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Landfrieden Von Eger

Landfrieden von Eger

Der Landfrieden von Eger wurde am 5. Mai 1389 in Eger (Böhmen) zwischen König Wenzel (HRR) und dem Schwäbischen Städtebund, einem Zusammenschluss südwestdeutscher Reichsstädte geschlossen. Seit 1376 herrschte Unruhe in Süddeutschland. 14 schwäbische Reichsstädte hatten zum Schutz ihrer Privilegien und ihrer Unabhängigkeit ohne Erlaubnis des Kaisers den Schwäbischen Städtebund gegründet, der sich unter anderem gegen die kaiserliche Verpfändungs- und Besteuerungspolitik richtete. Erbost über diese Dreistigkeit unternahm Kaiser Karl IV. zusammen mit süddeutschen Fürsten einen Kriegszug - blieb jedoch ohne Erfolg. Wie sein Sohn und Nachfolger Wenzel von Böhmen musste er diesen städtebürgerlichen Bund respektieren. Der Städtebund breitete sich bis 1385 über ganz Südwestdeutschland aus, umfasste mehr als 50 Reichsstädte und widerstand allen Auflösungsversuchen des Königs und der Fürsten. Dann jedoch traten Sonderinteressen einzelner Reichstädte zu Tage und der Bund zeigte Zerfallserscheinungen von innen. Diese Einladung der politischen Konkurrenten ließen sich die Fürsten nicht entgehen und provozierten 1387 den Städtekrieg, der 1388 ganz Süddeutschland erfasste und mit großer Brutalität geführt wurde. So ließ Pfalzgraf Ruprecht II. von der Pfalz gegnerische Gefangene bei lebendigem Leib verbrennen. Die städtischen Truppen standen dem an Grausamkeit jedoch nicht nach. Felder der Gegner wurden angezündet und Ernten vernichtet. So wurden jedoch für die Bauern die Städte zum erklärten Gegner. Tausende Bauern hielten in der einzigen größeren Schlacht am 23. August 1388 bei Döffingen die Stellung gegen das städtische Heer, bis zusätzliche Truppen ihres Herrn Graf Eberhard II. von Württemberg hinzukamen und den Sieg errangen. Die Niederlage bei Döffingen entzweite die Städte noch mehr und ermutigte den bis dahin abwartenden König Wenzel sich von den Städten abzuwenden. Wenzel trug sich mit der Absicht, die Tochter eines der Bayernherzöge zu heiraten. Dies war aber nur möglich, wenn er fest auf der Seite der Fürsten stand. Wenzel ergriff die Gelegenheit und stellte den Frieden zwischen den erschöpften Parteien auf Kosten der Städte wieder her. Auf dem Reichstag in Eger erließ er am 5. Mai 1389 einen Reichslandfrieden, mit dem der Städtebund und seine Neugründung verboten wurde. Die Städte mussten den Fürsten hohe Kriegsentschädigungen zahlen und es wurden ihnen andere Nachteile auferlegt. Die Reichsstädte lösten den Bund auf und die meisten traten dem Landfrieden bei. Es konnte jedoch kein wirklicher Frieden gesichert werden. Insbesondere im Schwäbischen gab es weitere Auseinandersetungen, bis die Städte wegen der Passivität des Königs zur Selbsthilfe griffen. Schon 1390 gab es einen neuen Städtebund. Auch Wenzel hatte mit seiner Politik kein Glück - als ihn die Fürsten 1400 absetzten, halfen ihm die Reichsstädte nicht. Eger, 1389 Kategorie:1389

5. Mai

Der 5. Mai ist der 125. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 126. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 240 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1864 - Die Schlacht in der Wilderness während des Amerikanischen Bürgerkriegs beginnt.

Politik

Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1389 - Kaiser Wenzel von Luxemburg erlässt auf dem Reichstag in Eger den Landfrieden von Eger.
- 1933 - Die norwegische Besetzung von Teilen Grönlands wird vom internationalen Gerichtshof in Den Haag für rechtswidrig erklärt.
- 1945 - Das KZ Mauthausen wird als letztes Konzentrationslager des Dritten Reichs von alliierten Soldaten befreit.
- 1945 - In Dänemark und den Niederlande endet die Besetzung durch das Dritte Reich
- [1945.]Ende der Geisel-Odyssee im Hochpustertal(wie die Wehrmacht in Südtirol 139 prominente KZ-Häftlinge aus den Händen der SS befreit. Bericht siehe Niederdorf (Südtirol)
- 1949 - Gründung des Europarates.
- 1950 - Thailand. Krönung von König Bhumibol Adulyadej
- 1955 - Die Pariser Verträge treten in Kraft. Damit erhält die Bundesrepublik Deutschland die Souveränität - die absolute Souveränität allerdings erst 1990.
- 1960 - Ahmadou Ahidjo wird erster Präsident der Republik Kamerun
- 1985 - US-Präsident Ronald Reagan und Bundeskanzler Helmut Kohl ehren in Bitburg gefallene deutsche Soldaten, unter denen auch Angehörige der Waffen-SS sind.
- 1992 - Bulgarien wird in den Europarat aufgenommen
- 1993 - Kirgisistan gibt sich eine neue Verfassung
- 1996 - Spanien. José María Aznar wird Ministerpräsident
- 1999 - Indonesien schließt Waffenstillstand mit Ost-Timor.
- 2002 - Frankreich. Staatspräsident Jacques Chirac wird in seinem Amt bestätigt.
- 2005 - Einen Tag vor seinem 52. Geburtstag machen 35,2% der britischen Wähler Premierminister Tony Blair ihr Geburtstagsgeschenk: Aufgrund des geltenden einfachen Mehrheitswahlrechts kann er mit seiner Labour Party erneut eine absolute Mehrheit der Sitze erringen und zum dritten Mal hintereinander die Wahlen zum House of Commons gewinnen.

Wirtschaft


- 1992 - Georgien wird Mitglied im Internationalen Währungsfond (IWF)

Wissenschaft, Technik


- 2000 - Alle Planeten des Sonnensystems außer der Erde stehen in einer Reihe auf der uns gegenüber liegenden Seite der Sonne. Dies war der Anlass für zahlreiche Weltuntergangstheorien.

Kultur


- 1883 - Uraufführung der Oper Henri VIII. von Camille Saint-Saëns an der Grand Opéra de Paris.
- 1909 - Uraufführung der komischen Oper Robins Ende von Eduard Künneke am Nationaltheater in Mannheim.
- 1990 - Uraufführung des musikalischen Dramas Das verratene Meer von Hans Werner Henze in Berlin.
- 1995 - Ray Santilli veröffentlicht erstmalig einen Film (so genannter Santilli-Film), der die angebliche Autopsie eines Außerirdischen dokumentiert, und löst damit eine breite Debatte um Außerirdische aus.
- 2005 - Das Datum 05.05.05 veranlasst ungewöhnlich viele Paare, diesen Tag für ihre Heirat zu wählen - nicht nur weil man diesen Hochzeitstag kaum vergessen kann. Doch nicht alle kommen zum Zug: der 5. Mai fällt auf Christi Himmelfahrt und manches Standesamt bleibt zu. Glücklicherweise gibt es 2 Wochen später eine fast noch schönere Schnapszahl: den 20.05.2005, an dem viele Ämter Sonderschicht machen.

Religion

Katastrophen


- 1842 - Eine Feuersbrunst in Hamburg wütet vier Tage lang. 1700 Häuser werden zerstört, ca. 50 Tote, 20.000 Obdachlose.
- 1865 - Großer Brand in Oberstdorf: Eine Feuersbrunst vernichtet am 5. und am 6. Mai zwei Drittel der Gebäude des Ortes.
- 1972 - Palermo: Eine Douglas DC-8 der Alitalia prallt während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 115 Personen an Bord sterben.
- 1998 - Amazonas, Peru. Absturz einer Boeing 737 der Luftwaffe. 74 Menschen sterben, 13 werden gerettet.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1966 - Als erste deutsche Mannschaft gewinnt Borussia Dortmund einen Fußball-Europapokal. Das Team gewinnt in Glasgow mit 2:1 gegen den FC Liverpool und sichert sich so den Cup der Pokalsieger.

