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Mangrove (Ökosystem)

Mangrove (Ökosystem)

Das salzwassertolerante Ökosystem der Mangroven besteht aus tropischen Gezeitenwäldern an der Grenze zwischen Land und Meer und bietet wichtige Aufwuchsgebiete für Fische, Krebse und Garnelen. Mangrovenwälder sind eine relativ artenarme, aber umso produktivere Gemeinschaft von hochspezialisierten Lebewesen, die unter extremen Bedingungen stabile Lebensgrundlagen schaffen. Oft stellt das Wurzelwerk und das sich zwischen den Wurzeln ansammelnde Sediment Lebensraum und Kinderstube für zahlreiche Organismen dar, die später beispielsweise Korallenriffe oder andere Lebensräume bevölkern. Mangroven sind weiterhin ein wichtiger natürlicher Schutz gegen Küstenerosion. Unter bestimmten Umständen erweitern Mangroven als „natürliche“ Landgewinnungsmaßnahme die Landmasse, etwa von Inseln. Ihre größte Ausdehnung erreichen Mangrovenwälder im Bereich der Ästuare großer Flüsse in regenreichen und warmen Regionen. Entlang arider Küsten, auf Koralleninseln und an der nördlichen und südlichen Verbreitungsgrenze in den Subtropen entwickelt sich eine niedrige, buschartige Mangrove. Zahlreiche Produkte der Mangrovenwälder werden in Sammelwirtschaft genutzt (Landkrabben, Muscheln); daneben steht die oben erwähnte Bedeutung der Mangroven für die Fisch- und Garnelenbestände von Küstengewässern. Mangroven-Wälder sind in vielen Teilen der Welt vor allem durch die Anlage und Ausweitung von intensiv bewirtschafteten Garnelen-Zuchten („shrimp farms“) gefährdet. Weitere Gefährdungsursachen sind Verschmutzung durch Öl (Panama, Persischer Golf), aber auch Trockenlegung von Mangrovengebiet im Zuge des Siedlungsausbaus im Küstenbereich. Siehe auch: Ökosystem Kategorie:Ökosystem Kategorie:Ozeanologie

Sediment

Als Sedimentation bezeichnet man das Ablagern/Absetzen von Teilchen aus Flüssigkeiten oder Gasen unter dem Einfluss der Schwerkraft und anderen Kräften, wie zum Beispiel der Zentrifugalkraft in einer Zentrifuge (hier nicht näher erläutert). Bildet sich zuunterst eine Schicht von Schwebstoffen, so nennt man diesen Bodensatz auch Sediment oder Dekantat. Dabei schichten sich die abgelagerten Teilchen nach ihrer Dichte und ihrer Größe und haben daher auch eine unterschiedliche Sedimentationsgeschwindigkeit (Absinkgeschwindigkeit). Die „schwersten“ und „größten“ Teilchen lagern sich zuerst ab, liegen also zuunterst, was auch dazu benutzt werden kann die verschiedenen Stoffe eines Gemenges zu trennen (siehe Dekantieren). Sedimente werden, im Falle von Fließgewässern, hauptsächlich durch die Erosion des Querschnittes eingetragen. Ein weiterer Effekt ist der Sedimenteintrag. Hier werden Sedimente (und andere Feststoffe) aus dem Einzugsgebiet eingetragen. Im Mühlenlabor wird ein Sedimentationstest durchgeführt, bei dem das Volumen des Sediments einer Mehl-Wasser-Suspension als Maß für die Quellfähigkeit der Eiweißstoffe im Mehl gilt. In der Bodenkunde dienen Sedimentationsversuche der Bestimmung der Korngrößenverteilung eines Bodens.

Natürliche Sedimente

Als Sonderfall ist zu beachten, dass es neben der oben beschriebenen „normalen“ auch zu einer sogenannten inversen Gradierung kommen kann, welche sich zum Beispiel bei eruptiven Bimssteinen zeigt. Da Bims ein aufgeschäumtes, glasiges Gestein ist, besitzen größere Bimslapilli eine geringere Dichte als kleinere Lapilli, welche sich daher als erstes ablagern. Herangeführt werden die Schwebstoffe im Falle einer natürlichen Sedimentation in der Regel durch Erosionsprozesse und hierbei vor allem durch fluviatilen Transport, welchen ihrerseits in der Regel eine Verwitterung des Ausgangsgesteins vorausgegangen ist. Je nach Entfernung zum Abtragungsort und der damit meist zunehmend geringeren Strömungsgeschwindigkeit, weist die Korngrößenverteilung der im Wasser mitgeführten Partikel deutliche Unterschiede auf. Hierbei gilt das die Korngröße der Partikel mit der Entfernung und einer absinkenden Strömungsgeschwindigkeit abnimmt, da die größten bzw. schwersten Partikel (Geschiebe) zuerst sedimentieren und die Strömung oft nicht mehr in der Lage ist diese vom Gewässergrund aufzuwirbeln. Besonders in stehenden Gewässern bilden diese Schwebstoffe durch gravitative Ablagerung Sedimentschichten (Warven) aus, die zum Teil zur Altersbestimmung (Stratigrafie) verwendet werden. Dies liegt vor allem daran, das hier im Gegensatz zu Fließgewässern keine Strömung mehr vorliegt und sich daher auch sehr kleine Partikel ablagern können. Zusätzlich zeigt die Sedimentation je nach Klimasystem oft ein unterschiedliches Muster im Jahresgang, da sich beispielsweise im Winter bei einem zugefroren Gewässer die feineren Teilchen absetzen. Somit entstehen, ähnlich den Jahresringen bei Bäumen, gröbere und feinere Schichten pro Jahr, welche als Warven bezeichnet werden. Diese schließen oft Lebewesen oder deren Spuren mit ein, welche sich im Zuge der Fossilisation zu Fossilien entwickeln können. Auch die Entstehungsbedingungen (Paläoklima) der einzelnen Sichten sind in diesen oft dokumentiert, weshalb Sedimente wichtige Klimaarchive darstellen. Besonders marine, flachmarine und seeische Ablagerungen haben diesbezüglich eine hohe Aussagekraft, weshalb sie auch das Hauptziel von klimatologischen Forschungsbohrungen darstellen. Im Zuge der Sedimentation erfahren die zuunterst liegenden Schichten einen immer höheren Druck, welcher im Zusammenhang mit diagentischen Prozessen zur Bildung von Sedimentgesteinen führen kann. Einen Sonderfall stellt hierbei der Schnee dar, welcher ebenfalls geschichtet und unter Druckeinfluss zu Eis verdichtet werden kann. Hält dieser Effekt über mehrere Jahre an, so kann dies zur Ausbildung eines Gletschers führen.

Siehe auch


- Seifen (Mineralogie)

Literatur


- Schäfer, Andreas: Klastische Sedimente - Fazies und Sequenzstratigraphie. Spektrum Akademischer Verlag. 2004 ISBN 3-8274-1351-6 Kategorie:Geologie Kategorie:Limnologie Kategorie:Ozeanologie Kategorie:Trennverfahren

Mangrove (Baum)

Mangrovenbäume haben sich an das Leben im Gezeitenbereich tropischer Küstenregionen angepasst und sind nur dort bestandsbildend. Verschiedene Mangrovenbaum-Arten bilden unter ungünstigen Umweltbedingungen (nördliche oder südliche Verbreitungsgrenze mit kühlem Klima, hypersaline oder nährstofflimitierte Standorte) Zwergformen aus. Zu den besonderen Anpassungen der Mangrovenbäume an ihren Lebensraum gehören ausgeprägte Salztoleranz und die Fähigkeit zum Wurzeln in sauerstoffarmem und häufig instabilem Sediment. Charakteristisch ist in vielen Fällen die Verbreitung über im Augenblick der Trennung vom Mutterbaum sehr weit entwickelte Früchte, die sich in kürzester Zeit zu einem schwimmfähigen Keimling entwickeln. Die Mangrovenbäume aus der Familie der Rhizophoraceae verbreiten sich "lebendgebärend" über bereits am Mutterbaum gekeimte Jungpflanzen (Viviparie).

Nutzung

Mangrovenbäume lassen sich in Ausnahmefällen forstlich nutzen (Malaysia). Mangrovenholz wird zur Holzkohleerzeugung oder direkt als Brennholz und gelegentlich für einfache Holzkonstruktionen genutzt. Die tanninhaltige Rinde einiger Mangrovenbäume wird regional zur Gerbstoffgewinnung eingesetzt.

