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Militärakademie Des Generalstabes Der Streitkräfte Der UdSSR "K.J. Woroschilow"

Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der UdSSR "K.J. Woroschilow"

Die Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der UdSSR "K.J. Wosroschilow" bezeichnet eine nach Kliment Jefremowitsch Woroschilow benannte Lehreinrichtung operativ-strategischer Fachrichtung und militärtheoretisches Zentrum zur Erforschung der Probleme der Militärwissenschaften. Sie wurde 1936 gegründet und hatte in Moskau ihren Sitz. Den gleichen Namen trug auch von 1918 - 1921 die allgemeine Militärakademie (ab 1921 Militärakademie der Roten Arbeiter-und-Bauernarmee, seit 1925 Militärakademie "M.W. Frunse"). Der Name K.J. Woroschilow wurde der Akademie 1941 verliehen. An dieser Akademie wurden Generäle, Admiräle und Offiziere aller Teile der sowjetischen Streitkräfte sowie der damaligen Streitkräfte der sozialistischen Länder ausgebildet, die eine Militärakademie absolviert hatten und für die Arbeit in Kommandeurs-, politischen und Stabsdienststellungen der operativ-strategischen Führungsebene bestimmt waren. Außerdem wurden an ihr militärische Führungskräfte fortgebildet. Die Akademie wurde mit dem Suchorow-Orden (1945), dem Lenin-Orden (1968) und mit weiteren Orden anderer Länder ausgezeichnet. Kliment Jefremowitsch Woroschilow

Kliment Jefremowitsch Woroschilow

Kliment Jefremowitsch Woroschilow (russisch Климент Ефремович Ворошилов;
- 23. Januar/4. Februar 1881 in Werchneje, Gouvernement Jekaterinoslaw, heute Oblast Luhansk, Ukraine; † 2. Dezember 1969 in Moskau) war Partei- und Staatsfunktionär sowie Marschall der Sowjetunion. Von 1953 bis 1960 war er Mitglied im Präsidium des Obersten Sowjets.

Leben

1960 und Woroschilow 1937]] Nach kurzer Schulbildung arbeitete Woroschilow in unterschiedlichen Handwerksberufen; seit 1899 engagierte er sich in der Arbeiterbewegung und trat 1913 in die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (РСДРП) ein. Bis zur Oktoberrevolution organisierte er Streiks und illegale Aktivitäten im Donbassgebiet, Baku und Sankt Petersburg, wobei er mehrfach inhaftiert und verbannt wurde. Nach der Februarrevolution 1917 wurde er in den Petersburger Arbeiter- und Soldatenrat gewählt; während des folgenden Bürgerkrieges beteiligte er sich an der Bildung der Roten Armee und spielte eine wichtige Rolle beim Kampf um Zarizyn (später Stalingrad, heute Wolgograd), wobei er eng mit Stalin zusammenarbeitete und unter anderem die Massenerschießungen von zaristischen Offizieren organisierte. In den Zwanziger- und Dreißigerjahren setzte sich Woroschilows Aufstieg auf verschiedenen Positionen der Roten Armee und in der ganzen Sowjetunion fort. Von Juni 1934 bis Mai 1934 war er Volkskommissar für Verteidigung der Sowjetunion. Während dieser Zeit wurde er zum ersten Mal zum Marschall der Sowjetunion ernannt; in der Zeit der politischen Säuberungen und Repressionen war er als enger Vertrauter Stalins in sicherer Position. Nach dem sowjetisch-finnischen Winterkrieg wurde er 1940 jedoch von seinem Posten abgelöst und übernahm den stellvertretenden Vorsitz des Rates der Volkskommissare. Bei Beginn des Großen Vaterländischen Krieges war er außerdem verantwortlich für den nordwestlichen Teil der Landesverteidigung, konnte jedoch die Blockade Leningrads durch die deutschen Truppen nicht verhindern oder beenden. 1941 befehligt er selbst die Reservetruppen an der Leningrader Front. Trotz seiner Misserfolge während des Krieges bewahrte sich Woroschilow das Vertrauen Stalins und hatte in den Jahren 1945 bis 1947 den Vorsitz der sowjetischen Kontrollkommission in Ungarn inne. 1953, nach Stalins Tod, wechselte er aus dem Präsidium des Zentralkomitees der KPdSU in das Präsidium des Obersten Sowjets, wo er bis 1960 tätig war. 1956 erhielt er - zu Ehren seines 75. Geburtstages - erstmals die Auszeichnung Held der Sowjetunion. Zusammen mit Malenkow und Chruschtschow war er in die Aktivitäten gegen Berija involviert, die mit dessen Todesurteil und Hinrichtung endeten. An Chruschtschows Inititiative zur Verurteilung des Personenkultes um Stalin beteiligte er sich hingegen (als Mitverantwortlicher für die Repressionen der Dreißiger Jahre) nicht, und Malenkows gescheiterten Putschversuch gegen Chruschtschow im Jahr 1957 unterstützte er zwar im Vorfeld, schlug sich aber im letzten Moment wieder auf Chruschtschows Seite. 1960 trat Woroschilow in den Ruhestand und wurde auf seinem Posten als Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets von Leonid Breschnew abgelöst. Als "lebende Legende der sowjetischen Geschichte" wurde er jedoch von 1966 bis 1969 erneut ins Zentralkomitee berufen. Zum 50. Jubiläum der Roten Armee im Jahr 1968 wurde er zum zweiten Mal als Held der Sowjetunion ausgezeichnet. In seinem 89. Lebensjahr starb Woroschilow in Moskau und wurde an der Kremlmauer auf dem Roten Platz beerdigt, wo man ein Denkmal für ihn aufstellte. Ebenso erinnert eine Tafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Granow-Straße an ihn.

Namensgebungen

Eine Serie von sowjetischen Panzern KW, die im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden, wurde nach Woroschilow genannt. Zwei Städte wurden nach ihm genannt: Woroschilowgrad in der Ukraine (1935-1958 und 1970-1990, heute wieder Luhansk) und Woroschilow im russischen Fernen Osten (1935-1960, heute Ussurijsk), sowie einige Dörfer und Kolchosen. Nach Woroschilow wurde auch eine Auszeichnung benannt, die in der Roten Armee zwischen 1932-1939 den besten Schützen verliehen wurde (Ворошиловский стрелок = Woroschilows Schütze). In der DDR gab es ein Ferienlager, das seinen Namen trug: Das Ferienlager "Klim Woroschilow" bei Templin. Woroschilow, Kliment Jefremowitsch Woroschilow, Kliment Jefremowitsch Woroschilow, Kliment Jefremowitsch Woroschilow, Kliment Jefremowitsch Woroschilow, Kliment Jefremowitsch

Moskau

Moskau (russisch Москва ) ist die Hauptstadt Russlands und mit 10.381.288 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 14.435.176 in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005) die größte Stadt Europas. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes mit Lomonossow-Universität, Hochschulen und Fachschulen sowie zahlreichen Kirchen, Theatern, Museen, Galerien und dem 577 Meter hohen Fernsehturm. Der Kreml und der Rote Platz im Zentrum Moskaus stehen seit 1990 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Mit neun Kopfbahnhöfen, vier internationalen Flughäfen und drei Binnenhäfen ist die Stadt wichtigster Verkehrsknoten und größte Industriestadt Russlands.

Geografie

Geografische Lage

Weltkulturerbe Moskau befindet sich im europäischen Teil Russlands, 55,75 Grad nördlicher Breite und 37,62 Grad östlicher Länge. Die Stadt liegt im Durchschnitt 156 Meter über dem Meeresspiegel im Hügelland zwischen Oka und Wolga und an den zum Teil steilen Ufern der Moskwa, einem Nebenfluss der Oka, die wiederum in die Wolga mündet. Die Moskwa durchquert das Stadtgebiet in Mäandern von Nordwest nach Südost auf einer Länge von circa 80 Kilometern. Innerhalb Moskaus beträgt die Breite des Flusses 120 bis 200 Meter. Ungefähr 120 kleine Flüsse strömen der Moskwa zu. Mit Ausnahme von 14 wurden sie alle in unterirdische Rohrsysteme verlegt. Der 1937 fertiggestellte 128 Kilometer lange Moskau-Wolga-Kanal, der im Westen der Stadt in Richtung Norden abzweigt, sorgt für die schiffbare Verbindung des Flusses zum Iwankowoer Stausee beziehungsweise zur Wolga. Die Stadtgrenzen bildet, mit wenigen Ausnahmen, der 1962 angelegte, 109 Kilometer lange Autobahnring. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 1.097,12 Quadratkilometern. Die Grünflächen machen etwa ein Drittel des Stadtgebietes aus. Dazu gehören circa 100 Parks und über 800 gepflegte Anlagen, bereichert durch ungefähr 500 Teiche. Um die Stadt zieht sich eine 30 bis 40 Kilometer lange Waldparkzone mit zahlreichen Erholungs- und Vergnügungseinrichtungen. Die Fläche des Waldparkgürtels beträgt 1.725 Quadratkilometer.

Stadtgliederung

1962 Moskau ist die Hauptstadt des Föderationskreises Zentralrussland und der Oblast Moskau, welche den Großraum Moskau ohne die Stadt selbst umfasst. Innerhalb des Föderationskreises Zentralrussland ist Moskau eine eigenständige Verwaltungseinheit. Die Oblast Moskau ist in 39 Rajons (Kreise) unterteilt. Die Stadt selbst gliedert sich in zehn Bezirke und 125 Ortsteile. Die Stadtbezirke von Moskau sind: 1. Selenograd 2. Norden (Sewerny) 3. Nordosten (Sewerowostotschny) 4. Nordwesten (Sewerosapadny) 5. Zentrum (Zentralny) 6. Osten (Wostotschny) 7. Süden (Juschny) 8. Südosten (Jugowostotschny) 9. Südwesten (Jugosapadny) Jeder der zehn Stadtbezirke hat einen Präfekten, der dem Moskauer Bürgermeister direkt unterstellt ist. Die Präfekten werden vom Bürgermeister ernannt. Jeder der Stadtbezirke hat ein eigenes Parlament, das aus elf gewählten Abgeordneten besteht.

