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| Milon |
MilonMilon von Kroton gilt als der größte Sportler der Antike. Er war sechsfacher Periodonike.
Es wird berichtet, dass er ein eher schmächtiger Knabe gewesen war, der von den Kindern aus der Nachbarschaft gut und gerne verprügelt wurde. Daraufhin begann er, sich zu stählen, um sich wehren zu können. Angeblich soll er dazu ein neugeborenes Kalb genommen, und es täglich gestemmt und damit um den Stall gelaufen sein. Mit dem Tier wuchs seine Kraft, bis er schließlich das ausgewachsene Rind stemmen konnte.
Seit seinem ersten Auftreten bei den Olympischen Spielen, 540 v. Chr., gewann er in der Disziplin Ringkampf sechsmal. 512 v. Chr. verlor er schließlich im Ringen gegen Timasitheos von Kroton. Von 532 v. Chr.-516 v. Chr. war er fünfmal Olympiasieger. Siegreich war er auch bei den Spielen von Delphi (sechsmal), bei den isthmischen Spielen (zehnmal) und bei den nemeischen Spielen (neunmal).
Seine sportliche Unbesiegbarkeit über einen Zeitraum von 30 Jahren bildete auch die Grundlage für reiche Anekdoten. Eine Inschrift in Olympia besagt, dass er nach 6 Siegen im Ringkampf angeblich seine Statue zur Ehrung selbst in die Altis getragen habe.
Pausanias berichtet in seinen Reisebeschreibungen (VI, 14 ff) über Milon:
"einen Granatapfel hielt er so, dass er ihn weder einem anderen trotz aller Anstrengung überließ noch selbst ihn dabei durch Druck beschädigte, und auf einem eingefetteten Diskos stehend machte er alle zum Gespött, die ihn angriffen und von dem Diskos stoßen wollten. Er band sich eine Darmsaite wie eine Binde oder einen Kranz um die Stirn. Dann hielt er den Atem zwischen den Lippen an und füllte die Adern am Kopf mit Blut und zerriß mit der Kraft der Adern die Saite."
Angeblich aß er täglich 17 Pfund Fleisch, 17 Pfund Brot und trank 10 l Wein.
Im Jahre 510 v. Chr. soll er bei einem Feldzug seine Heimatstadt Kroton gegen die Stadt Sybaris siegreich angeführt haben. Seine Tochter soll den Arzt Demokedes (ehemaliger Leibarzt des Perserkönigs Dareios I.) geheiratet haben.
Angeblich verlor er sein Leben beim Versuch, einen Baum auseinanderzureißen.
Siehe auch: andere Atlethen der Antike
Kategorie:Mann
Kategorie:Grieche
Kategorie:Ringer
Kategorie:Olympiasieger
PeriodonikeDer Ehrentitel Periodonike wurde im antiken griechischen Sport den Athleten verliehen, denen es gelang die vier panhellenischen Spiele innerhalb eines Umlaufs (griech. Periodos) zu gewinnen.
46 Athleten sollen dies im Lauf der Jahrhunderte geschafft haben, darunter der berühmte Ringer Milon von Kroton, dem der Titel sogar sechs Mal verliehen wurde, der Boxer Diagoras von Rhodos und dessen Sohn Dorieus, dreifacher Periodonike als Pankriast.
- andere Athleten
Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)
Olympische Spiele der AntikeDie Olympischen Spiele der Antike waren ein bedeutendes Sportereignis des Altertums und Teil der Panhellenischen Spiele. Sie fanden von etwa 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. alle vier Jahre, nach Ablauf einer Olympiade, im Sommer auf dem heiligen Hain von Olympia in der Landschaft Elis auf der Halbinsel Peloponnes statt.
Ursprung
Der Ursprung der Olympischen Spiele der Antike liegt vermutlich im 2. Jahrtausend v. Chr.. Über die Entstehung der Spiele gibt es unterschiedliche Meinungen. Griechische Mythen erklärten mal Herakles, mal Pelops zu ihren Begründern. Am Giebel des Zeustempels von Olympia war das Wagenrennen dargestellt, in dem Pelops - nach dem die Halbinsel Peloponnes benannt ist - den König Oinomaos durch Betrug besiegt und getötet hatte. Angeblich richtete Pelops die Spiele ein, um sich von der Blutschuld am Tod des Königs zu reinigen. Nach neueren Forschungen gilt als wahrscheinlich, dass die Spiele auf kultische Feste zu Ehren Rheas, der Mutter von Zeus, zurück gehen. In Olympia befand sich auch ein Altar der Rhea. Insgesamt verband sich auf der Spielstätte Sport und Kult, Weihehandlung und Wettstreit. Im alten Griechenland gab es auch die alle vier Jahre in Delphi zu Ehren Apollons abgehaltenen Pythischen Spiele, die alle zwei Jahre veranstalteten Nemeischen Spiele zu Ehren von Zeus bei Nemea und Argos und im selben Turnus die Isthmischen Spiele zu Ehren Poseidons von Korinth. Alle diese Spiele dienten wohl den Wünschen der Menschen, den Göttern zu gefallen, denn vom Philosoph Platon ist der Ausspruch überliefert: "Die Götter sind die Freunde der Kampfspiele". Den Athenern hingegen gelang es niemals, die Panathenäischen Spiele bei Athen ebenfalls in den Reigen der "heiligen Spiele" einzugliedern.
Athen
Die festlichen Spiele in Olympia waren von allen diesen Sportfesten die ältesten. Sie erlangten so nach und nach die größte Bedeutung und überlebten auch am längsten. Lange Zeit gab es als einzige Sportart dort nur einen Wettlauf über die Distanz des Stadions (192,27 Meter). Der Sieger entzündete das Feuer auf dem Altar vor dem Zeustempel - dies galt als besondere Ehrung. Die erste erhaltene Siegerliste stammt aus dem Jahr 776 v. Chr., wobei dieser Zeitpunkt aus den Siegerlisten im 4. Jahrhundert v. Chr. rekonstruiert wurde. Innerhalb des 456 v. Chr. fertiggestellten Tempels befand sich die ab 430 v. Chr. die Zeus-Statue des Phidias - eines der sieben antiken Weltwunder. Das antike Olympia bestand aus der Altis (heiliger Hain) sowie den unmittelbar angrenzenden Sportstätten und war schätzungsweise 30 Hektar groß. Die Periode zwischen zwei Spielen hieß Olympiade. Die Zählung nach Olympiaden wurde als Zeitmaß in der gesamten griechischen Antike verwendet.
Im 8. Jahrhundert v. Chr. wurden die Spiele durch die Könige Iphitos von Elis, Kleistenes von Pisa und Lykurgos von Sparta neu organisiert. Diese garantierten die heilige Waffenruhe (Ekecheiria), die während der Zeit der Spiele herrschte, um allen Beteiligten eine sichere An- und Abreise zu gewährleisten. Die heiligen Stätten von Olympia durften ohnehin nicht in Waffen betreten werden, wodurch auch ein sicherer Aufenthalt garantiert war. Seit dieser Zeit fanden die Spiele alle vier Jahre im Monat August statt und waren religiöse Feste mit umfangreichem Beiprogramm.
Bedeutung
Die Olympischen Spiele der Antike waren kulturell und politisch von unvergleichbar großer Bedeutung.
Sie dienten als politisches Forum, da sowohl das Volk als auch Diplomaten und politische Vertreter aus allen Teilen des griechischen Reiches zusammenkamen.
Nach den Perserkriegen kamen die ewig zerstrittenen Griechen zur Einsicht, dass Olympia zum Symbol ihrer innerstaatlichen Eintracht werden sollte, mit Orakel und Schiedsgericht.
Nicht zu unterschätzen ist die organisatorische Aufgabe der Offiziellen in Olympia selbst, die für den reibungslosen Ablauf des antiken Großereignisses zuständig waren.
Menschen aller Schichten und Berufsgruppen nutzten die Tage als gesellschaftliches Forum und aus wirtschaftlichen Aspekten. Neben den Wettkämpfen gab es dann auch Theateraufführungen und Unterhaltungen zwischen Buden mit Volksfestcharakter wie Darbietungen von Trompetern und Jongleuren. Das gemeine Volk hauste in einfachen Zeltstädten.
Reglement, Ablauf, und Zeremonien
Bei den eigentlichen Wettkämpfen (Agonen) waren als Zuschauer unverheiratete Frauen und freie Männer und als Wettkämpfer nur Letztere zugelassen, die Vollbürger und ohne Blutschuld, von ehrlicher Geburt und keines Verbrechens schuldig waren. Auch die Priesterin der Demeter durfte auf der Tribüne der Kampfrichter (Hellanodiken) den Spielen beiwohnen. Aber verheiratete Frauen und Unfreie durften weder als Wettkämpfer noch als Zuschauer teilnehmen. Bei Missachtung dieses Verbots drohte die Todesstrafe. Als Schutzmacht der Spiele fungierten Spartaner, während die Eleer für die Organisation zuständig waren.
Für Frauen gab es eigene, als Heräen bezeichnete Wettkämpfe, die alle 4 Jahre zwischen den Olympischen Spielen stattfanden. Die Siegerinnen wurden dort ebenfalls mit Ölzweigen bekränzt und durften nach diesen Spielen ihr Standbild im Tempel der Hera weihen.
In der Anfangszeit der Olypischen Spiele waren die Wettkämpfer lediglich besonders sportliche, freie Männer, später jedoch überwiegend Berufsportler aus eher begüterten Verhältnissen, die sich die langen Trainingszeiten auch finanziell problemlos leisten konnten.
Zehn Monate vor Beginn der Wettkämpfe wurde in Elis ein Trainingslager eingerichtet. Die Athleten mussten dieses mindestens 30 Tage vor Beginn der Spiele bezogen haben. In Olympia dann gab es auch Träningsräume, Bäder, Herbergen und eine Bibliothek für die Sportler. Sogar eine spezielle Sportnahrung für Leichtathleten war damals schon erfunden. Sie bestand u.a. aus Gerstenbrot, Weizenbrei und getrockneten Früchten.
Durch die größere Anzahl an Wettkämpfen wurden die Spiele im Laufe der Jahrhunderte von einem auf fünf Tage verlängert.
Erster Tag
Die Spiele selbst begannen immer nach dem ersten Vollmond nach der Sommersonnenwende - also im Hochsommer - mit einer Opferzeremonie. Die Athleten und Kampfrichter legten einen Eid ab, dass sie den Frieden der Spiele sowie die Wettkampfregeln achten werden. Am Nachmittag des ersten Tages fanden die Wettkämpfe der Knaben im Laufen, Ringen und Faustkampf statt.
Zweiter Tag
Am zweiten Tag fanden Wettreiten und Wagenrennen statt. Außerdem wurde der Fünfkampf, der den Höhepunkt der Spiele darstellte, ausgetragen.
Dritter Tag
Am nächsten Tag wurden nach der Opferung eines Stiers weitere Laufwettbewerbe ausgetragen, zuerst der Langstreckenlauf, dann der einfache Kurzstreckenlauf und schließlich der Doppellauf.
Vierter Tag
Am vierten Tag kämpften die Sportler in den Disziplinen Ringen, Boxen, Pankration und Waffenlauf um den Sieg.
Fünfter Tag
Am letzten Tag fand eine Prozession der Sieger zum Zeus-Tempel sowie Siegesfeiern statt.