Geboren

FC Liverpool
- 867 - Uda (Kaiser), 59. Kaiser von Japan
- 1210 - Alfons III. (Portugal), König von Portugal
- 1493 - Alessandro Pasqualini, italienischer Architekt
- 1626 - Sigmund von Birken, deutscher Schriftsteller
- 1659 - Hans Karl Graf von Königsmarck, deutsch-schwedischer Offizier, protestantischer Malteserritter und Abenteurer Malteserritter
- 1747 - Leopold II. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
- 1748 - Francesco Azopardi, maltesischer Komponist
- 1749 - Jean Frédéric Edelmann, elsässischer Komponist
- 1798 - Christian Friedrich Scherenberg, deutscher Dichter
- 1813 - Søren Kierkegaard, dänischer Philosoph
- 1815 - Eugène Marin Labiche, bedeutender französischer Lustspieldichter
- 1818 - Karl Marx, deutscher Philosoph und Politiker
- 1819 - Stanislaw Moniuszko, polnischer Komponist
- 1820 - Sergei Michailowitsch Solowjow, russischer Geschichtsschreiber
- 1825 - Wilhelm Hertenstein, schweizerischer Politiker
- 1826 - Eugénie de Montijo, französische Kaiserin
- 1828 - Albert Marth, deutscher Astronom
- 1832 - Lazarus Immanuel Fuchs, deutscher Mathematiker
- 1833 - Ferdinand von Richthofen, deutscher Geograf und Forschungsreisender
- 1846 - Henryk Sienkiewicz, polnischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1905
- 1849 - Ansgar von Reichenbach und Steegen, Forschungsreisender, Mäzen, Philanthrop und Esoteriker
- 1849 - Sergei Iwanowitsch Mosin, russischer Waffenkonstrukteur
- 1852 - Pietro Gasparri, italienischer Theologe
- 1857 - António Teixeira de Sousa, portugiesischer Politiker
- 1864 - Hans Gerhard Gräf, deutscher Goethe-Forscher
- 1869 - Hans Pfitzner, deutscher Komponist und Dirigent
- 1870 - Erdmann Graeser, deutscher Schriftsteller
- 1882 - Henry Benrath,deutscher Lyriker, Erzähler und Essayist
- 1882 - Douglas Mawson, britisch-australischer Antarktisforscher
- 1882 - Sylvia Pankhurst, britische Schriftstellerin
- 1882 - Albert H. Rausch, deutscher Schriftsteller
- 1883 - Rudolf Spielmann, österreichischer Schachgroßmeister
- 1888 - Cuno Raabe, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer
- 1893 - Joseph Maria Lutz, deutscher Schriftsteller
- 1897 - Kenneth Burke, US-amerikanischer Literaturtheoretiker
- 1894 - August Dvorak, Psychologe und Pädagogikprofessor
- 1901 - Blind Willie McTell, US-amerikanischer Musiker
- 1906 - Waldemar Bloch, österreichischer Komponist, Pianist und Musikpädagoge
- 1909 - James Mason, englischer Filmschauspieler
- 1910 - Leo Lionni, Grafiker, Maler und Buchautor
- 1910 - Otto Wilhelm von Vacano, deutscher Archäologe
- 1911 - Andor Lilienthal, ungarischer Schachgroßmeister
- 1914 - Tyrone Power, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler
- 1918 - Dino 7 Cordas, brasilianischer Virtuose auf der siebensaitigen Gitarre
- 1919 - Georgios Papadopoulos, griechischer Oberst und Militärdiktator
- 1921 - Arthur L. Schawlow, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger für Physik 1981
- 1925 - Eddi Arent, deutscher Schauspieler
- 1925 - Walter Deuss, deutscher Unternehmer
- 1927 - Charles Rosen, US-amerikanischer Pianist und Musiktheoretiker
- 1927 - Manfred Eigen, deutscher Biophysiker und Nobelpreisträger für Chemie (1927)
- 1934 - Ace Cannon, US-amerikanischer Musiker
- 1934 - Alfred Freiherr von Oppenheim, deutscher Privatbankier
- 1937 - Johnnie Taylor, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Dieter Wiesmann, schweizerischer Liedermacher und Apotheker
- 1939 - Karl-Heinz Wildmoser, Münchener Großgastronom
- 1940 - Jürgen Anbuhl, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1942 - Peter Rubin, deutscher Sänger
- 1942 - Tammy Wynette, US-amerikanische Sängerin
- 1943 - Michael Palin, britischer Schauspieler und Sänger
- 1944 - Jean-Pierre Léaud, französischer Schauspieler
- 1944 - John Rhys-Davies, britischer Schauspieler
- 1948 - Bill Ward, britischer Musiker
- 1950 - Morton Rhue, amerikanischer Autor
- 1950 - Eddy Amoo, britischer Musiker
- 1950 - Maggie MacNeal, niederländische Sängerin
- 1958 - Elke Ferner, deutscher Politiker
- 1959 - Ian McCulloch, britischer Musiker
- 1962 - Kevin Paul Mooney, britischer Musiker
- 1962 - Stefan Wenzel, deutscher Politiker
- 1964 - Heike Henkel, deutsche Leichtathletin
- 1965 - Mark Keller, deutscher Schauspieler
- 1966 - Axel Fischer, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1968 - Dariusz Michalczewski, polnischer Boxer
- 1970 - Olimpiada Iwanowa, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 1977 - Jessica Schwarz, deutsche Schauspielerin
- 1988 - Skye Sweetnam, kanadische Rocksängerin

Gestorben

Skye Sweetnam
- 959 - Gerberga von Sachsen, Königin von Frankreich und Schwester von Otto I. (HRR)
- 1038 - Godehard von Hildesheim (St. Gotthard), Abt, Bischof
- 1061 - Humbert von Silva Candida, Theologe, Kardinal und Benediktiner
- 1194 - Kasimir II., Herzog von Polen
- 1320 - Peter von Aspelt, Erzbischof von Mainz
- 1525 - Friedrich III., auch Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen
- 1553 - Erasmus Alber, deutscher Theologe, Reformator und Dichter
- 1636 - Tobias Hübner, Kammer- und Justizrat des Fürsten Johann Kasimir
- 1652 - Philipp Wilhelm von Innhausen und Knyphausen, ostfriesischer Kommunalpolitiker
- 1705 - Leopold I., seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
- 1807 - P.D.Q. Bach, deutscher (fiktionaler) Komponist
- 1808 - David Gilly, deutscher Architekt und Baumeister in Preußen
- 1821 - Napoléon Bonaparte, französischer Kaiser
- 1822 - Schack Hermann Ewald, deutscher Hofbeamter und Publizist
- 1827 - Friedrich August I., Kurfürst und König von Sachsen
- 1837 - Niccolò Zingarelli, italienischer Komponist
- 1838 - Johann Baptist Heinrich, deutscher Politiker und Oberbürgermeister von Mainz
- 1859 - Peter Gustav Lejeune Dirichlet, deutscher Mathematiker
- 1860 - Nikolaus Nack, Kaufmann und Politiker
- 1881 - Adalbert Kuhn, deutscher Indogermanist und Mythologe
- 1885 - Lauro Rossi, italienischer Komponist
- 1892 - August Wilhelm von Hofmann, deutscher Chemiker
- 1900 - Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski, russischer Marinemaler
- 1902 - Bret Harte, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1911 - Gustav Haarmann, deutscher Politiker
- 1927 - Franziska Tiburtius, deutsche Ärztin und Frauenrechtlerin
- 1927 - Nathan Stein, erste deutscher jüdischer Gerichtspräsident
- 1930 - Otto Nußbaumer, österreichischer Physiker und Rundfunkpionier
- 1933 - Stephan Kekulé von Stradonitz, deutscher Jurist und Privatgelehrter, Genealoge
- 1936 - Eva von der Osten, Sopranistin
- 1944 - Bertha Benz, deutsche Automobilpionierin, Ehefrau von Carl Benz
- 1945 - Fedor von Bock, deutscher Generalfeldmarschall, Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe im 2. Weltkrieg
- 1945 - Franz Hofer, deutscher Filmregisseur
- 1949 - Carlo Felice Trossi, italienischer Rennfahrer
- 1952 - Alberto Savinio, italienischer Schriftsteller und Maler
- 1957 - Michail Fabianowitsch Gnessin, russischer Komponist
- 1959 - Carlos Saavedra Lamas, argentinischer Politiker und Nobelpreisträger
- 1961 - Klaus Conrad, deutscher Neurologe und Psychiater
- 1965 - Otto Kneipp, deutscher Politiker
- 1972 - Gary Davis, US-amerikanischer Musiker
- 1972 - Reverend Gary Davis, einflussreicher und technisch herausragender Blues-Gitarrist
- 1973 - Helmut Bazille, deutscher Politiker und MdB
- 1977 - Ludwig Erhard, deutscher Politiker, Bundesminister und Bundeskanzler
- 1980 - Siegfried Böhm, SED-Funktionär und Minister der Finanzen der DDR
- 1982 - Irmgard Keun, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin
- 1983 - John Williams, britischer Schauspieler
- 1983 - Richard Hofmann, deutscher Fußballspieler
- 1984 - Just Göbel, niederländischer Fußballspieler
- 1986 - Käthe Haack, deutsche Schauspielerin
- 1989 - Wolfgang Neuss, deutscher Kabarettist und Schauspieler
- 1990 - Kurt Gregor, Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel der DDR
- 1990 - Walter Bruch, Pionier des deutschen Fernsehens
- 1991 - Hermann Kopf, deutscher Politiker und MdB
- 1995 - Michail Moissejewitsch Botwinnik, russischer Schach-Großmeister
- 2002 - Hugo Banzer Suárez, bolivianischer Politiker und Staatspräsident
- 2003 - Walter Sisulu, südafrikanischer Politiker und Antiapartheid-Kämpfer
- 2004 - Hans Scheuerl, Professor der Erziehungswissenschaft
- 2004 - Werner Sanß, Theologe, Friedensaktivist
- 2005 - Christian Speck, Schweizer Politiker, SVP

Feier- und Gedenktage


- Europatag seit 1964 zur Feier der Gründung des Europarats am 5. Mai 1949. (vgl. 9. Mai)
- Japan - Kindertag
- Kirchliche Gedenktage
  - Hl. Godehard, Bischof von Hildesheim (katholisch, evangelisch)
- Cinco de mayo (Mexiko)

Siehe auch


- 4. Mai - 6. Mai
- 5. April - 5. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0505 ja:5月5日 ko:5월 5일 simple:May 5 th:5 พฤษภาคม

1389

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 5. Mai - König Wenzel von Luxemburg erlässt auf dem Reichstag in Eger den Landfrieden von Eger.
- 28. Juni - Schlacht auf dem Amselfeld.
- Die Eidgenossen machen mit den Habsburgern einen Friedensvertrag.

