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M16 (Gewehr)

M16 (Gewehr)

Das M16 ist seit Jahrzehnten das Standardsturmgewehr der US-Streitkräfte und gleichzeitig noch immer strittiger Meilenstein der Infanteriewaffenentwicklung.

Entwicklung (Abriss)

Mit dem von Eugene Stoner und der Firma ArmaLite entwickelten Modell AR-15 wurde einer neuen Tendenz innerhalb der US-Streitkräfte Rechnung getragen. Als Konsequenz aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Koreakrieg sowie einem entsprechendem Forschungsprogramm (SALVO) wurde zunehmend die Meinung vertreten, dass eine hohe Kadenz und ein hoher Munitionsvorat wichtiger als Präzision und Reichweite seien und die Infanteriebewaffnung der Zukunft ein Mittelformat zwischen Gewehr und Maschinenpistole erfordere, ohne dabei Waffenwirkung einzubüßen. Ähnliche Überlegungen hatten bereits auf deutscher Seite im zweiten Weltkrieg zur Entwicklung einer Mittelpatrone und des ersten Sturmgewehrs geführt. Als man 1957 die Firma ArmaLite mit der Entwicklung einer Reihe von Testmodellen beauftragte, griff diese auf das bereits 1955 durch Eugene Stoner entwickelte AR-10 zurück. Als Ergebnis konnte 1958 das Modell AR-15 im neuen Kaliber .223 Remington zu Erprobungszwecken an die US-Army geliefert werden. Das Waffengehäuse besteht aus einer Leichtmetalllegierung, der gerade Schaft aus Kunststoff. Mangels eines erhofften Großauftrages, musste die Firma ArmaLite die Rechte an die Firma Colt weiterverkaufen. Dort wurden weitere Testserien und Verbesserungen vorgenommen. Im Sommer 1961, nach erfolgreicher Truppenerprobung, wurde das erste Kontingent von 8.500 Sturmgewehren durch die US Air Force angeschafft. Ende 1963 folgte ein weiteres von etwa 105.000 AR-15 für die in Vietnam operierenden Spezialverbände sowie für die US Air Force. Bis 1966 befanden sich etwa 350.000 Waffen bei amerikanischen Streitkräften. Trotz der anfänglich erfolgreichen Tests bestand das neuartige Waffenkonzept die erste Praxisprüfung nicht. Das vom Hersteller vorgesehene Pulverlaborat wurde geändert, Reinigungszubehör war zunächst nicht vorhanden, Dreck und Schmauchspuren im Waffenmechanismus führten mehr oder minder häufig zu irreperablen Ladehemmungen auch und gerade in Gefechtssituationen. Oft wird von amerikanischen Soldaten berichtet, die ihr AR-15 (M16) gegen eine erbeutete AK-47 austauschten. Trotz der vielen Verbesserungen, die das M16 mittlerweile zu einem zuverlässigen Sturmgewehr machen, insbesondere einer externen "Schließhilfe", hat es seinen schlechten Ruf nie ganz verloren. Trotz der auftretenden Berichte über technische Fehler, vor allem Ladehemmungen und Schmutzanfälligkeit, wurde das AR-15 ab Ende 1967 offiziell unter der Modellbezeichnung M16A1 als Standardsturmgewehr in den Teilstreitkräften der USA eingeführt. Ab 1986 löste das verbesserte Modell M16A2 die ältere A1-Version ab. 1994 ersetzten die A3 (Vollautomatik) und A4 (Drei-Schuss) Versionen die A2 Version.

Verbreitung

Kommerziell erfolgreich wurde das M16 durch das weltweite Interesse an billigen Lizenzbauten und Weiterentwicklungen. Auch die Waffenschmiede FN im belgischen Herstal baute das M16 für den Export in leichterer, halbautomatischer Version. Natostaaten wie Kanada, Dänemark und Großbritannien führten das Sturmgewehr als Haupt- oder Ergänzungswaffe bei ihren Streitkräften ein. Besonders im asiatischen Raum, insbesondere Südkorea, erfreut sich die Waffe hoher Beliebtheit, nicht zuletzt wegen ihres verhältnismäßig geringen Gewichts. Im Nahen Osten führte Israel das M16 und seine Versionen als Nachfolger für den Kalaschnikow-Ableger Galil ein.

Technische Daten Colt M16A2

Galil
- Kaliber: 5,56 x 45 mm NATO (.223 Remington)
- Funktion: zuschießender Gasdrucklader, Einzelschuss / Schnellfeuer
- Länge: 1006 mm
- Lauflänge: 508 mm
- Gewicht: 3,58 kg (ohne Magazin)
- Magazin: wahlweise 20 / 30 Schuss
- Feuergeschwindigkeit (Kadenz): 600 bis 940 Schuss/min
- Mündungsgeschwindigkeit: 991 m/s

Siehe auch


- M4 (Sturmgewehr)
- M203 (Granatwerfer)

Weblinks


- [http://www.waffenhq.de/infanterie/m16.html WaffenHQ]
- [http://waffen-der-welt.alices-world.de/infantry_weapons/rifles/us_556m16.html Waffen der Welt]
- [http://world.guns.ru/assault/as18-e.htm Modern Firearms & Ammunition - M16] (eng.)
- [http://www.military-page.de/waffen/colt/m16/index.htm Military-Page.de] Kategorie:Handfeuerwaffe ja:M16

Sturmgewehr

Der Ausdruck Sturmgewehr stammt von Adolf Hitler und sollte das bisher als Maschinenkarabiner bezeichnete Sturmgewehr 44 als Wunderwaffe verbrämen, mit dem der Krieg noch zu gewinnen sei. Ein Sturmgewehr ist ein relativ leichtes Militärgewehr mit einem mittleren Kaliber zwischen Gewehr- und Pistolenkaliber. Sturmgewehre sind heute bei den meisten Streitkräften als Standardbewaffnung des Infanteristen eingeführt. Häufig lassen sie sich durch Einschieben oder Anklappen des Schaftes noch weiter verkürzen. Ihre Handhabung ist einfach und schnell erlernbar, alle Bedienelemente sind bei modernen Sturmgewehren für Rechts- und Linkshänder gleich gut erreichbar. Sturmgewehre führen einen relativ großen Munitionsvorrat in einem auswechselbaren Magazin mit. Weitere technische Kennzeichen sind:
- modulartige Erweiterungen möglich (Zielfernrohr, Granatwerfer, Laser-Pointer)
- einfache Herstellung aus Kunststoff und Blechprägeteilen
- Vorrichtungen gegen das Eindringen von Staub und Schmutz
- Hohe Feuerrate im Automatik-Modus
- Mündungsfeuerdämpfer
- Bajonetthalter Sturmgewehre schießen in den Feuerarten Einzelfeuer, Serienfeuer/Feuerstoß und kurzen Feuerstößen (Burst) von definierter Länge (meistens 3 Schuss). Hinsichtlich ihres Funktionsprinzips lassen sich Sturmgewehre grob, wie alle automatischen Gewehre, in so genannte Rückstoßlader und Gasdrucklader unterscheiden, wobei die Zahl der gebräuchlichen Gasdrucklader diejenige der Rückstoßlader überwiegt. Als neuer Typ des Infanteriegewehrs wurden Sturmgewehre in der Endphase des Zweiten Weltkrieges in Deutschland konzipiert (Firma Walther und Firma Haenel, Zella Mehlis und Suhl in Thüringen). Ziel war es, eine handliche, billig und rohstoffarm herzustellende, leichte Infanteriewaffe mit hoher Feuerkraft zu erhalten, an der sich die Feuerarten Einzelfeuer und Feuerstoß von dem Schützen über einen Feuerwahlhebel beliebig einstellen lassen. Damit so eine Waffe im schnellen Einzelfeuer und im Feuerstoß noch beherrschbar bleibt, wurde als Munition die Mittelpatrone entworfen. Als erstes Sturmgewehr wurde 1944 das StG-44 (Deutschland) eingeführt. Spätere Konstruktionen, zum Beispiel das bekannte AK-47 Kalaschnikov, orientieren sich zumindest äußerlich stark am StG 44. Seit Mitte der 1950er Jahre war in der Bundesrepublik Deutschland das Gewehr G3 von Heckler & Koch eingeführt worden. Entsprechend dem allgemeinen Trend der Nachkriegszeit war diese Waffe ein Rückstoßlader und verschoss keine Mittelpatrone (7,62×33 mm), sondern wieder eine relativ starke Gewehrpatrone (7,62×51 mm NATO alias .308 Winchester), wodurch es kein "Sturmgewehr" ist; wie das G1 von FN oder einige andere Gewehre dieses Kalibers wird es im englischsprachigen Raum als Battle Rifle im Gegensatz zu Assault Rifle bezeichnet. Ab 1996 löste das Sturmgewehr G36 wieder von Heckler & Koch das G3 bei der Bundeswehr ab. Damit hat nun auch die Bundeswehr einen modernen Gasdrucklader, der das NATO-Standardkaliber (Kaliber 5,56×45 mm alias .223 Remington), denselben Munitionstyp wie das französische FAMAS und das amerikanische M16, verwendet. Weitere bekannte (moderne) Sturmgewehre:
- FN FAL (Belgien)
- M16 (USA)
- AK-74 (ehemaliger Ostblock)
- StG 77 (Österreich)
- Sturmgewehr 90 (Schweiz)
- FAMAS (Frankreich). Kategorie:Handfeuerwaffe Kategorie:Euphemismus

Eugene Stoner

Eugene Morrison Stoner (
- 22. November 1922 in Gasport, Indiana, USA; † 24. April 1997 in Palm City, Florida, USA) war ein Ingenieur und Unternehmer. Er wird meist mit dem Gewehr AR-15 in Verbindung gebracht, das vom US-Militär als M16 eingeführt wurde.

