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| Milton Keynes |
Milton Keynes Milton Keynes ist eine große Stadt in England im Borough of Milton Keynes. Es handelt sich um eine der Planstädte, die in den 1960er Jahren gebaut wurden. Die Stadt hat 250.000 Einwohner. Sie gehörte früher zur Grafschaft Buckinghamshire, aber 1997 wurde das Borough zu einem selbständigen Stadtkreis, einer Unitary Authority.
Entgegen einem weitverbreiteten Mißverständnis ist Milton Keynes weder nach dem Dichter John Milton noch nach den Wirtschaftswissenschaftlern Milton Friedman oder John Maynard Keynes benannt. Der Name stammt von einem Ort, der bereits an der Stelle, an der die geplante Stadt später errichtet wurde, existierte. Dieser Ort heißt seit 1991 Middleton, um ihn von der Stadt zu unterscheiden.
Milton Keynes wird im Guinness-Buch der Rekorde als Stadt mit dem längsten Einkaufszentrum (720 m lang) verzeichnet. In der Stadt befindet sich Europas größte Ski-Halle mit echtem Schnee, außerdem die Open University, das nationale Badminton-Zentrum und das nationale Hockey-Stadion. Außerdem ist die National Bowl (auch: Milton Keynes Bowl) seit 1972 ein bekannter Ort für Freiluftkonzerte, in der schon Shows von unzähligen Künstlern wie Robbie Williams, Queen, Eminem, Green Day oder Bon Jovi stattgefunden haben.
Bei der Anlage der Stadt wurde davon ausgegangen, dass eine große Anzahl von Einwohnern über ein eigenes Auto verfügen wird. Das Straßennetz stellt ein schachbrettartiges Raster aus Straßen dar, oft verbunden durch zahlreiche gleichartige Kreisverkehre. Die Dichte der Kreisverkehre ist hier deutlich höher als in anderen britischen Städten. Die berühmten Beton-Kühe - lebensgrosse, farbig angemalte Standbilder - befinden sich, wie fast alles in der Stadt, in der Nähe dieser Kreisverkehre.
Das Formel 1 Team Red Bull Racing hat seinen Sitz in Milton Keynes.
Weblinks
- [http://www.mkcdc.org.uk/ Milton Keynes City Discovery Centre]
- [http://www.mkweb.co.uk/ Milton Keynes Web]
Kategorie:Ort in England
Kategorie:Stadtbaugeschichte
simple:Milton Keynes
England
England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.
Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder die Insel Großbritannien gebraucht.
Geografie
England umfasst die südlichste Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.
Politik
Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist es heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution).
Siehe auch: Liste der britischen Premierminister.
Heraldik
Liste der britischen Premierminister
Die englische Flagge, bekannt als St. Georgs-Kreuz, ist ein rotes Kreuz auf einem weißen Hintergrund.
Weitere heraldische Symbole sind die Tudor-Rose und die Drei Löwen.
> Konstitutionelle Demokratie
Geschichte Sport Verwaltungsgliederung
Die 39 historischen Grafschaften (engl. Counties)
Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften, wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
- Siehe Traditionelle Grafschaften Englands
Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung
Traditionelle Grafschaften Englands
Traditionelle Grafschaften Englands
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs)
1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung.
Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar.
Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.
Großstädte
Verwaltungsgrafschaften Englands
In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet.
Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende
Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town".
Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht. Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann.
Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands).
Siehe auch: Greater London, Unitary Authority
Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
- London (7 172)
- Birmingham (977)
- Leeds (715)
- Sheffield (513)
- Bradford (468)
- Liverpool (439)
- Manchester (393)
- Kirklees (389)
- Bristol (381)
- Wakefield (315)
- Wirral (312)
- Dudley (305)
- Wigan (301)
- Coventry (301)
- Doncaster (287)
- Stockport (285)
- Sefton (283)
- Sandwell (283)
- Sunderland (281)
- Leicester (279)
- Nottingham (266)
- Bolton (261)
- Newcastle-upon-Tyne (260)
- Walsall (253)
- Rotherham (248)
- Kingston upon Hull (244)
- Stoke-on-Trent (241)
- Plymouth (240)
- Wolverhampton (237)
- Derby (222)
- Barnsley (218)
- Southampton (217)
- Oldham (217)
- Salford (216)
- Tameside (213)
- Trafford (210)
- Milton Keynes (210)
- Rochdale (205)
- Solihull (200)
Kultur
Das Gärtnern ist eine englische Leidenschaft; es stehen auch eine Vielzahl von Gärten für die Besichtigung offen.
Weblinks
als:England
ja:イングランド
ko:잉글랜드
ms:England
simple:England
th:แคว้นอังกฤษ
zh-min-nan:England
Unitary AuthorityUnitary authority (deutsch Einheitliche Behörde) heißt ein ab 1996 eingeführter Typ von Gebietskörperschaften im Vereinigten Königreich.
Dabei handelt es sich um ein Gebiet, das von der Aufgabenstellung her sowohl Grafschaft (County) als auch Distrikt (District) ist oder anders ausgedrückt, es sind eigentlich Counties, die jeweils nur aus einem District bestehen. Sie wurden quasi aus der County herausgelöst und erledigen alle Aufgaben einer Lokal- bzw. Gemeindeverwaltung ("einstufige Verwaltung"). Die Gebiete sind meist größere Städte. Es kann sich jedoch auch um einen größeren Bezirk handeln, der nur im Kern ein städtisches Gepräge hat (z.B. East Riding of Yorkshire, das mit einer Fläche von mehr als 2.400 km² fast so groß wie das Saarland ist). Im Gegensatz zu Counties, welche in Districts unterteilt sind ("zweistufige Verwaltung") gibt es bei Unitary Authorities keine Verwaltungsebene über oder unter ihnen. Man unterscheidet zwar teilweise noch Towns und Villages, jedoch haben diese keine eigene Verwaltung.
Tatsächlich gab es in England ähnliche Verwaltungseinheiten auch schon vor 1996, jedoch hatten diese andere Bezeichnungen, etwa County Borough.
Heute (2004) gibt es in England insgesamt 40 Unitary Authorities. Jedoch müsste man eigentlich die 36 Metropolitan Districts, die 1975 als Untergliederung der Metropolitan Counties gebildet wurden, dort hinzuzählen, denn seit der Auflösung der Räte der Metropolitan Counties 1986, haben die Metropolitan Districts deren Aufgaben übernommen. Trotz der verwaltungsmäßigen Ähnlichkeiten wird der Begriff "Unitary Authority" hier aber meist nicht verwendet.
Ebenso müssen im weiteren Sinne auch die zur County Berkshire gehörigen Districts als Unitary Authorities bezeichnet werden, weil der Rat der County Berkshire 1998 aufgelöst wurde und die Districts nunmehr deren Aufgaben wahrnehmen, d.h. über den 6 Districts West Berkshire, Reading, Wokingham (District), Bracknell Forest, Windsor and Maidenhead und Slough der County Berkshire gibt es keine Verwaltungsebene mehr.
Auch die 1996 in Schottland und Wales eingeführten Districts sind von ihrer Aufgabenstellung Unitary Authorities.
In Neuseeland existieren ebenfalls fünf Unitary Authorities, die gleichzeitig regionale und lokale Verwaltungsaufgaben wahrnehmen.
In Deutschland könnte man die Unitary Authorities mit kreisfreien Städten vergleichen.
Siehe auch
- Regionen Neuseelands
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Kategorie:Politische Geographie
Milton FriedmanMilton Friedman ( - 31. Juli 1912 in Brooklyn, New York) war Professor an der Universität von Chicago. Er erhielt 1976 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Er gilt als Hauptvertreter der Chicagoer Schule und Schüler von Frank Knight. Sein Sohn ist David D. Friedman.
Vita
- 1928-1932 Mathematik- und Ökonomiestudium an der Rutgers Universität,New Jersey mit Abschluss Bachelor of Arts.
- 1933 Fortsetzung des Ökonomiestudiums an der Universität Chicago mit Abschluss Master of Arts.
- 1941-1943 Beschäftigt beim US-Schatzamt.
- 1946 Dissertation an der Columbia Universität.
- 1946-1983 Professor an der Universität Chicago.
Wirken
Friedman gilt als führender Vertreter des Monetarismus und des modernen Neoliberalismus.
Im Zentrum seiner geldtheoretischen Überlegungen steht die These, dass es eine feste langfristige Beziehung zwischen Geldmenge und Inflation (oder auch Deflation) gibt. Damit ist für ihn Inflation ein rein monetäres Phänomen, dem die Zentralbank durch eine strikte Kontrolle der Geldmenge begegnen kann. Er griff die Idee Walter Euckens auf, Geschäftsbanken eine 100-prozentige Mindestreserve vorzuschreiben. Weiterhin gilt nach Milton Friedman ein Referenzwert von 4,5 %, der im Zusammenhang mit dem Geldmengenwachstum und der Inflation steht.
Zugleich lehnt er die Finanzpolitik als Instrument der Nachfragesteuerung ab. Inflation entsteht nach seiner Theorie immer dann, wenn die Geldmenge schneller wächst als die Wertschöpfung in der Realwirtschaft. Staatliche Ausgaben zur Ankurbelung der Wirtschaft würden mittelfristig verpuffen. Die von Keynes entwickelte antizyklische Fiskalpolitik zur Abfederung der Konjunkturschwankungen könne deshalb nicht funktionieren. Zwei seiner wesentlichen Beiträge zur ökonomischen Debatte sind "Die quantitative Theorie des Geldes" und "The expectations-augmented Phillips Curve".
Als Vertreter des Liberalismus steht die Freiheit des Einzelnen im Zentrum der Argumentation Friedmans. Er hält die freie Wahl des Einzelnen zwangsläufig für nutzenbringender als Regelungen des Staates. Somit unterstützt er eine Reduzierung der Staatsquote, freie Wechselkurse, stetiges Geldmengenwachstum, den Wegfall staatlicher Handelsbeschränkungen, die Aufhebung von Beschränkungen zu regulierten Berufsgruppen und eine Reduzierung staatlicher Fürsorge. Friedman stellte auch die Luxusguthypothese des Geldes auf.
Er griff in den 1960er Jahren die Idee der negativen Einkommensteuer von Juliet Rhys-Williams aus den 1940er Jahren auf. Danach würde das Finanzamt jedem Steuerpflichtigen, dessen Einkommen unter einem festzulegenden Minimum liegt, die Differenz ohne weitere Prüfungen überweisen.
Auch die Theoriekonstruktion der Natürlichen Arbeitslosigkeit stammt von Milton Friedman. Sie besagt, das aufgrund von friktionellen und strukturellen Faktoren eine Art Vollbeschäftigungs-Arbeitslosigkeit unvermeidlich ist. Bei dieser Betrachtungsweise besteht die Gefahr, dass die relativ unbestimmte Größe der natürlichen Arbeitslosigkeit dazu führt, dass das Ziel der Vollbeschäftigung aus den Augen verloren wird. Ökonomen aus der Schule von Milton Friedman quantifizierten die natürliche Arbeitslosenquote denn auch mit 4 - 6 Prozent aller Arbeitssuchenden.
Eine Falsifikation dieser theoretischen Festlegung auf einen bestimmten Wert natürlicher Arbeitslosigkeit, deren unterster Wert häufig mit 4 Prozent angegeben wird, stellt allerdings der Arbeitsmarkt in der Schweiz dar. Dort wurde nur selten eine Arbeitslosenquote von 4 Prozent erreicht.
