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MilitärschuleMilitärschulen sind Lehranstalten, die eine Vorbildung von Berufssoldaten (Vorschulen) sowie die Weiterbildung von Militärpersonen in ihrem Beruf bezwecken (Berufs- und Fachschulen). Weitergebildet werden insbesondere Unteroffiziere und Offiziere.
Beispiele für Militärschulen modernen Typs finden sich im Artikel Militärakademie.
Militärschulen waren früher in drei Kategorien einzuteilen:
#Vorschulen: Sie bildeten die im jugendlichen (zum Teil auch im kindlichen) Alter stehenden Schüler zum Eintritt in die militärische Laufbahn heran
#Berufsschulen: Sie befähigten die bereits dem Militärstand angehörenden Schülern, entweder als Unteroffiziere in die niedere oder als Offiziere in die höhere militärische Laufbahn einzutreten
#Fachschulen: Sie bezweckten die Fortbildung der Unteroffiziere und Offiziere in bestimmten Zweigen seines Berufs.
Die unter 3. genannten Schulen waren entweder Spezialschulen für bestimmte technische Sonereinrichtungen oder aber für die höhere Gesamtbildung der Offiziere, die in bevorzugten Stellungen, z.B. beim Generalstab, dienen sollten. Deshalb wurden diese Art Schulen auch Generalstabsschulen genannt.
Die Grenzen zwischen den genannten Schulen waren allerdings nicht immer scharf zu ziehen.
Deutschland
Im Deutschen Reich bestanden:
- Als Vorschulen
- Militär-Knabenerziehungsinstitut zu Annaberg
- Soldaten-Knabenerziehungsanstalt in Kleinstruppen
- Unteroffiziersvorschulen
- Kadettenkorps
- Als Berufsschulen
- Unteroffiziersschulen
- Kapitulantenschulen
- Regimentsschulen
- Kriegsschulen für Offiziere
- Als Fachschulen
- Kavallerietelegraphenschule
- Oberfeuerwerkerschule
- Festungsbauschulen
- Militärschießschulen
- Artillerieschulen
- Militärreitinstitut
- Militärturnanstalt
- Kriegsakademie
- Militärtechnische Akademie
- Für die Marine
- Marineakademie
- Marineschule
- Marineingenieurschule
- Deckoffizierschule
Frankreich
In Frankreich bestanden:
- École militaire d'Infanterie
- École d'application de cavalerie (Saumur)
- École de l'artillerie et de la génie (Versailles)
- École speciale de militaire in Saint Cyr
- École polytechnique in Paris
- École supérieure de guerre
- École d'application de l'artillerie et du génie (Fontainebleau)
- Marineakademie in Brest
Großbritannien
In Großbritannien bestanden:
- Royal Military College für Infanterie und Kavallerie
- Royal Military Academy]] für Artillerie und Technische Truppen
- Staff College (Sandhurst)
- Artillery College (Woolwih)
- School of Military Engineering (Chatham)
- Royal Navy College (Greenwich)
- Marineakademie in Portsmouth
- Marineschule in Chiselhurst
Kategorie:Militärische Ausbildungsstätte
BerufssoldatBerufssoldaten sind Soldaten, die sich freiwillig auf Lebenszeit verpflichtet haben, in der Bundeswehr Dienst zu tun. In der Bundesrepublik Deutschland sind neben geistiger und körperlicher Eignung die Deutsche Staatsangehörigkeit und das Eintreten für die "freiheitlich demokratische Grundordnung" Voraussetzung für die Übernahme in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten. Berufssoldaten haben durch die Ernennung einen beamtenähnlichen Status. Ihre Bezüge richten sich nach der Bundesbesoldungsordnung. Berufssoldaten werden aus den Reihen der bewährten Zeitsoldaten rekrutiert.
Die Versetzung in den Ruhestand (Pensionierung) erfolgt nach dem Erreichen bestimmter Altersgrenzen, die sich nach Dienstgradgruppen unterscheiden. Für Unteroffiziere mit Portepee geschieht dies mit 53 bzw. 54, Offiziere bis zum Dienstgrad Hauptmann/Kapitänleutnant geschieht dies mit 54 bzw. 55, für Majore und Stabshauptleute mit 56 bzw. 57, Oberstleutnante mit 58 bzw. 59, Obristen mit 60 bzw. 61 und Flaggoffiziere (Admirale/Generale) mit 65 Jahren (zur Zeit).
Kategorie:Allgemeine Truppenkunde
WeiterbildungWeiterbildung steht für:
- Erwachsenen- und Weiterbildung
- Allgemeine Weiterbildung
- Berufliche Weiterbildung
- Ärztliche Weiterbildung
- Form der Weiterbildung
- Institutionalisierte Weiterbildung
- Informelle Weiterbildung
UnteroffizierUnteroffizier bezeichnet in den meisten Armeen eine Laufbahn, eine Dienstgradgruppe aber auch einen Dienstgrad.
Auch bei Organisationen, die militärähnlich strukturiert sind, bezeichnet man bestimmte Dienstgrade als Unteroffizier, beispielsweise bei der Feuerwehr.
Laufbahn
Unteroffiziere werden unterteilt in Unteroffiziere im Truppendienst und Unteroffiziere im Fachdienst.
Unteroffiziere organisieren den Ablauf einer militärischen Einheit. Sie kommandieren Teileinheiten (Gruppen, Züge).
Die Unteroffizierdienstgrade werden aus historischen Gründen in Unteroffiziere ohne Portepee und Unteroffiziere mit Portepee unterteilt. Das Portepee war in früheren Armeen eine Troddel, die an der Seitenwaffe angebracht war und nur von Unteroffizieren ab Feldwebel getragen wurde.
Unteroffiziere können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften Befehle erteilen.
Unteroffiziere mit Portepee werden in der Schweizer Armee als Höhere Unteroffiziere bezeichnet.
Dienstgradgruppe
Die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere umfasst die Unteroffiziere ohne Portepee (Unteroffiziere/Stabsunteroffiziere und Fahnenjunker der deutschen Bundeswehr bei Heer und Luftwaffe bzw. Maat/Obermaat und Seekadetten bei der Marine). Die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere mit Portepee umfasst die Feldwebel (Feldwebel, Ober-, Haupt-, Stabs- sowie Oberstabsfeldwebel und die Fähnriche/Oberfähnrich bei Heer und Luftwaffe bzw. Bootsmann, Ober-, Haupt-, Stabs- sowie Oberstabsbootsman und Fähnriche/Oberfähnriche zur See bei der Marine).
Dienstgrad
Unteroffizier bezeichnet bei der deutschen Bundeswehr den niedrigsten Unteroffizierdienstgrad. Bei der Deutschen Marine heißt dieser Dienstgrad Maat. Angehörige der Laufbahngruppe der Offiziere durchlaufen diesen Dienstgrad als Fahnenjunker (Heer, Luftwaffe) bzw. Seekadet (Marine).
In der preußischen Armee ersetzte ab 1856 die Bezeichnung Unteroffizier die Benennung Korporal.
Ausbildung und Chargenabzeichen
Die Ausbildung zum Unteroffizier dauert bei der Bundeswehr ein Jahr, die zum Feldwebel neuerdings nur noch drei Jahre (bisher vier Jahre).
Als Erkennungszeichen ihres Feldwebelanwärter-Status tragen die Mannschaften und Unteroffiziere bis zur Ernennung zum Feldwebel eine altgoldfarbene Litze, die in ihrer Machart der bekannten Silberlitze von Offiziersanwärtern entspricht und auch genauso getragen wird.
Diese altgoldfarbene Litze wird ab Feldwebel am Kragen des Dienstanzuges getragen.
Die Ausbildung der Unteroffiziere fand früher in Unteroffizierschulen statt, denen mitunter auch eine Unteroffiziervorschule angegliedert war.
Historische Dienstgrade der Unteroffiziere
- Feldwebel, bei berittenen Truppen auch Wachtmeister
- Vizefeldwebel, (Vizewachtmeister)
- Fähnrich
- Oberfeuerwerker
- Feuerwerker
- Deckoffizier (bei der Marine)
- Sergeant
- Korporal
- in manchen Heeren auch die Obergefreiten und Gefreiten
Siehe auch:
- Unteroffizierdienstgrade bei der Bundeswehr
- Feldwebeldienstgrade bei der Bundeswehr
- Dienstgrade im österreichischen Bundesheer
- Dienstgrade bei der österreichischen Feuerwehr
- UvD
Kategorie:Dienstgrad (Bundeswehr)
Kategorie:Dienstgrad (NVA)
MilitärakademieEine Militärakademie ist eine Bildungseinrichtung für Offizieranwärter und/oder Offiziere im militärischen aber auch im wissenschaftlichen Bereich. Die Bundeswehr bildet ihre Offiziere an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg militärisch weiter. Die wissenschaftliche Ausbildung erfolgt an den Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München.
