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Luise von Mecklenburg-Strelitz
Luise Auguste Wilhelmine Amalie zu Mecklenburg-Strelitz ( - 10. März 1776 in Hannover; † 19. Juli 1810 auf Schloss Hohenzieritz) war Königin von Preußen.
Sie war die Tochter von Herzog Karl II. (Mecklenburg-Strelitz) (1741–1816)
und Prinzessin Friederike Caroline Luise von Hessen-Darmstadt (1752–1782)
Leben
Als Luise sechs Jahre alt war, starb ihre Mutter. Luise wurde gemeinsam mit ihren Schwestern Charlotte, Therese und Friederike zunächst von der Schwester ihrer Mutter, Charlotte, und der Erzieherin Magdelena von Wolzogen erzogen. Die Stiefmutter starb 1785, danach war zunächst eine Mademoiselle Agier, die auf Grund ihrer zu strengen Ansprüche an die Prinzessinnen bald darauf wieder entlassen wurde, mit der Erziehung der Prinzessinnen betraut, nachdem Magdalena von Wolzogen mit Prinzessin Charlotte an den Hof von Sachsen-Hildburghausen gewechselt war. 1786 kam Luise zu ihrer Großmutter Maria Luise Albertine von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, die "Prinzessin George" genannt wurde, Gattin des Bruders des Regenten, an den Hof nach Darmstadt und wuchs dort im Alten Palais auf. Prinzession George setzte Salomé de Gélieu aus Neuchâtel als Erzieherin und Bezugsperson der Prinzessinnen Therese, Luise und Friederike ein.
Am 14. März 1793 lernte Luise in Frankfurt am Main den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm kennen und verlobte sich am 24. April 1793 in Darmstadt offiziell mit ihm. Am 22. Dezember 1793 erreichte sie als Braut des Kronprinzen den Regierungssitz Berlin zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Friederike, der Braut des jüngeren Bruders des Thronanwärters Ludwig von Preußen. Das Paar wurde am 24. Dezember in traditioneller Form vermählt.
Am 10. Mai 1805 erhielt sie eine Denkschrift des Freiherrn vom Stein.
Während der Auseinandersetzungen mit Napoléon gehörte sie zur sogenannten Kriegspartei.
Im November 1806 floh Luise vor napoleonischen Truppen aus Berlin über Schwedt, Stettin, Küstrin, Graudenz, Osterode nach Ortelsburg. Die Flucht ging am 10. Dezember 1806 weiter nach Königsberg, wo Luise an Typhus erkrankte. Nach mehrwöchigem Krankenlager starb sie am 19. Juli 1810 während eines Familienbesuchs auf dem Sommersitz ihrer Eltern. Ein Lungenflügel war zerstört, und bei der Obduktion wurde ein Polyp im Herzen entdeckt.
Luise fand ihre letzte Ruhestätte am 23. Dezember 1810 im Mausoleum des Parks von Schloss Charlottenburg, nachdem ihre Leiche zunächst am 30. Juli 1810 im Berliner Dom beigesetzt worden war. Zum 132. Geburtstag der Königin, am 10. März 1912, wurde auf dem Gustav-Müller-Platz der Roten Insel, einem Kiez in Berlin-Schöneberg, die Königin-Luise-Gedächtniskirche eingeweiht.
Luises Freundin Caroline von Berg, die mit den Geistesgrößen der Zeit korrespondierte, brachte 1814 ein Buch über die Königin heraus.
Am 3. August 1814 stiftete König Friedrich Wilhelm III. den nach der Königin benannten Louisenorden, der bis 1918 der höchste Damenorden des Königreiches Preußen blieb.
Kinder
- Geburt einer toten Tochter ( - /† 7. Oktober 1794)
- Kronprinz Friedrich Wilhelm ( - 15. Oktober 1795 - † 2. Januar 1861), der spätere König Friedrich Wilhelm IV.
- Prinz Wilhelm ( - 22. März 1797 - † 9. März 1888), der spätere König und deutsche Kaiser Wilhelm I.
- Prinzessin Charlotte ( - 13. Juli 1798 - † 1860), später verheiratet mit Zar Nikolaus I.
- Prinzessin Friederike ( - 14. Oktober 1799 - † 30. März 1800)
- Prinz Karl ( - 29. Juli 1801 - † 1883)
- Prinzessin Alexandrine ( - 23. Februar 1803), später verheiratet mit Großherzog Paul Friedrich zu Mecklenburg-Schwerin
- Prinz Ferdinand ( - 13. Dezember 1804 - † 1. April 1806)
- Prinzessin Luise ( - 1. Februar 1808 - † 1870), später verheiratet mit Friedrich, Prinz der Niederlande
- Prinz Albrecht ( - 4. Oktober 1809 - † 14. Oktober 1872)
Bildnisse
1872]
Zahlreiche Bildnisse werden in Günter de Bruyns Buch Preußens Luise wiedergegeben.
- Johann Gottfried Schadow: Büste der Prinzessin Luise von Preußen, 1794 oder 1795
- Friedrich Georg Weitsch: Die Prinzessinnen Luise und Friederike bekränzen die Büste Friedrich Wilhelm II., 1795), Gemälde; auch bekannt unter dem Namen Allegorie auf den Frieden von Basel
- Johann Gottfried Schadow: Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friederike von Preußen, 1797; auch bekannt unter dem Namen Prinzessinnengruppe
- Karl Friedrich Schinkel: Denkmal zu Ehren der Königin Luise in Gransee
Bild:Luise_von_Mecklenburg-Strelitz.jpg
Bild:Luise von Preußen.jpg
Bild:Luise von Mecklenburg-Strelitz 2.jpg
Bild:Schadow2.JPG
Filme
- 1913: Der Film von der Königin Luise. Regie: Franz Porten, Darsteller: Hansi Arnstädt (Königin Luise)
- 1957: Königin Luise. Regie: Wolfgang Liebeneiner, Darsteller: Ruth Leuwerik (Königin Luise)
- 2005: Vivat - Königin Luise im Fichtelgebirge. Regie: Gerald Bäumler
Dokumente
- Karl Griewank (Hrsg.): Königin Luise : Briefe und Aufzeichnungen. - Leipzig : Bibliograph. Inst., 1924.
- Malve Rothkirch (Hrsg.): Königin Luise von Preußen : Briefe und Aufzeichnungen 1786-1810. - Münchern : Dt. Kunstverl., 1995. - ISBN 3-422-06167-3
Literatur
- Günter de Bruyn: Preußens Luise : vom Entstehen und Vergehen einer Legende. - Berlin Siedler, 2004. - ISBN 3-88680-718-5
- Heinz Ohff: Ein Stern in Wetterwolken : Königin Luise von Preussen, eine Biographie. - München : Piper, 2001. - ISBN 3-492-21548-3
- Uwe A. Oster: Der preußische Apoll : Prinz Louis Ferdinand von Preußen (1772-1806). - Regensburg : Pustet, 2003. - ISBN 3-7917-1828-2
- Luise Schorn-Schütte: Königin Luise : Leben und Legende. - München : Beck, 2003. - ISBN 3-406-48023-3
Weblinks
- [http://www.preussen.de/de/geschichte/1797_friedrich_wilhelm_iii./koenigin_luise.html www.preussen.de]
-
- [http://www.koenigin-luise.com/ http://www.koenigin-luise.com/]
- [http://www.preussen-chronik.de/person.jsp?key=Person_Luise_von+Mecklenburg-Strelitz Luise von Mecklenburg-Strelitz " Königin der Herzen"]
- [http://www.hohenzieritz.de/Hi_luise.html www.hohenzieritz.de]
Kategorie:Königin (Preußen)
Kategorie:Geboren 1776
Kategorie:Gestorben 1810
Kategorie:Haus Mecklenburg
ja:ルイーゼ・シュトレーリッツ
10. März
Der 10. März ist der 69. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 70. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 296 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 241 v. Chr. - Die Römer versenken die karthagische Flotte und beenden damit den 1. Punischen Krieg.