Systematik

Mangrovenbäume bilden keine systematisch einheitliche Gruppe, sondern entstammen unterschiedlichen Familien der Bedecktsamer (Magnoliophyta). Wichtige Gattungen: Avicennia (Familie der Akanthusgewächse (Unterfamilie: Avicennioideae): "Weiße", "Graue" oder "Schwarze Mangrove") mit weltweit etwa 8 Arten; Rhizophora (Rhizophoraceae; "Rote Mangrove") mit weltweit etwa 8 Arten. Weitere Gattungen: Bruguiera, Ceriops, Kandelia (Rhizophoraceae); Lumnitzera, Laguncularia (Combretaceae); Sonneratia (Weiderichgewächse); Aegiceras (Myrsinengewächse); Excoecaria Wolfsmilchgewächse; Heritiera (Sterkuliengewächse); Pelliciera (Pellicieraceae); Xylocarpus (Mahagonigewächse). Bislang ungeklärt sind die Gründe für die Artenarmut der westafrikanisch-amerikanischen Mangroven-Flora im Vergleich mit den Mangrovenwäldern des indo-pazifischen Raums. Mangrovenwäldern Mangrovenwäldern

Rote Mangrove

Mangrovenbaum aus der Familie der Rhizophoraceae. Bezieht sich zumeist auf die in Westafrika und in Nord- und Südamerika verbreitete Rhizophora mangle L.. Die für die Gattung Rhizophora typischen bogenförmigen, ausladenden Stelzwurzeln prägen das Bild vieler Mangrovenwälder. Diese Mangrovenart ist gegenüber Salzkonzentration, Temperatur, Bodensubstrat sowie Überschwemmungen die widerstandsfähigste Mangrovenart von allen, deshalb ist sie auch die am weit verbreitete Mangrovenart der Welt. Wichtigsten Eigenschaften:
- Höhe: bis zu 40 Meter
- Unterschied Ebbe/Flut: 2 Meter
- Lufttemperatur: min. 8°C - max. 70°C
- Wassertemperatur: min. 3-4°C - max. 50°C (max. 3-5 Tage)
- Luftfeuchtigkeit: min. 30% - 100%
- Blüte: Gelb-Weiß (4 weiße u. 4 gelbe Blütenblätter)
- Lebensdauer in Salz/Brackwasser: ca. 50 Jahre
- Lebensdauer in Süßwasser: ca. 60 Jahre
- Wurzeln sind Filter der Ozeane, Ufer und Flüsse, denn diese entnehmen dem Wasser Nitrate und Phosphate
- Samenlänge: von 5-50cm
- Nutzen:
  - Holzbau (eines der härtesten Hölzer der Welt, äußerst resistent gegen Holzwürmer)
  - Medizin
  - Zuchtstätten für Jungfische, verschiedenste Schalentiere, Vögel, Affen, Schlangen, Otter, uvm.
  - Schutz vor Erosion der Ufer (d.h. ohne Mangroven würden/werden ganze Ufer langsam abgetragen)
  - Retten Küstengebiete vor Übersalzung, mit zuviel Salz im Boden wächst Nichts (Küstenbewohner!)
  - Schutz vor Tsunamis u. Stürmen für Tier und Mensch
  - uvm.

Schwarze Mangrove

Mangrovenbaum aus der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae) (Unterfamilie: Avicennioideae) (Avicennia germinans (L.) Stearn 1958; Verbreitung: Westafrika, Nord- und Südamerika). Siehe auch: Graue Mangrove.

Graue Mangrove

Mangrovenbaum aus der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae) (Unterfamilie: Avicennioideae) (Avicennia marina (Forssk.) Vierh. 1907; Verbreitung: Indopazifik vom Sinai/Ägypten bis Südafrika und Neuseeland). Die Gattung Avicennia besitzt Atemwurzeln (Pneumatophoren), die vom unterirdischen Wurzelsystem aus senkrecht nach oben wachsen und die Bodenoberfläche durchstoßen. Durch luftdurchlässige Poren in der Rinde der Atemwurzeln kann sauerstoffreiche Luft über ein schwammartiges Luftgewebe (Aerenchym) in die sauerstoffunterversorgten, unterirdischen Bereiche des Wurzelsystems gelangen. Die Samen der Avicennia entwickeln sich noch am Mutterbaum zu Keimlingen, diese verbleiben aber in der Frucht, die bald nach dem Abwerfen aufplatzt und den Keimling freigibt ("krypto-vivipar", verborgen-lebendgebärend).

Weiße Mangrove

Mangrovenbaum; im amerikanischen Raum zuweilen für Laguncularia racemosa (L.) Gaertn.f. 1805 (Combretaceae); Verbreitung: Westafrika, Nord- und Südamerika. Auch für Avicennia marina (Indopazifik; Graue Mangrove). Die "Weiße Mangrove" hat Salzdrüsen an den Blattstengeln sowie direkt an der Blattunterseite, die es der Pflanze erlauben, überschüssiges Salz über diese Drüsen auszuscheiden. So kann man oft Salzkristalle an der Blattunterseite finden.

Literatur


- P. B. Tomlinson: The Botany of Mangroves. Cambridge University Press, Cambridge 1986. ISBN 0-521-46675-X

Weblinks


- [http://www.mangrove.de www.mangrove.de] Alle Mangrovenarten der Welt, Unmengen an Informationen und Fotos
- [http://www.mangroven.at www.mangroven.at] Größte Mangroven-Website Europas Kategorie:Baum Kategorie:Bedecktsamer ja:マングローブ

Ästuar

Ein Ästuar (lat. aestuarium "niedere Flussmündung") ist die Trichtermündung eines Flusses oder Stroms. Ästuarien sind seltener als geschlossene Deltamündungen, sie finden sich in der Elbe, Weser, Themse, am Ob, Jenissei, Sankt-Lorenz-Strom etc.; am großartigsten aber sind die 20 Meilen breiten Mündungen des Amazonas, vor denen zwar die Insel Marajo und viele kleinere Inseln liegen, die aber nicht aus Alluvionen des Stroms gebildet, sondern durch Einbrüche des Meers vom Land getrennt sind. In Flachküsten mit großem Tidenhub bilden sich Ästuarien. Bei steileren Küsten und/oder großer Geschiebefracht herrschen Deltas vor.

Entstehung und Kennzeichen

Ästuarien werden unter dem Einfluss der Gezeitenströme gebildet, wobei die Flussmündung trichterförmig erweitert wird. Dabei ist es auf der Nordhalbkugel so, dass das Meerwasser bei Flut aufgrund der Corioliskraft am linken Flussufer aufwärts fließt und bei Ebbe am rechten wieder ins Meer zurückgeht. Ästuarien bilden sich besonders an Küsten mit starken Gezeiten. Daher sind sie wohl seltener als geschlossene Deltamündungen. Sie entstehen nur wenn die Materialschüttung des Flusses geringer ist als die abtragende Wirkung von Ebbe und Flut. Im Gegensatz dazu stehen die geteilten Deltamündungen, die durch die hohe Sedimentation von Lockermaterial durch den Fluss zustande kommen. Ästuare sind weiterhin gekennzeichnet durch den Übergang des Süßwassers zum Salzwasser (Brackwasser), einer Stoffverfrachtung infolge der Wasserbewegungen und durch einen Wechsel der Tier- und Pflanzenwelt vom Flussbereich zum Meer.

Flüsse mit Ästuaren

Brackwasser
- Amazonas: Seine nördliche Mündung, in Kombination mit einem sich bildenden Unterwasserdelta
- Elbe
- Ems
- Gironde, als gemeinsamer Ästuar von Garonne und Dordogne
- Jenissei
- Loire
- Ob
- Rio de la Plata, als gemeinsamer Ästuar von Paraná und Uruguay
- Sankt-Lorenz-Strom
- Schelde
- Seine
- Themse
- Weser

Siehe auch


- Flussdelta
  - Alluvialmassen
  - Binnendelta
  - Mündungsdelta
- Mündung
- Mündungsarm
- Ästuation

Weblinks


- http://www.baw.de/vip/publikationen/Mitteilungsblaetter/mitteilungsblatt86/index.html (Verschiedene Beiträge zur "Beschreibung und Analyse der Ästuardynamik in den Seeschifffahrtsstraßen" sowie "Die mathematische Modellierung als unverzichtbare Beratungsgrundlage" Astuar A Astuar

Arid

Man spricht von einem ariden Klima (lateinisch aridus = trocken, dürr), wenn der Niederschlag in einer Region geringer als die mögliche Verdunstung ist. Dies hat eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit zur Folge. Dabei wird unterschieden zwischen
- vollarides Klima: Niederschlag < Verdunstung gilt für 10 bis 12 Monate im Jahr
- semiarides Klima: Niederschlag < Verdunstung gilt für 6 bis 9 Monate im Jahr. Zwar liegen die meisten Trockengebiete im subtropischen Wüstengürtel, weil die Passatwinde nur bis zu den sogenannten Rossbreiten gelangen, doch gibt es aride Klimate ebenso in anderen Regionen, zum Beispiel in vielen Hochgebirgen und den „Polarwüsten“. Auch auf dem Planeten Mars herrscht eine Art Wüstenklima, das trotz der sehr dünnen CO2-Atmosphäre oft langandauernde Sandstürme hervorruft. Dies hat auch dazu geführt, dass die „Marskanäle“ jahrzehntelang als natürliche oder künstliche Wasserrinnen gedeutet wurden. Siehe auch:
- Humides Klima, Semihumides Klima, Isothermen, Solarenergie
- Aridität, Dampfdruck, Klimatologie, Lufttemperatur, wolkenlos, Strahlungsbilanz, Wetterdienst Kategorie:Klimazonen und Vegetation Kategorie:Meteorologie Kategorie:Planetologie

Subtropen

Die Subtropen gehören zu den Klimazonen der Erde. Sie liegen in der geographischen Breite zwischen den Tropen in Äquatorrichtung und den gemäßigten Zonen in Richtung der Pole, ungefähr zwischen 25°-40° nördlicher Breite und 25°-40° südlicher Breite. Diese Gebiete haben typischerweise tropische Sommer und nicht-tropische Winter. Man kann sie unterteilen in trockene, winterfeuchte, immerfeuchte Subtropen. Eine weitverbreitete Definition definiert das Klima dort als subtropisch, wo die Mitteltemperatur im Jahr über 20 Grad Celsius liegt, die Mitteltemperatur des kältesten Monats jedoch unter der Marke von 20 Grad bleibt.

