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Mogersdorf
Mogersdorf (228 m) ist eine Marktgemeinde im Süden des Burgenlandes im Bezirk Jennersdorf.
Geografie
Geografische Lage
Mogersdorf liegt an der Raab und am Fuß des Schlösselberges.
Ausdehnung des Gemeindegebiets
Die Fläche der Gemeinde beträgt 12,77 km².
Nachbargemeinden
Mogersdorf grenzt an die Gemeinden Heiligenkreuz im Lafnitztal, Eltendorf, Königsdorf und Weichselbaum sowie an Ungarn.
Geschichte
In einer Urkunde des Papstes Urban III. ist Mogersdorf 1187 als Grangie des Zisterzienserklosters St. Gotthardt erstmals urkundlich erwähnt, und zwar als "Nagfalu".
Am 1. August 1664 besiegt Graf Raimund von Montecuccoli bei Mogersdorf ein türkisches Heer unter Achmed Köprülü.
Am 1. Mai 1873 wurde die Ungrische Westbahn heute steirische Ostbahn von Budapest nach Graz eröffnet.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Nagyfalva verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
1964 wird Mogersdorf zur Marktgemeinde erhoben.
Politik
Bürgermeister ist Dolmanits Walter von der SPÖ, Vizebürgermeister Hafer Franz von der SPÖ. Amtsleiter ist Granitz Gerhard.
Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 13, ÖVP 6, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.
Weblinks
- http://www.mogersdorf.at
Kategorie:Ort_im_Burgenland
Marktgemeinde: Denkmal zur Markterhebung 1997]]
Marktrecht war das im Markt geltende Recht und wurde meistens als Unterpunkt zusammen mit einem Stadtrecht, aber auch ohne dieses verliehen. Es war das Recht, Märkte zu veranstalten. Bewohner eines Marktortes hielten dieses Recht, Fremde konnten es zeitlich eingeschränkt erwerben. Mit dem Marktrecht war das Bürgerrecht in einem Marktort verbunden.
Das Marktrecht wurde den Ortschaften vom Kaiser/König des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ausgestellt. Eingeführt wurde das Marktrecht in einer Verwaltungsreform Heinrichs IV., der 1016 dem Marienstift Prüm als dem ersten Stift im Deutschen Reich Münzprivilegien und das Marktrecht verlieh.
Marktgemeinde
Nachdem das Marktrecht heute anderweitig geregelt ist (grundsätzlich kann jede Gemeinde Märkte abhalten), hat die Bezeichnung "Markt" keine besondere inhaltliche Bedeutung mehr. In Bayern hingegen können größere kreisangehörige Gemeinden auf deren Antrag auch heute noch von der Landesregierung offiziell zu "Marktgemeinden" erklärt werden. Das bayerische Kommunalrecht unterscheidet insofern bei kreisangehörigen Gemeinden zwischen Städten, Marktgemeinden und sonstigen Gemeinden. Grundlage ist eine entsprechende Regelung in der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (Gemeindeordnung - GO). Hier heißt es in Artikel 3:
:Städte und Märkte heißen die Gemeinden, die diese Bezeichnung nach bisherigem Recht führen oder denen sie durch das Staatsministerium des Innern neu verliehen wird.
:Die Bezeichnung Stadt oder Markt darf nur an Gemeinden verliehen werden, die nach Einwohnerzahl, Siedlungsform und wirtschaftlichen Verhältnissen der Bezeichnung entsprechen.
Zur Verleihung des Titels "Marktgemeinde" sind also bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Insbesondere eine besondere oder überragende Bedeutung gegenüber den umliegenden Gemeinden in kultureller, wirtschaftlicher oder historischer Hinsicht. Man kann die "Marktgemeinden" in Bayern quasi zwischen den Städten einerseits und den sonstigen kreisangehörigen Gemeinden andererseits einstufen.
In Österreich und in Südtirol ist die Verleihung des Titels "Marktgemeinde" ähnlich geregelt. Sowohl in Österreich als auch in Bayern kommt es vereinzelt vor, dass der Begriff "Markt" offizieller Bestandteil des Gemeindenamens ist, z.B. in Bayern Markt Berolzheim, Markt Bibart, Markt Einersheim, Markt Erlbach, Markt Wald, in Österreich Markt Piesting oder Aschbach-Markt, Aspang Markt oder des Hauptortes einer Großgemeinde, wie Ardagger-Markt.
Ein Titel ohne Recht bedeutet, dass es heute im Grundsatz keinerlei praktische Bedeutung mehr hat, ob eine Gemeinde sich als Marktgemeinde bezeichnen darf oder nicht. Wenn eine Gemeinde einen Markt, Wochenmarkt, Flohmarkt, Jahrmarkt oder gar eine Weltausstellung veranstalten möchte, gelten andere Kriterien. Der Titel Marktgemeinde ist hierzu keine Voraussetzung. Er ist vor allem ein Schmuckwerk für das Standortmarketing und für die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde und hat in Bayern und Österreich, wo Tradition noch einen hohen Stellenwert genießt, durchaus seinen Platz.
Die Schweiz kennt diese Bezeichnungen nicht, hingegen sind manche, auch recht kleine Schweizer Orte, schon im Mittelalter zu Städten bzw. zu Marktflecken erhoben worden. Obwohl viele Orte bis heute vielleicht noch dörflich klein sind, bezeichnet sich bis heute manches Schweizer "Städtchen" stolz als Stadt.
Siehe auch: Gemeindearten
Kategorie:Politische Geographie
Kategorie:Kommunalrecht
Kategorie:Mittelalter
Bezirk Jennersdorf
Verwaltungsgliederung
Der politische Bezirk Jennersdorf im österreichischen Burgenland umfasst 12 Gemeinden darunter eine Stadt und die angeführten Ortschaften:
- Deutsch Kaltenbrunn (Marktgemeinde 1.825 Ew.)
- Rohrbrunn
- Eltendorf (1.017 Ew.)
- Zahling
- Heiligenkreuz im Lafnitztal (Marktgemeinde 1.242 Ew.)
- Poppendorf im Burgenland
- Jennersdorf (Stadt 4.236 Ew.)
- Grieselstein
- Henndorf im Burgenland
- Rax (Gemeinde Jennersdorf)
- Königsdorf (757 Ew.)
- Minihof-Liebau (Marktgemeinde 1.179 Ew.)
- Tauka
- Windisch-Minihof
- Mogersdorf (Marktgemeinde 1.213 Ew.)
- Deutsch Minihof
- Wallendorf
- Mühlgraben (450 Ew.)
- Neuhaus am Klausenbach (Marktgemeinde 1.034 Ew.)
- Bonisdorf
- Kalch
- Krottendorf bei Neuhaus am Klausenbach
- Rudersdorf (Marktgemeinde 2.089 Ew.)
- Dobersdorf
- Sankt Martin an der Raab (Marktgemeinde 2.095 Ew.)
- Doiber
- Gritsch
- Neumarkt an der Raab
- Oberdrosen
- Welten
- Weichselbaum (796 Ew.)
- Krobotek
- Maria Bild
- Rosendorf
Jennersdorf
Heiligenkreuz im Lafnitztal
Heiligenkreuz im Lafnitztal ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Jennersdorf in Österreich mit 1.242 Einwohnern.
Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Rábakeresztúr.
Geografie
Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland im Lafnitztal. Ortsteile der Marktgemeinde sind Heiligenkreuz im Lafnitztal, Poppendorf im Burgenland.
Geschichte
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Rábakeresztúr verwendet werden.
Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
Marktgemeinde ist Heiligenkreuz im Lafnitztal seit 1971.
Politik
Bürgermeister ist Franz Mahr von der ÖVP, Vizebürgermeister Martha Planer von der SPÖ. Amtsleiter ist Reinhard Zwickl.
Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 7, ÖVP 10, FPÖ 2, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.
Kategorie:Ort_im_Burgenland
Eltendorf
Eltendorf ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Jennersdorf in Österreich mit 1.017 Einwohnern.
Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Ókörtvélyes.
Geografie
Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland. Ortsteile der Gemeinde sind Eltendorf, Zahling.
Geschichte
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Ókörtvélyes verwendet werden.
Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
Politik
Bürgermeister ist Wiesner Alexander von der ÖVP, Vizebürgermeister Doppler Franz von der SPÖ. Amtsleiter ist Pieler Helmut.
Die Mandatsverteilung (15 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 7, ÖVP 7, FPÖ 1, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.
Kategorie:Ort_im_Burgenland
Königsdorf (Burgenland)
Königsdorf ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Jennersdorf in Österreich mit 757 Einwohnern.
Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Királyfalva.
Geografie
Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland. Königsdorf ist der einzige Ort in der Gemeinde.
Geschichte
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Királyfalva verwendet werden.
Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
Politik
Bürgermeister ist Spirk Franz von der ÖVP, Vizebürgermeister Löffler Kurt von der SPÖ. Amtsleiter ist Thorschütz Silvia.
Die Mandatsverteilung (13 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 5, ÖVP 7, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 1 Mandate.
Kategorie:Ort_im_Burgenland
Ungarn
Die Republik Ungarn (ungarisch amtlich Magyar Köztársaság, , allgemein üblich Magyarország) ist ein Staat im Pannonischen Becken in Mitteleuropa und grenzt an Österreich, die Slowakei, die Ukraine, Rumänien, Serbien, Kroatien und Slowenien.
Staats- und Landesname
Die Selbstbezeichnung der Ungarn weicht stark von den ausländischen Namen für Ungarn ab. So taucht magyar (früher magyeri) schon im 9. und 10. Jahrhundert in islamischen Quellen auf. Es ist wahrscheinlich ein Kompositum aus magy (< ugrisch - mańćε = „Mensch, Mann, Geschlecht“) und er(i) (ebenfalls „Mensch, Mann, Geschlecht“). Allerdings ist zu beachten, dass das Wort anfangs nur die Bezeichnung eines von sieben (unterschiedlichen) nomadischen Stämmen war, die im 9. Jahrhundert und Anfang des 10. Jahrhundert räuberische Einfälle in Europa, vor allem in Großmähren, unternahmen. Die Stämme hießen Megyer (Magyar), Tarján, Jenő, Kér, Keszi, Kürt-Gyarmat und Nyék. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts ist es dem Stamm der Magyaren – d. h. den Nachkommen Árpáds – gelungen, die restlichen Stämme unter seiner Oberherrschaft zu vereinigen. Von da an kann von Magyaren (wenn auch noch nicht im ethnischen Sinne) gesprochen werden.
Der Name „Ungarn“ gelangte aus dem Slawischen in die europäischen Sprachen. Das slawische Wort lässt sich auf die bulgarotürkische Stammesbezeichnung onogur (on = „zehn“ + ogur = „Stamm“) zurückführen, die dadurch entstand, dass die Vorfahren der Ungarn im 5. und 6. Jahrhundert in enger Verbindung mit dem Reich der Onoguren lebten, dessen führender Stammesverband „Onoguren“ hieß. Das „H-“ im lateinischen hungarus (und dadurch auch in manchen anderen Sprachen) entstand dadurch, dass der Name irrtümlicherweise mit den Hunnen (Hunni) gleichgesetzt wurde.
Das Team um Luigi Luca Cavalli-Sforza weist darauf hin, dass höchstens 10 % der heute in Ungarn lebenden Menschen von den landnehmenden magyarischen Sippen abstammen, was den Schluss zulässt, dass es zu einer weitgehenden kulturellen Verschmelzung mit den ursprünglichen Bewohnern (Kelten, Slawen, Awaren, Skythen, Hunnen, Germanen, Romanen usw.) des Karpatenbeckens gekommen ist. Dies würde wiederum bedeuten, dass alle anderen Abstammungslegenden (z. B. Hunnen) einen wahren Kern in sich bergen.
Siehe auch: Magyaren
Geographie
Magyaren
Landesgrenzen
Die Länge der Außengrenze beträgt 2.009 km. Davon entfallen auf:
- Österreich: 366 km
- Slowakei: 515 km
- Ukraine: 103 km
- Rumänien: 443 km
- Serbien: 151 km
- Kroatien: 329 km
- Slowenien: 102 km
Landschaften
- Die Landschaften Ungarns sind:
- das Alpenvorland
- das Kleine Tiefebene
- die Transdanubische Hügellandschaft mit dem Mecsek - Gebirge
- das Grosse Tiefebene
- das Transdanubische Mittelgebirge: Bakony, Vértes, Dunazug - Gebirge
- das Nordungarische Mittelgebirge: Börzsöny, Cserhát, Mátra mit dem höchsten Gipfel Kékes (1014 m), Bükk, Zempléner Gebirge
Gewässer
Flüsse
- Die zwei größten Flüsse Ungarns sind:
- Donau (ungarisch: Duna)
- Theiß (ungarisch: Tisza)
- andere wichtige Flüsse sind: Zala, Mur, Raab, Sajó, Kőrös
Seen
- Die grössten Seen von Ungarn sind:
- Balaton (deutsch: Plattensee)
- Velencei-tó (deutsch: Velencer See)
- Fertő-tó (deutsch: Neusiedler See)
Niedrigste Landesteile
- Theiß – 78 m ü. NN
Siehe auch: Geographie Ungarns und Nationalparks in Ungarn
Städte
- Die sieben größten Städte Ungarns sind Budapest, Debrecen, Miskolc, Szeged, Pécs und Győr.
- Weitere Städte sind in der Liste der Orte in Ungarn aufgeführt.
Klima
Liste der Orte in Ungarn
Wegen der Binnenlage und der abschirmenden Wirkung der Gebirge hat Ungarn ein relativ trockenes Kontinentalklima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar zwischen -1 °C und -3 °C sowie im Juli zwischen 21 °C und 23 °C. Im Frühsommer sind die ergiebigsten Niederschläge zu verzeichnen. Die mittlere Niederschlagsmenge beträgt im Westen rund 800 Millimeter, während in den östlichen Landesteilen in trockenen Jahren 500 Millimeter unterschritten werden können.
Bevölkerung
Kontinentalklima
Die Bevölkerung Ungarns besteht mehrheitlich aus Ungarn (89 %, auch: Magyaren).
Daneben gibt es Roma (5 %), Deutsche (Donauschwaben) (2,6 %), Rumänen (2 %), Serben (1 %), Slowaken (1 %) Ruthenen (0,9 %), Jenische (0,5%). Für 2001 wurde ein Bevölkerungswachstum von –0,32 % geschätzt.
Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Minderheit der Roma stärker vertreten, und im Land lebten außerdem rund 800.000 Juden.
Religionen und Konfessionen
- 67,5 % römisch-katholische aber ungarisch-katholische Katholiken
- 20 % Calvinisten
- 5 % Lutheraner
- 7,5 % Atheisten oder andere
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Ungarns
Die Magyaren wanderten, angeführt von dem Großfürsten Árpád Ende des 9. Jahrhunderts in das Karpatenbecken ein und führten Raubzüge durch ganz Europa. Sie wurden auch von Árpáds Nachfolgern erfolgreich weitergeführt, bis 955 Otto I. die Angriffe der Ungarn durch einen vernichtenden Sieg auf dem Lechfeld einschränken konnte. Das Königreich Ungarn wurde 1000 von Stephan I. gegründet.
Im „Mongolensturm“, mehreren Angriffen der Goldenen Horde der Mongolen in den Jahren 1241 und 1242, verlor fast 50 % der Bevölkerung Ungarns ihr Leben. Daher riefen die ungarischen Fürsten unter anderem deutsche Siedler ins Land, die sich in der Folgezeit magyarisierten.
Im Jahre 1301 starb der letzte Herrscher des Hauses Árpád. In der Folgezeit hatte Ungarn nur noch einen ungarischen König, Matthias Corvinus.
1370–1386 und 1440–1444 wurde Ungarn unter den Anjou und Jagiellonen in Personalunion mit Polen regiert. 1490–1526 regierten die polnisch-litauischen Jagiellonen Ungarn und Böhmen in Personalunion.
Allmählich verwandelte sich das Königreich in ein großes und unabhängiges Land mit ausgeprägter westlicher Kultur. Matthias Corvinus (1458–1490) führte diese Entwicklung fort. Unter seiner Herrschaft wurde Ungarn während der Renaissance ein Zentrum der Kultur in Europa.
Das Ende der Unabhängigkeit Ungarns kam um die Mitte des 16. Jahrhunderts gleichzeitig mit den osmanischen Eroberungen. Der größte Teil Ungarns kam unter türkische Herrschaft, die noch nicht eroberten Teile kamen entweder unter habsburgische Herrschaft (wie der Westen Oberungarns) oder wurden von Ungarn getrennt und als Fürstentum Siebenbürgen unter osmanische Oberhoheit gestellt.
Nach 145 Jahren türkischer Besetzung Ungarns fiel Buda im Jahre 1686, und Ungarn wurde von den Habsburgern zurückerobert. Die Ungarn missbilligten aber die harte Herrschaft der Habsburger, so dass es von 1703 bis 1711 zum Kuruzenaufstand unter Fürst Franz II. Rákóczi kam, einem Adeligen aus Siebenbürgen.
Da die Spannungen durch den niedergeschlagenen Aufstand nicht beseitigt wurden, entluden sie sich in der Revolution von 1848/1849, die allerdings auch, zwar mit Hilfe Russlands, blutig niedergeschlagen wurde.
