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Mačva

Mačva

Mačva (serbisch Мачвански округ oder Mačvanski okrug) ist ein serbischer Verwaltungsbezirk und liegt im Nordwesten des serbischen Kernlands. Er besteht aus den folgenden Stadtverwaltungen:
- Bogatić
- Šabac
- Loznica
- Vladimirci
- Koceljevo
- Mali Zvornik
- Krupanj
- Ljubovija Dieser Bezirk hat laut der Volkszählung 2002 eine Einwohnerzahl von 339.644. Der Hauptverwaltungssitz ist die Stadt Šabac. In der Umgebung von Šabac befinden sich viele Monumente, die geschichtlichen Ereignissen des serbischen Volkes gewidmet sind:
- Monument von Karađorđe und anderer serbischen Helden des ersten serbischen Aufstands
- Museum der Schlacht bei Mišar
- Überreste alter Städte an der Save:
- # Novo Selo (König Milutins Schloss)
- # Košanin Grad (Burg auf dem nahegelegenen Gebirge) Nicht weit von Loznica liegt das Dorf Trsić, der Geburtsort des serbischen Philologen und Schöpfers der modernen serbischen Schriftsprache, Vuk Stefanović Karadžić. Von Trsić fürt ein Fußweg zum Kloster Tronasa, eines der ältesten Bauwerke der Dynastie Nemanjić. Dieses Kloster aus dem 14. Jahrhundert spielte eine wichtige Rolle während des Osmanischen Reiches zur Erhaltung und Fortführung der serbischen Kultur, da seinerzeit viele historische Dokumente und Schriften im Kloster versteckt und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder restauriert wurden. Die wirtschaftliche Tätigkeit im Bezirk konzentriert sich auf die Chemiefabrik „Zorka“, die Fleischfabrik „Šapčanka“, die Möbelfabrik „Jela“ und die Metall- und Plastikfabrik „Metaloplastika“.

Geschichte

Es gibt Nachweise, dass die Region Mačva schon seit der Steinzeit besiedelt ist. Während des Römischen Reiches befand sich dort die Provinz Moesia. Es wurden auch alte Schriften gefunden, in denen von einer Stadt Mačva die Rede ist, doch die Lage dieser Stadt ist bis heute noch unklar. Vermutet wird sie ein paar Kilometer südlich von Šabac. Im Mittelalter gehörte die Region Mačva zu Serbien, Ungarn, Bulgarien und Byzanz. Hauptsächlich war sie zwischen Serbien und Ungarn umkämpft. Im 13. Jahrhundert war die Region Mačva Teil des Königreichs Ungarn unter Béla IV.. Zwischen 1282 und 1316 war Mačva Bestandteil des Königreichs Syrmien unter dem serbischen König Stefan Dragutin mit der Hauptstadt Debrc (zwischen Belgrad und Šabac). Im 15. Jahrhundert geriet die Region unter die Vorherrschaft der Osmanen und blieb es auch bis ins 19. Jahrhundert hinein. 1804 wurde Mačva wieder serbisch. In der heutigen Zeit wurde der umstrittene Maler Milić Stanković bekannt als „Milić von Mačva“. Kategorie:Bezirk in Serbien

Serbien

Serbien (serb. Србија/Srbija ) ist eine Republik in Südosteuropa und Mitglied der Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro. Die offizielle Bezeichnung lautet Republik Serbien (Република Србија/Republika Srbija). Der Nationalfeiertag ist der 15. Februar. Der Landescode nach ISO 3166-1 lautet: CS für Serbien und Montenegro (früher YU). Nachbarländer sind Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Kroatien und Bosnien und Herzegowina.

Geographie

Bosnien und Herzegowina Der nördliche Teil Serbiens gehört zur Pannonischen Tiefebene, der südliche Teil des Landes wird zum großen Teil von mehreren Mittelgebirgszügen eingenommen, die eine Verbindung zwischen dem Dinarischen Gebirge im Westen und dem Balkan-Gebirge im Osten bilden. Hydrographisch gehört der größte Teil Serbiens zum Einzugsbereich der Donau, die in ihrem Mittellauf auf einer längeren Strecke das Land durchquert. Die wichtigsten Donaunebenflüsse in Serbien sind die Save (in die wiederum die Drina mündet), die Morava, die Theiß und der Timok. Lediglich der äußerste Südwesten des Landes wird durch den Weißen Drin zur Adria hin entwässert. Die größte Insel Serbiens ist die 60 km² große Flussinsel Ostrvo in der Donau östlich von Belgrad bei Kostolac. Die 12 längsten Flüsse in Serbien:
- Donau (serb. Dunav) 588 km (gesamt 2783 km)
- Zapadna Morava 308 km (gesamt 308 km)
- Južna Morava 295 km (gesamt 295 km)
- Ibar 272 km (gesamt 272 km)
- Drina 220 km (gesamt 346 km)
- Save 206 km (gesamt 945 km)
- Timok 202 km (gesamt 202 km)
- Velika Morava 185 km (gesamt 185 km)
- Theiß (serb. Tisa)168 km (gesamt 966 km)
- Nišava 151 km (gesamt 218 km)
- Tamiš 118 km (gesamt 359 km)
- Kolubara 110Km (gesamt 110 Km)
- Begej 75 km (gesamt 244 km) Die 6 größten Seen Serbiens:
- Djerdapsee (serb. Đerdapsko jezero) 163 km² (gesamt 253 km²)
- Vlasinasee (serb. Vlasinsko jezero) 16 km²
- Perućacsee (serb. Perućko jezero) 12,4 km²
- Gazivodesee (serb. Gazivode jezero) 11,9 km²
- Zvorniksee (serb. Zvorničko jezero) 8,1 km²
- Zlatarsee (serb. Zlatarsko jezero) 7,25 km² Die 9 höchsten Gipfel Serbiens:
- Đeravica 2.656 m
- Crni vrh 2.585 m
- Gusam 2.539 m
- Bogdaš 2.533 m
- Žuti kamen 2.522 m
- Ljuboten 2.498 m
- Veternik 2.461
- Crni krš 2.426 m
- Hajla 2.403 m

Geschichte

Hajla Hauptartikel: Geschichte Serbiens, Geschichte Serbiens/19. Jahrhundert bis heute Die erste namentliche Erwähnung der Serben findet sich beim griechischen Historikern, welche den Großteil der einfallenden slawischen Stämme unter dem Sammelbegriff der Serben bezeichnet haben. Bekannt ist hieraus, daß der ein gentildemokratisch gewählter Wojwode namens Višeslav 522 die Serben aus ihrer, heute ostdeutschen Urheimat, der Lausitz, nach Süden geführt habe. Erstmalige urkundliche Erwähnung findet der Staat Serbien angeblich im Jahre 822 bei Einhard, dem Biographen Karls des Großen. Außerdem bezog sich ein Schreiben des byzantinischen Kaisers Konstantin VII. Porphyrogenitus im 10. Jahrhundert darauf, daß die Serben bereits seit der Mitte des 7. Jahrhunderts auf dem Balkan lebten. Im Jahre 622 erreichten sie die südlichen Gebiete Griechenlands, wo sie in manchen Teilen, wie z.B. im Taygetosgebirge des Chalkidiki, bis ins 14.Jhdt. als Sprachinseln erhalten blieben. Serbien stand von seinen Anfängen bis zu seiner endgültigen Unabhängigkeit 1878 lange Zeit unter dem Einfluss des Byzantinischen beziehungsweise Osmanischen Reichs - teils war es Vasallenstaat, teils dem osmanischem Reich völlig einverleibt. Eine Ausnahme bildete die Zeit des unabhängigen Serbischen Reichs (1180 - bis etwa 1389). Im Ersten Balkankrieg 1912-1913 besiegte das Bündnis aus Serbien, Bulgarien, Griechenland und Montenegro das Osmanische Reich. Dieses verlor durch den Vertrag von London vom Mai 1913 fast alle seine europäischen Besitzungen. Bulgarien auf der einen und Serbien und Griechenland auf der anderen Seite gerieten jedoch in heftigen Streit um die Aufteilung des von ihnen eroberten Mazedonien. Daraufhin unternahm am 29. Juni ein bulgarischer General ohne Befehl einen Angriff auf Serbien. So kam es zum Zweiten Balkankrieg, in dem Serbien gemeinsam mit Griechenland, Rumänien und dem Osmanischen Reich Bulgarien angriff. Konfrontiert mit dieser Übermacht blieb Bulgarien nur die Kapitulation. Es musste im Vertrag von Bukarest vom August 1913 seine im Ersten Balkankrieg gewonnenen Territorien wieder abtreten. Infolge der Balkankriege wurde der nordwestliche Teil Makedoniens serbisch. Am Ende des Ersten Weltkrieges entstand 1918 aus Serbien, dem bis dahin unabhängigen Montenegro sowie den meisten südslawisch besiedelten Ländern Österreich-Ungarns das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, das sich ab 1929 Jugoslawien nannte. Innere Konflikte des monarchischen Staates wurden durch die Ermordung des serbischen Königs Alexander zusammen mit dem französischen Außenminister in Marseilles Mitte der 30-er Jahre zu einem Erstarken anderer nationaler Bewegungen. Diese, darunter die kroatische Ustaša-Bewegung, annektierte ab 1941 mit der Hilfe der Achsenmächte weite Territorien Serbiens im Norden inklusive der Stadt Novi Sad und auch sonst aller serbisch besiedelten Gebiete in Bosnien und der Herzegowina. Möglich gemacht wurde das jedoch erst durch eine folgenschwere Unterschrift der damaligen Regierung unter Cvetković und Maček für ein Bündnis mit dem Deutschen Reich, was seinerseits Anfang April 1941 einen Volksaufstand in der serbischen Hauptstadt Belgrad auslöste. Nur Tage danach, am 6.April 1941 bombardierte der österreichische Nazi-General Alexander Löhr die Stadt und forderte rund 20.000 zivile Opfer. Serbien wurde dem General Böhme unterstellt, der dort schneller als sonst wo die Judenvernichtung vorantrieb. Während des Zweiten Weltkriegs war Serbien ideologisch geteilt zwischen kommunistischen und monarchistischen Bewegungen, von denen die letztere unter Minister Nedić kritiklos den Serbenmord (100 Zivilisten für einen Wehrmachler) der deutschen und kroatischen Okkupatoren hinnahm und offen mit den Nazis kollaborierte. Mit dem zweitwichtigsten Četnik-Führer Ljotić war die Spitze der Quisling-Gruppen erklommen worden, denn dieser beteiligte sich sogar an militärischen Aktionen der Wehrmacht zum Schaden der eigenen Bevölkerung. Bis 2003 blieb Serbien Teil Jugoslawiens, von 1992 an nur noch zusammen mit Montenegro, mit dem es seit 2003 den Staatenbund Serbien und Montenegro bildet.

