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Montenegro

Montenegro

Montenegro (aus dem Italienischen, deutsch etwa Schwarzes Gebirge, montenegrinisch Crna Gora/Црна Гора, albanisch Mal i Zi) war bis zum 4. Februar 2003 die kleinere Teilrepublik Jugoslawiens und ist seitdem ein selbstständiger Staat im Staatenbund Serbien und Montenegro. Montenegro liegt an der Adria und grenzt im Nordosten an Serbien, im Osten und Südosten an Albanien und im Westen an Kroatien und Bosnien und Herzegowina.

Geographie

Landesnatur

Bosnien und Herzegowina)]] Bosnien und Herzegowina] Montenegro ist ein relativ dünn besiedeltes Gebirgsland und liegt in den Südost-Dinariden. Es besitzt eine steil abfallende und durch Buchten (Bucht von Kotor) gegliederte Küste am Mittelmeer (Adria). Insbesondere ist die karge Karstregion in Westmontenegro (Orjen, Lovćen) sehr dünn besiedelt. Hier bieten nur wenige Poljen etwas landwirtschaftlich nutzbaren Boden (Grahovo, Cetinje). Gegen Norden finden sich die höchsten Erhebungen Montenegros und des gesamten Dinarischen Gebirges. Hier liegen der Durmitor und das Prokletije Massiv die Zentralen Hochgebirgsmassive die über 2500 m aufragen.

Gebirge

Prokletije Massiv] Montenegro ist praktisch gänzlich Gebirgsland. Im Westen und Süden steigen die stark verkarsteten Küstengebirge auf knapp 2000 m abrupt aus der Adria auf. Gegen Norden schließen sich die Hochplateaus des Durmitors sowie die tief zertalten Hänge der Prokletije an. Die Berggipfel Im Norden und Osten des Landes erreichen durchweg Hochgebirgsniveau. Der höchste Berg Montenegros ist der 2522 m hohe Bobotov Kuk im Durmitor. Eine Sonderstellung unter den Küstengebirgen nimmt der Orjen ein, da hier ein Hochgebirgsrelief in innigster Verbindung zur Meeresküste entwickelt ist und die Bucht von Kotor den Charakter eines übersteilen Kanals im Herzen der Hochdinariden hat. Das harsche Klima der Dinariden durch kalte schneereiche Winter und die ungünstige Versorgungssituation durch die in Schluchten (Piva, Tara) und über Hochgebirgspässe führenden Verkehrsverbindungen, kann in strengen Wintern zu erheblichen Beeinträchtigungen führen.

Küste

Tara Die montenegrinische Küste befindet sich im südöstlichen Teil des Adriatischen Meeres, zwischen Kroatien und Albanien. Von 260,2 km Küstenlinie entfallen 249,1 km auf die engere Küste und 11,1 km auf die Inseln. Die Steil abfallende Küste wird durch die Kalkgebirge des Hinterlandes (Orjen, Lovcen) vom Landesinneren getrennt. Nur im Südteil Montenegros ist ab Ulcinj eine Niederungsküste entwickelt. Das maritime Klima und die touristische Inwertsetzung der Küstenorte hat hier zu einem Ausbau der touristischen Infrastruktur seit den 1960er Jahren geführt. Bedeutende Touristenzentren sind Herceg Novi, Tivat, Kotor, Budva und Ulcinj. Der Wassermangel durch den Karstcharakter führt im Sommer zu Versorgungsengpässen, da ein Teil des Trinkwassers aus Bosnien (Trebisnjica) über Kroatien Dubrovnik eingeführt werden muss und Teile der autohtonen Süßwasserquellen verbracken. Das Meer erreicht schnell bedeutende Tiefen, da auch der tiefste Punkt der Adria mit 1280 m direkt vor der montenegrinischen Küste liegt. Hohe sommerliche Wassertemperaturen und Nährstoffmangel sind für das adriatische Meer generell prägend. Fischfang spielt lokal eine Wichtige Rolle, konzentriert sich aber vor allem auf die Bucht von Kotor und die Mündung der Bojana mit dem Skutarisee.

Gewässer

Skutarisee] 52,5 % Montenegros gehören zum Einzugsgebiet des Schwarzen- und 47,5 % des adriatischen Merees. nur ein größeres Flußsystem, dass Zeta-Moraca System, entwässert zur Adria. Zum Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres gehört das Einzugsgebiet der Drina. Das größte Binnengewässer ist der Skutarisee an der Grenze zu Albanien. An dessen nördliches Ufer schließt sich eine Tiefebene an, in der die Hauptstadt Podgorica liegt. Die Einzugsgebiet der Adria beträgt etwa insgesamt 6560 km2. Dazu gehören die Moraca, mit ihrme Nebenflüssen Zeta und Cijevna, Rijeka Crnojevica und Orahovstica. Diese drei Gewässer fließen in den Skutarisee und über die Bojana in die Adria. Die Moraca ist 113,4 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 2628 km². Die Zeta ist 85 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 1216 km2. Das Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres in Montenegro beträgt 7260 km² und besteht überwiegend aus dem Oberlauf der Drina mit den Zuflüssen des Lim, Piva, Tara und Cehotina.

Klima

Trotz seiner geringen Ausdehnung hat Montenegro Anteil an drei verschiedenen klimatischen Zonen. Der vollmediterrane Küstenstreifen hat zwar die geringste Ausdehnung, ist aber durch seine überragende kulturhistorische Rolle von besonderer Bedeutung. Hier liegen die Orte Herceg Novi, Kotor, Budva, Bar und Ulcinj. Mit dem Gebirgsanstieg beginnt die submediterrane Zone, die sich 50 km landeinwärts erstreckt. Cetinje, Nikšić und Podgorica haben kältere Winter, aber auch wärmere Sommer als die Küstenstädte. Das größte Gebiet nimmt die Gemäßigte Klimazone in Montenegro ein. Hier herrschen ganz ähnliche Bedingungen wie in Mitteleuropa, nur sind die Temperaturen höher. Zu dieser Zone gehören der Durmitor mit Žabljak und die Städte Pljevlja, Prijepolje und Kolašin. Eine Besonderheit am Klima Montenegros ist, dass hier die höchsten Niederschlagsmengen in Europa gemessen werden. Mit 5000 mm (5000Liter/m²) ist Crkvice im Orjen der regenreichste Ort in Europa.
- Nach der Köppenschen effektiven Klimaklassifikation gehört die montenegrinische Küste bei Risan (Bucht von Kotor) zum Klimatyp Cs’’a. Der besondere Charakter der mediterranen Bergstation Crkvice im Orjen wird durch den Klimatyp Cfsb deutlich.

