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Meppen

Meppen

Meppen ist die Kreisstadt des Landkreises Emsland in Niedersachsen. Der Name entstand aus dem Begriff Mappe, was Mündung bedeutet.

Geografie

Geografische Lage

Meppen liegt im zentralen Teil des Emslandes zwischen Lingen und Leer an der Mündung der Hase in die Ems. Aufgrund seiner geographischen Lage ist Meppen die Kreisstadt des Emslandes. Die Stadt liegt etwa 20 km entfernt von der niederländischen Grenze.

Nachbargemeinden

Meppen grenzt an folgende Städte und Gemeinden: die Stadt Haren im Norden, die Samtgemeinde Sögel im Nordosten, die Stadt Haselünne im Osten, die Gemeinde Geeste im Süden und die Gemeinde Twist im Westen.

Stadtgliederung

Meppen besteht aus den Stadtteilen Altstadt, Esterfeld, Feldkamp, Kuhweide, Neustadt, Nödike und Schleusengruppe. Am 1. Juli 1967 schlossen sich die Stadt Meppen und die Gemeinde Vormeppen auf freiwilliger Basis zusammen. Heute sind diese beiden ehemaligen Gemeinden überwiegend zusammengewachsen. Eine Abgrenzung ist heute kaum noch möglich. 1967
  1. Altstadt mit historischer Stadtkern von Meppen mit Propsteikirche, Gymnasialkirche und historischem Rathaus. An zwei Tagen der Woche findet in der dortigen Fußgängerzone ein Markt statt. Am Rande der Altstadt befindet sich, direkt an der Ems gelegen ein Campingplatz und das Frei- und Hallenbad von Meppen.
  2. Esterfeld ist ein Stadtteil am linken Emsufer, 2005 der Stadtteil mit den meisten Einwohnern. In diesem Stadtteil befinden sich die Gemeindezentren St. Maria zum Frieden (römisch-katholisch), die Bethlehem-Kirche (evangelisch-lutherisch), das Gemeindezentrum der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Königreichssaal der Zeugen Jehovas. Außerdem befindet sich hier das Waldstadion, die Heimstätte des Sportvereins SV Union Meppen.
  3. Feldkamp
  4. Kuhweide
  5. Neustadt ist ein Stadtteil am rechten Ems- und Haseufer gelegen. Hier befinden sich die Gemeindezentren St. Paulus (römisch-katholisch) und die Gustav-Adolf Kirchengemeinde (evangelisch-lutherisch). Im Norden des Stadtteils liegt außerdem das Emslandstadion, die Heimstätte des Sportvereins SV Meppen. Am Westrand der Neustadt befindet sich ein Badesee.
  6. Nödike
  7. Schleusengruppe

Geschichte

Die ehemalige Festungsstadt blickt auf eine über 1200 Jahre alte Geschichte zurück.

Historische Daten

Erste urkundliche Erwähnung findet Meppen im Jahre 834 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Ludwig dem Frommen, in der die Missionszelle Meppen dem Kloster Corvey übertragen wurde.
- 945 verleiht Otto der Große Meppen Münz- und Zollrecht, sowie 946 Marktrechte.
- 1252 Gräfin Jutta von Vechta-Ravensberg verkauft ihre Besitzungen an den Bischof von Münster, Meppen wird Teil des Niederstifts Münster
- 1360 wird Meppen durch den Bischof Adolf von Münster das Recht zur Stadtbefestigung verliehenen und somit das Stadtrecht. Bis 1660 wird Meppen zur Festungsstadt ausgebaut.
- 1762 gegen Ende des Siebenjährigen Krieges werden die Festungsanlagen geschliffen, der Gegenwall blieb bis heute erhalten.
- 1803 wird Meppen auf Grund der Beschlüsse des Reichsdeputationshauptschluß dem Herzog von Arenberg als Ersatz für den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete zugeteilt. Meppen wird Hauptstadt des Herzogtum Arenberg.
- 1810 Meppen wird Teil des französischen Kaiserreichs mit Sitz eines Kantons.
- Zwischen 1813 und 1814 ist Meppen preußisch besetzt.
- 1814/15 Das Hezogtum Arenberg-Meppen wird durch die Beschlüsse auf dem Wiener Kongress dem Königreich Hannover zugeteit.
- 1866 Das Königreich Hannover wird preußische Provinz.
- 1946 Das Land Preußen wird nach dem zweiten Weltkrieg zerschlagen, Meppen gehört zum neu geschaffenen Bundesland Niedersachsen.
- 1977 Bei der niedersächsischen Kreisreform am 1. August werden die ehemaligen Landkreise Lingen, Meppen und Aschendorf-Hümmling zum Landkreis Emsland vereinigt. Meppen wird Sitz der Kreisveraltung.

Religionen

Die Einwohner sind überwiegend römisch-katholisch (69,7 %), 16,7 % sind evangelisch-lutherisch und 2,0 % evangelisch-reformiert.

Kirchen


- Katholische Gemeinden
  - Propsteigemeinde St. Vitus, Altstadt
  - St. Paulus, Neustadt
  - St. Maria zum Frieden, Esterfeld
  - St. Franz Xaver, Rühle
  - St. Vinzentius, Fullen/Versen
  - St. Vitus, Bokeloh
  - St. Antonius, Apeldorn
  - Kirche der Unbefleckten Empfängnis Mariens, Hemsen
  - St. Joseph, Schwefingen
  - St. Antonius, Teglingen
- Evangelische Gemeinden
  - Gustav-Adolf-Kirchengemeinde (Ev.-luth.), Neustadt
  - Bethlehem-Kirchengemeinde (Ev.-luth.), Esterfeld
- Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Meppen-Schöninghsdorf

Freikirchen


- Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten)

Andere Glaubensgemeinschaften


- Zeugen Jehovas

Eingemeindungen in das Stadtgebiet von Meppen

(Einwohnerzahlen 9.März 2005) Zeugen Jehovas Infolge der Gemeindereform gehören seit 1. März 1974 auch die ehemalige Gemeinde Emslage (Groß Fullen, Klein Fullen, Rühle und Versen) sowie die Dörfer Apeldorn, Bokeloh, Borken, Helte, Hemsen, Holthausen, Hüntel, Schwefingen und Teglingen zu Meppen. # Apeldorn (777) # Bokeloh (1.253) # Borken (545) # Groß Fullen (1.072) # Klein Fullen (401) # Helte (596) # Hemsen (750) # Holthausen (142) # Hüntel (328) # Rühle (1.368) # Schwefingen (442) # Teglingen (771) # Versen (1.795)

Einwohnerentwicklung

(
- einschließlich der bis 1974 eingemeindeten Gemeinden)

Politik

Meppen hat den Status einer Selbstständigen Gemeinde und ist seit 1977 Kreisstadt des zweitgrößten deutschen Landkreises Landkreis Emsland.

Zusammensetzung des Stadtrates

Der Stadtrat hat 38 gewählte Mitglieder, sowie den direkt gewählten Bürgermeister, ihm gehören seit der Kommunalwahl am 9. September 2001 sechs Parteien bzw. Wählergemeinschaften an.
- CDU - 20 Sitze
- SPD - 10 Sitze
- UWG (Unabhängige Wähler Gemeinschaft) - 4 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen - 2 Sitze
- FDP - 1 Sitz
- CWU (Christliche Wähler Union) - 1 Sitz Die nächsten Kommunalwahlen werden 2006 stattfinden.

Bürgermeister

Bis zur Kommunalwahl 2001 wurde der Bürgermeister von den Mitgliedern des Stadtrates gewählt. Er hatte bis dahin nur repräsentative Aufgaben. Erster hauptamtlicher Bürgermeister ist Heinz Jansen (CDU), der in der Stichwahl am 23. September 2001 mit 56,7 % der Stimmen gewählt wurde. Die Gegenkandidatin Karin Stief-Kreihe (SPD) erhielt 43,3 % der Stimmen. Kurioses Von 1994 - 1996 war Karin Stief-Kreihe (SPD) Bürgermeisterin Meppens, obwohl die CDU über die absolute Mehrheit im Stadtrat verfügte. Nach mehreren Wahlgängen stand es unentschieden, laut damaligen niedersächsischen Wahlgesetz entschied schließlich das Los.

Städtepartnerschaften


- Ostrołęka (Polen), seit September 1994

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater


- Theatergemeinde Meppen Zwischen September und April bietet die Theatergemeinde Meppen ein umfangreiches Programm an. Die Vorführungen finden seit 1959 in der neu errichteten Aula des Windhorst Gymnasiums statt.
- Freilichtbühne Von Mai bis September bietet die „Emsländische Freilichtbühne Meppen“ den Besuchern jeweils ein Familienmusical und ein Abendstück, meist aus dem Bereich Musical. Die weit über 30.000 Besucher, die jährlich in den idyllischen Esterfelder Forst auf eine der schönsten Naturbühnen kommen, dürfen große Ausstattungsstücke aus dem Bereich Musiktheater erwarten. Über 100 Akteure stehen bei jeder Produktion auf bzw. hinter der Bühne. Bisher wurden unter anderem folgende Stücke gespielt: :
- Cabaret (u.a. mit Witta Pohl) :
- West Side Story :
- Annie, get your gun :
- Ein Käfig voller Narren :
- Show Boat :
- Kiss me, Kate :
- The Rocky Horror Show

Museen


- Stadtmuseum in der Arenbergischen Rentei in der Obergerichtsstraße.
- Ausstellungszentrum für die Archäologie des Emslandes an der Koppelschleuse.
- Kunstausstellungen im Kunstzentrum an der Koppelschleuse.

