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| Miklós Horthy |
Miklós HorthyMiklós Horthy [] (amtlich ungarisch: vitéz nagybányai Horthy Miklós, deutsch: Nikolaus von Horthy und Nagybánya; - 18. Juni 1868 in Kenderes, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok (Ungarn), † 9. Februar 1957 in Estoril, Portugal) war ein ungarischer Militär und Politiker.
Portugal
Leben
Horthy stammte aus dem calvinistischen, nicht besonders begüterten Kleinadel der Großen Ungarischen Tiefebene.
Von Anfang an zu einer militärischen Karriere bestimmt und entschlossen, war er
1909 bis 1914 Flügeladjutant Kaiser Franz Josephs I. Während des Ersten Weltkriegs stieg er bis Kriegsende 1918 zum Konteradmiral auf und war letzter Oberbefehlshaber der k. u. k. Kriegsmarine.
Nach dem Sturz der Habsburger in Ungarn und der Etablierung einer kommunistischen Räteregierung unter Béla Kun 1919 nahm er als Kriegsminister der in Szeged gebildeten konservativ-reaktioniären Gegenregierung den Kampf gegen das Regime von Béla Kun auf. Nach dem Sieg zog er an der Spitze der konservativen Truppen am 16. November 1919 in Budapest ein.
Zwar wurde von der neuen Regierung umgehend die Monarchie in Ungarn wiederhergestellt, doch war an eine Rückkehr der Habsburger aus innen- und vor allem außenpolitischen Gründen vorläufig nicht zu denken. So wählte die ungarische Nationalversammlung am 1. März 1920 Horthy als Reichsverweser (ungar. kormányzó) zum provisorischen Staatsoberhaupt. Er blieb Staatsoberhaupt der "Monarchie ohne König" bis zu seiner von den zuvor verbündeten Deutschen erzwungenen Abdankung und anschließenden Verhaftung im Jahr 1944, nachdem er versucht hatte mit der Sowjetunion einen Waffenstillstand abzuschließen. Nach 1945 wurde auf Druck der USA aus der Haft entlassen, nicht als Kriegsverbrecher angeklagt und ging nach Portugal ins Exil. Er verteidigte in seinen letzten Lebensjahren immer wieder seine revisionistische Außenpolitik und erklärte, nur das Beste für sein Land gewollt zu haben (siehe seine Autobiographie unten). Die kommunistische Herrschaft in Ungarn und die Niederschlagung des antikommunistischen Aufstands von 1956 verurteilte er. Seine Söhne waren Miklós Horthy jr und István Horthy.
Außenpolitik der Horthy-Zeit
Zuerst musste Horthy die einschneidenden Bedingungen des Friedens von Trianon 1920 akzeptieren, durch die Ungarn zwei Drittel seines Vorkriegsterritoriums und einen ebenso großen Teil seiner Vorkriegsbevölkerung verlor. In der Folge stellte er sich aber an der Spitze einer revisionistischen Politik, die unter dem Motto Nem, nem, soha! („Nein, nein, niemals!“) danach bestrebt war, alle verlorenen Gebiete zurückzugewinnen, um das Königreich des Heiligen Stephan in seinen historischen Grenzen wiederherzustellen.
Im Bewusstsein der militärischen Schwäche seines Landes, aber auch unter vernünftiger Einschätzung der antihabsburgischen Stimmung in weiten Kreisen der Bevölkerung verhinderte Horthy 1921 zwei von König Karl IV. dilettantisch inszenierte Rückkehrversuche nach Ungarn, den zweiten sogar mit Waffengewalt bei Budaörs vor den Toren von Budapest am 29. Oktober 1921, da die Staaten der Kleinen Entente jede Habsburg-Restauration als Kriegsgrund angesehen hätten, was zum sofortigen völligen Zusammenbruch Ungarns geführt hätte.
Da Ungarn für eine revisionistische Politik allein zu schwach war, bemühte sich das Land um Verbündete. Dies führte dann in den 1930-er Jahren zu einem engen Anschluss an das Italien Mussolinis und das ebenfalls faschistische Österreich von Engelbert Dollfuß. Diese von Horthy nachdrücklich unterstützte Politik fand in den Römischen Protokollen vom 17. März 1934 ihren Kulminationspunkt, konnte dann aber aufgrund der zunehmenden Schwäche von Österreich und Italien keine Wirkung mehr entfalten.
Statt dessen musste sich Horthys Ungarn zunehmend auf Nazi-Deutschland, die stärkste revisionistische Macht, stützen. Diese Politik trug nach dem Münchener Abkommen von 1938 erste Früchte im ersten Wiener Schiedsspruch vom 2. November 1938.
(Fortsetzung folgt...)
Innenpolitik der Horthy-Zeit
Wenngleich Ungarn in der Zwischenkriegszeit auch niemals völlig zur Diktatur wurde und das Parlament nicht gänzlich ausgeschaltet werden konnte, trägt Horthys Herrschaft doch deutlich die Züge eines autoritären Regimes.
Horthy war als echter Konservativer bestrebt, die Gesellschaftsordnung Ungarns unversehrt zu bewahren, wozu die Bewahrung der Adelsprivilegien und dessen führende Rolle im Staatswesen gehörte. Obwohl Horthy der Gegenregierung von Szeged vorgestanden und deren Programm vertreten hatte, schwächte er die Radikalität des „Programmes von Szeged“ ab, das auf eine rechtsradikale Umwälzung gezielt hatte. Obwohl Horthy paternalistisch auch die Arbeiter und Bauern in sein Staatswesen integrieren wollte, führte er im Interesse des Adels keine allgemeine Landreform durch. So erscheint Horthys Ungarn sogar neben all den autoritär regierten Staaten der Epoche als merkwürdiger Anachronismus.
Nach der endgültigen Absetzung des Hauses Habsburg ging Horthy zielstrebig, aber mit Augenmaß daran, seine gegenüber einem gekrönten König eingeschränkten Machtbefugnisse langsam auf Kosten des Parlaments auszuweiten. So fehlten ihm seit 1937 nur noch die Patronatsherrschaft über die katholische Kirche, das Recht der Adelsverleihung und die Erblichkeit.
(Fortsetzung folgt...)
Literatur
- Ein Leben für Ungarn, Estoril (Portugal): 1953
- Verlockung, autobiographisch inspirierter Roman von János Székely (Exil-Ungar, gestorben 1958)
Weblinks
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Horthy, Miklos
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ja:ホルティ・ミクローシュ
ko:미클로시 호르티
Ungarische Sprache
Die ungarische Sprache (Ungarisch, Magyar nyelv)
ist die einzige nicht-indoeuropäische Sprache, die im mitteleuropäischen Raum gesprochen wird. Sie gehört zusammen mit Samisch, Estnisch, Finnisch und einer Reihe von im europäischen Russland und in Nordsibirien gesprochenen Sprachen zu den finno-ugrischen Sprachen.
Erste Inschriften des Ungarischen stammen aus dem 9. Jahrhundert, als sich die Magyaren noch der ungarischen Runenschrift bedienten. Die Datierung und Relevanz der ungarischen Runen ist allerdings umstritten.
Als erstes Schriftdenkmal des Ungarischen gilt die Stiftungsurkunde der Benediktinerabtei von Tihany aus dem Jahre 1055. Das Schriftstück enthält in einem überwiegend lateinischen Text mehrere ungarische Wortverbindungen.
Ungarisch wird heute von etwa 15 Millionen Menschen gesprochen und ist Amtssprache in Ungarn und seit dem 1. Mai 2004 auch eine der Amtssprachen in der EU. Der Language Code ist hu bzw. hun (nach
ISO 639).
Sprachverwandtschaft
Zusammen mit den Chanten (früher auch Ostjaken, 12.000 in Russland) und Mansen (früher auch Wogulen, 4.000 in Russland), zwei östlich des Ural lebenden Völkern, bilden die Ungarn (rund 15.000.000 weltweit) die ugrische Untergruppe.
Die finno-ugrischen Sprachen wiederum bilden zusammen mit der kleinen Gruppe der Nenzensprachen die uralische Sprachfamilie.
Geschichte
Auf der Suche nach den Ursprüngen des Ungarischen gab es unterschiedliche Herleitungsversuche. So wurde versucht, Ungarisch den Turksprachen zuzuordnen. Dieser Sprachgruppe gehören neben dem Türkischen auch Sprachen Zentralasiens wie Kasachisch, Turkmenisch, Kirgisisch oder Uigurisch an.
Die Europäer hielten die Ungarn beim ersten Kontakt für einen mit den Türken verwandten Volksstamm. Der Name „Ungar“ selbst ist verwandt mit der Bezeichnung, die ihnen die Slawen zuerst gaben. „Onogur“ (v. alttürk. on og/ok) bedeutet „zehn Stämme“. Die Diskrepanz zur Selbstbezeichnung der Ungarn (magyar) sticht ins Auge.
Die Theorie der Verwandtschaft zu den Türken erhielt vor allem dadurch Nahrung, weil die Turksprachen ebenfalls agglutinierende Sprachen und vokalharmonisch aufgebaut sind. Von dieser Theorie hat man jedoch ebenso Abstand genommen wie von der Idee, Ungarisch könne ein entfernter Verwandter des Japanischen sein, da eine Reihe kurzer Wörter für allgemeine Landschaftsbezeichnungen auffällige Ähnlichkeiten in beiden Sprachen aufwiesen.
