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Molnija (Rakete)
Molnija (russisch Молния für Blitz, engl. Molniya) ist der Name einer sowjetischen Rakete, die aus der R-7 entwickelt wurde. Die Molnija (Herstellerbezeichnung 8K78) ist eine vierstufige Rakete, die speziell zum Starten von hochfliegenden Satelliten und interplanetaren Raumsonden ausgelegt ist. Der erste Start einer Molnija fand am 10. Oktober 1960 in Baikonur statt, seitdem wurden mit ihr bis Ende 1960er Mond-, Mars- und Venus-Raumsonden gestartet. Sehr viele frühe Molnija-Starts endeten damit, dass die Nutzlast in einer zu niedrigen Erdumlaufbahn verblieb. Dies lag an der fehleranfälligen Technik der vierten Stufe der Rakete. Molnija ist heute noch im Einsatz und wird derzeit zum Starten von Molnija-Kommunikationssatelliten und militärischen Frühwarnsatelliten vom Typ Oko verwendet. Molnija gilt als eine der zuverlässigsten Raketen Russlands, am 21. Juni 2005 erlitt sie den ersten Fehlstart seit 1990. Da die Technik der Molnija bereits veraltet und im Einsatz nicht flexibel genug ist, soll sie nun schrittweise durch die modernere Sojus-Fregat abgelöst werden.
Technik
Die ersten zwei Stufen der Molnija (Herstellerbezeichnung 8K78) entsprechen den der Wostok-Rakete, auf deren Grundlage sie basierte. Für die dritte Stufe wurde jedoch nicht der Block E der Wostok genommen, sondern eine stärkere Raketenstufe namens Block I entwickelt, die später auch in der Woschod und Sojus Verwendung fand. Block I wurde von einem RD-0108 Triebwerk angetrieben, das Kerosin und flüssigen Sauerstoff (LOX) als Treibstoff nutzte.
Die vierte Stufe der Molnija (Block L) verbrannte ebenfalls Kerosin und flüssigen Sauerstoff und wurde von einem S1.5400 Triebwerk mit 66.7 kN Schub angetrieben. Die Stufe verfügte über 1.050 kg Leermasse und konnte etwa 3.700 kg Treibstoff mitnehmen. Block L konnte nur einmal gezündet werden und musste daher zu einem genauen Zeitpunkt gezündet werden, um die für den Satelliten nötige Umlaufbahn zu erreichen. Dadurch war Block L fehleranfällig und unflexibel, was oftmals, insbesondere bei den frühen Starts, zu einem Aussetzen der Nutzlast in einer unbrauchbaren Umlaufbahn führte.
Ab 1964 wurde Molnija-M (Herstellerbezeichnung 8K78M) eingeführt, die über geringfügige Modifizierungen an den ersten beiden Stufen und einen Block L mit dem verbessertem S1.5400A Triebwerk verfügte. Später entstanden viele Varianten des Blocks L, die sich nur in dem an die jeweilige Nutzlast angepassten Flugprofil unterschieden. Die Höhe der Molnija-M beträgt 43,5 m, die Startmasse 305.000 kg.
Weblinks
- [http://www.bernd-leitenberger.de/semjorka.html Molnija-Trägerrakete] (dt.)
Kategorie:Raketentyp
Sowjetunion
Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (kurz UdSSR oder Sowjetunion, bzw. russisch Союз Советских Социалистических Республик (СССР), Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik (SSSR) ) war ein Staat in Osteuropa und Nordasien. Sie bestand vom 30. Dezember 1922 – nach der russischen Oktoberrevolution - bis zur offiziellen Auflösung am 8. Dezember 1991 – auf dem Gebiet des ehemaligen russischen Reiches. Später dehnte sie sich auf die von den Nachbarstaaten Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Deutschland, Rumänien und Polen eroberten Gebiete aus.
Die Sowjetunion war damit der geographisch grösste Staat in der neueren Geschichte der Menschheit. Ihr Rechtsnachfolger (mit 78% der früheren Fläche) ist seit 1991/92 die Russische Föderation.
Formal war die Sowjetunion ein Staatenbund von Teilstaaten (Unionsrepubliken); de facto war sie ein zentralistisch regierter und von Russland dominierter Staat. Nominell wurde sie demokratisch durch Räte (Sowjets) bzw. ein Parlament regiert. Die tatsächliche Macht lag aber stets bei der Führung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, die das Land besonders unter Stalin totalitär, später eher diktatorisch regierte. Gegen Ende der UdSSR unternahm Michail Gorbatschow unter dem Stichwort Perestroika Anstrengungen, tatsächlich demokratische Institutionen einzuführen.
Politik
Die Regierung der Sowjetunion war nicht nur für die Gesetzgebung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit des Landes zuständig, sondern verwaltete auch die Wirtschaft. Die grundlegenden politischen Entscheidungen wurden von der wichtigsten politischen Institution des Landes, der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) getroffen.
In den späten 1980ern war der Aufbau des Staates in der Theorie ähnlich wie bei westlichen politischen Systemen organisiert. So setzte eine Verfassung alle Staatsorgane ein und garantierte den Bürgern eine Reihe von politischen Rechten und Bürgerrechten. Eine legislative Gewalt, der Kongress der Volksbeauftragten und ein ständiger legislativer Rat, der Oberste Sowjet, als Volksvertretung repräsentierten die Souveränität des Volkes. Der Oberste Sowjet wählte das Präsidium, dessen Vorsitzender auch als Staatsoberhaupt fungierte und überwachte den Rat der Volkskommissare, später der Ministerrat, der als die exekutive Gewalt agierte. Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, dessen Wahl von der Legislative bestätigt werden musste, war der Regierungschef. Eine verfassungsbasierte Judikative wurde durch ein System von Gerichtshöfen, dessen oberster der Oberste Gerichtshof war, repräsentiert. Der Oberste Gerichtshof war verantwortlich für die Überwachung der Gesetzmäßigkeit der Regierungsinstitutionen. Nach der Verfassung von 1977 hatte das Land eine föderale Struktur, die den einzelnen Teilrepubliken bestimmte souveräne Rechte (z. B. die Entscheidung über Minderheitenpolitik) zusprach.
In der Praxis jedoch wurden viele der Aufgaben der einzelnen Regierungsinstitutionen von der einzigen erlaubten Partei, der KPdSU, wahrgenommen. Die eigentlichen Grundlagen- und Richtlinienentscheidungen wurden von der Partei getroffen und von der Regierung übernommen, die eher die Entscheidungen der Partei ratifizierte als selbst Gesetze zu beschließen. Eine Reihe verschiedener Mechanismen sorgte dafür, dass die Regierung die Entscheidungen der Partei mit trug. Zwar konnten die Bürger der Sowjetunion sich bei allen Wahlen entscheiden, welchen Kandidaten sie wählten, aber da alle Kandidaten der KPdSU angehören mussten und von der Partei aufgestellt wurden, konnte die Kommunistische Partei alle wichtigen Positionen in der Regierung mit Personen setzen, die der Parteiführung gegenüber loyal waren. Die Personen in Regierungsämtern wurden strikt von der KPdSU überwacht, um zu verhindern, dass sie von der offiziellen Linie abwichen.
Die Hauptaufgabe der Exekutive, des Ministerrats, war die Verwaltung der Wirtschaft. Der Ministerrat war über die gesamte Zeit seines Bestehens mit der Kommunistischen Partei gegenüber loyalen Politikern besetzt, der Vorsitzende des Ministerrats war immer auch ein Mitglied des Politbüros, der zentralen Entscheidungsinstanz der KPdSU. Oft war es auch der Generalsekretär der Partei selbst. Der Vorsitzende hatte eine dominante Stellung gegenüber den anderen Ministern.
Nach der Verfassung von 1988 war das höchste legislative Gremium der Sowjetunion der Kongress der Volksbeauftragten. Die wichtigste Aufgabe des Kongresses war die Wahl einer kleineren, ständigen legislativen Versammlung, dem Obersten Sowjet mit seinem Vorsitzenden, der gleichzeitig Staatsoberhaupt war. Obwohl der Kongress der Volksbeauftragten theoretisch allein das Recht hatte, Gesetze zu beschließen, trat er nur selten zusammen, um Gesetzesentwürfen der Partei, des Ministerrats und des Obersten Sowjets zuzustimmen. Der Oberste Sowjet hatte das Recht, das geltende Recht der Sowjetunion zu interpretieren und zusammen mit dem Ministerrat Dekrete zu beschließen, falls es in den bestehenden Gesetzen Unklarheiten gab.
