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Labour Party
Die Labour Party (auch nur Labour) (dt. "Arbeiterpartei") ist neben der Conservative Party, und den Liberal Democrats eine der drei großen Parteien Großbritanniens. Sie stellt auch den momentanen Premierminister Tony Blair.
Geschichte
Die Partei wurde 1900 als Labour Representation Committee (LRC) gegründet und setzte sich zu diesem Zeitpunkt aus Gewerkschaften und sozialistisch orientierten Parteien wie der "Independent Labour Party" (1893 gegründet) sowie der Fabian Society zusammen. Sie entstammt damit dem später so benannten Tradeunionismus. Individuelle Mitglieder wurden erst im Anschluss an die Parteireform nach dem Ersten Weltkrieg aufgenommen.
Nach den Unterhauswahlen 1906 wurde das LRC in Labour Party umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt dominierten in England vor allem die Conservatives sowie die Liberals. Die Liberale Partei stand dem LRC bzw. der Labour Party jedoch näher als die Conservatives, so dass sich eine Zusammenarbeit anbot. Diese drückte sich u.a. in Absprachen zur Vermeidung von Wahlkämpfen zwischen Labour/Liberal-Kandidaten (Wahl-Entente) aus.
Wie die SPD in Deutschland, so spaltete sich auch die Labour Party in England 1914 während des Ersten Weltkriegs an der Kriegsfrage. Der pazifistische Flügel um Ramsay MacDonald konkurrierte mit dem patriotischen Flügel Arthur Hendersons.
Dennoch kam es nicht zum Bruch, was dem föderativen Aufbau der Labour Party zugerechnet werden kann.
Infolge des Bedeutungsverlustes der Gewerkschaften, insbesondere durch gescheiterte Streikversuche ("Triple Alliance" 1921), gelang es der Führung der Labour Party um Henderson, den Einfluss der Gewerkschaften allmählich einzudämmen. Die Partei wurde für breitere Volksschichten wählbar und nahm auch den abgespaltenen linken Flügel der liberalen Partei auf.
Spätestens mit der Wahl von 1924, nach der die Labour Party für kurze Zeit in Koalition mit den Liberals erstmals die Regierung stellen konnten, kann die Labour Party als etabliert angesehen werden.
Tony Blairs New Labour
Seit Anfang der 1990er Jahre ändert die Partei unter dem Vorsitzenden Tony Blair ihre Ausrichtung.
Statt Klassenkampf bis hin zum Fernziel Sozialismus, der Umverteilung von Reich zu Arm und der Gewerkschaftsnähe steht New Labour heute für Privatisierungen und einen liberalen, kapitalismusfreundlichen Kurs.
Daher sagen inzwischen manche Sozialdemokraten, dass die britische Labour Party inzwischen nicht mehr als sozialdemokratische Partei, sondern als Mitte-Rechts-Partei angesehen werden muss. Das drückte sich z.B. international sichtbar in den unterschiedlichen Positionen der Briten im Vergleich zu den Positionen der Franzosen und Deutschen in der Frage der Unterstützung des Irak-Kriegs aus.
Ähnliche Wandlungen ihrer sozialdemokratischer Parteien haben Gerhard Schröder ("Neue Mitte", "Agenda 2010") und der Spanier Zapatero ("nuevo camino", "neuer Weg") gegen vehementen Widerstand aus den eigenen Reihen vollzogen, was sich in internationalem Sozialabbau, Verstärkung der Globalisierung und dem Ruf nach der Verlängerung der Arbeitszeit ausdrückt, von Rücktritten (z.B. Robin Cooks), Austritten und Demonstrationen begleitet wird und von Kritikern als Verrat an der Sozialdemokratie bezeichnet wird.
Andere Historiker und Politologen halten die Reformen für die einzig mögliche Antwort auf die sich wandelnden wirtschaftlichen und politischen Bedingungen.
Diese "New Labour"-freundliche Interpretation sieht dadurch die Wandlungsfähigkeit der europäischen Sozialdemokratie bewiesen.
Auf europäischer Ebene ist die Partei innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Europas organisiert.
Weblinks
- http://www.labour.org.uk/home
Kategorie:Britische Partei
Kategorie:Sozialdemokratische Partei
ja:労働党 (イギリス)
ArbeiterDer Arbeiter,
# ist ein Mensch, der durch körperliche oder/und geistige Arbeit ein Ziel zu erreichen sucht (körperliche Arbeit, geistige Arbeit);
# der Lohnarbeiter, der seine Arbeitskraft gegen Entgelt (den Lohn) einem anderen, dem Unternehmer, Arbeitgeber zur Verfügung stellt und damit seinen Lebensunterhalt verdient.
# bezeichnet in Abgrenzung zu anderen Arbeitnehmern wie Angestellten oder Beamten den Industriearbeiter.
Industriearbeiter
4. Abweichend davon (was mitunter zu Missverständnissen führt) bezeichnen Linke, Marxisten und ein Teil der Gewerkschaften mit der Arbeiterklasse die Gruppe jener Menschen, die darauf angewiesen sind, ihre Arbeitskraft einem Unternehmer zu verkaufen. In einigen deutschen Manteltarifverträgen wurde entsprechend in den letzten Jahren die als obsolet (überholt) empfundene Trennung von Arbeiter und Angestellten - die in manchem Industriebetrieb die gleiche oder eine ähnliche Tätigkeit verrichten - aufgehoben.
In der Abbildung sind diese früher in der VGR als "abhängig Beschäftigte" bezeichneten Arbeiter, die inzwischen als "Arbeitnehmer" auch in der VGR bezeichnet werden für die Länder der Triade als Anteil an den Erwerbstätigen insgesamt, also Arbeitnehmer zuzüglich "Selbständige und mithelfende Familienangehörige", dargestellt.
5. war (in Deutschland) bis zum 1.10.2005 gegenüber einem Angestellten unterschiedlich rentenversichert (Arbeiter in den Landesversicherungsanstalten, Angestellte in der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte). Die Trennung zwischen der Rentenversicherung der Arbeiter und der Angestellten wurde zum 1. Januar 2005 aufgehoben. Mit der Gründung der Deutschen Rentenversicherung zum 1. Oktober 2005 erfolgt die Aufteilung auf unterschiedliche Rentenversicherungsträger nach einem Verteilungsschlüssel, nicht mehr nach der Einordnung als Arbeiter oder Angestellter.
Auch heute ist dieser Status noch relevant für die Frage, ob der Arbeitgeber sich an einem Fond zur Deckung der Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall beteiligen muß.
Im Krankenversicherungsrecht existiert die Unterscheidung in Arbeiter und Angestellte schon seit Jahren nicht mehr.
