:: wikimiki.org ::
| Maryland |
Maryland
Maryland ist ein Bundesstaat der USA an der Atlantikküste. Seine Hauptstadt seit 1694 ist Annapolis.
Geographie
Annapolis
Maryland liegt in der Mitte der Ostküste. An der tief ins Land schneidenden Chesapeake Bay liegen wichtige Häfen, wie Baltimore und Annapolis, das Sitz der Marineakademie der USA ist. Die Bucht war lange Zeit einer der ertragreichsten Fischgründe der Welt, doch die Überfischung und Wasserverschmutzung ließ die legendären Austernbänke fast vollkommen verschwinden. In dem relativ kleinen Staat liegen die Extreme nahe beinander: Hier die Metropole Baltimore, dort die abgelegenen Hügel der Appalachen und an der Küste beschauliche Fischerdörfer.
Geschichte
Lord Baltimore, der 1632 für das Land eine Bewirtschaftungskonzession erhielt, benannte der Überlieferung nach das Gebiet nach Königin Henrietta Maria, der Ehefrau des englischen Königs Karl I.
Am 25. März 1634 ließen sich die ersten Siedler in dem Gebiet nieder. Maryland war die einzige katholische unter den sonst strikt protestantischen britischen Kolonien in Nordamerika. Die Maryland-Toleranz-Akte war eines der ersten Gesetze, das ausdrücklich andere (christliche) Konfessionen tolerierte und gilt infolgedessen als Vorläufer des 1. Amendments.
Die berühmte Mason-Dixon-Linie, zugleich die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland, wurde dort in den 1760er-Jahren gezogen, um Zwistigkeiten zwischen den Familien Penn und Calvert zu schlichten.
Ursprünglich hatte die königliche Charta - aufgrund einer fehlerhaften Landkarte - Maryland den Potomac River und das Territorium nördlich des 40. Breitengrads zugesprochen, wodurch ausgerechnet Philadelphia, die größte Stadt Pennsylvanias, zu Maryland gehört hätte.
Daraufhin beauftragten die herrschenden Familien Marylands und Pennsylvanias, Calvert und Penn, die Geometer, Charles Mason und Jeremiah Dixon mit dem Vermessen einer neuen gültigen Grenze. Die später nach ihnen benannte Linie ist auch die traditionelle und gern zitierte Abgrenzung zwischen den so genannten Nord- und Südstaaten geworden.
1788 löste sich Maryland als eine der ersten 13 Kolonien vom Mutterland los.
Die Amerikanische Hauptstadt Washington D.C. entstand in einem zu diesem Zweck von Maryland abgetrennten Distrikt.
Im Krieg von 1812 wurde Maryland Kriegsschauplatz, als die Briten vergeblich neuen Zugriff auf die Kolonien zu gewinnen suchten. Die britischen Truppen scheiterten bei der Zerstörung der Schiffswerft und der Einnahme der Stadt Baltimore aufgrund des beharrlichen Widerstandes einer Hafenbefestigung. Das erbitterte Gefecht inspirierte den Augenzeugen Francis Scott Key zum Verfassen des The Star-Spangled Banner, das zum Text der amerikanischen Nationalhymne wurde.
Während des Sezessionskrieges blieb Maryland weitgehend neutral. Als sich abzeichnete, dass es sich infolge der Vorkehrungen des Nordens nicht von der Union lossagen würde, bezog man Maryland nicht in die Emanzipationsproklamation ein. Noch Jahre nach Ende des Bürgerkrieges herrschte hier die Sklaverei.
Politik
Im Moment amtiert Robert L. Ehrlich als Gouverneur (Republikaner, bis Januar 2007). Die Senatorin Barbara A. Mikulski (Demokraten, bis Jan. 2007) und ihr Kollege Paul S. Sarbanes (Demokraten, bis Jan. 2007) vertreten die Interessen Marylands in Washington.
- Liste der Gouverneure von Maryland
Bevölkerung
In Maryland leben 5.508.909 Einwohner, davon 62,1 % Weiße (darunter 15,7 % mit deutschen Vorfahren), 27,9 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 4,3 Hispanics, 4,0 Asiaten, 0,3 % Indianer.
Das Pro-Kopf-Einkommen 2002 betrug 32.680 US-Dollar.
Städte und Einwohnerzahlen
Liste der Gouverneure von Maryland
- Einwohner: 5.386.079
- Bruttosozialprodukt pro Kopf: $ 35.279
Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
- Baltimore - 636.251
- Gaithersburg - 58.091
- Rockville - 57.100
- Frederick - 57.009
- Bowie - 53.840
- Hagerstown - 37.536
- Annapolis - 36.217
- Salisbury - 26.148
- College Park - 25.350
- Greenbelt - 22.176
- Laurel - 21.048
- Cumberland - 20.957
- Liste der Städte in Maryland
- Liste der Countys in Maryland
Wirtschaft
Agrarsektor: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und Eier, Molkereiprodukte, Rinder, Sojabohnen und Getreide. Industrie: Elektroartikel, Medizintechnik, Biotechnologie Lebensmittelindustrie, Chemieprodukte, Druckereien und Verlage, Maschinenbau, Kohle, Tourismus.
Sehenswürdigkeiten
Tourismus
- Chesapeake Bay mit all seinen Vorzügen zum Segeln, Angeln und sonstigen Wassersportmöglichkeiten
- Baltimore
- Blackwater-Naturreservat
- "Preakness Stakes", berühmtes Pferderennen in Baltimore
- Antietam National Battlefield (Gedenkstätte der blutigsten Schlacht des Sezessionskrieges)
- Frederick
- St. Michels - malerische Hafenstadt
- Ocean City, 10 Meilen langer Atlantikstrand und Rummelplatz, besonders überlaufen während des Springbreaks
- Assateaque Island National Seashore - Naturschutzgebiet mit unberührten Stränden und Marschlandschaften
- Fort Meade (Sitz der National Security Agency)
- Annapolis (Haupt- und Hafenstadt, Marineakademie)
Berühmte Persönlichkeiten
National Security Agency
- Spiro Theodore Agnew, Vizepräsident, Baltimore
- Toni Braxton, Sängerin, Anne Arundel Cty
- John Wilkes Booth, Schauspieler, Attentäter Lincolns, Harford County
- James M. Cain, Schriftsteller, Annapolis
- Charles Carroll, Politiker, Annapolis
- Philip Glass, Komponist, Baltimore
- Linda Harrison, Schauspielerin und Fotomodell
- Billie Holiday, Jazz und Bluessängerin, Baltimore
- Johns Hopkins, Finanzmagnat, Anne Arundel Cty
- Francis Scott Key, Rechtsanwalt, Dichter, Carroll Cty
- Barry Levinson, Regisseur und Produzent, Baltimore
- Benji Madden, Musiker der Band Good Charlotte, Charles Cty
- Joel Madden, Musiker und Sänger der Band Good Charlotte, Charles Cty
- Thurgood Marshall, Jurist, Baltimore
- Babe Ruth, Baseballspieler, Baltimore
- Upton Sinclair, Autor, Baltimore
- Leon Uris, Schriftsteller, Baltimore
- John Waters, Regisseur, Baltimore
- Frank Zappa, Sänger und Produzent, Baltimore
- David Hasselhoff, Sänger und Schauspieler, Baltimore
Sonstiges
David Hasselhoff
- Staatsflagge: (siehe oben) Diese beinhaltet die Wappen der Familien Calvert und Crossland. Der Gründungsvater des Staates, der zweite Lord Baltimore, hieß eigentlich Cecil Calvert. Das schwarz-goldene Wappen gehört der Familie Calvert. Die rot-weißen Insignien stehen für die Familie Crossland.
- Staatsmotto: "Fatti maschii parole femine", sinngemäß = starke Heldentaten, sanfte Aussagen.
- Hymne: "Maryland, My Maryland." Die Melodie der Hymne stammt von dem deutschen Lied "O Tannenbaum".
- Staatsvogel: Baltimoretrupial (Icterus galbula)
Weblinks
- [http://www.maryland.gov/ Offizielle Homepage der Regierung Marylands]
- [http://www.state.md.us/ Offizielle Homepage des Staates]
- [http://www.mdisfun.org/ Tourismus-Behörde]
- [http://www.maryland.com/ Kommerzielles Touristikcenter]
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:メリーランド州
ko:메릴랜드 주
ms:Maryland
simple:Maryland
BundesstaatFöderalismus bezeichnet grundsätzlich ein Organisationsprinzip, bei dem die einzelnen Glieder (seien es Länder, Provinzen oder auch nur Vereine) über eine gewisse Eigenständigkeit verfügen, aber zu einer übergreifenden Gesamtheit zusammen geschlossen sind. Im politischen Bereich ist damit speziell ein staatliches Organisationsprinzip gemeint, infolge dessen einzelne Gliedstaaten (Länder) einen Bundesstaat - der Begriff Bundesstaat kann dabei sowohl den Gesamtstaat als auch die Gliedstaaten meinen - oder (in wesentlich lockerer Form) einen Staatenbund bilden. Der Begriff leitet sich vom lat.: foedus, foedera (Bund, Bündnis, Vertrag) ab.
