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Mohammad Chātemī

Mohammad Chātemī

Mohammad Chātemī (محمد خاتمی [];
- Oktober 1943 in Ardakan) war 5. Staatspräsident des Iran. Er wurde am 23. Mai 1997 gewählt und 2001 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt, die im August 2005 endete. Sein Nachfolger ist Mahmūd Ahmadī-Nežād. Chātemī studierte Theologie in Qom (Ghom) und Philosophie in Isfahan und hat den Rang eines Hodschat-ul-Islam ("Beweis des Islam"). Ab 1978 war er Direktor des Islamischen Zentrums in Hamburg: Nach seiner Rückkehr wurde er 1980 Abgeordneter, 1981 Minister für islamische Kultur und erwarb sich den Ruf eines gemäßigt islamistischen Intellektuellen. Wegen Differenzen mit Radikalen trat er 1992 zurück und wurde Direktor der Nationalbibliothek in Teheran. Seinen Sieg in der Präsidentenwahl Mai 1997 verdankte Chātemī zu einem großen Teil den weiblichen und jungen Wählern, da er vor der Wahl versprach, deren Rechte deutlich zu stärken. Er war Kandidat der zweitstärksten Partei "Diener des Wiederaufbaus" und schlug überraschend den Favoriten Ali Akbar Nateq Nuri, einen radikalen Molla. Am 3. August übernahm er das Amt von Alī Akbar Hāschemī Rafsandschānī, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren durfte. Chātemī stieß mit seinen Reformbestrebungen auf großen Widerstand der Religiöskonservativen und enttäuschte manche seiner Wähler. Dennoch wurde er im Juni 2001 mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Chātemī gilt als erster Reformer im Amt des Staatspräsidenten, da er seine Wahlkampagne auf Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Gleichberechtigung aufbaute. Diese Grundsätze führten zu Konflikten mit den islamistischen Kräften der iranischen Staatsführung. Neben dem Persischen spricht Chātemī Arabisch, Englisch und Deutsch. Chātemī, Mohammad Chātemī, Mohammad Chātemī, Mohammad Chātemī, Mohammad Chātemī, Mohammad ja:モハンマド・ハータミー

Oktober

Der Oktober ist der zehnte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er hat 31 Tage. Der Oktober beginnt mit dem selben Wochentag wie der Januar, außer in Schaltjahren.

Der Name

Die Römer nannten ihren achten Monat des Jahres mensis october (octo=acht). Obwohl der Monat nach der Julianischen Kalenderreform 46 v. Chr. an die zehnte Stelle verschoben worden ist, ist es bei seinem römischen Namen geblieben. Andere urdeutsche Namen sind "Weinmonat", dieser Name soll bereits von Karl dem Großen im 8. Jahrhundert eingeführt worden sein und weist auf den Beginn der Weinlese und der weiteren Weinverarbeitung hin, oder "Gilbhart", da sich in diesem Herbstmonat das Laub gelb und braun färbt. Bei den Jägern wird dieser Monat auch Dachsmond genannt. Der heutige Gregorianische Kalender wurde 1582 von Papst Gregor XIII. eingeführt, setzte sich aber erst nach der Französischen Revolution durch.

Feiertage und Feste


- Lichtblauer Montag ( erster Montag nach Michaelis ( 29.9) wurde in Bayern gefeiert, da die Handwerker wieder bei Licht in ihren Stuben arbeiten mussten. Meistens gaben die Meister den Lehrlingen an diesem Tag frei.
- Oktoberfest Am ersten Sonntag geht auf der Münchner Theresienwiese das größte Volksfest der Erde zu Ende. Zum ersten Mal wurde es ab dem 12. Oktober 1810 gefeiert, dem Geburtstag des bayerischen Königs Maximilian I. Er vermählte sich an diesem Tag mit Therese von Sachsen-Hildenburghausen.
- Tag der deutschen Einheit ( 3. Oktober) Dieser Tag erinnert an den Zusammenschluss der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990 und löste den 17. Juni als Nationalfeiertag Deutschlands ab.
- Erntedank (erster Sonntag im Oktober) In den Kirchen werden die diesjährigen Ernteeinnahmen gesegnet.
- Rosenkranzfest ( 7. Oktober) Im Jahr 1573 führte Papst Gregor XIII. dieses Fest als Erinnerung an die Seeschlacht bei Lepanto ein, wo eine christliche Flotte mit Hilfe von Rosenkranzgebeten die Schiffe der Osmanen vernichtet haben.
- Reformationstag ( 31. Oktober) Er erinnert an den Anschlag der 95 Thesen zur Ablasspraxis der Kirche an die Dompforte in Wittenberg durch Martin Luther und somit den Beginn der Reformation.
- Halloween (31. Oktober)

Tierkreiszeichen

Im Oktober liegen die Sternzeichen Waage ( 24.9 bis 23.10) und Skorpion ( 24.10 bis 22.11).

Bauernregeln und Wetterregeln


- Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Januar milde Zeit.
- Sitzt im Oktober fest Laub am Baum, kommt ein strenger Winter kaum..
- Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein,
ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.

- Oktober rauh, Januar flau.
- Oktoberhimmel voll Sterne hat warme Öfen gerne.
- Am St. Gallustag ( 16.10) den Nachsommer man erwarten mag.
- Zu Ursula ( 21.10) bringts Kraut herein, sonst schneit Simon ( 28.10) noch herein.

Siehe auch


- bewegliche Feiertage
- bewegliche Gedenktage

Weblinks


- http://www.feste-der-religionen.de/Kalender/Oktober.html !10 Kategorie:Kalender ja:10月 ko:10월 ms:Oktober simple:October th:ตุลาคม

1943

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Enrico Celio wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die erste Panzerarmee an der Ostfront beginnt mit ihrem Rückzug aus dem Kaukasus
- 1. Januar: auf Vorschlag des Deutschen Normenausschusses beginnt die Woche in Deutschland jeweils sonntags um 0.00 Uhr und endet am darauf folgenden Samstag um 24.00 Uhr. Erst 1976 wird der Wochenbeginn auf „Montag“ umgestellt
- 14. Januar: Casablanca-Konferenz. Westalliierte Kriegsziele: „Bedingungslose Kapitulation Deutschlands, Italiens und Japans.“
- 2. Februar: Die deutsche 6. Armee kapituliert in Stalingrad. Rund 90.000 Soldaten gehen in sowjetische Gefangenschaft
- 18. Februar – NS-Propagandaminister Joseph Goebbels fordert in einer Rede im Berliner Sportpalast den „totalen Krieg“ (siehe: Sportpalastrede)
- 22. Februar: Sophie (
-  1921) und Hans Scholl (
-  1918) sowie ihr Freund Christoph Probst werden als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet
- 27. Februar: Beginn des Rosenstraße-Protests gegen die Deportation von Juden aus Berlin
- 19. April: Der Aufstand im Warschauer Ghetto bricht aus
- 13. Mai: Kapitualtion der deutschen Truppen in Tunesien
- 17. Mai: Bei britischen Bombenangriffen auf mehrere Talsperren im Sauerland werden die Edertalsperre und die Möhnetalsperre zerstört. Es sind über 1600 Tote zu beklagen
- 10. Juli: Landung der Alliierten auf Sizilien
- 27. Juli: Britischer Bombenangriff auf Hamburg (Operation Gomorrha), 35.000 Menschen sterben daraufhin im Feuersturm
- 1. August: Bei einem amerikanischen Luftangriff auf die Ölfelder von Ploesti in Rumänien werden 53 von 177 eingesetzten Bombern abgeschossen
- 17. August: Bei einem Luftangriff auf Regensburg und Schweinfurt erleidet die USAAF schwere Verluste (siehe auch Operation Double Strike)
- in der Nacht zum 18. August bombardiert die Royal Air Force die Deutsche Raketen-Versuchsanstalt in Peenemünde
- 8. September: Beginn der Deutschen Besatzung in Albanien
- 14. Oktober: erneut erleiden amerikanische Bomber bei einem Angriff auf Schweinfurt hohe Verluste
- 22. Oktober: Britischer Bombenangriff auf Kassel. Die Stadt wird größtenteils zerstört, tausende Menschen sterben im Bombenhagel oder sterben durch Panik oder Luftmangel in Bunkern. Noch Tage danach stehen hohe Rauchwolken über der Stadt
- 22. November: Libanon wird unabhängig
- 28. November-1. Dezember: Konferenz von Teheran über die Neuordnung Europas nach der Beendigung des 2. Weltkrieges

