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Luna Mission
Mit Luna 4 bis Luna 24 (von rus. und lat. Mond) wurden sowjetische Mondsonden der zweiten Serie bezeichnet. Die Sonden der Vorgängerserie waren Lunik 1 bis 3 bezeichnet worden und sind in separaten Artikeln beschrieben.
Frühe Landungen
Das Ziel der Missionen Luna 4 bis 9 war es eine Sonde weich auf der Mondoberfläche abzusetzen. Bis dies mit Luna 9 gelang, mussten zahlreiche Rückschläge hingenommen werden.
Die erste Sonde dieser Serie, Luna 4, wurde am 2. April 1963 gestartet. Die Oberstufe brachte die Sonde jedoch auf eine falsche Umlaufbahn, sodass die Sonde den Mond in 833.6 km Entfernung passierte. Luna 5, am 9. Mai 1965 gestartet, stürzte, nachdem die Bodenstation die Kontrolle über das Haupttriebwerk verloren hatte, am 12. Mai auf dem Mond ab. Ursache war eine unkontrollierbare Rotation der Sonde. Luna 6 (Start: 6. Juni 1965) verfehlte den Mond, als eine Kurskorrektur in die falsche Richtung erfolgte, in 159218 km Entfernung.
Bei Luna 7 (Start: 4. Oktober 1965) fiel das Lagekontrollsystem vor der Landung aus, sodass die Zündung des Bremstriebwerks ausblieb. Bei Luna 8 (Start: 3. Dezember 1965) geriet die Sonde neun Sekunden nach Zünden des Bremstriebwerks in Rotation und schlug hart auf dem Mond auf.
Luna 9 (Start: 31. Januar 1966) gelang die erste weiche Landung auf dem Mond am 3. Februar 1966. Die Sonde maß die Strahlung an der Mondoberfläche und sandte Panoramen der Mondoberfläche zurück zur Erde. Der Lander arbeitete bis die Batterien am 6. Februar 1966 erschöpft waren.
Eine instrumentell verbesserte Version von Luna 9 war Luna 13. Diese Sonde landete am 24. Dezember 1966. Die Luna 4-9 + 13 Sonden wogen zwischen 1446 und 1620 kg beim Start. Auf den Lander entfielen nach der Landung lediglich 90-113 kg. Neben diesen Sonden gab es sechs weitere Starts, bei denen die Sonden beim Start verloren gingen oder in einem Erdorbit strandeten.
Frühe Mondorbiter
Die Sonden Luna 10-12 waren Mondorbiter, die den Bus der Landesonden Luna 2-9 nutzten, jedoch anstatt eines Landers eine Sektion mit Instrumenten mitführten. Wie die Lander waren die Orbiter batteriebetrieben, wodurch die aktive Zeit im Orbit auf einige Wochen beschränkt war. Luna 10 schwenkte als erste Raumsonde am 3. April 1966 in einen Mondorbit ein. Die Experimente an Bord vermaßen das Magnetfeld des Mondes und detektierten Mikrometeoriten und Teilchen. Aus den Veränderungen der Bahn konnte man erstmals auf Massekonzentrationen in der Mondkruste schließen. Am 3. April 1966 wurde bei der Eröffnung des 23. Kongresses der KPdSU eine aufgezeichnete Sendung von Luna 10 abgespielt: Ingenieure hatten die Sonde so programmiert, dass sie die Internationale abspielte.
Luna 11 wurde am 24. August 1966 gestartet. Die Monate seit dem Start von Luna 10 wurden genutzt um die Instrumentierung zu verbessern. Luna 11 führte eine Filmkamera mit. Der Film wurde an Bord entwickelt und digitalisiert. Das Experiment fiel jedoch aus. Die Sonde übertrug Daten aus dem Mondorbit bis zum 31. Oktober 1966. Die Wiederholung dieser Mission mit Luna 12, gestartet am 22. Oktober 1966 verlief dagegen erfolgreich.
Rückfuhr von Mondproben
Bislang nutzte die Sowjetunion die Molnija Rakete mit einer maximalen Nutzlast von etwa 1600 kg für Mondsonden. Die nächste Serie sollte die wesentlich stärkere Proton einsetzen, die etwa 6000 kg zum Mond befördern kann. Ziel der ersten Missionen war es Bodenproben vom Mond zur Erde zurückzubringen. Luna 15,16,18,20,23,24 hatten diese Aufgabe. Sie bestanden aus einer Landestufe und einer Rückstartstufe mit einer kleinen Landekapsel. Die Landung erfolgte nicht direkt. Zuerst schwenkten die Sonden in einen Mondorbit ein, der dann während einiger Tage so abgeändert wurde, dass der nächste Punkt der Bahn über dem Landegebiet lag. Dieser Punkt wurde auf die Oberfläche abgesenkt und die Restgeschwindigkeit durch ein Raketentriebwerk reduziert. Nach der Landung entnahm ein Bohrer eine Bodenprobe und überführte diese in die Rückkehrkapsel. Der Rückstart erfolgte direkt zur Erde, wo die Sonde durch einen Fallschirm abgebremst wurde und in der Sowjetunion niederging. Von den etwa 5600-5720 kg Startmasse gelangten 39 kg zurück zur Erde, davon entfielen etwa 100-200 g auf die Bodenproben.
Luna 15 sollte vor den Amerikanern Mondgestein zurückbringen. Die Sonde wurde am 13. Juli 1969 gestartet, drei Tage vor der Apollo 11 Mission. Sie schlug aber beim Landeversuch am 21. Juli 1969 hart auf. Nachdem man nun nicht mehr als Erster Mondproben zur Erde bringen konnte, ließ man sich mit dem nächsten Start Zeit und überarbeitete die Sonde. Luna 16 (12. September 1970) brachte als erste sowjetische Mission Mondgestein zurück. Luna 18, gestartet am 2. September 1970, verstummte bei der Landung und ist eventuell in unzugänglichem Gelände umgekippt oder bei der Landung beschädigt worden. Luna 20 (14. Februar 1972) landete etwa 1800 m von Luna 18 entfernt und gewann 55 g Bodenproben, da der Bohrer nur 15 cm tief eindringen konnte. Zur Gewinnung von mehr Gestein entwickelte man für die beiden letzten Sonden einen verbesserten Bohrer, der bis zu 2 m tief bohren konnte. Luna 23, gestartet am 28. Oktober 1974, landete zwar erfolgreich, doch wurde bei der Landung der Bohrer beschädigt, so dass keine Bodenproben gewonnen wurden. Die letzte Luna Sonde, Luna 24 (gestartet am 9. August 1976) brachte 170 g Mondgestein zur Erde zurück.
Mondrover
Durch Weglassen der Rückstartstufe konnte die Unterstufe der Luna 15-24 Sonden auch eine größere Nutzlast auf dem Mond landen. Dies wurde zweimal zur Beförderung eines Mondrovers genutzt.
Luna 17 brachte am 17. November 1970 Lunochod 1 zum Mond. Lunochod wurde von der Erde aus ferngesteuert. Zur Navigation übertrugen Fernsehkameras Bilder der Umgebung. In regelmäßigen Abständen wurden hochauflösende Panoramen der Umgebung gewonnen. Der Mondboden wurde durch Penetrometer und Röntgenfluoreszenzspektrometer untersucht. Lunochod 1 wog 756 kg, war 1.35 m hoch, 2.21 m lang und 2.15 m breit. Zentraler Teil war ein mit Stickstoff gefüllter Behälter in dem sich die technische Ausrüstung befand. Energie lieferten die Solarzellen im Deckel. Vor dem Auskühlen während der Mondnacht schützte eine kleine Menge Polonium-210, welches mit einer Halbwertszeit von 138 Tagen zerfällt und dabei Wärme abgibt. Während der 322 Tage in denen Lunochod 1 aktiv war, legte er 10.54 km zurück. Die Sonde machte rund 20.000 Aufnahmen und 206 Panoramen. An 500 Stellen maß das Penetrometer die physikalischen Eigenschaften der Mondoberfläche. An 25 Stellen wurde die Oberfläche mit dem Röntgenfluoreszenzspektrometer untersucht. 80000 m² der Oberfläche wurden untersucht oder im Bild festgehalten. Die Sonde fiel aus, weil die Wärmeabgabe der Poloniumquellen nach fast 3 Halbwertszeiten auf ein Siebtel gefallen war.
Lunochod 2 wurde von Luna 21 am 15. Januar 1973 zum Mond gebracht. Obgleich diese Mission nur 5 Monate dauerte, legte dieses mit 840 kg etwas schwerere Lunochod über 37 km zurück. Die Sonde musste aufgegeben werden, nachdem sie in einen Krater gefahren war und die Sonnenzellen mit Staub bedeckt waren, sodass man nicht mehr ausreichend Strom zum Betrieb hatte.
Orbiter
Luna 19 und Luna 22 waren Mondorbiter. Dabei hatte man ein Lunochod ohne Räder in einen Mondorbit gebracht und dieses mit weiteren Experimenten ausgerüstet. Ein Radar Höhenmesser vermaß das Profil der Oberfläche. Ein Gammastrahlenspektrometer detektierte Radioaktive Strahlung aus dem Zerfall von Kalium, Uran und Thorium und eine Panorama Kamera erstellte Streifen der Mondoberfläche mit einer Auflösung von 100 x 400 m pro Pixel. Luna 19 wurde am 28. September 1971 gestartet. Diese Sonde arbeitete bis zum 20. Oktober 1972 im Orbit. Ihr folgte am 29. Mai 1974 Luna 22. Diese Sonde arbeitete bis zum 2. September 1975 im Mondorbit. Dieser Rekord ist bis heute noch gültig.
Weblinks
- http://solarsystem.dlr.de/RPIF/missions/programs/luna/topics.shtml
- [http://www.bernd-leitenberger.de/luna.html ausführliche Luna Missionsübersicht in dt.]
Siehe auch: Raumfahrt, Geschichte der Raumfahrt, Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen
Kategorie:Mondsonde
Mond
Der Erdmond (lateinisch Luna), der meist nur Mond genannt wird, ist der einzige natürliche Trabant der Erde.
