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Marshall Space Flight Center

Marshall Space Flight Center

Das Marshall Space Flight Center (MSFC) der NASA beschäftigt sich mit der Entwicklung von Raketenantrieben. Weiterhin werden hier moderne Computer- und Netzwerktechnologien, sowie Programme zum Informationsmanagement entwickelt. Es liegt auf dem Redstone Arsenal in Huntsville im Madison County, Alabama. US-Präsident Dwight D. Eisenhower weihte das Center am 8. September 1960 zu Ehren des Generals George C. Marshall, der kurz zuvor verstorben war, auf seinen Namen ein. Schon einige Monate vorher nahm es den Betrieb in den alten Gebäuden und mit Personal der Army Ballistic Missiles Agency (ABMA) auf. Erster Direktor wurde Dr. Wernher von Braun, der mit seinem Team von Fort Bliss in Texas zuvor auf das Gelände des Redstone Arsenals verlegt worden war. Die NASA beschrieb das Center 1960 als einzige Gemeinschaft innerhalb der Nation, die fähig ist ein Weltraumfahrzeug von der Idee, dem Entwurf, der Entwicklung und Konstruktion, sowie den Tests bis hin zum erfolgreichen Start zu bringen. So wurden hier die Starteinrichtungen für Cape Kennedy entworfen. Die MSFC-Ingenieure leiteten die Teststarts in Florida und werteten anschließend die Daten in Huntsville aus. Dies wiederholte sich vom Mercury-, über das Gemini-, bis hin zum Apollo-Projekt mit den erfolgreichen Mondlandungen 1969 bis 1972. Für letzteres wurde im MSFC die Trägerrakete Saturn bis zur Startreife entwickelt. Enbenso konnte die Idee des Lunar Roving Vehicles erfolgreich verwirklicht werden. Weitergehende Entwicklungen beschäftigten sich gegen Ende der 1970er Jahre mit der Konstruktion von Weltraumlabors wie Skylab und dem Einsatz von Wissenschaftlern im Weltraum. Auch viele Satelliten wurden im MSFC entworfen, gebaut und in eine Erdumlaufbahn gebracht. Ein Hauptaugenmerk lag allerding in der Entwicklung des Antriebssystems für das Space Shuttle mit dem Antrieb der Raumfähre, dem externen Tank und den beiden Booster-Raketen. Während der Shuttle-Ära konnten viele MSFC-Entwicklungen erfolgreich im Erdorbit getestet werde. Viele wissenschaftliche Nutzlasten, die die Shuttles transportierten hatten ihren Ursprung in einer Idee der MSFC Mitarbeiter. Das aktuelle Projekt des MSFC ist der Bau der Internationalen Raumstation ISS, deren amerikanischen Beiträge fast ausschließlich hier erarbeitet wurden. Nach dem Columbia-Unglück Anfang 2003 wird nun großen Wert auf einen möglichst reibungslosen und schnellen Aufbau bei Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge 2005 gelegt. 2005

Weblinks


- [http://www1.msfc.nasa.gov/NEWMSFC/index.html Homepage des Marshall Space Flight Centers] (englisch) Kategorie:Raumfahrt

NASA

Die National Aeronautics and Space Administration (NASA, gegründet 1958) ist die zivile US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt.

Vision und Mission

Die NASA bezeichnet als ihre Vision "das Leben hier zu verbessern, das Leben nach draußen auszudehnen und Leben da draußen zu finden". Daraus ergibt sich die Mission "unseren Heimatplaneten zu verstehen und zu schützen, das Universum zu erforschen und nach Leben zu suchen und die nächste Generation von Forschern zu begeistern".

Geschichte

Wettlauf ins All

:Hauptartikel: Wettlauf ins All Die Sowjetunion machte 1957 mit dem ersten künstlichen Satelliten im All, Sputnik 1, die USA auf ihr eigenes Weltraumprogramm aufmerksam, das noch in den Kinderschuhen steckte. Der Kongress sah im sowjetischen Erfolg eine Gefahr für die nationale Sicherheit und den technologischen Vorsprung der USA und verlangte sofortige und konsequente Maßnahmen während US-Präsident Dwight D. Eisenhower und seine Berater sich eher für eine ruhige, durchdachte Reaktion aussprachen. Nach monatelangen Beratungen war klar, dass eine neue Behörde geschaffen werden sollte, die für alle nichtmilitärischen Weltraumaktivitäten zuständig sein sollte. Am 29. Juli 1958 unterzeichnete Präsident Eisenhower den "National Aeronautics and Space Act", der die Schaffung der NASA vorsah. Die neue Behörde nahm am 1. Oktober 1958 ihre Arbeit auf. Damals bestand sie aus vier Laboratorien und rund 8000 Mitarbeitern, die aus dem schon 46 Jahre alten National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) stammten. Die ersten Projekte der NASA beschäftigten sich mit der bemannten Raumfahrt und standen unter dem Druck des Wettlauf ins All. Das Mercury-Programm von 1958 war der erste Schritt: Man untersuchte, ob und unter welchen Bedingungen ein Mensch im Weltall überleben könnte. Am 5. Mai 1961 war es so weit. Alan B. Shepard Jr. war der erste Amerikaner im Weltall, als er mit Freedom 7 15 Minuten lang in einem bogenförmigen Flug den Weltraum erreichte. Der erste Amerikaner, der die Erde umkreiste war John Glenn mit einem fünfstündigen Flug der Friendship 7 am 20. Februar 1962. Nachdem das Mercury-Project bewiesen hatte, dass bemannte Weltraummissionen möglich sind, rief die NASA das Gemini-Projekt ins Leben. Bei diesem Projekt sollten Experimente durchgeführt werden und Problemstellungen bezüglich einer Mondlandungs-Mission bearbeitet werden. Der erste bemannte Flug einer Gemini-Rakete wurde am 23. März 1965 von Virgil "Gus" Grissom und John W. Young durchgeführt. Es folgten neun weitere Missionen, bei denen die Machbarkeit längerer Weltraumaufenthalte und des Treffens und Andockens zweier Raumschiffe bewiesen wurde. Außerdem sammelten diese Flüge medizinische Daten über die Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper.

Das Apollo-Programm

Nach dem Erfolg des Mercury- und Gemini-Programms wurde das Apollo-Programm gestartet, um weitere Experimente im All durchzuführen und im Idealfalle sogar Menschen in die Nähe des Mondes zu bringen. Eine massive Änderung in seiner Konzeption erfuhr das Apollo-Programm durch die Ankündigung des neuen Präsidenten, John F. Kennedy. Am 25. Mai 1961 sagte er, die Vereinigten Staaten sollten sich vornehmen, bis 1970 "einen Menschen auf dem Mond abzusetzen und ihn wieder sicher auf die Erde zurückzubringen". Von nun an war es also Ziel des Apollo-Programms, Astronauten auf den Mond zu bringen. Nach acht Jahren vorbereitender Missionen, bei denen auch das erste große Unglück in der Geschichte der NASA stattfand, bei dem die NASA alle drei Besatzungsmitglieder der Apollo 1-Mission verlor, als die Rakete auf der Startrampe zu brennen begann, erreichte das Apollo-Programm schließlich ihr Ziel: Am 20. Juli 1969 landeten mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Menschen auf dem Mond und kehrten am 24. Juli sicher auf die Erde zurück. Amstrongs erste Worte, als er aus der Mondlandefähre der Apollo 11 trat, hätten treffender nicht sein können: "That's one small step for [a] man, one giant leap for mankind." ("Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."). Nach Armstrong und Aldrin landeten bis zum Ende des Apollo-Programms im Dezember 1972 noch zehn weitere Menschen auf dem Mond. Die NASA hatte mit der Landung auf dem Mond das Wettrennen ins All gewonnen. Eigentlich stellte das den gewünschten Erfolg dar, allerdings fehlte jetzt ein Ziel, auf das es sich lohnte hinzuarbeiten. Außerdem schwand das Interesse der Öffentlichkeit, das unbedingt nötig war, um große Budgets durch den Kongress sicherzustellen. Mit Lyndon Johnson, verlor die NASA dann auch noch ihren wichtigsten politischen Unterstützer. Für ihn wurde Wernher von Braun als Lobbyist in Washington tätig.

Jahresbudgets

Liste der NASA-Administratoren

# T. Keith Glennan (1958-1961) # James E. Webb (1961-1968) # Thomas O. Paine (1969-1970) # James C. Fletcher (1971-1977) # Robert A. Frosch (1977-1981) # James M. Beggs (1981-1985) # James C. Fletcher (1986-1989) # Richard H. Truly (1989-1992) # Daniel S. Goldin (1992-2001) # Sean O'Keefe (2001-2005) # Michael Griffin (2005-)

Einrichtungen

Die NASA besteht aus einer Reihe von Einrichtungen. Dazu gehören
- Jet Propulsion Laboratory (JPL): Raumsonden, Deep Space Network
- Goddard Space Flight Center
- Johnson Space Center
- Kennedy Space Center
- Marshall Space Flight Center
- Stennis Space Center
- Ames Research Center
- Dryden Flight Research Center
- Langley Research Center
- Glenn Research Center
- Michoud Assembly Facility
- NASA Institute for Advanced Concepts (NIAC): Nanotechnologie, Weltraumlift, usw.