Die Gliedstaaten (auch Länder, Bundesländer, Kantone oder Bundesstaaten genannt) geben dabei - allerdings nicht im Falle eines Staatenbundes - ihre staatliche Souveränität auf, behalten aber ihre Staatlichkeit als Gebietskörperschaft. Der Gesamtstaat, der Bund, entscheidet über alle Fragen von Einheit und Bestand des Ganzen (z.B. Sicherung der Bündnisgrenzen), die Länder haben Selbstbestimmungsrecht in ihren Kompetenzbereichen (in Deutschland z.B. Bildung, Polizei).
Meist wird der Begriff Föderalismus auf souveräne Staaten bezogen, die mehreren geografisch eingegrenzten Teilgebieten ihres Staates eine gewisse politische Autonomie einräumen. Diese darf nicht ohne weiteres wieder entzogen werden und ist meist in der Verfassung festgelegt. Die so genannten Gliedstaaten besitzen eigene politische Organe und eigene Kompetenzen zur Regelung ihrer Angebote und leiten diese Rechte nicht vom Zentralstaat ab. Im Gegensatz zum Staatenbund besitzt der Gesamtstaat im Föderalismus auch eigene Kompetenzen, die er ohne die Zustimmung der Gliedstaaten regeln kann.
Beispiel für institutionellen Föderalismus sind manche Parteien, die sich, zum Beispiel in Deutschland, in den Gliedstaaten bilden und Aufgaben und Kompetenzen der Organisation auf eine Dachorganisation übertragen, die in Teilgebieten eigenständig agieren kann, in anderen Teilen jedoch auf die Teilorganisation angewiesen sind.
Der Föderalismus ist immer geprägt vom Spannungsfeld der Beziehungen zwischen Zentralstaat und den Gliedstaaten, sodass es durchaus zu Pendelbewegungen hin zu mehr Zentralisierung oder zu mehr Dezentralisierung kommen kann.
Entstehung
Bundesstaaten können auf zwei Arten entstehen:
- Ein Zusammenschluss bislang selbstständiger Staaten zu einem größeren Staatswesen (siehe Schweiz)
- Auflockerung und Zerteilung von bisherigen Zentralstaaten.
Kompetenzverteilung
Bei der Aufgabenverteilung wird unterschieden zwischen
- sachlicher Kompetenzverteilung, d.h. die staatlichen Zuständigkeiten werden zwischen Bund und Gliedstaat nach inhaltlichen Kriterien verteilt:
Beispielsweise übernimmt der Bund die Außen- und Geldpolitik, während die Länder für Bildungswesen und Innere Sicherheit zuständig sind.
- funktionaler Kompetenzverteilung, d.h. die Zuständigkeiten zwischen Bund und Gliedstaaten unterscheiden sich nach Art der zu erbringenden Leistung:
Der Bund erarbeitet z.B. Gesetze und die Gliedstaaten führen die Gesetze aus.
Abgrenzung zu Zentralstaaten und zum Staatenbund
Föderalismus grenzt sich zum einen vom Zentralismus, zum anderen vom Staatenbund ab. Betrachtet werden hierbei im Sinne des Völkerrechts souveräne Staaten, die ihre innerstaatlichen Angelegenheiten ohne Einmischung anderer Staaten regeln. Ausnahme kann die freiwillige Übertragung von Kompetenzen an überstaatliche Organisationen (beispielsweise die Europäische Union) sein. Ein zentralistischer Staat hat nur eine politische Entscheidungsebene, die zentral alle Angelegenheiten des Staates bestimmt oder diese lokalen politischen Behörden kommissarisch überträgt. Diese lokalen Behörden haben jedoch keine eigenen Rechte, die den Zentralstaat hindern diese Kompetenzen wieder zu entziehen oder die Behörde aufzulösen. Beispiel hierfür ist Frankreich. Ein Staatenbund hingegen entsteht durch Zusammenschluss mehrerer souveräner Staaten auf Basis von Verträgen. Hier können zwar gemeinsame Institutionen gebildet werden. Ein Staat kann jedoch jederzeit wieder aus alleiniger Entscheidung austreten. Ein Beispiel ist die UNO.
Eigenschaften föderaler Staaten
Föderale Staaten besitzen meist eine Verfassung, die nur durch die Mehrheit der Gliedstaaten und die Mehrheit der gesamtstaatlichen Legislative geändert werden kann. Diese legt Kompetenzen für Gliedstaaten und Gesamtstaat fest. In jedem Gliedstaat gibt es legislative, exekutive und judikative Organe. Dies erweitert die vertikale Gewaltenteilung um eine horizontale Gewaltenteilung, die eine hemmende Wirkung entfachen kann und damit die Stabilität des politischen Systems fördert. Gleichzeitig entlastet die Bearbeitung politischer Probleme durch die Gliedstaaten den Gesamtstaat. Die Bürger können sowohl ein gesamtstaatliches als auch ein gliedstaatliches Parlament wählen. Meist besitzt die gesamtstaatliche Ebene zwei Parlamentskammern. Die eine vertritt dabei auch gliedstaatliche Interessen.
Föderales Europa
Lange Zeit konnte man bei der EWG und EG von einem Staatenbund sprechen. Verträge wie die Montanunion hatten sogar ein Ablaufdatum. Heute besitzt die EU neben einer Verwaltung auch feste Kompetenzen, die auf Basis der EU-Verträge vom Europäischem Gerichtshof überprüft werden. Solange die EU noch keine eigene Verfassung besitzt, kann man zwar noch nicht von einem föderalen Staat sprechen; aber die EU ist auf dem Weg, zu einem Staat über Staaten zu werden, der mehr ist als ein Staatenbund. Manche bezeichnen die EU deshalb heute als Staatenverbund.
Liste föderal verfasster Staaten
- Argentinien, 23 Provinzen, 1 Bundesdistrikt, Verfassung von 1853/1994
- Äthiopien, 9 Regionen, 2 Gebiete mit Sonderstatus, Verfassung von 1995
- Australien, 6 Bundesstaaten, 2 Territorien, 3 Außengebiete, Verfassung von 1901
- Belgien, 3 Regionen, 3 Sprachgebiete, Verfassung von 1994
- Brasilien, 26 Bundesstaaten, 1 Bundesdistrikt, Verfassung von 1988
- Deutschland, 16 Länder, Grundgesetz von 1949
- Estland, 15 Landkreise, Verfassung von 1992
- Kanada, 10 Provinzen, 3 Territorien, Verfassung von 1867/1982
- Indien, 28 Staaten, 7 Territorien, Verfassung von 1950
- Komoren, 3 Territorien, Verfassung von 2001
- Malaysia, 13 Bundesstaaten, 3 Territorien, Verfassung von 1957
- Mexiko, 31 Bundesstaaten, 1 Territorium, Verfassung von 1917
- Mikronesien, 4 Teilstaaten, Verfassung von 1979
- Nigeria, 36 Bundesstaaten, 1 Territorium, Verfassung von 1979
- Österreich, 9 Bundesländer, Verfassung von 1929.
- Pakistan, 4 Provinzen, 2 Territorien, Verfassung von 1973
- Russland, 21 Republiken, 1 Autonomes Gebiet, 10 Autonome Kreise, 6 Regionen, 49 Gebiete und 2 Städte mit Subjektstatus, Verfassung von 1993
- Schweiz, 26 Kantone (bis 2000: 20 Kantone und 6 Halbkantone), Verfassung von 1848 (Totalrevisionen von 1874 und 1999)
- Spanien, 19 Autonome Regionen, Verfassung von 1978
- Südafrika, 9 Provinzen, Verfassung von 1996
- St. Kitts und Nevis
- Venezuela, 23 Bundesstaaten, 1 Bundesdistrikt, Verfassung von 1999
- Vereinigte Arabische Emirate, 7 Emirate, Verfassung von 1971
- Vereinigte Staaten von Amerika, 50 Bundesstaaten, 1 Bundesdistrikt, Verfassung von 1787
Nicht mehr existente Bundesstaaten
- Äthiopien
- Deutsches Reich (1871-1918)
- Jugoslawien
- Norddeutscher Bund (1867-1871)
- Tschechoslowakei
Siehe auch
- Bundestreue
- Subsidiarität
- Exekutivföderalismus
- Statistik der deutschen Länder von 1925
Einzelne Artikel für Staaten:
- Föderalismus in Deutschland
- Föderalismus in der Schweiz
Kategorie:Politische Geographie
Kategorie:Politischer Begriff
Kategorie:Staatsphilosophie
ja:連邦
Atlantik
Der bis 9.219 m tiefe Atlantische Ozean bzw. Atlantik (umgangssprachlich in Deutschland Großer Teich genannt) bedeckt mit 106,57 Mio. km² Fläche etwa ein Fünftel der gesamten Erdoberfläche und ist damit der zweitgrößte Ozean der Erde.