Das Rechtssystem unterschied sich von dem in westlichen Staaten gepflegten. Statt dass ein Verteidiger und ein Staatsanwalt für bzw. gegen den Angeklagten argumentierten, arbeitete der Richter mit den Staatsanwalt und dem Verteidiger zusammen, um sicherzustellen, dass die Prozesse die Wahrheit zu Tage förderten, was auch zu Missbrauch führte.
Die Sowjetunion war offiziell ein föderaler Staat, der aus 15 Republiken gebildet wurde, die theoretisch auch das Recht hatten, wieder aus der Union auszutreten. Die Republiken hatten ihre eigenen Verfassungen, die, wie die Verfassung der gesamten Union, theoretisch die Gewaltenteilung in der Sowjetunion garantieren sollten. In der Praxis hatte die zentrale Regierung jedoch alle wichtigen Befugnisse an sich gezogen und traf Entscheidungen, die von den regionalen Behörden nur ausgeführt wurden.
Fläche und Bevölkerung
Die Sowjetunion grenzte nach 1945 im Westen an Rumänien, Ungarn, die Tschechoslowakei, Polen, die Ostsee, Finnland und Norwegen; im Norden an die Barentssee, die Karasee, die Laptewsee sowie an die Ostsibirische See; im Osten an das Ochotskische Meer, das Beringmeer sowie an den Pazifischen Ozean; im Süden an Nordkorea, die Volksrepublik China, die Mongolei, Afghanistan, den Iran und die Türkei.
Das Territorium der UdSSR umfasste mit 22,4 Millionen Quadratkilometern fast ein Sechstel des Festlandes der Erde. In West-Ost-Richtung erstreckte es sich vom Schwarzen Meer und der Ostsee bis zum Pazifischen Ozean über fast 10.000 Kilometer. Von Norden nach Süden hatte es eine Ausdehnung von fast 5.000 Kilometern. Die Sowjetunion berührte 11 der 24 Zeitzonen der Erde.
Nach Stand der Volkszählung von 1988 hatte die Sowjetunion in 15 Unionsrepubliken 286,717 Mio. Einwohner. Die RSFSR (Russische Sozialistische Föderalistische Sowjetrepublik) war sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig die bei weitem größte Unionsrepublik und auch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht dominierend.
Religion in der Sowjetunion
In dieser Zeit wurde die Religionsausübung verboten,
waren um 1920 noch etwa 90 % der Russen in der Orthodoxe Kirche organisiert, so sank die Zahl bis 1940 auf unter 30 %.
Tausende Priester wurden hingerichtet oder in Arbeitslager deportiert.
Ebenso in Zentralasiatischen Republiken wo mehrheitlich Muslime lebten, wurden die meisten Moscheen geschlossen und die Religiosausübung ebenfalls verboten.
Viele Gläubige waren Repressalien ausgesetzt.
Mehr dazu in der englischen wikipedia.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Sowjetunion
Das damalige Zarenreich Russland wurde mit der Oktoberrevolution, benannt nach den - allerdings schnell entmachteten - Räten (russ. Sowjets), zur Sowjetunion. Die frühe Sowjetregierung, in der die Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin und Leo Trotzki als Regierungs- bzw. Armeechefs, als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare fungierten, versuchten eine zentralwirtschaftliche nachholende Industrialisierung des Landes durchzuführen. Ein vorher in sämtlichen Bereichen rückständiges Bauernland, in dem zum Teil mittelalterliche, präziser ausgedrückt feudal-asiatische Produktionsverhältnisse herrschten, sollte innerhalb von 20 Jahren zur Industriemacht und zum militärischen Ausgangspunkt der Weltrevolution umgestaltet werden. Dies geschah durch den forcierten, in seiner Ausführung berserkerartigen Aufbau der Schwerindustrie von 1928 an. Die ideologische Macht der Partei sollte durch umfassende Alphabetisierungskampagnen unter der unwissenden Bevölkerung gefestigt werden.
Da durch den während der Revolution, der Bekämpfung ihrer vorgeblichen Gegner ("Konterrevolutionäre") und während des nachfolgenden Bürgerkrieges (1917-1921) praktizierten Kriegskommunismus eine katastrophale wirtschaftliche Lage entstanden war, wurde 1921 die so genannte Neue Ökonomische Politik (NEP) eingeführt, die eine Reihe marktwirtschaftlicher Zugeständnisse enthielt. Die herrschende Kaste der Bürokratie, die ihren Führer in Josef Stalin gefunden hatte, ging nach jahrelangem Zögern und einer den Kleinbürgern und russischen Großbauern (Kulaken) entgegenkommenden Politik zu einer willkürlichen und fehlerhaften Planwirtschaft über. Die Landwirtschaft wurde in Sowchosen und Kolchosen in einer Weise zwangskollektiviert, dass es die Union wirtschaftlich wiederum in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand versetzte.
Außenpolitik
Ein wichtiger Schritt aus der selbst gewählten Isolierung bildete der Ausgleich mit Deutschland im Vertrag von Rapallo von 1922, das die UdSSR als erster ausländischer Staat diplomatisch anerkannte. Am 18. September 1934 trat die Sowjetunion dem Völkerbund bei.
Das Verhältnis zum nationalsozialistischen Regime in Deutschland war von Anfang an sehr gespannt. Hitlers aggressive Außenpolitik und seine Herabwürdigung der slawischen Völker als "Untermenschen", ebenso wie seine extreme Feindschaft zum Kommunismus, beeinträchtigten die deutsch-sowjetischen Beziehungen sehr stark. Dennoch schlossen die Sowjetunion und Deutschland am 23. August 1939 einen Nichtangriffspakt, den so genannten Hitler-Stalin-Pakt. In einem geheimen Zusatzprotokoll legten die Sowjetunion und Deutschland ihre Interessensphären in Osteuropa fest.
Nachdem Deutschland am 1. September 1939 Polen überfallen und dessen westlichen Teil bis zur vereinbarten Interessengrenze besetzt hatte, marschierte die Rote Armee am 17. September 1939 im östlichen Teil Polens ein. Stalin begründete diesen Schritt offiziell damit, dass er die verwandten Völker der Weißrussen und Ukrainer gegen die deutsche Bedrohung schützen wolle. Am 28. September, einen Tag nach der Kapitulation der Stadt Warschau, schloss die Sowjetunion mit Deutschland einen Grenz- und Freundschaftsvertrag ab. Am 10. Februar 1940 folgte ein Wirtschaftabkommen zwischen den beiden Staaten. Die Gründe für den Hitler-Stalin-Pakt sind in der modernen Geschichtsforschung umstritten. Eine gewisse Rolle spielte sicherlich, dass beide Staaten ihren Einfluss in Osteuropa vergrößern wollten und Stalin hoffte, mit einem Nichtangriffspakt dies ohne einen Krieg bewerkstelligen zu können. Das Handeln der Sowjetunion wird von einigen auch unter Hinweis auf die z. T. antisowjetische Stoßrichtung der britischen Appeasement-Politik als eine notwendige Absicherung der Sowjetunion gegen einen Angriff aus dem Westen (sei es nun von Deutschland oder von den westeuropäischen Staaten und den USA) verteidigt.
Am 30. November 1939 begann die Sowjetunion den so genannten Winterkrieg mit Finnland. Wegen dieses Angriffs wurde die Sowjetunion aus dem Völkerbund ausgeschlossen. Infolge des Krieges musste Finnland Teile seines Staatsgebietes in Karelien an die Sowjetunion abtreten, die dort die Karelo-Finnische Sozialistische Sowjetrepublik errichtete.
Im Juni 1940 annektierte und okkupierte die Sowjetunion die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie im Juli 1940 Bessarabien (das spätere Moldawien) sowie die Bukowina.
Am 22. Juni 1941 wurde die Sowjetunion von Deutschland angegriffen. Im sowjetischen bzw. russischen Geschichtsbewusstsein beginnt hier (nicht 1939) der Zweite Weltkrieg als der Große Vaterländische Krieg. Die Sowjetunion versuchte nach dem deutschen Angriff eine Allianz mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika zu schließen. Hauptanliegen der Sowjetunion war dabei die Errichtung einer Zweiten Front.