Von ihr abgesehen ist er der einzige Himmelskörper, der bisher von Menschen betreten wurde, und damit auch der am besten erforschte.
Trotzdem birgt er noch viele Geheimnisse, etwa zu seiner Entstehung und manchen Geländeformen. Die spätere Entwicklung und sein innerer Aufbau sind jedoch seit einigen Jahren weitgehend geklärt. Das Zeichen des Mondes ist eine Mondsichel: Gelände
Bahn und Rotation des Mondes
Scheinbare Bewegung von der Erde aus gesehen
Von der (rotierenden) Erdoberfläche aus betrachtet, umkreist der Mond die Erde von Osten nach Westen auf einer Bahn, die um 5,1 Grad gegen die Sonnenbahn geneigt ist. Seine scheinbare Bewegung ähnelt damit der der Sonne; sie dauert etwa 24 Stunden und 50 Minuten. Der Zeitpunkt des Mondauf- und -untergangs ist damit jeden Tag etwa 50 Minuten später. In 29 Tagen geht der Mond 28 Mal auf. Für einen Beobachter auf der Nordhalbkugel steht der Mond (wie auch die Sonne) an seinem höchsten Bahnpunkt im Süden, für einen Beobachter auf der Südhalbkugel im Norden (und die sichtbaren Oberflächenstrukturen erscheinen im Vergleich zur Nordhalbkugel auf den Kopf gestellt, wie man beispielsweise bei den in Neuseeland gedrehten „Der Herr der Ringe“-Filmen in einigen Szenen gut sehen kann). In Äquatornähe kann man den Mond an seinem höchsten Punkt im Zenit sehen.
Mondbahn
Die Bahn des Mondes um die Erde ist eine Ellipse der numerischen Exzentrizität 0,055; das heißt, die größte und die kleinste Entfernung vom Zentrum weicht jeweils um 5,5 Prozent von einer wirklichen Kreisbahn ab. Der mittlere Bahnradius – die große Halbachse – misst 384.400 Kilometer. Den erdnächsten Punkt der Bahn nennt man Perigäum. Er befindet sich 356.410 km vom Erdmittelpunkt entfernt. Der erdfernste Punkt heißt Apogäum und ist 406.740 km vom Erdmittelpunkt entfernt. Die Durchgänge des Mondes durch die Bahnebene der Erde (die Ekliptik) nennt man Mondknoten, wobei der aufsteigende Knoten den Eintritt in die Nord-, der absteigende den in die Südhemisphäre beschreibt.
Der Mond umläuft zusammen mit der Erde die Sonne, durch die Bewegung um die Erde pendelt der Mond jedoch um eine gemeinsame Ellipsenbahn. Die Variation der Gravitation während dieser Pendelbewegung führt zusammen mit geringeren Störungen durch die anderen Planeten zu Abweichungen von einer exakten Keplerellipse um die Erde.
- Das Perigäum umläuft die Erde direkt mit einer Periode von 8,85 Jahren.
- Die Mondknoten umlaufen die Erde aufgrund einer Präzessionsbewegung retrograd, also gegen die Umlaufrichtung des Mondes, mit einer Periode von 18,61 Jahren. Sie bewirken daher eine schwache Modulation der Erdpräzession mit eben dieser Periode, die als Nutation bezeichnet wird.
Bahnperiode
Die Dauer eines Bahnumlaufs des Mondes (Monat) kann man nach verschiedenen Kriterien festlegen, die jeweils unterschiedliche Aspekte abdecken.
- Nach einem siderischen Monat (27,32 d) nimmt der Mond wieder die gleiche Stellung zu den Fixsternen ein (von der Erde aus beobachtet).
- Nach einem synodischen Monat (29,53 d; Periode der Mondphasen) erreicht der Mond wieder die gleiche Stellung zur Sonne (von der Erde aus beobachtet).
- Einen drakonitischen Monat (27,2122 d) benötigt er, um wieder durch den gleichen Knoten seiner Bahn zu laufen; er ist wichtig für die Sonnen- und Mondfinsternisse.
- Einen anomalistischen Monat (27,555 d) benötigt der Mond von einem Perigäumdurchgang zum nächsten.
Mondphasen
Das Aussehen des Mondes variiert im Laufe seines Bahnumlaufs und durchläuft die Mondphasen
Mondphase
- Neumond – der Mond steht zwischen der Sonne und der Erde
- zunehmender Mond (abends sichtbar)
- Vollmond – die Erde steht zwischen der Sonne und dem Mond
- abnehmender Mond (morgens sichtbar)
right
Die nicht von der Sonne beleuchteten Teile der erdzugewandten Mondseite sind dabei nie völlig dunkel, sondern werden durch das Erdlicht – den Widerschein der Erdoberfläche und der Erdatmosphäre – indirekt ein wenig aufgehellt. Diese Aufhellung wird auch als aschgraues Mondlicht bezeichnet und ist am besten bei schmaler Mondsichel zu sehen. Seine Ursache wurde schon von Leonardo da Vinci richtig erkannt. Mit einem Fernglas selbst geringer Vergrößerung sind in dem Erdschein sogar Einzelheiten erkennbar, denn aufgrund des größeren Durchmessers und des höheren Rückstrahlungsvermögens der Erde ist die „Vollerde“ rund 50 mal so hell wie der Vollmond. Messungen des aschgrauen Mondlichts erlauben Rückschlüsse auf Veränderungen der Erdalbedo.
Mondrotation
Durch die Gezeitenwirkung, die durch die Gravitation der Erde entsteht, hat der Mond seine Rotation der Umlaufzeit (siderischer Monat) angepasst (gebundene Rotation), das heißt bei einem Umlauf dreht er sich im gleichen Drehsinn einmal um die eigene Achse. Daher ist von der Erde aus immer dieselbe Seite zu sehen. Die Rückseite des Mondes konnte 1959 erstmals durch Raumsonden beobachtet werden.
Wegen der gebundenen Rotation würde ein Beobachter auf dem Mond die Erde immer an der selben Stelle des Himmels sehen (abgesehen von leichten Schwankungen, die durch Librationen verursacht sind). Die Erde geht also niemals „auf“ oder „unter“. Ein Beobachter auf der Mondrückseite kann die Erde dagegen niemals sehen. Wegen des Fehlens einer richtigen Atmosphäre ist der Mondhimmel nicht farbig, sondern schwarz. Sterne kann man jedoch auch auf dem Mond nur nachts sehen, oder wenn man die Augen gegen die Umgebung abschirmt, denn die Lichtempfindlichkeit des menschlichen Auges stellt sich auf die hell leuchtende Mondoberfläche ein und kann die Sterne nicht mehr wahrnehmen. Die Erde erscheint als bläuliche Scheibe, fast viermal größer als der Mond von der Erde aus. Sie rotiert (in knapp 24 Stunden) und durchläuft Phasen, die den Mondphasen entsprechen und diesen entgegengesetzt sind. Bei Neumond herrscht „Vollerde“ und bei Vollmond „Neuerde“.
Die Sonne wandert vom Mond aus gesehen sehr langsam über den Sternenhimmel. Von Sonnenaufgang bis zum Höchststand der Sonne dauert es eine Woche, und von dort eine weitere Woche bis zum Sonnenuntergang, worauf eine 14-tägige Nacht folgt. Ein Tag-Nacht-Zyklus auf dem Mond dauert somit einen Monat.
Finsternisse
Verfinsterungen zwischen Sonne, Mond und Erde treten auf, wenn die drei Himmelskörper auf einer Linie liegen, das heißt, nur bei Vollmond oder Neumond, und wenn sich der Mond in einem der zwei Mondknoten befindet. Das passiert nur zwei mal pro Jahr.
Mondfinsternis
Verfinsterung
Bei einer Mondfinsternis, die nur bei Vollmond auftreten kann, steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Sie kann auf der gesamten Nachtseite der Erde beobachtet werden und dauert maximal 3 Stunden 40 Minuten.
Man unterscheidet
- totale Mondfinsternis, bei welcher der Mond völlig in den Erdschatten wandert. Die Totalität dauert höchstens 100 Minuten. Betrachtet man die geometrischen Verhältnisse bei einer totalen Mondfinsternis, so sollte der Mond im Kernschatten der Erde liegen, der sich theoretisch knapp 1,4 Millionen Kilometer in den Raum erstrecken sollte, tatsächlich aber wegen der starken Streuung durch die Erdatmosphäre nur etwa 250.000 Kilometer weit reicht. Der Mond wird deshalb auch bei totalen Finsternissen nicht völlig verdunkelt. Da die Erdatmosphäre die blauen Anteile des Sonnenlichts stärker streut als die roten, erscheint der Mond bei totalen Finsternissen als dunkle rotbraune Scheibe; daher auch die gelegentliche Bezeichnung "Blutmond".
- partielle Mondfinsternis, bei der nur ein Teil des Mondes von der Erde abgeschattet wird, das heißt ein Teil des Mondes bleibt während des gesamten Verlaufs der Finsternis sichtbar.
- Halbschattenfinsternis, bei welcher der Mond nur (ganz oder teilweise) in den Halbschatten der Erde eintaucht. Halbschattenfinsternisse sind ziemlich unauffällig; es zeigt sich lediglich eine leichte Vergrauung derjenigen Mondseite, die dem Kernschatten der Erde am nächsten ist.
Vom Mond aus gesehen stellt sich eine Mondfinsternis als Sonnenfinsternis dar. Dabei verschwindet die Sonne hinter der schwarzen Erdscheibe. Bei einer totalen Mondfinsternis herrscht auf der ganzen Mondvorderseite totale Sonnenfinsternis, bei einer partiellen Mondfinsternis ist die Sonnenfinsternis auf dem Mond nur in einigen Gebieten total, und bei einer Halbschatten-Mondfinsternis herrscht auf dem Mond partielle Sonnenfinsternis. Ringförmige Sonnenfinsternisse gibt es auf dem Mond wegen des im Verhältnis zur Sonne viel größeren scheinbaren Durchmessers der Erdscheibe nicht; lediglich durch die beschriebene Lichtstreuung in der Erdatmosphäre wird der Rand der schwarzen Scheibe zu einem kupferrot schimmernden Ring, der dem Mond die entsprechende Farbe verleiht.
