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MetropolregionEine Metropolregion (in der Schweiz auch Metropolitanregion) ist eine stark verdichtete Großstadtregion von hoher internationaler Bedeutung. Metropolregionen werden als Motoren der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung einer Region und eines Landes betrachtet.
Europäische Metropolregionen, die speziell in Deutschland eingeteilt werden, besitzen zudem auf Europa bezogen Schlüsselrollen für eben diese Entwicklung. Sie werden seit 1995 auf Bundesebene definiert ausgewiesen und gefördert.
Im Gegensatz zu einer Agglomeration, die aus einer Kernstadt und ihrem suburbanen, dicht bebauten Vorortbereich (Speckgürtel) besteht, ist der Begriff der Metropolregion weiter gefasst und schließt auch große ländliche Gebiete mit ein, die mit den Oberzentren der Region durch wirtschaftliche Verflechtungen oder Pendlerströme in enger Verbindung stehen.
Planregionen
In Deutschland
Pendler
In Deutschland hat die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) mit ihrem Beschluss zum Raumordnungspolitischen Handlungsrahmen 1995 die Bedeutung der Metropolregionen in Deutschland ("europäische Metropolregionen") unterstrichen: „Als Motoren der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung sollen sie die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit Deutschlands und Europas erhalten“.
Die deutsche Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) hat elf Europäische Metropolregionen in Deutschland definiert:
- 1: Metropolregion Berlin/Brandenburg (seit 1995)
- 2: Metropolregion Bremen/Oldenburg (seit 2005)
- 3: Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main (seit 1995)
- 4: Metropolregion Hamburg (seit 1995)
- 5: Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen (seit 2005)
- 6: Metropolregion München (seit 1995)
- 7: Metropolregion Nürnberg (seit 2005)
- 8: Metropolregion Rhein-Neckar / Mannheim-Ludwigshafen (seit 2005)
- 9: Metropolregion Rhein-Ruhr (unter anderem das Ruhrgebiet) (seit 1995)
- 10: Metropolregion Sachsendreieck (seit 1995)
- 11: Metropolregion Stuttgart (seit 1995)
Neben den stark international ausgerichteten Metropolregionen bestehen in Deutschland 41 Ballungsräume um kleinere Kernstädte.
In der Schweiz
Besonders stark gewachsen ist die Metropolitanregion Zürich, die neben der Agglomeration Zürich noch elf weitere Agglomerationen umfasst. Auch die Metropolitanregion Basel hat sich stark erweitert unter Einbezug von Liestal ins Oberbaselbiet sowie ins Laufental und zudem ins Elsass und nach Südbaden. Das Wachstum der Agglomeration Genf konzentrierte sich fast ausschliesslich auf die französischen Nachbargebiete in Hochsavoyen.
Die Metropolitanregion Zürich umfasst neben der Agglomeration Zürich folgende Agglomerationen: Winterthur, Frauenfeld, Wetzikon-Pfäffikon, Rapperswil-Jona-Rüti, Lachen, Zug, Lenzburg, Wohlen (AG), Baden-Brugg, Schaffhausen sowie die Einzelstadt Einsiedeln. Diese Metropolitanregion umfasst damit 221 Gemeinden mit zusammen 1,675 Mio. Einwohnern.
In Europa
Die METREX als 1996 auf Initiative gegründete Zusammenarbeitsebene der EU - Metropolregionen definiert eine Metropolregion als Agglomeration von mehr als 500.000 Einwohnern und geht für die EU von 120 Metropolregionen aus, in denen 60 % der Einwohner der Mitgliedsstaaten leben und arbeiten. (Auf Deutschland bezogen würde das aber heißen, dass weite Teile des Landes Metropolregionen wären.)
In England wurden mit den Metropolitan Counties Gebietskörperschaften gegründet, die der gewachsenen urbanen Struktur angepasst sein sollen. Damit wurde an einigen Ballungsräumen die herkömmliche Aufteilung der Grafschaften abgelöst. Auch in Frankreich stimmen einige Metropolregionen mit den tatsächlichen Regionen als Gebietskörperschaft überein. Der Status der Metropolregion in Deutschland als Metagebilde, das körperschaftsübergreifend zur Kooperation anregen soll, ist in Europa seltener anzutreffen. Es gibt allerdings auch Beispiele für länderübergreifende Regionen.
Beispiele für Metropolregionen in Europa:
- Athen
- Hauptstadtregion Brüssel
- Île-de-France - Paris
- Istanbul
- Lombardei - Mailand
- Greater London
- Greater Manchester
- Moskau
- Öresundregion - (Dänemark und Schweden)
- Randstad - Niederlande
- Wien/Ostregion (Österreich)
- Zürich/Winterthur (Schweiz)
siehe auch: Metropolkomplex
Raumpolitik
Der Begriff Metropolregion ist ursprünglich eine informelle Begriffsbeschreibung für eng verflochtene Regionen mit städtischem Charakter. Dies erschien aus der zunehmenden Bedeutung solcher Gebiete, die über ihre räumliche Nähe hinaus als wirtschaftliche, soziale und kulturelle Einheit funktionieren, und deren Entwicklungsprozesse zunehmend im Gleichtakt verlaufen. Die Wahrnehmung dieser Gebiete hat internationale Ausstrahlung und stärkt im Rückkopplungseffekt die Begriffsbildung und Begriffsdeutung.
Der Begriff der Metropolregion wurde für Deutschland formal formuliert durch Beschluss der Ministerkonferenz für Raumordnung vom 8. März 1995. Schon in der ersten Herausgabe wurden sechs „europäische Metropolregionen“ benannt: Berlin/Brandenburg, Hamburg, München, Rhein-Main, Rhein-Ruhr und Stuttgart. Diese entsprechen teils auch der Charakterisierung als verstädterter Metropolregion mit globaler Ausstrahlung (Megastadt). Das Sachsendreieck als Regionalraum wird ebenda schon benannt, weitere vier Metropolregionen wurden am 28. April 2005 benannt.
In der Erkenntnis, dass Strukturentwicklung im Rahmen von Regionen mit internationaler Ausstrahlung erfolgen sollte, hat sich der Sinn des „Metropolregionseins“ zum Selbstläufer entwickelt. In dessen Folge streben weitere Regionen danach, sich als Metropolregion im Sinne der Raumpolitik zu profilieren, und nebenbei Förderung auf Bundesebene zu ergattern. Dazu gehört die Umwandlung des Ruhrgebiets vom Kommunalverband zum rechtlich eigenständigeren Regionalverband Ruhr. Bei der Metropolregion Hamburg versuchen weitere Städte in den ursprünglichen Verband aufgenommen zu werden.
Auch wesentlich kleinere deutsche Ballungsräume versuchen nun, sich als europäische Metropolregion im Sinne der MKRO (Ministerkonferenz für Raumordnung) zu qualifizieren. Im Zuge der Profilierung als Metropolregion kommt es durchaus zu Reibungsverlusten. Bei natürlich gewachsenen Metropolregionen wie Berlin folgt der Gleichtakt der politischen Ereignisse einfach nur dem faktischen Gleichtakt im wirtschaftlichen und kulturellen Leben der Region. Wo die Politik dem Leben jedoch vorauseilt, dort werden widerstreitende Interessen nicht zwangsweise durch das soziale Leben geglättet, sondern müssen schwierig am Tisch ausgehandelt werden.
Siehe auch
- Liste der größten Städte der EU
- Liste der größten Städte der Welt
Weblinks
- [http://www.bbr.bund.de/raumordnung/stadtregionen/metropolregionen.htm Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung] - Veröffentlichungen zu Metropolregionen im PDF Format
- [http://www.eurometrex.org/DE/ METREX] - europäisches Netzwerk der Verwaltungen in Großräumen der Metropolregionen
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Kategorie:Raumplanung
Bundesebene (Deutschland)
Das Staatsmodell des Föderalismus bedingt in der Bundesrepublik Deutschland eine Trennung des Staates in eine Bundesebene und eine Landesebene.
