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| McDonnell Douglas |
McDonnell Douglas__NOTOC__
McDonnell Douglas war bis 1997 (Übernahme durch Boeing) einer der weltweit größten Hersteller von zivilen und militärischen Flugzeugen mit Hauptsitz in Long Beach, Kalifornien (USA).
Geschichte
McDonnell Douglas ging 1967 aus einer Fusion der beiden Firmen
- McDonnell Aircraft Corporation und
- Douglas Aircraft Company hervor.
Douglas Aircraft Company
Die neue Firma führte die Produktion von Militärflugzeugen, Raketen sowie Zivilflugzeugen fort. 1974 kam die F-15 Eagle und 1975 die F/A-18 Hornet. Raketenmodelle waren AGM-84 Harpoon und der Marschflugkörper BGM-109 Tomahawk. Das erste gemeinsame zivile Flugzeug war das dreimotorige Großraumflugzeug DC-10.
Die Ölkrise der 1970er traf die gesamte Luftfahrtindustrie. Auch McDonnell Douglas litt darunter und versuchte, durch Diversifikation die Folgen zu mildern. 1984 übernahm McDonnell Douglas die Firma Hughes Helicopters.
Nachdem der Konkurrent Boeing 1996 die Geschäftsfelder Militär- und Weltraumtechnik der bis 1967 eigenständigen North American Aviation von Rockwell International kaufte, wurde auch McDonnell Douglas 1997 von Boeing übernommen. Unter dem Namen McDonnell Douglas sowie den bis dato verwendeten Typenbezeichnungen MD und DC werden seit der Übernahme durch Boeing keine Flugzeuge mehr gebaut.
Zivile Flugzeuge
- DC-8
- DC-9
- DC-10
- MD-11
- MD-80 (MD-81/82/83/87/88)
- MD-90
- MD-95
Militärflugzeuge
- A-4 Skyhawk
- C-17 Globemaster III
- F-4 Phantom II
- F-15 Eagle, Strike Eagle
- F/A 18 Hornet, Super Hornet
- KC-10 Extender
Siehe auch
Liste von Flugzeugtypen - Airbus - Antonow - Berijew - Boeing - Bombardier - Embraer - Iljuschin - Lockheed - McDonnell Douglas - Suchoi - Tupolew
Kategorie:Flugzeughersteller
Kategorie:Rüstungshersteller
Kategorie:Unternehmen (USA)
Kategorie:Ehemaliges Unternehmen
ja:マクドネル・ダグラス
1997
Jahreswidmungen
- Der Frauentäubling (Russula cyanoxantha) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Buntspecht (Dendrocopos major) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Eberesche (Sórbus aucupária) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Das Wanzen-Knabenkraut (Orchis coriophora) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Alpensteinbock (Capra ibex) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
Politik
- 1. Januar: Arnold Koller wird Bundespräsident der Schweiz
- 15. Januar: Andorra wird in die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen
- 16. Januar: Yahya A.J.J. Jammeh wird Staats- und Regierungspräsident in Gambia
- 19. Januar: Bulgarien. Petar Stojanov wird Staatspräsident
- 21. Januar: Deutschland und Tschechien unterzeichnen die deutsch-tschechische Aussöhnungserklärung
- 3. Februar: Pakistan. Erneute Auflösung des Parlaments
- 4. Februar: Südafrika bekommt eine neue Verfassung
- 8. Februar: Vorgezogene Parlamentswahlen in Nauru
- 13. Februar: Vorgezogene Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Kinza Clodumar
- 17. Februar: Bulgarien stellt den Antrag auf Vollmitgliedschaft in der NATO
- 21. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Lettland
- 1. März: Albanien: Die Regierung unter Präsident Sali Berisha tritt zurück
- 14. März: Evakuierungsmaßnahme der Bundeswehr in Albanien „Operation Libelle“
- 1. April: Konteradmiral Rudolf Lange wird Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, nachdem sein Vorgänger wegen der Roeder-Affaire um den Auftritt des bekannten Geschichtsrevisionisten Manfred Roeder zurücktreten musste
- 9. April: Erstmals tagen die Abgeordneten in Angola
- 11. April: Bildung der Regierung in Angola
- 11. April: Entsendung einer internationalen Schutztruppe nach Albanien im Auftrag der OSZE
- 13. April: Präsidentschaftswahlen in Mali
- 27. April: Zweite demokratische Wahlen im Jemen
- 1. Mai: Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Slowakei