Klima

Moskau befindet sich in der kontinentalen Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 5 Grad Celsius, das Jahresmittel des Niederschlages liegt bei 688 Millimetern. Der meiste Niederschlag fällt im Juli (92 mm im Monatsmittel), der wenigste im März (34 mm). Im Winter beträgt die Temperatur in Moskau meist -12 bis -15 Grad Celsius, manchmal werden aber auch Temperaturen unter -20 Grad Celsius gemessen. Recht oft herrscht Tauwetter. Die Winde sind mäßig, die Luft ist trocken. Der Windchill-Faktor ist deshalb relativ niedrig, d.h. die gefühlte Temperatur ist in der Regel höher als die tatsächliche. Stärkere Fröste sind also verhältnismäßig leicht zu ertragen. Windchill Das Moskauer Temperaturmittel beträgt im Dezember -6,1, im Januar -9,3 und im Februar -7,7 Grad Celsius. Der Sommer in der Hauptstadt ist in der Regel warm und sonnig, mitunter aber auch sehr heiß — Temperaturen von über 35 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Die langjährige Durchschnittstemperatur beträgt im Juni 16,6, im Juli 18,1 und im August 16,4 Grad Celsius. Im Frühling beträgt die Durchschnittstemperatur im März -2,2, im April 5,8 und im Mai 12,9 Grad Celsius. Im Herbst liegt die Durchschnittstemperatur im September bei 10,9, im Oktober bei 5 und im November bei -1,1 Grad Celsius. Die Schneeschmelze in der Stadt beginnt nach Berechnungen Moskauer Phänologen um den 16. März, der Eisbruch auf der Moskwa um den 12. April. Mit den ersten Gewittern ist um den 2. Mai zu rechnen, mit den ersten Nachtfrösten um den 14. September, und dem ersten Schneefall um den 28. Oktober. Die Moskwa friert um den 18. November wieder zu. Eine feste Schneedecke bildet sich um den 23. November. In Moskau sind die Klimaverhältnisse in der Innenstadt, den Vororten und erst recht in der Umgebung unterschiedlich. In der Innenstadt ist es trockener und wärmer. In den Vororten ist die durchschnittliche Temperatur um 2-3 Grad Celsius niedriger als im Stadtzentrum.

Geschichte

Ursprung

Moskwa Moskwa Jahrhundertelang hat Moskau eine hervorragende Rolle im Leben des ganzen Landes gespielt. „Jeder russische Mensch fühlt, wenn er auf Moskau blickt, daß es seine Mutter ist“, sagte der Schriftsteller Lew Tolstoi. Seit neun Jahrhunderten breitet sich Moskau zu beiden Seiten des Moskwa-Flusses aus. In zahlreichen Legenden, Liedern und Sagen besingt das russische Volk die Schönheit und Größe seiner Hauptstadt. Eine der Sagen kündet davon, daß der Fürst Juri Dolgoruki (1090-1157) eine hölzerne Stadt zu errichten befahl, und daß diese Stadt nach dem Fluß benannt wurde, an dessen Ufern sie emporwuchs. Die erste schriftliche Erwähnung Moskaus stammt aus dem Jahre 1147, das darum als das Gründungsjahr Moskaus gilt. Doch schon lange davor gab es an der Stelle, wo heute Moskau steht, menschliche Niederlassungen. Archäologische Ausgrabungen bezeugen, daß die ältesten von ihnen vor etwa 5.000 Jahren entstanden waren. Seit seiner Entstehung ist Moskau mit dem Schicksal des russischen Volkes untrennbar verbunden. Nicht von ungefähr nannten die Ausländer früherer Zeiten den russischen Staat „Moskowia“ und seine Einwohner „Moskowiter“. 1156 entstand eine erste, noch hölzerne Wehranlage des Kreml, in deren Schutz sich der Marktflecken allmählich zu einer beachtlichen Ansiedlung entwickelte. Im Jahre 1238 ist die Stadt von den Mongolen erobert und niedergebrannt worden. 1263 wurde Moskau zum Fürstentum erhoben. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts — die Stadt zählte mittlerweile 30.000 Einwohner — erkannte der tatarische Großkhan den Moskauer Großfürsten als (ihm allerdings tributpflichtiges) Oberhaupt von Rußland an. Der Sieg über die Tataren in der Schlacht von Kulikowo am 8. September 1380, angeführt durch den Großfürsten Dmitri Donskoi, befreite zwar nicht von der Hegemonie der Goldenen Horde (1382 wurde Moskau sogar abermals niedergebrannt und geplündert), doch die Stadt festigte dadurch ihr politisches und militärisches Ansehen erheblich und gewann mithin beständig an wirtschaftlicher Macht. 1480 konnte sie die Tatarenherrschaft abschütteln und wurde zur Hauptstadt des russischen Reiches. Der seit 1462 regierende Großfürst von Moskau Iwan III., der Große (1440-1505), heiratete 1472 die byzantinische Prinzessin Sofia (Zoe) Palaiologos, eine Nichte des letzten oströmischen Kaisers Konstantin XI. Palaiologos, und übernahm von dort die autokratische Staatsidee und ihre Symbole: den Doppeladler und das Hofzeremoniell. Seither gilt Moskau als „drittes Rom“ und Hort der Orthodoxie.

Moskau wird Großstadt

Orthodoxie In den beiden letzten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts begann der Ausbau des Kreml, in dessen Umkreis sich nun in großer Zahl Handwerker und Kaufleute niederließen. Die Einwohnerzahl stieg bald darauf auf mehr als 100.000, so dass um 1600 eine Ringmauer um Moskau und eine Erdverschanzung hinzukamen, die die blühende Stadt fortan nach außen abschirmten. 1591 war sie ein letztes mal von den Tataren heimgesucht worden, 1605 bis 1612 befand sie sich in der Hand der polnischen und weißrussischen Schlachta (Adel). Während die ersten Tuch- Papier- und Ziegelmanufakturen, Glasfabriken und Pulvermühlen entstanden, kulminierten die sozialen Gegensätze des Großreiches: 1667 erhoben sich die Bauern im Wolga- und Dongebiet gegen die wachsende Unterdrückung, ihr Führer, Stepan Rasin, wurde 1671 auf dem Roten Platz in Moskau hingerichtet. Im Jahre 1687 ist die erste Hochschule Russlands, die „Slawisch-Griechische Akademie“ eröffnet worden, 1703 erschien die erste gedruckte russische Zeitung „Wedomosti“. Im Jahre 1712 ging unter Zar Peter der Große (1672-1725) das Privileg der Hauptstadt auf das neugegründete Sankt Petersburg über, aber Moskau blieb das wirtschaftliche und geistig kulturelle Zentrum des Landes. 1755 wurde in Moskau die erste russische Universität eröffnet. Mit dem Moskau des 18. Jahrhunderts ist das Schaffen hervorragender russischer Schriftsteller und Dichter verknüpft wie Alexander Sumarokow, Denis Fonwisin, Nikolai Karamsin und vieler anderer. In Moskau trat der große russische Gelehrte Michail Lomonossow seinen Weg in die Wissenschaft an. Auch in späteren Zeiten lebten und wirkten in Moskau viele hervorragende russische Schriftsteller und Dichter, Wissenschaftler und Künstler, die durch ihr Schaffen nicht nur zur russischen, sondern auch zur Weltkultur einen immensen Beitrag geleistet haben. Michail Lomonossow Im Vaterländischen Krieg von 1812, als Napoléon Bonaparte (1769-1821) mit seiner „Großen Armee“ auf Moskau zumarschierte, verlor die Stadt in einem Flächenbrand - die Bewohner zündeten ihre Häuser an und flohen aus der Stadt - zwei Drittel ihrer Bausubstanz. Aber in Moskau kam die französische Armee zum Stehen, hier wurde sie wegen Hunger und Kälte zur Umkehr gezwungen, die mit ihrem Untergang endete. Der im Frühjahr 1813 einsetzende großstilige Wieder- und Neuaufbau sprengte rasch den alten städtischen Verteidigungsring und verschaffte der Stadt von der Mitte des 19. Jahrhunderts an durch zügigen Straßen- und Bahnstreckenbau Anschluss an die wichtigsten Städte des Landes. 1890 fuhren die ersten elektrischen Straßenbahnen; die erste Volkszählung des Landes fand am 28. Januar 1897 statt, die Bevölkerung der Stadt war auf etwa eine Million angewachsen, und bis 1914 hatte sie sich verdoppelt. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nahmen die sozialen Spannungen zu. Die Konzentration der Industrie, vornehmlich der Leichtindustrie, war hier, von Sankt Petersburg abgesehen, am weitesten fortgeschritten, die Aufhebung der Leibeigenschaft im Jahre 1861 hatte Zehntausende landloser Bauern zur Lohnarbeit in die Städte getrieben. 1898 wurde in Moskau die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands gegründet.