In der DDR war die Militärakademie der NVA in Dresden die höchste militärische Bildungseinrichtung. Zugelassen zum Studium wurden Offiziere, die mindestens ein Jahr als Batallionskommandeur bzw. vergleichbare Dienststellung tätig waren. Die Ausbildung erfolgte zum Divisionskommandeur mit Einweisung zum Armeeoberbefehlshaber (auch für Volkspolizei-Offiziere).
Im Laufe der Geschichte gab und gibt es unterschiedliche Formen von Militärschulen:
- Kadettenanstalt
- Offizierschule des Heeres
- Offizierschule der Luftwaffe
- Marineakademie
Siehe auch
- Marineschule Mürwik
- Theresianische Militärakademie
- West Point
- Virginia Military Institute
- Offiziershochschule
- Wystrel
- Militärakademie "M.W. Frunse"
- Militärakademie der Luftstreitkräfte "J. A. Gagarin"
- Militärakademie der Panzertruppen "Marschall der Sowjetunion R.J. Malinowski"
- Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der UdSSR "K.J. Woroschilow"
- Militärakademie für Ingenieure der Luftstreitkräfte
- Militärakademie für Kommandeure der Luftverteidigung
- Militärakademie für Pioniertruppen "W.W. Kuibyschew"
- Militärakademie für funktechnische Ingenieure der Luftverteidigung "Marschall der Sowjetunion L.A. Goworow"
- Militärakademien der UdSSR
- Militärmedizinische Akademie "S.M. Kirow"
- Militärpolitische Akademie "W.I. Lenin"
- Seekriegsakademie "Marschall der Sowjetunion A.A. Gretschko"
Kategorie:Militärische Ausbildungsstätte
Deutsches Reich
Deutsches Reich war die offizielle Bezeichnung des 1871 auf Betreiben des preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck gegründeten ersten deutschen Nationalstaates („kleindeutsche Lösung“ genannt, da unter Ausschluss Österreichs).
Gründung
Das Deutsche Reich ging aus dem unter preußischer Vorherrschaft stehenden Norddeutschen Bund hervor. Nachdem Preußen sich im Deutschen Krieg gegen Österreich durchgesetzt hatte, schlossen sich Baden, Bayern, Hessen und Württemberg diesem Bund an. Aus Sorge um den Zusammenschluss dieser mächtigen Länder und der Tatsache, dass der Norddeutsche Bund in den vorausgegangenen Kriegen seine Militärmacht demonstrierte, entschlossen sich die benachbarten Franzosen 1870 zu einem Präventivkrieg. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 besiegten die nun vereinten Staaten die benachbarte Großmacht Frankreich.
Nach diesem Erfolg wurde das Deutsche Reich unter der Initiative Otto von Bismarcks im Spiegelsaal von Versailles (bei Paris) gegründet. Dies sahen viele Franzosen als zusätzliche nationale Demütigung an, denn sie verstanden diese Vereinigung der deutschen Staaten auch als Machtdemonstration des neuen Reiches gegenüber dem besiegten Frankreich, das bislang die dominierende europäische Festlandgroßmacht gewesen war.
Geschichte
Paris
Die Geschichte des Deutschen Reiches gliedert sich in drei Abschnitte:
# 1871-1918 Deutsches Kaiserreich
#: 1871-1890 Zeit des Reichskanzlers Bismarck
#: 1890-1918 wilhelminische Epoche und Erster Weltkrieg
# 1919-1933 Weimarer Republik
# 1933-1945 die Zeit des Nationalsozialismus (siehe auch: Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg; seit 1938 mit Österreich und kurz danach gemäß international gültigem Abkommen samt dem Sudetenland); 1943-1945 Staatsbezeichnung „Großdeutsches Reich“
Als im Jahre 1868 die spanische Königin gestürzt wird, bietet der Erbprinz Leopold des Königshauses Hohenzollern-Sigmaringen (welches mit dem spanischen Königshaus verwandt ist) seine Dienste als zukünftiger König an. Jedoch fühlte sich Frankreich aufgrund der bevorstehenden preußischen Machtübernahme in Spanien bedroht und versuchte dies militärisch zu unterbinden. Es kam zu dem Deutsch-Französischen Krieg. Bismarck nutzte dies um sein Ziel, die Einigung der deutschen Staaten, durch einen gemeinsamen Feind durchzusetzen. Er erreichte sein Ziel und so wurde nach dem triumphalen Sieg über Frankreich am 18. Januar 1871 im Schloss Versailles bei Paris das Deutsche Reich gegründet.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde das Deutsche Reich unter Besatzung durch britische, französische, amerikanische und sowjetische Truppen gestellt. Die Gebiete östlich von Oder und Neiße, einschließlich der westlich dieser Linie gelegenen Städte Stettin und Swinemünde (insgesamt etwa ein Viertel der Fläche von 1937), wurden den Bestimmungen des Potsdamer Abkommens gemäß vom Reich abgetrennt und, wie es im Potsdamer Abkommen hieß, vorläufig unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung gestellt. Die ansässige deutsche Bevölkerung in diesen Gebieten wurde, soweit sie nicht bereits im Zuge des Kriegsgeschehens in Richtung Westen geflüchtet war, in den folgenden Jahren weitgehend vertrieben.
Mit der Wiederherstellung der Republik Österreich noch im Jahr 1945 und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik 1949 hörte das Deutsche Reich faktisch, aber nicht de jure auf zu existieren. Die sich aus dieser de jure-Fortexistenz ergebenden Folgen sind im Abschnitt Staatsrechtliche Fragen erläutert.
Entstehung des Begriffs
Die Verwendung des Wortes Reich im Titel knüpfte an das Heilige Römische Reich Deutscher Nation (962–1806) an, das angesichts von Säkularisierung und napoleonischer Übermacht (Diktat) 1806 zerbrochen war, nachdem der habsburgische Kaiser den Titel des römisch-deutschen Kaisers niedergelegt und alle Reichsbeamten und -organe aus ihren Verpflichtungen gegenüber dem „deutschen Reich“ entlassen hatte.
Da mit dem Akt der Niederlegung der Kaiserkrone das Heilige Römische Reich Deutscher Nation geendet hatte, wurde die spätere Epoche des wilhelminischen Kaiserreiches als Zweites Reich bezeichnet. Diese Wortwahl deutete eine Nachfolgerschaft zum „Ersten (deutschen) Reich“ an ohne sie explizit auszusprechen. Diese Zurückhaltung war taktisch und diplomatisch geboten, da ansonsten das Kaisertum Österreichs und dessen Kaiser indirekt als illegitim bezeichnet worden wäre, der sich auch als Nachfolger des Heiligen Römischen Reichs sah.
In der deutschen Verfassungsgeschichte sind die Begriffe Reich und Bund übrigens recht austauschbar. Die Präambel der Bismarck-Verfassung von 1871 sagte beispielsweise, dass der preußische König und die süddeutschen Fürsten einen ewigen Bund geschlossen hätten.
Infolge der überspannten und pseudoreligiösen Verwendung des Begriffes Reich durch den Nationalsozialismus wurde der Begriff im Laufe der Nachkriegszeit vermehrt mit dem Nationalsozialismus selbst in Verbindung gebracht.
Staatsrechtliche Fragen
Das Bundesverfassungsgericht stellte am 31. Juli 1973 bei der Überprüfung des Grundlagenvertrags mit der DDR fest (2 BvF 1/73):
:Das Deutsche Reich existiert fort, besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig.
:Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert (…). Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat „Deutsches Reich“, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings „teilidentisch“, so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht. (…) Sie beschränkt staatsrechtlich ihre Hoheitsgewalt auf den „Geltungsbereich des Grundgesetzes“
Die Bundesrepublik Deutschland könne also nicht als Nachfolgestaat angesehen werden, sondern sei vielmehr als Staat identisch mit dem Staat Deutsches Reich und nicht dessen Nachfolger. Damit wird eine staatsrechtliche Identität, die 1866 mit dem Norddeutschen Bund begann, unter der Bezeichnung Bundesrepublik Deutschland fortgeführt.
Davon bleibt aber unberührt, dass, von einer politisch-historischen Perspektive aus betrachtet, das Reich mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg im Jahre 1945 untergegangen ist.
Mit der Wiedererlangung voller staatlicher Souveränität durch die abschließende Erklärung des Zwei-plus-Vier-Vertrags von 1990 wurde die (erweiterte) Bundesrepublik Deutschland endgültig das, was zuvor bereits das Deutsche Reich (von 1871) gewesen war: ein (klein-)deutscher Nationalstaat, der (als wesentlichen Bestandteil der europäischen Friedensordnung) die Nachkriegsordnung mit seinen Grenzen anerkannt hat. Das Gleiche gilt für die (neue) Republik Österreich mit dem Staatsvertrag von 1955.