Man ist sich nicht einig darüber, ob Gewichte, die die Sportler bei einigen Disziplinen trugen, diese erschweren sollten. Die Sprunggewichte beim Weitsprung wurden laut Untersuchungen der Sporthochschule Köln eingesetzt, um mit Hilfe der speziellen Sprungtechnik eine größere Weite zu erreichen. Von dem Weitspringer (gr. halma) wurden die Gewichte damals beim Anlauf, wenn es einen solchen gegeben hat, vor dem Körper getragen, um sie im Moment des Abhebens mit einer Armbewegung nach hinten zu ziehen und im Flug loszulassen. Bei jedem der fünf Einzelsprünge ergab sich bei dem Test eine jeweils 15-30 cm größere Weite, sodass die einzig historisch belegte Weite von insgesamt ca. 16 m auch für einen heutigen Sportler möglich wurde. Wahrscheinlich erfolgte der Weitsprung jedoch in fünf aufeinander folgenden Sätzen aus dem Stand.
Bei den Wettkämpfen wurden weder Zeiten noch Entfernungen gemessen, denn es zählte einzig und allein der Erste zu werden. Die Sieger wurden mit einem Palmzweig, einem Stirnband und einem Kranz aus Zweigen vom kotinos kallistephanos geehrt. Dieser wilde Ölbaum mit seinen heiligen Kränzen stand in der Nähe des Zeustempels. Das Stirnband und den Kopfkranz durften sie anschließend mit nach hause nehmen. Für Zweit- und Drittplatzierte gab es im Gegensatz zu den Olympischen Spielen der Neuzeit keine Ehrung. Nur der beste Sportler wurde gefeiert. Es wird von einigen Athleten berichtet, dass sie lieber sterben wollten als Zweiter bei den Olympischen Spielen zu werden.
Die Sieger bei den Wettkämpfen wurden danach in ihrer Heimatstadt wie Helden gefeiert. Sie wurden privilegiert durch Steuerbefreiung, Geldprämien, Geschenke, bürgerliche Ehrenrechte oder große Begräbnisse.
Aristoteles fertigte eine Liste der Sieger der Wettkämpfe an, was einer besonderen Ehre gleichkam.
Wettkampfrichter
Die Wettkampfrichter, Hellanodiken, prüften die Teilnahmeberechtigung der Athleten und überwachten die Einhaltung der Hygiene, das Training und natürlich die Beachtung der Wettkampfregeln in Olympia. Zu Beginn der Spiele wurden sie und die Athleten vereidigt. Die Zuteilung der Sportler (und Pferde) in Altersklassen – es gab ja keine Geburtsnachweise – nahmen sie nach Augenschein vor. Bei Regelverstößen hatten sie das Recht, körperliche Züchtigung anzuordnen. Auch Frühstartern in den Laufdisziplinen drohte diese Bestrafung, die durch die „Peitschenträger“ vollzogen wurde.
Sportarten
Gymnische Wettbewerbe
Die gymnischen Wettbewerbe (gymnischen Agone) umfassen diejenigen Sportarten der Antike, bei denen die Athleten (athletes) nackt antraten (gymnos = nackt). Dies waren Leicht- und Schwerathletik. Diese Wettkämpfe wurden im Stadion, östlich der Altis, ausgetragen.
Laufwettbewerbe
Laufen ist die älteste Disziplin. Bei den ersten 13 Olympiaden war der Stadionlauf der einzige Wettbewerb, erst nach 15 Olympiaden kamen andere Disziplinen zu den Laufwettbewerben hinzu. Sämtliche Läufe wurden barfuß durchgeführt und im Hochstart begonnen, der Tiefstart war noch unbekannt. Die Laufstrecke im Stadion war zwischen den Rillen auf den Start- und Zielschwellen gemessen 192,28 m lang; üblicherweise entsprach das griechische Längenmaß eines Stadions 600 Fuß, weshalb man für den olympischen Fuß eine Länge von 32,04 cm annimmt. Fehlstarts sollen mit Stockschlägen geahndet worden sein.
Rundbahnen um ein zentrales Feld gab es in der Antike noch nicht - die Bahnen führten über die gesamte Länge des Stadions geradeaus. Bei den Wettkämpfen wurde in Richtung Zeusaltar, d.h. in Richtung der Altis gestartet. Jeder Athlet musste beim Doppellauf nach halber Distanz um eine Stange auf seiner Bahn wenden; zum Langstreckenlauf wurde wahrscheinlich jeweils eine Stange an den Laufbahnanfang sowie an das -ende gesteckt, um die alle Teilnehmer wenden mussten (Pendellauf).
Die Teilnehmer beim Waffenlauf trugen ursprünglich die komplette Ausrüstung eines Hopliten, später mussten sie allerdings nicht mehr Speer und Beinschienen anlegen, sondern nur noch Helm und Schild waren vorgeschrieben.
Hopliten
ab:
- 776 v. Chr. - stadion: Kurzstreckenlauf (Stadionlauf) über ein Stadion (also 192,28 m)
- 724 v. Chr. - diaulos: Kurzstreckenlauf doppelter Länge (Doppellauf) (ca. 385 m)
- 720 v. Chr. - dolichos: Langstreckenlauf über 20 oder 24 Stadien (ca. 3845 m oder 4614 m)
- 520 v. Chr. - hoplitodromos: Waffenlauf über zwei Stadien (Hoplitenlauf) (ca. 385 m)
Beim antiken Fünfkampf - erstmals olympisch 708 v. Chr. - handelte es sich um eine Kombination von fünf Wettbewerben, die an einem Nachmittag abgehalten wurden. Dies waren:
- Diskos: antikes Diskuswerfen
- Halma: Weitsprung mit Sprunggewichten (wahrscheinlich Fünfsprung)
- Akontion: antikes Speerwerfen
- Stadionlauf
- Pale: Ringkampf
Wie der Sieger im Pentathlon ermittelt wurde, ist nicht eindeutig geklärt. Am wahrscheinlichsten ist aber, dass ein Athlet ausscheiden musste, wenn ein Konkurrent in drei Disziplinen jeweils besser platziert war als er. So konnte der Pentathlon bereits beendet sein, wenn ein Teilnehmer die ersten drei Disziplinen gewonnen hatte. Fiel die Entscheidung erst im Ringkampf, waren trotzdem einige Teilnehmer bereits ausgeschieden.
Schwerathletik
Zur Schwerathletik gehörten die Ring- und Faustkämpfe sowie die Disziplin Pankration, eine Kombination der beiden ersten Kämpfe. Es soll weder Pausen noch Zeitlimits gegeben haben. Beim Pankration durften bis auf Beißen und Bohren in den Augen alle Techniken angewendet werden. Die Entscheidungen fielen durch K.o. oder durch Handsignal des Aufgebenden.
ab:
- 708 v. Chr. - Ringkampf (Pale)
- 688 v. Chr. - pygme - Boxen (Faustkampf)
- 648 v. Chr. - Pankration (Allkampf)
- 616 v. Chr. - Ringkampf und Boxen der Knaben
- 520 v. Chr. - Faustkampf der Knaben
- 200 v. Chr. - Pankration der Knaben
Pferdesportwettbewerbe
Die Pferdesportwettbewerbe (hippische Agone) wurden im Hippodrom neben der Altis ausgetragen. Geritten wurde ohne Sattel und Steigbügel. Die Gespanne bei den Wagenrennen wurden meist von Sklaven gelenkt. Den Siegesruhm erntete allerdings der "Herr" oder der Rennstallbesitzer. Dies waren meistens Aristokraten, denn der Pferdesport war kostenaufwändig. Die Rundenzahlen basieren auf der Annahme, dass die Laufbahn des Hippodroms abzüglich der Startvorrichtung bis zur Wende knapp unter 600 Meter lang war, sodass eine Runde eine Länge von 1154m (sechs Stadien à 192,27m) hatte. Dies scheint auf Grund der glatten Rundenzahlen logisch, ist allerdings umstritten.
ab:
- 680 v. Chr. - tethrippon - Viergespann über 12 Runden (ca. 13.843 m)
- 648 v. Chr. - Galopprennen über 2 Runden (ca. 2.307 m)
- 500 bis 444 v. Chr. - apene - Zweigespann mit Maultieren
- 496 bis 444 v. Chr. - calpe - Stutenrennen über 8 Runden (ca. 9.229 m)
- 408 v. Chr. - synoris - zweispänniges Wagenrennen
- 384 v. Chr. - Viergespann mit Fohlen über 8 Runden (ca. 9.229 m)
- 268 v. Chr. - Zweigespann mit Fohlen über 3 Runden (ca. 3.641 m)
- 256 v. Chr. - Fohlenrennen über eine Runde (ca. 1.154 m)
Niedergang
Politische Konflikte innerhalb Griechenlands und der Einfluss des Römischen Reichs auf das antike Griechenland ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. wirkten sich auch auf die Olympischen Spiele aus.
Im Jahre 80 v. Chr. ließ der römische General Sulla die Spiele in Rom austragen, nachdem er Olympia und Delphi geplündert hatte, um seine Kriege zu finanzieren.
Die Goldelfenbein-Statue des Zeus wurde geraubt und nach Konstantinopel gebracht. Kaiser Nero hatte wiederum den Einfall, den Spielzeitpunkt mal eben zu verschieben, damit sie besser in seinen Terminkalender passten. Er selbst nahm einmal am Wagenrennen teil, bei dem er jedoch stürzte. Dennoch ließ er sich gegen alle Regeln als Sieger ausrufen. Andere römische Kaiser sorgten aber später für einen neuen Aufschwung, in dem neue Gebäude und ein Bewässerungssystem gebaut wurden.
Vermutlich zum letzten Mal wurden die Olympischen Spiele der Antike im Jahre 393 n. Chr. ausgetragen, bevor der römische Kaiser Theodosius I. im Jahre 394 alle heidnischen Zeremonien verbieten ließ, zu denen diese Spiele auch gezählt wurden. Eindeutig fest steht, dass die Spiele nicht mehr nach 426 n. Chr. ausgetragen werden konnten, da ein Brand den Zeustempel in diesem Jahr vollständig zerstörte.
Invasionen durch Westgoten, Awaren, Vandalen und Slawen sowie Überschwemmungen des Kladeos, Erdrutsche des Kronos-Hügels und Erdbeben sind der Grund dafür, dass die antike Spielstätte erst 1766 wiederentdeckt wurde, bevor 1875 deutsche Ausgrabungen begannen.
Berühmte Athleten aus:
Auch in der Antike gab es bereits gefeierte Sportstars: Athleten, die durch ihren Ruhm Geld und Einfluss gewannen und deren sportliche Leistungen legendär waren.
- Athen
- Aurelios Zopyros (Faustkampf der Junioren)
- Sparta
- Rhodos
- Diagoras von Rhodos (Boxer) und seine Söhne Akusilaos und Damagetos (Boxer und Pankriast)
- Leonidas von Rhodos (Läufer: Stadion-, Doppel-, Waffenlauf)
- Kroton
- Astylos von Kroton (Läufer: Stadion-, Doppel-, Waffenlauf)
- Milon von Kroton (Ringkämpfer)
- Timasitheos von Kroton (Ringkämpfer)
- andere Städte
- Koroibos aus Elis (Stadionlauf)
- Theagenes von Thasos (Pankriast)
- Ausländer:
- Kaiser Nero (Wagenlenker eines Zehnspänners, gestürzt, doch zum Sieger erklärt!)
Literatur
- Ulrich Sinn: Das antike Olympia - Götter, Spiel und Kunst,C.H. Beck, München 2004, ISBN 3406515584 (Beck'sche Reihe Wissen)
- Judith Swaddling: Die Olympischen Spiele der Antike, Stuttgart 2004, ISBN 315018293
- Ingomar Weiler: Der Sport bei den Völkern der Alten Welt, Darmstadt 1981, ISBN 3-534-07056-9
- APOLIN, Martin/ REDL, Sepp: Know-how 2. Ausgewählte Materialien und Übungen zur Sportkunde. 1. Aufl. Wien: öbv&hpt, 1999 (S. 113-119).
