Josef Pfitzner, Historiker und Professor für osteuropäische Geschichte
- 1903 - Adolf Butenandt, deutscher Chemiker und Nobelpreisträger
- 1905 - Willy Bartsch, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1910 - Jacques Chailley, französischer Komponist und Musikwissenschaftler 'Musikgeschichte des Mittelalters'
- 1911 - Joseph Barbera, US-amerikanischer Zeichentrickfilmer und Produzent
- 1917 - John Cowdery Kendrew, britischer Biologe und Nobelpreisträger
- 1919 - Robert Heilbroner, US-amerikanischer Volkswirtschaftler
- 1922 - Dave Appell, US-amerikanischer Musiker
- 1923 - Wassili Wassiljewitsch Smyslow, russischer Schach-Großmeister
- 1925 - Gerhard Riedmann, österreichischer Schauspieler
- 1925 - Hans Faber, ehemaliger deutscher Fussballspieler
- 1926 - Dario Fo, italienischer Theaterautor, Regisseur, Komponist und Schauspieler, Nobelpreis
- 1926 - Willi Bäuerle, deutscher Politiker und MdB
- 1926 - Desmond Connell, emeritierter Erzbischof von Dublin und Kardinal
- 1927 - Martin Walser, deutscher Schriftsteller
- 1928 - Adrian Frutiger, Schweizer Typograph
- 1929 - Johannes Chemnitzer, SED-Funktionär in der DDR
- 1930 - Steve McQueen, US-amerikanischer Schauspieler
- 1932 - Helmut Lippelt, deutscher Politiker und MdB (Bündnis 90/Grüne)
- 1934 - Richard Leising, deutscher Schriftsteller
- 1935 - Peter Bichsel, Schweizer Schriftsteller
- 1937 - Billy Stewart, US-amerikanischer Sänger und Keyborder
- 1938 - David Irving, Revisionist und Holocaustleugner
- 1938 - Holger Czukay, deutscher Musiker (Can)
- 1940 - Diane Herzogin von Württemberg, deutsch-französische Malerin
- 1941 - Karl Blessing (Verleger), deutscher Verleger
- 1943 - Marika Kilius, deutsche Eiskunstläuferin
- 1944 - Rebecca Horn, deutscher Bildhauerin und Performance-Künstlerin
- 1946 - Colin Peterson, australischer Musiker
- 1946 - Herbert Wernicke, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner
- 1946 - Lee Oscar, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Su Kramer, deutsche Sängerin, Komponistin und Texterin
- 1947 - Mike Kellie, britischer Musiker
- 1948 - Volker Finke, deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Spieler
- 1949 - Helmut Kremers, deutscher Fußballspieler
- 1949 - Nick Lowe, britischer Musiker
- 1953 - Mathias Richling, deutscher Kabarettist, Autor und Schauspieler
- 1955 - Michael Kutzop, deutscher Fußballspieler
- 1958 - Roland Koch, Ministerpräsident des Landes Hessen
- 1960 - Nena, deutsche Sängerin
- 1964 - Elizabeth McColgan-Lynch, schottische Leichtathletin und Olympionikin
- 1969 - Stephan Eberharter, österreichischer Skirennläufer
- 1970 - Judith Draxler, österreichische Schwimmerin
- 1970 - Sharon Corr, irische Musikern
- 1973 - Johan Micoud, französischer Fußballspieler
- 1974 - Alyson Hannigan, US-amerikanische Schauspielerin
- 1983 - Isabel Soares, portugiesische Sängerin
- 1990 - Keisha Castle-Hughes, australische Schauspielerin

Gestorben


- 1136 - Hugo von Payns, französischer Gründer des Templerordens
- 1381 - Katharina von Schweden, Äbtissin von Vadstena, Tochter von Birgitta von Schweden
- 1455 - Nikolaus V., war Papst von 1447 bis 1455
- 1603 - Elisabeth I. (England), englische Königin aus der Tudor-Dynastie
- 1613 - Friedrich Taubmann, deutscher Gelehrter und Dichter
- 1635 - Heinrich Gutberleth, deutscher Pädagoge
- 1654 - Samuel Scheidt, Komponist, Organist und Hofkapellmeister
- 1755 - Theodor Christlieb, deutscher Komponist und Kreuzkantor
- 1776 - John Harrison, Uhrmacher und Erfinder
- 1794 - Jacques-René Hébert, französischer Revolutionär
- 1826 - Matthieu-Jean-Félicité de Laval-Montmorency, französischer General und Staatsmann
- 1844 - Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer
- 1849 - Johann Wolfgang Döbereiner, deutscher Chemiker
- 1864 - Karl Ernst Claus, Chemiker, der das Ruthenium entdeckte
- 1866 - Ferdinand Heinrich Friedrich (Hessen-Homburg), General, letzter Landgraf von Hessen-Homburg
- 1869 - Antoine-Henri Jomini, schweizerischer Militärtheoretiker und General
- 1881 - Friedrich Hecker, deutscher Revolutionär
- 1883 - Viriato Figueira, Komponist, Flötist und Saxophonist
- 1899 - Marie Goegg-Pouchoulin, erste Frauenrechtlerin der Schweiz
- 1901 - Emma Herwegh, deutsche Revolutionärin
- 1905 - Jules Verne, französischer Schriftsteller
- 1909 - Alfred Messel, Architekt
- 1909 - John Milington Synge, irischer Schriftsteller
- 1910 - Joseph Maria Stowasser, österreichischer Altphilologe
- 1916 - Enrique Granados, spanischer Komponist und Pianist
- 1918 - César Cui, russischer Komponist
- 1921 - James Gibbons, war Erzbischof des Erzbistums Baltimore und Kardinal
- 1933 - Désiré Thomassin, Maler, Komponist
- 1933 - Erik Jan Hanussen, Hellseher
- 1946 - Alexander Alexandrowitsch Aljechin, russischer Schachspieler und 4. Schachweltmeister
- 1948 - Konstantin Nikolajewitsch Igumnow, russischer Komponist und Klaviervirtuose
- 1950 - Harold Joseph Laski, britischer Politiker und Politologe
- 1952 - Paul Pierné, französischer Komponist
- 1953 - Maria von Teck, britische Hochadlige
- 1955 - Otto Geßler, deutscher Reichswehrminister
- 1962 - Auguste Piccard, Schweizer Wissenschaftler, Physiker und Erfinder
- 1965 - Viola Gregg Liuzzo, US-amerikanische Bürgerrechtlerin
- 1969 - Joseph Kasavubu, erster Staatspräsident der Demokratischen Republik Kongo
- 1971 - Arne Jacobsen, weltberühmter dänischer Designer und Architekt
- 1976 - Bernard Montgomery, britischer Feldmarschall des Zweiten Weltkrieges
- 1977 - Conrad Felixmüller, deutscher Maler
- 1977 - Saburo Moroi, japanischer Komponist
- 1980 - Ernst Albert Altenkirch, Mitglied der Zentralen Parteikontrollkommission der DDR
- 1984 - Sam Jaffe, US-amerikanischer Schauspieler
- 1984 - William Voltz, deutscher Schriftsteller
- 1985 - George London, Opernsänger
- 1988 - Heinrich Aigner, deutscher Politiker und MdB
- 1991 - Kurt Gottschaldt, Vertreter der Gestaltpsychologie
- 1993 - John Hersey, US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist
- 1994 - Hans Jakob, deutscher Fußballspieler
- 1995 - Joseph Needham, britischer Sinologe und Biochemiker
- 1999 - Gertrud Scholtz-Klink, war Reichsfrauenführerin im Dritten Reich
- 2002 - César Milstein, britischer Molekularbiologe und Nobelpreisträger
- 2003 - Hans Hermann Groër, römisch-katholischer Bischof, Kardinal
- 2003 - Karl Schönböck, österreichischer Schauspieler
- 2005 - Volker Bigl, international renommierter Mediziner
- 2005 - Johannes Conrad, deutscher Schriftsteller und Satiriker