Wissenschaft und Technik


- 16. April: Zufallsentdeckung der Psychoaktivität des LSD-25 durch Dr. Albert Hofmann
- 19. April: Nachweis psychoaktiver LSD-Wirkungen durch Selbstversuch von Dr. A. Hofmann

Kultur


- 20. Februar: Uraufführung der Oper Die Kluge von Carl Orff in Frankfurt am Main
- 1. April: Uraufführung der Oper Das Schloss Dürande von Othmar Schoeck an der Staatsoper in Berlin
- 10. Oktober: Uraufführung der komischen Oper Barbe-bleue von Jacques Ibert

Katastrophen


- 10. September: Erdbeben der Stärke 7,4 in Tottori, Japan, 1.190 Tote
- 26. November: Erdbeben der Stärke 7,6 in der Türkei, ca. 4.000 Tote

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Mohamed Mahmoud Ould Louly, ehemaliger Präsident von Mauretanien
- 1. Januar: Allan Starski, polnischer Szenenbildner
- 2. Januar: Barış Manço, türkischer Sänger, Komponist und Fernsehproduzent († 1999)
- 3. Januar: Reinhold Massag, deutscher Autor und Schauspieler († 1999)
- 3. Januar: Van Dyke Parks, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Arrangeur
- 4. Januar: Emil Zopfi, Schweizer Autor
- 4. Januar: Egon Schultz, Unteroffizier der Grenztruppen der DDR († 1964)
- 5. Januar: Christine Wodetzky, deutsche Schauspielerin († 2004)
- 5. Januar: Günther Maria Halmer, deutscher Schauspieler
- 5. Januar: Ignace van Swieten, niederländischer Fußballschiedsrichter († 2005)
- 5. Januar: Ramón Sampedro, Tetraplegiker und Befürworter der Sterbehilfe († 1998)
- 7. Januar: Sadako Sasaki, Opfer des Abwurfs der Atombombe († 1955)
- 8. Januar: Lee Jackson, britischer Musiker
- 10. Januar: Jim Croce, US-amerikanischer Sänger und Songwriter († 1973)
- 11. Januar: Rémy Zaugg, Schweizer Künstler († 2005)
- 11. Januar: Eduardo Mendoza, spanischer Schriftsteller
- 11. Januar: Oscar Bronner, Zeitungsherausgeber und Maler
- 12. Januar: Brun-Otto Bryde, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 13. Januar: Klaus-Peter Puls, deutscher Politiker
- 14. Januar: Mariss Jansons, lettischer, international Dirigent
- 14. Januar: Shannon Lucid, US-amerikanische Astronautin
- 16. Januar: Gavin Bryars, englischer Komponist und Kontrabassist
- 16. Januar: Ivar Combrinck, Synchronsprecher und Regisseur
- 17. Januar: Chris Montez, Sänger
- 17. Januar: Hans-Jürgen Krahl, Studentenaktivist der 68er-Bewegung († 1970)
- 17. Januar: Billy Harper, US-amerikaninischer Jazz Sayophonist
- 18. Januar: Dave Greenslade, britischer Keyboarder
- 19. Januar: Margriet von Oranien-Nassau, Prinzessin der Niederlande, Prinzessin von Oranien-Nassau, Prinzessin von Lippe-Biesterfeld
- 19. Januar: Janis Joplin, Sängerin, Rock- und Bluesmusikerin († 1970)
- 20. Januar: Einar Førde, norwegischer sozialdemokratischer Politiker und Journalist († 2004)
- 20. Januar: Rick Evans, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist
- 21. Januar: Mirko Frýba, Psychoanalytiker, buddhistischer Mönch
- 22. Januar: Wilhelm Genazino, deutscher Schriftsteller
- 22. Januar: Michał Urbaniak, polnischer Jazz-Musiker
- 23. Januar: Gary Burton, ein Jazz-Vibraphonist
- 23. Januar: Gil Gerard, US-amerikanischer Schauspieler
- 24. Januar: Peter Struck, deutscher Politiker
- 25. Januar: Dagmar Berghoff, deutsche Hörfunk- und Fernsehmoderatorin
- 25. Januar: Norbert Königshofen, deutscher Politiker
- 25. Januar: Roy Black, deutscher Schlagersänger und Schauspieler († 1991)
- 26. Januar: Kazimiera Prunskienė, litauische Politikerin
- 28. Januar: Dick Taylor (Musiker), britischer Musiker und Mitglied der Urformation der Rolling Stones
- 28. Januar: Manfred Jendryschik, deutscher Erzähler, Lyriker, Essayist und Herausgeber
- 29. Januar: Bernd Schiphorst, deutscher Medienmanager
- 30. Januar: Wolfgang Spanier, deutscher Politiker und MdB
- 30. Januar: Günter Hirsch, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 30. Januar: Marty Balin, US-amerikanischer Rockmusiker
- 2. Februar: Paul Friedhoff, deutscher Unternehmer und Politiker (FDP) und Mitglied des Bundestages
- 2. Februar: Wanda Rutkiewicz, polnische Bergsteigerin († 1992)
- 3. Februar: John Kornblum, US-Diplomat
- 4. Februar: Otto Lohmüller, deutscher Maler, Bildhauer und Autor von Pfadfinder-Abenteuerbüchern
- 4. Februar: Franz-Josef Kniola, deutscher Politiker
- 4. Februar: Ken Thompson, Informatiker
- 5. Februar: Ernst Hinsken, deutscher Politiker
- 5. Februar: Nolan Bushnell, Gründer der Computerfirma Atari
- 5. Februar: Michael Kenneth Mann, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
- 6. Februar: Fabian (Sänger), US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 7. Februar: Peter Carey, australischer Schriftsteller
- 7. Februar: Margit Sponheimer, deutsche Schlagersängerin
- 7. Februar: Gareth Hunt, englischer Schauspieler
- 7. Februar: Finnbogi Ísakson, färöischer Journalist, Schriftsteller und Politiker († 2005)
- 9. Februar: Joseph E. Stiglitz, US-amerikanischer Ökonom
- 9. Februar: Joe Pesci, US-amerikanischer Schauspieler
- 11. Februar: Gerhard Glogowski, deutscher SPD-Politiker, Ministerpräsident von Niedersachsen
- 12. Februar: Rainer Eppelmann, deutscher Geistlicher und Politiker (CDU)
- 12. Februar: Samuel Karokikki, erfolgreicher Leichtathlet des Inselstaates Nauru
- 13. Februar: Friedrich Christian Delius, deutscher Schriftsteller
- 14. Februar: Klaus Lippold, deutscher Politiker
- 14. Februar: Maceo Parker, Funkmusiker
- 14. Februar: Ischa Meijer, niederländischer Journalist, Schriftsteller und Talkmaster († 1995)
- 15. Februar: Heinz-Josef Algermissen, Bischof von Fulda
- 15. Februar: Elke Heidenreich, deutsche Autorin, Kabarettistin, Moderatorin und Journalistin
- 16. Februar: Anthony Dowell, berühmter Ballett-Tänzer und Choreograph
- 17. Februar: Hans-Artur Bauckhage, deutscher Politiker
- 19. Februar: Robert Trivers, Biologe
- 19. Februar: Tim Hunt, britischer Biochemiker
- 20. Februar: Diana L. Paxson, US-amerikanische Schriftstellerin von historischen Fantasy-Romanen
- 21. Februar: Louis Jauffret, ehemaliger französischer Skirennläufer
- 21. Februar: Paul Kirchhof, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht
- 22. Februar: Horst Köhler, deutscher Politiker, Bundespräsident
- 22. Februar: Eduard Weniaminowitsch Limonow, russischer Autor und Politiker
- 23. Februar: Manfred Carstens, deutscher Politiker
- 23. Februar: Gerd Höfer, deutscher Politiker und MdB
- 23. Februar: Uwe Zerbe, deutscher Schauspieler
- 25. Februar: George Harrison, britischer Musiker (The Beatles) († 2001)
- 25. Februar: Uta Kron, deutscher Archäologe
- 25. Februar: Wolfgang Berghofer, deutscher FDJ-Funktionär und SED-Politiker
- 25. Februar: Gerhard Cromme, deutscher Manager
- 25. Februar: Pavel Dostál, tschechischer Politiker und Kulturminister († 2005)
- 25. Februar: Karl Heinz Däke, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Steuerzahler
- 27. Februar: Carlos Parreira, brasilianischer Fußballtrainer
- 27. Februar: Tom Astor, deutscher Sänger, Komponist, Texter und Produzent
- 27. Februar: Morten Lauridsen, US-amerikanischer Komponist
- 27. Februar: Manfred Müller (Politiker), deutscher Politiker und MdB
- 1. März: Rashid Sunyaev, Astrophysiker
- 1. März: Franz Hohler, Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher
- 2. März: Gabriele Gast, deutsch-deutsche Spionin
- 2. März: Peter Straub (Schriftsteller), Schriftsteller
- 3. März: Ivo Vajgl, slowenischer Politiker
- 4. März: Lucio Dalla, Cantautori rockorientierter Musik
- 5. März: Heide Knake-Werner, deutsche Politikerin
- 5. März: Alfred Hartenbach, deutscher Politiker
- 5. März: Christian Führer, evangelischer Pfarrer, einer der Initiatoren der Montagsdemonstrationen in Leipzig
- 5. März: Thomas Prinzhorn, österreichischer Industrieller und Politiker (FPÖ)
- 8. März: Lynn Redgrave, britische Schauspielerin
- 8. März: Franz Steinegger, Schweizer Jurist und Politiker
- 8. März: Reinhold Huhn, Soldat der Grenztruppen der DDR († 1962)
- 9. März: Wolf Singer, deutscher Hirnforscher
- 9. März: Jef Raskin, Mediendesigner und Philosoph († 2005)