Zwar war vor allem das Verhältnis zu Großbritannien von wechselseitigem Misstrauen geprägt, jedoch unterstützten die von der Sowjetunion zuvor als Imperialisten angesehenen Alliierten sie nach Kräften. In den großen Konferenzen von Teheran und Jalta gelang es schließlich, eine Antihitlerkoalition zu schmieden und den Kampf gegen Deutschland abzustimmen. Die Sowjetunion trug in dem Kampf gegen Deutschland, nach Ansicht der meisten Historiker, die Hauptlast. Davon zeugt auch, dass über 80% der deutschen Verluste an der Ostfront zustande kamen.
Die kriegsverwüstete Sowjetunion ging 1945 aus dem Zweiten Weltkrieg innerlich geschwächt, jedoch auch als Siegermacht in Europa hervor. Mehrere Staaten in Mittel- und Osteuropa gerieten unter sowjetische Kontrolle. Die Sowjetunion war Besatzungsmacht im mittleren Teil Deutschlands (u. a. in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)) und darüber hinaus auch in ganz Osteuropa.
In der Konferenz von Potsdam versuchten sich die drei Siegermächte des Krieges in Europa auf eine Nachkriegsordnung zu einigen, was jedoch nur zum Teil gelang. Die Antihitlerkoalition, die gegen den gemeinsamen Feind Deutschland mühsam zustande gekommen war, zerbrach nach dem Sieg über Hitler am gegenseitigen Misstrauen. Aus den unterschiedlichen Vorstellungen über die europäische Nachkriegsordnung entwickelte sich schließlich der Ost-West-Konflikt.
Innere Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg
Michail Sergejewitsch Gorbatschow
Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die Sowjetunion, den gewonnenen territorialen Machtbereich abzusichern. Das im Hitler-Stalin-Pakt vereinbarte sowjetische Interessengebiet in Ostpolen sowie das gesamte Baltikum schloss die UdSSR dauerhaft ihrem Staatsgebiet an; darüber hinaus bildete sie zahlreiche Satellitenstaaten, in denen sie, vor allem in Osteuropa, so genannte Volksdemokratien errichtete.
Der XX. Parteitag der KPdSU 1956 proklamierte die Abkehr vom Stalinismus, Nikita Chruschtschow rief eine grundlegende Wende in der sowjetischen Politik aus. Trotz der vorsichtigen Liberalisierung im Inneren ("Tauwetter") kann von einer grundlegenden Wende in der sowjet. Politik nicht gesprochen werden. Die Reformbewegung in Ungarn 1956 wurde blutig niedergeschlagen. Trotz nun intensiverer diplomatischer Kontakte zu den USA, ging der Kalte Krieg weiter und brachte die Welt 1962 in der Kubakrise an den Rand eines Atomkrieges. Auf Druck der USA zog Chrutschschow im letzten Moment die geplanten Raketen ab und verhinderte die drohende Eskalation.
Erfolge verbuchte der Staat bei der prestigeträchtigen "Eroberung" des Weltalls. Mit dem Hund Leica entsandte man das erste Lebewesen und mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All.(1961)
1964 wurde Chruschtschow durch den konservativen Leonid Breschnew als Generalsekretär ersetzt (bis 1983. Reformversuchen in anderen sich selbst als kommunistisch bezeichnenden Staaten widersetzte sich das Regime vehement. Die Freiheitsbewegung des "Prager Frühling" in der Tschechoslowakei (1968) wurde mit Panzern des Warschauer Pakts niedergeschlagen. Auch die Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1980 (Niederschlagung der Reformbewegung der Gewerkschaft) Solidarität, geschah unter dem Druck Moskaus.
1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein. Nach hohen Verlusten musste man die Truppen jedoch 1985 wieder abziehen.
Die von Michail Gorbatschow ab 1985 eingeleiteten Programme von Perestrojka (Umbau) und Glasnost (Offenheit) sollten den Realsozialismus reformieren, führten aber letztendlich zum Untergang des Staates.
In Jahren 1990 - 1991 erklärten die baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland als erste ihre Unabhängigkeit. Die zentralasiatischen und kaukasischen Republiken sowie Moldawien folgten ihrem Beispiel. Am 8. Dezember 1991 beschlossen die Staatsoberhäupter der drei letzten in der Union verbliebenen Republiken – der russischen, ukrainischen und weißrussischen – die offizielle Auflösung der Sowjetunion und gründeten gleichzeitig die Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS.
Die Mitglieder im Überblick
- 20px Armenien
- 20px Aserbaidschan
- 20px Estland ( - ) ( - )
- 20px Georgien
- 20px Kasachstan
- 20px Kirgisien
- 20px Lettland ( - ) ( - )
- 20px Litauen ( - ) ( - )
- 20px Moldawien
- 20px Russland
- 20px Tadschikistan
- 20px Turkmenistan ( - )
- 20px Ukraine
- 20px Usbekistan
- 20px Weißrussland
Die mit ( - ) gekennzeichneten Staaten sind seit 2004 Mitglieder der EU und der NATO.
Die mit ( - ) gekennzeichneten Staaten waren Teilrepubliken der UdSSR, sind jedoch nicht Mitglied der GUS.
Führungsspitze der Sowjetunion
Parteichefs der Bolschewiki (1903–1918), der Kommunistischen Partei Russlands (1918–1925) bzw. der Kommunistischen Partei der Sowjetunion/ KPdSU (1925–1991), und somit eigentliche Machthaber, waren:
#1903–1924: Wladimir Lenin (eigentlich: Uljanow)
#1922–1953: Josef Stalin (eigentlich: Dschugaschwili) (Generalsekretär)
#1953–1964: Nikita Chruschtschow (Erster Sekretär)
#1964–1982: Leonid Breschnew (ab 1966 Generalsekretär)
#1982–1984: Juri Andropow (Generalsekretär)
#1984–1985: Konstantin Tschernenko
#1985–1991: Michail Gorbatschow
Regierungschefs der Sowjetunion: (1917–1946: Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, 1946–1991: Vorsitzende des Ministerrates, 28.8.1991–25.12.1991: Ministerpräsident der UdSSR und Vorsitzender des Interrepublikanischen Wirtschaftskomitees)
#1917–1924: Wladimir Lenin (eigentlich: Uljanow) Begründer der Bolschewistischen Partei
#1924–1930: Alexei Rykow
#1930–1941: Wjatscheslaw Molotow
#1941–1953: Josef Stalin (eigentlich: Dschugaschwili)
#1953–1955: Georgi Malenkow
#1955–1958: Nikolai Bulganin
#1958–1964: Nikita Chruschtschow
#1964–1980: Alexei Kossygin
#1980–1985: Nikolai Tichonow
#1985–1991: Nikolai Ryschkow
#1991: Walentin Pawlow (Januar bis August)
#1991: Iwan Silajew (August bis September)
#1991: Oleg Lobow (September bis November)
Staatsoberhäupter der Sowjetunion (1922–1938: Vorsitzender des Zentralen Exekutivkomitees, 1938–1989: Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets, 1989–1990: Vorsitzender des Obersten Sowjets, 1990–1991: Staatspräsident)
1991
#1919–1946: Michail Kalinin
#1946–1953: Nikolai Schwernik
#1953–1960: Kliment Woroschilow
#1960–1964: Leonid Breschnew
#1964–1965: Anastas Mikojan
#1965–1977: Nikolai Podgorny
#1977–1982: Leonid Breschnew
#1983–1984: Juri Andropow
#1984–1985: Konstantin Tschernenko
#1985–1988: Andrei Gromyko
#1988–1991: Michail Gorbatschow (ab 1990 Präsident der Sowjetunion)
Nationalhymne
Bis 1944 war die Internationale die Nationalhymne der Sowjetunion. Im Jahre 1943 komponierte Alexander Wassiljewitsch Alexandrow ( - 1883; † 1946) eine eigens für die Sowjetunion bestimmte Hymne (siehe Hymne der Sowjetunion) und Sergei Wladimirowitsch Michalkow ( - 1913) schrieb den Text. Diese Hymne wurde erstmals am 1. Januar 1944 der Öffentlichkeit präsentiert. Dreieinhalb Monate später, am 15. März 1944, wurde dieses Lied zur offiziellen Nationalhymne der Sowjetunion erklärt.