- 1629 - König Karl I. löst das Parlament auf und führt England in die parlamentslose Zeit.
- 1804 - In St. Louis wird das Territorium Louisiana in einer förmlichen Zeremonie von Frankreich an die USA übergeben.
- 1814 - Napoleon wird in der Schlacht von Laon von den verbündeten Preußen und Russen geschlagen.
- 1831 - Die französische Fremdenlegion wird von König Ludwig Philipp gegründet.
- 1848 - Der Vertrag von Guadalupe Hidalgo wird durch den US-Senat ratifiziert und beendet den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg.
- 1864 - Kronprinz Ludwig Friedrich Wilhelm von Wittelsbach wird als König Ludwig II. von Bayern proklamiert.
- 1880 - Die Heilsarmee beginnt ihre Arbeit in den Vereinigten Staaten.
- 1893 - Die Elfenbeinküste wird eine französische Kolonie.
- 1902 - Die Buren gewinnen die letzte Schlacht des südafrikanischen Burenkriegs.
- 1906 - Das Grubenunglück von Courrières fordert 1.099 Menschenleben.
- 1951 - Henri Queuille wird Premierminister von Frankreich.
- 1952 - Die Sowjetunion legt einen Friedensvertrag für Deutschland vor, der die Vereinigung von West- und Ostdeutschland vorsieht.
- 1952 - Fulgencio Batista putscht sich in Kuba an die Macht.
- 1959 - Gewaltloser tibetischer Volksaufstand gegen die völkerrechtswidrige Besetzung durch die Volksrepublik China.
- 1966 - Amsterdam. Trauung von Kronprinzessin Beatrix der Niederlande mit Claus von Amsberg.
- 1969 - In Memphis (Tennessee) bekennt sich James Earl Ray des Attentats an Martin Luther King schuldig, widerruft jedoch später.
- 1985 - Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin (Berlin-West), die Koalition von CDU und FDP unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) wird bestätigt. Die SPD erzielt ihr schlechtestes Wahlergebnis seit Kriegsende.
- 1985 - Der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl reist anlässlich der Beisetzung des verstorbenen sowjetischen Staats- und Parteichefs Konstantin Tschernenko nach Moskau.
- 1985 - Der Europäische Rat trifft erstmals zusammen.
- 1985 - In Griechenland tritt Staatspräsident Konstantinos Karamanlis zurück.
- 1987 - Irland. Charles Haughey wird neuer Premierminister.
- 1995 - In Griechenland wird Konstantinos Stefanopoulos wird Staatspräsident
- 1998 - In Chile legt General Augusto Pinochet Ugarte sein Amt als Oberkommandierender des Heeres nieder.
- 1998 - Indonesien. Hadji Mohamed Suharto wird zum 6. Mal als Staats- und Regierungschef bestätigt.
- 2001 - Die FSF Europe wird gegründet.
- 2004 - In Griechenland wird Kostas Karamanlis, der Vorsitzende der konservativen Nea Dimokratia, als Ministerpräsident vereidigt.
Wirtschaft
- 1862 - In den USA wird erstmalig Papiergeld ausgegeben.
- 2000 - Der NEMAX 50 (Index für den Neuen Markt erreicht mit 9631 Punkten sein Rekordhoch, bevor die Spekulationsblase platzt und es zu einem der größten Kursverfälle des 20. Jahrhunderts kommt
Wissenschaft und Technik
- 1814 - Joseph von Fraunhofer entdeckt in Benediktbeuern die so genannten Fraunhoferschen Linien (die als dunkle Streifen im Sonnenspektrum imponieren).
- 1876 - Alexander Graham Bell führt das erste erfolgreiche Telefonat: "Mr. Watson, kommen Sie her, ich möchte Sie sehen."
Kultur
- 1814 - Uraufführung des Feenspiels Die Eselshaut oder Die blaue Insel von Johann Nepomuk Hummel am Theater an der Wien in Wien.
- 1837 - Uraufführung der Oper Il Giuramento von Saverio Mercadante am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1838 - Die Oper "Le Due Illustri Rivali" von Saverio Mercadante wird im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
- 1840 - Uraufführung der Oper La Vestale von Saverio Mercadante am Teatro San Carlo in Neapel.
- 1842 - Die Posse mit Gesang "Einen Jux will er sich machen" von Johann Nepomuk Nestroy wird im Theater an der Wien uraufgeführt.
- 1875 - Uraufführung der Oper Die Königin von Saba von Karl Goldmark an der Hofoper in Wien.
- 1877 - Uraufführung der Operette Nanon, die Wirthin vom Goldenen Lamm von Richard Genée am Theater an der Wien in Wien.
- 1906 - Uraufführung der Oper Don Procopio von Georges Bizet in Monte Carlo.
- 1937 - Uraufführung des musikalischen Dramas L'Aiglon von Arthur Honegger in Monte Carlo.
- 1963 - Uraufführung der Oper Il Re cervo oder Die Irrfahrten der Wahrheit von Hans Werner Henze in Kassel.
Religion
- 1528 - Der reformatorische Theologe und Täufer Balthasar Hubmaier wird in Wien auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er seinem Glauben nicht abschwören will.
- 1987 - Der Vatikan verurteilt künstliche Insemination und Leihmutterschaft.
Katastrophen
- 1987 - Ein Erdbeben der Stärke 7,0 in Kolumbien und Ecuador fordert über 1.000 Tote
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1985 - DDR-Eiskunstläuferin Katharina Witt siegt bei den Weltmeisterschaften in Tokio.
- 1998 - Giovanni Trapattoni, Trainer des FC Bayern München, beendet den emotionsgeladenen Kommentar zur Leistung seiner Mannschaft mit dem Satz "Ich habe fertig".