Unter den Ungarn selbst hielt sich etwa seit dem 12. Jahrhundert die Legende (Hunor und Magor), man stamme von den Hunnen ab, was aber nicht der Fall ist. Als wahrscheinlich wird aber eine mehr oder weniger gemeinsame Völkerwanderung mit den Hunnen und Goten angesehen – andere Völker unterschieden dieses Völkergemisch nicht und bezeichneten sie einheitlich als Hunnen. Der Name „Attila“ ist bis zum heutigen Tag ein recht beliebter männlicher Vorname in Ungarn. Attila ist in dieser Form gotisch und hunnisch und bedeutet soviel wie „Väterchen“. Das ungarische Wort für „Vater“ (im Sinne von leiblicher Vater) ist apa (siehe auch alttürkisch ata, ana, aba, aga). Die ältere Form atya für „Vater“ wird heute vor allem dann verwendet, wenn Gott gemeint ist. Auf die Verbindung mit den Hunnen geht auch die in zahlreichen europäischen Sprachen übliche Schreibung des Landesnamens mit „H-“ zurück, vgl. deutsch (veraltet) Hungarn, französisch Hongrie, englisch Hungary.
Das Ungarische erscheint zunächst als schwer erlernbar. Das hat den Ungarn, die in ihrer Geschichte auch mehrere Fremdherrschaften erlebt haben, ein gewisses Maß an kultureller Autonomie gesichert. Es gibt nicht allzu viele Wortähnlichkeiten mit indogermanischen Sprachen.
Aussprache
Die ungarische Sprache wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Dabei entsprechen alle Vokal- und einige Konsonantenbuchstaben jeweils genau einem Laut (im Gegensatz zum Deutschen, wo es etwa für „e“ verschiedene Aussprachemöglichkeiten gibt). Andere Konsonanten des Ungarischen werden durch Kombinationen von zwei (Digraph) oder drei Zeichen (Trigraph) dargestellt, die jedoch ebenfalls immer für denselben Laut stehen. Somit ist die ungarische Rechtschreibung weitgehend regelmäßig. Die einzige Ausnahme bildet der j-Laut, der sowohl als „j“ als auch als „ly“ geschrieben wird. Von der vom Deutschen her gewohnten Aussprache weichen mehrere Buchstaben ab (in eckigen Klammern jeweils die Aussprache nach dem Internationalen Phonetischen Alphabet).
Betonung
Alle Wörter werden immer auf der ersten Silbe betont, so lang sie auch sein mögen, vgl. legeslegmegvesztegethetetlenebbeknek „den Allerunbestechlichsten“ (13 Silben). Diese Regel gilt auch für Lehnwörter, vgl. zsakett = „Jackett“.
Vokale
Zwischen kurzen und langen Vokalen wird genau unterschieden. Lange Vokale werden konsequent durch Akzente gekennzeichnet und nicht in der Schreibung verdoppelt. Die kurzen Vokale i, o, ö, u und ü werden stets geschlossen ausgesprochen. Phonologisch distinktiv ist also nur die Vokallänge. Sie dient dazu, Wörter verschiedener Bedeutung zu unterscheiden, vgl.:
- bor „Wein“ vs. bór „Bor (chemisches Element)“
- örül „er/sie freut sich“ vs. őrül „er/sie wird verrückt“
Abweichend vom Deutschen werden die kurzen Vokale a und e ausgesprochen:
:a = hinteres und gerundetes a = [ɒ], vgl. ungar. apa „Vater“
:e = sehr offenes e, fast ä = [ɛ] mit Tendenz zu [æ], vgl. ungar. egér „Maus“
Die langen Vokale á und é unterscheiden sich somit deutlich von a und e. Dabei ist á stets [aː] (nicht [ɑː]) und é stets [eː].
Anmerkung: Die Darstellung des Doppelakuts für die Buchstaben Ő und Ű bereitete auf Internetseiten oft Probleme, so dass oft auf einen Zirkumflex (^) oder eine Tilde (~) ausgewichen wurde. Auf korrekt codierten Seiten sollte dies jedoch kein Problem mehr darstellen.
Lange Vokale können in allen Wortsilben vorkommen, also nicht nur, wie im Deutschen, in der betonten Silbe, vgl. főméltóságáról „über seine Exzellenz“.
Konsonanten
:c = [ʦ], vgl. ungar. vicc „Witz“, cukor „Zucker“
:dz = stimmhafter ds-Laut = [ʣ], vgl. ungar. bodza „Holunder“
:cs = stimmloser tsch-Laut = [ʧ], vgl. ungar. palacsinta „Palatschinke, Eierkuchen“, kocsi „Kutsche; Wagen; Auto“
:dzs = stimmhafter dsch-Laut = [ʤ], vgl. ungar. dzsungel „Dschungel“
:gy = palatalisiertes „d“ = [ɟ], entspricht ungefähr einem „dj“, vgl. magyar „Magyare“, György [ɟørɟ] „Georg“
:h = deutsch h = [h], aber am Wortende stumm, vgl. méh [meː] „Biene“
:ly = [j], vgl. ungar. hely [hɛj] „Ort“
:ny = [ɲ] (wie span. "ñ"), vgl. ungar. konyak „Cognac“
:r = Zungenspitzen-[r], vgl. rózsa "Rose"
:s = stimmloser sch-Laut = [ʃ], vgl. spiritusz ['ʃpiritus] „Spiritus“; sonka „Schinken“
:sz = stimmloses [s] (vgl. deutsch: ß!), vgl. ungar. szexis „sexy“, szoprán „Sopran“
:ty = palatalisiertes „t“, = [c], entspricht ungefähr einem „tj“ (etwa wie in dt. Metier), vgl. Mátyás [ˈmaːcaːʃ] „Matthias“, kutya „Hund“
:v = dt. w = [v], vgl. ungar. vicc „Witz“
:z = stimmhaftes s = [z], vgl. ungar. Zanzibár „Sansibar“, zene „Musik“
:zs = stimmhafter sch-Laut = [ʒ] (wie in franz. journaliste), vgl. zselatin „Gelatine“, zsakett „Jackett“
Die Buchstaben w und x werden nur in Namen oder Wörtern ausländischer Herkunft benutzt. Das y findet – abgesehen von den erwähnten Digraphen gy, ny und ty – nur am Ende von Familiennamen Verwendung und wird als [i] ausgesprochen. Ursprünglich handelt es sich um ein Adelszeichen, das mit dem deutschen „von“ vergleichbar ist, z. B. im Familiennamen Szalay (statt Szalai).
Verdoppelte Konsonanten werden (wie z. B. im Italienischen) entsprechend länger ausgesprochen, vorangehende Vokale werden niemals verkürzt.
Anders als in den flektierenden Sprachen, in denen Wortbildung durch Flexion zustande kommt,
erfolgt im Ungarischen die Wortbildung durch Agglutination. Darüber hinaus werden Verhältnisse bezüglich des Besitzes, der Richtung, der Zeitlichkeit usw., die im Deutschen durch Possessivpronomina, Präpositionen oder Präpositionalphrasen gebildet werden, im Ungarischen ebenfalls durch Agglutination gebildet. Die Suffixe werden dabei in genau festgelegter Reihenfolge an die Wortstämme angehängt.
Das ungarische Substantiv kann mit vielen Suffixen unterschiedlicher Funktion versehen werden. In vielen Lehrwerken und Grammatiken des Ungarischen wird dabei oft von „Kasus“ gesprochen, deren Zahl meist knapp unter 20 liegt. Diese werden mit einem lateinischen Namen wie z.B. Nominativ, Dativ, Akkusativ, Superessiv, Delativ, Sublativ, Inessiv, Elativ, Illativ, Adessiv, Ablativ, Allativ, Terminativ, Komitativ-Instrumental, Kausal-Final, Faktiv-Translativ, Essiv-Modal, Formal bezeichnet (so nach Béla Szent-Iványi: „Der ungarische Sprachbau“. Leipzig 1964, Hamburg 1995). Davon haben jedoch lediglich drei – Nominativ, Dativ und Akkusativ – Entsprechungen im Deutschen.
Unabhängig davon, ob die restlichen Konstrukte als „echte“ Kasus angesehen werden oder ob es sich um Postpositionen handelt, lassen diese sich nur durch Präpositionalphrasen ins Deutsche übersetzen. Folgende Tabellen enthalten sowohl Formen (siehe Morphologie), die im Deutschen durch Flexion, als auch solche, die im Deutschen durch Präpositionalphrasen gebildet werden:
Da es keinen Genitiv gibt, muss er durch das „Besitzverhältnis“ ausgedrückt werden: Es entspricht dem in deutschen Dialekten vorhandenen „dem Lehrer sein Auto“, nur dass es im Ungarischen wörtlich „der Lehrer sein Auto“ (a tanító autója) heißt (obwohl auch die umständlichere Variante a tanítónak az autója möglich wäre, was nun wirklich ganz wörtlich „dem Lehrer sein Auto“ heißt).
Die räumlichen Verhältnisse, die das Ungarische mithilfe der folgenden neun Lokalkasus bezeichnet, werden in anderen Sprachen, wie etwa dem Deutschen, durch Präpositionalphrasen ausgedrückt.
