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| Mercury-Redstone 4 |
Mercury-Redstone 4Die Mercury-Redstone 4 (MR-4) Mission am 21. Juli 1961 war der zweite amerikanische Weltraumflug im Rahmen des Mercury-Programms. Das Erreichen der Erdumlaufbahn war allerdings noch nicht geplant, vielmehr wurde ein suborbitaler Flug durchgeführt. Die Kapsel Liberty Bell 7 versank nach der Wasserung, und der Astronaut Virgil Grissom konnte sich nur schwimmend retten.
Virgil Grissom
Virgil Grissom
Besatzung
Im Januar 1961 wählte die NASA Virgil "Gus" Grissom als Astronauten für die zweite suborbitale Mercury-Mission aus. Als Ersatzpilot wurde John Glenn eingeteilt. Erst am 15. Juli, wenige Tage vor dem Start, wurde dies der Öffentlichkeit bekannt gegeben.
Alle anderen Mercury-Astronauten waren dennoch an der Flugüberwachung beteiligt. Die Rolle des Verbindungssprechers (CapCom) übernahm Alan Shepard.
Vorbereitung
Die Mercury-Kapsel (Seriennummer 11) wurde am 7. März 1961 in Cape Canaveral angeliefert, die Redstone-Rakete (Seriennummer 8) am 12. Juni.
Die Kapsel wurde von Grissom "Liberty Bell 7" benannt, nach der Form, die an die Freiheitsglocke in Philadelphia erinnerte. Während Shepard für den vorhergegangenen Flug die Nummer 7 wählte, weil seine Kapsel die siebte dieser Serie war, entschied sich Grissom, nicht die 11 zu verwenden, sondern die 7 beizubehalten, als Zeichen für die sieben Astronauten des Mercury-Programms. NASA-Mitarbeiter malten sogar den charakteristischen Riss der Freiheitsglocke auf die Kapsel.
Bei Liberty Bell 7 wurden gegenüber Freedom 7 zwei größere Konstruktionsänderungen vorgenommen. Ein neues, trapezförmiges Fenster erlaubte dem Astronauten eine bessere Sicht nach außen. Außerdem wurde die Ausstiegsluke mit einem Explosionssatz versehen, der die Luke nach der Landung nach außen absprengen sollte, um den Ausstieg zu erleichtern. Dieser neue Mechanismus sollte bei der Landung noch eine große Rolle spielen.
Am 25. Mai hielt Präsident John F. Kennedy seine historische Ansprache vor dem Kongress, in der er eine bemannte Landung auf dem Mond noch vor Ende des Jahrzehnts ankündigte.
Flugverlauf
Der Start war zuerst für den 18. Juli vorgesehen, wurde aber wegen schlechtem Wetter auf den 19. Juli verlegt. 10 Minuten vor dem Ende des Countdowns wurde aber auch dieser Start abgesagt und um zwei Tage verschoben.
Schließlich hob die Redstone-Rakete mit Liberty Bell 7 an der Spitze am 21. Juli ab. Nach 2 Minuten und 22 Sekunden schaltete das Triebwerk ab, und die Kapsel löste sich von der Redstone-Rakete. Die Geschwindigkeit betrug zu diesem Zeitpunkt 2 km/s. Für etwa 5 Minuten befand sich Grissom in der Schwerelosigkeit.
Grissom konnte die Kapsel um mehrere Achsen drehen. Nach Erreichen der Gipfelhöhe von 190 km zündete er die Bremsraketen. Während des Niedergangs beobachtete Grissom Risse im Fallschirm, die sich jedoch nicht vergrößerten. Schließlich wasserte Liberty Bell 7 nach einem Flug von 15 Minuten und 37 Sekunden 487 km entfernt vom Startpunkt.
Beinahe-Katastrophe nach der Wasserung
Bis zur Wasserung verlief er Flug ohne größere Probleme. Hubschrauber waren bereits zum Landeplatz geflogen, um den Astronauten an Bord zu nehmen sobald er die Kapsel verlassen würde. Grissom war noch in der Kapsel, als der Sprengsatz der Luke ausgelöst wurde und der Lukendeckel fort flog. Im Nu schlug Wasser in das Innere der Kapsel.
Grissom hatte bereits den Helm und die Sauerstoffleitungen abgenommen und konnte sich durch die offene Luke ins Meer retten. Wäre er noch angeschnallt gewesen, wäre er unweigerlich ertrunken.
Den beiden Piloten des Hubschraubers, der am dichtesten bei Liberty Bell 7 war, gelang es noch, die Kapsel an den Haken zu nehmen. Sie wollten sich gerade Grissom zuwenden, um ihn an Bord zu holen, als eine Warnlampe im Cockpit auf eine Überlastung der Motoren hinwies. Daraufhin wurde ein zweiter Hubschrauber zu Grissom beordert.
Grissom hatte zuerst keine Mühe sich über Wasser zu halten, weil ihm die Luft im Raumanzug genügend Auftrieb gab. Diese Luft entwich aber nach und nach durch die Nackenwulst, außerdem strömte Wasser durch die Anschlüsse der Sauerstoffleitungen, so dass es für ihn immer schwieriger war zu schwimmen. Zudem wurde Grissom durch die Wellen behindert, die der Rotorwind des zweiten Hubschraubers verursachte.
Er konnte einen Rettungsgurt ergreifen, der ihm zugeworfen wurde und konnte an Bord geholt werden, wobei er allerdings noch zwei Mal untergetaucht wurde. Insgesamt hatte Grissom etwa vier Minuten im Wasser verbracht.
In der Zwischenzeit hatten die Piloten des ersten Hubschraubers alle Versuche aufgegeben, die Kapsel zu retten. Vollgelaufen wog sie mehr als die Maschine heben konnte, und es bestand die Gefahr, dass die Motoren überlastet würden. Schließlich versank Liberty Bell 7 im Atlantik auf eine Tiefe von 5000 Metern.
Nachuntersuchungen
Bis heute ist nicht geklärt, warum der Lukendeckel abgesprengt wurde. Es gab zwei Auslösemechanismen: im Inneren der Kapsel konnte der Pilot den Sprengsatz auslösen, und auch von außen konnten Rettungsmannschaften im Notfall eine Reißleine ziehen.
Hubschrauber
Grissom widersprach heftig den Vorwürfen, dass er die Luke absichtlich oder unabsichtlich abgesprengt haben könnte. Bei späteren Mercury-Flügen trugen die Astronauten leichte Handverletzungen davon, als sie den Sprengsatz betätigten. Grissom hatte keine derartige Verletzung, ein Indiz dafür, dass er mit der Hand nicht am Auslösemechanismus war, als die Ladung zündete.
Eine Kommission unter Beteiligung des Astronauten Walter Schirra untersuchte den Vorgang und führte weitere Tests durch, doch konnte keine vorzeitige Explosion herbeigeführt werden.
Ein Versuch, die Kapsel zu bergen misslang 1994, konnte aber 1999 erfolgreich durchgeführt werden. Die Kapsel ist heute im Kansas Cosmosphere ausgestellt.
Bedeutung für das Mercury-Programm
Auch wenn Liberty Bell zum Schluss verloren ging, hatte die Mercury-Kapsel doch ihre Flugfähigkeit unter Beweis gestellt. Weitere suborbitale Testflüge wurden gestrichen, der nächste Mercury-Flug sollte mit einer Atlas-Rakete in die Erdumlaufbahn führen, allerdings mit einem Affen als Besatzung.
Grissom hat den Verlust der Raumkapsel nie überwunden. Auch wenn der Verdacht gegen ihn nie zweifellos ausgeräumt werden konnte, blieb er doch ein angesehenes Mitglied der Astronautengruppe und bekam später das Kommando über den ersten Zwei-Mann-Flug der Amerikaner (Gemini 3). Dieses Raumschiff nannte er Molly Brown, nach dem Broadway-Musical The Unsinkable Molly Brown, und hielt die Luke nach der Wasserung so lange wie möglich geschlossen.