- 9. März: Robert James Fischer, Schachspieler
- 12. März: Christean Wagner, hessischer CDU-Politiker und Landesminister
- 13. März: André Téchiné, französischer Drehbuchautor und Filmregisseur
- 14. März: Marie Hüllenkremer, deutsche Journalistin und Politikerin († 2004)
- 14. März: Brigitt Petry, deutsche Sängerin und Komponistin († 1971)
- 15. März: Frank Wiegand, deutscher Schwimmer
- 15. März: David Cronenberg, kanadischer Regisseur
- 16. März: Kirsten Dene, deutsche Schauspielerin
- 16. März: Ludwig Güttler, Trompeter
- 17. März: Bakili Muluzi, Präsident von Malawi von 1994 bis 2004
- 18. März: Monika Weber (Stadträtin), Schweizer Politikerin
- 19. März: Mario Monti, italienischer Politiker
- 19. März: Mario José Molina, mexikanischer Chemiker
- 20. März: Gerard Malanga, US-amerikanischer Schriftsteller, Fotograf und Filmemacher
- 22. März: Keith Relf, britischer Musiker († 1976)
- 22. März: George Benson, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist und Sänger
- 22. März: Joseph Schwantner, US-amerikanischer Komponist
- 23. März: Detlef Dzembritzki, deutscher Politiker
- 23. März: Benjamin Joses Odoki, ugandischer Jurist und Oberster Richter Ugandas
- 25. März: Paul Michael Glaser, US-amerikanischer Schauspieler
- 26. März: Robert Woodward, US-amerikanischer Journalist und Reporter
- 29. März: John Major, britischer Politiker
- 29. März: Eric Idle, britischer Schauspieler, Filmproduzent, Regisseur, Komponist und Buchautor
- 31. März: Christopher Walken, US-amerikanischer Schauspieler
- 1. April: Alejandro Núñez Allauca, peruanischer Komponist
- 1. April: Mario Botta, Schweizer Architekt
- 2. April: Troels Kløvedal, dänischer Schriftsteller
- 3. April: Jean-Louis Tauran, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 3. April: Bernd Richter, Oberstudienrat und Politiker der ödp
- 4. April: Michael Schneider, deutscher Schriftsteller
- 6. April: Gerhard Steidele, deutscher Judoka
- 6. April: Eckart Klein, Jurist und Hochschullehrer
- 7. April: Joaquim Agostinho, portugiesischer Radrennfahrer († 1984)
- 8. April: Eberhard Vogel, ehemaliger Fußballspieler
- 9. April: Wolfgang Back, deutscher Moderator und TV-Redakteur
- 10. April: Andrzej Badeński, polnischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 10. April: Włodzimierz Schmidt, polnischer Schachspieler
- 10. April: Bo Hansson, schwedischer Keyboarder und Komponist
- 11. April: Poul Nielson, dänischer Politiker
- 12. April: Lothar Kobluhn, Fußballspieler
- 12. April: Michael Otto, Vorstandsvorsitzender des Otto-Versands
- 14. April: Ferfried Prinz von Hohenzollern, deutscher Adeliger und Rechtsanwalt
- 15. April: Mariann Fischer Boel, dänische Politikerin
- 16. April: Gerd Leo Kuck, deutscher Theaterintendant, Dramaturg und Regisseur
- 16. April: Dave Peverett, englischer Blues- und Hard Rock-Musiker († 2000)
- 17. April: Jürgen Dueball, deutscher Schach- und Bridgespieler († 2002)
- 17. April: James Curnow, US-amerikanischer Komponist und Professor
- 19. April: Gudrun Reinboth, deutsche Schriftstellerin
- 19. April: Claus Theo Gärtner, deutscher Schauspieler
- 20. April: John Eliot Gardiner, britischer Dirigent und Chorleiter
- 23. April: Hervé Villechaize, französischer Schauspieler († 1993)
- 25. April: Tony Christie, britischer Schlagersänger
- 26. April: Peter Zumthor, Architekt
- 26. April: Ina Albowitz, deutsche Politikerin
- 26. April: Gary Wright, US-amerikanischer Musiker
- 27. April: Helmut Marko, österreichischer Autorennfahrer
- 28. April: Jacques Dutronc, französischer Chansonnier und Schauspieler
- 29. April: Almuth Berger, deutsche Pfarrerin in der DDR
- 29. April: Margrit Spielmann, deutsche Politikerin
- 29. April: Ian Kershaw, englischer Historiker (Hitler-Biograf)
- 29. April: Klaus Grawe, Psychologischer Psychotherapeut († 2005)
- 30. April: David Zane Mairowitz, Europäisch-amerikanischer Schriftsteller
- 30. April: Frederick Chiluba, zweiter Präsident Sambias (1991: 2002)
- 1. Mai: Willi Kraus (Fußballspieler), ehemaliger Fußballspieler
- 1. Mai: Franziskus Eisenbach, Titularbischof von Sigo und Weihbischof emeritus von Mainz
- 2. Mai: Manfred Schnelldorfer, deutscher Eiskunstläufer und Olympiasieger
- 6. Mai: Wolfgang Reinhardt, deutscher Leichtathlet
- 6. Mai: Andreas Baader, deutscher Terrorist, Mitbegründer der RAF († 1977)
- 8. Mai: Pat Barker, englische Schriftstellerin und Historikerin
- 8. Mai: Tomas von Brömssen, schwedischer Schauspieler
- 9. Mai: Heinrich Traublinger, deutscher Politiker
- 9. Mai: Uwe Fenner, Internet-Unternehmer
- 9. Mai: Ove Grahn, schwedischer Fußballspieler
- 11. Mai: Nancy Greene, kanadische Skirennläuferin
- 11. Mai: Dieter Böhmdorfer, österreichischer Justizminister
- 14. Mai: Jack Bruce, britischer Rockmusiker
- 14. Mai: Ólafur Ragnar Grímsson, Präsident der Republik Island
- 16. Mai: Daniel Coats, US-amerikanischer Politiker
- 17. Mai: John Warren, australischer Fußballspieler († 2004)
- 18. Mai: Helmut Haussmann, deutscher Politiker
- 18. Mai: Willy Wimmer, deutscher Politiker und MdB
- 18. Mai: Gennadi Sosonko, niederländischer Schachspieler
- 22. Mai: Gesine Schwan, deutsche Politikwissenschaftlerin
- 22. Mai: Kurt Bendlin, deutscher Leichtathlet
- 22. Mai: Betty Williams, Friedensnobelpreisträgerin und Friedensaktivistin
- 24. Mai: Svend Auken, dänischer sozialdemokratischer Politiker
- 24. Mai: Gerd Gies, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt
- 25. Mai: Jessi Colter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 26. Mai: Erica Terpstra, niederländische Schwimmerin, Staatssekretärin und Parlamentsabgeordnete
- 27. Mai: Cilla Black, britische Sängerin und Fernsehunterhalterin
- 29. Mai: Klaus Haupt, deutscher Politiker
- 31. Mai: Antje Vollmer, deutsche Politikerin, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages
- 2. Juni: Blinky Palermo, deutscher Maler († 1977)
- 2. Juni: Crescenzio Sepe, Kardinal
- 2. Juni: Graham Bonney, Schlagersänger
- 3. Juni: Dieter Kottysch, deutscher Mittelgewichtsboxer
- 3. Juni: Billy Cunningham, US-amerikanischer Basketballspieler und -trainer
- 6. Juni: Klaus Mangold, deutscher Manager
- 6. Juni: Hans Peter Duerr, Dt. Ethnologe und Kulturgeschichtsforscher
- 8. Juni: Herbert Schmalstieg, amtierender Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
- 8. Juni: Roger Fouts, Psychologe, Anthropologe und Verhaltensforscher
- 9. Juni: Kenny Barron, US-amerikanischer Jazz-Pianist
- 9. Juni: Joe Haldeman, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 10. Juni: Charles Saatchi, britischer Kunstsammler, Gründer der Saatchi Gallery
- 10. Juni: Volker Wahl, deutscher Archivar und Historiker
- 11. Juni: Walter Zuber, deutscher Politiker
- 11. Juni: Johann Kurzbauer, österreichischer Politiker
- 13. Juni: Malcolm McDowell, englischer Schauspieler
- 14. Juni: Piet Keizer, niederländischer Fußballspieler
- 14. Juni: Frank Costello, und mächtiger Gangsterboss in New York († 1973)
- 15. Juni: Poul Nyrup Rasmussen, dänischer Politiker
- 16. Juni: Alfred Grimm, deutscher Objektkünstler, Maler und Zeichner
- 17. Juni: Burt Rutan, Luft- und Raumfahrtingenieur, Unternehmer
- 17. Juni: Fritz Teufel, Spaß-Revoluzzer während der Studentenbewegung in Berlin
- 18. Juni: Klaus-Peter Köhler, deutscher Politiker
- 18. Juni: William Calley, US-amerikanischer Offizier
- 20. Juni: Ursula Engelen-Kefer, Stellvertretende Vorsitzende des DGB
- 22. Juni: Marita Lange, deutsche Leichtathletin
- 23. Juni: Vinton G. Cerf, Informatiker, gilt als einer der Väter des Internets
- 23. Juni: James Levine, US-amerikanischer Dirigent und Pianist
- 26. Juni: Georgie Fame, britischer R&B-Musiker
- 26. Juni: Donald Johanson, Paläoanthropologe, Entdecker von Lucy
- 27. Juni: Kira von Preußen, Tochter von Louis Ferdinand von Preußen und Großfürstin Kira Kirillowna († 2004)
- 28. Juni: Klaus von Klitzing, deutscher Physiker
- 29. Juni: Little Eva, US-amerikanische Sängerin († 2003)
- 30. Juni: Hartmann von der Tann, deutscher Journalist