Bauwerke

The Rocky Horror Show
- Das Rathaus, heute Wahrzeichen der Stadt, wurde 1408 aus Findlingen gebaut. 1605 wurde es um zwei Stockwerke erweitert. Um die Grundfläche für die oberen Stockwerke zu erhöhen, wurden Säulen errichtet, die den nun typischen Umriss für das Gebäude unterstreichen.
- Um 1461/62 wurde die Probsteikirche (St. Vitus) als dreischiffige spätgotische Sandsteinkirche errichtet.
- Die Geschichte der Herrenmühle, einer Wassermühle an der Nordradde gelegen, geht bis ins 16. Jahrhundert zurück und wird heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
- Die Residenz, heutiger Sitz der Verwaltung und des Rektorates des Windhorstgymnasiums, wurde zwischen 1726 und 1729 erbaut. Später wurde die Gymnasialkirche (1743 - 46) unter Pater Superior Karl Immendorf an die Residenz angebaut.
- Die Arenbergische Rentei ein 1805 im klassizistischen Stil gebauter, repräsentativer Profanbau beherbergt heute das Stadtmuseum.
- Das Heyl'sche Haus wurde 1809 für den herzoglich-arenbergischen Kammerrat Heyl gebaut.
- Das 1816 vom Arzt Nikolaus Vagedes erbaute Stadthaus beherbergt seit 1936 die Stadtverwaltung.
- Die Koppelschleuse zwischen 1826 und 1830 gebaut, ist in ihrem ursprünglichen Zustand als Teil des ehemaligen Ems-Hase-Kanals erhalten geblieben.
- Der ehemalige Gegenwall (Contrescarpe auch als Kontereskarpe bezeichnet) der Festung Meppen ist erhalten geblieben und bildet heute eine mit Bäumen bestandene Parkanlage.

Sport

Sportvereine
- Von der Saison 1987/1988 bis 1997/1998 war der derzeitige Oberligist SV Meppen in der 2. Fußballbundesliga vertreten.
- Mitgliederstärkster Sportverein ist der SV Union Meppen, deren Volleyballabteilung 1994 die Deutsche Meisterschaft in der E-Jugend erringen konnte.

Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen


- Die Kreuztracht, eine Karfreitagsprozession
- Mittelaltermarkt, Anfang Mai
- Sommerkirmes
- Meppener Jazz- und Bluesnacht am ersten Samstag im August
- Stadtfest im September
- Herbstkirmes im Oktober
- Weihnachtsmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Das stetig wachsende lebendige Mittelzentrum verfügt über ein umfangreiches Bildungs-, Kultur- und Sportangebot. Der wichtigste Wirtschaftssektor ist das Dienstleistungsgewerbe. In letzter Zeit erlebt Meppen auch ein Wachstum der Industrie und des Tourismus. Wichtige industrielle Branchen sind:
- Elektro- und Maschinenbau
- Holzindustrie
- Erdölindustrie
- Kunststoffverarbeitung
- Informationstechnologie Beschäftigte Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten:

Verkehr

Straße Meppen kann über die Autobahn A 31 sowie die Bundesstraßen B 70 und B 402/E 233 erreicht werden. Bahn Meppen liegt an der 1855 eröffneten Eisenbahnlinie Münster – Emden (Emslandstrecke). In Meppen halten die zweistündlich verkehrenden Intercitys der Linie Luxemburg - Norddeich. Außerdem verkehrt stündlich der Emsland-Express Münster - Emden. Neben der Bundesbahnstrecke gibt es noch die Strecke der einstigen Meppen-Haselünner Eisenbahn (1902 eröffnet) von Meppen nach Haselünne bis Herzlake. Heute verkehrt hier lediglich Güterverkehr und eine Museumsbahn. Wasserwege Die Ems ist ab Meppen flussabwärts schiffbar und Teil des Dortmund-Ems-Kanal, flussaufwärts wird sie heute nur noch im Freizeitverkehr befahren. Bereits seit 1829 umfährt der Güterverkehr die zahlreichen Mäander der Ems zwischen Lingen und Meppen auf dem ehemaligen Ems-Hase-Kanal, der seit 1899 überwiegend in den Dortmund-Ems-Kanal einbezogen ist. Zwischen Haren und Meppen soll voraussichtlich bis 2007 der Euro-Hafen Emsland-Mitte als Stichhafen entstehen.

Medien


- Meppener Tagespost, gehört zum Verlag der Neuen Osnabrücker Zeitung. Erscheinungsweise: Werktags
- Emsland-Kurier, gehört zum Verlag der Osnabrücker Nachrichten. Erscheinungsweise: Sonntags
- Der Ems-Report. Erscheinungsweise: Samstags
- Emskopp. Erscheinungsweise: 1 Mal pro Monat

Öffentliche Einrichtungen

Meppen ist Sitz vieler auch überörtlicher Behörden. Die Wehrtechnische Dienststelle 91 für Waffen und Munition (WTD 91) der Bundeswehr, früher Kruppscher Schießplatz, wurde 1877 gegründet.

Bildung

Gymnasien
- Gymnasium Marianum, Privates Gymnasium in Trägerschaft des Bistums Osnabrück
- Wirtschafts- und Technikgymnasium
- Windthorst-Gymnasium Haupt- und Realschulen
- Freiherr-vom-Stein-Realschule
- Anne-Frank-Schule
- Kardinal-von-Galen-Schule
- Johannesschule Grundschulen
- Sechs Grundschulen in den zentralen Stadtteilen, sowie sieben in den eingemeindeten Ortsteilen Apeldorn, [http://www.grundschule-bokeloh.de Bokeloh], Groß Fullen, Hemsen, Rühle, Teglingen und Versen Förderschulen
- Pestalozzischule für Lernhilfe
- Helen-Keller-Schule für Körperbehinderte Berufbildende Schulen
- Berufsbildende Schulen Meppen - Landwirtschaftliche und Hauswirtschaftliche Fachrichtungen
- Berufsbildende Schulen Meppen - Gewerbliche und Kaufmännische Fachrichtungen
- Marienhaus-Schule - Berufsfach-, Fachschulen und Fachoberschulen der Missionsschwestern Mariens weitere Schulen
- Musikschule des Emslandes
- Kunstschule im Meppener Kunstkreis
- Volkshochschule Meppen

Persönlichkeiten

Ehrenbürger


- Wilhelm Anton Riedemann (
- 1832, † 1919) - Pionier der Tankschifffahrt und Mitgründer der Deutsch-Amerikanischen-Petroleum-Gesellschaft (DAPG, heute Exxon Mobil)

Söhne und Töchter der Stadt


- Hans Hunfeld (
- 1936) - Professor für die Didaktik der Englischen Sprache und Literatur
- Bernt Jansen (
- 1949) - Tischtennisspieler
- Luise Koschinsky (
- 1952) - Hausfrau und Figur von Hans Werner Olm
- Hermann Lause (
- 1939, † 2005) - Film- und Theaterschauspieler
- Bernhard von Lepel (
- 1818, † 1885) - preußischer Offizier und Schriftsteller
- Dr. Reinhold Schaffrath (
- 1946) - Schauspieler, Sänger, Theaterwissenschaftler und Regisseur
- Johannes Schiphower (
- 1463, † nach 1521) - Theologe und Historiker
- Alwin Schockemöhle (
- 1937) - Springreiter
- Levin Schücking (
- 1814, † 1883) - Schriftsteller
- Arthur Wieferich (
- 1884, † 1954) - Mathematiker
- Gerd Zacher (
- 1929) - Komponist, Organist und Musikschriftsteller

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben


- Johannes Bernhard Diepenbrock (
- 1796, † 1884) - Theologe und Historiker
- Christoph Rihs (
- 1957) - Künstler
- Ludwig Windthorst (
- 1812, † 1891) - Abgeordneter von Meppen im deutschen Reichstag und Mitgründer der Deutschen Zentrumspartei

Literatur


- Johannes Bernhard Diepenbrock: Geschichte des vormaligen münsterschen Amtes Meppen oder des jetzigen hannoverschen Herzogthums Arenberg-Meppen Münster 1838
- Carl Knapstein (Hrsg.): Meppen in alter und neuer Zeit 834-1984. Meppen 1983
- Michael Herrmann (Hrsg.): Meppen im Spiegel historischer Quellen. Meppen 2003, ISBN 3-9808550-1-5

Weblinks


- [http://www.meppen.de/ Offizielle Internetpräsenz der Stadt Meppen]
- [http://www.heimatverein-meppen.de/ Heimatverein Meppen]
- [http://www.theatergemeinde-meppen.de Theatergemeinde Meppen]
- [http://www.freilichtbuehne-meppen.de Emsländische Freilichtbühne Meppen]
- [http://www.propstei-meppen.de/ Kirchengemeinde St. Vitus]
- [http://www.mariazumfrieden.de Kath. Kirchengemeinde St. Maria zum Frieden, Meppen-Esterfeld]
- [http://www.st-paulus-meppen.de Kath. Kirchengemeinde St. Paulus, Meppen-Neustadt]
- [http://www.lug-meppen.de Linux User Gruppe Meppen] ! Kategorie:Emsland Kategorie:Ort in Niedersachsen Kategorie:Hanse

Landkreis Emsland

Der Landkreis Emsland ist ein niedersächsischer Landkreis im Nordwesten Deutschlands. Er ist mit seinen 2.881,4 km² Fläche größer als das Saarland. Er hat seinen Namen nach dem Fluss Ems und infolge dessen nach der Landschaftsbezeichnung "Emsland". Der Landkreis Emsland grenzt im Westen an die Niederlande und an den Landkreis Grafschaft Bentheim, im Norden an den Landkreis Leer in Ostfriesland, im Osten an den Landkreis Cloppenburg und an den Landkreis Osnabrück und im Süden an das westfälische Münsterland (Kreis Steinfurt). Größte Städte sind Lingen, Meppen und Papenburg. Bis 1977 waren Meppen, Lingen und Aschendorf die Verwaltungssitze der ehemaligen Landkreise Lingen, Meppen und Aschendorf-Hümmling . Der Landkreis Emsland war bis 1992 der flächenmäßig größte Landkreis Deutschlands. Abgelöst wurde er vom brandenburgischen Landkreis Uckermark.

