Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Mai

Mai

Der Mai ist der fünfte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er hat 31 Tage und ist nach der Göttin Maia benannt. Nach anderen Quellen leitet er sich von Iupiter Maius ab, dem Wachstum bringenden Jupiter. Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein, der auf die warmen Temperaturen und die wiedererwachte Vegetation hinweist. Die Bezeichnung Blumenmond hat der Mai wegen der Hauptblütezeit der meisten Pflanzen erhalten. Der Mai heißt auch Weidemond, weil in diesem Monat das Vieh auf die Weide gebracht wird (im Gebirge: Almauftrieb). Nach alter Überlieferung darf man sich aber der Wärme erst nach den so genannten Eisheiligen vom 11. Mai bis zum 15. Mai sicher sein. Etwa seit dem 13. Jh. wird der Mai in Europa mit Maifeiern, -umgängen und -ritten (z.B. Leonhardiritt, Georgiritt) gefeiert, in vielen Gegenden Deutschlands ist das Aufstellen oft imposanter Maibäume gewachsenes Brauchtum. Im römischen Kalender war der Mai ursprünglich der dritte Monat. Im katholischen Kirchenjahr ist der Mai besonders der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet (Maiandachten), weshalb er in diesem Umfeld auch als Marienmond bezeichnet wird. Der erste Mai ist der internationale Feiertag (in Deutschland: gesetzl. Feiertag) der Arbeiterbewegung. Am 2. Sonntag im Mai ist in deutschsprachigen Ländern Muttertag. Der Mai beginnt mit dem selben Wochentag wie der Januar des Folgejahres.
Aber kein anderer Monat des selben Jahres beginnt mit dem selben Wochentag wie der Mai.

Siehe auch


- bewegliche Feiertage
- bewegliche Gedenktage
- Historische Jahrestage
- Zeitskala

Weblinks


- http://www.feste-der-religionen.de/Kalender/Mai.html !05 Kategorie:Kalender ja:5月 ko:5월 ms:Mei simple:May th:พฤษภาคม

Monat

Ein Monat ist ein Teil des Jahres. Das Wort stammt von "Mond" ab und bezeichnete ursprünglich die Zeit zwischen zwei gleichen Mondphasen (ca. 29,5 Tage). Solche Synodischen Monate bildeten die Grundbausteine der ersten Kalender, welche Lunar- oder Mondkalender waren, und später teilweise zu Lunisolarkalender weiterentwickelt wurden. Solche Kalender sind auch heute noch in weiten Teilen der Welt gebräuchlich, und beispielsweise der jüdische Kalender, der islamische Kalender und der traditionelle chinesische Kalender bezeichnen weiterhin einen Phasendurchlauf des Mondes als Monat. Indes liegt in der Zeit eines Sonnenjahres eine unganzzahlige Menge von Mondmonaten, so dass man bei Einführung eines Solar- oder Sonnenkalenders die Länge der Monate entsprechend anpassen musste. Eine solche Bindung der Jahrlänge an die Dauer eines Erdumlaufs um die Sonne und die damit verbundene Trennung der Monate vom Mondlauf erfolgten zuerst im alten Ägypten im Jahre 238 v. Chr. und wurde von Julius Cäsar im Jahre 46 v.Chr. auch für die römische Republik übernommen [womit diese Jahre eigentlich sinnvolle Epochen für die Zeitrechnung des juliano-gregorianischen Kalenders wären]. Neben diesem julianischen Kalender und dem ihn ablösenden und heute für die meisten Menschen alltäglichen gregorianischen Kalender sind auch noch einige andere Sonnenkalender in Gebrauch, bei denen ein (Kalender-)Monat als ein bestimmter Teil des Sonnenjahres mit einer festgelegten Anzahl von Tagen definiert wird, beispielsweise der griechisch-orthodoxe Kalender, der koptische Kalender, der zoroastrische Kalender, der iranische Kalender, der Malayalam-Kalender sowie verschiedene südasiatische Kalender. Da der Julianisch-Gregorianische Kalender von den Römern auf uns gekommen ist, sind auch die heute im allgemeinen gebräuchlichen Monatsnamen lateinischen Ursprungs, und die meisten davon lassen sich auf den altrömischen Kalender, den Vorläufer des julianischen Kalenders, zurückführen. Auch bei den wahrscheinlich meisten anderen Völkern, die den Julianisch-Gregorianischen Kalender benutzen sind die allgemein verwandten Monatnamen von den lateinischen abgeleitet. Indes bestanden in etlichen Sprachen auch nebenher eigene Monatsbezeichnungen (die neueren Formen der deutschen sind unten angegeben) oder wurden zeitweise eingeführt, wie beispielsweise im französischen Revolutionskalender.

Monate

Heute bezeichnet der Begriff im gregorianischen Kalender nur noch festgelegte Jahresabschnitte, deren Länge von der eines Mondzyklus mehr oder weniger stark abweicht. Die 12 Monate sind (die alten deutschen Namen in Klammern): #Januar, Jänner (Hartung, Eismond) #Februar, Feber (Hornung, Schmelzmond, Taumond, Narrenmond, Rebmond, Hintester) #März (Lenzing, Lenzmond) #April (Ostermond) #Mai (Wonnemond) #Juni (Brachet, Brachmond) #Juli (Heuert, Heumond) #August (Ernting, Erntemond, Bisemond) #September (Scheiding, Herbstmond) #Oktober (Gilbhart, Gilbhard, Weinmond) #November (Nebelung, Windmond, Wintermond) #Dezember (Julmond, Heilmond, Christmond, Dustermond)

Bedeutung der Monatsnamen

Januar

(auch Jänner) nach Janus, dem Beschützer der Stadttore, Gott des Aus- und Einganges, im übertragenen Sinne des Anfangs und des Endes, doppelköpfig dargestellt, blickt nach zwei Seiten, nämlich vorwärts und rückwärts. Ianua - Schwelle (zum neuen Jahr).

Februar

(auch Feber) der Reinigungs- bzw. Sühnemonat, weil in der zweiten Hälfte die Reinigung der Lebenden und die Sühnung der Verstorbenen vorgenommen wurde lat. februare = reinigen.

März

benannt nach Mars, dem Gott des Krieges und der Vegetation. Im altrömischen Kalender begann das Jahr mit dem März, daraus ergibt sich die Verschiebung der numerischen Monate September bis Dezember.

April

wird abgeleitet von lat. aperire = öffnen, der Monat der Öffnung bzw. des Aufblühens.

Mai

Maia (Mythologie), eine Bergnymphe, Tochter des Atlas und der Pleione gab diesem Monat den Namen. Auf dem arkadischen Berg Kyllene vermählte sich Zeus, der Göttervater, mit ihr. Hermes, der Götterbote ist ihr Sohn. Maia war zuständig für Wachstum und Vermehrung.

Juni

benannt nach Juno, einer altitalischen Gottheit, der die meisten Eigenschaften der griechischen Götterkönigin Hera übertragen wurden.

Juli

Ursprünglich Quintilis, der fünfte Monat. Geburtsmonat Cäsars. Nach ihm wurde dieser Monat seit 44 v. Chr. Julius (Juli) genannt.

August

Dies war ursprünglich der sechste Monat, dementsprechend Sextilis genannt, des alten römischen Kalenders. Er wurde zu Ehren des ersten römischen Kaisers Augustus im Jahre 8 v. Chr. in Augustus umbenannt. Dies war verbunden mit einer Verlängerung des Monats um einen Tag, der dem Februar genommen wurde, nach welcher der Monat des Augustus ebenso lang war wie der Caesars. 22 Jahre später, 14 n.Chr., wurde der August der Sterbemonat seines Namenspatrons. [Die Reihenfolge der Ereignisse scheint sonderbar, aber zumindest die letzte Jahreszahl darf als sicher gelten.]

September

(lat. septem - sieben) der siebte Monat im Römischen Kalender. An diesem und den folgenden Monatsnamen kann man erkennen, dass man mit der Zählung ursprünglich im Monat März begann. Seit 153 v. Chr. traten in Rom die für ein Jahr gewählten Konsuln ihr Amt jeweils am 1. Januar an, der sich bald als Jahresbeginn einbürgerte.

Oktober

der achte Monat (lat. octo - acht) nach dem Römischen Kalender. Auch hier konnte sich die Bezeichnung "Domitianus" nicht durchsetzen.

November

Monat neun (lat.novem = neun).

Dezember

der 10. Monat (lat.decem = 10) im Julianischen Kalender

Quellen


- http://de.wikipedia.org/
- http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Kategorie:Kalender
- Irmscher, Johannes & Johne, Renate [Hrsg.]: "Lexikon der Antike" VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig, 1977.
- . . .

Siehe auch


- Kalenderdatum
- Datumsformat - die Form, in der ein Kalenderdatum schriftlich fixiert wird
- Kalender (Gregorianischer Kalender) - die Festlegung der Zeiteinteilung eines Jahres
- Zeitrechnung (Chronologie) - die zyklische sowie die lineare Strukturierung der Zeit
- Monatsnamen in anderen Sprachen
- Alte isländische Monatsnamen

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Kategorie:Kalender Kategorie:Zeitbegriff Kategorie:Maßeinheit ja:月 (暦) simple:Month

Jahr

Das Jahr (lat. annus) ist eine Bezeichnung für Zeit. Aus mathematischer Sicht stellt ein Jahr ein Vielfaches der SI-Basiseinheit Sekunde dar. Ein Jahr ist die Zeitspanne zwischen zwei Wiederholungen eines Ereignisses, das mit dem Orbit der Erde um die Sonne zusammenhängt. Unser Erdenjahr dauert je nach Definition (siehe unten) ca. 365,25 Tage; ein Marsjahr dauert ca. 686,98 Tage. :Einheitenzeichen: a ::Ma ist eine Abkürzung für „Millionen Jahre“ (Mega-Jahr). ::Ga ist eine Abkürzung für „Milliarden Jahre“ (Giga-Jahr). :Formelzeichen: t Der Begriff „Jahr“ wird sowohl zur Bezeichnung von Zeitspannen als auch von Zeitpunkten in unserem Kalendersystem verwendet. Beispielsweise wurde der Physiker Albert Einstein im Jahr 1879 (Zeitpunkt) geboren und starb 1955 im Alter von 76 Jahren (Zeitspanne). Je nach Definition ist ein Jahr von unterschiedlicher Dauer. Im Alltag verstehen wir unter dem Begriff „Jahr“ das Gemeinjahr mit einer Dauer von 365 Tagen. Kalender verwenden Jahre zur Zeiteinteilung. Unser Kalender ist der gregorianische Kalender mit einer mittleren Jahreslänge von 365 Tagen, 5 Stunden, 49 Minuten und 12 Sekunden. Ein Jahr im gregorianischen Kalender kann unterschiedlich lang sein. Normale Jahre – die Gemeinjahre – haben eine Dauer von 365 Tagen; Schaltjahre dauern 366 Tage. Gelegentlich wird die Jahreslänge durch das Einfügen von Schaltsekunden korrigiert. Diese Anpassungen synchronisieren den auf Tag-Nacht-Zyklen der rotierenden Erde beruhenden Kalender mit dem Tropischen Jahr. Das Jahr kann Bestandteil eines Kalenderdatums sein. Dabei wird es entweder zwei- oder vierstellig aufgeführt. Wo das Jahr im Kalenderdatum steht, wird über das Datumsformat bestimmt.