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Katharina von Schweden, Äbtissin von Vadstena (katholisch)
  - Hl. Perpetua und hl. Felicitas, frühchristliche Märtyrinnen (orthodox)
- Welt-Tuberkulose-Tag (WHO)

Siehe auch


- 23. März - 25. März
- 24. Februar - 24. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0324 ja:3月24日 ko:3월 24일 simple:March 24 th:24 มีนาคม

Jena

Jena ist eine deutsche Universitätsstadt mitten in Thüringen am Fluss Saale gelegen. Sie ist nach Erfurt und Gera die drittgrößte Stadt sowie eines der drei Oberzentren des Freistaats Thüringen und hat den Status einer kreisfreien Stadt. Nach verschiedenen Eingemeindungen wurde Jena 1975 Großstadt.

Geografie

Jena liegt im mittleren Saaletal zwischen teilweise von Mischwäldern bedeckten Muschelkalk- und Sandsteinhängen. Auf ihnen kommen zahlreiche z. T. seltene Orchideenarten vor. Die größte Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 14,7 km und von Ost nach West 12,2 km. Folgende größeren Städte liegen in der Nähe von Jena: Gera, ca. 35 km östlich, Erfurt, ca. 40 km westlich, Weimar, ca. 15 km westlich, Naumburg (Saale), ca. 33 km nordöstlich, Halle (Saale), ca. 70 km nordöstlich, Leipzig, ca. 75 km nordöstlich und Chemnitz, ca. 94 km östlich, Rudolstadt, ca. 30 km südlich.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Jena. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden aufgeführt:
- im Saale-Holzland-Kreis: Lehesten (mit Altengönna), Neuengönna (mit Porstendorf), Golmsdorf (mit Beutnitz), Jenalöbnitz und Großlöbichau (alle Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg), Rabis, Fraitsch und Gröben (gehören zu Schlöben, erfüllende Gemeinde ist Bad Klosterlausnitz), Laasdorf, Zöllnitz, Rutha-Sulza, Rothenstein, Dürrengleina und Zimmritz (gehören zu Milda), Bucha (mit Pösen, Oßmaritz, Nennsdorf, Coppanz - alle Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal)
- im Landkreis Weimarer Land: Döbritschen, Großschwabhausen und Hohlstedt (alle Verwaltungsgemeinschaft Mellingen) und Saaleplatte (mit Großromstedt, Kleinromstedt und Hermstedt)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Jenas ist in insgesamt 41 statistische Bezirke eingeteilt. Die Verwaltung der Stadt Jena ist in die Kernstadt und 23 Ortschaften im Sinne von § 45 der Thüringer Kommunalordnung unterteilt. Diese Ortschaften wurden durch die Hauptsatzung der Stadt Jena eingerichtet. Dabei handelt es sich meist um räumlich getrennte Gebiete bzw. Dörfer, die ehemals selbständige Gemeinden waren. Für jede Ortschaft gibt es einen vom Volk anlässlich einer Bürgerversammlung gewählten Ortschaftsrat. Vorsitzender ist der ebenfalls vom Volk gewählte Ortsbürgermeister. Die statistischen Bezirke der Stadt Jena mit ihren amtlichen Nummern: Die 24 Ortschaften der Stadt Jena: Ortsbürgermeister

Geschichte

Ortsbürgermeister Ortsbürgermeister Jena wurde erstmals 1182 urkundlich erwähnt. Ein lange Zeit angenommener Zusammenhang mit einer bereits im Hersfelder Zehntverzeichnis aus dem 9. Jahrhundert genannten Siedlung Jani wird von einer Reihe von Historikern in Zweifel gezogen. Eine andere Theorie besagt, dass sich die Nennung aus dem 9. Jahrhundert auf das heutige Wenigenjena bezieht, da dort umfangreiche Siedlungsfunde aus dem 8. und. 9. Jahrhundert im Bereich der Schillerkirche entdeckt wurden. Um 1230 erhielt Jena von den Herren von Lobdeburg die Stadtrechte. Mit Schwächung der Lobdeburger traten die Grafen von Schwarzburg und Wettiner in Erscheinung. Bis 1331 gelangten die Wettiner in den Vollbesitz der Stadt und 1332 erteilten sie Jena das gothaische Stadtrecht. Seit 1423 gehörte Jena zum Kurfürstentum Sachsen, da die Wettiner nach dem Aussterben der Askanier die Kurwürde erhielten. Auch mit der Leipziger Teilung verblieb Jena im ernestinischen Kurfürstentum Sachsen. Durch der Niederlage im Schmalkaldischen Krieg, verloren die Ernestiner die Kurwürde. Jena gehörte von nun an zum Herzogtum Sachsen. Infolgedessen wurde als Ersatz für die verlorengegangene Universität Wittenberg im Jahre 1548 die Hohe Schule in Jena gegründet, aus der 1558 die heutige Friedrich-Schiller-Universität Jena hervorgeht. Für kurze Zeit (1672-1692) wurde Jena Hauptstadt eines selbständigen Fürstentums Sachsen-Jena. Nach dem Tod des Herzogs von Sachsen-Jena (1692) kam die Stadt an die ernestinische Linie Sachsen-Eisenach und 1741 an das Herzogtum Sachsen-Weimar, das im 19. Jahrhundert zum Großherzogtum erhoben wurde (Großherzogtum Sachsen). Am 14. Oktober 1806 bekämpfte Napoléon siegreich die preußischen und sächsischen Armeen in der Doppel-Schlacht bei Jena und Auerstedt. Mit der Vereinigung der thüringischen Staaten 1920 wurde Jena Teil des Landes Thüringen. Hier wurde die Stadt 1922 kreisfrei. Gleichzeitig entstand der Landkreis Jena, der bei der Kreisreform zum 1. Juli 1994 Teil des Saale-Holzland-Kreises wurde. Während der DDR-Zeit gehörte die Stadt zum Bezirk Gera.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Jena eingemeindet. Im Jahr 1900 betrug der Gebietsstand der Stadt 1.323,2 ha. Seit den letzten Eingemeindungen von 1994 umfasst das Stadtgebiet 11.421,6 ha. 1900 ¹ Ausgemeindungen (die Orte wurden später jedoch wieder eingegliedert) Die letzten Eingemeindungen 1994 erfolgten aufgrund von § 23 des Neugliederungsgesetzes in Thüringen. Bei den seinerzeit eingegliederten Orten handelt es sich nur teilweise um selbständige Gemeinden. Alle eingegliederten Orte (außer Isserstedt) hatten zuvor schon ein oder mehrere Nachbargemeinden aufgenommen., und zwar Cospeda die Gemeinden Lützeroda und Closewitz, Drackendorf die Gemeinde Ilmnitz, Krippendorf die Gemeinde Vierzehnheiligen, Kunitz die Gemeinde Laasan, Münchenroda die Gemeinde Remderoda, Maua die Gemeinde Leutra und Jenaprießnitz die Gemeinde Wogau.