Bemannte Raumfahrtprogramme der NASA


- Mercury-Programm
- Gemini-Projekt
- Apollo-Projekt
- Skylab
- Space Shuttle
- Internationale Raumstation
- Crew Exploration Vehicle (in Planung)

Weblinks


- Wikinews: Start der Discovery auf Juli verschoben
- [http://www.nasa.gov Website der NASA] (engl.)
- [http://spaceflight.nasa.gov NASA: Bemannte Raumfahrt] (engl.)
- [http://www.nasawatch.com NASA Watch] (engl.)
- [http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/bemannt/nasa.shtml Zusammenfassung US-Raumfahrtprogramm und NASA-Geschichte] (dt.)
- [http://www.nasa-statistik.de NASA-Statistik.de - Komplettes Missionsarchiv] (dt.)
- [http://www.niac.usra.edu/ NASA Institute for Advanced Concepts] (engl.)
- [http://science.nasa.gov Science@NASA; ausgewählte Themen und Artikel aus NASA Forschung für ein breiteres Publikum] (engl.)
- [http://www.astrolabium.net Deutsche Version der Science@NASA Webseite] (dt.)

Siehe auch

ESA, Russische Raumfahrtbehörde, Japan Aerospace Exploration Agency ----
- Der Abschnitt "Geschichte" basiert teilweise auf einer Übersetzung des Artikels :en:NASA vom 16.07.2005 in der englischsprachigen Wikipedia. Kategorie:Behörde (USA) Kategorie:Raumfahrtorganisation ja:アメリカ航空宇宙局 ko:미국항공우주국 simple:NASA th:องค์การนาซา

Raketenantrieb

] Ein Raketentriebwerk ist eine Antriebseinheit, die nach dem Prinzip des Rückstoßes arbeitet und im allgemeinen alle ausgestoßenen Gase selbst mitführt, also nicht auf eine umgebende Atmosphäre angewiesen ist. Wesentliche Bestandteile des Raketentriebwerks sind Brennkammer und Düse, hinzu kommen Betriebsstoffpumpen und Kühlsysteme. Die Effizienz eines Raketenantriebs ist umso höher, je größer die Ausström-Geschwindigkeit des ausgestoßenen Arbeitsgases ist (vergleiche Raketengrundgleichung). Darüber hinaus ist auch das Eigengewicht des Antriebes von Bedeutung, wobei zu beachten ist, dass eine Rakete während der Betriebsdauer ihres Raketentriebwerks an Masse verliert und daher bei gleich bleibendem Schub eine steigende Beschleunigung verzeichnet. Bei einem chemischen Raketenantrieb fällt dieser Effekt viel stärker ins Gewicht als bei einem nuklearen Antrieb, der das ausgestoßene Gas durch eine Kernreaktion erhitzt. Noch weniger Treibstoff verbrauchen elektrische Antriebe zu denen zum Beispiel der Ionenantrieb zählt. Die Arbeitsgase können auch durch Entspannung heißer oder komprimierter Gase in der Düse oder durch Feldwirkungen auf elektrisch geladene Teilchen beschleunigt werden. Heiße Arbeitsgase können durch chemische Reaktionen (i.d.R. durch Verbrennung), nukleare Reaktionen, elektrische Aufheizung (z.B. Lichtbogen) oder Aufheizung durch Laser erzeugt werden. Die Teilchen können durch ein elektrische Felder (Ionenantrieb) oder magnetische Felder beschleunigt werden. Praktisch eingesetzt oder erprobt wurden bisher:
- chemische Raketentriebwerke
- nukleare Raketentriebwerke (siehe auch: NERVA)
- elektrische Raketentriebwerke
- Kaltgas-Raketentriebwerke Alle Effekte, die bei einem Raketenantrieb zu verzeichnen sind, wurden 1903 von Konstantin Ziolkowski mit der Raketengrundgleichung dargestellt. Später kam Hermann Oberth unabhängig davon zu den gleichen Erkenntnissen. Der Raketenantrieb ist die bisher einzige Antriebsart, die es ermöglicht, Raumfahrt zu betreiben. Zum Beschleunigen innerhalb unseres Sonnensystems bedient man sich jedoch immer häufiger der Swing-by-Methode, um Treibstoff zu sparen. Weitere diskutierte Alternativen zum Raketenantrieb sind Sonnensegel und der Abschuß mit einer Railgun. Der Raketenantrieb wird übrigens auch bei Fahrzeugen eingesetzt, um Geschwindigkeitsrekorde zu erzielen.

Das chemische Raketentriebwerk

Das chemische Raketentriebwerk ist eine Verbrennungsmaschine wie das luftatmende Strahltriebwerk, aber im Gegensatz zu diesem nicht auf den Luftsauerstoff als Oxidationsmittel angewiesen. Der für die Verbrennung des Brennstoffs notwendige Sauerstoff wird an Bord mitgeführt. Die Rakete kann deshalb auch im Vakuum arbeiten. Die folgenden drei Formen von Raketentriebwerken sind bis heute die gebräuchlichsten, die angewandt werden.

Das Feststoffraketentriebwerk

Der Treibstofftank ist gleichzeitig auch die Brennkammer. Man unterscheidet zwischen Stirnbrennern, bei denen der zylindrische Brennstoffblock vom Ende her abbrennt (konstante, kreisförmige Brennfläche), und Zentralbrennern, bei denen ein Brennkanal von zylindrischem, sternförmigem oder sonst prismatischem Querschnitt durch die gesamte Länge des Treibstoffblocks verläuft und dieser von innen her abbrennt (Brennfläche in Form eines Prismenmantels, je nach Kanalquerschnitt ergibt sich eine Verlaufskurve des Brennflächeninhalts). Stirnbrenner entwickeln für längere Zeit eine geringe Schubkraft, Zentralbrenner für sehr viel kürzere Zeit eine sehr hohe Schubkraft; sogenannte Booster werden daher meist als Zentralbrenner ausgeführt. Durch die Konsistenz des Treibstoffes lassen sich verschiedene Eigenschaften ableiten. Man benötigt keinerlei Tanks, Zuleitungen oder Steuerventile, denn die Reaktionsmasse befindet sich bereits in der Brennkammer. Durch die feste Konsistenz des Treibstoffes ist dieser leicht bereits in der Rakete zu lagern und ungefährlicher zu transportieren. Deshalb werden militärische Raketen fast immer als Feststoffraketen ausgelegt. Ein weiterer Vorteil von Feststoffraketen ist die hohe erreichbare Schubkraft. Zu den Nachteilen gehören jedoch die schlechte Regulierung der Schubkraft und der Arbeitsdauer. Die Verbrennung kann nach der Zündung nicht mehr abgebrochen oder neu gestartet werden. Der wichtigste Nachteil von Feststoffraketen ist jedoch das vergleichsweise schlechte Schub-Gewicht-Verhältnis, weshalb man sie bei Weltraumraketen nur als Hilfsantrieb einsetzt (Booster und die Feststoffraketen beim Space-Shuttle).

Das Flüssigkeitsraketentriebwerk

Der Aufbau von Flüssigkeitsraketentriebwerken ermöglicht eine Schubregulierung, lange Arbeitszeit und eine relativ günstige Wiederverwendung. Bei Flüssigkeitsraketentriebwerken werden Brennstoff und (sofern es sich nicht um ein Monergoltriebwerk handelt) Oxidator außerhalb des Triebwerks gelagert. Häufig handelt es sich bei den Betriebsstoffen um sehr aggressive Chemikalien oder kaltverflüssigte Gase. Beides muss in speziellen isolierten bzw. korrosionsfesten Tanks aufbewahrt werden, um so ein Verdampfen der Gase oder ein Angreifen der Behälterwandung zu vermeiden. Da die Treibstoffe gelagert und gefördert werden müssen, ist eine Flüssigtreibstoffrakete in ihrem Aufbau normalerweise komplizierter als eine Feststoffrakete. Durch die meist hochenergetischen Treibstoffe entstehen Temperaturen von bis zu 4000 K in der Brennkammer, was die Verwendung hoch hitzebeständiger Materialien und eine leistungsfähige Kühlung erfordert. Zur Kühlung kann auf Oxidator und Treibstoff zurückgegriffen werden. Durch den hohen Druck, unter dem sich die Gase in flüssiger Form befinden, kann man damit aufgrund der niedrigen Temperatur verschiedene Bauteile über Wärmetauscher kühlen. Bei Flüssigkeitsraketentriebwerken kann zwischen Haupt- und Nebenstromtriebwerken unterschieden werden. Bei Hauptstromtriebwerken werden die gesamten Treibstoffe durch die (Haupt-)Brennkammer geführt. Die Turbinen zur Treibstoffförderung werden hierbei entweder durch eine im Kühlsystem des Triebwerkes erhitzte Treibstoffkomponente (Expander Cycle) oder durch ein in einer Vorbrennkammer erzeugtes Arbeitsgas angetrieben (Staged Combustion Cycle). Bei Nebenstromtriebwerken werden die Teile der Treibstoffe, die zum Betrieb der Turbinen der Treibstofförderung verwendet werden, nicht durch die Hauptbrennkammer geführt. Eine Bauform des Nebenstromtriebwerkes stellt der Gasgenerator Cycle dar. Hierbei wird zum Antrieb der Treibstoffpumpen ein Teil der Treibstoffe in einem Gasgenerator verbrannt und das Arbeitsgas in einer zum Haupttriebwerk parallelen Düse entspannt oder im divergenten Teil der Hauptdüse dem Hauptstrom zugeführt. Eine andere Ausprägung stellt der Topping Cycle dar. Hier wird der Brennstoffstrom in zwei Stränge aufgeteilt. Der kleinere Strom durchfließt die Kühlung des Triebwerkes, treibt die Turbinen der Treibstoffpumpen an und wird im divergenten Bereich der Hauptdüse dem Hauptstrom zugeführt.