Literatur
- Peter Decker, Konrad Hecker: Das Proletariat. Politisch emanzipiert, sozial diszipliniert, global ausgenutzt, nationalistisch verdorben. Gegenstandpunktverl., München 2002, ISBN 3-929211-05-X
- Chris Harman: Workers of the World – Die Arbeiterklasse im 21. Jahrhundert. Übersetzung aus dem Englischen von Thomas Walter. Edition aurora, Frankfurt am Main, ISBN 3-934536-08-5
- Ingrid Kuczynski (Hrsg.): Den Kopf tragt hoch trotz allem! Engl. Arbeiterautobiographien d. 19. Jh. Reclam, Leipzig 1983
Siehe auch
- Arbeiterpartei, Arbeiterbewegung, Arbeiterklasse, Gewerkschaft
- Grundbegriffe des Arbeitsrechts, Arbeit (Philosophie), Arbeitslosigkeit, Lohnarbeit, Arbeiterrentenversicherung,
- Saisonarbeiter, Gastarbeiter, Fremdarbeiter, Wanderarbeiter
- Facharbeiter, Hilfsarbeiter
Weblinks
- http://www-zr.destatis.de/def/def1416.htm - Definition des Statistischen Bundesamtes der BRD
- [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/prol/prol-0.htm Gibt es heute noch eine Arbeiterklasse?] - Ökonomische Bestimmung
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Weiterhin bezeichnet der Begriff Arbeiterin eine Kaste bei Insektenvölkern, z.B. bei Bienen und Ameisen.
Kategorie:Arbeiter
Kategorie:Arbeitsrecht
Kategorie:Politik
Kategorie:Marxismus
Conservative PartyDie Konservative Partei (englisch Conservative Party) ist seit dem 19. Jahrhundert im britischen Zweiparteiensystem eine der beiden Parteien, die abwechselnd die Rolle der Regierungs- und die der offiziellen Oppositionspartei wahrnehmen. Ihre Gegenspielerin war bis zum Ersten Weltkrieg die Liberal Party, deren Rolle danach allmählich von der Labour Party übernommen wurde.
Die Konservative Partei bildete sich um 1830 um Robert Peel aus einer lockereren Gruppierung, der Tory Party. Die Konservativen werden daher heute noch als Tories bezeichnet.
Ihr erstes Programm, das "Tamworth Manifest", formulierte sie 1834.
Nach 1846 befand sich die Partei in der Opposition. Ab 1874 wurde die Partei unter Disraeli wieder regierungsfähig und stellte mit Lord Salisbury und Lord Balfour erfolgreiche Premierminister.
Seit der 1912 erfolgten Vereinigung mit der Unionist Party, einer Abspaltung von den Liberalen, die die Union Großbritanniens mit Irland aufrecht erhalten wollte und gegen die irische Selbstregierung eintrat, heißt die Partei offiziell Conservative and Unionist Party.
Im 19. Jahrhundert waren die Konservativen die Hauptverfechter der Politik des Imperialismus. Unter Premierminister Benjamin Disraeli wurde Königin Viktoria zur Kaiserin von Indien gekrönt. Die Frage des Freihandels spaltete allerdings die Partei während des ganzen 19. Jahrhunderts und führte 1906 zum letzten großen Wahlsieg der Liberalen. Der spätere konservative Premierminister Winston Churchill verließ während dieser Zeit die Konservativen und wurde ein Liberaler.
1922 führte eine parteiinterne Revolte in der Konservativen Partei zum Sturz des liberalen Premierministers David Lloyd George, der seit dem Kriegsjahr 1917 einer Koalitionsregierung vorstand. Seitdem stellten die Konservativen in der meisten Zeit des 20. Jahrhunderts den Premierminister. In den 1920er und 1930er Jahren löste Labour die Liberalen als zweitgrößte Partei ab, wobei die Arbeitspartei allerdings erst 1945 erstmals die absolute Mehrheit erringen und somit eine Alleinregierung bilden konnte. Sie löste die seit 1940 bestehende Kriegskoalition unter Winston Churchill ab, der allerdings 1951 wieder einen Wahlsieg für die Tories errang. Die längste Amtszeit im 20. Jahrhundert hatte die konservative Premierministerin Margaret Thatcher, die das Bild der Konservativen Partei von einer Vertreterin der Klassengesellschaft hin zur Protagonistin der Leistungsgesellschaft wandelte.
Unter Thatcher wurden die Tories auch zu euroskeptischsten der großen Parteien Großbritanniens. Die Haltung zur Europäischen Union und die Frage der Einführung des Euro in Großbritannien spaltet die Partei bis heute. Ein weiteres Problem der Partei ist die starke Überalterung ihrer Mitgliederschaft.
Seit dem Wahlsieg der Labour Party unter Tony Blair 1997 sind die Konservativen in der Opposition, Parteivorsitzender ist Michael Howard.
Weblinks
- [http://www.conservatives.com/ The Conservative Party]
- [http://www.scottishtories.org.uk/ The Scottish Conservative & Unionist Party]
- [http://www.conservatives.com/wales/ Welsh Conservatives]
- [http://www.conservativesni.com/ Conservatives in Northern Ireland]
- [http://www.conservatives.com/cf/ Conservative Future] - Jugendorganisation der Partei
- [http://www.conservative-party.net/ Ein Archiv Konservativer Wahlprogramme von 1900 bis heute und ein Verzeichnis konservativer Partei-Websites, einschließlich Wahlkreisorganisationen (englisch)]
Kategorie:Großbritannien
Kategorie:Britische Partei
Kategorie:Konservatismus
ja:保守党 (イギリス)
nb:Det konservative parti (Storbritannia)
Liberal DemocratsDie Liberal Democrats gingen 1988 aus der Vereinigung von Liberal Party und Social Democratic Party hervor. Sie sind die drittgrößte Partei Großbritanniens. Vorsitzender der Liberaldemokraten ist seit dem 9. August 1999 der Parlamentsabgeordnete Charles Kennedy.
Da das britische Mehrheitswahlrecht bewirkt, dass kleinere Parteien im Unterhaus unterrepräsentiert sind, schlossen sich 1988 die beiden kleineren Parteien in der Mitte des politischen Spektrums, die Liberal Party und die Social Democratic Party, zusammen, nachdem sie bei den Unterhauswahlen 1983 und 1987 bereits eine Wahlallianz gebildet hatten. Die damit verbundene Hoffnung, mit der Conservative Party und der Labour Party gleichzuziehen, erfüllte sich allerdings nicht. Allerdings stellen die Liberal Democrats diverse kommunale Regierungen und sind in Schottland an der Regierungskoalition mit der Labour Party beteiligt.
Ursprünglich hofften die Liberal Democrats, die in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts noch eher sozialistische Labour Party als zweitstärkste Kraft ablösen zu können. Unter John Smith und Tony Blair rückte die Arbeitspartei allerdings mehr in die politische Mitte und somit in die Nähe der Liberal Democrats, deren Strategie nunmehr die Ablösung der Konservativen, die sich in den letzten Jahren im politischen Spektrum eher nach rechts bewegt haben, als offizielle (d.h. stärkste) Oppositionspartei ist. Die Konzentration auf die aussichtsreichsten Wahlkreise führte bei den Unterhauswahlen 1997, 2001 und 2005 zu einer deutlichen Steigerung der Zahl der Mandate für die Liberal Democrats, die allerdings letztendlich eine Änderung des Wahlrechts anstreben, die ihnen eine Zahl von Unterhaussitzen entsprechend ihres landesweiten Stimmanteils sichert. Bei den Wahlen am 5. Mai 2005 erreichten die Liberaldemokraten mit 62 Mandaten das beste Ergebnis seit 1923.
Die Liberal Democrats sind die proeuropäischste der drei großen Parteien. Innenpolitisch treten sie für eine Stärkung der unter der Labour-Regierung im Rahmen der Terrorismus- und Verbrechensbekämpfung eingeschränkten Bürgerrechte und eine Verbesserung der Leistungen des öffentlichen Dienstes ein. In diesem Zusammenhang sind für die Liberal Democrats auch Steuererhöhungen in Betracht zu ziehen – ein Thema, bei dem sie sich von den beiden anderen großen Parteien unterscheiden.
