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Magnetband

Magnetband

Ein Magnetband ist ein Speichermedium. Bei der analogen Speicherung von Audiomaterial wird es auch Tonband genannt. Es besteht heutzutage aus einer langen, schmalen Kunststofffolie, die mit einem magnetisierbaren Material beschichtet ist. Häufig ist auch die Rückseite beschichtet (Rückseitenmattierung), um freitragende Bandwickel zu ermöglichen. Früher gab es auch beschichtetes Papier und Band aus homogenem magnetischen Material. Das heutige Magnetband ist eine Entwicklung der AEG und der IG Farben (BASF) in den Jahren 1935 bis 1940. Tonband Das Band ist auf Spulen oder Bobbys aufgewickelt, wobei beide oft in Kassetten eingebaut sind.

Anwendungen


- Tonband - zum Aufzeichnen und Abspielen von analogen Tonsignalen
  - Spulen-Tonbandgerät
  - Kassettenrekorder, Walkman
  - DAT
  - DTRS
  - ADAT
- Videoband (MAZ), vgl. Übersicht der Videoformate, Videokassette, Videorekorder und Videokamera
  - Betamax
  - Video 2000
  - VCR-System
  - U-matic
  - VHS, S-VHS
  - Video 8, Hi8
  - DV und MiniDV
  - M2
- Bandlaufwerk im IT-Bereich zur Datensicherung und Archivierung:
  - Datasette
  - 3490
  - AIT
  - DAT
  - DLT
  - Floppy-Tape
  - LTO
  - QIC
  - SLR
  - VXA Sauch Exabyte

Schreibmethoden bei der Anwendung als Speichermedium für digitale Daten

Es gibt prinzipiell 2 Verfahren, Daten auf ein Magnetband zu schreiben, das Start-Stop-Verfahren und das Streaming-Verfahren (streaming mode).

Start-Stop-Verfahren

Beim Start-Stop-Verfahren werden immer einzelne Datenblöcke auf das Band geschrieben. Weil beim Schreiben das Band mit einer bestimmten Mindestgeschwindigkeit am Schreib-/Lesekopf vorbeilaufen muss, ist das Band für jeden Schreibvorgang zunächst zu beschleunigen (Startphase). Nach dem Schreiben wird das Band wieder gestoppt. Wegen dieser Start- und Stopphasen müssen auf dem Magentband zwischen den Datensätzen leere Bereiche vorgesehen werden. Diese werden in der Fachsprache Klüfte oder lnterblock-Gaps genannt. Dieses Verfahren wird nur noch sehr selten eingesetzt.

Blockung

Ein beschriebenes Magnetband sieht daher so aus: XX..........XX..........XX..........XX.......... XX sind die Nutzdaten. .......... sind die Klüfte. Daran erkennt man, dass ein beschriebenes Band zu einem grossen Teil aus ungenutzten Klüften und nur aus einem geringen Teil aus Nutzdaten besteht. Um den Anteil der Nutzdaten zu erhöhen, kann man die Daten blocken. Dazu fasst mehrere (kurze) logische Datensätze im Hauptspeicher des Rechners zu einem (langen) physikalischen Datensatz zusammen und schreibt diesen auf das Band. Dies hat mehrere Vorteile: Das Band wird besser ausgenutzt, weil sich der Nutzdatenanteil erhöht. Außerdem wird die Bandeinheit und das Magnetband geschont, weil weniger Schreibzugriffe erfolgen und so die erhebliche mechanische Belastung durch das Starten und Stoppen reduziert wird. Man nennt die Länge der originalen Datensätze logische Satzlänge, die Länge des geblockten Satzes physikalische Satzlänge und die Anzahl der logischen Sätze in einem physikalischen Satz Blockungsfaktor. Beispiel: Will man die Daten von Lochkarten auf ein Band übertragen, dann hat man eine logische Satzlänge von 80 Zeichen. Blockt man 100 Lochkarten zu einem physikalischen Satz, dann beträgt die physikalische Satzlänge 8000 Zeichen und der Blockungsfaktor ist 100. Es ist also meist vorteilhaft, einen möglichst grossen Blockungsfaktor zu wählen. Moderne Geräte (DLT, LTO usw.) arbeiten mit einer Blockgröße von 64 Kilobyte und mehr.

Streaming Mode

Der Streaming Modus ist die modernste Aufzeichnungsmethode. Beim Streaming Modus wird das Band kontinuierlich (ohne anzuhalten) beschrieben. Voraussetzung ist, dass die Daten schnell genug (zum Beispiel aus einem Pufferspeicher) an die Magnetbandeinheit geliefert werden. Dieses Verfahren ist wesentlich schneller als das Start-Stop-Verfahren, Band und Bandgerät werden geschont. Auch benötigt man keine Gaps. Muß dennoch angehalten werden, werden sogenannte Filemarks auf das Band geschrieben. Das Wiederaufsetzen nach einem Stop ist zum Beispiel bei den modernen DLT und S-DLT Laufwerken nahezu verlustfrei.

Siehe auch


- Rekorder
- Shoeshine Problem
- Backup
- Videoformat

Verweise


- http://www.useddlt.com/tonband_story1.0.html (Kleine Historie und Chronik der magnetischen Aufzeichnung)
- http://www.useddlt.com/das_ton_band.0.html
- http://stshome.de/elektronik/steckerbelegung/magnetband/ (Steckerbelegung für Magnetbandgeräte) Kategorie:SpeichermediumKategorie:Tonträger ja:磁気テープ

Speichermedium

Ein Speichermedium dient zur Speicherung von Daten bzw. Informationen. Man kann hierbei zwischen nur lesbaren, einmalig beschreibbaren und wiederbeschreibbaren Datenträgern unterscheiden. Außerdem lassen sich solche Medien danach klassifizieren, wie die Informationen auf ihnen gespeichert werden. Speichermedien können folgendermaßen untergliedert werden:

Physische Speicherung

Umfasst alle Speichermedien, für die mechanische Bearbeitungsprozesse benötigt werden. Als Beispiele seien genannt der Druck von Schrift auf Papier und das Erstellen von Keilschrift auf Tontafeln. Hier finden wir auch alle klassischen, nicht EDV-spezifischen Speichermedien. Unterschiede bestehen hierbei in der Handhabung sowie der Lebensdauer (Haltbarkeit) des jeweiligen Speichermediums.

Ohne Hilfsmittel zu lesen

Die Informationen auf diesen Speichermedien können durch Menschen ohne technische Hilfsmittel unmittelbar verarbeitet werden
- Papier, auch Papyrus, Pergament, Palmblatt
- Folie
- Steintafel
- Tontafel, Tonzylinder
- Holztafel, Kerbholz
- Wachstafel
- Leder,
- Knotenschrift
- Wandzeichnung
- Schiefertafel
- Schreibfolie
- Teppich von Bayeux

Mit Hilfsmitteln zu lesen

Um die Information von den folgenden Speichermedien zu lesen, braucht man im Allgemeinen ein technisches Hilfsmittel. (Informationen auf Lochkarten und Lochstreifen lassen sich im Notfall aber auch ohne Hilfsmittel bzw. mittels einer Tabelle entziffern.)
- Lochkarten
- Lochstreifen
- LP (Langspielplatte, Vinyl)
- Schellack-Platte
- Wachszylinder

Elektronische Speicherung / Halbleiterspeicher

Unter der Elektronischen Speicherung sind alle Speichermedien zusammengefasst, welche Informationen in oder auf Basis von elektronischen Bauelementen speichern. Die elektronische Speicherung findet heute praktisch nur noch in Silizium realisierten integrierten Schaltkreisen statt. Die einzelnen Speichermechanismen können nach der Charakteristik der Datenhaltung unterschieden werden:
- flüchtige Speicher, deren Information verloren gehen, wenn sie nicht aufgefrischt werden oder der Strom abgeschaltet wird,
- permanente Speicher, in denen sich eine einmal gespeicherte oder festverdrahtete Information befindet, die nicht mehr verändert werden kann und
- semi-permanente Speicher, die Informationen permanent speichern, in denen aber Informationen auch verändert werden können. Um elektronische Speichermedien lesen zu können, bedarf es auch technischer Hilfsmittel.
- Flüchtig:
  - DRAM, dynamisches RAM (dynamic random access memory)
  - SRAM (static random access memory)
- Permanent:
  - ROM (read only memory)
  - PROM (programable read only memory)
- Semi-permanent:
  - EPROM (erasable programable read only memory)
  - EEPROM (electrically erasable programable read only memory)
  - Flash-EEPROM (USB-Stick)
  - FRAM
  - MRAM
  - Phase Change RAM (siehe auch Permanentspeichermedium) Der Endanwender erhält die elektronischen Speichermedien häufig jedoch nicht als einzelnen Speicherbaustein, sondern bereits als kombiniertes Produkt: Im Fall von DRAM für die Anwendung als Arbeitsspeicher in Computern oder Peripheriegeräte werden mehrere Speicherbausteine auf sogenannte Speichermodule kombiniert. Die für die Speicherung von Multimedia-Daten in mobilen Anwendungen beliebten Flash-Speicher kommen in vielfältigen, meist als Speicherkarte ausgeführten Gehäusen, die neben dem eigentlichen Speicherbaustein auch Controller enthalten.

Magnetische Speicherung

Die magnetische Speicherung von Information erfolgt auf magnetisierbarem Material. Dieses kann auf Bänder, Karten, Papier oder Platten aufgebracht werden. Magnetische Medien werden (außer Kernspeicher) mittels eines Lese/Schreibkopfes gelesen respektive geschrieben. Wir unterscheiden hier zwischen rotierenden Platten(stapeln), die mittels eines beweglichen Kopfes gelesen und geschrieben werden und nicht rotierenden Medien, die üblicherweise an einem feststehenden Kopf zum Lesen/Schreiben vorbeigeführt werden. Bild:magnetspeicher.png|Magnetspeicher
- Magneto-elektronisch
  - Kernspeicher
- Nicht rotierende Speichermedien
  - Magnetband
  - Magnetkarte
  - Magnetstreifen
  - Compact Cassette (Datasette)
- Rotierende Speichermedien
  - Magnet-Trommel
  - Festplatte (hard disk)
  - Diskette (floppy disk)
  - Wechselplatte z. B. Zip-Diskette (von iomega)

Optische Speicherung

Die optische Speicherung nutzt Filter-, Reflexions- und Beugungseigenschaften von verschiedenen Materialien. Beim Film und in der Photographie werden farbfilternde Eigenschaften ausgenutzt, bei CDs die reflektiven Eigenschaften und bei Hologrammen die lichtbeugenden Eigenschaften.
- Film und Mikrofilm.
- Laserdisc.
- PD.
- CD, Unterformate: Audio-CD, CD-ROM, CD-R, CD-RW, SVCD, VCD, MVCD.
- DVD, Unterformate: DVD-Video, DVD-Audio, DVD-ROM, DVD-RAM, DVD±R, DVD±RW.
- DVD-Nachfolger: Blu-ray Disc, HD-DVD, Ultra Density Optical.
- HVD
- Holographischer Speicher.

Magneto-optische Speicherung

Die Magneto-Optische Speicherung nutzt die Tatsache, dass einige Materialien durch Magnetisierung ihre optischen Eigenschaften verändern, aber auch dass ein Laserstrahl mittels Wärmeinduktion die Magnetisierung eines magnetischen Materials aufheben kann. Ausgelesen werden magneto-optische Medien rein optisch.
- MiniDisc
- MO-Disk

Sonstige Speicherung


- Laufzeitspeicher
- "biologische Speicher": siehe Deinococcus radiodurans
- Wasser als Speichermedium [http://www.stmugv.bayern.de/de/aktiv/schule/48/home/ch_forsh.htm]

Weitere Kriterien zur Untergliederung


- Beschreibbarkeit
- Kapazität und Zugriffsgeschwindigkeit
- Lebensdauer

Siehe auch


- Kategorie: Speichermedium - Eine alphabetische Liste aller Artikel über Speichermedien in Wikipedia.
- Backupserver
- Digitales Vergessen
- Datenrettung
- ECM-Komponenten
- Elektronische Archivierung
- Information Lifecycle Management
- Revisionssichere Speicher

Weblinks


- [http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=984&item=222111 netzeitung.de: Strahlenresistente Bakterien als dauerhafte Datenspeicher]
- [http://zeus.zeit.de/text/2003/09/DNA-Text_10 Die Zeit: Biologische Festplatte]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249875.html www.wissenschaft.de: Plastikkugeln schlagen DVD - Neues Speichermedium punktet mit deutlich höherer Speicherdichte]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/255413.html www.wissenschaft.de: Scharfe Superdisk - Nachkömmling der DVD kann 100 Gigabyte speichern] Kategorie:Fototechnik Kategorie:Speichermedium ja:記憶装置

Tonband

Ein Tonband (Magnettonband) ist ein Stahl-, Papier- oder Kunststoffband, das mit magnetischen Stoffen, z. B. Eisenoxid, speziellen Metalloxiden oder (Reineisenpulver) beschichtet ist. Es dient zur magnetischen Speicherung analoger oder digitaler Audiosignale.