Leben

Stoner ging in Long Beach in die dortige "High-school" und arbeitete anschließend für die "Vega Aircraft Company". Während des Zweiten Weltkrieges diente er im US-Marine Corps im Süd-Pazifik und in Nord-China. M16 (Erfinder des M-16) mit dem AK-47]] Ab 1954 arbeitete er bei Armalite, einer Schwesterfirma der "Fairchild Engine & Airplane Corporation" als Chefingenieur. Während seiner Zeit bei Armalite entwarf er das AR-3, das AR-7, und das AR-16. 1955 beendete er die Entwicklung des AR-10, das an Ausschreibungen der US-Army teilnahm. Die US-Army verwarf seinen Entwurf und führte das T44, das das M-14 wurde ein. Stoners Assistent, Robert Fremont und der Zeichner L. James Sullivan waren verantwortlich für die Ableitung des AR-15 vom AR-10 durch Verkleinerung, so dass es die Patrone 5,56x45mm verschießen konnte. Stoner verließ Armalite 1961, um bei Colt als Berater tätig zu sein. Schließlich arbeitete er für Cadillac Gage, wo er das "Stoner 62 Waffensystem", ein modulares Waffensystem, das als "standard automatic rifle", als leichtes, mittleres und als elektromagetisch betätigtes festes Maschinengewehr eingerichtet werden konnte. Da Armalite Stoner's Patent für den direkten Gasantrieb an Colt verkauft hatte, benutzten die Stoner Waffensysteme ein mit Kolben betätigtes Verschluss-System. Obwohl Stoner selbst dachte das der direkte Gasantrieb die ideale Methode für Feuerwaffen sei. Wieder einmal änderten Robert Fremont and L. James Sullivan das Stoner-Design und änderten es auf die Patrone 5,56x45 mm ab und erhielten so das Stoner 63 Waffensystem. 1971 war er Mitbegründer der "Ares Incorporated of Port Clinton, Ohio" aber verließ die Firma 1989 nach dem er das "Ares Light Machine Gun", auch bekannt als das Stoner 86. Es war eine weiterentwickelte Version des Stoner 63 Waffensystems. Ab 1990 arbeitete er für "Knight's Armament Company" (KAC) um das Stoner Gewehr-25 (SR-25) zu Entwickeln welches im Moment vom US-Militär als "Mk 11 Mod 0" in Dienst ist. Während seiner Zeit bei KAC arbeitete er an einer weiteren Version des Stoner Waffensystem, bekannt als "Stoner 96". Eine seiner letzten Entwicklungen ist das SR-50-Scharfschützengewehr. Eugene Stoner war zwei mal verheiratet, zuerst mit Jean Stoner mit der er vier Kinder hatte. Er ließ sich 1962 von ihr scheiden und heiratete Barbara Hitt im Jahre 1965, mit der bis zu seinem Tode verheiratet bleib. Er war außerdem Privatpilot und besaß ein eigenes Flugzeug. Eugene Stoner starb am 1997 in seinem Haus in Palm City, Florida an Krebs.

Quelle

Stoner, Eugene Stoner, Eugene Stoner, Eugene Stoner, Eugene ja:ユージン・ストーナー

Koreakrieg

Der Koreakrieg war eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Truppen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) zusammen mit ihren chinesischen Verbündeten auf der einen Seite und der Republik Korea (Südkorea) zusammen mit UNO-Truppen (vor allem der USA) auf der anderen Seite. Er brach am 25. Juni 1950 aus, und beide Parteien eroberten wechselseitig beinahe die gesamte koreanische Halbinsel. Letzten Endes führte er wieder zu der Ausgangsposition zurück, zementierte aber die Teilung Koreas, zerstörte fast die gesamte Industrie des Landes und forderte große Verluste in der Zivilbevölkerung. Er endete am 27. Juli 1953 mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandabkommens. Ein Friedensvertrag wurde nie abgeschlossen, die beiden koreanischen Staaten befinden sich offiziell also auch heute noch immer im Krieg. Spätestens mit dem Eingreifen der USA und Chinas bekam der Krieg die Rolle eines Stellvertreterkrieges, und er zeigte auch die endgültige Spaltung der ehemaligen Alliierten des Zweiten Weltkriegs in die kommunistischen Staaten China und Sowjetunion auf der einen Seite sowie die kapitalistischen Staaten unter Führung der USA. Er beschleunigte auch die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland, welche sich damals mit Korea besonders identifizierte.

Vorgeschichte

Ab 1894 geriet Korea unter die Vorherrschaft Japans. 1910 wurde es schließlich von Japan annektiert, die Japaner beuteten das Land insbesondere während des Zweiten Weltkriegs skrupellos aus. Nach der Kapitulation Japans 1945 wurde das am Zweiten Weltkrieg unbeteiligte Korea unter den Siegermächten geteilt. Das Gebiet nördlich des 38. Breitengrad wurde unter sowjetische Verwaltung, das südliche unter US-amerikanische Verwaltung gestellt. Die Alliierten hatten auf der Konferenz von Jalta beschlossen, dass Korea ein vereinigtes, unabhängiges Land unter einer gewählten Regierung werden sollte, legten jedoch keine Details fest. Der aufkommende Kalte Krieg verhinderte die Einhaltung dieses Versprechens. Der 38. Breitengrad wurde zur Demarkationslinie. Die UNO, die zu diesem Zeitpunkt den USA nahe stand, übernahm am 14. November 1947 das Mandat für die Wiedervereinigung. Diese führten am 10. Mai 1948 Wahlen durch, mangels Kooperation der Sowjets aber nur im Süden. Aus diesen ging der aus dem Exil in den USA zurückgekehrte Syngman Rhee als Sieger hervor. Von manchen Beobachtern wurde die Wahl als unfair oder gefälscht bezeichnet. Syngman Rhee übernahm die Regierungsgeschäfte von den USA am 13. August 1948 und rief am 15. August die Republik Korea aus. Als Reaktion proklamierte der von den Sowiets geförderte Kim Il-sung am 9. September die Demokratische Volksrepublik Korea. Kim Il-sung galt nach westlichen Maßstäben als Diktator. Auch Syngman Rhee zeigte deutlich autokratische Tendenzen, war aber proamerikanisch und antikommunistisch eingestellt. Es gab aber eine wahrnehmbare Opposition. Die sowjetischen und amerikanischen Truppen verließen 1949 das Land. Die USA sahen die kommunistischen Staaten dieser Zeit als einen einheitlichen Monolithen und nahmen an, dass Nordkorea als Spielfigur der Sowjets den Krieg suchte. Heute wird auf Grundlage der geöffneten Archive Russlands hingegen vor allem Kim Il-sung als die treibende Kraft gesehen, der den zögerlichen Josef Stalin überzeugte, das Risiko einzugehen - und diesen auch gegen den grossen Vorsitzenden Mao ausspielte. Sowohl die Demokratische Volksrepublik Korea als auch die Republik Korea sahen sich als Vertretung des ganzen Landes und wollten die Vereingung unter dem jeweils eigenen System. Beide Seiten suchten die Eskalation, und so kam es bereits vor Kriegsausbruch immer öfter zu Gefechten an der Demarkationslinie. Anfang 1949 versuchte Kim Il-sung Stalin zu überzeugen, dass die Zeit für eine konventionelle Invasion des Südens gekommen sei. Stalin lehnte jedoch ab, da die nordkoreanischen Truppen noch recht schlecht ausgebildet waren und er die Einmischung der USA fürchtete. Im Laufe des Jahres wurden seitens der Nordkoreaner deshalb große Anstrengungen unternommen, die Armee zu einer offensiven Organisation nach dem Vorbild der Sowjet-Armee zu formen. 1950 war Nordkorea dem Süden in jeder Waffengattung deutlich überlegen. Am 12. Januar 1950 sagte der US-Außenminister Dean Acheson dem National Press Club, dass Amerikas Verteidigungslinie auf die Linie von Alëuten über Japan, den Ryūkyū-Inseln bis zu den Philippinen führen würde. Mit diesem "defensive perimeter" sagte er indirekt aus, dass die USA nicht über Korea kämpfen würden, diese wahrscheinlich unbedachte Äußerung ermutigte die Nordkoreaner und Sowjets, den Konflikt zu suchen. Bei einem erneuten Besuch Kims im März-April 1950 in Moskau genehmigte Stalin die Invasion. Die Volksrepublik China stand einem Krieg in Korea eher kritisch gegenüber. Mao Zedong fürchtete die Destabilisierung der Region sowie gesteigertes Interesse der USA an den asiatischen Angelegenheiten. Neben einer Ausweitung des Konfliktes auf China fürchtete er auch um seine Pläne, die Kuomintang zu besiegen, die sich nach Taiwan zurückgezogen hatten.