Das Hybridraketentriebwerk

In Hybridraketentriebwerken werden feste und flüssige Treibstoffkomponenten verwendet. Beide Treibstoffe reagieren selbstständig miteinander. Dem Festtreibstoff wird der Flüssigtreibstoff geregelt zugeführt, was eine verbesserte Kontrolle über die Arbeitsgeschwindigkeit und -dauer zulässt.

Steuersysteme

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, den Schubvektor eines Raketentriebwerks zu beeinflussen. Während die Strahlablenkung durch Strahlruder hinter der Brennkammer kaum noch praktiziert wird, haben sich allgemein im Ganzen schwenkbare Triebwerke oder Triebwerke mit Schwenkdüsen durchgesetzt. Eine weitere Möglichkeit ist die Injektion von Sekundärtreibstoff in den Schubstrahl, um diesen durch asymmetrische Nachverbrennung abzulenken.

Treibstoffe

Bei den bis hier genannten Triebwerken, hat sich bis heute eine große Palette an Treibstoffen durchgesetzt. Bei den Treibstoffsystemen unterscheidet man zwischen monergol, diergol oder triergol. Die Präfixe geben die Anzahl der beteiligten Reaktionsstoffe am Verbrennungsprozess an. Monergole können entweder homogene Fest- (z.B. Nitroglyzerin) und Flüssigstoffe (z. B. H2O2) oder auch heterogene Feststoffe (Composits) bestehen, die neben dem Brennstoff und dem Oxidator noch andere Zusätze enthalten. Sie gehören zu der Kategorie der niederenergetischen Treibstoffe, die Austrittsgeschwindigkeit von weniger als 2200 m/s aufweisen. Bei hochentwickelten Composits können auch Austrittsgeschwindigkeiten von bis zu 3300 m/s erreicht werden. Bei Diergolsystemen sind bis auf Hybridantriebe bei Flüssigkeitstriebwerken beide Bestandteile flüssig (z. B. Wasserstoff/Sauerstoff). Im Falle des Hybridantriebs ist meist der Brennstoff in fester Form vorliegend und der Oxidator als Gas oder auch Flüssigkeit. Zu den Diergolsystemen zählen als stärkste Vertreter Wasser-/Sauerstoff Gemische, bei denen Austritte von bis zu 3800 m/s erreicht werden können. Triergolsysteme enthalten Diergolsysteme (zwei Komponenten), denen noch zusätzlich Wasserstoff zugeführt wird. Katergole Treibstoffe sind Monotreibstoffe (Einstoffsysteme), die durch hinzubringen eines Katalysators, daher der Name, zum Zerfall gebracht werden. Bei einigen dieser Substanzen wird noch ein zusätzliches Zündmittel für die Einleitung des Zerfallsprozesses benötigt.

Haltbarkeit und Lagerung

Die verschiedenen Treibstoffklassifikationen haben weiterhin noch besondere Eigenschaften hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und Lagerung. Festtriebstoffe lassen sich am einfachsten lagern, jedoch wird ihre Lagerung auch von bestimmten Bedingungen eingeschränkt. Es dürfen sich weder Risse bilden noch Schrumpfungen auftreten. Flüssigtreibstoffe dürfen hingegen weder gefrieren noch verdampfen, was ein Temperaturintervall von -20°C - +80°C bedeutet. Flüssige Treibstoffe lassen sich aufgrund ihres Aggregatzustandes nur für einen kurzen Zeitraum lagern, da auch bei aufwendigen Tankisolierungen ein Verdampfen nicht vermieden werden kann.

Effizienz

Die Effizienz von Treibstoff-Systemen kann dadurch angegeben werden, wie lange mit einer Treibstoffmasse M ein Schub von eben dessen Gewichtskraft erzeugt werden kann.

Elektrische Raumfahrtantriebe

Als elektrische Raumfahrtantriebe werden solche Strahlantriebe bezeichnet, bei welchen elektrische Energie verwendet wird, um das Stützmittel zu beschleunigen. Innerhalb der Gruppe der elektrischen Antriebe kann zwischen elektrothermischen, elektrostatischen und elektromagnetischen Antrieben unterschieden werden. Je nach Art der Gewinnung der dafür notwendigen elektrischen Energie wird ferner zwischen solarelektrischen und nuklearelektrischen Antriebssystemen unterschieden. Charakteristische Merkmale für elektrische Antriebe sind:
- Nur geringes Schubniveau realisierbar.
- Sehr hoher spezifischer Impuls möglich.
- Leistung wird durch Stromquelle begrenzt.

Elektrothermischer Antrieb

Das Arbeitsgas bzw. das Stützmittel wird mit Hilfe von Widerstandsheizung oder durch einen Lichtbogen aufgeheizt und anschließend in einer Düse entspannt. Als Stützmittel dienen Gase mit möglichst geringer molekularer Masse. Triebwerke mit Widerstandsheizung werden als Resistojet und solche mit Lichtbogenheizung als Arcjets bezeichnet. Der spezifische Impuls liegt typischerweise im Bereich von 10000 m/s.

Elektrostatischer Antrieb

Bei elektrostatischen Triebwerken erfolgt die Schuberzeugung durch Beschleunigung von ionisierten Teilchen in einem elektrischen Feld. Hierzu wird der Treibstoff in einem Treibstoffionisator positiv ionisiert. Zur Vermeidung einer elektrischen Aufladung des Triebwerkes ist es notwendig, das Stützmittel hinter der Beschleunigungsstrecke durch Zugabe von Elektronen zu neutralisieren. Siehe Ionenantrieb

Elektromagnetischen Antrieb

Ein elektromagnetischer Antrieb beschleunigt heißes Plasma ( ≈ 10000 K) in einem magnetischen Feld (Lorentzkraft). Die Erzeugung des zu beschleunigenden Plasmas erfolgt durch Lichtbogenentladung oder durch Hochfrequenzentladung. Der erzielbare Schub eines elektromagnetischen Antriebes liegt im mN-Bereich. Hierfür werden elektrische Leistungen im kW-Bereich benötigt. Der spezifische Impuls (Ausströmgeschwindigkeit) liegt typischerweise zwischen 20000 und 30000 m/s.

Nukleare Raumfahrtantriebe

Unter nuklearen Raumfahrtantrieben werden alle Antriebssysteme zusammengefasst, die mit Hilfe nuklearer Reaktionen betrieben werden. Nukleare Energie kann grundsätzlich durch Kernspaltung oder Kernfusion erzeugt werden. Bis heute ist jedoch lediglich die Kernspaltung technisch realisierbar und beherrschbar, so dass nur auf Kernspaltung basierende Antriebssysteme entwickelt und erprobt worden sind (siehe NERVA). Zum operativen Einsatz im Sinne einer Raumfahrtmission ist bisher kein nukleares Antriebssystem gekommen, da sie entweder aus technischen, ökologischen, ökonomischen und politischen Gründen mit anderen Antriebsverfahren bisher nicht konkurrenzfähig sind. Da die Bewertungskriterien jedoch sehr stark von der Missionsanforderung und dem Missionsprofil abhängig sind, ist dieser Umstand keine feststehende Tatsache. So wird zur Zeit bei der NASA an dem Projekt Prometheus gearbeitet. Ziel ist ein Nuklearantrieb, der ursprünglich für das JIMO (Jupiter Icy Moons Orbiter) Programm eingesetzt werden sollte. Allen nuklearen Antriebssystemen bzw. -konzepten ist gemein, dass die in dem nuklearen Prozess erzeugte Energie auf ein Stützmittel übertragen wird und das Stützmittel in einer Düse entspannt wird. Einzige Ausnahme von dieser Regel stellt das Konzept des nuklearen Pulsantriebes dar. Hierbei werden Atombomben außerhalb des Raumfahrzeuges gezündet und der Impuls, des auf das Raumfahrzeug treffende Plasmas, zur Beschleunigung verwendet (siehe Orion-Projekt). Die mit Hilfe nuklearen Reaktionen erzielbaren Leistungsdichten sind um den Faktor 10^6 (Fission) beziehungsweise 10^7 (Fusion) größer als die von chemischen Antrieben.

Andere Triebwerkstypen

Obwohl das chemische Triebwerk die größte Bedeutung hat, gibt es für spezielle Anwendungen auch den Ionenantrieb und Raketenantriebe auf Basis eines Atomreaktors. Trotzdem wird weiter an chemischen Triebwerken geforscht, um sie noch leistungsfähiger und billiger zu machen. Als neue Erfindung ging hierbei bereits die lineare Aerospike-Düse hervor.

Web-Links


- [http://cs.space.eads.net/sp/SpacecraftPropulsion/Rita/Eureca.html Radiofrequency Ion Thruster Heritage: EURECA]
- [http://www.space-weltraum.de/raumfahrt_news/2003/06/nuklear_projekt_nasa.php NASA gibt "Go" für Nuklear-Projekt Prometheus] Kategorie:Raketentechnik Kategorie:Triebwerkstyp Kategorie:Antriebstechnik Kategorie:Raumfahrt Kategorie:Raketentechnik

Netzwerk

Als Netzwerke werden Systeme bezeichnet, deren zugrundeliegende Struktur sich mathematisch als netzförmiger Graphen modellieren lässt und die über Mechanismen zu ihrer Organisation verfügen. Ein solches Netz besteht aus einer Menge von Elementen (Knoten), die mittels Verbindungen (Kanten) miteinander verbunden sind. Netzwerke werden auf einer abstrakten Ebene in der Netzwerktheorie untersucht und in der Praxis in den jeweiligen Anwendungsgebieten, aus denen die konkreten Netze stammen.