Geographie

Der Landkreis besteht aus den Landschaften Emsland und Hümmling. Prägend für den Raum sind die beiden Flüsse Ems und Hase mit ihren Zuflüssen, die ausgedehnten Moorflächen des Bourtanger Moores und des Küstenkanalmoores, sowie die Geest des Hümmlings und des Lingener Landes. Der Kreis hat eine Nord-Südausdehnung von 93 km und eine Ost-Westausdehnung von 56 km. Höchste Erhebungen sind der Windmühlenberg mit 91,7 m NN bei Thuine in der Lingener Höhe und der Windberg mit 72,7 m NN bei Werpeloh im Hümmling.

Geschichte

Der Norden (der frühere Kreis Aschendorf-Hümmling) und die Mitte (der frühere Kreis Meppen) des heutigen Landkreises gehörte bis 1803 zum Niederstift Münster, zwischen 1803 und 1810 war es Teil des Herzogtum Arenberg. Der Süden (der frühere Kreis Lingen) bildete die Niedergrafschaft Lingen und war seit 1702 preußisch. 1810 war das Emsland Teil des französischen Kaiserreichs. Seit 1814 gehörte das Emsland zum Königreich Hannover. Mit diesem fiel es 1866 an Preußen. Der Landkreis wurde durch die Kreisreform am 1. August 1977 aus den Landkreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen gebildet. In vielen Statistiken des Landkreises spiegelt sich diese Aufteilung in Emsland-Nord, Emsland-Mitte und Emsland-Süd wieder.

Bevölkerung

Im Landkreis Emsland wird von der einheimischen Bevölkerung noch vielerorts - insbesondere im ländlichen Raum - die niedersächsische Sprache (ugs. plattdüütsch oder auch platt/plattdeutsch) gesprochen. Mit einer Bevölkerungsdichte von 107 Einwohnern pro Quadratkilometern (2005) gehört der Landkreis zu den dünnbesiedelsten Regionen in Deutschland. Der Landkreis ist überwiegend katholisch geprägt. Nach allgemeiner Einschätzung ist allerdings der Anteil der Katholiken, insbesondere durch den Zuzug von Aussiedlern, gesunken. Nach der Volkszählung von 1987 beträgt der Katholikenanteil 82,3 %, der der Evangelischen (Lutheraner und Reformierte) 13,4 % der Bevölkerung.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Landrat

Der erste hauptamtliche Landrat wurde bei der Kommunalwahl am 9. September 2001 gewählt. Mit 72,7 % der Stimmen wurde Hermann Bröring (CDU) zum Landrat gewählt und gehört automatisch auch dem Kreistag an.

Kreistag

Dem Kreistag gehören 66 gewählte Abgeordnete und der Landrat an, ihm gehören seit der Kommunalwahl am 9. September 2001 fünf Parteien bzw. Wählergemeinschaften an. Aktuelle Zusammensetzung des Kreistages:
- CDU - 46 Sitze
- SPD - 13 Sitze
- UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) - 4 Sitze
- FDP - 2 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen - 1 Sitz

Wappen

Kreispartnerschaften


- Landkreis (Powiat) Lidzbark Warmiński in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, seit 2004

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Ursprünglich ist der Landkreis durch die Landwirtschaft und durch den Torfabbau geprägt. Heute sind im Maschinen-, Motoren- und Fahrzeugbau, der Papiererzeugung (Nordland Papier), dem Schiffbau (Meyer-Werft), der Ernährungswirtschaft und des Baugewerbes viele Arbeitskräfte beschäftigt. Neben diesen Branchen nimmt der Tourismus (beispielsweise sei hier das Ferienzentrum Schloss Dankern ganannt) einen immer größeren Stellenwert ein. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte:

Verkehr

Hauptverkehrsweg ist seit alters her die sogenannte Emsachse, die den Landkreis von Nord nach Süd erschließt. Die kanalisierte Ems und ab Meppen der Dortmund-Ems-Kanal verbinden das Ruhrgebiet mit der Nordsee. Entlang dieser Emsachse verläuft die 2004 fertiggestellte Autobahn A 31, die Bundesstraße B 70 und die Eisenbahnstrecke Münster - Emden (Emslandstrecke). Nach Westen zu den Holland hat es lange keine günstige Verkehrsverbindung gegeben, da das Bourtanger Moor eine nicht zu überwindende natürliche Grenze darstellte. Heute gibt es eine Ost-West-Achse durch die B 402/E 233, die heute die kürzeste Verbindung zwischen dem Raum Amsterdam und dem Raum Hamburg für den Autoverkehr ist. Der Kreis ist Hauptgesellschafter der Emsländischen Eisenbahn GmbH, die derzeit nur Güter befördert.

Städte und Gemeinden

Emsländischen Eisenbahn GmbH (Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005) Einheitsgemeinden #18px Emsbüren (9.749) #18px Geeste (11.279) #18px Haren (Ems), Stadt (22.754) #18px Haselünne, Stadt (12.549) #18px Lingen (Ems), Große selbständige Stadt (51.318) #18px Meppen, Stadt, Selbständige Gemeinde (34.196) #18px Papenburg, Stadt, Selbständige Gemeinde (34.519) #18px Rhede (Ems) (4.228) #18px Salzbergen (7.436) #18px Twist (9.640) Samtgemeinden
  1. 18px Samtgemeinde Dörpen (15.446)
  2. 18px Samtgemeinde Freren (10.834)
  3. 18px Samtgemeinde Herzlake (9.821)
  4. 18px Samtgemeinde Lathen (10.815)
  5. 18px Samtgemeinde Lengerich (9.083)
  6. 18px Samtgemeinde Nordhümmling (12.149)
  7. 18px Samtgemeinde Sögel (15.484)
  8. 18px Samtgemeinde Spelle (12.653)
  9. 18px Samtgemeinde Werlte (15.660)
Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinden
- Sitz der Samtgemeindeverwaltung

Literatur


- Werner Franke / Jósef Grave / Heiner Schüpp / Gerd Steinwascher (Hrsg.): Der Landkreis Emsland. Geographie, Geschichte, Gegenwart. Eine Kreisbeschreibung. Meppen 2002, 931 Seiten (ISBN 3-930365-13-8).
- Karl-Eberhard Nauhaus: Das Emsland im Ablauf der Geschichte. Sögel 1984 (ISBN 3-925034-00-5).

Weblinks


- [http://www.emsland.de Offizielle Website des Landkreises Emsland]
- [http://www.emsland-touristik.de Emsland-Touristik]
- [http://www.emslaendischer-heimatbund.de/ Emsländischer Heimatbund]
- [http://www.unsere-schoene-ems.de Bilder der Ems bei Emsbüren] Emsland Emsland Emsland, Landkreis

Niedersachsen

Siehe auch Portal Niedersachsen. ---- Niedersachsen liegt in Norddeutschland und ist flächenmäßig nach Bayern das zweitgrößte Land der Bundesrepublik Deutschland. Landeshauptstadt ist Hannover.

Geografie

Räumliche Lage Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee und den Unterlauf der Elbe. Ausgenommen hiervon ist das Amt Neuhaus, das rechts der Elbe liegt. Im Südosten wird es durch den Harz, ein deutsches Mittelgebirge, begrenzt. Ein Großteil des Landes gehört zur Norddeutschen Tiefebene. Im Nordosten Niedersachsens erstreckt sich die Lüneburger Heide. Während dort ärmere Sandböden (Heide und Geest) dominieren, finden sich im Osten und Südosten in der Hildesheimer Börde mithin die besten Böden Deutschlands. Unter diesen Voraussetzungen (lehm- und sandhaltigen Böden) ist das Land landwirtschaftlich gut erschlossen. Die Flüsse Aller, Weser, Ems und Elbe prägen Niedersachsen. Der höchste Berg ist der Wurmberg (971 m) im Harz. Für weitere Berge siehe: Liste der Berge und Erhebungen in Niedersachsen Nachbarländer Angrenzende Bundesländer sind Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Kein anderes deutsches Bundesland hat mehr Nachbar-Bundesländer. Niedersachsen hat eine Außengrenze zu den Niederlanden und Anteil an der deutschen Nordseeküste.