Werk (Auswahl)
- 1962 Capitalism and Freedom (deutsch: Kapitalismus und Freiheit ISBN 3821839600)
- 1969 Optimum Quantity of Money and other Essays
- 1976 Price Theory (deutsch: Die Theorie der Preise ISBN 3478370701)
- 1984 Tyranny of the Status Quo
Literatur
- Geigant/Haslinger/Sobotka/Westphal: Lexikon der Volkswirtschaft, 1994, S. 55;
Siehe auch
- Neoliberalismus
- Mont Pelerin Society
- Chicago Boys
- Wunder von Chile
Weblinks
- [http://www.vwler.de/joomla/content/view/24/26/ Milton Friedman auf VWLer.de]
-
-
- [http://www.friedmanfoundation.org/ Friedman Foundation]
- [http://www.liberalismus.at/Geschichte/index.php?name=friedman Portrait bei Liberalismus.at]
- [http://www.mehr-freiheit.de/idee/friedman.html Portrait bei Mehr-Freiheit.de]
- [http://www.oeffentliche-finanzen.de/zeit/Friedman.htm Zeit-Portrait]
Friedman, Milton
Friedman, Milton
Friedman, Milton
Friedman, Milton
Friedman, Milton
Friedman, Milton
Friedman, Milton
ja:ミルトン・フリードマン
ko:밀턴 프리드먼
John Maynard Keynes
John Maynard Keynes // ( - 5. Juni 1883 in Cambridge; † 21. April 1946 in Firle, East Sussex) war ein englischer Mathematiker und Ökonom. Er zählt zu den bedeutendsten Ökonomen überhaupt und ist Namensgeber des Keynesianismus.
Seine radikalen Ideen haben bis heute einen großen Einfluss auf ökonomische und politische Theorien.
Leben
Keynes wurde als Sohn eines Verwaltungsbeamten geboren. Er genoss eine Ausbildung an den Elite-Instituten Eton und King's College in Cambridge, wo er Mathematik studierte. Er war Schüler Alfred Marshalls und studierte gemeinsam mit Arthur Cecil Pigou.
Sein Bruder Geoffrey Keynes war ein bekannter Arzt.
Sein großer Freundeskreis, dem Rupert Brooke und James Strachey angehörten, umfasste auch die berühmte liberale Bloomsbury Group mit ihren Mitgliedern Virginia Woolf, Lytton Strachey, Bertrand Russell, Ludwig Wittgenstein und vor allem dem Maler Duncan Grant, mit dem Keynes von 1908 bis 1915 eine Beziehung führte.
Als er anfing, sich mit Ökonomie zu beschäftigen, war er schockiert von der Art, wie mathematische Ökonomen die Mathematik missbrauchten, insbesondere dort, wo die Mathematik in nichtssagender Weise angewandt wurde. Er machte keinen Hehl aus seiner Verachtung solcher Ökonomen.
Mit dem Aufsatz Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages kritisierte er 1919 die Deutschland auferlegten Reparationszahlungen als ökonomisch widersinnig.
In der Abhandlung über Geldreform (1923) stellte Keynes die Zinsparitätentheorie vor.
Im Jahr 1925 heiratete er die Balletttänzerin Lydia Lopokova, die von seinen Bloomsbury-Freunden nie akzeptiert wurde.
Sein Buch The General Theory of Employment, Interest and Money (1936) veränderte nachhaltig die Makroökonomie und wird häufig als das einflussreichste sozialkundliche Werk des 20. Jahrhunderts zitiert. Dies war stark vom schwarzen Donnerstag am 24. Oktober 1929 geprägt.
Im Jahr 1942 wurde Keynes geadelt.
Keynes war englischer Verhandlungsführer bei der Reform des Weltwährungssystems in Bretton Woods (1944), konnte sich jedoch nicht gegen die US-amerikanische Position unter Harry Dexter White durchsetzen. Unter anderem hat er dabei – in Kenntnis von Gedankengängen Silvio Gesells – eine umlaufgesicherte internationale Währung namens Bancor in die Diskussion gebracht. Siehe dazu Bretton-Woods-System.
Im Speziellen assoziiert man seinen Namen meist mit seiner Wirtschaftstheorie bzw. mit seiner vehementen Befürwortung der Intervention des Staates in das Wirtschaftsgeschehen, ähnlich der Theorie des Bobzien. Laut Keynes soll der Staat über Rücklagen finanziert fiskalpolitische und monetäre Maßnahmen anwenden, um die Auswirkungen von Rezessionen und Booms abzuschwächen. Obwohl häufig unterstellt, befürwortete Keynes dabei niemals Deficit spending, diese Idee geht auf Abba P. Lerner zurück. Als Keynes als Repräsentant der englischen Schatzkammer 1944 Amerika besuchte, widersprach Keynes vehement Lerners Idee der Belebung der Konjunktur durch Staatsverschuldung.
Seine Ideen legten den Grundstein des heutigen Keynesianismus (auch keynesianische Schule) und wurden seither von Ökonomen dieser Schule weiterentwickelt, wenngleich sie heute zur Erklärung langfristiger Effekte skeptisch beurteilt werden.
Die eigentliche Botschaft seines Werkes ist, dass mikroökonomische Ideen im makroökonomischen Kontext völlig falsch sein können. Inhaltlich legt Keynes besonderes Vertrauen auf die Steuermacht der Binnenkonjunktur.
Akademisch gesehen ist der Keynesianismus eine Mischung aus Neoklassik und keynesschen Einsichten (Allgemeine Theorie). Analytisch bietet er keine neuen Einsichten. Für ihn ist die Marktwirtschaft mit staatlicher Wirtschaftspolitik stabilisierbar. Keynes diagnostizierte die grundsätzliche Unfähigkeit der Marktwirtschaft, eine stabile Entwicklung aus sich selbst zu garantieren.
Da von Keynes ein Interventionismus befürwortet wurde, hegte er in den 1930er Jahren Sympathien für den italienischen Faschismus, er meinte der faschistische Staatsinterventionismus böte die besseren Rahmenbedingungen zur Umsetzung seiner Ideen als ein Nachtwächterstaat.
In seiner Multiplikatortheorie griff er auch Ideen der Physiokratie François Quesnays auf.
Bertrand Russell bezeichnete Keynes als den intelligentesten Menschen, den er je traf. Wie viele andere erfolgreiche Menschen seiner Zeit, gehörte er dem elitären Geheimbund Cambridge Apostles an.
Werke (Auswahl)
- The Economic Consequences of the Peace (1919)
- Treatise on Probability (1921)
- Tract on Monetary Reform (1923)
- Treatise on Money (1930), Vom Gelde (dt. Ausgabe von Treatise on Money), Verlag Duncker & Humblot, 1983, ISBN 3428007565
- The General Theory of Employment, Interest and Money (1936), Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes (dt. Ausgabe der General Theory, übersetzt von Fritz Waeger), Verlag Duncker & Humblot 2002, 9. Auflage, ISBN 342807985X
Berühmte Zitate
- "... in the long run we are all dead ..."
- "The difficulty lies, not in the new ideas, but in escaping from the old ones ..."
- "... the ideas of economists and political philosophers, both when they are right and when they are wrong, are more powerful than is commonly understood. Indeed the world is ruled by little else. Practical men, who believe themselves to be quite exempt from any intellectual influences, are usually the slaves of some defunct economist. ... it is ideas, not vested interests, which are dangerous for good or evil."
- "The classical theorists resemble Euclidean geometers in a non-Euclidean world who, discovering that in experience straight lines apparently parallel often meet, rebuke the lines for not keeping straight - as the only remedy for the unfortunate collisions which are occuring. Yet, in truth, there is no remedy except to throw over the axiom of parallels and to work out a non-Euclidean geometry. Something similar is required today in economics." (aus "The (mis)beahvior of markets" von Benoit Mandelbrot und Richard L. Hudson)
Siehe auch
- Keynesianismus
- Keynesianisches Totalmodell
- Keynessche Konjunkturtheorie
- Bretton-Woods-System
- Liquiditätsprämie
Weblinks
- [http://www.vwler.de/joomla/content/view/20/26/ John Maynard Keynes auf VWLer.de]
-
- [http://www.keynes-gesellschaft.de Keynes-Gesellschaft]
- http://www.john-maynard-keynes.de
- http://www-gap.dcs.st-and.ac.uk/~history/Mathematicians/Keynes.html
- http://www.viavia.ch/spip/article.php3?id_article=183
- http://staff-www.uni-marburg.de/~multimed/theorie/moderne/keynes/keynes.html
- [http://www.marxists.org/reference/subject/economics/keynes/general-theory/index.htm The General Theory of Employment, Interest and Money]
Keynes, John Maynard
Keynes, John Maynard
Keynes, John Maynard
Keynes, John Maynard
Keynes, John Maynard
Keynes, John Maynard
ja:ジョン・メイナード・ケインズ
Guinness-Buch der RekordeDas Guinness-Buch der Rekorde ist eine Sammlung von Rekorden. In ihm sind auch kuriose Bestleistungen, sogenannte Trivia, verzeichnet. Viele Rekorde wurden nur mit dem Ziel aufgestellt, in dieses Buch aufgenommen zu werden. Aufgelistet werden z.B. größter Mensch, ältester Mensch, größte Füße, längste Leberwurst etc.. Leider ist die Sammlung nicht immer vollständig.
Das erste Buch wurde 1955 von der Guinness-Brauerei in Auftrag gegeben und in England veröffentlicht. Die Idee zu diesem Buch kam dem Geschäftsführer der Brauerei. Seit einem Fehlschuss bei der Jagd auf einen Goldregenpfeifer trachtete er nach Rehabilitation, weswegen er Nachforschungen über den schnellsten Vogel der Welt betrieb. Hierbei kam ihm die Idee, den Bierkonsum in den Pubs zusammen mit der Wettleidenschaft der Bierkonsumenten durch ein Sammelwerk von Rekorden anzutreiben.
Geschrieben wurde die erste Ausgabe von den Zwillingen Ross und Norris McWhirter, welche über viele Jahre Neuausgaben veröffentlichten.
Inzwischen ist das Guinness-Buch das weltweit am häufigsten verkaufte copyright-geschützte Buch, und enthält damit auch einen Eintrag über sich selbst. Lediglich die Bibel wurde häufiger verkauft.
Das Guinness-Buch der Rekorde hält aber noch einen anderen Rekord. Kein anderes Buch der Welt wurde so oft aus Bibliotheken gestohlen.
Damit eine Aktion in das Buch als ein neuer Rekord aufgenommen werden kann oder um einen bestehenden einzustellen, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt werden und bei der Zentrale in England angemeldet werden. Um einzelne Rekorde wie Dominosteine umpurzeln lassen haben sich auch Teams gebildet, die ständig versuchen ihre eigenen Rekorde zu verbessern oder die Rekorde anderer einzustellen.
Siehe auch
- Menschliche Rekorde
- Technische Rekorde
Literatur
- Guinness World Records 2005 deutsche 50-Jahre-Jubiläumsausgabe, Hoffmann & Campe 2004 ISBN 3896810081
Weblinks
- [http://www.guinnessworldrecords.de/ guinnessworldrecords.de] - deutsche Website
- [http://www.guinnessworldrecords.com/ guinnessworldrecords.com] - internationale Website (englisch)
Kategorie:Literarisches Werk
Kategorie:Menschlicher Rekord
ja:ギネスブック
Open UniversityDie Open University, kurz OU, ist die größte der Universitäten in Großbritannien, die Fernstudien anbieten. Das Studienprinzip basiert auf dem des Supported Distance Learning, bei dem man durch einen Tutor begleitet wird und umfangreiches Studienmaterial zu Verfügung gestellt bekommt. Die OU bietet sehr vielfältige Studiengänge an. Besonders bekannt ist das MBA-Programm der OU Business School. Die OU operiert nicht nur in Großbritannien, sondern unterhält Büros in ganz Europa. In Deutschland finden sich drei Zentren, unter anderem eines in München.
Die Studiengänge bei der OU sind grundsätzlich modular aufgebaut, das heißt, dass mehrere Kurse abgelegt werden müssen, von denen jeder mit einer Punktezahl honoriert wird. Zum Erreichen eines Abschlusses wie dem BA ist eine Mindestpunktzahl erforderlich.
Der Campus der OU ist in Milton Keynes, UK. Während insgesamt 200.000 Studenten gegenwärtig bei der OU studieren, sind jedoch tatsächlich nur ca. 150 Studenten vor Ort in Milton Keynes. Alle anderen studieren über das Distance Learning.