Weblinks
- [http://www.oeoc.at/museum/vt_geschichte.asp?mode=antikdetail&antik=25 Die fünf Olympischen Festtage]
- [http://www.oeoc.at/museum/vt_geschichte.asp?mode=antikdetail&antik=24 Blut, Schweiß und Tränen] (Die Olympischen Disziplinen)
- [http://www.oeoc.at/museum/vt_geschichte.asp?mode=antikdetail&antik=58 Die Superstars der Antike]
- [http://www.oeoc.at/museum/vt_geschichte.asp?mode=antikdetail&antik=26 Das harte Los der Zuschauer] (Anreise, Unterkunft, Hygiene)
- [http://perseus.mpiwg-berlin.mpg.de/Olympics/ Ausstellung des Perseus Projektes]
- [http://www.hessonline.de Information mit Bildern]
Antike
Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)
Kategorie:Feste und Brauchtum (Antike)
540 v. Chr.
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Das 6. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 600 v. Chr. und endete am 31. Dezember 501 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
Beinahe gleichzeitig entstehen einige der bedeutendsten Weltreligionen und Philosophien: Buddha in Indien/Nepal, Konfuzius in China und Pythagoras in Griechenland sind Zeitgenossen, vermutlich auch Laotse in China und möglicherweise sogar Zarathustra im Iran. In der babylonischen Gefangenschaft der Juden bildet sich der reine Monotheismus aus. Perserkönig Kyros der Große deklariert erstmals die Menschenrechte. Das Orakel von Delphi des Apollon profiliert sich als bedeutendste Weissagungsstätte.
Höhepunkt der (von Karl Jaspers so genannten) Achsenzeit.
In weiten Teilen Europas herrschte die keltische Hallstattkultur (8.-6. Jahrhundert v. Chr.). Die Ausstattung der Fürstengräber und -sitze dieser Zeit belegen weitreichende Handelsbeziehungen.
Die Kultur der Etrusker erlebte in der Toskana ihren Höhepunkt.
Kyros II. begründet das persische Großreich, das von seinen Nachfolgern Kambyses und Darius I. ausgebaut wird.
In China herrscht die kulturgeschichtlich wichtige Zhou-Dynastie (1066 - 256 v. Chr.).
Ereignisse/Entwicklungen
- 594 v. Chr. - Umfassende Verfassungsreform in Athen durch den Archon Solon mit der die Teilnahme des Volks an politischen Entscheindungen institutionalisiert wird.
- 587 / 586 v. Chr. - - Nebukadnezar II. erobert Jerusalem und verschleppt das jüdische Volk in die babylonische Gefangenschaft.
- 560 v. Chr. - Der griechische Politiker Peisistratos stürmt mit einer Schar bewaffneter Anhänger die Akropolis und lässt sich zum Tyrannen ausrufen.
- 546 v. Chr. - Untergang des lydischen Großreichs unter Krösus; siehe: Schlacht bei Pteria
- 543 v. Chr. - Beginn der buddhistischen Zeitrechnung (orientiert sich am Eingang Buddhas in das Nirvana; das Jahr ist eine Festlegung singhalesischer Mönche und unabhängig von den historischen Ereignissen: Todesjahr Buddhas ist wohl 483 v. Chr.)
- 539 v. Chr. - Der persische König Kyros II. erobert das Reich Babylonien
- 525 v. Chr. ö- die Etrusker erweitern ihren Machtbereich bis nach Kampanien
- 520 v. Chr. - Der Prophet Haggai ruft in Jerusalem zur Wiederaufnahme der Arbeit am Tempel auf.
- 515 v. Chr. - Einweihung des zweiten Tempels in Jerusalem
- 514 v. Chr - Ermordung des athenischen Tyrannen Hipparch durch die Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton.
- 510 v. Chr. - Nach vorheriger Etrusker-Herrschaft wird Rom zur Republik.
- Solonische Reformen: Nach einer Krisenzeit im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. mit nicht durch Königstitel legitimierten Personen wird im Jahre 510 v. Chr. die Tyrannis in Athen gestürzt. Menschen wie Solon und Kleisthenes von Athen, dessen Reformen ins Jahr 508 v. Chr. fallen, begründen die Demokratie.
- 507 v. Chr. - Auf dem Kapitol in Rom wird der Jupitertempel geweiht.
Persönlichkeiten
- Solon, griechischer Staatsmann ( - 638 v. Chr., † 559 v. Chr.)
- Thales von Milet, griechischer Naturphilosoph ( - 624 v. Chr., † 546 v. Chr.)
- Anaximander, griechischer Naturphilosoph ( - 611 v. Chr., † 547 v. Chr.)
- Nebukadnezar II., König von Babylonien ( - 605 v. Chr., † 562 v. Chr.)
- Krösus, lydischer König ( - um 595 v. Chr., † um 546 v. Chr.)
- Anaximenes, griechischer Naturphilosoph ( - 585 v. Chr., † 525 v. Chr.)
- Anakreon, griechischer Dichter ( - um 580 v. Chr., † um 495 v. Chr.)
- Pythagoras von Samos, griechischer Philosoph und Wissenschaftler ( - um 580 v. Chr., † um 496 v. Chr.)
- Gautama Buddha ( - um 560 v. Chr., † 483 v. Chr.). Begründer des Buddhismus
- Konfuzius, chinesischer Philosoph ( - 551 v. Chr., † 479 v. Chr.)
- Epicharmos, griechischer Philosoph, Komödienschreiber und Arzt ( - um 540 v. Chr., † um 460 v. Chr.)
- Themistokles, griechischer Feldherr ( - um 525 v. Chr., † um 460 v. Chr.)
- Xerxes I., persischer König ( - um 519 v. Chr., † 465 v. Chr.)
- Kyros II., persischer König und Begründer des altpersischen Reiches († 529 v. Chr.)
- Darius I., persischer König und Neuorganisator des persischen Großreichs († 486 v. Chr.)
- Äsop, Begründer der Fabeln
- Sappho, griechische Dichterin
- Kleisthenes von Athen, griechischer Reformer und Begründer der Demokratie ( - um 570 v. Chr., † um 507 v. Chr.)
- Laotse (Lao Zi) Philosoph, Begründer des Daoismus
- Sun Zi Militärphilosoph, "Die Kunst des Krieges"
- Prophet Sacharja
- Polykrates
Erfindungen und Entdeckungen
- Dorischer Baustil
- Ionischer Baustil
00-06
ja:紀元前6世紀
ko:기원전 6세기
Ringen
Ringen ist ein Kampfsport mit Ganzkörpereinsatz ohne Einsatz von weiteren Hilfsmitteln.
Bei den Olympischen Spielen der Antike gehörte Ringen zu den Disziplinen des Fünfkampfs, war aber auch Einzeldisziplin. Seit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit, seit 1896, gehört Ringen zum olympischen Programm. Seit den Olympischen Spiele 2004 ist Ringen auch olympische
Dispziplin für Frauen.
Olympischen Spiele 2004
Es werden zwei Stilarten unterschieden:
- Freistil: Der gesamte Körper, vom Kopf bis zu den Füßen, gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.
- Griechisch-Römisch: Hierbei gilt nur der Körperteil oberhalb der Gürtellinie als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.
In der Antike traten die Athleten auch beim Ringkampf nackt an. Sie wurden nicht in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Derjenige, der den Gegner zuerst dreimal auf den Boden warf, war Sieger. Der Bodenkampf fand nicht statt, im Gegensatz zu heute, wo viele Aktionen am Boden gemacht werden.
Regeln
Die Regeln zielen darauf hin, seinen Gegner mit den erlernten Techniken aus dem Stand in die Bodenlage und mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen. Dabei kommen als Techniken Würfe, Schleudern und Hebel zum Einsatz. Schläge, Tritte oder Stöße sind genauso wie Würgen verboten. Die Kampfleitung und die Wertung der einzelnen Griffkombinationen übernimmt der Kampfrichter oder ein Kampfgericht bestehend aus drei Wertungsrichtern. Wer am Ende der Kampfzeit die meisten Punkte gesammelt hat oder vorher seinen Konkurrenten auf beide Schultern gebracht hat, ist der Sieger.
Ab 2005 wurde vom Weltverband FILA ein neues Reglement eingeführt: Es wird international und in Turnierkämpfen in 3 Kampfrunden, in Mannschaftskämpfen in 5 Kampfrunden zu je 2 Minuten Nettokampfzeit gerungen. Der Ringer, der als Erster 2 bzw. 3 Kampfrunden gewonnen hat, ist Sieger. Der Schultersieg beendet weiterhin den Kampf sofort.
Kampfrichter
Eine Runde gewinnt der jenige vorzeitig, der, völlig unabhängig vom Gesamt-Punktestand, zwei 3-Punkte-Wertungen hintereinander oder eine 5-Punkte-Wertung erzielt. Ein Punkteunterschied von 6 Punkten kann ebenfalls die Runde beenden. Der überlegene Ringkämpfer hat aber das Recht, eine Fortsetzung bis zum Ende der Rundenzeit mit dem Ziel des Schultersiegs zu bestimmen.
Beendet keiner der beiden Kontrahenten die Runde vorzeitig, siegt der nach den in dieser Runde erzielten Punkten führende. Bei Gleichstand bestimmt die letzte erzielte Wertung den Sieger.
Wurde vor Ablauf der Zeit keine Wertung erzielt, kommt es zum sog. Zwiegriff. Hierbei wird ausgelost, welche Kampffarbe zuerst fassen darf. Dieser Sportler hat vom Anpfiff 30 Sekunden, um eine Wertung zu machen. Sein Gegner hat die Aufgabe, das zu verhindern oder selbst eine Wertung zu machen. Hat die Gewinnerfarbe nach 30 Sekunden keine technische Wertung erkämpft, geht die Runde automatisch verloren.
Die Regeländerungen sollen einen aktiveren Kampf und vor allem einen spannenderen und dadurch publikumswirksameren Sport aus dem Ringen machen. Beide Kontrahenten sind dazu gezwungen, schneller als zuvor zu agieren, um das Punkten des Gegners zu verhindern. Allerdings stellen die Regeländerungen die Ringergemeinschaft eher vor eine Art Zerreißprobe, da es auch Kritik an den neuen Regeln hagelt.
Abgrenzung zu anderen Sportarten
Ringen ist nicht zu verwechseln mit Wrestling, einer besonders in den USA populären Sportart, die anderen Regeln folgt.
In vielen Ländern der Welt ist das Ringen ein traditioneller Volkssport, z. B. in China Shuai Jiao in der Türkei Kırkpınar/Yagli Gures, im Iran, in Korea (Ssireum), in der Mongolei (Boke) und in Japan (Sumō).
Zitat
Kann ich einem Menschen klarer zeigen, dass er für mich existiert, als wenn ich mit ihm kämpfe? Der Ringkampf sieht der Umarmung zum Verwechseln ähnlich. - José Ortega y Gasset (Aufbau und Zerfall Spaniens, 1921)
Siehe auch:
Liste der Ringer
Weblinks
- [http://www.ringen.de Deutscher Ringer-Bund]
- [http://www.ringkampf.at Österreichischer Amateurringer-Verband]
- [http://www.ringen.ch Schweizerischer Amateurringerverband]
- [http://www.fila-wrestling.com Internationaler Ringerverband (FILA)]
- [http://www.wrestlingsbest.com/wrestyles.html Liste verschiedener Ringkampf-Stile nach Ländern sortiert, z.B. Vietnamesisches Vat, Japanisches Jumo, Isländisches Glima, ...] -
- [http://www.dmoz.org/World/Deutsch/Sport/Kampfsport_und_Kampfkunst/Ringen/ Ringen im Open Directory Project]
Kategorie:Kampfsport
516 v. Chr.