Kriegsausbruch

Am 25. Juni 1950 überschritten die Truppen der Nordkoreanischen Volksarmee die Grenze. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte daraufhin den Angriff. US-Präsident Harry S. Truman hatte bereits ohne Einwilligung der UNO Truppen nach Südkorea entsandt. Gut von den Sowjets ausgerüstet war der Angriff trotzdem ein voller Erfolg für die Nordkoreaner. Bald befanden sich die südkoreanischen Truppen im Rückzug. Seoul wurde am 29. Juni erobert und wenig später kontrollierten die Nordkoreaner die gesamte koreanische Halbinsel bis auf einen schmalen Streifen im Süden um Busan. Die Frontlinie um den heute Busan Parameter genannte Bereich lief von Masan nach Norden, liess Daegu unter südkoreanischer Kontrolle und bog hier nach Osten ab bis zur Küste kurz unter Pohang. Mit der Versorgung und der Luftunterstützung der USA konnten die Südkoreaner ihre Lage stabilisieren.

Die Reaktion des Westens

Pohang Die UNO beschloss - in Abwesenheit der vetoberechtigten UdSSR, die wegen der Nichtanerkennung Chinas (bis 1971 war Taiwan die rechtliche Vertretung Chinas, das kommunistische China war kein Mitglied der UN) die Sitzungen boykottierte - eine militärische Aktion. 16 Mitgliedsländer schickten Einheiten auf die Halbinsel (davon ca. 90% US-Einheiten). Das Oberkommando erhielt der amerikanische General Douglas MacArthur. Der Vormarsch der nordkoreanischen Truppen wurde durch eine Landung im Rücken des Feindes gestoppt, kurz bevor die letzte südkoreanische Verteidigungslinie um die Hafenstadt Busan gefallen wäre. Im September 1950 wurde nach der Landung bei Incheon Seoul von den Amerikanern zurückerobert. Der Angriff wird mit Unterstützung südkoreanischer Verbände bis Pjöngjang vorangetrieben. In weiten Gebieten Südkoreas waren zu dieser Zeit noch nordkoreanische Partisanen aktiv. Der folgende blutige Guerillakrieg forderte zahllose unschuldige Opfer. Guerillakrieg Südkoreanische Truppen überschritten am 30. September den 38. Breitengrad. Die UN-Truppen erhielten erst am 7. Oktober die Erlaubnis, die Grenze zu überschreiten. Ziel war nunmehr die Wiedervereinigung Koreas. MacArthur erreichte im November den Fluss Jalu an der Grenze der Mandschurei. Die Chinesen wollten ein vereinigtes Korea unter amerikanischen Einfluss nicht dulden und griffen mit einer zunächst 300.000 Soldaten umfassenden "Freiwilligenarmee" in Nordkorea ein. China war darauf bedacht, eine offizielle Einbeziehung zu vermeiden, wodurch der Charakter eines Stellvertreterkrieges verstärkt wurde. Am 1. Januar 1951 begannen 400.000 chinesische und 100.000 nordkoreanische Soldaten eine Offensive, der die 200.000 Soldaten der UN-Streitkräfte nicht standhalten konnten. Mit den US-Streitkräften flohen viele Zivilisten daraufhin in den Süden. Am 3. Januar wurde Seoul geräumt und eine Verteidigungslinie zwischen dem Gelben Meer und dem Ostmeer gebildet. 1. Januar 1. Januar Erst im März 1951 wurde die Stadt wieder von UN-Truppen besetzt, ein Großteil der Einwohner wurde von den Kommunisten verschleppt. Die UN-Einheiten rückten wieder bis etwas über den 38. Breitengrad vor, der Krieg erstarrte hier in einem Stellungskrieg. Am 11. April 1951 wurde General MacArthur von Truman entlassen und durch General Matthew Ridgway ersetzt, da für Truman (der nun ernsthaft den Einsatz dutzender Atombomben plante) der schon länger widerspenstige MacArthur wegen seiner Unberechenbarkeit in seinen Augen ein Sicherheitsrisiko dargestellt hätte. Dies obwohl MacArthur sogar eine Ausweitung des Krieges auf China und den Einsatz von Atombomben gegen chinesische Städte gefordert hatte. Im Zuge der organisatorischen Wirren bei den Umstellungen in der amerikanischen Generalität ging ein konkreter, bereits von Truman unterschriebener Atombombeneinsatzbefehl zunächst unter, so dass auch angesichts der relativen Zurückhaltung Pekings der Einsatz von Atomwaffen auf Eis gelegt werden konnte.

Der Waffenstillstand

Matthew Ridgway] Auf Vorschlag der UdSSR begannen am 10. Juli 1951 in Kaesŏng in Nordkorea offizielle Waffenstillstandsverhandlungen. Eine Einigung scheiterte zunächst an der UNO-Forderung, dass Kriegsgefangene nicht gegen ihren Willen in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden dürfen. Nordkorea befürchtete, dass viele Soldaten in Südkorea bleiben würden. Kaesŏng Nach weiteren verlustreichen Kämpfen und zähen Verhandlungen wurde am 27. Juli 1953 in Panmunjeom ein Waffenstillstandsabkommen zwischen der UNO und Nordkorea abgeschlossen. Es bestätigte im Wesentlichen den 38. Breitengrad als Grenze zwischen Nord- und Südkorea und legte eine vier Kilometer breite entmilitarisierte Zone entlang der Grenze fest; außerdem wurde eine neutrale Repatriierungskommission zur Überwachung des Gefangenenaustausches eingesetzt.

Kriegsopfer

Der Krieg forderte unter der Zivilbevölkerung nach Schätzungen fast 3 Millionen Menschenleben. Ca. 36.000 amerikanische, 600.000 koreanische und 500.000 chinesische Soldaten fielen in den Kämpfen. 450.000 Tonnen an Bomben wurden abgeworfen (v.a. von der US Air Force), darunter allein durch amerikanische B-29-Bomber zwischen Juni und Ende Oktober 1950 insgesamt 3.281.270 Liter Napalm. Dies ist ein Vielfaches der im Vietnamkrieg eingesetzten Menge und war wesentlich verheerender, da in Nordkorea mehr Ballungszentren mit größerer Bevölkerungsdichte und mehr Industrie als später in Vietnam existierten. Dem Historiker Conrad Crane zufolge waren zu Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen neben den großen Infrastrukturanlagen wie Stauseen 18 der 22 größten nordkoreanischen Städte wenigstens zur Hälfte dem Erdboden gleich gemacht worden. General William Dean, der seit dem Juli 1950, in der Schlacht von Daejeon, nordkoreanischer Kriegsgefangener gewesen war, erinnerte sich an die meisten nordkoreanischen Städte und Dörfer später als "Ruinen oder verschneite, leere Flächen"; fast jeder, der ihm begegnet sei, habe Angehörige im Bombenkrieg verloren. Von den 50.000 Kriegsgefangenen, die die USA machten, wollten nach Kriegsende nur die Hälfte wieder zurück nach Nordkorea oder China - der Rest fing ein neues Leben in Südkorea an.

Folgen

Der Koreakrieg hat die Teilung des Landes auf Jahrzehnte hinaus zementiert. An der demilitarisierten Zone stehen sich auch im Jahr 2005 noch über eine Million Soldaten gegenüber. Trotz Versuchen der Annäherung ist bis heute kein Friedensvertrag geschlossen und eine Wiedervereinigung ist nicht in Sicht. Im Norden etablierte sich eine kommunistische Dynastie, die immer noch fest im Sattel sitzt; im Süden herrschten bis zum Ende der Achtziger Jahre Zustände ähnlich einer Militärdiktatur. Die USA stürzten sich nur 10 Jahre später in Vietnam in ein ähnliches Abenteuer, wieder wurde in Südostasien ein zweifelhaftes Regime als "Vorposten gegen den Kommunismus" militärisch gestützt, wieder geriet der Krieg außer Kontrolle, wieder mit ähnlich katastrophalen Folgen. Auch für die Verbündeten China und Sowjetunion sollte der Koreakrieg Folgen haben. Die Sowjetunion hatte Chinas Einmarsch in Korea mit großzügigen Krediten unterstützt, die China, selbst durch Jahrzehnte von Bürgerkrieg und japanischem Einfall gebeutelt, nun zurückzuzahlen hatte. China fühlte sich von seinem Verbündeten im Stich gelassen. Zusammen mit Rangeleien um die Vorherrschaft im Ostblock und einem militärischen Zusammenstoß an der chinesisch-sowjetischen Grenze führte das 1965 zum Bruch zwischen Moskau und Peking. China behauptet bis heute, den Koreakrieg gewonnen zu haben.