Trockene Subtropen

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Winterniederschläge
- ganzjährig arid
- Tageszeitenklima

Vegetation


- Artenvielfalt relativ gering
- Wüsten- und Steppenvegetation (oft Dornbuschgewächse)

Beispiele

Sahara-Wüste, Atacama-Wüste, Naher Osten

Winterfeuchte Subtropen. Mittelmeerklima

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Winterniederschläge
- nur Sommer-arid

Vegetation

Es dominiert ein spezifischer Formationstyp, die Hartlaubvegetation, die für die Mediterranen Gebiete des Mittelmeeres und Kaliforniens durch immergründe Eichenarten - Steineiche, Korkeiche und Kermeseiche sowie halbimmergrüne Mazedonische Eiche geprägt wird. In Australien sind besonders zwei Eukalyten, Jarrah (Eucalyptus marginata) und Marri (Eucalyptus calophylla), in mediterranen Regionen verbreitet. In Kalifornien kommen viele Nadelhölzer vor, unter denen dem Mammutbaum besonderes Interesse zukommt. In vielen Gegenden ist die Landschaft durch frühen Raubbau völlig waldlos. Die Wälder SW-Australiens, die Kapregion Südafrikas, Kalifornien und der Mediterran sind durch den hohen Endemitenreichtum unter den 25 Hotspots der Biodiversität der Erde.

Beispiele

Mittelmeerregion, Zentral-Chile, Kalifornien, Süd-West-Australien, Südafrika (Kapregion)

Sommerfeuchte Subtropen

Klima


- ganzjährige Vegetationsperiode
- Niederschläge im Sommerhalbjahr

Vegetation


- Artenreicher Lorbeerwald mit zahlreichen Lianen aber weniger Epiphyten als in tropischen Wäldern. In Australien typischerweise Eukalyptuswälder. Im Kaukasus, Nord Iran und östlichen USA artenreiche Laubmischwälder mit hohen Anteil an Tertiären Arten. In Süd-Ost China, einem globalen Zentrum der Artenvielfalt sind viele usrprüngliche Gattungen die sonst ausgestorben sind erhalten (Afganistan)

Weblinks


- http://www.tu-berlin.de/~kehl/project/lv-twk/09-subtrop-wint4-twk.htm - Flora und Vegetation der (winterfeuchten) Subtropen
- [http://www.m-forkel.de/klima/subtropisch.html Vergleich des Winterregenklimas der Westseiten und des Subtropischen Ostseitenklimas] Kategorie:Klimazonen und Vegetation Kategorie:Meteorologie ja:亜熱帯

Krabben

Die Krabben (Brachyura) - auch echte Krabben oder Kurzschwanzkrebse - sind eine Infraordnung der Ordnung Zehnfußkrebse. Die meisten Arten leben im Meer, einige aber auch im Süßwasser oder an Land. Krabben haben einen zu einer kurzen Schwanzplatte umgebildeten Hinterleib, der umgeklappt unter dem Bruststück liegt - der Zwischenraum dient bei den Weibchen als Brutraum. Das erste Beinpaar des Rumpfes ist zu großen Scheren umgebildet, die Augen sitzen auf Stielen. Krabben können bemerkenswert schnell seitwärts laufen. Einige Krabbenarten gelten als Delikatesse, vor allem Taschenkrebse, Tiefseekrabben und die japanische Riesenkrabben. Einige Garnelenarten werden in der Küchensprache der biologischen Systematik widersprechend ebenfalls als „Krabben“ bezeichnet, wie beispielsweise die Nordseegarnele.

Systematik

Die Familien der Echten Krabben
- Überfamilie Bellioidea Dana, 1852
  - Belliidae Dana, 1852
- Überfamilie Bythograeoidea Williams, 1980
  - Bythograeidae Williams, 1980
- Überfamilie Calappoidea Milne Edwards, 1837
  - Boxerkrabben (Calappidae) Milne Edwards, 1837
  - Hepatidae Stimpson, 1871
- Überfamilie Cancroidea Latreille, 1802
  - Atelecyclidae Ortmann, 1893
  - Taschenkrebse, Felsenkrabben (Cancridae) Latreille, 1802
  - Cheiragonidae Ortmann, 1893
  - Corystidae Samouelle, 1819
  - Pirimelidae Alcock, 1899
  - Thiidae Dana, 1852
- Überfamilie Cryptochiroidea Paulson, 1875
  - Gallkrabben (Cryptochiridae) Paulson, 1875
- Überfamilie Cyclodorippoidea Ortmann, 1892
  - Cyclodorippidae Ortmann, 1892
  - Cymonomidae Bouvier, 1897
  - Phyllotymolinidae Tavares, 1998
- Überfamilie Dorippoidea MacLeay, 1838
  - Dorippidae MacLeay, 1838
  - Orithyiidae Dana, 1853
- Überfamilie Dromioidea De Haan, 1833
  - Dakoticancridae
  - Schwammkrabben (Dromiidae) De Haan, 1833
  - Dynomenidae Ortmann, 1892
  - Prosopidae
- Überfamilie Gecarcinucoidea Rathbun, 1904
  - Gecarcinucidae Rathbun, 1904
  - Parathelphusidae Alcock, 1910
- Überfamilie Grapsoidea MacLeay, 1838
  - Landkrabbe (Gecarcinidae) MacLeay, 1838
  - Glyptograpsidae Schubart, Cuesta & Felder, 2002
  - Quadratkrabben (Grapsidae) MacLeay, 1838
  - Plagusiidae Dana, 1851
  - Sesarmidae Dana, 1851
  - Varunidae Milne Edwards, 1853
- Überfamilie Homolodromioidea Alcock, 1900
  - Homolodromiidae Alcock, 1900
- Überfamilie Homoloidea De Haan, 1839
  - Homolidae De Haan, 1839
  - Langbeinkrabben (Latreilliidae) Stimpson, 1858
  - Poupiniidae Guinot, 1991
- Überfamilie Hymenosomatoidea MacLeay, 1838
  - Falsche Spinnenkrabben (Hymenosomatidae) MacLeay, 1838
- Überfamilie Leucosioidea Samouelle, 1819
  - Kugelkrabben (Leucosiidae) Samouelle, 1819
  - Matutidae De Hann, 1841
- Überfamilie Majoidea Samouelle, 1819
  - Epialtidae MacLeay, 1838
  - Inachidae MacLeay, 1838
  - Inachoididae Dana, 1851
  - Dreieckskrabben, Seespinnen, Spinnenkrabben, Dekorateurkrabben (Majidae) Samouelle, 1819
  - Mithracidae Balss, 1929
  - Oregoniidae Garth, 1958
  - Pisidae Dana, 1851
  - Tychidae Dana, 1851
- Überfamilie Ocypodoidea Rafinesque, 1815
  - Camptandriidae Stimpson, 1858
  - Soldatenkrabben (Mictyridae) Dana, 1851
  - Winkerkrabben, Geisterkrabben, Rennkrabben (Ocypodidae) Rafinesque, 1815
  - Palicidae Bouvier, 1898
- Überfamilie Parthenopoidea MacLeay, 1838
  - Aethridae Dana, 1851
  - Dairidae Ng & Rodriguez, 1986
  - Daldorfiidae Ng & Rodriguez, 1986
  - Parthenopidae MacLeay, 1838
- Überfamilie Pinnotheroidea De Haan, 1833
  - Pinnotheridae De Haan, 1833
- Überfamilie Portunoidea Rafinesque, 1815
  - Tiefseekrabben (Geryonidae) Colosi, 1923
  - Schwimmkrabben, Strandkrabben (Portunidae) Rafinesque, 1815
  - Trichodactylidae Milne Edwards, 1853
- Überfamilie Potamoidea Ortmann, 1896
  - Deckeniidae Ortmann, 1897
  - Platythelphusidae Colosi, 1920
  - Potamidae Ortmann, 1896
  - Potamonautidae Bott, 1970
- Überfamilie Pseudothelphusoidea Ortmann, 1893
  - Pseudothelphusidae Ortmann, 1893
- Überfamilie Raninoidea De Haan, 1839
  - Raninidae De Haan, 1839
  - Symethidae Goeke, 1981
- Überfamilie Retroplumoidea Gill, 1894
  - Retroplumidae Gill, 1894
- Überfamilie Xanthoidea MacLeay, 1838
    - Gattung Eucratodes A. Milne-Edwards, 1880
    - Gattung Liagore De Haan, 1833
    - Gattung Pilumnoides Lucas, 1844
    - Gattung Robertsella Guinot, 1969
    - Gattung Speocarcinus Stimpson, 1859
    - Gattung Tetraxanthus Rathbun, 1898

Webseiten


- [http://decapoda.free.fr/crabs.php Datenbank mit über 400 Krabbenarten] (en.)
- [http://www.meerwasser-lexikon.de/de/58/0/0/liste_Krabben.htm Krabben im Meerwasser-Lexikon] (dt.) Kategorie:Krebstiere ja:カニ