Geografie
Der Atlantik, der sich bis auf seinen äußersten Nordostteil und seinen Südostteil auf der Westhalbkugel der Erde befindet, liegt zwischen der Arktis im Norden, Europa im Nordosten, Afrika im Südosten, der Antarktis im Süden, Südamerika im Südwesten und Nordamerika im Nordwesten. Im Norden grenzt er an das Nordpolarmeer, im Süden an das Südpolarmeer.
Daten
Ohne Nebenmeere, wie zum Beispiel Karibik, Mittelmeer und Nordsee beträgt die Fläche des 106,57 Mio. km² großen Atlantiks "nur" noch 83,4 Mio. km². Seine Wassermassen umfassen diesbezüglich ein Volumen von 354,7 Mio. km³ (bzw. 323,6 Mio. km³). Während seine mittlere Tiefe dementsprechend 3.926 m (bzw. 3.332 m) beträgt, liegt seine tiefste Stelle bei 9.219 m unter NN (s.u.).
Namensherkunft
Der Name des Atlantiks entstammt der griechischen Mythologie und bedeutet Meer des Atlas.
Meeresboden
Innerhalb des Atlantiks bzw. auf dessen Meeresboden befindet sich ein hoher und sehr langgestreckter Mittelozeanischer Rücken, viele niedrigere Schwellen, Tiefseebecken, Tiefseerinnen und verschiedene Meerestiefs.
Zu den Mittelozeanischen Rücken gehört der Mittelatlantische Rücken, der sich ungefähr in der Mitte des Atlantiks von Nord nach Süd durch den Ozean zieht. Er stellt eine divergierende Plattengrenze dar. Der Ozeanboden wird immer älter, je weiter er vom Mittelozeanischen Rücken entfernt ist. Durch die ständig aus dem Mittelozeanischen Rücken hervorquellende Lava verbreitert sich der Atlantik und schiebt die Kontinente auseinander. Zu den Tiefseerinnen bzw. Meerestiefs gehört der Puerto-Rico-Graben mit seiner 9.219 m unter NN liegenden Milwaukeetief, welche die tiefste Stelle des Atlantiks darstellt.
Man kann den Atlantik in Nord-, Zentral- und Südatlantik einteilen. Hierbei weisen die Böden des Zentralatlantiks das größte Alter auf - hier öffnete sich der Ozean zuerst.
Nebenmeere
Inseln
Einige der größten Inseln der Erde liegen im Atlantischen Ozean, so beispielsweise Grönland, Island, Großbritannien, Irland und Neufundland. Inselgruppen im Atlantik sind die Kanaren, die Azoren, die Bahamas, die Antillen, die Kapverden und die Falklandinseln. Kleinere, isolierte Inseln sind Madeira, Ascension, St. Helena und Tristan da Cunha.
Literatur
- Holger Afflerbach (2001): Das entfesselte Meer. Die Geschichte des Atlantik, ISBN 3492239897
Siehe auch
- Globales Förderband
- Meerestief
- Meerestiefe
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Wasser
Kategorie:Ozean
als:Atlantik
ja:大西洋
ko:대서양
simple:Atlantic Ocean
th:มหาสมุทรแอตแลนติก
zh-min-nan:Tāi-se-iûⁿ
Annapolis (Maryland)Annapolis ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maryland in den USA und gleichzeitig Sitz der US-Marineakademie.
Annapolis ist heute eine prosperierende Hafenstadt mit ca. 35.000 Einwohnern. In ihren diversen Hafenbuchten (Marinas) liegen hunderte von Segelyachten, die zur fast ganzjährigen Segelsaison in der Chesapeake Bay kreuzen.
Geschichte
Bereits 1649 gründeten britische Siedler aus Virginia zwischen der Mündung von Severn und South River einen Hafen, den sie Arundel Town tauften.
1704 verlegte jedoch der Gouverneur Francis Nicholson den Regierungssitz der jungen Kolonie Maryland von St. Mary's City an diesen Ort und benannte ihn zu Ehren der Königin Anne in Annapolis um. Nach Ende des Unabhängigkeitskrieges diente die Hafenstadt sogar neun Monate lang als Hauptstadt der USA.
Vier der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung stammten aus dem Tabakhafen Marylands.
Sehenswürdigkeiten
Tabak
- State House
: Der von der obligatorischen Holzkuppel bekrönte Regierungssitz ist immerhin 20 Jahre älter als sein Gegenstück in Washington, D.C.. Hier legte George Washington vor dem Kongress auch seinen Oberbefehl über die Kontinental-Armee nieder.
- Charles Carroll House und Chase-Lloyd House (Ausstellungen zum Alltagsleben des 18. Jahrhunderts)
- Hammond-Harwood House (Ausstellung zur afro-amerikanischen Geschichte)
- Marineakademie der USA - mit Marsch der ca. 4.200 Kadetten zum Lunch vor Schaulustigen und historischer Kirche.
Persönlichkeiten
- Bernard Addison, Musiker
- Charles Carroll, Politiker
- Asaph Hall, Astronom
- Thorne Smith, US-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor
Weblinks
- [http://www.ci.annapolis.md.us/ Offizielle Seite der Stadt]
- [http://www.visitannapolis.org Offizielle Tourismus-Seite]
- [http://www.hometownannapolis.com Capital, die lokale Zeitung]
- [http://www.usna.edu US Naval Academy]
Kategorie:Hauptstadt in den USA
Kategorie:Ort in Maryland
ja:アナポリス
simple:Annapolis, Maryland
Chesapeake BayDie Chesapeake Bay ist die größte Flussmündung in den USA und eine der bedeutendsten Naturlandschaften Nordamerikas. Sie ist quasi ein Teil des Atlantiks, der von Virginia und Maryland umgeben ist.
Maryland
Der Name Chesepiooc der Algonkin sprechenden Indianerstämme der Powhatan und Nanticok bedeutete Mächtiger Fluss, reich an Fisch mit harter Schale. Kapitän John Smith, der den meisten aus der Pocahontas-Legende bekannt ist, erkundete die Bucht als erster Weißer 1608 und empfand die Bucht überwältigt als einen „Siedlungsplatz für Menschen, auf den sich Menschen und Himmel noch nie besser geeinigt“ hätten.
Lage
Die Wasseroberfläche der Bucht bedeckt 12.000 km² und grenzt an den District of Columbia sowie an sechs weitere Bundesstaaten der USA bzw. deren Einzugsgebiet: New York, Pennsylvania, Delaware, Maryland, Virginia und West Virginia. Das Einzugsgebiet umfasst 165.800 km².
Mehr als 150 Flüsse und Bäche münden in die Bucht, die selbst vom Susquehanna River im Norden bis zum Atlantischen Ozean im Süden 311 km lang ist. Im geologischen Sinne ist die Bucht eigentlich das ursprüngliche Tal des Susquehannas, in das sich der Fluss vor 15.000 Jahren während der letzten Eiszeit eingegraben hatte, als der Meeresspiegel ca. 100 m niedriger lag.
An ihrem engsten Punkt, in der Nähe von Annapolis, Maryland, ist die Bay nur 6,5 km breit und wird von der Bay Bridge überspannt. Nahe bei der Mündung stellen die Chesaspeake Bay Bridge und Tunnel die Verkehrsverbindungen her.
Der Krater
Annapolis
Im Eozän vor 35 Millionen Jahren wurde der Eingang der Bucht von einem Meteoriten getroffen. Der 85 km breite und 1,3 km tiefe Krater hat sein Zentrum acht Kilometer westlich von Cape Charles und wurde aufgrund seiner heute unterseeischen Lage erst 1993 bei Ölbohrungen entdeckt. Der Krater besteht aus Breccie, die im Laufe der Zeit von einer 300 bis 500 Meter dicken Schicht Sedimente überlagert wurden. Diese Breccie sind auch für die Unterbrechung der natürlichen Aquifer und den 1,5 Mal höheren Salzgehalt des Grundwasser verantwortlich. Den Bewohnern der betroffenen Gebiete war der hohe Salzgehalt schon lange bekannt. Größten Teils ist das Grundwasser unnutzbar, aber erst mit der Entdeckung des Kraters konnte dieser Sachverhalt erklärt werden.
Erste Hinweise auf den Krater gab es bei einer Bohrung im entfernten Atlantic City, bei der eine 20 cm dicke Schicht Auswurfmaterials das Zeichen eines massiven Einschlags ist.
Der Einschlag ist trotz seines frühen Auftreten höchst wahrscheinlich für die Entstehung der heutigen Bucht verantwortlich.
Charakteristik
Über weite Strecken hinweg bildet das Ufer als Steilküste gleichsam die Falllinie von höher gelegenem Piedmont Plateau zur eigentlichen Küstenebene. In der Nähe des westlichen Ufers liegen die größten Städte und Häfen: Annapolis, Baltimore, Washington, D.C. sowie der städtische Knotenpunkt um die Hampton Roads.
An der zerklüfteten Ostküste gibt es nur kleinere Orte, malerische Fischerdörfer oder pittoreske Kleinstädte, in deren Marinas unzählige Yachten und die Boote der Fischer dümpeln. Auf der sich anschließenden und weitestgehend unter Naturschutz stehenden Delmarva-Halbinsel bildeten sich ausgedehnte Marschlandschaften, Sümpfe, Wälder und Weidegebiete aus.