- 1. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Slowakei. In Kraft seit dem 28. Mai 1998
- 21. Mai: Bulgarien. Ivan Kostov wird Ministerpräsident
- 21. Mai: Unterzeichnung der Versöhnungserklärung zwischen Polen und Ukraine
- 23. Mai: Regierungspräsident im Iran wird Hodschatoleslam Seyed Mohammad Khatami
- 27. Mai: Die NATO-Russland-Grundakte wird in Paris, Frankreich, unterzeichnet
- 2. Juni: Bundeswahlen in Kanada
- 6. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Finnland
- 11. Juni: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Thüringen
- 20. Juni: Natsagiin Bagabandi wird Staatspräsident der Mongolei
- 29. Juni: Albanien. Erste Neuwahlen nach den Unruhen
- 1. Juli: Großbritannien wird wieder Mitglied in der UNESCO
- 1. Juli: Rückgabe von Hongkong an die Volksrepublik China
- 5. Juli: Staatsstreich in Kambodscha. Viele Politiker gehen ins Exil
- 6. Juli: Bundeskongresswahlen in Mexiko
- 8. Juli: Unterzeichnung der NATO-Ukraine-Charta
- 9. Juli: Mazedonien. Unruhen in Gostivar und Tetovo
- 12. Juli: Berlin. Als Protest gegen musikalische Ausgrenzung und Kommerzialisierung der Love Parade kommt es zur Hateparade, aus der sich später die Demonstration Fuckparade entwickelt
- 14. Juli: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Polen. In Kraft seit dem 4. Januar 1999
- 22. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Litauen
- 23. Juli: Laos wird Mitglied der ASEAN (Assoziation südostasiatischer Staaten]
- 25. Juli: In Indien wird mit Kocheril Raman Narayanan erstmals ein Kastenloser Staatspräsident
- 6. August: Bolivien. Hugo Banzer wird Präsident
- 28. August: Armenien und Russland unterzeichnen Freundschaftsvertrag
- 28. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Turkmenistan. In Kraft seit dem 19. Juni 2002
- 1. September: Finnland. Veränderung der Verwaltungsstrukturen
- 1. September: Eröffnung des Deutschen Gymnasiums Tallinn, Estland
- 16. September: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Mongolei. In Kraft seit dem 15. Juni 1998
- 18. September: Terroranschlag auf Touristen vor dem Ägyptischen Museum in Kairo, Ägypten
- 21. September: Parlamentswahlen in Polen
- 7. Oktober: Inkrafttreten der neuen Verfassung in Polen
- 12. Oktober: Kamerun. Paul Biya wird im Amt als Staatspräsident bestätigt
- 16. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Mazedonien. In Kraft seit dem 13. Januar 1999
- 17. Oktober: Neue Verfassung in Polen
- 29. Oktober: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängt Sanktionen gegen Angola
- 30. Oktober: Mary McAleese wird Staatspräsidentin von Irland
- 31. Oktober: Lesotho. Letsie III. wird als König gekrönt
- 7. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Australien. In Kraft seit dem 15. Juni 2000
- 17. November: Terroranschlag auf Touristen vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor, Ägypten
- 26. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Kasachstan
- 1. bis 10. Dezember: In Kyoto (Japan) findet eine internationale Klimakonferenz statt, auf der sich die Industrieländer verpflichten, ihre Treibhausgas-Emissionen zu senken
- 10. Dezember: Kasachstan. Umbenennung der Hauptstadt Akmola in Astana
- 10. Dezember: Kasachstan. Akmola wird neue Hauptstadt
- 17. Dezember: Chile wird assoziiertes Mitglied des Mercosur
- 19. Dezember: Parlamentswahlen in Dschibuti
- 22. Dezember: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Mecklenburg-Vorpommern
- 27. Dezember: Oman, Einführung des Oamnischen Rates
Katastrophen
Oman
- 9. Januar: Detroit, USA. Absturz einer Embraer EMB 120 beim Anflug. Alle 29 Menschen starben
- 21. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 in der Provinz Xinjiang, Volksrepublik China. 12 Tote
- 1. Februar: Bei Tambacoumba, Senegal stürzte ein Flugzeug der Air Senegal ab. Von den 52 an Bord befindlichen Menschen kamen 23 ums Leben