Nach anhaltenden Unruhen im Land wurde Ungarn durch den österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 Teil Österreich-Ungarns und damit nahezu unabhängig. Allerdings hielt dieser Vielvölkerstaat den inneren Unruhen nicht lange Stand und zerfiel nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg in seine nationalen Bestandteile. Ungarn erklärte am 31. Oktober 1918 den Austritt aus der österreichisch-ungarischen Monarchie.
Schon kurz darauf, am 16. November 1918, wurde eine demokratische Republik ausgerufen. Erster Präsident wurde Graf Mihály Károlyi.
Die sozialen Missstände in Folge des verlorenen Krieges hielten jedoch an. Die Regierung wurde von Kommunisten unter Führung Béla Kuns gestürzt und eine Räterepublik gegründet, die allerdings nicht lange Bestand haben sollte. Unter Billigung der Entente-Staaten marschierten tschechoslowakische, serbische und rumänische Truppen ins Land ein und stürzten die Räterepublik bereits nach 4 Monaten Regierungszeit.
Im Januar 1920 wurde Miklós Horthy von der Nationalversammlung zum Reichsverweser gewählt. Die Regierung erkannte daraufhin den Friedensvertrag von Trianon an, nach dessen Bedingungen Ungarn zwei Drittel seines Staatsgebiets abtreten musste. Ungarn näherte sich aufgrund wirtschaftlicher Krisen und revisionistischer Propaganda politisch immer mehr dem nationalsozialistischen Deutschland an. Daraus folgte auch der Kriegseintritt am 27. Juni 1941 auf Seiten der Achsenmächte. Als Ungarn ab Mitte März 1944 von deutschen Truppen besetzt und eine Kollaborationsregierung unter Döme Sztójay eingesetzt wurde, begann die Deportation der jüdischen Bevölkerung. Über 200.000 der auf dem Staatsgebiet von 1937 lebenden Juden kamen in Konzentrations- und Vernichtungslagern ums Leben. Weitere über 200.000 Opfer stammten aus den Gebieten, die Ungarn nach den Wiener Schiedssprüchen besetzt hatte. Nach dem Sturz Horthys 1944 wurde die Kriegsbeteiligung unter der faschistischen Bewegung der Pfeilkreuzler von Ferenc Szálasi fortgesetzt. Für Ungarn endeten die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs mit dem Einmarsch der Roten Armee am 4. April 1945.
Ungarn kam unter sowjetischen Einfluss, und am 20. August 1949 wurde eine Verfassung nach russischem Vorbild beschlossen. Bis 1953 verfolgte Ungarn unter Mátyás Rákosi einen stalinistischen Kurs.
Am 23. Oktober 1956 kam es zu einem Volksaufstand, in dessen Verlauf Imre Nagy, der bereits von 1953 bis 1955 Ministerpräsident war, erneut zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Er bildete eine Mehrparteien-Regierung, forderte die parlamentarische Demokratie und die Neutralität Ungarns. Der Aufstand wurde jedoch durch die sowjetische Armee blutig niedergeschlagen, und viele Ungarn verließen nach dem gescheiterten Volksaufstand das Land und emigrierten nach Westeuropa und Nordamerika.
Danach erfolgten erste Wirtschaftsreformen, die unter János Kádár (1956–1988) durchgeführt wurden. 1987 bildeten sich Oppositionsgruppen, die den friedlichen Systemwechsel vorantrieben. Auch in der kommunistischen USAP gab es immer mehr oppositionelle Stimmen, die freie Wahlen und den Abzug der sowjetischen Truppen forderten. Dies leitete die Grenzöffnung nach Österreich und damit die Zerschneidung des Eisernen Vorhangs ein. Somit hatte Ungarn entscheidenden Anteil an der politischen Wende 1989 in den ehemaligen Ostblockstaaten und damit auch der friedlichen Revolution in der DDR, die den Weg zum Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ebnete.
Seit dem Zusammenbruch der UdSSR ist Ungarn stark westlich orientiert, was sich am Beitritt zur NATO 1999 und vor allem am Beitritt zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 im Zuge der EU-Osterweiterung zeigt. Zuvor fand am 12. April ein Referendum zum EU-Beitritt statt, bei dem zwar nur 45,6 % der acht Millionen Wahlberechtigten zur Wahl gingen, aber zu 84 % für den Beitritt stimmten.
Siehe auch: Liste der ungarischen Herrscher, Liste der ungarischen Staatspräsidenten
Politik
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90 wurde auch das ungarische Staatswesen erneuert. Am 23. Oktober 1989 trat eine modifizierte Verfassung in Kraft, deren Vorbild unter anderem das deutsche Grundgesetz war. Die Regierung ist dem Parlament verantwortlich, für die Regierungstätigkeit trägt der Ministerpräsident Verantwortung. Um die größtmögliche Stabilität der Regierung zu gewährleisten, wurde die Institution des konstruktiven Misstrauensvotums geschaffen.
Stabilität]]
Das Parlament wählt den Präsidenten der Republik, den Ministerpräsidenten, die Mitglieder des Verfassungsgerichts, den Ombudsmann der Minderheiten, den Präsidenten des Obersten Gerichts und den Generalstaatsanwalt. Das Einkammerparlament hat 386 Abgeordnete, die auf vier Jahre gewählt werden. In Ungarn gibt es ein gemischtes Wahlsystem, ähnlich wie in Deutschland. Seit dem August 2000 war der parteilose Ferenc Mádl als Präsident, der für 5 Jahre gewählt wird, im Amt; er kandidierte allerdings nicht bei der Wahl zum Staatspräsidenten 2005, so dass sich die MSZP, die aktuelle Regierungspartei, auf Katalin Szili als Präsidentschaftskandidatin einigte. Bei der Wahl, die am 6. und 7. Juni stattfand, unterstützte allerdings der kleinere Koalitionspartner, der liberale SZDSZ sie nicht, weil sie als Parteipolitikerin nicht die Überparteilichkeit eines Staatspräsidenten verkörpern könne. Der SZDSZ nahm an der Wahl nicht teil. So gewann László Sólyom die Wahl, ehemaliger Präsident des ungarischen Verfassungsgerichts, der von der Opposition unterstützt wird.
Seit den letzten Parlamentswahlen am 27. Mai 2002 ist die MSZP (Ungarische Sozialistische Partei) zusammen mit dem SZDSZ (Bund Freier Demokraten) die Regierung. Der aktuelle Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány, der seit dem 29. September 2004 im Amt ist, ist Nachfolger von Péter Medgyessy, der nach Versuchen der Regierungsumstrukturierung zurückgetreten war. Außenminister ist Ferenc Somogyi, der am 2. November 2004 die Nachfolge von László Kovács, dem neuen ungarischen EU-Kommissar angetreten ist.
Verwaltungsgliederung
Ungarn ist in 19 Komitate und 23 Städte mit Komitatsrecht eingeteilt. 1999 wurde das Land in sieben statistische Planungsregionen eingeteilt, auch um die Auflagen der Europäischen Union zu erfüllen.
Europäischen Union
Europäischen Union
Siehe auch: Liste der Städte und Orte in Ungarn, Liste der Komitate Ungarns
Weblink: [http://www.ungarische-botschaft.de/gif/megy.gif Politische Karte Ungarns, eingeteilt in Komitate]
Infrastruktur
Verkehr
Straßenverkehr
Die Verkehrsinfrastruktur ist relativ gut ausgebaut. Insgesamt gibt es derzeit vier Autobahnen auf ca. 450 km, nummeriert mit M1 (Budapest – Győr – Staatsgrenze Österreich A4 [Ostautobahn]), M3 (Budapest – Gyöngyös – Miskolc; in Bau), M5 (Budapest – Kecskemét – Szeged), M7 (Budapest – Siófok – Nagykanizsa; teilweise noch in Bau) und die M0, als Umfahrung um Budapest. Außerdem sind weitere Autobahnen in Planung und teilweise schon in Bau, z. B. die M6, die südlich entlang der Donau verläuft. Alle Autobahnen laufen sternförmig auf Budapest zu und münden in die M0.
Schienenverkehr
Die Eisenbahnlinien laufen, wie die Autobahnen auch, sternförmig auf die zentral gelegene Hauptstadt zu. Betreibergesellschaft ist die ungarische MÁV.
Flugverkehr
Internationaler Flughafen ist Budapest Ferihegy südöstlich von Budapest. Er ist auch der Sitz der größten ungarischen Fluggesellschaft Malév. Außerdem gibt es noch regionale Flugplätze, z. B. den Flughafen Balaton.
