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Lunik Mission

Lunik Mission

Lunik 1 bis Lunik 3 wurden in Anlehnung an den Namen des ersten Satelliten, Sputnik, die drei sowjetischen Mondsonden der ersten Serie bezeichnet. Hierbei ist zu beachten, dass die Sonden nur in westlichen Quellen als "Lunik" bezeichnet wurden. In den offiziellen sowjetischen Medien wurden sie wie folgt bezeichnet:
- Lunik 1 als "Kosmische Rakete"
- Lunik 2 als "Sowjetische Kosmische Rakete 2"
- Lunik 3 als "Automatische Interplanetare Station" Lunik 3 Lunik 1 (Jan, 1959) schwenkte nach einem Vorbeiflug am Mond fehlerhaft in einen Sonnenorbit ein, lieferte aber dennoch nützliche Strahlungsmesswerte zur Analyse des irdischen Strahlungsgürtel und bestätigte die Existenz des Sonnenwindes. Lunik 2 war die erste Sonde, welche am 13. September 1959, als erster künstlicher Flugkörper überhaupt, gezielt auf der Mondoberfläche aufschlug. Lunik 3 (Okt., 1959) fotografierte zum erstem Mal die Rückseite des Mondes. Die nachfolgenden Mondsonden der zweiten Serie wurden Luna bezeichnet. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch einige weitere Mondmissionen der UdSSR, die allesamt fehlschlugen:
- "Lunik 1958 A" am 23. September 1958 - durch Raketenexplosion zerstört
- "Lunik 1958 B" am 12. Oktober 1958 - durch Raketenexplosion zerstört
- "Lunik 1958 C" am 4. Dezember 1958 - durch Raketenexplosion zerstört
- "Lunik 1959 A" am 18. Juni 1959 - durch Raketenexplosion zerstört
- "Lunik 1960 A" am 15. April 1960 - verbleibt im Erdorbit
- "Lunik 1960 B" am 19. April 1960 - durch Raketenexplosion zerstört Alle Namen sind fiktive Katalogbezeichnungen, eingestanden wurden diese Fehlschläge durch die UdSSR nie. Durch die Auflistung ergibt sich ein klareres Bild vom ersten sowjetischen Mondprogramm. Nur 1/3 der Sonden erreichte tatsächlich den Mond. Vorgesehen waren für Lunik 1958-59 jeweils Aufschläge auf die Mondoberfläche wie bei "Lunik 2", für die beiden Lunik 1960 - Missionen die Umkreisung à la "Lunik 3".

Weblinks


- [http://www.bernd-leitenberger.de/luna.html Das Luna-Programm] (dt.)
- http://solarsystem.dlr.de/RPIF/missions/programs/luna/topics.shtml
Siehe auch: Raumfahrt, Geschichte der Raumfahrt, Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen Kategorie:Mondsonde Kategorie:Sonnensonde

Sputnik

Sputnik 1 // (russisch: Спутник = der „Weggefährte“) war der erste künstliche Satellit in der Erdumlaufbahn. Das Wort ist in Osteuropa ein Synonym für Erdsatelliten. Seine erste Silbe (s-put) bedeutet „gemeinsam auf dem Weg“. Die ersten 10 sowjetischen Satelliten, die eine Umlaufbahn erreichten, erhielten eine Sputnik-Bezeichnung. Danach wurde der Name nicht mehr zur Benennung von Erdsatelliten verwendet.

Sputnik 1 - Der Beginn der Raumfahrt

Raumfahrt Bei den Vorbereitungen für das Internationale Geophysikalische Jahr kündigte der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower am 29. Juli 1955 die Beauftragung für einen Erdsatelliten an. Die Sowjetunion reagierte nur vier Tage später mit der Ankündigung eines ähnlichen Programms. Schon am 4. Oktober 1957 - für die westliche Welt unerwartet schnell - startete die Sowjetunion vom Weltraumbahnhof Baikonur aus den kugelförmigen Satelliten (Durchmesser 58 cm) mit Hilfe einer leicht modifizierten Interkontinentalrakete vom Typ R-7. Der 83,6 kg schwere Erdtrabant enthielt einen Funksender, der genau 21 Tage aktiv war und ein Kurzwellensignal (20 MHz und 40 MHz) ausstrahlte. Sputnik bewegte sich auf seiner Umlaufbahn zunächst in etwa 96 Minuten einmal um die Erde. Er verglühte 96 Tage nach dem Start, als er wieder in tiefere Schichten der Erdatmosphäre eintrat. Die piepsenden Signale des Sputniks konnten in aller Welt empfangen werden. In Westeuropa fing sie Dr. Heinz Kaminski in der Volkssternwarte Bochum als Erster auf. Die Erkenntnis, dass die Sowjetunion zum Start des ersten künstlichen Satelliten in der Lage war, löste im Westen ein immenses Bedrohungsgefühl aus: Sputnik machte schlagartig klar, dass die USA mit Interkontinentalraketen von der Sowjetunion aus erreichbar waren. Dieses auch als Sputnikschock bezeichnete Phänomen führte in Folge zur Gründung der NASA und zu Umstrukturierungen und verstärkten Anstrengungen im Bildungsbereich der westlichen Industrienationen.

Die weiteren Sputnik-Missionen

Insgesamt startete die Sowjetunion zehn Sputniki, den letzten am 25. März 1961, nur 18 Tage vor dem Flug von Juri Gagarin. Alle Starts erfolgten von Baikonur aus unter Verwendung von umgerüsteten Interkontinentalraketen, die ab Sputnik 4 mit einer zusätzlichen Stufe versehen wurden. Auch für die weiteren Sputniki war jeweils zumindest eine völlige Neuerung vorgesehen:

Sputnik 2

Neuerung Neuerung Der zweite von Menschenhand geschaffene Körper in der Umlaufbahn war Sputnik 2, der am 3. November 1957 gestartet wurde und das erste Lebewesen in eine Erdumlaufbahn brachte, die Hündin Laika. Eine Rückkehrvorrichtung zur Erde war nicht vorgesehen - und technisch auch noch gar nicht möglich. Diese Tatsache erregte zwar vielfaches Mitleid - insbesondere als die ersten unscharfen Fernsehbilder gezeigt wurden - aber auch enormes Interesse. Vermutlich überlebte Laika den Start mit seinem Gemisch aus Lärm, Vibrationen und Beschleunigungen nur einige Stunden, bis sie durch Stress und zu große Hitze in der engen Kapsel starb. Ursprünglich war geplant, dass Laika 10 Tage überleben und ausreichende Daten ihrer Körperfunktionen liefern sollte - und ihr dann mit portioniertem vergiftetem Fressen ein schneller Tod gewährt würde. Sputnik 2 verglühte wegen seiner größeren Masse deutlich später als Sputnik-1, nämlich am 14. April 1958 nach 162 Tagen im Orbit und etwa 2250 Erdumkreisungen - Umlaufzeit um die Erde in 103,7 Minuten. Sputnik 2 erregte mit einer Startmasse über 500 kg ungläubiges Staunen der westlichen Fachleute. Die zeigt deutlich, welche Leistungsreserven die Trägerrakete, die mit dem Trägersystem von Sputnik 1 identisch war, besaß. Die Bahnhöhe des Erdsatelliten betrug 1.500 Kilometer bei einer Bahnneigung von 65 Grad zum Äquator.

Sputnik 3

Am 3. Februar 1958 sollte Sputnik 3 gestartet werden, der Start schlug aber fehl und wurde am 15. Mai 1958 mit einem Ersatzsatelliten wiederholt. Sputnik 3 trug mehrere wissenschaftliche Messinstrumente in den Weltraum, welche den Strahlungsgürtel der Erde untersuchen sollten - was aber ebenfalls fehlschlug. Sputnik 3 verglühte am 6. April 1960. Die Bahnhöhe des Satelliten betrug bis zu 1.880 Kilometer und umrundete in 106 Minuten einmal die Erde. Der Van-Allen-Gürtel war im Januar 1958 vom ersten amerikanischen Explorer entdeckt und nach dem Instrumente-Entwickler benannt worden.

Sputnik 4

Sputnik 4 (auch Korabl-Sputnik 1 oder Weltraumschiff 1 genannt) wurde schließlich am 15. Mai 1960 gestartet. Dies war der 1. Prototyp für die ab 1961 eingesetze Wostok-Raumkapsel für bemannte Flüge. Die Bahnhöhe des Satelliten betrug zwischen 312 und 369 Kilometer, später zwischen 307 und 690 Kilometer. Die Umlaufzeit um die Erde betrug 91,2 Minuten.

Sputnik 5

Sputnik 5 (auch Korabl-Sputnik 2, bzw. Weltraumschiff 2) startete am 19. August 1960 und trug unter anderem zwei Hunde in den Weltraum: Strelka und Belka. Nach 18 Erdumkreisungen in einer Bahnhöhe vom 306 bis 330 Kilometer und bei einer Erdumkreisung in 90,7 Minuten, landeten am 20. August 1960 beide Hunde sicher wieder auf der Erde. Dies war der 2. Flug des Prototyps der Wostok-Raumkapsel für bemannte Flüge - und ein entscheidender Schritt für die Technik der weichen Landung.

Sputnik 6

Sputnik 6 (oder Korabl-Sputnik 3 bzw. Weltraumschiff 3) war der dritte Prototyp des Wostok-Raumschiffs und trug am 1. Dezember 1960 die Hunde Pchelka und Mushka ins All. Die Kapsel wurde am 2. Dezember 1960 bei der Rückkehr zur Erde zerstört. Sputnik 6 befand sich in einer Bahnhöhe zwischen 187,3 und 265 Kilometern und hatte eine Umlaufzeit von 88,6 Minuten.

Sputnik 7

Sputnik 7 (Venera-1) oder Weltraumschiff 4) war eine am 4. Februar 1961 mit einer Molnija-Rakete gestartete Venus-Raumsonde, die aufgrund eines Problems mit der Oberstufe der Rakete die Erdumlaufbahn nicht verlassen hat. Sie umkreiste die Erde in einer Bahnhöhe zwischen 223,5 und 327,6 Kilometern bei einer Bahnneigung zum Äquator von 64 bis 57 Grad. Eine Erdumkreisung dauerte 98,8 Minuten.

Sputnik 8

Sputnik 8 (Venera-2) war eine am 12. Februar 1961 mit einer Molnija-Rakete gestartete Venus-Raumsonde.

Sputnik 9

Sputnik 9 (oder Korabl-Sputnik 4 bzw. Weltraumschiff 5) war der 4. Flug des Protoypen der Wostok-Raumkapsel. Er startete am 9. März 1961 mit dem Hund Chernushka an Bord. Die Kapsel wurde nach einer Erdumkreisung erfolgreich geborgen.