Geschichte

Niedersachsen ist nach dem Zweiten Weltkrieg als Land neu gegründet worden, nachdem es ein Teil der britischen Besatzungszone war. Es entstand aus den ehemaligen Territorien des Königreichs Hannover (1866 bis 1946 preußische Provinz Hannover, 1946 Land Hannover), des Großherzogtums Oldenburg, des Herzogtums Braunschweig und des Fürstentums Schaumburg-Lippe. Der Name "Niedersachsen" als Regionsbezeichnung ist jedoch schon sehr viel älter; Name und Wappen des neuen Bundeslandes greifen auf den Volksstamm der Sachsen zurück, dessen Siedlungsraum etwa dem heutigen Niedersachsen und einigen angrenzenden Gebieten entsprach. Der Zusatz "Nieder-" stammt bereits aus dem Mittelalter (Niedersächsischer Reichskreis) und unterschied das alte Sachsenland von den später aus dynastischen Gründen "(Ober-)Sachsen" genannten mitteldeutschen Fürstentümern (siehe Freistaat Sachsen). Geschichtlich besteht eine enge, durch die Personalunion des 18. Jahrhunderts begründete Bindung insbesondere Hannovers an das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland. Das "Lied der Niedersachsen" (Niedersachsenlied) wird als Landeshymne angesehen. Am 1. Juni 1993 tritt die neue Verfassung des Landes in Kraft, die die "Vorläufige Niedersächsische Verfassung" von 1951 ablöst. Sie ermöglicht erstmals Volksbegehren und Volksentscheide und verankert den Umweltschutz als Staatsgrundsatz. Nach einem Bürgerentscheid 1993 wurde das ehemals hannoversche Amt Neuhaus mit den damaligen Gemeinden Dellien, Haar, Kaarßen, Neuhaus (Elbe), Stapel, Sückau, Sumte und Tripkau sowie die Ortsteile Neu Bleckede, Neu Wendischthun und Stiepelse der Gemeinde Teldau und das historisch-hannoversche Gebiet im Forstrevier Bohldamm in der Gemeinde Garlitz vom Land Mecklenburg-Vorpommern zum Land Niedersachsen ausgegliedert und als neue Gemeinde Amt Neuhaus dem Landkreis Lüneburg angegliedert. Zum 1. Januar 2005 wurden die vier Regierungsbezirke, aus denen Niedersachsen bis dato bestand, aufgelöst. Dies waren die Regierungsbezirke Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Weser-Ems.

Politik

Weser-Ems]] Bei den Landtagswahlen am 2. Februar 2003 erlitt die SPD eine schwere Niederlage und verlor ihre Regierungsmehrheit. Wahlsieger war die CDU, die mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Wulff den Ministerpräsidenten in einer Koalition mit der FDP stellte. Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen seit 1946: Wahlergebnisse und Landesregierungen seit 1947. Im Bundesrat hat Niedersachsen sechs Stimmen, die höchst mögliche Anzahl, ebenso wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Verwaltung

Verwaltungsreform

Zum 1. Januar 2005 wurden die bisher existierenden Regierungsbezirke aufgelöst. Mittelfristig (vermutlich 2008) wird in Niedersachsen wohl eine Kreisgebietsreform durchgeführt werden, in deren Verlauf die zum Teil sehr überschuldeten Landkreise zusammengelegt werden. Die Kreisgrenzen werden sich dabei voraussichtlich an den Grenzen der niedersächsischen Landschaftsverbände orientieren. Zurzeit bestehen in vielen Gemeinden Fusionspläne mit Nachbargemeinden. Siehe hierzu auch im Artikel über den Landkreis Lüchow-Dannenberg

Verwaltungsgliederung

Landkreise

Niedersachsen besteht zur Zeit aus folgenden Landkreisen (in Klammern die Autokennzeichen): Landkreis Lüchow-Dannenberg

Kreisfreie Städte

# 18px Braunschweig (BS) # 18px Delmenhorst (DEL) # 18px Emden (EMD) # 18px Oldenburg (Oldb) (OL) # 18px Osnabrück (OS) # 18px Salzgitter (SZ) # 18px Wilhelmshaven (WHV) # 18px Wolfsburg (WOB)

Größte Städte

weitere Artikel

Niedersächsische Europapolitik

Wirtschaft

Das industrielle Zentrum Niedersachsens befindet sich im Raum Hannover-Braunschweig/Wolfsburg mit mehreren Automobilwerken, darunter dem Hauptwerk von Volkswagen in Wolfsburg, und der in Peine und Salzgitter ansässigen Stahlindustrie. Braunschweig ist außerdem ein bedeutender Wissenschaftsstandort. Das Emsland, die Lüneburger Heide und Teile der Küstenregion gehören dagegen seit langem zu den strukturschwachen Räumen. Es gibt inzwischen eine Anzahl von Projekten, um die wirtschaftliche Lage in diesen Gebieten zu verbessern. Dazu gehören:
- Die aus Mitteln der örtlichen Wirtschaft mitfinanzierte Emslandautobahn A 31, die von Ostfriesland durch das Emsland nach Bottrop ins westliche Ruhrgebiet führt.
- Die Küstenautobahn A 22, die von Schleswig-Holstein durch den geplanten Elbtunnel bei Stade und den Wesertunnel bei Dedesdorf zur A 29 bei Oldenburg führen soll
- Mehrere Ethen-Pipelines, die die Chemiestandorte in Nordrhein-Westfalen mit denen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verbinden sollen und in Niedersachsen insbesondere den Produktionsstandorten Stade und Wilhelmshaven zu Gute kommen werden
- Der Containerhafen JadeWeserPort in Wilhelmshaven, der als einziger deutscher Seehafen auch von den größten Containerschiffen künftiger Generationen angelaufen werden können wird. Die Landwirtschaft findet in Niedersachsen sehr unterschiedliche Bedingungen vor. Die Böden in der Hildesheimer Börde und zwischen Harz und Mittellandkanal zeichnen sich durch sehr hohe Bodenzahlen aus und eignen sich besonders für den Anbau von Zuckerrüben und Getreide. In der Lüneburger Heide ist der Boden karg, Hauptprodukte sind Kartoffeln und als Spezialität Spargel. In den Marschgebieten an der Küste dominiert hingegen die Viehzucht. Neben Getreide werden Raps, Zuckerrüben, Salat (speziell Eisbergsalat), Kohl, Möhren (Mohrrüben, Karotten) und dank des sandhaltigen Bodens Spargel in Teilen des Landes angebaut. Bekannt ist auch die niedersächsische Grünkohlkultur (in südöstlichen Regionen auch als Braunkohl bekannt). Neben dem Gemüseanbau und der Viehzucht ist der Obstanbau (speziell im Norden) ein wichtiger Wirtschaftszweig. An der Küste spielt die Hafenwirtschaft eine bedeutende Rolle, während die Bedeutung des Schiffbaus abgenommen hat. In vielen Teilen Niedersachsens gibt es Tourismus, vor allem in den alten Feriengebieten des Harzes, der Lüneburger Heide und der Küstenregion mit ihren Inseln und Seebädern. Die Bundeswehr wird auch künftig ein wichtiger Arbeitgeber in Niedersachsen sein. Mit über 55.000 Soldaten und zivilen Beschäftigten wird Niedersachsen nach der geplanten Bundeswehrreduzierung das Bundesland mit der größten Zahl von Bundeswehrbediensteten sein. An drei Standorten in Niedersachsen finden sich in Betrieb befindliche Atomkraftwerke, bei Lingen, bei Grohnde und bei Nordenham.

Wissenschaft

Bedeutende wissenschaftliche Standorte sind Göttingen, Braunschweig und Hannover. Kleinere wissenschaftliche Einrichtungen sind die Universität Osnabrück, die Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg in Oldenburg, die Technische Universität Clausthal, die Universität Lüneburg und die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven ist die größte Fachhochschule des Landes. Siehe auch: Liste von wissenschaftlichen Einrichtungen in Niedersachsen [http://www.mwk.niedersachsen.de/master/C732_L20_D0.html Die Website des niedersächsischen Minesteriums für Wissenschaft und Kultur]

Bevölkerung

Die historisch angestammte Bevölkerung setzt sich aus Niedersachsen und Friesen zusammen. Hinzu kommt eine vielzahl aus ganz Deutschland zugewanderter Personen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Niedersachsen eines der Hauptansiedlungsgebiete für Heimatvertriebene aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland. Durch die vielen Industriebetriebe im Raum Hannover-Braunschweig-Salzgitter-Wolfsburg entstand während des Wirtschaftswunders ein hoher Bedarf an Arbeitskräften, weswegen man viele Gastarbeiter aus Italien, Spanien und der Türkei anwarb, die häufig in Niedersachsen blieben. Seit dem Ende des kalten Krieges kamen viele Aussiedler und Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Polen ins Land.