Politik

1992 1992 Serbien ist einer der beiden letzten aus Jugoslawien hervorgegangenen Staaten. Nach dem Zerfall der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ) bildeten Serbien und Montenegro ab 1992 zunächst die Bundesrepublik Jugoslawien. Diese wurde durch Parlamentsbeschluss des damaligen Bundesparlaments am 4. Februar 2003 aufgelöst und durch den losen Staatenbund zweier unabhängiger Staaten namens Serbien und Montenegro (Srbija i Crna Gora) abgelöst. Parteien in Serbien sind die SRS (Serbische Radikale Partei, rechtsnational), DSS (Demokratische Partei Serbiens, Zentrum), G17-Plus (liberal), DS (Demokratische Partei, liberal), SPS (Sozialistische Partei Serbiens), SPO (Serbische Erneuerungsbewegung, parlamentarisch-monarchistisch), NS (Neues Serbien, Zentrum) und andere. Bei den Wahlen am 28. Dezember 2003 kandidierten insgesamt 19 Listen, manche davon aus mehreren Parteien bestehend. Im Herbst 2003 brach die bisherige Regierungskoalition unter dem Namen DOS (Demokratische Oppositition Serbiens) auseinander, so dass es am 28. Dezember 2003 zu Neuwahlen kam. Mit knapp 28% der Stimmen beziehungsweise etwa 35% der Parlamentssitze wurde die SRS, geleitet von Vojislav Šešelj, gegen den in Den Haag seit 24. Februar 2003 ein Gerichtsverfahren läuft, stärkste Partei, blieb jedoch in der Opposition. Denn nach etwa zweimonatigen Verhandlungen bildete der demokratische Block eine Minderheitsregierung bestehend aus DSS, G17+, SPO-NS (unter Ausnahme der DS). Zunächst war diese Regierung partiell auf parlamentarische Unterstützung durch Miloševićs SPS angewiesen, was auch als Destabilisierungsfaktor gesehen wurde. Stabilisieren konnte sich die Regierungskoalition Ende September 2005, als die muslimische Sandžak-Partei dem Kabinett beitrat. Mitte März 2004 verübten ethnische Albaner schwere Pogrome gegen die im Kosovo lebende serbische Minderheit. Dabei wurden über 4.000 Menschen vertrieben, 19 getötet, 1.000 Häuser in Brand gesteckt, 27 serbisch-orthodoxe Kirchen und Klöster zerstört. Am 30. März 2004 wurde ein kontroverses Gesetz erlassen, durch welches die Republik Serbien verpflichtet ist, Angeklagten vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag alle Spesen zu ersetzen. Allerdings wurde drei Tage darauf ein Erlass veröffentlicht, wonach sich dieses Gesetz nicht auf die Familie von Slobodan Milošević erstreckt. Am 27. Juni 2004 wurde ein neuer Präsident gewählt, nachdem mehrere vorangegangene Versuche wegen zu niedriger Wahlbeteiligung gescheitert waren. Die Beteiligung musste über 50% betragen; diese Quote wurde jedoch nie erreicht. Nach Abschaffung der 50%-Hürde gewann der liberale und Europa zugewandte Reformer Boris Tadić von der DS gegen Tomislav Nikolić von der nationalistischen Radikalen Partei mit 53,24% der Stimmen die Präsidentschaftswahl. Am 17. August 2004 hat die serbische Nationalversammlung einstimmig das frühere königliche Wappen und die Hymne Bože Pravde des 19. Jahrhunderts als zu verwendende nationale Symbole vorgeschlagen, jedoch nur provisorisch, bis eine endgültige Lösung bestimmt wird. Die Hymne und das Wappen aus Zeiten der serbischen Monarchie sollen die letzten kommunistischen Symbole ersetzen. Das Wappen zeigt einen doppelköpfigen silbernen Adler, ein silbernes Kreuz und eine Krone.

Politische Gliederung

19. Jahrhundert Innerhalb Serbiens existieren die autonomen Provinzen (serb. autonomne pokrajine) Vojvodina und Kosovo (albanisch: Kosova, amtliche serbische Bezeichnung: Kocoвo и Meтoхиja / Kosovo i Metohija, deutsch Kosovo und Metochien, als Kurzform Kosmet), die von 1974 bis 1989 eine weitgehende Selbständigkeit innerhalb Serbiens und Jugoslawiens besaßen. Unter Slobodan Milošević wurde die Autonomie der beiden Provinzen auf den Status vor der Verfassungsänderung von 1974 zurückgestuft, was vor allem im Kosovo zu Protesten führte. Seitdem wurden die Provinzregierungen nicht mehr gewählt, sondern von der Zentralregierung ernannt. Mit der Wende vom 5. Oktober 2000 wurde beschlossen, dass das Regionalparlament der Vojvodina von den Bürgern Vojvodinas direkt und demokratisch gewählt werden kann. Kosovo steht seit Juni 1999 unter UN-Verwaltung (UNMIK), ist jedoch völkerrechtlich weiterhin ein Teil Serbiens. Derjenige Teil Serbiens (mehr als die Hälfte des Landes), der nicht zu diesen beiden Provinzen gehört, bildet keine eigene politische Einheit, deshalb gibt es auch keine offizielle Bezeichnung für ihn. Informell sind die Bezeichnungen Engeres Serbien (serbisch uža Srbija) und Zentralserbien gebräuchlich. Zu administrativen Zwecken ist Serbien in 30 Bezirke (serb. Okrug) gegliedert (einschließlich der Stadt Belgrad). 18 Bezirke liegen im Engeren Serbien, 7 in der Vojvodina und 5 im Kosovo. (näheres siehe: Bezirke Serbiens) Die örtlichen Selbstverwaltungseinheiten in Serbien sind die opštine (Sg. opština, wörtlich Gemeinde, der Größe nach oft eher Landkreise). Von diesen gibt es 108 im Engeren Serbien, 54 in der Vojvodina und 30 im Kosovo.