Sonnenfinsternis
Erdatmosphäre]]
Bei einer Sonnenfinsternis, die nur bei Neumond auftreten kann, steht der Mond zwischen Sonne und Erde. Sie kann nur in den Gegenden beobachtet werden, die den Kern- oder Halbschatten des Mondes durchlaufen; diese Gegenden stellen sich meist als lange, aber recht schmale Streifen auf der Erdoberfläche dar.
Man unterscheidet:
- totale Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonnenscheibe einige Minuten lang vollständig bedeckt und die Erde den Kernschatten (Umbra) des Mondes durchläuft;
- partielle Sonnenfinsternis, bei welcher der Mond die Sonnenscheibe nicht vollständig bedeckt; der Beobachter befindet sich dabei im Halbschatten (Penumbra) des Mondes;
- ringförmige Sonnenfinsternis, wenn der Mond durch zu große Erdferne die Sonnenscheibe nicht ganz abdeckt (siehe auch: Durchgang).
Sarosperiode
Bereits den Chaldäern war (um ca. 1000 v. Chr. ?) bekannt, dass sich Finsternisse nach einem Zeitraum von 18 Jahren und 11 Tagen, der Sarosperiode, wiederholen. Nach 223 synodischen bzw. 242 drakonitischen Monaten (von lat. draco, Drache, altes astrologisches Symbol für die Mondknoten, da man dort einen mond- und sonnenfressenden Drachen vermutete) besteht wieder fast die selbe Stellung von Sonne, Erde und Mond zueinander, so dass sich eine Finsternisstellung nach 18 Jahren und 11,33 Tagen erneut ergibt.
Die Ursache dieser Periode liegt darin begründet, dass bei einer Finsternis sowohl die Sonne als auch der Mond nahe der Knoten der Mondbahn liegen müssen, welche in 18 Jahren einmal um die Erde laufen. Thales hat diese Periode, die er bei einer Orientreise kennenlernte, für seine Finsternisprognose 585 v. Chr. benutzt. Durch sie konnten die Griechen die militärisch überlegenen Perser besiegen.
Da die Übereinstimmung der 223/242 Monate nicht exakt ist, reißt die Sarosperiode etwa alle 1.300 Jahre ab und eine neue beginnt, in der sich die vorigen Finsternisse nicht mehr wiederholen.
Selenologie und Selenografie
Perser
Die Selenologie oder „Geologie des Mondes“ beschäftigt sich mit seiner Entstehung, seinem Aufbau und seiner Entwicklung sowie mit der Entstehung der beobachteten Strukturen und der dafür verantwortlichen Prozesse, während die Aufgabe der Selenografie in der Erstellung von Mondkarten besteht.
Eigenschaften und Entwicklung des Mondes
Hauptartikel: Entstehung des Mondes
Der Mond hat einen Durchmesser von 3.476 km und weist mit 3,345 g/cm3 eine geringere Dichte als die Erde auf. Aufgrund seines im Vergleich zu anderen Planeten recht großen Größenverhältnisses zur Erde bezeichnet man Erde und Mond deshalb gelegentlich auch als Doppelplanet. Seine im Vergleich zur Erde geringe mittlere Dichte blieb auch lange ungeklärt und sorgte für zahlreiche Theorien zur Entstehung des Mondes.
Das heute weithin anerkannte Modell zur Entstehung des Mondes besagt, dass vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ein Himmelskörper von der Größe des Mars nahezu streifend mit der Erde kollidierte. Dabei wurde viel Materie, vorwiegend aus der Erdkruste und dem Mantel des einschlagenden Körpers, in eine Erdumlaufbahn geschleudert, ballte sich dort zusammen und formte schließlich den Mond. Nach aktuellen Simulationen bildete sich der Mond in einer Entfernung von rund drei bis fünf Erdradien, also in einer Höhe zwischen 20.000 und 30.000 Kilometern. Durch den Zusammenstoß und die freiwerdende Gravitationsenergie bei der Bildung des Mondes wurde dieser aufgeschmolzen und vollständig von einem Ozean aus Magma bedeckt. Im Laufe der Abkühlung bildete sich eine Kruste aus den leichteren Mineralen aus, die noch heute in den Hochländern vorzufinden sind. Auf der Erde wird der Pazifik teilweise als Überrest dieses Ereignisses betrachtet.
Die „junge“ Mondkruste wurde bei größeren Einschlägen immer wieder durchschlagen, so dass aus dem Mantel neue Lava in die entstehenden Krater nachfließen konnte. Es bildeten sich die Maria, die erst einige hundert Millionen Jahre später vollständig erkalteten. Das sog. „Große Bombardement“ endete erst vor 3,8 bis 3,2 Milliarden Jahren, nachdem die Anzahl der Meteoriteneinschläge vor etwa 3,9 Milliarden Jahren deutlich zurückgegangen war. Danach ist keine starke vulkanische Aktivität nachweisbar, doch konnten einige Astronomen vereinzelte Leuchterscheinungen beobachten.
Im November 2005 konnte ein [http://idw-online.de/pages/de/news138356 internationales Forscherteam] der ETH Zürich sowie der Universitäten Münster, Köln und Oxford erstmals die Geburtsstunde des Mondes präzise datieren. Dafür nutzten die Wissenschaftler eine Analyse des Isotops Wolfram-182 und berechneten das Alter des Mondes auf (4.527 ± 10) Millionen Jahre.
Innerer Aufbau des Mondes
Wolfram
Wolfram
Unser Wissen über den Aufbau des Mondes beruht im Wesentlichen auf den Daten der vier von den Apollo-Missionen zurückgelassenen Seismometer, die diverse Mondbeben und Erschütterungen durch Meteoriteneinschläge aufzeichneten, sowie den Kartierungen der Oberfläche, des Gravitationsfeldes und der mineralischen Zusammensetzung durch die Clementine- und die Lunar Prospector-Mission.
Der Mond besitzt eine 70 (an der Mondvorderseite) bis 150 km (Rückseite) dicke Kruste, die von einer mehrere Meter dicken Regolithschicht bedeckt ist. Darunter liegt ein fester Mantel aus Basaltgesteinen. Es gibt Anzeichen für eine Unstetigkeitsfläche in 500 Kilometer Tiefe, an der ein Wechsel der Gesteinszusammensetzung vorliegen könnte. Der 200 bis 400 Kilometer große eisenhaltige Kern dürfte Temperaturen um 1.600 Grad Celsius aufweisen.
Die gebundene Rotation des Mondes hat auch Einflüsse auf Form und inneren Aufbau. Der Mond ist in Richtung Erde lang gezogen und sein Massenschwerpunkt liegt etwa 2 Kilometer näher zur Erde als sein geometrischer Mittelpunkt.
Mondbeben
eisen
Die zurückgelassenen Seismometer der Apollomissionen registrieren etwa 500 Mondbeben pro Jahr. Die Beben sind im Vergleich zu irdischen Beben sehr schwach, das stärkste erreichte eine Stärke von knapp 5 auf der Richterskala, die meisten liegen aber bei einer Stärke von 2. Die seismischen Wellen der Beben können ein bis vier Stunden lang verfolgt werden, sie werden im Mondinneren also nur sehr schwach gedämpft.
Mehr als die Hälfte der Beben entstehen in einer Tiefe von 800 bis 1.000 Kilometer und weisen Häufigkeitsspitzen beim Apogäum- und Perigäum-Durchgang auf, das heißt alle 14 Tage. Auch sind Beben aus der oberflächennahen Region des Mondes bekannt. Die Ursache liegt darin, dass sich der Aufbau des Mondes dem Mittelwert der durch die Erde verursachten Gravitation angepasst hat. Durch die Beben werden die inneren Spannungen abgebaut, die am erdnächsten und erdfernsten Punkt der Mondbahn ihr Maximum erreichen. Der Ursprung der Beben verteilt sich nicht gleichmäßig über eine komplette Mantelschale, sondern die meisten Beben entstehen an nur etwa 100 Stellen, die jeweils nur wenige Kilometer groß sind. Der Grund für diese Konzentration ist noch nicht bekannt.
Mascon
Durch ungewöhnliche Einflüsse auf die Bahnen der Lunar-Orbiter-Missionen erhielt man Ende der 1960er erste Hinweise auf Schwereanomalien, die man Mascons (Mass concentrations, Massenkonzentrationen) nannte. Durch Lunar Prospector wurden diese Anomalien näher untersucht, sie befinden sich meist im Zentrum der Krater und sind vermutlich durch die Einschläge entstanden. Möglicherweise handelt es sich um die eisenreichen Kerne der Impaktoren, die aufgrund der fortschreitenden Abkühlung des Mondes nicht mehr bis zum Kern absinken konnten. Nach einer anderen Theorie könnte es sich um Lavablasen handeln, die als Folge eines Einschlags aus dem Mantel aufgestiegen sind.
Mondoberfläche
Die Oberfläche des Mondes ist nahezu vollständig von einer trockenen, aschgrauen Staubschicht, dem Regolith, bedeckt, der scheinbare „Silberglanz“ wird einem irdischen Beobachter durch den Kontrast zum Nachthimmel nur vorgetäuscht – in Wirklichkeit hat der Mond sogar eine besonders geringe Albedo (Rückstrahlfähigkeit).
Die Mondoberfläche zeigt Kettengebirge, Gräben und Rillen (Fossa), flache Dome und große Magma-Ebenen, jedoch keinerlei aktive Tektonik wie die Erde.
Regolith
Der Mond besitzt keine nennenswerte Atmosphäre, deshalb schlagen ständig Meteoriten jeder Größe ohne vorherige Abbremsung auf der Oberfläche ein und pulverisieren die Gesteine. Der durch diesen Prozess entstehende Regolith bedeckt bis auf die jungen Krater die gesamte Oberfläche mit einer mehrere Meter dicken Schicht, welche die Detailstruktur des Untergrundes verbirgt. Diese Deckschicht erschwert die Untersuchung der Strukturen und ihrer genauen Entstehungsgeschichte erheblich.