Siehe auch:

Luftkrieg in Korea, Vietnamkrieg, 38. Breitengrad, Panmunjeom, Kalter Krieg

Literatur


- Bruce Cummings, Napalm über Nordkorea - Der Vernichtungsfeldzug der US Air Force, in LE MONDE diplomatique, S. 6f., Dezember 2004

Weblinks


- http://www.kssursee.ch/schuelerweb/kalter-krieg/kk/koreakrieg.htm
- http://www.krref.krefeld.schulen.net/referate/geschichte/r0157t00.htm
- http://www.editorialbitacora.com/armagedon/corea/corea.htm (spanisch)
- http://www.defenselink.mil/specials/koreanwar/ - Commemorating the Korean War
- http://www.paulnoll.com/Korea/War/index.html - Datensammlung (engl.)
- http://www.taz.de/pt/2004/12/10.nf/mondeText.artikel,a0034.idx,8 Napalm über Nordkorea Koreakrieg Kategorie:US-Außenpolitik Kategorie:1950er ja:朝鮮戦争 ko:한국 전쟁 simple:Korean War th:สงครามเกาหลี

Kadenz (Waffentechnik)

Die Kadenz (auch: Feuerrate, Schussfolge, Schussfrequenz oder Schusskadenz) bezeichnet in der Wehrtechnik die Feuergeschwindigkeit eines Geschützes oder einer automatischen Handfeuerwaffe. Sie wird angegeben in Schuss pro Zeiteinheit und rangiert von wenigen Schuss pro Stunde bei Großgeschützen bis zu über 1.000 Schuss pro Minute bei Maschinenkanonen. Mehrläufige Maschinenkanonen, so genannte Gatling-Kanonen, erreichen bis zu 10.000 Schuss pro Minute (XM214). Auch höhere Kadenzen wurden in Testaufbauten erreicht. Die 6-läufige Kanone M61 Vulcan, die zur Ausrüstung vieler westlicher Kampfflugzeuge gehört, erreicht eine theoretische Kadenz von 6.000 Schuss pro Minute. Es gibt bei Maschinenwaffen die theoretische und die tatsächliche Feuerrate. Die theoretische Kadenz gibt bei Handfeuerwaffen die Feuerrate eines Feuerstoßes, hochgerechnet auf eine Minute, an. Die tatsächliche Feuerrate berücksichtigt vor allem die thermische Belastbarkeit der Waffe. Bei anderen Waffen wird die durchschnittliche Ladezeit in die Feuerrate mit einbezogen.

Siehe auch:


- Dauerfeuer Kategorie:Waffe

Gewehr

Gewehr ist die umgangsprachliche Bezeichnung für Langwaffe. Es handelt sich um eine Schusswaffe mit einer Länge des Laufes von über 30 cm und einer Gesamtlänge von über 60 cm. Eine Langwaffe wird von einer Person getragen, bedient und von der Schulter aus abgeschossen. Das Wort Gewehr stammt von dem altdeutschen Wort "weri" ab, was so viel wie Befestigung oder Verteidigung bedeutet. Der ursprüngliche Sinn lebt in dem Wort Wehr (Staudamm) weiter. Durch Kollektivbildung entstand das Wort "giweri" welches schließlich auf jegliche "abwehrende" Waffe, auch Blankwaffen übertragen wurde. Vor Erfindung der Feuerwaffen beschrieb "Gewehr" eine Waffe jeder Art. Ein sprachliches Relikt für ein "nichtfeuerndes Gewehr" ist das Seitengewehr. Langwaffen werden für die Jagd, Schießsport und für Kriegszwecke eingesetzt. Man unterscheidet anhand der inneren Beschaffenheit des Laufes vor allem zwei Arten von Gewehren, nämlich Flinten und Büchsen. Bei Militär und Polizei werden gezogene langläufige Handfeuerwaffen in der Regel als Gewehr bezeichnet.

Einzellader

Büchsen Einzellader sind Gewehre, auch mit mehreren Läufen, bei denen der Lauf (die Läufe) mit der Patrone von Hand geladen wird; die abgeschossenen Patronenhülsen entweder von Hand entfernt oder automatisch mit einem Ejektor ausgeworfen werden. Auch Vorderlader sind naturgemäß Einzellader. Moderne Gewehre sind ausnahmslos Hinterlader.

Mehrlader oder Repetiergewehre

Mehrlader oder Repetiergewehre sind Langwaffen, bei denen die Patrone durch eine manuelle Rückhol- und Vorschubbewegung des Verschlusses aus dem Magazin zugeführt wird. Beim Zurückziehen des Verschlusses, wird die leere Patronenhülse mit Hilfe des Ausziehers aus dem Lauf gezogen und am Ende der Rückholbewegung durch den Auswerfer ausgeworfen. Beim Entriegeln der Kammer wird der Schlagbolzen im Verschluss bereits neu gespannt. Bei der anschließenden Vorschubbewegung des Verschlusses wird eine neue Patrone aus dem Magazin mitgenommen und in den Lauf eingeführt. Beim Herunterdrücken des Kammerstengels verriegelt der Verschluss und die Waffe ist schussbereit. Literarisch berühmt wurde durch Karl May der fiktive "Henrystutzen" von Old Shatterhand, der 25 Kugeln aufnehmen konnte.

Selbstladegewehre

Halbautomatische Langwaffen, auch Selbstlader oder "Halbautomaten" genannt, sind Waffen, bei denen nach einem Schuss durch Rückstoß (Rückstoßlader) oder einen Teil der Verbrennungsgase (Gasdrucklader) der Nachladevorgang aus einem Magazin und das Auswerfen der abgeschossenen Hülse selbstätig ausgelöst werden. Nach jedem Schuss muss der Abzug losgelassen werden, um den nächsten Schuss abzugeben.

Vollautomaten

Langwaffen, bei denen nach einem Schuss durch Rückstoß oder einen Teil der Verbrennungsgase der Nachladevorgang aus einem Magazin, das Auswerfen der abgeschossenen Hülse und der nächste Schuss selbstätig ausgelöst werden, heißen Vollautomaten. Das Schießen dauert solange, bis der Abzug der Waffe losgelassen wird oder das Magazin leergeschossen ist. Vollautomatische Langwaffen, häufig als Schnellfeuergewehre oder Sturmgewehre bezeichnet, können als Gasdrucklader oder Rückstoßlader konstruiert sein. Die meisten Sturmgewehre werden heute als Gasdrucklader gebaut. Automatische Langwaffen können theoretisch, je nach Konstruktion, sechshundert und mehr Schüsse pro Minute abgeben. In der Regel werden jedoch nur kurze Feuerstöße (Bursts) von zwei bis 5 Schuss abgegeben (Spritzfeuer). Längere Feuerstöße werden als Dauerfeuer (Mähfeuer) bezeichnet. Vollautomatische Waffen (dazu zählen auch Maschinenpistolen, Maschinengewehre und Maschinenkanonen) unterliegen in der Bundesrepublik Deutschland dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Ihr Besitz ist nur den Streitkräften, den Behörden sowie bestimmten Staatsgästen erlaubt. Der private Besitz ist nur in Ausnahmefällen z.B. für wissenschaftliche Zwecke zugelassen. Der Besitz von kleinkalibrigen Feuerwaffen, die Vollautomaten stark ähnlich sehen, ist nach dem neuen Waffengesetz in der BRD in vielen Fällen erlaubt. Solche „Anscheinswaffen“ bedürften jedoch zum sportlichen Schießen einer Zulassung durch das Bundeskriminalamt. Es muss unter anderem sichergestellt sein, dass die betreffende Waffe (Halbautomat) mit handelsüblichen Werkzeugen nicht in einen Vollautomaten umgebaut werden kann.

Sonderformen


- Karabiner
- Sturmgewehr
- Scharfschützengewehr
- Raketenpistole
- Kartoffelkanone

Weblinks

Kategorie:Handfeuerwaffe ja:小銃

Maschinenpistole

Maschinenpistolen (MP) sind kompakte, vollautomatische Nahkampfwaffen. Sie verschießen im Gegensatz zu Gewehren bzw. Maschinengewehren Pistolenmunition. Charakteristisch ist eine meist einklappbare Schulterstütze. Dank des geringen Rückstoßes lassen sie sich auch im Hüftanschlag beherrschen, haben aber die Tendenz, bei schlechter Handhabung des Hüftanschlags nach oben und rechts auszubrechen, wodurch die Zielgenauigkeit leidet.