Geboren
emotion
- 1452 - Ferdinand II. von Aragón, "der Katholische", König von Aragonien, Sizilien und Neapel
- 1503 - Ferdinand I., römisch-deutscher Kaiser
- 1533 - Francesco III. Gonzaga, ältester Sohn des Herzogs Federico II
- 1604 - Johann Rudolph Glauber, deutscher Apotheker und Chemiker
- 1606 - Edmund Waller, englischer Lyriker
- 1610 - Hans Jakob von Koseritz, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft
- 1628 - Marcellus Malpighi, italienischer Anatom
- 1709 - Georg Wilhelm Steller, deutscher Naturforscher
- 1749 - Lorenzo da Ponte, italienischer Librettist
- 1762 - Jeremias Benjamin Richter, deutscher Chemiker
- 1771 - Friedrich Creuzer, deutscher Philologe
- 1772 - Friedrich Schlegel, deutscher Kulturphilosoph, Kritiker, Literaturhistoriker und Übersetzer
- 1776 - Luise von Preußen, Königin von Preußen
- 1787 - William Etty, britischer Maler
- 1788 - Joseph Freiherr von Eichendorff, deutscher Schriftsteller
- 1795 - Johann Martin Honigberger, siebenbürger Apotheker und Orientforscher
- 1800 - Victor Aimé Huber, deutscher Sozialreformer, Reiseschriftsteller und Literaturhistoriker
- 1806 - Eduard Friedrich Weber, deutscher Physiologe und Arzt
- 1839 - Joaquin Miller, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1844 - Pablo de Sarasate, spanischer Geiger und Komponist
- 1845 - Alexander III., russischer Zar
- 1852 - Richard Anschütz, deutscher Chemiker
- 1854 - Joseph Maria Stowasser, österreichischer Altphilologe
- 1857 - Christian Berrenrath, deutscher Theologe, Offizial im Erzbistum Köln
- 1864 - Rudolf Heberdey, österreichischer Archäologe
- 1867 - Hector Guimard, französischer Architekt
- 1872 - Aron Alexandrowitsch Solz, russischer Jurist und Revolutionär
- 1873 - Jakob Wassermann, deutscher Schriftsteller
- 1879 - Hans Luther, Reichskanzler in der Weimarer Republik
- 1884 - Franz Kuhn, deutscher Jurist, Sinologe und literarischer Übersetzer
- 1885 - Pierre Boulanger, französischer Ingenieur und Citroën-Vorstand
- 1892 - Arthur Honegger, französisch-schweizerischer Komponist
- 1895 - Fritz Koelle, deutscher Bildhauer
- 1897 - Otto Köhler, deutscher Politiker
- 1899 - Grete von Zieritz, deutsche Komponistin und Pianistin
- 1903 - Bix Beiderbecke, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Kornettist
- 1903 - Matthias Sindelar, österreichischer Fußballspieler
- 1907 - Rudolf Sühnel, deutscher Philologe und emeritierter Professor
- 1911 - Olof Lagercrantz, schwedischer Schriftsteller und Journalist
- 1912 - Paul Janes, deutscher Fußballspieler
- 1914 - Ernst Brugger, schweizerischer Politiker
- 1916 - Hans Drachsler, deutscher Politiker und MdB
- 1919 - Jean Lefebvre, französischer Schauspieler
- 1920 - Boris Vian, französischer Schriftsteller, Ingenieur, Jazztrompeter, Chansonnier, Schauspieler
- 1921 - Otto Heinrich Kühner, deutscher Schriftsteller
- 1923 - Hedy Schlunegger, schweizerische Skirennläuferin
- 1923 - John Donald Abney, US-amerikanischer Jazzpianist
- 1923 - Val Fitch, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1927 - Josef Derwall, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1927 - Paul Wunderlich, deutscher Maler und Grafiker
- 1928 - James Earl Ray, US-amerikanischer Attentäter
- 1935 - Manfred Germar, deutscher Leichtathlet
- 1936 - Joseph S. Blatter, Präsident des Weltfußballverbandes FIFA
- 1936 - Karl-Bernhard Schmitz, Richter am Bundesgerichtshof
- 1938 - Johnnie Allan, US-amerikanischer Musiker
- 1938 - Norman Blake, US-amerikanischer Musiker
- 1940 - Chuck Norris, US-amerikanischer Schauspieler und Karateweltmeister
- 1940 - Dean Torrence, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Karl Heinz Gasser, deutscher Politiker (CDU)
- 1944 - Martin Mann, deutscher Sänger
- 1945 - Pete Nelson, britischer Sänger
- 1946 - Jim Valvano, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1947 - Tom Scholz, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Waldemar Hartmann, deutscher Journalist und Moderator
- 1950 - Ted Mc Kennan, britischer Musiker
- 1951 - Brad Fiedel, US-amerikanischer Filmkomponist
- 1953 - Cho Hun Hyeon, südkoreanischer Go-Profi
- 1955 - Marianne Rosenberg, deutsche Schlagersängerin
- 1955 - Tina Charles, britische Sängerin
- 1956 - Helmut Lang, österreichischer Modedesigner
- 1957 - Osama Bin Laden, saudi-arabischer Terrorist
- 1958 - Sharon Stone, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1959 - Priska Hinz, deutsche Politikerin und MdL in Hessen, Umweltministerin
- 1960 - Uwe Fahrenkrog-Petersen, deutscher Musiker, Komponist und Musikproduzent
- 1964 - Anton Polster, österreichischer Fussballspieler
- 1964 - Neneh Cherry, schwedische Sängerin, Rapperin und Produzentin
- 1964 - Toni Polster, österreichischer Fußballspieler
- 1964 - Prinz Edward Mountbatten-Windsor, Earl of Wessex
- 1968 - Michael Morgan, deutscher Schlagersänger
- 1969 - Ximena Restrepo, kolumbianische Leichtathletin und Olympionikin
- 1974 - Keren Ann, französische Sängerin
- 1976 - Barbara Schett, österreichische Tennisspielerin
- 1977 - Stefan Blank, deutscher Fußballspieler
- 1983 - Sonim Son, japanische Sängerin und Schauspielerin
Gestorben
- 1157 - Wilhelm von Malavalle, katholischer Heiliger
- 1369 - Margarethe (Tirol), Gräfin von Tirol
- 1510 - Johann Geiler von Kaysersberg, deutscher Prediger und Schriftsteller
- 1528 - Balthasar Hubmaier, Täuferpersönlichkeit der Reformationszeit
- 1573 - Hans Muelich, deutscher Maler
- 1585 - Rembert Dodoens, flämischer Botaniker und Physiker
- 1588 - Theodor Zwinger, schweizerischer Gelehrter und Sohn des Kürschners Leonhard Zwinger
- 1615 - John Ogilvie, Mönch im Jesuitenorden und Märtyrer der katholischen Kirche
- 1701 - Johann Schelle, deutscher Komponist des Barock
- 1757 - Johann Joseph Graf von Trautson, Erzbischof der Erzdiözese Wien und Kardinal
- 1819 - Friedrich Heinrich Jacobi, deutscher Schriftsteller und Philosoph
- 1825 - Carl Brandan Mollweide, deutscher Mathematiker und Astronom
- 1826 - Johann VI., König von Portugal und Brasilien aus dem Hause Braganza
- 1832 - Muzio Clementi, italienischer Komponist
- 1836 - Antoine Louis Claude Destutt de Tracy, französischer Philosoph
- 1852 - Armand Marrast, französischer Journalist
- 1861 - Taras Grigorjewitsch Schewtschenko, russischer Dichter und Maler
- 1864 - Maximilian II., König von Bayern
- 1870 - Ignaz Moscheles, deutscher Komponist und Pianist
- 1872 - Giuseppe Mazzini, italienischer Nationalist
- 1884 - Wladimir Fjodorowitsch Adlerberg, russischer General und Minister
- 1895 - Charles Frederick Worth, britischer Modemacher, Begründer der Haute Couture
- 1900 - Karl Doppler, deutscher Komponist
- 1900 - Johann Peter Emilius Hartmann, dänischer Komponist
- 1902 - Hermann Allmers, norddeutscher Heimatdichter
- 1906 - Eugen Richter, deutscher Politiker
- 1910 - Carl Reinecke, deutscher Pianist und Komponist
- 1910 - Karl Lueger, österreichischer Politiker, Wiener Bürgermeister
- 1913 - Harriet Tubman, US-amerikanische Fluchthelferin der »Underground Railroad«
- 1916 - Sámuel Teleki, österreichisch-ungarischer Politiker, Entdecker und Forschungsreisender
- 1919 - Leo Jogiches, deutscher Politiker
- 1922 - Hans Sitt, deutscher Komponist
- 1925 - Meyer Prinstein, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1925 - Werner Fritze, deutscher Kaufmann, Königlicher Kommerzienrat und Kommunalpolitiker
- 1933 - Manfred Kyber, deutscher Autor von anthroposophischen Tiergeschichten