Der Regolith entsteht im Wesentlichen aus dem normalen Oberflächenmaterial, aber er hat auch Beimengungen, die durch Einschläge an die jeweilige Position verfrachtet wurden. Obwohl er gemeinhin als Mondstaub bezeichnet wird, entspricht der Regolith eher einer Sandschicht. Die Korngröße reicht von Staubkorngröße direkt an der Oberfläche über Sandkörner wenig tiefer bis hin zu Steinen und Felsen, die erst später hinzukamen und noch nicht vollständig zermahlen sind. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind kleine glasige Erstarrungsprodukte von Einschlägen. An manchen Stellen besteht der Regolith fast zur Hälfte aus diesen Agglutinaten, das heißt Glaskügelchen, die wesentliche Bestandteile des normalen mineralischen Regoliths enthalten. Sie entstehen, wenn die geschmolzenen Impaktprodukte erst nach dem Auftreffen auf die Regolithschicht erstarren.
Im Mondmeteoriten Dhofar 280, der im Jahr 2001 im Oman gefunden wurde, wurden neue Eisen-Silizium-Mineralphasen identifiziert. Eine dieser Mineralphasen (Fe2Si), die damit erstmals in der Natur eindeutig nachgewiesen wurde, ist nach dem Forscher Bruce Hapke als Hapkeit benannt worden. Bruce Hapke hatte in den 1970ern die Entstehung derartiger Eisen-Verbindungen durch Weltraum-Erosion (engl. Space Weathering) vorhergesagt. Weltraum-Erosion ist für die zeitliche Veränderung speziell auch der optischen Eigenschaften (Reflexivität) der Oberfläche von atmosphärelosen Körpern verantwortlich.
Der Mond hat kein nennenswertes Magnetfeld, d. h. die Teilchen des Sonnenwindes – vor allem Wasserstoff, Helium, Neon, Kohlenstoff und Stickstoff – treffen nahezu ungehindert auf der Mondoberfläche auf und werden im Regolith implantiert, ähnlich der Ionenimplantation, die in Wissenschaft und Technik angewandt wird. Auf diese Weise bildet der Mond-Regolith eine Art „Klima“-Archiv des Sonnenwindes, vergleichbar den Gletschern in Grönland und der Antarktis für das irdische Klima. Dazu kommt noch, dass die kosmische Strahlung etwa einen Meter tief in die Mondoberfläche eindringt und dort durch Kernreaktionen (hauptsächlich Spallationsreaktionen) neue Elemente gebildet werden. Folge davon ist, dass Gesteine des Mondregoliths z. B. bedeutend mehr Edelgase enthalten als irdische Gesteine oder auch als Meteoriten aus dem Asteroidengürtel. Insbesondere das 3He könnte eines Tages für Fusionskraftwerke sogar wirtschaftlich bedeutend werden.
Da der Mondregolith durch Einschläge ab und zu umgewälzt wird, haben die einzelnen Bestandteile meist eine komplexe Bestrahlungsgeschichte hinter sich. Man kann jedoch durch radiometrische Datierungsmethoden für Mondproben oft herausfinden, zu welchem Zeitpunkt diese direkt oder nahe der Oberfläche waren und der kosmischen Strahlung und dem Sonnenwind ausgesetzt waren. Damit lassen sich Erkenntnisse über die kosmische Strahlung und den Sonnenwind zu diesen Zeitpunkten gewinnen.
Maria
Sonnenwind
Die dunklen Tiefebenen der Mondvorderseite, die 16 Prozent der Mondoberfläche bedecken, hielt man früher für Meere. Sie werden deshalb nach Giovanni Riccioli als Maria (Singular Mare) bezeichnet. Sie bestehen aus 3,1 bis 3,8 Milliarden Jahre alten dunklen Basalten, weisen nur wenige Krater auf und sind von einer 2 bis 8 Meter dicken Regolithschicht bedeckt, die reich an Eisen und Magnesium ist.
Sie sind vermutlich durch große Einschläge in der Frühphase des Mondes entstanden. Da in diesem Entwicklungsstadium der Mantel noch flüssig war, sind sie anschließend mit Lava aus dem Inneren vollgelaufen. (siehe auch: Liste der Maria des Erdmondes)
Die Maria weisen, mit Ausnahme der Krater, nur sehr geringe Höhenunterschiede von maximal 100 Meter auf. Zu diesen Erhebungen gehören die Dorsa (Rücken), flache Aufwölbungen die sich über mehrere Dutzend Kilometer erstrecken.
Terrae
Die Hochländer wurden früher als Kontinente angesehen und werden deshalb als Terrae bezeichnet. Sie weisen deutlich mehr Krater als die Maria auf und werden von einer bis zu 15 Meter dicken Regolithschicht bedeckt, die reich an hellem aluminiumreichen Anorthosit ist.
Sie sind selenologisch älter als die Maria, die untersuchten Gesteine wurden auf 3,8 bis etwa 4,5 Milliarden Jahre datiert und sind vermutlich die Reste der ursprünglichen Mondkruste. Aus der Samarium-Neodym-Isotopensystematik von mehreren Mond-Anorthositen konnte ein Kristallisationsalter von 4,456 ± 0,04 Milliarden Jahren für diese Gesteine bestimmt werden, was als Bildungsalter der ersten Kruste und als Beginn der Kristallisation des ursprünglichen Magmaozeans interpretiert wird.
In den Hochländern gibt es mehrere Gebirge, die Höhen von etwa 10 Kilometern erreichen. Sie sind möglicherweise dadurch entstanden, dass der Mond infolge der Abkühlung geschrumpft ist und sich dadurch Faltengebirge aufwölbten. Nach einer anderen Erklärung könnte es sich um die Überreste von Kraterwällen handeln. Sie sind nach irdischen Gebirgen benannt worden, zum Beispiel Alpen, Apenninen, Kaukasus und Karpaten. (Siehe auch: Liste der Berge und Gebirge des Erdmondes)
Krater
Die Krater entstanden großteils durch Asteroiden-Einschläge (Impaktkrater) vor etwa 3 bis 4,5 Milliarden Jahren in der Frühzeit des Mondes. Der Nomenklatur von Riccioli folgend, werden sie vorzugsweise nach Astronomen, Philosophen und anderen Gelehrten benannt. Ihre Größen reichen von 2.240 km Durchmesser, wie im Fall des Südpol-Aitken-Beckens, bis hin zu Mikrokratern, die erst unter dem Mikroskop sichtbar werden. Mit irdischen Teleskopen kann man allein auf der Vorderseite mehr als 40.000 Krater mit Größen von mehr als 100 Meter unterscheiden, auf der Rückseite gibt es jedoch ein Vielfaches mehr. (Siehe auch: Liste der Krater des Erdmondes)
Vulkanische Krater dürften sehr selten sein, doch werden vereinzelte Gasaustritte registriert.
Mondrillen
Auf der Mondoberfläche gibt es auch Rillenstrukturen (Rima), über deren Ursprung vor dem Apolloprogramm lange spekuliert wurde. Man unterscheidet
- gerade Rillen,
- bogenförmige Rillen und
- mäanderförmige Rillen.
Seit den Untersuchungen der Hadley-Rille durch Apollo 15 geht man davon aus, dass es sich bei den mäanderförmigen Rillen um Lavakanäle handelt, die zum Teil „überdacht“ waren. Die Decken sind jedoch im Laufe der Mondentwicklung eingestürzt und zu Regolith zermahlen worden. Die Entstehungsgeschichte der anderen Rillenformen ist deutlich unsicherer, sie könnten aber als Risse in der erkaltenden Lava entstanden sein.
Rückseite des Mondes
Über die Rückseite des Mondes war vor den ersten Raumfahrtmissionen nichts bekannt, da sie von der Erde nicht sichtbar ist, erst Lunik 3 lieferte die ersten Bilder. Sie unterscheidet sich in mehreren Aspekten von der Vorderseite. Sie besteht fast nur aus Hochländern, hat aber deutlich mehr Krater, unter anderen das große Südpol-Aitken-Becken, ein 13 km tiefer Krater mit 2.240 km Durchmesser. Untersuchungen der Clementine-Mission und des Lunar Prospector legen die Vermutung nahe, dass hier ein sehr großer Einschlagkörper die Mondkruste durchstoßen und möglicherweise Mantelgesteine freigelegt hat.
Die Mondkruste ist an der Mondrückseite mit 150 km gegenüber 70 km an der Vorderseite auch etwa doppelt so dick.
Es gibt noch keine Erklärung für diese fundamentalen Unterschiede zwischen Vorder- und Rückseite des Mondes.
Der oft verwendete Ausdruck „Dunkle Seite des Mondes“ (Dark Side of the Moon) für die Rückseite des Mondes ist im eigentlichen Wortsinn falsch, da die Rückseite im Laufe der Mondrotation sehr wohl von der Sonne beschienen wird.
Wasser
Der Mond ist ein extrem trockener Körper. In den Apollo-Proben kommt Wasser, im Gegensatz z. B. zu einigen chondritischen Meteoriten, nicht mal in Form hydratisierter Minerale vor. Man schätzt, dass die gesamte Wassermenge des Mondes nur etwa der Wassermenge des Zürichsees entspricht. Umso erstaunlicher ist es, dass das Nachbarobjekt, die Erde, der wasserreichste Körper des inneren Sonnensystems ist.
Die Lunar-Prospector-Sonde hat Hinweise auf Wassereis in den Kratern der Polarregionen des Mondes gefunden; dieses Wasser könnte aus Kometenabstürzen stammen. Da die polaren Krater aufgrund der geringen Neigung der Mondachse gegen die Ekliptik niemals direkt von der Sonne bestrahlt werden, könnte es sein, dass dort noch im Regolith gebundenes Wassereis vorhanden ist.
Der Versuch, durch den gezielten Absturz des Prospectors in einen dieser Polarkrater eindeutige Beweise zu erhalten, ist allerdings fehlgeschlagen. Es gibt bis heute keine zweifelsfreien Beweise.