Keine Possessivpronomen
Es gibt keine Possessivpronomen. Stattdessen werden Suffixe benutzt, um den Besitz anzuzeigen:
- (az) autó – (das) Auto:
- (az) autóm – mein Auto
- (az) autód – dein Auto
- (az) autója – sein/ihr Auto
- (az) autónk – unser Auto
- (az) autótok – euer Auto
- (az) autójuk – ihr Auto
(Der bestimmte Artikel wird in diesem Fall meist mitverwendet.)
Bildung der Mehrzahl
Die Pluralbildung ist im Ungarischen recht einfach. An das entsprechende Substantiv wird das Suffix -k angefügt. Schwieriger ist dabei schon eher, den oftmals der Aussprache halber notwendigen richtigen Bindevokal zu finden, der sich aus der Vokalharmonie ergibt:
az asztal – asztalok (der Tisch – Tische)
a madár – madarak (der Vogel – Vögel)
a gyerek – gyerekek (das Kind – Kinder)
a könyv – könyvek (das Buch – Bücher)
a bükk – bükkök (die Buche – Buchen)
Die Mehrzahl wird im Ungarischen, ähnlich wie im Türkischen, spärlich verwendet. Wenn der Zusammenhang die Mehrzahl verdeutlicht, wird das Wort in der Einzahl verwendet. Nur wenn die Mehrzahl aus dem Zusammenhang nicht ersichtlich ist, wird die Mehrzahl verwendet. Beispiel: öt fiú = „fünf Jungen“. Látom a fiúkat. = „Ich sehe die Jungen.“
Also: Auf den Vokal a, á, o, ó im Wortstamm (asztal, madár) folgt o oder a (asztalok, madarak).
Auf e, é, ö, ő, ü, ű im Wortstamm folgt e oder ö.
Auf i, í im Wortstamm folgt meist e, seltener o oder a. A hídon keresztül = „über die Brücke“ (híd). Hier gibt es keine Regeln, der Bindevokal muss auswendig gelernt werden. Sprachgeschichtlich kann dieses Phänomen jedoch erklärt werden. In Wörtern mit i/í, die o oder a als Bindevokal haben, stand an der Stelle des i ein Diphthong oder ein „dunkler“ i-Laut wie das russische ы oder das türkische ı, zu dem vokalharmonisch o oder a gehören.
Steht das Wort mit Possessivsuffix (z. B. meine Häuser), wird der Plural durch ein i als Infix ausgedrückt. Also: ház = „Haus“, házam = „mein Haus“, házaim = „meine Häuser“.
Grammatisches Geschlecht
Das Ungarische, wie auch das Türkische, kennt kein grammatisches Geschlecht. Nicht einmal das natürliche Geschlecht wie mit „er“ und „sie“ wird unterschieden (beides = ő, türkisch = o). Nur durch Anhängen des Wortes nő (= Frau) kann das natürliche Geschlecht kenntlich gemacht werden (tanító = „Lehrer“, tanítónő = „Lehrerin“).
Artikel
Der bestimmte Artikel (der/die/das) heißt a (vor Vokalen: az) und ist unveränderlich, ebenso wie der unbestimmte Artikel (ein/eine) egy (siehe „the, a/an“ im Englischen).
Der Artikel wird im Gegensatz zum Deutschen wesentlich seltener verwendet, in der Regel nur, um den entsprechenden Gegenstand oder Sachverhalt hervorzuheben. Dies gilt insbesondere für den unbestimmten Artikel, der im Ungarischen einen viel größeren Zahlwortcharakter aufweist als im Deutschen.
Es gibt im Ungarischen keine Präpositionen. Stattdessen werden Postpositionen verwendet, also dem Wort nachgestellte Relationswörter (wie im Deutschen „des Wetters wegen“). Diese stehen normalerweise einfach nach dem Nominativ, nur wenige fordern die Endung für „auf“ (-n; Superessiv), z. B. a házon keresztül – „durch das Haus“ oder az autón kívül – „außerhalb des Autos“.
Konjugation der Verben
Die ungarischen Verben werden auf zwei Arten konjugiert: mit bestimmtem Objekt oder aber mit unbestimmtem Objekt oder ohne Objekt. Die bestimmte Konjugation wird benutzt, wenn das Objekt im Satz (eindeutig) bestimmten Charakter hat, kann aber nur bei zielenden (transitiven) Verben gebildet werden. In allen anderen Fällen und bei intransitiven Verben wird die unbestimmte Konjugation verwendet. Personalpronomen werden nur benutzt, um die Person besonders hervorzuheben. Ansonsten wird nur das konjugierte Verb benutzt, da aus der entsprechenden Endung die Person eindeutig hervorgeht.
Satzbeispiele:
- „Ich sehe den Bus.“ = Látom a buszt. (mit bestimmtem Objekt, bestimmte Konjugation)
- „Ich sehe dich.“ = Látlak (téged). (mit unbestimmtem Objekt, unbestimmte Konjugation)
- „Ich stehe und warte.“ = Állok és várok. (ohne Objekt, unbestimmte Konjugation)
Beispiel für die Konjugation von lát = „sehen“:
- Bestimmte Konjugation: látom = „ich sehe es“, látod = „du siehst es“, látjuk = „wir sehen es“
- Unbestimmte Konjugation: látok = „ich sehe (etwas)“, látsz = „du siehst (etwas)“, látunk = „wir sehen (etwas)“
Anhäufung von Suffixen
Die Wortbildung durch Agglutination ist für das Ungarische charakteristisch. Die Suffigierung bewirkt jedoch nicht automatisch die Bildung eines neuen Lemmas. Im Ungarischen ist eine maximale Suffixtiefe von sechs zu beobachten. Unter anderem sind es diese Strukturen, die bewirken, dass ungarische Sätze kürzer ausfallen als Texte in anderen Sprachen und trotzdem genau die gleichen Informationen vermitteln. Anstatt vor dieser Flut von Milliarden vermeintlicher Wörter zu kapitulieren, muss das Wort auf seine Endungen und seinen Stamm hin analysiert werden; z. B.:
tehetetlenségével = mit seiner Unfähigkeit
von:
:tehetetlen = unfähig (< tehet (er kann tun) + (e)tlen (Negativpartikel), < ten(ni) (tun) + het (dürfen, können))
:tehetetlenség = die Unfähigkeit
:tehetetlensége = seine Unfähigkeit
igazságtalanságunkkal = mit unserer Ungerechtigkeit
von:
:igaz = wahr
:igazság = Wahrheit
:igazságtalan = wahrheitslos = ungerecht
:igazságtalanság = Ungerechtigkeit
:igazságtalanságunk = unsere Ungerechtigkeit
Aus diesen beiden Beispielen geht noch eine andere Eigenschaft des Ungarischen hervor: die Vokalharmonie. Die Suffixe und sonstige Endungen, die dem Stammwort angefügt werden, passen sich also dem hohen (palatalen) oder tiefen (velaren) Klang des Stammwortes an.
Palatale Vokale im Ungarischen sind: e, é, i, í, ö, ő, ü, ű (bei i gibt es allerdings die im Absatz Bildung der Mehrzahl erwähnten zwei Möglichkeiten)
Velare Vokale sind: a, á, o, ó, u, ú
Schon längere Zeit in der Sprache vorhandene Wörter sind in den meisten Fällen entweder rein palatal oder rein velar. Neuere, gemischtvokalische Lehnwörter (z. B. telefon) haben meist velare Endungen, es gibt aber in manchen Fällen Schwankungen.
Meinungen zur ungarischen Sprache
Der Sprachwissenschaftler Jacob Grimm hat das Studium des Ungarischen allen empfohlen, die neue einfach zu erlernende Plansprachen schaffen wollen. Tatsächlich wäre es möglich, Ungarisch wie eine Programmiersprache darzustellen, in der der Stamm den Befehl und die agglutinierten Endungen die Optionen darstellen würden. Möglicherweise liegt in dieser fast mathematischen Sprachmethodik auch einer der Gründe, warum Ungarn so viele hervorragende Mathematiker, Logiker und Computerwissenschaftler hervorgebracht hat, z. B. John von Neumann, Paul Erdős uvm.