Tragischerweise kostete Grissom eine andere Luke das Leben. Bei einem Test in einem Apollo-Raumschiff brach ein Feuer aus, und die Rettungsmannschaften konnten die Tür nicht rechtzeitig öffnen. Grissom starb zusammen mit Ed White und Roger Chaffee in der Apollo-1-Kapsel.
Weblinks
- [http://www-pao.ksc.nasa.gov/kscpao/history/mercury/mr-4/mr-4.htm NASA: Missionsübersicht] (engl.)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/SP-4201/ch11-8.htm NASA: Liberty Bell Tolls], Kapitel aus einem NASA-Buch über das Mercury-Projekt (engl.)
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/MR-4/cover.htm NASA: Results of the second US manned suborbital space flight] Abschlussbericht (engl.)
Kategorie:Mercury-Programm
21. JuliDer 21. Juli ist der 202. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 203. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 163 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1718 - Mit dem Frieden von Passarowitz erreicht das habsburgische Österreich seine größte territoriale Ausdehnung.
- 1774 - Der Friede von Kücük Kaynarci beendet den russisch-türkischen Krieg.
- 1861 - In der ersten größeren Schlacht des Amerikanischen Bürgerkriegs besiegen die Südstaatler die Nordstaatler bei Bull Run/Manassas
- 1925 - In Dayton (Tennessee) wird der Lehrer John T. Scopes zu $100 verurteilt, weil er Darwins Evolutionstheorie gelehrt hat.
- 1938 - Beginn der Erstbesteigung der Eiger-Nordwand durch Heinrich Harrer, Fritz Kasparek, Anderl Heckmair und Ludwig Vörg
- 1950 - Die Elefantendame Tuffi springt aus der Wuppertaler Schwebebahn.
- 1951 - Der Dalai Lama kehrt aus dem Exil nach Lhasa (in Tibet) zurück.
- 1954 - Auf der Genfer Konferenz wird nach dem Indochinakrieg die Teilung Vietnams beschlossen.
- 1959 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich
- 1969 - Neil Armstrong betritt um 3 Uhr 56 MEZ als erster Mensch den Mond.
- 1992 - Friedensregelung zwischen Russland und der Republik Moldau
- 1993 - Kulturabkommen zwischen Litauen und Deutschland
Katastrophen
- 1902 - Untergang des Vergnügungsdampfers "Primus" nach Kollision mit einem Schlepper auf der Elbe bei Hamburg. 101 von 206 Passagieren kommen ums Leben.
- 1905 - Untergang des Kleinen Kreuzers "Bennington" (USA) vor San Diego nach einer Kesselexplosion. 30 Tote und 80 Verletzte (von 195 Mann).
- 1997 - Ein Erdbeben der Stärke 5,0 in Südafrika. 15 Tote
- 2003 - Ein Erdbeben der Stärke 6,0 in der Provinz Yunnan, Volksrepublik China. 16 Tote
- 2005 - 14 Tage nach den Terroranschlägen von London kommt es in London erneut zu einem Zwischenfall
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1989 - Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Carl (The Truth) Williams in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen K.O.
Geboren
- 1414 - Sixtus IV., Papst von 1471 bis 1484
- 1728 - Georg Christian Crollius, deutscher Historiker
- 1751 - Luigi Romanelli, italienischer Librettist
- 1821 - Adolf Carl Daniel Fürst von Auersperg, Ministerpräsident von Österreich-Ungarn
- 1828 - Heinrich Scharrer, deutscher Botaniker und Landschaftsarchitekt
- 1854 - Albert Gustav Aristides Edelfelt, Maler
- 1858 - Lovis Corinth, deutscher Maler
- 1863 - Agnes Günther, deutsche Schriftstellerin
- 1865 - Robert Kahn, deutscher Komponist und Musikpädagoge
- 1866 - Viktor Franke, Kommandeur der Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika
- 1870 - Emil Orlik, böhmischer Grafiker
- 1875 - Oskar Moll, deutscher Maler
- 1890 - Dániel Nyitray, ungarischer Maler
- 1891 - Erwin Faber, österreichischer Schauspieler
- 1892 - Anton Schnack, deutscher Schriftsteller
- 1893 - Eugen Schüfftan, Kameramann und Erfinder
- 1893 - Hans Fallada, deutscher sozialkritischer Schriftsteller
- 1896 - Jean Rivier, französischer Komponist
- 1897 - Ili Kronstein, österreichische Malerin
- 1897 - Carl Bilfinger, deutscher Staatsrechtler
- 1898 - Albert John Mvumbi Lutuli, südafrikanischer Politiker
- 1898 - Sara Carter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1899 - Ernest Hemingway, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1899 - Hart Crane, US-amerikanischer Lyriker
- 1911 - Marshall McLuhan, kanadischer Medienwissenschaftler
- 1914 - Philippe Ariès, französischer Historiker
- 1919 - Francis Blanche, französischer Schauspieler
- 1920 - Constant Anton Nieuwenhuys, niederländischer Maler
- 1920 - Isaac Stern, US-amerikanischer Geiger
- 1922 - Kay Starr, US-amerikanische Sängerin
- 1923 - Rudolph A. Marcus, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1926 - Karel Reisz, tschechisch-englischer Regisseur
- 1926 - Norman Jewison, US-amerikanisch-kanadischer Filmregisseur
- 1927 - Günter Grasmuck, österreichischer Popmusiker
- 1927 - Michael Janisch, österreichischer Schauspieler
- 1933 - Brigitte Reimann, Schriftstellerin der DDR
- 1935 - Norbert Blüm, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1937 - Walter Link, deutscher Politiker und MdB
- 1938 - Les Aspin, US-amerikanischer Politiker und Verteidigungsminister
- 1939 - Helmut Haller, deutscher Fußballspieler
- 1939 - Bertold Klappert, deutscher evangelischer Theologe
- 1940 - Francine Berge, Schauspielerin
- 1942 - Alfred Gomolka, deutscher Politiker
- 1942 - Kim Fowley, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1944 - Tony Scott, britischer Regisseur
- 1946 - Anne Libert, Schauspielerin
- 1946 - Barry Whitham, britischer Musiker
- 1946 - Domingo Cavallo, argentinischer Politiker
- 1946 - Friedhelm Julius Beucher, deutscher Politiker und MdB
- 1946 - Kenneth W. Starr, US-amerikanischer Jurist
- 1947 - Co Adriaanse, niederländischer Fußballtrainer
- 1948 - Cat Stevens, britischer Sänger und Songwriter
- 1950 - Larry Tolbert, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Eberhard Gienger, deutscher Gerätturner und Politiker
- 1951 - Karl Öllinger, österreichischer Politiker
- 1951 - Robin Williams, US-amerikanischer Schauspieler
- 1953 - Harald Nickel, deutscher Fußballer
- 1955 - Béla Tarr, ungarischer Filmregisseur
- 1955 - Taco (Musiker), indonesischer Sänger
- 1956 - Michael Connelly, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1956 - Vivian Naefe, deutsche Regisseurin
- 1960 - Fritz Walter, deutscher Fußballspieler
- 1963 - Manu Chao, französischer Sänger und kreativer Kopf der Band Mano Negra
- 1964 - Jens Weißflog, deutscher Skispringer
- 1964 - Saskia Valencia, deutsche Schauspielerin
- 1969 - Isabell Werth, deutsche Dressur-Reiterin und Olympiasiegerin
- 1972 - Paul Brandt, kanadischer Country-Sänger
- 1972 - Catherine Ndereba, kenianische Marathonläuferin und Olympionikin
- 1976 - Vahid Hashemian, iranischer Fußballspieler
- 1977 - Danny Ecker, deutscher Stabhochspringer
- 1977 - Sarah Biasini, französische Schauspielerin
- 1978 - Damian Marley, jamaikanischer Musiker
- 1978 - Josh Hartnett, US-amerikanischer Schauspieler
- 1979 - Andrej Voronin, ukrainischer Fussballnationalspieler
- 1981 - Joaquín Sánchez Rodríguez, spanischer Fussballnationalspieler
- 1989 - Rory Culkin, US-amerikanischer Kinderstar
Gestorben