Definitionen

Astronomische Definitionen


- Siderisches Jahr: Die Zeit für einen Umlauf der Erde um die Sonne in Bezug auf eine feste Richtung im Raum, d. h. eine volle Drehung um die Sonne, wie sie sich aus der Himmelsposition der Sonne relativ zu einem Fixstern bestimmen lässt. Das ist also eine vollständige Revolution der Erde um die Sonne, ohne Rücksichtnahme auf das (durch ein "Taumeln" der Erdachse bedingte und) schon seit Hipparchos Zeiten bekannte notable Vorrücken des tropischen (jahreszeitlichen) Jahres, Präzession genannt.
Dauer: 365,25636042 Tage = 365 d 6 h 9 m 9,54 s
- Tropisches Jahr: Die Zeit von einer Frühlings-Tagundnachtgleiche zur nächsten, also bis die Erdachse wieder den gleichen Winkel zur Sonne hat. Das Tropische Jahr unterscheidet sich vom siderischen Jahr, weil die Erdachse langsam ihre Richtung ändert (Präzession). Jeder Sonnenkalender sollte sich nach dem tropischen Jahr richten. (cf. Johann Heinrich von Mädler)  Das tatsächliche tropische Jahr nimmt aber säkular ganz langsam ab, aktuell um etwa 532 ms pro Jahrhundert.
Dauer 2000.0: 365,242190517 Tage = 365 d 5 h 48 m 45,26 s.
- Anomalistisches Jahr: Zeit zwischen zwei aufeinander folgenden Periheldurchgängen der Erde, also von einem sonnennächsten Punkt zum nächsten.
Dauer: 365,26 Tage, etwas mehr als 5 Minuten länger als das siderische Jahr, denn das Perihel der Erde verschiebt sich pro Jahr um 11 Bogensekunden.
- Zyklus der Präzession, der unwissenschaftlich oft auch "Platonisches Jahr" genannt wird, ist die Zeit für den vollständigen Umlauf der Erdachse auf dem Kegelmantel, der durch die Präzession beschrieben wird. Anders ausgedrückt:  Die Zeit nach der man genau ein tropisches Jahr mehr zählt als siderische Jahre.
Dauer: in etwa 25700 Tropische Jahre.

Definitionen in Kalendern


- Julianisches Jahr: Mittlere Länge des Jahres nach dem julianischen Kalender
Dauer: 365,25 Tage oder 365 d 6 h.
- Gregorianisches Jahr: Mittlere Länge des Jahres nach dem gregorianischen Kalender
Dauer: 365,2425 Tage oder 365 d 5 h 49 m 12 s).
- Bürgerliches Jahr: unser Kalenderjahr.
Dauer: 365 Tage oder 366 Tage (Schaltjahr), eingeteilt in 12 Monate und in 52 oder 53 Wochen.
- Traditionelles chinesisches Jahr: Länge variiert zwischen 353 und 385 Tagen, siehe Chinesischer Kalender

Betriebswirtschaftliche Definitionen


- Wirtschaftsjahr/ Fiskaljahr: der Zeitraum für ein Geschäftsjahr eines Unternehmens. Ein Fiskaljahr muss nicht unbedingt mit einem Kalenderjahr beginnen, es kann z.B. auch mit dem 1. April starten. Die Dauer eines Fiskaljahres entspricht der des gregorianischen Kalenders.
- In der Zinsrechnung dauert ein Jahr 360 Tage.

Religiöse Definitionen


- Kirchenjahr

Siehe auch


- Jahreszeiten
- Jubeljahr
- Sabbatjahr

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Kategorie:Astronomische Größe der Zeit Kategorie:Kalender Kategorie:Maßeinheit ja:年 ms:Tahun simple:Year zh-min-nan:Nî

Tag

Mit Tag (althochdeutsch: Zeit, wo die Sonne brennt) bezeichnet man
- den Kalendertag
  - im gregorianischen Kalender die Zeit von einer Mitternacht bis zur nächsten Mitternacht
Eine Zeitspanne von 24 Stunden, die um 00:00 beginnt und um 24:00 endet. 24:00 Uhr fällt mit dem Beginn des nächsten Tages zusammen (ISO 8601).
  - im jüdischen Kalender die Zeit von einem Sonnenuntergang bis zum nächsten Sonnenuntergang. Diese Auffassung war im europäisch-vorderasiatischen Raum insgesamt lange vorherrschend. Die römische Zählung der Nachtstunden (vigiliae) und bestimmte Elemente des christlichen Ritus können als Beispiele genannt werden.
- die sonnenerhellte Zeit eines Kalendertages (Gegensatz zur Nacht)
  - von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang; z.T. werden auch die Dämmerungszeiten mit einbezogen. In der Astronomie ist ein Sonnentag die Zeit von einem Sonnenhöchststand bis zum nächsten Sonnenhöchststand. Auf dem Sonnentag basiert die Sonnenzeit. Dagegen wird die Umdrehungszeit der Erde in Bezug auf die Fixsterne (23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden) Sterntag oder Siderischer Tag genannt. Dieser ist die Basis für die Sternzeit. Besondere Bedeutung haben bzw. hatten die Sonnen- und Sternzeit des Nullmeridians für die Festlegung der Weltzeit oder zur Angabe von Sternorten. Der bürgerliche Tagesablauf gliedert sich in die Abschnitte Nacht, Morgen, Vormittag, Mittag bzw. Mittagsstunde, Nachmittag, Vorabend, Abend und Mitternacht. Die Grenzen zwischen diesen Abschnitten sind fließend und sowohl vom Kulturkreis als auch von den persönlichen Lebensumständen beeinflußt. Auf "heute", den aktuellen Tag bezogen, bezeichnet "gestern" den vergangenen und "morgen" den folgenden Tag. Die Namensgebung und Reihenfolge der Wochentage basiert auf folgender antiken Regel, die über babylonische, alt-indische, jüdische, dann griechisch-römische Wege auch nach Nordeuropa kam: Jeder Stunde des Tages wurde ein Planetengott als Stunden-Herrscher zugeordnet. Der Herrscher über die jeweils 1. Stunde gibt dem Tag den Namen. Zum besseren Verständnis des Weiteren fertige man sich zuvor eine Skizze an: Die sichtbar wandelnden Himmelskörper (insofern werden hier auch Sonne und Mond als Planeten bezeichnet) werden in der Reihenfolge zunehmender Geschwindigkeit (geozentrisch gesehen) auf einem Kreis im Uhrzeigersinn notiert : Saturn Jupiter Mars Sonne Venus Merkur Mond. (Anordnung in Form der Spitzen eines 7-Sternes) Als Beispiel fangen wir bei Saturn als Stundenherrscher der ersten Stunde eines Tages an. Der Tagesname ist demnach 'Saturn-Tag' = Saturday (= Samstag). (Die 1. Stunde des Tages wird von Saturn beherrscht.) Die 2. vom nächstschnelleren Planeten = Jupiter. Die 3. vom nächstschnelleren = Mars. Etc. Zählt man nun im Uhrzeigersinn bis zum Herrscher der 25. Stunde, ist man bei der Sonne angelangt. Die '25. Stunde eines Tages' ist aber die 1. des darauffolgenden Tages. Also heißt dieser: Sonntag. Nun wieder - mit der Sonne beginnend - bis zum 25. 'Herrscher' zählen. Man erreicht den Mond. Der nächste Tag heißt also Mond-tag. Man kann sich das Abzählen anhand der Skizze erleichtern: Es ist festzustellen, dass man immer zum 25. Herrscher kommt, wenn man beim jeweiligen 'Tagesherrscher' beginnend, in Uhrzeiger- (oder Lese-) Richtung (d.h. zunehmender Geschwindigkeit) 2 Planeten überspringt. Überspringt man also vom Mond aus 2 Planeten, landet man bei Mars. Mars ist Herrscher über die erste Stunde des neuen Tages = Marstag. Entspricht französisch Mardi, italienisch Martedi, (Dienstag von thiu, germanischer Kriegsgott ~ vgl. engl. Tuesday). Wieder 2 überspringen: Merkur ~ Mercredi, Mercoledi. Der dt. Name Mittwoch geht auf die ahd. Missionierung zurück, die wie bei Sonnabend/Samstag Anklänge an vorchristliche Gottheiten zu eliminieren suchte. Jupiter ~ frz.Jeudi, ital.Giovedi; germ.Donar entspricht Jupiter, daher dt. Donnerstag, engl. Thursday. Venus ~ Vendredi, Venerdi; germ. Freya entspricht Venus, daher Freitag bzw. Friday. Zu Saturn vgl. Samstag. Im germanischen Kulturkreis sind die Namen nicht so offensichtlich erhalten wie in den romanischen Sprachen, der Heimat der klassischen, latinisierten Planeten- bzw. Götter-Namen. Die Germanischen Götternamen entsprechen aber in ihrer Bedeutung den romanischen; so sind z. B. Freya (für Freitag) und Venus (für venerdi, vendredi) 'inhaltlich' Verwandte. Wer allerdings (und wann) z. B. zum ersten Male festgelegt hat: 'Heute ist Montag', kann nicht zurück verfolgt werden.
- Tage (Plural): Zeitraum, den jmd. durchlebt (die schönen Tage von Neapel)
- Tage (Plural): in der Umgangssprache verhüllend die "Zeit der Menstruation". Im Messwesen wird der Tag formelhaft beschrieben als eine Maßeinheit der Zeit
mit dem Einheitenzeichen: d.
Formelzeichen für die physikalische Größe Zeit ist: t. 1 d = 24 h = 1440 min = 86400 s

Siehe auch

Siderischer Tag, Nacht, Abend, Dämmerung, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Nachmittag, Dunkelheit, Tag-Nacht-Grenze

Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit

Weblinks


- http://www.fourmilab.ch/cgi-bin/uncgi/Earth/action?opt=-p&img=learth.evif Kategorie:Kalender Kategorie:Astronomische Größe der Zeit Kategorie:Zeitbegriff Kategorie:Maßeinheit als:Tag ja:日 simple:Day th:วัน

Maia (Mythologie)

Maia ist # in der griechischen Mythologie die Tochter des Titanen Atlas und der Pleione und durch Zeus die Mutter des Hermes. (Homerischer Hymnos an Hermes, 1-12) # eine altitalische Göttin, die nach Ovid dem Monat Mai den Namen gegeben hat; Ovid setzte sie mit der Mutter des Hermes gleich (Fasti V 103f.), anderen galt sie als Erscheinungsform der Mutter Erde oder der Bona Dea. Kategorie:Griechische Gottheit

Karl der Große

Karl I., der Große, lat. Carolus Magnus oder Karolus Magnus, franz./engl. Charlemagne, engl. gelegentlich auch Charles the Great, (
- wahrscheinlich 2. April 748 in Prüm; † 28. Januar 814 in Aachen) aus dem Geschlecht der Karolinger, Enkel von Karl Martell. Seit 768 König der Franken (die Krönung fand in Noyon statt) und am 25. Dezember 800 von Papst Leo III. in Rom zum römischen Kaiser gekrönt. Den Beinamen "der Große" erhielt er bereits zu seinen Lebzeiten.