Wald

Ein Wald ist ein Ökosystem, das dauerhaft mit Gehölzen wie Bäumen bewachsen ist. Die Food and Agriculture Organization spricht von Wald, wenn die Bäume mindestens drei Meter in winterkalten Gebieten oder mindestens sieben Meter in gemäßigtem Klima hoch sind. Wälder wären natürlicherseits in vielen nicht beweideten Teilen der Erde die vorherrschende Vegetationsform, werden hier jedoch insbesondere vom Menschen in ihrer Ausbreitung beschränkt. Bewirtschaftete Wälder werden auch Forste genannt. Als juristischer Begriff ist Wald auch gesetzlich definiert:
- in Deutschland im Bundeswaldgesetz, Weblink: [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bwaldg/__2.html BWaldG § 2 Wald]
- in Österreich im Forstgesetz, Weblink: [http://www.ris.bka.gv.at/taweb-cgi/taweb?x=d&o=l&v=bnd&q=++++++++und+%2820040523%3E%3DIDAT+und+20040523%3C%3DADAT%29+und+%28forstgesetz%29&e=BND.205009.11&Markierte+Dokumente+anzeigen.x=54&Markierte+Dokumente+anzeigen.y=8 Forstgesetz § 1a]
- in der Schweiz im Waldgesetz, Weblink: [http://www.admin.ch/ch/d/sr/921_0/a2.html WaG Art. 2]

Verbreitung der Wälder

Schweiz Weltweit treten Wälder als Vegetationsformation in Gebieten mit einer (je nach Temperatur) bestimmten minimalen Niederschlagsmenge auf. Fällt weniger Niederschlag, geht der Wald in eine Savanne oder Steppe über. Das Gleiche gilt für Höhenlagen, die je nach den örtlichen Gegebenheiten ab einer bestimmten Höhe eine natürliche Waldgrenze aufweisen, oberhalb derer kein Wald mehr wachsen kann.

Waldökosysteme

Wälder sind komplexe Ökosysteme. Mit optimaler Ressourcenausnutzung sind sie das produktivste Landökosystem. Nach den Ozeanen sind sie die wichtigste Einflussgröße des globalen Klimas. Sie stellen gegenüber andern Nutzungsformen global die einzig wirksame Kohlendioxidsenke dar und sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten. Sie wirken ausgleichend auf den globalen Stoffhaushalt. Ihr Artenreichtum ist ein unschätzbarer Genpool, deren Bedeutung zunehmend auch in der Industrie erkannt wird.

Räumliche Einteilung

Innerhalb der neun Zonobiome der Erde bilden sich mit Überlagerung der Orobiome (Höhenstufen (Ökologie)) verschiedene Waldformen aus. In den Grenzbereichen des Lebens, bei starker Trockenheit oder Kälte, gehen die Wälder in Savannen, Tundren oder Wüsten über. Die ausgedehntesten Waldgebiete der Erde sind die tropischen Regenwälder um den Äquator und die borealen Wälder der kalten bis gemäßigten Gebiete der Nordhalbkugel (Finnland, Sibirien, Kanada). Diese Ökosysteme sind naturbelassen weder ein zeitlich starres noch ein räumlich homogenes Gebilde. Entgegen der weitverbreiteten Meinung sind auch die zusammenhängenden rezenten „Urwälder“, wie die Regenwälder aber auch die heimischen Buchenwälder ein Mosaik aus zonaler, azonaler und extrazonaler Vegetation, deren einzelne Flächen („Patches“) zu dem auch einer zeitlichen Entwicklung unterworfen sind.

Zeithorizonte

Die unterschiedlichen Einflüsse, zeitliche Faktoren als Grundlagen der Waldentwicklung, sowie resultierende Schlusswaldgesellschaft werden im Mosaik-Zyklus-Konzept und der Megaherbivorentheorie diskutiert. Ökologisch lässt sich eine Einteilung nach Sukzessionsstadien vornehmen: das Mosaik-Zyklus-Konzept beschreibt die Formen der potenziell natürlichen Waldentwicklung. Zu einer vollständigen Artenausstattung (Flora und Fauna) von Klimaxwaldgesellschaften bedarf es Jahrhunderte ununterbrochener Bestockung. Auch die durch menschliche Nutzung eingestellten Bestandesformen lassen sich in natürlich vorkommende Sukzessionsstadien einordnen. Die Megaherbivorentheorie misst den großen Pflanzenfressern eine größere Bedeutung in der Waldentwicklung zu. Wie groß deren Einfluss auf die Vegetation wäre ohne Bejagung durch Menschen, aber mit Bejagung durch in Mitteleuropa ausgestorbene oder ausgerottete Carnivoren, ist umstritten.

Wälder der Tropen

Zwischen den Wendekreisen der Sonne, in tropischen Klimaten, bildet sich bei entsprechender Feuchteversorgung durch Regen eine Vielfalt von verschiedenartigen Regen- und Nebelwäldern aus. Ein ganzjähriges Wachstum haben tropische Regenwälder, die die artenreichsten Landökosysteme der Erde sind. Schätzungsweise 70% aller landgebundenen Arten dieser Erde leben in der tropischen Regenwaldzone. Für diese Produktivität spielt der Boden eine entscheidende Rolle. Die meisten tropischen Regenwälder stehen auf Lateritboden und der ist sehr unfruchtbar, weil er kaum Nährstoffe enthält und speichert. In Einflussbereichen des sauren und sauerstoffarmen Schwarzwassers (zum Beispiel am Rio Negro) gedeihen Schwarzwasserwälder. Es gibt Tiefland-Regenwälder und Regenwälder in mittleren Höhenlagen. Mit zunehmender Höhe gehen in diesem Klimat die Regenwälder in Nebel- oder Wolkenwälder über. In einem Wolkenwald wachsen zahlreiche Epiphyten. Dieser üppige Bewuchs wird nur noch von echten Bergnebelwäldern übertroffen, die in den feucht heißen Tropen ab 2000 m über dem Meer anzutreffen sind. Hier findet man vor allem Hautfarne. Oberhalb der echten Bergnebelwälder gehen tropische Wälder ab 3100 m (in Afrika am Kilimandscharo) oder ab 4000 m in den Anden in einen niederwaldartigen Bewuchs über. Mit zunehmender Höhe beginnt der hochandine Bereich über der Baumgrenze, die Páramos. In der Gezeitenzone der Ozeane wachsen natürlicherseits in den Tropen ausgedehnte Mangrovenwälder, die jedoch weitgehend verschwunden sind. In Südaustralien, am Roten Meer und in Südjapan wird er aus nur einer Baumart, in Amerika von nur 2 - 4 und in Südasien von 19 bis 26 Baumarten gebildet. Ob wohl die Flora auf Grund der schwierigen Lebensbedingungen (Salinität, Tidenhub und Brandung) sehr artenarm sind, nutzt eine Vielzahl von Tieren die Mangrovenwälder.

Wälder der Subtropen

Als Übergänge zu den Regenwäldern bilden sich die Saisonregenwälder, die in mehr oder weniger regelmäßigeren Abständen, nicht durch Regen bewässert werden. Sie wachsen in Gebieten, die noch meistens niederschlagsreich sind, aber schon eine kürzere Trockenzeit aufweisen. In den Subtropen bilden sich unter dem Einfluss von Jahreszeiten in der Nähe der Wendekreise die Monsunwälder und Passatwälder, die von den mit den Namensgebenden Winden herangetragenen Regengüssen bewässert werden. Diese Regenzeitwälder haben keine typische Form, sind sehr variabel und prägen sich je nach Dauer der Trockenheit aus. Sie werfen unter normalen Umständen nicht durch Trockenheit deutlich Laub ab. Trockenkahle Wälder gedeihen in Gebieten mit länger anhaltenden jährlichen Trockenzeiten und werfen in solchen vollständig ihr Laub ab. Sie grenzen an Passat- und Monsunwälder einerseits und an Dornwälder andererseits. Sie werden häufig bewirtschaftet und sind durch die Nachfrage an Teak und Mahagoni schon nicht mehr in ihrem natürlichem Zustand. Die Afrikanische Variante der trockenkahlen Wälder heißt Miombo. Bei länger anhaltenden Trockenzeiten können in Venezuela, Brasilien, Indien und Nepal und Afrika nur noch Dornwälder gedeihen. Sie bestehen aus Schirmakazien, Mimosen- und Caesalpinaceen-Arten. Die Trichterförmigen Kronen der Bäume stehen schütter und fangen den geringen Sommerregen auf. Einige Dornwälder sind auch durch die menschliche Nutzung aus trockenkahlen Wäldern entstanden Bei weiter abnehmenden Niederschlagsmengen entstehen Sukkulentenwälder und schließlich die Savanne. Neben der Beweidung, der Brandrodung und dem Holzfällen des Menschen üben Termiten einen Einfluss auf die Wälder der Subtropen aus.

Oasen

Wälder der warmtemperierten Zone

Wälder der nemoralen Zone

Siehe auch: Waldgesellschaften Mitteleuropas
- Auwald
- winterkahler Laubwald und Mischwald der gemäßigten Zone
- immergrüner borealer Nadelwald
- Bergwald
- Bruchwald
- Gemäßigter Regenwald

Wälder der winterkalten und polaren Zone

Nutzung des Waldes

Gemäßigter Regenwald Siehe auch: Geschichte des Waldes in Mitteleuropa Wälder stellen vielfältige Funktionen für Ökologie, Ökonomie und Erholung bereit und werden oft als grüne Lunge bezeichnet. Historisch betrachtet haben die Wälder weltweit, insbesondere aber im dichtbesiedeltem Mitteleuropa, einen starken Wandel bezüglich ihrer Nutzung und Ausprägung erlebt. Durch die vielfältigen Funktionen des Waldes kommt es bei Bewirtschaftung und sonstigen Nutzungen zu Konflikten zwischen verschiedenen Interessengruppen.