Vegetation

Orjen]] Nach BLEČIĆ & LAKUŠIĆ sind in Montenegro 454 Vegetationseinheiten (37 Klassen, 53 Ordnungen, 97 Verbände und 267 Assoziationen) verzeichnet. Die Karte der potentiellen Vegetation Montenegros verzeichnet 20 grundsätzliche Vegetationstypen - 18 Waldtypen und 2 Rasengesellschaften. Große Teile können aber nur noch als degradiert betrachtet werden und sind Ersatzgesellschaften aus Derivaten der potentiellen Vegetation und anthropogen begünstigter Formen. Das herausstechendste Merkmal ist die unmittelbare räumliche Nähe alpiner Hochgebirge und mediterraner Tieflagen. Durch die meridional angelegten Schluchten ist bis in die Tallagen der Hauptketten der hohen Dinariden ein submediterraner Florencharakter möglich. Canyons waren darüber hinaus eiszeitliche Refugialräume und sind biogeographisch-florenhistorisch aufschlussreich. Die illyrische Florenprovinz als Subregion der eurosibirischen Region wird von typisch nemoralen sowie borealen Baumvertretern (Buche, Fichte, Weißtanne) geprägt. Mitteleuropäische Horoelemente sind in der Waldvegetation weithin bestimmend. Sie reichen in den Gebirgen um die Bucht von Kotor unmittelbar an die Küste. Der schmale mediterrane Küstensaum im Inneren der Bucht ist wenige hundert Meter breit; die Hartlaubvegetation reicht bis 600 m, submediterrane Formationen bis 1000, oberhalb 1000 m dominieren Buchen und ab 1500 m finden sich Panzerkiefern ein. Die meernahe Abdachung der dinarischen Küstenketten gehört zur (sub)mediterranen Region der Adriatischen Provinz, während die meerferne Seite zur Illyrischen Subregion der Mitteleuropäischen Florenregion zählt. In Montenegro sind 3136 Arten von Gefäßpflanzen (Pteridophyta, Pinophyta, Magnoliophyta) verzeichnet, darunter 201 endemische Arten. Glazialrelikte sind im Durmitor und Prokletije, Tertiärrelikte im Orjen häufig. Die südeuropäische Gebirgsflora ist mit der dinarischen Provinz vertreten. Die Südostdinariden besitzen eine reiche temperate, (sub)mediterrane- und oromediterrane Flora mit signifikantem Auftreten illyrischer Endemiten. Lokalendemiten finden sich besonders im Orjen (8) und Prokletije (15). Die größte Artenvielfalt bietet der Prokletije mit 542 Arten, im Orjen treten 243 Arten von Orophyten auf. Topographie und Relief kommt in der Grenzlage bei Ausbildung der Florenregionen eine tragende Rolle zu. Die Gebirgsbarriere der litoralen Dinariden (800-1900 m) wehrt den mediterranen Klimaeinfluss an der Steilstufe zur Adria ab, nur über die Senken ist ein weiteres Ausgreifen möglich. Das subtropische Biom und mit ihr die adriatische Florenprovinz nimmt daher nur den schmalen Raum der dalmatinischen Küste ein. Die in die Hochkarstzone hineinreichende Bucht von Kotor führt mediterrane Florenelemente noch zum schneebedeckten Orjen. Thermophile Arten wie die paläoendemische halbimmergrüne Mazedonische Eiche - (Quercus trojana), Hopfenbuche – (Ostrya carpinifolia), Orientalische Hainbuche – (Carpinus orientalis) und Mannaesche – (Fraxinus ornus) finden sich in der submediterrane Zone.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Montenegros

Bevölkerung

Die Bevölkerung Montenegros besteht hauptsächlich aus Montenegrinern. Die Frage, ob die Montenegriner ein eigenes Volk oder ein Teil des serbischen Volkes sind, ist in der Bevölkerung selbst umstritten. Ob sich jemand als Montenegriner oder als Serbe deklariert, ist in erster Linie eine Frage der individuellen (auch politischen) Präferenzen. Ebenso gibt es bei der größten Minderheit, den vor allem im Norden des Landes (dem montenegrinischen Teil des Sandschak) lebenden Bosniaken bzw. Slawischen Muslimen unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich der Bezeichnung ihrer Nationalität. Die zweitgrößte Minderheit bilden die Albaner, die vor allem in den Gebieten längs der Grenze zu Albanien und zum Kosovo leben und in manchen Städten wie Ulcinj die Bevölkerungsmehrheit bilden. Zusammensetzung der Bevölkerung laut Ergebnis der Volkszählung von 2003:
- Montenegriner: 267.669 (43,16%)
- Serben: 198.414 (31,99%)
- Bosniaken: 48.184 (7,77%)
- Albaner: 31.163 (5,03%)
- Slawische Muslime: 24.625 (3,97%)
- Kroaten: 6.811 (1,10%)
- Roma und Sinti: 2.601 (0,42%)
- andere, keine Nationalität angegeben oder keine Daten: 41.271 (6,56%) Die Amtssprache Montenegros ist laut der alten und noch aktuellen Verfassung die ijekavische (westliche) Variante des Serbischen. Sowohl das lateinische als auch das kyrillische Alphabet (vor allem im Norden) sind im Gebrauch. Hinsichtlich des Namens der Sprache gibt es unter der Bevölkerung ebenso wie hinsichtlich der Nationalitätenbezeichnung unterschiedliche Meinungen. In der Volkszählung von 2003 gaben 59,67% der Bevölkerung Serbisch und 21,53% Montenegrinisch als ihre Muttersprache an.

Wirtschaft und Verkehr

Durch Montenegro verläuft die für den Balkan wichtige Eisenbahn von Belgrad über Podgorica nach Bar, welches die wichtigste montenegrinische Hafenstadt ist. Es handelt sich um eine eingleisige Strecke, welche durchgehend elektrifiziert und auch mit dem albanischen Schienennetz verbunden ist. Sie wurde erst im Jahre 1976 durchgehend in Betrieb genommen und gilt als eine der spektakulärsten Gebirgsbahnen dieser Welt (u.a. 256 Tunnel sowie mit 201 Meter Höhe die zweithöchste Brücke Europas).

Politik

Anfang Mai 2004 wurde bekannt, dass Spitzenpolitiker der regierenden Partei DPS für die Auflösung des Staatenbundes mit Serbien plädieren. Der im Frühjahr 2002 unter anderem auf Druck der Europäischen Union ins Leben gerufene Staat funktioniere schlecht und sei sehr teuer. Allerdings hat die DPS und deren Koalitionspartner bereits mehrfach Volksabstimmungen über die Auflösung des Staatenbundes aufgeschoben, da sich dafür keine eindeutige Mehrheit unter den Montenegrinern zu finden scheint. Ein Grund dafür dürfte auch im weiterhin wirkenden EU-Einfluss liegen, die verhindern möchte, dass ein weiterer Konfliktherd auf dem Balkan entsteht. Faktisch besteht zwischen Serbien und Montenegro eine Zollgrenze. Die Währung beider Länder ist unterschiedlich. Die Vergangenheitsbewältigung bezüglich der Jugoslawienskriege ist gegenüber Serbien deutlich fortgeschritten: Die Bemühungen um eine Normalisierung der Beziehungen zu Bosnien und Herzegowina und Kroatien sind im Vergleich zu Serbien deutlich weiter fortgeschritten: Der montenegrinische Präsident Djukanović entschuldigte sich mehrmals für die Teilnahme montenegrinischer Soldaten an der Aggression gegen Kroatien und im Jahr 2005 wurden erste (wenn auch symbolische) Entschädigungszahlungen als Entschädigung für Plünderungen und Verwüstungen in Kroatien vereinbart. Am 12. Juli 2004 beschloss die montenegrinische Regierung ohne Volksbefragung die neue Flagge Montenegros, sowie die neue Staatshymne Oj, svijetla majska zoro. Der Text der neuen Hymne, der für Kontroversen sorgt, stammt von Sekula Drljević und wurde 1937 verfasst. Im Jahr 2005 trennte sich die Montenegrinische von der Serbisch Orthodoxen Kirche. Im Jahr 2006 sollen die Einwohner die Möglichkeit bekommen, in einem Volksentscheid darüber abzustimmen, ob sie weiter mit Serbien verbunden bleiben wollen, oder in einem unabhängigen Staat leben möchten.

Politische Gliederung

Montenegro ist in 21 (Groß-)Gemeinden (opštine, Sg. opština) gegliedert. Siehe: Liste der Gemeinden Montenegros

Weblinks


- [http://www.montenegro.yu/english/naslovna/index.htm Offizielle Webseite der Republik Montenegro (englisch)]
- [http://www.serbien-montenegro.de Serbien-Montenegro.de - Info-Portal (deutsch)]
- [http://www.discover-montenegro.com Website über Montenegro mit Schwerpunkt Tourismus (englisch)]
- http://www.montenegro-info.cg.yu Website mit Schwerpunkt Sport Kategorie:Staat ja:モンテネグロ ko:몬테네그로