Sputnik 10

Sputnik 10 (oder Korabl-Sputnik 5), den letzten von insgesamt zehn Sputniks, startete der UdSSR am 25. März 1961 als Test für den Flug Juri Gagarins im April 1961. Dies war der 5. Flug des Prototyps der Wostok-Raumkapsel. Zum Einsatz in allen Fällen kamen auf der R-7 Interkontinentalrakete basierende Trägersysteme, die ab Sputnik 4 eine zusätzliche Raketenstufe trugen (Wostok-Rakete). Sputnik 7 und 8 verwendeten die 4-stufige Molnija-Rakete. Alle Starts erfolgten von Baikonur in der Kasachischen SSR, das wie ähnliche, regelmäßig benutzte Raketengelände der USA und später auch der ELDO als „Weltraumbahnhof“ bezeichnet wurden. Das Wort Sputnik gehört zu den 100 Wörtern des 20. Jahrhunderts.

Siehe auch

Raumfahrt

Weblinks


- http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumsonden/Sputnik_01.shtml (Sonde)
- http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raketen/sputnik.shtml (Rakete)
- http://space.huerz.ch/htm/sputnik.htm Kategorie:Forschungssatellit ja:スプートニク

Mond

Der Erdmond (lateinisch Luna), der meist nur Mond genannt wird, ist der einzige natürliche Trabant der Erde. Von ihr abgesehen ist er der einzige Himmelskörper, der bisher von Menschen betreten wurde, und damit auch der am besten erforschte. Trotzdem birgt er noch viele Geheimnisse, etwa zu seiner Entstehung und manchen Geländeformen. Die spätere Entwicklung und sein innerer Aufbau sind jedoch seit einigen Jahren weitgehend geklärt. Das Zeichen des Mondes ist eine Mondsichel: Gelände

Bahn und Rotation des Mondes

Scheinbare Bewegung von der Erde aus gesehen

Von der (rotierenden) Erdoberfläche aus betrachtet, umkreist der Mond die Erde von Osten nach Westen auf einer Bahn, die um 5,1 Grad gegen die Sonnenbahn geneigt ist. Seine scheinbare Bewegung ähnelt damit der der Sonne; sie dauert etwa 24 Stunden und 50 Minuten. Der Zeitpunkt des Mondauf- und -untergangs ist damit jeden Tag etwa 50 Minuten später. In 29 Tagen geht der Mond 28 Mal auf. Für einen Beobachter auf der Nordhalbkugel steht der Mond (wie auch die Sonne) an seinem höchsten Bahnpunkt im Süden, für einen Beobachter auf der Südhalbkugel im Norden (und die sichtbaren Oberflächenstrukturen erscheinen im Vergleich zur Nordhalbkugel auf den Kopf gestellt, wie man beispielsweise bei den in Neuseeland gedrehten „Der Herr der Ringe“-Filmen in einigen Szenen gut sehen kann). In Äquatornähe kann man den Mond an seinem höchsten Punkt im Zenit sehen.

Mondbahn

Die Bahn des Mondes um die Erde ist eine Ellipse der numerischen Exzentrizität 0,055; das heißt, die größte und die kleinste Entfernung vom Zentrum weicht jeweils um 5,5 Prozent von einer wirklichen Kreisbahn ab. Der mittlere Bahnradius – die große Halbachse – misst 384.400 Kilometer. Den erdnächsten Punkt der Bahn nennt man Perigäum. Er befindet sich 356.410 km vom Erdmittelpunkt entfernt. Der erdfernste Punkt heißt Apogäum und ist 406.740 km vom Erdmittelpunkt entfernt. Die Durchgänge des Mondes durch die Bahnebene der Erde (die Ekliptik) nennt man Mondknoten, wobei der aufsteigende Knoten den Eintritt in die Nord-, der absteigende den in die Südhemisphäre beschreibt. Der Mond umläuft zusammen mit der Erde die Sonne, durch die Bewegung um die Erde pendelt der Mond jedoch um eine gemeinsame Ellipsenbahn. Die Variation der Gravitation während dieser Pendelbewegung führt zusammen mit geringeren Störungen durch die anderen Planeten zu Abweichungen von einer exakten Keplerellipse um die Erde.
- Das Perigäum umläuft die Erde direkt mit einer Periode von 8,85 Jahren.
- Die Mondknoten umlaufen die Erde aufgrund einer Präzessionsbewegung retrograd, also gegen die Umlaufrichtung des Mondes, mit einer Periode von 18,61 Jahren. Sie bewirken daher eine schwache Modulation der Erdpräzession mit eben dieser Periode, die als Nutation bezeichnet wird.

Bahnperiode

Die Dauer eines Bahnumlaufs des Mondes (Monat) kann man nach verschiedenen Kriterien festlegen, die jeweils unterschiedliche Aspekte abdecken.
- Nach einem siderischen Monat (27,32 d) nimmt der Mond wieder die gleiche Stellung zu den Fixsternen ein (von der Erde aus beobachtet).
- Nach einem synodischen Monat (29,53 d; Periode der Mondphasen) erreicht der Mond wieder die gleiche Stellung zur Sonne (von der Erde aus beobachtet).
- Einen drakonitischen Monat (27,2122 d) benötigt er, um wieder durch den gleichen Knoten seiner Bahn zu laufen; er ist wichtig für die Sonnen- und Mondfinsternisse.
- Einen anomalistischen Monat (27,555 d) benötigt der Mond von einem Perigäumdurchgang zum nächsten.

Mondphasen

Das Aussehen des Mondes variiert im Laufe seines Bahnumlaufs und durchläuft die Mondphasen Mondphase
- Neumond – der Mond steht zwischen der Sonne und der Erde
- zunehmender Mond (abends sichtbar)
- Vollmond – die Erde steht zwischen der Sonne und dem Mond
- abnehmender Mond (morgens sichtbar) right Die nicht von der Sonne beleuchteten Teile der erdzugewandten Mondseite sind dabei nie völlig dunkel, sondern werden durch das Erdlicht – den Widerschein der Erdoberfläche und der Erdatmosphäre – indirekt ein wenig aufgehellt. Diese Aufhellung wird auch als aschgraues Mondlicht bezeichnet und ist am besten bei schmaler Mondsichel zu sehen. Seine Ursache wurde schon von Leonardo da Vinci richtig erkannt. Mit einem Fernglas selbst geringer Vergrößerung sind in dem Erdschein sogar Einzelheiten erkennbar, denn aufgrund des größeren Durchmessers und des höheren Rückstrahlungsvermögens der Erde ist die „Vollerde“ rund 50 mal so hell wie der Vollmond. Messungen des aschgrauen Mondlichts erlauben Rückschlüsse auf Veränderungen der Erdalbedo.

Mondrotation

Durch die Gezeitenwirkung, die durch die Gravitation der Erde entsteht, hat der Mond seine Rotation der Umlaufzeit (siderischer Monat) angepasst (gebundene Rotation), das heißt bei einem Umlauf dreht er sich im gleichen Drehsinn einmal um die eigene Achse. Daher ist von der Erde aus immer dieselbe Seite zu sehen. Die Rückseite des Mondes konnte 1959 erstmals durch Raumsonden beobachtet werden. Wegen der gebundenen Rotation würde ein Beobachter auf dem Mond die Erde immer an der selben Stelle des Himmels sehen (abgesehen von leichten Schwankungen, die durch Librationen verursacht sind). Die Erde geht also niemals „auf“ oder „unter“. Ein Beobachter auf der Mondrückseite kann die Erde dagegen niemals sehen. Wegen des Fehlens einer richtigen Atmosphäre ist der Mondhimmel nicht farbig, sondern schwarz. Sterne kann man jedoch auch auf dem Mond nur nachts sehen, oder wenn man die Augen gegen die Umgebung abschirmt, denn die Lichtempfindlichkeit des menschlichen Auges stellt sich auf die hell leuchtende Mondoberfläche ein und kann die Sterne nicht mehr wahrnehmen. Die Erde erscheint als bläuliche Scheibe, fast viermal größer als der Mond von der Erde aus. Sie rotiert (in knapp 24 Stunden) und durchläuft Phasen, die den Mondphasen entsprechen und diesen entgegengesetzt sind. Bei Neumond herrscht „Vollerde“ und bei Vollmond „Neuerde“. Die Sonne wandert vom Mond aus gesehen sehr langsam über den Sternenhimmel. Von Sonnenaufgang bis zum Höchststand der Sonne dauert es eine Woche, und von dort eine weitere Woche bis zum Sonnenuntergang, worauf eine 14-tägige Nacht folgt. Ein Tag-Nacht-Zyklus auf dem Mond dauert somit einen Monat.

Finsternisse

Verfinsterungen zwischen Sonne, Mond und Erde treten auf, wenn die drei Himmelskörper auf einer Linie liegen, das heißt, nur bei Vollmond oder Neumond, und wenn sich der Mond in einem der zwei Mondknoten befindet. Das passiert nur zwei mal pro Jahr.

Mondfinsternis

Verfinsterung Bei einer Mondfinsternis, die nur bei Vollmond auftreten kann, steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Sie kann auf der gesamten Nachtseite der Erde beobachtet werden und dauert maximal 3 Stunden 40 Minuten. Man unterscheidet
- totale Mondfinsternis, bei welcher der Mond völlig in den Erdschatten wandert. Die Totalität dauert höchstens 100 Minuten. Betrachtet man die geometrischen Verhältnisse bei einer totalen Mondfinsternis, so sollte der Mond im Kernschatten der Erde liegen, der sich theoretisch knapp 1,4 Millionen Kilometer in den Raum erstrecken sollte, tatsächlich aber wegen der starken Streuung durch die Erdatmosphäre nur etwa 250.000 Kilometer weit reicht. Der Mond wird deshalb auch bei totalen Finsternissen nicht völlig verdunkelt. Da die Erdatmosphäre die blauen Anteile des Sonnenlichts stärker streut als die roten, erscheint der Mond bei totalen Finsternissen als dunkle rotbraune Scheibe; daher auch die gelegentliche Bezeichnung "Blutmond".
- partielle Mondfinsternis, bei der nur ein Teil des Mondes von der Erde abgeschattet wird, das heißt ein Teil des Mondes bleibt während des gesamten Verlaufs der Finsternis sichtbar.
- Halbschattenfinsternis, bei welcher der Mond nur (ganz oder teilweise) in den Halbschatten der Erde eintaucht. Halbschattenfinsternisse sind ziemlich unauffällig; es zeigt sich lediglich eine leichte Vergrauung derjenigen Mondseite, die dem Kernschatten der Erde am nächsten ist. Vom Mond aus gesehen stellt sich eine Mondfinsternis als Sonnenfinsternis dar. Dabei verschwindet die Sonne hinter der schwarzen Erdscheibe. Bei einer totalen Mondfinsternis herrscht auf der ganzen Mondvorderseite totale Sonnenfinsternis, bei einer partiellen Mondfinsternis ist die Sonnenfinsternis auf dem Mond nur in einigen Gebieten total, und bei einer Halbschatten-Mondfinsternis herrscht auf dem Mond partielle Sonnenfinsternis. Ringförmige Sonnenfinsternisse gibt es auf dem Mond wegen des im Verhältnis zur Sonne viel größeren scheinbaren Durchmessers der Erdscheibe nicht; lediglich durch die beschriebene Lichtstreuung in der Erdatmosphäre wird der Rand der schwarzen Scheibe zu einem kupferrot schimmernden Ring, der dem Mond die entsprechende Farbe verleiht.