- 1007 - Gisela von Burgund, älteste Tochter des Königs Konrad von Burgund
- 1425 - Manuel II., von 1391-1425 byzantinischer Kaiser
- 1551 - Bartholomäus Bernhardi, Theologe
- 1637 - Daniel Sennert, deutscher Arzt
- 1641 - Thomas Mun, englischer Kaufmann und Ökonom
- 1796 - Philipp Carteret, englischer Seefahrer und Entdecker
- 1796 - Robert Burns, schottischer Schriftsteller und Poet
- 1798 - Charles Joseph de Croix, Graf Clerfait, österreichischer Feldmarschall
- 1838 - Johann Nepomuk Mälzel, deutscher Erfinder und Hochstapler
- 1851 - Horace-François Sébastiani, französischer General, Diplomat und Marschall von Frankreich
- 1855 - Per Daniel Amadeus Atterbom, schwedischer Dichter
- 1856 - Emil Aarestrup, dänischer Dichter
- 1870 - Josef Strauß, österreichischer Komponist
- 1878 - Johann Baptist Sonderland, deutscher Maler und Radierer
- 1886 - Karl Theodor von Piloty, deutscher Maler
- 1899 - Louis Eysen, deutscher Maler
- 1901 - Félix Joseph Henri de Lacaze-Duthiers, französischer Physiologe und Zoologe
- 1903 - Henri Alexis Brialmont, belgischer General und Militärschriftsteller
- 1907 - Nicolae Grigorescu, rumänischer Maler
- 1913 - Hermann Credner, deutscher Geowissenschaftler
- 1918 - Johannes Karl Friedrich Hesekiel, evangelischer Theologe
- 1922 - Cemal Pascha, türkischer General und Politiker
- 1940 - Hans Wagner, Vater der Philatelistentage
- 1942 - Franciszek Raszeja, Mediziner und Hochschullehrer
- 1944 - Claus Schenk von Stauffenberg, militärischer Widerstandskämpfer gegen Adolf Hitler
- 1944 - Henning von Tresckow, Generalmajor und deutscher Widerstandskämpfer
- 1944 - Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim, deutscher Offizier und Widerstandskämpfer
- 1944 - Friedrich Olbricht, deutscher General und Widerstandskämpfer
- 1948 - Arshile Gorky, US-amerikanischer Maler
- 1948 - David Griffith, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 1951 - Wilhelm Hamacher, deutscher Politiker
- 1952 - Edwin Hoernle, deutscher Schriftsteller, Funktionär der KPD
- 1960 - Massimo Bontempelli, italienischer Schriftsteller
- 1964 - Jean Fautrier, Zeichner
- 1967 - Albert John Luthuli, südafrikanischer Politiker und Religionsführer, Friedensnobelpreis 1960
- 1967 - Basil Rathbone, US-amerikanischer Schauspieler
- 1967 - Thomas Dehler, deutscher Politiker, MdB und Bundesjustizminister
- 1971 - Karl Veken, Schriftsteller
- 1972 - François Desnoyer, Maler
- 1975 - Carl Troll, Bruder von Wilhelm Troll, war ein deutscher Geograph
- 1977 - Henry Vahl, deutscher Schauspieler (Ohnsorg-Theater)
- 1979 - Ludwig Renn, deutscher Schriftsteller
- 1995 - Elleston Trevor, britischer Schriftsteller
- 1996 - Waluliso, Wiener Original
- 1997 - Ernst Majonica, deutscher Politiker und MdB
- 1998 - Alan Shepard, der erste Astronaut der Vereinigten Staaten
- 1998 - Robert Young, US-amerikanischer Schauspieler
- 1999 - David Ogilvy, englischer Werbetexter
- 2000 - Constanze Engelbrecht, Schauspielerin und Sängerin
- 2001 - Einar Schleef, deutscher Schriftsteller und Regisseur
- 2001 - Steve Barton, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 2003 - John Davies, neuseeländischer Leichtathlet und Gewinner und Olympiateilnehmer
- 2003 - Ingrid von Bothmer, deutsche Theaterschauspielerin
- 2004 - Edward B. Lewis, US-amerikanischer Biologe und Genetiker, Nobelpreisträger
- 2004 - Jerry Goldsmith, US-amerikanischer Komponist
- 2004 - Maike Schrader, deutsche Hockeyspielerin
- 2005 - Frieda Müller, ältester Mensch Deutschlands
- 2005 - Tamara Lund, finnische Sopran Opernsängerin
- 2005 - Andrzej Grubba, polnischer Tischtennisspieler
- 2005 - Rolf Dautzenberg, deutscher Trabrennfahrer
- 2005 - John Baldry, britische-kanadischer Sänger
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Belgien (Vereidigung König Leopolds I. von 1831)
- Kirchenjahr:
- Fest des Hl. Arbogast von Straßburg
- Gedenktag Daniels des Propheten
- Gedenktag des Hl. Laurentius von Brindisi
- Gedenktag der Hl. Praxedis
Siehe auch
:20. Juli - 22. Juli
:21. Juni - 21. August
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0721
ja:7月21日
ko:7월 21일
simple:July 21
th:21 กรกฎาคม
1961
Jahreswidmungen
- Internationales Jahr der Gesundheit und medizinischen Forschung
Politik
- 1. Januar: Friedrich Traugott Wahlen wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar Der Hamburger Senat wählt aus seiner Mitte den bisherigen Finanzsenator Paul Nevermann (SPD) zum neuen Ersten Bürgermeister und damit zum Nachfolger von Max Brauer, der am Tag zuvor zurückgetreten war
- 3. Januar: Beendigung der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA
- 19. Januar: Amtsübergabe von US-Präsident Dwight D. Eisenhower an John F. Kennedy
- 6. Februar: Zypern wird Mitglied in der UNESCO
- 15. März: Premierminister Hendrik Frensch Verwoerd kündigt den Austritt Südafrikas aus dem Commonwealth an. Der Austritt erfolgt am 31. Mai
- 18. März: Franz Josef Strauß wird neuer Vorsitzender der CSU
- 17. April: Von den USA gesteuerte Invasion in der Schweinebucht (Kuba)
- 18. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Afghanistan. In Kraft seit dem 14. Juni 1963
- 27. April: Sierra Leone wird unabhängig
- 27. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Niederlande. In Kraft seit dem 21. April 1962
- 30. Mai: Dominikanische Republik. Tod des Diktators Trujillo
- 31. Mai: Südafrika (vorher Südafrikanische Union) wird zur Republik, Staatsoberhaupt (vorher Queen Elizabeth II) wird als Präsident Charles Robert Swarts
- 3. Juni: Gipfeltreffen Kennedy und Chruschtschow in Wien
- 12. Juni: Aktivisten des Befreiungsausschuss Südtirol sprengen in Bozen Strommasten. Ihr Ziel ist die Autonomie Südtirols
- 19. Juni: Kuwait wird unabhängig
- 20. Juli: Kuwait wird Mitglied der Arabischen Liga
- 13. August: Baubeginn der Berliner Mauer
- 27. August: Vertrag über die Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden
- 11. September: Es beginnt der bewaffnete Aufstand in Süd-Kurdistan unter Barzani, der nach und nach zu einer Volksbewegung der nationalen Befreiung wird. Die irakische Luftwaffe beginnt mit massiver Bombardierung kurdischer Dörfer
- 17. September: Bei der Bundestagswahl 1961 verliert die CDU ihre absolute Mehrheit
- 18. September: Der amtierende UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld stürzt unter mysteriösen Umständen bei einer Friedensmission im Kongo ab. Sein Nachfolger wird Sithu U Thant
- 27. September: Sierra Leone wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 28. September: die Vereinigte Arabische Republik zwischen Ägypten und Syrien löst sich nach Austritt Syriens auf
- 1. Oktober: Unabhängigkeit von Westkamerun und Vereinigung mit Ostkamerun
- 3. Oktober: Irland wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Oktober: Mauretanien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Mongolei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Syrien wird Mitglied in der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
- 30. Oktober: Auf der russischen Insel Nowaja Semlja wird die Zar-Bombe gezündet, die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe
- 9. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Pakistan. In Kraft seit dem 30. Dezember 1962
- 12. November: Stalingrad wird in Wolgograd umbenannt
- 3. Dezember: Albanien bricht die Beziehungen zur Sowjetunion ab
- 9. Dezember: Sansibar und Tanganyika schließen sich zu Tansania zusammen
- 14. Dezember: Vereinigte Republik Tansania wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Gründung von Umkhonto We Sizwe, dem militanten Arm des African National Congress, der sich gegen die Apartheid in Südafrika einsetzte
- 18. Dezember: Indien besetzt die letzten portugiesischen Kolonialgebiete aus seinem Territorium
- 20. Dezember: Dominikanische Republik. Erste freie Wahlen
Wissenschaft und Technik
- 12. April: Der erste bemannte Weltraumflug der Geschichte startet: Die Raumkapsel Wostok mit dem Kosmonauten Juri Gagarin an Bord
- Nach Tausenden bekannten Fällen von Missbildung Dysmelie wird das 1957 von einer Stolberger Firma auf den Markt gebrachte Contergan vom Markt genommen
- 5. Mai: Als 1. Amerikaner fliegt Alan Shepard ins All
Kultur
- 20. Mai: Uraufführung der Oper Elegy for Young Lovers von Hans Werner Henze in Schwetzingen
- 8. September: Unternehmen Stardust von Karl-Herbert Scheer erscheint als Nr. 1 der Serie Perry Rhodan
- 25. September: Uraufführung der Oper Alkmene von Giselher Klebe an der Deutschen Oper Berlin
- 15. Oktober: Uraufführung der Oper Leonce und Lena von Kurt Schwaen an der Deutschen Oper Berlin
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper Das lange Weihnachtsmahl von Paul Hindemith am Nationaltheater in Mannheim
- Max Frisch schreibt das Theaterstück „Andorra“, das allerdings in einem fiktiven, und nicht dem realen Land Andorra spielt. Mehr hierzu siehe Andorra (Drama)
- Exquisite Wein-Ernte in Bordeaux
- Perry Rhodan (heute erfolgreichste Science-Fiction- und Heftroman-Serie der Welt) erscheint zum ersten mal
Umwelt
- 11. September: Der World Wide Fund for Nature (WWF) wird in der Schweiz gegründet
Katastrophen
- 15. Februar: Brüssel, Belgien. Absturz einer Boeing 707 beim Landeanflug. Alle 72 Personen an Bord starben, ebenso eine Person vom Bodenpersonal
- 11. Juli: Flughafen Stapleton, Denver, Colorado, USA. Eine DC-8 der United Airlines mit 129 Menschen an Bord, hatte ein hydraulisches Problem während des Fluges. Während der Notlandung auf dem Flughafen Stapleton platzten zwei Reifen und das Flugzeug fing an sich zu drehen und fing Feuer. Die Brandbekämpfung und Rettung der Personen wurde von einer unterbesetzten und schlecht ausgestatteten Abteilung des Flughafens begonnen. Auf die Hinzuziehung der Städtischen Feuerwehr oder auf ein Hilfeersuchen an die sich in der Nähe befindliche Basis der U.S. Air Force wurde verzichtet. Sieben Monate vor der Katastrophe hatte ein Inspektor festgestellt, dass die Flughafen-Feuerwehr und die Notfall-Ausrüstung ungenügend war. Insbesondere bemängelte er die unzureichende Wasserkapazität und die fehlende Schaum-Löschanlage. Die städtischen Beamte von Denver lobten trotzdem die Erfolge und Anstrengungen der Flughafen-Feuerwehr. 17 Menschen starben (eine davon vom Bodenpersonal), 84 Menschen kamen mit Verletzungen davon
- 12. Juli: Casablanca, Marokko. Absturz einer tschechischen Ilyushin-18
- 16. Juli: Azul, Brasilien. Absturz einer Boeing 707 der Argentine Airlines
- 1. September: Eine Lockheed L-049 der TWA stürzte bei Hinsdale, Illinois, USA, ab. 78 der 89 Personen starben dabei
- 10. September: Beim Autorennen,Großer Preis von Monza verunglückt der deutsche Rennfahrer Graf Berghe von Trips tödlich. Auch 16 Zuschauer sterben
- 10. September: Shannon, Irland. Absturz einer DC-6 der President Airlines
- 12. September: Rabat, Marokko. Absturz einer Caravelle der Air France
- 10. September: Flug Düsseldorf: USA, stürzt bei der Zwischenlandung in Irland ab. 83 Tote, davon 65 Deutsche
- 31. Oktober: der Hurrikan Hattie zerstört die Hauptstadt von Belize
- 1. November: Eine Douglas DC-7C der brasilianischen Fluggesellschaft Panair do Brasil stürzte beim Landeanflug auf Recife, Brasilien ab. Alle 45 Personen werden dabei getötet
- 8. November: Richmond, Virginia, USA. Absturz einer Lockheed Constellation der Imperial Airlines
- 30. November: Sydney, Australien. Eine Vickers Viscount der Ansett Australia stürzte aufgrund von starken Turbulenzen bei Sydney ab. Alle 15 Insassen starben
Sonstiges
- 12. Juli: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Nürnberg-Kleinreuth wird gesprengt
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Sven Regener, deutscher Musiker und Schriftsteller
- 1. Januar: Mirwais, französischer Musiker und Musikproduzent
- 1. Januar: Zübeyir Aydar, Vorsitzender des Volkskongresses Kurdistan
- 2. Januar: Ingo Lenßen, Rechtsanwalt und Schauspieler
- 3. Januar: Susanne Riess-Passer, österreichische Politikerin
- 6. Januar: Toru Tanabe, japanischer Opernsänger und Schauspieler
- 7. Januar: Roland Suso Richter, Filmregisseur
- 8. Januar: Calvin Smith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 13. Januar: Julia Louis-Dreyfus, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Januar: Maja Tschiburdanidse, georgische Schachspielerin
- 18. Januar: Mark Messier, ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler in der NHL
- 21. Januar: Manfred Müller (Landrat), deutscher Lokalpolitiker im Kreis Paderborn
- 21. Januar: Cornelia Pröll, österreichische Skirennläuferin
- 24. Januar: Karl-Heinz Smuda, deutscher Hörfunkjournalist
- 24. Januar: Guido Buchwald, deutscher Profi-Fußballspieler und Fußballtrainer
- 24. Januar: Christa Kinshofer, deutscher Skirennläuferin
- 24. Januar: Wulf R. Halbach, Medien- und Kommunikationswissenschaftler
- 24. Januar: Nastassja Kinski, deutsche Schauspielerin
- 26. Januar: Wayne Gretzky, kanadischer Eishockeyspieler
- 26. Januar: Benjamín Rausseo, venezolanischer Komiker und Entertainer
- 30. Januar: Ulrike Dietmann, deutsche Autorin
- 30. Januar: Richard Reichensperger, österreichischer Journalist und Literaturkritiker († 2004)
- 2. Februar: Lauren Lane, Schauspielerin
- 4. Februar: Stewart O'Nan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. Februar: Dietmar Bär, deutscher Schauspieler
- 6. Februar: Malu Dreyer, deutscher Politiker
- 6. Februar: Bernd Dittert, ehemaliger deutscher Bahnradfahrer, Bundestrainer im Bahnradsport
- 8. Februar: Ellen Arnhold, Fernsehmoderatorin der ARD
- 8. Februar: Vince Neil, US-amerikanischer Musiker
- 10. Februar: Eva Pfaff, ehemalige deutsche Tennisspielerin
- 10. Februar: Alexander Payne, US-amerikanischer Filmregisseur
- 11. Februar: Andreas Krautscheid, deutscher Politiker und MdB a.D., Rechtsanwalt
- 17. Februar: Ariane Ehrat, Schweizer Skirennläuferin
- 18. Februar: Armin Laschet, deutscher Europaabgeordneter
- 18. Februar: Hagen Liebing, Musiker und leitender Musikredakteur bei dem Stadtmagazin Tip Berlin
- 19. Februar: Justin Fashanu, britischer Fußballspieler († 1998)
- 20. Februar: Imogen Stubbs, britische Schauspielerin
- 21. Februar: Andreas Modl, Bundesreferent für das American Karate System im Deutschen Karate Verband