Von 1955 (nach Stalins Tod) bis 1977 wurde die Hymne stets ohne Text interpretiert.
Diese Hymne erfuhr 1977 als Folge der Entstalinisierung ihre einzige Änderung, bei der unter anderem Stalins Name aus dem Text entfernt wurde.
Nach dem Zusammenbruch der UdSSR warf das neue Russland das Sowjeterbe ab und gab sich eine komplett neue Hymne. Da sich diese nie großer Beliebtheit erfreute, wurde im Jahr 2000 die alte Sowjethymne mit neuem Text wieder zur Nationalhymne Russlands.
Text
Vgl. hierzu den Artikel Hymne der Sowjetunion
Literatur
- Leonid Luks: Geschichte Russlands und der Sowjetunion: von Lenin bis Jelzin. Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1687-5
- Helmut Altrichter: Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917-1991. München 2001 ISBN 3406459706
- Manfred Hildermeier: Die Sowjetunion 1917 – 1991. Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-56497-8
- Thomas M. Bohn (Hrsg.): Geschichte des russischen Reiches und der Sowjetunion. Böhlau, Köln 2002, ISBN 3-412-14098-8
- Karl Held (Hrsg.): Das Lebenswerk des Michail Gorbatschow: Von der Reform des realen Sozialismus zur Zerstörung der Sowjetunion. Gegenstandpunkt Verlag, München 1992. ISBN 3-929211-00-9
- Mark R. Beissinger: Nationalist Mobilization and the Collapse of the Soviet State. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 052100148X
Siehe auch
- Russland
- GUS
- Geschichte der Sowjetunion
- Oktoberrevolution
- Wissenschaft in der Sowjetunion
- Zweiter Weltkrieg
- Ostblock
- Liste der Vertreter der UdSSR im Ausland
Weblinks
- [http://www.ib.hu-berlin.de/~pbruhn/russgus.htm Datenbank des deutschsprachigen Schrifttums über Russland/UdSSR]
- [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/sowjetunion/@Generic__CollectionView;cs=default;ts=default;pt=reichstag;lang=de Helmut Altrichter: Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. München 1986 – Online Ausgabe]
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=865 Domenico Losurdo: Scheitern - Verrat - Lernprozess. Drei Ansätze zur Interpretation der Geschichte der kommunistischen Bewegung]
- [http://www.tinius.org/mp3/musik/Hymne_der_Sowjetunion.mp3 Nationalhymne der UdSSR als MP3]
- [http://noise-over-ip.de/music/gimn_sowjetskowo_sojusa.mp3 Melodie der Nationalhymne der UdSSR als MP3]
- [http://herbert-thiess.de/Sowjetunion/ Die Sowjetunion - erlebt von einem deutschen Kriegsgefangenen (1945-1949)]
!Sowjetunion
Kategorie:Staat (historisch) Kategorie:Osteuropa
ja:ソビエト連邦
ko:소비에트 연방
simple:Soviet Union
th:สหภาพโซเวียต
10. OktoberDer 10. Oktober ist der 283. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 284. in Schaltjahren) - somit bleiben 82 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 680 - Geschichte des Islam: In der Schlacht von Kerbela fällt Al-Husain ibn 'Alī gegen die Umayyaden.
- 1847 - Auf der Heppenheimer Tagung entwerfen die gemäßigten Liberalen ihr politisches Programm zur Einigung Deutschlands.
- 1911 - Mit einem Aufstand kaiserlicher Truppen in Wuhan geht das Kaiserreich in China seinem Ende entgegen.
- 1913 - In Manchester gründen die britische Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst und ihre Tochter Christabel die Woman's Social and Political Union (WSPU) als militanten Flügel der Suffragetten.
- 1920 - Bei der Volksabstimmung in Kärnten gemäß dem Vertrag von Saint-Germain stimmt die Mehrheit gegen eine Angliederung an Slowenien.
- 1935 - In Langenberg zerstört eine Windhose den 160 Meter hohen Sendeturm. Als Folge dieses Ereignisses wird der Bau von Sendetürmen aus Holz in der Folgezeit in Deutschland praktisch vollständig eingestellt.
- 1941 - Die Luxemburger benutzen die rassistisch motivierte Personenstandsaufnahme von Gauleiter Gustav Simon, um ein eindeutiges Bekenntnis für ihr unterjochtes Vaterland abzulegen.
- 1964 - In Tokio beginnen die 18. Olympischen Sommerspiele.
- 1970 - Die Fidschi-Inseln erlangen ihre vollständige Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1973 - Der US-amerikanische Vizepräsident Spiro Theodore Agnew tritt wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung und Bestechlichkeit zurück.
- 1974 - Erstes Volkskonzert von Mikis Theodorakis nach dem Sturz der griechisches Militärjunta vor mehreren zehntausend begeisterten Menschen im Karaiskakis-Stadion in Athen.
- 1982 - Nach Wahlen in Bolivien wird Siles Zuazo Regierungschef.
- 2002 - Kommunalwahlen in Algerien, aus denen die FLN erneut siegreich hervorging.
- 2002 - Parlamentswahlen in Pakistan.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1874 - J. C. Watson entdeckt als Teilnehmer einer China-Expedition anlässlich eines Venustransits den Asteroid Juewa.
Kultur
- 1784 - Uraufführung des Dramas I due supposti ossia Lo sposo senza moglie von Domenico Cimarosa am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1935 - Am New Yorker Alvin Theatre, einem der Broadway-Theater, wird George Gershwins Oper Porgy and Bess uraufgeführt.
- 1943 - Uraufführung der komischen Oper Barbe-bleue von Jacques Ibert
Religion
Katastrophen
- 1955 - Eine jugoslawische Verkehrsmaschine stürzt über dem Leopoldsberg in Wien ab, wobei 6 Passagiere ums Leben kommen.
- 1956 - Atlantik. Eine Transportmaschine der U.S. Air Force mit 59 Menschen an Bord verschwindet nördlich der Azoren.
- 1980 - Ein Erdbeben der Stärke 7,7 zerstört El-Asnam (ehemals Orleansville), Algerien, fast vollständig und fordert ca. 20.000 Menschenleben.
- 1986 - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 in El Salvador fordert über 1.000 Menschenleben.
- 1997 - Während eines Gewitters stürzt in Uruguay eine argentinische Douglas DC-9 ab. Alle 74 Insassen sterben.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Der Teamchef der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, entlässt den Bundestorwarttrainer Sepp Maier
Geboren
Sepp Maier
Sepp Maier
Sepp Maier
- 1520 - Alessandro Farnese, italienischer Kardinal
- 1528 - Adam Lonitzer, deutscher Naturforscher, Arzt und Botaniker
- 1593 - Georg Pauli-Stravius, Weihbischof in Köln
- 1669 - Johann Nikolaus Bach, deutscher Komponist
- 1675 - Peter Kolb, deutscher Lehrer und Völkerkundler
- 1684 - Jean-Antoine Watteau, französischer Maler
- 1731 - Henry Cavendish, britischer Naturwissenschaftler
- 1738 - Benjamin West, englischer Maler
- 1766 - Leopold Maximilian Graf von Firmian, Fürsterzbischof der Erzdiözese Wien
- 1813 - Giuseppe Verdi, italienischer Komponist
- 1813 - Mark Pattison, englischer Autor
- 1825 - Paul Kruger, südafrikanischer Politiker und Gründer des Kruger-Nationalparks
- 1830 - Isabella II., Königin von Spanien
- 1834 - Aleksis Kivi, finnischer Nationalschriftsteller
- 1839 - Francisco Giner de los Ríos, spanischer Philosoph und Pädagoge
- 1845 - Anton Jörgen Andersen, norwegischer Komponist
- 1861 - Fridtjof Nansen, norwegischer Polarforscher und Diplomat
- 1862 - Emil Mayrisch, luxemburgischer Stahlindustrieller, Präsident des Direktoriums der ARBED
- 1865 - Rafael Merry del Val y Zulueta, englischer Kardinal spanischer Abstammung der römisch-katholischen Kirche
- 1870 - Josephine Siebe, deutsche Schriftstellerin
- 1880 - Maximilian Kaller, Bischof von Ermland in Ostpreußen
- 1885 - Walter Anderson, deutscher Folklorist
- 1889 - Henricus Antonius van Meegeren, niederländischer Maler und Kunstfälscher
- 1891 - Jomo Kenyatta, kenianischer Politiker
- 1891 - Ludwig Manfred Lommel, deutscher Humorist
- 1892 - Ivo Andrić, serbischer Schriftsteller
- 1895 - Wolfram Freiherr von Richthofen, Generalfeldmarschall im Dritten Reich
- 1898 - Karl Bielig, deutscher Politiker und MdB
- 1899 - Wilhelm Röpke, deutscher Ökonom
- 1900 - Helen Hayes, US-amerikanische Schauspielerin
- 1900 - Karl Kaufmann, NS-Gauleiter in Hamburg
- 1900 - Walter Stahlecker, SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei
- 1901 - Alberto Giacometti, schweizerischer Künstler
- 1906 - Klaus Mehnert, deutscher Politologe und Journalist
- 1909 - Mercè Rodoreda, katalanische Schriftstellerin
- 1913 - Claude Simon, französischer Schriftsteller
- 1914 - Agostino Straulino, italienischer Sportler (Segeln)
- 1914 - Ivory Joe Hutter, US-amerikanischer Musiker
- 1917 - Thelonious Monk, US-amerikanischer Jazzpianist und -komponist
- 1918 - Erich Schwertner, deutscher Politiker
- 1918 - Werner Dollinger, deutscher Politiker
- 1922 - Gail Halvorsen, US-amerikanischer Pilot
- 1924 - Ed Wood, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1924 - Huey Smith, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1924 - James Clavell, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1927 - Dana Elcar, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 1929 - Hans-Joachim Hoffmann, Minister für Kultur der DDR
- 1930 - Eugenio Castellotti, italienischer Rennfahrer
- 1930 - Harold Pinter, englischer Theaterautor und Regisseur
- 1930 - Reinhard Selten, deutscher Ökonom
- 1932 - Hans Watzek, Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR
- 1934 - Clauss Dietel, deutscher Designer
- 1935 - Hermann Nuber, deutscher Fußballspieler
- 1935 - Werner Groß, von 1982 bis 2000 Richter am Bundesgerichtshof
- 1938 - Horst Rehberger, deutscher Politiker
- 1939 - Norbert Henke, Vorsitzender Richter am Bundesozialgericht a.D.