- 2. Februar: Angola. Eine CASA 212 der Angolanischen Luftwaffe verunglückte auf einem Inlandsflug, wobei alle 37 Insassen starben
- 4. Februar: Israel. Kollision zweier Militär-Hubschrauber. Alle 73 Menschen starben
- 24. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in Turkmenistan und Iran. 100 Tote
- 27. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 7,1 in Pakistan. 60 Tote
- 28. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 in Armenien und Aserbaidschan; ca. 1.100 Tote
- 13. März: Iran. Bei Dezful stürzte eine Lockheed C-130 Hercules der Iranischen Luftwaffe ab. 86 Menschen kamen dabei um
- 18. März: Der Rumpf einer russischen Antonow An-24-Chartermaschine bricht während eines Fluges in die Türkei auseinander. 50 Personen sterben, und der Flugzeugtyp erhält Flugverbot
- 8. Mai: Shenzhen, Volksrepublik China. Notlandung einer Boeing 737 der China Southern Airlines bei schlechtem Wetter. 35 der 74 Personen an Bord starben
- 19. März: Ein Erdbeben der Stärke 4,9 in Pakistan. 15 Tote
- 10. Mai: Erdbeben der Stärke 7,5 im Iran, 1.560 Tote
- 21. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 5,8 im Süden Indiens. 38 Tote
- 6. Juni: Kinshasa, Demokratische Republik Kongo. Absturz einer Vickers Viscount direkt nach dem Start. 23 Menschen starben
- 9. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 7,0 in der Nähe der Küste von Venezuela. 81 Tote
- 17. Juli: Bandung, Indonesien. Eine Fokker F-27, auf dem Flug nach Jakarta, stürzte etwa 12 km nach dem Start ab. 28 Menschen starben, 22 wurden gerettet
- 21. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 5,0 in Südafrika. 15 Tote
- 6. August: Agana, Guam. Absturz einer Boeing 747 der Korean Air, etwa 5 km vor dem Flughafen. 228 Menschen starben, 26 konnten gerettet werden
- 3. September: Phnom Penh, Kambodscha. Eine Tupolew Tu-134 der Vietnam Airlines stürzte ab. 65 Menschen starben. Ein Baby hat überlebt
- 13. September: Namibia. Kollision einer Tupolew Tu-154 der Deutschen Luftwaffe mit einer Lockheed C-141 Starlifter der US-Luftwaffe über dem Atlantik, rund 120 km westlich von Namibia. Alle 24 Menschen an Bord der Tupolew und alle 9 der Starlifter starben
- 26. September: Nähe Medan, Sumatra, Indonesien. Absturz eines Airbus A300 der Garuda Indonesia. Alle 234 Menschen an Bord starben
- 26. September: Zwei Erdbeben der Stärke 5,4 und 5,6 in Umbrien und Marken (Italien). Betroffene Städte: Assisi und Perugia. 11 Tote
- 28. September: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 auf Sulawesi, Indonesien. 18 Tote
- 10. Oktober: Uruguay. Absturz einer argentinischen Douglas DC-9 bei Gewitter. Alle 74 Menschen starben
- 21. November: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 in Indien und Bangladesch. 23 Tote
- 5. Dezember: Irkutsk, Russland. Eine Antonow An-124-Frachtmaschine stürzte unmittelbar nach dem Start in ein Wohngebiet. Mehrere Häuser wurden durch das anschließende Feuer vernichtet. 85 Menschen starben
- 15. Dezember: Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate. Absturz einer Tupolew Tu-154, aus Tadschikistan kommend. Von den 86 Insassen überlebte nur einer
- 17. Dezember: Griechenland. Absturz einer ukrainischen Jakowlew Jak-42. Alle 70 Menschen an Bord starben
- 19. Dezember: Sumatra, Indonesien. Absturz einer Boeing 737 der Silk Air aus Singapur. Alle 104 Menschen an Bord starben
Wissenschaft/Technik
- 24. Februar: Das im vergangenen Sommer geborene geklonte Schaf Dolly wird der Öffentlichkeit vorgestellt
- 9. März: Totale Sonnenfinsternis im Osten Sibiriens
- 4. Juli: Die Sonde Pathfinder mit dem Geländewagen Sojourner landet auf dem Mars
- 18. September: Der erste Zeppelin NT belebt nach fast 60 Jahren die Zeppelin-Luftschifffahrt am Bodensee neu
Gesellschaft
Luftschiff
- 6. September: Am Trauerzug für die tödlich verunglückte Lady Di nehmen in London zwei bis drei Millionen Menschen teil
- Oktober: In Bilbao eröffnet das Guggenheim-Museum
- Dezember: Höhepunkt des bundesweiten Studentenstreiks