- 1937 - Jewgeni Iwanowitsch Samjatin, russischer Revolutionär und Schriftsteller
- 1940 - Michail Afanasjewitsch Bulgakow, russischer Schriftsteller
- 1940 - Michail Bulgakow, russischer Schriftsteller
- 1941 - Karl Joseph Schulte, Bischof von Paderborn und Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1943 - Otto Modersohn, deutscher Maler
- 1946 - Karl Hans Strobl, Schriftsteller
- 1948 - Jan Masaryk, tschechischer Politiker
- 1957 - Max Amann, deutscher NSDAP-Politiker und Publizist
- 1964 - Hermann Troppenz, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Beatrice Harrison, englische Cellistin
- 1966 - Frits Zernike, niederländischer Physiker
- 1973 - Robert Siodmak, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1976 - Curt Querner, deutscher Maler (Vertreter der Neuen Sachlichkeit)
- 1977 - Friedrich Schnack, deutscher Dichter
- 1983 - Ulf Svante von Euler-Chelpin, schwedischer Physiologe, Pharmakologe, Nobelpreisträger
- 1985 - Israel Regardie, britischer Okkultist
- 1985 - Konstantin Ustinowitsch Tschernenko, russischer Politiker
- 1986 - Ray Milland, britischer Film- und Fernsehschauspieler
- 1988 - Andy Gibb, britischer Pop-Sänger (Bee Gees)
- 1993 - Guido Wieland, österreichischer (Kammer)schauspieler, Regisseur und Operettenbuffo
- 1994 - Robert Shea, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1998 - Lloyd Bridges, US-amerikanischer Schauspieler
- 2000 - Ivo Robic, kroatischer Schlagersänger
- 2003 - Naftali Temu, kenianischer Leichtathlet und Langstreckenläufer
- 2004 - Norbert Grupe, deutscher Profiboxer und Schauspieler
Feier- und Gedenktage
- katholischer Gedenktag für Hugo von Fosses, Wilhelm von Malavalle
- katholischer und orthodoxer Gedenktag für Charalampos
- katholischer, orthodoxer und anglikanischer Gedenktag für Scholastika
- evangelischer Gedenktag für Friedrich Christoph Oetinger
- orthodoxer Gedenktag für Prochorus
- seit 1959 Nationalfeiertag der Tibeter
Siehe auch
- 9. März - 11. März
- 10. Februar - 10. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0310
ja:3月10日
ko:3월 10일
simple:March 10
th:10 มีนาคม
1776
- 7. Mai: Uraufführung des Singspiels Der Barbier von Sevilla von Friedrich Ludwig Benda in Berlin
- 4. Juli: Mit der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika entstehen die Vereinigten Staaten von Amerika
- 9. Oktober: Erste Europäische Siedlung in San Francisco
- Bildung des Vizekönigtums von Buenos Aires
- Adam Smith veröffentlicht das weltverändernde Werk Wohlstand der Nationen
- Adam Weishaupt gründet den Illuminatenorden
Kultur
- Das Bolschoi-Theater wird eröffnet
- 6. Januar: Ferdinand von Schill, preußischer Offizier,Freikorps-Führer († 1809)
- 24. Januar: E. T. A. Hoffmann, deutscher Romantiker († 1822)
- 24. Januar: Wilhelmine Halberstadt, deutsche Pädagogin und Schriftstellerin († 1841)
- 25. Januar: Joseph Görres, deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und Publizist († 1848)
- 4. Februar: Gottfried Reinhold Treviranus, deutscher Arzt und Naturforscher († 1837)
- 14. Februar: Christian Gottfried Nees von Esenbeck, deutscher Botaniker und Naturphilosoph († 1858)
- 15. Februar: Jean-Pierre Boyer, Präsident von Haiti († 1850)
- 23. Februar: Johann David Gruschwitz, deutscher Textilindustrieller († 1848)
- 10. März: Luise von Mecklenburg-Strelitz, preußische Königin († 1810)
- 12. März: Hester Stanhope, US-amerikanische Abenteurerin († 1839)
- 1. April: Sophie Germain, französische Mathematikerin († 1831)
- 8. April: Wassili Michailowitsch Golownin, russischer Marineoffizier und Wissenschaftler († 1831)
- 4. Mai: Johann Friedrich Herbart, deutscher Philosoph, Psychologe und Pädagoge († 1841)
- 7. Mai: Dániel Berzsenyi, ungarischer Dichter († 1836)
- 8. Juni: Thomas Rickman, britischer Architekt († 1841)
- 11. Juni: John Constable, britischer Landschaftsmaler († 1837)
- 9. August: Amedeo Avogardro, italienischer Physiker und Chemiker († 1856)
- 14. August: Friedrich Tieck, deutscher Bildhauer († 1851)
- 15. August: Ignaz Xaver von Seyfried, österreichischer Komponist († 1841)
- 27. August: Barthold Georg Niebuhr, Historiker († 1831)
- 28. Oktober: Joachim Haspinger, Pfarrer und Tiroler Patriot († 1858)
- 19. Dezember: Edward Somerset, bedeutender britischer Kavalleriegeneral († 1842)
- 26. Dezember: Christian Friedrich Brendel, deutscher Bergingenieur († 1861)
- 2. Februar: Francis Hayman, britischer Maler ( - 1708)
- 19. März: Anton Ulrich (Prinz), war Prinz von Braunschweig ( - 1714)
- 24. März: John Harrison, Uhrmacher, Erfinder der Hemmung und der Temperaturkompensation ( - 1693)
- 26. April: Wilhelmina Luisa von Hessen-Darmstadt, erste Gattin des Zaren Paul I. (Russland) ( - 1755)
- 7. Mai: Maria Anna Josepha von Bayern, Frau des Markgrafen von Baden ( - 1734)
- 25. Mai: Johann Georg von Langen, deutscher Forst- und Oberjägermeister ( - 1699)
- 26. Juli: Benedicta Margareta von Löwendal, Unternehmerin ( - 1683)
- 25. August: David Hume, schottischer Philosoph und Historiker ( - 1711)
- 1. September: Ludwig Christoph Heinrich Hölty, deutscher Dichter ( - 1748)
- 1. September: Peter Anich, Pionier der Hochgebirgskartographie ( - 1723)
- 28. Oktober: Sophie von Sachsen-Hildburghausen, war Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld ( - 1760)
- 14. Dezember: Johann Jakob Breitinger, schweizerischer Philologe und Autor ( - 1701)
ko:1776년
simple:1776
Hannover
Hannover [] ist die Hauptstadt des 1946 neu gebildeten Landes Niedersachsen. Mit rund 515.800 Einwohnern ist Hannover zugleich die größte Stadt des Landes sowie eines seiner Oberzentren. Hannover ist außerdem Sitz der Region Hannover - einer Gebietskörperschaft besonderen Rechts. Des Weiteren ist Hannover der Standort mehrerer Hochschulen sowie ein wichtiges Industrie-, Handels- und Dienstleistungszentrum. Mit der CeBIT und der Hannover-Messe finden jährlich weltweit beachtete Messen statt. Im November jeden ungeraden Jahres findet mit der Agritechnica die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landtechnik statt. Im Jahr 2000 war Hannover Gastgeber der Weltausstellung (Expo 2000). Mit dem Schützenfest Hannover findet jährlich das größte Schützenfest der Welt statt.
Die Stadt Hannover ist Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.
Die englische Schreibweise Hannovers ist Hanover, die französische Hanovre. Das deutschsprachige Eigenschaftswort zu Hannover heißt hannoversch oder hannöversch, nicht jedoch (wie häufig zu hören) hannoveraner. Als Hannoveraner werden die Einwohner Hannovers, aber auch eine Pferderasse, die Hannoveraner bezeichnet.
Weltweit gibt es ca. 117 Orte, Buchten, Inseln, Dörfer und Städte mit diesem Namen, wenn auch in unterschiedlicher Schreibweise.
Geografie
Hannoveraner
Hannover liegt im Tal der Leine, an dessen schmalster Stelle am Übergang zwischen niedersächsischem Berg- und Hügelland und norddeutschem Flachland. Im Stadtgebiet mündet die Ihme in die Leine. Im Westen der Stadt grenzen die Ausläufer des Weserberglandes, im Norden die Ausläufer der Lüneburger Heide an das Stadtgebiet.
Die nächstgelegenen Großstädte sind Bremen, etwa 120 km nordwestlich, Hamburg, etwa 132 km nördlich, Dortmund, etwa 181 km südwestlich, Berlin, etwa 250 km östlich und Kassel, etwa 160 km südlich von Hannover. Großstädte in unmittelbarer Nachbarschaft sind Hildesheim, etwa 25 km südlich und Braunschweig, etwa 50 km östlich.