Bezirke

Bezirke Serbiens Bezirke Serbiens Bezirke Serbiens im engeren Serbien:
- Bezirk Belgrad (Beograd) (Београдски округ)
- Bor (Борски округ)
- Braničevo (Браничевски округ)
- Jablanica (Јабланички округ)
- Kolubara (Колубарски округ)
- Mačva (Мачвански округ)
- Moravica (Моравички округ)
- Nišava (Нишавски округ)
- Pčinja (Пчињски округ)
- Pirot (Пиротски округ)
- Podunavlje (Подунавски округ)
- Pomoravlje (Поморавски округ)
- Raška (Рашки округ)
- Rasina (Расински округ)
- Šumadija (Шумадијски округ)
- Toplica (Топлички округ)
- Zaječar (Зајечарски округ)
- Zlatibor (Златиборски округ) in der Vojvodina:
- Severna Bačka (Северно-Бачки округ)
- Južna Bačka (Јужно-Бачки округ)
- Zapadna Bačka (Западно-Бачки округ)
- Severni Banat (Северно-Банатски округ)
- Srednji Banat (Средње-Банатски округ)
- Južni Banat (Јужно-Банатски округ)
- Srem (Сремски округ) im Kosovo:
- Kosovo (Косовски округ)
- Kosovo-Pomoravlje (Косовско-Поморавски округ)
- Kosovska Mitrovica (Косовско-Митровачки округ)
- Peć (Пећки округ)
- Prizren (Призренски округ)

Bevölkerung

Prizren Die Zusammensetzung der Bevölkerung ist in den drei Landesteilen sehr unterschiedlich. Im Engeren Serbien leben zum allergrößten Teil Serben, daneben auch Roma und Vlachen. In der Region von Stari Ras bzw. Sandschak lebt auch eine größere Minderheit von Bosniaken, im Preševo-Tal im südlichsten Zipfel des Engeren Serbiens eine albanische Minderheit. Die Vojvodina ist schon seit Jahrhunderten geprägt durch ein buntes Völkergemisch - vor allem aus Serben, Ungarn, Slowaken, Kroaten, Roma, Juden und früher auch etwa 200.000 bis 350.000 Deutschen, die nach dem 2. Weltkrieg vertrieben wurden). Das Kosovo wird von Albanern dominiert. Ergab die im Jahr 1981 durchgeführte Volkszählung noch einen albanischen Bevölkerungsanteil von 80%, gehen die Schätzungen nach dem Kosovo-Krieg von über 90% aus. Viele zuvor dort wohnende Serben, wie auch Angehörige anderer Minderheiten, etwa Roma, Bosniaken, Goranen und Türken zogen weg oder wurden vertrieben, zu einem Teil auch als Racheakt für zuvor von staatlicher (serbischer) Seite ausgeübte Repression. In die Vojvodina und das Engere Serbien kamen in den letzten Jahren etwa 490.000 (Binnen)-Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in Kroatien, Bosnien und Herzegowina und dem Kosovo (etwa 180.000 aus Kroatien, 90.000 aus Bosnien und Herzegowina, 220.000 aus dem Kosovo).

Nationalitäten

Zusammensetzung der Bevölkerung nach Nationalitäten laut offiziellem Ergebnis der Volkszählung vom April 2002, ohne Kosovo-Metohija: Das umfassende Gesamtergebnis der Volkszählung vom April 2002 findet sich [http://www.statserb.sr.gov.yu/zip/esn31.pdf HIER] (englisch).

Größte Städte

Die größten Städte Serbiens sind [geschätzte Einwohnerzahlen für die eigentlichen Städte für 2004, gefolgt von der Einwohnerzahl der jeweiligen (Groß-)Gemeinde laut der Volkszählung von 2002]: 2002 im Engeren Serbien: #Belgrad (serbisch Beograd) etwa 1.290.000 (1.576.124) #Niš etwa 175.000 (250.518) #Kragujevac etwa 147.000 (175.802) #Čačak etwa 74.000 (117.072) #Kruševac etwa 65.000 (131.289) #Leskovac etwa 64.000 (156.252) #Smederevo etwa 64.000 (109.809) #Valjevo etwa 62.000 (96.761) in der Vojvodina: #Novi Sad etwa 192.000 (299.294) #Subotica etwa 101.000 (148.401) #Zrenjanin etwa 81.000 (132.051) #Pančevo etwa 77.000 (127.162) im Kosovo: #Priština etwa 210.000 #Prizren etwa 127.000 #Peć etwa 83.000 #Đakovica etwa 79.000 #Kosovska Mitrovica etwa 77.000 #Gnjilane etwa 71.000 Siehe auch: Liste der Städte in Serbien, Liste deutscher Bezeichnungen serbischer Orte

Infrastruktur

Serbien ist ein wichtiges Transitland im Verkehr von Ungarn/Ostmitteleuropa nach Griechenland, Bulgarien, Mazedonien und Albanien. Die serbische Eisenbahn betreibt Verbindungen von Belgrad aus nach Bar, Thessaloniki, Istanbul und in die EU-Länder. Von Šid nach Leskovac führt eine Autobahn, die E75. Das Straßennetz Serbiens ist im Allgemeinen gut ausgebaut. In Serbien gibt es zwei internationale Flughäfen, in Belgrad und in Niš, die von vielen internationalen Flugrouten bedient werden. An der Donau gibt es viele Flußhäfen, die auch neuerdings eine touristische Route bedienen.

Wirtschaft

Serbien hat in den letzten 15 Jahren sein BIP wegen der Sanktionen, der kriegerischen Auseinandersetzungen mit den ex-jugoslawischen Nachbarstaaten und der Nato-Bombardements von 1999, um die Hälfte reduziert. Dennoch besteht große Hoffnung und Zuversicht, daß besonders im Jahre 2005 die Früchte der neuen Demokratie in Serbien reifen und geerntet werden. Serbien erhofft sich für dieses Jahr über 2 Milliarden € Direktinvestitionen, die auch zum Teil aus den Privatisierungen des Bankenwesens und anderer staatlicher Betriebe entspringen sollen. Die Privatisierung der staatlichen Betriebe soll etwa 2007 abgeschlossen sein. Das Außenhandelsbilanzdefizit konnte im Vergleich zum Vorjahr um knapp 37% gesenkt werden. Die Exporte im ersten Halbjahr 2005 betrugen 1667,7 Mio. €, die Importe 3614 Mio. €. Die Einnahmen durch den Tourismus sind um 50% gestiegen und der Standortvorteil aus geo-strategischer Sicht (Serbien hat 7 Nachbarländer) zieht mittlerweile große ausländische Firmen an. Der durchschnittliche Nettolohn in Serbien beträgt circa. 200€ (2005), die Inflation liegt bei 13,8% (2004) und es herrscht 20% Arbeitslosigkeit (ohne Kosovo). Das Freihandelsabkommen Serbiens mit der Russischen Föderation sticht dabei besonders ins Auge und könnte ein großer Anreiz für ausländische Investoren sein, wenn da nicht die immer noch blühende Korruption und die Rechtsunsicherheit wären. In einem Mitte September 2005 veröffentlichten Bericht der Weltbank, wird Serbien und Montenegro als führendes Reformland im Bereich der Entwicklungförderung von Unternehmen und Schaffung von Arbeitsplätzen bezeichnet. Dies läßt sich auch anhand der immer zahlreicheren Joint-Ventures mit ausländischen Unternehmen belegen. Serbien und Montenegro gehört auch zu den Ländern, die eine Flat-Tax eingeführt haben. Die Einkommensteuer beträgt pauschal 14% und die Körperschaftsteuer 10%.

Literatur


- Malte Olschewski: Der serbische Mythos. Die verspätete Nation., Herbig 2000, ISBN 3776620277.
- Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0.

Siehe auch


- Portal:Südosteuropa/Serbien
- Welterbe, Nationalparks und Schutzgebiete in Serbien
- Serbisch-Orthodoxe Kirche
- Serbische Küche
- Serbischer Dinar
- Serbische Persönlichkeiten bzw. Bekannte Serben
- Serbische Schrift
- Bezirke Serbiens

Weblinks


- [http://www.serbia.sr.gov.yu/ Offizielle Webseite der Republik Serbien (englisch)]
- [http://www.serbien-montenegro.de/index.htm Serbien-Montenegro.de - Info-Portal (deutsch)]
- [http://www.goethe.de/ms/bel/deindex.htm Goethe-Institut Belgrad]
- [http://www.mzs.info/index.html Michael-Zikic-Stiftung]
- [http://www.royalfamily.org/index_eng.html Offizielle Webseite des Serbischen Königshauses (englisch)]
- [http://www.srbija.sr.gov.yu/?change_lang=en Serbiens Informationsportal (englisch)] Kategorie:Staat als:Serbien ja:セルビア ko:세르비아 simple:Serbia

Šabac

Šabac (kyrill.: Шабац) ist eine Stadt in Serbien mit der geografischen Lage 44.76° nördl. 19.69° östl. entlang des Flusses Sava im historischen Verwaltungsbezirk Mačva, wo es auch den Hauptverwaltungssitz bzw. die Hauptstadt des Bezirks darstellt. Die Einwohnerzahl liegt bei 55,163 (2002).