Übernahmen in Einzelwissenschaften

In der Ethnologie und Soziologie wurde der Begriff als "Soziales Netzwerk" übernommen, in der Betriebswirtschaftslehre als "Netzwerkorganisation". In der Systemtheorie wird mit "Netzwerk" eine Menge von miteinander auf definierte Weise verbundenen, autonomen Objekten bezeichnet, die ein gesamtes System bilden. Auch in der Politikwissenschaft wird der Netzwerkbegriff verwendet. In der Steuerungstheorie wird unter Politiknetzwerken das Zusammenwirken privater (Unternehmen, Interessensgruppen) und öffentlicher Akteure (Regierung, Ministerien etc.) in bestimmten Politikbereichen verstanden. Das Ergebnis sind nicht-hierarchische, dezentrale politische Netzwerke. Andere Autoren verwenden das Netzwerkkonzept allgemein für die Bezeichnung verschiedener Formen öffentlich-privater Kooperation, die nicht unbedingt dezentral organisiert sein muss. Thematisiert wird von beiden Ansätzen der Austausch von Ressourcen zwischen den beteiligten Akteuren. Politiknetzwerke können hinsichtlich der Politikformulierung- und -implementation entstehen. Auch einige Theorien der Internationalen Beziehungen, wie Global Governance und Strömungen des Konstruktivismus, konstatieren die Entstehung von Netzwerken auf internationaler Ebene. Auch diese sind meist gemischter Natur; die beteiligten Akteure sind beispielsweise Internationale Organisationen, Staaten, einzelne Ministerien bzw. staatliche Agenturen, INGOs, NGOs und/oder Unternehmen. Zu ihren Aktivitäten gehören beispielsweise der Einsatz für bestimmte Minderheiten und deren Rechte, Einsatz für die Umwelt etc., das Einbringen neuer Themen auf die globale Agenda, das Verhandeln von globalen Standards, das Sammeln und Verteilen themenspezifischer Informationen. Auch der Politikprozess in der EU wird oftmals als ein Netzwerkprozess dargestellt, da hier an der Gestaltung und Umsetzung von Politik eine Vielzahl an Akteuren und Institutionen beteiligt sind.

Weitere Beispiele der Begriffsanwendung


- elektrische Schaltungen - Netzwerke elektrischer Komponenten (verbundene Schaltungen sind Schaltnetze)
- Soziale oder geschäftliche Netze werden behandelt in der Soziologie, siehe Soziales Netzwerk
  - Verbrecherische Netzwerke (Organisierte Kriminalität, Mafia)
  - siehe auch Seilschaft und Karriere-Netzwerk
- Kommunikationsnetzwerke
- Finanz-Netzwerke
- Netzwerke von Gebietskörperschaften (zum Beispiel Gesunde Städte Netz)
- Kompetenznetzwerke
- Netzwerke von Einrichtungen des Gesundheitswesens (zum Beispiel Netz Gesunder Krankenhäuser, Netz Stillfreundlicher Krankenhäuser oder auch Baby-friendly-Hospital)
- Emergentes Organisations-Netzwerk
- Logistisches Netzwerk, (Logistiksystem)
- Transportnetzstruktur

Siehe auch


- Kybernetik
- Systemtheorie
- Netzwerktheorie
- Topologie (Netzwerk)
- Sensornetzwerk
- Skalenfreies Netzwerk
- Netzwerker Kategorie:Netzwerk simple:Network

Informationsmanagement

Unter Informationsmanagement [] werden verschiedene Maßnahmen zur kontextgerechten Bereitstellung und Dokumentation von Informationen vor allem in und für Unternehmen subsumiert. Informationsmanagement kann als Bestandteil des Managements oder als Aufgabe einer eigenen Dokumentationseinrichtung verstanden werden. Die Grenzen zwischen Informationsmanagement, Wissensmanagement und Dokumentation sind nicht immer eindeutig zu ziehen. Im Gegensatz zu Wissensmanagement befasst sich Informationsmanagement nicht mit individuellem und organisationalem Lernen.

Modelle

Informationsmanagement nach Krcmar

Informationsmanagement beinhaltet alle "(...) Managementaufgaben, die einerseits auf drei Ebenen (entsprechend den behandelten Objekten)
- Informationswirtschaft (Gegenstand: Angebot und Nachfrage von Information)
- Informationssysteme (Gegenstand: Daten, Prozesse, Anwendungssysteme)
- IuK-Technologie (Gegenstand: Speicherung, Verarbeitung, Kommunikation) andererseits über die Ebenen hinweg als
- Führungsaufgaben (Gegenstand: IM-Bedeutung, IM-Aufbauorganisation, IM-Personal, IV-Controlling) realisiert werden müssen." Dieses Konzept ist auch als Rahmenmodell von Krcmar bekannt.

Informationsmanagement nach Heinrich/Lehner

Informationsmanagement wird hier verstanden als "das Leitungshandeln (das Management) in einem Unternehmen in Bezug auf Information und Kommunikation" und umfasst damit "alle Führungsaufgaben, die sich mit Information und Kommunikation ... befassen". Sämtliche Aufgaben, die sich mit Information und Kommunikation befassen, werden unter dem Begriff Informationsfunktion zusammengefasst. Das Modell von Heinrich/Lehner ist dem leitungszentrierten Ansatz des Informationsmanagements zuzuordnen. Ziel des Informationsmanagements ist es, eine Informationsinfrastruktur aufzubauen, die eine optimale Erfüllung der Informationsfunktion ermöglicht und damit einen ebenfalls optimalen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet. Für die Umsetzung der Ziele werden Aufgaben des Informationsmanagements auf strategischer, administrativer und operativer Ebene definiert. Auf strategischer Ebene wird die Informationsinfrastruktur geplant, überwacht und gesteuert; auf administrativer Ebene finden ebenfalls Planung, Überwachung und Steuerung statt, allerdings für die Komponenten der Informationsinfrastruktur - also z.B. für Anwendungssysteme und Mitarbeiter. Die operative Ebene umfasst Aufgaben der Nutzung der Informationsinfrastruktur (Netzdienste, Wartung etc.). Auf jeder Aufgabenebene können Methoden und (Software-)Werkzeuge eingesetzt werden. Die Gesamtheit aller dieser Methoden und Werkzeuge und ihre Anwendung zur unternehmensweiten Planung, Analyse, Entwurf und Umsetzung von Anwendungssystemen wird Information Engineering genannt.

Ansätze

Informationsressourcenmanagement

Informationsressourcenmanagement befasst sich mit der Nutzung, Planung und Steuerung von externen und internen Informationsressourcen innerhalb eines Unternehmens oder einer sonstigen Organisation. Information wird als Produktionsfaktor verstanden. Das Management hat hier die Aufgabe, die Verfügbarkeit der Produktionsfaktoren sicher zu stellen und geeignete Betriebsmittel zur Deckung der Nachfrage nach Information bereit zu stellen. Dazu gehört auch die Schaffung und Pflege der inner- und außerbetrieblichen Einrichtungen zur Informationsversorgung.

Persönliches Informationsmanagement

Der Betrachtungspunkt liegt hier auf dem Umgang mit Information am (persönlichen) Arbeitsplatz (engl.: Information Handling). Das Management unterstützt die individuelle Informationsverarbeitung durch Wahrnehmen operativer und administrativer Aufgaben.

Prozessorientiertes Informationsmanagement

Bei diesem Ansatz wird die Unternehmensorganisation strategisch an den Geschäftsprozessen ausgerichtet, folglich wird auch die Informationsinfrastruktur auf die Unterstützung der Geschäftsprozesse hin angelegt. Das Management umfasst die Integration der Funktionsbereiche in die Informationsverarbeitung.

Leitungszentriertes Informationsmanagement

Das Management handelt leitungsorientiert in bezug auf Information und Kommunikation im Unternehmen. Umfasst werden dabei alle Führungsaufgaben, die sich mit Kommunikation im Unternehmen und im unmittelbaren Unternehmensumfeld befassen.

Management von Information

Aufgabe des Managements ist es, das informationswirtschaftliche Gleichgewicht im Unternehmen oder der Organisation sicherzustellen. Information wird als Produktionsfaktor verstanden, kann also hergestellt werden. Der Aufgabenbereich umfasst:
- Erfassen des Informationsbedarfs : Alle zur optimalen Aufgabenerfüllung notwendigen Informationen müssen identifiziert werden und detailliert verfestigt werden. Notwendig ist hier die Präzisierung des Informationsinhaltes, die Darstellungsform, der Zeitpunkt des Bedarfs und des Kontextes.
- Planen des Informationsangebotes: Alle internen Informationsbestände und Informationsquellen müssen erfasst werden. Ebenso muss das externe Informationsangebot analysiert werden. Diese Schritte resultieren in die Definition eines Informationsquellenportfolios.
- Verfügbarmachen der benötigten Information: Der Zugriff auf interne Informationsquellen muss in technischer und rechtlicher Hinsicht sichergestellt werden, dies gilt auch für externe Informationsquellen. Information muss geeignet aufbereitet werden (physisch und logisch).
- Organisation der Informationsversorgung: Information muss den Organisationseinheiten zugeordnet werden und durch geeignete policies geregelt werden. Die Verantwortung für Pflege der Datenbestände muss festgeschrieben werden. Die Informationsnutzung muss mit geeigneten Mechanismen und Verfahren erfolgen. Die oben genannten Aufgaben sind eine grobe Beschreibung der Analyseaufgaben, strategischen Aufgaben, Realisierungsaufgaben und operativen Aufgaben des Informationsmanagements.