Kultur
- Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen
- Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel feiert 50. Geburtstag
- 21. November: Ein Niederländer zerstört im Stedelijk-Museum in Amsterdam das Gemälde „Cathedra“ von Barnett Newman mit einem Messer
- Gründung der Transport Protocol Experts Group
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Borussia Dortmund gewinnt das Endspiel der UEFA Champions League am 28.Mai in München durch Tore von Karl-Heinz Riedle (2) und Lars Ricken mit 3:1 Toren gegen die italienische Mannschaft von Juventus Turin
- Der FC Schalke 04 gewinnt den UEFA-Cup im Elfmeterschießen im Giuseppe-Meazza-Stadion gegen Inter Mailand mit 3:1 Toren, nachdem die beiden vorherigen Spiele nach 90 bzw. 120 Minuten jeweils 1:0 von der gastgebenden Mannschaft für sich entschieden wurden
- Jan Ullrich gewinnt als erster Deutscher die Tour de France. Er war mit 23 Jahren zugleich einer der jüngsten Sieger des härtesten Radrennens der Welt
Sonstiges
- 30. November: Das Funknavigationssystem OMEGA wird abgeschaltet
-
- 1. Januar: Hans-Martin Majewski, deutscher Komponist ( - 1911)
- 1. Januar: Aenne Brauksiepe, eine deutsche Politikerin ( - 1912)
- 1. Januar: Caspar Diethelm, Schweizer Komponist und Dirigent ( - 1926)
- 1. Januar: Townes Van Zandt, US-amerikanischer Songwriter ( - 1944)
- 2. Januar: Randy California, US-amerikanischer Gitarrist ( - 1951)
- 3. Januar: Karl Mewis, SED-Funktionär und Vorsitzender der Staatlichen Plankommission in der DDR ( - 1909)
- 5. Januar: André Franquin, belgischer Comiczeichner ( - 1924)
- 5. Januar: Vero Wynne-Edwards, britischer Zoologe, Begründer der Ökologie ( - 1906)
- 8. Januar: Melvin Calvin, US-amerikanischer Chemiker und Biochemiker ( - 1911)
- 9. Januar: Edward Osóbka-Morawski, polnischer Politiker und Ministerpräsident ( - 1909)
- 10. Januar: Alexander Robert Todd, britischer Chemiker, Nobelpreisträger ( - 1907)
- 12. Januar: Charles Brenton Huggins, kanadisch-US-amerikanischer Chirurg ( - 1901)
- 15. Januar: Helenio Herrera, argentinischer Fußballtrainer ( - 1916)
- 16. Januar: Juan Landázuri Ricketts, Erzbischof von Lima und Kardinal ( - 1913)
- 17. Januar: Clyde Tombaugh, US-amerikanischer Astronom und Entdecker des Planeten Pluto ( - 1906)
- 20. Januar: Albín Brunovský, slowakischer Grafiker und Maler ( - 1935)
- 28. Januar: Mikel Koliqi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1902)
- 31. Januar: Heiner Carow, deutscher Regisseur und Vizepräsident der Akademie der Künste der DDR ( - 1929)
- 2. Februar: Erich Eliskases, österreichischer und argentinischer Schachmeister ( - 1913)
- 2. Februar: Martin Mußgnug, deutscher Politiker ( - 1936)
- 3. Februar: Alfons Bauer, deutscher Komponist volkstümlicher Musik und Zitherspieler ( - 1920)
- 3. Februar: Bohumil Hrabal, tschechischer Schriftsteller ( - 1914)
- 9. Februar: Brian Connolly, schottischer Musiker ( - 1945)
- 13. Februar: Thies Christophersen, gehörte der Gruppe der Revisionisten an (Holocaustleugner) ( - 1918)
- 16. Februar: Chien-Shiung Wu, chinesisch-amerikanische Physikerin ( - 1912)
- 17. Februar: Bärbel Inhelder, Schweizer Entwicklungspsychologin ( - 1913)
- 17. Februar: Amha Selassie I., Kronprinz von Äthiopien ( - 1916)
- 17. Februar: Darcy Ribeiro, brasilianischer Anthropologe, Politiker, und Schriftsteller ( - 1922)
- 19. Februar: Deng Xiaoping, chinesischer Politiker ( - 1904)
- 19. Februar: Dieter Hasselblatt, Hörspielredakteur, Autor ( - 1926)
- 21. Februar: Josef Posipal, deutscher Fußballspieler ( - 1927)
- 23. Februar: Tony Williams, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger ( - 1945)
- 25. Februar: Ugo Poletti, Erzbischof von Spoleto und Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1914)
- 27. Februar: Fritz Eschmann, deutscher Bundestagsabgeordneter ( - 1906)
- 4. März: Carey Loftin, US-amerikanischer Schauspieler und Stuntman ( - 1914)