Italienische Sprache

Italienisch ist eine Sprache aus dem romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Innerhalb der romanischen Sprachen gehört das Italienische zur Gruppe der italoromanischen Sprachen. Unter den großen romanischen Sprachen steht die italienische Sprache dem Lateinischen in Lautung, Vokabular und Grammatik am nächsten. Es wird von etwa 70 Millionen Menschen als Muttersprache oder zweite Muttersprache gesprochen, von denen der größte Teil in Italien lebt. Als zweite Muttersprache oder als nah verwandte Fremdsprache sprechen es unter anderem die Sarden, die Friauler, die Südtiroler und Trentiner Ladiner. Für die deutschsprachigen Südtiroler, die albanische Minderheit und andere Volksgruppen, wie die Slowenen im Hinterland von Monfalcone und Triest, ist es eine Fremdsprache. Italienisch ist Amtssprache in folgenden Staaten:
- Italien (etwa 55 Mio. Muttersprachler)
- Schweiz (etwa 350.000 Muttersprachler)
- San Marino
- Vatikanstadt Außerhalb der Landesgrenzen wird die italienische Sprache beziehungsweise italienische Mundarten in folgenden Regionen gesprochen:
- Kanton Tessin
- Graubünden
- Korsika
- Istrien
- Dalmatien, insbesondere in Split, dem ehemaligen Spalato. Insbesondere alte Menschen sind hier noch häufig zweisprachig.
- Nizza (Anmerkung: Obwohl Nizza historisch viele Verbindungen zu Italien hat, gehört die dort gesprochene Sprache zum Okzitanischen. Gleichwohl leben in Nizza viele Italiener bzw. Italienischstämmige.)
- Fürstentum Monaco (Anmerkung: die Monegassen sprechen wie die Bewohner San Remos eine romanische Sprachvariante, die dem Provençalischen näher steht als dem "florentinischen" Italienisch.)
- in Somalia und Eritrea dient Italienisch neben dem Englischen als Handelssprache. Es existieren auch mehrere italienisch-sprachige Enklaven in Amerika, vor allem in den USA und Argentinien. Zudem flossen italienische Wörter in verschiedene Terminologien ein, z.B. in die Musikersprache oder die Bankensprache.

Geschichte

Wie alle romanischen Sprachen stammt das Italienische vom Lateinischen ab. Zu Beginn des Mittelalters, nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches, blieb in Europa das Lateinische die Amtssprache und die Sprache der Kirche. Das Lateinische behauptete sich überdies als Schriftsprache. Gesprochen wurde allerdings – auch, als das Römische Reich noch bestand – eine vom Schriftstandard abweichende Sprachform, die man auch als Vulgärlatein oder Sprechlatein bezeichnet. Hieraus entwickelte sich die protoromanische Volkssprache und schließlich die romanischen Einzelsprachen. So entstanden in Italien und seinen Nachbarländern neue Sprachen, z.B. die Oïl-Sprachen in Nordfrankreich, die Oc-Sprachen in Südfrankreich und die Sì-Sprachen in Italien, so benannt von Dante Alighieri nach der jeweiligen Bezeichnung für „ja“. Die ersten schriftlichen Zeugnisse des italienischen volgare stammen aus dem späten achten oder frühen neunten Jahrhundert. Das erste ist ein Rätsel, das in der Biblioteca Capitolare di Verona gefunden wurde und als Indovinello veronese bezeichnet wird: :Se pareba boves, alba pratalia araba, versorio teneba et negro semen seminaba. :[Sie] schob Rinder, bebaute weiße Felder, hielt einen weißen Pflug und säte schwarzen Samen. :(Gemeint ist die Hand; Rinder = Finger, weiße Felder = Seiten, weißer Pflug = Feder, schwarzer Samen = Tinte) Die Verbreitung des volgare wurde durch praktische Notwendigkeiten begünstigt. Dokumente, die Rechtsangelegenheiten zwischen Personen betrafen, die kein Latein beherrschten, mussten verständlich abgefasst werden. So ist eins der ältesten Sprachdokumente des Italienischen das Placito cassinese aus dem 9. Jahrhundert. Das Konzil von Tours empfahl 813, die Volkssprache statt des Lateinischen bei der Predigt zu verwenden. Ein weiterer Faktor war das Aufkommen der Städte um die Jahrtausendwende, denn die Stadtverwaltungen mussten ihre Beschlüsse in einer für alle Bürger verständlichen Form abfassen. Jahrhundertelang lebten sowohl die italienischen Volkssprachen als auch das Lateinische, das weiterhin von den Gebildeten benutzt wurde, nebeneinander fort. Erst im 12. Jahrhundert beginnt eine eigenständige italienische Literatur, zunächst in Sizilien am Hof Friedrichs II (Scuola siciliana). Schriftsteller prägten die weitere Entwicklung des Italienischen entscheidend, da sie erst einen überregionalen Standard schufen, um die Sprachdifferenzen zwischen den zahlreichen Dialekte zu überwinden. In erster Linie ist hier Dante Alighieri zu nennen, der eine leicht veränderte Form des florentinischen Dialekts in seinen Werken verwendete. Großen Einfluss auf die italienische Sprache im 14. Jahrhundert hatten weiterhin Francesco Petrarca und Giovanni Boccaccio, die man zusammen mit Dante als die tre corone der italienischen Literatur bezeichnet. Im 16. Jahrhundert wurde in der Questione della lingua über Form und Status der italienischen Sprache diskutiert, massgeblichen Einfluss hatten hier Niccolò Machiavelli, Baldassare Castiglione und Pietro Bembo. Es setzte sich schließlich eine historisierende Form der Sprache durch, die auf das Toskanische des 13./14. Jahrhunderts zurückgeht. Die wirkliche Vereinheitlichung, besonders der gesprochenen Sprache, erfolgte allerdings erst infolge der nationalen Einigung.

Dialekte und Sprachen

Die einzelnen Dialekte des Italienischen unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander, in einigen Fällen ist ihr Status als Dialekt oder eigenständige Sprache auch unter den Linguisten umstritten. Alle italienischen Dialekte und in Italien gesprochenen romanischen Sprachen gehen unmittelbar auf das (Vulgär-)Lateinische zurück. Insofern könnte man - etwas überspitzt - auch alle romanischen Idiome Italiens als "lateinische Dialekte" bezeichnen. Die italienischen Dialekte stellen also nicht etwa degenerierte Formen des Italienischen dar, sondern verfügen über eine eigene Sprachgeschichte. Man unterschiedet nord-, mittel- und süditalienische Dialekte. Die Dialektgrenzen liegen entlang einer Linie zwischen den Küstenstädten La Spezia und Rimini sowie Rom und Ancona. Einige italienische Dialekte wie das Sizilianische oder Venezianische können zudem auf eine eigene literarische Tradition verweisen (die sogenannte Scuola siciliana zur Zeit Friedrichs II), weshalb gelegentlich auch eine Einordnung dieser (und weiterer Dialekte) als eigenständige Sprache postuliert wird. Auch in Lautbildung und Wortschatz weist das Sizilianische so viele Eigentümlichkeiten auf, dass es eher eine dem Italienischen nah verwandte Sprache ist. Hingegen ist die Einordnung beispielsweise des Sardischen oder Ladinischen (Dolomiten, Friaul) als Einzelsprache in der Sprachwissenschaft mittlerweile anerkannt. Das Friaulische steht anders als seit Mussolini offiziell dargestellt dem Französischen näher als dem Italienischen.

Phonetik

Die italienische Rechtschreibung spiegelt den Lautstand ähnlich wie die spanische oder die rumänische einigermaßen genau wider. Das heutige Italienisch gebraucht 21 Buchstaben des lateinischen Alphabets. Die Buchstaben k, j, w, x, y kommen nur in Latinismen, Gräzismen oder Fremdwörtern vor. Das j findet sich in historischen Texten zuweilen für ein (heute nicht mehr geschriebenes) doppeltes i. Anders als im Spanischen kennt das Italienische keine durchgehende Kennzeichnung der betonten Silbe. Lediglich bei endbetonten Wörtern wird ein Gravis (`) (Beispiel: martedì, città, ciò, più), bei e je nach Aussprache ein Akut (´) oder Gravis (`) gesetzt. (Beispiel: perciò, perché). In sehr seltenen Fällen wird auch bei a und o der Akut gesetzt. Der Zirkumflex findet sich zuweilen in Texten um die Verschmelzung zweier i anzuzeigen, Bsp. i principi (die Fürsten, von principe) vs. i principî (die Prinzipien, aus principii, von principio). Zur Klarheit wird der Akzent hin und wieder zur Bedeutungsunterscheidung gebraucht, teilweise auch in Wörterbüchern oder auf Landkarten.