Siehe auch
- Geschichte Deutschlands
- Deutschlandtheorien
Literatur
- Sebastian Haffner: Von Bismarck zu Hitler. Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-42677-589-1
Weblinks
- [http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=que&ID=840 Quellentext: Gesetz betreffend die Verfassung des Deutschen Reichs, 16.04.1871]
- [http://www.superborg.de/dve.htm Das Archiv für technische Dokumente 1900-1945 (enthält das Verzeichnis der militärischen Vorschriften des Deutschen Reiches)]
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ja:ドイツ国
KadettenkorpsAls Kadettenanstalt werden weiterführende Schulen bezeichnet, die der Ausbildung von Offiziersanwärtern dienen.
Frankreich
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann man in Frankreich die zu Offizieren bestimmten jungen Edelleute als Cadets in Kompanien zusammenzuführen und ihnen eine ihrem künftigen Beruf entsprechende Erziehung zu geben. Die so entstandenen Kadettenanstalten hatten anfangs mehr die technischen Fertigkeiten im Auge und wurden erst im Laufe der Zeit zu wissenschaftlichen Lehranstalten.
Preußen
Der Große Kurfürst gründete so genannte Kadettenkorpsanstalten in Berlin, Kolberg und Magdeburg. Die beiden letzteren wurden bei der Bildung des Königlich Preußischen Kadettenkorps in Berlin vereinigt.
Das Königlich Preußische Kadettenkorps wurde gegründet von König Friedrich Wilhelm I. als "Pflanzschule" des Preußischen Offizierskorps. Weitere Kadettenanstalten wurden in Stolp (1764, Culm (1776) und in Kalisch (1793) gegründet. Im Tilsiter Frieden wurden Culm und Kalisch abgetreten, Stolp wurde 1811 aufgelöst. Nach dem Ende der Befreiungskriege wurde Culm wieder errichtet, bevor sie dann 1890 nach Köslin verlegt wurde.
Das Kadettenkorps bestand 1902 aus acht Kadettenhäusern und der Hauptkadettenanstalt.
Kadettenhäuser
Es gliederte sich zuletzt in acht Vorkorps (Kadettenvoranstalten, später Kadettenhäuser genannt) zu je zwei Kompanien in Plön (seit 1868), Köslin (1890), Potsdam (seit 1801), Bensberg (seit 1840), Naumburg (Saale) (seit 1900), Oranienstein, Wahlstatt (seit 1838), Karlsruhe (seit 1892) und die Hauptkadettenanstalt (H.K.A.) in Berlin-Lichterfelde (seit 1878) zu zehn Kompanien.
Die Kadettenhäuser umfaßten 1902 die Klassen von Sexta bis Untertertia (5. bis 8. Klasse) und hatten etwa 150 bis 240 Kadetten, die Hauptkadettenanstalt hatte die Klassenstufen von Untersekunda bis "Selekta" (Oberstufe). Der Bildungsgang entsprach in etwa dem des Realgymnasiums, mit Lateinisch ab Sexta, Französisch ab Quarta und Englisch ab Obertertia.
In Karlsruhe befand sich das einzige Vorkorps auf außerpreußischem Gebiet. Es wurde gegründet durch ein Abkommen Preußens mit den süddeutschen Staaten, außer Bayern. (Bayern und Sachsen hatten ihre eigenen Kadettenanstalten.) Ähnlichen, aber halb privaten Charakters war die "Ritterakademie" in Liegnitz (Schlesien).
Der älteste Jahrgang jedes Kadettenhauses trat mit Beginn des neuen Schuljahres (am 1. April) zur Hauptkadettenanstalt über.
Kadettenkorps
Das Kadettenkorps war dem Inspekteur des militärischen Erziehungs- und Bildungswesens unterstellt. Aktive Offiziere taten in ihm als "Erzieher" Dienst. Der Kadett konnte nach abgeschlossenem Besuch der Obersekunda zum Fähnrichsexamen zugelassen werden und trat nach bestandenem Examen sofort in die Armee ein. Auch der Primaner musste noch ein Jahr lang nach dem Abitur als Fähnrich Dienst tun, wurde aber bei seiner Ernennung zum Offizier zwei Jahre vorpatentiert. Anstelle des Fähnrichsjahres konnte man auch die Selekta besuchen; diese galt als Vorbereitungszeit zu Kriegsakademie und Generalstab. Die militärische Ausbildung war auf den Infanteriedienst beschränkt.
Sachsen
Das sächsische Kadettenkorps in Dresden ging aus einer 1725 errichteten Kadettenkompanie hervor. Seine Zöglinge legten nach einer sechsklassigen Ausbildung die Fähnrichsprüfung vor der preußischen Obermilitärexaminationskommission ab, die sich hierfür nach Dresden begab.
Bayern
Das bayerische Kadettenkorps wurde 1755 gegründet und 1868 den Realgymnasien gleichgestellt.
Deutsches Reich
Die deutschen Kadettenanstalten wurden 1919 durch den Vertrag von Versailles verboten; die französische Kadettenanstalt Samur wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst.
DDR
In der DDR existierte von 1956 bis 1961 die Kadettenanstalt Naumburg als einzige Einrichtung dieser Art. Die Schule bestand aus zwei Kompanien mit je vier Zügen (Klassen) und bot neben einer schulischen Ausbildung bis zum Abitur auch vierstündige militärische Ausbildung in der Woche. Dazu wurden mehrere militärische Arbeitsgemeinschaften und ein Sommer- und Winterlager angeboten. Die Schule hatte das Ziel, Jugendliche aus der Arbeiterklasse auf die Laufbahn als Offizier vorzubereiten. Bereits 1958 ergab jedoch eine Untersuchung, dass nur zwei Schüler einer Klasse überhaupt der Arbeiterklasse entstammten und die meisten Absolventen der Schule nach dem Abitur ein ziviles Studium aufnahmen, worauf 1960 das SED-Politbüro sich entschloss, die Schule zu schließen, um eine "Inzucht" innerhalb der Funktionärs- und Offiziersreihen zu unterbinden. Im Juni 1961 legten die letzten Schüler ihr Abitur ab.
Österreich und Schweiz
In Österreich-Ungarn und in der Schweiz gab es Kadettenschulen, die als Kadettenanstalten angesehen werden können.
Eigentliche Kadettenanstalten Österreichs im Sinne der preußischen waren
- die Theresianische Militärakademie in der Wiener Neustadt
- die Technische Militärakademie
- die Militäroberrealschule in Mährisch-Weißkirchen
- das Erziehungsinstitut für verwaiste Offiziersöhne in Hirtenberg/Niederösterreich
Andere Länder
Die heutigen Militärschulen der
- USA (United States Military Academy in West Point),
- Großbritanniens (Sandhurst) und
- Frankreichs (Saint-Cyr)
sind eher als Militär-Akademien zu bezeichnen, da die auszubildenden Angehörigen bereits volljährig sind. Allein in Russland (Moskau, Sankt Petersburg) gibt es heute noch Kadettenanstalten für Schulkinder als Kaderschmieden für künftige Offiziere.
Außerdem gibt es in der Türkei 4 sog. [i]Askerî Lise[i] (Militärisches Gymnasium), zwei in Istanbul (Kuleli Askerî Lisesi und Deniz Askerî Lisesi) sowie eines in Izmir (Maltepe Askerî Lisesi) und eines in Bursa (Isiklar Askeri Lisesi)
Literatur
- Ernst von Salomon: Die Kadetten (1933)
- Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (1906)
Kategorie:Militärgeschichte
Kategorie:Militärische Ausbildungsstätte
Links
Işıklar Askeri Lisesi Türkisches Militärgymnasium in Bursa (zum Heer gehörend)
Kuleli Askeri Lisesi Türkisches Militärgymnasium in Istanbul (zum Heer gehörend)
Maltepe Askeri Lisesi Türkisches Militärgymnasium in Izmir/Maltepe (zum Heer gehörend)
Deniz Lisesi Türkisches Militärgymnasium in Istanbul (zur Marine gehörend)
MilitärschießschuleMilitärschießschulen waren Bildungseinrichtungen für Militärpersonen und dienten dem sachgemäßen Umgang mit Schußwaffen. Gleichzeitig wurden hier Verbesserungen und Erfindungen auf dem Gebiet der einschlägigen Waffen untersucht und bewertet. Es gab Militärschießschulen für die Infanterie und für die Artillerie.
Deutschland
- Infanterieschießschule in Spandau-Ruhleben (seit 1861), davon 1883 abgezweigt die Gewehrprüfungskommission
- Militärschießschule in Augsburg (Truppenübungsplatz auf dem Lechfeld, seit 1872)
- Artillerieschießschule in Berlin (1867)
Frankreich
- École normale de tir (Chalons)
- Écoles d'application pour le tir (Le Ruchard, La Valbonne)
- Commission d'études de tir de l'artillerie in Poitiers
- Commission d'études de tir à la mer (Toulon, seit 1894)
Großbritannien
- Infanterieschießschule in Hythe
- die älteste Artillerieschießschule in Shoeburyness
Kategorie:Militärische Ausbildungsstätte
Kategorie:Militärgeschichte
KriegsakademieDie Kriegsakademie der deutschen Länder bzw. des deutschen Kaiserreichs war u.a. Voraussetzung für die Aufnahme in den Generalstab. Es war deshalb höchstes Ziel eines jeden ehrgeizigen jungen Offiziers, die erforderliche schwierige Aufnahmeprüfung zu bestehen, um anschließend die Kriegsakademie absolvieren zu dürfen. Diese Einrichtung ist keinesfalls mit den heutigen Universitäten der deutschen Bundeswehr vergleichbar.