Im Europäischen Parlament stellen die Liberal Democrats die größte Landesgruppe der ALDE-Fraktion, der drittgrößten nach Konservativen und Sozialdemokraten.
Literatur
- Roy Douglas: Liberals : The History of the Liberal and Liberal Democrat Parties. – London : Hambledon & London, 2005. – ISBN 1852853530
Weblinks
- [http://www.libdems.org.uk Offizielle Parteiwebsite]
Kategorie:Britische Partei
Kategorie:Liberale Partei
ja:自由民主党 (イギリス)
Großbritannien
Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland.
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Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen.
Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.
Geographie
Bretagne
Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne.
Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste.
Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen.
Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry.
Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien
Klima und Vegetation
Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden.
Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten.
Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut.
Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.
Bevölkerung
Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner.
Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.
Sprachen
Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel.
Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language.
Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall).
Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:
- United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
- Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
- An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
- Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
- An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
- Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)
Minderheiten
Es gibt mehrere ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich, die ca. 7,9 % der Bevölkerung ausmachen. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil dieser Minderheiten erklärt sich aus der Einwanderung einer großen Anzahl von Bewohnern ehemaliger britischer Kolonien in der Karibik und des indischen Subkontinents, vor allem in den 1950ern und den 1960ern. Es gibt folgende Hauptminderheiten:
Karibischer oder afrikanischer Abstammung („Black Caribbean“ bzw. „Black African“ - über 1,1 Millionen)
Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950ern, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Trinidad und Tobago und Dominica. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht.
Inder (über 1 Million - 2001)
Die Inder stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, nach Großbritannien auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle.
Pakistaner (747.285 - 2001)
Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern nach Großbritannien und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben in Großbritannien. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam.
Bengalen (283.063 - 2001)
Die Bengalen gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime.
Chinesen (247.403 - 2001)
Ein Großteil der chinesischen Einwanderer in Großbritannien wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen in Großbritannien, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern Großbritanniens.
Sinti & Roma (ca. 120.000)
Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Heutzutage werden aber auch Einwanderer aus Osteuropa, etwa aus Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei dazugezählt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate.
Nach Schätzungen der UNO leben in Großbritannien mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft.
Religion
Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion.
Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man in Großbritannien gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden.
Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in
- England die
- Church of England (Anglikanisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- Methodistische Kirche
- United Reformed Church (Reformiert)
- Schottland die
- Church of Scotland (Reformiert/Presbyterianisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- United Reformed Church (Reformiert) (in Schottland entstanden aus der Congregational Union bzw. Church und anderen reformierten Gemeinden)
- Methodistische Kirche
- Wales die
- Church in Wales (Anglikanisch)
- United Reformed Church (Reformiert)
- Römisch-Katholische Kirche
- Methodistische Kirche
- Nordirland die
- Church of Ireland (Anglikanisch)
- Römisch-Katholische Kirche
- Verschiedene Presbyterianische Kirchen
Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an (Agnostiker, Atheisten und Heiden).
Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland
Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland
In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte.
Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wird seit 1927 verwendet.
Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Großbritannien war gezwungen, sich mehr Europa (Kontinentaleuropa) zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wales und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente.
Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005
Politik
Hauptartikel: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Britische Monarchie
Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie (Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.), Premierminister ist Tony Blair. Hort der Souveränität ist das Parlament, das aus Oberhaus (House of Lords: Adel, heute größtenteils nichterblicher Verdienstadel, und einige anglikanische Bischöfe) und Unterhaus (House of Commons: nach Mehrheitswahlrecht gewählte Abgeordnete) besteht. Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Charta). Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, es gibt allerdings Gesetze mit Verfassungsrang. Schottland und Wales haben seit den 1990er Jahren eigene Landesparlamente und -regierungen. In Schottland und Wales gilt schon die Europäische Menschenrechtserklärung, in England steht sie vor der Einführung.
Das Vereinigte Königreich ist eines der Gründungsmitglieder der NATO und des Commonwealth of the Nations. Es ist außerdem ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates sowie Teil der Europäischen Union.
Militär
Das Vereinigte Königreich hat die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär mehr auf die Kriegsmarine, Royal Navy, und die Luftwaffe, Royal Air Force, als auf das Heer, die British Army. Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird.
Das Vereinigte Königreich unterhält zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.
Verwaltungsgliederung
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Großbritanniens und Nordirlands
Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question).
Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties).
Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet.
Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):
- Anguilla
- Bermuda
- Britische Jungferninseln
- Britisches Antarktis-Territorium
- Britisches Territorium im Indischen Ozean
- Kaimaninseln
- Falklandinseln
- Gibraltar
- Montserrat
- Pitcairninseln
- St. Helena
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
- Turks- und Caicosinseln
Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich (Crown dependencies):
- Kanalinseln
- Man
Beide haben eigene Legislativen und Rechtssysteme, werden jedoch im Bereich Verteidigung und internationale Beziehungen von der britischen Regierung vertreten.
Der britische Monarch ist Staatsoberhaupt nicht nur des Vereinigten Königreichs, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer, unabhängiger Commonwealth-Staaten.
Siehe auch: Liste der Städte in Großbritannien und Nordirland, Kronkolonie
Infrastruktur
Der Verkehr orientiert sich in Nord-Süd-Richtung.
Im Straßenverkehr wird links gefahren, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Kreisverkehre sind bei britischen Verkehrsplanern besonders beliebt, da es keine Rechts-vor-Links- oder Links-vor-Rechts-Regel gibt; an Kreuzungen ohne Kreisverkehr ist stets eine der Straßen als Vorfahrtsstraße markiert.
Von Bedeutung sind die Autobahnen (Motorways), die das Land (insbesondere England) sehr gut erschließen. Zudem begann man in den 1990er Jahren mit dem Bau mehrspuriger Überlandstraßen, um sowohl die Autobahnen wie auch die an kleineren Straßen gelegenen Orte zu entlasten. Die Inseln Großbritannien und Irland sind durch Fähren verbunden.
Das Vereinigte Königreich ist die wichtigste Drehscheibe des Weltluftverkehrs. Das gesamte Fluggastaufkommen ist mit rund 200 Mio. Passagieren pro Jahr (davon 125 Mio. auf den Londoner Flughäfen) das größte Europas. Insgesamt verfügt es über acht internationale und viele regionale Flughäfen. Heathrow im Westen Londons war mit 64 Millionen Passagieren 2003 der Flughafen mit dem größten internationalen Passagieraufkommen der Welt und zugleich auch der mit den meisten Flugbewegungen. Weitere wichtige Flughäfen sind Gatwick und Stansted bei London sowie Birmingham und Manchester.
Das dichte, 1994 privatisierte, älteste Eisenbahnnetz der Welt ist in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Rentabilitätsgründen stark geschrumpft. Durch den Eurotunnel besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Um diese Verbindung zu verbessern, wurde 2003 der erste Teil des Channel Tunnel Rail Link in Betrieb genommen. Diese erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Großbritanniens soll die Reisezeit deutlich verkürzen.
Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des aktuellen Jahrzehnts kam es wiederholt zu schweren Eisenbahnunfällen, die von Fachleuten auch auf eine mangelhafte Organisation bei der Privatisierung des Schienennetzes zurückgeführt wurden. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Schieneninfrastruktur 2002 wieder verstaatlicht wurde. Auch kommt es immer wieder zu erheblichen Verspätungen im Personenverkehr. Die offiziellen Erklärungen für die Verspätungen und Ausfälle sorgen auf der Insel immer wieder für Heiterkeit: Mal sind es „Blätter auf den Schienen“ (im Herbst), mal ist es „die falsche Sorte Schnee“ (im Winter), im Rest des Jahres sind es „Weichenprobleme“ oder „fehlende Lokführer“. Der Schienengüterverkehr in Nordirland wurde im Jahre 2004 eingestellt, während in Großbritannien in den letzten Jahren Zuwächse erzielt werden konnten.
Durch die Insellage des Vereinigten Königreiches, die räumliche Trennung Nordirlands vom restlichen Staatsgebiet und die vielen vorgelagerten Inseln besitzt die Seeschifffahrt traditionell eine große Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Southampton, London und Belfast. Schon seit der Antike sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen den Inseln und dem (Insel-)Festland bekannt. Es war einfacher, per Schiff von einem Ort zum anderen zu kommen als über das unwegsame bergige Land.
Siehe auch
- Kfz-Kennzeichen (UK)
- Straßensystem in Großbritannien
- Liste der Autobahnen in Großbritannien
- Liste von Eisenbahngesellschaften in Großbritannien und Nordirland
Wirtschaft
Das Vereinigte Königreich zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt.
Die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches ist dienstleistungsorientiert. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Computer und vor allem die Bodenschätze der Nordsee, nämlich Erdöl und Erdgas.
In den vergangenen Jahren erlebten vor allem die Rüstungsindustrie und der Schiffbau einen großen Aufschwung. Auch in der Luftfahrtindustrie ist Großbritannien wieder verstärkt vertreten, u. a. im Airbus-Konsortium und durch zahlreiche Kooperationen mit Boeing und Lockheed-Martin.
Großbritannien stellt zudem mehrere der größten Konzerne der Welt, darunter British Aerospace, BP, Shell und HSBC.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im 1. Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 %. Mit 23.080 Euro liegt das BIP pro Kopf im oberen europäischen Referenzrahmen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 % (2004).
Kultur
Höchste Bauwerke
- Belmont-Sendemast, 385 Meter - höchstes Bauwerk Großbritanniens und der EU
- VLF-Sendemast Skelton, 365 Meter
- (Wolkenkratzer London Bridge Tower (London), 310 Meter - höchstes Hochhaus Europas (in Planung))
- Wolkenkratzer 1 Canada Square (London), 235 Meter
- Wolkenkratzer 8 Canada Square (London), 210 Meter
- Wolkenkratzer 25 Canada Square (London), 210 Meter
Weitere Themen
- Portal:Großbritannien
- Anglozentrismus
Weblinks
Geschichte Großbritanniens
- http://www.schottlandgeschichte.de/ – Umfangreiche Zeittafel und Informationen zu Schottland (deutsch)
- http://www.britannia.com/ – UK Travel & British History (englisch)
- http://www.historic-uk.com/ – history and heritage accommodation guide (englisch)
- http://www.woodlands-junior.kent.sch.uk/geography/unionjack.html – Union Jack: die britische Flagge (englisch)
- http://www.royal.gov.uk – Monarchy Today: Vergangenheit und Gegenwart des englischen Köngigshauses (englisch)
- http://www.britishbattles.com/ – British Battles (englisch)
Landschaft und Natur
- http://www.beautifulbritain.co.uk/ – Beautiful Britain (englisch)
Politik
- http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/links/britauspol – Linksammlung zur Britischen Außenpolitik
- http://www.fco.gov.uk – Britisches Außenministerium
- http://www.parliament.uk – Britisches Parlament
- http://www.number-10.gov.uk – No. 10 Downing Street (Britische Regierung)
Institutionen
- http://www.statistics.gov.uk/products/p5703.asp – Britain 2004: Das offizielle Jahrbuch über Großbritannien
- http://www.agf.org.uk – Anglo-German Foundation (Deutsch-Britische Stiftung)
- http://www.gbf.com – Deutsch-Britisches Forum
- http://www.britischebotschaft.de/ – Britische Botschaft in Berlin
Reisen
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=189 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.nationalexpress.com – National Express: bekanntester britischer Reisebus-Service (englisch)
- http://www.schottlandportal.de/ – Schottland: Portal und Informationsseite zu Urlaub, Reisen, Land und Leute
- http://www.vereinigtes-königreich.de/ – Vereinigtes Königreich
Vermischtes
- http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,GBR,00.html – Spiegel online / Jahrbuch / Großbritannien
- http://www.career-contact.de/laenderinfos/grossbritannien/uebersicht.php – Jobs und Praktikum in Großbritannien - Das Infoportal
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Tony Blair
Anthony "Tony" Charles Lynton Blair ( - 6. Mai 1953 in Edinburgh) ist ein britischer Politiker. Der Rechtsanwalt ist seit 1997 Premierminister des Vereinigten Königreiches (Labour Party). Er ist der am längsten ununterbrochen regierende Labour-Premierminister.
Leben
Blair wurde in Edinburgh in Schottland geboren, verbrachte aber den größten Teil seiner Jugend im nordenglischen Durham. Sein Vater Leo Blair, ein Rechtsanwalt, war Mitglied der Konservativen Partei. Leo Blair strebte eine Kandidatur für das britische Unterhaus an, erlitt jedoch einen Schlaganfall, als Tony elf Jahre alt war.
Er besuchte die gleiche Schule, in der auch Rowan Atkinson war, der später als Mr. Bean bekannt wurde.
Den Schulabschluss erreichte Tony Blair am Fettes Colleg in Edinburgh (auch als das "Eton von Schottland" bezeichnet). Er studierte Rechtswissenschaften am St. John's College in Oxford. In seiner Freizeit spielte er Gitarre und sang für eine Rockband namens "Ugly Rumours". Nach seinem Studienabschluss 1975 wurde er Rechtsanwaltsanwärter und traf dabei Cherie Booth, seine künftige Frau.
Blair und Booth heirateten am 29. März 1980. Aus der Ehe gingen drei Söhne (Euan, Nicky, Leo) und eine Tochter (Kathryn) hervor. Leo Blair ist bekannt als das erste während der Amtszeit geborene Kind eines Premierministers seit 150 Jahren. Tony Blair war stets bestrebt, seine Kinder aus dem Rampenlicht der Öffentlichkeit fernzuhalten, was aber nicht immer gelang.
Blair ist Anglikaner, während seine Frau Cherie römisch-katholisch ist - auch die Kinder werden im katholischen Glauben aufgezogen. Auch wenn Blair seinen Glauben nicht zum politischen Thema machen möchte, gilt dieser als wichtige Antriebsfeder seiner politischen Überzeugungen. Die Werke des schottischen christlichen Philosophen John Macmurray haben vermutlich einen prägenden Einfluss auf Blair, der als der religiöseste Premierminister seit William Ewart Gladstone angesehen wird.