Die Übernahme der Macht durch die Kommunisten

1898 Die russische Revolution von 1905 bis 1907 erfasste die Stadt im Dezember 1905, als die Moskauer Arbeiter vom politischen Massenstreik zum bewaffneten Aufstand übergingen. Das Wirtschafts- und Versorgungschaos im 1. Weltkrieg schürte die sozialen Spannungen weiter. 1917 wurde während der Februarrevolution Zar Nikolaus II. (1868-1918) gestürzt. Im gleichen Jahr leitete Lenin (1870-1924) in Sankt Petersburg die Oktoberrevolution, was zum Bürgerkrieg von 1917 bis 1922 und zur Machtübernahme der kommunistischen Bolschewiki in Russland führte. Am 12. März 1918 wurde Moskau zur Hauptstadt des Landes erklärt und die Regierung übersiedelte in den Kreml am Roten Platz. Am 22. Dezember 1922 ist dort die UdSSR gegründet worden. Nach Beendigung des Bürgerkrieges wurde 1925 eine grundlegende Umgestaltung Moskaus nach neuen städtebaulichen Grunsätzen, die eine Verbesserung der Wohnverhältnisse der Bevölkerung und die Beseitigung der Elendsbehausungen am Stadtrand vorsahen, in Angriff genommen. 1926 zählte die Stadt wieder zwei Millionen Einwohner. 1935 begann mit dem von Josef Stalin beschlossenen „Generalplan zur Stadterneuerung“ eine komplexe Neugestaltung Moskaus - damals sind die breiten Radialstraßen angelegt und die U-Bahn eröffnet worden, über die Moskwa spannte man neue Brücken und baute den Moskau-Wolga-Kanal. Quer durch die Altstadt wurden neue Magistralen geschlagen, zahlreiche historische Baudenkmäler wichen überdimensionierten sowjetischen Prunkbauten. Etwa 200.000 Bauarbeiter - überwiegend politische Gefangene - waren an der Umsetzung des Generalplans beteiligt. Die vollständige Zerstörung des alten Moskau wurde paradoxerweise nur durch den 2. Weltkrieg verhindert, der zur Einstellung der Arbeiten führte. Auch das höchste Gebäude der Welt, der 415 Meter hohe "Palast der Sowjets", konnte nicht mehr fertiggestellt werden. Anstelle der am 5. Dezember 1931 gesprengten Christ-Erlöser-Kathedrale sollte das gewaltige Politik- und Kulturforum die Überlegenheit des sozialistischen Gesellschaftsmodells zeigen. Zur Ausführung gelangte jedoch nur das Fundament, denn bei Ausbruch des "Großen Vaterländischen Krieges" wurde das Projekt stillgelegt - und nach dem Krieg nicht wieder aufgenommen.

Der Große Vaterländische Krieg

Christ-Erlöser-Kathedrale Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht am 22. Juni 1941 in die damalige Sowjetunion begann am 30. September des Jahres ihre Offensive auf Moskau. Rund 80 Divisionen, unter ihnen 14 Panzer- und acht mechanisierte Divisionen sowie Hunderte Flugzeuge, Tausende Panzer, Geschütze und Granatwerfer wurden gegen die Hauptstadt eingesetzt. Adolf Hitler erklärte, er werde in eigener Person die Parade seiner Truppen in Moskau abnehmen. Aus den geplanten Festlichkeiten wurde jedoch nichts. Eine andere Parade fand allerdings am 7. November auf dem Roten Platz statt, die traditionelle Militärparade der sowjetischen Armee. Am 15. November startete eine 2. Offensive der Deutschen, dabei konnten sie bis in einzelne südliche Vororte einrücken. Der sowjetische Gegenangriff begann am 5. Dezember 1941, währenddessen die deutsche Armee um 100 bis 300 Kilometer zurückgeschlagen wurde. Die deutsche Luftwaffe flog gegen Moskau 12.000 Einsätze, aber nur ein Teil der Maschinen konnte die Stadt erreichen. In der Schlacht um Moskau haben die deutschen Truppen 250.000 Mann, 1.300 Panzer, 2.500 Geschütze, mehr als 15.000 Kraftfahrzeuge und vieles andere Material verloren. Etwa 700.000 sowjetische Soldaten wurden getötet, verwundet oder vermißt. Dies war die erste große Niederlage der deutschen Wehrmacht, kaum sechs Monate nach dem Beginn des Blitzkrieges. Die Schlacht an der Wolga von Juli 1942 bis Februar 1943 leitete die Niederlage der deutschen Truppen in der damaligen Sowjetunion ein. Am 24. Juni 1945 fand auf dem Roten Platz in Moskau die Siegesparade der sowjetischen Armee statt. An der Kremlmauer ruht der Leichnam des Unbekannten Soldaten, der bei der Verteidigung der Hauptstadt fiel. Auf seinem Grabstein wurden die Worte gemeißelt: ::Dein Name ist unbekannt,
::deine Heldentat ist unsterblich.

Die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

1945 Moskau wurde nach den schweren Zerstörungen im Krieg wieder aufgebaut. Im Jahre 1947 fasste man den Beschluss, die Stadt an acht ausgewählten Standorten mit Hochhäusern zu versehen. Denn Moskau hatte durch den Abriss zahlreicher Kirchen und Kathedralen sowie die nun allgemein höhere Bebauung nicht nur bedeutende Orientierungspunkte, sondern auch ihre einst malerische Silhouette verloren. Die Sowjetführung forderte dabei, dass die Gebäude keine Kopien ausländischer Wolkenkratzer sein dürfen, sondern von russischer Architekturtradition geprägt sein müssen. Am 5. März 1953 stirbt Josef Stalin auf seiner Datscha in Kunzewo bei Moskau. Er wurde zunächst im Mausoleum am Roten Platz neben Lenin aufgebahrt. Im Zuge der beginnenden "Entstalinisierung" unter Regierungschef Nikita Chruschtschow wurde Stalins Leichnam 1961 aus dem Mausoleum entfernt und an der Kremlmauer beigesetzt. Ein besonders intensives Baugeschehen erlebte Moskau nach dem Jahre 1955. Allein in der Zeitspanne von 1961 bis 1970 machte die Neubaufläche zweieinhalbmal soviel aus wie die Gesamtwohnfläche des ganzen vorrevolutionären Moskau. 1970 war die Einwohnerzahl auf fast sieben Millionen angestiegen. 1980 war Moskau Austragungsort der XXII. Olympischen Spiele. Ende der 1980er Jahre geriet die sowjetische Wirtschaft immer mehr in eine Krise. Im Zuge der Politik von Präsident Michail Gorbatschow (Perestrojka und Glasnost) wurde der wirtschafliche Niedergang des Landes immer offensichtlicher. Auf einigen Gebieten der Versorgung herrschte großer Mangel. Der Unmut der Bevölkerung entlud sich immer offener. Im August 1991 wollte Gorbatschow einen Vertrag für eine neue Sowjetunion zur Unterschrift vorlegen. Um dies zu verhindern und die alte Union zu retten, initiierten in Moskau einige Generäle, Regierungsmitglieder und der KGB-Chef am 19. August des gleichen Jahres einen Putschversuch gegen den Präsidenten. Nach dessen Scheitern zwei Tage später trat vier Monate danach am 25. Dezember 1991 Gorbatschow von seinem Amt als Präsident zurück. Das Datum markiert gleichzeitig das Ende des ersten kommunistischen Staates.

Moskau seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion

1991] 1992 ließ der ein Jahr zuvor zum Präsidenten Russlands gewählte Boris Jelzin einen Föderationsvertrag unterzeichnen, der den Subjekten Russlands weitreichende Vollmachten zubilligte. Im September 1993 löste er den Kongress der Russischen Volksdeputierten und den Obersten Sowjet auf. Am 3. und 4. Oktober des gleichen Jahres kam es in Moskau erneut zu einem Putschversuch konservativer Politiker und deren Anhänger. Als diese das Weiße Haus (Parlamentsgebäude), das Rathaus und den Fernsehturm in Moskau besetzten, ließ Jelzin den Aufstand mit Gewalt (190 Tote) niederschlagen, um so einen Verfassungskonflikt zu seinen Gunsten zu entscheiden. Am 12. Dezember 1993 verabschiedete das Volk eine neue Verfassung und gleichzeitig fanden erstmals freie Wahlen mit mehreren konkurrierenden Parteien statt. Vom 5. bis 7. September 1997 feierte die Stadt mit insgesamt 450 Veranstaltungen den 850. Jahrestag ihrer Gründung. Im Jahre 1999 wurde Moskau von den verheerendsten Terroranschlägen seiner Geschichte erschüttert. Am 9. September führte ein Bombenattentat auf ein neunstöckiges Wohnhaus an der Gerjanow-Straße zu 95 Toten und 264 Verletzten. Am 13. September kamen bei einem Anschlag auf ein neunstöckiges Wohnhaus an der Kaschirskoje Chaussee 121 Menschen ums Leben, neun wurden verletzt. Die Urheberschaft der Anschläge konnte bis heute nicht geklärt werden. Während die Regierung tschetschenische Terroristen verantwortlich macht, beschuldigen Kritiker des russischen Präsidenten Geheimdienstagenten, die Bomben in den Hauskellern deponiert zu haben. 13. September Am 31. Dezember 1999 trat Präsident Jelzin in Moskau überraschend vorzeitig zurück und übertrug Regierungschef Wladimir Putin die Amtsgeschäfte. Am 19. August 2000 wurde die 1931 gesprengte Christ-Erlöser-Kathedrale, der größte Russisch-orthodoxe Kirchenbau der Welt, wiedereröffnet. Anfang September 2002 musste in einigen Bezirken Moskaus der Notstand ausgerufen werden; der in die Stadt eingedrungene Rauch von mehreren Hundert Wald- und Torfbränden in der Umgebung brachte das öffentliche Leben in Moskau zeitweise zum Erliegen. Am 23. Oktober 2002 stürmte ein Kommando von 41 tschetschenischen Geiselnehmern, unter ihnen 19 Frauen, das Musical-Theater "Nord-Ost", brachte rund 800 Zuschauer, Musiker und Schauspieler in seine Gewalt. Den Überfall leitete der tschetschenische Rebell Mowsar Barajew, als Organisator gilt der Feldkommandeur Schamil Bassajew. Bei der Erstürmung durch russische Sonderpolizeieinheiten kamen 170 Menschen, darunter 129 Geiseln, nach dem Einsatz eines Kampfgases ums Leben. Bei einem Anschlag auf jugendliche Teilnehmer eines Rockfestivals auf dem Moskauer Flugplatz Tuschino kamen am 5. Juli 2003 einschließlich der Selbstmordattentäterinnen 16 Menschen ums Leben. Am 6. Februar 2004 wurden bei einem Bombenanschlag auf eine voll besetzte Metro in der Nähe der Station Awtosawodskaja 39 Menschen getötet und 140 verletzt.