Geschichtliches

eisen] eisen Erste Experimente zur magnetischen Tonaufzeichnung wurden mit Stahldraht gemacht. Das Ur-Tonband war ein Stahlband auf Spulen (bei der Marconi-Stahlbandmaschine). Um das Jahr 1928 hat der Dresdner Fritz Pfleumer das Papier-Tonband erfunden, und etwa 1935/36 wurde bei der BASF in Ludwigshafen das erste Kunststoff-Tonband, das L-Typ-Band, entwickelt. Das heutige Tonband wird auf offenen Tellern oder Spulen (für Spulentonbandgeräte) aufgewickelt oder in Kassetten verwendet. (Meist in der Compact Cassette für Kassettentonbandgeräte; für Diktiergeräte und Anrufbeantworter werden meist kleinere Kassetten benutzt.) Der Begriff „Tonband“ wird oft synonym zu „Spulentonband“ – im Gegensatz zur „Compact Cassette“ (die auch nach dem Tonbandprinzip funktioniert) verwendet. Im Heimbereich wurde das (Spulen-)Tonband in den 70er- und 80er-Jahren weitgehend von der Compact Cassette (CC) abgelöst; diese wiederum wurde Ende der 90er-Jahre (mit der Verbreitung der CD-R) von der Compact Disc (CD) abgelöst. Der Begriff Tonband bezieht sich nicht nur auf das Speichermedium allein, sondern man meint mit diesem Begriff auch das Abspielgerät für Spulentonbänder. Durch die immer stärkere Verbreitung der Compact Cassette verlor das Tonband-(Gerät) im Heimbereich schnell an Bedeutung. Man musste nicht mehr umständlich das Band einfädeln/einlegen, sondern steckte die Kassette einfach und schnell in das Abspielgerät. Auch wenn vielfach Tonband durch Harddisk-Recording verdrängt wird, finden sich auch heute noch Tonbandmaschinen im professionellen Einsatz; so beispielsweise in Musikstudios und auf Filmsets. Tonbandmaschinen sind außerdem noch bei der Komposition und Interpretation von Werken der elektronischen Musik im Einsatz.

Bandgeschwindigkeit und -breite

Die Breite des Bandes betrug bei den Pfleumerschen Versuchen anfänglich 16 mm (es lief auf 16 mm-Filmspulen), später im Experiment ca. 10 mm, dann bei der AEG vor dem Krieg 6,5 mm. Seit Kriegsende beträgt sie 1/4" = 6,35 mm oder ein Vielfaches davon – bis hoch zu 2-Zoll-Bändern bzw. nur 0,15" (3,81 mm) bei der Compact Cassette. Es wird auf Spulen mit einer Länge von bis zu weit über 1000 Metern aufgewickelt. Die Vorschub-Geschwindigkeit beim Betrieb (Bandgeschwindigkeit) beeinflusst die Aufnahmequalität; unter anderem auch den Frequenzgang, weshalb Tonbandgeräte für jede Bandgeschwindigkeit eine individuelle Vorverzerrung bzw. Entzerrung besitzen. Bei Heimgeräten sehr gebräuchlich sind 9,5 cm/s. Diese Geschwindigkeit ist für die Aufzeichnung von Radiosendungen und Interviews ausreichend. Somit haben die Bänder eine Spielzeit von ein bis zwei Stunden. Weitere Geschwindigkeiten sind 2,4 cm/s (für Flugfunk- und Sitzungsaufzeichnungen sowie Dokumentationszwecke), 4,75 cm/s (wie die Compact Cassette), 19 cm/s für höherwertige Aufnahmen und 38 cm/s oder sogar 76 cm/s für professionelle Zwecke (Masterbänder in Tonstudios). Der Durchmesser der Spulen für die Tonbänder reicht von 6 cm bis 26,5 cm, in alten Rundfunkstudios und in den USA sogar bis 16" (etwa 41 cm). Der Ton wird auf einer oder auf mehreren Spuren gleichzeitig aufgezeichnet. Es gibt digitale 48-Spur-Geräte, analoge sogar mit bis zu 64 Spuren.

Vormagnetisierung

Die Magnetisierbarkeit ferromagnetischer Substanzen ist von ihrem Vorzustand abhängig (Hysterese). Daher wird das Band vor der Aufnahme zunächst gelöscht. Zur Magnetisierung der Partikel in der Schicht muss die Feldstärke eine gewissen Schwelle (Koerzitivfeldstärke (?)) überschreiten. Dazu wird durch den Aufnahmekopf neben dem Audiosignal (Sprechstrom) ein hochfrequenter Wechselstrom – die sogenannte Vormagnetisierung (engl. Bias) – geschickt. Die Wellenlänge der Vormagnetisierungsfrequenz ist klein gegenüber der Größe der magnetischen Partikel des Bandes bzw. der Breite des Spaltes des Aufnahmekopfes. Die Vormagnetisierung sorgt dafür, dass die Hysteresekurve (siehe Hysterese) der vor dem Spalt befindlichen Schichtpartikel durchlaufen wird. Wenn die Partikel über die Spaltkante hinwegschreiten, nimmt die Feldstärke schnell ab, sodass der Sprechstrom die endgültige Magnetisierung eines jeden Partikels in der Schicht bestimmt. Der Löschkopf wird normalerweise von dem gleichen Hochfrequenzoszillator versorgt, der auch für die Vormagnetisierung benutzt wird. Alternativ kann die Löschung und Vormagnetisierung auch mit Gleichfeldern vorgenommen werden. Bis auf den Preis ist dies jedoch nur mit Nachteilen verbunden. Insbesondere können derartig mit einem Gleichfeld magnetisierte Bänder beim Abspielen leichter die Bauteile anderer (auch höherwertiger) Kassetten- bzw. Tonbandgeräte magnetisieren, die anschließend dann abgespielte Aufnahmen anlöschen. (Anlöschen bedeutet, dass die Qualität der Aufnahmen nachlässt. Insbesondere treten ein Höhenverlust und ein verminderter Rauschabstand auf.) Früher war diese Technik praktisch nur in Anwendungen wie z. B. Anrufbeantwortern oder Diktiergeräten anzutreffen. Obwohl die Kosten einer Hochfrequenz-Vormagnetisierungs- und -Lösch-Einrichtung in der Serienfertigung im Zig-Cent-Bereich liegen dürfte, ist die Gleichfeldtechnik leider z. B. bei tragbaren Kassettengeräten (Ghettoblastern) auf dem Vormarsch – leicht erkennbar an einem Dauermagnet-Löschkopf, der bei Wiedergabe wegklappt bzw. in einer Ruheposition verharrt.

Archivierung

Zum Archivieren werden Tonbänder in speziellen klimatisierten Räumen aufbewahrt, sie waren (und sind immer noch) anfänglich empfindlich für Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit. Mit der Weiterentwicklung von Acetyl-Cellulose- über PVC- hin zum Polyester-Trägermaterial war dieses Problem fast gelöst. Eine geringe Qualitätsminderung durch die Lagerung speziell durch den Einfluss des Erdmagnetfeldes muss in Kauf genommen werden.

Bedeutende Hersteller von Tonbandgeräten


- Akai
- Braun
- Grundig
- Nordmende
- ReVox / Studer
- Philips
- Saba
- Sony
- Tandberg
- Teac / Tascam
- Telefunken
- Uher

Bedeutende Hersteller von Bandmaterial


- Agfa-Gevaert
- Agfa-Wolfen
- Ampex
- BASF / Emtec
- Hitachi / Maxell
- Fujifilm
- ORWO
- Philips
- Imation (ehemals 3M = Minnesota Mining & Manufacturing) / Produktname Scotch
- Sony
- TDK

Siehe auch


- Magnetband
- Tonbandgerät

Weblinks


- [http://www.useddlt.com/das_ton_band.0.html Kleine Historie und Chronik zur Geschichte des Tonbands]
- [http://www.useddlt.com/band-technik-1.0.html Magnetband Dicken und Bandtechnik]
- [http://www.tonbandwelt.de Linkliste und Forum] Kategorie:Tonträger

Kassette

Eine Kassette (franz.: cassette Kästchen; aus ital.: cassa) ist: #ein (meist sehr stabiles) verschließbares Metall-, Holz- oder Lederbehältnis zur Aufbewahrung von Geld oder Wertgegenständen #eine feste Schutzhülle, meist aus Karton, für mehrere in einer Ausgabe zusammengefasste Bücher, CDs oder Schallplatten #eine Kurzform für Compact Cassette (Audiokassette) oder Videokassette #in der Fotografie eine Behälter der photoempfindliches Material (z.B. Fotoplatte) vor Licht schützt. # in der Architektur ein vertieftes viereckiges Feld in einer flachen oder gewölbten Zimmerdecke, siehe Kassettendecke #in der Gentechnik ein verwendetes Fragment, das zur Inaktivierung von Genen eingesetzt wird #das hintere Ritzel- oder Zahnkranzpaket bei Fahrrädern mit Kettenschaltung Siehe auch: Kassettenrekorder ja:カセット

Aufzeichnung

Der Ausdruck Aufzeichnung bezeichnet:
- eine grafische Skizze
- eine schriftliche Dokumentation
- ein schriftliches Protokoll
- (plur.) "Aufzeichnungen": Tagebucheintragungen
- historische Annalen
- den Prozess einer audiovisuellen oder anderen technischen Aufnahme, (Magnetaufzeichnung =MAZ)
- eine im Unterschied zur Live-Übertragung durch eine MAZ aufgezeichnete:Programmaufzeichnung

Analog

Die Analogie, Adjektiv analog (griechisch αναλογία, analogía - die Proportionalität, Entsprechung, Verhältnismäßigkeit) hat je nach Kontext und Verwendung als Substantiv oder Adjektiv unterschiedliche Bedeutungen: # Etwas verhält sich analog also gleich oder entsprechend, zu etwas anderem, es bildet also eine Analogie, man kann per Analogieschluss Erkenntnisse gewinnen. # (mathematisch, vor allem adjektivisch) Eine Gleichung oder ein Beweis ist analog, wenn die gleichen mathematischen Beziehungen zu Grunde liegen. Siehe dazu Analogiebeweis. # Analogie (Philosophie) # (technisch, nur adjektivisch oder substantivisch in Zusammensetzungen) Von analogen Signalen oder Analogsignalen spricht man, wenn eine wert- und/oder zeitkontinuierliche Zuordnung von einer physikalischen Messgröße zu einer anderen (z.B. Temperatur zu Spannung, aber auch Eingangs- zu Ausgangsspannung) vorgenommen wird (Gegenteil: digital). # (biologisch, meist adjektivisch) Analoge Strukturen sind funktionsgleiche Strukturen, die sich nicht bis zu einen gemeinsamen Vorfahren zurückverfolgen lassen. Siehe dazu Analogie (Biologie). # (Rechtswissenschaft) Eine Rechtsnorm wird auf einen Sachverhalt analog angewandt, wenn ihre tatbestandlichen Voraussetzungen zwar nicht vorliegen, das Gesetz aber eine planwidrige Lücke enthält und eine vergleichbare Interessenlage gegeben ist. Siehe dazu Analogie (Recht). # analog (Kommunikationswissenschaft) nach Paul Watzlawick et al. der Teil der Kommunikation, der sich durch den Bezug auf die Beziehung der Partner zueinander auszeichnet und nicht durch einen Bezug in der Welt. th:แอนะล็อก

Tonbandgerät

] Ein Tonbandgerät dient der analogen Tonaufzeichnung auf Tonbandmaterial. Letzteres besteht aus dünnem Kunststoff als Trägermaterial, das mit einer magnetisierbaren Schicht mit Eisen-, Eisenoxid- und/oder Chromoxidkristallen beschichtet ist.