Politische Karriere
Kurz nach seinem Universitätsabschluss 1975 trat Tony Blair in die Labour Party ein. In den frühen 80er Jahren war er in Hackney, einem Bezirk in London, aktiv, wo er der "gemäßigten Linken" angehörte, die die Kontrolle über die Partei zu übernehmen versuchte. Allerdings schlug sein Versuch fehl, als Kandidat für den Rat von Hackney aufgestellt zu werden. Über seinen Schwiegervater kam er in Kontakt mit Tom Pendry, einem Unterhausabgeordneten, den er um Unterstützung für seine politische Karriere bat. Pendry vermittelte Blair als Kandidaten für eine Nachwahl zum Unterhaus in Beaconsfield im Jahr 1982. Auch wenn dies ein sicherer Wahlkreis der Tories war und Blair lediglich 10% der Stimmen erreichte, wurde er dadurch innerhalb der Labour-Partei und bei ihrem Vorsitzenden Michael Foot bekannt.
1983 gelang es Blair, Kandidat für Labour im neu geschaffenen Wahlkreis von Sedgefield zu werden. Es war ein sicherer Wahlkreis für Labour, und so zog Blair trotz der verheerenden Niederlage seiner Partei bei den Unterhauswahlen ins Parlament ein.
Parlamentarische Oppositionszeit
Sedgefield
Nach dem Einzug ins Parlament begann für Tony Blair ein steiler Aufstieg. 1984 war er stellvertretender finanzpolitischer Sprecher seiner Partei. Er initiierte eine Untersuchung der Übernahme der kollabierten Johnson Matthey Bank durch die Bank of England und brachte die Regierung in Verlegenheit, als er einen Bericht der Europäischen Gemeinschaft vorlegte, der auch von einem Kabinettsmitglied unterzeichnet worden war und in dem die britische Wirtschaftspolitik kritisiert wurde.
Blair gehörte dem Reformflügel seiner Partei an, der von Parteichef Neil Kinnock angeführt wurde. Nach den Unterhauswahlen 1987 kam er in die Arbeitsgruppe für Handel und Industrie und wurde deren Sprecher für die Stadt London. Er kandidierte für das Labour-Schattenkabinett und erhielt 71 Stimmen aus seiner Fraktion, was für einen jungen Parlamentarier als gutes Ergebnis angesehen wurde.
Nach dem Börsencrash von 1987 gewann Blair an Bekanntheit. Er setzte sich als Modernisierer in Szene, indem er gegen den drittklassigen Service für Kleinanleger an der Londoner Börse protestierte. Er wurde im Labour-Schattenkabinett 1988 Energieminister und im folgenden Jahr Arbeitsminister des Schattenkabinetts. Ihm fiel auf, dass die Unterstützung seiner Partei für die in Entwicklung befindliche Europäische Sozialcharta einer Abkehr von den sogenannten "Closed Shops" bedeutete, der Verpflichtung durch britische Arbeitgeber an alle ihre Beschäftigten, Mitglied in der gleichen Gewerkschaft zu sein. Als er diese Positionsänderung im Dezember 1989 bekanntgab, sorgte dies für große Verärgerung bei der Parteilinken, erschwerte den Konservativen aber politische Attacken auf seine Partei.
Wegen seiner jugendlichen Ausstrahlung und Telegenität wurde Blair durch den PR-Beauftragten seiner Partei, Peter Mandelson, stärker ins Rampenlicht gerückt. Seine erste große Rede auf dem Parteitag 1990 war allerdings ein Fehlschlag, als er überhastet sprach und den Faden seines Manuskripts verlor. Er arbeitete daran, seine Partei stärker in die politische Mitte zu rücken und sie dadurch bei den Wahlen von 1992 wählbarer zu machen.
Nach der Wahlniederlage 1992 gegen Premier John Major trat Parteichef Neil Kinnock zurück. Unter seinem Nachfolger John Smith wurde Blair Innenminister im Schattenkabinett. Sein Konzept beschrieb er als "Hart gegen die Kriminalität, Hart gegen die Ursachen der Kriminalität". In diesem Feld hatte die Labour-Partei zuvor ein eher schlechtes Image. Tony Blair beklagte einen Verlust an Gemeinsinn, den er zumindest teilweise dem "Liberalismus der 60er Jahre" anlastete, sprach sich für die Angleichung des Mindestalters für gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen aus und war gegen die Todesstrafe.
John Smith starb 1994 unerwartet nach einem Herzinfarkt. Tony Blair und Gordon Brown waren die aussichtsreichen Kandidaten für seine Nachfolge. Auch wenn Brown mit seiner größeren Erfahrung zunächst als der wahrscheinlichere Kandidat galt, zeigten die Umfragen eine deutlich größere Unterstützung für Blair, und Brown verzichtete auf die Kandidatur. Am 21. Juli 1994 setzte sich Blair bei der Wahl gegen John Prescott und Margaret Beckett durch und wurde neuer Parteivorsitzender. Es gibt Berichte, nach denen er Gordon Brown versprochen habe, ihn nach einer festgelegten Zeit zu seinem Nachfolger zu machen.
Parteivorsitz
Blair begann die Partei konsequent zu reformieren und ersetzte die Parteistatuten von 1918. Bemerkenswert war die Streichung der Klausel IV, welche vorsah, dass "das Volk die Produktionsmittel besitzen" solle (daraus leiteten frühere Labour-Regierungen die Legitimation von Verstaatlichungen ab). Auf einem Sonderparteitag 1995 wurde diese Änderung bestätigt. Sozialreformen und eine Öffnung des Landes gegenüber der EU bildeten weitere Kernpunkte seiner Politik. Blair gebrauchte den Begriff New Labour, um seine christlich-demokratischen Überzeugungen gegenüber dem seiner Meinung nach veralteten sozialistischen Gedankengut abzugrenzen.
Seine Reformen stießen auf Kritik bei den Traditionalisten der Parteilinken und wurden von den politischen Gegnern als "oberflächlich" bezeichnet, doch es gab seiner Partei ein neues Bild in der Öffentlichkeit. Auf dem Parteitag 1996 nannte er als Prioritäten nach einer möglichen Regierungsübernahme "Bildung, Bildung, Bildung".
Unterstützt durch die Unzufriedenheit mit der konservativen Regierung John Majors, welche von Korruptionsanschuldigungen und Streit um die Europapolitik geplagt war, erreicht "New Labour" bei den Unterhauswahlen von 1997 einen Erdrutschsieg. Mit 43 Jahren wurde Tony Blair jüngster britischer Premierminister seit 1812.
Erste Amtszeit 1997-2001
Gleich nach dem Amtsantritt gab die Regierung, namentlich Schatzkanzler Gordon Brown, der Bank of England freie Hand bei der Festsetzung der Leitzinsen. Zuvor hatten die Regierungen, gerade in Wahlkampfzeiten, oft an den Zinsen gedreht, was negative Folgen für die britische Wirtschaft hatte.
Mit Alistair Campbell installierte er einen Pressesprecher mit vorher nicht da gewesenem Einfluss.
Einer der größten Erfolge während seiner ersten Amtszeit war die Unterzeichnung des Karfreitags-Abkommens, welches den Nordirland-Konflikt wesentlich entschärfte. Die Verhandlungen über ein Abkommen hatten bereits unter Blairs Vorgänger John Major begonnen. Es wurde schließlich am 10. April 1998 unterzeichnet. Am 26. November des gleichen Jahres war Blair der erste britische Premierminister überhaupt, der vor dem irischen Parlament eine Rede hielt. Auch wenn die Einlösung vieler Teile des Abkommens auf sich warten lässt, haben die Waffenstillstandsvereinbarungen und neuen politischen Strukturen für Nordirland die Perspektiven für einen langfristigen Frieden in Nordirland wesentlich verbessert.