Wüstungen

Neben den heute noch existierenden Ortsteilen gab es auf dem heutigen Stadtgebiet Jenas eine Vielzahl von Orten, die heute nicht mehr existieren, sogenannte Wüstungen. 1. Proschitz 2. Krolip 3. Kötschen 4. Schondorf 5. Ziskau 6. Rödel 7. Schichmannsdorf 8. Krotendorf 9. Schetzelsdorf 10. Nollendorf 11. Hodelsdorf/auf dem Sande 12. Zweifelbach 13. Leutra 14. Nobis 15. Wüstenwinzerla 16. Dürrengleina 17. Niederleutra 18. Hirschdorf 19. Selzdorf 20. Clöchwitz 21. Büsitz 22. Schlendorf 23. Benndorf 24. Wenigenkunitz 25. Gaberwitz 26. Kalthausen

Einwohnerentwicklung

Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse¹ oder amtliche Fortschreibungen² der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. 1870 ¹ Volkszählungsergebnis, ² amtliche Fortschreibung

Religionen

Vor der Christianisierung der Gegend um Jena lebten hier im 3.-6. Jh. die Thüringer, welche aus mehreren Stämmen zu einem Stammesverband verschmolzen sind. Durch die vielfältigen Kontakte mit Rom und dem Ostgotenreich kam es frühzeitig zu Einfluss des Christentums, zumindest auf die Adelsgeschlechter. Vorrangig wurde dem arianische Glauben nachgegangen. In einigen Gebieten lassen sich sogar noch ältere Kulte, die aus dem römischen Reich übernommen wurden, nachweisen (Dianakult usw.). Die Thüringer hingen ursprünglich an den nordischen Göttern. Dieser Glaube war bis ins 8. Jh. vorherrschend für das Gebiet, in dem später Jena entstand. Hinzu kamen im 7. Jh. die slawischen Einwanderer, die ihre Gottheiten mitbrachten und Tempel errichteten. Erst mit der Mission des Bonifacius wurde nach und nach das Christentum in der Gegend eingeführt. Erste Pfarreien sind westlich von Jena im Raum Erfurt/Arnstadt im 8. Jh. nachweisbar. Eine Festigung des römisch-katholischen Glaubens fand aber erst im 10. Jh. statt. Die Bevölkerung des Gebietes um Jena gehörte ursprünglich ins eigens dafür geschaffene Bistum Erfurt. Dieses hatte allerdings nicht lange Bestand. Somit kam die Gegend an das Bistum Bistum Mainz. Das es vorher ältere Kirchenstrukturen in der Gegend gab, zeigte sich darin, dass die alten "Urpfarreien" über die neu geschaffenen Bistumsgrenzen hinaus eine Reihe von Pfarrrechten weiterhin unterhielten (z.B. Lobeda, Wenigenjena usw.). Die Stadt war direkt dem Dekanat Oberweimar innerhalb des Archidiakonat Beatae Mariae virginis in Erfurt zugeordnet. Das ab 1909 eingemeindete Gebiet rechts der Saale gehörte zum Bistum Naumburg, obwohl im Mittelalter Jena auch die Pfarrrechte in Wenigenjena und Camsdorf besaß. 1252 wird erstmals ein Geistlicher in Jena erwähnt. 1523 wurde die erste reformatorische Predigt in Jena gehalten. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Richtungen der reformatorischen Bewegung (Lutheraner, Flacianer usw.), infolgedessen die Reformation schnell Fuß fasste und Jena zu einem Zentrum der der neuen Weltanschauung wurde. Über lange Zeit war Jena eine überwiegend protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, zumal Martin Luther mehrmals persönlich in Jena weilte. Anstelle des Papstes hatte der Landesherr die Führung der sogenannten "ev. luth. Landeskirche" übernommen. Damit teilte die Kirche in Jena die Geschicke der jeweiligen Landesherren. Die „Evangelisch-Lutherische Kirche des Großherzogtums Sachsen“, zum dem Jena seit dem 18. Jahrhundert gehörte (damals noch Herzogtum Sachsen-Weimar), schloss sich nach 1920 mit den anderen Landeskirchen Thüringens zur „Thüringer Evangelischen Kirche“ zusammen. 1948 nannte sie sich in Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen um. Jena ist Sitz einer Superintendentur der Landeskirche innerhalb des Aufsichtsbezirks Ost, dessen Kreiskirchenamt sich in Gera befindet. Die heute bestehenden evangelisch-lutherischen Pfarrämter Jenas gehören somit alle zur Superintendentur Jena. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert zogen auch wieder Bürger mit katholischem Bekenntnis in der Stadt. Die kleine Gemeinde erhielt seinerzeit die Ruine der Kirche „St. Johannes Baptist“, eine in den Grundmauern sehr alte Kirche, in der bis zur Reformation neben der Hallenkirche St. Michael, Amtshandlungen (vor allem Beerdigungen) vorgenommen wurden, welche dann aber verfiel. Die kleine katholische Gemeinde wurde jedoch bereits 1813 wieder aufgelöst und die Katholiken von Weimar aus betreut. Erst 1905 wurde die Pfarrei wieder errichtet. Die Kirchenruine wurde zur heutigen Pfarrkirche ausgebaut, wobei damals ein Längsschiff Richtung Westen gebaut wurde und der Altar in eine neue Apsis im Westen verlegt wurde. Durch Vertreibung und Verfolgung waren nach dem 2. Weltkrieg mehr als 14.000 Katholiken in Jena. Die Pfarrkirche hatte zum damaligen Zeitpunkt sowenig Kapazität, dass trotz acht Sonntagsgottesdiensten und Aussenstellen in den Umliegenden Dörfern nicht alle Katholiken zum Sonntagsgottesdienst kommen konnten. Darum bauten man 19571959 den Altar wieder aus der Apsis im Westen aus und stellte ihn in den damaligen Eingangsbereich im Osten. Dafür zog man in der ehemaligen Apsis eine Empore ein. Die Apsis ist heute noch an ihren schön gestalteten Chorfenstern zu erkennen. Ab 1821 gehörte die Pfarrgemeinde, wie die meisten Teile des späteren Landes Thüringen, zum Gebiet des Bistums Paderborn. Nach dem Preußischen Konkordat von 1929 erfolgte eine Neuordnung der Gebiete der katholischen Bistümer. Die Gemeinde in Jena kam zum Bistum Fulda. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Bischof aus Fulda immer schwerer seine Amtsgeschäfte im Ostteil seines Bistums wahrzunehmen. Daher geschah die Verwaltung der Gemeinde in Jena durch einen Generalvikar mit Sitz in Erfurt, der 1953 zum Weihbischof und 1968 zum Bischöflichen Kommissar ernannt wurde. Mit der 1973 erfolgten Einrichtung des Bischöflichen Amtes Erfurt-Meiningen und der Erhebung von 1994 zum Bistum Erfurt war der Erfurter Bischof endgültig für Jena zuständig. Die Pfarrgemeinde in Jena gehört somit heute zum Dekanat Weimar innerhalb des Bistums Erfurt. Da einige später eingemeindete östliche Ortsteile dem Gebiet des Bistum Dresden-Meißen zugehören, ist der Pfarrer der Jenaer Gemeinde zusätzlich Kaplan der benachbarten Stadtrodaer Gemeinde, um auch offiziell die Katholiken seelsorgerisch betreuen zu können, die hinter der Bistumsgrenze leben. Die Pfarrei betreut auch Katholiken außerhalb Jenas und ist mit ca. 5000 Mitgliedern eine der größten Pfarreien im Bistum Erfurt. Darüber hinaus gibt es auch noch Gemeinden, die zu den Freikirchen gehören, darunter die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Evangelisch-Methodistische Gemeinde (Methodisten), die Adventgemeinde, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) und die Christliche Gemeinde Lobeda. Neben den christlichen Kirchen gibt es aber auch noch eine kleine jüdische Gemeinde. Sie hat ca. 150 Mitglieder und ist in den letzten Jahren durch den Zuzug jüdischer Menschen aus Russland entstanden. Die Gemeinde ist noch nicht als selbstständig anerkannt worden und wird deshalb von der Erfurter Gemeinde betreut. Die Gemeinde hat ein kleines Gemeindezentrum, aber keine Synagoge.