Weblinks
- [http://www.open.ac.uk Open University]
Kategorie:Universität in Großbritannien
BadmintonBadminton ist ein Rückschlagspiel, das mit einem kleinen Federball (Shuttlecock) und jeweils einem Badmintonschläger pro Person gespielt wird. Dabei versuchen die Spieler, den Ball so über ein Netz zu schlagen, dass die Gegenseite ihn nicht den Regeln entsprechend zurückschlagen kann. Badminton kann sowohl von zwei Spielern als Einzel als auch von vier Spielern als Doppel oder Mixed gespielt werden. Es wird meistens in der Halle ausgetragen und stellt wegen der großen Laufintensität hohe Ansprüche an die körperliche Fitness der Spieler.
Badminton ist die Wettkampfvariante des bekannten Hobbysports Federball. Weltweit wird es in 156 Nationen von über 14 Millionen Spielern wettkampfmäßig betrieben.
Fitness
Allgemeines
Badminton ist ein Rückschlagspiel für zwei Spieler (Einzel) oder vier Spieler (Doppel). Ziel des Spieles ist es, den Ball so über das Netz in die gegnerische Feldhälfte zu schlagen, dass der Gegner ihn nicht regelgerecht zurückschlagen kann. Das aus dem Freizeitbereich bekannte Federballspiel, mit dem es manchmal verwechselt wird, hat dagegen möglichst lange Ballwechsel zum Ziel.
Badminton hat gewisse Ähnlichkeit mit Tennis, unterscheidet sich davon jedoch in grundlegenden, spieltechnischen und taktischen Aspekten. Das Badmintonspielfeld ist im Gegensatz zum Tennisfeld vergleichsweise klein. Ein Badmintonschläger ist wesentlich leichter als ein Tennisschläger. Der Spielball (Federball) darf den Boden nicht berühren. Er ist mit einem Federkranz bestückt, der sich durch besondere Flugeigenschaften auszeichnet.
Badminton stellt hohe Ansprüche an Reflexe, Grundschnelligkeit und Kondition und erfordert weiterhin für ein gutes Spiel Konzentrationsfähigkeit, Spielwitz und taktisches Geschick. Lange Ballwechsel und eine Spieldauer ohne echte Pausen fordern eine gut entwickelte Ausdauer. Die Tatsache, dass durch den leichten Schläger Änderungen in der Schlagrichtung ohne deutliche Ausholbewegungen zu erreichen sind, macht Badminton zu einem extrem raffinierten und täuschungsreichen Spiel. Dem schnellen Angriffsspiel ist nur durch gute Reflexe und sehr bewegliche Laufarbeit zu begegnen. Der Wechsel zwischen hart geschlagenen Angriffsbällen, angetäuschten Finten sowie präzisem, gefühlvollem Spiel am Netz ist es, was die Faszination von Badminton ausmacht.
Gezählt wird nach Punkten und nach Sätzen (derzeit sind im Badmintonsport neue Zählsysteme in Diskussion und Erprobung). Punkte erzielen kann nur die Partei, die das Aufschlagrecht besitzt. Als Fehler gilt es unter anderem, wenn der Ball das Netz nicht überfliegt oder Boden/Wand außerhalb des Spielfeldes berührt, oder wenn Spieler bzw. Schläger das Netz berühren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rückschlagspielen wird bei Badminton auch dann weitergespielt, wenn der Ball beim Aufschlag das Netz berührt.
Geschichte
Ursprünge
Tennis
Bereits lange vor der Entstehung des Namens Badminton gab es Rückschlagspiele, die dem heutigen Federball ähnelten. In Indien gefundene Höhlenzeichnungen belegen, dass dort bereits vor 2000 Jahren mit abgeflachten Hölzern kleine, mit Hühnerfedern gespickte Holzbälle geschlagen wurden. Auch bei den Inkas und den Azteken waren Rückschlagspiele mit gefiederten Bällen bekannt. In Europa zur Zeit des Barock entwickelte sich ein unter dem Namen Battledore and Shuttlecock oder Jeu de Volant bekanntes Federballspiel zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des höfischen Adels. Ziel bei dieser Variante des Federballspiels war es, dass zwei Spieler sich mit einfachen Schlägern einen Federball so oft wie möglich zuspielen, ohne dass dieser den Boden berührt. Ein urkundlich erwähnter Rekord aus dem Jahre 1830 beläuft sich auf 2117 Schläge für einen Ballwechsel zwischen Mitgliedern der Sommerset-Familie.
Das heutige Spiel verdankt seinen Namen dem englischen Landsitz des Duke of Beaufort aus der Grafschaft Gloucestershire. Auf diesem Landsitz mit dem Namen Badminton wurde 1872 das von dem britischen Kolonialoffizier aus Indien mitgebrachte und als Poona bezeichnete Spiel vorgestellt. 1893 wurde in England der erste Badmintonverband gegründet, und schon 1899 fanden die ersten All England Championships statt, die heutzutage unter Badmintonanhängern den gleichen Stellenwert haben wie das Turnier von Wimbledon für die Tennisfreunde.
Der neue Sport erfreute sich großer Beliebtheit. Schwierigkeiten bereitete es nur, geeignete Sportstätten zu finden. Es musste oft an ungewöhnlichen Orten gespielt werden, denn die einzigen uneingeschränkt geeigneten Räumlichkeiten zu dieser Zeit waren Kirchen. Das hohe Mittelschiff einer Kirche bot dem Federball freie Flugbahn, und die Kirchenbänke dienten den Zuschauern als Logenplätze.
Entwicklung in Deutschland
In Deutschland wurde im Jahre 1903 der erste Badminton-Sportverein außerhalb Englands gegründet - der Bad Homburger Badminton-Club. Mitte der zwanziger Jahre breitete sich der organisierte Badmintonsport auch auf Nordeuropa und Nordamerika aus, so dass bereits im Juli 1934 die International Badminton Federation (IBF), der Welt-Dachverband, gegründet werden konnte.
Die ersten Deutschen Meisterschaften fanden am 17. und 18. Januar 1953 in Wiesbaden statt. Am selben Wochenende wurde der Deutsche Badminton-Verband (DBV) aus der Taufe gehoben, der noch im gleichen Jahr in die IBF eintrat. Erster Präsident des DBV war der Industrielle Hans Riegel aus Bonn (HARIBO). Im Mai des darauf folgenden Jahres wurde der DBV als 26. Fachverband in den Deutschen Sportbund (DSB) aufgenommen, und 1967 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der European Badminton Union (EBU). 1958 entstand auch in der damaligen DDR ein Federballverband, dessen Landesverbände 1990 in den DBV eingegliedert wurden.
Während in den sechziger Jahren eine gewisse Stagnation der Mitgliederzahlen zu beobachten war, erfolgte in den Siebzigern im Zuge der Erstellung zahlreicher neuer Sporthallen ein wahrer Badminton-Boom. Dieser Aufschwung mit teilweiser Verdreifachung von Mitgliederzahlen in Verbänden und Vereinen hielt bis Ende der achtziger Jahre an, als viele Tennishallen zu Badminton-Zentren umgebaut wurden. In den Neunzigern wurde erneut eine leichte Stagnation spürbar, und seit der Jahrtausendwende sind die Mitgliederzahlen im DBV sogar leicht rückläufig, trotz der Integration von Badminton in den Schulsport.
Dem Deutschen Badminton-Verband gehören derzeit 16 Ländesverbände mit etwa 218 000 Mitgliedern in 2700 Vereinen an. Darüber hinaus gibt es ca. 4,5 Millionen Freizeitspieler ohne Vereinszugehörigkeit, die Badminton mehr oder weniger regelmäßig in einem der vielen Zentren betreiben.
Badminton international
Große Popularität genießt Badminton in seinen europäischen und asiatischen Hochburgen Dänemark, China, Indonesien, Malaysia, Singapore, Thailand, Indien und Korea. In diesen Ländern haben große Badminton-Veranstaltungen ähnlichen Stellenwert wie bei uns Fußball oder Leichtathletik. In den Siegerlisten der bedeutenden internationalen Turniere findet man deshalb auch hauptsächlich dänische oder asiatische Namen.
Seit 1977 finden Weltmeisterschaften statt, seit 1983 alle zwei Jahre. Mit dem Davis-Cup im Tennis vergleichbar sind die Mannschaftsweltmeisterschaften im Badminton: seit 1949 der Thomas-Cup für Herren-Nationalteams sowie seit 1957 der Uber-Cup für Damen-Nationalteams. Im Jahre 1989 wurde der Sudirman-Cup ins Leben gerufen, die offizielle Nationalmannschafts-Weltmeisterschaft für gemischte Teams (Damen und Herren).
1983 führte die IBF den Grand Prix Circuit ein. Auf internationalen Preisgeldturnieren treten die besten Spieler des Jahres in Asien, Europa und Nordamerika gegeneinander an und treffen schließlich beim World Grand Prix Final aufeinander. Bei diesem Turnier und bei den beiden höchst dotierten Turnieren in Dänemark (Danish Open) und Korea (Korean Open) werden Preisgelder von rund einer Viertel Million US-Dollar ausgeschüttet.
Derzeit sind 156 Nationen mit über 14 Millionen Spielern Mitglied in der IBF.
Olympische Sportart
Bereits 1972 bei den olympischen Spielen in München war Badminton als sogenannte Demonstrationssportart vertreten. Doch erst nachdem es 1988 zum zweiten Mal in Seoul sehr erfolgreich der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, entschloss sich das IOK, Badminton 1992 in Barcelona zur olympischen Disziplin zu erheben, allerdings ohne gemischtes Doppel. Erst 1996 wurden alle fünf Disziplinen bei den Spielen von Atlanta ausgetragen.
Liste der bisherigen Olympiasieger:
- als Demonstrationssportart
Das Spiel
Spielfeld
Atlanta
In der Regel wird Badminton in der Halle gespielt. Diese muss eine Mindesthöhe von 5 m aufweisen. Üblicherweise gilt es als Fehler, wenn der Ball während des Spiels die Decke berührt, jedoch wird bei Deckenberührung beim Aufschlag oder bei Berühren von herunterhängenden Teilen (z. B. der Deckenkonstruktion) auf Wiederholung entschieden. Erst ab 9 m Deckenhöhe ist eine Halle uneingeschränkt bespielbar und damit jede Deckenberührung ein Fehler.
Das Spielfeld ist dem des Tennis sehr ähnlich, ist allerdings mit 13,40 m Länge und 6,10 m Breite deutlich kleiner. Die Netzhöhe beträgt an den Pfosten 1,55 m und 1,524 m in der Netzmitte. Die Linien sind 4 cm breit und Teil des Spielfeldes, das sie begrenzen.
; Einzel : In der Einzeldisziplin stellt die innere Begrenzungslinie die seitliche Feldbegrenzung dar, der Aufschlag darf bis zur hinteren Grundlinie ausgeführt werden.
; Doppel : Beim Doppel ist das komplette Feld zu bespielen, der Aufschlag darf allerdings lediglich bis zur hinteren Aufschlaglinie und muss hinter bzw. auf die erste Aufschlaglinie geschlagen werden.
Schläger
Hauptartikel Badmintonschläger
Die Form des Badmintonschlägers ist mit der eines Tennisschlägers vergleichbar, ist jedoch etwas kleiner, leichter und dünner besaitet. In der einfachsten Form ist der Stahlschaft/Stahlkopf ca. 120 Gramm schwer. Gehobenere Modelle bestehen aus einem Stück und wiegen nur noch bis zu 80 Gramm.
Je härter der Rahmen, desto präziser lässt sich damit spielen. Dabei ist aber eine gute Schlagtechnik erforderlich, da bei ungenauem Treffen des Balles Vibrationen entstehen, die durch den harten Rahmen durchgeleitet werden und unter Umständen zum sog. Tennisarm führen können. Je weicher der Rahmen, desto ungenauer ist der harte Schlag, aber desto armschonender ist der Schläger bei normalem Spiel.
