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| Maximilian I. (HRR) |
Maximilian I. (HRR)]
Maximilian I. von Habsburg ( - 22. März 1459 in Wiener Neustadt; † 12. Januar 1519 in Wels, Oberösterreich) war ein deutscher Fürst und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
Leben
Maximilian wurde in Wiener Neustadt als Sohn Kaiser Friedrichs III. geboren.
1462 und 1463 erlebte er als 4-Jähriger die Auseinandersetzungen zwischen seinem Onkel Albrecht VI. und seinem Vater Kaiser Friedrich III in Wien. Die Wiener öffneten damals Albrecht die Tore, obwohl Friedrich in der Stadt weilte und Albrecht sein erklärter Gegner war. Sie feierten diesen als neuen Befehlshaber und Heilsbringer für die Stadt und belagerten gemeinsam mit ihm die Hofburg und beschossen sie tagelang mit Kanonen (Wien hatte damals nur zwei Kanonen!). Maximilian verzieh das den Wienern nie. Deshalb hielt er sich trotz der Tatsache, dass Wien praktisch Reichshauptstadt war, später nur selten dort auf und residierte eher in Wiener Neustadt.
1477 heiratete er Maria von Burgund, die Tochter Herzog Karls des Kühnen und Erbin des Hauses Burgund, mit der er rasch zwei Kinder hatte: Philipp den Schönen (1478) und Margarete (1480). Nach dem frühen Tod Marias (1482) fielen Maximilian bzw. seinem und Marias Sohn die Niederlande, die Freigrafschaft Burgund sowie das eigentliche Herzogtum Burgund zu, das allerdings französisches Lehen war und sofort von Frankreich besetzt wurde. Dessen Versuche, auch weitere ehemals französische Territorien aus der burgundischen Erbschaft zurückzuerobern, konnte Maximilian 1479 durch den Sieg seiner Truppen verhindern. Allerdings verlobte er bald danach seine kleine Tochter mit dem jungen französischen König Karl VIII., dem sie eben jene Territorien als Mitgift einbringen sollte (wozu es aber nicht kam, s. u.).
1486 wurde Maximilian noch zu Lebzeiten seines Vaters zum Rex Romanorum gewählt.
1490 heiratete er per procurationem, d.h. ohne persönliche Anwesenheit, Anna, die junge Herzogin und Erbin der Bretagne. Er musste aber erleben, wie 1491 die noch nicht vollzogene Ehe aufgelöst wurde und Anna Karl VIII. heiratete, der deshalb Margarete zurückschickte, obwohl sie inzwischen einen Großteil ihrer Kindheit am französischen Hof verbracht hatte.
Nach dem Tod seines Vaters Friedrich 1493 trat Maximilian dessen Nachfolge an.
Als 1495 Karl VIII. im Handstreich das Königreich Neapel eroberte, auf dessen Krone er Ansprüche geltend machte, bildete Maximilian mit dem Herzog von Mailand, der Republik Venedig, dem Papst und König Ferdinand von Aragon die sog. Heilige Allianz. Bei dieser Gelegenheit verlobte er seine Tochter Margarete mit Ferdinands Sohn Johann, dem präsumptiven Erben der Kronen Aragons und Kastiliens. Da Johann kurz danach starb, verheiratete er 1496 seinen Sohn Philipp mit der als aragonesisch-kastilische Thronerbin nachgerückten Johanna der Wahnsinnigen. Hierdurch fühlte Frankreich sich von Osten und Südwesten zugleich bedroht, und der habsburgisch-französische Gegensatz begann, der die europäische Geschichte für die nächsten 250 Jahre prägen sollte.
1495 initiierte Maximilian eine umfassende Reichsreform, die einen Ewigen Landfrieden und eine reichsweite Steuer, den Gemeinen Pfennig vorsah. Die komplexen Strukturen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation konnte die Reform jedoch nicht aufbrechen. Von den Institutionen, die aus ihr hervorgingen, hatten die neugebildeten Reichskreise und das Reichskammergericht Bestand.
Reichskammergericht
1508 nahm Maximilian mit Zustimmung des Papstes aber ohne Krönung in Rom die Kaiserwürde an. Er nannte sich von da an "Erwählter Römischer Kaiser".
Um den wachsenden Druck zu vermindern, der durch Beistandsverträge der Herrscher Frankreichs, Polens, Ungarns, Böhmens und Russlands auf dem Reich lastete, aber auch um Böhmen und Ungarn für Habsburg zu sichern, traf sich Maximilian 1515 mit den jagiellonischen Königen Wladislaw II. von Ungarn und Böhmen und Sigismund I. von Polen in Wien. Die dort arrangierten Hochzeiten brachten dem Haus Habsburg ein Jahrzehnt später die Kronen von Ungarn und Böhmen ein.
Maximilians Nachfolger als Kaiser wurde sein in den Niederlanden aufgewachsener Enkel Karl V., Sohn des schon 1506 verstorbenen Philipp und Johannas. Zum Vormund seiner Enkel und zur Regentin über die Niederlande hatte Maximilian nach Philipps Tod seine zwischendurch mit Philibert von Savoyen verheiratete, aber früh verwitwete Tochter Margarete berufen, die ihrer Aufgabe bis zu ihrem Tod 1530 mit fester Hand und diplomatischem Geschick nachkam.
Sein Grabmal in der Hofkirche in Innsbruck blieb unvollendet.
Maximilians Wirken
Maximilian machte sich um die Förderung des Geisteslebens in seinem Reich verdient; er setzte sich für den Humanismus ein und brachte die Künste voran. Er gab auch poetische Werke heraus, die von ihm konzipiert waren und von Mitarbeitern gestaltet wurden. Der Theuerdank allegorisiert Maximilians Brautwerbung, der Weißkunig (unvollendet) berichtet von seinen Taten bis 1513 und der Projekt gebliebene Freydal von seinen Turnieren.
Maximilian wird oft als "der letzte Ritter" bezeichnet.
Wohl vermittelt über Willibald Pirckheimer trat Maximilian 1512 zu
Albrecht Dürer in Verbindung; ab 1515 gewährte er ihm eine jährliche Rente
von 100 Gulden.
Sein Leibarzt war seit 1514 Paul Ritz, ein Humanist und Kabbalist.
Nachkommen
Kabbalist
Erste Ehe: Maximilian heiratete Maria von Burgund (1457-1482).
- Philipp I. (1478-1506) - verheiratet mit Johanna von Kastilien, dadurch König von Spanien
- Margarete von Österreich (1480-1530) - verheiratet mit Johann, Prinz von Aragon
Zweite Ehe: Maximilian heiratete Bianca Maria Sforza von Mailand. Diese Ehe blieb kinderlos.
Illegitime Nachkommen:
- Georg von Österreich, Bischof von Lüttich (1505-1557)
Zitate
- "Bella gerant alii, tu felix austria nube." („Mögen andere Länder Kriege führen, du glückliches Österreich heirate.“)
Werke
- Trilogie:
- Theuerdank: 1517 erschienene Dichtung mit ritterlichem Charakter (größtenteils von Maximialan I. selbst geschrieben)
- Weißkunig:
- Freydal:
- Geheimes Jagdbuch
- Das Fischereibuch
Literatur
- Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., Beck, München 2003, ISBN 3-406-50958-4
Weblinks
-
- [http://www.historiker.de/cgi-local/menschenbilder/show.pl?file=data%2fbilddatenbank.data&id=184&listtemp=templates%2fframe_ausschnitt_person.htm Biografie und Bildnis des Kaisers Maximilians I.]
Kategorie:Kaiser (HRR)
Kategorie:Habsburger
Kategorie:Kunstmäzen oder Sammler
Kategorie:Mann
Kategorie:Geboren 1459
Kategorie:Gestorben 1519
ja:マクシミリアン1世 (神聖ローマ皇帝)
22. MärzDer 22. März ist der 81. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 82. in Schaltjahren) - somit bleiben 284 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 238 - Gordianus I. und sein Sohn Gordianus II. werden als römischer Kaiser bzw. Mitregent ernannt.
- 1499 - Gefecht am Bruderholz (Schwabenkrieg)
- 1848 - Bestattung der Märzgefallenen in Berlin; zweite Verbeugung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV.
- 1939 - Zweiter Weltkrieg: Truppen der deutschen Wehrmacht besetzen Klaipėda in Litauen.
- 1944 - in Ungarn wird eine deutschfreundliche Regierung unter Döme Sztójay eingesetzt.
- 1945 - Bei der Bombardierung Hildesheims werden der Dom und die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern fast vollständig zerstört.
- 1945 - Die Arabische Liga wird in Kairo zwecks außenpolitischer Zusammenarbeit und friedlicher Beilegung gegenseitiger Konflikte gegründet .
- 1946 - Gründung der „Deutschen Konservativen Partei – Deutschen Rechtspartei“ DKP-DRP als Fusion der „Deutschen Aufbau-Partei“ und der „Deutschen Konservativen Partei“.
- 1962 - Der Grundwehrdienst wird in Deutschland auf 18 Monate verlängert.
- 1965 - Nicolae Ceauşescu wird Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Rumäniens.
- 1966 - Konrad Adenauer gibt den CDU-Parteivorsitz ab
- 1968 - Finnland. Mauno Koivisto wird Ministerpräsident.
- 1974 - Der Bundestag beschließt das Volljährigkeitsalter zum 1. Januar 1975 von 21 auf 18 Jahre herabzusetzen.
- 1993 - Volksrepublik China. Jiang Zemin wird Staatspräsident.
- 1999 - Estland. Mart Laar wird wieder Regierungschef.