Literatur
Grammatiken und andere sprachwissenschaftliche Veröffentlichungen
- Szent-Iványi, Béla: Der ungarische Sprachbau. Hamburg: Buske, ³1995; ISBN 3-87548-101-1
- Keresztes, László: Praktische ungarische Grammatik; Debrecen: Debreceni Nyári Egyetem, 1992; ISBN 9-634-72038-2
- Mátai, Mária D.: Kleine ungarische Sprachgeschichte; Hamburg: Buske, 2002; ISBN 3-87548-323-5
- Forgács, Tamás: Ungarische Grammatik; Wien: Edition Praesens, 2002 (²2004); ISBN 3706901072
- Décsy, Gyula: Einführung in die finnisch-ugrische Sprachwissenschaft; Wiesbaden: Harrassowitz, 1965; ISBN 3-447-00248-4
- Haarmann, Harald: Die finnisch-ugrischen Sprachen. Soziologische und politische Aspekte ihrer Entwicklung; Hamburg: Buske, 1973; ISBN 3-87118-155-2
- Ural-altaische Jahrbücher; hg. von der Societas Uralo-Altaica (SUA), e.V.; Wiesbaden: Harrassowitz
- Finnisch-Ugrische Forschungen: Zeitschrift für finnisch-ugrische Sprach- und Volkskunde; hg. von der Suomalais-Ugrilainen Seura (Finnisch-Ugrische Gesellschaft); Helsinki
- Philologia Fenno-Ugrica. Zeitschrift für finnisch-ugrische Philologie und diachrone Linguistik; hg. von Brogyanyi, Bela; Freiburg: Verlag Wissenschaft & Öffentlichkeit, Dr. Sabine Schuster, 2004; ISBN 3-930369-19-2
Lehrbücher
- Silló, Ágnes: Szituációk. Ein Ungarischwerk für Anfänger; Ismaning: Hueber, ²2002; Lehrbuch: ISBN 3-19-005161-5, Arbeitsbuch: ISBN 3-19-015161-X
- Graetz, Julianna: Lehrbuch der ungarischen Sprache. Ein Grundkurs mit Übungen und Lösungen. Unter Mitarbeit von Klaus Rackebrandt; Hamburg: Buske, 1996; ISBN 3-87548-078-3
- Wenzel, Haik: Langenscheidts Praktisches Lehrbuch, Ungarisch; München: Langenscheidt, 1998; ISBN 3-468-26381-3
- Kassai, Georges und Szende, Tamas: Ungarisch ohne Mühe. Lehrbuch. Selbstlernkurs für Anfänger und Wiedereinsteiger; Nörvenich: Assimil-Verlag, 1994; ISBN 2-7005-0180-2
- Ginter, Károly und Tarnói, László: Ungarisch für Ausländer; Budapest: Nemzeti Tankönyvkiadó, 1991; ISBN 963-18-3520-0
Weblinks
- [http://zeus.zeit.de/text/archiv/1999/42/199942.l-ungarn_.xml Ungarisch – ein goldener Käfig?] (Artikel von Ádám Nádasdy in „Die Zeit“)
- [http://www.ungarische-sprache.de Die ungarische Sprache] (Informative Site von Andreas Kraneis)
- [http://dict.sztaki.hu/deutsch-ungarisch Online-Wörterbuch ungarisch-deutsch und deutsch-ungarisch]
- [http://www.s-u-a.de/s_sua1.htm Societas Uralo-Altaica (SUA), e.V.]
- [http://www.finnougristik.de Finnougristik in Deutschland]
- [http://www.univie.ac.at/Finno-Ugristik/ Institut für Finno-Ugristik der Universität Wien]
- [http://www.collegium-hungaricum.at Ungarisches Kulturinstitut in Wien]
Alternative Meinungen
- [http://www.acronet.net/~magyar/english/1997-3/JRNL97B.htm The Untenability of the Finno-Ugrian Theory from a Linguistic Point of View] von Dr. László Marácz
- [http://www.kirj.ee/esi-l-lu/l37-2-1.pdf Marcantonio, Angela; Nummenaho, Pirjo; Salvagni, Michela: The “Ugric-Turkic Battle”: A Critical Review]
Sprache
ja:ハンガリー語
ko:헝가리어
Deutsche Sprache
Die deutsche Sprache (Hochdeutsch und Niederdeutsch) zählt zur indoeuropäischen Sprachfamilie (in Deutschland abweichend auch indogermanische Sprachfamilie genannt), spezifisch zu den westgermanischen Sprachen.
Geschichte
Hauptartikel: Deutsche Sprachgeschichte
Als hochdeutsche Sprache bezeichnet man zunächst alle germanischen Dialekte, die im frühen Mittelalter an der zweiten oder althochdeutschen Lautverschiebung beteiligt waren (alemannisch, bairisch, ost-, rhein-, mittelfränkisch, ostmitteldeutsch = ober- und mitteldeutsche Mundarten = hochdeutsche Mundarten). Die germanischen Dialekte, die diese zweite germanische Lautverschiebung nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil mitgemacht haben, bezeichnet man seit der frühen Neuzeit als niederdeutsche Sprachen (niedersächsisch und niederfränkisch).
Das Wort „teutsch“ (deutsch) bildete sich dabei innerhalb des Lateinischen aus dem germanischen Wort für „Volk“ (thioda, thiodisk) heraus und bezeichnete die Sprache der nicht lateinisch (und nicht romanisch) sprechenden Bevölkerung. Die ältere Bezeichnung „fränkisch“ für die eigene Sprache traf etwa seit dem 9. Jahrhundert nicht mehr eindeutig zu, nachdem einerseits die westfränkische Oberschicht im späteren Frankreich den romanischen Dialekt der einheimischen Bevölkerung übernommen hatte und andererseits das Ostfrankenreich auch nicht-fränkische Stämme wie die Alemannen, die Bayern, die Thüringer und die (Nieder-)Sachsen umfasste.
Da während des ganzen Mittelalters im Unterschied zu den Nachbarländern in dem Land der Teutschen stark territorial zersplitterte politische Strukturen existierten, entwickelten sich die zum Teil extrem unterschiedlichen deutschen Dialekte (deutsche Mundarten) lange parallel nebeneinander her.
Einen ersten Ansatz zu einem überregionalen Ausgleich der Mundarten hat man teilweise in der mittelhochdeutschen Dichtersprache der höfischen Dichtung um 1200 sehen wollen. In der Tat ist teilweise das Bemühen der Dichter zu erkennen, nur regional verständliches Vokabular und dialektale lautliche Besonderheiten zu vermeiden, um ein überregionales Verständnis ihrer Werke zu ermöglichen; andererseits muss aber die Breitenwirkung der an den Fürstenhöfen tätigen Dichter zu einer Zeit, als nur eine verschwindend geringe Minderheit der Bevölkerung alphabetisiert war und Zugang zu dieser elitären Kunst hatte, als äußerst gering eingeschätzt werden. Der Beginn der neuhochdeutschen Schrift- und Standardsprache kann daher erst in überregionalen Ausgleichsprozessen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit gesehen werden.
Während die Standardsprache in den meisten europäischen Ländern aus dem Dialekt der jeweiligen Hauptstadt hervorgegangen ist, stellt die heutige deutsche Hochsprache (Standardsprache) eine Art „Kompromiss“ zwischen den mittel- und oberdeutschen Dialekten südlich der Benrather Linie dar.
Benrather Linie
In Norddeutschland hat sich das Hochdeutsche, vor allem im Gefolge der Reformation als Amts- und Schulsprache gegen das Niederdeutsche (Plattdeutsche/Niedersächsische und Niederfränkische) durchgesetzt. Zur Blütezeit der Hanse fungierte das Niederdeutsche als Verkehrssprache im gesamten Nord- und Ostseeraum. Auch die Niederländische Sprache ist eine niederfränkische und daher niederdeutsche Sprache.
Martin Luther übersetzte 1521 das Neue Testament und 1534 das Alte Testament in die sich damals noch entwickelnde neuhochdeutsche Schriftsprache. Die dort verwendete Sprache in einer ostmitteldeutschen Färbung prägte durch die religiöse Bedeutung Luthers ganze Generationen. Es muss aber angemerkt werden, dass Luthers Bedeutung im Hinblick auf die Entstehung der Neuhochdeutschen Schriftsprache lange Zeit überschätzt wurde. Bereits seit dem 14. Jahrhundert bildete sich allmählich eine immer stärker überregional geprägte Schriftsprache heraus, die man auch als Frühneuhochdeutsch bezeichnet. Die Herausbildung der hochdeutschen Schriftsprache war im 17. Jahrhundert zum Großteil abgeschlossen. Durch die Beseitigung der so genannten Letternhäufelung im 18. Jahrhundert wurde das seitdem in Grundzügen kaum veränderte deutsche Schriftbild abgerundet.
Die Geschichte der deutschen Sprache wird häufig in vier Abschnitte (Sprachstufen) unterteilt:
- 750 – 1050: Althochdeutsch
- 1050 – 1350: Mittelhochdeutsch
- 1350 – 1650: Frühneuhochdeutsch
- ab 1650: Neuhochdeutsch
Johann Christoph Adelung veröffentlichte 1781 das erste große Wörterbuch. Jacob und Wilhelm Grimm begannen 1852 mit der Herausgabe des umfassendsten Deutschen Wörterbuchs, das 1961 vollendet wurde, aber seither einer Überarbeitung unterzogen wird.
Die deutsche Rechtschreibung wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts zunehmend normiert. Ein Durchbruch zu einer deutschen „Einheitsschreibung“ gelang mit dem „Orthographischen Wörterbuch der deutschen Sprache“ von Konrad Duden (1880), das in der Rechtschreibreform von 1901 in leicht veränderter Form zur Grundlage der amtlichen Rechtschreibung erklärt wurde. Erst 1996 kam es zu einer erneuten Rechtschreibreform. Siehe dazu auch Geschichte der deutschen Rechtschreibung.
In der Bundesrepublik Deutschland ist Hochdeutsch:
- nach § 23 Verwaltungsverfahrensgesetz (BVwVfG) als Amtssprache,
- nach § 5 Beurkundungsgesetz als Sprache für notarielle Urkunden,
- nach § 184 Gerichtsverfassungsgesetz als Gerichtssprache festgelegt.
Besondere Regelungen gelten für die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein sowie für die Sorben in Brandenburg und Sachsen; mittlerweile aber auch für die niederdeutsche Sprache.
In Österreich ist laut Artikel 8. (1) Bundes-Verfassungsgesetz (BVG) die (hoch-)deutsche Sprache, unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten eingeräumten Rechte, die Staatssprache der Republik.
In Liechtenstein ist Deutsch die alleingültige Amtssprache. Es kennt keine Minderheitensprachen.