- 1941 - Franziska Eichstaedt-Bohlig, Stadtplanerin und Architektin, deutsche Politikerin
- 1941 - Gerd Honsik, österreichischer Schriftsteller und Dichter, Holocaustleugner
- 1941 - Gert Voss, deutscher Bühnenschauspieler
- 1941 - Kenule Beeson Saro-Wiwa, nigerianischer Bürgerrechtler und Schriftsteller
- 1942 - Peter Coyote, US-amerikanischer Schauspieler
- 1943 - Dennis D'Ell, britischer Musiker und Sänger
- 1943 - Jerry LaCroix, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1943 - Reinhard Libuda, deutscher Fußballspieler
- 1945 - Alan Cartwright, britischer Rockmusiker
- 1946 - John Prine, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1949 - Hans-Joachim Hacker, deutscher Politiker
- 1951 - Eugen Egner, deutscher Zeichner und Schriftsteller
- 1951 - Willi Brase, deutscher Politiker
- 1953 - Midge Ure, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber (Ultravox)
- 1955 - David Lee Roth, US-amerikanischer Sänger (Van Halen)
- 1957 - Christel Justen, deutsche Schwimmerin und Sporttherapeutin
- 1957 - Rumiko Takahashi, japanische Mangaka
- 1958 - Hans-Jürgen Schatz, deutscher Schauspieler
- 1958 - Tanya Tucker, US-amerikanische Sängerin
- 1959 - Kirsty MacColl, britische Sängerin und Songwriterin
- 1960 - Arlene McCarthy, britische Abgeordnete im Europäischen Parlament
- 1961 - Danuta Stenka, polnische Schauspielerin
- 1961 - Martin Kemp, britischer Musiker
- 1963 - Anita Mui, chinesische Musikerin und Schauspielerin
- 1963 - Vegard Ulvang, norwegischer Skilangläufer
- 1964 - Maxi Gnauck, deutsche Kunstturnerin
- 1966 - Elana Meyer, südafrikanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1968 - Andreas Türck, deutscher TV-Moderator
- 1969 - Robert Quiroga, US-amerikanischer Boxer
- 1970 - Bai Ling, chinesische Schauspielerin
- 1970 - Corinna May, deutsche Sängerin
- 1970 - Matthew Pinsent, britischer Ruderer und vierfacher Olympiasieger
- 1970 - Silke Kraushaar, deutsche Rennrodlerin
- 1971 - Jewgeni Igorewitsch Kissin, russischer Pianist
- 1971 - Markus Heitz, deutscher Fantasy- und Science-Fiction-Autor.
- 1974 - Chris Pronger, kanadischer Eishockeyspieler der National Hockey League
- 1974 - Dale Earnhardt Jr., US-amerikanischer Rennfahrer (NASCAR)
- 1978 - Caroline Evers-Swindell, neuseeländische Ruderin
- 1979 - Mya, US-amerikanische Sängerin
- 1981 - Michael Kurz, österreichisches Superesse-Mitglied :dafuer :alive
- 1982 - Franziska Holzapfel, Versicherungsmaklerin
- 1984 - Chiaki Kuriyama, japanische Filmschauspielerin
- 1985 - Silvie Ketelaars, niederländische Schwimmerin
Gestorben
Silvie Ketelaars
Silvie Ketelaars
Silvie Ketelaars
- 19 - Germanicus, römischer Feldherr
- 680 - Hussein ibn Ali, arabischer Imam
- 1488 - Andrea del Verrocchio, italienischer Künstler
- 1659 - Abel Tasman, niederländischer Seefahrer
- 1676 - Sebastian Knüpfer, deutscher Komponist
- 1791 - Christian Friedrich Daniel Schubart, deutscher Dichter
- 1825 - Dmytro Bortnjanskyj, ukrainischer Komponist
- 1854 - Sir Gordon Drummond, britischer General und Kolonialadministrator
- 1858 - Karl August Varnhagen von Ense, deutscher Erzähler und Diplomat
- 1872 - William H. Seward, US-amerikanischer Politiker und Außenminister
- 1889 - Adolf Henselt, deutscher Komponist und Klaviervirtuose
- 1899 - Albert Böhler, österreichischer Industrieller
- 1914 - Carol I., rumänischer Fürst und König aus dem Hause Hohenzollern
- 1918 - Elisabeth Werner, deutsche Schriftstellerin
- 1919 - Anatole Mallet, schweizerischer Ingenieur
- 1921 - Otto von Gierke, deutscher Jurist und Historiker
- 1927 - Gustav Weißkopf, deutsch-amerikanischer Pionier des Motorflugs
- 1931 - Carl von Bach, deutscher Maschineningenieur
- 1942 - Richard von Schaukal, österreichischer Dichter
- 1943 - Charlotte Salomon, deutsche Malerin
- 1948 - Mary Eaton, US-amerikanische Schaspielerin
- 1960 - Basil Ruysdael, US-amerikanischer Schauspieler
- 1964 - Konrad Bayer, österreichischer Schriftsteller und Dandy
- 1966 - Otto Pankok, deutscher, Maler, Zeichner und Bildhauer
- 1968 - Nikifor, polnischer Maler
- 1971 - Ernst Kuntscher, deutscher Politiker der CDU
- 1971 - Sir Cyril Lodowic Burt, britischer Psychologe
- 1971 - Arne Benary, deutscher Wirtschaftswissenschaftler
- 1973 - Ludwig von Mises, österreichischer Wirtschaftswissenschaftler
- 1974 - Marie Luise Kaschnitz, deutsche Lyrikerin und Erzählerin
- 1975 - August Dvorak, US-amerikanischer Psychologe und Pädagogikprofessor
- 1977 - Lea Grundig, deutsche Malerin und Grafikerin
- 1978 - Ralph Metcalfe, US-amerikanischer Leichtathlet, Olympiasieger und Politiker
- 1983 - Heinrich Schulte, deutscher Psychiater
- 1985 - Orson Welles, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 1985 - Yul Brynner, US-amerikanischer Schauspieler
- 1990 - Emil Joseph Diemer, deutscher Schachspieler
- 1994 - Germain Muller, französischer Politiker, Kabarettist und Dichter
- 1999 - Leo Lionni, US-amerikanischer Grafiker, Maler und Buchautor italienischer Abstammung
- 2002 - Keith Uncapher, US-amerikanischer Computerspezialist
- 2003 - Eugene George Istomin, US-amerikanischer Pianist
- 2003 - Isamu Wakabayashi, japanischer Künstler
- 2004 - Christopher Reeve, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Milton Obote, ugandischer Präsident von 1966 bis 1971 und 1980 bis 1985
Feier- und Gedenktage
- Namenstag des Heiligen Gereon
- Tag gegen die Todesstrafe (amnesty international)
- Welttag der geistigen Gesundheit (WHO)
- Nationalfeiertag der Republik China (Taiwan)
- Nationaler Gedenktag für die Opfer des 2. Weltkriegs (Journée de la Commémoration Nationale, Luxemburg)
- Kärntner Landesfeiertag (Volksabstimmung 1920 für den Verbleib Kärntens bei Österreich)
Siehe auch
- 9. Oktober - 11. Oktober
- 10. September - 10. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
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Baikonur
Baikonyr (kasachisch-kyrillisch Байконыр/Baikonyr, in neuer kasachischer Lateinschrift Baykonır; russisch Байконур/Baikonur) ist eine Stadt im südlichen Kasachstan, etwa 200 Kilometer östlich des Aralsees am Nordufer des Flusses Syrdarja. Die geografischen Koordinaten des Stadtzentrums sind ungefähr . Hier befindet sich der größte russische Weltraumbahnhof, das Kosmodrom Baikonyr.