Es gab zudem wesentliche Verfassungsreformen. Ein Menschenrechtskatalog wurde 1998 eingeführt; in Wales und Schottland wurden Regionalparlamente errichtet, und erbliche Adelstitel berechtigten in den meisten Fällen nicht mehr zum Einzug ins Oberhaus. Im Jahr 2000 wurde eine neue regionale Struktur für den Großraum London geschaffen und ein "Freedom of Information Act" verabschiedet.
In der Kosovo-Krise 1999 spielte Blair eine führende Rolle. Nachdem die Labour-Partei die Schwäche der Tory-Regierung während des Bosnienkrieges kritisiert hatte, forderte Blair ein klares Handeln der NATO gegenüber Slobodan Milošević. Er überzeugte US-Präsident Clinton, notfalls auch Bodentruppen im Kosovo einzusetzen. Auf einer Rede in Chicago, einen Monat nach Kriegsbeginn, legte er Grundzüge einer neuen Doktrin für die internationale Gemeinschaft fest [http://www.pbs.org/newshour/bb/international/jan-june99/blair_doctrine4-23.html]. Im gleichen Jahr erhielt er den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen.
Wahlen und Zweite Amtszeit ab 2001
Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen
Im Wahlkampf 2001 machte Blair die Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen, insbesondere des britischen Gesundheitswesens, zum Hauptthema. Die Konservative Partei versuchte das Thema weitgehend zu ignorieren und kritisierte vor allem eine mögliche britische Mitgliedschaft in der Europäischen Währungsunion. Die Labour-Partei gewann die Wahlen deutlich, und Tony Blair wurde der erste Labour-Premier, der eine volle zweite Amtsperiode regierte. Der Vorsitzende der Tories, William Hague, trat zurück und wurde durch Iain Duncan Smith ersetzt. Hague war der erste konservative Parteivorsitzende, der nie Ministerpräsident wurde.
Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 stellte sich Blair kompromisslos auf die Seite der USA und half bei der Bildung einer internationalen Koalition zur Intervention in Afghanistan, bei der britische Truppen beteiligt waren.
Blair unterstützte von Beginn an die Pläne von US-Präsident Bush zu einem möglichen Angriff auf den Irak unter Diktator Saddam Hussein. Der Krieg war international wie auch im eigenen Land heftig umstritten. Blairs Begründungen fokussierten auf die Behauptung, Irak besitze Massenvernichtungswaffen und habe UN-Resolutionen verletzt, da der Sturz einer Diktatur im internationalen Recht kein Kriegsgrund ist. Großbritannien nahm mit 46.000 Soldaten, einem Drittel der gesamten Stärke der Armee, am Golfkrieg von 2003 teil. Nach dem Sturz Saddam Hussein wurden die Truppen vorrangig im Süden des Irak stationiert.
Als sich die Existenz von Massenvernichtungswaffen nach dem Krieg nicht bestätigte, geriet Blair innenpolitisch unter Druck. Ihm wurde vorgeworfen, die vorliegenden Indizien einer irakischen Bedrohungen massiv übertrieben zu haben. Die Kontroverse hält bis heute an.
Innenpolitisch ging Blair nach dem Wahlsieg zunächst die Erfüllung seiner Versprechen bezüglich der öffentlichen Dienstleistungen an. Seine Regierung erhöhte die Steuern, um die Ausgaben für Bildung und Gesundheitswesen zu erhöhen. Er bemühte sich um Reformen bei der Struktur der Gesundheitswesen und gab den Krankenhäusern größere finanzielle Autonomie.
Nach dem Tod des Waffenexperten und Berater der britischen Regierung David Kelly am 17. Juli 2003 wurden die Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen und von der Opposition immer lauter. Am 29. Januar 2004 veröffentlichte der mit der Untersuchung der näheren Umstände des Todes betraute Lordrichter Brian Hutton den Schlussbericht seiner Arbeit. Dort wurde auch die Frage erörtert, ob Tony Blair die Order zur Preisgabe des Namens des Biowaffenexperten gab. Tony Blair und die Öffentlichkeit interpretieren den Abschlussbericht als völlige Entlastung, während der Generaldirektor und der Intendant der BBC umgehend von ihren Ämtern zurücktraten.
Kontroversen gab es auch um Studiengebühren. Ein Gesetz, das Erhöhungen zuließ, brachte Blair am 27. Januar 2004 an den Rand einer Abstimmungsniederlage im Unterhaus. Im April 2004 kündigte er zudem ein Referendum über die EU-Verfassung an. Dies wäre erst das zweite nationale Referendum in der britischen Geschichte und bedeutete eine Abkehr von der bisherigen Position seiner Regierung. Die Abstimmung wird voraussichtlich im Frühjahr 2006 stattfinden.
Beim Verbot der Fuchsjagd legte sich Blair mit den Traditionalisten seines Landes an. Im Gegensatz zur kompromisslosen Partnerschaft mit den USA bei deren Militäraktionen drängt Blair auf ein rasches Handeln beim Klimaschutz und eine vollständige Implementierung des Kyoto-Protokolls.
Im Herbst 2003 wurden bei Blair Herzrhythmusstörungen festgestellt. Er musste sich deswegen ein Jahr später einer Operation unterziehen.
Seit dem 6. Februar 2005 ist Blair der am längsten regierende Labour-Premierminister aller Zeiten.
Wahlen und Dritte Amtszeit ab 2005
Bei den Unterhaus-Wahlen vom 5. Mai trat Blair erneut als Kandidat für die Labour-Partei an. Nach einem kurzen Wahlkampf, in dem er vor allem versuchte, die wirtschaftlichen Erfolge seiner Regierung herauszustellen, errang seine Partei trotz deutlicher Verluste eine erneute Mehrheit der Sitze. Sein konservativer Gegenkandidat Michael Howard hatte die Steuer- und Immigrationspolitik zum wichtigsten Thema seines Wahlkampfs gemacht, konnte jedoch die Stimmenzahl seiner Partei nur unwesentlich steigern, auch wenn es den Tories gelang, zahlreiche Parlamentssitze hinzuzugewinnen. Charles Kennedy, Blairs Herausforderer von den Liberaldemokraten, hatte ganz auf den in der britischen Öffentlichkeit heftig umstrittenen Irak-Krieg als Wahlkampfthema gesetzt, konnte damit jedoch trotz Stimmen- und Sitzgewinnen keine Regierungsbeteiligung seiner Partei erzwingen.
Tony Blair wurde daher am 6. Mai 2005 von der britischen Königin Elisabeth II. zum dritten Mal in Folge mit der Regierungsbildung beauftragt.