Die Buchstaben g, c und Buchstabenkombinationen mit sc

Folgende Buchstabenkombinationen der italienischen Rechtschreibung sind besonders zu beachten:
- Folgt auf den Buchstaben g ein e oder ein i, so wird dieses g wie dsch (IPA: []) ausgesprochen
- Folgt auf den Buchstaben c ein e oder ein i, so wird dieses c wie tsch (IPA: []) ausgesprochen
- Sollte auf das i direkt ein weiterer Vokal folgen, bleibt es stumm - es führt zu der oben beschriebenen Veränderung des g bzw. des c, wird aber selbst nicht gesprochen
- Das h bleibt immer stumm, dadurch kann z. B. die beschriebene Wirkung von e oder i aufgehoben werden: d. h. Spaghetti wird // ausgesprochen. Spagetti (ohne h) würde wie // ausgesprochen werden.
- g und c vor a, o, u werden wie [] bzw. [] ausgesprochen.
- Die angeführten Regeln gelten auch im Falle der Doppelkonsonanten (siehe dort) gg und cc: bocca //, baccello //, bacchetta //, leggo //, leggio //
- Ähnlich verhält es sich mit der Buchstabenkombination sc(h): scambio //, scopa //, scuola //, schema //, schivo //, aber: scienza //, sciagura //. [] entspricht der deutschen Buchstabenkombination sch.
- Die Buchstabenfolge gl entspricht einem mouillierten "l", einer engen Verschmelzung der Laute [] und [] (IPA: [] ), etwa wie in "brillant", "Folie".
- Die Buchstabenfolge gn entspricht einem mouillierten "n", einer engen Verschmelzung der Laute [] und [] (IPA: []), etwa wie in "Kognak".

Vokale

Konsonanten

Allophone in Klammern

Doppelkonsonanten

Doppelkonsonanten werden im Italienischen als langer Konsonant ausgesprochen: "mm" ist deutlich länger als "m", "rr" hat (im Bühnenitalienisch) vier Zungenanschläge gegenüber zwei bei "r". Bei den Verschlusslauten beginnt man die Aussprache des Konsonanten, verweilt kurz darauf und löst dann den Verschluss. Bei Kombinationen mit Zischlauten // und // verweilt man zunächst kurz auf dem Verschluss und löst den Verschluss zusammen mit dem zweiten Bestandteil, dem Zischlaut: //,//.

Grammatik

Siehe Italienische Grammatik.

Literatur

Italienisch ohne Mühe heute, Assimil, ISBN 2700501136

Weblinks


- [http://www.italienisch-online.ch italienisch-online.ch] Italienische Grammatik, Vokabeln und Übungen
- http://bilder.pauker.at/pauker/DE/IT/wb - Deutsch ↔ Italienisch: Wörterbücher (incl. online Vokabeltrainer)
- http://www.italdict.de/ -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch (Open Source/Erweiterungen willkommen)
- http://pons.de/ -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch und Italienisch-Deutsch (auch in anderen Sprachen!)
- http://infoportal-deutschland.aus-stade.de/Italienisch/italienisch-deutsch.htm -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch und Italienisch-Deutsch
- [http://academic.brooklyn.cuny.edu/modlang/carasi/site/index.html Online-Kurs mit Soundausgabe]
- http://www.italienisch-online-lernen.de Grammatikaufgaben und Wortschatzübungen zur Italienischen Sprache
- http://www.vokabelheft.net Deutsch Italienisch Wörterbuch Kategorie:Romanische Sprache Kategorie:Italien Kategorie:Schweizer Sprache als:Italienische Sprache ja:イタリア語 ko:이탈리아어 simple:Italian

Montenegrinische Sprache

Montenegrinisch ist eine Variante des Serbokroatischen, die in Montenegro gesprochen wird. Nach den großen Umbrüchen in den 1990er-Jahren wurde sie zum ersten Mal wieder bei der Volkszählung 2003 offiziell erwähnt und von ca. 21 % der Bevölkerung als Muttersprache angegeben. Montenegrinisch liegt von der Aussprache her dem ijekavischen Dialekt der Kroaten und Bosnier nahe, vom Wortschatz her ähnelt es aber mehr dem ekavischen Dialekt des Serbischen. Die Verständigung zwischen kroatischen, bosnischen, serbischen und montenegrinischen Muttersprachlern verläuft problemlos. Zu berücksichtigen sind indes die verschiedenen lokalen bzw. regionalen Ausprägungen der erwähnten Dialekte, da gerade diese einen enormen Beitrag zur soziolinguistischen Differenzierung der ehemaligen jugoslawischen Einheitssprache (des Serbokroatischen) leisteten und somit den Weg für dessen Teilung in die heutigen, jeweils neu entstandenen „alten“ Sprachen ebneten. Montenegrinisch kann daher, gleichwertig neben dem Bosnischen, Kroatischen und Serbischen, als sozio- und psycholinguistische Ausprägung des kulturellen Bewusstseins der Montenegriner verstanden werden. Ob es sich bei Montenegrinisch tatsächlich um eine eigene Sprache oder nur um einen Dialekt handelt, ist derzeit noch umstritten. Von Seiten des montenegrinischen Staats wird schon allein aus politischen Erwägungen eine Betrachtung als Einzelsprache angestrebt. Sprache Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Slawische Sprache

4. Februar

Der 4. Februar ist der 35. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit bleiben 330 Tage (in Schaltjahren 331 Tage) bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 900 - Ludwig IV., das Kind wird in Forchheim zum König des Ostfrankenreichs gewählt.
- 1861 - Gründung der Konföderierten Staaten von Amerika (Loslösung der Südstaaten von der Union der USA).
- 1899 - Gründung des Sportvereins "Werder" von 1899 e.V. (Heute bekannt als SV Werder Bremen)
- 1899 - Beginn des Krieges zwischen den Philippinen und den USA.
- 1933 - Durch die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes durch Reichspräsident Paul von Hindenburg werden die Grundrechte der Weimarer Verfassung eingeschränkt.
- 1936 - Wilhelm Gustloff, designierter NS-Gauleiter der Schweiz von David Frankfurter erschossen.
- 1945 - Beginn der Konferenz von Jalta auf der sowjetischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim, an der Präsident Roosevelt, Premierminister Churchill und Partei- und Regierungschef Stalin teilnehmen.
- 1948 - Sri Lanka wird unabhängig
- 1972 - Deutschland. Lufthansa und Aeroflot nehmen den Linienverkehr zwischen Frankfurt am Main und Moskau auf.
- 1974 - Patricia Hearst, Erbin des Hearst-Presseimperiums, wird von der Symbionese Liberation Army entführt.
- 1992 - Putschversuch in Venezuela
- 1993 - In Österreich gründet sich das Liberale Forum durch Abspaltung von der FPÖ.
- 1995 - Österreich. Bei einem hinterhältigen Anschlag mit Rohrbomben und Sprengfallen kommen in Oberwart vier Roma ums Leben. Als Täter wird schließlich der rechtsradikalen Einzeltäter Franz Fuchs ausgeforscht.
- 1997 - Bulgarien. Das Parlament wird aufgelöst.
- 2000 - Österreich. Angelobung der ÖVP-FPÖ Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel
- 2003 - Durch Parlamentsbeschluss erfolgt die Umbenennung von Jugoslawien in Serbien und Montenegro

Wirtschaft


- 1963 - In Genf beginnt die erste internationale Konferenz über Entwicklungshilfe.

Wissenschaft und Technik


- 1985 - Klaus von Klitzing entdeckt den so genannten quantisierten Hall-Effekt.

Kultur


- 1697 - Uraufführung der Oper La clemenza d'Augusto von Giovanni Bononcini im Tordinona in Rom.
- 1749 - Uraufführung der Oper Artaserse von Niccolò Jommelli am Teatro Argentina in Rom.
- 1939 - Uraufführung der Operette Die ungarische Hochzeit von Nico Dostal in Stuttgart.