Die höchste natürliche Erhebung des Stadtgebiets ist der am äußersten Südostrand der Stadt gelegene Kronsberg mit 118,2 m. Einzige bedeutende Erhebung im echten Stadtgebiet ist der Lindener Berg, auf dem die Sternwarte der Stadt und diverse Freizeiteinrichtungen untergebracht sind. Hannovers Entfernung bis zur Nordsee beträgt 160 km, zur Ostsee 200 km und zum Harz 70 km.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden der Region Hannover grenzen an die Stadt Hannover:
Langenhagen, Isernhagen, Burgdorf, Lehrte, Sehnde, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Gehrden, Seelze, Garbsen.
Stadtgliederung
Hannovers Stadtgebiet ist in 13 Stadtbezirke und 51 Stadtteile unterteilt. Die Stadtbezirke sind: Mitte, Vahrenwald-List, Bothfeld-Vahrenheide, Buchholz-Kleefeld, Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Südstadt-Bult, Döhren-Wülfel, Ricklingen, Linden-Limmer, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Herrenhausen-Stöcken und Nord. Siehe auch: Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers
Klimadaten
Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers
Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Hannover 8,7 °C und es fallen 661 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 22 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25° C übersteigt) gerechnet werden.
[http://www.wetteronline.de/Niedersachsen/Hannover.htm Link zu weiteren Wetterdaten für Hannover]
Geschichte
Hannover entstand aus einem am Leineufer gelegenen mittelalterlichen Dorf. Die Abstammung des Stadtnamens ist bis heute umstritten. Der erste hannoversche Chronist Johann Ulrich Grupen und der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz sahen den Namen Hannover als Ableitung von dem "hohen Ufer" an der Leine. Heute hält die Mehrheit der Historiker diese Interpretation für falsch. Sie geht davon aus, dass der Name aus dem Altsächsischen stammt und für "Schilfufer" steht. Begründet wird diese Interpretation damit, dass Hannover an einer Furt, also einer besonders flachen Stelle der Leine entstand. Ein hohes Ufer hätte diesen Verkehrsknotenpunkt kaum ermöglicht, zudem beweisen aktuelle Ausgrabungen, dass die Uferhöhe damals mindestens 3 Meter tiefer war als heute und damit kaum von einem hohen Ufer gesprochen werden kann.
Hinweise auf eine Marktsiedlung an dieser Stelle gibt es bereits um das Jahr 950. Der Vicus Hanovere (vicus: Marktflecken) wird erstmals um 1150 im Hildesheimer "Miracula Sancti Bernwardi" erwähnt. 1241 erhält Hannover das Stadtprivileg und im 14. Jahrhundert erlebte Hannover wirtschaftlich eine erste Blütezeit. Während des Dreißigjährigen Krieges macht Herzog Georg von Calenberg 1636 die gut befestigte Stadt zu seiner Residenz. Als Residenzstadt erlebte Hannover in den folgenden 80 Jahren eine erneute Blütezeit. Die Bauten dieser Epoche der Geschichte Hannovers setzten nachhaltige Akzente im Stadtbild. Hierzu zählen unter anderem das Stadtschloss, die Sommerresidenz Herrenhausen und die Oper. Mit der Besteigung des englischen Throns als Georg I. durch den Kurfürsten Georg Ludwig im Jahr 1714 wurde das vom Adel geprägte gesellschaftliche Leben der Stadt allmählich von einer zunehmend bürgerlichen Gesellschaft abgelöst. In jenen Zeiten war Hannover eine englische Kolonie, die von der englischen Königin regiert wurde. Noch heute kann man die vergoldete Kutsche der Queen im Historischem Museum bewundern.
Verwaltungsmäßig war Hannover eine autonome Stadt innerhalb des Landes Hannover. 1823 wurde sie Sitz der "Landdrostei Hannover", einem Verwaltungsbezirk, aus dem später der Regierungsbezirk Hannover hervorging. 1824 wurde sie Sitz des Amtes Hannover, das durch Vereinigung des Gerichtsschulzenamtes Hannover und des Amtes Coldingen gegründet wurde. 1859 wurde das Amt Langenhagen eingegliedert.
1859
Mit der von Preußen erzwungenen Kapitulation des Königreichs Hannover 1866 – zwei Tage nach der Schlacht von Langensalza, aus der Hannover zunächst als Sieger hervorgegangen war – wurde die Stadt zur Hauptstadt einer gleichnamigen preußischen Provinz.
Um 1873 überstieg die Einwohnerzahl die Grenze von 100'000. 1883 wurde Hannover eine kreisfreie Stadt und Sitz des aus dem Amt Hannover entstanden Landkreises Hannover sowie des aus der Landdrostei Hannover entstandenen Regierungsbezirks Hannover. In den 1920er Jahren wurde der Landkreis Hannover um den Landkreis Linden vergrößert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt Hannovers stark zerstört, so blieb die Aegidienkirche als Ruine und Mahnmal stehen. Unter der Leitung des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht erfolgte nach dem Krieg der Wiederaufbau der Stadt. Hillebrecht setzte ein heute wie damals umstrittenes Modell von breiten Individualverkehrstangenten um die Innenstadt durch. Der Autoverkehr kann seitdem fließen, aber der Bau dieser Straßen führte zu einer zweiten Zerstörungswelle und noch heute wirken sie wie Wunden im Stadtkörper. Ganze Stadtteile sind seitdem von der Innenstadt abgeschnitten (Calenberger Neustadt, List). In der Nachkriegszeit wurde Hannover als "Vorreiter" der modernen Kunst und Architektur berühmt (populäres Beispiel sind die 'Nanas' von Niki de Saint Phalle).
Im Zuge der Kreisreform in Niedersachsen wurde der Landkreis Hannover zum 1. März 1974 um das Gebiet der Landkreise Burgdorf, Neustadt am Rübenberge und Springe vergrößert. Zum 1. November 2001 wurde der Landkreis Hannover schließlich mit der kreisfreien Stadt Hannover zur Region Hannover vereinigt. Formal ist Hannover somit keine kreisfreie Stadt mehr, ist aber nach dem Gesetz über die Region Hannover den kreisfreien Städten gleichgestellt, sofern in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist.
Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Hannover zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.
Bild:Hannover_1689.jpg|Hannover um 1689 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover_1939.jpg|Hannover 1939 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover_1945.jpg|Hannover 1945 (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Bild:Hannover 2004.jpg|Hannover heute (Stadtmodell im Neuen Rathaus)
Eingemeindungen
Folgende Städte, Ortschaften und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen wurden in die Stadt Hannover eingemeindet:
- 1747: Aegidien Neustadt
- 1824: Calenberger Neustadt
- 1847: Ernst-August-Stadt (Bezirk Vorort)
- 1859: Vorstadt Hannover mit den Ortschaften Königsworth, Schloßwende, Nordfeld, Vorort, Fernrode, Büteworth, Kirchwende, Bult, Heidorn, Tiefenriede, Emmerberg, Kleefeld
- 1869: Vorstadt Ohe-Glocksee
- 1882: Königsworther Platz, Welfenschloß und Welfengarten
- 1891: Gemeinden Herrenhausen, Hainholz, Vahrenwald und List
- 1907: Gemeinden Stöcken, Gutsbezirk Mecklenheide, Bothfeld, Klein-Buchholz, Groß-Buchholz, Kirchrode, Döhren und Wülfel
- 1909 n. Linden: Gemeinden Badenstedt, Bornum, Davenstedt, Limmer und Ricklingen
- 1913 n. Linden: Wassergewinnungsgebiet Ricklingen
- 1920: Stadtkreis Linden mit Alt- und Neulinden, Limmer, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Ricklingen
- 1928: Schloss- und Gartenbezirk Herrenhausen, Gutsbezirk Leinhausen und Marienwerder
- 1937: Teile von Bemerode und Laatzen
- 1970: Teile von Empelde
- 1974: Stadt Misburg sowie die Gemeinden Anderten, Bemerode, Wülferode, Wettbergen, Ahlem, Vinnhorst, Isernhagen-Süd, Teile von Godshorn, Langenhagen, Laatzen und Rethen
Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahlen von 1190 bis zur Gegenwart sowie aktuelle Informationen zur Einwohnerstatistik der Stadt Hannover sind in dem Artikel Einwohnerentwicklung von Hannover zusammengestellt.