Atmosphäre
Der Mond hat keine Atmosphäre im eigentlichen Sinn, sondern nur eine Exosphäre. Sie besteht zu etwa gleichen Teilen aus Helium, Neon, Wasserstoff sowie Argon und hat ihren Ursprung in eingefangenen Teilchen des Sonnenwindes. Ein sehr kleiner Teil entsteht auch durch Ausgasungen aus dem Mondinneren, wobei insbesondere 40Ar, das durch Zerfall von 40K im Mondinneren entsteht, von Bedeutung ist. Interessanterweise wird ein Teil dieses 40Ar aber durch das im Sonnenwind mittransportierte Magnetfeld wieder auf die Mondoberfläche zurückgetrieben und in die oberste Staubpartikelschicht übernommen. Da 40K früher häufiger war und damit mehr 40Ar ausgaste, kann durch Messung des 40Ar/36Ar-Verhältnisses von Mondmaterial bestimmt werden, zu welcher Zeit es in der obersten Schicht des Mondregoliths lag. Es besteht ein Gleichgewicht zwischen den eingefangenen Atomen und dem Verlust durch temperaturbedingtes Entweichen.
Masse des Mondes
Die Bestimmung der Mondmasse stellt kein einfaches Problem dar, da sie sich nicht direkt aus dem Gravitationsgesetz ergibt.
Umkreist ein Körper der Masse ein Gravitationszentrum der Masse im Abstand der beiden Massenmittelpunkte, so gilt durch Gleichsetzung der Terme für die Zentripetal- und die Gravitationskraft
:.
Die Masse des umkreisenden Körpers hebt sich in dieser Gleichung heraus und es bleibt nur die Masse des umkreisten Körpers übrig. Daher lässt sich mit dieser Gleichung nur die Masse eines Planeten bestimmen, sofern dieser über einen Mond verfügt, der sich näherungsweise in einer Kreisbahn um den Planeten bewegt; dies gilt ebenso für Sterne, deren Masse über die sie umkreisenden Planeten bestimmt werden kann.
Erde und Mond stellen ein Zweikörpersystem dar, beide Partner umkreisen ihren gemeinsamen Schwerpunkt . Beim Zweikörpersystem aus Erde und Sonne fällt dieser Schwerpunkt praktisch mit dem Sonnenmittelpunkt zusammen, da die Sonne sehr viel massereicher als die Erde ist. Bei Erde und Mond ist der Massenunterschied jedoch nicht so groß, daher liegt ihr gemeinsamer Schwerpunkt nicht im Zentrum der Erde, sondern deutlich davon entfernt (aber immer noch unter der Oberfläche).
Wir bezeichnen nun als den Abstand des Erdmittelpunktes zum Schwerpunkt und als den Abstand des Mondmittelpunktes von demselben. Da Erde und Mond sich beide um drehen, gilt für beide Himmelskörper die gleiche Winkelgeschwindigkeit . Damit unterliegen Erde und Mond jeweils der Zentripetalkraft
: beziehungsweise .
Die zwischen beiden Himmelskörpern wirkende Gravitationskraft ergibt sich mit dem Gravitationsgesetz zu
:
Durch Gleichsetzen der Terme für Zentripetal- und Gravitationskraft erhalten wir hieraus die Gleichungen
:
und
:.
Setzen wir diese Beziehungen ins Verhältnis zueinander, so zeigt die Rechnung
: ,
dass das Massenverhältnis von Erde und Mond gerade dem Verhältnis von zu entspricht. Somit geht es nur darum, wie groß und sind – also wo sich der Schwerpunkt des Systems befindet.
Ohne den Mond und dessen Schwerkraft würde die Erde eine elliptische Bahn um die Sonne durchlaufen. Tatsächlich bewegt sich allerdings der Schwerpunkt des Systems Erde, Mond auf einer elliptischen Bahn.
Die Rotation um den gemeinsamen Schwerpunkt erzeugt so eine leichte Welligkeit in der Erdbahn, welche eine kleine Verschiebung der von der Erde aus gesehenen Position der Sonne verursacht. Aus von Astronomen gemessenen Daten dieser Verschiebung wurde zu etwa 4.700 km berechnet, also 1.671 km unter der Erdoberfläche; der Radius der Erde beträgt 6.371 km. Da der Mond keine genaue Kreisbahn um die Erde beschreibt, berechnen wir über den mittleren Bahnradius, abzüglich . Es gilt also = 384.405 km − 4.700 km = 379.705 km.
Damit ergibt sich für das Massenverhältnis
: ,
womit der Mond etwa 81 Mal leichter als die Erde ist. Durch Einsetzen der Erdmasse ergibt sich die Masse des Mondes zu
:.
Sonstiges
Einflüsse des Mondes auf die Erde
Gravitationsgesetz
Der Mond verursacht durch seine Gravitation auf der Erde Gezeitenwirkungen. Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel bremsen die Erdrotation und verlängern dadurch gegenwärtig die Tage um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr.
Die Rotationsenergie der Erde wird dabei in Wärme umgewandelt und der Drehimpuls wird auf den Mond übertragen, der sich dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt. Dieser schon lange vermutete Effekt ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert. Hierdurch bedingt wird die Erde eines fernen (und langen) Tages dem Mond immer dieselbe Seite zuwenden (vgl. Gebundene Rotation). Der Mond wird dann etwa doppelt so weit von der Erde entfernt sein wie heute.
Der Mond stabilisiert durch seinen Anteil am Gesamtsystem des Erde-Mond-Systems auch die Drehachse der Erde, deren Lage ohne diesen Einfluss nicht über viele 100 Millionen Jahre konstant hätte bleiben können. Wäre die Erdachse nicht über diese langen Zeiträume stabil geblieben, hätte dies gravierende Konsequenzen für die Evolution und das Leben auf der Erde gehabt.
Ein Einfluss des Mondes auf die Menschen und andere Lebewesen auf der Erde ist noch umstritten. Allerdings wird in der Land- und Forstwirtschaft seit alters her darauf geachtet, dass bestimmte Arbeiten in der Natur zum richtigen Zeitpunkt erledigt werden. In neuerer Zeit werden dazu Mondkalender benutzt. Als streng wissenschaftliche Tatsache gesichert gilt der Einfluss des Mondes als Navigationshilfe für einige Arten von Zugvögeln und nachtaktiven Insekten.
Mondregenbogen
Auch bei Nacht kann durch Zusammentreffen von Mondlicht und Regentropfen ein so genannter Mondregenbogen entstehen, der analog zum physikalischen Prinzip des Regenbogens der Sonne funktioniert.
Mondregenbogen
Mondhalo
An kalten Herbst- und Winternächten kann es zur Bildung eines so genannten Hofes des Mondes kommen. Es handelt sich dabei um ein grünliches gelbes Halo rund um den Mond herum. Dafür sind Eiskristalle in Luftschichten verantwortlich, die aus dünnem Höhennebel oder Dunst entstanden sind und das auf die Erde fallende Licht in einem sehr schwachen Winkel ablenken und dadurch eine Art leuchtenden Ring-Effekt für den Betrachter hervorrufen.
Mondtäuschung
Als Mondtäuschung bezeichnet man den Effekt, dass der Mond in Horizontnähe größer aussieht als im Zenit. Dies ist keine Folge der Lichtbrechung an den Luftschichten, sondern eine optische Täuschung, die von der Wahrnehmungspsychologie untersucht und erklärt wird.
Eigentumsverhältnisse
Der Weltraumvertrag verbietet Staaten, einen Eigentumsanspruch auf Weltraumkörper wie den Mond zu erheben. Der Vertrag gilt zwar nur für Staaten, aber das 1979 entworfene und am 11. Juli 1984 in Kraft getretene Agreement Governing the Activities of States on the Moon and Other Celestial Bodies[http://www.oosa.unvienna.org/SpaceLaw/moontxt.html] der Vereinten Nationen, (Artikel 11, Absatz 2 und 3) schließt jedwede solche Ansprüche eindeutig aus.
Der Amerikaner Dennis M. Hope meldete trotzdem 1980 beim Grundstücksamt von San Francisco seine Besitzansprüche auf den Mond an. Da niemand in der nach amerikanischem Recht ausgesetzten Frist von acht Jahren Einspruch erhob, behauptet Hope, die Grundstücke über seine dafür gegründete Lunar Embassy legal vertreiben zu können. Aufgrund des Outer Space Treaty können jedoch keine Staaten Ansprüche anmelden, deshalb ist nach Ansicht aller Organisationen (Vereinte Nationen, Internationale Astronomische Union) auch eine Ausweitung innerstaatlichen Rechts nicht erlaubt. Die Grundstücksverkäufe könnten sogar als Betrug gewertet werden, es gibt aber noch keine gerichtliche Klärung dieser Frage.
Der Deutsche Martin Jürgens aus Westerkappeln in Westfalen erhebt ebenfalls Anspruch auf den Mond. Laut einer Schenkungsurkunde vom 15. Juli 1756, ausgestellt und unterzeichnet von König Friedrich dem Großen von Preußen, wurden die Rechte am Mond an die Familie Jürgens als Dank für geleistete Dienste übertragen („Jetzo soll ihm der Mond gehören“). In dieser Urkunde wurde festgelegt, dass der Himmelskörper jeweils an den jüngsten Sohn weitervererbt werden soll. Die Familie Jürgens verfügt so über die ältesten verbrieften Eigentumsrechte am Mond. Allerdings bleibt die Frage, wer Friedrich dem Großen das Recht verliehen hat, den Mond zu „verschenken“.
Mögliche koorbitale Objekte
In den Librationspunkten L4 und L5 soll es zwei Staubwolken, die Kordylewskische Wolken geben.
Geschichte der Mondbeobachtung
Es liegt in der Natur des Menschen, sich über seine Umwelt Gedanken zu machen.
Der Mond mit seinen selbst mit bloßem Auge erkennbaren Details ist nach der Sonne das mit Abstand hellste Objekt des Himmels; zugleich kann man seinen einzigartigen Helligkeits- und Phasenwechsel zwischen Vollmond und Neumond sehr gut beobachten.
Mit der Erfindung des Fernrohrs begann seine intensive Erforschung um 1650 – mit Höhepunkten durch Hieronymus Schröters Selenotopografie 1791, die langbrennweitige Fotografie ab 1890 und die Raumfahrt in den 1970ern.