Politik

Die Verwaltung der Stadt Jena oblag zunächst den Beamten der Lobdeburgischen Herrschaft. Doch stand bald auch ein Rat an der Spitze der Stadt, der ab 1317 von zwei Ratsmeistern geleitet wurde. Seit dem 14. Jahrhundert war der Rat dreigeteilt. 1540 führte der Kurfürst von Sachsen eine neue Städteordnung ein. Es gab mehrere Bürgermeister doch ab 1604 nur noch einen Bürgermeister an der Spitze der Stadt. Ab 1892 trägt das Stadtoberhaut den Titel Oberbürgermeister. Der Rat wurde von der Bevölkerung gewählt. Ab 1933 wurde der Oberbürgermeister von der Partei eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den „Rat der Stadt“ mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der „Stadtratsvorsitzende“. Das Gremium wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 2000 wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt. Oberbürgermeister seit 1922 Vorsitzende des Stadtrats
- 1990–1999: Dr. Rainer Oloff
- 1999–2004: Prof. Dr. Gustav-Adolf Biewald (CDU)
- seit 2004: Dr. Gudrun Lukin (PDS) Sitzverteilung im Stadtrat

Wappen

Das Wappen der Stadt Jena zeigt in Silber einen silbern-blau gekleideten Engel mit langen goldenen Haaren sowie goldenem Nimbus, Harnisch, Helm und Flügel; mit der Rechten einem grünen Drachen eine Lanze in den Rachen stoßend, in der Linken einen goldenen Schild mit aufgerichtetem schwarzen Löwen haltend; der linke Fuß steht auf dem Drachen. Unter dem Drachen ein kleiner silberner Schild mit blauer Weintraube. Die Stadtflagge ist längsgestreift in den Farben Blau-Gelb-Weiß, belegt mit dem Stadtwappen. Die Wappenfigur stellt den Erzengel Michael dar. Die Weintraube symbolisiert den einst blühenden Weinbau in Jena. Der Löwe wurde als Wappenfigur der Herren von Meißen aufgenommen, als die Stadt an die Landgrafen von Thüringen überging. Die Wappenfiguren wurden aus dem historischen Siegel der Stadt übernommen, das schon sehr alt ist. In seiner heutigen Form wurde das Wappen zuletzt durch die Hauptsatzung der Stadt im Jahre 1999 festgelegt.

Städtepartnerschaften

Jena unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- 25px Lugoj, Rumänien – seit 1983, erneuert 1993
- 25px Erlangen, Bayern – seit 1987
- 25px San Marcos (Nicaragua), Nicaragua – seit 1996
- 25px Aubervilliers, Frankreich – seit 1999

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das südliche Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn 4 Erfurt–Dresden. Die Stadt hat Anschlussstellen in Schorba, Jena-Göschwitz und Jena-Lobeda. Ferner führen die Bundesstraße 7 und die Bundesstraße 88 durch Jena. Die Stadt ist auch ein Bahnknotenpunkt. Hier kreuzen sich die Fernstrecke München–Nürnberg–Halle/Leipzig–Berlin und die Mitte-Deutschland-Verbindung Weimar–Glauchau (Holzlandbahn, früher Weimar-Gera-Bahn). Jena verfügt über zwei Bahnhöfe und vier Haltepunkte. Alle Züge in Ost-West-Richtung fahren über den Haltepunkt „Neue Schenke“ am südöstlichen Rand der Stadt, den Bahnhof Göschwitz und den Bahnhof Jena West (früher Weimar-Gera-Bahnhof, dann Westbahnhof). Die Verbindungen in Nord-Süd-Richtung (Saalbahn) verlaufen über den Haltepunkt Jena-Zwätzen, den Saalbahnhof (früher der Hauptbahnhof Jenas), Jena/Paradies (ICE-Haltepunkt) und Göschwitz. Die beiden Bahnlinien treffen sich weit außerhalb des Stadtzentrums am Bahnhof Göschwitz (welcher in den siebziger und achtziger Jahren als Hauptbahnhof geplant war). Am 12. Juni 2005 wurde der neugebaute moderne ICE-Haltepunkt Jena/Paradies eröffnet, der eine bis dahin betriebene provisorische Holzbahnsteiganlage ablöst. Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Straßenbahn- und Buslinien der Jenaer Nahverkehrsgesellschaft mbH (JeNah). Für das Straßenbahnnetz gibt es auch zwei Nachtlinien, die stündlich verkehren. Einige Ortschaften können nur mit dem überregionalen Personennahverkehr der JES Verkehrsgesellschaft mbH erreicht werden. Aufgrund mehrerer Staustufen ist die Saale bei Jena heute nicht mehr schiffbar.

Wirtschaftsstandort

Jena gehört zu den drei Einpendlerstädten Thüringens. Das heißt es pendeln zum Arbeiten mehr Arbeitnehmer nach Jena ein als von Jena weg. Daneben wird Jena neben Erfurt und Ilmenau als einer der drei Industriestandorte Thüringens bezeichnet. Die wirtschaftliche Stärke zeigt sich auch in den Arbeitslosenquote, wo Jena mit 12,5% (November 2005) weit unter dem Landesdurchschnitt von 15,4% (November 2005) und unter dem Ostdurchschhnitt von 17,0% (November 2005). Dennoch liegt Jena über dem Bundesdurchschnitt von 11,0% (November 2005).