Siehe auch: Liste ungarischer Flughäfen
Energieversorgung
Die Energieversorgung beruht hauptsächlich auf Wärmekraftwerken, in denen aus Kohle und größtenteils importiertem Erdöl und Erdgas Strom erzeugt wird. Ferner ist die Kernenergie mit einem Anteil von 38 % von größerer Bedeutung (Atomkraftwerk in Paks).
Wasserwirtschaft
Wasserversorgung
Aufgrund seiner beckenartigen Struktur verfügt Ungarn im Vergleich zu anderen Staaten Mitteleuropas über relativ große Wasserressourcen, die bei ca. 120 Milliarden m3 Frischwasser im Jahr liegen. Davon entfallen jedoch 90 % auf Flüsse, die außerhalb der Staatsgrenzen entspringen (Donau, Drau, Theiß). Das bedeutet, dass die Wasserqualität dieser Flüsse nur in begrenztem Ausmaß durch nationale Maßnahmen zu beeinflussen ist. Darüber hinaus hat Ungarn nationale Probleme, die vor allem aus der langjährigen Vernachlässigung der Abwasserbehandlung resultieren.
In Ungarn stammt 90 % des Trinkwassers aus Grundwasserressourcen. Insgesamt beträgt die jährliche Wasserentnahmemenge etwa 5500 Mio. m3, wovon etwa 85 % Oberflächenwasser und 15 % Grundwasser sind. Die durchschnittliche Gesamtwasserentnahme pro Kopf liegt in Ungarn bei etwa 550 m3 im Jahr oder 1500 Liter pro Tag, was ungefähr dem Doppelten der Werte von Polen, Rumänien oder Tschechien entspricht und leicht über dem deutschen Verbrauch (500 m3/Jahr/Person) liegt. Von dieser Menge entfallen auf die öffentliche Wasserversorgung ca. 13 % (195 l/Tag/Person), auf die Industrie- und Energieerzeugung ca. 78 % und auf die Landwirtschaft ca. 9 %. Vor der Systemwende war der Wasserverbrauch noch bedeutend höher. Der deutliche Rückgang ist bedingt durch die Stilllegung von Bauxit- und Kohlebergwerken, den rückläufigen Bedarf der Industrie und den stetigen Anstieg der Wasserpreise, die seit 1990 von den Gemeinden festgelegt werden und durch den Abbau von Subventionen erheblich gestiegen sind. In Budapest z. B. betrugen im Jahre 2004 die Gebühren für Frischwasser 0,56 €/m3 und die Abwassergebühren 0,73 €/m3 (Umrechnungskurs vom 12. Mai 2004). Viele Kommunen wenden inzwischen außerdem einen progressiven Wassertarif an, der hohen Wasserverbrauch bestraft.
Von den 10,2 Millionen Ungarn sind mittlerweile 98 % an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Allerdings entspricht die Trinkwasserqualität noch nicht in allen Gebieten des Landes den Mindestanforderungen der Europäischen Union. Gerade in ländlichen Gebieten bestehen oft erhebliche, teilweise regionalspezifische Schwierigkeiten bei der Versorgung. Ein großes Problem ist dabei die zum Teil auch geogen bedingte Belastung des Trinkwassers mit Arsen und Nitraten bzw. Nitriten und anderen Stoffen wie Asbest, Eisen, Mangan, Antimon, Bor, Fluoriden und Jodiden. Ein anderes Problem sind die zahlreichen wilden Mülldeponien, die in Trinkwassergebieten liegen und wegen mangelnder Abdichtung das Grundwasser verunreinigen.
Abwasserentsorgung
Der Anteil der Haushalte, die an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen sind, liegt bei etwa 51 % und betrifft ca. 60 % der Bevölkerung. Die Quote der an das Kanalnetz angeschlossenen Haushalte schwankt jedoch je nach Größe der Stadt. In der Hauptstadt Budapest liegt sie bei etwa 90 %, in anderen Großstädten Ungarns bei 75 %. In mittelgroßen Städten erreicht die Anschlussquote 45 bis 50 %, und in Dörfern liegt sie lediglich bei 35 %. Der Anschluss ans Kanalnetz besagt allerdings noch wenig über die anschließende Aufbereitung des Wassers. Nur etwa ein Drittel der Bevölkerung ist bisher auch an Kläranlagen angeschlossen, von denen drei Viertel sowohl mit einer primären als auch sekundären Reinigungsstufe ausgestattet ist. Eine tertiäre Behandlungsstufe, in der Phosphor und Stickstoff entfernt werden, findet man nur in den wenigsten Anlagen. Die Abwässer derjenigen Haushalte, die nicht an ein öffentliches Kanalnetz angeschlossen sind, werden etwa zu einem Drittel dezentral behandelt, überwiegend in Kleinkläranlagen, meistens Mehrkammerabsetzgruben. Etwa 3200 Gemeinden in Ungarn haben überhaupt kein Abwassersystem und keine Kläranlage. Dagegen werden Industrieabwässer zu mehr als 90 % ordnungsgemäß behandelt.
Jährlich fallen in Ungarn durch kommunale Abwässer über 100.000 t Klärschlämme in Trockenmasse an, die zum Großteil auf Deponien verfüllt werden, aber auch in der Landwirtschaft als Dünger zum Einsatz kommen oder kompostiert werden.
- [http://www.wasser-zek.de/download/Geschaeftschancen%20in%20der%20ungarischen%20WT.pdf Quelle]
Wirtschaft
Ungarn erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 18.574 Mrd. Forint (2003, etwa 73,26 Mrd. Euro), was 7.233 Euro pro Kopf entspricht. 3,3 % des Bruttoinlandsprodukts entstanden in der Landwirtschaft, 32,5 % in der Industrie und 64,2 % im Dienstleistungssektor. Mit einer Exportquote (Warenausfuhren in Prozent des BIP) von 65 % ist die Wirtschaft sehr offen. Über ein Drittel der Ausfuhren gehen nach Deutschland, etwa 8 % nach Österreich und jeweils etwa 6 % nach Italien und Frankreich. Über die Hälfte der Ausfuhren entfallen auf Güter des Maschinenbaus und der Fahrzeugindustrie. Ein hoher Teil der Ausfuhren wird von Unternehmen in ausländischem Besitz getätigt. Wichtige Industriestandorte sind v. a. der Raum Budapest und die Grenzregion zu Österreich. Die größte ungarische Unternehmung ist der Mineralölkonzern MOS, an zweiter Stelle folgt die Audi Hungary Kft, die einiges für die ungarische Infrastruktur bewegt hat, insbesondere um Györ.
Eine wichtige Rolle als Einnahmequelle spielt der Tourismus in Budapest, in der Puszta und am Plattensee (Balaton).
Karte
Wirtschaftsdaten
- Bruttoinlandsprodukt (BIP) (2004): 80,9 Mrd. € (1)
- Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (2004): 7.997 € (1)
- Monatliches Bruttoeinkommen (2001): 510 €
- Import (2004): 46 907 Mio. € (1)
- Export (2004): 44.516 Mio. € (1)
- Inflationsrate (2003): 4,7 % (1)
- Arbeitslosenquote (2003): 5,9 %
- Staatsausgaben
- Militär: 1,7 %
- Gesundheit: 9,7 %
- Bildung: 5,2 %
- Renten: 4,6 %
- Beschäftigungsverteilung (2001)
- Industrie: 34,1 %
- Land-/Forstwirtschaft: 6,2 %
- Dienstleistungen: 59,7 %
- Selbstständigenrate: 13,8 %
(1) Quelle: [http://portal.ksh.hu/portal/page?_pageid=37,115776&_dad=portal&_schema=PORTAL Statistisches Zentralamt Ungarn]
Wirtschaftliche Entwicklung 2004/2005
Das Wachstum der ungarischen Wirtschaft hat sich 2004 auf knapp 4,2 % beschleunigt. Es blieb damit schwächer als der durchschnittliche Produktionsanstieg in den osteuropäischen EU-Beitrittsländer, der auf rund 5 % anzog. Das Wirtschaftswachstum in den bisherigen 15 EU-Mitgliedsstaaten (2,3 %) wurde aber klar übertroffen. Hauptantriebskraft für das Wachstum in Ungarn waren 2004 neben den deutlich höheren Exporten die Investitionen. Der private Verbrauch stieg nicht mehr so stark wie im Vorjahr. 2005 dürfte sich das Wirtschaftswachstum in Ungarn – wie in den anderen Beitrittsländern und in den EU-15-Staaten – im Zuge einer internationalen Konjunkturabschwächung etwas verringern.