Geschichte

Als der Grabenkrieg des Ersten Weltkrieges nach geeigneten Waffen zum Kampf auf geringste Entfernungen verlangte, erschienen zuerst Pistolen mit vergrößerten Magazinen und Schulterholster (etwa die Mauser C-96 oder Parabellum 08). Ihnen folgte als logischer nächster Schritt die Maschinenpistole MP18. Nachdem im Zweiten Weltkrieg große Mengen von Waffen benötigt wurden, entstand eine ganze Reihe einfacher und wirkungsvoller Maschinenpistolen, die aber unpräziser als die konventionellen Gewehre schossen. Am bekanntesten dürften die deutsche MP 40 sein, die fälschlicherweise als Schmeisser in die Geschichte eingegangen ist, sowie aus diversen Gangsterfilmen die amerikanische Thompson Maschinenpistole M1928, die französische MAT49, die britische Sten und die israelische Uzi.

Technik

Die meisten Maschinenpistolen sind offen zuschießende Rückstoßlader mit Masse-Feder-Verschluss. Der Verschluss besteht aus einem massiven Block mit integriertem Schlagbolzen und Auszieher. Bei einer schussbereiten Waffe ist das Patronenlager leer und das Magazin gefüllt. Der Verschluss wird vom Abzugstollen in hinterer Position festgehalten. Durch Betätigen des Abzugs wird der Verschluss freigegeben und schnellt unter dem Druck einer kräftigen Schließfeder nach vorn. Dabei stößt er eine Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager und zündet sie durch den Aufprall des Schlagbolzens auf das Zündhütchen. Die Massenträgheit bewirkt, dass der Verschluss die Patronenhülse im Patronenlager festhält bis das Geschoss den Lauf verlassen hat. Dabei legt sich die Hülse an die Wand des Patronenlagers und dichtet dieses nach hinten ab. Nachdem das Geschoss den Lauf verlassen hat sinkt der Gasdruck schlagartig ab und die Hülse wird entlastet. Der Verschluss wird durch den Rückstoß nach hinten beschleunigt. Dabei wird die Hülse vom Auszieher des Verschlusses aus dem Patronenlager gezogen und vom Auswerfer (seitlich oder nach oben) ausgeworfen. Der Verschluss wird weiter in die hintere Ausgangsposition zurückgeworfen. Der Zyklus wiederholt sich, solange der Abzug gedrückt bleibt und Munition zugeführt wird. Beispielsweise arbeitet die Uzi nach diesem Prinzip. Ein weiteres Verschlussystem, das beispielsweise bei der MP5 realisiert wurde, ist das auch schon vom ehemaligen Standardgewehr G3 der Bundeswehr bekannte Prinzip des Rückstoßladers mit beweglich abgestütztem Rollenverschluss. Hierbei sorgen zwei seitlich versetzte Rollen im Verschlusskopf, die in eine Aussparung in der Patronenkammer gedrückt werden, für eine Ausziehverzögerung nach Abgabe des Schusses. Dieses aufschiessende Verschlussystem hat den Vorteil, dass die Empfindlichkeit gegenüber Schmutz gemildert werden kann. Die Waffe ist aufschießend, d.h. die Verschlussbewegung findet erst nach Abgabe des Schusses statt und erlaubt somit ein extrem präzises und kontrollierbares Schussbild. Maschinenpistolen werden auch als Gasdrucklader konstruiert. Die Maschinenpistole MP7 zum Beispiel ist ein aufschiessender Gasducklader mit Drehkopfverschluss.

Modelle

Einige der bekanntesten MPs sind die amerikanische Thompson, die deutschen MP 40 (Vollmer) und Walther MP, die sowjetische PPSch-41 sowie die britische STEN gun, die als eine der meistproduzierten Maschinenpistolen gilt, die neue HK MP5, und die kleinen Uzi (MP2) und Scorpion. In der Gruppe der seltenen aufschießenden Maschinenpistolen ist die Heckler & Koch MP 5 die bekannteste und wird aufgrund der hohen Präzision auch oft zum Personenschutz geführt (auch als kurze Variante im Aktenkoffer).

Weblinks


- [http://www.bimbel.de/artikel/artikel-13.html MP2 (Uzi) in Teilen] Kategorie:Handfeuerwaffe ja:短機関銃 ko:기관단총

1957

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Hans Streuli wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Eine neue Straßenverkehrsordnung tritt in der DDR in Kraft
- 1. Januar: In Deutschland werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 2 % gesenkt
- 1. Januar: Das Saarland wird elftes Bundesland der Bundesrepublik Deutschland
- 1. Januar: Die Rentenreform tritt inkraft. Die Rentenversicherung wurde zu einem auf dem Generationenvertrag beruhenden lohnbezogenen und beitragsbezogenen Versicherungssystem ausgebaut
- 5. Januar: Die ersten drei Divisionen der Bundeswehr werden unter das Kommando der NATO gestellt
- 10. Januar: Harold Macmillan wird britischer Premierminister
- 29. Januar: Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und Schweden
- 14. Februar: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Japan. In Kraft seit dem 10. Oktober 1957
- 6. März: Die Goldküste und Togoland werden als Republik Ghana von Großbritannien unabhängig
- 8. März: Ghana wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 25. März: Gründung der EWG und der Europäischen Atomgemeinschaft durch die Mitglieder der 1951 gegründeten Montanunion
- 26. März: Bestätigung des Bundesverfassungsgerichtes über die Weitergeltung des Reichskonkordats
- 1. April: Die ersten Wehrpflichtigen der Bundeswehr beginnen ihren Wehrdienst
- 12. April: „Göttinger Erklärung“ der Göttinger 18 gegen atomare Bewaffnung der Bundeswehr
- 8. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Türkei. In Kraft seit dem 9. Juni 1958
- 10. Mai: Erste Nationalversammlung im französischen Ostkamerun
- 19. Mai: In der Bundesrepublik Deutschland wird die Geschwindigkeit in Ortschaften auf 50 km/h begrenzt
- 19. Mai: Die Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP) löst sich zugunsten der SPD auf
- 29. Mai: Im Grenzverkehr zwischen Deutschland und Österreich wird kein Reisepass mehr benötigt
- 25. Juli: Tunesien wird Republik, Habib Bourguiba wird zum ersten Präsidenten gewählt
- 29. Juli: Gründung der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA)
- 26. August: Die Sowjetunion gibt den ersten Start einer Interkontinentalrakete bekannt
- 2. September: In Little Rock, Arkansas, USA läßt der Gouverneur Nationalgardisten aufmarschieren, um neun schwarzen Schülern, aus Gründen der Rassentrennung, den Zutritt zur örtlichen Schule zu verwehren
- 17. September: Malaysia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 3. Oktober: Willy Brandt wird als Nachfolger des verstorbenen Otto Suhr zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt
- 4. Oktober: Die Sowjetunion startet vom Weltraumbahnhof Baikonur aus den kugelförmigen Satelliten Sputnik und löst dadurch im Westen den sog. Sputnikschock aus
- 8. Oktober: In Bayern zerbricht die Viererkoalition. Ministerpräsident Wilhelm Hoegner (SPD) tritt zurück und fortan regiert die CSU das Land
- 1. November: Die Frankfurter Prostituierte Rosemarie Nitribitt wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Dem Callgirl werden Beziehungen zu Prominenten in Wirtschaft und Politik nachgesagt
- 9. November: Handelsabkommen zwischen Deutschland und Kolumbien
- 17. November: 35.000 Südtiroler fordern auf Schloss Sigmundskron eine neue Autonomie
- 13. Dezember: Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen Dominikanische Republik und Deutschland
- Max Brauer (SPD) löst in Koalition mit der FDP die Regierung von Kurt Sieveking ab und wird erneut Erster Bürgermeister von Hamburg

Wirtschaft


- 5. Oktober: Zwischen den Umspannwerken Ludwigsburg-Hoheneck und Rommerskirchen wird die erste 380-kV-Hochspannungsleitung in Betrieb genommen
- 15. Dezember: Die Stadt München erreicht eine Million Einwohner

Wissenschaft und Technik


- 1. Januar: Österreich startet die regelmäßige Fernsehausstrahlung
- 12. Januar: Australien eröffnet seine südlichste Polarstation, die Davis-Station
- 1. Juli: Beginn des Internationalen Geophysikalischen Jahres (IGY) (Ende: 31. Dezember 1958)
- 4. Oktober: Die Sowjetunion bringt mit dem Sputnik den ersten künstlichen Satelliten in die Erdumlaufbahn
- 2. Dezember: Der erste kommerzielle Atomreaktor geht in Shippingport, Pennsylvania in Betrieb
- 6. Dezember: Der erste Startversuch eines US-Satelliten schlägt fehl, die Rakete explodiert auf dem Versuchsstand
- 28. Dezember: Capt. James Bowman, USA erreicht mit seinem Hubschrauber Cessna Prototyp YH-41 9.076 m Höhe.: Weltrekord
- Contergan wird von der Chemie Grünenthal GmbH in Stolberg auf den Markt gebracht
- Die Synapsen werden entdeckt