Siehe auch: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Premierminister
Weblinks
-
- [http://www.number-10.gov.uk/output/page4.asp Offizielle Biographie Tony Blairs (en)]
- [http://www.pinr.com/report.php?ac=view_report&report_id=252&language_id=1 Janelle Osmann, The Bush-Blair Alliance and the 2005 British Election] (Power and Interest News Report, 5. Januar 2005)
Blair, Tony
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ja:トニー・ブレア
ko:토니 블레어
ms:Tony Blair
simple:Tony Blair
th:โทนี แบลร์
1900
Bewegende Ereignisse
- 4. Januar: In der russischen Region um Tiflis zerstört ein Erdbeben zehn Dörfer. Dabei kommen etwa 1.000 Menschen ums Leben
- 8. März: Das 1860 unter Ludwig XIV. gegründete französische Nationaltheater Comédie-Francaise brennt bis auf die Außenmauern nieder. Unter den Todesopfern befindet sich auch die 22-jährige Schauspielerin Jane Henriot. Am 29. Dezember wird das Gebäude neu eröffnet
- 28. Mai: In Portugal, Spanien, Algerien und in Teilen der USA kann eine totale Sonnenfinsternis beobachtet werden
- 8. September: Ein Stufe-4-Hurrikan vernichtet die texanische Küstenstadt Galveston und reißt 8000 Menschen in den Tod
- 29. Oktober: Bei einer Explosion in einer New Yorker Chemiefabrik kommen fast 200 Menschen ums Leben
- 16. Dezember: Das deutsche Schulschiff „Gneisenau“ sinkt im Hafen von Málaga. 41 Menschen ertrinken
Politik und Wirtschaft
- 1. Januar: Im Deutschen Reich treten das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB) in Kraft
- 1. Januar: Walter Hauser löst Eduard Müller als Bundespräsident der Schweiz ab. Hauser wird nach 1892 zum zweiten Mal Bundespräsident
- 1. Januar: In Österreich-Ungarn wird die Österreichische Krone ausschließliches Zahlungsmittel. Die neue Goldwährung ersetzt den Gulden, der seit 1892 langsam aus dem Verkehr gezogen wurde
- 1. Januar: Das Personenstandsgesetz tritt auf Helgoland in Kraft. Ehen müssen ab sofort vor einem Standesbeamten geschlossen werden
- 1. Januar: Das Invalidenversicherungsgesetz tritt im Deutschen Reich in Kraft
- 1. Januar: Italien, König Umberto I. erlässt eine Amnestie
- 1. Januar: Jahrhundertfeier im Zeughaus Berlin, veranstaltet von Kaiser Wilhelm II.
- 2. Januar: In Wien erscheint die Österreichische Kronen-Zeitung. Herausgeber der neuen Tagesgazette ist Gustav Davis
- 3. Januar: Der französische Staatsgerichtshof in Paris verurteilt den Dichter und Politiker Paul Déroulède wegen Hochverrats zu zehn Jahren Verbannung
- 4. Januar: In Böhmen und in Mähren gehen etwa 70000 Bergbauarbeiter in den Streik. Sie verlangen eine Arbeitszeitverkürzung und eine Lohnerhöhung von 20 %. Im Februar schließen sich tausende weitere Bergmänner im ganzen Reich an. Die schlechte Organisation und finanzielle Notlagen lassen den Streik im März ohne Erfolge scheitern
- Zweite Tirpitzsche Flottenvorlage für die Aufrüstung der Deutschen Marine gegen die britische Seeherrschaft
- 7. Februar: Das britische Unterhaus lehnt mit großer Mehrheit einen Antrag der irischen Nationalisten auf Beendigung des Burenkrieges ab
- 12. Februar: Lenin kehrt nach 3 Jahren aus sibirischer Verbannung zurück
- 17. Februar: Kaiser Wilhelm II. erklärt die Samoa-Inseln zu deutschem Schutzgebiet
- 26. Februar: Vor dem Unterhaus gibt der britische Kriegsminister Bodrick bekannt, dass im Burenkrieg auch Frauen und Kinder „zu ihrem Schutz“ in Konzentrationslagern festgehalten wurden. Die Ernährungslage in diesen Lagern wird als „schwierig“ bezeichnet
- 27. Februar: Gründung des Labour Representation Committee als Vorläufer der britischen Labour Party
- 6. März – In Bremen wird Wilhelm II. bei einem Attentat durch den Arbeiter Dietrich Weiland schwer am Kopf verletzt
- 14. März: US-Präsident William McKinley unterzeichnet das Goldstandard-Gesetz. Diese festgeschriebene Deckung der Geldwährung durch Gold wird 71 Jahre später durch Richard Nixon aufgehoben
- 31. März: Tomáš Garrigue Masaryk gründet die Tschechische Volkspartei: als tschechische Unabhängikeitsbewegung und als Absage an den Panslawismus
- 4. April: Auf dem Brüsseler Hauptbahnhof wird auf Albert Eduard, Prince of Wales, ein misslungenes Attentat verübt. Der Täter, ein 16-jähriger Klempner, begründete seine Tat mit der britischen Unterdrückungspolitik im Burenkrieg. Die britische Presse macht am Folgetag die Hetzpolitik der kontinentaleuropäischen Staaten gegen den Burenkrieg für das Attentat verantwortlich. Am 5. Juli wird der Täter wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen
- 14. April: Der französische Staatspräsident Emile Loubet eröffnet die Pariser Weltausstellung
- 15. April: Die Deutsche Ostafrika-Linie nimmt den regelmäßigen Schiffsverkehr nach Kapstadt auf
- 5. Mai: Nach schweren Unruhen und Massenkundgebungen in Barcelona, Madrid, Valladolid, Burgos und Saragossa gegen die neuen Steuergesetze verhängt die spanische Regierung den Belagerungszustand über Barcelona. Spanien geriet seit 1898 durch den Kampf gegen den Aufstand in Kuba und den Krieg gegen die USA in eine desolate Haushaltslage
- 22. Mai: Der Deutsche Reichstag nimmt den umstrittenen Gesetzesentwurf über Sittlichkeitsdelikte (Lex Heinze) in seiner Kompromißfassung an
- 12. Juni: Der Reichstag verabschiedet das 2. Flottengesetz, das das Wettrüsten mit Großbritannien zur See vorantreibt (Tirpitzsche Flottenvorlage)
- 14. Juni: Einmarsch der „Boxer“ in Peking
- 14. Juni: Hawaii wird ein von den USA annektiertes Territorium und 1959 zum 50. Bundesstaat
- 19. Juni: Während der Unruhen im Zuge des Boxeraufstands wird der deutsche Gesandte von Ketteler auf offener Strasse erschossen
- 19. Juli: Die erste Pariser Metro-Strecke wird in Betrieb genommen. Der 10,6 km lange Tunnel verbindet die Stationen Porte Maillot und Porte de Vincenne
- 27. Juli: Kaiser Wilhelm II. hält in Bremerhaven die sogenannte „Hunnenrede“ vor den nach Ostasien abkommandierten Truppen. Es folgen internationale Proteste
- 29. Juli: König Umberto I. von Italien wird bei einem Attentat des Anarchisten Gaetano Bresci in Monza getötet, ihm folgt Viktor Emanuel III. auf dem Throne
- 1. August: Lenin verlässt Russland in seine 5 Jahre andauernde Genfer Emigration
- 2. August: In Paris wird auf den Schah von Persien, Muzaffar ad-Din, ein erfolgloses Attentat verübt. Der Schah überraschte den bewaffneten 25-jährigen Attentäter mit einem Schlag auf das Handgelenk
- 6. August: Zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich wird der Fernsprechverkehr eröffnet