In drei Studienjahren wurden Fächer wie Taktik, Waffenlehre, Befestigungslehre, Verkehrsmittel, Militärrecht, Gesundheitspflege, Generalstabsdienst, Festungskrieg, Staatsverwaltung sowie neben Französisch und Russisch auch Chemie und Physik gelehrt. Das Studium von Gesellschaft und Wirtschaft, Innen- oder Außenpolitik fehlte jedoch im Lehrplan. Die Ausbildung unterschied sich dadurch vom englischen "Imperial Defense College," dem amerikanischen "West Point", oder dem französischen "Centre des Hautes Etudes Militaires".
Kriegsakademien
- Preußische Kriegsakademie in Berlin
- Bayerische Kriegsakademie in München (1867-1914)
Kategorie:Deutsche Militärgeschichte
SaumurSaumur ist eine Stadt im Westen von Frankreich, im Département Maine-et-Loire, das Teil der Region Pays de la Loire ist.
Saumur, an der Loire gelegen, hat etwa 30.000 Einwohner. Die Spezialitäten von Saumur sind der Weißwein, der Sekt und die Champignons. Partnerschule des Saumur-College Honoré de Balzac ist das Emmericher Willibrord-Gymnasium.
In Saumur bestand von 1603 bis zur Aufhebung des Edikts von Nantes im Jahre 1685 eine von Philippe Duplessis-Mornay gegründete theologische Akademie der Hugenotten, an der etwa Moyse Amyraut und Louis Cappel wirkten. François Turrettini und Jean Frédéric Ostervald studierten hier, die Akademie stand in enger Verbindung zu dem in den Niederlanden tätigen Triumvirat von Isaac Casaubon, Joseph Justus Scaliger und Claudius Salmasius.
Sehenswürdigkeiten
- Das Schloss von Saumur (14./15. Jhd.)
- Die Kirche St.-Pierre (12.-17. Jhd.)
- Der Cadre Noir, die berühmteste französische Dressur- und Reitschule
- Museen: Militärfahrzeugmuseum, Pferdemuseum, Champignonmuseum
- Mehrere Sektkellereien
- in der Nähe von Saumur: Höhlendorf les Perrières
Städtepartnerschaften
Saumur unterhält Städtepartnerschaften mit
- Verden, Deutschland
- Warwick, Großbritannien
- Havelberg, Deutschland
- Asheville, North Carolina, USA
- Rusetu, Rumänien
Weinbaugebiet Saumur
Das Weinbaugebiet Saumur gehört zur Weinbauregion Anjou-Saumur und zum Weinbaugebiet der Loire (Siehe Loire (Weinbaugebiet)). Insgesamt 36 Gemeinden haben den Status der AOC Saumur. Auf insgesamt 2735 Hektar wurden im Jahr 2002 138.900 hl Wein eingebracht.
Die Weinberge befinden sich an den Hanglagen der Loire und des Flusses Thouet
Saumur Mousseux
Der Schaumwein ist der wichtigste Wein in Saumur. Von den 138.900 hl Wein in Saumur entfielen allein darauf 61.930 hl. Der meist recht preiswerte Wein wird aus den Rebsorten Chenin Blanc (als Leitrebe), Chardonnay und Sauvignon Blanc gekeltert. Die Erzeugerhäuser verfügen ähnlich wie in der Champagne über in Stein gehauene Keller. Das Tuffgestein war in der Umgebung als Baumaterial sehr beliebt. In den letzten Jahren dienen viele Grundweine der Produktion des Crémant de Loire, der sich international leichter vermarkten lässt.
Saumur Blanc
Der Weißwein wird im wesentlichen aus der Rebsorte Chenin Blanc gekeltert. Der Wein besitzt eine kräftige Säure und kann somit recht langlebig sein. Die Lagen aus den Gemeinden Turquant und Brézé haben den besten Ruf.
Saumur Rouge
Der Rotwein wird fast ausschliesslich aus der Rebsorte Cabernet Franc (die hier breton genannt wird) hergestellt. Zugelassen sind auch die Sorten Cabernet Sauvignon und Pineau d'Aunis. Weine aus den Gemeinden Puy-Notre-Dame, Montreuil-Bellay und Tourtenay haben sich einen guten Ruf erworben.
Saumur-Champigny
Der Wein aus dieser Region war in den 1970er und 1980er ein Modewein. Der aus Cabernet Franc gewonnene Rotwein ist leicht und fruchtig und wird daher manchmal als Beaujolais der Loire bezeichnet. Die Rebfläche beträgt ca. 1497 Hektar (Stand 2002). Den Namen hat das Gebiet von der kleinen Gemeinde Souzay-Champigny.
Bedeutendster Hersteller ist die Genossenschaft von Saint-Cyr-en-Bourg.
Coteaux-de-Saumur
Bezeichnung für einen Weißwein aus bestimmten Hanglagen. Sie wird jedoch fast nicht mehr gebraucht (Menge 505 hl im Jahr 2002)
Söhne und Töchter der Stadt
- Fanny Ardant, Schauspielerin
- Louis Cappel, reformierter Theologe aus Frankreich
- Coco Chanel, Modeschöpferinnen des 20. Jahrhunderts und die Begründerin des Chanel-Modeimperiums
- Dominique Pinon, französischer Filmschauspieler
Kategorie:Ort in Pays de la Loire Kategorie:Weinbaugebiet
Versailles
Versailles [] ist eine Stadt in Frankreich mit ca. 86.000 Einwohnern, gelegen in der Region Île-de-France und im Département Yvelines (78), dessen Hauptstadt sie ist. Sie ist weltweit für das Schloss Versailles bekannt, welches Ludwig der XIV. von Frankreich hier außerhalb von Paris errichten ließ.
Schloss Versailles
Geschichte
Der Name Versailles kommt wahrscheinlich vom Lateinischen versare (drehen, umdrehen). Er stammt aus dem 11. Jahrhundert und weist auf gepflügte (umgedrehte) Erde hin.
Am Anfang des 17. Jahrhunderts bot Versailles nur ein von Ludwig XIII. erbautes Jagdschlösschen mitten im Wald.
Im Jahr 1668 beschloss sein Sohn, Ludwig XIV., nachdem er zuvor schon einige kleine Ausbauten am ursprünglichen Schloss hatte vornehmen lassen, dort seinen Regierungssitz entstehen zu lassen. In den nächsten 30 Jahren entstand nun in teils waldigem, teils sumpfigem Gebiet ein Schloss und Parkanlagen, die auch noch Jahrhunderte später ein Publikumsmagnet sind.
Es wurde zum Symbol des Absolutismus. Man sieht es bis heute als einen Akt der Selbstüberschätzung, die Verkörperung des Sonnenkönigs. Oft heißt es, dieser Größenwahn der Architektur hätte Frankreich in den Ruin getrieben, aber dieser König war sich des Inhaltes der Staatsschatulle wohl bewusst. Das Schloss sollte prächtig sein, aber nur das Nötigste kosten. Finanzminister Colbert sorgte dafür, dass fast alle Aufträge ausgeschrieben und Voranschläge strikt eingehalten wurden. Auch wurden Soldaten in Friedenszeiten zu den Arbeiten heran gezogen.
"Die Folge war, dass das, was den meisten Betrachtern als grenzenloser Luxus erschien, in Wirklichkeit mit beinahe übertriebener Sparsamkeit gebaut war - mit dem Ergebnis, dass die Kamine oft nicht zogen, die Fenster nicht schlossen und das Leben im Winter dort ganz allgemein wenig komfortabel war." (Olivier Bernier)
Der Gesamtpreis Versailles betrug während der Regierungszeit Ludwig XIV in 30 Jahren Bauzeit insgesamt 25.725.836 Livres (etwa 100 Millionen € grob nach oben aufgerechnet) und entsprach damit im Schnitt etwa drei Prozent der Staatausgaben. Nimmt man den heutigen Haushalt Frankreichs zum Maßstab, hat das Gebäude allerdings relative Kosten in Höhe von unglaublichen 259,56 Milliarden Euro verursacht.
Um das Schloss entwickelte sich allmählich die Stadt. Bis zur Regentschaft Ludwig Philipps wurden das Schloss Versailles und sein Park um- und ausgebaut.
Am 1. Juli 1815 fand hier ein Gefecht im Rahmen der Befreiungskriege zwischen den Preußen und Franzosen statt.