Sümpfe
Die Marschen werden regelmäßig von den Gezeiten überflutet, wobei ihre Gräser gegen das Salzwasser resistent sind. Diese besondere Landschaft bietet einen nährstoffreichen Schutz für diverse Vogelarten (Blaureiher, Weißkopfseeadler, kanadische Wildgänse, Störche, Tundraschwäne und etliche Zugvögel)auf dem Weg in die Karibik) und für Fische (Flundern, Barsche, Alsen, Elritzen) sowie für Krebse und Austern.
Mündungsflüsse
- Susquehanna
- Potomac River
- James River
- Appomattox River
- Rappahannock River
- Patuxent River
- Choptank River
- York River mit dem Pamunkey River und Mattaponi River
Fischgründe im Wandel der Zeit
Die Bucht war lange Zeit berühmt für ihre großartigen Fanggründe, insbesondere Meeresfrüchte wie Krabben, Venusmuscheln und Austern.
Der Journalist H. L. Mencken aus Baltimore bezeichnete Anfang des 20. Jahrhunderts die Chesaspeake Bay als natürliche Proteinfabrik. In jener Ära waren die wohlschmeckenden Austern (Crassotrea virginia) derart zahlreich, dass die Austernbänke als gefährliche Hindernisse bei dem oft nur zwei bis sechs Meter tiefen Wassers für die Schifffahrt in den Seekarten vermerkt wurden.
Auf dem Zenit des Austernfangs Mitte des 19. Jahrhunderts lebten 7.000 Fischer von den Erträgen.
Heute sind aufgrund der jahrhundertelangen Überfischung, der Überdüngung durch die Landwirtschaft gerade an der Ostküste und die Umweltverschmutzung im Zuge der Urbanisierung speziell an der Westküste der Bucht die Bestände signifikant zurückgegangen.
Dennoch ist sie zum heutigen Zeitpunkt immer noch die schalentierreichste Flussmündung der USA, was allerdings den amerikanischen Bemühungen kein gutes Zeugnis ausstellen sollte. Denn unter dem Strich hat das so genannte Chesaspeake Bay Agreement von 1987, in dem sich die Anrainerstaaten auf höhere Richtwerte zur Rettung der Bucht einigten, keine besondere Wirkung gezeigt, wenn man den ursprünglichen Bestand berücksichtigt. Zur Zeit werden jährlich immer noch 45.000 Tonnen Krabbenfleisch aus der Chesapeake Bay gefischt, was die USA nach wie vor zum größten Krabbenfleisch-Exporteur der Welt macht.
Der Gouverneur Marylands Robert L. Ehrlich hatte seinen Wahlkampf in jüngster Zeit auch mit dem Thema Umweltschutz im Dienste der Chesaspeake Bay gewonnen. Für einen Republikaner war es ein ungewöhnliches Wahlkampfmotiv - aber Ehrlich zeigte sich damit seinem Heimatstaat instinktiv verbunden, was seine Wähler honorierten.
Sonstiges
Die Bucht war Schauplatz der gleichnamigen Seeschlacht von Chesapeake Bay 1781, in der die Französische Flotte die Royal Navy schlug, sodass die Landtruppen des britischen General Charles Cornwallis keine Unterstützung bekamen und letztendlich die USA ihre Unabhängigkeit von England erreichten.
Aus der Gegend stammt auch die Hundezüchtung Chesapeake Bay Retriever.
Literatur
- James A. Michener: Die Bucht, zahlreiche Auflagen (belletristischer, aber kenntnisreicher Einblick in die ereignisreiche Geschichte der Chesaspeake Bay).
Weblinks
- [http://www.chesapeakebay.net/ Chesapeake Bay Program ]
- [http://www.cbf.org/ Chesapeake Bay Foundation ]
- [http://www.acb-online.org/ Alliance for the Chesapeake Bay]
Kategorie:Aquifer
Kategorie:Bucht
ja:チェサピーク湾
United States Naval AcademyDie Marineakademie der Vereinigten Staaten, United States Naval Academy, befindet sich an der Nordseite von Annapolis, Maryland, USA an der Chesapeake Bay. Sie wurde im Jahre 1845 durch George Bancroft gegründet. Sie bildet Offiziersanwärter für der Marine der Vereinigten Staaten aus.
Sie gehört zu den renommiertesten Universitäten der Vereinigten Staaten und wird vom Pentagon finanziert. Nach vier Jahren Ausbildung müssen die Rekruten fünf Jahre in der US Navy dienen.
Die US Naval Academy ist das Pendant der US Navy zur
- United States Military Academy der US Army in West Point, NY.
- United States Air Force Academy der US Airforce in Colorado Springs, CO.
Weblinks
- [http://www.usna.edu US Naval Academy]
Naval Academy
Kategorie:Militärische Ausbildungsstätte
ja:海軍兵学校 (アメリカ合衆国)
MetropoleEine Metropole (neueres Griechisch μητρόπολη, mitrópoli - die Mutterstadt, Metropole, vergleiche Metropolis) bezeichnet im Allgemeinen einen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Mittelpunkt einer Region. Im Gegensatz zu anderen Begriffen für große Städte ist Metropole nicht eindeutig definiert. Metropole wird oft synonym zu Weltstadt gebraucht. Im Gegensatz zu einer Weltstadt, die international absolute Bedeutung besitzt, kann eine Metropole auch nur relative Bedeutung innerhalb einer bestimmten Region (z.B. die Westfalen-Metropole Dortmund) oder eines bestimmten Gesellschaftsbereiches besitzen, z.B. Kunstmetropole oder Finanzmetropole.
Die steigende Konzentration von Wirtschaft, Verwaltung und Kultur wird als Metropolisierung bezeichnet.
siehe auch
- Liste der größten Städte der Welt
- Millionenstadt
- Weltstadt
Literatur
Dirk Bronger: Metropolen, Megastädte, Global Cities. Die Metropolisierung der Erde. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2004
Kategorie:Stadt
KonzessionUnter einer Konzession (v. lat.: concedere = zugestehen, erlauben; PPP concessum) kann man im Sinne des Verwaltungsrechts folgendes verstehen:
- die Verleihung eines Nutzungsrechts an einer öffentlichen Sache durch die zuständige staatliche oder kommunale Behörde,
- die behördliche Bewilligung zum Betrieb eines bewilligungspflichtigen Gewerbes,
- die Übertragung einer staatlichen oder kommunalen Aufgabe an Personen des privaten Rechts, oder
- die Bewilligung zur Ausübung einer Tätigkeit, die eigentlich einer Person des öffentlichen Rechts vorbehalten ist.
Kategorie:Verwaltungsrecht
Henrietta Maria von FrankreichHenrietta Maria ( - 15. November 1609, Paris; † 10. September 1669, Château de Colombes) war durch ihre Heirat mit Karl I. die Königin von England, Schottland und Irland.
Irland
Herkunft
Als Henrietta-Marie de Bourbon, jüngste Tochter Heinrich IV. von Frankreich und der Maria von Medici sowie Schwester des späteren Königs Ludwig XIII. verlor sie bereits im ersten Lebensjahr ihren Vater durch ein Attentat; ihre Mutter verbannte man aus Gründen der Staatsräson 1617 aus Frankreich.
Die arrangierte Heirat
Aus dynastischen Erwägungen heraus vermählt, war sie als Katholikin - ihr Vater war konvertiert, um die Glaubenskriege zwischen den Adelsparteien in Frankreich zu beenden - eine unpopuläre Wahl für einen englischen König. Mit diesem wurde sie Anfang Mai 1625 auf diplomatischem Weg per Stellvertreter kurz nach dessen Inthronisation verheiratet. Die eigentliche Trauung fand am 13. Juni 1625 in der katholischen Kirche St. Augustine in Canterbury statt, da ihre Konfession eine Trauung nach dem anglikanischen Ritus unmöglich machte. Die Beziehung war am Anfang von Gefühlskälte bestimmt. Ursprünglich hatte Karl beabsichtigt, eine Tochter des spanischen Königs Philipp III. zu ehelichen, aber eine dementsprechende diplomatische Mission war fehlgeschlagen.
Die Ehe
Mit dem Favoriten des Königs, George Villiers, dem ersten Herzog von Buckingham, verstand sie sich überhaupt nicht. Als dessen Mörder, John Felton im August 1628 verfolgt wurde, stellte dies ihre Beziehung zum König erneut auf die Probe.
Gleichwohl verbesserte sich das Verhältnis der Eheleute schließlich. Am englischen Königshof wurde spöttelnd davon gesprochen, dass der König begänne, sich in die Königin zu verlieben.