- 6. März: Cheddi Jagan, Politiker, Guyana ( - 1918)
- 7. März: Martin Kippenberger, deutscher Maler und Installationskünstler ( - 1953)
- 7. März: Edward Mills Purcell, US-amerikanischer Physiker ( - 1912)
- 9. März: Vera Ferra-Mikura, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin ( - 1923)
- 9. März: The Notorious B.I.G., US-amerikanischer Rapper ( - 1972)
- 10. März: LaVern Baker, schwarze Rhythm and Blues-Sängerin ( - 1928)
- 14. März: Fred Zinnemann, US-amerikanischer Filmregisseur ( - 1907)
- 14. März: Jurek Becker, deutscher Schriftsteller ( - 1937)
- 15. März: Victor Vasarely, französischer Maler und Grafiker ( - 1908)
- 18. März: Wladimir Lindenberg, russischstämmiger Arzt ( - 1902)
- 19. März: Jacques Foccart, französischer Politiker ( - 1913)
- 20. März: Carlo Fassi, Eiskunstläufer und Trainer ( - 1929)
- 26. März: Otto John, erster Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz ( - 1909)
- 27. März: Ella Maillart, Schweizer Sportlerin und Reiseschriftstellerin ( - 1903)
- 28. März: Helmut Grashoff, langjähriger Manager von Borussia Mönchengladbach ( - 1928)
- 31. März: Lyman Spitzer, US-amerikanischer Astronom und Physiker ( - 1914)
- 31. März: Friedrich Hund, deutscher Physiker ( - 1896)
- 4. April: Alparslan Türkeş, türkischer Soldat und Politiker ( - 1917)
- 6. April: Stephan Hermlin, deutscher Schriftsteller ( - 1915)
- 6. April: Jack Kent Cooke, kanadischer Unternehmer, Besitzer diverse Profiteams ( - 1912)
- 9. April: Yank Rachell, US-amerikanischer Blues-Musiker ( - 1910)
- 10. April: Toshiro Mayuzumi, japanischer Komponist und Professor ( - 1929)
- 10. April: Erik Blumenfeld, deutscher Kaufmann und Politiker der CDU ( - 1915)
- 10. April: Martin Schwarzschild, US-amerikanischer Astrophysiker ( - 1912)
- 14. April: Gerda Christian, Privatsekretärin von Adolf Hitler ( - 1913)
- 16. April: Roland Topor, französischer Autor, Schauspieler und Maler ( - 1938)
- 17. April: Chaim Herzog, Präsident Israels ( - 1918)
- 18. April: Herbert Czaja, deutscher Politiker ( - 1914)
- 20. April: Otto Wilhelm von Vacano, Klassischer Archäologe mit Schwerpunkt Etruskologie ( - 1910)
- 24. April: Werner Metzen, deutscher Unternehmer ( - 1946)
- 25. April: Brian May (Australien), ein Komponist für Filmmusik ( - 1934)
- 27. April: Dulce Maria Loynaz, kubanische Dichterin ( - 1903)
- 28. April: Peter Murray Taylor, Lord Chief Justice of England and Wales (1992–1996) ( - 1930)
- 2. Mai: Heinz Ellenberg, Biologe, Botaniker, Landschaftsökologie ( - 1913)
- 2. Mai: Paulo Freire, Pädagoge, Jurist, Historiker, Philosoph ( - 1921)
- 2. Mai: John Carew Eccles, australischer Physiologe ( - 1903)
- 2. Mai: Alfred Day Hershey, US-amerikanischer Biologe ( - 1908)
- 3. Mai: Narciso Yepes, klassischer Gitarrist ( - 1927)
- 8. Mai: Joachim Angermeyer, deutscher Politiker ( - 1923)
- 8. Mai: Kai-Uwe von Hassel, deutscher Politiker ( - 1913)
- 19. Mai: Troy Ruttman, Rennfahrer ( - 1930)
- 20. Mai: Virgilio Barco Vargas, Politiker und Präsident der Republik Kolumbien ( - 1921)
- 20. Mai: Richard Leising, deutscher Lyriker ( - 1934)
- 23. Mai: James Lee Byars, US-amerikanischer Künstler ( - 1932)
- 24. Mai: Edward Mulhare, Schauspieler ( - 1923)
- 26. Mai: Manfred von Ardenne, deutscher Naturwissenschaftler ( - 1907)
- 28. Mai: Ronald V. Book, US-amerikanischer Informatiker ( - 1937)
- 29. Mai: Jeff Buckley, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist ( - 1966)
- 29. Mai: Victor Kirst, Politiker, Mitglied des Deutschen Bundestages von 1969 bis 1976 ( - 1925)
- 30. Mai: Béla Barényi, Konstrukteur des VW Käfer, Nestor der passiven Sicherheit im Automobilbau ( - 1907)
- 1. Juni: Nikolai Alexandrowitsch Tichonow, sowjetischer Politiker ( - 1905)
- 1. Juni: Fred Rauch, Sänger, Texter sowie Radio-moderator ( - 1909)
- 2. Juni: Helen Jacobs, US-amerikanische Tennisspielerin ( - 1908)
- 3. Juni: Marta Schanzenbach, deutsche Politikerin ( - 1907)