Leben und Herrschaft: Festigung und Expansion, Einheit von Kirche und Reich

Karl wird Alleinherrscher: Die Lage des Reiches 771

Karl war der ältere Sohn des späteren Königs Pippin des Jüngeren und dessen Frau Bertrada. Sein Geburtsort ist unbekannt (spekuliert wird über Aachen, Düren, Herstal bei Lüttich sowie Prüm, wo er im Umfeld der Abtei vermutlich auch aufgewachsen ist), sein Geburtsjahr umstritten (742 oder 747 oder 748). Sein Biograf Einhard schreibt, dass über seine Kindheit und Jugend schriftlich nichts überliefert sei und auch bei der Abfassung der Biografie (etwa 15 Jahre nach Karls Tod) keine Personen mehr gelebt hätten, die davon hätten erzählen können (cap. IV). Nach dem Tod seines Vaters 768 teilte er - er war 26 (oder 20?)- die Herrschaft mit seinem Bruder Karlmann. Nach Karlmanns Tod wurde er 771 Alleinherrscher. Zu jener Zeit fielen die früh christianisierten Franken in barbarische Gebräuche zurück und vernachlässigten die erworbene Bildung und Religion. Die Sachsen im heutigen Norddeutschland beharrten auf ihrem Heidentum. Im Süden stritt die katholische Kirche mit den Langobarden um Einfluss, Besitz und Macht auf der Apenninen-Halbinsel, auf der iberischen Halbinsel (s. Emirat von Córdoba) drängten die Sarazenen immer weiter nach Norden, im Osten fielen Awaren ein - kurz: Europa war in Aufruhr, und der Bestand des Frankenreiches schien bedroht. Karl I. war offenbar von Anfang an zu einer Neuordnung der Verhältnisse in Westeuropa entschlossen und scheute sich während der Zeit bis 800 nicht, an den unterschiedlichsten Fronten gleichzeitig zu kämpfen.

772: Beginn der Sachsenkriege

Bereits 772 begannen die Sachsenkriege, die 32 Jahre währten und die den "Vater Europas" (Pater Europae), wie Karl später verklärend auch genannt wird, nicht nur in bestem Licht erscheinen lassen. Siehe Sachsenkriege (Karl der Große) (Sonderartikel)

774: Unterwerfung der Langobarden

Im März 773 baten päpstliche Gesandten am Hof Karls um Unterstützung gegen die Langobarden. 774 eroberten die Franken Pavia. Karl setzte den letzten Langobardenkönig Desiderius ab; dessen zuvor geheiratete Tochter verstieß er bald darauf. Er ließ sich nun selbst zum König der Langobarden krönen. Papst Stephan III. († 772) hatte die Langobarden in einem Brief an die Frankenkönige Jahre zuvor als "eine treulose und stinkende Nation" denunziert, "die nicht einmal zu den Nationen gerechnet wird und von der gewiss die Aussätzigen ihren Ursprung haben". Im Süden blieb das Herzogtum Benevent bis zur Eroberung durch die Normannen im 11. Jahrhundert selbstständig, wenngleich es auch zu den Satellitenstaaten des Fränkischen Reiches gezählt werden muss. Karl bestätigte auch die Pippinische Schenkung seines Vaters an die Kirche, aus der später der Kirchenstaat hervorgehen sollte. Siehe: Langobardenfeldzug

778: Kriegszüge gegen die Mauren

Weit geringeren Erfolg zeitigte ein Kriegszug nach Spanien im Jahr 778. Anlass dafür war ein Hilfegesuch des Emirs von Saragossa, der um Unterstützung gegen den Kalifen Abderahman von Córdoba bat: Beim Rückzug wurde ein Teil des fränkischen Heeres von den vermeintlichen "Heiden" (so zeitgenössische Quellen) aufgerieben. Dabei fiel auch der Graf der bretonischen Mark, Hruotland, der Befehlshaber der vernichteten fränkischen Nachhut. Das Geschehen wird später im Rolandslied wiederaufgegriffen. Aquitanien wurde als ein Unterkönigtum für Karls minderjährigen Sohn Ludwig eingerichtet; zusammen mit seinem zum italischen Unterkönig ernannten Bruder Pippin wurde er 781 vom Papst gesalbt und gekrönt. Die Verhältnisse im Pyrenäenraum konnten so zunächst stabilisiert werden, der Herrschaftsbereich der Franken wurde - wenn auch nur zeitweise - bis nach Gerona, Cerdagne, Urgel und Barcelona erweitert. Erst als Folge späterer Auseinandersetzungen mit den Sarazenen (so nannte das spätere Mittelalter die Mauren) wurde 806 die Spanische Mark jenseits der Pyrenäen gegründet. Die Beziehungen zur arabischen Welt scheinen trotz der Feldzüge und durch die aufgegebene, weil letztlich gescheiterte Eroberung und Rechristianisierung Spaniens nicht generell schlecht gewesen zu sein: 797, nach anderen Quellen 801, schenkte der Kalif von Bagdad, Harun al-Rashid, Karl I. den ersten in der überlieferten Geschichte nördlich der Alpen gesichteten Elefanten namens Abul-Abbas - es war überdies ein asiatischer, weißer Elefant.

788: Bayern verliert seine Selbständigkeit

788 wurden auch die Baiern (so die alte Schreibweise) endgültig dem Reich einverleibt, im Osten die Awarische Mark (ab 856 Marchia Orientalis) als Grenzmark gegen die Awaren errichtet, und unter fränkische Oberhoheit gestellt. Der letzte bayerische Stammesherzog Tassilo III., der sein Lehen 757 von Pippin bekommen hatte, versuchte vergeblich, die Eigenständigkeit durch ein Bündnis mit den eigentlich schon unterworfenen Langobarden zu retten. Am Aufbegehren gegen die Franken, die man durch die Auseinandersetzungen mit den Sachsen als voll ausgelastet einschätzte, war auch Herzog Arichis II. von Benevent beteiligt. Die Unbotmäßigkeiten der italienischen Koalitionäre Tassilos waren u.a. durch Belagerungen von Capua und Salerno 786/787 beendet worden. Das bayerische Gebiet, das ab 798 von Salzburg aus zu einer eigenen Kirchenprovinz ausgebaut wurde, blieb nach der Angliederung gleichwohl als politische Entität erhalten. Unter den als Präfekten bezeichneten Amtsträgern des Königs (im 9. Jahrhundert als Unterkönigtum) wahrte es durchaus eine Sonderstellung innerhalb des fränkischen Reichsverbands. Die Eingliederung der Baiern ins Frankenreich war neben der Unterwerfung der Sachsen die wichtigste Voraussetzung für die spätere Herausbildung des Heiligen Römischen Reiches und damit Deutschlands unter den Ottonen und Österreichs unter den Babenbergern.

Um 800: Der neue Schutzherr Roms und der Kirche

Babenberger] 795 wurde Leo III. zum Papst gewählt. Er versicherte sich umgehend der Unterstützung des Frankenkönigs und übersandte Karl I., dem Schutzherrn der Kirche (patricius romanorum) den Schlüssel zum Grab Petri sowie das Banner Roms. Das Papsttum war seit einiger Zeit unter den Einfluss des in diverse Fraktionen aufgesplitterten römischen Stadtadels geraten, der bei der Papstwahl ausschlaggebend war. 799 spitzte sich die Konfrontation mit dem Adel zu; das Kirchenoberhaupt war Ziel eines Attentats bzw. Absetzungsversuches. Leo III., dem u.a. ein unwürdiger Lebenswandel (darunter Ehebruch und Meineid) vorgeworfen wurde, flüchtete zu Karl nach Paderborn. Was dort und unter Umständen schon weit vorher abgemacht wurde, ist nicht geklärt: Möglicherweise wurde erst hier, vielleicht aber auch schon Jahre zuvor die Kaiserkrönung vereinbart. Denkbar wäre auch, dass es dazu überhaupt keine Absprache gegeben hat. Die historische Forschung stört sich vor allem an der Anmerkung Einhards: "Hätte Karl vom Vorhaben Leos gewusst, hätte er die Kirche nicht betreten" (Vita Karoli Magni, cap. XXVIII). Eine andere Quelle hingegen, die Lorscher Annalen, berichtet von einer Synode der fränkischen und römischen Bischöfe, bei der man dem Frankenherrscher die Kaiserwürde angetragen habe. Möglicherweise bezieht sich die Anmerkung Einhards nicht auf die Kaiserkrönung selbst, sondern auf deren Umstände und ihren protokollarischen Ablauf. Karl jedenfalls zog im Sommer 800 nach Rom. Leo III. empfing ihn Ende November weit vor den Toren der Ewigen Stadt und legte am 23. Dezember einen Reinigungseid ab, der ihn von den Vorwürfen der Verschwörer aus Kreisen des Adels entlasten sollte. In wie weit dieser freiwillig von ihm geleistet wurde muss dahingestellt bleiben. Am Weihnachtstag des Jahres 800 wurde Karl von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Dieser Titel war seit der Absetzung von Romulus Augustulus im Jahr 476 in Westeuropa nicht mehr geführt worden. Durch die Hinzufügung der Formel "von Gottes Gnaden" (lat. Dei gratia) zum Herrschertitel wurde damit auch das Gottesgnadentum erstmals institutionalisiert, auf das sich z.B. die deutschen Kaiser bis 1918 beriefen. Karls voller Titel ab 800 lautete: Karolus serenissimus augustus a Deo coronatus magnus pacificus imperator Romanum gubernans imperium, qui et per misericordiam dei rex Francorum atque Langobardorum (frei übersetzt: "Karl, allergnädigster erhabener, von Gott gekrönter, großer Frieden stiftender Kaiser, das römische Reich regierend, von Gottes Gnaden auch König der Franken und Langobarden"). Als patronus et advocatus der Kirche hatte Karl I. nun endgültig den byzantinischen Kaiser abgelöst - wie zuvor schon den Langobarden Desiderius. Der Patriarch von Jerusalem schickte die Schlüssel des Heiligen Grabes an Karl I. als symbolische Anerkennung der Schutzherrschaft Karls I. über die Christenheit. Die Krönung zum Kaiser bedeutete somit eine Herausforderung für das byzantinische Kaisertum (Basileios), dem gegenüber Karl die Gleichberechtigung beanspruchte - wenn nicht mehr. Karl verstand sich als Augustus Imperator Renovati Imperii Romani (Kaiser des erneuerten Römischen Reiches) und somit als direkter Nachfolger der römischen Kaiser. Sein fränkisches Reich war damit das Nachfolgereich des römischen Kaiserreiches, das er aufgrund seiner Legitimation durch die Kirche sanctus (heilig) nannte. Die Einheit von Kirche und Reich war nun ganz offiziell Staatsdoktrin. Als Beschützer des Papstes und des christlichen Glaubens war Karl der Große sehr darauf bedacht, dass in seinem Reich jeder das Pater Noster (Vaterunser) kannte. Zeitweilig standen Verunglimpfungen von Priestern oder des Christentums und seiner Symbole sogar unter Todesstrafe.