Management von Informationssystemen

Das Management von Informationssystemen befasst sich mit dem Einsatz von Informationstechnik und -technologie zur Erfüllung und Unterstützung der betrieblichen Informationsaufgaben (siehe Abschnitt ´Management von Information´). Die Definition des Informationssystems ist wissenschaftlich noch umstritten, im Allgemeinen fasst man hier jedoch das (Anwendungssystem)+(Mensch)=(Informationssystem) zusammen. Als Anwendungsystem wird (Hardwaresystem)+(Softwaresystem)=(Anwendungsystem) verstanden. Der Aufgabenbereich umfasst
- Generierung von Projektideen: # (wirtschaftlich) Nach attraktiven Anwendungsbereichen der Informationstechnik und -technologie wird gesucht und weiterhin werden die für den Unternehmenserfolg kritischen Geschäftsbereiche identifiziert. Als Ergebnis werden Verbesserungsvorschläge und organisatorische Innovationen generiert, die mit geeigneter Informationstechnik und -technologie verknüpft werden. # (wissenschaftlich) Nach attraktiven Anwendungsbereichen der Informationstechnik und -technologie wird gesucht und neue Nutzungsmöglichkeiten der Informationstechnik und -technologie werden identifiziert. Nach Bewertung der Nutzbarkeit der unterschiedlichen Techniken und Technologien können Einsatzbereiche erarbeitet werden. # (anwendungsorientiert) Nach Einsatzmöglichkeiten der Informationstechnik und -technologie, die ein Verbesserung und/ oder Erweiterung der bestehenden Anwendungssysteme zur Folge haben, wird gesucht. Dabei werden Lücken und Schwächen bestehender Systeme aufgedeckt und geeignete Techniken und Technologien identifiziert, die bei dem jeweiligen Anwendungssystem eine Verbesserung bzw. Erweiterung bewirken.
- Zusammenstellung des Projektportfolios: Die Projekte werden anhand ihrer Ziele und Inhalte sowie unter Bestimmung des Zeit- und Ressourcenbedarfs definiert. Nach Analyse von Projektabhängigkeiten kann eine Bewertung und Auswahl der Projekte nach geeigneten Kriterien erfolgen (z.B. wirtschaftlicher Nutzen).
- Realisierung der Anwendungsysteme: Die Realisierung ist Aufgabe der Softwaretechnik, bzw. des Systems Engineering.
- Einführung der Anwendungssysteme: Neue Systeme müssen sowohl technisch (z.B. Installation und Integration), organisatorisch (Einführung neuer oder geänderter Arbeitsabläufe) als auch personell (Bekanntmachung, Einarbeitung, Akzeptanz) eingeführt werden.

Strategische Aufgaben

Die strategischen Aufgaben des Informationsmanagements umfassen
- Strategische Situationsanalyse, Bestimmung der strategischen Rollen der Informationsfunktion
- Strategische Zielplanung, Festlegung der strategischen Ziele in der Informationsinfrastruktur
- Strategie-Entwicklung, Entwicklung der Strategie
- Strategische Maßnahmenplanung, Entwicklung des strategischen Plans
- Beschaffung von Information, Informationsbeschaffung für die Planung, Überwachung und Steuerung zur wirksamen Schaffung, Aufrechterhaltung und Nutzung der Informationsinfrastruktur Die strategische Ebene der Aufgaben des Informationsmanagements sind in der Sichtweise von Information als strategischer Erfolgsfaktor begründet. Die strategische Ebene schafft die Voraussetzungen für die Gestaltung und Nutzung der Informationsinfrastruktur auf administrativer Ebene. Es wird folglich die Architektur der Informationsinfrastruktur festgelegt.

Strategische Situationsanalyse

Die Situationsanalyse geht der Zielplanung voraus und umfasst die Bestimmung der Rollen der Informationsfunktion sowie die Ermittlung der inner- und außerbetrieblichen Bedingungen für die Umsetzung des Leistungspotenzials der Informationsfunktion. Man kann vier strategische Rollen für Informationsfunktionen unterscheiden: # Unterstützung, das zukünftige und gegenwärtige Leistungspotential wird gering eingeschätzt. Der Stellenwert des Informationsmanagements im Unternehmen ist gering, es fallen in erster Linie operative Aufgaben an (Betrieb gegenwärtiger Informationssysteme). # Durchbruch, das zukünftige Leistungspotential ist hoch einzuschätzen, bei gegenwärtig geringem Leistungspotential. Der Stellenwert des Informationsmanagements wird forciert, dadurch entstehen strategische und administrative Aufgaben (Aufbau einer leistungsfähigen Informationsinfrastruktur) # Fabrik, der hohe Stellenwert des Informationsmanagements wird in Zukunft abgesenkt, Es fallen administrative Aufgaben zur Pflege und Weiterentwicklung vorhandener Informationssysteme an, operative Aufgaben bleiben bestehen # Waffe, bei gegenwärtig hohem Stellenwert den Informationsmanagements, wird dieses weiter forciert. Es fallen Aufgaben aus allen Teilbereichen des Informationsmanagements an (strategisch, administrativ, operativ) Die Strategische Situationsanalyse lässt sich in weitere Teilbereiche unterteilen, zum Beispiel in
- Analyse der Wettbewerbssituation
- Analyse der Informationsinfrastruktur
  - Komponentenanalyse
  - Eigenschaftenanalyse
- Umweltanalyse Die einzelnen Prozesse der Analysen verlaufen analog. Zuerst werden die Faktoren bestimmt, die die Materie charakterisieren, dann wird der Ist-Zustand erhoben und dem Soll-Zustand gegenüber gestellt, nachdem dieser definiert wurde.

Strategische Zielplanung

Die Strategische Zielplanung ist Voraussetzung für die Strategie-Entwicklung und die strategische Maßnahmenplanung. Ihr geht die Situationsanalyse voraus. Ziel der strategischen Zielplanung ist die Festlegung der Sach- und Formalziele im Unternehmen (strategische Ziele). Dies kann reagierend, agierend oder interagierend erfolgen. Folgende Punkte sind zu definieren:
- Ausgangssituation, siehe Situationsanalyse
- Zielinhalte, Gegenstand der Zielplanung, Worum geht es?
- Maßstäbe, Definition der Messgrößen
- Ausmaß der Zielerreichung, Verbesserungsanspruch, Wie viel soll erreicht werden?
- Zeitmaß, Zeitvorgabe, Bis wann soll es erreicht werden? Sind die obigen Punkte definiert, geht man in die Strategie-Entwicklung über.

Strategie-Entwicklung

Die Strategie-Entwicklung legt die Art und Weise (Strategie) fest, nach der die strategischen Maßnahmen ergriffen werden sollen. Sie ist daher die Voraussetzung für die strategische Maßnahmenplanung. In die Entwicklung einbezogen werden die Komponenten und Eigenschaften der Informationsinfrastruktur sowie die Formalziele des Unternehmens. Ergebnis der Entwicklung sollte eine konsistente Strategie sein, die die Kultur und die Eigenschaften des Unternehmens einbezieht. Man klassifiziert Strategien
- Momentum-Strategie
- aggressiv
- moderat
- defensiv je nach Ihrer Ausprägung.

Maßnahmenplanung

Beschaffung von Information

Siehe
- Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung
- Controlling

Teilbereiche


- Informationslogistik Siehe auch: Expertensystem, Fachinformation, Wissensrepräsentation, Information Broker

Literatur


- Helmut Krcmar: Informationsmanagement. Springer, Berlin, u. a. 2002 (neueste: 2005), ISBN 3-5404-3886-6
- R. Zarnekow, W. Brenner, U. Pilgram: Integriertes Informationsmanagement: Strategien und Lösungen für das Management von IT-Dienstleistungen. Springer Verlag, Wiesbaden, 2004, ISBN 3-540-23303-2
- J. Schwarze: Informationsmanagement: Planung, Steuerung, Koordination und Kontrolle der Informationsversorgung im Unternehmen. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Herne, 1998
- Lutz J. Heinrich, Franz Lehner: Informationsmanagement: Planung, Überwachung und Steuerung der Informationsinfrastruktur. (mit Ko-Autor F. Lehner ab) 8. Auflage, R. Oldenbourg Verlag, München/Wien, 2005, ISBN 3-486-57772-7
- Knut Hildebrand: Informationsmanagement: Wettbewerbsorientierte Informationsverarbeitung mit Standard-Software und Internet. 2. Auflage, R. Oldenbourg Verlag, München/Wien, 2001, ISBN 3-486-25608-4
- Christian Schlögl: Bestandsaufnahme Informationsmanagement. Deutscher Universitätsverlag, ISBN 3-8244-7349-6
- Jörg Biethahn, Harry Mucksch, Walter Ruf: Ganzheitliches Informationsmanagement. Band 1: Grundlagen, 6. Auflage, Oldenbourg-Verlag, ISBN 3-486-20020-8

Weblinks


- Kompetenzzentrum Industrialisierung des Informationsmanagements (Universität St. Gallen): http://iim.iwi.unisg.ch Kategorie:Informationssystem Kategorie:Dokumentation Kategorie:Wirtschaftsinformatik

Huntsville (Alabama)