Sonnenfinsternis

Erdatmosphäre]] Bei einer Sonnenfinsternis, die nur bei Neumond auftreten kann, steht der Mond zwischen Sonne und Erde. Sie kann nur in den Gegenden beobachtet werden, die den Kern- oder Halbschatten des Mondes durchlaufen; diese Gegenden stellen sich meist als lange, aber recht schmale Streifen auf der Erdoberfläche dar. Man unterscheidet:
- totale Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonnenscheibe einige Minuten lang vollständig bedeckt und die Erde den Kernschatten (Umbra) des Mondes durchläuft;
- partielle Sonnenfinsternis, bei welcher der Mond die Sonnenscheibe nicht vollständig bedeckt; der Beobachter befindet sich dabei im Halbschatten (Penumbra) des Mondes;
- ringförmige Sonnenfinsternis, wenn der Mond durch zu große Erdferne die Sonnenscheibe nicht ganz abdeckt (siehe auch: Durchgang).

Sarosperiode

Bereits den Chaldäern war (um ca. 1000 v. Chr. ?) bekannt, dass sich Finsternisse nach einem Zeitraum von 18 Jahren und 11 Tagen, der Sarosperiode, wiederholen. Nach 223 synodischen bzw. 242 drakonitischen Monaten (von lat. draco, Drache, altes astrologisches Symbol für die Mondknoten, da man dort einen mond- und sonnenfressenden Drachen vermutete) besteht wieder fast die selbe Stellung von Sonne, Erde und Mond zueinander, so dass sich eine Finsternisstellung nach 18 Jahren und 11,33 Tagen erneut ergibt. Die Ursache dieser Periode liegt darin begründet, dass bei einer Finsternis sowohl die Sonne als auch der Mond nahe der Knoten der Mondbahn liegen müssen, welche in 18 Jahren einmal um die Erde laufen. Thales hat diese Periode, die er bei einer Orientreise kennenlernte, für seine Finsternisprognose 585 v. Chr. benutzt. Durch sie konnten die Griechen die militärisch überlegenen Perser besiegen. Da die Übereinstimmung der 223/242 Monate nicht exakt ist, reißt die Sarosperiode etwa alle 1.300 Jahre ab und eine neue beginnt, in der sich die vorigen Finsternisse nicht mehr wiederholen.

Selenologie und Selenografie

Perser Die Selenologie oder „Geologie des Mondes“ beschäftigt sich mit seiner Entstehung, seinem Aufbau und seiner Entwicklung sowie mit der Entstehung der beobachteten Strukturen und der dafür verantwortlichen Prozesse, während die Aufgabe der Selenografie in der Erstellung von Mondkarten besteht.

Eigenschaften und Entwicklung des Mondes

Hauptartikel: Entstehung des Mondes Der Mond hat einen Durchmesser von 3.476 km und weist mit 3,345 g/cm3 eine geringere Dichte als die Erde auf. Aufgrund seines im Vergleich zu anderen Planeten recht großen Größenverhältnisses zur Erde bezeichnet man Erde und Mond deshalb gelegentlich auch als Doppelplanet. Seine im Vergleich zur Erde geringe mittlere Dichte blieb auch lange ungeklärt und sorgte für zahlreiche Theorien zur Entstehung des Mondes. Das heute weithin anerkannte Modell zur Entstehung des Mondes besagt, dass vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ein Himmelskörper von der Größe des Mars nahezu streifend mit der Erde kollidierte. Dabei wurde viel Materie, vorwiegend aus der Erdkruste und dem Mantel des einschlagenden Körpers, in eine Erdumlaufbahn geschleudert, ballte sich dort zusammen und formte schließlich den Mond. Nach aktuellen Simulationen bildete sich der Mond in einer Entfernung von rund drei bis fünf Erdradien, also in einer Höhe zwischen 20.000 und 30.000 Kilometern. Durch den Zusammenstoß und die freiwerdende Gravitationsenergie bei der Bildung des Mondes wurde dieser aufgeschmolzen und vollständig von einem Ozean aus Magma bedeckt. Im Laufe der Abkühlung bildete sich eine Kruste aus den leichteren Mineralen aus, die noch heute in den Hochländern vorzufinden sind. Auf der Erde wird der Pazifik teilweise als Überrest dieses Ereignisses betrachtet. Die „junge“ Mondkruste wurde bei größeren Einschlägen immer wieder durchschlagen, so dass aus dem Mantel neue Lava in die entstehenden Krater nachfließen konnte. Es bildeten sich die Maria, die erst einige hundert Millionen Jahre später vollständig erkalteten. Das sog. „Große Bombardement“ endete erst vor 3,8 bis 3,2 Milliarden Jahren, nachdem die Anzahl der Meteoriteneinschläge vor etwa 3,9 Milliarden Jahren deutlich zurückgegangen war. Danach ist keine starke vulkanische Aktivität nachweisbar, doch konnten einige Astronomen vereinzelte Leuchterscheinungen beobachten. Im November 2005 konnte ein [http://idw-online.de/pages/de/news138356 internationales Forscherteam] der ETH Zürich sowie der Universitäten Münster, Köln und Oxford erstmals die Geburtsstunde des Mondes präzise datieren. Dafür nutzten die Wissenschaftler eine Analyse des Isotops Wolfram-182 und berechneten das Alter des Mondes auf (4.527 ± 10) Millionen Jahre.

Innerer Aufbau des Mondes

Wolfram Wolfram Unser Wissen über den Aufbau des Mondes beruht im Wesentlichen auf den Daten der vier von den Apollo-Missionen zurückgelassenen Seismometer, die diverse Mondbeben und Erschütterungen durch Meteoriteneinschläge aufzeichneten, sowie den Kartierungen der Oberfläche, des Gravitationsfeldes und der mineralischen Zusammensetzung durch die Clementine- und die Lunar Prospector-Mission. Der Mond besitzt eine 70 (an der Mondvorderseite) bis 150 km (Rückseite) dicke Kruste, die von einer mehrere Meter dicken Regolithschicht bedeckt ist. Darunter liegt ein fester Mantel aus Basaltgesteinen. Es gibt Anzeichen für eine Unstetigkeitsfläche in 500 Kilometer Tiefe, an der ein Wechsel der Gesteinszusammensetzung vorliegen könnte. Der 200 bis 400 Kilometer große eisenhaltige Kern dürfte Temperaturen um 1.600 Grad Celsius aufweisen. Die gebundene Rotation des Mondes hat auch Einflüsse auf Form und inneren Aufbau. Der Mond ist in Richtung Erde lang gezogen und sein Massenschwerpunkt liegt etwa 2 Kilometer näher zur Erde als sein geometrischer Mittelpunkt.

Mondbeben

eisen Die zurückgelassenen Seismometer der Apollomissionen registrieren etwa 500 Mondbeben pro Jahr. Die Beben sind im Vergleich zu irdischen Beben sehr schwach, das stärkste erreichte eine Stärke von knapp 5 auf der Richterskala, die meisten liegen aber bei einer Stärke von 2. Die seismischen Wellen der Beben können ein bis vier Stunden lang verfolgt werden, sie werden im Mondinneren also nur sehr schwach gedämpft. Mehr als die Hälfte der Beben entstehen in einer Tiefe von 800 bis 1.000 Kilometer und weisen Häufigkeitsspitzen beim Apogäum- und Perigäum-Durchgang auf, das heißt alle 14 Tage. Auch sind Beben aus der oberflächennahen Region des Mondes bekannt. Die Ursache liegt darin, dass sich der Aufbau des Mondes dem Mittelwert der durch die Erde verursachten Gravitation angepasst hat. Durch die Beben werden die inneren Spannungen abgebaut, die am erdnächsten und erdfernsten Punkt der Mondbahn ihr Maximum erreichen. Der Ursprung der Beben verteilt sich nicht gleichmäßig über eine komplette Mantelschale, sondern die meisten Beben entstehen an nur etwa 100 Stellen, die jeweils nur wenige Kilometer groß sind. Der Grund für diese Konzentration ist noch nicht bekannt.

Mascons

Mascon Durch ungewöhnliche Einflüsse auf die Bahnen der Lunar-Orbiter-Missionen erhielt man Ende der 1960er erste Hinweise auf Schwereanomalien, die man Mascons (Mass concentrations, Massenkonzentrationen) nannte. Durch Lunar Prospector wurden diese Anomalien näher untersucht, sie befinden sich meist im Zentrum der Krater und sind vermutlich durch die Einschläge entstanden. Möglicherweise handelt es sich um die eisenreichen Kerne der Impaktoren, die aufgrund der fortschreitenden Abkühlung des Mondes nicht mehr bis zum Kern absinken konnten. Nach einer anderen Theorie könnte es sich um Lavablasen handeln, die als Folge eines Einschlags aus dem Mantel aufgestiegen sind.

Mondoberfläche

Die Oberfläche des Mondes ist nahezu vollständig von einer trockenen, aschgrauen Staubschicht, dem Regolith, bedeckt, der scheinbare „Silberglanz“ wird einem irdischen Beobachter durch den Kontrast zum Nachthimmel nur vorgetäuscht – in Wirklichkeit hat der Mond sogar eine besonders geringe Albedo (Rückstrahlfähigkeit). Die Mondoberfläche zeigt Kettengebirge, Gräben und Rillen (Fossa), flache Dome und große Magma-Ebenen, jedoch keinerlei aktive Tektonik wie die Erde.