Hochdeutsch als Amtssprache (neben anderen Sprachen)
- Belgien (mit Französisch und Niederländisch)
- Luxemburg (mit Luxemburgisch und Französisch)
- Schweiz (63 % deutsch) (auf gesamtstaatlicher Ebene neben Französisch, Italienisch und Rätoromanisch; in 17 von 26 Kantonen alleinige Amtssprache, in 4 weiteren Amtssprache neben anderen Sprachen)
- Italien: nur regional in Südtirol (mit Italienisch und Ladinisch; in anderen Regionen: Aostatal: Französisch; Friaul: Slowenisch jeweils mit Italienisch)
- Dänemark: in Gebieten der deutschen Minderheit (Sønderjylland) (neben Dänisch)
- Namibia (seit Juni 1984 mit Afrikaans und Englisch, seit der Unabhängigkeit Namibias 1990 nicht mehr Amtssprache)
- Russland: Anerkannte Verkehrssprache der deutschstämmigen Bevölkerung in den beiden westsibirischen Nationalkreisen Asowo (Gebiet Omsk) und Halbstadt (Altai-Region).
Deutsch ist zudem eine Amtssprache der Europäischen Union und eine Arbeitssprache der Vereinten Nationen.
Dass Deutsch beinahe Amtssprache der USA geworden wäre, ist ein Gerücht, das auf eine Fehlinterpretation zurückzuführen ist (Mühlenberg-Legende, siehe auch Deutsche Sprache in den USA).
Als Minderheitensprache
- Argentinien 300.000
- Australien 200.000 oder mehr ( 2 Millionen Deutschstämmige)
- Belgien 112.458
- Brasilien (1.900.000)
- Chile (100.000)
- Dänemark 20.000
- Estland 3.460
- Frankreich: von den 1.200.000 potenziell deutschsprachigen Elsässern und Lothringern spricht nur noch ein kleiner Teil den angestammten Dialekt
- Italien 330.000
- Kanada 500.000 oder mehr (2,8 Millionen Deutschstämmige, siehe Auswärtiges Amt).
- Kasachstan 358.000
- Kroatien 11.000
- Lettland 3.780
- Litauen 2.060
- Moldawien 7.300
- Namibia 30.000
- Niederlande 47.775
- Paraguay 200.000
- Polen 170.000
- Rumänien (70.000.)
- Russland: europäischer Teil (75.000), Sibirien (767.300)
- Slowakei 12.000
- ((Südafrika)) 300.000-500.000 (100.000 Passdeutsche, 1 Million Deutschstämmige, siehe Auswärtiges Amt).
- Togo
- Tschechien 50.000
- Ukraine 38.000
- Ungarn 145.000
- Vereinigte Staaten von Amerika 6.100.000 , insbes. Pennsylvaniadeitsch s. Kapitel Pennsylvania Dutch
Siehe auch: Deutschsprachige Minderheiten
Als Fremdsprache
Deutsch (Hochdeutsch) wird in vielen Ländern als Fremdsprache gelehrt; in Europa ist es nach Englisch am weitesten verbreitet. Besonders häufig wird Hochdeutsch als Fremdsprache in den Niederlanden, Skandinavien, Baltikum, Slowenien, Kroatien, Polen, Japan, Bosnien und Herzegowina, der romanischen Schweiz, Serbien, Ungarn, Montenegro, Mazedonien und Bulgarien gewählt. Teilweise gilt Deutsch in diesen Ländern als erste Schulfremdsprache und steht damit noch vor dem Englischen. Auch in Weißrussland wird Deutsch oft an Schulen unterrichtet.
In anderen Ländern, so zum Beispiel in Frankreich und den USA, verliert Deutsch zunehmend an Bedeutung gegenüber Spanisch.
In Ostasien (Japan) wurde im 19. und 20. Jahrhundert Deutsch als Medizinsprache verwendet (an Stelle von Latein).
Nach einer Erhebung der Ständigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache, der u. a. das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut angehören, gab es 2000 die meisten Deutschlerner in:
- Russische Föderation: 4.657.500
- Polen: 2.202.708
- Frankreich: 1.603.813
- Tschechien: 799.071
- Ukraine: 629.742
- Ungarn: 629.472
- Kasachstan: 629.874
- Niederlande: 591.190
- USA: 551.274
Deutsch ist heute die nach Englisch am meisten verwendete Sprache im Internet (gefolgt von Französisch, Japanisch, Spanisch und Chinesisch). Mehr als acht Prozent aller Seiten im Internet sind auf Deutsch.
(Internetseiten auf Englisch:Cirka 50 %)
Im Zuge der Kolonialisierung entstand im heutigen East New Britain das so genannte Unserdeutsch, das weltweit einzige Kreoldeutsch. Diese Sprache ist jedoch mittlerweile fast ausgestorben, da die meisten Sprecher auswanderten.
Außerdem haben sich in Papua-Neuguinea bis zu 150 Wörter deutschen Ursprungs in der Sprache Tok Pisin erhalten.
Aussprache
Siehe Aussprache der deutschen Sprache.
Grammatik
siehe dazu deutsche Grammatik
Rechtschreibung
Siehe dazu deutsche Rechtschreibung.
Textsammlungen
Beim Projekt Gutenberg-DE gibt es Texte von über 1000 Autoren. Wikisource enthält mehr als 2000 deutschsprachige Werke.
Siehe auch: Deutsche Literatur, Sprichwörter,
Deutschsprachige Schriftsteller: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Die Einteilung der deutschen Dialekte beruht auf Untersuchungen des 19. Jahrhunderts. In gleicher Zeit begann die Herausbildung von Umgangssprachen als einer Art Mischform zwischen Standardsprache und Dialekt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts verdrängen die Umgangssprachen die alten Dialekte.
- Mitteldeutsch
- Westmitteldeutsch (siehe auch: Fränkische Sprache)
- Mittelfränkisch (Ripuarisch, Moselfränkisch, Luxemburgisch)
- Rheinfränkisch (Pfälzisch, Hessisch)
- Ostmitteldeutsche Sprache
- Thüringisch-Obersächsisch, (Kolonialdialekte)
- Berlin-Brandenburgisch (Mischform mit Ostniederdeutsch)
- Ostmitteldeutsche Dialekte
- Lausitzische Dialekte
- Ermländisch
- Fränkisch im Übergangsbereich zwischen dem Oberdeutschen und Mitteldeutschen (Wird häufig dem Oberdeutschen zugeordnet.)
- Ostfränkisch, umgangssprachlich "Fränkisch"
- Mainfränkisch
- Süd-Rheinfränkisch
- Oberdeutsch
- Alemannisch
- Schwäbisch
- Elsässisch
- Niederalemannisch (darunter auch schweizerdeutsche Dialekte)
- Hochalemannisch (darunter auch schweizerdeutsche Dialekte)
- Höchstalemannisch (schweizerdeutsche Dialekte)
- Bairisch
- Südbairisch
- Mittelbairisch
- Nordbairisch
Niederdeutsche Sprachen
- Niederdeutsch
- Niedersächsisch
- Niederfränkisch
Niederdeutsch bzw. die niederdeutschen Sprachen zeigen bedeutende phonologische, morphologische und lexikal-semantische Unterschiede gegenüber den übrigen deutschen Mundarten. Diese Sprachgruppe hat die zweite hochdeutsche Lautverschiebung nicht mitvollzogen.
Das Niedersächsische, das in Deutschland und in den Niederlanden gesprochen wird und gemeinhin in Norddeutschland als Niederdeutsch oder Plattdeutsch (Plattdüütsch) bezeichnet wird (in den Niederlanden als „nedersaksisch”) wird auch als Teil einer niederdeutschen Sprachgruppe aufgefasst.
Mittlerweile hat das Niedersächsische infolge der Sprachencharta des Europarats einen offiziellen Status als Regionalsprache erhalten, weil die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen Niedersächsisch für einen Schutz gemäß Teil III der Sprachencharta angemeldet haben. Vermutlich kann dennoch sein allmähliches Aussterben nicht aufgehalten werden.
Das Niederfränkische lebt weiter im Niederländischen. Auch die ursprünglichen Dialekte am Niederrhein (Kleve, Wesel, Duisburg, Mülheim an der Ruhr) sowie die alten Mundarten im Ostbergischen gehörten dem niederfränkischen Zweig an. Sie sind seit dem Zweiten Weltkrieg praktisch im Aussterben.
Die Mundarten des Gebietes zwischen der Uerdinger Linie (Ik-/Ich-Linie) und der Benrather Linie (Maken-/Machen-Linie) (Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Neuss) weisen sowohl niederfränkische als auch mittelfränkische Züge auf und sind ein mundartliches Übergangsgebiet zwischen den hochdeutschen und den niederfränkischen Mundarten.
Einflüsse anderer Sprachen auf die deutsche Sprache
Durch ihre zentrale Lage in Europa wurde die deutsche Sprache über die Jahrhunderte durch andere Sprachen beeinflusst. Im Mittelalter und der Zeit davor war es vor allem die lateinische Sprache, aus der sich die deutsche Sprache bediente. So sind viele alltägliche Wörter, vor allem aus Architektur, Religion und Kriegswesen (z. B. Fenster, Keller, Karren, dominieren, Kloster), aus dem Lateinischen entlehnt. Auch die griechische Sprache hat das Deutsche in Religion, Wissenschaft und Philosophie stark beeinflusst (z. B. Philosophie, Physik, Demokratie, Krypta).