Huntsville ist eine Stadt im Madison County im US-Bundesstaat Alabama, USA, mit 164.146 Einwohner (Stand: 2004). Die geographischen Koordinaten sind: 34,71° Nord, 86,63° West. Die Stadtfläche beträgt 451,8 km². Hier befindet sich auch das Redstone Arsenal, ein Raketen-Entwicklungszentrum und Testgelände durch das die Stadt auch als Rocket City bekannt wurde. Am 8. September 1960 wurde durch den US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower das Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville eingeweiht. Seit den 1950er Jahren wurden dort unter der Leitung von Wernher von Braun die ersten Saturn (Rakete)-Raketen und das Apollo-Projekt entwickelt, bis zum ersten bemannten Mondflug. Huntsville ist Geburtsort des Gründers der Wikipedia, Jimmy Wales. Bürgermeister: Loretta Spencer Bundesstaat: Alabama County: Madison County Einwohnerzahl: 165.600 Grundfläche: 174,4 sq. miles / 451,8 km² Offizielle Website: http://www.hsvcity.com/ Wirtschaft und Industrie Der Industriesektor besteht aus über 220 Firmen und mehr als 32.000 Arbeitern, von denen viele eigens geschult und qualifiziert sind um hochtechnologische Präzisionsarbeiten auszuführen. Der Forschungs,- und Entwicklungssektor ist durch das U.S. Weltraum Programm seit Mitte der 1950er Jahre stark mit der Stadt verwurzelt. Insgesamt gibt es mehr als 300 internationale und nationale Unternehmen die mit der Herstellung und Produktion von Elektronik und IT-Technologien betraut sind. Der Cummings Research Park in Huntsville ist der zweitgrößte Forschungs,- und Entwicklungspark in den Vereinigten Staaten mit 225 Unternehmen die zusammen knapp 23.000 Arbeitnehmer beschäftigen. Die größten Dienstgeber Unternehmen Tätigkeit Arbeitnehmer U.S. Army Redstone Arsenal Militär 12.599 Huntsville Hospital System Gesundheitsfürsorge 4.320 The Boeing Company Maschinenbau 3.092 NASA/Marshall Space Flight Center Raumfahrt/Forschung 2.676

Weiterführende Bildungseinrichtungen


- Alabama A&M University
- University of Alabama in Huntsville
- Calhoun Community College
- Virginia College
- Oakwood College
- Florida Institute of Technology

Söhne und Töchter der Stadt


- Tallulah Bankhead, US-amerikanische Schauspielerin
- Christopher Pittman, US-amerikanischer Mörder im Kindesalter
- Jimmy Wales, Gründer der Wikipedia und amtierender Vorsitzender der Wikimedia Foundation Kategorie:Ort in Alabama ja:ハンツビル

Alabama (Bundesstaat)

Alabama [] ist ein Bundesstaat der USA, der zu den Südstaaten zählt. Der Name Alabama stammt vom Indianerstamm der Alibamu, einem Stamm aus der Muskogee-Sprachfamilie. Alibamu bedeutet übersetzt Hier wohnen wir. Alabama hat die Beinamen Cotton State und Heart of Dixie.

Geographie

Alabama ist mit 135 293 km² der neunundzwanzigst-größte Bundesstaat der USA. Es grenzt im Norden an Tennessee, im Osten an Georgia, im Westen an Mississippi und im Südosten an Florida. Im Nordosten befinden sich die steinigen Appalachen, und zwischen Coosa River und Auburn die Piedmont Hügeln (Hochebene), mit rotem, eisenhaltigem Lehmboden; im Süden und Westen ist die überwiegend sandige Küstenebene des Golfs von Mexiko. Der Bereich um Montgomery und Selma hat einen besonders fruchtbaren, dunklen Schwemmlandboden. Ein Großteil der Fläche des Staats ist von Wald bedeckt. Im Süden liegt der Golf von Mexiko, in dem der Hauptfluss Alabama River mündet. Alabama ist in 67 Landkreise (Countys) unterteilt. Siehe auch: Liste der Städte in Alabama, Liste der Countys in Alabama

Bevölkerung

Mit 4.530.000 Einwohnern (Stand: 2004) ist Alabama der dreiundzwanzigstgrößte Staat der USA. 71,1 % Weiße, 26 % der Bevölkerung sind Schwarze oder Afro-Amerikaner, 1,7 % Hispanics, 0,7 % Asiaten und 0,5 % Indianer. Es gibt 2.014.536 Haushalte.

Größte Städte

Wirtschaft

Vor allem an der Flussebene des Alabama Rivers wird Ackerbau betrieben, vor allem Baumwolle, Mais, Zuckerrohr, Tabak, Kartoffeln und Futterpflanzen. Im Bereich der Tierzucht werden überwiegend Rinder und Schweine gehalten. Alabama besteht zu 50 Prozent aus Kiefer- und Laubwäldern, weshalb Alabama auch eine große Forst- und Holzwirtschaft besitzt. Der industrielle Anteil der Wirtschaft des Staates war im 19. und 20. Jht. vornehmlich auf der Textilindustrie (überwiegend Baumwolle), sowie Zement aufgebaut, und in der Gegend um Birmingham (mit Vororten Bessemer und Irondale), wo Eisenerz verstärkt vorkommt, auch eine Eisen- und Stahlindustrie. Inzwischen spielen Autobau (DaimlerChrysler Werk in Tuscaloosa, Honda Werk in Lincoln und Hyundai in Montgomery) und Technologie (NASA in Huntsville) eine zunehmende Rolle. Pro-Kopf-Einkommen: 22.624 US-Dollar (Stand: 2002)

Geschichte

Pro-Kopf-Einkommen Vor etwa 8000 bis 9000 Jahren kamen die ersten Indianer in das heutige Gebiet Alabamas. Bis die ersten Europäer nach Alabama kamen, lebten im Norden vor allem die Cherokee und die Chickasaw Indianer. Im Süden lebten die Choctaw und die Creek Indianer. 1519 landete der spanische Entdecker Alonso Alvarez am „Mobile Bay“. 1541 kam der Spanier Hernando de Soto von den Appalachen nach Alabama. 1699 kamen die Franzosen aus dem Süden und gründeten die erste Kolonie und 1702 die Stadt Fort Louis, die bis zum Jahr 1722 Hauptstadt der französischen Kolonie Louisiana war. Im Jahre 1711 wurde die Stadt Mobile gegründet. 1763 eroberten die Engländer Alabama und 1779 die Spanier den südlichen Teil Alabamas. Im Jahr 1798 bildete Alabama, mit Ausnahme der Küste mit der Stadt Mobile, die noch zum spanischen Florida gehörte, ein Teil des Mississippi Territoriums. Nach dem Seminole Krieg 1813 wurde auch Mobile Teil des Territoriums. Vier Jahre später, im Jahr 1817, trat Mississippi als Bundesstaat in den heutigen Grenzen dem Bund bei, und das verbliebene Territorium wurde als "Alabama Territory" organisiert. Am 14. Dezember 1819 wurde Alabama schließlich 22. Bundesstaat der USA. Bis zum US-Bürgerkrieg, bei dem Alabama auf der Seite der Südstaaten teilnahm, war die Politik des Staates von den Spannungen zwischen den ärmeren Bauern der Mittelgebirge im Nordosten und den reichen Plantagenbesitzern in der Küstenebene, insbesonders in dem so genannten Black Belt um Selma und Montgomery, mit seinem besonders fruchtbaren schwarzen Böden und guten Transportwegen an den Flüssen, geprägt. Während der Confederacy, diente Montgomery einige Jahre als Hauptstadt der Confederate States of America. Nach dem Bürgerkrieg kam die Ära der Reconstruction, die Militärbesetzung des Südens durch den Norden. Die Animositäten gegenüber dem Norden der USA hielten sich bis ins späte 20. Jahrhundert. Während der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre war Alabama eine Hochburg der Unterstützung für die Politik von Franklin Roosevelt. Die traditionelle Loyalität gegenüber der Demokraten, die aus der Reconstruction-Ära andauerte, mischte sich mit der Armut von breiten Teilen des Landes, um den New Deal besonders populär zu machen. Der Staat profitierte auch sehr von öffentlichen Investitionen, z.B. durch die Tennessee Valley Authority, da sowohl Konstruktion als auch Betrieb der Staudämme am Tennessee River im Norden des Staates Arbeitsplätze schaffte und die Rural Electrification Act (REA) war für einen ländlichen Staat wie Alabama ebenfalls besonders wichtig. Nach dem Zweiten Weltkrieg fing eine Zeit der Transformation der Politik und Gesellschaft Alabamas an. Hier wurden erbitterte Kämpfe um die Segregation ausgefochten, und der zunehmende Einfluss von Bürgerrechtlern auf die Demokratische Partei sowie der zunehmende Einfluss von Christlicher Fundamentalismus auf die Republikanische Partei (USA) führten zwischen 1955 und 1985 zu einem Wandel Alabamas von einer Hochburg der einen Partei zu einer Bastion der anderen. Martin Luther King und Rosa Parks wohnten beide in Montgomery. Der Gouverneur George Wallace war als Integrationsgegner ebenfalls weit über die Grenzen Alabamas bekannt. Wirtschaftlich begann eine Modernisierung, und auch mit der zunehmenden Klimatisierung von Innenräumen begann ein Bevölkerungszuzug aus den Nordstaaten. Am 12. September 1979 wurde die Küstenregion von Alabama durch den Hurrikan Fredric schwer in Mitleidenschaft gezogen. Am 4. Oktober 1995 wurde die Küstenregion von Alabama durch den Hurrikan Opal schwer in Mitleidenschaft gezogen. Am 16. September 2004 wurde die Küstenregion von Alabama durch den Hurrikan Ivan schwer in Mitleidenschaft gezogen. Am 29. August 2005 wurde die Küstenregion von Alabama durch den Hurrikan Katrina schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Liste der Gouverneure von Alabama

Siehe auch


- Alabama-Paradoxon
- CSS Alabama, ein Militärschiff aus dem Jahr 1862

Weblinks


- [http://www.alabama.gov/ Offizielle Seite]
- [http://www.touralabama.org/ Fremdenverkehrsamt]
Kategorie:US-Bundesstaat ja:アラバマ州 ko:앨라배마 주 simple:Alabama th:มลรัฐแอละแบมา

Dwight D. Eisenhower

Dwight "Ike" David Eisenhower (
- 14. Oktober 1890 in Denison, Texas; † 28. März 1969 in Washington D.C.) war der 34. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (19531961) und Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa während des 2. Weltkriegs. 2. Weltkriegs

Leben

Kindheit und Familie

Eisenhower wurde in Denison, Texas, als drittes Kind von David Jacob Eisenhower und Ida Elizabeth (geb. Stover) geboren. Seine Familie zog 1892 nach Abilene, Kansas, wo er 1909 von der Abilene High School abging und einige Zeit in einer Eisdiele arbeitete. Am 11. Juli 1916 heiratete er Mamie Geneva Doud (1896–1979), mit der er zwei Kinder hatte. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er über die gesamte Zeit ein Verhältnis mit seiner Fahrerin. Diese verließ er aber nach Ende des Krieges.