Regolith

Der Mond besitzt keine nennenswerte Atmosphäre, deshalb schlagen ständig Meteoriten jeder Größe ohne vorherige Abbremsung auf der Oberfläche ein und pulverisieren die Gesteine. Der durch diesen Prozess entstehende Regolith bedeckt bis auf die jungen Krater die gesamte Oberfläche mit einer mehrere Meter dicken Schicht, welche die Detailstruktur des Untergrundes verbirgt. Diese Deckschicht erschwert die Untersuchung der Strukturen und ihrer genauen Entstehungsgeschichte erheblich. Der Regolith entsteht im Wesentlichen aus dem normalen Oberflächenmaterial, aber er hat auch Beimengungen, die durch Einschläge an die jeweilige Position verfrachtet wurden. Obwohl er gemeinhin als Mondstaub bezeichnet wird, entspricht der Regolith eher einer Sandschicht. Die Korngröße reicht von Staubkorngröße direkt an der Oberfläche über Sandkörner wenig tiefer bis hin zu Steinen und Felsen, die erst später hinzukamen und noch nicht vollständig zermahlen sind. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind kleine glasige Erstarrungsprodukte von Einschlägen. An manchen Stellen besteht der Regolith fast zur Hälfte aus diesen Agglutinaten, das heißt Glaskügelchen, die wesentliche Bestandteile des normalen mineralischen Regoliths enthalten. Sie entstehen, wenn die geschmolzenen Impaktprodukte erst nach dem Auftreffen auf die Regolithschicht erstarren. Im Mondmeteoriten Dhofar 280, der im Jahr 2001 im Oman gefunden wurde, wurden neue Eisen-Silizium-Mineralphasen identifiziert. Eine dieser Mineralphasen (Fe2Si), die damit erstmals in der Natur eindeutig nachgewiesen wurde, ist nach dem Forscher Bruce Hapke als Hapkeit benannt worden. Bruce Hapke hatte in den 1970ern die Entstehung derartiger Eisen-Verbindungen durch Weltraum-Erosion (engl. Space Weathering) vorhergesagt. Weltraum-Erosion ist für die zeitliche Veränderung speziell auch der optischen Eigenschaften (Reflexivität) der Oberfläche von atmosphärelosen Körpern verantwortlich. Der Mond hat kein nennenswertes Magnetfeld, d. h. die Teilchen des Sonnenwindes – vor allem Wasserstoff, Helium, Neon, Kohlenstoff und Stickstoff – treffen nahezu ungehindert auf der Mondoberfläche auf und werden im Regolith implantiert, ähnlich der Ionenimplantation, die in Wissenschaft und Technik angewandt wird. Auf diese Weise bildet der Mond-Regolith eine Art „Klima“-Archiv des Sonnenwindes, vergleichbar den Gletschern in Grönland und der Antarktis für das irdische Klima. Dazu kommt noch, dass die kosmische Strahlung etwa einen Meter tief in die Mondoberfläche eindringt und dort durch Kernreaktionen (hauptsächlich Spallationsreaktionen) neue Elemente gebildet werden. Folge davon ist, dass Gesteine des Mondregoliths z. B. bedeutend mehr Edelgase enthalten als irdische Gesteine oder auch als Meteoriten aus dem Asteroidengürtel. Insbesondere das 3He könnte eines Tages für Fusionskraftwerke sogar wirtschaftlich bedeutend werden. Da der Mondregolith durch Einschläge ab und zu umgewälzt wird, haben die einzelnen Bestandteile meist eine komplexe Bestrahlungsgeschichte hinter sich. Man kann jedoch durch radiometrische Datierungsmethoden für Mondproben oft herausfinden, zu welchem Zeitpunkt diese direkt oder nahe der Oberfläche waren und der kosmischen Strahlung und dem Sonnenwind ausgesetzt waren. Damit lassen sich Erkenntnisse über die kosmische Strahlung und den Sonnenwind zu diesen Zeitpunkten gewinnen.

Maria

Sonnenwind Die dunklen Tiefebenen der Mondvorderseite, die 16 Prozent der Mondoberfläche bedecken, hielt man früher für Meere. Sie werden deshalb nach Giovanni Riccioli als Maria (Singular Mare) bezeichnet. Sie bestehen aus 3,1 bis 3,8 Milliarden Jahre alten dunklen Basalten, weisen nur wenige Krater auf und sind von einer 2 bis 8 Meter dicken Regolithschicht bedeckt, die reich an Eisen und Magnesium ist. Sie sind vermutlich durch große Einschläge in der Frühphase des Mondes entstanden. Da in diesem Entwicklungsstadium der Mantel noch flüssig war, sind sie anschließend mit Lava aus dem Inneren vollgelaufen. (siehe auch: Liste der Maria des Erdmondes) Die Maria weisen, mit Ausnahme der Krater, nur sehr geringe Höhenunterschiede von maximal 100 Meter auf. Zu diesen Erhebungen gehören die Dorsa (Rücken), flache Aufwölbungen die sich über mehrere Dutzend Kilometer erstrecken.

Terrae

Die Hochländer wurden früher als Kontinente angesehen und werden deshalb als Terrae bezeichnet. Sie weisen deutlich mehr Krater als die Maria auf und werden von einer bis zu 15 Meter dicken Regolithschicht bedeckt, die reich an hellem aluminiumreichen Anorthosit ist. Sie sind selenologisch älter als die Maria, die untersuchten Gesteine wurden auf 3,8 bis etwa 4,5 Milliarden Jahre datiert und sind vermutlich die Reste der ursprünglichen Mondkruste. Aus der Samarium-Neodym-Isotopensystematik von mehreren Mond-Anorthositen konnte ein Kristallisationsalter von 4,456 ± 0,04 Milliarden Jahren für diese Gesteine bestimmt werden, was als Bildungsalter der ersten Kruste und als Beginn der Kristallisation des ursprünglichen Magmaozeans interpretiert wird. In den Hochländern gibt es mehrere Gebirge, die Höhen von etwa 10 Kilometern erreichen. Sie sind möglicherweise dadurch entstanden, dass der Mond infolge der Abkühlung geschrumpft ist und sich dadurch Faltengebirge aufwölbten. Nach einer anderen Erklärung könnte es sich um die Überreste von Kraterwällen handeln. Sie sind nach irdischen Gebirgen benannt worden, zum Beispiel Alpen, Apenninen, Kaukasus und Karpaten. (Siehe auch: Liste der Berge und Gebirge des Erdmondes)

Krater

Die Krater entstanden großteils durch Asteroiden-Einschläge (Impaktkrater) vor etwa 3 bis 4,5 Milliarden Jahren in der Frühzeit des Mondes. Der Nomenklatur von Riccioli folgend, werden sie vorzugsweise nach Astronomen, Philosophen und anderen Gelehrten benannt. Ihre Größen reichen von 2.240 km Durchmesser, wie im Fall des Südpol-Aitken-Beckens, bis hin zu Mikrokratern, die erst unter dem Mikroskop sichtbar werden. Mit irdischen Teleskopen kann man allein auf der Vorderseite mehr als 40.000 Krater mit Größen von mehr als 100 Meter unterscheiden, auf der Rückseite gibt es jedoch ein Vielfaches mehr. (Siehe auch: Liste der Krater des Erdmondes) Vulkanische Krater dürften sehr selten sein, doch werden vereinzelte Gasaustritte registriert.

Mondrillen

Auf der Mondoberfläche gibt es auch Rillenstrukturen (Rima), über deren Ursprung vor dem Apolloprogramm lange spekuliert wurde. Man unterscheidet
- gerade Rillen,
- bogenförmige Rillen und
- mäanderförmige Rillen. Seit den Untersuchungen der Hadley-Rille durch Apollo 15 geht man davon aus, dass es sich bei den mäanderförmigen Rillen um Lavakanäle handelt, die zum Teil „überdacht“ waren. Die Decken sind jedoch im Laufe der Mondentwicklung eingestürzt und zu Regolith zermahlen worden. Die Entstehungsgeschichte der anderen Rillenformen ist deutlich unsicherer, sie könnten aber als Risse in der erkaltenden Lava entstanden sein.

Rückseite des Mondes

Über die Rückseite des Mondes war vor den ersten Raumfahrtmissionen nichts bekannt, da sie von der Erde nicht sichtbar ist, erst Lunik 3 lieferte die ersten Bilder. Sie unterscheidet sich in mehreren Aspekten von der Vorderseite. Sie besteht fast nur aus Hochländern, hat aber deutlich mehr Krater, unter anderen das große Südpol-Aitken-Becken, ein 13 km tiefer Krater mit 2.240 km Durchmesser. Untersuchungen der Clementine-Mission und des Lunar Prospector legen die Vermutung nahe, dass hier ein sehr großer Einschlagkörper die Mondkruste durchstoßen und möglicherweise Mantelgesteine freigelegt hat. Die Mondkruste ist an der Mondrückseite mit 150 km gegenüber 70 km an der Vorderseite auch etwa doppelt so dick. Es gibt noch keine Erklärung für diese fundamentalen Unterschiede zwischen Vorder- und Rückseite des Mondes. Der oft verwendete Ausdruck „Dunkle Seite des Mondes“ (Dark Side of the Moon) für die Rückseite des Mondes ist im eigentlichen Wortsinn falsch, da die Rückseite im Laufe der Mondrotation sehr wohl von der Sonne beschienen wird.

Wasser

Der Mond ist ein extrem trockener Körper. In den Apollo-Proben kommt Wasser, im Gegensatz z. B. zu einigen chondritischen Meteoriten, nicht mal in Form hydratisierter Minerale vor. Man schätzt, dass die gesamte Wassermenge des Mondes nur etwa der Wassermenge des Zürichsees entspricht. Umso erstaunlicher ist es, dass das Nachbarobjekt, die Erde, der wasserreichste Körper des inneren Sonnensystems ist. Die Lunar-Prospector-Sonde hat Hinweise auf Wassereis in den Kratern der Polarregionen des Mondes gefunden; dieses Wasser könnte aus Kometenabstürzen stammen. Da die polaren Krater aufgrund der geringen Neigung der Mondachse gegen die Ekliptik niemals direkt von der Sonne bestrahlt werden, könnte es sein, dass dort noch im Regolith gebundenes Wassereis vorhanden ist. Der Versuch, durch den gezielten Absturz des Prospectors in einen dieser Polarkrater eindeutige Beweise zu erhalten, ist allerdings fehlgeschlagen. Es gibt bis heute keine zweifelsfreien Beweise.

Atmosphäre

Der Mond hat keine Atmosphäre im eigentlichen Sinn, sondern nur eine Exosphäre. Sie besteht zu etwa gleichen Teilen aus Helium, Neon, Wasserstoff sowie Argon und hat ihren Ursprung in eingefangenen Teilchen des Sonnenwindes. Ein sehr kleiner Teil entsteht auch durch Ausgasungen aus dem Mondinneren, wobei insbesondere 40Ar, das durch Zerfall von 40K im Mondinneren entsteht, von Bedeutung ist. Interessanterweise wird ein Teil dieses 40Ar aber durch das im Sonnenwind mittransportierte Magnetfeld wieder auf die Mondoberfläche zurückgetrieben und in die oberste Staubpartikelschicht übernommen. Da 40K früher häufiger war und damit mehr 40Ar ausgaste, kann durch Messung des 40Ar/36Ar-Verhältnisses von Mondmaterial bestimmt werden, zu welcher Zeit es in der obersten Schicht des Mondregoliths lag. Es besteht ein Gleichgewicht zwischen den eingefangenen Atomen und dem Verlust durch temperaturbedingtes Entweichen.