Ansässige Unternehmen

In Jena hat die Holz und Papierherstellung lange Tradition. Heute gibt es jedoch nur noch eine Papierfabrik in Porstendorf. Seit dem 19. Jahrhundert wurde in Jena die Glas- und Optikindustrie ansässig. Durch Erfindungen die das Mikroskop revolutionierten und die Entwickung des Planetariums sind die ansässigen Unternehmen heute weltweit bekannt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Unternehmen Carl Zeiss Jena GmbH und SCHOTT JENAer GLAS GmbH durch emigrierte und abgeworbene Wissenschaftler und Angestellte in Westdeutschland neu gegründet. Bis Juli 1945 wurde ein Großteil der Maschinen demontiert und gemeinsam mit großen Teilen des Know-How in die amerikanische Besatzungszone verlagert. Danach erfolgte unter der russischen Besetzung ähnliches mit dem übriggebliebenen Rest. Da die Carl-Zeiss-Stiftung allerdings allein in Jena Gültigkeit besaß, wurde der Betrieb nach und nach in Jena neu organisiert. Daraus entstand später das Kombinat Carl Zeiss Jena. Die Schottwerke wurden ebenfalls in ein Kombinat umgewandelt. Zusätzlich entstand in der DDR-Zeit in Jena ein pharmazeutischer Zweig in Form der JenaPharm. Nach der Wende wurde das Großkombinat Carl Zeiss, welches fast alle optische Unternehmen innerhalb der DDR inne hatte und noch mehr, zerschlagen. Die lukrativen Kernbereiche in Jena wurden von der Treuhandanstalt dem kurz vor der Insolvenz stehenden Zeiss Oberkochen weit unter Wert verkauft. Da dies trotzdem große Probleme ergab, wurden wiederum bestimmte Kernbereiche abgespalten und eine neue Firma Jenoptik AG gegründet. Die restlichen Bereiche verblieben bei Carl Zeiss Jena. Mit der Intershop Communications AG entstand eine für Jena relativ grosse Firma zur Entwicklung von Software. Heute finden sich hier unter anderem auch Firmen, wie die Jena-Optronik GmbH, die sich auf den Bereich der Optik spezialisiert haben. Die Firma Jenapharm konnte sich im Wettbewerb nicht behaupten und wurde von der Schering AG aufgekauft. Eine ganze Reihe pharmazeutischer Institute haben sich in deren Umfeld in Jena angesiedelt.

Medien

In Jena gibt es Lokalredaktionen der Tageszeitungen Ostthüringer Zeitung (OTZ, hervorgegangen aus dem Zentralorgan der SED im Bezirk Gera "Volkswacht") und der auflagenschwächeren Thüringische Landeszeitung (TLZ). Beide gehören der Zeitungsgruppe Thüringen (WAZ-Konzern) an. Der Offene Kanal Jena, ein Radiosender, sendet seit 1998 auf 103,4 MHz (UKW) und im Kabel auf 107,90 Mhz. Weiterhin gibt es einen TV-Sender JenaTV, der seit 1998 Bewegtbild-Nachrichten in und aus Jena ins lokale Kabelnetz einspeist. Des Weiteren erscheinen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der FH Jena und an einigen Gymnasien die Studentenzeitungen Akrützel, Die Wurzel und Unique.

Öffentliche Einrichtungen

In Jena befindet sich eine Dienststelle des Deutschen Patent- und Markenamts, dessen Hauptsitz in München ist. Ferner sind in Jena folgende Institute ansässig:

Bildung und Forschung

In der Saalestadt haben sich in Nachbarschaft zu der traditionsreichen Friedrich-Schiller-Universität und der 1991 gegründeten Fachhochschule Jena zahlreiche Institute und kleine Biotechnologie-Unternehmen angesiedelt, die Grundlagenforschung betreiben oder medizinische Instrumente entwickeln. Jena ist die einzige Stadt im Freistaat Thüringen mit einer Volluniversität und eine Fachhochschule an denen zusammen über 20.000 Studenten versuchen in verschiedenen Fachbereichten ihren Abschluss zu erreichen. weitere Forschungseinrichtungen::
- Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung e. V. (HKI)
- Leibniz-Institut für Altersforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI, früher IMB)
- Max-Planck-Institut für Biogeochemie
- Max-Planck-Institut für chemische Ökologie
- Max-Planck-Institut zur Erforschung von Wirtschaftssystemen
- Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF)
- Institut für Physikalische Hochtechnologie (IPHT)
Besondere Schulen
Schulwesen und Reformpädagogik haben in Jena lange Tratition. Mitte des 19. Jahrhunderts wirkte der Pädagoge Karl Volkmar Stoy hier. Im Sommer 1853 ist er mit einer gesamten Schule durch die Landschaft gezogen ist und hat so den Wandertag erfunden. Die von ihm 1844 gegründete Schule war eine der Ersten mit angebauter Turnhalle. Heute trägt ein Berufsschulzentrum seinen Namen. Anfang des 20. Jahrhunderts gründete Hermann Pistor eine Fachschule für Augenoptik und der Pädagoge Peter Petersen entwickelte das Jena-Plan-Modell an der Universität in der Stadt. Es existieren eine Freie Waldorfschule im Süden und eine Europaschule im Stadtteil Alt-Lobeda. Die Integrierte Gesamtschule "Grete Unrein" entstand 1991 als ein Sondermodell mit der Umwandlung mit der "Erich Weinert-Schule" an der Leutra zur Grundschule. In Jena befinden sich das Spezialgymnasium "Carl-Zeiss", mit Schwerpunkten auf Mathematik und Naturwissenschaften, und "Johann Christoph Friedrich GutsMuths Gymnasium" im Bereich Sport. Unter landeskirchlicher Trägerschaft steht das Christliche Gymnasium Jena. Ein neues Gebäude, eine ehemaligen Kaserne der Roten Armee im Norden der Stadt, wurde renoviert und im Januar 2001 eingeweiht.

Justiz


- Das Oberlandesgericht Jena wurde 1877 von den Thüringischen Staaten (ohne Schwarzburg-Sondershausen) als einzige gemeinsame Institution gegründet. Es ersetzte das Oberappellationsgericht, welches die Ernestinischen Herzogtümer schon 1816 eingerichtet hatten. Nach der Neugliederung der Gerichte in der DDR wurde es 1952 aufgelöst. Die Wiedererrichtung erfolgte 1993.
- Thüringer Generalstaatsanwaltschaft
- Amtsgericht

Freizeit- und Sportanlagen


- Ernst-Abbe-Sportfeld (Kapazität: 14.000 Zuschauer) – Spielstätte des FC Carl Zeiss Jena (Regionalliga Nord)
- Sporthallenkomplex Lobeda-West (Kapazität: 1.000 Zuschauer) – Spielstätte von erdgas baskets Jena (Basketball, 2. Bundesliga Staffel Süd)
- Freizeitbad Galaxsea – Spaßbad, Sportbad, Sauna

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater


- Theaterhaus Jena
- Kulturarena
- Volkshaus Jena
- Kurz- und Kleinkunstbühne Jena (Kabarett)

Philharmonie

Die „Jenaer Philharmonie“ wurde 1934 als Konzertorchester gegründet und 1969 auf ihre heutige Größe erweitert. Zu ihr gehören auch drei Chöre: Philharmonischer Chor (gegründet 1970), Knabenchor (1976) und Madrigalkreis (1968).1968

Museen

Im Stadtmuseum Göhre gibt es neben einem Museum zur Stadtgeschichte auch Wanderausstellungen. Das Schott GlasMuseum bietet Einblicke in die Produktion und Verwendung von Glas. Im Optischen Museum findet man eine Ausstellung zur Geschichte und der Funktionsweise optischer Geräte, wie Brillen oder Mikroskope. Biologische Ausstellungen findet man im Phyletischen Museum und im Botanischen Garten. Literarische Ausstellungen sind im Romantikerhaus und in der Goethe-Gedenkstätte zu finden. Es gibt in der Gemeinde Cospeda eine Gedenkstätte zur Schlacht bei Jena und Auerstädt. Wanderaustellungen sind nicht nur in der Göhre, sondern auch in der Schott-Villa oder dem Prinzessinnenschloss zu finden.