Nach 800: Die Ausweitung des Frankenreiches im Osten

Christentums Als Ersatz für deportierte Sachsen ließ Karl I. im Nordosten des Reiches (Transalbingien) elbslawische Abodriten und auch Franken ansiedeln. Ab 804 kam es zu Auseinandersetzungen mit den Dänen, deren König Göttrik (auch: Godfred) nach Friesland bzw. Sachsen ausgriff und, unterstützt von den Wilzen, die Abotriten bekämpfte. Das zum Schutz vor den Franken errichtete Danewerk zwischen Treene und Schlei wird 808 erstmals in den Fränkischen Reichsannalen erwähnt. 810 plünderten die Dänen Friesland und die friesischen Inseln. Den Abodriten im Osten Holsteins gelang es jedoch, sich mit fränkischem Beistand von dänischer Oberhoheit freizuhalten; 811 kam es zu einem Friedensvertrag mit den Dänen. Allerdings blieb das Verhältnis von Franken und Abodriten ambivalent, wie die Umstände der Errichtung des Sachsenwalls (Limes Saxoniae) um 810 belegen. Das Verhältnis zu den slawischen Stämmen östlich von Sachsen und Thüringen war ebenfalls zwiespältig: 789 kam es zu einem Feldzug der Franken gegen die Wilzen; nach der langwierigen Unterwerfung der Sachsen wurden auch die Sorben 806 von den Franken besiegt, nachdem deren Herzog Miliduoch getötet worden war. Zeitgenössischen Quellen zufolge versuchten sie in den darauffolgenden Jahrzehnten jedoch mehrfach abzufallen. Auch scheint es hier eine oder gar mehrere Grenzmarken gegeben zu haben; die Forschungslage hierzu ist jedoch unklar (siehe auch: Limes Sorabicus). Böhmen geriet nach einer Kampagne in den Jahren 805 und 806 in fränkische Abhängigkeit und wurde tributpflichtig. In einer Urkunde von 817, in der die Provinzen und Völker des Frankenreiches aufgelistet werden, werden die Beheimi als eines der abhängigen Völker genannt. Auch sie wurden nach und nach offenbar erfolgreich christianisiert: 845 ließen sich 14 Herzöge aus Böhmen in Regensburg taufen; der bayrische Klerus war Hauptträger der Missionierung. Ab Mitte des 9. Jahrhunderts - Karls Enkel Ludwig der Deutsche war seit 843 König (s. Vertrag von Verdun) - wurde Böhmen immer mehr zum Zankapfel zwischen dem Ostfrankenreich und dem Großmährischen Reich des Sventopluk; ab 862 wurden auch die Ungarn zum Problem. Die Expansion der Franken in diesen Raum begründete - neben den Besiedlungswellen unter den Přemysliden - den politisch wie kulturell nachhaltigen deutschen Einfluss im östlichen Mitteleuropa in den folgenden Jahrhunderten (s. Deutsche Ostsiedlung).

806 bis 812: Auseinandersetzung mit Byzanz

Nikephoros I., byzantinischer Kaiser („Basileus“) seit 802, empfand die Kaiserwürde Karls als Anmaßung und verweigerte deren Anerkennung. Eine 803 in Konstantinopel eingetroffene fränkische Gesandtschaft musste unverrichteter Dinge wieder heimreisen. Der Konflikt verschärfte sich noch, als Karl die von Byzanz beanspruchten Regionen Dalmatien und Venetien als seinem Machtbereich zugehörig behandelte. Nikephoros entsandte daraufhin 806 die oströmische Flotte und verhängte eine Seeblockade über Venedig. Karls Sohn Pippin, König von Italien, konnte in der Folge jedoch Venedig erobern, was Nikephoros offenbar verhandlungsbereiter machte. Eine Ende 810 in Italien eingetroffene byzantinische Gesandtschaft, die eigentlich den inzwischen verstorbenen König Pippin († 8. Juli 810) hatte erreichen wollen, wurde von Karl nach Aachen bestellt und 811 mit einem freundlichen, in der Kaiserfrage allerdings kompromisslosen Schreiben zurückgeschickt. Bei deren Rückkehr war allerdings der byzantinische Kaiser Nikephoros I. auf einem Bulgarenfeldzug gefallen († 26. Juli 811). Sein Schwiegersohn Michael I. Rangabe riss bald die Macht an sich. Anders als sein Vorgänger war er an einem dauerhaften Übereinkommen mit dem Westen interessiert. Daher entsandte Kaiser Michael I. nun seinerseits eine byzantinische Gesandtschaft nach Aachen, die dort 812 eintraf. In einer öffentlichen Zeremonie huldigte diese Karl dem Großen und nannte ihn „Kaiser“. Damit war das Kaisertum Karls des Großen vom byzantinischen Reich diplomatisch anerkannt. Karl musste dafür allerdings wieder auf Venetien und Dalmatien verzichten. Zudem sahen sich die byzantinischen Kaiser weiter als höherstehend an: die Nachfolger Michaels I. fügten ihrem Titel „Kaiser“ bald den Genitiv „der Römer“ hinzu: damit sollte ihr einzigartiger Rang als alleinige Nachfolger der römischen Kaiser dokumentiert werden. Die auf Karl den Großen folgenden westlichen Kaiser nannten sich dagegen zunächst nur „imperator augustus“ (erhabener Kaiser). Der Titulatur „erhabener Kaiser der Römer“ (Romanorum imperator augustus) begegnet man im Westen, d. h. im Heiligen Römischen Reich, erst seit Otto III. 996.

Karl I. als Reformer: Neuordnung des Reiches im Innern

Otto III.] Mit teilweise tiefgreifenden Reformen, die sein Sohn und Nachfolger Ludwig der Fromme meist weiter vorantrieb, ordnete Karl I. das Frankenreich auch im Innern neu. So schaffte er die Stammesherzogtümer ab, wobei die rechtliche Eigenständigkeit der Stämme allerdings gewahrt wurde. Karl ordnete überdies die Aufzeichnung der Stammesrechte an. Im Lex Frisionum etwa wurden den Friesen im Nordwesten und Norden des Reiches auf der Grundlage ihrer überkommenen Gesetze und Gepflogenheiten bedeutende Privilegien zugestanden. Sie wurden zu "Freien" und durften u.a. ihren Podestat selbst wählen. Auch die Einteilung Frieslands in drei klar definierte Bezirke wurde im - hier beispielhaft angesprochenen - Lex Frisonium festgeschrieben. Die Reichsverwaltung, die Karl I. zu vereinheitlichen trachtete, übertrug dieser im Wesentlichen seinem Hofklerus und einem neu geschaffenen Dienstadel. Die Hofkapelle war zentrales Verwaltungsorgan der weltlichen und geistlichen Ordnung im Reich. Die Ausführung der Verwaltung des Reiches lag in den Händen der Grafen. Diese fungierten im Rahmen der sogenannten Grafschaftsverfassung als königliche Amtsträger bei der Ausübung der Regalien (Grafenbann) und waren in bestimmten Bereichen Stellvertreter des Königs (Mark-, Burg- und Pfalzgrafen). Besondere Bedeutung erlangten die Markgrafen: Sie waren die Regenten in den neu geschaffenen Grenzmarken und hatten in diesem Bereich weitreichende Sonderrechte, etwa als Militärbefehlshaber und Gerichtsherren. Die Landgrafen mussten Wehrpflichtige stellen. Die Übertragung von Ämtern und Lehen an die führenden Adelsfamilien (die "Großen") sicherte deren Loyalität und begründete eine neue Reichsaristokratie. Die Grafschaftsverfassung wurde zum wichtigsten Instrument zur Wahrung der Einheit des Reiches, obgleich es an den unterschiedlichen Traditionen im Westen bzw. Osten des Reiches (römische Civitas versus germanischer Gau) seine Grenzen fand. In letzteren mögen auch die gänzlich verschiedenen Entwicklungen im Hinblick auf Staatsaufbau und Staatsrecht gründen: sie mündeten im heutigen Frankreich als einer zentralistischen Präsidialrepublik einerseits, in dem die Regionen und Départements im Wesentlichen bloße Verwaltungseinheiten sind, und in der Verfasstheit Deutschlands andererseits - einer föderalistischen "Parlaments"-Republik mit weitreichenden Hoheitsrechten der Bundesländer, die vielfach noch auf überkommene Stammesgrenzen zurückzuführen sind. Mit den Kapitularien wurde zudem eine weitgehend einheitliche Gesetzgebung geschaffen, das Gerichtswesen und die Rechtsprechung reformiert (u.a. Einführung von Rügezeugen und von Schöffen). Die Regierbarkeit von Karls Riesenreich sollten vor allem sogenannte Königsboten, die missi dominici, sichern. Diese wurden meist paarweise entsandt (ein weltlicher und ein geistlicher Vertreter), um Anweisungen und Erlasse des Königs und Kaisers durchzusetzen. Sie konnten in einem zugeteilten Bezirk gfs. auch die unmittelbare Reichsgewalt ausüben. Eine herausragende Rolle bei der Neuordnung und Festigung im Innern spielte die Kirche, die Karl durch den massiven Ausbau der klerikalen Infrastruktur (u.a. wurden zahlreiche neue Bistümer gegründet, wobei sich Karl das Recht vorbehielt, die Bischöfe selbst zu ernennen), durch umfangreiche Schenkungen, die Bekräftigung des Zehntgebots und durch Reformen zum wahrscheinlich wichtigsten Band der Einheit seines Reiches machte. Die Benediktregel (ora et labora) wurde für die Klöster verbindlich wie auch für die Stiftsgeistlichkeit die vita communis. Die von Pippin in die Wege geleitete Liturgiereform wurde weitergeführt. Das ehedem gänzlich uneinheitliche Geldwesen wurde ebenfalls reformiert. Die Goldbindung des Geldes wurde aufgegeben, der Silberdenar als reichsweit geltende verbindliche Währung eingeführt. Ein Solidus bzw. Schilling waren 12 Denar; ein Pfund (libra), dessen Gewicht gegenüber dem antiken Maß erhöht wurde, entsprach 20 Solidi. In Karls Münzordnung wurde festgelegt, dass aus einem Pfund Silber 240 Pfennige (Denare) geprägt werden müssen. Der angelsächsische König Offa von Mercien übernahm zur gleichen Zeit diese Regelung, die in England in der Tat bis 1971 in Kraft war.