Religion
Die Stadt Hannover gehörte anfangs zum Gebiet des Bistums Minden beziehungsweise zum Archidiakonat Pattensen.
In der Altstadt Hannovers wurde 1533/34 und in der Neustadt 1544 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt. Danach war Hannover über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Katholiken und Reformierte Gemeindeglieder konnten bis 1800 in der Altstadt Hannovers kein Bürgerrecht erwerben. Dennoch gab es ab 1665 wieder eine katholische Gemeinde. 1697 entstand auch eine französisch-reformierte und 1702 eine deutsch-reformierte Gemeinde, die sich 1819 vereinigten.
1692 entstand das Kurfürstentum Hannover und mit ihm die heutige Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, deren Kirchenverwaltung in Hannover eingerichtet wurde. Ab 1815 wurde Hannover zum Königreich erhoben und das Kirchengebiet gliederte sich fortan in fünf relativ selbständige Konsistorialbezirke, darunter Hannover. 1866 wurde Hannover Sitz des Landeskonsistoriums der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Konsistorialbezirke waren seinerzeit in Superintendenturen eingeteilt. In der Stadt Hannover gab es zunächst vier Superintendenturen, die jedoch später zum Stadtkirchenverband Hannover vereinigt wurden. Heute gehören alle evangelischen Kirchengemeinden Hannovers, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt, zum Stadtkirchenverband Hannover innerhalb des gleichnamigen Sprengels der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hannover Sitz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD).
Die 1819 durch Vereinigung der 1697 beziehungsweise 1702 entstandenen französisch- beziehungsweise deutsch-reformierten Gemeinde entstandene reformierte Gemeinde Hannovers unterstand spätestens ab 1882 dem Konsistorium in Aurich, das seinerzeit oberste Kirchenbehörde aller reformierten Gemeinden innerhalb der Provinz Hannover wurde. Aus dieser Verwaltungsbehörde entstand später die heutige Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland, zu der alle (landeskirchlichen) reformierten Gemeinden Hannovers gehören. Sie sind Teil des Synodalverbands X.
Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland
Die ab 1665 entstandene katholische Gemeinde gehörte zum Bistum Hildesheim, das 1824 neu festgelegt wurde und zunächst zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), ab 1930 zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Später entstanden weitere katholische Pfarrgemeinden, die heute alle zur Region Hannover des Bistums Hildesheim gehören. Die (kirchliche) Region Hannover ist in 6 Dekanate untergliedert und umfasst in etwa das Gebiet der politischen Region Hannover. Katholische Hauptkirche Hannovers und Sitz des Regionaldechants ist die Basilika St. Clemens. Neben römisch-katholischen Gemeinden gibt es in Hannover auch eine russisch Orthodoxe Kirche und eine serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde.
Auch verschiedene Freikirchen sind in Hannover vertreten. So ist Hannover Sitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), die mehrere Gemeinden in Hannover hat. An weiteren Freikirchen sind vertreten: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Evangelisch-methodistische Kirche, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Jesus Freaks, die Christus-Gemeinde Wettbergen und die Ichthys Freie Jesus-Gemeinde e.V..
Darüber hinaus sind auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche, Die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas und die Christliche Wissenschaft vertreten.
Heute (2003) gehört etwa die Hälfte der Hannoveraner einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Im Mai 2005 war Hannover wie schon 1949, 1967 und 1983 Gastgeberstadt des 30. Evangelischen Kirchentags.
Im Stadtteil Mühlenberg existiert seit den 1970er Jahren ein ökumenisches Kirchenzentrum, das die Stadtteilgemeinden beider Konfessionen unter einem Dach vereint.
Sonstiges
Hannover hat aus dem musikalischen Bereich berühmte Vertreter wie die Scorpions, Fury In The Slaughterhouse oder Heinz Rudolf Kunze hervorgebracht. Sie haben ihre Karriere in Hannover begonnen und leben z.T. hier oder in der näheren Umgebung. Mit Mousse T. ist auch die House- und Discjockey-Szene vertreten.
Politik
In Hannover ist schon seit 1241 ein Rat nachweisbar. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts standen zwei Bürgermeister an der Spitze der Stadt. Daneben gab es einen aus 12 Mitglieder bestehenden so genannten "sitzenden Rat" mit dem "regierenden Bürgermeister". Die Mitglieder des Rats wechselten jährlich am 6. Januar. Die ausgeschiedenen Ratsherren (der "alte Rat") gehörten dann zu den Geschworenen. Später änderte sich die Zusammensetzung des Rates. Ab 1699 gehörten ihm zwei Bürgermeister, ein Syndikus, ein Sekretär, zwei Kämmerer und sechs Senatoren an. Ab 1825 gab es in Hannover ein Magistratskollegium, das de facto bis 1935 Bestand hatte. Während dieser Zeit trug das Stadtoberhaupt Hannovers den Titel "Stadtdirektor". Erst 1925 gab es einen Oberbürgermeister.
Die Calenberger Neustadt hatte eine eigene Verwaltung mit einem Vogt, später einem Gerichtsschulzen an der Spitze. Da sie erst 1710 zur Stadt erhoben wurde erhielt sie auch erst 1714 ein Ratskollegium, das bis zur Eingemeindung 1824 amtierte. Die ehemalige Stadt Linden hatte seit 1885 eine städtische Verfassung.
1885
Während der Zeit des Dritten Reiches wurde das Stadtoberhaupt Hannovers von der NSDAP eingesetzt. Auch in Hannover gab es Kriegsendphasenverbrechen. Am 6. April 1945 trieben SS-Leute drei Kolonnen ausländische Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, auf den Seelhorster Friedhof und brachten 154 Menschen um. [http://www.kueste.vvn-bda.de/blutwiese.html]
1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Hannover die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird. Dieser trägt den Titel "Bürgermeister".
Der bereits seit 1972 amtierende Oberbürgermeister Hannovers, Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, wurde 1996 erstmals direkt gewählt und zuletzt 2001 für eine weitere Amtsperiode von 5 Jahren wiedergewählt. Er ist inzwischen der dienstälteste Oberbürgermeister einer Stadt in Deutschland.
Zuständig für die Überwachung der vom Rat beschlossenen Gesetze und Verordnungen sind von 1303 bis 1699 die so genannten Bruchmeister. Sie haben niedere Gerichtsbarkeit. Ab 1710 übernehmen sie die Überwachung der städtischen Verteidigungsübungen und des städtischen Schießens, aus dessen Freischießen das heute größte Schützenfest der Welt hervorgeht. Sie tragen die Standarten der vier ursprünglichen Stadtteile Hannover und sind heute Repräsentanten der Stadt.