Ihre Weigerung, den katholischen Glauben abzulegen, entfremdete sie der Bevölkerung und einflussreichen Beratern ihres Gatten wie William Laud, Erzbischof von Canterbury und Thomas Wentworth, dem Earl von Strafford. Karl hingegen neigte latent zum Katholizismus und zeigte keine Anzeichen von Homosexualität, die man seinem Vater Jakob I. nachgesagt hatte. Henrietta Maria wurde Mutter von zehn Kinder, von denen sechs das Erwachsenenalter erreichten, und erlitt mehrere Fehlgeburten.
Nachkommen
- Karl Jakob ( - /† 13. Mai 1629), Herzog von Cornwall und Rothesay,
- Karl II. ( - 29. Mai 1630, † 6. Februar 1685),
- Mary ( - 4. November 1631, † 24. Dezember 1660), Verheiratet mit Willem II von Oranien
- Jakob II. ( - 14. Oktober 1633, † 6. September 1701),
- Elisabeth ( - 29. Dezember 1635, † 8. September 1650 ),
- Anne ( - 17. März 1637, † 5. November 1640 ),
- Catherine ( - /† 29. Juni 1639),
- Heinrich ( - 8. Juli 1640, † 13. September 1660 ), Herzog von Gloucester,
- Henriette Anne ( - 16. Juni 1644, † 30. Juni 1670), Philippe d'Orléans.
Der Kampf um die innenpolitische Macht
Als sich in den 1630er-Jahren innenpolitische Konflikte abzeichneten, wandte sich Henrietta Maria verstärkt der nationalen Politik zu. Sie schuf eine Allianz mit den puritanischen Höflingen, um eine Annäherung an Spanien zu verhindern und plante einen Coup d'État zur Entmachtung des Parlaments. Allerdings minderten ihre deutlich katholisch orientierten Beziehungen zum Papst bzw. Frankreich Karls Erfolgsaussichten und verärgerten zudem die Bevölkerung.
Der Bürgerkrieg
Als im August 1642 der Bürgerkrieg begann, weilte sie auf dem Kontinent und kehrte erst Anfang 1643 nach England zurück. Mit ihren Begleitern landete sie in Yorkshire und versuchte energisch, die Unterstützung für die Royalisten in Nordengland zu organisieren. Der Zusammenbruch der königlichen Stellungen und die Weigerung des Monarchen, zu verhandeln, veranlassten sie mit ihren Söhnen im Juli 1644 nach Frankreich zu fliehen. Karl wurde 1649 hingerichtet und ließ sie ohne finanzielle Mittel zurück.
Das Exil
1649
In Paris hatte sie - in Begleitung ihres exzentrischen Hofkanzlers Sir Kenelm Digby - Zuflucht gesucht. Dort verärgerte sie sowohl die Royalisten im Exil, als auch ihren ältesten Sohn Karl (der spätere Karl II. von England) mit dem Versuch, ihren jüngeren Sohn Heinrich zur Konversion zum Katholizismus zu bekehren. Im Verlauf der Restauration kehrte sie nach England im Oktober 1660 zurück und blieb zunächst dort, um fünf Jahre später für immer in ihr Vaterland Frankreich zurückzukehren. Ihre ständigen finanziellen Probleme wurden durch eine großzügige Pension beseitigt. Mit dem Geld gründete sie einen Konvent in Chaillot, wo sie sich auch niederließ. Begraben wurde sie in der gotischen Basilika Saint-Denis bei Paris.
Sonstiges
- Henrietta Maria gilt als Namenspatronin von Maryland.
- Henrietta Maria ist eine Figur in Vincenzo Bellinis Oper I puritani.
----
Weblinks
- [http://www.abcgallery.com/V/vandyck/vandyck26.html Porträt]
- [http://www.guide2womenleaders.com/womeninpower/Womeninpower1600.htm Vergleichende Kurzbiografie]
- [http://www.besuche-oscar-wilde.de/werke/deutsch/gedichte/henrietta.htm Gedicht Oscar Wildes]
Kategorie:Königin (Großbritannien)
Kategorie:Frau
Kategorie:Geboren 1609
Kategorie:Gestorben 1669
Kategorie:Haus Bourbon
simple:Henrietta Maria of France
25. MärzDer 25. März ist der 84. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 85. in Schaltjahren) - somit verbleiben 281 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 717 – Nach einem Putsch wird Leo III. in Konstantinopel zum byzantinischen Kaiser gekrönt.
- 1306 – Robert the Bruce wird in Scone als Robert I. zum König der Schotten gekrönt.
- 1821 – In Griechenland beginnt der seit Jahren geplante griechische Freiheitskampf gegen die Herrschaft der Osmanen.
- 1918 – Gründung der Weißrussischen Volksrepublik
- 1924 – In Athen wird von der griechischen Nationalversammlung die Republik proklamiert und in einem Referendum am 13. April bestätigt. Pavlos Konduriotis wird erster Staatspräsident.
- 1953 – Der Deutsche Bundestag verabschiedet das Vertriebenengesetz.
- 1957 – Brüssel wird Sitz der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
- 1996 – In Hamburg wird Multimillionär Jan Philipp Reemtsma entführt.
- 1998 – In Argentinien werden die Amnestiegesetze von 1987 aufgehoben. Da diese Entscheidung keine rückwirkende Geltung hat, ist sie als symbolischer Akt der Verurteilung von Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktatur zu sehen.
- 1998 – Kirgisistan. Kubanischbek Schumalijew wird neuer Regierungschef.
- 2001 – Das Schengener Abkommen tritt nun auch für Dänemark, Finnland und Schweden sowie die Nicht-EU-Staaten Island und Norwegen in Kraft und gewährleistet freien Waren- und Personenverkehr über die Grenzen hinweg.
- 2002 – Abdullah Tarmugi wird Parlamentspräsident in Singapur
Wirtschaft
- 1957 – Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft werden von der Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden in Rom unterzeichnet.
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1813 – Uraufführung der Oper Die Insulanerinnen von Conradin Kreutzer in Stuttgart.
- 1895 – Uraufführung der Oper Silvano von Pietro Mascagni am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1911 – Uraufführung der Operette Grigri von Paul Lincke am Metropol Theater in Köln.
- 1937 – Uraufführung der Operette Roxy und ihr Wunderteam von Paul Abraham in Wien.
- 1988 – Das ZDF startet sein "Literarisches Quartett" mit Marcel Reich-Ranicki in der "Hauptrolle".
Religion
- 1253 – Das Kapitel des heiligen Veit beruft Heinrich Bretislav III. als Bischof nach Prag.
- 1634 – Caecilius Calvert, zweiter Baron Baltimore, gründet Maryland als eine katholische Kolonie.
- 1980 – Mit Erzbischof Robert Runcie wird in Canterbury erstmals ein Primas der Kirche von England nur von dieser und nicht auch vom Staat gewählt.
Katastrophen
- 1960 – Der L’Oros-Staudamm bei Fortaleza im Bundesstaat Ceará, Nordost-Brasilien bricht vor seiner Fertigstellung und verursachte eine Flutwelle, die rund 1000 Todesopfer fordert.
- 2002 – Afghanistan, Erdbeben der Stärke 5,9 in der Provinz Baghlan. Etwa 2.000 Tote und mindestens ebenso viele Verletzte. Ca. 150.000 Menschen werden obdachlos.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1966 – Die Eiger-Nordwand wird von 5 deutschen und britischen Alpinisten erstmals im Direktweg bezwungen.