- 11. Juni: Kurt Stöpel, deutscher Radrennfahrer ( - 1908)
- 12. Juni: Bulat Schalwowitsch Okudschawa, russischer Dichter und Liedermacher ( - 1924)
- 14. Juni: Helmut Fischer, deutscher Schauspieler ( - 1926)
- 18. Juni: Lew Sinowjewitsch Kopelew, russischer Schriftsteller ( - 1912)
- 20. Juni: John Akii-Bua, Leichtathlet ( - 1949)
- 22. Juni: Peter Woydt, Berliner Sportjournalist
- 23. Juni: Betty Shabazz, Witwe von Malcolm X ( - 1936)
- 25. Juni: Adolf Kabatek, Geschäftsführer Ehapa ( - 1931)
- 25. Juni: Jacques-Yves Cousteau, französischer Meeresforscher ( - 1910)
- 28. Juni: Helmut Leherbauer, österreichischer Maler ( - 1933)
- 1. Juli: Robert Mitchum, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1917)
- 1. Juli: Gerd Wiltfang, deutscher Springreiter, WM-Sieger 1978 ( - 1946)
- 3. Juli: Johnny Copeland, US-amerikanischer Bluesmusiker ( - 1937)
- 5. Juli: Miguel Najdorf, Schachgroßmeister ( - 1910)
- 7. Juli: Heino Jaeger, deutscher Maler, Graphiker und Satiriker ( - 1938)
- 11. Juli: Erwin Seeler, deutscher Fußballspieler ( - 1910)
- 12. Juli: Raimund Weissensteiner, österreichischer Priester und Komponist ( - 1905)
- 12. Juli: François Furet, französischer Historiker ( - 1927)
- 18. Juli: Eugene Shoemaker, US-amerikanischer Astronom ( - 1928)
- 21. Juli: Ernst Majonica, deutscher Politiker ( - 1920)
- 23. Juli: Chuhei Nambu, japanischer Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1904)
- 24. Juli: Frank Parker, US-amerikanischer Tennisspieler ( - 1916)
- 25. Juli: Ben Hogan, US-amerikanischer Golfspieler ( - 1912)
- 26. Juli: Kunihiko Kodaira, japanischer Professor der Mathematik ( - 1915)
- 27. Juli: Gerhard Baumgärtel, Oberbürgermeister von Weimar und Minister der DDR ( - 1931)
- 28. Juli: Seni Pramoj, thailändischer Premierminister ( - 1905)
- 30. Juli: Bao Dai, letzter Kaiser von Vietnam ( - 1913)
- 1. August: Swjatoslaw Teofilowitsch Richter, sowjetischer Pianist. ( - 1915)
- 2. August: Paul Kurzbach, deutscher Komponist ( - 1902)
- 2. August: James Krüss, deutscher Schriftsteller und Dichter ( - 1926)
- 3. August: William S. Burroughs, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1914)
- 4. August: Jeanne Calment, Mensch mit der bisher (wissenschaftlich bestätigt) längsten Lebensspanne ( - 1875)
- 6. August: Jürgen Kuczynski, deutscher Historiker und Wirtschaftswissenschaftler ( - 1904)
- 6. August: Elisabeth Höngen, deutsche Sängerin (Mezzosopran) ( - 1906)
- 10. August: Conlon Nancarrow, mexikanischer Komponist US-amerikanischer Herkunft ( - 1912)
- 12. August: Luther Allison, US-amerikanischer Blues-Gitarrist ( - 1939)
- 16. August: Nusrat Fateh Ali Khan, pakistanischer Musiker ( - 1948)
- 24. August: Werner Abrolat, deutscher Schauspieler ( - 1924)
- 24. August: Luigi Villoresi, Formel-1-Rennfahrer ( - 1909)
- 25. August: Robert Pinget, Schweizer Schriftsteller ( - 1919)
- 27. August: Eduard Heilingsetzer, österreichischer Politiker und Minister ( - 1905)
- 28. August: Frank Bencriscutto, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge ( - 1928)
- 30. August: Dodi Fayed, Millionärssohn ( - 1955)
- 30. August: Ernst Willimowski, deutsch-polnischer Fußballspieler ( - 1916)
- 31. August: Diana Frances Spencer, Ehefrau des englischen Thronfolgers Prince Charles ( - 1961)
- 1. September: Karl Berg (Erzbischof), österreichischer Erzbischof ( - 1908)
- 2. September: Viktor Frankl, Neurologe und Psychiater, Begründer der Logotherapie und der Existenzanalyse ( - 1905)
- 4. September: Aldo Rossi, Architekt und Designer im 20. Jahrhundert ( - 1931)
- 5. September: Georg Solti, ungarischer Dirigent ( - 1912)
- 5. September: Mutter Teresa, Gründerin einer Hilforganisation ( - 1910)
- 7. September: Mobutu Sese Seko, Präsident von Zaire ( - 1930)
- 17. September: Red Skelton, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker ( - 1913)
- 17. September: Jan Peder Syse, norwegischer konservativer Politiker ( - 1930)