Religion

Katastrophen


- 1966- Tokio, Japan. Absturz einer Boeing 727 der Nippon Airways kurz vor der Küste. Alle 133 Menschen starben.
- 1975 - Erdbeben der Stärke 7,0 in der Volksrepublik China, rund 10.000 Tote
- 1976 - Erdbeben in Guatemala, Hunderte Erdstöße, mehr als 23.000 Tote
- 1997 - In Israel sterben bei der Kollision zweier Militärhubschrauber alle 73 Insassen.
- 1998 - Erdbeben der Stärke 6,1 in Tadschikistan und Afghanistan, 2.323 Tote

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1932 - Eröffnung der Olympische Winterspiele 1932 in Lake Placid, USA

Geboren


- 1646 - Hans Aßmann Freiherr von Abschatz, deutscher Barocklyriker
- 1677 - Johann Ludwig Bach, deutscher Komponist
- 1682 - Johann Friedrich Böttger, deutscher Alchimist
- 1688 - Pierre Marivaux, französischer Dramatiker
- 1738 - Joachim Wilhelm von Brawe, deutscher Dramatiker
- 1740 - Adam-Philippe de Custine, französischer General
- 1740 - Carl Michael Bellman, schwedischer Dichter
- 1746 - Tadeusz Kościuszko, polnischer Freiheitskämpfer
- 1776 - Gottfried Reinhold Treviranus, deutscher Arzt und Naturforscher
- 1786 - Maria Pawlowna, Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach
- 1808 - Josef Kajetán Tyl, tschechischer Theaterdramatiker
- 1811 - Aristide Cavaillé-Coll, wohl der bedeutendste französische Orgelbauer der Romantik
- 1841 - Samuel J. Tilden, US-amerikanischer Politiker
- 1842 - Georg Brandes, dänischer Schriftsteller
- 1862 - Pauline Strauss, deutsche Opernsängerin
- 1871 - Friedrich Ebert, der erste Reichspräsident der Weimarer Republik
- 1875 - Ludwig Prandtl, deutscher Physiker
- 1881 - Fernand Léger, französischer Grafiker
- 1883 - George Kennedy Allen Bell, britischer Theologe
- 1888 - Paul Althaus, deutscher protestantischer Theologe (Lutherischer Dogmatiker)
- 1889 - Richard Boleslawski, polnisch-amerikanischer Regisseur
- 1891 - Christian Kuhlemann, deutscher Politiker
- 1892 - Ugo Betti, italienischer Dramatiker
- 1894 - Friedrich Karl Florian, Gauleiter der NSDAP von Düsseldorf
- 1895 - Karl Diedrichsen, deutscher Politiker und MdB
- 1896 - Friedrich Glauser, Schweizer Schriftsteller
- 1896 - Friedrich Hund, deutscher Physiker
- 1897 - Ludwig Erhard, deutscher Politiker und Bundeskanzler
- 1899 - Elfriede Jaeger, deutsche Politikerin
- 1900 - Jacques Prévert, französischer Autor, Dichter und Chansonnier
- 1902 - Charles Lindbergh, US-amerikanischer Pilot
- 1902 - Hartley Shawcross, britischer Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen
- 1906 - Clyde Tombaugh, US-amerikanischer Astronom und Entdecker des Planeten Pluto
- 1906 - Dietrich Bonhoeffer, deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Widerstandskämpfer
- 1907 - Walter Seuffert, deutscher Jurist und Politiker
- 1909 - Karl Schönböck, österreichischer Schauspieler
- 1912 - Louis-Albert Vachon, emeritierter Erzbischof von Quebec und Kardinal
- 1913 - Richard Seaman, britischer Rennfahrer
- 1913 - Rosa Parks, farbige US-Amerikanerin, die sich weigerte ihren Sitzplatz im Bus zu räumen
- 1914 - Alfred Andersch, deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur
- 1914 - Ida Lupino, britische Schauspielerin
- 1917 - Franz Josef Bach, deutscher Politiker und MdB
- 1921 - Betty Friedan, US-amerikanische Frauenrechtlerin
- 1925 - Jutta Hipp, deutsche Jazzpianistin und Malerin
- 1927 - Arthur Cohn, schweizerischer Filmproduzent
- 1927 - Horst Ehmke, deutscher Politiker
- 1929 - Eduard Zimmermann, deutscher TV-Moderator (Aktenzeichen XY)
- 1929 - Friedhelm Busse, gehört zu den Köpfen der militanten Neonaziszene in der BRD
- 1929 - Walther Tröger, deutscher Jurist und Sportfunktionär
- 1931 - Isabel Martínez de Perón, argentinische Präsidentin und Gemahlin von Juan Perón
- 1931 - Maria Estela Martínez Perón, argentinische Politikerin und Staatspräsidentin
- 1933 - Hans Hollmann, deutscher Regisseur
- 1940 - George A. Romero, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Schauspieler
- 1940 - Ulla Norden, deutsche Schlagersängerin
- 1941 - John Steel, britischer Musiker
- 1942 - Frank Zander, deutscher Sänger
- 1942 - Johnny Gambale, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Otto Lohmüller, deutscher Maler
- 1944 - Florence LaRue Gordon, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Dan Quayle, US-amerikanischer Politiker
- 1948 - Alice Cooper, US-amerikanischer Rockmusiker
- 1948 - Martin Hohmann, deutscher Politiker und MdB
- 1949 - Helmut Heiderich, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Freya Klier, deutsche Schriftstellerin und Regisseurin, Bürgerrechtlerin in der DDR
- 1950 - Leo Dautzenberg, deutscher Politiker und MdB
- 1950 - Phillip Ehart, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Jerry Shirley, britischer Musiker
- 1952 - Lisa Eichhorn, US-amerikanische Schauspielerin
- 1953 - Kitaro, japanischer Musiker
- 1959 - Cornelia Pieper, deutsche Politikerin
- 1961 - Stewart O'Nan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1962 - Clint Black, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1963 - Pirmin Zurbriggen, Schweizer Skirennläufer
- 1966 - Wjatscheslaw Jekimow, russischer Radrennfahrer
- 1967 - Lotto King Karl, deutscher Musiker
- 1971 - Yvonne Brunen, niederländische Radsportlerin
- 1975 - Natalie Imbruglia, australische Sängerin und Schauspielerin
- 1977 - Gavin DeGraw, amerikanischer Musiker
- 1988 - Carly Patterson, US-amerikanische Turnerin