Später war es dann vor allem die französische Sprache, die großen Einfluss auf das Deutsche ausübte. Da nach dem Dreißigjährigen Krieg an vielen Höfen französisch gesprochen wurde und selbst preußische Könige diese Sprache besser beherrschten als Deutsch und letzteres, frei nach Voltaire, nur zur Kommunikation mit Soldaten und Pferden gebraucht wurde, kamen vor allem Wörter aus dem vornehmen Bereich in die deutsche Sprache (z. B. Boulevard, Trottoir, Konfitüre).
Auch aus den slawischen Sprachen (z. B. Grenze, Pistole), dem Jiddischen und dem Rotwelsch (z. B. Zoff, meschugge, Mischpoke, Schockse) kamen einige Wörter ins Deutsche, jedoch war der Einfluss dieser Sprachen im Vergleich zu den vorgenannten wesentlich geringer.
In Handel, Botanik und Medizin lassen sich auch einige Einflüsse aus dem Arabischen ausmachen, die verstärkt im Mittelalter beispielsweise durch die Kreuzzüge nach Europa und somit auch nach Deutschland kamen. Aber auch in alltäglichen Begriffen wie Koffer, Benzin oder Limonade lassen sich arabische Einflüsse bzw. Ursprünge nachweisen.
Ab Mitte des 20. Jahrhunderts nahm in Deutschland das Englische zunehmend Einfluss auf die deutsche Sprache (Anglizismen). Diese Entwicklung wird von einigen skeptisch betrachtet. Kritiker bringen vor, es handle sich oftmals (z. B. bei Handy) um Pseudo-Englisch, für das es genügend deutsche Synonyme gebe.
Auch technische Zwänge bei der Synchronisation englischsprachiger Filme üben mittlerweile einen Einfluss auf das Deutsche aus. Um Lippensynchronizität zu gewährleisten, werden Worte und Redewendungen kreiert, die zuvor im Deutschen nicht üblich waren, sich dann aber später in der Umgangssprache durchsetzen (z.B. "Oh mein Gott" statt "Um Gottes Willen" als Übersetzung für "Oh my God"). "Verdeckte" Anglizismen gibt es mittlerweile auch aus anderen Gründen: So ist der heute sehr gebräuchliche Ausdruck "nicht wirklich" die wortwörtliche Übersetzung von "not really" und bedeutet demzufolge soviel wie "eigentlich nicht" – allerdings hat sich der Ausdruck inzwischen verselbständigt.
Eine Sprachpolitik, wie sie unter anderem in Frankreich und Island betrieben wird, um eine Anreicherung der Sprache mit Anglizismen zu unterbinden, findet in Deutschland seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr statt. Gründe hierfür sind möglicherweise in der Sprachpolitik des Nationalsozialismus zu suchen. Andere verwerfen solche Bemühungen unter Verweis auf Joachim Heinrich Campe als Sprachpurismus.
Literatur zu Kontakten der deutschen Sprache
- Johannes Bechert/Wolfgang Wildgen: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt, Wiss. Buchgesellschaft, 1991
- Csaba Földes: Kontaktdeutsch. Zur Theorie eines Varietätentyps unter transkulturellen Bedingungen von Mehrsprachigkeit. Tübingen, Verlag Gunter Narr, 2005
- Claudia Maria Riehl: Sprachkontaktforschung. Tübingen, Narr, 2004
Wie das Deutsche in anderen Sprachen heißt
Aufgrund der sehr wechselhaften Geschichte Deutschlands gibt es in den Sprachen der Welt mehr unterschiedliche Formen für den Namen der deutschen Sprache als für die meisten anderen Sprachen der Welt.
Allgemein kann man die Namen der deutschen Sprache aber aufgrund ihrer Herkunft in sechs Gruppen zusammenfassen.
Anmerkung: In der Vergangenheit war im Rumänischen die dem Slawischen entlehnte Form nemţeşte üblich, aber heute wird im Rumänischen vorwiegend das Wort germană benutzt. Das ungarische német ist auch aus dem Slawischen entlehnt, ebenso der Name Österreichs im Arabischen, an-Nimsā (النمسا).
Siehe auch
- Jiddisch
- Rotwelsch
- »BRD-Sprache« und »DDR-Sprache«, Duden als Sprachwächter
- Schweizer Hochdeutsch, Schweizerdeutsch
- Sprachgebrauch in Österreich
- Belgranodeutsch
- Deutschsprachiger Raum
- Institut für Deutsche Sprache
- Gebärdensprache im deutschsprachigen Raum
- Moselromanisch
- Deutsche Sprache in Namibia
- :Kategorie:Deutsche Sprache
- Variantenwörterbuch des Deutschen
- Pennsylvania Dutch, Hutterisch, Texasdeutsch
- Riograndenser Hunsrückisch
- Deutsche Redewendungen
- Studentensprache
- Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen
- Liste der häufigsten Wörter der deutschen Sprache
Weblinks
- [http://www.ids-mannheim.de Institut für deutsche Sprache, Mannheim]
- [http://www.gfds.de/ Gesellschaft für deutsche Sprache, Wiesbaden]
- [http://wortschatz.uni-leipzig.de/index.html Wortschatz der deutschen Sprache]
- [http://www.dwb.uni-trier.de/ Grimm, Deutsches Wörterbuch]
- [news:de.etc.sprache.deutsch Newsgroup zur deutschen Sprache] ([http://groups.google.com/groups?q=de.etc.sprache.deutsch de.etc.sprache.deutsch bei Google], [http://faql.de FAQs zur Newsgroup])
- [http://www.canoo.net/index.html Rechtschreibung mit Online-Prüfung, Grammatik, Morphologie und anderes]
- [http://www.woerterbuch.info/ woerterbuch.info - Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen]
- [http://www.deutsche-sprachwelt.de Magazin Deutsche Sprachwelt]
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1868
Katastrophen
- 3. April: Erdbeben unbekannter Stärke auf Hawaii, USA. 77 Tote
- 21. Oktober: Erdbeben unbekannter Stärke in Hayward, Kalifornien, USA. 30 Tote
Politik
- 11. Dezember: Unterzeichnung der Petersburger Konvention
- Die USA kapitulieren im Vertrag von Fort Laramie vor verschiedenen Indianer-Stämmen
Wissenschaft und Technik
- James Clerk Maxwell formuliert seine Theorie der elektrischen und magnetischen Felder
- Pierre Janssen und Norman Lockyer finden das Element Helium im Sonnenspektrum (während einer Sonnenfinsternis)
- Gründung der Technische Universität München
Kultur
- 23. März: Gründung der Universität von Kalifornien
- 16. Mai: Uraufführung der Oper Dalibor von Bedrich Smetana in Prag
- 21. Juni: Uraufführung der Oper Die Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner in München
- Krieg und Frieden von Leo Tolstoi erscheint
- Die Tabascosauce wird erfunden
- In Steinfurth wird von Heinrich Schultheis die erste deutsche Rosenbaumschule Deutschlands gegründet
- 2. Januar: Noe Schordania, georgischer Premierminister († 1953)
- 3. Januar: Heinrich Brauns, deutscher Zentrums-Politiker († 1938)
- 10. Januar: Oscar Schlitter, deutscher Bankier († 1939)
- 13. Januar: Julian Borchardt, deutscher Journalist († 1932)
- 15. Januar: Otto von Lossow, deutscher General († 1938)
- 19. Januar: Gustav Meyrink, österreichischer Schriftsteller († 1932)
- 20. Januar: Wilhelm Schäfer, deutscher Schriftsteller († 1952)
- 26. Januar: Joseph Hammels, Weihbischof in Köln († 1944)
- 29. Januar: Albin Egger-Lienz, Maler († 1926)
- 31. Januar: Carl Petersen, deutscher Politiker († 1933)
- 31. Januar: Theodore William Richards, US-amerikanischer Chemiker († 1928)
- 5. Februar: Henri Hinrichsen, deutscher Verleger († 1942)
- 20. Februar: Richard Hesse, Zoologe († 1944)
- 23. Februar: W.E.B. Du Bois, schwarzer Bürgerrechtler und Sozialwissenschaftler († 1963)
- 23. Februar: William Edward Burghardt duBois, ghanaischer Politiker und Schriftsteller († 1963)
- 2. März: Edmund Schulthess, Schweizer Politiker († 1944)
- 7. März: Giovanni Giacometti, Schweizer Maler († 1933)
- 15. März: Lida Gustava Heymann, deutsch-schweizerische Frauenrechtlerin († 1943)
- 22. März: Robert Andrews Millikan, US-amerikanischer Physiker († 1953)
- 23. März: Dietrich Eckart, Publizist und väterlicher Freund Adolf Hitlers († 1923)
- 23. März: John Carson (Musiker), Country-Musiker († 1949)
- 25. März: Agnes Karll, Reformerin der deutschen Krankenpflege († 1927)
- 26. März: Fuad I., König von Ägypten († 1936)
- 28. März: Maxim Gorki, russischer Schriftsteller († 1936)
- 30. März: Koloman Moser, österreichischer Maler, Grafiker und Kunsthandwerker († 1918)
- 31. März: Karl Bonhoeffer, deutscher Psychiater und Neurologe († 1948)
- 5. April: Leopold Freund, († 1943)
- 7. April: Federico Caprilli, italienischer Rittmeister († 1907)
- 8. April: Simon Gfeller, Emmentaler Mundartdichter († 1943)
- 10. April: Max Eckert-Greifendorff, deutsche Professor († 1938)
- 14. April: Peter Behrens, deutscher Maler und Architekt († 1940)
- 15. April: Francisco Braga, brasilianischer Komponist († 1945)
- 18. April: Irene von Chavanne, österreichische Alt-Sängerin († 1938)
- 22. April: Friedrich Münzer, klassischer Philologe († 1942)
- 22. April: Friedrich Seetzen, Oberbürgermeister von Wurzen († 1943)
- 26. April: Max Geißler, deutscher Redakteur und Schriftsteller, Literaturwissenschaftler († 1945)