- 2001 - Benin. Staatspräsident Mathieu Kérékou wird in seinem Amt bestätigt.
- 2003 - Weltweit werden Friedensdemonstrationen gegen den von den USA und ihren Verbündeten geführten Irak-Krieg abgehalten.
- 2004 - Der Gründer der radikalislamischen Hamas-Bewegung, Scheich Ahmad Jassin, wird am frühen Morgen bei einem Angriff israelischer Kampfhubschrauber in Gaza-Stadt getötet.
Wirtschaft
- 1765 - Das britische Parlament verabschiedet die Stamp Act über die Besteuerung der nordamerikanischen Kolonien.
- 1989 - Das Basler Übereinkommen zur Kontrolle der grenzüberschreitenden Abfallwirtschaft wird in Basel zur Unterzeichnung aufgelegt.
Wissenschaft und Technik
- 1911 - In Kiel läuft die „Kaiser“ als das erstes mit Turbinen angetriebenes Linienschiff der Welt vom Stapel.
- 1935 - Vom Funkturm Berlin wird das erste reguläre Fernsehprogramm der Welt abgestrahlt.
Kultur
- 1836 - Uraufführung der Oper I Briganti von Saverio Mercadante am Théâtre Italien in Paris.
- 1854 - Uraufführung der Oper Die Nibelungen von Heinrich Dorn in Weimar.
- 1963 - In Großbritannien erscheint die erste LP der Beatles: Please Please Me.
- 1994 - Steven Spielbergs Holocaust-Drama „Schindlers Liste“ wird mit sieben Academy Awards ausgezeichnet.
Religion
- 1312 - Papst Klemens V. hebt den Templerorden auf.
Katastrophen
- 1952 - In Frankfurt am Main verunglückt eine DC-6 der KLM während der Landung wegen starken Nebels und heftigem Regen. 42 der 47 Menschen an Bord sterben.
- 1955 - Nahe Honolulu, Hawaii, prallt ein Flugzeug der US Navy gegen die Klippen, wobei alle 66 Personen an Bord sterben.
- 1992 - In New York stürzt eine Fokker F-28 der USAir wegen vereister Tragflächen beim Start ab. Von 51 Menschen an Bord sterben 27.
- 2005 - In dem US Staat Minnesota läuft der Schüler Jeffrey Weise der örtlichen Highschool Amok. Er erschiesst zuhause zuerst seinen Grossvater und dessen Lebensgefährtin, führte danach das Massaker in der Schule weiter. Fazit: 10 Tote, inklusive dem Täter.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1986 - Trevor Berbick gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Pinklon Thomas in Las Vegas durch einen Sieg nach Punkten.
Geboren
Las Vegas
Las Vegas
- 1212 - Go-Horikawa, 86. Kaiser von Japan
- 1459 - Maximilian I., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1599 - Anton van Dyck, flämischer Maler
- 1609 - Johann II. Kasimir, polnischer König
- 1663 - August Hermann Francke, deutscher Theologe und Sozialpädagoge
- 1688 - Joachim Daniel von Jauch, deutscher Ingenieuroffizier und Architekt
- 1699 - Johann Georg von Langen, deutscher Forst- und Oberjägermeister
- 1720 - Nicolas-Henri Jardin, französischer Architekt
- 1728 - Anton Raphael Mengs, deutscher Maler
- 1750 - Gustav Graf von Schlabrendorf, politischer Schriftsteller
- 1763 - Eva König, Frau von Gotthold Ephraim Lessing
- 1768 - Jean Baptiste Joseph Fourier, französischer Mathematiker und Physiker
- 1785 - Adam Sedgwick, britischer Begründer der modernen Geologie
- 1786 - Joachim Lelewel, polnischer Historiker und Freiheitskämpfer
- 1797 - Wilhelm I., deutscher Kaiser
- 1799 - Friedrich Wilhelm August Argelander, deutscher Astronom
- 1858 - Adolph Hoffmann, Abgeordneter im Reichstag
- 1858 - Hans Meyer (Afrikaforscher), deutscher Geograph und Verleger
- 1863 - Albertine Assor, Mitbegründerin der evangelisch-freikirchlichen Diakonie
- 1868 - Robert Andrews Millikan, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1871 - Franz Adam Beyerlein, deutscher Schriftsteller
- 1873 - Ole Hjellemo, norwegischer Komponist
- 1875 - Hans Grimm, deutscher Schriftsteller und Publizist
- 1877 - Waldemar Mitscherlich, deutscher Staatswissenschaftler
- 1878 - Michel Théato, luxemburgischer Leichtathlet
- 1885 - Eugen Fürst zu Oettingen-Wallerstein, deutscher Politiker
- 1887 - Chico Marx, US-amerikanischer Schapieler und Komiker
- 1903 - Jochen Klepper, deutscher Erzähler
- 1908 - Hernando Téllez, kolumbianischer Schriftsteller
- 1909 - Nathan Rosen, amerikanisch-israelischer Physiker
- 1911 - Blue Barron, US-amerikanischer Bandleader
- 1912 - Karl Malden, US-amerikanischer Schauspieler
- 1912 - Agnes Martin, US-amerikanische Künstlerin
- 1912 - Martha Mödl, deutsche Opernsängerin (Sopran)
- 1921 - Johnny Bruck, deutscher Zeichner und Photolithograph
- 1921 - Nino Manfredi, italienischer Schauspieler
- 1923 - Marcel Marceau, französischer Pantomime
- 1925 - Wolfgang Bächler, deutscher Schriftsteller (Gruppe 47)
- 1928 - Käte Jaenicke, deutsche Schauspielerin
- 1930 - Stephen Sondheim, US-amerikanischer Musicalkomponist und -texter
- 1931 - Burton Richter, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1931 - William Shatner, kanadischer Schauspieler und Autor
- 1933 - Eveline Hasler, schweizerische Schriftstellerin
- 1936 - Ria Keel-Traber, schweizerische Textilkünstlerin
- 1936 - Roger Whittaker, kenianischer Sänger
- 1937 - Armin Hary, deutscher Leichtathlet und Olympiasieger
- 1937 - Johnny Fergson, US-amerikanischer Sänger
- 1937 - Angelo Badalamenti, Komponist für Fernsehserien
- 1941 - Bruno Ganz, schweizerischer Schauspieler
- 1942 - Bernd Herzsprung, deutscher Schauspieler
- 1943 - George Benson, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist und Sänger
- 1943 - Keith Relf, britischer Musiker
- 1944 - Jeremy Clyde, britischer Musiker
- 1944 - Tony McPhee, britischer Musiker
- 1945 - Chuck Jackson, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - André Heller, österreichischer Sänger, Autor und Aktionskünstler
- 1947 - Harry Vanda, niederländischer Musiker
- 1947 - Jelena Hoffmann, SPD-MdB seit 1994
- 1947 - Patrick Olive, britischer Musiker
- 1948 - Andrew Lloyd Webber, britischer Musiker und Komponist
- 1948 - Bernard Dietz, deutscher Fußballspieler
- 1948 - Randy Hobbs, britischer Musiker
- 1949 - Fanny Ardant, französische Schauspielerin
- 1950 - Goran Bregovic, bosnischer Musiker
- 1950 - Hugo Egon Balder, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 1952 - Francesco Clemente, italienischer Maler
- 1952 - Janez Potočnik, slowenischer Politiker und EU-Kommissar
- 1954 - Ute Schäfer, deutsche SPD-Politikerin, Ministerin in NRW
- 1955 - Andreas Hauffe, deutscher Autor
- 1960 - Annette Ramelsberger, deutsche Journalistin
- 1961 - Hubert Kah, deutscher Musiker und Produzent
- 1961 - Ingolf Roßberg, Oberbürgermeister von Dresden
- 1967 - Jan Udo Holey, deutscher Autor
- 1967 - Mario Cipollini, italienischer Radrennfahrer
- 1970 - Hwang Young-Cho, koreanischern Marathonläufer
- 1970 - Leontien Zijlaard-van Moorsel, niederländische Radrennfahrerin und Olympiasiegerin
- 1970 - Mariah Carey, US-amerikanische Sängerin
- 1976 - Reese Witherspoon, US-amerikanische Schauspielerin
- 1978 - Heinz Winckler, südafrikanischer Sänger
- 1979 - Silvano Beltrametti, schweizerischer Ex-Skirennläufer
- 1981 - Imre Szabics, ungarischer Fußballspieler
Gestorben
- 1081 - Boleslaw II., König von Polen
- 1471 - Georg von Podiebrad, König von Böhmen
- 1540 - Hans Kohlhase, Bürger und Kaufmann in Cölln an der Spree (heute Berlin)
- 1687 - Jean-Baptiste Lully, italienischer Komponist
- 1758 - Jonathan Edwards, US-amerikanischer Prediger
- 1767 - Johann Peter Süßmilch, deutscher Pfarrer und Statistiker
- 1772 - John Canton, englischer Physiker
- 1777 - Maxim Sosontowitsch Beresowski, russischer Komponist
- 1832 - Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter und Naturwissenschaftler
- 1851 - Göran Wahlenberg, schwedischer Botaniker
- 1852 - Sir John Harvey, britischer General und Kolonialadministrator
- 1874 - Richard Brenner, deutscher Afrikaforscher
- 1880 - Anton von Stabel, Regierungschef, Justiz- und Außenminister in Baden
- 1916 - Ferdinand Fellner d. J., österreichischer Architekt
- 1925 - Julian Balthasar Marchlewski, Politiker und Mitgründer des Spartakusbundes
- 1929 - Anton Beer-Walbrunn, deutscher Komponist
- 1931 - Hermann Kutter, bedeutender evangelischer Theologe in der Schweiz
- 1935 - Alexander Moissi, österreichischer Schauspieler