- 20. September: Gerhard Menzel, Enkel von Carl Menzel und Unternehmer in der Glasindustrie ( - 1911)
- 20. September: Kurt Gloor, Schweizer Filmregisseur ( - 1942)
- 25. September: Jean Françaix, französischer Pianist und Komponist ( - 1912)
- 27. September: Rolf Ulrici, deutscher Schriftsteller ( -
Long Beach ist eine Stadt im Los Angeles County im US-Bundesstaat Kalifornien, USA, mit 476.564 Einwohnern (Stand: 2004). Die geographischen Koordinaten sind: 33,79° Nord, 118,16° West. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 170,6 km².
Die Stadt wurde 1880 als Willmore City gegründet. Der Hafen von Long Beach ist der zweitgrößte der USA und der zehntgrößte der Welt mit einem Umschlagsvolumen von rund 66 Millionen Tonnen pro Jahr in einem Gesamtwert von rund 95 Milliarden Dollar.
Der Rapper (Musiker und Sänger) Snoop Dogg wurde hier geboren. In der Stadt gibt es ein breites kulturelles Angebot durch diverse Museen und Philharmonie. Jährlich findet seit 1980 das Long Beach Blues Festival statt.
Long Beach erhielt die Goldmedaille für die vielen Parks und Erholungsgebiete in den Jahren 2002, 2003 und 2004.
Im Hafen von Long Beach hat die Queen Mary ihren letzten Ankerplatz erhalten. Sie dient jetzt als Hotel und Museum
In der zivilen Verkehrsluftfahrt ist Long Beach durch zwei Flugzeughersteller bekannt, die in Long Beach ihren Sitz hatten: Die Douglas Aircraft Company und McDonnell Douglas. Zur Zeit werden in Long Beach noch Flugzeuge vom Typ Boeing 717 hergestellt.
Die Verkehrsanbindung ist hervorragend durch den Hafen, den Long Beach Municipal Airport, den San Diego Freeway, Golden Gate Freeway, Long Beach Freeway, Santa Monica Freeway, San Gabriel River Freeway und die California State Route 1.
Söhne und Töchter der Stadt
- George Barlow, Zoologe, Professor der University of California
- Frank Black, US-amerikanischer Musiker
- Vanessa Blue, Pornodarstellerin, -regisseurin und -produzentin
- Jerry Boyd, Boxtrainer und Cut Man
- Nicolas Cage, US-amerikanischer Schauspieler
- Zack De La Rocha, US-amerikanischer Sänger
- Bo Derek, Schauspielerin
- John Dykstra, Spezialeffekt-Experte, Pionier bei der Verwendung von Computern in der Filmherstellung
- Walter Hill, Action-Regisseur in Hollywood
- Spike Jones, Klassiker der virtuosen komischen Musik
- Billie Jean King, ehemalige Tennisspielerin
- Mike Montgomery, US-amerikanischer Basketballtrainer
- Snoop Dogg, Rapper und Schauspieler
- Nate Dogg, Rapper und Sänger
- Warren G, Rapper und Produzent
- Matt Sorum, amerikanischer Schlagzeuger
- Tiffani-Amber Thiessen, US-amerikanische Schauspielerin
- Meg Tilly, US-amerikanische Schauspielerin, Tänzerin und Autorin
- Kevin Welch, US-amerikanischer Country-Sänger
- Tiger Woods, US-amerikanischer Profigolfer
- Anthony Zerbe, US-amerikanischer Schauspieler
Kategorie:Ort in Kalifornien
Kategorie:Ort mit Seehafen
USA
Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik.
Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht.
Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.
Geographie
Hauptartikel: Geographie der USA
Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten.
Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa.
Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone.
Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km.
Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km
Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km²
Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert
Bevölkerung
Bevölkerungsgruppen
Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.
deutscher
Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.
Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden.
Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.
Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.
Sprachen
Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen.
Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig.