- 14. August: Große Teile der Brüsseler Weltausstellung werden durch ein Feuer zerstört
- 15. August: Ein Expeditionscorps der westlichen Mächte erobert Peking (siehe Boxeraufstand)
- 31. August: Aufnahme des direkten Telegraphenverkehrs zwischen Deutschland und den USA mittels Überseekabel. Die Strecke geht von Borkum nach New York City
- 1. September: Großbritannien teilt die Annexion von Transvaal in Südafrika mit
- 19. September: Der britische Feldmarschall Frederick Sleigh Roberts erklärt den Burenkrieg für beendet
- 23. September: Der deutsche Feldmarschall Alfred Graf von Waldersee erhält den Oberbefehl über die alliierten Truppen im Boxerkrieg
- 1. Oktober: Bei einer Brandkatastrophe in Baku werden 97 Bohrtürme und ca. 8.000 t Erdöl vernichtet
- 16. Oktober: Jangtse-Abkommen zwischen Großbritannien und dem Deutschen Reich
- 17. Oktober: Bernhard von Bülow wird neuer deutscher Reichskanzler
- 6. November: William McKinley wird als Präsident der USA wiedergewählt; sein Vizepräsident ist Theodore Roosevelt
- 12. November: Die Weltausstellung in Paris geht zu Ende. Die Veranstalter zählten in den sieben Monaten rund 47 Millionen Besucher
- 13. November: In Frankreich werden Frauen ab sofort als Rechtsanwältinnen zugelassen
Wissenschaft und Technik
- 10. Januar: Auf der Vulkan-Werft in Stettin findet in Gegenwart von Kaiser Wilhelm II. der Stapellauf des Doppelschraubendampfers Deutschland der HAPAG statt. Die Deutschland ist das bis dahin größte, stärkste und schnellste deutsche Schiff und erhält am 5. Juli das Blaue Band für die schnellste Atlantik-Überquerung
- 21. Februar: Der in in Ulm geborene Physiker Albert Einstein wird in Zürich eingebürgert
- 25. März: In Guide Bridge bei Manchester wird der erste Zweitakt-Dieselmotor getestet
- 27. März: Der schwedische Wissenschaftler und Asienforscher Sven Hedin entdeckt in China die Ruinenstadt Loulan
- 2. Juli: Das Starrluftschiff LZ I unternimmt in Friedrichshafen am Bodensee erfolgreich seine erste Versuchsfahrt
- 27. August: Erster regelmäßiger Langstreckenverkehr von Autobussen (London: Leeds)
- 19. Oktober: Max Planck gibt vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin seine Entdeckung des Strahlungsgesetzes bekannt
- 14. Dezember: Max Planck trägt die theoretische Deutung des Strahlungsgesetzes vor, wobei er fand, dass die Strahlungsenergie nur in bestimmten Portionen (Energiequanten) abgegeben werden kann (Geburtsstunde der Quantentheorie)
Kultur
- Die Erzählung „Lieutenant Gustl“ von Arthur Schnitzler erscheint
- Der Roman „Im Schlaraffenland“ von Heinrich Mann erscheint
- 6. Januar: Carl Hauptmanns Drama Ephraims Breite in Breslau uraufgeführt
- 14. Januar: Uraufführung der Oper Tosca von Giacomo Puccini am Teatro Costanzi in Rom
- 26. Januar: In Stuttgart wird das Schauspiel Wenn wir Toten erwachen von Henrik Ibsen uraufgeführt
- 9. März: In Frankfurt am Main wird August Strindbergs Passionsdrama Ostern uraufgeführt
- 13. März: Uraufführung der Oper Das stille Dorf von Alexander von Fielitz in Hamburg
- 3. November: Uraufführung der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Solodownikow-Privatoper in Moskau
Sport
- 28. Januar: In Leipzig wird der Deutsche Fußball-Bund gegründet
- 6. Februar: Auf dem Csobaer See (Hohe Tatra) findet erstmals eine Europameisterschaft im Eisschnellauf statt
- 9. Februar: Der 20-jährige US-amerikanische Tennisspieler Dwight F. Davis stiftet den nach ihm benannten Davis Cup. Erster Gewinner des Davis-Cups werden die USA mit einem 3:0 Sieg über Großbritannien
- 10. Februar: Der 23-jährige norwegische Eisschnellläufer Peder Östlund stellt in Davos innerhalb von zwei Tagen fünf neue Weltrekorde auf
- 27. Februar: Gründung des Fußballvereins FC Bayern München
- 18. März: Gründung des Fußballvereins Ajax Amsterdam
- 4. Mai: Gründung des Fußballvereins 1. FC Nürnberg
- 11. Mai: Der US-Amerikaner James J. Jeffries gewinnt in Coney Island gegen seinen Landsmann James J. Corbett die Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht
- 14. Mai: Eröffnung der II. Sommerolympiade in Paris: als Beiprogramm der laufenden Weltausstellung
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2. Januar: Gustav Fuchs, deutscher Politiker der CSU († 1969)
- 5. Januar: Yves Tanguy, französischer Maler des Surrealismus († 1955)
- 9. Januar: Rudolf Hindemith, deutscher Komponist und Dirigent († 1974)
- 12. Januar: Vaino Hannikainen, finnischer Komponist († 1960)
- 15. Januar: William Heinesen, Bedeutendste Dichter der Färöer († 1991)
- 18. Januar: François de Menthon, († 1984)
- 19. Januar: Heinrich Hohl, deutscher Politiker († 1968)
- 21. Januar: Bernhard Rensch, deutscher Evolutionsbiologe († 1990)
- 21. Januar: Werner Schwarz, deutscher Politiker († 1982)
- 22. Januar: Ernst Busch, deutscher Sänger, Schauspieler und Regisseur († 1980)
- 24. Januar: René Guillot, französischer Jugendschriftsteller († 1969)
- 25. Januar: Theodosius Dobzhansky, russisch-amerikanischer Genetiker and Evolutionsbiologe († 1975)
- 28. Januar: Hermann Kesten, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 28. Januar: Jan Hendrik Oort, niederländischer Astronom († 1992)
- 30. Januar: Isaak Dunajewski, ukrainischer Musiker und Komponist († 1955)
- 31. Januar: Lisa Korspeter, deutsche Politikerin († 1992)
- 4. Februar: Jacques Prévert, französischer Autor, Dichter und Chansonnier († 1977)
- 5. Februar: Adlai Stevenson, US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei († 1965)
- 5. Februar: Karl Blessing, deutscher Bundesbankpräsident († 1971)
- 11. Februar: Hans-Georg Gadamer, deutscher Philosoph († 2002)
- 12. Februar: Pink Anderson, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1974)
- 16. Februar: Nasrollah Entezam, iranischer Politiker († 1980)
- 22. Februar: Luis Buñuel, Filmemacher († 1983)
- 22. Februar: Sean O'Faolain, irischer Schriftsteller († 1991)
- 25. Februar: Alois Hundhammer, deutscher Minister († 1974)
- 26. Februar: Fritz Wiessner, deutsch-amerikanischer Bergsteiger († 1988)
- 2. März: Bruno Heusinger, zweiter Präsident des Bundesgerichtshofs († 1987)
- 2. März: Kurt Weill, deutscher Komponist († 1950)
- 3. März: Fritz Rotter, österreichischer Autor und Komponist († 1984)
- 5. März: Lilli Jahn, deutsche Ärztin und Briefautorin († 1944)
- 7. März: Evald Aav, estnischer Sänger, Komponist und Chorleiter († 1939)
- 7. März: Herbert Blumer, US-amerikanischer Soziologe († | | |