Stadtdirektoren, Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister Hannovers seit 1818
- 1818 - 1820: Dr. Christian Philipp Iffland, dirig. Bürgermeister der Altstadt
- 1818 - 1824: Johann Friedrich Kaufmann, Bürgermeister der Neustadt und ab 1820 Gerichtsschulze der Alt- und Neustadt
- 1818 - 1820: Ludwig Christian Zwicker, Bürgermeister
- 1822 - 1824: Georg Ernst Friedrich Hoppenstedt, Stadtdirektor
- 1824 - 1843: Rudolf Wilhelm Rumann, Stadtdirektor
- 1843 - 1853: Carl Friedrich Wilhelm Evers, Stadtdirektor
- 1854 - 1882: Johann Carl Hermann Rasch, Stadtdirektor
- 1883 - 1891: Ferdinand John Georg Haltenhoff, Stadtdirektor
- 1891 - 1918: Heinrich Tramm, Stadtdirektor
- 1918 - 1924: Robert Leinert, Oberbürgermeister
- 1925: Gustav Fink, Bürgermeister
- 1925 - 1937: Dr. Arthur Menge, Oberbürgermeister
- 1937: Heinrich Müller, Bürgermeister
- 1938 - 1942: Dr. Henricus Haltenhoff, Oberbürgermeister
- 1942 - 1944: Ludwig Hoffmeister, Staatskommissar
- 1943 - 1945: Egon Bönner, Bürgermeister und Staatskommissar
- 1945 - 1946: Gustav Bratke, kommissarischer Oberbürgermeister
- 1946: Franz Henkel, Oberbürgermeister
- 1946 - 1956: Wilhelm Weber, Oberbürgermeister
- 1956 - 1972: August Holweg, Oberbürgermeister
- 1972 - heute: Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister
Oberstadtdirektoren Hannovers 1946-1996
- 1946 - 1949: Gustav Bratke
- 1949 - 1963: Karl Wiechert
- 1963 - 1974: Martin Neuffer
- 1974 - 1979: Rudolf Koldewey
- 1979 - 1990: Dr. Hinrich Lehmann-Grube
- 1990 - 1996: Jobst Fiedler
Wappen
Das Wappen der Stadt Hannover zeigt eine silberne Mauer mit zwei Zinnentürmen auf rotem Grund; in dem offenen Tor unter schwarzem Fallgatter ein goldenes Schildchen mit einem grünen Kleeblatt; Zwischen den Türmen steht ein goldener Löwe.
Das Wappen ist bereits ab 1266 als Siegel nachweisbar, mit Kleeblatt (vorher Münzzeichen) allerdings erst ab 1534, wobei der Löwe das Symbol der Welfen beziehungsweise der Herrschaft Braunschweig ist, zu dessen Herrschaftsgebiet die Stadt gehörte. Seit 1929 hat das Stadtwappen seine heutige Form. Die alten Stadtfarben rot, gelb und grün wurden 1897 durch rot-weiß ersetzt.
Städtepartnerschaften
Hannover unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Bristol, Vereinigtes Königreich, seit 1947
- Perpignan, Frankreich, seit 1960
- Rouen, Frankreich, seit 1966
- Blantyre, Malawi, seit 1968
- Poznan, Polen, seit 1979
- Hiroshima, Japan, seit 1983
- Leipzig, Sachsen, seit 1987
Zwischen 1971 und 1976 bestand auch eine Städtepartnerschaft mit Utrecht, Niederlande.
Wirtschaft und Infrastruktur
Hannover ist eine bedeutende Messestadt. Jedes Frühjahr ist Hannover der Schauplatz der weltgrößten Computermesse CeBIT und der Industriemesse Hannover Messe. Im Jahr 2000 fand in Hannover die Weltausstellung Expo 2000 statt. Daneben veranstaltet die Deutsche Messe AG zahlreiche weitere bekannte Messen.
Verkehr
Deutsche Messe AG
Hannover gehört zu den zentralen Verkehrsknotenpunkten Deutschlands. Die Stadt wird von Eisenbahnen und Bundesautobahnen aus allen Himmelsrichtungen erreicht.
Im Nordosten der Stadt kreuzen sich die Bundesautobahnen A 2 Dortmund-Berlin und A 7 Hamburg-Frankfurt am Main. Darüber hinaus verlaufen die A 37, A 352, B 3, B 6, B 65, B 217, B 441, B 443 und B 522 durch das hannoversche Stadtgebiet. Der urbane Stadtkern wird durch einen Ring aus A 2, Westschnellweg, Südschnellweg und Messeschnellweg umschlossen
Der hannoversche Hauptbahnhof zählt zu den bedeutendsten Bahnknoten Deutschlands. Es existieren ICE-Verbindungen nach Hamburg, Berlin, Bremen, Dortmund, Köln, Frankfurt und München. Während großer Messen halten einige ICE auch im am südlichen Stadtrand gelegenen Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Zum Eisenbahnknotenpunkt Hannover gehört ferner der Rangierbahnhof im benachbarten Seelze.
Hannover verfügt über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit S-Bahn, Stadtbahn und Bus.
Fünf S-Bahnlinien binden das Umland an Hannover an. Zusammen mit 12 Stadtbahnlinien der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und mit 55 Buslinien verschiedener Verkehrsunternehmen gewährleisten sie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadt und des gesamten Umlands. Sie verkehren alle nach dem gleichen, gestaffelten Tarifmodell innerhalb des Verkehrsverbunds Großraum-Verkehr Hannover (GVH).
Hannover hat ferner fünf Binnenhäfen am Mittellandkanal beziehungsweise an direkt abzweigenden Stichkanälen und auch einen internationalen Flughafen Hannover-Langenhagen.
Medien
Hannover ist Sitz des Landesfunkhauses Niedersachsen des Norddeutschen Rundfunks. Direkt nebenan liegt das Landesfunkhaus vom ZDF. Als Tageszeitung erscheint in Hannover die Hannoversche Allgemeine Zeitung, sowie die Neue Presse. Beide Zeitungen werden von der Madsack Gruppe heraus gegeben. In Hannover gibt es außerdem das nichtkommerzielle Lokalradio Radio Flora und den freien TV-Sender h-eins (ehemals Offener Kanal). Große Hannoversche Radiosender sind "NDR 1 Niedersachsen", "Hit-Radio Antenne" und "Radio FFN". RTL und Sat.1 betreiben in Hannover jeweils ein Nordstudio. Der Fernsehsender "TV Travel Shop" sendet ebenfalls aus Hannover. Im Jahr 2006 wird der Fernsehsender RTL Shop seinen Sitz und damit auch die Studios von Köln nach Hannover verlegen.
Ansässige Unternehmen
Köln
In Hannover haben verschiedene Industriebetriebe ihren Sitz. Unter anderem die Reifenfirma Continental AG, die VW Nutzfahrzeuge, der Fahrzeugsystemhersteller WABCO, der Nutzfahrzeughersteller Komatsu Hanomag, die Lebensmittelindustrie von Bahlsen, das Varta-Batteriewerk und der Schleifmittelhersteller VSM. Hannover ist zudem ein wichtiger Standort für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Unternehmen, die Ihren Sitz in Hannover haben, gehören eine Reihe von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen, zum Beispiel Norddeutsche Landesbank Girozentrale (NORD/LB), GE Money Bank (ehemals Allbank AG), AWD, LBS, FinanzIT, Hannover Rück, Hannoversche Leben. Hinzu kommt der bekannte Touristikkonzern TUI AG (ehemals Preussag AG). Weitgehend unbekannt ist die Firma MTU im Norden Hannovers in Langenhagen, eine weltweit führende Firma auf dem Gebiet der Antriebswartung für kommerzielle Flugzeugantriebe. Ein weiterer großer Arbeitgeber sind die Stadtwerke Hannover. Sie versorgen Hannover und die Umgebung mit Gas, Wasser, Wärme und elektrischer Energie. Weitere Energiedienstleistungsunternehmen sind E.ON Energie AG, EMPG, EMGMG, EMGMKG und BEB.
Weiterhin bekannte Unternehmen sind der nicht mehr existente Fahrzeughersteller Hanomag, einer der ältesten deutschen Schokoladenhersteller Sprengel (1979 von Stollwerck aufgekauft, 2001 geschlossen) und die Schreibwarenhersteller Geha und Pelikan.