Geschichte

Erstmals wurde die Stadt im Mittelalter laut eines Dokuments aus dem Jahre 1454 mit dem Namen Zaslon erwähnt. Sie war ein Teil des Serbischen Königreichs, bis sie dann im 14. Jahrhundert an die Osmanen fiel. 1470 erbauten die Osmanen die erste Festung in der Stadt mit dem Namen Bejerdelen (Übersetzt: Die von der Seite zuschlägt). Im Laufe der Jahrzehnte wechselte die Stadt durch Eroberungen mehrmals den "Besitzer" zwischen dem Osmanischen Reich und Österreich-Ungarn. Der Grund dafür war die strategisch wichtige Position der Stadt und der wichtige Handelsknoten. Die Etymologie zwischen dem neuen und dem alten Namen ist unklar, es leitet sich aber möglicherweise aus dem Wort Sava ab. Klar ist jedoch, dass diese Stadt eine sehr wichtige Rolle während des ersten serbischen Aufstandes spielte. 1806 führte Karađorđe die serbische Wiederstandsarmee zu einem der ersten Siege gegen die Osmanische Armee, in der Nähe von Šabac beim Dorf Mišar. Die Obrenović Familie hinterließ auch ihre Spuren der Verstädterung und Modernisierung dieser Region und der Stadt Šabac selber, nach dem zweiten serbischen Aufstand und während ruhmreichen Zeit von Jevrem Obrenović dem Bruder von Miloš Obrenović. In der Zeit von 1820-1840 wurden die ersten Spitäler, Apotheken, Schulen, Theather und Opern gegründen die heute zu den ältesten Serbiens gehören. Die Stadt wurde 1867 mit dem Abzug der letzten türkischen Soldaten vollständig aus der osmanischen Herrschaft befreit. Die erste Zeitung Serbiens wurde im Jahre 1883 in Šabac gedruckt. Šabac war auch die erste Stadt in der Frauen an Sonntagen Kaffeehäuser besuchen durften, bis dato war dies nur den Männern vorbehalten. Während des ersten Weltkrieges gewann die Serbische Armee unter der Führung des Generals Štepa Štepanović die ersten Kämpfe gegen Österreich-Ungarn und somit auch den ersten Sieg der Alliierten (August 1914). Die chemische Fabrik "Zorka" wurde 1938 in Šabac erbaut und bildete den Grundstein für die Entfaltung der Stadt. Die Stadt gedeihte rassant schnell bis zum Zweiten Weltkrieg, als sie fast gänzlich von den Nazi-Deutschen zerstört wurde und sich ihre Einwohnerzahl von 14,000 auf 7,000 halbierte. Es wurden ein Konzentrazionslager in Šabac errichtet in dem 5,000 Šabac-Einwohner und 20,000 aus anderen Orten inhaftiert wurden. Die Anzahl der Opfer im Konzentrationslager beträgt mehr als 7,000. Letztendlich wurde die Stadt 1944 von den serbischen Partisanen wieder zurückerobert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde "Zorka" repariert und die Stadt entfaltete sich zu einer der modernsten Industriestädte Serbiens. In den 1970er Jahren erhielt die Stadt eine explosionsartige Erhöhung der Geburtenrate, da zuvor unmengen von Wohngebäuden, Schulen, Sportplätzen, Hallen und Kindergärten erbaut und eröffnet wurden um den Einwohnern das Gebären schmackhafter zu machen. Das gesamte Moorgebiet Benska Bara wurde in ein attraktives Gebiet für Einsiedler verwandelt. Und eine neue Brücke über den Fluss Sava verbindet nun die Stadt besser mit der Peripherie. Heute zählt die Stadt und Umgebung etwas mehr als 70,000 Einwohner und macht sie zu einer der größten und modernsten Städte Serbiens. Kategorie:Ort in Serbien

Weblinks


- [http://www.sabac.org/ Offizielle Website der Stadt Šabac]

2002

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2002 ist „Jahr des Kulturerbes“ (UNESCO)
- 2002 ist „Internationales Jahr des Ökotourismus“ (UNO)
- 2002 ist „Internationales Jahr der Berge“ (UNO)
- Der Orangefuchsige Rauhkopf (Cortinarius orellanus) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Haussperling (Passer domesticus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Wacholder (Juniperus communis) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Aster (Aster) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Politik

Januar


- 1. Januar: Kaspar Villiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Afghanistan. Hamid Karzai übernimmt die Übergangsregierung
- 1. Januar: Deutscher Botschafter in Kabul, Afghanistan, akkreditiert
- 1. Januar: Abkommen über Zollerleichterungen im Textilbereich zwischen Pakistan und der EU
- 1. Januar: Die EU hebt die Visapflicht für Rumänien auf
- 1. Januar: Inkrafttreten des bilateralen Abkommens zwischen der EU und der Schweiz
- 2. Januar: Levy Mwanawasa wird Staatspräsident von Sambia
- 2. Januar: Argentinien. Eduardo Duhalde wird neuer Staatspräsident
- 11. Januar: Argentinien beendete die Konvertibilität seiner Währung gegenüber dem US-Dollar
- 12. Januar: Pakistan. In einer Grundsatzrede verurteilt Präsident Pervez Musharraf Terror und Intoleranz

Februar


- 10. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Staatsbesuch in Mexiko
- 11. Februar: Parlamentswahlen in Liechtenstein
- 13. Februar: Deutschland übernimmt führende Rolle beim Aufbau der Polizei in Afghanistan
- 14. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder besuchte Argentinien
- 14. Februar: Bahrain wird Königreich. Erster König ist Scheich Hamad ibn Isa al-Khalifa
- 22. Februar: Angola. Tod von UNITA-Führer Jonas Savimbi
- 24. Februar: Laos. Parlamentswahlen

März


- 1. März: Neues Kindschaftsrecht in Kenia
- 3. März: Volksabstimmung in der Schweiz über Zugehörigkeit zu den Vereinten Nationen
- 10. März: Parlamentswahlen in Kolumbien
- 15. März: Erneute Waffenstillstandsverhandlungen in Angola
- 17. März: Parlamentswahlen in Portugal
- 19. März: Bundespräsident Johannes Rau besucht Rumänien
- 19. März: Der italienische Regierungsberater Marco Biagi wird in Bologna von einer Splittergruppe der Roten Brigaden ermordet
- 21. März: In Liaoyang in Nordchina protestieren Tausende von entlassenen Arbeitern und fordern die Freilassung eines inhaftierten Arbeiterführers
- 21. März: Eine Autobombe in der Nähe der USA-Botschaft in Lima tötet neun Menschen und verletzt mindestens 25 weitere. Der Anschlag erfolgt wenige Tage vor dem Eintreffen des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush
- 22. März: Bei der Bundesratsabstimmung über das Zuwanderungsgesetz kam es im Bundesrat zum Eklat, als das Bundesland Brandenburg uneinheitlich abstimmte und der Bundesratspräsident dieses Votum dann als Ja Stimme wertete.
Mit seiner Entscheidung vom 18. Dezember 2002 hob das Bundesverfassungsgericht diese Entscheidung auf
- 25. März: Abdullah Tarmugi wird Parlamentspräsident in Singapur

April


- 4. April: Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommen zwischen der militärischen UNITA und Regierungsstreitkräften in Angola
- 6. April: Dr. José Manuel Durão Barroso wird Ministerpräsident in Portugal
- 8. April: Der Staatspräsident der Volksrepublik China, Jiang Zemin, stattet Deutschland einen Staatsbesuch ab
- 11. April: Tunesien. Anschlag auf die Synagoge „Al Ghriba“ auf Djerba
- 12. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Oman
- 14. April: Das Investitionsförderungs- und -schutzabkommen zwischen Deutschland und Kambodscha tritt in Kraft
- 14. April: Komoren. Präsidentschaftswahlen
- 20. April: Parlamentswahlen auf Niue
- 22. April: Algerien. Assoziierungsabkommen mit der EU
- 30. April: Algerien und Deutschland treffen Rahmenabkommen zur technischen Zusammenarbeit
- 30. April: Parlamentswahlen in Albanien. Präsident wurde Servet Pellumbi