Vorfahren, Ehen, Nachfolge und Erben

Vorfahren

Nachfolge

1971 Nach altem fränkischen Brauch ordnete Karl 806 seine Nachfolge durch einen Reichsteilungsplan, die sogenannte Divisio Regnorum. Nachdem seine beiden älteren Söhne jedoch früh verstorben waren, erhob Karl 813 seinen - nach damaligem Verständnis - einzigen legitimen Erben Ludwig (Ludwig der Fromme) zum Mitkaiser; 814 folgte er dann seinem Vater in der Herrschaft. Nach 47-jähriger Herrschaft starb Karl der Große am 28. Januar 814 in Aachen und wurde im Atrium der Marienkirche beigesetzt. Die Todesursache (Infekt mit Rippenfellentzündung?) ist nicht mit letzter Sicherheit geklärt, doch spricht Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 30, dazu passend von Fieber, zu welchem Schmerzen in der Seite hinzugekommen seien, so dass Karl nach siebentägigem Krankenlager verschieden sei. Schon frühzeitig verstand sich Karl als der einzige rechtgläubige Verteidiger und Wahrer der Christenheit, und folgerichtig würdigt ihn die Grabinschrift als imperator orthodoxus, der das regnum Francorum edel (nobiliter) erweitert habe.

Ehefrauen


- Himiltrud (vermutlich eine Friedelehe um 768)
- ∞ 769 eine Tochter des Langobardenkönigs Desiderius, die er 770, spätestens Anfang 771 verstieß; ihr Name wird fälschlicherweise oft mit Desiderata angegeben, tatsächlich ist er unbekannt
- ∞ 771 vor dem 30. April Hildegard (de gente Suaborum,
- 758, † 30. April 783) Tochter des Grafen Gerold und der Imma, einer Tochter des alemannischen dux Hnabi
- ∞ um Oktober 783 Fastrada († 10. August 794 in Frankfurt am Main), Tochter des (vermutlich thüringisch-mainfränkischen) Grafen Radulf
- ∞ 794/Herbst 796 Luitgard († 4. Juni 800) Alemannin weitere Beziehungen hatte er zu:
- Madelgard
- Gerswind Saxonici generis
- Regina (800)
- Adelind (806)

Nachkommen


- aus seiner Verbindung zu Himiltrud:
  - Pippin der Bucklige (
- 770; † 811)
- aus seiner Ehe mit Hildegard:
  - Karl der Jüngere (
- 772/773, † 811) 788 König in Neustrien
  - Adalhaid (
- September 773/Juni 774, † Juli/August 774 in Südgallien)
  - Rotrud (
- wohl 775, † 6. Juni 810)
  - Karlmann (
- 777, † 8. Juli 810), als Pippin König von Italien
  - Ludwig der Fromme (
- 778, † 840)
  - Lothar (
- Juni/August 778 in Chasseneuil bei Poitiers)
  - Bertha (
- 779/780, † nach 14. Januar 828), 814 vom Hof verwiesen
  - Gisela (
- 781 vor Mai, † nach 800)
  - Hildegard (
- 782 nach 8. Juni, † zwischen 1. und 8. Juni 783) Bertha hatte eine Beziehung mit Karls Hofgeistlichen Angilbert, aus der die Kinder Ridhard († 813) und Hartnid hervorgingen. Berthas Liaison war Vorbild für die Sage von Eginhard und Emma. Bei Karls "Sekretär" Einhard heißt es, sowohl Rotrud als auch Bertha seien unverheiratet geblieben. Möglicherweise lebten beide Töchter jedoch in Friedelehen, die für Einhard nicht standesgemäß und somit nicht legitim waren.
- aus seiner Ehe mit Fastrada:
  - Theodrada (
- wohl 785, † 9. Januar 844/853, im Kloster Schwarzach am Main), vor 814 Äbtissin von Argenteuil
  - Hiltrud (
- wohl 787, † nach 800)
- von einer unbekannten Frau:
  - Hruodhaid (
- wohl 787, † nach 800)
- aus seiner Verbindung mit Madelgard:
  - Ruothild († 24. März852) Abt von Faremoutiers
- aus seiner Verbindung mit Gerswind:
  - Adalthrud
- aus seiner Verbindung mit Regina:
  - Drogo (
- 17. Juni 801, † 8. Dezember 855), 818 geistlich, 820 Abt von Luxeuil, 823 Bischof von Metz, 834 Erzbischof und Erzkapellan
  - Hugo (
- 802/806, † 14. Juni 844), 818 geistlich, Mönch zu Charroux, 822/823 Abt von St. Quentin, 836 Abt von Saint-Bertin, 834-840 Erzkanzler Ludwigs des Frommen
- aus seiner Verbindung mit Adelind:
  - Theoderich (
- 807, † nach 818), 818 geistlich Karl wird zudem nachgesagt, mit diversen Konkubinen mindestens 18 leibliche Nachfahren gezeugt zu haben. Ludwig I., der Fromme, dessen Linie historisch bedeutsam bleibt, ist seinerseits Vater von Lothar I. (
- 795; † 855), Pippin I. (König von Aquitanien, † 838), Ludwig II. († 876), Karl II. (König des Westfrankenreichs, Kaiser 875, † 877) und der Gisela (vermählt mit Eberhard von Friaul).

Kulturelle Bedeutung

Karolingische Renaissance

Eberhard von Friaul Im Geistesleben ist Karls Herrschaft als Karolingische Renaissance bekannt. Kunst, Literatur und Architektur erfuhren einen ungemeinen Aufschwung. An seinem Hof versammelte Karl bedeutende Gelehrte seiner Zeit, unter anderem den Angelsachsen Alkuin als Leiter der Hofschule, den Langobarden Paulus Diaconus, Petrus aus Pisa, den Westgoten Theowulf aus Spanien sowie Angilbert und Einhard (auch: Eginhard - im angelsächsischen Sprachraum wird er regelmäßig so genannt). Hildebold, der erste Erzbischof von Köln, war Karls Kanzler und Erzkaplan seines Hofes. Seine Gelehrten beauftragte Karl u.a., eine Grammatik der deutschen Sprache sowie eine Sammlung deutscher Kirchenpredigten zu schreiben. Die von Karls Hof geförderte karolingische Minuskel (Carolina), eine aus Kleinbuchstaben gebildete Schrift, war u.a. Vorbild für die heute noch vielfach gebräuchliche Antiqua. Nach Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 29, ließ Karl außerdem "barbarische (d. h. germanische) und sehr alte Heldenlieder, in welchen die Taten und Kriege alter Könige besungen wurden, aufschreiben". Leider ist uns diese Sammlung aus unbekannten Gründen nicht erhalten geblieben; Karls Sohn Ludwig der Fromme wurde in der Neuzeit manchmal zu Unrecht für ihren Verlust verantwortlich gemacht. Im genannten Kapitel bei Einhard wird weiter davon berichtet, dass Karl die Monatsnamen selbst ins Germanische übersetzte, z. B. nannte er den Januar Wintermonat (Wintarmanoth), den Mai Weidemonat (Winnemanoth), den Dezember Heiligmonat (Heilagmanoth).

Kirchen und Klöster, Pfalzen und Paläste

Karls Biograph und Leiter der Hofschule (als Nachfolger Alkuins, der 796 den Hof verließ und Abt von Saint-Martin de Tours wurde, möglicherweise im Zusammenhang mit seiner offenen Kritik an des Königs Vorgehen gegen die Sachsen) Einhard berichtet auch von seiner umfangreichen Bautätigkeit, in erster Linie die "wunderbare" Pfalzkapelle in der Aachener Pfalz, die in den letzten 20 Jahren seines Lebens seine Lieblingspfalz wurde, sozusagen eine Art "Hauptstadt" nördlich der Alpen. Für sie soll er sogar Säulen und großartige Marmorteile aus Ravenna herbeischaffen haben lassen. Außerdem hebt er eine hölzerne Rheinbrücke bei Mainz hervor (die aber leider bald wieder abgebrannt sei) und den Beginn zweier (Pfalz-) Paläste bei Ingelheim und Nijmegen (cap. XVII). Die Klöster u.a. in St. Gallen (heute Schweiz) und auf der Insel Reichenau (Bodensee) (s.a. Kloster Reichenau), im einverleibten Bayern St. Emmeram bei Regensburg, in Freising und am Tegernsee (wichtigste Benediktinerabtei Oberbayerns; 817 zu den wohlhabendsten Klöstern im Reich Kaiser Ludwigs des Frommen gezählt), im heute österreichischen Mondsee (dort war auch Salzburg seit den Awarenkriegen 791 bis 799 ein Zentrum der Mission) wie auch in Fulda und in Trier wurden neu gegründet, zu Abteien erhoben oder erfuhren eine erhebliche Steigerung ihrer Bedeutung. Sie waren Hauptträger der Bildungsreform, die Karl in die Wege leiten ließ und wurden deshalb vielfach ausgebaut und erweitert. Für St. Gallen z.B. war die Zeit vom 9. bis zum 10. Jahrhundert das "Goldene Zeitalter". Das dort um das Jahr 790 entstandene Lateinisch-Deutsche Wörterbuch gilt als das älteste deutsche Buch überhaupt. - Mönche waren es schließlich auch, die Anfang des 9. Jahrhunderts die Edelrose nach Mitteleuropa einführten und den Gartenbau im Allgemeinen beträchtlich professionalisierten.

Nachleben

Sagen

Um das Leben und Wirken Karl des Großen entstanden nach seinem Tod viele Sagen, unter anderem der Karlszyklus mit dem Rolandslied.