- 1946 - Clemens August Graf von Galen, deutscher Bischof und Kardinal
- 1951 - Peter August Böckstiegel, Maler
- 1951 - Willem Mengelberg, niederländischer Dirigent
- 1952 - Uncle Dave Macon, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1963 - Cilly Aussem, deutsche Tennisspielerin
- 1965 - Wilhelm Schapp, deutscher Philosoph und Jurist
- 1969 - Ernst Deutsch, deutscher Schauspieler
- 1969 - Gerhard Fritsch, österreichischer Schriftsteller
- 1974 - Edward Molyneux, französischer Modedesigner
- 1974 - Roland Rohlfs, Testpilot
- 1975 - Paul Verhoeven, deutscher Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor
- 1976 - Hans Thirring, österreichischer Physiker
- 1979 - Paul Nevermann, deutscher Jurist und Politiker, Bürgermeister von Hamburg
- 1986 - Mark Dinning, US-amerikanischer Sänger
- 1986 - Michele Sindona, italienischer Rechtsanwalt und Bankier
- 1993 - Gret Palucca, deutsche Tänzerin und Tanzpädagogin
- 1995 - Henri Xhonneux, belgischer Filmemacher
- 2000 - Max Epstein, US-amerikanischer Klezmer-Musiker
- 2001 - Sabiha Gökçen, Kampfpilotin
- 2001 - William Hanna, US-amerikanischer Zeichentrickfilmer und Produzent
- 2002 - Rudolf Baumgartner, Schweizer Violinist und Dirigent
- 2003 - Gordian Troeller, luxemburgischer Dokumentarfilmer
- 2003 - Harry Fisher, Interbrigadist im spanischen Bürgerkrieg und Friedensaktivist
- 2004 - Ahmad Jassin, führenden Begründer der militanten Hamas
- 2005 - Josefine Hawelka, Wiener Kaffeehauselegende
- 2005 - Kenzo Tange, japanischer Architekt
- 2005 - Jeffrey Weise, amerikanischer Amokläufer
Feier- und Gedenktage
- Weltwassertag (UNO)
Siehe auch
- 21. März - 23. März
- 22. Februar - 22. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala - Osterdatum
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0322
ja:3月22日
ko:3월 22일
simple:March 22
th:22 มีนาคม
1459
Politik und Weltgeschehen
- 20. September: Bukarest wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt
- 25. April: Mit dem Vertrag von Eger wird die sächsisch-böhmische Grenze im Erzgebirge und an der Elbe (südlich von Schandau) festgelegt
- Serbien wird Teil des osmanischen Reiches
- Nach dem Tod von Graf Adolf VIII. von Holstein und Herzog von Schleswig gibt es keine Erben, daher hat niemand ein Anrecht auf das Herzogtum Schleswig und die Grafschaft Holstein. Für die Wahl eines neuen Herzogs kommt die Ritterschaft zusammen. Auch nach mehreren Wahlgängen kommt es 1460 zu keinem Ergebnis
- Die Bauhütten schließen sich auf der Grundlage der Straßburger Ordnung zusammen
- Der venezianische Mönch Fra Mauro entwirft eine Weltkarte
- Marco Palmezzano ( - 1459 oder 1463), italienischer Maler († 1539)
- 25. Januar: Paul Hofhaimer, österreichischer Komponist († 1537)
- 1. Februar: Conrad Celtis, Dichter und Humanist († 1508)
- 2. März: Hadrian VI., Papst († 1523)
- 6. März: Jakob Fugger „der Reiche“, deutscher Kaufmann († 1525)
- 22. März: Maximilian I. von Habsburg († 1519)
- 6. Oktober: Martin Behaim, Kosmograph († 1506)
- 27. Dezember: Johann I., König von Polen (1492–1501) († 1501)
- 10. Oktober: Gianfrancesco Poggio Bracciolini, Humanist der italienischen Renaissance ( - 1380)
- 4. Dezember: Adolf VIII., Graf von Holstein und Herzog von Schleswig, ohne Erben ( - 1401)
ko:1459년
12. JanuarDer 12. Januar (in Österreich: 12. Jänner) ist der 12. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit verbleiben noch 353 (in Schaltjahren 354) Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1780 - erste Ausgabe der Zürcher Zeitung
- 1816 - Generalamnestie für Teilnehmer an der Französischen Revolution.
- 1919 - In Deutschland wird der Spartakusaufstand wird von Friedrich Ebert mit Hilfe der OHL, unter der Führung von Gustav Noske (MSPD), niedergeschlagen.
- 1922 - Frankreich. Regierungschef Aristide Briand tritt zurück.
- 1957 - Australien eröffnet seine südlichste Polarstation, die Davis-Station.
- 1970 - Mit der Kapitulation Biafras endet der Bürgerkrieg in Nigeria.
- 1976 - Der Rückzug der letzten spanischen Truppen aus der ehemaligen Provinz Spanisch-Sahara beendet die spanische Kolonialherrschaft.
- 1990 - Oskar Ribas Reig wird Regierungschef Andorras.
- 1991 - Präsident Arnold Rüütel, Estland, und Präsident Boris Jelzin, Russland, unterzeichnen in Moskau einen Grundlagenvertrag zwischen den beiden Ländern.
- 1992 - Wiederwahl von Schelju Schelew zum Staatspräsidenten vonBulgarien.
- 1993 - Erich Honecker setzt sich nach Chile zu seiner Familie ab.
- 1995 - Schan Widenow wird Regierungschef Bulgariens.
- 2002 - Pakistan. In einer Grundsatzrede verurteilt der pakistanische Präsident Pervez Musharraf Terror, Intoleranz und extremistische Gewalt.
Kultur
- 1692 - Uraufführung der Oper Eraclea ovvero Il ratto delle Sabbine von Giovanni Bononcini im Tordinona in Rom.
- 1844 - Uraufführung der Oper Caterina Cornaro von Gaetano Donizetti am Teatro di S. Carlo, in Neapel.
Katastrophen
- 1945 - Erdbeben der Stärke 7,1 in Mikawa, Japan mit etwa 1.900 Toten.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1562 - Carlo Emanuele I., Sohn von Emanuele Filiberto von Savoyen
- 1579 - Johan Baptista van Helmont, Universalwissenschafter, Arzt, Naturforscher und Chemiker
- 1628 - Charles Perrault, französischer Schriftsteller
- 1638 - Ernst Rüdiger von Starhemberg, Verteidiger Wiens bei der Zweiten Türkenbelagerung
- 1716 - Antonio de Ulloa, spanischer Gelehrter und Admiral
- 1721 - Ferdinand von Braunschweig, preußischer Generalfeldmarschall
- 1722 - Nicolas Luckner, deutscher General, Marschall von Frankreich
- 1729 - Edmund Burke, britischer Staatsphilosoph und Politiker
- 1746 - Johann Heinrich Pestalozzi, Schweizer Pädagoge
- 1751 - Ferdinand IV., König beider Sizilien und König von Neapel
- 1751 - Jakob Michael Reinhold Lenz, deutscher Schriftsteller des Sturm und Drang
- 1760 - Friederike Bethmann-Unzelmann, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 1783 - Erik Gustaf Geijer, schwedischer Schriftsteller
- 1788 - José Manuel Inácio da Cunha Faro Menezes Portugal da Gama Carneiro e Sousa, portugiesischer Militär und Politiker
- 1792 - Johan August Arfwedson, schwedischer Chemiker
- 1803 - Christian Pløyen, Gouverneur der Färöer
- 1808 - Wilhelm Philipp Schimper, elsässischer Botaniker und Paläobotaniker
- 1810 - Ferdinand II., König Neapels und beider Sizilien
- 1812 - Edouard Séguin, französischer Arzt und Pädagoge
- 1822 - Étienne Lenoir, französischer Erfinder und Geschäftsmann
- 1833 - Eugen Dühring, deutscher Nationalökonom, Sozialist und Philosoph
- 1837 - Adolf Jensen, deutscher Komponist
- 1837 - Fritz Kalle, Fabrikant, Rentier und Sozialpolitiker
- 1842 - Teobert Maler, Fotograf, Entdecker und Erforscher von Maya-Ruinen
- 1845 - Harriet Backer, norwegische Malerin
- 1852 - Joseph Joffre, französischer General, Mitglied der Académie française, Marschall von Frankreich
- 1853 - Gregorio Ricci-Curbastro, italienischer Mathematiker
- 1856 - John Singer Sargent, US-amerikanischer Maler
- 1863 - Swami Vivekananda, hinduistischer Mönch und Gelehrter
- 1863 - Vivekananda, hinduistischer Mönch und Gelehrter, Schüler von Ramakrishna Paramhansa
- 1867 - Alfred Forke, deutscher Sinologe
- 1873 - Spyridon Louis, griechischer Marathonläufer
- 1876 - Ermanno Wolf-Ferrari, deutsch-italienischer Komponist
- 1876 - Jack London, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1878 - Ferenc Molnár, ungarischer Schriftsteller und Journalist
- 1879 - Paul Guthnick, deutscher Astronom
- 1883 - Gustav Otto, deutscher Flugzeugbauer
- 1884 - Bernhard Fischer-Schweder, Polizeichef von Tilsit, Massenmörder
- 1888 - Claude Delvincourt, französischer Komponist
- 1889 - Alma Karlin, österreichische-ungarische Schrfitstellerin und Malerin, gest. 1950
- 1893 - Alfred Rosenberg, nationalsozialistischer Politiker und Kriegsverbrecher
- 1893 - Hermann Göring, deutscher Politiker in der Zeit des Nationalsozialismus
- 1893 - Michail Iossifowitsch Gurewitsch, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1896 - David Wechsler, US-amerikanischer