Mai


- 1. Mai: Das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Jordanien tritt in Kraft
- 2. Mai: Bahamas. Perry Christie wird Premierminister
- 2. Mai: Young Vivian wird Premierminister von Niue
- 5. Mai: Frankreich. Jacques Chirac wird als Staatspräsident wiedergewählt
- 6. Mai: Frankreich. Staatspräsident Jacques Chirac ernennt Jean-Pierre Raffarin zum Ministerpräsidenten
- 6. Mai: Marc Ravalomanana wird Staatspräsident in Madagaskar
- 6. Mai: Niederlande. Ermordung des Politikers Pim Fortuyn
- 8. Mai: Dr. Abel Pacheco de la Espriella wird Staatspräsident in Costa Rica
- 12. Mai: Amadou Toumani Touré wird Staatspräsident von Mali
- 14. Mai: Dr. Ahmad Tejan Kabbah wird als Staatspräsident in Sierra Leone in seinem Amt bestätigt
- 14. Mai: Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Sierra Leone
- 16. Mai: Dominikanische Republik. Parlamentswahlen
- 20. Mai: Timor-Leste wird unabhängig
- 21. Mai: Der zweite Rundbrief der ISO erscheint
- 22. Mai: Das Unterhaus in Nepal wird aufgelöst
- 24. Mai: Vertrag zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen wird von Russland und den USA unterzeichnet
- 25. Mai: Lesotho. Parlamentswahlen
- 29. Mai: Bundespräsident Dr. Johannes Rau besucht Slowenien
- 30. Mai: Parlamentswahlen in Algerien

Juni


- 13. Juni: Die USA treten einseitig vom ABM-Vertrag zurück
- 13. Juni: Erste Ratsversammlung aller afghanischen Stammesführer in Kabul, Afghanistan
- 14. Juni: Regierungsabkommen über filmwirtschaftliche Beziehungen zwischen Luxemburg und Deutschland
- 17. Juni: Das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und dem Libanon wird unterzeichnet
- 24. Juni: Albanien. Das Parlament wählt den ehemaligen Verteidigungsminister Dr. Alfred Moisiu zum Präsidenten
- 24. Juni: Neuer Investitionsförderungs und -schutzvertrag zwischen Deutschland und Thailand
- 30. Juni: Parlamentswahlen in Kamerun
- 30. Juni: Das „Obere Mittelrheintal“ zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz wird von der UNESCO zum „Weltkulturerbe der Menschheit“ erklärt

Juli


- 5. Juli: Angola ratifiziert das Ottawa-Abkommen über die Ächtung von Anti-Personen-Minen
- 7. Juli: Algerien lässt 101 marokkanischen Kriegsgefangene nach über 20 Jahren Gefangenschaft frei
- 16. Juli: Die republikanische Untergrundorganisation Nordirlands IRA, entschuldigt sich erstmals für die zivilen Opfer der eigenen Terroraktionen
- 22. Juli: Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kirgisistan tritt in Kraft
- 23. Juli: Taiwan bricht die diplomatischen Beziehungen zu Nauru ab
- 25. Juli: Avul Pakir Jainulabdeen Abdul Kalam wird Staatspräsident in Indien
- 27. Juli: Fatos Nano wird Regierungschef in Albanien
- 30. Juli: Demokratische Republik Kongo. Unterzeichnung des Friedensabkommens in Pretoria, Südafrika mit Ruanda
- 30. Juli: 5. Besuch von Papst Johannes Paul II. in Mexiko

August


- 1. August: Erbach (Donau) erhält das Stadtrecht
- 3. August: Bolivien. Sánchez de Lozada wurde zum Präsidenten gewählt
- 7. August: Álvaro Uribe Vélez wird Staatspräsident in Kolumbien
- 15. August: Michael Somare wird Regierungschef in Papua-Neuguinea
- 22. August: Einweihung der Polizeiakademie in Kabul, Afghanistan durch Präsident Hamid Karsai und Innenminister Taj Mohammad Wardak
- 23. August: Angola. Übereinkommen zwischen Regierung und UNITA, das Lusaka-Protokoll innerhalb von 45 Tagen umzusetzen
- 23. August: Der erste deutsche Botschafter in Timor-Leste ist Dr. Fulda
- 24. August: Regierungsneubildung in Kamerun

September


- 5. September: Eröffnung der deutsch-rumänischen Handelskammer in Bukarest, Rumänien
- 6. September: Prof. Iajuddin Ahmed wird Präsident von Bangladesch
- 10. September: Schweiz wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. September: UNO, Der US-Präsident George W. Bush erklärt vor der UNO, dass die USA gegebenenfalls auch im Alleingang militärisch gegen den Irak vorgehen werden
- 15. September: Parlamentswahlen in Mazedonien
- 15. September: Regierungsumbildung in Mazedonien
- 16. September: Ibrahim Boubacar Keita wird Ministerpräsident von Mali
- 19. September: Erneuter Putschversuch in Côte d'Ivoire
- 20. September: Lettland. 67 % der Wahlberechtigten sprechen sich für einen Beitritt zur EU aus
- 22. September: Bundestagswahl 2002. SPD und Grüne können ihre Regierungsmehrheit knapp behaupten, SPD = 251 Mandate, CDU/CSU = 248, Grüne = 55, FDP = 48. Die PDS scheitert an der 5%-Klausel, kann aber in Berlin zwei Direktmandate erringen
- 24. September: In Bahrain wird ein Gesetz zur Gründung von freien Gewerkschaften erlassen
- 27. September: Parlamentswahlen in Marokko
- 27. September: Entlassung der Regierung durch den Staatspräsidenten in São Tomé und Príncipe

Oktober


- 4. Oktober: Maria das Neves Ceita a Baista de Sousa wird Staatsoberhaupt in São Tomé und Príncipe
- 5. Oktober: Parlamentswahlen in Lettland
- 5. Oktober: Ruanda. Alle militärischen Truppen aus dem Kongo sind zurück
- 6. Oktober: Niederlande. Tod von Prinz Claus von Amsberg, Prinz der Niederlande
- 8. Oktober: Senatswahlen in Kasachstan
- 8. Oktober: Der Außenminister von Israel besucht Mauretanien
- 10. Oktober: Kommunalwahlen in Algerien, aus denen die FLN erneut siegreich hervorging
- 10. Oktober: Parlamentswahlen in Pakistan
- 11. Oktober: Lokendra Bahadur Chand wird neuer Premierminister in Nepal
- 16. Oktober: Eröffnung der „Bibliotheca Alexandrina“ in Kairo, Ägypten
- 21. Oktober: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 21. Oktober: In Mexiko beginnt des Asia-Pacific Economic Cooperation-Gipfels APEC
- 24. Oktober: Bahrain. Erster Wahlgang für Parlamentswahlen seit fast 30 Jahren. 2. Gang: 31. Oktober

November


- 1. November: Branco Crvenkovski wird Ministerpräsident in Mazedonien
- 1. November: (bis 15. November. Volkszählung in Mazedonien
- 7. November: Idrissa Seck wird Premierminister von Senegal
- 11. November: Bundespräsident Johannes Rau zum Staatsbesuch in Spanien
- 12. November: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Brandenburg
- 15. November: Ruanda. Kabinettsumbildung
- 17. November: Kommunalwahlen in Peru
- 18. November: Chile unterzeichnet das Assoziationsabkommen mit der EU in Brüssel
- 20. November: Angola. Offizieller Abschluss der Umsetzung des Lusaka-Protokolls
- 21. November: Estland wird zu Beitrittsverhandlungen in die NATO eingeladen
- 21. November: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Bremen
- 21. November: Mir Zafarullah Khan Jamali wird Regierungschef in Pakistan
- 21. November: Wiktor Janukowytsch wird Ministerpräsident in der Ukraine
- 24. November: Nationalratswahlen in Österreich
- 27. November: Dänemark. Anders Fogh Rasmussen wird Ministerpräsident
- 29. November: Bundespräsident Johannes Rau besuchte Budapest, Ungarn

Dezember


- 12. Dezember: Beschluss des Europarats in Kopenhagen über die Mitgliedschaft Estlands in der EU zum 1. Mai 2004
- 13. Dezember: Der EU-Gipfel in Kopenhagen beschließt die Aufnahme von zehn neuen Mitgliedern am 1. Mai 2004 („Osterweiterung“)
- 15. Dezember: Äquatorialguinea Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo wurde für weitere sieben Jahre in seinem Amt bestätigt
- 15. Dezember: Parlamentswahlen in Madagaskar
- 19. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Mazedonien
- 21. Dezember: Absturz eines Bundeswehrhubschraubers
- 22. Dezember: Dr. Janez Drnovšek wird Staatspräsident in Slowenien
- 30. Dezember: Mwai Kibaki wird Staatspräsident in Kenia
- 30. Dezember: Verfassungsänderung in Togo