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Das 6. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 600 v. Chr. und endete am 31. Dezember 501 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
Beinahe gleichzeitig entstehen einige der bedeutendsten Weltreligionen und Philosophien: Buddha in Indien/Nepal, Konfuzius in China und Pythagoras in Griechenland sind Zeitgenossen, vermutlich auch Laotse in China und möglicherweise sogar Zarathustra im Iran. In der babylonischen Gefangenschaft der Juden bildet sich der reine Monotheismus aus. Perserkönig Kyros der Große deklariert erstmals die Menschenrechte. Das Orakel von Delphi des Apollon profiliert sich als bedeutendste Weissagungsstätte.
Höhepunkt der (von Karl Jaspers so genannten) Achsenzeit.
In weiten Teilen Europas herrschte die keltische Hallstattkultur (8.-6. Jahrhundert v. Chr.). Die Ausstattung der Fürstengräber und -sitze dieser Zeit belegen weitreichende Handelsbeziehungen.
Die Kultur der Etrusker erlebte in der Toskana ihren Höhepunkt.
Kyros II. begründet das persische Großreich, das von seinen Nachfolgern Kambyses und Darius I. ausgebaut wird.
In China herrscht die kulturgeschichtlich wichtige Zhou-Dynastie (1066 - 256 v. Chr.).
Ereignisse/Entwicklungen
- 594 v. Chr. - Umfassende Verfassungsreform in Athen durch den Archon Solon mit der die Teilnahme des Volks an politischen Entscheindungen institutionalisiert wird.
- 587 / 586 v. Chr. - - Nebukadnezar II. erobert Jerusalem und verschleppt das jüdische Volk in die babylonische Gefangenschaft.
- 560 v. Chr. - Der griechische Politiker Peisistratos stürmt mit einer Schar bewaffneter Anhänger die Akropolis und lässt sich zum Tyrannen ausrufen.
- 546 v. Chr. - Untergang des lydischen Großreichs unter Krösus; siehe: Schlacht bei Pteria
- 543 v. Chr. - Beginn der buddhistischen Zeitrechnung (orientiert sich am Eingang Buddhas in das Nirvana; das Jahr ist eine Festlegung singhalesischer Mönche und unabhängig von den historischen Ereignissen: Todesjahr Buddhas ist wohl 483 v. Chr.)
- 539 v. Chr. - Der persische König Kyros II. erobert das Reich Babylonien
- 525 v. Chr. ö- die Etrusker erweitern ihren Machtbereich bis nach Kampanien
- 520 v. Chr. - Der Prophet Haggai ruft in Jerusalem zur Wiederaufnahme der Arbeit am Tempel auf.
- 515 v. Chr. - Einweihung des zweiten Tempels in Jerusalem
- 514 v. Chr - Ermordung des athenischen Tyrannen Hipparch durch die Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton.
- 510 v. Chr. - Nach vorheriger Etrusker-Herrschaft wird Rom zur Republik.
- Solonische Reformen: Nach einer Krisenzeit im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. mit nicht durch Königstitel legitimierten Personen wird im Jahre 510 v. Chr. die Tyrannis in Athen gestürzt. Menschen wie Solon und Kleisthenes von Athen, dessen Reformen ins Jahr 508 v. Chr. fallen, begründen die Demokratie.
- 507 v. Chr. - Auf dem Kapitol in Rom wird der Jupitertempel geweiht.
Persönlichkeiten
- Solon, griechischer Staatsmann ( - 638 v. Chr., † 559 v. Chr.)
- Thales von Milet, griechischer Naturphilosoph ( - 624 v. Chr., † 546 v. Chr.)
- Anaximander, griechischer Naturphilosoph ( - 611 v. Chr., † 547 v. Chr.)
- Nebukadnezar II., König von Babylonien ( - 605 v. Chr., † 562 v. Chr.)
- Krösus, lydischer König ( - um 595 v. Chr., † um 546 v. Chr.)
- Anaximenes, griechischer Naturphilosoph ( - 585 v. Chr., † 525 v. Chr.)
- Anakreon, griechischer Dichter ( - um 580 v. Chr., † um 495 v. Chr.)
- Pythagoras von Samos, griechischer Philosoph und Wissenschaftler ( - um 580 v. Chr., † um 496 v. Chr.)
- Gautama Buddha ( - um 560 v. Chr., † 483 v. Chr.). Begründer des Buddhismus
- Konfuzius, chinesischer Philosoph ( - 551 v. Chr., † 479 v. Chr.)
- Epicharmos, griechischer Philosoph, Komödienschreiber und Arzt ( - um 540 v. Chr., † um 460 v. Chr.)
- Themistokles, griechischer Feldherr ( - um 525 v. Chr., † um 460 v. Chr.)
- Xerxes I., persischer König ( - um 519 v. Chr., † 465 v. Chr.)
- Kyros II., persischer König und Begründer des altpersischen Reiches († 529 v. Chr.)
- Darius I., persischer König und Neuorganisator des persischen Großreichs († 486 v. Chr.)
- Äsop, Begründer der Fabeln
- Sappho, griechische Dichterin
- Kleisthenes von Athen, griechischer Reformer und Begründer der Demokratie ( - um 570 v. Chr., † um 507 v. Chr.)
- Laotse (Lao Zi) Philosoph, Begründer des Daoismus
- Sun Zi Militärphilosoph, "Die Kunst des Krieges"
- Prophet Sacharja
- Polykrates
Erfindungen und Entdeckungen
- Dorischer Baustil
- Ionischer Baustil
00-06
ja:紀元前6世紀
ko:기원전 6세기
Delphi (Stadt)
Delphi (griechisch Δελφοί Delphoí) war eine Stadt im antiken Griechenland, die vor allem für ihr Orakel bekannt war. Heute gehören die Ausgrabungen von Delphi zur Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Neben den Ruinen des antiken Delphi existiert eine Kleinstadt gleichen Namens.
Lage
Delphi liegt nördlich des Golfs von Korinth in Mittelgriechenland auf einer halbkreisförmigen Berglehne in einer Höhe von ca. 700 m am Fuße des Parnass und oberhalb des Tals des Pleistos-Flusses. Zur Küste sind es etwa 15 Kilometer. In der Nähe liegen die Orte Galaxidi und Arachova sowie das Kloster Hosios Lukas.
Geschichte
Der Name Delphi leitet sich vom griechischen Wort δελφός (delphos) für "Gebärmutter" ab und weist auf eine alte Verehrung der Erdgöttin Gaia hin. Ab dem 8. Jahrhundert v.Chr. setzte sich die Verehrung des Apollon durch und das Orakel entwickelte sich. Nach der geflügelten Schlange Python, die Apollon dem Mythos zufolge hier getötet haben soll, war Delphi auch unter dem Namen Pytho bekannt.
Zunächst stand Delphi unter der Vorherrschaft von Kirrha, einer Stadt an der Mündung des Pleistos. Im 1. Heiligen Krieg (600-590 v. Chr.) unterlag Kirrha einem Bündnis von Thessalern, Sikyonern und Athenern und Delphi gelangte unter die Kontrolle der Amphiktyonen, die bis zur makedonischen Eroberung im 4. Jahrhundert v.Chr. andauerte. Auch in römischer Zeit blieb das Heiligtum bis zum Verbot der heidnischen Kulte durch Kaiser Theodosius im Jahr 394 n.Chr. eine vielbesuchte Pilgerstätte.
Im Mittelalter entstandt über den Ruinen das Dorf Kastri. 1892 begannen französische Archäologen mit den Ausgrabungen der antiken Ruinen, in deren Verlauf die Bewohner von Kastri an die Stelle des modernen Delphi umgesiedelt wurden.
Mythologie
Delphi galt den Menschen der Antike als der Mittelpunkt der Welt. Dem Mythos zufolge ließ Zeus zwei Adler von je einem Ende der Welt aufsteigen, die sich in Delphi trafen. Der genaue Ort wurde durch den Omphalos (gr. "Nabel") angezeigt.
Die Erdmutter Gaia vereinigte sich mit dem Schlamm, der nach dem Ende des Goldenen Zeitalters von der Welt übrig blieb, und gebar die geflügelte Schlange Python (auch oft als „Drache“ bezeichnet).
Python hatte hellseherische Fähigkeiten und lebte an dem Ort, der später Delphi heißen sollte.
Hera, die Frau des Zeus, war eine Enkelin Gaias. Gaia prophezeite ihrer eifersüchtigen Enkelin, dass Leto, ihre Nebenbuhlerin und eine der Geliebten Zeus', dereinst Zwillinge gebären würde, die größer und stärker als alle ihre Kinder seien.
So schickte sie Python los, um Leto zu verschlingen, noch bevor diese ihre Kinder zur Welt bringen konnte. Diese Intrige wurde von Zeus verhindert, und Leto gebar Artemis und Apollon.
Eine der ersten Taten Apollons war die Rache an Python für den Anschlag auf seine Mutter. Er stellte Python bei Delphi und tötete sie. Durch das vergossene Blut Pythons übertrugen sich deren hellseherischen Fähigkeiten auf den Ort. So wurde Delphi der Kontrolle Gaias entrissen und befand sich fortan unter dem Schutze Apollons.
Orakel
Apollon
Hauptartikel: Orakel von Delphi
Das Orakel von Delphi war dem Apollon geweiht und gilt als das wichtigste Orakel im antiken Griechenland.
Als Medium des Gottes diente die Pythia, die als einzige Frau den Apollon-Tempel betreten durfte. Das Amt der weiblichen Priesterin geht wahrscheinlich noch auf den alten Kult der Erdgöttin Gaia zurück. Die Pythia versetzte sich wahrscheinlich durch die Inhalation von ethylenhaltigen Gasen, die aus einer Erdspalte austraten, in Trance. Interpretiert wurden ihre Worte von den Oberpriestern des Apollon.
Das Orakel entwickelte einen beträchtlichen Einfluss im gesamten Griechenland und wurde vor allen wichtigen Unternehmungen (z.B. Kriege, Gründung von Kolonien) befragt. Damit entwickelte sie sich zu einem bedeutenden politischen Faktor.
Der Historiker Herodot berichtet, dass der lydische König Krösus das Orakel von Delphi befragte, bevor der 546 v. Chr. gegen den Perserkönig Kyros II. ins Feld zog. Von der Antwort, er werde ein großes Reich zerstören, ermutigt wagte Krösus den Angriff, unterlag aber. Die Weissagung war nicht auf das Perserreich, sondern auf sein eigenes bezogen.
Als apollonische Weisheiten sind die am Eingang des Tempels angebrachten Aphorismen "Erkenne dich selbst" (γνῶθι σεαυτόν gnōthi seauton) und "nichts im Übermaß" (μηδὲν ἄγαν mēden agan) bekannt.
Pythische Spiele
Aphorismen
Hauptartikel: Pythische Spiele
Die Pythischen Spiele oder Pythien waren nach den Olympischen Spielen die zweitwichtigsten Panhellenischen Spiele der Antike. Die Spiele wurden zunächst alle acht, ab 586 v. Chr. dann alle vier Jahre zu Ehren des pythischen Apollon ausgetragen.
Ursprünglich bestanden die Spiele nur aus einem Wettkampf, dem Gesang zur Kithara. Später kamen weitere musische und gymnastische Wettkämpfe sowie Wagen- und Reiterrennen hinzu. Die musischen Disziplinen wurden im Theater, die gymnastischen im Stadion von Delphi ausgetragen. Die Pferdewettkämpfe fanden in der benachbarten Ebene von Krisa statt.