Gestorben

Carly Patterson Carly Patterson Carly Patterson Carly Patterson Carly Patterson
- 211 - Septimius Severus, römischer Kaiser (193-211)
- 708 - Sisinnius (Papst), Papst
- 856 - Rabanus Maurus, Bischof von Mainz
- 1189 - Gilbert von Sempringham, englischer Gründer des Ordens der Gilbertiner, katholischer und anglikanischer Heiliger
- 1505 - Johanna von Frankreich, Herzogin von Orleans und Königin von Frankreich
- 1508 - Conrad Celtis, deutscher Humanist und Schriftsteller
- 1553 - Caspar Othmayr, deutscher Priester, Theologe und Komponist
- 1687 - François de Créquy, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1752 - Ludwig, Herzog von Orléans, Herzog von Orléans
- 1781 - Josef Mysliveček, tschechischer Komponist
- 1787 - Pompeo Batoni, italienischer Maler
- 1816 - Joachim Perinet, österreichischer Schauspieler und Schriftsteller
- 1835 - Wade Hampton I., US-amerikanischer Großgrundbesitzer, General und Politiker
- 1844 - Willem de Clercq, niederländischer Schriftsteller
- 1862 - Gottlieb Heinrich Schmückert, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes
- 1867 - Maximilian zu Wied-Neuwied, deutscher Prinz, Ethnologe und Naturforscher
- 1871 - Fürst Pückler-Muskau, deutscher Schriftsteller und Landschaftsarchitekt
- 1881 - Thomas Carlyle, britischer Historiker und Philosoph
- 1886 - Hans Victor von Unruh, Politiker und Regierungsrat
- 1889 - Carl Leverkus, Chemieunternehmer
- 1890 - Antoine d'Orléans, duc de Montpensier, französischer Offizier und spanischer Thronprätendent
- 1890 - Fletcher Stockdale, 11. Gouverneur von Texas
- 1894 - Adolphe Sax, belgischer Instrumentenbauer (Erfinder des Saxophon)
- 1894 - Louis Lewandowski, deutscher Komponist
- 1907 - Anton Wilhelm Laurenz Karl Marie Bödiker, erster Präsident des Reichsversicherungsamtes
- 1908 - Herrmann Bachstein, deutscher Eisenbahnpionier
- 1913 - Franz Xaver Nagl, katholischer Erzbischof und Kardinal
- 1915 - Franz Adickes, Frankfurter Oberbürgermeister
- 1921 - Carl Hauptmann, deutscher Schriftsteller
- 1925 - Robert Johann Koldewey, deutscher Architekt und Archäologe
- 1928 - Hendrik Antoon Lorentz, niederländischer Mathematiker und Physiker, Nobelpreis für Physik 1902
- 1936 - Wilhelm Gustloff, Nationalsozialist und Landesgruppenleiter der NSDAP
- 1939 - Edward Sapir, US-amerikanischer Ethnologe und Linguist
- 1945 - Cecil Kimber, Mitbegründer und langjähriger Geschäftsführer von MG
- 1950 - Charlot Strasser, schweizerischer Psychiater und Schriftsteller
- 1955 - Robert Hohlbaum, deutscher Schriftsteller
- 1956 - Janko Binenbaum, türkischer Komponist
- 1956 - Peder Gram, dänischer Komponist
- 1956 - Savielly Tartakower, Schachspieler
- 1957 - Erich Ponto, deutscher Schauspieler
- 1958 - Monta Bell, US-amerikanischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor
- 1958 - Henry Kuttner, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1966 - August-Martin Euler, deutscher Politiker
- 1966 - Robert Graf, deutscher Theater- und Filmschauspieler
- 1967 - Igo Etrich, österreichischer Pilot und Flugzeugkonstrukteur
- 1968 - Neal Cassady, gehörte mit zu der Gruppe der Beats
- 1974 - Satyendra Nath Bose, indischer Physiker
- 1975 - Louis Jordan, US-amerikanischer Musiker
- 1977 - Achille Campanile, Italienischer Journalist und Theaterautor
- 1982 - Alex Harvey, britischer Musiker
- 1983 - Karen Carpenter, US-amerikanische Sängerin
- 1987 - Liberace, US-amerikanischer Entertainer
- 1987 - Carl Rogers, US-amerikanischer Psychologe, Begründer der Gesprächstherapie
- 1988 - Willi Kollo, deutscher Komponist
- 1992 - Udo Tischer, deutscher Politiker und Gewerkschafter
- 1995 - Patricia Highsmith, US-amerikanische Schriftstellerin
- 2000 - Henry Jaeger, deutscher Schriftsteller
- 2000 - Joachim-Ernst Berendt, deutscher Musikjournalist und -kritiker
- 2000 - Lothar Alisch, deutscher Politiker
- 2001 - Iannis Xenakis, griechischer Komponist und Architekt
- 2002 - George Nader, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 2002 - Inge Konradi, österreichische Schauspielerin
- 2003 - Hasso Schützendorf, deutscher Unternehmer
- 2003 - Yousouf Ben Khedda, algerischer Politiker
- 2005 - Ossie Davis, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Komm. Rat. Alois Rohrmoser, Gründer der Skifabrik Atomic

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Rabanus Maurus (katholisch, evangelisch)
  - Hl. Veronika
  - Johanna von Frankreich (1464 - 4. Februar 1505)
- Nationalfeiertag von Sri Lanka

Siehe auch


- 3. Februar - 5. Februar
- 4. Januar - 4. März
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0204 ja:2月4日 ko:2월 4일 simple:February 4 th:4 กุมภาพันธ์

2003

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2003 ist „Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung
- 2003 ist „Internationales Jahr der Chemie
- 2003 ist „Jahr des Süßwassers“ (UNESCO)
- 2003 ist „Jahr der Bibel
- Der Papageigrüne Saftling (Hygrocybe psittacina) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Mauersegler (Apus apus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Wolf (Canis lupus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Salbei (Salvia) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Politik

Januar


- 1. Januar: Pascal Couchepin wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Angola und Deutschland gehörten als nichtständige Mitglieder für zwei Jahre dem UN-Sicherheitsrat an
- 1. Januar: Luiz Inácio Lula da Silva wird Staatspräsident von Brasilien
- 15. Januar: Ecuador. Lucio Gutiérrez Borbúa wird Staatspräsident
- 19. Januar: Kuba. Dritte Direktwahlen zur Nationalversammlung
- 22. Januar: Parlamentswahl in den Niederlanden

Februar


- 2. Februar: Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen mit jeweils deutlichen Siegen der CDU
- 2. Februar: Verfassungsänderung in Kirgisistan
- 4. Februar: Durch Parlamentsbeschluss erfolgte die Umbenennung von Jugoslawien in Serbien und Montenegro
- 5. Februar: Armenien tritt der WTO bei
- 9. Februar: Präsident Wladimir Putin, Russland, und Bundespräsident Johannes Rau, Deutschland, eröffneten die deutsch-russischen Kulturtage in Berlin
- 10. Februar: Deutschland und die Niederlande übernahmen in Afghanistan die Führung der ISAF (Sicherheitsunterstützungstruppe)
- 11. Februar: Bolivien. Aufstand der Polizei: als Folge davon kam es zu Massenunruhen mit mehreren Toten und Hunderten Verletzter
- 21. Februar: Kroatien stellte in Athen, Griechenland, den Antrag auf Mitgliedschaft in der EU
- 26. Februar: Rolandas Paksas wird als Staatspräsident Litauens vereidigt
- 27. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Tadschikistan
- 28. Februar: Tschechische Republik. Václav Klaus wird Staatspräsident

März


- Österreich hat nach der Nationalratswahl 2002 große Probleme eine neue Regierung zu finden. ÖVP und FPÖ entschließen sich zu einer Neuauflage der im Vorjahr gescheiterten schwarz-blauen Koalition
- 1. März: Handelsabkommen zwischen der EU und dem Libanon
- 11. März: Recep Tayyip Erdogan wird Ministerpräsident in der Türkei
- 16. März: Parlamentswahlen in El Salvador
- 16. März: Parlamentswahlen in Finnland
- 17. März: Verfassungsänderung in Frankreich. Hauptpunkt: Dezentralisierung Frankreichs
- 20. März: Beginn des Dritten Golfkriegs: Die Regierung Deutschlands und weite Teile der deutschen Bevölkerung stellten sich zusammen mit Frankreich im Irak-Konflikt gegen die Kriegspolitik der USA und Großbritanniens. Seitens der USA erhielt sie dafür harsche Kritik, aber auch Unterstützung von Russland und China
- 23. März: Verfassungsänderung in Tschetschenien
- 23. März: 90 % der Bevölkerung Sloweniens waren für einen EU-Beitritt
- 24. März: US-Präsident George W. Bush kündigt dem amerikanischen Volk in einer nur vier Minuten langen Rede den Beginn des Krieges gegen den Irak an
- 26. März: Unterzeichnung des NATO-Beitrittsprotokolls in Brüssel durch Estlands Außenministerin Kristiina Ojuland

April


- 3. April: Serbien und Montenegro wird Mitglied im Europarat
- 4. April: Mehrere Hundert Menschen wurden bei einem Massaker in Ituri, Demokratische Republik Kongo, getötet
- 9. April: Einmarsch der von den USA geführten Truppen in Bagdad, Irak
- 9. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Libanon
- 10. April: Estland. Juhan Parts wird Ministerpräsident
- 14. April: Militätputsch in Guinea-Bissau
- 16. April: Estland und Malta unterzeichnen in Athen, Griechenland, den Beitrittsvertrag zur EU
- 17. April: Finnland. Anneli Jäätteenmäki wird Regierungschefin (für 63 Tage)
- 19. April: Nigeria. Staatspräsident wird Olusegun Obasanjo wird im Amt bestätigt
- 21. April: Die Koalitions-Übergangsverwaltung für den Irak wird gegründet
- 27. April: Dritte demokratische Wahlen im Jemen
- 27. April: Allgemeine Wahlen in Paraguay
- 29. April: Gemeinsame Erklärung in Brüssel, Belgien, von Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
- 30. April: Burundi. Domitien Ndayizeye wird Staatspräsident
- 30. April: Die Einwohner des Golfstaates Katar stimmen der ersten Verfassung seit der Unabhängigkeit von Großbritannien (1971) zu