Geboren


- 20. Juni - Johann, Herzog von Bedford, Bruder Heinrichs V. († 1435)
- 27. September - Cosimo de Medici, eigentlicher Begründer des späteren Einflusses seiner Familie, der Medici († 1464)
- 5. Dezember - Zbigniew Oleśnicki, Bischof von Krakau, Kardinal, Kanzler und Diplomat († 1455)
- Stefan Lazarević, serbischer Despot, Gelehrter und Dichter († 1427)
- Giovanni Maria Visconti, Herzog von Mailand

Gestorben


- 19. Mai - Dmitri Donskoi, war von 1359-1389 Großfürst von Moskau (
- 1350)
- 28. Juni - Lazar Hrebeljanović, Hl. Märtyrer und serbischer Anführer bei der Schlacht auf dem Amselfeld (
- um 1329)
- 15. Oktober - Papst Urban VI. (
- 1318) ko:1389년

Wenzel (HRR)

Wenzel von Luxemburg (der Faule, auch Wenzeslaus, tschechisch Václav;
- 26. Februar 1361 in Nürnberg; † 16. August 1419 auf Burg Wenzelstein, tschechisch Nový hrad u Kunratic, heute im Stadtgebiet von Prag) aus dem Geschlecht der Luxemburger war seit seiner Krönung im Kindesalter 1363 bis zu seinem Tod 1419 als Wenzel IV. König von Böhmen und von 1376 bis zu seiner Absetzung 1400 Römischer König. Von 1373 bis 1378 war er zudem Kurfürst von Brandenburg; das Haus Luxemburg vereinte somit für den Fall einer Königswahl zwei Kurstimmen auf sich. Er war mit Johanna von Bayern und Sophie von Bayern verheiratet; die Ehen blieben kinderlos.

Geschichte

Wenzel bis zu seiner Absetzung 1400

Wenzel war der älteste Sohn Kaiser Karl IV. aus dessen dritter Ehe mit Anna von Schweidnitz. Er war seit frühester Kindheit als Haupterbe vorgesehen. Karl ließ ihm Siegel anfertigen und brachte ihm bereits als Kleinkind bei, sich als wahrer Herrscher zu verhalten. Schon 1363 wurde Wenzel zum König von Böhmen gekrönt. Er wurde auch noch zu Lebzeiten seines Vaters am 10. Juni 1376 zum Rex Romanorum gewählt und vom Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden am 6. Juli 1376 gekrönt. Nach dem Tod seines Vaters trat Wenzel 1378 dessen Nachfolge als König des Hl. Römisches Reichs an. In den Auseinandersetzungen mit der Kirche (abendländisches Schisma), wobei er wie schon sein Vater Papst Urban VI. als rechtmäßigen Pontifex anerkannte, und den Reichsstädtebünden hatte er keine glückliche Hand. Es kam zu Kampfhandlungen mit einem süddeutschen Städtebund, als er die schwäbischen Landvogteien den Habsburgern übertragen wollte. Wenzel kümmerte sich fast gar nicht um die Reichsangelegenheiten. Er kam erst 1383 nach Nürnberg, doch wollte der Städtebund den von ihm verordneten Landfrieden nicht anerkennen, da dies dessen Auflösung bedeutet hätte. Mit dem Landfrieden von Eger stellte er sich auf die Seite der Fürsten, aber gegen die städtischen Bünde. Was ihm in Böhmen einigermaßen gelang, nämlich die Ordnung aufrecht zu erhalten, misslang ihm in Deutschland. Zudem nahm Wenzels Verhalten mehr und mehr despotische Züge an. Zu der allgemeinen Unzufriedenheit trugen auch seine unfähigen Berater bei. Es formierte sich auch in Böhmen der Widerstand des Adels, der von der Unfähigkeit Wenzels und seiner Brutalität genug hatte (die auch in der Ermordung des Johann von Nepomuk zum Ausdruck kam).

König ohne Krone - die letzten Jahre

Da Wenzel die Reichsgeschäfte mehr und mehr vernachlässigte, kam es schließlich zu einem drastischen Vorgehen der Kurfürsten. Am 20. August 1400 wurde Wenzel als "unnützer, träger, unachtsamer Entgliederer und unwürdiger Inhaber des Reichs" vom Erzbischof von Mainz und den drei anderen rheinischen Kurfürsten auf der Burg Lahneck in Oberlahnstein für abgesetzt erklärt. Kurz darauf wurde Ruprecht III. als dessen Nachfolger erwählt. Böhmischer König blieb Wenzel jedoch bis zu seinem Tod, zumal er formal weiter auf sein Recht als römisch-deutscher König pochte. 1410 trat der Bruder Wenzels, Sigismund, dessen Nachfolge als römisch-deutscher König an. Beide Brüder einigten sich, so dass Sigismund auch auf Wenzels Hausmacht hoffen konnte. 1419 spitzte sich der Konflikt mit den Hussiten zu. Es gelang ihnen Ende Juli 1419 Prag in ihre Hand zu bekommen, wozu auch Wenzels immer mehr als tyrannisch empfundene Herrschaft beigetragen hat. Wenzel floh, doch starb er schon am 16. August desselben Jahres. Nach seinem Tod trat Sigismund auch seine Nachfolge als böhmischer König an.

Beurteilung

In seinem persönlichen Charakter wird Wenzel als Paranoiker und als Tyrann beschrieben, der die Menschen in seiner Umgebung aus fadenscheinigsten Gründen habe hinrichten lassen. Er spielt auch eine Hauptrolle in der Geschichte von Johann von Nepomuk, den er angeblich deshalb in die Moldau hat werfen lassen, weil er ihm die Beichtgeheimnisse seiner Frau nicht habe preisgeben wollen. In Wahrheit ging es um politische Differenzen. Die meiste Zeit seiner Regierung soll Wenzel in einem Zimmer mit seinen Jagdhunden eingeschlossen verbracht haben. Zweimal war Wenzel festgesetzt worden (1394 und noch einmal 1402-03, das letzte mal unter Zutun seines Bruders Sigismund). Wenzel, der sich nie ernsthaft um die Kaiserkrone bemühte (was sonst alle römisch-deutschen Könige des Spätmittelalters getan hatten) und sich nicht mit fähigeren Ratgebern umgab, als es noch Zeit gewesen wäre das Blatt zu wenden, bleibt eine Gestalt ohne sympathische Züge. Politisch muss man ihm vorwerfen, dass ihm völlig der Realitätssinn und das Gespür für die Politik fehlte, die noch seinen Vater ausgemacht hatte. In Böhmen verstärkte die Unbeliebtheit Wenzels die Herausbildung eines tschechischen Nationalcharakters, der sich vor allem durch den Gegensatz zum Deutschen definierte.

Literatur


- Martin Kintzinger: Wenzel, in: Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters, Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., München 2003, S. 433-45 und 594-95 (Bibliographie).

Weblinks


- [http://www.bautz.de/bbkl/w/wenzel_iv.shtml Eintrag im BBKL (Bautz)] Kategorie:König (HRR) Wenzel IV. Kategorie:Kurfürst (Brandenburg) Kategorie:Luxemburger (Geschlecht) Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1361 Kategorie:Gestorben 1419 ja:ヴェンツェル (神聖ローマ皇帝)

Reichsstadt

Der Begriff Freie Reichsstadt bezeichnet im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation sowohl jene Kommunen, die keinem Reichsfürsten, sondern direkt dem Kaiser unterstanden, als auch manche Bischofsstädte, die eine gewisse Autonomie erworben hatten, zum Beispiel dem Kaiser keine Heerfolge leisten mussten. Erstere wurden ursprünglich als Reichsstädte bezeichnet, letztere als Freie Städte. Aus dem Status der Reichsunmittelbarkeit ergab sich für die Reichsstädte eine Reihe von Freiheiten und Privilegien. Sie waren im Inneren weitgehend autonom und verfügten im Allgemeinen über eine eigene niedere und hohe Gerichtsbarkeit. Insbesondere die Hochgerichtsbarkeit stellte sie den Fürsten gleich und unterschied sie von den landständischen Städten, die einem Landesherren untertan waren. Als Reichsstände hatten die Reichsstädte aber auch besondere Pflichten gegenüber dem Kaiser. So hatten sie ihre Steuern direkt an ihn abzuführen und auf Verlangen Heerfolge zu leisten. Die Freien Städte erhielten ihren Status durch vom Kaiser und/ oder dem Bischof gewährte Freiheitsprivilegien. Sie waren denen der Reichsstädte meist ähnlich, mit dem Unterschied, dass sie auch von der Heerfolge (außer bei Kreuzzügen) und den Steuern befreit waren.