- 1899 - Paul Hermann Müller, Schweizer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1900 - Vaino Hannikainen, finnischer Komponist
- 1901 - Kurt Jooss, deutscher Tänzer, Choreograf und Tanzpädagoge
- 1903 - Igor Wassiljewitsch Kurtschatow, sowjetischer Physiker
- 1906 - Emmanuel Lévinas, französischer Philosoph
- 1907 - Sergei Pawlowitsch Koroljow, sowjetischer Raketenkonstrukteur
- 1907 - Tex Ritter, US-amerikanischer Musiker und Schauspieler
- 1908 - Jean Delannoy, französischer Filmregisseur
- 1909 - Archie Cochrane, britischer Epidemiologe
- 1910 - José Salazar López, Erzbischof von Guadalajara und Kardinal
- 1910 - Luise Rainer, deutsche Schauspielerin
- 1913 - Willi Birkelbach, deutscher Politiker und MdB
- 1916 - Pieter Willem Botha, war der Premierminister und Staatspräsident Südafrikas
- 1919 - Hans Richter, deutscher Schauspieler
- 1924 - Olivier Gendebien, belgischer Rennfahrer und viermaliger Le-Mans-Gewinner
- 1925 - Jutta Pallos-Schönauer, rumänisch-deutsche Malerin und Graphikerin
- 1926 - Morton Feldman, US-amerikanischer Komponist
- 1926 - Ray Price, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1927 - Ignatz Bubis, eh. Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland
- 1927 - Leopold Ahlsen, deutscher Schriftsteller
- 1928 - Peter Lerche, deutscher Rechtswissenschaftler
- 1930 - Glenn Yarbrough, US-amerikanischer Sänger der Gruppe Limeliters
- 1935 - Horst Luthin, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Hamm
- 1936 - Charlie Gracie, US-amerikanischer Sänger
- 1936 - Igor Kurtschatow, sowjetischer Kernphysiker
- 1940 - Matthias Habich, deutscher Schauspieler
- 1941 - Long John Baldry, britischer Sänger
- 1942 - Danny Williams, südafrikanischer Musiker
- 1943 - Brun-Otto Bryde, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1944 - Hans Henning Atrott, Gründer und erster Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben
- 1944 - Joe Frazier, US-amerikanischer Boxer
- 1944 - Klaus Wedemeier, Bürgermeister von Bremen
- 1944 - Vlastimil Hort, tschechisch-deutscher Schachgroßmeister
- 1945 - Maggie Bell, britische Sängerin
- 1946 - George Duke, US-amerikanischer Pianist, Arrangeur und Produzent
- 1946 - Ryszard Szurkowski, polnischer Radrennfahrer
- 1947 - Michael Blakey, britischer Schlagzeuger
- 1949 - Abraham Tilmon, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Ottmar Hitzfeld, deutscher Fußballer und Trainer
- 1951 - Rush Limbaugh, US-amerikanischer Radio-Moderator
- 1952 - Florian Havemann, deutscher Schriftsteller, Maler und Komponist
- 1952 - Ricky Van Shelton, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1954 - Mojo Mendiola,
- 1957 - António Vitorino, EU-Kommissar aus Portugal
- 1957 - John Lasseter, US-amerikanischer Trickfilm-Regisseur
- 1958 - Matthias Döschner, deutscher Fußballer
- 1959 - Blixa Bargeld, deutscher Musiker, Performance-Künstler, Komponist, Autor und Schauspieler
- 1959 - Per Gessle, schwedischer Musiker (Roxette)
- 1959 - Ralf Moeller, deutscher Schauspieler
- 1959 - Weronika Tscherkassowa, weißrussische Journalistin
- 1962 - Emanuele Pirro, Autorennfahrer
- 1962 - Gunde Svan, schwedischer Skilangläufer
- 1965 - Marina Kiehl, deutsche Skirennläuferin
- 1965 - Maybrit Illner, deutsche Journalistin, Moderatorin und Autorin
- 1966 - Rob Zombie, US-amerikanischer Sänger
- 1967 - Michael Theurer, deutscher Politiker und MdL Baden-Württemberg
- 1967 - Takehiko Inoue, japanischer Manga-Zeichner
- 1968 - Heather Mills, britisches Model
- 1969 - Eduardo Hurtado, ecuadorianischer Fußballspieler
- 1969 - Holger Zastrow, Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der FDP im Sächsischen Landtag
- 1969 - Robert Prosinečki, kroatischer Fußballspieler
- 1970 - Zack De La Rocha, US-amerikanischer Sänger
- 1971 - David McAllister, deutscher Politiker
- 1974 - Melanie Chisholm, britische Sängerin
- 1974 - Tor Arne Hetland, norwegischer Skilangläufer
- 1975 - Alexander Bonde, deutscher Politiker
- 1990 - Sergej Karjakin, ukrainischer Schach-Großmeister
Gestorben
- 1151 - Suger von Saint-Denis, französischer Abt und Staatsmann
- 1519 - Maximilian I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
- 1557 - Eberhard Billick, Gegenreformator und Weihbischof in Köln
- 1578 - Katharina von Spanien, Erzherzogin von Österreich und Prinzessin von Spanien
- 1665 - Pierre de Fermat, französischer Jurist und Mathematiker
- 1674 - Giacomo Carissimi, italienischer Komponist
- 1735 - John Eccles, englischer Komponist
- 1819 - André Morellet, französischer Ökonom und Schriftsteller
- 1833 - Marie-Antoine Carême, französischer Koch
- 1839 - Joseph Anton Koch, österreichischer Maler
- 1858 - Joachim Haspinger, Pfarrer und Tiroler Patriot
- 1867 - Georg Merz, deutscher Optiker und Astronom
- 1875 - Tongzhi, Chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie)
- 1877 - Wilhelm Hofmeister, deutscher Botaniker und Professor
- 1880 - Ida von Hahn-Hahn, deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin
- 1891 - Georges-Eugène Baron Haussmann, französischer Stadtplaner
- 1909 - Hermann Minkowski, detuscher Mathematiker und Physiker
- 1911 - Franz Eugen Schlachter, Evangelist, Altphilologe und der Übersetzer der Schlachter-Bibel
- 1918 - Ottmar von Angerer, deutscher Mediziner
- 1938 - Gösta Ekman, schwedischer Schauspieler
- 1941 - Edu Snethlage, niederländischer Fußballspieler
- 1942 - Wladimir Michailowitsch Petljakow, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1943 - Else Ury, deutsche Schriftstellerin und Kinderbuchautorin
- 1945 - Arthur Hoffmann, deutscher Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg
- 1947 - Karl August Nerger, Fregattenkapitän und Träger des Ordens Pour-le-Mérite
- 1957 - Ken Wharton, englischer Formel 1-Rennfahrer
- 1960 - Nevil Shute, englischer Schriftsteller
- 1962 - Willy Odenthal, deutscher SPD-Politiker
- 1974 - Heinrich Schneider, deutscher Politiker
- 1976 - Agatha Christie, britische Schriftstellerin
- 1977 - Henri-Georges Clouzot, französischer Regisseur
- 1983 - Gerhard Barkhorn, deutscher Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg
- 1983 - Nikolai Wiktorowitsch Podgorny, Staatsoberhaupt der Sowjetunion
- 1986 - Ludwig Biermann, deutscher Physiker
- 1988 - Piero Taruffi, Auto- und Motorradrennfahrer
- 1989 - Willy Schneider, deutscher Volkssänger
- 1991 - André Kaminski, Schweizer Schriftsteller
- 1993 - Richard Mortensen, dänischer Maler
- 1996 - Bartel Leendert van der Waerden, niederländischer Mathematiker
- 2001 - Adhemar Ferreira da Silva, brasilianischer Leichtathlet
- 2001 - Luíz Bonfá, brasilianischer Gitarrist und Komponist
- 2001 - William Hewlett, US-amerikanischer Gründer von Hewlett-Packard
- 2002 - Cyrus Vance, US-amerikanischer Politiker Außenminister 1977-1980
- 2003 - Kinji Fukasaku, japanischer Regisseur
- 2003 - Leopoldo Galtieri, argentinischer General und de facto Präsident Argentiniens
- 2003 - Maurice Gibb, US-amerikanischer Musiker (Bee Gees)
- 2004 - Kira von Preußen, deutsche Adlige
- 2004 - Paul Irving Abell, US-amerikanischer Chemiker und Paläontologe
- 2005 - Amrish Puri, indischer Filmschauspieler
- 2005 - Manfred Fuhrmann, deutscher Altphilologe
Feier- und Gedenktage
- Namenstage: Ernst, Hilda, Hilde, Tatjana, Reinhold
Siehe auch
:11. Januar - 13. Januar
:12. Dezember - 12. Februar
:Historische Jahrestage - Zeitskala
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ja:1月12日
ko:1월 12일
simple:January 12
th:12 มกราคม
Wels (Stadt)
Wels ist die zweitgrößte Stadt in Oberösterreich. Sie ist eine Statutarstadt, gehört also selbst zu keinem Bezirk, ist aber auch Verwaltungssitz des Bezirks Wels-Land.
Geografie
Wels liegt an der Traun gelegen im Hausruckviertel auf 317 m Höhe. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,5 km, von West nach Ost 9,6 km. 3,4 % der Fläche sind bewaldet, 23,5% der Fläche landwirtschaftlich genutzt. Wels ist in 5 Stadtteile gegliedert, nämlich Innenstadt, Lichtenegg, Vogelweide, Neustadt und Pernau.