Einwohnerentwicklung

2004 Moskau ist von alters her Anziehungspunkt für Ausländer. Die ersten Ansiedlungen wurden von angereisten Kaufleuten, Handwerkern, Lehnsleuten und deren Nachkommen schon im 16. Jahrhundert gegründet. Die deutsche Ansiedlung am Jausa-Ufer war die größte davon. Aber auch Menschen aus vielen Teilen Europas lebten dort. Damals hatte die Stadt etwa 100.000 Einwohner. Heute sind es mit zehn Millionen einhundertmal so viel. Von der ethnischen Vielfalt der Bevölkerung in Moskau zeugen die alten Ortsnamen des kompakten Ansiedelns der nichtrussischen Völkerschaften. Die Treue der ethnischen Gruppen zu bestimmten Beschäftigungen und Handwerken blieb bis heute erhalten. Die Chinesen eröffneten Wäschereibetriebe, die Assyrer arbeiteten als Schuster oder Stiefelputzer, viele Tataren als Hausleute und die Juden als Ärzte, Pädagogen und Schriftsteller. Im Handel sind heute Gebürtige aus Transkaukasien, im Geschäftsbereich Vietnamesen und auf den Baustellen viele Ukrainer und Moldawier beschäftigt. Insgesamt leben heute in Moskau Angehörige von mehr als hundert Nationalitäten. Von ihnen sind 90 Prozent Russen. Zu den größten ethnischen Gruppen gehören die Ukrainer, Tataren und Juden mit jeweils etwa zwei Prozent Anteil an der Bevölkerung der Hauptstadt. Allerdings ist der Zustrom der Übersiedler aus den ehemaligen Unionsrepubliken der früheren Sowjetunion nicht in vollem Maße statistisch erfasst worden, da sich viele nicht registrieren ließen. Von einigen wenigen Ausschreitungen einzelner Extremisten gegen Ausländer abgesehen, gibt es in Moskau keine zwischenethnische Zwietracht oder Konflikte. Die Stadt ist seit Jahrhunderten durch ihre gastliche Aufnahme, Gastfreundschaft und nationale Toleranz berühmt. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1956 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1959 bis 2002 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Toleranz

Politik

Toleranz Da Moskau Sitz des Präsidenten und seiner Präsidialverwaltung, der Föderationsregierung sowie zahlreicher Ministerien und Behörden ist, ist die Politik der Stadtverwaltung Moskaus naturgemäß geprägt von Koexistenz aber auch Konflikten mit dem Kreml und dem Weissen Haus. Dies ist seit langer Zeit eine Konstante der Politik in der Hauptstadt Russlands. Der latente Konflikt wird verstärkt, wenn das Stadtoberhaupt Ambitionen auf die Führung des Staates anmeldet - oder sie ihm nachgesagt werden. Die wichtigsten Akteure in diesem Konflikt sind einmal der Präsident und der Premierminister mit den vielen Beamten und Staatsbediensteten sowie auf der anderen Seite der Bürgermeister Moskaus und die zahlreichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung übt die Exekutivmacht (ausführende Gewalt) in Moskau aus, die aus der Regierung der Stadt und dem Regierenden Bürgermeister besteht. Der Bürgermeister wird zusammen mit dem Vizebürgermeister durch die Bevölkerung Moskaus auf vier Jahre gewählt. Die Legislative (gesetzgebende Gewalt) wird von der Stadtduma Moskaus gestellt. Diese besteht aus insgesamt 35 Abgeordneten und überwacht in ihrer Funktion den Bürgermeister. Die Wähler in Moskau, die etwa zehn Prozent der gesamten Wählerschaft Russlands ausmachen, stimmten bei Wahlen seit Anfang der 1990er Jahre in der Regel stärker für liberale oder sozialliberale Parteien der Opposition, als der restliche Teil des Landes. Eine Ausnahme von diesem Trend sind die überwältigenden Wahlergebnisse für den gegenwärtig amtierenden Bürgermeister Juri Luschkow von über 70 Prozent. Dabei wird Luschkow trotz seiner pragmatischen Wirtschafts- und Investitionspolitik in Richtung Europa nicht als Liberaler und "Westler" betrachtet.

Städtepartnerschaften

Moskau unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Juri Luschkow Das Bolschoi-Theater (Großes Theater) in Moskau ist das bekannteste Theater der Stadt. Es besteht seit dem Jahre 1776. Damals erhielt Fürst Peter Urussow vom Zaren das Alleinrecht, in Moskau Schau- und Singspiele aufzuführen. Die ersten Schauspieler waren Leibeigene des Fürsten. Die Aufführungen fanden zuerst noch in einem Privathaus statt, erst im Jahre 1780 entstand der Theaterbau am heutigen Standort. Das Bauwerk steht auf Holzpfählen in einem sumpfigen Teil des Moskauer Zentrums. Zuerst war das Theater nach der vorbei führenden Straße Petrowsky-Theater benannt. Im 18. Jahrhundert wurden überwiegend Opern russischer Komponisten aufgeführt, aber auch Dramen und Ballette. 1805 brannte das Theatergebäude ab und wurde 20 Jahre später durch den Architekten Ossip Bowe (auch Osip Bove) neu errichtet. Erst damals erhielt es den Namen Bolschoi-Theater. Am 18. Januar 1825 wurde das neue Bolschoi-Theater mit dem Prolog Der Triumph der Musen zur Musik von Alexei Werstowski und Alexander Aljabjew wieder eröffnet. 1853 zerstörte erneut ein Brand die Inneneinrichtung des Theaters. Daraufhin stattete der Architekt Albert Cavos das Gebäude noch kostbarer aus. Bis heute ist bis auf kleinere Veränderungen diese Einrichtung erhalten geblieben. Durch seine außergewöhnliche Architektur im Stil des russischen Klassizismus gehört das Bolschoi-Theater heute zu den schönsten Theatern der Welt. Heute arbeiten dort etwa 900 Schauspieler, Tänzer, Sänger und Musiker. Die Stars sind meistens auf Tournee in aller Welt unterwegs und daher selten in Moskau anzutreffen. Das Bolschoi-Theater ist heute die Heimat einer der ältesten und besten Ballettkompanien der Welt, dem weltberühmten Bolschoi-Ballett.

Museen

Klassizismus Klassizismus Unter den vielen Museen der Stadt besonders sehenswert ist das "Puschkin-Museum für Bildende Künste" mit hervorragenden Exponaten zur Kulturgeschichte des Altertums, zur Renaissance und einer breitgefächerten Gemäldesammlung vornehmlich westeuropäischer Künstler. Sehr interessant ist auch die "Tretjakow-Galerie". Sie ist das größte Museum der russischen nationalen Kunst und präsentiert mehr als 100.000 Gemälde, Graphiken und Skulpturen vom 11. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Galerie wurde 1902 erbaut. Der Gründer war der russische Kaufmann Pawel Michajlowitsch Tretjakow (1832-1898). Als ein leidenschaftlicher Sammler begann Tretjakow vom Jahre 1856 an die Werke zeitgenössischer russischer Maler zu erwerben. 1892 betrug seine Sammlung, die nun auch Ikonen umfasste, ungefähr 2.000 Werke. In diesem Jahr schenkte er seine Sammlung der Stadt Moskau. Nach Tretjakows Tod wurde das Museum von der Stadtduma geleitet. Zu den Mitgliedern der Duma gehörten meist russische Künstler wie Ilja Ostruchow. Nach der Oktoberrevolution im Jahre 1917 erlangte die Galerie nationalen Status. 1920 bis 1930 wurden Sammlungen zahlreicher anderer Museen in die Tretjakow-Galerie übertragen. Mitte der 1930er Jahre fanden dort wegen des auf den ständigen Zuwachs folgenden Raummangels umfangreiche Erweiterungen statt. Auf Grund des großen Besucherandrangs erfolgte in den 1980er und 1990er Jahren ein weiterer Um- und Ausbau. 1995 wurde auch eine Abteilung für Moderne Kunst eröffnet. Einen Besuch wert ist auch das Panorama der "Schlacht von Borodino", geschaffen von Franz Robaut (1856-1928), im Borodino-Panorama-Museum, oder eine der zahlreichen Kunstausstellungen. Östlich des Stadtzentrums, im früheren Andronnikow-Kloster, befindet sich das Museum des Malers Andrei Rubljow (1360-1430), in dem der Meister der russischen Ikonenmalerei und Begründer der Moskauer Malschule im 15. Jahrhundert als Mönch lebte, starb und auch beigesetzt wurde. Das Museum beherbergt Ikonenmalerei des 14. bis 17. Jahrhunderts.

Bauwerke

Zu den zahlreichen sehenswerten Bauwerken gehören viele Zeugnisse der Baukunst aus Vergangenheit und Gegenwart, Denkmäler berühmter Schriftsteller, Gelehrter und Staatsmänner sowie Monumente und Denkmäler zu Ehren großer historischer Ereignisse. Der Kreml und der Rote Platz stehen seit 1990 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Der Kreml

Weltkulturerbe Das bedeutsamste Bau- und Geschichtsdenkmal ist der Kreml, der älteste Teil Moskaus. Dort befindet sich der Sitz des russischen Präsidenten. Die bis auf den heutigen Tag erhalten gebliebenen Mauern und 19 Türme wurden im 15. Jahrhundert errichtet und waren damals eine beachtliche Befestigungsanlage. Die ältesten Baudenkmäler sind die Maria-Entschlafens-Kathedrale von 1479, die Verkündigungs-Kathedrale von 1489 und die Erzengel-Kathedrale aus dem Jahre 1509, die Kirche zur Gewandlegung der Muttergottes von 1486, der Facettenpalast aus dem Jahre 1491 sowie der 80 Meter hohe Glockenturm von Iwan dem Großen (Kolokolnja Iwana Welikogo) von 1508. Später kamen die Kirche zu den zwölf Aposteln und der Patriarchenpalast und der Terem-Palast, beide erbaut im 17. Jahrhundert, das Arsenal von 1737 sowie das Senatsgebäude aus dem Jahre 1787 hinzu. In letzterem Gebäude lebte und arbeitete von 1918 bis 1922 Lenin. Sein Arbeitszimmer und seine Wohnung sind so erhalten geblieben, wie zu seinen Lebzeiten. Das Gebäude der Rüstkammer von 1851 enthält ein einzigartiges Museum mit Sammlungen alter Waffen und Kriegstrophäen, der größten Sammlung von Zarengewändern, Insignien, Thronsesseln, Kutschen und anderen seltenen Meisterstücken des russischen und ausländischen Kunsthandwerks, die mit der Geschichte Russlands verbunden sind. Unweit des Glockenturms befinden sich die Zarenkanone und Zarenglocke, einzigartige Denkmäler der russischen Gießerkunst des 16. bis 18. Jahrhunderts. 1961 wurde auf dem Kreml-Gelände der Kongresspalast errichtet, ein sachlicher und zugleich festlicher Bau, dessen großer Saal ein Fassungsvermögen von 6.000 Personen hat. Hier finden wichtige öffentliche Veranstaltungen und internationale Kongresse statt, aber auch Schauspiele sowie Opern- und Ballettaufführungen des Bolschoi-Theaters.