Masse des Mondes

Die Bestimmung der Mondmasse stellt kein einfaches Problem dar, da sie sich nicht direkt aus dem Gravitationsgesetz ergibt. Umkreist ein Körper der Masse m ein Gravitationszentrum der Masse M im Abstand r der beiden Massenmittelpunkte, so gilt durch Gleichsetzung der Terme für die Zentripetal- und die Gravitationskraft :m\omega^2 r = \frac. Die Masse des umkreisenden Körpers hebt sich in dieser Gleichung heraus und es bleibt nur die Masse des umkreisten Körpers übrig. Daher lässt sich mit dieser Gleichung nur die Masse eines Planeten bestimmen, sofern dieser über einen Mond verfügt, der sich näherungsweise in einer Kreisbahn um den Planeten bewegt; dies gilt ebenso für Sterne, deren Masse über die sie umkreisenden Planeten bestimmt werden kann. Erde und Mond stellen ein Zweikörpersystem dar, beide Partner umkreisen ihren gemeinsamen Schwerpunkt S. Beim Zweikörpersystem aus Erde und Sonne fällt dieser Schwerpunkt praktisch mit dem Sonnenmittelpunkt zusammen, da die Sonne sehr viel massereicher als die Erde ist. Bei Erde und Mond ist der Massenunterschied jedoch nicht so groß, daher liegt ihr gemeinsamer Schwerpunkt nicht im Zentrum der Erde, sondern deutlich davon entfernt (aber immer noch unter der Oberfläche). Wir bezeichnen nun r_1 als den Abstand des Erdmittelpunktes zum Schwerpunkt S und r_2 als den Abstand des Mondmittelpunktes von demselben. Da Erde und Mond sich beide um S drehen, gilt für beide Himmelskörper die gleiche Winkelgeschwindigkeit \omega. Damit unterliegen Erde und Mond jeweils der Zentripetalkraft :M\omega^2 r_1   beziehungsweise   m\omega^2 r_2. Die zwischen beiden Himmelskörpern wirkende Gravitationskraft ergibt sich mit dem Gravitationsgesetz zu :\frac Durch Gleichsetzen der Terme für Zentripetal- und Gravitationskraft erhalten wir hieraus die Gleichungen :\omega^2 r_1 = \frac und :\omega^2 r_2 = \frac. Setzen wir diese Beziehungen ins Verhältnis zueinander, so zeigt die Rechnung :\frac=\frac = \frac = \frac   , dass das Massenverhältnis von Erde und Mond gerade dem Verhältnis von r_1 zu r_2 entspricht. Somit geht es nur darum, wie groß r_1 und r_2 sind – also wo sich der Schwerpunkt des Systems befindet. Ohne den Mond und dessen Schwerkraft würde die Erde eine elliptische Bahn um die Sonne durchlaufen. Tatsächlich bewegt sich allerdings der Schwerpunkt des Systems Erde, Mond auf einer elliptischen Bahn. Die Rotation um den gemeinsamen Schwerpunkt erzeugt so eine leichte Welligkeit in der Erdbahn, welche eine kleine Verschiebung der von der Erde aus gesehenen Position der Sonne verursacht. Aus von Astronomen gemessenen Daten dieser Verschiebung wurde r_1 zu etwa 4.700 km berechnet, also 1.671 km unter der Erdoberfläche; der Radius der Erde beträgt 6.371 km. Da der Mond keine genaue Kreisbahn um die Erde beschreibt, berechnen wir r_2 über den mittleren Bahnradius, abzüglich r_1. Es gilt also r_2 = 384.405 km − 4.700 km = 379.705 km. Damit ergibt sich für das Massenverhältnis :\frac\approx\frac   , womit der Mond etwa 81 Mal leichter als die Erde ist. Durch Einsetzen der Erdmasse M\approx 598\cdot 10^ \mathrm ergibt sich die Masse des Mondes zu :m\approx\frac \approx 74021 \cdot 10^ \mathrm.

Sonstiges

Einflüsse des Mondes auf die Erde

Gravitationsgesetz Der Mond verursacht durch seine Gravitation auf der Erde Gezeitenwirkungen. Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel bremsen die Erdrotation und verlängern dadurch gegenwärtig die Tage um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr. Die Rotationsenergie der Erde wird dabei in Wärme umgewandelt und der Drehimpuls wird auf den Mond übertragen, der sich dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt. Dieser schon lange vermutete Effekt ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert. Hierdurch bedingt wird die Erde eines fernen (und langen) Tages dem Mond immer dieselbe Seite zuwenden (vgl. Gebundene Rotation). Der Mond wird dann etwa doppelt so weit von der Erde entfernt sein wie heute. Der Mond stabilisiert durch seinen Anteil am Gesamtsystem des Erde-Mond-Systems auch die Drehachse der Erde, deren Lage ohne diesen Einfluss nicht über viele 100 Millionen Jahre konstant hätte bleiben können. Wäre die Erdachse nicht über diese langen Zeiträume stabil geblieben, hätte dies gravierende Konsequenzen für die Evolution und das Leben auf der Erde gehabt. Ein Einfluss des Mondes auf die Menschen und andere Lebewesen auf der Erde ist noch umstritten. Allerdings wird in der Land- und Forstwirtschaft seit alters her darauf geachtet, dass bestimmte Arbeiten in der Natur zum richtigen Zeitpunkt erledigt werden. In neuerer Zeit werden dazu Mondkalender benutzt. Als streng wissenschaftliche Tatsache gesichert gilt der Einfluss des Mondes als Navigationshilfe für einige Arten von Zugvögeln und nachtaktiven Insekten.

Mondregenbogen

Auch bei Nacht kann durch Zusammentreffen von Mondlicht und Regentropfen ein so genannter Mondregenbogen entstehen, der analog zum physikalischen Prinzip des Regenbogens der Sonne funktioniert. Mondregenbogen

Mondhalo

An kalten Herbst- und Winternächten kann es zur Bildung eines so genannten Hofes des Mondes kommen. Es handelt sich dabei um ein grünliches gelbes Halo rund um den Mond herum. Dafür sind Eiskristalle in Luftschichten verantwortlich, die aus dünnem Höhennebel oder Dunst entstanden sind und das auf die Erde fallende Licht in einem sehr schwachen Winkel ablenken und dadurch eine Art leuchtenden Ring-Effekt für den Betrachter hervorrufen.

Mondtäuschung

Als Mondtäuschung bezeichnet man den Effekt, dass der Mond in Horizontnähe größer aussieht als im Zenit. Dies ist keine Folge der Lichtbrechung an den Luftschichten, sondern eine optische Täuschung, die von der Wahrnehmungspsychologie untersucht und erklärt wird.

Eigentumsverhältnisse

Der Weltraumvertrag verbietet Staaten, einen Eigentumsanspruch auf Weltraumkörper wie den Mond zu erheben. Der Vertrag gilt zwar nur für Staaten, aber das 1979 entworfene und am 11. Juli 1984 in Kraft getretene Agreement Governing the Activities of States on the Moon and Other Celestial Bodies[http://www.oosa.unvienna.org/SpaceLaw/moontxt.html] der Vereinten Nationen, (Artikel 11, Absatz 2 und 3) schließt jedwede solche Ansprüche eindeutig aus. Der Amerikaner Dennis M. Hope meldete trotzdem 1980 beim Grundstücksamt von San Francisco seine Besitzansprüche auf den Mond an. Da niemand in der nach amerikanischem Recht ausgesetzten Frist von acht Jahren Einspruch erhob, behauptet Hope, die Grundstücke über seine dafür gegründete Lunar Embassy legal vertreiben zu können. Aufgrund des Outer Space Treaty können jedoch keine Staaten Ansprüche anmelden, deshalb ist nach Ansicht aller Organisationen (Vereinte Nationen, Internationale Astronomische Union) auch eine Ausweitung innerstaatlichen Rechts nicht erlaubt. Die Grundstücksverkäufe könnten sogar als Betrug gewertet werden, es gibt aber noch keine gerichtliche Klärung dieser Frage. Der Deutsche Martin Jürgens aus Westerkappeln in Westfalen erhebt ebenfalls Anspruch auf den Mond. Laut einer Schenkungsurkunde vom 15. Juli 1756, ausgestellt und unterzeichnet von König Friedrich dem Großen von Preußen, wurden die Rechte am Mond an die Familie Jürgens als Dank für geleistete Dienste übertragen („Jetzo soll ihm der Mond gehören“). In dieser Urkunde wurde festgelegt, dass der Himmelskörper jeweils an den jüngsten Sohn weitervererbt werden soll. Die Familie Jürgens verfügt so über die ältesten verbrieften Eigentumsrechte am Mond. Allerdings bleibt die Frage, wer Friedrich dem Großen das Recht verliehen hat, den Mond zu „verschenken“.

Mögliche koorbitale Objekte

In den Librationspunkten L4 und L5 soll es zwei Staubwolken, die Kordylewskische Wolken geben.

Geschichte der Mondbeobachtung

Es liegt in der Natur des Menschen, sich über seine Umwelt Gedanken zu machen. Der Mond mit seinen selbst mit bloßem Auge erkennbaren Details ist nach der Sonne das mit Abstand hellste Objekt des Himmels; zugleich kann man seinen einzigartigen Helligkeits- und Phasenwechsel zwischen Vollmond und Neumond sehr gut beobachten. Mit der Erfindung des Fernrohrs begann seine intensive Erforschung um 1650 – mit Höhepunkten durch Hieronymus Schröters Selenotopografie 1791, die langbrennweitige Fotografie ab 1890 und die Raumfahrt in den 1970ern.