- 21. Februar: Martha Hackett, US-amerikanischer Schauspielerin
- 24. Februar: Erna Solberg, norwegische konservative Politikerin
- 25. Februar: Hermann Gröhe, Mitherausgeber Chrismon
- 28. Februar: Mark Latham, australischer Politiker und Vorsitzender der Australian Labor Party
- 28. Februar: Klaus-Peter Willsch, deutscher Politiker und MdB
- 1. März: Albert Mülleder, österreichischer Domkapellmeister zu Wiener Neustadt († 1999)
- 2. März: Ingeborg Gräßle, deutsche Politikerin
- 4. März: Sabine Everts, deutsche Leichtathletin
- 8. März: Larry Murphy, ehem. kanadischer Eishockeyspieler
- 10. März: Mike Bullard, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 15. März: Sabine Baeß, deutsche Eiskunstläuferin
- 15. März: Max Julen, Schweizer Skirennfahrer, Olympiasieger
- 16. März: Todd McFarlane, kanadisch/US-amerikanischer Comiczeichner
- 18. März: Heidi Preuss, ehemalige US-amerikanische Skirennläuferin
- 18. März: Richard Biggs, ein US-amerikanischer Fernseh- und Theaterschauspieler († 2004)
- 19. März: Rune Bratseth, norwegischer Fußballspieler
- 20. März: Maja Maranow, deutsche Schauspielerin
- 20. März: Ingrid Arndt-Brauer, eine deutsche Politikerin
- 22. März: Ingolf Roßberg, gegenwärtiger Oberbürgermeister von Dresden
- 23. März: Petra Selg, deutsche Politikerin
- 23. März: Steve Holmes, Rumänisch-deutscher Pornodarsteller
- 24. März: Nina Hoger, deutsche Schauspielerin
- 24. März: Jörg Baberowski, deutscher Historiker
- 27. März: Tony Rominger, ehemaliger Schweizer Radrennfahrer
- 28. März: Barbara Wussow, österreichische Fernsehschauspielerin
- 29. März: Michael Winterbottom, britischer Filmregisseur
- 1. April: Regine Mösenlechner, deutsche Skirennläuferin
- 2. April: Karina Thayenthal, deutsche Schauspielerin
- 3. April: Eddie Murphy, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker
- 7. April: Marco Rima, Schauspieler und Kabarettist
- 9. April: Robert Zoller, österreichischer Skirennläufer
- 12. April: Lisa Gerrard, australische Musikerin und Sängerin
- 13. April: Uwe Hübner, deutscher Radio- und Fernsehmoderator
- 14. April: Robert Carlyle, schottischer Schauspieler
- 15. April: Kerstin Walther, deutsche Leichtathletin
- 15. April: Luca Barbarossa, italienischer Sänger
- 18. April: Franco Cesarini, Schweizer Komponist und Dirigent
- 19. April: Kirsten Emmelmann, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 23. April: Frank Lippmann, deutscher Fußballspieler
- 23. April: Dirk Bach, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 25. April: Frank De Winne, belgischer Astronaut
- 26. April: Joan Chen, chinesisch-US-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin
- 27. April: Karl Alpiger, Schweizer Skirennläufer
- 28. April: Julia Jones, Dirigentin
- 30. April: Thomas Schaaf, deutscher Fußballer und Trainer
- 30. April: Franky van der Elst, ehemaliger belgischer Fußballspieler
- 30. April: Isiah Thomas, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1. Mai: Clint Malarchuk, kanadischer Eishockeyspieler
- 2. Mai: Stephen Daldry, Theater- und Filmregisseur
- 3. Mai: Leyla Zana, kurdische Politikerin und Menschenrechtsaktivistin
- 4. Mai: Luis Herrera, kolumbianischer Radrennfahrer
- 6. Mai: George Clooney, US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur
- 7. Mai: Hans-Peter Bartels, deutscher Politiker
- 8. Mai: Janet McTeer, britische Schauspielerin
- 9. Mai: John Corbett, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Mai: Henry Arnold, deutscher Schauspieler, Musiker und Regisseur
- 10. Mai: Johanna ter Steege, niederländische Schauspielerin
- 12. Mai: Thomas Dooley, US-amerikanischer Fußballprofi
- 13. Mai: Dennis Rodman, US-amerikanischer Basketballer, NBA-Spieler
- 14. Mai: Ulrike Folkerts, deutsche Schauspielerin
- 14. Mai: Urban Priol, deutscher Kabarettist, Schriftsteller sowie Radio- und Fernseh-Moderator
- 14. Mai: Tim Roth, englischer Schauspieler
- 14. Mai: Jean Leloup, frankokanadischer Musiker
- 15. Mai: Katrin Cartlidge, britische Schauspielerin († 2002)
- 16. Mai: Gerhard Papke, deutscher Politiker
- 17. Mai: Enya, irische Musikerin
- 21. Mai: Ewald Stadler, österreichischer Politiker
- 22. Mai: Edgar Mann, deutscher Komponist und Pianist
- 24. Mai: Friedrich Wilhelm Küppersbusch, deutscher Journalist und Fernsehproduzent
- 24. Mai: Maria Rosa Quario, italienische Skirennläuferin
- 24. Mai: Johannes Zweytick, österreichischer Winzer und Politiker
- 27. Mai: Peri Gilpin, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Mai: Kerstin Hensel, Autorin
- 29. Mai: Melissa Etheridge, US-amerikanische Sängerin und Rockmusikerin
- 31. Mai: Lea Thompson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. Juni: Gabriele Zange, deutsche Eisschnellläuferin
- 1. Juni: Paul Coffey, kanadischer Eishockeyspieler
- 1. Juni: Sophie Rois, österreichische Schauspielerin und Sängerin
- 1. Juni: Werner Günthör, Schweizer Leichtathlet
- 3. Juni: Norbert Gstrein, österreichischer Schriftsteller
- 3. Juni: Lawrence Lessig, Rechtswissenschaftsprofessor, Creative Commons-Erfinder
- 4. Juni: Rainer Castor, Science-Fiction-Autor für die Perry-Rhodan-Serie
- 4. Juni: Ferenc Gyurcsány, ungarischer Geschäftsmann, Politiker und Ministerpräsident
- 5. Juni: Anke Behmer, deutsche Leichtathletin
- 5. Juni: Ramesh Krishnan, indischer Tennisspieler
- 5. Juni: Mary Kay Bergman, US-amerikanische Synchronsprecherin († 1999)
- 7. Juni: Mike Pratt, britischer Komponist, Musiker und Schauspieler († 1976)
- 8. Juni: Kurt Artner, österreichischer Sportschütze
- 8. Juni: Earl Strickland, US-amerikanischer Poolbillard-Spieler
- 9. Juni: Lisa del Bo, belgische Sängerin
- 9. Juni: Michael J. Fox, kanadischer Regisseur und Filmschauspieler
- 9. Juni: Michael Meister, deutscher Politiker und MdB
- 10. Juni: Ingo Reidl, deutscher Komponist und Produzent
- 12. Juni: Hannelore Kraft, deutsche Politikerin
- 14. Juni: Boy George, britischer Sänger
- 14. Juni: Dirk Schlegel, deutscher Fußballspieler
- 15. Juni: Laurent Cantet, Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann
- 16. Juni: Robert Schneider, österreichischer Schriftsteller
- 17. Juni: Denis Lavant, französischer Schauspieler
- 17. Juni: Thomas Haden Church, US-amerikanischer Schauspieler
- 18. Juni: Randy Spears, amerikanischer Pornodarsteller
- 18. Juni: Alison Moyet, Sängerin
- 20. Juni: Karin Enke, deutsche Eisschnellläuferin
- 22. Juni: Jimmy Somerville, britischer Musiker
- 23. Juni: Karsten Speck, deutscher Entertainer und Schauspieler
- 24. Juni: Susanne Beyer, deutsche Leichtathletin
- 25. Juni: Ricky Gervais, britischer Comedian, Radiomoderator und Schauspieler
- 26. Juni: Greg LeMond, US-amerikanischer Radrennfahrer
- 28. Juni: Irina Wanka, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin
- 29. Juni: Greg Hetson, Gitarrist
- 30. Juni: Undine Bremer, deutsche Leichtathletin
- 1. Juli: Diana Frances Spencer, Ehefrau des englischen Thronfolgers Prince Charles († 1997)
- 1. Juli: Carl Lewis, Leichtathlet, Olympiasieger
- 6. Juli: Benita Fitzgerald-Brown, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 8. Juli: Toby Keith, US-amerikanischer Country-Sänger