Kultur


- 1. Januar: Im Pariser Louvre wirft ein Besucher einen Stein auf das Bild der „Mona Lisa“. Leonardo da Vincis Bild wird leicht beschädigt
- 26. Januar: Uraufführung der Oper Les dialogues des Carmélites (Gespräche der Karmeliterinnen) von Francis Poulenc am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 9. Mai: Uraufführung der komischen Oper Der Revisor von Werner Egk bei den Festspielen in Schwetzingen
- 9. Mai: Uraufführung der Oper The Visitors von Carlos Chávez Ramírez in New York
- 8. Juni: Uraufführung der lyrischen Tragödie Bluthochzeit von Wolfgang Fortner in Köln
- 7. Juli: John Lennon und Paul McCartney begegnen sich zum ersten Mal auf einem Kirchenfest in Liverpool. Als Beatles werden sie mit George Harrison und Ringo Starr die bekannteste Rockband der Musikgeschichte
- 23. Juli: Uraufführung des Melodrams A Tale of Two Cities von Arthur Benjamin an der Sadler's Wells Opera an London
- 11. August: Uraufführung der Oper Die Harmonie der Welt von Paul Hindemith am Staatstheater in München
- 24. September: Uraufführung des Tanzdramas Maratona von Hans Werner Henze in Berlin
- 26. September: Uraufführung des Musicals West Side Story von Leonard Bernstein im Winter Garden Theatre in New York
- September: Erste deutsch-amerikanische Steubenparade in New York

Katastrophen


- 1. Februar: Rikers Island, New York, USA. Eine Passagiermaschine der Northeast Airlines verunglückte kurz nach dem Start vom Flughafen LaGuardia in einem Schneesturm. Die Unfallursache war ein Pilotenfehler. 21 Personen der 101 an Bord befindlichen Menschen wurden getötet
- 21. März: Pazifik. Eine Maschine der U.S. Air Force verschwand etwa 400 km vor Tokyo, Japan vom Radar und ist seither verschollen. Die 67 sich an Bord befindlichen Menschen gelten seither ebenfalls als verschollen
- 7. April: Nahe Bage, Brasilien. Eine C-46A verunglückte durch ein Feuer an Bord. Alle Flugbegleiter sowie die 40 Passagiere wurden getötet
- 18. Juni: Schweiz. Eine DC-3 der Swissair stürzte in einen See. Alle 9 Menschen starben
- 27. Juni: Erdbeben unbekannter Stärke in Russland, etwa 1.200 Tote
- 2. Juli: Erdbeben der Stärke 7,4 im Iran, etwa 1.200 Tote
- 15. Juli: Indonesien. Eine Lockheed L-1049C stürzt ins Meer. 58 der 68 Passagieren sterben bei diesem Unfall
- 11. August: Québec, Kanada. Eine DC-4 der Canadian Maritime Central Airways stürzte ab. 79 Tote
- 15. August: Kopenhagen, Dänemark. Eine Iljuschin Il-12 der russischen Aeroflot, auf dem planmäßigen Flug von Moskau, Russland nach Kopenhagen streifte im Sinkflug den Schornstein eines Kraftwerks. Alle 23 Menschen an Bord starben
- 21. September: Untergang des deutschen Segelschulschiffes Pamir in Höhe der Azoren. Nur sechs von 86 Seeleuten überlebten
- 29. September Nukleare Havarie in Majak (Russland)
- 8. Oktober Atomunglück im Atomkraftwerk Windscale/England
- 3. November: Düsseldorf, Deutschland. Eine DC-4 mit zehn Menschen an Bord stürzt auf dem planmäßigen Flug Düsseldorf: New York mit Zwischenlandung in Reykjavik, Island kurz nach dem Start in Düsseldorf in die an den Flughafen angrenzende Nachbarschaft. Mehrere Gebäude wurden in Brand gesteckt. Mehrere Menschen starben, auch ein Anwohner
- 8. November: Eine Boeing B-377 Stratocruiser ist auf dem planmäßigen Flug San Francisco nach Honolulu, Hawaii ungefähr 1.600 km vor ihrem Bestimmungsort abgestürzt. Alle 44 Personen starben. 4 Tage später fanden Rettungskräfte die Verunglückten. Wie sich herausstellte waren die meisten nur leicht verletzt. Die Personen sind vielmehr ertrunken
- 9. November: Pazifik Eine Boeing B-377 Stratocruiser der PanAm verunglückte auf der planmäßigen Route San Francisco nach Honolulu, Hawaii. Die Wrackteile wurden in einem Umkreis von etwa 150 km östlich von Hawaii entdeckt. Alle 52 Menschen starben
- 13. Dezember: Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran, 1.130 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 9. Juni Erstbesteigung des Broad Peak, des zwölfthöchsten Berges der Erde durch Hermann Buhl, Marcus Schmuck, Fritz Wintersteller und Kurt Diemberger