Geboren
- 850 – Seiwa, 56. Kaiser von Japan
- 1252 – Konradin von Hohenstaufen, Herzog von Schwaben und letzter Staufer
- 1347 – Katharina von Siena, italienische Mystikerin und Kirchenlehrerin
- 1621 – Louis Moréri, französischer Enzyklopädist
- 1767 – Joachim Murat, König von Neapel, Schwager Napoléons und Marschall von Frankreich
- 1786 – Giovanni Battista Amici, italienischer Astronom
- 1795 – Jacques-Louis Randon, französischer General und Staatsmann, Marschall von Frankreich
- 1807 – James Howard Harris, 3. Earl of Malmesbury, dritter Graf von Malmesbury, britischer Staatsmann
- 1819 – V. U. Hammershaimb, färöischer Pfarrer und Philologe
- 1826 – Matilda Joslyn Gage, US-amerikanische Frauenrechtlerin
- 1839 – Marianne Hainisch, österreichische Frauenrechtlerin
- 1845 – Adolf von Groß, enger Freund der Familie Richard Wagners
- 1856 – Max Uhle, Begründer der Andenarchäologie
- 1860 – Friedrich Naumann, deutscher Politiker und Theologe
- 1863 – Adalbert Czerny, deutscher Kinderarzt
- 1864 – Alexej von Jawlensky, deutsch-russischer Künstler des Expressionismus
- 1864 – Marie Soldat-Roeger, österreichische Violinvirtuosin
- 1865 – Pierre Ernest Weiß, französischer Physiker
- 1867 – Arturo Toscanini, italienischer Dirigent
- 1867 – John Gutzon de la Mothe Borglum, US-amerikanischer Bildhauer
- 1868 – Agnes Karll, Reformerin der deutschen Krankenpflege
- 1871 – Hermann Abert, deutscher Musikgelehrter
- 1881 – Béla Bartók, ungarischer Komponist
- 1882 – Otto Neururer, katholischer Pfarrer
- 1884 – Georges Imbert, Chemiker und Erfinder
- 1885 – Siegfried Handloser, Sohn des Musikdirektors Konstantin
- 1886 – Athenagoras (Patriarch), Patriarch von Konstantinopel
- 1900 – Hans Luckey, baptistischer Theologe
- 1904 – Johann Baptist Gradl, deutscher CDU-Politiker
- 1905 – Adolf Hennecke, deutscher Bergmann
- 1905 – Albrecht Mertz von Quirnheim, deutscher Offizier und Widerstandskämpfer
- 1908 – David Lean, britischer Filmregisseur
- 1908 – Helmut Käutner, deutscher Regisseur
- 1913 - Josef Siedler, baden-württembergischer Politiker
- 1914 – Norman Borlaug, US-amerikanischer Agrarwissenschaftler und Nobelpreisträger
- 1920 – Arthur Wint, jamaikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1921 – Hans Guido Mutke, deutscher Jagdflieger und Luftfahrtmediziner
- 1921 – Simone Signoret, französische Filmdarstellerin
- 1923 – Reimar Lüst, deutscher Astrophysiker und Wissenschaftsmanager
- 1925 – Flannery O'Connor, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1925 – Pierre Boulez, französischer Komponist und Dirigent
- 1928 – James A. Lovell, ehemaliger US-amerikanischer NASA-Astronaut
- 1930 – Erica Pedretti, Schweizer Schriftstellerin
- 1931 – Vytautas Barkauskas, litauischer Komponist
- 1934 – Johnny Burnette, US-amerikanischer Sänger
- 1938 – Daniel Buren, französischer Maler und Bildhauer
- 1938 – Dietrich Stobbe, deutscher SPD-Politiker, Regierender Bürgermeister von Berlin 1977-1981
- 1938 – Hoyt Axton, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1940 – Anita Bryant, US-amerikanische Sängerin
- 1940 – Mina (Sängerin), vollständiger Name lautet Anna Maria Mazzini
- 1941 – Gerd Poppe, Bürgerrechtler und Minister ohne Geschäftsbereich der DDR
- 1941 – Mathias Gnädinger, Schweizer Schauspieler
- 1942 – Aretha Franklin, US-amerikanische Sängerin
- 1942 – Richard O'Brien, britischer Schauspieler, Autor und Komponist
- 1943 – Paul Michael Glaser, US-amerikanischer Schauspieler
- 1944 – Hans-Jürgen Walter, Begründer der Gestalttheoretischen Psychotherapie
- 1946 – Maurice Krafft, bedeutender Vulkanologe
- 1947 – Elton John, britischer Popmusiker
- 1947 – Jack Hall, US-amerikanischer Musiker
- 1947 – John Rowles, neuseeländischer Sänger
- 1951 – Maize Williams, deutsche Sängerin
- 1955 – Wolf Maahn, deutscher Musiker
- 1958 - Brenda Strong, US-amerikanische Schauspielerin
- 1960 – Peter Seisenbacher, Judoka und Olympiateilnehmer Österreichs
- 1960 – Steve Norman, britischer Musiker
- 1962 – Marcia Cross, US-amerikanische Serienschauspielerin
- 1964 – Alexej von Jawlensky, russischer Maler
- 1965 – Frank Ordenewitz, deutscher Fußballspieler
- 1965 – Sarah Jessica Parker, amerikanische Schauspielerin
- 1965 – Stefka Kostadinova, bulgarische Leichtathletin
- 1966 – Jeff Healey, kanadischer Bluesgitarrist
- 1971 – Stacy Dragila, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1973 – Michaela Dorfmeister, österreichische Skirennläuferin
- 1975 – Christoph Nuehlen, deutscher Filmemacher und Sänger
- 1976 – Wladimir Klitschko, ukrainischer Boxer
- 1979 – Muriel Hurtis, französische Leichtathletin
- 1982 – Michael Lammer, Schweizer Tennisspieler
Gestorben
- 1189 – Friedrich (Bedřich), Herzog von Böhmen
- 1223 – Alfons II.,
- 1570 – Johann Walter, deutscher Kantor
- 1623 – Henri de La Tour d'Auvergne, duc de Bouillon, französischer Heerführer, Diplomat und Politiker
- 1640 – Paul Fleming, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1732 – Lucia Filippini, Gründerin der Schwesternkongregation Maestre Pie Filippini
- 1738 – Turlough O'Carolan, irischer Komponist und Harfenspieler
- 1761 – Salomon Kleiner, Architekturzeichner und -stecher
- 1789 – Julie von Voß, Gräfin von Ingenheim
- 1801 – Novalis, deutscher Dichter
- 1818 – Henry Lee, US-amerikanischer Kavallerieoffizier, Generalmajor und Politiker
- 1835 – Friederike Brun, dänische Schriftstellerin
- 1864 – Ivar Fredrik Bredal, dänischer Komponist
- 1867 – Friedlieb Ferdinand Runge, deutscher Chemiker
- 1869 – Albert Methfessel, deutscher Komponist und Dirigent
- 1879 – Georg Friedrich Schömann, deutscher Altphilologe
- 1880 – Ludmilla Assing, deutsche Schriftstellerin
- 1907 – Ernst von Bergmann, Chirurg und Professor der Medizin
- 1914 – Frédéric Mistral, französischer Dichter und Linguist
- 1918 – Claude Debussy, französischer Komponist
- 1919 – Wilhelm Lehmbruck, deutscher Bildhauer
- 1921 – Karl Ernst Osthaus, deutscher Kunstmäzen
- 1925 – Flannery O'Connor, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1929 – Bruno Möhring, deutscher Architekt
- 1940 – Edouard Branly, französischer Physiker und Pionier in der Anfangszeit der Funktechnik
- 1943 – Hans von Tschammer und Osten, Reichssportführer und -kommissar im Deutschen Reich
- 1949 – August Wilhelm von Preußen, preußischer Prinz
- 1951 – Bruno Leddin, deutscher Politiker
- 1951 – Wilhelm Altmann, deutscher Musikhistoriker und Bibliothekar
- 1951 – Zoltán Mechlovits, ungarischer Tischtennis-Weltmeister
- 1954 – Gertrud Bäumer, deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin
- 1954 - Leon Schiller, polnischer Theaterregisseur
- 1955 – Heinrich Hauser, deutscher Schriftsteller und Fotograf
- 1957 – Max Ophüls, deutscher Filmregisseur
- 1961 – Arthur Drewry, britischer Fußball-Funktionär, FIFA-Präsident
- 1973 – Edward Steichen, US-amerikanischer Fotograf
- 1975 – Ibn Abd Faisal Al-Aziz, von 1964 bis 1975 König von Saudi-Arabien
- 1975 – Pancho Barnes, US-amerikanische Stuntpilotin in dem Film „Hells Angels“
- 1976 – Duster Bennett, britischer Musiker
- 1976 – Josef Albers, deutscher Maler, Kunsttheoretiker und -pädagoge
- 1978 – Hanna Ralph, deutsche Schauspielerin
- 1979 – Anton Heiller , österreichischer Organist und Komponist
- 1980 – Milton Erickson, US-amerikanischer Psychiater und Psychotherapeut
- 1980 – Roland Barthes, französischer Literaturkritiker, Schriftsteller, Philosoph
- 1991 – Marcel Lefebvre, katholischer Geistlicher
- 1994 – Max Petitpierre, Schweizer Politiker
- 1995 – James Samuel Coleman, US-amerikanischer Soziologe
- 2003 – Herbert Zangs, deutscher Maler und Objektkünstler
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Fest der Verkündigung des Herrn, Mariä Verkündigung (katholisch, evangelisch, anglikanisch, orthodox)
- Nationalfeiertage
- Griechenland: "Tag des Aufrufs zum Aufstand gegen die Türken im Jahre 1821"
- Weißrussland: "Tag der Freiheit" (unter Aljaksandr Lukaschenka verboten und inoffiziell gefeiert)
Siehe auch
- 24. März – 26. März
- 25. Februar – 25. April
- Historische Jahrestage – Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel – Wikipedia:Formatvorlage Tag
0325
ja:3月25日
ko:3월 25일
simple:March 25
th:25 มีนาคม
1634
Politik und Weltgeschehen
- 6. September: Schlacht bei Nördlingen: Die Schweden und ihre sächsischen Verbündeten erleiden bei Nördlingen eine schwere Niederlage gegen die habsburgischen Truppen. Als Folge davon räumen die Schweden Süddeutschland
- 11. Oktober: Große Sturmflut an der Nordsee („Burchardiflut“). Die größte Insel des Wattenmeeres, Strand, zerbricht
- Die Brauerei [[Paulaner (Brauerei)
SiedlerUnter Siedler versteht man eine Gruppe von Menschen, die versuchen ein Stück Land, das zuvor allem Anschein nach noch von niemandem land- oder forstwirtschaftlich genutzt und bebaut wurde, durch Rodung, Bepflanzung, Bewässerung und Bebauung urbar zu machen, um es dauerhaft bewohnen zu können.