2. Halbjahr


- 1. Juli: Martin Lüttge, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 4. Juli: Heide Simonis, deutsche Politikerin
- 4. Juli: Christoph Zöpel, deutscher Politiker
- 4. Juli: Conny Bauer, deutscher Posaunist
- 5. Juli: Robbie Robertson, kanadischer Rockmusiker
- 6. Juli: Hans-Jürgen Papier, deutscher Präsident des Bundesverfassungsgerichts
- 7. Juli: Heribert Aigner, österreichischer Althistoriker
- 10. Juli: Nasr Hamid Abu Zaid, ägyptischer Denker und islamischen Gelehrten
- 10. Juli: Chris Lohner, österreichische Schauspielerin, Moderatorin und Autorin
- 10. Juli: Arthur Ashe, US-amerikanischer Tennispieler († 1993)
- 11. Juli: Rolf Stommelen, deutscher Formel-1-Rennfahrer († 1983)
- 11. Juli: Karin Ugowski, deutsche Schauspielerin
- 11. Juli: Tommy Vance, Radiomoderator († 2005)
- 12. Juli: Christine McVie, britische Musikerin, Sängerin und Songschreiberin
- 14. Juli: Eldbjørg Løwer, norwegische Politikerin der Venstre
- 15. Juli: Jocelyn Bell Burnell, britische Radioastronomin
- 15. Juli: Franz Schuster, deutscher Politiker
- 15. Juli: Frank Glaubrecht, deutscher Synchronsprecher und Schauspieler
- 16. Juli: Ulf Göpfert, deutscher Maler und Grafiker
- 16. Juli: Patricia Churchland, kanadische Philosophin
- 16. Juli: Reinaldo Arenas, schwuler kubanischer Schriftsteller († 1990)
- 17. Juli: Joseph Nanven Garba, nigerianischer Politiker († 2002)
- 19. Juli: Ursula Seiler-Albring, deutsche Politikerin und MdB
- 23. Juli: Irina Liebmann, deutsche Schriftstellerin
- 23. Juli: Tony Joe White, Gitarrist und Sänger
- 24. Juli: Loni von Friedl, österreichische Schauspielerin
- 24. Juli: Ljudmila Iwanowna Bragina, russische Leichtathletin
- 25. Juli: Erika Steinbach, deutsche Politikerin
- 26. Juli: Mick Jagger, britischer Rockmusiker
- 28. Juli: Bill Bradley, US-amerikanischer Basketballspieler und Politiker
- 29. Juli: Ingrid Krämer-Gulbin, deutsche Wasserspringerin
- 29. Juli: Michael Holm, deutscher Musiker, Texter und Produzent
- 30. Juli: Giovanni Goria, italienischer Politiker und Ministerpräsident († 1994)
- 1. August: Angela Schmid, deutsche Politikerin, MdB
- 2. August: Max Wright, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. August: Steven Millhauser, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. August: Sammi Smith, US-amerikanische Sängerin († 2005)
- 6. August: Helmut Pfleger, deutscher Schachspieler
- 6. August: Jonathan Postel, Internet-Pionier († 1998)
- 6. August: Johannes Siegrist, Schweizer Medizinsoziologe mit Lehrstuhl in Düsseldorf
- 7. August: Franz Josef Wagner, deutscher Boulevardjournalist
- 9. August: Lubomir Kavalek, US-amerikanischer Schachgroßmeister
- 11. August: Pervez Musharraf, Präsident Pakistans
- 12. August: Herta Däubler-Gmelin, deutsche Politikerin
- 12. August: Christoph Grimm, deutscher Politiker
- 13. August: Paul Alger, deutscher Fußballspieler
- 17. August: Robert De Niro, US-amerik. Schauspieler und Produzent
- 18. August: Carl Wayne, britischer Sänger und Schauspieler († 2004)
- 18. August: Manuela (Sängerin), deutsche Schlagersängerin († 2001)
- 18. August: Karin Burneleit, ehemalige DDR-Deutsche Leichtathletin
- 18. August: Gianni Rivera, italienischer Fußballspieler
- 21. August: Perry Christie, Premierminister der Bahamas
- 22. August: Nahas Angula, namibischer Politiker
- 23. August: Raúl Cubas Grau, Staatspräsident von Paraguay
- 24. August: John Cipollina, US-amerikanischer Rockmusiker, Gitarrist († 1989)
- 25. August: Niles Eldredge, Biologe
- 26. August: Angelika Mechtel, deutsche Schriftstellerin († 2000)
- 27. August: Wolfgang Nordwig, Stabhochspringer und Olympiasieger
- 27. August: Tuesday Weld, US-amerikanische Schauspielerin
- 30. August: Jean-Claude Killy, französischer Skirennfahrer
- 30. August: Robert Crumb, Künstler, Illustrator und Comic-Künstler
- 1. September: Gerhard Aigner, deutscher Fußballfunktionär
- 2. September: Hans-Ulrich Grapenthin, Fußballspieler
- 3. September: Dagmar Schipanski, deutsche Wissenschaftlerin und Politikerin
- 3. September: Dieter Mietz, deutscher Fußballspieler
- 3. September: Heinz Dieter Paul, deutscher Komponist und Dirigent
- 3. September: Moritz Suter, Schweizer Unternehmer und Pilot
- 5. September: Aloys Lenz (Hessen), deutscher Politiker, MdL
- 6. September: Roger Waters, britischer Musiker und Gründungsmitglied der Rockgruppe Pink Floyd
- 7. September: Lena Valaitis, litauisch-deutsche Schlagersängerin
- 9. September: Erika Lotz, deutsche Politikerin und MdB
- 9. September: Peter Dreßen, deutscher Politiker und MdB
- 9. September: Jürgen Gosch, deutscher Theaterregisseur
- 10. September: Horst-Dieter Höttges, deutscher Fußballspieler
- 11. September: Vitaly Komar, US-amerikanischer Künstler
- 11. September: Mickey Hart, US-amerikanischer Schlagzeuger und Perkussionist
- 12. September: Kurt Demmler, deut