Mythologische Anfänge

1970 Die älteste bekannte Darstellung des Mondes ist eine 5.000 Jahre alte Mondkarte aus dem irischen Knowth. Als weitere historisch bedeutende Abbildung in Europa ist die Himmelsscheibe von Nebra zu nennen. Das Stein-Monument Stonehenge diente eventuell als Observatorium und war so gebaut, dass damit auch Bahneigenschaften des Mondes vorhersagbar oder bestimmbar gewesen sind. In allen archäologisch untersuchten Kulturen gibt es Hinweise auf die große kultische Bedeutung des Mondes für die damaligen Menschen. Der Mond stellte meist eine zentrale Gottheit dar, als weibliche Göttin, zum Beispiel bei den Thrakern Bendis, bei den Ägyptern Isis, bei den Griechen Selene, Artemis und Hekate sowie bei den Römern Luna und Diana, oder als männlicher Gott wie beispielsweise bei den Sumerern Nanna, in Ägypten Thot, in Japan Tsukiyomi, bei den Azteken Tecciztecatl und bei den Germanen Mani. Fast immer wurden Sonne und Mond dabei als entgegengesetzt geschlechtlich gedacht, auch wenn die Zuordnung variierte. Ein häufig vorkommender Gedanke ist das Bild von den drei Gesichtern der Mondgöttin: bei Neumond die verführerische Jungfrau voller Sexualität, bei Vollmond die fruchtbare Mutter und bei abnehmendem Mond das alte Weib oder die Hexe mit der Kraft zu Heilen, zum Beispiel bei den Griechen mit Artemis, Selene und Hekate sowie bei den Kelten Blodeuwedd, Morrigan und Ceridwen. Der Mond hat bis in die Neuzeit hinein seine Faszination nicht verloren und ist bis heute Gegenstand von Romanen und Fiktionen, von Jules Vernes „Reise zum Mond“ über Jacques Offenbachs „Frau Luna“ bis hin zum „modernen“ Traum einer Besiedelung des Mondes.

Kalender

Neben der mythologischen Verehrung nutzten unsere Vorfahren schon sehr früh den regelmäßigen und leicht überschaubaren Rhythmus des Mondes für die Beschreibung von Zeitspannen und als Basis eines Kalenders, noch heute basiert der islamische Kalender auf dem Mondjahr mit 354 Tagen (12 synodische Monate). Mit dem Übergang zum Ackerbau wurde die Bedeutung des Jahresverlaufs für Aussaat und Ernte wichtiger. Um dies zu berücksichtigen, wurden zunächst nach Bedarf, später nach feststehenden Formeln wie zum Beispiel dem metonischen Zyklus Schaltmonate eingefügt, die das Mondjahr mit dem Sonnenjahr synchronisierten. Auf diesem lunisolaren Schema basieren zum Beispiel der altgriechische und der jüdische Kalender. Von den alten Hochkulturen hatten einzig die Ägypter ein reines Sonnenjahr mit 12 Monaten à 30 Tagen sowie 5 Schalttagen, das heißt ohne strengen Bezug zum synodischen Monat von 29,5 Tagen, vermutlich weil für die ägyptische Kultur die genaue Vorhersage der Nilüberschwemmungen und damit der Verlauf des Sonnenjahres überlebensnotwendig war.

Entwicklung der Mondforschung

Die erste, wenn auch nur skizzenhafte Darstellung der sichtbaren Strukturen des Mondes stammt von Galileo Galilei (1609), die ersten brauchbaren stammen von Johannes Hevelius, der mit seinem Werk Selenographia (1647) als Begründer der Selenographie gilt. In der Nomenklatur der Mondstrukturen setzte sich das System von Giovanni Riccioli durch, der in seinen Karten von 1651 die dunkleren Regionen als Meere (Mare, Plural Maria) und die Krater nach Philosophen und Astronomen bezeichnete. Allgemein anerkannt ist dieses System jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert. Tausende Detailzeichnungen von Bergen, Kratern und Wallebenen wurden von Johann Hieronymus Schröter (1778-1813) angefertigt, der auch viele Mondtäler und Rillen entdeckte. Den ersten Mondatlas gaben Wilhelm Beer und Johann Heinrich Mädler 1837 heraus, ihm folgte bald eine lange Reihe fotografischer Atlanten. Die Qualität der Karten wurde in den 1960ern deutlich verbessert, als zur Vorbereitung des Apollo-Projekts eine Kartierung durch die Lunar Orbiter-Sonden aus einer Mondumlaufbahn heraus stattfand. Die heute genauesten Karten stammen aus den 1990ern durch die Clementine- und Lunar-Prospector-Missionen. Lunar-Prospector Die Höhenbestimmung von Kratern, Gebirgen und Ebenen war mit Fernrohrbeobachtungen sehr problematisch und erfolgte meist durch Analyse von Schattenlängen, wofür Josef Hopmann Spezialmethoden entwickelte. Erst durch die Sonden-Kartierungen kennt man verlässliche Werte: die Krater, mit Durchmessern bis zu 300 Kilometer, wirken zwar steil, sind aber nur wenige Grad geneigt, die höchsten Erhebungen hingegen erreichen eine Höhe von bis zu 10 Kilometer über dem mittleren Niveau. Ein bedeutender Fortschritt in der Untersuchung des Mondes wurde durch die Satellitenmissionen erzielt. Die sowjetische Sonde Lunik 1 kam erstmals dem Mond 65.000 km nahe, Lunik 2 traf ihn schließlich und Lunik 3 lieferte die ersten Bilder der Mondrückseite. Das US-amerikanische Apollo- und das sowjetische Luna-Programm brachten bei neun Missionen zwischen 1969 und 1976 insgesamt 382 Kilogramm Mondgestein von der Mondvorderseite zur Erde zurück. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Missionen, die Gesteinsproben zur Erde zurückführten. 1979 wurde der erste Mondmeteorit in der Antarktis entdeckt, dessen Herkunft vom Mond allerdings erst einige Jahre später erkannt wurde. Mittlerweile kennt man noch mehr als zwei Dutzend weitere. Diese bilden eine komplementäre Informationsquelle zu den Gesteinen, die durch die Mondmissionen zur Erde gebracht wurden: Während man bei den Apollo- und Lunaproben die genaue Herkunft kennt, dürften die Meteorite, trotz der Unkenntnis ihres genauen Herkunftsortes auf dem Mond, repräsentativer für die Mondoberfläche sein, da einige aus statistischen Gründen auch von der Rückseite des Mondes stammen sollten.

Menschen auf dem Mond

Rückseite Im Rahmen des kalten Kriegs unternahmen die USA und die UdSSR in den 1960ern einen Anlauf zu bemannten Mondlandungen, die jedoch nur von den USA realisiert wurden. Am 21. Juli 1969 setzte mit Neil Armstrong der erste von 12 Astronauten im Rahmen des Apollo-Projekts seinen Fuß auf den Mond, wegen der hohen Kosten wurde das Programm nach sechs erfolgreichen Missionen 1972 eingestellt. Während des ausgehenden 20. Jahrhunderts wurde immer wieder über eine Rückkehr zum Mond und die Einrichtung einer ständigen Mondbasis spekuliert, aber erst durch Ankündigungen der US-Präsidenten George W. Bush und der NASA Anfang 2004 zeichnen sich konkrete Pläne ab. Demnach planen die USA im Jahr 2018 wieder vier Astronauten auf den Mond zu schicken. ;Chronologische Liste der 12 Männer, welche den Mond betreten haben. 2004 # Neil A. Armstrong # Edwin E. „Buzz“ Aldrin # Charles P. Conrad # Alan L. Bean # Alan B. Shepard # Edgar D. Mitchell # David R. Scott # James B. Irwin # John W. Young # Charles M. Duke # Eugene A. Cernan # Harrison H. Schmitt Als letzter Mensch verließ Eugene A. Cernan den Mond.

Zitat


- Glauben Sie wirklich, der Mond ist nicht da, außer wenn jemand hinschaut?Albert Einstein zu Vertretern der Quantentheorie.

Siehe auch


- Apollo-Projekt
- Sowjetisches Mondprogramm
- Impaktkrater
- Libration
- Lichtverschmutzung
- Luna-Programm
- Monat
- Mondfinsternis
- Neumond
- Vollmond

Weblinks


- [http://www.moonphaseinfo.com/ Aktuelle Mondphase]
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/mond/mondphasen.html Studien widerlegen behauptete Mondeinflüsse]
- [http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/luna.html Die Neun Planeten: Der Mond]
- [http://www.astrosurf.com/avl/UK_index.html Mondatlassoftware]
- [http://moon.google.com moon.google.com – Onlinemondatlas]
- [http://www.mondatlas.de/ Aktuelles über den Mond & Mondatlas]
- [http://www.lpi.usra.edu/research/apollo/catalog/metric/ 2004 veröffentlichte Detailaufnahmen der Mondoberfläche aus den Apollo-Missionen 15-17]
- [http://home.versanet.de/~adler-computer/Mondfoto/index.htm Mondfotografie]
- [http://www.astro.univie.ac.at/~wuchterl/Kuffner/im_brennp/archiv2003/was_ist_ein_mond.html Was ist ein Mond?]

Videos


- Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990131.rm Wie entstand der Mond?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=990620.rm Warum fällt der Mond nicht auf die Erde?]
  - [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=020929.rm War die Mondlandung echt?] Kategorie:Erdmond ja:月 ko:달 ms:Bulan (satelit) simple:Moon th:ดวงจันทร์ zh-min-nan:Go̍eh-niû

Lunik 2

Lunik 2 war die erste Raumsonde überhaupt, die gezielt auf dem Mond aufschlug. Die Sonde wurde am 12. September 1959 im Rahmen der Lunik-Mission von der Sowjetunion gestartet und erreichte nach 34,5 Stunden den Erdtrabanten. Auf dem Flug wurde in etwa 130.000 km Erdentfernung ein Blitzlicht (Natriumdampf) gezündet, das den Observatorien auf der Erde sichtbar war und neben der Bahnverfolgung auch als Experiment zur Gasausdehnung im Weltraum diente. Kurz vor dem harten Aufschlag im Krater Autolycus mit einer Geschwindigkeit von 3,3 km/s (ca. 12.000 km/h) wurden Metallstreifen mit sowjetischen Emblemen ausgestoßen. Die dritte Raketenstufe, die der Sonde folgte, schlug etwa 30 Minuten später ebenfalls oberhalb des Sumpfes der Fäulnis, Palus Putredinis zwischen den Kratern Archimedes und Autolycus ein und zwar recht genau auf dem Nullmeridian und etwa 29,1 Grad nördlicher Breite. Zwei, einem Fußball ähnelnde Objekte enthielten einen Sprengssatz, wodurch einzelne fünfeckige Embleme aus rostfreien Stahl freigesetzt wurden. Die Sonde wurde vor dem Start keimfrei gemacht, um keine irdischen Kleinlebewesen auf den Mond einzuschleppen. Lunik 2 ähnelte ihrem Vorgänger Lunik 1, war also ein sphärischer 390 kg schwerer Körper mit einer dominanten Antenne und einem Instrumententeil. Die Sonde war mit einem Geigerzähler, einem Magnetometer, einem Mikrometeoriten-Detektor, sowie einem Szintillationszähler ausgestattet. Die Raumsonde besaß keine eigene Antriebseinheit. Lunik 2 wies erstmals nach, dass der Mond im Vergleich zur Erde über kein nennenswert starkes Magnetfeld oder einen vergleichbar starken Strahlungsgürtel verfügt. Die Dominanz der sowjetischen Mondforschung wurde bald darauf durch den Erfolg von Lunik 3 weitergeführt.