Mythologische Anfänge
1970
Die älteste bekannte Darstellung des Mondes ist eine 5.000 Jahre alte Mondkarte aus dem irischen Knowth. Als weitere historisch bedeutende Abbildung in Europa ist die Himmelsscheibe von Nebra zu nennen.
Das Stein-Monument Stonehenge diente eventuell als Observatorium und war so gebaut, dass damit auch Bahneigenschaften des Mondes vorhersagbar oder bestimmbar gewesen sind.
In allen archäologisch untersuchten Kulturen gibt es Hinweise auf die große kultische Bedeutung des Mondes für die damaligen Menschen. Der Mond stellte meist eine zentrale Gottheit dar, als weibliche Göttin, zum Beispiel bei den Thrakern Bendis, bei den Ägyptern Isis, bei den Griechen Selene, Artemis und Hekate sowie bei den Römern Luna und Diana, oder als männlicher Gott wie beispielsweise bei den Sumerern Nanna, in Ägypten Thot, in Japan Tsukiyomi, bei den Azteken Tecciztecatl und bei den Germanen Mani. Fast immer wurden Sonne und Mond dabei als entgegengesetzt geschlechtlich gedacht, auch wenn die Zuordnung variierte.
Ein häufig vorkommender Gedanke ist das Bild von den drei Gesichtern der Mondgöttin: bei Neumond die verführerische Jungfrau voller Sexualität, bei Vollmond die fruchtbare Mutter und bei abnehmendem Mond das alte Weib oder die Hexe mit der Kraft zu Heilen, zum Beispiel bei den Griechen mit Artemis, Selene und Hekate sowie bei den Kelten Blodeuwedd, Morrigan und Ceridwen.
Der Mond hat bis in die Neuzeit hinein seine Faszination nicht verloren und ist bis heute Gegenstand von Romanen und Fiktionen, von Jules Vernes „Reise zum Mond“ über Jacques Offenbachs „Frau Luna“ bis hin zum „modernen“ Traum einer Besiedelung des Mondes.
Kalender
Neben der mythologischen Verehrung nutzten unsere Vorfahren schon sehr früh den regelmäßigen und leicht überschaubaren Rhythmus des Mondes für die Beschreibung von Zeitspannen und als Basis eines Kalenders, noch heute basiert der islamische Kalender auf dem Mondjahr mit 354 Tagen (12 synodische Monate). Mit dem Übergang zum Ackerbau wurde die Bedeutung des Jahresverlaufs für Aussaat und Ernte wichtiger. Um dies zu berücksichtigen, wurden zunächst nach Bedarf, später nach feststehenden Formeln wie zum Beispiel dem metonischen Zyklus Schaltmonate eingefügt, die das Mondjahr mit dem Sonnenjahr synchronisierten. Auf diesem lunisolaren Schema basieren zum Beispiel der altgriechische und der jüdische Kalender. Von den alten Hochkulturen hatten einzig die Ägypter ein reines Sonnenjahr mit 12 Monaten à 30 Tagen sowie 5 Schalttagen, das heißt ohne strengen Bezug zum synodischen Monat von 29,5 Tagen, vermutlich weil für die ägyptische Kultur die genaue Vorhersage der Nilüberschwemmungen und damit der Verlauf des Sonnenjahres überlebensnotwendig war.
Entwicklung der Mondforschung
Die erste, wenn auch nur skizzenhafte Darstellung der sichtbaren Strukturen des Mondes stammt von Galileo Galilei (1609), die ersten brauchbaren stammen von Johannes Hevelius, der mit seinem Werk Selenographia (1647) als Begründer der Selenographie gilt. In der Nomenklatur der Mondstrukturen setzte sich das System von Giovanni Riccioli durch, der in seinen Karten von 1651 die dunkleren Regionen als Meere (Mare, Plural Maria) und die Krater nach Philosophen und Astronomen bezeichnete. Allgemein anerkannt ist dieses System jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert.
Tausende Detailzeichnungen von Bergen, Kratern und Wallebenen wurden von Johann Hieronymus Schröter (1778-1813) angefertigt, der auch viele Mondtäler und Rillen entdeckte. Den ersten Mondatlas gaben Wilhelm Beer und Johann Heinrich Mädler 1837 heraus, ihm folgte bald eine lange Reihe fotografischer Atlanten. Die Qualität der Karten wurde in den 1960ern deutlich verbessert, als zur Vorbereitung des Apollo-Projekts eine Kartierung durch die Lunar Orbiter-Sonden aus einer Mondumlaufbahn heraus stattfand. Die heute genauesten Karten stammen aus den 1990ern durch die Clementine- und Lunar-Prospector-Missionen.
Lunar-Prospector
Die Höhenbestimmung von Kratern, Gebirgen und Ebenen war mit Fernrohrbeobachtungen sehr problematisch und erfolgte meist durch Analyse von Schattenlängen, wofür Josef Hopmann Spezialmethoden entwickelte. Erst durch die Sonden-Kartierungen kennt man verlässliche Werte: die Krater, mit Durchmessern bis zu 300 Kilometer, wirken zwar steil, sind aber nur wenige Grad geneigt, die höchsten Erhebungen hingegen erreichen eine Höhe von bis zu 10 Kilometer über dem mittleren Niveau.
Ein bedeutender Fortschritt in der Untersuchung des Mondes wurde durch die Satellitenmissionen erzielt. Die sowjetische Sonde Lunik 1 kam erstmals dem Mond 65.000 km nahe, Lunik 2 traf ihn schließlich und Lunik 3 lieferte die ersten Bilder der Mondrückseite. Das US-amerikanische Apollo- und das sowjetische Luna-Programm brachten bei neun Missionen zwischen 1969 und 1976 insgesamt 382 Kilogramm Mondgestein von der Mondvorderseite zur Erde zurück. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Missionen, die Gesteinsproben zur Erde zurückführten.
1979 wurde der erste Mondmeteorit in der Antarktis entdeckt, dessen Herkunft vom Mond allerdings erst einige Jahre später erkannt wurde. Mittlerweile kennt man noch mehr als zwei Dutzend weitere. Diese bilden eine komplementäre Informationsquelle zu den Gesteinen, die durch die Mondmissionen zur Erde gebracht wurden: Während man bei den Apollo- und Lunaproben die genaue Herkunft kennt, dürften die Meteorite, trotz der Unkenntnis ihres genauen Herkunftsortes auf dem Mond, repräsentativer für die Mondoberfläche sein, da einige aus statistischen Gründen auch von der Rückseite des Mondes stammen sollten.
Menschen auf dem Mond
Rückseite
Im Rahmen des kalten Kriegs unternahmen die USA und die UdSSR in den 1960ern einen Anlauf zu bemannten Mondlandungen, die jedoch nur von den USA realisiert wurden.
Am 21. Juli 1969 setzte mit Neil Armstrong der erste von 12 Astronauten im Rahmen des Apollo-Projekts seinen Fuß auf den Mond, wegen der hohen Kosten wurde das Programm nach sechs erfolgreichen Missionen 1972 eingestellt. Während des ausgehenden 20. Jahrhunderts wurde immer wieder über eine Rückkehr zum Mond und die Einrichtung einer ständigen Mondbasis spekuliert, aber erst durch Ankündigungen der US-Präsidenten George W. Bush und der NASA Anfang 2004 zeichnen sich konkrete Pläne ab. Demnach planen die USA im Jahr 2018 wieder vier Astronauten auf den Mond zu schicken.
;Chronologische Liste der 12 Männer, welche den Mond betreten haben.
2004
# Neil A. Armstrong
# Edwin E. „Buzz“ Aldrin
# Charles P. Conrad
# Alan L. Bean
# Alan B. Shepard
# Edgar D. Mitchell
# David R. Scott
# James B. Irwin
# John W. Young
# Charles M. Duke
# Eugene A. Cernan
# Harrison H. Schmitt
Als letzter Mensch verließ Eugene A. Cernan den Mond.
Zitat
- Glauben Sie wirklich, der Mond ist nicht da, außer wenn jemand hinschaut? – Albert Einstein zu Vertretern der Quantentheorie.
Siehe auch
- Apollo-Projekt
- Sowjetisches Mondprogramm
- Impaktkrater
- Libration
- Lichtverschmutzung
- Luna-Programm
- Monat
- Mondfinsternis
- Neumond
- Vollmond
Weblinks
- [http://www.moonphaseinfo.com/ Aktuelle Mondphase]
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/mond/mondphasen.html Studien widerlegen behauptete Mondeinflüsse]
- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/luna.html Die Neun Planeten: Der Mond]
- [http://www.astrosurf.com/avl/UK_index.html Mondatlassoftware]
- [http://moon.google.com moon.google.com – Onlinemondatlas]
- [http://www.mondatlas.de/ Aktuelles über den Mond & Mondatlas]
- [http://www.lpi.usra.edu/research/apollo/catalog/metric/ 2004 veröffentlichte Detailaufnahmen der Mondoberfläche aus den Apollo-Missionen 15-17]
- [http://home.versanet.de/~adler-computer/Mondfoto/index.htm Mondfotografie]
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2003/was_ist_ein_mond.html Was ist ein Mond?]
Videos
- Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990131.rm Wie entstand der Mond?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990620.rm Warum fällt der Mond nicht auf die Erde?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=020929.rm War die Mondlandung echt?]
Kategorie:Erdmond
ja:月
ko:달
ms:Bulan (satelit)
simple:Moon
th:ดวงจันทร์
zh-min-nan:Go̍eh-niû
2. AprilDer 2. April ist der 92. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 93. in Schaltjahren) – somit bleiben 273 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1513 – Florida wird vom Eroberer Juan Ponce de León für die spanische Krone in Besitz genommen.
- 1801 – Napoleonische Kriege: In der Seeschlacht von Kopenhagen zerstören die Engländer unter Lord Nelson die dänische Flotte.
- 1814 – Ludwig XVIII. wird König von Frankreich.
- 1920 – Die Reichswehr marschiert im Ruhrgebiet ein, um den Aufstand der kommunistischen Roten Ruhrarmee niederzuschlagen.
- 1951 – General Dwight D. Eisenhower erhält die Oberbefehlsgewalt über die NATO-Truppen in Europa.
- 1953 – Der ÖVP-Politiker Julius Raab tritt sein Amt als neuer Bundeskanzler Österreichs an.