Am 18. Januar 1871 ließ sich der preußische König Wilhelm I. in Versailles zum Deutschen Kaiser ausrufen.
Nach dem Ersten Weltkrieg kam es hier zum Vertrag von Versailles.
Das große Unwetter vom 26. Dezember 1999 verwüstete den Park, woraufhin ein großes Programm gestartet wurde, um die ursprüngliche Bepflanzung in ihrer ursprünglichen Anordnung wiederherzustellen.
Literatur
- Olivier Bernier: Ludwig XIV. Die Biographie, Albatross-Verlag, Düsseldorf, 2003, ISBN 3-491-96085-1
Söhne und Töchter der Stadt
- Nicolas Anelka, Fußballspieler
- Philipp V. (Spanien), König von Spanien
- Stéphane Audran, französische Schauspielerin
- François-Achille Bazaine, Marschall von Frankreich
- Stéphanie de Beauharnais, Adoptivtochter von Napoléon Bonaparte und Großherzogin von Baden
- Charles-Ferdinand, duc de Berry, jüngerer Sohn des Comte d'Artois, dem späteren König Karl X.
- Louis-Alexandre Berthier, französischer General und Marschall von Frankreich
- Hélène Boucher, frühe französische Pilotin
- Charles Michel de l'Epée, Gründer der ersten Schule für Tauben der Welt
- François René Gebauer, französischer Komponist und Dirigent
- Pierre-Marie Gerlier, Erzbischof von Lyon und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Michel Gondry, französischer Film- und Musikvideo-Regisseur
- Jacques Salomon Hadamard, französischer Mathematiker
- Julie Halard-Decugis, erfolgreiche, ehemalige französische Tennisspielerin
- Jean-Antoine Houdon, Bildhauer
- Hyacinthe Jadin, französischer Komponist und Professor
- Louis Emmanuel Jadin, französischer Komponist und Professor
- Karl X. (Frankreich), letzter König von Frankreich aus dem Haus Bourbon
- Rodolphe Kreutzer, französischer Violinist, Lehrer, Dirigent und Komponist
- Ferdinand de Lesseps, französischer Diplomat, Ingenieur und Erbauer des Sueskanals
- Jules Antoine Lissajous, französischer Physiker, Entwickler der Lissajous-Figuren
- Pierre Louis Louvel, Attentäter des Charles-Ferdinand, duc de Berry
- Ludwig von Frankreich, Herzog von Burgund, französischer Thronfolger
- Ludwig XV. (Frankreich), König von Frankreich
- Ludwig XVI. (Frankreich), König von Frankreich von 1774 bis 1792
- Ludwig XVII., Dauphin von Frankreich
- Ludwig XVIII., französischer König
- Jean-François Lyotard, französischer Philosoph und Literaturtheoretiker der Postmoderne
- Marie Thérèse Charlotte von Frankreich, Tochter von König Ludwig XVI. von Frankreich und Königin Marie Antoinette von Frankreich
- Jean-Frédéric Phélypeaux, comte de Maurepas, französischer Staatsmann
- François Quesnay, Arzt und Ökonom
- André Michaux, französischer Botaniker und Forschungsreisender
- Louis-Philippe, Herzog von Orléans, Sohn des Herzogs Ludwig von Orléans
- Marie Louise Elisabeth von Orléans, Tochter von Philipp II. von Orléans
- Anne Tismer, deutsche Schauspielerin
Partnerstädte
- Puschkin, Zarskoje Selo
Kategorie:Ort in Île-de-France
ja:ヴェルサイユ
École PolytechniqueDie École Polytechnique (oft einfach X genannt) wurde 1794 als École centrale des travaux publics in Paris gegründet, um dem damaligen Mangel an Wissenschaftlern und Technikern entgegenzutreten. Sie zählt zu den angesehensten Grande écoles in Frankreich.
Studenten und Studium
Frankreich
Um an der École zu studieren, müssen die angehenden Studenten einen concours (Aufnahmeprüfung) bestehen, welcher seit 1995 auch von Ausländern bestritten werden kann.
Der Student der École Polytechnique, der sogenannte Polytechnicien, verpflichtet sich, nach Beendigung seiner Ausbildung lange Jahre im Staatsdienst zu arbeiten. Der Polytechnicien wird, im Unterschied zu Studenten an den meisten anderen staatlichen Hochschulen, bereits während seiner Ausbildung wie ein Beamter bezahlt. Jedoch ist sein Salär als Akademiker später weitaus geringer, als es vergleichbare Akademiker ohne Vertragsbindung an den Staat beziehen könnten. Einer der üblichen Schritte ist daher, sich zunächst ausbilden zu lassen, später dann aber nach Wegen zu suchen, wie man der Staatsverpflichtung vorzeitig entkommen könne. Die Studenten, französische wie nicht-französische, besitzen auch heute eine Uniform, die so genannte Grand Uniform, die bei Aufmärschen und Paraden von den Angehörigen der École getragen wird.
Die École Polytechnique ist eine Militärschule, in der das erste Studienjahr als Grundwehrdienst angerechnet wird und in der mit dem Abschluss ein Offiziersgrad verliehen wird.
Die Ausbildung an der École Polytechnique ist in Frankreich extrem nachgefragt, da die Ansprüche in der Aufnahmeprüfung und Studium hoch sind und da ein Abschluss dieser Ausbildung als Nachweis von Intelligenz und Bereitschaft zum persönlichen Einsatz gilt. Mit dieser Ausbildung stehen einem in der Regel der Weg in gesellschaftliche und berufliche Führungspositionen offen.
Einige Spitzenkräfte der Industrie sowie einige aktive und ehemalige Minister Frankreichs sind ehemalige Polytechniciens; ihre Absolventen bilden, gemeinsam mit den Absolventen der anderen angesehensten Grandes Ecoles (HEC, Centrale Paris, Mines, ENSAE, ENS, ENA, Sciences Po,...) die informelle bürgerliche "Aristokratie" Frankreichs.
Einige Studenten der Eliteuniversitäten Frankreichs, zum Beispiel der École Nationale d´Administration (der Verwaltungs-Hochschule) und École Nationale des Ponts et Chaussées (Bau-Universität für Brücken- und Straßenbau) rekrutieren sich aus den Absolventen der École Polytechnique. Dies ist zuvorderst dem hohen Ehrgeiz dieser Absolventen zuzuschreiben.
Der Einfluß der École Polytechnique auf die französische Wirtschaft wird daran deutlich, daß von den CEOs der fünfzig wichtigsten Unternehmen Frankreichs ein Teil auf der École ausgebildet worden ist. Das gleiche gilt für die französischen Forschungseinrichtungen, wie die Commissariat à l'Énergie Atomique (CEA), die Centre National d'Études Spatiales (CNES) und die Centre national de la recherche scientifique (CNRS).
Departments
Gelehrt werden Physik, Biologie, Chemie, Mathematik, Sozial- und Wirtschaftswissenschaft, Mechanik, Sprach- und Kulturwissenschft.
Seit dem Jahr 2000 ist eine neue Studienordnung in Kraft, die zu einem Abschluß nach 4 Jahren Studienzeit führt.
Studienzeit
Es gibt 10 Departments für Forschung und Lehre:
- Department für Biologie
- Department für Chemie
- Department für Informatik
- Department für Mathematik
- Department für Angewandte Mathematik
- Department für Mechanik
- Department für Physik
- Department für Wirtschaftswissenschaft
- Department für Gesellschaftswissenschaften
- Department für Sprachen
Geschichte
Die École Polytechnique wird am Anschluss an die Französische Revolution 1794 als École centrale des travaux publics gegründet und soll die mathematischen und physikalischen Wissenschaften hinsichtlich ihrer technischen Bedeutung fördern. Zu den Gründungsvätern zählen Lazare Carnot und Gaspar Monge.
Seit 1795 wird die Schule dann als École polytechnique bezeichnet. Seinerzeit beträgt die Studiendauer 2 Jahre. 1798 gehen 42 Forscher und Studenten im Zuge der Expedition Napoleon Bonapartes nach Ägypten. 1805 wird die École zu einer Militärschule umfunktioniert, sie erhält das Motto: "Pour la patrie, les sciences et la gloire". Die Studenten leben auf dem Gelände der Schule und besitzen militärischen Status.
- 1936 wird dann das erste Forschungslabor eingerichtet, Leiter ist Louis Leprince-Ringuet.
- 1970 wird die Ecole eine staatliche und zivile Einrichtung, allerdings unter der Überwachung des Verteidigungsministeriums.
- 1972 wird die erste weibliche Studentin zugelassen.
- 1976 zieht die École nach Palaiseau, etwa 20 km außerhalb von Paris. Hier bezieht ein Gelände von 186 ha mit etwa 155.000 m² Bürofläche. Heute arbeiten 3.200 Personen an der École Polytechnique.