Die Pythischen Spiele wurden noch zu den Zeiten des Kaisers Julian begangen und sind wohl ungefähr zu derselben Zeit abgenommen, in welcher die Olympischen Spiele zu Ende gingen (etwa 394 n. Chr.).
Ausgrabungen
394
394
Das Ausgrabungsgelände von Delphi erstreckt sich über 300 Höhenmeter am Hang und ist nicht zuletzt durch seine landschaftliche Schönheit für Besucher attraktiv. Die wichtigsten Funde (darunter die Statue des Wagenlenkers von Delphi und der Omphalos) sind heute im archäologischen Museum von Delphi direkt neben dem Ausgrabungsgelände ausgestellt.
Die Heilige Straße führt zum Tempel des Apollon und wird von den Schatzhäusern gesäumt, die die griechischen Staaten zur Aufbewahrung ihrer Weihgeschenke errichteten. Das heute rekonstruierte Schatzhaus der Athener wurde in der Zeit zwischen 510 und 490 v. Chr in der Form eines Antentempels im dorischen Baustil erbaut.
Vom Apollon-Tempel, dem Sitz des Orakels, stehen noch sechs der ursprünglich 38 dorischen Säulen. Der Tempel wurde 373 v. Chr. erbaut. Für diese Zeit ist seine Form ungewöhnlich langgestreckt, was sich aber dadurch erklärt, dass man den Grundriss des durch ein Erdbeben zerstörten Vorgängerbaus aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. übernahm. Im Adyton, dem Allerheiligsten, des Tempels saß die Pythia auf einem Dreifuß über einer Erdspalte, aus der ethylenhaltige Gase austraten. Die Dämpfe versetzten die Pythia in einen Trancezustand, in dem sie die Oraklesprüche des Gottes verkündete, welche dann von Priestern den fragenden Gläubigen übermittelt wurden.
Oberhalb des Heiligtums liegt das Theater, das etwa 5000 Zuschauern Platz bot. In dem Bau aus dem 4. oder 3. Jahrhundert v. Chr. fand der musische Teil der pythischen Spiele statt. Die sportlichen Wettkämpfe wurden im noch weiter hangaufwärts gelegenen Stadion ausgetragen.
Im unteren Bereich des Ausgrabungsgeländes liegt das Heiligtum der Athena Pronaia mit dem Tholos, einem Rundtempel aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Drei der eins 20 dorischen Säulen sind rekonstruiert worden, was den Tholos zu einem beliebten Fotomotiv macht. Etwas abseits liegt die Kastalia-Quelle, woraus zu trinken der antiken Sage nach die Dichtergabe verlieh.
Das moderne Delphi
Der moderne Ort Delphi (auch Delfí, gr. Δελφοί) ist eine Kleinstadt mit 1500 Einwohnern und liegt etwa 1 km westlich der Ausgabungen entlang der Haupstraße von Amfissa nach Arachova. Die Stadt entstand 1892, als die Bewohner des Dorfes Kastri im Zuge der Ausgrabungsarbeiten umgesiedelt werden mussten, und lebt heute vor allem vom Tourismus.
Literatur
- Giebel, Marion: Das Orakel von Delphi. Geschichte und Texte, Reclam Verlag, Stuttgart 2001. ISBN 3-15-018122-4
- Maaß, Michael: Das antike Delphi. Orakel, Schätze und Monumente, Theiss Verlag, Stuttgart 1997. ISBN 3-8062-1321-6
Kategorie:Delphi
Kategorie:Ort in Griechenland
Kategorie:Antike
Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)
Kategorie:Weltkulturerbe
ja:デルポイ
Isthmische SpieleDie Isthmischen Spiele waren Kampfspiele der Hellenen, benannt nach dem Isthmus von Korinth, wo sie gefeiert wurden. Sie standen im Ansehen nur hinter den Olympiaden zurück.
Ein heiliger Fichtenhain umfasste das Heiligtum des isthmischen Poseidon und die Kampfplätze, nämlich den Hippodrom für das Wettrennen mit Rossen, ein Stadion für den Wettlauf, ein schönes Theater und das Kraneion, ein ansehnliches Gymnasium.
Ihre Gründung wird teils dem Poseidon, teils Theseus zugeschrieben, und sie wurden wohl bereits frühzeitig stark besucht, denn schon Solon setzte jedem attischen Isthmioniken (Sieger in den Isthmischen Spielen) eine Belohnung von 100 Drachmen aus; sie erhielten sich mit wechselnder Geltung bis in die Zeit der römischen Kaiser.
Ihre Feier kehrte alle zwei Jahre (Isthmiade) wieder und zwar jeweils im ersten und dritten Jahr einer Olympiade, wahrscheinlich im Sommer und im Frühling.
Dieselbe enthielt die Hauptbestandteile der großen Festspiele: den gymnischen Agon (Wettkampf), besonders in Wettlauf, Ring- und Faustkampf, Pankration und Pentathlon bestehend (siehe auch Gymnastik); ferner den ritterlichen, Wagen- und Pferderennen umfassenden, und später auch den musischen, welcher rhetorische und poetische oder auch musikalische Vorträge aufwies.
Da der Isthmus Eigentum der Korinther war, so fiel diesen auch das Kampfrichteramt zu; aber nach der Zerstörung Korinths übernahmen es bis zum Wiederaufbau der Stadt die Sikyonier.
Der Siegerkranz wurde bei der ältern Feier aus Holunder-, später, geraume Zeit nach der Wiederherstellung Korinths, aus Fichtenzweigen gewunden. Daneben wurde auch die Palme dargereicht, wie auch öffentliche Bekränzungen und Belobungen einzelner verdienter Männer sowie ganzer Staaten vorkamen.
Außer diesen "großen" Isthmien gab es noch "kleinere", z.B. in Ankyra, Nikäa u. a.
Siehe auch: Panhellenische Spiele
Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)
Kategorie:Feste und Brauchtum (Antike)
Olympia (Griechenland)Olympia (Ολυμπία/Ολύμπια) war ein Heiligtum des Zeus in Elis und Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike. Die Kultstätte entstand etwa im 10./9. Jahrhundert v. Chr. Ihre monumentalen Bauten erhielten ihre endgültige Form im 4. Jahrhundert v. Chr. Im Jahre 426 n. Chr. ließ der oströmische Kaiser Theodosius II. die dort stattfindenden Spiele und Weihehandlungen verbieten, um das Heidentum zu bekämpfen.
Die Altis
Heidentum
Heidentum
Die Altis, der Heilige Hain von Olympia, ist die Bezeichnung für den Kernbereich des Heiligtums von Olympia. Einen der ursprünglichen Kernzellen des Kultes auf der Altis bildete das „Pelopion“, ein Grabhügel aus der Bronzezeit, den Herakles dem Pelops aufgeschüttet haben soll, den kultischen Kern der Brandopferaltar für Zeus. Eine weitere Keimzelle des Kultes stellte auch eine Erdspalte am Fuße des Kronoshügel, dar, wo sich ein Orakel befand, das ursprünglich einer weiblichen Gottheit gewidmet war und später von Zeus übernommen wurde. Dieses Orakel spielte auch noch in historischer Zeit eine Rolle.
Im Heiligtum entstanden mehrere Tempel und Altäre, an denen zahlreichen Göttern Opfer dargebracht wurden - Pausanias zählt 69 auf. Im Norden reihten sich, auf einer etwas erhöhten Terrasse am Fuß des Kronoshügels gelegen, zahlreiche Schatzhäuser griechischer Stadtstaaten auf und westlich davon das Prytaneion. Im Laufe der Zeit wurde die Altis immer reicher mit Weihgeschenken, die oft in Form von Statuen als Dank für Siege gestiftet wurden, und anderen Denkmälern ausgestattet. Die Altis, das Temenos Olympias, wurde im 4. Jh. mit einer Mauer mit wahrscheinlich 5 Toren eingefaßt.
Außerhalb des Temenos entstanden zahlreiche weitere Bauten für die Verwaltung und den Betrieb des Heiligtums, sowie Wettkampfstätten. Das Bouleuterion (6. Jahrhundert v. Chr.) war der Sitz des Olympischen Rates. Das größte Gebäude in Olympia war das "Leonidaion", ein Gästehaus aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., das in römischer Zeit umgebaut wurde. Als Trainingsstätten für Athleten gab es eine "Palästra" (3. Jh.) und für die leichtathtletischen Wettkämpfe ein Gymnasion (2. Jh.) mit einem prunkvollen Propylon. Neben einem Badehaus bereits aus griechischer Zeit wurden in römischer Zeit mehrere Thermen errichtet. Ein Bau aus dem 5. Jahrhundert konnte, unter anderem durch daneben gefundene Werkstattabfälle, als die Werkstatt des Pheidias identifiziert werden, in der die monumentale Zeusstatue für den Tempel verfertigt wurde. Sogar das Stadion, in dem die Wettläufe stattfanden, liegt außerhalb der eigentlichen Altis. Die größte Anlage war das Hippodrom, das, vom benachbarten Fluss Alpheios weggespült, nicht erhalten ist.
Der Heratempel
Der Tempel der Hera (Heraion) liegt im Nordteil der Altis und ist der älteste Peripteraltempel im Heiligtum und einer der frühsten dorischen Tempel in Griechenland. Errichtet wurde das Heraion um 600 v. Chr. An dieser Stelle befand sich wahrscheinlich zuvor ein älterer Kultplatz. Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. wurde der Tempel durch ein Erdbeben zerstört und wurde danach nicht mehr wiederhergestellt. Der im Grundriss ca. 50 x 20 m große Bau war anfangs mit Holzsäulen ausgestattet, die mit der Zeit gegen steinerne Säulen ausgetauscht wurden. Noch während der Römischen Kaiserzeit wurden zwei Holzsäulen vom Reiseschriftsteller Pausanias beobachtet. Der Tempel besaß außerdem einen Steinsockel mit einer altertümlichen Lehmziegelaufmauerung und abschließend ein Holzgebälk für ein lakonisches Dach.
Pausanias berichtet über zwei Kultbilder im Inneren des Tempels: einer sitzenden Hera und einem stehenden Zeus. Der Tempel wurde außerdem genutzt, um eine Vielzahl von Gegenständen, wie zahlreiche Götterbilder und andere Weihgeschenke, aufzubewahren. Einer der wenigen Gegenstände, die heute noch erhalten sind, ist der Hermes des Praxiteles. Im Heraion war auch der Tisch untergebracht, auf dem die Siegerkränze während der olympischen Wettkämpfe ausgelegt wurden. Heutzutage wird am Heratempel das Olympische Feuer entzündet.
Der Zeustempel
Olympische Feuer
Zwischen 470 v. Chr. und 456 v. Chr. errichtete der Baumeister Libon den Zeustempel im dorischen Stil. Der Ringhallentempel mit seinen 6 auf 13 Säulen (die Ecksäulen doppelt gezählt) war am Stylobat gemessen 64 mal 28 Meter groß und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der frühklassischen Architektur. Die Giebelfelder des Tempels waren mit Marmorskulpturen ausgestattet. Auf der Ostseite ist als Thema eine lokale Sage - die Wettfahrt zwischen Oinomaos und Pelops - dargestellt, auf der rückwärtigen Westseite der Kampf der Lapithen gegen die Kentauren. Die Metopen der "inneren Fronten" über Pronaos und Opisthodom zeigten in Reliefs die zwölf Taten des Herakles. In der Cella des Tempels stand die über 12 m hohe Zeus-Statue des Phidias, die in der Antike zu einem der Weltwunder gezählt wurde.