Geschichte

Wie bereits beschrieben wurde ursprünglich zwischen Reichsstädten, die reichsunmittelbar waren, und den Freien Städten, die sich von einem bischöflichen Stadtregiment im 13. und 14. Jahrhundert befreit hatten, unterschieden. Die Freien Städte waren nicht zur Steuerzahlung an den Kaiser verpflichtet und unterlagen nicht dem Gefolgszwang gegenüber diesem. Zu ihnen gehörten unter anderem Köln, Augsburg, Mainz (bis 1462), Worms, Speyer, Straßburg, Basel und Regensburg. Formal blieb der Bischof dort meist jedoch weiterhin Stadtoberhaupt. Im Laufe der Zeit konnten sich viele Freie Städte von diesem Rest geistlicher Stadtherrschaft emanzipieren (bei anderen ging der Status der Freien Stadt wieder verloren). Da die Freien Städte zusammen mit den Reichsstädten an den Reichstagen teilnahmen, wurden sie dort unter dem Begriff „Freie- und Reichsstädte“ zusammengefasst. Im Sprachgebrauch verschmolz diese Formel im Laufe der Zeit zur „Freien Reichsstadt“.

Aufschwung

Nach dem Interregnum 1273 errangen die Reichsstädte und die Freien Städte auch Sitz und Stimme auf den Reichstagen. Seit 1489 bildeten sie das Reichsstädtekollegium und nahmen über Vertreter regelmäßig an den Reichstagen teil. Große Städte wie Dortmund, Frankfurt am Main und Nürnberg konnten ihr Territorium über die Stadtgrenzen hinaus ausdehnen. Die größte territoriale Ausdehnung erreichten die freien Reichsstädte im Südwesten Deutschlands, wo es keine großen Fürstentümer gab. Die größte territoriale Ausdehnung aller freien Reichsstädte erreichte die Stadt Bern. Etliche Reichsstädte wurden allerdings im Laufe der Zeit von der Königsherrschaft an benachbarte Landesherrschaften verpfändet, so wie beispielsweise die niederländische Stadt Nimwegen im Jahre 1247 an die Grafen von Geldern, und die Stadt Duisburg im Jahre 1290 an die Grafen von Kleve. Da das Königtum meist nicht genügend Finanzmittel aufbringen konnte, um diese Pfandsummen abzulösen, konnte dies das Ende der Reichsunmittelbarkeit für die betroffenen Städte bedeuten. In vielen Städten wurde seit der Verwaltungsreform unter Kaiser Karl V. der so genannte Hasenrat eingeführt, der durch den Adel und die Patrizier gebildet wurde und die Ständeversammlung nach und nach unwirksam machte.

Niedergang

Mit dem westfälischen Frieden 1648 ging die Landvogtei über die elsässischen Reichsstädte an Frankreich, und im Rahmen der Reunionen besetzte Frankreich 1681 das Elsass. 1718 wurde das die Reichsstadt Zell am Harmersbach umgebende Gebiet als freies Reichstal Harmersbach von der Stadt unabhängig. Die reichsstädtischen Freiheiten wurden zunehmend beschnitten und im Zuge der französischen Revolution 1789 entfielen sie ganz. Das belgische Dorf Kessenich war eine -in Deutschland vergessene- Freie Reichsstadt bis am 5. April 1795 Frankreich das linke Rheinufer annektierte, damit auch preußische, kurkölnische und jülicher Gebiete, sowie die große Reichsstädte Köln und Aachen und kleinere reichsunmittelbare kirchliche und weltliche Herrschaften. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurden 45 der 51 noch bestehenden Reichsstädte mediatisiert und benachbarten Fürstentümern eingegliedert. Lediglich Augsburg, Nürnberg, Frankfurt am Main, Bremen, Hamburg und Lübeck behielten den Status mit verminderten Rechten bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806. Lange Zeit wurde die Reichsstadt der Frühen Neuzeit von den Historikern als einsamer Vorläufer der bürgerlichen Welt inmitten der aristokratischen Umwelt bewertet, was immer wieder zu vielen Missverständnissen geführt hat. Mit modernen Republiken, aber auch mit den vormodernen Republiken wie Venedig oder den Vereinigten Niederlanden, hatten die Reichsstädte indes nichts zu tun. Die Tendenz, selbst als Glied der adligen Welt anerkannt zu werden, bestimmte die Politik vieler Reichsstädte, darunter Augsburg, Nürnberg, Köln, Frankfurt, Bremen und selbst kleinere Kommunen wie Schwäbisch Hall. Das herkömmliche Bild über die angeblich düsteren Zustände in den Reichsstädten des 18. Jahrhunderts hat seinen Ursprung ebenfalls in der Projektion ökonomischer Rationalität im modernen Sinne, die aber gerade nicht das Handeln von Ratsherren, Zünften und Bürgern bestimmte. Ebenso wie die Beschreibung der deutschen Geschichte in der Frühen Neuzeit als Verfallsgeschichte einem historischen Missverständnis entspricht, folgt auch die negative Bewertung der Reichsstädte in dieser Epoche zum Teil anachronistischen Vorstellungen („Niedergang“). Für viele epochale historische Prozesse boten Reichsstädte die Bühne (Buchdruck, die Reformation, Friedenskongresse). Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts behaupteten Reichsstädte ihre kulturelle, soziale und politische Stellung, insofern man sie, wie auch die Reichsgrafen und Reichsritter, als mindermächtige Glieder des Reiches versteht.

Reichsstädte nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches

Nach 1815 gab es im Deutschen Bund noch vier Freie Städte: Hamburg, Bremen, Lübeck und Frankfurt am Main. Frankfurt am Main verlor seine Unabhängigkeit 1866 nach der Besetzung durch Preußen; Lübeck wurde 1937 ebenfalls an Preußen angegliedert. Die Bundesländer Bremen und Hamburg konnten ihre auf reichsstädtischen Traditionen beruhende Stellung als eigenständige Stadtstaaten bis heute bewahren. Der Status Berlins als eigenes Bundesland geht dagegen auf die Zoneneinteilung nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Als Freie Stadt wurde auch Danzig bezeichnet, als die Stadt von 1920 - 1939 unter Hoheit des Völkerbunds stand.

Liste von Reichsstädten am Beginn des 19. Jahrhunderts

Die Reichsunmittelbarkeit konnte zu- und wieder aberkannt werden, die Zahl der Reichsstädte schwankte deshalb. Die höchste Zahl betrug 83 Reichsstädte (unter dem Titel "Frei- und reichsstett" verzeichnet die auf dem Wormser Reichstag von 1521 aufgestellte Reichsmatrikel 85 Städte). Um das Jahr 1800 gab es im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation noch folgende 51 Freie Reichsstädte: Mit reichsstadtähnlichen Rechten war auch Waldsee (heute Bad Waldsee) ausgestattet. Außerdem gab es bis zur französischen Revolution elf elsässische Reichsstädte, die bis auf Straßburg seit 1354 den Zehnstädtebund bildeten. Ihm gehörten an:

Siehe auch


- Liste der deutschen Hauptstädte
- Paritätische Reichsstadt ! Kategorie:Heiliges Römisches Reich Kategorie:Mittelalter