Forst- und Landwirtschaft

Hutewälder sind eine historische, landwirtschaftliche Form der Waldnutzung, bei der das Vieh zur Weide in den Wald getrieben wurde. Je nach Nutzungsintensität lichtet sich der Wald auf oder stirbt. Gehölze, die nicht gerne gefressen werden, wie Wacholder, breiten sich aus. So konnten an vielen Stellen aufgelichtete, parkartige Landschaften und Wacholderheiden im Mittelalter und in der Neuzeit entstehen. Wacholderheiden] Diese Ersatzgesellschaften gingen durch Wiederaufforstung oder Intensivierung der landwirtschaftliche Nutzung im Bestand zurück. Wälder blieben teils als Wildgehege als Wildbannforst nur den herrschaftlichen Jagden vorbehalten. Diese lassen sich wiederum in verschieden Formen der Bewirtschaftung einteilen, obwohl, aufgrund der Forstwirtschaft des 19. Jahrhunderts, die meisten Menschen nur noch Hochwälder vor Augen haben:
- Hochwald aus Kernwuchs
  - Altersklassenwald
  - Plenterwald
- Niederwald aus Stockausschlag
  - wie der Hauwald, eine frühere Waldnutzungsform. Laubbäume wurden in 15 bis 30 jährigen Zyklen bis auf den "Stock", also 30 bis 50 cm über dem Boden abgeschlagen. Das Holz wurde meistens als Brennholz oder zur Holzkohlegewinnung genutzt. Diese Laubbäume: Linden und Haselnuß treiben aus dem Stock wieder aus und können dann nach 15 oder mehr Jahren wieder abgeholzt werden. Durch den sogenannten Stockaustrieb entstehen dann Gehölze die von Boden aus mit vielen Trieben wachsen, also buschförmig wachsen. Zu sehen ist zur Zeit noch ein Hauwald zum Beispiel im Lindholz im Havelländischen Luch.
  - vergleiche auch Hauberg.
- Mittelwald als Übergangsformen zwischen Hoch- und Niederwaldwirtschaft
- Hutewald oder Hudewald, Weidewälder, ist eine alte Nutzungsform, sowie Waldäcker bzw. Waldfelder, als kombinierte land- und forstwirtschaftliche Nutzung
- Forstplantagen als eine der Landwirtschaft ähnliche Bewirtschaftung schnellwüchsiger Baumarten (einige Kiefernarten, Eukalyptus, Pappel), reine Produktion von Holzmasse ohne Durchforstung; fast ausschließlich in den Tropen und Subtropen zu finden.
- Weiter gibt es eine Vielfalt ausgestorbener spezieller Nutzungen, wie z.B. Lohwald, die z.T. nur kleinflächig auftraten oder regional begrenzt waren. Nicht nach den Pflanzengesellschaften oder dem vorherrschenden Klima, sondern danach, ob der Wald wirtschaftlich genutzt wird oder nicht, kann man Wälder einteilen in nicht genutzen Urwald, der in Mitteleuropa nicht mehr vorhanden ist, und die bewirtschafteten Forsten.

Pflanzenfresser und deren Bejagung

Über die Dichte von Megaherbivoren in prähistorischen Zeiten gibt es fast keine Daten, lediglich Vermutungen. Nach Meinung vieler Forstwissenschaftler und einiger Jäger sind forstwirtschaftlich wie ökologisch vorteilhafte, dauerwaldartige Strukturen ohne scharfe Bejagung der heutigen Megaherbivoren Rot- und Rehwild und eine entsprechend geringe Wilddichte nicht zu etablieren. Manche Förster und Jäger argumentieren, zu hohe Wilddichten würde dem Wald nicht nur als Wirtschaftsgut schaden, sondern auch die natürliche Verjüngung des Waldes durch den selektiven Verbiss des Wildes, und damit eine naturnahe Entwicklung, behindern. Je höher die Schalenwilddichte (von Wildschweinen abgesehen) ist, desto "ärmer" sei die Waldflora - was reine Trophäenjäger nicht interessiert. Nicht selten wird die Megaherbivorentheorie als Argument bemüht, größere Wilddichten sollten deshalb zugelassen werden, weil sie eine halboffene und artenreiche Lanschaft schaffen würden. Außer Reh- und Rotwild gibt es aber heute keine Megaherbivorenherden und auch ihre Prädatoren, die Carnivoren wie Wölfe, fehlen. In der heutigen Kulturlandschaft wird der Dauerwald als wirtschaftliches und ökologisches Ziel definiert; so dass großräumig umherstreifende Pflanzenfresser wirtschaftlichen Schaden anrichten und daher bejagt werden. Die Beweidung mit freilebenden Megaherbivoren ist daher als Landschaftspflegemaßnahme auf Großschutzgebiete begrenzt, in denen eine artenreiche und halboffene Landschaft erhalten bleiben soll und wirtschaftliche Ziele geringer bewertet werden.

Wald als Kohlenstoffsenke

Im Rahmen der internationalen Klimaschutzabkommen (Kyoto-Protokoll) werden auch Wälder als Klimafaktoren gesehen. Grundsätzlich werden Wälder als Kohlenstoffsenken angesehen und können in die nationale CO2-Bilanz Eingang finden. - Eine besondere Form von nationalen Minderungsmöglichkeiten, aber auch von JI- und CDM-Projekten, stellen Senkenprojekte dar. Unter Senken wird prinzipiell die Kohlenstoffbindung und Speicherung in Vegetation und Böden verstanden. Unterschieden wird dabei zwischen Wäldern (Art. 3.3 KP), und landwirtschaftlich genutzten Flächen (Art. 3.4 KP). Mögliche Projekttypen sind Aufforstung und Wiederaufforstung, Bewirtschaftungsmaßnahmen auf bestehenden Forst-, Acker- und Grünlandflächen sowie Begrünung von Ödland. Die Freisetzung von Kohlenstoff durch Entwaldung muss allerdings ebenfalls eingerechnet werden.Um Risiken und Möglichkeiten der Senkenanrechnung zu untersuchen, wurde ein Bericht beim Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Auftrag gegeben. Der im Jahr 2000 fertiggestellte Bericht Land use, Land-use change, and Forestry (LULUCF) konstatiert große Unsicherheiten in vielen Bereichen. So bestehen vor allem naturwissenschaftliche Unklarheiten bezüglich der gebundenen CO2-Menge. Die Absorptionsraten während des Pflanzenwachstums sowie die Bindungszeiträume sind nur schwer zu bestimmen. Zusammen mit der Problematik der Bestimmung der Bewuchsdichte auf großen Flächen ergeben sich starke Unsicherheiten bei der Hochrechnung der Gesamtmenge. Bei der Speicherung in Böden sind diese Probleme noch gravierender, da die zugrunde liegenden biochemischen Prozesse komplizierter sind und zusätzlich mit stärkeren Freisetzungen von CO2 und Methan gerechnet werden muss. Über die naturwissenschaftlichen Unsicherheiten hinaus wird vor allem die Kontrolle der Vorschriften als problematisch angesehen. Genaue Regelungen bezüglich der Quantifizierung der Treibhausgasspeicherung und des Monitorings stehen noch nicht fest, sondern sollen vom Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) entwickelt und vorgeschlagen werden. Trotz der hohen Unsicherheiten und des Widerstandes von einigen Vertragsstaaten wurde auf der Klimakonferenz in Bonn (COP 6b) beschlossen, Senkenprojekte bei der Erfüllung der Verpflichtungen einzubeziehen. Auf der nächsten Konferenz in Marrakesch (COP 7) wurden dann die ersten wichtigen Definitionen und Regelungen für die Anrechenbarkeit von Senken nach Artikel 3.3 und 3.4 vereinbart. Insbesondere die genaue Definition und Abgrenzung des Begriffes “Wald“ wurde festgelegt. Hierbei wurden Bandbreiten für Mindestflächen (0,05 - 1 ha), die Mindestbewuchsdichte (10 - 30 %) und die Mindesthöhe (2 - 5 m) des Pflanzenbewuchses festgelegt, aus denen die verpflichteten Parteien Rahmenwerte für eine nationale Definition des Begriffes “Wald“. wählen müssen. Vor Beginn der ersten Verpflichtungsperiode (d. h. vor 2008) müssen die verpflichteten Staaten festlegen, welche der Bewirtschaftungsmaßnahmen, d. h. Forst-, Ackerland- und Gründlandbewirtschaftung sowie Begrünung von Ödland, für sie unter Artikel 3.4 KP anrechenbar sein sollen. Für Aufforstung und Wiederaufforstung ist keine Festlegung notwendig. Senkenprojekte im Inland generieren Emissionsreduktionsgutschriften, so genannte Removal Units (RMU), die nicht in die nächste Verpflichtungsperiode übertragen werden können. Zudem unterliegen sie in der ersten Verpflichtungsperiode gewissen Einschränkungen bezüglich ihrer Anrechenbarkeit. So können Bewirtschaftungsmaßnahmen nur bis zu einer für jede Partei individuell festgelegten, Obergrenze angerechnet werden. Für Deutschland beträgt diese Obergrenze 1,24 Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr. Auch für Senkenprojekte im Ausland existieren Restriktionen. - Wichtig in diesem Zusammenhang ist nun, dass jetzt die Verhandlungen für die POST-2012 Periode beginnen. Und natürlich ist LULUCF in diesen Verhandlungen ein wichtiges Thema. Die Forstwirtschaften Mitteleuropas sollten deshalb jetzt schon beginnen, darüber nachzudenken, wie man ihre Leistungen in den nächsten Verpflichtungsperioden berücksichtigen soll (siehe [http://www.forstwirtschaft.com/community/modules.php?op=modload&name=phpBB_14&file=index Diskussionsforum]).