Etwa hundert Meter westlich des Tempels liegt die Werkstatt des Phidias, in der dieser die Zeusstatue schuf. In byzantinischer Zeit wurde der Bau als Kirche weitergenutzt.
Das Stadion
byzantinischer
Das Stadion wurde nach den Ausgrabungen, 1961 wieder in der Gestalt hergerichtet, die es im 4. Jh. v. Chr. erhalten hatte (Stadionphase III). Gegenüber dem früheren Stadion (II) war es um 75 Meter nach Nordosten verschoben worden. Insgesamt war die Anlage des Stadions 213 Meter lang. Die Länge der Laufbahn betrug, zwischen den noch heute erhaltenen Rillen der Start- und Zielschwellen gemessen, 192,28 Meter, ihre Breite etwa 31 bis 32 Meter. Sie ist von einfachen Graswällen umgeben, auf denen rund 45.000 Zuschauer Platz fanden. Aus Stein war lediglich eine kleine Tribüne errichtet, die den Kampfrichtern und der obersten Priesterin des Heratempels vorbehalten war, die als einzige Frau den den Spielen beiwohnen durfte. Als Zugang für die Athleten diente ein überwölbter Gang, der von der Altis unter dem westlichen Besucherwall hinduchführt. Das antike Längenmaß eines Stadions war 600 Fuß lang und entspricht, regional unterschiedlich, einer Länge zwischen 176,50 m und 197 m. Bei den Wettkämpfen wurde in Richtung Zeusaltar, d.h. in Richtung der Altis gelaufen.
Wiederentdeckung und Ausgrabung
Bereits am 14. August 1723 regte der Kunstschriftsteller Bernard de Montfaucon in einem Brief an Quirini, den Erzbischof von Korfu, der als Kenner der Antike galt, zur Ausgrabung von Olympia an.
1766 suchte der englische Theologe und Reisegelehrte Richard Chandler den Ort auf. Johann Joachim Winckelmann fasste 1768 Pläne, in Olympia zu graben, doch ereilte ihn bald darauf plötzlich der Tod. Der Franzose Fauvel gab 1787 eine erste topographische Skizze und Beschreibung der Umgebung. Es folgten mehrere bedeutende englische Archäologen: 1805 Oberst Leake, 1806 Dodwell und Gell, die eine erste kleine Grabung auf den Resten des Zeustempels vornahmen, 1811 Cockerell, 1813 Lord Spencer Stanhope und sein Architekt Allason, die auf Grundlage systematischer Messungen einen topographischen Lageplan erstellten. Eine Gruppe französischer Gelehrter legte 1829 unter der archäologischen Federführung des Bildhauers Dubois und des Architekten Abel Blouet in knapp zwei Monaten große Teile des Zeustempels frei.
Eine systematische Freilegung weiter Bereiche der antiken Stätte erfolgte aber erst durch die deutsche Ausgrabung 1875 bis 1881 unter dem Direktorium in Berlin, dem die Archäologen Ernst Curtius und Friedrich Adler sowie der Geheime Legationsrat Dr. Busch vom Auswärtigen Amt angehörten. Die Leitung am Ausgrabungsort wechselte mehrmals. Die Archäologen Gustav Hirschfeld und Adolf Boetticher erkrankten in der Sumpfgegend des Tals an Malaria. Es folgten die Archäologen R. Weil, Georg Treu, später Adolf Furtwängler und Karl Purgold, sowie als Architekten und Bauführer Richard Bohn und Wilhelm Dörpfeld. Die ausführliche Beschreibung Olympias durch Pausanias (2. Jh. n. Chr.) ermöglichte dabei die Identifizerung fast aller ausgegrabenen baulichen Reste. Die Funde wurden in einem neu errichteten Museum am Rand der Ausgrabungsstätte untergebracht. Bis 1897 wurde eine umfassende, wissenschaftliche Publikation der Ausgrabung vorgelegt.
Die Grabungen wurden durch das Deutsche Archäologische Institut ein Jahr nach den Olympischen Spielen in Berlin von 1936 wieder aufgenommen und dauern mit Unterbrechungen bis heute an. So wurde beispielsweise in aufwändigen Grabungen das Stadion freigelegt, restauriert und 1961 wieder eingeweiht. Ebenfalls freigelegt wurde die Werkstatt des Bildhauers Phidias. Die Ausgrabungen werden seit 1975 von Helmut Kyrieleis geleitet.
Das alte Olympia als Austragungsstätte der Olympischen Spiele 2004
Bei den Olympischen Spielen 2004, deren Hauptaustragungsort Athen war, wurde das antike Olympia erneut auch Austragungsort von Wettkämpfen. Trotz der Proteste des "Zentralen Archäologischen Rates", der Schaden an den Ausgrabungsstätten befürchtete, fand dort der Wettkampf im Kugelstoßen statt.
Literatur
- Wilhelm Dörpfeld: Alt-Olympia. Berlin 1935.
- Alfred Mallwitz: Olympia und seine Bauten. Darmstadt 1972.
Weblinks
- [http://www.wenjuckts.de/olympia Ein Rundgang durch das antike Olympia]
Kategorie:Griechischer Tempel
Olympia (Griechenland)
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie:Olympische Wettkampfstätte
Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)
ja:オリンピア (ギリシャ)
Pausanias (Geograf)Pausanias ( - ca. 110 n. Chr. in Kleinasien; † 180 n. Chr.) war ein griechisch-römischer Schriftsteller und Geograf.
Der in Kleinasien ungefähr im Jahre 110 n. Chr. geborene Pausanias bereiste Griechenland, Kleinasien, Syrien, Libyen, Ägypten und Italien. Diese Erfahrungen ließ er in seine Schriften einfließen.
Erhalten ist seine Beschreibung Griechenlands Periégesis tes Hellados in 10 mehr oder weniger vollständigen Bänden. Seine Darstellung stützt sich dabei sowohl auf seine eigenen Anschauungen und Beobachtungen vor Ort als auch auf die Studien von zahlreichen antiken Autoren. Pausanias trug mit seinen Schriften wesentlich zu unserem Bild der Olympischen Spiele der Antike bei.
Er beschreibt nicht nur die Landschaft sehr genau, indem er sogar die Beschaffenheit der Böden charakterisiert und recht genaue Wegbeschreibungen liefert, sondern auch jegliche Arten von Bauwerken, angefangen mit Tempelanlagen bis hin zu Stadtmauern und Friedhöfen, für seine Leser möglichst plastisch darstellt. Somit ist sein Werk auch heute noch von großem Wert:
- Da mittlerweile vieles von dem, was er detailliert beschrieben hat, zerstört, verschüttet oder vergessen ist, ist sein Werk nachwievor ein wichtiges Hilfsmittel für Archäologen. Mit Hilfe seiner Darstellung wurden und werden nicht selten interessante Überreste 'wieder entdeckt'. Auch ist seine Beschreibung hilfreich, um sich anhand einiger gefundener und ausgegrabener Ruinen ein Gesamtbild von bestimmten Städten oder Tempelanlagen zu machen.
- Unschätzbaren Wert haben seine 10 Bände auch für die Kunstgeschichte, da er viel Mühe darauf verwendete, Statuen und Bilder möglichst detaillgetreu zu beschreiben. Auch wenn seine Authentizität oft bestritten wurde, so kommt man doch letztenendes nicht umhin seine Autorität anerkennen zu müssen. Beispielsweise bei dem Hermes von Olympia des Praxiteles, den er beschreibt, wissen wir durch seine Schilderungen, daß der 1877 im Heratempel von Olympia gefundene Hermes dort am ursprünglichen Aufstellungsort sich befand.
- Sein Werk bedeutet auch im Hinblick auf ansonsten verloren gegangene antike Autoren eine wahre Schatztruhe, da er vielfach seine literarischen Vorgänger und Zeitgenossen zitiert.
- Ebenso ist seine Darstellung für die Bereiche der Sozialwissenschaft wichtig, da er den Lebensstil der damaligen Griechen nicht unerwähnt lässt. So wissen wir dank ihm, dass im 2. Jhr. noch der Wildpark des Xenophon bestand, den dieser auf seinem Landgut Skillous bei Olympia anlegte, nachdem er auf dem Zug der Zehntausend durch Mesopotamien die persischen Königsgärten kennengelernt hatte.
- Auch für die Religionswissenschaften und die Mythologieforschung liefert sein Werk wichtige Anhaltspunkte.
Zu seiner Zeit wie auch später war lange Zeit Pausanias keineswegs der anerkannte Name, der er heute ist. Er war nicht einer der gefeierten Schriftsteller in seiner Zeit. Darum ging es im auch nicht, sondern um eine zutreffende Beschreibung des von ihm Gesehenen für die Nachwelt. Doch noch im 19. Jahrhundert zweifelte kein Geringerer als der Philologe Ulrich von Willamowitz-Moellendorf die Glaubwürdigkeit von Pausanias an. Er ging davon aus, daß Pausanias es nicht selbst gesehen, sondern von älteren Quellen Überliefertes zitiert hatte. Er war damit allerdings nicht der Einzige. Die Funde der Tempel im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts mit Statuenresten und sonstigen archäologischen Zeugnissen, die oft genau der Beschreibung des Pausanias entsprechen und damit seinen Befürwortern rechtgeben, rechtfertigen die Authentizität des Pausanias in überwältigender Weise.
Literatur
- Christian Habicht, Pausanias und seine "Beschreibung Griechenlands", München 1985.
Weblinks
- http://www.fordham.edu/halsall/ancient/pausanias-bk1.html
Kategorie:Autor
Kategorie:Antike (Literatur)
Kategorie:Literatur (Altgriechisch)
Kategorie:Reiseliteratur
Wein
Wein (entlehnt aus lat. vinum) ist ein alkoholisches Getränk, das durch die alkoholische Gärung von Früchten oder Honig hergestellt wird.
Nur ein Getränk, das aus den Beeren der Edlen Weinrebe hergestellt wird, darf "Wein" genannt werden, der vergorene Saft aus anderen Früchten muss die jeweilige Zusatzbezeichnung (beispielsweise Apfelwein) tragen. Die Trauben liegen in unterschiedlichen Rebsorten vor. Häufig stammt das Lesegut hierfür aus einem bestimmten Weinanbaugebiet. Doch auch Verschnittweine aus verschiedenen Provenienzen sind, teilweise als billiger Tafelwein in Kartons abgefüllt, auf dem Markt. Im weiteren Sinne zählen zu den Weinen auch die Obstweine, die verstärkten Weine (beispielsweise Sherry, Portwein oder Madeira) sowie die Schaumweine (zum Beispiel Sekt, Champagner oder auch Perlwein) und nicht ausgegorener Wein (Federweißer, Sturm).
Der in der Weinherstellung aus Weintrauben gewonnene Wein erreicht dabei in der Regel einen Alkoholgehalt zwischen 8,5 und 14 Vol% (Ethylalkohol oder Ethanol). Es gibt aber auch Weine mit niedrigerem und höherem Alkoholgehalt. So erreichen einige französische, kalifornische und ungarische Weine bis zu 16 Volumenprozent Alkohol.
Alkohol
Geschichte
Die Kultivierung von Weinreben zum Zwecke der Weinherstellung nennt man auch Weinbau. Schon seit dem 6. Jahrtausend vor Christus wird dieser in Vorderasien betrieben, um Wein herzustellen.
Ägypten
Vorderasien
Bereits im antiken Ägypten wurde intensiv Wein angebaut, der dann bei Festen der sozialen Oberschicht getrunken wurde. Bier wurde auch gebraut, galt aber als preiswertes Alltagsgetränk der einfachen Leute.