Denkmäler

In Jena gibt es mehrere Holocaustdenkmäler. Unteranderem hängen an der B 7 mehrere Gedenktafeln für die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald, die hier auf ihrem Todesmarsch zum Ende des zweiten Weltkrieges vorbeigekommen sind. Am Westbahnhof hängt eine Gedenktafel, da von hier die Juden, Roma und Sinti in die Züge für die Konzentrationlager verladen wurden. Ein Denkmal steht an der B 7 zwischen der Johanniskirche und der Friedenskirche. Auf dem Stein steht der Spruch „Den Toden zum Gedenken, den Mördern zur Schande, den Lebenden zur Mahnung“. Zu den wichtigsten Kriegsdenkmälern gehört ein Soldatendenkmal auf dem Nordfriedhof, sowie das Denkmal auf dem Friedensberg.

„Sieben Wunder“ von Jena

In Jena gibt es sieben sogenannte Wunder, für die die Stadt schon im Mittelalter über die Grenzen hinweg beworben wurde. Heute sind nicht mehr alle dieser ehemaligen Wunder vorhanden, bzw. wurden ersetzt. Eines der sieben Wunder ist der Tunnel unter dem Altar (Ara) der Stadtkirche, welcher früher einziger Zugang zum ehemaligen Kloster war. Der Schnapphans (Caput=Das Haupt) am Rathaus ist das zweite Wunder. Er schnappt jede volle Stunde nach einer Goldenen Kugel an einem Stab, die ein Pilger hält. Eine Legende besagt, dass die Welt unterginge, wenn er sie schnappen kann. Der Original-Schnapphans ist heute im Stadtmuseum zu sehen. Am Rathaus schnappt heute ein neuer Schnapphans. Eine Drachenstatue (Draco) aus dem 16. Jahrhundert mit sieben Köpfen, vier Beinen, zwei Armen und vier Schwänzen, ist das dritte Wunder. Über den Grund der Entstehung kann heute nichts mehr gesagt werden. Der markanteste Berg (Mons) Jenas, der Jenzig (ein Muschelkalkberg) ist das vierte Wunder. Als fünftes Wunder gilt die alte Camsdorfer Brücke (Pons), eine Steinbogenbrücke, welche Anfang des 20. Jahrhunderts einer neuen Brücke weichen musste. Auf ihr befand sich auch eine Kapelle. Die neugebaute Brücke wurde 1945 Opfer der Sprengung durch deutsche Truppen. Die Sprengung war eigentlich sinnlos, da die Amerikaner die Saale an einer anderen Stelle schon überquert haben. In der DDR-Zeit wurde die Brücke mit Hilfe der Russischen Besatzer wieder aufgebaut, trug daher auch den Namen "Brücke der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft. Es war das erste Bauwerk Jenas, was nach dem Krieg wiedererbaut wurde. Die neue Camsdorfer Brücke musste 2005 saniert werden. Das sechste Wunder ist ein alter Bergfried, der zur Burg Kirchberg (nicht der Königspfalz Kirchberg, welche westlich davon lag) gehörte, auf dem Hausberg. Sein heutiger Name ist Fuchsturm (Vulpecula Turris). Über ihn gibt es mehrere Legenden. Eine besagt, dass sich an dieser Stelle der Boden unter den Füßen eines Riesen auftat und ihn verschlang. nur seine kleiner Finger ragte noch hinaus. Weitere Legenden ranken sich um das Zustandekommen seines heutigen Namens. Das siebte und letzte Wunder der Stadt Jena ist das heute nicht mehr existierende Weigelsche Haus (Weigeliana Domus). Es stand bei der Stadtkirche und wurde zur Verbreiterung der Straße abgerissen. Seinen Ruhm verdankt es dem Mathematikprofessor Erhard Weigel aus dem 17. Jahrhundert. Er hat hier unter anderem eine Weinleitung und einen Fahrstuhl eingebaut.

Archive


- Stadtarchiv
- Unternehmensarchiv SCHOTT JENAer GLAS GmbH
- Unternehmensarchiv Carl Zeiss Jena GmbH
- Archiv der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Bauwerke