Präsident

Ein Präsident ist das Staatsoberhaupt einer Republik. Je nach Staatssystem wird das Amt durch eine allgemeine Wahl, durch ein Wahlkomitee, durch die Legislative oder durch andere Verfahren vergeben. Zum Teil werden auch in Diktaturen Präsidenten ernannt. Das Wort Präsident wurde vom lateinischen praesidere das heißt 'den Vorsitz haben', abgeleitet. Die Präsidentschaft bezeichnet die Amtszeit eines Präsidenten oder die Situation Präsident zu sein. Einige wenige moderne Republiken kennen kein Staatsoberhaupt. Dazu zählen die Schweiz und San Marino. Die Schweiz kennt allerdings einen Präsidenten der Konföderation, der ein Mitglied des Bundesrats ist. Der Schweizer Nationalrat wählt ein Mitglied des Bundesrats zum Präsidenten für ein Jahr. Allerdings ist der Präsident nur primus inter pares (erster unter Gleichen); lediglich auf internationaler Ebene wird er als Staatsoberhaupt behandelt. Auch das ehemalige deutsche Bundesland Württemberg-Hohenzollern hatte einen Staatspräsidenten, der zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef in einer Person war. In Bayern wollte man Anfang der 50er Jahre einen Staatspräsidenten einführen, entschied sich jedoch die Rolle des Staatsoberhauptes dem Ministerpräsidenten zu überlassen.

Der Präsident in der Demokratie

Die Stellung und die Befugnisse des Präsidenten werden meist durch eine geschriebene Verfassung festgelegt. Sie ist eingebunden in ein System der Gewaltenteilung oder zumindest in ein System der strikten Machtkontrolle.

Präsidentielle Demokratie

Hier vereinigt der Präsident die Funktion des Staatsoberhaupt und die des Regierungschef. Er besitzt große Machtbefugnisse. Der Präsident wird dann meist direkt vom Volk gewählt, was seine starke Position legitimiert. Typische präsidentielle Regierungssysteme sind die der USA, Südafrika und der lateinamerikanischen Staaten. Siehe auch: Präsidentielles Regierungssystem

Parlamentarische Demokratie

Hier ist der Präsident nur Staatsoberhaupt. Er wird meist nicht direkt vom Volk sondern durch die Legislative gewählt und hat hauptsächliche repräsentative Funktionen. Die eigentliche Führung der Exekutive (Regierung) ist die Aufgabe eines je nach Land (Premierminister, Ministerpräsident, Bundeskanzler, Regierungspräsident (Spanien), Ratspräsident) oder ähnlich genannten Regierungschefs, dessen Regierung vom Vertrauen des Parlaments abhängig ist Typische Parlamentarische Regierungssysteme sind die Deutschlands und Italiens. Siehe auch: Parlamentarisches Regierungssystem

Semipräsidentielle Demokratie

Hier konkurrieren Präsident und Ministerpräsident um die Macht. Wird der Präsident durch die Parlamentsmehrheit gestützt, hat er weitreichende Kompetenzen. Gehören Parlamentsmehrheit und Präsident unterschiedlichen Parteien an, herrscht Kohabitation (frz. cohabitation)) und die Macht des Präsidenten ist eingeschränkt. Typische semipräsidentielle Regierungssysteme sind die Frankreichs, Polens und Russlands, wobei Russland sich anscheinend im Übergang zum präsidentiellen Regierungssystem befindet. Siehe auch: Semipräsidentielles Regierungssystem

Andere Systeme

In Diktaturen wird der Titel eines Präsidenten häufig von selbsternannten Anführern angenommen - ein Beispiel dafür ist Ugandas Expräsident Idi Amin. Einige staatssozialistische Staaten kennen oder kannten ebenfalls Präsidenten, allerdings liegt die Macht beim Zentralkomitee der Partei.

Siehe auch


- Präsidialrepublik, Präsidentielles Regierungssystem
- Präsident der Republik, Präsident (Verwaltung)
- Liste der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Liste der Präsidenten von Frankreich
- Bundespräsident (Deutschland), Bundespräsident (Österreich),
- Staatspräsident (Frankreich) Kategorie:Politik Kategorie:Herrschertitel ja:大統領 ko:대통령 simple:President th:ประธานาธิบดี zh-min-nan:Chóng-thóng

Iran

Der Iran (Persien, persisch: ایران //) ist ein Staat im westlichen Asien.

Landesname

Seit frühester Zeit wurde das Land von seiner Bevölkerung als Iran bezeichnet. Die altiranische Form dieses Namens, Aryanam, bedeutet Land der Arier. Die im Abendland bis ins 20. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung Persien geht auf die Zeit der Achämeniden zurück, die im 6. Jahrhundert v. Chr. ein erstes persisches Großreich schufen. Dessen Kerngebiet war die von den Griechen so genannte Landschaft Persis, die heutige Provinz Fars um Schiraz. Von ihr leitet sich auch der Name Farsi für die persische Sprache ab. Der geographische Begriff Iran bezieht sich auf das gesamte iranische Hochland, über den Staat Iran hinaus also auch auf Regionen von Nachbarländern.

Geografie

Der Iran grenzt an den Irak (Grenzlinie 1.458 km), die Türkei und Aserbaidschan (je ca. 500 km), Armenien (35 km), das Kaspische Meer (500 km), Turkmenistan (ca. 1.000 km), Afghanistan (936 km) und Pakistan (Provinz Belutschistan, 909 km). Der höchste Berg des Irans ist der 5.610 m hohe, erloschene Vulkan Damavand (Demawend) im Elbursgebirge, nördlich der Hauptstadt Teheran. Im Süden und Südwesten hat das Land eine 2.000 km lange Küste zum Golf von Oman bzw. Persischen Golf, die beiden Meere sind durch die Straße von Hormuz (Vereinigte Arabische Emirate, Oman) getrennt. Aufgrund der geophysischen Gegebenheiten treten im Iran verhältnismäßig häufig Erdbeben auf. (Die Situation ist vergleichbar mit der Erdbebenhäufigkeit in der Türkei und an der Westküste der USA.)

Klima

Erdbeben Das Klima des Irans ist, bedingt durch seine geografische Ausdehnung, sehr unterschiedlich. Viele verschiedene Jahreszeiten herrschen gleichzeitig, weshalb es möglich ist, im Iran alle Gemüse- und Früchtearten anzubauen, abgesehen von Kakao. Es überwiegen aride Klimaverhältnisse, regional liegen die Niederschläge aber bei 2.000 mm im Jahr.

Vegetation

53 % des Irans sind Wüstengebiet (Kavir im Norden, Lut im Süden, siehe Wüsten Afghanistans und Irans), 27 % Weideland, 9 % Ackerland (gut 1/3 bewässert), 11 % Wald. Die Wälder sind zumeist übernutzt, zwischen Elburs-Gebirge und Kaspischem Meer finden sich aber großflächige Urwälder der Buche, die sich in dieser Ausdehnung nur im äußersten Osten des Buchenareals erhalten haben.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Irans (69 Millionen - Stand Juli 2004) setzt sich zusammen aus ca. 51 % Persern, ca. 24 % Aserbaidschanern, ca. 7 % Kurden, 8 % Gilaki und Mazandarani, ca. 3 % Araber, 2 % Turkomanen, 2 % Luren und 2 % Belutschen und einigen kleineren Minderheiten, wie christliche Armenier, Assyrer und Georgier. Insgesamt bekennen sich 98 % der Bevölkerung zum Islam; 90 % davon sind Schiiten und 8 % Sunniten. Daneben leben im Iran zahlreiche Flüchtlinge: 2 Millionen aus Afghanistan und 203.000 aus dem Irak. 20.000 Iraner befinden sich als Flüchtlinge im benachbarten Irak. Zu den größten Städten (über 700.000 Einwohner) zählen Teheran (7,1 Mio.), Mashhad (2,3 Mio.), Isfahan (1,5 Mio.), Karaj (1,4 Mio.), Täbris (1,4 Mio.), Schiraz (1,2 Mio.), Qom (1,0 Mio.), Ahwas (850.000) und Kermānschāh (770.000). Siehe auch: Liste der Städte im Iran