Schwäbischer Städtebund

Der Schwäbische Städtebund wurde 1376 von 14 schwäbischen Reichsstädten unter der Führung Ulms gegründet. Der Städtebund war in erster Linie ein militärisches Bündnis. Zielsetzung war die Sicherung der reichsstädtischen Freiheitsrechte. Das Bündnis richtete sich damit auch gegen die Bestrebungen der jeweiligen Landesfürsten zur territorialen Ausdehnung Bayerns, Württembergs, Österreichs und weiterer aufkommender Territorialstaaten. 1377 siegte der Schwäbische Städtebund in der Schlacht bei Reutlingen gegen ein Heer des Grafen Eberhard II. von Württemberg. Der Städtebund gewann danach weitere Mitglieder, unter anderem auch die bedeutenden von den bayerischen Herzögen bedrängten Städte Nürnberg und Regensburg. 1381 vereinigte sich der in Gegnerschaft zum Löwenbund, einem Zusammenschluss verarmter Ritter, gegründete Rheinische Städtebund mit dem Schwäbischen Städtebund. 1385 umfasste der Bund mehr als 50 Reichsstädte. Die militärischen Auseinandersetzungen erreichten 1388 ihren Höhepunkt. Das Heer Graf Eberhards II. von Württemberg besiegte die schwäbischen Städte am 23. August in der Schlacht bei Döffingen; kurz darauf unterlagen die rheinischen Städte bei Speyer. Der gleichzeitige Krieg der Städte gegen Bayern (Städtekrieg 1387 bis 1389), bei dem König Wenzel anfangs auf der Seite der Städte stand, endete am 5. Mai 1389 mit dem Landfrieden von Eger, dessen Ergebnis unter anderem die Auflösung des Schwäbischen Städtebundes war. Insgesamt endeten die Auseinandersetzungen mit einer Pattsituation: Den Landesherren war es nicht gelungen, die Städte ihrem jeweiligen Gebiet einzuverleiben oder die Privilegien der Städte zu beschneiden. Die Städte scheiterten aber mit ihrem Versuch, durch militärischen Druck größeren Einfluss auf die Reichspolitik zu gewinnen. Die Verwüstungen, die der Krieg mit sich brachte, waren jedoch immens, so dass die Städte in der Folgezeit sehr viele Mittel zur militärischen Sicherung der Stadtgrenzen aufbrachten. Die damit einhergehende Verschuldung führte häufig dazu, dass die Städte ihre politische Unabhängigkeit aufgaben und den angrenzenden Territorien eingegliedert wurden. Siehe auch: Städtebund, Schwäbischer Bund Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich) Kategorie:Städtebund

Wenzel (HRR)

Wenzel von Luxemburg (der Faule, auch Wenzeslaus, tschechisch Václav;
- 26. Februar 1361 in Nürnberg; † 16. August 1419 auf Burg Wenzelstein, tschechisch Nový hrad u Kunratic, heute im Stadtgebiet von Prag) aus dem Geschlecht der Luxemburger war seit seiner Krönung im Kindesalter 1363 bis zu seinem Tod 1419 als Wenzel IV. König von Böhmen und von 1376 bis zu seiner Absetzung 1400 Römischer König. Von 1373 bis 1378 war er zudem Kurfürst von Brandenburg; das Haus Luxemburg vereinte somit für den Fall einer Königswahl zwei Kurstimmen auf sich. Er war mit Johanna von Bayern und Sophie von Bayern verheiratet; die Ehen blieben kinderlos.

Geschichte

Wenzel bis zu seiner Absetzung 1400

Wenzel war der älteste Sohn Kaiser Karl IV. aus dessen dritter Ehe mit Anna von Schweidnitz. Er war seit frühester Kindheit als Haupterbe vorgesehen. Karl ließ ihm Siegel anfertigen und brachte ihm bereits als Kleinkind bei, sich als wahrer Herrscher zu verhalten. Schon 1363 wurde Wenzel zum König von Böhmen gekrönt. Er wurde auch noch zu Lebzeiten seines Vaters am 10. Juni 1376 zum Rex Romanorum gewählt und vom Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden am 6. Juli 1376 gekrönt. Nach dem Tod seines Vaters trat Wenzel 1378 dessen Nachfolge als König des Hl. Römisches Reichs an. In den Auseinandersetzungen mit der Kirche (abendländisches Schisma), wobei er wie schon sein Vater Papst Urban VI. als rechtmäßigen Pontifex anerkannte, und den Reichsstädtebünden hatte er keine glückliche Hand. Es kam zu Kampfhandlungen mit einem süddeutschen Städtebund, als er die schwäbischen Landvogteien den Habsburgern übertragen wollte. Wenzel kümmerte sich fast gar nicht um die Reichsangelegenheiten. Er kam erst 1383 nach Nürnberg, doch wollte der Städtebund den von ihm verordneten Landfrieden nicht anerkennen, da dies dessen Auflösung bedeutet hätte. Mit dem Landfrieden von Eger stellte er sich auf die Seite der Fürsten, aber gegen die städtischen Bünde. Was ihm in Böhmen einigermaßen gelang, nämlich die Ordnung aufrecht zu erhalten, misslang ihm in Deutschland. Zudem nahm Wenzels Verhalten mehr und mehr despotische Züge an. Zu der allgemeinen Unzufriedenheit trugen auch seine unfähigen Berater bei. Es formierte sich auch in Böhmen der Widerstand des Adels, der von der Unfähigkeit Wenzels und seiner Brutalität genug hatte (die auch in der Ermordung des Johann von Nepomuk zum Ausdruck kam).

König ohne Krone - die letzten Jahre

Da Wenzel die Reichsgeschäfte mehr und mehr vernachlässigte, kam es schließlich zu einem drastischen Vorgehen der Kurfürsten. Am 20. August 1400 wurde Wenzel als "unnützer, träger, unachtsamer Entgliederer und unwürdiger Inhaber des Reichs" vom Erzbischof von Mainz und den drei anderen rheinischen Kurfürsten auf der Burg Lahneck in Oberlahnstein für abgesetzt erklärt. Kurz darauf wurde Ruprecht III. als dessen Nachfolger erwählt. Böhmischer König blieb Wenzel jedoch bis zu seinem Tod, zumal er formal weiter auf sein Recht als römisch-deutscher König pochte. 1410 trat der Bruder Wenzels, Sigismund, dessen Nachfolge als römisch-deutscher König an. Beide Brüder einigten sich, so dass Sigismund auch auf Wenzels Hausmacht hoffen konnte. 1419 spitzte sich der Konflikt mit den Hussiten zu. Es gelang ihnen Ende Juli 1419 Prag in ihre Hand zu bekommen, wozu auch Wenzels immer mehr als tyrannisch empfundene Herrschaft beigetragen hat. Wenzel floh, doch starb er schon am 16. August desselben Jahres. Nach seinem Tod trat Sigismund auch seine Nachfolge als böhmischer König an.

Beurteilung

In seinem persönlichen Charakter wird Wenzel als Paranoiker und als Tyrann beschrieben, der die Menschen in seiner Umgebung aus fadenscheinigsten Gründen habe hinrichten lassen. Er spielt auch eine Hauptrolle in der Geschichte von Johann von Nepomuk, den er angeblich deshalb in die Moldau hat werfen lassen, weil er ihm die Beichtgeheimnisse seiner Frau nicht habe preisgeben wollen. In Wahrheit ging es um politische Differenzen. Die meiste Zeit seiner Regierung soll Wenzel in einem Zimmer mit seinen Jagdhunden eingeschlossen verbracht haben. Zweimal war Wenzel festgesetzt worden (1394 und noch einmal 1402-03, das letzte mal unter Zutun seines Bruders Sigismund). Wenzel, der sich nie ernsthaft um die Kaiserkrone bemühte (was sonst alle römisch-deutschen Könige des Spätmittelalters getan hatten) und sich nicht mit fähigeren Ratgebern umgab, als es noch Zeit gewesen wäre das Blatt zu wenden, bleibt eine Gestalt ohne sympathische Züge. Politisch muss man ihm vorwerfen, dass ihm völlig der Realitätssinn und das Gespür für die Politik fehlte, die noch seinen Vater ausgemacht hatte. In Böhmen verstärkte die Unbeliebtheit Wenzels die Herausbildung eines tschechischen Nationalcharakters, der sich vor allem durch den Gegensatz zum Deutschen definierte.

Literatur


- Martin Kintzinger: Wenzel, in: Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters, Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., München 2003, S. 433-45 und 594-95 (Bibliographie).

Weblinks


- [http://www.bautz.de/bbkl/w/wenzel_iv.shtml Eintrag im BBKL (Bautz)] Kategorie:König (HRR) Wenzel IV. Kategorie:Kurfürst (Brandenburg) Kategorie:Luxemburger (Geschlecht) Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1361 Kategorie:Gestorben 1419 ja:ヴェンツェル (神聖ローマ皇帝)

1385

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 14. August - Schlacht von Aljubarrota: Die Portugiesen unter König Johann I. besiegen die Kastilier und sichern so ihre Eigenständigkeit.

Geboren


- Friedrich IV. (Thüringen), Landgraf von Thüringen und Herzog von Sachsen († 4. Mai 1440).