Der Anstieg der Verbraucherpreise beschleunigte sich 2004 auf 6,8 %. Das Inflationstempo war damit deutlich höher als in der Gesamtheit der Beitrittsländer (+ 4 %). Hintergrund für den rascheren Preisanstieg als im Vorjahr waren zum Teil nur „Einmaleffekte“, die durch den Beitritt zur EU bedingt waren, aber auch – wie überall – gestiegene Rohstoffpreise. Außerdem wurden staatlich regulierte Preise angehoben sowie Umsatz- und Verbrauchsteuern erhöht. So wurden zum 1. Januar 2004 drei Mehrwertsteuersätze eingeführt. Der allgemeine Steuersatz beträgt weiterhin 25 %, während der ermäßigte Satz (beispielsweise für Zeitungen, Bücher und Lebensmittel) auf 15 % angehoben und ein weiterer Steuersatz für die bisher steuerbefreiten Medikamente von 5 % eingeführt wurde. 2005 dürften die Preise daher nur noch um rund 3 ½ % steigen.
Die Arbeitslosenquote konnte in Ungarn bis 2001 knapp unter 6 % gedrückt werden. Sie hält sich seither mit geringen Schwankungen auf diesem Niveau. Abgesehen von Slowenien weist kein anderes ostmitteleuropäisches EU-Beitrittsland eine ähnlich niedrige Arbeitslosenquote aus. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in den EU-Beitrittsländern lag 2004 demgegenüber bei rund 14 %, die Arbeitslosenquote in den EU-15-Staaten war mit rund 8 % auch höher. Wegen unterschiedlicher Methoden bei der Ermittlung der Arbeitslosenzahl sind die nationalen Arbeitslosenquoten international allerdings nur eingeschränkt vergleichbar.
Schwachpunkte der ungarischen Wirtschaft sind die hohen Defizite im Staatshaushalt und in der außenwirtschaftlichen Leistungsbilanz. Da die Importe 2004 erneut deutlich stärker stiegen als die Exporte, hielt sich das Defizit in der Leistungsbilanz mit rund 9 % des Bruttoinlandsprodukts auf sehr hohem Niveau.
Das Haushaltsdefizit konnte von 2002 bis 2004 von gut 9 % des Bruttoinlandsprodukts auf knapp 5 % halbiert werden. Auch 2005 wird es voraussichtlich weiter gedrückt werden können. Es dürfte aber mit rund 4 % des Bruttoinlandsprodukts noch deutlich über dem Referenzwert von 3 % des BIP liegen, den der Maastricht-Vertrag für eine Qualifikation für die Teilnahme an der Europäischen Währungsunion verlangt.
Auseinandersetzungen über die Haushaltssanierung stehen im Zentrum der ungarischen Wirtschaftspolitik. Sie waren ein Grund für den Rücktritt von Ministerpräsident Péter Medgyessy im Herbst 2004 und sind auch Teil der Kontroversen zwischen der ungarischen Regierung und der Zentralbank.
Der neue Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány nannte in seiner Antrittsrede im Parlament als sein wirtschaftspolitisches Ziel die Übernahme des Euros bis zum Jahr 2010. Dafür wird angesichts des hohen Budgetdefizits eine konsequente Sparpolitik verfolgt werden müssen. Wirtschaftspolitische Themen werden auch bei den nächsten Parlamentswahlen, die Mitte 2006 stattfinden, eine große Rolle spielen.
Kultur
Gastronomie
Hauptartikel: Ungarische Küche
Die ungarische Küche gilt im Vergleich zu anderen europäischen als relativ „schwer“. Das Nationalgericht ist Pörkölt, das im deutschsprachigen Raum aber unter Gulasch bekannt ist und das es in zahreichen Variationen gibt. Das in Ungarn bekannte Gulyás entspricht ungefähr der deutschen Bezeichnung „Gulaschsuppe“. Weltberühmt ist, neben dem Paprika, der auch gemahlen als Gewürz besonders in der ungarischen und mittlerweile auch in ausländischen Küchen verwendet wird, der Tokajer (ung. Tokaji), der süße Dessertwein aus dem Tokajer Weingebiet. Beim Tokajer werden nur spätreifende Rebsorten verwendet, so dass die Weintrauben nicht nur von den trockenen, heißen Sommern, sondern auch von den langen, warmen und nebelreichen Herbsten profitieren.
Architektur
Herbst
Einige der wichtigsten erhaltenen Bauten Ungarns sind im spätromanischen Stil gebaut und sind stark von rheinischen Einflüssen geprägt, z. B. die Kirchen von Zsámbék und Ják aus dem 13. Jahrhundert. In der Gotik sind besonders zwei- und dreischiffige Hallenkirchen charakteristisch (z. B. die Schwarze Kirche in Brassó (Braşov, heute Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert). Unter König Sigismund (ung. Zsigmond) entstand in Buda ein Fürstensitz, den König Matthias Corvinus in florentinischem Stil ausbauen ließ. Eines der bedeutendsten Werke dieser Epoche ist das Schloss des Fürsten Esterházy, dessen Vorbild das Schloss in Versailles war. Mihály Pollack, einer der Hauptbaumeister des Klassizismus in Ungarn, kam gebürtig aus Wien. Miklós Ybl, der vornehmlich im Renaissancestil baute, ließ in Ungarn diese Epoche noch einmal aufleben (z. B. beim Opernhaus in Budapest).
Imre Steindl errichtete das Parlamentsgebäude (1885–1902) in Budapest im neugotischen Stil, wodurch dieser in Ungarn wieder kurzzeitig in Mode kam. In den 1930er Jahren erbaute man mehrere Mustersiedlungen im Bauhausstil.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten ungarische Architekten vorwiegend im Sozialistischen Realismus, wodurch auch einige Plattenbauten entstanden. Der Einfluss internationaler Strömungen nahm später immer weiter zu, da es nun erlaubt war, private Architekturbüros zu eröffnen und sich das Land wirtschaftlich zunehmends öffnete. Imre Makovecz und Dezső Ekler bauten in den 1980er Jahren in einer organischen, anthroposophischen Architektur. Andere Architekten wandten sich internationalen Trends zu oder suchten den Anschluss an die Architektur der Vorkriegszeit.
Malerei
1980er
Der bekannteste ungarische Maler des 15. Jahrhunderts, war Michele Ongaro (auch Pannonio). Er arbeitete am Hof von Ferrara in Italien. Die ungarischen Maler des 17. und 18. Jahrhunderts arbeiteten ebenfalls hauptsächlich im Ausland. Im 19. Jahrhundert kam die nationale Historienmalerei auf (mit bekannten Malern wie Gyula Benczur, Bertalan Székely, Mór Than). Miklós Barabás, ein Porträtist, gelang es als ersten ungarischem Maler im eigenen Land Anerkennung zu finden. Die Bilder von Mihály Zichy und von Géza Mészöly sind vor allem von der Romantik geprägt. Mihály Munkácsy verband in verschiedensten Kompositionen aus dem bäuerlichen Volksleben Impressionismus vorbereitende Freilichtmalerei mit realistischen Elementen. Ähnlichkeit haben auch die Werke von Pál Szinyei Merse.
Um die Jahrhundertwende erlangten die Künstlerkolonie Nagybánya, die von Károly Ferenczy geführt wurde, sowie einige andere Gruppen zu Bedeutung, hauptsächlich als Künstler einer realistisch gefärbten oder romantisierenden Naturmalerei. Die sozialistisch-realistischen Genre- und Historienmalerei war in den 1950er und 1960er Jahren besonders beliebt. Danach kamen unterschiedliche internationale Strömungen ins Spiel, hauptsächlich aber die Medienkunst und die abstrakte und realistische Malerei (beispielsweise Imre Bak oder Dóra Maurer). Mit Viktor Vasarely, Zsigmond Kemény und László Moholy-Nagy stammen einige der führenden, im Ausland arbeitenden Künstler des 20. Jahrhunderts aus Ungarn. Heutzutage bekannte Maler aus Ungarn sind István Szőnyi, Jenő Barcsay und Aurél Bernáth.
Medien
Ungarische Tageszeitungen
- Magyar Hírlap
- Magyar Nemzet
- Népszabadság
- Népszava
Deutschsprachige Medien
In Ungarn erscheint eine deutschsprachige unabhängige Zeitung, der 1854 gegründete Pester Lloyd; seit 1994 wird sie wieder in Budapest herausgegeben und informiert wöchentlich über Wirtschaft, Politik und Kultur aus Ungarn und Ostmitteleuropa. Außerdem gibt es die Neue Zeitung und die Budapester Zeitung auf Deutsch. Auch gibt es seit 2003 ein Zweimonatsmagazin, das PEP-Magazin, das sich mit aktuellen Entwicklungen der ungarischen Jugendkultur und „Lifestyle“ beschäftigt.
Lesenswert ist auch die Zeitschrift Drei Raben, die in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Budapest herausgegeben wird. Besonders hinzuweisen ist noch auf die Online-Anthologie junger ungarischer Literatur in deutscher Sprache [http://www.literatur.hu literatur.hu].