Sprache

In Niedersachsen werden Hochdeutsch, Friesisch (Saterfriesisch) und verschiedene Formen des Plattdeutschen gesprochen. Diese niederdeutschen Sprachformen werden heutzutage im Oldenburger Land, in Ostfriesland, im Emsland, in der Wümmeniederung, der Lüneburger Heide und an der Waterkant (Nordseeküste) verwendet. Dialekte des Ostfälischen werden noch in geringem Maße im Weserbergland, im Braunschweiger Land und im Eichsfeld gesprochen. Die Aussprache des Hochdeutschen in der Umgebung von Hannover gilt allgemein als vorbildlich, weil der Schriftsprache am nächsten (das Plattdeutsche ist dort schon seit längerer Zeit verschwunden). Jedoch besitzt die Sprache auch dort eine ortseigene Färbung. Amtssprachen sind Hochdeutsch und seit der Unterzeichnung der europäischen Sprachencharta auch Plattdeutsch und Saterfriesisch. Besonders lebendig ist das Plattdeutsche noch in Ostfriesland. Plattdeutsch hat sich hier unabhängig von anderen niederdeutschen (genauer: niedersächsischen) Dialekten entwickelt und zeigt große Verbindung mit dem Niederländischen und dem Friesischen, das in Ostfriesland aber seit dem 18. Jahrhundert durch das Niederdeutsche verdrängt wurde. Die Anzahl der Sprecher des Niederdeutschen ist in Ostfriesland mit mehr als der Hälfte der Bevölkerung besonders hoch, insgesamt sprechen und verstehen etwa 40% der niedersächsischen Bevölkerung den traditionellen Dialekt ihrer Region, wobei ein starkes Stadt-Land-Gefälle festzustellen ist. Siehe auch: Sprachen und Dialekte in Niedersachsen

Küche/Essen

Siehe unter Niedersächsische Küche

Kunstgeschichte

Baugeschichtlich bedeutsam in Niedersachsen war die Epoche der Renaissance, die sich in vielen Bauten im Stil der Weserrenaissance widerspiegelt. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Gärten in Herrenhausen (Hannover) - die einzig erhaltenen und nie veränderten Barockgärten der Welt.

Tourismus

Anziehungspunkte für den Fremdenverkehr sind die Nordseeküste, der Harz, Hannover, Braunschweig, Lüneburg, Wolfsburg mit der Autostadt, das Eichsfeld, das Weserbergland und das Leinebergland, Ostfriesland, die Lüneburger Heide, die Wümmeniederung, das Steinhuder Meer, der Dümmer, das Alte Land, das Elbetal und die Flüsse Aller, Leine, Hunte, Wümme und Weser. Das Brauchtum umfasst unter anderem das Grünkohlessen und Schützenfeste.

Regionen

Siehe auch: Niedersächsische Verfassung, Liste der Orte in Niedersachsen

Verbände in Niedersachsen


- Niedersächsischer Fußball-Verband
- Niedersächsischer Volleyballverband
- Niedersächsischer Sportschützenverband
- Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Niedersachsen
- Landesverband Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden im Nordwesten Niedersachsens
- Landesfeuerwehrverband Niedersachsen e.V.

Persönlichkeiten

Träger der Niedersächsischen Landesmedaille

Diese Liste ist nicht vollständig.
- Johannes Lilje (1899-1977), Theologe, Kunsthistoriker und Landesbischof
- Josef Homeyer (
- 1929), Bischof

Söhne und Töchter Niedersachsens


- Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1726), Universalgenie
- Adolph Freiherr Knigge (1752-1796), Schriftsteller
- Ernst August I. (1771-1851), König von Hannover
- Carl Friedrich Gauß (1777-1855), Mathematiker und Astronom
- Johann Gerhard Oncken (1800 - 1884), Begründer der deutschen und kontinentaleuropäischen Baptistengemeinden, heute: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden
- Georg Ferdinand Howaldt (1802-1883), Goldschmied, Bildhauer und Erzgießer in Braunschweig
- Robert Wilhelm Bunsen (1811-1899), Naturwissenschaftler
- Werner von Siemens (1816-1892), Erfinder und Unternehmer
- Rudolf von Bennigsen (1824-1902), liberaler Politiker
- Wilhelm Raabe (1831-1919), Schriftsteller
- Wilhelm Busch (1832-1908), Zeichner und Autor von Bildergeschichten
- Adolf Breymann (1839-1878), Bildhauer
- Hermann Heinrich Howaldt (1841-1891), Bildhauer, Erzgießer und Kupfertreiber in Braunschweig
- Robert Koch (1843-1910), Arzt und Bakteriologe
- Hermann Löns (1866-1914), Dichter
- Paula Modersohn-Becker (1876-1907), Malerin
- Otto Hahn (1879-1968), Chemiker, Nobelpreis-Träger
- Kurt Schwitters (1887-1948), Maler und Dichter
- Hinrich Wilhelm Kopf (1893-1961), erster Ministerpräsident von Niedersachsen
- Ernst August Prinz von Hannover (geb. 1954), Oberhaupt des ehemals königlichen Hauses Hannover
- August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), Germanist, Sprachforscher und deutscher Liederdichter

Literatur


- Fritz Mielert: Du schönes Niedersachsen. (3 Bände; Teil 1: Hannover, Oldenburg, Bremen, Braunschweig, Schaumburg-Lippe, Hessen (nördl. Kassel); Teil 2: Lübeck, Mecklenburg, Lauenburg, Vorpommern mit Rügen, Usedom und Wollin; Teil 3: Hamburg, Schleswig-Holstein.). Johann Georg Holzwarth/Carl Schünemann. Bad Rothenfelde/Bremen. 1921 - 1923
- Kleine Niedersächsische Literaturgeschichte in drei Bänden Von Dichterfürsten und anderen Poeten. Herausgegeben von Dirck Linck (III), Jürgen Peters (I-III) und Wilhelm Heinrich Pott (I+II). Mit Register und Literaturverzeichnis. Gebunden. 8°. Band I. Zweiunddreißig Portraits von Roswitha von Gandersheim bis Johann Peter Eckermann. 256 Seiten. 38 Abb. ISBN 3927715298 (1993) Band II. Siebenunddreißig Portraits von Stendhal bis Arno Schmidt. 288 Seiten. 40 Abb. ISBN 392771531X (1994) Band III. Fünfundvierzig Portraits von Arno Schmidt bis Hans Pleschinski. Mit Fotografien von Isolde Ohlbaum, Brigitte Friedrich u.a. 336 Seiten. 60 Abb. ISBN 3927715301 (1996) »Geschichten, gesetzt aus Poetenleben, wissenschaftlich fundiert und erzählerisch aufbereitet zu einer Geschichte von Lebenden.« (NDR, Wolfgang Hausmann)

Weblinks


- [http://www.niedersachsen.de/ www.niedersachsen.de] - Offizielle Seite
- [http://www.niedersachsennavigator.de/ www.niedersachsennavigator.de] - Kartenserver des Landes, vom Flurstück bis zur Übersichtskarte
- [http://www.sachsengeschichte.de/ www.sachsengeschichte.de] - Geschichte der Niedersachsen und des Sachsennamens
- [http://www.koenigreich-hannover.de/ www.koenigreich-hannover.de] - Geschichte d. Landes Hannover
- [http://194.95.154.20/abacus/nds.htm Niedersächsische Bibliographie online] Datenbank der Niedersächsischen Landesbibliothek mit 75.000 Büchern und Aufsätzen zum Thema "Niedersachsen" in allen Aspekten
-
! als:Niedersachsen ja:ニーダーザクセン州 ko:니더작센 주 simple:Lower Saxony

Landkreis Emsland

Der Landkreis Emsland ist ein niedersächsischer Landkreis im Nordwesten Deutschlands. Er ist mit seinen 2.881,4 km² Fläche größer als das Saarland. Er hat seinen Namen nach dem Fluss Ems und infolge dessen nach der Landschaftsbezeichnung "Emsland". Der Landkreis Emsland grenzt im Westen an die Niederlande und an den Landkreis Grafschaft Bentheim, im Norden an den Landkreis Leer in Ostfriesland, im Osten an den Landkreis Cloppenburg und an den Landkreis Osnabrück und im Süden an das westfälische Münsterland (Kreis Steinfurt). Größte Städte sind Lingen, Meppen und Papenburg. Bis 1977 waren Meppen, Lingen und Aschendorf die Verwaltungssitze der ehemaligen Landkreise Lingen, Meppen und Aschendorf-Hümmling . Der Landkreis Emsland war bis 1992 der flächenmäßig größte Landkreis Deutschlands. Abgelöst wurde er vom brandenburgischen Landkreis Uckermark.

Geographie

Der Landkreis besteht aus den Landschaften Emsland und Hümmling. Prägend für den Raum sind die beiden Flüsse Ems und Hase mit ihren Zuflüssen, die ausgedehnten Moorflächen des Bourtanger Moores und des Küstenkanalmoores, sowie die Geest des Hümmlings und des Lingener Landes. Der Kreis hat eine Nord-Südausdehnung von 93 km und eine Ost-Westausdehnung von 56 km. Höchste Erhebungen sind der Windmühlenberg mit 91,7 m NN bei Thuine in der Lingener Höhe und der Windberg mit 72,7 m NN bei Werpeloh im Hümmling.