Militärkarriere

1916 Am 14. Juni 1911 trat er in die US-Militärakademie in West Point ein, bei der er 1915 seinen Abschluss machte. Während dieser Zeit fiel er mehr durch regelwidriges Verhalten als durch besonderen Fleiß auf. Am 22. September 1915 wurde er zum "2nd Lieutenant" ernannt. 1915 bis 1918 diente er in der Infanterie und wurde 1916 zum "1st Lieutenant" befördert. 1917 wurde er zum "Captain" (vergleichbar dem deutschen Hauptmann) befördert. 1920 wurde er Major, 1933 bis 1935 war er "Chief Military Aide" des Generalstabschefs der US-Armee, General Douglas MacArthur. 1936 wurde er zum "Lieutenant Colonel" befördert. In dieser Zeit schloss er auch Freundschaft mit General George S. Patton. Kurz nach dem 1. Weltkrieg wurde Eisenhower durch seine Überlegungen bekannt, den nordamerikanischen Kontinent mit modernen mechanischen Einheiten zu durchqueren. 1941, zum Brigadegeneral befördert, wurde er Chef der "War Plans Division" (dt.: Kriegsplanungsabteilung?). Im Juni 1942 wurde er Kommandeur der in Europa stationierten US-Truppen. Er war Kommandeur der nordafrikanischen Landungstruppe und wurde im Februar 1943 Befehlshaber der alliierten Truppen in Nordafrika. Diese Operation geriet durch die hohen Verluste unter den amerikanischen Truppen in die Kritik. Am 24. Dezember 1943 wurde er nach der erfolgreichen Invasion Siziliens im Juli und Italiens im September zum Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte ernannt. Als solcher leitete er seine wohl wichtigste Militäraktion, die Landung der alliierten Truppen in der Normandie (Operation Overlord, auch bekannt als "D-Day"). Am 20. Dezember 1944 wurde er zum Fünf-Sterne-General ernannt. Fünf-Sterne-General in Berlin]] Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde General Eisenhower Oberbefehlshaber über die amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland und übernahm das Amt des Militärgouverneurs in der amerikanischen Besatzungszone Deutschlands (siehe Alliierter Kontrollrat). Als "Chief of Staff" der US-Armee vereinigte er die Teilstreitkräfte Heer, Marine und Luftwaffe zur "US-Army". Am 31. Mai 1952 beendete er seinen Militärdienst.

Eisenhower in der Politik

Auf Rat von General Matthew Ridgway widerstand Eisenhower den Bitten, sich am Vietnamkrieg zu beteiligen. Er unterschrieb Verteidigungsverträge mit Korea und Taiwan und war an diplomatischen Beziehungen mit Kuba beteiligt. Außerdem förderte er die Aufhebung der Rassentrennung in Schulen. Rassentrennung Bei den Präsidentschaftswahlen 1948 schlug Harry S. Truman Eisenhower vor, sich als Präsidentschaftskandidat der Demokraten aufstellen zu lassen. Truman war sich sicher, dass Eisenhower mit ihm als Vizekandidaten die Wahlen gewinnen würde. Eisenhower lehnte das Angebot aber ab, weil er nicht Präsident werden wollte. 1952 wurde er wieder auf eine Präsidentschaft angesprochen, diesmal aber von den Demokraten und den Republikanern. Er lehnte wieder ab, weil er sich selbst nicht für einen Politiker hielt. Er änderte seine Meinung, als im ganzen Land "I Like Ike" ("Ich mag Ike") Clubs aus dem Boden schossen. Eisenhower war eigentlich unpolitisch und war auch nicht Mitglied einer der beiden Parteien. Er ließ sich von den Republikanern aufstellen, weil er an ein Zwei-Parteien-System glaubte und es seit über 20 Jahren keinen republikanischen Präsidenten mehr gegeben hatte. Während seiner Wahlkampfkampagne nannte er seinen Konkurrenten Adlai Stevenson nie beim Namen, sondern kritisierte überwiegend die Politik Trumans, der gerade amerikanischer Präsident war. Diese Strategie funktionierte; er wurde mit 442 Wahlmänner-Stimmen zum Präsidenten gewählt, Stevenson erhielt 89. Er erhielt sowohl von den Demokraten als auch von den Republikanern Stimmen, weil er eine Politik des Mittelwegs verfolgte. Das heißt, er war ein moderater Republikaner, der auch demokratische Gesichtspunkte verfolgte. Mit dieser Methode konnte er trotz der demokratischen Mehrheit im Senat gut regieren und wurde während seiner Amtszeit sehr populär. Die wichtigsten Entscheidungen dürften der Aufbau des Autobahnnetzes und die von ihm initiierte Gründung der NASA gewesen sein. Auf der anderen Seite wurde er nach Ende seiner Amtszeit für seine Politik kritisiert. Die nach ihm benannte Doktrin modifiziert die Containment-Politik seines Amtsvorgängers Truman insofern, als die bislang eher defensiven Eindämmungspläne gegen etwaige stalinistische Expansionsbestrebungen nun durch die aggressivere Politik des Roll Back ersetzt werden sollte. 1961 hielt er seine Abschlussrede als Präsident und warnte dabei vor einem einflussreichen militärisch-industriellem Komplex.

Zitate


- Was nicht auf einer einzigen Manuskriptseite zusammengefasst werden kann, ist nicht durchdacht und nicht entscheidungsreif.
- Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu Essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder. -- Rede 1953 vor der "American Society of Newspaper Editors"
  - Im Original: "every warship launched, every rocket fired, signifies, in the final sense, a theft from those who hunger and are not fed, those who are cold and are not clothed. The world in arms is not spending money alone. It is spending the sweat of its laborers, the genius of its scientists, the hopes of its children."

Siehe auch


- Eisenhower Methode (in Artikel Zeitmanagement)
- Ike: Countdown to D-Day - Spielfilm (USA 2004) mit Tom Selleck als Eisenhower

Weblinks


-
- http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/EisenhowerDwightD/
- Antrittsreden (englisch):
  - [http://www.yale.edu/lawweb/avalon/presiden/inaug/eisen1.htm 1. Antrittsrede]
  - [http://www.yale.edu/lawweb/avalon/presiden/inaug/eisen2.htm 2. Antrittsrede]
  - [http://www.yale.edu/lawweb/avalon/presiden/speeches/eisenhower001.htm Abschiedsrede]
- [http://www.eisenhower.utexas.edu/ Eisenhower Library] Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. Eisenhower, Dwight D. ja:ドワイト・D・アイゼンハワー ko:드와이트 D. 아이젠하워 simple:Dwight D. Eisenhower th:ดไวท์ ดี. ไอเซนฮาวร์

8. September

Der 8. September ist der 251. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 252. in Schaltjahren) - somit bleiben 114 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1278 - Das Fürstentum Andorra wird mit dem Paréage-Vertrag gegründet.
- 1504 - Michelangelo präsentiert die legendäre, über 4m hohe David-Statue.
- 1565 - Eine spanische Expedition landet in Florida und gründet die erste ständige europäische Siedlung auf amerikanischem Boden.
- 1565 - Ende der türkischen Belagerung Maltas
- 1755 - Briten und Franzosen bekämpfen sich in der Schlacht am Lake George.
- 1760 - Die Garnison von Montréal kapituliert vor den Briten unter General Jeffrey Amherst. Damit endet de facto die französische Herrschaft in Kanada.
- 1805 - Einmarsch österreichischer Truppen in das mit Frankreich verbündete Kurfürstentum Bayern. Beginn des Zerfalls des Heiligen Römischen Reichs
- 1855 - Die Festung Sewastopol ergibt sich der britisch-französischen Armee; die Niederlage Russlands ist der Anfang vom Ende des siebten Russisch-Türkischen Krieges.
- 1926 - Einstimmige Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund
- 1941 - Nach der Eroberung von Schlüsselburg durch die Wehrmacht beginnt die Belagerung von Leningrad.
- 1943 - Beginn der deutschen Besatzung in Albanien
- 1947 - Die "Exodus"-Passagiere werden von der britischen Marine im Hamburger Hafen vor den Augen der internationalen Presse mit Gewalt von Deck gebracht und in Lager bei Lübeck verbracht.
- 1949 - Adolf Grimme wird Generaldirektor des NWDR.
- 1954 - Nach dem Vorbild der NATO gründet sich in Manila die SEATO, mit dem Ziel, die Ausbreitung des Kommunismus in Südostasien zu stoppen.
- 1974 - US-Präsident Gerald Ford begnadigt den wegen der Watergate-Affäre zurückgetretenen Ex-Präsidenten Richard Nixon.
- 1980 - Gründung der Deutschen Schule New York, USA
- 1991 - Mazedonien wird unabhängig.
- 1999 - Die Annäherung der Schweiz an die EU wird vom Parlament unterstützt.
- 2002 - In Österreich treten die Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FPÖ) und zwei weitere Minister, ebenfalls FPÖ zurück. Daraufhin kündigt Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) Neuwahlen an.