Geschichte

Es gab historisch seit den 1930er Jahren zunächst nur Spulengeräte, die mit losem Bandmaterial arbeiten. In der Anfangszeit war dies einfach Stahldraht. Im Laufe der 1930er Jahre werden Acetat-Bänder mit einer Breite von 6,5 mm entwickelt, die auf mehr oder weniger großen Spulen aufgewickelt werden. Diese ersten Geräte nennt man auch Vollspurgeräte, weil die ganze Bandbreite nur für eine Spur genutzt wird. Die Bandgeschwindigkeit beträgt zuerst 77 cm/s, später 38 cm/s. Um 1943 gibt es erste Halbspurgeräte. Dabei wird erst die eine Hälfte des Bandes genutzt und die Spule am Bandende gedreht; so kann man die Spielzeit verdoppeln. Zu Beginn der 1960er Jahre werden Viertelspurgeräte entwickelt. Im Heimbereich sinkt die Bandgeschwindigkeit auf 9,5 cm/s. Diese Geräte ermöglichen die Stereo-Aufzeichnung. Mitte der 1960er-Jahre werden Mehrspurtonbandgeräte eingeführt - zuerst 8-Spur-Geräte mit einer Bandbreite von 1 Zoll (1 Zoll = 2,54 cm), in der Weiterentwicklung ging dieses bis auf 48 Spuren auf 2-Zoll-Band (5,08 cm). Hiermit ist es möglich, 48 einzelne Tonquellen gleichzeitig oder nacheinander aufzunehmen, und man hat somit bei der Ur-Aufnahme jede Ton-Quelle einer Spur zugeordnet. Dadurch kann das Abmischen nachträglich geschehen und bis zur Zufriedenheit wiederholt werden. Versuche gab es auch mit bis zu 96 Spuren. Spulentonbandgeräte werden heute kaum noch im Privatbereich eingesetzt, sondern nur noch im professionellem Bereich, vor allem beim Rundfunk und in Tonstudios; aber auch dort schon mit abnehmender Tendenz. In den 1960er-Jahren kommen die Kassettengeräte mit den Compact Cassetten (Audiokassetten) auf. Sie sind in der Handhabung deutlich bequemer und durch ihr Gehäuse 'narrensicher'. Sie arbeiten mit wesentlich schmalerem Bandmaterial (3,175 mm), was sich in der Anfangszeit sehr in schlechterer Tonqualität niederschlägt, so dass diese Geräte zunächst vor allem als Diktiergeräte und weniger zur Musikaufzeichnung eingesetzt werden. Das ändert sich rasch, vor allem, als CrO2-Bandmaterial entwickelt wird, mit dem auch HiFi-Qualität möglich wird. Durch den Einsatz von Rauschunterdrückungs-Systemen (Dolby, HighCom (Telefunken)) konnte die Tonqualität nochmals erheblich gesteigert werden. Ebenfalls wurden neue Tonköpfe entwickelt, die eine sehr hohe Standzeit hatten (Glasferritkopf). Damit lösten die Kassettengeräte die Spulentonbandgeräte im Privatbereich ab. Heute werden auch diese Geräte immer seltener eingesetzt. In ihre Domäne dringen selbstgebrannte CDs bzw. DVDs, die MiniDisc sowie Computer-Festplatten (v. a. mit MP3-Musikdateien) vor.

Aufbau und Technik

Standardmäßig hat man links die Abwickelspule mit dem Vorrat, vorn in der Mitte die Tonköpfe (s. u.) und die Capstan-Welle (s. u.) und rechts die Aufwickelspule. Im professionellen Bereich werden auch offene Bandteller verwendet, als Wickelkörper dienen der AEG-Spulenkern (sogenannter Bobby) bzw. der NAB-Ring. Zur Aufzeichnung dienen zwei Tonköpfe. Zuerst läuft das Band an einem Löschkopf vorbei, der einen relativ breiten Kopfspalt aufweist und mit Hochfrequenz weit jenseits hörbarer Frequenzen – meist über 80 kHz – gespeist wird. Bei billigen Geräten wird auch schon mal mit einem Gleichfeld gelöscht, was aber die Aufnahmequalität mindert. Die eigentliche Aufzeichnung erfolgt mit einem Sprechkopf, der einen etwas breiteren Kopfspalt als der Hörkopf aufweist, um eine genügende Durchflutung des magnetisierbaren Materiales und damit genügend Pegel und Rauschabstand zu ermöglichen. Die aufzuzeichnende Niederfrequenz bekommt noch einen gewissen Anteil an Hochfrequenz (die gleiche wie beim Löschkopf) zugemischt, um Hystereseeffekte zu vermeiden, die sog. Vormagnetisierung. Zur Wiedergabe dient ein Hörkopf, der eher einen möglichst schmalen Kopfspalt haben sollte, um ein möglichst hohe Grenzfrequenz zu erreichen. Bei preiswerteren Geräten wird nur ein einziger Kombi-Kopf sowohl als Hör- und als Sprechkopf verwendet, der dann nach einem Kompromiss für beide Anforderungen ausgelegt wird. Der eigentliche Bandantrieb erfolgt nicht über die Bandteller, da dies angesichts der ständigen Durchmesseränderungen der Bandwickel zu Geschwindigkeitsschwankungen führen würde. Die konstante Bandgeschwindigkeit wird durch eine senkrecht stehende, präzisonsgefertigte Stahlwelle in enger Nähe zu den Sprechköpfen gewährleistet, die einen genau festgelegten Durchmesser hat und mit hochkonstanter Drehzahl rotiert. An diese wird das Band durch eine gefederte Gummirolle angedrückt. Diese Welle nennt man Capstan-Welle. Die Bandteller sind dann nur noch dazu da, das Bandmaterial mit geringem Widerstand abzuwickeln und mit leichtem Zug auf der anderen Seite aufzuwickeln. Bei Heimgeräten erfolgt dies meist durch mechanische Rutschkupplungen. Bei (halb-)professionellen Geräten (z. B. ReVox) erfolgt der Antrieb mit drei Motoren, von denen zwei für das Drehmoment der beiden Wickelteller und der dritte für den Antrieb der Capstanwelle zuständig sind. Die Bandgeschwindigkeit bei Spulentonbandgeräten beträgt 9,5 cm/s oder ein Vielfaches einer Zweierpotenz davon (19, 38, 76 cm/s) oder Bruchteile (4,75 cm/s) davon. Der Wert 4,75 cm/s wird auch bei Audiokassetten verwendet. Videokasetten laufen in Standardgeschwindigkeit etwa halb so schnell (2,39 cm/s). Jede Bandgeschwindigkeit hat ihre spezielle optimale Emphase. Zu dieser Änderung des Frequenzganges gehört eine genormte Zeitkonstante. Dabei werden bei der Aufnahme hohe Frequenzen angehoben (Vorverzerrung oder Präemphase), die bei der Wiedergabe im gleichen Verhältnis durch die Entzerrung (Deemphase) wieder abgesenkt werden.

Bedeutende Hersteller von Tonbandgeräten


- Akai
- Braun
- Grundig
- Nordmende
- ReVox / Studer
- Philips
- Saba
- Sony
- Tandberg
- Teac / Tascam
- Telefunken (siehe auch Magnetophon)
- Uher

Weblinks


- http://www.useddlt.com/tonband_story1.0.html Chronologische Historie der Entwicklung des Tonbandgerätes
- http://www.useddlt.com/historie1.0.html Historie und Galerie von Magnettongeräten aller Jahrgänge aus aller Welt Kategorie:Elektrogerät Kategorie:Tonträger ja:テープレコーダー

Walkman

Walkman (wörtliche Übersetzung: Spaziergänger) ist eine Marke der Firma Sony für ein tragbares Kassettenabspielgerät. In der deutschen Umgangssprache ist der Markenname inzwischen ein Begriffsmonopol und dient als Bezeichnung für die Produktgattung (unabhängig vom Hersteller). In Österreich wurden Sony deshalb die Rechte an der Marke entzogen. In seiner Autobiographie behauptete der Sony-Firmengründer Akio Morita (1921-1999), Erfinder des Walkman zu sein. Allerdings hatte bereits 1977 der Deutsche Andreas Pavel ein ähnliches Gerät in mehreren Ländern zum Patent angemeldet. Die Patentschrift beschreibt seinen Stereobelt als "Kleinanlage für die hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen". Im Juli 1979 kam Sony mit seinem ersten Walkman [http://www.google.de/url?sa=t&ct=res&cd=1&url=http%3A//news.sel.sony.com/digitalimages/photo%3Fphoto_id%3D131428&ei=jCT7QuSOIcLk4AG2mN1H/ TPS-L2] auf den Markt. Von Geräten mit dem Markennamen Walkman wurden ca. 330 Millionen Stück verkauft. Sony bestritt lange Zeit die Ansprüche von Pavel, auch mehrere Gerichte verneinten dessen Anspruch auf Lizenzgebühren. Nach dem Tod von Akio Morita schloss Sony 2004 jedoch einen außergerichtlichen Vergleich mit Andreas Pavel. In den 1990er Jahren lösten tragbare CD-Spieler (häufig auch als Discman bezeichnet) den Walkman ab; heute zählt er als Vorläufer auch von MP3-Playern. Mit dem Markennamen Walkman bringt Sony beziehungsweise die Mobilfunktochter Sony Ericsson, eine neue Handy-Produktlinie (W800i, W550i) auf den Markt (August 2005). Diese sind ein Zwitter aus MP3-Player und Telefon.

Weblinks


- [http://www.frank-schaetzlein.de/biblio/biblio_walkman.htm Auswahlbibliographie: Walkman von Frank Schätzlein]
- [http://www.heise.de/newsticker/meldung/47769/ "Sony legt Walkman-Patentstreit mit deutschem Erfinder bei"] (Heise-News, 28.5.2004)
- [http://de.news.yahoo.com//040805/336/45hg9.html "Der Mann im Ohr. Der Walkman wird 25 Jahre"] (Yahoo-Nachrichten, 5.8.2004)
- [http://www.welt.de/data/2004/08/09/316655.html Josef Engels: "25 Jahre Walkman"] (Die Welt, 9.8.2004) Kategorie:Markenname Kategorie:Elektrogerät Kategorie:Tonträger ja:ウォークマン ko:워크맨

Digital Audio Tape

Das Digital Audio Tape (DAT) ist ein digitales Audio-Tonband.

Geschichte

DAT wurde 1987 von der DAT-Konferenz entwickelt. Es wurden zwei Verfahren entwickelt: R-DAT, das schließlich auf den Markt kam, und S-DAT. R-DAT sollte als Ablösung der Compact Cassette dienen. Tatsächlich gab es eine Zeit lang eine kleine Auswahl an bespielten DATs im Handel zu kaufen. Allerdings wurde das Format von der [http://www.ifpi.org International Federation of the Phonographic Industrie] aus Angst vor Piraterie bekämpft. Schon damals wurde den potentiellen DAT-Importeuren in Amerika mit Millionenklagen gedroht. Aus diesem Grund konnte DAT im Consumer-Bereich keinen Durchbruch erreichen. Im professionellen Bereich hat sich DAT aber unerwartet gut etabliert. Dank seiner Zuverlässigkeit wurde DAT von HP auch als Basis für das DDS-Format zur Datensicherung verwendet.