Bei diesen Siedlern handelte sich meist um Bevölkerungsgruppen, die entweder aufgrund ihrer Religion, Kultur, Sprache oder Nationalität in ihrer ursprünglichen Heimat verfolgt bzw. benachteiligt wurden, oder sich aufgrund einer allgemeinen Krise (Klimakatastrophen, Hungerepidemien, Seuchen oder Kriege) an einem neuen Ort eine neue Existenz unter Entbehrungen aufbauen wollten.
Dabei wurden sie in der Regel von einer Gruppierung herrschender Eliten ausgenutzt, die sich ihrer Dienste oft kontraktmäßig versicherten, da sie nur durch die dauerhafte Besiedlung der ihnen anvertrauten, belehnten oder gepachteten Ländereien ihren eigenen Herrschaftsanspruch gegenüber höheren Instanzen durchsetzen konnten.
Die etwaigen Rechtsansprüche von Ureinwohnern ignorierte man in diesem Zuge entweder mit dem Hinweis, dass diese den Grund und Boden nicht genutzt hätten und ihn somit nicht besitzen würden, oder mit dem Verweis auf ihre unchristliche Religion bzw. niedrigen Zivilisationsgrad.
Siehe auch:
- USA, Virginia, Maryland,
- Deutscher Orden, Kolonie, Wüstung, Die Siedler (Computerspiel),
- Die Siedler von Catan (Spiel)
Kategorie:Migration
Katholisch
Der Begriff "katholisch"
Das Wort katholisch kommt von griechisch καθολικος (katholikos) und bedeutet das Ganze betreffend, allgemein gültig. Im weitesten Sinne versteht man unter der katholischen Kirche die von Jesus Christus begründete Gemeinschaft aller Christen. Sie ist abstrakt gesehen die von Christus gewollte, eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche und als solche die eine Kirche Christi oder Mutterkirche aller Christen. Während im ersten Jahrtausend die Kirche noch relativ einig war, begann mit der ersten Kirchenspaltung im Jahre 1054 zugleich die theologische Kontroverse über die Frage, in welcher der jeweiligen Teilkirchen die katholische Kirche in diesem Sinne zu finden sei. Der Hintergrund ist, dass es nur eine einzige allgemeine Kirche geben kann. In der Folge der Reformation hat diese Frage an Komplexität gewonnen, so dass der Begriff von den verschiedenen christlichen Kirchen und Gemeinschaften unterschiedlich interpretiert wird.
In einem engeren Sinne, vor allem seit der Reformation, versteht man unter katholische Kirche die römisch-katholische Kirche, welche jedoch selbst in ihrem Selbstverständnis nicht mit der oben beschriebenen einen Kirche Christi einfach identifiziert werden kann. In dieser engeren Verwendung, die sich in der Folge der Reformation entwickelt hat, bezeichnet „katholische Kirche“ also eine bestimmte Konfession. In der ökumenischen Bewegung wird heute manchmal statt dem Wort katholisch das Wort sobornost verwendet, das die russische Übersetzung des griechischen Wortes katholikos ist, um die allgemeine Kirche zu bezeichnen, ohne die mit dem Wort katholisch verbundene Assoziation "römisch-katholische Kirche".
Wenn man von der Katholischen Kirche spricht, kann man meinen:
# die Römisch-Katholische Kirche, siehe eigenen Artikel
# in einem ungangssprachlichen Sinn („der Zölibat der Katholischen Kirche“) die Lateinische Kirche, deren größte Teilkirche. Daneben gehören jedoch noch die mit Rom unierten Kirchen östlichen Ritus dazu, siehe eigenen Artikel
# im Apostolischen Glaubensbekenntnis katholischer Kirchen die Gesamtheit aller Christen
Sehr selten wird der Begriff ohne weitere Qualifizierung für folgende Gruppen benutzt:
# die Orthodoxen Kirchen, die sich selbst rechtgläubige (orthodox, pravoslav) katholische Kirche nennen
# die Alt-Katholische Kirche bzw. die Mitgliedskirchen der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen
# die Anglikanische Kirche
# Viele selbständige Nationalkirchen wie die Polnische Nationale Katholische Kirche in den USA oder die Unabhängige Kirche der Philippinen, sofern sie nicht schon zur Utrechter Union gehören
# die Alt-Heilig-Katholische Kirche
# die Chinesische Katholisch Patriotische Vereinigung (Volksrepublik China)
# die Erneuerte Kirche (Kirche der Glorie)
# die Neuchristen (Gemeinschaft um den Schwertbischof)
# die Palmarianisch-Katholische Kirche
# die Piusbruderschaft
# die Mariaviten
# die Liberale Katholische Kirche (Theosophie)
# Gallikanismus
# die Deutsch-Katholische Bewegung
Es gibt eine Reihe weiterer christlicher Kirchen, deren Bezeichnung das Wort katholisch enthält.
Darüberhinaus verstehen sich auch alle anderen Kirchen, die die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse anerkennen (z.B. Protestantische Kirchen, Anglikaner, Altkatholiken), als neben der römischen Kirche gleichwertige Teile der „einen heiligen katholischen Kirche“. Nach deren Selbstverständnis bilden die verschiedenen Kirchen – auch die römische – eine durch den Glauben an Jesus Christus von Gott gestiftete Einheit. Der Anspruch auf Allgemeingültigkeit spielt bei diesen allerdings keine so große Rolle.
Begriffsgeschichte
Frühester Beleg
Ignatius von Antiochien (35 - 117) wird als früheste Quelle für die Verwendung des Begriffs für die noch junge Kirche genannt: "denn da, wo Jesus Christus ist, ist auch die katholische Kirche" (Smyrn. 8,2)
Das Glaubensbekenntnis
Neben anderen Schriftzeugnissen kommt den ersten ökumenischen Konzilien eine besondere Bedeutung zu. Das Nicäno-Konstantinopolitanum hat in seinem Glaubensbekenntnis, welches seither die grundlegende Glaubensformel fast aller Christen ist, die wesentlichen Merkmale der von Jesus Christus errichteten Kirche ausgesprochen:
„Credo in unam, sanctam, catholicam et Apostolicam Ecclesiam“
„Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“
oder vollständig übersetzt:
„Ich glaube an eine heilige, allgemeine und von Gottgesandten herrührende Gemeinde“
Die aus der Reformation hervorgegangen Strömungen tendieren dazu, den Begriff „katholisch" zu meiden, da er als konfessionelle Bezeichnung vor allem der römisch-katholischen Kirche verwendet wird. In manchen evangelischen Gottesdiensten (z.B. in der EKD) lautet das Glaubensbekenntnis:
„Ich glaube an die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche", bisweilen auch:
„Ich glaube an die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche".
Der Katholizität im ursprünglichen Wortsinn kommt im ökumenischen Dialog eine besondere Bedeutung zu.
Wesensmerkmale der Katholizität
Die Katholizität im ursprünglichen Wortsinn gehört damit zu den Wesensmerkmalen der christlichen Kirche. Katholisch, also allgemein, wurde die Kirche in verschiedener Beziehung genannt:
- wegen der Allgemeinheit der Lehre, die in ihr verkündet wird (Cyrill von Jerusalem, Catecheses)
- wegen der Allgemeinheit aller Tugenden, die in ihr geübt werden (Suarez)
- wegen der Dauer von Adam bis zum Ende der Welt (Augustinus)
- wegen ihrer Veranlagung, das Leben aller Menschen in allen Lebenslagen und zu allen Zeiten zu heiligen,
- wegen ihrer zeitlichen Ausdehnung über die ganze Welt und der Menge ihrer Glieder aus allen Völkern.
Eine häufig verwendete Definition stammt von Vinzenz von Lérins, die oft in abgekürzter Form zitiert wird. Hier der ganze Absatz:
„Darüber hinaus müssen wir in der katholischen Kirche selbst alle mögliche Sorgfalt anwenden, dass wir uns an den Glauben halten, der überall, immer, von allen geglaubt wurde. Denn das ist wirklich und im striktesten Sinn katholisch, was, wie der Name und Grund der Sache erklären, alle insgesamt umfasst. Diese Regel werden wir befolgen, wenn wir uns nach Universalität, Alter und Übereinstimmung richten. Wir richten uns nach Universalität, wenn wir bekennen, dass der eine Glaube wahr ist, den die gesamte Kirche in der ganzen Welt bekennt, nach Alter, wenn wir in keiner Weise von den Auslegungen abweichen, die bekanntermassen von unseren heiligen Vorfahren und Vätern vertreten wurden, Übereinstimmung, in gleicher Weise, wenn wir uns bei Alter der Lehre an die übereinstimmenden Definitionen und Bestimmungen halten, die von allen oder zumindest fast allen Priestern und Gelehrten vertreten wurden.“
Alle diese mehr oder weniger unbestimmten Idealvorstellungen entfalten ihre Brisanz, wenn sie mit konkreten Inhalten gefüllt werden sollen: Welche Lehre soll verkündet werden? Was ist Tugend? Was ist Heiligung? Wer sind unsere Glaubensväter, die, welche glaubten, wie wir, oder die anderen, so dass wie uns zu deren Glauben wenden müssen? Was heißt universal, sollen wir uns nach der Masse richten? Und nicht zuletzt: Welcher Glaube wird denn von allen Christen vertreten?