Geschichte
1955 begann die Sowjetunion nahe der kleinen Siedlung Tjuratam den Bau eines Testgeländes für ihre ersten interkontinentalen Langstreckenraketen. Tjuratam lag für den Zweck recht verkehrsgünstig am Ufer des Flusses Syrdarja und an der Eisenbahnstrecke Moskau - Taschkent.
Namen und Tarnnamen
Die Bezeichnung des Testgeländes lautete "Forschungs- und Versuchsgelände # 5", kurz NIIP-5. Den Namen Baikonur erhielt es zur Irreführung der Westmächte. Der Standort Tjuratam unterlag einerseits strengster Geheimhaltung, andererseits wollte die Sowjetregierung sich ihrer Erfolge rühmen und nach Juri Gagarins Raumflug 1961 in den öffentlichen Bekanntgaben auch einen Ort der Raketenstarts nennen. Die Wahl fiel auf Baikonur, einen Ort etwa 320 km nordöstlich des wirklichen Standorts. Öffentliche Bezeichnung von NIIP-5 war fortan Kosmodrom Baikonur. Die geografischen Koordinaten des "originalen" Baikonur sind 47,50° Nord, 66,03° Ost.
Die Siedlung, die sich um das Kosmodrom rasch entwickelte, erhielt nach Namen wie Sarja, Swesdograd, Taschkent-90 und Leninski mit dem Stadtrecht 1966 den Namen Leninsk. Der Bahnhof heißt nach wie vor Tjuratam.
Am 20. Dezember 1995 wurde Leninsk schließlich in Baikonyr (russische Schreibweise Baikonur) umbenannt. Das "originale" Baikonyr wurde der korrekten Turk-Schreibweise entsprechend Baiqongyr genannt. Offizielle Bezeichnung des Raumfahrtzentrums ist mittlerweile "5. Staatliches Versuchskosmodrom der Russischen Föderation"
1957 - 1990: glorreiche Jahre
Baiqongyr
Angetrieben vom Kalten Krieg wurde das Kosmodrom sehr schnell ausgebaut. Insbesondere Chruschtschow drängte auf immer neue und effektvolle Rekorde im prestigeträchtigen Wettlauf ins All.
Sputnik 1, der erste künstliche Satellit im Weltraum 1957. Laika, das erste Lebewesen im Weltraum 1957. Strelka und Belka, die ersten Lebewesen, die auch heil wieder zurückkehrten 1960. Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltraum 1961. Walentina Tereschkowa, die erste Frau im Weltraum 1963. Lunochod 1, das erste ferngesteuerte Mondfahrzeug 1970. Saljut 1, die erste Raumstation 1971. Mir, die erste ständig bemannte Raumstation 1986 – sie alle starteten von Baikonur.
Der enorme Zeitdruck führte allerdings auch zu zahlreichen Unfällen.
So ereignete sich am 24. Oktober 1960 in Baikonur der schwerste Unfall der Raumfahrtgeschichte, das sogenannte Nedelin-Desaster. Die Explosion einer R-16 Interkontinentalrakete bei den trotz offensichtlicher Mängel von Moskau angeordneten Startvorbereitungen kostete mindestens 92 Menschen das Leben, darunter auch Mitrofan Nedelin, Chef der strategischen Raketentruppen. Das Zentralkomitee der KPdSU ließ in einer kurzen Notiz daraufhin lediglich verlauten, Marschall Nedelin sei bei einem Flugzeugabsturz umgekommen. Die Katastrophe gelangte erst 1989 an die Öffentlichkeit, die offizielle Liste der Todesopfer wurde erst unter Präsident Jelzin freigegeben. Die Startvorbereitungen der nächsten R-16 Rakete wurden bereits am 4. Januar 1961 fortgesetzt .
Als erste Person aus dem Westen besuchte der französische Staatspräsident Charles de Gaulle am 20. Juni 1966 Baikonur. Dem ersten NASA-Team wurden am 28. April 1975 im Rahmen der gemeinsamen Sojus-Apollo-Docking- Mission Teile des Kosmodroms gezeigt. Bei solchen Besuchen versuchte die Sowjetunion, den militärischen Charakter des Geländes zu verschleiern. Alles militärische Personal, das in Sichtweite der ausländischen Besucher geraten konnte, erhielt die Anweisung, Zivilkleidung zu tragen.
Auch wenn Baikonur in der Welt vor allem für die bemannten Raumflüge bekannt wurde, lag der Hauptzweck der Einrichtung von Anfang an bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 im Test von flüssigkeitsgetriebenen Langstreckenraketen.
Mitte der 80er Jahre hatte die verbotene Stadt Leninsk nach offiziellen Angaben 100.000 Einwohner, 356 Wohnblöcke, 9 Schulen, 31 Kindergärten, 18 Hotels, einen eigenen Fernsehsender, mehrere Kinos, ein Stadion, eine Getränkefabrik und zwei Betonwerke.
1991: Krise
Der Zerfall der Sowjetunion und die Unabhängigkeit Kasachstans 1991 stürzten Baikonur und Leninsk in eine schwere Krise. Das bei weitem wichtigste Kosmodrom Russlands befand sich nun auf kasachischem Staatsgebiet. Die Startplätze auf russischem Territorium waren nur beschränkt geeignet, Baikonur zu ersetzen. Zwar vereinbarten Kasachstan und Russland sehr früh eine Zusammenarbeit, wie diese jedoch konkret aussehen sollte, war Gegenstand langer Verhandlungen. Ohnehin angeschlagen von der schwierigen wirtschaftlichen Situation beider Staaten, drohte Baikonur unter der vertrackten Rechtslage zusammenzubrechen.
Gehälter und Renten wurden nicht mehr ausgezahlt. Wasser- und Energieversorgung brachen des öfteren zusammen, Anwohner plünderten die Einrichtung, stahlen Autos, rissen Kabel aus technischen Anlagen, um sie als Wertmetall zu verkaufen. Im Januar 1992 war der Start eines Versorgungsschiffes zur Mir gefährdet, weil am Boden die unbezahlten Militärangestellten revoltierten. Etwa 40% der Bevölkerung verließ die Gegend.
Nach offiziellen Angaben verließen 1993 die letzten Atomsprengköpfe Baikonur.
Am 28. März 1994 pachtete Russland schließlich für jährlich 115 Millionen Dollar das Gelände von Kasachstan. Die Vertragslaufzeit betrug vorerst 20 Jahre, wurde am 9. Januar 2004 aber bis zum Jahr 2050 verlängert. Im Dezember 1994 wurden letzte Details vereinbart und die Stadt Leninsk unter russische Verwaltung gestellt.