Deutschsprachige Fernsehsendungen mit ungarischen Untertiteln werden regelmäßig vom öffentlich-rechtlichen Sender MTV (Magyar Televízió) ausgestrahlt.
Feiertage
Literatur
- Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0
Weitere Themen
- Geschichte Ungarns
- Finno-ugrische Völker
- Magyaren
- Königreich Ungarn
- Österreich-Ungarn
- Ungarische Sprache
- Ungarische Runen
- Ungarische Fußballnationalmannschaft
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=181 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland
- [http://www.deutschebotschaft-budapest.hu Deutsche Botschaft Budapest]
- [http://www.ungarische-botschaft.de Ungarische Botschaft Berlin]
- [http://www.magyarorszag.hu Verwaltungsportal der ungarischen Regierung] (ungarisch/deutsch)
- [http://www.civic-edu.net Bildungs- und Informationssportal] (ungarisch/deutsch)
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/hu.html CIA World Factbook] (Informationen zu verschiedenen Bereichen Ungarns)
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Kategorie:Land in der EU
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1187
Politik und Weltgeschehen
- 2. Oktober - Saladin erobert Jerusalem und beendet damit eine 88jährige christliche Herrschaft.
- Ein großer Teil des Königreichs Jerusalem fällt nach der Schlacht bei Hattin zurück an die Moslems.
- Schlacht von Cresson
- Errichtung des Zweiten Bulgarischen Reiches
- Erste Erwähnung von Innsbruck, Wittenberg, Elster (Elbe) und Coswig (Anhalt)
- 5. September - Ludwig VIII. "der Löwe", König von Frankreich († 1226)
- 20. Oktober - Papst Urban III. ( - um 1120)
- Raimund III. (Tripolis) ( - um 1142)
ko:1187년
1. AugustDer 1. August ist der 213. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 214. in Schaltjahren) - somit bleiben 152 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 527 - Justinian I. wird byzantinischer Kaiser.
- 762 - Kalif al-Mansur erhebt Bagdad zur Hauptstadt des Kalifats.
- 1291 - Mythos: Gründung der Schweiz (Rütli-Schwur, Nationalfeiertag).
- 1619 - Die ersten Sklaven kommen in Jamestown (Virginia) an.
- 1664 - Graf Raimund von Montecuccoli besiegt in der Schlacht bei Mogersdorf ein türkisches Heer unter Achmed Köprülü.
- 1714 - Kurfürst Georg Ludwig von Hannover wird britischer König (Georg I.).
- 1834 - Großbritannien entläßt die Sklaven in die Freiheit.
- 1838 - Krönung von Königin Viktoria I. von England.
- 1844 - Eröffnung des Berliner Zoos - der erste Zoo Deutschlands (der 9. in Europa).
- 1855 - Erstbesteigung der Dufourspitze, des höchsten Bergs der Schweiz, durch eine Seilschaft unter der Leitung von Charles Hudson.
- 1914 - Das Deutsche Reich erklärt Russland den Krieg.
- 1919 - Ende der ungarischen Räterepublik.
- 1929 - Das preußische Gesetz zur kommunalen Neuordnung tritt in Kraft. Die Stadt Barmen-Elberfeld wird durch Vereinigung von Barmen und Elberfeld gegründet und ein Jahr später in Wuppertal umbenannt. Die Stadtkreise Duisburg und Hamborn werden zur Stadt Duisburg-Hamborn vereinigt.
- 1936 - Eröffnung der XI. Olympische Spiele in Berlin
- 1941 - Der erste Jeep wird produziert.
- 1943 - Das von Japan besetzte Birma erklärt Großbritannien und den USA den Krieg und proklamiert die staatliche Unabhängigkeit.
- 1944 - Anne Frank macht den letzten Eintrag in ihr Tagebuch.
- 1944 - Aufstand der polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzungstruppen im besetzten Warschau (Warschauer Aufstand).
- 1944 - Neuer Reichspräsident in Finnland wird Carl Gustaf von Mannerheim.
- 1945 - Die Frankfurter Rundschau erscheint als die erste Lizenzzeitung im Deutschland der Nachkriegszeit.
- 1953 - Gründung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung.
- 1955 - In Österreich wird vom ORF die erste Fernsehsendung ausgestrahlt.
- 1960 - Benin, das damalige Dahomey, erhält die Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1960 - Ingrid Pedersen überfliegt in einer einmotorigen Cessna als erste Frau den Nordpol.
- 1966 - bei einem Amoklauf erschießt Charles Whitman 15 Menschen von der Aussichtsplattform im Turm der Universität Texas in Austin aus, bevor er selbst von der Polizei erschossen wird.
- 1975 - OSZE-Gipfeltreffen in Helsinki: Gründung der KSZE und Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki.
- 1976 - In Wien stürzt die Reichsbrücke ein.
- 1984 - Beginn der Sanktonierung gegen nicht angeschnallte Autofahrer („Gurtmuffel“) in der Bundesrepublik Deutschland.
- 1990 - Schelju Schelew wird Staatspräsident Bulgariens.
- 1994 - Die Republik Niger wird Mitglied in der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft).
- 1998 - In den deutschsprachigen Ländern tritt die Rechtschreibreform in Kraft.
- 2000 - Mosche Katsav wird als erster Likud-Politiker Staatspräsident von Israel.
- 2001 - Mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft werden gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland erstmals rechtlich anerkannt.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1930 - Erste Fernsehempfangsgeräte sind auf der 7. Großen Deutschen Funkausstellung in der Vorführphase.
- 1972 - Das mit 100 m Durchmesser bis 2000 größte frei bewegliche Radioteleskop der Welt wird in Effelsberg in Betrieb genommen.
Kultur
- 1981 - MTV geht in New York City auf Sendung.
Religion
Katastrophen
- 1948 - Das französische Wasserflugzeug Latecoere 631 verunglückt über dem Atlantik mit 52 Menschen an Bord.
- 1990 - Eine aus Eriwan, Armenien kommende Jakowlew Jak-40 der Aeroflot prallt beim Anflug auf Stepanakert, Nagorny-Karabach bei schlechter Sicht gegen einen Berg. Keiner der 47 Insassen überlebt.
- 2004 - Beim Brand eines Supermarktes in Asuncion (Paraguay) sterben 215 Menschen.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1922 - Als erste Sport-Rundfunkreportage wird das Autorennen in Brooksland (USA) live übertragen.
- 1987 - Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tucker im Hilton Hotel, Las Vegas durch Sieg nach Punkten.
- 1976 - Niki Lauda verunglückt am Nürburgring schwer.