Katastrophen


- 28. Januar: Nähe Tulcan, Kolumbien. Eine Boeing 727 Militärmaschine stürzte etwa 30 km vor ihrem Bestimmungsort ins Gebirge. Alle 92 Menschen an Bord starben
- 3. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 im Westen der Türkei. 44 Tote
- 19. Februar: La Paz, Bolivien. Schwere Überschwemmung, ca. 60 Tote
- 3. März: Ein Erdbeben der Stärke 7,4 in der Region Hindukusch, Afghanistan. 166 Tote
- 5. März: Ein Erdbeben der Stärke 7,5 auf Mindanao, Philippinen. 15 Tote
- 25. März: Erdbeben der Stärke 6,1 in der Region Hindukusch, Afghanistan, ca. 1.000 Tote
- 11. April: Caracas, Venezuela. Putsch gegen die Chavez-Regierung nach einer Massendemonstration in den Straßen der Hauptstadt, ca. 15 Tote, Übergangsregierung
- 12. April: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 in der Region Hindukusch, Afghanistan. 50 Tote
- 13. April: Caracas, Venezuela. Nach weiteren Massendemonstrationen Rückkehr Hugo R. Chavez an die Macht
- 15. April: Busan, Südkorea. Eine Boeing 767 der Air China, aus Peking kommend, stürzte beim letzten Landeanflugversuch in ein Waldgebiet. 128 Menschen starben, 39 konnten gerettet werden
- 4. Mai: Kano, Nigeria. Eine Verkehrsmaschine stürzte Augenblicke nach dem Start in bewohntes Gebiet. 74 der 76 sich an Bord befindlichen Personen starben
- 7. Mai: Tunis, Tunesien. Eine Boeing 737 der Egypt Air, auf dem planmäßigen Flug von Kairo nach Tunis, prallte etwa 6 km vor dem Flughafen gegen einen Berg. 15 Menschen starben, mehr als 30 wurden gerettet
- 7. Mai: Dalian, Liaoning, Volksrepublik China. Eine MD-82 der China Northern Airlines stürzte kurz vor der Küste ins Meer. Alle 112 Menschen an Bord starben
- 4. Juni: Die Zeyzoun-Talsperre in Syrien bricht. Durch die Flutwelle gibt es bis zu 100 Todesopfer
- 22. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 im Iran. 261 Tote
- 1. Juli: Ein russisches Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-154 und eine Frachtmaschine der DHL vom Typ Boeing 757 stießen in 11.000 m Höhe über dem Bodensee bei Überlingen zusammen und stürzten ab. Es gab 71 Tote. Als Ursache wurde ein Fehler der zuständigen schweizerischen Luftüberwachung Skyguide angegeben. Es war das schwerste Flugzeugunglück über Deutschland in neuerer Zeit
- 4. Juli: Bangui, Zentralafrikanische Republik. Eine Boeing 707 der New Gomair, kombiniert als Fracht- und Passagierflugzeug unterwegs, auf dem Weg nach Brazzaville, Kongo. Bereits kurz nach dem Start berichtete der Pilot von technischen Schwierigkeiten. 4 km vor Erreichen der Rollbahn stürzte die Maschine ab. 23 der 25 Menschen an Bord starben
- August: Jahrhundertflut an der Elbe und einigen ihrer Nebenflüsse, sowie Nieder- und Oberösterreich, in der Obersteiermark und in Wien, sowie in Tschechien durch die Donau und ihre Zuflüsse
- 29. August: Ayan, Russland. Eine Antonow-28 der Wostok Aviakompania, aus Chabarowsk kommend, stürzte beim Landeanflug ab. Alle 16 Menschen an Bord starben
- 30. August: Rio Branco, Brasilien. Eine Verkehrmaschine stürzte etwa 1,5 km vor dem Erreichen der Landebahn wegen schlechter Wetterbedingungen ab. 23 Menschen starben, 8 konnten gerettet werden
- 26. September: Untergang der senegalesischen Fähre Joola, der einzigen Fähre zwischen Casamance und Dakar dabei über 1800 Todesopfer
- 23. Oktober: Moskau, Russland. Geiselnahme durch tschetschenische Terroristen während einer Aufführung des Musicals „Nord-Ost“ im Dubrowka-Theater. Etwa 120 der ca. 800 Geiseln sterben bei der Befreiung durch russische Sicherheitskräfte
- 31. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 im Süden Italiens. 29 Tote
- 6. November: Niederanven, Luxemburg. Eine Fokker 50 der Luxair, auf dem planmäßigen Flug von Berlin, Deutschland, nach Luxemburg, stürzte etwa 5 km vor Erreichen des Ziels ab. 20 der 22 Menschen an Bord starben. Nur der Pilot und ein Passagier überlebten
- 11. November: Manila, Philippinen. Eine Fokker F-27 stürzte kurz nach dem Start in die Manila Bay und sank etwa 20 Meter tief. 19 Menschen starben, 15 konnten gerettet werden
- 23. Dezember: Isfahan, Iran. Eine neue ukrainische Antonow An-140 der Aeromist Khakiv stürzte während des Landeanflugs bei schlechtem Wetter und dichtem Nebel ab. Alle 46 Menschen an Bord starben

Kultur


- September: die Pinakothek der Moderne wird eingeweiht
- Günter Grass: Im Krebsgang
- Martin Walser: Tod eines Kritikers
- Die belgische Stadt Brügge und die spanische Stadt Salamanca sind gemeinsam europäische Kulturhauptstadt
- 15.Mai bis 20.Oktober Schweizerische Landesausstellung Expo.02

Wirtschaft


- 1. Januar: Der Euro wird in 12 Staaten der Europäischen Union als gemeinsame Währung eingeführt. Das Euro-Bargeld ist seitdem gesetzliches Zahlungsmittel
- 20. September: Der Dax (Deutscher Aktienindex) sinkt erstmals seit 1996 wieder unter 3000 Punkte

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 5. Januar: Luan Krasniqi wird Schwergewichts-Europameister im Boxen, er besiegt René Monse nach Punkten
- 8. bis 24. Februar: XIX. Olympischen Winterspiele in Salt Lake City, USA
- 8. Februar: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Vaughn Bean in der Volkswagen-Halle, Braunschweig, Deutschland, durch technischen KO
- 16. März: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Francois Botha in der Hanns-Martin Schleyer Halle in Stuttgart, Deutschland, durch technischen KO
- 31. Mai bis 30. Juni: Fußball-WM in Japan und Südkorea; Brasilien gewinnt das Endspiel gegen Underdog Deutschland mit 2:0 Toren und wird zum fünften Mal Weltmeister. Ein Großteil der Favoriten wie Frankreich und Italien kamen nicht über die Vorrunde hinaus
- Juli: Tour de France-Sieger: Lance Armstrong
- 23. November: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Larry Donald in der Westfalenhalle, Dortmund, Deutschland, durch technischen KO
- 7. Dezember: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Jameel McCline in Mandalay Bay, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen KO
- 12. Dezember: Mit Oak Hill gegen St.Vincent-St.Mary (siehe LeBron James) wird erstmals ein Highschool-Basketball-Spiel live im US-Fernsehen übertragen
- 22. Dezember: Zu Sportler des Jahres in Deutschland wurden gewählt: Franziska van Almsick, Sven Hannawald, Deutsche Fußball-Nationalmannschaft

Sonstiges


- 23. Februar: Bei einer Polizeiaktion kann die Himmelsscheibe von Nebra sichergestellt werden
- 26. April: Der 19-jährige ehemalige Schüler Robert Steinhäuser tötet während eines zehnminütigen Amoklaufs am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen und anschließend sich selbst (siehe Amoklauf von Erfurt)
- 4. Mai: Start des Forschungssatelliten Aqua der US-amerikanischen NASA zur Erforschung der Rolle des Wassers im komplexen Ökosystem unserer Erde
- 12. Mai: Eine der letzten russischen Buran-Raumfähren wird auf dem Raumbahnhof in Baikonur zerstört, als die Decke des aufgegebenen Hangars einbricht
- 5. Juni: Osttimor wird Mitglied in der UNESCO
- 10. Juni: Ringförmige Sonnenfinsternis im Nordpazifik
- 18. Juni: Am dritten „Sozialen Tag“ von Schüler Helfen Leben tauschen 210.000 Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen Ihre Schulbank gegen einen bezahlten Job: und spenden über 3,8 Millionen Euro für mildtätige Zwecke
- 19. Juni: Steve Fossett startet zu seiner erfolgreichen Weltumrundung mit einem Ballon
- 3. Juli: Steve Fossett gelingt in dreizehneinhalb Tagen die erste erfolgreiche Weltumrundung mit einem Ballon
- 1. Oktober Wiedereintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in die UNESCO
- 12. Oktober: Bali. Bei Sprengstoffattentaten auf zwei Diskotheken in Kuta werden 202 Menschen, vor allem australische Touristen, getötet
- 4. Dezember: Totale Sonnenfinsternis im südlichen Afrika und in Australien