Sprachen

Amtssprache des Irans ist Neupersisch, lokal auch Farsi genannt. Sie ist eine indogermanische Sprache und zugleich die Wichtigste unter allen iranischen Sprachen, die gemeinsam mit den Indischen Sprachen den Ostindogermanischen Sprachast bilden. Persisch ist in der Entwicklung ihrer Grammatik, sprich in der Vereinfachung, sogar noch weiter vorangeschritten als das Englische. Persisch ist zwar die einzige Amtssprache des Irans, die etwa von 58 % der iranischen Bevölkerung gesprochen wird, sie ist jedoch nicht die alleinige Landessprache. Der Anteil der Aserbaidschanisch-, und Turkmenisch-Sprecher wird mit 26 % beziffert; Kurdisch mit 9 %; Lurisch mit 2 %; und andere, darunter Arabischsprecher, mit 1 %.
- Iranische Sprachen: Persisch (Dari), Lorī, Kurdisch, Belutschi, Tajik
- Turksprachen: Aserbaidschanisch, Turkmenisch.
- Armenisch

Religion

Der schiitisch/safawidische Islam ist Staatsreligion. Knapp 95 % der Bevölkerung sind Muslime (89 % Shiiten, 5 % Sunniten und 1 % andere muslimische Gruppen, vorwiegend Kharidschiten und Sufis). Daneben gibt es orientalische Christen (1.500.000), Anhänger der armenisch-apostolischen Kirche (500.000), assyrische Christen (500.000), syrische Christen (300.000), Kopten (100.000), andere Christen (100.000), Juden (150.000), Parsen (480.000), Mandäer (218.000), Jesiden (55.000), Sikhs (20.000), Drusen (82.000) und ca. 300.000 der im Iran als ketzerisch bezeichneten Baha'i, deren nach dem Islam entstandene Buchreligion im Iran nicht als solche anerkannt wird, was teils blutige Pogrome und Hinrichtungen zur Folge hat.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte des Iran Der heutige Staat Iran (Iran bedeutet in den westiranischen Dialekten soviel wie Land der Arier; das ostiranische Äquivalent dazu ist Aryana) befindet sich auf dem Gebiet, das man im deutschen Sprachgebrauch lange als Persien bezeichnet hat. Die geografische Lage zwischen dem Kaukasus im Norden, der Arabischen Halbinsel im Süden, Indien und China im Osten und Mesopotamien und Syrien im Westen ließen das Land zum Schauplatz einer wechselvollen Geschichte werden. Im persischen Großraum führt die Geschichte vom Reich der Meder zum Perserreich der Achämeniden (Kyros II. der Große bis Dareios III.) über Alexander den Großen zu den Parthern und Sassaniden. Seit dem Mittelalter folgten auf das islamische Kalifat, welches das Sassanidenreich zertrümmerte (siehe Islamische Expansion), verschiedene einheimisch-persische, mongolische und türkische Dynastien bis zu den Safawiden, Kadscharen und dem heutigen Staat Iran. Der Iran trat als Monarchie mit einem Schah als Oberhaupt und bald auch mit einer eigenen, freien Regierung in die Neuzeit ein. Mit Reza Schah Pahlavi (Reza Chan) begann 1921 unter dem Einfluss von Großbritannien eine politische Neuorientierung Persiens in Richtung Westen. Dabei nahm der Kontakt zwischen Herrscher und Volk immer mehr ab. Die Unzufriedenheit im Land stieg. Die Wut konzentrierte sich zunächst auf Großbritannien. Ein Zweckbündnis mit Deutschland und das erstarkte Selbstverständnis des neugeordneten Staates veranlassten den Schah, die internationale Staatengemeinschaft aufzufordern, den seitens der Briten hartnäckig als "Persia" bezeichneten Iran als IRAN zu bezeichnen; dem Landesnamen, unter welchem es den Persern seit Jahrhunderten ein Begriff war. Durch den mit dem Öl verknüpften Reichtum entwickelte sich Iran zur Regionalmacht. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es 1951, unter der Regierung Mohammed Mossadeghs, zu einer Verstaatlichung der Ölindustrie. Auslöser war die britische BP, die das Ölgeschäft im Iran beherrschte und die sich in Verhandlungen strikt weigerte, ihre Gewinne aus dem Ölgeschäft hälftig mit dem iranischen Staat zu teilen. In der Folge kam es zum internationalen Boykott des iranischen Öls, allen voran durch die USA und Großbritannien, was im weiteren Verlauf zu einer Wirtschaftskrise und zum Staatsdefizit führte. Trotz dieser Ergebnisse wählte das Parlament später in demokratischer Wahl Mossadegh zum Präsidenten des Landes. Der 1941, ursprünglich gegen den Willen der USA, als Nachfolger seines Vaters ins Amt gekommene Schah, Mohammad Reza Pahlavi, der Sohn Reza Schahs, stellte sich mit Unterstützung der USA gegen Mossadegh und sprach sich für ein Handelsabkommen mit den USA aus. In diesem sollten Ölförderrechte an US-amerikanische Unternehmen übertragen und dem Iran 50 % des Gewinns aus dem Ölgeschäft zugesprochen werden (mit der britischen BP waren es ca. 5 %). Mossadegh weigerte sich, da er den mit dem Öl verbundenen Reichtum des Iran im Lande behalten wollte. Es kam zu Unruhen und Spannungen zwischen Shah und Mossadegh. Letzterer hatte jedoch großen Rückhalt im Volk, was den Schah veranlasste, auf dem Höhepunkt der Krise im August 1953 das Land zu verlassen. Dennoch organisierten monarchistische Kräfte unter Führung des Generals (i. R.) Fazlollah Zahedi einen Staatsstreich (militärisch unterstützt von den USA) und holten den Schah wieder zurück an die Macht. Die damalige Regierung, mit Zahedi als Ministerpräsident, schloss neue Verträge mit den USA ab. Diese hielten bis zur ersten Ölkrise, hervorgerufen durch deutliche Preiserhöhungen des Irans, an. Schah Mohammad Reza Pahlavi (1941-1979) leitete zwar die "weiße Revolution" ein, verlor aber in der Folgezeit seiner Herrschaft zunehmend den Kontakt zum Volk. Anfang 1979 musste er infolge einer islamischen Revolution endgültig den Iran verlassen. Der Schiitenführer Ruhollah Chomeini kehrte aus dem französischen Exil zurück, etablierte sich als oberste Autorität des Staates und transformierte das Kaiserreich Iran bzw. Persien (offizielle Bezeichnungen des Landes bis 1979) in eine Islamische Republik. Seine Politik war geprägt durch eine fundamentalistische, stark antiwestliche Linie. Von 1980 bis 1988 befand sich das Land in einem Krieg (erster Golfkrieg), nachdem der Irak das Land angegriffen hatte. Die anhaltende internationale Isolation des Irans lockerte sich erst Ende der 1990er. Seit 2005 ist der Iran zusammen mit Indien, Pakistan und der Mongolei Beobachter bei der Shanghai Cooperation Organization (SCO).