Dieser Konzeption liegt der Gedanke eines Bundesstaats zugrunde: Die einzelnen Bundesländer besitzen zwar eine eigene Regierung, Administration und Gerichtsbarkeit, doch ausschließlich der Zentralstaat besitzt die völkerrechtliche Souveränität. Im korporativen Föderalismus, wie er in Deutschland existiert, werden auf Bundesebene im Bundestag Gesetze mit Geltung für das gesamte Bundesgebiet verabschiedet. Auf Bundesebene beschlossene Gesetze haben höhere Geltung als Landesgesetze. Dies ist auch im Grundgesetz festgelegt, in dem auch generell die Abgrenzung zwischen Bund und Ländern hinsichtlich ihrer Kompetenzen und Hoheitsrechte ausgearbeitet ist: "Bundesrecht bricht Landesrecht" (Art. 31 GG). Betreffen jedoch Bundesgesetze die Kompetenzen der Länder, so haben die Länderregierungen im Bundesrat, der Vertretung der Länder auf Bundesebene, die Möglichkeit, am Entscheidungsprozess hinsichtlich des zu beschließenden Gesetzes zu partizipieren.
Die wichtigsten Verfassungsorgane der Bundesebene:
- Bundestag
- Bundesrat
- Bundespräsident
- Bundeskanzler
- Bundesregierung
- Bundesverfassungsgericht
- Bundesversammlung
Kategorie:Deutschland
KernstadtKernstadt bezeichnet
1. (umgangssprachlich) den namensgebenden Hauptort einer Stadt oder Gemeinde, in welche im Zuge der Gemeindereform mehrere umliegenden Ortschaften eingemeindet wurden.
Oftmals wird "Kernstadt" mit "Innenstadt" gleichgesetzt. Unter Innenstadt versteht man jedoch nur die eigentliche Mitte einer Stadt, also das Zentrum mit den Geschäftsstraßen, die meist als Fußgängerzonen umgestaltet wurden.
Anhand der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart sollen die beiden Begriffe verdeutlicht werden:
- Kernstadt Stuttgart: Sie umfasst die ursprüngliche Stadt Stuttgart, vor der ersten Eingemeindung Ende des 19. Jahrhunderts. Heute sind dies die Stadtbezirke Mitte, Nord, Süd, Ost und West.
- Innenstadt Stuttgart: Sie umfasst die Mitte mit Rathaus, Hauptbahnhof, Königstraße und allen umliegenden Geschäftsstraßen, die zum Großteil als Fußgängerzone umgestaltet wurden (die City): Heute ist dies der Stadtbezirk "Mitte".
2. (in Raumplanung und Humangeografie) das administrative Stadtgebiet des Zentralen Ortes einer Stadtregion im Gegensatz zu den suburbanen Vorortgemeinden (siehe auch Suburbanisierung).
Außerhalb von Kernstädten im geographischen Sinn liegen oft Trabantenstädte und Satellitenstädte.
Kategorie:Stadt
SpeckgürtelEin so genannter Speckgürtel ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen stark suburbanisierten Bereich um eine Kernstadt.
Wirtschaftliche und finanzpolitische Probleme
Der Begriff wird in Deutschland für das Umland von Großstädten und Metropolen verwendet. Der Begriff soll kritisch darauf hinweisen, dass die umliegenden Gemeinden insbesondere durch die Stadt-Umland-Wanderung relativ einkommensstarker Haushalte wachsen und vom breiten Infrastrukturangebot der Kernstadt profitieren, ohne über Steuern zu dessen Finanzierung beizutragen. Auch arbeitet ein Großteil der Erwerbstätigen als Pendler in der Kernstadt, zahlen ihre Lohn- und Einkommensteuern aber in den Wohnsitzgemeinden.
Spezielle Probleme deutscher Stadtstaaten
Dieses fiskalische Problem stellt sich in besonderer Schärfe für die deutschen Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg, da sie von ihrem Umlandgemeinden politisch getrennt sind: Während die Ausbildung eines Speckgürtels etwa um Frankfurt am Main oder München zwar für die Städte selbst nachteilig ist, werden die damit verbundenen Steuerkraftverluste über den jeweiligen Landeshaushalt und über den landesinternen kommunalen Finanzausgleich doch zumindest teilweise kompensiert. Die Steuerkraft der Umlandgemeinden der Stadtstaaten kommt hingegen allein den Nachbarländern zugute (Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) und wird nur dort intern umverteilt.
Bei der Klage über den "Speckgürtel" wird gerne unterschlagen, dass die Stadtstaaten zum Ausgleich bei der Berechnung des Länder-Finanzausgleichs eine um 35 Prozentpunkte höhere Einwohnerwertung erhalten. Darüber hinaus erspart sich der Stadtstaat Ausgaben für die Wohnraum- und soziale Versorgung der Einpendler aus dem Umland, ohne deren Kauf- und Arbeitskraft die Stadt als Wirtschaftsstandort Probleme bekäme.
Durch die Zersiedelung im Umland großer Städte verschwimmt die klare Trennung zwischen Stadt und Land, Stadt und umliegende Dörfer wachsen zusammen, Grünzäsuren werden bebaut und damit auch für das Kleinklima der Stadt wichtige Kaltzonen und Sauerstoff produzierende Waldgebiete vernichtet.
Die Entwicklung eines Speckgürtels trägt auch zur Ausbildung städtischer Monokulturen bei: Die strikte räumliche Trennung von Wohn- und Arbeitsbereich führt gleichzeitig zur Bildung von Trabantenstädten, die tagsüber wie ausgestorben wirken, zur kulturellen Auszehrung der Städte, die von den Menschen nach Feierabend fluchtartig verlassen werden, und zur Entwicklung permanenter Verkehrsüberlastung durch die Pendlerströme zwischen Speckgürtel und Innenstadt.
Um solchen Entwicklungstendenzen planerisch vorzubeugen, unterhalten deutsche Stadt- und Metropolregionen Regionalverbände und gemeinsame Landesplanungen (In Norddeutschland:Berlin/Brandenburg, Bremen/Niedersachsen und Hamburg/Niedersachsen/Schleswig-Holstein).
Literatur
Dirk Bronger: Metropolen, Megastädte, Global Cities. Die Metropolisierung der Erde. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2004
Siehe auch
- Agglomeration
- Zersiedelung
- Fördergefälle
Kategorie:Raumplanung
Oberzentrum
Ein Oberzentrum bezeichnet in der Raumordnung und der Wirtschaftsgeographie einen zentralen Ort der höchsten Stufe nach dem System der Zentralen Orte des deutschen Geographen Walter Christaller.
Oberzentren sind in der Regel umgeben von mehreren Mittelzentren, die wiederum für Unterzentren von zentraler Bedeutung sind. Neben dem Grundbedarf und dem periodischen Bedarf kann in Oberzentren auch der spezifische Bedarf gedeckt werden. Das umfasst neben dem Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot der Unter- und Mittelzentren insbesondere:
- besondere Warenhäuser
- Spezialgeschäfte
- Fachkliniken
- Theater
- Museen
- Fach- und Hochschulen
- Regionalbehörden
Die genaue Funktionsausstattung von Oberzentren wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich definiert, auch gibt es Abstufungen, wie etwa Mittelzentren mit oberzentraler Funktion, die nur über einen Teil der geforderten Ausstattung und Angebote verfügen. Daneben gibt es auch Doppelzentren und Städteverbünde, die nur in gegenseitiger Funktionsergänzung den Anforderungen eines Oberzentrums gerecht werden.
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Oberzentren in Deutschland
Kategorie:Raumplanung
Ministerkonferenz für RaumordnungDie Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) ist ein Gremium, in dem die Bundesländer in den Bereichen Raumordnung und Raumplanung zusammenarbeiten.
Raumplanung
Die MKRO setzt sich aus den für die Landesplanung zuständigen Ministerien und Senatoren und dem für Raumordnung zuständigen Bundesminister zusammen. Aufgabe der MKRO ist die gegenseitige Unterrichtung und Abstimmung über grundsätzliche Fragen und Positionen der Raumordnung und Raumentwicklung (vgl. § 19 Abs. 4 ROG). Hierzu gehören insbesondere:
- Leitbilder der räumlichen Entwicklung,
- Fragen einer Raumordnung in der Europäischen Gemeinschaft und im größeren europäischen Raum,
- Grundsatzfragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Raumordnung,
- Zweifelsfragen der Abstimmung der raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen,
- Zweifelsfragen über die Folgen der Verwirklichung von Erfordernissen der Raumordnung in benachbarten Ländern und im Bundesgebiet in seiner Gemeinsamkeit.