Der Rote Platz

1961 1961 An den Kreml grenzt der Rote Platz, der Hauptplatz Moskaus, auf dem sich das Leninmausoleum befindet. Der Name leitet sich vom russischen Krasnaja Ploschtschad ab. Die Bezeichnung Roter Platz ist nicht politisch (aus der Zeit der Sowjetunion) motiviert, und bezieht sich nicht auf die Farbe der Kremlmauern und -türme, deren Anstrich bis zum 19. Jahrhundert weiß war. Die Bezeichnung stammt aus dem 16. Jahrhundert, und bedeutet eigentlich "Schöner Platz". Obwohl krasnaja auf Altrussisch "schön" bedeutet, wird es im Deutschen mit "rot" übersetzt. Das kommt daher, weil sich die Worte für "rot" und "schön" ähneln. Neben dem Platz befinden sich einige Gräber. In die Kremlmauer sind Urnen mit der Asche berühmter Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur eingelassen; beispielsweise von Josef Stalin und Juri Gagarin. Auf dem Roten Platz stehen die Basilius-Kathedrale, errichtet 1561, sowie ein Denkmal für Kusma Minin, ein Führer der Volkswehr von Nischni Nowgorod und Fürst Dimitri Posharski (1578-1642), die Helden des Befreiungskrieges gegen die polnisch-weißrussische Intervention zu Beginn des 17. Jahrhunderts, fertiggestellt 1818 von Iwan Petrowitsch Martos (1754-1835). An der Kremlmauer befindet sich im Alexander-Garten das Grabmal des Unbekannten Soldaten, ein 1967 errichtetes Ehrenmal für die Gefallenen des 2. Weltkrieges. Ganz in der Nähe des Kreml und des Roten Platzes, angrenzend an das Hotels Rossija, sind einige der ältesten Steinbauten des Kitaj-Gorod, der Moskauer Altstadt, erhalten geblieben — unter ihnen Baulichkeiten des alten Zarenhofs, erbaut zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, das Haus des Bojaren Romanow, die Annen-Kirche aus dem 15. Jahrhundert sowie andere interessante Kirchen und Häuser.

Die Twerskaja-Straße

Die Twerskaja-Straße ist die Hauptstraße Moskaus. Der Weg nach Twer und weiter nach Sankt Petersburg nimmt hier seinen Anfang. Hier fuhr einstmals Tatjana Larina, die Heldin des Romans in Versen "Eugen Onegin" von Alexander Puschkin (1799-1837), in die Stadt ein. In den 1930er und 1940er Jahren wurde die Straße erweitert und mit neuen Gebäuden bebaut, einige alte sind von ihrem Standort bewegt und in die Tiefe der Wohnviertel verschoben worden. Die Straße ist heute ein Sammelort von luxuriösen Hotels, Bars, Restaurants und Einzelhandels-Geschäften. 1782 ist hier nach einem Entwurf des Architekten Matwej Fjodorowitsch Kasakow (1733-1812) das Rathaus der Stadt Moskau errichtet worden. Gegenüber dem Rathaus erhebt sich das Reiterstandbild des Begründers der Stadt Juri Dolgoruki. Die Denkmäler der russischen Dichter Alexander Puschkin und Wladimir Majakowski (1893-1930), hergestellt durch die Bildhauer Alexander Opekuschin 1880 beziehungsweise Alexander Kibalnikow 1958, stehen an der Kreuzung der Straße mit dem Boulevard- und dem Gartenring.

Boulevard- und Gartenring

1958 Straßen und Plätze des Stadtkerns umrahmen zahlreiche weitere Bau- und Geschichtsdenkmäler des 15. bis 18. Jahrhunderts. Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Zentrum Moskaus mit einer neun Kilometer langen und 30 Türme zählenden Stadtmauer umgeben, die nicht erhalten blieb. An ihrer Stelle entstand der Boulevard-Ring. Jenseits der Stadtmauer umzog die Stadt zusätzlich ein etwa 16 Kilometer langer Erdwall mit Palisaden und hölzernen Wehrtürmen. Den einstigen Verlauf des Wallgrabens markiert heute der Gartenring, von dem sternförmig die größten Straßen Moskaus abgehen. Der Komsomolskaja-Platz stellt das Haupteisenbahntor der Hauptstadt dar und ist einer der belebtesten Orte Moskaus. Von den drei hier gelegenen Bahnhöfen laufen Eisenbahnstrecken nach unterschiedlichen Richtungen auseinander. Das Bauensemble des Platzes ist beeindruckend. An seiner Schaffung nahmen berühmte Architekten teil. Konstantin Ton entwarf den 1851 fertiggestellten "Leningrader Bahnhof", Fjodor Schechtel den "Jaroslawer Bahnhof" von 1904, Alexei Wiktorowitsch Schtschussew den 1926 eröffneten "Kasaner Bahnhof (Moskau)" und das Klubgebäude und Leonid Poljakow das 28geschossige Hotel "Leningradskaja" von 1953.

Moscow City

1953 Vier Kilometer vom Kreml gelegen, befindet sich das momentan größte Bauprojekt in Europa. Bereits in den 1990er Jahren hatte man in Moskau von einem "russischen Manhattan" geträumt, doch wegen Geldmangel wurde das Projekt auf Eis gelegt. Mit dem Wirtschaftsaufschwung und durch private Investitionen wurde im Jahr 2001 der erste Wolkenkratzer fertiggestellt, nun befinden sich fast alle Projekte im Bau. Damit sollte die riesige Nachfrage der Bürogebäude in Moskau gedeckt werden. Die Fertigstellung aller Gebäude ist für das Jahr 2012 geplant und die Kosten belaufen sich auf über zwölf Milliarden US-Dollar. Zu Moscow City gehört auch das höchste Bürogebäude Europas, "Federazija", auf deutsch "Föderation". Am 9. Februar 2005 wurde der Grundstein für das 440 Meter hohe Gebäude gelegt. Mit der Fertigstellung wird im Jahre 2007 gerechnet. Rekordhalter ist bisher mit 264,1 Metern Höhe der Triumph-Palace (russ. Триумф-Палас) in Moskau. Die Gesamtplanung für die beiden Türme in Moskau erfolgte durch die deutsche Architektengemeinschaft Peter P. Schweger & Sergei Tchoban. Der höhere der beiden Türme wird 87 Stockwerke umfassen. In dem Gebäude in der Form zweier Spitzsegel werden sich Büroräume, Wohnungen, ein Hotel, ein Fitnessklub mit Schwimmbad und ein Aquarium befinden.

Weitere Bauwerke

Peter P. Schweger Sehenswert sind des weiteren das "Schloß Ostankino", ein einmaliges Architekturdenkmal des 18. Jahrhunderts, der Fernsehturm von 1967, der Schuchowsk-Radioturm aus dem Jahre 1922, das zwischen 1888 und 1893 erbaute Kaufhaus GUM, das größte in Russland, der Arbat, ein altes historisches Stadtviertel, 1493 das erste mal erwähnt und die Christ-Erlöser-Kathedrale, im Jahre 2000 wiedereröffnet sowie die sieben "Wolkenkratzer", erbaut im Zuckerbäckerstil, auch "Stalinfinger" oder "die sieben Schwestern Stalins" genannt, wie zum Beispiel das Hotel Ukraina, das Außenministerium und die Lomonossow-Universität. Letztere befindet sich in den Außenbezirken der Stadt. Über der Moskwa unverkennbar auszumachen das 240 Meter hohe Zentralgebäude der Universität, 1949 bis 1953 errichtet, um das sich vier 17etagige Seitenflügel gruppieren. Etwa 30.000 Studenten sind hier eingeschrieben, und um jeden der rund 45.000 Räume aufzusuchen, müßte man einen Weg von 145 Kilometern zurücklegen. Ganz in der Nähe liegt der Luschniki-Sportpark - wichtigster Austragungsort der Olympischen Spiele 1980 - mit dem 84.000 Gäste fassenden Luschniki-Stadion, erbaut in den Jahren 1955 und 1956, mehreren kleineren Wettkampfanlagen und dem Sportpalast für 17.000 Zuschauer.

Parks

1956 Der "Gorki-Park für Kultur und Erholung" ist der populärste unter den rund 100 Parks in Moskau. Er befindet sich im Zentrum der Stadt, am Ufer der Moskwa. Hier gibt es zahlreiche Attraktionen, eine Bootsstation, Bars, Restaurants, Cafes und im Winter Eisbahnen. Auf den Freilichtbühnen treten hier Künstler auf, an den Festtagen finden Volksvergnügungen statt und werden farbenprächtige Feuerwerke abgebrannt. Den älteren Teil des Parks bildet der Neskutschni-Garten mit malerischen Hügeln, Hainen und kleinen Brücken. Hier befanden sich im 18. Jahrhundert die Gutsgärten des Moskauer Adels. Im Südosten der Stadt findet sich über der Moskwa der Park von Kolomenskoe, heute ein Freilichtmuseum. Berühmt ist vor allem die Christi-Himmelfahrtskirche, die erste russische Zeltdachkirche aus Stein. Im Nordosten der Stadt befindet sich der etwa 300 Hektar große "Sokolniki-Park für Kultur und Erholung" in herrlicher Waldlandschaft. Größter Moskauer Erholungspark - er umfaßt rund 1.800 Hektar - ist, ganz am nordöstlichen Stadtrand gelegen, der "Park von Ismailowo", die einstige Vergnügungsstätte der letzten Zarendynastie; einige wenige Feudalbauten, unter anderem eine barocke Kathedrale vom Ende des 17. Jahrhunderts haben sich zwischen modernen Cafés, Pavillons und ähnlichem noch erhalten. Erwähnenswert sind weiterhin der Park von Kuskowo im Osten der Stadt, ein Schlosspark teilweise im englischen und französischen Stil errichtet, sowie die Parks von Zarizino und Ostankino.