Die Bedeutung des Begriffs ist denn auch durch die gesamte Theologiegeschichte Gegenstand der Diskussion. Er bekam eine besondere Bedeutung durch die Kirchenspaltungen des 2. Jahrtausends, als sich die getrennten Kirchen ihrer tatsächlichen Partikularität bewusst wurden. Deshalb bereitet die Verwendung des Begriffs im allgemeinen Sprachgebrauch Schwierigkeiten.
Gemeinsamkeiten aller sich als katholisch verstehenden Kirchen, die Wert auf ihrer Allgemeingültigkeit legen
Die Katholizität wird im allgemeinen mit den folgenden theologischen Merkmalen gekennzeichnet:
- Apostolische Sukzession
- Betonung der Sakramente
- Wertschätzung der Heiligen (darunter auch Mariä)
- Anerkennung der kirchlichen Überlieferung (Tradition) neben der Hl. Schrift als Offenbarungsquelle (beispielsweise die Apostolischen Väter)
- Anerkenntnis der Ergebnisse der allgemein anerkannten Ökumenischen Konzile:
:# Erstes Konzil von Nicäa
:# Erstes Konzil von Konstantinopel
:# Konzil von Ephesos
:# Konzil von Chalcedon
:# Zweites Konzil von Konstantinopel
:# Drittes Konzil von Konstantinopel
:# Zweites Konzil von Nicäa
Die einzelnen sich als katholisch in diesem Sinne verstehenden Kirchen unterscheiden sich in einigen Punkten in ihrem Selbstverständnis. Diese Unterschiede werden in den einzelnen Artikeln weiter dargelegt.
Die Katholizität wird im allgemeinen mit den folgenden theologischen Merkmalen gekennzeichnet:
- Anerkennung der Hl. Schrift als Offenbarungsquelle
- Anerkenntnis der Ergebnisse der allgemein anerkannten Ökumenischen Konzile (s.o.)
Durch die Reformation wurde der Kirchenbegriff konfessionalisiert, so dass Unterschiede in der kirchlichen Lehre keinen Einfluss auf die Katholizität haben. Die katholische Kirche im Sinn der einen Kirche Christi setzt sich aus verschiedenen Bekenntnissen zusammen.
Von Rom unabhängige, nach eigenem Selbstverständnis Katholische Kirchen
Mitglieder von Weltkirchenrat und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland
- Alt-Katholische Kirche
- Anglikanische Kirche
- Mitgliedskirchen der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen
- Orthodoxe Kirchen
- Viele selbständige Nationalkirchen wie die Polnische Nationale Katholische Kirche in den USA oder die Unabhängige Kirche der Philippinen, sofern sie nicht schon zur Utrechter Union gehören
- Alt-Heilig-Katholische Kirche
- Chinesische Katholisch Patriotische Vereinigung (Volksrepublik China)
- Erneuerte Kirche (Kirche der Glorie)
- Neuchristen (Gemeinschaft um den Schwertbischof)
- Palmarianisch-Katholische Kirche
- Piusbruderschaft
- Mariaviten
Kirchen in anderer Tradition, die sich ebenfalls katholisch nennen
- Liberale Katholische Kirche (Theosophie)
Kirchen und Bewegungen der Vergangenheit
- Gallikanismus
- Deutsch-Katholische Bewegung
(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)
Riten
Die Identität einer Kirche hängt weitgehend von ihrer Liturgie ab, die man auch Ritus nennt. Diese haben ihren Ursprung in der ursprünglichen Patriarchatszugehörigkeit: Norden: Byzanz; Süden: Alexandria; Osten: Antiochia; Westen: Rom.
Literatur
- Wolfgang Beinert: Lexikon der katholischen Dogmatik Herder, Freiburg im Breisgau [u.a.], 2002, ISBN 3-45-126378-5
Weblinks
!
Kategorie:Katholizismus
ko:카톨릭
Kolonie
Die Kolonie ist ein auswärtiges abhängiges Gebiet eines Staates ohne eigene politische und wirtschaftliche Macht. Die Bildung von Kolonien ist ein wesentliches Instrument der Machtausdehnung imperialistischer Staaten.
Kolonien im ursprünglichen Sinn gab es schon in der Antike. So wurden besonders von den Griechen etliche Kolonien im Mittelmeerraum und im Gebiet des Schwarzen Meeres gegründet, die über Handelsbeziehungen eng mit den Mutterstädten in Griechenland verbunden blieben. Auch die Römer kannten dieses Prinzip - bei ihnen waren es die aus dem Militärdienst ausgeschiedenen Soldaten, die in den eroberten Gebieten Land zur Bewirtschaftung erhielten und Kolonien gründeten. So leitet sich etwa der Name der Stadt Köln direkt vom lateinischen colonia ab.
Kolonien wurden und werden traditionell wegen ihres natürlichen Reichtums an Bodenschätzen, fruchtbarem Boden (Ackerbau) und Menschen (Sklaverei) oder ihrer geostrategisch günstigen Lage (Gibraltar) etabliert.
Der Reichtum und die Position von Kolonien soll vor allem den Bewohnern oder der Elite des Mutterlandes nutzen, daher haben die Bewohner von Kolonien oft gar keine oder nur verminderte Bürgerrechte. Die Kolonie wird administrativ von einer dünnen Elite aus Bewohnern der Kolonialmacht beherrscht; oft ist statt der einheimischen Sprache eine Kolonialsprache Amtssprache. Die Kolonialmächte setzten so genannte Kolonialregierungen ein, die mit der Verwaltung einer Kolonie bedacht wurden.
Diese systematische Unterdrückung einheimischer Völker und die Ausbeutung natürlicher Reichtümer hat vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg wachsende Unzufriedenheit geschürt und schließlich zur Unabhängigkeit der meisten Kolonien auf der Welt geführt.
Kolonien heißen heute nicht mehr Kolonien
Ob ein Gebiet eine Kolonie oder nur eine „beliebige“ Provinz des Mutterlandes ist, hängt stark vom Standpunkt ab. Tendenziell werden abhängige Gebiete demokratischer Staaten nicht so deutlich als Kolonien wahrgenommen wie abhängige Gebiete nicht-westlicher Staaten.
Da der Begriff Kolonie eine negative Konnotation bekam, haben vor allem seit den 1970er Jahren praktisch alle noch bestehenden Kolonialmächte ihren Kolonien andere Namen gegeben, z. B. die DOMs und TOMs von Frankreich, die „inkorporierten Territorien“ der USA oder die Sonderverwaltungszonen und Autonomen Gebiete Chinas. Auch bekamen die Einheimischen in der Regel heute die vollen Bürgerrechte des Mutterlandes.
Die Umbenennung einer Kolonie und das Verleihen von Bürgerrechten macht aber aus ihr noch keinen Teil des Mutterlandes. Inhaltlich bleiben die meisten Kolonien weiterhin Kolonien: Der natürliche Reichtum wird abgeschöpft, so dass das Durchschnittseinkommen in den Kolonien viel geringer als im Mutterland ist, die Elite vor Ort sind oft direkt aus dem Mutterland versetzte Bürokraten und Amtssprache ist die Kolonialsprache.
Andererseits geht es vielen heutigen Kolonien wirtschaftlich oft viel besser als Nachbargebieten, die schon lange unabhängige Staaten sind, so Französisch-Guayana in Südamerika oder Puerto Rico (USA) in der Karibik.
In der radikalsten Sichtweise sind alle Gebiete Kolonien, deren Bewohner sich aufgrund oft kultureller Unterschiede vom Mutterland lösen wollen. So ist Schottland für nationalistische Schotten eine englische Kolonie genauso wie nationalistische Bretonen die Loslösung der Bretagne von der Kolonialmacht Frankreich fordern.
Siehe auch
- Kolonialismus – Das Herrschaftsprinzip
- Kolonisation – Gründung und Entwicklung von Kolonien.
- Kolonialzeit – Die Blütezeit, von der Entdeckung Amerikas bis zum Ende des 2. Weltkriegs
- Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg – Krieg der amerikanischen Kolonien gegen die Kolonialmacht England
- Dekolonisation – Auflösung der Kolonien, vorwiegend nach dem 2. Weltkrieg
- Entwicklungspolitik – Umgang mit Entwicklungsländern, häufig früheren Kolonien
- Neokolonialismus – Abwertende Bezeichnung für den heutigen Umgang mancher Industrieländer mit Entwicklungsländern
Kategorie:Abhängiges Gebiet
ja:植民地
zh-min-nan:Si̍t-bîn-tē
KonfessionBegriffsgeschichte
Der Ausdruck Konfession (v. latein. confiteri bekennen, gestehen) bezeichnet ursprünglich eine Beichte im religiösen bzw. ein | | |