Erholung

Bestandsentwicklung und Zustand Mitteleuropäischer Wälder und Forsten

Deutschland

Kulturlandschaft] Die Waldfläche in Deutschland beträgt nach der zweiten Bundeswaldinventur 11.075.798 Hektar, entsprechend 31 % der Staatsfläche. Davon sind rund 44 % Privatwald, 32 % Staatswald (29 % Landeswald und 3 % Bundeswald), 19 % Körperschaftswald und 5 % Treuhandwald. Dieser vergleichsweise hohe Waldanteil ist den Aufforstungsbemühungen hauptsächlich des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Waldfläche wächst weiter, in den letzten 15 Jahren um durchschnittlich 3.500 ha/a. Im Vergleich zur Waldfläche sind 25 % Deutschlands der Siedlungsfläche zuzurechnen, davon sind 50 % vollständig versiegelt (täglich um 129 ha oder 47.000 ha/a zunehmend). Dadurch werden jährlich rund 3.500 ha Wald zerstört. Die Zunahme der Waldfläche ergibt sich durch Aufforstungen (hauptsächlich von landwirtschaftlichen Flächen) und die sukzessive Bewaldung degenerierter Moorstandorte. Deutschland ist damit dennoch wieder eines der waldreichsten Länder in der EU. Dies gelang unter anderem durch die Entwicklung der Forstwirtschaft. Allerdings weicht die Baumartenzusammensetzung erheblich von der potentiell natürlichen Baumartenzusammensetzung ab. Von Natur wären 67 % der Landfläche Deutschlands von Buchenmischwäldern, 21 % von Eichenmischwäldern, 9 % von Auwäldern oder feuchten Niederungswäldern, 2 % von Bruchwäldern und 1 % von reinen Nadelwäldern bedeckt (Meister u. Offenberger, Zeit des Waldes, S. 36, s. u. Literatur). Die jetzige Baumartenverteilung liegt bei 14,8 % Buchen, 9,6 % Eichen, 15,7 % anderer Laubbäume, 41,2 % Fichten, 0,1 % Tannen, 23,3 % Kiefern und 4,5 % anderer Nadelbäume (2. Bundeswaldinventur, s. u.). Der grosse Anteil von Fichte und Kiefer liegt in den forstwirtschaftlichen Praktiken der letzten 150 Jahre begründet: Diese Baumarten sind schnellwüchsig und anspruchslos und damit zur Aufforstung von degenierten Standorten wie Heiden, trockengelegter Moore und übernutzter Niederwälder insbesondere im 19. Jahrhundert verwendet worden. Andererseits leiden besonders Fichtenbestände unter Wind- und Schneewurf sowie Insektenschäden (z. B. durch Borkenkäfer) und führen zu einer Versauerung der Böden. Da Fichten und Kiefern unempfindlich gegen Wildverbiss sind und vielerorts die relativ hohen Schalenwilddichten das Aufkommen von stärker verbissgefährdeten Laubbäumen und Tannen verhindern, fällt es der Forstwirtschaft schwer den hohen Fichten- und Kiefernanteil der deutschen Wälder zu senken. Bezüglich des Holzvorrates je Fläche liegt Deutschland mit 319,9 m³/ha im europäischen Vergleich an dritter Stelle. Mit 3,38 Mrd. m³ weist Deutschland den größten absoluten Holzvorrat in Europa auf (Schweden 2,93 Mrd. m³; Frankreich 2,98 Mrd. m³; Finnland 1,94 Mrd. m³). [http://www.verbraucherministerium.de/data/0001302357001162848E6521C0A8D816.0.pdf Die zweite Bundeswaldinventur - Das Wichtigste in Kürze]

Österreich

In Österreich beträgt die Waldfläche etwa 47 %. Zwei Drittel sind auch nach den letzten Waldinventuren intakt. Probleme bilden nur die Schutzwälder. Es wächst auch um 30 % mehr Holz nach als verbraucht wird oder durch Windbruch oder Wildverbiss geschädigt wird. Nicht nur durch Aufforstungen, sondern auch durch Stilllegungen von landwirtschaftlichen Flächen erobert der Wald wieder Gebiete zurück. Da teure Holzbringung im Wettbewerb zu billigeren Importen stehen, wird oft das Holz im Wald nicht geschlagen. Größter Waldeigentümer sind die österreichischen Bundesforste. Der waldreichste Bezirk in Österreich ist der Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich, der an die 80 % Waldfläche aufweist. Der Hauptteil ist Nadelwald, wobei die Fichte über 50 % aller Baumarten ausmacht. An zweiter Stelle steht die Buche mit 10 %, alle anderen Baumarten sind weit seltener. Das Bundesland Steiermark besitzt die größte Waldfläche Österreichs. Bezüglich des Holzvorrates je Fläche liegt Österreich mit 325,0 m³/ha im europäischen Vergleich an zweiter Stelle. (siehe: [http://bfw.ac.at/050/1952.html Bundesamt und Forschungszentrum für Wald])

Schweiz

Bezüglich des Holzvorrates je Fläche belegt die Schweiz mit 336,6 m³/ha den europäischen Spitzenplatz.

Waldsterben

Siehe Waldsterben.

Raubbau

Siehe Raubbau und Rodung.

Schutz und Entwicklung der Wälder

Siehe Waldschutz, Baumschutz und Nachhaltigkeit (Forstwirtschaft), Forstzertifikat

Siehe auch


- Bekannte Wälder in Deutschland
- Waldsterben
- Waldbrand
- Baum
- Forstwirtschaft
- Forstwissenschaft
- Bergwaldprojekt
- Waldkindergarten
- Sturmholz
- Totholz
- Nationalparke
- Veluwe
- Kelpwald
- Lohwald
- Markwald
- Blockschuttwald

Literatur


- Richard B. Hilf: Der Wald. Wald und Weidwerk in Geschichte und Gegenwart - Erster Teil [Reprint]. Aula, Wiebelsheim 2003, ISBN 3-494-01331-4
- Raoul Heinrich Francé: Vom deutschen Walde. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin 1927
- Heinrich Hofmeister: Lebensraum Wald. Ein Weg zum Kennenlernen von Pflanzengesellschaften und ihrer Ökologie. Paul Parey, Hamburg und Berlin 1990, ISBN 3-490-17118-7
- Antoine Lorgnier et al.: Wälder der Welt. Bucher, München und Berlin o.J., ISBN 3-765580791-5
- Kurt G. Blüchel (Hrsg.): Der Garten Eden darf nicht sterben. Tropischer Regenwald. Pro Terra, München o.J., [ISBN 3-92499-001-8]
- Georg Meister und Monika Offenberger: Die Zeit des Waldes - Bilderreise durch Geschichte und Zukunft unserer Wälder. 397 Seiten. Zweitausendundeins, Frankfurt 2004, ISBN 3-86150-630-0 - 445 Waldfotos über ein halbes Jahrhundert von gleichen Aufnahmepunkten.
- Albrecht Lehmann: Von Menschen und Bäumen. Die Deutschen und ihr Wald. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3-498-03891-5
- Erich Hornsmann: Allen hilft der Wald. Seine Wohlfahrtswirkungen. BLV, München, Bonn und Wien 1958

Weblinks


- [http://www.wald.de www.wald.de] - Schöne Zusammenstellung der Funktionen des Waldes
- [http://www.waldwissen.net www.waldwissen.net] - Waldwissen - Informationsangebot für die Forstwirtschaft
- [http://www.forstwirtschaft.com www.forstwirtschaft.com] - Das Infoportal über Umwelt, Wald, Holz, Jagd, Wasser, ...
- [http://www.waldundklima.net www.waldundklima.net] - Das Internetportal zu Wald und Klima (Wald und Holz als Kohlenstoffspeicher und -senke, Gefahren für den Wald durch den Klimawandel, Projekte und Klimaschutzpolitik)
- [http://www.zukunftswald.de www.zukunftswald.de] - Informationen über ein Großforschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu den ökologischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen der Waldbewirtschaftung
- [http://www.wald-online.de/wdt_baumv.htm www.wald-online.de] - Baumartenverteilung in Deutschland
- [http://www.forst-hamburg.de/bundeswaldgesetz/titel.htm www.forst-hamburg.de] - Bundeswaldgesetz (BWaldG)
- [http://www.verbraucherministerium.de/wald_forst/Unser-Wald/inhalt.htm www.verbraucherministerium.de] - BMVEL - "Unser Wald"
- [http://www.waldportal.org www.waldportal.org] - Aktuelle Informationen und Links zu Wäldern der Erde
- [http://www.grida.no/geo/geo3/english/fig91.htm www.grida.no] - Globale Waldkarte
- [http://www.wald-in-not.de/seiten/band13.html www.wald-in-not.de] - "Seltene Bäume in unseren Wäldern - Erkennen, Erhalten, Nutzen"
- [http://www.seba.ethz.ch/homed.htm www.seba.ethz.ch] - Projekt Förderung seltener Baumarten
- [http://www.anw-deutschland.de www.anw-deutschland.de] - Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft - Deutschland
- [http://www.abu-naturschutz.de/_dnload/einfluss.pdf www.abu-naturschutz.de] - Der Einfluss von Megaherbivoren auf die Naturlandschaft Mitteleuropas (pdf-Datei)]
- [http://www.userlearn.ch/tropen/01ac84928e0ef3901/ Bilder und Videos Baumfällen, Unterrichtsvorschläge] ! Kategorie:Klimazonen und Vegetation ja:森林 simple:Forest

Öl

Öl (von lateinisch oleum; aus griechisch έλαιον: 'Olivenöl') ist eine Flüssigkeit, die sich nicht in Wasser löst, also hydrophob beziehungsweise lipophil ist. Um Öl und Wasser mischen zu können, benötigt man einen Emulgator. Ansonsten bilden sich sehr schnell wieder zwei Phasen, die Ölphase (oben, da weniger dicht) und die Wasserphase. Auch Milch ist eine Emulsion aus Wasser und Öl, bei der sich der Rahm oben absetzt, wenn sie nicht homogenisiert ist.