Geboren


- 13. Mai: Elisabeth Maria Angela Tatjana, Tochter von Prinzessin Tatjana von Liechtenstein und Philipp von Lattorf
- 24. Februar: Arietta, Tochter von Prinzessin Alexia von Griechenland und Carlos Morales
- 30. April: Miguel Urdangarín Borbón, Sohn von Infantin Cristina von Spanien und Iñaki Urdangarín
- 22. Juli: Felix Henrik Valdemar Christian Prinz von Dänemark, Sohn von Prinz Joachim von Dänemark und Alexandra Manley
- 12. August: Prinz Achileas-Andreas, Sohn von Kronprinz Pavlos von Griechenland, und Kronprinzessin Marie-Chantal von Griechenland

Gestorben

Dies ist eine Liste der bedeutendsten Persönlichkeiten, die 2002 verstorben sind. Für eine ausführlichere Liste siehe Nekrolog 2002.
- 1. Januar: Paul Hubschmid, Schweizer Film- und Theaterschauspieler
- 8. Januar: Alexander Michailowitsch Prochorow, russischer Physiker
- 12. Januar: Cyrus Vance, US-amerikanischer Politiker
- 17. Januar: Camilo José Cela, spanischer Schriftsteller
- 21. Januar: Peggy Lee, US-amerikanische Jazzsängerin
- 23. Januar: Pierre Bourdieu, französischer Soziologe
- 24. Januar: Franz Innerhofer, österreichischer Schriftsteller
- 27. Januar: Franz Meyers, deutscher Politiker
- 27. Januar: Alain Vanzo, französischer Opernsänger (
- 1928)
- 28. Januar: Astrid Lindgren, schwedische Kinderbuchautorin (
- 1907)
- 30. Januar: Inge Morath, US-amerikanische Fotografin
- 1. Februar: Hildegard Knef, deutsche Schauspielerin (
- 1925)
- 6. Februar: Max Ferdinand Perutz, britischer Chemiker
- 8. Februar: Elisabeth Mann Borgese, deutsche Meeresbiologin und Tochter von Thomas Mann
- 8. Februar: Joachim Hoffmann, deutscher Historiker (
- 1930)
- 9. Februar: Prinzessin Margaret, Schwester von Queen Elisabeth II. (
- 1930)
- 14. Februar: Abdul Rahman, afghanischer Politiker
- 14. Februar: Günter Wand, deutscher Dirigent
- 17. Februar: Heinz Kaminski, deutscher Chemie-Ingenieur und Weltraumforscher
- 22. Februar: Barbara Valentin, deutsche Schauspielerin (
- 1940)
- 22. Februar: Jonas Savimbi, angolanischer Politiker und Rebellenführer (
- 1966)
- 22. Februar: Chuck Jones, US-amerikanischer Comiczeichner und Filmregisseur
- 24. Februar: Eva Hoffmann-Aleith, deutsche Pastorin und Schriftstellerin (
- 1910)
- 24. Februar: Leo Ornstein, russischer Pianist und Komponist (
- 1895)
- 27. Februar: Oskar Sala, deutscher Komponist und Physiker (
- 1910)
- 28. Februar: Helmut Zacharias, deutscher Violinist (
- 1920)
- 4. März: Margarete Neumann, deutsche Schriftstellerin (
- 1917)
- 11. März: James Tobin, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler (
- 1918)
- 11. März: Marion Gräfin Dönhoff, deutsche Journalistin und Publizistin (
- 1909)
- 13. März: Hans-Georg Gadamer, deutscher Philosoph (
- 1900)
- 13. März: Christian Graf von Krockow, deutscher Politikwissenschaftler (
- 1927)
- 18. März: Maud Farris-Luse, älteste Frau der Welt, Alter: 115 Jahren und 56 Tagen (
- 1887)
- 18. März: Gösta Winbergh, Sänger (
- 1943)
- 19. März: Marco Biagi, italienischer Politiker, Wissenschaftler und Publizist (
- 1951)
- 19. März: Mirza Tahir Ahmad, islamischer Anführer (
- 1928)
- 24. März: César Milstein, britischer Molekularbiologe und Nobelpreisträger (
- 1927)
- 27. März: Billy Wilder, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent (
- 1906)
- 27. März: Matthias Beltz, deutscher Kabarettist (
- 1945)
- 30. März: Elizabeth Bowes-Lyon, Mutter von Queen Elisabeth II. (
- 1900)
- 1. April: Heinrich Popitz, deutscher Soziologe (
- 1925)
- 3. April: Heinz Drache, deutscher Schauspieler
- 3. April: Frank Tovey, britischer Musiker
- 6. April: Martin Sperr, deutscher Schriftsteller und Schauspieler
- 8. April: Josef Svoboda, Bühnenarchitekt und Mitgründer der Prager Laterna Magika
- 10. April: Manfred Köhnlechner, deutscher Heilpraktiker
- 13. April: Ivan Desny
- 16. April: Herbert

Šabac

Šabac (kyrill.: Шабац) ist eine Stadt in Serbien mit der geografischen Lage 44.76° nördl. 19.69° östl. entlang des Flusses Sava im historischen Verwaltungsbezirk Mačva, wo es auch den Hauptverwaltungssitz bzw. die Hauptstadt des Bezirks darstellt. Die Einwohnerzahl liegt bei 55,163 (2002).

Geschichte

Erstmals wurde die Stadt im Mittelalter laut eines Dokuments aus dem Jahre 1454 mit dem Namen Zaslon erwähnt. Sie war ein Teil des Serbischen Königreichs, bis sie dann im 14. Jahrhundert an die Osmanen fiel. 1470 erbauten die Osmanen die erste Festung in der Stadt mit dem Namen Bejerdelen (Übersetzt: Die von der Seite zuschlägt). Im Laufe der Jahrzehnte wechselte die Stadt durch Eroberungen mehrmals den "Besitzer" zwischen dem Osmanischen Reich und Österreich-Ungarn. Der Grund dafür war die strategisch wichtige Position der Stadt und der wichtige Handelsknoten. Die Etymologie zwischen dem neuen und dem alten Namen ist unklar, es leitet sich aber möglicherweise aus dem Wort Sava ab. Klar ist jedoch, dass diese Stadt eine sehr wichtige Rolle während des ersten serbischen Aufstandes spielte. 1806 führte Karađorđe die serbische Wiederstandsarmee zu einem der ersten Siege gegen die Osmanische Armee, in der Nähe von Šabac beim Dorf Mišar. Die Obrenović Familie hinterließ auch ihre Spuren der Verstädterung und Modernisierung dieser Region und der Stadt Šabac selber, nach dem zweiten serbischen Aufstand und während ruhmreichen Zeit von Jevrem Obrenović dem Bruder von Miloš Obrenović. In der Zeit von 1820-1840 wurden die ersten Spitäler, Apotheken, Schulen, Theather und Opern gegründen die heute zu den ältesten Serbiens gehören. Die Stadt wurde 1867 mit dem Abzug der letzten türkischen Soldaten vollständig aus der osmanischen Herrschaft befreit. Die erste Zeitung Serbiens wurde im Jahre 1883 in Šabac gedruckt. Šabac war auch die erste Stadt in der Frauen an Sonntagen Kaffeehäuser besuchen durften, bis dato war dies nur den Männern vorbehalten. Während des ersten Weltkrieges gewann die Serbische Armee unter der Führung des Generals Štepa Štepanović die ersten Kämpfe gegen Österreich-Ungarn und somit auch den ersten Sieg der Alliierten (August 1914). Die chemische Fabrik "Zorka" wurde 1938 in Šabac erbaut und bildete den Grundstein für die Entfaltung der Stadt. Die Stadt gedeihte rassant schnell bis zum Zweiten Weltkrieg, als sie fast gänzlich von den Nazi-Deutschen zerstört wurde und sich ihre Einwohnerzahl von 14,000 auf 7,000 halbierte. Es wurden ein Konzentrazionslager in Šabac errichtet in dem 5,000 Šabac-Einwohner und 20,000 aus anderen Orten inhaftiert wurden. Die Anzahl der Opfer im Konzentrationslager beträgt mehr als 7,000. Letztendlich wurde die Stadt 1944 von den serbischen Partisanen wieder zurückerobert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde "Zorka" repariert und die Stadt entfaltete sich zu einer der modernsten Industriestädte Serbiens. In den 1970er Jahren erhielt die Stadt eine explosionsartige Erhöhung der Geburtenrate, da zuvor unmengen von Wohngebäuden, Schulen, Sportplätzen, Hallen und Kindergärten erbaut und eröffnet wurden um den Einwohnern das Gebären schmackhafter zu machen. Das gesamte Moorgebiet Benska Bara wurde in ein attraktives Gebiet für Einsiedler verwandelt. Und eine neue Brücke über den Fluss Sava verbindet nun die Stadt besser mit der Peripherie. Heute zählt die Stadt und Umgebung etwas mehr als 70,000 Einwohner und macht sie zu einer der größten und modernsten Städte Serbiens. Kategorie:Ort in Serbien

Weblinks


- [http://www.sabac.org/ Offizielle Website der Stadt Šabac]

Šabac

Šabac (kyrill.: Шабац) ist eine Stadt in Serbien mit der geografischen Lage 44.76° nördl. 19.69° östl. entlang des Flusses Sava im historischen Verwaltungsbezirk Mačva, wo es auch den Hauptverwaltungssitz bzw. die Hauptstadt des Bezirks darstellt. Die Einwohnerzahl liegt bei 55,163 (2002).