Heiligsprechung

Auf Betreiben Kaiser Friedrich Barbarossas wurde Karl 1165 durch den Erzbischof von Köln, unter Billigung des Gegenpapstes Paschalis III., heilig gesprochen. Diese Heiligsprechung wurde von Papst Alexander III. nicht akzeptiert, so dass sein Gedenktag (28. Januar) nie offiziell anerkannt wurde. Doch hat die Kurie danach nie Einspruch gegen diese Heiligsprechung erhoben; vielmehr wird seit 1176 die Verehrung Karls als Heiliger von der katholischen Kirche geduldet. Heute noch tragen Kirchen Karls Namen, so etwa die Pfarrkirche im westfälischen Wiedenbrück "St. Caroli Magni et beati Aegidii"

Kein zeitgenössisches Portrait überliefert

Wiedenbrück Von Karl dem Großen ist kein zeitgenössisches Bildnis überliefert. Eine der ältesten Darstellungen Karls findet sich im Sakramentar Karls des Kahlen aus der Zeit um 870, das ihn in karolingischer Kleidung zeigt und somit eine repräsentative Darstellung eines Hochadeligen der Karolingerzeit bietet (siehe oben). Seitdem wurden jeweils dem Stil der jeweiligen Zeit entsprechende Imaginationen über Karls Aussehen produziert, die jedoch nichts mit der Realität zu tun hatten. Typisch für diese historisierenden Darstellungen ist z.B. Albrecht Dürers Bildtafel, die sich heute im Germanischen Nationalmuseum befindet. Auffällig ist die wortwörtlich zu verstehende Überhöhung seiner Person schon in der Ottonenzeit.

Sprachentwicklung

In vielen slawischen Sprachen wurde vermutlich aus seinem Namen in der lateinischen Form 'Carolus' das Wort für König, so im Russischen 'korol', im Polnischen 'król'.

Wiederentdeckter Karlsthron

Im Februar 2005 wurden von der Archäologin Mechthild Schulze-Dörrlamm vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz Reste des ältesten Königsthrons in Deutschland entdeckt. Sie lagen seit 1911 unerkannt in einem Magazin des dortigen [http://www.landesmuseum-mainz.de/ Landesmuseums]. Dabei handelt es sich um eine Seitenlehne des mit Ornamenten verzierten Thrones aus Kalkstein aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts. Dieser Königsthron ist damit älter als der Marmorthron in der Aachener Pfalzkapelle aus der Zeit um 800, der bislang als ältester galt.

Statuen und Denkmale


- Sandsteinfiguren von Jeremias, Daniel und Karl dem Großen für die Friedenskirche in Potsdam von Gustav Blaeser
- Sandsteinfigur an der Südseite der Dresdner Gemäldegalerie von Gottfried Semper (1855 eingeweiht) von Bildhauer Ernst Rietschel
- Vor dem Historischen Museum in Frankfurt am Main steht eine Sandsteinfigur des Bildhauers Johann Nepomuk Zwerger. Sie wurde 1843 zum tausendsten Gedenktag der Reichsteilung von Verdun geschaffen und stand ursprünglich auf der Alten Brücke, um an den mythischen Gründer der Stadt zu erinnern.

Literatur


- Becher, Matthias: Das Geburtsdatum Karls des Großen. In: Karl der Große in Ingelheim. Beiträge zur Ingelheimer Geschichte. Heft 43, Ingelheim 1998, S. 19 ff.
- Becher, Matthias: Karl der Große. München, C.H.Beck, 1999. - ISBN 3-40643-320-0 (Sehr gute Einführung mit kommentierter Kurzbibliographie zum weiteren Studium)
- Arno Borst: Die karolingische Kalenderreform. Hannover: Hahn, 1998. - ISBN 3775254463
- Arno Borst: Der Streit um den karolingischen Kalender. Hannover: Hahn, 2004. - ISBN 3775257365
- Braunfels, Wolfgang: Karl der Große. Lebenswerk und Nachleben. 4 Bde. Düsseldorf, 1967.
- Cassanelli, Roberto/Carbonell, Eduard (Hrsg.): Von Mohammed zu Karl dem Großen. Aufbruch ins Mittelalter. Stuttgart: Konrad Theiss Verlag, 2001. - 1. Auflage. - ISBN 3-80621-580-4
- Classen, Peter: Karl der Große, das Papsttum und Byzanz. Die Begründung des karolingischen Kaisertums. Hrsg. von H. Fuhrmann und C. Märtl (Beiträge zur Geschichte und Quellenkunde des Mittelalters 9). Sigmaringen, 1985.
- Delpierré de Bayac, Jacques: Karl der Große. Leben und Zeit. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1986.
- Einhard: Vita Karoli Magni - Das Leben Karls des Großen. Stuttgart: Reclam, 1995. - ISBN 3-15001-996-6
- Faber, Gustav: Auf den Spuren von Karl dem Großen. Paul List Verlag München 1984
- Fried, J.: Der Weg in die Geschichte. Die Anfänge Deutschlands bis 1024. Frankfurt am Main/Berlin, 1994.
- Hägermann, Dieter: Karl der Große. Herrscher des Abendlandes. Berlin: Econ, 2003. - ISBN 3-54905-826-8 ([http://www.perlentaucher.de/buch/1151.html Rezensionen])
- Illig, Heribert: Das erfundene Mittelalter. Hat Karl der Große je gelebt? Berlin: Ullstein, 2002. - ISBN 3-54836-429-2
- Macherl, P.: Karl der Große. Ein Lebensbild von Dr. P. Macherl. Verlagsbuchhandlung Styra, Graz 1906.
- Riché, Pierre: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Stuttgart: Reclam, 1999. - ISBN 3-15010-463-7 (Ein viel gelesenes Standardwerk zur Geschichte der Karolinger)
- Schieffer, Rudolf: Die Karolinger. Stuttgart: Kohlhammer, 2000. - 3., überarb. Aufl. - ISBN 3-17016-480-5
- Willdorf, Ernst: Karl der Große und Wittekind zwei Helden des Schwertes und des Glaubens. Eine Erzählung aus der Zeit Karls des Großen von Ernst Wildorf. Druck und Verlag von U. Weichert, Berlin.

Siehe auch

Wissenschaft zur Zeit Karls des Großen, Kunst zur Zeit Karls des Großen, Karlsgarten, Karlsgraben, Ingelheimer Kaiserpfalz, Kloster Lorsch, Corvey, Karolinische Bücher, Rabanus Maurus, Herzog Widukind, Translatio imperii, Erfundenes Mittelalter, Chronologiekritik

Weblinks


- [http://www.histinst.rwth-aachen.de/default.asp?documentId=201 23. November 2004 - Karolingische Grundlegung II - Historisches Institut der RWTH Aachen: Karl der Große als europäische Schlüsselfigur] (mit weiteren Literaturhinweisen)
- [http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=4267 Bassam Tibi, Europa und der Islam: Das Schweigen hat Tradition] ("Die Tagespost", 31. Mai 2003 - Hauptthema: Karl der Große und die Welt der Muslime)
- [http://www.roscheiderhof.de/kulturdb/kultur/kultur4630.html Mürlenbach: Bertrada-Burg] (möglicherweise Geburtsort Karls I.)
- [http://www.ulrikejohnson.gmxhome.de/uli/writing/clickart/aachen.html Ulrike Johnson, Kunstwerke erzählen Geschichte - Die Aachener Pfalzkapelle]
- [http://www.theiss.de/AiD/99-1/thema6.htm Ein Ingelheimer Goldmünzfund von 1996]
- [http://heimat.de/charlemagne2000/busch.html Eginhard und Emma] (Amüsante Bildergeschichte von Wilhelm Busch) Kategorie:Herzog (Bayern) Kategorie:König (Franken) Kategorie:Kaiser (HRR) Kategorie:Karolinger Kategorie:Deutsche Geschichte Kategorie:Französische Geschichte Kategorie:Heiliger Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 747 Kategorie:Gestorben 814 Kategorie:Fränkisches Reich ja:カール大帝 ko:카롤루스 대제

Temperatur

Die Temperatur ist eine physikalische Zustandsgröße, die vom Menschen als Wärme beziehungsweise Kälte empfunden wird. Hohe Temperaturen bezeichnet man als heiß, niedrige als kalt. Tatsächlich jedoch beschreibt die Temperatur die mittlere kinetische Energie pro Teilchen, sie ist eine makroskopische und damit phänomenologische Größe und verliert bei Betrachtungen auf Teilchenebene ihren Sinn.

Wärmeleitung und Temperaturempfinden

Stehen zwei Körper unterschiedlicher Temperatur in Wärmekontakt, so wird nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik solange Energie vom wärmeren zum kälteren Körper übertragen, bis beide im thermischen Gleichgewicht stehen und die gleiche Temperatur angenommen haben. Es gibt dabei drei Möglichkeiten der Wärmeübertragung: # Wärmeleitung # Konvektion # Wärmestrahlung Der Mensch kann Temperaturen nur im Bereich um 30 °C fühlen. Genau genommen nimmt man nicht Temperaturen wahr, sondern die Größe des Wärmestroms durch die Hautoberfläche, weshalb man auch von einer gefühlten Temperatur spricht. Dies hat für das Temperaturempfinden einige Konsequenzen:
- Temperaturen oberhalb der Oberflächentemperatur der Haut fühlen sich warm an, solche unterhalb empfinden wir als kalt
- Materialien mit hoher Wärmeleitfähigkeit, wie Metalle, führen zu höheren Wärmeströmen und fühlen sich deshalb wärmer beziehungsweise kälter an, als Materialien mit niedrigerer Wärmeleitfähigkeit, wie Holz oder Polystyrol
- Bei gleich kalter Außentemperatur ist die gefühlte Temperatur bei Wind durch den Windchill niedriger als bei Windstille
- Der Mensch kann Lufttemperatur von überlagerter Wärmestrahlung nicht unterscheiden, was auch ganz allgemein gilt und unter anderem dazu führt das Lufttemperaturen immer im Schatten gemessen werden
- Gleiche Temperatur wird von den beiden Händen als unterschiedlich wahrgenommen, wenn diese selbst unterschiedliche Oberflächentemperatur aufweisen Genaugenommen gilt dies nicht nur für das menschliche Empfinden, auch in vielen technischen Anwendungen ist nicht die Temperatur von Bedeutung, sondern der Wärmestrom. So hat die Atmosphäre der Erde oberhalb 1000 km Temperaturen von mehr als 1000 °C, dennoch verglühen deshalb keine Satelliten. Auf Grund der geringen Teilchendichte ist der Energieübertrag minimal.