Geschichte

Der Norden (der frühere Kreis Aschendorf-Hümmling) und die Mitte (der frühere Kreis Meppen) des heutigen Landkreises gehörte bis 1803 zum Niederstift Münster, zwischen 1803 und 1810 war es Teil des Herzogtum Arenberg. Der Süden (der frühere Kreis Lingen) bildete die Niedergrafschaft Lingen und war seit 1702 preußisch. 1810 war das Emsland Teil des französischen Kaiserreichs. Seit 1814 gehörte das Emsland zum Königreich Hannover. Mit diesem fiel es 1866 an Preußen. Der Landkreis wurde durch die Kreisreform am 1. August 1977 aus den Landkreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen gebildet. In vielen Statistiken des Landkreises spiegelt sich diese Aufteilung in Emsland-Nord, Emsland-Mitte und Emsland-Süd wieder.

Bevölkerung

Im Landkreis Emsland wird von der einheimischen Bevölkerung noch vielerorts - insbesondere im ländlichen Raum - die niedersächsische Sprache (ugs. plattdüütsch oder auch platt/plattdeutsch) gesprochen. Mit einer Bevölkerungsdichte von 107 Einwohnern pro Quadratkilometern (2005) gehört der Landkreis zu den dünnbesiedelsten Regionen in Deutschland. Der Landkreis ist überwiegend katholisch geprägt. Nach allgemeiner Einschätzung ist allerdings der Anteil der Katholiken, insbesondere durch den Zuzug von Aussiedlern, gesunken. Nach der Volkszählung von 1987 beträgt der Katholikenanteil 82,3 %, der der Evangelischen (Lutheraner und Reformierte) 13,4 % der Bevölkerung.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Landrat

Der erste hauptamtliche Landrat wurde bei der Kommunalwahl am 9. September 2001 gewählt. Mit 72,7 % der Stimmen wurde Hermann Bröring (CDU) zum Landrat gewählt und gehört automatisch auch dem Kreistag an.

Kreistag

Dem Kreistag gehören 66 gewählte Abgeordnete und der Landrat an, ihm gehören seit der Kommunalwahl am 9. September 2001 fünf Parteien bzw. Wählergemeinschaften an. Aktuelle Zusammensetzung des Kreistages:
- CDU - 46 Sitze
- SPD - 13 Sitze
- UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) - 4 Sitze
- FDP - 2 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen - 1 Sitz

Wappen

Kreispartnerschaften


- Landkreis (Powiat) Lidzbark Warmiński in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, seit 2004

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Ursprünglich ist der Landkreis durch die Landwirtschaft und durch den Torfabbau geprägt. Heute sind im Maschinen-, Motoren- und Fahrzeugbau, der Papiererzeugung (Nordland Papier), dem Schiffbau (Meyer-Werft), der Ernährungswirtschaft und des Baugewerbes viele Arbeitskräfte beschäftigt. Neben diesen Branchen nimmt der Tourismus (beispielsweise sei hier das Ferienzentrum Schloss Dankern ganannt) einen immer größeren Stellenwert ein. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte:

Verkehr

Hauptverkehrsweg ist seit alters her die sogenannte Emsachse, die den Landkreis von Nord nach Süd erschließt. Die kanalisierte Ems und ab Meppen der Dortmund-Ems-Kanal verbinden das Ruhrgebiet mit der Nordsee. Entlang dieser Emsachse verläuft die 2004 fertiggestellte Autobahn A 31, die Bundesstraße B 70 und die Eisenbahnstrecke Münster - Emden (Emslandstrecke). Nach Westen zu den Holland hat es lange keine günstige Verkehrsverbindung gegeben, da das Bourtanger Moor eine nicht zu überwindende natürliche Grenze darstellte. Heute gibt es eine Ost-West-Achse durch die B 402/E 233, die heute die kürzeste Verbindung zwischen dem Raum Amsterdam und dem Raum Hamburg für den Autoverkehr ist. Der Kreis ist Hauptgesellschafter der Emsländischen Eisenbahn GmbH, die derzeit nur Güter befördert.

Städte und Gemeinden

Emsländischen Eisenbahn GmbH (Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005) Einheitsgemeinden #18px Emsbüren (9.749) #18px Geeste (11.279) #18px Haren (Ems), Stadt (22.754) #18px Haselünne, Stadt (12.549) #18px Lingen (Ems), Große selbständige Stadt (51.318) #18px Meppen, Stadt, Selbständige Gemeinde (34.196) #18px Papenburg, Stadt, Selbständige Gemeinde (34.519) #18px Rhede (Ems) (4.228) #18px Salzbergen (7.436) #18px Twist (9.640) Samtgemeinden
  1. 18px Samtgemeinde Dörpen (15.446)
  2. 18px Samtgemeinde Freren (10.834)
  3. 18px Samtgemeinde Herzlake (9.821)
  4. 18px Samtgemeinde Lathen (10.815)
  5. 18px Samtgemeinde Lengerich (9.083)
  6. 18px Samtgemeinde Nordhümmling (12.149)
  7. 18px Samtgemeinde Sögel (15.484)
  8. 18px Samtgemeinde Spelle (12.653)
  9. 18px Samtgemeinde Werlte (15.660)
Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinden
- Sitz der Samtgemeindeverwaltung

Literatur


- Werner Franke / Jósef Grave / Heiner Schüpp / Gerd Steinwascher (Hrsg.): Der Landkreis Emsland. Geographie, Geschichte, Gegenwart. Eine Kreisbeschreibung. Meppen 2002, 931 Seiten (ISBN 3-930365-13-8).
- Karl-Eberhard Nauhaus: Das Emsland im Ablauf der Geschichte. Sögel 1984 (ISBN 3-925034-00-5).

Weblinks


- [http://www.emsland.de Offizielle Website des Landkreises Emsland]
- [http://www.emsland-touristik.de Emsland-Touristik]
- [http://www.emslaendischer-heimatbund.de/ Emsländischer Heimatbund]
- [http://www.unsere-schoene-ems.de Bilder der Ems bei Emsbüren] Emsland Emsland Emsland, Landkreis

Lingen (Ems)

Lingen (Ems) ist eine große selbstständige Stadt im Landkreis Emsland, in Niedersachsen. Die an der Ems und nahe der Grenze zu den Niederlanden liegende Stadt hat 56.463 Einwohner (Stand: 1. November 2005).

Geografie

Lingen liegt im südlichen Teil des sich hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung ausdehnenden Emslandes. Obwohl von Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft die größte Stadt des Emslandes, ist das zentraler liegende Meppen Kreisstadt.

Nachbargemeinden

Lingen grenzt im Norden an Geeste und Bawinkel, im Osten an Langen, Thuine und Messingen, im Süden an Lünne und Emsbüren sowie im Westen an Wietmarschen.

Stadtgliederung

Die Stadt Lingen (Ems) setzt sich aus insgesamt 12 Stadtteilen zusammen. Im einzelnen sind dies # Altenlingen # Baccum # Bramsche # Brockhausen # Brögbern # Clusorth-Bramhar # Damaschke # Darme # Holthausen-Biene # Laxten # Reuschberge # Schepsdorf

Vergrößerung des Stadtgebietes

In den 70er-Jahren wurde das Stadtgebiet durch Zusammenschlüsse und Eingemeindungen im Rahmen der Gemeindereform vergrößert. Schon 1970 schlossen sich die Gemeinden Darme, Laxten und Brockhausen freiwillig Lingen an. 1974 wuchs die Stadt um das Gebiet der bisherigen Gemeinden Bramsche-Wesel, Estringen, Hüvede-Sommeringen, Mundersum, Baccum, Ramsel, Münnigbüren, Holthausen, Brögbern, Clusorth-Bramhar, Altenlingen und Schepsdorf. 1978 wurden kleinere Gebiete von der Gemeinde Wietmarschen an Lingen übertragen, nämlich Wachendorf, Rheitlage und Herzford.