Technik

Qualität und Komfort sind deutlich erhöht gegenüber analogen Tonbandgeräten. Mit einer Samplingfrequenz von bis zu 96 kHz und einer Auflösung von maximal 24 Bit ist das Klangpotenzial höher als das der CD. R-DAT (R für rotary Head) verwendet wie sein Vorbild VHS ein Azimut-Aufzeichnungsverfahren. Beide Köpfe haben 6° Schräglage. Das Band des R-DAT ist ein datendichtes Metallpulverband. Auf ihm werden zusätzlich zum Audiosignal auch noch Subcodes aufgezeichnet, die herstellerspezifische Codes oder Angaben zu einzelnen Tracks enthalten können. Ein Track auf einem DAT-Band kann ähnlich wie bei der Audio-CD über die Startmarkierungen auch im schnellen Suchlauf zuverlässig gefunden werden. Weiterhin lassen sich Sprung und Endmarken setzen, um bestimmte Teile einer Aufnahme einfach überspringen zu können oder das Bandende "vorzuverlegen". Das Band ist in einer Kassette geschützt aufbewahrt. Wie beim Videorecorder wird das Band von der Mechanik aus dem Kassettengehäuse herausgezogen und - in Form eines "auf dem Kopf" stehenden Omegas - um die Köpfe transportiert. Der Umschlingungswinkel beträgt dabei in der Regel 90°. Dadurch wird der Ton in endlichen Segmenten, die deutlich länger sind als das Band breit, aufgezeichnet und gelesen. Die tatsächliche Bandtransportgeschwindigkeit beträgt 8,15 mm pro Sekunde (im Gegensatz zu 4,75 cm/s bei der Compact Cassette). Durch die mit 2000 U/min rotierende Kopftrommel (üblicherweise mit 30 mm Durchmesser) wird eine relative Bandgeschwindigkeit von 313 cm/s erreicht. Pro Minute benötigt die Aufzeichnung knapp einen halben Meter Bandmaterial. Bei Standard-Bandgeschwindigkeit sind je nach Bandlänge Spielzeiten von 15 bis 180 Minuten möglich. Von der Verwendung von Bändern mit mehr als 60 Metern Länge als auch von der Verwendung von DDS-Bändern (Digital Data Storage ) raten die Hersteller ab, auch wenn dadurch bis zu 11,5 Stunden Aufzeichnung (DDS5-Band) im Longplay-Modus möglich sind. Longplay verdoppelt diese Werte, wohingegen Aufnahmen mit doppelter Samplingfrequenz (96kHz) die Spielzeit halbieren. Die Kassette wird nur in einer Richtung bespielt. Abspiel- und Aufnahmegeräte ("DAT-Recorder") waren ursprünglich nur für eine Samplingfrequenz von 48000 Hertz ausgelegt. Geräte der zweiten Generation ermöglichten auch die Aufnahme mit einer Abtastrate von 44100 Hz um eine digitale 1:1-Kopie von einer CD herzustellen. Solche Geräte mussten jedoch in Europa und den USA mit dem Kopierschutz Serial Copy Management System (SCMS) ausgestattet sein. Weitere Samplingfrequenzen sind je nach Ausstattung 32 kHz, womit auch Longplay-Aufnahmen möglich sind (Verdoppelung der Spielzeit bei einer Verringerung der Bitauflösung von 16 auf 12 Bit mit nichtäquidistanter Quantisierung) sowie 96 kHz für hochwertige Heim- und Studiogeräte. Longplay- und "High resolution" - Aufnahmen sind jedoch nicht mit jedem Gerät kompatibel. Im Studiobereich gibt es auch Geräte, die mit einer Auflösung von 24 Bit arbeiten. Außerdem verfügen diese über XLR Anschlüsse anstatt der bei Home-Hifi üblichen RCA-Verbindungen(auch als Cinch bezeichnet), wodurch sie nur schwierig in bestehende Anlagen abseits eines Studios integrierbar sind. Ebenfalls werden AES/EBU Digitalverbindungen verwendet. Viele Studiogeräte erlauben ein Setzen der SCMS-Bits und eine Anzeige der Lesefehler. Diese liegen normalerweise im Bereich von 0-50 Fehler pro Sekunde; laut einem Handbuch von Panasonic sind Werte unter 300 normal. Darüber ist entweder der Kopf verschmutzt, verschlissen oder aber die Bandführung verstellt - was besonders häufig bei Geräten von Sony der Fall ist. Bei den verwandten DDS Geräten wird eine Kopftrommellebensdauer von 100.000-200.000 Stunden angegeben, demnach sollte einem die Kopftrommel ein Leben lang erhalten bleiben. Als einziger Bauteil sind bei direkt betriebenen Rekodern die Bremsfilze in regelmäßigen Intervallen (jährlich) zu wechseln. Einige Federelemente etwa alle 10 Jahre, davon betroffen sind meistens Geräte mit Panasonic Laufwerken (Panasonic, Technics, Tascam, Pioneer, Onkyo, Studer uvm.) . Bei den nicht direkt angetriebenen Modellen, die meisten Consumergeräte von Sony besonders im unteren Preissegment, sind zusätzlich noch diverse Riemen, Kupplungen und anderen mechanisch belastete Teile anfällig für Defekte und sollten ebenfalls regelmäßig kontrolliert werden. Wie bei jeder Hifikomponente sind in den Netzteilen Elkos verbaut die oftmals austrocknen und zu Fehlfunktionen, im schlimmsten Fall zu ireperablen Schäden, führen können. Außerdem sind einige Transistoren zu schlecht gekühlt was sich spätestens nach ein paar Stunden betrieb bemerkbar macht (Aussetzter, Spulprobleme). Davon oft betroffen sind viele Consumergeräte aber auch einige ältere Studiorekorder von Sony.

Siehe auch


- ADAT
- DTRS
- Digital Data Storage

Weblinks


- [http://perso.club-internet.fr/farzeno/edat.htm Umfangreiche Informationen zu einem Großteil aller je gebauten Geräte] Kategorie:Speichermedium Kategorie:TonträgerKategorie:Tonträger ja:DAT

Digital Tape Recording System

Digital Tape Recording System (DTRS) wurde 1993 von Tascam eingeführt. Es handelt sich hierbei um ein Aufnahmesystem, welches es erlaubt, acht Tonspuren digital auf Hi 8-Kassetten aufzuzeichnen. Das System ist dank der acht verfügbaren Spuren beispielsweise gut dazu geeignet, Surround-Mischungen zu verarbeiten. Es wird aber auch im Mastering (Audio) als Medium genutzt.

Siehe auch


- Alesis Digital Audio Tape (ADAT)
- Digital Audio Tape (DAT)

Weblinks


- [http://www.tascam.de Tascam Deutschland] Kategorie:Speichermedium Kategorie:Tonträger Kategorie:ElektroakustikKategorie:Musikproduktion

Magnetaufzeichnung

Eine Magnetische Aufzeichnung, kurz MAZ, ist eine elektronische analoge oder digitale Aufzeichnung von Inhalten visueller, akustischer oder abstrakter Natur auf magnetische Medien, meist Magnetbändern. Magnetbändern Ähnlich wie bei der "Floppy" wurde die ursprünglich für den Informationsträger (also das Magnetband) gedachte Bezeichnung im alltäglichen Sprachgebrauch für das Aufzeichnungsgerät zweckentfremdet. In Fernsehsendern und Fernsehproduktionsfirmen sind MAZen üblicherweise Videoplayer bzw. Videorekorder, die für Schnitt oder Sendeabwicklung verwendet werden. Wenn auch technisch fragwürdig, so wird selten eine VHS-Maschine ernsthaft als MAZ bezeichnet. MAZen im umgangssprachlichen Gebrauch zeichnen sich v.a. dadurch aus, dass sie TimeCode-fähig sind, framegenau von einer Schnittsteuerung gesteuert werden können, framegenau Schnitte ausführen können, und professionelle Standards für die Signalübertragung nutzen (symmetrische Audio-Verkabelung via XLR, Übertragung des Bildes in FBAS (Composite), Komponente (YUV),oder Serial Digital Interface (SDI) über Koaxialkabel). Die Signalübertragung kann allerdings auch komplett mit SDI (embedded-Audio) erfolgen. Dabei werden das Bild-, und Ton Signal über ein einziges Kabel übertragen. Typische MAZen des beginnenden 21. Jahrhunderts passen in 19-Zoll-Schränke, sind von 2 Personen tragbar und zeichnen die Daten in Kassetten gekapselte Magnetbänder auf. Neue MAZen sind Bandlos und nutzen Festplatten als Speichermedien. Typische MAZen vor der Zeit der Kassetten zeichneten auf große offene Spulen gewickeltes Magnetband auf und verbrauchten jeweils mindestens genausoviel Fläche wie ein 19-Zoll-Schrank. Zur Vereinfachung des Transports waren sie rollbar. Im beginnenden 21. Jahrhundert gebräuchliche MAZ-Formate sind: Betacam SP, Digital Betacam, IMX, DVCAM, DV, D9, DVCpro.

Videobandformate

Bei der magnetischen Band-Aufzeichnung werden variierende Spannungen genutzt um Magnetmuster auf ein Magnetband zu übertragen. Videobänder werden beispielsweise in Videokameras und Videorekordern verwendet. Manche der genannten Formate wurden nur von einzelnen wenigen Rekordern unterstützt. Kategorie:Fernsehtechnik

Videoformat

Als Videoformate werden verschiedene Aufzeichnungsverfahren für Videos bezeichnet. Die Formate können grob in die beiden Themenbereiche Videobandformate (MAZ-Formate) und dateibasierte Formate eingeteilt werden. Dateibasierte Formate kodieren die Videoinformation grundsätzlich digital, während Videobandformate Informationen analog oder digital speichern. Gelegentlich werden auch Fernsehformate (NTSC, PAL, SECAM, DVB, ATSC, ISDB) unter Videoformaten subsummiert. Bei der digitalen Aufzeichnung werden die Signale digitalisiert und in Dateiform auf digitalen Medien (Disketten, Festplatten, CDs/DVDs, MOD und mehr) gespeichert. In der Regel dient ein analoges Videosignal als Basis. Dieses wird mit Hilfe der PCM von analog nach digital umgewandelt. Meist werden die Daten anschließend komprimiert gespeichert, damit sie auf die entsprechenden Datenträger passen. Es stehen jedoch auch Datenformate für unkomprimierte Speicherung zur Verfügung. Digitale dateibasierte Videoformate finden eine immer größere Verbreitung, weil insbesondere die Nachbearbeitung durch die Möglichkeit des nicht-linearen Schnitts erheblich erleichtert wird. Bei der dateibasierten Digitalisierung werden unterschiedliche Dateiformate verwendet. Um die zunächst entstehende Formatvielfalt zu vereinheitlichen, wurde für den professionellen Videobereich das Dateiformat MXF erarbeitet und standardisiert. Verfahren für die digitale Kodierung von bewegten Bildern oder Tönen werden Codecs genannt. Diese Codecs liefern rohe Nutzdaten (pay load), die dann in unterschiedlichen Containerformaten gespeichert werden können. (Siehe auch OSI-Modell.) Liste gängige Videoformate und ihre Verwendung:
- MPEG-1 Part 2 (Video-CD (VCD))
- MPEG-2 Part 2 (SuperVideo-CD (SVCD), MVCD, KVCD, DVD, DVB, HDTV)
- MPEG-4 Part 2 (häufig in mit XviD erstellten AVI-Dateien)
- MPEG-4 Part 10 bzw. AVC bzw. h.264 (HD-DVD, DVB-S2, HDTV)
- Windows Media Video (Internet Streaming)
- RealVideo (Internet Streaming)

Siehe auch


- Audioformat
- Containerformat
- Codec
- Digitalisierung
- Videokompression
- Video-Fachbegriffe

Weblinks

Kategorie:Datenformat Kategorie:Videotechnik Kategorie:Fernsehtechnik

Videorekorder

] Videorekorder (englisch Video Cassette Recorder; VCR) sind Geräte zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Fernsehbildern (Videosignalen) auf magnetisierbaren Bändern (MAZ, Videokassetten).

Technik

Mechanik

Mechanische Aufzeichnung

Bereits in der Anfangszeit des Fernsehens versuchten Bastler die Sendungen aufzuzeichnen. Dies gelang einigen mit Hilfe von modifizierten Schallplatten. Die geringe Bandbreite, die damaliges mechanisches Fernsehen benötigte konnte so aufgezeichnet werden. Einige Aufnahmen verwendeten sogar noch schmalbandigere Formate, wie beispielsweise 30 Zeilen bei 4 Bildern pro Sekunde. In den 1970ern startete die Firma Telefunken einen neuen Versuch der mechanischen Aufzeichnung.