Temperatur, thermische Energie und der Nullte Hauptsatz der Thermodynamik

Die formalen Eigenschaften der Temperatur werden in der Thermodynamik behandelt und dort über die Entropie S und die innere Energie U definiert. Man bezeichnet die Temperatur hier als eine systemeigene, intensive Zustandsgröße. Im eindimensionalen Fall in x-Richtung kann man die Temperatur über folgende Gleichung definieren: :\frac = \frac Bei einer sehr großen Ansammlung von Teilchen und dem Vorliegen eines idealen Gases, kann man die Maxwell-Boltzmann-Verteilung anwenden und in der Folge die Temperatur wie folgt definieren: : T := \frac Hierbei stehen die einzelnen Formelzeichen für folgende Größen:
- M - Molmasse
- R - universelle Gaskonstante
- \sqrt - quadratisch gemittelte Teilchengeschwindigkeit (hier zum Quadrat) Die Temperatur ist damit ein Maß für den durchschnittlichen ungerichteten, also zufälligen, Bewegungsenergieanteil (kinetische Energie) einer Ansammlung von Teilchen. Die Teilchen sind hierbei die Luftmoleküle bzw. die Moleküle oder Atome eines Gases, einer Flüssigkeit oder eines Festkörpers. In der statistischen Mechanik steht die Temperatur mit der Energie pro Freiheitsgrad in Zusammenhang. Im idealen Gas aus einatomigen Molekülen sind das drei Translationsfreiheitsgrade pro Molekül und bei mehratomigen Gasen können weitere Rotationsfreiheitsgrade hinzu kommen. Bei Gasen kann man diesen Zusammenhang zwischen Temperatur und Teilchengeschwindigkeit nach obiger Beziehung sogar quantitativ angeben. Eine Verdopplung der Temperatur auf der Kelvin-Skala führt bei idealen Gasen zu einer Erhöhung der quadratisch gemittelte Teilchengeschwindigkeit um den Faktor 2½ = 1,414. Zwei unterschiedliche Gase haben dann die gleiche Temperatur, wenn das Produkt aus der Molmasse des jeweiligen Gases und dem Quadrat der quadratisch gemittelten Teilchengeschwindigkeit gleich groß ist. Im thermischen Gleichgewicht nimmt jeder Freiheitsgrad der Materie (Bewegung, potenzielle Energie, Schwingungen, elektronische Anregungen etc.) eine der Temperatur entsprechende Menge an Energie auf. Wieviel genau muss aus der kanonischen Verteilung (Boltzmannkonstante) berechnet werden und ist durch das Verhältnis von Energie zu Temperatur mal Boltzmannkonstante kB bestimmt. Bei der kontinuierlichen (klassischen) kinetischen Energie ist dies genau kBT/2. Die Boltzmannkonstante ergibt einen Zusammenhang zwischen Energie und Temperatur, welcher 11.606,7 Kelvin pro Elektronenvolt beträgt. Bei Raumtemperatur (300 Kelvin) ergibt dies 0,0258472 eV. Die durchschnittliche kinetische Energie der Teilchen ist abhängig von der Molekülmasse bzw. Molmasse. Dabei sind die schweren Teilchen jedoch auch langsamer. Bei idealen Gasen gleichen sich Massenerhöhung und Geschwindigkeitsernierdrigung gegenseitig aus, was zum Gesetz von Avogadro führt. Die thermische Energie ist jedoch wie die Temperatur selbst nur ein Mittelwert innerhalb eines Vielteilchensystems und ihr Zusammenhang mit der Teilchengeschwindigkeit lässt sich ebenfalls aus der Maxwell-Boltzmann-Verteilung ableiten: : \overline = \frac m \overline Das thermische Gleichgewicht hat eine wichtige Eigenschaft, welche in der Thermodynamik zur Formulierung des Nullten Hauptsatzes führt. Wenn ein System A sich mit einem System B sowie B sich mit einem System C im thermischen Gleichgewicht befinden, so befindet sich auch A mit C im thermischen Gleichgewicht. Das thermische Gleichgewicht ist damit transitiv, was es möglich macht die empirische Temperatur θ einzuführen. Diese ist so definiert, dass zwei Systeme genau dann die gleiche empirische Temperatur haben, wenn sie sich im thermischen Gleichgewicht befinden.

Messung der Temperatur

Messung durch Kontakt

Die Temperaturmessung erfolgt mit Hilfe von Thermometern oder anderen wärmesensitiven Messgeräten. Bei Messungen mit massebehafteten Sensoren ist der Wärmeleitung besonders Rechnung zu tragen: Man muss genügend lange warten, bis diese Temperatur-Angleichung im Rahmen der gewünschten Messgenauigkeit eingetreten ist. Andererseits können dabei andere Einflüsse wirksam werden (z.B. Wärmestrahlung, eigener Atem). Die Messgenauigkeit wird bei den feinsten Methoden durch die Brownsche Molekularbewegung begrenzt, bei der Lufttemperatur aber meist durch lokale Turbulenzen. Die Temperaturerfassung durch Kontakt ist in vier Teilbereiche aufzuteilen: #die mechanische Erfassung mittels #
- Gas- oder Flüssigkeitsthermometer (z.B. traditionelle Quecksilber- oder Alkoholthermometer) #
- Bimetallthermometer #
- Temperaturmessfarben (auch thermochromatische Farben; Farbumschlag bei einer bestimmten Temperatur) #
- Seeger-Kegel (Formkörper, die ihre Festigkeit und dadurch ihre Kontur bei einer bestimmten Temperatur ändern) #die resistiven Temperaturaufnehmer (Widerstandsthermometer) #die Thermoelemente #die indirekte, erfahrungsgestützte Messung über tabellierte Stoffdaten (zum Beispiel umgekehrte Schmelzpunktbestimmung) Schmelzpunktbestimmung

Messung durch elektromagnetische Strahlung

Die Temperatur kann indirekt durch die Wärmestrahlung mit einem Pyrometer gemessen werden. Durch diese ist auch eine Thermografie möglich, also eine Farbanzeige oder Hell-Dunkel Darstellung der Temperatur von Flächen und Räumen wie im Bild zur Linken, welches einem Kaffeeautomaten zeigt. Gut erkennbar ist hierbei auch die thermische Spiegelung. Eine andere Art der Temperaturmessung durch elektromagnetische Strahlung auch anderer Wellenlängenbereiche bieten die Bolometer. Siehe hierzu auch Messgeräte, Messtechnik, Messung und Kategorie Temperaturmessung

Temperaturskalen und ihre Einheiten

SI-Einheit

Die SI-Einheit der thermodynamischen Temperatur (Formelzeichen:
T) ist Kelvin (Einheitenzeichen: K). Ein Kelvin ist der 273,16te Teil der thermodynamischen Temperatur des Tripelpunktes von Wasser, bei dem dessen feste, flüssige und gasförmige Phase koexistieren. Der Nullpunkt der Kelvinskala liegt beim absoluten Nullpunkt. Es ist üblich und nützlich Temperaturdifferenzen immer in Kelvin anzugeben.

Nicht-SI-Einheiten

Die empirische Temperatur (Formelzeichen:
\vartheta; gelegentlich auch t), auch als Celsiustemperatur bezeichnet, da in Grad Celsius (Einheitenzeichen: °C) angegeben, ergibt sich damit aus der thermodynamischen Temperatur durch : \vartheta/^\circ\mathrm = T/\mathrm-273,\!15 . Temperaturdifferenzen können vom Prinzip her auch in Grad Celsius angegeben werden, das den gleichen Skalenabstand aufweist wie die Kelvin-Skala, dessen Nullpunkt sich aber auf den Gefrierpunkt von Wasser beim Normaldruck (mittlerer Luftdruck auf Meereshöhe) bezieht. Der so festgelegte Gefrierpunkt liegt gerade 0,01 K unterhalb der Temperatur des Tripelpunktes von Wasser. In den USA ist die Fahrenheit-Skala mit der Einheit Grad Fahrenheit (Einheitenzeichen: °F) immer noch sehr gebräuchlich. Die absolute Temperatur auf Fahrenheit-Basis wird mit Grad Rankine (Einheitenzeichen: °Ra) bezeichnet. Die Rankine-Skala hat den Nullpunkt wie die Kelvin-Skala beim absoluten Temperaturnullpunkt, im Gegensatz zu dieser jedoch die Skalenabstände der Fahrenheit-Skala.

Temperaturskalen

Eine Temperaturskala ist eine Methode der Angabe einer Temperatur in einer Skala und damit der Bestimmung der jeweiligen Messtemperatur in Bezug zu einem Vergleichswert. Zu ihrer Erstellung werden immer mindestens zwei Fixpunkte benötigt. Diese legt man bei bestimmten temperaturabhängigen Eigenschaftsänderungen von Stoffen oder auch anderen Messergebnissen fest. Die häufigsten Fixpunkte sind hierbei der absolute Temperaturnullpunkt, sowie der Schmelzpunkt und Siedepunkt von Wasser. Ausgehend von diesen Fixpunkten wählt man einen Gradabstand für die Größe des Intervalls zwischen zwei Graden und kann auf diese Weise eine Maßeinheit für die Temperatur definieren. Es ist dabei jedoch wichtig, dass der Temperaturbereich zwischen den gewählten Fixpunkten einen konstanten Anstieg aufweist, da man ansonsten unterschiedlich große Gradabstände erhält, je nachdem ob die betrachtete Temperatur näher oder ferner von einem der Fixpunkte liegt. Die bekanntesten Temperaturskalen mit ihren verschiedenen Charakteristika sind in den folgenden Tabellen dargestellt. Die heute gültige Temperaturskala ist die "International Temperature Scale of 1990" (ITS-90). :¹ Einige Werte dieser Tabelle sind gerundet :² Übliche Körpertemperatur ist 36.8 °C ± 0.7 °C, oder 98.2 °F ± 1.3 °F Ein Programm zur automatischen Temperaturumrechnung ist in den Weblinks zu finden.

Ausgewählte Temperaturen

Spezifische Stoffwerte können den entsprechenden Artikel wie beispielsweise Siedepunkt und Schmelzpunkt entnommen werden. Ein Vergleich der Größenordnung von Temperaturen der Kelvin-Skala ist gesondert dargetellt.