Ortsteile der Gemeinde sind: Aichberg, Au, Berg, Brandln, Dickerldorf, Doppelgraben, Eben, Gaßl, Höllwiesen, Hölzl, Kirchham, Laahen, Lichtenegg, Maxlhaid, Mitterlaab, Nöham, Niederthan, Oberhaid, Oberhart, Oberlaab, Oberthan, Pernau, Puchberg, Roithen, Rosenau, Schafwiesen, Stadlhof, Trausenegg, Unterleithen, Waidhausen, Wels, Wimpassing, Wispl.
Wappen
[http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xbcr/SID-3DCFCFC3-175B3DB3/ooe/Wappen40301.jpg] Offizielle Beschreibung des Stadtwappens: In Blau auf grünem, gewelltem Schildfuß ein silberner, zweitürmiger, gezinnter Torbau, das durchbrochene Rundbogentor mit hochgezogenem, goldenem Fallgitter, die Türme mit je drei schwarz geöffneten Fenstern, eines über zwei gestellt; über dem Gebäude schwebend der österreichische rot-weiß-rote Bindenschild.Stadtfarben: Grün-Rot. Das Wappen soll angeblich die Burg Wels (oder vielleicht auch ehemalige Befestigung der Stadt im Mittelalter) darstellen, mit dem Fluss Traun davor.
Geschichte
Der Raum Wels ist schon seit der Jungsteinzeit besiedelt, erlangte allerdings erst durch die zentrale Lage in der römischen Provinz Noricum größere Bedeutung. Vor der ersten römischen Erwähnung um 15 v. Chr. war Wels eine vermutlich eher dörfliche keltische Siedlung, welche dann zum römischen Ort Ovilava anwuchs. Schon um das Jahr 120 erhielt sie das römische Stadtrecht als Municipium Ovilava. Etwa 215 wurde sie durch Kaiser Caracalla zur Colonia Aurelia Antoniniana Ovilabis ernannt. Die Stadt hatte damals schon etwa 18.000 Einwohner. Ein besonders markantes Merkmal des antiken Wels: Die heute noch teilweise erhaltene Stadtmauer, zur damaligen Zeit etwa 4 km lang, mit fünfzig Türmen. Es gab damals bereits Häuser aus Ziegeln, Dampfbäder, eine Arena, sowie ein Bewässerungssystem, welches Wasser vom jenseits der Traun liegenden Reinberg brachte. Mit dem Ende der Römerherrschaft verlor Wels völlig an Bedeutung.
In die Herrschaft der Babenberger (10.-13. Jh.) fällt die neuerliche Verleihung des Stadtrechts im Jahre 1222. Durch eine Urkunde von 1328 wird die Rolle als wichtiger Markt dokumentiert. Durch die Verleihung wichtiger wirtschaftlicher Privilegien und die günstige Lage am Fluss Traun spielte Wels eine wichtige Rolle in der Region.
Der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Maximilian I. starb am 12. Jänner 1519 in der habsburgischen Burg von Wels, nachdem ihm die Innsbrucker Bürger zuvor den Einlaß in ihre Stadt verweigert hatten.
In 19. Jahrhundert war Wels Station der ertsen Pferdeeisenbahn Europas (Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden).
Am 18. Jänner 1964 wurde Wels ein eigenes Statut verliehen.
Die Burg Wels
Die Burg gehörte den Habsburgern. Wertvoll war aber weniger die Burg sondern vielmehr das Land, das zur Burg gehörte.
Dieser Besitz, der „Herrschaft Wels" hieß, reichte bis ins Kremstal.
Viele untertänige Bauern mussten dem Burgvogt ihre Abgaben abliefern. Manchmal weilte der jeweilige Kaiser auf der Durchreise in der Burg Wels. Besonders gern blieb Maximilian I hier. Ihm verdankt die Welser Burg ihr heutiges Aussehen. Besonders schön ist der Erker, der so ähnlich aussieht wie das Goldene Dachl in Innsbruck.
In der Burg starb 1519 Kaiser Maximilian, als er sich auf dem Weg von Innsbruck nach Wien befand und schon todkrank in Wels Halt machte. Nach dem Tod Maximilians blieben Burg und Herrschaft Wels noch längere Zeit im Besitz der Habsburger. Später schenkte sie ein Habsburger Kaiser Fürst Auersperg. Vor ungefähr 160 Jahren verkaufte Fürst Auersperg die Burg an einen Schmalzaussiedler.
Seit 1848 hatte die Burg keinen Wert mehr, weil die Grundherrschaft aufgehoben wurde. Das heißt das Land gehörte nun den Bauern.
Aus der altehrwürdigen Burg wurde nun für einige Zeit eine Margarinefabrik.
Wirtschaft
Wels gilt als wichtige Einkaufsstadt und ist Standort mehrerer Allgemein- und Berufsbildender Höherer Schulen sowie einer Fachhochschule. Darüber hinaus ist sie für die zweijährliche Welser Messe im Herbst bekannt. 2001 wurden in der Stadt 3.188 Arbeitsstätten gezählt die zusammen 39.204 Personen beschäftigten.
Berühmte Einwohner
Wie viele andere Städte hat auch Wels berühmte Menschen hervorgebracht, welche sich überregional einen Ruf erarbeiten konnten. Darunter sind: Politiker, Wissenschafter, Entdecker und Helden.
Kategorie:Ort in Oberösterreich
Kategorie:Bezirk in Oberösterreich
Heiliges Römisches Reich deutscher Nation
Heiliges Römisches Reich, später Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation war die offizielle Bezeichnung für das Reich, das sich 962 mit der Regentschaft von Otto I. aus dem karolingischen Ostfrankenreich herausbildete und bis 1806 bestand. In der historischen Forschung wird das Heilige Römische Reich seit einigen Jahren auch als Altes Reich bezeichnet.
Die Formel Imperium Romanum (Römisches Reich) gehörte bereits zum Kaisertitel Karls des Großen. Erst in der Zeit Kaiser Friedrichs I. tauchte 1157 der Zusatz Sacrum (Heilig) in der Kaisertitulatur auf.
In deutschsprachigen Urkunden trat die Wendung Sacrum Imperium Romanum (Heiliges Römisches Reich) seit Kaiser Karl IV. auf (der lateinische Name ist erstmals 1254 belegt). Ab 1438 findet sich erstmals der Zusatz Nationis Germanicae. 1486 wurde diese Titulatur erstmals in einem Gesetz verwendet. Seit 1512 war die offizielle Titulatur des Reiches Sacrum Romanum Imperium Nationis Germanicae (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation).
Mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II. am 6. August 1806 auf Druck von Napoleon Bonaparte erlosch das alte Reich. Das Reich war allerdings bereits durch die Eroberungen Napoleons und die daraus resultierende Gründung des Rheinbundes so gut wie handlungsunfähig.
Charakter des Reiches
Das Heilige Römische Reich war aus dem ostfränkischen Reich entstanden und war ein vor- und übernationales Gebilde, ein Lehensreich und Personenverbandsstaat, der sich aber dennoch niemals zu einem Nationalstaat wie etwa Frankreich oder Großbritannien entwickelte und aus ideengeschichtlichen Gründen auch nie als solcher verstanden werden wollte.
Das Reich überwölbte als „Dachverband“ viele Territorien und gab dem Zusammenleben der verschiedenen Landesherrn reichsrechtlich vorgegebene Rahmenbedingungen. Diese quasi-selbständigen Fürsten- und Herzogtümer erkannten den Kaiser als zumindest ideelles Reichsoberhaupt an und waren auf der einen Seite den Reichsgesetzen, der Reichsgerichtsbarkeit und den Beschlüssen des Reichstages unterworfen, waren aber auf der anderen Seite durch Königswahl, Wahlkapitulation, Reichstage und andere ständische Vertretungen an der Reichspolitik beteiligt und konnten diese für sich beeinflussen.
Der Name des Reiches
Der Name drückt den Anspruch aus, einerseits der Nachfolger des antiken Römischen Reiches und damit gleichsam der Herrscher der Welt zu sein, und andererseits wurde dieser Anspruch ins Heilige erhöht, aus dem die irdische Herrschaft abgeleitet und legitimiert wurde.
Mit der Krönung des Frankenkönigs Karl des Großen zum Kaiser durch Papst Leo III. im Jahr 800 erhob dieser den Anspruch auf die Nachfolge des antiken römischen Imperiums, der so genannten Translatio Imperii, obwohl geschichtlich und dem Selbstverständnis nach das christlich-orthodoxe byzantinische Reich aus dem alten römischen Reich entstanden war; nach Ansicht der Byzantiner war das neue westliche „Römische Reich“ ein selbsternanntes und illegitimes.
byzantinische Reich]
Interessanterweise trug das Reich zum Zeitpunkt seiner Entstehung Mitte des 10. Jahrhunderts noch nicht das Prädikat heilig. Der erste Kaiser Otto I. und seine Nachfolger sahen sich selbst und wurden als Stellvertreter Gottes auf Erden und damit als erster Beschützer der Kirche angesehen. Es bestand also keine Notwendigkeit, die Heiligkeit des Reiches besonders hervorzuheben.
Erst nachdem die sakrale Sphäre des Kaisertums durch den Investiturstreit von 1075 bis 1122 weitgehend aufgehoben worden war, versuchten die Kaiser diesen Anspruch nunmehr verbal für sich zu reklamieren. So entstand im 12. Jahrhundert in der Kanzlei Friedrichs I., genannt Barbarossa, der Begriff des sacrum imperium.