Geboren


- 1. Januar: Mimi Leder, Tochter des Regisseurs Paul Leder
- 4. Januar: Patty Loveless, US-amerikanische Country-Sängerin
- 5. Januar: Karl Allgöwer, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 7. Januar: Andreas Staribacher, österreichischer Politiker
- 7. Januar: Nicholson Baker, US-amerikanischer Schriftsteller
- 9. Januar: Dirk Metz, Staatssekretär in der Hessischen Staatskanzlei
- 11. Januar: Yslaire, belgischer Comiczeichner
- 11. Januar: Darryl Dawkins, US-amerikanischer Basketballspieler
- 12. Januar: António Vitorino, bis November 2004 EU-Kommissar für Justiz und Inneres
- 12. Januar: John Lasseter, US-amerikanischer Trickfilm-Regisseur
- 16. Januar: Reinhard Eugen Bösch, Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat
- 17. Januar: Bernd Hitzler, Bürgermeister, MdL
- 17. Januar: Nancy Argenta, kanadische Sopranistin
- 20. Januar: Michael Veith, deutscher Skirennläufer
- 22. Januar: Mike Bossy, ehem. kanadischer Eishockeyspieler
- 23. Januar: Paul Steiner, deutscher Fußballspieler
- 23. Januar: Caroline von Hannover, Tochter von Fürst Rainier III von Monaco und Fürstin Gracia Patricia
- 24. Januar: Ramón Martín Huerta, mexikanischer Politiker († 2005)
- 25. Januar: Luis Alfredo Garavito Cubillos, kolumbianischer Serienmörder
- 26. Januar: Masamicz Amano, japanischer Komponist
- 27. Januar: Frank Miller (Comicautor), US-amerikanischer Schriftsteller und Künstler
- 29. Januar: Manuela Groß, deutsche Eiskunstläuferin, Olympiamedaillengewinnerin
- 30. Januar: Payne Stewart, US-amerikanischer Golfspieler († 1999)
- 31. Januar: Bojan Križaj, ehemaliger slowenischer Skirennläufer
- 1. Februar: Walter Schachner, österreichischer Fußballtrainer
- 3. Februar: Ulrich Karger, Religionslehrer und Schriftsteller
- 4. Februar: Erwin Resch, österreichischer Skirennfahrer
- 4. Februar: Don Davis, US-amerikanischer Komponist
- 5. Februar: Silke Hinrichsen, deutsche Politikerin
- 6. Februar: Matthew Best, britischer Dirigent
- 9. Februar: Jaco van Dormael, Regisseur, Autor
- 10. Februar: Stephan Balkenhol, deutscher Bildhauer
- 10. Februar: Steffen Flath, deutscher Politiker
- 14. Februar: Yasmina Reza, französische Schriftstellerin, Regisseurin und Schauspielerin
- 15. Februar: Heribert Klein, Journalist und Organist († 2005)
- 16. Februar: LeVar Burton, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Februar: Loreena McKennitt, kanadische Musikerin und Komponistin
- 18. Februar: Marita Koch, ehemalige Leichtathletin der DDR
- 18. Februar: Vanna White, US-amerikanische „Glücksradfee“
- 19. Februar: Ray Winstone, besser bekannt als Ray Winstone, ist ein britischer Schauspieler
- 19. Februar: Rainer Wieland, deutscher Europaabgeordneter
- 19. Februar: Falco, Sänger, Musiker († 1998)
- 23. Februar: Andreas Schockenhoff, Politiker, MdB
- 24. Februar: Philippe Vandevelde, belgischer Comiczeichner
- 26. Februar: Joe Mullen, US-amerikanischer Eishockeyspieler und -trainer
- 27. Februar: Adrian Smith, Rockmusiker
- 27. Februar: Viktor Fjodorowitsch Markin, sowjetischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 28. Februar: Jan Ceulemans, belgischer Fußballspieler
- 5. März: Dietmar Wischmeyer, deutscher Komiker, Autor und Kolumnist
- 8. März: Kathleen Gertrud Ferrier, niederländische Politikerin
- 8. März: Herbert Pöck, österreichischer Eishockeytrainer und Eishockeyspieler
- 8. März: Axel A. Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank
- 10. März: Hans-Peter Friedrich, deutscher Politiker
- 10. März: Shannon Tweed, kanadische Schauspielerin und Fotomodell
- 10. März: Osama bin Laden, saudi-arabischer Terrorist
- 11. März: Rupert Ahrens, Präsident der GPRA, dem Verband der PR-Agenturen in Deutschland
- 12. März: Patrick Battiston, französischer Fußballspieler
- 14. März: Franco Frattini, italienischer Politiker und EU-Kommissar
- 15. März: Juan José Ibarretxe, spanischer Politiker
- 16. März: Dirk Rauin, deutscher Handballspieler und -trainer
- 20. März: Spike Lee, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. März: Lucio Gutiérrez, ecuadorianischer Ex-Militär und Politiker, Ex-Präsident von Ecuador
- 26. März: Paul Morley, englischer Musikjournalist
- 26. März: Oliver Hirschbiegel, Regisseur
- 29. März: Helmut Zerlett, deutscher Musiker, Komponist und Produzent
- 29. März: Christopher Lambert, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. März: Patrick G. Forrester, US-amerikanischer Astronaut
- 3. April: Johanna Walser, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin
- 4. April: Peter Kurth (Schauspieler), deutscher Schauspieler
- 4. April: Aki Kaurismäki, finnischer Regisseur
- 6. April: Maurizio Damilano, italienischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 8. April: Andrea Ypsilanti, deutsche Politikerin
- 9. April: Severiano Ballesteros, spanischer Profigolfer
- 12. April: Wolfgang Baasch, deutscher Politiker
- 12. April: Vince Gill, US-amerikanischer Country-Musiker
- 14. April: Michail Wassiljewitsch Pletnew, russischer Pianist, Dirigent und Komponist
- 15. April: Evelyn Ashford, ehemalige US-amerikanische Leichtathletin
- 16. April: Olexander Sintschenko, ukrainischer Politiker und stellvertretender Parlamentspräsident
- 17. April: Nick Hornby, britischer Schriftsteller
- 19. April: Tony Martin, britischer Rock-Sänger
- 19. April: Lilli Gruber, Südtiroler Journalistin und Politikerin
- 20. April: Kristin Clemet, norwegische Politikerin
- 22. April: Donald Tusk, polnischer Politiker und Mitbegründer der Partei Platforma Obywatelska
- 23. April: Peter Nebelo, deutscher Politiker
- 23. April: Dominique Horwitz, deutscher Schauspieler
- 23. April: Neville Brody, Grafikdesigner, Typograf und Art Director
- 26. April: Georg Kofler, Manager
- 27. April: Michael Henke, deutscher Fußballtrainer
- 28. April: Benny Schnier, deutscher Schlagersänger, Schauspieler und Moderator
- 28. April: Christopher Young, US-amerikanischer Komponist
- 29. April: Daniel Day-Lewis, englischer Schauspieler
- 29. April: Timothy Treadwell, US-amerikanischer Umweltschützer († 2003)
- 2. Mai: Markus Stockhausen, deutscher Trompeter und Komponist
- 3. Mai: William Clay Ford Junior, Vorsitzender und Generaldirektor der Ford Motor Company
- 6. Mai: Gabriele Fograscher, deutsche Politikerin und MdB
- 8. Mai: Lennart Björneborn, dänischer Wissenschaftler
- 8. Mai: Bernd Krauss, ehemaliger Fußballspieler und Fußballtrainer
- 8. Mai: Marie Myriam, französische Sängerin portugiesischer Abstammung
- 10. Mai: Sid Vicious, britischer Punkrock-Musiker († 1979)
- 10. Mai: Steve Mahre, ehemaliger US-amerikanischer Skirennläufer
- 10. Mai: Phil Mahre, ehemaliger US-amerikanischer Skirennläufer
- 11. Mai: Manfred Hausleitner, österreichischer Schlagzeuger
- 11. Mai: Peter North, US-amerikanischer Schauspieler und Pornodarsteller
- 13. Mai: Andrea Klump, Ex-Terroristin
- 13. Mai: Koji Suzuki, japanischer Schriftsteller
- 14. Mai: Gaby Hauptmann, deutsche Schriftstellerin
- 14. Mai: Oliver Simon, deutscher Sänger
- 15. Mai: Jürgen Kucharczyk, deutscher Politiker und MdB
- 16. Mai: Joan Benoit, US-amerikanische Marathonläuferin
- 17. Mai: Wilfried Hannes, deutscher Fußballspieler
- 18. Mai: Frank Plasberg, deutscher Journalist und Fernsehmoderator
- 18. Mai: Michael Cretu, Musikproduzent
- 21. Mai: Renée Soutendijk, niederländische Schauspielerin
- 23. Mai: Lars Sponheim, norwegischer liberaler Venstre Politiker
- 24. Mai: Angelika Beer, deutsche Politikerin, MdB
- 25. Mai: Éder Aleixo, brasilianischer Fußballspieler
- 25. Mai: Olivia Pascal, deutsche Schauspielerin
- 26. Mai: Margareta Wolf, deutsche Politikerin
- 26. Mai: Ulrike Lunacek, österreichische Politikerin
- 28. Mai: Paul van Buitenen, europäischer Beamter
- 29. Mai: Jean-Christophe Yoccoz, französischer Mathematiker
- 29. Mai: Mohsen Makhmalbaf, iranischer Filmregisseur und Autor
- 30. Mai: Oxana Bilosir, ukrainische Sängerin und Politikerin, Kulturministerin der Ukraine
- 31. Mai: Gabriel Barylli, österreichischer Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur
- 2. Juni: Sara Douglass, australische Autorin
- 3. Juni: Ingrid Eberle, österreichische Skirennläuferin
- 4. Juni: Manfred Beckmann, deutscher Fechter
- 4. Juni: Norbert Nachtweih, deutscher Fußballspieler
- 5. Juni: Thomas Kling, deutscher Lyriker († 2005)
- 7. Juni: Paddy McAloon, britischer Sänger und Songwriter
- 7. Juni: Rolf Stöckel, deutscher Politiker
- 7. Juni: Fred Vargas, französische Krimi-Autorin
- 7. Juni: Juan Luis Guerra, Sänger, Gitarrist und Komponist aus der Dominikanischen Republik
- 8. Juni: Dietmar Vettermann, deutscher Politiker und Oberbürgermeister von Zwickau
- 8. Juni: Scott Adams (Comiczeichner), US-amerikanischer Comiczeichner
- 9. Juni: Jürg Beeler, Schriftsteller
- 10. Juni: Doris Meyer, deutsche Politikerin
- 12. Juni: Matthias Domaschk, Bürgerrechtler in der DDR († 1981)
- 17. Juni: Joachim Król, deutscher Schauspieler
- 18. Juni: Irene Epple, ehemalige deutsche Skirennläuferin
- 19. Juni: Anna Lindh, schwedische Politikerin († 2003)
- 20. Juni: Elke Hoff, deutscher Politiker und MdB
- 23. Juni: Frances McDormand, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. Juni: Ingrid Fischbach, deutsche Politikerin
- 27. Juni: Peter Eckhart Reichel, deutscher Autor, Hörspielregisseur und Hörbuchproduzent
- 27. Juni: Gabriella Dorio, italienische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 28. Juni: Georgi Parwanow, bulgarischer Staatspräsident
- 30. Juni: Hans Vermeersch, belgischer Komponist und Dirigent
- 1. Juli: Yasuhiro Yamashita, japanischer Judoka
- 2. Juli: Bret Hart, Wrestler
- 3. Juli: Hannelore Roedel, deutsche Politikerin
- 3. Juli: Thomas Flierl, deutscher Politiker, Berliner Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur
- 3. Juli: Laura Branigan, US-amerikanische Popsängerin († 2004)
- 4. Juli: Milan Mokros, deutscher Eishockeytrainer
- 9. Juli: Kelly McGillis, US-amerikanische Schauspielerin
- 11. Juli: Peter Murphy, britischer Musiker
- 11. Juli: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales von Nordrhein-Westfalen
- 12. Juli: Götz Alsmann, deutscher Musiker und Entertainer
- 13. Juli: Rinat Dassajew, russischer Fußballspieler
- 13. Juli: Phil Margera, US-amerikanischer Fernsehstar
- 13. Juli: Cameron Crowe, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler
- 14. Juli: Julian Bethwaite, Konstrukteur von Segeljollen insbesondere Skiffs aus Sydney
- 16. Juli: Adam Robak, polnischer Florettfechter
- 18. Juli: Edmund Becker, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 23. Juli: Rufus Beck, deutscher Theater- und Filmschauspieler
- 23. Juli: Theo van Gogh, niederländischer Filmregisseur, Publizist und Satiriker († 2004)
- 24. Juli: Pam Tillis, US-amerikanische Country-Sängerin
- 25. Juli: Steve Podborski, kanadischer Skirennläufer
- 26. Juli: Eugen Ray, deutscher Leichtathlet († 1986)
- 26. Juli: Nana Visitor, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. Juli: Hansi Müller, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 28. Juli: Oscar Muller, französischer Fußballspieler († 2005)
- 29. Juli: Ulrich Tukur, deutscher Schauspieler und Musiker
- 29. Juli: Thomas Borer, Schweizer Botschafter in Deutschland
- 30. Juli: Ingo Schmitt, deutscher Europaabgeordneter
- 30. Juli: Detlev Müller-Siemens, deutscher Komponist und Dirigent
- 1. August: Beate Merk, deutsche Politikerin
- 1. August: Klaus Brähmig, deutscher Politiker
- 3. August: Bodo Rudwaleit, deutscher Fußballer
- 4. August: Olaf Beyer, deutscher Mittelstreckenläufer
- 6. August: James McGreevey, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von New Jersey
- 7. August: Harald Effenberg, deutscher Schauspieler
- 9. August: Paul Frommelt, ehemaliger Skirennfahrer aus Liechtenstein
- 9. August: Melanie Griffith, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 10. August: Ronald Borchers, deutscher Fußballspieler
- 11. August: Ian Stuart Donaldson, Sänger und „Kopf“ der neonazistischen Skinband Skrewdriver († 1993)
- 11. August: Richie Ramone, US-amerikanischer Schlagzeuger bei den Ramones
- 12. August: Wolfram Paulus, österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 17. August: Ralf Richter, deutscher Schauspieler
- 17. August: Robin Cousins, englischer Eiskunstläufer
- 17. August: Boris Nemsic, österreichischer Manager bosnischer Herkunft
- 18. August: Tan Dun, chinesischer Komponist und Dirigent
- 18. August: Harald Schmidt, deutscher Schauspieler, Kabarettist und Moderator
- 18. August: Carole Bouquet, französische Schauspielerin
- 19. August: Rudolf Bommer, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 19. August: Engelbert Hüging, deutscher Tischtennisspieler
- 21. August: Peter Clarke, britischer Schlagzeuger
- 21. August: John Howe, kanadischer Buchillustrator
- 22. August: Steve Davis, englischer Snooker-Spieler
- 22. August: Hiltrud Breyer, deutsche Politikerin und MdEP
- 23. August: Heidemaria Onodi, österreichische Politikerin
- 24. August: Stephen Fry, britischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur
- 24. August: Norbert Trieloff, deutscher Fußballer
- 25. August: Kai Taschner, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 26. August: Christian Schmidt (CSU), deutscher Politiker und MdB
- 26. August: Dr. Alban, Pop-Musiker, Rapper und Musikproduzent
- 27. August: Bernhard Langer, deutscher Golfspieler
- 28. August: Christoph Konrad, deutscher Europaabgeordneter
- 29. August: Dmitri Dmitrijewitsch Swetschnikow, Künstler der abstrakten Malerei
- 29. August: Miki Malör, österreichische Theatermacherin
- 29. August: Grzegorz Ciechowski, polnischer Rockmusiker († 2001)
- 31. August: Walter Brookmann, deutscher Politiker
- 31. August: Uwe Hobler, deutscher Politiker
- 1. September: Gloria Estefan, kubanische Sängerin
- 2. September: Ingrid Auerswald, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2. September: Steve Porcaro, Keyboarder, Songwriter und Gründungsmitglied der Rockband Toto
- 4. September: Patricia Tallman, eine US-amerikanische Schauspielerin, Stuntwoman
- 6. September: José Sócrates Carvalho Pinto de Sousa, portugiesischer Politiker und Ministerpräsident
- 8. September: David Carson, US-amerikanischer Typograf, Grafiker, Designer, Lehrer und Surfer
- 8. September: Heather Thomas, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. September: Paweł Huelle, polnischer Schriftsteller
- 11. September: Preben Elkjær Larsen, dänischer Fußballspieler
- 12. September: Rachel Ward, britisch-australische Filmschauspielerin
- 12. September: Hans Zimmer (Komponist), deutscher Komponist
- 17. September: Christian Loidl, deutscher Schriftsteller und Performer († 2001)
- 17. September: Andris Piebalgs, lettischer Diplomat, Politiker und EU-Kommissar
- 20. September: Peter Schneider (Psychoanalytiker), Psychoanalytiker und Radiokolumnist
- 21. September: Ernst Höfner (Sportler), Eishockeyspieler und -trainer
- 21. September: Sidney Moncrief, US-amerikanischer Basketballspieler
- 22. September: Nick Cave, australischer Musiker, Texter, Dichter und Schauspieler
- 22. September: Giuseppe Saronni, italienischer Radrennfahrer
- 23. September: Gerold Wucherpfennig, deutscher Politiker
- 23. September: Suzanne von Borsody, Schauspielerin
- 24. September: Wolfgang Wolf, deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 25. September:

Colt

Colt bezeichnet
- die Person
Samuel Colt, (1814-1862), Erfinder der ersten funktionierenden Feuerwaffe mit Drehzylinder, allgemein als Revolver bekannt.
- einen Waffenhersteller: Colt (Hersteller)
- ein Pkw-Modell des japanischen Automobilherstellers Mitsubishi: Mitsubishi Colt
- den Internetprovider COLT Telecom GmbH
- eine Stadt in Arkansas, USA, siehe Colt (Arkansas)

1961

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Internationales Jahr der Gesundheit und medizinischen Forschung

Politik


- 1. Januar: Friedrich Traugott Wahlen wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar Der Hamburger Senat wählt aus seiner Mitte den bisherigen Finanzsenator Paul Nevermann (SPD) zum neuen Ersten Bürgermeister und damit zum Nachfolger von Max Brauer, der am Tag zuvor zurückgetreten war
- 3. Januar: Beendigung der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA
- 19. Januar: Amtsübergabe von US-Präsident Dwight D. Eisenhower an John F. Kennedy
- 6. Februar: Zypern wird Mitglied in der UNESCO
- 15. März: Premierminister Hendrik Frensch Verwoerd kündigt den Austritt Südafrikas aus dem Commonwealth an. Der Austritt erfolgt am 31. Mai
- 18. März: Franz Josef Strauß wird neuer Vorsitzender der CSU
- 17. April: Von den USA gesteuerte Invasion in der Schweinebucht (Kuba)
- 18. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Afghanistan. In Kraft seit dem 14. Juni 1963
- 27. April: Sierra Leone wird unabhängig
- 27. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Niederlande. In Kraft seit dem 21. April 1962
- 30. Mai: Dominikanische Republik. Tod des Diktators Trujillo
- 31. Mai: Südafrika (vorher Südafrikanische Union) wird zur Republik, Staatsoberhaupt (vorher Queen Elizabeth II) wird als Präsident Charles Robert Swarts
- 3. Juni: Gipfeltreffen Kennedy und Chruschtschow in Wien
- 12. Juni: Aktivisten des Befreiungsausschuss Südtirol sprengen in Bozen Strommasten. Ihr Ziel ist die Autonomie Südtirols
- 19. Juni: Kuwait wird unabhängig
- 20. Juli: Kuwait wird Mitglied der Arabischen Liga
- 13. August: Baubeginn der Berliner Mauer
- 27. August: Vertrag über die Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden
- 11. September: Es beginnt der bewaffnete Aufstand in Süd-Kurdistan unter Barzani, der nach und nach zu einer Volksbewegung der nationalen Befreiung wird. Die irakische Luftwaffe beginnt mit massiver Bombardierung kurdischer Dörfer
- 17. September: Bei der Bundestagswahl 1961 verliert die CDU ihre absolute Mehrheit
- 18. September: Der amtierende UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld stürzt unter mysteriösen Umständen bei einer Friedensmission im Kongo ab. Sein Nachfolger wird Sithu U Thant
- 27. September: Sierra Leone wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 28. September: die Vereinigte Arabische Republik zwischen Ägypten und Syrien löst sich nach Austritt Syriens auf
- 1. Oktober: Unabhängigkeit von Westkamerun und Vereinigung mit Ostkamerun
- 3. Oktober: Irland wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Oktober: Mauretanien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Mongolei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Syrien wird Mitglied in der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
- 30. Oktob