Die MKRO formuliert zu grundsätzlichen raumordnerischen Fragen politische Positionen und verfasst zu wichtigen Themen und Zweifelsfragen Beschlüsse und Empfehlungen. Hinweise und Beschlüsse der Konferenz besitzen keine Rechtswirkung, sind jedoch Empfehlungen mit politischer Bindungskraft.
Literatur:
- Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (2005): Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) [http://www.bmvbw.de/Das-Ministerium/Ministerkonferenzen-,1630/Raumordnungs-konferenz.htm Internetquelle]
- Fachministerkonferenzen des Bundesrates: [http://www.bundesrat.de/Site/Inhalt/DE/3_20Konferenzen/3.5_20Weitere_20Fachministerkonferenzen/3.5.9_20Ministerkonferenz_20f_C3_BCr_20Raumordnung/index,templateId=renderUnterseiteKomplett.html Internetverweis]
Kategorie:Raumplanung
Kategorie:Raumordnung
1995
Jahreswidmungen
- Der Spitzahorn (Acer platanoides) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Apollofalter (Parnassius apollo) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Nachtigall (Luscinia megarhynchos) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
Politik
- 1. Januar: Kaspar Villiger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Bolivien. Die Reform des Erziehungswesens tritt in Kraft
- 1. Januar: Die Freihandelszone zwischen Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay tritt in Kraft
- 1. Januar: Freihandelsabkommen zwischen Costa Rica und Mexiko
- 1. Januar: Österreich, Schweden und Finnland treten der EU bei
- 1. Januar: Das Freihandelsabkommen zwischen Litauen und der EU tritt in Kraft
- 17. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Papua Neuguinea
- 25. Januar: Albanien unterzeichnet mit der NATO ein individuelles Partnerschaftsabkommen
- 25. Januar: Bulgarien. Shan Videnov wird Ministerpräsident
- 1. Februar: Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Rumänien
- 11. Februar: Eröffnung der Botschaft Kirgisistans in Bonn
- 10. März: Griechenland. Konstantinos Stefanopoulos wird Staatspräsident
- 19. März: Nachbarschaftsvertrag zwischen Ungarn und der Slowakei
- 26. März: Islam Abduganijewitsch Karimow wird als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt
- 26. März: Das Schengener Abkommen tritt in Kraft
- 28. März: Kasachstan. Nursultan Nasarbajew löst das Parlament auf wegen Ungültigkeit der letzten Wahlen
- 29. März: Tunesien wird Vollmitglied in der WTO (Welthandelsorganisation)
- 9. April: Kongress- und Präsidentschaftswahlen in Peru
- 9. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Vereinigte Arabische Emirate
- 29. April: Kasachstan. Verlängerung der Amtszeit des Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew
- 1. Mai: Beitritt Liechtensteins zum EWR (Europäischer Wirtschaftsraum)
- 6. Mai: Äthiopien. Erste freie demokratische Bundes- und Regionalwahlen
- 7. Mai: Frankreich. Jacques Chirac wird zum französischen Staatspräsident gewählt
- 12. Mai: Unterzeichnung des Assoziationsabkommens zwischen der EU und Lettland
- 16. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Rumänien
- 13. Juni: Auflösung des Unterhauses in Nepal
- 20. Juni: Keith Claudius Mitchell wird Premierminister von Grenada
- 27. Juni: Katar. Emir Scheich Hamad bin Khalifa Al-Thani wird Staatsoberhaupt. Er setzt seinen Vater ab und übernimmt die Amts- und Staatsgewalt
- 3. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Ukraine
- 4. Juli: Henning Scherf wird in der Bremischen Bürgerschaft zum Regierungschef einer Großen Koalition gewählt
- 10. Juli: Heinz Eggert, Innenminister von Sachsen tritt von seinem Amt nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung zurück
- 10. Juli: Das Militärregime in Myanmar, dem früheren Birma, hebt einen fast sechs Jahre währenden Hausarrest gegen die Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf
- 11. Juli: Massaker von Srebrenica: in Bosnien und Herzegowina erobern die Serben die UN-Schutzzone Srebrenica
- 11. Juli: US-Präsident Bill Clinton beschließt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Hanoi (Vietnam)
- 12. Juli: die ethnische Säuberung der Stadt Srebrenica beginnt einen Tag nach der Eroberung durch serbische Truppen, 40.000 Einwohner werden zunächst nach Geschlechtern getrennt
- 13. Juli: Albanien tritt dem Euroatlantischen Partnerschaftsrat (EAPR) bei
- 24. Juli: in Tel Aviv zündet ein Selbstmordattentäter eine Bombe in einem Autobus und tötet fünf Israelis, 30 Menschen werden verletzt
- 25. Juli in einer Station der Pariser Metro wird eine Bombe gezündet, das anschließende Feuer tötet sieben Menschen, 62 werden verletzt
- 27. Juli: Tadeusz Mazowiecki, der UN-Menschenrechtsbeauftragte, kündigt seinen Rücktritt an und geißelt die Untätigkeit des Westens in Bosnien
- 26. Juli: Die Mitgliedstaaten der EU unterzeichnen das Europol-Übereinkommen
- 28. Juli: Vietnam wird als siebter Mitgliedssaat in die ASEAN aufgenommen
- 3. August: in Hannover beginnen die Chaostage, bei denen bis zum 6. August mehr als 2.000 Teilnehmer randalieren, Geschäfte plündern und Straßenschlachten mit der Polizei unternehmen
- 8. August: zwei Töchter von Saddam Hussein fliehen mit ihren Familien und 15 Offizieren nach Amman, wo sie von König Hussein Asyl erhalten
- 22. August: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Tadschikistan. In Kraft seit dem 18. Juni 2003
- 24. August: Georgien gibt sich eine neue (demokratische) Verfassung
- 29. August: Georgien. Attentat auf Eduard Schewardnadse
- 1. September: Liechtenstein tritt der WTO (Welthandelsorganisation) bei
- 12. September: Erste Koalitionsregierung in Nepal
- 16. September: Griechenland hebt das Embargo gegen Mazedonien auf
- 21. September: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Mongolei
- 28. September: Komoren. Putsch von Bob Denard
- 1. Oktober: Deutschland und San Marino nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 5. Oktober: Komoren. Niederschlagung des Putsches von Bob Denard durch französisches Militär. Eine Übergangsregierung wird gebildet
- 8. Oktober: Neue Verfassung in Uganda
- 11. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Moldawien
- 19. Oktober: Mazedonien wird in den Europarat aufgenommen
- 25. Oktober: Lettland stellt Antrag auf Aufnahme in die EU
- 1. November: Kamerun wird in das Commonwealth aufgenommen
- 5. November: Georgien. Eduard Schewardnadse wird erneut zum Staatspräsident gewählt
- 8. November: Die Ukraine wird Mitglied des Europarats
- 12. November: Erste freie Parlamentswahlen in Aserbaidschan
- 16. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Vietnam
- 18. November: Parlamentswahlen in Nauru
- 19. November: Aleksander Kwaśniewski wird Staatspräsident in Polen
- 22. November: Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Lagumot Harris
- 24. November: Estland stellt den Antrag auf Beitritt in die EU
- 25. November: Georgien. Die neue Verfassung tritt un Kraft
- 8. Dezember: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Venezuela
- 11. Dezember: Antrag Litauens auf Aufnahme in die EU
- 14. Dezember: Kroatien unterzeichnet ebenfalls das „Daytoner Abkommen“
- 15./16. Dezember: Die Staats- und Regierungschefs der EU einigen sich auf den Euro als gemeinsame Währung. Man vereinbart den 1. Januar 1999 als Einführungsdatum
- 14. Dezember: Dayton Friedensabkommen für Bosnien und Herzegowina, welches die polizeiliche Zusammenarbeit unter den Staaten regelt
Wissenschaft
- 29. April: Ringförmige Sonnenfinsternis im nördlichen Südamerika
- 5. Oktober: Michel Mayor und sein Assistent Didier Queloz verkünden auf dem „9th Cambridge Workshop on Cool Stars, Stellar Systems and the Sun“ die Entdeckung des ersten extrasolaren Planeten im Sternensystem Pegasus 51
- 24. Oktober: Totale Sonnenfinsternis in Südostasien
- 2. Dezember: Start der Raumsonde SOHO (Solar and Heliospheric Observatory)
- 30. Dezember: Start des Satelliten Rossi X-ray Timing Explorer
Kultur
- 3. Mai: Uraufführung der Oper I was looking at the ceiling and then I saw the sky von John Adams an der University of California, Berkeley
- 24. Juni bis 7. Juli: Christo und Jeanne-Claude: Verhüllter Reichstag, Berlin, 1971–1995
- 28. November: Eröffnung des Museu d´Art Contemporani de Barcelona
- 19. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Albanien
- 21. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Armenien
- 22. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Aserbaidschan
Gesellschaft
- 18. März: Hochzeit der spanischen Königstochter Elena
- 23. September - In München gehen 20.000 Menschen gegen das Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts auf die Straße.