Geschichte

Erstmals wurde die Stadt im Mittelalter laut eines Dokuments aus dem Jahre 1454 mit dem Namen Zaslon erwähnt. Sie war ein Teil des Serbischen Königreichs, bis sie dann im 14. Jahrhundert an die Osmanen fiel. 1470 erbauten die Osmanen die erste Festung in der Stadt mit dem Namen Bejerdelen (Übersetzt: Die von der Seite zuschlägt). Im Laufe der Jahrzehnte wechselte die Stadt durch Eroberungen mehrmals den "Besitzer" zwischen dem Osmanischen Reich und Österreich-Ungarn. Der Grund dafür war die strategisch wichtige Position der Stadt und der wichtige Handelsknoten. Die Etymologie zwischen dem neuen und dem alten Namen ist unklar, es leitet sich aber möglicherweise aus dem Wort Sava ab. Klar ist jedoch, dass diese Stadt eine sehr wichtige Rolle während des ersten serbischen Aufstandes spielte. 1806 führte Karađorđe die serbische Wiederstandsarmee zu einem der ersten Siege gegen die Osmanische Armee, in der Nähe von Šabac beim Dorf Mišar. Die Obrenović Familie hinterließ auch ihre Spuren der Verstädterung und Modernisierung dieser Region und der Stadt Šabac selber, nach dem zweiten serbischen Aufstand und während ruhmreichen Zeit von Jevrem Obrenović dem Bruder von Miloš Obrenović. In der Zeit von 1820-1840 wurden die ersten Spitäler, Apotheken, Schulen, Theather und Opern gegründen die heute zu den ältesten Serbiens gehören. Die Stadt wurde 1867 mit dem Abzug der letzten türkischen Soldaten vollständig aus der osmanischen Herrschaft befreit. Die erste Zeitung Serbiens wurde im Jahre 1883 in Šabac gedruckt. Šabac war auch die erste Stadt in der Frauen an Sonntagen Kaffeehäuser besuchen durften, bis dato war dies nur den Männern vorbehalten. Während des ersten Weltkrieges gewann die Serbische Armee unter der Führung des Generals Štepa Štepanović die ersten Kämpfe gegen Österreich-Ungarn und somit auch den ersten Sieg der Alliierten (August 1914). Die chemische Fabrik "Zorka" wurde 1938 in Šabac erbaut und bildete den Grundstein für die Entfaltung der Stadt. Die Stadt gedeihte rassant schnell bis zum Zweiten Weltkrieg, als sie fast gänzlich von den Nazi-Deutschen zerstört wurde und sich ihre Einwohnerzahl von 14,000 auf 7,000 halbierte. Es wurden ein Konzentrazionslager in Šabac errichtet in dem 5,000 Šabac-Einwohner und 20,000 aus anderen Orten inhaftiert wurden. Die Anzahl der Opfer im Konzentrationslager beträgt mehr als 7,000. Letztendlich wurde die Stadt 1944 von den serbischen Partisanen wieder zurückerobert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde "Zorka" repariert und die Stadt entfaltete sich zu einer der modernsten Industriestädte Serbiens. In den 1970er Jahren erhielt die Stadt eine explosionsartige Erhöhung der Geburtenrate, da zuvor unmengen von Wohngebäuden, Schulen, Sportplätzen, Hallen und Kindergärten erbaut und eröffnet wurden um den Einwohnern das Gebären schmackhafter zu machen. Das gesamte Moorgebiet Benska Bara wurde in ein attraktives Gebiet für Einsiedler verwandelt. Und eine neue Brücke über den Fluss Sava verbindet nun die Stadt besser mit der Peripherie. Heute zählt die Stadt und Umgebung etwas mehr als 70,000 Einwohner und macht sie zu einer der größten und modernsten Städte Serbiens. Kategorie:Ort in Serbien

Weblinks


- [http://www.sabac.org/ Offizielle Website der Stadt Šabac]

Serben

Die Serben (serb. Срби, Srbi) sind ein südslawisches Volk. Die Serben sprechen die serbische Sprache. Die meisten Serben gehören der serbisch-orthodoxen Kirche an.

Bevölkerung

Serbien ist das traditionelle Kernland der Serben. Große serbische Bevölkerungsteile leben auch in Montenegro, Kroatien und in Bosnien und Herzegowina (wo sie neben den Bosniaken und Kroaten zu den drei konstitutiven Staatsvölkern Bosnien-Herzegowinas gehören), hauptsächlich in der Republika Srpska. Kleinere serbische Minderheiten gibt es in Albanien, Mazedonien, Rumänien, Slowenien und Ungarn. Die größte städtische Bevölkerung von Serben ist in Belgrad, Novi Sad und Niš in Serbien-Montenegro zu finden, und in Banja Luka in Bosnien-Herzegowina. In Serbien-Montenegro (Kosovo inbegriffen) bilden die Serben etwa 5% der Gesamtbevölkerung, in Kroatien 4,5% (vor den Balkankriegen 1991 waren es 12%), in Bosnien-Herzegowina 31%.

Sprache

Die Serben sprechen die serbische Sprache aus der Gruppe der südslawischen Sprachen. Die serbische Identität ist sehr eng mit der Sprache und der Schrift verbunden, in diesem Fall das kyrillische Alphabet, obwohl in den letzten Jahrzehnten das lateinische Alphabet immer mehr im Gebrauch ist.

Nachnamen

Die meisten serbischen Nachnamen enden mit einem , wie beispielsweise in Milanković. Das wird dabei als ein weiches itsch ausgesprochen. Der Buchstabe ć war früher in Westeuropa nicht gebräuchlich, weswegen das in der Regel als ein ich, itch oder itz geschrieben wurde, wie beispielsweise Milankovich, Milankovitch oder Milankovitz.

Religionen

Etwa 98% der Serben bekennen sich zur serbisch-orthodoxen Kirche. Neben orthodoxen Serben gibt es noch Protestanten, römische Katholiken, Muslime und Anhänger anderer Religionen. Die serbische Identität und Kultur ist sehr stark vom orthodoxen Christentum geprägt. Das geht leider so weit, dass beispielsweise radikale Gruppen behaupten, alle nicht-orthodoxe Serben seien keine richtigen Serben. Aber auch viele serbische Atheisten oder Kommunisten betrachten die serbische Orthodoxie als ihr kulturelles Erbe. Immerhin hat die Orthodoxe Kirche die ersten Bildungsinstitutionen bei den Serben eingeführt, das erste geschriebene Gesetzbuch (das Nomokanon des heiligen Sava von Serbien), und galt als Bewahrerin der serbischen nationalen Identität wie als Fürsprecherin der Serben während der Jahrhunderte langen Fremdherrschaft der Osmanen. Ähnliches gilt bei den islamischen Bosniaken und römisch-katholischen Kroaten, und einige Ethnologen sind der Meinung, dass sowohl Serben, Bosniaken und Kroaten ihre nationale Identität von ihrer Religion und nicht von ihrer ethnischen Zugehörigkeit herleiten. Dieses mag bei den Serben im Großen gelten, aber nicht insgesamt: Der bosnische Schriftsteller Ivo Andrić war selbstbekennender serbischer Katholik (obwohl serbisch-kroatischer Abstammung), der auch aus Bosnien stammende Schriftsteller Meša Selimović ebenfalls selbstbekennender serbischer Moslem, oder in der Gegenwart der bosnische Regisseur Emir Kusturica.

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