Magnetische Aufzeichnung

Mit dem Aufkommen von Drahtrekordern und Tonbandgeräten (beides deutsche Entwicklungen) wurden auch Versuche gemacht, Fernsehbilder auf Magnetbändern aufzuzeichnen. ;Lineare Aufzeichnung: Der Versuch der British Broadcasting Corporation nannte sich VERA und benutzte 2 Spuren um ein 405-Zeilen Fernsehsignal aufzuzeichnen. Die Bandbreite wurde in 2 Teile aufgeteilt, die auf beide Spuren verteilt wurden. Gleichzeitig wurden in den USA Versuche unternommen, die Bandbreite auf 12 Spuren zu verteilen. :Die Probleme lagen darin, dass die hohe Bandbreite zu sehr kleinen "Bandwellenlängen" führte. Man musste sehr hohe Bandgeschwindigkeiten erreichen, um diese Wellenlängen lange genug zu machen. Die Verteilung des Signals auf mehrere Spuren löste zwar dieses Problem teilweise, jedoch traten neue Probleme elektronischer Art auf. Es ist schwierig, ein Signal so aufzutrennen, um es später wieder zusammenzufügen. :; Festplattenrekorder: Eine Abart der linearen Aufzeichnung sind Festplattenrekorder. Hier wird das Signal von einem stehenden Kopf auf eine runde, sich drehende Scheibe aufgezeichnet. In der Regel dreht sich die Scheibe einmal pro Bild oder einmal pro Halbbild. Der Kopf kann meistens auch noch schrittweise nach innen oder außen bewegt werden, um mehrere Kreise (Spuren) mit unabhängigen Bildern aufzuzeichnen. Die Vorteile dieser Technik liegen im schnellen Zugriff auf jedes beliebige Bild der Platte. Mehrere Platten können diesen Zugriff noch beschleunigen. ::Festplattenrekorder konnten zwischen 30 Sekunden und etwa einer halben Stunde aufzeichnen. Kleinere Systeme wurden für die Zeitlupe bei Sportübertragungen verwendet. Größere Systeme konnten in den 1970ern sogar typische Offlineschnittaufgaben übernehmen. ::Im Photobereich wurde diese Technik bei Still-Video-Kameras verwendet. Dort wurde pro Umdrehung ein Bild auf eine 3-Zoll-Diskette aufgezeichnet. Laserdiscs verwenden ähnliche Verfahren. ::Moderne digitale Festplattenrekorder benutzen digitale Daten und normale Computerfestplatten. Sie eher mit Computern zu vergleichen. ; Andere Aufzeichnungsbewegungen: Um das Problem der hohen Bandgeschwindigkeit zu lösen, kam man unabhängig voneinander auf die Idee, nicht nur das Band, sondern auch den Aufzeichnungskopf zu bewegen. Dadurch erhöhte sich die relative Geschwindigkeit von Band zu Kopf sehr stark, und die "Bandwellenlängen" wurden praktikabel groß. :; Arcurate scan: Eines der ersten Verfahren wurde von der Firma Ampex Anfang der 1950er vorgestellt. Einige experimentelle Rekorder hatten die Köpfe auf den Deckel eines Zylinders montiert. Das Band wurde nun an diesem Zylinder vorbeigeführt, so dass der Kopf auf dem Band Kreisbögen beschrieb. Dieses Verfahren funktionierte nicht so gut, da es schwierig war, den Bandkontakt sicher herzustellen. :; Transversal scan: Ein weiteres Verfahren montierte die Köpfe auf der Mantelfläche eines Zylinders, dessen Rotationsachse in Bandrichtung zeigte. Das Band wurde dann gebogen und an diesem Zylinder vorbeigeführt. Dieses Verfahren funktionierte recht gut, und wurde im Quadruplex-Format eingesetzt. Die Spuren standen hierbei fast rechtwinklig zum Band. Pro Spur wurde immer etwa ein Dutzend Bildzeilen aufgezeichnet. Dies führt bei Störungen zu regelmäßigen Störbändern oder Störstreifen. :;Helical scan (Schrägspuraufzeichnung): Dieses Verfahren zählt wohl zu den heute beliebtesten Verfahren bei Videorekordern. Im Gegensatz zu Transversal scan stand die Rotationsachse des Zylinders beinahe senkrecht zur Bandrichtung. Die sich daraus ergebenden Spuren waren viel flacher. Dies ermöglichte längere Spuren, die Halb- oder sogar Vollbilder halten konnten, sodass die Kopfumschaltung unsichtbar in die vertikale Austastlücke des Bildsignals verlegt werden konnte. Dadurch wurde auch der Bildsuchlauf sowie die Zeitlupe möglich. ::Häufig werden hier auch mehrere Köpfe verwendet, die gegeneinander etwas verdreht sind. Dies führt zu weniger Übersprechen zwischen zwei benachbarten Spuren.

Elektronik

Modulationsverfahren

Magnetische Aufzeichnungen sind häufig sehr frequenzunlinear (nicht konstant). Hohe Frequenzen werden stärker abgespielt als niedrige. Dies muss durch geeignete elektronische Schaltungen ausgeglichen werden. Natürlich funktioniert dies nur bis zu einem bestimmten Verhältnis zwischen höchster und niedrigster Frequenz. Bei Tonbändern liegt dieses Verhältnis bei etwa 1:1000. Im Videobereich müssen allerdings Frequenzen von wenigen Hertz bis hin zu mehreren Megahertz übertragen werden. Dies entspricht einem Verhältnis von etwa 1:10.000.000, zu viel für die direkte Aufzeichnung. ;Amplitudenmodulation: Frühe Rekorder versuchten dieses Problem mit Hilfe der Amplitudenmodulation (Bearbeitung, d.h. Veränderung der aufgezeichneten Schwingungen) zu lösen. Durch den immer noch verhältnismäßig schlechten Kontakt zwischen den Köpfen und dem Band schwankte auch die Signalstärke, was sich direkt in einem veränderten Kontrast niederschlug. Eine automatische Nachregelung war sehr schwierig. ;Frequenzmodulation: Charles Anderson kam etwa 1954 auf die Idee, das Signal frequenzmoduliert aufzuzeichnen. Dieses Modulationsverfahren ist sehr unanfällig gegenüber wechselnden Signalpegeln und wird auch heute noch verwendet.

Farbaufzeichnung

Farbfernsehen war noch neu, als die ersten Videorekorder auf den Markt kamen. Deshalb wurde die Farbe erst einmal ignoriert. ; Direktfarbe: Später nutzte man die bereits vorhandene hohe Bandbreite der Videorekorder aus, um das gesamte Fernsehsignal inklusive Farbsignal aufzuzeichnen. Das Problem war hierbei die Wiedergabe. Mechanische Toleranzen ließen die Köpfe etwas ungleichmäßig gleiten, so dass eine "Ruckelbewegung" entstand. Diese führte zu einer Phasenverschiebung der hochfrequenten Anteile. Diese war beim Schwarzweiß-Fernsehen kaum wahrnehmbar, führte jedoch zu deutlichen Farbtonfehlern und in ungünstigen Fällen zum Totalausfall des Farbträgers. Um diese Probleme zu lösen, wurden so genannte "Timebase Corrector"(en) eingebaut. Dies waren zunächst Schaltungen aus Kapazitätsdioden und Spulen, die das Signal in einem kleinen Bereich zeitlich variabel verzögern konnten. Später wurde dieses Verfahren durch eine Reihe von Verzögerungsleitungen ergänzt, die je nach gewünschter Verzögerung an- oder ausgeschaltet wurden. In den 1970er Jahren wurde dieses analoge Verfahren durch digitale Speicher ersetzt. :Direktfarbaufzeichnung war bis vor kurzem im professionellen Umfeld üblich und findet sich auch heute noch in Laserdiscs. ; Herabgesetzter Farbunterträger: Image:Colour_under_spectrum.png : Da Direktfarbe sehr hochwertige mechanische Bauteile, sowie einen (damals) teueren Timebase Corrector, benötigte, suchte man nach Wegen, Farbe billiger zu realisieren. Eine einfache Möglichkeit war es, den Farbunterträger einfach in seiner Frequenz herabzusetzen (hier rot). Typischerweise liegt seine Frequenz dann bei etwa 600 kHz. Er wird direkt auf das Band aufgezeichnet, ohne nochmals moduliert zu werden. Durch die niedrige Frequenz werden Störungen aus dem Helligkeitssignal, das weiterhin frequenzmoduliert wird, vermieden. Allerdings neigen solche niedrigen Frequenzen zum Übersprechen, weshalb in sehr dicht gepackten Formaten wie VHS standardmäßig eine Rauschreduktion integriert ist, die das Farbrauschen minimieren sollte. Diese führt bei mehreren Generationen zu einem "Ausbluten" der Farben. :Einige Formate (z.B. S-VHS) verwenden spezielle zusätzliche Köpfe für dieses Farbsignal. :Praktisch alle analogen Farb-Heimvideorekordersysteme benutzen diese Technik. ; Sequenzielle Farbaufzeichnung: In einigen professionellen Formaten wie Betacam oder MII werden die beiden Farbdifferenzsignale nacheinander aufgezeichnet. Dazu werden beide Signale in einem CCD-Speicher gespeichert, und dann doppelt so schnell und hintereinander wiedergegeben. Dadurch erreicht man eine höhere Bildqualität ohne gegenseitige Störungen durch Farb- und Helligkeitssignal. CCD)]]

Tonaufzeichnung

;Längsspurton: Ursprünglich wurde der Ton auf getrennten linearen Spuren am Rand des Bandes aufgezeichnet, ähnlich wie bei Tonbändern, wegen der im Vergleich zu Tonbandgeräten meist langsameren linearen Bandgeschwindkeit in Videorekordern setzt dies jedoch der Tonqualität Grenzen, wenn die Bandgeschwindigkeit zu niedrig ist. Bis in die 1980er wurde dieses Verfahren jedoch selbst in professionellen Rekordern ausschließlich verwendet, da hier die Bandgeschwindigkeit höher liegt. Der Vorteil liegt hier besonders darin, dass jede einzellne Spur getrennt nachvertont werden kann. :In der Regel werden 1 bis 3 Längsspuren für den Ton verwendet. ;Schrägspur (HIFI-)Ton: Später zeichnete man den Ton frequenzmoduliert auf mehreren Frequenzen zusätzlich zu den Bildsignalen in der Schrägspur auf, meist mit speziellen "HIFI"-Köpfen. :Die Aufzeichnung erfolgt in der Regel auf einem FM-modulierten Träger pro Tonkanal. Dadurch wird der Frequenzgang stark verbessert. Mit diesem Aufzeichnungsverfahren ist allerdings eine Nachvertonung nicht möglich, diese muss auf den, häufig vorhandenen, Längsspuren gemacht werden. :Allerdings muss die Kopfumschaltung dann sehr genau arbeiten, weil es im Tonsignal im Gegensatz zum Bildsignal keine Austastlücken gibt, in denen man die Umschaltung "verstecken" könnte. HIFI-VHS-Rekorder zeichnen grundsätzlich neben dem HIFI-Tonsignal auch noch ein lineares Tonsignal auf, damit die Kasetten auch auf VHS-Rekordern ohne HIFI-Fähigkeit wieder abspielbar sind. :In Systemen wie Video 8 ist der HIFI-Ton vorgeschrieben, da er die Mechanik deutlich vereinfacht. Man spart sich hierbei die getrennten Audioköpfe außerhalb des Videokopfes. Dies macht auch das Laufwerk deutlich kleiner. ;Digitaler (PCM-) Ton: In einigen Formaten ist auch digitaler Ton definiert. Dieser wird in der Regel PCM-kodiert auf den Schrägspuren aufgezeichnet.