Zur Bespannung bieten die Hersteller unterschiedliche Varianten an Saiten an. Im Anfängerbereich werden Schläger hauptsächlich mit einfachen, aber günstigen Kunststoffsaiten bespannt. Fortgeschrittene und Profis verwenden eher die teureren Naturdarmsaiten oder mehrfach geflochtene Kunststoffsaiten, die bessere Ballkontrolle und längere Haltbarkeit bieten. Je nach Spielertyp können Badmintonschläger unterschiedlich hart bespannt werden (Zugbelastung ca. 7 – 12 kg). Wegen der ovalen Form des Schlägerkopfes werden die Längssaiten eines Schlägers meist mit 0,5 – 1 kg härter bespannt als die Quersaiten.
Zur Verbesserung des Griffs wird i.d.R. ein zusätzliches Griffband eingesetzt.
Spielball
Griffband
Hauptartikel Shuttlecock
Bei Wettkämpfen oder Turnieren wird in den höheren Spielklassen und auf internationaler Ebene mit Naturfederbällen gespielt. Der Kopf ist aus Kork, der Federkranz besteht in der Regel aus 16 Gänse- oder Entenfedern, die in den Kork eingeklebt und miteinander verschnürt sind. Sie werden hauptsächlich in Asien handgefertigt und zeichnen sich durch besondere Flugeigenschaften aus.
Durch die spezielle Anordnung der Federn wird der ca. 5 g leichte Naturfederball während des Fluges von der durchströmenden Luft in Rotation um seine Längsachse versetzt, wodurch der Flug stabilisiert wird. Dennoch wird er in besonderem Maße von den Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit beeinflusst. So können Flughöhe, Geschwindigkeit und damit Reichweite eines lang geschlagenen Balles in Hallen unterschiedlicher Höhenlage stark variieren. Um solche Einflüsse zu kompensieren, sind Naturfederbälle in unterschiedlichen Geschwindigkeiten erhältlich. Vor einem Spiel testen die Spieler durch das sogenannte Durchschlagen die Geschwindigkeit der verwendeten Federbälle, indem sie mit kraftvollen Unterhandschlägen von der hinteren Grundlinie flach über das Netz geschlagen werden. Bälle, die innerhalb des Spielfelds in einem Bereich zwischen 53 99 cm entfernt von der gegenüberliegenden Grundlinie landen, haben die richtige Geschwindigkeit. Alle anderen werden bei internationalen Spielen meistens direkt aussortiert, oder es wird versucht, die Ballgeschwindigkeit zu beeinflussen, indem man die oberen Spitzen der Federn leicht nach außen bzw. innen biegt. Der Ball bietet dadurch mehr oder weniger Luftwiderstand und fliegt entsprechend kürzer bzw. weiter. Es muss dafür gesorgt werden, dass stets genügend durchgeschlagene Bälle einer Sorte für die Dauer des Spiels zur Verfügung stehen. Dadurch soll vermieden werden, dass vor allem konditionsschwache Spieler das Durchschlagen von neuen Bällen mitten in einem Satz als Erholungspause nutzen.
Naturfedern brechen relativ leicht, besonders bei unsauber ausgeführten Schlägen. Bedingt durch den größeren Verschleiß und wegen der etwas höheren Kosten von Naturfederbällen haben sich im Freizeitbereich Imitate aus Kunststoff durchgesetzt. Sie sind günstiger und haltbarer, haben allerdings andere Flugeigenschaften als Naturfederbälle und bieten weniger Möglichkeiten für ein variantenreiches, schnelles Spiel.
Technik
Schlägerhaltung
Kunststoff
Es existieren verschiedene Möglichkeiten, den Badmintonschläger zu greifen. Typischer Anfängerfehler und aus dem Freizeitbereich bekannt ist der sogenannte Bratpfannengriff, der für effizientes Spielen nicht brauchbar ist. Vor allem Finten, geschnittene Bälle und Rückhandschläge sind mit diesem Griff nur unzureichend zu realisieren.
Bei der optimalen Schlägerhaltung bildet die Schlagfläche quasi eine Verlängerung der geöffneten Handfläche. Um dies zu erreichen, legt man die Handfläche auf die Bespannung und führt die Hand, ohne den Winkel zum Schläger zu verändern, in Richtung Griff. Am untersten Ende kurz vor dem spürbaren Wulst umschließt die Hand den Griff. Mit dieser Griffhaltung können im Prinzip alle Vorhandschläge ausgeführt werden. Für Schläge mit der Rückhand gibt der Daumen den nötigen Druck auf den Schläger.
Bei fortgeschrittener Spielweise sind weitere Schlägerhaltungen üblich, wie z. B. der sog. Pinzettengriff für Spiel am Netz oder beim Aufschlag.
Schlagarten
Zum Schlagrepertoire eines guten Badmintonspielers gehören eine Reihe von Grundschlägen, die in zahlreichen Varianten angewendet werden können. Die wichtigsten Schläge sind:
; Clear : Langer, hoher Ball bis zur Grundlinie als Befreiungsschlag (1); daher der Name (Clear, engl.: klar, frei). Eine Variante ist der sogenannte Angriffs-Clear (2), der flacher und schnell gespielt wird, um den Gegner unter Druck zu setzen.
; Drive : Schneller, flacher Ball auf Augenhöhe, knapp über das Netz geschlagen (3).
Kunststoff
; Smash : Der klassische Angriffsschlag. Ein hart geschlagener, geradliniger Schmetterschlag steil nach unten (4). Der Ball kann dabei eine Anfangsgeschwindigkeit von über 300 km/h erreichen!
; Drop : Auch Stoppball genannt. Kurzer Ball knapp hinter das Netz (5). Er ist besonders wirkungsvoll, wenn bei der Schlagbewegung ein Clear oder Smash angetäuscht wird. Unterschieden wird dabei der langsame und der schnelle Drop.
:Der langsame Drop wird sehr dicht hinter das Netz geschlagen und soll dem Gegner eine möglichst tiefe Schlagposition aufzwingen. Daher wird er oft als Auftakt zum Angriffsspiel eingesetzt, da der Gegner im günstigsten Fall gezwungen ist, den Ball steil nach oben zu spielen und sich dadurch die Gelegenheit für einen Smash bietet. Durch den langsamen Flug birgt er allerdings das Risiko, am Netz vom Gegner „getötet“ zu werden. Der schnelle Drop, auch „geschnittener Drop“, zeichnet sich durch einen schnellen Ballflug aus, um dem Gegner wenig Zeit zu lassen, den Ball zu erreichen. Er sollte jedoch nicht weiter als bis zur vorderen Aufschlaglinie fliegen, da ansonsten der Vorteil dieses Schlages verloren geht.
; Drop am Netz : Auch Netzspiel genannt. Der Ball muss so knapp wie möglich über die Netzkante gehoben werden (6).
Gespielt werden können diese Schläge geradlinig (engl.: longline) oder diagonal (engl.: cross). Daraus ergeben sich typische Spielzüge, die jeder Spieler auf sich und sein Spiel abstimmt und versucht, in sein Spiel einzubauen.
Aufschlag
Neben den Grundschlägen aus dem Spiel heraus gibt es zahlreiche Aufschlagvarianten. Der Aufschlag beim Badminton bietet zwar kaum die Möglichkeit, direkt zu punkten wie z. B. beim Tennis, Volleyball oder Faustball. Dennoch versucht der Spieler, sich schon beim Aufschlag einen Vorteil zu verschaffen und die Oberhand für den kommenden Ballwechsel zu gewinnen.
; Kurzer Aufschlag : Der kurze Aufschlag (1) ist die Standard-Spieleröffnung beim Doppel. Die Flugkurve des Balles sollte ihren höchsten Punkt vor dem Überqueren des Netzes haben und möglichst flach sein, so dass es dem Gegner nicht oder nur schwer möglich ist, mit einem direkten Angriff zu reagieren.
Faustball
; Drive-Aufschlag : Ein Überraschungsaufschlag, bei dem versucht wird, durch einen schnellen, harten und möglichst flachen Aufschlag z. B. die Rückhandseite des Gegners anzuspielen oder direkt auf den Körper zu treffen (2). Der Schläger wird dabei möglichst hoch genommen, muss aber der Regel genügen, den Schlägerkopf unterhalb der Hüfte und unterhalb der Schlaghand zu halten. Eine Variante ist der Drive-Aufschlag vom Spielfeldrand (3). Der von der Seite kommende Ball ist schwer abzuschätzen, und die Aufschlagannahme ist schwierig, wenn der Ball auf die Rückhandseite gespielt wird.
; Swip-Aufschlag : Bei dieser Variante wird ein kurzer Aufschlag angetäuscht, der Schläger aber im letzten Moment aus dem Handgelenk beschleunigt und der Ball überfliegt den Gegner (4). Der Aufschlag muss dabei so ausgeführt werden, dass der Gegner den Ball nicht schon im Vorbeiflug erwischt, sondern nur im Zurücklaufen. Die Flugbahn sollte auch nicht zu hoch sein, um dem Gegner möglichst wenig Zeit zum Erlaufen des Balles zu geben. Misslingt dieser risikoreiche Aufschlag, beendet meist ein Smash den Ballwechsel zu Ungunsten des Aufschlägers.
; Hoher Aufschlag : Dieser Aufschlag ist die Standard-Spieleröffnung im Einzel (5). Der Ball wird kraftvoll möglichst hoch und bis zur hinteren Grundlinie des Feldes geschlagen. Im Idealfall ist der höchste Punkt der Flugkurve kurz vor der Grundlinie. Der Gegner wird so gezwungen, zum Erreichen des Balles bis zum Spielfeldende zu laufen. Der schnelle und steile Fall des Balles erschwert zudem das Abschätzen des optimalen Balltreffpunktes für den Rückschlag.
Lauftechnik
Um aus der Ausgangsposition, der Spielfeldmitte, schnell die Feldecken erreichen zu können, ist eine ausgefeilte Lauftechnik erforderlich. Im Laufe der Zeit entwickelten sich, vor allem in den international erfolgreichen Badminton-Nationen, unterschiedliche Lauftechniken. So bevorzugten etwa die Engländer noch bis vor einigen Jahren lange, weiche, raumgreifende Schritte ohne Sprünge, während die Chinesen Ende der achziger Jahre dazu übergingen, schnelle, kurze Schritte kombiniert mit einem abschließenden Sprung zum Ball in ihr Spiel zu integrieren. Diese Techniken wurden von den meisten asiatischen Spielern erfolgreich kopiert, da für sie die englischen Schrittfolgen aufgrund ihrer meist geringeren Körpergröße nicht hinreichend effektiv waren.
Gute Lauftechnik zeichnet sich dadurch aus, dass der Spieler möglichst schnell und mit geringem Energieaufwand den Ball erreicht und anschließend zur Spielfeldmitte zurückkehrt. Automatisierte Schrittfolgen sorgen dafür, dass dies kraftsparend, raumgreifend und effektiv geschieht, sind jedoch kräfteintensiv und nur durch jahrelanges Training zu erreichen.
Zentrale Elemente der Lauftechnik sind:
; Ausfallschritt : Um einen Ball im vorderen oder seitlichen Spielfeldbereich zu erreichen, stellt der Spieler am Ende seiner Vorwärtsbewegung das sich auf der Schlaghandseite befindliche Bein mit einem großen Ausfallschritt nach vorne, ähnlich wie ein Fechter beim Stoß. Dadurch bremst er aprupt seine Vorwärtsbewegung ab und kann nach dem Schlag sofort wieder in eine Rückwärtsbewegung übergehen.
; Umsprung : Mit dieser Technik wird die Rückwärtsbewegung nach einem Schlag gestoppt. Beim Schlag findet während des Sprungs eine Drehung der Hüften statt, und das Bein, das sich auf der entgegengesetzten Körperseite der Schlaghand befindet, wird nach hinten gestellt, um die Rückwärtsbewegung abzufedern und den Körper wieder nach vorne zu beschleunigen.