- 6. November: In Israel kommt es zur größten Trauerfeier des Landes für den ermordeten Regierungschef Jitzhak Rabin. Staatsoberhäupter und Politiker aus 40 Nationen erweisen dem Verstorbenen die letzte Ehre
Katastrophen
- 11. Januar: Cartagena, Kolumbien. Absturz einer aus Bogotá kommenden Douglas DC-9 der Intercontinental de Aviacion kurz vor der Landung. 51 Menschen sterben, nur eine Person überlebt
- 17. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 7,2 tritt nahe Kōbe, Japan auf, tötet über 5.500 Menschen und verletzt über 400.000. Verursacht große Sachschäden
- 8. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 in Kolumbien. 42 Tote
- 31. März: Bukarest, Rumänien. Ein Richtung Brüssel, Belgien gestarteter Airbus A310 der Tarom stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 60 Insassen sterben
- 28. Mai: Erdbeben der Stärke 7,5 erschüttert die Stadt Neftegorsk auf Sachalin, Russland, ca. 2.000 Tote
- 15. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in Griechenland. 26 Tote
- 9. August: San Salvador, El Salvador. Beim Anflug in schlechtem Wetter prallt eine Boeing 737 der Aviateca aus Guatemala-Stadt gegen einen Berg. Alle 65 Personen an Bord kommen dabei um
- 15. September: Tawau, Malaysia. Die missglückte Landung einer Fokker 50 der Malaysia Airlines kostet 34 der 53 Menschen an Bord das Leben
- 22. September: Anchorage, Alaska, USA. Beim Start einer Boeing E-3A Sentry der US Air Force geraten Vögel in zwei der vier Triebwerke, woraufhin die Maschine mit allen 24 Menschen an Bord abstürzt
- 1. Oktober: Erdbeben bei Dinar, Türkei, ca. 100 Tote
- 6. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 auf Sumatra, Indonesien, 84 Tote
- 9. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 8,0 in Mexiko. 49 Tote
- 23. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 in der Provinz Sichuan, Volksrepublik China. 81 Tote
- 8. November: Argentinien. Eine Fokker F-27 der Lineas Aéreas del Estado prallt in schlechtem Wetter bei Villa Dolores (Córdoba) gegen einen Berg. Keiner der 53 Insassen überlebt das Unglück
- 3. Dezember: Douala, Kamerun. Eine aus Cotonou, Benin kommende Boeing 737 der Cameroon Airlines stürzt beim zweiten Landeversuch ab. Von 76 Insassen kommen 71 ums Leben
- 13. Dezember: Verona, Italien. Eine Antonow An-24 der rumänischen Romavia stürzt kurz nach dem Start Richtung Timişoara, Rumänien ab und geht in Flammen auf. Dabei sterben alle 49 Menschen an Bord
- 18. Dezember: Angola. Nach dem Start in Jamba stürzt eine überladene Lockheed L-188 Electra der kongolesischen Trans Service Airlift mit 144 Menschen an Bord ab, wovon nur drei überleben
- 20. Dezember: Cali, Kolumbien. Eine aus Miami, USA kommende Boeing 757 der American Airlines stürzt während des Landeanflugs wegen eines Navigationsfehlers ab. 160 Menschen starben, 4 konnten gerettet werden
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- In England wird Jürgen Klinsmann „Fußballer des Jahres“
- 15. März: Alba Berlin gewinnt als erstes deutsches Team den Korac-Cup (europäischer Basketball-Pokal)
- 8. April: Oliver McCall gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Larry Holmes im Caesars Palace, Las Vegas, durch Sieg nach Punkten
- 2. September: Frank Bruno gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Oliver McCall im Wembley Stadium, London, durch Sieg nach Punkten
- 15. Dezember Das Bosman-Urteil wird verkündet
Sonstiges
- 20. März: Anschlag der japanischen Aum-Sekte mit Sarin in der U-Bahn von Tokio
- 19. April: Bei einem Bombenanschlag in Oklahoma City kamen 168 Menschen ums Leben
- 25. April: Der erste Castor-Behälter erreicht Gorleben
- Mai: Das Zweite Europäische Jugendchor Festival findet in Basel statt
- Mai: Die erste Electronic Entertainment Expo findet in Los Angeles statt
- 30. Juni: Marshall-Inseln werden Mitglied in der UNESCO
- 11. Juli: Massaker von Srebrenica
- 24. August: Veröffentlichung von Windows 95
- 18. Oktober: Die Stromnetze Tschechiens, Ungarns, Polens und der Slowakei werden mit den westeuropäischen UCPTE-Verbundnetz synchronisiert. Die HGÜ-Kurzkupplungen in Etzenricht, Dürnrohr und Wien-Südost werden hiermit überflüssig
- 25. Oktober: Macau wird assoziiertes Mitglied in der UNESCO
- 24. Mai: Erbprinz Joseph-Wenzel, Sohn von Erbprinz Alois von Liechtenstein, und Sophie Prinzessin von Bayern
- 11. Oktober: Prinzessin Luisa-Maria von Belgien, Tochter von Prinzessin Astrid von Belgien und Erzherzog Prinz Lorenz von Österreich-Este
- 6. Dezember: Joy Gruttmann, deutsche Sängerin
- 1. Januar: H. E. Erwin Walther, deutscher Komponist und Musikpädagoge ( - 1920)
- 1. Januar: Eugene Paul Wigner, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger ( - 1902)
- 2. Januar: Siad Barré, ehemaliger somalischer Präsident ( - 1919)
- 7. Januar: Harry Golombek, britischer Schach-Großmeister ( - 1911)
- 9. Januar: Gisela Mauermayer, deutsche Leichtathletin ( - 1913)
- 11. Januar: Heiner Pudelko, deutscher Rocksänger ( - 1948)
- 13. Januar: Karl Junker (Schach), deutscher Schachproblemkomponist ( - 1905)
- 18. Januar: Adolf Butenandt, deutscher Chemiker auf dem Gebiet der Steroidhormone, Nobelpreisträger ( - 1903)
- 18. Januar: Georg K. Glaser, deutschsprachiger französischer Schriftsteller ( - 1910)
- 19. Januar: Hermann Henselmann, deutscher Architekt ( - 1905)
- 20. Januar: Mehdī Bāzargān, Iranischer Politiker und Ministerpräsident 1979 ( - 1907)
- 22. Januar: Rose Kennedy, Mutter von John Fitzgerald Kennedy ( - 1890)
- 25. Januar: Fritz Dorls, deutscher Politiker ( - 1910)
- 27. Januar: Jean Tardieu, französischer Dichter und Dramatiker ( - 1903)
- 30. Januar: Fritz Buri, Pfarrer und Professor für Theologie ( - 1907)
- 31. Januar: George Abbott, US-amerikanischer Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler ( - 1887)
- 1. Februar: Karl Gruber, österreichischer Politiker und Diplomat ( - 1909)
- 2. Februar: Fred Perry, britischer Tischtennis- und Tennisspieler ( - 1909)
- 3. Februar: Nicolás Lindley López, Chef einer peruanischen Militärjunta im Jahre 1963 ( - 1908)
- 4. Februar: Godfrey Brown, britischer Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1915)
- 5. Februar: Doug McClure, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1935)