Gestorben


- 28. Juni - Andronikos IV., byzantinischer Kaiser von 1376 bis 1379 (
- 1348)
- 19. Dezember - Bernabo Visconti, ältester Sohn des Stefano Visconti (
- 1319) ko:1385년

Städtekrieg

Der Städtekrieg war ein Krieg zwischen dem Schwäbischen Städtebund und den bayrischen Herzögen von 1387 bis 1389. Auslöser des Städtekrieges war ein Pakt zwischen dem Schwäbischen Städtebund und dem Salzburger Erzbischoftum von 1387, der die bayerischen Herzöge herausforderte. Herzog Friedrich von Bayern setzte daraufhin den Salzburger Erzbischof Pilgrim fest und forderte für seine Freilassung die Auflösung des Vertrags mit dem Schwäbischen Städtebund. Am 8. Januar 1388 erklärte König Wenzel von Böhmen (1373-1419) den Reichskrieg gegen Bayern, den der Städtebund seinerseits schon am 15. Dezember 1387 in Ulm gegen Bayern beschlossen hatte. Die Initiative durch Pfalzgraf Rupprecht, den drohenden Krieg abzuwenden (Schiedsgericht in Neumarkt) endete am 15. März 1388 mit einem Vergleich, der in weiten Teilen den Forderungen der Städte entsprach. Die Interessen des Erzbischoftums Salzburg wurden zum Vergleich auf den 12. April 1388 in Heidelberg vertagt, da der Bischof dem Schiedsgericht ferngeblieben war. Die Streitigkeiten konnten in Neumarkt nicht endgültig geklärt werden. Die Städte waren den Bestimmungen des Vergleichs nachgekommen, seitens des bayrischen Adels kam es jedoch weiterhin zu Übergriffen auf die Städte. Unter dieser negativen Vorgabe trafen sich die Verhandlungsparteien in Heidelberg, um weitere Klärungen herbeizuführen. Den Städtebund vetrat nun eine eigene Delegation, darunter Fraktionen von besonders stark geschädigten Städten - z.B. auch eine Abordnung aus Nürnberg. Die vorzeitige Abreise der Städtebundvertreter aus Heidelberg verhinderte auch diesmal einen endgültigen Rechtsspruch; die Städtebundvertreter forderten zuerst die Erfüllung des Neumarkter Vergleichs, Pfalzgraf Ruprecht hingegen einen neuen Rechtsspruch, dessen vorteilhafter Inhalt den Städtebundvertretern jedoch nicht bekannt war, und den sie in Folge ablehnten. Brüskiert durch die Haltung der Städtebundvertreter traten viele Adelige und auch Rupprecht an der Seite der bayrischen Fürsten in den Krieg gegen die Städte ein. Damit drohte der Kriegsausbruch in Franken. Der Nürnberger Rat versuchte zwar den Konflikt auf diplomatischem Weg zu regeln, ordnete aber dennoch die Mobilmachung der Bevölkerung an und begann mit dem Anwerben von Söldnern. Während der Kriegshandlungen im fränkischen Umland versuchte der Nürnberger Rat auf diplomatischem Wege eine friedliche Lösung zu finden. Es kam zu einigen erfolglosen Verhandlungen, bevor der am 5. Mai 1389 in Eger erreichte Landfrieden den Städtekrieg beendete. Der Friedenschluss war eine Niederlage für den Schwäbischen Städtebund, den Städten wurde der geforderte Schadenersatz verweigert. Hauptziel des Landfriedens war es, den Einfluss des Städtebundes auf die Entwicklung der Reichsordnung zu brechen. Kategorie: Krieg Kategorie: Deutsche Geschichte

1388

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden gründet die Universität zu Köln als erste städtische Universität in Europa
- Schweiz: Mordnacht von Weesen
- Schweiz: Schlacht bei Näfels

Geboren


- 10. August - Thomas von Haselbach, österreichischer Theologe, Universitätsprofessor und Geschichtsschreiber († 1464)

Gestorben


- 21. Mai - Kuno II. von Falkenstein, Erzbischof und Kurfürst von Trier (
- um 1320) ko:1388년

Pfalzgraf

zum König. Die Kurfürsten, durch die Wappen über ihren Köpfen kenntlich, sind, von links nach rechts, die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen, der Markgraf von Brandenburg und der König von Böhmen.]] Die Pfalzgrafen (lat. palatinus: "der im Palast bzw. bei Hofe") waren Amtsträger und Vertreter des Königs. Sie standen dem Hofgericht vor und hatten eine leitende Funktion allgemeiner Art inne. Außerdem fungierten sie auch als Verbindungsmann zwischen Bittstellern aus dem Reich und dem König.

Historische Entwicklung

In der Merowinger- und Karolingerzeit waren Pfalzgrafen leitende königliche Amtsträger bei Hofe mit vorwiegend administrativen und richterlichen Aufgaben. Mit dem Amt wurde Pfalzgrafen oft auch die Herrschaft über eine Königs- bzw. Kaiserpfalz mit Gefolge und zugehörigen Gütern verliehen. Diese burgähnlichen Pfalzen bzw. Königshöfe lagen verstreut über das Königreich in unterschiedlichen Herzogtümern. In den Stammesherzogtümern des Ostfrankenreichs erhielten die Pfalzgrafen sehr weitgehende königliche Sonderrechte, um den Zusammenhalt des Königtums politisch zu sichern und die mächtigen Herzöge in Schach zu halten. Dazu gehörte u. a. das Privileg der Königswahl. Ende des 10. Jahrhunderts gab es in den Stammesherzogtümern Sachsen, Bayern, Schwaben und Lothringen Stammes-Pfalzgrafen als Vertreter und Wahrer der königlichen Rechte. Der mächtigste unter ihnen war Stellvertreter des Königs im Hofgericht, Reichsvikar bei Thronvakanzen und sogar Richter über den König. Eine strikte Ämtertrennung z. B. zwischen Pfalzgrafen einerseits und anderen Fürstenämtern gab es nicht. Mächtige Pfalzgrafen waren oft auch Land- oder Markgrafen, Herzöge oder auch kirchliche Fürsten. Damit wuchs dem Herrschaftsbegriff Pfalz im Heiligen Römischen Reich eine neue Bedeutung zu. Pfalz bezeichnete danach nicht nur befestigte Königshöfe, sondern auch von Pfalzgrafen bzw. Kurfürsten beherrschte Territorien. Später wurde die Bezeichnung zu einem erblichen Titel in verschiedenen deutschen Fürstenhäusern. Im HRR zählten ab den Spätmittelalter Herzöge, Land-, Mark- und Pfalzgrafen zum Fürstenstand und waren damit den Herzögen gleichgestellt. Der dem Hause Wittelsbach entstammende Pfalzgraf bei Rhein war seit 1198, endgültig seit 1356 einer der sieben Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches und während der Abwesenheit des Königs dessen Stellvertreter. Die wichtige Kurfürstenwürde verdeckte dabei den Pfalzgrafentitel und ließ die Bezeichnung "Pfalz" allmählich zum Namen für die Territorien dieses "Kurfürsten von der Pfalz" (Kurpfalz) bzw. für Länder mit ihm verwandter Nebenlinien (z.B. Herzog von Pfalz-Zweibrücken) werden. Indem der Kurfürst von der Pfalz 1777 das Kurfürstentum Bayern erbte, entstand kurzfristig der Doppelstaat "Pfalzbayern". Die Pfalz ging jedoch sehr bald an Frankreich verloren, dessen Herrscher Napoleon I. Bayern 1805 zum Königreich erhob. Als Teile der alten Kurpfalz 1814/15 an Bayern zurückkamen, änderte dies am nunmehr rein bayerischen Landesnamen nichts mehr, "die Pfalz" war nun eben eine bayerische Provinz unter anderen. 1945 wurde sie von Bayern abgetrennt und mit dem Südteil der bisherigen preußischen Rheinprovinz zum neuen deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz vereinigt. In dessen Namen lebt der Bedeutungswandel des Begriffes "Pfalz" bis heute fort. Siehe auch: Hofpfalzgraf

Merowingische und karolingische Pfalzgrafen

Robertiner


- Chrodobertus II., 2. Oktober 678
comes palatinus
- Grimbert, 691/720
comes palatinus von Neustrien, wohl Sohn von Chrodobertus II.
- Rupert I. († vor 764) 741/742
comes palatinus, Enkel von Chrodobertus II.
- Anselm († 778 in Roncesvalles)
comes palatinus, Sohn Ruperts I.

Pfalzgraf von Bayern


- Meginhart I., Pfalzgraf in Bayern 883
- Arnulf (II.) von Scheyern († 954) Pfalzgraf von Bayern, erbaute um 940 die Burg Scheyern
- Hartwig I. († 985), Pfalzgraf von Bayern 977-985
- Aribo I. (IV.) († um 1020), Pfalzgraf von Bayern 985-1020
- Hartwig II. († 1027), Pfalzgraf von Bayern 1020-1026
- Aribo II. (V.) († 1102), Pfalzgraf von Bayern 1026/41-1055
- Kuno II. von Rott († wohl 1082/1083), Pfalzgraf von Bayern
- Rapoto I. († 1099), Pfalzgraf von Bayern 1082/1083-1093 (Ratpotonen)
- ...
- Otto V. († 1156), Pfalzgraf von Bayern, verlegte 1124 die Residenz auf die Burg Wittelsbach,
- Otto VI. († 1183), Pfalzgraf von Bayern 1156-1180, wurde 1180 als Otto I. Herzog von Bayern, Sohn Ottos V.
- Otto VII. († 1189), Sohn Ottos VI.
- Otto VIII. († 1209), Pfalzgraf von Bayern 1189-1209, der Königsmörder, Sohn Ottos VII.
- Radbod II. von Ortenburg († 1231), Pfalzgraf 1209, Schwager Ottos VIII.
- ...

Pfalzgraf von Burgund

1169 von Kaiser Friedrich I. aus der Freigrafschaft Burgund gebildet, siehe hier.