; Chinasprung : Diese Technik wurde in China entwickelt und dient dazu, einen Ball auf der Vorhandseite im Sprung zu erreichen. Im Gegensatz zum Umsprung wird die Bewegung jedoch mit dem Bein auf der Schlaghandseite gestoppt, was wegen der leichten Verdrehung des Oberkörpers beim Schlag anatomisch gesehen zwar ungünstig, aber in der Praxis dennoch effektiv ist.
; Sprung-Smash : Eine weitere chinesische Technik. Der Spieler springt beidbeinig hoch in die Luft und schlägt den Ball mit vollem Körpereinsatz ins gegnerische Feld, ähnlich wie beim Smash im Volleyball.
Zählweise
Im Badminton wird, wie auch im Tennis oder Volleyball, nach Sätzen gespielt. Ein Satz gilt in der Regel als gewonnen, wenn eine Partei 15 (im Damen-Einzel 11) Punkte erlangt hat. Ein Spiel ist gewonnen, wenn eine Partei zwei Sätze gewonnen hat. Nach jedem Satz erfolgt Seitenwechsel. Bei einem Entscheidungssatz (3. Satz) wird die Seite gewechselt, wenn eine Partei 8 (im Damen-Einzel 6) Punkte erreicht hat. Die Spieldauer kann mitunter stark variieren, da Punkte nur bei Aufschlagsrecht erzielt werden können und dadurch sehr lange Ballwechsel zustande kommen können.
Sonderregel „Verlängerung“: Bei einem Spielstand von 14:14 (im Damen-Einzel 10:10) hat die Partei, die zuerst 14 (im Damen-Einzel 10) Punkte erreicht hat, einmalig das Recht, den Satz auf 17 Punkte (im Damen-Einzel 13) zu verlängern. Wird die Verlängerung nicht in Anspruch genommen, endet der Satz bei 15 (im Damen-Einzel bei 11) Punkten.
Zu Beginn des Spiels wird ausgelost, wer Seitenwahl bzw. den ersten Aufschlag erhält. Dazu wirft man einen Spielball hoch oder legt ihn umgekehrt auf die Netzkante und lässt ihn fallen. Diejenige Partei, zu welcher der Korkfuß des Balles zeigt, kann wählen,
- ob sie den ersten Aufschlag machen möchte,
- ob sie den ersten Rückschlag machen möchte oder
- auf welcher Feldhälfte sie beginnen möchte (Seitenwahl).
Die andere Partei entscheidet sich für eine der verbleibenden Möglichkeiten. Die Auslosung kann statt mit einem Federball auch mit einem anderen Los stattfinden.
Die in anderen Rückschlagspielen weitgehend unbekannte Regelung, sich zwischen erstem Aufschlag und erstem Rückschlag entscheiden zu dürfen, hat hauptsächlich in den Doppeldisziplinen seinen Sinn. Da hier die beginnende Partei keinen zweiten Aufschlag hat (siehe Herren- und Damendoppel), hofft man, dem Gegner schnell den ersten Aufschlag abzunehmen und dann selbst mit dem ersten und zweiten Aufschlag punkten zu können.
Bei der Seitenwahl ist es aus taktischen Gründen sinnvoll, zunächst auf der Seite mit der „schlechteren“ Sicht zu spielen, weil man dann in der Schlussphase eines möglichen dritten Satzes auf der „besseren“ Seite spielen darf.
Schiedsrichter
Ein Badmintonspiel wird in den höheren Spielklassen und im internationalen Wettkampf von einem Schiedsrichterteam geleitet.
Der Schiedsrichter sitzt, ähnlich wie beim Tennis, auf einem Hochstuhl und ist für den Ablauf des Spiels, für das Spielfeld und für direkt zum Spielfeld gehörende Dinge verantwortlich. Er wird von einem Aufschlagschiedsrichter unterstützt, der speziell den aufschlagenden Spieler beobachtet und eventuelle Regelverstöße durch den Ruf Fehler und entsprechende Handzeichen meldet. Darüber hinaus sind für jede Spielfeldhälfte bis zu fünf Linienrichter eingeteilt, die Seiten-, Mittel- und Grundlinien beobachten und Aus-Bälle ebenfalls durch Ruf- und Handzeichen melden.
In unteren Spielklassen oder bei Turnieren kann von dieser aufwändigen Regel abgewichen werden. Dann leitet entweder ein einzelner Schiedsrichter eine Partie, oder die Spieler entscheiden selbst über Regelverstöße, Gut- oder Aus-Bälle. Da jeder vom anderen dieselbe Fairness erwartet, die er selbst zu geben bereit ist, ist diese Regelung durchaus praktikabel und bewährt.
Spielbetrieb
Disziplinen
Badminton wird wettkampfmäßig in fünf verschiedenen Disziplinen ausgetragen:
- Damen-Einzel
- Herren-Einzel
- Damen-Doppel
- Herren-Doppel
- Gemischtes Doppel (Mixed)
Damen- und Herreneinzel
In der Einzeldisziplin stehen sich zwei Spieler gleichen Geschlechts gegenüber. Beim Aufschlag muss der Aufschläger in seinem Aufschlag-Halbfeld stehen, der Rückschläger im Feld diagonal dazu. Während des weiteren Ballwechsels dürfen sich beide Spieler beliebig in ihrer Feldhälfte aufhalten.
Bei geradem Punktestand des Aufschlägers (0, 2, 4 ...) erfolgt der Aufschlag aus der rechten Feldhälfte, bei ungeradem Punktestand von links. Punkten kann nur der aufschlagende Spieler. Macht er einen Fehler, so wechselt zunächst das Aufschlagrecht. Der Federball muss beim Aufschlag in das diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld gespielt werden. Gelingt dies nicht, wird es als Fehler gewertet und der Gegner erhält das Aufschlagrecht.
Aus taktischen Gründen versucht man, den Gegner durch Anspielen in die Eckpunkte des Spielfeldes in Schwierigkeiten zu bringen. Um alle Feldecken gleich schnell erreichen zu können, versucht deshalb jeder Spieler, nach jedem gespielten Ball so schnell wie möglich in die beste Ausgangsposition für den nächsten gegnerischen Ball zu gelangen. Diese befindet sich ca. eine Schrittlänge hinter dem T-Punkt. Von hier aus sind alle Feldbereiche mit wenigen kurzen, schnellen Schritten erreichbar.
Damen- und Herrendoppel
In der Doppeldisziplin stehen sich zwei Spielerpaare gleichen Geschlechts gegenüber. Beim Aufschlag befinden sich Aufschläger und Rückschläger im jeweiligen Aufschlag-Halbfeld, der Aufschlag muss diagonal gespielt werden.
Der erste Aufschlag eines Satzes und jeder erste Aufschlag nach dem Wechsel des Aufschlagsrechts erfolgen aus dem rechten Aufschlagfeld. Die Aufstellung der Spieler für den Aufschlag ergibt sich aus der Aufstellung zu Beginn eines Satzes. Dies gilt dann für alle weiteren Aufschläge dieses Satzes:
Die beiden Spieler, die zu Beginn des Satzes im rechten Aufschlagfeld standen (also Aufschläger und Rückschläger), stehen dort, wenn ihr eigener Punktestand gerade (also 0, 2, 4 ...) ist, bei ungeradem Punktestand dagegen im linken Aufschlagfeld. Die beiden nicht am Aufschlag beteiligten Spieler dürfen sich beliebig auf dem Spielfeld positionieren.
Punkte können nur bei eigenem Aufschlagrecht erzielt werden. Jeder Spieler des Doppels hat solange Aufschlagrecht (sog. erster Aufschlag), bis das Doppel einen Fehler macht. Dann wechselt das Aufschlagrecht zum zweiten Spieler des Doppels (sog. zweiter Aufschlag). Bei einem weiteren Fehler wechselt das Aufschlagrecht zum gegnerischen Doppel. Ausnahme: Bei Satzbeginn hat das aufschlagende Doppel lediglich einmal Aufschlagrecht. Das bedeutet, dass beim ersten Fehler des zuerst aufschlagenden Doppels kein zweiter Aufschlag folgt, sondern das Aufschlagrecht sofort zum Gegner wechselt.
Die Aufstellung beider Spieler einer Doppel-Paarung während des anschließenden Ballwechsels ist beliebig und wird von der aktuellen Spielsituation und den technischen Fähigkeiten der Spieler abhängig gemacht. Idealerweise stellen sich beide zur Abwehr nebeneinander und decken die jeweils eigene Seite des Spielfelds ab. Beim eigenen Angriff dagegen steht man hintereinander, der hintere attackiert mit harten, steil nach unten geschlagenen Angriffsbällen (Smash) oder mit gefühlvoll kurz hinter das Netz geschlagenen Stoppbällen (Drop), während sein Partner vorne am Netz agiert und versucht, schlecht abgewehrte gegnerische Bälle zu erreichen und zu verwerten. Diese ständig wechselnde Aufstellung innerhalb eines Ballwechsels erfordert jahrelange Übung, ein gutes Auge für die Spielsituation und Verständnis im Zusammenspiel mit dem Partner.
Gemischtes Doppel
Beim gemischten Doppel oder Mixed (engl.: gemischt) bilden ein weiblicher und ein männlicher Spieler zusammen eine Doppel-Paarung. Die Regeln sind identisch mit denen des Damen- bzw. Herren-Doppels.
Aufstellung und taktisches Verhalten im gemischten Doppel weichen üblicherweise von dem der beiden anderen Doppel-Disziplinen ab, da man versucht, geschlechterspezifische Fähigkeiten ins eigene Spiel zu integrieren. So bewegt sich der Mann in der Regel hauptsächlich im hinteren Feldbereich, von wo aus er seine Reichweiten- und Kraftvorteile zu druckvollem Angriffsspiel nutzen kann. Die Frau dagegen, häufig flinker und gewandter, übernimmt das präzise Spiel in der vorderen Feldhälfte, insbesondere am Netz.
Um bereits zu Beginn des Ballwechsels zu dieser Aufstellung zu gelangen, steht der Mann meist schon beim Aufschlag hinter der Frau.
Saison
Innerhalb der Saison treten alle Mannschaften einer Liga/Klasse in jeweils einem Hin- und Rückspiel gegeneinander an und spielen auf diese Weise Auf- und Absteiger aus. In der höchsten Liga, der 1. Bundesliga (Deutschland, Österreich) bzw. NLA (Schweiz) wird die Meisterschaft ausgespielt.
Mannschaftsaufstellung
Ein Mannschaftsspiel umfasst in den Seniorenklassen in der Regel folgende acht Einzelspiele:
Vor Beginn der Saison gibt der Verein eine Mannschaftsmeldung mit Ranglisten für die Herren und die Damen an den Verband ab. Die Aufstellung der Paarungen für Herreneinzel und -doppel richtet sich nach dieser Rangliste. Dabei ist bei der Doppelpaarung die Summe der Ranglistenplätze der beteiligten Spieler ausschlaggebend. Alle weiteren Spiele haben sich nicht nach der Rangliste zu richten, da sie nur einmal pro Begegnung ausgetragen werden.
Eine komplette Mannschaft besteht aus 4 Herren und 2 Damen. Jeder Spieler bestreitet somit zwei Spiele pro Begegnung. Es gibt keine Auswechselspieler. Nach Ausfüllen des Spielberichtsbogens vor der Begegnung ist die Aufstellung unveränderbar. Muss ein Spiel z. B. wegen Verletzung abgebrochen werden, gilt es als verloren. Allerdings kann eine Mannschaft mit bis zu 8 Herren und 4 Damen antreten, so dass jeder Spieler genau ein Spiel bestreitet. Es ist aus taktischen Gründen gängige Praxis, mehr Spieler einzusetzen als nötig, um auf diese Weise spielstärkere Spieler gezielter einsetzen zu können. Abhängig von den Regeln der einzelnen Landesverbände ist es auch möglich, in den unteren Spielklassen Mannschaftsspiele mit weniger Spielern zu bestreiten.