- 6. Februar: Mira Lobe, Kinderbuchautorin ( - 1913)
- 7. Februar: Alfred Heuß, deutscher Althistoriker ( - 1909)
- 7. Februar: Massimo Pallottino, italienischer Archäologe ( - 1909)
- 8. Februar: Joseph Maria Bochenski, polnischer Philosoph und Logiker ( - 1902)
- 9. Februar: Eugen Loderer, deutscher Gewerkschaftsfunktionär ( - 1920)
- 9. Februar: James William Fulbright, US-amerikanischer Politiker ( - 1905)
- 10. Februar: Heinrich Drerup, deutscher Archäologe ( - 1908)
- 12. Februar: Nat Holman, US-amerikanischer Basketballspieler und -trainer ( - 1896)
- 14. Februar: Ischa Meijer, niederländischer Journalist, Schriftsteller und Talkmaster ( - 1943)
- 14. Februar: U Nu, myanmarischer Politiker ( - 1907)
- 15. Februar: Rachid Baba Ali Ahmed, algerischer Musiker und Musikproduzent
- 17. Februar: Werner Bruschke, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt ( - 1898)
- 23. Februar: James Herriot, Engl. Tierarzt und Schriftsteller ( - 1916)
- 24. Februar: Hans Hessling, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1903)
- 25. Februar: Rudolf Hausner, österreichischer Maler und Graphiker ( - 1914)
- 26. Februar: Willie Johnson, US-amerikanischer Blues-Musiker ( - 1913)
- 1. März: Georges J. F. Köhler, deutscher Biologe und Nobelpreisträger ( - 1946)
- 1. März: Eugenio Corecco, römisch-katholischer Bischof im Bistum Lugano ( - 1931)
- 4. März: Kurt Ludwig, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1924)
- 6. März: Barbara Lass, Filmschauspielerin ( - 1940)
- 8. März: Stephan László, österreichischer Bischof ( - 1913)
- 9. März: Edward Bernays, prägte für seinen Beruf die Bezeichnung PR-Berater ( - 1891)
- 14. März: William Alfred Fowler, US-amerikanischer Physiker ( - 1911)
- 16. März: Heinrich Sutermeister, Schweizer Komponist ( - 1910)
- 16. März: Simon Fraser, 17. Lord Lovat, schottischer General und Kommandoführer im 2. Weltkrieg ( - 1911)
- 17. März: Sunnyland Slim, US-amerikanischer Blues-Pianist ( - 1907)
- 20. März: Werner Liebrich, deutscher Fußballspieler und Trainer ( - 1927)
- 21. März: Wolfgang Harich, Philosoph und Journalist in der DDR ( - 1923)
- 22. März: Henri Xhonneux, belgischer Filmemacher ( - 1945)
- 24. März: Joseph Needham, britischer Sinologe und Biochemiker ( - 1900)
- 25. März: James Samuel Coleman, US-amerikanischer Soziologe ( - 1926)
- 25. März: Philip Stuart Milner-Barry, britischer Schachmeister. ( - 1906)
- 26. März: Eazy-E, Musiker ( - 1963)
- 27. März: Albert Drach, österreichischer Jurist und Schriftsteller ( - 1902)
- 28. März: Hanns Joachim Friedrichs, deutscher TV-Moderator ( - 1927)
- 29. März: Anthony Hamilton (Schauspieler), britischer Filmschauspieler ( - 1952)
- 31. März: Roberto Juarroz, argentinischer Schriftsteller ( - 1925)
- 2. April: Hannes Alfvén, schwedischer Physiker ( - 1908)
- 5. April: Nicolaas Cortlever, niederländischer Schachspieler ( - 1915)
- 9. April: Oscar Heiler, Schauspieler und Komiker ( - 1906)
- 10. April: Günter Guillaume, DDR-Spion im Bundeskanzleramt 1970–1974 ( - 1927)
- 10. April: Morarji Desai, indischer Premierminister ( - 1896)
- 20. April: Milovan Djilas, jugoslawischer Politiker, Schriftsteller und Dissident ( - 1911)
- 22. April: Don Pullen, US-amerikanischer Jazzpianist ( - 1941)
- 24. April: Wolfgang Trillhaas, Ordinarius für Praktische Theologie und Systematik ( - 1903)
- 25. April: Ginger Rogers, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1911)
- 26. April: Egon Franke, deutscher Politiker ( - 1913)
- 27. April: Willem Frederik Hermans, niederländischer Schriftsteller ( - 1921)
- 30. April: Maung Maung Kha, Ministerpräsident von Myanmar ( - 1925)
- 2. Mai: Agnes Kraus, deutsche Schauspielerin ( - 1911)
- 2. Mai: Werner Veigel, Chefsprecher der Tagesschau der ARD ( - 1928)
- 5. Mai: Michail Moissejewitsch Botwinnik, russischer Schach-Schach-Großmeister ( - 1911)
- 11. Mai: David Avidan, israelischer Schriftsteller ( - 1934)
- 11. Mai: Hans-Joachim Böhme (Minister), Minister für Hoch- und Fachschulwesen der DDR ( - 1931)
- 12. Mai: Mia Martini, italienische Sängerin ( - 1947)
- 18. Mai: Gustav Lübbe, einer der erfolgreichsten deutschen Verleger ( - 1918)
- 18. Mai: Elizabeth Montgomery, US-amerikanische Filmschauspielerin ( - 1933)
- 18. Mai: Alexander Boris Godunow, Tänzer und Schauspieler ( - 1949)
- 21. Mai: Les Aspin, US-Politiker und -Verteidigungsminister ( - 1938)
- 21. Mai: Agnelo Rossi, Erzbischof von São Paulo und Kardinal ( - 1913)
- 24. Mai: Harold Wilson, britischer Politiker und zweimal Premierminister ( - 1916)
- 24. Mai: Jürgen Horlemann, deutscher Politiker und Verleger ( - 1941)
- 25. Mai: Krešimir Ćosić, kroatischer Basketballspieler ( - 1948)
- 25. Mai: Elie Bayol, französischer Rennfahrer ( - 1914)
- 26. Mai: Friz Freleng, US-amerikanischer Cartoonist und Filmproduzent ( - 1905)
- 3. Juni: Paul Wandel, Minister für Volksbildung und Jugend der DDR ( - 1905)
- 3. Juni: John Presper Eckert, US-amerikanischer Computerpionier ( - 1919)
- 4. Juni: Ernst Wilhelm Julius Bornemann, deutscher Filmemacher ( - 1915)
- 4. Juni: Alfred Beni, österreichischer Schachmeister ( - 1923)
- 6. Juni: Heinz Lehmann, deutscher Schachspieler ( - 1921)
- 7. Juni: Josef Brinkhues, Bischof der Alt-katholischen Kirche in Deutschland ( - 1913)
- 10. Juni: Bruno Lawrence, Musiker und Schauspieler ( - 1941)
- 12. Juni: Eva Bernoulli, Schweizer Logopädin und Pädagogin ( - 1903)
- 12. Juni: Arturo Benedetti Michelangeli, italienischer Pianist ( - 1920)
- 14. Juni: Roger Zelazny, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1937)
- 14. Juni: Rory Gallagher, irischer Gitarrist ( - 1948)
- 15. Juni: John Atanasoff, US-amerikanischer Computerpionier ( - 1903)
- 18. Juni: Karl Atzenroth, deutscher Politiker ( - 1895)
- 18. Juni: Harry Tisch, Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Vorsitzender des FDGB in der DDR ( - 1927)
- 18. Juni: Robert Schlienz, deutscher Fußball-Nationalspieler ( - 1924)
- 20. Juni: Émile Michel Cioran, Philosoph ( - 1911)
- 22. Juni: Yves Congar, Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1904)
- 23. Juni: Anatoli Wladimirowitsch Tarassow, sowjetischer Eishockeyspieler und -trainer ( - 1918)
- 23. Juni: Paul Scholz, stellv. Vorsitzender des Ministerrates und Minister für Land- und Forstwirtschaft der DDR ( - 1902)