Literatur


- Clark, E., Soviets hit moon, data flow improves, Space Technol., 2, No. 4, 4-6, Oct. 1959.
- Shelton, William Roy, Soviet space exploration - the first decade, Arthur Barker Ltd., London, 1969. ISBN 0213177994
- Harvey, Brian, The new Russian space programme from competition to collaboration, John Wiley & Sons, Chichester, England, 1996. ISBN 0471960144 Kategorie:Mondsonde

Lunik 3

Lunik 3 war die dritte erfolgreiche Mondsonde der UdSSR (Russland). Der Raumflugkörper wurde am 4. Oktober 1959 gestartet. Lunik 3 war nach Lunik 1 und Lunik 2 bis dahin die größte und schwerste Sonde und brachte ein Gewicht von 278,5 kg auf die Waage. Außerdem besaß sie im Vergleich zu Lunik 1 eine Kamera, mit der sie spektakuläre Fotos von der der erdabgewandten Seite aufnahm, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hatte. Die Bildqualität der Fotos war eher gering und es gab erhebliche Schwierigkeiten bei der Signalübertragung. Die Bilder wurden hierbei an Bord entwickelt und mittels herkömmlicher Bildfunktechnik übermittelt. Eine wesentliche Entdeckung war das sogenannte Moskauer Meer (Krater Moscoviense). Die Sonde gelangte nach einer Mondumrundung wieder in das Schwerefeld der Erde zurück und verglühte im April 1960 letztendlich in der Atmosphäre. Die Sonde war ein weiterer Publizitätserfolg der Sowjetunion in einer Reihe von Ersttaten am Beginn des Raumzeitalters. Kategorie:Mondsonde

Lunik 1

Lunik 1 war die erste Mondsonde der Welt, die durch die damalige Stärke der Raketentechnik der UdSSR ermöglicht wurde. Die Sonde startete am 2. Januar 1959 zum Mond, verfehlte ihr Ziel aber um etwa 6.000 km. Dafür schickte sie zahlreiche Informationen, die von hochsensiblen Messgeräten aufgezeichnet wurden, zur Erde. Eine Kamera, um Bilder von der Oberfläche des Mondes aufzunehmen, war nicht an Bord. Lunik 1 war die erste Raumsonde überhaupt, die das Schwerefeld der Erde verließ. Kurz nach dem Mondvorbeiflug stellte sie ihre Sendung ein, was auf einen geplanten, harten Aufschlag hindeutet. Sie schlug eine Umlaufbahn um den Mond ein und wurde von den Russen stolz in Metchta (rus. für Traum) umgetauft und als erster Mondtrabant gefeiert. Die Nachfolgesonde Lunik 2 erreichte noch im selben Jahr den Mond. Kategorie:Mondsonde

Lunik 2

Lunik 2 war die erste Raumsonde überhaupt, die gezielt auf dem Mond aufschlug. Die Sonde wurde am 12. September 1959 im Rahmen der Lunik-Mission von der Sowjetunion gestartet und erreichte nach 34,5 Stunden den Erdtrabanten. Auf dem Flug wurde in etwa 130.000 km Erdentfernung ein Blitzlicht (Natriumdampf) gezündet, das den Observatorien auf der Erde sichtbar war und neben der Bahnverfolgung auch als Experiment zur Gasausdehnung im Weltraum diente. Kurz vor dem harten Aufschlag im Krater Autolycus mit einer Geschwindigkeit von 3,3 km/s (ca. 12.000 km/h) wurden Metallstreifen mit sowjetischen Emblemen ausgestoßen. Die dritte Raketenstufe, die der Sonde folgte, schlug etwa 30 Minuten später ebenfalls oberhalb des Sumpfes der Fäulnis, Palus Putredinis zwischen den Kratern Archimedes und Autolycus ein und zwar recht genau auf dem Nullmeridian und etwa 29,1 Grad nördlicher Breite. Zwei, einem Fußball ähnelnde Objekte enthielten einen Sprengssatz, wodurch einzelne fünfeckige Embleme aus rostfreien Stahl freigesetzt wurden. Die Sonde wurde vor dem Start keimfrei gemacht, um keine irdischen Kleinlebewesen auf den Mond einzuschleppen. Lunik 2 ähnelte ihrem Vorgänger Lunik 1, war also ein sphärischer 390 kg schwerer Körper mit einer dominanten Antenne und einem Instrumententeil. Die Sonde war mit einem Geigerzähler, einem Magnetometer, einem Mikrometeoriten-Detektor, sowie einem Szintillationszähler ausgestattet. Die Raumsonde besaß keine eigene Antriebseinheit. Lunik 2 wies erstmals nach, dass der Mond im Vergleich zur Erde über kein nennenswert starkes Magnetfeld oder einen vergleichbar starken Strahlungsgürtel verfügt. Die Dominanz der sowjetischen Mondforschung wurde bald darauf durch den Erfolg von Lunik 3 weitergeführt.

Literatur


- Clark, E., Soviets hit moon, data flow improves, Space Technol., 2, No. 4, 4-6, Oct. 1959.
- Shelton, William Roy, Soviet space exploration - the first decade, Arthur Barker Ltd., London, 1969. ISBN 0213177994
- Harvey, Brian, The new Russian space programme from competition to collaboration, John Wiley & Sons, Chichester, England, 1996. ISBN 0471960144 Kategorie:Mondsonde

13. September

Der 13. September ist der 256. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 257. in Schaltjahren). Somit verbleiben noch 109 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 81 - Domitian wird nach dem Tod seines Bruders Titus römischer Kaiser.
- 604 - Sabinianus erhält die Zustimmung von Kaiser Phokas und wird offiziell Papst.
- 1189 - Richard Löwenherz wird in der Westminster Abbey als Richard I. zum König von England gekrönt.
- 1276 - Johannes XXI. wird vom Konklave zum Papst gewählt
- 1683 - Das polnische Entsatzheer unter Jan III. Sobieski schlägt während der zweiten türkischen Belagerung Wiens die türkischen Truppen in die Flucht.
- 1745 - Franz I. Stephan wird Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
- 1759 - Die Briten besiegen in der Schlacht auf der Abraham-Ebene die Franzosen und sichern damit die Eroberung von Québec und Französisch-Kanada.
- 1891 - Anlässlich der internationalen Elektrizitätsausstellung in Frankfurt am Main erfolgt die erste Fernübertragung elektrischer Energie mit Drehstrom über eine Entfernung von 176 km bei einer Spannung von 10.000 Volt.
- 1899 - In New York City wird Henry Bliss das erste US-amerikanische Todesopfer bei einem Autounfall.
- 1906 - Erster Luftkampf über Europa
- 1920 - Der Roman In Stahlgewittern von Ernst Jünger wird veröffentlicht.
- 1922 - In Al 'Aziziyah in Libyen wird die Rekordtemperatur von +58 °C gemessen.
- 1923 - In Madrid (Spanien) findet unter General Miguel Primo de Rivera ein Staatsstreich statt.
- 1933 - Mit der Parole „Kampf gegen Hunger und Kälte“ eröffnet Reichskanzler Adolf Hitler eine Propagandakampagne für das neue Winterhilfswerk zur Unterstützung Arbeitsloser.
- 1940 - Deutsche Bomben beschädigen den Buckingham Palast.
- 1950 - In Deutschland wird die erste Volkszählung durchgeführt: Es werden 47,3 Mio. Menschen ermittelt.
- 1951 - Das Düsseldorfer Schauspielhaus wird unter der künstlerischen Leitung und Geschäftsführung von Gustaf Gründgens eröffnet.
- 1955 - In Moskau enden Verhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion mit einer Vereinbarung über die Rückführung der letzten 9.628 deutschen Kriegsgefangenen und der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen.
- 1959 - Die russische Raumsonde Lunik 2 schlägt als erster künstlicher Flugkörper auf dem Mond auf.
- 1968 - Albanien verlässt den Warschauer Pakt.
- 1971 - Heinrich Böll wird Präsident des internationalen P.E.N.-Clubs.
- 1972 - Als Folge des Attentats bei den Olympischen Spielen in München wird in Deutschland als Sondereinheit zur Terrorismusbekämpfung die GSG 9) gegründet.
- 1973 - General Augusto Pinochet übernimmt nach dem Putsch gegen Salvador Allende in Chile die Macht.
- 1974 - Überfall auf die franzsösiche Botschaft in Den Haag durch Mitglieder der Japanischen Roten Armee
- 1979 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Sri Lanka
- 1979 - Der erste bundesdeutsche Prozess gegen Neonazis endet mit der Verurteilung von sechs rechtsradikalen Straftätern zu Freiheitsstrafen zwischen vier und elf Jahren. Unter den Verurteilten ist der frühere Bundeswehr-Leutnant Michael Kühnen.
- 1988 - Der Bundesrat der Schweiz lehnt den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft (EG) ab.
- 1990 - Die Bundesrepublik und die UdSSR unterzeichnen einen Zusammenarbeits- und Nichtangriffsvertrag. Für den Abzug der Roten Armee aus der DDR bis 1994 erhält die UdSSR 13 Milliarden DM (6,6 Milliarden Euro).
- 1993 - Abkommen Oslo I wird von Yitzhak Rabin und Yassir Arafat in Washington (D.C.) unterzeichnet.
- 2005 - Der Münchner Olympiaturm muss wegen einer Bombendrohung evakuiert werden. Bei der Bombe handelt es sich um eine Attrappe.