Spielklassen
Die Bezeichnung und Anzahl der Spielklassen, in denen Badminton wettkampfmäßig betrieben wird, ist abhängig von den Ländern bzw. Landesverbänden. In den deutschsprachigen Ländern wie folgt:
:1) Die Bezeichnung und Anzahl der einzelnen Spielklassen kann je nach Bundesland variieren.
:2) Die Landesligen und -klassen sind nicht einheitlich und von den jeweiligen Ländern abhängig
:3) Die 5. und die 6. Liga sind Hobbyligen und erst in den letzten Jahren entstanden. Die Resultate werden für die offizielle Klassierung nicht gewertet.
Ranglisten
Unabhängig von der Saison werden Ranglistenturniere in allen fünf Disziplinen ausgetragen. Für die nationalen Ranglisten unterschiedlicher Spielstärken qualifiziert man sich durch die Teilnahme in einer Liga höherer Spielstärke oder durch den Erwerb einer entsprechenden Anzahl an Ranglistenpunkten durch erfolgreiche Teilnahme an den Ranglistenturnieren geringerer Spielstärke.
In der Weltrangliste werden alle Badmintonspieler gelistet, die in den zurückliegenden 12 Monaten an mindestens zwei der von der International Badminton Federation dafür anerkannten, internationalen Turnieren teilgenommen haben. Die für das Ranking ausschlaggebende Punktzahl ergibt sich aus der Platzierung bei diesen Turnieren.
Hohe Platzierungen in der Weltrangliste berechtigen zur Teilnahme an den Olympischen Spielen und den Weltmeisterschaften der einzelnen Disziplinen.
Sonstiges
Fachjargon
Innerhalb der Badmintonszene haben sich zwecks einfacher Verständigung unter Spielern und Trainern zahlreiche Begriffe entwickelt, um badmintonspezifische Sachverhalte zu bezeichnen:
Wissenswertes
Badminton kann als eine der Sportarten angesehen werden, die höchste Ansprüche an den Spieler stellt. Um auch auf hohem Niveau siegreich sein zu können, werden ihm nicht nur körperliche Fähigkeiten unterschiedlichster Prägung abverlangt, sondern auch besondere geistige und charakterliche Voraussetzungen. Das in der Badminton-Szene viel zitierte, oft vereinfacht oder unvollständig wiedergegebene Zitat von Martin Knupp, einem Autor vieler Badminton-Lehrbücher, soll dies verdeutlichen:
Ein Badmintonspieler sollte verfügen über die Ausdauer eines Marathonläufers, die Schnelligkeit eines Sprinters, die Sprungkraft eines Hochspringers, die Armkraft eines Speerwerfers, die Schlagstärke eines Schmiedes, die Gewandtheit einer Artistin, die Reaktionsfähigkeit eines Fechters, die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers, die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters, die psychische Härte eines Arktisforschers, die Nervenstärke eines Sprengmeisters, die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren, die Besessenheit eines Bergsteigers sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers. Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenig gute Badmintonspieler.
(Martin Knupp, Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986)
Diese metaphorisch formulierten Ansprüche werden, zumindest was die körperliche Fitness betrifft, durch einen wissenschaftlich nicht bestätigten Vergleich dänischer Sportjournalisten untermauert. Verglichen wurde das Badminton-WM-Finale von 1985 in Calgary zwischen Han Jian (China) und Morten Frost (Dänemark) mit dem Tennis-Endpiel von Wimbledon im gleichen Jahr zwischen Boris Becker und Kevin Curren. Die Analyse beider Spiele liefert interessante Hinweise auf die Belastung bei beiden Sportarten:
Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass die Badmintonspieler in weniger als der Hälfte der Zeit etwa doppelt so viel liefen und etwa doppelt so viele Ballberührungen hatten.
Bedacht werden sollte allerdings, dass es sich bei den untersuchten Spielen um Spiele auf Weltklasse-Niveau handelte. Die körperliche Anstrengung beim Badminton ist wie in jeder Sportart vom Spielniveau und dem Einsatzwillen der Spieler abhängig.
Varianten
In den letzten Jahren haben sich, zum Teil aus kommerziellem Interesse, einige Varianten des Badmintonsports gebildet:
; Beachminton : Beachminton (engl. "beach": Strand) wurde 1997 erfunden und wird im Sand ausgetragen. Damit das Spiel auch außen, vornehmlich am Strand, ausgetragen werden kann, ist der Spielball im Vergleich zum Badmintonball deutlich weniger windanfällig.
; Speedminton : "Speedminton" ist der Markenname der Sportart Speed Badminton und wird von der Berliner Firma Speedminton GmbH vertrieben. Ziel war es auch hier, eine Badmintonvariante zu entwickeln, die im Freien gespielt werden kann. Gespielt wird mit einem Schläger ähnlich dem Squash-Schläger, einem wenig windanfälligen Ball und ohne Netz. Die beiden Feldhälften liegen einige Meter auseinander. Eine Variante dieses Spiels heißt Blackminton und wird in einem dunklen, mit Schwarzlicht ausgeleuchtetem Raum gespielt. Zu sehen sind Spielgerät, Feld und Spieler durch die Benutzung von reflektierenden Materialien und Farben.
Literatur
- Martin Knupp: 1011 Spiel- und Übungsformen im Badminton. 6. Auflage. Verlag Hofmann, Schorndorf 1996, ISBN 3-77-806316-2
- Hans W. Niesner, Jürgen H. Ranzmayer: Badminton - Training, Technik, Taktik. Rowohlt, Reinbek 1985, ISBN 3-49-917042-6
- Michael Dickhäuser: Badminton Tips & Tricks. Aktiv Verlag, Stans 1998, ISBN 3-90-919110-X
- Klaus Fuchs, Lars Sologub: Badminton. Technik. Taktik. Training. Falken-Verlag, o. O. 1996, ISBN 3-80-680699-3
- Martin Knupp: Badminton-Praxis. Rowohlt, Reinbek 1989, ISBN 3-49-918629-2
- Wend Uwe Boeckh-Behrens: Badminton heute. intermedia, Krefeld 1983, ISBN 3-98-007950-3
- Detlef Poste, Holger Hasse: Badminton Schlagtechnik. SMASH-Verlag, Velbert 2002, ISBN 3-98-081830-6
- Marcus Busch: Badminton Schlagtechnik-Übungen. SMASH-Verlag, Velbert 2003, ISBN 3-98-081831-4
- Martin Knupp: Badminton verständlich gemacht. Copress/Stiebner, München 1993, ISBN 3-76-790392-X
Weblinks
- [http://www.worldbadminton.net World Badminton Net] Seite der International Badminton Federation (IBF)
- [http://www.milon.de milon.de] Ergebnisse & Tabellen von Kreisklasse bis Bundesliga in Deutschland und Österreich
- [http://www.bssonline.ch Badminton Swiss Series] Seite der Schweizer Turnierserie
Deutschsprachige Landesverbände
- [http://www.badminton.de badminton.de] Seite des Deutschen Badminton-Verbands e.V.
- [http://www.badminton.at badminton.at] Seite des Österreichischen Badminton-Verbandes
- [http://www.swiss-badminton.ch swiss-badminton.ch] Seite des Schweizerischen Badminton-Verbandes
Kategorie:Ballspiel
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FreiluftkonzertEin Freiluftkonzert, auch Open-Air-Konzert (engl. open air – im Freien), ist ein im Freien stattfindendes Konzert. Im Regelfall wird auf einem Freiluftkonzert, dessen Besuch - je nach Veranstaltung - Eintritt kosten kann, moderne Musik, wie Pop- oder Rockmusik gespielt.
Hierbei ist, insbesondere wenn prominente Akteure auftreten, darauf zu achten, dass die Bühne von allen Orten des Veranstaltungsgeländes gut einsehbar ist.
Finden mehrere solcher Konzerte (meistens über mehrere Tage) am gleichen Ort statt, wird dieses Freiluftkonzert auch als Musikfestival bezeichnet.
Freiluftkonzerte, auf denen Technomusik läuft, gibt es auch, sind aber eher in der Minderzahl. Die Bühne eines Freiluftkonzerts ist im Regelfall eine aus Baugerüstelementen zusammengesetzte Konstruktion, die zum Schutz der elektrischen Ausrüstung wie Verstärkern oder Mikrophonen vor Regen meist mit einem Dach versehen ist. Es werden meist die gleichen Lichteffekte wie in Diskotheken installiert. Die Beschallungsanlage-Lautsprecher sind meist in links und recht neben der Bühne aufgebauten Türmen aufgehängt, das Mischpult befindet sich meist in einem Msichturm in einem eigenen turm vor der Bühne.
Wie in einer Diskothek gibt es auch bei Freiluftkonzerten Tresen mit Getränkeverkauf. Sie sind meist leicht aufbaubaren Verschlägen oder in Anhängern untergebracht.
Als Sanitäranlagen kommen bei Vorhandensein eines Abwasseranschlusses Toilettenwagen zum Einsatz. Ansonsten werden Chemietoiletten, die meist in Kunststoffkabinen untergebracht sind, eingesetzt.
Trotzdem verrichten gerade viele männliche Besucher Ihre Notdurft im Freien.
Es ist bei den meisten Freiluftkonzerten üblich vor der Bühne zu tanzen. Hierbei kann bei Punkmusik auch Pogo getanzt werden.
Gelegentlich ist es auch üblich Tanz- und Kletterkunststücke wie auf der Loveparade durchzuführen. Meist wird dies aber von den Ordnungskräften untersagt.
Bei Punkkonzerten ist Stagediving weit verbreitet.
Freiluftkonzerte können auf befestigten oder auf unbefestigten Plätzen stattfinden. Erstere sind meist Teil eines Stadtfests und der Besuch ist meist gebührenfrei.
Letztere sind häufig Teil eines Festivals.
Kommt es vor oder während eines Freiluftkonzerts zu Regengüssen ist der Boden in diesem Fall stark aufgeweicht und der Boden kann durch die tanzenden Mengen zerstört werden. Es empfiehlt sich in diesen Fällen nach Abbau der Bühne neues Gras anzupflanzen.
Freiluftkonzerte, bei denen der Besuch Eintritt kostet, sollten, um nichtzahlende Besucher zu vermeiden, auf einem umzäunten Areal stattfinden. Ist dies nicht vorhanden, so sollte ein provisorischer Bauzaun errichtet werden.
Die Stromversorgung eines Freiluftkonzerts erfolgt im Regelfall aus dem Stromnetz. Steht kein geeigneter Stromanschluß zur Verfügung, muss ein Notstromaggregat eingesetzt werden.
Wegen der hohen Lautstärke der Musik können Freiluftkonzerte, die bis spät in die Nacht gehen, im Regelfall nur auf Arealen weitab bewohnter Häuser stattfinden.
Gewisse Ähnlichkeiten mit Freiluftkonzerten haben Freiluftdiskos, welche auch in Gebäuden mit aufklappbarem Dach, wie dem Megadrome in Coswig untergebracht sein können. Hier läuft im Unterschied zu einem Freiluftkonzert meist keine Live-Musik.
Bekannte Veranstaltungsorte für Freiluftkonzerte sind:
- Cannstatter Wasen, Stuttgart
- National Bowl, Milton Keynes
- Wembley Stadion, London
Siehe auch: Liste der Musikfestivals
Kategorie:Musikalische Veranstaltung
Robbie WilliamsRobbie Williams ( - 13. Februar 1974 in Stoke-on-Trent; eigentlich Robert Peter Williams) ist ein britischer Musiker und Entertainer.
Biografie
Kindheit und Jugend
Robbie Williams' vollständiger Name lautet Robert Peter Williams. Robbies Eltern trennten sich schon in seinen frühen Kinderjahren. Er wuchs mit seiner zehn Jahre älteren Halbschwester Sally bei seiner Mutter Jeanette in Tunstall, einem Ortsteil der Arbeiterstadt Stoke-on-Trent (nahe Manchester) auf. Während Robbie in der Schule eher schlechte Leistungen erbrachte und den Lehrern vorrangig als Klassenclown in Erinnerung geblieben ist, fiel er bei Schultheater-Aufführungen positiv auf.