- 28. April: Georgi Feodosjewitsch Woronoi, russischer Mathematiker († 1908)
- 28. April: Hermann Lietz, deutscher Reformpädagoge († 1919)
- 1. Mai: Väinö I., Prinz und Landgraf zu Hessen, König von Finnland († 1940)
- 2. Mai: Robert Williams Wood, US-amerikanischer Experimentalphysiker († 1955)
- 12. Mai: Al Shean, US-amerikanisch-deutscher Komiker († 1949)
- 14. Mai: Magnus Hirschfeld, deutscher Nervenarzt, Sexualforscher († 1935)
- 15. Mai: Karl Lautenschlager, Ehrenbürger und Oberbürgermeister von Stuttgart († 1952)
- 18. Mai: Ludwig Landmann, Politiker, Oberbürgermeister von Frankfurt am Main († 1945)
- 18. Mai: Nikolaus II., letzter russischer Kaiser und Zar († 1918)
- 23. Mai: Harry Graf Kessler, deutscher Kunstsammler, Mäzen, Autor, und Diplomat († 1937)
- 29. Mai: Abdülmecid II., letzter Kalif des Osmanischen Reichs († 1944)
- 5. Juni: James Connolly (Gewerkschafter), irischer Gewerkschafter und Politiker († 1916)
- 6. Juni: Heinrich Held, bayerischer Politiker († 1938)
- 6. Juni: Robert Falcon Scott, britischer Marineoffizier und Polarforscher († 1912)
- 7. Juni: Charles Rennie Mackintosh, schottischer Architekt, Grafiker und Maler († 1928)
- 7. Juni: David Janowski, polnischer Schachspieler († 1927)
- 14. Juni: Karl Landsteiner, österreichischer Bakteriologe und Nobelpreisträger († 1943)
- 15. Juni: Berthold Maurenbrecher, deutscher Philologe und Historiker († 1943)
- 20. Juni: Richard Riemerschmid, deutscher Architekt († 1957)
- 20. Juni: Walter Bloem, deutscher Schriftsteller († 1951)
- 29. Juni: George Ellery Hale, US-amerikanischer Astronom († 1938)
- 2. Juli: Julius Moses, naturheilkundlicher Arzt und Politiker in der Weimarer Republik († 1942)
- 9. Juli: Gustav Noske, deutscher Politiker, Minister in der Weimarer Republik († 1946)
- 12. Juli: Stefan George, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1933)
- 14. Juli: Gertrude Bell, britische Reiseschriftstellerin und Historikerin († 1926)
- 19. Juli: Moritz Heimann, deutscher Schriftsteller und Journalist († 1925)
- 28. Juli: Leonhard Ragaz, Schweizer Theologe († 1945)
- 30. Juli: Alfred Weber, deutscher Soziologe und Nationalökonom († 1958)
- 2. August: Konstantin I., griechischer König († 1923)
- 2. August: Theodor Wolff, deutscher Schriftsteller, Publizist und Kritiker († 1943)
- 6. August: Paul Claudel, französischer Dichter und Diplomat († 1955)
- 7. August: Granville Bantock, englischer Komponist († 1946)
- 10. August: Hugo Eckener, Nachfolger von Ferdinand Graf von Zeppelin († 1954)
- 6. September: Heinrich Häberlin, Schweizer Politiker und Bundesrat († 1947)
- 23. September: Johannes Bell, deutscher Politiker († 1949)
- 7. Oktober: Wladimir Ledóchowski, polnischer Adeliger († 1942)
- 8. Oktober: Max Slevogt, deutscher Maler, Grafiker, Illustrator und Bühnenbildner († 1932)
- 12. Oktober: August Horch, deutscher Maschinenbauingenieur († 1951)
- 14. Oktober: Edith Gräfin Salburg, österreichische Schriftstellerin († 1942)
- 16. Oktober: Franz Xaver Ritter von Epp, († 1946)
- 18. Oktober: Ernst Didring, schwedischer Schriftsteller († 1931)
- 24. Oktober: Alexandra David-Néel, französische Reiseschriftstellerin († 1969)
- 8. November: Felix Hausdorff, deutscher Mathematiker († 1942)
- 14. November: Konrad Biesalski, deutscher Orthopäde († 1930)
- 17. November: Korbinian Brodmann, deutscher Neurologe und Psychiater († 1918)
- 20. November: August Euler, deutscher Flugpionier († 1957)
- 22. November: John Nance Garner, 32. Vizepräsident der USA († 1967)
- 21. November: Peter Friedrich Georg von Holstein-Gottorp, Schwager des russischen Zaren Nikolaus II. († 1924)
- 24. November: Scott Joplin, US-amerikanischer Komponist und Pianist († 1917)
- 25. November: Ernst Ludwig (Hessen), Großherzog von Hessen und bei Rhein († 1937)
- 5. Dezember: Arnold Sommerfeld, deutscher Physiker († 1951)
- 7. Dezember: Theophil Wurm, deutscher Theologe († 1953)
- 9. Dezember: Fritz Haber, deutscher Chemiker und Pionier der chemischen Kriegsführung. († 1934)
- 20. Dezember: Arturo Alessandri Palma, chilenischer Politiker († 1950)
- 22. Dezember: Käthe Paulus, erste deutsche Berufsluftschifferin († 1935)
- 23. Dezember: Rudolf Schwander, Bürgermeister der Stadt Straßburg († 1950)
- 24. Dezember: Emanuel Lasker, deutsch-jüdischer Schachspieler († 1941)
- 24. Dezember: Richard Teichmann, deutscher Schachmeister († 1925)
- 7. Januar: William Batchelder Bradbury, US-amerikanischer Komponist ( - 1816)
- 8. Januar: Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg, preußischer Politiker ( - 1803)
- 23. Januar: Heinrich von Brandt, preußischer General der Infanterie ( - 1789)
- 28. Januar: Adalbert Stifter, österreichischer Schriftsteller ( - 1805)
- 3. Februar: Karl Mathy, Staatsminister in Baden ( - 1807)
- 10. Februar: David Brewster, Schottischer Physiker, Erfinder des Kaleidoskops ( - 1781)
- 11. Februar: Jean Bernard Léon Foucault, französischer Physiker ( - 1819)
- 19. Februar: Venancio Flores, südamerikanischer General
- 29. Februar: Ludwig I., König von Bayern ( - 1786)
- 2. März: Franz Carl Adelbert Eberwein, Musikdirektor und Dirigent an der großherzoglichen Oper in Weimar ( - 1786)
- 28. März: James Thomas Earl of Cardigan, britischer General ( - 1797)
- 31. März: Jacob Ludwig Theodor Reh, deutscher Politiker ( - 1801)
- 3. April: Franz Berwald, schwedischer Komponist und Violinist ( - 1796)
- 4. April: Eduard van der Nüll, österreichischer Architekt ( - 1812)
- 24. April: Franz Haniel, deutscher Unternehmer ( - 1779)
- 22. Mai: Julius Plücker, deutscher Mathematiker und Physiker ( - 1801)
- 23. Mai: Kit Carson, US-amerikanischer Pionier und Grenzer und Entdecker ( - 1809)
- 27. Mai: Georg Egestorff, deutscher Industrieller ( - 1802)
- 1. Juni: James Buchanan, US-amerikanischer Politiker, 15. Präsident der USA ( - 1791)
- 11. Juni: August Sicard von Sicardsburg, österreichischer Architekt ( - 1813)
- 11. Juni: James Brooke, bereiste als Abenteurer die Küstengewässer Nord-Borneos ( - 1803)
- 26. Juni: Johann Nepomuk Zwerger, deutscher Bildhauer ( - 1796)
- 15. Juli: William Thomas Green Morton, US-amerikanischer Arzt, Wegbereiter der Anästhesie ( - 1819)
- 18. Juli: Emanuel Leutze, US-amerikanischer Maler ( - 1824)
- 20. Juli: Johann Friedrich Kittl, tschechischer Komponist ( - 1806)
- 29. Juli: Albrecht Theodor Middeldorpf, Mediziner, Begründer der Galvanokaustik ( - 1824)
- 30. Juli: Michael Tompa, ungarischer Dichter ( - 1819)
- 21. August: Karl Immanuel Nitzsch, Theologe ( - 1787)
- 25. August: Charlotte Birch-Pfeiffer, deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin ( - 1800)
- 25. August: Jacob van Lennep, niederländischer Schriftsteller ( - 1802)
- 27. August: Franz Xaver Schnyder von Wartensee, Schweizer Komponist und Musikautor ( - 1786)
- 29. August: Christian Friedrich Schönbein, deutsch-schweizerischer Chemiker ( - 1799)
- 4. September: Eduard Friedrich Poeppig, deutscher Forschungsreisender ( - 1798)
- 26. September: August Ferdinand Möbius, deutscher Astronom und Mathematiker ( - 1790)
- 2. Oktober: François-Christophe-Edouard Kellermann, französischer Staatsmann und Diplomat ( - 1802)
- 17. Oktober: Laura Secord, kanadische Nationalheldin des Krieges von 1812 ( - 1775)
- 18. Oktober: Rama IV., König von Siam ( - 1804)
- 26. Oktober: Wilhelm Griesinger, deutscher Psychiater und Internist ( - 1817)
- 9. November: John Mercer Johnson, englisch-kanadischer Politiker ( - 1818)
- 13. November: Gioacchino Rossini, italienischer Komponist ( - 1792)
- 30. November: August Theodor Blanche, schwedischer Schriftsteller ( - 1811)
- 3. Dezember: Wilhelm Adolf Lette, deutscher Sozialpolitiker und Jurist ( - 1799)
- 6. Dezember: August Schleicher, deutscher Sprachwissenschaftler ( - 1821)
- 13. Dezember: Carl Friedrich Philipp von Martius, deutscher Naturforscher, Botaniker und Ethnograph ( - 1794)
- 25. Dezember: Linus Yale, US-amerikanischer Erfinder (Zylinderschloss) ( - 1821)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Jakob Dubs, Bundespräsident der Schweiz, (1868)
ko:1868년
th:พ.ศ. 2411
KomitatKomitat ist eine deutsche Bezeichnung für die regionalen Verwaltungseinheiten Ungarns, einschließlich des ehemaligen Königreichs Ungarn. Die Komitate im heutigen Kroatien werden auch als „Gespanschaften“ (von županija, Mz. županije) bezeichnet. (Details siehe unter Gespanschaft).