Das markanteste Gebäude in Jena und Wahrzeichen ist der JenTower (im Volksmund Uniturm), das höchste Bürogebäude in den neuen Bundesländern. Daneben gibt es noch den alten, nicht mehr in Betrieb stehenden Fernsehturm auf dem Landgrafen, und die Turmüberreste der alten Stadtmauer. Dazu gehören der 1995 bei Sanierungsarbeiten eingestürzte Rote Turm am Süd-östlichen Ende, der Anatomieturm, in dem Johann Wolfgang von Goethe geforscht hat und mit C.J. Loder den Zwischenkieferknochen entdeckte, am Süd-westlichen Ende und das Johannistor am westlichen Ende des alten Stadtkerns. Vom Johannistor verläuft ein kurzes Mauerstück, auf dem das sog. Haus auf der Mauer steht, bis hin zum ehemaligen Pulverturm im Nordwesten des Stadtkerns. Innerhalb des Stadtkerns findet man das Collegium Jenense, ein altes Universitätsgebäude, das in einem ehemaligen Kloster eingerichtet wurde. Am historischen Marktplatz befindet sich neben dem historischen Rathaus mit dem Schnapphans auch die Göhre, in der sich das Stadtmuseum befindet. Auf dem Marktplatz steht ein Denkmal von Johann Friedrich I., dem "Großmütigen", dem Begründer der Jenaer Universität. In Jena wird er auch "Hanfried" genannt. Am Nordöstlichen Ende liegt das Universitäts-Hauptgebäude. Es wurde 1905-1908 erbaut. An seiner Stelle stand bis dahin das alte Jenaer Stadtschloss, das eigens dafür abgerissen wurde. An das Schloss erinnert heute nur noch der alte Schlossbrunnen im Innenhof. Verlässt man den Stadtkern in nördliche Richtung, so kommt man zur neu erbauten Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (kurz ThULB). Das Gebäude enthält fast alle Bibliotheken der Friedrich-Schiller Universität, sowie eine große Restaurations- und Digitalisierungswerkstatt. Links neben der ThULB, in nördlicher Richtung, findet sich der Botanische Garten und gleich dahinter das am 18. Juli 1926 eröffnete Zeiss-Planetarium. Es ist das älteste erhaltene Planetariumsgebäude. Nach dem Planetarium kommt das Griesbachsches Gartenhaus, auch Prinzessinnenschlößchen genannt, mit einer großen Gartenanlage. Verlässt man den Stadtkern in westlicher Richtung, so trifft man auf eines der ersten deutschen Hochhäuser, welches sich am Ernst-Abbe-Platz befindet. Daneben befindet sich das Einkaufszentrum Goethe-Galerie, welche auf einem ehemaligen Fabrikgelände des Carl-Zeiss Kombinates erbaut wurde. Auf einem der Gebäude zwischen Ernst-Abbe-Platz und der Galerie findet man eine kleine Kuppel, wo die ersten Aufführungen des Planetariums durchgeführt wurden. Durchquert man die Goethe-Galerie weiter Richtung Westen, so gelangt man auf einen Platz, der an die Galerie, das Volkshaus, sowie dem alten Klinikgelände Bachstraße grenzt. Auf dem Platz ist ein Denkmal in Form eines Tempels für Ernst Abbe gebaut. Das Volkshaus beinhaltet heute nicht nur Säle für diverse Veranstaltungen und Aufführungen und die Probenräume der Jenaer Philharmonie, sondern auch einen Großteil der Jenaer Stadtbibliothek, der Ernst-Abbe-Bibliothek. Verlässt man den Stadtkern vom Anatomieturm aus in südlicher Richtung, so kommt man zum Schillerhaus mit Garten und dem Theater, von dem heute nur noch der Bühnenraum steht. Im Schillergäßchen befindet sich die Volkssternwarte Urania Jena. Hier werden regelmäßig öffentliche Himmelsbeobachtungen und astronomische Vorträge angeboten. Geht man vom Stadtkern aus in östlicher Richtung und überquert die Saale über die neue Camsdorfer Brücke, so kommt man zur Grünen Tanne, dem Gründungsort der Jenaische Burschenschaft, die heute als die Urburschenschaft bezeichnet wird. Der Gasthof befindet sich heute im Besitz der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller.

Brücken

Jena ist durch die Saale geteilt, was mehrere Brücken erforderlich machte. Die alte Camsdorfer Brücke, welche zu den sieben Stadtwundern gehört, wurde ab Juli 1912 abgetragen und bis November 1913 durch eine breitere ersetzt, um dem stärker werdenden Verkehr gerecht zu werden. Die im Zweiten Weltkrieg durch die Wehrmacht gesprengte Camsdorfer Brücke wurde 1946 mit Hilfe der sowjetischen Armee wieder aufgebaut und musste auf Grund schwerwiegender Schäden im Jahr 2005 komplett saniert werden. Lange Zeit war die Camsdorfer Brücke der einzige im Schwerlastverkehr befahrbare Übergang im Jenaer Stadtgebiet. Weitere Brücken wurden erst im ausgehenden 19. Jahrhundert erbaut. So waren es die Schützenbrücke (seit 1882) und der Wiesensteg, die vor allem Bedeutung für den Fußgängerverkehr hatten. Dies hatte vor allem mit der regen Bautätigkeit in Obercamsdorf und Wenigenjena zu tun. 1927/1928 wurde die Schützenbrücke durch die einige Meter stromaufwärts neu erbaute Paradiesbrücke ersetzt. Der Wiesensteg bekam als Ersatz die etwas stromaufwärts gelegene Griesbrücke. Zwischen dem Südviertel und der Oberaue befindet sich eine Fußgängerbrücke. Nach Eingemeindung verschiedener umliegender Dörfer kamen die Brücke zwischen Zwätzen und Kunitz, sowie die Burgauer Brücke und die Mauaer Brücke dazu. In den achtziger Jahren wurde zwischen Neu-Lobeda-West und Göschwitz eine weitere Brücke errichtet. Erst in den neunziger Jahren wurde dann die Umgehung von Wenigenjena fertig gestellt, die Jena-Ost mit der Innenstadt durch die Wiesenbrücke, (Jenzigweg/Löbstedter Straße) verbindet. Die Brücke in Burgau wurde, wie die übrigen Jenaer Brücken auch, 1945 gesprengt. Sie ist heute, nach ihrem Wiederaufbau, für Kraftfahrzeuge gesperrt und entspricht in ihrer bildlichen und konstruktiven Erscheinung dem mittelalterlichen Vorbild. Der Autoverkehr wird über eine Neubaubrücke aus den neunziger Jahren geleitet. Für die Straßenbahn wurde in der Oberaue eine separate Brücke errichtet. Nur in Burgau und an der Paradiesbrücke wurden vorhandene Brücken aus den vierziger Jahren genutzt.

Burgen und Befestigungsanlagen

19. Jahrhundert Von den ehemaligen Burgen von Jena sind heute nur Ruinen oder kleine Teile vorhanden. Die südlichste Burg ist die obere Lobdeburg. Die untere Lobdeburg befindet sich direkt in Lobeda. Eine weitere Burg der Lobdeburger befand sich in der Ortslage Burgau. Auf dem Johannisberg (zwischen Lobeda und Wöllnitz) befinden sich gleich mehrere Befestigungsanlagen. Die jüngste der Wallanlagen stammt aus der Zeit des 7.-9. Jh. Östlich des Stadtkerns befinden sich gleich 4 ehemalige Befestigungsanlagen. Der Fuchsturm ist übrig gebliebener Turm der aus dem 12. Jahrhundert herrührenden Burganlage Kirchberg. Von West nach Ost findet man die Reste der Burgen Greifberg, Königspfalz Kirchberg (10. Jahrhundert), Burg Kirchberg (12.Jh.) und Windberg. Weiter nördlich, auf dem Jenzig befindet sich eine Steinzeitliche Wallanlage. Im Norden findet man die Ruine Kunitzburg, eigentlich Burg Gleisberg, ehemaliger Sitz von Reichsministerialen. In Jena selbst befand sich auf dem Gelände des heutigen Hauptgebäudes der Friedrich-Schiller-Universität das Stadtschloß, welches von 1670 bis 1692 Regierungssitz des Herzogtums Sachsen-Jena war. Dieses musste dem Universitätsneubau weichen, der 1908 anläßlich des 350-jährigen Universitätsjubliläums eingeweiht wurde.

Kirchen

Als älteste noch bestehende Kirche Jenas gilt die römisch-katholische Kirche St. Johannes Baptist im Stadtzentrum in der Wagnergasse. Der erste Teil wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Neben der katholischen Kirche steht die ehemalige Garnisonskirche Friedenskirche auf dem Johannesfriedhof. Eigentlich heißt diese Johann-Georgs-Kirche. Nachdem Jena 1672 Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar wurde, erbaute man auf Anraten Johann-Georgs II., Herzog von Sachsen-Eisenach, die Kirche auf dem Gelände des alten Johannisfriedhofes in den Jahren 1686 - 1693, sie wurde nach ihrem Begründer benannt. Der Friedhof erstreckte sich früher auch bis zur katholischen Kirche, jedoch wurde er durch den Bau der Bundesstraße nach Weimar stark verkleinert. Im Stadtzentrum befindet sich die heutige Stadtkirche St. Michael, die eigentliche Parrochialkirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie erfuhr mehrere Umbauten. Die größten Veränderungen wurden bei der Errichtung des ehemaligen Zisterzienser-Nonnenklosters vorgenommen. Über das Alter der Kirche gibt es unterschiedliche Lehrmeinungen. Höchstwahrscheinlich ist sie infolge der Entstehung der deutschen Marktsiedlung im 12. Jahrhundert entstanden, als Nachfolger der heute in Wenigenjena stehenden Kirche.