Sein Showtalent soll er von seinem Vater Peter geerbt haben, der zeitweise als Zauberkünstler arbeitete. Dieses Talent konnte er auch unter Beweis stellen, wenn er in der Kneipe (“The Red Lion”) seiner Mutter die Gäste mit Playback-Showeinlagen zu alten Swingklassikern unterhielt. Nachdem er in den Abschlussprüfungen durchgefallen war, versuchte er sich in verschiedenen Jobs. Er absolvierte unter anderem ein Kurzpraktikum bei BBC Radio Stoke und jobbte als Fensterrahmenverkäufer, wo er – angeblich aufgrund seiner übergroßen Ehrlichkeit die Produktqualität betreffend – entlassen wurde.
Karriere bei Take That
Als seine Mutter eine Anzeige entdeckte, in der für eine Boygroup geworben wurde, meldete sie den 15-Jährigen zum Casting an. Zunächst nur als Ersatz unter Vertrag genommen, wurde er bald festes Mitglied von Take That. Die Gruppe wurde zu der Boygroup der 1990er Jahre mit zahlreichen Top-Ten-Hits in ganz Europa. Am 17. Juli 1995 wurde bekannt gegeben, dass Robbie Williams nach Drogen- und Partyexzessen die Band verlassen musste. Er hatte sich von vornherein am schwersten damit getan, sich an die vom Management vorgegebenen strikten, sämtliche Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens betreffenden Reglementierungen zu halten.
Solokarriere
Williams' Ankündigung, eine Solokarriere zu starten, wurde belächelt. Zudem führten vertragliche Vereinbarungen mit dem Management von Take That unter anderem dazu, dass seine Solodebütsingle erst nach der ersten Solosingle von Gary Barlow erscheinen durfte. Während Barlows Single floppte, war Freedom, eine George-Michael-Coverversion, mäßig erfolgreich. Privat frönte Williams jetzt hemmungslos seiner Partyleidenschaft und entwickelte nicht unerwartet eine Drogen- und Alkoholsucht, die im Dezember 1997 zu seinem Zusammenbruch und einem nachfolgenden Aufenthalt in einer Entzugsklinik führte. Von da an ging es bergauf mit seiner Solokarriere: Sein Song Angels, wurde in den folgenden Jahren unter anderem als bester Song der letzten 25 Jahre und als bester Nr. 1 Titel ausgezeichnet.
Nach diesem Durchbruch etablierte sich Robbie Williams in der europäischen Musikbranche als einer der größten Entertainer. Sein Coveralbum von Swing-Klassikern, Swing when you're winning, erhielt weitgehend gute Kritiken. Seine Konzerte in den größten Konzertstadien Europas waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Mit 15 Brit Awards (Stand: 2005; die von Take That inklusive) steht er an der Spitze der Hitliste dieser wichtigsten englischen Musikauszeichnung. Weltweit Schlagzeilen machte sein Exklusiv-Plattenvertrag mit EMI, für den Williams gerüchteweise die Rekordsumme von 127 Mio. Euro erhielt. Im Sommer 2003 trat er im Rahmen seiner Welttournee an drei aufeinanderfolgenden Tagen live vor jeweils 125.000 Zuschauern im britischen Knebworth auf. 2004 wurde er in die Hall of Fame als most influental artist of the 90s aufgenommen.
Nach dem Erfolg des 2002 erschienen Albums Escapology (erfolgreichste Single: Feel) trennte sich Williams von seinem Co-Schreiber und Ideengeber Guy Chambers. Seitdem arbeitet er mit Stephen Duffy, kurzzeitiger Sänger bei und Gründungsmitglied von Duran Duran und Gründer der Folk-Band The Lilac Time, zusammen. Ihre erste gemeinsame Single, Radio, erschien im Oktober 2004 und erreichte europaweit Nr.1-Plazierungen.
Der Erfolg in den USA blieb ihm bis jetzt versagt - zwar konnte er dort eine Million Alben verkaufen, dies gilt jedoch in den Vereinigten Staaten lediglich als Achtungserfolg. Unter anderem aufgrund seiner relativen Unbekanntheit dort verlegte Williams seinen Wohnsitz nach Los Angeles.
2004 erschien seine Autobiographie Feel, in der er unter anderem seine Drogensucht und Depressionen thematisiert. Ebenfalls im Jahr 2004 warb Williams, dessen Gewichtsschwankungen unter Fans für Diskussionsstoff sorgen, für die Atkins-Diät, mit der er binnen eines Monats 13 Kilogramm abnahm.
Mit seinem neuen Album "Intensive Care", das er im Berliner Velodrom vor ausverkaufter Halle vorstellte, zeigt Robbie eine ganz neue, mysteriöse Seite. Intensive Care ist das meistverkaufte Album 2005 und erhielt schon am Anfang 3-faches Platin.
Diskographie
Alben
- 1997: Life thru a lens
- 1998: I've been expecting you
- 2000: Sing when you're winning
- 2001: Swing when you're winning
- 2002: The ego has landed "Zusammenstellung aus "Life thu a lens" und "I've been expexting you" für den US Markt)
- 2002: Escapology
- 2003: Live at Knebworth
- 2004: Greatest hits
- 2005: Intensive care
Singles
- 1996: Freedom
- 1997: Old before I die
- 1997: Lazy days
- 1997: South of the border
- 1998: Angels
- 1998: Millennium
- 1998: Let me entertain you
- 1999: No regrets
- 1999: She’s the one/It’s only us
- 1999: Strong
- 2000: Rock DJ
- 2000: Kids (mit Kylie Minogue)
- 2000: Supreme
- 2001: Let love be your energy
- 2001: Eternity/The road to Mandalay
- 2001: Somethin’ stupid (mit Nicole Kidman)
- 2002: Mr. Bojangles/I will talk and Hollywood will listen
- 2002: Feel
- 2003: Come undone
- 2003: Something beautiful
- 2003: Sexed up
- 2004: Radio
- 2004: Misunderstood
- 2005: Tripping/ Make Me Pure
- 2005: Advertising Space
DVDs
- 1999: Angels
- 2000: Where egos dare
- 2001: Live at the Albert
- 2002: Nobody someday
- 2003: The Robbie Williams Show
- 2003: What we did last summer
- 2005: Intensive Care Bonus DVD
Auszeichnungen
1996
- Smash Hits Awards (Großbritannien): Witzigste Person der Welt
- TV Hits Poll (Großbritannien): Witzigste Person
(Großbritannien): Bester Sänger
1998
- Nordorff Robbins Silver Clef Awards (Großbritannien): Bester Newcomer
- The London Awards (Großbritannien): Bester Sänger
- TMF Awards (Niederlande): Bester Sänger
- The Sun Newspaper (Großbritannien): Bestes Album (I’ve been expecting you), Bester Liveauftritt, Bester Sänger
- Hit Radio FM 99.7 Music Award (Hongkong): Bester internationaler Sänger
- Maaraiv Lanoar and Channel 1 Award (Israel): Beste Single eines männlichen Künstlers
- Cable YMC Award (Hongkong): Bester internationaler Künstler
- GQ (Großbritannien): Solokünstler des Jahres
- MusikExpress (Deutschland): Bester Solokünstler
- Smash Hits Awards (Großbritannien): Bester männlicher Solostar
- Sky Magazine (Großbritannien): Action Man des Jahres
- Brit Awards (Großbritannien): Bester Solokünstler
- MTV European Music Awards: Bester männlicher Solokünstler
1999
- The 12th Headlines Readers Poll Awards (Hongkong): Bester Künstler, Bestes Lied (Millennium), Bestes Album (I’ve been expecting you), Bestes Video (Millennium)
- Smash Hits Awards (Großbritannien): Bester männlicher Solostar
- Melody Maker’s Readers’ Poll (Großbritannien): Bester Solosänger, Spinner des Jahres
- Top Of The Pops (Großbritannien): Bester Solokünstler
- New Musical Express Premier Awards (Großbritannien): Bester Solokünstler
- Brit Awards (Großbritannien): Bester britischer Solokünstler, Beste britische Single (Angels), Bestes britisches Video (Millennium)
- Ivor Novello Awards (Großbritannien): Meistgespielter Song (Angels; R. W. und Guy Chambers), Songwriter des Jahres (Angels)
- “Company” Magazine (Großbritannien): Sexyster Mann des Planeten
- “Cosmopolitan” Magazine (Großbritannien): Sexyster Mann von allen
- “Playstation” Magazine (Großbritannien): Populärste Ikone des 20. Jahrhunderts
2000
- Brit Awards (Großbritannien): Beste britische Single, Bestes britisches Video (beides She’s the one)
- Capital Radio Awards (Großbritannien): Bester Solokünstler, Beste britische Single, Bestes britisches Video (beides She’s the one)
- Ivor Novello Awards (Großbritannien): Musikalisch und textliches bestes Lied (Strong; R. W. und Guy Chambers)
- “Company” Magazine (Großbritannien): Sexyster Mann des Planeten
- Q Awards (Großbritannien): Bester Songwriter
- MTV European Music Awards (Großbritannien): Bestes Lied (Rock DJ)
2001
- Brit Awards (Großbritannien): Bester Solokünstler, Beste britische Single, Bestes britisches Video ( beides Rock DJ)
- Capital Awards (Großbritannien): Bestes Album (Sing when you’re winning)
- “Company” Magazine (Großbritannien): Sexyster Mann des Planeten
- GQ Awards (Großbritannien): Bester Solokünstler
- MTV Music Awards: Beste Spezialeffekte (Rock DJ)
- MTV European Music Awards: Bester Künstler
2002
- Brit Awards (Großbritannien): Bester Künstler
- ECHO (Deutschland): Bester internationaler Künstler
- Edison Award (Niederlande): Bester internationaler Künstler (Swing when you’re winning)
2003
- NRJ Radio Awards (Schweden): Bester internationaler Künstler, Bestes Poplied (Feel)
- MTV Asia Awards (Singapur): Bevorzugter Künstler
- ECHO (Deutschland): Bester internationaler Künstler
- Brit Awards (Großbritannien): Bester britischer Solokünstler
- TMF Awards (Niederlande): Bester Künstler, Bester Videoclip, Beste Single (beides Feel)
- Amadeus Music Awards (Österreich): Bester internationaler Künstler des Jahres
- Lycra British Style Awards (Großbritannien): Elegantester Künstler
- Q Awards (Großbritannien): Bester Liveauftritt
- Edison Award (Niederlande): Bester internationaler Künstler (Escapology)
2004
- ECHO (Deutschland): Bester internationaler Künstler
- TMF Awards (Niederlande): Bester internationaler Künstler
- Nordic Music Award (Norwegen): Sonderauszeichnung für die Ehre, einer der meistverkaufenden Künstler in Dänemark, Schweden und Norwegen zu sein
- Music Hall of fame (Großbritannien): Auszeichnung für Induction for 1990s
- Edison Award (Niederlande): Bester internationaler Künstler (Live at Knebworth)
2005
- Brit Awards (Großbritannien): Beste Single der letzten 25 Jahre (Angels)
- ECHO (Deutschland): Bester internationaler Künstler
- MTV European Music Awards: Bester männlicher Solokünstler
2005 gewann Robbie Williams bei den MTV European Music Awards den Preis in der Kategorie "Bester männlicher Solokünstler". Die Auszeichnung widmete er seiner Mutter. Bei den Awards brachte er auch seinen Song Tripping zum Besten und schmiss sich, völlig untypisch für den sonst so schüchternen Williams, in die Menge der Fans.