Allgemeines

Öl besteht aus einem oder mehreren flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen. Diese unterscheiden sich von Kohlenwasserstoffen wie Alkoholen, Ketone und Ether durch die Nichtpolarität, von den festen Fetten durch ihre Kettenlänge und die Vernetzung der Einzelmoleküle. Der Ausdruck "Das geht runter wie Öl" hat mit Öl nichts zu tun, sondern bezeichnet Bier, vergleiche dänisch Øl oder englisch Ale.

Gruppen von Ölen

Organische Öle

Organische Öle (selten auch als fette Öle bezeichnet) sind chemisch Triglyzeride, die sich von organischen Fetten nur durch ihren Schmelzpunkt unterscheiden. Der niedrige Schmelzpunkt ergibt sich aus den im Molekül enthaltenen ungesättigten Bindungen. Daher wird auch von "gesättigten", "ungesättigten" oder "mehrfachungesättigten" Fetten/Ölen gesprochen. Als gesund gelten die ungesättigten Fettsäuren. Viele Pflanzenöle in dieser Gruppe dienen unter anderem als Nahrungsmittel und werden daher auch als Speiseöle bezeichnet (zum Beispiel Rapsöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Olivenöl, Leinöl, Kürbiskernöl, Hanföl). Tierische Öle (wie z. B. Fischöl oder Klauenöl) werden seltener als Nahrungsmittel genutzt. Sie finden aber Verwendung in der chemischen Industrie (z. B. Schmieröle, Seife) oder im Maschinenbau (Schmierstoffe).

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind flüchtige, so genannte "trocknende" Öle, welche sich in verschiedenen Pflanzengruppen finden (z. B. Zitronenöl).

Mineralöle

Mineralöle kommen als Erdöl im Erdinneren vor und sind Kohlenwasserstoffverbindungen. Die meisten von ihnen gehören chemisch gesehen zu den Alkanen. Die natürlich vorkommenden Rohöle sind allerdings meist verunreinigt und besitzen bis auf wenige Ausnahmen (Erdöl aus Libyen) zum Beispiel einen hohen Schwefelgehalt sowie Beimengungen anderer Verbindungen. Aufgrund ihres chemischen Aufbaus sind diese Mineralöle Ausgangsstoff für viele Verbindungen der organischen Chemie, beispielsweise zur Erstellung von Kunststoffen. Mineralöle werden vorzugsweise als Energieträger genutzt und in Kraft- und Treibstoff umgeformt (raffiniert). Sie stellen daher einen der wichtigsten Energieträger unserer Zivilisation (zum Beispiel Heizöl, Dieselöl, Schweröl) dar. Weiter werden Mineralöle auch zu Schmierzwecken eingesetzt, das heißt metallische, zueinander bewegte Flächen so auf Abstand zu halten, dass sie nicht in direkten Verschleiß-Kontakt kommen (Motoröl). Leichtflüchtige, ebenfalls aus Erdöl gewonnene Substanzen (zum Beispiel Benzin, Kerosin) werden nicht zu den Ölen gezählt. So genannte Synthetische Öle basieren auch auf Erdölraffinaten, besitzen eine ganz spezielle Molekülstruktur, die so beim Rohöl nicht vorkommt. Es werden synthetisch hergestellte Kohlenwasserstoffe und Salze zugesetzt. Die Annahme, synthetische Öle würden chemisch hergestellt und enthielten ausschließlich nicht in der Natur vorkommende Substanzen, ist falsch.

Silikonöle

Silikonöle oder auch Syntheseöle basieren auf halborganischen Polymeren und Copolymeren aus Silizium-Sauerstoff-Einheiten und organischen Seitenketten. Sie sind relativ unempfindlich gegenüber Oxidation, Wärme und anderen Einflüssen. Neben der Verwendung als Schmierstoffe in der Industrie finden sie auch in Körperpflegeprodukten oder spzeziellen industriellen Anwendungen (z.B. der Entschäumung) Verwendung.

Thermoöl

Thermoöl wird zur Übertragung von Wärmeenergie, in Wärmeübertragungsanlagen, verwendet. Es wird in Erhitzern erwärmt und über Rohrleitungen an die Stellen transportiert, an denen ein Produkt erwärmt werden muss. Dies geschieht in einem geschlossenen Kreislauf. Der große Vorteil von Thermoöl gegenüber von Wasser ist der wesentlich höhere Siedepunkt. So kann eine Temperatur von über 300 °C erreicht werden. Thermoöl kann sowohl aus Synthetischen Ölen als auch aus organischen Ölen hergestellt werden.

Anwendungen


- Schmierstoff: Schmieröl (zum Beispiel Motoröl, Getriebeöl), Schmierfett
- Brennstoff/Treibstoff: Dieselöl, Heizöl
- Hydrauliköl (Hydraulik (Technik))
- Petrochemie (Kunststoff, diverse Chemikalien, Synthetische Fasern, Asphalt)
- Wärmeträger (Thermoöl)

Weblinks


- [http://www.io-warnemuende.de/research/de_oel_allgemein.html Öl allgemein, Öl im Meer] Kategorie:Öl ja:油 simple:Oil

Persischer Golf

Der Persische Golf (persisch: خلیج فارس, (Arabisch الخليج الفارسي) ist eine Meeresbucht zwischen dem Iran (Persien) und der arabischen Halbinsel. Über die Straße von Hormuz ist der Persische Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer bzw. dem Indischen Ozean verbunden. Da gegenüber dem Iran alle übrigen Anrainerstaaten arabisch sind, wird der Persische Golf von diesen auch Arabischer Golf (الخليج العربي) genannt. Europäische Karten aus dem 17. Jahrhundert bezeichnen den Golf auch als "Golf von Bassorah", obwohl die dafür den Namen gebende irakische Stadt Basra gar nicht am Golf liegt. Die Anrainerstaaten dieses Gewässers sind (im Uhrzeigersinn) Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain (auf einer Insel gelegen), Kuwait, der Irak und der Iran, In den Persischen Golf mündet der Zusammenfluss von Euphrat und Tigris, der Schatt al-Arab. Die Region um den Persischen Golf ist wegen des Erdölreichtums von geopolitischer Bedeutung. Der Persische Golf war Schauplatz der drei so genannten Golfkriege. Kategorie:Meer ja:ペルシア湾 ko:페르시아 만

Ökosystem

sind ein Beispiel für ein komplexes marines Ökosystem]] Ein Ökosystem ist ein System, dass die Gesamtheit der Lebewesen (Biozönosen) inklusive ihrer unbelebten Lebensräume (Biotope) umfasst. Der Begriff wurde 1935 von dem britischen Biologen und Geobotaniker Arthur George Tansley in die Ökologie eingeführt. Umgangssprachlich wird auch von dem Ökosystem gesprochen, womit die Gesamtheit aller Ökosysteme und ihren Wechselwirkungen der gesamten Erde gemeint ist.

Beschreibung

Bei Ökosystemen handelt es sich um offene, dynamische und komplexe Systeme.
- offen: Ökosysteme verändern sich durch äußere, neue Einflüsse,
- dynamisch: Ökosysteme entwickeln sich ohne äußere Einflüsse,
- komplex: in Ökosystemen wirken sämtliche Mechanismen und Strategien der Ökologie in vielfältigen Beziehungen. In einem Ökosystem laufen unterschiedliche Interaktionen zwischen den Lebewesen untereinander und den abiotischen Standortfaktoren im Biotop ab. Biotische und abiotische Bestandteile beeinflussen sich gegenseitig (Wechselwirkungen) und verändern sich durch Sukzession und Evolution.

Funktionsprinzipien von Ökosystemen

Die Lebewesen der Biozönose beeinflussen den Stoffkreislauf und die abiotischen Faktoren (Standortfaktor) durch
- Produzenten, die organische Stoffe aus abiotischen Stoffen und Energie (Sonnenlicht, chemische Energie) aufbauen, dies sind in erster Linie Pflanzen und Bakterien,
- Konsumenten, die sich von den Produzenten oder anderen Konsumenten ernähren (insbesondere Tiere einschließlich des Menschen) und dabei Kohlenstoffdioxid und Nährsalze abgeben
- Destruenten, die die (meist abgestorbenen) Produzenten und Konsumenten mineralisieren, also wieder in abiotische Stoffe zurückführen. Dies sind insbesondere Bakterien und Pilze. Ökosysteme beeinflussen sich gegenseitig (z.B. beeinflussen marine Ökosysteme durch ihren Stoff- und Energiehaushalt die Atmosphäre und damit auch terrestrische Ökosysteme, siehe z.B. Treibhauseffekt u. Klimawandel).