- 10. Juli: Ulla Kock am Brink, TV-Moderatorin
- 14. Juli: Kyle Gass, US-amerikanischer Musiker
- 15. Juli: Christoph Matschie, deutscher Politiker
- 15. Juli: Jean Christophe Grangé, französische Schriftsteller
- 15. Juli: Forest Whitaker, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur
- 16. Juli: Paulus Hochgatterer, österreichischer Schriftsteller und Psychoanalytiker
- 17. Juli: Zbigniew Zamachowski, polnischer Schauspieler
- 19. Juli: Ralf Göbel, deutscher Politiker und MdB
- 22. Juli: Ibo Bekirovic, deutscher Sänger († 2000)
- 23. Juli: Alex Capus, Schweizer Schriftsteller
- 23. Juli: Woody Harrelson, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Juli: Juri Schlünz, deutscher Fußballspieler
- 28. Juli: Cornelia Yzer, deutsche Politikerin
- 30. Juli: Achdé, französischer Comic-Zeichner und Nachfolger von Morris
- 30. Juli: Laurence Fishburne, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. Juli: Isabel Varell, deutsche Sängerin, Schauspielerin und TV-Moderatorin
- 31. Juli: Volker G. Schmitz, deutscher Fernsehmoderator
- 1. August: Danny Blind, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 2. August: Gustav Weder, Schweizer Bobfahrer
- 3. August: Uschi Zietsch, deutsche Fantasy- und Science-Fiction-Autorin
- 3. August: Jochen Feldmann, deutscher Physiker
- 4. August: Barbara Mansion, deutsche Schriftstellerin
- 4. August: Barack Obama, Politiker aus Chicago sowie Professor für Rechtswissenschaft
- 7. August: Gesine Lötzsch, deutsche Politikerin
- 7. August: Carlos Vives, kolumbianischer Sänger und Schauspieler
- 8. August: The Edge, Gitarrist der irischen Band U2
- 12. August: Andreas Suchanek, deutscher Wirtschaftsethiker
- 12. August: Kristin Krohn Devold, norwegische konservative Politikerin
- 12. August: Andrea Maria Dusl, österreichische Filmregisseurin
- 12. August: Tatjana Wladimirowna Samolenko, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 12. August: Gottardo Gottardi, Schweizer Schach-Großmeister im Fernschach
- 15. August: Dietmar Mögenburg, ehemaliger deutscher Leichtathlet
- 20. August: Maren Winter, deutsche Schriftstellerin
- 20. August: Greg Egan, Sciencefiction-Schriftsteller
- 21. August: Stephen Hillenburg, Erfinder der Zeichentrick-Figur Spongebob Schwammkopf
- 21. August: Gerardo Barbero, Schachgroßmeister († 2001)
- 22. August: Thomas Hoeren, Professor für Informations- und Medienrecht
- 22. August: Debbi Peterson, US-amerikanische Musikerin
- 28. August: Ad Freundorfer, deutscher Künstler
- 31. August: Neill Archer, englischer Tenor
- 31. August: Bruce Guthro, kanadischer Folksänger
- 1. September: Gitta Schüßler, deutsche Politikerin
- 3. September: Michael Schulz (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 6. September: Willy Astor, bayerischer Kabarettist, Musiker und Komponist
- 6. September: Pål Waaktaar, norwegischer Popmusiker
- 7. September: Peter Lehmann (Informatiker), deutscher Wirtschaftinformatiker
- 10. September: Jörg Freimuth, deutscher Leichtathlet
- 12. September: Mylène Farmer, franko-kanadische Popsängerin
- 13. September: Dave Mustaine, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 15. September: Dan Marino, NFL-Quarterback bei den Miami Dolphins
- 18. September: James Gandolfini, US-amerikanischer Schauspieler
- 19. September: Reinhard Grindel, deutscher Politiker
- 19. September: Katsu Aki, japanischer Mangaka
- 20. September: Erwin Koeman, niederländischer Fußballspieler
- 22. September: Scott Baio, amerikanischer Schauspieler
- 22. September: Catherine Oxenberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. September: Daúde, brasilianische Sängerin, Schauspielerin und Fotomodell
- 25. September: Heather Locklear, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. September: Irvine Welsh, britischer Schriftsteller
- 27. September: Andy Lau, Schauspieler und Multitalent aus Hongkong
- 28. September: Jordanka Donkowa, bulgarische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 29. September: Roger David, deutscher IT-Unternehmer
- 30. September: Eric Stoltz, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1. Oktober: Thomas von Heesen, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 4. Oktober: Kazuki Takahashi, japanischer Mangaka
- 6. Oktober: Katrin Dörre, deutsche Leichtathletin
- 7. Oktober: Matthias Brandt, deutscher Theater- und Fernsehschauspieler
- 10. Oktober: Danuta Stenka, polnische Schauspielerin
- 11. Oktober: Alfred Dorfer, österreichischer Schauspieler und Kabarettist
- 17. Oktober: Rainer Heller, Bürgermeister von Detmold
- 18. Oktober: Wynton Marsalis, einer der bedeutendsten Trompeter unserer Zeit
- 20. Oktober: Kate Mosse, britische Schriftstellerin
- 20. Oktober: Ian Rush, ehemaliger walisischer Fußballspieler
- 23. Oktober: Andoni Zubizarreta, spanischer Fußball-Torhüter und Rekordnationalspieler
- 25. Oktober: Chad Smith, Schlagzeuger der kalifornischen Funk-Rockband Red Hot Chili Peppers
- 29. Oktober: Cornelia Oschkenat, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 30. Oktober: Karl Christoph Klauer, deutscher Sozial- und Kognitionspsychologe
- 31. Oktober: Larry Mullen Junior, irischer Musiker
- 31. Oktober: Peter Jackson, neuseeländischer Regisseur, Produzent und Autor
- 31. Oktober: Alonzo Babers, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 2. November: K.d. lang, kanadische Country- und Pop-Sängerin
- 5. November: Helmut de Raaf, deutscher Eishockeytormann und -trainer
- 6. November: Craig Goldy, ist ein Gitarrist
- 8. November: Leif Garrett, US-amerikanischer Schauspieler und Popsänger
- 12. November: Nadia Comăneci, rumänische Turnerin
- 15. November: Christian Stückl, deutscher Intendant und Regisseur
- 17. November: Wolfram Wuttke, deutscher Fußballspieler
- 19. November: Meg Ryan, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. November: Martin Andermatt, Schweizer Fußballtrainer
- 22. November: Randal L. Schwartz, US-amerikanischer Systemadministrator
- 23. November: Masamune Shirow, japanischer Manga-Zeichner
- 24. November: Hartmut Engler, deutscher Sänger und Pop-Musiker
- 24. November: Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerrin
- 26. November: Dirk Michaelis, Sänger und Komponist
- 27. November: Norbert Dickel, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 28. November: Alfonso Cuarón, mexikanischer Regisseur
- 2. Dezember: Gaby Köster, deutsche Schauspielerin und Kabarettistin
- 6. Dezember: Manuel Reuter, deutscher Automobilrennfahrer
- 6. Dezember: Chris Valentine, ehem. kanadischer Eishockeyspieler und Trainer
- 8. Dezember: Elfi Eschke, deutsche Schauspielerin
- 10. Dezember: Mark McKoy, Leichtathlet und Olympiasieger
- 11. Dezember: Dave King, irischer Musiker
-
Das Mercury-Programm war das erste bemannte Raumfahrtprogramm der USA. Es dauerte von 1958 bis 1963 und hatte zum Ziel, einen Menschen im Orbit um die Erde zu fliegen. Die Frühphase wurde von der NACA (National Advisory Committee for Aeronautics) geplant. Durchgeführt wurde es von der neu gegründeten NASA.