- 23. Juni: Jonas Salk, US-amerikanischer Arzt und Immunologe ( - 1914)
- 25. Juni: Warren E. Burger, US-amerikanischer Jurist und Vorsitzender Richter des Supreme Courts ( - 1907)
- 25. Juni: Ernest Walton, irischer Physiker ( - 1903)
- 29. Juni: Sicco Mansholt, niederländischer Landwirt und Politiker ( - 1908)
- 30. Juni: Georgi Timofejewitsch Beregowoi, sowjetischer Kosmonaut ( - 1921)
- 1. Juli: Wolfman Jack, US-amerikanischer Discjockey ( - 1938)
- 2. Juli: Alex Jordan (Pornodarstellerin), US-amerikanische Pornodarstellerin ( - 1963)
- 3. Juli: Georg Richter, deutscher Sportler ( - 1905)
- 3. Juli: Ricardo González, US-amerikanischer Tennisspieler ( - 1928)
- 4. Juli: Bob Ross, US-amerikanischer Maler und TV-Star ( - 1942)
- 8. Juli: Günter Bialas, deutscher Komponist ( - 1907)
- 13. Juli: Matti Pellonpää, finnischer Schauspieler ( - 1951)
- 15. Juli: Robert Coffy, Erzbischof von Marseille und Kardinal ( - 1920)
- 17. Juli: Rainer Kunad, Komponist ( - 1936)
- 18. Juli: Fabio Casartelli, italienischer Radrennfahrer ( - 1970)
- 20. Juli: Ernest Mandel, marxistischer Ökonom, Theoretiker ( - 1923)
- 23. Juli: Miklós Rózsa, Filmkomponist ( - 1907)
- 24. Juli: Charlie Rich, US-amerikanischer Country-Sänger ( - 1932)
- 24. Juli: George Rodger, Fotograf ( - 1908)
- 25. Juli: Osvaldo P
Metropolregion Berlin/Brandenburg
Als europäische Metropolregion Berlin/Brandenburg wird die Stadt Berlin nebst angrenzendem brandenburgischen Umland, dem sog. engeren Verflechtungsraum, bezeichnet. Dieser Ballungsraum hat eine Einwohnerzahl von 4.262.480 (Stand 1. Januar 2005) und eine Fläche von 5.370 km². Durch ihre nationale und internationale Bedeutung wird Berlin zusammen mit dem die Stadt umgebenden verdichteten Umland, dem sogenannten Speckgürtel, zu den Megacities gezählt.
Struktur
Allgemeines
Die Metropolregion Berlin/Brandenburg ist durch starke räumliche Disparitäten gekennzeichnet und nimmt im Vergleich mit anderen Metropolregionen in Deutschland eine Sonderstellung ein. So ist die Stadt Berlin in ihrer Funktion als Bundeshauptstadt und metropolitanes Zentrum der Region von einem suburbanen Verdichtungsraum mit teilweise ländlichem Charakter umgeben. Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam, die ebenfalls zur Metropolregion gehört, ist die einzige Großstadt im engeren Verflechtungsraum Berlin/Brandenburg, und so leben allein in den Kernstädten Berlin und Potsdam schon mehr als 80% der Gesamtbevölkerung. Im brandenburgischen Teil der Metropolregion prägen deshalb vor allem Stadtrandsiedlungen bzw. Klein- und Mittelstädte die Siedlungsstruktur.
Der engere Verflechtungsraum Berlin/Brandenburg hat einen Radius von etwa 60 km, an den sich dann der sogenannte äußere Entwicklungsraum anschließt. Dieser umfasst die berlin-fernen Regionen Brandenburgs, die aber teilweise auf der Landkreis-Ebene mit dem Berliner Umland verbunden sind. So sind nach dem Leitbild der dezentralen Konzentration bei der Kreisgebietsreform 1993 Landkreise im engeren Verflechtungsraum mit Berlin-fernen Landkreisen zusammengelegt worden.
Zentralörtliche Gliederung
Polyzentrische Siedlungsstruktur Berlins
Berlin selbst ist aufgrund seiner siedlungsstrukturellen und geschichtlichen Entwicklung kein monozentrischer Stadtraum sondern besteht aus den beiden Zentren West (Kurfürstendamm/Zoo) und Ost (Mitte/Alexanderplatz). Diese werden aber seit geraumer Zeit durch das wiederbebaute Stadtquartier am Potsdamer Platz, das eine Art Brückenfunktion inne hat, enger miteinander verknüpft. Daneben gibt es in den einzelnen Bezirken viele Subzentren, die ebenfalls unterteilt werden:
- A-Zentren: Müllerstraße (Wedding), Frankfurter Allee (Friedrichshain), Altstadt Spandau, Schloßstraße (Steglitz), Karl-Marx-Straße (Neukölln), Altstadt Köpenick/Bahnhofsstraße, Berliner Straße (Pankow)
- B-Zentren: Turmstraße (Tiergarten), Zehlendorf Mitte, Tempelhofer Damm (Tempelhof), Berliner Allee (Weißensee), Schönhauser Allee (Prenzlauer Berg), Tegel/Gorkistraße (Reinickendorf), Marzahner Promenade (Marzahn), Prerower Platz (Hohenschönhausen), Zentrum Hellersdorf.
Zwischen Stadtrand und Innenstadt liegen etwa 20km städtischer Bebauung, die Innenstadt selbst hat einen Durchmesser von 15km und wird grob durch den S-Bahn Ring, auch Ringbahn bezeichnet, und den unvollendeten Berliner Stadtring (A 100) abgegrenzt. Im geografischen Zentrum der Innenstadt liegt der Tiergarten, eine größere Parklandschaft. Um diese herum gliedern sich erste Bebauungen, darunter vor allem Gebäude des Bundes wie das Bundeskanzleramt und der Reichstag oder intensive Nutzungen wie um die Friedrichstraße, den Prachtboulevard Unter den Linden und den Potsdamer Platz sowie am Breitscheidplatz und am Ku'damm, Nähe Bahnhof Zoo.
Der Stadtrand ist geprägt von weitläufigen Siedlungsgebieten mit Ein- und Mehrfamilienhäusern, zwischen denen dann wieder größere Siedlungsgebiete mit Stadtcharakter liegen. Eine Reihe von Neubaugebieten mit besonders intensiver Nutzung sind darunter, etwa die Siedlungsgebiete Ost in Marzahn/Hellersdorf, die Gropiusstadt und das Märkische Viertel
Die Großzahl der kulturellen Einrichtungen finden sich in der Ortsteilen der Innenstadt, darunter Charlottenburg, Schöneberg, Neukölln, Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Wedding, Moabit. Hier herrscht, mit Stadtquartieren die gründerzeitlichen Ursprungs sind, die dichteste Bebauung vor, die durch ein intensives Kiezleben gekennzeichnet ist. In den innerstädtischen Kiezen lebt mit etwa 1,7 Mio etwa die Hälfte der Einwohnerschaft Berlins.
Bevölkerung
Die Metropolregion Berlin/Brandenburg ist geprägt von erheblichen Wanderungsbewegungen, wobei sich die Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Teilräumen des Verdichtungsraumes seit der Deutschen Wiedervereinigung als stark differenziert darstellt. Von 1989 bis 1994 erlebte Berlin einen nachhaltigen Wanderungsgewinn. In den Jahren 1995 bis 2000 wurden in Berlin allerdings große Bevölkerungsverluste registriert. Diese negativen Saldi waren vor allem ein Resultat von erheblichen Suburbanisierungstendenzen, die zu einem Bevölkerungswachstum im brandenburgischen Teil des engeren Verflechtungsraumes, dem sogenannten Speckgürtel, führten.