Pfalzgraf von Lothringen


- Wigerich (915- † <921/922) Pfalzgraf von Lothringen, Graf im Bitgau (Wigeriche)
- Gottfried von Jülich (
- um 905 † 1. Juni nach 949) Pfalzgraf von Lothringen, Graf im Jülichgau (Matfriede)

Ezzonen


- Hermann I. von Lothringen († vor 996) Pfalzgraf ab 985, Graf im Bonngau, im Eifelgau, im Zülpichgau und im Auelgau.
- Ezzo († 1034), Sohn Hermanns I. Er war Graf im Auel- und Bonngau, 1020 Pfalzgraf von Lothringen. Heriratete Mahilde von Sachsen, Tochter des Kaisers Otto II. (Liudolfinger).
- Otto, 1035-1045 Pfalzgraf von Lothringen, als Otto II. Herzog von Schwaben 1045-1047, Sohn Ezzos.
- Heinrich I., Pfalzgraf von Lothringen 1045-1061, Sohn Hezelins (Graf im Zülpichgau), Bruder Ezzos.
- Hermann II. von Lothringen, Pfalzgraf von Lothringen 1061-1085, Graf im Ruhr- und Zulpichgau, Graf von Brabant, Sohn des Pfalzgrafen Heinrich I. Die Pfalzgrafschaft von Lothringen ging über in die Pfalzgrafschaft bei Rhein, siehe dort.

Pfalzgraf bei Rhein


- Heinrich II. von Laach, Pfalzgraf 1085-1095
- Siegfried von Ballenstedt und Weimar-Orlamünde (Askanier), Pfalzgraf 1095-1113, Heinrichs Stiefsohn
- Gottfried, Graf von Calw, Pfalzgraf 1113-1129 als Vormund für Wilhelm von Ballenstedt
- Wilhelm von Ballenstedt, Pfalzgraf 1129-1140, Sohn Siegfrieds (Askanier)
- Otto II., Graf von Rheineck, Pfalzgraf 1140, Stiefvater Wilhelms
- Heinrich Jasomirgott, Pfalzgraf 1140-1141 Weitere Pfalzgrafen siehe hier.

Pfalzgraf von Sachsen

Pfalzgrafen von Sachsen waren die Grafen von Goseck, die den Titel an die Grafen von Sommerschenburg, diese wiederum an die Landgrafen von Thüringen vererbten:
- Adalbero († 982), 965-966 Pfalzgraf von Sachsen
- Dietrich († 995), 982-995 Pfalzgraf von Sachsen
- Friedrich I. († 1042), Graf von Goseck, 1038-1042 Pfalzgraf von Sachsen
- Friedrich II. († 1088), dessen Sohn
- Friedrich III. von Putelndorf († 1087), dessen Sohn
- Friedrich IV. († 1124, dessen Sohn
- Friedrich V. († 1134?), Pfalzgraf von Sachsen 1086/88-1120, dessen Sohn
- Friedrich VI. von Sommerschenburg († 1162), Pfalzgraf von Sachsen 1120-1162, Großneffe Friedrichs II.
- Adalbert († 1180), 1162-1179 Pfalzgraf von Sachsen, dessen Sohn
- Ludwig III. († 1190) 1179-1181 Pfalzgraf von Sachsen, 1172-1190 Landgraf von Thüringen
- Hermann I. († 1217) 1181 Pfalzgraf von Sachsen, 1190 Landgraf von Thüringen
- Ludwig IV. († 1227) 1217-1227 Pfalzgraf von Sachsen und Landgraf von Thüringen
- Heinrich von Braunschweig-Grubenhagen
- ...

Pfalzgraf von Schwaben


- Erchanger I., Pfalzgraf 892
- Erchanger II., Pfalzgraf, Herzog von Schwaben 915-917
- Friedrich, 1053 Pfalzgraf, gründet Kloster Lorch (Staufer)
- Manegold der Ältere, Pfalzgraf 1070/1076, Schwiegersohn Friedrichs
- Ludwig, 1094 Pfalzgraf, Mitgründer von St. Fides in Schlettstadt (Staufer) Die schwäbische Pfalzgrafschaft ging an die Grafen von Tübingen über. Kategorie:Pfalzgraf


Ruprecht II. von der Pfalz

Ruprecht II., der Harte oder der Ernste (
- 12. Mai 1325 in Amberg; † 6. Januar 1398) war Kurfürst von der Pfalz (1390-1398). Seine Eltern waren Pfalzgraf Adolf der Redliche und Irmgard von Oettingen. Nach der ersten pfälzischen Teilung am 13. Februar 1338 erhielt Ruprechts Onkel Rudolf I. einen Teil, Ruprecht II. den zweiten Teil zugewiesen. 1345 heiratete er Beatrix von Sizilien und Aragon. Nach dem Tod seines Onkels, Kurfürst Ruprecht I., 1390 erklärte er sich 1394 im Einverständnis König Wenzels zum Kurfürsten. 1391 vertrieb Ruprecht Juden und Hetärer aus der Pfalz, beschlagnahmte den gesamten Besitz und vermachte ihn der Universität Heidelberg. 1395 erließ er die so genannte Rupertinische Konstitution, welche den Zusammenhalt der Teile der Pfalz sichern sollte. Dadurch wurde unter anderen die ehemalige freie Reichsstadt Neckargemünd in die Kurpfalz eingegliedert. Ruprecht liegt im Zisterzienserkloster Schönau bei Heidelberg begraben.

Nachkommen


- Anna (1346-1408), Frau von Herzog Wilhelm I. von Berg
- Friedrich (1347-nach 1395)
- Johann (1349-nach 1395)
- Mechthild (1350-1378), Frau von Graf Sigost von Leuchtenberg
- Elisabeth (1351-vor 1401)
- Ruprecht (1352-1410), König des Heiligen Römischen Reiches
- Adolf (1355-1358) Ruprecht II. von der Pfalz Ruprecht II. von der Pfalz Ruprecht II. von der Pfalz Kategorie:Wittelsbacher Ruprecht II. von der Pfalz Ruprecht II. von der Pfalz

1388

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden gründet die Universität zu Köln als erste städtische Universität in Europa
- Schweiz: Mordnacht von Weesen
- Schweiz: Schlacht bei Näfels

Geboren


- 10. August - Thomas von Haselbach, österreichischer Theologe, Universitätsprofessor und Geschichtsschreiber († 1464)

Gestorben


- 21. Mai - Kuno II. von Falkenstein, Erzbischof und Kurfürst von Trier (
- um 1320) ko:1388년

Grafenau (Württemberg)

Die Gemeinde Grafenau liegt im Landkreis Böblingen, nahe der Städte Sindelfingen, Weil der Stadt und Calw.

Geografie

Die Flüsse Schwippe und Würm im Gäu durchfließen Grafenau.

Geschichte

Sowohl Döffingen, als auch Dätzingen wurden erstmals 1075 urkundlich erwähnt. Seit 1971 bilden Döffingen und Dätzingen die Gemeinde Grafenau.

Dätzingen

Ursprünglich gehörte der Ort den Grafen von Fürstenberg, die ihn im 13. Jahrhundert an den Johanniterorden verloren. Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kam Dätzingen 1806 an das Königreich Württemberg.

Döffingen

Döffingen unterstand den Pfalzgrafen von Tübingen. Es fiel aber bereits im 14. Jahrhundert an Württemberg. Im Jahre 1388 fand hier die große Schlacht bei Döffingen (siehe auch Ullrichstein) statt welche den entscheidenden Sieg der Landesfürsten unter Eberhard II. von Württemberg gegen die Freien Reichsstädte brachte und zum Landfrieden von Eger führte. Nahezu ganz Döffingen wurde am 8. September 1634 von einem großen Feuer zerstört - jedoch schnell wieder aufgebaut.

Einwohnerentwicklung

Im Jahr 2001 hatte Döffingen knapp 4400 Einwohner, Dätzingen knapp 2100 Einwohner. Die Gesamtbevölkerung im Jahr 2005 betrug 6565 Einwohner.

Religion

Während sich die Reformation in Dätzingen nicht durchsetzen konnte, wurde Döffingen im 16. Jahrhundert evangelisch. Heutzutage gibt es auch eine neuapostolische Gemeinde im Ort.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Grafenau ist gut erreichbar über die Bundesautobahnen A 8 und die A 81. Die A 81 ist ca. 7 km von Grafenau entfernt. S-Bahnanschluss besteht über die Haltestelle Hulb in Richtung Stuttgart bzw. Herrenberg oder über Weil der Stadt. Nächstgelegener Flughafen ist Stuttgart Airport.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Denkmäler


- Ulrichstein, 1888 in Erinnerung an den 500 Jahre zuvor dort gefallenen Kronprinzen Ulrich von Württemberg errichtet.