Die Planung
Anfang Oktober 1958 wurde beschlossen, ein bemanntes Raumfahrtprogramm in den USA durchzuführen. Die Planungen sahen vor, eine Raumkapsel mit einem Menschen zu bemannen und diese orbital um die Erde kreisen zu lassen. In der Frühphase wurde von einem bemannten Satelliten gesprochen.
Um dieses Programm ausführen zu können, mussten verschiedene Systeme entworfen und getestet werden. So wurde im Langley Research Center ein Programm zur voll gesteuerten Fallschirmlandung entwickelt. Außerdem wurden mit Hilfe der United States Air Force, die schon Erfahrungen auf diesem Gebiet hatte, die Raketen ausgesucht. Da diese aber nur für militärische Zwecke gebaut waren, mussten sie weiterentwickelt werden. Es handelte sich dabei in erster Linie um die Atlas- und Redstone-Raketen. An letzterer war auch die deutsche Gruppe um Dr. Wernher von Braun beteiligt.
Um die Mercury-Kapsel zu entwickeln, wurden verschiedenste Aufträge an mehr als zwanzig Industrieunternehmen vergeben. Den Zuschlag zum Bau der Kapsel erhielt die Firma McDonnell Aircraft Corporation aus St. Louis.
Am 26. November 1958 wurde der Name Mercury offizieller Projektname.
Die ersten Tests
Mit Hilfe des Startsystems Little Joe, das zum Testen ballistischer Bahnen schon vorhanden war, konnten erste Tests der Kapsel und des Rettungssystems durchgeführt werden.
Daneben wurde auf der Grundlage einer Atlas-Rakete das „Big Joe“-System eingeführt, mit dessen Hilfe eine Kapsel hoch genug in den Weltraum befördert werden konnte, um den kritischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu testen und zu üben.
Am 13. Dezember 1958 wurde der Primat Gordo auf der Spitze eines Jupiter-Geschosses der U.S. Army in die Schwerelosigkeit befördert, der er 8,3 Minuten ausgesetzt war. Gordo überlebte Start und Landung.
Anfang 1959 wurden die Kriterien zur Auswahl der Piloten aufgestellt. Dies waren:
- Alter unter 40 Jahre
- Größe kleiner als 180 cm
- Ausgezeichnete physische Konditionen
- Bachelor-Abschluss
- Abschluss als Test- und Jetpilot
- Mindestens 1.500 Stunden Flugerfahrung
Ebenso begann zu Anfang des Jahres die Entwicklung des Hitzeschilds für die Mercury-Raumkapsel.
Im Februar 1959 wurden 110 Kandidaten für das Mercury-Programm getestet.
Mehrere Teststarts schlugen im Laufe des Februar und März fehl.
Am 9. April 1959 wurden auf einer Pressekonferenz in Washington (D.C.) die sieben ausgewählten Mercury-Astronauten der Öffentlichkeit vorgestellt. Es waren im einzelnen:
- Lt. Commander Alan B. Shepard, Jr., Navy
- Captain Virgil I. Grissom, Air Force
- Lt. Colonel John H. Glenn, Jr., Marines
- Lieutenant Malcolm Scott Carpenter, Navy
- Lt. Commander Walter M. Schirra, Jr., Navy
- Captain Donald K. Slayton, Air Force
- Captain Leroy Gordon Cooper, Jr., Air Force
Das Rettungssystem der Kapsel funktionierte beim zweiten Start im April 1959 planmäßig und brachte die Kapsel vorschriftsmäßig zur Wasserung im Atlantik, sodass das Raumschiff von einem Helikopter geborgen werden konnte.
Helikopter
Mit Hilfe eines Schweins, Gentle Bess, testete McDonnell die Aufschlagssteifigkeit der Raumkapsel. Der Test war erfolgreich, das Schwein überlebte. Weitere Tests mit Schweinen lehnte die NASA ab, da Schweine nicht lange in sitzender Position überleben können.
Die zwei Primaten Able und Baker wurden am 28. Mai 1959 mittels einer Jupiter-Rakete 300 Meilen in den Weltraum geschossen. Sie landeten 1.700 Meilen entfernt von Cape Canaveral und überlebten den Flug.
Im September verlief ein Mercury-Testflug mit einer Big Joe Atlas fast zu hundert Prozent erfolgreich. Wertvolle Erkenntnisse über den Wiedereintrittswinkel und die auftretenden Temperaturen am Hitzeschild wurden gewonnen.
Am 4. Dezember 1959 wurde mit dem „Little Joe“-System der Rhesusaffe Sam gestartet und die Funktionalität des Rettungssystems zu testen. Ebenso sollten medizinische Erkenntnisse beim Flug gewonnen werden. Der Test war erfolgreich und Sam überlebte ihn. Ein zweiter Test mit dem Rhesusaffen Miss Sam verlief am 21. Januar 1960 ebenso erfolgreich.
Mercury-Atlas und Mercury-Redstone
1960
Nachdem Mitte 1960 die ersten Atlas- und Redstone-Raketen, sowie die zugehörigen Kapseln angeliefert worden waren, konnte am 29. Juli 1960 die Mercury-Atlas 1 (MA-1) Mission gestartet werden. Aber schon nach 59 Sekunden musste die Rakete auf Grund eines Strukturfehlers gesprengt werden. Die Mercury-Kapsel ging dabei verloren, da kein Rettungssystem vorhanden war. Nach diesem Fehlschlag wurde das Projekt einer mehrmonatigen Untersuchung unterzogen.
Während dieser Zeit wurden die sieben Astronauten auf ihren ersten Flug mit den unterschiedlichsten medizinischen und physischen Tests vorbereitet. So wurde eine Zentrifuge zum Testen der Schwerkraftbelastungen installiert und ein großer Wassertank um die Schwerelosigkeit zu simulieren.
Die Mercury-Redstone 1 (MR-1) Mission wurde abgebrochen, als am 21. November 1960 beim Start der Rakete auf dem Startplatz nur das Rettungssystem aktiviert wurde. Die Ersatzmission, Mercury-Redstone 1A (MR-1A), verlief dagegen am 19. Dezember 1960 problemlos. Das Raumschiff erreichte eine Höhe von ca. 131 Meilen und wurde nach erfolgter Landung 15 Minuten später von einem Helikopter aus dem Atlantik geborgen.