Die Funktion Berlins als Regierungssitz und der Umzug der Bundesregierung und zahlreicher angeschlossener Behörden aus Bonn haben dazu beigetragen, dass seit der Jahrtausendwende die Bevölkerungszahl stabil bleibt. Zusätzlich ist Berlin eine beliebte Universitätsstadt, die für viele Studenten attraktiv als Studien- und Wohnort ist.
Gemeinsamer Planungsraum aber keine Länderehe
Die faktische Konzentration in Richtung der Stadt und dem Wohnen im Umland hat zu einem starken Bestreben zur Zusammenarbeit der Länder Berlin und Brandenburg geführt. Die Fusion zu einem gemeinsamen Land Berlin-Brandenburg scheiterte 1996 bei einer Volksabstimmung, wird jedoch als Plan weiterverfolgt. Derweil werden Abteilungen von Ministerien zusammengelegt oder Stellen in Personalunion für beide Länder zuständig erklärt.
Die Trennung von Finanzen und Kultur in der Stadt und dem Wohnen im Umland hat zu kuriosen Ereignissen wie der Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer geführt. Denn mit zwei Ländern steht immer die Frage, welches Land die Steuern bekommt. Dazu kommen Querzahlungen für Kultur und Schulbildung an Berlin (in Berlin gehen mehr Kinder zur Schule als per Einwohnerschaft gemeldet sind).
In öffentlichen Absichtserklärungen wird davon gesprochen, den Anteil übergreifend zuständiger Behörden von 40% (2003) auf 70% zu erhöhen, sowie einen neuen Versuch der Länderehe ab dem Jahre 2009 anzustreben (durch Volkabstimmung in Verbindung mit der Wahl zum Deutschen Bundestag).
Siehe auch:
- Regionalparks in Brandenburg und Berlin
- Neugliederung des Bundesgebietes
Weblinks
- http://www.Stadtentwicklung.Berlin.de/ Planungsbehörde Berlins
- http://www.Berlin.de/rbmskzl/Berlin-Brandenburg/ Fortschrittsberichte (Senatskanzlei)
- http://www.Statistik-Berlin-Brandenburg.de/
Berlin-Brandenburg, Metropolregion
Kategorie:Berlin
Kategorie:Brandenburg
Rhein-Main-Gebiet
Die Region Frankfurt/Rhein-Main ist eine Wirtschaftsregion und ein städtischer Ballungsraum im Süden Hessens sowie Teilen der angrenzenden Bundesländer Rheinland-Pfalz (Rheinhessen) und Bayern (Unterfranken).
Es ist die zweitgrößte der elf Europäischen Metropolregionen in der Bundesrepublik.
Eine thematische Sammlung der Artikel rund um die Region Rhein-Main findet sich im Portal:Frankfurt Rhein-Main.
Kernstädte
Portal:Frankfurt Rhein-Main
Obwohl die Region meist als polyzentrischer Ballungsraum bezeichnet wird, besitzt sie mit der internationalen Metropole Frankfurt am Main funktional und geografisch einen klaren Mittelpunkt.
Andere städtische Zentren der Region sind Wiesbaden, Mainz, Rüsselsheim, Frankfurt-Höchst, Bad Homburg, Darmstadt, Offenbach am Main, Hanau, Aschaffenburg, Marburg, Gießen und Wetzlar.
Abgrenzung
Wetzlar
Die Abgrenzung der Region ist nicht eindeutig definiert. Das IHK-Forum Rhein-Main erstreckt sich zum Beispiel über eine große Region. Verwendet man den Bereich der Industrie- und Handelskammern, die in diesem Forum Mitglied sind und der die ganze Wirtschaftsregion umfasst, zur Definition, so erhält man folgende großzügige Abgrenzung:
Sieben kreisfreie Städte:
- Stadt Frankfurt am Main
- Stadt Offenbach am Main
- Stadt Wiesbaden
- Stadt Mainz (der dortigen Mündung des Mains in den Rhein verdankt die Region ihren Namen)
- Stadt Worms
- Stadt Darmstadt
- Stadt Aschaffenburg
Die 18 Landkreise der Region Frankfurt / RheinMain sind: Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis, Wetteraukreis, Main-Kinzig-Kreis, Kreis Offenbach, Kreis Groß-Gerau, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Aschaffenburg, Landkreis Miltenberg, Kreis Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis, Kreis Bergstraße, Landkreis Alzey-Worms, Landkreis Mainz-Bingen, Rheingau-Taunus-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis.
Nach dieser Abgrenzung umfasst die Großregion 13.400 km² Fläche mit 5,8 Millionen Einwohnern.
Der Kreis Bergstraße und die Stadt Worms liegen im Überschneidungsbereich zum benachbarten Rhein-Neckar-Dreieck.
Rhein-Neckar-DreieckDas Gesetz zur Stärkung der kommunalen Zusammenarbeit und Planung in der Region Rhein-Main des Landes Hessen definiert hingegen explizit folgende Abmessung:
- die kreisfreien Städte Frankfurt am Main und Offenbach am Main,
- in den Landkreisen Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis und Offenbach alle Städte und Gemeinden,
- im Main-Kinzig-Kreis die Städte Bruchköbel, Hanau, Langenselbold, Maintal, Nidderau und Gemeinden Erlensee, Großkrotzenburg, Hammersbach, Neuberg, Niederdorfelden, Rodenbach, Ronneburg, Schöneck,
- im Wetteraukreis die Städte Bad Nauheim, Bad Vilbel, Butzbach, Friedberg (Hessen), Karben, Münzenberg, Niddatal, Reichelsheim (Wetterau), Rosbach v. d. Höhe und Gemeinden Florstadt, Ober-Mörlen, Rockenberg, Wölfersheim, Wöllstadt,
- im Landkreis Groß-Gerau die Städte Groß-Gerau, Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf, Raunheim, Rüsselsheim und Gemeinden Bischofsheim, Ginsheim-Gustavsburg und Nauheim.
Daneben existieren noch andere (meist enger gefasste) Abgrenzungen, die etwa die Kreise Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf, Vogelsberg oder Bergstraße nicht mit zur Region zählen.
Der engere Ballungsraum, der in etwa der Ausdehnung des S-Bahn-Netzes entspricht, reicht von Wiesbaden und Mainz im Westen bis Aschaffenburg im Osten sowie von Friedberg und Bad Nauheim im Norden bis Darmstadt im Süden. Dieses Gebiet zählt 3,4 Millionen Einwohner auf 5.500 km² Fläche.
Der Einzugsbereich des Rhein-Main-Gebiets ist sehr groß. Etwa 350000 Einpendler kommen jeden Tag in den Frankfurter Raum, die z.t. weit mehr als hundert km von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen. Der Pendler-Einzugsbreich umfaßt den ganzen Odenwald, die Südpfalz, die Rhön, den Westerwald, die Region Marburg/Gießen/Wetzlar und die Kurpfalz. Der RMV ist deshalb nicht zufällig der größte deutsche Verkehrsverbund.
Im Zentrum des Rhein-Main-Raums liegt die engere Stadtregion Frankfurt, zu der z.B. Offenbach, Hanau, Bad Homburg und Rüsselheim gehören. Die übrigen Kernstädte Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und Aschaffenburg bilden mit ihrem Umland eigene Stadtregionen.
Wirtschaft
Stadtregion
Die zentrale und verkehrsgünstige Lage in Südwestdeutschland förderte schon Mitte des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung der Region. Unternehmen aus vielen Branchen haben hier ihren Sitz und beschäftigen in der Region etwa 1,8 Mio Arbeitnehmer. Dabei überwiegen in der Rhein-Main-Metropole Frankfurt Handel und Dienstleistungen (Banken und Versicherungen, Frankfurter Messe). Industrie ist vor allem in den Bereichen Chemie (Höchst, Wiesbaden, Offenbach) und Fahrzeugbau (Rüsselsheim) vertreten. Darmstadt hat sich als Wissenschaftsstadt, Wiesbaden als Sitz von Versicherungsunternehmen und Bundesbehörden etabliert.