Im so genannten Interregnum von 1250 bis 1273, als es keinem der drei gewählten Könige gelang, sich gegen die anderen durchzusetzen, verband sich der Anspruch, der Nachfolger des Römischen Reiches zu sein, mit dem Prädikat heilig zur Bezeichnung Sacrum Romanum Imperium (deutsch: Heiliges Römisches Reich). Also wurde ausgerechnet während der kaiserlosen Zeit dieser Machtanspruch um so tönender angemeldet – wenn sich freilich auch in der nachfolgenden Zeit daran wenig änderte.
Der Zusatz Nationis Germanicae („Germanischer Nation“, aber übersetzt als „Deutscher (Teutonicae) Nation”) erschien erst im Spätmittelalter um 1450, wohl auch weil sich die Machtbereich der Kaiser im wesentlichen auf das Gebiet der heutigen deutschsprachigen Länder bezog. Erstmals offiziell verwendet wurde dieser Zusatz im Jahre 1512 in der Präambel des Abschieds des Reichstages in Köln. Kaiser Maximilian I. hatte die Reichstände u. a. zwecks Erhaltung [...] des Heiligen Römischen Reiches Teutscher Nation geladen.
Bis 1806 war Heiliges Römisches Reich deutscher Nation die offizielle Bezeichnung des Reiches (oft abgekürzt als SRI für Sacrum Romanum Imperium auf lateinisch oder HRR auf deutsch).
Geschichte
Entstehung des Reiches
1806
Das Fränkische Reich hatte nach dem Tode Karls des Großen im Jahre 814 mehrfach Teilungen und Wiedervereinigungen der Reichsteile unter seinen Kindern und Enkeln durchlaufen. Solche Teilungen unter den Söhnen eines Herrschers waren nach fränkischem Recht normal und bedeuteten nicht, dass die Einheit des Reiches aufhörte zu existieren, da eine gemeinsame Politik der Reichsteile und eine künftige Wiedervereinigung damit nicht ausgeschlossen war. Starb einer der Erben kinderlos, so fiel dessen Reichsteil einem seiner Brüder zu.
Solch eine Teilung wurde auch im Vertrag von Verdun 843 unter den Enkeln Karls beschlossen. Das Reich wurde zwischen Karl dem Kahlen, der den westlichen romanisierten Teil bis etwa zur Maas erhielt, Ludwig dem Deutschen, er erhielt den östlichen eher germanisch geprägten Reichsteil und Lothar I. der neben der Kaiserwürde einen mittleren Streifen von der Nordsee bis zum Mittelmeer, erhielt.
Auch wenn hier die zukünftige Landkarte Europas erkennbar wird – wenn dies auch niemals beabsichtigt war –, kam es im Laufe der nächsten fünzig Jahre zu verschiedenen weiteren, meist kriegerischen, Wiedervereinigungen und Teilungen zwischen den Teilreichen, die jeweils noch von den Nachfolgern Karls regiert wurden. Erst als Karl der Dicke 887 wegen seines Versagen beim Abwehrkampf gegen die plünderenden und raubenden Normannen abgesetzt wurde, wurde kein neues Oberhaupt aller Reichsteile mehr bestimmt, sondern die verbliebenden Teilreiche wählten sich eigene Könige, die teilweise nicht mehr der Dynastie der Karolinger angehörten. Dies war ein deutliches Zeichen für das Auseinanderdriften der Reichsteile und des auf dem Tiefpunkt angekommenen Ansehens der Karolingerdynastie, da diese das Reich in Folge der Thronstreitigkeiten in Bürgerkriege stürzten und nicht in der Lage waren, das Gesamtreich gegen die Einfälle der Normannen im Norden und der Sarazenen im Süden zu schützen. Infolge der fehlenden dynastischen Klammer zerfiel das Reich in zahlreiche kleine Grafschaften, Herzogtümer und andere regionale Herrschaften, die meist nur noch formal die regionalen Könige als Oberhoheit anerkannten.
Besonders deutlich wurde dieser Zerfall im mittleren Reichsteil sichtbar, wo sich die Stammesherzogtümer herausbildeten. Das heißt, die Herzöge wurden nicht mehr vom König ernannt, sondern von den regionalen Adligen gewählt. Im östlichen Reich konnte diese Entwicklung nach dem Tode des letzten Karolingers auf dem ostfränkischen Thron Ludwig IV., das Kind durch die gemeinsame Wahl Konrads I. aufgehalten werden. Konrad gehörte zwar nicht der Dynastie der Karolinger an, war aber ein Franke aus dem Geschlecht der Konradiner. Trotz der Abkehr der Lothringer vom ostfränkischen Reich, die sich den Westfranken anschlossen, zeigte die Wahl Konrads endgültig, wie stark sich Ostfranken vom Gesamtreich abgewendet hatte. Im Jahre 918 wurde diese Entwicklung noch deutlicher, als mit dem Sachsenherzog Heinrich I. erstmals ein Nicht-Franke zum ostfränkischen König gewählt wurde. Seit diesem Zeitpunkt wurde dieses Reich nicht mehr durch eine einzige Dynastie getragen, sondern die regionalen Großen, Adligen und Herzöge entschieden über den Herrscher des ostfränkischen Reiches.
Im Jahre 921 wurde Heinrich I. im Vertrag von Bonn vom westfränkischen Herrscher als gleichberechtigt anerkannt und durfte den Titel rex francorum orientalum, König der östlichen Franken, führen. Die Entwicklung des Reiches als eines auf Dauer eigenständigen und überlebensfähigen Staatswesens war damit im wesentlichen abgeschlossen.
Trotz der Ablösung vom Gesamtreich und der Vereinigung der germanischen Völkerschaften, die im Gegensatz zu Westfranken nicht romanisertes Latein, sondern theodiscus oder diutisk (von diot volksmäßig, volkssprachig) sprachen, war dieses Reich kein früher deutscher Nationalsstaat. Genauso wenig war es bereits das spätere Heilige Römische Reich. Auf der einen Seite fehlte das alle vereinende deutsche Nationalbewusstsein, von dem erst seit der frühen Neuzeit die Rede sein kann, und auf der anderen Seite fehlte dem Reich noch der imperiale und sakrale Charakter.
frühen Neuzeit
Das steigende Selbstbewusstsein des neuen ostfränkischen Königsgeschlechtes zeigte sich bereits in der Thronbesteigung Ottos I., dem Sohn Heinrichs, der auf dem Thron Karls des Großen, oder was man dafür hielt, in Aachen gekrönt wurde. Außerdem zeigt sich der zunehmend sakrale Charakter seiner Herrschaft dadurch, dass er sich salben ließ und der Kirche seinen Schutz gelobte. Nach einigen Kämpfen gegen Verwandte und lothringische Herzöge, gelang ihm mit dem Sieg über die Ungarn 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg die Bestätigung und Festigung seiner Herrschaft. Noch auf dem Schlachtfeld soll das Heer ihn als Imperator gegrüßt haben.
Dieser Sieg über die Ungarn veranlasste Papst Johannes XII., Otto nach Rom zu rufen und ihm die Kaiserkrone anzubieten, damit dieser als Beschützer der Kirche auftrete. Johannes stand nämlich unter der Bedrohung der italienischen Könige. Der Hilferuf des Papstes bekundete einerseits, dass die ehemaligen Barbaren sich zu den Trägern der römischen Kultur gewandelt hatten und dass das östliche regnum als legitimer Nachfolger des Kaisertums Karls des Großen angesehen wurde. Otto folgte dem Ruf, auch wenn es wohl Irritation unter einigen Beratern des Königs gab, und zog nach Rom. Er wollte der Beschützer der Kirche sein.
Als „Gründungsdatum“ des Heiligen Römischen Reiches wird von Historikern meist das Datum der Kaiserkrönung Ottos I., der 2. Februar 962, angegeben, auch wenn Otto kein neues Reich gründen wollte oder gegründet hat und das Reich auch erst einige Jahrhunderte später diesen Namen trug. Aber spätestens hier ist der Prozeß der Herauslösung des ostfränkischen Reiches als eigenständiges Reich aus dem fränkischen Gesamtreich abgeschlossen und das Reich hatte seine weltliche und sakrale Legitimation als neues Imperium Romanum durch die Kaiserkrönung erhalten.
Mittelalter
Siehe auch: Deutschland im Mittelalter
Deutschland im Mittelalter
Im hohen Mittelalter ergab sich eine Umstrukturierung in der Struktur des Reiches. Schon im Ostfränkischen Reich hatten sich aus den ursprünglich nur als Verwaltungseinheiten gedachten Grafschaften größere Einheiten zusammengeschlossen, die weitgehend den alten Stämmen entsprachen. Diese territorialen Einheiten wurden nun Herzogtümer genannt. Die Herzogtümer waren relativ abgeschlossene Einheiten. Während in unteren „Verwaltungsebenen“ einzelne Rechte und persönliche Bindungen die Machtverhältnisse ausmachten, existierten die Herzogtümer in einer territorialstaatsähnlichen Form. Im Kampf der Herzogtümer gegen die Königsmacht wurden einige der alten Stammesherzogtümer zerschlagen, andere verloren durch die Verleihung der Reichsunmittelbarkeit weite Gebiete. Diese Entwicklung konzentriert sich vor allem im 12. Jahrhundert in der Zeit Friedrichs I. Barbarossa; Mit dem frühen Tod Heinrich VI. scheiterte der letzte Versuch im Reich eine starke Zentralgewalt zu schaffen, sodass die Fürsten ihren Einfluss weiter ausbauen konnten. In der Regierungszeit Friedrich II. wurden den weltlichen Fürsten im Statutum in favorem principum und den geistlichen in der Confoederatio cum principibus ecclesiasticis weitgehende Rechte verbrieft. Im Laufe der Jahrhunderte kam es durch Bündelung und Neuverteilung von Einzelrechten wieder zu territorialen Herrschaften, die aber deutlich kleiner als die Herzogtümer waren. Dieser Prozess war etwa um 1500 abgeschlossen.