Sport

17. Jahrhundert Moskau war Austragungsort der XXII. Olympischen Spiele 1980 sowie vieler Welt- und Europameisterschaften und anderer internationaler Wettkämpfe. Die Stadt besitzt mehr als 6.000 sportliche Einrichtungen, unter ihnen etwa 100 Stadien, sechs Sportpaläste, über 180 Schwimmhallen, mehr als 2.500 Sportsäle und Turnhallen, 3.500 Sportplätze, einen Ruderkanal, mehrere Sportkomplexe, ein Wasserstadion, eine Radrennbahn und 60 Schießsportplätze. Die größten Stadien der Hauptstadt - das Luschniki-Stadion mit 84.000 Plätzen und das Dynamo-Stadion mit 51.000 Plätzen - haben außer der eigentlichen Arena Sportsäle, Schwimmbecken, Spielfelder, Trainingsplätze etc.

Kulinarische Spezialitäten

Das Restaurantangebot der Stadt ist kaum überschaubar, ständig sind neue Lokalitäten angesagt, andere werden wieder geschlossen. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Es gibt Gaststätten die der Unterhaltung dienen, Bars, Cafes, aber auch Selbsbedienungsrestaurants und Kantinen. Insgesamt verfügt Moskau im Vergleich zu anderen Hauptstädten der Welt immer noch über ein erstaunlich geringes Gastronomieangebot. Eines der berühmtesten russischen Gerichte ist Borschtsch, eine Suppe aus roter Bete, die dem Gast im Restaurant heiß mit saurer Sahne serviert wird und ähnlich wie Akroschka (kalte Kwas-Suppe) schmeckt. Weltweit bekannt sind Bœuf Stroganoff (geschnetzeltes Rinderfilet, in saurer Sauce geschmort), Ikra oder Krasnaja Ikra (schwarzer oder roter Kaviar), Blini (Pfannkuchen meist mit Kaviar oder Lachs und saurer Sauce serviert) und Aladyi (süße Blini mit Marmeladenfüllung). Zum Nachtisch besonders beliebt sind Blintschiki (Pfannkuchen) aus Grieß oder Buchweizen mit süßer Soße.

Einkaufen

Buchweizen Die Stadt bietet im Gegensatz zu anderen Regionen des Landes gute Einkaufsmöglichkeiten. Viele Geschäfte sind nicht nur von Montag bis Sonnabend, sondern sogar Sonntags geöffnet. Kaufhäuser und Supermärkte haben durchgehend offen. Für Antiquitäten, Kunstwerke, Manuskripte und andere wertvolle Gegenstände, die nicht in den Souvenirgeschäften gekauft werden, ist eine Exportgenehmigung notwendig. Beliebte Souvenirs sind Matroschkas (buntbemalte Holzpuppen), geschnitztes Spielzeug und Schatullen mit Märchenmotiven und Malereien auf Holz oder Emaille. Das größte und bekannteste Kaufhaus in Moskau und eines der größten der Welt ist das Warenhaus GUM. Es befindet sich am Roten Platz 3, gegenüber dem Lenin-Mausoleum und dem Kreml, mitten im Herzen Moskaus. Das Moskauer Handelshaus wurde zwischen 1888 und 1893 im Auftrag des Zaren durch die Architekten Alexander Nikolajewitsch Pomeranzew und Wladimir Grigorjewitsch Schuchow im neorussischen Stil erbaut, einer neoklassizistischen Spielart mit starken russisch-traditionalistischen Einflüssen. Zwei der beliebtesten Einkaufsstraßen in Moskau sind die Nowi Arbat, eine wichtige Durchgangsstraße westlich des Kremls und die Arbat-Straße, eine Parallelstraße zur Nowi Arbat und die älteste Fußgängerzone Moskaus. Die vom Roten Platz in nördlicher Richtung verlaufende Twerskaja-Straße ist die vornehmste Einkaufsstraße der Stadt und die Adresse einiger teurer Boutiquen. Klassische russische Mode kann man bei Walentin Judaschkin im Kutusowskij-Prospekt kaufen, einer der imposantesten Einkaufsstraßen Moskaus, in der sich auch das exklusive Einkaufszentrum "Moskwa" befindet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

neoklassizistischen neoklassizistischen Moskau spielt eine Schlüsselrolle in der Wirtschaft Russlands. Der Anteil der Stadt am Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes beträgt 12,5 Prozent. Etwa ein Viertel der Industrieproduktion Moskaus entfallen auf den Maschinenbau. Seine Hauptzweige sind Werkzeugmaschinen- und Werkzeugbau, Elektroindustrie, Lagerfertigung, Kraftfahrzeugindustrie und Gerätebau. Weitere wichtige Industriezweige sind das Hüttenwesen, die Leicht-, Kraftfahrzeug-, Baustoff-, Chemie- und petrochemische Industrie. Die Stadt ist ein großes Zentrum des Militär-Industrie-Komplexes. In Moskau sind etwa 80 Prozent des Finanzpotenzials des Landes konzentriert. Zwei Drittel des Gesamtumfanges ausländischer Investitionen in die Wirtschaft Russlands geht in die Hauptstadt. Moskau ist damit das größte Betätigungsfeld ausländischer Investoren. In der Stadt befinden sich etwa 18.500 Handelsbetriebe, Gaststätten und Dienstleistungsbetriebe, 9.000 Kleinhandelsobjekte und circa 150 Märkte in denen ungefähr eine Million Personen beschäftigt sind. In der Stadt gibt es etwa 1.200 Banken, über 60 Versicherungsgesellschaften und mehrere Dutzend Börsen. Etwa ein Viertel aller Einnahmen des Staatshaushalts steuert Moskau bei. Die Wirtschaftsreformen nach Einführung der Perestroika in den 1980er Jahren stürzte die Stadt und das ganze Land in eine Krise. Die Industrieproduktion Moskaus sank um 30 Prozent. Die Auswirkungen des wirtschaftlichen Einbruchs sind aber dank der Entwicklung zahlreicher kleiner und mittelständischer Industrie-, Bau-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe in den letzten Jahren weniger zu spüren als in anderen Regionen Russlands. Die Arbeitslosigkeit in der Stadt liegt gegenwärtig bei nur zwei Prozent. Erwerbslos sind nur die armen und weniger gebildeten Bevölkerungsschichten. Bei den qualifizierten Arbeitskräften gibt es keine messbare Arbeitslosigkeit. Der Mindestlohn der Beschäftigten Moskaus beträgt 720 Rubel (21 Euro). Der durchschnittliche Monatsbruttolohn liegt bei 13.038 Rubel (381 Euro). In ganz Russland sind es zum Vergleich 8.788 Rubel (255 Euro). In den einzelnen Wirtschaftssektoren der Stadt herrschen erhebliche Unterschiede im Lohn- und Gehaltsniveau. In Moskau verbesserte sich der Lebendsstandard innerhalb der letzten Dekade erheblich. Die Stadt hat sich seit Anfang der 1990er Jahre von einer der preiswertesten zu einer der teuersten Städte der Welt entwickelt. Nach dem Wert des Verbraucherkorbes, der über 150 Hauptwaren beinhaltet, nimmt sie den ersten Platz in Europa ein und steht nur den japanischen Städten Tokio und Osaka nach. Etwa fünf bis zehn Prozent der Moskauer Bevölkerung zählen zur wohlhabenden oder reichen Schicht. Das heißt rund eine Million Menschen besitzen eine hohe Kaufkraft. Rund 40 Prozent der Einwohner, das sind etwa vier Millionen Menschen, gehören der neuen Mittelschicht ein.

Verkehr

Fernverkehr

Osaka Die zentrale Lage prädestiniert Moskau zum wichtigsten Verkehrsknoten des Straßen-, Bahn-, Fluß- und internationalen Flugverkehrs im europäischen Teil des Landes. Ein Kanalsystem verbindet die Stadt mit fünf Meeren. Moskau besitzt mehr