- 1974 – Der französische Staatspräsident Georges Pompidou stirbt kaum 63jährig im Amt. Sein Nachfolger wird Valéry Giscard d'Estaing.
- 1974 – In Kanada wird Französisch neben Englisch eine gleichberechtigte, offizielle Amtssprache.
- 1979 – Menachem Begin reist als erster israelischer Regierungschef zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Ägypten.
- 1982 – Mit der Besetzung der Falklandinseln (argentinisch: Islas Malvinas) durch argentinische Truppen beginnt der Falklandkrieg.
- 1989 – Tunesien. Wahl von Zine El Abidine Ben Ali als Staatspräsident.
- 1992 – Volker Rühe wird in Deutschland als Verteidigungsminister vereidigt.
- 1992 – Edith Cresson tritt nach nur zehnmonatiger Amtszeit in Frankreich als Regierungschefin zurück.
- 1997 – In Polen verabschieden Sejm und Senat in einer gemeinsamen Sitzung die neue Verfassung.
- 1998 – Maurice Papon, der 87jährige ehemalige Haushaltsminister Frankreichs, wird als Nazi-Kollaborateur in Bordeaux wegen seiner Mitschuld an der Deportation von fast 1.700 Juden verurteilt.
- 1999 – In Belgrad werden das Gebäude des serbischen und jugoslawischen Innenministeriums von der NATO mit Marschflugkörpern beschossen.
- 2000 – Kairo, Ägypten. Beginn des EU-Afrika-Gipfels.
- 2004 – Sieben Nationen treten der NATO als vollwertige Mitglieder bei: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien.
Wirtschaft
- 1792 – Die USA führen den Dollar als offizielles und einheitliches Zahlungsmittel ein.
- 1853 – In Darmstadt wird mit der Bank für Handel und Industrie die erste deutsche Aktienbank gegründet.
Wissenschaft und Technik
- 1905 – Ein mit Ehrengästen besetzter Zug durchfährt erstmals den Simplon-Tunnel, den mit 19.8 km zum damaligen Zeitpunkt längsten Eisenbahntunnel der Welt.
Kultur
- 1785 – Uraufführung der Oper La finta principessa von Luigi Cherubini am King's Theatre in London.
- 1800 – Die "Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21" von Ludwig van Beethoven wird im Wiener Hofburgtheater uraufgeführt.
- 1803 Das heute nur noch selten aufgeführte Trauerspiel "Die natürliche Tochter" von Johann Wolfgang von Goethe hat im Hoftheater zu Weimar seine Premiere.
- 1910 – Uraufführung der Operette Der letzte Jonas von Rudolf Dellinger am Residenztheater in Dresden.
- 1916 – Uraufführung der Oper Die schöne Bellinda von Hans Huber in Bern.
Religion
- 2005 – Papst Johannes Paul II. stirbt. Er war mehr als 26 Jahre lang das Oberhaupt der katholischen Kirche.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1892 – Gründung des Fussballvereins Hertha BSC Berlin, Namensgeberin war ein Schiff das den Namen Hertha trug.
- 1893 – Gründung des VfB Stuttgart.
Geboren
- 747 – Karl der Große, ab 768 König der Franken, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1586 – Pietrodelle Valle, italienischer Reisender und Reiseschriftsteller
- 1587 – Virginia Centurione Bracelli, italienische Heilige († 1658)
- 1628 – Constantin Dedekind, deutscher Komponist und Dichter († 1715)
- 1647 – Anna Maria Sibylla Merian, deutsche Malerin und Insektenforscherin
- 1653 – Georg von Dänemark, Herzog von Cumberland, Ehemann Königin Annes von Großbritannien
- 1665 – Christoph I. von Dohna-Schlodien, brandenburgisch-preußischer General
- 1679 – Marcellus Laroon der Jüngere, englischer Maler
- 1719 – Johann Wilhelm Ludwig Gleim, deutscher Schriftsteller
- 1725 – Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer und Schriftsteller
- 1788 – Wilhelmine Reichard, deutsche Ballonfahrerin
- 1797 – Jean Louis Marie Poiseuille, französischer Mediziner und Physiker
- 1798 – August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Lyriker
- 1803 – Franz Lachner, deutscher Komponist und Organist
- 1804 – Jassuda Bédarride, französischer Jurist
- 1805 – Hans Christian Andersen, dänischer Märchenautor
- 1806 – Giacomo Antonelli, römischer Kardinal und Staatssekretär
- 1806 – Friedrich Halm, österreichischer Dichter und Dramatiker
- 1827 – William Holman Hunt, britischer Maler
- 1834 – Frédéric Auguste Bartholdi, französischer Bildhauer
- 1840 – Émile Zola, französischer Schriftsteller
- 1844 – Oskar Loew, deutscher Chemiker
- 1862 – Nicholas Murray Butler, US-amerikanischer Philosoph und Publizist
- 1863 – Henry van de Velde, belgischer Architekt und Maler
- 1867 - Eugene Sandow, Begründer des Bodybuildings
- 1878 - Antun Dobronić, kroatischer Komponist
- 1879 – Alexander Moissi, österreichischer Schauspieler
- 1884 – Dolf Kessler, niederländischer Fußballspieler
- 1887 – Louise Schroeder, deutsche SPD-Politikerin
- 1890 – Agnes Straub, deutsche Schauspielerin
- 1891 – Max Ernst, deutsch-französischer Maler
- 1892 – Rudolf Bockelmann, deutscher Opernsänger
- 1892 – Maurice-Yves Sandoz, schweizer Schriftsteller
- 1895 – Georg Baur, deutscher CDU-Politiker
- 1899 – Heinrich Rau, Mitglied des Politbüros des ZK der SED
- 1900 – Roberto Arlt, argentinischer Erzähler, Dramatiker und Journalist
- 1900 – Heinrich Besseler, deutscher Professor in Heidelberg, Jena, Leipzig
- 1902 – Jan Tschichold, deutscher Schriftentwerfer, Kalligraf, Typograf, Autor und Lehrer
- 1905 – Kurt Herbert Adler, österreichisch-amerikanischer Dirigent und Opernregisseur
- 1905 – Serge Lifar, französisch-russischer Tänzer und Choreograph
- 1912 – Rosemary Biggs, britische Hämatologin
- 1912 – Herbert Mills, US-amerikanischer Sänger
- 1914 – Sir Alec Guinness, britischer Schauspieler
- 1917 – Lou Monte, US-amerikanischer Sänger
- 1917 – Iris von Roten, schweizerische Juristin, Journalistin und Frauenrechtlerin
- 1919 – Delfo Cabrera, argentinischer Marathonläufer
- 1922 – Dino Monduzzi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1923 – George Spencer-Brown, britischer Philosoph und Mathematiker
- 1925 – Hans Rosenthal, deutscher Quizmaster
- 1926 – Max Greger, deutscher Bandleader und Musiker
- 1926 – Jack Brabham, australischer Autorennfahrer
- 1926 – Edgar Hilsenrath, deutscher Schriftsteller
- 1927 – Ferenc Puskás, ungarischer Fußballspieler
- 1928 – Serge Gainsbourg, französischer Sänger
- 1928 – Alain Vanzo, französischer Opernsänger
- 1928 – Serge Gainsbourg, französischer Chanson-Dichter, -Komponist und -Sänger
- 1929 – Hans Koschnick, deutscher Politiker
- 1932 – Siegfried Rauch, deutscher Schauspieler
- 1932 – Edward Michael Egan, Erzbischof von New York und ein Kardinal
- 1933 – György Konrád, ungarischer Schriftsteller
- 1935 – Doris Schaltenbrand-Naef
- 1939 – Marvin Gaye, US-amerikanischer Sänger
- 1940 – Herbie Hancock, US-amerikanischer Jazz-Pianist und -Komponist
- 1940 – Karl-Heinz Thielen, deutscher Fußballspieler
- 1941 – Leon Russell, US-amerikanischer Musiker
- 1942 – Phil Castrodale, US-amerikanischer Sänger
- 1943 – Larry Coryell, US-amerikanischer Musiker
- 1943 – Glen Dale, britischer Musiker
- 1944 – Marvin Hamlisch, US-amerikanischer Komponist
- 1945 – Jürgen Drews, deutscher Sänger
- 1946 – Kurt Winter, kanadischer Musiker
- 1946 – Lajos Koltai, ungarischer Kameramann
- 1947 – Emmylou Harris, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1948 – Michael Gerhardt, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1952 – Alex Conti, deutscher Musiker
- 1952 – Leon Wilkeson, US-amerikanischer Musiker
- 1953 – David Robinson, US-amerikanischer Musiker
- 1955 – Peter Jung, deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Wuppertal
- 1959 – Gelindo Bordin, italienischer Marathonläufer
- 1959 – Rolf Schwanitz, deutscher SPD-Politiker
- 1960 – Linford Christie, britischer Leichtathlet
- 1962 - Billy Dean, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1963 – Barbara Stöckl, österreichische Journalistin und Fernsehmoderatorin
- 1963 – Karen Jane Woodward, britische Sängerin
- 1965 – Rodney King, afroamerikanischer US-Bürger
- 1966 – Mara Kayser, deutsche volkstümliche Sängerin
- 1969 – Mariella Ahrens, deutsche Schauspielerin
- 1971 – Elton, deutscher TV-Moderator
- 1972 – Thomas Glavinic, österreichischer Schriftsteller
- 1973 – Tine Wittler, deutsche Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin
- 1977 – Annett Louisan, deutsche Sängerin
- 1978 – Nicholas Berg, US-amerikanischer Geschäftsmann
- 1985 – Stéphane Lambiel, schweizerischer Eiskunstläufer
Gestorben
- 1118 – Balduin I. (Jerusalem), Graf von Edessa und König von Jerusalem
- 1272 – Richard Cornwall, König des HRR
- 1284 – Werner von Eppstein, Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler
- 1335 – Heinrich von Kärnten, Herzog von Kärnten, Graf von Tirol, König von Böhmen und Polen
- 1416 – Ferdinand I., König von Aragonien
- 1640 – Paul Fleming, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1641 – Georg von Braunschweig und Lüneburg-Calenberg, Herzog der Fürstentümer Calenberg und Göttingen
- 1657 – Ferdinand III., deutscher Kaiser
- 1709 – Giovanni Battista Baciccio, italienischer Maler
- 1741 – Christoph Hackner, schlesischer Architekt