Griechenland
In der griechischen Antike wurden drei Sorten von Wein unteschieden: weißer, schwarzer und bernsteinfarbener. Diese konnten trocken (austeros), halbtrocken (autokratos) oder süß (glykazon) sein. Alter Wein wurde für besser als junger angesehen. Der Wein hatte einen relativ hohen Gehalt an Alkohol (Davidson geht von 15-16 % aus). Er wurde in versiegelten Tonkrügen oder Schläuchen aus Ziegenhaut gelagert.
Der meiste Wein stammte aus lokalem Anbau und kostete einen Obolus für drei Kotylen. Der beste Wein, der weit gehandelt wurde, stammte aus Chios (Gebiet von Arios), Thasos, Lesbos und Mende auf der Halbinsel Chalkidike. Die Transportamphoren unterschieden sich in der Form oder trugen Abbildungen, wodurch sich der Herkunftsort erkennen ließ.
amphoren]
Wein wurde grundsätzlich mit Wasser getrunken, der Genuss von unverdünntem Wein galt als Merkmal der Barbaren. Nur bei dem Trankopfer (Libation) zu Beginn eines Symposions (gemeinsames Trinkgelage) wurde unvermischter Wein verwendet. Die übliche Mischung waren fünf Teile Wasser auf zwei Teile Wein, eine Mischung aus gleichen Teilen galt bereits als unmäßig und wurde akratos (unvermischt) genannt. Wein und Wasser wurden in dem kratér gemischt, manchmal wurde der Wein auch in einem psyktér gekühlt oder Schnee direkt in die Trinkschalen getan. Den Wein trank man aus flachen Schalen auf hohem Fuß, die seitlich zwei kleine Henkel aufwiesen. Für ein normales Gelage, an dem 14 Gäste teilnahmen, galten drei kratér Wein als angemessen.
Byzanz
In Byzanz war gewürzter Wein (conditum) beliebt. Lavendel, Lorbeer, Zimt, Pfeffer, Nelken, Rosenblätter, Wermut, Anis und Mastix konnten zugesetzt werden, um den Geschmack zu verbessern. Würzwein schrieb man jedoch auch medizinische Wirkung zu, wie die Rezeptsammlung des Pseudo-Oreibasios belegt. Geharzter Wein (retsina) war weit verbreitet.
An Rebsorten war Muskatwein, der auf Samos und Lemnos angebaut wurde, und monembasiós (davon Malvasierwein) aus Kreta bekannt. Berühmt war der Wein von Chios, Lesbos, Euböa, Rhodos und Samos sowie aus Varna am Schwarzen Meer. In Bithynien waren Nikäa und Triglis bekannte Weinbauorte, in Thrakien Kuzias und der Ganos-Berg.
Der Wein wurde nun stärker getrunken als in der Antike, im Winter wurde am Morgen der Genuss einer Schale reinen Weins empfohlen, ansonsten wurde meist ein Teil Wein mit einem Teil Wasser gemischt. Auch jetzt noch blieb aber der Wein den Männern vorenthalten.
Byzantinische Weine wurden auch nach Westen exportiert, besonders der monembasiós von Kreta. In Rhetymnion wurde der Wein für den Export nach England gekocht, wohl eine Vorform des heutigen Sherry. Der Wein aus Kandia dagegen wurde ungekocht nach Italien verschifft.
Auch in Osmanischer Zeit wurden der Muskateller von Samos und der Wein von Kandia auf Kreta weiterhin exportiert.
Römisches Reich
Im Römischen Reich breitete sich der Weinbau mit den erobenden Armeen über weite Teile Europas aus. Auch im nördlichen Afrika war der Weinbau bis zur islamischen Eroberung weit verbreitet. Nördlich brachten die Römer den Weinbau bis in die Wachau, das Rheintal, Gallien und sogar bis nach England. Die Römer tranken den Wein oft gemischt mit Wasser. Er stellte zur damaligen Zeit auch nicht das Genussmittel von heute dar, sondern war ein Getränk, dem man stärkende und heilende Wirkung zusprach auf das man bei den Eroberungen nicht verzichten wollte.
Mittelalter
Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass der Wein wegen seines Alkoholgehaltes oft keimfreier und sauberer als Wasser war, stieg seine Beliebtheit im Mittelalter noch weiter. Unsauberes Wasser ließ sich durch ein bestimmtes Quantum Wein sogar desinfizieren - das ist der Grund, warum Wein- oder Essigkonsum (posca) den römischen Legionären sogar ausdrücklich vorgeschrieben war.
Neuzeit
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Während der Zeit der englischen Herrschaft über die Gascogne und Aquitanien begann der Aufschwung des Bordelais (speziell im Médoc) und der angenzenden Regionen um Bergerac und Cahors. Zwar wird in dieser Gegend schon seit der Römerzeit Wein angebaut (Château Ausone in Saint-Emilion beruft sich auf den Dichter Ausonius), allerdings kam alles erst um diese Zeit so richtig in Schwung. Wie auch bei anderen Weinen (z. B. Port, Sherry, Madeira, etc.) war die weltumspannende Handelsmacht der Briten der Stein, der alles ins Rollen gebracht hat. Das Hafenstädtchen Pauillac wurde zu einem Zentrum des Weinbaues und Handels, die Sümpfe im Médoc wurden trockengelegt, und mit der Zeit bildeten sich in diesem Gebiet jene Chateaus heraus, die heute den Markt anführen.
Der Ruf des Burgunders bildete sich am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit heraus. Während der Herrschaften von Philipp dem Kühnen bis hin zu Karl dem Kühnen steigerte sich der Ruf der burgundischen Lebensart und des dazugehörigen Weines. Berühmt war damals schon der im 11. Jahrhundert von Mönchen angelegte Weinberg Clos de Vougeot, und auch andere Parzellen wurden bereits seit dieser Zeit immer genauer vermessen und anhand ihrer Eignung zum Weinbau klassifiziert. Dies und das burgundische Erbrecht der Aufteilung unter den Erben bedingen, dass all diese Parzellen bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Romanée-Conti oder La Romanée) mehrere Eigentümer haben, diese wiederum Weinbergbesitz in allen Teilen des Burgund (2 ha dort, 4 ha da, 5 ha hier). Diese Umstände erschweren die Suche nach einem guten Burgunder.
In ganz Europa blühte der Weinbau, und vor dem dreißigjährigen Krieg erlangte die Rebfläche das grösste Ausmaß der Geschichte. Berühmtheit erlangten allerdings nur die französischen Weine, und seit dem 16. Jahrhundert auch zunehmend portugiesische (Portwein) und spanische Weine (Sherry), sowie der ungarische Tokajer. Alle anderen Weine hatten nur lokale Bedeutung und wurden meist in und um das Anbaugebiet konsumiert. Die Holländer hatten von den Engländern zwar nicht Aquitanien, aber den Weinhandel dort übernommen, und förderten aufgrund ihrer erweiterten Märkte nun auch Cahors im Hinterland der Gironde, von wo aus der 'schwarze Wein' dem Bordeaux für ungefähr hundert Jahre ernste Konkurrenz machte. Die Engländer hingegen, ihres Hauptlieferanten beraubt, suchten nach Alternativen und fanden sie im Dourotal im Hinterland von Porto. Hier entstand aus dieser Handelsbeziehung der Portwein, und in Spanien waren die Weine aus dem Umland von Jerez de la Frontera in Andalusien, die den Engländern seit den Raubzügen von Francis Drake bekannt waren, für die Briten interessant. Zum einen schätzten sie die Süße dieser verstärkten Weine, zum anderen waren diese durch den hohen Alkoholgehalt nach überallhin im englischen Kolonialreich verschiffbar.
Am Ende des 17. Jahrhunderts tauchte ein neuer Stern am Weinhimmel auf. Dom Pérignon brachte die Bläschen in den Champagner, und dieser vorher unbeachtete Wein wurde der neue Exportschlager Frankreichs. Etwas später suchten die Engländer neue Quellen und wurden auf Sizilen fündig. Der Marsala war der erste italienische Wein von Weltruf.
Im 19. Jahrhundert festigten zum einen die Franzosen ihre Vormachtstellung. Sie klassifizierten die teuersten Gewächse des Medoc (oder machten vielmehr die inoffizielle Wertung der Händler öffentlich) anlässlich der Weltausstellung von 1855, anhand der Lagen des Besitzes eines Chateaus (jedoch nicht nach der Lage allein, wie im Burgund). Nachträglich geteilter Besitz bleibt in der gleichen Klasse (gleicher Chateau-Name mit angehängtem Zusatz, z. B. Grand-Puy-Ducásse und Grand-Puy-Lacoste, beide 5eme Cru Classe), nachträglich zugekauftes Areal steigt in der Qualität (wenn die Areale zusammenhängen). Der einzige Wein in dieser Aufstellung, der nicht aus dem Medoc kommt, ist Chateau Haut Brion in den Graves. Die Weine des Libournais und anderer Gebiete des Bordeaux erfuhren keinerlei Beachtung. Es gab auch damals schon weiter Einteilungen als die der Grand-cru-classes, die Crus Bourgois, die Crus Artisans und weitere, die jedoch damals kaum Bedeutung für den Handel hatten und auch heute nur zögerlich wahrgenommen werden. Zugleich wurden auch die Süßweine von Sauternes und Barsac klassifizier. Die aus Loupiac wurden weggelassen, auch sie wegen zu geringer Bedeutung für den Handel. Nun dachte man sich, dem betuchten Klientel eine Richtschnur in die Hand gegeben zu haben. Leider wurde diese Klassifizierung bisher nur einmal geändert, als 1973 Mouton-Rothschild in den 1er Cru-Rang erhoben wurde, und spiegelt, vor allem in den unteren Rängen, nicht den gegenwärtigen Stand wider.
Fast zur selben Zeit (um 1860) machte während der Einigungsbewegung Italiens auch der Barolo zum ersten Mal von sich Reden. Aus den Weingärten des piemontesischen Königshauses in und um Serralunga d'Alba wurde der König der Weine, Wein der Könige wie das piemonteser Königshaus in ganz Italien anerkannt und zum zweiten weltbekannten italienischen Wein. Zum anderen wurde durch die Einigung Italiens auch den toskanischen Weinhandelshäusern ein wesentlich größerer Markt geboten, so dass die Antinori und die Frescobaldi bald zu größten Weinhändlern Italiens gehörten. Auch im Veneto hatten einige Handelshäuser ihren Sitz, die nun ebenfalls ihre Tätigkeit auf ganz Italien ausweiteten. Süditalien bleibt aufgrund seiner völlig anderen Struktur noch sehr lange ein Land für billigen Massenwein, und auch die Qualität des Marsala lässt kontinuierlich nach.
In der spanischen Rioja wurden die ersten Versuche mit aus Frankreich eingeführten Barriques gemacht, die allerdings erst im späten 20. Jahrhundert einen Rotweinboom in Spanien auslösen konnten, und in der neuen Welt wurden seit einigen Jahrzehnten Weine hergestellt. Die Reben aus Amerika eignen sich allerdings nicht zum Weinbau, da der Geschmack vom so genannten Fox-Ton beeinträchtigt wird. Also werden Reben aus Europa in die ganze Welt verschifft. Aber dem Geschmack zum Trotz werden auch viele amerikanische Reben nach Europa gebracht, um Untersuchungen mit Experimente damit zu machen. Mit diesen Reben kommt ein Schädling, die Reblaus. Die amerikanischen Reben sind dagegen tolerant, die europäischen werden von dem Wurzelschädling vernichtet. Im Zuge der Reblauskatastrophe wurden viele Sorten und Klone unwiederbringlich zerstört, und viele Weinberge mussten mit Unterlagsreben neu bestockt werden. Das heißt, dass auf einer Wurzel aus amerikanischem Rebmaterial ein als 'Edelreiser' bezeichneter Ast einer europäischen Rebe aufgepropft wird.