Geboren
- 10 v. Chr. - Claudius, römischer Kaiser
- 126 - Pertinax, römischer Kaiser
- 1377 - Go-Komatsu, 100. Kaiser von Japan
- 1495 - Jan van Scorel, niederländischer Maler
- 1500 - Johann Rivius, deutscher Pädagoge und Theologe
- 1685 - Pier Giuseppe Sandoni, italienischer Komponist
- 1714 - Richard Wilson, britischer Maler
- 1744 - Jean-Baptiste de Lamarck, französischer Naturforscher
- 1770 - William Clark, amerikanischer Entdecker
- 1779 - Francis Scott Key, US-amerikanischer Lyriker
- 1779 - Lorenz Oken, deutscher Naturforscher
- 1782 - Eugen von Mazenod, katholischer Heiliger
- 1802 - Karl Uschner, deutscher Übersetzer antiker Dichtungen
- 1818 - Maria Mitchell, US-amerikanische Astronomin
- 1819 - Herman Melville, US-amerikanischer Autor
- 1858 - Hans Rott, österreichischer Komponist
- 1863 - Gaston Doumergue, französischer Präsident
- 1865 - Alfred Hoche, deutscher Psychiater
- 1881 - Rose Macauley, britische Schriftstellerin
- 1881 - Otto Toeplitz, deutsch-jüdischer Professor der Mathematik
- 1882 - Reinhold Wulle, deutscher Politiker und Publizist
- 1885 - George de Hevesy, ungarischer Physiochemiker
- 1889 - Walther Gerlach, deutscher Physiker
- 1891 - Enrique Mario Casella, argentinischer Komponist
- 1891 - Karl Kobelt, schweizerischer Politiker und Bundesrat
- 1893 - Alexandros I., König von Griechenland
- 1894 - Ottavio Bottecchia, italienischer Radrennfahrer
- 1898 - Morris Stoloff, US-amerikanischer Musiker und Bandleader
- 1907 - Marga von Etzdorf, deutsche Pilotin
- 1908 - William Ling, englischer Fußball-Schiedsrichter
- 1913 - Bhagwan, indischer Sektengründer
- 1913 - Heinz Ellenberg, deutscher Biologe, Botaniker, Landschaftsökologe
- 1915 - Hann Trier, deutscher Maler, unter anderem des Informel, und Grafiker
- 1918 - Artur „Atze“ Brauner, deutscher Filmproduzent
- 1922 - Hans Löfflad, deutscher Politiker
- 1924 - Georges Charpak, französischer Physiker
- 1925 - Ernst Jandl, österreichischer Schriftsteller
- 1926 - Theo Adam, deutscher Sänger
- 1929 - Josef Homeyer, Bischof von Hildesheim
- 1930 - Lionel Bart, britischer Komponist
- 1930 - Pierre Bourdieu, französischer Soziologe
- 1933 - Dom DeLuise, US-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Ko Ûn, koreanischer Dichter und Schriftsteller
- 1934 - Oskar Negt, deutscher Sozialphilosoph
- 1936 - Yves Saint Laurent, französischer Modedesigner
- 1938 - Bernward Vesper, deutscher Schriftsteller
- 1940 - Horst Herrmann, deutscher Kirchenkritiker
- 1942 - Claes-Håkan Ahnsjö, schwedischer Tenor
- 1942 - Jerry Garcia, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1943 - Geoff Britton, britischer Musiker
- 1945 - Douglas D. Osheroff, US-amerikanischer Physiker
- 1946 - Peter F. Bringmann, deutscher Regisseur
- 1946 - Boz Burell, britischer Musiker
- 1947 - Rick Coonce, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Ditmar Staffelt, deutscher Politiker
- 1950 - Roy Williams, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1952 - Zoran Đinđić, serbischer Politiker
- 1953 - Robert Cray, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Michael Badnarik, US-amerikanischer Software-Ingenieur und Politiker
- 1956 - Axel Milberg, deutscher Schauspieler
- 1957 - Beate Merk, deutsche Politikerin
- 1957 - Klaus Brähmig, deutscher Politiker
- 1959 - Peter-Martin Schmidt, Generalvikar im Bistum Fulda
- 1960 - Chuck D, US-amerikanischer Rapper
- 1960 - Ann-Kathrin Linsenhoff, deutsche Dressurreiterin
- 1960 - Joe Elliot, britischer Sänger
- 1963 - Coolio, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler
- 1965 - Sam Mendes, britischer Regisseur
- 1968 - Marco Börries, deutscher Unternehmer
- 1970 - Fabio Casartelli, italienischer Radrennfahrer
- 1974 - Enie van de Meiklokjes, deutsche TV-Moderatorin
- 1979 - Sascha Bäcker, deutscher Fußballspieler
- 1984 - Bastian Schweinsteiger, deutscher Fußballspieler
Gestorben
- 1137 - Ludwig VI., König von Frankreich 1108-1137
- 1252 - Giovanni Piano Carpini, italienischer Forschungsreisender
- 1348 - Blanca Margarete von Valois, erste Ehefrau des böhmischen Königs Karl I.
- 1443 - Metrophanes II., ökumenischer Patriarch von Konstantinopel
- 1457 - Lorenzo Valla, italienischer Humanist und Kanoniker
- 1464 - Cosimo de Medici, florentiner Politiker
- 1546 - Peter Faber, Mitbegründer der Jesuiten
- 1562 - Virgilius Solis, deutscher Zeichner und Kupferstecher
- 1580 - Albrecht Giese, Danziger Ratsherr und Diplomat
- 1580 - Everard Mercurian, Jesuit
- 1589 - Heinrich III., König von Frankreich
- 1589 - Jacques Clément, Dominikanermönch, der den französischen König Heinrich III. erstach
- 1714 - Anne Stuart, Königin von England und Schottland und von Irland
- 1787 - Alfonso Maria de Liguori, italienischer Jurist, Bischof und Ordensgründer
- 1798 - Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral
- 1798 - François-Paul Brueys d'Aigalliers, französischer Admiral
- 1815 - James Gillray, britischer Karikaturist
- 1845 - Conrad Daniel Graf von Blücher-Altona, Oberpräsident von Altona
- 1851 - Wilhelm Joseph Behr, deutscher Jurist, Politiker und Schriftsteller
- 1861 - Johann Philipp Abresch, deutscher Demokrat
- 1869 - Alexandrine Tinné, niederländische Entdeckerin und Afrikaforscherin
- 1882 - Henry Kendall, australischer Schriftsteller
- 1884 - Heinrich Laube, deutscher Schriftsteller und Dramatiker
- 1895 - Heinrich von Sybel, deutscher Historiker
- 1907 - Ernesto Rodolfo Hintze Ribeiro, portugiesischer Politiker
- 1911 - Konrad Duden, deutscher Gymnasiallehrer, Herausgeber des Duden
- 1913 - Lesja Ukrainka, ukrainische Dichterin, Dramaturgin und Übersetzerin
- 1935 - Alfred Müller, Ethnologe, Autor, Realschuldirektor
- 1935 - Hellmut von Gerlach, deutscher Politiker und Publizist
- 1940 - Hugo Lederer, Bildhauer
- 1944 - Antoine de Saint Exypéry vermisst, französischer Schriftsteller
- 1959 - Jean Behra, französischer Rennfahrer
- 1968 - Anton Hoppe, deutscher Politiker
- 1970 - Frances Farmer, US-amerikanische Schauspielerin
- 1970 - Otto Heinrich Warburg, deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe
- 1973 - Gian Francesco Malipiero, italienischer Komponist und Musikwissenschaftler
- 1973 - Walter Ulbricht, Politiker (SED) und Staatsmann, Staatsratsvorsitzender der DDR
- 1974 - Alois Hundhammer, deutscher Politiker, Minister und stellvertretender Ministerpräsident
- 1974 - Ildebrando Antoniutti, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1977 - Francis Gary Powers, US-amerikanischer Pilot
- 1979 - Ethelbert Stauffer, protestantischer Theologe
- 1980 - Patrick Depailler, französischer Formel 1-Rennfahrer
- 1981 - Paddy Chayefsky, US-amerikanischer Autor
- 1982 - Otto Bayer, deutscher Chemiker
- 1984 - Paul Le Flem, französischer Komponist
- 1985 - Alois Carigiet, schweizerischer Zeichner
- 1986 - Robert Wolfgang Schnell, deutscher Schriftsteller
- 1987 - Pola Negri, polnische Schauspielerin und ein Star des Stummfilms
- 1990 - Norbert Elias, deutsch-britischer Soziologe, Philosoph und Dichter
- 1996 - Mohammed Farah Aidid, Führer des somalischen Habr Gidr-Klans
- 1996 - Tadeus Reichstein, schweizer Chemiker
- 1997 - Swjatoslaw Teofilowitsch Richter, sowjetischer Pianist
- 2000 - Karl Reinthaler, österreichischer Politiker
- 2003 - Guy Thys, belgischer Fußball-Nationaltrainer
- 2003 - Marie Trintignant, französische Schauspielerin
- 2004 - Madeleine Robinson, französische Schauspielerin
- 2005 - König Fahd von Saudi Arabien
- 2005 - Constant, niederländischer Maler und Bildhauer
Feier- und Gedenktage
- Schweizer Nationalfeiertag zum Gedenken an den (Rütli-Schwur von 1291)
- Nationalfeiertag in Benin (Unabhängigkeitstag von 1960)
- Katholische Kirche: Alfons - Gebotener Gedenktag für Alfonso Maria de Liguori, Kirchenlehrer und Schutzpatron der Beichtväter und Moraltheologen
Siehe auch
- 31. Juli - 2. August
- 1. Juli - 1. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0801
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ja:8月1日
ko:8월 1일
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Raimund von MontecuccoliRaimondo Graf Montecúccoli ( - 21. Februar 1609 auf Schloss Montecuccolo bei Modena; †16. Oktober 1680 in Linz) war ein österreichischer Feldherr, Diplomat und Staatsmann.
Raimund von Montecuccoli, aus der gräflichen Familie Montecuccoli-Polignano, war kaiserlicher Kämmerer und Geheimer Rat, Generalleutnant, General-Artilleriedirektor, Gouverneur von Raab, Hofkriegsratspräsident, Inhaber eines Kürassierregiments, Präsident der leopoldinischen Akademie der Naturforscher und Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies. Er war der Schöpfer des ersten stehenden Heeres in Österreich und einer der bedeutendsten Militärtheoretiker und -schriftsteller des 17. Jahrhunderts. Berühmt wurde er durch seinen Sieg gegen ein gewaltiges Türkenheer, das 1664 gegen Wien marschierte und das er in der Schlacht bei St. Gotthard an der Raab (Mogersdorf) vernichtend schlug. Er gilt neben dem Prinzen Eugen und dem Erzherzog Karl als einer der bedeutendsten Feldherren Österreichs.