Die wörtliche Übersetzung für den Verwaltungssitz eines Komitats in Ungarn lautet „Komitatssitz“ (ungarisch megyeszékhely).
Der ungarische Begriff für „Komitat“ ist megye ([], vereinfacht mädjä; ungar. Mehrzahl megyék, [], vereinfacht mädjeek), früher vármegye, -ék. Das deutsche Wort ist vom lateinischen comitatus und vom mittel-lateinischen comes (entsprach diversen Adelstiteln) abgeleitet, und wurde in der Vergangenheit manchmal fälschlicherweise mit „Grafschaft“ ins Deutsche übersetzt. Neben „Komitat“ war, insbesondere nach 1867, auch die Bezeichnung Gespanschaft üblich.
Königreich Ungarn
Die Komitate des Königreichs Ungarn entstanden wohl um das Jahr 1000 (siehe auch unter Gespanschaft).
Ab 1867 bestanden dann im eigentlichen Königreich Ungarn 65 sowie im Königreich Kroatien und Slawonien weitere 8 Komitate (Gespanschaften). Diese waren wiederum in Bezirke (genauer: in Stuhlbezirke) unterteilt. Vorsteher eines Komitats war der „Obergespan“ (im Mittelalter „Gespan“ genannt), (ungar. főispán (ispán)). Diese Stelle wurde nach 1867 meist von der Regierung vergeben, teilweise aber auch vererbt.
Heutiges Ungarn
Die heutige Republik Ungarn besteht aus 19 Komitaten und der eigenständigen Hauptstadt Budapest. Auch die meisten übrigen großen Städte haben Komitatsrecht, gelten aber nicht als selbstständige Komitate.
Heutiges Kroatien
Kroatien ist in 20 Komitate (Gespanschaften) und die Hauptstadt Zagreb, die selbst den Status eines Komitats hat, unterteilt.
Siehe auch
- Liste der historischen Komitate Ungarns
- Liste der Komitate Ungarns
- Liste der kroatischen Komitate
- Geschichte Ungarns
- Bezirke in anderen Ländern.
Weblinks
- [http://www.ungarische-botschaft.de/gif/megy.gif Aktuelle politische Karte Ungarns, eingeteilt in Komitate]
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Ungarn
Die Republik Ungarn (ungarisch amtlich Magyar Köztársaság, , allgemein üblich Magyarország) ist ein Staat im Pannonischen Becken in Mitteleuropa und grenzt an Österreich, die Slowakei, die Ukraine, Rumänien, Serbien, Kroatien und Slowenien.
Staats- und Landesname
Die Selbstbezeichnung der Ungarn weicht stark von den ausländischen Namen für Ungarn ab. So taucht magyar (früher magyeri) schon im 9. und 10. Jahrhundert in islamischen Quellen auf. Es ist wahrscheinlich ein Kompositum aus magy (< ugrisch - mańćε = „Mensch, Mann, Geschlecht“) und er(i) (ebenfalls „Mensch, Mann, Geschlecht“). Allerdings ist zu beachten, dass das Wort anfangs nur die Bezeichnung eines von sieben (unterschiedlichen) nomadischen Stämmen war, die im 9. Jahrhundert und Anfang des 10. Jahrhundert räuberische Einfälle in Europa, vor allem in Großmähren, unternahmen. Die Stämme hießen Megyer (Magyar), Tarján, Jenő, Kér, Keszi, Kürt-Gyarmat und Nyék. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts ist es dem Stamm der Magyaren – d. h. den Nachkommen Árpáds – gelungen, die restlichen Stämme unter seiner Oberherrschaft zu vereinigen. Von da an kann von Magyaren (wenn auch noch nicht im ethnischen Sinne) gesprochen werden.
Der Name „Ungarn“ gelangte aus dem Slawischen in die europäischen Sprachen. Das slawische Wort lässt sich auf die bulgarotürkische Stammesbezeichnung onogur (on = „zehn“ + ogur = „Stamm“) zurückführen, die dadurch entstand, dass die Vorfahren der Ungarn im 5. und 6. Jahrhundert in enger Verbindung mit dem Reich der Onoguren lebten, dessen führender Stammesverband „Onoguren“ hieß. Das „H-“ im lateinischen hungarus (und dadurch auch in manchen anderen Sprachen) entstand dadurch, dass der Name irrtümlicherweise mit den Hunnen (Hunni) gleichgesetzt wurde.
Das Team um Luigi Luca Cavalli-Sforza weist darauf hin, dass höchstens 10 % der heute in Ungarn lebenden Menschen von den landnehmenden magyarischen Sippen abstammen, was den Schluss zulässt, dass es zu einer weitgehenden kulturellen Verschmelzung mit den ursprünglichen Bewohnern (Kelten, Slawen, Awaren, Skythen, Hunnen, Germanen, Romanen usw.) des Karpatenbeckens gekommen ist. Dies würde wiederum bedeuten, dass alle anderen Abstammungslegenden (z. B. Hunnen) einen wahren Kern in sich bergen.
Siehe auch: Magyaren
Geographie
Magyaren
Landesgrenzen
Die Länge der Außengrenze beträgt 2.009 km. Davon entfallen auf:
- Österreich: 366 km
- Slowakei: 515 km
- Ukraine: 103 km
- Rumänien: 443 km
- Serbien: 151 km
- Kroatien: 329 km
- Slowenien: 102 km
Landschaften
- Die Landschaften Ungarns sind:
- das Alpenvorland
- das Kleine Tiefebene
- die Transdanubische Hügellandschaft mit dem Mecsek - Gebirge
- das Grosse Tiefebene
- das Transdanubische Mittelgebirge: Bakony, Vértes, Dunazug - Gebirge
- das Nordungarische Mittelgebirge: Börzsöny, Cserhát, Mátra mit dem höchsten Gipfel Kékes (1014 m), Bükk, Zempléner Gebirge
Gewässer
Flüsse
- Die zwei größten Flüsse Ungarns sind:
- Donau (ungarisch: Duna)
- Theiß (ungarisch: Tisza)
- andere wichtige Flüsse sind: Zala, Mur, Raab, Sajó, Kőrös
Seen
- Die grössten Seen von Ungarn sind:
- Balaton (deutsch: Plattensee)
- Velencei-tó (deutsch: Velencer See)
- Fertő-tó (deutsch: Neusiedler See)
Niedrigste Landesteile
- Theiß – 78 m ü. NN
Siehe auch: Geographie Ungarns und Nationalparks in Ungarn
Städte
- Die sieben größten Städte Ungarns sind Budapest, Debrecen, Miskolc, Szeged, Pécs und Győr.
- Weitere Städte sind in der Liste der Orte in Ungarn aufgeführt.
Klima
Liste der Orte in Ungarn
Wegen der Binnenlage und der abschirmenden Wirkung der Gebirge hat Ungarn ein relativ trockenes Kontinentalklima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar zwischen -1 °C und -3 °C sowie im Juli zwischen 21 °C und 23 °C. Im Frühsommer sind die ergiebigsten Niederschläge zu verzeichnen. Die mittlere Niederschlagsmenge beträgt im Westen rund 800 Millimeter, während in den östlichen Landesteilen in trockenen Jahren 500 Millimeter unterschritten werden können.
Bevölkerung
Kontinentalklima
Die Bevölkerung Ungarns besteht mehrheitlich aus Ungarn (89 %, auch: Magyaren).
Daneben gibt es Roma (5 %), Deutsche (Donauschwaben) (2,6 %), Rumänen (2 %), Serben (1 %), Slowaken (1 %) Ruthenen (0,9 %), Jenische (0,5%). Für 2001 wurde ein Bevölkerungswachstum von –0,32 % geschätzt.
Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Minderheit der Roma stärker vertreten, und im Land lebten außerdem rund 800.000 | | |