Nach der Reblaus wurde der europäische Weinbau von den beiden Weltkriegen stark beeinträchtigt, und erst nach dem zweiten Weltkrieg kam ein großer Aufschwung, der bis in die Gegenwart andauert. Anfänglich versuchten die meisten Weinbaugebiete, mit Masse auf den gesteigerten Weinverbrauch der Wirtschaftswunderzeit zu reagieren, natürlich mit Ausnahme der Weine im Hochpreissegment, die in dieser Zeit mit einigen legendären Jahrgängen aufwarten konnten. In den 1960er Jahren begannen jedoch in Italien, in den 1970er Jahren auch in Spanien, einige Hersteller den Qualitätsweinmarkt zu beliefern, und ihr wachsender Erfolg führte zu strengeren Gesetzen (die natürlich auch durch Skandale, vor allem in den 1980er Jahren, vorangetrieben wurden), und die Verbraucher griffen diese Initiative auf. Gleichzeitig drängten immer mehr Hersteller aus Übersee, angefangen mit Australien und Kalifornien, später auch Chile, Südafrika und Argentinien, auf den Weinmarkt, und auch deren Qualität entwickelte sich rapide, so dass sie vom qualitativen Aspekt her heute mit Europa mithalten können. Der Weinmarkt ist seit Jahren gewachsen, da durch den allgemein gestiegenen Wohlstand guter Wein als Statussymbol und Genussmittel mittlerweile etabliert ist. Auch der Markt ist globaler geworden, Spitzengewächse sind wegen ihres Prestiges auch in den boomenden Wirtschaftsregionen Asiens und den Reformstaaten Osteuropas sehr gefragt, und ein Gutteil des unteren bis mittleren Preissegmentes befindet sich in der Hand weniger Konzerne. Dies führt aktuell zu zwei Entwicklungen, zum einen steigen die Preise für Spitzenweine nach wie vor, obwohl sich gefragte Flaschen jetzt schon bei über 1.000 Euro pro Stück befinden, zum anderen werden Weine in bestimmten Preisklassen immer uniformer, weil sie nach dem Geschmack der Masse vinifiziert werden.
Palästina
Der aufkommende Islam bereitete dem florierenden Weinbau in Palästina ein vorläufiges Ende, bis er in Israel wieder neu erblühte
Wein in Mythologie und Religion
Bereits im alten Ägypten erfuhr der Weinanbau eine erhebliche Beachtung und Ausbreitung. In der antiken Mythologie waren es Osiris (Ägypten), Dionysos (Griechenland), Bacchus (römische Mythologie) oder Gilgamesch (Babylonien), die den Wein bzw. Weingenuss repräsentierten.
In der Bibel gilt Noach als der erste Weingenießer und Winzer.
Der Wein erfährt in der Bibel einen reichen symbolischen Gebrauch. In den Psalmen dient der Wein zur Lebensfreude, bei Salomo ist er auch Arznei für Leidende und vorsichtgebietendes Rauschmittel. Das Volk Israel wird mit einem Weinberg verglichen, Jesus beschreibt die Verbindung mit seinen Nachfolgern als die zwischen Weinstock und Reben. Das Wirken des Heiligen Geistes wird mit gärendem neuen Wein verglichen. Wein kann verführen und auch — als Taumelbecher — den göttlichen Zorn verdeutlichen.
Im Sakrament des Abendmahls (Eucharistie) bildet der Wein das Element für das Blut Christi.
Die Bibel rät ausdrücklich zu stetigem und mäßigen Weingenuss; charakteristisch ist Jesus Sirach 31, Vers 25ff:
Wie Lebeswasser ist der Wein dem Menschen, / wenn er ihn trinkt mit Maß.
...
Zuviel Wein steigert den Zorn des Toren zu seinem Fall, / er schwächt die Kraft und schlägt viele Wunden.
Qualitätsstufen
Blut Christi
Die Qualität eines Weins wird gleichermaßen durch die Farbe, den Geruch und den Geschmack bestimmt (lat: color, odor, sapor). Den Geschmack kann man grob nach dem Restzuckergehalt des Weines einteilen (trocken oder herb bis mild bzw. lieblich; siehe Geschmacksgrad (Wein)), unabhängig davon lassen sich beim Wein sortentypischer Charakter sowie lage- und jahrgangstypische Ausprägung unterscheiden.
Die Qualität eines Weines lässt sich indirekt auch von seiner Herkunft ableiten. An Tafelweine und Landweine werden nur geringe Anforderungen bezüglich ihres Alkohol- und Mostgewichtgehalts wie auch der Herkunft gestellt. Allerdings werden auch einige der Spitzenweine der jeweiligen Regionen als einfache Tafelweine deklariert, da sie z.B. aufgrund der angebauten Rebsorten per Gesetz nur als Tafelwein bezeichnet werden dürfen. Ein Beispiel hierzu ist das Spitzenweingut Sassiscaia aus Italien. Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) und Qualitätsweine mit Prädikat dürfen nur aus einem einzigen der zugelassenen Weinanbaugebiete stammen, dürfen nur aus den dort empfohlenen Traubensorten bestehen und müssen eine amtliche Prüfung, die nach organoleptischen, weinrechtlichen und chemischen Kriterien urteilt, bestehen. Ähnliche, wenn auch nicht immer vergleichbare regionale Einteilungen sind auch in anderen Ländern, wie z.B. Frankreich, Italien, Spanien und Portugal zu finden (s. Tab. 1). So gelten in Frankreich für Weine subregionaler und kommunaler AOC (etwa Margaux) strengere Anforderungen an Höchstertrag und Mostgewicht wie für regionale AOC (z.B. Bordeaux Supérieur. Über diese Einteilung hinausgehend vergeben einige Organisationen (Appellationen) zusätzliche Prädikate für bestimmte Weingüter und Weinlagen (z. B. Premier Cru und Grand Cru).
Die deutschen Qualitätsweine mit Prädikat können darüber hinaus noch anhand ihres Mostgewichts, dem °Öchsle, charakterisiert werden.
- Kabinettweine sind nach dem deutschen Weingesetz die einfachsten Qualitätsweine mit Prädikat. Sie weisen je nach Anbauzone und Anbaugebiet ein Mindestmostgewicht von 75-82° auf.
- Spätlesen bestehen aus reiferen Trauben. Ihr Mindestmostgewicht beträgt 76-90°.
- Durch die Lese überreifer Trauben werden Auslesen mit einem Mindestmostgewicht von 83-100° gewonnen.
- Beerenauslese-Weine werden durch die Lese und das Pressen überreifer, meist edelfauler Beeren erzeugt. Diese Weine weisen ein Mindestmostgewicht von 110-128° auf.
- Konzentrierter, edelsüßer Wein, der aus rosinenartig eingetrockneten Beeren gewonnen wird nennt man Trockenbeerenauslese. Diese Weine höchster Qualitätsstufe weisen ein Mindestmostgewicht von 150-154° auf.
- Eine Besonderheit deutscher und österreichischer Winzer sind Eisweine. Sie werden bei höchstens -7°C geerntet und gekeltert und besitzen ein Mindestmostgewicht von 110-128°.
- Seit dem Jahr 2000 gibt es in Deutschland die neu eingeführte und EU-weit geschützte Qualitäts-Bezeichnung "Classic" für Weine aus gebietstypischen Rebsorten von gehobener Qualität. Classic-Weine entsprechen dem Geschmacksbild "trocken" - aufgrund der Vorgabe, dass der Restzuckergehalt höchstens doppelt so hoch wie der Säuregehalt sein darf und absolut unter 15 Gramm pro Liter bleiben muss. Eine weitere Voraussetzung zur Erlangung des Signets besteht darin, dass es sich um einen rebsortenreinen (Ausnahme: die württembergische Spezialität "Trollinger mit Lemberger") Jahrgangswein handeln muss. Für Classic-Weine zugelassen sind je nach Anbaugebiet zwischen zwei bis neun Rebsorten, die als "gebietsypisch" ausgewiesen sind. Auf dem Etikett wird auf eine Angabe der Weinberglage verzichtet, so dass dieses neben dem Erzeuger, dem Anbaugebiet und dem Jahrgang nur die Rebsorte sowie das Signet "Classic" ausweisst.
- Gleichzeitig mit dem Signet "Classic" wurde in Deutschland auch die noch höherwertige Bezeichnung "Selection" eingeführt. Selection-Weine sind stets Jahrgangsweine aus einer gebietstypischen, klassischen Rebsorte (d.h. es sind weniger Rebsorten als bei Classic zugelassen) und müssen vollständig aus einer behördlich besonders registrierten Selection-Einzellage stammen. Für diese Einzellagen gelten strenge Ertragsgrenzen (60hl/ha) und nur die besten Einzellagen werden dafür ausgewählt. Der natürliche Alkoholgehalt muss bei mindesten 12.2 vol% liegen, der Restzuckergehalt unter 9 Gramm pro Liter (Ausnahme: Riesling: bis zu 12 Gramm/Liter). Das Etikett eines Selection-Weines führt neben dem Erzeuger und dem Anbaugebiet noch die Rebsorte, das Erntejahr sowie die genaue Lagebezeichnung (sowie das Signet "Selection").
Sonstige Weine
Weine mit höherem Alkoholgehalt sogenannte Verstärkte Weine z. B.:
- Madeira
- Marsala
- Sherry
- Portwein
- Banyuls
Hierzu ist der Regel eine Verstärkung beziehungsweise Aufspritzung
mit Weinbrand notwendig, da die Hefen bei 17,5 Vol% Ethanol absterben.
Bei einigen Süßweinen mit hohem Ethanolgehalt wird die Gärung durch die Zugabe
von Ethanol – Weinbrand – gestoppt.
Weinhaltige Getränke sind
- Sangría
- Weinschorle, Gespritzter
- Vermouth
Einen Sonderstatus haben Weine aus anderen Früchten als Weintrauben, die Fruchtweine (zum Beispiel Erdbeerwein).
Weinbruderschaften und Weinkonvente
In vielen Ländern haben sich Weinliebhaber und -kenner zu Vereinen zusammengeschlossenen, um den Weingenuss gemeinsam zu kultivieren. Im deutschen Sprachgebiet nennen sich diese Clubs meist Weinbruderschaften oder Weinkonvente. Diese blicken teilweise auf eine jahrhundertealte Tradition zurück.
Weinfeste
In Weingegenden in Deutschland haben Weinfeste teilweise Volksfestcharakter. Im Anbaugebiet Pfalz wird jährlich ein Kalender herausgegeben, wann welches Weinfest stattfindet. Das größte Weinfest der Welt ist der Dürkheimer Wurstmarkt.
Literatur
- André Dominé (Hrsg.): Wein. - Köln : Könemann, 2000. - ISBN 3-8290-2765-6
- Wilhelm Flitsch: Wein. Verstehen und genießen. Springer-Verlag, Berlin. 1994. - 2. erw. Aufl., 1999, 26 Illus., ISBN 3-540-66273-1 Geht auf die chemischen Prozesse bei d. Produktion verständlich ein. Nette Tipps zum Probieren.
- Hugh Johnson: Der große Johnson : Enzyklopädie der Weine, Weinanbaugebiete und Weinerzeuger. - München : Hallwag, 2004 (17. Aufl.) - ISBN 3-7742-5151-7
- Stuart Pigott, Schöne neue Weinwelt. Von den Auswirkungen der Globalisierung auf die Kultur des Weines, Fischer Taschenbücher Bd.16041, Frankfurt am Main 2005
- Jens Priewe: Wein, die neue große | | |