Der Logistikbereich ist besonders durch den Flughafen Frankfurt und die zentrale Anbindung (Autobahnen, Eisenbahn) stark begünstigt. Das Frankfurter Kreuz und der Frankfurter Hauptbahnhof sind jeweils die verkehrsreichsten in Europa. Im Umkreis von 6 Stunden Fahrt erreicht man Hamburg, die Benelux-Staaten, Paris, die Schweiz, Österreich, Tschechien, Polen und Berlin. Weitere wichtige Bahnhöfe im Fernverkehr sind Mainz und Frankfurt-Flughafen. Über den Frankfurter Flughafen ist jedes wichtige Flugziel weltweit als Direktflug verfügbar. Die Infrastruktur im Rhein Main Gebiet gilt als sehr gut ausgebaut.
Naturraum
InfrastrukturDie landschaftliche Attraktivität der Region ergibt sich aus dem Gegensatz zwischen den Ebenen der beiden namensgebenden Flüsse und den die Region begrenzenden Mittelgebirgen.
Die Untermainebene ist der nördliche Ausläufer der Oberrheinischen Tiefebene, die etwa von Basel bis Frankfurt reicht. Die Mainmündung gilt als die Grenze zwischen Ober- und Mittelrhein. Letzterer durchbricht in einem engen, teilweise schluchtartigen Tal das Rheinische Schiefergebirge. Außer den beiden genannten Strömen sind Nidda, Kinzig und Nahe wichtige Flüsse der Region, an ihrem Nordrand außerdem die Lahn.
Fünf Mittelgebirge begrenzen die Region: Taunus, Vogelsberg, Spessart, Odenwald und Hunsrück. Der Südhang des Taunus (Rheingau und Vordertaunus) und der Westhang des Odenwalds (Bergstraße) gehören klimatisch zu den mildesten Gegenden in Deutschland.
Der Rheingau, das linksrheinische Gebiet Rheinhessen sowie das unterfränkische Maintal sind Weinbaugebiete. Die Landwirtschaft in der Wetterau im Norden der Region verfügt über Böden, die zu den ertragsreichsten in Deutschland zählen. Im dicht besiedelten Kernraum der Region um Frankfurt dienen die Freiflächen mehr der Naherholung als der Landwirtschaft. Typisch für das dortige Landschaftsbild sind Streuobstwiesen, deren Erträge meist zur Produktion des Frankfurter Apfelweins dienen.
Geschichte
Apfelwein
Eine bis heute gültige Besonderheit der Region ist, dass es niemals in der Geschichte eine territoriale Einheit des Rhein-Main-Gebiets gab. Der tausendjährigen Kleinstaaterei verdankt die Region ihre kulturelle Vielfalt, aber auch die im Gegensatz zu konkurrierenden Metropolregionen schmerzhaft fehlende Kooperation und Koordination, die angesichts der Metropolkonkurrenzen einer globalisierten Weltwirtschaft einen schädlichen Anachronismus darstellt.
In römischer Zeit lag die Region an der Grenze des Imperiums. Mainz war unter dem Namen Mogontiacum Hauptstadt der Provinz Obergermanien, der Limes schützte die Reichsgrenze und verlief über den Kamm des Taunus und quer durch die Wetterau. Außer Mainz gab es zahlreiche römische Kastelle in der Region (Hofheim, Höchst, Frankfurt, Kleiner Feldberg, Saalburg, u.a.) sowie eine kleine Stadt (Nida bei Frankfurt-Heddernheim). Wiesbaden war schon damals ein wichtiger Badeort (Aquae Mattiacorum).
Bereits in der spätrömischen Antike (seit 343) wurde Mainz zu einem Bischofssitz, der im frühen Mittelalter einer der wichtigsten des fränkischen, später Deutschen Reichs wurde. Fränkische Könige (Merowinger, später Karolinger) errichteten Königshöfe, u.a. in Frankfurt und Ingelheim. Das Kloster Lorsch wurde durch Landschenkungen eines der mächtigsten in Deutschland. Durch die günstige Verkehrslage konnte die Region Handelsverkehr an sich ziehen, wichtige Straßen entstanden, so die Via Regia.
Im Hohen Mittelalter löste Frankfurt Mainz als wichtigste Stadt der Region ab. Frankfurt, Friedberg, Wetzlar und Gelnhausen (letzteres eine Kaiserpfalz der Staufer) waren Freie Reichsstädte. Die Erzbischöfe von Mainz waren Erzkanzler des Reichs und einer der sieben Kurfürsten. Frankfurt verdankte seinen Aufstieg der Rolle als bedeutende Messestadt und als Wahl-, später auch Krönungsstätte der deutschen Kaiser.
Das Erzbistum Mainz umfasste große Gebiete im Westen und Osten (um Aschaffenburg) des Rhein-Main-Gebietes, als es 1803 aufgelöst wurde. Nach dem Wiener Kongress verteilte sich ab 1816 die Region auf folgende Territorien:
- Großherzogtum Hessen (Hauptstadt Darmstadt), mit den Provinzen Starkenburg (Darmstadt, Offenbach), Rheinhessen (Mainz, Worms, Bingen) und Oberhessen (Gießen, Friedberg).
- Kreis Wetzlar, heute Lahn-Dill-Kreis, in der preußischen Rheinprovinz
- Herzogtum Nassau (Hauptstadt Wiesbaden), mit Limburg und Höchst.
- Kurfürstentum Hessen (Hauptstadt Kassel), mit Gelnhausen, Hanau, Bergen und Bockenheim
- Landgrafschaft Hessen-Homburg (Bad Homburg)
- Königreich Bayern (Aschaffenburg)
- Freie Stadt Frankfurt (Stadtstaat)
Freie Stadt FrankfurtNach dem Preußisch-Deutschen Krieg 1866 annektierte Preußen alle genannten Territorien außer dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Bayern, die kleinere Gebietsteile abtreten mußten. Die territoriale Zersplitterung bestand allerdings weiter, da das Großherzogtum Hessen durch das Stadtgebiet Frankfurt und den anschließenden Kreis Hanau in zwei Teile geteilt blieb.
1945 wurde das Rhein-Main-Gebiet durch die amerikanische Armee vom Faschismus befreit. Die Grenze zur später auf Kosten der britischen und amerikanischen Zone eingerichteten Französische Besatzungszone wurde von den Alliierten willkürlich im Rhein festgelegt. Die Besatzungsmächte gründeten in der Folge die noch heute bestehenden Bundesländer jeweils auf ihrem Territorium. Durch die (französische) Gründung des neuen Landes Rheinland-Pfalz wurde Rheinhessen von Hessen abgetrennt, die Region (und sogar das Stadtgebiet von Mainz) wurde erneut administrativ geteilt.
Im Kern der Region wurde die preußisch-hessische Landesgrenze aufgehoben, durch die Eingemeindung zweier kleiner Vororte wuchs das Frankfurter Stadtgebiet 1972 über die ehemalige Grenze hinweg.
Kirchliche Zuständigkeiten
Mit Ausnahme des bayerischen Gebietsanteils gehört das Rhein-Main-Gebiet zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.
Bei der katholischen Kirche haben drei Diözesen Anteil an der Region, nämlich Mainz an den früher zu Hessen-Darmstadt gehörenden Gebieten, Limburg an den früher zu Nassau, Frankfurt und Hessen-Homburg gehörenden Gemeinden und Fulda an den früher kurhessischen Orten. In dieser Hinsicht ist die Stadt Frankfurt dreigeteilt.
Wichtigste Sehenswürdigkeiten (Auswahl)
- FuldaIn Frankfurt: Altstadt mit Kaiserdom, Paulskirche, Römerberg, Goethehaus und Mainufer; weitere City mit Alter Oper, Hauptwache, Hochhaus-Skyline, Hauptbahnhof, Messe, Museumsufer, Zoo und Palmengarten; außerdem die erhaltene Höchster Altstadt mit der Justinuskirche und dem Höchster Schloss sowie der Rhein-Main-Flughafen.
- In Offenbach: Deutsches Ledermuseum, Isenburger Schloss, Büsing Palais, Rumpenheimer Schlossße
- In Mainz: < | | |