Siehe auch


- Kategorie Schwellenwerte der Temperatur
- Absolute Temperatur
- Kritische Temperatur
- Curie-Temperatur
- Debye-Temperatur
- Boyle-Temperatur
- Dopplertemperatur
- Oberflächentemperatur
- Rekristallisationstemperatur
- Potenzielle Temperatur
- Virtuelle Temperatur
- Temperaturresistenz
- Tagesmitteltemperatur
- Wärmekapazität

Weblinks


- [http://www.chemie.fu-berlin.de/chemistry/general/units.html#temp Temperatur-Umrechnung]
- [http://www.temp-web.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=26 Informationen rund um die Temperatur]
- [http://www.its-90.com/ Website der ITS-90 (engl.)]
- [http://www.marco-burmeister.de/index_frameaufbau.html?helferlein_temperatur_grad Umrechnungen zw. den Temperaturskalen Celsius, Fahrenheit, Kelvin, Rankine, Réaumur (Online)] Kategorie:Physikalische Größe Kategorie:Thermodynamik Kategorie:Temperaturmessung ja:温度 ko:온도 th:อุณหภูมิ


Pflanzen

Die Pflanzen bilden ein eigenes Reich innerhalb der Domäne der Eukaryoten. Mit ihnen befasst sich wissenschaftlich die Disziplin der Botanik. Pflanzen leben - im Gegensatz zu den heterotrophen Tieren und Pilzen - fast ausschließlich photoautotroph, das heißt, sie stellen die zum Wachsen und Leben notwendigen organischen Stoffe mit Hilfe des Sonnenlichts durch Photosynthese selbst her (Phototrophie), wobei sie als Kohlenstoffquelle ausschließlich Kohlenstoffdioxid nutzen (Autotrophie). Ausnahmen sind einige parasitische Pflanzen, die ihre Nahrung von anderen Pflanzen beziehen und im Laufe der Evolution ihr Chlorophyll (Blattgrün) verloren haben. Historisch hat sich die Definition des Begriffs Pflanze gewandelt. So werden heute Photosynthese betreibende Prokaryonten wie beispielsweise die Cyanobakterien (Cyanobacteria) nicht mehr zu den Pflanzen gezählt. Dies gilt auch für eine ganze Reihe von Protisten-Arten, beispielsweise die Rotalgen oder Braunalgen. Auch die Pilze wurden ursprünglich mit zu den Pflanzen gezählt, obwohl man heute weiß, dass sie näher mit den Tieren verwandt sind. Sie werden hier in ihr eigenes Reich gestellt. Heute folgt man in der Biologie fast ausschließlich dem phylogenetischen System, das die Pflanzen anhand ihrer Abstammung systematisch gruppiert. Demnach gelten nur die Grünalgen (Chlorophyta) neben den Landpflanzen (Embryophyta) als echte Pflanzen. All diese Organismen enthalten Chlorophyll a und Chlorophyll b und speichern die photosynthetisch produzierten Zucker in Form von Stärke in den Chloroplasten. Die Zellwände dieser Organismen bestehen aus Zellulose. Pflanzen treten oft in charakteristischen Gruppen, den so genannten Pflanzengesellschaften auf. Pflanzen können durch Abgabe allelopathischer Stoffe auf andere Pflanzen einwirken.

Systematik

Es ist zu beachten, dass die Unterteilung in Klassen, Abteilungen, etc. nicht nur einem ständigen Wandel unterworfen ist, sondern durch die damit etablierten Ränge heute auch als umstritten gilt. Vielerorts wird heute an einer ranglosen Taxonomie gearbeitet. Die Wikipedia folgt allerdings hier der klassischen Systematik. Grünalgen (Chlorophyta)
- Prasinophyta
- Pedinophyta
- Chlorophycota Landpflanzen (Embryophyta)
- Moose (Bryophyta)
  - Marchantiopsida
  - Jungermanniopsida
  - Laubmoose (Bryopsida)
  - Hornmoose (Anthocerotopsida)
- Gefäßpflanzen
  - Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta)
    - Urfarne (Psilophyta)
    - Bärlapppflanzen (Lycopsida)
    - Schachtelhalme (Equisetopsida)
    - Farne (Filicopsida)
  - Samenpflanzen (Spermatophyta)
    - Nadelholzgewächse (Coniferophyta)
    - Palmfarne (Cycadophyta)
    - Ginkgopflanzen (Ginkgophyta)
    - Gnetophyta
    - Blütenpflanzen (Magnoliophyta)

Bedeutung für den Menschen

In ihrer Bedeutung für den Menschen unterscheidet man zwischen wildwachsenden Pflanzen, darunter auch die willkürlich so genannten Unkräuter, und Kulturpflanzen. Zu den teils wild, teils kultiviert wachsenden Nutzpflanzen zählt man die Heilpflanzen (siehe auch Liste der Heilpflanzen) und die Küchenkräuter (siehe auch Kräuter). Bei Gewürzen handelt es sich meist um getrocknete Küchenkräuter (siehe auch Liste der Küchenkräuter und Gewürze). Kräuter für Aufgüsse und Tees werden sowohl frisch als auch getrocknet eingesetzt. Sehr häufig werden aromatische Pflanzen auch nur ihres Duftes wegen angepflanzt, wie es bei duftenden Blumen - insbesondere den Rosen - der Fall ist. Substanziell genutzt werden auch die in der Regel rauscherzeugenden Drogenpflanzen, die oft zu den Giftpflanzen zählen. Zierpflanzen werden dagegen aus ästhetischen Gründen angepflanzt; die meisten Zimmerpflanzen gehören in diese Kategorie, vernachlässigt man in geschlossenen Räumen angebaute Kräuter. Siehe auch: Systematik des Pflanzenreiches

Weblinks


- [http://www.pflanzenbestimmung.de/ Online Pflanzenbestimmung]
- [http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank.php Pflanzendatenbank]
- [http://www.pflanzen-portal.com Pflanzen-Portal] !Kategorie:Botanik zh-min-nan:Si̍t-bu̍t ja:植物 ko:식물 ms:Tumbuhan simple:Plant th:พืช

Pflanzen

Die Pflanzen bilden ein eigenes Reich innerhalb der Domäne der Eukaryoten. Mit ihnen befasst sich wissenschaftlich die Disziplin der Botanik. Pflanzen leben - im Gegensatz zu den heterotrophen Tieren und Pilzen - fast ausschließlich photoautotroph, das heißt, sie stellen die zum Wachsen und Leben notwendigen organischen Stoffe mit Hilfe des Sonnenlichts durch Photosynthese selbst her (Phototrophie), wobei sie als Kohlenstoffquelle ausschließlich Kohlenstoffdioxid nutzen (Autotrophie). Ausnahmen sind einige parasitische Pflanzen, die ihre Nahrung von anderen Pflanzen beziehen und im Laufe der Evolution ihr Chlorophyll (Blattgrün) verloren haben. Historisch hat sich die Definition des Begriffs Pflanze gewandelt. So werden heute Photosynthese betreibende Prokaryonten wie beispielsweise die Cyanobakterien (Cyanobacteria) nicht mehr zu den Pflanzen gezählt. Dies gilt auch für eine ganze Reihe von Protisten-Arten, beispielsweise die Rotalgen oder Braunalgen. Auch die Pilze wurden ursprünglich mit zu den Pflanzen gezählt, obwohl man heute weiß, dass sie näher mit den Tieren verwandt sind. Sie werden hier in ihr eigenes Reich gestellt. Heute folgt man in der Biologie fast ausschließlich dem phylogenetischen System, das die Pflanzen anhand ihrer Abstammung systematisch gruppiert. Demnach gelten nur die Grünalgen (Chlorophyta) neben den Landpflanzen (Embryophyta) als echte Pflanzen. All diese Organismen enthalten Chlorophyll a und Chlorophyll b und speichern die photosynthetisch produzierten Zucker in Form von Stärke in den Chloroplasten. Die Zellwände dieser Organismen bestehen aus Zellulose. Pflanzen treten oft in charakteristischen Gruppen, den so genannten Pflanzengesellschaften auf. Pflanzen können durch Abgabe allelopathischer Stoffe auf andere Pflanzen einwirken.

Systematik

Es ist zu beachten, dass die Unterteilung in Klassen, Abteilungen, etc. nicht nur einem ständigen Wandel unterworfen ist, sondern durch die damit etablierten Ränge heute auch als umstritten gilt. Vielerorts wird heute an einer ranglosen Taxonomie gearbeitet. Die Wikipedia folgt allerdings hier der klassischen Systematik. Grünalgen (Chlorophyta)
- Prasinophyta
- Pedinophyta
- Chlorophycota Landpflanzen (Embryophyta)
- Moose (Bryophyta)
  - Marchantiopsida
  - Jungermanniopsida
  - Laubmoose (Bryopsida)
  - Hornmoose (Anthocerotopsida)
- Gefäßpflanzen
  - Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta)
    - Urfarne (Psilophyta)
    - Bärlapppflanzen (Lycopsida)
    - Schachtelhalme (Equisetopsida)
    - Farne (Filicopsida)
  - Samenpflanzen (Spermatophyta)
    - Nadelholzgewächse (Coniferophyta)
    - Palmfarne (Cycadophyta)
    - Ginkgopflanzen (Ginkgophyta)
    - Gnetophyta
    - Blütenpflanzen (Magnoliophyta)

Bedeutung für den Menschen

In ihrer Bedeutung für den Menschen unterscheidet man zwischen wildwachsenden Pflanzen, darunter auch die willkürlich so genannten Unkräuter, und Kulturpflanzen. Zu den teils wild, teils kultiviert wachsenden Nutzpflanzen zählt man die Heilpflanzen (siehe auch Liste der Heilpflanzen) und die Küchenkräuter (siehe auch Kräuter). Bei Gewürzen handelt es sich meist um getrocknete Küchenkräuter (siehe auch Liste der Küchenkräuter und Gewürze). Kräuter für Aufgüsse und Tees werden sowohl frisch als auch getrocknet eingesetzt. Sehr häufig werden aromatische Pflanzen auch nur ihres Duftes wegen angepflanzt, wie es bei duftenden Blumen - insbesondere den Rosen - der Fall ist. Substanziell genutzt werden auch die in der Regel rauscherzeugenden Drogenpflanzen, die oft zu den Giftpflanzen zählen. Zierpflanzen werden dagegen aus ästhetischen Gründen angepflanzt; die meisten Zimmerpflanzen gehören in diese Kategorie, vernachlässigt man in geschlossenen Räumen angebaute Kräuter. Siehe auch: Systematik des Pflanzenreiches

Weblinks


- [http://www.pflanzenbestimmung.de/ Online Pflanzenbestimmung]
- [http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank.php Pflanzendatenbank]
- [http://www.pflanzen-portal.com Pflanzen-Portal] !Kategorie:Botanik zh-min-nan:Si̍t-bu̍t ja:植物 ko:식물 ms:Tumbuhan simple:Plant th:พืช

Überlieferung

Mündliche Überlieferung bezeichnet die erzählende Weitergabe von geschichtlichen, gesellschaftlichen und religiösen Informationen - insbesondere in Form von Geschichten, Sagen, Legenden und Traditionen. Sie spielt in allen Kulturkreisen eine große Rolle, insbesondere in jenen, die keine oder erst eine späte schriftliche Überlieferung kennen.

Formen und Zeitdauer

Meist versteht man unter mündlicher Überlieferung Vorgänge von längerer Zeitdauer, deren Inhalte von Generation zu Generation weitererzählt werden und teilweise erst in jüngerer Zeit niedergeschrieben wurden. Bis heute sind sie von besonderer Wichtigkeit im Orient und in Gesellschaften mit ausgeprägter Erzählkultur, wie sie auch in Europa bis ins 19. Jahrhundert bestand. In der gesellschaftlichen Unterschicht, die nicht schreiben konnte, oder in schriftlosen Kulturen bilde(te)n mündliche Überlieferungen einen großen Teil der Geschichte. Auch bei vielen Gebräuchen ist die mündliche Weitergabe vorher