Mai


- 1. Mai: Gipfeltreffen in Athen, Griechenland, zwischen Japan und der EU
- 1. Mai: US-Präsident George W. Bush erklärt den wesentlichen Teil der Kampfhandlungen im Irak für beendet
- 2. Mai: Albanien und die USA unterzeichnen ein Nichtauslieferungsabkommen amerikanischer Staatsbürger an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag
- 25. Mai: Argentinien. Dr. Néstor Kirchner wurde Staatspräsident
- 25. Mai: Armenien. Wahl zur Nationalversammlung
- 26. Mai: Ruanda. 93 % Zustimmung zur neuen Verfassung
- 28. Mai: Deutschland stellt Großraumzelte für die vom Erdbeben in Algerien Betroffenen zur Verfügung

Juni


- 1. Juni: Der Wechselkurs des Taka, Landeswährung in Bangladesch, zum USD wird freigegeben
- 1. Juni: In Deutschland tritt das neue Ladenschlussgesetz in Kraft
- 4. Juni: Surya Bahadur Thapa wird Premierminister von Nepal
- 5. Juni: Unterzeichnung des Kulturabkommens zwischen Kasachstan und Deutschland
- 5. Juni: Dieter Althaus wird Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
- 8. Juni: Putschversuch in Mauretanien scheitert
- 8. Juni: Polen. 77 % stimmen für den Beitritt in die EU
- 10. Juni: Deutschland. Hans Martin Bury wird zum Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit ernannt
- 12. Juni: Vereidigung des Rumpfkabinets in Nepal
- 17. Juni: Parlamentswahlen in Jordanien
- 24. Juni: Finnland. Matti Vanhanen wird Ministerpräsident
- 24. Juni: Die USA frieren die Vermögen der 55 Personen auf der Liste der meistgesuchten ehemaligen Regimemitglieder ein
- 25. Juni: Verleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP)

Juli


- 4. Juli: Gemeinsame Erklärung über die Beendigung des Krieges in Côte d'Ivoire
- 5. Juli: Parlamentswahlen in Kuwait
- 6. Juli: Sghaïr Ould M'Bareck wird Regierungschef in Mauretanien
- 6. Juli: Abgeordnetenwahl in Mexiko
- 10. Juli: Übergabe des EU-Fragebogens an Kroatien
- 15. Juli: Kuwait. Erstmals Trennung des Amtes des Kronprinzen und des Regierungschefs
- 15. Juli: Revolte in São Tomé und Príncipe durch unzufriedene Söldner
- 27. Juli: Parlamentswahlen in Kambodscha

August


- 6. August: Côte d'Ivoire. Das Amnestiegesetz tritt in Kraft
- 8. August: René Harris wird Staatspräsident, Regierungschef und Außenminister in einer Person in Nauru
- 11. August: Liberia. Präsident Charles Taylor geht ins Exil nach Nigeria
- 15. August: Dr. Nicanor Duarte Frutos wird Staatspräsident in Paraguay
- 18. August: Ein bilaterales Konsolidierungsabkommen über die Schulden Angolas gegenüber der Bundesrepublik Deutschland wurde unterzeichnet
- 27. August: Die maoistische Führung kündigt den Waffenstillstand in Nepal
- 27. August: Kabinettsumbildung im Senegal
- 30. August: Der Premierminister Khin Nyunt von Myanmar verkündet die „Myanmar Roadmap to Democracy“

September


- 5. September: Besuch der Königin Margrethe II. (Dänemark) in Deutschland
- 5. September: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Prag/Tschechien
- 9. September: Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau stattet der Volksrepublik China einen Staatsbesuch ab
- 10. September: Mijailo Mijailovic sticht in einem Stockholmer Kaufhaus Schwedens Außenministerin Anna Lindh nieder
- 11. September: Kuba. Das spanische Kulturinstitut wird durch die kubanische Regierung geschlossen
- 14. September: Estland. Volksabstimmung über den geplanten EU-Beitritt
- 14. September: Erneuter Militärputsch in Guinea-Bissau
- 22. September: Henrique Pereira Rosa wird Staatspräsident von Guinea-Bissau
- 23. September: Landtagswahl in Bayern
- 24. September: Litauen. Das Kabinett beschließt den Verkauf der Anteile an der russischen Gasprom
- 28. September: Italien. Es kommt zu einem großflächigen Stromausfall, der die weiße Nacht vorzeitig beendet

Oktober


- 4. Oktober: Oman. Erste Wahlen, bei denen alle Personen über 21, auch Frauen, wahlberechtigt sind
- 5. Oktober: Präsidentschaftswahlen in Tschetschenien
- 12. Oktober: Kommunalwahlen in Albanien mit leichten Stimmengewinnen für die Opposition
- 13. Oktober: Die Außenminister Joschka Fischer (Deutschland) Dominique de Villepin (Frankreich) und Lydie Polfer (Luxemburg) eröffnen das Pierre-Werner-Institut in Luxemburg
- 14. Oktober: Gyude Bryant wird Staats- und Regierungspräsident der Übergangsregierung in Liberia
- 15. Oktober: Aserbaidschan. Ilham Äliyev wird zum Präsidenten gewählt
- 17. Oktober: Das deutsche Auswärtiges Amt unterstützt Frauenprojekte in Kandahar/Afghanistan, mit 1 Mio. Euro
- 17. Oktober: Bolivien. Staatspräsident und Regierungschef wurde Carlos Mesa
- 17. Oktober: Bolivien. Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada tritt zurück
- 17. Oktober: Deutschland und Tschechoslowakei treffen Abkommen über Sozialversicherung
- 17. Oktober: In Österreich wird die nullkommasieben Kampagne gestartet
- 18. Oktober: Rumänien nimmt eine neue Verfassung an
- 19. Oktober: Parlamentswahlen in der Schweiz
- 24. Oktober: Bundestagsbeschluss: Deutschland verstärkt sein Engagement in Afghanistan und richtet im Herbst 2003 zwei Außenstellen der Botschaft Kabul in Kundus und Herat ein
- 25. Oktober: Faisal al-Fayez wird Premierminister in Jordanien
- 27. Oktober: Sicherheitskonferenz in Mexiko
- 28. Oktober: Zweite Kommunalwahlen in Mosambik
- 29. Oktober: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Bratislava, Slowakei
- 30. Oktober: Ein bilaterales Investitionsschutz und -förderungsabkommen wurde am in Luanda, Angola, unterzeichnet
- 30. Oktober: Erster Besuch des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder in Kroatien

November


- 2. November: Georgien. Dritte Parlamentswahlen. Wahlbetrug und Wahlfälschung überschatten diese Wahlen
- 5. November: Besuch des litauischen Staatspräsidenten Rolandas Paksas in Deutschland
- 12. November: Das deutsche Auswärtige Amt unterstützt Winternothilfe in Afghanistan mit 1,2 Mio. Euro
- 23. November: Georgien. Rücktritt Eduard Schewardnadses
- 23. November: Parlamentswahlen in Kroatien
- 28. November: Der deutsche Bundesaußenminister Joschka Fischer eröffnet Akademisches Jahr am Europa-Kolleg in Brügge/Belgien

Dezember


- 1. Dezember: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht die Volksrepublik China bereits zum fünften Mal
- 4. Dezember: Abkommen zwischen Monaco und der Europäischen Kommission über Rechtsangelegenheiten
- 7. Dezember: Wahlen zur Duma in Russland
- 8. Dezember: Simbabwe tritt aus dem Commonwealth aus
- 9. Dezember: Der Hamburger Senat aus CDU, FDP und der Partei Rechtsstaatlicher Offensive scheitert nach etwas über zwei Jahren. Es werden Neuwahlen ausgerufen
- 10. Dezember: Schweiz: nach 44 Jahren wurde die Zauberformel gesprengt. Damit erhielt die SVP einen zweiten Sitz und Christoph Blocher wurde zum Bundesrat gewählt
- 10. Dezember: Abkommen zwischen Russland und Deutschland über Reiseerleichterungen
- 12. Dezember: Kanada. Paul Martin wird Premierminister
- 12. Dezember: Neue Regierung in San Marino
- 13. Dezember: Irak: Saddam Hussein wurde in Tikrit festgenommen
- 15. Dezember: Internationales Forum zum Thema Myanmar in Bangkok/Thailand
- 20. Dezember: Im Abkommen von Moroni, Komoren, werden freie und demokratische Wahlen festgeschrieben
- 23. Dezember: Dr. Ivo Sanader wird Regierungschef in Kroatien