Katastrophen


- 1858 - Bei dem durch ein Feuer an Bord verursachten Untergang des deutschen Passagierdampfers „Austria“ sterben 471 Passagiere und Besatzungsmitglieder.
- 1939 - Der Minenkreuzer „La Tour D'Auvergne“ (Frankreich) sinkt nach der Explosion der an Bord lagernden Seeminen in Casablanca (Marokko). 215 Mann der 396 Mann starken Besatzung kommen ums Leben.
- 1997 - Namibia. Kollision einer Tupolew Tu-154 der Deutschen Luftwaffe mit einer Lockheed C-141 Starlifter der US-Luftwaffe über dem Atlantik, rund 120 km westlich von Namibia. Alle 24 Menschen an Bord der Tupolew und alle 9 der Starlifter starben.
- 1999 - In Moskau werden 130 Menschen bei der Explosion eines Hochhauses durch eine Bombe getötet.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1475 - Cesare Borgia, italienischer Renaissanceherrscher
- 1669 - Johann Christopher Jauch, deutscher Theologe und Barockdichter
- 1682 - Theodor Christlieb Reinhold, deutscher Komponist
- 1693 - Joseph Emanuel Fischer von Erlach, österreichischer Architekt
- 1740 - Marc Antoine Berdolet, französischer Priester und Bischof
- 1750 - Friedrich Ludwig Sckell, deutscher Landschaftsgärtner Friedrich Ludwig Sckell
- 1755 - Oliver Evans, US-amerikanischer Erfinder
- 1775 - Laura Secord, kanadische Nationalheldin des Kriegs von 1812
- 1802 - Arnold Ruge, deutscher Schriftsteller
- 1813 - John Sedgwick, US-amerikanischer General der Nordstaaten
- 1813 - Valérie de Gasparin, Schweizer Schriftstellerin Valérie de Gasparin
- 1819 - Clara Schumann, deutsche Pianistin
- 1825 - Rudolf Henneberg, deutscher Maler
- 1830 - Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Autorin
- 1842 - Guglielmo Ciardi, italienischer Maler
- 1842 - Jan Maurycy Pawel Puzyna de Kosielsko, Kardinal und Bischof von Krakau
- 1863 - Arthur Henderson, britischer Politiker
- 1874 - Arnold Schönberg, österreichischer Komponist
- 1876 - Sherwod Anderson, US-amerikanischer Erzähler
- 1877 - Elisabeth Kuyper, deutsche Komponistin und Dirigentin
- 1877 - Wilhelm Filchner, deutscher Geophysiker und Forschungsreisender
- 1881 - Rudolf Samoilowitsch, russisch-sowjetischer Arktisforscher
- 1883 - August Zaleski, polnischer Diplomat und Politiker
- 1885 - Wilhelm Blaschke, österreichischer Mathematiker
- 1886 - Melli Beese, deutsche Pilotin und Flugzeugkonstrukteurin
- 1886 - Robert Robinson, britischer Chemiker, Nobelpreisträger 1947
- 1887 - Leopold Ruzicka, schweizerischer Chemiker, Nobelpreisträger 1939
- 1892 - Viktoria Luise von Preußen, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg, deutsche Schriftstellerin
- 1894 - John Boynton Priestley, britischer Schriftsteller
- 1894 - Julian Tuwim, polnischer Lyriker
- 1895 - Morris Kirksey, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1898 - Roger Désormière, französischer Dirigent
- 1898 - Bernard Etté, deutscher Kapellmeister, Instrument Violine
- 1899 - Bolko von Richthofen, deutscher Historiker
- 1901 - Walter Menzel, deutscher Politiker der SPD
- 1903 - Claudette Colbert, US-amerikanische Schauspielerin
- 1904 - Richard Scheringer, deutscher Antifaschist
- 1911 - Bill Monroe, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1916 - Dick Haymes, argentinischer Sänger
- 1916 - Roald Dahl, englischer Schriftsteller
- 1918 - Rosemary Kennedy, Angehörige des Kennedy-Clans, Schwester von John F. Kennedy
- 1922 - Charles Brown, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Amilcar Salomón Zorilla, peruanischer Maler
- 1925 - Mel Torme, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1929 - Nikolai Ghiaurov, bulgarisch-österreichischer Opernsänger
- 1931 - Marjorie Jackson, australische Leichtathletin und Gouverneurin von South Australia
- 1932 - Pedro Rubiano Sáenz, Erzbischof von Bogotá und Kardinal
- 1937 - Bertold Sommer, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1938 - John Smith, britischer Politiker, Vorsitzender der Labour Party
- 1939 - Dave Quincy, britischer Musiker
- 1939 - James Johnson, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Richard Kiel, US-amerikanischer Schauspieler
- 1939 - Arleen Augér, US-amerikanische Sopranistin
- 1940 - Kurt Faltlhauser, deutscher Politiker der CSU, bayerischer Finanzminister
- 1941 - Ahmet Necdet Sezer, Staatspräsident der Türkei
- 1941 - Bernd Lötsch, österreichischer Biologe
- 1941 - David Clayton-Thomas, britischer Musiker
- 1941 - Knut Kiesewetter, deutscher Musiker
- 1941 - Oscar Arias Sánchez, Politiker und Staatspräsident von Costa Rica
- 1941 - Tadao Ando, japanischer Architekt
- 1942 - Jan Kanty Pawluskiewicz, polnischer Komponist
- 1944 - Hartmut Schauerte, CDU-Politiker, Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1944 - Jacqueline Bisset, britische Schauspielerin
- 1944 - Peter Cetera, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Alain Louvier, französischer Komponist
- 1945 - Gertrude Mongella, Präsidentin des afrikanischen Parlaments
- 1947 - Elfgard Schittenhelm, deutsche Leichtathletin
- 1949 - Itamar Assumpção, brasilianischer Sänger, Komponist, Arrangeur und Schauspieler
- 1950 - Włodzimierz Cimoszewicz, polnischer Politiker
- 1952 - Johanna Schaller, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1952 - Randy Jones, US-amerikanischer Sänger
- 1953 - Günther Krause, deutscher CDU- Politiker, DDR-Staatssekretär, Bundesminister
- 1954 - Den Hegarty, britischer Sänger
- 1955 - Andreas Staier, deutscher Cembalist und Pianist
- 1958 - Robert Millar, schottischer Radrennfahrer
- 1958 - Peter Wirnsberger, österreichischer Skirennläufer
- 1960 - Kevin Carter, Südafrikanischer Fotojournalist
- 1961 - Dave Mustaine, amerikanischer Heavy-Metal-Musiker
- 1961 - Tom Holt, englischer Fantasy-Schriftsteller
- 1965 - Zak Starkey, britischer Musiker
- 1966 - Maria Furtwängler, deutsche Schauspielerin
- 1967 - Michael Johnson, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1967 - Stephen Perkins, Schlagzeuger und Songschreiber
- 1968 - Emma Sjöberg, schwedisches Model
- 1971 - Antje Westermann, deutsche Schauspielerin
- 1971 - Goran Ivanisevic, kroatischer Tennisspieler
- 1971 - Stella McCartney, britische Modedesignerin
- 1973 - Christine Arron, französische Leichtathletin und Olympionikin
- 1976 - Reto von Arx, Schweizer Eishockeyspieler
- 1976 - Tami Kiuru, finnischer Skispringer
- 1977 - Fiona Apple, USA, Pop-Sängerin
- 1979 - Warteres Warteressowitsch Samurgaschew, russischer Ringer
- 1980 - Daisuke Matsuzaka, japanischer Baseballspieler

Gestorben


- 81 - Titus, römischer Kaiser
- 407 - Johannes Chrysostomos, Kirchenlehrer in Konstantinopel
- 1213 - Peter II., König von Aragonien
- 1248 - Kunhut aus Schwaben, böhmische Königin
- 1352 - Alberto II. della Scala, Mitregent seines Onkels Cangrande I. della Scala über Verona
- 1565 - Guillaume Farel, Reformator der romanischen Schweiz
- 1592 - Michel de Montaigne, französischer Schriftsteller
- 1598 - Philipp II., König von Spanien
- 1617 - Julius Echter von Mespelbrunn, Fürstbischof von Würzburg und Herzog in Franken
- 1632 - Leopold V., Bischof von Passau und Straßburg, Regent von Tirol
- 1650 - Ferdinand von Bayern, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1664 - Johann Jacob von Königsegg-Rothenfels, Domherr in Köln
- 1705 - Emmerich Thököly, Fürst von Siebenbürgen
- 1735 - Ferdinand Albrecht II., Herzog von Braunschweig
- 1759 - James Wolfe, britischer General
- 1794 - Jean-Pierre Claris de Florian, französischer Dichter
- 1806 - Charles James Fox, englischer Staatsmann und Redner
- 1808 - Katharina Elisabeth Goethe, Dichtermutter
- 1847 - Nicolas-Charles Oudinot, Marschall von Frankreich
- 1851 - Franz Raveaux, deutschen Revolutionäre der Märzrevolution
- 1871 - İbrahim Şinasi, türkischer Dichter, Schriftsteller
- 1872 - Ludwig Andreas Feuerbach, deutscher Philosoph
- 1881 - Ambrose Everett Burnside, General der Unionsarmee im Amerikanischen Bürgerkrieg
- 1885 - Friedrich Kiel, deutscher Komponist der Spätromantik und ein Musikpädagoge
- 1894 - Emmanuel Chabrier, französischer Komponist und Pianist
- 1906 - Albrecht von Preußen, preußischer Generalfeldmarschall und Regent des Herzogtums Braunschweig
- 1908 - Edmund Kretschmer, deutscher Komponist
- 1912 - Nogi Maresuke, General in der kaiserlichen Armee Japans
- 1914 - Robert Hope-Jones, bedeutender Erfinder im Bereich Orgelbau.
- 1924 - Pekka Juhani Hannikainen, finnischer Komponist
- 1928 - Italo Svevo, italienischer Schriftsteller
- 1946 - Amon Göth, KZ-Aufseher
- 1948 - Paul Wegener, deutscher Schauspieler
- 1949 - Schack August Steenberg Krogh, dänischer Arzt und Zoologe
- 1957 - Wilhelm Diess, bayerischer Erzähler, Jurist und Theaterdirektor
- 1961 - Fritz Mühlenweg, deutscher Schriftsteller
- 1970 - Emanuel Goldberg, russisch-jüdischer Feinmechaniker
- 1973 - Betty Field, US-amerikanische Schauspielerin
- 1973 - Max Fechner, Minister für Justiz der DDR
- 1977 - Kai Rosenberg, dänischer Komponist
- 1977 - Leopold Stokowski, US-amerikanischer Dirigent
- 1977 - Steve Biko, südafrikanischer Bürgerrechtler
- 1980 - Joseph Suder, deutscher Komponist und Dirigent
- 1985 - Benno Sterzenbach, deutscher Theater- und Film-Schauspieler
- 1987 - Mervyn LeRoy, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 1991 - Joe Pasternak, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1991 - Metin Oktay, türkischer Fußballspieler
- 1993 - Christoph Delz, Schweizer Komponist und Pianist
- 1995 - Fritz Bennewitz, deutscher Theaterregisseur
- 1996 - Tupac Shakur, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler
- 1998 - Alois Grillmeier, deutscher katholischer Theologe
- 1999 - Benjamin Bloom, US-amerikanischer Universitätsprofessor
- 2000 - Rolf Kauka, deutscher Comic-Künstler und Verleger (Vater von Fix und Foxi)
- 2001 - Carl Malsch, deutscher evangelischer Pastor
- 2001 - Charles Regnier, deutscher Schauspieler
- 2001 - Dorot