Siehe auch:
- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten
Religion
Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen.
Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen
Geschichte
Hauptartikel Geschichte der USA
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt.
Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging.
Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.
Indianerpolitik
Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.
Sklaverei und Rassentrennung
South Dakota]]
Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht.
Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen.
Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.
Industrialisierung
1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan.
Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.
Börsenkrach und New Deal
Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.
Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er
Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben gekämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen, aber 1987 als der Supreme Court sie bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung 2003 aufgehoben.
Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich gewusst hat, und bei dem er die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.
1980er
In den 1970er und 1980er Jahren war ein Konjunkturabschwung und ein Verfall der Bausubstanz infolge von Kriminalität und Verwahrlosung zu verzeichnen. Zum Teil wurde auf die Kriminalität mit drakonischen Gesetzen wie dem kalifornischen „Three strikes and you are out“ geantwortet, das für das dritte Delikt (auch bei Bagatelldelikten) 25 Jahre Haft vorsieht. Die Haltung zur der in 38 der 50 Bundesstaaten gesetzlich vorgesehenen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung befürworteten Todesstrafe spielt bei der Volkswahl von Politikern, Richtern, Staatsanwälten und Sheriffs eine wichtige Rolle.
Politik
Hauptartikel: Politisches System der USA
Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsidenten (seit 2001 George W. Bush, 2004 wiedergewählt, Sohn von George Herbert Walker Bush, Präsident von 1989-1993) an der Spitze der Exekutive.
Die Legislative ist der Kongress. Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende US-Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die US-amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Exekutiv unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die obere Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesonders dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen.
Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Wahlen finden gestaffelt statt, das heißt alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen "Pro-Tempore-Vorsitzenden", einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den "Speaker of the House". Der Sprecher (das Amt wird derzeit von Dennis Hastert bekleidet) und der Pro-Tempore-Vorsitzende (zur Zeit Senator Ted Stevens) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Gesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt.
An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen (Amendments) erfahren hat.
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).
Kleinere Parteien wie die Grünen oder die Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Einer der Hauptexponenten der Grünen Partei der USA ist Ralph Nader, der im In- und Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Siehe auch: Gesellschaft der USA, US-Präsidentschaftswahlen 2004, Gerichtsorganisation in den USA
Innenpolitik
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung ("New Economy"). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten - so erwachten die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben.
Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger.
Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge. Zudem spielen überwiegend moralisch-ethische Fragen wie das Recht auf Abtreibung, die Berechtigung der Todesstrafe, die politische Anerkennung von Homosexualität oder die Frage welche Rolle christliche Werte im öffentlichen Leben spielen sollen, eine wichtige Rolle.
Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Notenbank. Vorsitzender des Fed ist zur Zeit Alan Greenspan.
Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem der USA ist teilweise Weltspitze, in anderen Teilen aber in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für Gesundheit aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 293 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei einer Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Bill Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse.
Außenpolitik
Die Außenpolitik der USA ist von drei großen Traditionen geprägt, die wechselnd an Einfluss gewinnen: Dem Isolationismus, der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten, sowie einer seit dem Zweiten Weltkrieg offenen Betonung der Rolle als Supermacht im Sinne des politischen Realismus.
Früher Isolationismus
Die frühe US-amerikanische Außenpolitik wurde von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt, die verkürzt auf den Nenner „Amerika den Amerikanern“ gebracht wurde. Sie postulierte, dass sich die europäischen Mächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Ende des 19. Jahrhunderts waren die USA jedoch zur Großmacht aufgestiegen und die frontier, das heißt die Grenze zum "unzivilisierten" Westen, war 1890 für geschlossen erklärt worden.
Frühes 20. Jahrhundert
Der erste Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese big stick policy äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen.
Während der Zeit der Weltkriege betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik und traten erst nach der Verkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges (1917) in den Ersten Weltkrieg ein. Das industrielle Gewicht der USA entschied den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen und der US-Senat verweigerte sogar den Beitritt zum Völkerbund.
1920 bis zur Nachkriegszeit
Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (lend-lease bill) England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Am 7. Dezember 1941 traten die USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg ein. Kurz darauf erklärte das mit Italien und Japan verbündete Hitler-Deutschland den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg brachte das industrielle Potenzial der USA die Entscheidung. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine US-amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des „roll back“, das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet.
Kalter Krieg
Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des Kalten Krieges waren der Korea-Krieg (1950-53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen.
Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 (Tongking-Zwischenfall) offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Marcos auf den Philippinen oder Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren.
Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Carter-Administration) und dessen Gegenteil (nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Reagan-Administration (1981-89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die Iran-Contra-Affäre: 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner d | | |