Entwicklung von Ökosystemen

Ökosysteme sind dynamisch und entwickeln sich bei unveränderten äußeren Einflüssen im Verlaufe der Sukzession über verschiedene Stadien zu einem stabilen Endzustand, dem Klimaxstadium. Das Klimaxstadium wird u.a.durch die Nutzung ökologischer Nischen einwandernder Arten und Verdrängungsmechanismen erreicht (Siehe auch: Populationsökologie oder Demökologie). Aber auch die evolutive Anpassung von Arten ist möglich. Im ungestörten Klimaxstadium regulieren sich Ökosysteme von selbst (Selbstregulation). Ihre Bestandteile beeinflussen sich gegenseitig derart, dass sich ein Gleichgewicht der Stoffkreisläufe und der Energieflüsse (unter Zufuhr von Sonnenenergie, Erdwärme, Magma in "Black Smokers" in der Tiefsee, u.a.) einstellt. Eine weitere Sukzession ist dann nicht mehr möglich.

Mosaik-Zyklus-Konzept

Tatsächlich aber treten durch die sich verändernden Umwelteinflüsse und -ereignisse häufig verschiedene Stadien eines Ökosystems nebeneinander auf. So kann zum Beispiel ein Waldbrand durch Blitzschlag im Klimaxstadium eines Waldes unbewachsene Sukzessionsflächen schaffen. So bleiben Dynamik und notwendige Pionierarten, die in der Lage sind, unbesiedelte Flächen zu besiedeln, erhalten. Außerdem gibt es in Teilen von bzw. in manchen Arten von Ökosystemen nicht immer ein dauerhaft stabiles Klimaxstadium. Auch ohne veränderte Umwelteinflüsse kann es eine beständige Abfolge von Entwicklungsstadien geben, die nach Überschreitung des ökologischen Maximums wiederholt ablaufen kann, zum Beispiel bei der Silbergrasflur (siehe Pflanzensoziologie) und in Wüsten. Das Mosaik-Zyklus-Konzept definiert daher das Klimaxstadium als einen Zustand über längeren Zeitraum, in dem die Sukzession fortwährend abläuft.

Einteilung von Ökosystemen

Ökosysteme lassen sich hinsichtlich ihrer
- Struktur (Habitatsgrößen, Körpergrößen als Raumbedarf; Trophieniveaus) und ihrer
- Dynamik (Energiefluss, Stoffkreisläufe, Sukzession) betrachten und unterteilen. Diese Einteilungen überlagern sich dabei. Wesentliche Merkmale und Regulatoren eines Ökosystems sind jedoch Stoff- und Energiekreisläufe (Trophieniveau) sowie der Raumbedarf bzw. ihre Verteilung. Durchgesetzt hat sich eine grobe Unterteilung, die in Fachkreisen verfeinert behandelt werden. Wo Ökosysteme hinsichtlich ihrer Geografischen Verteilung, also ihres Ortes betrachtet werden, und nicht hinsichtlich ihrer systematischen Zusammenhängen, spricht man von Ökotopen.

Übersicht über die Ökosysteme (Ökotope)

Weitere Artikel zu Ökosystemen befinden sich in der Kategorie Ökosystem.
- terrestrische Ökosysteme
  - alle Klimazonen: Moore, Sumpf
  - arktische Klimazone
    - antarktisches Landeis
    - Tundra
    - Taiga, borealer Nadelwald
  - gemäßigt-ozeanische Zone
    - sommergrüner Laubwald, Laubmischwald, Mischwald, Bergmischwald, siehe auch: Waldgesellschaften Mitteleuropas
  - gemäßigt-kontinentale Zone
    - Waldsteppe
    - Steppe
    - Pampa
  - alpine Zone
    - subalpiner Nadelwald
    - alpine Stufe
    - nivale Stufe
  - mediterrane Zone
    - Hartlaubformationen (Macchia)
    - Hartlaub-Strauchheiden (Gariden)
  - Tropen
      - Wüsten
      -
- Nebelwüste
      -
- Salzwüste
      - Savanne
      - tropischer Trockenwald
      -
- trockener Monsunwald
      -
- Savannenwald
      -
- Dornwald
      - tropische Hochgebirge
    - äquatoriale Zone (Tropen)
    - tropischer Regenwald
- aquatische Ökosysteme
  - limnische Ökosysteme
    - stehende Gewässer(Ökosystem See)
    - Fließgewässer
  - marine Ökosyteme
    - Flachmeer
    - Hochsee
    - Tiefsee
    - Eismeer
    - Felsenküste, Felswatt
    - Korallenriffe
    - Salzwiesen
    - Watten
    - Mangrovenwald

Gefährdung von Ökosystemen und Kommentar


- Der Begriff Klimaxstadium hat sich in diesem Zusammenhang nicht etabliert.
- Die Entwicklung von Ökosystemen ist auf Grund ihrer Komplexität gar nicht oder nur in sehr groben Zügen vorherzusagen. Auch kleinere Veränderungen der Umweltbedingungen haben stets Veränderungen der Ökosysteme zur Folge, auch wenn diese nicht sichtbar oder nicht messbar sind.
- Durch die Beeinflussung des Menschen gibt es wahrscheinlich kein unbeeinflusstes Ökosystem mehr. Die Ökologie teilt daher die Ökosysteme auch in Graden ihrer menschlichen Beeinflussung (Hemerobie) ein.
- Die "Übernutzung" (Raubbau) der Ökosysteme verhindert die Sukzession. Viele Pionierarten sind u.a. deshalb vom Aussterben bedroht. Ohne diese Pionierarten können sich die Ökosysteme nicht mehr regenerieren. Siehe auch: Naturschutz, Portal:Umweltschutz, Systemtheorie, Waldformationen, Nahrungskette, Trophieniveau, Nahrungsnetz, Neobiota, Resilienz, Artenvielfalt, Artensterben, ökologische Nische, Aldo Leopold, Biotische Faktoren, Envisat (ESA-Umweltsatellit), SolVin-Bretzel, Ökologisches Interaktionssystem, Ökosystem See

Weblinks


- [http://www.abi-bayern.de/start.htm Abiturvorbereitung für den Grundkurs Biologie]
- [http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d54/54d.htm Stoffkreisläufe] ! ja:生態系 ko:생태계

Kategorie:Ökosystem

In dieser Kategorie sollten Artikel eingeordnet werden, die Ökosysteme (Ökotope) beschreiben. Biotope sollten in der:Kategorie:Biotop eingeordnet werden; Zweifelsfälle sind Großbiotope, die auch in die :Kategorie:Ökosystem eingeordnet werden können. Grundbegriffe und Fachgebiete der Ökologie bitte in die :Kategorie:Ökologie einordnen. !

H.M.S. Guardian

HMS Guardian was a ship of the Royal Navy. She was built in 1784 as a 44-gun frigate but, with her lower tier of guns removed, she was converted to a storeship. On 12 September 1789 she sailed from Spithead, under the command of Lieutenant Edward Riou, with 1,003 tons (910 tonnes) of provisions for the convict settlement at Port Jackson in New South Wales, Australia. She also carried 25 specially selected convicts and several officials for the settlement. At Santa Cruz she took on 2,000 gallons (7,500 l) of wine. On 24 November she reached the Cape of Good Hope, where she loaded some cattle and horses, and departed on 11 December. After 1,300 miles (2100 km) sailing in the Southern Ocean, at latitude 44 degrees South, and longitude 41 degrees East, she sighted a large iceberg on 24 December. To replenish her water supplies the captain ordered the jolly boat and cutter to be lowered to pick up loose ice. Fog set in so thickly that the iceberg could not be seen by the ship three-quarters of a mile away. The boats were hoisted aboard, and Guardian set sail again. Her bows struck a projecting ledge of ice under the water and, although she got free, her keel and rudder were damaged as she swung around. Water poured into the ship but, by pumping and jettisoning cargo and livestock, she remained afloat. During the night several sails were torn to shreds in the gale which had sprung up. Many of the officers, seamen and convicts, believing the ship would sink at any moment, broke into the liquor store and became hopelessly drunk. On Christmas Day five boats were hoisted out and departed heavily laden with men but with no food or drink. Sixty-two people remained with Riou on the ship. By continual pumping and fothering of the ship (covering a leak with a sail containing rope fibres), and by using a cable for steering, the Guardian remained afloat, and limped back to the coast of Africa at False Bay by 21 February 1790. Some provisions were salvaged, but on 12 April a gale drove her onto the beach, where she was totally wrecked. Only one of the boats was rescued, the ten survivors being returned to Cape of Good Hope. The other boats were never heard of again. Of the twenty-one convicts rescued, one died at the Cape. The others eventually reached Port Jackson with the Second Fleet at the end of June 1790. As a result of Riou's report of their good conduct, they were granted conditional pardons. This loss of the Guardian was used by Patrick O'Brian as the basis for his novel Desolation Island. See HMS Guardian for other ships of this name.

Further reading


- Bateson, Charles, The Convict Ships, 1787-1868, Sydney, 1974. Guardian Guardian

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