1994
1995: Diener zweier Herren
Am 4. Januar 1995 trat die von den Präsidenten Kasachstans und Russlands ernannte russische Stadtverwaltung ihre Arbeit in der kasachischen Stadt an. Auf dem Gelände galt von nun an sowohl russisches als auch kasachisches Recht, was zum Beispiel dazu führte, dass russische Kinder in der Schule etwas zu essen bekamen, kasachische Kinder hingegen nicht. Die Situation Baikonyrs ist historisch und juristisch beispiellos. „Darüber“, sagte der Bürgermeister Baikonyrs 2002, „werden noch viele Juristen ihre Doktorarbeiten schreiben.“
1996 waren im Haushaltsplan der Russischen Föderation 761 Milliarden Rubel für Baikonyr vorgesehen, von denen aufgrund finanzieller Probleme lediglich 296 Milliarden die Stadt erreichten.
Trotz der Schwierigkeiten ging es in Baikonyr leicht aufwärts. Mit der Zunahme kommerzieller Aufträge und internationaler Zusammenarbeit wie zum Beispiel der internationalen Raumstation ISS floss wieder Geld in die Stadt. Die Möglichkeit der Gewährung von Steuererleichterungen führte zur Scheinverlegung des Firmensitzes zahlreicher großer russischer Firmen, darunter JUKOS und LUKOIL, nach Baikonyr. Die großen Steuerverluste veranlassten Russland, im Mai 2002 den Bürgermeister zu ersetzen und einen weiteren Russen, den Ex-Gouverneur der Leningrader Oblast Aleksei Malkow, mit der Stadtverwaltung zu beauftragen.
Baikonyr hatte 2002 etwa 70.000 Einwohner, davon 70% Kasachen.
Leningrader Oblast
Das Kosmodrom
Baikonyr ist der größte Raketenstartplatz der Welt. Nach offiziellen Angaben erstreckt es sich 2004 über eine Fläche von 6.717 Quadratkilometern, 75 Kilometer von Norden nach Süden und 90 Kilometer von Westen nach Osten. Hinzu kommen noch die Landegebiete.
Zur Bodeninfrastruktur gehören neun Startkomplexe mit 15 Startvorrichtungen, 4 Abschusseinrichtungen zur Erforschung Interkontinentaler Langstreckenraketen, 11 Montage- und Versuchskomplexe, zwei Tankstellen, zwei Flugplätze, ein Meßkomplex, ein 600-Megawatt-Wärmekraftwerk, 470 Kilometer Eisenbahngleise, 1.281 Kilometer Straßen und 6.610 Kilometer Elektroleitungen.
70% aller russischen Starts von kosmischen Flugkörpern finden im kasachischen Baikonyr statt. Weitere Startplätze (auch für Satellitenraketen, aber nicht für bemannte Missionen) sind Kapustin Jar, Plessezk und Swobodny in Russland.
Weblinks
- http://www.russianspaceweb.com/baikonur.html (englisch)
Kategorie:Ort in Kasachstan
Kategorie:Raketenstartplatz
Kategorie:Kasachstan
1960er
- Erster Raumflug eines Menschen (Juri Gagarin) (1961)
- Bau der Berliner Mauer (1961)
- Zündung der Zar-Bombe (1961)
- Kuba-Krise (1962)
- Elbeflut in Hamburg 1962
- Vietnamkrieg (der USA seit 1964) und Friedensbewegung
- 1964 findet zum ersten Mal das Berliner Theatertreffen statt
- APO
- Kulturrevolution in China (1966)
- Völkermord in Tibet (ca. 1–1,5 Millionen Opfer)
- Erste Große Koalition in Deutschland (1966)
- Sechstagekrieg (1967)
- Erste Mondlandung mit Apollo 11 (1969)
- Das Woodstock Festival, Höhepunkt der Hippie-Bewegung (15.–17. August 1969)
- Die Gemeindereform beginnt Ende der 1960er. Sie reduziert die Zahl der Einzelgemeinden im Bundesgebiet um zwei Drittel
Kulturgeschichte
Persönlichkeiten (Auswahl)
ja:1960年代
ko:1960년대
simple:1960s
21. JuniDer 21. Juni ist der 172. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 173. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 193 Tage bis zum Jahresende.
Am 21. Juni steht die Sonne Mittags am nördlichen Wendekreis im Zenit und geht am nördlichen Polarkreis nachts nicht mehr unter, der Tag ist somit der längste des Jahres in der nördlichen Erdhälfte.
Ereignisse
- 1788 - New Hampshire wird der neunte Staat der USA.
- 1868 – Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ wird unter Hans von Bülow uraufgeführt.
- 1895 - Kaiser Wilhelm II. eröffnet den damals noch Kaiser-Wilhelm-Kanal genannten Nord-Ostsee-Kanal.
- 1908 - London, Großbritannien. Mehr als 250.000 Demonstranten fordern die Einführung des Frauenwahlrechts.
- 1919 - Die sich in Scapa Flow befindlichen Kriegsschiffe der Hochseeflotte der deutschen Vorläufigen Reichsmarine, die eigentlich nach dem verlorenen 1. Weltkrieg an die siegreichen Briten hätten übergeben werden sollen, werden von ihren Besatzungen versenkt.
- 1931 - Weltrekordfahrt des Schienenzeppelins von Franz Kruckenberg mit einer Geschwindigkeit von 230,2 km/h.
- 1948 - Die Deutsche Mark löst infolge der Währungsreform die Reichsmark ab.
- 1952 - Staatsstreich in Ägypten: Absetzung des Königs Faruq durch General Nagib.
- 1955 - Afghanistan. 2. Transitabkommen mit der UdSSR. Inhalt: u. a. Ausbau der Salang-Straße und des Flußhafens am Amu Darya.
- 1957 - Kanada. John George Diefenbaker wird neuer Premierminister.
- 1963 - Kardinal Giovanni Battista Montini wird als Papst Paul VI. zum Nachfolger von Johannes XXIII. gewählt.
- 1964 - Die drei US-Bürgerrechtler Andrew Goodman, Michael Schwerner und James Earl Chaney werden in Neshoba County, Mississippi, als vermisst gemeldet und wenig später tot aufgefunden. Ihr gewaltsamer Tod wird am 21. Juni 2005 mit der Verurteilung von Edgar Ray Killen wegen Totschlags geahndet (siehe auch Mississippi Burning).
- 1979 - Dominica. Jenner Armour wird Staatspräsident.
- 1985 - Syrien wird Mitglied in der FAO (UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation)
- 1990 - Iran. Ein Erdbeben der Stärke 7,7 fordert im Nordwesten fast 50.000 Menschenleben.
- 1993 - 150.000ster Gültigkeitstag des Gregorianischen Kalenders, sein erster war der 15. Oktober 1582 (Italien, Spanien, Portugal)
- 1998 - Gnassingbé Eyadèma wird als Staatspräsident in Togo in seinem Amt bestätigt.
- 1998 - Burundi. Waffenstillstandvertrag mit den Hutu-Rebellen.
- 2002 - Der zweite Rundbrief der ISO erscheint.
- 2003 - Der fünfte Harry Potter Roman erscheint auf Englisch, weltweit über 1 Mio. bereits bestellte Exemplare, die deutsche Übersetzung Harry Potter und der Orden des Phönix wurde am 8. November 2003 ausgeliefert.
- 2004 - 5. Ostseegipfel in Estland
- 2004 - Mit SpaceShipOne wird erstmals ein privater Weltraumflug durchgeführt. Der erste private Astronaut ist Michael Melvill.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1978 - Das Wunder von Cordoba: Bei der Fußball-WM in Argentinien schlägt das österreichische Nationalteam die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland mit 3:2
- 2003 - Vitali Klitschko verliert seinen Boxkampf gegen Lennox Lewis im Staples Center, Los Angeles, Kalifornien, USA, durch technischen KO
Fête de la Musique
Dieses Fest findet international immer am Tag der kürzesten Nacht (Sommeranfang) statt. Seit 1982, als es das erste Mal in Paris organisiert wurde, erfreut es sich größter Beliebtheit. Alle Musiker/innen treten ohne Gage auf. Zwischenzeitlich gibt es in über 100 Städten freiluft und ohne Eintritt, Musik aller Stilrichtungen.