P
Ecole Polytechnique
ja:理工科学校
Paris
Paris (dt. [], frz. []) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil (rive droite „rechtes Seineufer“) und einen südlichen Teil (rive gauche „linkes Seineufer“). Paris hat im separat verwalteten Stadtgebiet offiziell 2.138.551 Einwohner, in der Agglomeration leben 11.564.680 Menschen (Stand jeweils 1. Januar 2005).
Die außerhalb der Ringautobahn (französisch boulevard périphérique, umschließt die 20 arrondissements) liegenden Ortschaften der Banlieue sind selbständig verwaltet und zählen dadurch nicht zur Stadt Paris im verwaltungsrechtlichen Sinne. Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). Paris ist auch UN-Stadt (UNESCO).
Geografie
Geografische Lage
UNESCO
UNESCO]
Die Stadt liegt im Zentrum des Pariser Beckens durchschnittlich 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist umgeben von großen Wäldern, die der Bevölkerung als Naherholungsgebiete dienen.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 105,4 Quadratkilometern. Die höchste natürliche Erhebung innerhalb der Stadtgrenzen ist der Hügel Butte Montmartre mit einer Höhe von 129 Metern.
Stadtgliederung
Im Jahre 1790 wurde Paris Verwaltungssitz des Départements Seine (75). Seit der Neugliederung der Départements der Île-de-France im Jahre 1968 ist Paris gleichzeitig Stadt und Département.
Die Stadt ist in 20 nummerierte Gebiete aufgeteilt, die Arrondissements genannt werden und die Postleitzahlen 75001 bis 75020 tragen. Jedes Arrondissement besteht aus vier Quartiers. Die Arrondissements von Paris sind:
Louvre, Bourse, Temple, l'Hôtel de Ville, Panthéon, Luxembourg, Palais Bourbon, l'Élysée, l'Opéra, l'Entrepôt, Popincourt, Reuilly, Gobelins, l'Observatoire, Vaugirard, Passy, Batignolles-Monceaux, Butte-Montmartre, Buttes-Chaumont und Ménilmontant.
Klima
Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,6 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 639 Millimeter.
Der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad Celsius im Mittel, der kälteste der Januar mit durchschnittlich 3,4 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 65 Millimeter im Mittel, der wenigste im Februar und April mit jeweils durchschnittlich 45 Millimeter.
Geschichte
April]]
Die Stadt entwickelte sich seit Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. aus der keltischen Siedlung Lutuhezi des Stammes der Parisier auf der Seine-Insel, die heute Île de la Cité heißt. Der erste Bestandteil des Namens stammt von der keltischen Wurzel luta „Sumpf“, so dass der gesamte keltisch-römische Name Lutetia Parisiorum, also „Sumpfebene der Parisier“ bedeutet. Der Hinweis auf den Sumpf ging im Laufe der Zeit verloren.
Nach der Eroberung der Siedlung durch die Römer im Jahr 52 v. Chr. brannten die Parisii ihr Inselfort nieder und überließen es den Römern. Diese bauten die Stadt als Lutetia wieder auf und dehnten die nunmehr befestigte Stadt auf das linke Seineufer aus. Dort entstanden Thermen, ein Forum und ein Amphitheater. Die Stadt wurde im römischen Reich als Civitas Parisiorum oder Parisia bekannt, blieb aber im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.
52 v. Chr.
Im 5. Jahrhundert wurde die römische Herrschaft durch die Merowinger beendet. Im Jahre 508 ist Paris Hauptstadt des Merowingerreiches unter Chlodwig I. (466-511) geworden. Danach wurde sie unter einem seiner Söhne zu einem fränkischen Teilkönigreich Paris. Während der Karolingerherrschaft überfielen die Normannen wiederholt die Stadt. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus (1165-1223) ließ die Stadt befestigen. 1190 wurden eine Mauer am rechten Ufer der Seine und im Jahre 1210 ein Wall am linken Ufer errichtet. Zu jener Zeit gab es am rechten Seineufer zahlreiche Händler. Auf Veranlassung Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre.
1181 ist die erste überdachte Markthalle eröffnet worden und 1301 ist auf der Île de la Cité ein Königspalast gebaut worden. Die Sorbonne im Süden von Paris hat sich aus mehreren kleinen Schulen entwickelt. Karl V. (1338-1380) ließ am linken Seineufer die Mauer zum Schutz der Stadt vor den Engländern erneuern. 1370 ist auf seine Veranlassung am rechten Ufer, wo heute die grands boulevards verlaufen, ebenfalls eine Mauer errichtet worden. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt.
1436]
Während der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 blieb die Stadt in katholischem Besitz. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 sind in Paris Tausende von Hugenotten ermordet worden. Auf Veranlassung Ludwig XIV. (1638-1715) sind Straßenbeleuchtungen angebracht, die Wasserversorgung modernisiert und die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière erbaut worden. Er ließ die Stadtmauern von Paris abtragen und an deren Stelle die „Großen Boulevards“ errichten. Die Residenz des Königs wurde nach Versailles verlegt. Dennoch blieb Paris das politische Zentrum Frankreichs, was auf seine hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle im Land zurückzuführen war.
Als im Jahre 1789 die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete. 1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden. Diese hatte eine Länge von 39 Kilometern und ist mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt gewesen.
Paris war in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt unterstrichen. Nach dem Niedergang des 2. Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen erhob sich 1871 die so genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, gegen die konservative provisorische Regierung der Republik. Paris erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der belle époque. Am Gare de Lyon, der Pont Alexandre III. und den U-Bahnstationen ist der Stil dieser Zeit beispielhaft zu erkennen.
1921 hatte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Der städtische Wohnungsbau konnte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Während des 2. Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 und 1945 von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1968 kam es in der Stadt zu Studentenrevolten und Massenstreiks.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. Kamen anfangs noch Italiener, so gibt es mittlerweile eine kulturelle Vielfalt, die in einigen Gegenden die Quartiers dominiert. Sehr bekannt sind vor allem das ostasiatisch-chinesisch geprägte 13. Arrondissement und das afrikanisch-maghrebinisch geprägte 18. Arrondissement. Darüber hinaus gibt es auch jüdisch, japanisch und tamilisch dominierte Viertel.
2005 kommt es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1784 handelt es sich um Schätzungen, von 1790 bis 1999 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
Ausschreitungen
Politik
Städtepartnerschaften
Paris unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Klammern das Jahr der Etablierung.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Paris
Theater
Sehenswürdigkeiten in Paris
Die wichtigsten Musical- und Theaterensembles des Landes haben ihren Sitz in Paris.
Die Comédie-Française oder Théâtre français ist ein Nationaltheater mit vorwiegend klasssischem Repertoire in der Tradition von Molière. Es entstand 1680; berühmte Schauspieler waren unter anderem Sarah Bernhardt und Jean-Louis Barrault. Weitere Theater sind das Moulin Rouge, das Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Théâtre des Champs-Elysées und das Théâtre Feydeau.
Museen
Die Vielzahl bedeutender Museen in Paris ist einzigartig.
Der 1793 eröffnete Louvre mit über 30000 Exponaten von der Antike bis zum Ende des 19. Jhds zählt zu größten und wichtigsten Museen der Welt.
In einem ehemaligen Bahnhof am linken Seineufer befindet sich seit 1986 das Musée d'Orsay, welches gemalte und plastische Werke von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg beherbergt.
Das 1977 eröffnete Centre National d’Art et de Culture Georges-Pompidou (Centre Pompidou) ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt.
Im Jahre 1985 ist das Picasso-Museum, das die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers beherbergt, eröffnet worden. Es ist im Hôtel Salé untergebracht. Anfang des Jahres 1997 öffnete das Musée de la Musique seine Tore für die interessierte Öffentlichkeit.
Bauwerke
- Straßen und Plätze
Die Avenue des Champs-Élysées ist die wahrscheinlich berühmteste Straße der Welt. Der 71 Meter breite Boulevard bildet das Rückgrat einer einzigartigen südöstlich-nordwestlichen Sichtachse, die beim Louvre und den Tuilerien beginnt, der Place de la Concorde und den Arc de Triomphe umfasst und bis zur Grande Arche im neuen westlichen Stadtteil La Défense reicht.
Der Place de la Concorde ist der größte und letzte der Königsplätze von Paris. Ab 1755 errichtet, war während der Revolutionszeit auf dem in Place de la Révolution umbenannten Platz die Guillotine aufgestellt. Seit 1836 wird der Platz vom Obelisk von Luxor dominiert. Neben dem 23 Meter hohen Obelisken befinden sich zwei aufwändig gestaltete Brunnen.
Der Place des Vosges ist ein unter Heinrich IV. angelegter quadratischer Platz im Distrikt Marais. Der Platz bietet heute ein einzigartig geschlossenes Ensemble von Bauten des frühen 17. Jahrhunderts. Das Ensemble der Place Vendôme wurde für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. zwischen 1690 und 1720 erbaut. Der von einem geschlossen erhalten gebliebenen, harmonisch angeordneten Palais umfasste Platz wird heute von einer 44 Meter hohen Triumphsäule dominiert, die Napoléon Bonaparte 1806 errichten ließ.