Politik

Seit der Revolution von 1979 ist der Oberste Rechtsgelehrte ("Revolutionsführer") entweder der Rahbar (i. e. Führer) oder in seiner Abwesenheit ein Rat religiöser Amtsträger. Der Revolutionsführer, seit 1989 Seyyed Alī Chāmene'ī, hat die uneingeschränkte Macht und ernennt die obersten Richter (alle Prediger) und ist auch Oberkommandierender der Streitkräfte. Er wird vom Expertenrat auf Lebenszeit gewählt. Dieser wird wiederum alle acht Jahre vom Volk gewählt, wobei der Wächterrat die Kandidaten genehmigen muss. Das Staatsoberhaupt und Regierungschef des Irans ist der Präsident (seit 2005 Mahmud Ahmadinedschad). Er wird in allgemeinen Wahlen für eine 4-jährige Amtszeit bestimmt und ist gleichzeitig Regierungschef. Der Präsident ernennt die Mitglieder des Kabinetts und steht diesem auch vor. Er koordiniert die Regierungsarbeit und legt dem Parlament die Regierungsvorlagen vor. Die Macht von Präsident, Regierung und Parlament ist jedoch stark beschränkt, denn alle zu wählenden Kandidaten und alle Gesetze müssen vom Wächterrat bestätigt werden. Zudem hat in allen Fragen das letzte Wort der Revolutionsführer. Der Wächterrat besteht aus 6 religiösen Geistlichen und 6 weltlichen Rechtswissenschaftlern. Die Geistlichen werden vom Revolutionsführer ernannt. Ihre Aufgabe ist es, jedes Gesetz auf seine Konformität mit den islamischen Prinzipien hin zu überprüfen. Die Juristen werden vom Obersten Richter, dem Chef der Judikative ernannt. Ihre Aufgabe ist es, die Verfassungskonformität legislativer Akte zu überprüfen. Der Oberste Richter seinerseits wird vom Revolutionsführer ernannt. Der Wächterrat ist befugt, jedes Gesetz abzulehnen oder im Nachhinein für ungültig zu erklären, und Kandidaten die Teilnahme an der Wahl für das Parlament und das Präsidentenamt zu verweigern. Der Wächterrat entscheidet per einfacher Mehrheit. Bei gleichen Stimmanteilen hat der Revolutionsführer das letzte Wort. In der iranischen Verfassung Artikel § 57 wird die staatliche Gewalt, Legislative, Exekutive und Judikative, der religiösen Führung (welayat-e faghi) unterstellt. Alle drei Gewalten sind somit nicht autonom in ihren Entscheidungen, sondern abhängig vom geistlichen Führer "Rahbar". Das iranische Einkammer-Parlament (Islamischer Konsultativrat; persisch Majles e-Shura ye-Eslami) besteht aus 290 Abgeordneten, die in allgemeinen, direkten und geheimen Wahlen für eine 4-jährige Amtszeit gewählt werden. Wegen der Auswahl des Wächterrates wird das Parlament (außer von 2000-2003) von den islamisch-konservativen Kräften dominiert. Mit dem überraschenden Wahlsieg Mohammad Chātemīs 1997 etablierte sich die politische Bewegung der Reformer im iranischen Parlament. Sie stehen dem religiösen Machtmonopol kritisch gegenüber und versuchen, die republikanischen Elemente des Staates zu stärken. So gelang es Chatemi zu Beginn seiner Amtszeit, eine Liberalisierung der nationalen Presse durchzusetzen. Die systemkritischen Stimmen bekamen dadurch ein öffentliches Organ, um ihrem Reformwillen Nachdruck zu verleihen. Das Aufleben der Pressefreiheit dauerte allerdings nicht sehr lange an. Der Wächterrat macht die Gesetze mit Verweis auf Unverträglichkeit mit dem Islam rückgängig und blockierte fortan nahezu alle Reformversuche des Parlaments. Seitdem sehen sich die Reformer mit großen Vertrauensverlusten in den reformwilligen Bevölkerungsgruppen konfrontiert. Die Enttäuschung über die Ohnmacht des Parlaments führte bei den letzten Kommunalwahlen (2003) zu sehr geringer Wahlbeteiligung (Landesschnitt 36 %, in Teheran 25 %) und zu einem klaren Sieg der konservativen Kräfte. Bei den Parlamentswahlen am 17. Juni 2005 trat vorerst das parlamentarische Ende der Reformer ein, zumal Chātemī nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte. Der Wahlkampf wurde im Fernsehen, im Radio, auf Plakaten und auf Redeveranstaltungen geführt. Dominant was das Bild eines Mannes: Alī Akbar Hāschemī Rafsandschānī. Der ehemalige Präsident Irans (1989-1997) kandidierte erneut für den Posten des Regierungschefs. Aus westlicher Sicht war er der sichere Wahlsieger, da er als starker Mann der Tat, als Pragmatiker galt und für wirtschaftlichen Aufschwung stand, dessen strahlende, ungezwungen westlich orientierte Auftritte allenfalls Korruptions- und Kungelleivorwürfe schmählerten. Aber die Wahlen gewann völlig überraschend (für westliche Beobachter) Mahmud Ahmadinedschad in der ersten Stichwahl der iranschen Geschichte. Ahmadinedschad gilt als sogenannter Hardliner. In westlichen Zeitungen wurde er unter anderem als "religiöser Faschist" bezeichnet. Auf seiner politischen Agenda stehen viele Punkte, die an Ruhollah Mousavi Chomeini erinnern: Islamisierung der Gesellschaft, Kleiderordnungspflicht für Frauen, erhebliche Einschnitte der Presse- und Meinungsfreiheit, eine Abwendung von diplomatischen Eingeständnissen in internationalen Verhandlungen (Atomstreit), etc. Doch wegen dieser Politik ist er nicht hauptsächlich gewählt worden. Er steht auch für eine realistische Lösung der Probleme, welche die einfachen Iraner täglich haben. Hohe Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Perspektivlosigkeit. Die Lösung dieser Probleme, oder zumindest deren Abschwächung, hat sich Ahmadinedschad ebenfalls zur Aufgabe gemacht. Die Arbeitslosen, die Armen, die vielen Menschen ohne Zukunft in einem Land mit außergewöhnlich vielen jungen Einwohnern, die einfachen Leute haben ihn gewählt - weil sie ihn als einen von ihnen ansehen. Ob Mahmud Ahmadinedschad die Hoffnungen, die in ihn projiziert werden, wird einhalten können, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass Iran einen schweren Rückschlag in Sachen Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft und des Staatsystems erfahren hat. In einer Rede vom 26. Oktober 2005 hat der Präsident die Vernichtung Israels gefordert, ein in der UN-Geschichte einmaliger Vorgang, der von den meisten UN-Staaten einhellig verurteilt wurde.

Rechtssystem

Durch die islamische Revolution ist das islamische Recht, die Scharia als Gesetz wieder eingeführt worden. Da die Scharia niemals erfolgreich kodifiziert worden ist, obliegt die Rechtspflege und Fortentwicklung der islamischen Jurisprudenz in einer Art Case Law-System. Von einem Standpunkt der Gewaltenteilung aus wirkte sich die Tätigkeit des ersten Obersten Richters nach der Revolution Chalkali katastrophal aus. Bis heute gibt es keine Gewaltenteilung im Iran, der oberste geistliche Führer hat weitreichende Befugnisse.

Zivilgesellschaft und Menschenrechtsprobleme

Die Situation wurde 1997 mit der Wahl von Präsident Khatami besser und es konnten sich diverse Nichtregierungsorganisationen gründen. Die Bemühungen erfuhren schließlich durch die Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahre 2003 an die iranische Menschenrechtsaktivistin Shirin Ebadi internationale Anerkennung. Todesstrafen (öffentliche Hinrichtungen wie Erhängen) oder öffentliches Auspeitschen werden auch für Personen unter 18 Jahren als Strafen für Vergewaltigung, Mord, Drogenhandel verhängt; auch Alkoholkonsum wird bestraft. Im Islam sind Jungen ab 15 Jahren und Mädchen schon ab 9 Jahren volljährig und voll straffähig. Homosexualität widerspricht dem Islam, wobei laut internationalen Menschenrechtsorganisationen für Homosexualität alleine keine Todesurteile ausgesprochen wurden. Für Homosexualität in Verbindung mit Vergewaltigung wurden in letzter Zeit aber Todesurteile verhängt. Die Meldung von zwei Jugendlichen, die im Juli 2005 wegen homosexueller Handlungen hingerichtet wurden, sorgte weltweit fuer Aufsehen und wurde wegen des internationalen Entsetzens nachtraeglich von iranischen Behoerden so erweitert, dass die beiden einen weiteren, unbekannten Dreizehnjaehrigen vergewaltigt haben sollen. Geschlechtsumwandlungen sind im Iran erlaubt.