1921

Ereignisse


- 1. Januar: Edmund Schulthess wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die deutschen Politiker beschwören im Rahmen ihrer Neujahrsansprache die Notwendigkeit des Zusammenhalts der Nation im Bezug auf bevorstehende Reparationsverhandlungen
- 1. Januar: Winston Churchill wird britischer Kolonialminister. Er löst damit den amtierenden Alfred Viscount Milner ab
- 1. Januar: Die NC-5, ein US-Marineflugzeug hergestellt von der Naval Aircraft Factory nach den Plänen von Curtiss, fliegt mit 5 Passagieren an Bord eine Strecke von 702 Meilen (1129,5 km) in einer Rekordzeit von 9 h 15 min. Sie flog also mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 123,44 km/h
- 2. Januar: Theobald von Bethmann Hollweg, früherer deutscher Reichskanzler, stirbt auf seinem Gut in Hohenfinow
- 2. Januar: Erhöhung der Arbeitslöhne für Strafgefangene im Deutschen Reich. Zuchthausgefangene bekommen von nunan 1 Mark statt 20 Pfennig, andere Gefangene 1,50 Mark statt 30 Pfennig, ausgezahlt
- 3. Januar: In London wird ein Abkommen, das die Rückgabe beziehungsweise Vergütung von britischem Eigentum sicherstellt das während des ersten Weltkriegs beschlagnahmt wurde, vom deutschen Botschafter Friedrich Sthamer und dem britischen Außenminister Lord George Curzon unterzeichnet
- 4. Januar: Das Direktionskomitee der am 29. Dezember 1920 in Tours gegründeten Kommunistischen Partei Frankreichs tritt erstmals zusammen. Parteiorgan wird die 1904 gegründete Tageszeitung „L’Humanité“
- 4. Januar: Der Deutsche Luft-Lloyd richtet einen täglichen Flugpostdienst zwischen Hamburg, Magdeburg und Breslau ein
- 4. Januar: Eröffnung des Linienflugverkehrs zwischen Berlin und München durch die Deutsche Luft-Reederei (DLR)
- 5. Januar: Anlässlich drohender Streiks erhöht die deutsche Reichsregierung die Bezüge der Eisenbahner um 55 bis 70 %
- 5. Januar: An der Pariser Oper wird die Oper „Walküre“ als erste Wagner-Inszenierung seit 1914 aufgeführt
- 6. Januar: Rembrandt-Gemälde „Abziehendes Gewitter in Herbstlandschaft“ wird in Hamburg aus dem Kontor der Privatbank Heckscher gestohlen. Es hat einen Wert von 2 Millionen Mark
- 6. Januar: In Buenos Aires erklärt der argentinische Staatspräsident Hipólito Irigoyen, dass sein Land den Völkerbund verlassen habe. Er bemängelt damit, dass nicht alle Länder der Welt in diesen Verbund aufgenommen wurden
- 25. Februar: Russland besetzt Georgien
- 28. Februar: Freundschaftsvertrag zwischen der RSFSR und Afghanistan, der militärische und politische Abkommen mit Dritten ausschließt. Kabul erhält von Moskau finanzielle und technische Hilfe
- 8. März: Franzosen und Belgier besetzen die Städte Duisburg und Düsseldorf und sichern sich diese als Pfand für die Zahlung der Reparationen.
- 18. März: Russland und Polen unterzeichnen einen Friedensvertrag und beenden so ihren Krieg
- 20. März: Volksabstimmung in Oberschlesien ergibt überraschend eine Mehrheit von 60 % für Deutschland
- 3. Mai: Beginn des dritten polnischen Korfanty-Aufstandes in Oberschlesien
- 23. Mai: Deutsche Truppen stürmen unter General Höfer und britischer Aufsicht den im von polnischen Aufständischen besetzten St. Annaberg in Oberschlesien
- 1. Juli - Gründung der Kommunistischen Partei Chinas
- 11. Juli: Die Mongolei wird mit der Hilfe der UdSSR von China unabhängig, bleibt aber bis 1990 in starker Abhängigkeit von der Sowjetunion
- 26. August: Der frühere Minister Matthias Erzberger wird im Schwarzwald erschossen
- September: Karlsbader Tagung des Zionistischen Weltkongresses: Das jüdische Volk hat den Willen, mit den Arabern „im Geist der Verbundenheit und des gegenseitigen Respekts“ in Palästina zusammenleben zu wollen
- 6. Dezember: England gewährt Irland innere Autonomie, behält aber die Nordprovinz Ulster

Wissenschaft und Technik


- Es gelingt das Isolieren von Acetylcholin als ersten Botenstoff im Gehirn

Luftfahrt


- 8. Juni: der Zeppelin LZ 121 „Nordstern“ macht seine Jungfernfahrt, bevor er an Frankreich ausgeliefert wird
- 3. Juli: Der Zeppelin LZ 120 „Bodensee“ wird, wie von den Alliierten gefordert, als Reparation an Italien überführt
- Erstflug der Vickers 61 Vulcan
- Erstflug der Caudron C.61
- April: Erstflug der Fokker F III

Kultur


- 3. Januar: Das Aufführungsverbot von Arthur Schnitzlers Drama Der Reigen wird aufgehoben. Es war wegen angeblicher Unsittlichkeit beanstandet worden
- 18. Februar: Uraufführung der Operette Die Tanzgräfin von Robert Stolz am Wallner Theater in Berlin
- 15. April: Uraufführung der Operette Der Vetter aus Dingsda von Eduard Künneke am Theater am Nollendorfplatz in Berlin
- 29. April: Uraufführung der Oper Der Spieler (Orig.: Le Joueur) von Sergei Sergejewitsch Prokofjew am Théâtre de la Monnaie in Brüssel
- 30. April: Uraufführung der Oper Lodoletta von Pietro Mascagni am Teatro Costanzi in Rom
- 4. Juni: Uraufführung der Oper Mörder, Hoffnung der Frauen von Paul Hindemith an der Staatsoper in Stuttgart
- 30. Dezember: Uraufführung der Oper Die Liebe zu den drei Orangen (Orig.: L'Amour des trois oranges) von Sergei Sergejewitsch Prokofjew in Chicago

Katastrophen


- 2. Januar: 244 Menschen kommen beim Untergang des spanischen Dampfschiffes Santa Isabell vor Gilla Garcia ums Leben
- 24. August: in der Nähe von Hull, Großbritannien, zerbricht das britische Starrluftschiff R38 bei der vierten Testfahrt. 44 Tote
- 6. September: Paris, Frankreich, bei der Landung zerschellt ein Flugzeug. 5 Tote
- 21. September: Ammoniumnitrat-Explosion in der IG-Farben-Fabrik in Ludwigshafen-Oppau (Deutsches Reich). 500 Tote, 2000 Gebäude zerstört