Am 31. Januar 1961 wurde mit der Mercury-Redstone 2 (MR-2) Mission der Schimpanse Ham in den Weltraum befördert. Kleinere Fehler führten dazu, dass die Kapsel höher und weiter flog als vorher geplant und berechnet worden war. Der Schimpanse überlebte den Flug, zeigte aber während des Flugs nicht viel Interesse, die ihm gestellten Aufgaben auszuführen.
Eine unbemannte Mission, Mercury-Atlas 2 (MA-2), verlief am 21. Februar 1961 ebenso erfolgreich.
Die unbemannte Mercury-Atlas 3 (MA-3) Mission am 25. April 1961 war dagegen ein Fehlversuch. Nachdem sich nach dem Start die Rakete nicht wie vorgesehen um 70° drehte, um auf die vorgesehene Flugbahn zu kommen, wurde das Rettungssystem aktiviert und die Kapsel abgetrennt. Die Atlas-Rakete wurde kurz darauf gesprengt.
Bemannte Flüge
Mit dem Start von Alan Shepard in der Mercury-Redstone 3 (MR-3) begann für die Amerikaner am 5. Mai 1961 das Zeitalter der bemannten Raumfahrt. Zwar waren die ersten Flüge nur ballistischer Natur; sie konnten aber die Zuverlässigkeit der Technik beweisen und dass es möglich ist, einen Menschen sehr hohen Beschleunigungswerten bei einem Start und einer Landung auszusetzen. Erst ab Mercury-Atlas 6 wurde dann der Erdorbit erreicht.
Flug-Chronologie
orbit
orbit
Das Ende des Projekts
Am 12. Juni 1963 wurde das Mercury-Programm offiziell eingestellt. Da Präsident John F. Kennedy in seiner berühmten Kongress-Rede am 25. Mai 1961 die Mondlandung innerhalb des laufenden Jahrzehnts als Ziel ausgegeben hatte, mussten weitergehende Raumfahrt-Programme anvisiert werden, da derart ehrgeizige Planungen mit dem Mercury-Projekt nicht zu verwirklichen waren. Dies lag in allererster Linie an der Unmöglichkeit, die Kapsel zu manövrieren. Das war aber für Kopplungsmanöver im All unabdingbare Voraussetzung. Es folgte das Gemini-Projekt, dessen Planungsphase sogar schon 1959 begonnen hatte.
Siehe auch
Geschichte der Raumfahrt, Liste der bemannten Raumfahrtmissionen, Liste der Raumfahrer, Gemini-Projekt, Apollo-Projekt
Literatur
Deutschsprachige Literatur ist entsprechend gekennzeichnet
NASA-Mission-Reports
- Robert Godwin, SIGMA 7: the NASA Mission Reports, Apogee Books, 2003, ISBN 1894959019 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Freedom 7: the NASA Mission Reports, Collector's Guide Publishing, 2001, ISBN 1896522807 (Buch & CD)
- Robert Godwin, Friendship 7: The First Flight of John Glenn, Apogee Books, 1999, ISBN 1896522602 (Buch & CD)
Allgemein
- Ruth Ashby, Rocket Man: The Mercury Adventure of John Glenn, Peachtree Publishers, 2004, ISBN 1561453234
- Scott Carpenter, For Spacious Skies: The Uncommon Journey of a Mercury Astronaut, Harcourt, 2003, ISBN 0151004676
- Martha Ackmann, The Mercury 13: The Untold Story of Thirteen American Women and the Dream of Space Flight, Random House, 2003, ISBN 0375507442
- Martha Ackmann, The Mercury 13, Thorndike Press, 2003, ISBN 0786258187
- Helen Zelon, The Mercury 6 Mission: The First American Astronaut to Orbit Earth, PowerKids Press, 2002, ISBN 0823957705
- John E. Catchpole, Project Mercury, Springer-Praxis, 2001, ISBN 1852334061
- Bryan Ethier, Fly Me to the Moon: Lost in Space with the Mercury Generation, McGregor Publishing, 1999, ISBN 0965384659
- Diane M. und Paul P. Sipiera, Project Mercury, Children's Press, 1997, ISBN 0516204432
- Diverse, The Mercury Seven, Abdo & Daughters Publishing, 1996, ISBN 1562395653
- Donald K. Slayton, Deke!: U.S. Manned Space : From Mercury to the Shuttle, Forge, 1994, ISBN 0312855036
Filme
DVDs
- Das NASA Programm – Das Mercury Programm
- Der Stoff, aus dem die Helden sind, Spielfilm USA – 1983, Regie: Philip Kaufman, Darsteller: Sam Shepard, Scott Glenn, Ed Harris, Dennis Quaid, Fred Ward u.a.
Weblinks
- [http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/SP-4201/toc.htm NASA-Abhandlung über das Mercury-Projekt] (engl.)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/mercury.php extrasolar-planets.com – Mercury-Projekt] (dt.)
- [http://history.nasa.gov/SP-4001/contents.htm NASA-Chronologie über das Mercury-Projekt] (engl.)
- [http://www-pao.ksc.nasa.gov/kscpao/history/mercury/mercury.htm Mercury-Seiten der NASA] (engl.)
- [http://spaceflight1.nasa.gov/gallery/images/mercury/index.html Photos der NASA zum Mercury Programm] (bemerkenswert: sehr hohe Auflösung)
!Mercury-Programm
ja:マーキュリー計画
Astronaut
Der Begriff Raumfahrer oder Weltraumfahrer bezeichnet den Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste Raumfahrer war im Jahr 1961 der Russe Juri Gagarin. Je nach ihrer Herkunft bezeichnet man Raumfahrer als Astronauten (USA, Westeuropa), Kosmonauten (Russland, ehemalige DDR und Ostblock) und Taikonauten (Volksrepublik China) - Taikonaut ist allerdings nur eine Bezeichnung in der englischen Presse, die chinesische Bezeichnung ist yǔháng yuán (宇航員, wörtlich "Universum-Navigator"). Siehe Liste der Raumfahrer für eine Liste aller Raumfahrer aller Nationen der Erde.
Astronaut
Der Begriff Astronaut (v. griech.: astron = Stern + nauta = Seefahrer) wurde geprägt durch das Buch Les Astronautes (Die Astronauten) (1927) des französischen Science-Fiction-Autors J.-H. Rosny Aîne. Dies geschah in Anlehnung an den Begriff Aeronaut (Luftschiffer). Dieser Begriff hat sich durch die US-amerikanische Raumfahrt fest etabliert, so auch für den (west-)deutschen Begriff Raumfahrer.
Durch die Teilung Deutschlands und der in dieser Zeit durch die Fortschritte in der Raumfahrt gebräuchlich gewordene Begriff entstand im deutschen Sprachraum eine Besonderheit. Während im westlichen Teil der Begriff „Astronaut“ benutzt wurde, wurde im östlichen Teil der Begriff „Kosmonaut“ verwendet. Die Bundesrepublik Deutschland als Teil des Westbündnisses war wirtschaftlich und wissenschaftlich zu den USA orientiert, die DDR hingegen in den beiden Bereichen zur Sowjetunion.
Kosmonaut
Der Begriff Kosmonaut (v. griech.: kosmos = Weltraum + nauta = Seefahrer) bezeichnet einen russischen Raumfahrer. Diese Prägung entstand während des Wettlaufs zum Weltall der 1950er Jahre, als der Begriff Astronaut der sowjetischen Raumfahrt bereits amerikanisch besetzt und möglicherweise auch zu hoch gegriffen und unpassend erschien („Astronauten“ fahren zu den Sternen oder wenigstens zu anderen Himmelskörpern). So entschied man sich für diese eigene Neuprägung. Diese Bezeichnung ist heute noch im gesamten ehemaligen Ostblock verbreitet.
Taikonaut
Taikonaut (v. chines.: tai (太) = universal + kong (空) = Himmel; zusammen: Weltraum + griech.: nautes (ναύτης) = Seefahrer) ist ein für die internationalen Medien erschaffenes Kunstwort für chinesische Raumfahrer. Chine | | |