Timecode Verfahren

Zum Schneiden von Bändern ist es sinnvoll, jedes Bild individuell mit einer Nummer zu versehen, um es wieder zu finden. ;Farbkleckse: Bevor es richtige Timecodes gab, bediente man sich eines sehr einfachen Verfahrens. Der Cutter spielte das Band ab, und machte zum richtigen Zeitpunkt einen Farbklecks auf die Rückseite des Bandes. Später wurde das Band an dieser Stelle geschnitten. Dies funktioniert natürlich nur im Direktschnitt und ist auch relativ ungenau. ;Längsspurtimecode: Später mit dem Aufkommen von Digitaltechnik, zeichnete man das Timecodesignal als eine Sequenz von Tönen auf eine der Tonspuren auf. Die Verfahren wurden in der Regel so gestalltet, so dass auch ein Lesen in erhöhter Geschwindigkeit möglich ist. Außerdem kann dieser einfach nachträglich verändert werden ;Vertical Interval TimeCode: Es besteht auch die Möglichkeit, den Timecode in der Vertikalen Austastlücke aufzuzeichnen. Somit ist er auch im Standbildmodus lesbar. Außerdem ist er somit Teil des Bildes, was es ermöglicht, ihn über alle konventionellen Übertragunsstrecken ohne Zusatzkosten zu übertragen.

Digitale Systeme

Digitale Videorekordersysteme, kodieren Bild- und Tonsignale in unterschiedlichen Verfahren. Wird das Signal einfach mit der 4-fachen Farbunterträgerfrequenz mit PCM abgetastet, so spricht man vom "Composite"-Verfahren. Häufig wird allerdings das Signal bereits vor der Kodierung in RGB oder die Farbdifferenzsignale aufgeteilt. Danach werden in der Regel auch diese Signale als PCM-Signale weiterverarbeitet. Ursprünglich wurden die PCM-Signale ohne jedwede Datenkompression aufgezeichnet. Dies führte zu einer (fast) kompromisslos guten Qualität. Später wurden allerdings allerlei Verfahren angewendet, um die Datenrate um den Faktor 1:2 bis 1:100 zu reduzieren. Digitale Bandrekordersysteme werden langsam von Festplattenrekordern verdrängt, da die Kosten für Festplatten deutlich schneller sinken als für solche Bänder.

Beschreibung eines VHS-Laufwerks

Das Videorekorderlaufwerk, hier ein VHS-Laufwerk, hat die Aufgabe die Videokassette aufzunehmen, sie einzuzuiehen, das Band einzufädeln und zu transportieren. Dabei ist eine hohe Präzision notwendig. Dies betrifft besonders die Spurlage des Bandes (Tracking) sowie der Bandtransport durch den Bandservo (Capstanmotor) und den Kopftrommelservo (Kopftrommelmotor) der die Kopftrommel, genauer Kopfscheibe mit den Videoköpfen antreibt. Alle Servos werden durch einen Mikrocomputer drehzahlgesteuert. Bandservo
Abbildung Videorekorderlaufwerk von oben:
- 1: In diesem Blechkasten ist der Kopfverstärker enthalten. Dieser verstärkt den von den Video- und wenn vorhanden den von den Audioköpfen kommenden FM-Pakete.
- 2: Was hier im Vordergrund zu sehen ist, ist die Kopfscheibe mit den Video- und in unserem Fall auch Audioköpfen. Diese sind drehbar gelagert. Um die Köpfe mit den Kopfverstärker zu verbinden, kann man in diesem Fall keine Drähte oder Schleifkontakte (zu unzuverlässig) verwenden. Deshalb ist in der Kopftrommel für jeden Kopf ein Übertrager enthalten. Die Informationen werden also induktiv übertragen. Der Übertrager besteht aus mehreren ringförmigen Eisenferritkernen unterschiedlichen Durchmessers. Diese Ringe sind inneinandergelegt. Dazwischen sind die Spulen, bestehend aus sehr dünnem Kupferlackdraht (CuL), eingelagert. Mögliche Anzahl der Köpfe auf der Kopfscheibe:
- 2 Köpfe: Zwei Videoköpfe für Standardplay mit Monoton
- 4 Köpfe: Zwei Videoköpfe für Standardplay und zwei Audioköpfe für HIFI-Stereo.
- 6 Köpfe: Vier Videoköpfe für Long- und Standardplay, sowie besseres Standbild und zwei Audioköpfe für HIFI-Stereo. Nachvertonung nur in Mono.
- 7 Köpfe: Vier Videoköpfe für Long- und Standardplay, zwei Audioköpfe für HIFI-Stereo und einen Löschkopf für Videoschnitt. Nachvertonung in Mono.
- 3: Der Schachtmotor hat die Aufgabe die Kassette einzuziehen und das Band einzufädeln. (Dazu kommt noch die Steuerung zwischen den Modi des Videorekorders wie Play, schneller Vor- und Rücklauf und so weiter. Dazu treibt er einen sogenannten Mod-Schalter an.?). Des Weiteren hat er die Aufgabe die gesamte Mechanik zu steuern.
- 4: Der Löschkopf löscht alle Informationen auf dem Band, wenn man neue Aufzeichnungen vornimmt.
- 5: Die Andruckrolle ist für den Bandtransport zuständig. So eine Andruckrolle ist zum Beispiel bei Kassettenrekordern oder Tonbändern auch vorhanden.
- 6: Der Tonkopf ist zum Aufzeichnen und Abspielen des Monotones zuständig. Eingebaut ist auch der Synchronisationskopf (auch CTL-Kopf genannt). Dieser CTL-Kopf ist für das Tracking beziehungsweise zum Auffinden der Videospuren notwendig. Die vom CTL-Kopf kommenden Rechteckimpulse von 25Hz werden dazu vom Mikrocomputer verarbeitet der den Bandservo entsprechend nachsteuert. Neben dem Ton- und CTL-Kopf ist der Löschkopf für die Tonspur (schwarz).
- 7: Der Capstan (bei Kassettenrekordern auch Tonwelle genannt) wird von einem Bandservo (hier nicht zu sehen) angetrieben. Er hat die Aufgabe das Band zu transportieren. Beim einfädeln des Bandes drückt die Andruckrolle das Band gegen den Capstan, sodass er das Band antreiben kann.
- 8: IR-Sensor zur Erkennung, ob eine Kassette eingelegt ist. Die 18 ist entsprechend dazu der Sender.
- Die 9 und die 10 (Umlenkrollen) haben die Aufgabe das Band um die Koptrommel zu legen. Dabei sind die Umlenkrollen für Servicearbeiten höhenverstellbar um das Tracking einzustellen. Das Band wird so um die Kopftrommel gelegt, dass es etwa 50 % des Umfangs der Trommel bedeckt. Von oben gesehen sieht das Band dann wie ein 'M' aus. Deshalb wird dieses Verfahren auch M-Loading genannt.
- 11: Der Abwickeldorn nimmt eine Bandspule der Videokassette auf. Während des Rückspulens wird er vom Bandservo angesteuert.
- 12: Der Aufwickeldorn nimmt die zweite Bandspule der Videokasste auf. Während des Abspielens des Bandes und während des Vorlaufs und so weiter wird auch dieser Dorn vom Bandservo (Capstanmotor) angetrieben.
- 13: Führungsrillen des Kassettenschachtes.
- 14: Ein Führungsbolzen des Kassettenschachtes.
- 15: Diese Plastenase entriegelt die Kassettenklappe, die das Band schützt.
- 16: Dieser Hebel drückt die 15 nach vorne zur Entriegelung der Kassettenklappe beim einlegen der Kassette. Wenn die Kassette nach unten fährt öffnet dieser Hebel die Kassettenklappe.
- 17: Der Kassettenschacht. Er nimmt die Kassette auf.
- 18: IR-Sender zur Erkennung, ob eine Kassette eingelegt ist. Dieser ist auf einem Plastestift montiert. Dieser Plastestift entriegelt die Bandspulen der Videokassette.
- 19: Je nach Drehrichtung des Bandservos schaltet dieser Hebel zwischen Auf- oder Abwickeldorn um. Abbildung Videorekorderlaufwerk von unten: Drehrichtung

- 1: Dieser Schalter startet (und stoppt nach Kassettenauswurf?) den Schachtmotor, wenn man eine Kassette einlegt.
- 2: Getriebe für den Kassetteschacht. Nocheinmal vorhanden auf der anderen Seite des Kassettenschachtes.
- 3: Sensor zur Drehzahlmessung des Bandservos für den Mikroprozessor.
- 4: Vom Bandservo (Capstanmotor) ist hier nur der Rotor erkennbar. Unter diesem Rotor befinden sich Spulen, welche sternförmig angeordnet sind. Angesteuert und geregelt wird der Servo durch eine Pulsbreitenmodulation. Über einen Riemen ist der Servo mit einem Umschalthebel verbunden, der den Auf- und Abwickeldorn umschaltet und antreibt.
- 5: Der Kopftrommelservo ist ähnlich aufgebaut wie der Bandservo. Dieser treibt die Kopscheibe an.
- 6: Getriebe für Umlenkrollen und Bolzen, die das Band um die Kopftrommel legen.
- 7: Ein Bolzen und Umlenkrolle von unten.
- 8: Bremshebel für den Bandservo. Dieser stoppt den Servo sofort, damit beim Abstoppen der Wiedergabe oder Vorlauf und so weiter keine Bandschlaufen entstehen.

Heimvideorekorder

Die ersten Videorekorder für den Heimgebrauch kamen Anfang der 1960er auf den Markt. Ein Beispiel für einen frühen Heimvideorekorder war der Loewe Optacord 500, der auf der Funkausstellung 1961 der Öffentlichkeit vorgestellt. In Europa wurden die Formate VCR von Philips und Video 2000 von Grundig und Philips entwickelt, in Japan Betamax von Sony und VHS von JVC. Der erste Rekorder mit dem VHS-Aufzeichnungsformat war der HR-3300 von JVC, der Herbst 1977 vorgestellt wurde. Die europäischen Formate konnten sich jedoch in den USA und Japan nur schwer durchsetzen. Betamax bot zwar gegenüber VHS eine bessere Bild- und Tonqualität, scheiterte aber an der zu kurzen Laufzeit der Kassetten. Bis Ende der 1980er Jahre hatte VHS die konkurrierenden Systeme vollständig aus dem Einzelkundengeschäft verdrängt. Weitere, auch professionelle Formate findet man unter dem Begriff Videoformat.

Siehe auch


- Video, Video-Fachbegriffe, Festplattenrekorder, Videoformat

Weblinks


- [http://stsboard.de/forum3.html Videorecoder Reparatur]
- [http://www.tvhistory.tv/VCR%20History.htm Television History - The First 75 Years]
- [http://www.lionlamb.us/quad/theory.html Videotape Systems Theory]
- [http://www.lionlamb.us/quad/format.html Videotape Formats] Kategorie:Videotechnik ja:ビデオテープレコーダ

Betamax

Betamax ist ein von Sony in den siebziger Jahren entwickeltes Magnetbandsystem zur Aufzeichnung von analogen Video- und Audiodaten. Betamax wurde für den Endkundenmarkt entwickelt, wo es sich nicht gegenüber VHS durchsetzen konnte. Betamax bot zwar eindeutig die bessere Bildqualität, aber die maximale Laufzeit der Kassetten war deutlich kürzer. Das handelsübliche Standardformat war die L-750-Kassette, die eine Spielzeit von 195 Minuten hatte. Weniger verbreitet war die L-830 mit einer Maximallaufzeit von 215 Minuten. Weitere Formate waren L-125 (30 Minuten), L-165 (45 Minuten), L-250 (65 Minuten), L-370 (95 Minuten) und L-500 (130 Minuten). Die Zahl stand dabei für die Länge des Bandes in Fuß. Zudem neigten die ersten Betamax-Rekorder zu Defekten, wodurch der Ruf des Systems Schaden nahm. Sony entwickelt daher das Betamax für den professionellen Bereich weiter. In diesem hochpreisigen Bereich stellen die Betamax-Nachfolger Betacam, Betacam SP, Digital Betacam und Betacam SX bis heute den Standard dar. Betamax war auch in der Lage, neben dem HiFi-Stereoton PCM-codierten digitalen Ton aufzuzeichnen. Manche Geräte hatten somit 5 Tonkanäle. (Mono, HiFi links und rechts, PCM links und rechts) Das Kassettenformat von Betamax wird auch für die professionellen Betacam-Systeme verwendet. Allerdings beinhalten diese Kassetten höherwertigere Bänder und ein anderes Aufzeichnungssystem und sind daher inkompatibel. Betamax war ein Politikum. Filmkonzerne wollten nicht, dass sich Privatpersonen selbst Filme kopieren konnten. Zu den langwierigen Rechtsstreitigkeiten gehörte auch das sogenannte Betamax-Urteil in den USA, welches Sony von dem Vorwurf, der Raubkopiererei Beihilfe zu leisten, freisprach. Dieses Urteil hat mit dem Aufkommen von Musiktauschbörsen im Internet neue Bedeutung erlangt.