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1. Januar: César Baldaccini, französischer Bildhauer und Plastiker († 1998)
- 1. Januar: Rocky Graziano, US-amerikanischer Boxer († 1990)
- 4. Januar: Eberhard Cohrs, deutscher Komiker und Schauspieler († 1999)
- 5. Januar: Jean (Luxemburg), Großherzog, Graf und Fürst
- 5. Januar: Friedrich Dürrenmatt, Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler († 1990)
- 8. Januar: Leonardo Sciascia, Schriftsteller (Italien) († 1989)
- 11. Januar: Berry Lipman, deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent
- 13. Januar: Alois Partl, österreichischer Politiker
- 14. Januar: Werner Bergmann, deutscher Kameramann († 1990)
- 14. Januar: Murray Bookchin, US-amerikanischer Anarchist
- 17. Januar: Antonio Prohias, kubanisch-amerikanischer Cartoonist († 1998)
- 17. Januar: Hans Moeckel, Schweizer Komponist und Dirigent († 1983)
- 18. Januar: Belding Scribner, Mediziner († 2003)
- 18. Januar: Chun Doo-hwan, südkoreanischer Präsident
- 20. Januar: Oscar Müller, deutscher Schauspieler († 2003)
- 20. Januar: Bernt Engelmann, deutscher Schriftsteller und Journalist († 1994)
- 20. Januar: Václav Kotva, tschechischer Schauspieler († 2004)
- 20. Januar: Erwin Brocke, Vizepräsident des deutschen Bundessozialgerichtes
- 21. Januar: Hans Dichand, österreichischer Journalist und Herausgeber der Kronen Zeitung
- 22. Januar: Arno Babadschanjan, armenischer Komponist († 1983)
- 23. Januar: Marija Gimbutas, Archäologin († 1994)
- 25. Januar: Juan Vicente Mas Quiles, spanischer Komponist und Dirigent
- 25. Januar: Alfred Reed, US-amerikanischer Komponist und Professor († 2005)
- 27. Januar: Georges Mathieu, französischer Maler
- 31. Januar: Mario Lanza, berühmter US-amerikanischer Sänger (Tenor) († 1959)
- 31. Januar: Kurt Marti, Schweizer Pfarrer und Schriftsteller
- 31. Januar: Eva-Maria Buch, Widerstandskämpferin im Dritten Reich († 1943)
- 2. Februar: Adolf Riedl, deutscher Unternehmer († 2003)
- 2. Februar: Klaus Friedrich, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 3. Februar: Herbert Baack, deutscher Politiker, Bundestagsabgeordneter
- 3. Februar: Joseph Wang Dian Duo, katholischer Priester († 2004)
- 4. Februar: Kurt Meyer (Fußballspieler), deutscher Fußballspieler
- 4. Februar: Betty Friedan, US-amerikanische Feministin und Publizistin
- 4. Februar: Lotfi Zadeh, US-amerikanischer Informatiker, Vater der Fuzzy Logik
- 8. Februar: Fritz Heinrich, deutscher Politiker († 1959)
- 9. Februar: Joseph Fontanet, französischer Politiker († 1980)
- 9. Februar: Georg Gaidzik, Volkspolizist und ein Opfer der Volksaufstandes in der DDR († 1953)
- 10. Februar: Adrian Cruft, britischer Komponist und Professor († 1987)
- 10. Februar: Heinz Quermann, TV-Entertainer der DDR († 2003)
- 13. Februar: Jeanne Demessieux, französische Komponistin, Pianistin, Organistin und Pädagogin († 1968)
- 16. Februar: Jean Behra, französischer Rennfahrer († 1959)
- 21. Februar: Zdeněk Miler, Erfinder des „Kleinen Maulwurfs“
- 21. Februar: Antonio María Javierre Ortas, Kardinal
- 21. Februar: John Rawls, US-amerikanischer Philosoph († 2002)
- 22. Februar: Giulietta Masina, italienische Schauspielerin († 1994)
- 22. Februar: Jean-Bédel Bokassa, Präsident und später Kaiser der Zentralafrikanischen Republik († 1996)
- 22. Februar: Wayne Booth, US-amerikansicher Literaturwissenschaftler († 2005)
- 24. Februar: Gaston Reiff, belgischer Leichtathlet († 1992)
- 24. Februar: Ingvar Lidholm, schwedischer Komponist
- 28. Februar: Willi Sitte, Kartograf, Verleger
- 1. März: Terence James Cooke, Erzbischof von New York und Kardinal († 1983)
- 2. März: Kazimierz Górski, ehemaliger polnischer Fußballspieler und Trainer
- 2. März: Robert Simpson, englischer Komponist († 1997)
- 2. März: Ernst Haas, österreichisch-US-amerikanischer Fotograf und Autor
- 3. März: Paul Guimard, französischer Schriftsteller († 2004)
- 3. März: Diana Barrymore, US-amerikanische Schauspielerin († 1960)
- 5. März: Ken Adam, Designer
- 7. März: Franz Mack, deutscher Unternehmer, Gründer des Europa-Parks
- 8. März: Alexei Berest, sowjetischer Kosmonaut († 1970)
- 8. März: Cyd Charisse, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 10. März: Otto Heinrich Kühner, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 11. März: Astor Piazzolla, argentinischer Tangomusiker, Bandoneon-Spieler und Komponist († 1992)
- 12. März: Giovanni Agnelli, italienischer Industrieller und geschäftsführender Gesellschafter von Fiat. († 2003)
- 15. März: Nikolaus Joachim Lehmann, Informatiker aus der DDR († 1998)
- 18. März: Hellema, niederländischer Schriftsteller und Widerstandskämpfer († 2005)
- 19. März: Joseph-Marie Trinh Van-Can, Erzbischof von Hanoi und Kardinal († 1990)
- 21. März: Arthur Grumiaux, belgischer Violinist († 1986)
- 21. März: Paco Godia, spanischer Rennfahrer († 1990)
- 22. März: Nino Manfredi, italienischer Schauspieler († 2004)
- 23. März: Donald Campbell, britischer Geschwindigkeitsrekordler († 1967)
- 23. März: Gert Fritz Unger, deutscher Schriftsteller († 2005)
- 23. März: Heinz Rox-Schulz, Globetrotter und Abenteurer († 2004)
- 24. März: Wassili Wassiljewitsch Smyslow, russischer Schach-Schach-Großmeister
- 25. März: Hans Guido Mutke, im 2. Weltkrieg Jagdflieger in der Luftwaffe († 2004)
- 25. März: Josef Staribacher, österreichischer Politiker
- 26. März: Rudolf Noelte, deutscher Regisseur († 2002)
- 27. März: Johanna König, deutsche Schauspielerin
- 27. März: Toni Berger, deutscher Volksschauspieler († 2005)
- 28. März: Dirk Bogarde, britischer Schauspieler († 1999)
- 28. März: Herschel Grynszpan, politischer Attentäter, Begründung für Reichspogromnacht
- 31. März: Lowell Fulson, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und -Sänger. († 1999)
- 1. April: André Stil, französischer Schriftsteller († 2004)
- 3. April: Jan Sterling, US-amerikanische Bühnen- und Filmschauspielerin († 2004)
- 4. April: Hans Schilling, deutscher Architekt
- 6. April: Arnold Marquis, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1990)
- 6. April: Heinrich Schmid, deutscher Sprachwissenschaftler († 1999)
- 8. April: Franco Corelli, italienische Sänger (Tenor) († 2003)
- 8. April: Jan Novák, tschechischer Komponist († 1984)
- 9. April: Alfred Preißler, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 12. April: Günter Gerhard Lange, deutscher Typograf und Lehrer
- 12. April: James Dougherty, erster Ehemann von Marilyn Monroe († 2005)
- 14. April: Gerhard Schürer, deutscher Politiker
- 14. April: Thomas Schelling, US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger
- 15. April: Georgi Timofejewitsch Beregowoi, sowjetischer Kosmonaut († 1995)
- 16. April: Wolfgang Leonhard, politischer Schriftsteller, Publizist, Historiker und Ostexperte
- 16. April: Peter Ustinov, Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur († 2004)
- 17. April: Sergio Sollima, italienischer Filmregisseur
- 18. April: Heinz Werner Hübner, deutscher Journalist († 2005)
- 19. April: Roberto Tucci, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 21. April: Nikolaus Dreyer, deutscher Politiker und MdB († 2003)
- 21. April: Sieglinde Wagner, Sängerin († 2003)
- 25. April: Karel Appel, niederländischer Maler und Mitgründer der Malergruppe „Cobra“
- 27. April: Robert Dhéry, französischer Filmschauspieler und Regisseur († 2004)
- 27. April: Erwin Ringel, österreichischer Tiefenpsychologe und Neurologe († 1994)
- 27. April: Hans-Joachim Kulenkampff, Schauspieler und Fernsehmoderator († 1998)
- 2. Mai: Satyajit Ray, indischer Regisseur († 1992)
- 3. Mai: Karl Heinz Spilker, deutscher Politiker, MdB und Schatzmeister der CSU
- 3. Mai: Vasco Gonçalves, portugiesischer Militäroffizier und Politiker († 2005)
- 4. Mai: Werner Schumacher, deutscher Schauspieler († 2004)
- 5. Mai: Arthur L. Schawlow, US-amerikanischer Physiker († 1999)
- 6. Mai: Erich Fried, österreichischer, in erster Linie Lyriker, Übersetzer und Essayist († 1988)
- 9. Mai: Sophie Scholl, deutsche Widerstandskämpferin im Dritten Reich († 1943)
- 9. Mai: Daniel Berrigan, US-amerikanischer Jesuit, Schriftsteller und Friedensaktivist
- 10. Mai: Oliver Hassencamp, deutscher Kabarettist, Schauspieler und Autor († 1988)
- 11. Mai: Hildegard Hamm-Brücher, deutsche Politikerin
- 11. Mai: Herbert Giersch, Volkswirt
- 12. Mai: Joseph Beuys, deutscher Künstler († 1986)
- 12. Mai: Giovanni Benelli, Erzbischof von Florenz und Kardinal († 1982)
- 12. Mai: Farley Mowat, kanadischer Schriftsteller
- 16. Mai: Winnie Markus, deutsche Filmschauspielerin († 2002)
- 17. Mai: Dennis Brain, britischer Hornist († 1957)
- 17. Mai: Sigi Feigel, Schweizer Rechtsanwalt, der sich gegen Antisemitismus engagierte († 2004)
- 18. Mai: Olgierd Cecil Zienkiewicz, britischer Mathematiker
- 19. Mai: Eddie Barclay, französischer Musikproduzent († 2005)
- 19. Mai: Daniel Gélin, französischer Schauspieler († 2002)
- 21. Mai: Andrei Dmitrijewitsch Sacharow, sowjetischer Atomwissenschaftler, Friedensnobelpreisträger († 1989)
- 23. Mai: Walter Baum, deutscher Typograf, Lehrer und Grafiker
- 23. Mai: James Blish, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller († 1975)
- 25. Mai: Jack Steinberger, US-amerikanischer Physiker
- 27. Mai: Charles Gates Jr., US-amerikanischer Geschäftsmann und Philantrop († 2005)
- 28. Mai: Edwin Koller, Schweizer Politiker († 2005)
- 1. Juni: Nelson Riddle, US-amerikanischer Komponist und Bigband-Leader († 1985)
- 3. Juni: Eberhard Schlotter, Maler und Graphiker in Spanien und Deutschland
- 4. Juni: Bobby Wanzer, US-amerikanischer Basketballspieler
- 6. Juni: Horst-Gregorio Canellas, Präsident des Erstligisten Offenbacher Kickers († 1999)
- 7. Juni: Tal Farlow, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist († 1998)
- 8. Juni: Ivan Southall, australischer Jugendbuchautor
- 10. Juni: Philip Mountbatten, Herzog von Edinburgh, Ehemann der britischen Königin Elisabeth II
- 10. Juni: Jean Robic, französischer Radrennfahrer († 1981)
- 11. Juni: Waltrud Will-Feld, deutscher Politiker und MdB
- 12. Juni: Hans Carl Artmann, österreichischer Dichter († 2000)
- 14. Juni: Hans Stark, SS-Unterscharführer
- 15. Juni: Heinz Kaminski, Chemieingenieur und Weltraumforscher († 2002)
- 16. Juni: Gustav Just, Journalist in der DDR
- 17. Juni: William Anderson, US-amerikanischer Marineoffizier, Entdeckungsreisender und Politiker
- 20. Juni: Pancho Segura, Tennisspieler aus Ecuador
- 21. Juni: Helmut Heißenbüttel, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 21. Juni: Jane Russell, US-amerikanische Schauspielerin
- 21. Juni: Judy Holliday, US-amerikanische Schauspielerin († 1965)
- 25. Juni: Heinrich Windelen, deutscher Politiker
- 28. Juni: P. V. Narasimha Rao, indischer Politiker († 2004)
- 29. Juni: Reinhard Mohn, Unternehmer, Verleger
- 1. Juli: Seretse Khama, erster Präsident von Botsuana († 1980)
- 4. Juli: Gerard Debreu, französischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger († 2004)
- 6. Juli: Nancy Reagan, Witwe von Ronald Reagan, dem 40. Präsidenten der USA
- 7. Juli: Adolf von Thadden, deutscher Politiker († 1996)
- 9. Juli: Hans-Joachim Reiche, Journalist († 2005)
- 10. Juli: Eunice Kennedy-Shriver, Aktivistin für Behinderte
- 10. Juli: Harvey Ball, Erfinder des „Smileys“ († 2001)
- 11. Juli: Ilse Werner, deutsche Schauspielerin († 2005)
- 12. Juli: Peter Edel, deutscher Grafiker und Schriftsteller († 1983)
- 13. Juli: Friedrich Peter, österreichischer Politiker († 2005)
- 16. Juli: Alexander Hegarth, deutscher Schauspieler († 1984)
- 17. Juli: Louis Lachenal, französischer Alpinist
- 18. Juli: Heinz Bennent, deutscher Schauspieler
- 18. Juli: Hans Conrad Leipelt, deutscher Student und Mitglied der Weißen Rose († 1945)
- 18. Juli: John Herschel Glenn, US-amerikanischer Testpilot und Astronaut
- 19. Juli: Rosalyn Sussmann Yalow, US-amerikanische Physikerin und Nobelpreisträgerin
- 20. Juli: Désiré Dondeyne, französischer Komponist und Dirigent
- 21. Juli: Ted Schroeder, ehemaliger Tennisspieler
- 21. Juli: James Cooke Brown, US-amerikanischer Soziologe und Science-Fiction-Autor († 2000)
- 22. Juli: Rudolf Diwald, österreichischer Tischtennisspieler
- 23. Juli: Robert Brown (Schauspieler), britischer Schauspieler († 2003)
- 24. Juli: Giuseppe Di Stefano, italienischer Opernsänger (Tenor)
- 25. Juli: Paul Watzlawick, österreichischer Psychotherapeut und Autor
- 25. Juli: Adolph Herseth, US-amerikanischer Trompeter
- 26. Juli: Heinrich Graf von Einsiedel, deutscher Politiker, MdB
- 27. Juli: Eugenio Coseriu, Romanist und Allgemeiner Sprachwissenschaftler († 2002)
- 29. Juli: Chris Marker, Schriftsteller, Fotograf, und Dokumentarfilm-Macher
- 31. Juli: Peter Benenson, Gründer von Amnesty international († 2005)
- 31. Juli: Wladimi