Wirtschaft


- 1883 - Die Northern Pacific Railroad von Chicago nach Seattle wird vollendet.
- 2000 - Albanien wird Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).

Wissenschaft, Technik


- 1915 - In England wird der erste von Ingenieur William Tritton entwickelte Panzerkampfwagen fertig gestellt

Kultur


- 1777 - Uraufführung der Oper Medonte, Rè di Epiro von Giuseppe Sarti am Teatro della Pergola in Florenz.
- 1949 - Uraufführung der Operette Abschiedswalzer von Ludwig Schmidseder in Wien.
- 1961 - Unter dem Titel „Unternehmen Stardust“ erscheint Heft 1 der Science Fiction-Serie Perry Rhodan.
- 1966 - Uraufführung der Oper Hero und Leander von Günter Bialas im Nationaltheater Mannheim.
- 1971 - Uraufführung des Theaterstückes Mass von Leonard Bernstein im Kennedy Center in Washington (D.C.)

Religion


- 1907 - Papst Pius X. veröffentlicht die gegen den Modernismus in der Katholischen Kirche gerichtete Enzyklika Pascendi

Katastrophen


- 1900 - Der sogenannte Galveston Hurrikan von 1900 zerstört die texanische Stadt Galveston, die in der Folge zu wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit herabsinkt. Offizielle Berichte schätzen die Anzahl der Toten auf 8000.
- 1905 - Ein Erdbeben der Stärke 7,9 in Kalabrien, Italien fordert etwa 2500 Tote.
- 1923 - Durch einen Navigationsfehler der Geschwaderführung stranden 7 Zerstörer der US-Navy am Point Arguello nördlich von Los Angeles. 22 Tote und der Totalverlust aller 7 Schiffe sind die Folge.
- 1989 - Kopenhagen, Dänemark. Absturz einer Convair 580. 55 Menschen sterben.
- 1994 - Pittsburgh, Pennsylvania, USA. Eine Boeing 737 der USAir aus Chicago stürzt während des Landeanflugs ab, nachdem das Seitenruder außer Kontrolle geraten war. Alle 132 Menschen an Bord sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik
- 1157 - Richard I. Löwenherz, König von England
- 1207 - Sancho II., vierter König von Portugal aus dem Hause Burgund
- 1474 - Ludovico Ariosto, italienischer Renaissancedichter
- 1591 - Angélique Arnauld, französische Äbtissin
- 1621 - Louis II. de Bourbon, prince de Condé, französischer Feldherr
- 1760 - Luigi Cherubini, italienischer Komponist
- 1774 - Anna Katharina Emmerick, Ordensschwester (im Augustiner-Orden) und Mystikerin
- 1778 - Clemens Brentano, deutscher Schriftsteller
- 1783 - N.F.S. Grundtvig, dänischer Theologe, Philosoph, Nationaldichter und Volkspädagoge
- 1804 - Eduard Mörike, deutscher Lyriker und Erzähler
- 1819 - António Maria de Fontes Pereira de Melo, portugiesischer Politiker und Staatsmann aus der Zeit der portugiesischen Monarchie
- 1830 - Frédéric Mistral, französischer Dichter und Linguist. Literaturnobelpreis 1904
- 1831 - Wilhelm Raabe, deutscher Erzähler
- 1838 - Karl Weyprecht, österreichisch-ungarischer Marineoffizier und Arktisforscher
- 1841 - Antonín Dvořák, tschechischer Komponist
- 1849 - Gustav Schreck, deutscher Komponist (Thomaskantor 1893-1918)
- 1857 - Georg Michaelis, deutscher Jurist und Politiker
- 1864 - Jakob von Uexküll, estnischer Biologe und Philosoph
- 1871 - Franz Karl Ginzkey, österreichischer Dichter und Schriftsteller
- 1873 - Alfred Jarry, französischer Schriftsteller
- 1881 - Harry Hillman, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1893 - Erik Reger, deutscher Schriftsteller
- 1894 - Willem Pijper, niederländischer Komponist
- 1897 - Jimmie Rodgers, US-amerikanischer Musiker
- 1901 - Hendrik Frensch Verwoerd, südafrikanischer Politiker
- 1903 - Milton Brown, US-amerikanischer Musiker
- 1906 - Fritz Schilgen, deutscher Leichtathlet
- 1910 - Jean-Louis Barrault, französischer Schauspieler und Regisseur
- 1910 - Irmfried Eberl, medizinischer Leiter der "Euthanasie"-Anstalten Brandenburg und Bernburg und Leiter des Vernichtungslagers Treblinka
- 1911 - Lee Wallard, US-amerikanischer Rennfahrer
- 1918 - Sir Derek Barton, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1920 - Ernst-Alfred Jauch, deutscher Journalist
- 1925 - Peter Sellers, britischer Schauspieler
- 1929 - Christoph von Dohnányi, deutscher Dirigent und Intendant
- 1929 - Harland Howard, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1930 - Mario Adorf, deutsch-italienischer Schauspieler
- 1932 - Patsy Cline, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1933 - Michael Frayn, englischer Schriftsteller
- 1934 - Peter Maxwell Davies, britischer Komponist und Musikpädagoge
- 1934 - Billy Parsons, US-amerikanischer Sänger
- 1935 - John Sylvia, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Helga Hahnemann, deutsche Schauspielerin
- 1938 - Wolfgang Bötsch, deutscher Politiker und Bundespostminister
- 1938 - Wibke Bruhns, deutsche Journalistin
- 1941 - Dante Drawty, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Sal Valentino, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Ulrike Wolf, deutsche Journalistin (Tagesthemen)
- 1944 - Ali Benflis, algerischer Politiker und Premierminister
- 1945 - Kelly Groucutt, britischer Musiker (ELO)
- 1945 - Christiane Krüger, deutsche Schauspielerin (Tochter von Hardy Krüger)
- 1945 - Vinko Puljić, Erzbischof von Sarajevo und Kardinal
- 1946 - Dean Daughtry, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Krzysztof Krawczyk, polnischer Sänger
- 1946 - Ron McKernan, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1947 - Benjamin Orr, US-amerikanischer Musiker
- 1957 - Heather Thomas, US-amerikanische Schauspielerin
- 1962 - Thomas Kretschmann, deutscher Schauspieler
- 1970 - Neko Case, amerikanische Country- und Rocksängerin
- 1971 - David Arquette, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 1972 - Markus Babbel, deutscher Fußballspieler
- 1973 - Lorraine Graham, jamaikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1979 - Péter Lékó, ungarischer Schachspieler
- 1979 - Pink, US-amerikanische Sängerin
- 1981 - Jonathan Taylor Thomas, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 394 - Arbogast der Ältere, - fränkischer Feldherr
- 725 - Korbinian, christlicher Missionar in Bayern
- 1102 - Albert von Sabina, als Papst Albert Gegenpapst von Paschalis II.
- 1134 - Alfons I., König von Aragon
- 1613 - Carlo Gesualdo, italienischer Fürst und Komponist
- 1654 - Petrus Claver, spanischer Jesuit, Missionar und Priester
- 1659 - Friedrich V. von Baden-Durlach, Markgraf von Baden-Durlach
- 1660 - Daniel Czepko, deutscher Dichter
- 1696 - Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller
- 1757 - Hans Karl von Winterfeldt, preußischer General und der Intimfreund Friedrich II.
- 1811 - Peter Simon Pallas, deutscher Naturforscher
- 1822 - Josef Karel Ambrož, tschechischer Komponist
- 1851 - Joseph Anselm Feuerbach, Archäologe und Professor der Philologie
- 1864 - Johannes von Geissel, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1882 - Joseph Liouville, französischer MathematikerJoseph Liouville
- 1894 - Hermann von Helmholtz, deutscher Physiologe und Physiker
- 1895 - Adam Opel, Gründer der Firma Opel
- 1901 - Johannes von Miquel, preußischer Politiker und Reformer
- 1902 - James Hobrecht, deutscher Stadtplaner
- 1911 - Jan Maurycy Pawel Puzyna de Kosielsko, Kardinal und Bischof von Krakau
- 1920 - Rudolf Mosse, deutscher Geschäftsmann und Verleger
- 1922 - Léon Bonnat, französischer Maler
- 1928 - Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau, erster Außenminister der Weimarer Republik
- 1932 - Christian von Ehrenfels, österreichischer Philosoph
- 1933 - Faisal I., Herrscher in Irak und Syrien
- 1933 - Theodor Fritsch, deutscher Publizist
- 1943 - Julius Fučík, tschechischer Schriftsteller und Kulturpolitiker
- 1944 - Josef Wirmer, deutscher Widerstandskämpfer, NS-Opfer
- 1944 - Paul Lejeune-Jung, Reichstagsabgeordneter, Widerstandskämpfer, NS-Opfer
- 1944 -