Der Pont Neuf (Neue Brücke) ist die älteste noch erhaltene Brücke über die Seine. Auf dem Place Igor Strawinsky neben dem Centre Pompidou sieht man den bekannten Strawinsky-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle.
- Weltliche Bauwerke
Niki de Saint Phalle]]
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Eiffelturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1889, die für die Weltausstellung eigentlich nur temporär errichtet werden sollte. Der Triumphbogen wurde von 1806 (unter Napoléon) bis 1836 (unter Louis-Philippe) errichtet. Als Inspiration diente der allerdings deutlich kleinere Titusbogen in Rom. Das Hôtel de Ville ist das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete neoklassizistische Rathaus von Paris.
Paris hat eine Reihe kunstgeschichtlich bedeutender Adelspaläste, ehemalige Stadtresidenzen bedeutender Adliger, Prälaten und Ministerialen. Erhalten sind zahlreiche Bauwerke aus dem späten 15. bis 18. Jahrhundert, insbesondere in den Distrikten Marais und St-Germain-des-Près.
Das Panthéon, errichtet von 1764 bis 1790, wechselte mehrmals seine Bestimmung: Als Kirche konstruiert, wurde der Kuppelbau nach der französischen Revolution 1789 zur nationalen Ruhmeshalle erklärt. Nach mehreren Umwidmungen im 19. Jahrhundert ist sie seit 1885 erneut Ruhmeshalle Frankreichs. Entsprechend illuster ist die Liste hier beigesetzten Personen: Voltaire, Victor Hugo, Émile Zola, Jean-Jacques Rousseau, Marie Curie. 1849 gelang dem Physiker Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel hier der empirische Nachweis der Erdrotation. Das Pendel befindet sich heute in der Kapelle des Musée des arts et métiers. Im ausgehenden 19.Jahrhundert entstand auch der so typische Pariser Haussmann-Stil.
Die Sorbonne ist die älteste Universität nördlich der Alpen. Sie wurde im 13. Jahrhundert im Quartier Latin gegründet. An der Universität studierten und lehrten einige der bedeutendsten Philosophen des Mittelalters. Der heutige Bau der Sorbonne wurde 1885 bis 1901 errichtet.
Im seit Ende der 1950er Jahre im Westen von Paris entstandenen Büro- und Geschäftsviertel La Défense, in dem Wolkenkratzer dominieren, befindet sich als westliche Fortführung der berühmten Pariser Achse die so genannte Grande Arche. Der gigantische, 110 Meter hohe Kubus des dänischen Architekten Johann Otto von Spreckelsen wurde 1989 eingeweiht.
Der Elysée-Palast ist der Amtssitz des französischen Präsidenten.
Das [http://fr.wikipedia.org/wiki/Grand_Palais| Grand Palais] war Ausstellungshalle zur Weltausstellung vergleichbar mit dem Londoner Spiegelpalast. Im Unterschied dazu - er steht noch.
- Kirchen
Elysée-Palast]
Die ehemalige Abteikirche Saint-Denis nördlich von Paris war seit dem 8. Jahrhundert Grablege fast aller französischen Könige. Der 1147 begonnene Neubau der Klosterkirche markierte überdies den Beginn der Gotik. Die Kathedrale Notre-Dame de Paris gilt allgemein als der Inbegriff frühgotischer Baukunst. Sie wurde als Bischofskirche im 12. und 13. Jahrhundert auf der Île de la Cité erbaut und erreicht eine Höhe von 69 Metern. Die gotische Kirche Sainte-Chapelle, in einer kurzen Zeitspanne in den 1240er Jahren entstanden, liegt gegenüber von Notre-Dame auf der Île de la Cité. Sie diente dem König als Aufbewahrungsort für religiöse Reliquien.
Der Invalidendom wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Die prächtige Kuppelkirche dient als Grabstätte bedeutender französischer Feldherren, darunter Napoléon, der 1840 hierher überführt wurde. Die zwischen 1876 und 1914 im Zuckerbäckerstil errichtete Kuppelkirche Sacré-Cœur befindet sich weithin sichtbar auf dem Hügel Montmartre.
Im Quartier Latin befinden sich St. Séverin-et-St-Nicolas, St. Julien-le-Pauvre und St. Etienne-du-Mont, im Marais Temple des Filles de la Visitation Sainte-Marie, St. Paul-et-St-Louis und St-Gervais-et-St-Protais sowie im Stadtteil St-Germain-des-Prés die Kirchen St. Germain-des-Prés und St. Sulpice. Weitere bedeutende Kirchen in Paris sind St. Nicolas-des-Champs, St. Martin-des-Champs, St. Eustache, St. Germain-l'Auxerrois, St. Roch, Ste-Marie-Madeleine, Chapelle Expiatoire, St. Augustin und Ste-Trinité.
- Friedhöfe
Zu den bekanntesten religiösen Bauwerken zählen in Paris auch die neuen Friedhöfe, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die alten ersetzten. Außerhalb der damaligen Grenzen der Hauptstadt wurden der Cimetière de Montmartre im Norden, der Cimetière du Père Lachaise im Osten, der Cimetière du Montparnasse im Süden, sowie im Zentrum der Stadt der Cimetière de Passy angelegt. Die Bekanntheit dieser Friedhöfe beruht im Wesentlichen darauf, dass hier eine große Anzahl von berühmten Persönlichkeiten beerdigt sind.
- Hotels
Paris ist bekannt für seine vornehmen und eleganten Hotels, die hauptsächlich um die „Tuilerien“ und die „Place Vendôme“ angesiedelt sind. Hier findet man beispielsweise das berühmte „Hotel Ritz“, das „George V“ oder aber das „Hotel Intercontinental“ mit seinem repräsentativen Patio.
Natürlich findet man aber Hotels und Unterkünfte in fast allen Preisklassen. Besonders reizvoll sind die kleinen Stadthotels mit dem berühmten Pariser Charme, auf die man oft ganz unverhofft trifft. Für all diejenigen, die für mehr als drei Monate nach Paris kommen, bietet sich die Anmietung eines „möblierten Appartements“ an.
Parks
Einer der bekanntesten städtischen Parks ist der Jardin du Luxembourg im VI. Arrondissement von Paris, im Quartier Latin. Er wurde im Jahre 1612 angelegt und beherbergt das Palais du Luxembourg, den Sitz des Senats, der zweiten Kammer der französischen Parlaments. Der Garten umfasst streng geometrisch angelegte Partien, aber auch freier gestaltete Zonen.
Weitere bedeutende Parks in Paris sind die Tuilerien, Bois de Boulogne, Bois de Vincennes, Jardin des Plantes, Parc des Buttes-Chaumont, Parc Montsouris, Parc de la Villette und Parc André Citroën.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Parc André Citroën
Paris ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum Frankreichs. In der Metropolregion Paris hat sich etwa ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen. Durch den riesigen Absatzmarkt, den die Stadt bietet, übt sie seit jeher große Anziehungskraft auf Hersteller von Konsumgütern aus. Paris ist bekannt für die Produktion von Luxusgütern (Haute Couture und Schmuck). Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Stadt zählen chemische Produkte, Elektrogeräte, Kraftfahrzeuge und Maschinen.
Fast alle großen Dienstleistungsunternehmen Frankreichs, insbesondere Banken und Firmen des Finanzwesens, haben ihren Sitz in Paris. Seit den 1990er Jahren werden vermehrt Anstrengungen unternommen, multinationale Konzerne anzusiedeln. Die Stadt ist heute eine der wichtigsten Handelsmetropolen in Europa.
Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Lage der Stadt inmitten einer der fruchtbarsten Agrarlandschaften in Europa. Die Landwirtschaft war deshalb schon in den früheren Jahrhunderten die bedeutendste Wirtschaftsgrundlage der Region und sicherte die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung in der Stadt.
Verkehr
- Nahverkehr
Der Verkehr in Paris wird überwiegend über die U-Bahn (Métro) abgewickelt. Sie wird täglich von rund fünf Millionen Menschen genutzt und besteht aus 14 Linien mit einer Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern.
An das Métro-Netz angeschlossen sind die Schnellbahnen (RER, Réseau Express Régional), die Paris mit den Vororten verbinden.
Am 21. November 1853 fuhren in Paris die ersten Pferdestraßenbahnen, es waren die ersten in Europa. Mit der Elektrifizierung des Straßenbahnnetzes begann man am 6. November 1881. Der Betrieb wurde am 14. August 1938 eingestellt. Nach 54 Jahren Unterbrechung verkehrt seit dem 6. Juli 1992 wieder eine Straßenbahn durch die Vororte. Heute befahren zwei Linien ein 23 Kilometer langes Streckennetz, eine dritte nach Paris ist in Planung.