Im Spätmittelalter fand im Zuge des Untergangs der Staufer und dem drauffolgenden Interregnum ein Verfall der, allerdings traditionell ohnehin nur schwach ausgeprägten, königlichen Zentralgewalt statt. Die französische Expansion im westlichen Grenzgebiet des Imperiums hatte zur Folge, dass die Einflussmöglichkeiten des Königtums im ehemaligen Königreich Burgund auf einen faktischen Nullpunkt sanken; eine ähnliche, aber weniger stark ausgeprägte Tendenz zeichnete sich in Reichsitalien (also im wesentlichen die Lombardei und die Toskana) ab. Erst seit dem Italienzug Heinrichs VII. kam es zu einer zaghaften Wiederbelebung der kaiserlichen Italienpolitik, die aber in wesentlich engeren Grenzen verlief als die Italienpolitik der hochmittelalterlichen römisch-deutschen Könige.
Italienpolitik
So konzentrierten sich die spätmittelalterlichen Könige wesentlich stärker auf den deutschen Reichsteil, wobei sie sich gleichzeitig stärker als zuvor auf ihre jeweilige Hausmacht stützten; Kaiser Karl IV. kann dabei als ein Musterbeispiel angeführt werden. In seine Regierungszeit fiel auch der Ausbruch des so genannten Schwarzen Todes, der zu einer deutlichen Krisenstimmung beitrug und in deren Verlauf es zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung sowie zu Judenpogromen kam. Karl IV. schuf mit der Goldenen Bulle von 1356 auch eine Art von „Reichsgrundgesetz“, da hier die Rechte der Kurfürsten festgelegt wurden, welche dann maßgeblich die Politik des Reiches mitbestimmten. Sie blieb bis zur Auflösung des Reiches in Kraft.
Frühe Neuzeit
Eine der Möglichkeiten, den Beginn der Neuzeit zu markieren, ist die Einführung des Allgemeinen Landfriedens im Jahre 1495. Bald darauf wurde die Struktur des Reiches verändert. 1500 und 1512 wurde das Reich in Reichskreise eingeteilt.
Im Zuge der Reformation zerbrach die Macht des Kaisers langsam. Es bildeten sich konfessionsgebundene Bündnisse zwischen Reichsständen, die mehrmals gegeneinander Krieg führten. Der zu dieser Zeit herrschende Kaiser Karl V. war nicht in der Lage, diese reichsinternen Kämpfe zu beenden; ebensowenig gelang es ihm, die Reformation aufzuhalten. In der Mitte des Jahrhunderts wurde den Reichsständen das Recht zugestanden, die Konfession ihrer Untertanen zu bestimmen ("cuius regio, eius religio"). Dadurch wurden die Reichsstände konfessional einheitlich. Ausnahmen zu dieser Regel waren nur viele der Reichsstädte und das Hochstift Osnabrück. Mit der konfessionellen Einheitlichkeit eines Territoriums war der Prozess der Territorialstaatsbildung endgültig abgeschlossen. Der Höhepunkt der durch die Reformation eingeleiteten Veränderungen war der Dreißigjährige Krieg. In seinem Verlauf versuchte der Kaiser ein letztes Mal, seine alte Machtstellung zurückzugewinnen und die Einheit der Kirche wiederherzustellen. Dieser Versuch scheiterte. Es entstand ein Reich, in dem es kaum noch zu Verschiebungen der Grenzen der Territorien kam, und in dem der Kaiser fast nur noch repräsentativen Charakter hatte.
Das Reich beginnt zu zerbröckeln
Koalitionskriege gegen Napoleon und Separatfrieden
Das Reich begann während der Napoleonischen Kriege zu zerbrechen. So hatten bereits der Frieden zwischen Preußen und Frankreich 1795 und der Friede von Lunéville zwischen Österreich und Frankreich von 1801 die Grundfeste des Reiches erschüttert.
Reichsdeputationshauptschluss von 1803
Die Säkularisationen durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 sorgten weiterhin dafür, das prekäre politisch-konfessionelle Gleichgewicht des Reiches zu zerstören, das mit dem Westfälischen Frieden konstituiert worden war. Bereits seit den 1740er aber waren die Teile des Reich auf Grund des Dualismus zwischen Österreich und Brandenburg-Preußen immer mehr auseinandergedriftet. Auf seinem Boden war neben Österreich eine zweite Großmacht entstanden, was letztendlich zum Zerreissen des Reiches führen musste.
Das Ende des Reiches
Zusätzlich zu den inneren und äußeren Erschütterungen hatte sich am 2. Februar 1804 Napoleon zum Kaiser der Franzosen gekrönt. Mit dieser Erhöhung wollte er einerseits seine Macht festigen, andererseits seine Größe noch deutlicher sichtbar machen. Vor allem wollte er das Erbe Karls des Großen antreten und somit seinem erblichen Kaisertum eine in der Tradition des Mittelalters stehende Legitimation verschaffen. Zu diesem Zweck reiste Napoleon im September 1804 nach Aachen und besuchte den Dom und das Grab Karls des Großen.
Napoleons Tun wurde in Wien, der Residenz des Kaisers des Reiches, genau registriert. In den darauffolgenden diplomatischen Gesprächen zwischen Frankreich und Österreich forderte am 7. August 1804 Napoleon in einer geheimen Note die Anerkennung seines Kaisertums, im Gegenzug werde Franz II. als Empereur héréditaire d'Autriche, als Erbkaiser Österreichs anerkannt. Wenige Tage später wurde aus der Forderung faktisch ein Ultimatum. Dies bedeutete entweder Krieg oder Anerkennung des französischen Kaisertums. Franz lenkte ein und nahm als Konsequenz dieses Schrittes zusätzlich zu seinem Titel als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches „für Uns und Unsere Nachfolger [...] den Titel und die Würde eines erblichen Kaisers von Österreich“ an. Dies geschah offensichtlich, um die Ranggleichheit mit Napoleon zu wahren. Hierzu schien der Titel des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches alleine nicht mehr geeignet, auch wenn dies wohl ein Bruch des Reichsrechts war.
Dieser Schritt war auch vom Rechtsbruch abgesehen umstritten und wurde auch als übereilt angesehen, wie ein Brief von Friedrich von Gentz, einem bekannten österreichischen Publizisten, an seinen Freund Fürst von Metternich deutlich macht:
:Bleibt die deutsche Kaiserkrone im österreichischen Hause – und welche Unmaßen von Unpolitik schon jetzt, wo noch keine dringende Gefahr vorhanden, öffentlich zu erkennen zu geben, daß man das Gegenteil befürchtet! – so ist jene Kaiserwürde ganz unnütz
Napoleon ließ sich jedoch nicht mehr aufhalten. Seine Armee, die durch bayerische, württembergische und badische Truppen verstärkt wurde, marschierte auf Wien, und am 2. Dezember 1805 siegten die napoleonischen Truppen in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz über Russen und Österreicher. Der darauffolgende Frieden von Preßburg, der Franz II. und dem russischen Zaren Alexander I. von Napoleon diktiert wurde, dürfte das Ende des Reiches endgültig besiegelt haben, da Napoleon durchsetzte, dass Bayern, Württemberg und Baden mit voller Souveränität ausgestattet wurden und somit Preußen und Österreich gleichgestellt wurden. Der Einfluss Franz' als Kaiser des Reiches auf diese Gebiete war damit zunichte gemacht, da sich die Länder nun faktisch außerhalb der Reichsverfassung befanden.
Dies unterstreicht eine Äußerung Napoleons gegenüber seinem Außenminister Talleyrand:
:Es wird keinen Reichstag mehr geben; denn Regensburg soll Bayern gehören; es wird auch kein Deutsches Reich mehr geben.
Auslöser für das Ende des Reiches war letztlich jedoch, dass der Kurfürst von Mainz, Karl Theodor von Dalberg, den Großalmosenier des französischen Kaiserreiches, Joseph Kardinal Fesch, zu seinem Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge ernannte. Brisant war dabei, dass Dalberg außerdem Erzkanzler des Reiches und damit Haupt der Reichskanzlei, Aufseher des Reichsgerichtes und Hüter des Reichsarchives war. Der zu seinem Nachfolger ernannte Kardinal war zudem nicht nur Franzose und sprach kein Wort deutsch – er war auch der Onkel Napoleons. Sollte also der Kurfürst sterben oder sonst irgendwie seine Ämter abgeben, so wäre der Onkel des französischen Kaisers Erzkanzler des Reiches geworden. Am 28. Mai 1806 wurde der Reichstag davon in Kenntnis gesetzt.
Der österreichische Außenminister Friedrich Graf von Stadion erkannte die möglichen Folgen: entweder die Auflösung des Reiches oder eine Umgestaltung des Reiches unter französischer Herrschaft. Daraufhin entschloss sich Franz am 18. Juni zu einem Protest, der wirkungslos blieb, zumal sich die Ereignisse überschlugen.
Denn am 12. Juli 1806 gründeten Kurmainz, Bayern, Württemberg, Baden, Hessen-Darmstadt, Nassau, Kleve-Berg und weitere Fürstentümer mit Unterzeichnung der Rheinbundakte in Paris den Rheinbund, als dessen Protektor Napoleon fungierte, und erklärten am 1. August den Austritt aus dem Reich.