Geboren
- 1002 - Leo IX. (Papst), eigentlich Bruno von Egisheim-Dagsburg, Papst
- 1701 - Otto Magnus von Schwerin, preußischer General
- 1732 - Johann Christoph Friedrich Bach, deutscher Komponist
- 1781 - Siméon Denis Poisson, französischer Physiker und Mathematiker
- 1823 - Jean Chacornac, französischer Astronom
- 1826 - Georg von Neumayer, deutscher Geophysiker und Polarforscher
- 1839 - Machado de Assis, brasilianischer Autor von Romanen, Kurzgeschichten und Gedichten
- 1855 - Therese Malten, deutsche Sängerin
- 1862 - Henry Holden Huss, US-amerikanischer Komponist
- 1863 - Max Wolf, deutscher Astronom und Entdecker vieler Asteroiden
- 1870 - Clara Immerwahr, zweite Frau in Deutschland mit einem Doktortitel
- 1871 - Wilhelm von Drigalski, deutscher Bakteriologe
- 1882 - Hermann Etzel, deutscher Politiker und MdB
- 1891 - Hermann Scherchen, deutscher Dirigent
- 1891 - Pier Luigi Nervi, italienischer Architekt und Bauingenieur
- 1892 - Hilding Rosenberg, schwedischer Komponist und Dirigent
- 1892 - Walter Krämer, deutscher Politiker
- 1892 - Ferdinand Schörner, deutscher Generalfeldmarschall
- 1893 - Alois Hába, tschechischer Komponist
- 1902 - Wilhelm Maler, deutscher Komponist
- 1903 - Al Hirschfeld, US-amerikanischer Cartoonzeichner
- 1905 - Jean-Paul Sartre, französischer Schriftsteller und Philosoph
- 1906 - Bruno Pittermann, österreichischer Politiker
- 1909 - Kurt Schwaen, deutscher Komponist
- 1910 - Charles Jones, US-amerikanischer Komponist
- 1912 - Mary McCarthy, US-amerikanische Autorin
- 1913 - Josef Brinkhues, Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland
- 1914 - William Vickrey, US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger
- 1921 - Helmut Heissenbüttel, deutscher Schriftsteller
- 1921 - Jane Russell, US-amerikanische Schauspielerin
- 1924 - Marga López, mexikanische Schauspielerin
- 1928 - Mona Baptiste, aus Trinidad und Tobago stammende deutsche Schlagersängerin
- 1929 - Traugott Buhre, deutscher Schauspieler
- 1931 - Erik Neutsch, deutscher Schriftsteller
- 1931 - Guntram Palm, deutscher Politiker
- 1932 - Lalo Schifrin, argentinischer Komponist, Dirigent und Jazzpianist
- 1932 - O. C. Smith, US-amerikanischer Sänger
- 1934 - Wulf Kirsten, deutscher Lyriker und Erzähler
- 1934 - Ken Matthews, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1935 - Françoise Sagan, französische Schriftstellerin
- 1942 - Jürgen Clemens, Beamter
- 1944 - Jon Hiseman, britischer Jazz und Rock Schlagzeuger
- 1944 - Peter Weir, australischer Filmregisseur
- 1944 - Ray Davies, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Philippe Sarde, französischer Komponist
- 1946 - Brenda Holloway, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Shirin Ebadi, iranische Juristin und Nobelpreisträgerin
- 1947 - Joey Molland, britischer Musiker
- 1948 - Ian McEwan, britischer Schriftsteller
- 1948 - Wolfgang Seel, deutscher Fußballspieler
- 1948 - Andrzej Sapkowski, polnischer Fantasy-Schriftsteller
- 1949 - Thomas Schmidt-Kowalski, deutscher Komponist
- 1950 - Joey Kramer, US-amerikanischer Musiker
- 1950 - John Paul Young, australischer Sänger
- 1951 - Alan Silson, britischer Musiker
- 1951 - Kathy Mattea, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1953 - Benazir Bhutto, pakistanische Premierministerin, weltweit die erste muslimische Frau in solcher Position
- 1953 - Nils Lofgren, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Friedlinde Gurr-Hirsch, deutsche Politikerin
- 1954 - Robert Menasse, österreichischer Schriftsteller und Essayist
- 1954 - Robert Pastorelli, US-amerikanischer Schauspieler
- 1955 - Michael Kühnen, Anführer der deutschen Neo-Nazi-Bewegung
- 1955 - Michel Platini, französischer Fußballspieler
- 1965 - Larry Wachowski, Filmregisseur
- 1965 - Ruperta Lichtenecker, österreichische Politikerin
- 1965 - Yang Liwei, erster chinesische Taikonaut (Astronaut)
- 1968 - Chris Gueffroy, letztes Todesopfer an der Berliner Mauer
- 1969 - Lloyd Avery II, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 1973 - Juliette Lewis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1982 - Prinz William, britischer Adeliger und Thronfolger aus dem Hause Windsor
Gestorben
- 524 - Chlodomer, ältester legitimer Sohn des Frankenkönigs Chlodwig I.
- 1208 - Philipp von Schwaben, Herzog von Schwaben und Deutscher König
- 1305 - Wenzel II., König von Böhmen, Herzog von Krakau und König von Polen
- 1377 - Eduard III., englischer König
- 1547 - Sebastiano del Piombo, italienischer Maler
- 1582 - Oda Nobunaga, japanischer Kriegsherr
- 1591 - Aloisius von Gonzaga, italienischer Heiliger
- 1621 - Jan Jessenius, Arzt und Politiker, hingerichtet in Prag
- 1621 - Joachim Andreas von Schlick, Führer der protestantischen Stände in Böhmen
- 1627 - François de Montmorency-Bouteville, französischer Adeliger
- 1652 - Inigo Jones, englischer Architekt
- 1782 - Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt,
- 1786 - George Hepplewhite, englischer Kunsttischler
- 1788 - Johann Georg Hamann, deutscher Philosoph und Schriftsteller
- 1796 - Richard Gridley, Britisch-amerikanischer Militäringenieur
- 1812 - Johann Friedrich August Tischbein, deutscher (Familienporträt)-Maler
- 1852 - Friedrich Fröbel, deutscher Pädagoge, gründete den ersten Kindergarten
- 1857 - Louis Jacques Thénard, französischer Chemiker
- 1872 - Robert Prutz, deutscher Schriftsteller
- 1874 - Anders Jonas Ångström, schwedischer Astronom und Physiker
- 1876 - Antonio López de Santa Anna, mexikanischer Offizier und Politiker
- 1888 - Victoria Benedictsson, schwedische Schriftstellerin
- 1898 - Anton Kerner von Marilaun, österreichischer Botaniker und Universitätsprofessor
- 1908 - Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow, russischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge
- 1914 - Bertha von Suttner, österreichische Pazifistin, Friedensnobelpreis 1905
- 1918 - Hermann Essig, deutscher Dramatiker, Erzähler und Lyriker
- 1930 - Eva von Tiele-Winckler, Diakonisse
- 1940 - Janusz Kusocinski, polnischer Leichtathlet
- 1949 - Fritz Höger, Architekt
- 1950 - Leopold Ziegenbein, Kommodore des Norddeutschen Lloyd
- 1951 - Charles Dillon Perrine, in den USA geborener Astronom
- 1957 - Frantisek Kupka, tschechischer Maler, vielleicht der Begründer der Abstraktion
- 1957 - Johannes Stark, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1958 - Eduard Erdmann, lettischer Pianist und Komponist
- 1969 - Maureen Connolly, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1970 - Achmed Sukarno, indonesischer Politiker und Staatspräsident
- 1970 - Otto Spülbeck, römisch-katholischer Theologe und Bischof des Bistums Meißen
- 1971 - Ludwig Schmidseder, deutscher Komponist
- 1980 - Bert Kaempfert, deutscher Bandleader, Musikproduzent und Komponist
- 1985 - Tage Erlander, schwedischer Politiker, Premierminister
- 1991 - Klaus Schwarzkopf, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1994 - Carlos Jiménez Mabarak, mexikanischer Komponist
- 1996 - Gerhard Wendland, deutscher Schlagersänger
- 1998 - Gerhard Rüdiger Gundermann, deutscher Liedermacher
- 1999 - Karl Krolow, deutscher Schriftsteller
- 2000 - Åke Senning, Herzchirurg
- 2001 - John Lee Hooker, US-amerikanischer Musiker
- 2003 - Hans Boesch, schweizerischer Schriftsteller
- 2003 - Leon Uris, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2003 - Pieter Dankert, niederländischer Politiker
- 2005 - Kardinal Jaime Sin, philippinischer Geistlicher
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag von Grönland
- Tag des Schlafs
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