Siehe auch


- VHS
- Video2000

Weblinks


- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-10.html Die wichtigsten digitalen Bandformate im Überblick]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-6.html Die wichtigsten analogen Bandformate im Überblick]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-11.html Analoge vs digitale Aufzeichnungen]
- [http://www.palsite.com/ Betamax PALsite - mehr als 350 Seiten über Betamax Informationen, online seit 1997] Kategorie:Videobandformat ja:ベータマックス

Video 2000

Video 2000 ist ein System für die Aufzeichnung von Videobildern auf Magnetband. Es wurde von den Firmen Grundig und Philips entwickelt. Video 2000 konnte sich auf dem Markt gegen die Konkurrenten VHS und Betamax nicht durchsetzen. Obwohl es leistungsmäßig überlegen war, hatten die Geräte wegen einer übereilten Markteinführung anfangs mechanische Konstruktionsmängel, die dem System einen schlechten Ruf einbrachten. Zudem erwies sich die Marktpolitik des VHS-Entwicklers JVC, Lizenzen zur Produktion zu vergeben, als durchsetzungsfähiger. Ein weiterer Grund ist das Verbot des Philips-Konzern, der hinter Video 2000 stand, Pornographie über Video 2000 anzubieten. Bei VHS gab es dagegen reichlich pornographische Angebote, welche VHS zum Durchbruch verhalfen. Das Format wurde 1979 eingeführt und bereits 1988 wieder eingestellt.

Technischer Kurzüberblick


- Band: ½ Zoll (2 Spuren à ¼ Zoll)
- Farbe: herabgesetzte Farbe (color under)
- Ton: Längsspur (Stereo)
- Besonderheiten: DTF-Spurnachführung

Geschichte

Video 2000 war eine Weiterentwicklung des VCR-Systems. VCR gab den Firmen die Möglichkeit, an zahlreichen Techniken der Kapazitätssteigerung (Faktor 1:4) zu arbeiten. Video 2000 war in gewisserweise ein krönender Abschluss dieser Arbeit. Die Bezeichnung VCR blieb auch bei einigen Video-2000-Rekordern erhalten.

Technik

Ein Unterschied zu VHS war, dass man die Kassette beidseitig bespielen konnte (weshalb es eigentlich ein ¼-Zoll-Format war). Das wirklich revolutionäre an diesem Format war, dass es vollständig ohne Kontrollspur auskam. Diese Spur wird normalerweise benutzt, um die Spurlage des Kopfrades zu steuern. Video 2000 benutzte aber spezielle Signale, um die Spurlage zu bestimmen. Diese Technik wurde auch in Video 8 benutzt. Zusätzlich wurden die Videoköpfe an piezoelektrischen Elementen befestigt, so dass sie die Videospuren präzise nachfahren konnten. Dies sorgte auch für störstreifenfreien Bildsuchlauf. Das Kopfrad hatte etwa die Größe eines VHS-Kopfrades.

Weblinks


- [http://v2000.palsite.com/ V2000 PALsite - mehr als 70 Seiten über Video-2000-Informationen]
- [http://www.fernseh-maul.de/Datenbanken/REPARATUR-TIP-DATENBANK/GRUNDIG-VIDEO/grundig-video.html Reparatur-Tips für einige Grundig Video 2000 (und andere) Rekorder]
- [http://users.bigpond.net.au/vidcam/PHILIPS.HTM Reparatur-Tips für Philips Video 2000 (und andere) Rekorder] Kategorie:Videobandformat

VCR-System

VCR ist ein frühes Farb-Heimvideorekordersystem von Grundig und Philips aus den 1970ern. 1970er In den 1970ern entwickelten Grundig und Philips ihr altes bandbasiertes Schwarzweiss-System weiter. Die Kassetten waren ungefähr so groß wie CDs, nur deutlich dicker. Die Bandspulen waren übereinander angeordnet. Dies ermöglichte recht große Spulen in einem relativ kompakten Format. Bandspule

Technischer Kurzüberblick


- Band: ½ Zoll
- Farbe: herabgesetzte Farbe
- Ton: Längsspur (mono)
- Varianten: VCR, VCR-Longplay, Supervideo

Technik

Das Format war in der Lage, Farbvideo in akzeptabler Qualität aufzuzeichnen. Es hatte 2 Tonkanäle, lange bevor es in Deutschland Stereo- oder 2-Kanalton gab. Es gab mindestens einen Profi-Rekorder in diesem Format. Später wurde das Format weiterentwickelt. Die ursprüngliche Spielzeit von 60 Minuten wurde auf 2 oder sogar 4 Stunden verlängert. Leider waren die neu entstandenen Rekorder inkompatibel zu den anderen Systemen. Im Gegensatz zu VHS hatte VCR keine Farbrauschreduktion, diese Rauschreduktion mischte das Farbsignal einer Zeile mit dem der nächsten Zeile, dies führt selbst bei hochwertigsten Rekordern zu einem Ausbluten der Farben nach mehreren Generationen. Deshalb konnte es auch, im Gegensatz zu VHS, im (semi-)professionellen Bereich eingesetzt werden.

Weblinks


- [http://www.eclipse.co.uk/mikey/n1500.html Philips VCR Page]
- [http://home.planet.nl/~mhamm/Video/PHILIPS/N1500/n1500.htm Beschreibung des Geräts Philips N1500 (VCR)]
- [http://home.planet.nl/~mhamm/Video/PHILIPS/N1502/n1502.htm Beschreibung des Geräts Philips N1502 (VCR)]
- [http://home.planet.nl/~mhamm/Video/PHILIPS/N1700/n1700.htm Beschreibung des Geräts Philips N1700 (VCR Longplay)]
- [http://www.heimers.ch/n1700/ Einbau einer S-Video Buchse in ein VCR-Longplay Gerät] Kategorie:Videobandformat

U-matic

U-matic ist eines der wenigen Videoformate, das den Sprung vom Konsumentenmarkt in den Profi-Sektor geschaft hat. Videoformat Dieses Format verwendet in 19mm (3/4-Zoll) Band in zwei Kasettengrößen, die beide in großen Videorekordern abgespult werden konnten. (siehe VHS-C) U-Matic funktioniert mit einem Farbunterträger auf etwa 700Khz (Lo-Band) oder etwa 1Mhz (Hi-Band), ähnlich wie bei VHS. Die Rekorder sind meist Stereo.

Weblinks


- [http://www.lionlamb.us/quad/format.html#34in Videotape formats]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-10.html Die wichtigsten digitalen Bandformate im Überblick]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-6.html Die wichtigsten analogen Bandformate im Überblick]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-11.html Analoge vs digitale Aufzeichnungen] Kategorie:Videobandformat

Super Video Home System

S-VHS (für Super Video Home System) ist ein verbesserter, abwärtskompatibler VHS-Standard für Heimvideo. S-VHS bietet eine verbesserte Auflösung und höhere Farbgenauigkeit mit fast der doppelten Anzahl an Bildpunkten pro Zeile (Maß für analoge Videoauflösung) gegenüber VHS. S-VHS arbeitet mit 400, VHS dagegen nur mit 250 Punkten pro Zeile. Dies wurde durch deutlich höhere Frequenzen beim frequenzmodulierten Helligkeitssignal erreicht. Diese hohen Frequenzen können aber von einfachen VHS-Bändern nicht zuverlässig aufgezeichnet werden. Deshalb werden für S-VHS typischerweise spezielle hochwertigere Bänder verwendet. Ein weiteres entscheidendes Kriterium für die bessere Bildqualität des S-VHS-Systems gegenüber VHS ist die Trennung von Helligkeits- und Farbsignal, sowohl bei der Aufzeichnung, als auch auf den Signalwegen zu den Endgeräten, also in Verbindungskabeln und Steckern. S-VHS konnte sogar ein besseres Bild als terrestrisch ausgestrahltes Analog-Fernsehen bieten. Besonders Amateurfilmern kam die bessere Bildqualität, erreicht durch Trennung des Schwarz-weiß- (Y) und des Farbsignals (C) sehr entgegen, weil S-VHS Schnitt-Kopien in annehmbarer Qualität erlaubte. S-VHS-Recorder gewannen wenig Marktanteile, vermutlich wegen der höheren Anschaffungskosten bei Recordern und Aufnahmemedien, sowie fehlenden Film-Kaufkassetten.
Im Profibereich führte S-VHS nur ein Schattendasein. Obwohl eine einfache Aufzeichnung noch erträglich ist, so wird, wie bei VHS die Farbe so stark gestört, dass die Farbrauschreduktion zum VHS-typischen Ausbluten führte. Arme Fernsehsender, besonders in Entwicklungsländern benutzen auch heute noch S-VHS oder sogar VHS. Heute ist S-VHS veraltet, es wurde im Abspiel-Bereich von DVD-Video verdrängt. Im Aufnahme-Bereich gibt es mehrere digitale Videoformate, die Amateur- und semiprofessionelle Filmer benutzen. Besonders Festplattenrekorder, die DVB direkt aufzeichnen können, verdrängen S-VHS zunehmend. Die Bezeichnung S-VHS wird oft fälschlicherweise für S-Video benutzt, S-VHS ist aber ein Videoband-Aufzeichnungsverfahren, während S-Video die Beschaffenheit des Signalwegs in Kabeln und Steckern beschreibt. Beispielsweise besitzen Grafikkarten keinen S-VHS-Aus-/Eingang, richtig bezeichnet ist es ein S-Video-Aus-/Eingang. Die Steckerform für S-Video ist der sogenannte Hosidenstecker, der die Trennung von Luminanz (Schwarz-Weiß-Signal) und Chrominanz (Farbsignal) möglich macht. Im Gegensatz dazu steht der Composite-Ein-/Ausgang, der die beiden Signale zusammenfasst und deshalb mit einem einfachen (gelben) Cinchstecker auskommt.

Weblinks


- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-6.html Analoge Bandformate im Überblick]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-10.html Digitale Bandformate im Überblick] Kategorie:Videobandformat ja:S-VHS

Video 8

Video 8 wurde 1985 von einigen japanischen und amerikanischen Firmen (vor allem Sony und Polaroid) entwickelt, um die bislang benutzten 1/2" Videokassetten wie VHS oder Betamax im portablen Bereich zu ersetzen. Das Magnetband ist 8 mm breit und die Kassette etwa so groß wie eine Philips-Musikkassette. Die geringe Größe der Kassetten versetzte Sony in die Lage, ähnlich wie andere Firmen mit VHS-C, kompakte Amateur-Videokameras zu bauen. Nachfolger von Video 8 wurde Hi8.

Verfahren

Dieses Format war speziell darauf ausgelegt, möglichst klein zu sein. Im Gegensatz zu den meisten Formaten braucht Video 8 keine Synchron- und Tonköpfe. Die ersten wurden durch eine Technologie ersetzt, die auch schon in Video 2000 Verwendung fand. Die Tonköpfe wurden durch die konsequente Benutzung von FM-Ton eingespart. Zusätzlich gab es auch noch die Möglichkeit bei einigen Rekordern digitalen (PCM) Ton aufzuzeichnen. Wie auch bei VHS wird das Farbsignal auf einer niedrigeren Frequenz als das Helligkeitssignal ("Color under") aufgezeichnet.