Öffentliche Einrichtungen
Hannover ist Sitz folgender Einrichtung und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej)
- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
- Bundessortenamt
- Bundesgrenzschutzamt Hannover
- Bundesvermögensamt Hannover
- Europäisches Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen
- Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
- Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers
- Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland KdöR
- Handwerkskammer Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover sowie Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg (Weser) und Schaumburg in Niedersachsen
- Hauptzollamt Hannover
- IHK Hannover - Kammerbezirk: Region Hannover und Landkreise Diepholz, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Holzminden, Hildesheim, Nienburg, Northeim, Schaumburg und Osterode am Harz
- KKH - Kaufmännische Krankenkasse
- Kommunaler Schadensausgleich Hannover
- Kreiswehrersatzamt Hannover
- Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA)
- Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
- Norddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft
- Norddeutscher Rundfunk (NDR) - Landesfunkhaus Niedersachsen Hannover
- Oberfinanzdirektion Hannover
- Prüfungsamt des Bundes Hannover
- Region Hannover
- Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
- Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)
- Zollfahndungsamt Hannover
Bildung und Forschung
Zollfahndungsamt
Hannover besitzt folgende Universitäten, Fachhochschulen beziehungsweise Forschungseinrichtungen:
- Universität Hannover in der Nordstadt; die Universität geht zurück auf die 1831 eröffnete Höhere Gewerbeschule, aus der sich die Königlich-Technische Hochschule entwickelte, die 1899 zur Technischen Hochschule erhoben wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Hochschule für Gartenbau und Landeskultur und 1968 die Pädagogische Hochschule Hannover eingegliedert.
- Medizinische Hochschule Hannover (MHH); gegründet 1965
- Hochschule für Musik und Theater Hannover; Die Hochschule geht zurück auf die Landesmusikschule beziehungsweise die private Hannoversche Schauspielschule, welche beide 1978 zusammen den Status einer Künstlerisch-Wissenschaftlichen Hochschule erhielten.
- Tierärztliche Hochschule Hannover; die 1778 als Königliche Roß-Arzney-Schule eröffnete und 1887 zur Hochschule erhobene Einrichtung, ist die älteste Hochschule in Hannover.
- Fachhochschule Hannover; die Fachhochschule entstand aus verschiedenen Institutionen, unter anderem Werkkunstschule, Ingenieurakademie, Staatliche Baugewerkschule Nienburg. 1978 kam der Fachbereich Informations- und Kommunikationswesen hinzu
- Evangelische Fachhochschule Hannover; die Fachhochschule in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers wurde 1905 als Christlich-Soziale Frauenschule gegründet. 1971 wurde diese mit der Wichernschule (Höhere Fachschule für Sozial- und Jugendarbeit) zur Fachhochschule zusammen geschlossen
- Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW)
- German International School of Management Administration (GISMA)
- International Neuroscience Institute Hannover (INI); von Prof. Madjid Samii gegründete neurochirurgische Klinik und neurowissenschaftliches Forschungsinstitut
- Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen
- Max-Planck-Institut für experimentelle Endokrinologie
- Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM)
- Landesbildungszentrum für Blinde (LBZB)
Zudem gibt es folgende Bibliotheken:
- Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek
- Technische Informationsbibliothek / Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB)
- [http://www.stadtbibliothek-hannover.de]Stadtbibliothek Hannover
Freizeit und Sport
- Hannover ist eines der Zentren des Eishockeys in Deutschland. So spielen beim Messegelände in der TUI Arena die Hannover Scorpions, während die Hannover Indians im "Eisstadion am Pferdeturm" im Stadtteil Kleefeld ihr Domizil haben.
- Auch im Fußball gibt es zwei Lokalgrößen: Den Bundesligaverein Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V., kurz "Hannover 96" oder "die Roten", und den SV Arminia Hannover, kurz "SVA" oder "die Blauen".
- Der erste deutsche Rasensportverein (Deutscher Fußballverein 78) wurde 1878 in Hannover gegründet. Unter "Fußball" verstand man damals noch das heutige Rugby. Hannover ist seit jeher die dominierende deutsche Stadt im Rugby. Vier (DRC Hannover, TSV Victoria Linden, SC Germania List und SG 78/08 Hannover) von derzeit acht Mannschaften spielen in der Herren-Bundesliga, seit 1909 wurde 62mal (von 83 ausgetragenen Meisterschaften) die Deutsche Meisterschaft der Herren nach Hannover geholt.
- Am 25. Januar 1862 wurde in Hannover der erste deutsche Fechtverein gegründet, der noch heute existiert. Neben dem Fechtklub Hannover von 1862 gibt es inzwischen noch drei weitere Fechtvereine, die den Fechtsport anbieten und auf Turnieren erfolgreich sind.
- Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts finden sich auch in Hannover Anhänger der Sportart BMX. Zumeist Jugendiche nutzen die Beton-, Asphalt- und Grünflächen der Stadt für Ihre Zwecke. In den letzten Jahren hat darüberhinaus die Eigeninitiative der Sportler deutlich zugenommen; Hannover ist mittlerweile ein deutschlandweit bekannter Ort für relevante Veranstaltungen und Wettkämpfe. Durch das Entstehen eines Ladengeschäftes in Hannovers Nordstadt entwickelt sich eine aktive Szene; eine Unterstützung durch die Stadt im Rahmen der Jugendpflege blieb bisher weitestgehend aus.
- Campo Aktiv-Arena: Im Stadtteil Anderten liegt dieser 29.000 Quadratmeter (darunter 17.000 Quadratmeter Indoorbereich) große Spaßpark. Neben dem Relax und Beautybereich "CAMPO Cosmetics" gibt es zahlreiche Sporteinrichtungen: Inliner Rundparcours, Kletterwand, Seilbahn, Skaterparcours, Streethockey, Tischtennis, Beach-Volleyball, BMX-Crossstrecke und Fußball) und zahlreiche Einrichtungen zur Unterhaltung (u.a. Billard, Carrera-Bahn, Minigolf). In dem Park gibt es auch ein großes Angebot für Kinder (Fort Campo, Keetcarbahn, Kletterlabyrinth, Piratenschiff, Riesenrutsche, See mit Paddelbooten, Trampolin, Vulkan Hüpfburg und Spielplatz). In dem Restaurant "Buena Vista" und in dem Biergarten kann man sich stärken.
Discos und Nachtleben
- Backstage
- Bad
- Base Underground Club
- Brauhaus Ernst-August
- Capitol
- Casa Blanca
- DAX Bierbörse
- Diablo Latino Music Club
- Eve Klub
- Funpark
- Heartbreak Hotel
- Intensivstation
- Kö-Tanzpalais
- Labor
- Liquid-Lounge
- Living Room
- MEC - Multi Entertainment Centre
- Men's Factory
- Nachtschicht
- Naoum's
- Na Und
- Osho
- Palo Palo
- Phoenix
- Polly Ester
- Rainbow
- Rocker
- Rockhouse
- Sansibar
- Soap Club
- Vulcano
- Xcelsior
- Zaza
Kinos
- Apollo (Hannovers ältestes Kino)
- Cinemaxx Nikolaistraße (War bei der Eröffnung das erste Multiplexkino Europas)
- Cinemaxx Raschplatz
- Hochhaus Lichtspiele (Deutschlands höchstes Kino)
- Kino am Raschplatz
- Kino im Künstlerhaus
- Kino im Sprengel
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Anderten
Anderten
Eine berühmte Sehenswürdigkeit Hannovers sind die Herrenhäuser Gärten, die zu den besterhaltenen Barockgärten Europas zählen.
Hinzu kommt das Wahrzeichen der Stadt, das Neue Rathaus. Sehenswert sind ferner das Leineschloss (Sitz des Niedersächsischen Landtages), das Leineufer mit den "Nanas" von Niki de Saint Phalle, der Ballhofplatz, die Marktkirche, der Holzmarkt mit dem Leibnizhaus, das Kreuzkirchenviertel, die Ruine der Aegidienkirche, das Anzeigerhochhaus von Fritz Höger (ältestes Hochhaus Deutschlands), der gläserne Verwaltungsbau der NORD/LB am Aegi des Architektenbüros Behnisch, Behnisch & Partner, der Gehry-Tower des Architekten Frank O. Gehry, der | | |