Weblinks
-
- [http://www.robbiewilliams.com Offizielle Website] (englisch)
- [http://www.robbiewilliams.de Offizielle deutsche Website]
-
- [http://www.fans-supreme.de Robbie-Williams-Fanclub]
- [http://www.robbiewilliams-info.com Robbie-Williams-Fanseite] (englisch)
- [http://www.robbiefans.de Robbie-Williams-Fanseite]
- [http://www.am-ende-des-tages.de/g/051009-robbie-williams-concert/ Robbie Williams promotet sein Album Intensive Care in Berlin]
Williams, Robbie
Williams, Robbie
Williams, Robbie
Williams, Robbie
Williams, Robbie
Williams, Robbie
ja:ロビー・ウィリアムズ
nb:Robbie Williams
Eminem
Singles
;My Name Is...
:US: 86 - 1999 - ? Wo.
:UK: 2 - 1999 - ? Wo.
:DE: 37 - 26.04.1999 - 8 Wo.
:AT: 24 - 25.04.1999 - 6 Wo.
;Guilty Conscience (feat. Dr. Dre)
:UK: 5 - 1999 - ? Wo.
:DE: 40 - 23.08.1999 - 7 Wo.
;The Real Slim Shady
:US: 4 - 2000 - ? Wo.
:UK: 1 - 2000 - ? Wo.
:DE: 7 - 26.06.2000 - 17 Wo.
:AT: 6 - 25.06.2000 - 21 Wo.
;The Way I Am
:US: 58 - 2000 - ? Wo.
:UK: 8 - 2000 - ? Wo.
:DE: 19 - 16.10.2000 - 12 Wo.
:AT: 11 - 29.10.2000 - 12 Wo.
;Stan (feat. Dido)
:US: 51 - 2000 - ? Wo.
:UK: 1 - 2000 - ? Wo.
:AT: 1 - 17.12.2000 - 22 Wo.
;Without Me
:US: 2 - 2002 - ? Wo.
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:DE: 1 - 03.06.2002 - 24 Wo.
:AT: 1 - 02.06.2002 - 35 Wo.
;Cleanin' Out My Closet
:US: 4 - 2002 - ? Wo.
:UK: 4 - 2002 - ? Wo.
:DE: 4 - 17.10.2002 - 16 Wo.
:AT: 5 - 06.10.2002 - 22 Wo.
;Lose Yourself
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:DE: 2 - 16.12.2002 - 21 Wo.
:AT: 1 - 15.12.2002 - 27 Wo.
;Sing For The Moment
:US: 14 - 2003 - ? Wo.
:UK: 6 - 2003 - ? Wo.
:AT: 7 - 13.04.2003 - 18 Wo.
;Superman
:US: 15 - 2003 - ? Wo.
;Business
:UK: 6 - 2003 - ? Wo.
:DE: 15 - 04.08.2003 - 11 Wo.
:AT: 22 - 03.08.2003 - 11 Wo.
;Just Lose It
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:DE: 2 - 15.11.2004 - 15 Wo.
:AT: 4 - 14.11.2004 - 16 Wo.
;Encore (feat. Dr. Dre and 50 Cent)
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;Like Toy Soldiers
:US: 34 - 2004 - ? Wo.
:UK: 1 - 2004 - ? Wo.
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:AT: 8 - 06.02.2005 - 14 Wo.
;Mockingbird
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:DE: 15 - 09.05.2005 - 12 Wo.
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;Ass Like That
:US: 60 - 2005 - ? Wo.
:UK: 4 - 2005 - ? Wo.
:DE: 31 - 01.08.2005 - xx Wo.
:AT: 27 - 31.07.2005 - xx Wo.
Alben
;The Slim Shady LP
:US: 2 - 1999 - ? Wo.
:UK: 12 - 1999 - ? Wo.
:DE: 51 - 10.05.1999 - 17 Wo.
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;The Marshall Mathers LP
:US: 1 - 2000 - ? Wo.
:UK: 1 - 2000 - ? Wo.
:DE: 3 - 05.06.2000 - 85 Wo.
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;The Eminem Show
:US: 1 - 2002 - ? Wo.
:UK: 1 - 2002 - ? Wo.
:DE: 1 - 10.06.2002 - 71 Wo.
:AT: 1 - 09.06.2002 - 61 Wo.
;Encore
:US: 1 - 2005 - xx Wo.
:UK: 1 - 2005 - xx Wo.
:DE: 1 - 22.11.2004 - xx Wo.
:AT: 2 - 21.11.2004 - xx Wo.
Eminem (auch Slim Shady, eigentlich Marshall Bruce Mathers III; - 17. Oktober 1972 in St. Joseph, Missouri) ist ein US-amerikanischer Hip Hop-Musiker.
Leben
Eminem wuchs in einer von Schwarzen geprägten Gegend Detroits auf. Seine Familienverhältnisse waren zerrüttet. Der Vater verließ die Familie, als Eminem erst 3 Monate alt war. Seine Mutter (bei der Geburt erst 17 Jahre alt) war nach Aussage Eminems drogenabhängig und schlug Marshall oft. Rap-Songs, die ihm sein Onkel Ronnie vorspielte, der nur ein Jahr älter war, begeisterten ihn schon früh. Mit 15 lernte er seine Freundin und spätere Ehefrau Kimberly Ann Mathers (genannt Kim) kennen. Die Beastie Boys und N.W.A. waren die Vorbilder des jugendlichen Eminem. Bereits ab 1988 textete er erste Songs. In Detroit trat er zum ersten Mal in Clubs auf. Lang anhaltende Freundschaften fand er kaum in seiner Jugend, da er alle 3 Monate die Schule wechseln musste.
Seit 2000 nennt er sich Eminem, eine verbale Zusammenfassung seiner Namens-Initialen, M und M (im Englischen „em 'n em“ ausgesprochen). Früher nannte er sich M&M, da er jedoch keine Probleme mit Mars Inc., dem Hersteller der M&M's, bekommen wollte, änderte er seinen Künstlernamen in Eminem. 1996 nahm er erste Demos seiner Songs auf, doch die Resonanz darauf war noch gering. Das Album hieß Infinite, es wurde auch veröffentlicht, doch es floppte. Laut seiner Aussage wurden die Promo-Poster nicht aufgehängt. 1997 erfand er sein zweites Ich Slim Shady; die anderen fünf seiner Rap-Gruppe D12 hatten schon alle böse Alter Egos – klar, dass Eminem da noch einen drauf setzen musste. Daraufhin nahm er die Slim Shady EP auf, welche kurz danach Dr. Dre in die Hände bekam. Dr. Dre und Eminem machten daraus die The Slim Shady LP. Die erste Single My Name Is stieg sofort auf Platz 2 der Billboard Charts ein. Als dann das Album erschien, landete es sofort auf Platz 1. Slim Shady LP erhielt drei Platin-Auszeichnungen. Im Jahr 2002 war seine CD einer der am besten verkauften Tonträger. Bei den Grammy-Verleihungen 2003 erhielt er drei Awards.
Seine Texte kommen bei den jugendlichen Zuhörern an. Eminems Themen sind unter anderem „Schwule“ und „Frauen“, über die er immer wieder voller Aggressivität singt. Er selber betonte, dass er eigentlich nichts gegen Schwule habe. Ein gemeinsamer Auftritt mit Elton John wurde von Eminems Kritikern nur als Alibi-Veranstaltung verstanden. Kritiker bemängeln an den Texten insbesondere, dass diese oftmals überzeichnete, surreale Gewaltphantasien beinhalten.
Hauptsächlich drehen sich die Themen seiner Texte aber um die Verarbeitung seiner Kindheit und Jugend sowie seine missglückte Ehe mit Kim. Mit ihr hat Eminem eine Tochter namens Hailie Jade (geb. am 25. Dezember 1995). Für sie hat er das alleinige Sorgerecht. Das Sorgerecht für Kimberlys zweite Tochter Whitney, deren biologischer Vater nicht Eminem selbst ist, teilen sich die beiden. Eminem hat aber auch eine 12-jährige Adoptivtochter namens Alaina, in einem seiner Songs singt er von "Lainie" und Hailie.
Eminem verbalisiert durch seine Äußerungen Konflikte innerhalb der amerikanischen Gesellschaft. So wird er häufig als Schwulenhasser oder Gewaltprediger missverstanden, seine eigentliche Intention lässt sich jedoch dahingehend verstehen, dass er Hass und Aggressivität eher darstellt um zu zeigen, dass solche oder ähnliche Vorbehalte in der Gesellschaft existieren. Ein Beispiel für diese paradoxe Gesellschaftsanalyse mag folgendes Zitat sein: Keine Drogen, kein ungeschützter Geschlechtsverkehr, keine Gewalt – überlasst das gefälligst mir! – Eminem
In dem recht erfolgreichen und halbautobiographischen Film 8 Mile (2002, Oscar für den besten Original-Song) spielte Eminem die Hauptrolle, einen weißen Rapper. Die 8 Mile Road in Detroit trennt den reichen (weißen) Norden der Vorstädte von der armen, schwarzen Downtown.
Als im April 2004 das D12-Album 'D12 World' herauskam, bedeutete das noch einmal viel Erfolg. Im Oktober 2004 veröffentlichte Eminem das Video Mosh, mit dem er im US-Präsidentenwahlkampf Position gegen eine Wiederwahl von George W. Bush bezog. Zitate aus dem Song: fuck Bush und this weapon of mass destruction that we call our president. Das Video endet mit einem Wahlaufruf VOTE Tuesday November 2. Das Video löste international große Zustimmung aus. Selbst Moby, den Eminem einige Jahre zuvor sehr beleidigt hatte, erklärte, dass er das erstaunliche Video für das beste des Jahres hält. Nachdem Bush die Wahl gewann, wurde das Ende des Videos geändert: Nun gehen die Bürger im Video nicht wählen, sondern stürmen den Senat.
Seine Single Just lose it kam am 1. November 2004, sein Album Encore am 12. November 2004 in deutsche Läden. Der 12. November wurde gewählt, da international schon Lieder des Albums im Internet angeboten wurden. Dies war möglicherweise Eminems letztes Album, danach wird er eventuell nur noch als Produzent (u.a. der Gruppe D12) tätig. Er nahm sich schon vor 5 Jahren vor, eines Tages mal wie Dr. Dre zu werden. Er selbst sagte dazu während eines Interviews mit MTV, dass es noch nicht fest stünde und wir es alle gemeinsam herausfinden müssen.
DVDs
- Hits and Disses
- Behind the mask: The unauthorized biography
- The Slim Shady Show
- E
- The Up In Smoke Tour
- All Access Europe
- 8 Mile
- Fuck You All
- The Eminem Show
- Who's The Best
- The Anger Management Tour
Kino
- 8 Mile, 2002
Bücher
- Eminem
- Anthony Bozza: Eminem - Die Biographie - Whatever You Say I Am
- Cleaning Out My Closet
- Angry Blonde
- His Name Is
- The Real Fucking Story
- Eminem-Talking
- Weiße Wut-Angry Blonde
- In my Skin
Weblinks
-
- [http://www.eminem-planet.de Offizielle Seite (englisch)]
- [http://www.eminem.de/ Offizielle Seite (deutsch)]
- [http://www.life4eminem.blogspot.com Eminems Leben]
- [http://www.bandnews.org/band/E/Eminem/ Eminem News] - live aus dem Netz
- [http://www.shadyrecords.com Eminems Plattenlabel]
- [http://www.shadybasics.de.vu Deutsche Eminem Fanseite]
- [http://www.eminem-planet.de/ Deutsche Fanseite]
- [http://www.laut.de/wortlaut/artists/e/eminem/index.htm Eminem Biografie auf laut.de]
- [http://users.ugent.be/~igoerlan/var/vocalscratches.html Über Eminems vermeintliche Mysogynie und Homophobie - auf Englisch]
-
Kategorie:Mann
Kategorie:US-Amerikaner
Kategorie:Rapper
Kategorie:Oscarpreisträger (Komponist)
Kategorie:Geboren 1972
ja:EMINEM
simple:Eminem
Green Day
Green Day [] ist eine US-amerikanische Punkrock-Band, die Anfang der 1990er das Punk-Revival einläutete.
Werdegang
1986 gründen der erst 15-jährige Billie Joe Armst | | |