- 1747 – Johann Jacob Dillen, deutscher Botaniker
- 1787 – Thomas Gage, britischer General und Oberbefehlshaber britischer Streitkräfte
- 1791 – Gabriel de Riqueti, Comte de Mirabeau, französischer Jurist und Revolutionär
- 1806 – Werner Marx, Generalvikar in Köln
- 1817 – Johann Heinrich Jung, deutscher Augenarzt und Schriftsteller
- 1841 – Gustav von Rauch, preußischer General und Kriegsminister
- 1851 – Rama III., König von Siam
- 1865 – Ambrose Powell Hill, US-amerikanischer General (Konföderation)
- 1865 – Richard Cobden, englischer Unternehmer
- 1870 – Patrick Gass, US-amerikanischer Soldat und Entdecker
- 1872 – Samuel Finley Breese Morse, US-amerikanischer Erfinder und Professor
- 1872 – Samuel Morse, US-amerikanischer Maler und Erfinder
- 1887 – Friedrich Wilhelm Grimme, deutscher Schriftsteller, Heimatdichter und Botaniker
- 1891 – Albert Pike, Rechtsanwalt, General, Autor und Freimaurer
- 1910 – Friedrich von Bodelschwingh der Ältere, deutscher Pastor und Theologe
- 1910 – William Mactaggart, schottischer Maler
- 1914 – Paul Heyse, deutscher Schriftsteller
- 1917 - Jindřich Kafka, tschechischer Komponist
- 1922 – Hermann Rorschach, Schweizer Psychiater
- 1925 – Robert Koldewey, deutscher Archäologe
- 1928 – Theodore William Richards, US-amerikanischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1937 – Nathan Birnbaum, jüdischer Philosoph und Zionist
- 1948 – Sabahattin Ali, türkischer Schriftsteller und Lehrer
- 1950 – Friedrich Schönauer, deutscher Politiker
- 1951 – Simon Barere, Pianist
- 1953 – Hugo Sperrle, deutscher Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1953 – Siegfried Bernfeld, Reformpädagoge, Marxist, Psychoanalytiker, Zionist
- 1957 – Joseph Massolle, Ingenieur
- 1961 – Wallingford Riegger, US-amerikanischer Komponist
- 1962 – Otto Haesler, deutscher Architekt
- 1963 – Charles Robert Grey, Sohn des 4. Earl Grey
- 1966 – Cecil Scott Forester, englischer Schriftsteller und Journalist
- 1972 – Franz Halder, General der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg
- 1974 – Georges Pompidou, französischer Staatspräsident
- 1975 – Arnold Brügger, Schweizer Maler
- 1976 – Carlo Grano, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1984 – Ernst van Aaken, deutscher Sportmediziner und Trainer
- 1987 – Buddy Rich, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1990 – Aldo Fabrizi, italienischer Filmschauspieler und Regisseur
- 1995 – Hannes Alfvén, schwedischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1998 – Rob Pilatus, niederländischer Sänger
- 2003 – Edwin Starr, US-amerikanischer Soul-Sänger
- 2003 – Michael Wayne, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 2003 – Terenci Moix, spanischer Schriftsteller
- 2004 – John Taras, Choreograf und Ballettmeister
- 2005 – Alois Vogel, österreichischer Schriftsteller
- 2005 – Hermann Nattkämper, deutscher Fußballspieler
- 2005 – Johannes Paul II., 264. Papst
- 2005 – Marie Louise Fischer, deutsche Schriftstellerin
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Hl. Franz von Paola, Einsiedler, Ordensgründer (katholisch)
- Tag der Islas Malvinas (Argentinien)
Siehe auch
- 1. April – 3. April
- 2. März – 2. Mai
- Historische Jahrestage – Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel – Wikipedia:Formatvorlage Tag
0402
ja:4月2日
ko:4월 2일
ms:2 April
simple:April 2
th:2 เมษายน
1963
- 1. Januar: Willy Spühler wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Verstaatlichung der Energiequellen tritt in Italien in Kraft
- 3. Januar: Walter Bruch meldet das Farbfernsehverfahren PAL (Phase alternation line) zum Patent an und führt es in Hannover vor
- 8. Januar: Verkündung des Bundesurlaubsgesetzes
- 13. Januar: Der erste Staatspräsident von Togo Sylvanus Epiphanio Olympio wird von Putschisten ermordet
- 22. Januar: Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Vertrages
- 29. Januar: Kuwait. Erste Wahlen zur Nationalversammlung
- 8. Februar: Die Baath-Partei putscht und stürzt General Kassem. Sie übernimmt die Macht in Bagdad. Provisorischer Waffenstillstand an der kurdischen Front
- 27. Februar: Dominikanische Republik. Juan Bosch wird Staatspräsident
- 9. März: Afghanistan. Rücktritt von Premierminister Mohammad Daud
- 21. April: Das „Haus der Gerechtigkeit“, die höchste Institution der Baha'i Religion erstmals in Haifa, Israel, gewählt
- 14. Mai: Die Vogelfluglinie zwischen Hamburg und Kopenhagen wird eröffnet
- 14. Mai: Kuwait wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 25. Mai: Die Republik Niger wird Mitglied in der OAU (Organisation für Afrikanische Einheit)
- 26. Juni: US-Präsident John F. Kennedy hält anlässlich seines Berlin-Besuches die denkwürdige Rede vor dem Rathaus Schöneberg, die mit den auf deutsch gesprochenen Worten „Ich bin ein Berliner“ endet
- 30. Juni: Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini wird als Paul VI. (Papst) inthronisiert. Das Konklave ist beendet
- 11. Juli: Bei einer Razzia auf die Liliesleaf Farm im Johannesburger Township Rivonia (Südafrika) werden viele führende Mitglieder des African National Congress, unter ihnen Nelson Mandela, festgenommen
- 1. August: Die ehemals deutsche Gemeinde Selfkant, die 1949 an die Niederlande abgetreten wurde, wird gegen Zahlung von 280 Mio. D-Mark wieder deutsches Gebiet
- 5. August: In Moskau wird der Vertrag über das Verbot von Atomwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser (Partieller Teststopp-Vertrag, Partial Test Ban Treaty, PTBT) zwischen den USA, der UdSSR und Großbritannien unterzeichnet
- 8. August: In Buckinghamshire, England überfällt eine Bande von insgesamt 15 Mitgliedern einen Postzug von Glasgow nach London und raubt £ 2,6 Mio
- 28. August: Beim „Marsch auf Washington“ hält Martin Luther King seine berühmte Rede „I have a dream“
- 1. September: Pierre-Paul Schweitzer, Frankreich, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 6. September: Eröffnung der Berliner Brücke in Duisburg durch Willy Brandt
- 23. September: Beitritt Costa Ricas zur MCCA (Zentralamerikanischer Gemeinsamer Markt)
- 25. September: Dominikanische Republik. Militärputsch gegen Juan Bosch
- 1. Oktober: Nigeria wird Republik
- 5. Oktober: Vertrag zum Verbot von Nuklearwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser NTBT (Nuclear Test Ban Treaty) wurde zur Unterzeichnung freigegeben
- 10. Oktober: NTBT (Nuclear Test Ban Treaty) trat in Kraft
- 1. November: In Südvietnam findet ein Militärputsch statt, der Präsident Ngo Dinh Diem, seinen Bruder Nhu Dinh und weitere Personen das Leben kostet
- 22. November: John F. Kennedy wird ermordet
- 12. Dezember: Kenia wird unabhängig
- 16. Dezember: Kenia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- Beginn des Guerilla-Krieges in Guinea-Bissau
- Drei DDR-Gefreite durchbrechen bei Bad Hersfeld mit einem Panzerspähwagen die innerdeutsche Grenze und fliehen in den Westen
Wissenschaft und Technik
- Michael Ellis De Bakey implantiert das erste Herzimplantat (Kunstherz)
- Erfindung des Kassettenrekorders
- 6. Februar: Erstflug einer Boeing 727
- 1. April: Das Zweite Deutsche Fernsehen ZDF geht erstmals auf Sendung
- 30. April: Die Fehmarnsundbrücke, die die Ostseeinsel Fehmarn mit dem Festland verbindet, wird nach drei Jahren Bauzeit feierlich durch Bundespräsident Heinrich Lübke und dem dänischen König Frederik IX. eröffnet
- 2. Mai: Berthold Seliger startet im Wattengebiet von Cuxhaven eine Dreistufenrakete mit einer Gipfelhöhe von über 100 Kilometern. Es ist die einzige im Nachkriegsdeutschland entwickelte Höhenforschungsrakete. Allerdings wird sie nie in Serie gebaut
- 14. Juni: In der Sowjetunion startet der Kosmonaut Walerij Bykowskij mit der Wostok 5 für die Dauer von 4 Tagen 23 Stunden und 6 Minuten (81 Erdumkreisungen) ins All
- 23. Juli: Mit einem Hubschrauber SA 3210 Super Frelon erreichten Jean Boulet und Roland Coiffignon den Geschwindigkeitsweltrekord von 350,5 km/h
- 5. Dezember: Die Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH führt Vertretern von Militärs aus Nicht-NATO-Staaten militärisch verwertbare Raketen im Wattengebiet von Cuxhaven vor. Obwohl bei dieser Vorführung nicht gegen alliiertes Recht verstoßen wird und die vorgeführten Raketen nach ihren Flug am Fallschirm landen, führt diese Aktion zu Protesten von Seiten der Sowjetunion
Kultur
- 10. März: Uraufführung der Oper Il Re cervo oder Die Irrfahrten der Wahrheit von Hans Werner Henze in Kassel
- 28. Juni: Uraufführung der Oper Figaro lässt sich scheiden von Giselher Klebe an der Hamburgischen Staatsoper
- 27. November: Uraufführung der Oper Die Verlobung in San Domingo von Werner Egk an der Bayerischen Staatsoper in München
- Premiere des Thrillers „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock
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