Trolleybusse fuhren zum ersten Mal während der Weltausstellung in Paris zwischen dem 15. April 1900 und dem 12. November 1900, ein weiteres Mal zwischen 1912 und 1914 sowie nach einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg vom 7. April 1925 bis 8. Juli 1935. Nach einer siebeneinhalbjährigen Pause wurde der Betrieb noch während des 2. Weltkrieges am 18. Januar 1943 wieder aufgenommen und am 1. April 1966 dann endgültig eingestellt.
- Fernverkehr
1966
Paris besitzt den zweitgrößten Binnenhafen in Europa und ist Knotenpunkt des Eisenbahn- und Straßenverkehrsnetzes in Frankreich. Am Stadtrand befinden sich drei internationale Flughäfen. 48,3 Millionen Passagiere sind im Jahre 2003 auf dem Flughafen Charles de Gaulle abgefertigt worden – dies war die dritthöchste Zahl aller Flughäfen in Europa. Mit 23,1 Millionen Passagieren nimmt Orly den neunten Platz ein. Der dritte Flughafen ist Paris-Beauvais.
Wichtigste Eisenbahnverbindungen sind die Fernstrecken zu den Großstädten Frankreichs wie Marseille, Lyon, Bordeaux, Toulouse, Straßburg und Rennes, die zum Teil mit TGV-Zügen befahren werden. Außerdem gelten die Strecken des Eurostar nach London und des Thalys nach Köln und Amsterdam über Brüssel als bedeutende europäische Verbindungen. Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Gare d'Austerlitz, Gare de l'Est, Gare de Lyon, Gare Montparnasse, Gare du Nord und Gare Saint-Lazare. Dem Eisenbahngüterverkehr dienen die Rangierbahnhöfe Villeneuve-Saint-Georges, Le Bourget und Achères in den gleichnamigen politisch selbständigen Vororten, die durch die Große Ringbahn (Grande Ceinture) untereinander verbunden sind.
Medien
Die meisten französischen Fernseh- und Radiosender haben ihren Sitz in Paris.
Die Stadt ist Erscheinungsort international bedeutender Tageszeitungen („Le Figaro“, „Le Monde“, „Libération“) und bedeutendstes internationales Zentrum des Verlagswesens.
Bildung
Die Gegensätze zwischen Paris und dem Rest des Landes werden besonders im Bereich Bildung deutlich. Denn die angesehensten Bildungsstätten Frankreichs befinden sich überwiegend in Paris. Die 1257 gegründete Sorbonne ist die älteste Universität in Frankreich. Im Jahre 1968 wurde die Universität von Paris durch eine umfassende Reform in 13 unabhängige Teile aufgegliedert. Fünf von ihnen liegen außerhalb der Stadt.
Weitere höhere Bildungseinrichtungen sind das im Jahre 1530 eröffnete Collège de France, die École Polytechnique (eröffnet 1794), das Institut Catholique (eröffnet 1875) und die École du Louvre (eröffnet 1882). Auch die Elithochschule ENA ist in Paris vertreten.
Ludwig XI. legte den Grundstock für die größte öffentliche Bibliothek, die Bibliothèque Nationale, mit einem Bestand von mehr als zehn Millionen Bänden. Ende 1996 wude das neue Gebäude für die Nationalbibliothek von Präsident Jacques Chirac eingeweiht. Die berühmte Académie française ist 1635 gegründet worden. Seit dem Jahre 1803 gehört sie dem Institut de France an.
Persönlichkeiten
Paris war Geburts- und/oder Sterbeort zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. Dazu gehören unter anderem der Schriftsteller Honoré de Balzac, der Komponist Georges Bizet, der Maler François Boucher, der Komponist Frédéric Chopin, der Metallbauingenieur Gustave Eiffel, der Architekt Charles Garnier, der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine, der Schauspieler und Regisseur Mathieu Kassovitz, der US-amerikanische Sänger und Lyriker Jim Morrison (The Doors) sowie der irisch-englische Literat Oscar Wilde.
Siehe auch: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Paris
Galerie
Image:Tour_eiffel_at_sunrise_from_the_trocadero.jpg|Eiffelturm bei Sonnenaufgang
Image:Palais garnier bs.jpg|Garnier-Oper
Bild:Louvre paris.gif|Der Louvre
Image:Place_de_la_Concorde_Luxor_obelisk_dsc00775.jpg|Obelisk aus dem Tempel von Luxor am Place de la Concorde
= Weblinks =
- Portal: Paris.
- [http://www.paris.fr/ Offizielle Paris-Seite]
- [http://www.parisinfo.com/ Pariser Fremdenverkehrsamt]
- [http://deutsch.pidf.com/ Offizielle Paris Ile-de-France-Seite]
- [http://www.paris-tourist.com/ Online-Reiseführer für Paris]
- [http://www.comedie-francaise.fr/ Nationaltheater Comédie Francaise]
- [http://www.zoomify.com/ Zoombares Satellitenbild (Flash benötigt)]
- [http://around.at/paris/ Private Seite über Paris]
- [http://www.parisbalades.com/Deutsch/default.htm/ Paris balades - Paris für Fußgänger (im Aufbau)]
- [http://www.reisefuehrer.cc/index.php/category/paris/ Sehenswürdigkeiten in Paris]
Kategorie:Ort in Île-de-France
Kategorie:Französisches Département
Kategorie:Hauptstadt in Europa
als:Paris (Stadt)
ja:パリ
ko:파리 시
nb:Paris
simple:Paris
BrestMehrere Orte tragen den Namen Brest:
- Stadt in Weißrussland: Brest (Weißrussland)
- Stadt in Polen, Kujawien: Brześć Kujawski
- Stadt in Frankreich: Brest (Frankreich)
- Ortschaft in Niedersachsen: Brest (Niedersachsen)
Personen
- Martin Brest, Schauspieler
SandhurstSandhurst ist eine englische Gemeinde mit etwa 22.000 Einwohnern in der Unitary Authority Bracknell Forest innerhalb der Grafschaft Berkshire, 60 km westlich von London.
Die Gemeinde liegt am Fluss Blackwater. Zu erreichen ist Sandhurst über die Autobahnen M4 und M3.
In Sandhurst befindet sich ein sehr großes Übungsgelände der British Army und die berühmte Royal Military Academy Sandhurst.
Weblinks
- [http://www.sandhurst.gov.uk sandhurst.gov.uk] Offizielle Website der Stadt (engl.)
Kategorie:Ort in England
Nature Boy (song)"Nature Boy" is a song by eden ahbez, published in 1947.
Ahbez composed the song about friend and fellow freegan hippie Robert Gypsy Boots Bootzin, which told a fantasy of a "strange enchanted boy" "who wandered very far" only to learn that "the greatest gift" "was just to love and be loved in return."
The biggest hit version was recorded by Nat King Cole; other charting versions were recorded by Dick Haymes and by Frank Sinatra. Subsequent covers have been made by John Coltrane, Sarah Vaughan, David Bowie, Céline Dion, and Big Star.
The Nat King Cole recording was released by Capitol Records as catalog number 15054. The record first reached the Billboard magazine charts on April 16, 1948 and lasted 15 weeks on the chart, peaking at #1.
The Dick Haymes recording was released by Decca Records as catalog number 24439. The flip side was "You Can't Be True, Dear." The record first reached the Billboard magazine charts on June 4, 1948 and lasted 4 weeks on the chart, peaking at #16.
The Frank Sinatra recording was released by Columbia Records as catalog number 38210. The record first reached the Billboard magazine charts on May 28, 1948 and lasted 4 weeks on the chart, peaking at #18.
A parody, "Serutan Yob," was recorded by Red Ingle and the Natural Seven. It was released by Capitol Records as catalog number 15210. The record first reached the Billboard magazine charts on October 1, 1948 and lasted 4 weeks on the chart, peaking at #24.
"Nature Boy" was also used in -- and was a major theme of -- the motion picture Moulin Rouge.
External links
- [http://www.lyricscafe.com/c/cole_natking/nature_boy.html Full Lyrics of Nature Boy]
Category:1948 songs
Category:American number one singles
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Tunnel in the Sky
Tunnel in the Sky is a science fiction book written by Robert A. Heinlein and published in 1955. A training mission has gone wrong, stranding a group of students on an uninhabited planet for several years.
Plot Summary
A Malthusian catastrophe
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Trojan asteroid
and Jupiter.]]
As originally defined, Trojan asteroids have a semi-major axis between 5.05 AU and 5.40 AU, and lie in elongated, curved regions around the two Lagrangian points 60° ahead and behind of Jupiter. The term is sometimes used to refer to minor bodies with similar relationships to other major bodies.
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Tropical year
A tropical year is the length of time that the Sun, as viewed from the Earth, takes to return to the same position along the ecliptic (its path among the stars on the celestial sphere). The precise length of time depends on which point of the ecliptic one chooses: starting from the (northern) vernal equinox, one of the four cardinal points along the ecliptic, y
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Theorem
A theorem is a proposition that has been or is to be proved on the basis of explicit assumptions. Proving theorems is a central activity of mathematicians. Note that "theorem" is distinct from "theory | |