Leben
Erzherzog Karl
Montecuccoli wurde in Modena geboren und stammte aus einem hochangesehenen, 1369 geadelten, 1450 in den Grafen-, 1530 in den Reichsgrafenstand mit großem Palatinat, 1623 in den niederösterreichischen Herrenstand erhobenen, mittelitalienischen Adelsgeschlecht. Er trat nach sprachlichen und klassischen Studien 1625 als einfacher Kriegsmann in das kaiserliche Heer ein und lernte das Kriegshandwerk im wörtlichen Sinn "von der Pike auf". So wollte es sein Onkel, der seit der Schlacht am Weißen Berge bekannte, 1633 nach dem Entsatz von Breisach seiner siebenfachen Verwundung erlegene, Feldzeugmeister und Kapitän der Garde Ernesto Montecuccoli.
Mit dessen Zustimmung trat Montecuccoli in den Kriegsdienst und mit Leitung und Überwachung kämpfte er von 1625 bis 1633 in Schlesien, in den Niederlanden, in West- und Norddeutschland. Er wurde von seinem Onkel abwechselnd bei den Fußtruppen und der Reiterei eingesetzt, bevorzugte aber, nach seinen eigenen Angaben, die Kavallerie, ohne jedoch den Wert der Fußtruppen zu unterschätzen "bei welchen die Disciplin erlernt werden könne, auf deren Grundlage jede Leistung und jeder Ruhm beruht".
Mit seinen Reitern kämpfte Montecuccoli bei Nördlingen und führte 1635 als Oberstleutnant eine Gruppe aus 200 angesessenen Kürassieren nach Kaiserslautern, nahm den Kommandanten gefangen und eroberte die Stadt. Für diese Leistung ernannte ihn der Kaiser zum Oberst und verlieh ihm das Regiment Aldobrandini, das Montecuccoli um fünf neue Kompanien verstärkte und mit dem er noch im selben Jahr wesentlich zur Einnahme Elsaß-Zaberns beitrug.
Danach führte Montecuccoli sein Regiment 1636 bei Wolmirstedt und Wittstock, 1638 bei Chemnitz und 1639 bei Mělník und Brandeis. Die letzte Schlacht bei Melnik und Brandeis hatte General Hofkirchen gegen Montecuccolis im Kriegsrat geäußerten Widerspruch angenommen. Sie endete ungünstig für die kaiserlichen, Montecuccoli wurde verwundet und gefangengenommen. Er verbrachte seine 2½-jährige Gefangenschaft teils in Stettin, teils in Weimar und nutzte die Zeit zum intensiven Studium rechtsgelehrter, philosophischer, historischer und naturwissenschaftlicher Werke. In Stettin entwarf er auch sein eigenes berühmtes Werk über die Kriegskunst. Im Jahr 1642 kehrte er nach seiner Auswechselung wieder zum Heer zurück.
Nach seiner Auswechselung trat er 1642 wieder bei der kaiserlichen Armee in Schlesien ein, schlug bei Troppau ein feindliches Korps und entsetzte Brieg. Er wurde Generalwachtmeister, begab sich jedoch dann mit Werbesoldaten nach Modena und machte als General der estensischen Kavallerie den Krieg um Novantula mit. 1643-44 wieder in kaiserliche Dienste tretend, 1644 zum Feldmarschallleutnant und Hofkriegsrat ernannt, befehligte er in Franken, Sachsen, Bayern, wurde Kommandierender in Schlesien, unterstützte 1645 mit seinem Korps den Erzherzog Leopold auf dessen Zuge gegen den Fürsten Rákóczi von Siebenbürgen und schlug 1647 die Schweden bei Triebel in Schlesien, wofür er zum General der Kavallerie ernannt wurde. 1648 aus Italien zurückgekehrt, machte er die Schlacht bei Zusmarshausen (7. Mai 1648) mit und deckte den Rückzug. Darauf unternahm er Reisen nach Schweden und Italien. Seine Bekanntschaft mit Christine von Schweden bot Stoff zu romanhaften Gerüchten. 1653 wurde er zum stellvertretenden Präsidenten des obersten Kriegsrats zu Regensburg ernannt.
1657 unterstützte er den polnischen König Johann Kasimir gegen Rákóczi und die Schweden und zwang erstern zum Frieden mit Polen. 1658 zum Feldmarschall ernannt und dem von den Schweden bedrängten Dänenkönig zu Hilfe gesandt, vereinigte er sich bei Küstrin mit den Truppen des Kurfürsten von Brandenburg, vertrieb die Schweden aus Jütland und Fünen, wandte sich darauf nach Pommern und eroberte Damgarten, Anklam, Demmin, Ückermünde.
Nach dem Frieden von Oliva 1660 wurde er Geheimrat und Gouverneur von Raab, erhielt darauf das Kommando gegen die in Siebenbürgen eingefallenen Türken, zwang dieselben, dieses Land zu räumen, mußte sich aber, im wachsenden Zerwürfnis mit den ungarischen Kriegshäuptern, zurückziehen und vereitelte durch kluges Zögern alle Unternehmungen des feindlichen Heers bis zur Ankunft der Franzosen, die ihm den Sieg bei St. Gotthardt (1. August 1664) erfechten halfen, woraufhin er zum Generalleutnant ernannt wurde. 1668 erhielt er das Präsidium des Hofkriegsrats.
Als Ludwig XIV. 1672 Holland angriff, erhielt Montecucolli den Oberbefehl über das mit der Armee des Großen Kurfürsten vereinigte kaiserliche Hilfskorps, durfte aber nichts Entscheidendes unternehmen und legte daher Anfang 1673 das Kommando nieder. Im Sommer aber vertrieb er an der Spitze eines neuen Heers Turenne aus Deutschland und eroberte, mit dem Prinzen von Oranien vereint, Bonn. 1675 befehligte er wieder die Kaiserlichen gegen Turenne. Beide manövrierten vier Monate lang erfolglos gegeneinander, bis endlich Turenne 27. Juli 1675 in der Schlacht bei Sasbach fiel, worauf Montecuccoli die sich zurückziehenden Franzosen bis nach dem Elsaß verfolgte und Hagenau und Zabern belagerte. Aber Condés Erscheinen auf dem Kampfplatz zwang ihn, das Elsaß wieder zu verlassen, worauf er mit der Belagerung von Philippsburg seine militärische Laufbahn beendete. Er war der militärische Lehrmeister von Ludwig Wilhelm von Baden, den man wegen seiner militärischer Erfolge den Schild des Reichs nannte.
Er lebte fortan meist am kaiserlichen Hof, im Umgang mit Gelehrten. Die Stiftung der Leopoldinischen Akademie für Naturforschung ist wesentlich sein Verdienst. Graf Montecuccoli starb am 16. Oktober 1680 in Linz. Die lange versprochene Erhebung in den Reichsfürstenstand erlebte er nicht mehr, sie wurde erst seinem Sohn Leopold Philipp zuteil, mit dessen Tod 1698 die fürstliche Linie erlosch.
Literatur
- F. Stöller: R. Montecuccoli. In: H. Hantsch (Hg.): Gestalter der Geschicke Österreichs. – Innsbruck-Wien-München: Tyrolia, 1962
- Georg Schreiber: Raimondo Montecuccoli. Feldherr, Schriftsteller und Kavalier. Ein Lebensbild aus dem Barock. – Verlag Styria: Graz-Wien-Köln, 2000. – ISBN 3-222-12817-0
- Berardo Rossi: Raimondo Montecuccoli. Un cittadino dell’Europa del Seicento. – Edizioni Digi Graf, Pontecchio Marconi (Bo) 2002
Weblinks
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Montecuccoli, Raimondo
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1. MaiDer 1. Mai ist der 121. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 122. in Schaltjahren) - somit bleiben 244 Tage bis zum Jahresende!
Ereignisse
- 305 - Diokletian und Maximian, die beiden Augusti in der Tetrarchie im Römischen Reich der Spätantike, danken ab.
- 1707 - England, Schottland und Wales werden zu Großbritannien vereinigt.
- 1775 - Der Wiener Augarten wird zugänglich für die Allgemeinheit.
- 1840 - Im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland beginnt der Verkauf der One Penny Black, der weltweit ersten Briefmarke (gültig ab 6. Mai 1840)
- 1844 - In München kommt es wegen einer Bierpreiserhöhung zu schweren Ausschreitungen. Ende April wurden jedes Jahr die Sommerbierpreise angeschlagen. Das Sommerbier war in der Produktion teurer als das Winterbier. Die fast 30%ige Erhöhung von 5 auf 6,5 Kreuzer brachte Soldaten und Arbeiter in Rage. Ein Arbeiter verdiente damals rund 40 Kreuzer am Tag.Bier
- 1851 - Im eigens dafür errichteten Crystal Palace im Londoner Hyde Park wird die | | |