Siehe auch

Liste der Staatsoberhäupter 2003

Terroranschläge und Kriege


- 5. August: Eine Autobombe explodiert vor dem J.W. Marriot Hotel in Jakarta und tötet 12 Menschen

Katastrophen


- 8. Januar: Charlotte (North Carolina), North Carolina, USA. Eine Maschine der US-Airways verunglückt auf der Start- und Landebahn als die linke Tür während des Starts abfällt und in das Triebwerk gelangt. Das Flugzeug rast in einen Hangar und fängt Feuer. Alle 21 Menschen an Bord starben
- 8. Januar: Diyarbakır, Türkei. Aus Istanbul kommend stürzte eine Verkehrsmaschine beim Landeanflug ab. 75 Menschen starben, 5 konnten gerettet werden
- 9. Januar: Cerro Coloque, Peru. Absturz einer Fokker F-28. Alle 46 Menschen an Bord starben
- 17. Januar: Spanien. Absturz einer Fokker 50, aus Málaga kommend, nach Verfehlung der Landebahn. 19 Menschen starben, 9 konnten gerettet werden
- 21. Januar: Ein Erdbeben im Westen Mexikos forderte 29 Menschenleben
- 1. Februar: Im Abschluss des 16-tägigen Forschungsaufenthalt STS-107 zerbricht und verglüht die Columbia (Raumfähre) 15 Minuten vor der Landung auf Cape Canaveral. Alle 7 Besatzungsmitglieder, fünf Männer und zwei Frauen, kommen uns Leben
- 22. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 5,5 nach der Richterskala entlang des Rheins zwischen Basel und Freiburg mit Epizentrum bei Straßburg erschütterte die Rheinregion und richtete geringen Schaden im Elsass an
- 24. Februar: Erdbeben der Stärke 6,3 in der Provinz Xinjiang, Volksrepublik China, 261 Tote
- 6. März: Tamanrasset, Algerien. Eine Boeing 737 der Air Algerie verfehlt die Landebahn und stürzt ab. Alle 103 Menschen an Bord starben
- 1. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 im Osten der Türkei. 177 Tote
- 21. Mai: Erdbeben der Stärke 6,8 in Algerien, 2.266 Tote
- 27. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 5,8 in Algerien. 9 Tote
- 7. Juli: Port Sudan, Sudan. Absturz einer Boeing 737 der Sudan Airways kurz nach dem Start, etwa 5 km nach der Start- und Landebahn. 116 Personen starben, ein Kind soll angeblich überlebt haben
- 21. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 6,0 in der Provinz Yunnan, Volksrepublik China. 16 Tote
- 22. August: Eine schwere Explosion zerstört eine VLS-3 Rakete der Brasilianischen Weltraumbehörde auf dem Starttisch in der Alcântara Luftwaffenbasis im Norden Brasiliens. 21 Menschen sterben
- 26. Dezember: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 nach Richter im Iran forderte schätzungsweise 35.000 Menschen das Leben

Wirtschaft


- 1. Januar: die EU verbietet die irreführenden Bezeichnungen „light“ und „mild“ für Zigaretten
- 4. April: Der bundesweit im Mittelwellenbereich zu empfangende Popmusiksender Megaradio stellt wegen Insolvenz seinen Betrieb ein
- Die Deutsche Bahn nimmt nach Umsatzverlusten Teile des neuen Preissystems zurück und führt die „Bahncard 50“ ein, mit der man wieder um 50 % reduzierte Fahrkarten ohne Zugbindung erwerben kann
- Juni: Ein vierwöchiger Streik der IG Metall in Ostdeutschland für die Einführung der 35-Stunden-Woche bleibt erfolglos
- Der in Birresborn angesiedelte Birresborner Phönix Sprudel wird wegen verunreinigter Quellen am 11.November geschlossen
- Das geplante satellitengestützte Autobahnmautsystem kann wegen technischer Probleme nicht planmäßig den Betrieb aufnehmen; seine Einführung wird Ende Dezember 2003 auf das dritte Quartal 2004 verschoben

Bildung, Wissenschaft und Technik


- 1. Januar: Die Universitäten Essen und Duisburg fusionieren zur Universität Duisburg-Essen
- 1. Januar: Die Universitäskliniken Kiel und Lübeck fusionieren zum Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
- 5. Januar: Der Saturn-Transit durch den Krebsnebel ermöglicht das Röntgen der Gashülle des Mondes Titan
- 1. Februar: Die Raumfähre Columbia zerbricht beim Landeanflug in etwa 60 km Höhe
- 28. Mai: Das erste geklonte Pferd mit dem Namen Prometea kommt zur Welt
- 31. Mai: Ringförmige Sonnenfinsternis in Grönland und Island
- 24. Juni: Eine Concorde fliegt zum letzten Mal von New York nach Paris
- 30. Juli: Der letzte VW Käfer rollt im Volkswagenwerk in Pueblo (Mexiko) vom Band
- August: Die in Deutschland höchste bisher gemessene Temperatur wird mit 40,8 °C in Perl-Nenning im Saarland am 8. August gemessen, muss jedoch später wieder nach unten auf 40,3 °C korrigiert werden. In der Schweiz stellt man erstmals Temperaturwerte von über 40 °C fest: am 11. August misst MeteoSchweiz in Grono (Graubünden) 41,5 °C. 2003 geht als heißestes Jahr in Deutschland seit 1540 in die Geschichte ein. Zusätzliche Todesfälle wegen der Sommerhitze gehen als Hitzetote ins öffentliche Bewusstsein ein. Zahlen für Frankreich, Italien und Deutschland gehen in die Tausende
- 15. Oktober: China startet ein erstes bemanntes Raumschiff mit dem Taikonauten Yang Liwei
- 24. Oktober: Letzter Flug der Concorde von New York nach London
- 23. November: Totale Sonnenfinsternis (Indischer Ozean, Antarktis)
- 18. Dezember: Linux-Kernel Version 2.6 veröffentlicht
- 25. Dezember: Landeversuch des europäischen Roboters Beagle 2; ob die Oberfläche des Mars erreicht wurde, ist unbekannt. Die Raumsonde Mars Express tritt in eine Umlaufbahn um Mars ein

Gesellschaft


- Kulturhauptstadt Europas ist 2003 die steirische Landeshauptstadt Graz
- In China bricht am Neujahrstag 1. Februar das Jahr des Schafes/der Ziege (Schriftzeichen Yang) an (siehe Chinesische Astrologie)
- 13. Februar: Gründung des dG'Entertainments
- 7. Mai: Erstmals in der Geschichte des Vatikans wurde eine Frau an die Spitze einer päpstlichen Akademie berufen. Letizia Pani Ermini wurde von Johannes Paul II. zur Präsidentin der Akademie für Archäologie ernannt
- 28. Mai bis 1. Juni: Der erste Ökumenische Kirchentag fand in Berlin statt
- 31. Mai: In Anwesenheit europäischer Regierungschefs wurde eine Replik des bei Kriegsende verschollenen Bernsteinzimmers im Katharinenpalast bei Sankt Petersburg nach 20 Jahren mühseliger Rekonstruktion eröffnet
- 12. Juli: In Berlin fand die letzte Loveparade statt
- 5. Dezember: Johannes Heesters wurde 100 Jahre
- Kino: X-Men 2, Matrix Reloaded, Good Bye Lenin, The Hulk, My Big Fat Greek Wedding, Catch Me If You Can, Solaris, The Ring, Chicago, Gangs Of New York, Daredevil, 28 Days Later, Das Dschungelbuch 2, Nicht auflegen, Fluch der Karibik, Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
- Bei den Grammy Awards 2003 geht Neuling Norah Jones mit fünf Grammys als große Gewinnerin hervor
- Joanne K. Rowling: Harry Potter and the Order of the Phoenix
- Hillary Clinton: Gelebte Geschichte
- Michael Moore: Stupid White