Anwendung

Besonders populär ist Video 8 bei Camcordern, aber es gab auch Heimvideorekorder in diesem Format. Diese waren aber eher exotisch und konnten, im Gegensatz zu den tragbaren Geräten, keinen nennenswerten Marktanteil erreichen. Kategorie:Speichermedium Kategorie:Videobandformat ja:8ミリビデオ

Digital Video

Digital Video, kurz: DV, ist der Oberbegriff für den DV-Standard der 1996 gestartet wurde. Es gibt sieben verschiedene Kassettenformate (DV, MiniDV, DVCAM, Digital8, DVCPro, DVCPro50 und DVCProHD). DVCProHD] Die Einzelbilder werden beim DV-Standard unabhängig voneinander mittels eines JPEG-ähnlichen Verfahrens unter Verwendung der Diskreten Kosinustransformation (DCT) einzeln codiert. Das Verfahren ähnelt somit MJPEG und bietet im Gegensatz zu MPEG den Vorteil, Videos an jeder beliebigen Stelle ohne Qualitätsverlust schneiden zu können. Die Datenrate eines DV-Stroms liegt bei 3,125 MByte/sec, also rund 1 GByte pro 5 Minuten. Die Qualität ist im Vergleich zu älteren Kameras um ein Vielfaches besser und bietet MAZen zu einem niedrigen Preis. Dies führte zu mehr und mehr Akzeptanz im Broadcast-Bereich. DV verwendet als Bild-Auflösung 720 × 576 Bildpunkte (PAL) bzw. 720 × 480 Bildpunkte (NTSC). Die DV-Geräte haben unter anderem die gleichen analogen Schnittstellen wie Videogeräte des VHS- oder Hi8-Formates. Deswegen braucht man auch keinen PC, um die Daten wiederzugeben. Um sie jedoch digital und somit absolut verlustfrei kopieren zu können, wird die FireWire-Schnittstelle verwendet. Diese Verbindung wird auch für die Datenübertragung von und zu PCs eingesetzt. Die Bilder werden digital aufgezeichnet und dabei auf ca. 20% komprimiert. Eine ähnliche Technik verwenden die professionellen Formate DVCAM (Sony) und DVCPro (Panasonic), wobei hier das Band schneller transportiert wird, womit mit weniger Datenverlust zu rechnen ist. Bei DVCPro50 wird gar mit der doppelten Datenrate (50 Mbit/s) gearbeitet, um eine noch bessere Qualität zu erreichen. Weiterhin gibt es, ebenfalls von Panasonic, das Format DVCProHD, das zum Beispiel in dem firmeneigenen Kamerasystem VariCam verwendet wird. Dieses Format hat allerdings eine höhere Auflösung als das normale DV-Format und wird für Aufzeichnungen in HD-Auflösung (1080 bzw. 720 Zeilen) sowie digitale Kinofilm-Produktionen verwendet.

Entwicklung

Nach dem Start 1996 machte das Digitale Video eine rasante Entwicklung. Bereits 1999 gab es Produkte von einer Vielzahl von Herstellern, wobei die Preise stetig fielen. Das ursprünglich für den Consumermarkt gedachte System machte sich wegen der herausragenden Qualität schnell auch im professionellen Bereich einen guten Namen.

MiniDV

1999 Kleines Kassettenformat von DV für den Home- und semiprofessionellen Bereich, mit den gleichen Bandeigenschaften wie DV. Die Aufzeichnungsdauer beträgt meistens 60 Minuten. Eine MiniDV-Kassette kann auch in DVCAM-Geräten bespielt werden. Da diese Geräte das Band bei der Aufnahme jedoch schneller transportieren, verkürzt sich die auf der Kassette angegebene Aufzeichnungsdauer hierbei.

Weblinks


- [http://www.movie-college.com/filmschule/kamera/dv-kameras.htm Kurzer Artikel über DV-Kameras]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-10.html Die wichtigsten digitalen Bandformate im Überblick]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-98.html Die IEEE 1394 - Firewire i-Link Schnittstelle]
- [http://www.mediaprofis.net/knowhow-48.html Die Videoaufzeichnung - technische Grundlagen] Kategorie:Videobandformat Kategorie:Videokompression ja:DV

Bandlaufwerk

Bandlaufwerk oder Streamer ist die Bezeichnung für ein externes Speichermedium zur zusätzlichen und selteneren Speicherung von Daten, z. B. für Datensicherungen. Ein in einer Kassette (Cartridge) enthaltenes Kunststoffband mit magnetisierbarer Oberfläche ist das eigentliche Speichermedium. Die Kapazität von Bändern hängt vom verwendeten Standard (AIT, QIC, DAT, DCC, DDS, SLR, DLT, LTO, VXA, Video8 usw.) ab und reicht von ca. 120 MB bis hinein in den dreistelligen GB-Bereich. Zu den Vorteilen derartiger Speichermedien gehören
- hohe Kapazität,
- schnelle Übertragung großer Datenmengen,
- lange Lebensdauer (bis zu 30 Jahre),
- geringer Platzbedarf. Zu den Nachteilen gehören:
- Empfindlichkeit gegen Staub, Feuchtigkeit, magnetische Umwelteinflüsse.
- Sehr teuer.
- Neue Daten lassen sich nur an die alten Daten an einer ganz bestimmten Stelle auf dem Band speichern.
- Üblicherweise lange Zugriffszeit im Minutenbereich auf gewünschte Daten (Suchzeit; kein Direktzugriff). Kategorie:Speicherlaufwerk

IT

Die Abkürzung IT bezeichnet:
- die Informationstechnik, Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung
- die Abkürzung (z.B. TLD) für Italien
- Interline Transfer, ein Aufbauprinzip von CCDs.
- die Industrietechnik
- die ISO-Qualität, ein Maß für Fertigungstoleranzen
- das IT-Netz Kategorie:Abkürzung ja:IT ko:IT

Archivierung

Unter einem Archiv (v. lat.: archivum aus griech.: archeion Regierungs-, Amtsgebäude) versteht man üblicherweise eine - meist auf Dauer angelegte - Sammlung von Unterlagen oder Informationen. Bereits diese Definition wird von den meisten Fach-Archivaren abgelehnt. Öffentliche Archive sammeln (überwiegend) nicht, sie übernehmen Unterlagen, denen bleibender Wert zukommt, aus den Provenienzstellen, für die sie zuständig sind. Ein Stadtarchiv erhält Akten und andere Unterlagen aus der Stadtverwaltung (bzw. deren Registratur) angeboten, bewertet diese, kassiert (vernichtet) die nicht archivwürdigen Teile, ordnet und verzeichnet das Archivgut von bleibendem Wert durch Findmittel und stellt es nach Ablauf der archivgesetzlich angeordneten Sperrfrist für die Nutzung bereit. Staatsarchive, Landesarchive und Stadtarchive bilden traditionell den Kern des öffentlichen Archivwesens. Eng verwandt sind die Universitätsarchive und Kirchenarchive sowie die Parlamentsarchive. Um die Überlieferung der privaten Unternehmen bemühen sich die Wirtschaftsarchive. Privatarchive sind auch die Adelsarchive. Medienarchive wie z.B. die Archiv der Rundfunkanstalten oder Bildarchive sind ihren Trägern weit enger als Rechercheinstrumente und Wirtschaftsgut zugeordnet als die genannten öffentliche Archive. Weiteres siehe Archivsparten. Archiv im Sinne dieses fachlichen Archivwesens, das im Artikel Archivwesen ausführlich behandelt wird, kann die Institution (im Bereich der öffentlichen Verwaltung: die Behörde), das Gebäude (siehe Archivbau), den Archivraum oder die Zusammenfassung des Archivguts meinen. Archiv ist zum Bedauern der Facharchivare kein geschützter Begriff. Jeder, der etwa Bierdeckel sammelt, könnte seine Sammlung auch Archiv nennen. Eine Fülle ganz unterschiedlicher Einrichtungen, die Schrift-, Bild-, Ton- oder Datenträger sowie Sachobjekte dokumentieren, nennt sich Archiv, obwohl es vielfach näher läge, sie als Bibliotheken, Museen oder Dokumentationsstellen zu bezeichnen. Völlig unscharf ist die Verwendung des Begriffs Archiv in der Computer-Sprache. So werden etwa Systeme zur Elektronischen Archivierung oder für die Datensicherung (siehe etwa das Tar-Dateiformat) als Archive bezeichnet. In der postmodernen Kulturwissenschaft wird Archiv als Oberbegriff für Informations- und Wissensspeicher wie z.B. Biblioheken gebraucht, siehe Archiv (Kulturwissenschaft). Auch im Titel von Fachzeitschriften begegnet Archiv: z.B. Sudhoffs Archiv.

Bestandserhaltung

Da Archive das ihnen anvertraute Kulturgut (ebenso wie die anderen Kulturgut verwahrenden Institutionen Bibliotheken, Museen und Denkmalämter) dauerhaft für die Nachwelt sichern sollen, stellt sich das Problem der Bestandserhaltung. Auf diesem Feld kooperieren Archive, Bibliotheken und Museen, die sonst weitgehend getrennte fachliche Wege gehen, am meisten. Die Erhaltung etwa eines Tonbands sollte in jeder Institution nach den gleichen fachlichen Maßstäben, wie er auch dem Selbstverständnis des Restauratoren-Berufs zugrundeliegt, erfolgen. Besondere Probleme wirft die Langzeitarchivierung von digitalen Informationen auf, da die Haltbarkeit der derzeit üblichen Datenträger sehr begrenzt ist. Beispielsweise sind bereits heute Teile der Magnetbänder mit den Daten des Apollo-Projektes nicht mehr lesbar, weil die die Computer, Betriebssysteme und Programme von damals nicht mehr verfügbar sind.

Erschließung

Die Erschließung, das ist die Ordnung und Verzeichnung des Archivguts, erfolgt in Facharchiven heute nach dem Provenienzprinzip, während im 19. Jahrhundert das Pertinenzprinzip weit verbreitet war, das die Unterlagen ohne Rücksicht auf ihren Entstehungszusammenhang und ihre Herkunft (Provenienz) nach Sachbegriffen (Pertinenzen) organisierte. Ein aus dem Zusammenhang gerissenes Schriftstück hat erheblich geringere Aussagekraft als ein Schriftstück, das in seinem Kontext belassen wurde. Ausgehend vom angloamerikanischen Raum arbeiten Archive an gemeinsamen Standards wie Encoded Archival Context und Encoded Archival Description. Da sich in den USA Archive und Bibliotheken weit näher stehen als im deutschsprachigen Raum, kommt es durch die Kooperation auf dem Gebiet der Standardisierung zu einer verstärkten Zusammenarbeit von Archiven und Bibliotheken. Angestrebt wird, dass in Zukunft der Benutzer nach einheitlichen Standards weltweit in vernetzten Archivdatenbanken in den Findmitteln der Archive recherchieren kann.

Benutzung

Vor allem die Entwicklung des Datenschutzes war der Motor für die Archivgesetzgebung. In den öffentlichen Archiven weltweit spielt der Respekt vor sensiblen personenbezogenen Daten eine große Rolle. Beispielsweise können Personalakten in der Regel erst einige Zeit nach dem Tod des Betreffenden in die Benutzung gegeben werden (in Deutschland 10 bis 30 Jahre). Mit dem Aufkommen der Informationsfreiheitsgesetze spielen die früher dominierenden Befürchtungen, Benutzer könnten durch verfrühte Einsicht in Behördenakten der Verwaltung schaden, eine immer geringere Rolle. Für die Unterlagen des Bundes und der Länder gilt in Deutschland eine Regelsperrfrist von 30 Jahren nach Entstehung. Vereinzelte Pilotprojekte gelten der Digitalisierung von Archivgut, um es im Internet zur Benutzung bereitzustellen. Derzeit wird zwar das Einstellen von Findmitteln in das World Wide Web allgemein befürwortet, aber der Gedanke von Open Access für Archivgut ist noch kaum verbreitet.

Archivorganisationen und Berufsbild

Dem fachlichen Austausch dienen die Berufsverbände der Archivarinnen und Archivare und Zusammenschlüsse von Archiven sowie archivische Fachzeitschriften (in Deutschland ist an erster Stelle Der Archivar zu nennen). Erst in neuester Zeit nutzen Archivare verstärkt das Internet zum Informationsaustausch (Websites, Mailinglisten).

Siehe auch

Archivwesen, Archivkunde, Archivar,