Friedhöfe

Den ältesten Friedhof in Jena hat man im Bereich der Kirche unserer lieben Frauen in Wenigenjena entdeckt. Er reicht ins 9. Jahrhundert zurück. Daher wird von Seiten des Stadtarchäologen Matthias Rupp angenommen, dass in Wenigenjena der Ursprung Jenas liegt. Der größte Friedhof in Jena ist der Nordfriedhof. An zweiter Stelle ist der Ostfriedhof zu nennen (1912 eingeweiht). Daneben gibt es noch den Johannisfriedhof, der wahrscheinlich im Zuge der planmäßigen Stadtanlage Jenas außerhalb der Stadtmauern errichtet wurde. Dieser war der mittelalterliche und neuzeitliche Friedhof der Stadt Jena. Im Lauf des 19. Jh. wurde dieser zu klein für die expandierende Stadt und so wurde der Grundstein für den Nordfriedhof gelegt. Der Johannisfriedhof wird seit 1978 nur noch als Park genutzt. Weitere Friedhöfe finden sich in den jeweiligen eingemeindeten Dörfern. In den Kirchen selbst finden sich vor allem Grabgelege der Pastoren und vornehmen Herren der Stadt Jena. So gab es diese in St. Michael, in der Kollegienkirche, dem Karmeliterkloster, im Hospital und zu St. Nicolaus.

Parks


- Paradies: historischer Park in der Saaleaue zwischen Saale und Stadtzentrum
- Oberaue Parkanlage zwischen Saale und Kernbergen, in dem auch die Sportstadien der Stadt liegen mit historischen Brunnen und einem Naturschutzgebiet.
- Botanischer Garten
- Grießbachscher Garten
- Friedensberg mit Kriegerdenkmal

Regelmäßige Veranstaltungen


- April: Schwarzbiernacht
- Mai: Brunnenfest am Romantikerhaus
- Juni: Museumsmarkt auf dem Marktplatz
- Juli bis August: Kulturarena - sechswöchiges Open-Air-Musikfestival im Zentrum
- September: Jenaer Jazztage
- September/Oktober: Altstadtfest
- Oktober/November: Irische Tage
- November: Theater in Bewegung - internationales Tanz- und Bewegungstheaterfestival (alle 2 Jahre)
- Dezember: Weihnachtsmarkt

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Siehe: Liste der Ehrenbürger von Jena

Söhne und Töchter der Stadt


- 1590, Johann Matthäus Meyfart, Rektor, Professor für Theologie, Pfarrer, Dichter ("Jerusalem, du hochgebaute Stadt")
- 1761, 28. Oktober, August Batsch, Botaniker
- 1881, 3. April, Hans Kniep, Botaniker
- 1883, Curt Unkel, Völkerkundler
- 1891, 17. Januar, Walter Eucken, Ökonom und wichtiger Vertreter des Ordoliberalismus
- 1911, 28. Juni, Bernhard, Prinz der Niederlande, Gatte der ehemaligen niederländischen Königin Juliana und Vater von Königin Beatrix, Vorsitzender des World Wildlife Fund 1961-77, Generalinspekteur der Streitkräfte 1970-1976, Mitbegründer und Vorsitzender der hochexklusiven Bilderberg-Konferenz 1954-1976
- 1914, Konrad Buchwald, deutscher Botaniker, Naturschützer und Landesplaner.
- 1937, 18. September, Geert Müller-Gerbes, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 1952, 22. September, Lutz Rathenow, Lyriker und Prosaautor
- 1954, Werner Büttner, Maler
- 1969, 16. Juli, Sahra Wagenknecht-Niemeyer, Politikerin der Linkspartei
- 1973, 17. November, Bernd Schneider, Fußballnationalspieler Nicht in Jena geboren sind die folgenden Personen, die aber in Jena gewirkt haben:
- Ernst Abbe,
- 23. Januar 1840 in Eisenach; † 14. Januar 1905 in Jena, Astronom, Mathematiker, Physiker, Optiker, Unternehmer und Sozialreformer
- Hans Berger,
- 21. Mai

Chemiker

Chemiker sind
Naturwissenschaftler, die sich mit Chemie befassen.

Ausbildung zum Chemiker in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland ist an etwa 50 Hochschulen das Studium der Chemie möglich. Es beginnt mit einem viersemestrigen Grundstudium, das mit der nicht berufsqualifizierenden Vordiplom-Prüfung abgeschlossen wird. Nach dem Hauptstudium folgen die meist mündlichen Diplomprüfungen und die sechs- bis neunmonatige Diplomarbeit. Danach ist eine - meistens mehrere Jahre dauernde - Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) möglich und wird derzeit von ca. 87% aller in einem Absolventenjahrgang in Deutschland diplomierten Chemiker begonnen. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GdCh), die Fachorganisation der Chemiker in Deutschland, hat knapp 27.000 Mitglieder.

Bedeutende Chemiker aus der ganzen Welt

Chemie ist eine der fünf Disziplinen in denen seit 1901 der Nobelpreis vergeben wird. Zu den Nobelpreisträgern für Chemie zählen unter anderem Marie Curie, Ernest Rutherford und Otto Hahn .

Sortierte Listen bedeutender Chemiker


- Bedeutende Chemiker chronologisch nach Geburtsdatum sortiert
- Bedeutende Chemiker alphabetisch sortiert
- Bedeutende Chemiker nach Fachgebieten geordnet und alphabetisch sortiert ! ja:化学者

Platin

Platin ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Pt und der Ordnungszahl 78. Platin ist ein schweres, schmiedbares, dehnbares, edles, grau-weißes Übergangsmetall. Platin ist sehr korrosionsbeständig und wird zur Herstellung von Schmuckwaren, Laborgeräten, Zahnimplantaten, Kontaktwerkstoffen und Katalysatoren verwendet.

Geschichte

Platin wurde schon vor der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus von den Indianern Südamerikas benutzt. Der Name leitet sich vom spanischen Wort platina, der Kleinerungsform von plata "Silber", ab. Die erste europäische Referenz stammt von dem italienischen Humanisten Julius Caesar Scaliger (1484-1558). Er beschreibt ein mysteriöses weißes Metall, das sich allen Schmelzversuchen entzog. Eine ausführlichere Beschreibung der Eigenschaften findet sich in einem 1748 veröffentlichten Bericht von Antonio da Ulloa. Das Problem der Platinschmelze wurde im 19. Jahrhundert von dem deutschen Chemiker Heraeus gelöst.

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