Geschichte


- 975 Erste urkundliche Erwähnung; Kaiser Otto II. überträgt Bischof Rudolf von Osnabrück verschiedene Güter in Lingen als Lehen
- 1227 Lingen besitzt stadtähnlichen Charakter; die Bischöfe von Osnabrück und Münster vereinbaren, nach einer erfolgreichen Eroberung Lingens die dortigen Einkünfte aus Zoll, Münze und Gericht unter sich aufzuteilen.
- 1314 Das Lingener Marktrecht ist Vorbild für den neu eingerichteten Markt in Friesoythe.
- 1372 Die Zeiten sind kriegerisch. In höchster Not wird eine Bürgerwehr aus kaum erwachsenen Jünglingen gegründet. Tapfer verteidigen sie ihre Heimat und verhindern, dass der Feind die Stadt erobert. So retten sie Frauen, Kinder und ihre älteren Mitbürger - die "Kivelinge".
- 1394 Ältester Beleg für das Lingener Stadtwappen mit den drei Türmen.
- 1401 Graf Nikolaus II. von Tecklenburg bestätigt das um die Mitte des 14. Jahrhunderts verliehene und 1366 erstmals erwähnte Lingener Stadtrecht.
- 1498 Teilung der Grafschaft Tecklenburg; die Grafschaft Lingen entsteht. Graf Nikolaus IV. residiert bis 1541 auf der Burg Lingen.
- 1548 Eine verheerende Feuersbrunst zerstört große Teile der Stadt.
- 1554 In Lingen wird eine kaiserliche Poststation eingerichtet; die heute noch bestehende (Alte) Posthalterei am Markt wird 1653 erbaut.
- 1597 Prinz Mauritz von Oranien erobert die Festung Lingen für die Generalstaaten.
- 1605 Rückeroberung Lingens durch den spanischen Feldherrn Ambrosio Spinola. Ambrosio Spinola
- 1632 Die Festung Lingen wird geschleift; Lingen geht Anfang 1633 in den Besitz des Hauses Oranien über.
- 1697 Gründung der Universität (Gymnasium academicum) in Lingen durch Wilhelm III, Prinz von Oranien.
- 1702 Die Stadt und die Grafschaft Lingen fallen an Preußen.
- 1855 Dechant Dr. Johann Bernhard Diepenbrock gründet das St. Bonifatius-Hospital.
- 1856 Durch die Eröffnung der Bahnstrecke Emden-Rheine erhält Lingen einen Anschluss an das Schienennetz.
- 1927 Lingen wird von einem schweren Wirbelsturm heimgesucht, viele Häuser der historischen Innenstadt werden schwer beschädigt.
- 1934 In Lingen-Reuschberge entstehen ausgedehnte Kasernenanlagen, die 1935 bezogen werden, und noch heute von der Bundeswehr genutzt werden.
- 1944 Zwei schwere Luftangriffe der Alliierten zerstören große Teile Lingens.
- 1956 Lingen wird eine Garnisonsstadt.
- 1977 Lingen wird Große selbständige Stadt, und verliert den Kreissitz; seitdem gehört Lingen zum Landkreis Emsland.
- 1980 Neugestaltung der Innenstadt: Ein Fußgängerbereich umfasst nun Looken-, Marien-, Burg-, und Große Straße sowie den Marktplatz.
- 2000 Mit Gründung der Institute für Management und Technik, Kommunikations-Management sowie Theaterpädagogik der FH Osnabrück wird Lingen wieder Hochschulstandort.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember, nur Erstwohnsitz)
- 1998 - 52.147
- 1999 - 52.163
- 2000 - 51.684
- 2001 - 51.362
- 2002 - 51.423
- 2003 - 51.358
- 2004 - 51.318

Politik

Im Stadtrat hat die CDU seit Jahrzehnten die absolute Mehrheit. Zuletzt wurden die 42 Ratsherren und -frauen am 9. September 2001 gewählt. Hinzu kommt der direkt gewählte Oberbürgermeister. Die 43 Sitze verteilen sich wie folgt:
- CDU - 29 Sitze
- SPD - 9 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen - 1 Sitz
- FDP - 1 Sitz
- Parteilos - 2 Sitze
- Oberbürgermeister Heiner Pott - 1 Sitz Die nächsten Kommunalwahlen werden 2006 stattfinden.

Kinder- und Jugendparlament

In Lingen gibt es ein [http://www.kijupa-lingen.de Kinder- und Jugendparlament.] Es kann unter anderem jährlich über die Verwendung von 9000 Euro aus Mitteln der Stadt für Projekte entscheiden.

Partnerstädte

Lingen (Ems) hat fünf Partnerstädte:
- East Staffordshire, England (seit 1982)
- Bielawa, Polen (seit 1993)
- Marienberg, Sachsen (seit 1996)
- Salt, Katalonien/Spanien (seit 1999)
- Elbeuf sur Seine, Frankreich (seit 2004)

Verkehr

Straße

Lingen wird von der Autobahn 31 tangiert und ist Schnittpunkt der Bundesstraßen B 70, B 213 und B 214. Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.

Schiene

Lingen liegt an der 1855 eröffneten Eisenbahnlinie Ruhrgebiet – Nordsee (Emslandstrecke). Am Bahnhof Lingen (Ems) halten die zweistündlich verkehrenden Intercitys der Linie Luxemburg - Norddeich. Außerdem verkehrt stündlich der Emsland-Express Münster - Emden. Zahlreiche Güterzüge bedienen vor allem die Betriebsbahnhöfe Holthausen (Erdölraffinerie) und Hanekenfähr (Industriegebiet Lingen-Süd). Von 1904 bis 1952 gab es außerdem eine Schmalspurbahn von Lingen über Berge nach Quakenbrück.

Wasserwege

Die Ems bei Lingen ist schiffbar, wird heute jedoch nur noch im Freizeitverkehr befahren. Bereits seit 1829 umfährt der Güterverkehr die zahlreichen Schleifen der Ems zwischen Lingen und Meppen auf einem Kanal, der damals Ems-Hase-Kanal hieß und seit über hundert Jahren in den Dortmund-Ems-Kanal einbezogen ist. Die Erdölraffinerie in Holthausen sowie das Benteler-Stahlwerk in Hanekenfähr haben eigene Häfen. Hingegen haben der Alte und der Neue Hafen, nahe des Stadtzentrums gelegen, an Bedeutung für die Wirtschaft verloren.

Bildung

Lingen verfügt über zahlreiche allgemeinbildende Schulen, darunter drei Gymnasien. Die Gymnasien Georgianum und Johanneum sind staatliche Schulen und arbeiten eng zusammen, während das [http://www.franziskusgymnasium.de Franziskusgymnasium] im Stadtteil Laxten eine katholische Schule in Trägerschaft der Franziskanerinnen von Thuine ist. Seit 1988 existiert die [http://www.ba-emsland.de Berufsakademie Emsland], welche die Bachelorstudiengänge Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen anbietet. Im Jahr 2000 wurde der Standort Lingen der Fachhochschule Osnabrück gegründet, der die [http://www.gut.fh-osnabrueck.de Fakultät Gesellschaft und Technik] mit den Instituten Management und Technik, Kommunikations-Management sowie Theaterpädagogik umfasst.

Sehenswürdigkeiten

Innenstadt

Der Marktplatz gilt als beste Stube der Stadt. Das historische Rathaus von 1555 mit seinem Treppengiebel von 1663 gilt als das Wahrzeichen der Stadt; es dient heute repräsentativen Zwecken und steht für standesamtliche Trauungen zur Verfügung. Gleich daneben befindet sich die Alte Posthalterei, ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Walmdach, das von 1653 bis 1851 Lingens Poststelle war und heute eine Gaststätte beherbergt. Ansonsten wird der Marktplatz von Giebelhäusern beherrscht, zu denen das Haus der Kivelinge von 1583 zählt, eines der ältesten Bürgerhäuser Lingens. Dieses befindet sich im Besitz des 1372 gegründeten Bügersöhneaufzuges zu Lingen, den Kivelingen. Östlich des Marktplatzes und mit ihm durch die schmale Clubstraße verbunden, liegt der Universitätsplatz mit dem 1678 bis 1680 gebauten Seminargebäude (heute Kunstschule des Kunstvereins Lingen), dem Professorenhaus von 1684/85 (heute Theaterpädagogisches Zentrum, TPZ) und der barocken evangelisch-lutherischen Kreuzkirche, die 1733 bis 1737 errichtet und 1888 im neuromanischen Stil erweitert wurde. Die schönste Straße Lingens dürfte die Burgstraße sein. Vom Marktplatz aus findet man zunächst das Hellmannsche Haus von 1641 mit seinem reich ornamentierten Fachwerkgiebel und die ab 1832 errichtete katholische Bonifatiuskirche. Etwas weiter findet man das Palais Danckelmann von 1646, das seit Jahrhunderten das Amtsgericht beherbergt; im zugehörige Kutscherhaus (Gesindehaus) aus dem frühen 18. Jahrhundert befindet sich ein Teil des Heimatmuseums. Sehenswert sind auch die evangelisch-reformierte Kirche an der Kirchstraße und der 1961 durch die Kivelinge restaurierte Pulverturm als Überrest der ehemaligen Festung.

Außenbereich

Außerhalb des Stadtzentrums sind das Schloss Herzford und das 180 Hektar große Speicherbecken zu erwähnen, das in den 80er-Jahren als Kühlwasserreservoir für das Kernkraftwerk gebaut wurde und ein beliebtes Naherholungsgebiet ist. In der Nähe von Lingen betreibt der NDR eine Sendeanlage für UKW, TV und MW. Als Antennenträger wird ein 227 Meter hoher, geerdeter Stahlrohrmast mit einer Reusenantenne für Mittelwelle verwendet.

Baustellen

Lookentorpassage

Am 18. November 2005 gab der Lingener Stadtrat grünes Licht für die Errichtung der überdachten Lookentorpassage. Die Lookentorpassage, die auf dem Postgelände errichtet wird, soll Lingen (Ems) als Einkaufsstadt der Region stärken und mit insgesamt 14.000m² Verkaufsfläche (davon 7000m² neu) neue Geschäfte in die Stadt holen. Kritiker fürchten, dass dadurch noch mehr Leerstände in der Altstadt entstehen würden und die Verkehrsanbindung schlecht geplant ist. Baubeginn soll der Januar 2006 sein, nach 1 1/2 Jahren soll die Einkaufspassage dann fertiggestellt worden sein.

Bahnhof

Auch Anfang 2006 soll der Umbau des Bahnhofes beginnen. So wird ein neuer Mittelbahnsteig der Deutschen Bahn errichtet, ausserdem wird eine neue Unterführung für Fussgänger und Radfahrer gebaut, die auch das neue Gleis mit dem Bahnhof verbinden soll. Geplant ist eine Bauzeit von zwei Jahren. Im Anschluss soll der ZOB umgebaut werden und eine DB Fahrradstation errichtet werden.