Gebäude

1888
- Graf-Ulrich Funkturm
- Kapellenbergturm, 1958/59 als Wassertrurm errichtet.
- Schloss Dätzingen

Weblinks


- [http://www.grafenau-wuertt.de Offizielle Internetseite der Gemeinde] Kategorie:Ort in Baden-WürttembergKategorie:Landkreis Böblingen

Eberhard II. (Württemberg, Graf)

Eberhard II., genannt "der Greiner" (
- nach 1315; † 15. März 1392 in Stuttgart) war Graf von Württemberg von 1344 bis 1392. Eberhard II. heiratete am 17. September 1342 die Gräfin Elisabeth von Henneberg-Schleusingen. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Ulrich, der Vater seines Nachfolgers Eberhard III., und Sophie, die spätere Herzogin von Lothringen. Von Beginn seiner Regierungszeit bis 1361 regierte Eberhard II. gemeinsam mit seinem Bruder Ulrich IV., den er zur Zustimmung zu einem Hausvertrag zwang, der die Unteilbarkeit Württembergs bestätigte. Ulrich überließ bald darauf am 1. Mai 1362 Eberhard die alleinige Regentschaft. Zur Festigung seiner Macht und zur territorialen Vergrößerung Württembergs ging Eberhard II. verschiedene Bündnisse und Auseinandersetzungen mit Kaiser Karl IV. ein. Als Ergebnis erhielten Eberhard und sein Bruder 1360 zusätzliche Privilegien (z.B. die alleinige Gerichtsbarkeit), die die Grafschaft Württemberg neu definierten. Aufsehen errregte 1367 der Überfall des Grafen Wolf von Eberstein auf Eberhard, während eines Aufenthalts "im Wildbad" (vermutlich Wildbad oder Teinach). In seiner weiteren Regierungszeit richtete Eberhard seine Politik stark gegen die Reichsstädte aus, die der Ausdehnung des württembergischen Territoriums im Weg standen. 1372 bei Altheim, 1377 bei Reutlingen und 1388 bei Döffingen kam es dabei zu Schlachten gegen die ab 1376 im Schwäbischen Städtebund zusammengeschlossenen Reichsstädte. Ergebnis dieser Auseinandersetzungen war eine Pattsituation, die den Städten ihre Unabhängigkeit erhielt. Die territorialen Zugewinne Württembergs während der Regierungszeit Eberhards waren dennoch beträchtlich (z.B. Calw und Böblingen). In der für Württemberg siegreichen Schlacht bei Döffingen starb Eberhards Sohn und designierter Nachfolger Ulrich (siehe Ulrichstein). Eberhard ging durch Balladen Schillers und Uhlands in die Literatur ein.
Kategorie:Mann Kategorie:Deutscher Kategorie:Graf (Württemberg) Kategorie:Gestorben 1392

Reichstag (HRR)

Der Begriff Reichstag bezeichnet ursprünglich die Versammlung der Reichsstände des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die neben dem König/Kaiser stehende Körperschaft entwickelte sich seit dem 12. Jahrhundert aus den formlosen Hoftagen und wurde 1495 mittels eines Vertrages zwischen dem Kaiser und den Ständen zu einer festen Institution der Reichsverfassung. Der Reichstag wurde bis zum 16. Jahrhundert in unregelmäßigen Abständen jeweils in eine Bischofs- oder Reichsstadt einberufen und war das maßgebliche Gegengewicht der Stände gegenüber der kaiserlichen Zentralgewalt. Seit 1663 tagte der Immerwährende Reichstag als ständiger Gesandtenkongress in Regensburg. Seit 1489 umfasste er drei Kollegien:
- das Kurfürstenkollegium/der Kurfürstenrat.
- das Reichsfürstenkollegium/der Reichsfürstenrat (übrige weltliche und geistliche Fürsten sowie reichsunmittelbare Grafen und Prälaten)
- das Reichsstädtekollegium/der Reichsstädterat. Ein Reichsgesetz ('Reichsabschied', später 'Reichsschluss') erforderte die getrennte Zustimmung aller drei Kollegien und zuletzt die des Kaisers bzw. des kaiserlichen Prinzipalkommissars. Ab 1663 waren die Reichsstände nicht mehr persönlich auf dem Reichstag anwesend, sondern ließen sich durch Gesandte vertreten. Der Reichstag existierte bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Jahr 1806. Die Bezeichnung Reichstag trugen nach 1866 auch das Parlament des Norddeutschen Bundes und ab 1871 das Parlament des Deutschen Reiches.

Tagungsorte von Hof- und Reichstagen

Siehe auch: Reichstag (Gebäude), Reichstag, Liste der deutschen Hauptstädte in der Geschichte Kategorie:Heiliges Römisches Reich

5. Mai

Der 5. Mai ist der 125. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 126. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 240 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1864 - Die Schlacht in der Wilderness während des Amerikanischen Bürgerkriegs beginnt.

Politik

Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1389 - Kaiser Wenzel von Luxemburg erlässt auf dem Reichstag in Eger den Landfrieden von Eger.
- 1933 - Die norwegische Besetzung von Teilen Grönlands wird vom internationalen Gerichtshof in Den Haag für rechtswidrig erklärt.
- 1945 - Das KZ Mauthausen wird als letztes Konzentrationslager des Dritten Reichs von alliierten Soldaten befreit.
- 1945 - In Dänemark und den Niederlande endet die Besetzung durch das Dritte Reich
- [1945.]Ende der Geisel-Odyssee im Hochpustertal(wie die Wehrmacht in Südtirol 139 prominente KZ-Häftlinge aus den Händen der SS befreit. Bericht siehe Niederdorf (Südtirol)
- 1949 - Gründung des Europarates.
- 1950 - Thailand. Krönung von König Bhumibol Adulyadej
- 1955 - Die Pariser Verträge treten in Kraft. Damit erhält die Bundesrepublik Deutschland die Souveränität - die absolute Souveränität allerdings erst 1990.
- 1960 - Ahmadou Ahidjo wird erster Präsident der Republik Kamerun
- 1985 - US-Präsident Ronald Reagan und Bundeskanzler Helmut Kohl ehren in Bitburg gefallene deutsche Soldaten, unter denen auch Angehörige der Waffen-SS sind.
- 1992 - Bulgarien wird in den Europarat aufgenommen
- 1993 - Kirgisistan gibt sich eine neue Verfassung
- 1996 - Spanien. José María Aznar wird Ministerpräsident
- 1999 - Indonesien schließt Waffenstillstand mit Ost-Timor.
- 2002 - Frankreich. Staatspräsident Jacques Chirac wird in seinem Amt bestätigt.
- 2005 - Einen Tag vor seinem 52. Geburtstag machen 35,2% der britischen Wähler Premierminister Tony Blair ihr Geburtstagsgeschenk: Aufgrund des geltenden einfachen Mehrheitswahlrechts kann er mit seiner Labour Party erneut eine absolute Mehrheit der Sitze erringen und zum dritten Mal hintereinander die Wahlen zum House of Commons gewinnen.

Wirtschaft


- 1992 - Georgien wird Mitglied im Internationalen Währungsfond (IWF)

Wissenschaft, Technik


- 2000 - Alle Planeten des Sonnensystems außer der Erde stehen in einer Reihe auf der uns gegenüber liegenden Seite der Sonne. Dies war der Anlass für zahlreiche Weltuntergangstheorien.

Kultur


- 1883 - Uraufführung der Oper Henri VIII. von Camille Saint-Saëns an der Grand Opéra de Paris.
- 1909 - Uraufführung der komischen Oper Robins Ende von Eduard Künneke am Nationaltheater in Mannheim.
- 1990 - Uraufführung des musikalischen Dramas Das verratene Meer von Hans Werner Henze in Berlin.
- 1995 - Ray Santilli veröffentlicht erstmalig einen Film (so genannter Santilli-Film), der die angebliche Autopsie eines Außerirdischen dokumentiert, und löst damit eine breite Debatte um Außerirdische aus.
- 2005 - Das Datum 05.05.05 veranlasst ungewöhnlich viele Paare, diesen Tag für ihre Heirat zu wählen - nicht nur weil man diesen Hochzeitstag kaum vergessen kann. Doch nicht alle kommen zum Zug: der 5. Mai fällt auf Christi Himmelfahrt und manches Standesamt bleibt zu. Glücklicherweise gibt es 2 Wochen später eine fast noch schönere Schnapszahl: den 20.05.2005, an dem viele Ämter Sonderschicht machen.

Religion

Katastrophen


- 1842 - Eine Feuersbrunst in Hamburg wütet vier Tage lang. 1700 Häuser werden zerstört, ca. 50 Tote, 20.000 Obdachlose.
- 1865 - Großer Brand in Oberstdorf: Eine Feuersbrunst vernichtet am 5. und am 6. Mai zwei Drittel der Gebäude des Ortes.
- 1972 - Palermo: Eine Douglas DC-8 der Alitalia prallt während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 115 Personen an Bord sterben.
- 1998 - Amazonas, Peru. Absturz einer Boeing 737 der Luftwaffe. 74 Menschen sterben, 13 werden gerettet.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1966 - Als erste deutsche Mannschaft gewinnt Borussia Dortmund einen Fußball-Europapokal. Das Team gewinnt in Glasgow mit 2:1 gegen den FC Liverpool und sichert sich so den Cup der Pokalsieger.