Bereits im Januar hatte der schwedische König die Teilnahme der vorpommerschen Gesandten an den Reichstagssitzungen suspendiert und erklärte als Reaktion auf die Unterzeichnung der Rheinbundakte am 28. Juni, dass in den zum Reich gehörenden Ländern unter schwedischer Herrschaft die Reichsverfassung aufgehoben und die Landstände und Landräte aufgelöst seien. Er führte stattdessen die schwedische Verfassung in Schwedisch-Pommern ein. Damit beendete er auch in diesem Teil des Reiches das Reichsregime. Das Reich hatte faktisch aufgehört zu existieren, denn von ihm blieb nur noch ein Torso übrig.
Die Entscheidung, ob der Kaiser die Reichskrone niederlegen sollte, wurde durch ein Ultimatum an den österreichischen Gesandten in Paris, General Vincent, praktisch vorweggenommen. Sollte Kaiser Franz bis zum 10. August nicht abdanken, dann würden französische Truppen Österreich angreifen, so wurde diesem am 22. Juli mitgeteilt.
In Wien waren jedoch schon seit mehreren Wochen Johann Aloys Josef Freiherr von Hügel und Graf von Stadion mit der Erstellung von Gutachten über die Bewahrung der Kaiserwürde des Reiches befasst. Ihre nüchterne und rationale Analyse kam zum Schluss, dass Frankreich versuchen werde, die Reichsverfassung aufzulösen und das Reich in einen von Frankreich beeinflussten föderativen Staat umzuwandeln. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Bewahrung der Reichsoberhauptlichen Würde unvermeidlich zu Schwierigkeiten mit Frabnkreich führen würde und deshalb der Verzicht auf die Reichskrone unvermeidlich sei.
Der genaue Zeitpunkt diese Schrittes sollte nach den politischen Umständen bestimmt werden, um möglichst vorteilhaft für Österreich zu sein. Am 17. Juni 1806 wurde dem Kaiser das Gutachten vorgelegt. Den Ausschlag für eine Entscheidung des Kaisers gab wohl jedoch das erwähnte Ultimatum Napoleons. Am 30. Juli entschied sich Franz, auf die Krone zu verzichten; am 1. August erschien der französische Gesandte La Rochefoucauld in der österreichischen Staatskanzlei. Erst nachdem der französische Gesandte nach heftigen Auseinandersetzungen mit Graf von Stadion bestätigte, dass sich Napoleon niemals die Reichskrone aufsetzen werde und die Unabhängigkeit Österreichs respektiere, willigte der österreichische Außenminister in die Abdankung ein, die am 6. August verkündet wurde.
In der Abdankung heißt es, dass der Kaiser sich nicht mehr in Lage sieht seine Pflichten als Reichsoberhaupt zu erfüllen und dementsprechend erklärte er:
:[...], daß Wir das Band, welches Uns bis jetzt an den Staatskörper des deutschen Reichs gebunden hat, als gelöst ansehen, daß Wir das reichsoberhauptliche Amt und Würde durch die Vereinigung der conföderirten rheinischen Stände als erloschen und Uns dadurch von allen übernommenen Pflichten gegen das deutsche Reich losgezählt betrachten, und die von wegen desselben bis jetzt getragene Kaiserkrone und geführte kaiserliche Regierung, wie hiermit geschieht, niederlegen.
Was später heftig diskutiert werden sollte, war, ob Franz neben der Niederlegung der Krone berechtigt war, das Reich als Ganzes aufzulösen, denn er verkündete auch:
:Wir entbinden zugleich Churfürsten, Fürsten und Stände und alle Reichsangehörigen, insonderheit auch die Mitglieder der höchsten Reichsgerichte und die übrige Reichsdienerschaft, von ihren Pflichten, womit sie an Uns, als das gesetzliche Oberhaupt des Reichs, durch die Constitution gebunden waren.
Er löste auch die zu seinem eigenen Herrschaftsbereich gehörenden Länder des Reiches aus diesem heraus und unterstellte sie alleine dem österreichischen Kaisertum.
Auch wenn die Auflösung des Reiches wohl juristisch nicht haltbar war, fehlte es aber am politischen Willen und auch an der Macht, das Reich zu bewahren oder später wiederaufleben zu lassen.
Nach Ende des Reiches
Nach dem Wiener Kongress im Jahre 1815 schlossen sich die deutschen Einzelstaaten zum Deutschen Bund zusammen. Zuvor, im November 1814, richteten jedoch 29 Souveräne kleiner und mittlerer Staaten folgenden Wunsch an den Kongress:
:die Wiedereinführung der Kaiserwürde in Deutschland bei dem Komitee, welches sich mit der Entwerfung des Planes zu einem Bundesstaat beschäftigt, in Vorschlag zu bringen
Grundlage dieser Petition dürfte kaum patriotischer Eifer gewesen sein. Eher kann davon ausgegangen werden, dass diese die Dominanz der durch Napoleon zu voller Souveränität und Königstiteln gelangten Fürsten, z.B. der Könige von Württemberg, Bayern und Sachsen, fürchteten.
Aber auch darüber hinaus wurde die Frage, ob ein neuer Kaiser gekürt werden soll, diskutiert. So existierte u. a. der Vorschlag, dass die Kaiserwürde zwischen den mächtigsten Fürsten im südlichen Deutschland und dem mächtigsten Fürsten in Norddeutschland alternieren solle. Im allgemeinen wurde jedoch von den Befürwortern des Kaisertums eine erneute Übernahme der Kaiserwürde durch Österreich, also durch Franz I., favorisiert.
Da aber auf Grund der geringen Macht der Befürworter der Wiederherstellung, der kleinen und mittleren deutschen Fürsten, nicht zu erwarten war, dass der Kaiser in Zukunft die Rechte erhielte, die diesen zu einem tatsächlichen Reichsoberhaupt machen würde, lehnte Franz die angebotene Kaiserwürde ab. Dementsprechend betrachteten Franz I. und sein Kanzler Metternich diese in der bisherigen Ausgestaltung nur als eine Bürde. Auf der anderen Seite wollte Österreich aber den Kaisertitel für Preußen oder einen anderen starken Fürsten nicht zulassen.
Der Wiener Kongress ging auseinander, ohne das Kaisertum erneuert zu haben. Daraufhin wurde am 8. Juni 1815 der Deutsche Bund als lockere Verbindung der deutschen Staaten gegründet. In diesem führte Österreich bis 1848 den Vorsitz.
Verfassung des Reiches
Verfassung des Heiligen Römischen Reiches
Der Begriff der Verfassung des Heiligen Römischen Reiches ist nicht im heutigen staatsrechtlichen Sinne einer festgeschriebenen formell-rechtlichen Gesamturkunde zu verstehen. Sie bestand vielmehr im Wesentlichen aus vielen durch lange Überlieferung und Ausübung gefestigte und praktizierte Rechtsnormen, die erst seit dem Spätmittelalter und verstärkt seit der Frühen Neuzeit durch schriftlich fixierte Grundgesetze ergänzt wurden.
Die Verfassung des Reiches wie sie seit dem 18. Jahrhundert durch Staatsrechtler definiert wurde, bestand also aus einem Konglomerat geschriebener und ungeschriebener Rechtsgrundsätzen über Idee, Form, Aufbau, Zuständigkeiten und Handeln des Reiches und seiner Glieder. Da sich der stark föderative Charakter des Reiches verbunden mit einer Wahlmonarchie sich kaum in ein Schema pressen lässt, formulierte bereits der Staatsrechtler Johann Jakob Moser ausweichend über den Charakter der Reichsverfassung:
:Teutschland wird auf teutsch regiert, und zwar so, daß sich kein Schulwort oder wenige Worte oder die Regierungsart anderer Staaten dazu schicken, unsere Regierungsart begreiflich zu machen
Die Tatsache der föderalistischen Ordnung mit vielen Einzelregelungen, wurde schon von Zeitgenossen wie Samuel Pufendorf kritisiert, der 1667 in seinem unter dem Pseudonym Severinus von Monzambano zur Unterstützung der protestantischen Reichsfürsten geschriebenem Buch De statu imperii Germanici das Reich als irreguläres Monstrum bezeichnete.
Trotzdem war das Reich ein Staat mit einem Oberhaupt, dem Kaiser, und seinen Mitglieder den Reichsständen. Der ungewöhnliche Charakter des Reiches und seiner Verfassung war bereits den Staatsrechtlern des Reiches bewußt, weshalb versucht wurde diesen Charakter in einer verbreiteten Theorie darzustellen. Nach dieser Theorie wird das Reich von zwei Majestäten regiert. Auf der einen Seite war die Majestas realis, die von den Reichsständen ausgeübt wurde und auf der anderen Seite die Majestas personalis, die des Erwählten Kaisers. Erkennbar wird dies auch in der häufig anzutreffenden Formulierung Kaiser und Reich. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern war dessen Oberhaupt eben nicht das Reich.
Gut 100 Jahre nach Pufendorf verteidigte Karl Theodor von Dalberg, der Erzbischof von Mainz die Ordnung des Reiches mit den Worten:
:... ein dauerhaftes gothisches Gebäude, das eben nicht nach allen Regeln der Baukunst errichtet ist, in dem man aber sicher wohnet. (Zitate nach Uwe Wesel, Geschichte des Rechts)
Grundgesetze
Die Anzahl der niedergeschriebenen Gesetze und Texte die zur Reichsverfassung gezählt wurden, entstanden in verschiedenen Jahrhunderten und deren Anerkunung als zur Verfassung gehörig war nicht einheitlich. Dennoch lassen sich einige dieser allgemein anerkannten „Grundgesetze“ benennen.
Die erste quasi-verfassungsrechtliche Regelung läßt sich im Wormser Konkordat von | | |