Kultur

Kulturelle Einrichtungen

In Lingen existieren diverse kulturelle Einrichtungen, u. a.:
- das Jugendzentrum Alter Schlachthof,
- die Emslandhallen als Messe- und Veranstaltungszentrum,
- das Theater an der Wilhelmshöhe,
- das Theaterpädagogische Zentrum (TPZ),
- das Emslandmuseum,
- der Lern- und Gedenkort Jüdische Schule,
- das Kulturforum Sankt Michael,
- die Halle IV des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes als Kunsthalle,
- die Kunstschule und,
- die Musikschule des Emslandes.

Veranstaltungen

Folgende wiederkehrende kulturellen Veranstaltungen finden in Lingen statt:
- Alle drei Jahre zu Pfingsten, zuletzt 2005, veranstalten die Kivelinge das Kivelingsfest und verwandeln die Innenstadt in einen mittelalterlichen Markt.
- Ein weiterer mittelalterlicher Markt ist der Spinola Markt, der jeden Sommer veranstaltet wird.
- Seit 1990 findet alle vier Jahre in Lingen das [http://www.weltkindertheaterfest.de Welt-Kindertheater-Fest] statt.
- Jedes Jahr wird am zweiten Wochenende im September das Altstadtfest in der Innenstadt gefeiert.
- Jedes Jahr im Sommer veranstalten die Abiturienten der drei Lingener Gymnasien auf einer Wiese in der Nähe des alten Kernkraftwerkes das Abifestival, ein „Umsonst und draußen“-Musikfestival.
- An den ersten Wochenenden im Mai und im Oktober findet die Frühjahrs- bzw. Herbst-Kirmes auf dem Festgelände an den Emslandhallen statt.
- Seit 6 Jahren wird in Lingen das Internationale Dressurfestival veranstaltet

Wirtschaft

Eisenbahnausbesserungswerk

Beim Bau der Hannoverschen Westbahn Löhne - Emden wurden in Lingen die zentralen Werkstätten angelegt und 1856 in Betrieb genommen. Sie ernährten zeitweise ein Drittel der Lingener Haushalte und waren lange Zeit der einzige größere Industriebetrieb Lingens. Nach langem Schrumpfen wurde das Bundesbahn-Ausbesserungswerk Lingen 1985 geschlossen. Das Wagenwerk wurde abgerissen; an seiner Stelle stehen heute die Emslandhallen, in denen Märkte und Veranstaltungen stattfinden. Nach jahrelangem Leerstand und Verfall des direkt am Bahnhof gelegenen Lokwerks wurde zunächst die Halle IV saniert. Seit 1997 ist dort ein Zentrum für Wirtschaft, Medien und Kunst angesiedelt. Die restlichen Hallen werden seit 2003 zu einem IT-Zentrum ausgebaut, in das auch neue Institute der Fachhochschule Osnabrück einziehen sollen.

Erdölindustrie

Die Stadt Lingen gilt seit dem zweiten Weltkrieg als Zentrum der deutschen Erdölindustrie. Von Lingen wurden die Erdölvorkommen im Emsland, die die größten in Deutschland sind, sowie die Erdgasvorkommen in der norddeutschen Tiefebene erschlossen. Ende der vierziger Jahre hat sich in Lingen die Deutsche Schacht- und Tiefbohrgesellschaft mbH angesiedelt, die in den siebziger und achtziger Jahren eine der bedeutensten Arbeitgeber der Stadt war. Nach zahlreichen Übernahmen firmiert die Gesellschaft seit 2003 unter dem Namen Gaz de France Produktion Exploration Deutschland GmbH. Die Produktion betrug im Jahr 2004 1,4 Milliarden m³ Erdgas sowie 511.000 t Erdöl. Die seit 1953 bestehende Erdölraffinerie Emsland (BP Lingen) im Ortsteil Holthausen stellt mit etwa 600 Mitarbeitern bei einer Kapazität von ca. 4,1 Mio. t p. a. unter anderem Kraftstoffe, leichtes Heizöl und Flüssiggas aus deutschem und ausländischem Rohöl her. Mit der WEATHERFORD KOPP GmbH und der Rosen Engineering GmbH haben zudem zwei bedeutende Dienstleister für die Pipeline-Industrie ihren Sitz in Lingen.

Kraftwerke

1968 nahm der VEW-Konzern in der damals noch selbstständigen Gemeinde Darme das Kernkraftwerk Lingen in Betrieb. Es war eines der ersten kommerziellen Kernkraftwerke Deutschlands. Bereits 1979 wurde es stillgelegt. 1989/90 erlangte es noch einmal eine gewisse Bekanntheit, als dort Molkepulver dekontaminiert wurde, das nach der Katastrophe von Tschernobyl verstrahlt worden war. Seit 1972 bzw. 1975 laufen in der Nachbarschaft des Kernkraftwerkes zwei GuD-Kraftwerke, die Erdgasblöcke des Kraftwerkes Emsland mit einer Leistung von insgesamt 420 Megawatt. 1988 wurde das Kernkraftwerk Emsland mit einer Leistung von 1400 Megawatt in Betrieb genommen. Es ist eines der jüngsten deutschen Kernkraftwerke und gilt als eines der sichersten. Seit 2002 gibt es in unmittelbarer Nähe ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente. Alle diese Kraftwerke gehörten ursprünglich dem VEW-Konzern. Seit dessen Fusion mit RWE gehören sie zur RWE Power AG. In den Lingener Kraftwerken sind über 400 Menschen beschäftigt.

Industriepark Lingen-Süd

In der Nähe der Kraftwerke entwickelte sich ein Industriegebiet. Dort gibt es unter anderem
- die Firma Advanced Nuclear Fuels, die seit 1979 Brennelemente für Kernkraftwerke produziert,
- ein Elektrostahlwerk der Benteler AG mit einer Jahreskapazität von 560.000 Tonnen,
- die Faserwerke Lingen des Chemiekonzerns Bayer AG mit über 200 Arbeitsplätzen, wo Acrylfasern produziert werden,
- ein Baerlocher-Werk mit etwa 250 Beschäftigten, das Additive herstellt.

Weitere wichtige Wirtschaftszweige


- Erwin Müller GmbH (ca. 550 Mitarbeiter in Lingen): Hefttechnik (Marke NOVUS) und Bad- Bau- und Klimatechnik (Marke EMCO)
- Kampmann GmbH (ca. 500 Mitarbeiter in Lingen): insb. Klimatechnik
- Anlagenbau
- Landwirtschaft

Söhne und Töchter der Stadt


- Theo Lingen (
- 1903; † 1978), eigentlich Franz Theodor Schmitz, Schauspieler und Regisseur, benannte sich nach der Geburtsstadt seines Vaters
- Bernd Rosemeyer (
- 1909; † 1938), Rennfahrer
- Dr. Martin Kruse (
- 1929), evangelischer Bischof, von 1985 bis 1991 Vorsitzender des Rates der EKD
- Elke Müller (
- 1940), Politikerin (SPD)
- Dr. Hermann Kues (
- 1949), Politiker (CDU)
- Errol Marklein (
- 1957), mehrfacher Paralympicssieger
- Annette Koop (
- 1958), Leichtathletin, mehrfache Welt- und Europameisterin in den Seniorenklassen
- Ingo Schultz (
- 1975), Leichtathlet
- Stefan Wessels (
- 1979), Fußballspieler (1.FC Köln)
- Michael Rensing (
- 1984), Fußballspieler (FC Bayern München)

Literatur


- Deutscher Städteatlas; Band: II; 8 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Lingen, Autor: Wilfried Ehbrecht. ISBN: 3-89115-319-8; Dortmund-Altenbeken, 1979.

Weblinks


- [http://www.lingen.de/ Webseite der Stadt Lingen (Ems)]
- [http://www.lingen-ems.de/ Eine private Seite über Lingen]
- [http://www.lingen-citytour.de/ Eine weitere private Seite über Lingen]
- [http://www.unsere-schoene-ems.de Die Ems bei Emsbüren] (Mit Landschaftsbildern der Ems zwischen Lingen und Rheine)
- [http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=pro&ID=24 Internet-Portal "Westfälische Geschichte: Provinzialrecht der Grafschaft Tecklenburg und der Obergrafschaft Lingen]
Kategorie:Ort in Niedersachsen Kategorie:Emsland

Hase (Fluss)

Die Hase ist ein Fluss - ein Nebenfluss der Ems UND durch die Else ein Nebenfluss der Weser in Niedersachsen. Der Fluss entspringt südöstlich von Osnabrück im Teutoburger Wald, bei Melle-Wellingholzhausen, zwischen Dissen am Teutoburger Wald und Borgholzhausen am Nordhang des 307 m hohen Hankenüll und ist 193 km lang. Die Hauptquellen sind die Hasequelle und die Schwarze Welle (Almaquelle) im Quellgebiet Puschkental in Wellingholzhausen, sowie die Rehquellen zwischen Wellingholzhausen und Dissen.

Weser-Ems-Wasserscheide

Dissen Zwischen Wellingholzhausen und Gesmold - und ca. 6 km westlich vo