Staatsoberhäupter

siehe auch: Liste der Herrscher des Irans

Militär

Hauptartikel: Streitkräfte des Iran Das iranische Militär befindet sich nach wie vor in einer Aufbauphase, in der das Land versucht, die Verluste durch den ersten Golfkrieg wieder auszugleichen. US-Schätzungen gehen davon aus, dass der Irak in den acht Kriegsjahren zwischen 20 und 40  % der iranischen Militärkapazität vernichtete, sowohl Soldaten als auch Material. Was die Mannschaftsstärke betrifft, ist der Prozess der Wiederherstellung der Schlagkraft weitgehend abgeschlossen, ähnliches dürfte auch für bodengebundene Waffensysteme gelten, bei denen es dem Land heute vor allem um Modernisierung und weniger um zahlenmäßige Aufrüstung geht. Noch nicht ausgeglichen sind die Materialverluste durch den Krieg auf dem Feld der Luftwaffe, in viel höherem Maß aber bei den größeren Überwassereinheiten der Marine. Auf diesen Feldern ist der Iran für ein Land seiner Größe unterbewaffnet. Neben den Kriegsverlusten sind vor allem die Ausfuhrbeschränkungen zahlreicher Staaten der Grund für diesen Zustand. Ein Großteil der vorhandenen Waffensysteme stammt aus US-Waffenhilfen und in neuerer Zeit aus Waffengeschäften mit Russland und der Volksrepublik China.
- Informationen zum iranischen Nachrichtendienst unter: VEVAK

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung des Iran Der Iran ist in 30 Provinzen gegliedert. Die größten Städte sind die Hauptstadt Teheran mit circa 14 Millionen und Maschhad mit circa 2,1 Millionen Einwohnern.
- Siehe auch: Liste der Städte im Iran

Wirtschaft

Der Iran ist ein bedeutendes Erdöl und Erdgas förderndes Land. Iran exportiert jeden Tag 3,96 Millionen Barrel = 630 Mio. Liter (1 Barrel = 159 Liter) Erdöl. Über 85 % des Exportes oder rund 19 Milliarden Euro entfallen auf Kohlenwasserstoffe. Wichtige Wirtschaftssparten sind auch die Landwirtschaft, die trotz vieler Gebirge und Wüsten 10 % der Fläche ausmacht (zur Hälfte künstliche Bewässerung), Datteln, Teppiche, Kaviar und Textilindustrie.
Der Import beträgt rund 11 Milliarden Euro (vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Industrie- und Chemieprodukte).

Kultur

Medien

Teheran ist das Medienzentrum des Landes. Hier erscheinen die wichtigsten Tageszeitungen (Jumhori-yi Islami, Resalat, Kayhan, Akhbar, Ettelaat), darunter auch zwei englischsprachige (Tehran Times, Kayhan International). Die Zeitungen und auch die staatlichen Rundfunk- und Fernsehsender unterliegen staatlicher Zensur. Zusätzlich gibt es über 30 iranische Fernsehsender aus dem bei Los Angeles liegenden San Fernando Valley, Kalifornien, die über Satellit oder Internet im Iran empfangen werden können. Diese von der iranischen Zensur nicht erreichbaren Sender spielten bei den Studentenprotesten 2003 eine wichtige Rolle bei der Koordination der Demonstrationen. Siehe auch: Persische Literatur

Literatur


- Columbia University (Hrsg.): [http://www.iranica.com/ Encyclopædia Iranica]. (Das ausführlichste Nachschlagewerk zum Iran von dem bisher 12 Bände erschienen sind.)
- Navid Kermani: Iran. Die Revolution der Kinder, Verlag C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47625-2
- W. G. Lerch: Iranische Traumata. Persien ist im vorigen Jahrhundert von vielen angegriffen oder fremdbestimmt worden. FAZ v. 21.6.2003. (Beleuchtet die Rolle des Iran als Opfer des Imperialismus)
- Roy Mottadeh: Der Mantel des Propheten oder Das Leben eines persischen Mullah zwischen Religion und Politik, Verlag C.H. Beck, München 1988, ISBN 3-406-32289-1

Weblinks


- [http://www.iran-infos.de/ Iran-Infos Das Nachrichten und Info Portal]
- [http://www.iran-now.de/ Iran-Now Das Nachrichten und Community Portal]
- [http://www.persian-galaxy.de/ Persian- Galaxy Fun, Nachrichten und Community Portal]
- [http://www.economy-iran.com/ Economy Iran]
- [http://www.boell.de/de/14_presse/1662.html Monatliche Iran-Reporte der Heinrich-Böll-Stiftung seit 2002 zum Download]
- [http://www.iranwpd.com Iran Weekly Press Digest (englisch)]
Kategorie:Staat ! ja:イラン ko:이란 ms:Iran simple:Iran th:ประเทศอิหร่าน zh-min-nan:Iran

23. Mai

Der 23. Mai ist der 143. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 144. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 222 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1568 - Mit der Schlacht bei Heiligerlee beginnt der Achtzigjährige Krieg -der Freiheitskampf der Niederlande gegen die spanische Herrschaft.
- 1618 - 2. Prager Fenstersturz, Beginn des Dreißigjährigen Krieges.
- 1863 - Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), Ursprung der heutigen SPD.
- 1934 - Das amerikanische Gangsterpärchen Bonnie Parker und Clyde Barrow (Bonnie und Clyde) wird von Polizisten erschossen.
- 1945 - Die deutsche Reichsregierung wird von den Alliierten abgesetzt und verhaftet.
- 1949 - Der Parlamentarische Rat verkündet das deutsche Grundgesetz
- 1979 - Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland seit diesem Datum alle fünf Jahre gewählt. Gewählt werden bei der
  - Bundespräsidentenwahl 1979 als 5. Bundespräsident Karl Carstens (CDU)
  - Bundespräsidentenwahl 1984 als 6. Bundespräsident: Richard von Weizsäcker (CDU) (Gegenkandidatin: Luise Rinser)
  - Bundespräsidentenwahl 1989 neuerlich Richard von Weizsäcker (ohne Gegenkandidaten)
  - Bundespräsidentenwahl 1994 als 7. Bundespräsident Roman Herzog (im 3. Wahlgang gegen den SPD-Kandidaten Johannes Rau)
  - Bundespräsidentenwahl 1999 als 8. Bundespräsident Johannes Rau
  - Bundespräsidentenwahl 2004 als 9. Bundespräsident Horst Köhler
- 1990 - Gabun. Der ungeklärte Tod des Oppositionspolitikers Joseph Rendjambe löst Unruhen und Tumulte in Libreville und Port Gentil aus
- 1993 - In Kambodscha finden unter UNO-Aufsicht die ersten freien Wahlen seit mehr als 20 Jahren statt.
- 1997 - Regierungspräsident im Iran wird Hodschatoleslam Seyed Mohammad Khatami

Wirtschaft


- 1995 - Sun stellt die Programmiersprache Java offiziell vor.

Wissenschaft und Technik


- 1886 - Der erste Zug fährt durch den Gotthard-Eisenbahntunnel

Kultur


- 1605 - „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes erscheint.
- 1750 - „Der Lügner“, eine Komödie in drei Akten von Carlo Goldoni, wird in Mantua uraufgeführt.
- 1814 - Uraufführung der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven am Theater am Kärtnertor in Wien.
- 1971 - Uraufführung der Oper Der Besuch der alten Dame von Gottfried von Einem an der Wiener Staatsoper.

Religion

Katastrophen


- 1976 - Im philippinischen Mindanao wird eine BAC 1-11 der Philippine Airlines entführt. Die Entführer halten die Maschine auf dem Flughafen Zamboanga fest, wobei die Situation nach dem Eingreifen der Einsatztruppen eskaliert. Nach Schusswechsel und Explosion mehrerer Handgranaten sterben 13 Menschen.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1998 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Cody Koch in Offenburg durch KO
- 2001 - Der FC Bayern München gewinnt die Champions League.
- 2004 - Im dritten Anlauf in Folge steigt der 1. FSV Mainz 05 erstmals in die Fußball-Bundesliga auf.

Geboren

Fußball-Bundesliga Fußball-Bundesliga
- 1052 - Philipp I., König von Frankreich († 1108)
- 1593 - Sigismund III. Wasa, König von Polen und von Schweden
- 1676 - Johann Bernhard Bach d. Ä., deutscher Komponist
- 1707 - Carl von Linné, schwedischer Botaniker und Taxonom
- 1730 - Ferdinand von Preußen, preußischer Generalmajor
- 1754 - Andrea Appiani, italienischer Maler
- 1790 - James Pradier, französischer Bildhauer
- 1809 - Friedrich Christian Benedikt Avé-Lallemant, Kriminalist, Schriftsteller und Sprachforscher
- 1810 - Margaret Fuller, Schriftstellerin
- 1824 - Ambrose Everett Burnside, General der Unionsarmee im Amerikanischen Bürgerkrieg
- 1837 - Anatole Mallet, schweizerischer Ingenieur
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